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4.

Adjektiv

Adjektiv

A. Adjektivdeklination mit dem bestimmten Artikel


Wenn das Adjektiv nach dem bestimmten Artikel dekliniert wird, spricht man von einer schwachen Deklination. Bei der
schwachen Deklination sind nur zwei Endungen möglich: - e und - en.

Kasus Maskulinum Femininum Neutrum Plural

Nominativ der rote Anzug die nette Frau das freche Kind die guten Leute

Akkusativ den roten Anzug die nette Frau das freche Kind die guten Leute

Dativ dem roten Anzug der netten Frau dem frechen Kind den guten Leuten

Genitiv des roten Anzugs der netten Frau des frechen Kindes der guten Leute

Darüber hinaus werden Adjektive im Singular nach folgenden Begleitern schwach dekliniert:

- dieser
- Mit diesen schmutzigen Schuhen gehst du nicht in die Schule.

• jeder
- Diese einfachen Aufgaben kann doch jedes beliebige Schulkind lösen.
v
• jener
- Jenes weiße Hemd passt besser zu den schwarzen Schuhen.

• mancher
- Mancher verliebte Mann hat schon Kopf und Verstand verloren.

• welcher
- Welcher blöde Idiot hat Salz in meine Bierflasche getan?

• ebenso nur im Plural: alle, diese, jene, manche, solche, welche?, keine, Possessivartikel
- Alle fleißigen Schüler haben die Prüfung bestanden.
- Diese jungen Männer müssen sehr viel arbeiten.
- Meine jüngeren Geschwister sind schon verheiratet.

Besonderheiten

Einige wenige Adjektive sind in ihrer Deklination unregelmäßig. Dazu gehören:


• hoch: der hohe Baum, die hohen Bäume, das hohe Haus, die hohen Häuser, ...
• dunkel: das dunkle Zimmer, die dunklen Zimmer, der dunkle Raum, ...
• teuer: das teure Auto, die teuren Autos, der teure Mantel, die teuren Mäntel, ...
• sauer: der saure Wein, die sauren Weine, die saure Gurke, die sauren Gurken, ...
• sensibel: der sensible Junge, die sensiblen Leute, ...
4. Adjektiv

B. Adjektivdeklination mit dem unbestimmten Artikel


1) Adjektivdeklination mit dem unbestimmten Artikel im Singular

Die Adjektivdeklination mit dem unbestimmten Artikel ist schon etwas schwieriger. Singular und Plural
werden hier getrennt betrachtet.

Die Adjektivdeklination mit dem unbestimmten Artikel im Singular sieht wie folgt aus:

Kasus Maskulinum Femininum Neutrum

Nominativ ein roter Anzug eine nette Frau ein freches Kind

Akkusativ einen roten Anzug eine nette Frau ein freches Kind

Dativ einem roten Anzug einer netten Frau einem frechen Kind

Genitiv eines roten Anzugs einer netten Frau eines frechen Kindes

- Im Nominativ erhält die Adjektivendung die Endung des bestimmten Artikels:


o der - guter
o die - gute
o das - gutes
v
• Die feminine und neutrale Adjektivendung bleibt im Akkusativ bestehen.
• Die maskuline Adjektivendung ändert sich im Akkusativ auf –en.
• Im Dativ sowie im Genitiv ist die Adjektivendung immer -en.

Darüber hinaus werden Adjektive im Singular nach folgenden Begleitern ebenso dekliniert:

• alle Possessivartikel
- Hast du mein schwarzes Hemd gesehen?
- Warum gibst du deinem großen Bruder dein neues Motorrad nicht?
- Ihr neuer Freund hat ihrem älteren Bruder 100 Euro gestohlen.

• Negationsartikel kein-
- In der Disko habe ich gestern keinen interessanten Mann gesehen.

2) Adjektivdeklination mit dem unbestimmten Artikel im Plural

Im Plural wird der unbestimmte Artikel nicht verwendet, er fällt weg. Die Adjektivdeklination entspricht
dann der Nullartikeldeklination im Plural. Allerdings gibt es einen Negativartikel im Plural und dann
ändert sich die Adjektivdeklination.

Die Adjektivdeklination im Plural sieht wie folgt aus:


4. Adjektiv

Kasus Plural mit Nullartikel Plural mit Negativartikel

Nominativ schlechte Leute keine schlechten Leute

Akkusativ schlechte Leute keine schlechten Leute

Dativ schlechten Leuten keinen schlechten Leuten

Genitiv schlechter Leute keiner schlechten Leute

Fällt der unbestimmte Artikel im Plural weg (Nullartikel), wird das Adjektiv nach der
Nullartikeldeklination dekliniert.

