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03.5.

Hülle: Kellerwand - Sockel EBB 07


08


TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso


Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel

Abb. 5.0.1 Markthalle, Aarau 2002, Miller Maranta


 07
08 EBB
TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso
Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel


03 Hülle
EBB 07
08


5 Kellerwand - Sockel TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso


Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel


5.1 Definition

5.2 Anforderungen Kellerwand


5.2.1 Lasten
5.2.2 Wasser
5.2.3 Bodentemperatur
5.2.4 Nutzung

5.3 Bestandteile Kellerwand


5.3.1 Tragkonstruktion
5.3.2 Abdichtungen gegen nicht drückendes
Wassser
- Bodenfeuchte
- nicht stauendes Wasser
- vertikale Abdichtung
- horizontale Abdichtung
- Drainage
5.3.3 Abdichtung gegen drückendes Wasser
- weiße Wanne
- schwarze Wanne
5.3.4 Dämmung
- Dimension, Anordnung
- Dämmmaterialien
- Perimeterdämmung
- druckbelastbare Dämmung
- Draindämmung

5.4 Definition Sockel

5.5 Anforderungen
5.5.1 Abdichtung gegen aufsteigende
Feuchtigkeit und Spritzwasser
5.5.2 mechanische Belastung
5.5.3 Verschmutzung
5.5.4 Entwässerung/ Belüftung

5.6 Bestandteile - Sockel


5.6.1 einschalige Wand
- Beton
- Putz
- Wämedämmverbundsystem (WDVS)
5.6.2 mehrschalige Wand
- zweischaliges Mauerwerk
- vorgehängte hinterlüftete Fassaden
bekleidungen

5.7 Anschlüsse im Vergleich


5.7.1 Schwelle
- Haustür
- Fenstertür
- barrierefreier Übergang
5.7.2 Lichtschacht

5.8 Testfragen

5.9 Literaturhinweise

5.10 Bildnachweis
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08 EBB 5.1 Definition Keller
Regen

TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso Gebäudeteile, die ganz oder überwiegend Dampfdiffusion
Baukonstruktion und Baustoffkunde unter der Erdoberfläche liegen, werden
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
als Keller bezeichnet. Die eingeschränkten
natürlichen Belichtungs- und Belüftungsmög- Spritzwasser
lichkeiten begrenzen die Nutzung der Keller-
räume. Hierzu wird in den Art. 45 und 47 der Sickerwasser
BayBO Stellung genommen [1].

5.2 Anforderungen Keller

5.2.1 Lasten Dampfdiffusion


Erdberührte Bauteile sind Kelleraußenwände,
Bodenplatten, Fundamente und Pfähle, die
Erdfeuchte
mit dem Erdreich in Berührung stehen. Die
statische Dimensionierung dieser Bauteile
berücksichtigt neben Gebäudelasten auch
durch das Erdreich entstehenden horizonta-
len Druck, der die Deckenplatten zwischen
den Gebäudedecken und/oder Querwänden Kapillarwasser
belastet. Erddruck darf nicht mit Bodenpres-
sung verwechselt werden. Bodenpressung
wird durch die Fundamente auf den Boden Grundwasser
ausgeübt (Abb. 5.2.2, Abb. 5.2.3). Abb. 5.2.1 Feuchtebeanspruchung

5.2.2 Wasser
Niederschläge, die auf den Boden fallen, laufen
entweder als Oberflächenwasser ab oder ver- Gebäudelasten
sickern. Einen Teil des Sickerwassers hält der
Boden gegen die Schwerkraft als Haftwasser Verkehrslast
fest. Haftwasser umgibt die Bodenteilchen
als mikroskopisch dünne Hüllen (Adsorpti-
onswasser) und füllt das Netz der feineren
Poren im Boden (Kapillarwasser). Je enger der
Kapillarraum, desto größer ist die kapillare
Steigfähigkeit des Wassers im Boden [3]. Die aussteifende
kapillare Steigfähigkeit ist abhängig von der Querwände
Korngröße und den Mischungsverhältnissen
zwischen den Korngrößen (Abb. 5.2.4).
Sickerwasser erreicht vor allem durch das
System der größeren Poren das Grundwasser.
Im Grundwasser sind alle Poren ständig mit
Wasser ausgefüllt. Wird das Versickern durch
wasserundurchlässige Schichten aus bindigem Erddruck
Boden oder Abdichtungen (z.B. Flachdach)
behindert, so bildet sich Stauwasser. Stau-
wasser übt einen hydrostatischen Druck auf
angrenzende Bauteile aus.
Abb. 5.2.2 Statische Belastungen der Kelleraußenwand
Beinahe alle Bauteile, die die Erde berühren
müssen vor Feuchtigkeit geschützt werden.
Diese Schutzmaßnahmen werden in der DIN
18195 Bauwerksabdichtung geregelt [2]. Druckspannung Fundamentbreite
Die Maßnahmen zum Schutz gegen Wasser
werden danach differenziert, ob das Wasser
einen hydrostatischen Druck auf die Bau-
teile ausübt oder an diesen „abfließt“ [3].
Als nicht drückendes Wasser werden Nieder-
schlags-, und Sickerwasser in tropfbarer, flüs-
siger Form oder Bodenfeuchtigkeit bestehend
aus Haftwasser (Adsorptions- und Kapillar- % der
wasser) bezeichnet. Bodenfeuchtigkeit baut Druckspannung
keinen hydrostatischen Druck auf die Bau-
werksabdichtung auf. Durch Niederschlags- Abb. 5.2.3 Druckverteilung unter dem Fundament
Sickerwasser
und Sickerwasser entsteht nur kurzzeitig ein
geringer hydrostatischer Druck. EBB 07
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Von drückendem Wasser spricht man, wenn TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso
hydrostatischer Druck herrscht. Er entsteht Baukonstruktion und Baustoffkunde

immer dann, wenn eine zusammenhängende 03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel


