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2009 11:04 Uhr Seite 103

Fachthemen

Zbigniew Cywiński DOI: 10.1002/stab.200910011

Zur Entwicklung der Steifigkeitsmatrizen


für dünnwandige Stäbe
Der vorliegende Beitrag gibt Einblick in die frühe Entwicklung der Elemente-Steifigkeits- partikuläre Form der Steifigkeitsma-
matrizen für dünnwandige Stäbe; ihre ausgereiftesten Formen werden im Folgenden vor- trix achter Ordnung hergeleitet, welche
gestellt. Diese Formen, die allgemeinste und die später für zwei besondere Fälle redu- die Bedingungen einer ebenen Rost-
zierten, beziehen sich auf die klassische Theorie der dünnwandigen Stäbe von Wlassow konstruktion befriedigte. Einige an-
[1] sowie auch auf die Bornscheuersche Systematik der betreffenden Querschnittskenn- genäherte Repräsentationen der wal-
größen [2]. Entsprechende Modifikationen der zuständigen Matrizen werden vollzogen tenden hyperbolischen Funktionen
und ihre Abhängigkeit von der Orientierung des Bezugssystems dargelegt. innerhalb der Submatrix für das Tor-
sionsproblem wurden in [11] gegeben.
On the development of stiffness matrices for thin-walled members. A glance into the
Eine Einzelgestalt der Steifigkeitsma-
early development of element stiffness matrices for thin-walled members is given in the
trix 14. Ordnung, bezogen auf die
present paper and their most mature shapes are shown. Those shapes, the most general
Hauptkoordinaten durch den Schwer-
and later reduced to two particular forms, refer to the specifics of the classical Vlasov
punkt, wurde in [12] aufgestellt, dage-
theory of thin-walled bars [1] as well as to the Bornscheuer systematics of the cross-
sectional properties involved [2]. Appropriate modifications of the relevant matrices are gen wurde die Herleitung einer Ele-
performed and their coordinate system dependence is demonstrated. mente-Steifigkeitsmatrix 14. Ordnung,
welche auf ein beliebiges Koordina-
tensystem bezogen war, in [13] veran-
1 Einleitung gemischte Torsion – d. h. primäre und schaulicht; ihre formale Gestalt er-
sekundäre, oder auch St. Venantsche wies sich jedoch als unschlüssig.
Das Problem der Steifigkeitsmatrizen und Wölbkraft-Torsion – gelegt, sowie Einzelne Submatrizen für dop-
für dünnwandige Stäbe, der auf dem auch der Bezug auf die Hauptkoordi- peltsymmetrische I-Querschnitte wur-
Formänderungsgrößenverfahren auf- naten (x, y durch den Schwerpunkt, z den in [14] vorgestellt. Der Beweis
gebauten Finite-Element-Methode (FE- durch den Schubmittelpunkt) in An- über ihren Ursprung in der allgemei-
Methode), ist heute schon befriedi- wendung gebracht. Damit wurde eine nen Gestalt von [13] wurde in [15]
gend bekannt. Aus historischen aber partikuläre Steifigkeitsmatrix vierter verdeutlicht. Eine andere Form der
auch aus praktischen Gründen wäre Ordnung erhalten. Steifigkeitsmatrix für ebene Roste,
es jedoch zweckhaft, den Anfang die- In [4] und [5] wurde die dop- aufgebaut aus doppeltsymmetrischen
ser Matrizenbehandlung anzudeuten pelte Biegung zu der gemischten Tor- I-Stäben, wurde in [16] entwickelt.
und ihrer frühen Entwicklungszeit sion hinzugefügt, was in einer quasi- Die Elemente-Steifigkeitsmatrix für
sowie ihrer danach folgenden Reifung diagonalen Steifigkeitsmatrix 12. Ord- einfach symmetrische I-Stäbe wurde
nachzukommen. Das hier behandelte nung resultierte. Eine beschränkte in [17] untersucht. Ihre Identifizierung
Problem bezieht sich nur auf dünn- Verallgemeinerung einer betreffenden ist jedoch ziemlich kompliziert, da
wandige Stäbe mit offenen Profilen Steifigkeitsmatrix achter Ordnung, diesbezüglich keine tabellarische Auf-
und lediglich auf statische Belastung. angepasst an die Bedürfnisse eines stellung dargelegt wurde. In [18] wur-
Allerdings dürfte das im Folgenden besonderen Programms, wurde in [6] den die einzelnen Submatrizen für die
dargestellte Vorgehen zur Aufstellung erreicht. Der zusätzliche Einfluss der Längs-, für beide Biege- und für die
der ausgereiften Matrizenformen auch Normalkräfte wurde in [7] erörtert. Torsionsbeanspruchung des dünnwan-
für die Bearbeitung von allgemeinen Als Ergebnis erhielt man dort eine digen Stabelementes noch einmal
Fällen der Stabquerschnitte und -be- quasi-diagonale Steifigkeitsmatrix 14. dargelegt sowie ein Versuch geltend
lastung nützlich sein. Ordnung. gemacht, diese Submatrizen in die
Ein Versuch, die Steifigkeitsma- allgemeine Steifigkeitsmatrix einzu-
2 Hintergrund trix an ein beliebiges System von or- gliedern.
thogonalen Koordinaten anzubinden, Alle diese Ansätze haben dazu ge-
Die Titelfrage wurde – soweit be- wurde in einem Rechenbeispiel von führt, das ganze Problem grundlegend
kannt – erstmals in [3] formuliert. [8] unternommen, ihre genauen Aus- zu untersuchen, um eine allgemeingül-
Trotz der teilweise erwogenen Bie- drücke wurden jedoch nicht gezeigt – tige und gleichzeitig schnittige Lösung
gung wurde dort Nachdruck auf die ähnlich wie in [9]. In [10] wurde eine zu finden. Die Bornscheuersche Syste-

