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Meine Familie.

Familie

Aufgabe 1. Was bedeutet für Sie das Wort


Familie? Notieren Sie die Wörter, die Ihnen Aufgabe 2. Schreiben Sie diese Wörter
dazu einfallen! richtig:

aVtre – __________________________ Enkelin – __________________________


utertM – _________________________ Tochter – __________________________
Srcewhtse – ______________________ oSnh – ____________________________
nreElt – __________________________ feNef – ___________________________
Bredur – _________________________ cNiteh – __________________________
tGcersewhis – _____________________ terVet – ___________________________
roßuGmtert – ______________________ Gebrüder – _________________________
enOkl – __________________________
eTatn – ___________________________

1
Aufgabe 3. Finden Sie zu jedem deutschen Wort links die entsprechende ukrainische Übersetzung rechts!

1. der Altersgenosse 1. сім’я


2. rustig 2. близнюки
3. bestehen 3. холостий, нежонатий
4. der Sohn 4. вести домашнє господарство
5. die Rentnerin 5. складатися з
6. die Zwillinge 6. ровісник
7. eintrachtig 7. син
8. unverheiratet sein 8. бадьорий
9. die Familie 9. дружний
10. den Haushalt fuhren 10. пенсіонерка

Aufgabe 4. Finden Sie hier 13 Wörter und übersetzen Sie sie:


Wehemanndarehefraudsfkaverwandtemnsbehepaarklasafamilieiowebrautölkdsaopakkkcousinlaseomawitwel
ekindkamgroßeltern

Aufgabe 5. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text. Erzählen Sie ihn nach.

Meine Familie
Heute ist Sonntag. Die Studenten haben keinen Unterricht. Sie haben viel Freizeit. Petro holt sein Album
hervor und zeigt seinem Freund Andrij Fotos.
- Das ist deine Familie. Wer ist das? Rechts vorn?
- Das ist mein Vater. Und das ist meine Mutter. Ich habe schon Heimweh. Hier sind nur meine
Familienangehörigen. Der Vater ist das Haupt der Familie. Er ist 49 Jahre alt. Er ist Agrartechniker.
Meine Mutter ist 46 Jahre alt. Sie führt den Haushalt. Und das sind meine Geschwister. Ich habe eine
Schwester und zwei Brüder.
- Wie alt ist deine Schwester und wie heißt sie?
- Sie ist 19 Jahre alt. Sie heißt Alina. Sie ist schon 6 Monate verheiratet. Ihr Mann ist Student. Er ist
leider Halbwaise. Seine Mutter lebt nicht mehr.
- Ich sehe, deine Schwester ist sehr hübsch. Ihr Gesicht ist ausdrucksvoll. Und die Augen strahlen
Lebensfreude aus. Die Jungen, deine Brüder, sind niedlich und einander sehr ähnlich.
- Ja, du hast Recht. Sie sind Zwillinge. Sie lieben einander sehr und sind immer zusammen, nie
getrennt. Sie besuchen die Schule. Sie sind Schüler der Klasse 8.
- Ich sehe hier deinen Schwager nicht.
- Ich sage dir, es ist Student. Er kommt nicht jede Woche nach Hause.
- Du lernst meine Familienmitglieder kennen. Wo sind deine Fotos?
- Na, gut. Ich zeige dir auch meine Bilder.
- Oh, deine Familie ist vielköpfig und sehr kinderreich.
- Ja, das ist ein Hochzeitsbild. Der Bräutigam ist mein Bruder. Die Braut ist jetzt meine Schwägerin.
Das sind meine Eltern. Und links sind die Schwiegereltern meines Bruders. Hier siehst du auch
meine Großeltern, meine Oma und meinen Opa. Sie sind Rentner. Aber sie sehen nco jung aus, nicht
wahr?
- Ja, das stimmt. Und wer ist das?
- Das ist meine Tante. Daneben steht ihr Mann, mein Onkel, und das sind ihre Kinder, meine Kusine
und mein Vetter.
- Unten sitzen die Kinder. Wessen Kinder sind das?
- Das sind meine Nichte und mein Neffe. Meine Eltern lieben ihre Enkelkinder sehr.
- Ich verstehe etwas nicht. Wie ist es möglich? Dein Bruder heiratet erst jetzt und das hat schon
Kinder.
- Nein, das sind nicht seine Kinder. Ich habe noch eine Schwester. Das hier oben ist ihr Ehemann (ihr
Gatte). Meine Eltern haben ihren Schwiegersohn gern. Meine Schwester fehlt hier. Wir sind alle eng
befreundet. Wir ehren unsere Großeltern und Urgroßeltern. Ich stelle den Familienstammbaum
zusammen.
- Jetzt kenne ich alle deine Familienangehörigen. Und du kennst auch meine. Hast du noch Fotos?
Hast du ein Bild von deiner Freundin?
Aufgabe 6. Nennen Sie die entsprechenden Verwandtschaftsnamen!

1. Muster: die Mutter – der Vater


die Großmutter – ___________________ die Oma – _________________________
die Tochter – _______________________ die Urenkelin – _______________________
die Schwester – _____________________ die Stieftochter – ______________________
die Enkelin – _______________________ die Kusine (die Base) – _________________
die Stiefmutter – ____________________ die Tante – ___________________________
die Nichte – _______________________ die Schwiegertochter – _________________
die Schwiegermutter – _______________ die Urgroßmutter – ____________________

2. Muster: - der Vater der Mutter . - Das ist der Großvater.

die Eltern des Vaters _______________________________________


der Bruder des Vaters _______________________________________
die Schwester der Mutter _______________________________________
der Sohn der Tante _______________________________________
die Tochter des Onkels _______________________________________
die Mutter des Vaters _______________________________________
der Bruder und die Schwester ________________________________________
der Vater der Frau ________________________________________
die Mutter des Mannes _______________________________________
die Frau des Sohnes ________________________________________
der Mann der Tochter _______________________________________

Aufgabe 7. Sammeln Sie noch Wörter, die alle Verwandten bezeichnen. Füllen Sie die Tabelle ein:

Verwandte Wie heißt das in Ihrer


Sprache?
Mutter
Vater
Tante Schwester von Eltern
Onkel Bruder von Eltern
Großmutter Mutter von der Mutter oder vom Vater
Großvater Vater von der Mutter oder vom Vater
Großtante Schwester von Großeltern
Großonkel Bruder von Großeltern
Urgroßmutter+/- Mutter + Vater von Großeltern
vater
Schwester/Bruder Geschwister
Cousine Tochter von Tante und Onkel
Cousins Sohne von Tante und Onkel
Nichte Tochter von Geschwister
Neffe Sohn von Geschwister
Großnichte +- Tochter + Sohne von Neffe und Nichte
neffe
Tochter und Sohn Kinder
Enkel Sohne von Kindern
Enkelin Tochter von Kindern
Urenkelin + - Tochter + Sohn von Enkel
enkel
Ehemann /
Ehefrau
Schwiegermutter Mutter von Ehemann / Mutter von der Ehefrau
Schwiegervater Vater von Ehemann / Vater von der Ehefrau
Schwägerin Ehefrau von Bruder / Schwester vom
Ehemann / von der Ehefrau
Schwager Ehemann von Schwester / Bruder vom
Ehemann / von der Ehefrau

Und wie groß ist Ihre Familie?


Ich habe
__________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________
__________________________________________________________________________________

Lernen Sie neue Wörter auswendig:


ledig – неодружений Witwe f – вдова
geschieden – розлучений Witwer m – вдовець
verwitwet - овдовілий Waise m/f – сирота
ehelich – шлюбний Patenonkel m – хрещений батько
mütterlicherseits – по матері Patentante f – хрещена мати
väterlicherseits – по батькові Vormund m - опікун
Name m – прізвище Junggeselle m - холостяк
Vorname m –ім’я Junggesellin f – незаміжня жінка
Verlobung f – заручини alte Jungfer – стара дівка
Hochzeit f - весілля Ehe f – шлюб, одруження
Nachkommen pl – нащадки Kusine f (Base, Cousine) – двоюрідна сестра
Schwiegermutter – теща, свекруха Schwager m – шурин, дівер (брат/сестра
чоловіка/жінки)
Schwiegervater – тесть, свекор Schwagerin f – братова, зовиця, своячениця
Schwiegertochter – невістка Stiefeltern pl – мачуха, вітчим
Schwiegersohn – зять Stiefkinder pl – пасинки (Stiefsohn) або
пасербниці (Stieftochter)

Aufgabe 8. Welche Verwandteverhältnisse sind möglich? Kreuzen Sie an!


-eltern -mutter -vater -sohn -tochter
Groß-
Schwieger-

Aufgabe 9. Übersetzen Sie diese Wörter und lernen Sie sie auswendig. Bilden Sie die Sätze mit
diesen Wörtern.
ledig – холостий Bräutigam m – жених, наречений
verlobt – заручений/ заручена Braut f – наречена
verheiratet – жонатий, заміжня
geschieden – розлучений
verwitwet – вдівець
Jugend pl – молодь
Kindheit f – дитинство
Mädchen n – дівчинка
Fräulein n – дівчина
Aufgabe 10. Wer ist wer? Schreiben Sie einen Text. Beginnen Sie mit „Heinrich und Lieselotte sind ein Mann
und eine Frau, sie sind eine Ehepaar. Martine ist die Tochter von Heinrich und Lieselotte…“

Heinrich Lieselotte

Marie Michael

Martine
Kerstin
Fritz

Isab
Jana
Chri el
s
Aufgabe 11. Beschreiben Sie die Familie Meiers auf dem Foto:

Aufgabe 12. Teilen Sie diese Adjektive in 2 Gruppen ein:

nett, attraktiv, hübsch, gesund, krank, fit, müde, fröhlich, traurig, ruhig, nervös, lustig, langweilig,
klug, dumm, fleißig, faul, reich, arm, stark, schwach, schüchtern, unglücklich, böse, frech,
freundlich, aktiv, unehrlich, unfreundlich, ehrlich, verrückt, elegant, optimistisch, aggressiv,
neugierig, egoistisch

positive negative

Stellen Sie Fragen zu einander, gebrauchen Sie diese Adjektive. Zum Beispiel:
 Ist dieses Buch langweilig? – Ja, dieses Buch ist langweilig.
 Bist du krank? – Nein, ich bin gesund.
Aufgabe 13. Übersetzen Sie einen Dialog:

Denis. Wie sieht eine typische moderne Familie in Österreich aus?


Gerald. Auch in Österreich ist ein Trend zu bemerken, der zur Einkindfamilie hingeht. Es war früher so, dass es
ohne weiters üblich war, vier, fünf, sechs, sieben Kinder zu haben, das heißt - es ist heute so, dass wesentlich öfter
die Frauen auch berufstätig sind. Und dann wird oft die Überlegung getätigt, dass man sagt, wir haben ein Kind, wir
können uns um dieses Kind ausreichend kümmern und mehr Kinder würden dann nur darunter leiden, dass wir
beide arbeiten und deshalb bleiben wir bei einem Kind. Also, es gibt einen Trend zur Einkindfamilie.
Denis. Mit welchem Alter verlassen österreichische Jugendliche ihr Elternhaus?
Gerald. Im Durchschnitt beginnen junge Leute im Studentenalter von ihren Eltern getrennt zu leben, das heißt es
kommt dann oft vor, dass jene, die in der "Provinz" unter Anführungszeichen leben, In die Ballungszentren ziehen,
nach Wien, nach Linz, nach Klagenfurt, nach Salzburg. Dort auf die Uni gehen, und auch dort wohnen, weil eben
die täglichen Pendelzeiten zu lang wären. Das heißt, das ist im Alter von18, 19, 20 Jahren.
Denis. Wird in Österreich früh geheiratet?
Gerald. Was die Heirat anbelangt, so glaube ich, wird in Österreich den Eltern doch ein gewisses Gehör geschenkt,
weil in der Regel sehr spät geheiratet wird. Es war früher üblich, im Alter von 20, 21 Jahren, 22 Jahren, zu heiraten.
Heute wäre das alles sehr früh. Heute wird eine Heirat, die mit 23 Jahren, 24 Jahren gemacht wird als etwas
Außergewöhnliches angesehen. Heute heiratet man mit 30 Jahren, vielleicht etwas jünger als 30 Jahre, unter
Umständen... Viele heiraten dann, wenn sie lang studiert haben, erst nach 30 Jahren...

Aufgabe 14. Lesen Sie den Text, beantworten Sie die Fragen nach dem Text:
Familie in Deutschland
Nach der Statistik hat eine deutsche Familie weniger als zwei Kinder. Die Familie mit einem
durchschnittlichen Einkommen (2.400 Euro brutto) erhält Kindergeld für die beiden Kinder (25 Euro für das erste
und 35 Euro für das zweite Kind). Die Frau arbeitet nicht mit. Außerdem zahlt der Mann weniger Lohnsteuer als
jemand ohne Kinder. Sind beide Partner berufstätig, so bekommt bei der Geburt eines Kindes die Mutter, aber auch
der Vater anstelle der Mutter, wenn er sich um die Erziehung des Kindes kümmert, einen bezahlten Urlaub. Sie / er
erhält dann 12 Monate lang ein „Erziehungsgeld“ von monatlich 300 Euro. Rund 250 Euro zahlt der Mann
monatlich Lohnsteuer, etwas mehr als 300 Euro Beiträge zur Sozialversicherung. Ungefähr 1.500 Euro gibt die
Familie für den privaten Verbrauch aus, davon etwa mehr als 300 Euro für das Essen. Den Rest kann die Familie
sparen.
Fast alle Bürger sind krankenversichert. Wenn man krank ist, bekommt man Krankengeld (6 Wochen voll
Zahlung des Lohnes). Die Krankenversicherung bezahlt auch die Arztkosten und die Arzneikosten. Der Patient füllt
selber den Krankenschein aus, gibt ihn dem Arzt. Der Arzt rechnet nach der Behandlung mit der Krankenkasse ab.
Arbeiter und Angestellte erhalten eine Rente. Die Rente ist umso höher, je länger man die
Rentenversicherungsbeiträge (etwa 19% des Bruttoverdienstes) gezahlt hat. In der Regel gehen Männer mit 65
Jahren in Rente, Frauen mit 60. Viele Betriebe gewähren ihren Arbeitern und Angestellten zusätzlich nach ihrem
Ausscheiden eine Betriebsrente. Denjenigen alten Menschen, die aus irgendwelchen Gründen keine regelmäßigen
Rentenversicherungsbeiträge leisten konnten, hilft der Staat: Sie erhalten Sozialhilfe.
Ein großes Problem ist die soziale Seite des Alters. Alte Menschen müssen oft in Altersheimen leben und
wohnen nicht mehr so häufig wie früher mit der Familie ihrer Kinder zusammen.

