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Universität Trier

SoSe 2016
Matrikel-Nr: 1151939
Fach: Politikwissenschaften
Seminar „das politische System Australiens“
Leiter des Seminars:  Prof. Dr. Wolfgang Lorig

Die australische Immigrationspolitik


Eine Hausarbeit von
Tobias Kunterding
Tobias Kunterding Matrikel-Nr: 1151939
Robert-Schuman Allee 6
54296 Trier
tobiaskunterding@googlemail.com
0176/32532601

Gliederung

1. Einleitung

2. Geschichte der australischen Immigrationspolitik

2.1 Die Phase des „nation-building“ in den 1950er und 1960er Jahren

2.2 Die ersten Bootsflüchtlinge in den 1970er Jahren

2.3 „Willkommenskultur“ unter der Regierung Hawke

2.4 Der Wendepunkt in den 1990er und 2000er Jahren


3. Zentrale Elemente der australischen Immigrationspolitik

3.1 Skilled-Australian Linked migration

3.2 independent Migration

3.3 Punktesystem

3.4 Vor und Nachteile des australischen Systems

4. Ist das australische Modell auf Deutschland anwendbar?

5. Fazit
1.Einleitung1

Die Flüchtlingskrise in Europa hat nicht nur heftige Diskussionen über die Asylpolitik
der Bundesregierung angefacht, sie hat auch dafür gesorgt, dass die
Einwanderungspolitik wieder in den politischen Vordergrund rückt. Es ist seit langem
klar, dass die Bundesrepublik aufgrund der demographischen Entwicklung längst auf
Einwanderung, auch aus nicht EU-Staaten, angewiesen ist

.Doch natürlich braucht man auch hierfür Regularien, um eine unkontrollierte


Einwanderung zu verhindern. Um einen ersten Überblick über das Australische
Immigrationssystem zu bekommen, wird sich diese Hausarbeit zunächst mit der
Geschichte und den grundlegenden Aspekten der australischen Immigrationspolitik
beschäftigen um später auf die Frage zu kommen, welche Vor- und Nachteile dieses
System in Australien mit sich bringt.

Auch die Flüchtlingspolitik als Teil der Einwanderungspolitik wird kritisch


durchleuchtet. Einer der größten Kritiker des Australischen Modells ist dabei Sev
Ozdowski mit seinem Text „The Law, Immigration and Human Rights: Changing the
Australian Immigration Control System“, in dem er deutlich aufzeigt, dass das System
durchaus seine Schwächen hat.

Zudem wird auch überprüft, ob ein solches Punktesystem im Bereich der


Einwanderung in der Bundesrepublik auch möglich ist und ob dies praktikabel ist.

1
2.Die Geschichte der australischen Immigrationspolitik
Schon in der großen Depression und den Kriegsjahren kamen viele Einwanderer aus
Europa nach Australien, zum Großteil Briten. Auch deutsche Juden, welche Schutz vor
der Verfolgung durch das NS-Regime gesucht haben, wurden in Australien
aufgenommen. Diese mussten sich bei der Ankunft bei den Behörden registrieren und
in einigen Fällen wurden Immigranten auch als 'enemy aliens' klassifiziert und
interniert (sbs.com.au 2013).

Zwei Jahre später wurden nicht-europäischen Einwanderer, welche aus geschäftlichen


Gründen in Australien waren oder seit 15 Jahren ihren Wohnsitz dort hatten, eine
dauerhafte Aufenthaltserlaubnis erteilt (sbs.com.au 2013). Dies stand im Widerspruch
mit dem "Immigration Restriction Act" von 1901, welches vorsah, "nicht-weiße"
Einwanderer zu stoppen. Dies wird auch als "White Australia Policy" bezeichnet.

Ein Teil dieses Immigration Restriction Act war der “dictation test”, welcher
Immigranten absolvieren mussten. Ein Beamter diktiert einen Text von 50 Wörtern auf
Englisch und der Einwanderer musste mitschreiben. Wenn der Bewerber den Test
bestanden hat, hatte der dafür verantwortliche Beamte aber immer noch die
Möglichkeit, den Diktat in einer anderen europäischen Sprache zu wiederholen
(Museum Victoria).

In den Jahren 1902-1903 wurden 805 Bewerber geprüft, wovon gerade einmal 46
Leute diesen Test bestanden haben (Museum Victoria). Von 1904-1909 haben 6 Leute
diesen Test bestanden und nach 1909 kein einziger mehr (Museum Victoria).