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matik erschien als für diesen Zweck u = u - u 0 und v = v - v 0 , (3) ˜˜ .


sehr gut geeignet. Am Rande dieser
Fuv
˜˜ = Ú uvdF (5)
F
die Größen der Gleichungen (4) reprä-
Feststellung öffnet sich hier die Frage, Mit ũ und ṽ lauten die Gleichungen
sentieren
warum hat sich das Bornscheuersche (6):
Vorgehen nicht weit genug durchset- x = x - x 0 , y = y - y 0 und
zen können – wo es doch äußerst ein- x˜ = x cos j + y sin j,
w = w - w0. (4)
fach und sehr anschaulich ist. Positive
Beispiele dazu sind [19] und [20]. Eine Schließlich können die Flächeninte- y˜ = y cos j - x sin j und
Untersuchung des genannten Pro- grale F ũṽ der Normierungsstufe 2 aus
blems führte zu den Ergebnissen, wie der Gleichung (5) bestimmt werden: w˜ = a y x - a x y + w . (6)
sie in [21] und [22] vorgestellt wurden.
Ziel dieses Beitrags ist, den Weg
der beiden genannten Studien [21]
und [22] kurz darzulegen und die er- – x0 Normierungsstufe 0:
M 0 ∫ M̃ 0
haltenen Endformen der Steifigkeits- M0 0xyz – Koordinatensystem, ˆ
matrizen vorzustellen. B – Hilfspol, ˝ beliebig
–.
0
M0 – Anfangspunkt von w = w0 + w ¯
3 Kernpunkt der Sache x _
–1 w –12w0 Normierungsstufe 1:

y0
2 S ∫ 0 ∫ 0̃ ––––
0xy z – Koordinatensystem durch Schwerpunkt S

x
Es sei nun ein dünnwandiger Quer- –12w̃ parallel zu Oxyz,
j –
_ B = B – Hilfspol,
schnitt untersucht, der im Bild 1 wie- ay B∫B –
M0 – Anfangspunkt von w –.
dergegeben ist. Der Querschnitt ist hin- Ã

