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Wirtschaftspolitik

Analyse der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Wirtschaftswachstum -> Zunahme des BIP, wirtschaftliche Größe innerhalb eines Zeitraums einer Volkswirtschaft (meist
jährlich) / Veränderungen von Wachstumsraten (prozentual): -Nullwachstum = Stagnation, - Rückgang des Wachstums = Minuswachstum /=> Steigerung der inländischen Produktion
bzw. das im Inland erzielte Einkommen // Zunahme der Wirtschaftskraft durch Produktivitätssteigerung, wie vermehrten Einsatz von Kapital und Arbeit / wichtiger Bestandteil für
Stabilitäts- und Wachstumsgesetzte / stetiges Wachstum: - nominales Wachstum = Änderung des BIP (positiv, negativ); - reales Wirtschaftswachstum = Feststellung durch Errechnung
der Preissteigerung (Inflation) -> reale Leistungssteigerung der Gesamtwirtschaft / quantitatives Wachstum = Zunahme der gesamtwirtschaftlichen Produktion im Sinne des BIPs;
qualitatives Wachstum = Steigerung der Produktion und Verbesserung der Lebensbedingungen //// Beschäftigung: - Beschäftigungsvermehrung = mehr Arbeiter die bereit sind
wirtschaftl. Güter zu produzieren, Dienstleistungen zu arbeiten; - schnelle Bevölkerungsvermehrung (z.B. Afrika): -> schwierige Situation = Fähigkeiten-entsprechende Berufe = Problem
der Bevölkerungsvermehrung mit Gesetzen begrenzen und so Lebensqualität sichern/ => alle Einrichtungen einer Gesellschaft in denen erwerbsfähige Personen (zw. 15 und 65) gegen
Entgelt Arbeitsleistung erbringen (sowie in einem Arbeitsverhältnis stehen, freien Beruf, Landwirtschaft betreiben) //// Preisentwicklung: - Umsatz = Kosten und Begehrtheit
(Nachfrage) eines Gutes -> Gewinne erzielen, die über die Zinsen und Unternehmerlohn hinausgehen; - verschiedene Phasen = z.B. Erwartungen der Nachfrage beeinträchtigt Kauf
eines Gutes, wird verschoben oder verzichtet; - weltweites Angebot = Wechselkursverhältnis //// Außenhandel: - internationaler Austausch von Waren, Dienstleistungen, Kapital ; - in
den meisten Ländern stellt dies einen erheblichen Anteil des BIPs dar ; - Industrialisierung, verbesserter Transport, Globalisierung, multinationale Unternehmen; - zunehmender
internationaler Handel -> Fortsetzung der Globalisierung; exportorientiert und somit exportabhängig //// Ziel: - Wirtschaftswachstum in vielen Volkswirtschaften eines der Hauptziele
staatlicher Wirtschaftspolitik; - stetiges Wirtschaftswachstum = Konjunkturschwankungen vermeiden; - staatliches Einschreiten bei Rezessions- und Boomphasen -> abschwächen und
einschränken = antizyklische Wirtschaftspolitik; - Deutschland: angemessenes und stetiges Wirtschaftswachstum und außenwirtschaftliches Gleichgewicht, niedrige Arbeitslosigkeit und
niedrige Inflation im Stabilität- und Wachstumsgesetz //// Aufgabe: notwendig um eine Erhöhung der Arbeitslosenquote zu vermeiden/ verringern /// wirtschaftliche Zielkonflikte:
„Magisches Viereck“ = 4 wirtschaftliche Ziele -> Hauptziele der staatlichen Wirtschaftspolitik; erreichen aller Ziele gleichzeitig = gesamtwirtschaftliches Gleichgewicht//
-Preis(niveau)stabilität; - Hoher Beschäftigungsgrad; - Außenwirtschaftliches Gleichgewicht; - Wirtschaftswachstum

Wirtschaftspolitische Konzeptionen: angebots- und nachfrageorientierte Politik -> wirtschaftsorientierte Ansätze von Keynes und Smith; unterschiedliche Konzepte der
Konjunkturpolitik; Ziel = Konjunkturzyklus „glätten“ und evt. Krisen abmildern, auch wenn Konjunkturspitze abgeschwächt wird //// John Maynard Keynes (1930er Jahre): - zweifelt
an Selbstregulierung des Marktes; - Konjunkturschwankungen als Folge von zu geringer Nachfrage; - Angebot und Nachfrage führen nicht automatisch zu einem Gleichgewicht; fordert
staatlichen Eingriff in die Wirtschaft (antizyklischen Verhalten); - im Konjunkturboom = Steuern erhöhen und sparen: - in Krisenzeiten = gespartes Geld nutzen um durch staatlich
erzeugte Nachfrage die Konjunktur anzukurbeld /=> nachfrageorierentierte Wirtschaftspolitik ///// Adam Smith: - zum eigenem Vorteil handeln; - Menschen dienen durch die
„unsichtbare Hand“ unbewusst dem Allgemeinwohl; - fordert lediglich vom Staat: Verteidigung gegenüber anderer Staaten und Schutz vor Ungerechtigkeit // Jean Baptiste de Say : Das