Ein Beispiel für die praktische Anwendung des “dictation tests” ist der Fall Egon Kisch
aus dem Jahre 1934. Er besaß ein gültiges Visum für Australien, mit dem er hätte
einreisen können. Da die damalige konservative Regierung wusste, dass Kisch ein
Kommunist war, wurde er mehrmals verhaftet und letztendlich nach Sydney gebracht.
Da die Beamten wussten, dass Kisch Englisch und mehrere andere europäische
Sprachen spricht, musste er den “dictation test” auf Gälisch absolvieren (Museum
Victoria). Da diese Test-Auswahl einen politischen Hintergrund hatte, zog Kisch vor das
High Court und bekam letztendlich Recht (Museum Victoria).
2.1 Die Phase des „nation-building“ in den 1950er und 1960er Jahren

Die 1950er und 1960er Jahre standen im Fokus des "nation-building" und Immigration
wurde als Zentraler Punkt angesehen (Birrell 2009: 72). Den Anfang setzte der
Immigrationsminister Harold Holt, welcher 800 nicht-europäischen Kriegsflüchtlingen
die Erlaubnis erteilte, in Australien zu bleiben (sbs.com.au 2013). 1958 wurde das
"Revised Migration Act" verabschiedet, welche die Erteilung von
Einreisegenehmigungen deutlich vereinfachte und auch den "dictation test"
abschaffte (sbs.com.au 2013). 1966 wurde vom Immigrationsminister Hubert
Opperman angekündigt, dass man bei Anträgen darauf achten wird, ob der
Antragssteller Fähigkeiten hat, die Australien weiterbringen und ob man ihm zutraut,
sich zu integrieren (sbs.com.au 2013). Hier wurde zum ersten Mal über die Verteilung
von Aufenthaltserlaubnissen nach den Fähigkeiten der Person nachgedacht.Das
australische Punktesystem (Australian Structured Selection assesment system) wurde
1973 offiziell eingeführt (Meyers 2007: 175).

2.2 Die ersten Bootsflüchtlinge in den 1970er Jahren

Einige Jahre später, 1972, wurde die White Australia Policy auch formell abgeschafft. In
den späten 70er Jahren begann zugleich die erste Phase der Bootsflüchtlinge. 2000
Flüchtlinge aus Vietnam kamen mit dem Boot in Australien an und der australische
Premierminister Malcom Fraser gestattete es diesen Flüchtlingen, in Australien sich
anzusiedeln. Diese erste Phase ging von 1976 bis 1982(sbs.com.au 2013).

2.3 "Willkommenskultur" unter der Regierung Hawke


In den 80er Jahren fand eine Politisierung der Immigrationsdebatte statt. Es fand eine
größere Diskussion über die Selektionspolitik der Regierung statt und neue
Organisationen, welche sich für die Familienzusammenführungen oder allgemein für
die Bedürftnisse der Migranten einsetzen, entstanden (Betts 2003: 171).

Die Regierung Hawke hat im Laufe der 80er Jahre weitere Vereinfachungen der
Immigration ermöglicht, sodass Bewohner Australiens ihre direkten Verwandten
"sponsorn" können damit diese auch in Australien leben können (Birrell 2009: 73).
Beide Großen Parteien waren in diesem Zeitraum auch Unterstützer einer
multikulturellen Gesellschaft in Australien.

Betts kritisiert dabei, dass sich die Regierung Hawke zwar für eine multikulturelle
Gesellschaft eingesetzt habe, allerdings habe die hohe Fluktuation auf dem
zuständigen Ministerposten dafür gesorgt, dass keine klare Linie gefahren wurde.
Dabei ist zu erwähnen, dass in 5 Jahren 7 mal der Minister gewechselt wurde (Betts
2003: 171). Die Kritik ist durchaus berechtigt, da ein Minister stets eine gewisse
politische Richtung in seinem Bereich vorgibt und man für die praktische Umsetzung
dementsprechend Zeit benötigt. Da dies nicht gegeben war, schlingerte man
diesbezüglich umher.

Auch war die Politik am Ende der 80er Jahre immer unbeliebter, da die Bevölkerung
der Ansicht war, dass die Anzahl der Immigranten zu hoch ist (Betts 2003: 175). Hinzu
kam das Problem, dass die Immigrationspolitik von Hawke nach Einschätzung vom
ehemaligen Finanzminister Peter Walsh eher durch den Lobbyismus von bestimmten
Gruppen gelenkt wurde als von Rationalität (Betts 2003: 174). Auch war es für die
Gesellschaft ein Problem, dass viele Einwanderer, die über die
Familienzusammenführung nach Australien kamen, am Ende vom Wohlfahrtsstaat
abhängig waren und somit dem australischen Steuerzahler Geld gekostet haben (Betts
2003: 174).
Das FitzGerald Komitee hat in einem Bericht zudem die starke Betonung auf die
Familienzusammenführung kritisiert und kam zur Ansicht, dass das multikulturelle
Leben mit dafür gesorgt habe, dass Einwanderung in Australien unpopulär geworden
sei (Betts 2003: 175).