Wie viele Kinder hat eine „deutsche Durchschnittsfamilie“? Kreuzen Sie die richtige Zahl an:

eins zwei drei vier fünf sechs

Wie viel Kinder hat eine ukrainische Durchschnittsfamilie?

Aufgabe 15. Lesen Sie die Interviews. Was passt zusammen?

Kinder:
Anni, 18, Studentin, Köln
Ich liebe meine Familie und ich finde, dass meine Eltern sehr tolerant sind. Sie haben Verständnis für meine
Freundschaft und sind damit einverstanden, dass ich meine Freunde mit nach Hause bringe. Aber ich helfe selten
zu Hause und meine Eltern werfen mir vor, dass ich keine Ordnung in meinem Zimmer habe.
Stefan, 20, Schlosser, Nidau
Ich bin ein Einzelkind in der Familie und die Eltern kontrollieren mich sehr. Sie werfen mir vor, dass ich dauern
unterwegs bin und viel Zeit mit den Freunden verbringe. Aber ich sage immer, was ich mache und wo ich hingehe.
Meine Familie ist wichtig für mich, aber auch die Freunde.

Christian, 17, Schüler, Hamburg


Ich denke, ich habe eine sehr gute Familie. Die Mutter versteht mich und der Vater verlangt nicht zuviel von mir.
Aber das Problem ist das Geld. Ich kaufe CDs, schreibe SMS und gehe oft in die Disko. Das alles kostet viel. Und
meine Eltern behaupten, dass ich Geld auf unnütze Dinge ausgebe.

Eltern:
Helena Härtling, 40, Lehrerin
Wir haben ein tolles Kind. Er lernt gut und hilft zu Hause. Aber er braucht immer Geld für Einkäufe. Wir geben
ihm genug Taschengeld. Aber er braucht immer mehr.

Klaus Maack, 45, Bankkaufmann


Unser Kind ist klug, lustig und hat viele Freunde. Wir haben nichts gegen seine Freunde. Sie sind auch gute
Jugendliche. Das Problem ist das Zimmer des Kindes. Es ist nicht immer in Ordnung. Wir haben die Regel im
Haus: das Bett machen, den Abfalleimer rausbringen, die Kleidung in den Schrank liegen.

Rita (46) und Thomas (48) Nils, Ärzte


Wir denken, wir haben das beste Kind in der Welt. Wir können immer über verschiedene Probleme sprechen und
finden oft Kompromisse. Wir machen auch viel zusammen: reisen, besuchen Oma und Opa, grillen. Aber unser
Kind verbringt viel Zeit mit den Freunden. Sie machen oft Partys bei uns zu Hause, gehen ins Kino oder
picknicken. Und wann machen sie Hausaufgaben?
Aufgabe 19. Wer sagt das

„Wir haben ein tolles Kind.“


„Die Eltern kontrollieren mich sehr.“
„Ich helfe selten zu Hause.“
„Meine Familie ist wichtig für mich.“
„Unser Kind verbringt viel Zeit mit den Freunden.“
„Ich kaufe CDs, schreibe SMS und gehe oft in die Diskos.“
„Wann machen sie Hausaufgaben?“

Aufgabe 20. Welche Probleme haben die Familien? Sind sie schwer? Was können Sie den Familien raten?
Die Eltern sollen... Das Kind soll... In meiner Familie...

Aufgabe 21. Lesen Sie einen Text, äußern Sie Ihre Meinung zur Frage: Was ist für deine Familie typisch?
Machen Sie Übungen zum Text.
Probleme in der Familie
Die meisten Leute sagen, dass die Familie für sie sehr wichtig ist. Sie wiederholen gern, dass Familien ihnen
den Sinn von Tradition, Stärke und Zweck in ihren Leben geben. „Unsere Familien zeigen, was wir sind“ sagen sie.
Die meisten Eltern unterrichten ihren Kindern, ältere Leute zu respektieren und Feiertage zu beobachten. Aber die
wichtigste Sache für die Familie besteht, um eine emotionale Unterstützung und eine Sicherheit zu geben. Die
richtigen Familien helfen den Jungen und Mädchen Zuversicht zu gewinnen und dem Einfluss schlechter Freunde
zu widersetzen.
Jungen halten ihre Eltern oft für altmodische, ahnungslos vom spätesten Stil. Als für ihre Eltern machen sie ihr
Bestes, um ihren Kindern die bessere Chance zu geben, als sie hatten. Nach der Beendigung der Schule, versuchen
oft die Kinder vollständige Unabhängigkeit zu bekommen, sie verlassen ihre Familien und manchmal ihre
Heimatstädte. Das Bleiben bei Eltern hat seine negativen und positiven Aspekte, aber Kinder müssen verstehen,
dass die Eltern ihnen keine Verletzung machen wollen. Darum müssen junge Leute manchmal Kritik von ihren
Eltern zuhören.
Einige Leute sprechen oft von der so genannten „Generationlücke“, der Lücke in Sichten zwischen Eltern und
Jungen, aber die meisten Leute glaubt, dass diese Generationlücke manchmal übertrieben wird. Sehr oft fühlen sich
die Kinder vernachlässigt in ihren Familien. Wenn sie Grausamkeit, Gleichgültigkeit und Missverständnis in ihren
Familien finden, werden sie klüftig und herzlos. Als Ergebnis fühlen sie sich verletzt, und einige von ihnen
versuchen der Wirklichkeit durch das Stimmen zu Alkohol und Drogen zu entkommen. Wir alle sollen mehr
Aufmerksamkeit deshalb zu Familienproblemen schenken, wir müssen Streit vermeiden und müssen Zustimmung
suchen. Wir müssen uns an geistige Werte allen Leuten erinnern, wir müssen in Frieden und Harmonie leben.

A. Beantworten Sie die Fragen.


1. Welche Verben passen zu Ihrer Familie: hassen, bestrafen, streiten, schimpfen, loben, gefallen, gern haben,
lieben, sich verstehen, missverstehen.
2. Beschreiben Sie Ihre Familie mit den Adjektiven (Meine Familie ist... / Die Beziehungen in meiner Familie
sind...): sehr schlecht, traurig, kühl, neutral, freundlich, persönlich, fest / eng, sehr gut, kaputt, furchtbar,
kompliziert, höflich, normal, nett, menschlich, glücklich.
3. Was herrscht in Ihrer Familie? Angst, Misstrauen, Missverständnis, Vertrauen, Wohl, Glück, Sorge,
Problem, Kontakt, Verständnis, Spaß, Liebe.

B. Machen Sie eine Liste „Was ist für eine glückliche Familie wichtig?“ Schreiben Sie „10 Regeln für
glückliche Familie“.

Aufgabe 22. Übersetzen Sie diese Sätze in die Muttersprache.


У мене є друг. Його звуть Микола. Я знаю його вже багато років. Він мешкає зараз у Одесі. Йому 30
років. Микола працює інженером на заводі. Він одружений. Його жінка теж працює. Вона вчителька і
викладає історію. Домашнє господарство веде бабуся. Їй 60 років, але вона ще досить жвава. У неї завжди
багато справ. У Миколи двоє дітей: хлопчик та дівчинка. Хлопчику 10 років. Його звати Сергій. Сергій
ходить до школи. Він старанний та здібний, вчителі хвалять його, він дуже музикальний. Він добре грає на
скрипці. Його сестру звуть Таня. Таня ще маленька. Їй 4 роки. Таня ходить у дитячий садок (der
Kindergarten). Сергій дуже любить свою сестру. Завтра мій друг приїздить до Києва на декілька днів у
відрядження.

Aufgabe 23. Lesen Sie einen Text, übersetzen Sie ihn ins Ukrainische.

Eine große Familie

"Wir sind eine große Familie! Und das hat auch Vorteile!", sagt Mama manchmal zu mir. Und als "große
Familie" zu bezeichnen ist ein schlechter Witz. Aber Vorteile hat es manchmal wirklich. Zum Geburtstag zum
Beispiel: da bekomme ich von drei Großmüttern, drei Großvätern, einer Mutter, einem Vater, einem Stiefvater,
einer Frau vom Vater, einer Frau vom Stiefvater und von sechs Geschwistern Geschenke.
Das hört sich kompliziert an, aber ist ziemlich einfach.
Meine Mutter hat meinen Vater geheiratet und mit ihm zwei Kinder bekommen. Die Ilse und mich. Dann haben
sie sich scheiden lassen und mein Vater hat eine andere Frau geheiratet, mit der er wieder zwei Kinder bekommen
hat.
Die Mama hat dann den Kurt geheiratet und auch noch zwei Kinder bekommen. Und der Kurt war vorher schon
einmal verheiratet. Und aus dieser Ehe gibt es auch ein Kind.
Meine Eltern haben sich scheiden lassen, als die Ilse acht Jahre alt war und ich sechs. Angeblich habe sie sich
nicht mehr verstanden.
Nach der Scheidung wohnten die Ilse und ich zuerst bei den Eltern von Papa. Der Papa behielt unsere alte
Wohnung. Und die Mama zog zu ihren Eltern. Am Samstag und am Sonntag kam sie uns besuchen. Unter der
Woche hatte sie keine Zeit für uns. Sie war damals Sekretärin bei einer Zeitung und musste viele Überstunden
machen. In der Zeitungsredaktion lernte sie Kurt kennen. Der war dort Redakteur. Zwei Jahre später hat sie ihn
geheiratet. Und die Ilse und ich sind von der Oma weg zum Kurt gezogen. Dann hat die Mama den Oliver und die
Tatjana bekommen. Ich habe gern bei der Oma und bei dem Opa gewohnt. Jetzt würde ich nicht mehr so gern bei
ihnen sein. Der Opa ist nämlich schwerhörig und verkalkt geworden. Er redet so komisch! Immer murmelt er vor
sich hin.
Ich gehe jeden Donnerstag nach der Schule zur Oma und zum Opa. Früher ging die Ilse mit mir. Aber jetzt spart
sie die Oma-Opa-Besuche. Nach Sauerkraut und Bratkartoffeln riecht es bei der Oma, sagt die Ilse. Das stimmt.
Aber ich habe nichts gegen diesen Geruch.

Kreuzen Sie die richtigen Antworten an!


- Die Familie hat 10 Angehörige.
- Oliver und Tatjana sind der Cousin und die Cousine von Ilse.
- Die Eltern von Ilse wohnen nicht mehr zusammen.
- Die Mutter ist als Sekretärin tätig.
- Die Kinder wohnten bei Kurt.
- Der Opa kann nicht mehr gut hören und vergisst alles.
- Der Ilse gefällt der Geruch bei den Großeltern nicht.
- Am Wochenende besucht Mama den Kurt.
- Als die Mutter arbeitete, musste sie bis spät in der Redaktion bleiben.
- Eine große Familie hat einige Vorteile.

Aufgabe 24. Lesen Sie einen Text, übersetzen Sie ihn ins Ukrainische.

Ilse ist weg


Es war an einem Samstag, Ilse sagte, sie geht mit der Schule ins Theater. Und um zehn wird sie zurück sein.
Die Mama bot ihr an, sie mit dem Auto vom Theater abzuholen. Ilse meinte, das sei nicht nötig. Der Vater von
Evi nimmt sie mit und bringt sie nach Hause.
Ilse kam nicht um zehn, um elf war sie noch immer nicht zu Hause. Die Mutter rief Evis Mutter an und die
sagte, Evi liege längst im Bett und schlafe.
Die Mama und der Stiefvater Kurt setzten sich ins Wohnzimmer. Sie sprachen kaum miteinander. Bloß alle
zehn Minuten teilten sie sich gegenseitig die Uhrzeit mit.
Ilse kam erst Viertel nach eins. Sie erzählte, wie schön es im Theater sei und dass Evis Papa alle Mädchen
nach dem Theater ins Restaurant eingeladen habe. Mama wurde böse und rief, dass Ilse sie nicht für dumm
verkaufen soll.
Ilse ließ sich nichts anmerken. Sie tat erstaunt. "Wieso? Der Vater von der Elfi hat uns abgeholt! Elfi, nicht
Evi!"
Dann klatschte es. Die Mutter hat Ilse eine Ohrfeige gegeben. Weinend life Ilse ins Zimmer. Sie ballet die
Hände zu Fäusten und warf sich ins Bett.
Am nächsten Morgen redete Mama mit Ilse überhaupt nicht. Dafür erzählte sie mir, dass jetzt alles anders
werden wird! Sie redete so laut, dass es Ilse hören musste. Sie sagte, dass Ilse ab jetzt "Hausarrest" habe, dass
sie immer gleich nach der Schule heimkommen müsse. Und Taschengeld bekommt sie auch keines mehr! Und
neue Kleider auch nicht!
"Viel zu gut geht es ihr!" rief sie. "Das ist es! Viel zu gut!"
Und auf einmal galoppierte sie wie eine Furie ins Bad, rieß den Spiegelschrank auf, kreischte: "Da, da, da!
Alles hat sie! Alles!", und warf die ganzen Kosmetiksachen von der Ilse aus dem Schrank. Der Lippenstift flog
in die Badewanne, eine Tube Make-up in den Waschtisch.
Der Stiefvater kam und bat Mama, sie möge sich beherrschen. Die Mama biss sich auf die Unterlippe, sagte
zu mir: "Räum das bitte weg" und ließ sich vom Kurt aus dem Bad führen.

