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Mit Erfolg zu

telc C1 Hochschule
Mit Erfolg ztr
telc C1 Hochschule
ÜUungsbuch

Sandra Hohmann
Sibylle Lauth
Simone Weidinger

Ernst Klett Sprachen


Stuttgart
i Vorwort i Schritt für Schritt zur Lösung: Teil '18
i',' j So' geht's: Teil 18
Kurzbeschreibung )2. , i'-'
, !---
._ . i So sieht das Prüfungsblatt aus: Te l 1

Leseverstehen
9 j i sir.'litt i..ii s.r,'ritt rr. iä.r"g' r"ii ,
Leseverstehen, Teil 1
I So geht's: Teil 2

9::r!lsi9y.re 9js:g: lrslgq:letl:,. I So sieht das Prüfungsblatt aus: Teil 2

99ftll I1! 99ltt"! l"Yt"!9:Y!c_ .


Grammatik
So geht's
lnhalt dieses Kapitels
i So sieht das Prüfungsblatt aus i 15 1

1 Passiv
i Leseverstehen,Teil 2
2 lndirekte Rede (Konjunktiv l) 120
Beschreibung dieses Prüfungsteils
Schritt für Schritt zur Lösung ?.Yeqelyer.9e.t i .:!!ieq,,y.ePeqsylglq 12: )

So geht's ;; i .tY-qtel lt le"Pe:iliere.r |


i 1?2 :

ie i I 5 Verben mit trennbaren und untrennbaren


i So sieht das Prüfungsblatt aus
i !q:"yql'!:t',"!r]9jl ? .""i--: j l6Nominalisierungen i 131
i P:::!TiP!-lc 9rq::: lryllq:leil:.." i 28 r rI-^--,-.---------'----
/Kelailvsätze
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i :- ---- -------
ao : I .-----j
Schritt für Schritt zur Lösung
ii ::) iBPartizipialattribute
i---'- -----------
e',
i r:el
- l - ---- ---
So geht's
i ?1 j 9 Konnektoren: Hauptsatz
, i l+l :

So sieht das Prüfungsblatt aus 2a,


|" ?l- ) i

i 10 Konnektoren: Nebensatz I 1As


i +o i i rt tnnnitlvsätze und weiterführende \9!91$!9
"-----";ii'--------------- i 1!? j
Hörverstehen,Teill I +o i i tz fonasionsmittel i lsl i

Schriftlicher Ausdruck 11 Wortfelder


12 Orthografie und Kommaregeln
9s:r!r:i9yre 9r::_".: lrillle't"il:
Schritt für Schritt zur Lösung 65 Sprachbausteine 176
So geht's 7: Beschreibung dieses Prüfungsteils
So sieht das Prüfungsblatt aus 97 Schritt für Schritt zur Lösung

Mü;Ji;h;;A,'Ji,ir. So geht's

Beschreibung dieses Prüfungstei ls


Lösungen
'103
T;';kii'i"/a;;u"; 192
Liebe Lernende !

Mit dem Übungsbuch Mit Erfolg zu telc C1 Hochschule können Sie sich sowohl im Kurs als auch im
Selbststudium gezielt auf die Prüfung,,telc Cl Hochschule" vorbereiten.
Dieses Übungsbuch enthält ein Schritt-für-Schritt-Trainingsprogramm, effiziente Übungen für die
einzelnen Fertigkeiten sowie zahlreiche Übungen zu prüfungsrelevanten Grammatikthemen und ein
Kapitel zur Bedeutungserschließung von Wortschatz. Wir helfen lhnen, typische Fehler zu erkennen
und zu vermeiden!

Die Hörtexte und die dazugehörigen Transkriptionen sowie ausführliche Lösungen oder Lösungsvari-
anten erhalten Sie mithilfe von Klett-Augmented.

iffi
w@ ((@
Klett-Augmented-App Bilderkennung starten Audios laden, scrol len,
kostenlos downloaden und Seite scannen direkt nutzen oder
und öffnen speichern

ln einigen Fällen finden Sie direkt neben die Aufgaben Kästchen, damit Sie die richtige Lösung
markieren können. Dies ist während der Übungsphase bequemer. ln der Prüfung müssen Sie die
Lösungen auf den Antwortbogen übertragen. Einen Antwortbogen zum Ausdrucken flnden Sie unter
wwwklett-sprachen.de.

Ergänzend zum Übungsbuch ist ein Testbuch ,,Mit Erfolg zu telc C1 Hochschule"
(ISBN 978-3-12-676821-4) erschienen. Dieses Testbuch enthält drei komplette Modelltests, die diesem
Prüfungsformat entsprechen. Es unterstützt Sie dabei, sich in die Subtests/Prüfungsteile, Prüfungs-
themen und -aufgabenstellungen einzuarbeiten, lhre Lösungskompetenz mithilfe der Kommentare
zu verbessern, lhre Lösungen zu überprüfen und so routinierter mit dem Prüfungsformat,,telc Cl
Hochschule" umzugehen.

Viel Erfolg bei der Arbeit mit diesem Buch und natürlich auch bei der Prüfung wünschen lhnen
die Autorinnen sowie der gesamte Verlagl

telc C1 Hochschule - Kurzbeschreibung


Die Prüfung,,telc C1 Hochschule" besteht aus einer schriftlichen Gruppenprüfung mit den Subtests

O Leseverstehen
O Sprachbausteine
O Hörverstehen
O Schriftlicher Ausdruck
und der Prüfung

O Mündlicher Ausdruck,
die als Paarprüfung oder zu dritt durchgeführt wird.

Die Schriftliche Prüfung dauert 200 Minuten. Nach dem Subtest/Prüfungsteil ,,Sprachbausteine" gibt
es eine Pause von 20 Minuten.

i Wichtiger Hinweis
i Wahrend der gesamten Prüfung dürfen Sie keine Hilfsmittel (Wörterbücher; Smartphone o.A.)
i verwenden.
Übersicht über die Prüfungsteile
Leseverstehen 70 Minuten
Leseverstehen 1 Textrekonstruktion Sie sollen in einem Text sechs Sätze ergänzen, die 12
sinnvoll in die vorgegebenen Lücken passen. Da-
bei haben Sie acht Sätze zur Auswahl, zwei sind
also zu viel.
Sie sollen sechs Aussagen über den Text dem
richtigen Textabschnitt (a-e) zuordnen. Ein Absatz
kann Antworten auf mehrere Aussagen enthalten.
Leseverstehen 3 Detailverstehen Sie sollen markieren, ob Aussagen über den Text 22
richtig, falsch oder nicht im Text enthalten sind.
Es gibt elf Aussagen.

Globalverstehen Sie sollen markieren, welche der vorgegebenen 2


Überschriften am besten zum Text passt.
Sprachbausteine
Sprachbausteine Grammatik,Lexik Sie sollen markieren, welche Lösung (a, b, c oder 22
und Rechtschreibung d) für die Textlücke die richtige ist. Es gibt 22 Auf-
gaben.

Hörverstehen'1 Globalverstehen Sie sollen Meinungen verschiedener Personen 8


den passenden Aussagen zuordnen. Zwei Aussa-
gen passen nicht.
Hörverstehen 2 Detailverstehen Sie sollen die richtigen Aussagen zu einem länge- 20
ren I nterview aus ei ner Mu lti p le-Choice-Aufgabe
auswählen.
Hörverstehen 3 lnformationstransfer Sie sollen lnformationen aus einem Vortrag oder 20
einer Vorlesung stichwortartig ergänzen.
Schriftlicher Ausdruck 70 Minuten
Schriftlicher Ausdruck Sie sollen eine Erörterung oder Stellungnahme 48
schreiben.
Mündlicher Ausdruck 20 Minuten ca.16 Minuten Prüfungszeit
Vorbereitungszeit
Mündlicher Ausdruck la Präsentation Sie haben zwei Themen zur Auswahl und halten
zu einem derThemen eine Präsentation,
Mündlicher Ausdruck 1b Zusammenfassung/ Sie fassen die Präsentation lhres Partners/lhrer
Anschl ussfragen Partnerin kurz zusammen und stellen ihm/ihr
Fragen zu seiner/ihrer Präsentation.
Mündlicher Ausdruck 2 Diskussion Sie diskutieren spontan über ein Zitatbzw.
Thema.

Sie haben die Prüfung bestanden, wenn Sie mindestens 128 Punkte erreichen. Dabei ist zu beachten, dass sowohl
in der Mündlichen Prüfung als auch in der Schriftlichen Prüfung 60 Prozent der jeweils möglichen Punktzahl er-
reicht werden müssen. ln der Mündlichen Prüfung benötigen Sie somit 29, in der Schriftlichen Prüfung 99 Punkte.

Die gesamte Prüfung,,telc Cl Hochschule" kann beliebig oft wiederholt werden. Falls nur ein Teil (Mündliche oder
Schriftliche Prüfung) nicht bestanden wurde, kann der entsprechende Prüfungsteil bis zum Ablauf des Kalender-
jahres wiederholt werden.
Besch reibung dieses Prüfungstei ls
Sie lesen einen Text, in dem sechs Sätze fehlen. Sie müssen den
Text rekonstruieren, indem Sie aus acht zur Auswahl stehenden
i Sätzen den jeweils passenden auswählen. Zwei Sätze können
i nicht zugeordnet werden.
wf *1g
""';;il;;1
Wie lesen Sie?
. . ..i
i
.ai..;95"ÄÄ"" "11""
i"'1 r1, ;".h' i"-iiü.r,.n ,"J u.l.i ia,'".
Bei diesem Prüfungsteil geht es um eine Textrekonstruktion. Sie
i sollen zeigen, dass Sie den lnhalt eines Textes global und im
i Detail erfassen und fehlende Sätze im Text einordnen können.
Was müssen Sie tun, um i Sie müssen Textzusammenhänge erkennen und einen Text
diesen Prüfungsteil zu lösen? 1 rekonstruieren.

Wie lange dauert dieser Sie haben etwa 15 Minuten Zeit für die Bearbeitung. Die Text-
Prüfungsteil ? länge beträgt 400-500 Wörter.

Wie läuft der Prüfungsteil ab? I O Text lesen


i O AuswahloPtionen lesen
O dabei Hauptaussagen und Schlüsselwörter markieren
€ Sätze zuordnen

Nach dem Lesen:


O Lösungen auf dem Antwortbogen eintragen

Wie wird dieser Prüfungsteil Für jede richtige Antwort erhalten Sie zwei Punkte, insgesamt
bewertet? atso 12 Pyifl_":
Schritt für Schritt zur Lösung
o ln jedem Text gibt es logische Verbindungen zwischen den einzelnen Sätzen
und Absätzen. Diese Beziehungen werden durch spezielle Wörter zum Ausdruck
gebracht, durch sogenannte Konnektoren (2. B. temporale, kausale, konzessive Tipp: Siehe
Grarnmatik
Konjunktionen, Adverbien usw.) und Referenzwörter (Pronomen, Adverbien und
seite 116 ff.
Pronominaladverbien).
o Die Struktur eines Textes wird für Sie deutlich, wenn Sie auf diese Wörter achten.

1. Vergleichen Sie die Sätze mit den Auswahloptionen. Jeweils ein Satz passt nicht. Kreuzen Sie an.
Markieren Sie leweils das Wort, das die Aussage falsch macht.

1. Papier und Pappe lassen sich in der Regel problemlos recyceln. Hierdurch verringern sich derVerbrauch
an neuem Holz und der Energie- und \Tassereinsatz bei der Papierproduktion.

C a) lndem man Papier und Pappe recycelt, verringern sich derVerbrauch an neuem Holz und der
Energie- und Wassereinsatz bei der Papierproduktion.
O b) Papier und Pappe kann man recyceln. lnfolgedessen verringern sich derVerbrauch an neuem
Holz und der Energie- und Wassereinsatz bei der Papierproduktion.
O c) Papier und Pappe sind recycelbar; weilsich derVerbrauch an neuem Holz und der Energie-
und Wassereinsatz bei der Papierproduktion verringern.

2. Das Recycling von Glas benötigt deutlich weniger Energie, als wenn Glas neu aus den ursprünglichen
Rohstoffen hergestellt wird.

O a) Als Glas aus den ursprünglichen Rohstoffen neu hergestellt wurde, benötigte man weniger
Energie als beim Recycling.
O b) Bei der neuen Herstellung von Glas aus den ursprünglichen Rohstoffen benötigt man mehr
Energie als beim Recycling.
O c) Wenn man Glas recycelt, benötigt man nicht mehr Energie als bei der neuen Herstellung aus
den ursprünglichen Rohstoffen, im Gegenteil.

3. In der Cafeteria gibt es ab sofort Pfandbecher für Kaffee zum Mitnehmen, damit weniger Müll auf dem
Campus entsteht.

O a) Es soll weniger Müll auf dem Campus entstehen. Um dieses Ziel zu erreichen, gibt es in der
Cafeteria ab sofort Pfandbecher für Kaffee zum Mitnehmen.
O b) lndem weniger Müll auf dem Campus entsteht, gibt es ab sofort in der Cafeteria Pfandbecher
für Kaffee zum Mitnehmen.
O c) Zur Senkung der Müllproduktion auf dem Campus gibt es ab sofort in der Cafeteria
Pfandbecher für Kaffee zum Mitnehmen.

4. Während sich Glas ohne Qualitätsverluste beliebig oft einschmelzen 1ässt, sinkt die Qualität des recycel-
ten Kunststoffs.

O a) Glas kann ohne Qualitätsverluste beliebig oft eingeschmolzen werden. Dagegen sinkt die
Qual ität des recycelten Kunststoffs.
O b) lm Gegensatzzu Glas, das man ohne Qualitätsverluste beliebig oft einschmelzen kann, sinkt
die Qualität des recycelten Kunststoffs.
O c) Glas ist ohne Qualitätsverluste beliebig oft einzuschmelzen. lm Gegenteil dazu sinkt die
Qualität des recycelten Kunststoffs.
Leseverstehen, Teil 1,

2. Lesen Sie den ersten Teil des Textes und setzen Sie die Konnektoren aus dem Schüttelkasten ein.

allerdings - dagegen - demzufolge - deswegen - nidrt-nur ..., sondern auch *


nun-seit-so-wenn

Neue Erkenntnisse in der Erdbebenforschung


Die Gravitation von Sonne und Mond Iässt (1a) nichf nur Wasserberge entstehen,
(1b) sie verformt (1c) die Erdkruste selbst im täglichen Rhythmus
von Ebbe und Flut. (2) will eine japanische Arbeitsgruppe einen Zusammenhang
zwischen den stärksten Gezeiten und den zerstörerischsten Erdbeben gefunden haben.
(3) treten beiVoll- und Neumond, (4) Sonne, Mond und Erde in

einer Linie stehen, besonders oft Beben mit Stärken von 8,2 oder höher auf.
(5) Jahren spekulieren Fachleute über einen solchen Zusammenhang, die Suche
danach war (6) bisher nur mäßig erfolgreich: Eindeutige Zusammenhänge zeigten
sich bis jetzt nur in Einzelfällen oder in sehr speziellen Situationen. (7) weiß man,
dass tiefe Erschütterungen in Zonen, in denen sich eine Erdplatte unter eine andere schiebt,

exponentiell häufiger auftreten, wenn die Gezeiten besonders stark sind. (8) gibt es

gerade bei den häufigeren und (9) gut statistisch auswertbaren schwachen Beben
keinen klaren Zusammenhang mit den Gezeiten.

3. Lesen Sie den zweiten Teil des Textes und bringen Sie die Sätze in die richtige Reihenfolge.
Schreiben Sie die Ziffern in die Kästchen.

O a) Sie fallen mit den so genannten Syzygien zusammen, bei denen Sonne, Mond und Erde in
einer Linie stehen und die gemeinsame Gravitation der beiden Himmelskörper zu besonders
starken Gezeiten führt.

O b) ln der aktuellen Veröffentlichung betrachtete die Arbeitsgruppe um den Seismologen Satoshi


lde von der Universität Tokio nicht den täglichen Rhythmus von Ebbe und Flut, sondern jene
Zeiten besonders hoher Gezeitenspannungen, die man am Meer als Springtiden kennt, d. h.
das Hochwasser fällt höher und das Niedrigwasser niedriger aus als normal.

O c) Das ist umso verwunderlicheri als ein Zusammenhang eigentlich naheliegt - seit Wissen-
schaftler im 18. Jahrhundert entdeckten, dass Erdbeben durch Spannungen entlang von
Verwerfungen, also Schnitten in der Erdkruste, zu Stande kommen, vermuten Fachleute einen
Zusammenhang mit den Kräften von Sonne und Mond.

O d) Dazu wiesen sie den 15 Tagen vor dem Beben einen ,,Spannungswert" zwischen 1 und15 zu,
abhängig von der theoretisch berechneten Gezeitenspannung an jenem Tag.

O e) Neu an dem Ansatz ist allerdings, dass die Wissenschaftler nicht nach spezifischen Perioden
zwischen Beben und Syzygien suchten, sondern von Hand den Zusammenhang zwischen den
gezeitenbedingten Spannungen auswerteten.
4. Setzen Sie im dritten Teil des Textes die Referenzwörter ein.

#ei - dadurch - dafür - davon - deren (2x) - die - ihm - ihr - sie (2x)

Ob ldes Team (1) dabe i tatsächlich erfolgreich war; hängt (2) ab, wie man die
Ergebnisse betrachtet. Pickt man sich die stärksten Beben des untersuchten Zeitraums heraus,

liegen zehn der zwölf Beben bei den fünf höchsten Spannungswerten, (3) fanden
also bei besonders starken Gezeiten statt. Auch bei der Gesamtheit der Beben mit einer Stärke
von menr als /,5 tst (4) Anteil noch leicht höher als erwartet. ln der gesamten
Stichprobe verschwindet der Effekt jedoch: Die Analyse umfasst über 10.000 Beben weltweit,
(5) Stärken oberhalb von 5,5 lagen - und (6) Verteilung ist vom Zufall,
wie die Arbeitsgruppe schreibt, nicht zu unterscheiden.
Die Forscher interpretieren den Befund so: Wenn die Gezeitenbelastung hoch ist, steigt die
Wahrscheinlichkeit(7)-,dasseinErdbebeneinebesondershohelntensitäterreicht.
Vorläufig allerdings stellen sich (8) mehr Fragen, als die Studie beantwortet. Zuerst
einmal, ob der gefundene Zusammenhang nicht doch nur ein Glückstreffer in einer passend
gewählten Untergruppe ist - andere Syzygien-Analysen brachten negative Ergebnisse. Aber auch die
Mechanismen, (9) für den Zusammenhang verantwortlich sind, bleiben unklan Dass
der Mond Erdbeben verursacht, klingt zwar plausibel. Allein, die von (10) ausgelöste
Veränderung der Spannungen im Gestein ist 1000-fach kleiner, als (11) sein müsste,
um größere Beben auszulösen.
Tipp: Wenn lbxte keine numnrerierien
Zeilen haben, ergänzen Sie die Ziffern"
Das hilf t lh.,er t:cr der Origr1.sl u:q.
5. Lesen Sie den Text und markieren Sie die Hauptaussagen.

Schwimmende Steine
Dieschwimmenden Steinevon Kretasindschon seitmehrals 3.000Jahren bekannt. Es handeksich um
Bims, der auch heute immer wieder von der nahegelegenen Vuikaninsel Santorini herangeschwemmt
wird. Der vulkanische Bims ist das einzige Gestein, das auf der \Tasseroberfläche schwimmen kann.
1 Nach schweren Vulkanausbrüchen können riesige, auf dem Meer schwimmende Inseln
aus Bims entstehen. Diese sogenannten Bimssteinflöße stelien eine Gefahr fur die Schiflfahrt dar.
2 tVissenschaftler aus Berkeley haben nun herausgefunden, warum sich Bimsstein nicht wie
ein Schwamm mit Vasser vollsaugt und dann versinkt.
Längst nicht jeder Vulkan ist in der Lage, Bims zu erzeugen. Dieses äußerst poröse Gestein entsteht
nur bei besonders explosiven Ausbrüchen, bei denen zähflüssige Lava durch Wasserdampf und vul-
i0 kanische Gase aufgeschäumt wird. \fenn diese schaumige Masse aus einem Vulkanschlot enweicht,
küh1t sie rasch ab, und es entsteht der poröse Bims. 3
\(ei1 Bims sich beim Kontakt mit \Tasser nicht wie ein Schwamm vollsaugt, hatten Geologen lange
Zeit angenommen, dass die Poren im Bims zum größten Teil geschlossen sind und das Gestein deshalb
wie eine Flaschenpost auf der Meeresoberfläche treiben kann. Dem widersprachen aber die Ergeb-
r5 nisse von detaillierten Untersuchungen der zum Teil mikroskopisch kleinen Porenräume von Bims.
4 Dementsprechend sollte sich Bims wie ein Schwamm verhalten und rasch im \(/asser ver-
sinken.
Einer Forschergruppe um Kristen Fauria und Michael Manga von der Universiry of California in Ber-
keley ist es nun gelungen, dieses Paradoxon zu erklären. Dazu untersuchten sie Bimssteine verschiede-
1-A ner Vulkane mit einer Röntgentomographie. Mit diesem Verfahren können die inneren Porenräume
von Bims nicht nur dreidimensional abgebildet werden. 5

9
Leseverstehen, Teil 1

' Es stellte sich heraus, dass die Porenöffnungen im Bitns extrem klein sind. Werden sie von \fasser
' benetzt, biidet das Vasser aufgrund seiner Oberflächenspannung einen Film, der das in den Poren
' enthaltene Gas einschließt und damit das Voilsaugen verhindert. Allerdings steht dem ein wesentlich
25 länger anhaltender Vorgang gegenüber: Das Gas difundiert allmählich durch die \üasseroberfläche
' und enrweicht, was die Dichte des Gesteins steigert und es somit sinken lässt. 6 Das erklärt
' wiederum die Langlebigkeit der im Meer treibenden Bimssteinteppiche.

6. Welcher Satz (a, b oder c) passt in die Lücken (1-6)? Kreuzen Sie an. Markieren Sie in den
falschen Sätzen nicht passende Wörter.

1.o a) Dadurch ist seine Dichte geringer als die von Wasser.
O b) Denn seine Dichte ist geringer als die von Wasser.
O c) Deshalb ist seine Dichte geringer als die von Wasser.

2. O a) Ungeklärt war bisher die Frage, warum Bims auch nach längerer Zeitim Wasser nicht
untergeht.
O b) Ungeklärt war bisher die Frage, warum Bims nach längerer Zeit im Wasser schnell
untergeht.
O c) Ungeklärt war bisher die Frage, wie genau Bimsstein entsteht.

3. O a) Durch Vulkane mit dünnflüssiger Lava entsteht dagegen viel Bims.


O b) Fester Bims entsteht dagegen bei Vulkanen mit dünnflüssiger Lava.
O c) Vulkane mit dünnflüssiger Lava produzieren dagegen keinen Bims.

4. O a) Dabei stellte sich nämlich heraus, dass die Poren alle offen und zudem miteinander
verbunden sind.
O b) Dafür wurde nämlich festgestellt, dass alle Poren offen und außerdem miteinander
verbunden sind.
O c) Davor stellte man nämlich fest, dass die Poren des Steins offen und miteinander
verbunden sind.

5. O a) Die Aufnahmen zeigen allerdings, ob in den Poren noch vulkanische Gase enthalten sind
O b) Die Bilder zeigen auch, ob die Poren noch vulkanische Gase enthalten.
C c) lnfolgedessen zeigen die Bildel ob vulkanische Gase in den Poren enthalten sind.

6. O a) Diese Diffusion geht sehr schnell.


O b) Diese Diffusion kann aber Jahre dauern.
O c) Diese Diffusion muss noch genauer untersucht werden.

isi:: 7. Schreiben Sie den Text neu und verbinden Sie die Sätze mit Konnektoren und Referenzwörtern
(vgl. Übung 2 und 4). Mögliche Lösungen sind über Klett-Augmented ver"fügbar.

t Kakaobohnen sind sehr werwoll. Aus ihnen gewinnt man zwei wichtige Produkte . Man braucht sie
" auch zur Herstellung von Schokolade: Kakaomasse und Kakaobutter. Aus den Bohnen wird auch das
Kakaopulver gemacht. Die weniger guten Kakaobohnen schmecken sauer bis scheußlich. Aus ihnen
. wird nur minderwertige Schokolade mit vielen künstlichen Aromen produziert. Die Kakaobohnen
i kommen in den Verbraucherländern an. Sie werden in Fabriken gereinigt. Sie werden geröstet. Neben
" dem rypischen Kakao-Aroma entsteht auch die Schokoladenfarbe. Die Schalen werden entfernt. Die
. Kakaobohnen werden in großen Kakaomühlen zu einem dickflüssigen Brei, der Kakaomasse, zer-
. mahlen. Aus dieser Masse kann ein wertvolles Öl abgepresst werden. Man nennt es Kakaobutter.
. Kakaobutter ist bei Zimmertemperatur fest: Das Fett des Kakaobaumes ergibt reichhaltige Crömes
l0 und Pllegeprodukte . Neben Kakaobutter entstehen aus der Kakaomasse harte Presskuchen. Sie wer-
. den zu Kakaopulver gemahlen.
So geht's
o Für die Prüfungsteile/Subtests ,,Leseverstehen" und ,,Sprachbausteine" stehen insgesamt 90 Mi-
nuten zur Verfügung. Sie können selbst entscheiden, wie Sie die Zeit einteilen. Es wäre allerdings
hilfreich, wenn Sie sich an den hier gegebenen Empfehlungen für die Bearbeitungszeit orientie-
ren. lnnerhalb dieser Zeit müssen Sie auch lhre Lösungen auf den Antwortbogen übertragen. Für
das Leseverstehen 1 werden 15 Minuten Bearbeitungszeit empfohlen.
o Bei diesem Prüfungsteil müssen Sie einen Text rekonstruieren, der sechs Lücken hat. Um diese
Lücken zu füllen, stehen lhnen acht Sätze als Auswahloption zur Verfügung, d. h. zwei Sätze
können nicht zugeordnet werden. Es gibt für jede Lücke nur eine richtige Lösung.
o Für die Lösung der Aufgabe ist es wichtig, den Textzusammenhang zu verstehen, indem Sie die
logische und zeitliche Struktur des Textes erkennen.
o Um den passenden Satz für jede Lücke zu identifizieren, können Sie sich sowohl am lnhalt als
auch an der Textgrammatik orientieren.

1. Lesen Sie den folgenden Text. Welche der Sätze a-h gehören in die Lücken 1-6? Lücke (0) ist ein
Beispiel.

Die Überschrift des Textes ist der Einstieg ins Thema. Lesen Sie sie also aufmerksam. Lesen Sie dann
den Text und unterstreichen Sie dabeidie inhaltlichen Hauptaussagen. Das hilft lhnen dabei, nach
dem Lesen die einzelnen inhaltlichen Aspekte schneller im Text wiederzuflnden.
Danach lesen Sie die Auswahloptionen und markieren die Schlüsselwörter. Suchen Sie anschließend
nach inhaltlichen Verbindungen zwischen den acht Sätzen und dem Text. Achten Sie auch auf alle
Konnektoren und Referenzwörte; die Zusammenhänge zwischen dem gesuchten Satz und dem
Kontext herstellen.

Analphabetismus: Lesen lernen kann jeder


Die frühesten Schriftzeichen sind etwa siebentausend Jahre a1t. In der Menschheitsgeschichte ist das
Lesen also eine sehr junge Fähigkeit. 0 Beim Lesen werden deshalb Hirnregi-
onen genutzt, die sich ursprünglich für andere visuelle Zwecke herausgebildet hatten, zum Beispiel
für die Erkennung von Gesichtern. Neuronale Schaltkreise bilden Verbindungsstellen zwischen dem
visuellen und dem sprachlichen System im Gehirn und ermöglichen es, Buchstabenfolgen in \(/ör-
ter zu übersetz.en. 1 Doch eine deutsch-indische Forschergruppe unrer der
Leitung von Falk Huettig vom Max-Planck-Institut für Psycholinguistik hat nun entdeckt, dass das
Lesenlernen auch Hirnstrukturen verändert, die bis in die tieferen Regionen des Zwischenhirns und
des Hirnstamms hinabreichen. Die Schriftkultur beruht also trotz ihrer Modernität auch auf Hirn-
l0 bereichen, die aus entwicklungsgeschichtlich alten Zeiten srammen.

" Für ihre Studie arbeiteten die Forscher mit erwachsenen Aralphaberinnen aus zwei Dörfern im
. Norden Indiens. Die Frauen lernten das Lesen in ihrer Muttersprache Hindi. Verwendet wurde die
. Devanagari - eine komplizierte Alphabetschrift mit Elemente n e iner Silbenschrift, in de r auch andere
l5 indische Sprachen geschrieben werden. Schon nach einem halben Jahr hatten die Frauen das Niveau
. von Erstk]ässlern erreicht,

Dabei stellte sich heraus, dass der kontinuierliche Umgang mit Schrift die
. Hirnstrukturen der Frauen in kurzer Zeit unerwartet stark veränderte. Die V/issenschaftler identifi-
20 zierten zwei Gruppen von Nervenzellen, die hierftir eine zentrale Rolle spielen: die Colliculi superi-
. ores - auch Sehhügel genannt - im Hirnstamm und das Pulvinar, ein Kerngebiet des Thalamus. Die
. Hirnscans zeigten, dass sich die Vernetzung zwischen diesen beiden Hirnregionen und den Schah-
kreisen der Sehrindel durch das Lesetraining dauerhaft verstärkt hatte.

17
Leseverstehen, Teil 1'

Dass die beiden Strukturen unterhalb der Großhirnrinde an der Verarbeitung visueller Signale betei-
ligt sind, war zwar bekannt. Neu ist abeg dass sie auch fur die hochspezialisierte Schrifterkennung
eire wichtige Rolle spielen: Die Kerne des Hirnstamms und Thalamus filtern wichtige Informa-
des

tionen aus J., groß.r Menge an visuellen Reizen und leiten sie weiter an die höheren Verarbeitungs-
stufen der Sehrinde. 5 Denn sie sorgen fur eine genaue Abstimmung zwi-
. schen den Sprüngen und den Stopps des lesenden Blicks. Auch an der Fähigkeit des Auges, Buchsta-
j{) ben, die in der Leserichtung voraus liegen, schon im Vorfeld mit einzubeziehen, dürften diese Areale
. beteiligt sein.

. Die beachtlichen Lernfortschritte der Studienteilnehmerinnen machen nicht nur erwachsenen Anal-
phabeten Hoffnung. Siewerfen auch ein neues Licht auf mögliche Gründe für Lese-Rechtschreib-Stö-
1i rungen. 6 Es könnte aber sein, dass die Auffälligkeiten im Thalamus bei man-
. .h.r Betroffenen nur auf fehiendem visuellemTiaining beruhen. In jedem Fall, so Falk Huettig, zeige
. die beachtliche Plastizität und Anpassungsfähigkeit der am Lesen beteiligten Hirnregionen, wie groß
. die Chance ist, Defizite zu korrigieren: ,,Auch für Erwachsene ist es nie zu spät, lesen zu lernen."

1 Sehrinde: Bereich der Hirnrinde, in dem verarbeitungen visueller Reize stattfinden


kann jeder; FAZ vom 21.06.2017 O Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter
Quelle: Krischke, Wolfgang: Analphabetismus: Lesen lernen
Ällgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv

Beispiel:
z) Die Evolution hatte daher keine Zeit, dafür eine eigene,,Abteilung" im Gehirn einzurichten.

a) Je besser die Lesefähigkeit der Probandinnen wurde, desto enger kooperierten diese Bereiche.

b) Außerdem bleibt noch zu klären, wie die Forscher das Lesetraining weiter verbessern können.

c) Während der Studie wurden die Gehirne derTeilnehmerinnen im Kernspin untersucht.

d) Bisher galten Fehlfunktionen des Thalamus als eine Ursache, die möglicherweise angeboren ist

e) Bislang nahmen Neurowissenschaftler an, dass vor allem die besonders flexible Großhirnrinde
die Spezialaufgabe des Lesens übernimmt.

Nachdem die Probandinnen die neue Sprache gelernt hatten, wurden ihre Gehirne von den
Forschern untersucht.

c) Darüber hinaus optimieren sie die Augenbewegungen für die Schriftverarbeitung.

h) Diese Erkenntnisse werfen ein neues Licht auf die Ursachen des Analphabetismus und die
Möglichkeiten seiner Bekämpfung.

So finden Sie die passenden Sätze


Lücke 0:
Sie gehen von der Textlücke aus und überlegen: Um welchen inhaltlichen Aspekt geht es in den Sät-
zen vor und hinter der Lücke? ln diesem Textabschnitt sind die Hauptaussagen:,,1n der Menschheits-
geschichte ist das Lesen also eine sehr junge Fähigkeitl'und,,Beim Lesen werden deshalb Hirnregio-
nun g"nrt.t, dle sich ursprünglich für andere visuelle Zwecke herausgebildet hattenl'
Finden Sie das Thema heraus. DasThema ist also, wann die Lesefähigkeit in der Menschheitsge-
schichte entstanden ist und welche Hirnregionen dafür genutzt werden.
Suchen Sie einen Konnektor oder andere Anhaltspunkte. Der Satz nach der Lücke enthält den
kausalen Konnektor desholb. Das heißt, der fehlende Satz nennt den Grund dafür; warum für das
Lesen die genannten Hirnregionen benutzt werden.

L2
Nun durchsuchen Sie die Auswahloptionen nach einem Satz, der diesen Kriterien entspricht. Der
Satzz),,Die Evolution hatte daher keine Zeit, dafür eine eigene,Abteilung'im Gehirn einzurichten."
passt inhaltlich und sprachlich genau. Es geht um die Hirnregionen, die für das Lesen verwendet
werden. Der Satz nennt uns den Grund, warum dafür Hirnregionen genutzt werden, die ursprünglich
für andere visuelle Funktionen entstanden waren. Außerdem enthält der Satz den Konnektor daher
und das Referenzworldafür, die sich auf den vorhergehenden Satz beziehen: Weil das Lesen eine
sehr junge Fähigkeit ist, hatte die Evolution keine Zeit für die Einrichtung einer eigenen Abteilung.
Dafür bezieht sich auf ,,das Lesen".

Lücke 1:
?ig*p: Verfahren
Vor derTextlücke haben Sie erfahren: Beim Lesen werden Hirnregionen ge- 5le bei allen
nutzt, die für die Verarbeitung von visuellen lnformationen und für Sprache Lücken wie bei
zuständig sind. Die Hauptaussage nach derTextlücke ist: Doch nun hat eine Lücke 0.
Forschergruppe entdeckt, dass das Lesenlernen auch andere Hirnstrukturen
verändert. Es geht also darum, dass es neue Ergebnisse in der Hirnforschung in Bezug auf das
Lesenlernen gibt.
ln dem Satz nach der Textlücke flnden Sie auch den Konnektor doch und das Adverb nun. Die Funk-
tion von diesen beiden Wörtern ist, einen inhaltlichen Kontrast (doch) bzw. einen zeitlichen Kontrast
(nun) zum Ausdruck zu bringen. Hier werden also die neuen Forschungsergebnisse mit etwas ande-
rem verglichen, was man vorher angenommen hat.
Sie müssen in den Auswahloptionen also nach früheren Forschungsannahmen darüber suchen, wel-
che Hirnregionen beim Lesen aktiv sind. Es gibt zwei Sätze, die frühere Forschungsannahmen be-
schreiben: d) und e). Sie sprechen jedoch über verschiedene Forschungsbereiche, und nur e) spricht
über den gesuchten Bereich.

Lücke 2:
Vor derTextlücke bekommen Sie lnformationen über die neuen Ergebnisse der Hirnforschung. Die
Hauptaussage ist, dass die Schriftkultur auch auf menschheitsgeschichtlich alten Hirnbereichen
beruht. Nach der Textlücke erfahren Sie, dass die schon erwähnten Hirnforscher eine Studie mit An-
alphabetinnen durchgeführt haben. Das bedeutet, dass ein neuesThema angefangen hat, nämlich
,,Analphabetismus".
ln den Auswahloptionen müssen Sie also nach einem Satz suchen, der die beiden Themenbereiche
,,neue Forschungsergebnisse" und ,,Analphabetismus" verbindet. Satz h) erfüllt dieses Kriterium.
,,Diese Erkenntnisse" bezieht sich auf die zuvor genannten neuen Forschungsergebnisse, und es wird
ebenfa s das Thema,,Ana pha betism us" ei n gef ü h rt.
I I I

Wir erfahren auch schon, dass es im weiteren Textverlauf um die Ursachen dieses Phänomens und
die Möglichkeiten, es zu bekämpfen, gehen wird.

Lücke 3:
Vor der Textlücke bekommen Sie lnformationen über eine Studie, die die Forscher zu Analphabetis-
mus durchgeführt hatten - wer die Probandinnen waren, welche Schrift verwendet wurde und wel-
che Fortschritte die Probandinnen nach sechs Monaten erzielten. Nach derTextlücke erfahren Sie
das Resultat einer Untersuchung:,,Dabei stellte sich heraus, dass der kontinuierliche Umgang mit
Schrift die Hirnstrukturen in kurzer Zeit unerwartet stark veränderte." Dieser Satz enthält das Refe-
renzwort dobei. Dabeibezieht sich auf die Untersuchung, durch die die Forscher die Veränderungen
der Hirnstruktur festgestel lt hatten.
ln den Auswahloptionen müssen Sie also nach einem Satz suchen, der diese Untersuchung be-
schreibt. Satz c) gibt lhnen die Antwort auf diese Frage und passt zu Lücke 3: Die Gehirne der Teil-
nehmerinnen wurden im Kernspin untersucht.

13
Leseverstehen, Teil 1'

lm dritten Absatz haben Sie schon erfahren, dass die Forscher während der Studie die Gehirne der
probandinnen untersuchten und dabei feststellten, dass sich durch das Lesenlernen zwei Hirnstruk-
turen besonders veränderten: die Kerne des Hirnstamms und des Thalamus. Die Hauptaussage vor
der Textlücke ist, dass sich durch das Lesetraining die Vernetzung zwischen diesen beiden Hirnregio-
nen und der Sehrinde verstärkt hatte. Nach der Textlücke wird ein Teilergebnis der Studie mitgeteilt:
Die Kerne des Hirnstamms und des Thalamus sind nicht nur an der Verarbeitung visueller Signale
beteiligt, sondern sie spielen auch für die Schrifterkennung (= beim Lesen) eine wichtige Rolle.
Für Lücke 4 brauchen Sie also einen Satz, der über die verschiedenen Hirnregionen spricht, die beim
Lesen involviert sind. ln Satz a) geht es um diesen inhaltlichen Aspekt:,,diese Bereiche" bezieht sich
auf die vorher genannten Hirnregionen. ,,Vernetzung ... verstärkt hatte" entspricht ,,desto enger ko-
operierten diese Bereiche." satz a) spezifiziert also die Hauptaussage vor der Lücke.

Lücke 5:
Das Thema des vierten Absatzes ist die Rolle der Kerne des Hirnstamms und des Thalamus bei der
Schrifterkennung. Der Text nennt ihre verschiedenen Aufgaben. Vor der TextlÜcke erfahren Sie, dass
die beiden Hirnbereiche visuelle lnformationen herausfiltern und sie an die Sehrinde weiterleiten.
Nach der Lücke werden weitere ,Aufgaben der beiden Hirnstrukturen genannt: Sie sorgen fÜr die
Feinabstimmung zwischen den Sprüngen und Stopps des lesenden Blicks, d. h. hier geht es um die
Bewegung der Augen.
Sie müssen also nach einem Satz suchen, der sich mit der Rolle der beiden Hirnbereiche bei der
Schrifterkennung und der Augenbewegung beschäftigt. Satz g) entspricht diesen Kriterien- Das Per-
sonalpronomen sie steht für die beiden Hirnstrukturen, ,,Augenbewegungen" steht fÜr,,SprÜnge und
Stopps des lesenden Blicksl' Da in diesem Absatz die Funktionen der beiden Hirnstrukturen beim
Lesen genannt werden, passt auch der Konnektor darüber hinous, der eine Aufzählung einleitet.

Lücke 6:
lm fünften Absatz geht es um die möglichen Ursachen fÜr Lese-Rechtschreib-Störungen. Dieses
Thema wird im Satz vor der Textlücke eingeführt. Es wird auch erwähnt, dass die durchgefÜhrte
Studie zu neuen Erkenntnissen in diesem Bereich geführt hat (=,,werfen ein neues Licht"). Nach der
Lücke wird ein neuer möglicher Grund für dieses Phänomen genannt, den die Forscher nach ihrer
Studie für denkbar halten, nämlich fehlendes visuelles Training (beruhen auf = die Ursache ist).
Daraus folgt, dass im fehlenden Satz ein Grund für Lese-Rechtschreib-Störungen genannt wird, der
vor der Studie schon bekannt war. ln Satz d) finden Sie diesen Grund: angeborene Fehlfunktionen
des Thalamus. Der Konnektor bisher weist Sie darauf hin, dass es sich um etwas zuvor schon Be-
kanntes handelt.

Anmerkung: Satz b) wirft ein neues Thema auf - die weitere Verbesserung des Lesetrainings. Dieses
Thema passt zu keinem Absatz.
Satz f) ist inhaltlich falsch, da die Probandinnen keine neue Sprache lernten, sondern das Lesen in
ihrer Muttersprache Hindi erlernten.

Als alternativen Lösungsweg können Sie auch die Sätze a)-h) nacheinander durchgehen und die
passenden Textlücken suchen. Wenn Sie aber von den Textlücken ausgehen, müssen Sie nur sechs
Suchvorgänge durchführen. Dagegen müssen Sie möglicherweise achtmal suchen, wenn Sie von
den Sätzen a)-h) ausgehen.

O ln der Prüfung übertragen Sie nun die Lösungen auf den Antwortbogen. Falls Sie zusätzliche
Antwortbögen zum Üben brauchen, unter www.klett-sprachen.de finden Sie die Vorlage zum
Ausdrucken.
So sieht das Prüfungsblatt aus

Lesen Sie den folgenden Text. Welche der Sätze .


n U"nOr"" in die Lücken 1-6? Esgibt jeweils
nur eine richtige Lösung. Zwei Sätze können nicht zugeordnet werden. Markieren Sie lhre Lösun-
gen für die Aufgaben 1-6 auf dem Antwortbogen.
Lücke (0) ist ein Beispiel.

Sie lesen in einer Fachzeitschrift den folgenden Artikel.

'Wie motiviert sind die deutschen Arbeitnehmer?

Sie gehen gern zur Arbeit, sind selten krank, haben ein gutes Verhältnis zu ihren Vorgesetzten, zeigen
Eigeninitiative und übernehmen Veranrwortung im Betrieb. 0

Das ist, einer Studie der Unternehmensberatung Gallup zufolge, ganz wörtlich zu nehmen: Danach
gehen der deutschen \(irtschaft bis zu 105 Miliiarden Euro pro Jahr verloren, weil Arbeirnehmer
innerlich gekündigt haben und entsprechend unmotivierr zu Verke gehen.

2016 gehörten laut der Gallup-Studie 15 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland zur Gruppe
der demotivierten Mitarbeiter. 2 Den 15 Prozent der Demotivierten steht eine
ebenso große Gruppe stark engagielter Mitarbeitender gegenüber. In der Mitte befindet sich die große
Mehrheit von 24 Millionen Erwerbstätigen, die ihre Aufgaben vorschriftsgemäß erfüllen, ohne dabei
eine nennenswer-te emotionale Bindung für den Arbeitgeber ennvickelt zu haben.

A1s ausschlaggebend für das Wohlbefinden am Arbeitsplatz nennen die Beschäftigten vor allem die
Job-Sicherheit sowie die Vereinbarkeit von Privat- und Berußleben. \Tichtig sind ihnen auch ein an
den eigenen Fähigkeiten orientierter Arbeitseinsatz im Unternehmen, ein gutes Verhältnis zu Kolle-
gen und Vorgesetzten, angemessener Urlaub, Abwechslung im Arbeitsalltag, fexible fubeitszeiten und
ausreichender Gestaltungsspielraum im Job. Die Bezahlung ist für die Beschäftigten dagegen nicht so
wichtig. 3

Leider gibt es bei allen genannten Punkten einen großen Unterschied zwischen tVunsch und .Wirk-
lichkeit. Die Lücke zwischen idealem und tatsächlichem Arbeitsalltag ist für Beschäftigte mit hoher
emotionaler Bindung an das Unternehmen allerdings deutlich kleiner als in den anderen Gruppen.
Rund 85 Prozent fühlen sich auch als Mensch am Arbeitsplatz geschätzt, 90
Prozent sehen ihre Erwartungen mit Blick auf berufliches \Teiterkommen erfüIit. Ganz anders sieht es
bei den ,,innerlich Gekündigten" aus: Nur zwei Prozent erährerr Anerkennung für ihre Leistung, nur
vier Prozent für ihre menschlichen Qualitäten und nur sechs Prozent haben den Eindruck, sich im
Unternehmen weiter entwickeln zu können.

