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Die Fett-Verbrennungs-Küche:

Ihre 24-Stunden Ernährungstransformation, zur


Umwandlung Ihres Körpers in eine
Fettverbrennungsmaschine
von Mike Geary, Certified Personal Trainer, Certified Nutrition Specialist
& Catherine Ebeling – RN, BSN

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INHALTSVERZEICHNIS

TEIL EINS
Räumen Sie Ihre Küche auf!

WICHTIGE EINLEITUNG – BITTE ZUERST LESEN 5

KAPITEL 1 10
Lebensmittel aus raffiniertem Mehl und Maisprodukten

KAPITEL 2 14
Lebensmittel und Getränke, die hoch fruktosehaltigen
Getreidesirup enthalten

KAPITEL 3 18
Margarine, Pflanzenöl, Transfette, Backfett

KAPITEL 4 22
Künstliche Süssstoffe—Splenda, NutraSweet, Saccharin

KAPITEL 5 29
Kommerziell pasteurisierte Milchprodukte

KAPITEL 6 34
Kommerziell gezüchtetes Fleisch; Zuchtfisch

KAPITEL 7 41
Sojaprodukte—Sojamilch, Tofu

KAPITEL 8 46
Fitness/Energy Drinks

KAPITEL 9 50
Energieriegel

KAPITEL 10 53

Behandelte Lebensmittel, Diät-Mahlzeiten, Diät-Snacks und Diät-Desserts

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TEIL ZWEI
Welche Lebensmittel kommen in Ihre Fett-Verbrennungs-Küche

KAPITEL 11
Hochwertige Proteine – Fleisch von grasgefüttertem Rind, Wild 57
Fisch aus Wildfängen, Fleisch von Freiland-Hühner,
Eier von Freiland-Hühnern

KAPITEL 12 67
Milchprodukte und Käse von mit Gras gefütterten Tieren

KAPITEL 13 71
Butter aus Milch von grasgefütterten Tieren, Kokosnussöl, Schmalz

KAPITEL 14 74
Mandeln, Pekannüsse, Walnüsse, Pistazien, Paranüsse, Cashewnüsse,
Macadamianüsse

KAPITEL 15 77
Avocados

BEEREN 16 78
Biologisch angebaute Beeren

KAPITEL 17 80
Biologisch angebautes dunkelgrünes Blattgemüse

KAPITEL 18 83
Gesunde Süßstoffe: echter Ahornsirup, roher Honig, Stevia

KAPITEL 19 87
Gesunde echte Energieriegel

KAPITEL 20 89
Dunkle Schokolade

KAPITEL 21 91
Tee

KAPITEL 22 94
Dinge, die Sie in Ihrer Küche haben sollten

KAPITEL 23 98
Die Verwandlung hat begonnen!

EXTRABONUS - KAPITEL: 100


Die super-hochentwickelten Ernährungstaktiken zur Fettverbrennung:
Der 23-Tage Plan zum beschleunigten Fettverlust

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Wichtige Einführung - Lesen Sie diesen Teil zuerst!

Ich starte dieses Buch mit einer Überraschung für Sie… vor allem für ein Buch über die
Ernährung. Sie können ganz offiziell aufhören, Kalorien zu zählen oder auch nur ständig an
Kalorien zu denken!

Ich weiß, das klingt unglaublich, aber es stimmt. Konsumierte Kalorien vs. aufgewandte
Kalorien in einer bestimmten Zeit sind dafür verantwortlich, ob Sie an Gewicht zunehmen
oder aber verlieren.

Studien haben gezeigt, daß das Kalorienzählen meistens völlig ungenau ist. Viele Leute
unterschätzen Ihre tägliche Kalorienaufnahme massiv. Lesen Sie meine Ausführungen zur
Ernährung. Ich werde Ihnen genau erklären, warum ständiges Kalorienzählen nutzlos ist.
Wenn Sie das eigentliche Ernährungskonzept erst einmal verstanden haben und
auch anwenden, werden Sie sehen, wie einfach eine gesunde und ausgewogen Ernährung ist.

Diese Prinzipien sind von Ernährungsberatern, Diätberatern, Ärzten und anderen


medizinischen „Ratgebern“ schon so oft übersehen worden. Ihre Empfehlungen basieren eher
auf den „Essenspyramiden“. Kein Wunder also, daß so viele Leute bei der richtigen
Ernährung eher verunsichert sind.

Tatsache ist, daß dieses Prinzip, das ich Ihnen näher bringen werde, DAS elementare Konzept
ist, um sich gesund zu ernähren und schlank zu werden.

Dieses wichtige Prinzip ist - - die Nährstoffdichte Ihrer täglichen Nahrungsaufnahme!

Es ist richtig… die Nährstoffdichte ersetzt das Kalorienzählen und macht es hinfällig.
Gemeint ist die Dichte der Mikronährstoffe, nicht die der Makronährstoffe. Wenn die tägliche
Nahrungsaufnahme nahezu ausschliesslich super-intensive Mikronährstoffe enthält, bekommt
Ihr Körper automatisch alle wichtigen Nährstoffe, die er braucht. Dadurch werden der Appetit
und die Kalorienaufnahme reguliert und sowohl der ständige Kampf als auch die ständige
Kalorienkontrolle werden hinfällig.

Bevor Sie jetzt ausschließlich Früchte und Gemüse als hohe nährstoffdichte Lebensmittel
einstufen, warten Sie einen Moment! In diesem Buch wird gezeigt, dass eine hohe
Nährstoffdichte auch in vielen Lebensmitteln zu finden ist, von denen Sie fälschlicherweise
dachten, sie seien nicht gesund und daher schlecht für den Körper. Hier gibt es verschiedene
Beispiele wie Eier, bestimmte Arten Fleisch, Nüsse, Nussbutter, bestimmte Öle, Butter und
noch eine Menge weiterer.

Wenn Sie täglich Lebensmittel konsumieren,


die wenig Nährstoffe bieten, aber viele
Kalorien haben wie z.B. Teigwaren, Kuchen,
Kekse, etc. (hohe Kaloriendichte/ geringe
Nährstoffdichte), wird Ihr Körper nach
zusätzlicher Nahrung verlangen. Dies, obwohl
Sie schon mehr gegessen haben als Ihr
täglicher Grundumsatz verlangt.

Wenn Sie aber täglich Lebensmittel essen, die ungeachtet der Kalorienzahl, eine hohe
Nährstoffsdichte haben, tritt automatisch eine Selbstregulierung ein. Ihr Körper schaltet

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die Gier nach mehr Essen aus, da schon die benötigten täglichen Nährstoffe aufgenommen
wurden. Aus diesem Grund wird Ihr Körper dazu gebracht, den Appetit anzugleichen und Sie
kommen automatisch in den Kalorienbereich, den Sie benötigen. Ohne ständig alles
kontrollieren zu müssen oder Kalorien zu zählen.

Eine Ernährung mit einer hohen Nährstoffdichte ist so gehaltvoll, dass Langstreckenläufer,
die enorme Mengen an Kalorien verbrennen, einen Teil ihrer Ernährung durch Lebensmittel
mit einem niedrigen Nährstoffgehalt abdecken, um einen massiven Gewichtsverlust zu
vermeiden. Lebensmittel mit einer niedrigen Nährstoffdichte sind z.B. Brot und Teigwaren.

Wenn sich Extremsportler vor allem von Lebensmitteln mit einer sehr hohen Nährstoffdichte
ernähren, nimmt ihr Appetit ab und sie essen nicht mehr die nötigen Kalorien, die sie täglich
benötigen, um ihr Gewicht und ihre Leistung zu halten.

Da nun die meisten Leute keine Extremsportler sind, zeigt uns die Ernährung mit einer hohen
Nährstoffdichte, wie wir unsere Heißhungerattacken in den Griff und für den Rest unseres
Lebens einen schlanken und gesunden Körper bekommen können.

In diesem Buch zeigen wir Ihnen all die Lebensmittel, mit einem niedrigen Nährstoffgehalt,
die es zu vermeiden gilt und einige Lebensmittel, die uns von der Lebensmittelindustrie als
„gesund“ suggeriert werden.
Natürlich zeigen wir auch die unzähligen leckeren Möglichkeiten auf, die gesunde
Lebensmittel bieten und eine hohe Nährstoffdichte haben. Diese werden Sie Ihrem Ziel näher
bringen. Sie werden sich wundern, daß es Lebensmittel gibt, von denen Sie dachten, sie seien
ungesund, Ihnen aber in Wirklichkeit helfen werden!

Auch klären wir in dem Buch alles über das Cholesterol, gesättigte Fettsäuren, Omega-3 und
Omega-6 Fettsäuren, Ballaststoffe, Proteine, Hormone, pflanzliche Kost vs. fleischliche Kost
und noch viele Informationen mehr darüber, was in den Nahrungsmitteln der
Lebensmittelgeschäfte oder den Restaurants enthalten ist.

Lesen Sie bitte Seite für Seite genau durch, um keine der wichtigen Informationen zu
verpassen.

Die Veredelung von Nahrungsmitteln

Ein wesentlicher Aspekt der Lebensmittel, die Sie essen, ist ihre Verarbeitung. Diese
bestimmt Ihre Gesundheit und Ihre Körperfettwerte. Allgemein können wir sagen, dass die
Verarbeitung der Nahrungsmittel unsere Körperreaktionen beeinflussen.

In den letzten Jahren gab es eine Menge Diskussionen um das Thema „Ernährung“. Welche
ist nun die idealste Ernährung: low-carb, low-fat, viel Protein, vegetarisch, etc.
Sie werden bald erkennen, daß all diese Ernährungsarten falsch sind!
Schauen Sie sich die klassische Ernährung unserer Vorfahren an. Überall auf der Welt, in
nahezu jeder Kultur war der gesundheitliche Nutzen der gleiche. Die Nahrungsmittel waren
unveredelt und natürlich. Ob eine Ernährung nun viele Proteine enthält, viele Fette, viele
Kohlenhydrate, etc. spielt anscheinend keine grosse Rolle, solange die Mahlzeiten aus
unveredelten und natürlichen Nahrungsmitteln hergestellt werden.

Wenn wir regelmäßig mehr Kalorien essen als wir benötigen, nehmen wir an Gewicht zu.

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Überschüssige Kalorien werden als Fett gespeichert. Dies ist eine ganz normale Reaktion aus
der Evolution, als Nahrungsmittel noch nicht so reichhaltig vorhanden waren und die
Menschen sich mehr anstrengen mussten, um zu überleben.

Fettspeicher waren damals lebensnotwendig, um die Zeiten, in denen die Nahrungsmittel


knapp waren, zu überleben. Aus diesem Grund haben wir den Drang mehr Lebensmittel zu
essen, wenn vorhanden. Einige mehr, andere weniger. In der heutigen Zeit sind Lebensmittel
ständig und in grossen Mengen verfügbar oder eben auch Junk Food.

Obwohl unsere Vorfahren in der Lage waren Körperfett zu speichern, waren sie selten
übergewichtig. Durch die anstrengende und harte Arbeit, um an ihre Nahrungsmittel zu
kommen, verbrauchten sie enorme Mengen an Kalorien, egal wie viel sie täglich zu sich
nahmen.

Durch die enormen landwirtschaftlichen und technischen Fortschritte der letzten 2 000 Jahre
wurde es immer einfacher, Nahrungsmittel zu erhalten. Die Evolution hingegen konnte sich in
dieser kurzen Zeit nicht anpassen. Wir müssen nicht mehr tagelang auf die Jagd gehen und
auf Nahrungssuche sein. Es gibt immer genügend Lebensmittel für uns.

Die Gründe, warum wir an Gewicht zulegen sind unterschiedlich. Es gibt allerdings einige
elementare Gründe für unser übermäßiges Körperfett. Wenn wir nun all die Lebensmittel
weglassen, die das Körperfett verursachen und einen großen Teil der Versuchungen
eliminieren, denen wir regelmäßig erliegen (veredelte dickmachende Lebensmittel), werden
wir unsere Körper in schlanke energiegeladene Maschinen umwandeln. Dies allein durch
unsere Küche.

Am besten funktionieren unsere Körper, wenn wir ihnen unveredelte natürliche


Nahrungsmittel zuführen, gute Qualität, gesunde Fette, Früchte und Gemüse. Wenn wir
wieder zu einer Ernährung finden, die der unserer Vorfahren möglichst ähnlich ist, werden
wir den schlanken fitten Körper erhalten, um den wir uns schon so lange bemühen.

Der Vorteil wird nicht nur ein schlankerer fitterer Körper sein, sondern auch einige
Krankheiten, die die heutige Zeit mit sich bringt, werden abklingen. Krankheiten wie
Nervosität, Depressionen, ADD (Aufmerksamkeitsdefizit), Arthritis, hoher Blutzucker (Typ 2
Diabetes), Reizdarm, etc. Sie alle hängen mit Entzündungen und der veredelten Ernährung der
heutigen Zeit zusammen.

Uns soll glauben gemacht werden, daß schnelle vorgefertigte


kalorienarme Fertiggerichte schlank und gesund machen.
Achten Sie einmal im Lebensmittelladen darauf, wer diese
Fertiggerichte in seinem Einkaufswagen hat. Meistens sind
es übergewichtige Personen, die meinen, sie kaufen kleine
leichte Mahlzeiten. Völliger Irrglaube! Veredelte „Fertig-
Mahlzeiten“ enthalten viele Konservierungsmittel,
veredeltes Mehl, künstliche Geschmacksverstärker,
Sojaproteine und ungesunde Fette. Diese Mahlzeiten
verursachen Entzündungen und stimulieren die
Insulinausschüttung, d.h. Fettspeicherung.

Die Medien versuchen uns einzureden, dass wir viele


Kohlenhydrate benötigen und uns nach der
Lebensmittelpyramide ernähren sollen.

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Als Reaktion darauf gibt es immer mehr Übergewichtige. Die sogenannten „gesunden
Lebensmittel“ werden von unserem Körper nicht als gute Lebensmittel angesehen. Auch
fettfreie Lebensmittel (beinhalten viel Zucker und stärkehaltige Kohlenhydrate) und
zuckerfreie Lebensmittel sind nicht zu empfehlen.

Vergessen Sie Schnell- und Fertiggerichte (Convenience-Food)! Sie kosten Lebensjahre und
verursachen Entzündungen, die zu Adipositas, Herzkrankheiten, Krebserkrankungen und
Diabetes führen, um nur einige Auswirkungen zu nennen. Zudem wird in den
Stoffwechselhaushalt eingegriffen und so die Fettverbrennung erschwert.
Wenn Sie gesundes unbearbeitetes „leichtes“ Essen“ möchten, nehmen Sie sich einen Bio-
Apfel, eine handvoll unbehandelter Nüsse oder Bio-Fleisch (von Weidelandtieren).
Wir müssen wieder zur ursprünglichen Ernährung unserer Vorfahren zurückkommen, um
einen schlanken und leistungsfähigen Körper zu bekommen.

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ERSTER TEIL

Beginnen Sie mit dem Aufräumen Ihrer Küche!

Hier ist eine typische Liste der Lebensmittel, die eine durchschnittliche Person, die Gewicht
verlieren möchte, vorrätig hat. Schauen Sie in Ihren Vorratsschrank und checken Sie, ob diese
fettliefernden Lebensmittel in Ihrer Küche lauern:

 Slim-Shakes, welche weit entfernt sind, gesund zu sein, voller hydrierter Öle und sonstiger
künstlicher Zusätze, die eher zusätzliches Fett bringen als Fett abzubauen

 Fettfreier Reiskuchen, der aus raffinierter Speisestärke ohne Ballaststoffe ist und im
Körper sofort in Zucker zerfällt, das Insulin in die Höhe treibt und die Fettspeicherung
begünstigt

 Proteine/Energy Riegel- isolierte Sojaproteine (fast unbrauchbar für den Körper),


hydrierets Öl, Fruktosekornsirup und künstliche Konservierungsmittel. Einfach ein
Süssigkeiten-Riegel in einer trügerischen Verpackung. Schnell in die nächste Mülltonne
damit!

 Zuckerreduzierte Desserts, die voller künstlicher Süssstoffe sind, die Ihr Hirn austricksen
und Hunger auslösen, Zuckeralkohol, Konservierungsmittel und chemische Inhaltsstoffe,
die eine lange Liste füllen. Keinerlei gesunder Inhalt.

 Light Getränke, die mit künstlichen Süssstoffen gesüsst sind, schaden mehr als das sie
nutzen, heben den Insulinwert, der Hunger auslöst und Fett wird gespeichert. Light? Ich
glaube kaum!

 Chips, Crackers und Kekse, die voller hydrierter Fette sind („Herzattacke in einer
Schachtel), entzündliche Vorgänge der Omega-6 Fette und veredelten Mehle. Reich an
Kohlenhydraten, die sofort das Gewicht höher schnellen lassen!

 Raffinierte Pflanzenöle wie z.B. Rapsöl, Maisöl, Sojaöl, Distelöl und Sonnenblumenöl
zum Kochen und für Salat-Dressings bestehen aus oxidierten Omega-6-Fettsäuren, welche
für Entzündungen, Herzkrankheiten, Gewichtszunahme und das Fett um den Bauch und
die Hüften verantwortlich sind.

 Zucker-Cerealien werden als gesund und ballaststoffreich angepriesen; diese Cerealien


sind voller Zucker und raffiniertem Getreide aus der Fabrik wie z.B. Mais, Sojabohnen,
Mehl und Weizen. Sie machen Sie nur hungriger, lassen Ihren Blutzucker ansteigen und
erhöhen Ihre Insulinausschüttung. So kommt Ihr Körper in einen Fettspeicher Modus.

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KAPITEL EINS

Lebensmittel aus raffiniertem Mehl---Nudeln, Plätzchen, Cracker, Brot, etc.

Höhlenmenschen aßen kein Getreide, zumindest nicht in ähnlicher Form wie wir es heute
essen. Es ist nicht verwunderlich, daß Getreide für Gewichtszunahme und hohe
Blutzuckerwerte verantwortlich ist. In den 70er Jahren aß der durchschnittliche Amerikaner
38 Kilogramm Mehl, 38 Kilogramm Süßungsmittel, 3,6 kg frittierte Kartoffeln und 18 kg
Speiseöl. Selbst damals war das nicht gut. Schauen wir uns die 90er Jahre an...

Im Jahr 1997 aß jeder von uns 55 Kilogramm Mehl,


47 Kilogramm Zucker oder andere Süßungsmittel, 9
Kilogramm frittierte Kartoffeln und 22,5 Kilogramm
pflanzliche Speiseöle. Das ist fast ein 500g
bekanntlich gesundheitsschädlichen Essens pro Tag!
Und das beinhaltet noch nicht einmal eine Menge
anderen Junk-Foods... aber es ist sicherlich der Grund,
weshalb heute viele übergewichtig oder fettleibig sind.
Und das heutige Mehl ist stärker raffiniert als je zuvor,
ohne Ballaststoffe und essentielle Nährstoffe.

Bearbeitetem Weißmehl (auch "angereichertem Weizenmehl" oder "Weizenmehl") fehlen die


zwei nährstoffreichsten Bestandteile des Korns mit dem höchsten Anteil an Ballaststoffen: die
äußere Kleieschicht und der Keim (Embryo).

Eine Ernährung, die stark stärkehaltig ist, führt dazu, daß Sie sich müde, mangelernährt,
verstopft, nervös, reizbar und deprimiert fühlen und anfällig für chronische Erkrankungen
werden. Und raffiniertes/gebleichtes Weizen und Maismehl führen zu hohen
Blutzuckerspiegeln. Hoher Blutzucker verursacht Insulinausschüttung, eine sofortige
Fettspeicherung, und weiteren Hunger.

Umso mehr raffinierte Lebensmittel ein Mensch isst, desto mehr Insulin muss er produzieren,
um diese zu bewältigen. Dies führt zu Insulinresistenz, Typ 2 Diabetes und
Gewichtszunahme. In unserem Körper verwandeln sich raffinierte Kohlehydrate sehr schnell
zu Glukose und regen die Insulinproduktion des Körpers an. Ein Teufelskreislauf beginnt:
Insulin fördert die Fettspeicherung, dies führt zu schneller Gewichtszunahme und erhöhten
Triglyceridspiegeln, Entzündungen und Arteriosklerose, Typ 2 Diabetes und
Herzerkrankungen.

Der Begriff "Angereichertes Mehl" ist sehr irreführend, da normalerweise nur vier Vitamine
und Mineralien wieder zugeführt werden, im Gegensatz zu den 15 Nährstoffen und
essentiellen Bestandteilen des Korns, die zusammen mit dem Großteil der Ballaststoffe und
anderen gesundheitsfördernden Substanzen, wie Antioxidantien, entfernt wurden.

Der Verzehr von Weizen kann dazu führen, dass man sich träge, benebelt, wackelig,
aufgedunsen, aufgebläht und gereizt fühlt. Viele würden diese Symptome nie mit dem
Verzehr von Getreide in Verbindung bringen, aber Gewichtszunahme und emotionale,
körperliche und mentale Symptome sind bei Gluten-Unverträglichkeit recht häufig. Gluten ist
der Proteinanteil von Weizen, Roggen und Gerste. Es ist heute in normalen verarbeiteten
Lebensmitteln weit verbreitet, so dass es schwer vermieden werden kann. Leider befindet sich
Gluten-Unverträglichkeit im Aufwind (Haben Sie die "Glutenfreie" Zone im

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Lebensmittelladen bemerkt?) und kann eine Reihe von Problemen hervorrufen. Es ist am
besten, verarbeitete Mehle generell zu vermeiden!

Im Gegensatz zur verbreiteten Ansicht ist Mais ein Getreide und kein Gemüse und ist
wirklich aus mehreren Gründen nicht als Hauptnahrungsmittel geeignet – einer davon ist, dass
Mais einen hohen Zuckergehalt hat. Als Kulturen wie die Mayas und die amerikanischen
Ureinwohner ihre Ernährung auf eine maisbasierte umstellten, stiegen Anämien, Arthritis,
Rachitis und Osteoporose sprunghaft an.

Unsere Körper sind nicht dafür geschaffen, von getreidebasierten Lebensmitteln zu leben.
Dieser Beweis erscheint in den archäologischen Zeugnissen unserer Vorfahren. Als
Archäologen in Grabhügeln des Mittleren Westens Skelette amerikanischer Ureinwohner
untersuchten, die Mais als Hauptnahrungsmittel zu sich nahmen, gab es im Vergleich zu den
Jäger-Sammler Vorfahren, die hauptsächlich jagten und kein Getreide aßen, eine Zunahme
von 50% bei Mangelernährung, viermal so viel Eisenmangel und dreimal so viele
Infektionskrankheiten

Denken Sie daran, dass wir hier nicht nur über Maiskolben (Zuckermais) sprechen... wir
sprechen auch über Mais-Zerealien, Maischips und andere moderne Nahrungsmittel, die aus
Mais hergestellt und von den Lebensmittelkonzernen als "gesund" dargestellt werden. Es gibt
mehrere Gründe, die Forscher für die Ernährungsprobleme und Gewichtszunahme als Resultat
einer von Mais dominierten Ernährung nennen:

• Mais enthält jede Menge Zucker, welcher den Insulinspiegel erhöht und dazu führt, dass
Sie sich hungriger fühlen und Ihr Körper Kalorien als Fett speichert. Machen Sie nicht den
Fehler, zu glauben, dass Mais, nur weil er nicht offensichtlich süß schmeckt, nicht voller
Zucker sei. Nach dem Essen verwandelt Ihr Körper Maisprodukte schnell in Zucker. Sogar
die Stärke in Maisprodukten kann von Ihrem Körper schnell weiterverarbeitet werden, was
dazu führt, dass Ihr Blutzuckerspiegel empor schnellt und Sie ein Verlangen nach mehr
kohlenhydratreichen Nahrungsmitteln haben.

• Mais ist auch eine schlechte Quelle für Protein und meist bei 3 der 8 essentiellen
Aminosäuren mangelhaft: Lysin, Isoleucin und Tryptophan. Die essentiellen Aminosäuren
haben diesen Namen, weil sie mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, da der
Körper sie nicht selbst herstellen kann.

• Mais enthält eine große Menge Phytat, einer Chemikalie, die Eisen bindet und dessen
Aufnahme durch den Körper behindert. Infolgedessen kann eine Ernährung mit viel Phytat
dazu führen, dass Menschen eher unter Anämie und Müdigkeit aufgrund von Eisenmangel
leiden. Phytat ist außerdem ein Nährstoffblocker und verhindert die Nutzung von anderen
Vitaminen und Mineralien.

• Mais ist eine schlechte Quelle für bestimmte Mineralien wie Kalzium und manche
Vitamine wie Niacin (B3). Ein Mangel an Niacin kann zu einem Leiden namens Pellagra
führen, welches in Kulturen, die viel Mais essen, häufig ist. Es kann eine Reihe von
Symptomen wie Dermatitis, Durchfall und Depressionen auslösen. Da wir nun ein Land der
Mais-Esser sind, wäre es nicht überraschend, dass dies hier häufiger ist, als wir wissen.

Nicht nur Menschen essen zu viel Mais. Ein großer Teil der Maisernte des Landes dient als
Futter bei der gewerblichen Zucht von Rindern, die mit Mais und anderem Getreide vor der

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Schlachtung billig gemästet werden. Rindfleisch von mit Mais gemästeten Rindern hat auch
einen weit höheren Anteil entzündlicher Omega-6 Fettsäuren als das gesündere Bio- Fleisch
von Rindern, die mit Gras gefüttert werden. Das meiste Fleisch im Supermarkt kommt von
mit Mais gemästeten Tieren.

Da Mais und andere Getreide eine unnatürliche Ernährung und schwer verdaulich sind,
entwickeln mit Mais gefütterte Rinder eine höhere Magensäure, welche ein Nährboden für das
gefährliche E. coli O157:H7, den tödlichen Stamm des Bakteriums, ist.

Obwohl es keine einfache Aufgabe zu sein scheint, raffinierte Getreide wie Mais und Weizen
(ja, es scheint, als seien sie in allem enthalten!) zu eliminieren, ist die Belohnung doch eine
Rückkehr zu wunderbarer Gesundheit, strahlenden Augen, reiner Haut, klaren Gedanken,
Gewichtsverlust, weil der Körper nun wieder die passenden Nährstoffe aus dem Essen ziehen
kann und eine Behebung der Ernährungsdefizite aufgrund eines Mangels an Absorption.
Wenn Sie sich erst einmal entschieden haben, sich mit Vollwertkost und natürlichen
Lebensmitteln zu ernähren, werden Sie beginnen, einen Großteil dieser Getreide zu
eliminieren.

Wenn auch viele Lebensmittelläden, Naturkostläden und Online Firmen nun eine große
Auswahl an weizenfreien/glutenfreien Lebensmitteln wie Brote, Bagels, Plätzchen,
Kuchenbackmischungen, Donuts, etc. anbieten, ist es doch am besten, diese soweit als
möglich zu vermeiden. Obwohl diese ohne Weizen hergestellt sind, enthalten sie doch andere
raffinierte und verarbeitete Getreide und Weizenersatz wie Tapioka- und Maismehl. Am
besten ist es, Getreide – besonders Weizen und Mais – ganz zu vermeiden. Diese durch ein
anderes raffiniertes Getreide zu ersetzen, mag eine kleine Verbesserung bringen, aber doch
nicht die nötige einschneidende Verbesserung.

Versuchen Sie es zwei Wochen ohne Getreideprodukte. Ich garantiere Ihnen, dass Sie
drastische Verbesserungen bei Ihrem Gewicht und Ihrem gesamten Befinden sehen werden!

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Raffinierte Lebensmittel aus Mehl, die vermieden werden sollten

 Weissbrot, Brötchen, Rosinenbrötchen, Muffins


 Kekse
 Crackers
 angereicherte Teigwaren
 Kuchen, Backmischungen
 Cerealien aus raffiniertem Mehl (anstatt aus Vollkorn)
 Fertigsossen
 Fertigmaccaroni
 Instantnudeln
 Fertigmahlzeiten mit Teigwaren
 Weissmehl zum Backen
 Chips, Doritos, etc.Corn chips;
 Maistortillas
 Frühstücksflocken— vor allem die raffinierten, gesüssten
 alles, mit Mais als Hauptanteil

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KAPITEL 2

Fructosereicher Maissirup - Limonade, Fruchtgetränke, Ketchup, Salatdressings, usw.

Einer der vielen Verwendungsarten von Mais ist als preisgünstiges Süßungsmittel, Maissirup,
bekannt. Die Produktion von Maissirup hat seit 1973 um 4.000% zugenommen und der Sirup
macht dem Zucker als häufigsten Süßungsmittel in Amerika nun Konkurrenz.

Laut Informationen des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten konsumiert der


durchschnittliche Amerikaner jetzt stolze 19 Kilogramm Maissirup pro Jahr. Das sind 75.281
zusätzliche Kalorien pro Person im Jahr! Und wenn Sie dies in Pfunde ausdrücken wollen (ca.
3.900 Kalorien = 1 Pfund), haben Sie hier zusätzlich 19 Pfund im Jahr zugenommen. Der
Hauptteil hiervon findet sich in Limonaden, Energie-Drinks und Fruchtgetränken.

Teenager bekommen typischerweise am Tag 15 bis


20 Teelöffel zusätzlichen Zucker aus Maissirup – nur
durch das Trinken von Softgetränken! Eine andere
Untersuchung zeigt, dass Limonaden Milch als
Grundnahrungsmittel ersetzt haben und den
dritthäufigsten Frühstücksbestandteil darstellen. Den
Tag mit einem Zuckerhoch zu beginnen, führt zu
einem Absturz nach ungefähr zwei Stunden und
bewirkt mehr Hunger und Gewichtszunahme. Kein
Wunder, dass so viele Teenager übergewichtig sind!

Wenn der durchschnittliche Amerikaner nur auf eine


Limonade oder ein gezuckertes Wassergetränk am
Tag verzichten würde, würde er sofort 10 Pfund im Jahr eliminieren! Maissirup ist in diesen
Getränken das häufigste Süßungsmittel.

Im Jahr 2009 kommt ungefähr 25% der Kalorienaufnahme des durchschnittlichen


Amerikaners von Zucker – hauptsächlich Maissirup! Dies bedeutet, dass 25% der Ernährung
nur aus leeren, aber doch gesundheitsschädlichen Kalorien besteht!

Wählen Sie das nächste Mal, wenn Sie im Supermarkt sind, fünf völlig verschiedene Arten
von Getränken aus – einschließlich Säfte und Energie-Drinks oder Sportgetränken – und lesen
Sie das Etikett. Sie werden vielleicht geschockt sein, zu sehen, dass der erste oder zweite
Inhaltsstoff fast immer Maissirup oder HFCS (High Fructose Corn Syrup) ist.

Und jetzt etwas wirklich Interessantes: Sehen Sie sich die Etiketten anderer Produkte an, von
denen Sie nie erwarten würden, dass sie Süßungsmittel enthalten, wie Ketchup,
Tomatensauce, Suppe, Zerealien und Cracker. HCFS ist überall. Es ist durchaus möglich, dass
an einem Tag 80% der weiterverarbeiten Lebensmittel, die Sie zu sich nehmen, voller HCFS
sind. Ist es da verwunderlich, dass es in den USA so viel Fettleibigkeit gibt?

Was ist fructosereicher Maissirup? Maissirup ist kein natürliches Produkt, wie man Ihnen
vielleicht weiß gemacht hat, sondern er wurde durch Enzymprozesse verändert, um ein
anderes Gleichgewicht der Zucker hervorzubringen als man in normalem Maissirup findet
(nicht dass normaler Maissirup gesund wäre!). Diese chemische Modifizierung verändert den

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extrahierten Maissirup von einer Zusammensetzung, die hauptsächlich aus Glucose (einem
Einfachzucker) besteht, zu einer Mischung von 42-55% Fructose (obwohl manche bis zu 90%
Fructose enthalten) mit einem Rest an Glucose und anderen Zuckern.

Eine Untersuchung im Jahr 2004, die im American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht
wurde, berichtete, dass der Konsum von HCFS zwischen 1970 und 1990 um 4.000%
angestiegen ist! Das ist bedeutend mehr als irgendein anderer Anstieg bei anderen
Lebensmitteln oder Lebensmittelgruppen. Schade, dass wir nicht unseren Konsum an Obst
und Gemüse um diesen Prozentsatz erhöht haben – unser Land würde sich bedeutend besserer
Gesundheit erfreuen – und wäre viel schlanker!

Bei der Untersuchung dieses Anstiegs – und des fast entsprechenden Anstiegs an
Fettleibigkeit in den USA – haben die Forscher die unterschiedlichen Arten, wie der Körper
auf verschiedene Zuckerarten reagiert und deren Auswirkungen auf den Körper
berücksichtigt.

Fructose wird vom Körper leichter zu Fett umgewandelt als alle anderen Zuckerarten. Dies
ist vielleicht einer der häufigsten Gründe, warum Amerikaner weiter an Gewicht zunehmen.
Fructose führt nicht nur zu einem Anstieg des Blutzuckerspiegels und einem sich daraus
ergebenden Anstiegs des Insulins, sondern es erhöht auch Serum-Triglyceride (einen
Hauptfaktor bei Herzanfällen) wesentlich. Auch ist Fructose schwer verdaulich.

Es gibt einen weiteren Unterschied zwischen Fructose und regulärem Zuckermetabolismus.


Glucose wird von den Zellen durch die Wirkung des Insulins aufgenommen; Fructose wird
von den Zellen durch einen völlig anderen Prozess absorbiert, der nicht von Insulin abhängig
ist.

Regulärer Zucker verschafft ein Gefühl der Zufriedenheit, welches dem Gehirn signalisiert,
mit dem Essen aufzuhören.

Fructose verschafft kein Gefühl der Sättigung, weil es nicht in das Gehirn transportiert wird.
Sobald es in den Zellen angelangt ist, bildet Fructose wirkungsvoller Triglyceride als Glucose
es tut. Dies bedeutet, dass Fructose sich im Blut in fetthaltige Verbindungen verwandelt, die
vom Körper dann leicht als Fett gespeichert werden.

Es scheint ganz offensichtlich, dass Maissirup zu einem hohen Anteil für den großen Anstieg
an Fettleibigkeit und anderen mit der Fettleibigkeit in Verbindung stehenden
Gesundheitsproblemen, wie Herzerkrankungen, Insulinresistenz und Diabetes, verantwortlich
ist.

Maissirup wird fast immer aus genetisch modifiziertem Mais gewonnen, der mit seinen
eigenen gut belegten Nebeneffekten und gesundheitlichen Bedenken belastet ist.
Wissenschaftler haben entdeckt, dass Tiere, die mit genetisch modifiziertem Mais (GM)
gefüttert werden, umfangreiche Gesundheitsprobleme im Bereich von Blut, Nieren und Leber
entwickeln. Menschen, die genetisch modifizierten Mais zu sich nehmen, gehen eventuell
ebenfalls ein Gesundheitsrisiko ein.

Wir haben alle schon von den Gefahren durch die Aufnahme von Quecksilber gehört.
Quecksilber ist Gift für Ihr Gehirn und Ihr Nervensystem. Es ist besonders für schwangere
Frauen und kleine Kinder, deren Gehirne sich noch in der Entwicklung befinden, gefährlich.
Selbst in geringen Mengen kann Quecksilber die Hirnentwicklung, das Erinnerungsvermögen
und die Lernfähigkeit beeinträchtigen.

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Auch bei Erwachsenen kann Quecksilbervergiftung eine ernsthafte Gefährdung darstellen und
wurde mit Alzheimer, Demenz, Fruchtbarkeitsproblemen, Erinnerungs- und Sehverlust sowie
Problemen bei der Regulierung des Blutdrucks in Verbindung gebracht. Sie kann außerdem
extreme Müdigkeit und neuromuskuläre Funktionsstörungen hervorrufen.

Andere Untersuchungen zeigen, dass Quecksilber in Ihrem zentralen Nervensystem (ZNS)


psychologische, neurologische und immunologische Probleme verursacht.

Über die Hälfte der getesteten Maissirup (HFCS) Proben enthielten Quecksilber. Obwohl die
Hersteller von HFCS gerne behaupten, dieses sei natürlich, ist HFCS doch ein stark
raffiniertes Produkt, welches in der Natur nie vorkommen würde. Die Umwandlung von Mais
in HFCS ist ein sehr umfangreicher Prozess und Quecksilber wird bei der Herstellung von
HFCS eingesetzt.

Sie können dieses vermeiden, wenn Sie Ihre Ernährung auf vollwertige, natürliche
Lebensmittel umstellen. Falls Sie doch weiterverarbeitete Lebensmittel kaufen, sollten Sie
sicherstellen, dass Sie das Etikett lesen - und es wieder ins Regal stellen, falls es Maissirup als
Bestandteil aufweist - insbesondere, falls es der erste oder zweite Inhaltsstoff auf dem Etikett
ist. Sehen Sie sich weiter um. Lebensmittelhersteller fangen an, die Abneigung der
Öffentlichkeit gegenüber HFCS zu erkennen und Sie beginnen, stattdessen wieder Zucker zu
verwenden und sogar das natürliche (für Sie gesündere) kalorienarme Süßungsmittel Stevia.

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Lebensmittel mit Fructosekornsirup, die vermieden werden sollten:

 Alle Süssgetränke (Cola, Pepsi, 7-up, Dr. Pepper, etc.)

 Limonade

 Sportgetränke wie Gatorade, etc.

 Fertiger Apfelmus und Fruchtcocktail, Früchte aus der Dose, die nicht mit 100% Frucht

gekennzeichnet sind

 Barbecuesosse, Ketchup, sonstige Fertigsossen

 Alkoholische Mixgetränke (wie Margarita, etc)

 Pudding

 Eisprodukte

 Fertigkuchen, Fertigdesserts

 Süssigkeiten

 Sirup (ausser purem Ahornsirup)

 Müsliriegel

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KAPITEL 3

Margarine, Pflanzenöle, Transfette

Uns wurde allen gesagt, dass wir Fette vermeiden sollten. Tatsache ist, dass Sie das richtige
Fett schlanker machen kann. Wenn Sie die falsche Art Fett essen, werden Sie nicht nur fett,
sondern es trägt auch zu einer Reihe anderer Erkrankungen und Gesundheitsproblemen sowie
zu vorzeitigem Altern bei. Im Gegensatz zur verbreiteten Ansicht sind ungesunde Fette
hauptsächlich Transfette und Pflanzenöle – nicht Cholesterin und gesättigte Fette, wie man
uns vorgemacht hat.

Transfette und Pflanzenöle werden jetzt endlich als die Übeltäter bei den Gesundheits-
problemen, die Sie verursachen, erkannt. Es sind diese Fette, die die Hauptverursacher von
Entzündungen, Krebs, Herzerkrankungen und Fettleibigkeit sind,
nicht Cholesterin und gesättigte Fette.

Transfette sind keine natürlichen Fette. Es sind Pflanzenöle, die


künstlich mit Wasserstoff geschaffen wurden. Dies verwandelt ein
Öl in eine Substanz, die bei Raumtemperatur eher einem festen Stoff
ähnelt. Lebensmittelhersteller benutzen Transfette, weil diese die
Haltbarkeit von Lebensmitteln erhöhen, aber sie sind für unsere
Körper sehr schädlich.

Es ist bekannt, dass der Verzehr von Transfetten Ihre


Zellmembranen verändert und dazu führt, dass diese spröde werden
und Nährstoffe und Kalorien nicht mehr ordentlich verarbeiten können. Eine gesunde Zelle
hat eine lebende, atmende Membrane, die Nährstoffe ordnungsgemäß weiterleitet und nutzt.
Wenn Sie an eine Zelle denken, die von Transfetten beeinträchtigt ist, sollten Sie sich eine
Zelle mit einer harten Hülle anstatt einer gesunden Membrane vorstellen. Diese Hülle erstickt
sogar die Zelle und führt dazu, dass die Zelle nicht mehr richtig funktioniert. Sie blockiert so
den regulären Metabolismus und die Nährstoffaufnahme und schafft eine Unfähigkeit, auf
Glukose zu reagieren. Entzündungen im Körper nehmen zu. Dies führt nicht nur zu
Erkrankungen wie Diabetes und Herzerkrankung, sondern auch zu Gewichtszunahme und
einer Unfähigkeit, Infektionen und Krebs abzuwehren.

Trotz dieser Gefahren der Transfette findet man sie weiterhin in vielen weiterverarbeiteten
und gebackenen Lebensmitteln: Plätzchen, Cracker, Kuchenguss, Chips, Margarine und
Mikrowellen-Popcorn, um nur ein paar zu nennen. Die meisten Transfette in der Ernährung
der Amerikaner rühren von kommerziell hergestellten, teilweise oder vollständig gehärteten
Pflanzenfetten her.

Margarine und jede Art Butterersatz sowie viele andere feste Backfette sind Beispiele für
Transfette. Es ist weitaus besser, Butter zu essen als diese künstlichen, ungesunden
Ersatzstoffe.

Und wie sieht es mit Pflanzenölen aus? Es ist noch nicht lange her, dass man Pflanzenöle für
eine gesunde Alternative zu gesättigten Fetten hielt. Mehrfach ungesättigte Pflanzenöle
wurden im Gegensatz zu Schmalz und tierischen Fetten als gesunde Öle gelobt. Vergessen Sie
nicht, dass der Grund, weshalb sie als "gesund" angepriesen wurden, damit zusammenhängt,
wie billig Pflanzenöle produziert werden können und mit dem großen Marketingbudget,
welches die Firmen, die Pflanzenöle vertreiben, aufwenden.

Öle wie Raps, Mais, Soja und Sonnenblumen wurden als gesunder Ersatz für stärker

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gesättigte Fette gelobt. Sonnenblumen- und Rapsöl sind immer noch eine beliebte Wahl zum
Kochen. Allerdings hat die Forschung ein ganz anderes Bild aufgeworfen. Diese Öle tragen
zu Entzündungen im Körper bei und bringen das Verhältnis von Omega- 3 Fettsäuren und
Omega -6- Fettsäuren durcheinander. Omega- 3- Fettsäuren sind die gesunden Fettsäuren, die
in Wildfisch und dem Fleisch von mit Gras gefütterten Tieren zu finden sind. Omega- 6-
Fettsäuren findet man in Pflanzenölen und Transfetten.