Saysche Theorem: -wirtschaftlicher Liberalismus (Freiheit), -„Jedes Angebot schafft sich seine eigene Nachfrage“; - es kann keinen Nachfragemangel geben; - Wirtschaft sei in sich
stabil und kann Krisen selbst überwinden //=> angebotsorientierte (klassische) Wirtschaftspolitik: - Selbstheilungskraft des Marktes, Markt in sich stabil; - „Unendlichkeit der
Bedürfnisse“ -> kein Nachfragemangel; - Staat soll nicht aktiv in das Wirtschaftsgeschehen eingreifen; - Staat soll Deregulierungen, Steuersenkungen und Abschaffung von Subventionen
veranlassen; - Angebot steuert Nachfrage //// alternative Wirtschaftspolitik: -> Monetarismus: - Rückgriff auf Elemente der klassischen Wirtschaftspolitik; - „wenig Staat, viel Markt“
– nach Möglichkeit; - Geldmenge als zentrale Steuerungsgröße/ => Neoliberalismus

Kontroverse Perspektiven zum Wirtschaftsstandort Deutschland im Zeitalter der Globalisierung: => Deutschland im globalem Wettbewerb -> Gütermärkte = internationaler
Produktionswettbewerb von Unternehmen => umso intensiver, je geringer die Handelsschranken // Faktorpreiswettbewerb: - Wettbewerb zwischen Investitionsstandorten; -
Produktionsfaktor (Kapital) strebt jene an mit dem meisten Gewinn (Rendite) -> betrifft auch Arbeitskräfte: Standort und Relation zwischen Lohn und Produktivität //=> Regulierungen
sind für diese Rahmenbedingungen des wirtschaftlichen Handels verantwortlich und davon hängt der Faktorpreiswettbewerb ab -> Standortwettbewerb, je intensiver der FPW ist; - nur
Länder die attraktive Rahmenbedingungen für wirtschaftliches Handeln bieten können Investoren anlocken => diese Form = Konsequenz der Globalisierung //// deutsche Unternehmen
im Ausland: - internationales Geschäft als Existenzgrundlage für Unternehmen; - Ziele: Märkte sichern, Kapazitäten auslasten, Rendite (Gewinn) sichern; - verkaufen, produzieren dort
wo es Marktchancen gibt; - kaufen dort ein wo es am günstigsten ist; - Standort(kriterien) mit den besten Rahmenbedingungen (Steuern, Arbeitskosten, Sozial- und Umweltnormen); -
evt. Begrenzungen des nationalen Rechts umgehen/=> Unternehmen gehen ins Ausland um Rendite zu machen, da deren Sicherung sonst nicht gewährleistet ist; könnten sonst nicht im
internationalen Wettbewerb standhalten / Arbeitsplatzsicherung im eigenem Land steht nicht im Vordergrund der Unternehmen, sondern Arbeitskräfte werden als Produktionsfaktoren
zum unternehmerischen Gewinnziels angesehen -> Billiglohnländer / Verlagerungsmotive sind Lohnkostensenkung und Zugang zu neuen Abgangsmärkten / Nachteile: nicht immer tritt
Kostensenkung ein (Qualitätssicherung, Anlaufzeiten etc.). Transportkosten, Qualifikation, steigende Löhne => Grund für Rückkehr nach Deutschland //// „Standort Deutschland“ im
internationalen Vergleich: - Niveau der Standortqualität im Verhältnis zu den Kosten; - Kosten und Nutzen des Standortes; - attraktives Preis-Leistungsverhältnis des Standortes; -
Ursache des Standortwettbewerbs: Mobilität der Produktionsfaktoren; - Lohnstückkosten als wichtiger Faktor: - in DE (und anderen Ländern) ist der Anstieg der LSK aufgrund von
einem massiven Rückgang des BIPs / in DE massiver Einsatz von Instrumenten (Eingreifen des Staates), somit stabile Entwicklung der Erwerbstätigkeit (Abbau von Überstunden,
Arbeitszeitkonten, Kurzarbeit) / DE hat an Wettbewerbsfähigkeit in den letzten Jahren gewonnen und ist stärkstes Land der Euro-Zone (gute Infrastruktur, professionelles Ansehen,
schnelle Übernahme technischer Erneuerungen), jedoch unbeweglicher Arbeitsmarkt durch mangelnde Lohnflexibilität und starken Kündigungsschutz; - niedrige Arbeitslosigkeit im
Vergleich //// Lohnstückkosten: Verhältnis von Arbeitskosten (Stundenlohn + Lohnzusatzkosten) und Arbeitsproduktivität -> nicht zwangsläufig Produktion da wo Löhne am
niedrigsten sind, sondern wo LSK am geringsten sind / niedrige LSK = mehr Gewinn => logisches Interesse der Unternehmen

Das Geldpolitische Instrumentarium der EZB und die Diskussion um den Stabilitäts- und Wachstumspakt: -> Aufgabe der EZB: durch geldpolitische Maßnahmen das vorrangige