Wird der Negativartikel oder ein Possessivartikel (mein, dein, sein, ihr, ...) benutzt, wird nach der
Adjektivdeklination des bestimmten Artikels im Plural dekliniert (Adjektivendung immer -en).

C. Adjektivdeklination mit dem Nullartikel


Wenn das Adjektiv nach dem Nullartikel dekliniert wird, spricht man von einer starken Deklination. Das
Artikelwort hat die Aufgabe, den Kasus anzuzeigen. Bei der Verwendung eines Nullartikels fehlt das
Artikelwort und somit ein Kasussignal. Dieses Kasussignal übernimmt die Adjektivdeklination. Die
Endung des Adjektivs zeigt Kasus und Genus an.

Kasus Maskulinum Femininum Neutrum Plural

Nominativ roter Wein leckere Wurst weiches Brot gute Nahrungsmittel

Akkusativ roten Wein leckere Wurst weiches Brot gute Nahrungsmittel

Dativ rotem Wein leckerer Wurst weichem Brot guten Nahrungsmitteln

Genitiv roten Weins leckerer Wurst weichen Brots guter Nahrungsmittel


4. Adjektiv

Darüber hinaus werden Adjektive mit Nullartikeldeklination nach folgenden Begleitern stark dekliniert:

• nach etwas und mehr


- Eure Kinder sollten mehr frisches Obst essen.
- Mit etwas gutem Willen lassen sich sicherlich all deine Probleme lösen.

• nach den endungslosen Indefinite manch, solch, viel, welch, wenig


- Der Ozean verbirgt manch kostbare Perle.
- Solch dummes Zeug habe ich schon lange nicht mehr gehört.
- Hinter der Grenze zu Polen kann man viel billigere Schuhe kaufen als bei uns.
- Welch große Nase hat dieser Mann.
- Auf der Versammlung wurden nur wenig neue Fakten genannt.

• nach endungslosen Zahladjektiven zwei, drei, zehn, hundert, ...


- Drei große und starke Männer haben der alten Frau beim Umzug geholfen.
- Das Leben bietet tausend schöne und spannende Dinge.

D. Komparativ und Superlativ


1) Die Bildung der Steigerungsformen
Beim Komparativ steht ein -er hinter dem Adjektiv. Der Superlativ wird mit am ...-(e)sten oder mit dem
bestimmten Artikel + -(e)ste gebildet.
v
Superlativ
Adjektiv Komparativ
am ... sten der, die, das ... ste

klein kleiner am kleinsten der, die, das kleinste

einfach einfacher am einfachsten der, die, das einfachste

schwierig schwieriger am schwierigsten der, die, das schwierigste

schnell schneller am schnellsten der, die, das schnellste

Das (e) dient beim Superlativ als Aussprachehilfe bei Adjektiven, die mit -d, -ß, -sch, -t, -tz, -x oder -z
enden.

Superlativ

am … esten der, die, das …. este

am breitesten der, die das breiteste

am hübschesten der, die das hübscheste


4. Adjektiv

am süßesten der, die das süßeste

am weitesten der, die das weiteste

Weitere Adjektive sind:

blind, blöd, dicht, echt, fest, fett, feucht, heiß, laut, leicht, leise, müde, nett, rasch, sanft, satt, schlecht,
spät.

2) Besondere Adjektive

Bei Steigerungsformen gibt es hin und wieder einen zusätzlichen Umlaut.

Adjektiv Komparativ Superlativ

alt älter am ältesten

arm ärmer am ärmsten

groß größer am größten

jung jünger am jüngsten


v
kalt kälter am kältesten

klug klüger am klügsten

kurz kürzer am kürzesten

lang länger am längsten

Weitere Adjektive sind:

dumm, gesund, grob, hart, krank, rot, scharf, stark, schwach, warm.

Manche Adjektive sind unregelmäßig. Dazu zählen:

Adjektiv Komparativ Superlativ

dunkel dunkler am dunkelsten

edel edler am edelsten

gern lieber am liebsten

gut besser am besten

hoch höher am höchsten


4. Adjektiv

nah näher am nächsten

teuer teurer am teuersten

viel / sehr mehr am meisten

3) Der attributive Gebrauch des Adjektivs

Beim Komparativ gilt: Adjektiv + er + Adjektivdeklination

Beim Superlativ gilt: Adjektiv + -(e)st + Adjektivdeklination

Beispiel:

a. Marcus verkauft einen längeren Anzug.


b. Von der besten Universität habe ich keine Ahnung.

