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Der Kalte Krieg

Reihe 38 Verlauf Material Klausuren Glossar Literatur


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Der Kalte Krieg – wichtige Namen und Begriffe


Berlin-Blockade Sperrung aller Wege nach Westberlin durch die sowjetische Besatzungszone
1948, damit die in den übrigen Besatzungszonen durchgeführte Währungsre-
form nicht auch in Westberlin durchgeführt würde. Die USA und Großbritan-
nien reagierten mit einer Luftbrücke, um die Bevölkerung zu versorgen.
Chruschtschow, Sowjetischer Ministerpräsident 1958–1964; begann mit einer behutsamen
Nikita (1894–1971) Entspannungspolitik im Kalten Krieg: Er setzte sich für Waffenstillstände in
Korea (1953) und Vietnam (1954) ein und musste in der Kubakrise einlenken.
Gorbatschow, Von 1985–1991 Generalsekretär des Zentralkomitees der Kommunistischen
Michail (* 1931) Partei der Sowjetunion und von 1990–1991 Staatspräsident der Sowjetunion.
Er machte mit seiner Politik der Offenheit (Glasnost) und Umgestaltung (Pe-
restroika) die deutsche Einheit und die Beendigung des Kalten Krieges mög-
lich.
Kapitalismus Wirtschaftssystem, in dem sich die Produktionsmittel in Privateigentum befin-
den und Angebot und Nachfrage das Wirtschaftsgeschehen steuern.
Kennedy, John F. US-Präsident 1961–1963; ergriff keine Maßnahmen gegen den Bau der Berli-
(1917–1963) ner Mauer (1961), veranlasste das militärische Eingreifen in Südvietnam
(1961) und erreichte in der Kubakrise 1962, dass die Sowjetunion auf eine Sta-
tionierung von Mittelstreckenraketen auf Kuba verzichtete.
Kommunismus Idee einer klassenlosen Gesellschaft, in der nach einer Revolution das private
Eigentum an Produktionsmitteln in gemeinschaftliches Eigentum übergeht;
kommunistische bzw. sozialistische Herrschaftssysteme versuchen, diese
Idee tatsächlich umzusetzen. (Vgl. auch „Sozialismus“.)
Koreakrieg Bewaffnete Auseinandersetzung zwischen Nord- und Südkorea 1950–1953;
nach einem Überfall durch nordkoreanische Streitkräfte wurde Südkorea von
amerikanischen und UN-Truppen unterstützt. Aufseiten Nordkoreas griff Chi-
na offen in den Krieg ein, die Sowjetunion verdeckt.
NATO (Nord- North Atlantic Treaty Organization; westliches Sicherheits- und Verteidi-
atlantikpakt) gungsbündnis, 1949 unter anderem als Reaktion auf die Berlin-Blockade ge-
gründet; die Bundesrepublik trat 1955 bei.
NATO-Doppelbe- Reaktion der NATO auf eine sowjetische Aufrüstung mit atomaren Mittelstre-
schluss ckenraketen; der Beschluss von 1979 forderte Verhandlungen zwischen NATO
und Warschauer Pakt über die Beschränkung von Mittelstreckenraketen in
Europa bis Ende 1983, sonst würde auch die NATO mit US-Mittelstrecken-
raketen in Europa nachrüsten. Nachdem Verhandlungen gescheitert waren,
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wurden ab 1983 US-Raketen stationiert.
Sozialismus Nach der Theorie von Karl Marx die dem Kommunismus vorausgehende Ent-
wicklungsstufe, die auf gesellschaftlichen oder staatlichen Besitz der Produk-
tionsmittel und eine gerechte Verteilung der Güter auf alle Mitglieder der Ge-
meinschaft abzielt. (Vgl. auch „Kommunismus“.)
Stellvertreterkrieg Kriege zwischen kleineren Staaten, die unter dem Einfluss verschiedener
Großmächte mit deren (inoffizieller) Hilfe gleichsam stellvertretend die Ausei-
nandersetzungen führen.
Truman-Doktrin Außenpolitisches Konzept des amerikanischen Präsidenten Harry S. Truman
von 1947, das allen „freien“ Völkern, die vom Kommunismus bzw. Sozialis-
mus bedroht seien, amerikanische Unterstützung in militärischer, finanzieller
und wirtschaftlicher Hinsicht zusicherte.
Viermächtestatus Die Alliierten teilten Berlin auf der Konferenz von Jalta 1945 in vier Sektoren.
Frankreich kontrollierte den nordwestlichen, England den westlichen und die
USA den südwestlichen Teil der Stadt, der gesamte Ostteil Berlins blieb unter
der Aufsicht der Sowjetunion.
Warschauer Pakt Militärbündnis unter Führung der Sowjetunion, 1955 als Reaktion auf den Bei-
tritt der Bundesrepublik zur NATO gegründet; bestand bis 1991.

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