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Debatte 513

VERFASST VON COSMIN (FAUDD107)


2021-03-27

Seite 1
Regionalkoordinationen
Nord Ost
Orga: reko-nord@fau.org (Hamburg) Orga: reko-ost@fau.org (Magdeburg)
Kasse: reko-nord-kasse@fau.org (Göttingen) Kasse: reko-ost-kasse@fau.org (Magdeburg)
Vernetzung: reko-ost@fau.org (Plauen)
c/o FAU Hamburg
Libertäres Kultur- und Aktionszentrum Skatbank Altenburg
Fettstr. 23 IBAN: DE82 8306 5408 0004 7249 92
20357 Hamburg BIC: GENODEF1SLR
Braunschweigische Landessparkasse
IBAN: DE21 2505 0000 0199 8901 38 Süd
BIC: NOLADE2HXXX Orga: reko-sued@fau.org (Stuttgart)
Kasse: reko-sued-kasse@fau.org (Karlsruhe)
West c/o Stadtteilzentrum Gasparitsch
Orga: reko-west@fau.org (Düsseldorf) Rotenbergstraße 125
Kasse: reko-west-kasse@fau.org (Bielefeld) 70190 Stuttgart
Volksbank Rhein-Ruhr eG Postbank Stuttgart
IBAN: DE92 3506 0386 1114 3100 01 IBAN: DE79 6001 0070 0301 2907 07
BIC: GENODED1VRR BIC: PBNKDEFF

Archiv der FAU (Bismarckstrasse 41a , 47443 Moers) - Link ins Extranet
IT-Dienste der FAU
Diese internen Dienste stehen allen Mitgliedern zur Kommunikation und Vernetzung zur
Verfügung:
1. Extranet für Dateiablagen, Notizen, Doku, Wiki, kollaboratives Arbeiten
2. FAU-Mails lesen (alternativ mit Mailprogramm)
3. Diskussionsforen für Austausch innerhalb der Gewerkschaftsföderation
4. Mailinglisten – nicht nur für FAU-Mitglieder
5. Umfragen erstellen und auswerten
6. Meldungen über Server- und Dienstausfälle (auch per https://51.15.94.46 erreichbar)
7. Telefonkonferenzen (mit normalem Telefon) - Wird aktuell von DA-Redaktion verwendet,
steht aber auch anderen AGs zur Verfügung
8. FAU-interner Chat – Zur Einrichtung auf Computer oder Smartphone
9. Webkonferenz zur bundesweiten Vernetzung - Code: 807226 - immer am 3. Samstag
im Monat
Weitere Informationen zur Einrichtung und Nutzung der Dienste finden sich im Extranet. Bei
Fragen zu diesen Diensten wendet ihr euch ans IT-Kollektiv unter server-admins@fau.org. Bei
Problemen rund um den Nutzeraccount (Passwort kaputt, Mitgliedschaft in E-Mail-Verteilern u.ä.)
bitte immer zuerst an eure:n lokale:n Vernetzungsbeauftragte:n wenden.

Mailverteiler zur Branchenvernetzung - tragt Euch ein und gründet weitere!

Bau und Handwerk ● Bildungsarbeit ● Callcenter ● Gesundheitsbranche ● Hostelworkers ● IT-


Syndikat (IT) ● Kollektivbetriebe ● Leiharbeit ● Lieferdienste

Seite 2
Thematische Verteiler
Arbeitsrecht ● feministische Vernetzung ● Jugendvernetzung ● Keine Arbeit ohne Lohn ● AG-
Streikrecht ● Betriebsräte in der FAU ● Verteiler aller Syndikate (erreicht Sekretariate oder
Syndikatsmitglieder aller Syndikate)
→ Weitere Infos zur FAU-Infrastruktur

Hinweise zur Debatte


Die Debatte ist ein internes Medium!
Die Debatte soll mindestens alle Protokolle, Beschlüsse und Berichte von Mandatierten der
Gesamt-FAU und ihrer Regionalföderationen dokumentieren, und ggf. weitere überlokal relevante
Mitteilungen und Nachrichten aus der FAU und ihren Partnerorganisationen.
Herausgegeben von
nächste Ausgabe
Geschäftskommission der FAU
→ Redaktionsschluss: 10. April 2021
c/o FAU Dresden
→ Erscheinungsdatum: 15. April 2021
Overbeckstraße 26
Beiträge bitte als Textdokument an
01139 Dresden
debatte@fau.org! Keine PDF, nicht als Mail-
Erreichbar unter inhalt!
Orga: geko_orga@fau.org / 0152 07107645
Internationales: geko_is@fau.org
Finanzen: geko_kasse@fau.org
Kontoverbindung
Freie Arbeiter:innen Union
Postbank Hamburg
IBAN DE94 2001 0020 0096 1522 01
BIC PBNKDEFF

Seite 3
Inhaltsverzeichnis
Editorial..................................................................................................................................5
Aus der Föderation.................................................................................................................6
Von den Syndikaten...........................................................................................................6
[FAU Berlin] Einladung: Auftaktworkshop zu feministischem politischem Streik am 28.
März 2021......................................................................................................................6
[FAU Berlin] Ankündigung + Terminfindung : FAU-internes Planungstreffen zum
feministischem politischem Streik 2022........................................................................7
[ASy Rostock] Widerstand gegen amazon in Mecklenburg..........................................7
[FAU Jena] Anmeldung Schulungstermine....................................................................8
Aus den Regionen.............................................................................................................8
Aus der Bundesföderation.................................................................................................8
[Geschäftskommission-Orga] Mitteilung zum Kongress...............................................8
[Geschäftskommission-Orga] Antrag auf finanzielle Unterstützung für das
Gewerkschaftslokal der FAU Leipzig...........................................................................10
[FAU München] Antrag auf Unterstützung eines Gewerkschaftslokals.......................12
[Webredaktion] Haltet die Homepage fit!....................................................................12
[Geschäftskommission] Umfrage: Zukünftiger Termin der bundesweiten
Telefonkonferenz.........................................................................................................13
[AG Sommerschule] Protokoll vom Treffen der Sommerschul-AG vom 18.02.2021. .14
Internationales......................................................................................................................15
Call for a referendum in the International Confederation of Labour................................15
Proposal for hosting service and domain for CIT............................................................20
Final Report: #UnitedAgainstTheDragon.........................................................................21
ICL Report (Februar)........................................................................................................23
Olivenölverkauf in Solidarität mit der CNT Gijon.............................................................24
Report of the ICL Workgroup Middle East (February 2021)............................................25
Treffen mit Civaka Azad in Leipzig..................................................................................25
Anhang.................................................................................................................................26
[AG Sommerschule] Protokoll vom Treffen der Sommerschul-AG vom 18.02.2021......26
[FAU Leipzig] Gewerkschaftliches Strategie-Konzept der FAU Leipzig..........................27
Beschluss Unterstützung von Gewerkschaftslokalen......................................................31
[FAU München] Gewerkschaftliches Konzept des Allgemeinen Syndikats München.....33
[FAU München] Konzept für ein Ladenlokal des Allgemeinen Syndikats München........35

Seite 4
Editorial
Liebe Syndikate,
dieses Jahr gibt es eine große Anzahl Anträge, die ihr hier findet.
Beachtet bitte unbedingt, dass unsere Internationale Sekretärin in dieser Debatte einen Antrag
gestellt hat!
Bitte bedenkt, dass ihr mir bis 2021-04-12 die endgültigen Anträge schicken müsst. Außerdem läuft
die Anmeldung zum Kongress bis 2021-04-09. Auch Anträge auf Kostenübernahme müsst ihr bis
dahin gestellt haben.
Es gibt eine Kandidatur für die Geko-Kasse, sie landet in den nächsten Tagen im Extranet. Bitte
informiert nochmals auf euren Versammlungen, dass noch viele Kandidaturen fehlen, u. a.
• Geschäftskommission-Orga
• Kongressorga
• Server-Admins
Lest euch dazu auch den Reader zu Mandaten durch.
An den Abstimmungsergebnissen der Rojava-Abstimmung haben sich noch Stimmen einzelner
Syndikate geändert, an den Ergebnissen änderte sich nichts. Die aktualisierten Ergebnisse sind im
Extranet.
Liebe Grüße

Cosmin / faudd107

Ich will ja niemand vorschreiben, das so


zu machen, das ist nur mein Grund.
(Quelle: xkcd)

Seite 5
Aus der Föderation
Von den Syndikaten

[FAU Berlin] Einladung: Auftaktworkshop zu feministischem politischem Streik am 28. März 2021
von der AG 8. März der FAU Berlin
Seit Jahren steht der politische Streik als Kampfansage für den 8. März zur Debatte. 
Streiks waren schon immer ein gewerkschaftliches Mittel, um für die Veränderungen zu kämpfen,
die wir wirklich brauchen. Und besonders aus einer feministischen Arbeiter*innen-Perspektive gibt
es einige Dinge, die sich dringend ändern müssen: Gender-Pay-Gap, Sexismus und Rassismus
am Arbeitsplatz und in der deutschen Bürokratie, unbezahlte und unsichtbare Pflegearbeit und
Carearbeit im Privaten, Marginalisierung und Illegalisierung von migrantischen Arbeiter*innen,
ungerechte und ungleiche Verteilung von Sozialleistungen und Gesundheitsschutz - die Liste ist
lang... 
Es reicht nicht aus, diese Probleme immer und immer wieder zu analysieren.
Wir müssen sie lösen! Und Lösungen werden uns nicht geschenkt. Minimale Zugeständnisse sind
Verbesserungen, die wir uns einerseits hart erkämpfen müssen und die uns andererseits ruhig
stellen sollen. Doch wir wollen nicht länger dem Gutdünken von Chef*innen und dem System
ausgeliefert sein. Eine grundlegende Veränderung der Verhältnisse ist unser Ziel! Und um unseren
Forderungen auf dem Weg dahin Schlagkraft zu verleihen, brauchen wir eine feministische
Streikbewegung! 
Im Laufe des nächsten Jahres wollen wir die notwendigen Verbindungen aufbauen, gute Taktiken
und langfristige Strategien finden und diese in die Tat umsetzen. Wir wollen die Ressourcen
schaffen, die wir brauchen, um unsere Kämpfe so zu führen, dass wir sie gewinnen können.
Zusammen haben wir die Macht, das System in unserem Sinne zu verändern.
Lasst uns einen feministischen Streik im März 2022 möglich machen!
Wir laden Interessierte aller Syndikate sowie befreundete feministischen Gruppen zu unserem
Auftaktworkshop zum feministischen politischen Streik ein.
Wir werden über folgende Fragen sprechen und diskutieren:
• Warum ist es wichtig, zu streiken? Wie kann Streik unsere Probleme lösen?
• Was ist die aktuelle juristische Situation in Deutschland was Streik im allgemeinen
und politischen Streik im speziellen angeht?
• Wie könnte ein feministischer politischer Streik aussehen? Was könnten Strategien
sein, um unsere Forderungen (z.B. den 4-Stunden-Arbeitstag) durchzusetzen?
Wann: Sonntag, 28. März, 15 - 18 h
Wo: https://indigo.collocall.de/asy-xe5-0t0-psc (der Raum wird am Workshoptag zugänglich
sein)
Sprachen: Deutsch mit englischer Übersetzung

Seite 6
Lisa für die AG 8. März
(P.S.: Link bitte nur FAU-intern weitergeben, externe Interessierte melden sich bitte unter faub-
frauenkampftag@fau.org)

[FAU Berlin] Ankündigung + Terminfindung : FAU-internes Planungstreffen zum feministischem


politischem Streik 2022
von der AG 8. März der FAU Berlin
Seit Jahren steht der politische Streik als Kampfansage für den 8. März zur Debatte. Und seit
Jahren dümpeln wir mit der Frage rum, ob und in welcher Form wir als FAU wirksam zum
politischen Streik aufrufen können.
Wir haben große Lust, in den nächsten Jahren endlich ernst zu machen. Dazu möchten wir uns
sicher sein, dass wir das souverän stemmen können. Deshalb wollen wir anschließend an unseren
Workshop zu politischem feministischen Streik gewerkschaftsinterne Treffen abhalten, in denen wir
uns austauschen, diskutieren und planen.
"Im Laufe des nächsten Jahres wollen wir die notwendigen Verbindungen aufbauen, gute Taktiken
und langfristige Strategien finden und diese in die Tat umsetzen. Wir wollen die Ressourcen
schaffen, die wir brauchen, um unsere Kämpfe so zu führen, dass wir sie gewinnen können."
Leider ist das unanständig viel Arbeit! :D Aber was muss das muss. Bitte tragt euch in das  doodle
für das erste Online-Treffen im April/Mai ein:
https://doodle.com/poll/mm9m5wkueqpsup94?utm_source=poll&utm_medium=link
(Der finale Termin wird am 28. März festgelegt - aber je früher ihr euch eintragt desto besser ;) )

Zusammen können wir bestimmt was schlaues starten! Und 2022 in Bezug auf politischen Streik
weniger reden, sondern mehr machen.