Einschränkung des Superlativs


v
eine, einer, eines, ... + Genitivartikel Plural

Beispiel:

a. Della gehört zu einer der besten Schülerinnen der Klasse.


b. Er wollte einen der schönsten Plätze in Barcelona besuchen.
c. Ich studiere an einer der größten FHs Deutschlands.

E. Partizip als Adjektiv


Partizipien werden vom Verb abgeleitet. Man unterscheidet zwei Arten von Partizipien:
(Grundform = Infinitiv: bluten, laufen, singen, ...)
1. Partizip I: blutend, laufend, singend, ...
2. Partizip II: geblutet, gelaufen, gesungen, ...

Das Partizip II wird gebraucht, um das Perfekt, das Passiv und das Plusquamperfekt zu bilden. In diesen
Fällen ist das Partizip II Teil des Prädikats. Beide Partizipien, sowohl Partizip I als auch Partizip II, können auch
wie ein Adjektiv benutzt werden.

• Verb + Partizip II (als Teil des Prädikats):


- Das Geschäft bleibt heute wegen Krankheit geschlossen.
- Das Fenster ist geöffnet.
4. Adjektiv

- Das Haus ist komplett abgebrannt.

• Partizip II + Nomen (Adjektivfunktion):


- Das schwer verletzte Tier ist nach drei Tagen verstorben.
- Der abgetrennte Finger konnte wieder angenäht werden.
- Der verstorbene Mann hinterließ ein Millionenerbe.

1) Das Partizip I als Adjektiv

Das Partizip I als Adjektiv drückt eine Gleichzeitigkeit oder eine nicht abgeschlossene Aktion aus.
Gleichzeitigkeit bedeutet, dass zeitgleich zwei parallele Handlungen durchgeführt werden. Eine von
beiden Handlungen wird untergeordnet und bildet das Partizip I, die andere Handlung ist übergeordnet
und bildet das Prädikat im Satz.

- Die Hausfrau kocht Suppe und telefoniert dabei.


Die telefonierende Hausfrau kocht Suppe.

- Der Vogel saß auf einem Ast. Dabei zwitscherte er.


Der zwitschernde Vogel saß auf einem Ast.

Das Partizip I kann alleine stehen. In diesem Fall wird es nicht dekliniert.

- Der Hund liegt vor seiner Hundehütte und knurrt.


v
Der Hund liegt knurrend vor seiner Hundehütte.

- Der Chef ging aus dem Zimmer und lachte.


Der Chef ging lachend aus dem Zimmer.

Steht das Partizip I vor dem Nomen als Adjektivattribut, gelten die allgemeinen Regeln zur
Adjektivdeklination.

Artikel + Partizip I + Adjektivdeklination + Nomen

2) Das Partizip II als Adjektiv


Das Partizip II als Adjektiv drückt meist eine passivische Handlung, ein Resultat oder etwas
Abgeschlossenes aus. Die beiden Handlungen laufen nicht parallel, sondern zeitlich versetzt.

- Der Dieb fand den Schmuck nicht. Der Schmuck wurde versteckt.
Der Dieb fand den versteckten Schmuck nicht.

- Herr Klatsch hat sich ein Auto gekauft. Sein neues Auto ist aber gebraucht.
Herr Klatsch hat sich ein gebrauchtes Auto gekauft.

- Letzte Woche wurde mir mein Fahrrad gestohlen. Gestern wurde es wiedergefunden.
Gestern wurde mein gestohlenes Fahrrad wiedergefunden.
4. Adjektiv

Das Partizip II als Attribut steht zwischen dem Artikel und dem Nomen, auf das es sich bezieht (der ...
Schmuck, das ... Auto, das ... Fahrrad). Steht das Partizip II vor dem Nomen als Adjektivattribut, gelten
die allgemeinen Regeln zur Adjektivdeklination.

Artikel + Partizip II + Adjektivdeklination + Nomen

3) Partizipialkonstruktionen

Ein Partizip als Adjektivattribut lässt sich wie gesehen aus einem selbständigen Satz herleiten. Beziehen
sich weitere Angaben auf ein Partizip, werden diese als Partizipbegleiter in die Umformung
mitgenommen. In diesem Fall spricht man von einer Partizipialkonstruktion. Die Angaben der
Partizipialkonstruktion stehen dann zwischen Artikel und dem Partizip:

Beispiele zur Partizip I - Umformung (Gleichzeitigkeit - Aktivsatz):

- Der Mann ging aus dem Zimmer. Dabei lachte er laut.