Kreuzen Sie die richtige Antwort A, B oder C an!


1. Nach dem Theater musste Ilse...
A. mit den Mädchen ins Restaurant gehen.
B. von der Mama abgeholt werden.
C. heimkommen.
2. Der Vater von Evi...
A. brachte Ilse mit dem Auto nach Hause.
B. brachte die Mädchen ins Restaurant.
C. brachte seine Tochter nach Hause.
3. Als die Mutter und der Stiefvater auf Ilse warteten, ...
A. waren sie nervös und schimpften miteinander.
B. konnten sie nicht sprechen.
C. fragten sie einander, wo das Mädchen sein könne.
4. Ilse kam nach Hause...
A. um zehn Uhr.
B. um Viertel nach eins.
C. gegen Morgen.
5. Ilse erzählte den Eltern, ...
A. was sie im Restaurant gegessen hat.
B. dass Evis Vater sie nicht geholt hat.
C. warum sie nicht rechtzeitig nach Hause kam.
6. Die Mama...
A. war unzufrieden, aber konnte sich beherrschen.
B. telefonierte mit Evi.
C. Fragte immer bei ihrem Mann, wie spät es ist.
7. Die Mama sagte der Ilse,...
A. dass sie dumm ist.
B. dass sie sie nicht versteht.
C. dass sie ihr nicht glaubt.
8. Ilse war...
A. erschroken.
B. bekam von der Mutter eine Ohrfeige.
C. wollte mit der Mutter nicht reden.
9. Am nächsten Morgen...
A. wollte die Mama mit der Ilse nicht reden.
B. schimpfte die Mama die Ilse.
C. Schimpfte der Stiefvater die Ilse.
10. Die Mutter sagte,...
A. die Ilse ist verwöhnt.
B. sie wird der Ilse weniger Taschengeld geben.
C. Ilse soll im Bad aufräumen.

Aufgabe 25. Lesen Sie einen Text, übersetzen Sie ihn ins Ukrainische.

Traditionelle Hochzeiten
Auch in Deutschland gehören zu traditionellen Hochzeiten bestimmte Sitten und Gebräuche, wie der
Polterabend am Vorabend der Hochzeit. Dabei werden Glas und Porzellan an das haus der Braut geworfen, weil
Scherben Glück bringen. Nach den Formalitäten auf dem Standesamt folgt oft einige Tage später die kirchliche
Hochzeit. Die Braut trägt dabei meist ein langes, weißes Kleid mit Brautschleier und Brautstrauß. Nach der
Zeremonie fahren Brautleute in einem geschmückten Auto oder einer Hochzeitkutsche in ein Hotel oder
Restaurant, wo die Hochzeit bei einem festlichen Essen mit Tischreden, Musik und Tanz und vielen Gästen
gefeiert wird. Anschließend geht das junge Ehepaar auf die Hochzeitsreise. Traditionell wird die Hochzeit von
den Eltern der Braut bezahlt. Sie geben ihrer Tochter außerdem eine Mitgift in Form von Geld oder Sachwerten
mit. Heute werden die Hochzeiten oft informeller gefeiert und Kosten werden geteilt.

Wie feiert man eine traditionelle Hochzeit in Ihrem Land?


Die Brautleute gehen...
a) in die Kirche
b) in ein besonderes Hochzeitsgebäude
c) aufs Rathaus/ zum Standesamt

Die Brautleute tragen...


a) ein langes weißes Kleid
b) traditionelle Hochzeitskleidung
c) bessere Straßenkleidung

Nach der Zeremonie...


a) gratulieren die Gäste und überreichen Blumen/ Geschenke/ Geld...
b) geben die Eltern der Braut/ des Bräutigams ein festliches Essen mit Musik und Tanz
c) bekommen die Gäste von den Brautleuten ein kleines Geschenk

Die Kosten bezahlen...


a) die Eltern der Braut/ des Bräutigams
b) die Brautleute selbst
c) die Hochzeitsgäste durch ihre Geschenke

Aufgabe 26. Lesen Sie einen Text, übersetzen Sie ihn ins Ukrainische.

Endlich ist mein Mann zu Hause


Herr Bauer, 64, war Möbelschreiner. Vor einem Jahr ist er in die Rente gegangen. Was tut ein Mann, wenn er
endlich nicht mehr arbeiten muss? Er wird Chef im Haus, wo vorher die Frau regierte. Wie das aussieht, erzählt
(nicht ganz ernst) Frau Bauer.

So lebte ich, bevor mein Mann Rentner wurde: neben dem Haushalt hatte ich viel Zeit zum Lesen, Klavier
spielen und für alle anderen Dinge, die Spaß machen. Mit einem alten Auto (extra für mich) fühlte ich mich frei. Ich
konnte damit schnell ins Schwimmbad, in die Stadt zum Einkaufen oder zu einer Freundin fahren.
Heute ist das alles anders: wir haben natürlich nur noch ein Auto. Denn mein Mann meint, wir müssen jetzt
sparen, weil wir weniger Geld haben. Deshalb bleibt das Auto auch meistens in der Garage. Meine Einkäufe mache
ich jetzt mit dem Fahrrad oder zu Fuß. Ziemlich anstrengend, finde ich. Aber gesund, meint mein Mann. In der
Küche muss ich mich beeilen, weil das Mittagessen um 12 Uhr fertig sein muss. Ich habe nur noch selten Zeit
morgens die Zeitung zu lesen. Das macht jetzt mein Mann. Während er schläft, backe ich nach dem Mittagessen
noch einen Kuchen) mein Mann findet den Kuchen aus der Bäckerei zu teuer) und räume die Küche auf.
Weil ihm als Rentner seine Arbeit fehlt, sucht er jetzt immer welche. Er schneidet die Anzeigen der Supermärkte
aus der Zeitung aus und schreibt auf einen Zettel, wo ich was am billigsten kaufen kann. Und als alter Handwerker
repariert er natürlich ständig etwas: letzte Woche einen alten Elektroofen und fünf Steckdosen. Oder er arbeitet im
Hof und baut Holzregale für das Gästezimmer unter dem Dach. Ich finde das eigentlich sehr gut. Aber leider
braucht er wie in seinem alten Beruf einen Assistenten, der tun muss, was er sagt. Dieser Assistent ist jetzt ich. Den
ganzen Tag höre ich: "Wo ist...?", "Wo hast du...?", "Komm doch mal!", "Wo bist du denn?" Immer muss ich etwas
für ihn tun. Eine Arbeit muss der Rentner haben!

Welche Aussagen sind richtig?


1. Frau Bauer führte den Haushalt und war für den Mann da.
2. Frau Bauer hatte immer viel zu tun und keine freie Zeit.
3. Als Herr Bauer in die Rente gegangen ist, musste Frau Bauer mit dem Fahrrad einkaufen fahren.
4. Herr Bauer backte einen Kuchen, denn der aus der Bäckerei nicht lecker war.
5. Herr Bauer schnitt aus den Zeitungen Anzeigen mit Stellenangeboten aus.
6. Frau Bauer war als Assistentin von Herrn Bauer tätig.
7. Herr Bauer reparierte Elektrogeräte und bastelte.
8. Frau Bauer war glücklich, als ihr Mann in die Rente ging.

Aufgabe 27. Lesen Sie einen Text, übersetzen Sie ihn ins Ukrainische.

Studentenfamilie
Die Eheleute Claudia und Olaf Weinert, Studenten des letzten Studienjahres an der Medizinischen Fakultät der
Heidelberger Universität, erzählen über sich selbst:
Olaf: Ich habe von Kindheit an schon davon geschwärmt, Chirurg zu werden. Als ich die Aufnahmeprüfungen
geschafft habe, und die Konkurrenz war ziemlich hart, schwör ich mir, ein asketisches leben zu führen. Ich dachte,
Frauen stören die Männer, große Leistungen und ernste Ziele zu erreichen. Aber zwei Monate nach Beginn des
Studiums sah ich Claudia, und alle meinen guten Gedanken waren weg.
Claudia: Ich hatte ihn auch richtig lieb gewinnen. Wir hatten eine wunderschöne Hochzeit. Unsere Freunde und
Verwandten schenkten uns alles, was man in der Anfangszeit braucht. Die Flitterwochen verbrachten wir an der
Ostsee.
Olaf: Wir hatten nun zwei Probleme: wo leben und wovon leben. Claudias Eltern haben uns angeboten, bei ihnen
zu wohnen, aber wir wollten selbstständig sein. Es gab zwei Varianten: ein Zimmer im Stundentenheim oder eine
private Wohnung zu mieten. Wir hatten eine ziemlich billige Wohnung gefunden.
Claudia: Das zweite Problem bereitete mehr Schwierigkeiten. Wir wollten ein Kind haben, mit Stipendium
allein wäre da nicht auszukommen.
Olaf: Ich ging in ein Krankenhaus arbeiten, und zwar in der Nachtschicht. Jetzt, im 6. Studienjahr, darf ich schon
bei Operationen assistieren. Das ist Praxis und zusätzlicher Verdienst zugleich. Meine Eltern schicken mir Geld,
aber das bleibt nicht immer so.
Claudia: Ich muss sagen, das alte Sprichwort, mit dem geliebten sei auch in einer Laubhütte das Paradies, ist
heute nicht populär. Das Leben in der Stadt stellt einem viele Rechnungen aus, und die muss man bezahlen.
Olaf: Vor anderthalb Jahren wurde unser Töchterchen Lisa geboren. Nun mussten wir eben auf Freizeit-
Vergnügungen verzichten. Jetzt können wir nicht einmal zusammen ins Kino gehen, einer muss mit der Tochter
bleiben.
Claudia: jetzt heißt es mit dem Geld strenger haushalten. Wir müssen ja für die Tochter Sachen kaufen.
Olaf: Aber demnächst sind wir glücklich: Wir lieben einander und unser Töchterchen.

Aufgabe 28. Übersetzen Sie ins Deutsche.


Моєму дідусю 85 років. Мого брата звуть Томас. У тебе є сестра? – Так, її звуть Ліза. Моя тітка – сестра
моєї матері. Мій кузен та кузина – діти моєї тітки. У мене є брат і дві сестри. Моя онучка – дочка мого сина.
У мого брата четверо дітей. Це мої племінники і племінниці. Ліза – єдина дитина. У неї немає брата або
сестри. Ільфе Бопп більше не має чоловіка. Вона вдовиця. У бабусі Пауля двоє онуків та четверо правнуків.

Aufgabe 29. Was ich bin? Machen Sie den Text richtig:

(Textpuzzle)
A: Was sind Sie von Beruf?
B: Ich habe hundert Berufe.
A: Aber Sie können doch nicht in hundert Berufen gleichzeitig arbeiten!
B: Natürlich nicht gleichzeitig … aber ich muss hundert verschiedene Sachen können!
A: Was denn zum Beispiel?
B: Na ja … ich bin Köchin, Schneiderin, Putzfrau, Lehrerin, Krankenschwester und so weiter
und so weiter.
A: Dann müssen Sie ja sehr viel Geld verdienen!
B: Leider nein. Ich verdiene nichts, aber ich bekomme mein Essen und meine Kleidung.
A: Sie haben so viel Arbeit und bekommen kein fixes Gehalt? Wo arbeiten Sie denn? Vielleicht in
einer großen Fabrik?
B: Nein, ich arbeite in einem kleinen Betrieb.
A: Müssen Sie weit zu Ihrem Arbeitsplatz gehen?
B: Nein, ich wohne in diesem Betrieb!
A: Und wo haben Sie Ihre Kinder, wenn Sie arbeiten?
B: Die großen Kinder gehen in die Schule, und die Kleinen sind immer bei mir.
A: Aber das geht doch nicht, wenn Sie arbeiten!
B: Doch … das muss irgendwie gehen.
A: Haben Sie vielleicht nur vormittags Dienst?
B: Nein. Ich beginne zwischen 6 und 7 Uhr in der Früh und arbeite meistens ohne Mittagspause
bis abends. Manchmal habe ich als Krankenschwester auch Nachtdienst.
A: Und wie viele Leute arbeiten in diesem Betrieb?
B: Wir sind insgesamt 6 Personen.
A: Dann müssen Sie doch nicht alles allein machen?
B: Meistens schon, leider. Einer von uns arbeitet in einer anderen Firma und kommt erst am
Abend nach Hause. Zwei meiner Kinder sind ja noch zu klein und zwei gehen in die schule!
A: Ah! Aber dann sind Sie ja …
B: Ja, genau. Ich bin…
Aufgabe 30 . Haben Sie Geschwister? Ist es gut oder schlecht, Geschwister zu haben? Lesen Sie drei
Meinungen der deutschen Schüler dazu.