Die unterschiedlichen Befindlichkeiten bleiben nicht folgenlos: Während die hoch Motivierten 6,5
krankheitsbedingte Fehltage in den zurückliegenden zwölf Monaten angeben, sind es in der Gruppe
am gegenüberliegenden Ende 10,3 Tage.

Ausschlaggebend ftir das \fohibefinden der Belegschaften ist laut Gallup das Verhalten der Vorgesetz-
ten. Sie sind der Analyse zufolge zu sehr auf die Schwächen ihrer Untergebenen fixiert, loben nicht
ausreichend und nur unregelmäßig gute Leistungen und gehen in Mitarbeitergesprächen zu selten auf
die individuellen Stärken und Fähigkeiten des Gegenübers ein.

2005 stimmten25Prozent der Befragten derAussage,,voll und ganz" zu,ihr


Unternehmen ermögliche den Einklang von Privat- und Berußleb en. 2016 waren es 37 Prozent,

Quel e: Sauer; Stefan:Wie motiviert sind die deutschen Arbeitnehmer; in: Berliner Zeitung vom 23.03.20i7

15
Leseverstehen, Teil 1'

Beispiel: sind für


und, dem:Ar:beitgeber positiV ve'b'nd€1"fühlen'
z), :Beschäftigt€i die sich ihrem Job
Unternehmen Gold wert'

Das ist mehr als doppelt so hoch wie in der


ersten Gruppe'
a)

b) Sie folgt erst auf Platz zehn der Prioritätenliste'


finanziellen Schaden verursachen
c) Diese zahl zeigtdeutlich, dass frustrierte Arbeitnehmer
können.

Die 70 Prozent in der Mitte kommen auf 6'8


Krankheitstage'
d)
erkennbar:
e) ln einem Bereich sind immerhin Fortschritte

f)UndnochwichtigersindfürdieBeschäftigtenregelmäßigeBeförderungen.

g) So sehen drei Viertel der Engagierten


ihre beruflichen Leistungen angemessen anerkannt'

h) Das entspricht 5155 Millionen Personen'

16
Beschreibung dieses Prüfungsteils
Was ist lhre Aufgabe? Sie lesen einen Text, der in fünf Abschnitte unterteiltist. i

Dazu gibt es sechs Fragen. Sie sollen jede Frage dem passenden i

Textabschnitt zuordnen.
Was wird vorgegeben? Sie bekommen einen Text und sechs Fragen.

Wie lesen Sie?

Was müssen Sie tun, um Sie müssen die sechs Fragen mit dem jeweils passenden
diesen Prüfungsteil zu lösen? Textabsch n itt verbinden.

Wie Iange dauert dieser ii"


'"iri"" ",*.
rivri"ri"" il;;i" il;'b"iir;;;;;""J;;. I

Prüfungsteil? Die Textlänge beträgt 650-850 Wörter. i

Wie läuft der Prüfungsteil ab? Q Fragen lesen, dabei Schlüsselwörter markieren
O Text abschnittsweise lesen
O Fragen den Textabschnitten zuordnen

Nach dem Lesen:


O Lösungen auf dem Antwortbogen eintragen

Wie wird dieser Prüfungsteil Für jede richtige Antwort erhalten Sie zwei Punkte, insgesamt
bewertet? also 12 Punkte.
Leseverstehen, Teil 2

Schritt für Schritt zur Lösung


lnhalt
Wenn Autoren einen Text schreiben, möchten sie häufig nicht nur neutral einen bestimmten
übermitteln, sondern auch ihre Haltung dazuzum Ausdruck bringen. Manchmal verfolgen sie auch
Absicht, zum Beispiel wollen sie vor etwas warnen, etwas kritisieren
eine bestimmte kommunikative
Redemittel.
oder Zweifel formulieren. Für diese kommunikativen Ziele verwendet man bestimmte

1. Ordnen sie die Redemittel im schüttelkasten den kommunikativen Zielen zu.

es wäre wünschenswert - dringend von etwas abraten - Kritik Üben an - raten


- aufrufen zu
es ist amüsant - in Frage stellen - bemängeln - es istfraglos - vorschlagen - es ist unbestritten
es ist zu beklagen --es ist erstaunlich - zu etwas auffordern - bezweifeln - es wäre schön
es ist schade - zu bedenken geben

1. Eine Warnung aussPrechen :

2. Einen Sachverhalt kritisieren:

3. Einen Appel I formulieren:

4. Amüsement ausdrÜcken:

5. Bedauern formulieren:

6. Einen Wunsch ausdrücken :

7. Zweifel formulieren:
8. Eine Empfehlung geben:

9. Sicherheit zeigen:

2. Lesen Sie die Sätze und markieren Sie die richtigen Antworten. Manchmal
gibt es mehrere
Lösungen.

ln welchen Sätzen formuliert die Autorin/der Autor " '

1. ... eine Kritik?


O a) Die Ergebnisse der Studie müssen allerdings noch genauer Überprüft werden.
O b) Die Vorgehensweise der Regierung ist streng zu verurteilen'
O c) Gegen die neuen Maßnahmen lassen sich als Erstes ihre Kosten einwenden.

2. ... einen Zweifel?


O a) Dass die zukünftigen Speichertechnologien effizienter sein mÜssen, steht außer Zweifel.
ö Ol Es ist ohne Frage, dass alle Erwartungen noch übertroffen wurden.
O c) Ob wir jemals dieses Ziel erreichen werden, ist fraglich'

3. ... eine EmPfehlung?


O a) Es wäre gut, wenn die Universität mehr interdisziplinäre Forschungsgruppen einrichten
würde.
O b) Sollte sich die Lieferung verzögern, dann sagen wir lhnen Bescheid'
ö .) Während des Urlaubs sollten die Mitarbeiter nicht ihre Firmen-E-Mails lesen.

4. ... eine Warnung?


O a) Die Ausbreitungvon Wölfen in Deutschland wird in einer aktuellen Karte dokumentiert.
O b) Die sich verringernden Fischbestände in der Nordsee sind eine Folge der Überfischung.
ö cl Für den Fall, dass die Rezession sich weiter verstärkt, droht die Gefahr der Deflation.

18
5. ... einen Appell?
O a) Entscheiden Sie selbst, in welche Aktien Sie investieren wollen.
O b) Lasst uns die alte Feindschaft überwinden und ein neues Kapitel beginnen.
O c) Schließen Sie sich unserer Aufräumaktion am Samstag an.

6. ... eine Relativierung?


O a) Der Beginn des geplanten Umbaus wird sich um zwei Monate verzögern.
O b) Die Einnahmen sind zwar hoch, ihnen stehen allerdings auch hohe Betriebskosten
gegenüber.
O c) Die von der Firma erstellte Prognose gilt aber nul wenn das Wachstum sich wie bisher
fortsetzt.

|_--_:
lxiäi
L.*--j
3. Schreiben Sie Sätze. Benutzen Sie die Redemittel aus Aufgabe 1. Es gibt keine eindeutige
Zuordnung der Redemittel, eine mögliche Lösung finden Sie unter Klett-Augmented.

1. in Zukunft mehr Menschen Elektroautos fahren


a) Wunsch: Es utäre wunsche nsnterf , dass in Zukuhff aehr Mensche n e le k1roaufos f ahre n.

b) Zweifel formulieren:

c) Sicherheit zeigen:

2. weniger Fernreisen mit Flugzeugen machen


a) Empfehlung geben:

b) Appell formulieren:

c) Amüsement ausdrücken:

3. das Renteneintrittsalter auf 70 Jahre steigen

a) Bedauern formulieren:

b) Sachverhalt kritisieren:

c) Warnung aussprechen:

4. die Massentierhaltung abgeschafft werden

a) Zweifel formulieren:

b) Appell formulieren:

c) Wunsch ausdrücken:

5. durch die Automatisierung viele Arbeitsplätze wegfallen

a) Warnung aussprechen:

b) Sicherheit zeigen:

c) Sachverhalt kritisieren :

19
Leseverstehen, Teil 2

4. Welche Aussagen entsprechen dem lnhalt der Textabschnitte? Ordnen Sie zu.
Nicht alle Aussagen passen.

O r. Piktogramme und ldeogramme stellen bildlich daq was sie bezeichnen.


O Z- Bei den Höhlenmalereien wurden auch Tiere als Konzept abgebildet.
O a. Schriftzeichen, die einen Gegenstand darzustellen scheinen, sind nicht immer Piktogramme.
C) 4. Man findet beiden Höhlenmalereien Zeichen für Mammuts und Wildpferde.
O S. ldeogramme können nicht direkt erfasst werden.
O 6. Die Schriftzeichen der Sumerer leiten sich von der ägyptischen Hieroglyphenschrift ab.
O l. ldeogramme und Piktogramme muss man erlernen.
O S. Die meisten ägyptischen Hieroglyphen stellen Tiere dar.
O 9. Unter Umständen lassen sich die Höhlenmalereien der Altsteinzeit als Vorläufer der Schrift
betrachten.

O fO. Piktogramme waren wichtig für den Beginn der Schriftsysteme.

a) Das Schreiben hat einst mit dem Zeichnen begonnen. Ist man in der Terminologie hinreichend großzü-
gig, dann ist bereits in manchen Höhienmalereien der Altsteinzeit eine Art Protoschriftlichkeit zu sehen.
Die Zeichnungen von Mammuts oder Wildpferden dürften ja zumindest teilweise nicht nur konkrete Tiere
dargestellt haben, ewa solche, mit denen man ein bestimmtes Jagderlebnis hatte, sondern Mammuts und
Wildpferde an sich.

b) Zeichen, die das bezeichnen, was sie bildlich darstellen, heißen Piktogramme. In den allerersten Schrift-
systemen, die sich im späten vierten Jahrtausend vor Christus im mesopotamischen Sumer und vielleicht
sogar noch envas früher in Agypten herausbildeten, spielten Piktogramme am Anfang eine große Rolle. Bei
der ägyptischen Hieroglyphenschrift ist das augenftliig, aber auch die Keiischriftzeichen der Sumerer gehen
auf zeichnerische Abbildungen zurück. In anderen antiken Schriftsystemen begegnet man ebenfalls Pikto-
glammen.

c) Doch nicht alle gegenständlich aussehenden Schriftzeichen sind echte Piktogramme, andernfalls müsste es
in altägyptischen Texten vor allem um Vögel gehen. Von den etwas über 700 Hieroglyphen des klassischen
Ägyptisch sind mehr als 50 Bilder von Federvieh, während Zeichen in Form anderer Tiere, darunter der
wichtigen Nutztiere, weit seltener sind. Zudem gibt es viele Begriffe, die sich nicht so ohne weiteres bildlich
darstellen lassen, man denke an ,,laufen", ,,schön" oder ,,Gerechtigkeit". Für diese gibt es die Möglichkeit,
sogenannte Ideogramme einzuführen.

d) Im Gegensatzzu den Piktogrammen müssen Ideogramme das Bezeichnete nicht abbilden, sondern nur
noch irgendwie symbolisieren: erwa eine Reihe aus drei Strichen dieZahl drei. Ideogramme sind also eine
allgemeinere Form von Piktogrammen. Sie lassen sich jedoch nicht notwendig unmittelbar erfassen, sondern
müssen zumeist erlernt werden.
5. Welche Aussage beschreibt den lnhalt des Textabschnitts? Kreuzen Sie an. Manchmal gibt es
mehrere Lösungen.

Die jüngsten Studien aus Mecklenburg-Vorpommern dokumentieren eklatante Rechtschreib- und Lese-
defizite der Grundschüler, die seit der Einführung des phonetischen Schreibens, also des ,,Schreibens nach
Gehör", auch bundesweit zugenommen haben. Man könnte einwenden: Na und? Ist das wichtig? Gibt es
nicht genug andere Probleme auf dieser \7elt? Und hatten wir nicht lange genug autoritäre Strukturen und
stupide Paukmethoden, die das selbstständige Denken im Keim ersticken lassen? Dafür haben wir jetzt mehr
Freiheit. Die Kinder werden es uns danken. \fir ermöglichen ihnen, was uns versagt blieb.

1. C) a) Die Autorin erklärt die Gründe, aus denen sie das phonetische Schreiben unterstützt.
O b) Die Autorin erwähnt Argumente, die manchmal für das phonetische Schreiben
vorgebracht werden.
O c) Die Autorin nennt die Folgen, zu denen das phonetische Schreiben geführt hat.

Stimmt das? Ja: Es gibt Probleme auf dieser'üZelt, deren politische Brisanz ungleich größer ist als das Schrei-
ben von Diktaten und das Erlernen mathematischer Grundgesetze. Und ja: tWir hatten viel zrlangeErzie-
hungsideale, die auf Kosten der Kinder gingen und mit Prügelstrafen, Unterdrückung und Ungerechtigkeit
schreckliches Leid über sie brachten. Aber geht es darum tatsächlich? Hat irgendjemand in den derzeitigen
Bildungsdebatten die Wiedereinführung der Prügelstrafe gefordert? Worüber reden wir? über Freiheit? über
das, was Kinder wollen? Oder doch eher über das, was wir Erwachsenen wollen?

2. C) a) Die Autorin äußert einen Verdacht.


O b) Die Autorin stellt die Argumentation für das phonetische Schreiben in Frage.
O c) Die Autorin will deutlich machen, worum es bei der Debatte wirklich geht.

In unseren Vorstellungen davon, was gut ist {iir unsere Kinder, oder vielmehr ffur das, was wir auf unsere Kin-
der projizieren, hat sich eine merkwürdige Formel durchgesetzt: Je weniger Ansrrengung, desto mehr Gleich-
heit, so lautet die nicht hinterfragte Annahme, deren politische Konsequenz gar nicht ernsr genug genom-
men werden kann. Denn hier wird sichtbar, worum es eigentlich geht, wenn wir über Bildung reden: um
unsere Demokratie.

3.o a) Die Autorin beschreibt, warum Bildung wichtig für die Demokratie ist.
O b) Die Autorin kritisiert eine verbreitete Denkweise.
O c) Die Autorin zeigt sich besorgt.
Die Abwehr, die jegliche Form von Unterschieden im Bildungskonrext hervorruft, deutet darauf hin, dass
eine radikale, Differenzen ausschließende Gleichheit zur Grundnorm der Demokratie erhoben wird. So wird
zum Beispiel die Tätsache, dass nicht alle aufgrund unterschiedlicher Begabungen dieselben Leistungen erzie-
len können, bereits als Ergebnis sozialer Ungleichheit gewertet - und die Ursache hierfür in einem Zuviel
an Anstrengung, Konzentration und Komplexität vermuter. Auf diese \7eise kann nur Einfachheit zu der
gewünschten Gleichheit fuhren.

4. O a) Die Autorin beschreibt einen logischen Fehlschluss.


O b) Die Autorin kritisiert soziale Ungleichheit.
O c) Die Autorin nennt Lösungen für soziale Ungleichheit.

Für die Vermittlung von Sprache hat das gravierende Folgen: Das Erlernen eines Regelwerks * in diesem Fall
der Grammatik * ist anstrengend und kann, wenn es nicht alle beherrschen, zu Ungleichheit führen. Anstatt
alles daranzusetzen, jedem Menschen dieses Regelwerk zugänglich zu machen und ihm damit eine der grund,
legendsten Kulturtechniken beizubringen, wird diese Anstrengung gescheut und ma-rimale Einfachheit was
-
auch bedeutet: unumschränkte Beliebigkeit - an ihre Stelle gesetzt. Das Ergebnis: Kaum jemand beherrscht
noch einwandfiei die Rechtschreibung.

5. C a) Die Autorin erwähnt eine für sie bessere Vorgehensweise.


O b) Die Autorin hinterfragt das Erlernen von Grammatik.
O c) Die Autorin zeigt die negativen lmplikationen einer für sie falschen Annahme.

27
Leseverstehen, Teil 2

So geht's
o FÜr das Leseverstehen 2 werden 15 Minuten Bearbeitungszeit empfohlen.
Bei diesem prüfungsteil müssen Sie einem in fünf Abschnitte unterteilten Text
sechs Fragen zu-
o
ordnen. Für jede Frage gibt es nur einen passenden Abschnitt'
Es besteht di" Vtogti.f'["it, dass sich zwei Fragen auf denselben Abschnitt
beziehen oder dass zu
o
einem Abschnitt keine Frage gehört'
Die Fragen können sich aui dÄn lnhalt des Textes beziehen oder auf die Haltung der
Autorin bzw.
o
des Autors.

auf die Fragen


1. Lesen Sie den folgenden Text. ln welchem Textabschnitt a-h finden Sie Antworten
1-6? Lücke (0) ist ein BeisPiel.

Lesen Sie die Fragen 1-6 und markieren Sie die Schlüsselwörter. Lesen Sie dann
den ersten Ab-
welche Frage(n) zu Abschnitt a gehören und
schnitt des Texts-(a). Überlegen Sie im Anschluss,
nacheinander alle Textabschnitte durch und ordnen
notieren Sie die Nummer dei frage. Gehen Sie
Sie die verbleibenden ltems zu.

Beispiel:
ln welchem Abschnitt ...

0 erklärt der Autor; warum das gleiche Prinzip aO be cO dO eO


Ressourcennutzung nicht immer angewendet
werden kann?

ln welchem Abschnitt ...

sein
1 macht der Autor darauf aufmerksam, dass die Forderung nach Nachhaltigkeit ungerecht
kann?

folgt?
2 zeigtder Autot dass die Tier- und Pflanzenwelt nicht immer der Logik der Nachhaltigkeit

3 will der Autor die Absurdität der Argumentation von Fachleuten zeigen?

beschreibt der Autor den Erfolg eines Konzepts?

5 ruft der Autor dazu aul eine andere Strategie als Nachhaltigkeit zu verfolgen?

6 gibt der Autor ein Beispiel für die Fehlbarkeit von Prognosen?

'Was
wdre' wenn wir alle nachhaltig leben würden?

Lr, ,rrrvom Club of Rome die Studie ,,The Limits of Growth" veröffentlicht wurde, bekam der Begriff
hin, wir zu
Nachhaltigkeit eine Bedeutung für die breite Öffentlichkeit. Die Experten wiesen darauf
dass
20 Jahre später
viele Ressourcen verbrauchen,"und appellierten, slch zu mäßigen und weniger zu wachsen'
und Politiker in Kerosin verbrennenden, Tieib-
ließen sich dann erstmals 60.000 Aktirirt.r-r, Bürokraten
transportieren' um an dem 40 Millionen Euro
hausgase ausstoßenden Flugzeugen nach Rio de Janeiro
Erdgipfel genannt - teilzunehmen. Inzwischen gibt
t.rrrä \f.ltgipfel fur n"chhätig! Entwicklung - auch
es keinen Biotaufstrich, keinen"Immobilienfonds, keine Fußcreme mehq die nicht irgendwie nachhaltig
daherkäme.

22
b
Ursprünglich stammt der Begriff,,Nachhaltigkeit" aus der Forstwirtschaft und bezeichnet die Bewirtschaf-
-ü/aldes,
tungsweise eines bei welcher immer nur so viel Holz entnommen wird, wie nachwachsen kann. Ein
an und für sich sinnvoller Gedanke, den man inzwischen auf alle Rohstoffe übertragen hat. Das Problem
dabei: Im Gegensatz zu Holz weigern sich die meisten Ressourcen beharrlich, nachzuwachse n. 1987 formu-
-ü/eltkommission ftir Umwelt und Enwicklung der Vereinten Nationen eine weitergehende Defi-
lierte die
nition des Begriffs. Eine Enrwicklung ist dann nachhaltig, wenn ,,die Bedürfnisse der gegenwärtig lebenden
Menschen befriedigt werden, ohne die Bedürfnisse künftiger Generationen in Frage zu stelien". Doch genau
da liegt der Knackpunkt. \fie will man wissen, welche Bedürfnisse und Probleme unsere Nachfahren haben
werden? \Tissen Sie, was vor 150 Jahren von den ftihrenden Fachleuten als das größte Umweltproblem der
Zilkunft angesehen wurde? Der Pferdemist in den Großstädten. Allerdings ist offensichtlich, dass Pferde-
mist derzeit nicht unser größtes Problem ist. Es könnte also gut sein, dass unsere urenkel ähnlich belustigt
reagieren werden, wenn sie erähren, dass wir uns Anfang des 21. Jahrhunderts Sorgen über unsere Erdö1-
vorräte gemacht haben. Der Mensch ist innovativ und erfindungsreich. Die Steinzeit ist bekanntlich nicht
zu Ende gegangen, weil es plötzlich keine Steine mehr gab.

c
Ist Reduzieren und Verzichten wirklich das richtige Zukunftskonzept? Löst es tatsächlich die Probleme
der \flelt, wenn wir weniger wachsen? Wenn unsere Ressourcen endlich sind, dann sind sie zwangsläufig
irgendwann mal verbraucht. Und zwar egal, wie verantwortungsvoll wir damit umgehen. Paradoxerweise
ist ja noch nicht mal die Natur so richtig nachhaltig. In der Natur herrscht ein permanentes \Techselspiel
von Leben und Tod, von Veränderung, Chaos, Anarchie und Katastrophen. Dadurch isr ein Großteil aller
jemals auf der Erde existenten Arten ausgestorben. Hätte sich die Evoiution vor 65 Millionen Jahren ent-
schieden, nachhaltig zu sein, dann wären heute noch die Dinosaurier auf der Erde. Bei der Entwicklung
einer lebenswerreren Zukunft kann die Fixierung auf Reduzierung von Wachstum und von Ressourcen
sogar kontraproduktiv sein. Denn sie geht irrtümlicherweise davon aus, dass es auf der Erde eine Art sta-
tischen Idealzustand gibt. Und sie bietet keinerlei Alternativlösung an, wenn eine Enrwicklung tatsächlich
nicht mehr aufzuhalten ist.

d
Auch wenn es ketzerisch klingt: Aber was würde die kostenintensive Reduzie:ung von CO, noch für einen
Sinn machen, wenn herauskäme, dass die Klimakatastrophe ohnehin unausweichlich wäre? Stellen Sie sich
vor, Sie steigen in ein Taxi und sagen dem Fahrer: ,,Ich möchte NICHT zum Flughafen." Kann er damit
envas anfangen? Doch genau so argumentieren viele Nachhaltigkeitsexperten. Sie sagen uns nur, wo wir
nicht hingehen dürfen. Aber sie nennen kein Ziei. Und sie gehen iasgeheim davon aus, dass den Menschen
in der Zukunft nichts Gescheiteres mehr einfillt. Man kann bei einem Gefährr, das mit voller Geschwindig-
keit auf einen Abgrund zurasr, natürlich auf die Bremse drücken und es dadurch verlangsamen. Aber man
kann sich auch mit der Tatsache abfinden und auf dem \7eg zum Abgrund Flügel entwickeln.

e
Doch statt auf die menschliche Kreativität zu vertrauen, predigen wir lieber den Verzicht und verstricken
uns dabei in Verordnungen, deren ökologischer Nutzen umstritten ist. Da wird ein ganzes Volk sinnlos mit
leeren Dosen im Kreis herumgeschickt und mit ökologischen Fußabdrücken in den \Tahnsinn getrieben"
Für ,,nachhaltige" \Tasserkraft werden Stauseen errichtet, die riesige Ökorytt.-. zerstören. Und die Pro-
duktion von Biodiesel nimmt den Getreidebauern die Flächen weg. Für reiche, saturierte Gesellschaften
mag der Appeli von Verzicht und Reduzierung verständlich sein. Aber was solien die Armsten der Armen
mit diesem Aufruf anfangen? Sagt es ihnen nicht eigentlich: ,,Wir wollen nicht, dass es euch genauso gut
geht wie uns, weil dadurch die Ressourcen noch schneller auflebraucht werden?"
Es gibt rausende sich widersprechende Szenarien, wann genau der Produktionsgesellschaft die Rohstoffe
werden. Doch es gibt kein einziges Szenario, dass der Menschheit jemais gute Ideen ausgehen
",.rrg.h.r-r
werden. Lasst uns also lieber F1ügel bauen und keine Bremsen!

würden?, spektrum online vom 10.06-2017


Quelle: Ebert, Vince: Vince Ebert extrapoliert: Was wäre, wenn wir alle nachhaltig leben

23
Leseverstehen, Teil 2

So finden Sie die passenden Abschnitte

Item 0:
Die Schlüsselwörter im Beispiel-ltem sind: ,,erklärt", ,,Ressourcen nutzung", ,,nicht",,,angewendet"'
überlegen Sie sich Synonyme und Umschreibungen für diese Wörter und suchen Sie dann in den
Textabsch nitten nach der entsprechenden I nformation'
lm Textabschnitt a beschreibt der Auto; ab wann das Prinzip der Nachhaltigkeit größere öffentliche
Aufmerksamkeit bekommen hat und welchen Erfolg es bis jetzt hatte.
lm Abschnitt b geht der Autor einen Schritt weiter und erklärt, woher das Prinzip ursprünglich
stammt, nämlich aus der Forstwirtschaft. Der Autor macht dann auf ein Problem aufmerksam: Holz
ist ein Rohstoff, der nachwachsen kann und deshalb nachhaltig zu bewirtschaften ist. Es ist aber ein
Fehlet den Begriff der Nachhaltigkeit auf alle Rohstoffe zu übertragen, da viele dieser Ressourcen
nicht nachwachsen können.

Abschnitt a:
Das Thema des ersten Abschnitts ist ein kurzer Überblick über die Geschichte des Begriffs
,,N achha ltigkeit".
Es wird beschrieben, wann der Begriff zum ersten Mal Eingang in die Öffentlichkeit gefunden hat,
wie seine Bekanntheit in den nächsten zwanzig Jahren kontinuierlich gewachsen ist, und dass es
heutzutage fast kein Produkt mehr gibt, von dem nicht behauptet wird, in gewisser Weise nachhal-
tig zu sein. Man kann also sagen, dass sich ,,Nachhaltigkeit" zu einem sehr wichtigen Prinzip entwi-
ckelt hat.
Nun gehen Sie die Fragen'1-6 durch und prüfen, welche sich mit dem gleichen Thema beschäftigen.
Bei Frage 4 geht es genau darum. Die Schlüsselwörter sind hier,,beschreibt", ,,Erfolg",,,Konzept". Das
Wort,,beschreibt" deutet darauf hin, dass der Autor Daten, Ereignisse oder Eigenschaften nennt.
,,Erfolg" weist auf eine positive Entwicklung hin, und ,,Konzept" bezieht sich auf den Begriff,,Nach-
haltigkeit".

Abschnitt b:
lm zweiten Abschnitt geht es zuerst um den Ursprung des Begriffs,,Nachhaltigkeit" aus der Forst-
wirtschaft. Dann beschreibt der Autor; wie die Deflnition des Begriffs später erweitert wurde: Durch
,,Nachhaltigkeit" sollte nun gewährleistet werden, dass zukünftige Generationen ihre Bedürfnisse
befriedigen können.
Hier macht der Autor auf ein weiteres Problem aufmerksam: Wir können gegenwärtig nicht wissen,
welche Bedürfnisse unsere Nachfahren haben werden. Um diesen Punkt zu illustrieren, nennt er ein
Beispiel aus derVergangenheit, bei dem Fachleute ein zukünftiges Problem prognostiziert haben,
das heute jedoch überhaupt nicht existiert.
Die Prognose war also falsch.
Um dieses Thema geht es bei Frage 6. Die Schlüsselwörter sind ,,Beispiel", ,,Fehlbarkeit", ,,Prognosen".
,,Fehlbarkeit" bedeutet, dass etwas sich als lrrtum herausstellt.
Abschnitt c:
Zu Beginn des dritten Abschnitts stellt der Autor das erste Mal das Prinzip der Nachhaltigkeit, also
den sparsamen Verbrauch von Ressourcen und die Begrenzung des Wachstums, in Frage. Der Autor
argumentiert, dass sogardie Naturselbst nicht nachhaltig ist, da die meisten früheren Arten heute
nicht mehr existieren.
Danach macht er darauf aufmerksam, dass es sogar negative Folgen haben kann, wenn man Nach-
haltigkeit als einzige Lösung sieht.
Da Sie den Abschnitten a und b schon zwei ltems zugeordnet haben, bleiben nur noch vier ltems
übrig, die Sie überprüfen müssen.
Item 2 passt zu diesem Textabschnitt. Die Schlüsselwörter bei dieser Frage sind ,Jier- und Pflanzen-
welt", ,,nicht", ,,Nachhaltigkeit".,Tier- und Pflanzenwelt" sind eine Umschreibung für,,Natur".

Abschnitt d:
lm vierten Abschnitt kritisiert der Autor die Vorgehensweise und die Argumentation der Nachhal-
tigkeitsexperten anhand eines Beispiels, das eine sinnlose Situation darstellt. Dann schlägt er einen
anderen Weg zur Lösung unserer Probleme vor.
Es bleiben noch drei ltems zur Überprüfung übrig.
Bei ltem 3 geht es um dasselbe Thema wie im Textabschnitt. Die Schlüsselwörter sind ,,Absurdität'f
,,Argumentation",,,Fachleute". Die Absurdität zeigt sich in dem Beispiel, das der Autor gibt und in
seinen Erklärungen dazu: ,,Doch genau so argumentieren viele Nachhaltigkeitsexperten. Sie sagen
uns nu[ wo wir nicht hingehen dürfen. Aber sie nennen kein Ziel.",,Fachleute" ist ein Synonym für
,,N ach ha lti gkeitsexperten".

Abschnitt e:
lm fünften Abschnitt gibt der Autor Beispiele für negative soziale, ökologische und ökonomische
Folgen, zu denen das Prinzip der Nachhaltigkeit bisher schon geführt hat. Er führt aus, dass dieses
Prinzip nicht für alle Gesellschaften vorteilhaft ist und die wirtschaftliche Entwicklung armer Gesell-
schaften beeinträchtigl.Zum Schluss desTextes ermutigt der Autor die Leser und appelliert an sie,
die Probleme durch Kreativität zu lösen, statt durch Reduzierung und Einsparung.
Es bleiben nur noch zwei ltems übrig, was bedeutet, dass die Fragen '1 und 5 zu diesem Textab-
schnitt passen müssen.
Die Schlüsselwörter in Frage 1 sind ,,Nachhaltigkeit" und ,,ungerecht". Als ,,ungerecht" bezeichnet der
Autor die Forderung an arme Gesellschaften, weniger Ressourcen zu verbrauchen:,,Wir wollen nicht,
dass es euch genauso gut geht wie uns, weil dadurch die Ressourcen noch schneller aufgebraucht
werden?"
Die Schlüsselwörter in Frage 5 sind,,ruft ... auf",,,andere Strategie",,yerfolgen". ln den letzten bei-
den Sätzen des Textes nennt der Autor eine alternative Vorgehensweise zur Lösung der Probleme,
nämlich,,gute ldeen", und schließt mit einem Aufruf dazu, diese Kreativität zu nutzen:,,Lasst uns
also ...".

O ln der Prüfung übertragen Sie nun die Lösungen auf den Antwortbogen.

l 25
Leseverstehen, Teil 2

So sieht das Prüfungsblatt aus

Lesen Sie den folgenden Text. ln welchem Textabsatz a-e finden Sie die Antworten auf die
Fragen 1-6? Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Jeder Absatz kann Antworten auf mehrere
Fragen enthalten. Markieren Sie lhre Lösungen für die Aufgaben 1-6 auf dem Antwortbogen.

Beispiel:

ln welchem Abschnitt ...

0 gibt der Autor ein Beispiel für die veränderte aO bO cO dO eO


Vorstellung von Sicherheit und Glück?

ln welchem Abschnitt ...

spricht der Autor über die Gründe für eine gesellschaftliche Entwicklung?

2 beschreibt der Autor eine in der Zukunft notwendige Umstrukturierung?

3 relativiert der Autor die Bedeutung von objektiven Gegebenheiten?

4 beschreibt der Autor ein alternatives Modell der Absicherung?

schreibt der Autor, dass in verschiedenen Lebensaltern verschiedene Fähigkeiten gefördert


werden müssen?

gibt der Autor eine Empfehlung für ein unabhängiges Leben im Alter?

Glücklich im Alter
a
Mein Haus. Mein Auto. Mein Boot: Das war gestern. Auf dem \feg in eine langlebige Gesellschaft
hilft auch der Hinweis auf einen festen Job und eine sichere Rente nicht weiter. Können die heute
30-Jährigen ihrer Zukunfi gelassen entgegen sehen? Vann hört ihre Gelassenheit auf und wann füngt
ihre (Vor)Sorge an? Zukunftsvorsorge kann nicht länger als Synonym fiir Geldanlage verstanden
werden. Realistischer ist ein umfassendes Verständnis von Zukunftsvorsorge - materiell und mental,
physisch und sozial. Kapitalbildung kann Kontaktpflege nicht ersetzen. Wie hilfreich ist schon ein
teures Penthouse am Starnberger See, wenn keiner kommt und einen besucht?

b
Von den heute geborenen Deutschen wird 100 Jahre später die Hälfte noch am Leben sein. Unter
allen westlichen Industriegesellschaften weisen Deutschland und Japan die stärkste Alterung auf. Der
demografische Wandel gleicht einer Revolution auf leisen Sohlen: Die Lebenserwartung der Deut-
schen nimmt jedesJahr um zwei bis drei Monate zu (derzeit2,76 Monate pro Jahr). Alle zwei Vochen
veriängert sich unser Leben um ein langes \Tochenende, also um gut 80 Tage im Jahr. Langlebigkeit
wird ein Teil der Normalität. \fenn nach 2030 die Babyboomer aus dem Erwerbsleben ausscheiden,
wird man in Deutschland eine ganze Stadt mit Hundertjährigen ftillen können. Nach der Hundert-
jährigen-Studie des Instituts ftir Gerontologie der Universität Heidelberg lebt aktuell jeder zweite
Hundertjährige im eigenen Haushalt, weist im Zeiwergleich der letzten Jahre höhere geistige Fähig-
keiten aufund regelt auch seine Finanzangelegenheiten selbst. Veränderte Lebens- und Ernährungs-
gewohnheiten, gesündere Umweltbedingungen sowie Fortschritte der Medizin sorgen fiir eine weiter
zuneh mende Langlebigkeit.

26
Die Deutschen wissen die immer höhere Lebenserwartung sehr wohl zu schätzen, allerdings müssen
verschiedene Voraussetzungen für ein qualitativ hochwertiges Leben erfiillt sein. Geistige Fitness wird
zur größten Herausforderung für das alternde Gehirn. Immer mehr Senioren halten sich geistig fit
und versuchen, im Kopf jung zu bieiben. Sie wollen geistig nicht stillstehen, sondern in Bewegung
bleiben und beansprucht werden. Ganz im Sinne des Philosophen Cicero im Jahr 73 v. Chr.: Im
Alter braucht man weniger körperliche Kraft. Stattdessen gilt es, den Geist durch regelmäßige Übun-
gen (,,exercitationes ingeni") zu stärken. Auch die körperliche Gesundheit ist ein wichtiger Faktor.
Deutschland altert zwar, aber es geht nicht am Stock. Drei Viertel der über 65-Jährigen fühlen sich
fit. In Zukunft könaen wir immer länger beschwerdefrei leben, wenn wir das persönliche \7ohlbefin-
den nicht aus den Augen verlieren und ftir das \fohlfühlen in der eigenen Haut selbst Sorge tragea.
Nachweislich wird das Leben im Alter immer lebenswerter: Die Deutschen verbringen 97 Prozent
ihrer Lebenszeit ohne Pflegebedarf. Tiotz steigender Lebenserwartung nimmt die pflegefreie Lebens-
zeit weiter zu - und nicht ewa ab.

d
Ebenfalls eine wichtige Rolle spielt die finanzielle Situation. Der Anteil berußtätiger Rentner hat
sich im vergangenen Jahrzehnt von 6,5 a$ 14,5 Prozent mehr als verdoppelt, und die Tendenz ist
steigend. Um 2030 wird die Flexi-Rente mit einem Zeitfenster zwischen 60 und 70 Jahren Realität,
die Kopplung des Rentenalters an die steigende Lebenserwartung auch. Die Hälfte der gewonnenen
Lebenszeit muss dann in die Erwerbsdauer reinvestiert werden, um das Rentenniveau zu sichern. Die
Zukunftsformel lautet: Iängere Lebenszeit = Iängere Lebensarbeitszeit = längere Rentenbezugszeit.
Celd allein garantiert allerdings kein glückliches Leben. Wer gute Kontakte zur Familie hat, fühit
sich wohlhabender als der, der nur über Eigentum verfügt. Die Familie garantiert Geborgenheit und
schützt darüber hinaus vor vielen Armutsrisiken des Lebens. Der Beziehungsreichtum der Familie
wird zur Zukunftsinvestition. \7enn die Altersversorgung schwächelt, nimmt die Familie als veriäss-
liche Vollversicherung ihren Platz ein. Auch Freunde, Nachbarn und Hausgemeinschaften können
zu lebenslangen Begleitern bis ins hohe Alter werden.

e
Auch eine positive Einstellung uägt zu einem erfüllten Leben bei. Lebensbejahende Menschen leben
länger und zufriedener. Lebenshuagrig bleiben und den Mut zur Lebensbejahung nicht verlieren: Das
ist die Glücksformel für ein gutes und langes Leben. Dieses Glücksgefühl füllt nicht vom Himmel.
Man muss es wollen * und daran glauben. \Ver trotz Krisen und Konflikten positiv in die Zukunft
blicken will, darf nicht schon 30 Jahre vorher über Altersarmut jammern und sich bemitleiden. Eher
bewährt sich der Grundsatz: das Beste aus dem machen, was man am besten kann. Und nicht zuletzt
muss man auch im Alter aktiv bleiben. Mit dem Ende der Erwerbsarbeit ist die Lebensarbeit nicht
zu Ende: \fer eine Arbeit hinter sich hat, soll eine Aufgabe vor sich haben. Der Mensch will gefor-
dert werden - im Job, in der Familie oder beim sozialen Engagement. Altere Menschen, die sich um
ihre Kinder oder Enkelkinder kümmern, verlängern ihre Lebenszeit. Für alle aber gilt: \Ver sich um
andere sorgt, lebt länger.

Quelle: 0paschowski, Horst: Glücklich alt werden, in: Hannoversche Allgemeine vom 31.12.2016

27
Beschreibung dieses Prüfungsteils
Was ist lhre Aufgabe? i Sie lesen einen Text und im Anschluss elf Aussagen. Sie
i vergleichen sie mit dem Text und entscheiden, ob die jeweilige
j Aussage richtig, falsch oder nicht im Text enthalten ist. Dann
i wählen Sie aus drei Überschriften die am besten passende.
i Was wird vorgegeben?

i Wie lesen Sie? i Bei diesem Prüfungsteil geht es um Detailverstehen (Aussagen)


i und Globalverstehen (Überschrift).

Was müssen Sie tun, um i Sie müssen entscheiden, ob die Aussagen dem lnhalt des Textes
diesen Prüfungsteil zu lösen? i entsprechen und eine Überschrift wählen.
Wie lange dauert dieser i Sie sollten etwa 30 Minuten für die Bearbeitung verwenden.
Prüfungstei ? I ; Die Textlänge beträgt 1000-1200 Wörter.
Wie läuft der Prüfungsteil ab? o gesamten Text lesen
o Aussagen einzeln lesen und Schlüsselwörter markieren
o entsprechende Textstel le suchen
o Aussage und Textstel le vergleichen
o entscheiden, ob die Aussage dem lnhalt des Textes ent-
spricht
o Überschrift wählen

Nach dem Lesen:


Q Lösungen auf dem Antwortbogen eintragen

Wie wird dieser Prüfungsteil Für jede richtige Antwort erhalten Sie zwei Punkte, insgesamt
bewertet? also 24 Pu n kte (22 lür Deta i lversteh en, 2 f ür G oba lverstehen).
I
Schritt für Schritt zur Lösung
o Bei diesem Prüfungsteil müssen Sie Aussagen mit einem Text vergleichen und entscheiden, ob
sie richtig, falsch oder nicht im Text enthalten sind. Dafür müssen Sie nach detaillierten lnforma-
tionen in einzelnen Sätzen suchen.
o Richtige ltems sind im Allgemeinen eine Paraphrase der lnformation im Text, das heißt, der glei-
che lnhalt wird mit anderen Worten ausgedrückt.
o Es kann auch sein, dass der lnhalt des ltems nicht direkt im Text enthalten ist, sondern eine
logische Schlussfolgerung ist, die auf der lnformation des Textes basiert. ln diesem Fall handelt
es sich um eine lmplikation und das ltem ist auch richtig.
o Falsche ltems sind eine Negation der lnformation im Text.
o Items, die nicht im Text enthalten sind, geben eine lnformation, die im Text nicht vorkommt.

1. Haben die Sätze die gleiche Bedeutung? Markieren Sie.


gleich
1. a) Fällt eine Entscheidung schwer, hören wir auf unser Bauchgefühl.
b) Unser Gefühl erleichtert unsere Entscheidungen. O
2. a) Traurigkeit schlägt auf den Appetit.
b) Traurigkeit führt dazu, dass wir mehr essen. O
3. a) Es dürfte keine Hirnfunktion geben, die nicht von den Bakterien unseres Darms
beeinflusst wird.
b) Es ist bekannt, dass Darmbakterien Einfluss auf alle Hirnfunktionen haben. c)
4. a) Warum mancher Mensch melancholisch und ein anderer extrovertiert ist, könnte
in einer unterschiedlichen Zusammensetzung der Mikroorganismen im Darm
begründet liegen.
b) Darmbakterien bestimmen möglicherweise unsere Persönlichkeit. O
5. a) DerVagus-Nerv führt vom Kopf zum Bauch und verzweigt sich dabei in unzählige
Aste, mit deren Hilfe der Körper beispielsweise kontrolliert, wie viel Speichel fließt
und wie schnelldas Herz schlägt.
b) Der Vagus-Nerv kontrolliert im Körper beispielsweise den Speichelfluss und
den Herzschlag. O
6. a) Die Mikroorganismen stellen Hunderttausende Stoffwechselprodukte he; die ins
Blut gelangen; von dort wandern manche ins Gehirn, wo sie wie Hormone wirken.
b) Wenn Mikroorganismen über den Blutkreislauf ins Gehirn gelangen, können sie
manchmal die Wirkung von Hormonen haben. O
7. a) Mediziner haben gezeigt, dass die Stoffwechselprodukte bestimmter Keime
Mitursache für Fehlbildungen der Blutgefäße im Gehirn sind.
b) Wissenschaftler erbrachten den Beweis, dass bestimmte Keime zu Missbildungen im
Gehirn führen können. O
8. a) Die Mikroorganismen regulieren die Produktion von hormonartigen Molekülen mit,
die für die Entwicklung des Gehirns wichtig sind.
b) Die Gehirnentwicklung wird durch die Mikroorganismen beeinflusst. O

29
Leseverstehen, Teil 3

2. Welche Sätze sind in der Aussage impliziert? Markieren Sie.

1. Blutzuckerwerte, Blutdruck, Stresshormone - hohe Feinstaubwerte belasten den Organismus. Wie


stark, das hat ietzt eine Studie genauer untersucht. Die Ergebnisse sind alarmierend.

O a) Feinstaub hat Auswirkungen auf Blutzuckerwerte, Blutdruck und Stresshormone.


O b) Hohe Feinstaubwerte müssen reguliert werden.
O c) Hohe Feinstaubwerte sind gefährlich für die menschliche Gesundheit.

2. Dass Feinstaub die Gesundheit belastet, ist hinreichend belegt.


tVeniger klar ist, wie solche Smogbestand-
teile dem Organismus genau zusetzen.

O a) Feinstaub ist schon ausreichend erforscht.


O b) Man braucht mehr Forschung über Feinstaub.
O c) Viele aktuelle Studien untersuchen Feinstaub.