sichtlich dreier Bezugssyteme orien- ax ..Normierungsstufe 2:
–..–..–..–..–..–..–..–..–
tiert. Das erste und allgemeinste Õx̃ỹz̃ – Hauptsystem:
x̃, ỹ – Querschnittshauptachsen,
System (Normierungsstufe 0 als Aus-
z̃ – durch Hauptpol Ã,
gangsstufe) hat ein beliebiges recht- M̃0 – Anfangspunkt von w̃.
winkliges Koordinatensystem 0-x-y, _
y y ỹ
einen beliebigen Hilfspol B und An-
fangspunkt M0. Das zweite System Bild 1. Normierungsbeziehungen am dünnwandigen Querschnitt
(Normierungsstufe 1) enthält ein zum Fig. 1. Normalization relations at a thin-walled cross-section
–——
0-x-y paralleles 0-x -y -Koordinatensy-

stem, denselben Hilfspol B = B, aber
–– 0
einen bestimmten Anfangspunkt M0 –
x
hierbei liegt der Koordinatenursprung

0 im Querschnittsschwerpunkt S. Das
dritte und partikulärste System führt
auf ein 0̃-x̃-ỹ-Koordinatensystem –
i
das Hauptsystem, das gegenüber dem
–——
0-x -y --System im Allgemeinen ver- y x
dreht _liegt, denselben Anfangspunkt F
i – Verschiebungen wie in k
M̃0 ∫ M 0 und auf einen neuen Be- q y
k z
zugspol, den Hauptpol à oder Schub- h
Hilfspol – B z
mittelpunkt (Normierungsstufe 2) [13]. zB II z
Jedes der auf die Querschnitts-
fläche F bezogenen Integrale Fuv der Bild 2. Vorzeichenregel für Querschnittsverschiebungen
Normierungsstufe 0 kann in der all- Fig. 2. Sign convention for cross-sectional displacements
gemeinen Gestalt der Gleichung (1)
ausgedrückt werden:
0
x
Fuv = Ú uvdF, (1)
F

wobei u und v für x, y, z gelten. Ähnli- B


cherweise kann die allgemeine Ge-
i
stalt des Flächenintegrals F u_v_ der
Mx
Normierungsstufe 1 durch die Glei-
y Qx
chung (2) wiedergegeben werden:
i – Kräfte wie in k My
F F k N
Fuv = Ú uvdF = Fuv - u v, (2) H Qy z
F Hilfspol – B
F zB II z
_ _
wobei u und v, welche aus den Glei- Bild 3. Vorzeichenregel für Querschnittskräfte
chungen (3) folgen: Fig. 3. Sign convention for cross-sectional forces

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Tabelle 1. Allgemeine Gestalt der Steifigkeitsmatrix für das dünnwandige Element. Beliebiger offener Querschnitt und Koor-
dinaten
Table 1. General form of stiffness matrix for the thin-walled element. Arbitrary cross-section and coordinates