Wassersäule vorhanden ist. Grundwasser
Stauwasser und Hangwasser bezeichnet man
feuchte Luft als drückendes Wasser (Abb. 5.3.2, Spalte 5;
Abb.5.3.5).
Haftwasser
5.2.3 Bodentemperatur
Kapillarwasser Durch die Masse der Erde und die hohen
Temperaturen im Erdinneren stellt sich in [1] BayBO Art. 45
Aufenthaltsräume
Grundwasser
oberflächennahen Bereichen des Erdreichs (3) Aufenthaltsräume müssen unmit-
eine konstante Temperatur von ca. 7° C ein. telbar ins Freie führende und senk-
recht stehende Fenster haben, und
Abb. 5.2.4 Wasser im Boden Bei Frost kühlen die oberflächennahen Schich- zwar in solcher Zahl, Größe und
ten des Bodens jedoch unter 0° C ab und das Beschaffenheit, daß die Räume
ausreichend belichtet und gelüftet
darin gebundene Wasser gefriert. Bauwerks- werden können (notwendige Fenster).
anschlüsse und Abdichtungsmaßnahmen (4) Das lichte Maß der Fensteröffnun-
gen von Aufenthaltsräumen muss
müssen auf die Temperatur- und Volumen- mindestens ein Achtel der Nutzfläche
schwankungen im Erdreich reagieren. Je nach des Raums betragen; hierbei sind die
Rohbaumaße zugrunde zu legen.
Nutzung eines Kellerraumes ist dieser daher
gegen das anstehende Erdreich zu dämmen, BayBO Art. 47
Aufenthaltsräume
um Wärmeverluste zu vermeiden. Auch die und Wohnungen im Kellergeschoß
Lastableitung muss trotz Temperaturschwan- (1) 1. Wohnungen und Aufenthalts-
räume sind in Kellergeschossen zuläs-
kungen des Bodens sicher funktionieren. sig, wenn die natürliche oder fest-
Auch längere Frostperioden dürfen nicht zur gelegte Geländeoberfläche, die sich
an die Außenwände mit notwen-
Unterfrierung der Fundamente führen. Daher digen Fenstern anschließt, in einer
ist neben der Bodenbeschaffenheit auch die ausreichenden Entfernung nicht mehr
als 0,70 m über dem Fußboden liegt.
Frosttiefe für die Gründungstiefe maßgebend. 2. Ein Lichteinfallwinkel von höchstens
(s. 02.6. Boden, Grube, Gründung) 45 Grad zur Waagrechten ist einzu-
halten.
(2) 1 Aufenthaltsräume, deren Benut-
5.2.4 Nutzung zung eine Belichtung durch Tageslicht
verbietet, sind unbeschadet der Sätze
Die Ausbildung der Kelleraußenwände bezüg- 2 und 3 auch in Kellergeschossen
lich Feuchte- und Wärmeschutz ist wesentlich zulässig; Verkaufsräume, Gaststätten,
ärztliche Behandlungs- und ähnliche
von der Art der Nutzung der Kellerräume Aufenthaltsräume sind in Kellerge-
abhängig (Abb. 5.2.5, Abb. 5.3.1). schossen zuzulassen, wenn Nachteile
nicht zu befürchten sind oder durch
In Kellerräumen, die weder abgedichtet besondere Maßnahmen ausgeglichen
noch gedämmt sind, finden starke Tempe- werden.
ratur- und Feuchtigkeitsschwankungen statt. [2] DIN 10541 Baugrund Sicher-
Kriechkeller Um Pilzbildung vorzubeugen ist eine ausrei- heitsnachweis im Erd- und Grund-
bau
chende Belüftung notwendig. In der Praxis 7.1 (2) Die Sohlfläche der Gründung
werden bauphysikalisch ungeschützte Keller- dauernd genutzter Bauwerke muss
frostsicher sein. Sofern die Frostsicher-
räume und so genannte Kriechkeller nur noch heit nicht auf andere Weise nachge-
bei Gebäuden in Hochwassergebieten oder wiesen wird, muss der Abstand von
den dem Frost ausgesetzten Flächen
in Hanglagen ausgeführt. Ähnlich einer Auf- bis zur Sohlfläche der Gründung
ständerung des Gebäudes sollen sie höher- mindestens 0,80 m betragen.
wertig genutzte Gebäudeteile vom Erdreich DIN 18195-1
fernhalten. Die höherwertigen Räume werden Bauwerksabdichtungen
4.2 Die Wahl der Abdichtungsart ist
gegenüber dem Kriechkeller abgedichtet und insbesondere abhängig von der An-
gedämmt. griffsart des Wassers und der Nutzung
des Bauwerks bzw. Bauteils ……. Die
Weitaus häufiger werden ungedämmte Kel- Wahl der Abdichtungsart ist außerdem
trockener - kalter Keller lerräume mit einer Abdichtung gegen Feuch- abhängig von den zu erwartenden
physikalischen – insbesondere mecha-
tigkeit ausgeführt. Auch hier sind ausreichend nischen und thermischen – Beanspru-
Lüftungsöffnungen zum Abtransport der Luft- chungen. Dabei kann es sich um
äußere, z.B. klimatische Einflüsse oder
feuchtigkeit vorzusehen da die Räume i.d.R. um Einwirkungen aus der Konstruk-
ungeheizt sind. Ungedämmte Keller eignen tion oder aus der Nutzung des Bau-
werks und seiner Teile handeln.
sich für Tiefgaragen, Haustechnik- und Lager-
räume mit geringen Anforderungen, nicht
[3] Kapillare Steigfähigkeit
jedoch für Aufenthaltsräume. Angrenzende Kies ohne Sandbeimengung: keine
beheizte Räume sind zu dämmen. Grober Sand: einige Zentimeter
Feiner Sand: einige Dezimeter
Abgedichtete und gedämmte Keller lassen Schlamm: einige Meter
bei ausreichender Belichtung hochwertige Lehm: mehr als Zehn Meter
Nutzungen zu (s. 5.1 Definition Keller). Hang- hydrostatischer Druck
trockener - warmer Keller lagen oder Tiefhöfe bieten die Möglichkeit, ist der Druck der durch das Gewicht
einer Flüssigkeit entsteht. Der hydro-
im Keller Aufenthaltsräume mit Tageslicht statische Druck wirkt nach allen Seiten
Abb. 5.2.5 Kellernutzungen vorzusehen. gleich und nimmt in der Tiefe zu.
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08 EBB 5.3 Bestandteile Keller Abdichtung
Kelleraußenwände und Bodenplatten müssen
TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso idR. abgedichtet werden, da immer mit
Baukonstruktion und Baustoffkunde 5.3.1 Tragkonstruktion Bodenfeuchte zu rechnen ist. Bauwerksab-
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Die Wände des Kellers sind Teil der Gebäu- dichtung gegen Bodenfeuchte und nicht
dehülle und gleichzeitig lastabtragende stauendes Wasser sind in der DIN 18195-4
Konstruktionen. In der Regel werden sie geregelt [4].
aus Stahlbeton- oder Mauerwerk errichtet.
Abhängig von den Nutzungsanforderungen vertikale Abdichtung
und der Bodenbeschaffenheit (Wasser) sind Wände werden außen bis min. 30 cm über
entsprechende Schutzschichten zuzufügen. Geländeoberkante [15] und bis min. 10 cm
unter der Oberkante der untersten Boden-
Die Bodenplatte des Kellers bildet den unteren platte abgedichtet. Als vertikale Abdich-
Raumabschluß des Gebäudes. Je nach Art der tungen kommen auf Wasser, Baugrund und
Gründung kann sie tragende Funktionen (Plat- Nutzung abgestimmt ein- oder zweilagig ver-
tenfundament) oder nur Hüllfunktion über- klebte Bitumenbahnen, kunststoffmodifizierte
nehmen. Übernimmt die Bodenplatte keine Bitumendickbeschichtungen, Kunststoffdich-
tragende Funktion werden Gebäudelasten tungsbahnen, Elastomerbahnen oder zem-
üblicherweise über Streifen- oder Punktfun- entgebundene Dichtschlämmen zum Einsatz.
damente unter den lastabtragenden Bauteilen Kunststoffdichtungsbahnen sollten bitumen-
(Stützen oder Wänden) in das Erdreich über- verträglich sein oder nicht mit bitumenhal-
tragen. In beiden Fällen wird die Bodenplatte tigen Bauteilen (horizontale Abdichtungen) in
aus bewehrtem Beton hergestellt. Sie ist vor Kontakt kommen. Beim Hinterfüllen der Bau-
Bodenfeuchtigkeit zu schützen und in Abhän- grube muss die Abdichtung gegen mecha-
gigkeit von der Kellernutzung zu dämmen. nische Beschädigung geschützt sein. Dies
geschieht je nach Wandaufbau durch Wär-
Um eine saubere Armierung/Betonage von medämmung, Filterplatten oder eigens als
Bodenplatte oder Fundamenten zu ermögli- Schutzlage eingelegte Noppenbahnen.
chen, kann auf der kapillarbrechender Kies-
schicht eine 5-10cm dicke Sauberkeitsschicht horizontale Abdichtung
aus unbewehrtem Beton B5-10 vorgesehen Alle Außen- und Innenwände sind durch min-
werden. Sie dient dazu, die Bewehrung der destens eine horizontale Abdichtung gegen
Bodenplatte/Fundamente sauber verlegen aufsteigende Feuchtigkeit zu schützen. Feuch-
und flechten zu können und die Betonüber- tigkeit fällt während der Bauzeit oder durch
deckung sicherzustellen. Zudem wird das ein Versagen der vertikalen Abdichtung an.
Abfließen des Betons in den Kiesuntergrund Bei gemauerten Wänden liegt die horizon-
verhindert und ein sauberer Untergrund für tale Abdichtung in der Regel unter der ersten
seitliche Schalungen geschaffen. Steinlage. Es können weitere horizontale
Aus Kostengründen wird heute häufig auf Abdichtungen in darüber liegende Lagerfu-
die Sauberkeitsschicht verzichtet und eine PE- gen eingelegt werden wenn mit Wasser über
Folie unterhalb der Bodenplatte auf dem Kies- der ersten Horizontalsperre gerechnet werden
bett ausgelegt. (siehe 02.4. Wände, Stützen; muss (z.B. überfluteter Keller). Es werden Bitu-
02.5 Decken-,Dachtragwerke; 02.6 Grün- men– oder Kunststoffdichtungsbahnen auf
dung, Boden, Grube) der Mörtelschicht lose verlegt. An den Stößen
überlappen sich diese um 20cm.
5.3.2 Abdichtung Von der zwingenden horizontalen Abdich-
gegen nicht drückendes Wasser tung wird bei betonierte Wände abgesehen.
Die Maßnahmen zum Schutz gegen Wasser Wenn Anforderungen und Nutzung es erfor-
halten entweder Wasser vom Bauwerk fern dern wird eine horizontale Abdichtung durch
oder dichten es ab. Kiespackungen, Draina- Einlegen von Fugenbändern in die Betonierfu-
gen und Drainplatten verhindern, daß Wasser gen hergestellt oder die Wände werden aus
auf die Kelleraußenwand und Bodenplatte WU- Beton erstellt.
einwirkt. Flächige Abdichtungen auf der Die horizontale Abdichtung der Bodenplatte
Bodenplatte oder außen auf der Kellerwand erfolgt durch eine auf der Bodenplatte lie-
und Konstruktionen aus wasserundurchläs- gende Abdichtungsebene, die an die vertikal
sigem Beton (WU-Beton) schützen die Bau- an der Außenwand verlaufende Abdichtung
teile vor Durchfeuchtung. angeschlossen werden muss. Unterhalb der
Grundsätzlich werden Maßnahmen zum Bodenplatte bzw. der Sauberkeitsschicht
Schutz gegen Wasser redundant ausgeführt: kann das Wasser am Aufsteigen entweder
Wasser fernhaltende Maßnahmen werden durch einen Luftraum oder eine min.15cm
mit abdichtenden Maßnahmen kombiniert. starke kapillarbrechende Kiesschicht gehin-
dert werden.
Als Abdichtungen eignen sich neben Bitu-
Für die Wahl des Abdichtungssystems sind men- und Kunststoffbahnen auch Beschich-
angrenzender Boden, Feuchtigkeitsanfall tungen aus Asphaltmastix. Die Abdichtung
und Grundwasserspiegel entscheidend (Abb. muss nach dem Einbau gegen mechanische
Abb. 5.3.1 Keller und Sockel 5.3.2). (siehe 5.2.2 Wasser). Beschädigung geschützt werden. Dies kann
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Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel

[4] Abdichtungs Materialien

DIN 18195-4
Bauwerksabdichtungen,
Abdichtungen gegen Bodenfeuchte
und nicht stauendes Sickerwasser an
Bodenplatten und Wänden, Bemes-
sung und Ausführung

Kunststoffmodifizierte Bitumen-
dickbeschichtung (KMB)
Kunststoffmodifizierte, ein- oder zwei-
komponentige Masse auf Basis von
Bitumenemulsion. Die gebräuchlichste
Form der vertikalen Abdichtung ge-
gen nicht drückendes Wasser ist die
kalt aufgebrachte bituminöse Dickbe-
schichtung. Sie wird in zwei Arbeits-
gängen mit Trockenschichtdicken von
2-4mm aufgebracht. Ein tragfähiger
Untergrund ist Grundvoraussetzung
für die Dichtheit und die Dauerhaft-
igkeit dieser Abdichtung. Auf Beton
kann die Beschichtung direkt aufge-
tragen werden, wenn dieser eine
ebene und geschlossene Oberfläche
aufweist. Wandflächen aus porigen
Materialien sind mit einem Putz der
Mörtelgruppen PII oder PIII zu ebnen.
Dickbeschichtungen sind leicht zu ver-
arbeiten und lassen sich gut an kom-
plizierte Detailpunkte anarbeiten.

Bitumendichtungsbahnen
werden vollflächig mit 10cm
Stoßüberdeckung ein oder zweilagig
aufgeklebt. Sie sind auch als selbst-
klebende Bitumendichtungsbahnen
(KSK) erhältlich.
Abb. 5.3.2 Zuordnung der Abdichtungsarten nach DIN 18195
Kunststoffdichtungsbahnen
werden in der Horizontalen lose
auf Trennalge verlegt oder mit 5cm
Stoßüberdeckung verklebt. Als ver-
tikale Abdichtung ist ein Verkleben
unumgänglich. Kunststoffdichtungs-
bahnen werden meist 1-lagig verlegt
und sind 1,5-2mm stark.

Zementgebundene
Dichtungsschlämmen
sie bestehen aus Zement, Quarzsand
und anorganischen chemischen Zusät-
zen und wirken als abdichtender Ober-
flächenschutz. Schlämmen werden
mehrlagig als 3-10 mm Schichten
aufgebracht. Zementgebundene
Dichtschlämmen sind starre Abdich-
tungsschichten die reissen können
wenn im Untergrund Bewegungen
auftauchen. Sie eignen sich als Ober-
flächenvergütung, die die Abdichtung
unterstützt z.B. zum Poren verschlie-
Abb. 5.3.3 Aufstreichen einer Bitumendickbeschichtung Abb. 5.3.4 Aufspritzen eines Bitumenanstrichs
ßen bei Konstruktionen aus wasserun-
durchlässigem Beton, aber nicht als
alleinige Abdichtung.

Asphaltmastix
Drückendes Wasser Nicht stauendes Sickerwasser: Wasser das bei stark durchlässi- Asphaltmastix ist ein Gemisch aus
Grundwasser, Schichtenwasser, Hochwasser oder anderes Was- gen Böden ohne Aufstau absickern kann. Wasser das bei wenig Bitumen, Gesteinsmehl und Sand
ser, das einen hydrostatischen Druck ausübt durchlässigen Böden durch dauerhaft funktionierende Dränung mit einem Massenanteil an Bitumen
nach DIN 4095 abgeführt wird von 13 bis 22 % welches im heißen
Zustand als gießfähige Masse einge-
Nicht drückendes Wasser Bodenfeuchte bracht wird. Asphaltmastix unters-
Wasser in tropfbarer flüssiger Form mit geringen hydrostatischem Kapillar im Boden gebundenes Wasser cheidet sich von Gussasphalt durch
Druck (Wassersäule max. 10cm), ausschließlich auf horizontalen die höhere Elastizität und die feinere
oder geneigten Flächen Körnung der Zuschläge. Als horizon-
Zeitweise aufstauende Sickerwasser tale Abdichtung auf der Bodenplatte
Wasser, das sich auf wenig durchlässigen Bodenschichten ohne ist sie mit einer mittleren Schichtdicke
Drainung aufstauen kann. Die Bauwerkssole liegt mindestens von 10mm einzubringen. Eine darauf
30cm über Bemessungs-wasserstand aufgebrachte Schicht aus Gussasphalt
schützt die Abdichtung vor mecha-
Abb. 5.3.5 Im Erdreich auftretendes Wasser nischer Beschädigung.
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08 EBB Vorgehängte hinterlüftete
Fassadenbekleidung
die Lufteintrittsöffnung der Hinterlüftung muss
gegen das eindringen von Kleintieren und Insek-
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ten durch ein Gewebe oder Metallgitter geschützt
Baukonstruktion und Baustoffkunde werden. In der Hinterlüftung anfallendes Wasser
muss in der Sockelzone abgeführt werden. Die
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel Fassadenbekleidung kann bis OK Terrain geführt
werden, wenn Spritzwasser, Verschmutzung und
mechanische Belastungen die Verkleidung nicht
Traufstreifen schädigen.
als Spritzwasserschutz
grober Kies, Korngruppe 32/63
Horizontale Abdichtung
An der unregelmäßigen Oberfläche
im Mauerwerksbau
wird das auftreffende Wasser in unter-
in Außen- und Innenwänden ist mindestens eine
schiedliche Richtungen reflektiert
horizontale Abdichtung vorzusehen
Bitumen- oder Kunststoffbahnen unter der
Vertikale Abdichtung über OKG ersten Steinlage verhindert das kapillare
nach DIN 18195-9 ist die Abdichtung Aufsteigen von Feuchtigkeit in der Wand.
im Regelfall 30cm über die Gelän- Feuchtigkeit kann während der Bauzeit und
deoberfläche zu führen. Im fertigen beim Versagen der vertikalen Abdichtung der
Zustand dürfen 15cm nicht unter- Sockelzone auftreten.
schritten werden
min. 30/15 cm

