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Seminar Nr.

1
Vorgeschichte der deutschen Sprache. Vom Indoeuropäischen zum Germanischen

Sprechen Sie zu folgenden Themen:


1. Das Indoeuropäische/Indogermanische. Die Sprachverwandtschaft. Die Gliederung
der indoeuropäischen Sprachen. Die Stellung des deutschen unter anderen
indoeuropäischen Sprachen
2. Das Germanische. Sprachliche Besonderheiten des Germanischen:
2.1. Die Entwicklung des germanischen Konsonantismus. Die erste (germanische)
Lautverschiebung und das Vernersche Gesetz
2.2. Akzentverhältnisse
2.3. Grammatische Formen
2.4. Zum Wortbestand des Germanischen:
2.4.1. Frühe Lehnbeziehungen mit Nachbarnvölkern
2.4.2. Germanisch und Romanisch
3. Germanen im Altertum: Lebensweise, Kultur, Glaube
4. Die germanischen Stämme und die germanischen Einzelsprachen:
4.1. Gliederung der germanischen Stämme und Sprachen
4.2. Lehnbeziehungen zu nichtgermanischen Sprachen
Literaturverzeichnis:
1. Левицький В.В., Поль Г.-Д. Iсторiя нiмецької мови. Посібник для студентів
вищих навчальних закладів. – Вiнниця: НOВA КНИГA, 2007. – 216 с.
2. Иванов, А.В. История немецкого языка = Geschichte der deutschen Sprache:
учебное пособие / А.В. Иванов; Поморский гос. ун-т им. М.В. Ломоносова.
— Архангельск: Поморский университет, 2007, С. 14-20.
3. Moskalskaja 0.I. Die deutsche Sprachgeschichte, M.: Hochschule, 2003., S. 34-
52.
Seminar Nr. 2
THEMA: . Das Werden der deutschen Sprache in der althochdeutschen Zeit
1. Das Indoeuropäische/Indogermanische. Die Sprachverwandtschaft. Die
Gliederung der indoeuropäischen Sprachen. Die Stellung des Deutschen unter
anderen indoeuropäischen Sprachen.
2. Die Integration der westgermanischen Großstamme im Frankenreich.
3. Das Werden der deutschen Sprache, ihre Existenzformen die ahd.
Territorialdialekte. Das Wort Deutsch.
4. Periodisierung der deutschen Sprachgeschichte. Zeitliche und räumliche
Gliederung.
5. Althochdeutsch. Die Entwicklung des Schrifttums und die Sprachdenkmäler
des Ahd.
Literaturverzeichnis:
1. Moskalskaja 0.I. Die deutsche Sprachgeschichte, M.: Hochschule, 1977. S. 62-74.
2. Жирмунский В.М. История немецкого языка .- М.: Изд-во литературы на
иностранных языках, 1948. – С. 7-8.
3. Филичева Н.И. История немецкого языка .- М.: Изд-во Московского ун-та,
1959. – С. 3-6.

Praktische Aufgaben zum Thema:


1. Erzählen Sie über die wichtigsten Ereignisse der deutschen Geschichte anhand
der Tabelle:
496 Eroberung der Alemannen
531 Eroberung des Thüringischen Reiches
534 Eroberung des Burgunderreiches
788 Eroberung von Bayern
742 - 814 Sächsische Kriege, Eroberung von Sachsen
842 Straßburger Eiden
843 Vertrag von Verdun
887 Arnulf von Kärnten wird König des ostfränkischen Reiches
929 Beginn der Unterwerfung von westslawischen Stämmen
962 Kaiserkrönung Ottos I. in Rom durch den Papst
983 Bewaffneter Slawenaufstand

2. Zeigen Sie auf der Karte die althochdeutschen Territorialdialekte. Erklären Sie
den Prozess der Bildung von den althochdeutschen Territorialdialekten
Franken
• Ampsivarier
• Brukterer
• Chamaven
• Chatten (relativ spät beigetreten; heute Hessen)
• Bataver
• Mattiaker
• Cugerner
• Cananefaten
• Landoudioer
• Marsaker
• Ripuarier auch Rheinfranken oder Ripuarische Franken
• Salfranken (seit 420; ungleich Salier)
• Sigambrer/Sugambrer
• Tenkterer
Alamannen
• Juthungen,
• Bucinobanten
• Brisgavi,
• Rätovarier
• Lentienser
Baiern
• Bajuwaren
• Markomannen
• Goten
• Langobarden
• Sachsen (Sachsenkam)
• Schwaben (Schwabing)
• Verschiedene germanische Stämme
Sachsen
• Chauken
• Angrivarier
• Cherusker
Seminar Nr. 3
THEMA: Die Hauptcharakterzüge der urgermanischen und althochdeutschen
Lautsysteme
1. Das Lautsystem des Urgermanischen.
2. Das Untersystem von Vokalen im Ahd.
3. Der primäre Umlaut.
4. Der Wandel der alten Diphthonge.
5. Die Diphthongierung der alten Vokale.
6. Die zweite Lautverschiebung und das Konsonantensystem des Ahd.