In diesem Sinne: Nach dem 8. März ist vor dem 8. März! Auf in die Schlacht!

Lisa für die AG 8. März


[ASy Rostock] Widerstand gegen amazon in Mecklenburg

Das Asy Rostock hat auf Anfrage von "stoergeraeusch schwerin/ Knastradio MeckPomm" an
einem Beitrag mitgearbeitet.
Anlaß ist die geplante Ansiedlung von amazon in Schwerin (und mittlerweile auch in anderen
Städten im Norden). Das Allgemeine Syndikat Rostock wurde gebeten, eine Konzernkritik aus
gewerkschaftlicher Sicht zu formulieren. Der Text liegt hier:
https://www.fau.org/vor-ort/rostock/protest-gegen-das-neue-amazon-verteilzentrum-in-schwerin
Der Beitrag ist direkt hörbar:
https://files.feedplace.de/digitalresist/ask-rostock.mp3
Für weiterführende Informationen und Nachfragen:
fauhro-sekretariat@fau.org

Seite 7
[FAU Jena] Anmeldung Schulungstermine
Liebe FAU,
falls eure Mitglieder an unseren nächsten Schulungsterminen zum Versammlungsrecht und zu
Arbeitszeiten teilnehmen möchten, können sie sich gerne unter fauj1@fau.org dafür anmelden.
Solidarische Grüße

Konstantin für die FAU Jena

Aus den Regionen


Keine Beiträge.

Aus der Bundesföderation


[Geschäftskommission-Orga] Mitteilung zum Kongress
Die Kongress-Orga (eine Gruppe, die kommissarisch den Kongress für die Geschäftskommission
abgesehen von inhaltlichen Dingen organisiert), ich als Orga-Sekretär und Anna als internationale
Sekretärin haben beschlossen, dass wir versuchen werden, den Kongress physisch stattfinden zu
lassen. Das heißt nicht, dass wir keine Bedenken dabei haben – dies waren unsere Gedanken:

Gründe für die physische Abhaltung des Kongresses


• Zum Zeitpunkt der Entscheidung lagen bereits eine sehr große Anzahl Anträge an den
Bundeskongress vor. Einige davon werden vermutlich zu Kongress-AGs führen, was uns
sehr viel Zeit kosten wird.
• Beim letzten Kongress haben nur die nötigsten Kongress-AGs und damit nur die nötigsten
Diskussionen stattgefunden. Diskutieren dauert online länger, deshalb haben wir weniger
diskutiert. Wir hielten es für schwierig v. a. für die bundesweiten Mandate im nächsten Jahr,
auf diese Weise weiter zu machen.
• Es fanden nicht nur weniger Diskussionen in Plena statt, sondern auch solche in der Pause
oder abends fielen aus. Manche Anträge auf dem Bundeskongress oder bundesweite
Vernetzungen sind aus solchen Diskussionen entstanden.
• Zusätzlich fehlte die soziale Komponente, die uns nicht nur emotional zu schaffen machte,
sondern auch einfach weniger Lust auf die FAU macht.

Wie soll der Kongress stattfinden?


Die Entscheidung für einen online-Kongress im letzten Jahr musste sehr überstürzt getroffen
werden, außerdem gab es im Prinzip keine Erfahrungen im Umgang mit Corona, die in uns
verständlichen Sprachen dokumentiert waren. So soll der Kongress stattfinden:
• Es gibt ein Hygienekonzept des Naturfreundehauses (unsere Gastgeber:innen in
Hannover), das je nach gesetzlichen Vorschriften zur gegebenen Zeit angepasst wird. Wir
werden uns natürlich an dieses Konzept halten und erwarten das auch von allen
Teilnehmenden.

Seite 8
• Wir haben uns zusätzlich dazu überlegt, wie wir die Teilnahme noch sicherer gestalten
können (d. h. ein eigenes Hygienekonzept erarbeitet).
◦ Der Plenarsaal war immer sehr voll. Deshalb wird es eine Teilnahmebegrenzung geben.
Sicherlich werden wir regelmäßige Pausen zum Lüften machen. Gegebenenfalls wird
das Plenum auf der Wiese unter einem Zelt stattfinden. Das finden wir noch heraus.
◦ Zur Teilnahme am Kongress ist ein negativer Coronatest nötig. Noch ist nicht klar, wie
gut die Testergebnisse bei Laientests sein werden. Sofern es dabei bleibt, dass eine
Person erst drei Tage nach Infizierung ein positives Ergebnis hat, erwarten wir einen
weiteren Test drei Tag nach Ende des Kongresses. Wie genau das laufen wird, finden
wir noch heraus.
◦ Wir hoffen, dass Tests in Deutschland bis dahin kostenlos oder mindestens günstig
erwerbbar sind. Laut 2.7 der Finanzrichtlinien kann die Entsendung der Delegierten der
Syndikate nur bezuschusst werden. Die Geschäftskommission bittet daher die
Syndikate, die Tests vor dem Kongress für ihre Delegierten zu bezahlen – begreift es
als Teil des Tickets zum Kongress. Sollte das einem Syndikat nicht möglich sein, ist die
Erstattung oder Auslegung der Kosten unabhängig davon, ob das Ticket zum Kongress
bezuschusst wurde, möglich. Wir bitten um einen Finanzantrag (siehe Finanzrichtlinie)
bei der Geschäftskommission. Natürlich braucht die Kasse einen Beleg für eure
Ausgaben.
Die Tests nach dem Kongress werden von der Kongressorga eingekauft, die Kosten
werden durch euer Ticket zum Kongress gedeckt. Für Mandatierte aus
Bundesstrukturen bezahlt laut Finanzrichtlinien die Bundesföderation Kost und Logis
und damit auch den Test, sofern diese Strukturen das nicht anders wünschen.

Statutenlage
Laut Statuten XI.4 gilt:
a) Jede Lokalföderation hat das Anrecht auf Unterkunft für einen Delegierten pro Syndikat.
b) Jeder Lokalföderation, deren finanzielle Mittel nicht ausreichen, um zwei Delegierte zu
entsenden, wird ein Zuschuss gewährt.
c) Lokalföderationen, die aus triftigen Gründen keine Delegierte entsenden, können
Entscheidungen zu den Anträgen auch schriftlich mitteilen. Die Entscheidungen müssen
spätestens zu Beginn des Delegiertentreffens vorliegen.
Für Bundesstrukturen ist nichts festgelegt, außer dass die Geschäftskommission den Kongress
eröffnen muss (und daher wohl anwesend sein sollte). Wir wissen noch nicht, wie strikt wir
insgesamt bezüglich der Anzahl an Teilnehmenden sein werden. Am besten meldet ihr daher erst
mal an, wie ihr das für richtig haltet, und gegebenenfalls müssen wir dann absagen.
Coronaansteckungsgefahr ist jedenfalls ein triftiger Grund, um sich nur schriftlich zu beteiligen.

Schlusswort
Während es uns sehr wichtig ist, den Kongress physisch stattfinden zu lassen, können wir Corona
genauso wenig vorhersehen wie ihr. Es kann natürlich sein, dass sich kurzfristig alles ändert. Wir
bleiben deshalb weiterhin mit den Betreibern von Collocall in Kontakt.
Wir befinden uns in der paradoxen Situation, die physische Abhaltung für sehr wichtig zu halten,
und gleichzeitig sind wir um jede Person froh, die nicht kommt. Bitte überlegt euch als Syndikate
oder Bundes-AGs auch schon jetzt, wie viele Leute ihr zwingend anmelden müsst. Es wäre schön,
wenn wir möglichst wenig Leuten absagen müssen.

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[Geschäftskommission-Orga] Antrag auf finanzielle Unterstützung für das Gewerkschaftslokal der
FAU Leipzig
Leipzig, 12.03.2021

Antrag
auf finanzielle Unterstützung der Gründung eines Gewerkschaftslokals der FAU Leipzig durch die
Bundesföderation

Antragsteller*in
Allgemeines Syndikat Leipzig - FAU, vertreten durch faul28 Organisationssekretär FAU Leipzig

Antrag an
Die GeKo als Vertreterin der Bundesförderation

Antragstext
Gemäß des Beschlusses zur Unterstützung von Gewerkschaftslokalen durch die Bundesföderation
beantragt das Allgemeine Syndikat Leipzig FAU eine finanzielle Unterstützung von 3000 Euro
(Dreitausend Euro) als Zuschuss zur Anmietung und Ersteinrichtung.

Begründung
Das Allgemeine Syndikat Leipzig
FAU hat seit Juli 2020 ein
Gewerkschaftslokal angemietet.
Es werden alle Voraussetzungen
zur Förderung durch die
Bundesföderation erfüllt. Diese
sind:
• Das Syndikat hat ein
schlüssiges
gewerkschaftliches
Gesamtkonzept, welches

Seite 10
insbesondere darlegt, wie sich das Syndikat in Zukunft als Gewerkschaft im Aufbau
entwickeln soll. Dazu gehören ein gewerkschaftliches Strategie- und Entwicklungskonzept,
z.B. mit einer gewerkschaftlichen Sprechstunde, einem gewerkschaftlichen
Schulungsprogramm, einem Konzept zu betrieblichem Organizing und dem Aufbau von
Betriebsgruppen sowie einem Konzept zum Führen und Gewinnen von Arbeits- und
sozialen Kämpfen.
Siehe Anhang: Gewerkschaftliches Strategie Konzept FAU Leipzig
• Das Syndikat hat mindestens 25 zahlende Mitglieder. Stand Dezember 2020 besitzt das
Allgemeine Syndikat Leipzig FAU 130 zahlende Mitglieder.
• Das Syndikat hat ein schlüssiges Finanzierungskonzept für das Lokal, aus dem hervorgeht,
dass das Syndikat das Lokal anschließend selbstständig finanzieren kann. Die laufenden
Kosten des Gewerkschaftlokals belaufen sich auf 380 Euro monatlich. Bestehend aus
Miete, Nebenkosten, jährliche Versicherung (gezwölftelt), Telefon&Internet, Strom. Die
monatlichen Einnahmen durch Mitgliedsbeiträge des Allgemeinen Syndikats Leipzig FAU
belaufen sich (nach Abzügen für die Bundesföderation und Region) im Monat November
2020 auf: 666,74 Euro. Schon zum jetzigen Zeitpunkt wäre das Gewerkschaftslokal damit
dauerhaft finanzierbar, auch wenn es eine große finanzielle Belastung für das Syndikat
bedeutet. Wir verzeichnen ein anhaltendes Mitgliederwachstum auch durch die stärkere
Präsenz des Syndikats durch das Gewerkschaftslokal.
• Das Gewerkschaftslokal ist als ein zugänglicher und einladender gewerkschaftlicher Büro-,
Versammlungs- und Veranstaltungsraum zu gestalten. Das Lokal ist ein kleines Ladenlokal
und liegt verkehrsgünstig in der Breite Str. 4, 04317 Leipzig. Dies ist ein zentraler Ort im
Innenstadt nahen alternativ geprägten Leipziger Osten. Das Lokal hat eine Fläche von
34m². Die Fläche ist als Versammlungs- und Veranstaltungsraum für ca. 20 Menschen
ausgestattet. Sie verfügt über eine Teeküche, ausgestattete Büro-Ecke mit zwei
Arbeitsplätzen,
abschließbaren
Metallschrank für
Unterlagen,
Aktionsmateriallagerecke
und eine Toilette. Es ist in
einem frisch sanierten
Zustand. Eine große
beleuchtete Werbetafel
weist das
Gewerkschaftslokal gut
sichtbar aus. Fotos werden
dem Antrag beigefügt. Das
Lokal ist benannt nach den
historischen Leipziger FAUD
Mitgliedern Anna und
Ferdinand Götze, die in ihrer
Wohnung in der Sigismund Str.6, nur 500 Meter entfernt vom Lokal, den Widerstand der
FAUD gegen den NS organisierten.
• Das Konzept wird in der Debatte veröffentlicht.
Das Konzept geht mit diesem Antrag der GeKo zur Veröffentlichung in der Debatte zu.
Anhänge:

Seite 11
• Beschlusslage: Unterstützung von Gewerkschaftslokalen durch die Bundesföderation
• Gewerkschaftliches Strategie Konzept FAU Leipzig

[FAU München] Antrag auf Unterstützung eines Gewerkschaftslokals


Liebe Geko,
im Anhang finden sich die Unterlagen für einen Finanzantrag für ein künftiges Ladenlokal nach
§2.8 der Finanzrichtlinie.
Der Finanzantrag soll allerdings erstmal nur eine Vorabprüfung durchlaufen. Die Hintergedanken
sind folgende: Es handelt sich um den ersten Antrag für ein Ladenlokal. Der Antrag ist an recht
konkreteBedingungen geknüpft, es müssen detailierte Unterlagen vorgelegt werden. Da es das
erste mal ist, dass die Geko so einen Antrag prüfen muss, wollen wir euch auch die entsprechende
Zeit geben, dies mit aller Sorgfalt zu tun. Wir befürchten, eine Prüfung könnte entsprechend lang
dauern, sobald wir jedoch ein konkretes Objekt haben, muss es eventuell recht schnell gehen.
Dies soll durch die Vorabprüfung gewährleistet werden.
Das Finanzierungskonzept sieht daher bis jetzt ein paar verschiedene Optionen vor. Sobald wir ein
Objekt in Aussicht haben und entsprechend die genauen Kosten kennen, werden wir diesen Teil
noch konkret anpassen.
Liebe Grüße,

Patrick
für das Allgemeine Syndikat München
Die Anlagen zum Antrag findet ihr im Anhang.