Obwohl Omega- 6- Fettsäuren für unsere Ernährung unerlässlich sind, werden sie doch in
Mengen konsumiert, die für unsere Gesundheit zu groß sind. Übermäßiger Konsum von
Omega- 6 -Fetten führt zu erhöhten Gesundheitsproblemen einschließlich entzündlicher
Erkrankungen, darunter Autoimmunerkrankungen und kardiovaskuläre Beschwerden.

Die Fette in unserer Ernährung haben sich im frühen 20. Jahrhundert drastisch verändert, als
raffiniertes Pflanzenöl, eine Hauptquelle für Omega- 6 -Fettsäuren als Margarine Teil unserer
Ernährung wurde und der Konsum von Lebensmitteln mit gesunden Omega- 3- Fettsäuren aus
Lebensmitteln wie Wildfisch, grasenden Rindern, Wild und grünem Blattgemüse zurückging.
Unsere Vorfahren, die frühen Jäger-Sammler, hatten ein Verhältnis Omega- 6 zu Omega -3
von 2:1 oder 3:1. Dieses Verhältnis beträgt jetzt in Nordamerika (und weltweit in der
Ernährung der meisten modernisierten Kulturen) ungefähr 20:1.

Der Verzehr von großen Mengen an Pflanzenölen schadet dem Körper, besonders den
Fortpflanzungsorganen und der Lunge, Regionen wo sich der Krebs in den USA mehrt. Eine
Ernährung, die reich an Pflanzenölen ist – insbesondere gehärteten Pflanzenölen – kann
Gereiztheit, Lernschwächen, Toxizität der Leber, eine Verringerung der Immunfunktion,
mentale und physische Wachstumsprobleme bei Babys und Kindern, eine Erhöhung der
Harnsäure und anormale Fettsäureprofile im Fettgewebe hervorrufen. Auch wurde sie mit
geistigem Abbau (Alzheimer und Demenz) und chromosomalen Schäden in Verbindung
gebracht, weil sie die Alterung beschleunigt.

Übermäßiger Verzehr von Pflanzenölen und Transfetten wird mit Gewichtszunahme, Krebs,
und Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Übermäßiger Konsum behindert auch die
Produktion von Prostaglandinen (welches entzündliche Chemikalien im Körper sind) und
führt zu einer Reihe von Gesundheitsproblemen, die von Autoimmunerkrankungen zu PMS
reichen. Diese Entzündung führt zu einer erhöhten Neigung, Blutgerinnsel zu bilden, welche
zu Herzanfällen und Schlaganfällen führen und jetzt in Amerika praktisch eine Epidemie
darstellen. Eine in einer führenden medizinischen Fachzeitschrift erschienene Untersuchung
im Jahr 1994 zeigt, dass fast drei Viertel des Fetts in verstopften Arterien ungesättigtes Fett
ist. Die "Arterien-verstopfenden" Fette sind nicht tierische Fette, sondern Pflanzenöle!

Auch sind Pflanzenöle giftiger, wenn sie erhitzt werden. Eine Untersuchung berichtet, dass
diese Öle, wenn sie erhitzt werden, sich im Darm zu einer Lack-ähnlichen Substanz
verändern. Haben Sie je versucht, eine Pfanne mit erhitztem Pflanzenöl zu reinigen? Es ist
fast unmöglich! Stellen Sie sich vor, wie das in Ihrem Körper passiert! Und wenn ein
Pflanzenöl immer wieder erhitzt wird, erhöht sich die Giftigkeit noch mehr. Denken Sie
daran, wenn Sie das nächste Mal Pommes Frites kaufen. Dieses Öl wurde schon viele Male
hocherhitzt!

Übrigens ist das ein kleiner Trick, den ich mir im Laufe der Jahre angewöhnt habe, um mir
eine Abneigung gegenüber Pommes Frites anzuerziehen (obwohl ich diese vor Jahren
liebte)... Seit ich mich genauer mit den biochemischen Prozessen beschäftige, was mit
Frittierfett -welches nicht nur meist gehärtet ist, sondern auch immer wieder erhitzt wurde -
passiert und wie all dies im Körper fast wie ein Gift wirkt... fällt es mir tatsächlich leicht,
frittiertes Essen wie Pommes Frites als etwas abstoßendes anzusehen anstatt als etwas, das
man unbedingt essen möchte..

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Es ist interessant, dass eine Untersuchung, die von einem plastischen Chirurg durchgeführt
wurde, herausfand, dass Menschen, die hauptsächlich Pflanzenöle zu sich nahmen, weitaus
mehr Falten hatten als jene, die traditionelle tierische Fette nutzten. Sie sehen also, diese Öle,
die man einst 'gesund' nannte, tragen stark zur Alterung des Körpers bei.

Pflanzenöle, die hauptsächlich Omega- 6 -Fette sind, sind stark inflammatorisch.


Entzündungen führen dazu, dass die Arterien Cholesterin aussenden, um den durch die
Entzündung verursachten Schaden zu beheben. Wenn der Körper Cholesterin aussendet, um
die beschädigten Wände der Blutgefäße zu reparieren, fungiert das Cholesterin als Pflaster,
welches die Verletzung bedeckt und eine Schicht auf der Gefäßwand bildet.

Das Cholesterin bewirkt eine Schichtbildung und wenn die Schäden und Entzündungen weiter
bestehen, beginnt das Cholesterin das Blutgefäß zu verengen und dies führt zu den Anfängen
von Arteriosklerose. Es ist schade, dass Cholesterin in der Ernährung fälschlicherweise als der
Übeltäter der Herzerkrankungen vermutet wurde, obwohl es in Wirklichkeit die Omega- 6-
Fette (sowie Transfette, Zucker und andere inflammatorische Lebensmittel in der
durchschnittlichen Ernährung) sind, die hinter diesem Gesundheitsproblem stecken.

Sogar die Ärzte und Forscher, die die Nutzung von Omega -6- Pflanzenölen als Teil einer
gesunden Ernährung gefördert haben, sind sich jetzt deren Gefahren bewusst. Seit einigen
Jahren warnen Forscher tatsächlich vor zu vielen mehrfach ungesättigten Pflanzenölen in der
Ernährung. Und schon im Jahr 1969 entdeckten Forscher, dass die Nutzung von Maisöl zu
einem Anstieg der Arteriosklerose führte.

Andere Untersuchungen weisen darauf hin, dass gehärtete Pflanzenöle zu Osteoporose


beitragen. Forscher haben entdeckt, dass der Konsum von Transfetten Testosteron
verminderte, welches die Produktion von anormalem Sperma verursachte und die
Schwangerschaft veränderte. Der Konsum von Transfetten behindert auch die Nutzung der
gesunden Omega -3- Fettsäuren, die in Fischölen, Getreide und grünem Gemüse zu finden
sind, durch den Körper.

Es gibt absolut NICHTS Gutes an diesem Gift! Vermeiden Sie es unter allen Umständen.

Beispiele für Pflanzenöle sind: Rapsöl, Sojaöl,


Sonnenblumenöl, Maisöl und Distelöl. Zu den
Lebensmitteln, die Transfette enthalten, gehören
abgepackte Plätzchen, Cracker, Nachspeisen, viele
Margarinesorten und sogenannter 'gesunder'
Butterersatz, gebuttertes Mikrowellen-Popcorn, Chips
und noch weitere.

Falls Sie Inhaltsstoffe sehen, die irgendwie mit


"gehärtetem...Öl" zusammenhängen, VERMEIDEN Sie diese!

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Transfette und Lebensmittel, die vermieden werden sollten

 Margarine und jede Art von Butterersatz


 Kekse und Krapfen/Berliner, die in hydriertem Fett gebacken wurden
 Popkorn aus der Mikrowelle
 gefrorene Lebensmittel wie Pommes Frits, Fertiggerichte
 pflanzliches Speiseöl zum Braten
 Einige Erdnussbuttersorten (natürliche Bio-Erdnussbutter hat keine zusätzlichenTransfette)
 Kuchenglasur
 Gefrorenes Fleisch wie Hühnchen, etc.
 einige Garnierungen aus geschlagener Sahne
 Sahneersatz
 Fast food Milch Shakes
 künstlicher Käse aus der Tube oder anderer behandelter konservierter Käse aus der Dose

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KAPITEL 4

Künstliche Süßstoffe-Splenda/Sucralose, NutraSweet/Aspartam, Sacharin

Helfen Ihnen Diät-Süßstoffe wirklich dabei, Gewicht zu verlieren oder essen Sie auf längere
Sicht gesehen dadurch mehr und nehmen zu? Machen Diät-Süßstoffe Sie fett?

Tatsache ist, dass Diät-Süßstoffe tatsächlich dazu führen können, dass Sie zunehmen, weil
diese Ihren Körper austricksen und ihm nicht das geben, was er tatsächlich braucht.

Nach Aussage von Wissenschaftlern gibt es keine wirklichen Beweise, dass


Zuckerersatzstoffe Menschen dabei helfen, abzunehmen. Heute weisen immer mehr Daten
darauf hin, dass diese chemischen Süßungsmittel vielleicht sogar den Appetit und die
Insulinproduktion anregen.

Jeder, dem seine Gesundheit wichtig ist, sollte sich von dem hochgiftigen Süßstoff Aspartam
und anderen fragwürdigen Süßstoffen wie Sucralose, Sacharin und Acesulfam-k (Sunette)
fernhalten.

Künstliche Süßungsmittel sind chemische Zubereitungen, die man nie zu sich nehmen sollte.
Am besten ist es, alle künstlichen und chemischen Zuckerersatzstoffe zu vermeiden. Sie
haben KEINEN Nährwert, gaukeln dem Körper vor, dass er etwas Süßes isst und enthalten
Nebenprodukte schädlicher Giftstoffe.

Wie täuschen künstliche Süßstoffe den Körper? Aspartam


zum Beispiel enthält keine Kalorien, aber einer der
Bestandteile, die Aminosäure Phenylalanin, blockiert die
Produktion von Serotonin, einer natürlichen
Gehirnchemikalie, die unter anderem auch Essensgelüste
reguliert.

Wenn Sie einen Mangel an Serotonin im Gehirn haben, führt


dies dazu, dass Ihr Gehirn und Ihr Körper mehr solche Lebensmittel begehren, die mehr
dieser Gehirnchemikalie erzeugen – und dies sind zufällig die stärkehaltigen, kalorienreichen,
kohlehydratreichen Snacks, die eine Diät völlig zunichte machen können. Umso mehr
Aspartam Sie zu sich nehmen, desto stärker wird Ihr Verlangen nach diesen Lebensmitteln.

Keine Frage, künstliche Süßstoffe verwirren Körper und Gehirn. Dies führt zu einem
Teufelskreis von Essgelüsten, Essen, Verzehr von mehr künstlichen Süßstoffen und noch
mehr Essgelüsten. Auf lange Sicht gesehen, führt dies hauptsächlich zur Gewichtszunahme.
Künstliche Süßstoffe als Diät-Lebensmittel? Wohl kaum!

Wissenschaftler vermuten jetzt, dass noch etwas anderes bei vielen Menschen, die künstliche
Süßstoffe genutzt haben, passiert. Der süße Geschmack von Süßstoffen ohne Kalorien löst
eine Insulinausschüttung aus, selbst wenn es gar keine Essenszufuhr gibt, die die Zellen
nähren würde.

Wenn wir normalerweise Zucker essen, wird dieser in Glucose verwandelt, der Zuckerform,
die unser Körper nutzt und diese geht dann in den Blutstrom über. Insulin (von der
Bauchspeicheldrüse ausgeschieden) entsperrt die Zellen und erlaubt es dem Blutzucker, in

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unsere Zellen zu gehen um diese mit Energie zu versorgen und normale Blutzuckerwerte zu
halten.

Das Problem ist, dass ein Insulin-sensibler Mensch, der künstliche Süßstoffe nutzt, seinem
Körper vorgaukelt, dass diesem Essen zugeführt wurde und deshalb wird Insulin
ausgeschieden. Wenn Insulin ausgeschüttet wird, ohne dass Essen vorhanden ist, regt dies den
Appetit an.

Sobald Ihr Körper erkennt, dass sich kein Essen in Ihrem Körper befindet, löst dies starke
Essgelüste aus, die nur dadurch beendet werden können, dass Sie etwas essen, das den
Blutzuckerspiegel anhebt. An diesem Punkt wird es recht schwierig, kalorienreiche, zuckrige
Snacks zu vermeiden und Sie geraten in einen Kreislauf aus Hunger, Essgelüsten und Snacks.

Sechs künstliche Süßstoffe sind von der FDA, der amerikanischen Arzneimittelzulassungs-
behörde, genehmigt worden. Außer Sacharin (Sweet-n-Low), Sucralose (Splenda) und
Aspartam (NutraSweet) gibt es Acesulfam Kalium auch Ace-K genannt und als Sunett und
Sweet One auf dem Markt und Neotame. Ein neuer Süßstoff ist der natürliche (nicht
künstliche) Süßstoff, der von der Stevia-Pflanze herrührt. Dieser Süßstoff nennt sich Stevia
und wird unter verschiedenen Namen, wie auch Truvia, in den USA verkauft.

Sacharin war der erste der künstlichen Süßstoffe, der auf den Markt kam. Sacharin hat keine
Kalorien und ist hundertmal süßer als Zucker. Viele Menschen bemerken einen
unangenehmen, bitteren Nachgeschmack bei Lebensmitteln, die mit dieser Substanz gesüßt
werden.

Sacharin ist für viele ein altbekannter Zuckerersatz, der viele treue Anhänger hat. Aber seit es
auf dem Markt ist, hat es Probleme in Bezug auf Gesundheit damit gegeben. Sacharin ist ein
synthetisches weißes kristallenes Pulver. Es hat keinen Nährwert und wird vom Körper nicht
leicht verdaut. Es ist nach Sucralose und Aspartam immer noch der drittbeliebteste künstliche
Süßstoff.

Wissen Sie, wie Sacharin entdeckt wurde? Es wird Sie vielleicht überraschen. Vielleicht wird
Ihnen dies dabei helfen, eine Entscheidung darüber zu treffen, ob es ein Teil Ihrer Ernährung
sein sollte! Vor langer Zeit, im Jahr 1879, entdeckte ein Chemiker diesen Süßstoff (der auch
als Benzoesäuresulfimid oder E954 bekannt ist) als er Kohlenteer-Derivate untersuchte.

Es war nicht seine Absicht, einen neuen Süßstoff zu entdecken – oder überhaupt ein
Lebensmittel. Es war reiner Zufall, dass er bemerkte, dass sein neues Produkt süß schmeckte.
Wie er das herausgefunden hat? Wer weiß?! Vielleicht hat er bei der Arbeit versehentlich
seinen Mund berührt. Es ist wahrscheinlich keine gute Idee, dies zu tun – Chemikalien zu
kosten - aber er hat es getan.

Nachdem die Süße des Stoffs entdeckt wurde, wurde es auf den Markt gebracht und
Kontroversen über die Unbedenklichkeit dieses künstlichen Süßstoffs haben ihn seitdem
begleitet.

Bereits 1977 wurde Sacharin unterstellt krebserregend zu sein, nachdem es eine Studie in
Verbindung zu Blasentumoren bei Mäusen brachte. Das amerikanische National Toxicology
Programm setzte Sacharin dann auf die Liste der krebserregenden Stoffe – und deklarierte es
offiziell als menschliches Karzinogen. Cyclamat, eine frühere Version des Süßstoffs, wurde
1970 aus ähnlichen Gründen verboten.

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Die amerikanische Arzneimittelzulassungsbehörde entschied, dass es aus Vorsichtgründen
angeraten sei, dass Sacharin einen Warnhinweis bezüglich dessen Verbindung zu Krebs
tragen sollte.

Aufgrund uneindeutiger Beweise für den Zusammenhang zwischen Sacharin und Krebs beim
Menschen wurde dieser Warnhinweis inzwischen entfernt, aber es ist immer noch ein
Süßstoff, der mit Vorsicht genossen werden sollte und sicher auf längere Zeit nicht gesund ist.

Sacharin kann bei manchen empfindlichen Personen immer noch die folgenden Reaktionen
auslösen:

* Juckreiz
* Ausschlag
* Ekzem
* Übelkeit
* Kopfschmerzen
* Durchfall
* Übermäßigen Harndrang
* Keuchen
* Zungenbläschen

Bedenken Sie dies, wenn Sie das nächste Mal zu dem rosa Päckchen greifen, um Ihren Kaffee
oder Tee zu süßen – Sie sind dabei, ein Kohlenteerderivat beizufügen. Wie klingt das für Sie?

Aspartam ist seit über zwanzig Jahren auf dem Markt und obwohl es über die Nutzung dieses
künstlichen Süßstoffs sehr viele gesundheitliche Bedenken gibt, bleibt es doch ein
Hauptmittel bei den künstlichen Süßstoffen ohne Kalorien und ist immer noch in vielen
Produkten auf dem Markt erhältlich.

Außer den Problemen der Gewichtszunahme gibt es auch einen großen Anteil der
Bevölkerung, der unter einer der vielen ungesunden Nebenwirkungen, die mit Aspartam
zusammenhängen, leiden, obwohl viele vielleicht nicht einmal den Grund kennen. Selbst
diejenigen, die keine sofortige Reaktion haben, können doch empfindlich auf die langfristigen
Schäden reagieren, die von den in Aspartam enthaltenen exzitatorischen Aminosäuren
Phenylalanin, Methanol und DKP verursacht werden.

Unerwünschte Wirkungen und Nebeneffekte von Aspartam beinhalten:

• Beeinträchtigung der Sehkraft


• Tinnitus – Klingel- oder Summgeräusche
• Reizempfindlichkeit auf Geräusche oder
Hörprobleme
• Epileptische Anfälle
• Kopfschmerzen, Migräne, Schwindel
• Depressionen
• Gereiztheit
• Aggression
• Angstgefühle, Herzklopfen, Herzrasen
• Bauch und Magenschmerzen
• Juckreiz
• Ausschlag, Nesselsucht

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Obwohl Splenda sicherer als Aspartam zu sein scheint, gibt es doch noch nicht genügend
überzeugende Beweise, um Splendas Unbedenklichkeit zu untermauern und dieses sollte
insgesamt als kalorienarmer Süßstoff als bedenklich eingestuft werden.

Splenda behauptet "aus Zucker hergestellt" und "natürlich" zu sein, weil Splenda aus
Sucralose, einem natürlichen Zucker, gemacht wird. Aber Sucralose ist überhaupt nicht
natürlich. Es ist ein chemisch geschaffenes synthetisches Präparat, welches modifiziert wurde,
indem Zucker Chlor-Atome beigefügt wurden.

Hierzu Shane Ellison (www.thepeopleschemist.com), ein bekannter organischer Chemiker:

“Der Hersteller von Splenda behauptet, dass das Chlor, welches der Sucralose zugefügt wird,
das gleiche ist wie das Chloratom im Salzmolekül (NaCl). In Kombination mit Natrium formt
Chlor eine unschädliche Ionenbindung, welche Tafelsalz ergibt. Sucralose-Hersteller weisen
oft darauf hin, um dessen Unbedenklichkeit zu verteidigen. Offensichtlich haben diese den
zweiten Teil des Kurses "Chemie für Anfänger" verpasst – den Teil, als kovalente Bindungen
behandelt wurden. Im Gegensatz zu Ionenbindungen sind kovalent gebundene Chloratome
nicht für den menschlichen Körper gedacht. Sucralose ist mit Chlor kovalent gebunden und
dies ähnelt eher dem Verzehr winziger Mengen chlorhaltiger Pestizide. Aber ohne
langfristige unabhängige Forschung am Menschen werden wir den echten Schaden nie
erkennen. Zufälligerweise wurde Sucralose in den 70er Jahren von Forschern, die ein neues
Insektenvernichtungsmittel entwickeln wollten, entdeckt. Erst als ein junger Wissenschaftler,
der es entwickelt hatte, sein neues "Insektenschutzmittel" versehentlich probiert hat, hat er
erkannt, dass es süß ist.”

Da ein Süßstoff ohne Kalorien auf dem Markt weit besser ankommt als ein
Insektenvernichtungsmittel, wurde es in "Splenda" umbenannt und als "natürlicher"
Zuckerersatz beworben. Die Öffentlichkeit hat keine Ahnung davon, dass dieser Süßstoff fast
zum Insektengift geworden wäre. Wenn es Insekten tötet, scheint es nur wahrscheinlich, dass
es auch für Menschen schädlich ist.

Klingt das nach etwas, das Sie trinken oder essen möchten?

Wie wirkt Splenda? Das meiste davon durchläuft den Körper ohne verdaut zu werden.
Tatsächlich werden nur 10-15% von Splenda verdaut. Menschen mit einem gesünderen
Magen-Darm-Trakt nehmen mehr Splenda auf, weil sie es verdauen können und dies
bedeutet, dass dem Körper mehr Chlor zugeführt wird, einschließlich der dazugehörigen
Gesundheitsrisiken.

Sogar Untersuchungen, die von den Herstellern von Splenda durchgeführt wurden, sind
beängstigend. Studien zeigten, dass Versuchstiere unter einigen wirklich üblen
Nebenwirkungen litten, wie vergrößerte Leber und Nieren sowie geschrumpfte
Thymusdrüsen... und dies waren nur Kurzzeitstudien. Was passiert über längere Zeit?

Splenda wurde schnell auf den Markt gebracht, ohne Langzeituntersuchungen dazu
durchzuführen. Es scheint, dass die Langzeituntersuchung gerade in ganz Amerika
durchgeführt wird, mit uns als den Laborratten.

Wenn Splenda in kleineren Dosen gefährlich ist, wie steht es dann um größere Mengen
Splenda und das darin enthaltene Chlor? Eines der Verkaufsargumente von Splenda ist, dass
Splenda bei höheren Temperaturen stabil bleibt, was bedeutet, dass es im Gegensatz zu
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anderen kalorienarmen Süßstoffen zum Kochen benutzt werden kann.

Das Problem daran ist, dass viele zuckerfreie und kalorienarme Diät-Lebensmittel nun
Splenda in ihrer Rezeptur verwenden. Menschen auf einer zuckerfreien und kalorienarmen
Diät essen dieses Produkt mehrmals täglich in verschiedenen Lebensmitteln und Getränken.

Manche Menschen sind tatsächlich auf Sucralose allergisch und die Reaktionen können alles
sein, von Ausschlägen, Panikattacken, Kopfschmerzen über innere Krämpfe, Durchfall,
Muskelschmerzen und Bauchschmerzen. Eventuell treten allergische Reaktionen nicht beim
ersten Mal auf, sondern manifestieren sich plötzlich nach mehrfacher Belastung.

Obwohl es unwahrscheinlich scheint, das Sucralose genau so giftig ist wie Aspartam, ist es

doch aufgrund der in der Forschung beobachteten Gefahren und aufgrund seiner chemischen

Struktur klar, dass langjähriger Konsum zu schwerwiegenden immunologischen und

neurologischen Erkrankungen beitragen könnte.

Nach Aussage von Dr. Joseph Mercola (www.mercola.com) wurden die folgenden Symptome
innerhalb von 24 Stunden nach dem Verzehr von Splenda Produkten beobachtet:

• Rötung, Juckreiz, Schwellungen, Blasenbildung, Weinen, Ausschlag oder Nesselsucht. Dies


ist das häufigste allergische Symptom, das beim Menschen auftritt.
• Atemnot, Beklemmung, Husten oder Keuchen.
• Anschwellen von Gesicht, Augenlidern, Lippen, Zunge oder Hals; Kopfschmerzen und
Migräne.
• Verstopfte Nase, laufende Nase, Niesen.
• Rote, juckende, geschwollene oder wässernde Augen.
• Blähungen, Schmerzen, Übelkeit, Erbrechen, Durchfall oder blutiger Durchfall.
• Herzklopfen oder –flattern.
• Gelenkschmerzen.
• Angstgefühle, Schwindel, Gefühl der Benebelung, Depression.

Es gibt viele andere natürliche Süßstoffe, die eine viel gesündere Wahl darstellen und beim
Verzehr nicht diese Liste beängstigender Nebeneffekte aufweisen. Diese werden später in
diesem Buch dargestellt.

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Zuckerfreie Lebensmittel, die vermieden werden sollten

 Diätgetränke
 Crystal Light Mischgetränke
 zuckerfreie Getränke, die aus Pulver mit Wasser gemischt werden
 generell zuckerfreie Getränke
 zuckerfreie Sportgetränke
 zuckerfreie Snacks und Desserts
 zuckerfreies Eis
 zuckerfreie Sirups, Marmelade und Gelees
 zuckerfreier Kaugummi
 zuckerfreie Süssigkeiten
 alles, was als “zuckerfrei” deklariert ist, da diese Lebensmittel meistens künstlichen
Süssstoff enthalten

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KAPITEL 5

Kommerziell pasteurisierte Milchprodukte

Obwohl Milch typischerweise als gesundes Lebensmittel dargestellt wird, gibt es doch viele
Probleme mit kommerziell pasteurisierten Milchprodukten, wie wir im Folgenden sehen
werden. Es gibt nur eine Art gesunder Milch und das ist rohe (nicht pasteurisierte, nicht
homogenisierte) Milch von gesunden Kühen, die mit Gras ernährt wurden. Leider ist fast alle
Milch, die in den Läden in den USA verkauft wird, pasteurisiert und homogenisiert, wodurch
ein gesundes Lebensmittel in ein ungesundes verwandelt wird.

Während die Milchproduktindustrie pasteurisierte Milch


als heilsam und gesund ausgibt, ist es das Gegenteil.
Untersuchungen zeigen Beweise, dass kommerziell
pasteurisierte Milch bei verschiedenen
Gesundheitsproblemen eine Rolle spielen könnte. Dazu
gehören: Diabetes, Prostatakrebs, rheumatoide Arthritis,
Arteriosklerose, Anämie, Multiple Sklerose, Leukämie
und Eierstockkrebs.

Es gibt Dutzende von Berichten und Untersuchungen


über pasteurisierte Milch und obwohl Ihnen diese
vielleicht nicht bekannt sind, sind die meisten davon nicht
vorteilhaft. Die meisten der veröffentlichten Berichte
scheinen Gesundheitsprobleme zu betrachten, die von kommerzieller, pasteurisierter Milch
hervorgerufen werden: Darmkolik, Darmreizung, Darmblutung, Anämie, Allergien, Probleme
mit den Nebenhöhlen und Salmonellen. Die Verunreinigung der Milch durch Blut und weiße
(Eiter) Zellen sowie eine Reihe von Hormonen, Chemikalien und Pestiziden ist ein weiterer
großer Grund zur Sorge.

Wussten Sie, dass vor fünfzig Jahren eine Kuh 1.800 Pfund Milch pro Jahr produzierte?
Heute produzieren die besten Milchkühe fast 45.000 Pfund! Wie kann das sein? Es ist
sicherlich keine natürliche Erscheinung! Medikamente, Antibiotika, Wachstumshormone,
erzwungene Mastpläne und spezialisierte Züchtung – so lässt sich das erklären.

Der neueste Angriff auf die Milchkuh ist der Zusatz des Rinder-Wachstumshormons (Bovine
Growth Hormone oder BGH). Dieses Medikament soll die Milchproduktion anregen, aber
laut Monsanto, dem Hersteller des Hormons, beeinträchtigt es nicht die Milch oder das
Fleisch. Kann man Monsanto glauben?

Natürlich gibt es keine Langzeitstudien über die Auswirkungen des Hormons auf Menschen,
die BGH-haltige Milch trinken, aber einige Untersuchen haben sich auf BGH und das
Wachstum von Krebstumoren konzentriert. Es erscheint vollkommen logisch, dass dieses
unnatürliche Medikament, wenn es Wachstum anregen kann, auch das Krebswachstum
stimulieren kann. Eine Theorie über den Anstieg von Brustkrebsraten bei Frauen verweist auf
dieses Medikament und dessen Vorhandensein in Milchprodukten.

Viele Länder haben BGH aus Besorgnis um die Unbedenklichkeit verboten. Und das aus
gutem Grund. Jede Substanz, die dem Körper einer Milchkuh zugeführt wird, erscheint in der
Milch. Ich weiß nicht, wie Sie das sehen, aber ich möchte nicht mit dem Verzehr eines

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Wachstumshormons experimentieren – besonders nicht mit einem für Milchkühe. Was wird
das dem Menschen zufügen?

Da BGH die Milchproduktion einer Kuh dramatisch erhöht, kann es auch einen dramatischen
Anstieg (50 bis 70%) von Mastitis (Euterinfektionen) in den Eutern von Milchkühen
verursachen. Dies wiederum macht Antibiotika nötig, um die Mastitis zu bekämpfen und die
Reste der Antibiotika erscheinen dann in der Milch, die wir trinken.

Über FÜNFZIG PROZENT aller Antibiotika, die in diesem Land für Tiere und Menschen
produziert werden, gehen direkt in Tierfutter über! Idealerweise sollten Antibiotika in der
Viehzucht nur zur Behandlung von Infektionen eingesetzt werden. Aber kommerzielle
Milchkühe werden unter schlechten, unhygienischen Bedingungen gehalten und sind keine
gesunden Tiere. Deshalb werden sie von Geburt bis zum Tod ständig mit Antibiotika
gefüttert.

Ohne unser Wissen konsumieren wir viele Antibiotika, einfach indem wir kommerzielle
Milch trinken. Deswegen werden Menschen jetzt resistent gegenüber Antibiotika. Wenn Sie
kommerzielle Milch testen würden, würden Sie sehen, dass es Spuren von bis zu 80
verschiedenen Antibiotika enthält! Alle Säugetiere, die Milch absondern, scheiden durch die
Milch viele Giftstoffe aus und dazu zählen Antibiotika, Pestizide, Chemikalien und
Wachstumshormone.

Aufgrund der Mastitis befinden sich weiße Blutkörperchen von Infektionen in der Milch.
Wenn Sie es bisher nicht gewusst haben, tut es mir leid, Ihnen sagen zu müssen, dass ein
anderes Wort für weiße Blutkörperchen, die am falschen Ort sind, "Eiter" ist. Inspektoren
werden angehalten, die Anzahl der weißen Blutkörperchen unter bestimmten Grenzen zu
halten. Aber eine nicht sonderlich appetitliche Tatsache ist, dass das
Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten erlaubt, dass Milch bis zu eineinhalb
Millionen weiße Blutkörperchen pro Milliliter enthält. (Das sind eine bis eineinhalb Millionen
weiße Blutkörperchen in ungefähr 1/30 Unze).

Reine, gesunde Milch? Igitt! Es ist jetzt eine eklige Mischung aus Antibiotika, Chemikalien,
Hormonen und Eiter. Kommerzielle pasteurisierte Milch ist keine gesunde Kost und sollte
unter allen Umständen vermieden werden. Leere Kalorien, die Ihrem Körper nur unnötige
Pfunde bescheren und Sie mit Chemikalien vollpumpen.

Aber halt, es kommt noch schlimmer! Pasteurisierung wertet Milch weiter ab und macht sie
noch ungesünder. Kommerziell gezüchtete Milchkühe werden unter unhygienischen,
ungesunden Bedingungen gehalten. Zusätzlich werden kommerzielle Milchkühe mit einer
unnatürlichen Ernährung aus Getreide herangezogen, anstatt mit Grass wie von Mutter Natur
beabsichtigt. Da diese Ernährung für Kühe so unnatürlich ist, verändert sie die
Zusammensetzung der Fette in der Milch vollkommen, insbesondere die sehr wichtigen und
gesunden Fettsäuren, Omega- 3s und konjungierte Linolsäure.

29
Rohmilch wird natürlich sauer, aber pasteurisierte Milch wird faul und Prozessoren entfernen
Schleim und Eiter durch einen Vorgang der zentrifugalen Klärung aus pasteurisierter Milch.

Und jetzt kommt das Beste: bei pasteurisierter Milch ist es nicht einmal vorgeschrieben, dass
kommerzielle Milchkühe auf Erkrankungen inspiziert werden müssen! Das Resultat sind
schmutzige, beengte Milchställe voller kränklicher Kühe, die uns Milch geben!

Die Pasteurisierung von Milch begann tatsächlich in den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts,
um Krankheitserreger in der Milch zu vernichten. Diese Krankheitserreger führten zu
Erkrankungen wie Tuberkulose, Durchfall bei Babys, Ruhr und anderen Beschwerden, welche
durch die schlechte Ernährung der Tiere und unsaubere Produktionsprozesse verursacht
wurden. Hierzu Sally Fallon von der Weston Price Foundation:

“Erhitzung verändert die Aminosäuren Lysin und Tyrosin in der Milch und führt dazu,
dass der ganze Komplex der Proteine schlechter verfügbar ist. Es fördert die
Ranzigkeit ungesättigter Fettsäuren und die Zerstörung der Vitamine. Der Verlust an
Vitamin C liegt bei Pasteurisierung meist über 50 Prozent; der Verlust anderer
wasserlöslicher Vitamine kann bis zu 80 Prozent betragen. Pasteurisierung verändert
die Mineralbestandteile der Milch wie Kalzium, Chlor, Magnesium, Phosphor,
Kalium, Natrium und Schwefel sowie viele Spurenelemente und macht diese weniger
verfügbar. Es gibt Hinweise darauf, dass Pasteurisierung Laktose verändert und diese
leichter absorbierbar macht.”

Wenn Milch pasteurisiert wird, werden die Proteinmoleküle erhitzt und diese verändern
tatsächlich ihre Form und Zusammensetzung, wodurch sie durch unseren Körper schwerer
aufgespalten und verdaut werden können. Ein einfaches Proteinmolekül wird zu einem eng
gefalteten Molekül. Diese belasten unser Verdauungssystem dann unnötig, um
Verdauungsenzyme zu produzieren, die diese Moleküle dann zersetzen. Die Körper vieler
Menschen sind einfach unfähig, dieses Protein abzubauen. Das ist zum Teil der Grund,
weshalb der Milchkonsum mit Diabetes in Verbindung gebracht wird. Die Enzyme
herzustellen ist eine Belastung für die Bauchspeicheldrüse. Das ist auch der Grund hinter
vielen Milchallergien. Es ist der Protein-Anteil – das Kasein – welches nach der
Pasteurisierung schwer zu verdauen ist und so viele Reaktionen verursacht.

Bei älteren Menschen und solchen mit einer Milchunverträglichkeit oder anderer
Verdauungsstörung passiert die Milch die Darmwände ohne vollständig verdaut zu sein.
Diese großen Teilchen können die absorbierenden Bereiche des Dünndarms verstopfen, was
dann verhindert, dass lebenswichtige Nährstoffe aufgenommen werden. Das Ergebnis sind
Allergien, chronische Müdigkeit, geschwächtes Immunsystem und eine Reihe anderer
Degenerationskrankheiten.

Weil die Milch bei der Pasteurisierung erhitzt wird, zerstört die Wärme die aktiven und
gesunden Enzyme der Milch – tatsächlich ist die Abwesenheit von Enzymen der Test für eine
erfolgreiche Pasteurisierung. Diese Enzyme sind besonders wichtig, um unserem Körper
dabei zu helfen, all die gesunden Nährstoffe der Milch, einschließlich des Kalziums,
aufzuspalten und zu nutzen. Das ist der Grund, weshalb Menschen mit Osteoporose Kalzium
nicht aus pasteurisierter Milch erhalten können. Das Kalzium in der Milch wird einfach nicht
sehr gut verwertet. Das gleiche gilt für die in der Milch enthaltenen gesunden Fette. Lipase ist
eines der Enzyme in Rohmilch, welches dem Körper dabei hilft, das Butterfett, welches
konjugierte Linolsäure (CLA) und Omega- 3- Fette enthält, zu verdauen und zu verwerten.
Beide sind für den Körper bei der Bekämpfung von Krebs und für die Herzgesundheit

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außerordentlich wichtig (und darüber hinaus sind sie bei der Fettverbrennung und für den
Muskelaufbau hilfreich).

Schließlich werden nach der Pasteurisierung eventuell noch Chemikalien zugesetzt, die den
Geruch fauler Milch verdecken und den Geschmack teilweise zurückbringen. Synthetische
Vitamine D2 oder D3 werden hinzugefügt – D2 ist giftig und wurde mit Herzerkrankungen in
Verbindung gebracht während D3 nur schwer aufzunehmen ist.

Weil es besser aussieht, wird Milch dann homogenisiert. In letzter Zeit wurde
Homogenisierung mit Herzerkrankungen in Verbindung gebracht. Wenn Sie Milch direkt von
der Kuh bekommen, enthält die Milch Sahne, welche voller gesunder Fette, einschließlich des
fettverbrennenden CLAs, ist. Homogenisierung zerteilt die Fettteilchen in kleinere
mikroskopische Bestandteile und verteilt das Fett in der Milch, so dass es nicht nach oben
kommt. Dieser Vorgang vergrößert auf unnatürliche Weise die Oberfläche des Fetts, welches
der Luft ausgesetzt ist, was zur Oxidation führt und die Anfälligkeit für den Verderb erhöht.
Homogenisierung ist mit Herzerkrankungen und Arteriosklerose in Verbindung gebracht
worden.

Wenn man bedenkt, wie kommerzielle Milch hergestellt und verarbeitet wird, ist es nicht
überraschend, dass so viele unter uns allergisch darauf sind. Eine allergische Reaktion auf
Milchprodukte kann Symptome wie Durchfall, Erbrechen (sogar krampfhaftes Erbrechen),
Bauchschmerzen, Depression, Krämpfe, Blähungen, Übelkeit, Kopfschmerzen, Sinus und
Lungenkongestion, Akne, Halsentzündung oder Heiserkeit verursachen.

Der Konsum kommerzieller Milch wurde auch mit vielen anderen Erkrankungen in
Verbindung gebracht, wie Asthma, Arteriosklerose, Diabetes, chronische Infektionen
(insbesondere der oberen Atemwege und Ohrentzündungen), Fettleibigkeit, Osteoporose und
Prostata-, Eierstock-, Brust- und Darmkrebs.

Hat pasteurisierte Milch noch gesunde Bestandteile in sich, wenn ein damit ernährtes Kalb
vor dem Erwachsenwerden stirbt? Wohl kaum. Dies ist besonders schlimm, weil Milch bevor
sie pasteurisiert und homogenisiert wird, eines der gesündesten Lebensmittel ist.

Wenn Sie erst einmal verstehen, wie moderne Milch hergestellt und verarbeitet wird, scheint
es logisch, einfach pasteurisierte, verarbeitete Milch ganz zu vermeiden. Weshalb sollte man
die leeren Kalorien, Antibiotika und Wachstumshormone zu sich nehmen? Rohe, nicht
pasteurisierte, nicht homogenisierte Milch von gesunden Kühen, die mit Gras ernährt werden,
ist die beste Quelle für Milch zum Trinken. Erfahren Sie mehr über Rohmilch in Teil 2 dieses
Buches.

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Milchprodukte, die vermieden werden sollten

 pasteurisierte Milch, auch pasteurisierte Bio-Milch


 pasteurisierter Hüttenkäse
 pasteurisierter Joghurt
 pasteurisierte saure Sahne
 pasteurisierter behandelter Käse
 pasteurisierte Schokomilch
 pasteurisierte Sahne
 alle pasteurisierten behandelten Milchprodukte

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KAPITEL 6

Kommerziell gezüchtetes Fleisch und Zuchtfische

Nicht alles Fleisch, das Sie kaufen, ist gleich. Kommerzielle Fleischproduktion hat Fleisch
leider von einem gesunden, mageren Protein in ein industrialisiertes Fabriklebensmittel mit
weniger Nährstoffen verwandelt, das jetzt eine Gefährdung für die Gesundheit ist. Die Tiere,
die für das in den meisten Lebensmittelläden angebotene kommerzielle Fleisch gezüchtet
werden, werden unter unmenschlich brutalen Bedingungen gezüchtet und geschlachtet und
erhalten eine ungesunde Ernährung, die nicht der natürlichen Ernährung der Tiere entspricht.
Dies führt zu einem Fleischprodukt, das für Ihren Verzehr ungesund ist. Aber lesen Sie
weiter, denn es GIBT gesunde Fleischarten, die Sie wählen können!

Seit den 80ern haben Zusammenschlüsse und Firmenübernahmen dazu geführt, dass 80% der
35 Millionen Rinder, die jährlich in den USA geschlachtet werden, in den Händen von vier
riesigen Konzernen konzentriert sind. Was früher idyllische Bauernhöfe mit zufrieden
grasenden Kühen waren, hat sich in riesige industrialisierte Fabrikfarmen mit ungesunden
Mastparzellen verwandelt.

Die meisten Rinder beginnen ihr Leben auf dem Weideland und essen Gras, aber wenn sie
erwachsen sind, werden sie zu Mastparzellen transportiert und auf die Schlachtung
vorbereitet. Sie verbringen die letzten Monate ihres Lebens in Mastparzellen, zu Tausenden in
staubigen Parzellen voller Dung zusammengepfercht. Die Luft ist voller schädlicher
Bakterien, ansteckender Krankheiten und staubiger
Substanzen und setzt die Rinder der Gefahr von
Atemwegserkrankungen und anderen Krankheiten
aus. Schließlich enden alle im Schlachthof.

Mastrinder werden regelmäßig mit


Wachstumshormonantibiotika injiziert. Weil Sie eine
ungesunde Ernährung aus Getreide und anderen
Lebensmittel-Nebenprodukten erhalten, um sehr
schnell und billig Gewicht zu gewinnen, haben die
Rinder oft schlechte Verdauungssysteme und werden
ganz allgemein noch kränker und ungesünder.

Zu Lasten einer natürlichen Ernährung aus gesundem Gras und Heu wird Getreide (oft mit
Pilzen und Pilzvernichtungsmittel kontaminiert) genutzt, um Vieh zu mästen. Die
Hauptbestandteile sind genetisch modifiziertes Getreide und Soja. Um die Kosten weiter zu
reduzieren, kann das Futter auch "Nebenprodukte Futtermittel" enthalten, wie städtischen
Abfall, nicht mehr frisches Gebäck, Hühnerfedern, Kaugummi und Süßigkeiten.