Ziel der Preisstabilität zu verfolgen / übernehmen die Steuerung des Geldwesens der Euro-Länder / treffen geldpolitische Entscheidungen international und nicht nur national, also für
gesamtes Euro-Gebiet / kann Notenbanken = „Zinsen“ beeinflussen / ungünstige, günstige Finanzierungsbedingungen an Kunden weitergeben //// Geldpolitische Instrumente: -
Offenmarktgeschäft = mittelfristige Geldversorgung der Banken gegen Sicherheiten / - ständige Fazilitäten = kurzfristige („über Nacht“) Kredite an Geschäftsbanken oder deren Einlagen
/ - Mindestreserve-Pflicht = zwingt Banken ein Mindestguthaben bei der EZB zu halten //=> Wirkung: durch geldpolitische Maßnahmen beeinflusst die EZB die Entwicklung der
Geldmenge und das allgemeine Zinsniveau und nimmt somit Einfluss auf konjunkturelle Entwicklung //// Stabilitäts- und Wachstumspakt (1997) = Vereinbarung, die für eine
finanzpolitische Stabilität der europäischen Wirtschafts- und Währungsunion sorgt /- Staaten sollen, müssen einen ausgeglichenen Staatshaushalt haben und auf die Begrenzung der
Staatsverschuldung achten / - Regelung soll in Krisenzeiten Instabilität vermeiden / - neben Preisstabilität, starkes und nachhaltiges Wachstum und hohe Beschäftigung sorgen / - soll
übermäßige (neu) Staatsverschuldung vermeiden //// Diskussion: PRO: Vertrauen, Stabilität der Währung, Lösungszwang bei wirtschaftlichen Problemen / CONTRA: evt. Geringe
Effektivität einer stabilitätsorientierten Geldpolitik, steigende Zinsen wodurch Kosten der Staatsverschuldung ansteigen und private Investoren verdrängen, höhere Steuerbelastung
aufgrund von zu geringen Spielraum der Fiskalpolitik, Abhängigkeit der NZBen von EZB -> evt. hohe Inflationsraten, Strafen bei Verstößen = neue, massive Staatsverschuldung, nicht
unbedingt Inflation

Gesellschaftsstrukturen und sozialer Wandel

Entwicklung der Einkommens- und Vermögensverteilung in Deutschland seit 1990: -zum ermitteln der Einkommens- und Vermögensverteilung von und innerhalb von
Gesellschaften / - Haushaltseinkommen (nicht persönliches) -> Nettohaushaltseinkommen eignet sich besser als das Brutto: Alle Einkommen von Haushaltsmitgliedern und
Besitzeinkommen und Transferkeinkommen werden addiert und Steuern + Sozialversicherungsbeiträge abgezogen / - Pro-Kopf-Haushaltseinkommen: Haushaltseinkommen : Anzahl der
Haushaltsmitglieder => verzerrt jedoch den wirklichen Lebensstandart //// „Äquivalenzeinkommen“ -> bedarfsgewichtetes Pro-Kopf-Haushaltseinkommen: Pro-Kopf-
Haushaltseinkommen von großen und kinderreichen Familien wird künstlich „hochgerechnet“ => Messung durch OECD-Skala: Personengewichte (alte: 1 Erwachsener, jede weitere
Person ab 15 0,7 und Kind 0,5) / (neue: 1 Erwachsener, jede weitere Person ab 15 0,5 und Kind 0,3) => berücksichtigt die Ersparnisvorteile von Großfamilien //// Ausmaß der
Ungleichheit -> Lorenzkurve und Gini-Koeffizient = Verfahren zur Messung der Einkommens- und Vermögensverteilung / - häufiges Verfahren zur Darstellung der personellen
Einkommensverteilung / y-Achse = kumuliertes (addiertes) Einkommen der Haushalte einer Volkswirtschaft -> Volkseinkommen / x-Achse = kumulierte Einkommensbezieher ->
Haushalte /=> Maß für die Einkommenskonzentration / - 45°-Linie als Hilfsline = Kurve der Gleichverteilung (fiktives Beispiel: 30% Volkseinkommen = 30% der Haushalte) / -
Abweichung der Lorenzkurve von der Kurve der Gleichverteilung = Grad der Ungleichheit der Einkommensverteilung / - Gini-Koeffizient = Konzentrationsmaß – die Abweichung der
tatsächlichen Verteilung von der Gleichverteilung in einer Kennziffer / Berechnung: Fläche A (Fläche zwischen den Kurven) : Fläche B (Dreieck und 45°-Linie) = bspw. 0,3 = 30 % /- je
größer die Zahl, umso größer die Ungleichverteilung / - gibt nur das Gesamtmaß der Ungleichverteilung an und sagt nichts zur Beschaffenheit der Flächen aus //// Quantilsanteile:
Welchen Anteil am gesamten Einkommen der Bevölkerung ein bestimmter Bevölkerungsanteil in % des Gesamteinkommens hat / - z.B. wie viel 10% der einkommensstärksten,
schwächsten auf dem Konto haben / - Verhältnis zwischen einkommensstark und –schwach => Ausmaß der Ungleich auf einfache Weise verdeutlichen //// Vermögensverteilung:
Arten: Gebrauchsvermögen (Einrichtung, Kleidung), Bruttogeldvermögen (Bargeld, Bankguthaben), Grund- und Hausvermögen (Haus, Eigentumswohnung), Beteiligung an
Unternehmen (Aktien, Anleihen) -> Summe des Bruttovermögens – Summe der Schulden = Nettovermögen des Haushalts / - Funktion von Vermögen: Machtfunktion,
Einkommenserziehlungsfunktion, Nutzungsfunktion, Sicherungsfunktion und Statuserhaltungsfunktion // in Zusammenhang mit dem Einkommen: - jeweiliger Einkommensstatus
beeinflusst die Sparfähigkeit und die damit verbundene Vermögensbildung, Vermögensbestandhaltung /- Verteilung des Vermögens immer und überall ungleicher als die des
Einkommens //// Entwicklung der Verteilung seit 1990: - 1990 gab es große Differenzen => Angleichung der Lebensverhältnisse an das höhere Niveau im Westen wird im Osten
gefordert / - nach 20 Jahren ist das Einkommen im Osten immer noch nicht angeglichen / - Niveauunterschiede nahezu konstant geblieben / - zwischenzeitlich konvergierende
(übereinstimmende) Entwicklung / - Zunahme von Ungleichheit und Armut nicht linear, da sie im Einklang mit der konjunkturellen Entwicklung (besonders die der Arbeitslosigkeit)
steht / - Geld- und Sachvermögen in DE im Vergleich zum Einkommen wesentlich ungleicher verteilt -> im Osten höherer Anteil an selbstgenutzten Immobilienbesitz und Geldvermögen
/ - Alter und Beruf und Hähe des äquivalenzgewichteten Haushaltseinkommens spielt in Hinblick auf die Höhe des Vermögens eine große Rolle / - im internationalen Vergleich ist die
Vermögensungleichheit in DE unauffällig / - Vermögen ist in den vergangenen Jahren stetig gestiegen /- erhebliche Unterschiede zwischen West und Ost wegen unterschiedlichen
historischen Ausgangslagen (BDR, DDR) / - im Osten ist die Vermögensverteilung tendenziell gleichmäßiger geworden, im Westen jedoch nicht /- verminderte Sparfähigkeit von
Haushalten aufgrund von verfestigter Langzeitarbeitslosigkeit /- Änderung in der Altersstruktur und Haushaltsgröße hat zur Ungleichheit beigetragen

Modelle und Theorien zur Beschreibung, Analyse und Deutung gesellschaftlicher Ungleichheit: soziale Ungleichheit => unterschiedliche soziale Positionen in der Gesellschaft;
Differenzen innerhalb des gesellschaftlichen Gefüges -> durch ungleiche Verteilung wertvoller Ressourcen; ungünstige, günstige (vor- und nachteilhafte) Lebensbedingungen // Zentrale
Dimensionen (und Indikatoren) sozialer Ungleichheit: 1. Materieller Wohlstand (Einkommen, Vermögen, Armut); 2. Macht (Einflussmöglichkeiten); 3. Prestige (Berufsprestige) und 4.
Bildung (soziale Herkunft) // vertikale (oben, unten) Ungleichheiten: Bildungsabschlüsse, Einkommen, Erwerbschancen, Teilhabe an Macht, Prestige, (=> alle Indikatoren) > prägen die
Lebenschancen der Individuen und bestimmen ihr Verhalten // horizontale (links, rechts) Ungleichheiten: Arbeits-, Freizeit-, Wohn-, Umwelt- und Gesundheitsbedingungen (neue
soziale Ungleichheiten) existiert z.B. zwischen Geschlecht, Generation, Region, Nationalität, verheiraten vs. unverheiratet, kinderlos vs. kinderreich => starker Einfluss auf die
Lebensbedingungen und sozialen Status (Besonderheit der „Statuskonsistenzen“: Abitur nicht unbedingt hohes Einkommen) // Determinanten (Faktoren) sozialer Ungleichheit: soziale
Positionen von Menschen in Beziehungsgeflechten (Alter, Geschlecht, Beruf, Wohnregion, ethnische Zugehörigkeit), die an sich keine Besser- oder Schlechterstellung darstellt, aber eine
nach sich ziehen kann und Vor- und Nachzeile auf die Lebensbedingungen bringen kann -> zugeschriebene Faktoren: kaum beeinflussbar; erworbene durch eigenes Handeln (Beruf) =>
führt ungleichen Rahmenbedingungen, Aufstiegs- und Zugang- und Lebenschancen //// soziale Schichtung: hierarische und vertikale Gliederung einer Gesellschaft in größere
Bevölkerungsgruppen /- Schichtungstheorie als zentrale Theorie zu Analyse sozialer Ungleichheit /- Schichtungsmodelle die die vertikale Ungleichheit betonen gewinnen in DE wieder
mehr an Bedeutung (Massenarbeitslosigkeit) // soziale Milieus: horizontale Ungleichheiten und subjektive Faktoren der Lebensbedingungen / - Beschreibung sozialer Ungleichheit, keine
Erklärung /-> soziale Milieus => Gruppe von Gleichgesinnten, die große Ähnlichkeiten in ihrer Lebensführung, Beziehungen, Werten und Einstellungen haben ////