[Webredaktion] Haltet die Homepage fit!

Liebe Genoss*innen,
auf unserer Homepage www.fau.org gibt es ein Verzeichnis aller Syndikate unter www.fau.org/vor-
ort/
Man kann nun – wenn man möchte – den Eindruck gewinnen, dass dort viele zutreffende und
durchaus nützliche Informationen stehen. Das stimmt auch. Aber ich glaube, es stimmt auch
einiges nicht mehr, und anderes fehlt. Daher schaut Euch bitte mal euren Eintrag an!
Jedes Syndikat sollte einen Zugang zu der Homepage haben. Die Tür ist hier:
https://www.fau.org/login_form und dann geht’s oben rechts über das A zur Administrationsseite.
Wenn ihr dann auf den Namen Eurer Stadt klickt und links auf ‚Bearbeiten‘, könnt Ihr
(Überraschung!) die Informationen zur FAU in dieser Stadt bearbeiten.
Falls irgendetwas davon bei Euch nicht funktioniert, wendet Euch an website@fau.org !
Außerdem könnt Ihr Euch unter dem Ahhh inspirieren lassen, was Ihr der Homepage noch alles
Gutes tun könnt: z.B. Veranstaltungen eintragen, Meldungen aus dem Syndikat auf der Startseite
verlinken oder Presselinks posten.
Eine ausführlichere Doku gibt es hier.

Thorsten

Seite 12
Webredaktion

[Geschäftskommission] Umfrage: Zukünftiger Termin der bundesweiten Telefonkonferenz

Liebe Genoss*innen,
bei den letzten bundesweiten Vollversammlungen, die leider teilweise recht schwach besucht
waren, kam Kritik an der Terminwahl auf („Nicht familienfreundlich“, „zerschneidet einen meiner
knappen ansonsten freien Tage“).
Der regelmäßig gewordene Termin (3. Sa. im Monat 14 Uhr) geht auf eine Umfrage zurück, bei
der nur sämtliche Samstage und Sonntage eines Monats, jeweils 14 Uhr, zur Auswahl standen.
Daher möchten wir herausfinden, ob nicht ganz andere Termine günstiger wären. Vorgeschlagen
wurde entweder wesentlich früher oder später am Samstag oder auch an einem Abend unter der
Woche.
Daher stelle ich nun folgende Termine für ein Stimmungsbild zur Wahl. Es ist nicht als
Abstimmung unter den Syndikaten gedacht und erhebt nicht den Anspruch, repräsentativ zu
werden – ihr könnt auch inviduell an der Umfrage teilnehmen und ggf. dabei die
Termine/Präferenzen (wie ihr sie einschästEures Syndikates berücksichtigen.
Zur Auswahl stehen (etwas beliebig):
Samstag 9 Uhr
Samstag 11 Uhr
Samstag 14 Uhr (wie gehabt)
Samstag 18 Uhr
Samstag 20 Uhr
Montag 20 Uhr
Dienstag 20 Uhr
Mittwoch 20 Uhr
Donnerstag 20 Uhr
Freitag 18 Uhr
Hier der Umfragelink: https://poll.disroot.org/tkgk68UF45g428Hi
Annahme: Es bleibt bei einem 3. xxx-Tag im Monat - so könnt Ihr monatliche Termine Eures
Syndikats berücksichtigen. (Beispielhaft sind hier die Termine für April hinterlegt)
Gewichtet Eure Präferenzen:
• einen grünen Haken für einen Termin, den ihr für wirklich gut geeignet haltet
• einen Haken in Klammern für Termine, die zwar prinzipiel für Euer Syndikat machbar sind,
aber auch nicht wirklich ideal.
• das rote Symbol für ‚total schlecht für mich/uns‘
• gar nichts für ‚keine Meinung‘
• schreibt gerne auch grundsätzliche Kommentare dazu.
Die nächste bundesweite Telko am 20.02.2021 um 14 Uhr wird sich dann mit der Terminfindung
auf dieser Basis beschäftigen.
Liebe Grüße

Seite 13
Thorsten/faums6
Kommissarischer Telko-Einlader

[AG Sommerschule] Protokoll vom Treffen der Sommerschul-AG vom 18.02.2021


findet ihr im Anhang.

Seite 14
Internationales
Liebe Föderation,
hiermit rufe ich dazu auf, über das Beitrittsgesuch der IWW WISE-RA in die IKA abzustimmen.
Grundlage für die Entscheidungsfindung soll der Bericht des IKA-Sekretärs sein, den ihr gleich als
erstes in diesem Teil der Debatte findet.
Gemäß den Statuten (2020) unter XI.7.c ist das I-Sek dazu berechtigt, bei IKA Themen eine solche
Abstimmung einzuleiten. („Das Internationale Sekretariat kann eine schriftliche Abstimmung auf
Grundlage eines IKA-Referendums beschließen“).
Abstimmen könnt ihr als Syndikat mit ja (für einen Beitritt der IWW WISE-RA) oder nein (gegen
einen Beitritt). Das Ergebnis auf FAU Föderationsebene teile ich dann dem IKA Sekretär mit.
Normalerweise ist der Redaktionsschluss der nächsten Debatte (April) das Ende der
Abstimmungsphase. Die IKA erwartet das Ergebnis der FAU-Abstimmung spätestens zum 8. Juni.
Ich hab keine Ahnung, ob der Beitritt der IWW WISE-RA umstritten ist aber würde vorschlagen, die
Mai-Debatte als Abstimmunsende zu nehmen. So gibt es in der April-Debatte noch die Möglichkeit,
Diskussionspunkte zu kommunizieren.
Der Bericht ist auf Englisch (Seite 1-6, der übrige Teil ist dann Spanisch und nur im Forum als
Gesamtdokument). Eine deutsche Übersetzung des Berichts reiche ich bis Ende März über die
Syndikate-Liste nach und stelle sie auch ins Forum (wollte ja eigentlich auch schon ein Thema
zum Beitrittsgesuch im Forum unter IKA eröffnen, diesmal mach ichs wirklich, also lade den Bericht
da hoch).
Sobald abgestimmt wurde, mailt das Ergebnis eurer Abstimmung pro Syndikat bitte an
geko@fau.org

Ansonsten findet ihr in der Debatte einen Aufruf Server der ICL zu hosten, einen Abschlussbericht
der Kampagne #UnitedAgainstTheDragon, den Februar Report vom ICL-Sekretär Mahmoud
Homsi, ein Angebot für solidarisches Olivenöl aus Spanien und einen Bericht der IKA-AG Mittlerer
Osten und einen kleinen Bericht über ein sehr kleines internationales Treffen in Leipzig.
Grüße,

Anna.

Call for a referendum in the International Confederation of Labour


Dear ICL Sections,
I hereby call a referendum regarding the request of the Industrial Workers of the
World Wales, Ireland, Scotland and England Regional Administration (WISE-
RA) to join the ICL.
WISERA’s application and statutes can be found here.
Below, you will also find my report on the application as prescribed by the statues.

Seite 15
Please relate your decision regarding WISERA’s request to your Liaison Committee member by 8
June 2021. Bear in mind that decisions in the ICL should be made by consensus whenever
possible, so please provide your mandate with some room for negotiation.
Yours,

Mahmoud Homsi
ICL Secretary

Secretary Report on IWW WISERA’s Membership Application


Organization name
Industrial Workers of the World Wales, Ireland, Scotland and England Regional Administration
(WISE-RA)
Application request received
21 December 2020
Applying as
Section
Number of members
Estimated at 3000, whereby a union member audit is currently ongoing. Many members are “in
grace”, i.e. have not paid dues.
Geographic sphere of activity
The IWW is made up of Regional Administrations (RA) and Regional Organization Committees
(ROC). In addition, there are members-at-large in countries around the world. RAs negotiate their
jurisdiction among themselves. Currently there are two IWW RAs: One is NARA, which is made up
of Mexico, Canada and USA, and is already a member of the ICL; the other is WISERA. As the
name applies, Wales, Ireland, Scotland and England is their sphere of activities. RAs has the
overarching authority of all organizing activities, membership information, funds, and administration
within its jurisdiction, and must have at least 200 members. ROCs are regional sections which do
not fulfill the criteria to become an RA, but have at least 10 members. ROCs are subordinate to
RAs. ROCs join the RA that is nearest to them. One ROC is affiliated to NARA: CanROC in
Canada, which is part of the ICL through its affiliation with NARA. WISERA three ROCs: IceROC in
Iceland, Australasian ROC whose members are in Australia for the most part, and GLAMROC in
German-speaking Europe. If WISERA is accepted into the ICL, there will be members of ICL
sections in Germany from both the FAU and IWW. Members-at-large are IWW members in a
region where there are less than 10 IWW members and where the members have not applied for
affiliation in the nearest RA as a ROC. Members-at-large can either join their nearest RA or ROC.
Members-at-large are affiliated to WISERA around the world. IWW members-at-large affiliated to
WISERA are located in Italy and Greece, two countries that already have an ICL section. I wish to
make clear here that this referendum is only taking WISERA’s membership in consideration. If
accepted into the ICL, only WISERA will provide a member to the Liaison Committee and only
WISERA will provide the Secretary when it is their turn, for example. All votes for ICL referendums
and congresses will have to be cast by the ROCs and members-at-large through WISERA. All
requests for solidarity or other matters addressed to the ICL will have to be placed through the
WISERA liaison committee member by the ROCs and members-at-large. If a ROC becomes a RA,
they will have to apply for membership in the ICL separately.

Seite 16
Reference: https://iww.org/assets/iww-gpr.pdf

Commitment to the principles of the ICL and declaration of agreement with the Federative Agreement of the ICL
Dr William Duncan Sharkey, Secretary for WISE-RA, has written me and assured me of WISE-RA’s
compliance with the principles and policies (i.e. Federative Agreement).
Will also send me the IWW’s Rule Book and Manual of Policies and Procedures (available in
English on the ICL Cloud). Reading through these, I could not find any points that contradicted the
ICL’s principles or Federative Agreement. The IWW is obviously by definition a revolutionary union,
has a horizontal and federal structure, and explicitly prohibits support of political parties (points 1, 2
and 3 of the Federative Agreement).

Union elections
As there are almost no union elections to speak of in the UK or Ireland, point 4 of the Federative
Agreement about union elections is not an issue for WISE-RA. This does not hold true for
GLAMROC though in Germany, the birthplace of the works council.
Works councils in Germany have little to do with unions though. Unions may initiate a works
council election, but any three employees in a company can also initiate one. Unions can nominate
candidates for that election, but employees can also nominate them. Candidates must be
employees of the respective company. Union officials who are not employees of the company
cannot stand for election. Only employees can vote in the works council elections. Unions can
apply to the labour courts for a works council member or the entire works council to be removed
from office if they neglect their legal duties, but employees can do so as well. Finally, union official
may be invited to attend works council meetings in an advisory role. That’s about the extent of a
union’s involvement with the German works council, so it hardly merits being called a union
election. Once elected, the works councils operate independently of the union. Thus, unions in
Germany can’t really “reject” participation in works council as the ICL statutes call for, because
unions are mere bystanders to works councils. But let us nevertheless take a closer look at
German works councils in general and the FAU and GLAMROC’s involvment with them.

GLAMROC and works council


I talked with Florian from the GLAMROC Secretariat, about the subject. He said that GLAMROC’s
principal tool is organizing and almost all of their activities are related to organizing. GLAMROC
does not, however, forbid its locals from nominating works councils candidates or initiating
elections if there are tactical reasons to do so in the interest of the workers. Wobblies (as IWW
members are known) with mandates in works councils are not allowed to act against the workers
and always need their agreement for all activity. They also have to report back to the membership
frequently. Florian only knows of one Wobbly that is active as a works council member at the
moment.
FAU and works council
The FAU’s position on works councils is very similar. There are only two difference: 1) the FAU
does not call elections nor nominate candidates – but like I said, the union is not needed to call an
election or nominate members, so this position is rather symbolic. 2) FAU members may not be
entirely released from work for works council duties – this is possible in companies with more than
200 employees. However, the FAU allows its members to be works council members. In fact, many
FAU members are works council members.