Literaturverzeichnis :
Moskalskaja 0.I. Deutsche Sprachgeschichte. - M: Hochschule, 1977.-S. 67-74.
Филичева Н.И. История немецкого языка .- М.: Изд-во Московского ун-та, 1959. –
С. 3-6.
Жирмунский В.М. История немецкого языка .- М.: Изд-во литературы на
иностранных языках, 1948. – С. 7-8.

Praktische Aufgaben zum Thema:


1. Erklären Sie den Begriff "die Lautverschiebung". Vergleichen Sie die erste und
die zweite Lautverschiebungen.
2. Nennen Sie die Laute, die nach dem Gesetz der Brechung verändert wurden.
3. Setzen Sie fort:
 Die Hebung bzw. Senkung der Stammsilbenvokale unter dem Einfluss der Vokale
der nachfolgenden Silbe heißt ...
 Ein durchgreifender Wandel im Konsonantensystem, der die
Auseinanderentwicklung fast sämtlicher indoeuropäischen und germanischen
Geräuschlaute zur Folge hatte, ist ...
 Die Palatalisierung der Stammsilbenvokale unter dem Einfluss der Vokale der
nachfolgenden Silbe heißt
4. Erklären Sie den Vokalwechsel
a) bei der Pluralbildung der Substantive
gast- gesti, kraft - krefti, stat-steti, ast-esti, kalb-kelbir, lamb-lembir;
b) in ahd. Formen der Verben;
nimu, nimis ( neman), feris (faran), sot. niman - ahd, neman;
c) bei der Wortbildung
ahd. berg "Berg" ahd. gibirgi "Gebirg

ahd. erda "Erde ahd. irdisc "irdisch"
ahd. gold "Gold" ahd. guldin "Gulden"
ahd. lioht "Licht" ahd. leuhten "leuchten"
ahd. alt "alt" ahd. eltiron "Eltern"
ahd. bintan, "binden" ahd. bant "Band"
ahd. ziahan "ziehen" ahd. herizogo "Herzog"
ahd. kraft "Kraft" ahd. kreftic "kräftig"
d) bei den Formen des Adjektivs;
alt - eltiro - eltisto
lang- lengiro- lengisto;
5. Analysieren Sie den Wandel der altgermanischen Diphtonge:
 got. auso ahd. ora "Ohr",
 got. aihts ahd. eht "Besitz"
 got. augo ahd. ouga "Auge"
 got. ains ahd. ein "eins"
 got. laufs ahd. loub "Laub"
 got. haubiþ ahd. houbit "Haupt"
 got. laisjan ahd. leran "lehren"
 got. haitan ahd. heizzan "heißen"
 got. stain ahd. stein "Stein"
 got. dauþus ahd. tot "tot"
 got. hauhs ahd. hoh "hoch“
6. Erklären Sie den Konsonantenwechsel:
got. ik ahd. ih
got. þu ahd. du
got. twai ahd. zweio
got. fadar ahd. fater
got. hairto ahd. herza
got. fotus ahd. fuoz
got. tunþus ahd. zand
got. gards ahd. garto
got. gasts ahd. gast
got. hwas ahd. was
got. haubiþ ahd. houbit
got. kuni ahd. kunni "Sippe"
got. marka ahd. marcha
got. sokjan ahd. suohhen
got. swaihro ahd. swigur
"Schwiegermutter"
got. swaihra ahd. swehur
" Schwiegervater"
got. wairþan ahd. werdan
got. broþar ahd. bruoder
6. Nennen Sie die englischen Äquivalente zu den Wörtern;
essen, zwölf, trinken, öffnen, helfen, tun, lassen, Teil, Tochter, Tier, machen, brechen,
Herz,
7. Analysieren Sie die Alternation in der modernen deutschen Sprache
schneiden – schnitt - geschnitten, ziehen – zog – gezogen, sein- war- gewesen, darben -
bedürfen, Schneider-Schnitter, verlieren - Verlust, frieren -Frost, geben -Gift, Mitgift.
8- Bestimmen Sie den phonetischen Prozess in den folgenden Wörtern.
as. drinkan - ahd. trinkan
as. opan - ahd. offan ‘offen’
as. pund - ahd. pfunt ‘Pfund’
lat. duo - got. twai
got. skip - ahd. skif ‘Schiff’
got. hauhs - ahd. Höh
as. ik - ahd. ih
got. giutan - ahd. gioean ‘gießen’
got. taikns - ahd. zeichan ‘Zeichen’
got. maiza - ahd. mero ‘mehr’
got. laun - ahd. Ion ‘Lohn’
9. Bestimmen Sie den phonetischen Prozess in den folgenden grammatischen Formen.
- ahd. alt - Komp. eltiro - Superl. eltisto
- ahd. Sg. gast - Pl. Gesti
- ahd. Präs. 1.P.PI. durfum - Prät. dorfta ‘bedürfen’
- ahd. fasto - festi ‘fest’ Adv. - ‘fest’ Adj
10.- Bestimmen Sie die Art des Vokalwechsels in den folgenden althochdeutschen
Beispielen:
10.1 ahd. berg - gibirgi ‘Berg - Gebirge’
a) Brechung
b) Primärumlaut
c) Sekundärumlaut
10.2 ahd. man - mennisco ‘Mann - Mensch’
a) Primärumlaut
b) Brechung
c) Sekundärumlaut
11.- Geben Sie eine Erklärung für den lautlichen Unterschied (bezogen auf das
Konsonanteninventar) zwischen englisch. “twig” und deutsch. “Zweig”.
Seminar Nr. 4
Стр 52 Иванов
THEMA: Der Wortschatz und die Wortbildung des Ahd.
1. Gegenstand und Grundbegriffe der historischen Lexikologie.
2. Genetische Charakteristik des deutschen Wortgutes.
Genetisch wird der deutsche Wortschatz in folgende Gruppen geteilt:
1. Allgemeinindoeuropäische Stämme, die allen IE Sprachen eigen sind.
2. Allgemeingermanische Stämme, die allen germanischen Sprachen eigen sind.
3. Deutsche Stämme, die nur der deutsche Sprache eigen sind;
4. Entlehnungen zur althochdeutschen Periode aus anderen Sprachen.
5. Internationalismen und Fremdwörter.

