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Deutsch lernen

Das Unterrichtsmagazin für


Zusammenleben und Integration
in Österreich.

Gleichberechtigung
in Österreich
Ausgabe 02
Liebe Deutschtrainerinnen und Deutschtrainer, Inhalt
liebe Freiwillige und Deutschlernende,
3 Wortschatz
4 Wortschatz
Sie lesen die zweite Ausgabe von Deutsch lernen, 5 Wortschatzübungen
dem Unterrichtsmagazin für Zusammenleben 6 Texte lesen und verstehen
7 Texte lesen und verstehen
und Integration in Österreich. Diesmal informiert
8 Wortschatz – Grammatik
Deutsch lernen Flüchtlinge, Zuwanderinnen und 9 Texte lesen und verstehen
Zuwanderer über Gleichberechtigung von Frau 10 Wortschatzübungen
und Mann in Österreich. 11 Kreuzworträtsel

Mit dem Unterrichtsmagazin können Deutsch- nachsprechen


lernerinnen und Deutschlerner bereits ab
dem Niveau a1 wichtiges Alltags- und Orientie- verstehen, fragen

rungswissen erwerben und dabei gleichzeitig


zuordnen
praxisorientierte Übungen zu Wortschatz
und Grammatik machen. Freiwillige finden schreiben

wieder praktische Tipps für Ihre Arbeit.


Medieninhaber, Herausgeber,
Redaktion und Hersteller
Österreichischer Integrationsfonds –
Der Österreichische Integrationsfonds wünscht Fonds zur Integration von Flüchtlingen
und MigrantInnen (öif),
allen Deutschlehrerinnen, Deutschlehrern, Schlachthausgasse 30,
1030 Wien, +43(0)1/710 12 03,
Freiwilligen und Deutschlernenden viel Erfolg. mail@integrationsfonds.at

Verlags- und Herstellungsort


Schlachthausgasse 30, 1030 Wien

Das Team des Österreichischen Integrationsfonds


Text und Redaktion
Tamara Kerschbaumer, Birgit Kofler,
Maja Sito, öif

Produktionsleitung Maja Sito, öif

Grafische Konzeption und Gestaltung


ap media – Visuelle Gestaltung, Andreas Soller
Tipps für die Deutschgruppe www.ap-media.at

Illustrationen Anna Hazod, www.annahazod.com

Wörterbuch
Lithografie Pixelstorm, Wien
Suchen Sie mit den Kursteilnehmerinnen und Kursteilnehmern
Offenlegung gem. § 25 MedienG
gemeinsam im Wörterbuch! Erklären Sie, was die Endungen hinter Sämtliche Informationen über den Medieninhaber
und die grundlegende Richtung dieses Mediums
einem Wort bedeuten: die Katze, -, -n (Genitiv, Plural)
sind abrufbar unter:
www.integrationsfonds.at/impressum.

Methodik Urheberrecht
Alle in diesem Medium veröffentlichten Inhalte
Führen Sie ein Laufdiktat mit der Gruppe durch. Kleben Sie das Diktat
sind urheberrechtlich geschützt. Ohne vorherige
an eine Wand. Die Kursteilnehmerinnen und Teilnehmer laufen hin, schriftliche Zustimmung des Urhebers ist jede
technisch mögliche oder erst in Hinkunft möglich
merken sich einen Satz und schreiben ihn auf. werdende Art der Vervielfältigung, Bearbeitung,
Verbreitung und Verwertung untersagt, sei es
entgeltlich oder unentgeltlich.
Phonetik
Bildnachweis
Üben Sie die Betonung von Wörtern mit den Teilnehmerinnen und S. 5 oben: © öif; S. 5 mitte: © iStock buba;
S. 5 unten: © iStock Askold Romanov;
Teilnehmern. Zuerst summt man die Wörter, anschließend spricht
man sie nach. © 2016 öif

Unterrichtsmaterial kostenlos downloaden unter: www.sprachportal.at


Deutsch lernen Wortschatz 3

12
6

Übung 1: 5

lesen & zuordnen

Was passt zusammen? Ordnen


10
Sie die Wörter zu den Bildern:

7
13

11

9 8
1

Übung 2:
lesen & nachsprechen 2

Da ist …
Die Frau ist schwanger.
Der Mann fährt …

Feminina Maskulina schwanger sein


die Ärztin der Arzt einkaufen gehen
die Lehrerin der Lehrer Auto fahren
die Studentin der Student Fahrrad fahren
die Pensionistin der Pensionist
die Polizistin der Polizist
die Architektin der Architekt
die Briefträgerin der Briefträger
die Schülerin der Schüler
Deutsch lernen Wortschatz 4

Mein Name ist Elif und ich bin Jahre alt.