ÈN l ˘ È l 2F - l 2F ◊ - l2Fx ◊ l2Fx ◊ l2Fy ◊ - l2Fy ◊ - l2Fw ◊ l2Fw ˘ È z ˘


Í ˙ Í ˙ Í i ˙
ÍN k ˙ Í l 2F ◊ l2Fx ◊ - l2Fx ◊ - l2Fy ◊ l2Fy ◊ l2Fw ◊ - l2Fw ˙ Í z k ˙
ÍQ ˙ Í ˙ Í ˙
Í 12Fxx 6 lFxx -12Fxx 6 lFxx 12Fxy -6 lFxy -12Fxy -6 lFxy 12Fxw 6 lFxw -12Fxw 6 lFxw ˙ Í xi ˙
Í xi ˙ Í ˙
ÍM yi ˙ Í k0404 -6 lFxx k0406 6 lFxy k0408 -6 lFxy k0410 6 lFxw k0412 -6 lFxw k0414 ˙ Í x'i ˙
Í ˙ Í ˙
ÍQ xk ˙ Í 12Fxx -6 lFxx -12Fxy 6 lFxy 12Fxy 6 lFxy -12Fxw -6 lFxw 12Fxw -6 lFxw ˙ Í xk ˙
ÍM ˙ Í ˙ Í ' ˙
Í yk ˙ ÍS k0606 6 lFxy k0608 -6 lFxy k0610 6 lFxw k0612 -6 lFxw k0614 ˙ Í xk ˙
Í ˙ Í ˙
ÍQ yi ˙ E Í y 12Fyy -6 lFyy -12Fyy -6 lFyy 12Fyw 6 lFyw -12Fyw 6 lFyw ˙ ◊ Í hi ˙
Í ˙= 3Í '
ÍM xi ˙ l Í m k0808 6 lFyy k0810 -6 lFyw k0812 6 lFyw k0814 ˙˙ Í hi ˙
ÍQ ˙ Íh ˙
Í yk ˙ Í m 12Fyy 6 lFyy -12Fyw -6 lFyw 12Fyw -6 lFyw ˙ Í k ˙
ÍM xk ˙ Í ˙ Í h' ˙
Í e k1010 -6 lFyw k1012 6 lFyw k1014 ˙ Í k ˙
Í ˙ Í ˙ q
ÍHi ˙ Í t k1111 k1112 k1113 k1114 ˙ ÍÍ i ˙˙
ÍBi ˙ Í r k1212 k1213
q'
k1214 ˙ Í i ˙
Í ˙ Í ˙ Íq ˙
H
Í k ˙ i k1313 k1314 ˙ Í k ˙
ÍB ˙ Í
'
Î k ˚ Í
Î e k1414 ˙˚ ÎÍqk ˙˚
k 3shk
k0404 = l2 (3Fxx + Fxx ) = k0606 k1111 = 12(a xFyw - a y Fxw ) + Fww
˜ ˜ = -k1113 = k1313
(
kskk - 2 chk - 1 )
k0406 = l2 (3Fxx - Fxx )
k0408 = -l2 (3Fxy + Fxy ) = k0610 k1112 = 6l(a xFyw - a y Fxw ) +
(
k 2 chk - 1 ) lFww
˜ ˜ = k1114 = -k1213 = -k1314
(
kskk - 2 chk - 1 )
k0410 = - l2 (3Fxy - Fxy ) = k0608

k1212 = l2 [4(a xFyw - a y Fxw ) + w oFw ] +


(
k kchk - shk ) l2Fww
k0412 = (
l2 3Fxw + Fxw = k0614 ) ˜ ˜ = k1414
kshk - 2 chk - 1 ( )
k0414 = (
l2 3Fxw - Fxw = k0612 )
k1214 = l2 [2(a xFyw - a y Fxw ) + w oFw ] +
(
k shk - k ) l2Fww
k0808 = ( )
l2 3Fyy + Fyy = k1010 ˜ ˜
(
kshk - 2 chk - 1 )
k0810 = (
l2 3Fyy – Fyy)
( )
k0812 = - l2 (3Fyw + Fyw ) = k1014