Jürgen, 16
Ich habe eine 12-jährige Schwester. Wir verstehen uns eigentlich prima. Allerdings glaube ich, dass dies auch an
unserem guten Familienklima liegt. Ich sehe natürlich die Vor- und Nachteile älterer und jüngerer Geschwister.
Ich musste und muss als Älterer um vieles kämpfen, wofür meine Schwester die Erlaubnis leicht bekommt.
Manchmal bin ich da etwas neidisch. Aber dann sage ich mir wieder, dass ich in einigen anderen Dingen
bevorzugt werde. Zum Beispiel habe ich ein größeres Zimmer als sie und darf abends ins Kino gehen. Ich muss sie
auch nicht überall mitnehmen.
Thomas, 15
Ich habe zwei jüngere Geschwister. Mich hat noch nie jemand ausgelacht, weil ich auf meine „Kleinen“ aufpassen
musste. Ich finde es ziemlich schade, dass sich nur wenige über ihre Geschwister richtige Gedanken machen. Mit
Geschwistern ist man immer zusammen und erzählt ihnen ziemlich wenig. Ich stelle es mir total langweilig vor,
ein Einzelkind zu sein. Ich habe mit meiner achtjährigen Schwester und meinem fünfjährigen Bruder zusammen
ein Zimmer. Manchmal regt es mich furchtbar auf.
Stephan, 16
Ich habe eine 18-jährige Schwester. Sie kommandiert mich immer herum. Auch wenn wir alleine zu Hause sind,
schreit sie mich an. Doch es hat auch Vorteile, wenn man jünger ist: Wenn wir uns streiten oder uns schlagen,
muss ich nur sagen: “Sie war’s!“, dann ist meine Schwester daran schuld. Als ich kleiner war, und sie musste auf
mich aufpassen, sagte sie immer: „Ich geh’ jetzt noch mal weg, und wenn du es sagst, dass ich weg war, dann ist
was los!“

a) Markieren Sie die Stichwörter in jedem Text.


b) Welcher Titel passt zu welchem Text?
Eine ältere Schwester zu haben ist schrecklich.
Ich mag sie gern.
Es ist froh, Geschwister zu haben.

c) Ergänzen Sie eine Tabelle mit Ihren eigenen Gedanken:


Pro Geschwister Contra

d) Äußern Sie sich zum Thema „Ist es gut, Geschwister zu haben?“


e) Wie viele Kinder möchten Sie haben? Warum? Präsentieren Sie Ihr Idealbild von der
zukünftigen Familie.
Aufgabe 31.Spielen wir! Ordnen Sie den Tätigkeiten den richtigen Beruf zu:

Patienten untersuchen und behandeln, Medikamente verschreiben


(Rezepte)
Autos reparieren, Reifen wechseln, Bremse einstellen
Heizung montieren, die Mauer stemmen und Wasserleitungen verlegen,
Gasherd anschließen
unterrichten, korrigieren, erklären
Bestellungen aufnehmen, servieren, kassieren, abräumen
kochen, würzen, Menü erstellen
Haare färben, schneiden, waschen, fönen, frisieren, Dauerwelle machen
Stromkabel verlegen, Strechdosen montieren
Strafmandate ausstellen, Verbrecher verfolgen und festnehmen,
Straßenverkehr regeln
Patienten pflegen und betreuen, Fieber und Blutdruck messen,
Medikamente verteilen
Teig zubereiten und kneten, formen und backen
auf die Kinder aufpassen, Spiele organisieren, Kinder auf die Vorschule
vorbereiten
Passagiere betreuen, Speisen und Getränke servieren,
Sicherheitsmaßnahmen demonstrieren
Pflanzen pflanzen (setzen), gießen, ernten
isolieren, Dachziegel legen, sägen, hämmern und schrauben
Medikamente verkaufen, Kunden beraten, Blutdruck messen
planen, zeichnen, bauen
zuhören, entscheiden, Recht sprechen (j-den verurteilen oder freisprechen)
zuschneiden, Scheiben montieren
bohren, schleifen, polieren, Statuen oder Denkmäler anfertigen
entbinden, abnabeln, pflegen
Waren in andere Länder transportieren, liefern
Feuer (Brand) löschen, Menschen retten
Tiere untersuchen und behandeln, Schutzimpfung geben, kastrieren und
sterilisieren
Beton mischen, betonieren und asphaltieren, mit dem Presslufthammer
arbeiten
putzen, waschen, wischen, saugen
zuschneiden, nähen, Stoppen, ändern
den Bus fahren, Fahrgäste chauffieren, tanken, Öl kontrollieren
am Fließband im Akkord arbeiten, Produkte herstellen und die Qualität
kontrollieren
die alte Farbe abscheren, malen – die Wohnung ausmalen, Türen streichen,
Farben mischen
Fliesenkleber mischen, Fliesen zuschneiden und legen, verfugen
den Taxifunk hören, Fahrgäste transportieren, Fahrpreis kassieren
den Körper massieren
die Augen kontrollieren, Dioptrien messen, Brille anfertigen und anpassen
Ware entgegennehmen, Regale schlichten, Kunden beraten und
informieren, kassieren
Bettwäsche wechseln, Zimmer saugen, Staub wischen, Fliesen,
Badewanne, Waschbecken waschen, Boden aufwischen
kassieren, Wechselgeld geben, zu Geschäftsschluss den Kassastand
machen (Geld zählen)
fotografieren, Fotos entwickeln, Fotos und Poster ausarbeiten
Tiere versorgen, Erde umgraben, Pflanzen säen, ernten, Milch, Käse,
Fleisch, Speck, Getreide, Gemüse, Obst produzieren
Anrufe beantworten, Termine vereinbaren, Briefe schreiben
Post austragen, Geld zustellen
Kamin kontrollieren und kehren
Mauern bauen
predigen, zu Gott für alle Menschen beten, ein Kind taufen, Mann und
Frau trauen (=verheiraten)
Holz bearbeiten: schneiden, sägen, hobeln, schleifen, Holzprodukte
anfertigen
Spielen Sie mit Kärtchen, wer wem arbeitet. (siehe 11 memory berufe)

Aufgabe 32. Lesen Sie ein Interview:


Interviewer: Susanne, könntest du dich kurz vorstellen?
Susanne: Also, ich bin Susanne aus Sangerhausen. Ich bin siebzehn Jahre alt und besuche die elfte
Klasse des Goethe–Gymnasiums in Frankfurt.
Interviewer: Susanne, könntest du uns zuerst etwas über deine Familie erzählen?
Susanne: Also, ich hab’ eine Schwester, die ist zwanzig Jahre alt. Ich hab’ auch noch beide Eltern.
Die sind achtundvierzig Jahre alt. Meine Mutti ist Ärztin. Sie arbeitet als Nervenärztin, und mein Vati
ist Geschäftsführer. Er verkauft so Computer, also Hardware und Software.
Interviewer: Wie kommst du mit deiner Schwester aus?
Susanne: Meine Schwester ist sehr verschieden (unterscheidet sich sehr von mir), und da gibt es doch
häufig Spannungen. Aber trotzdem verstehen wir uns eigentlich sehr gut. Wenn wir uns lange Zeit
nicht gesehen haben, dann brauchen wir einander wieder.
Interviewer: Und wie kommt es zu diesen Spannungen?
Susanne: Weil wir sehr verschiedene Ansichten haben. Wie schon gesagt, wir sind eigentlich in
jeglicher Art völlig verschieden, und das sind dann eben einfach Meinungsverschiedenheiten.
Interviewer: Worüber zum Beispiel?
Susanne: Ach Gott. Zum Beispiel, wenn wir abends wegfahren wollen, will sie in einen ganz anderen
Nachtklub als ich.
Interviewer: Sie liebt andere Musik als du?
Susanne: Zum Beispiel. Oder wir ziehen uns auch völlig verschieden an. Und wenn wir dann
irgendwo zusammen einkaufen gehen, dann will sie in dieses Geschäft, ich in jenes. Oder auch so, wir
haben völlig verschiedene Freunde. Also, sie ist so ein Typ, der viel losmacht, und ich bin lieber allein.
Interviewer: Wie ist denn das Verhältnis zu deinen Eltern?
Susanne: Also, ich habe eigentlich ein sehr gutes Verhältnis zu meinen Eltern, muss ich sagen.
Natürlich versteh’ ich mich besser mit meiner Mutti, es liegt vielleicht daran, dass ich ein Mädchen
bin; aber ansonsten, ich kann eigentlich mit jedem Problem zu meinen Eltern gehen. Wir können über
alles reden. Es herrscht auch sehr große Toleranz, und Probleme können wir eigentlich sehr gut
gemeinsam lösen.
Interviewer: Deine Mutter ist also berufstätig. Findest du das gut, dass Mütter berufstätig sind?
Susanne: Ja, ich begrüße es. Ich möchte selber berufstätig sein.
Interviewer: Wie lange möchtest du bei deinen Eltern wohnen bleiben?
Susanne: Also, ich finde, wenn ich zum Studium gehe, möchte ich auch immer noch nach Hause
zurückkehren können; also wirklich, nach dem Studium von zu Hause weg.
Interviewer: Ist das auch die Meinung deiner Schwester?
Susanne: Ja, die wohnt auch noch, also am Wochenende, zu Hause.
Interviewer: Nur am Wochenende?
Susanne: Sie studiert in Leipzig, und da kann sie nicht jeden Tag hin- und herfahren.
Interviewer: Was möchtest du eigentlich studieren?
Susanne: Ich möchte Musiklehrerin werden; also ich möchte Gymnasiallehrer für Musik und Deutsch
werden, ach Gott.
Interviewer: Ihr seid ja nun noch eine ganz normale Familie – Vater, Mutter und zwei Kinder. Jetzt
gibt es viele Leute, die behauptet, diese klassische Form der Familie sei tot. Was ist deine Einstellung
dazu? Deine Erfahrung?
Susanne: Also, ich finde es eigentlich sehr schön, wenn so eine klassische Familie noch existieren
kann. Ich selber träume eigentlich auch von so einer Familie, später mal heiraten und Kinder haben
und so.
Interviewer: Kinder – wie viele? Hast du schon mal drüber nachgedacht?
Susanne: Ja, es müssten mindestens zwei sein, und wenn ich es einrichten kann, würde ich sogar vier
bekommen.
Interviewer: Warum gerade vier?
Susanne: Na ja, weil ich, eigentlich möchte ich nicht unbedingt nur zwei haben, weil, ich finde
Großfamilie einfach schön, wenn so viele Kinder da sind, aber, wie es eben jetzt ist, Kinder sind
Luxus, sind sehr teuer. Man muss ganz schön viel Geld dafür haben.

Erzählen Sie nach, alles was Sie über Susanne erfahren haben.

Beantworten Sie die Fragen:


1. Warum findet Susanne das Verhältnis zu ihren Eltern gut?
2. Was denkt Susanne über berufstätige Mütter?
3. Wie lange möchte sie bei ihren Eltern wohnen?
4. Was spricht nach ihrer Meinung gegen eine Familie mit vielen Kindern?

Jetzt sprechen wir über eine Idealfamilie. Wie stellen Sie sich die Idealfamilie vor?