Sockel Verkleidung
aus gekantetem Blech (Aluminium,
Edelstahl, Titanzink) als Anprall- und
Spritzwasserschutz

Gleitlager
gesandete Bitumenbahn

Frosttiefe min. 80 cm

Vertikale Abdichtung
der Kelleraußenwand
als Anstrich: kunststoffmodifizierte
Dickbeschichtung, zementgebundene
Dichtschlämme
als Bahnen: Kunststoff, Elastomer Horizontale Abdichtung
oder Bitumen im Mauerwerksbau
Die Abdichtung ist min. 10cm unter zusätzliche Abdichtung in der Lagerfuge der Mau-
die OK Bodenplatte zu führen erwerks über FFB Keller. Im Fall das Wasser auf dem
Boden des Kellers steht wird verhindert, daß die
Wärmedämmung gesamte Wand durch die kapillare Steigkraft des
Perimeterdämmung Wassers durchfeuchtet.
aus feuchteresistenten Material wie
extrudiertem Polystyrol, Schaumglas
Dimensionierung nach EnEV,
Energieeinsparverordnung
bis 30 cm über OKG

horizontale Abdichtung
der Bodenplatte
auf der Bodenplatte
als Bahnen: Kunststoff oder Bitumen
min.10cm

als Beschichtung: Asphaltmastix


Die Abdichtung ist an die vertikale
Abdichtung durch Überlappung an-
zuschließen und nach dem Verlegen
gegen Beschädigung zu schützen

Kapillarbrechende Kiespackung min.


15cm unter der Bodenplatte verhindert
min. 15 cm

das Aufsteigen von Feuchtigkeit

Schutzlage
beim Verfüllen des Aushubs,
Noppenbahn

min.50 cm Arbeitsraum

Abb. 5.3.6 Abdichtung gegen Bodenfeuchte und nichtstauendes Wasser an Kelleraußenwand, -Bodenplatte und Sockel
durch einen mindestens 5 cm starken Schutz-
estrich oder durch den weiteren Fußboden- EBB 07
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aufbau sicher gestellt werden. TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso
Baukonstruktion und Baustoffkunde

Drainage
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
Als Drainage wird die Entwässerung vom Bau-
grund durch ein System von Sickerleitungen
oder Filtern bezeichnet, die das Wasser gezielt
vom Gebäude ableiten. Drainagen vermeiden
das Entstehen von hydrostatischem Druck auf Ringdrainage entlang der Kelleraußenwand
erdberührende Bauteile. Drainagen werden
vorgesehen, wenn durch schwach wasser-
durchlässige oder bindige Bodenschichten
mit zeitweise aufstauendem Wasser zu rech-
nen ist. An Gebäudeteilen, die in permanent
stehendem Wasser, z. B. Grundwasser oder
Stauwasser errichtet werden, müssen hinge-
gen Abdichtungen gegen drückendes Wasser
ausgeführt werden (siehe 5.3.3 Abdichtung
gegen drückendes Wasser). Das in Draina- Flächendrainage unter der Bodenplatte
gen gesammelte Wasser kann in den Regen- Abb. 5.3.7 Drainagen
[5] DIN 4095 Drainung zum Schutz
wasserkanal eingeleitet oder über einen baulicher Anlagen
In der DIN wird die Regelausführung
Sickerschacht in darunter liegende wasser- von Flächen und Ringdrainagen be-
durchlässige Schichten ins Grundwasser ver- schrieben. Diese darf angewandt
werden, wenn die definierten Richt-
sickert werden. werte (Gelände, Auflast, Einbautiefe,
Gebäudehöhe u.s.w.) für Wände,
Decken und Bodenplatten einge-
Es ist zwischen Ringdrainagen und Flächend- halten werden. Für die Planung einer
rainagen zu unterscheiden [5], (Abb. 5.3.7). Drainage sind Untersuchungen zum
Einzugsgebiet, dem Baugrund, der
Ringdrainagen, ein System aus perforierten Wasserzusammensetzung, -ableitung
Rohrleitungen (Wassereintrittsfläche min. und –menge und dem Grundwasser-
stand notwendig.
20cm²/m) werden entlang der Außenfunda-
mente mit einem Gefälle von min. 0,5% ver-
legt. Die Unterkante der Drainleitungen soll
[6] Materialien Drainage
an jeder Stelle mindestens 20 cm unter OK
Bodenplatte und nicht unterhalb der Funda- Vertikale Drainage
vor Außenwänden
ment Unterkante liegenum sicher zu stellen, - Sickerplatten aus bituminierten
daß das Fundament nicht unterspült wird. Polystyrolkügelchen (d=ca. 6,5cm)
mit Filterflies
Wird die Drainage um Gebäudeecken geführt, - Noppenbahnen
sollte an den Ecken ein Revisionsschacht ein- Abb. 5.3.8 Ringdrainage mit Revisionsschacht - Wasserdurchlässige Betonlangloch-
steine
geplant werden, um Verstopfungen leicht - Kiessand Körnung 0/8mm,
beseitigen zu können. Drainageleitungen Breite min. 50cm (DIN 1045)
- Kies Körnung 8/16,
haben einen Durchmesser von min. 10 cm Breite min. 15cm mit Geotextil
und sind heute gebräuchlicherweise aus
Horizontale Drainage
Kunststoff und mit einem Filterflies geschützt. unter Bodenplatten
Aus den rundum perforierten Leitungen kann - Kies Körnung 8/16, d=15cm
mit untenliegendem Geotextil
Wasser auch nach unten entweichen. Ein Teil - Flächendrainschicht Körnung 4/16,
des Wassers kann so direkt in das verdichtete min. 10cm und Filterschicht
Körnung 0/4 min. 10cm
Kiesbett, auf dem die Rohre verlegt sind, ver-
sickern. Es sind auch Rohre mit nach unten Drainschicht um Drainleitungen
- Kies Körnung 8/16, d=10cm
geschlossenen Querschnitten erhältlich, die mit Geotextil
in einer Magerbetonschicht verlegt werden - Sickerschicht Körnung 4/16,
min.15cm und Filterschicht
(Abb. 5.3.11). Körnung 0/4, min.10cm
Um sicherzustellen, dass anfallendes Wasser Abb. 5.3.9 Draindämmung mit Filterflies [7]
[7] Draindämmung
rasch von den Drainleitungen aufgenom- (auch Perimeterdämmung)
men und abgeleitet werden kann, sind bei Die Draindämmung fasst zwei Funk-
tionen in einem Bauteil zusammen.
der Verfüllung der Baugruben Sicker- oder Sie übernimmt die Dämmung des
Drainschichten vor den Kelleraußenwänden Kellers und gleichzeitig die Ableitung
des Wassers nach unten. Sie kommt
einzubringen. Diese werden mit Filterflie- nur bei Kellern mit hochwertiger Nut-
sen (Geotextil) oder Filterschichten (Kiessand zung zum Einsatz. Draindämmung
besteht zum Beispiel aus extrudiertem
0/8mm) vor dem Einschwämmen von Klein- Polystyrol, deren Dämmwirkung auch
teilen, die die Sickeröffnungen verschließen in feuchter Umgebung erhalten bleibt.
Sie besitzt zusätzlich vertikale Rillen
würden, geschützt. Filterschichten werden bis auf der dem Erdreich zugewandten
20 cm unterhalb des Geländes hochgeführt. Seite, in denen das Wasser nach unten
ablaufen kann. Der einfachen Verar-
Im Sockelbereich eingebrachter gewaschener beitung halber wird diese Dämmung
Kies schützt auch die Drainplatten gegen auf der gerillten Seite vom Hersteller
direkt mit einem Filtervlies kaschiert,
Kleinteile. Die vertikale Wasserableitung ent- so dass das Vlies, die Drainung und
lang der Kelleraußenwand wird durch Kies- Abb. 5.3.10 Noppenbahn die Dämmung in einem Arbeitsgang
verlegt werden können (Abb.3.5.9).
10 07
08 EBB packungen oder durch vor den Wänden lose
aufgestellten, durch den Erddruck gehaltenen
als weiße Wanne bezeichneten Abdichtung
werden Kelleraußenwände und Bodenplatte
TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso Drainelemente oder Noppenbahnen sicher- aus WU-Beton erstellt. Schwarze Wannen
Baukonstruktion und Baustoffkunde gestellt (Abb. 5.3.10). Die Drainleitungen sind Gebäudeabdichtungen gegen drücken-
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
selbst werden zusätzlich mit einer Kies- oder des Wasser mit Schutzschichten aus bitumen-
Sickerpackung umhüllt [6], (Abb. 5.3.8, Abb. haltigen Baustoffen oder Kunststoffen. Die
5.3.11). Abdichtungen der schwarzen Wanne kommen
[8] DIN 18195-6
Bauwerksabdichtungen,
nicht mit dem Erdreich in Berührung, da sie
Abdichtungen gegen von außen Flächendrainagen liegen unterhalb der durch zusätzliche bauliche Maßnahmen wie
drückendes Wasser und aufstauendes
Sickerwasser, Bemessung und Aus-
Bodenplatte und verhindern bei stark wasser- z.B. Noppenbahnen oder Wärmedämmungen
führung belasteten Böden eine Durchfeuchtung der geschützt werden.
[9] DIN 1045
Bodenplatte. Flächendrainagen werden nach Braune Wannen sind wie schwarze Wannen
Tragwerke aus Beton, Stahlbeton ihrer Einzugsfläche < 200m² und > 200m² nach der Farbe des abdichtenden Materi-
und Spannbeton
kategorisiert. Bei Flächen < 200m² reicht eine als benannt. Als Dichtmaterial wird Bentonit
Drainschicht aus, die durch nach außen abfal- eingesetzt. Bentonit, ein natürlich vorkom-
lende, in die Fundamente eingelegte Rohre mender Ton, quillt bei Berührung mit Wasser
(min. DN50) in die Ringdrainage entwässert auf und dichtet sich somit selbst ab.
wird (siehe Abb. 5.3.12). Wichtige Auswahlkriterien sind neben der zu
Bei Flächen > 200m² wird über im Gefälle in erwartenden Wasserbeanspruchung die Platz-
der Kiespackung verlegte Drainrohre entwäs- verhältnisse auf dem Baugrund, die Bauwerks-
Ton mit offenen Stößen
sert (Abb. 5.3.7). form und die zu erwartenden „Bewegungen“
der Konstruktion (Temperatur, Schwinden,
5.3.3 Abdichtungen gegen drückendes Setzen, Erschütterungen) (Abb. 5.3.13).
Wasser
Abdichtungen gegen drückendes Wasser weiße Wanne
Steinzeug gelocht oder geschlitzt halten hydrostatischem Druck von Stauwas- Bei weißen Wanne sind Kelleraußenwände
ser oder Grundwasser stand. Sie sind ähnlich und Bodenplatte aus WU-Beton dichtende
einem Schiffsrumpf wasserdicht und werden und tragende Elemente zugleich. Weiße
als Wannen bezeichnet. Wannen stellen Wannen sind die heute am häufigsten einge-
hohe technische Anforderung an Material setzte Abdichtung gegen drückende Wasser.
und Ausführung. Bei nichtbindigen Böden In der Regel wird auf der Sauberkeitsschicht
Kunststoff geschlitzt
sind die Abdichtungen bis min. 30cm über eine Bodenplatte als Plattenfundament vorge-
den höchsten Grundwasserstand zu führen, sehen. WU-Beton werden Zusatzmittel beige-
bei bindigen Böden bis min. 30cm über die mischt, die den Kapillarporenraum verkleinern
Geländeoberkante. Überhalb dieser Marken und das Eindringen von Wasser in den Beton
sind die Abdichtungen gegen drückendes verhindern. Der Rissbildung durch Schwinden
Wasser an die Abdichtungen gegen Boden- wird durch einen erhöhten Bewehrungsan-
Kunststoff Kastenprofile feuchte und nicht drückendes Wasser anzu- teil und der Unterteilung in kürzere auf die
Abb. 5.3.11 Drainrohre schließen [8]. statischen Erfordernisse abgestimmte Beto-
Drei Wannentypen sind gebräuchlich: Bei der nierabschnitte (ca. 6m) entgegengewirkt.