3. Dieser Frage sind Wissenschaftler um Haidong Kann von der School of Public Health der Fudan Uni-
versity in Shanghai auf den Grund gegangen. Ihren Fokus richteten sie auf Feinstaub mit einem maxi-
malen Durchmesser von 2,5 Mikrometem.

O a) Feinstaub mit einem Durchmesser von mehr als 2,5 Mikrometern wird in einer späteren
Studie untersucht.
O b) Feinstaub mit einem Durchmesser von mehr als 2,5 Mikrometern wurde nicht untersucht.
O c) Feinstaub ist in Shanghai ein großes Problem.

4. Um herauszufinden, wie sich solche kleinteiligen Schadstoffe, die unter anderem im Straßenverkehr in
größeren Mengen anfallen, aufden Stoffivechsel auswirken, rüsteten die chinesischen Forscher 17 Stu-
dentenwohnheime in Shanghai mit leistungsstarken Luftreinigungsgeräten aus. Diese ließen sie darauf-
hin zweimal je neun Tage lang laufen, und zwar einmal mit und ein weiteres Mal ohne Luftfilter.

O a) Alle dreiTage wurden die Luftfilter ausgewechselt.


O b) Autos sind eine Quelle von Feinstaub.
O c) ln der Studie wurde moderne Technologie verwendet.

5.Die Teilnehmer der Studie, insgesamt 5 5 gesunde junge Studenten beiderlei Geschlechts, wurden ange-
halten, während der Versuchszeiten die Fenster geschlossen zu halten und das Haus nur für die Vorlesun-
gen zv verlassen - eine Anweisung, der die Probanden weitgehend nachkamen.

O a) Die Mehrheit der Studienteilnehmer waren Männer.


O b) Die Studienteilnehmer hatten keinen Bluthochdruck.
O c) Die Vorlesungen fanden immer vormittags statt.

3. Welche Aussage des Textes wird verneint (Negation = N) und welche lnformation ist nicht im Text
enthalten (nicht enthalten = NEX

1. Wie die Autoren in ,,Circulation" berichten, atmeten die Sludierenden während der Versuchsperiode,
in der das Gerät den Filter enthielt und daher die Luft reinigte, im Durchschnitt 24 Mikrogramm klein-
teiligen Feinstaub pro Kubikmeter Luft ein; während der Scheinreinigung waren es hingegen 53 Mikro-
gramm - mehr als doppelt so viel wie die hierzulande geltende Obergrenze.

O a) Der Filter war die Lösung, um die Luft schadstofffrei zu halten.


O b) Die Feinstaubbelastung lag unter der chinesischen Obergrenze.
O c) Trotz Reinigung der Luft stieg der Feinstaubgehalt auf 53 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft.

2. Wie sich zeigte, hinterließ die Luftverschmutzung tiefe Spuren im Stoffuechsel der Probanden. Ganz
allgemein galt: Je ausgeprägter die Feinstaubbelastung, desto mehr verschob sich der Metabolismus in
eine Richtung, die der Entstehung von Herz-Kreislauf-Krankheiten und Diabetes Vorschub leistet.
(-) a) Bei allen Probanden zeigten sich die gleichen Ergebnisse.
O b) Das Ergebnis der Studie widerlegte die Hypothese der Forscher.
c) Die Gesundheit der Studierenden wurde durch die Studie nicht belastet.

3. So erhöhten sich dabei unter anderem die Blutzuckerwerte, der Blutdruck urrd der Blutgehalt verschie-
dener Stresshormone. Zugleich stieg die Aktivität von Signalstoffen, die mit Entzündungen, oxidativem
Stress und einer erhöhten Thromboseneigung einhergehen.

O a) Die Blutzuckerwerte der Probanden stiegen am stärksten.


O b) Die Feinstaubbelastung hat keinen Einfluss auf das Risiko von Bluthochdruck, Depressionen
und Krebs.
O c) Nach der Studie normalisierte sich der Metabolismus derTeilnehmer.

4. Welche Sätze a)-h) haben die gegenteilige Bedeutung der Sätze 1-4? Verbinden Sie.

1. Manche Menschen können a) Lange Zeit konnte niemand den Weltrekord brechen.
Sport nichts abgewinnen.
b) Bei dem Wettbewerb war er nicht erfolgreich.
2. Bei dem Wettbewerb schnitt er c) Der Weltrekord wurde schnell gebrochen.
mäßig ab. d) Der Spieler hat in seiner Altersklasse keine Konkurrenz.
3. Der Weltrekord blieb lange Zeit e) Manche Menschen begeistern sich für Sport.
unübertroffen. 0 Für den Spieler gibt es in seiner Altersklasse Konkurrenz

4. ln seiner Altersklasse ist der


g) Bei dem Wettbewerb erzielte er ein gutes Ergebnis.
Spieler konkurrenzlos. h) Manche Menschen können mit Sport nichts anfangen.

5. Unterstreichen Sie die Wörter, die eine Negation beinhalten. Schreiben Sie die Sätze neu und
verwenden Sie ein Negationswort (nicht, kein).

Beispiel:
Nach dem Unfall unterblieb jegliche Hilfe.
O Nach dem Unfall gab es überhaupt keine Hilfe.

1. Auf der nassen Straße war ein Zusammenstoß unvermeidbar.

2. Die Kunden versuchen, die höheren Preise der Stromkonzerne zu umgehen

3. Eine effiziente Polizei unterbindet die Verfügbarkeit von Drogen.

4. Das Studierendenparlament hat den Vorschlag abgelehnt.

5. Die Erfüllung seines größten Wunsches blieb ihm versagt.

6. Die schnelle Reaktion der Sicherheitskräfte verhinderte eine Katastrophe.

7- Eine Wiederholung der gestrigen Ereignisse ist auszuschließen.

31
Leseverstehen, Teil 3

So geht's
o Für das Leseverstehen 3 werden 30 Minuten Bearbeitungszeit empfohlen.
o Die Aussagen folgen chronologisch dem Verlauf des Textes.
o Richtige Aussagen paraphrasieren eine bestimmte lnformation, die der Text enthält.
o Falsche Aussagen widersprechen einer bestimmten lnformation, die der Text enthält.
o ln diesem Prüfungsteil gibt es immer ein bis drei ltems, deren lnformation nicht im Text enthal-
ten ist, d. h. sie sprechen über Aspekte, die im Text nicht thematisiert werden.
o Entscheidend für die Richtigkeit einer Aussage ist nur die lnformation des Textes, nicht lhre per-
sönliche Meinung oder allgemeingültige Ansichten über das Thema.

1- Lesen Sie den folgenden Text. Welche der Aussagen sind richtig (r), falsch (f) oder gar nicht im
Text enthalten (-)?

o Überfliegen Sie zuerst den gesamten Text, um eine generelle ldee vom lnhalt zu bekommen.
o Um die Aufgaben zu lösen, sollten Sie für jedes ltem die folgenden Schritte ausführen:
1. Lesen Sie die Aussage. Wenn Sie die Schlüsselwörter in der Aussage markieren, kann lhnen
das dabei helfen, sich die relevanten Aspekte zu verdeutlichen.
2. Suchen Sie danach die entsprechende Textstelle.
3. Vergleichen Sie dann die erste Aussage mit dem Text und entscheiden Sie, ob die lnformation
im Text enthalten ist oder dem Text entspricht.
o Lesen Sie nicht nur den Satz, der die Schlüsselwörter des ltems enthält, sondern auch den Satz
davor und danach. Dort könnte eine Negation enthalten sein oder eine andere lnformation, die
den lnhalt des Satzes mit den Schlüsselwörtern beeinflusst.
o Bearbeiten Sie alle anderen Aussagen nacheinander auf die gleiche Weise.
o Um am Ende die passende Überschrift auszuwählen müssen Sie darauf achten, dass nicht nur
ein Teilaspekt angesprochen wird, sondern das Thema vollständig darin abgebildet wird.

Es schienunmöglich und passierte doch: illotz der endlosen \Teiten des Universums kollidierten am
10. Februar 2009 das erste Mal in der Geschichte der Raumfahrt zwei Satelliten. Es handelte sich
um Iridium 33 und Kosmos 2257, zwei Kommunikationssatelliten, die beide in knapp 800 Kilome-
tern Höhe operierten. Durch den Zusammenstoß entstand eine Schrorrwolke aus mehr als 100.000
Bruchstücken, die seitdem die Erde umkreisen und groß genug sind, um über Jahrzehnte auf ihrer
Umlaufbahn zu bleiben.

,,Zusammenstöße von Satelliten sind recht unwahrscheinlich. Aber wenn sie passieren, ist es wie
eine Kettenreaktion - die bei einer Kollision entstehenden Tiümmer erhöhen das Risiko für weitere
Zusammenstöße", erklärt Marc Lehmann vom Institut für Luft- und Raumfahrttechnik der Gchni-
schen Universität (TU) Berlin. Dies nennt man in derWissenschaft auch den Kessler-Effekt, benannt
nach dem ehemaligen Nasa-Mitarbeiter Donald Kessler, der schon 1978 vor diesem Teufelskreis
gewarnt hat. Durch Kollisionen der Tiümmer miteinander werden die Schrotwolken immer weiter
wachsen.

Marc Lehmann befindet sich gerade in der letzten Bauphase eines neuen Satelliten, der in zwei Mona-
ten in den \7eltraum starten soll. Der 20 Kilogramm schwere ,,Technosat" ist mit einem sogenannren
Kollisionsdetektor ausgestattet, das ist ein Netz aus elektrischen Bahnen. Fällt der Strom auf einer
der Bahnen aus, bedeutet es für das Forscherteam, dass der Satellit vermutlich von einem fremden
Objekt getroffen wurde.
Solche Mechanismen sollen Raumfahrtexperten Informationen darüber liefern, wie verschmutzt das
\Teltall mittlerweile ist. Nicht mehr funktionsfähige Satelliten, ausgebrannte Raketenstufen, abge-
brochene Lackstücke oder einfach verlorengegangene Teile - ein Müllberg aus Blech und Schrott
kreist um unseren blauen Planeten und könnte die zukünftige Raumfahrt stören.
,,Sehr viele Partikel entstehen vor allem dann, wenn der Satellit von der Rakete abgetrennt
wird. Das
geschieht meist mit kleinen Mengen von Sprengstoff und hinterlässt natürlich Bruchstücke", erklärt
Lehmann. Seit dem Start des sowjetischen Sputnik I im Jahr \957 wird der um die Erde kreisende
Müllberg immer größer - nach Angaben der Europäischen \Teltraumorganisation Esa wächst er jede s
Jahr um lunf Prozent. Derzeit befinden sich mindestens 7.500 Objekte, die größer als zehn Zenti-
meter sind, in der Umlaufbahn der Erde. Sie werden von der Esa pausenlos verfolgt. Lediglich sechs
Prozent von ihnen sind jedoch funktionsfähige Raumfahrzeuge, der Großteil ist nicht mehr funk-
tionsfähige Technik und anderer Schrott. Hinzu kommen rund 100.000 kleine Tiümmer in ein bis
zehn Zentimetern Größe. Andere Modelle gehen von wesentlich mehr Objekten aus. Die Zahl der
millimetergroßen Splitter weiß man nicht genau. Sie wird wohl einige Millionen betragen.
,,Wir brauchen Verbesserungen vor allem bei der Überwachung dieser Teiie. Sie muss präziser wer-
den", sagte Cosimo Marzo von der Italienischen Raumfahrtagenrur auf der siebten Europäischen
Konferenz über \(eltraumrückstände am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in
Darmstadt. Dort trafen sich im April 2017 350 \Tissenschaftler, Ingenieure und Entscheidungsträ-
ger führender Raumfahrtnationen, um Lösungen für das Weltraumschrottproblem zu finden.

Bisher können die fliegenden Bruchstücke nur ab einem Durchmesser von ftinf bis zehn Zentimetern
durch Teleskope am Boden erkannt werden. Kleinere Objekte werden nur noch statistisch erfasst.
Deswegen arbeitet das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik im Auftrag
des DlR-Raumfahrtmanagements an der Enwicklung eines leistungsfühigen Radars rur Üb.r*"-
chung und Verfolgung von Objekten im erdnahen Weltraum. Das Bundesministerium fiir tVirtschaft
und Energie fördert das Projekt namens Gestra - kurz ftir: German Experimental Space Surveillance
and Tracking Radar - über eine Laufzeit von vier Jahren mit 25 Millionen Euro. Noch Ende dieses
Jahres soll der Radar die ersten Messungen vornehmen.
Die menschliche Expansion ins All hat nämlich gerade erst begonnen. Man darf noch mehr kosmi-
schen Schrott erwarten. Ganze Satellitenfotten werden jedes Jahr in den Weltraum gebracht * um
Internetversorgung, GPS-Navigation, Rundfunk, Glekommunikation, militärische Aufldärung und
\(/ettervorhersagen in jedem \Tinkel der Erde möglich zu machen. ,,Da Satelliten immer kleiner und
günstiger werden, kann man es sich leisten, eine hohe Anzahl in Betrieb zu halten", sagt der TU-For-
scher Marc Lehmann. Die durchschnittliche Lebensdauer dieser kleinen Satelliten beträgt ungePähr
ein Jahr. Nach dem Abschalten nähern sie sich langsam der Erdatmosphäre - und verglühen beim
Eintritt. Passives Aufräumen nennt Lehmann diesen Vorgang. Rund 10 bis 40 Prozent der Masse
bleiben übrig und stürzen aufdie Erde.
Nach Angaben des DLR treten auf diese Weise 60 bis 80 Tonnen \Teltraummüll pro Jahr in die
Atmosphäre ein. Manch umherirrender MülI verbleibt jedoch über Jahrzehnte im All - abhängig
davon, wie weit das Bruchstück oder der Sateilit von der E,rdatmosphäre entfernt sind. Je weiter das
Objekt von der Erde entfernt ist, desto länger kann es im ewigen Umlaufverbleiben und um die Erde
kreise n.

10 ,,Stoppt die Verschmutzung", forderte auch Luisa Innocenti von der Esa auf der Darmstädter Konfe-
renz. Sie leitet die Initiative Clean Space der Agentur und macht vor allem die altmodische Mecha-
nik der Treibstofftanks an den Flugobjekten für den MüIl veranrwortlich. Die Tänks lösen sich nach
einiger Zeit, oder es entsteht sogar eine Explosion, in deren Folge viele Bruchstücke entstehen.
1t Sogar diese kleinen Obiekte können erheblichen Schaden verursachen, wenn sie die Erde mit einem
Tempo von durchschnittlich 35.000 Kilometern pro Stunde umkreisen. 2014 schlug ein winziger
Splitter ein 13 Zentimeter großes Loch in ein Sonnensegel der Internationalen RauÄstation (IS"S).
Fast wäre eine wichtige Leitung getroffen worden.

l2 Die erdnahen Umlaufbahnen, in denen sich in etwa 400 bis 500 Kilometern Höhe die ISS aufhält,
sind noch nicht ganz so voll. Die größte Ansammlung herrscht in 600 Kilometern Höhe. Trotzdem
musste die ISS dem \Teltraumschrott, der sich mit einer hohen Geschwindigkeit um die Erde bewegt,
schon mehrfach ausweichen. Eine mögliche Lösung für dieses Problem könnten Schutzschilde sein.
So ist die Raumstation bisher vor Schrotteinschlägen durch sogenannte Whippie-schilde
- benannt
nach dem Kometenforscher Fred'ü4ripple - geschützt. Beim Aufprall zerfallen die Fragmente in eine
\flolke dünnerer Partikel, die durch weitere Schutzschichten aufgefangen werden.
Leseverstehen, Teil 3

13 Eine andere Möglichkeit ist die aktive Entfernung von \Teltraummüll, so Innocenti. Unter dem Titel
,,e.Deorbit" plant die Esa aktuell die erste aktive Aufräumaktion im Weltall, die voraussichtlich 2023
stattfinden soli. Ein Flugkörper der Esa soll in einer Höhe von 800 Kilometern entweder mit einem
Netz oder Roboterarm gefangen werden, in Richtung Erdatmosphäre navigiert und dann dort ver-
brannt werden. ,,Das Problem bei dieser Mission ist, dass man nicht scheitern darf', erklärt Innocenti
von Clean Space. ,,Denn wenn man scheitert und eine Kollision auslöst, kreiert man die berühmte
\7olke aus'Weltraumschrott - und hat die Situation noch schlimmer gemacht."

Queile: Knupper; Franziska: Weltraumschrott - Wie der Mensch das All zumüll! in: Berliner Zeitu ng vom 27.04.2017

Welche der Aussagen sind richtig (r), falsch (f) oder nicht im Text enthalten (-)?

1_ Der Unfall im Jahr 2009 wurde durch einen früheren


Satel litenzusammenstoß verursacht. OOO
2. Als ,Jechnosat" von einem fremden Objekt getroffen
wurde, flel der Strom aus. OOO
3. Weltraummül I beeinträchtigt mögl icherweise eines
Tages die Raumfahrt. OOO
4. Die Raumfahrtexperten sind sich einig, wie groß der
Müllberg im Weltall ist. OOO
5. Die ltalienische Raumfahrtagentur hat Geld in die
Ü berwachung des Weltraumsch rotts i nvestiert. OOO
6. Man hofft, den Weltraumschrott in Zukunft besser
überwachen zu können. OOO
Ein Teii der Objekte im Weltall verschwindet von
selbst. OOO
8. Es besteht eine Verbindung zwischen der Distanz zur
Erde und der Verweildauer des Müils im All. OOO
9. Durch ihre hohe Geschwindigkeit werden auch kleine
Objekte im Weltall zu einer Gefahr. OOO
10. Die Satelliten sollen sich auf neuen Umlaufbahnen
um die Erde bewegen. OOO
11. Die Esa plant, einen Flugkörper in einer Höhe von
800 Kilometern zu fangen und dort zu verbrennen. OOO

Welche der Überschriften a, b oder c trifft die Aussage des Textes am besten?

12.o a) Aufräumen im Weltall


O b) Das All - ein neuer Müllberg der Menschen
r--) c) Vor- und Nachteile von Satelliten

34
So finden Sie die richtige Lösung

O Unterstreichen Sie in den Textausschnitten die die für die Antwort relevanten Wörter.

Item 1:
Zuerst lesen Sie die Aussage und markieren die Schlüsselwörter. Hier sind das,,Unfall'f ,,2OOg",,,Satel
Iitenzusa m menstoß",,,verursacht".
Dann suchen Sie die entsprechende Textstelle:

Es schienunmöglich und passierte doch: Tiotz der endlosen tüTeiten des Universums kollidierten am 10. Feb-
ruar 2009 das ersre Mal in der Geschichte der Raumfahrt zwei Satelliten.

Nun vergleichen Sie die Aussage mit derTextstelle: DerText enthält die gesuchte jahreszahl ,2OOg"
und ein Synonym für Unfall:,,kollidierten Satelliten".
Es wird aber kein Grund für die Kollision genannt. ltem '1 sagt jedoch aus, dass der Grund für den
Unfa | | ein früherer Satel itenzusammenstoß war.
I

Die lnformation von ltem 1 ist somit nicht im Text enthalten.

Item 2:
Sie lesen wieder die Aussage und markieren die Schlüsselwörter: ,Iechnosat", ,,getroffen", ,,flel ...
aus",,,strom".
Danach suchen Sie die entsprechende Textstelle:

Marc Lehmann befindet sich gerade in der letzten Bauphase eines neuen Sateiliten, der in zwei Monaten in
den Weltraum starten soll. Der 20 Kilogramm schwere ,,Tbchnosat" ist mit einem sogenannren Kollisions-
detektor ausgestattet, das ist ein Netz aus elektrischen Bahnen. Fälit der Strom auf einer der Bahnen aus,
bedeutet es für das Forscherteam, dass der Satellit vermutlich von einem fremden Objekt getroffen wurde.

Sie vergleichen wieder die Aussage mit der Textstelle.


Im Text sind alle Schlüsselwörter enthalten.
Es gibt aber einen Widerspruch bei der Zeitform. Das ltem spricht über ein Ereignis, das in der Ver-
gangenheit passiert ist.
lm Text heißt es jedoch, dass,jlechnosat" erst in zwei Monaten starten soll, also in der Zukunft. Der
letzte Satz des Textausschnittes beschreibt eine eventuelle zukünftige Situation.
Aus diesen Gründen ist ltem 2 falsch.

Item 3:
Schüsselwörter:,,Weltra u m mü l l'i,,beei nträchti gt",,,
l Rau mfa h rt".
Danach suchen Sie die entsprechende Textstelle:

Nicht mehr: funktionsfühige Sateiliten, ausgebrannte Raketenstufen, abgebrochene Lackstücke oder einfach
verlorengegangene Teile * €glajiJbgggut-BJe-cbggdsgh:gtt kreist um unseren blauen Planeten und kö_n_n1e
die zJbill_nJrBS Raum lah rt stpISI.

ln der Textstelle flnden sich Beispiele für Weltraummüll, ein Synonym für beeinträchtigt - ,,stören" -
und das Schlüsselwort Raumfahrt. Den Wörtern ,,möglicherweise eines Tages" im ltem entsprechen
,,könnte" und ,,zukünftige" im Text.
lm Text wird berichtet, dass der Müll im Weltraum in Zukunft die Raumfahrt stören könnte.
Item 3 gibt die gleiche lnformation und ist daher richtig.

Item 4:
Schlüsselwörter:,,Raumfahrtexperten",,,einig",,,groß",,,Mü l lberg".
Danach suchen Sie die entsprechende Textstelle:

Seit dem Start des sowjetischen Sputnik I imJahr 1957 wird der um die Erde kreisende Müllberg immer
größer - nach Angaben der EUrgpUtcbgq-V-eltrJrgggJgaJrSggoJlEl4 wächst er jedes Jahr um fünf Prozent.
Derzeit befinden sich mindestens 7.500 Objekte, die größer sind als zehn Zentimeter, in der Umlaulbahn der

35
Leseversteherl, Teil 3

Erde. Sie werden von der Esa pausenlos verfolgt. Lediglich sechs Prozent von ihnen sind jedoch funktions{ii-
hige Raumfahrzeuge, der Großteil ist nicht mehr funktionsfühige Technik und anderer Schrott. Hinzu kom-
men rund 100.000 kleine Tlümmer in ein bis zehn Zentimetern Größe. 4ldSf._l4g4.J9 gehen von wesenr-
lich mehr Objekten aus. Die Zahl der millimetergroßen Splitter weiß man nicht genau.

Die Textstelle enthält Beispiele für Raumfahrtexperten - die ,,Weltraumorganisation ESA'- und für
die Objekte, aus denen der Müllberg besteht. Außerdem wird durch die Formulierung,,andere Mo-
delle" impliziert, dass es andere Fachleute gibt, die auch Berechnungen über den Müllberg im All
angestellt haben.
Diese Fachleute vermuten, dass es noch wesentlich mehr Weltraummüll gibt, als die Esa angibt. Die
verschiedenen Experten sind sich also nicht einig.
Das heißt, ltem 4 widerspricht der lnformation des Textes und ist deshalb falsch.

Item 5:
Schlüsselwörter:,,ltalienische Raumfahrtagentur';,,Überwachung'f ,,Weltraumschrott",,,investiert".
Danach suchen Sie die entsprechende Textstelle:

,,Wir brauchen Verbesserungen vor allem bei der Überwachung dieser Teile. Sie muss präziser werden", sagte
Cosimo Marzo von de r Italienische n Raumfahrtage ntur auf der siebten Europäischen Konferenz über \7elt-
raumrückstände am Deutschen Zentrum ftir Luft- und Raumfahrt (DLR) in Darmstadt. Dort trafen sich
vor kurzem 350 \Tissenschaftler, ingenieure und Entscheidungsträger fuhrender Raumfahrtnationen, um
Lösungen für das \(/eltraumschrottproblem zu finden.

I m Texta bschn itt fi nden sich a e Sch üsselwörter außer,,investiert".


I I I

Es wird berichtet, dass ein Mitarbeiter der ltalienischen Raumfahrtagentur die Überwachung des
Weltraumschrotts verbessern wi l. I

Es wird aber nicht darüber gesprochen, ob diese Agentur zu diesem Zweck Geld investiert hat. Über
diesen Aspekt informiert der Text nicht.
Die Aussage 5 ist also nicht im Text enthalten.

Item 6:
Schlüsselwörter:,,Weltraumschrott'f ,,Zukunft",,,besser",,,überwachen".
Danach suchen Sie die entsprechende Textstelle:

Bisher können die {liegenden U:,SbrS\L*g nur ab einem Durchmesser von fünf bis zehn Zentimetern durch
Gleskope am Boden erkannt werden. SlStgSf.p_bjgktg werden nur noch statistisch erfasst. Deswegen arbei-
tet das Fraunhofer-Institut für Hochfrequenzphysik und Radartechnik im Auftrag des DlR-Raumfahrtma-
nagements an der Enrwicklung eines lgg,gggr&lrrgSg Radars zur Überwachung und Verfolgung von Qbigk:
tsg im erdnahen \(/eltraum. [ ... ] Noch Ende dieses Jahres soll der Radar die ersten Messungen vornehmen.

ln diesem Textabschnitt sind Synonyme für Weltraumschrott enthalten: ,,Bruchstücke", ,,kleinere


Objekte'f ,,Objekte". Das Schlüsselwort,,überwachen" wird durch die Nomen ,,Überwachung und Ver-
folgung" wiedergegeben. Die Formulierung,,Entwicklung eines leistungsfähigen Radars" impliziert
bessere Überwachung in der Zukunft.
Item 5 ist daher richtig.

Gehen Sie bei den ltems 7-11 analogvor.

O ln der Prüfung übertragen Sie nun die Lösungen auf den Antwortbogen.
So sieht das Prüfungsblatt aus

Lesen Sie den folgenden Text und die Aussagen'1-11. Welche der Aussagen sind richtig (r), falsch
(f) oder gar nicht im Text enthalten (-)? Es gibt jeweils nur eine richtige Lösung. Markieren Sie
lhre Lösungen für die Aufgaben 1-11 auf dem Antwortbogen.

Es rattert aufdem Asphalt. Auf dem Campus des Karlsruher Instituts fürGchnoiogie (KIT) führt
ein hellblonder Student mit Blindenabzeichen seinen Stock über den Boden. Klack, klack, klack.
Andere drehen sich nach dem Geräusch um, während Max Kordel mich zu einem seiner Hörsälc
führt. Er benötigt den Langstock zur Orientierung, denn er har nur noch zwei Prozenr Sehfühig-
keit. Ma-x ist einer von 35 sehgeschädigten Student*innen am KIT unrer mehr als 20.000 Imma-
trikulierten und der einzige Sehgeschädigte in der Fakultät ftir Chemie.
Das Chemiegebäude, in dem sich einer von Max' Hörsälen befindet, besteht aus mehreren Kom-
plexen. Das macht den \feg dorthin nicht einfach. Wir gehen durch ftinfTüren und müssen eine
Tieppe hoch. Die Tieppe berührt den Boden nur an den unteren Stufen und steht dann frei im
Raum. Sehbehinderte Student*innen können solche Treppen nur an der untersten Stufe ertasten.
Nähern sie sich ihnen aus einer anderen fuchtung, können sie sich an den freistehenden Stufen
den Kopf stoßen. Das hat beim Bau scheinbar niemand bedacht.

Im Unterrichtsraum angekommen sehe ich die Täfeln, vor denen ein langes gefliestes Pult mit
\Tasser- und Gashähnen steht. Davor befinden sich auf einer nach hinten aufsteigenden Platt-
form die Sitzplätze fiir die Student*innen. Ma-x Kordel zählt die Stufen bis zu seinem Platz. Mit
einem roten Auf'kleber ist hier markiert, dass der Sitz für Studierende mit Sehbehinderung frei-
gehalren werden soll.

Bunsenbrenner, Chemikalien, Gas - Chemiestudium mit Sehbehinderung klingt erst mal ge{iihr-
lich.
,,Bis vor zwei Jahren habe ich noch ein bisschen mehr gesehen, da sind dann die Praktika
einfach in Zweier-Gruppen gemacht worden", erzählt Mar. ,Je nach Praktikum lief es dann dar-
aufhinaus, dass ich für den Papierkram zuständig war und die Glasapparaturen aufgebaut habe",
sagt d€r Masterstudent. So konnte er in seinen viereinhalb Jahren am KIT fusiken umgehen. Für
blinde Studierende können zudem Assistenzen die Versuche übernehmen. Dann diktiert der seh-
geschädigte Student den Ablauf.

,,Man muss einfach miteinander sprechen," erklärt Professor Rainer Stiefelhagen. Er ist Leiter
des Studienzentrums ftir Sehgeschädigte (SZS) am KIT. Kommunikation sei eine der Schlüssel-
kompetenzen für ein erfolgreiches Studium mit Sehbehinderung. ,,Was wir den blinden und seh-
behinderten Studierenden immer sagen, wenn sie zu uns kommen ist: Sprecht selbst mit euren
Dozenten, am besten vorher, sagt ,Hallo, ich sehe ganz schlecht' und dann können die sich dar-
auf einstellen."

Rainer Stiefelhagen und seine acht Mitarbeiterxinnen sind für barrierefreies Studieren an der Uni-
versität zuständig. Sie unterstützen die Studenr*innen aktiv durch Aufbereitung der Übungsblät-
ter, Klausuren und Lesematerialien. ,,Manchmal gibt es so Spezialprobleme, zum Beispiel, wenn
man in der Informatik Programmieraufgaben abgeben muss und es dann eine spezielle Program-
mierumgebung gibt, dann kann das unter Umständen schwierig sein. Da versuchen wir zu unrer-
stützen und auch gemeinsam Lösungen zu finden", so Rainer Stiefelhagen.

Das Karlsruher Institut unterstützt seit 30 Jahren sehgeschädigte Student*innen durch Forschung
und Betreuung. Seit 1992 gibt es das SZS. Im Gebäude sind die technischen Enwicklungen der
vergangenen Jahre offensichtlich. Neben großen, älteren Braille-Zeilen, also Lesehilfen für den
Computer, finden sich moderne, kompakte Apparate für denselben Gebrauch. Sehbehinderte
Student*innen können Unterrichtsmaterialien mithiife von Vergrößerungsmaschinen lesen.
Leseverstehen, Teil 3

Dieser stanz't Brailleschrlft und


Blinde Studierende erhalten Ausdrucke eines taktilen Druckers.
von Diagrammen in das Papieq sodass das Abgebildete
Musrer zum Beispiel für cie Darstellung
lrstellt Abbildungen von Molekülen, geometrischen.For-
errastet werden kann. Ein 3D-Drucker
als orientierungshilfe für die student*innen' Sie kön-
men und einen Stadtplan von Karlsruhe
einen Eindruck von Formen, Abständen und verknüp-
nen dann fühlen, was andere sehen, um
seines computers' um
fungen zu bekommen. Ma-x Kordel nutzt außerdem ein Sprachprogramm
mitverfolgen zu können, das ihm von der Software
während d.er voriesung unterrichtsmaterial
vorgelesen wird.
bekannt, sich für Studierende mit
Neben Karlsruhe sind Düsseldorf und vor allem Marburg dafür
Deutschlands", sagt Simone
Sehbehinderung einzusetzen. ,,Marburg ist die Blindenhauptstadt
bietet neben einer Schule für
Henzler, Projekileiterin des Deutschen älindenhilfswerks. Die Stadt
an der Universität, Menükar-
Braiile und Mobilitätstechniken auch Leseräume fär Sehbehinderte
sehgeschädigte Men-
ten in Restaurants auf Braille und sprechende Aufzüge. ,,Es gibt
aber auch

schen, die sagen, ich will nicht ,',".i M"rb.trg, ich


brauche keine besondere Umgebung"' sagt
Simone H.r1il.r. Doch für viele sei es eine Erleichterung' barrierefrei leben zu können'
funktionieren können'
Karlsruhe und Marburg zeigen, dass Barrierefreiheit und Integration
gibt Unis Zentren, die Barri-
Doch noch sind sie di. Ärnih-.n, nicht die Regel. ,,Es an einigen
sagt Christiane Möller, Rechtsre-
erefreiheit organisieren, wie das KIT. Aber das ist nicht üblich",
und sehbehindertenverbands (DBSV)' E's gebe keinen einheit-
ferentin des Deutschen Blinden-
lichen Ansatz in Deutschland. Stattdessen herrsche Behördenchaos.

Christiane Mö11er erklärt, dass die ersren zwei Semesrer häufig


lur die Organisation geopfert wer-
den müssen. Es gebe einen Kampf um Hilfsmittel und
asistenzstunden' Denn wenn die univer-
müssen die Student*innen auf unter-
sitäten nicht selbst Hilfestellur.,g flir Sehgeschädigte geben,
oder die Materialbeschaffung funktl-
stützung von außen zurückgr.ii..r, d"-it d., Laborversuch
stehen, obwohl es gesetzliche Vorgaben
oniert. ,,Es dauert oft ,.h, llr'rg, bis Hilfen zur Verfugung
durcheinander und ist gerade im Bache-
zur Verkürzung gibt. Das briigt ganre Studienabläufe
lor- und Master-System ein Problem'"
es besser geht, hat sie während
christiane Möller kennt das Problem aus eigener Erfahrung. \(/ie
anderes Studieren' da hat man
ihres Studienaufenthalts in Australien .rl.bi. ,,D"t war ein ganz
zu haben war gut", erzählt sie. In Aus-
sich um nichts kümmern müssen. Keinen Behördenkrieg
Organisation des Studiums für
tralien regelt die Universität die Vergabe der Hilfsmittel und die
die sehbehinderten Student*innen.
system nicht' In Deutschland haben
Ganz überzeugt ist christiane Möller aber auch von diesem
sehbehinderte Student*innen einen Rechtsanspruch auf
Hilfsmittel vom Staat' In Australien
ein Rechtsanspruch besteht nicht' "Die Vorstel-
kommt die Finanzierung jedoch von Sponsoren,
zu sein, fand ich nicht so toll", kritisiert Christiane Möller'
1..rr.,g, ,ron Almosen
"bhi'"gig
will als nächstes seinen Masterabschluss schaffen'
Ma-x Kordel, der chemiestudent aus Karlsruhe,
diesen veg wünscht
S.hon j.t"tdenkt er über eine mögliche Promotion im Anschluss nach' Für
er sich mehr Unterstützung drrr.h ä", Lehrpersonal. ,,Für
mich ist es wichtig, dass sie zum Beispiel
häufig seien Dozent*innen zu Beginn
daran denken, Grafisches"zu beschreiben", ,"g,.t. Denn
den sehgeschädigten Studenten im
sehr hilfsbereir, vergessen dann aber im Laufe des Semesters
Studierenden hineinzuverset-
Hörsaal. ,,Man sollte als Dozent versuchen, sich in einen blinden
zen,,, sagt.Rainer Stiefelhagen. ,,Wenn man etwäs
zeigt, sehen das alle Sehenden' aber der Blinde
sieht es-hait nicht. Das h.ßt, ,r-r".r muss es einfach beschreiben."

ist fast blind:wie funktioniert studieren mit einer Sehbehinderung?'inZEII


Quelle: Bewerunge, Julia V.: Max (0606?017)
http://ze.tt/studieren-mlt-senoeninderung-ist-kein'problem-wenn-dozenten-und-uni-mitdenken/
Welche der Aussagen sind richtig (r), falsch (f) oder nicht im Text enthalten (-)?

rf
1. Beim Bau der Universitäten wurde die lnklusion von
Studierenden mit Behinderung vernachlässigt. OOO
2. Für sehbehinderte Studenten sind am KIT bestimmte
Vorgehensweisen vorgesehen. OOO
3. Sehbehinderte Studierende sollten den Kontakt mit
den Lehrenden suchen. OOO
4. Die Schwierigkeiten von sehbehinderten Studierenden
sind vom Studiengang abhängig. OOO
5. Die Zahl der Studierenden mit Sehbehinderung
steigt jedes Jahr: OOO
6. Manche Orte bieten eine vorbildliche Unterstützung
für Studierende mit Sehbehinderung. OOO
7. Marburg wird dank seiner blindenfreundlichen
lnfrastruktur von allen sehgeschädigten Menschen
bevorzugt. OOO
8. An den deutschen Universitäten gibt es ein allgemeines
Konzept zur Unterstützung der sehbehinderten
Studierenden. OC)O
9. Trotz Sehbehinderung müssen die Studierenden
keine Einschränkungen in ihrem Studium in Kauf
nehmen. OOO
10. Die Hilfe für Studierende mit Sehbehinderung ist in
Australien staatlich besser geregelt. OOO
11. Die Lehrenden wollen in Zukunft die Situation der
sehgeschädigten Studierenden verbessern. OOO
Welche der Überschriften a, b oder c trifft die Aussage des Textes am besten?

12. <) a) Als sehbehinderter Student an der Universität Karlsruhe


O b) Wie funktioniert Studieren mit einer Sehbehinderung?
O c) Das alltägliche Leben sehbehinderter Menschen
Beschreibung dieses Prüfungsteils
Was ist lhre Aufgabe? Sie hören acht kurze lnterviews mit acht verschiedenen Per-
sonen. Sie werden zu einem bestimmten Thema nach lhrer
persönlichen Meinung gefragt. Zu den lnterviews gibt es zehn
Aussagen. Sie sollen jeder Person die passende Aussage zuord-
nen. Zwei Aussagen passen zu keiner Person.

Was wird vorgegeben?

Wie hören Sie? Bei diesem Prüfungsteil geht es um Globalverstehen. Es ist also
nicht notwendig, jedes kleine Detail in den Aussagen zu verste-
hen. Sie sollen zeigen, dass Sie die Meinungen und Einstellun-
gen von Menschen in persönlichen Stellungnahmen verstehen'
Sie hören die lnterviews nur einmal.

Was müssen Sie tun, um Eshandelt sich um eine Zuordnungsaufgabe. Sie müssen den
diesen Prüfungsteil zu lösen? acht lnterviews die passende Aussage zuordnen'

Wie lange dauert dieser Vor dem Hören haben Sie 60 Sekunden Zeit für das Lesen der
Prüfungstei ?I zehn Aussagen. ledes der acht lnterviews dauert etwa 35-40
Sekunden und umfasst 1OO-140 Wörter. lnsgesamt stehen fÜr
diesen Prüfungsteil ca. acht Minuten zur VerfÜgung'

Wie läuft dieser Prüfungsteil Vor dem Hören:


ab? O Aussagen lesen
O Schlüsselwörter markieren
O Thema erfassen
Während des Hörens:
O auf Schlüsselwörter achten
O Aussagen den SPrechern zuordnen
i Nach dem Hören:
i O Lotrngen auf dem Antwortbogen eintragen

Wie wird dieser Prüfungsteil Für jede richtig zugeordnete Aussage erhalten Sie einen Punkt,
bewertet? insgesamt also acht Punkte.
Schritt für Schritt zur Lösung
Überschrift lesen - Vermutungen über den lnhalt anstellen
ln diesemTeil der Prüfunggehtes um die persönlichen Meinungen von Menschen in einem alltägli-
chen Kontext. Sie werden also keine Außerungen von Experten und keine fachlichen lnformationen
hören, sondern Personen aus dem Alltagsleben, die über ihre Ansichten oder Erfahrungen sprechen.
Mit diesem Wissen können Sie schon gutVermutungen darüber anstellen, worüber die acht Perso-
nen in Bezug auf ein bestimmtes Thema sprechen könnten.

1. Welche lnhalte könnte man bei den folgenden überschriften erwarten?


1. Hochschulsport

Jobmessen an der Universität


Online-Studium

Aussagen lesen - Schlüsselwörter unterstreichen


Nachdem Sie die Überschrift gelesen haben, lesen Sie die zehn Aussagen zum Thema ,,Online-Stu-
dium" und markieren dabei die Schlüsselwörter. Sie enthalten die wichtigsten lnformationen einer
Aussage.

Beispiel:
o lch finde den persönlichen Kontakt zu meinen Mitstudierenden sehr wichtig.

Alle Aussagen geben die Meinungen von Personen wieder; deshalb ist,,lch flnde" nicht wichtig.
,,Sehr" verstärkt nur die Bedeutung von ,,wichtig", aber es verändert nicht die Bedeutung. ,,Persön-
licher Kontakt" sind die zentralen Wörter in dieser Aussage.,,Mitstudierenden" erklärt genaueI zu
wem der persönliche Kontakt bestehen soll.,,Wichtig" ist eine Bewertung dieses Kontakts und des-
halb relevant.

2. Markieren Sie die Schlüsselwörter in den folgenden Aussagen.


1. Mit meinem Laptop kann ich überall studieren, nicht nur auf dem Campus.
2. Man spart viel Zeit, wenn man nicht extra zur Uni fahren muss.
3. Weil ich gleichzeitig arbeite und studiere, habe ich fast keine Freizeit.
4. Bei meinem Fernstudiengang gibt es einen Online-Campus für den Austausch mit den Kommili-
tonen.

Synonyme suchen
Die Wahrscheinlichkeit ist hoch, dass die Aussagen a-j in den lnterviews mit anderen Wörtern for-
muliert sind. Deshalb ist es notwendig, dass Sie sich auch mit Synonymen beschäftigen. So können
Sie die'10 Aussagen in den Hörtexten wiedererkennen. Sie brauchen nur für die Schlüsselwörter
Synonyme zu finden.

3. Suchen Sie nun Synonyme für die Schlüsselwörter in den Aussagen 1-4 und schreiben Sie sie in
lhr Heft.
Beispiel:
O lch finde den persönlichen Kontakt zu meinen Mitstudierenden sehr wichtig

Synonyme: persönlich -r direkt; Kontakt -r Begegnung; Mitstudierenden + Kommilitonen;


wichtig -r wertvoll

41
Hörverstehen, Teil 1,

Paraphrasierungen suchen
Neben dem Einsatz von Synonymen ist es möglich, dass eine Aussage paraphrasiert wird. Das heißt:
Der lnhalt wird auch vom Satzbau her anders ausgedrückt. Obwohl Sie selbst in der Prüfung keine
Aussagen paraphrasieren müssen, ist es nützlich, das zu üben, um den gleichen lnhalt in einer ande-
ren Formul ierung wiederzuerkennen.

4. Welche Formulierungen haben die gleiche Bedeutung? Ordnen Sie zu.


'1. von etwas ausgeschlossen sein a) es gut finden, sich weiterzubilden

2. sich für lebenslanges Lernen interessieren


b) nicht einfach sein, den PIan zu realisieren
c) mehr Zeit erfordern, um das Studium abzu-
3. hohe Studiengebühren bezahlen schließen

4. eine sich verlängernde Studiendauer d) keinen Zugang zu etwas haben

e) viel Geld für sein Studium ausgeben


5. eine hohe Abbrecherquote an der Universität
f) viele Studenten verlassen ihr Studium
6. ein schwierig umzusetzendes Vorhaben ohne Abschluss

5. Umschreiben Sie die folgenden Aussagen.

Beispiel:
a) Bei einem Fernstudium kann man selbst den Zeitpunkt für seine Prüfungen bestimmen.
O Wenn man online studiert, ist es möglich selbst zu entscheiden, wann man seine Klausuren
schreibt.
b) Es ist auch ohne Abitur möglich, ein Fernstudium zu machen.

c) Meine Vorlesungsunterlagen bekomme ich immer ganz praktisch per Post.

d) Bei einem Online-Studium ist man nicht gestresst durch überfüllte Vorlesungen und Seminare.

e) Man braucht mehr Disziplin, um sich gulzu organisieren.

0 Fernstudiengänge bei privaten Anbietern sind teurer als ein Studium an einer staatlichen
Hochschule.

60 , 6. Ordnen Sie die ltems a-f in Aufgabe 5 den Sprech ern 1-4 zu.