Weil Rinder von Natur aus dazu bestimmt sind, eine auf Gras basierende Ernährung zu sich
zu nehmen, führt die kalorienreiche Getreideernährung zu vielen Stoffwechselstörungen. Oft
verursacht diese Ernährung kränkliche Rinder mit geschwächtem Immunsystem, welche in
einer dreckigen, überfüllten Umgebung voller ansteckender Krankheitserreger leben. Um das
Getreide zu verarbeiten, entwickeln Rinder, deren Ernährung auf Getreide basiert, auch einen
stark sauren Magen. Dieses saure Milieu ist der Nährboden für den tödlichen E.coli
Bakterienstamm, der viele Menschen krank macht und tötet.

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Alleine in den USA fügen Farmer 9 Millionen Pfund an Antibiotika dem Futter- und der
Wasserversorgung der Farmtiere zu. Dies soll allerdings nicht Erkrankungen bekämpfen oder
vermeiden, sondern wird tatsächlich genutzt, um den Viehbestand zu mästen, da dies einer der
Nebeneffekte von Antibiotika ist. All die Antibiotika in dem Fleisch, das Sie essen, können zu
einer Antibiotikaresistenz in Ihrem Körper führen. Und wenn diese Antibiotika dazu dienen,
Rinder zu mästen, ist es nicht undenkbar, dass Sie vielleicht auch zur Mästung von Menschen
beitragen!
Rinder werden im Laufe ihres Lebens mehrere Male transportiert und können auf nur einem
dieser Transporte Hunderte oder Tausende Kilometer zurücklegen. Diese langen Reisen
bedeuten für die Rinder viel Stress und tragen dazu bei, dass noch mehr Tiere krank werden
und sterben.

In einem durchschnittlichen Rinderschlachthof werden


etwa 250 Rinder pro Stunde geschlachtet. Das hohe
Tempo der Arbeitsabläufe erschwert eine humane
Behandlung der Tiere. Aus einem Artikel der
Fleischindustrie geht hervor: „Eine gute Behandlung ist
extrem schwierig, wenn die Kapazität der Anlagen und
Arbeiter ständig ‚ausgeschöpft wird’. Es ist unmöglich,
die Rinder gut zu behandeln, wenn die Arbeiter
überlastet sind, ständig unter Zeitdruck stehen und
versuchen müssen, ihre Produktion so rasch wie
möglich zu erhöhen“. All dieser Stress wird auf die Tiere übertragen, was auch ein Grund für
die schrecklich unmenschliche Behandlung der Rinder ist.

Fast das gesamte Fleisch sowie fast alle Eier und Milchprodukte, die Sie im Supermarkt
finden, stammen von Tieren, die in großen Massentierhaltungsbetrieben gezüchtet werden.
Diese hoch mechanisierten Betriebe bieten eine ganzjährige Nahrungsversorgung zu einem
günstigen Preis. Auch wenn das Fleisch billig und praktisch ist, führt die intensive
Tierhaltung aber auch zu einer Vielzahl von Problemen, beispielsweise:

• Krankheit, Stress und schlechte Behandlung der Tiere


• Verschmutzung von Luft, Boden und Wasser
• Der unnötige Einsatz von Hormonen, Antibiotika und anderen Medikamenten, die dann in
dem Fleisch landen, das Sie essen
• Ungesunde Fette, die Entzündungen und Herzerkrankungen verursachen
• Nahrung mit einem geringeren Nährwert

Was mit den gefährlichen gesättigten Fetten ist, fragen Sie? Nun ja, heute wissen immer mehr
Menschen, dass gesättigte Fette an sich bei Herzerkrankungen und anderen degenerativen
Krankheiten nicht der wahre Schuldige sind.

Das Fett einer mit Getreide ernährten Kuh ist nicht gesund. Das Fleisch von Kühen, die mit
Getreide ernährt wurden, enthält hohe Mengen an entzündlichen (und daher die Arterien
verstopfenden) Omega-6-Fettsäuren.

Ein Grund für den schlechten Gesundheitszustand der Amerikaner und die vielen
Entzündungen in ihren Körpern liegt darin, dass ihre Ernährung übermäßig hohe Mengen
verarbeiteter Omega-6-Fettsäuren und im Vergleich dazu viel zu wenige Omega-3-Fettsäuren
enthält.

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Laut dem amerikanischen Journal of Animal Science (Fachzeitschrift für Tierkunde) kann bei
Fleisch von mit Getreide ernährten Rindern oder Bisons das Verhältnis von Omega-6 zu
Omega-3 bei über 20:1 liegen. Damit liegt es weit über dem empfohlenen Verhältnis von 3:1
oder 4:1 von Omega-6 zu Omega-3 und ruft daher beim Menschen gesundheitliche Probleme
hervor. Darüber hinaus weist Fleisch von mit Gras ernährten Rindern oder Bisons
üblicherweise ein viel gesünderes Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3 auf – zwischen 2:1
und 4:1 – und enthält außerdem viel höhere Mengen an CLA (einem gesunden Fett, das die
Fettverbrennung und den Muskelaufbau unterstützt).
Wenn dieses empfohlene Verhältnis von 3:1 bis 4:1 zwischen Omega-6- und Omega-3-Fetten
überschritten wird, entsteht ein ungesundes Missverhältnis, das seinerseits gesundheitliche
Probleme hervorruft. Überschüssige Omega-6-Fettsäuren tragen zu Entzündungen in unserem
Körper und unseren Arterien bei, die einen Ausgangspunkt für die Bildung von
Arterienbelägen darstellen.

Tiere, die mit ihrer natürlichen Ernährung durch Gras gezüchtet werden, haben einen
gesunden und hoch funktionellen pH-Wert von 7. Dieser schafft die Voraussetzung für die
essenziellen Fermentationsbakterien in ihren Mägen, die hohe Mengen an Nährstoffen wie
konjugierte Linolsäure (CLA), Omega-3-Fette, verzweigt verkettete Aminosäuren, Vitamine,
Mineralstoffe und Verdauungsenzyme produzieren. Aber schon eine kleine Menge Getreide
kann all dies zerstören. Nur 30 Tage einer auf Getreide basierenden Ernährung können 200
Tage der „Grasweiden-Chemie“ zunichtemachen.

Wenn ein Tier eine stärkereiche Getreidenahrung bekommt, fällt der gesunde pH-Wert von 7
plötzlich auf einen sehr sauren pH-Wert von 4. Mit dieser Zunahme an Säure stellt sich ein
weiteres Problem ein, nämlich eins, das die Produktion gesunder Fette wie Omega-3 und
CLA stoppt und den Gehalt an Omega-6 erhöht, von dem die meisten Amerikaner ohnehin
schon zu viel mit ihrer Nahrung aufnehmen.

Und als ob dies alles noch nicht schlimm genug wäre, sorgen die Wachstumshormone, die bei
der Rindermast für eine schnellere Gewichtszunahme eingesetzt werden, nicht für gesunde,
schlanke Muskeln. Mit Getreide ernährte Rinder bewegen sich weniger als ihre weidenden,
mit Gras ernährten Artgenossen und entwickeln eine schwere, stark marmorierte
Muskelmasse, die das Kennzeichen ihrer kohlenhydrat- und stärkereichen Ernährung ist.
Interessant... könnte dies bei einer kohlenhydrat- und stärkereichen Ernährung auch in
unserem Körper passieren?

Wenn Tiere in Feedlots oder Käfigen gezüchtet werden, hinterlassen sie auf einer kleinen
Fläche große Mengen Dung. Dieser muss gesammelt und aus dem Gebiet entfernt werden,
was zu einer teuren Angelegenheit wird. Normalerweise wird der Dung so nah wie möglich
an dem Feedlot abgeladen, um die Entsorgungskosten etwas abzufangen. Dies hat zur Folge,
dass die Erde in der Umgebung nicht nur mit Dung überlastet ist, sondern auch mit den
Rückständen der Hormone und Antibiotika der Rinder, was zur Verschmutzung von Boden
und Wasser führen kann.

Gerade jetzt, da die kommerzielle Fleischindustrie in Amerika die Intensivtierhaltung


industrialisiert hat und Tausende Kilogramm ungesundes Fleisch produziert, um die
Nachfrage der Verbraucher zu erfüllen, zeigt sich eine ähnliche Dynamik in der weltweiten
Fischfarm- oder Aquakulturindustrie – besonders, da sie sich bemüht, den unersättlichen
Appetit der Verbraucher auf fleischfressende Fische wie Lachs und Thunfisch, die am Kopf
der Nahrungskette stehen, zu befriedigen.

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Zuchtfische und Wildfische im Vergleich
Fisch galt lange als gesunde Ergänzung unserer Nahrung, aber heute können Sie ebenso gut
einen Big Mac essen wie einen Zuchtfisch. Vom Standpunkt der Auswirkungen sowohl auf
Ernährung als auch auf die Umwelt sind Zuchtfische ihren wilden Artgenossen weit
unterlegen:

• Zuchtfische sind viel fetter, bieten aber weniger verwertbare vorteilhafte Omega-3-Fette als
Wildfische.
• Durch die Feedlot-Bedingungen der Aquakulturen werden Zuchtfische mit Antibiotika
vollgepumpt und sind konzentrierteren Pestiziden
ausgesetzt als ihre wilden Verwandten.
• Der Nahrung der Zuchtlachse wird ein lachsfarbener
Farbstoff zugesetzt, ohne den ihr Fleisch eine
unappetitliche graue Farbe hätte.
• Die Aquakultur führt auch zu einer Reihe von
Umweltproblemen, von denen das wichtigste wohl ihr
negativer Einfluss auf den Wildlachs ist. Es wurde
nachgewiesen, dass Seeläuse aus Zuchtbetrieben bis
zu 95 % der vorbeiziehenden jungen Wildlachse töten.

Nährwertunterschiede zwischen Zucht- und Wildfischen

Zuchtfische haben einen höheren Fettgehalt. Das ist keine große Überraschung, da
Zuchtfische ihr Leben nicht wie ihre wilden Artgenossen damit verbringen, kraftvoll durch
kaltes Meerwasser zu schwimmen oder felsige Strömungen hinaufzuspringen. Stattdessen
kreisen sie in den überfüllten Netzgehegen faul umher, werden durch Kraftfutter auf
Getreidebasis immer fetter und ähneln insgesamt einer maritimen Ausgabe der Couch-
Potatoes.

Bei jeder der vom USDA (Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten) untersuchten
Arten enthielten die Zuchtfische mehr Gesamtfett als ihre wilden Artgenossen. Bei der
Regenbogenforelle war der Unterschied im Gesamtfettanteil am kleinsten, während
Zuchtwelse fast fünfmal so viel Fett enthielten wie wilde Welse. Coho-Lachse aus
Zuchthaltung enthielten etwa dreimal so viel Gesamtfett wie wilde Exemplare.

Zuchtfische enthalten mehr entzündliche Omega-6-Fette und weisen ein Missverhältnis


zwischen Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren auf. Bei drei untersuchten Fischarten war die
Menge der Omega-6-Fette bei Zuchtfisch wesentlich höher als bei Wildfisch. Die
Gesamtmenge aller in Zuchtfisch gefundenen Omega-6-Fettarten war mindestens zweimal so
hoch wie bei den wilden Exemplaren.

Allgemein lässt sich sagen, dass Zuchtfisch 10-30 % mehr Fett (und zwar hauptsächlich
Omega-6-Fette, von denen Sie ohnehin schon zu viel bekommen) und Kalorien enthält als
Wildfisch.

Das Fett des Zuchtlachses enthält viel weniger gesunde Omega-3-Fettsäuren als das Fett des
Wildlachses. Lachsfett ist normalerweise reich an Omega-3-Fettsäuren. Nicht so bei
Zuchtfisch!

Krankheiten und Parasiten, die normalerweise in relativ geringer Menge in Fischen existieren,
die über die Ozeane verstreut sind, können in dicht gefüllten Meeres-Feedlots um sich greifen.

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Um zu überleben, werden Zuchtfische schon als Jungtiere geimpft. Später bekommen sie
Antibiotika oder Pestizide, um Infektionen abzuwehren.

Besonders Seeläuse sind eins der größten Probleme. Lachszüchter lassen Einwände außer
Acht, wonach Seeläuse auch in Wildfischen vorkommen, und geben beim ersten Anzeichen
eines Befalls Pestizide ins Fischfutter.

Wissenschaftler in den Vereinigten Staaten machen sich aber viel mehr Sorgen über zwei
Studien, die beide gezeigt haben, dass sich in Zuchtlachsen mehr krebserregende PCBs und
giftige Dioxine ansammeln als in Wildlachsen.

Bei Untersuchungen von Zuchtlachsen aus Lebensmittelgeschäften, die bis zu zweimal mehr
Fett enthalten als Wildlachse, wurden 16-mal so viel PCBs wie in Wildlachs, 4-mal so viel
wie in handelsüblichem Rindfleisch und 3,5-mal so viel wie in anderen Meeresfrüchten
gefunden. Die meisten dieser Toxine lagern sich im Fett des Fisches an – was glauben Sie
also, was Sie zu sich nehmen, wenn Sie Zuchtfisch essen?

Zuchtlachs wird üblicherweise Farbstoff zugefügt, um sein Aussehen zu verbessern.


Allerdings sieht er trotz dieser Färbung nie so gut aus wie Wildlachs. Außerdem ist vor
Kurzem nachgewiesen worden, dass diese Farbstoffe krebserregende Substanzen enthalten.
Sie haben keinerlei positive Auswirkungen auf die Gesundheit und keinen anderen Zweck, als
Ihnen, dem Verbraucher, weiszumachen, dass das Produkt einen guten Geschmack hat...
glauben Sie das nicht!

Aquafarmen oder „schwimmende Schweinefarmen“ stellen eine große Belastung für ihre
Umwelt dar. Die Fische verbrauchen riesige Mengen hoch konzentrierter Protein-Pellets und
das verursacht ein schreckliches Durcheinander.

Futterreste und Fischabfälle bedecken den Meeresboden unter diesen Farmen und bilden
einen Nährboden für Bakterien, die den für Schalentiere und andere Lebewesen am
Meeresboden lebenswichtigen Sauerstoff verbrauchen. Eine größere Lachsfarm produziert
eine Menge an Exkrementen, die den Abwässern einer Stadt mit 10 000 Einwohnern
entspricht. Denken Sie daran, wenn Sie das nächste Mal im Meer schwimmen!

Die größte Sorge gilt aber dem Raubbau an Meereslebewesen durch Überfischung. In der Tat
betreiben Aquafarmen Raubbau an Meereslebewesen, weil Lachse in Gefangenschaft
Fleischfresser sind und während der 2-3 Jahre, die ihre Aufzucht dauert, mit Fisch ernährt
werden müssen. Um 1 Kilogramm Zuchtlachs zu produzieren, müssen 2 bis 4 Kilogramm
wilde Sardinen, Anchovis, Makrelen, Heringe und andere Fische zermahlen werden, um das
Öl und Futter zu liefern, das dann zu Lachsfutter-Pellets gepresst wird.

Fisch war in US-amerikanischen Haushalten lange eher eine Seltenheit. Heute ist er bei
gesundheitsbewussten Verbrauchern als Abendessen verbreitet. Bei den beliebtesten
Meeresfrüchten in der amerikanischen Ernährung überholte der Lachs im letzten Jahr die
Fischstäbchen und erreichte den dritten Platz (nach Thunfisch und Shrimps). Der gestiegene
Verbrauch wurde durch ein explosives Wachstum der Lachsfarmen ermöglicht, einem
industriellen System, das Fisch in riesigen Mengen und zu einem Preis produziert, der weit
unter dem von Wildlachs liegt.

Auch wenn sie als „gesund“ dargestellt werden, stammen die meisten Tilapias (Barschart), die
in Restaurants und Lebensmittelgeschäften verkauft werden, aus Zuchtfarmen und gelten
daher nicht als die gesündeste Wahl.

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Mehr als die Hälfte aller Fische, die in Supermärkten, auf Fischmärkten und in Restaurants
verkauft werden, werden in dicht gefüllten Netzgehegen im Meer gezüchtet, die von der
Zuchtfischindustrie verwaltet und vermarktet werden. Diese Fische werden von mehr als
einem Viertel aller Erwachsenen in den USA gegessen, und Experten sagen voraus, dass das
exponentielle Wachstum der Zuchtfischindustrie sich noch fortsetzen wird. Auch wenn es
eine gesündere Wahl zu sein scheint, ist das Essen von Zuchtfischen in Wirklichkeit fast so
schlimm wie das Essen eines Fast-Food-Burgers.

Wenn Sie sich für den gesünderen Wildfisch entscheiden, denken Sie bitte daran, dass es
empfehlenswert ist, den Verzehr der Fische einzuschränken, die in der Nahrungskette höher
stehen (wie Thunfisch, Schwertfisch, Hai, Felsenbarsch, Blaufisch usw.), und diese Fische nur
gelegentlich zu verzehren, da sie einen höheren Quecksilbergehalt haben. Fische, die in der
Nahrungskette niedriger stehen, wie Sardine, Hering, Sonnenbarsch und sogar Forelle und
Lachs haben einen geringeren Quecksilbergehalt und stellen kein so großes Risiko dar.

Achtung: für Schwangere ist es äußerst wichtig, ihren Fischkonsum mit dem Arzt zu
besprechen.

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Fleisch/Fisch, die vermieden werden sollten:

 verpacktes Fleisch aus dem Lebensmittelladen


 verpacktes behandeltes Fleisch wie Schinkenspeck, Salami, Mortadella, Hot Dogs,
Würstchen, etc. (beinhalten viel Sodium, Nitrate oder Nitrit und Konservierungsstoffe)
 gefrorenes Fleisch aus dem Lebensmittelladen
 Fleisch aus der Dose, Cornedbeef
 jeder Fisch der mit “farm-raised” oder “gezüchtet” deklariert ist
 behandelter oder ausgebackener Fisch , z.B. Fischstäbchen, etc.
 gefrorene Diät-Mahlzeiten
 Fast food Burger, Fast Food Fisch

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KAPITEL 7

Soja, besonders genetisch verändertes Soja (GMO), und isoliertes Sojaprotein

Soja als gesunde Kost? Denken Sie lieber noch mal darüber nach! Noch vor wenigen
Jahrzehnten galt die Sojabohne (unfermentiert) als nicht essbar – sogar in Asien. Und bei uns
wird sie als Superstar der Nahrung angepriesen.

Bis zur Entdeckung der Fermentationstechniken, also


etwa zwischen 1027 v. Chr. und 221 n. Chr., galt die
Sojabohne nicht als Nahrungsmittel. Soja war immer
nur in fermentierter Form, als Tempeh, Natto, Miso und
Sojasoße, ein Nahrungsmittel.

Unfermentiertes Soja enthält wachstumsunterdrückende


Substanzen. Als diese wachstumshemmenden Mittel
durch Fermentation reduziert wurden, wurde Soja zu
einem Grundnahrungsmittel. Aber die Sojabohne wurde
immer zuerst fermentiert und nie in ihrer
unfermentierten Form verzehrt.

Unfermentierte Sojabohnen wurden deshalb nie verzehrt, weil Sojabohnen große Mengen an
natürlichen Toxinen enthalten, die richtige „Anti-Nährstoffe“ sind. Diese Anti-Nährstoffe
blockieren Enzyme, die für Verdauung und Assimilation notwendig sind.

Die natürlichen Toxine im Soja können ernsthafte Magenleiden sowie Schwierigkeiten bei der
Verdauung von Proteinen und Aminosäuren verursachen.

Manche dieser natürlichen Toxine sind Wachstumshemmer und sollten, da sie die Absorption
von Nährstoffen blockieren, nie von Kindern und Babys verzehrt werden.

Sojabohnen und andere Hülsenfrüchte enthalten hohe Mengen einer Substanz namens
Phytinsäure, die in den Schalen der Bohnen oder Samen vorkommt. Phytinsäure blockiert
essenzielle Mineralstoffe wie Kalzium, Magnesium, Kupfer, Eisen und besonders Zink, die
im Verdauungstrakt nicht aufgenommen werden können.

Sojabohnen haben typischerweise einen der höchsten Phytatgehalte in Hülsenfrüchten


überhaupt, der auch durch langsames Erhitzen oder Kochen nicht gesenkt werden kann. Nur
Fermentationstechniken bauen diesen Nährstoffblocker ab.

Der Phytatgehalt kann auch reduziert werden, indem man Fleisch mit Soja zusammen
verzehrt. Daher wird Soja in vielen orientalischen Gerichten als Bestandteil einer Mahlzeit
verspeist, zu der auch Fleisch gehört.
Wenn Sie Vegetarier sind, wird der Verzehr von Tofu und Sojaprodukten als Ersatz für
Fleisch und Proteine bei Ihnen zu Nährstoffmängeln führen. Besonders das Risiko eines
Mangels an Vitamin B12 ist stark erhöht, aber auch Mineralstoffmängel sind weit verbreitet.
Man hat Mängel an Zink, Kalzium, Magnesium und Eisen festgestellt, von denen der
Zinkmangel oft der schlimmste ist. Manchmal äußern sich diese Mängel als unnatürliches
Verlangen nach Schokolade und anderen wenig gesunden Lebensmitteln.

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Zink ist notwendig für ein starkes Immunsystem und spielt auch bei Intelligenz und Verhalten
eine Rolle, weil es für eine optimale Entwicklung und Funktion
von Gehirn und Nervensystem benötigt wird. Zink ist sehr
wichtig für die Proteinsynthese und Kollagenbildung, es ist an
der Blutzuckerkontrolle beteiligt und hilft daher beim Schutz vor
Diabetes, und es ist notwendig für einen gesunden
Fortpflanzungsapparat.

Während die Hersteller von Soja-Lebensmitteln sich bemühen,


diese nährstoffblockierenden Substanzen aus dem Endprodukt zu
entfernen, ist Sojaproteinisolat (SPI) der wichtigste
Proteinlieferant in den meisten Soja-Lebensmitteln, die Fleisch
und Milchprodukte imitieren, sowie in Babynahrung und einigen
Sojamilch-Marken.

Was ist Sojaproteinisolat? Lassen Sie sich nicht täuschen, es ist keine Substanz, die in der
Natur vorkommt. Sojabohnen werden zu Brei verarbeitet und mit einer alkalischen Lösung
versetzt, um Fasern zu entfernen. Danach werden sie mit einer Säurewäsche getrennt und
schließlich in einer alkalischen Lösung neutralisiert. Hört sich das wie etwas an, das Sie gern
essen möchten?

Die Säurewäsche dieser Sojamischung erfolgt üblicherweise in Aluminiumtanks, aus denen


dabei Aluminium in die Sojaprodukte übergeht. Sojaquark wird bei hoher Temperatur
sprühgetrocknet, um ein Proteinpulver herzustellen. In diesem Vorgang, der bei hoher
Temperatur und hohem Druck abläuft, entsteht strukturiertes Pflanzen- (oder Soja-) Protein
(TVP). Die Verarbeitung bei hoher Temperatur denaturiert aber das Protein und macht es
praktisch nutzlos.

Beim Sprühtrocknen entstehen Nitrite (stark krebserregende Stoffe) und bei der alkalischen
Bearbeitung ein Toxin namens Lysinoalanin. Hört sich Soja immer noch wie das gesunde
Supernahrungsmittel an, das Sie in ihm vermutet haben?

Experimente mit Sojaproteinisolat verursachten Mängel an den Vitaminen E, D und B12, an


Kalzium, Magnesium, Mangan, Molybdän, Kupfer, Eisen und Zink. Die Versuchstiere
entwickelten außerdem vergrößerte Organe, z. B. Bauchspeicheldrüsen und Schilddrüsen, und
Fettlebern.

Sie müssen aber gar kein Vegetarier sein, um Sojaproteinisolat und strukturiertes
Pflanzenprotein zu sich zu nehmen. Diese werden in hohem Maß in Schulessen,
handelsüblichen Backwaren, Diätkost und Fast Food, außerdem in Fleischersatz und
Energyriegeln verwendet. Sie werden in Ländern der dritten Welt stark gefördert und stellen
den Hauptbestandteil vieler Programme zur Verteilung von Nahrungsmitteln an
Hungerleidende dar.

Technologische Fortschritte ermöglichen die Herstellung von isoliertem Sojaprotein aus dem,
was bisher ein Abfallprodukt war (entfettete, eiweißreiche Sojachips) und sich dann von
etwas, das grässlich aussieht und riecht, in Produkte verwandelte, die von Menschen verzehrt
werden. Zugefügte Aromastoffe, Konservierungsstoffe, Süßungsmittel, Emulgatoren und
synthetische Nährstoffe verwandeln Sojaproteinisolat in ein scheinbar köstliches industriell
hergestelltes Lebensmittel.

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Soja wird dem gesundheitsbewussten und finanzkräftigen Kunden als Wundermittel verkauft,
das Herzkrankheiten und Krebs verhindern, Hitzewallungen beseitigen, starke Knochen
bilden und dafür sorgen wird, dass wir gesund und schlank bleiben.

Bei der Erschaffung des Bildes von Soja als gesundem Superlebensmittel in den Köpfen von
uns allen sind Fleisch, Milch, Käse, Butter und Eier die Bösen in der Lebensmittelpyramide
geworden, statt als die gesunden Lebensmittel dargestellt zu werden, die sie einmal waren.
Soja hat bei Vegetariern und gesundheitsbewussten Verbrauchern Fleisch und Milchprodukte
ersetzt. Soja wird als gesundes Nahrungsmittel vermarktet und als „gesunder“ Ersatz für
Fleisch, Fisch und Eier, um den sogenannten Übeln gesättigtes Fett und Cholesterin zu
entkommen, aber in Wirklichkeit ist es viel schlimmer als diese.

Wissenschaftler sagen, dass die positiven Auswirkungen von Soja auf den Cholesterinspiegel
fraglich sind. Außerdem hatten Studien, in denen der Cholesterinspiegel entweder durch Diät
oder durch Medikamente gesenkt wurde, tatsächlich eine größere Anzahl von Todesfällen in
den Behandlungs- als in den Kontrollgruppen zur Folge – Todesfälle durch Schlaganfall,
Krebs, Darmprobleme, Unfall und Selbstmord.

Soja enthält pflanzliche Östrogene und seine Verteidiger behaupten, dass diese gesund und
gut für Frauen sind – in Wirklichkeit können diese Phytoöstrogene Hormone im Körper
stören. Und sollten Sie als Mann Soja zu sich nehmen, das voller Substanzen steckt, die
weibliche Hormone imitieren? Ein hoher Sojakonsum kann tatsächlich zum Wachstum
„männlicher Brüste“ (Gynäkomastie) beitragen! Die Phytoöstrogene des Sojas können aber
auch für Frauen schädlich sein.

Soja stört das Verdauungs-, Immun- und Neuroendokrinosystem des menschlichen Körpers
und spielt eine große Rolle bei Unfruchtbarkeit, Schilddrüsenunterfunktion und einigen
Krebsarten, darunter Schilddrüsen- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Klingt das nach gesunder
Kost?

Soja ist eins der zehn größten Lebensmittelallergene und wird von manchen als das
Lebensmittel mit der fünft- oder sechsthöchsten allergenen Wirkung eingeschätzt. Allergische
Reaktionen auf Soja breiten sich immer mehr aus und reichen von harmlos bis
lebensbedrohlich. Ein wenig bekanntes Merkmal mancher Lebensmittelallergien ist, dass sie
ein Verlangen auf genau das Lebensmittel auslösen, gegen das Sie allergisch sind, und so
einen Teufelskreis aus Verlangen, Essen und weiteren Reaktionen schaffen, der auf jeden Fall
zu mehr Gewichtszunahme führt.

Es sollte offensichtlich sein, dass Soja keine Wundernahrung ist, und es ist gewiss keine
gesunde Nahrung!

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Sojalebensmittel, die vermieden werden sollten:

 Sojamilch
 Soja Säuglingsnahrung
 Sojaprotein in Pulverform
 Tofu
 gefrorene Sojaeis-Produkte
 Riegel mit Sojaproteinen (bitte auf die Inhaltsstoffe achten, da Sojaproteine in den meisten
sogenannten “Energie”-Riegeln versteckt sind)
 strukturiertes Pflanzeneiweiß als Inhaltsstoff in vielen fleischlosen Produkten oder als
Verdicker
 Tofu Hot Dogs
 Sojasnacks, Sojachips, Soja und Reiskuchen Snack
 fleischlose Burger
 fleischlose Fast Food Mahlzeiten

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KAPITEL 8
Fitness-/Energydrinks

Überall greifen Sportler zu Fitnessgetränken, um ihren Durst zu stillen und Kohlenhydrate zu


tanken. Funktionieren die wirklich? Unterstützen Energy- und Fitnessdrinks die Leistung oder
bringen sie einfach nur leere Kalorien?

Geschickte und unterhaltsame Werbekampagnen sowie bekannte Sportler als Sprecher des
Produkts hinterlassen bei vielen Menschen den Eindruck, dass diese Getränke gesund und
während oder nach dem Sport unerlässlich sind, um verlorene Elektrolyte, Kohlenhydrate und
Flüssigkeit zu ersetzen.

Auch wenn einfache Kohlenhydrate für Sportler hilfreich


sind, die sehr intensiv Sport treiben, sind Fitnessgetränke
wirksam oder auch nur geeignet für das durchschnittliche
Fitnessclub-Mitglied oder den „Wochenend-Krieger“?

In einer Studie bereiteten Forscher Getränke zu, die


entweder Glukose oder Maltodextrin oder keins von beiden
enthielten und den gleichen Geschmack hatten und gaben
sie Sportlern, die während des Sports die Getränke nur im Mund hin- und herbewegten und
dann ausspuckten. Obwohl die belebende Wirkung der Kohlenhydrate in den Getränken nicht
erlangt werden konnte, zeigte sich, dass das Spülen mit den einfachen Zuckerlösungen „die
Zeit deutlich reduzierte, die zum Abschluss der Übungen gebraucht wurde“, während die
Placebo-Getränke so eine Wirkung nicht zeigten. Die Forscher schlossen daraus, dass der
größte Anteil des Nutzens der Kohlenhydrate in Fitnessgetränken in der direkten
Signalgebung vom Mund zum Gehirn liegt und weniger darin, dem arbeitenden Muskel
Energie zu liefern.

Eine weitere Studie fand heraus, dass Zitronensäure, die häufig in Fitnessgetränken
vorkommt, den Zahnschmelz zerstört. Die Getränke können dadurch leicht in das
knochenähnliche Material darunter gelangen und eine Schwächung und Aufweichung des
Zahns verursachen, die, wenn sie unbehandelt bleibt, zu einer schweren Beschädigung und
sogar dem Verlust des Zahns führen kann.

Fitnessgetränke können für Ihre Zähne bis zu 30 Mal ätzender sein als Wasser. Wie eine
aktuelle Studie herausgestellt hat, hilft Zähneputzen hier nicht, weil die Zitronensäure im
Fitnessdrink den Zahnschmelz so aufweicht, dass dieser schon durchs Putzen beschädigt
werden könnte. Fitnessgetränke führen also zu weiteren Zahnproblemen!

Laut Forschern an der Universität von New Mexico „ist der Konsum der Kohlenhydrate
zwecklos, wenn eine Person nicht mindestens 90 Minuten lang Sport treibt“. Während
Fitnessgetränke mit Kohlenhydraten dem Körper helfen können, Wasser aufzunehmen, gibt es
keinen Beweis, dass Ihr Körper das Wasser effektiver speichern kann, als wenn Sie einfach
nur Wasser getrunken hätten; sie sind also bei der Bekämpfung der Dehydrierung nicht
wirksamer.

Die auf dem Markt führenden Fitnessgetränke enthalten üblicherweise nicht weniger als zwei
Drittel des Zuckers von Limonaden und dazu mehr Natrium. Oft enthalten sie auch einen
fruktosereichen Maissirup (HFCS), künstliche Aromastoffe und Lebensmittelfarben – nichts
davon gehört in Ihren Körper und nichts davon ist gesund.

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Wenn Sie Sport treiben, um abzunehmen und in Form zu kommen, sollten Sie wissen, dass
Sie durch Fitness- und Energydrinks ebenso viel zunehmen wie durch Limonade. Es ist schon
eine bittere Ironie, dass viele Leute sich sehr anstrengen und schwitzen, um Gewicht zu
verlieren, und dann von Fitnessgetränken zunehmen.

Und obwohl diese Getränke oft „Energy“Drinks genannt werden,


bewirkt der in ihnen enthaltene Zucker langfristig genau das
Gegenteil. Auf eine schnelle Energieexplosion folgt ein Absinken
des Blutzuckers, da Ihr Körper mit Insulin überflutet wird, um den
Blutzucker auszugleichen. Dadurch wird die schnelle Energie, die
Sie vielleicht durch den Zucker spüren, schnell zu weniger
Energie, wenn Ihr Blutzuckerspiegel sinkt. Und siehe da, sobald
der Blutzuckerspiegel abfällt, kommt der Heißhunger.

Die Fruktose im fruktosereichen Maissirup (das verbreitetste


Süßungsmittel der meisten Fitnessgetränke) wird in der Leber umgewandelt und bringt die
Bauchspeicheldrüse daher nicht dazu, wie üblich Insulin freizusetzen. Fruktose wird viel
schneller als andere Zuckerarten in Fett verwandelt. Fruktose erhöht deutlich den
Triglyceridspiegel. Für eine vollständige Umwandlung der Fruktose in Glukose, die Ihr
Körper braucht, muss er die ATP-Energiedepots der Leber plündern. ATP ist der Treibstoff,
der Ihre Muskeln mit Energie versorgt, besonders beim Sport. Wenn Sie die Energiespeicher
Ihrer Muskeln plündern, führt Ihr Fitnessgetränk in Wirklichkeit zu einer Verringerung Ihrer
sportlichen Leistung! Und jetzt sind Sie müder und schwächer, weil Sie Fitnessdrinks
getrunken haben...

Wenn Ihr Fitnessgetränk kalorienarm und zuckerfrei ist, enthält es höchstwahrscheinlich


Süßstoff, der für Sie noch schlechter ist als der fruktosereiche Maissirup oder auch Zucker.
Und glauben Sie nicht, dass ein Fitnessdrink nicht dick macht, nur weil er angeblich
kalorienarm oder sogar -frei ist. Wie gesagt sind Süßstoffe ebenso schuld an einer
Gewichtszunahme wie Zucker und Maissirup.

Fitnessgetränke enthalten auch viel Salz, das die Elektrolyte ersetzen soll. Aber wenn Sie
nicht übermäßig und über einen längeren Zeitraum schwitzen, ist dieses zusätzliche Salz
einfach unnötig und möglicherweise sogar schädlich. Ein Zuviel an konzentrierten
Elektrolyten kann das empfindliche Elektrolyt-Gleichgewicht Ihres Körpers auch kippen.

Das überschüssige Salz macht Sie durstiger und Sie möchten mehr trinken. Gleichzeitig führt
es dazu, dass Sie Wasser ansammeln, sich schwerer fühlen und aufgeschwemmt aussehen. Sie
glauben vielleicht, dass Sie Ihrem Körper etwas Gutes tun, aber in Wirklichkeit könnten Sie
nach dem Sport statt des Fitnessgetränks ebenso gut Limonade trinken.

Energydrinks sind in den USA mit der Einführung von Red Bull® populär geworden, einem
kohlensäurehaltigen Getränk aus Österreich, das pro Flasche 80 mg Koffein enthält – etwa so
viel wie eine Tasse Kaffee. Zum Vergleich, Coca Cola® enthält 23 mg Koffein und Mountain
Dew® 37 mg Koffein.

Andere Energydrink-Marken können zweimal so viel oder auch noch mehr Koffein enthalten
wie Red Bull, dazu weitere fragwürdige Inhaltsstoffe wie Guaraná – ein südamerikanisches
koffeinhaltiges Kraut.

Die Kalorien in diesen Getränken liefern zwar auch Energie, aber hauptsächlich steigert ihr
Gehalt an Koffein, Guaraná und Taurin ein Gefühl der Wachheit und kann problematische

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Nebenwirkungen wie Beklemmung, Reizbarkeit, schnelleren Herzschlag, Schlaf- und
Verdauungsstörungen hervorrufen.

Diese Nebenwirkungen treten eher bei Energydrinks auf als bei Kaffee, der normalerweise
langsamer getrunken wird als die gekühlten Energydrinks. Energydrinks können auch zu
Dehydrierung führen, da das Koffein ein verstärktes Wasserlassen anregt und damit den
Wasser- und Elektrolytverlust erhöht. Dehydrierung verringert bei sportlichen Aktivitäten
nicht nur drastisch die Leistung, sondern kann auch zu schmerzhaften Muskelkrämpfen
führen.

Wenn Sie nicht länger als 60 Minuten am Stück Sport treiben, sind Fitnessgetränke nicht
nötig. Nur dann, wenn Sie über einen längeren Zeitraum (also 60 Minuten oder mehr) oder
mit extremer Intensität (also an einem sehr heißen Tag oder am Rande der Erschöpfung) Sport
treiben, kann es sein, dass Wasser allein nicht mehr ausreicht, um die Reserven Ihres Körpers
wieder aufzufüllen.

Weniger als 1 Prozent der Personen, die Fitnessdrinks trinken, profitieren wirklich davon!

Alles, was unter 45 Minuten liegt, führt nicht zu einem so hohen Flüssigkeitsverlust, als dass
der Genuss dieser natrium- und zuckerreichen Getränke gerechtfertigt wäre. Bleiben Sie rank
und schlank und trinken Sie Wasser!

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Sport- und Energy Drinks, die vermieden werden sollten:

 Gatorade, jede Art


 Powerade
 Red Bull
 Monster
 Rock Star
 5 Hour Energy
 AMP
 Bulldog
 Bawls
 Fuse
 Sobe Adrenalin Rush
 TAB Energy
 Vault
 Snapple
 viele andere Sorten

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KAPITEL 9

Energyriegel oder Proteinriegel

Sie sollen gesund sein, aber sie sehen aus und riechen wie Schokoriegel – dennoch enthalten
sie Proteine und Ballaststoffe und werden als vitamin- und mineralstoffhaltig angepriesen. Sie
sind praktisch und sie schmecken gut. Und irgendwie hat man es geschafft, uns vorzugaukeln,
sie seien ein gesunder Snack oder, noch schlimmer, ein Ersatz für eine Mahlzeit.

Wir werden Ihnen am Ende dieses Abschnitts zeigen, dass es


einige wenige gesunde Energyriegel gibt, aber die meisten
sind einfach verkappte Schokoriegel.

Die ersten Energyriegel wie Power Bar und Source Bar


basierten auf sogenannten „natürlichen“ Süßungsmitteln –
fruktosereichem Maissirup und Saftkonzentraten –
zusammen mit Trockenfrüchten und Nüssen, einer
Kombination, die zu einem höheren Prozentsatz an
Kohlenhydraten führt als bei dem typischen Schokoriegel (der reich an Kakaobutter, einem
gesunden, natürlichen Fett, ist).

Als billige Soja- und Molkeproteine verfügbar wurden, explodierte die Energyriegel-
Branche... Jetzt konnte man Proteine hinzufügen, um einen „proteinreichen“ Riegel zu
erhalten. Balance Bars, ZonePerfect Bars und Atkins Bars wurden als ganz natürlich und
nährstoffreich beworben und gehörten zu den ersten, die als Energy-/Proteinriegel in die
Regale kamen.

Aber an den Proteinen, die in den Energyriegeln von heute verwendet werden, ist nichts
Natürliches mehr. Die meisten Riegel werden mit hoch behandeltem Sojaprotein (siehe das
Kapitel über Sojaprodukte) hergestellt. Isoliertes Sojaprotein ist von vornherein belastet, da es
nährstoffblockierende Stoffe wie Phytinsäure, Enzymhemmer und Isoflavone enthält. Ein
großer Teil des Sojas in Energyriegeln ist außerdem genetisch verändert. Weitere Toxine
bilden sich während der chemischen Verarbeitung bei hohen Temperaturen und hohem
Druck, dazu gehören Nitrate, Lysinalanine und Mononatriumglutamat. Sojaprotein wird bei
sehr hohen Temperaturen verarbeitet, um den Gehalt an Phytinsäure und Enzymhemmern zu
senken; ein Vorgang, der viele Proteine im Soja zerlegt, die dann vom Körper nicht mehr
verwendet werden können.

Das andere häufig verwendete Protein ist Molkeprotein, das bei niedrigen Temperaturen
verarbeitet werden muss, um es nicht zu zerstören. Wenn früher Käse, Butter und Sahne auf
dem Bauernhof hergestellt wurden, verfütterte man Molke und entrahmte Milch
normalerweise an Schweine und Hühner. Heute werden Käse, Butter und Sahne in
industriellen Nahrungsmittelfabriken hergestellt, die von einem Bauernhof weit entfernt sind,
und die Milchindustrie hat einen Überschuss an Molke, den sie dadurch beseitigt, dass man
die entrahmte Milch und die Molke bei hohen Temperaturen trocknet und die Pulver in
Energydrinks, Bodybuilding-Pulvern und proteinreichen Riegeln verarbeitet. Aber der
Proteingehalt der meisten verarbeiteten Molke ist durch die Wärmebehandlung beschädigt,
sodass diese nicht mehr die Proteinquelle ist, die sie zu sein vorgibt.

Ein weiterer Hauptbestandteil der Energyriegel ist fruktosereicher Maissirup, ein Inhaltsstoff,
der nachgewiesenermaßen schlimmer als Zucker ist und den Insulinspiegel bei Menschen auf

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die Spitze treibt, weil dieser Zucker unseren Organismus überlastet. Ballaststoffe aus Hafer,
Äpfeln, Soja und Zitrusfrüchten sind ein weiterer Bestandteil. Manchmal wird Maltodextrin
als Ballaststoffquelle eingesetzt. „Natürliche Aromastoffe“ und haufenweise synthetische
Vitamine werden in die Riegel gesteckt, damit diese „komplett“ genannt werden können.

Die gute Seite: die Fettquelle der meisten Energyriegel ist oft Palm-, Palmkern- oder Kokosöl,
sodass sie in gewisser Hinsicht besser sind als die für Sie noch schlimmeren gehärteten Öle
und Transfette.