k0814 = - l2 (3Fyw - Fyw ) = k1012 k = l GJ d


EFww

Nach [13] folgen ax, ay und a entspre- einer vielseitig besseren, geschlossenen figkeitsmatrix der Tabelle 1 in die
chend der folgenden Gleichungen: Form aufgestellt, welche sich sehr gut wohlbekannten vier, gegenseitig un-
Fxy Fxw - Fxx Fyw für benötigte Reduktionen zu den par- abhängigen, partikulären Steifigkeits-
ax = 2
, tikulären Gestalten eignet. Sie ist in matrizen der Tabelle 3.
Fxx Fyy - Fxy Tabelle 1 wiedergegeben. Die ange-
Fxy Fyw - Fyy Fxw wandten Bezeichnungen sind aus den 4 Schlusswort
ay = 2
und Bildern 1, 2 und 3 ersichtlich. Zusätz-
Fxx Fyy - Fxy lich stehen hier E und G entsprechend Die in den Tabellen 1, 2 und 3 gege-
F Fy F für den Elastizitäts- und Schubmodul, benen Steifigkeitsmatrizen berück-
a = -a y x + a x - w (7) sowie Jd für das Trägheitsmoment bei sichtigen die drei wichtigsten und
F F F
reiner Torsion. sehr charakteristischen Fälle eines
Nähere Angaben zu der Herleitung Bei der Annahme, dass die Koor- dünnwandigen Stabelementes, das in
aller dieser Formeln, sowie für das dinaten x, y und z als Hauptkoordina- der Finite-Element-Methode auftre-
weitere Vorgehen bei der Festsetzung ten durch den Schwerpunkt des Quer- ten mag. Mit Hilfe der Tabelle 1
der Steifigkeitsmatrizen, können aus schnitts führen, reduziert sich die all- könnten, nach Bedarf, auch andere
[13] entnommen werden. Die voraus- gemeine Form der Steifigkeitsmatrix Arten des Elementes berechnet wer-
gesetzten Zeichenregeln für die Stab- der Tabelle 1 zu der partikulären, wel- den. Somit ist der Weg für den weite-
endverschiebungen und -kräfte sind che aus der Tabelle 2 resultiert. ren Ausbau dieser Zusammenhänge
entsprechend in den Bildern 2 und 3 Schließlich, für den Fall, dass des Gebietes der Dynamik und Stabi-
gegeben. noch zusätzlich die z-Koordinate lität geebnet. Es ist offensichtlich,
Die in [13] aufgebrachte allge- durch den Schubmittelpunkt geht, dass in dieser Hinsicht inzwischen
meine Steifigkeitsmatrix wurde hier in entkoppelt sich die allgemeine Stei- schon vieles getan worden ist, um an

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Tabelle 2. Einzelne Gestalt der Steifigkeitsmatrix für das dünnwandige Element. Beliebiger offener Querschnitt, Hauptkoor-
dinaten x, y, z durch den Schwerpunkt
Table 2. Particular form of stiffness matrix for the thin-walled element. Arbitrary cross-section, principal co-ordinates x, y, z
through the centroid