2.4 Der Wendepunkt in den 1990er und 2000er Jahren


In den frühen 90er Jahren fand ein wichtiger Wendepunkt in der Immigrationspolitik
statt. Die Regierung von Paul Keating hat veranlasst, dass diejenigen, die kein Visum
vorweisen können, vorläufig inhaftiert werden können (sbs.co.au 2013). Im Grunde
genommen ist es kein Gesetz, welches sich speziell gegen Flüchtlinge wendet, da auch
Touristen ihr Visum überziehen können, allerdings haben auch Flüchtlinge bei ihrer
Ankunft in Australien zunächst kein Visum und fallen somit unter dieses Gesetz. Im
weiteren Verlauf der 90er Jahre wurden weitere Reformen im Bereich der Selektion
von Migranten in Gang gesetzt (Birrell 2009: 75). Dabei wurde die Möglichkeit des
Nachzugs von Verwandten deutlich erschwert. Die "gesponsorten" Personen bekamen
nur noch eine zweijährige vorübergehende Aufenthaltserlaubnis und man musste
nachweisen, dass zwischen dem "Sponsor" und dem "gesponsorten" eine tatsächliche
Beziehung besteht (Birrell 2009: 76). Dazu wurde das Auswahlverfahren nach
Fähigkeiten verschärft. In Folge dessen ist die Anzahl an Familiennachzüglern von
30000 in den 80er Jahren auf 7000 gesunken (Birrell 2009: 77). Hinzu wurde eine neue
"Skilled Occupation List" eingeführt, in denen Jobs in 60-, 50- und 40 Punkte Gruppen
eingeteilt wurde (Birrell 2009: 77). Jedoch können Unternehmen so viele Einwanderer
sponsoren wie sie es benötigen (Birrell 2009: 77).

Die Howard Regierung hat 1996 endgültig mit der vorherigen Politik von Hawke
gebrochen indem sie neue Reformen in Gang gebracht haben, welche unter anderem
die Sozialkosten des Staates reduzieren sollen und einen noch stärkeren Fokus auf
wirtschaftliche Aspekte legt (Betts 2003: 177).

Kernpunkte waren dabei tiefe Einschnitte in das


Familienzusammenführungsprogramm und der Ausschluss von Migranten aus dem
Sozialen System für die ersten zwei Jahre (Betts 2003: 177). Ein weiterer Aspekt der
Howard Regierung war neben dem starken Fokus auf qualifizierte Einwanderer auch
die Geringschätzung von Organisationen, welche die Familienrückführungsprogramme
verteidigten. Diese neue Ausrichtung symbolisierte einen starken Richtungswechsel
(Betts 2003: 187).
2001 war ein weiteres einscheidenes Ereignis in der australischen Immigrationspolitik.
Das norwegische Containerschiff MV Tampa nahm 433 Asylsuchende aus Afghanistan
auf, nachdem ihr Schiff 140km nördlich von der Weihnachtsinsel (Christmas Island)
gestrandet ist (nma.gov.au ). Die australische Regierung verweigerte das Andocken des
Schiffes an australische Häfen und australische SAS-Truppen wurden auf das Schiff
geschickt um zu verhindern, dass das Schiff die Weihnachtsinsel anfährt (nma.gov.au).

Am selben Tag wurde das "Border Protection Bill" verabschiedet, welches der
Reigerung ermöglicht, jedes ausländische Schiff aus australischen Gewässern zu
entfernen. Das Gesetz wurde rückwirkend verabschiedet, sodass das Boarden der
SAS-Soldaten auf die MV Tampa rechtsmäßig ist. Wenig später wurden Abkommen mit
Nauru und Neuseeland geschlossen, sodass 131 Asylsuchende von Nauru aus nach
Neuseeland geschickt wurden, während die restlichen 302 auf Nauru blieben und
abgefertigt wurden. (nma.gov.au).

Nach den Ereignissen wurden weitere Gesetze verabschiedet, in denen Asylsuchende


auf den australischen Inseln wie z.B der Weihnachtsinsel keinen Anspruch auf Asyl
haben.

2008 wurden die Internierungslager auf Nauru und Manus Island geschlossen,
allerdings wurden Asylbewerber auf die Weihnachtsinseln gebracht (sbs.com.au).

