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Der Sicherheitsrat: Halbjährliche Beratschlagungen bar etlicher Einsätze

zur Frage der marokkanischen Sahara

New York-Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat am Mittwoch seine


halbjährliche Beratschlagungsbegegnung zur marokkanischen Sahara unter
Ausschluss der Öffentlichkeit abgehalten.

Diese Begegnung kam in friedlicher Atmosphäre zustande und ging ohne


abschließende Erklärung zu Ende.

Diplomatischen Quellen in New York zufolge schenkten die Mitglieder des


Sicherheitsrates einer Unterrichtung des Sonderbeauftragten des UNO-
Generalsekretärs für die Sahara, Herrn Colin Stewart, über die Situation vor Ort
Gehör, die durch die Verstöße gegen den Waffenstillstand durch die Front
Polisario und durch deren Unterbindung der Freizügigkeit der MINURSO
gekennzeichnet war, wodurch die Fähigkeit der UNO-Mission unterminiert
wird, ihr Mandat zwecks der Überwachung des Waffenstillstands umzusetzen.

Der Sicherheitsrat wurde überdies von einem Beamten der Abteilung betraut mit
politischen Angelegenheiten des Sekretariats der Vereinten Nationen über den
politischen Prozess auf dem Laufenden gehalten, der auf Grund der Einwände
Algeriens und der Front Polisario gegen die Ernennung eines persönlichen
Abgesandten unterbunden wurde.

Die Mitglieder des Sicherheitsrates bekundeten ihrerseits einstimmig ihre


Unterstützung zugunsten des ausschließlichen UNO-Prozesses, der darauf
abzielt, auf der Grundlage der einschlägigen Resolutionen des Sicherheitsrates
seit 2007 eine politische, realistische, pragmatische und dauerhafte Lösung auf
Kompromisswege für den künstlichen Konflikt um die marokkanische Sahara
erzielen zu dürfen.

In dieser Perspektive betonten sie die Notwendigkeit und die Dringlichkeit der
Ernennung eines neuen persönlichen Abgesandten, den Algerien und die Front
Polisario kürzlich vermittels der Vorschläge des Generalsekretärs bezüglich der
Ernennung des ehemaligen rumänischen Premierministers Petre Roman und
anschließend des ehemaligen Außenministers Portugals, Herrn Luis Amado,
abgewiesen haben. Im Gegensatz dazu nahm Marokko die von Herrn Antonio
Guterres vorgeschlagenen Ernennungen umgehend an.

Die Mitglieder des Sicherheitsrates forderten außerdem die baldige


Wiederaufnahme des Rundtischprozesses ein, zu dem Algerien in den
Resolutionen des Sicherheitsrates aufgefordert wird. Sie bestanden darüber
hinaus auf der Notwendigkeit eines günstigen und geeigneten Klimas, um die
Wiederaufnahme dieses Prozesses dort zu bewerkstelligen, wo er mit dem
ehemaligen UNO-Abgesandten Horst Köhler ausgesetzt wurde.

Die Mitglieder des Sicherheitsrates brachten daher ihre Unterstützung zugunsten


der marokkanischen Autonomieinitiative als ernsthafter und glaubwürdiger
Basis zur Sprache, um diesem regionalen Konflikt ein Ende zu bereiten, wie
dies in den Resolutionen des Sicherheitsrates seit 2007 verankert ist, worin die
Autonomieinitiative als realistische, ernsthafte und glaubwürdige Lösung
betrachtet wird.

Die Mitglieder des Sicherheitsrates priesen auch die Zusammenarbeit Marokkos


mit der MINURSO, im Besonderen die Impfung der Mitglieder dieser Mission
im Rahmen der nationalen Impfkampagne gegen Covid-19. In diesem Kontext
wurde der Erfolg der marokkanischen Impfkampagne ins Rampenlicht gerückt.

Auf dieser Begegnung stellten die Mitglieder des Sicherheitsrates die Sperrung
des Grenzübergangs Guerguerat durch die bewehrten Milizen der Front
Polisario im vergangenen Herbst an den Pranger, den friedlichen Einsatz der
Königlichen Streitkräfte unterstreichend, der ermöglichte, die
Bewegungsfreiheit ein für alle Mal wiederherzustellen.

Gleichzeitig bestanden sie auf der Notwendigkeit einer uneingeschränkten


Zusammenarbeit der Front Polisario mit der MINURSO, deren
Waffenstillstandsaufsicht sie auf gefährlicher Weise in die Quere kommt, indem
sie ihre Patrouillen blockierten und die Versorgung der Militärbeobachter
unterbanden.

Ebenso bekundeten einige Mitglieder des Sicherheitsrates ihre ernsthafte


Besorgnis über den Verzicht der Front Polisario auf den Waffenstillstand, sie
dazu auffordernd, ihn einzuhalten und keine Provokationen zu betreiben.

Quellen:

http://www.corcas.com

http://www.sahara-online.net

http://www.sahara-culture.com

http://www.sahara-villes.com
http://www.sahara-developpement.com

http://www.sahara-social.com