3. Allgemeinindoeuropäische Stämme.
Wenn wir die gemeingermanischen Stämme als eine abgesonderte Gruppe
betrachten, so ist es festgestellt, dass etwa zwei Drittel dieser Stämme
allgemeinindoeuropäischer Herkunft sind, d.h. diese Stämme sind in allen IE
Sprachen vorhanden. Semantisch gehören diese Stämme zum Grundwortschatz
einer Sprache, das sind Pronomen, Zahlwörter, Verwandtschaftsnomen,
Benennungen der Körperteile, der meist verbreiteten Tiere, Vögel u.a.
Diese Schicht des Wortschatzes ist von besonderer Wichtigkeit bei der
linguistischen Textinterpretation, weil anhand dieser Wörter und Stämme die
Verwandtschaft der deutschen Sprache mit anderen IE Sprachen nachgewiesen
werden kann.
In diesen Wörtern können auch alle lautlichen Korrespondenzen und lautlichen
Prozesse der germanischen und der deutschen Sprache entdeckt und interpretiert
werden, solche wie die 1 . (germanische) und die 2 . (althochdeutsche)
Lautverschiebung, der Lautwandel im Vokalismus u.a.

4. Germanische Schicht des Wortgutes.


Ein Drittel des gemeingermanischen Wortschatzes bilden die germanischen
Stämme, die in anderen IE Sprachen fehlten (wenn einige von ihnen auch in anderen IE
Sprachen vorkommen, dann gelten sie als Entlehnungen aus germanischen Sprachen).
Diese Wörter sind in urgermani- scher Zeitperiode entstanden und betreffen folgende
Sachgruppen:
1) Schifffahrt und Fischerei.
GwD. See - AHD. seo - AS. seo - AE. s& - GwE. sea - GOT. sajws
- GwR. озеро;
GwD. Schiff - AHD. scif (scef) - AS. skip - AE. skip - GwE. ship - GOT. skip - GwR.
сосуд, посудина, корабль;
GwD. schwimmen - AHD. swimman - AS. swimman - AE. swim- man - GwE. swim -
GOT. *sumjan;
Ebenso: Segel, Strand, Mast, Kahn, Netz, Aal, Hering usw.
2) Viehzucht und Jagd.
GwD. Rind - AHD. rind (hrind) - AS. hrid - AE. hrider, hry - GwE. ruther - GOT.
hrinpis - GwR. корова;
GwD. Heide - AHD. heida - AS. hetha - AE. h&d - GwE. heath ‘open waste land’ -
GOT. haipi - GwR. поле;
GwD. Kalb - AHD. kalb (chalb) - AS. calf - AE. cwlf (cealf) - GwE. calf - GOT. kalbö
- GwR. теленок;
Ebenso: Ross, Schaf, Lamm, Bär, Rabe usw.
3) Wohnwesen.
GwD. Haus - AHD. hus - AS. hus - AE. hus - GwE. house - GOT. hus
- GwR. дом;
GwD. Hof - AHD. hof - AS. hof - AE. hof - GwR. двор;
Ebenso: Bett, Halle, Hütte, Saal, Wand usw.
4) Gemeinschaftsleben.
GwD. Ding - AHD. dink (think, ding, dinc) - AS. thing - AE. pinj- GwE. thing - GwR.
дело; вещь;
GwD. Volk - AHD. folk (folch) - AS. folk (folc) - AE. folc - GwE. folk
- GwR. полк;
GwD. Friede - AHD. fridu - AS. fridu (frithu) - AE. freodu (frid, fridu) > frith - GwR.
мир;
Ebenso: Sache, Adel, Jünger usw.