2012 begann eine neue Welle von Bootsflüchtlingen, welche überweigend aus dem
Irak, Afghanistan und Sri Lanka kommen. Hunderte von Menschen kamen dabei ums
Leben und als Folge dessen hat die Regierung von Julia Gillard die Internierungslager
auf Nauru und Manus Island wiedereröffnet (sbs.com.au).
3. Zentrale Elemente der australischen Immigrationspolitik

Die Grundlage der australischen Immigrationspolitik besteht aus mehreren mehrere


Säulen. Zum einen möchte die Politik die Einwanderung genaustens planen und
kontrollieren und zum anderen nach wirtschaftlichen und sozialen Kriterien
selektieren. Dabei sollen diejenigen, die zugelassen sind, einen schnellen Zugang zur
Staatsbürgerschaft erhalten und es kann auf die Bedürfnisse der Immigranten
eingegangen werden (Castles 1992: 558).

Das australische Immigrationssystem ist in zwei Sektoren aufgeteilt, einmal in die


“Skilled-Australian Linked migration” und zum anderen die unabhängige Immigration.
Der erste Grundstein für das heutige System wurde 1949 gelegt, indem es den
nichteuropäischen Flüchtlingen erstmals erlaubt wurde, in Australien zu bleiben. Dies
gilt als der erste Schritt für eine Immigrationspolitik ohne Diskriminierung nach Rasse,
Geschlecht etc. (Miller 1999: 192).

3.1 Skilled-Australian Linked migration

Die Skill-based Immigration und Familiäre Immigration laufen unter dem Oberbegriff
der „Skilled-Australian Linked migration”. Beide Varianten haben gemeinsam, dass der
Antragssteller einen australischen Sponsor besitzt, sei es ein Familienmitglied oder der
Arbeitgeber. (Miller 1999: 194).
Die Familiäre Immigration erlaubt es, dass direkte Verwandte in Australien bleiben
können. Hierbei wird kein Punktetest benötigt. Allerdings muss ein Verwandter für den
Antragssteller bürgen (Miller 1999: 192).Bei der „Skill-based“ Immigration sieht es
jedoch anders aus: Hierfür muss der Antragssteller einen Test absolvieren (Miller 1999:
192), eine spezifische Ausbildung besitzen und der Arbeitgeber muss für ihn bürgen
(Miller 1999: 193).

3.2 Independent Migration

Bei der unabhängigen Immigration hat der Antragssteller keinen „Sponsor“. Allerdings
muss auch er einen Punktetest absolvieren. Punkte werden unter anderem für das
Alter des Antragstellers, seine Ausbildung (formell und Erfahrungen) und Sprache
verteilt (Miller 1999: 193). Der Antragssteller muss 110 Punkte schaffen, um diesen
Test zu bestehen (Miller 1999: 194).

3.3 Punktesystem
Hierbei müssen die Antragssteller einen Test absolvieren, in dem unter anderem die
Beziehung zwischen dem Bürgen und dem Antragssteller bewertet wird. Auch
Faktoren wie der Standort des Bürgen werden bewertet. Die „pass mark“ liegt bei
diesem Test bei 115 Punkten. Allerdings werden nur so viele
Aufenthaltsgenehmigungen ausgestellt, wie es das Immigrationsprogramm bereitstellt.
Wenn kein Platz mehr frei ist, muss man warten, bis ein solcher Platz wieder frei wird
(Miller 1999: 194).

Die Regierung hat bei der „pass mark“ zudem die Möglichkeit, diese Zahl beliebig zu
erhöhen oder zu verringern um damit die Immigration zu regulieren (Miller 1999:194).

Neben der „pass mark“ existiert auch die „pool mark“. Diese Pool Mark liegt für
unabhängige Immigranten bei 15 Punkten unter der Pass Mark während es bei der
„Skill-based“ 5 Punkte unter der pass mark sind. Die Pool Mark dient hierbei als eine
Art Reservebecken.

Antragssteller, die die Pass Mark nicht erreichen, werden dort 12 Monate lang drin
gehalten, falls der pass mark gesenkt werden sollte (Miller 1999: 194). Problematisch
ist an diesem System die Tatsache, dass man für eine sehr lange Zeit keine Gewissheit
hat, wie es weiter geht. Dementsprechend ist es dann auch schwerer,
private/berufliche Angelegenheiten zu planen. Man bräuchte in diesem Bereich
absolute Transparenz und keine lange Wartezeiten um Schwierigkeiten zu vermeiden.

3.4 Vor und Nachteile des Australischen Systems


Nach Meinung von Sev Ozdowski liegen die Vorteile des Australischen
Immigrationssystems vor allem darin, dass es sehr einfach ist, politische Leitlinien
einzuführen und umzusetzen. Am besten ließe sich dies am Übergang von der „white
Australia policy“ zur jetztigen, nicht diskriminierende Einwanderungspolitik zeigen
(Ozdowski 1985: 544).

Allerdings müsse bedenkt werden, dass dass es für die Funktionabilität des Systems
essentiell ist, dass ein gesellschaftlicher Konsens über die Anforderungen an
Immigranten besteht, welcher in Australien gegeben ist (Ozdowski 1985: 544). Durch
dieses System ist es auch möglich, Einwanderer nach den jeweiligen Fähigkeiten zu
selektieren und dadurch ein gewisses Niveau zu halten.

