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Leitfaden für das Erstellen eines Forschungsberichts im Masterstudiengang

Abenteuer- und Erlebnispädagogik

Was ist ein Forschungsbericht?

Der Forschungsbericht ist eine wissenschaftliche Textform, die dazu dient, Euer Forschungs-
projekt strukturiert darzustellen und reflexiv aufzubereiten. Dies betrifft die Erläuterung der
Themenstellung, des Erkenntnisinteresses und der Fragestellung(en), die Einführung des For-
schungsfeldes, die Darlegung des methodischen Vorgehens und die Präsentation der Ergeb-
nisse. Im Unterschied zu Abschlussarbeiten und Hausarbeiten liegt der Fokus noch stärker
auf einer Transparentmachung und Reflexion des Forschungsprozesses.

Wie sieht ein Forschungsbericht aus?

Für ausführliche Gestaltungshinweise haltet Euch bitte an den Leitfaden zur Erstellung von
Abschlussarbeiten auf unserer Homepage. Einige zentrale Punkte hier in aller Kürze:

Länge/Umfang: 20-30 Seiten

Textformat: Fließtext: Arial 11pt, 1,5-facher Zeilenabstand

Interviewzitate: eingerückt, kursiv, Arial 11pt, 1-facher Zeilenabstand

Aufbau:

Das Deckblatt enthält Informationen zur Lehrveranstaltung (Semester, Studiengang, Do-


zent*in), die Namen der Verfasser*innen und den Titel Eures des Forschungsprojekts.

Es folgt dieses kurze Vorwort zur Lehrveranstaltung:

Der vorliegende Forschungsbericht ist im Rahmen des zweisemestrigen Forschungsprojektse-


minars „Forschen in der Abenteuer- und Erlebnispädagogik“ im Sommersemester 2019 und
Wintersemester 2019/20 am Institut für Sportwissenschaft und Motologie der Philipps-Univer-
sität Marburg unter der Leitung von Dr. Daniel Rode entstanden. Er stellt eine eigenständige
Arbeit der Verfasserin/des Verfassers/der Verfasser/der Verfasserinnen/der Verfasser*innen
dar. Ziel des Projekts war es, unter dem Rahmenthema „Wagniskonstellationen verstehen.
Empirische Perspektiven auf eine abenteuer- und erlebnispädagogische Grundkategorie“ ein
eigenes empirisches Forschungsvorhaben zu planen und zu verwirklichen. Dabei war die
grundsätzliche methodische Anlage in Form von leitfadengestützten Interviews und einen
Grounded-Theory-Ansatz vorgegeben.

Der Bericht möchte das Forschungsvorhaben vorstellen und den Forschungsprozess reflek-
tieren, um so einen wissenschaftlichen Beitrag zur qualitativ-empirischen Erforschung von
Wagnissituationen in ausgewählten Feldern unserer Gegenwartsgesellschaft zu leisten.

Dann folgen die benötigten Verzeichnisse (Inhaltsverzeichnis, Abbildungsverzeichnis, Tabel-


lenverzeichnis, Abkürzungsverzeichnis).

Die Einleitung führt in Euer konkretes Thema ein, wirft Problemstellungen auf, formuliert ein
Erkenntnisinteresse und die konkrete(n) Forschungsfragestellung(en), die Ihr mit Eurer Empi-
rie bearbeitet. Außerdem gibt sie einen Überblick über den Aufbau des Forschungsberichts.

Der Hauptteil kann/soll individuell unterschiedlich strukturiert sein. Enthalten sein sollten aber
folgende Elemente:
- Grundlegende Bestimmungen zum Themen- und Gegenstandsbereich
Anmerkung: Anders als bei Abschlussarbeiten werden keine ausführliche Aufarbeitung
eines Forschungsstandes und Ausarbeitung theoretischer Konzepte verlangt. Den-
noch müssen grundlegende Konzepte, Begriffe und Ideen eingeführt und ggf. proble-
matisiert werden (z.B. der Wagnisbegriff); das jeweilige Untersuchungsfeld und der
Untersuchungsgegenstand müssen bestimmte werden; dafür muss ggf. auf wissen-
schaftliche Positionen Bezug genommen werden; schließlich muss daraus eine Frage-
und Betrachtungsrichtung abgeleitet werden.
- Darstellung des methodischen Vorgehens
Dies betrifft die Erhebungs- sowie Auswertungsmethode und deren Umsetzungen und
Ausgestaltungen. Eine Rückbindung an wissenschaftliche Positionen aus der Metho-
denliteratur ist erforderlich.
- Ergebnisdarstellung
Die Kategorien, Typen, Zusammenhänge etc., die ihr für euren Gegenstand herausar-
beiten konntet, solltet ihr strukturiert und anschaulich darstellen und erläutern. Die Ar-
beit mit Schlüsselzitaten und Ankerbeispielen aus dem empirischen Material bietet sich
an.
- Kritische Reflexion des Forschungsprozesses
Dieser Aspekt kann in andere Kapitel eingeflochten werden und/oder ein eigenständi-
ges Kapitel bilden. Es geht darum, potenziell (nicht zwangsweise!) alle Phasen des
Forschungsprozesses (von der Themenfindung bis zur Verschriftlichung und evtl. auch
den Rahmen des Projekts) reflexiv zu befragen und kritisch zu diskutieren. Außerdem
kann der eigene Erkenntnis- und Wandlungsprozess im Forschungsverlauf diskutiert
werden (Stichwort: Der Forschungsprozess als Bildungsprozess; siehe ggf. Eure Ta-
gebücher)

Die Arbeit schließt mit einem Fazit, das die wesentlichen Punkte zusammenfasst, bilanziert
und ggf. Ausblicke formuliert.

Im Literaturverzeichnis wird die verwendete (d. h. zitierte, paraphrasierte und anderweitig


referenzierte) Literatur aufgelistet (siehe den Leitfaden für Abschlussarbeiten).

Der Anhang enthält Material, das für den Nachvollzug Eurer Darstellungen erforderlich ist, wie
etwa relevante Auszüge aus den Interviews, den Interviewleitfaden, Übersichten über Code-
klassen und Kategoriensysteme etc. Die gesamten Transkripte und Audiofiles der Interviews
werden auf dem Sync&Share-Laufwerk hochgeladen.

Hinweis zur Verfassung und Bewertung des Forschungsberichts

Ihr könnt den Forschungsbericht alleine, in Teams oder in Eurer gesamten Kleingruppe ver-
fassen. Es wird der Bericht als Ganzes bewertet; die ermittelte Note wird an alle angegebenen
Verfasser*innen vergeben. Für Gruppenabgaben bedeutet dies, dass alle Verfasser*innen
Verantwortung für den gesamten Bericht tragen (z. B. im Hinblick auf die Kohärenz der Ge-
dankenführung), auch wenn sie einzelne Kapitel u. U. federführend von einzelnen Personen
erstellt wurden.

Bitte gebt den Bericht gedruckt ab und ladet zudem eine PDF-Version auf das Sync&Share-
Laufwerk. Die Abgabefrist wird noch bekanntgegeben.

Daniel Rode, Juli 2019