Verfüllung Baugrube

Wandaufbau (v. Innen n. Außen):


Kelleraußenwand
vertikale Abdichtung
feuchteresitente Wärmedämmung
Drainplatte mit Filterflies

Weiße Wanne
Filterflies

Kiespackung

außenkante Baugrube,
gewachsener Boden
min. 20 cm

Flächendrainage < 200m2


Fundamentdurchlass min. DN50
zur Entwässerung der unter der
Bodenplatte liegenden kapillarbrech-
enden Kiespackung (d=min. 15cm)

Ringdrainage Schwarze Wanne


Drainleitung im Gefälle min. 0,5%,
min. DN 100
Abb.5.3.12 Ringdrainage und Flächendränage <200 m2 Abb.5.3.13 Abdichtende Wannenkonstruktionen
Zudem ist zu prüfen ob das Bauwerk durch
Erschütterungen (z.B. Verkehr, Maschinen- EBB 07
08
11

betrieb) Riss gefährdet ist. Ist mit Rissbildung TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso
durch Erschütterung zu rechnen, ist die Weiße Baukonstruktion und Baustoffkunde

Wanne als Abdichtung nicht geeignet [11]. Liegt ein Hohl-

Wasserdruck
raum innenseitig 03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
Mit besonderer Aufmerksamkeit müssen alle der dem Wasser-
Fugen, d.h., Gebäudedehnfugen und Beto- druck ausgesetz-
ten Abdichtung,
nierabschnittsfugen z.B Bodenplatte/Kel- kann diese reißen
leraußenwände, geplant werden. Einfache
Baukörperformen begrenzen den Fugenanteil
und vereinfachen die Geometrie der Fugen-
ausbildung. In die Fugen werden Fugenbän-
der eingelegt die an den Stößen und Ecken Abb. 5.3.15 Von Innen geklebte Abdichtung
miteinander zu einer durchlaufenden Dich-
tung verbunden werden [10] (Abb. 5.3.17).
ben würde (Abb. 5.3.15). Steht ausreichend [10] Fugenbänder
Als Dichtungsbänder für Fugen kom-
schwarze Wanne Arbeitsraum zur Verfügung wird auf der Kel- men labyrinthartige Kautschuk Profile,
Die Abdichtungen der schwarzen Wannen leraußenwand abgedichtet und anschließend Blecheinlagen, Quellprofile und Ver-
pressschläuche in Frage. Kautschuk-
müssen dem Erddruck standhalten. Sie über- die Schutzkonstruktion aufgestellt. In beiden profile müssen an den Stößen anvul-
nehmen im Gegensatz zur weißen Wanne Fällen bedarf der Anschluss der vertikalen kanisiert werden. Eckverbindungen
werden auf Gehrung gearbeitet.
jedoch keine lastabtragenden Aufgaben. Die Abdichtung an die unter der Bodenplatte lie- Blecheinlagen müssen an den Stößen
Abdichtungsebene (schwarze Wanne) liegt genden horizontalen Abdichtung besonderer verschweißt werden. Eine Überlap-
pung der Bleche ist nicht ausreichend.
außerhalb der tragenden Konstruktion unter- Sorgfalt (Abb. 5.3.14, Abb. 5.3.16). Sie erfolgt Quellprofile und Verpressschläuche
halb des Plattenfundaments und außenseitig durch Ausrundung der Ecke oder einen rück- bestehen aus Bentonit oder Kunststof-
fen und werden in dafür vorgesehene
der Kelleraußenwände. Die schwarze Wanne läufigen Stoß. Schwarze Wannen werde aus Aussparungen eingelegt (Abb. 3.5.21)
ist vor Beschädigung durch eine Vormauerung ein- oder mehrlagigen Bitumen- Bitumen-
(Außenwände) oder eine Schutzschicht aus schweiß-, Kunststoff- oder Elastomerbahnen
Magerbeton (Bodenplatte) geschützt. Es gibt erstellt.
zwei Varianten für die Lage der Abdichtung
vor den Kelleraußenwänden. In Abhängig- 5.3.4 Dämmung
keit von dem möglichen Arbeitsraum in der Die Dämmung der Kelleraußenwand und
Baugrube wird die eine oder andere Variante der Bodenplatte dient der Minimierung des
ausgeführt. Ist der Arbeitsraum begrenzt wird Wärmeverlustes der Innenräume des Kellers
zuerst die schützende Vormauerung erstellt gegenüber dem anstehenden Erdreich. Eine
und diese dann - bevor die Kelleraußenwand Dämmung des Kellers ist nur nötig, wenn die
errichtet wird - von innen abgedichtet. In Kellerräume beheizt werden. Ist der Keller
diesem Fall ist sicherzustellen, dass zwischen unbeheizt muss die Geschossdecke zwischen
Abdichtung und Kelleraußenwand kein Luft- unbeheizten und beheizten Räumen gedämmt
einschluss verbleibt, da die vom Wasserdruck werden (Abb. 5.2.5). Neben dem energiespa-
belastete Abdichtung an dieser Stelle nachge- renden Wärmeschutz trägt die Dämmung zu Fugenbänder

Abdichtung Arbeitsfuge mit innen-


Hinterfüllung liegendem Fugenband
zwischen der auf
der Schutzmauer
aufgeklebten
Abdichtung und
der Kelleraußen-
wand
rückläufiger
Stoß

Abdichtung Arbeitsfuge mit außen-


liegendem Fugenband

Abb. 5.3.14 Außen aufgeklebte Abdichtung Abb. 5.3.16 Innen aufgeklebte Abdichtung Abb. 5.3.17 Weiße Wanne
12 07
08 EBB
TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso beheizt beheizt beheizt
Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel

beheizt beheizt beheizt


[11] Anforderungen an den Beton
der Weißen Wannen nach DIN
1045

Sauberkeitsschicht:
> 5cm aus Beton > B10
Sohlenplatte:
>25cm aus Beton > B25
Wände:
> 30cm aus Beton > B25
Wasserundurchlässiger Beton:
(WU - Beton) beheizt beheizt beheizt
Nach DIN 1045-2 wird WU Beton als
„Beton mit hohem Wassereindring-
widerstand“ bezeichnet. Die Was-
sereindringtiefe darf 60 mm nicht
überschreiten. Um diese Dichtheit zu
erreichen muss der Kapillarporenraum
kleiner als 20 Volumenprozent sein.
Dies wird bei einem Wasserzement- unbeheizt unbeheizt unbeheizt
wert <= 0,5 erreicht. WU-Beton ver-
hindert das Eindringen von flüssigem
Wasser, nicht aber das Eindringen von
Wasserdampf. Deshalb muss dafür
Sorge getragen werden, dass eindif-
fundierende Feuchtigkeit abgelüftet
wird.

Abb. 5.3.19 Prinzip Wärmedämmung Keller und Erdgeschoss

[12] DIN 4108-2 einem hygienischen Raumklima bei. An den Kellerwände werden vorzugsweise außen
Wärmeschutz und Energieeinspa-
rung in Gebäuden, Innenoberflächen der gedämmten Bauteile gedämmt, da innen liegende Dämmungen
Teil 2 Mindestanforderungen an den kommt es bei ausreichender Beheizung und bauphysikalisch problematisch sind (siehe
Wärmeschutz
Mindestwerte für Wärmedurchlass- Lüftung weder zu Tauwasserausfall noch zu 04.2 Ausbau Innenbekleidungen). Die Däm-
widerstand (R) von Bauteilen die an Schimmelpilzbildung. mung der Bodenplatte kann auf (üblich) oder
Erdreich angrenzen:
Kelleraußenwände 1,2 m² K/W Die Dicke der Wärmedämmung richtet sich unter (teuer, besser) der Bodenplatte erfol-
Kellerdecken 0,9 m² K/W u.A. nach den aktuellen Vorschriften (EnEv, gen.
[13] Kennwerte Wärmeschutzverordnung) und wird ergän-
zend in der jeweils aktuellen Ausgabe der DIN Dämmungen außenseitig der Abdichtung
Wärmeleitfähigkeit λ:
gibt an welche Wärmemenge in Watt 4108 geregelt [12] [13]. Da die Anforderungen werden als Perimeterdämmung bezeichnet
stündlich durch einen Quadratme- an den Wärmeschutz und Energiepreise in [7]. Sie halten dem Erddruck stand und behal-
ter einer 1 Meter dicken Stoffschicht
geleitet wird, wenn beide Oberflächen Zukunft steigen, sollten Wärmedämmungen ten ihre Dämmeigenschaften auch im feuch-
einen Temperaturunterschied von ei- großzügig bemessen werde. Die Temperatur- ten Milieu und über die gesamte Lebensdauer
nem Grad Celsius aufweisen. W/Km
schwankungen innerhalb des Erdreichs sind des Gebäudes. Daher eignen sich Platten aus
Wärmedurchlasswiderstand: geringer als über Terrain, daher können für extrudiertem Polystyrol (XPS) oder Schaumglas
R= d/λ , m²K/W
Kelleraußenwände Konstruktionen mit einem am besten. Perimeterdämmungen werden auf
Wärmedurchgangskoeffizient: schlechteren U-Wert als der der über Terrain die Abdichtung geklebt. Auf keinen Fall darf
U-Wert, W/K∙m²
liegenden Außenwand gewählt werden. In die Abdichtung durch mechanische Befesti-
der Regel sind U-Werte um die 0,3 W/m²K für gungen unterbrochen werden. Die Verkle-
erdberührte Bauteile ausreichend. Bei beto- bung ist eine Montagehilfe bis zum Verfüllen
nierten Tragkonstruktionen werden diese mit des Erdreiches (Abb.5.3.20, Abb. 5.3.21).
Dämmstärken von 12cm bei einer Wärmeleit- Jede im Erdreich eingesetzte Dämmung ist
gruppe (WLG) von 35-40 erreicht. dem Erddruck ausgesetzt. Es gibt jedoch auch

Abb. 5.3.18 Mauerfußdämmung Abb. 5.3.20 Perimeterdämmung unter der Kellerbodenplatte Abb. 5.3.21 Perimeterdämmung der Kelleraußenwand
Dämmplatten, die sich unter lastabtragenden
Bauteilen einsetzen lassen. Das kann zum EBB 07
08
13

einen unter einer Bodenplatte der Fall sein, TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso
aber auch unter Einzel- oder Streifenfunda- Baukonstruktion und Baustoffkunde
menten. Entscheidend ist die Bodenpressung, 03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
die das Fundament auf die Dämmung und
anschließend auf den Boden abgibt. Dauernd
druckbeanspruchte Wärmedämmungen aus
extrudiertem Polystyrol können bis zu 0,24
N/mm² und aus Schaumglas 0,48 N/mm² auf-
nehmen.
Am Mauerfuss werden bei hohen technischen
Anforderungen wärmedämmende Mauer-
steine eingesetzt. So kann eine umlaufende
Wärmedämmebene erstellt werden (Abb.
5.3.19, Abb. 5.3.18).

Die Draindämmung übernimmt neben der


Dämmung des Kellers gleichzeitig die Ablei-
tung des aus dem angrenzenden Erdreich ein-
wirkenden Wassers nach unten (siehe 5.3.2
Drainage) [7] (Abb. 5.3.9).