Sprecher'1:

Sprecherin 2:
Sprecher 3:

Sprecherin 4:

LXi*r 7. Vergleichen Sie lhre Antworten mit den Lösungen. Lesen Sie die Transkriptionen
mit Klett-Augmented. Sie finden die Transkriptionen auch unter www.klett-sprachen.de.
Code:8etev2y

42
So geht's

Vor dem Hören


O Lesen Sie die Überschrift über den Aussagen und überlegen Sie kurz:Welche lnformationen er-
wartet man beim Thema ,,Auslandsstudium" normalerweise in einer prüfung?
Es könnte um die Gründe für ein Studium im Ausland gehen, um mögliche Schwierigkeiten, die
unterschiedlichen Kulturen und Sprachen und die Finanzierung des Studiums. lndem Sie Hypo-
thesen bilden, sind Sie schon auf die möglichen Außerungen der Personen vorbereitet und es
wird lhnen Ieichter fallen, sie zu verstehen.
O Danach lesen Sie die zehn Aussagen a-j. Dafür haben Sie eine Minute Zeit. Sie müssen die Sätze
also schnell lesen. Falls Sie eine Aussage nicht gut verstehen, dann lesen Sie trotzdem weiter. Es
ist wichtig, dass Sie alle Aussagen gelesen haben, wenn der Hörtext beginnt.
O Beim Lesen müssen Sie auch die Schlüsselwörter in jeder Aussage markieren. Durch das Mar-
kieren der Schlüsselwörter identifizieren Sie die wichtigsten lnformationen. Das hilft lhnen, sich
beim Hören leichter auf die gesuchten lnformationen zu konzentrieren.
O Die Aussagen a-j sind in den lnterviews anders formuliert. Falls Sie vor dem Hören noch Zeit
dazu haben, dann überlegen Sie sich Synonyme für die Wörter in den Aussagen.

1. Sehen Sie sich nun die ltems a-c und die Schlüsselwörter an.
a) Das Land, in dem ich studiere, spielt eine große Rolle in meinem Bereich.
Sch üsselwörter:,,1a nd",,,große Rol e",,,meinem Bereich".
I I

b) Früher wurde erwartet, dass man die Landessprache beherrscht.


Sch üsselwörter:,,früher",,,erwartet",,,Landessprache".
|

c) lch brauche viel Geld für Ernährung und Miete, obwohl ich in einer WG wohne.
Sch l üsse lwörter:,,viel Geld'l,, Ernä h ru ng",,,Miete",,,obwoh l'f ,,WG".

2. Lesen Sie die ltems d-j und markieren Sie die Schlüsselwörter.

d) Wir treffen uns sogar außerhalb des Unterrichts mit den Professoren und unterhalten uns.
e) Die Professoren sind sehr kompetent und sprechen viele Sprachen.
f) Man braucht etwas Zeit, um mit den Einheimischen warm zu werden.
g) An der Uni gibt es nicht nur akademisch ein großes Angebot.
h) An meiner Universität bekommen die ausländischen Studenten leicht ein Stipendium.
i) Das Studium ist kostenlos und die Professoren sind sehr engagiert.
j) Das Studium ist anspruchsvoll und es war zuerst nicht einfach mit der Sprache.

Während des Hörens


6ö , l. Hören Sie jetzt die acht lnterviews. Ordnen Sie jeder Sprecherin/jedem Sprecher eine Aussage zu.

O Konzentrieren Sie sich beim Hören daraul ob Sie einen ähnlichen inhaltlichen Aspekt oder eine
ähnliche Formulierung wie in den Schlüsselwörtern hören. Denken Sie noch einmal daran, dass
die geschriebenen Sätze in den lnterviews mit anderen Worten ausgedrückt werden können.
O Falls Sie einige Wörter nicht gut verstehen, dann denken Sie nicht darüber nach, sondern folgen
Sie trotzdem weiter der Aufnahme. Versuchen Sie, den lnhalt der Aussage global zu verstehen.
Es kommt hier auf die Kernaussage an, weniger auf die Details.
O Wenn Sie glauben, dass ein ltem zu einer bestimmten Person passt, dann notieren Sie das auf
dem Aufgabenblatt. Bleiben Sie aber offen für die Möglichkeit, dass dieses ltem auch zu einer
anderen Person gehören könnte.

Yipp: Zu jeder Perscn


gehört ein ltem, zwei
Iterns gehören zu
keiner Person"

43
Hönrerstehen, Teil 1,

Nach dem Hören


Es kann sein, dass Sie während des Hörens für die Zuordnung mehrere Möglichkeiten notiert haben.
Allerdings haben Sie durch lhre Auswahl die Optionen schon beschränkt. Versuchen Sie in diesem
Fall nach dem Hören, sich noch einmal an die Außerungen der acht Sprecher zu erinnern und sie mit
den Schlüsselwörtern zu vergleichen. Überlegen Sie aber nicht zu lange, da Sie die Lösungen nach
dem Hören zügig auf dem Antwortbogen eintragen müssen.

Item a):
,,Das Land, in dem ich studiere, spielt eine große Rolle in meinem Bereich.":
Bei dieser Aussage kommt ganz deutlich die Wichtigkeit des Landes, wo man studiert, für den Studi-
enbereich bzw. Arbeitsbereich zum Ausdruck.
Beim Hören haben Sie dieses ltem möglicherweise mehreren Sprechern zugeordnet:
Sprecherin'1:,,Und klar hoffe ich, dass sich das später irgendwie auch beruflich auszahltl'
Sprecher 4:,,lch studiere Fahrzeugbau in Aachen. Mein Ziel ist, nach meinem Abschluss bei einem
deutschen Autobauer zu arbeiten. ln meiner Branche ist China ein wichtiger Markt. Deshalb ist es
auf jeden Fall eine gute ldee, ein Jahr in Shanghai zu studierenl'
Sprecherin 1 stellt keine spezielle Verbindung zwischen dem Land, in dem sie studiert, und ihrem
Studienfach bzw. Studienbereich her. Sie hat nur generell die Hoffnung, dass ein Auslandsstudium
sich beruflich positiv auswirken wird. ltem 1 passt also nicht zu ihr.
Sprecher 4 beschreibt die große Wichtigkeit von China für seinen Studienbereich. Er studiert Fahr-
zeugbau in Shanghai. Sprecher 4 nennt also alle Schlüsselwörter in seiner Aussage: ,,Land" = China,
,,große Rolle" = wichtiger Markt,,,Bereich" = Fahrzeugbau/Autobauer. Das heißt, ltem a passt zu Spre-
cher 4.

Item b):
,,Früher wurde erwartet, dass man die Landessprache beherrscht."
Die Sch I üsseIwörter si nd,,f rü her",,,erwa rtet",,,La ndessprache".
Hier wird ausgesagt, dass man in der Vergangenheit die Muttersprache des Landes können sollte.
Beim Hören haben Sie dieses ltem vielleicht mehreren Sprechern zugeordnet:
Sprecher 4: ,,Keiner erwartet von uns, dass wir gut Chinesisch könnenl'
Sprecherin 7: ,,Bis vor ein paar Jahren musste man Polnisch-Kenntnisse haben, aber heute braucht
das keiner mehr."
Beide Sprecher berichten, dass man heutzutage im Gastland die Landessprache nicht beherrschen
muss, aber nur Person 7 sagt, dass die Landessprache früher erwartet wurde. Sprecherin 7 nennt
also alle Schlüsselwörter in ihrer Aussage: ,,Früher" = Bis vor ein paar Jahren,,,erwartet" = musste
man,,,Landessprache" = Polnisch-Kenntnisse. ltem b passt also zu Sprecherin 7.

Item c):
,,lch brauche viel Geld für Ernährung und Miete, obwohl ich in einer WG wohnel'
Die Schlüsselwörter sind ,,viel Geld'f ,,Ernährung",,,Miete'i ,,obwohl'i ,,WG". Hier geht es um die hohen
Ausgaben für Lebensmittel und für die Miete eines Zimmers in einer Wohngemeinschaft.
Mehrere Sprecher thematisieren die hohen Mietpreise, aber nur zwei wohnen in einer WG.
Beim Hören haben Sie dieses ltem möglicherweise diesen beiden Sprechern zugeordnet:
Sprecherin'1:,,Die hohen Preise hier sind ein echtes Problem für mich. Für mein WG-Zimmer zahle
ich'1200 Dollar. Auch Einkaufen ist richtig teuer."
Sprecher 6: ,,Leider ist lnnsbruck nicht ganz billig. Mein WG-Zimmer kostet 450 Euro im Monat, und
zum Leben brauche ich bestimmt nochmal doppelt so viell'
Sprecher 6 berichtet nu; dass die Miete und das Leben im Allgemeinen nicht billig sind. Sprecherin
1 spricht hingegen ganz konkret über die hohen Kosten für Miete und Lebensmittel.
Sprecherin 1 nennt alle Schlüsselwörter in ihrer Aussage:,,viel Geld" = hohe Preise;,,Ernährung" = s1n-
kaufen, ,,Miete" und ,,WG" = für mein WG-Z|mmer zahle ich. ltem c passt folglich zu Sprecherin 1.

Lösen Sie die ltems d)- j) selbstständig. Die Lösungen finden Sie auf Seite'143.

44
So sieht das Prüfungsblatt aus

6öE Sie hören die Meinungen von acht Personen. Sie hören die Meinungen nur einmal. Entscheiden
Sie beim Hören, welche Aussage (a-j) zu welcher Person (Sprecher/in 1-8) passt. Zwei Aussagen
passen nicht. Markieren Sie lhre Lösungen für die Aufgaben 1-8 auf dem Antwortbogen.
Lesen Sie jetzt die Aussagen a-j. Sie haben dazu eine Minute Zeit.

Warum heiraten junge Leute?

a) um eine glückliche Beziehungzuführen, muss man nicht verheiratet sein.

b) Heiraten bedeutet nicht, dann genauso zu leben wie alle anderen.

c) lch habe bei meiner Entscheidung meine Familie als Vorbild genommen.

d) Es ist nicht leicht, von einer Fernbeziehung zu einem gemeinsamen Leben zu wechseln.

e) lch habe geheiratet, weil ich nicht wusste, wie ich mit meiner finanziellen Situation
klarkommen konnte.

f) Unser Traum hat sich leider nicht erfüllt.

g) ln unserer Ehe hat jeder seine eigenen Freunde.

h) Wir sind sowohl beruflich als auch privat ein Team.

i) Heute gibt es viele Lebensformen.

j) Der kulturelle Hintergrund spielt eine Rolle dabei, wann man heiratet.

Hinweis: Auf dem Prüfungsblatt dürfen Sie Schlüsselwörter markieren und Notizen machen.

4s
Beschreibung dieses Prüfungsteils
Was ist lhre Aufgabe? Sie hören ein lnterview zu einem bestimmten Thema. Es
sprechen zwei oder mehr Personen. Dazu gibt es zehn
Aufgaben. Sie müssen jeweils einen Satzanfang ergänzen,
indem sie aus drei möglichen Fortsetzungen die richtige
auswählen.

Was wird vorgegeben? i Sie bekommen zehn Aufgaben mit jeweils drei Antwort-
i optionen.

i wre noren 5te/ Bei diesem Prüfungsteil geht es um das Detailverstehen. Sie
sollen zeigen, dass Sie in einem komplexen Hörtext einzelne,
detail ierte lnformationen verstehen.
I

Sie hören das lnterview nur einmal.

Was müssen Sie tun, um Sie müssen in den zehn Aufgaben die Aussagen identifizieren,
diesen Prüfungsteil zu lösen? die am besten zu dem lnhalt des lnterviews passen.

Wie lange dauert dieser Vor dem Hören haben Sie drei Minuten Zeit fÜr das Lesen der
Prüfungsteil? zehn Aufgaben.
Das lnterview dauert etwa neun Minuten und umfasst ca.
1100 Wörter.

Wie läuft dieser Prüfungsteil Vor dem Hören:


ab? O Aussagen lesen
O Schlüsselwörter markieren
O Thema erfassen
Während des Hörens:
O auf Schlüsselwörter achten
O die richtige Antwortoption markieren

i O Lösungen auf dem Antwortbogen eintragen


Wie wird dieser Prüfungsteil i fUr;ede richtige Antwort erhalten Sie zwei Punkte, insgesamt
bewertet? i also 20 Punkte.
Schritt für Schritt zur Lösung

1. Lesen Sie die Aussagen und markieren Sie die Schlüsselwörter.


1. Charles Landry
O a) arbeitet nicht oft im Kollektiv.
O b) möchte nicht als allwissender Experte erscheinen.
O c) setzt nur die Anweisungen seiner Auftraggeber um.

2. Kluge und kompetente Bürger


O a) finden die Verkehrsmittel und schulen einer Stadt am wichtigsten.
O b) haben die gleichen Wünsche wie andere Menschen.
O c) sind in vielen Orten weltweit begehrt und umworben.

3. Damit eine Stadt kreativ bleibt,


O a) braucht sie vor allem Künstler und Unternehmer.
O b) muss viel Geld investiert werden.
O c) muss sie alle Gruppen einschließen.

4. Laut Landry hat eine Stadt


O a) auf jeden Fa|1100.000 Einwohner.
O b) idealerweise ein bekanntes Wahrzeichen.
O c) kein Veränderungspotenzial, wenn sie klein ist.

Bei diesem Prüfungsteil gibt es keine Überschrift, die lhnen dasThema nennt. Sie können dasThe-
ma aber erkennen, indem Sie die Satzanfänge und die möglichen Fortsetzungen lesen.
Nach dem Lesen der Aussagen haben Sie bestimmt schon eine Vermutung, um welches Thema es
in diesem lnterview geht. Überlegen Sie, was Sie schon über das Thema wissen und welche Wörter
mögl icherweise verwendet werden.

2. Ergänzen Sie die Skizze zu dem Thema des lnterviews in Aufgabe 1. Schreiben Sie das Thema,
zwei weitere Oberbegriffe und möglichst viele Stichwörter zu jedem Oberbegriff.

lnfrastrukral
Q9"^t4uattD

\ (ll.leud) -/

Arbe if

47
Hörverstehen, Teil 2

3. Ordnen Sie die Begriffe aus Aufgabe 2 in die Tabelle und ergänzen Sie weitere Wörter.
(+ = positive Begriffe; * = negative Begriffe)

i stadt
Was gibt es in einer Stadt? Wie ist eine Stadt? Was macht man in einer
(Nomen) (Adiektive) Stadt? (Verben)
+ t+

4. Ergänzen Sie die Tabelle. Der Schüttelkasten hilft. Nicht zu jedem Wort gibt es ein Antonym.

ahnungslos - Amateur - Anordnung - ausgeben - Fachkraft - Fähigkeit, sich zu verändern


gefragt - Gruppe - lndividuum - kenntnisreich - Symbol - unbeliebt

Synonym Antonym
1. Kollektiv

2. allwissend

3. Experte

4. Anweisung
5. begehrt
6. investieren

7. Wahrzeichen

8. Veränderungspotenzial

60 * S. l
Lesen Sie noch einmal die ltems und 2auf Seite 47 und hören Sie den ersten Abschnitt des
lnterviews. Notieren Sie in Stichwörtern die Aussagen, die inhaltlich der Lösung entsprechen.

O Die Lösung für die ltems 1 und 2 ist also 1. und 2.

-
6ö g 6. Lesen Sie nun noch einmal die ltems 3 und 4 auf Seite 47 und hören Sie den zweiten Abschnitt
des lnterviews. Ergänzen Sie die Aussagen von Charles Landry in Stichwörtern.
Nach Landrys Meinung gibt es natürlich manche Gruppen von Menschen, die
als andere. Aber wenn sich eine Stadt dauerhaft neu erfinden

soll, muss man

Was die Größe betrifft, hat eine Stadt laut Landrys Definition

O Die Lösung für die ltems 3 und 4 ist also 3. _ und 4.

48
So geht's

Vor dem Hören


O Während des Lesens der Aufgaben markieren Sie die Schlüsselwörter in den Satzanfängen und
Auswahlantworten. Dafür haben Sie drei Minuten Zeit.
O Wenn Sie Schwierigkeiten haben, einzelne Vokabeln zu verstehen, lesen Sie trotzdem weiter;
damit Sie innerhalb der Vorbereitungszeit alle Aussagen lesen und markieren können.
O Die Reihenfolge der Aussagen ist chronologisch und folgt dem Hörtext.
O Beim Lesen und Markieren bekommen Sie schon viele lnformationen über den lnhalt des lnter-
views. So können Sie lhr Vorwissen über das Thema aktivieren und sich den möglichen Wort-
schatz ins Gedächtnis rufen.
O Vergessen Sie jedoch nicht: lhre Vorkenntnisse und Meinungen über ein Thema können lhnen
zwar helfen, das Gespräch besser zu verstehen. Für die korrekte Auswahlantwort zählt jedoch
nur, was im lnterview gesagt wird.
O Achten Sie auf Synonyme und Umschreibungen, da die Aussagen im lnterview mit anderen Wör-
tern formuliert sind.

1. Sehen Sie sich nun die Aufgaben 1-3 an und markieren Sie die Schlüsselwörter.

'1. Alexander von Humboldt wurde zu Lebzeiten


O a) auf der Straße von vielen Menschen gefeiert.
O b) beneidet und bewundert.
O c) kritisiert und dann vergessen.

2. Zu Humboldts 100. Geburtstag


O a) erinnerte man sich nur in Europa an ihn.
O b) gab es in Berlin eine große Feier mit ihm.
O c) wurde in New York ein Denkmal für ihn aufgestellt.

3. Humboldts Forschungsmethoden
O a) entsprechen aktuellen Methoden.
O b) galten Anfang des 20. Jahrhunderts als zu rational.
O c) waren später nicht mehr anerkannt.

Item 1:
schlüsselwörter: ,,Humboldt" = Nachname der Person, um die es geht;,,2u Lebzeiten" = relevanter
Zeitraum; Humboldt;,,beneidet", ,,bewundert'f ,,kritisiert", ,yergessen", ,yon vielen Menschen gefeiert,,
= Reaktionen anderer Menschen auf Humboldt.

Die ltems 1-3 sind ziemlich kurz. Wahrscheinlich haben Sie die meisten Wörter markiert. Markie-
ren Sie trotzdem jedes Schlüsselwort einzeln, denn so können Sie sich beim Hören besser visuell
orientieren. Konnektoren, Präpositionen, Artikel, Adjektive und Hilfsverben, die keinen zusätzlichen
lnformationsgehalt haben, markieren Sie nicht. ln diesem Beispiel sind das ,,at)f",,der",,,und",,dann",
,,große" etc. Wenn Sie bei kurzen ltems wie 1-3 diese Wörter ausschließen, bleiben die Schlüsselwör-
ter übrig.

2. Lesen Sie nun die Aufgaben 4-6 und markieren Sie die Schlüsselwörter.

4. Humboldt gewinnt heutzutage wieder an Bedeutung, weil


O a) er die Wissenschaft und Künste förderte.
O b) er sich für den Klimawandel interessierte.
O c) seine Weltsicht der vieler Menschen heute ähnelt.

49
Horverstehen, Teil 2

5.
Humboldt war der Meinung, dass
O a) die Welt vor der HaustÜr sehr komplex ist'
O b) man die Natur entweder emotional verstehen oder rational messen soll.
O c) man die Welt direkt erleben muss.
6.
Humboldts Kritiker
O a) beeinflussten seine Karriere.
O b) kritisierten ihn manchmal aus persönlichen GrÜnden'
O c) schätzten die vielen Themenfelder; die er bearbeitete'

Während des Hörens

6ö t g. Hören Sie jetzt den ersten Teil des lnterviews. Kreuzen Sie für jede Aufgabe die korrekte
Fortsetzung des Satzanfangs an.

Konzentrieren Sie sich beim Hören auf die Schlüsselwörter; die Sie markiert haben.
Achten Sie
O Wörtern
auf die Stellen im lnterview, die den gleichen lnhalt wie in den Aussagen mit anderen
wiedergeben.
Falls Sie manche Wörter nicht verstehen, dann denken Sie nicht darÜber nach,
sondern folgen
O
Sie weiter der Aufnahme.

Item 1:
wurde,
Bei dieser Aussage geht es darum, wie Humboldt von anderen Menschen wahrgenommen
als er gelebt hat. lm lnterview flnden sich folgende Aussagen:
er seine Forschungsreisen ohne Humboldt
,,Napoleon war eifersüchtig auf ihn. Charles Darwin sagte, dass
Zierden der
nie iemacht hätte. Der dÄalige US-Präsident Thomas Jefferson nannte ihn eine der größten
wenn man acht Täge lang
W.li Goeth. sagte, dass -"n i-n einer Stunde mehr von ihm lernen könne, als

Bücher iese."
sie haben ihn
Das heißt, Humboldts Zeitgenossen waren eifersüchtig (= haben ihn beneidet) oder
bewundert. Das entspricniAem lnhalt von Aussage b). Aussagen a) und c) sind falsch, denn in die-
sem Teil des lnterviews wird nicht darüber gesprochen, dass Humboldt kritisiert
und vergessen wur-
de. Es wird auch nicht gesagt, dass er während seines Lebens auf der Straße von vielen Menschen
gefeiert wurde. Die großen Feiern fanden erst zu seinem 100. Geburtstag statt'

Item 2:
Text finden sich
Bei diesem 1tem geht es um die Feierlichkeiten zu Humboldts 100. Geburtstag. lm
folgende Aussagen:
nach seinem Tod, sind die Menschen weirweit auf die
,,Als sein 100. Geburtstag anstand, also fast zehn Jahre
Straßen gegangen, r- .i.r., zu gedenken. [ .. . ]. Allein in Berlin sollen es damals 80.000 Menschen gewe-
,.r, ,.irr.*[-...1 Ab.rauch in NJw York waren die Straßen voll. Zr seinen Ehren wurden Flaggen gehisst,
Musikgruppen, gefolgt von Tausenden Menschen, zogen umher und kamen später zum central
Park, wo
,.ir.. dürt. .nthüllt *urde. [ ... ] eigentlich überall auf der Welt wurde seiner gedacht'"

Das heißt, in New york wurde seine Büste enthüllt (= ,,in New York wurde ein
Denkmal für ihn aufge-
stellt"). Aussage c) ist also richtig. lm lnterview erfahren wir; dass Humboldt zehn Jahre vor seinem
mit ihm statt. Demnach ist Aussage b)
100. Geburtstag gestorben *u4 Ji" Feier fand also nicht
auch, dass man sich überall auf der Welt an ihn erinnerte, nicht nur in Europa'
falsch. Wir erfahren
Aussage a) ist deshalb auch falsch.
Item 3:
Bei diesem ltem geht es darum, wie Humboldts Forschungsmethoden viele Jahre
nach seinem Tod
bewertet wurden. lm lnterview heißt es:

,,Außerdem war er eigentiich der letzte Universalgelehrte, der


nicht nur die Velt vermessen wollte, son-
dern auch d.n \f,rns.h hatte, sie mit Geluhlen zu verstehen. [ ... ] Vor Beginn seiner großen Forschungs-
reise schrieb er: ,,Auf das Zusammenwirken der Kräfte, den Einfluss der unbelebten Schöpfung auf die
belebte Tier- und Pflanzenwelt, auf diese Harmonie soilen stets meine Augen gerichtet sein' [ .. . ] So etwas
ging Anfang des 20. Jahrhunder.rs in der V/issenschaft überhaupt nicht mehr, da zählten nur noch rationale
tit.ihod.n. I.mand wie Humboldt wurde da als Amateur betrachtet."

verste-
Das heißt, Humboldt wollte die welt nicht nur rational erforschen, sondern auch emotional
hen. Aber Anfang des 20. Jahrhunderts war diese Vorgehensweise als wissenschaftliche Methode
ist demnach
nicht mehr anerkannt (= ,ging in der Wissenschaft überhaupt nicht mehr"). Aussage c)
aktuellen
korrekt. Aussage a) ist falsch, denn sie behauptet, dass Humboldts Methoden mit den
Methoden übereinstimmen. Humboldts Forschungsmethoden wurden Anfang des 20. Jahrhunderts
nicht mehr als rational gesehen und er selbst als Amateur betrachtet. Aussage b) ist deshalb
auch
falsch.

Vor dem Hören

4. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 7-10 und markieren Sie die Schlüsselwörter-

7. Galvanismus
C) a) war ein Bereich, mit dem Humboldt sich beschäftigt hat'
o b) war eine Methode, um Elektrizität ausTieren zu erzeugen.
O c) wurde durch Humboldt erst populär.

8. Humboldt
O a) hat in Peru an Seevögeln Experimente durchgeführt'
O b) hat in Peru DÜnger angebaut.
C) c) verursachte durch seine Entdeckung in Peru Folgen, die er nicht wollte.
9. Auf seiner Reise durch SÜdamerika
O a) legte Humboldt in Venezuela Plantagen an'
O b) stellt Humboldt seine Prognosen für die Zukunft vor'
o c) war Humboldt besorgt über den Umgang mit der umwelt.

10. Humboldts ZukunftsPrognosen


O a) haben sich als völlig falsch erwiesen'
O b) leiteten sich aus seinen Beobachtungen ab'
O c) sagen eine erfolgreiche Besiedlung eines anderen Planeten voraus'

Während des Hörens

6ö , S. Hören Sie nun den zweiten Teil des lnterviews. Kreuzen Sie für iede Aufgabe die korrekte
Fortsetzung des Satzanfangs an.

Nach dem Hören

..,Il' g. Lesen Sie das Transkript bei Klett-Augmented und suchen Sie die relevanten
Textstellen.

O ln der Prüfung Übertragen Sie nun die Lösungen auf den Antwortbogen.
Hörverstehen, Teil 2

So sieht das Prüfungsblatt aus

('fi a Sie hören eine Radiosendung. Sie hören die Sendung nur einmal. Entscheiden Sie beim Hören,
welche Aussage (a, b oder c) am besten passt. Markieren Sie lhre Lösungen für die Aufgaben
.1-10 auf dem Antwortbogen. Lesen Sie jetzt die Aufgaben 1-10. Sie haben dazu drei Minuten
' Zeit.

1. Konsekutive Masterstudiengänge
O a) bauen auf berufliche Erfahrungen auf.
C) b) sind auf zwei bis vier Semester angelegt.
O c) verlangen einen vorherigen Studienabschluss'

2. Gründe für ein Masterstudium sind beispielsweise


O a) der Wunsch, lieber zu studieren als zu arbeiten'
o b) der wunsch nach einem schnellen Einstieg in den Arbeitsmarkt.
o c) der wunsch nach weiterer Beschäftigung mit dem bisherigen Fach.

3. Einen Masterabschluss
O a) finden einige Arbeitgeber nicht notwendig.
O b) haben fast 9Oo/o der Naturwissenschaftler.
O c) kann man in der Forschungsabteilungvon unternehmen machen.

4. uni-Absolventen
O a) entscheiden sich meistens fÜr einen weiterbildenden Master.
O b) profitieren von ihren Kontakten zu Unternehmen.
O c) wollen lieber weiterstudieren als FH-Absolventen.

5. Ein Masterstudium
O a) bietet wenig Möglichkeit, sich einem neuen Feld in seinem Fach zu widmen'
O b) gibt den Studierenden die Chance, die Kenntnisse aus dem Bachelor umzusetzen.
O c) vermittelt den Studierenden grundlegendesWissen.

6. Viele Bachelorabsolventen, die weiterstudieren wollen,


O a) beschäftigen sich weiter mit ihrem bisherigen Fach'
O b) entdecken durch den Master einen neuen Bereich.
O c) nutzen die Möglichkeiten des neuen Modells.

7. Für die Zulassung zum Masterstudium


O a) gibt es keine allgemein gÜltigen Kriterien.
o b) ist die Abschlussnote des Bachelorstudiums am wichtigsten.
O c) spielen verschiedene persönliche und wirtschaftliche Faktoren eine Rolle.

8. Das Bachelor-Master-Modell
C) a) ist die Basis für eine er{olgreiche Karriere.
O b) könnte die Ausbildung an Universitäten und Fachhochschulen ähnlicher machen.
O c) wurde in Deutschland er{olgreich umgesetzt.

g. Einkommensunterschiede bei Bachelor- und Masterabsolventen


O a) bleiben ein Nachteil für die Bachelorabsolventen'
O b) frustrieren viele Bachelorabsolventen.
O c) gibt es nur zu Beginn der Karriere.

10. Viele Unternehmen


O a) haben die Berufsentwicklung ihrer Mitarbeiter schon gut erforscht.
O b) haben unterschiedliche Karrierewege für Bachelor- und Masterabsolventen.
O c) unterstützen ein Masterstudium ihrer Mitarbeiter'

52
Beschreibung dieses Prüfungsteils
Was ist lhre Aufgabe? Sie hören einen Vortrag zu einem bestimmten Thema. Dazu gibt i

es Präsentationsfolien mit zehn Aufgaben. Sie müssen auf den I

Folien die fehlenden lnformationen stichwortartig ergänzen. j

-- ------------l
Was wird vorgegeben? Sie bekommen auf zwei Seiten fünf bis sieben i

Präsentationsfolien rit l:lf .tyfs#91: j

Wie hören Sie? Bei diesem Subtest geht es um den lnformationstransfer. Sie i

müssen sowohl global als auch detailliert hören. Sie sollen i

zeigen, dass Sie einem längeren Monolog folgen und sich i

währenddessen lnformationen zu den wichtigsten Punkten


können.
i

notieren
Y_eilr?s:irilrL:
i

li: l9::r 9:r ----'-------1i


Was müssen Sie tun, um Sie müssen auf Präsentationsfolien die fehlenden
diesen Prüfungsteil zu lösen? I nformationen stichwortartig ergänzen.
Wie lange dauert dieser Vor dem Hören haben Sie eine Minute Zeitfür das Lesen der
Prüfu ngstei I ? Folien.
Der Vortrag dauert etwa zehn Minuten und umfasst
ca.'1'100 Wörter.

Wie läuft dieser Prüfungsteil Vor dem Hören:


ab? O Folien lesen
O Thema erfassen
O Schlüsselwörter markieren
Während des Hörens:
O auf Schlüsselwörter achten
O fehlende lnformationen ergänzen
Nach dem Hören:
O Antworten auf dem Antwortbogen eintragen
Wie wird dieser Prüfungsteil Für jedes korrekte ltem erhalten Sie zwei Punkte, insgesamt
bewertet? also 20 Punkte.
Hörverstehen, Teil 3

Schritt für Schritt zur Lösung


o Bei diesem Prüfungsteil müssen Sie Notizen anfertigen. Sie brauchen
aber keine vollständigen Sätze zu formulieren, sondern nur Stichwörter.
o Es gibt verschiedene Aufgabentypen auf den Präsentationsfolien und
dementsprechend auch verschiedene Möglichkeiten, wie sie zu lhrer Ant- Tipp: Vor de m tlören
wort kommen. Es kann sein, dass Sie dafür einen kompletten gehörten markieren 5ie wie
Satz auf Stichwörter reduzieren, eine Aufzählung vervollständigen oder immer die Schlüssel-
fehlende Teile eines Satzes ergänzen müssen. wörter.

6ö, t. Hören Sie die Beispiele und antworten Sie in Stichwörtern.


1. Was ist wichtig für Spitzenforscher?

2. Welche Folgen hätte die Abschaffungvon Studiengebühren?

3. Was sind die Folgen der Studiengebühren in England?

6ö,,0 2. Hören Sie die Beispiele und ergänzen Sie die Aufzählung.
'1. Vorteile eines Auslandssemesters:
Pe rsonliche Ne ifere nfntrcklunq,
2. Wichtige Tipps für die Prüfungsvorbereitung:
Prufunqs\i wtuIal ton, ..

3. Vorteile des universitären Karrieresystems in den USA:


l+ehr Jobsicherheif

ffi tl 3. Hören Sie die Beispiele und ergänzen Sie die fehlenden Satzteile.
?üpp: lVenn 5ie fehlende
Teile eines Satzes ergänzen
1. Die steigende Zahl der Prüfungen führt bei vielen Studierenden rr'rüssen, überlegen 5ie: Wie
ist der Satz formuliert?
Welcre F:crncr:lc fehlen? 5c
Sie überlegen: Das Verb führen hat die Präposition zu. Es könnte also entweder können Sie beirn Hören
leichter die Antvvoi i lrncien.
die Präposition mit einem Nomen folgen. Oder ein Nebensatz, der durch dozu,
doss eingeleitet wird.

2. Die hohe Abbrecherquote in diesem Fach hat sich trotz vieler Bemühungen

Sie überlegen: Dieser Satz ist im Perfekt formuliert, das Hilfsverb steht schon da. Es fehlt noch ein
Verb im Partizip Perfekt und möglicherweise eine weitere, zum Beispiel temporale oder lokale, Er-
gänzung.

3. Durch ein Tandem-Programm lernt man nicht nur schneller die Sprache. Man
bekommt...
O JederVortrag ist strukturiert durch bestimmte Redemittel. Achten Sie beim Hören des Vortrags
auf solche strukturierenden Elemente. Sie helfen lhnen dabei, sich zu orientieren und den lnhalt
besser zu verstehen.

Hier sehen Sie Beispiele für Redemittel, die einen Themenwechsel signalisieren:
O Explizite Ankündigung des Themenwechsels: lch komme nun zum nachsten Punkt ..., Ein weite-
rer Aspekt ist ..., Als nochstes möchte ich über ... sprechen, ...
O Aufforderung an den Zuhörer; sich einem neuen Thema zuzuwenden Wenden wir uns nun einem
onderen Aspekt zu . . ., Schauen wir uns jetzt en, wie . . ., . . .
O Eine rhetorische Frage stellen: Doch wie losst sich dieses Phönomen erklaren?, Welche Folgen
ergeben sich daraus?, Mon muss crlso f rogen, worum ..., ...

Andere Redemittel stellen eine logische Beziehung zwischen verschiedenen Satzteilen und Sätzen
her, zum Beispiel Grund (weil, desholb, denn, ...) Folge (infolgedessen, sodoss, das führt 2u,...) oder
Gegensatz (dagegen, im Gegensatz dozu, wöhrend, ...).

ffi rz 4. Lesen Sie die Aufgaben und markieren Sie die Schlüsselwörter.Hören Sie dann das Kurzinterview
und ergänzen Sie die fehlenden lnformationen in der rechten Spalte.

Beispiel:
1. Fachtagung,,Die Vermessung der Bildung":
Ltlie P,ankinqs olre Bildunq hierdrchlste re n
Thema heute ...

2. Rankings informieren Eltern und


Studienanfänger über ...

3. Situation in Deutschland im Vergleich zu den


USA:bislang...
1

io

4. Zugang zu Eliteeinrichtungen durch


Selektionsprozesse:
O exklusives Elternhaus
O exklusiver Kindergarten
o ...
o
o exkl usive Berufsposition

5. Rankings erzeugen ein neues Kastensystem:


Status wird nicht ..., sondern ...
Höwerstehen, Teil 3

So geht's
Vor dem Hören
o Lesen Sie die Präsentationsfolien und markieren Sie die Schlüsselwörter. Falls eine Folie nur sehr
wenige Wörter enthält, können Sie sofort erkennen, welches die Schlüsselwörter sind. Bei Folien,
die relativ viele Wörter enthalten, ist es notwendig, dass Sie die relevanten Wörter suchen und
unterstreichen. Dafür haben Sie eine Minute Zeit.
o Lesen und markieren Sie innerhalb derVorbereitungszeit alle Präsentationsfolien. Halten Sie
sich nicht zu lange mit einer Folie auf.
o Die Folien sind chronologisch angeordnet und folgen der Struktur des Vortrags.
o Das Thema des Vortrags wird entweder auf der ersten Folie oder im Beispiel-ltem 0 genannt.
o Beim Lesen und Markieren der Präsentationsfolien bekommen Sie schon wichtige lnformatio-
nen über den lnhalt und den Aufbau des Vortrags. Viele Folien enthalten einen Oberbegriff, der
das Thema des jeweiligen Textabschnitts nennt.
o Die Aussagen und Stichwörter auf den Folien entsprechen häufig den Formulierungen im Hör-
text. Das heißt, Sie hören im Vortrag häufig die gleichen Wörter, die Sie auch auf den Folien
lesen.

1. Sehen Sie sich nun die Aufgaben 0-5 an und markieren Sie die Schlüsselwörter.

Präsentation lhre Lösungen

Ringvorlesung
,,Das Bildungsideal im Wandel derZeit"
o Bilduns oder 4usbildunq?
Thema heute:

0,,..."

Referent:
Prof. Dr. Peter Väterlein

Erwartungen an die
Universitäten

Zur Zeit Wilhelm von Humboldts


1 Ergebnis des Studiums ...

ln der Bologna - Erklärung


2 Forderungnach...

Was ist Bildung?

Für die meisten Menschen in unserem


Land

3...
Was braucht man für
ein autonomes Leben?

Wichtig sind
4...

und
5 ...

Während des Hörens

ffr r: 2. Hören Sie jetzt den ersten Teil des Vortrags und notieren Sie lhre Antworten in der rechten
Spalte.

o Konzentrieren Sie sich beim Hören auf die Schlüsselwörter, die Sie auf den Präsentationsfolien
markiert haben. Die lnformationen, die Sie für lhre Antworten brauchen, werden im Hörtext nach
den Sch lüsselwörtern genannt.
o Die Präsentationsfolien zeigen lhnen die StrukturdesVortrags. Orientieren Sie sich beim Hören
daran.
o Achten Sie auf sprachliche Signale für Themenwechsel.
o lhre Antworten können Sie in Form von Stichwörtern oder kurzen Sätzen notieren.
o Achten Sie darauf, dass lhre Antworten vollständig sind. Schreiben Sie aber nicht mehr als nötig,
da Sie sonst Zeit verlieren.
o Sie können die lnformationen aus dem Vortrag wörtlich übernehmen oder mit anderen Worten
formulieren.
o Fehler bei Rechtschreibung und Grammatik werden nicht bewerte! solange lhre Antwort
verständlich ist.

Items 1 und 2:
ln diesen beiden ltems werden die unterschiedlichen Erwartungen verglichen, die die Gesellschaft
in zwei verschiedenen Epochen an die Universitäten hatte. lm Vortrag gibt es folgende lnformatio-
nen:

,,Als \Tilhelm von Humboldt 1809 preußischer Schulminister wurde, studierte an den Universitäten nur eine
kleine Minderheit der Bevölkerung. \(ie lange und mit welchem Ergebnis sie studierte, war für die Gesamt-
geseilschaft nicht relevant. In der Bologna-Erklärung von 1999 wurden die Hochschulen dagegen mit einer
Forderung konfrontiert, die für Fachhochschulen eine Selbswerständlichkeit, ftir die Universitäten allerdings
völliges Neuland darstellte: die Forderung nach der Berußbefähigung, englisch ,,Employabiiity", der Absol-
ventinnen und Absolventen."

lm Vortrag hören Sie dieselben Wörter; die Sie schon als Schlüsselwörter auf dem Aufgabenblatt
markiert haben. Es kann sein, dass die lnformationen für lhre Antwort nicht direkt hinter dem
Schlüsselwort genannt werden, sondern ein bisschen später kommen.
Als Antwort ergibt sich hier:Zur Zeit Wilhelm von Humboldts war das Ergebnis des Studiums für die
Gesamtgesellschaft nicht relevant. Dagegen gab es in der Bologna-Erklärung die Forderung nach
der Berufsbefähigung. lhre Stichworte sind also: ,,Für Gesamtgesellschaft nicht relevant" und ,,Be-
rufsbefähigung".

57
Hönrerstehen, Teil 3

Item 3:
Bei diesem ltem geht es darum, was Bildung für die meisten Menschen in Deutschland bedeutet. lm
Vortrag wird dazu gesagt:

,,Über die Fr4gq, was qenau Bildung.ausmachr, gehen die Meinungen schon immer auseinander. Für die meis-
ten Zeitgenossen in unserem Land ist Bildung gleichbedeutend mit ..viel wissen"."

Hier gibt es im Vortrag ein Synonym für,,Menschen", nämlich ,,Zeitgenossen". Die anderen Wörter
sind gleich wie lhre Schlüsselwörter. Als Antwort schreiben Sie das Stichwort,,viel wissen".

Items 4 und 5:
Bei diesen beiden ltems wird über die notwendigen Voraussetzungen gesprochen, damit ein
Mensch ein autonomes Leben führen kann. lm Vortrag heißt es dazu:

,,Für so ein autonomes Leben ist die.Beherrschung der Sprache unverziqhtbar, um sich ausd,rüc.ken zu kön-
nen, zu argumentieren und die eigenen'Wünsche formulieren zu können. [ ... ] Außerdem ist die Fähigkeit
zum logischen Denken in vielen Lebensbereichen hilfreich t...1."

ln diesem Abschnitt des Vortrags hören Sie die Schlüsselwörter,,Für ein autonomes Leben" und zwei
Synonyme für das Schlüsselwort,,wichtig'; nämlich ,,unverzichtbar" und ,,hilfreich". Als Antwort er-
gibt sich also:,,Beherrschung der Sprache" und ,,Fähigkeit zum logischen Denken".

Vor dem Hören

3. Lesen Sie fetzt die ltems 6-10 und markieren Sie die Schlüsselwöfter.

Unterschied zwischen Bildung


und Ausbildung

lm Zentrum der Bildung steht


6 ...

ln Zentrum der Ausbildung steht


7 ...

Wie entwickelt sich Kreativität bei Stu-


dierenden?

Studierende müssen
8 ...

Akademiker in der Gesellschaft

Akademiker sollen
g ...

und 10

10 ...
Während des Hörens

ffr rl 4. Hören Sie nun den zweiten Teil des Vortrags und notieren Sie lhre Antworten in der
rechten Spalte.

Nach dem Hören

O ln der Prüfung übertragen Sie nun lhre Antworten auf den Antwortbogen.
Dazu haben Sie nur wenige Minuten Zeit.

5. Unterstreichen Sie im Transkript (vgl. auch auf Seite 5s) die relevanten Stellen, die die richtigen
Antworten enthalten.
,,\fie sieht es nun aus mit dem Unterschied zwischen Bildung und Ausbildung? Im Zentrum der Bildung
steht der Mensch selbst. Insoweit ist sie zweckfrei. Im Zentrum der Ausbildung steht dagegen immer ein
konkretes Ausbiidungsziel. [ ... ]
Aber Kreativität kann man nicht unterrichten. Und man kann sie auch nicht lernen wie Vokabeln. Die meis-
ten Menschen sind von Natur aus kreativ. Aber diese angeborene Kreativität muss Spieiräume haben, um sich
zu enrwickeln und zu reifen. Eine Voriesung oder ein Labor mit weitgehend vorgegebenen Versuchsaufbauten
ist da wenig hilfreich. Deshalb müssen Möglichkeiten ftir die Studierenden geschaffen werden, eigene Ideen
zu entwickeln und auszuprobieren. [ ... ]
Von Akademikerinnen und Akademikern erwartet die Gesellschaft allerdings mehr, als nur am Arbeitsmarkt
zu funktionieren. Sie sollen nicht nur die Herausforderungen ihres Berußlebens annehmen und bewältigen,
sondern auch aktiv unsere Gesellschaft mitgestalten."

O Achten Sie beim Formulieren lhrer Stichworte darauf, dass diese sinnvoll und aussagekräftig
sind. Die Stichworte müssen den gesamten lnhalt, der zu ergänzen ist, klar wiedergeben.

unverständlich
TYgll:!:"q!9_
Beherrschung der Beherrschung unverzichtbar i

Sprache Es ist unklor, was be- Wos ist unverzichtbor? i

herrscht wird.
Fähigkeit zum logi- Fähigkeit
schen Denken Es ist unklor, welche
Fohigkeit.

I eigene ldeen entwi- eigene ldeen eigene entwickeln Vorlesung/Labor


i ckeln und ausprobie- Wos mocht mon mit Was entwickeln? Es gibt eine Negotion:
i ren den ldeen? nicht hilfreich
Herausforderungen Hera usforderungen nicht Berufsleben
ihres Berufslebens annehmen bewältigen
annehmen Es ist unklor, welche Die Negotion ist
Herausforderungen. folsch.
aktiv Gesellschaft aktiv Gesellschaft
mitgestalten Was mocht mon in
der Gesellschoft?

59
Hörverstehen, Teil 3

So sieht das Prüfungsblatt aus

60 ,u Sie hören einen Vortrag. Sie hören den Vortrag nur einmal. Sie haben Handzettel mit den Folien
der Präsentation erhalten. Schreiben Sie die fehlenden lnformationen stichwortartig in die frei-
en Zeilen 1-10 in der rechten Spalte.
, Die Lösung 0 ist ein Beispiel.
Lesen Sie jetzt die Stichworte. Sie haben dazu eine Minute Zeit.
'
Präsentation lhre Lösungen

0 De ufsche Jchule n iu 4sie n

Referent:
Heribert Wegmann,
Zentralstelle für das
Auslandsschulwesen

Arbeit von Herrn Wegmann in Vietnam

+ Unterstützung von Schulen


+ Fachberatung, d. h. Unterstützung

Deutsche Auslandsschulen in .lakarta,


Sydney, Chiang Mai und Ho-Chi-Minh-
Stadt

+ richten sich an deutsche und einhei-


mische Kinder
+ werden zu
3 '..,,. '
Herausforderungen für Deutsche
Schulen in Asien
+ Tahl deutscher Fachkräfte in Asien
stagniert
4+...
-+ Veränderte Erwartungen von Eltern:
Steigende Mobilität führt zu Wunsch
nach
5 -t ...