Hinzu kommen Maßnahmen wie die Regulierung der „pass mark“ mit der die
Behörden die Einwanderung noch genauer regulieren.  Castles ergänzt, dass das
australische System es ermöglicht, dass die Migrationsbewegungen sehr effizient
verwaltet werden können und dabei soziale Konflikte vermieden werden (Castles 1992:
558).  Durch diese vorsichtige Öffnung der Gesellschaft sei es dabei auch möglich
gewesen, dass eben jene zu einer offenen, multikulturellen wurde (Castles 1992: 559).
Ozdowksi kritisiert aber, dass der Migration Act von 1958 keine Ziele, Richtlinien oder
Stellungnahmen über die Rechte der Immigranten beinhaltet (Ozdowski 1985: 538).
Billy Snedden, ehemaliges Mitglied des Repräsentantenhauses, kritisierte das Gesetz
wie folgt: "... I do not believe this Bill goes as far as it should go. As a consolidation,it
is excellent; as a statement of the law on migration, it falls short. I should have liked
to see placed before the Parliament what might be more properly described as a bill
for a code on migration. Such a code should be as near as possible to a
comprehensive statement of the rights and obligations of migrants. This would have
a two-fold effect. It is important to the people in Australia who may wish to
nominate migrants, and it also has a vital role in being important to people overseas
who may wish to migrate to Australia." Eine Stellungnahme bezüglich der Rechte und
Pflichten der Einwanderer hätte die Symbolwirkung gehabt, dass Migranten mit den
einheimischen Bürgern komplett gleichgestellt sind und dieselben Rechte und Pflichten
besitzen.

Dazu kommt, dass die Macht in den zuständigen Behörden auf viele verschiedene
Positionen verteilt ist. Der Minister kann Vereinbarungen für Einreisen und
Deportationen abschließen während Beamte der betreffenden Institutionen über die
Vergabe von Visa und die Festsetzung und Freilassung von Häftlingen bestimmen. Die
normale Polizei kümmert sich um Grenzverletzungen. Hinzu kommt der Migration
Amendment Act von 1983, welcher dem Minister die Erlaubnis erteilt, dieselben
Aufgaben wie ein Beamter auszuführen (Ozdowski 1985: 539).

Grundsätzlich ist das aufteilen der Macht ein richtiger Schritt, problematisch wird es
allerdings, wenn es keine einheitliche Regeln bei der Umsetzung gibt. Als Beispiel lässt
sich hier das „Villawood Immigration Detention Centre“ nennen. Im Jahre 1982
wurden dort 48 Kinder festgehalten, während der Bundesstaat Victoria dies nie
vollzogen hat (Ozdowski 1985: 542).

1989 wurde die “National Agenda” präsentiert, welche einen Aufbauplan für ein
Multikulturelles Leben darstellen soll. Kulturelle Identität und Diversität wurden damit
als legitim anerkannt und der Staat sollte dies als Teil der individuellen Privatssphäre
schützen, aber nicht gesondert fördern (Castles 1992: 559).
Problematisch an der “National Agenda ist, dass sie keine spezifischen Inhalte für den
Umgang mit Organisationen von ethnischen Minderheiten haben, obwohl diese einen
Einfluss auf die Politik haben. Hierbei entstand ein Dilemma: Behandelt die Politik die
Minderheiten gesondert nach ihrer Herkunft, fördert man die Absonderung von der
australischen Gesellschaft, während das Ignorieren die Gefahr erhöht, dass man diesen
Gruppen ihre besonderen Bedürfnisse ignoriert und eine strukturelle Diskriminierung
ermöglicht (Castles 1992: 560).

Auch wurden immer mehr Vorwürfe laut, dass die Strukturen bei den
Einwanderungsbehörden korrupt seien und Entscheidungen ohne Rücksicht auf
Menschenrechte durchgesetzt werden (Ozdowski 1985: 545).

Der Vorwurf der Korruption ist ein sehr harter, allerdings ist der Umgang mit
Flüchtlingen, gerade heutzutage im Hinblick auf die Menschenrechte durchaus
diskussionswürdig.