5.4 Definition Sockel

Sockel gibt es, seit Häuser gebaut wurden.


Die begehbare Ebene dorischer Tempel
wurde geometrisch aus dem Gelände heraus- Abb. 5.4.1 Concordia Tempel, Agrigento 440-430 v.Chr.
gehoben und in waagerechte Lage gebracht
(Abb. 5.4.1). Die so genannte Rustika bildet
als Sockel die Erdgeschoßzone in der Fassade
ab und stellt die Wehrhaftigkeit des Gebäu-
des dar (Abb. 5.4.2) . Bei Profanbauten ent-
spricht der Sockel eher technischen Belangen.
Die Außenwand wechselt den Charakter zwi-
schen dem feuchten Bereich von Erde und
Spritzwasserzone und der oberirdischen Fas-
sadenkonstruktion (Abb. 5.4.3).

5.5 Anforderungen

Der Sockelbereich wird also als die Zone defi-


niert, in der unter Terrain liegende Bauteile
in über Terrain liegende Bauteile übergehen.
Die Konstruktionen von Kelleraußenwand,
Außenwand und häufig auch des Erdge-
schoßfußbodens müssen im Sockel ineinander Abb. 5.4.2 Palazzo Medici Riccardi, Florenz 1460
übergeführt werden. Die über die Anforde-
rungen an eine normale Außenwand hinaus-
gehenden Rahmenbedingungen betreffen vor
allem den Feuchteschutz und mechanische
Einwirkungen.

5.5.1 aufsteigende Feuchtigkeit /


Spritzwasser
[14] DIN 18195-9
Feuchtigkeit aus dem Erdreich und Spritzwas- Bauwerksabdichtungen,
ser, das bei Schlagregen vom Boden reflektiert Teil 9 Durchdringungen,
Übergänge, An- und Abschlüsse
und gegen den Sockel spritzt, sollen nicht in Im Sockelbereich muss der Unter-
die Außenwand eindringen oder in ihr aufstei- grund so geplant sein, dass bei Ab-
dichtungen gegen Bodenfeuchte und
gen. Hierzu muss eine vertikale Abdichtung, zeitweise aufstauendes Sickerwasser
die an die Abdichtung der Kelleraußenwand die Abdichtung im Regelfall bis 300
mm über Oberkante Gelände geführt
angeschlossen ist, bis 30 cm über Terrain werden kann, um ausreichende Anpas-
geführt werden [14] (Abb.5.3.6). sungsmöglichkeiten der Geländeober-
fläche sicherzustellen. Im Endzustand
Neben der vertikalen Abdichtung der Sockel- soll dieser Wert im Regelfall das Maß
zone kann ein Streifen aus groben Kies 32/63 Abb. 5.4.3 Stabkirche, Haltdalen 1170 von 150mm nicht unterschreiten.
14 07
08 EBB als Traufstreifen die Anfälligkeit gegen Spritz-
wasser verbessern. Die in allen Richtungen
5.5.4 Entwässerung / Belüftung
Bei mehrschaligen hinterlüfteten Außenwand-
TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso geneigten Oberflächen der Kieselsteine zer- konstruktionen muss die vertikale Sockelab-
Baukonstruktion und Baustoffkunde stäuben das gegen den Sockel spritzende dichtung auf der tragenden Wand bis 30 cm
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
Wasser und lenken es in andere Richtungen über Terrain geführt werden. Öffnungen für
ab. Eine mit einem Rost abgedeckte oder die Lüftung des Fassadenzwischenraums sind
oben offene Rinne vor der Gebäudeaußen- so auszubilden, dass eventuell eindringendes
wand kann ebenfalls vor Spritzwasser schüt- Wasser wieder nach Außen abfließen kann
zen (Abb. 5.6.2, Abb. 5.6.3) und nicht im Fassadenzwischenraum stehen
bleibt.
5.5.2 mechanische Belastung
Die Sockelzone eines Gebäudes kann im
Gegensatz zu den höher liegenden Außen- 5.6 Bestandteile Sockel
wandflächen auch mechanischen Belastungen
ausgesetzt sein. Hierbei sind die unmittelbar
am Gebäude stattfindenden Nutzungen zu 5.6.1 einschalige Wand
betrachten. Grenzen Gehwege ans Gebäude Als einschalige Wände werden monolithische
an oder ist der Fassade ein Grünzone vorgela- Wandkonstruktionen (i.d.R. aus Mauerwerk
gert? Können Fahrzeuge oder andere Gegen- oder Ortbeton) bezeichnet. Ihre Oberflächen
stände gegen den Sockelbereich fallen oder können mit einem Wärmedämmverbundsys-
stoßen? Darauf abgestimmt muss der Sockel tem bekleidet werden oder bei ausreichendem
gegen Anpralllasten geschützt werden. Dies Wärmeschutz der Tragkonstruktion verputzt
kann durch entsprechende Wahl der beklei- und/oder gestrichen werden. Entscheidendes
denden Materialien oder durch die Behinde- Kriterium für eine Definition einschaliger
rung der Zugänglichkeit geschehen. Dies sind Wandkonstruktionen ist hier der vollflächige
Überlegungen, die beim Gebäudeentwurf Verbund der Materialien untereinander.
bedacht werden sollten und das Gebäude
gestalterisch mitbestimmen. Mauerwerk
Bei gemauerten Wänden kann Feuchtigkeit
5.5.3 Verschmutzung durch die Kapillarstruktur des Materials auf-
Der Sockel ist der schmutzanfälligste Bereich steigen und zu Schäden führen. Mauerwerk
einer Fassade. Zum einen läuft der gesamte aus gebrannten Ziegeln nimmt Feuchtigkeit
Schmutz der darüber liegenden Fassade im schnell auf und gibt sie auch schnell wieder
Sockelbereich zusammen, zum anderen hin- ab. Wenn kapillar transportierte Feuchtigkeit
terlässt Spritzwasser Schmutz auf der Fassade. die Steighöhe erreicht hat, tritt sie wieder
Wird der Sockel gegen die darüber liegende an die Oberfläche der Wand und verduns-
Fassade zurück versetzt, kann das Wasser tet dort. Sie lässt an der Oberfläche Salzrän-
von der Fassade vor dem Sockel abtropfen der, so genannte Ausblühungen zurück, die
ohne auf dem Sockel Schmutz abzulagern. zunächst nur das Aussehen beeinträchtigen,
[15] DIN 18195-4
Bauwerksabdichtungen, Teil 4
Um den Sockel gegen Verschmutzung durch dann aber auch zu Putzabplatzungen oder
Abdichtung gegen Bodenfeuchte Spritzwasser zu schützen, kann der zuvor Schädigungen des Mauerwerkgefüges führen
und nicht stauendes Sickerwasser
an Bodenplatten und Wänden
beschriebene Traufstreifen oder eine Rinne können.
6.1.1 Alle vom Boden berührte vorgesehen werden. Im einschaligen Mauerwerksbau werden
Außenflächen der Umfassungswände
sind gegen seitliche Feuchtigkeit nach
7.3 abzudichten. Diese Abdichtung
muss Planmäßig bis 300mm über
Gelände hochgeführt werden, um
ausreichende Anpassungsmöglich-
keiten der Geländeoberfläche sicher-
zustellen. Im Endzustand darf dieser
Wert das Maß von 150mm nicht un-
terschreiten.
Ist dies im Einzelfall nicht möglich (Ter-
rassentüren, Hauseingangstüren), sind
dort besonderen Maßnahmen gegen
das Eindringen von Wasser oder das
Hinterlaufen der Abdichtung einzu-
planen (z.B. durch ausreichend große
Vordächer, Rinnen mit Abdeckungen
oder Gitterrosten).
Oberhalb des Geländes darf die Ab-
dichtung entfallen, wenn dort aus-
reichend wasserabweisende Bauteile
verwendet werden; andernfalls sind
hier Sockelbekleidungen hochzuzie-
hen.
6.1.2 Außen- und Innenwände sind
durch mindestens eine waagrechte
Abdichtung nach 7.2 gegen aufstei-
gende Feuchtigkeit zu schützen.
6.1.5 Bei Wänden aus Beton ist die
Anordnung von waagrechten Abdich-
tungen in den Wänden im Regelfall
nicht möglich. Zum Schutz gegen
aufsteigende Feuchtigkeit sind im
Einzelfall besondere Maßnahmen er-
forderlich, die vom Planer vor Beginn
der Arbeiten festzulegen sind. Abb. 5.5.1 Sockel Naturstein Abb. 5.5.2 Sockel WDVS Verputzt
für Außenwände in der Sockelzone neben
der vertikalen Abdichtung zwei horizontale
Bodenplatte stehende Anschlussbewehrung
verflochten. Die Anschlussbewehrung behin- EBB 07
08
15

Abdichtungen empfohlen. Die erste waag- dert das Verlegen einer waagrechten Abdich- TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso
rechte Abdichtung erfolgt unterhalb der tung. Zum Schutz gegen Feuchtigkeit können Baukonstruktion und Baustoffkunde
ersten Ziegellage direkt auf der Bodenplatte. Fugenbänder eingelegt oder die Konstruk- 03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
Sie kann Teil Abdichtung der gesamten tion in wasserundurchlässigem Beton aus-
Bodenplatte sein oder an diese angeschlossen geführt werden (siehe 5.3.3 Abdichtungen
werden. Diese erste waagrechte Abdichtung gegen drückendes Wasser). Kiespackungen,
ist auch unter den Innenwänden, die auf Drainplatten und/oder Flächen- und Ringdrai-
der Bodenplatte stehen, anzuordnen. Eine nagen können als Feuchteschutz unterhalb
zweite waagrechte Abdichtung, die in ca. 30 des Terrains geplant werden. Die Spritzwas-
cm über Gelände in die Lagerfuge eingelegt serbelastung wird durch Traufstreifen und
wird, verhindert das kapillare Aufsteigen von Rinnen entschärft. Welche Maßnahmen
Feuchtigkeit falls die erste unter dem Wand- gegen Feuchtigkeit notwendig werden, muss
fuß eingelegte horizontale Abdichtung und in Betrachtung aller Randbedingungen (Nut-
die außen liegende vertikale Abdichtung zung, Feuchtigkeit, Sockelhöhe, Material) von
versagen (Abb. 5.6.2). Die außen liegende Fall zu Fall entschieden werden.
vertikale Abdichtung soll mindestens bis auf
Putz
Werden Außenwände verputzt so ist in der
Sockelzone auf die Stossfestigkeit, Feuchte-
resistenz und Frostbeständigkeit des Putzes
zu achten. Geometrisch kann die verputzte
Sockelzone hinter dem darüber liegenden mit
eine Putzschiene abgeschlossenen Außen-
wandputz zurückspringen oder bündig an
diesen anschließen. Ein nach Außen stehender
Sockelputz würde durch das an der Fassade
Abb.5.6.1 1+2’te horizontale Abdichtung Mauerwerkswand ablaufende Wasser zusätzlicher Feuchte- und
Schmutzbelastung ausgesetzt und möglicher-
diese Höhe hochgezogen werden. Als Mate- weise könnte Wasser an der Materialfuge
rial eigenen sich Bahnen aus Bitumen oder hinter die Putzebene gelangen. Im Sprach-
Kunststoff. Diese werden Stoss überlappend gebrauch wird der Sockelputz auch oft als
lose verlegt. Sperrputz bezeichnet wobei dieser Begriff
nicht in der DIN 18550 verwendet wird. Die
Beton DIN beschreibt Anforderungen an den Sockel-
Bei betonierten Außenwänden können die außenputz.
Anforderung der DIN an die vertikale Abdich- Unter den Putzen mit mineralischen Binde-
tung 30cm über Terrain im Sockelbereich mitteln eignet sich reiner Zementputz der
erfüllt werden. Anders stellt sich die Situa- Mörtelgruppe PIII. Auch mit organischen
tion der waagrechten Abdichtung unterhalb Bindemitteln gebundene Kunstharzputze
von Wänden dar. Die Bewehrung der Wände werden im Sockelbereich aufgebracht [16]
wird mit der, nach der Betonage aus der (Abb. 3.5.29).