5. Entlehnungen im Althochdeutschen.
In historischer Sicht sind solche Entlehnungen aus anderen Sprachen von Interesse,
die noch die Spuren der phonetischen Prozesse enthalten, d.h. die Entlehnungen, die
phonetisch völlig assimiliert sind.
Zu den ältesten lexikalischen Entlehnungen gehören die Entlehnungen aus dem
Keltischen: GwD. Eisen - GOT. eisarn - AIS. isern - AE. isern - AHD., AS. isarn - Kelt.
*isarno-; GwD. Reich - GOT. reiki (reiks) - AE. rice - AS. riki - AHD. rihhi (richi) - Kelt.
rix; GwD. Amt - GOT. andbahti - AE. ambeht - AIS. ambätt - AHD. ambaht[i] - Kelt.
*amb- [i]aktos ‘der Diener’ u.a.
Die erste Schicht der lateinischen Wörter ist in die deutsche Sprache am Ende v. u.
Z. und am Anfang u. Z. erschienen. Es waren Wörter aus dem Bereich des Handels,
der Landwirtschaft, des Bauwesens, des Haushalts u.a. Das sind, um die allgemein
bekanntesten zu nennen, folgende Entlehnungen: +стр 79 москальская
GwD. Essig - AHD. ezzioh (< L. acetum);
GwD. Fenster - AHD. venstar (< L. fenestra);
GwD. Frucht - AHD. vruht (< L. fructus);
GwD. kaufen - AHD. koufan (< L. caupo);
GwD. Keller - AHD. kelläri (< L. cellärium);
GwD. Kessel - AHD. kezzil (< L. catinus);
GwD. Kirsche - AHD. kirsa (< L. ceresia);
GwD. Korb - AHD. korb (< L. corbis);
GwD. Küche - AHD. chuhhina (< Lvulg. coclna);
GwD. Kurbis - AHD. kurbiz (< L. cucurbita);
GwD. Mauer - AHD. mura (< L. murus);
GwD. Münze - AHD. munizza (< L. moneta);
GwD. pfeffer - AHD. pfeffar (< L. piper);
GwD. Pflaster - AHD. pflastar (< L. plastrum);
GwD. pflücken - AHD. phlukkön (< Lvulg. piluccare);
GwD. Schussel - AHD. scuzzila (< L. scutula, scutella);
GwD. Tisch - AHD. tisc (< L. discus);
GwD. Trichter - AHD. trahtari (< L. tractarius);
GwD. Wein - AHD. wln (< L. winum);
GwD. Ziegel - AHD. ziegal (< L. tegula) usw.
Vom 8 . Jh an drang das Christentum immer weiter in den germanischen
Lebensbereich vor. Mit dem Ausbau der Kirchenorganisation und der Einführung
des Gottesdienstes kam auch eine zweite Welle griechisch-lateinischer
Entlehnungen. Diese Entlehnungen schließen auch die Lexik, die mit der Bildung
und dem Schulwesen verbunden ist, ein: GwD. Bischof - AHD. biscof (< AGR.
episkopos);
GwD. Brief - AHD. briaf, brief (< L. brevis);
GwD. Kloster - AHD. klöster (< L. claustrum);
GwD. Mönch - AHD. munih (< L. monachus);
GwD. opfern - AHD. opfarön (< L. operari);
GwD. Pfaffe - AHD. pfaffo (< AGR. papas);
GwD. schreiben - AHD. scrlban (< L. scribüre);
GwD. Schule - AHD. scuola (< L. schola);
GwD. segnen - AHD. seganön (< L. signare);
GwD. Tinte - AHD. tinkta (< L. tincta) usw.
Mit der Entwicklung des Schrifttums und der Übersetzerstätigkeit der religiös-
philosophischer Schulbildung ist die Entstehung vieler Lehnübersetzungen
verbunden:
L. conscientia - AHD. giwizzenl ‘Gewissen’;
L. communio - AHD. gimeinida ‘Gemeinde’;
L. spiritualis - AHD. geistllh ‘geistlich’ usw.

6. Wortbildung im Althochdeutschen.

Literaturverzeichnis:
Moskalskaja 0.1. Deutsche Sprachgeschichte.- M. i Hochschule,1977.- S 74-82,119-139.
Филичева Н.И. История немецкого языка .- М.: Изд-во Московского ун-та, 1959. –
С. 40-45.
Жирмунский В.М. История немецкого языка .- М.: Изд-во литературы на
иностранных языках, 1948. – С.50-55.