Mit Ausnahme der Fette also sind die meisten Inhaltsstoffe, die in Energyriegeln verwendet
werden, Abfallprodukte industrieller Nahrung. Sojaproteinisolat und Molkeprotein sind die
Abfallprodukte der Sojaöl- und Milchprodukteindustrie. Apfel- und Zitronenfasern, die oft für
einen Knuspereffekt verwendet werden, sind ebenfalls Abfall und stammen aus dem
Fruchtfleisch, das nach dem Pressen der Früchte zur Saftgewinnung übriggeblieben ist.
Sojalecithin, ein weiterer verbreiteter Bestandteil, ist ebenfalls ein Abfallprodukt der
Sojaölindustrie. Und die meisten Süßungsmittel entstehen in hoch industrialisierten
Prozessen. Sie sehen also, dass die Inhaltsstoffe weitgehend Nebenprodukte aus
Nahrungsmittelabfällen und alles andere als natürlich sind!

Während viele der modernen Energyriegel die sportliche Leistung betonen, behaupten andere,
eine optimale geistige Leistung zu fördern. Der Think!-Riegel verleiht angeblich
„Konzentration, Ruhe, Durchhaltevermögen“. „Für beste Ergebnisse“, steht auf dem Etikett,
„nehmen Sie einen Think!-Riegel und 450 ml frisches Wasser zu sich, bevor Sie anfangen, Ihr
Gehirn zu benutzen.“

Das Phänomen der Energyriegel profitiert von einem echten menschlichen Bedürfnis – dem
nach einer praktischen, sehr nährstoffreichen und konzentrierten Nahrung, die gut
transportiert werden kann, nicht verdirbt, satt macht und gut schmeckt.

Mein Rat: ignorieren Sie den ganzen Rummel um die cleveren und abgepackten Energyriegel.
Diese Riegel sind keine gesunde Kost, sondern Schokoriegel – oder Schlimmeres -, getarnt als
etwas, von dem die großen Lebensmittelhersteller behaupten, dass Sie damit eine Mahlzeit
ersetzen, Energie tanken oder Ihre sportliche Leistung leichter steigern können. Es gibt
bessere Alternativen. Nur RICHTIGE Nahrung baut Ihren Körper auf, gibt Ihnen Energie und
verbessert Ihre Gesundheit. Halten Sie sich daher an das, was nicht verarbeitet und nicht
abgepackt ist und wenige Inhaltsstoffe hat. Ihr Körper wird es Ihnen danken.

Wenn Sie schnelle, gesunde Snacks für unterwegs suchen, kann eine gute Alternative zu
Energyriegeln auch einfach eine Tüte gemischte Nüsse (Mandeln, Pekannüsse, Walnüsse
usw.) mit etwas Trockenfrüchten sein (essen Sie nur nicht zu viele Trockenfrüchte, da sie viel
Zucker enthalten). Lesen Sie doch mal das Rezept für natürliche nussige Snacks am Ende des
Kapitels über Nüsse. Die sind ein toller Ersatz für Energyriegel!

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KAPITEL 10
Industriell hergestellte Lebensmittel mit Konservierungsstoffen, Füllstoffen,
Chemikalien, Farbstoffen und Transfetten.

Industriell hergestellte Lebensmittel und sogenannte Diätnahrungsmittel, die als Abendessen,


Desserts, Snacks usw. zum Abnehmen verpackt werden, enthalten viele Chemikalien und
Geschmacksverstärker, von denen eine große Zahl abhängig macht. Mononatriumglutamat ist
ein gutes Beispiel. Menschen, die Mononatriumglutamat als Geschmacksverstärker in ihrer
Nahrung zu sich nehmen, haben gemäß einer Studie der Schule für Gesundheitswesen der
Universität von North Carolina in Chapel Hill eine höhere Wahrscheinlichkeit als andere,
übergewichtig oder adipös zu werden, selbst wenn sich das Ausmaß von körperlicher
Aktivität und Kalorienaufnahme nicht unterscheiden.

Forscher an der UNC und in China untersuchten über 750 chinesische Männer und Frauen
zwischen 40 und 59 Jahren in drei Dörfern im Norden und Süden Chinas. Die meisten
Studienteilnehmer bereiteten ihre Mahlzeit zu Hause und ohne industriell verarbeitete
Lebensmittel zu. Etwa 82 Prozent der Teilnehmer verwendeten Mononatriumglutamat in
ihrem Essen. Diese wurden nach der Menge des verwendeten Glutamats in drei Gruppen
aufgeteilt. Die dritte Gruppe, die am meisten Glutamat verwendete, hatte eine fast dreimal
höhere Wahrscheinlichkeit als die Nichtverwender, übergewichtig zu werden.

Da Glutamat als Geschmacksverstärker in vielen verarbeiteten Lebensmitteln verwendet wird,


war es schwierig, seine mögliche Wirkung auf Menschen zu untersuchen. Die
Studienteilnehmer wurden aus kleinen chinesischen Dörfern ausgewählt, weil sie sehr wenige
industriell verarbeitete Lebensmittel verwendeten, aber viele von ihnen regelmäßig Glutamat
zur Nahrungszubereitung benutzten.

Im Endeffekt bedeutet dies, dass Sie Glutamat so weit wie möglich vermeiden sollten, da es,
neben anderen Problemen, Heißhunger wecken und zu einer Gewichtszunahme führen kann.
Die beste Art, Glutamat zu vermeiden, ist einfach alle verarbeiteten Lebensmittel zu
vermeiden. Dies mag sich für manche Menschen schwierig anhören, aber es ist eigentlich
ganz einfach, wenn Sie im Lebensmittelgeschäft ausschließlich 1-Inhaltsstoff-Lebensmittel
kaufen – das bedeutet frische, ganze, unverarbeitete Lebensmittel.

Die meisten kalorienarmen Lebensmittel reduzieren Kalorien dadurch, dass sie raffinierten
Rohrzucker weglassen und ihn durch Süßstoffe wie Aspartam, Sweet’n’Low, Splenda und ein
Dutzend andere zuckerähnliche Verbindungen ersetzen. Diese künstlichen Zuckerarten
enthalten weniger (in manchen Fällen gar keine) Kalorien, sind aber auf andere Weise
unglaublich gefährlich, wie Sie vielleicht schon wissen.

Man hat eine Verbindung hergestellt zwischen Süßstoffen und... Krebs, Migräne, Depression,
Geburtsfehlern, Unfruchtbarkeit, Anfällen, Schilddrüsenproblemen und Gewichtszunahme.
Außerdem stecken kalorienarme Diät-Lebensmittel üblicherweise voller verarbeiteter
Inhaltsstoffe, mit denen der Körper nichts anfangen kann – also speichert er sie als Abfälle in
seinen Fettdepots.

Zu den am weitesten verbreiteten verarbeiteten Inhaltsstoffen zählen


raffiniertes/angereichertes Mehl, Farbstoffe, Konservierungsstoffe (Hunderte verschiedene
Namen) und chemische Aromastoffe – die „natürliche Aromastoffe“ genannt werden dürfen,
auch wenn sie Mononatriumglutamat enthalten. (Als Anmerkung: die meisten Arten von

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verarbeitetem oder „strukturiertem“ Sojaprotein (TSP oder TVP) enthalten Glutamat für mehr
Geschmack und das wird dann „natürliche Aromastoffe“ genannt).

Viele Ernährungsexperten glauben, dass ein Lebensmittel umso unbefriedigender für den
Körper ist, je mehr es verarbeitet wurde. Da der Körper das, was er braucht, nicht aus
denaturiertem, hoch verarbeitetem Junkfood ziehen kann, verlangt er nach mehr Nahrung.
Dieses Verlangen ist normalerweise ein Signal dafür, dass Ihr Körper nicht die Nährstoffe
bekommt, die er braucht. Allerdings regen Zucker und Stärke den Appetit an und verstärken
die Lust auf Zucker – so wie die meisten Süßstoffe.

Auch die besten Nahrungsmittelhersteller, deren Ziel augenscheinlich die Förderung von
Gesundheit und Wohlbefinden ist, wollen Gewinne machen. Unternehmen, die Diät- und
kalorienarme Lebensmittel verkaufen, haben kaum Anlass zur Herstellung eines Produkts, das
Menschen wirklich dabei hilft, weniger zu essen und abzunehmen. Wenn sie dies tun würden,
würde ihr unfreiwilliges Publikum, nämlich die Übergewichtigen, verschwinden – und mit
ihm auch sein Geld.

Produkte zur Gewichtsabnahme sind äußerst fragwürdig


wegen ihrer schädlichen und süchtig machenden künstlichen
Inhaltsstoffe und wegen des schwer fassbaren Versprechens
einer „schnellen, einfachen“ Gewichtsabnahme, das sie fast
nie erfüllen. Der einzige sichere Weg, dauerhaft
abzunehmen, ist die Konzentration auf gesunde Ernährung
wie Bio-Obst und -Gemüse, rohe Nüsse und Samen, Fleisch
von mit Gras ernährten Tieren, Geflügel aus Freilandhaltung
und rohe Milchprodukte, ein aktiver Lebensstil, der Abbau
von Stress und die Schaffung von Gleichgewicht und Harmonie in unserem Leben.

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Behandelte abgepackte rafinierte “Diät-Mahlzeiten”, die vermieden werden
sollten:

 Weight Watchers Mahlzeiten, Lean Cuisine, SmartOnes, Healthy Choice, Kid Cuisine
 Zuckerfreies Eis am Stiel, zuckerfreie Eiscreme-Leckereien
 Zuckerfreie oder fettfreie Desserts, Kekse, Kuchen, etc.
 Slim Fast Shakes, Riegel, Pulvermischungen
 Fertig-Frühstück
 Special K Bars
 Reiskuchen
 Alles verpackte, behandelte, das mit “low fat”, “zuckerfrei”, “fettfrei”, “diät”, etc,
deklariert ist

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Teil zwei

Welche Lebensmittel kommen in Ihre Fett-Verbrennungs-Küche

KAPITEL 11
Hochwertige Proteine – Fleisch von grasgefüttertem Rind, Wild, Fisch aus Wildfängen,
Fleisch von Freiland-Hühnern, Eier von Freiland-Hühnern

KAPITEL 12
Milchprodukte und Käse von mit grasgefütterten Tieren

KAPITEL 13
Butter aus Milch von grasgefütterten Tieren, Kokosnussöl, Schmalz

KAPITEL 14
Mandeln, Pekannüsse, Walnüsse, Pistazien, Paranüsse, Cashewnüsse, Macadamianüsse

KAPITEL 15
Avocados

KAPITEL 16
Biologisch angebaute Beeren, vor allem Blaubeeren, Acaibeeren, Gojibeeren, Erdbeeren,
Himbeeren, Brombeeren

KAPITEL 17
Biologisch angebautes dunkelgrünes Gemüse wie Jungkarrotten, Petersilie, Koriander

KAPITEL 18
Gesunde Süßstoffe: echter Ahornsirup, roher Honig, Stevia

KAPITEL 19
Gesunde echte Energieriegel

KAPITEL 20
Dunkle Schokolade

KAPITEL 21
Tee

KAPITEL 22
Dinge, die Sie in Ihrer Küche haben sollten

ZUSAMMENFASSUNG
Rezepte und Einkaufsliste

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KAPITEL 11

Hochwertiges Protein: mit Gras ernährte Rinder und Bisons, wild gefangener Fisch,
Hühner aus Freilandhaltung und ganze Eier (aus Freilandhaltung)

Durch die wachsende Fettleibigkeits-Epidemie und das Altern der Babyboomer-Generation


waren die Vorteile hochwertigen Proteins noch nie so wichtig wie heute. Mehr denn je kommt
es jetzt darauf an, geläufige Ernährungsempfehlungen für hochwertiges Protein zu
überdenken und sich darauf zu konzentrieren, ein für die Gesundheit optimales Maß der
Proteinaufnahme zu erreichen, statt einfach den Bedarf zu decken, mit dem ein Proteinmangel
vermieden wird.

Es gibt Anzeichen dafür, dass eine Erhöhung des Proteinanteils Ihrer Nahrung Ihren
Körperbau verbessert, eine Gewichtsabnahme unterstützt und danach dabei hilft, das Gewicht
zu halten. Die Aufnahme einer angemessenen Menge an Proteinen kann Ihrem Körper helfen,
den richtigen Blutzuckerspiegel zu halten und dafür sorgen, dass Sie nicht so oft Hunger
haben. Proteine fördern das Sättigungsgefühl und weil sie die Freisetzung von Insulin nicht
anreizen, können sie dabei helfen, Heißhunger auf ungesunde Snacks zu verhindern. Wir alle
haben schon einmal vom „Baustein“ Protein gehört und das ist durchaus richtig. Protein wird
vom Körper zum Muskelaufbau verwendet und zur Energieversorgung gespeichert, während
die Aminosäuren überall im Körper für verschiedene lebenswichtige Funktionen benötigt
werden.

Vielleicht ist Ihnen aufgefallen, dass in den letzten Jahren viele Gesundheits- und
Fitnessprofis darüber streiten, wie viel Protein für eine gute Gesundheit, für den
Muskelaufbau oder für die Gewichtsabnahme notwendig ist. Ich habe alle Argumente beider
Seiten gehört, darunter auch die von vielen Experten, die darauf bestehen, dass wir täglich nur
geringe Mengen Protein brauchen... aber ich komme
immer wieder auf meine jahrelange persönliche
Erfahrung zurück, die ich nicht außer Acht lassen kann.
Ich habe im Lauf der Jahre Dutzende von Fitness-Models,
Bodybuildern und Sportlern mit einer unglaublichen
Konstitution kennengelernt, und eine Gemeinsamkeit, die
ich bei den Menschen mit den absolut besten Körpern
immer bemerkt habe, ist, dass sie ziemlich viel Protein in
ihrer Nahrung zu sich nehmen – mehr als die
üblicherweise empfohlenen Mengen. Tatsächlich habe ich
sogar verschiedene Fitness-Models gefragt, was ihrer
Meinung nach einer der wichtigsten Bestandteile ihrer
Ernährung ist, und sie haben übereinstimmend die
Proteinaufnahme als erstes genannt. Aber auch dies ist nur die Erfahrung Einzelner und jeder
Mensch hat einzigartige, unterschiedliche Bedürfnisse.

Wenn Sie also damit anfangen, Ihre tägliche Proteinaufnahme auf mehr als die empfohlene
Tagesdosis (RDA) von 0,8 g/kg zu erhöhen, werden Sie feststellen, dass dies die Entwicklung
der Muskeln verbessern und dabei helfen kann, den progressiven Verlust an Muskelmasse mit
dem Alter (Sarkopenie) zu verringern. Die meisten Fitness-Experten halten sich an die
Faustregel von (etwas mehr als) 2 Gramm Protein pro Kilogramm Körpergewicht pro Tag.
Aber dieser Schätzwert hat auch seine Schwachstellen, denn ein adipöser Mensch bräuchte
sicher niemals extrem hohe Proteinmengen, um 2 Gramm pro Kilo Körpergewicht zu
erreichen.

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Es gibt letztlich kein magisches Proteinverhältnis, das für Sie „perfekt“ wäre. Wenn Sie mit
jeder Mahlzeit 20-30 Gramm Protein aus hochwertigen Quellen aufnehmen und 5-6 kleine
Mahlzeiten pro Tag zu sich nehmen, liefert Ihnen dies so viel Protein, wie die meisten normal
gebauten Menschen brauchen.

Eine Ernährung mit einem höheren Protein- und einem geringeren Kohlenhydratanteil schafft
nicht nur einen schlanken, starken Körper, sondern hat auch positive Auswirkungen auf die
Behandlung von Diabetes Typ 2 und auf die Reduktion von Risikofaktoren für koronare
Herzerkrankungen. Hochwertiges Protein spielt nicht nur eine immer wichtigere Rolle für
Gewichtskontrolle, Muskelentwicklung und Muskelerhalt, sondern auch für die Vorbeugung
von Krankheiten.

Die gute Qualität des Proteins ist der Schlüssel dafür, dass Ihr Körper es auch verwerten kann.
Qualitativ hochwertiges Rind- oder Bisonfleisch von mit Gras ernährten Tieren, Hühner aus
Freilandhaltung und Bio-Eier sowie Wildfisch sind die wichtigsten Proteinarten, die Sie zu
sich nehmen können. Sie alle enthalten das richtige Verhältnis zwischen guten und schlechten
Fetten und außerdem in hohem Maße biologisch verfügbares Protein, das leichter verdaulich
ist als bei industriell gezüchtetem Vieh und Geflügel.

Darüber hinaus sind Omega-3-Fette in Fleisch von mit Gras ernährten Tieren und Wildfisch
essenziell für eine optimale Gesundheit und verbessern die Antwort Ihrer Zellen auf Insulin,
Neurotransmitter und andere Botenstoffe. Sie sind auch für den Reparaturvorgang sehr
wichtig, wenn Ihre Zellen beschädigt sind. Bekommt Ihr Körper wichtige, essenzielle Fette
wie Omega-3 nicht, verlangsamt sich Ihr Stoffwechsel und Sie können Kalorien nicht so
wirksam verbrennen. Tatsächlich ist Gewichtszunahme eins der Symptome für einen Omega-
3-Mangel.

In einer aktuellen Forschungsstudie wurde festgestellt, dass Omega-3-Fette bei


übergewichtigen Ratten dabei helfen, den Fettaufbau in Herz und Leber deutlich zu
reduzieren.

Die Studie hat zwar nicht die Gründe aufgedeckt, warum Omega-3-Fettsäuren den
Stoffwechsel so stark verbessern, aber die Ergebnisse liegen auf einer Linie mit anderen
Studien, die in Omega-3 ebenfalls hervorragende Vorteile für die Gesundheit festgestellt
haben.

Die besten Arten von Fleischprotein stecken auch nicht voller Hormone, Antibiotika und
Toxine, sondern gelten als „saubere“ Proteine, ohne toxische Rückstände, die sich im Gewebe
ablagern. In Ihrem Körperfett gespeicherte Toxine erschweren den Abbau dieses Fetts, wenn
Sie erst einmal versuchen, Ihre Ernährung umzustellen. Halten Sie sich also an „saubere“
Proteine mit dem qualitativ hochwertigsten Protein, das Sie bekommen können. Natürlich ist
das ein bisschen teurer, aber Ihr Körper kann das Protein besser verarbeiten und einen viel
höheren Nährwert daraus ziehen!

Rind- oder Bisonfleisch von mit Gras ernährten Tieren (NICHT das, was Sie im
Lebensmittelgeschäft bekommen)

Vergessen Sie alles, was Sie über Rindfleisch gehört haben. Dass es reich an gesättigtem Fett
ist. Dass die besten Stücke mit Fett durchwachsen sind. Dass es schlecht für Sie ist. Dass es
Ihr Risiko für bestimmte Krankheiten erhöht.

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Rotes Fleisch hat heute einen schlechten Ruf, aber es gibt tatsächlich eine gesündere Art rotes
Fleisch als das von industriell gezüchteten und mit Getreide ernährten Tieren aus dem
Lebensmittelgeschäft. Fleisch von mit Gras ernährten Tieren ist eine weit bessere Wahl und
es bietet eine der besten und am meisten verwertbaren Arten qualitativ hochwertigen,
fettverbrennenden und muskelaufbauenden Proteins, das Sie überhaupt zu sich nehmen
können.

Rind- und Bisonfleisch von mit Gras ernährten Tieren enthält mehr Betacarotin, Vitamin E
und Omega-3-Fettsäuren als Fleisch, das mit den herkömmlichen Methoden der
Rinderernährung produziert wird. Fleisch von mit Gras ernährten Tieren hilft nachweislich
bei Fettverbrennung und Muskelaufbau.

85 Gramm Rinderhackfleisch von normalen, mit


Getreide ernährten Rindern enthalten etwa 40
Mikrogramm Betacarotin. Demgegenüber enthält
Fleisch von mit Gras ernährten Rindern mehr als
doppelt so viel Betacarotin, nämlich 87 Mikrogramm
pro 85 Gramm Rinderhackfleisch.

Betacarotin wird im Körper zu Vitamin A


umgewandelt. Vitamin A ist ein fettlösliches Vitamin
von entscheidender Bedeutung, das wichtig ist für gutes
Sehen, Knochenwachstum, Fortpflanzung, Zellteilung
und Zelldifferenzierung und auch für die Energie, um Kalorien zu verbrennen.

Darüber hinaus enthält Fleisch von mit Gras ernährten Tieren viel mehr Vitamin E. Vitamin E
ist ein fettlösliches Vitamin mit einer starken antioxidativen Wirkung. Fleisch von mit Gras
ernährten Rindern enthält etwa 3-mal so viel Vitamin E pro Portion wie das der mit Getreide
ernährten Rinder!

Das Wichtigste, was es bei Fleisch von mit Gras ernährten Tieren zu bedenken gibt, sind der
Fettgehalt und das Fettverhältnis. Bei Fleisch von mit Gras ernährten Rindern ist nicht nur der
Fettgehalt pro Portion etwa 30 % niedriger, sondern die darin enthaltenen gesunden Fette sind
auch sehr vorteilhaft und helfen Ihnen dabei, Körperfett zu verbrennen sowie schlanker und
stärker zu werden.

Einige Daten sind wirklich grundlegend für die Gewichtsabnahme und den Erhalt der
Gesundheit. Um richtig zu funktionieren, braucht Ihr Körper essenzielle Fettsäuren, die mit
der Nahrung aufgenommen werden müssen. Fleisch von mit Gras ernährten Tieren enthält
wesentlich mehr essenzielle Omega-3-Fettsäuren und konjugierte Linolsäure (CLA) – beide
sind bekannt für ihre Fähigkeit, Fettverbrennung, Muskelaufbau und einen allgemein guten
Gesundheitszustand zu unterstützen (einschließlich möglicher Vorteile für die Reduzierung
des Krebsrisikos, die Reduzierung des Risikos von Herzkrankheiten usw.).

Fleisch von Rindern, die nur mit Gras ernährt werden, enthält um die 60 % mehr Omega-3-
Fettsäuren und ein viel besseres Verhältnis zwischen Omega-6 und Omega-3. Omega-3-
Fettsäuren reduzieren Entzündungen und helfen bei der Vorbeugung von Herzkrankheiten
und Arthritis. Wir brauchen viel mehr Omega-3-Fette und viel weniger Omega-6-Fette als die
meisten Menschen heute mit einer modernen westlichen Ernährung zu sich nehmen. Neueste
Forschungen haben einen höheren Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, EPA und DHA im Blut mit
einem geringeren Grad an Übergewicht in Verbindung gebracht.

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In einer aktuellen Studie fand man heraus, dass Menschen mit einem höheren Omega-3-
Gehalt im Blut einen niedrigeren Body-Mass-Index, schmalere Taillen und einen kleineren
Hüftumfang haben.

Die Studie deutet darauf hin, dass eine zusätzliche Aufnahme von Omega-3 eine wichtige
Rolle bei der Vorbeugung einer Gewichtszunahme und der Verbesserung des
Gewichtsverlusts spielen kann, wenn Omega-3 mit einem strukturierten
Gewichtsabnahmeprogramm kombiniert wird.

Omega-3 könnte die Verbrennung des Körperfetts in dem als Thermogenese bekannten
Vorgang steigern, in dem die Oxidation des Körperfetts dieses in Form von Körperwärme
verbrennt.

Omega-3-Fettsäuren aktivieren die Enzyme, die für die Fettverbrennung verantwortlich sind,
und kurbeln in Verbindung mit Sport den Stoffwechsel an, was zu mehr Fettverbrennung und
Gewichtsverlust führt.

Und eine Studie am Menschen hat herausgefunden, dass Omega-3 das Sättigungsgefühl nach
einer Mahlzeit steigert, und zwar unter übergewichtigen und adipösen Menschen, die an
einem Programm zur Gewichtsabnahme teilgenommen hatten.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass ein Verzehr von Lebensmitteln mit einem höheren
Omega-3-Gehalt in Verbindung mit mäßigem Sport den Fettabbau erhöhte und beim Aufbau
schlanker Muskeln half.

Ein weiterer wichtiger Grund für die starke Wirkung der Omega-3-Fettsäuren auf den
Fettstoffwechsel ist, dass der Insulinspiegel des Menschen durch eine höhere Omega-3-
Aufnahme gesenkt wird. Durch die Senkung des Insulinspiegels wird die Fähigkeit des
Körpers verringert, überschüssige Kalorien als Fett zu speichern – stattdessen verbrennen Sie
Fett!

Zusätzlich hat Omega-3 eine Vielzahl weiterer positiver Wirkungen, beispielsweise die
Verbesserung der Hautstruktur, die Verringerung von Entzündungen im Körper und die
Unterstützung bei Autoimmunkrankheiten. Omega-3 reduziert auch das Risiko von
Herzerkrankungen und Schlaganfall und hilft bei der Linderung von Symptomen wie
Bluthochdruck, Depression, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivität-Störung (ADHD),
Gelenkschmerzen und Arthritis sowie bestimmten Hautkrankheiten. Manche Forschungen
haben sogar gezeigt, dass Omega-3 das Immunsystem ankurbelt und beim Schutz von Gehirn
und Nervensystem hilft sowie vor einer Vielzahl von Krankheiten wie Alzheimer, Multipler
Sklerose und Krebs schützt.

Fleisch und Milch von mit Gras ernährten Rindern und Bisons sind auch die reichste bekannte
Quelle einer weiteren Art von gutem Fett, nämlich der „konjugierten Linolsäure“ oder CLA –
und zwar in viel höherem Maß als das gewöhnliche handelsübliche Fleisch. Wenn Rinder mit
frischem Gras und ohne Getreide ernährt werden, enthalten ihre Milch und ihr Fleisch nicht
weniger als fünf Mal mehr CLA als Produkte von Tieren, die auf herkömmliche Weise ernährt
werden.

In wissenschaftlichen Studien der letzten Jahre ist nachgewiesen worden, dass CLA bei der
Fettverbrennung und dem Muskelaufbau hilft (was bedeutet, dass eine Erhöhung des
Konsums dieser gesunden Fettart Ihnen helfen kann, schlank und muskulös zu werden!).
Diese Vorteile gehen über die Tatsache hinaus, dass Fleisch von mit Gras ernährten Tieren zu

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den qualitativ hochwertigsten Proteinquellen gehört, die Sie zu sich nehmen können – leicht
verdaulich und leicht von Ihrem Körper verwertbar.

Zusätzlich kann CLA eine Ihrer stärksten Waffen gegen Krebs sein. Wissenschaftler haben in
Studien gezeigt, dass CLA das Krebs- und Arterioskleroserisiko senken und außerdem
Körperfett reduzieren und Diabetes hinauszögern kann. Es macht also nicht nur Ihren Körper
stärker und schlanker, sondern schützt Sie auch vor tödlichen Krankheiten. CLA wird heute
wegen seiner Vorteile für die Gesundheit so sehr geschätzt, dass viele Reformhäuser CLA-
Nahrungsergänzungsmittel anbieten Die in der Natur vorkommende CLA wird vom Körper
aber effektiver umgewandelt und besser genutzt als diese synthetischen Ergänzungsmittel, die
während ihrer Zeit im Regal anfällig für Oxidation sind.

Die großen Mengen an Nährstoffen, die die mit Gras ernährten Rinder mit ihrer täglichen
Nahrung aufnehmen, werden an Sie weitergeleitet. Dazu gehören neben Omega-3-Fettsäuren
und konjugierter Linolsäure (CLA), einem bewährten Fettverbrenner, auch hohe Mengen der
Vitamine A und E, verzweigt verkettete Aminosäuren (bekannt für die Bildung schlanker
Muskeln), Verdauungsenzyme (sodass das gute Protein zu 100 % von Ihrem Körper verwertet
wird) und essenzielle Nährstoffe, die für ihre antioxidative Wirkung bekannt sind. Fleisch von
mit Gras ernährten Tieren ist ganz anders als das typische Fleisch von industriell gezüchteten
Tieren aus Ihrem Lebensmittelgeschäft! Und das Fleisch von mit Gras ernährten Lämmern
und Ziegen besitzt ähnlich hochwertiges verwertbares Protein wie das von Rindern.
Straußenfleisch und Wild sind weitere gesunde Fleischsorten voller Nährstoffe. Seien Sie
experimentierfreudig und probieren Sie etwas Exotisches!

Fleisch von gesunden, mit Gras ernährten Tieren bietet noch einen großartigen zusätzlichen
Vorteil: gefährliche E.coli-Bakterien gedeihen nicht in einem gesunden, mit Gras ernährten
Tier! Wenn Rinder mit Getreide ernährt werden, erhöht dies bei seiner Verdauung die
Säuremenge in ihrem Magen. Ein höherer Säureanteil und die drastische Veränderung des
pH-Werts bei den Rindern ist der Nährboden für die gefährlichen E.coli-Bakterien, die so
viele Menschen krank machen. Mit Gras ernährte Rinder nehmen ihre natürliche Nahrung zu
sich und die E.coli-Bakterien können in dieser Umgebung nicht wachsen. Warum sich mit
Mutter Natur anlegen? Fleisch von mit Gras ernährten Tieren ist nicht nur besser für Sie,
sondern auch sicherer!

Einer der besten proteinreichen Snacks ist pures, ganz natürliches Beef Jerky (Trockenfleisch)
von mit Gras ernährten Tieren. Dies ist eine einfache und relativ preiswerte Art, qualitativ
hochwertiges Protein zu sich zu nehmen, wenn Sie nur eine Kleinigkeit essen möchten. Und
Beef Jerky ist eine großartige, konzentrierte Quelle mageren Proteins mit all den Vorteilen
des Fleisches von mit Gras ernährten Rindern.

Hier ist eins meiner Lieblingsrezepte für Rindfleisch von mit Gras ernährten Tieren. Ein
wahrer Publikumsliebling!

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Rindfleischspieße mit Koriandersoße nach indischer
Art
1 Bund frischer Koriander (2 Tassen Korianderblätter)
1 kleine Zwiebel, geschält
2 Knoblauchzehen, geschält
1 kleine grüne Chilischote, geputzt und halbiert
1 Stück frischer Ingwer, ca. 5 cm groß, geschält
1 ¼ TL Meersalz
4 EL Olivenöl (1 EL = 15 ml)
3 EL frischer Limonensaft (der Saft einer Limone)
½ TL Currypulver
750 g Rib-Eye-Steak (aus der Hochrippe), in 24 Stücke von
ca. 2,5 cm geschnitten
1 mittelgroße rote Zwiebel, geschält
Naan-Brot, Pita-Brot oder Mehl-Tortillas

Koriander, Zwiebel, Knoblauch, Chili, Ingwer und Salz mit 3 EL des Olivenöls in eine
Küchenmaschine (mit Metallmesser) geben und zu einer Paste verarbeiten, dann in eine große
Schüssel füllen. 2 EL der Paste in eine kleine Schüssel geben und mit dem Limonensaft zu der
Koriandersoße verrühren. Abdecken und beiseite stellen. Das Currypulver in den Rest der
Paste einrühren, das Fleisch dazugeben und gut mit der Paste bedecken. Abdecken und bei
Raumtemperatur etwa 20 Min. ziehen lassen. Die rote Zwiebel in Spalten schneiden und diese
mit Fleisch und Zwiebel auf Spieße stecken. Eine Grillpfanne mit dem Öl einpinseln. Die
Pfanne vorheizen und die Spieße 8-10 Min. grillen, dabei alle 2 Min. umdrehen. Mit
Koriandersoße und Brot servieren.
Für 4 Personen.

Wild gefangener Fisch

Der ENTSCHEIDENDE Aspekt bei wild gefangenem Fisch und Fleisch von mit Gras
ernährten Tieren sind die Fettart und das Fettverhältnis. Wie bei dem Fleisch von mit Gras
ernährten Tieren sind auch die Fette in wild gefangenem Fisch besonders gesund. Beide
enthalten wesentlich höhere Mengen der essenziellen Fettsäure Omega-3, die sehr positive
Wirkungen auf Ihren Körper hat. Die
Fettzusammensetzung bei Zuchtfisch ändert sich
drastisch, wenn dieser auf Getreidebasis gefüttert
und in Netzgehegen gezüchtet wird. Halten Sie sich
also besser an wild gefangenen Fisch, es ist wirklich
kein Vergleich.

Wild gefangene Fische nehmen ihre natürliche


Nahrung zu sich, die ihnen die ideale
Fettzusammensetzung gibt – reich an fettverbrennendem, gesunden Omega-3 und arm an
entzündlichem Omega-6. Wir kennen die Vorteile von Omega-3 für unseren Körper, der
Verzehr von wild gefangenem Fisch erscheint also als die einzige Wahl.

Falls Sie in den letzten Jahren nicht in irgendeiner Höhle gehaust haben, haben Sie
wahrscheinlich schon von den gesundheitlichen Vorteilen gehört, die der Verzehr von fettem
Fisch oder die Einnahme von Fischöltabletten mit sich bringen. Nun gut, setzen Sie
Fettverlust auf die Liste mit den weiteren Vorteilen wie der Gesundheit von Herz, Blut

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(Cholesterin/Triglyceride), Gehirn, Haut und Gelenken (und all den anderen, die wir hier
nicht alle abdrucken können).

Die Wirkstoffe, die fetten Fisch so vorteilhaft zu machen scheinen, sind die Omega-3-
Fettsäuren, EPA und DHA. Es ist wiederholt nachgewiesen worden, dass Omega-3-Fettsäuren
dem Körper sehr dabei helfen können, Fett abzubauen.

Was ist mit dem Quecksilber im Fisch? Quecksilber kommt in einigen Raubfischen vor, die in
der Nahrungskette höher stehen, z. B. Thunfisch und Schwertfisch, sodass diese zwar reich an
guten Fetten sind, in diesem Fett aber auch eine beträchtliche Menge Quecksilber speichern.
Quecksilber ist nachgewiesenermaßen sehr schädlich für das Gehirn und die Gesundheit
allgemein, und es ist ein Nervengift, das der Körper nur schwer abbauen kann.

Welche Arten von wild gefangenem Fisch sollte man am besten


essen?

Jeder weiß, dass Lachs (Wildlachs natürlich, nicht aus einer


Aquakultur) eine sehr gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren und
sauberes Protein ist, seine Wahl überrascht also nicht sehr. Welche
Möglichkeiten haben wir noch? Wilder Heilbutt und wilder Kabeljau
sind ebenfalls tolle Fische voller Omega-3.

Eine andere großartige Alternative, die reich an Omega-3 ist und nicht
die Quecksilberprobleme hat wie Thunfisch, Schwertfisch und andere
größere Fische, ist die Sardine – ausgerechnet! Bevor Sie jetzt denken: „Ah, ich mag keine
Sardinen!“, ist es vielleicht an der Zeit, sich diese noch einmal genauer anzusehen.

Sardinen sind eine großartige Wahl für ein schnelles, gesundes Essen – tonnenweise
muskelbildendes und sättigendes Protein, superreich an gesunden Omega-3-Fetten und mit
einem viel geringeren Gehalt an Quecksilber und anderen Schadstoffen als die meisten
Fische.

Einer der Vorteile von Sardinen sind die langkettigen Omega-3-Fette wie EPA und DHA
– die ganz anders sind als die Omega-3-Fette, die Sie über pflanzliche Nahrung aufnehmen
können, z. B. aus Leinsamen oder Walnüssen, denn hier muss Ihr Körper immer noch
versuchen, das kürzerkettige Omega-3 in längerkettiges Omega-3 umzuwandeln. Diese
Umwandlung ist nicht effizient, daher ist eine der besten Möglichkeiten, Ihren Körper mit
wichtigem EPA und DHA zu versorgen, der Verzehr von fettem Wildfisch, Fischöl oder
Krillöl.

Die Art des Fetts (einfach ungesättigt, gesättigt oder mehrfach ungesättigt), die wir zu uns
nehmen, verändert die Produktion einer Gruppe von biologischen Verbindungen in unseren
Körpern, die Eicosanoide genannt werden. Diese Eicosanoide haben einen wesentlichen
biologischen Einfluss auf Blutdruck, Blutgerinnung, Entzündungen, Immunfunktionen und
Herzfunktion.

Eines der wichtigsten Dinge, die man bei Entzündungsvorgängen bedenken sollte, ist die
Gewichtszunahme – oder die Unfähigkeit, Gewicht zu verlieren. Die Reduzierung von
Entzündungen ist also immer ein Schlüsselfaktor beim Fettabbau!

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Omega-3-Öle haben auch zusätzliche schützende Wirkungen gegen Herzkrankheiten durch:

• Senken der Blutfette (Cholesterin, LDL und Triglyceride)


• Reduzieren von Blutgerinnungsfaktoren im Gefäßsystem
• Steigern der Entspannung in größeren Arterien und anderen Blutgefäßen
• Reduzieren von Entzündungsvorgängen in Blutgefäßen, die zur Bildung von Belägen auf
den Arterienwänden führen

Andere Studien haben gute Nachrichten über die Vorteile von Omega-3-Ölen für Menschen
mit Arthritis, Schuppenflechte, Dickdarmentzündung, Lupus, Asthma und bestimmten
Krebsarten geliefert.

Die meisten Menschen mit entzündlichen Gesundheitsproblemen müssen irgendwann zu


Medikamenten auf Steroidbasis greifen, wenn sie bei ihrer Ernährung nicht streng genug sind.
Die Wirkung der Steroide im Körper verursacht eine sofortige (und sehr schwer zu
verlierende) Gewichtszunahme, ein geschwollenes Gesicht und einen gesteigerten Appetit.
Wenn Sie es vermeiden, auf diese Schwerlast-Medikamente zurückgreifen zu müssen, haben
Sie einen großen Schritt in Richtung des schlanken und definierten Körpers getan, den Sie
anstreben!

Fetter Wildfisch ist auch eine hervorragende Quelle für natürliches Vitamin E, ein
leistungsfähiges Antioxidans. Antioxidantien, zu denen auch Vitamin C und Betacarotin
gehören, deaktivieren die schädlichen freien Radikalen. Vitamin E senkt außerdem das Risiko
von Herzerkrankungen, indem es die Oxidation von Lipoproteinen niedriger Dichte (LDL, das
„schlechte“ Cholesterin) verhindert und auch bei der Verhinderung der Bildung von Belägen
in Koronararterien hilft.

Der Geschmack ist nicht zu vergleichen. Bei Wildfisch sind Geschmack und Struktur fast
immer viel besser und ihr Fleisch hat nicht diesen „fischigen“ Geruch und Geschmack, den
wir von Zuchtfisch kennen. Denken Sie aber daran, dass Wildfisch eine festere Struktur hat
und vielleicht etwas trockener ist und garen Sie ihn nicht zu lange.

So bereiten Sie ein gesundes Sardinen-Sandwich zu:

1 Dose Sardinen
1 auf beiden Seiten gegartes Spiegelei (nicht aus Käfighaltung, bio)
2 Scheiben Ezekial-Rosinenbrot mit gekeimtem Getreide
etwas Senf
1 Scheibe Bio-Cheddarkäse von mit Gras ernährten Tieren
etwas natives Kokosöl zum Bestreichen des Brotes

Käse, Sardinen und das gegrillte Ei auf das Brot legen (Außenseiten mit Kokosöl bestrichen)
und das Sandwich wie einen Grillkäse grillen. Eventuell einige frische Basilikumblätter in die
Füllung geben. Mmh, Sie werden Basilikum lieben!

Das Sandwich klingt vielleicht etwas komisch, aber bisher hat es noch jeder, der es probiert
hat, wirklich köstlich gefunden.

Das Rosinenbrot mit gekeimtem Getreide schafft einen angenehmen süßen Kontrast zu
Sardinen, Ei und Käse... es ist wirklich gut!

Dieses Sandwich ist mit Ei, Sardinen und Käse darauf ziemlich sättigend...danach haben Sie

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bestimmt für Stunden keinen Hunger mehr.

Freilandhühner

Freilandhühner werden immer beliebter und sind daher auch immer einfacher zu finden. Nicht
nur der Geschmack ist viel besser, auch die Vorteile für die Gesundheit sind viel größer als
bei industriell gezüchteten Hühnern. Das Fleisch der Freilandhühner ist einfach gesünder und
schmeckt besser. Wenn Tiere gut gepflegt werden und in einer passenden und ganz
natürlichen Umgebung leben, sind die Lebensmittel, die aus ihnen hergestellt werden können,
besser für Sie und reich an den Nährstoffen, die Sie brauchen.

Der Gedanke eines ganz natürlichen Freilandhuhns beinhaltet aber nicht nur, dass das Tier
glücklich und gesund ist. Es geht dabei auch um Ihre Gesundheit als Verbraucher!

Die Argumente für Freilandhühner werden aus vielen Gründen immer stärker und wir, die
Fleisch kaufenden Verbraucher, achten immer mehr auf unsere Gesundheit und werden uns
ihrer Bedeutung bewusster. Die meisten von uns wissen schon Bescheid über all die
Antibiotika und Hormone, die den Tieren verabreicht werden.

Die Bedingungen, unter denen Fleisch produzierende Tiere


gezüchtet werden, spielen ebenfalls eine große Rolle.
Industriell gezüchtete Hühner werden in sehr engen
Käfigen gehalten, wo sie sich kaum bewegen oder
umdrehen können. Man gibt ihnen mit Hormonen
angereichertes Getreide und Antibiotika und mästet sie so
schnell wie nur möglich.

Freilandhühner hingegen dürfen sich im Freien, in ihrer natürlichen Umgebung mit Sonne
und frischer Luft aufhalten und nach Belieben fressen. Sie nehmen mehr von ihrer natürlichen
Nahrung zu sich, einschließlich der Dinge, die das gute Fettverhältnis (zwischen Omega-3
und Omega-6) im gesunden Bereich halten.

Die meisten Freilandhühner brauchen keine Antibiotika oder künstlichen Wachstums-


hormone. Sie bekommen gesunde, vegetarische Nahrung und dürfen herumstreifen und
Grünzeug, Käfer, Würmer und Maden fressen, die ein wichtiger Bestandteil ihrer natürlichen
Ernährung sind. Dies erhöht den Anteil an fettverbrennendem Omega-3 in ihrem Fleisch und
ihren Eiern.

Freilandhühner sollten in großen Gehegen leben, wo sie höchst beweglich und stressfrei sind.
Hühnerfleisch hat schon von Natur aus einen geringeren Fettanteil als die meisten Sorten rotes
Fleisch, aber auch hier ist es besser, Fleisch aus Freilandhaltung und biologischer Aufzucht zu
kaufen. Andernfalls sollten Sie die Haut nicht essen, in der sich die größten Mengen
schlechtes Fett, Hormone, Antibiotika und andere Toxine angelagert haben.