Reaktion der Deutschen Schulen


auf Herausforderungen
+ lnternationalisierung

Beispiel Hongkong und Singapur:


6 ...
BeispielTaipei:
7...

Probleme in der Vergangenheit in China

-r Aufenthalts- und Arbeitserlaubnis für


Mitarbeiter nicht sichergestel lt

8+ ...

Ausblick: Asien auch in Zukunft wichtig


für die Deutschen Schulen

Grund: Bildung ist dort


9 ...

Daraus folgt:
10 ...
Was ist lhre Aufgabe? Sie erhalten zwei Themen, von denen Sie eines auswählen und
dazu einen argurnentativen Text von mindestens 350 Wörtern Um-
fang verfassen. in lhrem Text setzen Sie sich detailliert und sprach-
lich abwechslungsreich mit unterschiedlichen Aspekten zum ge-
wählten Thema auseinandei; legen Argumente dar; geben Beispiele
und begründen lhre A/einung bztv. Haltung.

Was wird vorgegeben? Sie erhalten ein Aufgabenblatt mit zrryei kurzen Aufgabenstellun-
gen. in jeder Aufgabenstellung wird eine Situation beschrieben
und ein Thema genannt, mit dem Sie sich auseinandersetzen
sollen. Zusätzlich erhalten Sie zu jedem Thema zwei Zitate bzw.
Aussagen, in denen bestimmte Aspekte des Themas angesprochen
werden (je nach Thema oft gegensätzliche Positionen).
Was müssen Sie tun, um Sie zeigen, dass Sie sich schriftlich sowohl detailliert als auch klar
diesen Prüfungsteil zu zu einem Thema äußern können. Dabei verwenden Sie abwechs-
iösen? I u n gsreichen u nd treffenden Wortschatz, kom p iexe Stru ktu ren,

argumentieren schiirssig und gut nachvollziehbar und strukturieren


I hren Text ieserfreundl ich.

\Ä/ie lange dauert dieser Sie haben für diesen Prüfungsteil 70 Minuten Zeit.
Prüfungsteil ?

Wie läuft dieser Dieser Prüfungsteil beginnt direkt im Anschluss an den Prü-
Prüfungsteii ab? fungsteil ,,Hörverstehen". Sobald die Zeit für den Prüfungsteil
,,Hörverstehen" abgelaufen ist, erhalten Sie das Aufgabenblatt
zum ,,Schriftlichen Ausdruck" von der Aufsicht.
Sie lesen die beiden Aufgaben bzw. Themen und entscheiden
sich für eines derThemen. Sie können sich Notizen machen, um
zunächst lhre ldeen zu sammeln. Notizpapier wird lhnen zur
Verfügung gestellt, benutzen Sie nicht die Antwortbögen.
Sie schreiben lhren Text mit Bleistift auf den Antwortbogen;
wenn Sie etwas korrigieren möchten, radieren Sie das Geschrie-
bene aus und schreiben es neu.
O Wenn Sie mehr Platzzum Schreiben brauchen als die vier Sei,
ten des Antwortbogens, können Sie auf dem Notizpapier; das
lhnen das Prüfungszentrum zur Verfügung stellt, weiterschrei-
ben. Schreiben Sie die Fortsetzung lhres Texts nur auf das Notiz-
papier und auf keinen Fall auf leere Seiten des Aufgabenhefts
- das Aufgabenheft wird vernichtet und alles, was Sie darin
notiert bzw. geschrieben haben, wird nicht bewertet.
O Sie dürfen in diesem Prüfungsteil keine Hilfsmittel wie Wörter-
bücher oder Ahnliches benutzen.
O Wenn Sie lhren Text fertig geschrieben haben und Sie noch Zeit
haben, können Sie ihn nochmals lesen und gegebenenfalls Kor-
rekturen vornehmen.
Wie wird dieser Der Prüfungsteil ,,Schriftlicher Ausdruck" wird von Bewerterinnen
Prüfungstei I bewertet? bzw. Bewertern bewertet, die eine entsprechende Bewerterlizenz
haben.
Die folgenden Kriterien werden bewertet:
1. Aufgabengerechtheit
2. Korrektheit
3. Repertoire
4. Kommunikative Gestaltung
Was genau wird bewertet?

Den genannten Kriterien liegt immer das Niveau C1 des Gemein-


samen Europäischen Referenzrahmens zugrunde. Dort ist detailliert
beschrieben, was von lhnen auf dem Niveau C.1 erwartet wird.

1. Aufgabengerechtheit
Mit diesem Kriterium wird die inhaltliche Bearbeitung der Aufgabe
bewertet. Sie müssen sowohl die Textsorte als auch das Register
richtig treffen. Die typischen Textsortenmerkmale sollten vorhan-
den sein. Mit dem gewählten Thema sollen Sie sich detailliert aus-
einandersetzen und lhre Argumente klar und strukturiert darlegen.

2. Korrektheit
Auf dem Niveau C'1 wird ein hohes Maß an Korrektheit von lhnen
erwartet. Das heißt, dass lhr Text nur wenige Fehler enthalten
sollte, auf keinen Fall dürfen die Fehler das Verständnis beeinträch-
tigen. Auch dürfen Sie auf dem Niveau Cl keine systematischen
Fehler mehr machen, also z. B. (fast) durchgehend das Verb in
Nebensätzen falsch platzieren, Adjektive (fast) immer falsch dekli-
nieren oder Präpositionen mit dem falschen Kasus verwenden. Dies
gilt für alle Bereiche von Rechtschreibung, Grammatik, Syntax etc.

3. Repertoire
Hier wird bewertet ob lhr Wortschatz und die Strukturen, die Sie
verwenden, angemessen und abwechslungsreich sind. Angemes-
sen bedeutet nicht nu; dass der Wortschatz zutreffend sein muss
(wird tatsächlich das ausgedrückt, was Sie sagen wollen?), sondern
auch, dass Wortschatz und Strukturen zu derTextsorte und Situ-
ation passen müssen. Auf dem Niveau C1 können Sie auch feine
Bedeutungsunterschiede mit dem jeweils zutreffenden Wortschatz
ausdrücken, es kommt hier also auch auf Nuancen an.

63
Schriftlicher Ausdruck

4. KommunikativeGestaltung
lhr Text soll nicht nur insgesam! sondern auch innerhalb der ein-
zelnen Abschnitte logisch aufgebaut und für die Leserinnen und
Leser gut nachvollziehbar sein. Dies erreichen Sie mit angemesse-
nen Verknüpfung- oder Verweismitteln. Sie sollen auf dem Niveau
Cl in der Lage sein, einen Text so zu strukturieren, dass die Argu-
mente gut nachvollziehbar und schlüssig dargelegt werden; genau
das wird in diesem Kriterium bewertet.

Für alle genannten Kriterien wird bewertet, ob das Ziel bzw. das
Niveau C1
O ,,in jeder Hinsicht erfüllt" (= Bewertung A),
O ,,vorwiegend erfüllt" (= Bewertung B),
O ,yorwiegend nicht erfüllt" (= Bewertung C) oder
O ,,überhaupt nicht erfüllt" (= Bewertung D) wurde.
Folgende Punkte können Sie in den vier Kriterien erhalten:

i Aufgabengerechtheit 12

Korrektheit i12 9
Repertoire i12 8

Kommunikative Gestaltung i12 ,ö

Sie können im Prüfungsteil ,,Schriftlicher Ausdruck" maximal


48 Punkte erhalten.
Sie können den Prüfungsteil ,,Schriftlicher Ausdruck" aber nicht für
sich alleine bestehen bzw. nicht bestehen. lhre punkte aus dem
Teil ,,Schriftlicher Ausdruck" und die Punkte aus den anderen prü-
fu n gstei en (Leseverstehen, Hörverstehen, Sprachbaustei ne) wer-
I

den vielmehr addiert und die Schriftliche prüfung wird als Ganzes
bestanden oder nicht.
lnsgesamt können Sie in der Schriftlichen Prüfung maximal
166 Punkte erhalten. Um die Schriftliche Prüfung zu bestehen,
müssen Sie mindestens 60o/o der Gesamtpunktzahl (also 99 punkte)
erreichen.

64
Schritt für Schritt zur Lösung
Wie können Sie sich in den Wochen vor der Prüfung vorbereiten?
O Beginnen Sie frühzeitig mit derVorbereitung. Nicht in allen Fächern ist es üblich, Essays oder
zusammenhängende, argumentative Texte zu schreiben. Sollten Sie dies bislang weder in der
Sprachschule noch einer Universität oder einer Weiterbildungseinrichtung gemacht haben, berei-
ten Sie sich ganz besonders intensiv auf diesen prüfungsteil vor.
Q Zur Vorbereitung ist es auch sehr hilfreich, selbst verfasste Texte von Muttersprachlern oder am
besten Lehrkräften lesen und beurteilen zu lassen. Falls Sie einen Deutschkurs besuchen und
hier die Möglichkeit haben, eigeneTexte durch Lehrkräfte bewerten zu lassen (am besten nach
den Bewertungskriterien, die auch in der Prüfung angelegt werden), sotlten Sie diese Möglich-
keit unbedingt nutzen.

Üben Sie vor allem die folgenden Aspekte, um sich auf den Prüfungsteil ,,Schriftlicher Ausdruck"
vorzubereiten:

o Lesen Sie möglichst viele deutschsprachige Texte zu populärwissenschaftlichen, aber auch allge-
meinen Themen z. B. aus Politik und Gesellschaft.
o Achten Sie beim Lesen darauf, ob der Aufbau derTexte gelungen ist, welche Redemittel verwen-
det werden und ob Sie die Argumentation gut nachvollziehen können.
o Notieren Sie sich neue Redemittel, die in argumentativen Texten verwendet werden und fertigen
Sie Karteikarten oder entsprechende Listen an. Lernen Sie die Redemittel gezielt.
o Wiederholen Sie auch Grammatik, Rechtschreibung, Syntax - auf dem Niveau C1 sollten Sie diese
Aspekte so gut beherrschen, dass Sie nur selten Fehler machen.

Folgendes können Sie vor der Prüfung alleine üben: Tipp: Weitere ll inweise,
o rexte lesen, analysieren und den Aufbau und die Argumentation bewerten wie Sie alleine iernen
können, finCen Sie in den
O Argumente zu Themen sammeln und diese ausformulieren einzelnen Abschnitten
O Listen mit Redemitteln anlegen und lernen des Kapitels.
O Grammatik, Rechtschreibung und Syntax wiederholen und üben
Für die folgenden Aspekte bzw. Aufgaben sollten Sie am besten
Unterstützung haben:
o Lassen sie sich von Muttersprachlern ein Feedback zu möglichst vielen
Texten geben, die Sie schreiben, also auch zu E-Mails, Schreiben an
Amter oder Firmen. Wichtig ist u. a.: Haben Sie die der Situation ange- Tipp: Legen Sie eine
messene Anrede gewählt und die zugehörige Stilebene? lst der Wort- eheckiiste an, auf der Sie
schatz angemessen/passend? notieren, welche Schritte
O Lassen Sie die Texte, die Sie zur Vorbereitung auf die prüfung schrei- Sie in der Vr:rbereitung
abscivieren wollen.
ben, am besten von lhrer Deutschlehrerin bzw. lhrem Deutschlehrer i-'iaken Sie später die
lesen und nach Möglichkeit auch bewerten. Schritte ab, die Sie schon
bearbeitet haben. Sc
behalten Sie den
Überbliek, an welchem
Punkt der Vcrbereitung
Sle sich befinden.

65
Schriftlicher Ausdruck
Wie ist eine Argumentation aufgebaut?
ln der Prüfung sollen Sie eine sogenannte Erörterung, Stellungnahme oder Ahnliches verfassen. Das
bedeutet, dass Sie zu einem Thema unterschiedliche Positionen in einer Argumentationskette darle-
gen und ein begründetes Fazit ziehen.

Wie argumentiert man?


Umgangssprachlich meint man mit,,Argument" einen Grund oder einen Einwand bezüglich einer
Behauptung. Aber um wirklich argumentieren zu können, braucht man mehr.
Ein Argumentation besteht aus folgenden Teilen: einer Behauptung (These) sowie Gründen, die die
These stützen, oder Einwänden, die die These widerlegen. Die Gründe und Einwände können durch
Beispiele oder Erfahrungen verstärkt bzw. veranschaulicht werden. Aus Gründen und Einwänden
wird dann ein Fazit mit Bezug auf die These gezogen.

Argumentation
'-
Behauptung (These) i

Gründe Einwände
(durch Beispiele/Erfahrungen gestützt bzw. (durch Beispiele/Erfahrungen gestützt bzw.
veranschaul icht) veranschau Iicht)

Fazit (Verbindung zurück zur Behauptung)

Beispiel:

Behauptung: ,,Wer viel Geld hat, lebt gesünderJ'


L_...__

Gründe Einwände
,,Wer viel Geld hat, kann sich oft im Urlaub ,,Man kann sich mit Spaziergängen gesund
erholen." halten, dafür braucht man kein Geldl'
,,Man kann sich die besten Behandlungen ,,Für die Gesundheit ist wichtig, Freunde
leisten, wenn man krank istl' und Familie zu habenl'

Fazit
Die meisten zentralen Faktoren für ein gesundes Leben hängen nicht vom Geld ab, wenngleich in
einzelnen Bereichen Geld nützlich sein kann (2. B. teure Behandlungen).

Die entgegengesetzten Positionen können so bezeichnet werden:


O Gründe, Vorteile, Pro-Argumente
O Einwände, Nachteile, Gegenargumente, Contra-Argumente

1. Was ist eine Argumentation? Ergänzen Sie.

Sie schreiben in der Prüfung eine (1) . Sie setzen sich mit einem Thema aus-

einander und legen unterschiedliche Positionen in einer (2) dar. Diese


besteht aus einer Behauptung sowie (3) und (4)
die jeweils durch Beispiele oder (5) gestützt bzw. (6)
werden, und einem abschließenden (7)
2. Was passt zu welcher Behauptung? Notieren Sie die Ziffer und geben Sie an, ob es sich um einen
Grund (G), einen Einwand (E) oder ein Beispiel (B) handelt.
Behauptung 1: Senioren sind heute aktiver als früher.
Behauptung 2: Durch gesunde Ernährung lebt man länger.
a) Es richten.
gibt heute mehr Freizeitangebote, die sich an Altere I
b) Gemüse und Obst unterstützen das lmmunsystem. I
c) Meine Großeltern gehen noch regelmäßig tanzen. I
d) Viele schwere Krankheiten sind leider unabhängig von der Ernährung. I
e) Früher mussten die Menschen lange arbeiten, waren also auch aktiv. I
f) Mein Onkel hat nie darauf geachtet, was er isst, jetzt wird er 80. I

3. Was ist was? Ergänzen Sie das Schema.

Bekannte: durch TV-Bericht lnteresse an Meeresbiologie - Die Behauptung ist pauschal


nicht richtig, es kommt darauf an, was man sieht. - Fernsehen macht dumm. -
Nachbarskind: dauernd vor dem Fernseher; kann mit sechs noch nicht richtig sprechen -
nur zuschauen, nicht denken - Parlamentsdebatten im TV - politische Bildung -
behindert Sprachentwicklung bei Kindern - viele informative Sendungen

Fazit (Verbindung zurück zur Behauptung)

4. Formulieren Sie die Gründe/Einwände (einschließlich der Beispiele) aus Aufgabe 3 in ganzen
Sätzen.

Gründe: Nenn aan fernsiehf , tt4uts wlan nur zuschaue n, ...

Einwände:

67
Schriftlicher Ausdruck
Ein Thema auswählen und ldeen sammeln
O Sie erhalten zwei Aufgaben zur Auswahl. Jede Aufgabe besteht aus einem kurzen Text, in dem
eine Situierung vorgegeben (insbesondere, in welchem Kontext Sie den Text verfassen) und auch
das Thema genannt wird.
O Daran schließen sich zwei Aussagen an, in denen meist zwei unterschiedliche Positionen mit
Bezug auf das Thema formuliert werden.
O Lesen Sie den Aufgabentext genau, um Situierung und Thema eindeutig zu erkennen. Anderen-
falls verfehlen Sie möglicherweise das Thema oder richten lhren Text an einen anderen Adressa-
ten, als es in der Aufgabe gefordert wird.

1. Lesen Sie die folgenden beiden Texte. Markieren Sie wichtige Wörter und notieren Sie in eigenen
Worten, was das Thema der jeweiligen Aufgabe ist und an wen Sie lhren Text adressieren sollen.
ln welchem Kontext schreiben Sie?

ThemaA
Sie wurden gebeten, ftir die \Tebsite zum interdisziplinären Hochschul-Projekt ,,Mensch und Umwelt" eine
ausfiihrliche Steliungnahme zum Thema ,,Haiung von Tieren in Zoos" zu verfassen.

zentrales Thema:

Adressat(en):

Kontext? O universitär O öffentlich

Thema B
in einem didaktischen Seminar kritisch mit der Frage auseinandersetzen, ob ein gemeinsamer
Sie sollen sich
Zoobesuch einer Grundschulklasse sinnvoll und noch zeitgemäß ist.

zentrales Thema:

Adressat(en):
Kontext? O universitär O öffentlich

2. Was ist eher in einem universitären Kontext angemessen, was eher in einem öffentlichen? Was
passt in beide, was in keinen der beiden Kontexte? Softieren Sie.

auch einfache lnhalte mit Fachwortschatz beschreiben - Beispiele/Bezüge zum Alltagsleben -


direkte Ansprache der Adressaten - für Leserinnen und Leser nachvollziehbar
argumentieren - komplizierte lnhalte verständlich erklären - Rückgriffe auf
wissenschaftliche Studien - spezifischer Fachwortschatz - Umgangssprache

öffentlicher Kontext:

u niversitärer Kontext:

beide Kontexte:

keiner der beiden Kontexte:


3. Notieren Sie in eigenen Worten im Heft, was Sie bei den folgenden Aufgaben machen müssen.
Orientieren Sie sich an den Stichpunkten aus Übung 2.

ThemaA
Als Entscheidungshilfe fiir die Gremien der Universität sollen Sie eine begründete Stellungnahme dazu abge-
ben, ob regelmäßiger Sport eine Pflichweranstaltung für Studierende werdea sollte.

Thema B
Sie sollen eine begründete Stellungnahme ftir eine Didaktik-Zeitschrift schreiben, die sich sowohl an Eltern
als auch Lehrkräfte richtet, und sich mit der Frage auseinandersetzen, ob Sport als Pfichtfach an Schulen
abgeschafft werden sollte.

ln der Prüfung erhalten Sie in der Regel zwei eher unterschiedlicheThemen.


Sie erhalten zusätzlich zu der Aufgabenstellung zwei Aussagen, in denen Positionen zum Thema
formuliert sind. Diese Aussagen können Sie in lhrem Text aufgreifen und bewerten. Beschränken Sie
sich aber nicht darauf, sondern sammeln Sie unbedingt weitere Argumente (Gründe, Einwände, ...)
und auch Beispiele und Erfahrungen.

4. Schauen Sie sich die beiden Aufgaben aus Übung 1 und 3 noch einmal an und entscheiden Sie
sich für ein Thema.

ThemaA
Sie wurden gebeten, für die Website zum interdisziplinären Hochschul-Projekt ,,Mensch und Umwelt" eine
ausftihrliche Stellungnahme zum Thema ,,Haltung von Tieren in Zoos" zu verfassen.

Die folgenden Zitate geben Ihnen erste Ideen:


,,Durch einen Besuch im Zoo erfähr man auch viel über Umwelt- und Tierschutz und engagier sich des-
halb in dem Bereich."
,,Tiere in einem Zoo leiden nur. ÜberTierarten und ihre Lebensräume kann man sich heute auch über Filme,
Internet oder Ahnliches informieren."

Thema B
Sie sollen eine begründete Stellungnahme für eine Didaktik-Zeitschrift schreiben, die sich sowohl an Eltern
als auch Lehrkräfte richtet, und sich mit der Frage auseinandersetzen, ob Sport als Pflichtfach al Schulen
abgeschafft werden sollte.

Die folgenden Zitate geben Ihnen erste Ideen:


,,Sport als Pfichtfach verdirbt vielen Kindern den Spaß an Bewegung."
,,Bewegung ist Bestandteil einer gesunden Entwicklung, auch wenn das den Kindern nicht immer Spaß
macht."

lch wähle Aufgabe _


Begründung:
I DasThema klingtfür mich persönlich interessanter.
I Mir fallen spontan Argumente ein.
! lch habe selbst Erfahrungen mit dem Thema gemacht.

! anderer Grund:

5. Formulieren Sie die Zitate/Aussagen aus beiden Aufgaben in lhren eigenen Worten.

69
Schriftlicher Ausdruck
6. Sammeln Sie zu Thema A ldeen mithilfe von Mindmaps.

Sammeln Sie zuerst zu jeder Behauptung Gründe, Einwände, Beispiele oder Erfahrungen. Dabei
können die folgenden Gegensätze hilfreich sein:
O pro - contra
O Vorteil - Nachteil
O Vergangenheit - Gegenwart/Zukunft
O Wie ist es in Deutschland? - Wie ist es in meinem Heimatland?
Tipp: tsewerten Sie, welche Gründe oder
Nicht alle Gegensätze passen zu jedem Thema, aber Sie erkennen Einwände Sie für (sehr) wiehtig halten.
daran, dass Sie unterschiedliche Aspekte aufgreifen sollen. l',lutzen Sie hierfür z. B. Zeichen wie,,+"
.:nd , +. ' tiei de i C; undot odcr,, " uni ..

l::!:l *" bei den Elnwänden.


Thema A: Haltung von Tieren in Zoos:

\
Gründe/
ro -Argume n te
/- ----=-rl
Einwände/ \
( Contra-Argumente)

:
,/\

7. Erstellen Sie in lhrem Heft auch Mindmaps zu Thema B.

8. Schauen Sie sich die Mindmaps an und ziehen Sie ein Fazit zu beiden Themen. Die Fragen helfen
lhnen.

o Überwiegen die Gründe bzw. Pro-Argumente oder die Einwände bzw. Contra-Argumente?
o Sind bestimmte Sachargumente für Sie besonders überzeugend?
o Gibt es Perspektiven, die für Sie besonders wichtig sind?
o Hatten Sie bereits zuvor eine Meinung zum Thema? Wurde diese durch die Argumente gestützt
oder haben Sie lhre Meinung nun geändert?
Fazitleigene Meinung zu Thema A:

Begründung:

Fazitleigene Meinung zu Thema B:

Begründung:

70
9. Schauen Sie sich die Argumente und Beispiele an, die Sie zu beiden Themen
gesammelt haben
und entscheiden Sie jetzt noch einmal.

o Zu welchem der beiden Themen würden Sie lieber einen argumentativen Text schreiben wollen?
Warum?
ja: Warum?
o Hat sich lhre Auswahl geändert, nachdem Sie die Mindmap erstellt haben? Falls

o üben Sie zurVorbereitung, auch zu solchen Themen Argumente zu sammeln, mit denen Sie
sich vielleicht noch nie befasst haben. Wählen Sie beispielsweise in einer Zeitung oder auf einer
Nachrichtenseite im lnternet eine Überschrift, die Sie spontan gar nicht oder kaum anspricht,
und sammeln Sie hierzu Argumente. Sie trainieren so, unterschiedliche Themen aus verschiede-
nen perspektiven zu bewerten. Denken Sie auch immer daran, lhre eigene Meinung zu begrün-
den und diese zu formulieren.

10. Sammeln Sie ldeen und Beispiele zu den folgenden Themen. Gewichten Sie die
Argumente (++, +, -, ...).
Thema A: Sollte es ein bedingungsloses Grundeinkommen für alle geben?

Thema B: Sollte man die Nutzung von Autos verbieten, wenn nur eine Person darin ftihrt?

Thema C: Sollten wir andere Planeten als Lebensraum fur Menschen erschließen?

Thema A: Bedingungsloses Grundeinkommen?

\ -----=-J/
/' Vorteile/ \ Nacfteile/
ent, f\ Contra-Argurne nteT
)
(Rro-nrgum \-.,'
)-------<r-
,/\

-7'"u"*Y
\ Erfahruneen ,/

Fazit/eigene Meinung zu Thema A:

Begründung:

77
Schriftlicher Ausdruck
Thema B: Nutzung von Autos verbieten, wenn nur einer darin fährt?

Nachteile/
Contra-Argumente

Fazitleigene Meinung zu Thema B:

Begründung:

Thema C: Andere Planeten als Lebensraum erschließen?

\,/
( Beispiele
)
,/\/\
Fazitleigene Meinung zu Thema C:

Begründung:

11. Für welches dieser Themen würden Sie sich entscheiden, wenn Sie dazu einen längeren Text
schreiben müssten?

lch entscheide mich für folgendes Thema: O AO e O C

Begründen Sie lhre Auswahl:

12. Sammeln Sie in einer Liste die Themen, mit denen Sie sich bereits systematisch in der
Prüfungsvorbereitung beschäft igt haben.
So geht's
Situierung und Adressat (Wo und an wen schreiben Sie?)
O Sie sollen lhren Text meist in einem universitären Kontext (Seminar oder Ahnliches) schreiben,
dies muss aber nicht zwingend der Fall sein. Die Situierung, das heißt, in welchem Kontext Sie
schreiben, wird in der Aufgabe vorgegeben.
O Sie schreiben zwar keinen Text mit wissenschaftlichem Anspruch, aber die Adressaten sind meist
Akademiker. Verwenden Sie daher angemessenen Wortschatz und vermeiden Sie Umgangsspra-
che!
O SiemüsseninderRegel sachlichbleiben.DennochsollteesSpaßmachen, lhrenTextzulesen.
lronie, Wortwitz, auch Emotionen sind erlaubt und machen lhren Text ansprechend und interes-
santen

Register (Wie schreiben Sie?)


Unmittelbar mit der Situierung (soziale, berufliche und andere Kontexte) und dem Adressaten hängt
auch das Register lhres Texts zusammen.
O lst die,,Sie-Form" (formelle Anrede) oder,,Du-Form" (informelle Anrede) angemessen?
O Auch die Stilebene ist wichtig: Wird Alltagssprache oder Umgangssprache verwendet (2. B. pri-
vate E-Mail, Beitrag für eine Studierendenzeitung) oder überwiegend Fachsprache (2. B. wissen-
schaftl icher Aufsatz)?
O Sowohl Wortschatz als auch Strukturen (angemessener Satzbau, Partizipialkonstruktionen etc.)
machen die Stilebene eines Texts aus.

1. Ordnen Sie die Merkmale oder Formulierungen zu.

Bei mir hat sich viel getan. - Damit sind folgende Nachteile verbunden: - Das war dann einfach
nicht so toll. - Du-Form - lch habe in den letzten Monaten eine Umschulung gemacht. -
Nicht nur im medizinischen Bereich hat sich das Berufsbild gewandelt. - Sie-Form -
Während der vergangenen Jahre hat sich vieles verändert.

private E-Mail/Textnachricht (popu lär)wissenschaft licher Text

2. Welcher Text passt in welchen Kontext?


a) am Arbeitsplatz b) unter Freunden c) Uni/Wissenschaft
1. O Also, ich brauche für mich 2. O Hinsichtlich des \fohn- 3.O Bezüglich der Sanierungs-
alieine zwar keine größere \[oh- raums pro Person lässt sich fest- maßnahmen in der Scholtenstraße
nung, aber ich hätte halt schon srellen, dats der Mittelwert seir 33 (Balkone und Außenfassade)
gerne einen Balkon. In 1ändlichen drei Jahren stagniert. Es besteht muss unsere Abteiiung schnellst-
Gegenden hat man die Natur aber ein signifikanter Unterschied möglich die Genehmigungen zur
praktisch vor der Haustür, aber zwischen Wohnraum in eher länd- Zufahrt Llnserer Tiansport- und
hier im Zentrum kannst du das lichen Gegenden und in großen Baufahrzeuge einholen.
total vergessen. Ballungszentren.

73
Schriftlicher Ausdruck
Textsorte
O Sie schreiben einen argumentativen Sachtext.
Tipp: Verwenden Sie
O Sie verfassen einen geschriebenen Text (kein Manuskript für einen Vortrag). liedernittel, die fupisch
für einen geschriebenen,
Beachten Sie unbedingt die Textsorte. Treffen Sie die Textsorte nicht, werden argumentativen Text
Punkte abgezogen. sind.

3. Welche Redemittel können Sie in einem geschriebenen Text verwenden? Kreuzen Sie an.

O 1. Guten Tag, ich begrüße Sie zu ...


O 2. Zunächst möchte ich definieren, was ... bedeutet.
O 3. Das haben Sie bestimmt auch schon einmal erlebt: ...
O 4. Damit komme ich zu den Nachteilen: ...
O 5. Vielen Dank für lhre Aufmerksamkeit!
O 6. Liebe Zuhörerinnen und Zuhörer!
a--) 7. Folgende Erfahrungen habe ich mit ... gemacht:
O 8. Lassen Sie mich noch etwas ergänzen: ...

(Rhetorische) Fragen
Fragen generell und insbesondere rhetorische Fragen sind ein Stilmittel, das sowohl in gesproche-
nen als auch geschriebenen Texten verwendet wird. Folgende Fragen sind z. B. rhetorische Fragen:
Wer möchte nicht in Frieden leben? lst es nicht einfoch Zufall, in welchem Lond jemond geboren wur-
de? Wie losst sich das erklaren? Welche Bedeutung hot dies für den Einzelnen?
Während Sie aber in einem Vortrag die Zuhörerinnen und Zuhörer direkt ansprechen können (diese
sitzen ja direkt vor lhnen), geht das in einem geschriebenen Text nicht.

4. Welche der folgenden (rhetorischen) Fragen könnten Sie in einem geschriebenen Text
verwenden? Kreuzen Sie an.

O 1. Kann man diesen Aspekt auch anders bewerten?


O 2. Kennen Sie das auch?
O 3. Wie sind diese Aussagen zu verstehen?
O 4. Entspricht das auch lhren Erfahrungen?
O 5. Welche Schlüsse kann man aus den zuvor genannten Aspekten ziehen?
O 6. Was sagt man dazu?
O 7. Die Pro-Argumente sind überzeugend, aber gibt es wirklich keine Nachteile?
O 8. Und wollen wir nicht alle eine bessere Welt?

5. Welcher Ausschnitt passt zur Aufgabe? Warum? Markieren Sie die entsprechenden Wörter.

... für die \Tebsite zum interdisziplinären Hochschul-Projekt ,,Mensch und Umwelt" eine ausführliche Stel-
lungnahme zum Thema ,,Haltung von Tieren in Zoos" ...

i Ausschnitt A: ... ist ein kontrovers diskutiertes Ausschnitt B: ... steht die Frage im Mittelpunkt, i

i Thema, nicht nur in der Öffentlichkeit, sondern was fur und gegen die Haltung von Tieren in Zoos
i1,. auch in unserem Fach. Daher sollen in diesem Vor- spricht. Ist die Haltung von Tieren in Zoos noch
i trag die Ergebnisse einer aktuellea Studie präsen- zeitgemäß? Tlägt sie zum Artenschutz bei oder ist
i tiert sowie Handlungsempfehlungen fiir die Pra-xis es für die Tiere eine Zumutung? Für beide Seiten
gegeben werden. gibt es gute Argumente, die hier dargelegt werden.
Wie ist ein argumentativer Text aufgebaut?
Typischerweise bestehen Sachtexte aus Einleitung, Hauptteil und Schluss. Das ist auch bei einem
argumentativen Text so.

Die Teile haben unterschiedliche Funktionen.

1. Was machen Sie in den dreiTeilen? Ordnen Sie zu.

Beispiele/Erfahrungen nennen - die eigene Position/Meinung darlegen - ein begründetes


Fazit ziehen - Einwände nennen und begründen - lnteresse der Leserinnen und Leser wecken -
Pro-Argumente nennen und begründen - dasThema nennen

Einleitung:

Hauptteil:

Schl uss:

Lineare Argumentation
Bei einer linearen Argumentation werden nur die stützenden Argumente (Gründe, Vorteile, ...) zu
einer Behauptung genannt. Man beginnt mit dem schwächsten Argument und steigert sich bis zum
stärksten, wie das Schema zeigt:

Einleitung

Hauptteil
+ Grund, Vorteil, ...
Aufbau lhresTexts + Grund,,Vorteil,...

Sch luss

2. Markieren Sie, welche Gründe Sie für weniger wichtig, wichtig, besonders wichtig halten.
Behauptung: ,,Zwischen unterschiedlichen Generationen gibt es immer Konfliktel'
Gründe: Die lnteressen von Jüngeren und Alteren sind unterschiedlich.
Altere haben kein Verständnis für Jüngere.
Jüngere respektieren die Alteren nicht.
Die Generationen wissen oft zu wenig voneinander.
Viele Konflikte beruhen auf Vorurteilen.

3. Sortieren Sie die Gründe aus Aufgabe 2 für eine lineare Argumentation.
Schriftlicher Ausdruck
4. Notieren Sie die Argumente zum Thema,,Haltung von Tieren in Zoos" (Seite 69) in der richtigen
Reihenfolge für eine lineare Argumentation.

Behauptung 1: ,,Es ist sinnvoll, Tiere in Zoos zu halten."

Behauptung 2:,Jiere sollten nicht in Zoos gehalten werden."

5. Ordnen Sie auch die Argumente zu den anderen Aufgaben (Seite 59171) den folgenden
Behauptungen zu und schreiben Sie sie in der richtigen Reihenfolge in lhr Heft.
1. a) Behauptung 1: Sport ist als Schulfach wichtig.
b) Behauptung 2: Sport ist als Schulfach überflüssig.

2. a) Behauptung 1: Ein bedingungsloses Grundeinkommen sollte eingeführt werden.


b) Behauptung 2: Ein bedingungsloses Grundeinkommen sollte nicht eingeführt werden.

3. a) Behauptung 1: ln einem Auto sollten auch weiterhin einzelne Personen fahren dürfen.
b) Behauptung2: lnjedem Auto müssen mindestens zwei Personen fahren.

4. a) Behauptung'1: Man sollte Planeten als Lebensraum für Menschen erschließen.


b) Behauptung 2: Man sollte Planeten nicht als Lebensraum für Menschen erschließen.

6. Die lineare Argumentation - Ergänzen Sie.

Bei einer linearen Argumentation sammelt man ausschließlich Gründe, die die
(1) stützen. Die Gründe werden so angeordnet,
dass man mit dem (2) Grund beginnt und sich

dann steigert bis zum (3) Grund.


Dia lektische Argumentation
ln einer dialektischen Argumentation legen Sie unterschiedliche Positionen dar; also Gründe
(Pro-Argumente, ...) und Einwände (Contra-Argumente, ...). Sie können die Argumente beider
Seiten bündeln (= Variante A) oder jeweils abwechselnd Grund und Einwand nennen (= Variante B).

Variante A: Pros und Contras bündeln


Yipp: Mit diesern Aufbau hat Ihr Text
Fragen Sie sich zuerst: Welche Position nehmen Sie ein bzw. immer eine klare und nachvnllziehbare
fi nden Sie überzeu gender? Die der,,Bef ürworter" (Grü nde, Struktur uncl auch Sie seibst wissen
Vorteile, ...) oder die der ,,Gegner" (Einwände, Nachteile, ...)? beim Schreiben imrne; wo Sie sich
Abhängig davon gliedern Sie den Text wie folgt: gerade im Tert befinden"

Sie unterstützen die Behauptung ; Sie widersprechen der Behauptung

i Einleitung Einleitung

- - Einwand, Nachteil, ... ++ Grund, Vorteil, ...


- Einwand, Nachteil, ... + Grund, Vorteil, ...
Aufbau lhres Texts - Einwand, Nachteil, ... + Grund, Vorteil, ...
+ Grund, Vorteil, ... - Einwand, Nachteil, ...
+ Grund, Vorteil, ... - Einwand, Nachteil, ...
++ Glund,,,VPfteil,

Schl uss Sch uss


I

Je später Sie ein Argument nennen, desto besser bleibt es den Leserinnen und Lesern im Gedächt-
nis. Die späteren Argumente untermauern lhre eigene Position und bereiten das Fazit vor; das Sie
anschließend ziehen.

7. Welche Position beziehen Sie bezüglich des Themas ,,Haltung von Tieren in Zoos"?
Softieren Sie lhre Argumente von Seite 70 nach dem obigen Schema.

Meine Position: i

Aufbau lhres
Hauptteils

8. Verfahren Sie auch mit den Argumenten zu allen weiteren Aufgaben von Seite 69171 so.
Was ist lhre Position? Schreiben Sie die Argumente in der für lhre Position passenden
Reihenfolge in lhr Heft.

77
Schriftlicher Ausdruck
Variante B: Pros und Contras abwechseln
Ein Alternative zur Bündelung der Pro- bzw. Contra-Argumente ist es, die Argumente abwechselnd
darzulegen:

Grund bzw. Pro-Argument 1 Einwand bzw. Contra-Argument'1


i

i Grund bzw. Pro-Argument 2 Einwand bzw. Contra-Argument 2

DerText kann bei diesem Aufbau abwechslungsreicher werden,


Sie müssen aber darauf achten, nicht durcheinanderzukommen.
Yipp: Orcinen Sie die
Argurnente möglichst sc an,
Schluss dass 6runc! '1 unC f:inwand 1
einen gernelnsarnen
Der Schluss hat die Funktion, die im Hauptteil genannten Argumente
l3ezugspunkt haben irzw.
(Gründe, Einwände, ...) mit Bezug zum Thema bzw. der Behauptung zu
zwei Selten e!nes Aspekts
bewerten und ein Fazitzu ziehen. Sie schlagen also den Bogen zurück zum aufzeigen.
Ausgangspunkt, dem Thema bzw. der Behauptung, die am Anfang stand.

9. Welches Fazit wird in den folgenden Textausschnitten gezogen? Markieren Sie.

Behauptung: Sport als Pflichtfach an Schulen sollte abgeschafft werden.

1. Auch wenn zahlreiche Gründe dafür sprechen, Sport als Pflichtfach an Schulen beizube-
O pro
halten, finde ich die Einwände überzeugender: Kinder haben heute außerhalb der Schule O contra
viele Möglichkeiten, Sportamen auszuprobieren. Nicht alle Kinder sind Sportler - und müs-
O neutral
sen es meines Erachtens auch nicht sein.

2. Sowohl die Befiirworter oder auch Gegner der Behauptung können starke Argumente
O pro
vorbringen. Vor diesem Hintergrund könnte es sinnvoll sein, zunächst Studien durchzufüh- C) contra
ren, um weitere Erkenntnisse zu sammeln und vielleicht zukünftig zu einer klaren Empfeh-
O neutral
lung zu gelangen.

10. Schreiben Sie lhr Fazitzu den Aufgaben von Seite 69171in lhr Heft.

11. Die dialektische Argumentation - Ergänzen Sie.


Bei einer dialektischen Argumentation kann man entweder die Gründe und Einwände
(1) darlegen oder immer einen Grund und einen Einwand
(2) . Die klarere Struktur hat ein Text, wenn die Argumente

(3) dargelegt werden. lm Schluss nimmt man wieder Bezug auf


den Ausgangspunkt bzw. die (4) die am Anfang stand, und zieht

ein (5)

?ipp: Machen lie Äbsätze


zwischen Einleitung und
!"lauptieii sowle zwischen
Höuptteil und Schluss.

78
Struktur der einzelnen Abschnitte
lhr Text soll nicht nur als Ganzes, sondern auch innerhalb der einzelnen Abschnitte gut strukturiert
sein.

Einleitung
1. Erinnern Sie sich? Was sind die Funktionen der Einleitung?
ln der Einleitung nenne ich (1)

Außerdem wecke ich (2)

Um Leserinnen und Leser neugierig zu machen, können Sie unterschiedliche Mittel verwenden:
O eine eigene Erfahrung oder ein aktuelles Beispiel
O Rückgriff auf ein historisches Ereignis (auch eine Erfindung oder Entdeckung, die gut zu dem
Thema passt)
O Stilmittel wie (rhetorische) Fragen, Übertreibungen, lronie etc.
2. Ordnen Sie zu: Welche der Beispiele, Ereignisse oder Fragen passt zu welchem Thema?
Thema A: Vor- und Nachteile von technischen Studiengängen

Thema B: Immer mehr Tourismus * immer mehr Umweltprobleme?

Thema C: Sollten Schönheitsoperarionen verboten werden?

Beispiele, Ereignisse, Fragen Thema


1. letzter Urlaub am Strand: Berge von Müll
2. erste Operationen wahrscheinlich ca. 3000 v. Chr.
3. 1769: Erfindung der Dampfmaschine

4. Wer fährt nicht gerne in den Urlaub?


5. gestern in der Zeitung: 14Jährige zu Schönheits-OP

3. Schreiben Sie zu jedem Thema von Seite 69171 eine Erfahrung, ein Ereignis oder eine Frage in
lhrem Heft auf.
Die Einleitung hat neben den bisher genannten Punkten noch eine weitere Funktion: Sie erläutern
in der Einleitung den Aufbau lhresTexts. Hierbei sind folgende Fragen hilfreich:
O Womit beginnen Sie im Hauptteil: mit Gründen bzw. Pro-Argumenten oder mit Einwänden bzw.
Contra-Argumenten?
O Was schließt sich daran an?
O Ziehen Sie zum Schluss nur ein Fazit oder legen Sie auch lhre persönliche Meinung dar?
4. Ergänzen Sie. Verwenden Sie u.a. die Anordnung der Argumente zur,,Haltung von Tieren in Zoos"
auf Seite 77.

lch beginne mit:

Daran schließt sich an:

Sch uss:
I

79
Schriftlicher Ausdruck
5. Einleitung oder Schluss? Sortieren Sie und notieren Sie die Redemittel in lhrem Heft.

Bevor ich auf die einzelnen Argumente eingehe, möchte ich von einem Beispiel berichten. -
Einleitend möchte ich ... - lch möchte mit einer persönlichen Stellungnahme abschließen -
ln einem ersten Schritt möchte ich ... - ln einem ersten Schritt möchte ich dieVorteile, in einem
zweiten Schritt die Nachteile darlegen und diese anschließend gegeneinander abwägen. -
Man kann zusammenfassend feststellen ... - Welche Schlussfolgerungen lassen sich aus
dem zuvor Dargelegten ziehen? - Welches Fazit kann man ziehen? - Wie bereits zuvor betont,
überwiegen die Vorteile sowohl qualitativ als auch quantitativ. - Zu Beginn sollen ... -
Zunächst möchte ich die Gliederung darlegen. - Zusammenfassend lässt sich sagen ...

6. Lesen Sie die folgenden Einleitungen und notieren Sie, welche der auf Seite 79 genannten
Elemente enthalten sind.

1. Über Jahrhunderte hinweg schien der Weltraum für


uns Menschen unerreichbar zu sein. Mit Beginn der
Weltraumforschung konnten die ersten Menschen
ins All fliegen und später sogar den Mond betreten.
Seitdem sind mehrere Jahrzehnte vergangen, in de-
nen die Menschen aber noch immer von Reisen ins
Weltall träumen.
Nun arbeiten Forscher daran, diesen Traum Realität
werden zu lassen. Zukünftig sollen Menschen nicht
nur auf der Erde, sondern auch auf anderen Planeten
leben können, so die Vision. Was ist davon zu halten?
Nachfolgend sollen Argumente für und gegen diese
Pläne angeführt und gegeneinander aufgewogen
werden. Anschließend wird ein begründetes Fazit
gezogen.

2. Vor der ersten Vorlesung noch schnell eine Runde


joggen gehen, in der Mittagspause ins Fitnessstudio
statt in die Mensa, anstatt in die Bibliothek geht es
zum Krafttraining oder auch zum Basketballspiel,
und wenn die letzte Veranstaltung am Nachmittag
oder Abend beendet wird, machen alle gemeinsam
im Seminarraum noch Yoga.
lst das die Zukunft an Universitäten? Vielleicht nicht
so extrem, aber einige Verantwortliche denken darü-
ber nach, Studierende zu Sport zu verpflichten. Was
ist von dieser ldee zu halten?
lch möchte nachfolgend sowohl Vorteile als auch
Nachteile von Sport als Pflicht an Universitäten darle-
gen, eine begründete Empfehlung abgeben und auch
meine persönliche Meinung äußern.