Es gibt verschiedene Prüfungsinstanzen wie zum Beispiel das Bundesgericht oder der
High Court. Diese sind für die juristische Prüfung von Angelegenheiten zuständig. Das
Problem hierbei ist es, dass eine Einreichung beim Bundesgericht teuer ist und sich
sehr viele das nicht leisten können (Ozdowski 1985: 542).
Dies hat dann natürlich zur Folge, dass arme Menschen nur sehr schwer vor das
Gericht ziehen können. Eine Kostenübernahme durch den Staat bei prekären
Verhältnissen könnte diesen Leuten hierbei helfen. Das „Administrative Appeals
Tribunal“ ist eine unabhängige Stelle, welche sich mit dem Einspruch von
Abschiebungen von Kriminellen beschäftigt. Diese Stelle hat allerdings nur einen
beratenden Charakter (Ozdowski 1985: 543). Das „Immigration Review Panel“
überprüft, ob bestimmte Kategorien eines Antrags korrekt überprüft worden sind oder
ob eine andere Entscheidung treffender gewesen wäre. Auch dieses Gremium hat nur
einen beratenden Charakter (Ozdowski 1985: 543). Im Grunde kann der Minister die
Empfehlungen dieses Gremiums ignorieren. Das Hauptproblem bei diesen Gremien ist,
dass diese nur einen beratenden Charakter haben und somit keinen wirklichen Einfluss
auf politische Entscheidungen. Man müsste den Gremien mehr Kompetenzen geben,
sodass zum Beispiel das “Immigration Review Panel” falsch überprüfte Kategorien
eines Antrags von sich aus direkt revidieren kann und dies nicht als Empfehlung an die
zuständige Behörde gibt, die nicht daran gebunden ist. Sinn diese Gremien sollte es
sein, die Arbeit der Behörden entsprechend zu überwachen und gegebenfalls zu
überarbeiten, wenn Fehleinschätzungen stattfinden.

Kritikwürdig ist allerdings auch die Behandlung von Flüchtlingen in Australien.

Bei der Behandlung von Flüchtlingen werden auch heutzutage von Seiten der
australischen Regierung Maßnahmen wie Internierungslager auf Pazifikinseln genutzt,
um Bootsflüchtlinge von Australien fernzuhalten.

Diese harte Politik geht soweit, dass sogar Babys, die in Australien geboren worden
sind, auf diese Inseln abgeschoben werden. Auch Kinder, die schon australische
Schulen besuchen, werden hierbei nicht ausgenommen (Knoll 2013).Eine Studie der
australischen Menschenrechtskommission hat zudem ergeben, dass gerade Kinder
unter den Bedingungen in diesen Internierungslager leiden (Hasham 2016).

Eine Abschiebepolitik sollte flexibel genug sein, um solche kritikwürdigen


Abschiebungen zu verhindern, da man es Kindern nicht zumuten kann, sie aus ihrem
gewohnten Umfeld rauszureißen.
Aufgrund dieser Politik, die auch unter internationaler Kritik steht, kann man durchaus
die Meinung vertreten, dass die Australische Regierung in diesem Bereich die
Menschenrechte gerne außer Kraft setzt. Die grundsätzliche Selektion von
Einwanderern nach dem Bildungsstand und dem Nutzen des Landes ist eine legitime
Möglichkeit, allerdings kann dies nicht mit einer höchst fragwürdigen Flüchtlingspolitik
einhergehen, da diese Leute aufgrund von menschenunwürdigen Verhältnissen in
ihren Heimatländern zum Teil große Strecken hinnehmen um Schutz zu suchen. Zudem
gibt man diesen Menschen nicht die Möglichkeit, durch eine vorübergehende
Aufenthaltserlaubnis zu zeigen, dass diese sich in die australische Gesellschaft
integrieren können und auch einen Nutzen für das Land bringen.

Man gewinnt bezüglich des Umganges der Bootsflüchtlinge letztendlich den Eindruck,
dass man sich auf Seiten der Australischen Regierung gar nicht erst die Mühe machen
will, jeden Asyl-Antrag gewissenhaft zu kontrollieren. Auch die australische
Gesellschaft muss sich die Frage stellen, ob dieser Umgang mit Asylsuchenden
rechtlich und moralisch anständig ist und mit der Genfer Flüchtlingskonvention
vereinbar ist.  

4.Ist das australische Modell auf Deutschland anwendbar?

Seit dem Beginn der Flüchtlingskrise im September 2015 wurden immer wieder
Debatten über ein deutsches Einwanderungsgesetz nach Vorbild von Australien oder
Kanada angestoßen. Dabei sei es nach Ansicht des SPD-Chefs in Thüringen wichtig,
Einwanderung im Sinne der Sozialsysteme zu organisieren (Müller 2016).