Praktische Aufgaben zum Thema

1) Machen Sie die etymologische Analyse der gegebenen Wörter nach dem
Muster. Bestimmen Sie, in welche Schicht des Wortgutes sie gehören:
Muster: (NHD. Wasser < MHD. wazzer <) AHD. wazzar - AS. watar - AE.
wwter - GOT. wato - G. *watar (*vatar) - GwR. вода - AIND. vatn.
Muster der etymologischen Analyse: 1. Im Vokalbereich: unabhängiger qualitati-
ver Vokalwechsel: IE. o > G. a (GwR. вода > AS. watar); 2. Im Konsonantenbereich:
IE. d > G. t nach dem 2. Akt des Grimmsches Gesetzes (GwR. вода > GOT. wato); G.
t > AHD. zz nach der 2. Lautverschiebung (AS. watar > AHD. wazzar); 3. Das Wort
gehört zur allgemeinindoeuropäischen Schicht des deutschen Wortgutes, denn diesem
Wort begegnet man in der gleichen Bedeutung sowohl in nichtgermanischen als auch in
germanischen Sprachen der indoeuropäischen Sprachfamilie.
Pfeife;
schwarz; ich; groß; Zorn; Fluss; streiten; Zeit.
2) Machen Sie die Wortbildungsanalyse folgender Substantive. Beachten Sie die
Suffixe und deren Bedeutung:
1. karkari, luginari, skahari, suanari, suntari, helfari, wartari;  bei der Bildung
der nomina agentis 
2. carolingi die Abstammung, ediling die Zugehörigkeit zu einer Menschenart , jungiling,
hoveling, silubarling;
3. rihtunga, stehhunga, tilegunga, manunga, ahtunga, bezzirunga; zur Bildung
von Verbalabstrakta gebraucht
4. scaffin, truhtin, heidin, schrin, fiantin, gutin, magatin, fulin, huldin;
Benennungen für Agens mit Hilfe des Suffixes -in für Feminina
5. 5. tregil, wahtil, meizil, zuhil, sluzzil, ufhimil; Benennungen für Werkzeuge mit
Hilfe des Suffixes -il
6. gerbili, nestili, michili, chindli(n);
a) argi, irbolgani, sezzi, wari, wenti; Benennungen für abstrakte Nomina mit
Hilfe der Suffixe: -i, -ida ,
7. jungidi, gitragidi, hemidi; Benennungen für abstrakte Nomina mit Hilfe der
Suffixe: -i, -ida , idi
8. beldida, reinida, gasazida, blidida, elithioda, ganada, kimachida, heilida,
salida, selida, tiurida; Benennungen für abstrakte Nomina mit Hilfe der Suffixe: -i,
-ida ,
9. ebanoti, heroti, einoti, ginoti;
10. finstarnissi, firstantnissi, gihaltnissi; Das Suffix „-nis“ wird zur Bildung von
Abstrakta verwendet. Erweiterung als „-nassi“, „-nessi“, „-nissi“, „-nussi“ mit
vorherrschend neutralem Geschlecht und „-nissa“, „-nissī“,„-nessī“, „-nussī“ mit
femininem. 
11. gilihnessi, subarnessi, berahtnessi, intrigannessi;
12. blldhnissa unwerdnissa, ldalnissa, infancnissa, hartnissa;
13. slaht, maht;
14. spanst, ginist, thionost, kunst;
15. screiod, weinod, murmulod, halftanod, manod, strltod;
16. dlhsmo, glliemo, llhhamo, adalordfrumo, brutigomo, thumo, gudhamo;
17. ahtesal, uobsal, himilzungal, segal, stahal, tiufal, spiagal, zwlfal;
18. gotheit, deganheit, tugendheit, tolaheit, wlsheit, wehsalheit, christinheit,
duibheit, tumbheit, kuonheit;  Das sind die Suffixe -heit, -scaft (d. -schaff), -tuom (d. -tum). Sie
entwickeln sich aus selbständigen Wörtern, die zuerst als die zweite Komponente zusammengesetzter
Wörter fungierten und sich allmählich zu Ableitungssuffixen entwickeln.
19. bruoderscaf, fiantscaf, giselliscaf, ginoiscaf, heriscaf; eine Tätigkeit, einen
Zustand oder ein Verhalten ausdrücken
20. rlhtuom, wistuom, ewarttuom, alttuom.
3) Machen Sie die Wortbildungsanalyse folgender Substantive. Beachten Sie
die Präfixe und deren Bedeutung:
1. amaht, ateilo; bedeutet nicht
2. antwurti, antwart, antsaiig, antreidin;
3. gibirgi, gibet, gibur, gidank, gihugt, gilouba, gimahha, gidigani, gikunni; ein
gemeingermanisches Kennzeichen von Begriffen der Zusammengehörigkeit
4. ungiloubo, ungenade, unreht, unhreinida, unodi;  steht für die Negation „nicht“,
5. urspring, urouge, urwani, urminni. bezeichnet allgemein „in einen Zustand
geraten“
4) Machen Sie die Wortbildungsanalyse folgender Adjektive. Beachten Sie die
Suffixe und deren Bedeutung:
1. enstig, otag, heilag, spatig, biiig;
2. brutlih, boslih, kouflih, firinlih, fridulih, heidanlih, inlih, lutarlih;
3. heidenisc, frenkisc, himilisc, diutisc;
4. gildln, lsirln, ewln;
5. heilsam, gihorsam, ginuhtsam, fridusam, leidsam, minnesam;
6. lugihaft, sunthaft, eohaft, sigihaft, scinhaft, atahaft, erhaft; mit der
Bedeutung «habend
1. trostbari, hlbari, unbari, dancbari, egebari, fluohbari; mit der Bedeutung
«tragend»),
7. eiial, sprachal;
8. hornoht, vleckoht, toreht.
5) Machen Sie die Wortbildungsanalyse folgender Adverbien. Beachten Sie die
Suffixe und deren Bedeutung:
1. drato, gerno, scono, aodlihho;
2. wirdiglihen;
3. tages, nahtes;
4. dannan, nordenan;
5. westerot, osterot.
6) Machen Sie die Wortbildungsanalyse folgender Verben. Beachten Sie die
Präfixe und deren Bedeutung:
1. irfriosan, irblinden, irnarren;
2. firgeban, firdilon, firsumen, firsten;
3. bigraban, bigrlfan, bineman;
4. intgan, intsperren, intfahan;
5. zigan, zistoren;
6. misseleben, missigan.
7) Machen Sie die Wortbildungsanalyse folgender Verben. Beachten Sie die
Suffixe und deren Bedeutung:
1. flogaron, gangaron;
2. grubilon, betolon;
3. festinon, lachinon;
4. klingison, herison;
5. sprungezen, atumezen, tropfezen.
8) Bestimmen Sie die Entlehnungszeit von den Wörtern (gemeingermanisch
oder althochdeutsch):
lat. secula ahd. sihhila "Sichel" voralthochdeutsche Zeit