Wenn Sie immer etwas gegarte Hühnerbrust vorhanden haben, können Sie diese mit Salat und
Avocado in einen Wrap füllen und haben immer ein köstliches, schnelles und sättigendes
Essen für zwischendurch.

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Ganze Bio-Eier aus Freilandhaltung

Ganze Eier einschließlich Eigelb (nicht nur das Eiweiß) sind eine unglaublich gute Quelle für
verwertbares Protein. Die meisten Menschen wissen, dass sie eine der hochwertigsten
Proteinquellen sind. Allerdings wissen die meisten Menschen nicht, dass die Eigelbe der
gesündeste Teil des Eis sind. Hier stecken fast alle Vitamine, Mineralstoffe und
Antioxidantien (wie Lutein) drin.

Eigelb enthält mehr als 90 % der Mengen an Kalzium, Eisen, Phosphor, Zink, Thiamin, B6,
Folsäure und B12 sowie Pantothensäure eines Eis. Zusätzlich enthält das Eigelb ALLE
fettlöslichen Vitamine (A, D, E und K) des Eis und ALLE essenziellen Fettsäuren. Außerdem
ist das Protein aus ganzen Eiern besser bioverfügbar als das nur aus Eiweiß, und zwar
aufgrund eines ausgeglicheneren Aminosäurenprofils, bei dessen Bildung das Eigelb hilft.

Achten Sie einfach darauf, Bio-Eier aus Freilandhaltung statt der normalen Eier aus dem
Lebensmittelgeschäft zu kaufen. Ähnlich wie bei dem Rindfleisch von mit Gras ernährten
Tieren werden der Nährstoffgehalt der Eier und das Gleichgewicht zwischen gesunden
Omega-3-Fettsäuren und den entzündlichen Omega-6-Fettsäuren (im Übermaß) durch die
Ernährung der Hühner gesteuert.

Hühner, die sich im Freien aufhalten und eine


natürlichere Nahrung zu sich nehmen dürfen,
liefern Ihnen gesündere, nährstoffreichere Eier mit
einer gesünderen Fettbalance im Vergleich zu den
typischen Eiern aus Ihrem Lebensmittelgeschäft
(die von Hühnern stammen, die mit nichts als Soja
und Mais ernährt und den ganzen Tag in
„Eierfabriken“ eingepfercht sind).

Eier von Freilandhennen, die sich von Gras ernähren, können 10-mal so viele Omega-3-
Fettsäuren enthalten wie Eier von industriell gezüchteten Hennen. Zu Ihrer Information –
manche Hersteller behaupten vielleicht auf dem Eierkarton, dass ihre Hennen aus
„Freilandhaltung“ stammen, aber diese Definition kann von manchen Herstellern so locker
ausgelegt werden, dass sie ihre Hennen nur für 5 oder 10 Minuten am Tag nach draußen
lassen. Dies ist weit entfernt von Hennen aus echter Freilandhaltung, die sich von Gras
ernähren und die meiste Zeit im Freien verbringen dürfen.

Auf Nummer Sicher gehen Sie, wenn Sie Eier von einem Bauern einer Genossenschaft
kaufen, von der Sie sicher wissen, dass sie ihre Hennen die meiste Zeit des Tages im Freien
bewegen und Gras fressen lässt. Falls Sie in Ihrer Nähe keine Genossenschaft oder einen
Bauernhof finden und Ihre Eier im Lebensmittelgeschäft kaufen müssen, wählen Sie Bio-Eier
aus Freilandhaltung. In den meisten Fällen werden diese Eier eine höhere Qualität und einen
besseren Nährstoffgehalt haben als die typischen Eier aus industrieller Zucht.

Eier sind ein so vielseitiges Lebensmittel, Sie können sie mit Gemüse mischen und daraus ein
Omelette machen, oder gekochte Eier als tollen proteinreichen Snack mitnehmen. Ich habe
immer gern ein paar gekochte Eier zur Hand, um sie in einen Salat oder ein Sandwich zu
geben oder (gerieben) auf Suppen oder Gemüse.
Für eine Extraportion Protein können Sie ein Ei in Ihren Smoothie geben oder ein Ei zu einer
Gemüsepfanne hinzufügen.

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Hier kommt ein einfaches und witziges Soufflé, das Sie beliebig abändern können. Sie können
es zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen servieren, je nachdem, welche Zutaten Sie
wählen.

Den Ofen auf 220°C vorheizen. In einer ofenfesten Pfanne 1 Esslöffel Bio-Butter von mit
Gras ernährten Tieren auslassen. Währenddessen 4 Eier für 1 Minute in den Mixer geben,
langsam 100gMehl (ich verwende braunes Reismehl) und 240ml Milch hinzufügen. Eine
Minute mixen und in die heiße Pfanne mit der geschmolzenen Butter gießen. 20-25 Minuten
backen, bis die Oberfläche locker und goldbraun ist. Mit frischen Früchten als Frühstück oder
Brunch servieren oder Käse und Gemüse darauf legen – ein großartiges Abendessen!

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KAPITEL 12

Rohmilchprodukte, Rohmilch und Rohmilchkäse von mit Gras ernährten Tieren

Milch und Milchprodukte stehen immer wieder in der Kritik. Und die ist berechtigt, jedenfalls
bei den industriell hergestellten Sorten. Hormone, Antibiotika und weiße Blutkörperchen (von
Euterinfektionen übrig geblieben) landen alle in der Milch, die Sie im Lebensmittelgeschäft
kaufen und die so erhitzt wird, dass viele der lebenswichtigen Enzyme und Nährstoffe zerstört
und die Milchproteine von der Hitze so deformiert werden, dass die Milch schwer verdaulich
ist und allergische Reaktionen hervorruft. Sie ist in diesem Moment nichts anderes als eine
weiße, dick machende Flüssigkeit.

Rohmilch hingegen, besonders Milch von mit Gras ernährten


Kühen, ist eine ganz andere Geschichte! Wie schon in Teil 1
beschrieben ist Rohmilch (nicht pasteurisiert oder homogenisiert)
von gesunden, mit Gras ernährten Kühen die einzige Art von
Milch, die man als gesund bezeichnen kann. Wussten Sie, dass
saubere Rohmilch von mit Gras ernährten Kühen noch Anfang des
letzten Jahrhunderts als Medizin benutzt wurde? Wirklich! Milch
direkt aus dem Euter wurde als Medizin bei der Heilung von
ernsten und chronischen Krankheiten verwendet. Von der Zeit des
Hippokrates bis kurz nach dem 2. Weltkrieg hat dieses
Wunderlebensmittel ungezählte Millionen von Menschen genährt
und geheilt.

Saubere Rohmilch, Käse und Butter von mit Gras ernährten Kühen sind komplette und
ausgewogene Nahrungsmittel. Sie könnten sich ausschließlich davon ernähren, wenn Sie
müssten. Rohmilchprodukte sind reich an gesunden Inhaltsstoffen, die den Körper aufbauen
und Fett verbrennen, z. B. Aminosäuren, Enzyme,Vitamine, Mineralstoffe und gesunde Fette
wie CLA (konjugierte Linolsäure).

Aminosäuren sind die Bausteine für Protein. Und wir benötigen etwa 20-22 davon für den
Aufbau von Proteinen, die wiederum Muskeln bilden. Rohmilchprodukte enthalten alle 20
Standard-Aminosäuren. Über 80 % der Proteine in der Milch sind Kaseine, die langsam
verdaut werden, aber gut verdaulich sind – wenn sie nicht pasteurisiert sind. Pasteurisiert
werden sie schwer verdaulich.

Die übrigen etwa 20 % gehören in die Gruppe der Molkeproteine, von denen viele eine
wichtige physiologische Wirkung haben. Ebenfalls leicht verdaulich, aber sehr
wärmeempfindlich, sind Schlüssel-Enzyme und Enzymhemmer, Immunglobuline
(Schlüsselfaktoren für das Immunsystem), metallbindende Proteine, vitaminbindende Proteine
und verschiedene Wachstumsfaktoren.

Zwei Drittel des Fetts in der Milch sind gesättigt. Ist das für Sie gut oder schlecht? Gesättigte
Fette gelten oft als Hauptschuldige bei Herzerkrankungen. Stimmt nicht. Gesättigte Fette
erfüllen eine Vielzahl von Schlüsselrollen in unserem Körper: von der Bildung gesunder
Zellmembranen und wichtiger Hormone bis zur Funktion als Energiespeicher und zum
Auffüllen empfindlicher Organe, einschließlich des Gehirns, sowie als Träger für wichtige
fettlösliche Vitamine.

Und Fett bringt die Magenschleimhaut dazu, ein Hormon abzusondern, das die Produktion
und Freisetzung von Verdauungsenzymen fördert und dem Gehirn signalisiert, dass wir genug

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gegessen haben. Ohne diesen Auslöser können fettfreie Milchprodukte und andere
Lebensmittel möglicherweise dazu beitragen, dass wir zu viel essen.

Konjugierte Linolsäure, kurz CLA, kommt in der Milch von mit Gras ernährten Kühen
reichlich vor. Zu den vielen möglichen Vorteilen von CLA gehören: es kann helfen, den
Stoffwechsel anzukurbeln, beseitigt Bauchfett, steigert das Muskelwachstum, reduziert die
Resistenz gegenüber Insulin, stärkt das Immunsystem und verringert allergische Reaktionen
auf Lebensmittel. Denken Sie daran, dass Rohmilchprodukte von mit Gras ernährten Tieren 3-
bis 5-mal so viel CLA enthalten wie die Milch von Kühen aus Feedlots (das ist die
minderwertige Milch, die Sie im Lebensmittelgeschäft kaufen)!

Laktoferrin, ein eisenbindendes Protein, das in Rohmilch vorkommt, hat zahlreiche


vorteilhafte Eigenschaften, zu denen eine verbesserte Aufnahme und Verwertung von Eisen,
Anti-Krebs-Eigenschaften und eine antimikrobielle Wirkung gegen lochbildende Bakterien
gehören. Aktuelle Studien haben außerdem gezeigt, dass es auch starke antivirale und
antibakterielle Eigenschaften hat. Ein Glas Rohmilch zu trinken ist also gut für Ihre Zähne
und für den Rest Ihres Körpers.

Zwei Substanzen, die zur Wirkung der antibiotischen Proteine und Enzyme der Rohmilch
beitragen, sind Lysozym und Laktoperoxidase. Lysozym bricht die Zellwände einiger
unerwünschter Bakterien auf, während Laktoperoxidase sich mit anderen Substanzen
verbindet und ebenfalls unerwünschte Mikroben abtötet. Diese Bausteine, die das
Immunsystem verbessern, leisten Widerstand gegenüber vielen Viren, Bakterien und
bakteriellen Toxinen und können auch helfen, Asthmasymptome zu lindern.

Rohmilch enthält eine breite Auswahl fertig verfügbarer Vitamine und Mineralstoffe, von den
bekannten Kalzium und Phosphor bis zu den Vitaminen A und D sowie Spurenelementen.
Milchprodukte, die aus Milch von mit Gras ernährten Kühen hergestellt werden, enthalten
auch einen Nährstoff namens Vitamin K2, der in unserer Ernährung fehlt, aber dem Körper
sehr wertvolle Hilfe bei der Aufnahme von Kalzium und damit bei der Neubildung von
Knochen, der Reparatur von Löchern und der Sauberhaltung der Blutgefäße leistet. Nur
Milchprodukte, die aus Milch von mit Gras ernährten Kühen hergestellt werden, enthalten
diesen wichtigen Nährstoff.

In Rohmilch finden sich über 60 funktionelle Enzyme, die eine erstaunliche Menge Arbeit
leisten. Der deutlichste gesundheitliche Vorteil, der sich aus Lebensmittelenzymen ableiten
lässt, ist die Tatsache, dass sie den Körper bei der Verdauung und bei der Aufnahme von
Nährstoffen entlasten.

Amylase, Laktase, Lipase und Phosphatase in Rohmilch brechen Stärke, Laktose, Fett
(Triglyceride) und Phosphatverbindungen auf, machen die Milch dadurch verdaulicher und
setzen wichtige Mineralstoffe frei. Andere Enzyme wie Katalase, Lysozyme und
Laktoperoxidase helfen dabei, die Milch vor unerwünschten bakteriellen Infektionen zu
schützen und machen die Rohmilch so zu einem sicheren Getränk.

Was ist mit der Sicherheit von Rohmilch? Wir alle sind dazu gebracht worden, zu glauben,
dass Milch pasteurisiert werden MUSS, um Bakterien und unerwünschte, gefährliche
Pathogene abzutöten. Milch direkt aus dem Euter einer gesunden Kuh ist offensichtlich
sauber. Und eine Kuh, die ihre natürliche Nahrung bekommt und nicht mit Hormonen und
Antibiotika vollgepumpt wird, ist eine gesunde Kuh, ohne Krankheiten, Infektionen oder ein
gereiztes Euter.

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Die Anfänge der Milchpasteurisation liegen im frühen 20. Jh., als unhygienische
Melkbedingungen viele Menschen krank machten. Aber Rohmilch enthält Enzyme, die
tatsächlich Pathogene abtöten. Was führt dazu, dass Rohmilch Pathogene tötet? Laktoferrin ist
eins der pathogentötenden Enzyme in der Rohmilch. Tatsächlich wird es bei der Sterilisierung
von Fabriken verwendet, die Rindfleisch verarbeiten. Rohmilch enthält einen hohen Anteil
dieser enzymbasierten Pathogen-Killer. Die Pasteurisation deaktiviert diese Enzyme, die
Pathogene töten. Andere wichtige Enzyme, die vor Bakterien schützen, sind Xanthinoxidase,
Laktoperoxidase, Lysozyme und Nisin. Alle diese vorteilhaften Systeme werden durch die
Pasteurisation zerstört. Falls schädliche Bakterien in die verarbeitete pasteurisierte Milch
gelangen, gibt es dort keine Sicherheitssysteme mehr gegen sie.

Was ist mit den Geschichten über Menschen, die durch Rohmilch krank geworden sind?
Diese Geschichten stehen, wie man inzwischen weiß, nicht in direktem Zusammenhang mit
der Milch, sondern mit anderen Bedingungen, die nichts mit der Milch zu tun haben. Kranke
Milchkühe, eine schmutzige Umgebung und unhygienische Melkmethoden sind eine
wahrscheinlichere Ursache von Bakterien in Rohmilch. Pasteurisierte Milch hat in
Wirklichkeit Tausende mehr krank gemacht als Menschen durch Rohmilch krank geworden
sein sollen. Die Milchindustrie und die riesigen industrialisierten Milchhöfe haben dafür
gekämpft, dass Rohmilch illegal wird, und viele US-Bundesstaaten sorgen jetzt dafür, dass es
schwierig ist, überhaupt Rohmilch zu bekommen.

Was ist mit Cholesterin und gesättigtem Fett? Rohmilchprodukte enthalten etwa 3 mg
Cholesterin pro Gramm – eine bescheidene Menge. Unser Körper stellt das meiste
Cholesterin, das wir brauchen, selbst her, diese Menge variiert aber je nachdem, was wir aus
der Nahrung bekommen. Cholesterin ist an und für sich kein schädliches Produkt, wie man
uns glauben gemacht hat, sondern eine Schutz-/Reparatursubstanz. Eine wachsartige
Substanz, die unser Körper als Baustein für eine Reihe von Schlüssel-Hormonen verwendet.
Es ist natürlich, normal und essenziell und kommt in Gehirn, Leber, Nerven, Blut und Galle
sowie in jeder Zellmembran vor.

Eine wirklich wichtige Sache, die es bei frischer Rohmilch zu beachten gilt, ist – der
Geschmack! Sie haben noch in keinem Lebensmittelgeschäft eine so köstliche Milch
gefunden. Wow!! Nichts schmeckt besser. Vom ersten Schluck an werden Sie süchtig danach
sein, auch wenn Sie vorher kein großer Milchtrinker waren! Man kann frische Rohmilch
einfach nicht vergleichen mit dem dünnen, pasteurisierten, verarbeiteten Zeug, das Sie im
Lebensmittelgeschäft finden.

Erkundigen Sie sich nach dem Ursprung Ihrer Rohmilch und verlangen Sie, dass sie von gut
gehaltenen und mit Gras ernährten Tieren stammt. Am besten in Bio-Qualität. Rohmilch ist
schwieriger zu finden, da viele Staaten ihren gewerblichen Verkauf nicht erlauben.

Meine Empfehlung ist, dass Sie Milch ganz vermeiden, wenn Sie nicht eine Genossenschaft
oder einen guten Bauernhof finden, wo es Rohmilch von mit Gras ernährten Kühen gibt. Ich
war sehr überrascht, in den verschiedenen Regionen, in denen ich im Lauf der Jahre gelebt
habe, eine Vielzahl von Orten zu entdecken, an denen ich gesunde Rohmilch für meine
Familie kaufen konnte. Diese Bauernhöfe lieferten auch mit die qualitativ hochwertigsten
Eier, Joghurt, Fleisch von mit Gras ernährten Tieren und Rohmilchkäse. Wenn Sie einen
tollen Bauernhof finden, von dem Sie so richtig begeistert sind, können Sie Ihre Abhängigkeit
von dem minderwertigen Zeug, das Ihnen die meisten Lebensmittelgeschäfte verkaufen, leicht
um 50 % reduzieren. Auch in größeren Städten habe ich Bauernhöfe oder Genossenschaften
finden können, die in die Städte liefern. Informieren Sie sich also ein bisschen, dann können
Sie vielleicht die Qualität der Nahrung Ihrer Familie deutlich verbessern.

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Übrigens, falls Sie immer noch „Angst“ vor Rohmilch haben, auch nachdem Sie dies gelesen
haben, Ihre Angst ist unbegründet... Meine Familie und ich haben in den letzten 10 Jahren
viele hundert Liter Rohmilch getrunken und niemand ist jemals davon krank geworden. Im
Unterschied zu den unhygienischen Bedingungen der meisten industriellen Milchhöfe (und
dem schlechten Gesundheitszustand ihrer Kühe, der das Risiko von Pathogenen in der Milch
erhöht), gehören die meisten Rohmilchfarmen zu den saubersten Milchbetrieben überhaupt
und ihre Kühe sind mit die gesündesten.

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KAPITEL 13

Die guten Fette, Butter von mit Gras ernährten Kühen, Schmalz (ja, ich sagte Schmalz!)
und Kokosöl

Ich bin sehr dafür, dass Sie eine Vielzahl von gesunden Ölen und Fetten in Ihre Ernährung
aufnehmen. Diese arbeiten als Team zusammen, um Ihren Körper mit essenziellen Fettsäuren
für ein langes Leben, Hormongleichgewicht, ein gesundes Herz, gutes Sehen, strahlende
feuchtigkeitsreiche Haut und Energie zu versorgen. Die wunderbare Vielfalt von Ölen und
Fetten umfasst natürlich auch Bio-Butter, bevorzugt von mit Gras ernährten Kühen, Schmalz
und extra natives Olivenöl.

Vor ungefähr zwanzig Jahren stiegen wir alle vorsichtshalber von Butter und Schmalz auf
Margarine und pflanzliches Brat-/Backfett als Fettquellen um, denn Ärzte hatten Alarm
geschlagen, weil Butter, Schmalz und andere gesättigte Fette als Hauptverursacher von
Herzkrankheiten und Herzinfarkten galten.

Was ist passiert? Spulen wir einmal zum Heute vor....wir essen viel weniger Butter und
Schmalz als zum Jahrhundertwechsel, aber die Verbreitung von Herzkrankheiten ist in die
Höhe geschnellt. Könnten die Ärzte sich geirrt haben? Ja.

Neue medizinische Studien tauchen auf, die zeigen, dass nicht Cholesterin und gesättigte
Fette in unserer Nahrung zu Herzinfarkten beitragen, sondern vielmehr Transfette sowie die
stark verarbeiteten Omega-6-Fette (Sojabohnenöl, Sonnenblumenöl, Maisöl, Saflordistelöl
und andere pflanzliche Öle) die Entzündung verstärken, die unseren Körper dazu bringt,
Cholesterin auszusenden, um die entzündeten Blutgefäßwände zu reparieren.

Schmalz ist in diesem Kampf der Fette der klare Gewinner. Ungehärtetes Pflanzenfett, der
synthetische Ersatz, der uns im letzten Jahrhundert aufgedrängt wurde, hat bewiesen, dass es
eine viel größere Bedrohung für die Gesundheit darstellt, da es schädliche Transfette enthält,
die für unseren Körper schlechteste Fettform.

Bei der Beliebtheit hat ungehärtetes Pflanzenfett vor fünfzig Jahren Schmalz überholt, als
Forscher eine Verbindung zwischen tierischem Fett in der Ernährung und koronaren
Herzerkrankungen herstellten. In den 90ern wurde Olivenöl zum Lieblingsöl der Amerikaner,
aber ungehärtetes Pflanzenfett war immer noch das feste Fett, das in viel zu vielen
Kochbüchern und Küchen Schmalz oder auch Butter vorgezogen wurde.

Nun kann man behaupten, dass Schmalz gut für Sie ist – in geringen Mengen natürlich! Das
Fett im Schmalz ist auch größtenteils einfach ungesättigt. Und sogar das gesättigte Fett im
Schmalz hat eine neutrale Wirkung auf das Blutcholesterin. Nicht zu reden davon, dass
Schmalz einen höheren Rauchpunkt hat als andere Fette, wodurch Nahrungsmittel wie
Hühnchen weniger Fett aufnehmen, wenn sie darin gebraten werden. Und natürlich hat Fett
allgemein seine Vorteile. Der Körper wandelt es in Kraftstoff um, der dann als primäre
Energiequelle verbrannt wird, und es hilft unserem Körper bei der Aufnahme von
Nährstoffen, insbesondere von Kalzium und den fettlöslichen Vitaminen A, D, E und K.
Denken Sie daran, dass Schmalz oder Rindertalg nur von Tieren stammen sollten, die mit
Gras ernährt wurden, denn sie enthalten dann höhere Mengen an Omega-3-Fetten und CLA.

Einer der Lieblingskraftstoffe für Leistung bei Ausdauersportlern ist ein altes Rezept der
Indianer. Diese Superenergie steckt in einem Riegel namens „Pemmikan“. Pemmikan besteht

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zur Hälfte aus Schmalz und zur Hälfte aus Beef Jerky und wird mit etwas Meersalz und
getrockneten Kirschen gewürzt. Der Geschmack ist vielleicht gewöhnungsbedürftig,
besonders dann, wenn Sie gern diese nur schlecht als Energyriegel getarnten Schokoriegel
essen, aber es gibt tatsächlich nichts Besseres für langanhaltende, leistungsstarke Energie
– besonders dann, wenn Sie Sportler sind!

Butter oder Margarine?

Die meisten Margarinesorten sind einfach minderwertiges Zeug, das niemals von Menschen
verzehrt werden sollte, trotz all der Reklame, mit der die betrügerische Marketingtaktik der
Lebensmittelhersteller Sie über die Jahre gefüttert hat. Margarine ist nicht gesünder als
Butter!
Da viele Margarinesorten in Wirklichkeit eine Hauptquelle schädlicher künstlicher Transfette
sind, hergestellt aus stark raffinierten entzündlichen Pflanzenölen, bei hoher Temperatur und
hohem Druck und unter Einsatz von Petroleum-Lösungsmitteln – ist diese Margarine wirklich
näher mit einem ungenießbaren industriellen Öl verwandt als mit etwas, das man als
Lebensmittel betrachten sollte.

Butter hingegen ist ein natürliches Lebensmittel, das schon


lange existiert. Tatsächlich wurde Butter schon vor Tausenden
von Jahren verwendet, als unsere Vorfahren mit der
Domestizierung von Tieren begannen. Man weiß, dass Butter
schon vor etwa 4500 Jahren verwendet wurde!

Butter ist ein vollständig natürliches Lebensmittel, das für Ihre


Gesundheit geradezu unentbehrlich ist, besonders dann, wenn
Sie Bio-Butter von mit Gras ernährten Tieren verzehren. Sie ist
reich an Vitaminen, Mineralstoffen und anderen
leistungsstarken Nährstoffen. Hier sehen Sie einige weitere
Vorteile von ECHTER Butter von mit Gras ernährten Tieren:

• Butter enthält konjugierte Linolsäure (CLA), einen starken Fettverbrenner, Muskelbilder,


Anti-Krebs-Wirkstoff und Immunsystem-Verstärker.
• Butterfett ist eine Quelle für schnelle Energie und auch für große Ausdauerenergie.
• Butter enthält die essenzielle Fettsäure Arachidonsäure, eine wichtige muskelbildende und
fettverbrennende Verbindung.
• Butter ist eine sehr gute Quelle für Vitamin A. Butter enthält die am leichtesten
absorbierbare Form von Vitamin A, die unter anderem für die Gesundheit von Schilddrüse
und Nebenniere gut ist, beide essenziell für Fettverbrennung und Energie.
• Butter von mit Gras ernährten Tieren enthält das essenzielle Vitamin K2, das äußerst
wichtig ist, damit Kalzium in die Knochen gelangt und die Arterien gesund bleiben.
• Butter enthält viel Vitamin D, essenziell für die Aufnahme von Kalzium, die Stärkung des
Immunsystems und das allgemeine Wohlbefinden.
• Butter enthält eine Substanz, die der „Wulzen-Faktor“ oder „Anti-Steifheit-Faktor“ genannt
wird und von der Forscherin Rosalind Wulzen entdeckt wurde. Diese Substanz schützt vor
degenerativer Arthritis, Verhärtung der Arterien, grauem Star und der Verkalkung der
Zirbeldrüse. Der Wulzen-Faktor ist nicht in den Milchprodukten enthalten, die Sie im
Supermarkt bekommen, da er durch die Pasteurisierung zerstört wird.
• Butter enthält den lebenswichtigen Mineralstoff Selen, ein starker, krebsbekämpfender
Nährstoff.

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• Butter enthält Jod in einer hoch absorbierbaren Form – sehr empfehlenswert für eine
adäquate Schilddrüsenfunktion und den Fettstoffwechsel.
• Butter ist eine gute Quelle für Laurinsäure, wichtig für Ihr Immunsystem und auch für die
Behandlung von Pilzinfektionen.
• Tatsächlich schützt Butter vor Karies.
• Sie enthält Lezithin, essenziell für die Gehirnfunktion und den Cholesterinstoffwechsel.
• Sie enthält Antioxidantien, die vor Schäden durch freie Radikale schützen.

Das bedeutet unter dem Strich, dass Sie, wenn Sie zwischen Butter und Margarine wählen
können, mit Butter IMMER besser beraten sind, denn es ist ein echtes Lebensmittel mit
echten Vorteilen, verglichen mit dem „künstlichen Lebensmittel“ Margarine. Bedenken Sie
aber, dass Butter immer noch eine hochkonzentrierte Kalorienquelle ist, und nehmen Sie nicht
zu viel davon zu sich. Da Ihnen Butter aber den Nährwert gibt, den Ihr Körper braucht, hilft
sie Ihnen dabei, Appetit und Heißhunger zu verringern und damit Ihre Kalorienaufnahme zu
kontrollieren.

Ähnlich wie bei anderen Milchprodukten, über die wir gesprochen haben, liegt die einzige
Quelle für gesunde Butter in mit Gras ernährten Kühen. Falls Sie solche Butter nicht finden
können, ist die nächstbeste Alternative die Bio-Butter aus Ihrem Lebensmittelgeschäft oder
aus dem Reformhaus.

Kokosöl – noch ein gesundes gesättigtes Fett?

Kokosöl wird oft von Sportlern, Bodybuildern und während einer Diät bevorzugt. Der Grund
dahinter ist, dass Kokosöl zum Großteil aus einzigartigen, gesunden gesättigten Fetten
besteht, den mittelkettigen Triglyceriden (MCTs), die äußerst einfach in Energie
umgewandelt werden können und für Herz und Arterien gesund sind. Kokosöl erhöht Energie
und Ausdauer und verbessert die sportliche Leistung.

Kokosöl bietet Vorteile beim Abbau von Körperfett. Es enthält kurz- und mittelkettige
Fettsäuren, die den Stoffwechsel des Körpers hochdrehen können. Es ist auch leicht
verdaulich und unterstützt die gesunde Funktionsweise der Schilddrüse (wichtig für
Stoffwechsel und Gewichtsverlust) sowie die Enzymsysteme. Es kurbelt ebenfalls den
Stoffwechsel des Körpers an, indem es die Bauchspeicheldrüse entlastet, was bedeutet, dass
dem Körper mehr Energie zur Verbrennung von Körperfett zur Verfügung steht. Menschen,
die in tropischen Küstengebieten leben und Kokosöl täglich als wichtigstes Öl zum Kochen
verwenden, haben normalerweise kein Übergewicht. Reines Kokosöl (achten Sie darauf, dass
es nicht gehärtet ist) ist tatsächlich eins der besten Öle zum Kochen, da es bei Hitze sehr stabil
ist. Dadurch ist es für Ihren Körper viel weniger entzündlich als andere Öle wie
Sojabohnenöl, Maisöl oder andere „pflanzliche“ Öle.

Wenn es um Fette geht, sind wir wieder da angekommen, wo wir angefangen hatten, und
kehren zu den guten traditionellen Fetten zurück, mit denen unsere Vorfahren jahrelang
gekocht haben. Lange bevor Herzerkrankungen, Krebs und andere schwere Krankheiten
auftauchten, wurden diese Fette reichlich benutzt. Heute begreifen wir langsam, dass sie nicht
die Bösewichte sind, als die sie uns dargestellt wurden. Genießen Sie also Ihre Butter, Ihr
Kokosöl und Ihr Schmalz (in kleinen Mengen) mit einem guten Gefühl!

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KAPITEL 14

NÜSSE: Walnüsse, Mandeln, Cashews, Pekannüsse, Macadamianüsse, Pistazien

Ein fettreiches Nahrungsmittel, das gut für Ihre Gesundheit ist und Ihnen beim Abnehmen
hilft? Ja! Scheuen Sie nicht länger vor Nüssen zurück, sondern setzen Sie sie ganz oben auf
Ihre Liste gesunder Schlank-Snacks!

Mandeln und Walnüsse sind am nährstoffreichsten,


aber auch andere Nüsse sind gesund, darunter
Pistazien, Pekannüsse und Cashews und, auch wenn
es eigentlich Hülsenfrüchte und keine Nüsse sind,
Erdnüsse.

Verschiedene Studien haben gezeigt, dass Menschen,


die Diät hielten und eine vernünftige Mengen Nüsse
zu einem Bestandteil ihrer Diät machten, tatsächlich
mehr Gewicht verloren als diejenigen, die keine
Nüsse aßen. Nüsse sind der perfekte Snack.

Solange Sie sich zurückhalten können und nicht zu viele essen, können Nüsse wirklich Fett
bekämpfen und beim Abnehmen helfen. Das Protein und Fett in Nüssen sättigt und stoppt
Heißhunger, und da Nüsse keinen Zucker enthalten, fördern sie keine Insulinreaktion, was
bedeutet, dass sie mit größerer Wahrscheinlichkeit als Energie verwendet werden und nicht
Ihren Appetit wecken, wie das ein stärkereiches oder süßes Nahrungsmittel tut. Nüsse setzen
Sie nicht auf das Karussell von essen, Hunger, mehr essen und Gewichtszunahme.

Nüsse helfen dabei, höhere Anteile an fettverbrennenden Hormonen in Ihrem Körper zu


halten und Appetit oder Heißhunger zu regulieren, sodass Sie im Grunde auch mit dieser
fettreichen Nahrung insgesamt weniger Kalorien zu sich nehmen.

Neben ihren Vorteilen für einen schlanken Körper sind Nüsse auch ein sehr nährstoffreiches
Nahrungsmittel.
Die meisten Nüsse enthalten viel einfach ungesättigtes Fett, die gleiche Art
gesundheitsförderndes Fett wie im Olivenöl, die mit einem verringerten Risiko für
Herzkrankheiten und Krebs in Verbindung gebracht wird. In Nüssen stecken auch vielfach
ungesättigte Fette, gesunde gesättigte Fette und Linolsäure, ein weiteres gesundes Fett, das
der Körper für essenzielle Fettsäuren verwendet. Wenn Sie kontrollierte Mengen gesundes
Fett zu sich nehmen, kann dies Ihren Heißhunger stillen und Sie davor bewahren, sich zu sehr
so etwas viel Ungesünderem hinzugeben wie den stärkereichen und süßen Kohlenhydraten,
die den Hunger wecken und dick machen.

Nüsse strotzen vor hervorragenden Nährstoffen, auch wenn ihr Fettgehalt (75 bis 95 Prozent
der Gesamtkalorien) bedeutet, dass Sie sie nicht haufenweise essen sollten. Aber da sie
wirklich sehr sättigend sind, werden Sie das wahrscheinlich auch nicht tun.

Macadamia, der besondere Leckerbissen unter den Nüssen, enthält am meisten Fett (aber
immer noch gesundes Fett). Walnüsse, Paranüsse und Pinienkerne bieten ebenfalls zusätzliche
Vorteile für die Gesundheit, weil sie reich an Omega-3-Fettsäuren sind.

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Auch wenn Erdnüsse streng genommen eine Hülsenfrucht sind (denken Sie an Bohnen),
bieten sie das vollständigste Protein. Bei vielen andern Nüssen fehlt die Aminosäure Lysin.
Erdnüsse sind reich an antioxidativen Polyphenolen, die auch in Beeren vorkommen.

Fünf große Forschungsstudien am Menschen haben alle herausgefunden, dass der Verzehr
von Nüssen mit einem geringeren Risiko für Herzkrankheiten in Verbindung steht. Forscher,
die Daten aus der „Gesundheitsstudie von Krankenschwestern“ (Nurses Health Study)
untersucht hatten, schätzten, dass der Austausch einer entsprechenden Menge an
Kohlenhydraten durch Nüsse in einer durchschnittlichen Ernährung zu einem um 30 %
verringerten Risiko für Herzkrankheiten führte.

Nüsse enthalten bedeutende Mengen Vitamin E. Als Antioxidans kann Vitamin E bei der
Oxidation von LDL-Cholesterin helfen, das die Arterien beschädigen kann.

Nüsse sind vollgepackt mit ansonsten nur schwer zu bekommenden Mineralstoffen wie
Kupfer, Eisen, Magnesium, Mangan, Zink und Selen. Eisen hilft Ihrem Blut, Sauerstoff in
Muskeln und Gehirn zu bringen, und Zink hilft bei der Stärkung des Immunsystems und der
Gehirnfunktion. Selen ist ein stark krebsbekämpfender Mineralstoff und unterstützt die
Schilddrüse, die Stoffwechsel und Fettverbrennung im Körper reguliert.

Kalium ist ein wichtiges Elektrolyt, das bei der Übertragung von Nervenimpulsen, bei
Herzfunktion und Blutdruck mitwirkt. Nüsse sind gut für die Gesundheit von Herz und
Gefäßen, denn sie bieten 257 mg Kalium und nur Spuren von Natrium (wenn Sie die
ungesalzenen essen!), was sie zu einer besonders guten Wahl für den Schutz vor
Bluthochdruck und Arteriosklerose macht.

Magnesium ist der Gefäßerweiterer der Natur. Wenn Ihr Körper genug Magnesium zur
Verfügung hat, entspannen und erweitern sich Venen und Arterien, was den Widerstand
verringert und den Fluss von Blut, Sauerstoff und Nährstoffen durch den ganzen Körper
verbessert. Dies senkt auch Ihren Blutdruck und hat eine insgesamt entspannende Wirkung.
Magnesium ist nachgewiesenermaßen essenziell für die Vermeidung von Herzinfarkten.

Nüsse sind auch eine gute Quelle für Ballaststoffe und Protein, von denen Sie natürlich schon
wissen, dass sie Ihnen bei der Regulierung des Blutzuckers helfen und eine Gewichtsabnahme
unterstützen können.

Auch wenn alle Nüsse gesund sind, gibt es unter ihnen noch ein paar Superstars:

Paranüsse enthalten sehr viel Selen: etwa 70 bis 90 Mikrogramm pro Nuss. Damit liefern
Ihnen schon 3-4 Paranüsse reichliche Mengen dieses essenziellen Nährstoffs. Und Nüsse tun
auch ihren Teil, damit Knochen stark bleiben, indem sie Magnesium, Mangan und Bor liefern,
essenziell für die Knochengesundheit.

Zusätzlich zu gesunden Fetten und Vitamin E enthält eine viertel Tasse Mandeln fast 99 mg
Magnesium (das sind 25 % des Tagesbedarfs an diesem wichtigen Mineralstoff) plus 257 mg
Kalium.

Walnüsse, Pekannüsse und Kastanien haben den höchsten Antioxidansgehalt der Baumnüsse,
wobei Walnüsse die anderen beiden noch hinter sich lassen. Und Erdnüsse (obwohl streng
genommen eine Hülsenfrucht) tragen ebenfalls wesentlich zu unserer täglichen Aufnahme
von Antioxidantien bei.

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Pistazien helfen dabei, das Risiko für Makuladegeneration zu verringern, das eine häufige
Ursache für den Verlust der Sehschärfe bei älteren Menschen ist. Pistazien enthalten zwei
wichtige Carotenoide, Lutein und Zeaxanthin, Substanzen, die dabei helfen, diesem
verbreiteten Augenleiden vorzubeugen. Carotenoide sind auch starke Antioxidantien, die
Zellverletzungen und -beschädigungen kompensieren helfen. Ein täglicher Pistaziensnack
könnte ein leckerer und wirkungsvoller Weg sein, einen Ihrer wichtigsten Sinne zu schützen
– das Sehen. Pistazien sind auch reich an Protein und daher gut sättigend.

Die Liste der gesundheitlichen Vorteile jeder einzelnen Nuss ist endlos. Andere besonders
gute Nüsse sind Pekannüsse, die bei Männern Prostatavergrößerung und -krebs vorbeugen
helfen, Haselnüsse als eine der reichsten Quellen des Antioxidans Vitamin E und Cashews
wegen ihres hohen Eisengehalts, der zur Produktion von Hämoglobin benötigt wird, dem
roten Blutfarbstoff.

Wenn Sie die Möglichkeit haben, wählen Sie rohe


Nüsse oder Butter aus rohen Nüssen statt der gerösteten
Nüsse, da diese die Qualität und den Nährstoffgehalt
der gesunden Fette, die Sie damit zu sich nehmen,
erhalten helfen. Denken Sie daran, dass mehrfach
ungesättigte Fettsäuren instabil sind und in Ihrem
Körper entzündlich wirken, wenn sie Hitze ausgesetzt
waren – geröstete Nüsse sind also nicht die beste Wahl.
Halten Sie sich von den industriell zubereiteten
gerösteten und gesalzenen Nüssen fern, da diese oft
ungesunde Baumwollsamen- oder Sojabohnenöle
enthalten und somit viele der gesunden Wirkungen der
Nüsse zunichtemachen.

Und für noch mehr Abwechslung probieren Sie Mandelbutter, Cashewbutter, Pekannussbutter
oder Macadamianussbutter, um Ihre Ernährung zu variieren und noch leichter noch mehr der
hochwertigen Nährstoffe der Nüsse aufzunehmen.

Hier kommt ein blutzuckerregulierender, herzgesunder, köstlicher Weg, Nüsse in Form eines
gesunden Snacks in Ihre tägliche Ernährung einzubauen:

Nussiger Energiesnack

110g Mandelbutter
65g gemahlener Leinsamen
60g Tahina (Sesampaste)
60g Proteinpulver
40g Kürbiskerne
75g Ahornsirup

Alle Zutaten in einer mittelgroßen Schüssel oder auch in der Küchenmaschine mischen.
Kugeln etwa von der Größe einer kleinen Walnuss daraus rollen. Kalt stellen.
Sie können die Kugeln auch in Kokosraspeln wälzen oder der Mischung Trockenfrüchte
zugeben. Oder experimentieren Sie mit Ihren Lieblingsnüssen und -nussbuttern, für mehr
Vielfalt dieser energiereichen Snacks. Essen Sie diese statt eines Energieriegels. Sie sind ein
großartiger Kraftstoff für den Sport!

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KAPITEL 15

Avocados

Avocados sind eins dieser „fetten Nahrungsmittel“, die viele von uns zu vermeiden gelernt
haben, aber auch sie sind ein Superlebensmittel voller Energie! Diese Frucht ist nicht nur
superreich an einfach ungesättigtem Fett, sondern auch randvoll mit Vitaminen, Mineral-
stoffen, Spurenelementen und Antioxidantien.

Das gesunde Fett und die anderen Nährstoffe, die die Avocado
Ihnen liefert, helfen Ihrem Körper, die richtige Menge der
Hormone zu wahren, die beim Fettverlust und Muskelaufbau
helfen. Der gesunde Fettgehalt der Avocados hilft bei der
Regulierung des Insulinspiegels, gibt Ihnen ein länger
anhaltendes Sättigungsgefühl und beseitigt Heißhunger auf
ungesundes Essen. Und das entspricht einem schlankeren,
gesünderen Körper. Avocados sind ein toller Snack!

Avocados enthalten viel Ölsäure, ein einfach ungesättigtes Fett, das bei der Senkung des
Cholesterinspiegels hilft und die Vorsorge von Brustkrebs und anderen Krebsarten unterstützt.
Avocados sind auch eine gute Quelle für Kalium, ein Mineral, das bei der Regulierung des
Blutdrucks hilft. Eine angemessene Einnahme von Kalium kann beim Schutz vor
Kreislauferkrankungen wie Bluthochdruck, Herzkrankheiten oder Schlaganfall helfen.

170g Avocado enthält etwa ein Viertel der empfohlenen Tagesdosis an Folsäure, einem B-
Vitamin, das bei der Bildung neuer Zellen eine wichtige Rolle spielt, denn es hilft bei der
Produktion von DNA und RNA. Folsäure hilft auch bei der Verringerung des Risikos von
Geburtsfehlern bei Babys und ist wichtig für ein gesundes Herz. Eine Studie hat gezeigt, dass
Menschen, deren Ernährung reich an Folsäure ist, ein viel geringeres Risiko für Herz- und
Gefäßkrankheiten oder Schlaganfall haben als diejenigen, die nicht so viel dieses
lebenswichtigen Nährstoffes zu sich nehmen.

Avocados sind außerdem eine hochkonzentrierte Quelle des Carotenoids Lutein, das gut für
die Augen ist. Es enthält messbare Mengen verwandter Carotenoide (Zeaxanthin,
Alphacarotin und Betacarotin) sowie erhebliche Mengen Tocopherol (Vitamin E), alles
bedeutende krebsbekämpfende Inhaltsstoffe.