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ICL Statutes and union elections
Looking at the ICL statutes, we see that the point about union elections raises numerous
subpoints, which I will address below. According to the statutes, members organisations should
reject participation in bodies that:
1) do not respect the principle of horizontality,
2) are configured as elements of co-management,
3) do not act under the mandate of the workers, and
4) do not act in the interest of the workers.
German works councils and the principle of horizontality
In as far as works councils are elected by all employees and any employee can run for election,
there is a certain degree of horizontality. Works councils are elected to four year terms, so you can
at the very least get rid of them after that. As mentioned, works councils can be removed from
office during their term. However, this must be done in front of a labor court, which is a difficult
process because one must prove to a judge (instead of the employees) that the works council or its
members have neglected their duties. In general, works council must call a workplace meetings
once a quarter. Unions and the employer are also invited. At the meetings, they inform the
employees about their activities, share company news, and ask for opinions. A quarter of the
employees or the works council can also call for a special workplace meeting for consultative
purposes, where the employer is not invited. A motion can be put forward at the meeting by the
employees if it has the support of 5% of the employees. The works council is obliged to consider
the matter within the next two months. However, the workplace meeting does not have authority
over the works council.
German works councils and co-management
The word co-management is however very ambiguous in this context. Co-management’s
translation in German Mitbestimmung has two meanings in German, co-determination and co-
management. In English, co-determination is also sometimes used to describe works council
activities and sometimes to describe employee representation in board of directors. Let us for
purposes of clarity say that participation in boards of directors is co-management and participation
in works councils is co-determination.
German works council members do not sit on the management boards of a company, such as a
board of directors, if that is what is meant. There are separate elections for employee
representatives of these boards, but they only take place in big corporations. Neither the FAU nor
GLAMROC are anywhere near being in a position to consider taking part in such elections.
By means of workplace agreements with the bosses, works councils can use the co-determination
afforded to them by the law to effect improvements for workers. Works councils have rights of co-
determination in too many areas to list here, so I will just give some examples. Works councils can
exert a lot of influence when it comes to work hours and shift scheduling. The works council can
support employees with temporary contracts by recommending that they be given permanent
contracts. It can also improve conditions for employees with families.
In exchange for its rights of co-determination, the works council must keep the industrial peace, i.e.
it cannot strike. If it cannot reach an agreement with the employer in an area where it believes it
has a right to co-determination, it only has recourse to an arbitrator who will decide based on their
interpretation of the law. A union, on the other hand, can also make any agreement with the boss
that a works council can make. Only the union can force the boss to accept an agreement by
threatening them with industrial action. But the union needs the support of the workers behind it to

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carry out the threat. A works’ council has it easier in areas where it has an inalienable right to co-
determination. In all other areas, it has no right at all. For example, a works councils can negotiate
a pay scale, but not a wage increase. Only a union can do that. A union’s rights are virtually
unlimited. If strong enough, it can force a boss to accept any demand it makes.
Due to co-determination, works council are also privy to inside company information, which they
can share with employees and during workplace meetings. Unions that are active in the company
and their workplace groups can use this information to formulate their demands. This is particularly
useful when planning a strike for wages increases. The works council can find out exactly how
much the company can afford and pass this information on to the union. The works council can
also exploit its power of co-determination to force an employer to concede to the demands of a
workplace group. For example, a very expensive arbitrator (which the employer must pay) can be
called in by the works council to mediate another seemingly mundane issues. Once the workplace
group’s demands have been met, the works council can cancel the arbitration.
Mandate of the workers and works councils
The elected works council is not bound to a specific mandate other than the one’s defined in the
Works’ Constitution law or workplace agreements between the works council and employer. Both
the FAU and the IWW call on their members who in works councils to only act upon the mandate
and in close consultation with of the workers. There is of course no legal basis for this. To my
knowledge, it has never caused a problem before.
Works councils and the interests of workers
The works council is obliged to exhaust all legal means at its disposal in the interests of the
workforce it represents. Of course, works councils can be manipulated by the bosses to act against
the interests of the workers. There’s an army of lawyers and consultants in Germany who
specialize in helping bosses manipulate works councils. This attests to the fact of how powerful
works councils are. An employer-friendly works council can be obstacle in the way of worker self-
determination. Vigilant and militant unions, workplace groups and workers who remind the works
council of their obligation to the workers are the only remedy.
Regional specificities behind the lack of adherence to the federative agreement
These co-determination powers mentioned above are some of the theoretical tactical reasons for
forming a works council that Florian mentions. One more often-cited advantage worthy of note is
the fact that works’ council member are explicitly afforded termination protection by German law.
Some FAU and GLAMROC members thus choose to become works council members to protect
themselves during their workplace organizing activities. There are however certainly others laws
which could protect workplace group members from termination for their union work, but this option
has yet to be thoroughly explored by the FAU and GLAMROC. This could above all be based on a
union’s inherent right to represent the interest of its members.
Over the last 40 years, cooperation with works councils has become common practice in both the
FAU and GLAMROC. A works council together with a workplace group and union are a powerful
combination. If most employees are complacent or organizing has failed, a works council can also
be the only way to exercise one’s rights. On the other hand, if the only activists in a workplace
spend all their energy on a works council rather than organizing and building a strong workplace
group, this can result in lost opportunity. The decision which route to take is best made by the
affected workers, in consultation with their local syndicalist or revolutionary union, who are well
aware of the advantages of horizontality and mandates developed by the workers as well as the
pitfall of co-determination. The last thing they need is ICL comrades in far-off countries with

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superficial knowledge about local conditions telling them what to do. What’s needed is dialogue
between ICL sections about best practices in workplace organizing in order to promote this tools
and reduce reliance on works councils.
Repressive forces
The Rules do not make specific mention that “no individual who voluntarily joins repressive forces,
state or private, may join or be in any other way included in any member organization of the ICL”
(point 5 of the Federative Agreement). However, William confirms “that we [WISERA] have no
police nor soldiers, indeed, our membership policy, as practised, does not allow participants of
these institutions to join.”
Economic subsidy
Finally, WISERA’s Rules do not explicitly prohibit economic subsidies public or private (point 6 of
the Federative Agreement), but Will assures me that the WISERA is funded entirely through
membership fees.

Mahmoud Homsi
ICL Secretary
2021-03-08

Proposal for hosting service and domain for CIT


Seeing the current needs of the organisation and in order not to depend on the different sections,
several colleagues have been looking at options in order to achieve autonomy for the international
organisation using its own resources.

At the moment we have


• 1 domain
• 1 website
• 1 cloud with only 2 gigabytes occupied
• 10 email accounts
• 4 mailing lists
Therefore, it is still not necessary to have a dedicated server, it is preferable to opt for other
cheaper alternatives that are scalable in the future.

Proposal
We believe that the proposal that best fits our current reality would be the following:

Domains
Transfer of icl-cit.org and registration of iclcit.org at www.cloudflare.com to manage the DNS.
Cost: 20 euros per year approximately

Hosting
Hetzner cloud
CX41 package

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4 vCPV, 16 RAM and 160 gigabytes of capacity, scalable if necessary in the future to a higher plan
or a dedicated plan.
Cost: 15.90 euros per month (190.8 euros per year).

Work plan
• Installation of Debian on the server.
• Installation of Virtualmin/webmin panel for easy hosting administration.
• Transfer of the website and cloud using the iclcit.org domain.
• Transfer of email and mailing lists.

Final Report: #UnitedAgainstTheDragon


fundraising completed
2021-02-15
Dear comrades:
Many different syndicates and unions were actively involved in the
#UnitedAgainstTheDragon movement and by doing so helped to bring the
workers' struggle to a successful end.
After nine months of agitation hundreds of former textile workers, who used to work in
Dragon Sweater and Imperial Sweater factories (both part of Dragon Group) were finally paid at
least some of the wages owed to them.
That's great and definitively also the result of the huge solidarity movement.
The Garment Workers' Trade Union Center (GWTUC) – the union on the ground – wrote a report
on this available in English and Spanish.
As a sign of appreciation to the involved unions and individuals, the GWTUC sent a Letter of
Acknowledgement to the ICL.
In this context a fundraising campaign was initiated by the ICL Working Group Asia in November
2020. After extending the campaign by a month, it is now over.
We were able to collect the following sums:
● 9,470 Euro thru the gofundme platform (fees were also contributed privately)
● 10,110 Euro transfered directly to the FAU Hamburg account
● 26 Euro collected during rallies in Hamburg
This makes a total sum of: 19,606 Euro
With 20,000 Euro we picked a tough goal on purpose. And it paid off. All involved parties agree that
this fundraising campaign was a huge success! All together 125 syndicates, collectives and
individuals made this possible. Thanks to all who contributed!
The money will be primarily used to finance the distribution of food packages. Also, expenses
gathered during the lengthy struggle of the textile workers will be paid.
So far 7,900 Euro were transferred to the GWTUC in two rates. With that money outstanding
payments related to protest rallies and repression were covered. Furthermore, the first distribution
of packages was financed.

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On January 28th the necessary contents for the packages were bought by GWTUC activists and
on January 29th and 30th they were distributed to around 400 textile workers.

More pictures available on icl-cit.org


Each package contains several kilos of rice, soja oil, spices, vegetables and soap. Furthermore,
some cash is added. This time it was 100 Taka (around 1 Euro) for each worker.
Another 50 workers, who had to leave the city after getting fired, received the value of the complete
package in cash. It was sent to them by post.
Further distributions are planned for February and March.
Furthermore, it was agreed to support a worker by
providing her with a loan of 527 Euro. A former textile
worker of the Dragon Group and labour union activist,
Minara B., was cheated on and left alone by her
husband. Since he left, she now has to take care of
herself as well as her child on her own. To do so she had
to take up a credit at a bank. In case she is unable to pay
back the money to the bank on time, she might face
imprisonment. Therefore, we were able to provide her
with an interest-free loan with the money raised during
the campaign. This way she doesn't have to face a prison
sentence and be there for her child instead. When she is in the situation to pay the loan
back to the GWTUC, the money will be used to support other workers' struggles.
Minara B. shortly after repaying the credit at the bank. She was joined by Joly (GWTUC) on
January 13th 2021.
How the raised funds are spent is being
decided by the GWTUC upon consultation with
the ICL Working Group Asia.

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We transfer the money in rates accordingly. After all we are managing a huge sum here. The
GWTUC confirmed that this procedure is also in their interest.
Besides further distributions of mutual aid packages, the funds will be used to cover school fees for
53 children of former Dragon Group textile workers.
I tried to include all the basic info in this text. In case you want any further details or have any
questions, feel free to contact asia@icl-cit.org.
In solidarity,

Mo
ICL Asia group.

ICL Report (Februar)


WISERA (IWW in Wales, Ireland, Scotland and England) has applied for membership to become
an ICL section. Over the coming months a referendum will take place to decide on their admission.
The Liaison Committee (LC) has formalized rules for its working groups. Working groups are
meant to shoulder some of the LC’s tasks. I’ve recorded another episode of my video series about
the ICL to explain how our working groups: https://vimeo.com/497627878/1e1b04f4cd
The LC has formed a North & Eastern Syria Working Group . This is inline with our Work Areas
which calls on us to consolidate and expand our contacts in that region. This is great news
because it means five more people are helping to implement the Work Areas. You can contact the
group coordinator at faudd4@fau.org if you are interested in joining.
Together with members of the CNT, FAU and ESE, I met virtually with a member of the Genç İşçi
Derneği (Young Workers’ Association, YWA), a relatively new anarcho-syndicalist union in Turkey.
He described the group’s history, current union work, and we discussed the current political
situation in Greece and Turkey. We look forward to cooperating more with the YWA in the future.
The statutes stipulate an audit of the ICL treasury at the midpoint of its term. That time point was
reached in December and two FAU members are auditing the books.
I shared a statement by the ESE on the dismal situation in refugee camps in Greece. It includes a
call to begin discussions about coordinating a day of action against the camps. The LC has defined
this project more concretely and issued a call for participation to organize an open online meeting
on this subject.
The Liaison Committee decided to donate 600 Euros to the crowdfunding campaign for the Dragon
Sweater workers. This campaign was started at the ICL Asia Working Group’s initiative. They also
coordinated the corresponding ICL campaign in solidarity with 6000 garment workers in
Bangladesh who had been terminated without severance and had their wages stolen. The wages
have in the meanwhile been paid back in part. Thank you to all the sections that took to the streets
to show their solidarity. The statutes don’t regulate how the Liaison Committee may spend ICL’s
funds. We considered the donation an act of solidarity with the working class, which is in line with
our principles.
We also published an article by the IP about the feminist protests against the ban on abortions in
Poland. International Women’s Day is also around the corner. Please take the time to inform the

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Liaison Committee about your activities before and afterwards, so we can share them and report
on them.
On the administrative side of things, we’ve added a “bodies” subpage to the website, which
describes our working groups, bodies and officers. I also created a PGP key for the sec@icl-cit.org
account. It can be found on key servers, such as https://keyserver.ubuntu.com
Finally, you will find a letter from the journalists and media union in Madrid (a branch of CNT
Madrid) here, who want to get in touch with comrades from other sections working in the same
sector.