mittelhochdeutsch sichel, althochdeutsch sihhila, sichel, im 9. Jahrhundert von


lateinisch sīcīlis „Sichel“ entlehnt

lat. tincta ahd. tincta "Tinte“ voralthochdeutsche Zeit GwD

Über mittelhochdeutsch tincte, von althochdeutsch tincta (9. Jahrhundert), aus dem


mittellateinischen Substantiv tincta ‚Schreibflüssigkeit‘, dem weiblichen Partizip Perfekt
von tingere/tinguere ‚benetzen, befeuchten, färben‘, entlehnt.

lat. persica ahd. pfersih "Pfirsich" Voralthochdeutsche

seit dem 12. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch pfersisch; aus


mittellateinisch persica, wörtlich „die persische (Frucht)“, so benannt, weil der Baum über Persien
nach Europa kam

lat. templum ahd. tempel "Tempel" althochdeutsche

mittelhochdeutsch tempel, althochdeutsch tempal, im 8. Jahrhundert von


lateinisch templum und altfranzösisch temple entlehnt

lat. sinapis ahd. senef "Senf" vorahd?? AS

von mittelhochdeutsch senef oder senf, von althochdeutsch senef, belegt seit dem 9.


Jahrhundert, entlehnt aus lateinisch sinapis, von altgriechisch σίναπι (sínapi), ionisch σίνηπι
(sínēpi), einem Fremdwort unbekannter Herkunft (die Entlehnung aus dem Ägyptischen wird
bezweifelt)

lat. cruzem ahd. kruzi "Kreuz" ahd.

lat. tegula ahd. ziagal "Ziegel" vorahd GwD

lat. moneta ahd. munizza "Münze" vorahd

lat. сlaustrum ahd. klostar "Kloster" ahd

lat. scola ahd. scuola "Schule" ahd GwD


lat. pilum ahd. pfil "Pfeil" vorahd

lat. via strata ahd. strazza "Straße" vorahd

9) Analysieren Sie den Wortbildungsweg von den Wörtern:


sliezzen-sluzzil „Schlüssel“, garto-gartinari "Gärtner", laffan "schöpfen"- leffil
"Löffel", gangan - gang "Gang", helfan~helfa"Hilfe",fliohhan-fluht "Flucht", ziohan-zug
„Zug“, suber-subernessi "Bereinigung“ friunt-friuntscaft "Freundschaft", ja magad-
magadheit "Keuschheit", sterno-gistirni "Gestirn", gasthus, brutigomo;
lat. communio- ahd.gimeinida"Gemeinde", argentum vivum ; quec-silber; danc-
dancbari"dankbar", sunta-sunthaft “sündhaft“.
10) Was verursachte das Vorhandensein im .Ahd. der trennbaren und
untrennbaren Präfixe der Verben?
denken-irdenken"erdenken", gangan-zigangan"zugrundegehen", springan -ufspringen
"aufspringen".
Seminar Nr. 5
THEMA: Der grammatische Bau des Althochdeutschen
1. Die Struktur des Wortes im Althochdeutschen im Vergleich zum Urgermanischen.
2. Die grammatischen Kategorien des Substantivs.
3. Deklinationstypen der Substantive im Ahd.
4. Die grammatischen Kategorien des Adjektivs.
5. Die Deklinationstypen der Adjektive.
6. Die grammatischen Kategorien des Verbs im Ahd.
7. Die Besonderheiten der Konjugation von den starken, schwachen und
unregelmäßigen Verben.
8. Althochdeutscher Satzbau.
9. Wortstellung im ahd. Satz.