Allerdings sollte man bedenken, dass bereits seit dem 01.01.2005 ein
Einwanderungsgesetz in Kraft ist. Hierbei wird grundsätzlich zwischen einer
Aufenthaltserlaubnis und einer Niederlassungserlaubnis unterschieden (Schneider
2007). Die Aufenthaltserlaubnis orientiert sich hierbei am Grund, aus dem ein Migrant
in die Bundesrepublik einreist. Dabei unterscheidet man zwischen Ausbildung,
Erwerbstätigkeit, humanitären Gründen und familiären Gründen. Allerdings ist dies
diese Aufenthaltserlaubnis stets zeitlich begrenzt (Schneider 2007).
Die Niederlassungserlaubnis besitzt keine Zeitliche Begrenzung, allerdings sind die
Hürden für die Bewerber recht hoch.Ein Bewerber muss unter anderem nachweisen,
dass er seinen Lebensunterhalt finanzieren kann, deutsche Sprachkenntnisse besitzt,
zur Altersvorsorge beiträgt und mindestens fünf Jahre lang eine Aufenthaltserlaubnis
besessen hat (Schneider 2007).

Im Einwanderungsgesetz von 2005 wird das Prinzip des „Fördern und Forderns“
angewandt, das bedeutet dass Migranten einen Rechtsanspruch auf diese Kurse
besitzen, andererseits werden Gruppen dazu verpflichtet an diesen Kursen
teilzunehmen (Schneider 2007).Die Kurse sollen dabei zum einen dem Spracherwerb
dienen, andererseits auch über das deutsche Staatswesen informieren und den
Einwanderern die Rechte und Pflichten als Bürger nahe bringen.

Die Bundeszentrale für politische Bildung sieht das Gesetz zwiegespalten. Auf der
einen Seite seien gerade im Bereich der Immigration/Integration zu einigen deutlichen
Änderungen gekommen, während andere Bereiche fast unangetastet werden. Lobend
wird vor allem das Konzept zur sprachlichen Integration erwähnt. Allerdings wird auch
kritisiert, das u.A der Status von Geduldeten nicht verbessert wurde (Schneider 2007).
Im Bereich der Einwanderungspolitik lässt sich sagen, dass schon jetzt strenge
Anforderungen für eine Niederlassungserlaubnis herrschen. Hinzu kommt der
zwingend erforderliche Einbürgerungstest, welcher erforderlich ist, um eingebürgert
werden zu können.

Stephen Castle fügt hinzu, dass Australien bei der Durchsetzung seines
Immigrationssystems einen großen geographischen Vorteil besitzt, da das Land ein
eigener Kontinent ist. Deutschland hingegen ist mitten in Europa und von anderen
Ländern umgeben ist (Castles 1992: 559).
Auch im deutschen System findet eine gewisse Selektion zwischen Hochqualifizierten
und normalen Einwanderern statt, in der die hochqualifizierten Einwanderer deutliche
Vorteile erhalten, allerdings nicht nach einem Punktesystem. Bei einem Punktesystem
könnte man genauer selektieren, gerade für die Bereich, in denen ein
Fachkräftemangel herrscht.

Laut dem Bundesamt für Migration und Flüchtlinge können Hochqualifizierte


Einwanderer bei Erfüllung einiger Bedingungen eine sofortige Niederlassungserlaubnis
bekommen. Nichtsdestotrotz sollte man im Bereich der Immigration auch die
demographische Entwicklung der Bundesrepublik berücksichtigen. Durch die
zunehmende Veralterung der Gesellschaft ist man schon jetzt auf den Zuzug von
ausländischen Arbeitskräften angewiesen, wovon natürlich nicht alle als
hochqualifizierte Wissenschaftler oder Manager kommen. Auch denen muss eine faire
Chance gegeben werden, sich in Deutschland niederzulassen, wenn diese nachweisen,
dass sie sich in die Gesellschaft integrieren können und man müsste dies bei einer
Implementierung eines Punktesystems berücksichtigen.

5.Fazit

Das Grundlegende Prinzip bzw. Die grundlegenden Ideen des australischen


Immigrationssystems sind durchaus legitim und überlegenswert. Die Illusion, dass
jeder unkontrolliert in einen Staat einwandern kann, muss man auch als Idealist
ablegen.

Allerdings hat das System in seiner spezifisch australischen Ausprägung eigene


Schwächen, seien es die Gremien innerhalb der Strukturen, welche keinerlei bindende
Entscheidungen treffen können und somit auch nicht als Korrektiv agieren können
oder die nicht einheitliche Umsetzung der Regeln auf Bundesstaats oder sogar lokalen
Ebene (siehe Villawood Detention Centre). Hinzu kommt der mehr als fragwürdige
Umgang mit Bootsflüchtlingen, welche auf Inseln interniert werden und keinen
Asylantrag stellen dürfen oder die rigide Abschiebepolitik, die selbst vor Kleinkindern
keinen Halt macht.
Ein entscheidender Vorteil des point systems ist jedoch, dass die Regierung durch die
Grenzwerte bei den pass marks zum einen die Immigration sehr schnell und effizient
steuern kann und zum anderen kann man Migration anhand des Fachkräftemangels
lenken.