Avocados enthalten eine große Vielfalt an Nährstoffen, darunter Vitamine, Mineralstoffe und
hervorragendes gesundes Fett. Wenn Sie daher einige Scheiben Avocado an Ihren gemischten
Salat geben oder etwas gehackte Avocado in ihre Lieblingssoße rühren, verleiht dies den
Gerichten nicht nur einen leckeren, cremigen Geschmack, sondern es erhöht auch deutlich die
Fähigkeit Ihres Körpers, die gesunden Carotenoide aus dem Gemüse zu absorbieren.

Schneiden Sie frische Avocado in Ihren Salat oder genießen Sie sie in Sandwiches, Omelettes
und mexikanischen Gerichten.
Guacamole (pürierte Avocado mit Knoblauch, Zwiebeln, Tomaten, Pfeffer usw.) ist ein
superleckerer und nährstoffreicher, sättigender Snack. Vermeiden Sie die dick machenden
Mais-Chips und dippen Sie stattdessen Gemüse in Ihr Guacamole, oder essen Sie es mit der
Gabel oder streichen Sie es auf Sandwiches oder einen saftigen Hamburger mit Fleisch von
mit Gras ernährten Tieren. Es gibt massenhaft köstliche Arten, Avocados zu genießen!
Avocados sind am besten, wenn sie fest sind, aber auf Druck etwas nachgeben.

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KAPITEL 16

Beeren

Beeren – darunter Heidelbeeren, Erdbeeren, Himbeeren und sogar die „Exoten“ Goji- und
Acaibeere – sind ein Nährstoff-Kraftwerk, denn sie stecken voller Vitamine und Mineralstoffe
und gehören zu den besten Quellen von Antioxidantien, die es überhaupt in Lebensmitteln
gibt. Beeren enthalten auch eine gesunde Menge Ballaststoffe, die die Absorption und
Verdauung von Kohlenhydraten in Ihrem Körper verringert und den Blutzuckerspiegel
reguliert, um eine zu hohe Insulinausschüttung zu verhindern. Dadurch machen sie Beeren zu
einem tollen Supernahrungsmittel für Fettabbau und einen schlanken Körper!

Nehmen Sie bekannte ebenso wie einige der exotischeren Beeren: Heidelbeeren, Erdbeeren,
Brombeeren und Himbeeren, und auch Gojibeeren (die zu den Beeren mit der höchsten
Nährstoffdichte und der stärksten antioxidativen Wirkung überhaupt gehören) oder die
spektakuläre Acaibeere.

140g Erdbeeren enthalten über 100 mg Vitamine, C,


das ist besser als Orangensaft. Vitamin C stärkt das
Immunsystem und hilft bei der Bildung von
starkem Bindegewebe.
Erdbeeren enthalten Kalzium, Magnesium,
Folsäure und Kalium und sehr wenige Kalorien.
Falls verfügbar, sollten Sie Bio-Erdbeeren
bevorzugen, sie sind den herkömmlichen weit
überlegen und lohnen auf jeden Fall den höheren
Preis.

Herkömmliche Erdbeeren gehören zu den


Feldfrüchten, die am meisten gespritzt werden, und da Erdbeeren nicht wirklich eine Schale
oder Rinde haben, saugen sie all diese Pestizide und Herbizide auf. Auch durch Waschen
werden Sie die nicht los.

140g Heidelbeeren liefern eine kleinere Menge Vitamin C, aber hohe Mengen an
Mineralstoffen und Phytochemikalien sowie sehr wenige Kalorien. Heidelbeeren sind auch
extrem reich an Antioxidantien. Die gleiche Menge Cranberrys hat ähnliche Werte, 140
Himbeeren bieten Vitamin C und Kalium.

Sie können auch andere Beeren wählen, die ähnlich voll mit leistungsstarken Nährstoffen
sind, z. B. Loganbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren, Preiselbeeren und Blaubeeren.

Die Pigmente in Beeren, die die leuchtenden Farben schaffen, sind auch gut für Ihre
Gesundheit. Beeren enthalten starke Phytochemikalien und Flavonoide, die helfen können,
Krebs vorzusorgen, das Risiko von Herzerkrankungen zu verringern und die Haut vor
Beschädigungen zu schützen. Blaubeeren und Himbeeren enthalten auch Lutein, wichtig für
gutes Sehen.

In jedem Lebensmittelgeschäft finden Sie eine große Auswahl frischer und gefrorener Beeren.
Suchen Sie nach reifen, farbigen und festen Beeren ohne Anzeichen für Schimmel oder
matschige Stellen. Auch in der Tiefkühltheke Ihres Lebensmittelgeschäfts finden Sie Beeren.
Diese sind nach dem Auftauen nicht so fest wie frisch gepflückte Beeren, aber immer noch

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köstlich und gut für Sie. Gefrorene Beeren können Sie wunderbar im Winter genießen, wenn
Sie sie in den Mixer werfen und einen Smoothie daraus machen.

Die frischesten Beeren finden Sie auf Hofmärkten, die lokal angebaute und am selben Tag
geerntete Beeren anbieten. Auf manchen Beerenhöfen können Sie Ihre eigenen Beeren
pflücken. Es gibt nichts Besseres, als Beeren zu sammeln und zu essen, die von der Sonne
gewärmt sind und vor Frische und Nährstoffen nur so strotzen!

Beeren-Smoothie
Mein absoluter Lieblings-Beeren-Smoothie ist ganz leicht zuzubereiten mit ungefähr einer
Tasse gefrorenen Beeren, einer Banane, einem Löffel Ihres Lieblings-Proteinpulvers (wenn
Sie kein Proteinpulver haben, geben Sie einfach ein Ei hinein – das ist perfektes Protein),
einer halben Tasse Orangensaft oder einem anderen Saft, ein paar Eiswürfeln – und mixen.
Dieser Smoothie ist köstlich und nahrhaft und das Protein macht ihn zu einem sättigenden
Essen oder Snack. Und machen Sie sich keine Sorgen wegen des rohen Eis – rohe Eier sind
ok, solange die Schale nicht beschädigt ist. Und wenn Sie frische Eier vom Bauernhof statt
der Eier aus dem Lebensmittelgeschäft verwenden, sind diese noch sicherer. Waschen Sie sie
vor Gebrauch ab

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KAPITEL 17

Dunkelgrünes Blattgemüse aus biologischem Anbau

Wussten Sie, dass unsere frühen Vorfahren bis zu 3 Kilo Pflanzen am Tag aßen? Während sie
umherzogen, pflückten und aßen sie beim Gehen grüne Blätter. Das ist, als würde man jeden
Tag eine Einkaufstüte voller Grünzeug essen! Nur sehr wenige von uns schaffen jetzt das
Minimum von 500g pro Woche! Und dennoch, diese grünen Blätter liefern eine Goldgrube an
Vitaminen, Mineralien, Ballaststoffen, Antioxidantien und Phytonährstoffen!

Blattgemüse sind das ideale leichte Nahrungsmittel für den Körper, weil sie typischerweise
sehr kalorienarm sind. Da sie wenig Fett aber viele Ballaststoffe haben, reich an Folsäure, den
Vitaminen K, C, E, und vielen der B-Vitamine, Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium sind
sowie eine Menge sekundärer Pflanzenstoffe enthalten, vermindern sie das Risiko von Krebs
und Herzerkrankungen.

Wussten Sie, dass das Risiko von Magenkrebs, der weltweit vierthäufigsten Krebsart, durch
den Verzehr von mindestens 3 Portionen grünen Blattgemüses in der Woche wesentlich
verringert wird? Kohl, Blumenkohl, Rosenkohl und Broccoli sind reich an natürlichen
Chemikalien namens Indolen und Isothiocyanaten, die vor Prostatakrebs und anderen
Krebsarten schützen. Und Brokkolisprossen enthalten zehn Mal mehr von der
krebsverhindernden Substanz Sulforaphan als reifer Brokkoli und sind so eine
außergewöhnlich starke Waffe im Kampf gegen Krebs.

Dunkelgrüne Blattgemüse sind als kalorienarmes Nahrungsmittel eine der konzentriertesten


Nährstoffquellen unter allen Lebensmitteln. Sie liefern auch eine Reihe von Phytonährstoffen,
einschließlich Betakarotin, Lutein und Zeaxanthin, die unter anderem unsere Zellen vor
Schäden und unsere Augen vor makularer Degeneration und Katarakten bewahren.
Dunkelgrüne Blätter enthalten sogar geringe Mengen der gesunden Omega-3-Fette.

Der große Star unter den Nährstoffen hier ist Vitamin K. Eine Tasse der meisten gekochten
Grünpflanzen liefert mindestens das neunfache der empfohlenen Mindestmenge für die
Vitamin K-Zufuhr und ein paar Tassen dunkelgrüner Salatblätter alleine liefern Ihnen schon
die Mindestmenge. Neuere Forschungen haben Beweise geliefert, dass dieses Vitamin
vielleicht noch wichtiger ist, als wir früher dachten (die momentane Mindestmenge ist
eventuell nicht optimal) und viele Menschen erhalten nicht genug davon.

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Einige der fantastischen Gesundheitsnutzen von Vitamin K:

• Reguliert Blutgerinnung
• Liefert Kalzium an die Knochen, nicht in den Blutkreislauf
• Hilft eventuell durch eine Verminderung des Kalziums in Arterienablagerungen dabei,
Arteriosklerose zu verhindern oder sogar zu bessern
• Hat eventuell eine Schlüsselrolle bei der Kontrolle von Entzündungen und könnte uns vor
entzündlichen Erkrankungen einschließlich Arthritis schützen
• Vitamin K ist ein fettlösliches Vitamin. Achten Sie also darauf, ein Dressing mit
gesundem Fett (wie Olivenöl) auf Ihrem Salat zu nutzen oder geben Sie Avocadoscheiben
zu Ihrem Salat hinzu. Auch die Beigabe kleiner Mengen Butter oder Käse zu gekochten
Gemüse kann bei der Vitaminaufnahme helfen.

Grüngemüse hat sehr wenig Kohlehydrate und jede Menge Ballaststoffe, wodurch es
langsamer verdaut wird. Grüngemüse hat deswegen wenig Einfluss auf den Blutzucker. In
manchen Diäten wird Grüngemüse in Bezug auf Kohlehydrate sogar als „Gratisgeschenk“
behandelt (das heißt, die Kohlehydrate werden überhaupt nicht angerechnet)….Dies bedeutet
also: Leichte aber leckere Ernährung!

Für mich unterteilt sich Grüngemüse in drei verschiedene Gruppen, je nachdem, wie es
zubereitet wird:

Salatgrün—werden meist roh gegessen. Im Allgemeinen sind diese umso nährstoffreicher


desto dunkler die Farbe ist. Eisbergsalat hat zum Beispiel einen sehr geringen Nährstoffgehalt
und ist ernährungstechnisch gesehen fast wertlos. Die farbenfroheren Mitglieder der
Salatfamilie verdienen Ihre Aufmerksamkeit weit mehr. Römersalat, Rotblattsalat, Kopfsalat
und junges Blattgemüse haben achtmal soviel Vitamin A und sechsmal so viel Vitamin C wie
Eisbergsalat. Kopfsalat. Rotblatt- und Grünblattsalat sind auch ein toller Ersatz für Brot.
Versuchen Sie doch mal, Thunfischsalat in Salat gewickelt zu essen anstatt Brot mit
Thunfischsalat oder irgendeinem anderen Belag zu belegen.

Wenn Sie die Wahl haben, ist eine Mischung verschiedener Grüngemüse immer am besten, da
jedes seine eigene Kombination an Nährstoffen hat. Versuchen Sie so viele verschiedene
Farben und Grüntöne wie möglich zu bekommen! Eine der besten Alternativen ist junges
Blattgemüse. Diese zarten Blätter kommen meist in einer großen Vielfalt an Sorten und
Farben, jede davon mit ihrer Schatzkiste voller Nährstoffe und darüber hinaus sind sie auch
noch lecker!

Grüne Blattgemüse liefern eine große Auswahl an Farben, vom


dunklen Blau-Grün des Grünkohls zum leuchtenden Grün des
Spinats. Blattgemüse gibt es in allen möglichen
Geschmacksrichtungen, von süß und nussig zu bitter; von
pfeffrig bis erdig. Junge Pflanzen haben meist kleine, zarte
Blätter und einen milden Geschmack. Viele ausgewachsene
Pflanzen haben härtere Blätter und einen stärkeren Geschmack.
Versuchen Sie Feldsalat und jungen Rucola. Rucola ist in
letzter Zeit zu meiner liebsten Zutat geworden, um Hamburger
von Gras gefütterten Rindern zu belegen oder als Beilage zu

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Omelettes. Rucola hat eine superhohe Nährstoffdichte und einen wunderbar nussigen,
pikanten Geschmack!

Schnellkochende Grüngemüse—können entweder roh oder leicht gekocht gegessen werden.


Spinat ist das bekannteste Beispiel in dieser Kategorie. Es dauert nur wenige Sekunden, ein
Spinatblatt zu kochen. Und zu lange gekochter Spinat schmeckt nicht sehr gut. Gekochte
Grüngemüse schrumpfen schnell, so dass Sie viele Nährstoffe daraus erhalten können. 800g
rohes Grüngemüse wird zu ungefähr 220g gekochtem Grüngemüse.

Das meiste schnellkochende Grüngemüse muss nur wenige Minuten gekocht werden – und
sollte nicht zu lange gekocht werden oder es wird matschig und geschmacklos. Mangold ist
ein schnellkochendes Grüngemüse und kann auch roh gegessen werden, obwohl dies nicht die
Regel ist. Mangold ist nun in vielen Farben erhältlich, die oft milder schmecken, als der
herkömmliche Mangold. Ich habe vor kurzem den Vorschlag gesehen, die Stiele
kleinzuhacken und anstatt von Stangensellerie zum Thunfischsalat hinzuzufügen. Wenn Sie
Mangold noch nicht versucht haben, sollten Sie das wirklich tun – Sie werden vielleicht
überrascht sein! Mangold und der bekanntere Spinat sind ein guter Anfang für
schnellkochendes Grüngemüse, weil sie so leicht zuzubereiten und nicht so bitter wie manch
andere sind. Rübengrün ist auch schnell gekocht (und lecker) und ist tatsächlich mit Mangold
und Spinat verwandt. Eskarol, Löwenzahnblätter und Sauerampfer sind auch relativ schnell
gekochte Grüngemüse.

Herzhafte Grüngemüse—viele Menschen scheinen eine tiefsitzende Furcht vor Grünkohl und
Blattkohl zu haben (jedenfalls außerhalb der US-Südstaaten), aber ich ermutige Sie, diese
einmal zu probieren, weil sie die größten Nährstoffvorteile von allen bieten. Mit der Zeit
könnten sie sogar zu einem Ihrer Lieblingsspeisen werden.

Grün- und Blattkohl sind die häufigsten Beispiele für herzhaftes Grüngemüse. Sie müssen
gekocht werden, aber nicht so lange, wie viele Menschen denken. Ja, Sie können Kohl eine
Stunde lang kochen, aber wenn Sie die Blätter von den faserigen Stilen schneiden, werden sie
in 10-15 Minuten gar. Mir schmeckt auch Grünkohl der ungefähr so lange gekocht wurde.

Wie man Grüngemüse kocht

Grüngemüse können geschmort (recht langsam in einer


geringen Menge Flüssigkeit, meist einer geschmackvollen
Brühe gekocht), sautiert (schnell in einer geringen Menge Öl
gekocht) oder durch eine Kombination der beiden zubereitet
werden. Sie können auch gedämpft oder gekocht werden,
aber die meisten Menschen fügen gerne andere
Geschmacksrichtungen hinzu, die gut zu Grüngemüse
passen, wie gehackter Knoblauch, kleine Stückchen
gebratenen Specks, Zitrone, Essig, scharfe Chilischoten,
Sardellen oder Zwiebeln. Denken Sie daran, dass
Grüngemüse am besten schmecken, wenn sie nur kurz
gekocht werden. Nehmen Sie diese vom Herd, wenn sie
gerade weich aber noch kräftig grün sind.

Man kann Grüngemüse auch zu fast jeder Suppe oder jedem Pfannengericht oder sogar zu
Omelettes hinzufügen, besonders Grüngemüse mit milderem Geschmack wie Mangold.

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KAPITEL 18

Gesunde Süßstoffe: Stevia, Echter Ahornsirup, roher Honig

Unser Bedürfnis nach Süßem ruiniert oft den bestens


durchdachten Plan für einen schlanken Körper und wir
erliegen der Versuchung von Schokolade, einer ganzen
Hand voller Plätzchen, einem Stück Kuchen, einer
großen Kugel Eis oder einer anderen verlockenden
Kost. Der wichtigste Bestandteil in all diesen Dingen
und im Prinzip in allen auf dem Markt erhältlichen
Süßigkeiten - ist Zucker oder noch schlimmer
Maissirup.

Zu viel Zucker ist oft der Übeltäter, der unsere Diät sabotiert, aber es scheint schwer zu sein,
ihn zu vermeiden oder zu widerstehen. Manchmal hat man einfach das Verlangen nach etwas
Süßem. Viele Lebensmittel und Snacks, die als "Diät"-Lebensmittel angepriesen werden, sind
voller künstlicher Süßstoffe, aber die langfristigen negativen Gesundheitsaspekte sowie die
potentielle Gewichtszunahme sind ein guter Grund, jeglichen künstlichen Süßstoff zu
vermeiden.

Glücklicherweise gibt es eine Reihe natürlicher Süßungsmittel, die schon seit langer Zeit in
Supermärkten recht üblich sind, und wahrscheinlich just in diesem Moment bei Ihnen auf
einem Regal in der Speisekammer stehen.

Honig ist eine ausgezeichnete Alternative zu Zucker und hat im Vergleich zu raffiniertem
Zucker einige gesundheitliche Vorteile für Sie. Obwohl auch Honig noch eine Form des
Zuckers ist (und Sie sich dessen Kalorienwirkung bewusst sein müssen) ist doch, wie einige
Untersuchungen herausgefunden haben, ein Vorteil des Honigs im Vergleich zum Zucker,
dass roher Honig tatsächlich die Fähigkeit Ihres Körpers, Glucose zu verarbeiten, verbessern
kann. Andererseits beeinflusst raffinierter Zucker die Fähigkeit Ihres Körpers, Glucose zu
verarbeiten, im Laufe der Zeit negativ.

Verschiedene Arten Honig enthalten verschiedene Nährstoffe und gesundheitliche Vorteile,


die von der Art des Pollens und der Blüten, von denen der Honig stammt, abhängen. Jeder
Honig besitzt antibakterielle Agenzien und wirkt als Antioxidans. Honig enthält die Vitamine
B2 und B6 und ist ein guter Eisenlieferant. Der Konsum von nur einem Löffel voll Honig am
Tag kann den Antioxidantienspiegel in unserem Körper erhöhen. Außerdem ist Honig das
gesündeste natürliche Süßungsmittel für Menschen mit Diabetes Typ 2. Roher Honig ist oft in
Naturkostläden, auf örtlichen Bauernmärkten und sogar in einigen Lebensmittelläden
erhältlich und ist bei weitem das Beste, was Sie bekommen können – und zusätzlich zu den
oben aufgeführten Nährstoffen noch randvoll mit Enzymen.

Honig ist in vielen Rezepten ein ausgezeichneter Zuckerersatz und weil er um einiges süßer
ist, können Sie eine geringere Menge verwenden. Die Faustregel lautet, ½ Tasse Honig für
eine Tasse Zucker zu verwenden. Außerdem sollten Sie beim Kochen die Flüssigkeit im
Rezept um ¼ Tasse reduzieren, um die richtige Konsistenz zu gewährleisten. Honig führt
auch dazu, dass Lebensmittel beim Kochen leichter bräunen. Deshalb sollte die
Kochtemperatur um knapp 15 ° C verringert werden.

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Ahornsirup ist ein weiteres Produkt, das viele von uns zuhause haben und ein anderes
natürliches Süßungsmittel, welches oft anstatt von Zucker verwendet
werden kann. Wir sprechen hier von richtigem, reinen, natürlichen
Ahornsirup—keinem billigen Imitat (welches nur Maissirup mit
Geschmackszusätzen ist)! Echter Ahornsirup ist eine gute Quelle für
Mineralien und Spurenelemente. Wie Honig ist auch Ahornsirup ein
nützliches Antioxidans und enthält eine beträchtliche Menge Zink,
welches hilfreich bei der Vorbeugung vor Arteriosklerose und zur
Cholesterinsenkung sein kann und darüber hinaus das Immunsystem
stärkt.

Ahornsirup kann in drei unterschiedlichen Farben oder Klassen gekauft werden, wobei jede
einem bestimmten Geschmack entspricht. Die helleren Sirupe (Klasse A) haben einen
zarteren Geschmack, während die dunkelste Farbe (Klasse B oder C) den stärksten, süßesten
Geschmack bietet. Normalerweise enthalten die dunkleren Ahornsirupe einen höheren Anteil
an Antioxidantien und Nährstoffen als Ahornsirup der Klasse A.

Wie bei Honig müssen Sie sich auch bei Ahornsirup des hohen Kaloriengehaltes bewusst
sein, da er immer noch eine konzentrierte Zuckerquelle ist. Aber er ist definitiv eine bessere
Wahl als raffinierter Zucker. Meine eigene Vorliebe ist es, anstatt weißen Zuckers eine
winzige Menge Ahornsirup in meinen Kaffee zu gießen. Im Tee bevorzuge ich einen Hauch
rohen Honigs anstatt von raffiniertem Zucker. Ahornsirup ist auch auf Haferflocken großartig.

Obwohl Honig und Ahornsirup im Vergleich zu raffiniertem weißen Zucker etwas gesündere
Alternativen sind, ist es doch am besten, wenn Sie Ihre Abhängigkeit von zusätzlichem
Zucker im Essen und in Getränken verringern, indem Sie lernen, Ihre Geschmacksnerven
dazu zu erziehen, weniger Süße zu bevorzugen. Tatsächlich habe ich meine
Geschmacksnerven im Laufe der Jahre dazu erzogen, heute den Geschmack ungesüßten
Eistees zu bevorzugen, während ich vor Jahren immer ein Süßungsmittel zugeben musste.
Das gleiche beim Kaffee – obwohl ich immer noch gelegentlich eine kleine Menge echten
Ahornsirups in meinen Kaffee tue, habe ich doch meine Geschmacksnerven so umgestellt,
dass ich auch eine Tasse schwarzen Kaffees genießen kann.

Melasse ist eine weitere Möglichkeit für ein natürliches Süßungsmittel, das beim Backen
verwendet werden kann. Es ist eine spezielle Art Melasse, die reich an essentiellen Vitaminen
und Mineralien ist, darunter eine gute Ansammlung Mangan, Eisen, Kalzium, Kalium und
noch weiteren. Sie hat auch wesentlich weniger Kalorien als andere natürliche Süßungsmittel.

Da Melasse einen solch markanten Geschmack hat, kann sie nicht so oft wie andere natürliche
Süßungsmittel als Ersatz für Zucker genutzt werden, aber sie kann manchen Gerichten, wie
“gebackenen Bohnen“ (trad. US-amerikanisches Gericht) und Lebkuchen, einen einzigartigen
Geschmack verleihen.

Eine natürliche Süßstoffalternative ohne Kalorien

Jetzt kommen neue kalorienarme und kalorienfreie Süßstoffe auf den Markt. Der gesündeste
davon ist Stevia. Stevia wird aus den Blättern eines in Paraguay und Brasilien beheimateten
Busches hergestellt und wird seit vielen Jahren in Südamerika als Süßstoff genutzt. Stevia ist
ungefähr dreihundertmal so süß wie Zucker und hat all die Vorteile eines Süßstoffs ohne
gesundheitsschädlich zu sein oder dick zu machen. Stevia ist wirklich natürlich, kein

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chemisches Präparat aus einem Labor, ohne Kalorien, nicht kariesfördernd und erhöht weder
den Blutzuckerspiegel noch führt es zu Gewichtszunahme.

Bei Amerikanern, die wild auf Zucker und diätbewusst sind, sollte Stevia unglaublich beliebt
und bekannt sein, aber bis vor kurzem war es in Lebensmitteln nicht erlaubt und schwer zu
finden( In der EU zurzeit nicht zugelassen).
Die amerikanische Lebensmittelzulassungsbehörde (FDA) hat Stevia 1991 verboten. Warum?
Wie viele Befürworter von Stevia behaupten, hat die Zuckerbranche etwas mit der strengen
Handhabung durch die FDA zu tun. Das FDA Verbot erlaubte, dass es als
Nahrungs-"Ergänzungsmittel" verkauft wird und es kann in den meisten Naturkostläden im
Gang für Ergänzungsmittel gefunden werden, gleich neben den Vitaminen. Meistens ist es
recht schwer zu entdecken und nie im Gang mit Zucker oder Süßstoff…bis jetzt.

Während der vielen Jahre, in denen Stevia in Südamerika und Japan genutzt wurde, wurden
ihm keine schlechten gesundheitlichen Auswirkungen zugeschrieben.

Erst dieses Jahre haben die amerikanischen Getränkeriesen PepsiCo und Coca-Cola berichtet,
dass sie vorhätten, von Splenda als Süßungsmittel zu einem anderen Mittel, in das sie mehr
investiert haben, zu wechseln (oder den Kunden zumindest die Wahl zu lassen): Rebaudiosid
A (Reb-A), welches aus Stevia entwickelt wurde.

Der tatsächliche Name der Pflanze ist Stevia. Die Steviapflanze enthält außerdem die
Süßstoffe Reb-A, B, C, D und E; Dulcosid A und Steviolbiosid. „Wir testen Stevia und Reb-
A in einer Reihe von Produkten, aber es hängt völlig vom Geschmack ab“, sagte Joe Tripodie,
Vertriebsleiter für Coca Cola.

Wie bei allen vorherigen kalorienarmen Süßstoffen auf dem Markt hat es auch einige
widersprüchliche Berichte über die gesundheitlichen Auswirkungen und die Unbedenklichkeit
von Stevia gegeben, aber dieses wurde von der FDA im Dezember 2008 als Süßstoff zur
allgemeinen Nutzung freigegeben.

2005 begannen Coca-Cola und der Lebensmittelriese Cargill an ihrer Form des Süßstoffs zu
arbeiten. Die Firmen vermarkten ihren Stevia-Süßstoff jetzt als Truvia. Sie werden jetzt
vielleicht Lebensmittel, die mit Truvia gesüßt sind, sehen. Coca-Cola verwendet Truvia
anfangs in zwei ihrer Odwalla Fruchtsaftgetränke und im neuen Sprite Green.

PepsiCos Stevia-Süßstoff wird als PureVia vermarktet und wie bei Truvia beruht die
Marketingstrategie darauf, dass es natürlich ist.

“Dies könnte die Geschichte der Süßstoffe ohne Kalorien verändern”, sagte Lou Imbrogno,
PepsiCos Senior Vize-Präsident für Pepsi Worldwide Technical Operations im Juli 2008 auf
einer Pressekonferenz. PepsiCos Partner nutzt Stevia in seinen Sobe Lifewater Getränken und
in einer neuen Variante des Tropicana Orangensafts, Trop50.

Stevia sticht als Süßstoff auf dem Markt hervor, weil es das bietet, was die Öffentlichkeit sich
von einem kalorienarmen Süßstoff erhofft, der die fragwürdigen und nicht-so-natürlichen,
chemisch hergestellten und künstlichen Süßstoffe Splenda und NutraSweet ersetzen soll.

Die Süße der Stevia kommt von ihren Blättern. Die Stevia-Blätter werden pulverisiert und
eine Süßwasserbrühmethode wird angewendet, um die Süße zu extrahieren. Dieser Extrakt
wird dann weiter gereinigt, bis das sehr reine Reb-A erlangt ist.

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Der Entwickler von Splenda, McNeil Nutritionals steigt auch in die Stevia-Begeisterung ein.
Im März wurde Sun Crystals All-Natural Sweetener gestartet, welches Stevia mit reinem
Rohrzucker kombiniert. Dies wird als so natürlich wie Zucker aber nur mit der Hälfte der
Kalorien vermarktet.

NutraSweet hat verkündet, dass sie wegen Stevia nicht beunruhigt sind. Aber zufälligerweise
arbeitet die Firma an einem eigenen NutraSweet Natural, welches mit Stevia hergestellt wird!
Jetzt können sie zumindest Kopf-an-Kopf mit Stevia auf dem Markt wetteifern.

Während die vorherigen, chemisch hergestellten und künstlichen Süßstoffe mit Lungenkrebs,
Brusttumoren und anderen seltenen Tumorarten, in verschiedenen Nagetierversuchen mit
mehreren Formen von Leukämie und chronischen Atemwegserkrankungen sowie mit
Ausschlägen, Kopfschmerzen und anderen ernsten und unangenehmen Nebeneffekten in
Verbindung gebracht wurden, scheinen Stevia, Reb-A und dessen Derivate im Moment die
sichersten aller kalorienarmen Süßstoffe zu sein.

Versuchen Sie Stevia in Ihrem Lieblingsgetränk, wie Kaffee, Tee, Limonade und anderen. Je
nach Marke und Art der benutzten Stevia kann der Geschmack unterschiedlich sein. Einige
der Varianten in Naturkostläden hatten einen „grünen“ Nachgeschmack, aber nicht wirklich
schlimm—nur etwas, an das man sich gewöhnen muss. Jetzt, da Stevia populärer wird (in den
USA), hat sich der Geschmack verbessert. Und manches Stevia wird in flüssiger Form mit
tollen Geschmacksrichtungen wie Vanille, Toffee, Zitrone, etc. angeboten. Versuchen Sie es
einfach mal!

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KAPITEL 19

Gesunde ECHTE Energieriegel

Egal, ob Sie sich auf einer langen Radfahrt befinden, joggen oder einfach auf der Flucht sind,
manchmal brauchen Sie rasch einen schnellen und gesunden Snack. Während „Energieriegel“
auf diese Weise vermarktet werden, täuschen manche, weil sie tatsächlich nichts anderes als
glorifizierte Schokoriegel voller Zucker, Maissirup und künstlichen Zusatzstoffen sind. Das
ist nicht, was unser Körper braucht – besonders, wenn wir möchten, dass er schlank, gesund
und stark ist.

Trotzdem gibt es ein paar wirklich gute Energieriegel. Sie sind vielleicht nicht leicht zu
finden, aber wenn Sie diese finden, ist es wert, einen Vorrat dieser Riegel anzulegen. Achten
Sie auf eine kurze Liste völlig natürlicher Zusatzstoffe, wenig Zucker und eine echte
Proteinquelle wie Molke oder Nüsse, nicht Soja-Isolate. Dies ist, was ich bisher entdeckt
habe:

Organic Food Bars – Dies ist tatsächlich der Markenname


Je nach Geschmacksrichtung haben diese meist eine Basis aus Bio-Mandelbutter (oder
Cashew-Butter) mit einer bestimmten Art Frucht, biologisch angebauten Körnern, Biokeimen
(Quinoa, etc.) und etwas Bio-Reisprotein. Einige Geschmacksrichtungen enthalten auch
dunkle Schokolade aus biologischem Anbau. Sie führen auch eine Produktlinie, bei der die
Riegel ausschließlich rohe Inhaltsstoffe enthalten.

Diese essbaren Riegel sind nicht nur überaus nahrhaft, sondern meiner Meinung nach auch
sehr lecker und es gibt eine große Auswahl an Geschmacksrichtungen: Cranberry, Schoko-
Chip, Proteinreich und weitere Sorten.

Larabars – Bei diesen sind die Inhaltsstoffe noch einfacher als bei den Organic Food Bars.
Larabar ist eine leckere Mischung aus ungesüßten Früchten, Nüssen und Gewürzen – Energie
in der reinsten Form. Sie sind aus 100% vollwertigen Zutaten hergestellt und jede
Geschmacksrichtung enthält höchstens acht Inhaltsstoffe. Die meisten Geschmacksrichtungen
haben allerdings nur 2 bis 3 Zutaten. Süße ohne zugesetzte Süßungsmittel… Sie sind nahrhaft
ohne zusätzliche Füllstoffe, Zusätze oder Aromen. Einfach echtes, vollwertiges Essen voll
von Mutter Naturs eigenen Mineralien und Vitaminen. All die Vitamine, Mineralien,
Ballaststoffe, Proteine, gesunden Kohlehydrate und gesunde Fette sind nicht gekocht oder
weiterverarbeitet. Die Riegel sind glutenfrei, milchfrei, sojafrei, vegan und koscher. Einige
der erhältlichen Geschmacksrichtungen: Kokosnuss-Sahnetorte, Schokolade Mole,
Schokolade Kirsch, Kirschkuchen, Apfelkuchen, Lebkuchen und noch mehr.

Die für die Verdauung und Verwertung von Nährstoffen benötigten essentiellen Enzyme
bleiben komplett in ihrem natürlichsten und wirksamsten Zustand erhalten. Eine Ernährung
mit reichlich rohen, nicht weiterverarbeiteten Lebensmitteln ist für die Gesundheit und ein
langes Leben wichtig.

Boomi Bar – Diese Riegel sind mit Honig gesüßt, ganz natürlich und enthalten hauptsächlich
Nüsse und Früchte. Es gibt mehrere unterschiedliche, leckere Geschmacksrichtungen zur
Auswahl. Die Macademia Paradise Bar enthält zum Beispiel: Macademianüsse, Ananas,
Honig, Rosinen, Sesam, gepufftes Amaranth, Puffreis und Salz.

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Wenn Sie tatsächlich wirklich gesunde Energieriegel wie in den obigen Beispielen entdecken,
sind diese ein toller schneller Snack auf Reisen oder in der Arbeit oder wenn Sie einfach nur
einen Energieriegel als schnelles Stärkungsmittel zwischendurch benötigen.

Nehmen Sie welche mit oder haben Sie diese im Auto, einfach um sicherzugehen, dass Sie
eine gesunde Alternative zur Wahl haben, wenn Sie hungrig sind – auf diese Weise werden
Sie von Fast Food Restaurants oder Automaten mit Junk Food nicht in Versuchung geführt.

Läden wie Whole Foods bieten auch andere vollwertige, gesunde Energieriegel an, wie Jay
Robb Bars, Perfect Food Bars, Greens Plus Omega-3, Chia Bars, Bliss Bars und weitere.
Sogar manche Supermärkte beginnen jetzt, eine größere Auswahl ins Angebot zu nehmen.

Passen Sie nur auf, weiterverarbeitete Zutaten wie raffiniertes Mehl, Sojaprotein und viel
Zucker zu vermeiden und wählen Sie Riegel mit leicht erkennbaren und NATÜRLICHEN
Zutaten. Sie sollten sich nur dessen bewusst sein, dass 99% der Riegel in typischen
Lebensmittelladenketten, Mega-Stores wie Wal-Mart und den meisten Mini-Märkten
vorwiegend mit Sojaprotein, chemischen Zusätzen und jeder Menge Süßstoffen hergestellt
werden.

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KAPITEL 20

Dunkle Schokolade

Ab und an braucht man eine süße, befriedigende Belohnung und dafür scheint Schokolade
genau richtig. Schokolade kann sogar gesund sein, aber dafür darf es nicht jede beliebige
Schokolade sein, die Sie aus dem Regal nehmen. Ich spreche nicht von M&Ms oder einer
Tafel Billigschokolade! Das ist nur minderwertige Schokolade mit einem niedrigeren Anteil
echten Kakaos und höherem Anteil raffinierten Zuckers und anderem Mist.

Einer der Hauptgründe, warum Diäten und andere


Gewichtsabnahmeprogramme fehlschlagen, ist, dass diese
dazu führen, dass Sie sich benachteiligt fühlen. Darum geht
es im Leben nicht. Stattdessen geht es darum, Ihre
schlechten Angewohnheiten zu verändern und sich ab und
zu in kleinen Mengen etwas zu gönnen. Indem Sie
Schokolade und andere Lebensmittel, die Ihnen Freude
bereiten, in kleinen Mengen einbeziehen, helfen Sie
vielleicht, dass Ihr neuer leichter aber leckerer Diätplan
Erfolg hat und leicht in Ihren Alltag einbezogen werden
kann – ohne dass Sie sich benachteiligt fühlen!

Gelegentlicher Schokogenuss ist nicht weiter tragisch, wenn Sie alles andere richtig machen.
Ein oder zwei kleine Stücke dunkler Schokolade werden Ihre Diät nicht ruinieren.
Tatsächlich ist es viel leichter, mit den geänderten Ernährungsgewohnheiten zu leben, wenn
Sie wissen, dass Sie sich eine Belohnung oder einen Leckerbissen gönnen können, weil Sie an
Ihrer Diät festhalten. Und dunkle Schokolade ist gesund für Sie!

Aber bedenken Sie, dass Milchschokolade und weiße Schokolade nicht die gleichen
gesundheitlichen Vorteile bieten wie dunkle Schokolade. Wenn Sie also Spaß an einem
gelegentlichen Stückchen Schokolade zusätzlich zu ihrer normalen, gesunden Ernährung
haben, sollten Sie versuchen, dunkle Schokolade zu wählen. Wie bei allen anderen
Lebensmitteln, die Sie Ihrem Körper zuführen, sollten Sie auch bei Schokolade auf hohe
Qualität achten. Suchen Sie in der Reformkostabteilung Ihres Supermarktes oder in
Naturkostläden nach qualitativ guter, dunkler Bio-Schokolade mit wenigen Zutaten. Diese
Läden führen eine große Auswahl dunkler, leckerer Bio-Schokoladen mit leckeren Zugaben
wie Nüssen, Früchten, Trockenfrüchten und andere deliziöse Geschmacksrichtungen.

Achten Sie auf dunkle Schokolade mit einem Kakaogehalt von mindestens 70% um Ihren
Zuckergehalt niedrig zu halten. Jede gute dunkle Schokolade erwähnt den Kakaogehalt auf
der Verpackung. Normalerweise haben Schokoladen mit einem Kakaogehalt von 70%-80%
den besten Geschmack und doch viel niedrigere Zuckerniveaus als Milchschokolade oder
dunkle Schokolade, deren Kakaogehalt unter 70% beträgt. Viele Milchschokoladen enthalten
nur 39% Kakao und manche billigen dunklen Schokoladen sind nur zu 50% aus Kakao. Und
dies bedeutet, dass die übrigen nicht-Kakao-Zutaten Zucker und andere ungesunden Zusätze
sind.

Schokolade wird aus den Bohnen des Kakaobaums, Theobroma Cadao, hergestellt. Kakao ist
voller Flavonoide, welche allgemein für Ihre antioxidante Wirkung bekannt sind. Ein kleiner
Riegel dunkle Schokolade kann genau so viel Flavonoide enthalten wie sechs Äpfel,
viereinhalb Tassen Tee oder zwei Gläser Rotwein.

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Richtig hergestellte dunkle Schokolade bietet tatsächlich großartige Vorteile ohne die
ungesunden Zutaten, die oft in den normalen Milchschokoladeriegeln enthalten sind. Gute
dunkle Schokolade kann als Appetitzügler wirken, den Blutdruck senken, Ihre Stimmung
aufhellen und zusätzliche Antioxidantien liefern.

Der Grund dafür: Der bittere Geschmack dunkler Schokolade könnte dem Körper bei der
Appetitregulierung helfen oder der höhere Anteil Kakaobutter (sie enthält Stearinsäure,
welches die Verdauung verlangsamen kann) könnte dazu führen, dass der Magen länger voll
bleibt.

Einige andere großartige Dinge über Schokolade:


• Kakao, der Grundstoff von Schokolade, enthält antibakterielle Agentien, die Karies
bekämpfen. Natürlich wird dies bei Milchschokolade durch den hohen Zuckergehalt
zunichte gemacht.
• Der Geruch von Schokolade könnte Theta-Gehirnwellen erhöhen, was zu Entspannung
führt.
• Schokolade enthält Phenylethylamin, einen leichten Stimmungsaufheller.
• Die in Schokolade enthaltene Kakaobutter enthält Ölsäure, ein einfach ungesättigtes Fett,
welches zu einer Erhöhung des gesunden Cholesterins führen könnte.
• Die in Schokolade enthaltenen Flavonoide tragen eventuell dazu bei, dass Blutgefäße
elastisch bleiben.
• Schokolade erhöht den Antioxidantien-Spiegel im Blut.
• Die Kohlehydrate der Schokolade erhöhen den Serotoninspiegel im Gehirn, was zu einem
Gefühl des Wohlbehagens führt.

Aber auf der Gegenseite…


1. Schokolade könnte bei Menschen, die an Migräne leiden, Kopfschmerzen auslösen.
2. Milchschokolade hat viele Kalorien, Zucker und oft andere Zusätze.

Also gehen Sie sparsam mit Schokolade um… heben Sie sich diese für eine besondere
Belohnung auf und essen Sie nur eine kleine Menge auf einmal. Wenn Sie zu Migräne neigen,
seien Sie sich dessen bewusst, dass diese durch Schokolade ausgelöst werden kann und seien
Sie deshalb vorsichtig.

Ich selbst liebe Süßes und einer der Wege, auf die ich im Laufe der Jahre gelernt habe, mein
Verlangen nach Süßem zu zügeln, ist es, einfach 1-2 kleine Stücke dunkler Schokolade nach
der Mahlzeit zu essen. Aufgrund des üppigen Geschmacks von dunkler Schokolade sind 1-2
kleine Stückchen genug, um meinen Wunsch nach Süßem zu befriedigen und dennoch nur
sehr wenige Kalorien zu mir zu nehmen (meist unter 50 Kalorien wenn die Stückchen klein
sind). Und gleichzeitig beschert mir dies einen gewissen Nutzen aufgrund der Antioxidantien,
befriedigt aufgrund der gesunden Fette den Hunger und hat VIEL weniger Zucker als die
meisten anderen Nachspeisen!
Genießen Sie es!

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KAPITEL 21

Grüner Tee und andere Tees

Hilft grüner Tee beim Abnehmen?


In den letzten Jahren hat es viel Werbung für Ergänzungsmittel gegeben, die entweder grünen
Tee oder Oolong-Tee (manchmal unter den Namen Wulong oder Wy-yi-Tee auf dem Mark)
enthalten und die behaupten, dass sie eine wunderbare Hilfe beim Abnehmen seien.