Literaturverzeichnis:
Moloskalskaja 0.I. Deutsche Sprachgeschichte.- M.: Hochschule,1977.-3.83-119.
Филичева Н.И. История немецкого языка .- М.: Изд-во Московского ун-та, 1959. –
С. 22-28.
Жирмунский В.М. История немецкого языка .- М.: Изд-во литературы на
иностранных языках, 1948. – С.30-36.
Praktische Aufgaben zum Thema:
1. Erklären Sie den Unterschied zwischen vokalischer und konsonantischer Deklination
de Substantive.
2. Welches von den folgenden althochdeutschen starken Verben steht:
1) in der 1.P.Pl. Präteritum Indikativ:
a) hulfum
b) folgetum
c) teiltum
2) in der 1., 3.P.Sg. Präsens Konjunktiv:
a) binte
b) bunti
c) teilu
3) in der 1., 3.P. Sg. Präteritum Indikativ:
a) bintit
b) teilit
c) legita
3.-Bestimmen Sie die Klasse der folgenden althochdeutschen schwachen Verben:
salbon
hören
folgen
koron
4.Bestimmen Sie die Zeitform der folgenden althochdeutschen Verben:
wurfum
farames
feris(t)
biugu
5.Bestimmen Sie die Zahl des althochdeutschen Verbs:
horemes
binte
6.Stellen Sie den Modus des althochdeutschen Verbs fest.
binte
bintu
7.Nennen Sie die Form des Infinitivs der folgenden althochdeuschen Verben:
wirdu, sihit, la33ames, tregis, stigis, qiu3it, zoh, grifum, huob.
8.Konjugieren Sie im Präsens folgende althochdeutsche Verben:
tragan, helfan, neman, fliogan.
9.Konjugieren Sie im Präteritum folgende althochdeutsche Verben:
helfan, faran, ruofan.
10.Bestimmen Sie die grammatische Form der folgenden althochdeutschen Verben
(Modus, Zeit, Person, Numerus)
1) Schwache Verben:
1. Klasse: rettes, rettu, horemes, wanem, legit
2. Klasse: machont, macho, dionom, dionomes, offanot
3. Klasse: folget, folge, lernem.
2) Starke Verben:
sprachin, grebis, sluogum, gangant, skribut, skribet, skribit, ziuhit, frurum, kiusu,
swummun.
11.Erklären Sie die Bildung von Steigerungsstufen der Adjektive:
mihhil- meriro(meroro,mero)-meisto;
filu - zuerst undeklinierbar "groß ";
nhd. viel-mehr-meist.
12. Vergleichen Sie die Wortpaare: Nennen Sie ihre Grundformen im Ahd.:
Erklären Sie die Bildung der schwachen Verben:
got: ligan-lagjan ahd. liggan-leggen;
got. sitan-satjan ahd. sizzen-sezzen
13. Nennen Sie die analytischen Formen des Verbs, die aufgrund der biverbalen
Gruppen entstanden: Übersetzen Sie diese Gruppen!
After thiu tho argangana warun ahtu taga.
Inti ward gitruobit. ther cuning.
Bim gisendit zi dir.
Phigboum habeta sum giflazotan in sinemo uuingarten.
Ni ik thes sogorun ni scal.
Seminar Nr. 6
THEMA: Das phonologische und das grammatische Systeme des Mhd.
1. Die Abschwächung der Vokalphoneme und ihre Einwirkung auf das
morphologische System des Mhd.
2. Der sekundäre Umlaut, neue Vokalphoneme. Die Phonologisierung des Umlauts.
3. Die Entwicklung der Phoneme / / , /z / , /w /.
4. Die Lexematik des Mhd. (Wortschatz, Semantik, Wortbildung).
5. Grammatische Kategorien des mhd. Substantivs (Kasus, Numerus, Genus).
6. Die Morphologie des Substantivs im Mittelhochdeutschen:
6.1.Starke Deklination
6.2. Schwache Deklination
6.3.Besondere Formen der Deklination (Verwandschaftsnamen auf –er, Wurzelnomina,
Personennamen)
7. Die Morphologie des Adjektivs im Mhd.
8. Deklination und Komparation der Adjektive im Mhd.
9. Gebrauch der Adjektive im Mhd.
10.Das Pronomen und das Numerale im Mhd.

Praktische Aufgaben zum Thema:


Bestimmen Sie die Rolle des Umlauts im Mhd.:
alt - elter- eltest,,
gast- geste,
kraft - krefte,
helfen-hülfe,
faren – ferest –feret,
kraft - kreftic,
adel - edele (ahd.adili),
hoch - hoehe (ahd.hohi),
grouz - begrüezen,
fallen - fellen.

Vergleichen Sie die ahd. und mhd. Wörter. Bestimmen Sie die Mechanismen der
phonetischen Veränderungen:
groziro - groezer,
ginada - gnade,
herison- hersen,
weralt - welt.

Bestimmen Sie den phonetischen Prozess in den folgenden Wörtern.

ahd. gesti - mhd. geste ‘Gäste’


ahd. zunga -mhd. zunge
ahd. herison - mhd. hersen ‘herrschen’
ahd. gilouba - mhd. gloube
ahd. warun -wari-mhd. waren- wäre
ahd. skono -skoni - mhd. schone - schöne
ahd. namum - mhd. namen
ahd. suni - mhd. süne ‘Söhne
ahd. spile - mhd. spil (Dat. Sg.)
ahd. troumen - mhd. tröumen
ahd. wahsis - mhd. wehses

Erklären Sie die phonetischen Änderungen im Laufe der Sprachentwicklung in den


folgenden Wörtern.