Aufgabe 33. Lesen Sie den Text, übersetzen Sie ihn ins Ukrainische. Lernen Sie neue Wörter
auswendig.
MORGEN TREFFE ICH MEINEN BRUDER
Hier erzählt Hannah (20) aus München: "Zehn Jahre habe ich meinen Bruder nicht gesehen. Trotzdem
war er in meinem Leben immer wichtig. Ob das so bleibt, weiß ich morgen."
"Ich werde einfach aus dem Zug steigen - erkennen werde ich ihn. Da bin ich mir ganz sicher. Ohne
eine Rose in der Hand, wie bei einem Blind Date. Und auch ohne ein Passfoto. Unser letztes Treffen
ist zwar schon zehn Jahre her, aber seinen Bruder erkennt man. Das weiß ich einfach.
Wenn man mich fragt, ob ich Geschwister habe, sage ich ja, zwei Schwestern. Das stimmt und stimmt
auch wieder nicht. Sabine und Annette sind die «echten» Töchter meiner Eltern. Meiner zweiten
Eltern. Zu ihnen bin ich gekommen, als ich sechs war, kurz nachdem meine Mutter gestorben war. Seit
ich denken kann, sind sie Mama und Papa, und Sabine, Annette und ich sind ihre Töchter. Natürlich
habe ich auch Erinnerungen an meine richtige Mutter. Sie war, glaube ich, eine tolle Frau. Künstlerin,
hat mal dies, mal das gemacht. Ich weiß noch, dass mein damaliges Kinderzimmer ganz bunt war,
sogar die Decke hatte sie mit Sonnenblumen und Tieren bemalt, wunderschön. Warum sie gestorben
ist, hat mir keiner genau gesagt. Aber da kam wohl alles Mögliche zusammen; sie hat Drogen
genommen. Manchmal war sie auch tagelang müde und hat nur geweint. Und dann wieder war sie
lustig, hat viel mit mir gemacht und mich auf Partys mitgeschleppt.
Mein Bruder ist sechs Jahre älter als ich. Er heißt Allen, nach dem Schriftsteller Allen Ginsberg. Als
meine Mutter ihn bekam, war sie gerade in ihrer Beat- Generation-Phase. Warum ich Hannah heiße,
weiß ich nicht. Vielleicht weil er vorwärts und rückwärts gelesen gleich ist, das wäre ihr zuzutrauen.
Allen kam nach dem Tod meiner Mutter zu einer anderen Familie als ich. Mein Vater hat sich nicht
um uns gekümmert. Er hat uns einfach im Stich gelassen und ein paar Jahre später wieder geheiratet
und Kinder gekriegt. Verziehen habe ich ihm nicht, aber es ist mir egal. Er interessiert mich nicht
mehr.
Als vor drei Monaten plötzlich die Postkarte von Allen in meinem Briefkasten lag, war ich ganz
weg. ,,Hallo Nana', hat er geschrieben, ,,ich möchte dich wiedersehen.' Ich musste gar nicht
weiterlesen, um zu wissen, von wem das war - Allen hat mich nur Nana genannt. Viel mehr stand nicht
auf der Karte, nur noch seine Adresse in Frankfurt. An dem Tag bin ich nicht zur Arbeit gegangen, ich
konnte einfach nicht. Ich habe mich auf mein Sofa gesetzt und die Karte angestarrt. Vor zehn Jahren
haben wir uns das letzte Mal gesehen: Da hatte uns mein erster Vater in einem Nostalgie-Flash für ein
Wochenende eingeladen. Das war schrecklich, nur wegen Allen bin ich geblieben. Mein Vater als der
große Familienpapa! Nicht auszuhalten. Seitdem habe ich keinen Kontakt zu Allen gehabt. Warum,
verstehe ich selbst nicht genau. Aber ich hatte eine neue Familie und habe versucht, mein altes Leben
zu vergessen. Habe den Realschulabschluss gemacht, eine Ausbildung zur Erzieherin angefangen, bin
von zuhause ausgezogen, weil ich selbstständig sein wollte. Natürlich habe ich immer wieder an Allen
gedacht, was er wohl macht in Frankfurt, und ob er noch die gleichen schwarzen Locken und
Grübchen beim Lachen hat wie ich. Aber ich habe nie den Mut gehabt, mich bei ihm zu melden.
Vielleicht auch aus Angst, dass er kein Interesse mehr an mir hat. Oder dass ich keinen Platz habe in
seinem Leben. Oder dass er gar nicht so ist, wie ich ihn mir jetzt vorstelle. Es war immer ein bisschen
wie ein kostbares Geheimnis - ein Bruder, von dem nur ich wusste. Mit dem ich verbunden bin, ohne
etwas dafür tun zu müssen. An den ich denken konnte, wenn ich Ärger mit meinen Eltern hatte. Weil
er mein Bruder ist.
Drei Wochen hat es gedauert, bis ich ihm zurückgeschrieben habe. Ich konnte mich nicht entscheiden:
Sollte ich nur antworten, dass ich ihn auch treffen will? Oder ihm eine Kurzfassung meiner letzten
zehn Jahre schreiben? Ich habe mich für die zweite Version entschieden. Wenig später kam dann die
Kurzfassung seiner zehn Jahre. Dass er sich mit seiner neuen Familie überworfen hatte und mit 18
ausgezogen ist. Dass er jetzt Architektur studiert und in einer Kneipe jobbt. Dass er eine Freundin hat,
die Lotte heißt und mir ähnlich ist. Und dass er mich sehen will.
Morgen ist es so weit. Die Fahrkarte nach Frankfurt, die Allen mir geschickt hat, trage ich in meinem
Geldbeutel mit mir herum. Dauernd muss ich das alte Foto anschauen: Hannah mit sechs, ganz ohne
Vorderzähne, Allen mit Topfhaarschnitt. Und frage mich, wie es sein wird, ob wir wie früher
miteinander reden können. Ob ich bei ihm im Zimmer schlafe oder, wie eine Fremde, in einem
Gästezimmer. Ob ich mich mit Lotte verstehe, und ob ich ihr wirklich ähnlich sehe. Ob wir über eine
Zukunft reden werden, in der wir beide vorkommen. Ob wir uns öfter sehen, miteinander telefonieren,
wenn es Probleme gibt. Und jetzt fühle ich mich einfach leer. Vielleicht ist das auch gut so. Dann hat
das, was kommt, mehr Platz in mir."
(Quelle: http://www.goethe.de/z/jetzt/dejzus38/dejzus38.htm)
Meine Freunde.

Aufgabe 1. Lesen Sie den Text. Korrigieren Sie die Fehler:

Lustiger Besuch
An einem Tag geht Tom seinen Freund besuchen. Er will schon ins Zimmer seines Freundes,
aber sieht: Die Tür ist zu. Tom fragt:
„Rudi, bist du zu Hause?“
„Zu Hause, zu Hause“.
„Du sprichst so komisch, bist du krank?“
„Krank, krank“.
„Mach bitte die Tür auf!“ sagt Tom.
„Mach auf, mach auf!“ wiederholt es im Zimmer.
„Ich verstehe nichts. Ich komme dich besuchen und kann nicht ins Zimmer, ist das schön?“ ruft Tom.
„Schön, schön!“ hört er aus dem Zimmer.
Da sagt Tom böse: „Ich will mit dir nicht mehr sprechen. Ich gehe nach Hause!
„Gehe nach Hause, gehe nach Hause!“ hört er.
…Böse geht Tom auf die Straße und da sieht er seinen Freund. „Wie kann es sein?“ fragt Tom. „Mit
wem habe ich vor deiner Zimmertür gesprochen?“
„Mit meinem Papagei. Ich habe ihn am Sonntag gekauft“, antwortet lustig Rudi.
A. Nennen Sie alle Verben, die im Text stehen.
B. Stellen Sie die Sätze in richtiger Reihe ein:
___ Die Tür ist aber zu.
___ Auf der Straße sieht Tom seinen Freund.
___ Tom bittet den Freund, die Tür aufzumachen.
__1 Tom will seinen Freund besuchen.
___ Der Freund antwortet nicht.
___ Tom fragt, ob Rudi zu Hause ist.
___ Tom ist böse und geht weg.
___ Die Stimme des Antwortenden klingt komisch.
___ Tom nicht mit seinem Freund, sondern mit einem Papagei gesprochen.

C. Erzählen Sie den Text nach.


D. Schreiben Sie die Übersetzung dieser Wörter:
1. злий _______________________________
2. відвідувати _________________________
3. неділя ______________________________
4. повторювати _______________________
5. товариш ___________________________
6. папуга ______________________________
7. кімнатні двері _______________________

E. Stellen Sie die Verben im Komparativ:


Tom sagt Der Papagei sagt
Ich komme dich besuchen. Komm mich besuchen!
Ich verstehe nichts.
Ich bin böse.
Ich mache die Tür auf.
Ich gehe nach Hause

F. Stellen Sie richtige Fragewörter: wo, wer, wohin, was, wen, wie, warum.
1. __________ kommt seinen Freund besuchen?
2. __________ ist zu?
3. __________ spricht der Freund so komisch?
4. __________ steht Tom?
5. __________ geht Tom?
6. __________ trifft er auf der Straße?

Aufgabe 2. Stellen Sie folgende Verben weglaufen, stehen bleiben, weglaufen, anbellen in richtige
Form und lesen Sie die Geschichte vor:
Eine Mäusefamilie _____________________ von der Katze _____________________. Da
_________________ der Mäusevater ____________________ und _____________________ die
Katze _______________________ . Die Katze miaut und _________________________ schnell
____________________. „Seht ihr, wie es wichtig ist, eine Fremdsprache zu lernen!“

Aufgabe 3. Lesen Sie den Text, übersetzen Sie ihn und erzählen Sie über die Müllers:

Die Familie
Wieder ist Alexander in der BRD! Diesmal ist er dienstlich hier. In der BRD lebt sein Freund
Heinz Müller. Fast jedes Jahr fährt Alexander in die BRD, und jedes Mal besucht er seinen Freund
Heinz. Er kennt ihn schon einige Jahre. Heinz und seine Familie wohnen in Wiesendorf. Wiesendorf
ist keine Stadt, es ist ein Dorf. Das Dorf ist nicht groß, sondern klein.
Heinz ist Schullehrer. Er unterrichtet Geschichte.
Heinz ist verheiratet. Seine Frau arbeitet jetzt nicht. Sie führt den Haushalt. Ihr Haus ist
ziemlich groß, und besonders groß ist ihr Garten. Seine Frau Anna hat immer viel zu tun. Sie sorgt für
ihre Kinder. Heinz und Anna haben einen Sohn und eine Tochter. Der Sohn heißt Mario. Er ist
dreizehn Jahre alt. Er besucht die Schule und ist sehr fleißig. Die Lehrer loben ihn für seinen Fleiß.
Mario hat eine Schwester. Ihr Name ist Jana. Jana ist noch klein. Sie ist fünf Jahre alt.
Abends ist die Familie gewöhnlich zu Hause. Heinz prüft Schulhefte oder liest Zeitungen und
Zeitschriften. Die Kinder stören ihn nicht. Sie sind auch beschäftigt: Mario macht seine
Schulaufgaben, Jana spielt. Die Mutter näht oder strickt.
Mario ist sehr begabt. Er liest und spricht schon recht gut Englisch. Er übersetzt Märchen und
Erzählungen ohne Wörterbuch. Auch Jana versteht schon Englisch, aber sie spricht noch nicht.
Manchmal am Abend macht die Familie Musik. Heinz Müller ist sehr musikalisch. Er spielt gut
Klavier. Sein Sohn Mario ist auch musikalisch: er spielt Geige. Die Mutter spielt kein Instrument. Sie
singt. Ihre Stimme ist sehr schön.
Alexander hat diese Familie gern. Heute Abend hat er Zeit und besucht die Müllers unbedingt.
Heute feiert Mario seinen Geburtstag. Seine Freunde und Verwandten besuchen ihn und
bringen Mario viele Geschenke. Auch seine Tante Inge kommt heute, aber sie kommt leider ohne ihre
Tochter. Sie sagt: “Mario, deine Kusine kommt heute nicht. Sie hat jetzt auch Besuch. Aber da ist Ihr
Geschenk für dich, ein Wörterbuch: Englisch-Deutsch und Deutsch-Englisch. Nimm dieses
Wörterbuch, es ist wirklich gut. Hier gibt es auch viele Ausdrücke. Du sprichst schon gut Englisch,
aber ein Wörterbuch brauchst du sicher, nicht wahr?“
„Oh, natürlich, brauche ich es, danke schön!“
„Sieh mal her, wie findest du mein Geschenk?“ sagt der Vater. Mario nimmt das Paket und
öffnet es: „Vati, die Aktentasche ist ja wunderschön! Sie gefällt mir gut.“ Auch Mutter und Jana haben
Geschenke für Mario. Mario ist heute so glücklich!
Dann sitzen alle am Tisch. Sie trinken Tee und essen Kuchen, sie sehen fern, singen und
tanzen. Lustig verbringen sie die Zeit. Jana sitzt auch da und isst Kuchen.
Um 8 Uhr sagt der Vater: “Kinder, gehen wir spazieren! Das Wetter ist heute wunderbar! Nun,
wer ist dagegen?“ Aber alle sind einverstanden. „Und du, Mutti?“ fragt Mario. „Ich habe nichts gegen
einen Spaziergang, aber Jana schläft beinahe: so müde ist sie. Wir bleiben zu Hause. Du aber, Mario,
laufe bitte nicht so weit, vergiss nicht, du gehst doch nicht allein.“ – „Sei ruhig, Mutti. Auf
Wiedersehen!“
Aufgabe 4. Lesen Sie die Dialoge und übersetzen Sie ins Ukrainische, erzählen Sie nach, was Sie
aus diesen Dialogen erfahren haben:

Denis. Hast du eine große Familie?


Gerald. Meine Familie besteht aus meinem Vater, meiner Mutter, meinem jü ngeren Bruder - er
ist drei Jahre jü nger als ich - meiner Großmutter und meinem Großvater. Wir wohnen
gemeinsam in einem zweistö ckigen Haus in Tulln. Dann gibt es noch eine große Verwandtschaft
seitens meiner Mutter, also auch meine anderen beiden Großeltern leben noch, Großvater und
Großmutter. Sie leben aber nicht mit uns. Und dann gibt es noch einige Onkel und Tanten, auch
seitens meiner Mutter, und natü rlich viele Cousins, Cousinen, Großcousinen, Großtanten...
Mittlerweile habe ich auch Nichten und Neffen, also ich bin mittlerweile Onkel. Ich habe eine
sehr große Familie, weil vor allem die Verwandtschaft meiner Mutter sehr groß ist. Meine Mutter
hat vier Geschwister und ist in einer Bauernfamilie aufgewachsen - davon einen Bruder und drei
Schwestern. Und die haben wiederum Kinder, von denen ich dann der Onkel bin.
Denis. Was sind deine Eltern von Beruf?
Gerald. Mein Vater ist von Beruf Beamter, auf Bezirksebene. Das heißt, mein Vater ist in der
Bezirkshauptmannschaft Tulln tä tig. Tulln ist einer der Bezirke Niederö sterreichs. Und
Niederö sterreich ist wiederum eines der Bundeslä nder, der neun Bundeslä nder Ö sterreichs.
Mein Vater ist dort Stellvertreter des Bezirkshauptmannes. Also er hat vor allem administrative
Aufgaben im Bereich der Bezirkshauptmannschaft nach innen.
Denis. Und was ist deine Mutter von Beruf?
Gerald. Meine Mutter ist eine Art medizinisch-technische Assistentin, hat lange Zeit bei einem
praktischen Arzt gearbeitet. Dieser Arzt ist dann in Pension gegangen. Und meine Mutter
arbeitet jetzt Teilzeit wiederum bei einem praktischen Arzt.
Denis. Hat deine Mutter auch gearbeitet, als du noch klein warst?
Gerald. Meine Mutter hat gearbeitet, wie ich noch sehr klein war. Und ich bin grö ßtenteils bei
meinen Großeltern aufgewachsen. Ich kann mich erinnern, dass meine Mutter immer erst sehr
spä t nach Hause gekommen ist, weil die Ordination dieses praktischen Arztes sehr groß war,
sehr viele Patienten gekommen sind, und ich ich bin eigentlich bei meinen Großeltern, bei Oma
und Opa, aufgewachsen.
Denis. Ist es hä ufig in Ö sterreich, dass Großeltern sich um ihre Enkel kü mmern?
Gerald. In Ö sterreich wird es immer seltener, dass Großmutter und Großvater Kinder eben
erziehen helfen, weil ganz einfach sich das Zusammenwohnen im Rahmen einer Großfamilie
immer mehr in andere Lebensformen umwandelt, Das heißt, es wohnen Mutter und Vater
zusammen, die Kinder werden oft sehr frü h selbststä ndig, suchen eine eigene Wohnung, ziehen
zusammen in eine eigene Wohnung, mit Freund, mit Freundin, und die Großeltern bleiben dann
auch oft in ihrem eigenen Haus. Das heißt, dass man mit den Großeltern bis gewissermaßen an
deren Lebensende zusammenwohnt ist eine sehr seltene Situation. Und damit wird es auch
immer seltener, dass die Großeltern bei der Erziehung ihrer Enkel helfen.
Denis. Kannst du mir mehr ü ber deine Großeltern erzä hlen?
Gerald. Mein Großvater und meine Großmutter sind beide Arbeiter. Mein Großvater ist
gelernter Gä rtner. Meine Großmutter hat aufgrund des Krieges keine Lehre abschließen kö nnen,
also meine Großmutter ist "nur" - unter Anfü hrungszeichen - In die Schule gegangen und hat
dann In der Zuckerfabrik als Arbeiterin gearbeitet, am Fließband...
Denis. Sind das deine Großeltern vä terlicherseits?
Gerald. Die Großeltern, die bei uns im Haus wohnen, sind die Eltern meines Vaters.
Denis. Wie alt ist dein Bruder?
Gerald. Mein Bruder ist drei Jahre jü nger als ich, also er wird jetzt demnä chst 20 Jahre alt, und
ist von mir grundverschieden. Mein Bruder interessiert sich nicht fü r Sprachen, sondern
vorwiegend fü r Technik, fü r Mathematik, fü r Computer. Er kann stundenlang damit verbringen,
am Computer herumzubasteln. Das hat damit begonnen, dass wir, damals noch gemeinsam, sehr
viel Computer gespielt haben, und er hat sich dann damit beschä ftigt, zu programmieren und
Websites zu erstellen. Er ist vom Charakter her, wü rde ich sagen, eher verschlossen. Er hat -
auch aufgrund seiner Klassengemeinschaft - nicht die Mö glichkeiten gehabt, die ich gehabt habe,
in andere Gruppen hineinzuwachsen, andere Leute kennen zu lernen.
KONTROLLE

Aufgabe 1. Übersetzen Sie ins Ukrainische.