Schichtungstheorien: - Anstieg des Lebensstandards, Individualisierung und erhöhte soziale Mobilität -> haben zur Vervielfältigung der Lebenslagen und Lebensstile geführt =>
Schichtungsstruktur der Gesellschaft ist unübersichtlicher, dynamischer und pluraler geworden (ist jedoch nicht verschwunden) /- wichtige Lebenschancen und Lebensrisiken
(Arbeitslosigkeit, Krankheit, Kriminalität) sind nach wie vor schichttypisch verteilt /- Individualisierung und Pluralisierung erfassen höhere Sicherheiten intensiver (größerer Wohlstand
und höhere Bildung ermöglichen stärkere Freisetzung aus materiellen Zwängen und traditionellen Bindungen) / - Einteilung der Gesellschaft in Schichten ist im Alltagsbewusstsein der
Menschen durchaus noch präsent (grobe Unterteilung in Oben, Mitte, Unten) //// Schichtungsmodell zur Auffassung der Gesellschaft: „Das Hausmodell von Dahrendorf“ (1965)
Das Hausmodell stellt sieben verschiedene Schichten orientiert an dem Bevölkerungsanteil dar. Bei dem Schichtenmodell Dahrendorfs gibt es keine strikte Trennung von Schichten – die
Abtrennungen sind daher nur gestrichelt. Die größte Schicht in Dahrendorfs Modell ist die Arbeiterschicht. Diese repräsentiert etwa 45% der Bevölkerung und bilden anschaulich das
Erdgeschoss des Hauses. Es ergibt sich folgendes Schema: Eliten (unter 1%); Dienstklasse (12%); Mittelstand (20%); Arbeiterelite (5%); Arbeiterschicht (45%); Falscher Mittelstand
(12%); Unterschicht (5%) Dahrendorfs Hausmodell untersucht jedoch nur die Berufsposition und das Einkommen der Bürger. Dadurch werden die Schichten nur vertikal betrachtet. Er
analysierte in seinem Hausmodell nicht horizontale Faktoren wie zum Beispiel Lebensumstände und Interessen etc. //// Individualisierungsthese nach Ulrich Beck: Individualisierung
-> geprägt von Risikobereitschaft, Individualisierung und Modernisierung der Gesellschaft des Westens / - Beginn in den 50ern, der Nachkriegszeit – dort fand ein Ungleichverhältnis der
Menschen statt / - Gesellschaft soll durch These aufgeklärt werden / im Mittelpunkt: Veränderung eines Menschen in der Zeit der Industrialisierung, steigender Wohlstand, zunehmende
Freizeit, größere Konkurrenz in Bildungseinrichtungen, Beruf -> Menschen können sehr viel individueller Handeln = PRO: autonomes, freies Leben und Handeln;
Freisetzungsdimensionen – Gewinn an Optionen und Handlungsspielräumen / CONTRA: Entzauberungsdimensionen – Geltungsverlust der sozialen Normen; Kontrolldimensionen – es
entstehen neue Unfreiheiten und Zwänge (Arbeitsmarkt, Bildungseinrichtungen, Konsum); Norm- und Orientierungslosigkeit; Konjunktur beeinflusst das Privat- und Familienleben//
weitere Folgen: Gemeinschaften zerbrachen und auch die ursprüngliche Form der Familie / - der soziale Bund und Selbstbestimmt der Menschen wird geschwächt / - Macht der
Gesellschaft und Sinnfindung des Menschen nimmt zu /- Jeder Mensch ist individuell und soll selbstbestimmt mit Sinn fürs Leben durch die Welt gehen

Das Sozialstaatsgebot des Grundgesetztes und Grundzüge kontroverser Positionen zur Ausgestaltung des Sozialstaats in Deutschland: Sozialstaatsgebot des Grundgesetztes –
„Sozialstaatlichkeit“ ist im Grundgesetz verankert, jedoch ist deren konkrete Ausgestaltung weites gehend dem Gesetzgeber überlassen (Ausnahme: Staat muss allen Bürgern
Existenzminimum sichern) => der soziale Auftrag des Staates (nicht = Rechtsstaat) // - Staat kann durch aktive Sozialpolitik in die Wirtschaft eingreifen um gewünschte Ziele zu
erreichen / - Umfang und Art des Eingriffes werden von der Politik festgelegt / Elemente (unveränderlich und zeitlos gültig): - Sicherung des soziokulturellen Existenzminimums
(Sozialhilfe, ALG II, Grundsicherung) -> rechtlich einklagbar / - Ermöglichung einer gesetzlichen oder privaten Kranken-, Pflege- , Renten- , Arbeitslosen- , Unfallversicherung
unabhängig vom Einkommen / - Daseinsvorsorge (Grundversorgung: Wasser, Strom etc.) /- Schutz der Familie / - Schutz vor Not / - Würde des Menschen schützen / - Bekämpfung
großer sozialer Ungleichheit / - Mehrung des Wohlstands // Ziele: zentrales: soziale Gerechtigkeit, Angleichung der Lebensstandards, Verbesserung der Lebensbedingungen, soziale