7. Schreiben Sie zu mindestens zwei der Themen von Seite 69171 eine Einleitung in lhr Heft.
Verwenden Sie die Redemittel aus Aufgabe 5 und berücksichtigen Sie die o. g. Elemente.

8. Die Einleitung - Ergänzen Sie.

ln der Einleitung nenne ich nicht nur ('1) und mache die Leser
(2) sondern ich gebe auch einen (3) über den
(4) meines Texts.
Hauptteil
1. Erinnern sie sich? was sind die wichtigsten Funktionen des Hauptteils?
lm Hauptteil nennen Sie sowohl die Gründe (vorteile, pro-Argumente) als auch die
(1) bezüglich des Themas bzw. der Behauptung, die am Anfang steht.
Dabei sollen Sie die Argumente nicht nur aufzählen, sondern auch (2) WATUM
diese die Behauptung stützen/widerlegen. Zur Unterstützung oder (3) können
Sie auch Beispiele bzw. (a) einbringen.

Einstieg Hinweis: Sie müssen nlcht


Machen Sie nachvollziehba; dass der Hauptteil lhres Texts beginnt: ausCrücklich die Wörter
O Fügen Sie einen Absatz nach der Einleitung ein. "Vcrteile'f ,,Nachtei
le",,,Beispiel"
oder Ahni iches verwenden.
O Nennen Sie im ersten Satz des Hauptteils nochmals, womit Wichtig ist, dass der lnhalt
Sie beginnen (Pro-/Contra-Argumente oder Beispiel/Erfahrung). deutlich wird: Beginnen Sie mlt
Positivem oder Negativem?
2. Markieren Sie: Welche lnhalte werden im Hauptteil zuerst
dargelegt? Woran erkennen Sie das?

1. Zu Beginn möchte ich von einem persönlichen Erlebnis berichten.


O a) Vorteile, Gründe O b) Nachteile, Einwände O c) Beispiel/Erfahrung
2. Technische Studiengänge sind enorm wichtig, denn ohne diese Studiengänge würde es viele
Erfindungen, die unser Leben vereinfachen, nicht geben.
O a) Vorteile, Gründe O b) Nachteile, Einwände O
c) Beispiel/Erfahrung
3. Als zentraler Einwand gegen ein Grundeinkommen werden oftmals die Kosten genannt, die
dadurch entstehen.
O a) Vorteile, Gründe Ob) Nachteile, Einwände O c) Beispiel/Erfahrung
3- Schreiben Sie jeweils den ersten Satz des Hauptteils für die Themen von Seite 69/71in lhr Heft.
Argumente verknüpfen
Wenn Sie die Argumente gebündelt darlegen, sind die Verknüpfungen der Argumente prinzipiell bei
Gründen und Einwänden gleich:
O Sie führen das erste Argument mit entsprechenden Hinweiswörtern ein (Beginn der Argumenta-
tion).
o Sie schließen weitere Argumente mit unterschiedlichen Verknüpfungen an.
O Das letzte Argument heben Sie auch durch entsprechende Redemittel hervor (Ende der Argu-
mentationskette).
O FÜr alle Argumente gilt: Haben Sie ein Beispiel bzw. eine Erfahrung zur Unterstü tzungbzw. zur
Veranschaulichung notiert, verknüpfen Sie es mit dem entsprechenden Argument.

Tipp: Denken Sie an die


Anordnung der Argumente nach
Relevanz und verdeutlichen 5ie
z. B. nit Adjektiven, was Sie für
besor"rclers wichtig halten.

81
-;I
Schriftlicher Ausdruck
4- Sortieren Sie die Redemittel.
abschließend - als erstes/zentrales (Pro-/Contra-)Argument - daneben - darüber hinaus -
das erste/wichtigste (Pro-/Contra-)Argument - das nächste Argument - der abschließende
Nachteil/Vorteil - des Weiteren - ein weiterer Vorteil/Nachteil - ferner - schließlich - weiterhin -
zu Beginn - zuerst - zuletzl - zum Schluss - zunächst

Beginn
(erstes
Argument)

weitere
Argumente

Ende
(letztes
Argument)

lst lhre Argumentation so aufgebaut, dass Sie jeweils zu einem Aspekt Pro und Contra nennen/ ver-
wenden Sie andere Redemittel.

5. Vervollständigen Sie die Redemittel.

1. einerseits ... 3. zum einen

2. auf der einen Seite ... 4. zwar

6. Ergänzen Sie Redemittel aus den Aufgaben 4 und 5.


Text'1: (1) Das wtchftqsfe {rquMe nf gegen Schönheits-Operationen sind die Risiken für die Ge-

sundheit. (2) sind solche Operationen mit immensen Kosten verbun-

den. Es stellt sich (3) auch die Frage, ob man der Natur,,ins Hand-

werk pfuschen" darf.


Text 2: (1) gegen eine Beschränkung der Autonutzung ist sicheq dass

es ein Eingriff in die persönliche Freiheit wäre. (2) würden Berufs-


tätige vor dem Problem stehen, dass sie eventuell nicht zur Arbeit fahren können.
ß) wären auch Senioren betroffen, die in ihrer Mobilität einge-
schränkt werden, wenn sie nicht mehr alleine fahren dürften. (4) ist,

dass man gar nicht kontrollieren könnte, ob zwei oder mehr Personen in jedem Auto sitzen.
(5) wäre der Einsatz von Uberwachungskameras denkba;
(6) wer soll die Daten auswerten?

7. Verknüpfen Sie die Stichpunkte zu Argumentationsketten. Schreiben Sie in lhr Heft.


Thema: Tourismus - pro und contra
pro i contra
Einnahmen (Hotels, Restaurants, Geschäfte), i Transport -r Fluglärm, Abgase, große Hotelan-
Kulturaustausch, als Tourist -+ neue Länder i lagen zerstören Landschaft, teils respektloses
ken nenlernen Auftreten der Touristen

82
8. Verknüpfen Sie lhre Argumente zu den Themen auf Seite 69171.Schreiben Sie in lhr Heft.

9. Welche der folgenden Wörter verweisen auf lnhalte bzw. Wörter, die zuvor genannt wurden?
1. (ein Beispiel) dafür
2. (ein Argument) dagegen
3. dies zeigt/erklärt/verdeutlicht/. . .

4. wie (zuvor, soeben, oben, eingangs, ...) erwähnt/beschrieben/erläutert/...

10. Ergänzen Sie die Verweiswörter/Redemittel aus Aufgabe 9.

Tourismus - pro und contra

Gerade erst war es in den Nachrichten: Bei Touristen beliebte Regionen wollen eventuell eine zu-

sätzliche Steuer für die Urlauber einführen. (...)

Nicht alleTouristen treten den Einheimischen mit dem nötigen Respekt gegenüber.
(1) haben zuletzt Berichte über randalierende Reisegruppen gezeigt. Diese
Berichte sind auch ein gutes Beispiel (2) dass das negative Verhalten Einzel-
ner Konsequenzen für alle haben kann - (3) denken einige Regionen über die
Einführung einer Tourismussteuer nach.

11. Prüfen Sie lhre Texte, die Sie zu Aufgabe 8 geschrieben haben: Haben Sie Verweiswörter
verwendet? Könnten Sie weitere ergänzen?

Überleitung von Gründen zu Einwänden und umgekehrt


Wenn Sie die Pros/Contras gebündelt darlegen, müssen Sie etwa in der Mitte des Hauptteils von der
einen zur anderen Perspektive überleiten.
O Machen Sie die Überleitung deutlich, indem Sie beide Seiten in einem oder zwei Sätzen nennen:
Was haben Sie bis jetzt dargelegt, was kommt als nächstes?

12. Ergänzen Sie die Wörter.

aufzählen - gegenüber - genannten - gute Gründe - nennen - perspektive -


-Jerg$sefi-- ve rsc h we i ge n

1. Bei allen Nachteilen darf man aber auch die Vorteile nicht

übersehenl verqessen /
2. Den genannten Vorteilen stehen einige Nachteile

3. Fs gibt also zahlreiche Gründe für/gegen ..., aber es gibt auch eine andere
-.--'-.
/Sichtweise.
4. Neben den Pro-Argumenten lassen sich aber auch
gegen ... finden.
5. Soweit zu den Nachteilen. Welche Vorteile lassen sich (nun)

finden/ ?

13. Verbinden Sie lhre Argumentationsketten aus Aufgabe 8 mit einer passenden überleitung
Schreiben Sie in lhr Heft.
7

Schriftlicher Ausdruck
Schluss

1. Erinnern Sie sich? Was ist die wichtigste Funktion des Schlussteils? Ergänzen Sie.

lm Schluss ziehe ich ein (1) und nehme wieder Bezug auf die

Q) die am Anfang stand.

Sie können im Schluss aber auch weitere Punkte aufgreifen:


O lhre persönliche Meinung
O ob sich lhre Meinung bezüglich des Themas durch die gesammelten Argumente geändert hat
O welche Rolle das Thema in Zukunft spielen könnte bzw. wie es sich entwickeln könnte
2. Beantworten Sie die Fragen hinsichtlich des Themas,,Haltung von Tieren in Zoos".

Hat lhre Meinung sich durch die Argumente verändert?

Wie sehen Sie zukünftige Entwicklungen in diesem Bereich?

3. Beantworten Sie die Fragen auch für die weiteren Themen von Seite 69171 und notieren Sie in
lhrem Heft.
Sie können sich bei der Formulierung des Schlussteils an folgenden Fragen orientieren:
O Überwiegen von der Anzahl her Vor- oder Nachteile?
O Halten Sie bestimmte Vor- oder Nachteile inhaltlich für besonders überzeugend?
O Welches Argument halten Sie persönlich für das wichtigste? Warum?
4. Lesen Sie die folgenden Textbeispiele. Welche der oben genannten Aspekte werden in den
Schlussteilen aufgegriffen? Notieren Sie.

1. Esgibt zahlreiche Argumente, die dafÜr sprechen,


Sport als Pflichtfach an Schulen beizubehalten. Dem
stehen nur wenige Argumente gegenÜbe; die eine
Abschaffung plausibel machen. Mich persönlich über-
zeugen die Contra-Argumente nicht: lch beobachte
schon heute, dass Bewegung für Kinder eine immer
geringere Rolle spielt, dies aber gesundheitliche Folgen
nach sich zieht.

2. Man kann festhalten, dass nur wenige Argumente


dafür sprechen, das Autofahren für den Einzelnen
einzuschränken. Allerdings finde ich diese wenigen
Argumente inhaltlich sehr überzeugend: der Schutz
der Umwelt, die Verringerung von Abgasen wirken sich
doch letztlich auf uns alle aus. lch selbst bin zwar Au-
tofahrer und war bislang auch der Auffassung, dass ich
selbst darüber bestimmen sollte, ob und wie oft ich das
Auto nutze; allerdings haben mich die oben genannten
Argumente nachdenklich gemacht und ich werde in
jedem Fall mein eigenes Fahrverhalten zukÜnftig stär-
ker reflektieren als bisher. lch hoffe, dass viele diesem
Beispielfolgen.

i"
5. Ergänzen Sie in den Textausschnitten (Einleitung und Schluss)
die passenden Wörter bzw. Redemittel.
Achtung: Nicht
abschließenden Fazit - Anschließend - anschließenden Fazit - anschließenden alles aus dem
Schluss - Die persönliche Meinung - Endlich - Ergebnis - Erst mal - Fazit - Kasten kann
folgend - geändert - gewechselt - lch bin der Meinung - lm Anschluss - zugeordnet
im Folgenden - Meine persönliche Meinung - Meiner Auffassung nach * werden!

nachdem - Zum Schluss - Zunächst

Sollte man ein Auto nur noch benutzen dürfen, wenn man nicht alleine fährt? Mit diesem Thema

möchte ich mich (1) ausei na ndersetzen.


(2) werden die Pro-Argumente dargelegt: Was spricht
dafür, Autofahren einzuschränken? (3) daran wird
gezeigt, welche Argumente gegen eine solche Beschränkung sprechen.

lm (a) werden die Argumente gegeneinander


abgewogen und es wird eine begründete Empfehlung abgegeben.
(5) möchte ich auch meine persönliche Meinung zu
diesem Thema äußern. ...

Es hat sich gezeigt, dass es für beide Seiten überzeugende Argumente gibt. Welches
(5) lässt sich daraus ziehen?
(7) sind die Argumente gegen eine Beschränkung des
Autofahrens überzeugender. Mobilität ist der entscheidende Faktor in der heutigen Arbeitswelt, und
es gibt hinsichtlich der Flexibilität keine überzeugenden Alternativen zum Auto.
(8) zu diesem Thema hat sich auch durch die Pro-

Argumente nicht (9) : Wer ein Auto hat, soll damit auch
fahren können, wann er will - auch alleine.

6. Lesen Sie den Textausschnitt (Einleitung und Schluss) und korrigieren Sie die falschen
Ausdrücke. Verwenden Sie die Redemittel aus Aufgabe 5.

Sollte man auf anderen Planeten Lebens-


raum für Menschen schaffen? Mit dieser Fra-
ge werde ich mich endlich befassen.
Zuerst werde ich das Ergebnis darlegen: Wel-
che Gründe sprechen für einen solchen Plan?
lm Folgenden werde ich die Contra-Argumen-
te darlegen und auch Beispiele geben.
Zuerst lege ich auch meine persönliche Mei-
ru diesem Thema dar.
:.:nt

Damit komme ich zum Anfang meiner Erör-


terung. Welches Ergebnis kann man ziehen?
l5 Meiner ldee nach sind die Contra-Argumente
überzeugender. ...

85
Schriftlicher Ausdruck
l
Redemittel und Wortschatz abwechsel n

1. Softieren Sie die folgenden Redemittel.

... halte ich nicht für überzeugend. - Als Argument dafür/dagegen kann man anführen ... - Als
Beispiel kann hier ... gelten. - Als positiv/negativ kann man bewerten ... - Auf der einen Seite
... auf der anderen Seite ... - Damit habe ich auch selbst schon Erfahrungen gemacht: ... - Das
habe ich selbst auch schon erlebt. - Das wird auch an folgendem Beispiel deutlich: ... - Dazu
möchte ich ein Beispielanführen: ... - Dem kann ich nichtzustimmen. - Die Richtigkeitdieser
Annahme möchte ich bestreiten. - Diese Ansicht teile ich nicht. - Diesem Argument kann ich
mich nur anschließen. - Dieser Aussage möchte ich mich anschließen. - Dieses Argument finde
ich schlüssig und überzeugend. - Ein Vorteil/Nachteil ist ... - Ein weiterer positiver/negativer
Aspekt ist ... - ... einerseits ... andererseits ... - Es gibt aber auch Schattenseiten. - Es ist von
Vorteil/Nachteil, ... - Folgendes Beispielverdeutlichtdas: ... - Für/Gegen ... spricht ... * Meine
eigenen Erfahrungen bestätigen dies. .. . - Zwar ..., aber ...

Vorteile bzw. Nachteile nennen

Vor- und Nachteile abwägen

Argumenten/Aussagen zustimmen

Argu menten/Aussagen widersprechen

Beispiele einführen

eigene Erfahrungen thematisieren

i
86
2. Lesen Sie die folgenden Abschnitte. Markieren Sie, welche Wörter bzw. Redemittel sich
wiederholen, und formulieren Sie diese um.

i 1. Ein Argument für die Haltung von Tieren in Zoos


i ist, dass die Tiere dort versorgt werden. Ein anderes
i Argument ist, dass die Tiere dort keinen Gefahren
j ausgesetzt sind. Ein drittes Argument ist, dass man
i bestimmteTierarten imZoo schützen und erhalten
i kann.
i lch stimme diesen Argumenten zu. lch stimme zu,
i dass Tiere im Zoo gut versorgt werden und dass
j man Arten imZoo erhalten kann. lch stimme auch
t.
i zu, dass Tiere im Zoo sicher leben können.
i

2. Gegen ein Grundeinkommen spricht, dass es


für den Staat sehr teuer wäre. Gegen ein Grund-
einkommen spricht auch, dass viele Menschen das
Geld nicht so sehr schätzen würden wie ihr eigenes
Einkommen. Außerdem spricht gegen ein Grund-
einkommen, dass viele Menschen nur wegen des
Geldes ins Land kommen würden.
Meine persönlichen Erfahrungen unterstützen
diese Aussagen. lch habe die Erfahrung gemacht
dass man etwas nur dann schätzt, wenn man es
selbst erarbeitet hat. Auch habe ich die Erfahrung
gemacht, dass viele Menschen sich nur für das Geld
interessieren, was zu gesellschaftlichen Problemen
führt.

3. Einerseits wäre es für die Umwelt gut, wenn


weniger Autos auf den Straßen wären. Andererseits
sollen Arbeitnehmer flexibel sein und brauchen ein
Auto, um ihren Arbeitsplatzzu erreichen. Beide Ar-
gumente kann ich nachvollziehen, finde den Schutz
der Umwelt aber überzeugender.
Es gibt noch weitere Argumente:
Einerseits würden auch die Autofahrer gesünder
leben, wenn sie zum Beispiel das Fahrrad statt des
Autos benutzen würden. Andererseits verbringen
sie so mehr Zeit auf dem Weg zur Arbeit oder nach
Hause, und haben noch weniger Zeitfür die Familie.

87
Schriftlicher Ausdruck
Tipp: Suchen Sie aus den
Redemittelsammlung Aufgaben und Textbeispielen
der vorangegangenen Seiten
1. Notieren Sie die Redemittel, die Sie für Einleitung, Hauptteil und Schluss die Redemittel heraus.
besonders wichtig finden. Achten Sie auf die korrekte Schreibweise.

i Einleitung

Hauptteil

i schluss

2. Notieren Sie Redemittel, die Sie schwierig finden, auf Karteikarten oder in einer Trainings-App
und wiederholen Sie sie regelmäßig.

3. Haben Sie,,Lieblings-Redemittel", die Sie oft verwenden? Notieren Sie Alternativen dazu, damit
Sie abwechseln können.

Meine,,Liebl ings-Redemittel":

Varianten:
Typische Fehler erkennen und vermeiden
Aus Fehlern können Sie lernen. Neben Fehlern in Grammatik oder Syntax treten besonders häufig
Fehler im Wortschatz und vor allem in der Textlogik (Anschlüsse, Verknüpfungen etc.) auf. Nachfol-
gend finden Sie einige typische Fehler und sollen diese korrigieren.

1. Benennen und korrigieren Sie die Fehler in Grammatik und Syntax. Jeder Satz kann mehrere
Fehler enthalten.

Falscher Satz/Ausd ruck Was ist falsch? Korrektur


1- Das ist ein gutes Beispiel dafür; wie sich die- i

ser Aspekt entwickeln würde. i

2. Wissenschaftler behaupten, ein Flug zum Ju-


piter würde möglich sein in zehn Jahren.
1 3. Zuf olge einer Studie ist ,,Zufriedenheit" für am
i meisten Menschen extrem wichtig.

2. Korrigieren Sie die Wortschatz- und Grammatik-Fehler.

i Korrektur

i r. Rts alles andere in der Welt ...


i z. tctr vergleiche nun die Vor- und Nachteile.

i 3. unter den Fingern zerrinnen

i +. Das Thema ist eigentlich wichtig.

i S. Oie andere Seite der Münze ist aber ...


i g. Van muss auch nicht vergessen, ...

i 1: ':n '9:ll9
u:ll.'lPlq:19: ?y1J: Tlle:li
i 8. Damit möchte ich bedeuten, dass ...

i 10. Man kann diese Probleme erledigen, indem man ... i

i ff. fs gibt moderne Haushaltsgeräte, die mit Rat und


i tat zur Seite stehen.

3. Benennen Sie die Fehler in lnhalt bzw. Textlogik.

Falscher Satz/Ausdruck Was ist falsch bzw. problematisch?


Tipp: Mit,Jextlogik"
1. Das Thema meines Aufsatzes lautet,,lst alles, i ist gemeint dass die
was medizinisch machbar ist, auch sinnvoll?" i
Argumentationskette
geschlossen ist, Ver-
Damals waren viele Krankheiten noch tödlich. i
weise unC Bezüge
2. Was versteht man unter Sport? eindeutig sind usw.
lnhaltliche Fehler sind
3. Zu Beginn meiner Erörterung zum Thema auch unsinnige Aus-
,,Haltung von Tieren inZoos" möchte ich die sagen oder Fragen,
die auf Trlviales bzw.
Struktur meines Texts darlegen. Wie oben er-
Aligenreinwlssen ab-
wähnt, beginne ich mit den Vorteilen und lege zielen, z. B.,,Bekannt-
anschließend die Nachteile dar. lich atmen Menschen
Wasser." oder,,Was
4. Es ist nichts Neues, dass wir uns alle ein versteht rnan unter
Haustier wünschen.

89
Schriftlicher Ausdruck
4. Lesen Sie die folgende kurze Erörterung und notieren
''Xn]"r oder müsste. Achten Sie insbesondere auf Anschlüsse Sie, was man besser machen könnte
und Redemittel und machen Sie
Korrektu rvorsch läge.

Lebensraum auf anderen Planeten

Es klingt wie in einem Science-Fiction-Film:Wissen-


schaftler denken darüber nach, andere planeten als
Lebensraum für Menschen zu erschließen. Was wie
eine kühne Fantasie klingt, hat allerdings einen rea-
len Hintergrund: Die Bevölkerungszahl steigt an, und
es ist durchaus fraglich, wie viele Menschen auf der
Erde leben können. Was passiert, wenn eines Tages
tatsächlich mehr Menschen auf der Erde leben, als
,,versorgt" werden können? Wohnraum und Lebens-
mittel werden knapp, das Miteinander wird vielleicht
eher zu einem Gegeneinander. Genau hier setzen die
Wissenschaftler an, die über eine Lösung möglicher
Probleme überlegen: neuen Lebensraum erschließen,
im Zweifelsfall auch außerhalb der Erde.
Auch wenn dies nichts ist, was in den nächsten Jahren
realisiert würde, gehört es zur Aufgabe der Wissen-
schaft, auch langfristig zu denken. lnsofern gibt es
durchaus Argumente, die dafür sprechen, diese ldee
konkret zu verfolgen. Skeptiker gibt es allerdings vie-
le, und auch sie haben schlagkräftige Argumente auf
ihrer Seite.
Am Schluss sollen beide Seiten beleuchtet sowie die
wichti gsten Argu mente da rge egt und gegenei nander
I

abgewogen werden. Abschließend möchte ich meine


persönliche Meinung zu dem Thema darlegen.

Zunächst die Vorteile:


Wenn der Lebensraum auf der Erde tatsächlich knapp
wird, muss man natürlich nach Alternativen suchen.
Warum nicht auf anderen Planeten? Auf der Erde
haben wir bereits jetzt das Problem der Umweltver-
schmutzung, und das wird sicher in den nächsten
Jahrzehnten zunehmen. Da könnte es eine gute Lö-
sung sein, auf einem neuen Planeten noch einmal
,,neu anzufangen".
Wissenschaft und Fortschritt brauchen Visionen,
schon früher war es so, dass vor allen Dingen die lde-
en uns vorangebracht haben, die geradezu utopisch
schienen. Die Besiedlung anderer Planeten klingt
nach Fantasie, aber wer weiß, ob wir nicht wichtige
Erkenntnisse daraus gewinnen können, wenn wir uns
mit diesem Thema beschäftigen.

Die Nachteile:
Wir wissen, dass die Bedingungen auf anderen plane-
ten nicht so sind, dass Menschen dort leben können.

90
Es muss also entweder viel geforscht werden, um
innovative Lösungen zu finden oder auch die Bedin-
gungen auf den Planeten zu ändern. In jedem Fall
muss also viel investiert werden. Es ist fraglich, ob die
lnvestitionen es wirklich wert sind. Niemand weiß,
ob man tatsächlich zu Ergebnissen kommen wird, die
uns weiterbringen. Am Ende könnte es sein, dass alles
umsonst war. Dann hätten wir die lnvestitionen bes-
ser in andere Bereiche stecken sollen.

Meine Meinung zu dem Thema: lch glaube nicht, dass


man bald andere Planeten besiedeln wird. Aber es
ist ein spannendes Thema. Der größte Nachteil ist
das Geld. Wenn man das Problem löst, gibt es mehr
Vorteile.

5. lm folgenden Text fehlen Absätze. Markieren Sie, wo Sie Absätze einfügen würden. Begründen
Sie lhre Entscheidung.

ln meiner Erörterung befasse ich mich mit der Frage, ob i

Kinder einen Zoo besuchen sollten. lch werde zunächst die


Argumente, die für einen Zoobesuch sprechen, darlegen, an-
schließend die Gegenargumente anführen und dann ein Fazit
ziehen. Abschließend äußere ich auch meine eigene Meinung.
Die meisten von uns haben wahrscheinlich als Kind einen Zoo
besucht. Kinder lernen bei einem solchen Ausflug viel über
die Tiere und die Umwelt. Wenn Kinder die Tiere selbst sehen
können, haben sie einen ganz anderen Bezug dazu, ats bei
einer Betrachtung im Fernsehen oder lnternet. Die Kinder
können so zu offeneren und vor allem umweltbewussteren
Menschen erzogen werden. Auch kann man sie heranführen
an Tierarten, die man sonst nicht im Freien sehen würde, zum
Beispiel Löwen in Deutschland. Nicht zuletzt kann ein Vorteil
auch darin bestehen, dass die Kinder mögliche Berufsfelder
kennenlernen. Aber es gibt auch Gegenargumente. Kinder
sehen in einem Zoo, dass man Tiere einfach einsperren kann.
Das vermittelt vielleicht einen falschen Eindruck davon, wie
Menschen mitTieren umgehen sollten. Auch sind die Tiere im
Zoo keine echten Wildtiere, sie verhalten sich anders als in
ihrer natürlichen Umgebung. Auch hier entsteht für die Kinder
oft ein falscher Eindruck. Wenn ich Vor- und Nachteile abwäge,
komme ich zu dem Schluss, dass mich die Vorteile mehr über-
zeugen. ln einer Welt, in der Kinder viel Zeit vor Fernseher oder
Computer verbringen, finde ich es wichtig, dass sie Natur und
Tiere selbst sehen. Meine persönliche Erfahrung unterstützt
dies:Auch ich habe imZoo viel überTiere gelernt, über die ich
vorher nichts wusste. Heute interessiere ich mich sehr für Na-
tur und Tiere. Vielleicht geht es ja vielen Kindern auch so.

6. Variieren Sie Redemittel und Satzbau in dem Text und schreiben Sie ihn in lhr Heft. Denken Sie
auch an die Absätze-

91
Schriftlicher Ausdruck
Einen argumentativen Text verfassen
Schreiben Sie nun eine vollständige Erörterung bzw. Stellungnahme.
Verwenden Sie in diesem Abschnitt eine Uhr und achten Sie auf die Zeitangaben
zu jedem Arbeitsschritt. Am besten ist es, wenn Sie einen Timer (2. B. am Handy)
auf 70 Minuten einstellen und rückwärts laufen lassen.

& 1. Lesen Sie die folgenden Themen und entscheiden Sie sich für eines. ä{,r 6rimmerurNg: Achten
nr"rir,t;1
Sle zuf rhenra' Situatlon'
5 Minuren Thema A
In einem wirtschaftswissenschaftlichen Seminar sollen Sie sich mit den Vor- und Nach-
teilen unterschiediicher Zahlungsmethoden auseinandersetzen.

Die folgenden Zitate geben Ihnen erste Ideen:


,,Bargeld ist altmodisch und unpraktisch. Bargeldlose Zahlungsmittel werden sich durch-
setzen und Bargeld letztlich vollständig verdrängen."
,,Neben Kreditkartenbetrug und Ahnlichem haben bargeldlose Zahlungsmittel den gro-
ßen Nachteil, dass man seine Ausgaben nicht so gut überblickt. Die Folge sind oft Schul-
den."

Thema B
In einem kulturwissenschafllichen Seminar sollen Sie sich mit der Frage auseinanderser-
zen, welche Ro1le ,,Traditionen" in der heutigen Zeit noch spielen bzw. spielen sollten.

Die folgenden Zitate geben Ihnen erste Ideen:


,,Tladitionen geben den Menschen Orientierung und Halt in eine: immer unübersicht-
licher werdenden \7elt. "
,,'Wenn eineTiadition keinen Bezug zu mir oder meinem Leben hat, ist sie bedeutungslos
und sollte nicht einfach fortgeführt werden."

& 2. Sammeln Sie Argumente, Beispiele etc. Gewichten Sie sie (+, ++, . ..) und
.^ ]l'i"l
.10 notieren Sie auch lhre Schlussfolgerung. äur Erimnerumg: lm
l\4iNuter
Hauptteil beginnen
Sie am besten mit
clen Ärgunrenten, die
lhrer Position
entgegenstehen.

Tipp: Kontrcilieren Sie z. B.


n geso n d erte n
il*:":::ite
i

::
& 3. sctrreiben Sie jetzt lhren argumentativen Text auf den folgenden Seiten. ! verbferrnen (perscn, Ze it, ...)
na x inr: I

40 l\,liruten ! Acje<tivenflrngefi

& 4. wenn der Text fertig ist, kontrollieren Sie ihn: Sind die Argumentationsketten !!
svntax
Rechtschreibung
-^ j\l
.10
ruietr logisch? Haben Sie angemessene Redemittel verwendet? Prüfen Sie den Text []
"l:']'': Zeichensetzung
arln aut formale Fehler'

92
Zur Erinnerumg:
::ren Sie
::.ize - diese
.- -en Sie später
- --: mehr
. -'-gen.

T'üpp: lhre
:-=:ungsollte
:- :1ier
, :::schlossen
-. .laben Sie
=
:-: eElemente
. i t..ht?

-rpg: Schauen Sie


.:rendurch auf
- . ,rr: Sie sollten
:l: ']OCh
- -:estens 45
- -ten Zeit
:::'l
Schriftlicher Ausdruck

Tipp: Bis etwa


nler sollten 5re
sich mit entweder
VorteilenlGründen
qder Nachteilen/
Einwänden
befasst haben.

Tipp: Schauen
Sie auf die Uhr;
Sie sollten noch
mindestens
25 Minuten Zeit
haben. Falls es knapp
wird, konzentrieren
Sie sich nun auf die
wichtigsten
Argumente. .:
ipp: itwa hier
- :=r Sie mit ciem
.- -ssteii beginnen.
.-'enSieandie
: ::'ien Elemente,

a
P
eder
nden
en/
"pp: Sie sollten jetzt
n-
, -- -nindestens
' ^uten Zeit haben.
-'=- Sie ihren Text
,rl inhaltlich als
:-'cTrnal.

-ep: In der Prufung


:=r Sie die Wörter
,-: zählen. Die Zeit
: ,-app und die
:-:-.r müssen auch
_ - SCZdrrL
.-:en. Verwenden
= : e Zeit lieber, um
"=^ Text zu
,=-rrüfen und
= "=cenenlalls zu
--
: 3ieren. ;i

n
r:
fh
-rpp: Sind die
eit
' '.''iruten Linn? Dann
E knapp , - :n Sie jetzt zur

Fieren "
-:-olle die Wörter
ilf dle -: rotieren 5ie sie.
: -"Text deutlich
,::r als 350 Wörter?
.-^ prüfen Sie,
. :re Argumente 5ie
- -- finden und
'".a1zenkönnten. I
;l
95
Schriftlicher Ausdruck
Das Wichtigste in Kürze
Vor der Prüfung
Gehen Sie einige Tage vor der Prüfung nochmals die folgende Checkliste durch: Haben Sie sich in
al len Bereichen vorbereitet?

Checkliste
I lch beherrsche die Rechtschreibung und Zeichensetzung.
f lch beherrsche die Grammatik.
! lch beherrsche einen breiten Wortschatz und kann mich abwechslungsreich, aber auch präzise
zu unterschiedlichen Themen äußern.
I lch kann einen Text klar strukturieren und Argumente schlüssig, klar und
überzeugend formulieren. Tipp: Sehlagen Sie beirn
ijbcn r];rcn ccer nutzer"
I lch habe mehrmals geübt, längere argumentative Texte von Hand zu schreiben.
. B meiner Deutschrehrerin/meinem ;; "; *;$::üi:[??,ät
i:l#ffJl:;:l"J:""::z
E lch habe beim Schreiben von Texten auch darauf geachtet, dass ich nur ::j:i;;';;:;::,r",,,
70 Minuten zur Verfügung habe. komma.

Was können Sie schon gut, was sollten Sie noch üben? Notieren Sie:

lch kann besonders gut:

lch sollte noch üben:

ln der Prüfung
1. Lesen Sie die Aufgabe genau.
2. Sie dürfen keine Hilfsmittel wie Wörterbücher oder Ahnliches verwenden.
3. lhr Text soll mindestens 350 Wörter umfassen.
4. Denken Sie in der Prüfung auch an die Zeit. lhnen stehen 70 Minuten zur Verfügung. Teilen Sie
sich diese Zeit in etwa wie folgt ein:
O 5 Minuten für das Lesen der Aufgabe und die Vorbereitung des Notizpapiers. Unterstreichen
Sie wichtige Worte in der Aufgabe (Textsorte, Situation). Notieren Sie auf dem Notizpapier: ,,Pro",
,,Contr a",,, Bsp.",,, Me i ne Erf a h ru n ge n",,,F azit".
O 10 Minuten für das Sammeln von Argumenten, Beispielen etc. und das Erarbeiten eines
Fazits.
O 40 Minuten für das Schreiben des Texts.
O 15 Minuten, um den fertigen Text zu kontrollieren: lst die Argumentation schlüssig? Haben Sie
Absätze an den richtigen Stellen gemacht? Korrigieren Sie gegebenenfalls Fehler in Grammatik,
Syntax etc.

T'ipp: llaben Sie noch Zeit?


Dann können Sie noch die
Wörter zählen. Machen Sie
d;s aber nut wenn Sie den
Text inhaltiieh unrj {ormal
geprüft und alle
Unklarheiten bzw. Feh ler
beseitigt haben.

96
So sieht das Prüfungsblatt aus

Schriftlicher Ausdruck
Wählen Sie eines der folgenden zwei Themen. Schreiben Sie einen Text, in dem Sie lhren eigenen
Standpunkt dazu erarbeiten und argumentativ darlegen. lhrText soll etwa 350 Wörter umfassen.
Sie haben 70 Minuten Zeit.

Thema 1
Sie sollen sich in einem didaktischen Seminar kritisch mit der Frage auseinandersetzen, ob ein
gemeinsamer Zoobesuch einer Grundschulklasse sinnvoll und noch zeitgemäß ist.
Die folgenden Zitate geben lhnen erste ldeen.

,Zoos dienen aulclh denr ArtehschUtz' und können daher Kinder.n:nicht nur Wissen vermitteln,

,,Bei einem Zoobesuch 'lel.nen,Kinder:in er:ster ,L,inie;:d:ass man,fiere,,einsperlr:en ,un.d drcssi,eren


kann - dadurch geht ihnen der Respekt vor Tieren verloren."

oder

Thema 2
ln einem soziologischen Seminar zur Stadtplanung sollen Sie sich in einer schriftlichen Haus-
aufgabe mit der Frage auseinandersetzen, ob lnnenstädte zukünftig völlig autofrei sein sollten.
Die folgenden Zitate geben lhnen erste ldeen.

,NurrmitaütOfr€ien lnnenstädten können wird,ielGesu,ndheit,d,er:iBewoh,nerilnnen,uhd.Bdwoh-


er:halten u,nO,,auitr,zu,künftiSen,Geneiationen bewonnbä,re.StaOte nlnier, ;Ssen1,1
,ner I ,,.'' . .

;,Der,Weg zum Ar,be;tsp6tz WL:iOe iLirvieie scfrwieriger oder sogar un,r:nöglich Werden ü,nd,auch,
d ie persön iche Frei heit wird unverhä ltn ismäßi g ei n geschrä n ktJ'
I

it?
Fe
5.e
len

97
1':r'L:,:, i, Ll :"e I r: l"t n i.l
rt'rl il

Was ist lhre Aufga- Teil 1A: Sie halten eine kurze Präsentation.
be? f..: TeillB: lhre Partnerin bzw. lhr Partnerfasst die wichtigsten Punkte
lhrer Präsentation zusammen und stellt lhnen Anschlussfragen, die Sie
beantworten.
Dann tauschen Sie die Rollen: lhre Partnerin bzw. lhr Partner hält eine
Präsentation (Teil 1A) und Sie fassen anschließend die wichtigsten
Punkte zusammen und stellen Anschlussfragen (TeillB).
*} Teil 2: Sie diskutieren gemeinsam mit lhrer Partnerin bzw. lhrem Part-
ner s_pontan über ein Zitat.

Was wird vorgege- S? Teil 1A und '18: Zu Beginn der Vorbereitungszeit erhalten Sie ein Aufga-
ben? benblatt. Auf dem Aufgabenblatt finden Sie zwei Themen, von denen
Sie eines für lhre Präsentation auswählen.
i ;: leil 2: ln der Prüfung erhalten Sie von den Prüfenden ein Zitat, Über das
Sie spontan diskutieren sollen.

Was müssen Sie '1j; Teil 1A: Sie zeigen in der Präsentation, dass Sie zu einem
Thema eine
tun, um diesen gut strukturierte und inhaltlich klare und detaillierte Präsentation hal-
Prüfungsteil zu ten können.
lösen? I ,A; f"it mit der Zusammenfassung, dass Sie gehörte lnfor-
1B: Sie zeigen
mationen efflzient zusammenfassen und gut nachvollziehbar an Dritte
I weitergeben können.
i Mit den Anschlussfragen stellen Sie unter Beweis, dass Sie auch RÜck-
fragen zu eventuell neuen Themen stellen können.
I Al feil 2: ln der Diskussion zeigen Sie, dass Sie spontan sprechen können.
I Sie zeigen verschiedene kommunikative Kompetenzen wie nach der
I Meinung fragen, die eigene Meinung vertreten, jemandem zustimmen
bzw. wld:l:.p!":!"lj uln c"_'.pfg:l
1 cll-g_
l" !:lt:n :lcl
Wie lange dauert Ie feit'1A: ca.3 Minuten proTeilnehmer/in
dieser Prüfungsteil? I ffi teitlB: ca.2 Minuten proTeilnehmer/in
- Teil 2: ca.6 Minute

Wie läuft dieser Die Prüfung ist in der Regel eine Paarprüfung, es ist aber auch eine Einzel-
Prüfungsteil ab? prüfung möglich (2. B. bei einer ungeraden Anzahl von Teilnehmenden). ln
diesem Fall ist eine/r der beiden Prüfenden lhr/e Partner/in während der
Prüfung.
Vorbereitungszeit:
o sie haben 20 Minuten Vorbereitungszeit, um aus zwei rhemen eines für
lhre Präsentation auszuwähren und rhre präsentation
vorzubereiten.
Sie dürfen sich während der Vorbereitungszeit
Notizen machen.

Während der Prüfung:


o Sie sprechen in der prüfungzubzw.mit lhrer partnerin
bzw lhrem
Partner. Die Prüferinnen bzw. prüfer bitten sie oder
rhre partnerinbzw.
lhren Partner; mit der präsentation zu beginnen. Anschrießend
fassen
sie oder fasst rhre partnerin bzw. rhr partner die präsentation
der/des
anderen zusammen und steilt Anschrussfragen. Dann
tauschen Sie die
Rollen.
€ Für diesen Teir der prüfung erharten Sie von den prüferinnen
bzw. prü-
fern ein Aufgabenbratt für die Diskussion. sie haben kurzzeit,u,
,n.r-
schauen, und sollen dann spontan diskutieren.
o wenn Sie Ihre Diskussion abschrießen oder die zeitfür
die Diskussion
bee_nden die prüferinnen bzw. prüfer die prüfung
.?::q:::l9l-Tist, .. _ ..::- ..
Wie wird dieser Der Prüfungsteil ,,Mündlicher Ausdruck" wird von
zwei prüferinnen bzw.
Prüfungsteil Prüfern bewertet.
bewertet? Die folgenden Kriterien werden bewertet:
1. Aufgabengerechtheit (d. h. ob sie die Aufgabe mit Blick auf lnhalt
und
Aufgabenstellung er-füilen, z. B. das Thema treffen, die
richtige Textsor-
te wählen, angemessen mit der partnerin/dem partner
inteÄgieren)
2. Flüssigkeit
3. Repertoire
4. Grammatische Richtigkeit
5. Aussprache und lntonation

Für alle Kriterien wird bewerte! ob das Ziel bzw.das


Niveau Cl ,,in jeder
Hinsicht erfüIlt" (= Bewertung A), ,yorwiegend erfüIlt,,(= g"*"rirnäg),
,,vorwiegend nicht erfüilt" (= Bewertung c) oder,,überhaupt nictrt
e"rtuttt,,
(= Bewertung D) wurde.
Die Aufgabengerechtheit (Kriterium 1) wird für jeden
einzernen prüfungs-
teil bewertet und die sprachriche Angemessenheit (Kriterien
für alle Prüfungsteile insgesamt bewärtet.
2 bis i) *iro
Für die Aufgabengerechtheit können sie forgende punkte
erharten:

l1B
i Teil 2
Für die sprachliche Angemessenheit können Sie forgende punkte
erharten:

i Äj Bi c i D
i------'-------"'----
l,
lFlüssiskeit
j

r--------------'-----
iRepertoire ------i-; 8
_ Ii ;1 I ; I ; I

; 8 I i i z i o
l___-*____i__,-___-___r
j
t'- --- ------- -- --- ---
iGrammatischeRichtigkeit
r---.-------:___:_-l__:l_'_::l_'::i.__ i; ä i {? Ij _2
; i i

iAusspracheundtntonation I 8 I 5 i Z :I 90Y I :
j
-i __ -^-_ _
^ -__.t_ - __-__ _ -__l- _ ___- __ _-,I __- ____,__- j
Sie können in der Mündrichen prüfung maximar 48 punkte
erharten. um
die Mündliche Prüfung zu bestehen, Äürs"n Sie mindeste
ns 6oo/oder Ge-
samtpunktzahl (also 29 punkte) erreichen.
Das Ergebnis lhrer prüfung erharten sie aber nicht
in der prüfung, sondern
später per Post.
I
I
Mundlicher Ausdruck

Schritt für Schritt zur Lösung: Teil 1A


Sie zeigen in der Prüfung, dass Sie sich auf Deutsch auf dem Niveau C'l ausdrücken können. Dazu
gehören ein angemessener Wortschatz, angemessene sprachliche Strukturen, aber auch eine klare
und natürliche Aussprache und lntonation. Sie können beispielsweise auch die lntonation, also die
Betonung im Wort- und Satzbereich, dazu nutzen, Bedeutungsunterschiede kenntlich zu machen.
ln der Prüfung sprechen Sie - vor zwei Prüferinnen bzw. Prüfern - in der Regel mit einer Partnerin
bzw. einem Partner. Wenn Sie befürchten, dass Sie in dieser Situation unsicher werden könnten,
sollten Sie die Prüfungsteile bereits im Vorfeld auch mit Zuhörerinnen und Zuhörern üben. Auf diese
Weise gewöhnen Sie sich an die Situation. Bitten Sie lhre Zuhörerinnen und Zuhörer auch, während
lhres Vortrags etwas zu machen, was Sie eventuell irritieren könnte, beispielsweise ein Fenster zu
öffnen oder zu schließen oder sich ein Glas Wasser einzuschenken. Das kann auch in der Prüfung
vorkommen, und wenn Sie die Situation bereits kennen, können Sie souveräner damit umgehen.