[16] DIN 18550


Putz und Putzsysteme Ausführung

Zementputz
Zement ist ein hydraulisches Bindemit-
tel aus Kalkstein und Ton, Kalkmergel
oder Hochofenschlacke und härtet
auch unter Wasser aus. Als Zuschlag-
stoff wird Sand zugegeben. Zement-
putz ist feuchteresistent, jedoch riss-
anfällig. Daher ist er nur auf festen
Unterkonstruktionen einzusetzen.
Seine Dichtheit kann durch die Zugabe
von Additiven erhöht werden.

Kunstharzputz
Bei Kunstharzputzen werden or-
ganische Bindemittel wie Polymer-
dispersionen oder Lösungen für das
Erhärten des Materials eingesetzt. Als
Zuschlagsstoffe eignen sich miner-
alische und organische Stoffe. Kunst-
harzputz kennzeichnet sich durch
Feuchteresistenz und hohe Elastizität
Abb. 5.6.2 vorgelegte Entwässerungsrinne Abb.5.6.3 abgesenkter Traufstreifen aus.
16 07
08 EBB Wärmedämmverbundsystem (WDVS)
Wird die gemauerte oder betonierte Trag-
Tragenden Wand bzw. auf der Wärmedäm-
mung ca. 30 cm nach oben geführt. Reicht
TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso konstruktion mit einem Wärmedämm- das verblendende Mauerwerk bis in die
Baukonstruktion und Baustoffkunde verbundsystem bekleidet, so sind alle Spritzwasserzone des Sockels hinunter oder
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
Konstruktionsschichten (also Wärmedäm- bis ins Erdreich hinein, muss auch das Auf-
mung, Armierung und Oberputz) die mit steigen von Wasser in den Kapillarporen des
Bodenfeuchtigkeit in Berührung kommen mineralischen Baustoffs verhindert werden.
oder in der Spritzwasserzone des Sockels ver- Hierzu werden horizontale Sperrenschichten
legt werden, Feuchte resistent auszuführen. in die Mauerwerksfugen oberhalb der Spritz-
Hersteller von WDVS empfehlen den Wech- wasserzone eingelegt (Abb. 5.6.6).
sel zwischen feuchteresistenter und nicht
feuchteresitenter Wärmedämmung 50 cm Vorgehängte hinterlüftete
über Oberkante Terrain. Der Sockelputz und Fassadenbekleidungen
der Kleber für die Perimeterdämmung eines Eine vorgehängte und hinterlüftete Kons-
WDVS wird mit Zusatzmitteln für den Feuch- truktion benötigt an der Bekleidungsunter-
teschutz im Sockelbereich tauglich gemacht. kante kein Auflager. Ihre Eigenlasten werden
Wärmedämmverbundsysteme sind als kom- vollständig über die Unterkonstruktion
plettes Produkt durch eine allgemeine bau- abgetragen. Durch Lüftungs- und Entwässer-
aufsichtliche Zulassung anerkannt. Bei der ungsöffnungen können Insekten oder Klein-
Anwendung eines solchen Systems sind tiere hinter die Fassadenbekleidung gelangen
immer die Angaben zur Verarbeitung des und die Wärmedämmung schädigen. Daher
Herstellers zu beachten und nur Zubehörteile sind die Öffnungen im Sockelbereich mit Loch-
und Systemkomponenten eines Systems zu blechen oder Gittern zu versehen. Der gefor-
verarbeiten. derte Hinterlüftungsquerschnitt muss trotz
der Schutzmaßnahmen erreicht werden.
5.6.2 mehrschalige Wand Bei Fassadenbekleidungen aus Holz oder
Mehrschalige Wandkonstruktionen bestehen Holzwerkstoffen kommt dem konstrukti-
aus einer tragenden Wandkonstruktion und ven Holzschutz in der Sockelzone besondere
einer diese bekleidenden Wetterschutzschale. Bedeutung zu. Konstruktiver Holzschutz ver-
Die Eigen- und Windlasten leichter Außen- meidet das dauerhafte Einwirken von Feuch-
schalen werden über Unterkonstruktionen tigkeit und stellt regelmäßiges Aus- bzw.
in die tragende Wand übertragen. Schwere abtrocknen der Bauteile sicher.
Außenschalen tragen ihre Eigenlasten von Werden vorgehängte Fassadenbekleidungen
einem Auflager zum nächsten Auflager selbst bis zum Terrain hinabgeführt ist mit einer sich
ab. So sind dann oft im Sockelbereich die aus abzeichnenden Alterung in der Sockelzone
der Eigenlast resultierenden Vertikallasten im Vergleich zu der restlichen Fassadenbe-
abzufangen und ins Gebäudetragwerk über- kleidung zu rechnen. Ist das Fassadenraster
zuleiten. Windlasten werden über Anker an so aufgeteilt, dass sich die Sockelbekleidung
die Tragkonstruktion weitergeleitet. separat austauschen lässt wird die Instandhal-
Im Sockelbereich sind bei allen mehrschaligen tung des Sockels erleichtert (Abb. 5.6.4).
Wandkonstruktionen Zuluft- und Entwässe-
rungsöffnungen vorzusehen. Die Prinzipien
des das Wasser nach außen leitenden Gefälles
und der gefalzten Fuge (Schikane) verhindern
das Eindringen von Wasser hinter die Fassa-
denbekleidung.

zweischaliges Mauerwerk
Bei zweischaligem Mauerwerk wird die Außen-
bekleidung aus einem zu vermauernden Stein
erstellt. Diese schwere Außenschale kann
aus Klinker, Kalksand-, Beton- oder auch
30 cm

Naturstein bestehen. Das zuvor beschriebene


Auflager dieser gemauerten Wände kann
monolithisch mit der tragenden Wandkon-
struktion verbunden sein oder mittels Unter-
konstruktionen aus korrosionsbeständigem
Stahl hergestellt werden (Abb. 5.6.6). Bei
monolithisch mit dem Tragwerk verbundenen
Auflagern ist oft der Einbau von den Wärme-
Bei mehrschaligen Wandkonstruk- fluss unterbrechenden Isokörben sinnvoll. In
tionen kann die Bekleidung im Sock-
elbereich so detailiert werden, daß sie
jedem Fall ist sicherzustellen, dass zwischen
inklusive der Unterkonstruktion nach der Wetterschale und der tragenden Wand
mechanischer Beschädigung oder
nach Schäden durch Feuchtigkeit aus-
anfallendes Wasser nach außen ablaufen
getauscht werden kann. kann. Hierzu wird eine Abdichtungsbahn in
Abb. 5.6.4
die unter der Entwässerungsöffnung liegen- Abb. 5.6.5 abgetreppter Betonsockel,
austauschbare Sockelbekleidung den Mauerwerksfuge eingelegt und an der Haus Gugalun, Versam 1994, Peter Zumthor
EBB 07
08
17

TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso


Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel

a.) zweischaliges Mauerwerk, b.) zweischaliges Mauerwerk, Lastabtragung der Vorsatzschale über
Lastabtragung der Vorsatzschale direkt auf die Kelleraußenwand vorgehängtem Stahlwinkel auf Kelleraußenwand

c.) zweischaliges Mauerwerk, Lastabtragung der Vorsatzschale über d.) zweischaliges Mauerwerk, Lastabtragung der Vorsatzschale über
druckfeste Dämmung auf die Kelleraußenwand Stahlkonsole auf Kelleraußenwand

e.) zweischaliges Mauerwerk, Lastabtragung der Vorsatzschale über f.) Holzständerbau mit vorgemauerter Klinkerwand ,
Stahlwinkel auf die EG- Außenwand, Sockel aus Betonfertigteil Lastabtragung der Vorsatzschale auf Fundament

Luft
Wasser
Abdichtung

[17] Häufig eingesetzte Materi-


alien für vorgehängte hinterlüf-
tete Fassaden
g.) Holzständerbau mit hinterlüfteter Holzschalung als Außenschale, h.) zweischaliges Mauerwerk, Lastabtragung auf Betonfertigteil Holz oder Holzwerkstoffplatten
zurückversetzter Sockel mit Eternitplatte verkleidet Balken,der zwischen Auflagerkonsolen aus Ortbeton spannt Metallpanele oder Bahnen
Natursteine
Kunststeine
Abb. 5.6.6 mehrschalige Wandkonstruktionen, Beispiele für Lastenabtrag, Hinterlüftung und Entwässerung im Sockel Terrakottaplatten
18 07
08 EBB 5.7 Anschlüsse im Vergleich

TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso 5.7.1 Schwelle


Baukonstruktion und Baustoffkunde Ein baukonstruktiv komplizierter Anschluss ist
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
die untere Abdichtung von Türen, die ins Freie
führen. In diesem als Schwelle bezeichneten
Bereich treffen widersprechende Anforde-
rungen aus Nutzung und Baukonstruktion
zusammen. Einerseits soll ein ebenerdiger
Durchgang geschaffen werden, der einen
Gefälle ungehinderten Weg ins Freie ermöglicht,
andererseits bleiben die Dicht- und Dämm-
problematiken des Sockels auch an der Tür
bestehen. Bei der Planung des Gebäudeso-
ckels sind immer alle in die Sockelzone grei-
fenden Öffnungen mit einzubeziehen. Um
Anschluss mit Niveauunterschied die Belastung der Schwelle durch Regen oder
Spritzwasser zu verringern können Vordächer,
Türnischen, Außen vorgelagerte Gitterroste
oder Rinnen und vom Gebäude wegleiten-
Gefälle
des Oberflächengefälle eingeplant werden.
Die Ausrichtung der Öffnungen (Wetterseite)
sollte bei der Bewertung der zu erwartenden
Anforderungen mit einbezogen werden [18].

Haustür
Niveaugleicher Anschluss Durch die Haustüre wird ein Gebäude betre-
Abb. 5.7.1 ten. In vielen Fällen übernimmt die Haustüre
Abdichtung Sockel Türanschluss
nach DIN 18195, Beiblatt 1
repräsentative Aufgaben. Bei einem stufen-
losen Zugang kann keine Anschlags- oder
[18] DIN 18195-9 Falzdichtung an der Unterkante der Tür aus-
Bauwerksabdichtungen, Teil 9:
Durchdringungen, Übergänge,
geführt werden. Damit anfallendes Wasser
An- und Abschlüsse nicht ungehindert ins Gebäudeinnere gelangt,
5.4.4 Anordnung der Abdichtung bei
Türschwellen
werden Absenkdichtungen ins Türblatt inte-
Sind die unter 5.4.2 und 5.4.3 griert (siehe 04.3 Ausbau, Trennwände ·
genannten Aufkanthöhen im Einzelfall
nicht herstellbar (z.B. bei behinder-
Türen, 3.5.4 Dichtung). Wird eine kleine
tengerechten Hauseingängen, Ter- durch den Anschlag entstehende Stufe von
rassentüren, Balkon- oder Dachter-
rassentüren), so sind dort besondere
1-2 cm in Kauf genommen kann eine Tür mit
Maßnahmen gegen das Eindringen umlaufender Falzdichtung eingesetzt werden
von Wasser oder das Hinterlaufen
der Abdichtung einzuplanen. So sind
(Abb. 5.7.4).
z.B. Türschwellen und Türpfosten Im Schwellenbereich von Haustüren ist im
von der Abdichtung zu hinterfahren
oder an ihrer Außenoberfläche so zu
Gegensatz zu Fenstertüren in der Regel eine
gestalten, dass die Abdichtung z. B. Wärmebrücke nicht zu vermeiden. Anschlags-
mit Klemmprofilen wasserdicht ang-
eschlossen werden kann.
winkel, durchlaufender Bodenbelag oder
Schwellenanschlüsse mit geringer oder Absenkdichtungen mit Ihren in den Boden-
ohne Aufkantung sind zusätzlich z.B.
durch ausreichend große Vordächer,
belag integrierten Auflaufschienen sind Bau- Abb. 5.7.2 Eingang DHH, München 2001, Andreas Meck
Fassadenrücksprünge und/oder un- teile die zwischen Innen- und Außenraum
mittelbar entwässerten Rinnen mit
Gitterrost vor starker Wasserbelastung
liegen und Wärme ableiten (Abb. 5.7.2, Abb.
zu schützen. Das Oberflächengefälle 5.7.3).
sollte nicht zur Tür gerichtet sein.