Frühling – kommen – leben -


einundzwanzig – gehen – Donnerstag –
gut - Sonnabend – rot –
Deutsch – gelb – wohnen –
grün – lesen – Arzt –
Winter – Herbst – schwarz –
Mutter – blau – Lehrer –
heißen – arbeiten – Freund –
Mittwoch – neunzehn – machen –
zwanzig – Student – achtzehn –
Verabschiedung – Fächer –

Aufgabe 2. Deklinieren Sie die Verben:

Variante 1: Variante 2:
prüfen singen
nennen helfen
sagen fragen
springen brennen
gehen lesen

Aufgabe 3. Stellen Sie Verben in richtige Form ein:

Meine Familie
Ich heiß___ Otto Braun. Ich _______ (sein) 20 Jahre alt und studier____ an der pädagogischen
Hochschule in Walzburg. Ich studier____ Fremdsprache: Spanisch und Portugäsisch und
_____________ (werden) Spanischlehrer bald. Am Abend ____________ (gehen) ich zu meinen
Freunden und wir __________________(spielen) Fußball. Am Sonntag _____________(lesen) ich
Bücher gern oder ______________ (gehen) ins Kino. Am Dienstag und am Freitag _____________
(reisen) ich zu meinen Großeltern. Sie leben im Dorf. Sie ___________ (sein) schon alt und
_________________ (arbeiten) nicht.
Ich _______________ (haben) eine nicht große Familie: meine Mutter und meinen Vater, meine
Schwester und meine Großeltern. Meine Mutter _____________ (heißen) Angelina Braun, sie
____________ (sein) 41 Jahre alt und sie ___________________ (arbeiten) als Krankenschwester im
Krankenhaus. Sie ist eine kluge und angenehme Frau. Mein Vater Heinrich _____________ (sein) 42
Jahre alt und __________________(reparieren) Auto 5 Tage in der Woche. Zu Hause
____________________(helfen) er bei der Gartenarbeit gern. Meine Schwester Ursula ist kleiner als
ich, sie ist 15 Jahre alt und sie ___________________ (lernen) in der Schule noch. Aber zu Hause
________________ (haben) sie auch viel zu tun. Sie ________________ (machen) ihre
Hausaufgabe,______________ (putzen) und ________________ (kaufen) im Geschäft die Produkte.
Ich ______________ (lieben) meine Familie.

viel zu tun – багато справ, багато роботи angenehm – приємний


klug – розумний putzen – прибірати
Literatur
1. Lustige Geschichten. Geschichten zum Lesen und Nacherzählen. /Бережна В.В. – Харків:
Торсінг плюс, 2008. – 48с.
2. Немецкая граматика в таблицях с упражнениями. /Носова Е.Г., Филиппова Н.А.,
Щеглова Т.Я. – 3-е изд. – М.: Абрис-пресс, 2004. – 256с.
3. Речевой етикет: Русско-немецкие соответствия. Справочник. Формановская Н.И.,
Соколова Х.Р. – М.: Высш. Шк., 1989. – 96с.
4. Книга для читання до підручника німецької мови «H@llo, Freunde!» для 6 класу (друга
іноземна мова, другий рік навчання) / Сотникова С.І., Білоусова Т.Ф. – 2-ге вид., випр. і
доп. – Х.: Веста: Вид-во «Ранок», 2008. – 64с.
5. www.graf-gutfreund.at
6. www.lehrerfreund.de
7. www.schubert-verlag.de

ЛЕКСИЧНИЙ МІНІМУМ:

Alte m/f – старий, стара Kind n – дитина


Alter n – вік Kindheit f – дитинство
Braut f – наречена Knabe m – парубок
Bräutigam m – жених, наречений Mann m – чоловік
Bruder m – брат Mädchen n – дівчинка
Bube m – хлопець Mutter f – мати
Cousine f – двоюрідна сестра Nichte f – племінниця
Enkel m – онук Neffe m – племінник
Enkelin f – онука Onkel n – дядя
Ehefrau f – жінка, дружина Rentner m – пенсіонер
Ehemann m – чоловік Scheidung f – розлучення
Ehepaar n – подружжя Schwester f – сестра
Familie f – сімя Schwiegersohn m – зять
Frau f – жінка Schwiegertochter f – невістка
Fräulein n – дівчина Schwiegermutter f – теща, свекруха
Freund m – друг Schwiegervater m – тесть, свекор
Hochzeit f – весілля Sohn m – син
Gebrüder pl – брати Stiefmutter f – мачуха
Geburt f – народження Stieftochter f – нерідна дочка
Geschwister pl – брати і сестри Stiefvater m – нерідний батько
Großeltern pl – дід та бабуся Tante f – тітка
Großmutter f – бабуся Tochter f – дочка
Großvater m – дідусь Urgroßmutter f – прабабуся
Jahr n – рік Urgroßvater m – прадідусь
Jugend f – молодь Vetter m – двоюрідний брат
Junge m – хлопчик Verwandte m/f – родич / родичка
Kerl m – парубок Waise m/f – сирота

besuchen – відвідувати leben – жити


haben – мати lieben – любити, кохати
heiraten – одружитися sein – бути
heißen – називатися, звати sterben – помирати
gehen – йти studieren – навчатися
freunden – дружити werden – становитися, стати
kommen – приходити wohnen – жити, мешкати

alt – старий
jung – молодий
neu – новий
ledig – нежонатий, холостий
verheiratet – одружений
verlobt – заручений
Zungenbrecher:
1. Eine lange Schlange ringelt sich um eine lange Stange.
2. In Ulm und um Ulm und um Ulm herum wohnen nur Ulmen.
3. Börsten mit den weißen Borsten sind besser als Börsten mit den schwarzen Borsten.
4. Morgen, morgen, nur nicht heute sagen alle faulen Leute.
5. Frau Hagen, darf ich Sie fragen, wo Sie lagen krank am Magen in der Hauptstadt
Kopenhagen…
6. Hans hackt heute Holz hinter Hofmanns Haus.
7. Bier-Brauer-Bauer-braut-braunes-Bier braunes-Bier-braut-Bier-Brauer-Bauer.
8. Mariechen sagte zu Mariechen: Mariechen, lass mich mal riechen. Da ließ Mariechen
Mariechen mal riechen.
9. Es ist verboten, toten Kojoten am Boden die Hoden zu verknoten.
10. Esel essen Nesseln nicht, Nesseln essen Esel nicht.Tom trägt täglich tausend tolle türkische
Tomaten.
11. Fischers Fritze fischt frische Fische. Frische Fische fischt Fischers Fritz.
12. Zehn zahme Ziegen ziehen um zehn nach zehn zehn Zenter Zucker zum Zoo.
13. Wir Wiener Waschweiber waschen Wäsche im weichen Wutach Wasser.
14. Blaukraut bleibt Blaukraut und Brautkleid bleibt Brautkleid.
15. Zwischen zwei Zwetschgen zwitschern zwei Schwalben.
16. Im dichten Fichtendickicht sind dicke Fichten wichtig.
17. Es klapperten die Klapperschlangen, bis ihre Klapper schlapper klangen.
18. Als wir noch in der Wiege lagen gab's noch keine Liegewaagen. Jetzt kann man in den Waagen
liegen und sich in allen Lagen wiegen.
19. Machen Drachen manchmal nachts echt freche Sachen, oder lachen Drachen manchmal acht
freche Lacher?
20. Besser auf kaltem Boden hocken, als mit kalten Hoden bocken
21. Neunzehn heulende Teufel Teufel scheuen neunzehn neugierige Leute um ein teuflisches
Feuer.
22. Früh fressen freche Frösche Früchte. Freche Frösche fressen früh Früchte.
23. Plötzlich plappert Papas Papagei putzige Sätze. Putzige Sätze plappert Papas Papagei
plötzlich.
24. Quasseln Quirle? Quietschen Quellen? Quakt ein Quartett?
25. Auf dem Rasen rasen rasche Ratten, rasche Ratten rasen auf dem Rasen. Stecken, brechen und
versuch es nachzusprechen.
26. Mein Spitzer spitzt Stifte spielend spitz. Spitz spitzt mein Spitzer spielend Stifte.
27. Pferde mampfen dampfende Äpfel. Dampfende Pferdeäpfel mampft niemand.
28. Müller Lümmer frühstückt schüsselweise grünes Gemüse. Müller Rümmel schlürft eine
Schüssel trübe Brühe.
29. Als Anna abends aß, aß Anna abends Ananas.
30. Oma kocht Opa Kohl. Opa kocht Oma Kohl. Doch Opa kocht Oma Rosenkohl. Oma dagegen
kocht Opa Rotkohl.
31. Spinnende spanische Spanner verspannen spannende spanische Spinner.

 Des Weiteren ist das Übrige auszuschließen und im Übrigen sind die Ausschlüsse zu erweitern
und die Erweiterungen sind ausschließlich zu erübrigen. Erübrigungen werden des Weiteren
ausgeschlossen. Ausgeschlossene Erweiterungen sind übrig. Übrige Ausschlüsse werden
erweitert. Erweiterte Erübrigungen werden ausgeschlossen. Auszuschließende Erübrigungen
werden erweitert.
 Wussten sie schon, dass wenn in Reden von Walzwerken und Waldzwergen die Rede ist, es zu
Irritationen beim Hörer führt, da es phonetisch nicht ganz leicht ist zu unterscheiden, ob es sich
um Walzwerke oder Waldzwerge handelt. Gott sei Dank, ist es aber relativ selten, das ein
Waldzwerg ein Walzwerk besucht oder Walzwerke in der Umgebung der Waldzwerge erbaut
werden. wenn allerdings Waldzwerg ein Walzwerk baut, handelt es sich demzufolge um ein
Waldzwergwalzwerk. Wenn dieser dann auch noch darin arbeitet ist es dann offensichtlich ein
Walzwerkwaldzwerg.
 Der Maurer Böckl trug auf seinem Buckl einen Pickel und ein Packl. Hinterdrein ging der
Bummler Bäckl mit seinem Hund Bockl. Auf einmal packte dem Bäckl sein Bockl dem Böckl
das Packl und riss es im samt dem Pickel vom Buckl.