Nun, die Wahrheit ist, dass grüner Tee, weißer Tee, Oolong-Tee
und Schwarztee (alles Teesorten, die von derselben Pflanze
stammen – der Camellia Sinensis Pflanze) beim
Fettverbrennungsprozess einen geringfügigen Nutzen bieten.
Allerdings scheint alles darauf hinzuweisen, dass die anregende
Wirkung auf die Fettverbrennung oder den Metabolismus nur
gering ist und die meisten Ergänzungsmittel, die diese Tees
enthalten, nur hochgejubelt wurden.

Das bedeutet aber nicht, dass diese Tees keine großen Vorteile bieten würden, darunter auch
einen kleinen Nutzen beim Abnehmen – Sie sollten nur wissen, dass diese Tees in ihrer
natürlichen, aufgebrühten Form am besten sind und Sie nicht die teuren Ergänzungsmittel mit
Teeextrakten kaufen müssen.

Von allen Camellia Sinensis Pflanzentees hat grüner Tee die meiste Aufmerksamkeit erregt.
Was ist das besondere an grünem Tee? Nun, grüner Tee hat zahlreiche Vorteile. Wenn Sie zu
PubMed.com gehen und eine Suche nach grünem Tee durchführen würden, würden Sie
tatsächlich über 2.000 Untersuchungen über grünen Tee und seine Inhaltsstoffe finden.
Plötzlich interessiert sich jeder für grünen Tee! Es gibt Untersuchungen für mögliche Vorteile
beim Abnehmen, Krebsverhütung, Antioxidantien-Aktivität, kognitive Verbesserung,
Gesundheit allgemein und Wohlbefinden… und die Liste geht immer weiter.

Aber warum ist grüner Tee eine mögliche Hilfe beim Fettabbau?

Es gibt viele Gründe… Als erstes ist grüner Tee eine Quelle für Koffein und liefert dies in
einer milderen, dauerhafteren Weise als der Koffeinstoß durch Kaffee. Koffein ist natürlich
ein recht guter Fettverbrenner mit einer gut bekannten Erfolgsgeschichte. Grüner Tee hilft
beim Abnehmen auch ein bisschen, weil er den Metabolismus ankurbelt, was dazu führt, dass
Menschen, die ihn trinken, eine leichte Erhöhung im Kalorienverbrauch erfahren (American
Journal of Clinical Nutrition).

Das alleine macht ihn schon zu einem ordentlichen Fettverbrenner. Aber…

Wenn dies alles wäre, was grüner Tee leistet, wäre dies ein recht kurzer Abschnitt.
Glücklicherweise bietet grüner Tee zusätzliche Vorteile—weit über die von normalem
Koffein hinaus. Zuerst ist er ein starkes Antioxidans. Ja… genau wie Vitamin C und Beta-
Karotin, wie Obst und Gemüse! Aber Forscher haben darauf hingewiesen, dass der aktive
Inhaltsstoff (Epigallocatechin Gallate genannt) als Antioxidans bis zu 200 Mal stärker wirkt
als Vitamin E.

Aber halt… Ich komme erst noch zum guten Teil…

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Grüner Tee ist vielleicht als Glucose-Regulator nützlich—dies bedeutet, dass er den Anstieg
des Blutzuckers nach einer Mahlzeit verlangsamt. Wenn Sie Ihren Blutzucker konstant halten,
verringern Sie Ihre Insulin-Reaktion… dies wiederum bedeutet eine bessere Kontrolle des
Appetits und weniger gespeichertes Fett!

Grüner Tee tut dies, indem er die Tätigkeit eines speziellen Verdauungsenzyms namens
Amylase verlangsamt. Dieses Enzym ist entscheidend bei der Zersetzung von Stärke
(Kohlenhydrate), welches dazu führen kann, dass der Blutzuckerspiegel nach einer Mahlzeit
in die Höhe schnellt.

Das ist eine echt aufregende Sache – vielleicht ist grüner Tee das fehlende Verbindungsstück
in der richtigen Kontrolle von Glucose.

Auch eine neue Untersuchung bestätigt die Wirksamkeit des grünen Tees. Sie wurde im
American Journal of Clinical Nutrition veröffentlicht und deutet darauf hin, dass der Verzehr
von Tee, der reich an Catechin ist, sowohl zur Verminderung des Körperfetts ALS AUCH zu
einer Senkung des Cholesterinspiegels führt. Doppelter Erfolg!

Außerdem könnte grüner Tee die Fettsäuresynthase behindern. Die Fettsäuresynthase ist ein
enzymatisches System, welches an der Umwandlung von Kohlenhydraten zu Fett beteiligt ist.
Erste Tierversuche deuten an, dass die Unterbindung der Fettsäuresynthase zur
Gewichtsabnahme führen kann.

Wenn dies noch nicht genug wäre, gibt es auch Hinweise, dass der Konsum von grünem Tee
mit hohem Catechin Gehalt nicht nur Körperfett reduziert, sondern auch kardiovaskuläre
Risiken verringert.

Kurz gesagt ist der Gewichtsabnahmeeffekt des grünen Tees ein Resultat mehrerer
Mechanismen, darunter erhöhter Metabolismus, eine positive Wirkung auf die Regulierung
des Blutzuckers und Insulins und die Unterbindung bestimmter Enzyme, die für die
Verarbeitung von Kohlenhydraten und Fetten nötig sind. Es wurde auch gezeigt, dass grüner
Tee den LDL-Spiegel (das ist das "schlechte" Cholesterin) und Triglyzerid-Spiegel senkt.

Der größte positive Nutzen beginnt mit 2-3 Tassen Tee am Tag. Sie mögen keine heißen
Getränke? Kochen Sie einen Tee und gießen Sie ihn mit etwas Stevia zum Süßen über Eis. Es
gibt viele Arten grünen Tees zur Auswahl: manche enthalten Koffein, manche nicht; manche
haben Orangen-, Chai-, Jasmingeschmack etc. Achten Sie auf eine anständige Marke und
wählen Sie möglichst eine Variante aus biologischem Anbau.

Denken Sie daran, dass weißer Tee, Oolong-Tee und schwarzer Tee alle aus derselben Pflanze
wie grüner Tee gewonnen werden und eventuell die gleichen Vorteile aufweisen, nur dass
diese weniger als grüner Tee erforscht wurden. Jede Art Tee hat einzigartige Antioxidantien,
so dass es von zusätzlichem Nutzen sein könnte, bei der Auswahl der Tees abzuwechseln.
Mein liebstes gesundes Getränk, welches ich seit Jahren zubereite, ist zum Beispiel eine
Eisteemischung für die ich einige Beutel grünen Tee, einige Beutel weißen Tee und einige
Beutel Oolong-Tee benutze, um einen gemischten Eistee herzustellen, der ein ganz kleines
bisschen mit etwas Stevia gesüßt wird. Außer einfachem Wasser ist dies das gesündeste
Getränk, welches Sie bei den Mahlzeiten oder tagsüber genießen können.

Außerdem bieten viele Kräutertees eine riesige Auswahl an Antioxidantien und sind ein toller
Ersatz für Limo, Saft, etc., welche nur leere Kalorien und Gewichtszunahme bescheren. Es

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gibt Beerentees, rote Tees (auch als Rooibos-Tees bekannt), Pfefferminztees, Kamillentees,
Yerba Mate, Hibiskus-Tee usw., usw. All diese Tees haben zusätzlich einzigartige
Antioxidantien, die man in anderen Tees nicht findet und können einen gesundheitlichen
Nutzen bringen. Untersuchungen haben zum Beispiel entdeckt, dass Hibiskus-Tee (der Tee,
der am häufigsten "Kräutertee" genannt wird) hilft, den Blutdruck zu senken. Kamillentee ist
auch für seine beruhigende Wirkung bekannt und enthält einzigartige Phytonährstoffe, die
beim Kampf gegen Östrogen-Schadstoffe oder Pestizide in Ihrem Körper helfen können. All
diese Tees schmecken sowohl heiß als auch kalt lecker und einige sind so gut und natürlich
süß (bei 0 Kalorien), dass sie keine weiteren Zutaten benötigen. Versuchen Sie Celestial
Seasonings Berry Zinger Tee auf Eis für ein leckeres und erfrischendes Sommergetränk.
Eines meiner Lieblingsgetränke!

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KAPITEL 22

Dinge, die Sie in Ihrer Küche haben sollten


Das beste Gemüse und Obst (kaufen Sie, soweit möglich, immer aus dem Umland!)

Je nachdem, wo Sie leben und welche Jahreszeit es ist, haben Sie vielleicht eine große
Auswahl an frischem Obst und Gemüse, die in Ihrer Nähe angebaut werden. Viele können auf
dem örtlichen Bauernmarkt gekauft werden und manche Lebensmittelläden bieten jetzt sogar
einheimisches Obst und Gemüse an. Kaufen Sie wann immer möglich aus dem Umland. Sie
unterstützen dadurch den kleinen örtlichen Bauern, Obst und Gemüse sind unendlich frischer
als wenn sie Tausende von Meilen quer durchs Land oder aus dem Ausland transportiert
wurden und Obst und Gemüse aus dem Umland ist meist entweder biologisch angebaut oder
enthält weniger Pestizide, Unkrautvernichtungsmittel und Konservierungsstoffe, weil es nicht
von einem riesigen Fabrikbauernhof kommt. All dies macht es viel, viel gesünder für Sie.

Wenn Sie kein biologisch angebautes oder einheimisches Obst und Gemüse finden können
oder sich dieses nicht leisten können, dann sehen Sie sich diese Liste an Lebensmitteln an, die
bei nicht biologischem Anbau vermieden werden sollten:

Das "Dreckige Dutzend"


• Äpfel
• Kirschen
• Importierte Weintrauben (Chile)
• Nektarinen
• Pfirsiche
• Birnen
• Himbeeren
• Erdbeeren
• Paprika
• Stangensellerie
• Kartoffeln
• Spinat

Diese Lebensmittel gehören zu dem im Laden erhältlichem Obst und Gemüse, das am
stärksten besprüht wird. Also... wenn Sie diese nicht aus dem Umland oder aus biologischem
Anbau kaufen können, sollten Sie diese in konventioneller Form vermeiden. Sie sind voller
Pestizide und Giftstoffe.

Das folgende Obst und Gemüse kann viel unbedenklicher in konventioneller Form gegessen
werden, ohne dass es nötig ist, mehr für biologischen Anbau zu bezahlen:
• Bananen
• Kiwi
• Mangos
• Papaya
• Ananas
• Spargel
• Avocado
• Brokkoli
• Blumenkohl
• Zwiebeln

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Weshalb kostet biologischer Anbau mehr?

Der Anbau der Lebensmittel ist arbeitsintensiver. Und obwohl biologische Lebensmittel eine
wachsende Branche sind, hat diese doch nicht die Wirtschaftlichkeit durch Massenproduktion
oder die Staatszuschüsse, die konventionelle Bauern haben. Wenn Sie also konventionell
kaufen müssen, können Sie einige Vorkehrungen treffen, um sich vor Pestiziden zu schützen:

• Kaufen Sie frisches Obst und Gemüse der Saison. Wenn keine lange Lagerung und kein
Transport über große Strecken nötig sind, werden weniger Pestizide benutzt.
• Schneiden Sie den oberen Teil und die äußerste Schicht von Stangensellerie, Blattsalat,
Kohl und anderen Blattgemüsen ab, da diese den Großteil der Pestizidrückstände enthalten.
• Schälen und kochen Sie, wenn angebracht, obwohl einige Nährstoffe und Ballaststoffe bei
dem Vorgang verloren gehen.
• Essen Sie eine große Vielfalt an Obst und Gemüse. Dies würde die Belastung durch eine
bestimmte Art von Pestizidrückständen begrenzen.
• Kaufen Sie nur Obst und Gemüse, die den USDA-Regelungen unterliegen. Obst und
Gemüse, die aus anderen Ländern importiert werden, werden nicht unter denselben
Regelungen angebaut, die von der USDA durchgesetzt werden. Wir importieren viel Obst
und Gemüse aus Mexiko und dies sollte am besten vermieden werden, außer es ist aus
biologischem Anbau.
• Warten Sie bis kurz vor der Zubereitung, um Obst und Gemüse in klarem Wasser zu
waschen oder einzutauchen. Wenn angemessen, schrubben Sie es mit einer Bürste. Dies
entfernt Insektenrückstände und Schmutz genauso wie Bakterien und Pestizidrückstände.
• Es besteht kein Bedarf an speziellen Seifen oder Reinigungsmitteln und diese könnten
Ihnen - abhängig von den Inhaltsstoffen - schaden. Kaltes Wasser ist völlig ausreichend.

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Andere Dinge, die Sie in Ihrer Küche vorrätig haben sollten

Gut, jetzt kennen Sie die wichtigsten Grundsätze dessen, wie Sie Ihre Küche und Ihren
Körper umgestalten. Es gibt viele weitere Lebensmittel, Gewürze und Kondimente
(makrobiotische Würzmittel), die Ihre gesunde Küche weiter verbessern. Lassen Sie mich
Ihnen eine partielle Liste von einigen dieser Dinge geben.

Denken Sie daran, dass es weniger wahrscheinlich ist, dass Sie ungesunde Dinge essen, wenn
Sie nichts Ungesundes im Haus haben. Wenn Sie nur gesunde Lebensmittel im Haus haben,
sind Sie dazu gezwungen, eine gute Wahl zu treffen. Prinzipiell beginnt alles damit, dass Sie
beim Einkauf eine gute Entscheidung treffen und Versuchungen vermeiden. Wenn Sie die
Gründe für das Vermeiden von Junk erst einmal erkennen, gewöhnen Sie sich einige
gesündere Gewohnheiten an und essen gesunde Speisen. Ein schlanker, starker, gesunder
Körper wird das Ergebnis sein, zusammen mit jeder Menge Energie und einer neuen
Lebensauffassung.

Beginnen wir mit Dingen, die Sie im Kühlschrank haben sollten. Ein oder zwei Mal die
Woche kaufen Sie ausreichend frisches Gemüse ein. Besuchen Sie im Sommer regelmäßig
Ihren örtlichen Bauernmarkt und kaufen Sie das frischeste, wohlschmeckendste Obst und
Gemüse der Welt. Zu anderen Zeiten kaufen Sie reichlich Obst und Gemüse im Supermarkt
ein.

IHRE EINKAUFSLISTE

 Gemüse wie Zucchini, Zwiebeln, frische Pilze, Spinat, Brokkoli, rote Paprika,
Koriander etc. um diese zu Omelettes, Salaten, Pfannengerichten, Schaschlik usw.
hinzuzufügen.

 Kokosnussmilch ist ein weiteres vielseitiges Grundnahrungsmittel, das man zuhause


haben sollte. Ich nutze es gerne, um es in Smoothies, Haferflocken oder Joghurt für einen
köstlichen, cremigen Geschmack einzurühren. Kokosnussmilch fügt nicht nur einen
köstlichen, cremigen Geschmack zu vielen Gerichten hinzu, sondern sie ist auch voller
gesunder gesättigter Fette wie mittelkettiger Triglyceride.

 Hüttenkäse, Ricotta und Jogurt – Versuchen Sie Hüttenkäse oder Ricotta und Jogurt
zusammen mit gehackten Nüssen und Beeren für einen tollen Vormittags- oder
Nachmittagsimbiss. Rohkäse (von grasgefütterten Kühen ist der beste) ist wunderbar und
eine reiche Quelle des besser nutzbaren Kalziums, Vitamin K2 für Ihre Knochen und jede
Menge Enzyme.

 Mandeln, Pecan-Nüsse, Walnüsse, Pistazien – gehackt oder im Ganzen – lecker und eine
tolle Quelle gesunder Fette. Nehmen Sie eine Handvoll für einen gesunden, sättigenden
Snack oder geben Sie ein paar zu Ihren Smoothies, Salaten oder zu Gemüse hinzu.

 Ganze Eier—eine der ergiebigsten Nährstoffquellen der Natur (und denken Sie daran,
Eier erhöhen Ihr GUTES Cholesterin, also hören Sie auf sie zu fürchten). Kaufen Sie
Freilandeier falls irgend möglich. Nutzen Sie immer auch das Eigelb—die ergiebigste
Nährstoffquelle im Ei.

 Nussbutter – Erdnussbutter ist etwas langweilig, also seien Sie kreativ und versuchen Sie
Mandelbutter, Cashew-Butter oder sogar Macademia-Butter... lecker und eine
unschlagbare Nährstoffquelle!

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 Salsa – Ich versuche, kreativ zu sein und probiere einige der exotischeren Salsa-Varianten.
Viele Lebensmittelläden verkaufen diese jetzt im Gemüsebereich und es ist so lecker und
schmeckt so frisch wie hausgemacht. Versuchen Sie Salsa morgens auf Ihren Eiern und Sie
haben einen tollen, gesunden Muntermacher!

 Butter—Glauben Sie den Pessimisten nicht; Butter, besonders von mit Gras gefütterten
Kühen, fügt allem einen tollen Geschmack bei und kann Teil einer gesunden Ernährung
sein (halten Sie nur die Menge gering, weil Butter viele Kalorien enthält... und benutzen
Sie NIE Margarine, außer Sie wollen sich eine Herzattacke einhandeln).

 Avocados – wunderbar... außerdem eine tolle Quelle für gesunde Fette, Ballaststoffe und
andere Nährstoffe. Fügen Sie diese doch zu Wraps, Salaten, Omelettes oder Sandwiches
hinzu.

 Vollkorn-Wraps oder glutenfreie Wraps aus Naturreis (halten Sie nach Wraps und
Brot Ausschau, die mindestens 4-5 Gramm Ballaststoffe pro 20 Gramm
Gesamtkohlehydrate enthalten). Denken Sie daran, dass es am besten ist, den Verzehr von
Getreide zu minimieren, falls Sie abnehmen möchten. Nutzen Sie diese also sparsam.

 Junges Blattgemüse, dunkelgrüner Blattsalat oder rotblättriger Salat, Römersalat,


Rukola und biologisch angebauter junger Spinat für Salate zum Abendessen.

 Selbstgemachtes Salatdressing – mit Balsamico-Essig und nativem Olivenöl extra.


Dies ist viel besser als Salatdressings aus dem Laden, welche meistens hochraffinierte
Soja-Öle nutzen (voller entzündungsauslösender freier Radikale). Ich mische mir oft meine
eigene Zubereitung mit Olivenöl, Balsamico-Essig, gehacktem frischem Basilikum und
Thymian, Knoblauch, Salz und Pfeffer. Worüber Sie diese Mischung auch schütten – es
wird wirklich fantastisch schmecken!

 Frische Kräuter; Basilikum, Thymian, Oregano, Koriander – gehackt auf Salaten, in


Eiern oder um Fleischgerichte zu verzieren.

Einige der Grundnahrungsmittel für die Gefriertruhe:

 Tiefkühlfisch – aus Wildfang! Versuchen Sie jede Woche eine andere Sorte Fisch. Es
gibt da draußen so viele verschiedene, dass Ihnen nie langweilig werden muss. Trader Joe's
ist ein ausgezeichneter Ort, um wild gefangenen Fisch jeder Art zu finden.

 Tiefkühlbeeren – kaufen Sie während der örtlichen Wachstumssaison frische, aber


während des Rest des Jahres halten Sie einen Vorrat tiefgekühlter Blaubeeren, Himbeeren,
Brombeeren, Erdbeeren, Kirschen etc. um diese zu ballaststoffreichen Zerealien,
Haferflocken, Hüttenkäse, Jogurt oder Smoothies hinzuzufügen.

 Tiefkühlgemüse—auch hier ist Tiefkühlgemüse die beste Wahl, wenn die Wachstumszeit
vorüber ist und Sie nicht länger frisches Obst und Gemüse aus dem Umland bekommen
können, da Tiefkühlgemüse im Vergleich mit frischem Gemüse, das quer durchs Land
transportier wurde, sogar oft mehr Nährstoffe enthält. Oder kaufen Sie während der
lokalen Saison viel frisches Gemüse und frieren Sie es in kleinen Portionen ein.

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 Gefrorene Hühnerbrust – wenn irgend möglich von Freilandhühnern. Sehr praktisch
zuzubereiten für eine schnelle Zugabe zu Wraps oder in Scheiben geschnitten auf einem
Salat für ein schnelles Essen.

 Gefrorenes Fleisch von mit Gras gefütterten Tieren: Bison, Rind, Lamm, Ziege, etc.

Nun die Grundnahrungsmittel für die Speisekammer:

 Haferkleie und kernige Haferflocken – mehr Ballaststoffe als Instant-Haferflocken, die


voller Zucker und stark glykämisch sind.
 Kokosnussmilch in Dosen – nach dem Öffnen im Kühlschrank in einem anderen Behälter
aufbewahren.

 Verschiedene Tees, die reich an Antioxidantien sind – grüner, Oolong, weißer und
Rooibos Tee sind einige der besten

 Stevia – das beste natürliche Süßungsmittel ohne Kalorien.http://Naturally-Stevia.com

 Ahornsirup aus biologischem Anbau – nicht der billige Verschnitt aus Maissirup... nur
echter Ahornsirup kann auch als echtes Lebensmittel angesehen werden. Versuchen Sie
eine kleine Menge auf Haferflocken oder als Teil eines Shakes nach dem Sport für
Kohlehydrate, die Muskel-Glykogen wieder aufstocken.

 Roher Honig – noch besser als verarbeiteter Honig... höhere Mengen der
gesundheitsförderlichen Nährstoffe und viele Enzyme. In Untersuchungen wurde sogar
bewiesen, dass Honig den Glucose-Metabolismus (wie Sie Kohlehydrate verarbeiten)
verbessert. Ich benutze jeden Morgen ungefähr einen Teelöffel voll in meinem Tee. Ja, es
ist reiner Zucker, aber wenigstens scheint er etwas Nährwert zu haben... und ein Teelöffel
Honig hat nur 5 Gramm Kohlehydrate.

 Nudeln aus Vollkornweizen oder Naturreis – viel höhere Ballaststoffe als normale
Nudeln. Nudeln aus Naturreis können meist im glutenfreien Bereich des
Lebensmittelladens oder Naturkostladens gefunden werden und sind sehr lecker. Selbst
wenn Sie keine Gluten-Allergie haben, ist es am besten, die Zufuhr an Weizen zu
begrenzen; viele Menschen haben eventuell Probleme bei der Verdauung von Weizen und
Gluten und sind sich dessen nicht bewusst. Wenn Ihr Ziel das Abnehmen ist, denken Sie
daran, dass wir empfehlen, Ihren Getreideverzehr zu begrenzen. Also essen Sie Nudeln nur
einmal in der Woche als "Mogel-Essen".

 Naturreis und andere Reissorten mit vielen Ballaststoffen – NIEMALS weißer Reis!
Sie können die langsam kochende Variante in Beuteln erwerben oder Instantreis oder
gefrorenen Reis kaufen. Mein Lieblingsreis ist ein leckerer, nussig schmeckender
Naturreis, der bei Trader Joe's vorgekocht und gefroren verkauft wird.

 Dosen mit schwarzen oder Pintobohnen – Zu mexikanischen Wraps für die Ballaststoffe
und den hohen Nährwert hinzufügen. Außerdem liefern Bohnen überraschenderweise eine
Menge Antioxidantien! Man kann sie also der Salsa beifügen, um mehr Proteine und
Ballaststoffe aufzunehmen.

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 Tomatensaucen – sind lecker und- wie Sie sicher schon eine Million Mal gehört haben -
eine großartige Quelle für Lycopin. Achten Sie nur auf die Marken, die voller üblem
Maissirup sind. Ihre beste und billigste Alternative ist es, Tomatensauce aus biologischem
Anbau in größeren Mengen zu kaufen und dann aus Salz, Pfeffer, Oregano, Basilikum,
Knoblauch und allem anderen, was Ihnen dazu noch einfällt, Ihre eigene italienische
Würzmischung zu machen!

 Dunkle Schokolade (so dunkel wie möglich) – Dies ist eine meiner liebsten Leckereien,
die mein Bedürfnis nach Süßem befriedigt und gleichzeitig jede Menge Antioxidantien
liefert. Weil sie immer noch viele Kalorien hat, nehme ich nur ein paar Stückchen, aber das
ist genug, um den Zweck zu erfüllen. Ich habe dann nicht mehr das Bedürfnis, los zu gehen
und Kuchen und Eis zu holen oder eine Tüte Plätzchen zu vernaschen, um mein Verlangen
nach einer Nachspeise zu befriedigen.

 Ungesüßter Kakao aus biologischem Anbau – Ich mische diesen gerne in meine
Smoothies, um einen Extrastoß Antioxidantien zu erhalten oder mache meinen eigenen
zuckerarmen Kakao, indem ich Kakaopulver mit Stevia und ein paar Stückchen
geschmolzener dunkler Schokolade in heiße Milch rühre.

 Meersalz – Viele Lebensmittelläden verkaufen jetzt Meersalz und mein liebstes ist die
Sorte, die man selbst mahlt. Nichts schmeckt besser, als frisch gemahlenes Meersalz (ja!
Es gibt einen Riesenunterschied!) auf Ihrem gesunden Essen und Meersalz ist voller
Mineralien wie Magnesium und Kalium und ist für Menschen mit reaktivem
Bluthochdruck bei weitem nicht so ungesund. Ein kleines bisschen Meersalz reicht völlig.

 Auswahl an Kräutertees – Trinken Sie diesen warm oder kalt, falls nötig mit einem
Hauch Honig oder Stevia gesüßt.

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KAPITEL 23
Die Verwandlung hat begonnen!!

So viel dazu. Entfernen Sie die unguten verarbeiteten Lebensmittel mit nichts als leeren
Kalorien, ersetzen Sie sie durch echte Lebensmittel mit einer hohen Nährstoffdichte und Ihr
Körper verwandelt sich von einer Fettfabrik in eine fettverbrennende, schlanke Maschine.
Diese Verwandlung tritt vielleicht nicht über Nacht ein, geben Sie ihr also Zeit. Aber sie
WIRD eintreten! Und dabei stellen Sie vielleicht fest, dass Sie die ungesunden Lebensmittel
gar nicht mehr essen wollen. Wenn Sie Ihren Körper mit gesunder, nahrhafter, ECHTER Kost
nähren, wird diese Ihren Hunger stillen und Ihrem Körper das geben, was er braucht – also
kein Verlangen mehr nach ungesundem Essen.

Wenn Sie generell die Nahrungsmittel kaufen und essen, die in diesem Buch genannt werden,
dann fangen Sie nicht nur an, Ihre Essgewohnheiten positiv zu verändern, sondern Sie
verändern auch sich selbst und werden zu einem schlanken, starken, jünger aussehenden Ich
voller Energie. Sie werden bei dieser Nahrungsumstellung wahrscheinlich auch noch einige
weitere tolle Vorteile bemerken: glänzenderes, dichteres Haar, reinere Haut, weniger
Probleme mit den Nasennebenhöhlen, weniger Erkältungen und Grippe, mehr Lust auf Sex,
mehr Energie und eine kürzere Erholungszeit nach dem Sport – um nur einige wenige Dinge
zu nennen. Sie sollten auch einen schärferen und klareren Geist spüren und sich glücklicher
und weniger gereizt fühlen.

Ich weiß, es ist nicht realistisch, zu denken, dass Sie NUR die Nahrungsmittel auf dieser Liste
essen werden, aber wenn Sie intelligente Snacks für unterwegs mitnehmen und im Restaurant
gesunde Gerichte wählen, dann sollten Sie auf dem richtigen Weg bleiben können. Und
verzweifeln Sie nicht, wenn Sie davon abweichen oder es mal einen Tag gibt, an dem Sie
schlecht gegessen haben. Machen Sie einfach am nächsten Tag weiter wie geplant. Meine
Faustregel ist immer gewesen, zu versuchen, 90 % der Zeit gesund zu essen und die anderen
10 % nicht so tragisch zu nehmen!

Denken Sie nur an diese goldene Regel: essen Sie Lebensmittel, die kaum oder gar nicht
verarbeitet sind. Vermeiden Sie so weit wie möglich jede abgepackte Nahrung mit einer
Zutatenliste, auf der mehr als 3 oder 4 Dinge stehen. Nehmen Sie Nahrung zu sich, die so nah
wie möglich an der Weise ist, wie Mutter Natur sie geschaffen hat. Geben Sie Ihrem Körper
den Kraftstoff, den er braucht, und das Fett wird dahinschmelzen.

Nehmen Sie lieber den Apfel als das abgepackte Apfelmus. Essen Sie rohe Nüsse, nicht die
mit Zucker überzogenen, mit gehärtetem Fett hergestellten und gesalzenen aus der Dose.
Wählen Sie zum Knabbern den unpasteurisierten Rohmilchkäse, nicht dieses verarbeitete
Zeug aus der Spritzflasche. Essen Sie Fleisch von Tieren, die auf die von der Natur
vorgesehene Weise aufgewachsen sind – mit Gras ernährt, freilaufend oder wild gefangen.
Essen Sie gute Fette – nämlich die, die natürlicherweise in Lebensmitteln vorkommen, nicht
die verarbeiteten pflanzlichen Öle oder Transfette.

Ändern Sie Ihre Einkaufsgewohnheiten – kaufen Sie vor Ort ein und gehen Sie zum
Bauernmarkt, wenn Sie können, kaufen Sie in Geschäften für gesunde Lebensmittel im
Reformhaus „um die Ecke“. Wenn Sie in ein normales Lebensmittelgeschäft gehen müssen,
versuchen Sie, nur Waren aus dem äußeren Umkreis des Geschäfts zu nehmen. Die meisten
anderen, inneren Gänge des Geschäfts sind voll von Regalen mit verarbeiteten und
abgepackten Lebensmitteln. Kein Grund, sich in Versuchung bringen zu lassen.

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Viel Glück! Genießen Sie Ihren schlanken Körper und Ihre strahlende Gesundheit! Alle Ihre
Freunde werden sich fragen, was Ihr Erfolgsgeheimnis ist. Und wenn sie Sie fragen, dann
zeigen Sie ihnen http://www.flacherbauch.com und sie können ihr eigenes Buch bestellen, um
ihre Küchen und ihre Körper komplett zu verwandeln!

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EXTRABONUS-KAPITEL:
Die super-hochentwickelten Ernährungstaktiken:
Der 23-Tage-Plan für einen beschleunigten Fettverlust
Hier kommt das Bonuskapitel, das ich Ihnen versprochen habe... In diesem Teil werde ich
Ihnen all die wichtigen Einzelheiten dazu zeigen, wie ich vor Kurzem in nur 23 Tagen von
10,2 % Körperfett auf 6,9 % Körperfett gekommen bin, während ich mich auf ein
Fotoshooting vorbereitete .

Bitte denken Sie daran, dass die Techniken in diesem Kapitel NICHT für jedermann geeignet
sind! Sie müssen wirklich diszipliniert sein und diese Methoden dürfen NUR 3-4 Wochen
MAXIMAL angewandt werden und nur für bestimmte Gelegenheiten, wenn Sie Ihre
Fettverbrennung wirklich beschleunigen müssen, um sich auf ein Ereignis vorzubereiten
– vielleicht eine Hochzeit oder ein Strandurlaub oder was auch immer.

Dies ist eine vollkommen gesunde „Peaking“-Methode, wie Bodybuilder und Fitness-Models
das oft nennen. Letzten Endes können Sie nicht das ganze Jahr lang mit 100-prozentiger
Intensität trainieren und Sie können auch nicht das ganze Jahr lang eine 100-prozentig strenge
Diät halten. Aber auf eine Stufe der „Peak-Kondition“ hinzuarbeiten, ist wirklich ein ziemlich
lustiges Ziel, das Sie sich ein- oder zweimal im Jahr setzen können.

An diesen Techniken ist nichts übermäßig „Extremes“ oder „Gefährliches“ – es sind immer
noch sehr gesunde Essgewohnheiten (nur ein bisschen „aufgemotzt“) und ich habe auch keine
gefährlichen Fettverbrennerpillen auf Stimulansbasis benutzt. Alles, was ich während dieser
23-Tage-Fettverbrennaktion gemacht habe, war hauptsächlich natürliche, ganze Lebensmittel
zu essen, dazu ein paar natürliche Ergänzungsmittel und ein paar andere Tricks hier und da
mit Gewürzen, Tees usw. – zusammen mit einem strategischen Trainingsprogramm, das ein
bisschen über meinem normalen Trainingsniveau lag.

Wenn wir uns jetzt einige dieser Möglichkeiten und Methoden ansehen, denken Sie bitte
daran, dass manche davon wie sehr „kleine Einzelheiten“ aussehen können... und eine Sache,
die ich immer wieder betone, ist das große Ganze. In diesem Fall aber, wenn Sie Dutzende
dieser kleinen Einzelheiten alle zusammen zur selben Zeit kombinieren, können Sie in Ihrem
Körper ein sehr leistungsstarkes Umfeld für Fettverlust schaffen und gleichzeitig schlanke
Muskeln erhalten.

Während Sie dies lesen, denken Sie vielleicht auch, dass manche dieser Methoden wirklich
weit über Pingeligkeit hinausgehen... Und tatsächlich, wenn Sie versuchen würden, das ganze
Jahr lang alle diese Techniken zu befolgen, könnten die Leute Sie für verrückt halten. Aber,
um es noch einmal zu sagen, dies war nur eine 23-Tage-Aktion, mit der ich mein Ziel SEHR
schnell erreichen wollte. Sie können alles Mögliche tun, das nur 23 Tage dauert, wenn Sie es
wirklich wollen – das ist tatsächlich ganz einfach.

Ich war während dieser 23 Tage deshalb so streng, weil ich mir ein Ziel gesetzt hatte und alles
getan hätte, um es zu erreichen. Ich würde niemals auch nur die Hälfte dieser Dinge
regelmäßig tun, weil es mich verrückt machen würde. Tatsächlich habe ich im Lauf der Jahre
gelernt, wie ich meinen Fitness-Lebensstil damit in Einklang bringen kann, trotzdem ein tolles
Privatleben zu haben, mit meinen Freunden etwas trinken gehen zu können, bei bestimmten
Anlässen wie Grillen oder Partys zu essen, was ich möchte, und dennoch das ganze Jahr über
bei etwa 8-10 % Körperfett zu bleiben. In diesem Zeitraum aber war mein Ziel, auf oder unter
7 % Körperfett zu kommen, deshalb musste während dieser 23 Tage alles perfekt sein.

100
Ich bin schließlich bei 6,9 % Körperfett gelandet (von vorher 10,2 % Körperfett) und habe
während dieses 23-Tage-Abbauzyklus auch alle meine schlanken Muskeln erhalten! Es hat
Spaß gemacht, ein paar Wochen lang so hart auf ein bestimmtes Ziel hinzuarbeiten – das
allein war eine bessere Motivation als nur der „Erhalt“ meiner Form.

Kommen wir nun zu den Einzelheiten!

Prioritäten während dieser 3-4 Wochen dauernden Phase der beschleunigten


Fettverbrennung:

1. Erhalt Ihrer schlanken Muskeln, damit der Stoffwechsel nicht abfällt. Da Sie die
Kalorienzufuhr leicht einschränken müssen, riskieren Sie die Möglichkeit, während
dieser Phase schlanke Muskeln zu verlieren, und das kann den Stoffwechsel
verlangsamen und den Fettverlust noch schwieriger machen. Die Top-Priorität ist
während dieser Phase der Erhalt der schlanken Muskeln.
2. Verbessern Sie das Fettverbrennungsumfeld in Ihrem Körper, um die Freisetzung von
gespeichertem überschüssigem Körperfett anzuregen.
3. Maximieren Sie Ihren Stoffwechsel – während dieses Zeitraums zielen all die kleinen
Einzelheiten auf eine Maximierung Ihres Stoffwechsels ab. Wir haben keinen einzigen
Tag zu verlieren, wenn Sie sich einen bestimmten Zeitraum als Ziel gesetzt haben.
4. Erhöhen Sie den thermischen Effekt der Verbrennung von Kalorien aus der Nahrung,
die Sie zu sich nehmen.
5. Reduzieren Sie Stress, um negative Hormone wie Cortisol zu minimieren und bei der
Maximierung von fettverbrennenden Hormonen zu helfen.
6. Maximieren Sie die Menge Ihres Tiefschlafs, da die Erholung während dieses
Zeitraums, aufgrund Ihres erhöhten Trainingsniveaus, extrem wichtig ist.

Die wesentlichen Einzelheiten

Die Art des Gewichtstrainings

Da es so wichtig ist, während einer „Abbauphase“ wie dieser die schlanke Muskelmasse zu
erhalten, muss das Gewichtstraining schwer und intensiv sein. Leichte Gewichte und viele
Wiederholungen werden es nicht bringen, wenn Sie ein leichtes Defizit an Kalorien und an
Kohlenhydraten haben.

In diesem Kapitel werde ich bestimmte Arten von Übungen nennen und Sie sollten bereits
wissen, wie die meisten dieser Übungen ausgeführt werden, da ich davon ausgehe, dass Sie
bereits ein Exemplar meines vollständigen Six-Pack-Abs-Programms haben. Falls es
Übungen gibt, von denen Sie nicht wissen, wie sie gemacht werden, finden Sie alle
Einzelheiten dazu im vollständigen „Die Wahrheit über Bauchmuskeln“ Programm.
http://www.flacherbauch.com/bestellen.php

Da Sie in diesem Zeitraum die Gesamtaufnahme an Kohlenhydraten leicht verringern werden,


haben Sie nicht die ganze Zeit das überströmende Muskel-Glykogen, um eine große Anzahl
von eingelenkigen Isolationsübungen zu machen. Das wäre einfach nur Zeitverschwendung.
Lassen Sie die Isolationsübungen für eine Zeit, in der Sie versuchen, zuzunehmen, und
nehmen Sie sie auch dann nur als einen kleinen Teil des gesamten Workouts.

Während der Abbauphase ist es enorm wichtig, sich an schwierige mehrgelenkige Übungen
zu halten – Kreuzheben, Kniebeugen, Ausfallschritte, Bankdrücken, Überkopfdrücken,

101
Klimmzüge und Ruderbewegungen mit dem Oberkörper sind die Hauptübungen, auf die Sie
sich konzentrieren sollten. Einarmiges Reißen, einarmiges Stoßen sowie einige Clean &
Presses mit der Lang- oder Kugelhantel steigern den Stoffwechsel und regen die
fettverbrennenden Hormone an, daher können sie tolle Programmergänzungen für den ganzen
Körper sein.

Ich habe während dieser Abbauphase großartige Ergebnisse mit einem Programm für
Gewichtstraining an 4 Tagen in der Woche erzielt. Die meisten Workouts richteten sich auf
den ganzen Körper, aber jedes Mal mit anderen Bewegungsmustern, um ein Übertrainieren zu
vermeiden. Bei den meisten Gewichtstrainingsübungen habe ich mich auf ein ziemlich
schweres Gewicht und eine mäßige Wiederholungszahl konzentriert, z. B. 5x5 (5 Sets mit 5
Wiederholungen pro Set, wobei die 5. Wiederholung bei jedem Set sehr schwer zu schaffen
war).

In diesem Zyklus habe ich z. B. Mo-Mi-Fr-Sa Workouts mit Gewichten gemacht und diese
etwa so aufgeteilt:

Mo: Bank-/Kreuzheben-Supersets, Romanian Deadlifts oder Power Cleans; weitere


Brustübungen, Abschluss des Workouts mit 10 Minuten „abs/HIIT-Circuit“ (diesen Circuit
erkläre ich sofort)

Mi: Kniebeugen-/Klimmzug-Supersets, Ausfallschritte oder Step-ups, weitere Übungen für


den oberen Rücken, 10 Minuten abs/HIIT-Circuit

Fr: Clean & Presses-Supersets mit Langhanteln mit Renegade Rows; Pull-overs, Kniebeugen
und Presses mit der Kurzhantel, 10 Minuten abs/HIIT-Circuit

Sa: kürzerer Workout – Reißen und Stoßen mit der Kugelhantel – einarmig und zweiarmig,
High-Pulls mit der Kugelhantel

Die Workouts am Mo/Mi/Fr dauerten jeweils etwa 1 Stunde und die am Samstag waren kurz,
etwa 25 Minuten, aber intensiv. Wegen der Zeitknappheit, denn ich hatte ja nur 23 Tage für
die Vorbereitung auf dieses Fotoshooting, schaltete ich bei der Intensität dieser Workouts im
Vergleich zu meinen normalen Workouts zum „Erhalt“ einen Gang höher. Außerdem war der
10-minütige abs/HIIT-Circuit, den ich 3 Tage die Woche am Ende des Workouts absolvierte,
ein Zusatz, den ich normalerweise nicht machte.

Erklärung des 10-minütigen Abs/HIIT-Circuit

Diese 10-minütige Intensivübung habe ich nur während dieser Abbauphase an das Ende
meiner Krafttraining-Workouts angehängt.

Wir wissen zwar alle, dass man Bauchfett nicht punktuell mit Bauchmuskelübungen
reduzieren kann, aber es gibt trotzdem einen Grund, warum ich Bauchmuskelübungen
strategisch in einen Intervalltraining-Circuit von hoher Intensität einbauen wollte...

Ich habe vor Kurzem einige Forschungsergebnisse gesehen, die auf leichte Zunahmen (sehr
leichte) des Prozentsatzes des in einem bestimmten Bereich verbrannten Körperfetts
hindeuteten, wenn die Muskeln in diesem Bereich des Körpers stark beansprucht werden. Die
Prozentsätze dieser Zunahmen waren, glaube ich, winzig und summieren sich wahrscheinlich
nicht auf einen bedeutend erhöhten Fettverlust in einem bestimmten Bereich (auch bekannt
als der Mythos des punktuellen Abbaus).

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Das größere Ganze ist, wie wir alle wissen, dass Übungen, die größere Muskelgruppen des
Körpers beanspruchen, wie Beine und Rücken, BEI WEITEM mehr Gesamtkalorien
verbrennen als eine Bauchmuskelübung in demselben Zeitraum jemals schaffen könnte.
Deshalb habe ich immer wieder empfohlen, den größten Teil Ihrer Workouts auf intensive
Ganzkörperübungen zu legen und nicht mehr als etwa 5 Minuten auf direktes
Bauchmuskeltraining.