Integration / => Ausgestaltung hängt von der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung und dem gesellschaftlichen Bewusstsein ab und so ist das Sozialstaatsprinzip dynamisch und der
Gesetzgeber verpflichtet die sozialen Verhältnisse immer wieder neu zu regeln //// Grundprobleme des deuten Sozialstaats: - weniger „Wohlfahrts-Produktion“ innerhalb der Familie
durch Pluralisierung der Lebensformen (Pflege alter Menschen); - Arbeitslosigkeit mit fast kontinuierlicher Steigerung / - Globalisierung – Verlagerung von Arbeitsplätzen ins Ausland /
- Kosten der deutschen Einheit haben Sozialstaat stark belastet /- // - Hartz 4 Debatte: politische Diskussion ob Satz erhöht werden sollte und ob dies gerecht ist / - Finanzierbarkeit: (+)
Anregung der Wirtschaft; (-) höhere Staatsverschuldung / - Menschenwürde (+) selbstbestimmtes Leben, gesellschaftliche Teilhabe; (-) staatliche Abhängigkeit, Fremdbestimmung / -
Leistungsgerechtigkeit (+) Teilhabe an Bildung, sozialer Aufstieg; (-) Niedriglöhne, Lohnabstand /- Nachhaltigkeit und Zweckmäßigkeit / - Chancengleichheit /- Sicherung eines
menschenwürdigen Lebens // - demographischer Wandel gefährdet die Einhaltung des Generationenvertrages => deutliche Minderung der Einnahmen und Steigerung der Ausgaben für
Sozialversicherungssysteme / - Gesundheitsdebatte / - Finanzierungsprobleme des Sozialstaats im Allgemeinen //// Solidaritätsprinzip: Bürger nicht allein für sich verantwortlich,
sondern ein Mitglied einer Solidargemeinschaft, die gegenseitig Hilfe und Unterstützung gewährt //// Subsidiaritätsprinzip: strebt Entfaltung und Selbstbestimmung Einzelner an,
Probleme so weit wie möglich selbst bewältigen und bekommen nur Hilfe falls dies nicht mehr anders möglich ist //// Äquivalenzprinzip: derjenige der von einer Leistung einen Vorteil
hat, muss nach Maßgabe eine entsprechende Finanzierung dieser Leistung abgeben und dazu herangezogen werden –> Steuern, Versicherungen

Sozialer Wandel in wichtigen Bereichen (Werte, Lebensform, Arbeitswelt): Sozialer Wandel: vom 19. Jh. bis in die Gegenwart, Prozess der Modernisierung / von
„Agrargesellschaft“ -> „Industriegesellschaft“ ( -> „Wohlfahrtsgesellschaft) / -> soziale, politische und wirtschaftliche Veränderungen //// Wertewandel: => individualistischer Trend
zur Selbstentfaltung und Selbstverwirklichung /- Wandel vom „materialistischen“ (Vermögen, Besitztum) zu „postmaterialistischen“ (Selbstverwirklichung) Werten / -Eindruck einer
„Ellenbogengesellschaft“ und eines „Werteverfalls => doch es ist eher: von „Unterordnungs- und Fügsamkeitswerten“ zu Selbstentfaltungswerten -> Gründe: bspw. Geburtenschwund,
Gewaltorientierung bei Jugendlichen / - Werte mit hoher emotionaler Verbundenheit zur mitmenschlichen Umwelt haben hohe Priorität z.B. Eigenverantwortung, Akzeptanz,
Anerkennung, freiwilliges Engagement => von Ronald Inglehardt (1989) / - traditionelle Pflicht- und Akzeptanzwerte verlieren an Bedeutsamkeit //// Wandel der Lebensformen:
Pluarlisierung der Lebensformen = Erweiterung der Lebensformen: Einpersonenhaushalte, Alleinerziehendenhaushalte, nicht-eheliche Lebensgemeinschaften, kinderlose Ehen, WG´s,
gleichgeschlechtliche Lebenspartnerschaft, Regenbogenfamilie, Fernbeziehung // - seit den 60er Jahren weniger typische Kernfamilie (Vater, Mutter, Kind-er), jedoch kein
Funktionsverlust / - durch Modernisierung hat sich die Ansicht der Kernfamilie geändert und verliert an Wichtigkeit -> keine traditionelle Rollenverteilung mehr (Vater = Haupternährer,
Mutter = Hausfrau) -> Grund: Selbstverwirklichung, weniger Ehen, mehr Scheidungen, mehr Frauenerwerbstätigkeit (= werden ökonomischer, unabhängiger), Individualisierung //
Indikatoren der Pluralisierung der Lebensformen: sinkende Geburtenzahl, Rückgang der Eheschließungen, Ansteigen der Scheidungen //// Wandel der Arbeitswelt: - Arbeit ist mehr als
nur Zwang zur Existenzsicherung / - Arbeit ermöglicht Selbstbestimmung und vermittelt soziale Anerkennung / - Arbeitswille auch jenen, die es nicht bräuchten -> Anerkennung / - Ehre
wer Lebenswerk durch Arbeit erschafft; auch Hausbau als Lebenswerk mit mehr als nur ökonomischer Bedeutung / - Arbeit keine „Muße“ mehr sondern Arten der Beschäftigung