Wie können Sie sich in den Wochen vor der Prüfung vorbereiten?
Beginnen Sie möglichst frühzeitig mit derVorbereitung. Üben Sie alle unterschiedlichen Aspekte,
die für die Mündliche Prüfung relevant sind:
O Machen Sie sich auch rechtzeitig mit den Prüfungsteilen vertraut, damit Sie wissen, was Sie
erwartet.
O Wiederholen und erweitern Sie lhren Wortschatz, wiederholen Sie Redemittel,
die für die Strukturierung eines Vortrags oder auch für eine Diskussion besonders
wichtig sind.
O Üben Sie gezielt nochmals Aussprache und lntonation, sowohl auf der Wort- als
Xinweis: Auf www.
auch der Satzebene. l. t.,i+ -"., ,-L^^ !..
O Legen Sie gegebenenfalls Listen mit Wörtern an, deren Aussprache lhnen finden 5ie
(.,-,,.,.,,t,.r,,,,
besonders schwerfällt, oder mit Redemitteln, die Sie sich nicht so gut merken ,,.",
ul l:ol l<lc Ll ls:

können. Wiederholen Sie die Wörter von dieser Liste regelmäßig. M;terial, das lhnen
die Vorbereitung
O Hören und sprechen Sie möglichst viel Deutsch, sei es im Kurs, mit Freundinnen/ ^-l^:-L+^-+
Freunden/Bekannten, an der Uni, in Geschäften etc. Sprechen Sie zur Übung
auch alleine Deutsch, indem Sie beispielsweise aktuelle Nachrichten auf Deutsch
kommentieren oder wiederholen.
O Lassen Sie sich ein Feedback zu lhren Fortschritten geben, zum Beispiel von lhrer
Deutsch lehrerin oder hrem Deutsch leh rer oder von Freundi nnen/Freunden/
I

Bekannten. Sie können den Fortschritt aber auch selbst überprüfen, indem
Sie lhren Vortrag aufnehmen (2. B. mit dem Handy) und ihn sich anschließend
anhören.
Tipp: Legen 5ie eine
Checkliste an, ar,rf der
Folgendes können Sie vor der Prüfung alleine üben: 5ie notieren, welche
O Die Aussprache und lntonation. Üben Sie diese unbedingt noch einmal, denn es ist C^i-;++,, Ci.,,^:-,-

!Ul lr-l Cl:!l lH


sehr wichtig, dass sie klar und ohne Probleme verstanden werden.
absolvieren wcllen"
O Auch die Präsentation können Sie alleine üben. Gehen Sie die Übungsschritte Haken Sie später die
durch und bearbeiten Sie Beispielaufgaben. Schritte ab, die 5ie
schcn bearbeitet
h:han in hch:iran
Üben Sie die folgenden Aspekte bzw. Aufgaben am besten zu zweit:
O Das Zusammenfassen einer Präsentation sowie Anschlussfragen stellen bzw. weichem Punkt der
beantworten.
Vorbereitung 5ie sich
O Gehen Sie bei der Diskussion gemeinsam die Übungsschritte durch und üben beflnden.
Sie frühzeitig gezielt die Diskussion von knappen, aber komplexen Aussagen zu
unterschied ichen Themen.
I
ffr re 1. Hören Sie und ergänzen Sie die fehlenden Wörter. Markieren Sie die Laute, die Sie schwierig
finden.
1. lm November gibt es oft
2. Gibt es eigentlich Tipp: Hören Sie die
5ätze nrehrmals.
3. Das Wort man kaum noch.
4. Nicht alle fahren
5. Menschen
6. Viele Kinder gehen lieber statt zu
7. Manch und
nicht
8. Kaum jemand

für
9. Ein ist ein wirklich Schmetterling.
10. ln Baden sich großer

6ö",' 2. Überprüfen Sie lhre Lösungen. Hören Sie dann noch einmal und sprechen Sie laut mit.

6ö.,' 3. Hören Sie den Beispielsatz mit unterschiedlichen Betonungen. Markieren Sie, was genau in
jedem Beispiel betont wird. Notieren Sie auch, was die Betonung bedeutet.
1. Die Suche nach einer passenden Wohngemeinschaft habe ich wirklich als sehr anstrengend und
zeitraubend erlebt.
Bedeutung: 9s ntird rn den l.4iffe lpunkf qeruckf , class olie Juche vie I ze if qe kosfef haf
2. Die Suche nach einer passenden Wohngemeinschaft habe ich wirklich als sehr
anstrengend und zeitraubend erlebt. T'ipp: üben 5ie
gezielt llrnlaute
Bedeutung:
und Doppell;Ljte
3. Die Suche nach einer passenden Wohngemeinschaft habe ich wirklich als sehr tuie au, eu, ei
sowie kurz und
anstrengend und zeitraubend erlebt
lang gesprochene
Bedeutung: Vokale"

4. Die Suche nach einer passenden Wohngemeinschaft habe ich wirklich als sehr
anstrengend und zeitraubend erlebt.
Tipp: uben 5ie
Bedeutung: gezielt nochmals
Aussprache und
5. Die Suche nach einer passenden Wohngemeinschaft habe ich wirklich als sehr
I ntonatlon.
anstrengend und zeitraubend erlebt. Fehler in diesem
Bereich können
Bedeutung:
dazu führen,
dass Sie nicht
4. Notieren Sie ietzt, bei welchen Wörtern bzw. Lauten sie die Aussprache besonders verstanden
schwierig finden. Wiederholen Sie die Wörter bzw. Laute mehrmals täglich. werulen.

101
Mundlicher Ausdruck
Folgende Redemittel helfen, Präsentationen zu strukturieren. Welche Satzteile bzw. Sätze
verwendet man in Einleitung (= E), Hauptteil (= H) oder Schluss (= SX
1. lch danke lhnen für lhre Aufmerksamkeit und stehe gerne für Fragen zur Verfügung.

2. Vielen Dankfür lhre Aufmerksamkeit.

3. Lassen Sie mich das wichtigste nochmals kurz zusammenfassen: ...


4. Zuerst möchte ich den wichtigsten Vorteil betonen: ...
5. Abschließend werde ich meine persönliche Meinung zu diesem Thema darlegen.
6. Meine eigenen Erfahrungen mit diesem Thema sind ...
7. Damit komme ich zum letzten Aspekt, der gegen ... spricht: ...
8. Zusammenfassend lässt sich festhalten, dass ...
9. Man kann zusammenfassend sagen, ...
'10. Nun komme ich zu den Nachteilen:
1'1. lch komme nun zu den Nachteilen von wohngemeinschaften für Studierende.

6. Welche Redemittel und Wörter sind angemessen für eine präsentation?


Kreuzen Sie an und lernen Sie sie auswendig.

1. O a)Willkommenzu... O b) Hallo, Publikum,...


2. C) a) lch plaudere über ... O b) lch spreche über ... Yipp: Denken Sie daran,
3. O a) lch lege los ... O b) lch beginne mit .... in welcher Situation 5ie
4- <) a) lch komme nun zu meinen O b) Das habe ich auch schon die Präsentation halten -
(zu) ltagssprachl iche
Erfahrungen mit... mal erlebt, ... al
oder umgangssprach iche
5. O a) Vor Kurzem habe ich ... O b) Neulich habe ich mal ... Wendungen sincl nicht
I

6. C) a) lch erzähle zunächst von ... O b) lch nenne zunächst ... angemesSen.
7. O a) lch finde ... viel besser. O b) lch bevorzuge ...
8. C) a) Danke für lhre Aufmerksamkeit. O b) Danke fürs Zuhören.

7. Lesen Sie folgenden Ausschnitt aus dem Skript zu einer präsentation.


Einige Wörter bzw. Wendungen passen nicht. Korrigieren Sie sie.

Korrekturen

... lch möchte jetzt mal von meinen Er-

fahrungen erzählen. Vor einiger Zeit habe


ich nämlich selbst mal ein modernes
Hausha ltsgerät gekauft, einen Saug-

roboter. Das war der totale Knalle; ein-

fach super....
Damit komme ich nun zum Schluss. Mein
Fazit heißt: Moderne Haushaltsgeräte

machen das Leben wirklich leichter: lch

kann euch nur raten, auch welche zu kau-

fen.
So geht's: Teil 1A
Mündliche Prüfung: während der Vorbereitungszeit
Zu Beginn der Vorbereitungszeit erhalten Sie ein Aufgabenblatt. Auf diesem Aufgabenblatt finden
Sie zwei Themen, von denen Sie eines für lhre Präsentation auswählen sollen. Sie dürfen in der
Vorbereitungszeit keine Hilfsmittel, also keine Wörterbücher oder Ahnliches, verwenden. Sie dürfen
sich aber Notizen machen. Hierfür erhalten Sie im Vorbereitungsraum Papier. Schreiben Sie nicht
auf die Aufgabenblättet, denn diese werden für das nächste Prüfungspaar benötigt.

Ein Thema auswählen


Sobald Sie das Aufgabenblatt erhalten haben, lesen Sie die Aufgabe und die beiden Themen genau.
Entscheiden Sie sich möglichst schnellfür ein Thema. Stellen Sie sich folgende Fragen:
O Kenne ich mich mit einem der beiden Themen besser aus als mit dem anderen?
O Zu welchem Thema fallen mir spontan Argu,.nente, Beispiele etc. ein?
O Mit welchem der beiden Themen habe ich selbst schon Erfahrungen gemacht?
Falls Sie sich nicht spontan für eines der beiden Themen entscheiden können, machen Sie kurz
Notizen zu beiden Themen, um herauszufinden, welche Aspekte lhnen einfallen.

: 1. Üben Sie anhand der folgenden Beispiele, sich für ein Thema zu entscheiden.
maxirnal
Machen Sie sich
' ruten in der
Notizen zu den unten genannten Aspekten.
::'eitungszei I
Thema 1: \Telche positiven bzw. negativen Effekte können Haustiere auf Menschen und insbesondere Kinder
haben?

Thema 2: Beschreiben Sie Aufbau und Nutzungsmöglichkeiten von öffendichen Verkehrsmittein für ein
Land Ihrer \7ah1.

Thema 1

positive Aspekte?

negative Aspekte?

I hre Erfahrungen/Beispiele?

lhre Meinung?

Thema 2

Land?

Welche Verkehrsmittel gibt es?

Wer nutzt diese?

Wie wird der Offentliche Verkehr sich entwickeln?

lhre Meinung?

O Schauen Sie sich nun lhre Notizen an: Zu welchem Thema sind lhnen mehr Punkte eingefallen?
ln welchem Thema fühlen Sie sich aufgrund lhrer Notizen nun sicherer?

103
Mundlicher Ausdruck
*"

Q ltrre Präsentation vorbereiten


-^ I?'ln.ul Wenn Sie sich für ein Thema entschieden haben, sollten Sie sofort damit
tt#fi::l beginnen, Notizen zu lhrer
Präsentation zu machen. Sie haben nicht viel Zeit, umdie Präsentation zu halten, dennoch sollte sie
tunsszeit gut strukturiert sein. Das heißt, lhre Präsentation sollte aus einer Einleitung, einem Hauptteil und
einem Schluss bestehen.

&
maximal
Einleitung
Die Einleitung sollte knapp sein. Sie nennen das Thema der Präsentation und in wenigen
30 Sekirnden
Worten auch den Aufbau, so wie in folgendem typischen Beispiel: Tipp: Merken Sie sich
die Struktur der [in-
,,Heute spreche ich über das Thema X. Zunächst werde ich Vor-und Nachteile dieses Themas leitung, sie passt immer
nennen, anschließend nieine eigenen Erfahrungen darlegen und zum Schluss ein Fazit ziehen dann, wenn Sie ein
Thema präsentieren.
sowie einen Ausblick auf mögliche zukünFrige enr*i.kJt,ng.n in diesem Bereich geben."
zu dem es Vor- und

Wenn Sie sich mit einem Thema besonders gut auskennen und dazu eine klare Meinung
Nachteile gibt.
.:tt.
haben, können Sie dies in die Einleitung einfließen lassen:

,,Heute möchte ich über die Vor- und Nachteile von technischen Studiengängen sprechen. Dabei werde ich
Vor- und Nachteile dieser Studiengänge nennen, eigene Erährungen darlegen, und abschließend begrün-
den. warum rechnische Studiengänge aus meiner Sicht sowohl für Srudierende als auch die Gesellschaft eine
besondere Bedeutung haben."

2. Lesen Sie folgende Einleitungen und notieren Sie, was gut und was nicht so gut ist.
Beispiell:
,,Hallo zusammenl Ich rede heute über das folgende Thema: Vorteile und Nachteile von Haustieren. Genauer
gesagt: Sind Haustiere gut odernicht so gut für Kinder? Dann fange ich mal an."

negativ

Tipp: Denken Sie


daran: Die Finleitung
sollte maximal
30 Sekunden lang
sein.

ffi ra 3. Hören Sie nun zwei weitere Beispiele und machen Sie Notizen. Achten Sie auch auf die
Länge (gegebenenfalls mit Stoppuhr).

Notizen zu Beispiel 2:

i positiv negativ

Tipp: Halten Sie die


,,Meta-Fbene"
(= Sie sagen. worüber
Sie reden möchten)
möglichst knapp,
sprechen Sie lieber
über konkrete
lnhalte.
i negativ
& Hauptteil
rndi'r I lm Hauptteil lhrer Präsentation nennen Sie insbesondere detaillierte inhaltliche Aspekte zu dem
2 \'4ir rl?'r
gewählten Thema. Oft sind dies Vor- oder Nachteile bzw. positive oder negative Aspekte. Manchmal
sollen Sie aber auch etwas beschreiben, beispielsweise wie der öffentliche Nahverkehr in einem
Land aufgebaut ist.
ln jedem Fall sollten Sie an den passenden Stellen eigene Erfahrungen einfließen lassen oder Bei-
spiele nennen. Dadurch wird lhre Präsentation lebendiger und konkreter für die Zuhörer und Zuhö-
rerinnen.
Sammeln Sie in der Vorbereitungszeit möglichst viele inhaltliche Aspekte.

4. Notieren Sie zu den Themen von Seite 103 alle Aspekte, die lhnen innerhalb von zehn Minuten
einfallen.
Thema 1 (Haustiere)

j Positive Effekte i

negative Effekte

Beispiele/Erfahrungen

Thema 2 (Verkehrsmittel)

Land?

Verkehrsmittel?

Wer nutzt sie?

Beispiele/Erfahrungen
e die

orüber
lrten)
)p, 5. Markieren Sie nun bei Thema 1 die Argumente, die Sie besonders wichtig finden.
eber Verwenden Sie z. B. folgende Symbole:
Tipp: Verwenden
++ i+ i.
Sie auch in der

starkes Pro- Pro- neutraler i Contra- starkes Vorbereitungszeit


ähnliche Symi:cle,
Argument Argument Aspekt i Argument i Contra- urn die hlctizen
:
j Argument einzucrCnen.

105
Mundlicher Ausdruck
Argumenten zu, indem Sie sie mit Pfeilen verbinden'
ordnen sie auch Beisplele bzw. Erfahrungen den

Aufbau des HauPtteils


Sie sich zunächst klar' was lhr
wenn sie wie bei Thema 1 argumentativ stellung nehmen, machen
Fazit \st, mit dem S\e absch\\eßen wo\\en.
\Jn\e\s\\\z\\r\gder Pro-Nrgur"nen\e. \. , \r\\e\s\ü\z\f\g der Qon\ra-Nr g\\(\q\\e
(= Befürworter) i i (= Gegner)

l
i Befürworter
starkes Contr a- Nr gurnen\
i Contra-Argument 1,2, ... Pro-Argumenl1,2, ...
Contra-Argum ent 1, 2, ..
,f19-Arsume"tl,?: .
' starkes Pro-Argument sta rkes Contra-Argument

Wenn Sie wie bei Thema 2 in erster Linie etwas beschreiben, orientieren Sie sich für den Aufbau an
I
fol genden Stichpunkten :
I O Über welche(s) Land/Organisation/Fach/... sprechen Sie?
O Nennen Sie einzelne Bestandteile/Aspekte/Funktionsweisen/...
O Gehen Sie nach Möglichkeit vom Allgemeinen zum Speziellen bzw. vom ,,Großen" zum ,,Kleinen".
O Haben Sie mit einem der Bestandteile/Aspekte/Funktionsweisen etc. Erfahrungen gemacht oder
ein Beispiel notiert, binden Sie es unmittelbar ein.

6. Präsentieren Sie zu den beiden Themen den Hauptteil. Achten Sie dabei zunächst nur auf den
lnhalt. Sie können sich beispielsweise mit dem Handy selbst aufnehmen und sich die Aufnahme
noch einmal zur Kontrolle vorspielen.

S'fr rs 7. Hören Sie den Ausschnitt aus einer Präsentation (gegebenenfalls mehrmals) zum Thema
,,öffentliche Verkehrsmittel" und machen Sie Notizen.
- -- -- - -- -- -i -- -- -- ---
i nnein Hauptteil Gehörter Hauptteil

Bestandteile

Erfahrungen/
Beispiele

8. Präsentieren Sie nochmals den Hauptteil zu beiden Themen. Achten Sie jetzt auch auf die Zeit.

Zur Erinnerung:
Oer Haupfteil sollte ca. 2 h{inuten lang sein.
Mundlicher Ausdruck
Ordnen Sie auch Beispiele bzw. Erfahrungen den Argumenten zu, indem Sie sie mit Pfeilen verbinden.

Aufbau des Hauptteils


Wenn Sie wie bei Thema 1 argumentativ Stellung nehmen, machen Sie sich zunächst klar; was lhr
Fazit ist, mit dem Sie abschließen wollen.

Unterstützung der Pro-Argumente Unterstützung der Contra-Argumente


(= Befürworter) (= GegneD

Anordnung der Argumente:

i c"gn"t
sta rkes Contra-Argu ment I starkes Pro-Argument
i Pro-Argument1,2, ...
Pro-Argument1,2, .., ; Contra-Argumentl, 2, ..
starkes Pro-Argument i starkes Contra-Argument

Wenn Sie wie bei Thema 2 in erster Linie etwas beschreiben, orientieren Sie sich für den Aufbau an
fol genden Stichpunkten :
O Über welche(s) Land/Organisation/Fach/... sprechen Sie?
O Nennen Sie einzelne Bestandteile/Aspekte/Funktionsweisen/...
O Gehen Sie nach Möglichkeit vom Allgemeinen zum Speziellen bzw. vom ,,Großen" zum ,,Kleinen".
O Haben Sie mit einem der Bestandteile/Aspekte/Funktionsweisen etc. Erfahrungen gemacht oder
ein Beispiel notiert, binden Sie es unmittelbar ein.

6. Präsentieren Sie zu den beiden Themen den Hauptteil. Achten Sie dabei zunächst nur auf den
lnhalt. Sie können sich beispielsweise mit dem Handy selbst aufnehmen und sich die Aufnahme
noch einmal zur Kontrolle vorspielen.

6ö '', 7. Hören Sie den Ausschnitt aus einer Präsentation (gegebenenfalls mehrmals) zum Thema
,,öffentliche Verkehrsmittel" und machen Sie Notizen.

Mein Hauptteil Gehörter Hauptteil


i Land

Bestandteile

Erfahrungen/
Beispiele

8. Präsentieren Sie nochmals den Hauptteil zu beiden Themen. Achten Sie jetzt auch auf die Zeit.

Zur Erinnerung:
Der llauplleil sollte ca.2 M!nuten lang sein.

106
Schluss

!? 9. Ergänzen Sie: Was müssen/können Sie im Schluss machen?


rnäximai
30 Sekunden 1. lch ein Fazit mit Bezug zum Thema ziehen.
2. lch meine eigene Meinung darlegen.
3. lch darlegen, wie sich das Thema in Zukunft entwickelt.

10. Formulieren Sie selbst einen Schluss zu den Themen von Seite 103. Achten Sie auf die Zeit.

Mündliche Prüfung: während der Prüfung


Nach derVorbereitungszeit gehen Sie in den Prüfungsraum. Tipp: Sie solien in der Prüfung in
Die Prüferinnen bzw. Prüfer begrüßen Sie, stellen sich vor erster Linie nrit oder zu lhrer Partnerin
bzw. lhrem partner sprechen. Setzen
und geben lhnen nochmals einen kurzen Überblick über die Sie sich so hin, dass 5ie lhre Partnerin
Prüfung. Dann beginnen Sie mit lhrer Präsentation. bzw. ihrea P;rtrrer ir der P' i{Lrns
direkt ansehen können.
lhre Präsentation halten

11. Was machen Sie während lhresVortrags? Ergänzen Sie.

lch schaue an und mein Sprechtempo ist

12. Was machen Sie in diesen Situationen? Überlegen und notieren Sie in lhrem Heft.
1. Sie,yerlieren den Faden".
2. Eine Prüferin steht während der Prüfung auf, um ein Fenster zu schließen.
3. lhre Partnerin bzw. lhr Partner gähnt während lhrer Präsentation.
Während lhre Partnerin bzw. lhr Partner die Präsentation hält
Während lhre Partnerin bzw. lhr Partner die Präsentation hält, können Sie sich Notizen machen.
O Notieren Sie das Thema, einzelne Aspekte (2. B. Vorteile, Nachteile),
Fazit bzw. Meinung lhrer Partnerin bzw. lhres Partners. Durch die Symbole haben Sie
O Machen Sie kurze Notizen (Stichpunkte, Abkürzungen), damit Sie einen guten Überblic( der
sich auf das Zuhören konzentrieren können. auch für Anschlussfragen
O Nutzen Sie auch hier Symbole r'ry1g + (=Vorteil), - (= Nachteil) oder hilfreich ist {unklare Stellen,
(= fehlende Aspekte, ...)"
? unklare Stelle oder Frage zu diesem Aspekt).

ffi :o 13. Hören Sie den Ausschnitt aus einer Präsentation und ergänzen Sie die Notizen.
Thema: Positive und negative
+

Kinder: lernen

Erwachsene:

14. Zu welchen Aspekten könnten Sie Fragen stellen? Ergänzen Sie die Mindmaps.

1,O7
Mundlicher Ausdruck

Schritt für Schritt zur Lösung: Teil 1B


Wie können Sie sich in den Wochen vor der Prüfung vorbereiten?
Die Strukturen vieler Fragen sind ähnlich, wiederholen Sie daher insbesondere die Redemittel, um
Fragen zu stellen:
O nach persönlichen Erfahrungen fragen
O Fragen zu bestimmten Begriffen (die Bedeutung erklären)
O Fragen zu Argumenten (Argumente oder Begründungen näher erläutern)
O Fragen zu zukünftigen Entwicklungen
Üben Sie diesen Prüfungsteil mit einer Partnerin bzw. einem Partner. Bitten Sie sie bzw. ihn, auch
bewusst,,schwierige" Fragen zu stellen. Dadurch machen Sie sich mit der Situation vertraut, spontan
auf unerwartete Fragen reagieren zu müssen.

1. Ordnen Sie die Redemittel den Kategorien zu.

Das Argument ... überzeugt mich noch nicht, könnten Sie es näher begründen? - Das Wort ... ist
mir leider unbekannt, was bedeutet das? - Denken Sie, dass der Bereich in Zukunft eine größere
Relevanz haben wird? - Haben Sie das selbst schon erlebt? - Können Sie von lhren Erfahrungen
damit berichten? - Könnten Sie das genannte Beispiel noch ausführlicher beschreiben? -
Könnten Sie den Begriff ... bitte erklären, ich kenne ihn leider nicht. - Was denken Sie, wie sich
dieser Bereich entwickeln wird? - Was versteht man unter ...? - Wie genau war das Argument ...
gemeint? - Wissen Sie das aus eigener Erfahrung?

1. nach persönlichen Erfahrungen fragen

2. Fragen zu bestimmten Begriffen

3. Fragen zu Argumenten

4. Fragen zu zukünftigen Entwicklungen

108
So geht's: Teil 1B

Mündliche Prüfung: während der Vorbereitungszeit


Wenn Sie nach derVorbereitung lhrer eigenen Präsentation noch Zeit haben, können Sie überlegen,
welche Fragen lhre Partnerin bzw. lhr Partner lhnen stellen könnte. Denken Sie beispielsweise an
die Fragen, die Sie oben gelesen haben. Wenden Sie diese auf lhre eigene Präsentation an, überle-
gen Sie also:
O Was sind lhre persönlichen Erfahrungen mit dem Thema?
O Wie sehen Sie die Zukunft ihres Themas?
O Welche Begriffe könnten lhrer Partnerin bzw. lhrem Partner neu sein, sodass Sie sie noch mal
erklären müssen?
O Könnte es zu den inhaltlichen Aspekten noch Begründungen oder auch Einwände geben, an die
Sie noch nicht gedacht haben?

1. Welche Fragen könnte man lhnen zu den Themen von Seite 103 stellen? Notieren Sie einige
Fragen.

Thema 1 (Haustiere) i Thema 2 (öffentliche Verkehrsmittel)

Mündliche Prüfung: während der Prüfung


Zusammenfassung durch die Partnerin bzw. den Partner
O Nachdem Sie lhre Präsentation gehalten haben, fasst zunächst lhre Partnerin bzw. lhr partner
die wichtigsten Aspekte lhrer Präsentation zusammen.
O Während lhre Partnerin bzw. lhr Partner seine bzw. ihre Zusammenfassung vorträgt, unter-
brechen Sie ihn bzw sie nicht.

Auf Anschlussfragen reagieren


Tipp: Wenn Sie eine
O Nach derZusammenfassungwird lhre Partnerin bzw. lhr Partner Anschlussfrage in dor
lhnen Fragen zu lhrer Präsentation stellen. Beantworten Sie diese Prüfung nichl verstehen,
Fragen. fragen Sie nochmals nach.
O Falls Sie eine der Fragen, die gestellt werden, nicht verstehen, Das wird nicht negatlv
bewertet,
fragen Sie nach.

2. Sie haben eine Anschlussfrage lhrer Partnerin bzw. lhres Partners nicht verstanden.
Was können Sie tun? Kreuzen Sie an.
O t. lch antworte trotzdem - Hauptsache, ich spreche.
O z. lch frage nach,z. B.:,,lch habe das akustisch nicht verstanden, können Sie das noch einmal
wiederholen?"
O S. lch bitte darum, eine andere Frage zu stellen.

3. Sie haben die Frage verstanden, lhnen fällt aber spontan keine Antwort ein.
Was können Sie tun? Kreuzen Sie an.
O t. lch sage nichts.
O Z- lch rede einfach drauflos, egal, ob es zur Frage passt.
O S. lch versuche, etwas Zeitzu gewinnen, und sage z. B.: ,,Das ist eine gute Frage, damit habe ich
mich bislang noch gar nicht befasstl'
O a. lch denke einige Sekunden nach, ehe ich antworte.
Mun,Clicher Ausdruck
Eine Präsentation zusammenfassen

ffr :r . Hören Sie eine Präsentation. Machen Sie Notizen. Fassen Sie die wichtigsten Punkte mündlich
zusammen. Nehmen Sie lhre Zusammenfassung z. B. mit dem Handy auf.

ffi :: 5. Hören Sie eine Zusammenfassung der Präsentation und vergleichen Sie mit lhrer
Zusammenfassung.

i Meine Zusammenfassung i GehörteZusammenfassung

i Erfahrungen oder
i Beispiele

Fazit

Selbst Anschlussfragen stellen


Die Anschlussfragen sollen nicht,,wissenschaftlich" sein. Wichtig ist, dass sich lhre Fragen auf die
konkrete Präsentation und darin genannte Aspekte beziehen.

ffi :r 6. Hören Sie die Präsentation noch einmal. Notieren Sie währenddessen Anschlussfragen.
T'ipp: Denken Sie an
folgende Aspekte, zu
denen Sie Fragen stelle-
können: Verständnis-
fragen, Seispiele/
llrfahrungen, Zukunft,
persöniiche Meinung.

7. Sprechen Sie und stellen Sie lhre Fragen aus Aufgabe 6. Variieren Sie auch und formulieren
Sie jede Frage mindestens zweimal mit anderem Wortschatz/anderen Strukturen.
ry ilpp: r\n|v\ifter
8. Beantworten Sie die Fragen. Achten Sie dabei auch auf die Zeit. 5ie möglichst kurz, S.-
haben für Fragen ur:
Antworten nur ca.
1 Minute Zeit.

110
so sieht das Prüfungsblatt aus: Mündlicher Ausdruck, Teil 1

Teilnehmer/in A

Teil 1A Präsentation (3 Minuten)

Aufgabe
ln einem Seminar zu Theorie und Praxis von Medien sollen Sie ein Kurzreferat (ca.3 Minuten)
halten. Wählen Sie eines derThemen aus. Sie können sich Notizen machen (Stichworte, keinen
zusammenhängenden Text). Denken Sie auch an eine Einleitung (Beispiel, eigene Erfahrung, ...)
und an einen Schluss bzw. ein Fazit. lhr Vortrag soll gut gegliedert sein und das Thema klar und
detailliert darstellen. lm Anschluss werden lhnen Fragen gestellt.

Themen
O Beschreiben Sie für ein Land lhrer Wahl, welche Rolle gedruckte Medien (Bücher; Zeitungen,
Zeitschriften) spielen.

o welche Vor- und Nachteile hat der Einsatz von digitalen Medien in der Schule?

Teil 1B Zusammenfassung und Anschlussfragen (2 Minuten)

Aufgabe
O Machen Sie sich Notizen, während lhre Partnerin oder lhr Partner ihre bzw. seine Präsentation
vorträgt. lm Anschluss an die Präsentation sagen Sie dann zusammenfassend, was lhre part-
nerin oder lhr Partner vorgetragen hat.
O Stellen Sie dann lhrer Partnerin oder lhrem Partner Anschlussfragen.

Sie an
C<te, zu
gen steller
ändnis-
iele/
Zukunft,
ieinung.

\ntworten
tlst kLrrz,
Fragen unc
n nur ca.
leit.

111
Mun,Clicher Ausdruck

Schritt für Schritt zur Lösung: Teil 2

Wie können Sie sich in den Wochen vor der Prüfung vorbereiten?
Die Diskussion sollten Sie überwiegend mit einer oder mehreren anderen Personen üben. Dennoch
gibt es einiges, was Sie auch alleine zurVorbereitung tun können:
O Wiederholen Sie im Vorfeld gegebenenfalls auch nochmals die Grammatik - wenn Sie in der Prü-
fung sprechen, sollten Sie nicht lange darüber nachdenken müssen.
O Wiederholen Sie Redemittel. Legen Sie sich Karteikarten oder Listen mit den wichtigsten Rede-
mitteln an und wiederholen Sie diese regelmäßig.

Was Sie mit anderen üben können:


Sprechen Sie mit anderen auf Deutsch auch überThemen, die lhnen nicht so vertraut sind - z. B.
über aktuelle Ereignisse in den Nachrichten, mit denen Sie sich bislang nicht beschäftigt haben.
Achten Sie darauf folgende Aspekte zu berücksichtigen:
O nach Vermutungen fragen/eigene Vermutungen äußern (2. B. was mit einem Begriff gemeint ist,
wie sich das Thema zukünftig entwickeln wird etc.)
O nach Meinung fragen/eigene Meinung äußern
O zustimmen/widersprechen
O nach Erfahrungen fragen/von eigenen Erfahrungen berichten

1. Ergänzen Sie die folgenden Redemittel.

1- Das ich aber andersl


2. ln dem Punkt muss ich dir

3. Dazu möchte ich auch etwas

4. Ja, da kann ich dir uneingeschränkt


5. Hast du damit selbst schon ?

6. Wie ist deine zu dem Thema?

7. Darf ich dich kurz und meine Meinung darlegen?

8. lch die Aussage aber so, dass ...

9. Das Zitat könnte dass...

2. Ordnen Sie die Redemittel 1-9 aus Aufgabe 1 zu, indem Sie die Ziftern in die Tabelle eintragen.

a) Vermutungen äußern

b) andere nach Meinung, Vermutungen,


Erfahrungen etc. fragen

ic) zusti m men/widersprechen

d) Gegenvorschläge machen

e) die lnitiative ergreifen

772
So geht's: Teil 2
Mündliche Prüfung: während der Prüfung
Sie erhalten von den Prüferinnen bzw. Prüfern ein Aufgabenblatt. Auf dem Blatt stehen ein Zitat
sowie unterhalb davon Aufgaben. Die Aufgaben sind immer gleich bzw. sehr ähnlich und dienen nur
als Hilfestellung, das heißt, Sie müssen diese Aufgaben nicht,,abarbeiten".

Wichtig ist, mit lhrer Partnerin bzw. lhrem Partner in der Prüfung zu diskutieren. Konzentrieren Sie
sich daher auf das Zitat und überlegen Sie, was lhnen dazu einfällt. Dabei können folgende Fragen
helfen:
'1. Verstehen Sie alle Wörter?
2. Wie verstehen Sie die Aussage?
3. Fällt lhnen zum Thema der Aussage spontan ein Beispiel/eine Erfahrung ein?

Beispiel: Tipp: Sie diskutieren


zwar ,,informell",
Ein deutsches Sprichwort lautet: sollten aber dennoch
W'er nichts wird, wird'Wirt. sachlich ärgurnen-
tieren und auch nlcht
7t I I tm5:noc-
ln diesem Sprichwort ist vielleicht das Wort Vllirf unbekannt. Fragen Sie lhre
sprachlich werden.
Partnerin bzw. lhren Partne; ob er bzw. sie es kennt.

S'fi ::-:e 1. Hören Sie die Aussagen bzw. Fragen. Welche sind in der Prüfung angemessen?
Kreuzen Sie an und begründen Sie.

Warum (nicht) angemessen?

Oa.i
Wenn umgekehrt lhre Partnerin bzw. lhr Partner Sie nach einem Wort fragt, dessen Bedeutung Sie
kennen, erklären Sie es möglichst kurz.

ffi z;-za Hören Sie die Beispiele und notieren Sie, wie Sie die Erklärungen bewerten.
lch kenne das Wort,,Oper" nicht. Kannst du es mir erklären?

i Warum (nicht) angemessen?


Eine Erklärung
kann z" B. sein:
1l richtig/falsch, zu
kurzlzu langl
b) genau richtig,
(u n)verstä nd I ich,
c)

2. Kennst du das Wort,,Gigant"? Was bedeutet das?

i Warum (nicht) angemessen?

iO a)

ob)
c)
-O
Sö :lv-:r 3. Hören Sie die Fragen und erklären Sie die Wörter.

113
T--
Mundlicher Ausdruck
S'fi :lz a. Hören Sie die Diskussion. Welche Probleme gibt es? Kreuzen Sie an.
Ein oder beide Teilnehmer ...
O unterbrechen den anderen. O lassen den anderen nicht zu Wort kommen.
O antworten einsilbig. verwenden unangemessene Umgangs-
O kennen ein Wort nicht, fragen aber nicht sprache.
nach. O kommen vom Thema ab.
O gehen nicht auf den anderen ein.

5. Wie können Sie reagieren, wenn es in der Diskussion Probleme gibt?


1. Die Partnerin bzw. der Partner antwortet nur mit ,,)a" oder,,Nein" bzw sagt fast nichts.
O a) lch sage auch nichts mehq denn so macht die Diskussion ja keinen Spaß.
O b) lch versuche sie bzw. ihn immer wieder einzubeziehen.
O c) Auch wenn sie bzw. er trotz Bemühungen nicht mehr sagt, rede ich einfach normal weiter
und äußere Vermutungen, meine Meinung etc.

2. Die Partnerin bzw der Partner redet lange und bezieht Sie nicht ein.
O a) lch warte ab, bis sie bzw. er mich etwas fragt.
O b) lch bitte die Prüferin bzw. den Prüfel einzugreifen.
O c) lch versuche, in kurzen Pausen auch zu Wort zu kommen und bitte höflich darum, etwas
sagen zu dürfen.

3. Sie verstehen die Partnerin bzw. den Partner aufgrund von Aussprachefehlern kaum.
O a) lch frage nach bzw. bitte um Wiederholung.
O b) Wenn ich trotz Rückfrage etwas nicht verstanden habe, äußere ich eine Vermutung, was
gemeint war; und spreche weiter.
O c) lch sage den Prüferinnen bzw. Prüfern, dass ich leider nichts verstehe und deshalb die
Prüfung abbrechen muss.

4. lhre Partnerin bzw. lhr Partner unterbricht sie mehrmals.


O a) lch lasse sie bzw. ihn einfach weiterreden und sage selbst nichts mehr.
O b) lch schaue die Prüferinnen bzw. Prüfer an und hoffe auf Hilfe.
O c) lch bitte höflich darum, ausreden zu dürfen.

('fr :l 6. Hören Sie den Ausschnitt aus einer Diskussion. Welche Strategien verwenden Sprecher (A) und
Sprecherin (B)? Kreuzen Sie an.

I il
O um Hilfe bitten O um Hilfe bitten

O ein Wort erklären O ein Wort erklären

O Vermutungen anstel len O Vermutungen anstel len

O zustimmen O zustimmen

O widersprechen O widersprechen

iO Beispiele/Erfahrungen nennen O Beispiele/Erfahrungen nennen

('ö a+-:a 7. Hören Sie die Aussagen bzw. Fragen und reagieren Sie. Notieren Sie lhre Reaktion (2. B. Frage
stellen, zustimmen, ...).

774
So sieht das Prüfungsblatt aus: Mündlicher Ausdruck, Teil 2

i Teil 2 Diskussion (G Minuten)

Diskutieren Sie mit lhrer Partnerin oder lhrem Partner das folgende Thema:

j Vom \Tahrsagen lässt sich's wohl leben in der \7elt,


aber nicht vom \Tahrheit sagen.
Georg Christoph Lichtenberg ( I 742- I 799)

Aufgabe
O Wie verstehen Sie diese Aussage?
O Sagen Sie, inwieweit Sie mit der Aussage übereinstimmen oder sie ablehnen.
O Geben Sie dazu Gründe und Beispiele an.
O Gehen Sie auch auf die Argumente lhrer Partnerin oder lhres Partners ein.

11s
ln diesem Kapitel wiederholen Sie grammatikalische Strukturen, die Sie auf C1 Niveau sicher
verv,renden sollten. Diese Kenntnisse benötigen Sie für alle Prüfungsteile von telc C1 Hochschule.
Sie lernen Strukturen, die häufig in der Wissenschaftssprache vorkommen. Wissenschafts-
sprache ist eine Fachsprache, die um Objektivität bemüht ist. Sie unterscheidet sich deshalb
von der Alltagssprache. Neben der Verwendung von Fachwortschatz und einer differenzierten
Anwendung der Wortbildungsregeln, zeichnet sich Wissenschaftssprache auf Satzebene v. a.
durch den Nominalstil aus. Es werden z. B. vermehrt Partizipialkonstruktionen, Nominalisierun-
gen und Nomen-Verb-Verbindungen verwendet.
Bearbeiten Sie die einzelnen Abschnitte sorgfältig und überlegen Sie, ob Sie die Aufgaben gut
lösen können. Sollten Sie in einzeinen Bereichen noch Probleme haben, empfiehlt es sich, weite-
res Übungsmaterial zu verwenden.

Eine allgemeine Wiederholung der deutschen Grammatik bis C'1-Niveau bieten:


Christian Fandrych (Hg.): Klipp und Klar. Übungsgrammatik MittelstufeB2lCl. Stuttgart: Ernst
Klett Sprachen 2012.
Wolfgang Rug/Andreas Tomaszewski: Grammatik mit Sinn und Verstand. Neufassung. Übungs-
grammatik Mittel- und Oberstufe. (81-C2). Stuttgart: Ernst Klett Sprachen 2009.
Gerhard Helbig/Joachim Buscha: Übungsgrammatik Deutsch, (81-C2). Stuttgart: Ernst Klett
Sprachen 200'1.

Lehrbücher mit ausführl ichem Grammati ktei I B2l C1 und ntensivtrainer:


I

Helen SchmitzlUte Koithan/Tanja Sieber/Ralf Sonntag: Aspekte Neu C1. Lehrwerk Mittelstufe
Deutsch. Stuttgart: Ernst Klett Sprachen 2016.
Marion Lütke u. a.: Aspekte Neu C1:Mittelstufe Deutsch. lntensivtrainer. Stuttgart: Ernst Klett
Sprachen 2016.
Albert Daniels/Klaus Matsch: Mittelpunkt Neu. Band B2lBand C1. Stuttgart: Ernst Klett Sprachen
2413.
Margit Doubek/Sandra Hohmann/Klaus F. Mautsch/Daniela Schmeiser/Heidrun Tremp Soares:
Mittelpunkt neu C1: DaF für Fortgeschrittene. lntensivtraineq Wortschatz und Grammatik. Stutt-
gart: Ernst Klett Sprachen 2015.

Grammatische Schwerpunkte in diesem Band


1 Passiv 7 Relativsätze
2 lndirekte Rede (Konjunktiv l) 8 Partizipialattribute
3 Modalverben - subjektive Bedeutung 9 Konnektoren: Hauptsatz
4 Verben mit Präpositionen 10 Konnektoren: Nebensatz
5 Verben mit trennbaren und untrennbaren '11 lnfinitivsätze und weiterführende Nebensätze
Präflxen 12 Kohäsionsmittel
6 Nominalisierungen 13 Typische Fehler vermeiden
1 Passiv
O ln einem Passivsatz wird eine Handlung oder das Ergebnis einer Handlung betont. Wer die han-
delnde Person (das Agens) ist, muss nicht gesagt werden.
O Es gibt verschiedene Gründe, warum die handelnde Person nicht genannt wird, z. B. dass sie
nicht bekannt, nicht wichtig oder es selbstverständlich ist wer sie ist, oder dass man sie absicht-
lich nicht erwähnen möchte.
O Das Passiv wird häufig in derWissenschaftssprache, in der Behörden- und Juristensprache sowie
in Nachrichten verwendet, da man in diesen Bereichen eine objektive, unpersönliche Ausdrucks-
weise bevorzugt.

Vorgangspassiv
O Das Vorgangspassiv beschreibt, wie der Name schon sagt, einen Vorgang oder eine Handlung. Es
wird mit dem Hilfsverb werden und dem Partizip Perfekt gebildet.
O Einige Verben haben keine Passivform. Zur Gruppe der nicht passivfähigen Verben gehören un-
ter anderem reflexive Verben (sich anstrengen), Verben der Zustandsveränderung (oufwachen,
einschlofen), Zustandsverben (schlafen, liegen), Verben des Habens und Erhalten s (besitzen,
bekommen), Verben des Wissens (kennen, erfohren), Verben der Fortbewegung (loufen, gehen),
Modalverben als Vollverben (Konnst du surfen?) und unpersönliche Verben mit es (Es regnet.).
O Um das Agens zu nennen, benutzt man die Präposition von bei Personen
oder lnstitutionen und die Präposition durch bei Mitteln (lch werde durch Weitere !n*os:
dos lnternet gut informiert.). https :llwww.un i-d ue.de/
- ge292i trai
i nerltrai ner/
seiten/s50C.htm i

Formen des Vorgangspassivs

Einfaches Vorgangspassiv Vorgangspassiv mit Modalverben


Präsens Die Hausarbeit wird geschrieben.

Präteritum Die Hausarbeit wurde geschrieben.

Perfekt Die Hausarbeit ist geschrieben Die Hausarbeit hat geschrieben


..i
werden i

worden. mussen.
l, - -- ----------------, ----, ,___-__________________l
i

Pil;q;;;- Die Hausarbeit war geschrieben Die Hausarbeit hatte geschrieben werden i

9:il:li worden. mUSSen. i


i

Futur I Die Hausarbeit wird geschrieben Die Hausarbeit wird geschrieben werden
mussen.
..i i

werden. i i
t-------------
Futur ll Die Hausarbeit wird geschrieben
worden sein.

1. Schreiben Sie Sätze im Passiv.

1. erste Universitäten in Deutschland - gründen -im14. Jahrhundert (Prateritum)

2. ln den Sechzigerjahren des letzten Jahrhunderts - viele neue Hochschulen - eröffnen (Perfekt)

3. Seitdem - zahlreiche neue Studiengänge - einführen (Perfekt)

4. lnZukunft - Hochschullandschaft in Deutschland * weiter - ausbauen (Futur l)

5. Die Quote der Studierenden und Absolventen - weiter erhöhen - sollen (Prösens)

6. Dafür - Regierung - viel Geld - investieren - müssen (Futur l)

177
t-
I Grammatik
2. Lesen Sie den Text und setzen Sie die Verben im Passiv ein.
anerkennen - erleichtern - in Gang setzen - legen - schaffen - unterzeichnen - verbessern

Am 19. )uni 1999 (1) von Hochschulministerinnen und -ministern aus 30 europäischen
Staaten die Bologna-Erklärung . Damit (2) ein umfassender
Reformprozess der deutschen Hochschullandschaft . Durch die

Bologna-Reform sollte ein vergleichbarer; kompatibler Hochschulraum in Europa (3)


und die Mobilität der Studierenden (4)
Die Studienleistungen und Studienabschlüsse verschiedener Länder sollten gegenseitig
(5) . Außerdem sollte die Transparenz und Vergleichbarkeit der
Abschlüsse (6) . Nicht zuletzt 0) die Grundlagen für
lebenslanges Lernen

Zustandspassiv
O Das Zustandspassiv beschreibt das Ergebnis einer Handlung oder den Zustand nach einer Tipp: Cbwohl man
Handlung. Es wird mit dem Hilfsverb sein und dem Partizip Perfekt gebildet. das ZustanCspassiv
ln allen Zeitfornren
O Die handelnde Person ist nicht relevant, sondern der Zustand/das Ergebnis zählt. hilrlor L:rrrn hent tlzl
O Das Agens wird im Allgemeinen weggelassen, wenn es sich um eine Person handelt. Wenn
das Agens ein Mittel ist, wird es manchmal genannt (Das Haus war von Schreien erfüllt.). D, irn.rr D.lir--.,t.,.-

und Futur !"