Trainieren Sie Ihr Lesen:


[і:] Sie, die, nie, wie, viel, vier, liegen, wiegen, biegen, sieht, siehst, niemals, niedrig, liest,
genießen, Gebiet, ziehen, dir, ihr, Karriere, Portiere, Nieren, kontrollieren, diesmal, Vieh
[е:] Geht, seht, weht, sehr, leer, Verkehr, sehen, drehen, nehmen, gehen, Ehe, Beet, verstehen,
See, Meer, Leere, stehlen, befehlen, geschehen, Lehrerin, mehr
[а:] Fahne, Sahne, wahr, Staat, Saat, da, Wahl, Jahr, fahren, sagen, Saal, Hahn, Haare, nah,
Zahl, Paar, Fahrer, Bahn, Mahlzeit, kahl
[u:] Ruhr, Uhr, Stuhl, Huhn, Schuhe, fuhr, Ruhe, Kuh,
[о:] Ohre, ohne, drohen, Boot, Moor, Kohle, Sohlen, Sohn, wohl, Gewohnheit,
[y:]] Mütter, Mütze, kühl, süß, lügen, Füße, mündlich, müssen, Lücke, Glück, Bücher, Küche,
Mühl, fühlen, rühren, üben, Mühe, Frühling, Wüste, Lüge, Hüte, Tür, Physik, Lyrik, Gymnastik
[ε:] Mädchen, Märchen, Städte, März, lächeln, Sätze, Väter, älter, Zähne, Kämpfer, Plätze,
kälter, ändern, während, Ära, vorwärts, zärtlich, Rätzel, wählen, Räte, Säle, Kälte, Schläger,
ähnlich
[œ] Größe, löschen, Brötchen, hören, öfter, Frösche, höflich, möchten, können, Knöchel,
Löffel, östlich, örtlich, plötzlich, wörtlich, öffnen, Löffel
[ø:] böse, Öl, Löhne, Höhe, Möhre, Öfen, Gehör, lösen, Löwe, Töne, Söhne, holen, König
[ei] Einkauf, Bücherei, neunzehn, Mahlzeit, Kleinigkeit, Zeitdauer, ausländisch, Bildhauerei,
dreierlei, Feingefühl, Fräulein, Pfeilerspiegel, Reiterei, Dienstkleid, zeitweilig, Reiseführer,
Seeleute, Kreislauf, mühselig, gleichlaufend, Wein, Lein, mein, dein, nein, ein, klein, fein,
keine, weinen, Speise, Reise, leise, seine, Kleinigkeit, Feind, Meinung, dreizehn, Mahlzeit,
Freizeit, Waise, Mai
[ø] Feuer, teuer, neun, Beutel, vorbeugen, Teufel, Leute, heute, neunzehn, Freund, Gebäude,
Europa, Häuser, bedeutet, euch, täuschen, Äußerung, erneuern
[ау] Traum, Raum, Faust, Klaus, Maus, Frau, draußen, August, Auge, Mauer, sauer, dauern,
laufen, glauben, Traube, Vertrauen, bauen, Baum, kaum, Aula, Auto, Aufgabe, aus, auf, laut,
gebaut, Bauer, Strauß, Haus

Fach- Kuchen-Küche Arzt-Ärzte Koch-


Fächer hoch-höchst Brust-Büste Köche
Buch- Osten-östlich Nuß-Nüsse Farbe-
Bücher Woche- Bach-Bäche färben
Tuch- wöchentlich Sprache- Fluss-
Tücher Sohn-Söhne sprechen Flussen

[ф] Vater, Verwandte, Vogel, Verein, Volk, vier, viermal, viereckig, vielfältig, Vorliebe,
Vorurteile, Verkehr, vorbeugen, vorbereiten, Viertel, vermieten, verbringen, Philosoph,
Philologe, Photographie, Phonetik, Physik
[в] Vase, Verb, Viktor, Vokabel, Visum, Vakanz, Valuta, Ventil, Vokal, Villa, vital, violett
[J] Jahr, Junge, Januar, Jacke, Jackett, Jagd, Joch, jedes, jeder, elfjärig, Jugend, Juli, Juni,
Johannisbeere, Adjektiv, jetzt
[k] Lücke, Glück, gucken, Ecke, Wecker, Becker, stecken, Blick, Stück, Kuckuck, schmecken,
trocken, Brücke, frühstücken, Eindruck, zurück, Socken, Zucker
[x] Alexander, Hexe, Text, Lexikon, Hexerei, Axt, axial, Boxer, Examen, hexen
[кв] Quelle, Quant, Quadrat, bequem, Qualität, quaken, Quittung, Quote, Quitte, quieken, quitt,
quietschen, Quatsch, quetschen, Qualle, Äquator, Quarz
[ç] Nicht, dicht, Dichter, Fichte, ich, mich, sich, dich, Gedicht, Gesicht, Gewicht, Ansicht,
Licht, Nichte, richtig, wichtig, festlich, lustig, eilig, ruhig, Dächer, Kirche, Küche
[х] Dach, Fach, Sache, Kuchen, suchen, lachen, machen, Mädchen, Aachen, Drachen, Buch,
Geruch, doch, Loch, Bruch, Tuch, Wuchs, Buche, Rechner, Woche, Koch, Macht, Nacht,
[∫] Schwarz, Tasche, Klischee, Deutsch, Schule, scheint, Fisch, Tisch, Fischchen, waschen,
Asche, Dusche, zwischen, Sonnenschein, Schnee, schmelzen, scheren, Zeitschrift, Schwager,
Chef
[∫t] Straßenbahn, stehen, sterben, Stunde, Studentin, Stadt, Staat, Stachel, Bleistift, Strauß,
Stall,
[∫p] Sport, spielen, Speise, Sprüche, Sprache, sparen, spazieren gehen, Spiegel, Spur,
Aussprache, spritzen, versprechen, Gespräch, Spaß, spät, Sprichwort, Wettspiel,
Ausnahme: Kostüm, Papst, Post, Rost, Osten
[pf] Pflicht, Pflanzen, pflegen, Pflaume, Pfund, empfehlen, Apfel, Pferd
[t∫] quietschen, klatschen, Deutsch, Quatsch, Kutsche, quetschen, rutschen, Tschernowitz,
zwitschern, Rutsch, Chili
[ts] Tanzen, pflanzen, Salz, sitzen, Platz, setzen, letzten, Katze, Spitze, Tanz, schmerzen,
kreuzen, Schmerz, März, Skizze, Cäsar, Übersetzer, letztes, Blitz, Witze, Wurzel, zwei,
Zwinger, Ärztin, Mütze Herz
[ŋ] Lange, Stange, ringeln, fangen, singen, gelingen, klingeln, Schlange, Wange, Dinge,
Menge, Finger, Ring, Wohnung, Gang, Ordnung, Bildung, Junge, lang, springen, Schlange,
Zeitung, bezwungen

Texte zum Übersetzung:

A. Wenn Jungs schwanger werden


Franz, Max und Jan sind ungeplant Vater geworden. Hier erzählen sie, wie das Kind ihr Leben
veränderte
Die ungeplante Schwangerschaft hat in der Ausrüstungskiste der kulturellen und
gesellschaftlichen Debatten ihren festen Platz: Eine der berühmtesten Figuren der Literatur ist
das Gretchen mit ihrem Kindsmord; kaum ein Recht ist so umstritten wie das auf Abtreibung;
die Frage „Was tu’ ich, wenn ich schwanger werde?“ stellt sich jedes Mädchen, sobald sie in
Erwägung zieht, Sex zu haben. Und der Film Juno über eine 16-Jährige, die von ihrem Kumpel
schwanger wird und beschließt, das Baby auszutragen und einem älteren Ehepaar zur Adoption
zu geben, ist so etwas wie eine Kinosensation.

Was nun auffällt: Geht es um Babys, zumal ungeplante, dreht sich alles um die Mütter. Ihr
Umgang mit der Schwangerschaft und ihre Entscheidungen stehen im Mittelpunkt der
Diskussionen. Sowieso wird in Deutschland viel über Mütter gesprochen und geschrieben: über
junge Mütter, über Karrieremütter, über Leihmütter, über alleinerziehende Mütter. Seit bald
zwei Jahren gibt es eine Debatte darüber, wie viele Kinderkrippen es braucht, wenn man die
demografische Entwicklung korrigieren und nebenbei die Gleichberechtigung der Geschlechter
gewährleisten will. So gibt es jetzt immerhin zwei Vätermonate und Elterngeld und ein vages
Versprechen für mehr Betreuungsplätze, doch trotzdem richtet sich die Diskussion immer noch
und vor allem an der Rolle der Mutter aus. Erst vor kurzem betitelte das Magazin Spiegel eine
Geschichte über die Entwicklung von Kleinkindern so: „Wie viel Mutter braucht das Kind?“
Aber was passiert eigentlich mit einem Jungen, der ein Kind gezeugt hat?
Nur selten wird, bei aller Rede von „Elterngeld“ und „Vaterzeit“, die Rolle der Väter
beleuchtet. Vor allem vielen jungen Vätern hängt ein tendenziell schlechter Ruf an, schließlich
kennt fast jeder eine alleinerziehende Mutter, die vom Erzeuger ihres Kindes sitzen gelassen
wurde. Junge Männer stehen deshalb häufig im Ruch, kein Interesse an einer eigenen Familie
zu haben und ihre Liebe zur Freiheit der Liebe zur Frau vorzuziehen.
Dabei weiß man zum Beispiel bei der Schwangerenkonfliktberatung von Pro Familia in
München Positives über die werdenen Väter zu erzählt. „Wir erleben die jungen Männer hier
als sehr kooperativ und interessiert“, sagt eine Beraterin. Nach ihren Angaben kommen etwa
zwanzig Prozent der Jungen gemeinsam mit den Schwangeren zur Beratung. „Alleine kommen
die wenigsten Jungs bei uns vorbei. Und wenn, dann nur bei sehr zerrütteten Beziehungen,
wenn es um die Frage geht: Ist das Kind von mir? Oder: Wie schaffe ich es, mein Kind noch zu
sehen, obwohl ich kein Sorgerecht habe?“ Generell reagierten die jungen Männer „mit einer
Mischung aus Angst vor den Eltern und einem Gefühl der finanziellen Insuffizienz“ auf den
Nachwuchs. Und mit ein bisschen Distanz: „Für Frauen ist eine Schwangerschaft eben ein
Ganzkörperereignis. Für Jungs ist das weit weg, bis das Kind dann kommt.“