got. hlaupan - ahd. loufan - mhd. loufen


got. skip - ahd. skif- mhd. schif
got. reiki- ahd. richi - mhd. rich
as. modar- ahd. muotar - mhd. muoter
Seminar Nr. 7
THEMA: Allgemeine Charakteristik des Frühneuhochdeutschen. Der fnhd.
Vokalismus und der Konsonantismus
1. Kriterien der Periodenbegrenzung.
2. Das Wachstum der Städte und die Entwicklung der bürgerlichen Kultur.
3. Die landschaftlichen Literatursprachen.
4. Der deutsche Bauernkrieg und die Reformation.
5. Die Verbreitung der Sprache Luthers im Fnhd.
6. Das phonologische System des Frühneuhochdeutschen:
6.1. Der Vokalismus des Frnhd.:
6.1.1. Dehnung kurzer Vokale in offener Silbe und Kürzung langer Vokale in
geschlossener Silbe
6.1.2. Weiterentwicklung des Umlauts
6.1.3. Rundung und Entrundung
6.1.4. Neuhochdeutsche Monophthongierung und Diphthongierung
6.1.5. Vokalismus der Nebensilben
6.1.6. Andere vokalische Veränderungen:
 a/Senkung u>o, ü>ö;
 b/Ersatz a durch o;
6.2. Der Konsonantismus des Fnhd.
7. Die Entwicklung des nhd. Graphemsystems
Praktische Aufgaben zum Thema:
1. Nennen Sie die nhd. Äquivalente der nhd. Wörter. Welcher Lautwechsel liegt diesen
Veränderungen zugrunde?
a/min,rich, liden, schriben, wip, ful, brun, sufen, sugen, hus, tiutsch, ziuc, liute, hiute,
tiure;
b/brief, hier, schief, bieten, liep, bluome, bluot, buoch, kluoc, fuor, grüene, küene,
briieder, güete, grüezen;
c/stein, eit, leip, ziehen, zeichen, neigen, boum, kouf, troum, ouge, ouh, tröme, höupter,
öuglin.
2. Erklären Sie den Lautwechsel:
mhd. sunne - nhd. Sonne,
künec- König,
münec- Mönch,
wunne- Wonne,
sun - Sohn,
sumer- Sommer,
man- Mohn,
manot- Monat,
ane- ohne,
wac- Woge,
wa- wo,
würken- wirken,
küssen- Kissen,
sprütze- Spritze,
zwelf- zwölf,
leschen- löschen,
helle- Hölle
3. Wie ist die Länge der mhd. Vokale? Nennen Sie die Ursachen der quantitativen
Veränderungen!:
sagen, haben, lesen, bote, hof, tac; nater, fuoter, muoter; brahte, dahte, herre, liht.
4. Erklären Sie, warum die Länge der Vokale erhalten blieb.
mhd. kloster- nhd. Kloster,
huosten - husten,
ostern- Ostern,
krebes- Krebs,
troesten- trösten,
wüeste- Wüste,
maget- Magd,
manot- Monat.
5. Nennen Sie die nhd. Formen für die mhd. Wörter. Erklären Sie den
Konsonantenwechsel:
 slafen, smal, snell, swert, spiel, stolz, kirse, bursa, hersen;
 er, war, sun;
 wahsen, fuhs, naht, geschichte;
 farwe, swalwe;
 stump, stumber, zimber, lember.
6. Bestimmen Sie den phonetischen Prozess in den folgenden Wörtern:
mhd. hiute [y:] - frnhd. heute
mhd. uf - fnhd. auf
mhd. hier- fnhd. hier [i:]
mhd. grüene - nhd. grün
mhd. zit - nhd. Zeit
mhd. sufen - nhd. saufen
mhd. uch - nhd. euch
mhd. in - nhd. ihn
mhd. dachte - nhd. dachte
mhd. buwen - nhd. bauen
mhd. osten - nhd. Osten
mhd. vil - nhd. viel
mhd. ful - nhd. faul
mhd. guot - nhd. gut
mhd. nemen - nhd. nehmen
mhd. wonunge - nhd. Wohnung
mhd. gelücke - nhd. Glück
mhd. schribere - nhd. Schreiber
mhd. herbest - nhd. Herbst
mhd. werden - nhd. werden
mhd. färt - nhd. Fahrt
mhd. brahte - nhd. brachte
7. Erklären Sie die phonetischen Änderungen im Laufe der Sprachentwicklung
in den folgenden Wörtern.
a)
- ahd. loufan - mhd. loufen - nhd. laufen
- ahd. skif - mhd. schif - nhd. Schiff
- ahd. richi - mhd. rich - nhd. Reich
- ahd. muotar - mhd. muoter - nhd. Mutter
b).

ahd. mhd. nhd.


smerza smerze Schmerz
faran faren fahren
herison hersen herrschen

8. Wie lauten im Neuhochdeutschen folgende Wörter:


diob
giskehan
ziohan
mus

Literaturverzeichnis:
Moskalskaja 0.I. Deutsche Sprachgeschichte.- M.: Hochschule,1977-S.189-208. 211-
219.
Филичева Н.И. История немецкого языка .- М.: Изд-во Московского ун-та, 1959. –
С. 120-126.
Жирмунский В.М. История немецкого языка .- М.: Изд-во литературы на
иностранных языках, 1948. – С. 110-115.