Übung 3:
Ich komme aus Innsbruck und lebe schon 6 Jahre in Wien.
lesen & schreiben
Ich studiere .
Lesen Sie die Steckbriefe durch.
Schreiben Sie das fehlende Wort
in die Lücke.

Name: Amar Name: Elif Name: Sonja

Nachname: Khaled Nachname: Can Nachname: Sagmeister

Alter: 32 Jahre Alter: 25 Jahre Alter: 38 Jahre

Beruf: Lehrer Beruf: Studentin, Beruf: Ärztin


Elektrotechnik
Familienstand: Familienstand:
verheiratet Familienstand: ledig geschieden

Kinder: 2 Kinder: keine Kinder: 2

Lieblingsband: Wanda Lieblingsspeise: Lieblingsfilm: The Shining


Milchreis mit Zimt
Hobby: Fitnesscenter Hobby: Yoga
Hobby: malen

d
un
r t e- re n
- We e r fah
ÖIF rs be-
n e m g sku ic h .
e i u n l e ch
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b e r G er rei
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h n: s.a
rec i e r e fo n d
o r m t io n s
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Je t . i nt e
w se
w w e k ur
r t
der Beruf das Alter ledig we verwitwet
der Name der Familienstand verheiratet geschieden
der Nachname das Hobby
Deutsch lernen Wortschatzübungen 5

Meine Lieblingsspeise ist und


Übung 4:
in meiner Freizeit ich gerne. lesen & sprechen

Und wer sind Sie?

Beantworten Sie zuerst die


Fragen und fragen Sie dann ihre
Sitznachbarin oder Ihren Sitz-
nachbarn:

Ich Sitznachbar/Sitznachbarin
Sit nachbar/Sit nachbarin

Wie heißen Sie?

Name: Johanna

Nachname: Sagmeister

Woher kommen Sie?


Alter: 68 Jahre

Beruf: Pensionistin

Familienstand: ledig
Wie alt sind Sie?

Kinder: 3

Lieblingsserie:
Der Bergdoktor
Welchen Beruf haben Sie?

Hobby:
mit dem Hund spazieren

Übung 5:
Das ist …
sprechen
Sie/Er kommt aus …
Ihr/Sein Beruf ist … Stellen Sie nun Ihre Partnerin oder
Sie/Er … gerne Ihren Partner in der Klasse vor!

wie was kommen aus der Traumberuf


woher welcher/e/s gerne
Deutsch lernen Texte lesen und verstehen 6

Elif Guten Tag, Frau Sagmeister. Gehen Sie mit dem

Hund spazieren?
Übung 6:
lesen & schreiben Frau Sagmeister Hallo, Elif. Ja, genau! Flocki

muss dringend raus. Ich treffe meine Tochter


Lesen Sie den Text und machen Sie die
Übung! Unterstreichen Sie unbekannte Sonja auf einen Kaffee.
Wörter

Elif Ach, wie schön! Wie geht es Sonja? Studiert


r
ne sie noch?
M än
ic h un
d
e ns e n
n s
ön la s nd
i c h k id e n e nu Frau Sagmeister Es geht ihr ganz gut. Sie
n
r re ch
e
eri
n
Ö s te e ns r tn
In ra u Pa arbeitet 20 Stunden und studiert nebenbei.
d F n e ue t e n .
un er i ra Schon toll, dass das möglich ist! Zu meiner
wi
ed he
n er
rt Zeit war das alles anders.
Pa

Elif Ja. Das ist eine tolle Möglichkeit.

Frau Sagmeister Ihr Mann macht auch viel mit

den Kindern und im Haushalt. Das war bei mir


nicht so. Mein Mann hat früher immer viel
gearbeitet. Ich habe den Haushalt gemacht
und auf die Kinder aufgepasst.