ÈN1 ˘ È l 2F - l 2F ◊ ◊ ◊ ◊ ◊ ◊ ◊ ◊ ◊◊ ◊◊ ◊◊ ◊◊ ˘ ˘ È zÈ z i˘ ˘
Í ˙ Í ˙ ˙Í Íi ˙ ˙
ÍN k ˙ Í l 2F ◊ ◊ ◊ ◊ ◊ ◊ ◊ ◊ ◊◊ ◊◊ ◊◊ ◊◊ ˙ ˙ Í zÍ zk k˙ ˙
Í Ï 12 ¸ ˙ ˙ Í Íx ˙ ˙
ÍQ ˙
Í 12Fxx 6 lFFxx -12Fxx 6 lFxx ◊ ◊ ◊ ◊ 12FFxxxx 66lFlF xxxx -12Fxxxx 6 lFxxxx
-12F 6 lF
˙ ˙ Í xÍ i i˙ ˙
Í xi ˙ Ô Ô
4l2Fxx -6 lFxx 2l2Fxx Ô 66lFlFxx 44 l2lFF
2 -6 lF 22l2F Ô ˙ ˙ Í Í'x'˙ ˙
xxxx -6 lFxxxx 2l Fxxxx
ÍM yi ˙ Í ◊ ◊ ◊ ◊
Í ˙ Í Ì xx ˝◊ –a˙ y˙ Í xÍ i i˙ ˙
Q 12Fxx -6 lFxx ◊ ◊ ◊ ◊ Ô-12 -12 FF -6 lF
xxxx -6 lFxxxx 1212FF -6 lF
xxxx -6 lFxxxx Ô ˙ ˙ Í xÍ x
Í xk ˙ Í kk ˙˙
ÍM ˙ ÍS 4l2Fxx ◊ ◊ ◊
Ô lFlF 22
◊ Ó 66 l 2lF2F
- -
6 l
6Fl F 44l2lFF
2 Ô˛ ˙ ˙ Í Í'x'˙ ˙
˙ ˙ Í xÍ k k˙ ˙
yk xxxx xx xx xxxx xxxx
Í ˙ Í
y 12Fyy -6 lFyy -12Fyy -6 lFyy Ï 12 12FF 6 l
6 FlF - -
1212F F 6 l
6 l
F F ¸ ˙ ˙ ÍhÍh ˙
ÍQ yi ˙ E Í Ô yyyy yyyy yy yy yyyy i i˙
Í ˙= 3Í Ô ˙ ˙◊ Í◊ Í ' '˙ ˙
4l2Fyy 6 lFyy Ô l l 2F l
2l Fyy Ì-6 lFyyyy - 4l Fyyyy 6 lFyyyy -2l Fyyyy
6 F 4 6 F 2 l 2F Ô h
ÍM xi ˙ l Í m 2 - - 2 - 2
a x˙ ˙ ÍhÍ i i˙ ˙
˙
˝◊
ÍQ ˙ Í 6 lFyy Ô -12 -6 lF -6 lF ˙ ÍhÍh k˙ ˙
yyyy -6 lFyyyy yyyy -6 lFyyyy
m 12Fyy -12FF 1212FF Ô
Í yk ˙ Í Ô Ô˛ ˙ ˙ Í Ík˙ ˙
˙ ˙ ÍhÍh ' 'k
4l2Fyy Óy-6 lFlF 2lF l l2lFF k˙ ˙
Í 2F 2
ÍM xk ˙ e -6 yy yy - -
2 l
2 yyyy 6 l
6F F
yyyy- -
4 4 yyyy
Í ˙ Í ˙ ˙ Í Íq ˙ ˙
H
Í i ˙ Í t k
k11111111 k
k1112 1112 k
k1113
1113 k
k1114
1114 ˙ q
˙ Í Íi i˙ ˙
ÍBi ˙ Í k1212 k1213 k1213 k1214 k1214 ˙ ˙ ÍqÍ'q'i˙ ˙
Í r k1212 ˙ ˙ Í Íi ˙ ˙
Í ˙
H
Í k ˙ Í i k1313 k1314
k1313 k1314 ˙ ˙ ÍqÍq k k˙ ˙
ÍB ˙˚ Í ˙ ˙ Í Í'q'˙ ˙
Î k Î e k1414
k1414 q
˚ ˚ Î k k˚ ˚
Î
3
k1111 = 12( a2x Fyy + a2y Fxx ) + kshk -k 2ch(chk k - 1) F ww = -k1113 = k1313

k1112 = 6 lÊÁa x Fyy + a y Fxx ˆ˜ +


2 2 (
k 2 chk - 1 ) lF = k1114 = -k1213 = -k1314
Ë ) ww ¯ (
kshk - 2 chk - 1
k(kchk - shk)
= 4 l2 ÊÁa x Fyy + a y Fxx ˆ˜ +
2 2
k1212 l2Fww = k1414
Ë ¯ kshk - 2(chk - 1)

k(shk - k)
= 2 l2 ÊÁa x Fyy + a y Fxx ˆ˜ +
2 2
k1214 l2Fww
Ë ¯ kshk - 2(chk - 1)

Tabelle 3. Einzelne Gestalt der Steifigkeitsmatrix für das dünnwandige Element, gegeben durch vier unabhängige Sub-
matrizen. Beliebiger offener Querschnitt, Hauptkoordinaten x, y durch den Schwerpunkt; z durch den Schubmittelpunkt.
Table 3. Particular form of stiffness matrix for the thin-walled element expressed by four independent submatrices.
Arbitrary cross-section, principal co-ordinates x, y through the centroid; z through the shear centre.