Der laut lachende Mann ging aus dem Zimmer.

- Das Kind fürchtet sich stets im Dunkeln. Es geht nachts immer ins Elternbett.
Das sich stets im Dunkeln fürchtende Kind geht nachts immer ins Elternbett.

- v en auf den Bäumen.


Die Vögel, die fröhlich vor sich hin zwitschern, sitz
Die fröhlich vor sich hin zwitschernden Vögel sitzen auf den Bäumen.

Beispiele zur Partizip II - Umformung (Vorzeitigkeit - Passivsatz):

- Der Dieb fand den Schmuck nicht. Der Schmuck war in einem Tresor versteckt.
Der Dieb fand den in einem Tresor versteckten Schmuck nicht.

- Das Kind gibt nur freche Antworten. Es ist sehr schlecht erzogen.
Das sehr schlecht erzogene Kind gibt nur freche Antworten.

- Die Frau, die vor ein paar Stunden am Herzen operiert wurde, schläft noch ruhig.
Die vor ein paar Stunden am Herzen operierte Frau schläft noch ruhig.

Partizipialkonstruktionen lassen sich auch in Relativsätze umformen:

- Der Mann, der laut lachte, ging aus dem Zimmer


Das Kind, das sich stets fürchtet, geht nachts immer ins Elternbett.

- Die Vögel, die fröhlich vor sich hinzwitschern, sitzen auf den Bäumen.
Der Dieb fand den Schmuck nicht, der in einem Tresor versteckt war.

- Das Kind, das sehr schlecht erzogen ist, gibt nur freche Antworten.
4. Adjektiv

Die Frau, die vor ein paar Stunden am Herzen operiert wurde, schläft noch ruhig.

Partizipialkonstruktionen gehören zum gehobenen Sprachgebrauch. Meist finden sie in juristischen oder
wissenschaftlichen Texten Verwendung. In der Alltagssprache spielen die Partizipialkonstruktionen keine
Rolle.

F. Zahlwörter
Zahlwörter können auf bestimmte W-Fragen eine Antwort geben.
• Mengenangaben // Wie viel? Wie viele?

- Wie viele Geschwister haben Sie? - Ich habe sieben Geschwister, davon sechs Schwestern, aber
nur einen Bruder.
- Wie viel kostet das? - Zusammen sind es 12 Euro und 85 Cent.
- Wie viele Flaschen Wein hat er gekauft? - 10 Kisten mit je 12 Flaschen.

• Zeitangaben // Wann? Um wieviel Uhr?

- Wann ist die Party? - Am Freitag, dem 12.08.


- Um wieviel Uhr beginnt sie? - Ab 20 Uhr sind die Gäste willkommen. o Wie lange dauert sie? -
Nur 6 Stunden oder bis maximal 2 Uhr.
v

Man unterscheidet:
a) Kardinalzahlen
eins, zwei, drei, zehn, (ein)hundert, dreitausend, eine Million, sechs Milliarden, ...

b) Ordinalzahlen
1., 2., 3., 4., ... / erste, zweite, dritte, vierte, fünfte, ...

c) Bruchzahlen
ein halb, eineinhalb, ein Drittel, zwei Fünftel, drei Zehntel, ...

d) Multiplikationswörter
einfach, zweifach, doppelt, dreifach, fünffach, zwanzigfach, tausendfach, zigfach, ...

a) Kardinalzahlen
• Die Zahl " 1 " (gesprochen: eins)

Wird die Zahl " 1 " als Zahlwort vor einem Nomen gebraucht, wird sie wie der unbestimmte
Artikel dekliniert, aber etwas stärker betont:
- Haben Sie Kinder?
o Ohne Nomen: Ja, eins.
o Mit Nomen: Ja, einen Sohn und eine Tochter.
4. Adjektiv

- Ich liebe nur eine Frau und nicht zehn (Frauen)!

Wird die Zahl " 1 " mit dem bestimmten Artikel gebraucht, wird sie wie ein Adjektiv dekliniert:
- Warum hören Sie der einen und nicht der anderen Frau zu?
- In dieser Firma weiß der eine nicht, was der andere tut.