Mahmoud Homsi
sec@icl-cit.org

Olivenölverkauf in Solidarität mit der CNT Gijon


Die CNT Gijón (Asturien, Nordspanien) hat einen lange laufenden Arbeitskampf mit den
Besitzer:innen der Konditorei La Suiza. Anfängliche Forderungen waren die Auszahlungen von
nicht gezahlten Löhnen und ein respekt- und würdevoller Umgang mit den Arbeiter:innen. Im Laufe
des Konfliktes wurden mehrere Kundgebungen abgehalten und Flyer verteilt. Soweit, so normal.
Allerdings sind die Bosse Mitglied in der rechtsextremen Partei Vox und sind gut mit der lokalen
Polizei und dem Arbeitgeberverbund vernetzt.
Anstatt nun eine Einigung zwischen den Parteien anzustreben, wurde eine
EInschüchterungskampagne gegen die Genoss:innen gefahren. Einige wurden festgenommen,
später ohne Anklage freigelassen und einige Bosse in der Stadt haben eine Klage gegen das
Syndikat gestartet. Diese Klage wirft dem Syndikat “illegale Vereinigung um Unternehmer:innen zu
erpressen” vor.
Falls das sehr nach dem 19. Jahrhundert klingt, so ist das naheliegend. Der Kampf um
Arbeiter:innenrechte sich zu vereinigen, Gewerkschaften zu bilden und legal zu protestieren und
zu verhandeln mag zwar in den frühen 1800er Jahren weltweit entschieden worden sein. Dies
jedoch nicht im Norden von Spanien, nicht in Gijón.
Um es kurz zu machen, 8 Genoss:innen des Syndikats werden “Bedrohungen, Beleidigungen und
Nötigung” vorgeworfen. Die Staatsanwaltschaft fordert 3 Jahre Haft und eine Strafzahlung von
60.000€ für jede:n. Nach einigen Verzögerungen aufgrund der Pandemie, wird der Start des
Verfahrens nun im nächsten Mai geplant.
Das Syndikat und die Genoss:innen bleiben standhaft in ihrer Verteidigung der Rechte der
Arbeiter:innen und haben sich nicht durch diese Kampagne einschüchtern lassen. Viel steht auf
dem Spiel. Sollte Gewerkschaftsmitgliedern allgemein “Bedrohungen” vorgeworfen werden
können, weil sie eine legale Kampagne gegen den Machtmissbrauch durch Bosse durchführen, so
wird eine grundsätzliche Freiheit bedroht.
Während all dieser Jahre haben sich hohe Rechtskosten angehäuft. Selbst ohne die eventuellen
Strafzahlungen einzubeziehen, braucht das Syndikat viel finanzielle Unterstützung. Aus diesem
Grund, haben die Genoss:innen von Gijón vor einiger Zeit begonnen Flaschen von Olivenöl in
Spanien zu verkaufen, um Solidaritätsfonds aufzubauen. Jetzt wurde damit begonnen diese
Flaschen auch europaweit zu versenden. Das Öl wurde von einer andalusischen Kooperative der
SAT, einer Gewerkschaft von Landarbeiter:innen, gespendet.

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Um die Versandkosten lohnend zu gestalten, können vier 5-Liter-Flaschen für den Preis von 140€
(inkl. MwSt. und Versand) bestellt werden. Das ist ein ideales Angebot für Gruppen. Um die
Genoss:innen zu unterstützen, müsst ihr nichts weiter tun als eine Kiste via E-Mail an
aceitesolidario2@gmail.com oder via WhatsApp/Telegram an +34 644 064 888 zu bestellen. Es
sollte eine Versandadresse, eine Kontakt-Telefonnummer und die nötigen Infos für den Versand
(bspw. Öffnungszeiten, Kontaktperson etc.) angegeben werden.
Sobald ihr eine Eingangsbestätigung für die Bestellung erhalten habt, könnt ihr das Geld an
folgendes Bankkonto überweisen
Bank: Caixabank
Kontoinhaber: La Sarza S. Coop
IBAN: ES03 2100 8386 7602 0010 6860
Und bald sollte das Öl bei euch eintreffen!
Natürlich ist jede andere Form der Unterstützung auch sehr gerne gesehen.
Vielen Dank im Voraus für die Unterstützung des Kampfes um grundlegende Arbeiter:innenrechte!

Report of the ICL Workgroup Middle East (February 2021)

In January and February 2021, the working group continued to be in the constituent phase. The
working group is now constituted by five representatives of FAU, CNT, USI and IWW Nara. At the
moment the delegates of the sections are work on report about the involvement of their sections in
the North-East-Syria solidarity movement, their contacts and their analyses of the revolution.
Based on this, we look foward to build up a strategy and an action plan for the workgroup.
Unfortunately, so far we have not received any message from the administrators regarding the
creation of a contact email address and email list. For this reason, a comrade create a temporary
list on the servers of FAU.

Wolf
FAU Dresden
Coordination of ICL Workgroup Middle East
February 13th, 2021

Treffen mit Civaka Azad in Leipzig


Am 25.02 fand ein kleines internationales Treffen zwischen der GeKo (Orga und I-Sek), dem IK für
Nord- und Ostsyrien und drei Vertretern von Civaka Azad (Kurdisches Zentrum für
Öffentlichkeitsarbeit e.V.) statt. Die hatten sich bei uns gemeldet und wollten ein persönliches
Treffen mit der Geko (wir wussten im Vorfeld nicht worum es gehen wird) und wir haben dann
Leipzig als Treffpunkt vorgeschlagen. Da ja auch die Anträge zu Rojava positiv ausfielen, hielten
wir es für angebracht, dafür Geld der Föderation auszugeben. Wegen einer Zugverspätung kamen
die Menschen von Civaka Azad aber zu spät und wegen einem Zugausfall gingen sie sehr bald
wieder, so dass eigentlich nicht wirklich was passiert ist, außer dass es einen kurzen Austausch
über unsere Organisationsformen und Inhalte gab und ein paar Flyer. Es wurde vereinbart, sich

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zusammen über unsere Theorien und Ziele auszutauschen und gegenseitig zu Veranstaltungen
einzuladen.

Anhang
[AG Sommerschule] Protokoll vom Treffen der Sommerschul-AG vom 18.02.2021

TOPS:
- Ersatzreferent für kollektives Arbeitsrecht
- Erinnerungsmail schriftliche Beiträge
- Überblick über alle Aufgaben während der Sommerschule
- E-Mail-Verteiler für unsere AG
- Überrepräsentierung von Leipzig
- Infos von faul7 zum Anmeldungsprogramm

- Ersatzreferent für kollektives Arbeitsrecht


Vorschlag für einen Ersatzreferenten aus Düsseldorf: dd1
Gibt leichte Bedenken gegenüber dem Vorschlag.
Gewollt ist eine grobe Einführung ins kollektive Arbeitsrecht. Was gibt es alles? Was ist
voneinander abzugrenzen?
(BetrVG, BR, Gewerkschaften, Streiks, TV)
j1 hat noch zwei Ideen für mögliche Ersatzreferenten. j1 fragt die an und meldet sich zurück.
- Erinnerungsmail schriftliche Beiträge
goe15 hakt bei allen nach
- Konzept für die Podiumsdiskussion zu Betriebsratsarbeit
l15 hat noch kein Konzept erarbeitet. Schickt aber nächsten Samstag per Mail ein Konzept rum,
welches dann kommentiert werden kann.
- Überblick über alle Aufgaben während der Sommerschule
siehe Dokument
Eränzungen zum Dokument:
Bücher/Infostisch zusätzlich aufnehmen
Willkommensansprache/Organisatorisches im Gruppenplena
Anmeldetisch betreuen
Abbau/Abschluss 1-2P
Infektionsschutzmaßnahmen
=> Aufgabenverteilung machen wir nachdem sich die Teilnehmer*innen angemeldet haben, damit
wir wissen wie viele  Leute wir ggf für Kinderbetreuung brauchen.
- E-Mail-Verteiler für unsere AG
Der E-Mailverteiler ist eingerichtet. Es ist allerdings eine Mailman Liste mit einem anderem Kürzel
@list.fau.org. Es ist noch nicht ganz klar warum es noch eine Kontaktmailadresse gibt.
goe6 kümmert sich darum, dass der Verteiler sommerschule@fau.org eingerichtet wird.
- Überrepräsentierung von Leipzig
Es werden insgesamt 7 Personen aus Leipzig auf der Sommerschule sein. Das ist
überdurchschnittlich. l15 stellt die Rückfrage an die Gruppe, ob das problematisch ist, um
Diskusionen im nachhinein zu vermeiden.
Die Gruppe hat keine Bedenken, da es sowieso viel Arbeit ist Referent*innen zusammen zu kriegen.
- Infos von faul7 zum Anmeldungsprogramm
Im Anmeldungsprogramm sind noch ein paar Sachen aufgetaucht, die wir klären sollten:

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- Wie viele Zeltplätze gibt es? Wie viele Plätze gibt es insgesamt?
goe6 fragt beim NFH nach
- Wer meldet die Referent*innen an?
Die Referent*innen werden von den lokalen Sekretariaten zusammen mit den anderen angemeldet
- Wie werden die übrigen freien Plätze vergeben?
- Nächstes Treffen
Das nächste Treffen ist am 18.03.21 um 20 Uhr. 
j1 verschickt die Erinnerungsmail. goe15 protokolliert. k18 moderiert.

[FAU Leipzig] Gewerkschaftliches Strategie-Konzept der FAU Leipzig


Selbstverständnis und Ziele
Das Allgemeine Syndikat Leipzig versteht sich als eine linke Gewerkschaft im Aufbau. Dabei ist
Gewerkschaft für uns mehr als das landläufige Verständnis einer Arbeitsschutzversicherung &
Arbeitsrecht-Lobby-Organisation. Langfristig streben wir die Selbstorganisation der Arbeits- und
Lebenswelt an. Umgesetzt durch Kollektivierung von Betrieben und regionaler Organisierung in
den Stadtteilen und Wohnorten. Wir streben nach dem Ideal einer solidarischen herrschafts- und
diskriminierungsfreien Gesellschaft. Dieses weitgehende Ziel unterscheidet uns von anderen
Gewerkschaften.
Dass wir uns als Gewerkschaft im Aufbau verstehen, heißt auch, dass wir einen klaren Fokus für
unsere Energie gewählt haben. Wir sind der Überzeugung, dass zum Erreichen der oben
genannten Ziele eine verbindliche Organisierung großer Gruppen von Menschen notwendig ist.
Hierfür scheint uns eine gewerkschaftliche Organisierung am geeignetsten, da sie an der
materiellen Basis der gesellschaftlichen Produktion ansetzt. Wie zwingend relevant dieser Bereich
für alle Menschen ist, erfährt jede*r durch den ständigen Zwang zur Lohnarbeit. Hier können wir
unmittelbar bei unseren Nöten ansetzen, solidarisches Handeln und gemeinsames
Entscheidungsfinden lernen und in den Betrieben Basisgruppen aufbauen.
Dafür müssen wir eine stabile verlässliche Gruppen- und Infrastruktur aufbauen und notwendiges
Wissen zum Führen und Gewinnen von Arbeitskämpfen sammeln und institutionalisiert
weitergeben. Wir müssen bei Lohnabhängigen, unabhängig ihrer Subkultur, bekannt sein und eine
Relevanz besitzen. Wir müssen eine sich anpassende Form von Organisation sein, die nicht nur
auf einem politischen Freundeskreis beruht und mit diesem nach wenigen Jahren wieder endet.
Sondern eine Struktur in der sich viele hundert und mehr Menschen gemeinsam organisieren,
effektiv selbst verwalten und Konflikte produktiv gelöst werden können.
Wenn wir das erreichen, sind wir nicht länger nur eine Gewerkschaft im Aufbau. Wir sind davon
nicht mehr weit entfernt, aber es benötigt weitere Anstrengung und Fokussierung. Dieser
strategische Fokus auf Arbeitskämpfe und der Aufbau einer verbindlichen Struktur unterscheidet
uns von anderen herrschafts-kritischen linken Politgruppen.