[19] Flachdachrichtlinien Fenstertür


5.3 Anschlüsse an Türen
(1) Die Anschlusshöhe soll 0,15m über
Der Bauwerksanschluss einer Fenstertüre
Oberfläche Belag oder Kiesschüttung erfolgt wie der eines Fensters (siehe 03.3
betragen. Dadurch soll möglichst
verhindert werden, dass bei Schnee-
Hülle: Öffnungen, Abb.3.5.2). Grundsätz-
matschbildung, Wasserstau durch lich sind Fenstertüren an die Dämmebene
verstopfte Abläufe, Schlagregen,
Winddruck oder bei Vereisung Nie-
anzuschließen. Die Abdichtung des Fenster-
derschlagswasser über die Türschwelle türrahmens gegen Schlagregen wird durch
eindringt.
(2) Eine Verringerung der An-
die gefalzten, mit Regenablaufschiene und
schlusshöhen ist möglich, wenn be- umlaufenden Falzdichtungen bestückten
dingt durch die örtlichen Verhältnisse
zu jeder Zeit ein einwandfreier Was-
Fensterprofile gewährleistet. Ein funktionaler
serablauf im Türbereich sichergestellt Nachteil entsteht durch die am Boden nicht
ist. Dies ist der Fall, wenn sich im
unmittelbaren Türbereich Terras-
zu vermeidende Schwelle, die den Durchtritt
senabläufe oder andere Entwässe- erschwert. Für die Abdichtung der Sockelzone
rungsmöglichkeiten befinden. In
solchen Fällen soll die Anschlusshöhe
(d.h. die Andichtung der Fenstertür am Bau-
jedoch min. o,o5m betragen (Oberes werk) wird in der DIN 18195-9 Bauwerksab-
Ende der Abdichtung oder von An-
schlussblech unter dem Wetterschen-
dichtung keine Andichthöhe an Türschwellen Abb. 5.7.3
kel/Sockelprofil) gefordert. Dahingegen schreiben die Flach- Eingangstür Schwelle DHH, München 2001, Andreas Meck
EBB 07
08
19

TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso


Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel

Falzdichtung
Die ins Türblatt integrierte
umlaufende Falzdichtung schlägt
aus einen aus Winkelprofilen
hergestellten Anschlag an. Es
entsteht eine 1-2cm Stufe.
Durch den Wetterschenkel am
Türblatt, den vorgelagerten
Gitterrost und das unter dem
Rost mit Außengefälle verlegte
Abdeckblech wird verhindert, daß
Wasser den Türanschlag belastet.

Traufstreifen
als Spritzwasserschutz
grober Kies, Korngruppe 32/63
An der unregelmäßigen Oberfläche wird das
auftreffende Wasser in unterschiedliche Rich-
tungen reflektiert

Perimeterdämmung

Abdichtung

Abb. 5.7.4 Eingangstür Schwelle mit Rost

dachrichtlinien Anschlusshöhen von 15cm Konzeptionell können Lichtschächte separat


/ 5cm über der Oberfläche des Terrassenbe- vor jedem Fenster angeordnet oder bei vielen
lags/ Rinne vor. Da die Flachdachrichtlinien für dicht nebeneinander liegenden Kellerfenstern
Dachflächen und Balkone gelten, sind diese zu einem breiteren Element zusammengefasst
an Türschwellen, die unmittelbar auf nicht werden. Werden Lichtschächte mit Rosten
unterbautes Terrain führen nicht zwingend abgedeckt ist Tragfähigkeit und Raster der
[20] barrierefreier Übergang
anzuwenden. Sie können aber als Orientie- Abdeckung der Nutzung im Außenbereich Für den barrierefreien Übergang von
rung bei der Planung der Fenstertürschwellen anzupassen. Wird auf eine Abdeckung ver- Außen in ein Gebäude ist eine Türe
mit einer Mindestbreite von 90 cm (im
dienen. zichtet ist bei einer Absturzhöhe >50cm nach Lichten) vorzusehen. Die Eingangstüre
BayBO Art.17 eine Umwehrung vorzusehen. muss ohne Stufen erreichbar sein und
eine ausreichende Bewegungsfläche
5.7.2 Lichtschacht Böschungen mit seitlich begrenzenden Flü- vor und nach der Tür anbieten. Roll-
Ein Lichtschacht dient der Belichtung und gelwänden ermöglichen grundsätzlich bes- stuhlfahrer können zwar Schwellen bis
2 cm Höhe mit erhöhter Kraftanstren-
Belüftung von Kellerräumen, deren Fens- sere Belichtung als Lichtschächte mit rundum gung überwinden, um jedoch die
teröffnungen unter der Geländeoberkante senkrechten Begrenzungen. Stolpergefahr und den Komfort zu er-
höhen, sollten Schwellen bei barriere-
liegen. Kellernutzung (siehe 5.1), Grundstück Oberflächenwasser soll nicht in den Licht- frei zu planenden Gebäude vermieden
und Baukörpergeometrie sowie ökonomische schacht laufen. Dafür sollte die Oberkante des werden. Genauer Angaben sind in der
DIN 18024 – 2 zu finden.
Überlegungen bestimmen die Anordnung Lichtschachtes 2-3 cm über Geländeniveau DIN 18024 – 2, Barrierefreies Bauen,
und Konstruktion der Kellerfenster und der liegen und/oder der Oberbelag mit Wasser Teil 2: öffentlich zugängige Gebäude
und Arbeitsstätten, Planungsgrund-
davor liegenden Lichtschächte. weg leitendem Gefälle verlegt werden. Die lagen
20 07
08 EBB Grundfläche des Lichtschachts muss ent-
wässert werden, da sich hier Niederschlags-
TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso wasser sammeln könnte. Das Wasser kann
Baukonstruktion und Baustoffkunde durch einen Spritzschutz aus grobem Kies
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
(32/63) nach unten versickern oder bei unten
geschlossenen Konstruktionen durch eine
Entwässerungsleitung abgeleitet werden. Ist
eine Drainage vorhanden ist der Anschluss an
diese sinnvoll.
Beim Anschluss eines Lichtschachtes an die
Kelleraußenwand muss die Abdichtung an der
Kelleraußenwand und wenn vorhanden die
Perimeterdämmung durchdrungen werden.
Vorgefertigte Lichtschächte aus glasfaser- Abb. 5.7.5 Betonfertigteil Lichtschacht
verstärktem Kunststoff oder Fertigbetonele-
menten werden mit Hilfe von Distanzhülsen
und Abstandshaltern vor der Dämmebene auf
Zwischenlagen aus vorkomprimierten Dich-
tungsbändern montiert. Kunststoff-Elemente
sind äußerst wirtschaftlich und können einge-
setzt werden, wenn keine außergewöhnlichen
statischen oder mechanischen Belastungen zu
erwarten sind und das Aussehen keine Rolle
spielt. Der Erddruck aus angrenzenden befah-
renen Oberflächen und die mögliche Beschä-
digung während der Bauzeit können für eine
Konstruktion aus Betonfertigteilen sprechen.
Eine großzügige Belichtung und die Belüftung
der Keller- oder Souterrainräume wird durch
von Stützwänden und Geländemodellie-
rungen gesäumten Lichtgräben geschaffen.

Abb. 5.7.5 Kunststoff Lichtschacht

Abb. 5.7.7 Haus Lee, Tokyo 1993, Tadao Ando


EBB 07
08
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TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso


Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel


22 07
08 EBB 5.8. Testfragen 07. Was ist bei der Wärmedämmung erdbe-
rührter Bauteile zu beachten?
TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso 01. Welche Wasserart gehört zum drückenden a Die Wärmedämmung darf auf keinen
Baukonstruktion und Baustoffkunde Wasser? Fall mit Feuchtigkeit in Berührung
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
a Kapillarwasser kommen.
b Grundwasser b Die eingesetzte Wärmedämmung
c Haftwasser darf keine Feuchtigkeit aufnehmen.
d Sickerwasser c Die Wärmedämmung muss immer
gegen Bodenfeuchtigkeit abgedichtet
02. Wie wird bei nicht drückendem Wasser sein.
eine Kelleraussenwand mindestens abge- d Die geringen Temperaturschwankun-
dichtet? gen dort erfordern keinerlei Dämm-
a mit einer Weißen Wanne maßnahmen.
b mit einem bituminösen Anstrich auf
der Außenseite der Wand 08. Wozu dienen die Rillen bei erdberührten
c mit einer Schwarzen Wanne Dämmplatten?
d mit einer Drainage a Die Rillen dienen der besseren Haf-
tung für den Kleber zur Befestigung
03. Wie wird bei drückendem Wasser eine Kel- am Gebäude.
leraussenwand abgedichtet? b Die Rillen sind zur besseren Ver-
a mit einem bituminösen Anstrich auf zahnung des Erdreichs mit der
der Außenseite der Kellerwand Wärmedämmung vorgesehen.
b mit einem bituminösen Anstrich auf c Bei horizontaler Verlegung der Rillen
der Innenseite der Kellerwand wirken sie als Drainage.
c mit einer Weißen oder Schwarzen d Bei vertikaler Verlegung dient sie zur
Wanne Ableitung der Bodenfeuchtigkeit
d Eine Abdichtung ist nicht erforderlich, vor der Dämmung.
wenn der Keller aus Beton ausgeführt
wird. 09. Warum ist mindestens 80 cm unter Gelän-
deoberkante zu gründen?
04. Wozu dient das Filtervlies, welches Draina- a um horizontale Kräfte in den Baugr-
gerohr und Kies abdeckt? und einzuleiten
a Es hält feine Bodenbestandteile aus b um eine frostfreie Gründung zu er-
dem Kies fern. reichen
b Es verhindert die Auswaschung des c Man muss immer auf eine tieferlieg-
Kieses. ende tragende Bodenschicht grün-
c Es dient als Montagehilfe für Kies und den.
Drainagerohr. d um das Untergraben der Bodenplatte
d Es schützt die Kellerwand beim durch Maulwürfe zu verhindern
Verfüllen der Baugrube vor Beschädi-
gung. 10. Was verstehen Sie unter einer Weißen
Wanne?
05. Welches sind gegen Bodenfeuchtigkeit a Betonwanne mit runden Ecken
eingesetzte Dichtebenen? b mit Weißzement hergestellte Beton-
a Abdichtung der Kelleraußenwand, wanne
Trennlage im aufgehenden Mauer- c Wanne aus wasserundurchlässigem
werk und kapillarbrechende Schicht Beton
unter der Sohlplatte d Eine mit einer weißen PE-Folie außen-
b innen liegender Estrich seitig abgedichtete Betonwanne.
c innen liegende bituminöse Anstriche
im Kellerbereich 11. Wie werden bei der Weißen Wanne die
d mehrlagige bituminös verschweisste Betonierabschnitte abgedichtet?
Kunststoff Bahnen a durch wasserundurchlässigen Beton
b durch einen bituminösen Anstrich
06. Was müssen Sie dichtungstechnisch c durch den Rückläufigen Stoß
beachten, wenn Sie in Hanglage d durch ein Kautschukdichtungsband
ein Gebäude mit Unterkellerung planen?
a Auf der Talseite des Gebäudes ist mit 12. Warum wird die vertikale Abdichtung
drückendem Wasser zu rechnen. gegen nicht drückendes Wasser in der
b Die Hanglage nimmt keinen Einfluss Sockelzone bis mind.30 cm über OK Terrain
auf die Art der Abdichtung. hinausgezogen?
c Auf der Bergseite des Gebäudes ist a aus gestalterischen Gründen
mit drückendem Wasser zu rechnen. b ohne Grund
d In Hanglage reicht eine Abdichtung c um in die Wand eingedrungene
gegen Bodenfeuchtigkeit, das Was- Feuchtigkeit am Aufsteigen zu
ser fließt durch das Gefälle am Hang hindern
sofort ab. d sie dient als Spritzwasserschutz
13. Warum wird in die Lagerfuge einer Aufge-
henden gemauerten Wand im Sockelbe-
19. Welche Möglichkeit gibt es die Sockelzone
in der Ansicht des Gebäudes zu vermei- EBB 07
08
23

reich eine Abdichtungs-Folie eingelegt? den? TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso
a Sie dient als Gleitlager. a keine Baukonstruktion und Baustoffkunde
b Sie dient als Dichtung gegen drück- b Anlage eines Grabens um das Ge- 03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
endes Wasser. bäude in dem der Sockelbereich liegt.
c Sie dient als Dichtung gegen nicht c Verzicht auf den Sockelbereich und
drückendes Wasser. Weiterführung der Fassade bis Ober-
d Um das Aufsteigen von Feuchtigkeit kante Terrain.
in der Mauerwerkswand zu ver- d Aufschüttung des Geländes bis zur
hindern. Unterkante der aufgehenden Fassade.