Elif Ja, so war es auch bei meinen Eltern. Ich muss

jetzt auf die Uni, Frau Sagmeister. Auf Wieder-


Was war früher für Frau Sagmeister schauen!
anders? Wie ist es bei ihrer Tochter
Sonja heute?

gearbeitet – studieren –
gearbeitet – bei den Kindern –
studiert und arbeitet – Ihr Mann hat
im Haushalt

Sie war immer .

Frau Sagmeister hat nicht . Sonja .

Sie konnte nicht . Ihr Mann macht viel .

dringend studieren der Haushalt die Studentin/der Student


treffen arbeiten scheiden lassen die Universität (Uni)
Auf Wiederschauen nebenbei auf Kinder aufpassen auf einen Kaffee gehen
Deutsch lernen Texte lesen und verstehen – Grammatikübungen 7

Übung 8:
lesen & zuordnen

Was passt zusammen? Ordnen Sie die Sätze zu den Bildern:

● Frauen arbeiten
wie Männer auch
in technischen
Berufen.

● Es gibt viele
Adressen für
Frauen in Not. Grammatik:
Perfekt mit „haben“
● Männer und
regelmäßige Verben
Frauen haben die
gleichen Rechte. Mein Mann hat viel gearbeitet.
Ich habe den Haushalt gemacht.

Für das regelmäßige Perfekt brauchen wir:

haben ge … (e)t

arbeiten hat gearbeit


gearbeitet
et
Übung 7:
machen habe gemach
gemachtt
schreiben

Schreiben Sie ganze Sätze:

Ich – früh – heiraten


Wir – in einem kleinen Haus – wohnen
Ich – meinen Mann – lieben

die Not die Baustelle die Technik die Wohnung


der Notruf das Schild die Gleichberechtigung die öffentlichen Verkehrs-
der Frauennotruf das Recht das Gesetz mittel (Öffis)
Deutsch lernen Wortschatz und Grammatik 8

Hallo Schatz!

Ich arbeite bis 16:00 Uhr und gehe dann mit Mama auf einen Kaffee. Vergiss bitte
nicht, du musst die Kinder abholen und etwas kochen. Wenn du Zeit hast, mach
bitte auch sauber!

Morgen ist meine Präsentation. Ich brauche das Auto.

Hab dich lieb!


Übung 9:
Sonja lesen & verstehen
r
de
i no nd
tn
e r
a lt u Sonja schreibt ihrem Partnerr Peter.
a r us h um
r e rP Ha s a m Lesen Sie den Zettel auf dem
m
Ih e im ein
n S ie e rb g em Küchentisch!
l fe rt n h
He Pa s ic
m S ie
e
Ihr m er n !
m er
kü K in d
e
Ihr

Übung 10:
Grammatik: Befehlsform (Imperativ)
lesen & schreiben
du kochst – koch
kochst
st!! Koch bitte Suppe!
Lesen Sie die Sätze und schreiben Sie
sie in der Befehlsform (Imperativ).
du machst – mach
machst
st!! Mach bitte sauber!

Du kaufst Milch. – Kauf bitte Milch!

Du holst die Kinder ab. Du gehst einkaufen.

Du räumst die Wohnung auf. Du machst Suppe.

der Notizzettel Kinder abholen die Präsentation


tation halten sich kümmern um
die Nachricht sauber machen präsentieren
n eine Nachricht hinterlassen
der Zettel Staub saugen das Kaffeehaus bitten
Deutsch lernen Texte lesen und verstehen 9

Im Kaffeehaus

Sonja Hallo Mama! Hier sitze ich! Übung 11:


lesen & verstehen
Frau Sagmeister Hallo mein Schatz.
Lesen Sie den Text und beantworten
tworten
Wie geht es dir?
Sie die Fragen.

Sonja Gut, Mama. Ich bin nur ein

bisschen müde.

Frau Sagmeister Oja, das glaub ich dir.

Trink erst einmal einen Kaffee.


Männer können in Österreich auch in Karenz
gehen und bei den Kindern bleiben:
Sonja Später gehe ich noch einkaufen und

mache die Wohnung sauber. Und morgen ist


Richtig Falsch
meine Präsentation. Ich muss noch etwas
vorbereiten.