Globale politische Prozesse und Strukturen

Ziele und Aufgaben internationaler Politik: Menschenrechte und Friedenssicherung: Menschenrechte: - Rechte, die für alle Menschen auf der Welt gelten und einen Teil der
persönlichen Sicherheit bieten // Persönlichkeits- und Freiheitsrechte: Recht auf Schutz vor Übergriffen, freie Persönlichkeitsentfaltung, Leben, Freiheit der Person, Schutz vor Folter,
Misshandlungen, Gedankens-, Gewissens- und Religionsfreiheit, politische und Bürgerrechte, ungehinderte Teilnahme am politischen Leben innerhalb der Gemeinschaft, freie
Meinungsäußerung, Presse- und Redefreiheit / soziale und ökonomische Rechte: Fürsorge des Staates, Recht auf Mindestversorgung zum Überleben, Arbeit, Wohnung, gerechtes
Entgelt, soziale Sicherheit, Bildung, Kultur, usw., Rechte der 3. Generation, die auf neue Menschheitsprobleme reagiert wie intakte Umwelt, Entwicklungsrechte zur Verringerung der
Kluft zwischen Arm und Reich // zentrale Merkmale der Menschenrechte: - sie verbinden internationales mit innerstaatlichem Recht, somit wird die Rechtbeziehung zwischen
Individuum und Staat geregelt / - sind unveräußerlich und (von Geburt an) angeboren / - sind egalitär, also für alle Menschen gleich wirksam / - unteilbar: wechselseitige Bedingtheit
aller Formen der Menschenrechte / - universell: jeder Mensch hat Anspruch auf die Gültigkeit der Menschenrechte //// Internationale Friedens- und Sicherheitspolitik:
Friedensrisiken: - Machtkonkurrenz, Kampf um Vormachtsstellung / - unterschiedliche, einander bekämpfende Weltanschauungen und Ideologien / - ökologische Risiken und
Ressourcenverknappung (Kampf um Rohstoffe wie Wasser, Öl) / - soziale Konflikte (Überbevölkerung, Massenarmut, Migration) / - ethnisch-nationale Konflikte: kein friedlicher
Interessensausgleich unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen die keine einheitliche Nation bilden / - politische Herrschaftssicherung aus Furch vor einer Bedrohung von außen oder
Ablenkung innerpolitischer Konflikte // Friedenssicherung: -politische Stabilität z.B. Gleichgewicht der Kräfte / - Schaffung innerpolitischer Stabilität durch Demokratie, sozialen
Ausgleich und Wohlstand / - militärische und sicherheitspolitische Konzeptionen, die Krieg durch Militärbündnisse, Abschreckung oder Abrüstung verhindern wollen / - Strategien zur
Entwicklung der 3. und 4. Welt zur Reduzierung sozialer, ökologischer und ethnisch-rationaler Konflikte / - ökologische und subjektorientierte Konzeptionen setzten bei Individuen an
und versuchen durch Friedenserziehung, ein ökologisch bewusstes Leben und einen alternativen Lebensstil eine Atmosphäre friedlicher Konfliktlösung zu schaffen // Felder der
Friedenssicherung: Rüstungskontrollpolitik -> Kontrolle, Transparenz und Begrenzung von Waffensystemen, Entwicklung, Produktion von Waffen -> Ziel: waffenlose Gesellschaft,
Wahrscheinlichkeit eines Waffeneinsatzes herabsetzten, Atomkraftsperrvertrag, Abrüstung // Entwicklungspolitik: - Nord-Süd-Konflikt: Destabilisierungspotenzial durch
Entwicklungsländer im Süden und Interessenkonflikt zwischen Industrieländern im Norden /- Überwindung der Unterentwicklung der Staaten in der 3. und 4. Welt /- Konzept der
Nachhaltigkeit -> Mobilisierung der Entwicklungskräfte des Landes, Bedürfnisbefriedigung heutiger Generationen darf folgende nicht beeinflussen, stabile regionale
Wirtschaftskreisläufe /- Maßnahmen zur Entwicklungshilfe: Kapitalhilfe (Kredite), technische und Bildungshilfe, Nahrungsmittel- und medizinische Hilfe, Integration von
Entwicklungsländern in die Weltwirtschaft //// Ziel: Eine Welt in der alle Menschen selbstbestimmt und in Freiheit ihr Leben gestalten können / - Welt ohne Armut, gewaltsame
Konflikte und ökologische Zerstörung -> internationale Entwicklungspolitik will diesen Ideal näher kommen

Struktur und Bedeutung der UNO und der internationalen Politik: UNO – wurde als Reaktion auf die Katastrophe des 2. Weltkriegs gegründet / Ziel: „künftige Geschlechter vor
der Geißel des Krieges zu bewahren“, Wahrung des Weltfriedens, Achtung der Menschrechte und Grundfreiheiten / - souveräne Gleichheit aller Mitglieder in der UN (Vereinigten