Es gibt allerdings die Theorie, dass eine starke Stimulierung des Bauchbereichs durch
Bauchmuskelübungen mit viel Bewegung, z. B. Radfahren oder Mountain Climbers am
Boden, in einem Circuit mit sehr intensiven Kardio-Übungen kombiniert, möglicherweise die
Bauchfettverbrennung leicht erhöhen könnte.

Ich glaube aber sicher nicht, dass hier eine echte „punktuelle Reduktion“ in Aktion tritt,
sondern ich glaube, dass die Kraft der Gedanken und die Placebowirkung Ihnen vielleicht bei
der schnelleren Fettverbrennung helfen, wenn Sie während des ganzen 10-minütigen Circuits
fest daran denken, dass Sie dieses Bauchfett wirklich wegpusten. Wir wissen bereits, dass die
Gedanken große Kraft haben, um Reaktionen Ihres Körpers zu steuern, und die
Placebowirkung ist der endgültige Beweis dieser Kraft.

Wenn Sie also diese 10-minütigen abs/HIIT-Circuits machen, denken Sie daran, wie
wirkungsvoll Sie gerade das Bauchfett schmelzen lassen... man weiß ja nie... die Kraft Ihrer
Gedanken könnte tatsächlich die Fettverbrennung steigern. Das ist wirklich nicht zu weit
hergeholt.

So oder so war es immer noch ein mörderischer Circuit, mit dem ich meine Workouts
beendete!

So habe ich die 10-minütigen abs/HIIT-Circuits strukturiert:

Ich habe ständig zwischen einer Bauchmuskelübung am Boden oder einer Bauchmuskelübung
mit dem Gymnastikball und etwas Hochintensivem wie Springseil, Slideboard oder einem 45-
bis 60-sekündigem „Sprint“ am Rudergerät gewechselt. Sie können wirklich jedes Gerät
benutzen, das Sie wollen, aber dies waren die Arten von Intensivübungen, die ich bevorzugt
habe.

Es würde also etwa so aussehen:

30 Sekunden Radfahrübung für die Bauchmuskeln


30 Sekunden superschnelles Seilspringen
30 Sekunden Mountain Climbers am Boden
60 Sekunden Rudergerät
30 Sekunden Radfahrübung für die Bauchmuskeln
60 Sekunden auf dem Slideboard
30 Sekunden Mountain Climbers
30 Sekunden Seilspringen
usw., usf. – bis hin zu etwa 10-12 Minuten für diesen verrückten Circuit!

Was für ein Ende für einen Workout! Auf der Fahrt vom Sportstudio nach Hause habe ich
dann noch einige „Bauchmuskelvakuum“-Übungen gemacht.

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Änderung der Kohlenhydrataufnahme

Es ist egal, wie oft Sie alle Arten von „Experten“ haben darüber streiten hören, ob
kohlenhydratarm besser ist als kohlenhydratreich oder ob „Kohlenhydrate nicht wichtig sind...
es geht nur um die Gesamtkalorienmenge“... Nun, ich werde Ihnen sagen, dass Kohlenhydrate
DOCH wichtig sind, aber meine Interpretation der Sache ist weder in die eine noch in die
andere Richtung extrem.

Meistens empfehle ich eine recht mäßige Menge an Kohlenhydraten. Meine Einstellung zum
Thema könnte man „mäßig-geringe“ Kohlenhydrataufnahme für beste Fettverlustergebnisse
nennen. Ich bin sicher nicht mit den extremen Low-Carb-Diäten einverstanden, die viele
propagieren, und auch nicht mit einer High-Carb-Diät, denn es ist SEHR schwer, bei einer
hohen Kohlenhydrataufnahme Körperfett zu verlieren. Auch ich esse das Jahr hindurch, wenn
ich nur meine Form „erhalten“ möchte, ganz ordentliche Mengen an Kohlenhydraten.

In diesem Kapitel aber sprechen wir ja über einen bestimmten Zeitraum, in dem wir eine
beschleunigte Fettverbrennung wünschen – und Sie können mit so vielen Bodybuildern,
Fitness-Models und Teilnehmern an Figurwettbewerben sprechen, wie Sie wollen (dies sind
Leute, deren JOB es ist, zu bestimmten Zeiten superschlank zu sein), und 99 % davon werden
Ihnen sagen, dass eines der wichtigsten Dinge, die sie in einem Zeitraum verändern, in dem
sie Körperfett abbauen wollen, ihre Kohlenhydratzufuhr ist.

Was ich persönlich während meines 23-Tage-Abbauzyklus getan habe, war, die MEHRHEIT
meiner Kohlenhydrate nur an Krafttrainingstagen zu mir zu nehmen, morgens und während
der Mahlzeit nach dem Workout.

Ich habe 4 Tage die Woche Krafttraining gemacht (Mo/Mi/Fr/Sa), sodass ich die meisten
Kohlenhydrate mit dem Frühstück an den Trainingstagen zu mir genommen habe, an denen
das Workout am (späten) Nachmittag lag – und der Rest der Kohlenhydratzufuhr kam dann
direkt nach dem Workout. Der Tag würde also ungefähr so aussehen:

9 Uhr: Aufwachen und Frühstück mit mäßigem Kohlenhydratanteil (vielleicht 35 g Protein,


35 g Kohlenhydrate, 25 g Fett)
12 Uhr: kleines Mittagessen mit mäßig-geringem Kohlenhydratanteil (vielleicht 25 g Protein,
15-20 g Kohlenhydrate, 20 g Fett)
15 Uhr: kleiner Snack mit Kohlenhydraten mit einem überwiegend geringen glykämischen
Index und gesunden Fetten (z. B. ein Apfel mit Mandelbutter)
16.30 Uhr: Training-Session mit hoher Intensität und schweren Gewichten, 1 Stunde
17.45 Uhr: Post-Workout-Shake – Verhältnis Kohlenhydrate:Proteine 2:1 – normalerweise
etwa 40 g Protein, 75 g Kohlenhydrate und 5 g Fett in diesem Post-Workout-Shake
20 Uhr: Abendessen mit gesundem Fleisch, z. B. Steak von mit Gras ernährten Tieren,
gedünstetes Gemüse mit Käse aus Milch, die von mit Gras ernährten Tieren stammt, und ein
großer grüner Salat mit Avocado (fast alles Proteine und gesunde Fette nur mit Fasergemüse,
aber keine Lebensmittel auf Stärkebasis) - nicht mehr als etwa 10 g Kohlenhydrate insgesamt
in dieser Mahlzeit
23 Uhr: Snack, z. B. Hüttenkäse, Zimt, Stevia und rohe Nüsse
1 Uhr: zu Bett gehen, um möglichst 8 Stunden Schlaf zu bekommen

Es gibt einen wichtigen Grund, warum ich dies getan habe... Erstens brauchen Sie an einem
Trainingstag früher eine mäßige Portion Kohlenhydrate, damit Sie die Krafttraining-Sessions
mit der genügenden Intensität und genügend schweren Gewichten machen können, um die
schlanke Muskelmasse während dieser Zeitspanne zu erhalten. Aus meiner Erfahrung weiß

104
ich, dass mein Workout darunter leidet, wenn meine Kohlenhydratzufuhr an einem
Krafttrainingstag zu gering ist, und dass ich dann nicht die nötige Energie habe, um schwere
Gewichte zu bewegen.

Zweitens wollte ich weiterhin das Muskel-Glykogen auffüllen, um den Vorgang der
Muskelreparatur zu unterstützen, indem ich direkt nach dem Training einen Post-Workout-
Shake zu mir nahm. Für den Rest des Tages mit Abendessen und einem späten Snack
konzentriere ich mich fast nur auf Proteine, gesunde Fette und Ballaststoffe.

An den Tagen, an denen ich kein Krafttraining gemacht habe, habe ich mich fast den ganzen
Tag auf hauptsächlich Protein, gesunde Fette und Ballaststoffe konzentriert (aus Gemüse und
einem Ballaststoff-Ergänzungsmittel, von dem ich gleich noch sprechen werde). Die
Übungen, die ich an den Tagen ohne Krafttraining gemacht habe, waren leichtere Aktivitäten
wie Wandern oder Laufen, sodass kein großer Bedarf an Kohlenhydraten bestand, weil ich
keine explosive Übungen und andere Krafttrainingsübungen, die Muskel-Glykogen
benötigen, gemacht habe.

Außerdem kann ein etwas kohlenhydratarmer Zustand an Tagen, an denen Sie leichte
Aktivitäten wie Wandern oder Laufen machen, Ihnen beim Fettverbrennen an diesen Tagen
helfen und zwingt Ihren Körper definitiv dazu, sich zur Energieversorgung hauptsächlich auf
die Fettverbrennung zu stützen.

Die Grundvoraussetzung während dieses 23-Tage-Abbauzyklus war also, zu versuchen, den


Blutzuckerspiegel unter Kontrolle zu halten und einen hohen Insulinspiegel die MEISTE Zeit
zu verhindern, indem ich den Großteil meiner Kohlenhydratzufuhr gerade an Tagen mit
Krafttraining auf den Morgen und die Zeit direkt nach dem Workout konzentrierte.

Eine Nebenwirkung des Versuchs, so zu essen (Schwerpunkt auf Proteinen, gesunden Fetten
und Ballaststoffen), ist, dass Sie wirklich gezwungen sind, mehr Gemüse zu essen. Das erhöht
Ihre Nährstoffdichte im Vergleich zu der, die Sie erreichen, wenn Sie Brot, Nudeln usw.
essen, und hilft dabei, Ihren Appetit auf einfache Weise zu kontrollieren.

Das ist einer der wichtigsten Teile dieser ganzen Phase – vermeiden Sie Körner fast
ausschließlich und holen Sie sich die meisten Ihrer Kohlenhydrate aus Gemüse sowie etwas
Obst und Beeren. Körner sind ein Nahrungsmittel, das eher zu einer Gewichtszunahme führt,
da sie für eine Abbauphase wie diese einfach zu kalorienreich sind und ihre Nährstoffdichte
(Spurenelemente) einfach nicht hoch genug ist.

So, das sind die Insiderinformationen zur Veränderung von Kohlenhydraten.


Schummeltage?

Sie denken vielleicht, dass bei einem solchen 23-Tage-Abbauzyklus überhaupt kein Platz
bleibt für Schummeltage oder auch nur eine Schummelmahlzeit. Aber da liegen Sie falsch!

Von den 23 Tagen hatte ich immer noch 3 Schummeltage (also etwa 1 Tag pro Woche). Es
waren aber keine ausgewachsenen Schummeltage, an denen man den ganzen Tag nur
schlemmt. Meistens bestanden diese Schummeltage einfach aus 1 oder 2 extragroßen
Mahlzeiten mit viel Kohlenhydraten und Fett. Sie sollten meinen Körper daran hindern,
zurückzuschlagen und den Stoffwechsel herunterzufahren, um so Kalorien zu speichern, da ja
an den anderen 6 Tagen der Woche Kohlenhydrate und Kalorien reduziert waren. Diese
Schummelmahlzeiten, die reich an Kohlenhydraten und Fett waren, stimulierten einen großen

105
Insulinschub und halfen dabei, den Leptinspiegel wieder aufzubessern – dieser signalisiert
dem Körper, dass reichlich Kalorien vorhanden sind, und kurbelt so den Stoffwechsel an.

Aber da es wie gesagt nur 3 Schummeltage gab und etwa 4-5 Schummelmahlzeiten insgesamt
während dieses ganzen 23-Tage-Zyklus, helfen die Schummelmahlzeiten wirklich mehr, als
sie schaden.

Alkoholgenuss

Ich trinke lange nicht so viel wie in meinen 20ern oder in meiner Collegezeit, aber auch heute
in meinen 30ern gehe ich gern etwa ein- oder zweimal die Woche mit meinen Freunden etwas
trinken.

Aber, machen wir uns nichts vor – im Alkohol steckt nichts, was beim Fettverlust hilft, und es
müssen 23 ziemlich strenge Tage sein, abgesehen von den erwähnten Schummelmahlzeiten.
Ich habe also im Grunde genommen versucht, Alkohol während dieser 23 Tage ganz zu
vermeiden. Ich glaube, ich habe während der gesamten 23 Tage 2 Bier und 2 Gläser Wein
getrunken. Dazu brauchte es ein bisschen Disziplin und ich habe mich an ein paar Abenden
mit Freunden als Fahrer angeboten, was es leichter machte, nur Mineralwasser oder
ungesüßten Eistee zu trinken, während meine Freunde reihenweise alkoholische Getränke
kippten.

Alles in allem war es aber ziemlich einfach, die Spur zu halten, was das betrifft.

Der Cayennepfeffer-Trick

Denken Sie daran, dass jedes dieser kleinen Details ein bisschen helfen kann, und das hier war
eines der kleinen Details.

Während der gesamten 23 Tage dieser Abbauphase nahm ich zu mindestens 3 Mahlzeiten pro
Tag 2 Cayennepfeffer-Kapseln ein. Cayennepfeffer enthält Capsaicin, das dabei hilft, über die
Aufnahme von Cayennepfeffer einen leichten thermogenen Effekt zu erzeugen und mehr
Kalorien zu verbrennen.

Vergessen Sie nicht, dass wir hier nicht über Wunder sprechen – aber es gibt durch den
Cayennepfeffer einen leichten Anstieg bei der Kalorienverbrennung und in einer Abbauphase
kann jeder zusätzliche Vorteil, den Sie erlangen können, hilfreich sein (selbst wenn dieser
Extra-Vorteil wieder in der Placebowirkung liegt, die hier in Aktion tritt!).

Denken Sie daran, dass manche Menschen einen empfindlichen Magen haben und
Cayennepfeffer (selbst in Kapselform) bei ihnen ein Brennen verursachen kann. Mich selbst
betrifft das nicht, also habe ich ihn in jeden Tag meines 23-Tage-Plans eingebaut.
Normalerweise können Sie im Reformhaus eine Flasche mit Cayennepfeffer-Kapseln für etwa
5 bis 9 $ finden, sie sind also preiswert.

106
Meine Mixtur für einen Protein- und Ballaststoffdrink

Wenn Sie einen Zyklus mit beschleunigter Fettverbrennung durchlaufen, sind Proteine und
Ballaststoffe leicht zwei der wichtigsten Dinge, von denen Sie angemessene Mengen
benötigen. Beide helfen Ihnen, den Hunger unter Kontrolle zu halten, und eine hohe
Proteinaufnahme während des Abbauzyklus kann Katabolismus verhindern helfen, sodass Sie
keine schlanken Muskeln verlieren.

Dies war eine weitere meiner Geheimwaffen, die ich jeden Tag nutzte... ich habe meine
eigenen Protein-/Ballaststoffdrinks gemixt und trank jeden Tag einen Drink, wenn ich meinen
Hunger kontrollieren musste, aber keine richtige Mahlzeit zu mir nehmen wollte oder dafür
keine Zeit hatte. Ich verwendete diese Drinks entweder am Nachmittag eines Tags ohne
Training, um satt zu bleiben, oder abends, um den Appetit unter Kontrolle zu halten und eine
Extra-Portion Ballaststoffe und Proteine zu bekommen.

Ich hatte einen Molke-/Kaseinprotein-Mix von guter Qualität gefunden (der kalt verarbeitete
ist am besten) und ihn mit ein wenig Hanfprotein gemischt, das eine hochwertige
Proteinquelle darstellt und auch einige Ballaststoffe enthält. Beide fand ich in Reformhäusern
in meiner Stadt. Dieser Drink-Mixtur fügte ich noch eine Extra-Portion eines
Ballaststoffgemischs bei. Das Ballaststoffgemisch, das ich benutzte, war eine Mischung aus
Flachsfaser, Reiskleie und verschiedenen löslichen Ballaststoffen. Ich verwendete etwa 20-25
g Proteine aus den Molke-, Kasein- und Hanfproteinen für jedes Glas dieses Protein-/
Ballaststoffdrink-Mix und hatte am Ende wahrscheinlich auch etwa 5-6 Gramm Ballaststoffe
in jedem Glas.

Diese Drinks waren wirklich hilfreich, denn sie waren eine praktische und schnelle Art,
Hunger zu bekämpfen und Katabolismus zu verhindern.

Kamillentee zur Unterstützung des Fettverlusts?

Sie fragen sich vielleicht, wie zum Teufel Kamillentee den Fettverlust unterstützen kann
– schließlich enthält Kamillentee kein Koffein und ist wirklich das genaue Gegenteil davon,
denn es ist ja als Mittel zur Entspannung bekannt.

Nun, zunächst einmal haben Sie wahrscheinlich schon davon gehört, wie
Östrogenverbindungen in unserer Umwelt (aus Umweltverschmutzung, Herbiziden,
Pestiziden, Petroleum-Chemikalien in Haushaltsreinigern usw.) und in unserer
Nahrungszufuhr (aus Nahrungsmitteln wie Soja, Bier und auch Pestizidrückständen) den
Körper dazu veranlassen können, an störrischem Bauchfett festzuhalten (und sogar eine der
Ursachen für „männliche Brüste“ sein können), wenn Sie regelmäßig einer genügend großen
Menge dieser Östrogenverbindungen ausgesetzt sind.

Diese heißen Xenoöstrogene und können es Ihnen besonders schwer machen, Körperfett
(speziell Bauchfett) zu verbrennen, wenn Sie diesen Chemikalien regelmäßig ausgesetzt sind
und Ihre Nahrung keinen Schutz davor enthält.
Dieses Problem besteht auch nicht nur bei Männern – die überschüssigen
Östrogenverbindungen können auch bei Frauen das Hormongleichgewicht
durcheinanderbringen und es noch schwerer machen, das störrische Körperfett zu verlieren.

Hier kann Kamillentee helfen. Kamillentee ist eine leistungsstarke Quelle einzigartiger
Phytochemikalien und Antioxidanzien, die beim Kampf gegen Östrogenverbindungen helfen,

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denen Sie vielleicht ausgesetzt waren. Dies kann Ihrem Körper dabei helfen, störrisches
Körperfett effektiver zu verbrennen.

Ist das ein Wunder? Nein, natürlich nicht. Es ist nur ein weiteres dieser kleinen Details, das
Ihnen zusammen mit all den anderen Methoden bei der Beschleunigung des Fettverlusts
helfen kann.

Was ich tue, ist ganz simpel – ich trinke einfach jeden Abend etwa eine Stunde, bevor ich zu
Bett gehe, eine Tasse Kamillentee (ungesüßt). Er hilft mir sowieso dabei, mich vor dem
Schlafengehen zu entspannen, das ist also ein weiterer Vorteil. Und es ist in jedem Fall
zumindest eine weitere Placebowirkung, die beim Fettverlust helfen kann, weil ich daran
glaube, dass es funktioniert.

Warnung: ein sehr kleiner Prozentsatz von Menschen kann schwere allergische Reaktionen
auf Kamille zeigen. Falls Sie noch nie Kamille zu sich genommen haben, vergewissern Sie
sich vorher, ob Sie dagegen allergisch sind oder nicht.

Grüner, Weißer, Oolong-Tee und Yerba Mate

Wie schon in früheren Kapiteln dieses Buchs besprochen, enthalten Tees wie grüner, weißer
und Oolong-Tee alle unterschiedliche Mengen und Kombinationen von einzigartigen
Polyphenolen, Koffein und anderen Phytonährstoffen, die den Erfolg Ihrer Anstrengungen zur
Fettverbrennung leicht erhöhen können. Außerdem hat Yerba-Mate-Tee auch ein
einzigartiges Antioxidanzien-Profil. Auch hier sprechen wir nicht über Wunder, aber wenn
Sie einen kleinen Vorteil erzielen können, warum ihn nicht nutzen. Der Gehalt an
Antioxidanzien der Tees bietet außerdem noch viele andere Vorteile für die Gesundheit
– schaden können sie also nicht.

Ich habe während meiner 23-Tage-Aktion ungesüßten Eistee in großen Mengen (etwa 3-4
Liter) zubereitet und dann jeden Tag 3-4 Gläser dieses Tees getrunken (nicht zu kurz vor dem
Schlafengehen, da er Koffein enthält).

Um ein Maximum an Vorteilen und Vielfalt der Polyphenole und anderer Antioxidanzien zu
erhalten, verwendete ich in jeder dieser großen Portionen Eistee eine Mischung aus
Teebeuteln mit grünem Tee, weißem Tee, Oolong-Tee und Yerba Mate (alle in Bio-Qualität).
Ich habe nur eine kleine Menge Stevia in diese Eistee-Portionen gegeben für einen ganz, ganz
leicht süßen Geschmack.

Noch einmal, selbst wenn die fettverbrennende Wirkung des täglichen Trinkens solcher Tees
minimal ist, so interessierte mich doch jeder kleine Extra-Vorteil. Und, um es noch einmal zu
sagen, wenn ich fest genug daran glaubte, konnte möglicherweise die Placebowirkung allein
die Fettverbrennung steigern.

Biologischer

Ich empfehle immer, so viel wie möglich der Nahrung in „Bio“-Qualität zu sich zu nehmen,
aber in einem Abbauzyklus wie diesem ist dies wohl noch wichtiger. Der Grund ist, dass Sie
sich so wenig wie möglich der östrogenen Wirkung bestimmter Pestizide aussetzen wollen,
die Ihren Körper dazu veranlassen können, am Körperfett festhalten zu wollen.

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Ich würde sagen, dass wahrscheinlich 50-60 % meiner Nahrung normalerweise Bio-Qualität
hat, aber während dieses 23-Tage-Abbauzyklus lag ich wahrscheinlich bei etwa 80-90 %.

Mehr rotes Fleisch als Huhn oder Fisch?

Es klingt vielleicht ungewöhnlich, aber ich habe es während dieses Zeitraums wirklich
vorgezogen, einen höheren Anteil an rotem Fleisch von mit Gras ernährten Rindern und
Bisons (und auch etwas Wild) zu mir zu nehmen als Huhn, Truthahn oder Fisch.

Das verwirrt Sie vielleicht, weil so viele sogenannte „Experten“ Ihnen immer sagen, dass
rotes Fleisch „schlecht für Sie“ ist und Sie sich an weißes Fleisch oder Fisch halten sollten.

Nun, es gibt einen bestimmten Grund, warum ich mehr rotes Fleisch (von mit Gras ernährten
Tieren) als weißes Fleisch oder Fisch gewählt habe – und der Grund hat mit konjugierter
Linolsäure (CLA) zu tun.

CLA ist eine natürliche Form von gesundem Fett, die in dem Fett am Fleisch und in der Milch
von Wiederkäuern wie Rindern, Bisons, Hirschen, Ziegen, Schafen, Kängurus usw.
vorkommt. Es ist nachgewiesen worden, dass CLA in natürlicher Form bei der Verbrennung
von Bauchfett und der Erhaltung oder sogar Ausbildung von schlanken Muskeln hilft.

Nicht viele Menschen wissen das, aber CLA ist tatsächlich eine natürliche Form der
Transfette – doch sie ist GANZ anders als die künstlichen Transfette aus gehärteten Ölen, die
so tödlich sind und über die Sie all diese negativen Informationen hören. CLA ist tatsächlich
eines der einzigen gesunden Transfette, die es überhaupt gibt.

Warnung: Verwenden Sie KEINE CLA-Ergänzungsmittel, da diese eine künstlich hergestellte


Form von CLA enthalten – diese ist ein anderes CLA-Isomer als das natürliche CLA-Isomer,
das in Fleisch und Milch von Wiederkäuern vorkommt. Das CLA-Isomer, das in CLA-
Ergänzungsmitteln steckt, kann negative Auswirkungen auf den Körper haben und ähnelt eher
einem künstlichen Transfett. Die einzige Form von CLA, die Ihrer Gesundheit nutzen und
beim Abbau von Körperfett helfen wird, sind die natürlichen CLA-Isomere in Rindern,
Bisons, Wild usw., die mit Gras ernährt wurden, oder in Rohmilch(-käse) von mit Gras
ernährten Tieren.

Außerdem enthalten Fleisch und Milch von mit Gras ernährten Tieren 3- bis 5-mal so viel
CLA wie das Fleisch von mit Getreide ernährten Tieren, eine Ernährung mit Gras ist also
immer besser.

Das ist also der Grund, warum ich mich während dieses 23-Tage-Abbauzyklus mehr auf rotes
Fleisch wie das von mit Gras ernährten Rindern und Bisons konzentriert habe, als auf Huhn,
Truthahn oder Fisch – weil diese zusätzliche CLA wirklich dabei helfen kann, die
Fettverbrennung zu beschleunigen und die schlanken Muskeln zu erhalten. Ich habe in diesem
Zeitraum auch ziemlich viel Wildlachs gegessen, wegen der größeren Vielfalt und auch
wegen des Gehalts an gesundem Omega-3-Fett; rotes Fleisch war also nicht meine einzige
Fleischquelle.

Tatsächlich bestand eine meiner „Convenience-Mahlzeiten“ für mehrere Mittagessen in


diesem Zeitrahmen in einer Mischung aus Dosen-Wildlachs mit viel geschnittenem oder
gewürfeltem Gemüse (Möhren, Zwiebeln, Paprikaschoten usw.), einigen Gewürzen und etwas
Balsamico-Essig, Senf und extra nativem Olivenöl. Ich habe das einfach als eine Art

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Lachssalat gegessen und es zu etwas grünem Gemüse gegeben, so bekam ich ein
supergesundes und köstliches Low-Carb-Mittagessen.

Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler

Gemüse aus der Familie der Kreuzblütler wie Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Rosenkohl,
Weißkohl usw. enthält einzigartige und starke Phytochemikalien wie Indol-3-Carbinol (I3C)
und andere, die nur in diesen Gemüsearten aus der Familie der Kreuzblütler vorkommen und
dabei helfen, die Wirkung der Östrogenverbindung zu hemmen, denen Sie in Ihrer Umgebung
und durch Ihre Ernährung ausgesetzt sind. Denken Sie daran, dass diese
Östrogenverbindungen (Xenoöstrogene) das Bauchfett erhöhen oder ihren Körper dazu
bringen können, am Körperfett festhalten zu wollen.

Wenn Sie also während dieses 23-Tage-Abbauzyklus jeden Tag Kreuzblütler-Gemüse essen,
kann das dem Körper beim Kampf gegen überschüssige Östrogenverbindungen und bei der
schnelleren Verbrennung von Körperfett helfen.

Während dieses 23-Tage-Fettvernichtungszyklus habe ich meine Portion gekochtes Gemüse,


die ich normalerweise jeden Abend esse, verändert und darauf geachtet, dass es Kreuzblütler-
Gemüse war. Normalerweise esse ich alle möglichen Arten von Gemüse wie Zuckerschoten,
grüne Bohnen, Zucchini, Paprika oder andere, aber während dieser 23-Tage-Aktion habe ich
mich jeden Abend vor allem auf Brokkoli, Rosenkohl und Blumenkohl als mein
Hauptgemüse zum Abendessen konzentriert. Ich habe auch jeden Abend einen grünen Salat
gegessen, aber das wichtigste gekochte Gemüse, auf das ich den Schwerpunkt gelegt habe,
war das aus der Familie der Kreuzblütler.

Das heißt nicht, dass Kreuzblütler-Gemüsearten das ganze Jahr über die Hauptstütze aller
meiner Mahlzeiten sein werden (denn ich könnte sie wahrscheinlich nicht mehr sehen), aber
für diese 23-Tage-Aktion war meine Theorie, dass sie nur nützen könnten und mir einen
leichten Vorteil gegenüber dem Verzehr von anderen Gemüsesorten verschaffen würden.

Zwiebeln und Knoblauch

Zwiebeln und Knoblauch enthalten ebenfalls potente Phytochemikalien wie Verbindungen


mit organischem Schwefel, die auch dabei helfen können, die Speicherung von
Xenoöstrogenen im Bauchfett zu hemmen. Außerdem bieten Zwiebeln und Knoblauch viele
andere wertvolle Nährstoffvorteile und so ist es keine Frage, dass Sie diese in Ihre tägliche
Ernährung einbauen sollten.

Auch wenn ich üblicherweise versuche, eine ziemlich große Menge Zwiebeln und Knoblauch
in meine normale Ernährung aufzunehmen, habe ich während dieser 23-Tage-Aktion wirklich
darauf geachtet, Knoblauch und Zwiebeln mehrmals am Tag in verschiedenen Mahlzeiten zu
essen – ob ich sie in meine Frühstückseier gab, meinem Lachssalat hinzufügte oder sie als
sautierte Beilage zu Mahlzeiten aß.
... einfach ein weiteres dieser kleinen Details, die bei der Beschleunigung der Fettverbrennung
ein kleines bisschen helfen können.

Krillöl

Heutzutage hat jeder schon einmal von den Vorteilen des Fischöls gehört – es hilft dabei, die
Aufnahme von Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen und den Überschuss an Omega-6-Fetten, den
die meisten Menschen zu sich nehmen, auszugleichen. Außerdem enthält Fischöl EPA und

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DHA, wichtige Arten von Omega-3-Fetten, die Sie aus pflanzlichen Ölen nicht bekommen
können (auch wenn eine gewisse Umwandlung aus Pflanzenölen im Körper stattfindet).

Krillöl allerdings ist so etwas wie getuntes Fischöl – Krillöl hat den Vorteil der
Phospholipide, die Ihrem Körper dabei helfen, die Omega-3-Fette effektiver aufzunehmen
und davon zu profitieren als bei herkömmlichem Fischöl.

Ich habe 3 Kapseln Krillöl pro Tag genommen, um sicherzustellen, dass ich genug
Phospholipide und Omega-3-Fette im richtigen Verhältnis zu mir nahm, um dem Körper bei
der effizienten Fettverbrennung zu helfen. Krillöl hat auch noch einen weiteren Vorteil, es
enthält nämlich ein einzigartiges und leistungsstarkes Antioxidans namens Astaxanthin, das
dabei hilft, Ihre Haut vor Schäden zu schützen.

Ich beziehe mein Krillöl von einer Firma, mit deren Eigentümern ich befreundet bin, sodass
ich weiß, dass ich mich auf die Qualität ihrer Produkte verlassen kann.

Kokosöl und MCTs


Wie wir schon in anderen Kapiteln erwähnt haben, besteht natives Kokosöl aus einzigartigen
gesunden gesättigten Fetten namens mittelkettige Triglyceride (MCTs), darunter ein
bestimmtes MCT namens Laurinsäure. Laurinsäure ist bekannt für ihre großen Vorteile für
das Immunsystem und fehlt in den meisten modernen westlichen Ernährungsweisen.

Abgesehen von den Immunsystemvorteilen der Laurinsäure und der anderen MCTs im
Kokosöl werden die Fette im Kokosöl vom Körper auch leicht zur Energiegewinnung
verwendet (leichter als die meisten anderen Fettarten) und können den Stoffwechsel Ihres
Körpers anregen und so beim Fettverlust helfen.

Dies ist also noch ein Beispiel für ein gesundes Fett, das tatsächlich beim Fettverlust helfen
kann.

Ich habe während dieser 23-Tage-Aktion versucht, jeden Tag etwas Kokosöl zu verwenden, z.
B. dadurch, dass ich, nachdem ich meinen Brokkoli oder Blumenkohl gedünstet hatte, schnell
das Gemüse mit etwas Knoblauch in etwa 1 TL nativem Kokosöl sautierte. Ich benutze auch
immer Kokosöl als das Öl meiner Wahl, wenn ich Eier zubereite. Es ist das hitzestabilste und
das gesündeste Öl zum Kochen.

Glutamine und Carnitine

Ich habe auch jeden Tag (normalerweise abends vor dem Schlafengehen) 2-3 Gramm
Freiform-Glutamin genommen, um die Kontrolle des Katabolismus zu unterstützen. Manche
Studien scheinen darauf hinzuweisen, dass Glutamin hilfreich sein kann, um schlanke
Muskeln während einer Kalorienreduktion zu erhalten – also habe ich, obwohl ich nicht völlig
überzeugt war, dass dies irgendwie besser ist als einfach nur ganzes Protein zu sich zu
nehmen, mir gedacht, dass es bei nur 23 Tagen einen Versuch wert ist.

Was Carnitin angeht, so scheint es einige Studien zu geben, die positive Vorteile einer
Carnitin-Ergänzung für die Erhöhung des Fettverlusts bei Kalorienreduktion zeigten. Es gibt
auch einige widersprüchliche Studien, die sagen, dass eine Carnitin-Ergänzung für den
Fettverlust nur sehr kleine Vorteile, wenn überhaupt, bietet, aber diese scheinen auf Studien
mit zu geringen Dosen zu basieren.

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Während meines 23-Tage-Zyklus der beschleunigten Fettverbrennung war meine Strategie,
morgens auf nüchternen Magen etwa 2 g flüssiges L-Carnitin mit etwa 1 Gramm Glutamin zu
mir zu nehmen, und dann vor dem Frühstück 20-25 Minuten zügig zu laufen.

Dies geht zwar gegen meine übliche Philosophie, morgens sofort eine Mahlzeit einzunehmen,
um den Zustand des Katabolismus umzukehren, in dem sich Ihr Körper morgens nach dem
Aufwachen befindet. Während dieses 23-Tage-Zyklus wollte ich aber jeden möglichen
Fettverbrennungsvorteil nutzen, also machte ich dies an etwa 5 Tagen in der Woche zu einem
Teil meines Repertoires.

Stressbewältigung/-abbau

Sie wissen vielleicht, dass chronischer Stress eines der negativsten Dinge ist, die Sie Ihrem
Körper und Ihrer Gesundheit antun können. Und vielleicht wissen Sie auch, dass Stress den
Cortisolspiegel chronisch anheben kann, was es Ihnen extrem erschwert, Körperfett zu
verlieren.

Aus diesem Grund ist es äußerst wichtig, etwas zu finden, das Ihnen hilft, den Stress in Ihrem
Alltag zu bewältigen und zu minimieren, wenn Sie den Erfolg Ihrer Bemühungen zur
Fettverbrennung maximieren wollen. Dies kann so einfach sein wie zu meditieren, oder an
eine entspannende Umgebung zu denken, die Sie lieben (z. B. ein warmer Strand), und dies
während der Arbeit jede Stunde ein paar Minuten lang zu tun, um Ihnen bei der
Stressbewältigung zu helfen. Es bedeutet auch, dass Sie sich selbst darauf programmieren
müssen, in Situationen ruhig zu bleiben, die Ihnen normalerweise unnötigen Stress
verursachen können, wie z. B. Straßenverkehr oder unhöfliche Menschen.

Oder vielleicht könnte täglich etwas Yoga von Vorteil sein, eine Massage oder etwas anderes,
das Ihnen hilft, Stress abzubauen.

Ich selbst habe an den meisten Tagen, an denen ich das Gefühl hatte, dass ich viel Arbeit hatte
und vielleicht Stress zugelassen habe, versucht, mich beim Wandern zu entspannen und etwas
frische Luft zu schnappen. Ich lebe in einem der schönsten Gebiete des Landes (den Colorado
Rockies) und es hilft mir immer, Stress abzubauen, wenn ich nach draußen gehe und die
malerische Schönheit und die frische Luft der Berge genieße.

Was auch immer es ist... finden Sie diese besondere Aktivität, die Sie täglich tun können und
die Ihnen hilft, Stress abzubauen. Dies kann von großem Vorteil für Ihre Gesundheit und auch
Ihre Fettverbrennung sein.

Tiefschlaf und Fettverlust

Wir alle haben schon eine Million Mal gehört, dass eine angemessene Menge Schlaf
(normalerweise 7-9 Stunden pro Nacht) für so ziemlich jeden Aspekt Ihrer Gesundheit
einfach unentbehrlich ist.

Während eines 23-Tage-Abbauzyklus wie diesem aber... ich habe bei der Intensität meines
Trainings einen Gang höher geschaltet und auch etwas weniger Kohlenhydrate und
Gesamtkalorien zu mir genommen... also ist es sogar NOCH wichtiger als je zuvor, für
mindestens 8 Stunden Schlaf pro Nacht zu sorgen, damit der Körper sich bestmöglich erholen
kann.

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Studien zeigen, dass schon ein teilweiser Schlafentzug, etwa 6 Stunden pro Nacht statt 8
Stunden pro Nacht, den Cortisolspiegel anheben, fettverbrennende und muskelaufbauende
Hormone wie Testosteron und Wachstumshormone reduzieren und wesentlich Ihre Fähigkeit
verringern kann, den Fettverlust und den Erhalt der Muskeln zu maximieren.

In dieser Art von 23-Tage-Abbauzyklus ist einfach kein Platz für Fehler, wenn Sie Ihr Ziel
ernst nehmen, also sind 8 Stunden Tiefschlaf pro Nacht ein Muss, um Ihre Ergebnisse zu
maximieren.

Die fortgeschrittenen hocheffektiven Strategien... ein wenig übertrieben?

Nun, das ist jetzt so ziemlich alles an wesentlichen Einzelheiten dazu, wie ich in nur 23 Tagen
von 10,2 % Körperfett auf 6,9 % Körperfett gekommen bin, als ich mich vor Kurzem auf ein
Fotoshooting vorbereitet habe.

Wie ich zu Beginn dieses Kapitels schon gesagt habe, war manches davon ein bisschen
schrullig und zu streng, man muss mehrere Wochen lang fast bei jeder Kleinigkeit sehr
pingelig sein. Aber, um es noch einmal zu sagen, es ging hier nur um 23 Tage, um ein
bestimmtes Ziel zu erreichen, das ich mir gesetzt hatte. Ich würde verrückt werden, wenn ich
versuchen würde, mein ganzes Leben lang immer so zu leben.

Aber genau darum geht es in diesem ganzen Teil – Sie müssen nicht immer so streng sein und
Sie können das ganze Jahr über mit einem netten ausgewogenen Fitness-Lebensstil in einer
tollen Form bleiben – aber wenn diese besonderen Gelegenheiten kommen wie Hochzeiten
oder Strandurlaube oder irgendein anderes Ereignis, für das Sie Ihren Körper genau
abstimmen und in nur 3-4 Wochen eine bedeutende Menge an Körperfett abbauen möchten,
können diese fortgeschrittenen Strategien sehr wirkungsvoll sein, wenn Sie die Motivation
und die Disziplin haben, sie auch wirklich einzuhalten!

Viel Glück und viel Spaß!

113
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Über die Autoren:

Catherine Ebeling Bio

Catherine Ebeling (Cat) ist eine 53jährige fitte Mutter von drei Teenagern. Sie hat einen
Bachelors’ Degree in Marketing von der Ball State University in Indiana und einen
Bachelors’ Degree in Pflege (RN BSN) von der St. Louis University, in St. Louis, Missouri.

Cat ist eine zertifizierte Personal Trainerin und zertifizierte Lifestyle- und Gewichts
Management Beraterin. In den letzten 25 Jahren hat sie intensiv alles über Nährstoffe,
Lebensmittelallergien und Gewichtsverlust gelernt. Nachdem sie bei sich selber verschiedene
Lebensmittelallergien und eine Glutenempfindlichkeit entdeckt hatte, war sie motiviert noch
mehr zu lernen. Sie wollte alles über Ernährung, Vitaminmangel und Gesundheitsfragen
wissen und hat dies zu ihrer Lebensaufgabe gemacht.

Als Ergänzung zu ihrer Erfahrung als Personal Trainerin und Gewichtsverlust Beraterin,
veröffentlicht sie regelmäßig in ihrer Wellness-Kolummne und publiziert einen nationalen
Newsletter an über 25 000 Abonnenten.

In ihrer Freizeit betreibt Cat wettkampfmäßig Rennradfahren. Sie


fährt pro Woche regelmäßig 300 km, manchmal sogar mehr. In
ihrem ersten Jahr mit einem Straßenfahrrad fuhr Cat über 4000 KM
und nahm am RAGBRAI teil. Dies ist ein organisiertes Rennen quer
Iowa, bei dem etwa 800 KM in einer Woche gefahren wird.

Cat lebt mit ihren Kindern im Alter von 18, 16 und 14 Jahren
außerhalb von St. Louis; ein Rhodesian Ridgeback mit Namen Mia
und eine Katze namens Paco gehören ebenfalls zur Familie.

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Mike Geary Bio

Mike ist seit über 10 Jahren ein zertifizierter


Ernährungsspezialist und ein zertifizierter Personal
Trainer. Seit über 20 Jahren, seit Teenagertagen,
lernt er alles über Ernährung und Übungsaus–
führungen. Mike ist 36 Jahre alt und zog vor 5
Jahren von New Jersey (er ist in der Umgebung von
Philadelphia aufgewachsen) in die wunderschönen
Berge der Colorado Rockies. Nun fährt er im Winter
fast täglich Ski und verbringt im Sommer seine Zeit
mit Radfahren, wandern, golfen und anderen
sportlichen Aktivitäten.

Mike ist ein leidenschaftlicher Abenteurer, der in den letzten 2-3 Jahren eine Menge erlebt
hat:
• 3 Fallschirmsprünge (2 davon aus einer Höhe von 5 100m, in Colorado)
• 4 Riverrafting Trips, auch in den 5 extremsten Stromschnellen von Nord Amerika, in
dem bekannten Gore-Canyon
• ein italienisches Kampfflugzeug über die Wüste von Nevada gesteuert
• An einem “Schwerelosigkeitsflug” teilgenommen, um die Erfahrung von
Schwerelosigkeit zu machen und in einer Flugzeugkabine zu schweben (ein Training
wie bei Astronauten)
• Heli-skiing in Chile
• Sporttauchen in Island in 34 Grad warmen Wasser und einer Unterwassersicht von
100m
• mit dem Schneemobil und wandernd auf einem Gletscher, der über einem Vulkan lag
(in Island)
• zusammen mit 25 Geschäftsmännern in Buggies über die Sanddünen von Baja
Peninsula in Mexiko gefahren
• mit einer Seilrutsche über die Schluchten der Rocky Mountains
• durch die Karibik gesegelt
• durch Nicaragua, Spanien, Belize, Costa Rica, Mexiko, Island, Chile, Bahamas,
Jamaika, Kaimaninseln und überall durch die USA/Kanada gereist

Sein Programm Die Wahrheit über Bauchmuskeln (http://www.FlacherBauch.com) wurde


in den letzten 4 Jahren zu einem Spitzenreiter mit über 439,000 Lesern in 163 Ländern und
über 700'000 Abonnenten weltweit, die sich für den Newsletter von Mike’s Schlanker Körper
Newsletter online eingeschrieben haben.

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