Strukturreform
Seit unserer Klausurtagung im Februar 2020 erarbeiten wir in einer eingesetzten Arbeitsgruppe
eine Reform unserer Struktur. Diese soll unsere Struktur, im Sinne der oben angegebenen Ziele,
verbessern. Der Entwurf steht, bei Erstellung dieses Konzeptes, kurz vor seinem Abschluss. Er
orientiert sich an ähnlichen Strukturreformen wie den Entwürfen der FAU Berlin, der Reform der

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FAU Hannover und ist in Eckpunkten ähnlich der Reform der FAU Kaiserslautern. Die wesentlichen
geplanten Änderungen sind:
• Vollversammlung nur noch an festen Terminen im Jahr, alle drei Monate; hier werden die
politischen Richtungsentscheidungen getroffen.
• Etwa zweimal monatlich Treffen der Sekretariatsmandate als Gesamtsekretariat, das die
Verwaltungsaufgaben des Tagesgeschäfts übernimmt.
• Eine Sekretariatskontrollgruppe wird gegründet, die die Arbeit des Gesamtsekretariats für
die Vollversammlung beobachtet und ihr unabhängig darüber berichtet. Zweimal im Monat
findet die Arbeitskampfversammlung (AKV) statt. Sie wird das soziale Herz des Syndikats.
Hier treffen sich Betriebsgruppen, Betroffene, Aktive und Neumitglieder und organisieren
kollektive und individuelle Arbeitskämpfe.

Mitgliederaktivierung und Weiterbildung


Die AG Mitgliederaktivierung ist für Weiterbildung und Aktivierung der Mitglieder zuständig. Mit
einem internen Organizing-Konzept werden eigene Mitglieder aktiviert. Die AG erstellt einen
monatlichen internen Newsletter, tätigt Anrufe bei entschwindenden Mitgliedern, organisiert
Neumitgliedern Buddies nach unserem Buddy-Konzept und bietet zweimal im Jahr ein
Neumitgliedereinstiegsseminar an. Dazu kommen inhaltliche Weiterbildungen, die bislang nach
Bedarf vor allem zu den Themen Organizing, Betriebsgruppen-Aufbau und Geschichte des
Anarchosyndikalismus durchgeführt wurden. Dies wird derzeit durch den Aufbau eines
gemeinsamen Schulungsprogramms mit den Syndikaten Halle und Jena ab Sommer 2021
institutionalisiert.

Beratung, Organizing und Aufbau von Betriebsgruppen


Arbeitskämpfe, Organizing und Betriebsgruppenaufbau werden derzeit durch unsere AG
syndikalistische Aktion/Beratung organisiert. Nach unserer anstehenden Strukturreform wird
dieseein der zentralen Arbeitskampfversammlung (AKV) aufgehen. Durch diese
Strukturänderungesoll dem Führen nachhaltiger Arbeitskämpfe auch strukturell der zentrale Ort im
Syndikat zugewiesen werden.
Unser Beratungskonzept ist auf unserer Webseite öffentlich einzusehen.
Wir führen eine unverbindliche gewerkschaftliche Erstberatung für alle durch. Durch den Corona-
Lockdown verlagerte sich dies auf Telefongespräche, was sich aber insgesamt bewährt hat und
voraussichtlich so beibehalten wird. In den Erstberatungen geben wir eine grobe Ersteinschätzung
unter Vorbehalt ab, die wir nach Anhören des Falls treffen, ohne dass wir Einsicht in Unterlagen
nehmen oder recherchieren. Betroffene können auf dieser Grundlage entscheiden, ob sie weitere
Schritte allein gehen oder Mitglied werden und wir den Kampf gemeinsam führen. Dabei ist nicht
endgültig geklärt, ob grundsätzlich Fälle geführt werden, die vor der Zeit der Mitgliedschaft liegen
und eventuell durch ein Verfahren hohe Kosten verursachen. Wir entscheiden derzeit im Einzelfall.
Andere Gewerkschaften arbeiten hier mit einer Frist von drei Monaten Mitgliedschaft bis der
Rechtsschutz einsetzt und arbeiten ebenfalls mit Ausnahmeentscheidungen im Einzelfall.
Wir trennen unsere Konflikte in individuelle und kollektive Arbeitskonflikte. Individuelle Konflikte
betreffen Forderungen für einzelne Betroffene. Individuelle Konflikte haben ein klares kurzfristiges
Ziel, das mit den Betroffenen gemeinsam gesetzt wird, z.B. Auszahlung des ausstehenden Lohns.
Kollektive Fälle betreffen eine größere Zahl Menschen, sind auf Rahmenbedingungen der Arbeit

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ausgerichtet und haben langfristige Ziele. Hier hinein fällt auch der Aufbau und die Arbeit von
Betriebsgruppen als zentrale Strategie in diesem Bereich. Individuelle Konflikte können schneller
eskaliert werden, bewirken aber in der Regel keine nachhaltige Organisierung im Betrieb. Sie sind
notwendig zum Wahren der Rechte unserer Mitglieder. Ihr größerer Nutzen für andere Konflikte
besteht in der Öffentlichkeitsarbeit zuerfolgreich geführten individuellen Konflikten. Diese können
andere Bosse einschüchtern und andere Betroffene motivieren, sich zu organisieren und zu
wehren. Daher ist es wichtig sie öffentlich führen zu können.
Am besten ist uns dies in Fällen gelungen, in denen nicht darauf geachtet werden musste, das
Arbeitsverhältnis nicht völlig zu zerrütten, da die Mitglieder bereits nicht mehr im Betrieb
beschäftigt waren. In diesen Fällen kann, sofern die Betroffenen dies möchten, schnell mit
öffentlichen Aktionen und starker Eskalation Druck gemacht werden. Für diese Fälle haben wir
einen Standardablauf unter dem Kampagne-Namen „Geld her!“ entworfen. Hierbei wird eine
Strategie des öffentlichen Drucks bevorzugt. Rechtsmittel werden nur zusätzlich eingelegt, wenn
diese keinen Erfolg zeigt.
Möchte ein Mitglied nach einer Erstberatung im Konflikt unterstützt werden, wird der Fall in der AG
syndikalistische Aktion/Beratung besprochen und daraufhin ein Konfliktteam gegründet, das mit
der Durchführung des Konfliktes beauftragt wird. Das Konfliktteam berichtet auf den AG- Treffen,
die AG bleibt für den Konflikt gesamtverantwortlich, berät und unterstützt das Konfliktteam und
verstärkt es, wenn nötig, auch personell. Ein Konfliktteam muss immer aus einem erfahrenen
Mitglied bestehen, das die Koordination des Konfliktteams übernimmt. Die betroffene Person muss
immer aktives Mitglied des Konfliktteams sein und hat in allen Entscheidungen das letzte Wort.
Darüber hinaus ist es erwünscht, dass unerfahrene Mitglieder in Konfliktteams mitarbeiten um
daraus zu lernen. Zur besseren Vermittlung können sich Neumitglieder auf einer
Konfliktunterstützer*innen-Liste eintragen.
Bei Konstituierung eines Konfliktteams prüft dieses zunächst alle Unterlagen und führt eine
einfache Betriebsrecherche durch, um Ansprüche der Betroffenen und Druckpunkte gegen das
Unternehmen zu ermitteln. Daraufhin wird das Ziel des Konfliktteams formuliert und ein „Plan2win“
mit Eskalationsstufen entworfen, der beschreibt, wie es erreicht werden soll. Mit der betroffenen
Person wird vereinbart, welche Verhandlungsspielräume bestehen und ab welchem
Verhandlungsergebnis, das unter den offiziellen Forderungen liegt, sie zufrieden wäre. Dem
betroffenen Mitglied wird noch einmal erklärt, dass im Fall eines Erfolgs eine Spende erwünscht
ist.
Die Spendenempfehlung liegt bei 5% des erkämpften Geldes. Nach Beendigung eines Konflikts
schreibt das Konfliktteam einen Abschlussbericht und eine öffentliche Erfolgsmeldung und wird
danach von der AG gefeiert und aufgelöst. Kollektive Konflikte haben immer das Ziel einer
nachhaltigen Organisierung im Betrieb, durch den Aufbau, der Stärkung und dauerhaften
Etablierung einer Betriebsgruppe. Dabei kämpft die Betriebsgruppe um die Verbesserung der
Rahmenarbeitsbedingungen. Dabei entstehen immer wieder auch einzelne individuelle
Konfliktfälle. Insofern sind die beiden Felder nicht völlig getrennt.
Der nachhaltige Aufbau von Betriebsgruppen ist die wichtigste Aufgabe des Syndikats, weil sie für
eine Verankerung in Betrieben und für eine institutionelle Gegenmacht sorgen. Betriebsgruppen
müssen die Basis des Syndikats bilden. Dieses Ziel ist noch nicht erreicht. Im Syndikat existieren
im Februar 2021 zwei aktive Betriebsgruppen: Callcenter Union (CCU) und die Betriebsgruppe
Durstexpress (BG DEX). Die über zwei Jahre sehr aktive Deliverunion bei Foodora/Lieferando ist
wegen starker personeller Fluktuation seit Beginn 2020 inaktiv. Es gibt mehrere Versuche zum
Aufbau weiterer Betriebsgruppen, unter anderem bei Dominos Pizza-Lieferservice.

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Betriebsgruppen werden gegründet, wenn sich innerhalb der AG Beratung/syndikalistische Aktion
ein kollektiver Fall in einem geeigneten Betrieb zeigt. Das wichtigste Kriterium dafür ist, dass es
einen motivierten Personenkreis im Betrieb gibt, der in der Lage ist, sich kontinuierlich zu treffen
und willens über längere Zeit gemeinsam am Aufbau einer Betriebsgruppe zu arbeiten. Des
weiteren spielt die Struktur des Betriebes eine Rolle. Positive Faktoren sind beispielsweise: wenn
sich viele Kolleg*innen im Arbeitsalltag begegnen und austauschen können, wenn im Kollegium
viele uns sympatisch motivierte Menschen sind, die meistens festangestellt sind.Negativ wirkt sich
aus: wenn es eine starke Fluktuation im Kollegium gibt, die Kolleg*innen sich im Arbeitsalltag kaum
sehen und sprechen, eine andere Gewerkschaft bereits sehr stark im Betrieb vertreten ist.
Für den Aufbau, das interne Organizing und die Anbindung an das Syndikat, existiert ein eigener
Betriebsgruppenleitfaden. Der Betriebsgruppenleitfaden sieht eine höhere Hürde für die Gründung
von Betriebsgruppen vor. Eine Betriebsgruppe kann nur durch Antrag auf einer Vollversammlung
gegründet werden und muss dafür eine Reihe festgelegter Kriterien erfüllen, um sicherzustellen,
dass sie bereits selbst ein Mindestmaß an eigener Struktur und Handlungsfähigkeit besitzt.
Gleichzeitig wird eine klare Anbindung an die FAU und das Leipziger Syndikat festgelegt.
Dafür führt die Betriebsgruppe den Namenszusatz FAU Leipzig und berichtet auf
Vollversammlungen. Innerhalb der Betriebsgruppe wird, FAU-typisch, bei Beschlüssen ein
Konsens aller Anwesenden angestrebt. Kann dieser nicht erzielt werden, wird mehrheitlich
abgestimmt, wobei nur FAU Mitglieder als ordentliche Mitglieder der Betriebsgruppe ein
Stimmrecht besitzen. Auf diese Weise ist eine Mitarbeit und ein Einstieg von (noch) nicht
organisierten Kolleg*innen möglich. Gleichzeitig wird auf einfachem Wege ausgeschlossen, dass
Nicht-Mitglieder Entscheidungen in einer FAU Struktur dominieren. Zudem stellt sich Nicht-
Mitgliedern im Prozess damit immer wieder die Frage, warum sie denn noch nicht vollwertiges
FAU- und Betriebsgruppen- Mitglied sind. Eine Betriebsgruppe wählt aus ihrer Mitte drei Mandate:
Eine Koordination, die zuständig ist für das Organisieren der Treffen, Moderation und
Protokollierung. Eine Person für Organizing, die sich in Organizing-Methoden weiterbildet und mit
der Betriebsgruppe gemeinsam einen Plan zur Betriebserschließung entwirft und verfolgt. Eine
rechtsschutzbeauftragte Person, die sich in diesem Feld weiterbildet und bei arbeitsrechtlichen
Fragen die erste Ansprechperson im Betrieb ist.
Die Betriebsgruppe bekommt vom Syndikat eine Person zugeteilt, die bereits Erfahrung im Aufbau
von Betriebsgruppen hat. Sie wird Betriebsgruppen-Support genannt und nimmt, ohne eigenes
Stimmrecht, beratend an den Treffen der Betriebsgruppe teil. Die Betriebsgruppe kann die
Support-Person abwählen.
In dem Stadium bevor eine Gruppe eine aufgenommene FAU Betriebsgruppe wird, sprechen wir
von einer Betriebsgruppeninitiative. Diese hat bereits Anspruch auf Unterstützung durch das
Syndikat, um sich selbst zu gründen. Die Unterstützung besteht insbesondere in einem eintägigen
Betriebsgruppen-Gründungsworkshop.