Frau Sagmeister Wo ist denn dein Peter? Sonja

a. muss später noch kochen.


Sonja Er arbeitet noch. Aber er holt dann die b. holt Peter ab.
Kinder ab und kocht für uns. Und bald geht er c. geht einkaufen.
in Karenz.
Peter

Frau Sagmeister In Karenz, das geht a. holt die Kinder ab.


auch? So ein lieber, der Peter. b. ist geschieden.
c. ist verheiratet.
Sonja Ja, Mama, da hast du Recht!
Frau Sagmeister

Frau Sagmeister Ja, es ist wichtig, a. mag Peter nicht.


dass ihr zusammenhaltet. b. ist die Mutter von Peter.
c. will, dass Peter und ihre Tochter
zusammenhalten

d
un
er :
än
n iß t
M s he .
nn
en
n (da iben)
k ö e l e
ch geh rn
b
e r rei r e nz n de
t Ka i
Ös in nK
In e n i de
u b e
Fra a u s e
H
zu
die Adresse in Karenz gehen das ams (Arbeits- heiraten
die Karenz vor kurzem marktservice) die Hochzeit
der Väterkarenz die Kinderbetreuung Recht haben
Deutsch lernen Wortschatzübungen 10

Übung 12:
sprechen

Sonja ist heute in einer Schule und


präsentiert ein Thema. Was sehen Sie?

Auf der Präsentation steht …

z en
n sit in
h ul e s a m
Sc ein
en g em
i s ch n
ic h B u b e
t e r re d
ös un
In h en
dc se.
Mä K la s
er
ein
Übung 13:
lesen & verstehen

Was sagt Sonja den Schülerinnen und Schülern? Lesen Sie die
Präsentation und machen Sie die Übung! Was gehört zusammen?

• Gewalt gegen Frauen und Mädchen a. kann man immer anrufen.


• Wenn man Gewalt sieht, b. ist verboten.
• Beim Frauennotruf c. soll man helfen.
n .
ote
v er b t
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e r rei s i en
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s t in
m il i e
lt i rF
a
wa de
Ge i n
ch
Au b t.
r l au
e

die Erlaubnis die Frauenhäuser das Thema die Prävention


der Beamer die Chancengleichheit der Vortrag das Verbot
die Gewalt Hilfe holen wegschauen
Deutsch lernen Kreuzworträtsel 11

3

Übung 14:
verstehen & schreiben

Beantworten Sie die Fragen und schreiben


Sie das Lösungswort auf.


5
➋ ➊
1

2
➊ Wo können Frauen anrufen,
4
wenn sie Hilfe brauchen?
➋ Was soll man tun, wenn man
Gewalt sieht?
6 ➌ Gewalt in der Familie ist …
➍ Auch wenn man geschieden ist,
kann man wieder …
➎ Männer und Frauen haben die
gleichen …
➏ Wenn man beim Kind zu Hause
bleibt und nicht arbeitet.

1 2 3 4 5 6
Rund um die Uhr
Deutsch lernen
mit dem Sprachportal
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Deutschlernen für Flüchtlinge und Zuwanderer:
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Shaza A. aus Syrien ist seit einem Jahr


in Österreich. Sie bereitet sich auf die
Nostrifikation ihrer Ausbildung vor und
verbessert mit dem Sprachportal ihre
Deutschkenntnisse.

Lösungen:

Übung 3: 25; Elektrotechnik; Milchreis mit Zimt; Übung 9: Ich habe früh geheiratet. Wir haben in einem
male kleinen Haus gewohnt. Ich habe meinen Mann geliebt.

Übung 6: a) gearbeitet; b) studieren; c) gearbeitet; Übung 11: richtig; c; a; c


d) bei den Kindern; e) studiert und arbeitet;
f) im Haushalt Übung 13: 1b, 2c, 3a

Übung 10: Mach bitte Suppe! Räum bitte die Wohnung Übung 14: 1. Frauennotruf; 2. helfen;
auf! Geh bitte einkaufen! Hol bitte die Kinder ab! 3. verboten; 4. heiraten; 5. Rechte; 6. Karenz

Übung 8: Schild 1) c; Schild 2) a; Schild 3) b