• Die Zahlen " 2 " und " 3 " werden dagegen nur im Dativ und Genitiv dekliniert. Alle anderen
Kardinalzahlen werden nicht dekliniert.
- Horst ist stolzer Vater dreier Kinder.
- Egon lässt sich bereits von seiner zweiten Frau scheiden.

• Folgende Zahlwörter sind Nomen:


- die Million, zwei Millionen /// die Milliarde, drei Milliarden /// die Billion, vier Billionen

b) Ordinalzahlen
Ordinalzahlen können mit Ziffern geschrieben werden: 1. / 2. / 3. / 4. .... Sie werden dann mit einem
Punkt (".") abgeschlossen. Sie können aber auch geschrieben werden: erste, zweite, dritte, siebte,
achte, ...

Die Ordinalzahlen von 2 - 19 werden mit -t gebildet:


v
• viert-, fünft-, sechst-, neunt-, ... + Adjektivdeklination

Die Ordinalzahlen ab 20, ... werden mit -st gebildet:


• zwanzigst-, zweiunddreißigst-, siebenundachtzigst-... + Adjektivdeklination

Eine Reihe beginnt mit der/die/das erste und endet mit der/die/das letzte.
• Den ersten Platz hat wie immer Rainer belegt.
• Der letzte geht wie schon so oft nach Bielefeld.

Es gibt nur sehr wenige irreguläre Ordinalzahlen:


• 1. = der erste // 3. der = dritte // der 7. = der siebte // der 8. = der achte
• 16. = der sechzehnte // 17. = der siebzehnte

Für die Ordinalzahlen gelten die Regeln der Adjektivdeklination.


• Die Zeitung schrieb, dass bereits jeder zehnte Internet-Nutzer ein Betrugsopfer sei.
• Heute wird der hundertste Geburtstag meiner Schwiegermutter gefeiert.

Ordinalzahlen können als Nomen verwendet werden.


• Am nächsten Spieltag der 1. Bundesliga spielt der Erste gegen den Zweiten.
• Der Favorit kam nur als Vierter durch das Ziel.
4. Adjektiv

Datumsangaben
• Der wievielte ist heute? - Heute ist der 01.04.2007 // erste April zweitausendsieben.
• Den wievielten haben wir morgen? - Morgen haben wir den 02.04. // den zweiten April.

c) Sonstiges
Zahlwörter können unter anderem in Prozentzahlen, Bruchzahlen, Maßen, Gewichten etc. auftreten.
Dabei unterscheidet sich die Schriftsprache mit der gesprochenen Sprache. Einige Zahlenangaben, die
oft benutzt werden:
• 60 % / sechzig Prozent
- Um die Prüfung zu bestehen braucht man mindestens 60 %.
• 10,15 % / zehn Komma eins fünf Prozent
- 10,15 % der Teilnehmer haben die Prüfung leider nicht
bestanden.

• 0,2 ‰ / null Komma zwei Promille


- Der Autofahrer hatte 0,2 ‰ Alkohol im Blut.

• ¼ / ein Viertel
- Ungefähr ¼ der Teilnehmer kam aus asiatischen Ländern.

• ½ / ein Halb
- Ich hätte gern ein halbes Hähnchen. v

• ¾ / drei Viertel
- Fast ¾ der Belegschaft in dieser Fabrik sind ausländische Frauen.

• 1½ kg / eineinhalb = anderthalb Kilogramm


- Ich hätte gern 1½ kg Schweinebraten.

• 1 Pfd. / ein Pfund


- 1 Pfd. sind 500 Gramm oder ein halbes Kilogramm.

• 100 l / einhundert Liter


- Am Freitag gibt es wegen einer Jubiläumsfeier 100 l Freibier.

• 100 km/h / einhundert Stundenkilometer


- Der gestrige Sturm "Eugenia" hatte Böen mit mehr als 100 km/h.

• 15 m² / fünfzehn Quadratmeter
- Das zu vermietende WG-Zimmer ist 15 m² groß.

• 20 m³ / zwanzig Kubikmeter
- Für diese Bauarbeiten benötigen wir 20 m³ Sand.
4. Adjektiv

• 15°C / fünfzehn Grad Celsius


- Am Wochenende liegen die Höchsttemperaturen im Westen bei nur 15°C.

• - 13°C / minus dreizehn Grad / dreizehn grad unter null


- In der kommenden Nacht herrschen frostige Temperaturen von bis zu - 13°C.

• Jahreszahlen 16.12.1976 / sechzehnter zwölfter neunzehnhundertsechsundsiebzig


- Meine älteste Tochter ist am 16.12.1976 geboren.

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