14. Welche Eigenschaft muß ein Drainagerohr 20. Welchen Vorteil hat es ein Gebäude aufzu-
haben? ständern?
a Das Rohr muß aus Kunststoff sein. a Die Wärmedämmung des Innenrau-
b Das Rohr darf keine Öffnungen auf- mes ist gegen die Außenluft geringer
weisen. zu bemessen als gegen Erdreich.
c Das Rohr muß flexibel sein. b Die Bodenplatte muß nicht gedämmt
d Das Rohr muß rundherum mit kleinen werden.
Öffnungen versehen sein. c keinen
d Zur Unterbindung des Eindringens
15. Welch Maßnahme muss getroffen werden von Bodenfeuchtigkeit in das Bau-
um wasserundurchlässigem Beton herzu- werk.
stellen?
a Jeder beliebige Beton ist wasserun- 21. Warum werden Kiesschichten ohne Sand-
durchlässig. beimengungen als kapillarbrechende
b Maximalstärke der Wand 20 cm Schicht bezeichnet?
c Beton ohne jegliche chemische Zu- a Weil sich das Kapillarwasser aus den
satzmittel darunter liegenden Schichten in den
d alle 5 -8 m sind wasserdichte Bau- Kieszwischenräumen sammelt.
werksfugen anzuordnen. b Weil sie die Kapillarität des darunter
liegenden Bodens steigert.
16. Welche der Bedingungen für die Verlegung c Die kapillare Steigfähigkeit in der
von Bitumenbahnen ist falsch? Kiesschicht ist sehr hoch.
a Die Bahnen müssen ohne Hohlräume d Die kapillare Steigfähigkeit in der
miteinander verklebt werden. Kiesschicht geht gegen Null.
b Die Bahnen müssen mit aus-
reichender Überlappung verlegt 22. Wie groß ist die kapillare Steigfähigkeit
werden. von Wasser in feinem Sand?
c Der Kleber muß vollflächig aufgetra- a einige Zentimeter
gen werden. b einige Dezimeter
d Es darf kein Kleber an den Rändern c null
austreten. d eins

17. Welche Gefahr besteht bei unterschied- 23. Wo rühren die Ausblühungen im Sockelbe-
lichtief im Gelände liegenden Kellern eines reich eines Gebäudes her?
Gebäudes? a Durch Pilze, die sich bei ausreichen-
a keine dem Feuchtegehalt der Wand ansie-
b unterschiedliches Tragverhalten des deln.
an sonsten homogenen Untergrundes b Es liegt an der falsch ausgewählten
c unterschiedlicher Feuchtetransport in Qualität des Putzes.
den Wänden c Es liegt an der Dampfdiffusion vom
d unterschiedliches Aufschwimmen auf Innenraum durch die Wand nach
gestiegenem Grundwasserspiegel und außen.
Zerstörung von tragenden Bauteilen d Von der Verdunstung des im Mau-
erwerk befindlichen Wassers unter
18. Warum werden an Gebäuden Sockelzonen Zurücklassung transportierter Miner-
ausgebildet? alien und Salze.
a Um die aufgehende Wand vor Spritz-
wasser zu schützen. 24. Worauf ist bei der Verlegung von Wär-
b Sockelbereiche haben keine baukon- medämmung unter Gründungskörpern zu
struktive Bewandniss. achten?
c Sockelbereiche sind reine gestalter- a Wärmedämmung d= max. 10cm
ische Elemente. b Wärmedämmung mit ausreichender
d Um der Kellerfeuchtigkeit die Druckfestigkeit
Möglichkeit zur Verdunstung zu ge- c dampfdichte Wärmedämmung
ben. d nur Steinwolledämmung einsetzen
24 07
08 EBB 5.9 Literaturhinweise 5.3.16 Frick, Knöll, Neumann D., Weinbrenner U.
Baukonstruktionslehre 1, S. 667

[1]   Belz, W. (1999) 5.3.17 Frick, Knöll, Neumann D., Weinbrenner U.


TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso Zusammenhänge Bemerkungen zur Baukonstruktion und Baukonstruktionslehre 1, S. 662
Baukonstruktion und Baustoffkunde dergleichen (2. Aufl.)
Köln: Rudolf Müller GmbH 5.3.18 www.schoeck.de
03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel
[2] Blaser, W. (1986) 5.3.19 EBB, Prof. Musso, F., München
Mies van der Rohe (4. Aufl.)
Zürich: Artemis 5.3.20 www.rigips.de

[3] Daza, R. (2000) 5.3.21 www.rigips.de


Looking for Mies
Basel: Birkhäuser 5.4.1 Quelle nicht bekannt

[4]  Deplazes, A. (HRSG). (2005) 5.4.2 Dale.V.


Architektur Konstruieren vom Rohmaterial zum Bauwerk, Cosimo de’ Medici and the florentine Renaissance
Ein Handbuch – the patron´s Oeuvre, S.216
Basel: Birkhäuser
5.4.3 www.trolljenta.net/kultur/stabkirchen/typen
[5]  Frick, Knöll, Neumann, D., Weinbrenner, U. (1997)
Baukonstruktion Teil 1, (31. Aufl.) 5.5.1 Elbel, K., München
Stuttgart: B.G. Teubner
5.5.2 Elbel, K., München
[6]  Frick, Knöll, Neumann, D., Weinbrenner, U. (1998)
Baukonstruktion Teil 2, (30. Aufl.) 5.6.1 www.doerken.de
Stuttgart: B.G. Teubner
5.6.2 Elbel, K., München
[7] Hanser, A. (2003)
Flexible Ausbauwände 5.6.3 Elbel, K., München
Detail 2003 (5), S.522-524
5.6.4 EBB, Prof. Musso, F., München
[8] Henn, W. (1969)
Die Trennwand 5.6.5 Nobuyuki, Y.
München: Callwey Architecture and Urbanism,
Extra Edition Peter Zumthor, S.10
[9] Nutsch, W. (2000)
Handbuch der Konstruktion, Innenausbau 5.6.6 a. Pfeifer, Rampcke,Achziger, Zilch
(vollständig neue Auflage) Mauerwerk Atlas 2001, S. 231
Stuttgart, München: Deutsche Verlagsanstalt GmbH
5.6.6 b. Pfeifer, Rampcke,Achziger, Zilch
[10] Schulz, P. (1980) Mauerwerk Atlas 2001, S. 355
Schallschutz,Wärmeschutz, Feuchteschutz,Brandschutz
im Innenausbau, (3. Aufl.) 5.6.6 c. Pfeifer, Rampcke,Achziger, Zilch
Stuttgart: Deutsche Verlagsanstalt GmbH Mauerwerk Atlas 2001, S. 333

5.6.6 d. Pfeifer, Rampcke,Achziger, Zilch


5.10 Bildnachweise Mauerwerk Atlas 2001, S. 300

5.6.6 e. Kirchenzentrum in München Riem


5.0.1 Walti, R., Basel Detail 2005 (10), S.1127

5.2.1  EBB, Prof. Musso, F., München 5.6.6 f. Pfeifer, Rampcke,Achziger, Zilch
Mauerwerk Atlas 2001, S. 336
5.2.2 EBB, Prof. Musso, F., München
5.6.6 g. Hugues, Steiger, Weber
5.2.3 Batran, Bläsi, Eichner, Erdmann, Frey, Köhler, Arbeitsheft Holzbau, S.8
Kraus, Riener, Rothacher
Fachwissen Bau, S.18 5.6.6 h. Pfeifer, Rampcke,Achziger, Zilch
Mauerwerk Atlas 2001, S. 297
5.2.4 EBB, Prof. Musso, F., München
5.7.1 Deutsche Norm
5.2.5 EBB, Prof. Musso, F., München DIN 18195, Beiblatt 1, Bild 9/10

5.3.1 EBB, Prof. Musso, F., München 5.7.2 Heinrich , M., (München)
Doppelhaushälfte in München
5.3.2 Deutsche Norm Detail 2002 (1/2), S.94
DIN 18195-1 Bauwerksabdichtungen, S.6
5.7.3 Doppelhaushälfte in München
5.3.3 www.....Quelle nicht bekannt Detail 2002 (1/2), S.94

5.3.4 www.....Quelle nicht bekannt 5.7.4 EBB, Prof. Musso, F., München

5.3.5 Beton, Zement Merkblatt,Hochbau H10, 5.7.5 www.hieber-beton.de


Wasserundurchlässige Betonbauwerke, S.3
5.7.6 www.mea-bausysteme.com
5.3.6 EBB, Prof. Musso, F., München
- www.archifee.de
- www.bauzentrale.com 5.7.7 Matsuoka, M.
5.3.7 EBB, Prof. Musso, F., München Einfamilienhäuser international, S.82
- www.heinzebauoffice.de
5.3.8 www.....Quelle nicht bekannt
- Firmen, Verbände
5.3.9 www.rigips.de
Lichtschächte:
www.schoeck.de
5.3.10 www.doerken.d
www.hieber-beton.de
www.phoenix-dt.de
5.3.11 Piestohl W.
Handbuch der Gebäudetechnik Band 1, S.C78
Dämmstoffe:
www.sto.de
5.3.12 Hueges T., Steiger L., Weber H.
www.rigips.de
Arbeitsheft Holzbau, 1999, S.8
www.dow.com
www.isover.de
5.3.13 EBB, Prof. Musso F., München
Abdichtung
5.3.14 Frick, Knöll, Neumann D., Weinbrenner U.
www.pci-augsburg.de
Baukonstruktionslehre 1, S. 669
www.phoenix-dt.de
www.doerken.de
5.3.15 Frick, Knöll, Neumann D., Weinbrenner U.
www.ceresit-bautechnik.de
Baukonstruktionslehre 1, S. 668
www.doerken.de
EBB 07
08
25

TUM EBB Univ. Prof. Florian Musso


Baukonstruktion und Baustoffkunde

03.5 Hülle • Kellerwand • Sockel

Nur für Lehrzwecke ©

Verfasser:

TUM - Fakultät für Architektur


Lehrstuhl EBB
Arcisstr.21
80333 München

Univ. Prof. Florian Musso


Dipl. - Ing. Konstanze Elbel
Dipl. - Ing. Jürgen Schade

Mitarbeit
Cand.- Arch. Fabian Franck
Cand.- Arch. Peter Sommersgutter

Stand: 15.04.2008