Soziale Kämpfe
Wir wollen eine Organisation sein, die in allen Belangen der Arbeit, aber auch im Sozialen ihre
Mitglieder stützt. Wir haben einen weitgehenden Begriff von Arbeitskämpfen, der selbstverständlich
auch die Bekämpfung jedweder Form von Diskriminierung enthält. Zur besseren Bekämpfung
spezieller Formen von Diskriminierung von FLINT-Personen arbeitet unsere AG Fem. Zu dem
weiten Bereich des Sozialen zählen wir insbesondere die Felder des Sozialrechts (Jobcenter,
Kranken- und Rentenkasse) sowie der immer wichtiger werdende Bereich der Mietkämpfe. Auch
das juristisch sog. Ausländerrecht wird perspektivisch eine Rolle spielen.

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Aus strategischen Gründen haben wir uns allerdings entschlossen, vorerst nicht alle diese Felder
zu bearbeiten. Stattdessen kooperieren wir in diesen Fällen mit anderen Gruppen, die sich auf die
jeweiligen Felder spezialisiert haben und darin sehr viel kompetenter arbeiten können als wir. Wir
selbst spezialisieren uns weiter auf den Bereich der betrieblichen Kämpfe, um darin eine eigene
effektive Expertise zu erlangen. Dafür leiten uns Beratungsgruppen aus diesen anderen
Themenfeldern auch Fälle im Bereich Arbeitsrecht und betrieblicher Konflikte weiter. Wir bewerben
daher bislang keine Beratung für derartige Soziale Kämpfe. Es ist im Syndikat eine offene Debatte,
ab welchen Kriterien wir uns selbst als stark und kompetent genug verstehen, weitere der
genannten Beratungs- und Kampffelder in unsere eigene Struktur aufzunehmen.

Gewerkschaftslokal
Seit Juli 2020 betreiben wir das Gewerkschaftslokal Anna & Ferdinand Götze. Es handelt sich um
ein kleines Ladenlokal und liegt verkehrsgünstig in der Breite Str. 4, 04317 Leipzig. Dies ist ein
zentraler Ort im Innenstadt-nahen, alternativ geprägten Leipziger Osten. Das Lokal hat eine Fläche
von ca. 34 m2. Die Fläche ist als Versammlungs- und Veranstaltungsraum für ca. 20 Menschen
ausgestattet. Sie verfügt über eine Teeküche, ausgestattete Büro-Ecke mit zwei Arbeitsplätzen,
abschließbarem Metallschrank für Unterlagen, Aktionsmateriallagerecke und einer Toilette. Eine
große beleuchtete Werbetafel weist das Gewerkschaftslokal gut sichtbar aus. Es ist benannt nach
den historischen Leipziger FAUD Mitgliedern Anna und Ferdinand Götze, die in ihrer Wohnung in
der Sigismund Str. 6, die nur 500 Meter entfernt vom Lokal lag, den Widerstand der FAUD gegen
den NS organisierten.
Durch den Corona-Lockdown konnte das Lokal bisher leider nur wenig genutzt werden. Der Wert
eines eigenen Büros und Versammlungsraum für die Zusammenarbeit hat sich allerdings bereits
bewährt. Akten lagern zentral, Arbeitsmaterialien sind immer direkt vorhanden und
Angelegenheiten können bei Begegnung im Lokal auf kurzem Dienstweg geklärt werden. Darüber
hinaus ist nicht zu unterschätzen, dass das eigene Lokal als Infrastruktur einen großen Sprung an
wahrnehmbarer Professionalisierung darstellt. Das an einer Hauptstraße gelegene Lokal ist auch
ein Aushängeschild für die FAU, auf das wir angesprochen werden. Es trägt zu unserer
Bekanntheit und Wahrnehmung als politischer Kraft in der Stadt Leipzig bei.

Beschluss Unterstützung von Gewerkschaftslokalen


Abstimmung nach dem Kongress 2020
Wer - Kongressplenum auf Basis eines Antrags der FAU Jena
Was - Unterstützung von Gewerkschaftslokalen durch die Bundesföderation
Ergebnis – angenommen
Antragstext: Die bundesweite Föderation der FAU unterstützt ausdrücklich die Anmietung und
Eröffnung eigenständiger FAU-Gewerkschaftslokale. In dem Sinne gewährt die Föderation
Zuschüsse zur Anmietung und Ersteinrichtung von Gewerkschaftslokalen. Dazu stellt das
entsprechende Syndikat einen Antrag auf Gewährung eines Zuschusses an die
Geschäftskommission (GeKo). Die gesamte GeKo prüft den Antrag nach den weiter unten
folgenden Kriterien und gewährt gegebenenfalls einen Zuschuss von bis zu 3000 – in Worten:
dreitausend – Euro.
Die Geko ist angehalten, sich im Zweifelsfall Expertise einzuholen.

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Die Kriterien, nach denen die Gewährung des Zuschuss zu entscheiden ist, sind:
• Das Syndikat hat ein schlüssiges gewerkschaftliches Gesamtkonzept, welches
insbesondere darlegt, wie sich das Syndikat in Zukunft als Gewerkschaft im Aufbau
entwickeln soll. Dazu gehören ein gewerkschaftliches Strategie- und Entwicklungskonzept,
z.B. mit einer gewerkschaftlichen Sprechstunde, einem gewerkschaftlichen
Schulungsprogramm, einem Konzept zu betrieblichem Organizing und dem Aufbau von
Betriebsgruppen sowie einem Konzept zum Führen und Gewinnen von Arbeits- und
sozialen Kämpfen.
• Das Syndikat hat mindestens 25 zahlende Mitglieder.
• Das Syndikat hat ein schlüssiges Finanzierungskonzept für das Lokal, aus dem hervorgeht,
dass das Syndikat das Lokal anschließend selbstständig finanzieren kann.
• Das Gewerkschaftslokal ist als ein zugänglicher und einladender gewerkschaftlicher Büro-,
Versammlungs- und Veranstaltungsraum zu gestalten.
• Das Konzept wird in der Debatte veröffentlicht.
Die Syndikat legt der GeKo für all diese Kriterien schriftliche Nachweise vor, welche in der Debatte
veröffentlicht werden.
Das Zuschuss wird aus dem Fonds für Organisation heraus gewährt. Der vorliegende Antrag regelt
die Vergabe durch die GeKo. Wenn ein Syndikat nicht die notwendige Mitgliederzahl hat, aber
dennoch ein Büro oder Lokal braucht, kann ein Antrag auf einen solchen Zuschuss an den
Bundeskongress oder ans Regionaltreffen gestellt werden, um auch aktiven Syndikaten in
kleineren Städten diese Möglichkeit zu geben.
Konkret heißt dies, dass die Finanzrichtlinien wie folgt ergänzt werden:
Ergänzung bei Aufzählung bei 1.1 Zweck
• [...]
• Unterstützung beim Aufbau von Gewerkschaftslokalen
Neuer Punkt:
2. 8 Gewerkschaftslokalen
• einmalige Förderung von bis zu 3000 € für Aufbau neuer Gewerkschaftslokale für
Syndikate mit mindestens 25 Mitgliedern, welche ein schlüssiges gewerkschaftliches
Gesamtkonzept haben, welches insbesondere darlegt, wie sich das Syndikat in Zukunft als
Gewerkschaft im Aufbau entwickeln soll. Dazugehören ein gewerkschaftliches Strategie-
und Entwicklungskonzept mit z.B.einer gewerkschaftlichen Sprechstunde, einem
gewerkschaftlichen Schulungsprogramm, einem Konzept zu betrieblichem Organzing und
dem Aufbau von Betriebsgruppen sowie einem Konzept zum Führen und Gewinnen von
Arbeitskämpfen.
• Voraussetzung ist weiterhin, dass ein schlüssiges Finanzierungskonzept für das Lokal
vorliegt, aus dem hervorgeht, dass das Syndikat das Lokal anschließend selbstständig
finanzieren kann, und dass das Gewerkschaftslokal ist als ein zugänglicher und
einladender gewerkschaftlicher Büro-, Versammlungs- und Veranstaltungsraum konzipiert
ist.
• Nach Prüfung und Diskussion in der Debatte entscheidet die Geko über die Freigabe der
Gelder.
• Syndikate, welche die Anforderungen nicht erfüllen, können finanzielle Unterstützung über
Kongressanträge beantrage

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[FAU München] Gewerkschaftliches Konzept des Allgemeinen Syndikats München

Im Rahmen des Finanzantrages zur Unterstützung eines Gewerkschaftslokals wird durch die
Finanzrichtlinien der Freien Arbeiterinnen und Arbeiter Union (FAU) die Vorlage eines
gewerkschaftlichen Gesamtkonzepts verlangt. Dieses Konzept soll hier erläutert werden.
Das Allgemeine Syndikat München (ASy-M) hat im Februar 2019 einen grundlegenden Neustart
beschlossen, und damit die Weichen für einen seriösen Gewerkschaftsaufbau gestellt. In dem
Neugründungspapier werden bereits viele Grundpfeiler für diese neue Gewerkschaft genannt, die
in einer „Phase Null“, einer Vorbereitungsphase vor der eigentlichen Gründung, konkret erarbeitet
werden sollen. Im Laufe dieser „Phase Null“ haben wir viele Schritte zur Gewerkschaftsgründung
bereits ausformuliert bzw. Konzepte erarbeitet, wie unser Wirken in den nächsten Jahren konkret
aussehen soll.

Seriöse, tragfähige Struktur


Als Grundlage für eine tragfähige Gewerkschaft haben wir eine solide und verbindliche Struktur
festgelegt. Diese neuartige Struktur ist in unserer Satzung, unserer Geschäftsordnung sowie
unseren Arbeitsrichtlinien zu entnehmen.

Gezielte Aufbauarbeit, Jahr für Jahr


Neben der ständigen Organisierungsarbeit in den Betrieben, wird eine jährliche Klausur
Vorschläge für einen Jahresplan erarbeiten. Hier können Arbeitsschwerpunkte gesetzt werden, die
durch eine Jahresvollversammlung beschlossen und dann durch gewählte
Gewerkschaftsmitglieder methodisch abgearbeitet werden können. Somit können
Gewerkschaftsthemen professionell und methodisch in eine schlagkräftige Praxis umgesetzt
werden.

Betriebsgruppenkonzept
Basis unserer zukünftigen Arbeit sollen die Betriebsgruppen werden. Dies bedeutet ein bewusstes
Abrücken vom bisherigen Vollversammlungsprinzip. Die Betriebsgruppen werden mit eigener
Entscheidungskompetenz, eigenem Budget und eigenen Einflussmöglichkeiten auf die
Gewerkschaft ausgestattet. Die Betriebsgruppen sollen in der Folge deutlich an Attraktivität
gewinnen. Näheres zu Strategie, Stellung der Betriebsgruppen sowie deren Aufbau findet sich in
der „Arbeitsrichtlinie Betriebsgruppen“.

Richtlinie für Arbeitskonflikte und Tarifangelegenheiten


Um das Führen und Gewinnen von Arbeitskämpfen zu ermöglichen, richten wir für Konflikte einen
Ausschuss für Arbeitskonflikte und Tarifangelegenheiten ein. Dieser Ausschuss gibt eine
verbindliche Struktur vor und ermöglicht damit eine enorme Schlagkraft in Arbeitskonflikten. In der
Richtlinie für Arbeitskonflikte und Tarifangelegenheiten wird genau ausgeführt, wie die Strukturen in
Konflikten aussehen. Für konkrete Vorgehensweisen haben wir einen Reader für Arbeitskämpfe
entwickelt, welcher mit jeder künftigen Erfahrung entsprechend erweitert wird.

Gewerkschaftliche Sprechstunde
Um Vollversammlungen zu entlasten und auch den Erstkontakt für Mitglieder mit konkreten
Problemen individueller und besser gestalten zu können, werden sämtliche derartige

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Erstgespräche in eine gewerkschaftliche Sprechstunde ausgelagert. Diese wird von mehreren
interessierten Mitgliedern angeboten. Ein Mitglied wird durch seine Betriebsratstätigkeit bereits
regelmäßig arbeitsrechtlich geschult, andere wollen entsprechende Schulungen wahrnehmen oder
haben dies zum Teil bereits getan. Im Rahmen der Sprechstunde werden derzeit auch
Briefvorlagen erarbeitet, um regelmäßig wiederkehrende Fälle effektiv bearbeiten zu können.