Das grundlegende Modell ist für die Bundesrepublik als Einwanderungsland ein
Modell, über das man sich zumindest mal Gedanken machen müsste. Durch die
Verteilung von Punkten unter anderem an Hand der Ausbildung des Auswanderers
kann man die Migration so steuern, dass gerade die Bereiche, in denen
Fachkräftemangel herrscht, davon profitieren können. Dafür müsste man aber auch die
Anerkennung ausländischer Ausbildungen zumindest erleichtern, da es auch hier
immer wieder zu Schwierigkeiten gibt. Zudem gäbe es mit §9 AufenthG eine solide
Grundlage, auf der man dies aufbauen könnte. Allerdings muss man aus den Fehlern
lernen, die Australien selber begangen hat.

Eine große Diskrepanz besteht hingegen in der Flüchtlingspolitik: Auf der einen Seite
betreibt Australien eine sehr rigide Politik bezüglich den Bootsflüchtlingen, auf der
anderen Seite steht Deutschland, welche im Herbst 2015 mit der “Willkommenspolitik”
das genaue Gegenteil der australischen Politik der Härte darstellt. Dementsprechend
könnte man den Eindruck erlangen, dass die beiden Länder recht “extreme”
Gegenpole bilden.

Man muss zum einen realisieren, dass eine unbegrenzte Aufnahme von Flüchtlingen
durchaus problematisch sein kann, gerade wenn es um die Belastung der
ehrenamtlichen Helfer und die Organisation von Unterkünften geht, zum anderen ist
auch das australische Modell keine wirkliche Lösung, da diese sehr hart an der Grenze
der rechtlichen Legalität läuft und auch moralisch mehr als fragwürdig ist. Die
Wahrheit liegt in der Mitte: Bezüglich der Flüchtlingspolitik muss durchaus über eine
Obergrenze diskutiert werden, allerdings darf diese nicht zu niedrig angesetzt werden,
um Stärke zu demonstrieren. Dann könnte man das Ayslrecht auch gleich komplett
abschaffen.
Literaturverzeichnis

Miller, Paul: Immigration Policy and Immigrant Quality: The Australian Points System,
in: The American Economic Review, Vol. 89 No.2 1999, 192-196

Ozdowski, Sev: The Law, Immigration and Human Rights: Changing the Australian
Immigration Control System, in: The International Migration Review, Vol 19 No.3 1985,
535-554

Betts, Katharine: Immigration Policy under the Howard Government, in: Australian
Journal of Social Issues, Vol 38 Nr.2 2003, 169-188

Castles, Stephen: The australian Model of Immigration and Multiculturalism: Is It


Applicable to Europe?, in: The international Migration Review, Vol 26 Nr.2 1992, 549-
567

“Tampa affair: 2001: Australian troops take control of Tampa carrying rescued asylum-
seekers”, in: National Museum Australia, unter:
http://www.nma.gov.au/online_features/defining_moments/featured/tampa_affair
(abgerufen am 07.07.2016).

Staff: “Timeline: Australia's Immigration Policy”, in Special Broadcasting Service News,


unter: http://www.sbs.com.au/news/article/2013/06/21/timeline-australias-
immigration-policy (abgerufen am 08.07.2016).

Hasham, Nicole: “'These children are among the most traumatised we have ever
seen'”, unter: http://www.smh.com.au/federal-politics/political-news/these-children-are-
among-the-most-traumatised-we-have-ever-seen-20160203-gml9dv.html (abgerufen am
11.07.2016).

Knoll, Stefanie: “Die Wiederentdeckung des Mitgefühls”, unter:


http://www.zeit.de/politik/ausland/2016-02/australien-fluechtlingspolitik-nauru-
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Müller, Gerald: “Kanada als Vorbild: Thüringer SPD stößt Einwanderungsgesetz an”,
unter: http://www.thueringer-allgemeine.de/web/zgt/politik/detail/-/specific/Kanada-
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Schneider, Jan: “Rückblick: Zuwanderungsgesetz 2005”, unter:


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Birrell, Bob: “Immigration policy in Australia”, in: Nations of Immigrants. Australia and
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Meyers, Eytan: International Immigration Policy. Palgrave Macmillan, New York, 2007
Eidesstattliche Erklärung

Hiermit versichere ich, dass ich die Hausarbeit selbstständig verfasst und keine
anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel benutzt habe, alle Ausführungen,
die anderen Schriften wörtlich oder sinngemäß entnommen wurden, kenntlich
gemacht sind und die Arbeit in gleicher oder ähnlicher Fassung noch nicht Bestandteil
einer Studien- oder Prüfungsleistung war.

Unterschrift der Verfasserin / des Verfassers