ÈN i ˘ EF È 1 -1˘ Èz ˘
Í ˙= Í ˙ ◊Í i ˙
ÎN k ˚ l Î-1 1˚ Îz k ˚
ÈQ xi ˘ È 12 6l -12 6l ˘ È xi ˘
Í ˙ Í ˙ Í ˙
M
Í yi ˙ EFxx Í 6l 4 l -6 l
2 2l2 ˙ Í x' ˙
Í ˙ = Í-12 -6 l ◊Í i ˙
ÍQ xk ˙ l3
Í 12 -6 l ˙˙ Íxk ˙
ÎÍM yk ˚˙ ÍÎ 6 l 2 l -6 l
2 4l2 ˙˚ ÎÍ x'k ˚˙
ÈQ yi ˘ È 12 -61 -12 -6 l ˘ È hi ˘
Í ˙ Í ˙ Í ˙
ÍM xi ˙ EFyy Í-6 l 4l2 6l 2l2 ˙ Í h' ˙
Í ˙= Í-12 ◊Í i ˙
ÍQ yk ˙ l3 61 12 6l ˙ Í hk ˙
Í ˙
ÍÎM ˙˚
xk
ÍÎ-6 l 2l2 6l 4l2 ˙˚ ÍÎ h'k ˙˚
Èk 2shk ˘
ÈHi ˘ Í
k chk - 1 l (
-k 2shk ) (
k chk - 1 l )
˙ Èqi ˘
Í ˙
(
Ík chk - 1 l ) (
kchk - shk l2 -k chk - 1 l ) ( ) (
shk - k l2 ˙ Í '˙
)
ÍBi ˙ Í ˙ ◊ Íqi ˙
ÍH ˙ = Í ˙
Í k ˙
Í-k 2shk
Í
-k chk - 1 l (
k 2shk ) (
-k chk - 1 l ˙ Íq k ˙
˙
)
ÍÎB k ˙˚ '
(
Ík chk - 1 l
Î )
shk - k l 2
( -k chk - 1 l ) ( ) kchk - shk l2 ˙˚ ÍÎq k ˙˚
( )

dieser Stelle nur eine der betreffen- [2] Bornscheuer, F. W.: Systematische International Journal of Solids and
den ersten Untersuchungen zu er- Darstellung des Biege- und Verdreh- Structures 5 (1969), pp. 639– 662.
wähnen [23]. vorganges unter besonderer Berück- [5] Kollbrunner, C. F., Hajdin, N., Kraj-
sichtigung der Wölbkrafttorsion. Der cinovic, D.: Matrix analysis of thin-
Stahlbau 21 (1952), S. 1–9. walled structures. Institute for Engi-
Literatur [3] Krahula, J. L.: Analysis of bent and neering Research, Zurich 1969, 10.
twisted bars using the finite element [6] Balmer, H. A.: General beam ele-
[1] Wlassow, W. S.: Dünnwandige ela- method. AIAA Journal 5 (1967), pp. ment for ASKA. Institut für Statik und
stische Stäbe. Bd. I u. II. Berlin: VEB 1194–1197. Dynamik der Luft- und Raumfahrtkon-
Verlag für Bauwesen, 1964 u. 1965. 1. [4] Krajcinovic, D.: A consistent discrete struktionen, University of Stuttgart,
russische Ausgabe – 1940. technique for thin-walled assemblages. 1969, 75.

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Z. Cywiński · Zur Entwicklung der Steifigkeitsmatrizen für dünnwandige Stäbe

[7] Barsoum, R. S., Gallagher, R. H.: Fi- [13] Cywiński, Z., Szmidt, J. K.: Der dünn- ger Stäbe. Berlin: Verlag Wilhelm
nite element analysis of torsional and wandige Stab im allgemeinen Bezugs- Ernst & Sohn, 1972.
torsional- flexural stability problems. system. Der Stahlbau 46 (1977), S. 245– [20] Murray, N. W.: Introduction to the
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Methods in Engineering 2 (1970), pp. [14] Kafschdusan-Sadeghi, M.: Berech- ford: Clarendon Press, 1984.
335–352. nung der räumlichen Stabwerke unter [21] Cywiński, Z., Nishino, F.: On ele-
[8] Radaj, D.: Dünnwandige Stäbe und Berücksichtigung der Wölbkrafttor- ment stiffness matrices of thin-walled
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Der Stahlbau 40 (1970), S. 27–31. 420. ring & Construction, Chiang Mai,
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Stahlbau 78 (2009), Heft 2 107

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