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Nicos Weg Deutsch Lernen A2 DW

Lektion 0
Einwanderung nach Deutschland

Etwa ein Fünftel der Menschen in Deutschland hat einen so genannten Migrationshintergrund, sie
oder ihre Eltern kommen also ursprünglich aus einem anderen Land. Viele haben ihre Wurzeln in
der Türkei, in Polen oder Italien oder kommen aus der Russischen Föderation. Die Familien und
Nachfahren der so genannten Gastarbeiter bilden die größte Gruppe. Zwischen 1955 und 1973
warben vor allem westdeutsche Unternehmen und Behörden im Zuge des
Wirtschaftsaufschwungs Millionen ausländischer Arbeitskräfte an, zum Beispiel aus Italien,
Spanien, Jugoslawien, Griechenland und der Türkei.

Eine zweite große Gruppe sind die so genannten Aussiedler, Menschen aus der ehemaligen
Sowjetunion und aus Osteuropa mit deutschen Wurzeln. In den 90erJahren wanderten zudem
viele Bürgerkriegsflüchtlinge vor allem aus dem ehemaligen Jugoslawien ein.

Deutschland nimmt politisch, religiös oder ethnisch verfolgte Menschen auf und gewährt ihnen
unter bestimmten Bedingungen Asyl. Die Zahl der Geflüchteten aus Krisen- und Kriegsgebieten
war wegen des Syrienkriegs vor allem in den Jahren 2015 und 2016 sehr hoch. 2016 haben fast
750.000 Menschen einen Antrag auf Asyl gestellt. Außer aus Syrien kommen viele Geflüchtete
zum Beispiel aus Eritrea, dem Irak, Somalia oder Afghanistan.

Berufe im Handwerk

Nico arbeitet gerne mit seinen Händen. Er ist geschickt, und es macht ihm Spaß, Lampen oder
Fahrräder zu reparieren. Menschen, die beruflich mit ihren Händen arbeiten, nennt man
Handwerker. Sie installieren, schneiden, produzieren, entwerfen oder fräsen mit
unterschiedlichen Materialien.

In vielen Handwerksberufen sind die Berufschancen gut. Häufig gesucht werden zum Beispiel
Maler/innen und Lackierer/innen, Bäcker/innen oder Anlagenmechaniker/innen. Der beliebteste
handwerkliche Ausbildungsberuf bei Männern ist der Kfz-Mechatroniker und bei Frauen die
Friseurin.

Die bekannteste Ausbildungsart in Deutschland ist die duale Ausbildung, bei der du Theorie in
der Berufsschule und Praxis im Betrieb lernst. Hast du deine Ausbildung erfolgreich beendet und
die Prüfung bestanden, dann wirst du Geselle oder Gesellin. Um einen Betrieb zu leiten und
selbst auszubilden, musst du später noch eine weitere Prüfung zum Meister oder zur Meisterin
bestehen. Nähere Informationen über Handwerksberufe und die jeweiligen Ausbildungen
bekommst du von der Handwerkskammer.

Wenn du dir nicht sicher bist, ob der jeweilige Beruf zu dir passt, empfiehlt sich ein Praktikum in
einem Betrieb.