B. Wie ergeht es jungen Männern, die plötzlich Vater werden? Drei Erfahrungen.
„Anfangs Beklemmungen“
Max, 24, lebt mit seiner Freundin Sarah, 26, und der gemeinsamen Tochter Annika, 3 Jahre, in
Hamburg:
„Sarah war die erste Person, die ich an meinem ersten Zivildiensttag in einem Hamburger
Altersheim sah. Erst waren wir gute Kumpels, dann wurde langsam eine Beziehung daraus. Als
der Zivildienst vorbei war, und ich zum Studieren zurück nach München ziehen musste,
beschlossen wir erst einmal eine Fernbeziehung zu führen. Zum Oktoberfest besuchte sie mich,
und dann, zwei Tage vor Semesterbeginn rief sie mich an – mit der Nachricht.
Wir beschlossen, uns zwei Wochen Zeit zu lassen und unabhängig voneinander nachzudenken.
Wir telefonierten zwar regelmäßig, aber keiner von uns versuchte, mit dem anderen über die
Schwangerschaft zu sprechen. Ich wohnte zu dem Zeitpunkt noch übergangsweise bei meinen
Eltern in einem Münchner Vorort und die beiden nahmen mich morgens immer in die Uni mit.
Dabei schwärmten sie mir gerne vor, was mich als Student für ein wildes Lotterleben erwartete
und ich saß hinten und dachte mir nur: Tja, das glaubt ihr so.
Sarah und ich haben dann gemeinsam beschlossen, es durchzuziehen. Meine Eltern habe ich
vor vollendete Tatsachen gestellt. Ich ging zu meiner Mutter und sagte: „Ich muss mit dir
reden“. Mehr musste ich gar nicht sagen, sie hat es mir irgendwie angesehen. Mein Vater kam
gerade zur Tür herein als ich meinte: „Genau, du wirst Oma“. Er hat erstmal einen milden
Schock erhalten, ging dann eine Runde um den Block, kam wieder rein und meinte: Ja, gut,
dann machen wir das.
Anfangs hatte ich durchaus Beklemmungen. Aber nicht, weil ich nun an Sarah gebunden war –
Probleme hat man mit jedem Partner irgendwann. Aber ich hatte Angst, dass ich auf meine
Träume, Wünsche und Pläne würde verzichten müssen. Ich dachte mir: Wie bekomme ich es
hin, mein Leben noch so zu gestalten, dass ich zufrieden bin? Aber das legte sich wieder.
Mittlerweile habe ich mich daran gewöhnt, ein Familienleben zu führen. Und schließlich war
das auch immer ein Wunsch von mir. Schon seit meiner Kindheit wollte ich Vater werden. Jetzt
kann ich sagen: Abgehakt, das hab’ ich hinbekommen.
Jetzt verwirkliche ich mich an der Uni und im Job und helfe Sarah auch dabei, ihre Wünsche
zu erfüllen. Klar, Backpacken, Auslandssemester, Party machen – das ist nicht drin. Ich gehe
zwar hin und wieder noch aus, aber der Bedarf ist auch nicht so hoch. Manchmal fehlt es mir
ein bisschen, auch mal mit Sarah auszugehen, denn das klappt in Hamburg nicht. Wir haben
hier niemanden, dem wir unser Kind abends gern überlassen.
„Zyklus voll unter Kontrolle“
Jan, 34, aus Stuttgart erzieht seine heute 12-jährige Tochter Rita alleine:
„Das war natürlich toll, als 20-Jähriger eine Frau abzubekommen, die sechs Jahre älter war als
ich. Sina war erfahren und auch ein bisschen dominant. Sie erklärte mir, wir brauchten nicht zu
verhüten – sie hätte ihren Zyklus voll unter Kontrolle – und ich glaubte ihr gern, schließlich
war sie schon so erfahren und reif. Nach einem dreiviertel Jahr war Sina schwanger und machte
mir schnell klar, dass sie vorhatte, das Kind zu behalten. Ich will ihr nichts unterstellen, aber
manchmal denke ich heute, dass ihr Entschluss für sie auch eine Möglichkeit darstellte, ihr
Leben zu verändern und weniger zu arbeiten. Ich war verliebt und dachte: Gut, dann gründen
wir jetzt eben eine Familie. Daraus wurde nicht viel. Schon während der Schwangerschaft
lehnte Sina mich immer stärker ab, unser Verhältnis wurde schwierig. Sie war fest
entschlossen, alles alleine auf die Reihe zu bekommen und ich zog mich dann auch schnell aus
den Organisationsfragen zurück. Als werdende Eltern stehen ja unheimlich viele Beratungen
zur Verfügung. Dazu kommen Behördengänge, die man erledigen muss – aber Sina machte das
alles selbst.
Wir hatten eine sehr romantische Hausgeburt geplant und ich wollte auch dabei sein, doch
dann kam es anders: Nach 22 Stunden Wehen wurde Sina ins Krankenhaus gebracht und
bekam einen Not-Kaiserschnitt. Das Baby musste vier Wochen auf der Station bleiben und weil
Sina nach der Geburt ziemlich schwach und depressiv war, habe ich mich um die Kleine
gekümmert. Sobald Rita auf der Welt war, habe ich mich voll und ganz als Vater gefühlt.
Obwohl Sina und ich einiges versuchten, brach unsere Beziehung zunehmend auseinander.
Wir lebten zwei Jahre in Hamburg und beschlossen dann, beide nach Stuttgart umzuziehen.
Dort teilten wir uns eine Weile eine Wohnung, trennten uns dann aber wieder. Ich habe Rita
dann fast jeden Tag nach der Arbeit besucht und hatte sie an den Wochenenden oft. Sina und
ich hatten auch immer mal wieder Sex miteinander und ich wünschte mir damals sehr, dass wir
zueinander finden und endlich eine richtige Familie bilden würden. Doch nach etwa drei Jahren
war mir klar, dass es vorbei war. Ich zog nach Göttingen und fing dort ein Studium an. Rita
besuchte ich alle zwei Wochen. An jedem dieser Wochenenden musste ich also fast 800
Kilometer zurücklegen.
Neben dem Studium arbeitete ich natürlich viel, denn ich musste ja nicht nur mich versorgen,
sondern auch den Unterhalt für Rita zahlen. Auf all die schönen Abenteuer und Genüsse, die
andere Leute zwischen zwanzig und dreißig erleben, habe ich weitestgehend verzichtet. Jeden
Urlaub habe ich mit meiner Tochter verbracht und als Wochenendpapa war ich für das
Actionprogramm zuständig. So ein Verwöhnpapa bin ich aber nie gewesen, ich habe Rita, so
weit es ging, miterzogen.
Die ersten fünf Jahre nach der Trennung hatte ich keine Beziehung mehr zu einer anderen
Frau. Und als ich endlich mal wieder eine kennenlernte, wurde es schnell schwierig. Frauen
wollen eben oft gerne die Prinzessin sein. Ich verstehe das ja auch, aber wenn du ein Kind hast,
ist das eben immer und überall die Nummer Eins.
Vor einem Jahr, ich wurde gerade mit meiner Promotion fertig, sagte mir Rita, dass sie gern
bei mir wohnen würde. Obwohl ich Stuttgart eigentlich hasse, bin ich also wieder dorthin
gezogen. Jetzt lebt meine Tochter bei mir. Ich finde das schön, aber das Leben als
Alleinerziehender ist wirklich hart. Meine Ex zahlt mir keine Unterstützung, und außer Geld
verdienen muss ich auch alles alleine machen, einkaufen, kochen, erziehen. Zeit für mich habe
ich eigentlich nicht, aber daran habe ich mich schon gewöhnt. Irgendwann würde ich gerne
wieder ein Kind bekommen mit einer Frau, die ich liebe. Aber vorher will ich wissen, ob die
Beziehung klappt. Denn beim nächsten Mal will ich eine richtige Familie. In der man eben
alles miteinander teilt: das Glück, aber auch die Arbeit. Denn nicht ein Kind zu haben, schränkt
dich ein – sondern wenn keine Familie da ist.“
Unser Alltag ist sehr gut organisiert. Sarah geht jeden Morgen arbeiten, und bringt Annika in
die KiTa. Ich gehe in die Uni und zwei Mal die Woche zu meinem Job, und hole die Kleine
abends wieder ab. Die ersten eineinhalb Jahre haben wir uns gemeinsam um Versorgung und
Haushalt gekümmert. Deswegen finde ich diese ganze Debatte um die Vätermonate ein
bisschen albern. Ist ja schön, dass sich die Männer dann wenigstens zwei Monate Zeit nehmen,
aber das ist eigentlich viel zu wenig. Ich finde, jeder Vater sollte für einen längeren Zeitraum
zuhause bleiben. Denn nur dann bekommt man wirklich mit, dass so ein Kind ein Fulltimejob
ist. Aber ein schöner: Das Tollste am Vatersein ist, dass es auf einmal einen Menschen gibt,
den man mehr als alles auf der Welt liebt. Für diesen Menschen hinterfragt man jede Handlung:
Gebe ich jetzt das Geld für die neuen Turnschuhe aus? Ach, nein, lieber bekommt sie ihr
Playmobil.
„So früh unterm Pantoffel?“
Franz, 23, lebt mit seiner Frau Daniela, 20, und dem gemeinsamen Sohn Ryan, 2 Jahre, nahe
Augsburg:
„Als wir Brian vor zwei Jahren bekamen, war er kein Wunschkind – naja, zumindest nicht so
früh. Er war eine Überraschung. Mit spätestens 25 hätte ich sowieso ein Kind haben wollen,
abtreiben kam also nicht in Frage. Er kann ja nichts dafür.
Als ich es erfuhr, stand mir ein verlängertes Wochenende bevor. Ich kam in unsere Wohnung
und wusste, dass Daniela beim Frauenarzt war. Sie hat mir gleich mit dem Mutterpass vor der
Nase gewunken. Ich sagte: „Jetzt echt, oder?“ Sie war in der 13. Woche und ich fragte noch
mal: „Jetzt echt?“ Sie sagte ja und ich sagte: „Ja cool!“ Zu der Zeit kannten wir uns schon zwei
Jahre – Daniela hat mein Leben sehr erlebnisreich gemacht.
Sie ist mit 16 zu mir gezogen, weil sie ziemlich viele Probleme mit ihren Eltern hatte. Vorher
sagte sie immer, dass sie am liebsten abhauen möchte und ich sagte zu ihr: „Komm’ lieber zu
mir, bevor du zu irgendeinem anderen Deppen ziehst oder auf die schiefe Bahn gerätst. Wir
stehen das beide durch. Ich helf’ dir.“ Zu der Zeit waren wir erst drei Monate zusammen. Nun
sind daraus vier Jahre geworden und wir haben vergangenen Dezember geheiratet und wohnen
immer noch in meiner Wohnung, in die ich mit 15 gezogen bin. Mit dem damaligen Mann
meiner Mutter habe ich mich am Ende nicht mehr verstanden. Ich bin zu meiner Schwester
gezogen, sie ist später ausgezogen und ich hatte die Wohnung schließlich für mich. Zu der Zeit
fing auch meine Ausbildung zum Schreiner an und das Alleinsein hat mir, rückblickend, echt
gut getan. Ich wurde mir über einiges klar.
Daniela und ich haben uns schon sehr früh gesagt, dass wir Kinder haben wollen. Vielleicht hat
es damit zu tun, dass wir beide sehr zeitig von Zuhause ausgezogen sind, ich bin mir da aber
nicht sicher. Mit 35 Jahren ist für ein Kind die Geduld einfach weg; aufbleiben, wenn es in der
Nacht schreit, das schafft man doch besser, wenn man jung ist, oder?
Die Reaktionen meiner Freunde waren geteilt. Die einen können sich nicht vorstellen, so früh
unter dem Pantoffel zu stehen. Andere meinen, dass es cool wäre, auch eine Freundin und
Kinder zu haben. Mädchen machen sich tiefere Gedanken und wohl auch nicht von ungefähr.
Ich war ab und zu bei der Pro Familia-Beratung in Augsburg dabei, da sieht man, dass viele
alleinerziehend sind. Weil viele Jungs abspringen. Ich finde das Scheiße. Wenn es mit dem
Partner nicht mehr klappt, kann man sich so einigen, dass man sich zumindest unterstützen
kann mit dem Kind. Das müsste schon unter einen Hut zu kriegen sein. Meiner Meinung nach
braucht ein Kind auf jeden Fall eine männliche Bezugsperson.
Als Mann schwanger zu sein ist, finde ich, ein cooles Erlebnis. Gut, den Bauch möchte ich ja
nicht wirklich so lange rum tragen – aber ich würde gerne spüren, wie es sich anfühlt, wenn das
Baby im Bauch trabt!“
(Quelle: http://jetzt.sueddeutsche.de/texte/anzeigen/426755/3/1#texttitel)

C.
Denis. Wie ist das Verhältnis zu euren Verwandten?
Gerald. Wir treffen uns sehr oft mit unseren Verwandten, besonders mit meinen Großeltern
mütterlicherseits. Also es hat so begonnen, dass wir schon in meiner Kindheit fast jeden
Sonntag in das Dorf gefahren sind, aus dem meine Mutter kommt und wo meine Großeltern
wohnen. Wir treffen uns also vor allem sehr oft mit unseren Großeltern mütterlicherseits. Und
die Großeltern sind sozusagen ein Punkt, der die Verwandtschaft zusammenhält, der darauf
schaut, dass sich die Leute regelmäßig treffen, auch wenn es unter Umständen wenig Zeit bei
dem einen oder anderen ist.
Denis. Wer ist in deiner Verwandtschaft besonders markant?
Gerald. Es gibt eine Person in unserer Verwandtschaft, die sozusagen eine Patriarchenrolle
einnimmt. Das ist meine Großmutter mütterlicherseits.
Denis. Habt ihr Haustiere?
Gerald. Bei uns in der Familie gibt es leider keine Haustiere. Das ist sehr ungewöhnlich, weil
meine Mutter von einem Bauernhof kommt, wo es immer sehr viele Haustiere gegeben hat.
Also, meine Mutter hat damals drei Hunde gehabt, es hat ein Pferd gegeben, das praktisch nur
für die Kinder da war. Es hat, natürlich wie auf jedem Bauernhof viele Katzen gegeben. Aber
bei uns im Haus und in unserer Familie gibt es keine Haustiere, was wiederum darauf dass
meine Großmutter Genauigkeit liebt zurückzuführen ist, und Sauberkeit liebt, und Haustiere
bedürfen natürlich einer gewissen Pflege. Und man muss dann auch damit rechnen, dass ein
Hund oder eine Katze hie und da Haare hinterlässt, beziehungsweise andere Spuren hinterlässt
und meine Großmutter hat gesagt, das will sie nicht.
Denis. Gibt es in Österreich oft Scheidungen?
Gerald. Scheidungen werden in Österreich immer häufiger, vor allem in den städtischen
Gebieten. Es gibt auch in Österreich sehr viele Familien, in denen Kinder aus der ersten Ehe
mit Kindern aus der zweiten Ehe zusammenleben. Und natürlich gibt es wahrscheinlich, wie
überall in diesen Familien gewisse Probleme, die aufgrund dessen entstehen, dass die Eltern
andere sind, beziehungsweise der Vater oder die Mutter.

D.
Die Deutschen sind in etwa demselben Maße Familienmenschen wie ihre Nachbarvölker auch.
Eine intakte Familie ist auch ein Ideal, wo sich deutsche Treue zu Weib (oder Mann) und
Kindern bewährt. Dennoch sind die Scheidungsraten ziemlich hoch, da auch die deutschen
Menschen in ihrer Funktion als Ehepartner dem allgegenwärtigen Stress des modernen Lebens
unterliegen. Obwohl es im individuellen Bereich oft ganz, ganz anders aussieht, gilt die
deutsche Gesellschaft als nicht besonders kinderfreundlich. In der Öffentlichkeit wird man
Ihrem Hund im Allgemeinen mit größerer Freundlichkeit begegnen als Ihren Kindern. Kinder
gelten von vornherein als laut und störend. Man erwartet von ihnen nichts anderes als dass sie
jedermanns Recht auf Ruhe und Ordnung nicht respektieren werden. Einiges von dieser
Grundeinstellung mag dadurch zu erklären sein, dass die Deutschen meistens in
Etagenwohnungen leben, wo es viel eher zu Geräuschbelästigungen kommt. Da viele
Vermieter nicht nur stillschweigend, sondern oft sogar ausdrücklich keine Kinder im Haus
dulden, kann sich die Wohnungssuche für junge Familien in der Tat oftmals zu einem
Alptraum an Diskriminierung auswachsen. Aber wo es intaktes Zuhause gibt, wachsen die
Kinder wohlbehütet, in freundlicher und von starker Zuneigung geprägter Atmosphäre auf.
Junge Eltern kümmern sich heutzutage in rührender Weise um ihren Nachwuchs und versuchen
geradezu verzweifelt alle Fehler, Nachlässigkeiten und Mängel zu vermeiden, unter denen sie
vielleicht selbst in ihrer Kindheit und Jugend zu leiden hatten. Dies wird nun oftmals so
intensiv betrieben, dass man sich bisweilen die Frage stellen kann, ob diese supergute
Kindererziehung nicht dazu führt, dass in fünfzehn oder zwanzig Jahren eine ganze Generation
mit all den typischen psychologischen Problemen verwöhnter Kinder zu kämpfen haben wird.
Ihr Zuhause und ihr Familienleben ist für die Deutschen auch der Inbegriff von Gemütlichkeit.
Hier ist Gemütlichkeit ganz alltäglich und direkt erfahrbar. Der Begriff „Gemütlichkeit“ hat in
der Vorstellung der Deutschen auch sehr viel mit dem Begriff von „Heimat“ gemeinsam.
Beides bezeichnet einen Ort, wo man sich geborgen fühlt, wo man seine Wurzeln hat, wo sich
Familie, Heim und Herd befinden. In der Heimat und in einem gemütlichen Heim gibt es keine
Verunsicherung, keine Angst mehr von der kalten und chaotischen Welt draußen, vor dem
Unbekannten und Ungewissen. Hier herrscht Ordnung, es ist alles warm und vertraut.
(Quelle: http://uchebaland.ru/123-Die_Familie.html)

Стор. 6 № 12.
Antwort: drei, elf, eins, null, neun, sechs, fünf, acht, zehn, achtzehn, zwölf, sieben, vier, zwei

Стор. 12 № 4
Antwort: Ehemann, Ehefrau, Verwandte, Ehepaar, Familie, Braut, Opa, Cousin, Oma, Witwe, Kind,
Großeltern