Zusammenarbeit mit einer Anwaltskanzlei


Bereits seit vielen Jahren arbeiten wir fest mit einem Münchner Arbeitsrechtsanwalt zusammen.
Diese Zusammenarbeit kann auch bei entsprechendem Mehraufkommen an Fällen ausgeweitet
werden, beispielsweise durch eine Kooperationsvereinbarung.

Interne Schulungsarbeit
Mitglieder des ASy-M besuchen regelmäßig Schulungsangebote und versuchen vor Ort als
Multiplikatoren zu wirken. Auch eine Teilnahme an der Sommerschule der FAU ist geplant. Im
Vordergrund sollen künftig Schulungen zur Organisierung unserer Kolleginnen und Kollegen sowie
zu arbeitsrechtlichen Themen stehen. Des weiteren schärfen wir unser gewerkschaftliches Profil
durch die Debatte diverser Texte und Schulungsmaterialien und Schwestergewerkschaften (siehe
Reader unserer kommenden Inhaltsklausurtagung).

Analyse der Kapitalbedingungen sowie der Branchenstrukturen in der Stadt München


Eine Grundlage künftiger Organisierungsbemühungen ist eine gründliche Analyse der Lebens- und
Arbeitsbedingungen vor Ort. Hierfür werden die Kapitalbedingungen sowie die Zusammensetzung
der Klasse in München unter die Lupe genommen. Die daraus gewonnenen Erkenntnisse sollen
helfen, Ansprache und konkrete Organisierung entsprechend auszurichten.

Nutzung eines Lokals als Dreh- und Angelpunkt künftiger Aktivitäten


Ein Gewerkschaftslokal ist zentraler Punkt unserer Strategie zum Gewerkschaftsaufbau. Als
seriöser Anlaufpunkt für gewerkschaftliche Sprechstunden, Versammlungslokal für
gewerkschaftliche Informationsveranstaltungen oder auch als Streiklokal ist ein eigenes,
unabhängiges Lokal unabdingbar.
Das Lokal wird als attraktive Anlaufstelle für die gesamte Klasse konzipiert.

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[FAU München] Konzept für ein Ladenlokal des Allgemeinen Syndikats München
Lage
Wichtig ist eine gute Erreichbarkeit durch den ÖPNV (ca. 5 Minuten von U-Bahn, S-Bahn oder
Tram entfernt) in weitgehend zentraler Lage. Wenig belebte, und damit günstigere Seitenstraßen
gehen auch, sofern die Erreichbarkeit gegeben ist.
Tendenziell wollen wir ein Ladenlokal in einem der folgenden Stadtbezirke anmieten:
• Milbertshofen
• Sendling-Westpark
• Giesing
• Westend/Schwanthalerhöhe

Übersicht der aktuellen Stadtbezirke


Dia aktuellen 25 Stadtbezirke Münchens sind (Fläche und Bevölkerungsstand vom 31. Dezember
2018):

Fläche Dichte
Nr. Stadtbezirk Einwohner
(km²) (Einw./km²)
1 Altstadt-Lehel 3,15 21.100 6.708
2 Ludwigsvorstadt-Isarvorstadt 4,40 51.644 11.734
3 Maxvorstadt 4,30 51.402 11.960
4 Schwabing-West 4,36 68.527 15.706
5 Au-Haidhausen 4,22 61.356 14.541
6 Sendling 3,94 40.983 10.405
7 Sendling-Westpark 7,81 59.643 7.632
8 Schwanthalerhöhe 2,07 29.743 14.367
9 Neuhausen-Nymphenburg 12,91 98.814 7.651
10 Moosach 11,09 54.223 4.888
11 Milbertshofen-Am Hart 13,42 75.094 5.597
12 Schwabing-Freimann 25,67 77.936 3.036
13 Bogenhausen 23,71 87.950 3.709

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Fläche Dichte
Nr. Stadtbezirk Einwohner
(km²) (Einw./km²)
14 Berg am Laim 6,31 46.098 7.300
15 Trudering-Riem 22,45 73.206 3.261
16 Ramersdorf-Perlach 19,90 116.327 5.847
17 Obergiesing-Fasangarten 5,72 54.256 9.485
18 Untergiesing-Harlaching 8,06 53.184 6.601
Thalkirchen-Obersendling-
19 17,76 96.714 5.445
Forstenried-Fürstenried-Solln
20 Hadern 9,22 49.898 5.410
21 Pasing-Obermenzing 16,50 74.625 4.523
22 Aubing-Lochhausen-Langwied 34,06 47.813 1.404
23 Allach-Untermenzing 15,45 33.355 2.159
24 Feldmoching-Hasenbergl 28,94 61.774 2.135
25 Laim 5,29 56.546 10.698

Finanzielles
Zur Verfügung stehen uns folgende finanziellen Mittel:

Einnahmen aus Mitgliedsbeiträgen: 442,--€


Sonstige Einnahmen (derzeit nur Getränkeverkauf): 5,--€ Gewinn

Minus monatliche Ausgaben ohne Miete: Abgabe Region: 105,--€


Büro- und Propmaterial
für eine aktive Gewerkschaft: 50,--€

Potentielle Mehreinnahmen: Mitgliederspenden (mündliche


erste Selbsteinschätzungen): 160,--€
=452,--€
Kosten für ein Ladenlokal:
Die Mietpreise für Gewerbeeinheiten liegen bei ca. 20,-- €/qm ohne Nebenkosten (NK). Dazu
kommen noch ca. 50,-- € NK. Benötigt werden ca. 30-40 qm, also ca. 700,-- € inkl. NK.
Es besteht also eine Finanzierungslücke von mindestens. 250,-- €.
Füllung der Finanzierungslücke:
Es stehen verschiedene Möglichkeiten zur Verfügung, wobei wir wahrscheinlich auf mehrere bzw.
alle Optionen zurückgreifen müssen:
1. freiwillige Erhöhung von Mitgliedsbeiträgen
Einzelpersonen, die finanziell Willens und in der Lage sind, könnten nach einer Erhöhung
ihres Mitgliedsbeitrags gefragt werden
2. Ein kleineres Lokal
Ein Lokal von rund 20-25 qm wäre auch jetzt schon leistbar und wäre immer noch größer,
als unser heutiger Büroraum. Bei entsprechendem Wachstum müssten wir aber
wahrscheinlich bald wieder umziehen.
3. Erhöhung der Mitgliedszahlen

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In diesem Szenario würden wir entweder erst an ein Ladenlokal kommen, wenn wir
gewachsen sind, oder wir spielen ein wenig auf Risiko: wir versuchen mit unseren
Reserven eine Zeit bis zum Mitgliederwachstum zu überbrücken und nutzen das neue
Ladenlokal möglichst gut, um eben jenes Mitgliederwachstum zu generieren.
Beim derzeitigen Mitglieder- und Kontostand würde uns bei oben genannten Einnahmen
und Ausgaben nach 17 Monaten das Geld ausgehen.

5000

4000

3000

2000

1000

-1000

-2000

4. Spenden
Wir werben aktiv Spenden von nicht-Mitgliedern ein. Dazu bewerben wir unsere
Kontodaten auf der Website sowie auf Flyern.
Ebenfalls sollten wir uns über Paypal schlau machen. Donatelinkbutton? Paypal.me-
Adresse? Was funktioniert wie und wieviel kostet es?
5. Crowdfunding
Wir bieten die Möglichkeit an, sich an einem kontinuierlichen Crowdfunding zu beteiligen.
Hier wird via Internetplattformen versucht, eine größere Geldsumme einmalig oder
regelmäßig zusammen zu bekommen. Crowdfunding zeichnet sich dadurch aus, dass es
für die Spender sehr einfach zu bedienen ist, der Projektstatus auf der entsprechenden
Seite nachzuvollziehen ist und Projekte oft durch Kleinstbeträge von 1€ (aber dafür viele)
realisiert werden. Die meisten dieser Plattformen zielen aber auf KünstlerInnen ab, die, je
nach Spendenhöhe Zusatzinhalte konsumieren dürfen. Hier müssen wir eine Plattform
finden, die zu unseren Zielen passt. Patreon, Steady, Tipeee, Kof-fi usw. scheiden daher
scheinbar aus, man müsste sich aber vielleicht noch mal genauer mit ihnen beschäftigen.
Wirklich zu uns passen würde liberapay. Problem dabei: eine scheinbar sehr kleine
Nutzerbasis: https://liberapay.com/about/stats
6. Stiftungsgelder
Stiftungen können insbesondere für einmalige Investitionen vielleicht interessant sein. Oder
auch nur zukünftig für die Finanzierung einzelner Kampagnen. In jedem Fall könnte es uns
bzgl. der Mietausgaben entlasten. Folgende Stiftungen könnten uns nahestehen:
• Stiftung Menschenwürde und Arbeitswelt
• Bewegungsstiftung
• Guerilla Foundation

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(Es wäre für die Zukunft ein Portfolio über Stiftungen zu erstellen, um zu wissen,
wer/was/wie von wem mit wie viel Geld gefördert wird, und wer/was nicht)

Rechtliches
Das Lokal wird als nicht eingetragener Verein (n.e.V.) gemietet. Da es, sehr offensichtlich, für
unseren eigenen Gebrauch ist, würde es jede Ausgabenprüfung überstehen. Da wir, des weiteren,
weder umsatzsteuerpflichtig noch körperschaftssteuerpflichtig sind und auf Miete allgemein keine
Umsatzsteuer anfällt, benötigen wir kein „offizielleres“ Konstrukt und würden damit auch kein Geld
sparen. Ein Verein würde eine weitere Buchhaltung und ein weiteres Konto bedeuten, zusätzlich
eine Mitgliederversammlung sowie Ein- und Austragungen im Vereinsregister.
• Wir brauchen ein Bankkonto auf den Namen der Gewerkschaft (Hier werden wir eventuell
den Namen der Kontoinhaberin ändern müssen, je nachdem, wie wir die Gewerkschaft am
Ende nennen).
• Wir brauchen eine Mietschuldenfreiheitsbescheinigung unseres derzeitigen Vermieters,
dem Druckwerk.

funktionale Ansprüche
Wir brauchen eine Fensterfront, ein Klo und einen Versammlungsraum. Barrierefreier Zugang
muss möglich sein.
Optional: Teeküche, Büroraum
Kein Souterrain (höchstens ein leichtes mit 2-3 Stufen, die sich auch mit einer Rampe überbrücken
lassen)

ästhetische und konzeptionelle Vorstellungen


• Hell
• Keine Aufkleber, weder auf den Scheiben, noch auf dem Klo
• Ordentlicher Boden, kein Industrieguss
• Moderne, helle Beleuchtung
• Keine zusammengeschusterten Ramschmöbel
• Nichts mit Tesa an die Wände gepappt
• Rauchverbot
• Aufgehangen werden Sachen an Nylonschnüren an Galerieleisten, sowohl im Raum als
auch im Schaufenster.
• Spielecke/Spielsachen/Malsachen
• Wickeltisch
• Kostenlos Tampons/Binden/Windeln auf dem Klo
• Kostenlose/Spendenbasierte Tee- und Kaffeküche

Lokalorganisation
Belegungspläne, Schichtpläne, usw. werden durch das Organisationssekretariat erstellt und
gepflegt.
Für die weitere Lokalorganisation wird ein entsprechendes Verwaltungsmandat eingerichtet. Die
Mandatierten haben folgende Aufgaben:

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• prüft den Zustand des Büros (wurde geputzt, fallen Reparaturarbeiten an) und kümmert
sich um die Beseitigung eventueller Mängel
• erstellt und pflegt eine Einkaufsliste mit allen Dingen, die stets vorrätig sein müssen
(Putzzeug, Büromaterial, Getränke, Sanitärzeug,…) und kümmert sich um den
entsprechenden Einkauf
• organisiert neue Einrichtungsgegenstände (Flipchart, Beamer, PC, etc…)
• gestaltet die Räumlichkeiten, zum Beispiel mit aktuellen Plakaten oder z.B. auch
historischen Plakatausstellungen o.ä. und sorgt für eine ansprechende Fensterdeko
• ist Ansprechpartner gegenüber Vermieter, Handwerker, Heizungsableser, Kaminkehrer,…

Das Lokal mit Leben füllen


Je nach Platzangebot sind verschiedene Dinge, neben den normalen Treffen denkbar:
• Bürozeiten, auch mit verschiedenen Beratungsangeboten
• Veranstaltungen
• Streikbüro
• Schulungsangebote
• Ausstellungen
• Kneipenabende
• Spieleabende

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