Unionen) / - Verpflichtung aller Mitglieder Konflikte friedlich zu lösen /- trotzdem handeln einflussreichere Staaten meist zusammen und unterdrücken kleinere Staaten /- nicht genug
Sanktionsmittel um größere Staaten zum Einhalten der Charta zu verpflichten und sie von einem Zusammenschluss zu einem Gewaltmonopol abzuhalten /- Stabilität durch
wirtschaftliche, kulturelle und soziale Entwicklung /- zahlreiche Hilfs- und Sonderorganisationen / - Umweltprogramm der UN /- Gleichstellung der Frauen / - internationale
Menschenrecht-Charta /- internationales Völkerrecht /- Agenda für den Frieden -> Friedensmission / - vorbeugende Diplomatie um den Ausbruch von Konflikten zu verhindern / -
Friedensschaffung z.B. durch Vermittlung zwischen feindlichen Parteien / - Friedenskonsolidierung in den Konfliktparteien zum friedlichen Wiederaufbau angehalten und werden darin
unterstützt / - friedenssichernde und friedensschaffende Maßnahmen // Kritik: - unzureichende Ausrüstung der Blauhelmsoldaten

Perspektiven einer erweiterten Europäischen Union: => Erweiterung der EU um neue Mitgliedsstaaten z.B. Türkei, Ukraine -> Pro und Contra: - Sicherheit: (+) Türkei als
Regionalmacht im Nahen Osten, Europa wird zum „Global Player“; (-) Destabilisierung dieser Region, mehr Krisenländer als Nachbarländer / - Menschrechte: (+) Türkei als
demokratischer und menschenrechtsachtender Staat; (-) trotz Fortschritte ist Menschenrecht noch nicht im Alltag der Türkei eingekehrt / - Kosten: (+) neue wirtschaftliche Vernetzung –
vereinfachter und intensiver Handel möglich; (-) Kosten für reiche Staaten, diese die armen unterstützen / - Integration: (+) EU nicht mehr überwiegend christlich, jedoch auch keine
muslimische Überfremdung; (-) Bevölkerungszuwachs der Türkei und Islamisierung Europas /- Arbeitsmarkt: (+) für Länder mit hoher Nachfrage für Arbeitskräfte; (-) für Länder mit
hoher Arbeitslosigkeit – diese Menschen nehmen Arbeitsstellen weg, da sie auch für niedrigere Löhne arbeiten

Nachhaltige Entwicklung der Einen Welt angesichts Armut, Umweltproblemen und Migration und entwicklungspolitische Konzeptionen und Entwicklungstheorien: -
unterschiedliche Auffassungen nach welchen Kriterien Länder als Entwicklungsländer anzusehen sind / - es dominieren ökonomische Merkmale mit Einbezug von sozialen Indikatoren / -
Weltbank und UNPD (zur UNO) -> nach Bruttonationaleinkommen (BNE) pro Kopf (jedoch sind das auch Singapur, Hongkong und Israel) / - Index der menschlichen Entwicklung
(HDI) -> nach Lebensdauer, Bildungsniveau und Lebensstandard /- Länderliste der OECD //// Armut = allgemein ein Mangel an Gütern, die zum Überleben benötigt werden /- „absolut
arm“ -> Menschen die in einer existenzbedrohenden Mangelsituation leben (Mangel an Wasser, Nahrung, Kleidung, Wohnung) / - „relativ arm“ -> Zustand indem das physische
Existenzminimum gesichert ist, der Lebensstandard jedoch erheblich unter dem der eigenen Gesellschaft liegt (soziokulturelles Existenzminimum) / - relative Armut auch häufig in
Industrieländern verbreitet /- absolute Armut ein häufiges Problem der Entwicklungsländer -> enge Wechselwirkung zwischen Hunger und Armut (weniger als 1 Dollar pro Tag =
arm) //// Ursachen und Theorien: Dependenztheorie: aus Folge des Kolonialismus (Ausbeutung von Bodenschätzen, willkürliche Grenzziehung) und fortwährende schwächere
ökonomische Position der Entwicklungsländer durch Industrieländer // Modernisierungstheorie: Ursache aus ungenügenden gesellschaftlichen, politischen und wirtschaftlichen
Bedingungen in den Entwicklungsländern und fordern deren Modernisierung gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen // => Ursachen der Unterentwicklung und Armut sind
vielschichtig und meist verflochten und bedingen sich gegenseitig; keine trennscharfe Unterscheidung zwischen äußeren und inneren Faktoren // Migration: - Flucht und
Migrationsbewegungen durch ökologische, soziale und wirtschaftliche Probleme / - Migrationsgründe in Not- oder Zwangssituationen in den Herkunftsländern / - wichtiger Faktor:
Umweltprobleme: heute mehr, als vor Kriegen, wegen Überschwemmungen, Wüstenbildung, etc.