Formen des Zustandspassivs

Zustandspassiv

i1! ggdl9:!"n,
Präsens 01e tttt9119
Prai"iitrrn Die Mensa war geschlossen.
P"rt"ti Die Mensa ist geschlossen gewesen.
oiä rrl.Äir *ar gesct'rtosö; ;;;;;;;.
i Die Mensa wird geschlossen sein.
Futur ll Die Mensa wird geschlossen gewesen sein.

3. Verwenden Sie die entsprechenden Verben aus Aufgabe l und 2 und schreiben Sie Sätze im
Zustandspassiv Präsens.
ln der deutschen Hochschullandschaft sind schon viele Ziele erreicht:
1. Viele neue Hochschulen mittlerweile
2. Zahl reiche neue Studiengänge

3. Die Hochschullandschaft in Deutschland gut


4. Die Quote der Studierenden und Absolventen schon
5. Die Mobilität der Studierenden
6. Die Studienleistungen und Studienabschlüsse gegenseitig
7. Die Grundlagen für lebenslanges Lernen

4. Schreiben Sie die Sätze im Zustandspassiv Präteritum in lhr Heft.


1. durch den Wirbelsturm - viele Menschen - gefährden
2. nach der Überschwemmung - die Stromversorgung - stören
3. viele kleine Unternehmen - durch Großkonzerne - bedrängen
4. in der neuen Kalkulation - die Ausgaben für die Mitarbeiter - schon - berücksichtigen
5. die Medikamente - für den europäischen Markt - nicht zulassen
6. die Bürger - politisch - gut - informieren
7. die Studierenden - an der Veranstaltung - nicht interessieren
8. die Jugendlichen - von ihren Freunden - stark - beeinflussen

118
Passiversatzformen
O Passiversatzformen sind Alternativen zum Passiv. Mit ihnen lassen sich Passiv-Sätze
umschreiben.
O Passiversatzformen haben meistens eine modale Bedeutung (Möglichkeit, Notwendigkeit,
Verbot, Empfehlung).

Ersatzform i nnodalitat i Beispiel i Passiv i

sein + zu + Möglichkeit i Die Frage ist leicht zu beant- Die Frage kann leicht beant- i

i lnfinitiv i worten. i wortetwerden.


i sein + zu + I xräi*""Äigk"''i i D;a F"'*ri'iiii.riiiäJ ö;; F;;rt;;;;';;;;üaG;- I

i lnfinitiv i schicken. i schickt werden. i

+
sein + zu Verbot/ i Wörterbücher sind während i Wörterbucher dürfen wäh-
lnfinitiv Empfehlung i der Prüfung nicht zu benut- i rend der Prüfung nicht be-
zen. nutzt werden.
i sich lassen + Möglichkeit Die Frage lässt sich schnell Die Frage kann schnell beant-
lnfinitiv beantworten. wortet werden.
'e-
sein + Adjektiv Möglichkeit i Die Frage ist leicht beant- Die Frage kann leicht beant-
ci r
auf -bar oder wortbar. i wortet werden.
-lich Die Absage war unvermeid- i Oie nbsage konnte nicht ver
-{,= lich. i mieden werden.
zu + Partizip Möglichkeit i Das ist eine leicht zu beant- i Die Frage kann leicht beant-
-* Präsens wortende Frage. wortet werden.
Notwendigkeit i Das ist eine sofort auszufüh- i Die Anweisung muss sofort
rende Anweisung. ausgeführt werden.
Verbot/ i Das sind nicht zu unterschät- i Die Schwierigkeiten sollten
Erplgllqle 191q9 :!hwierigkeiten. nicht unterschätzt werden.

,,,1.; 5. Ergänzen Sie die fehlenden Sätze. Nicht für alle Sätze gibt es alle Möglichkeiten.

lRttiv iPassiv isein*zu+ isichlassen+ iAdjektiv+


ilEinsolarpanel II ilfrilry ltl|rlrly
i
i:t!:t{:Fr
I kann man gut I ii i

Zuerst sind Solar-


zellen zu kaufen.
Solarzellen lassen i

sich online finden i

oder im Baumarkt i

bestellen. i

Manchmal muss
Wachs von den
Zellen entfernt
werden.

Die Solarzellen
sind auf eine
Platte zu kleben.
i Dann kann man
i die Zellen mitei-
i nander verlöten.

179
Grammatik

2 lndirekte Rede (Konfunktiv l)


o Die indirekte Rede wird verwendet, um die Meinung anderer wiederzugeben, insbesondere in
der Schriftsprache. Nur so können Leserinnen und Leser, Hörerinnen und Hörer erkennen, dass
nicht die eigene Meinung, sondern Außerungen Dritter wiedergegeben werden. Die indirekte
Rede verwendet man in (Zeitungs-)Berichten, Protokollen und wissenschaftlichen Texten, also
immer dann, wenn die Autorin/der Autor einen neutralen Schreibstil bevorzugt und sich von der
Meinung anderer abgrenzen will. Vor allem beim wissenschaftlichen Arbeiten sollte man kenn-
zeichnen, dass man die Meinung anderer wiedergibt. Ansonsten könnte das Geschriebene als
Plagiat bewertet werden.
o Grammatikalisch gerät das Gesagte in Abhängigkeit von Verben des Sagens, Fragens oder Wün-
schens. ln der indirekten Rede verwendet man den Konjunktiv l, ll oder würde + Infinitiv.
o Normalerweise verwendet man Konjunktiv l. lst die Form jedoch mit der Form des lndikativs
Präsens identisch, werden stattdessen Formen des Konjunktiv llverwendet. lst der Konjunktiv ll
wiederum mitder Form des Präteritums identisch, benutzt manwürde + lnfinitiv.

i Bildung des Konjunktiv I (meist in der 3. Person verwendet)

Präsens ...
... wird aus dem lnfinitiv gebildet: (Verbstamm + Konjunktivendung):
lernen -r sie lerne lhr Kommilitone meinte, sie lerne.
sie lernen (Pl.) lhr Kommilitone meinte, sie lernen.
wissen -+ er wisse Die Wissenschaftlerin befürchtet, sie r,rzrsse nicht genug.
sie wissen (Pl.) Die Erstsemester denken, sie rvissen schon alles.
sern t er sel Der Professor äußerte, er sei überrascht.
sie seien Die Professoren äußerten, sie seien überrascht.
haben + sie habe Die Professorin erwähnte, sie habe kein Budget.
sie haben Die Professorinnen erwähnten, sie hqben kein Budget.
hier besser: Die Professorinnen erwähnten, sie hötten kein Budget.
(Formen des Konjunktiv ll)
(... weil der Konjunktiv I (sie hoben) mit dem lndikativ (sie hoben) identisch ist.)

Vergangenheit ...
... wird aus dem Konjunktiv I von habenlsein und dem Partizip ll gebildet.
Die Doktorandin sagt, der Redner hobe
halten + er habe gehalten gestern einen guten Vortrag gehalten,
stürzen -+ er sei gestürzt aber danach sei er schwer gestürzt.

Bildung des Konjunktiv ll


Präsens ...
... wird aus dem Präteritum-Stamm (+ Umlaut) + e + Personenendung gebildet.
einsparen -+ einspart -; sparten ein Wenn alle Energie einsparten,
geben -; gab -; es gäbe dann gcibe es weniger Probleme.
lernen + lernt + er lernte Er meint, er lernte, wenn er Zeit hotte.
hier besser: Er meint, er würde lernen, wenn er Zeit hätte. (würde + lnfinitiv)
(... weil der Konjunktiv ll mit dem Präteritum identisch ist.)
Vergangenheit .. .
... wird aus hobenlsein im Konjunktiv ll + Partizip Perfekt gebildet.
bestehen -+ sie hätte bestanden Sie hötte die Prüfung bestonden, wenn ...
gehen --r sie wäre gegangen Sie ware zur Prüfung gegongen, wenn ...

lmperativ
Sie sagte: Sie sagte, ...
,,Machen Sie SportJ'-r ... ich solle Sport mochen.
,,Lesen Sie bitte dieses Buchl'--> ...ich möge dieses Buch /esen.
,,Nehmen Sie unbedingt an dem Kurs teil." -.r ... ich rnusse an dem Kursteilnehmen.
,,Lassen Sie sich nicht beeinflussen." -+ ... ich so//e mich nicht beeinflussen lassen.

1.20
Weitere Möglichkeiten der Redewiedergabe:
Präpositionen mit Dativ: Dem Zeitungsartikel zufolge .../Laut der Wissenschaftlerin .../Nach Mittei-
lungvon Professor .../Nach Angaben von Professor ...llhrer Meinung nach ...
Nebensätze mit wie: Wie im Text beschrieben, .../Wie sie berichtete,. . .

1. Schreiben Sie anstatt der umgangssprachlichen Wiedergabe einen Satz unter Verwendung des
Konjunktiv l.
Beispiel:
Er hat mir erzählt, dass seine Exfrau versucht, die gemeinsamen Kinder zu beeinflussen.
O Er legte dar; dass seine Exfrau versuche, die gemeinsamen Kinder zu beeinflussen.

1. Die Sekretärin hat ausgeplaudert, dass die Professorin bald emeritiert wird.

2. Der Student hat uns erzählt, dass der Professor einfache Klausuren stellt.

3. Die Lehrerin hat uns gesagt, dass Deutschlernen gar nicht so schwer ist.

4. Die Politiker sagten vor den wahlen, dass sie keine studiengebühren erheben.

5. Der Zwei-Sterne-Koch hat gesagt, dass veganes Essen kein Genuss ist, denn man kann keine
Gerichte ohne Milch oder Eier auf hohem Niveau zubereiten.

2. Formen Sie den nachfolgenden Bericht in einen Zeitungstext um und verwenden sie dabei
indirekte Rede mit Konjunktiv I oder ll.
Aus einem Bericht der Bundesregierung:

Menschen mit Behinderungen haben im Arbeitsleben große Probleme. Obwohl es spezielle Regein im öffent-
lichen Dienst gibt, sind die Bedingungen unfair. Menschen mit Behinderung werden bei der Arbeitssuche
benachteiligt und haben oft Angst um ihren Arbeitsplatz. Betroffene berichten: ,,Tiotz gleicher
Qualifikation
werden wir nicht zu Vorstellungsgesprächen eingeladen." Vielleicht zweifeln Arbeitgeber an der Kompetenz
der Bewerber oder sie befürchten, dass sie viel Hiife brauchen.

Die Bunde ereqier be richfef , l\e nsche n mif Be hrnde r haffen ia 4rbe ifsleben

3. Schreiben Sie die Geschichte des Studenten Victor für die Unizeitung im Konjunktiv l.

Victor: ,,Ich habe schon länger mit dem Gedanken gespielt, ftir ein Semester ins Ausland zu gehen. Aus die-
sem Grund habe ich mich fiir ein Stipendium beworben. Das Auswahlverfahren war recht schwierig, denn
es gab viele Mitbewerber. Doch schließlich hatte ich Erfolg und verbrachte ein Semester an der Universität
in Sydney. Ich rate jedem, diesen Schritt zu wagen."

V!c"f 2r e rzihl'f e , dass ..

127
Grammatik

3 Modalverben - subjektive Bedeutung


dürfen Erlaubnis, Genehmigung, Möglichkeit
nicht dürfen vä;di
Fähigkeit, Mögl ich keit/Gelegenheit, Erlaubnis
nrtäänä, pniir't, eete Ä r,' N ot*" nJig[äi i, ü.re, re i n ä wa rr i

Absicht, Bereitschaft, eigener Wil le


haben zu + O kann eine Notwendigkeit ausdrücken.
lnfi n itiv O kann in aktive Sätze mit müssen oder nicht dürfen umgewandelt werden.
Etwas hat zu geschehen -e Etwas muss geschehen.
Etwas hof nicht zu geschehen. -; Etwas darf nicht geschehen.
ln bestimmten Zusammenhängen drückt man mit haben zu auch einen Wunsch
oder eine Absicht aus.
lch habe dir etwas zu sagen. -t lch will/möchte dir etwas sagen.

Subjektive Aussage der Modalverben


Neben der objektiven Aussage der Modalverben, kann derselbe Satz auch eine subjektive Aussage
(persönliche Meinung, Einschätzung) einer Sprecherin/eines Sprechers ausdrücken.

?qt ?glgl!:qg!, da s der Studierende die Prüfung bestehen kann


Beispiel

4y::rq: glis!l.1_" O Er ist fähig, die Prüfung zu bestehen. Das weiß jeder.
Aussage subjektiv ;O Der Dozent hofft, aber weiß es nicht sicher, dass der Studierende die
i Rrufung besteht. (Subjektive Haltung des Sprechers zum Gesagten!)

Beispiel i Er müsste ankommen.


Aussage subjektiv I O lch bin mir fast sicher; dass er bald ankommt.
I (Dieser Satz zeigt, dass die Sprecherin/der Sprecher eine bestimmte Mei-
I nung über das Geschehen hat (sie/er ist sich fast sicher). Die Meinung kann
i die Gegenwart, die Zukunft oder die Vergangenheit betreffen.)
I O Er müsste bald ankommen. (Zukunft)
I O fr müsste schon angekommen sein. (Vergangenheit)
o Sprecher können mit den Modalverben ausdrücken, mit welcher Wahrscheinlichkeit ihre Aussa-
ge der Realität entspricht. Je nachdem verwenden sie unterschiedliche Modalverben.
o Achtung: Bei Aussagen in der Gegenwart kann man den Unterschied zwischen objektivem und
subjektivem Gebrauch nur aus dem Zusammenhang des Textes oder des Gesprächs erschließen
oder aus der Betonung beim Sprechen.

Bildunj:
Gegenwart: Modalverb + lnflnitiv; Beispiel: Die Bewertung der Präsentation muss falsch sein.
Vergangenheit: Modalverb + Partizip ll + haben/seln; Beispiel: Die Bewertung der Präsentation
muss falsch gewesen sein.

Bedeutung i
Beispiel
höchstwahrscheinl ich; Die Diagnose des Arztes
lich keit sicherlich; bestimmt; muss falsch sein.
zweifellos; ich bin sicher;
dass ...
saÄü;.i;i#;;;s fast sichel ich bin ziem- Die Dozentin müsste bald
lich sicheq dass kommen.
i v:q:r:ro
: dürfen im
i Konjunktiv ll

können Vermutung etwas ist möglich, aber i Die beiden Studenten kön-
li:l! :t:lglr *o"T9gli!! i nen die Klausur bestehen.
können im ü;ää*i';h"''i vielleicht; es ist möglich, i Die Wissenschaftler könnten
Konjunktiv ll
---::--------
dass ... i recht haben.
mogen Vermutung möglicherweise; eventuell; Du magst recht haben.
vielleicht; es ist nicht aus-
geschlossen, dass ...
nicht i negative Vermutung i bestimmt nicht; sicher I oat rrg"bnir täÄÄ Äi.frl
können i nicht; es ist ziemlich i richtig sein.
sicher; dass ... nicht

'oir"" cäi,;.r'i, s"Äärö- i


tung, die man nicht ";;;iii.r,,
iäÄ
hört, dass ...; angeblich
nuo" ;;- i oälr'ainäi iäät, or* Jiä
Mannschaft intensiv trainiert
überprüfen kann I I haben soll. (nicht bekannt,
(lnformation aus I i ob es stimmt)
zweiter Hand, unsi-
chere Quelle)
*;ii;; i k;ili'.h; ai;iil;;- i närnä""; c";i;hl i ,,0re Ängerraetä wirr n" i"
an
nahme, Zweifel i verwendet, dem Geschäft gewesen sein."
der Aussage i angeblich -+ Sie sagt von sich selbst,
sie war nie in dem Geschäft,
aber es gibt keine Beweise.
lhr wird nicht geglaubt.

1. Bestimmen Sie die Bedeutung der Modalverben und ordnen Sie die richtige Umschreibung zu.
Schreiben Sie den umformulierten Satz.

angeblich - es ist ziemlich sicher - höchstwahrscheinlich - möglicherweise - zweifellos


1. Dieses Buch muss schon sehr alt sein, denn die Seiten sind schon zerrissen.

Bedeutung:

2- Für einen Laien mag diese Forschungsarbeit langweilig sein, aber für andere Wissenschaftler ist
sie sehr spannend.

Bedeutung:

3. Der Kläger kann doch gar nicht gesehen haben, wie das Notebook gestohlen wurde. Das ist
gelogen.

Bedeutung:

4. Die Seminarteilnehmer sollen intensiv studiert haben. Dennoch fällt das Prüfungsergebnis nicht
so aus, wie erwartet.

Bedeutung:

5. Petra hat einen Doktortitel. Sie muss an einer Universität studiert haben.

Bedeutung:

123
Grammatik
2. Erklären Sie die Bedeutung der unterstrichenen Modalverben. Handelt es sich um obiektive oder
subjektive Aussagen?
Die Strafe (1) sollte streng sein und war es auch: fünf Jahre Haft. Der frühere Kanzler der Hochschule
(2) soll bestechlich gewesen sein. Doch er (3) will nichts damit zu tun gehabt haben und beteuert weiter-
hin seine Unschuld. Nächste \floche beginnt die'ü/iederaufnahme des Verfahrens. Es (4) dürfte eine span-
nende Gerichtsverhandlung werden, in der die Schuld oder Unschuld endgültig geklärt werden (5) muss.
Der Beschuldigte sgitt seine Schuld stets ab. Seine Anwälte (6) könnten also recht haben und der Angeklagte
(7) mag freigesprochen werden.

1. 5.

2. 6.

3. 7.

4.

3. Formen Sie die Sätze um, indem Sie das Modalverb anstelle der Umschreibungen verwenden.
1. Vermutlich ist der Diamant eine Million Euro wert.
2. Sie hat vielleicht recht.

3. Die Verstorbene hat angeblich ihr gesamtes Vermögen an eine Hilfsorganisation vererbt.

4. Wissenschaftler halten es für ausgeschlossen, dass diese Tierart unser Jahrhundert überlebt.

5. Aufgabe der Politiker ist es, Maßnahmen zum Schutz der Umwelt zu ergreifen.

6. Ziel der Wissenschaftler ist es, international anerkannt zu werden.

7. lch habe gelesen, dass der Nobelpreisträger für ein Semester an unserer Universität lehrt.

8. Der Zeuge behauptet, dass er den Unfall vor der Mensa genau gesehen hat.

4. Formulieren Sie die Sätze mit wollen oder so//en.


1. Es wird berichtet, dass die Universitäten bald wieder StudiengebÜhren erheben werden.

2. Das Studentenmagazin,,studi" behauptet, als erstes Presseorgan davon erfahren zu haben.

3. Es heißt, dass es innerhalb des Bildungsministeriums noch Differenzen über den Zeitpunkt gibt.

4. Angeblich ist die Bildungsministerin gegen eine sofortige Erhöhung der StudiengebÜhren.

5. Die Universitätsrektoren versichern, alle Alternativen zu einer Erhöhung geprÜft zu haben.

6. Gerüchten zufolge beträgt die neue Studiengebühr 800 € pro Semester.

t24
4 Verben mit Präpositionen
O Häufig kommen im Deutschen Verben mit fester Präposition vo4 der ein Objekt in einem be-
stimmten Kasus (Präpositionalobjekt) folgt.
O Einige Verben werden mit unterschiedlichen festen Präpositionen verwendet. Bei manchen än-
dert sich dabei die Bedeutung nichl(sprechen über/von). bei anderen verändert sich die Bedeu-
tung ( bestehe n a uf/ o u s).
O Weiterhin gibt es Verben mit mehreren festen Präpositionen (sich bedanken bei ... f ür...).
O Lernen Sie diese Verbindungen als eigene Vokabeln. Häufig hat das entsprechende Nomen und/
oder Adjektiv diesel be Präposition.

Liste ausgewählter Verben mit Präposition mit korrespondierenden Nomen/Adlektiven

eäiipiäi lruä'ä" juä'uaie


Ausdrücke
i abhängen von + Dativ Sie hängt von den Abhängigkeit angewresen setn
Eltern ab. von auf
ankommen auf + Akkusativ Es kommt auf die die Relevanz i wichtig sein: es
Situation an. i liegt an
appellieren an + Akkusativ Er appelliert an ihre der Appell an i sich wenden an
Vernunft.
a len der an + Dativ öiä äÄ iÄ'"r die Arbeit an sich beschäfti-
'..=:rgdes 'ioäit"Ä "'n"itäi
Arbeit. qgt ml!
=s=das i ausgehen von + Dativ Er geht von diesem vermuten, dass
.=:riS
Sachverhalt aus.
sich gegen + Akkusativ Er spricht sich gegen i fürlgegen etwas
I:,er: Cie für + Akkusativ oul llgiqf!qy?:
,.:'ache
9v::P199.1,e1 i :!iTm91
: -::eS
basieren auf + Dativ Das basiert auf Fak- die Grundlage; i beruhen auf
-, : "-ch; ten. die Basis
-- sich befassen mit + Dativ Wir befassen uns mit die Beschäfti- sich beschäfti-
:i l-3n Grammatik. gung mit gen mit
berichten uoä'; Ätr<riäi* Der Artikel berichtet der Bericht i informieren
von + Dativ über Armut. über/von i über; handeln
i von
ü;h6; tti i Ä[r.rtuiiu die Bezahlung i aufkommen für;
len. für '
begleichen
bezeichnen als + Akkusativ Sie bezeichnet sie als oiä öännitioÄ äi[iä'"n rr',
itlglllsgt!: -vgl
Sie bleibt bei ihrer
I i 9gll"t9t 9l:
bleiben bei + Dativ i festhalten an;
Mgir!.!g, i

i
i bestehen auf
diskutieren über + Akkusativ Sie diskutieren über die Diskussion i sich auseinan-
i

mit + Dativ Politik. i


-,--------i
über/mit i der setzen mit
sich von + Dativ Wir distanzieren uns Jiä oittuni uön i
i

distanzieren von d!99e1Ar9ilunsr "uru.rrääuon


i
forschen i nach + Dativ Sie forschen nach die Forschung ergründen
den Anfängen des nach l

Lebens.
i;i;J; aus + Dativ Daraus folgere ich, die Folgerung herleiten von;
dass es funktioniert. aus schließen aus
gehören I zu + Dativ Dies gehört zu Kapi- zählen zu
l-------------
tel1.
halten i für + Akkusativ lch halte dies für betrachten als
i I eine Übertreibung.

t25
Grammatik
verbale
Beispiel

der Mangel an fehlen an

oi" oiiäÄii"- richten nach,


sich beachten
rung an
orientieren
zu + Dativ
die Tendenz zu i nelgen zu
tendieren
--'--' - --
i- -- -- -- -- ------ -- -

verfügt Über eine die Ver{ügung besitzen


verfügen i über * Akkusativ Sie
rasche Auffassungs-
gabe.
zusam-
sind Wörter; die aus da, hier, wo und PräPosltlon
Erinnern Sie sich: Präpositionaladverbien
r"ng"r",r, sind. Auf Seite 151 wird ihre Verwendung erklärt'
1. Ergänzen Sie die Präpositionen/Präpositionaladverbien'
ist' ein
(1) diskutiert, inwiefern es heutzutage noch sinnvoll
Gestern Abend haben wir
es (2) ob man in einer Stadt oder auf
Auto zu besitzen. Marlene meinte, dass

dem Land wohnt. Felix hielt dies


(3) ein gutes Argument und berichtete
(6)
_einer
Freunden, die (5) Gruppe gehören' die sich
(4)_guten dem
Freunde fahren alle wege (z) --
-abhängt'
Diese
den Besitz teurer Luxusgüter aussprechen.
Mar-
(8) .- im Supermarkt aussortierten Lebensmitteln'
Fahrrad und ernähren sich nur
und riet (9) nur Lebensmittel einzukaufen' die
lene bezeichnete dies als übertrieben
(10) ----.'-------------- arbeiten'
uns einig, dass wir weiterhin
man auch tatsächlich braucht. wir waren
weniger Energie zu verschwenden'
die
Präpositionen aus dem schüttelkasten und
2. Ergänzen Sie in den sätzen die passenden
richti gen Artikelwörter'

an (2x) - auf - mit - nach - über (zx) - von - 'u 1zx)

Urlaub am Meer.
1. Berge oder Meer? lch tendiere
2. Die Töchter orientieren sich häufig MÜttern'

politischen Meinung muss ich mich distanzieren.


Geschichte EuroPas.
4. ln seinem Studium befasst er sich auch
Versuchen mit Mäusen.
5. Diese Forschungsergebnisse basieren
lntelligenz.
6. Diesem Studierenden mangelt es
neuen Medikament.
7. Die Wissenschaftler forschen intensiv
Gehalt verhandeln.
8. Bevor er endgÜltig zusagt, will er noch
Konferenz berichtet.
9. Die Professorin hat in ihrerVorlesung
neuen Studienordnung?"
10. ,)rVas sagst du eigentlich
3. Bilden Sie Sätze, indem Sie die fehlenden Präpositionen/Präpositionaladrerb'ien
Achten Sie auf die Kongruenz.
1. die Wähler - Wahlversprechen - ausgehen - dass - die Poiiti<e' - -'= - ---<€:?-
Die NÄhle r qehe n davon aus, dass
2. er- verlangt-Forschungskollegen-erwartet-selbst-auch-seinen -,',as -=--::-

3. sie-arbeitet- und - intensiv- sich -das Projekt- lässt- niemand -etwas-vorschi'eibe-

4. sie - im Universitätsrat - verfügt - der Studierenden - das - als Repräsentantin - Stimmrecht

5. die Kosten für das neue Labor - zehn Millionen Euro - liegen - rund

6. derWissenschaftler - sich - kann - vielen - seine -Verpflichtungen - kümmern - nicht

7. die Koordinatorin - bezahlt-wird - sie - die - sich - dass - kümmert- Studierenden -die

4. Ergänzen Sie passende Präpositionen, ordnen Sie die Objekte aus dem Schüttelkasten zu.
Nominalisieren Sie anschließend die Ausdrücke.

das Auslandssemester - eine wahre Begebenheit - etwas ... dieser Entscheidung -


der Lehrbeauftragten einen Termin - der Seminararbeit - der Studienordnung -
dem Rücktritt - ihre Vernunft - iffie - ihren Worten
Beispiel:
O auf ihre Verdienste hinweisen, der Hinweis auf lhre Verdienste
1. vereinbaren

2. sich beschäftigen

3. berichten
4. appellieren
5. ändern

6. arbeiten
7. auffordern
8. anspielen

9. folgern

5. Erklären Sie die Bedeutung des Verbs, indem Sie ein Synonym und ein Beispiel geben.
Beispiel: diskutieren über = miteinander über ein Thema reden
O Gestern Abend diskutierten sie Iange über die Vor- und Nachteile der Windenergie.
1. diskutieren mit:
2. arbeiten an:
3. arbeiten mit:
4. arbeiten bei:
5. denken an:
6. nachdenken über:

127
Grammatik

5 Verben mit trennbaren und untrennbaren Präfixen


Präfixe sind Vorsilben. Bei einigen Verben ist die Vorsilbe trennbar (mitkommen: Kommst du mit?),
bei anderen Verben kann die Vorsilbe nicht getrennt werden (unternehmen: Unternimmst du heute
etwas?), bei einer dritten Gruppe kann getrennt oder nicht getrennt werden, allerdings ändert sich
die Bedeutung des Verbs (umschreiben: Sie schreibt das Kopitel um, d.h. sie verijndert das Kapitel;
Sie umschrieb die Phrase mit ihren eigenen Worten.)

trennbar untrennbar trennbar/untrennbar


O Sinn der Präflxe O Sinn der Präfixe Verben mit trennbarem Präfix
bekannt und leicht kaum noch ver- O Bedeutung oft ähnlich der ursprüng-
verständlich. ständlich. lichen Bedeutung des Verbs, z. B. Er
O Die Vorsilbe wird o Sie geben dem Verb schout durch ein Fernglos.
betont. eine neue Bedeu- Verben mit untrennbarem Präflx
tung, die man vom O übertragene, abstrakte Bedeutung,
Stammverb nicht z. B. Die Knder durchschauen seinen
ableiten kann. Zaubertrick.
o Die Vorsilbe ist O Vorsilbe betont: Verb trennbar; Vorsilbe
nicht betont. .f
i.ht 991_o1l y_gP gtllgll!"':
ab-, an-, auf-, aus-, bei-, be-, ent-, er-, ge-, hin- durch-, unter-, um-, über-, voll-, wide;
dar-, ein-, inne-, fest-, hin-, ter-, miss-, ver-,zer- wieder-
los-, nach-, vor-, weg-, zu-,
zusammen-

O Die Bedeutungsunterschiede, die mit den Präfixen einhergehen, sind komplex und folgen keiner
einheitlichen Regel. Zur groben Orientierung dient lhnen diese Zusammenstellung.

Pei:elsl
abbrechen; abnehmen; abschneiden
abschreiben; abfahren
aufmachen; aufdrehen
aufstellen; aufstehen
Richtung von innen nach außen ausgehen
9Yl-
an- i Nähe wird hergestellt
etn- i Richtung von außen nach innen einstecken
ent- i etwas wegnehmen entfernen; entkommen; entfärben
er- I Veränderung eines Zustands oder etwas erkälten; erbauen; ersetzen; erblinden
durch eine Handlung erreichen
etwas zu Ende bringen
etwas beginnen eröffnen; ertönen
re- zurück/wieder fgimP9ligfgtr i91qi9'en
über- Richtung von einer Seite zur anderen überweisen; übergeben; überspringen;
Seite übertreten
um- Veränderung umbauen; umsteigen; umziehen
ver- Ergebnis ist unerwünscht, etwas falsch sich verwählen; sich verfahren; sich ver-
machen rechnen; sich verhören; verlernen
veränderter Zustand
mit etwas versehen (mit Packpapier; Gold) i verpacken; vergolden; vergittern

---:--------
;;i;;i; ü;,il;; verbringen; verstehen; sich verhalten
MISS-, häufig negative Bedeutung gefallen - missfallen; reden - zerreden;
zer-l (untrennbare Präfixe) kleiden - entkleiden; sorgen - entsorgen;
ent-, de- instal lieren - deinstallieren

728
Das Präfix kann
O eine Präposition ersetzen (häufig mit Präfix be-),2.8.:
beantworten (+ Akkusativ) = antworten auf bearbeiten (+ Akkusativ) = arbeiten an,
beurteilen (+ Akkusativ) = urteilen über
O aus einem Adjektiv oder Nomen ein Verb machen (bei untrennbaren Präflxen), z. B.:
ermöglichen = möglich machen
O die Bedeutung des Verbs verändern, z. B.:
ändern -+ verändern; färben -; verfärben; laden + beladen

1. Erklären Sie die jeweilige Bedeutung des Verbs.

lerlnen lehlren
1. a) sich Wissen, Kenntnisse aneignen 1. a) (an einer Hoch- oder Fachschule) Kenntnisse
b) sich, seinem Gedächtnis einprägen vermitteln, Vrrlesungen halten
c) Fertigkeiten erwerben b) ein bestimmtes Fach unterrichten, in einem
d) im Laufe der Zeit ldurch Erfahrungen, Ein- bestimmten Fach Vorlesungen halten
sichtenl zu einer bestimmren Einstellung, einem 2. in einer bestimmten Tätigkeit unrerweisen;
bestimmten Verhaiten gelangen (jemandem) etwas beibringen
2. [ein Handwerk] erlernen 3. deutlich zeigen, deutlich werden lassen

'1. a) lernen sich Nis\en ane iqnen, si0h efwas einprnqen

b) anlernen d) erlernen
c) auslernen e) verlernen

2. a) lehren b) belehren

2. Nennen Sie die Bedeutung der Verben ieweils mit trennbarer und mit untrennbarer Vorsilbe.
1. umgehen 2. durchschauen
a) a)

b) b)

3. Was passt? Verbinden Sie.


1. dem Körper Schaden zufügen a) verdrehen
2. etwas auf einen späteren Zeitpunkt legen b) verabschieden
3. etwas nicht mehr flnden c) verbinden
4. Tatsachen falsch darstellen d) veralten
5. sich beim Weggehen grüßen e) verschieben
6. nicht mehr modern/zeitgemäß sein f) verletzen
7. etwas bewirken, der Grund sein für g) verlieren
8. sich zusammenschließen h) verursachen

4. Markieren Sie in den Sätzen alle Verben mit den Präfixen er- und ver-.
Welche Bedeutung haben die Verben?
1. ln dem Seminar erarbeiteten wir gemeinsam ein Konzept. Q

2. Die schriftliche Klausur soll in Zukunft die Seminararbeit ersetzen. O

3. Obwohl die Klausur leicht zu bewältigen gewesen wäre, verrechneten sich einige Studierende. O

4. Aufgrund der vielen Bewerber erschwerte man die Zulassungsvoraussetzungen. O

5. Freundlicherweise verlängerte die Professorin den Abgabetermin um eine Woche. O

729
Grammatik
5. Suchen Sie für die folgenden Verben dreiVarianten mit Präfix und erklären Sie die Bedeutung
mithilfe eines Beispielsatzes.
Beispiel: machen:
O vermachen: Die Witwe vermachte ihr Vermögen einer Stiftung.
1- stehen:

2. tragen:

3. halten:

4. stellen:

6. Suchen Sie Verben zu gehen mit unterschiedlichen Präfixen und notieren Sie die Bedeutung.

7. Setzen Sie passende Verben ein. Ergänzen Sie eventuell lhren Wortigel.

Bald (1) die Hochschule den zwanzigsten Jahrestag ihrer Gründung. Die
Zeit(2) doch sehr schnell. Zu Beginn (3) die Hoch-

schule nur knapp einer Katastrophe, denn beinahe wäre die Aula während der Eröffnungsfeier

abgebrannt. Mittlerweile sind schon einige der Gründungsprofessoren (4)


Einige lehren an angesehenen Hochschulen im Ausland, andere sind bereits emeritiert. Probleme,

die in diesen Jahrzehnten auftauchten, (5) der Hochschulsenat immer sehr

schnel I

8. Suchen Sie Verben zu geben mit unterschiedlichen Präfixen. Schreiben Sie anschließend Sätze in
lhr Heft.

,/
( qeben )

130
6 Nominalisierungen
o ln der jeweiligen Fachsprache, im Hochschulbereich, in der Wissenschaft, in Zeitungstexten, aber
auch in der Behördensprache und bei formellen Briefen verwendet man primär den Nominalstil.
Verben oder Adjektive werden dabei zu Nomen umgeformt. Der lnhalt eines Sachtextes lässt
sich auf diese Weise oft präziser und kompakter transportieren.
o ln der telc C'1 Hochschule Prüfung bietet es sich beim Schriftlichen Ausdruck an, dass Sie vor-
nehmlich Nominalstil verwenden.
o Ein weiterer Bereich für den Nominalstil ist das Notieren von Stichwörtern. Diese Fähigkeit benö-
tigen Sie sowohl für Leseverstehen als auch für Hörverstehen der prüfung.
o Zum besseren Verständnis von Fachtexten hilft es, wenn Sie Nominatphrasen in die Verbalform
umwandeln.

Nominalstil -+ Verbalstil

Beispiel i Eine Benachrichtigung der Studierenden ist erforderlich.


Infinitivsatz i O fs ist erforderlich, die Studierenden zu benachrichtigen.
dass-Satz O Es ist erforderlich, doss die Studierenden benachrichtigt werden.
i Beispiel i Der pünktliche Konzertbeginn ist unsicher.
i oh-Satz I O fs ist unsicher; ob das Konzert pünktlich beginnt.
Merke: Bestimmte Adjektive vor Nominalverbindungen müssen im Verbalstil durch andere Wörter
ersetzt werden:

Ein Grund für die fehlende Beachtung durch die Professoren ist ...
O Ein Grund dafü; dass einige Studenten von den Professoren nichtbe-
achtet werden, ist ...

O Ein Grund dafür; dass die Studenten sich koum/wenig beteiligen, ist ...

Verbalstil -r Nominalstil
1. Nominalisierung von Verben
Beispiel (1) Meine Frou arbeitet hart.
Subjekt wird zu Genitivattribut. O Die Arbeit meiner Frau isthart
Beispiel(2) i Man kauft eineWohnung.
Akkusativobjekt wird zu Genitivattribut. i O Oer Kauf einer Wohnung ...
Bestimmte Verben müssen im Nominalstil durch andere Wörter ersetzt werden:

... es gibt ... Es wird nicht bestritten, dass es die Erderwärmung gibt.
O die Existenz Q Die Existenz der Erderwärmung ist unbestritten.
2. Nebensätze werden zu präpositionalen Nominalphrasen
Nebensätze lassen sich teilweise in präpositionale Nominalphrasen umwandeln und umgekehrt.

ili;päi; Weil er eine Gehaltserhöhung erhalten hat, kaÄn ei i; ü;i";b i;hr""


Q
Aufgrund einer Gehaltserhöhung kann er in Urlaub fahren.
Aus dem Nebensatz (weil ...) wird eine Präposition mit Genitiv (oufgrund . ..), aus der Akkusativer-
gänzung (eine Geholtserhöhung) wird ein Genitiv.

Beispiel 2 Obwohlsein Urlaub genehmigt wurde, trat er ihn nicht an.


Q Trotz Genehmigung seines Urlaubs trat er ihn nicht an.
Aus dem Nebensatz (obwohl ...) wird eine Präposition mit Genitiv (trotz ...), aus dem Verb des Ne-
bensatzes wird das Nomen bei der Präposition

B;i;püi't i Wahrend sie die Exkursion unternehmen, gewittert es.

I o_ wl.ltrend lhry r1\r111on gewi!!91t 9s:


Aus dem Personalpronomen (sie) wird ein Possessivpronomen (ihrer).

131
Grammatik
Subjunktion i Präposition
kausal weil/da i wegen/aufgrund + Genitiv dank + Genitiv, infolge
i + Genitiv aus/vor/durch + Akkusativ anlässlich/
I angesichts + Genitiv

I dul)gl vvcl lll/c> >cl ugl lll i

temporal

1. Geben Sie die passenden Nomen mit Artikel an.


1. umstellen 6. Stellung nehmen
2. wahrnehmen 7. verallgemeinern
3. erklären 8. sich selbst darstellen
4. vergleichen 9. eingestellt sein
5. zustimmen 10. wie man die Welt sieht

2. Formen Sie in Verbalstil um.

Beispiel:
Nach Meinung des Dozenten ist das Bearbeiten diesesThemas kompliziert.
O Der Dozent meint, dass es kompliziert ist, dieses Thema zu bearbeiten.
1. Die Fahrt in diesem Fahrzeug ist unbequem.

2. Der Professor verlangt eine schnelle Erledigung dieser Aufgabe.

3. Der Bund der Steuerzahler fordert die Senkung der Einkommenssteuer.

4. Die Erfindung des Laufrads in Mannheim geht auf Karl von Drais zurück.

5. Die Lösung des Problems dauerte eine Woche.

6. Das Verfassen von Texten zu diesem Thema gestaltete sich als schwierig.

7. Die Sprecherin der Studierenden riet zu einer Abwägung der beiden Argumente.

8. Es werden in der Sitzung Strategien zur Stützung der Wirtschaft entworfen.

9. Nach Ansicht der Regierung, ist die Einmischung in innere Angelegenheiten nicht akzeptabel.
3. Formen Sie in den Nominalstil um. Gibt es kein entsprechendes Nomen, suchen Sie ein Nomen
mit der passenden Bedeutung.
1. Nachdem der Artikel in der Zeitung erschienen wal ...

2. Obwohl der Dozent das Thema gut erklärte, ...

3. Bevor die Doktorarbeit veröffentlicht wird, ...

4. Das Smartphone sorgt dafür, dass das Leben erleichtert wird.

5. Die Pendler wünschen, dass ein Zug eingesetzt wird, der mit hoher Geschwindigkeit fährt.

6. Die Bevölkerung fordert, dass Einbrecher härter bestraft werden.

7. Die Emissionen der Dieselfahrzeuge erhöhen die Feinstaubkonzentration in den Städten.

8. Es wird bestritten, dass es außerirdische Lebewesen gibt.

9. Die Wähler hoffen darauf dass die Politiker ihre Ankündigungen durchsetzen. Leider hat sich
diese Hoffnung nicht erfüllt.

10. Studien zufolge steigt der Stress der Menschen, weil sie ständig erreichbar sein müssen.

4. Verkürzen Sie, indem Sie den Nominalstil verwenden.


1. Die Gesellschaft verändert sich.
2. Sie hat sich freiwillig zum Dienst gemeldet.
3. Studierende suchen nach Praktikumsstellen.
4. Die Politiker bessern das Gesetz nach.
5. Die Medien reagieren unterschiedlich auf die Nachricht.
6. Der Philosoph sieht die Dinge sehr kritisch.
7. Die Hochschulsprecher interessieren sich für...
8. Die Wähler fordern Neuwahlen.
9. Die Romanistin übersetzt den Text.
10. Er beschäftigt sich mit Chemie.

11. Die beiden Stoffe reagieren miteinander.

12. Der Chemiker verwendet einen Filter, ...

13. Sie mutmaßen, dass ...

14. Der Roman erscheint im Frühjahr.

15. Sie kann sehr gut Klavier spielen,

133
Grammatik
5. Präpositionale Nominalphrasen: Bilden Sie Nebensätze.
1. Aufgrund einer Erkrankung konnte die Wissenschaftlerin nicht an dem Kongress teilnehmen.

2. froV ihres ansonsten effizienten Arbeitens schaffte sie es nicht, den wissenschaftlichen Artikel
rechtzeitig abzu geben.

3. Doch dank der Unterstützung einer Kollegin konnten die Ergebnisse auf dem Kongress vorge-
stellt werden.

4. Durch diesen Vortrag erfuhren die Ergebnisse internationale Aufmerksamkeit.

5. lnfolge dieses Erfolgs erhielt die Wissenschaftlerin einen Ruf an eine renommierte Universität.

6. Formen Sie die Sätze um, indem Sie mithilfe einer Präposition den Satz verkürzen.

1- Er kann die Wohnung nicht mieten, weil die Miete zu hoch ist.

2. Weil er in finanziellen Schwierigkeiten wa[ musste er sein Studium abbrechen.

3. Obwohl er mich unterstützte, konnte ich die Seminararbeit nicht beenden.

4. Wenn man die Ursachen der Verkehrsunfälle untersucht, fällt auf, dass immer mehr Autofahrer
das Mobiltelefon benutzen, während sie Auto fahren.

7. Ergänzen Sie die Präpositionen, passen Sie die Wörter, wo nötig, an und bilden Sie einen Satz.

infolge - trotz - ungeachtet - wegen

gute Vorsätze - viele Studierende lernen zu wenig

2. schlechte Ergebnisse - sie müssen die Klausuren wiederholen

3. große Belastung - manche Studierende bekommen gesundheitliche Probleme

4. elterliche Ratschläge - sie ernähren sich ungesund

8. Formulieren Sie im Nominalstil.

Beispiel: Die deutsche Wirtschaft war rückständig. O Die Rückständigkeit der deutschen Wirtschaft
1. Weil sich die Arbeitswelt verändert, ...
2. Solange die Tests durchgeführt wurden, ...
3. Um die Wirtschaft zu fördern, ...
7 Relativsätze
o Relativsätze sind Nebensätze, die weitere lnformationen zu Nomen oder Pronomen des Haupt-
satzes liefern. Relativsätze dienen auch der Kohärenz des Textes.
o Das Relativpronomen wird dekliniert und richtet sich im Kasus nach der Struktur des Relativ-
satzes, im Geschlecht und Zahl nach dem Substantiv, von dem es abhängt.
o Relativsätze werden im Allgemeinen direkt hinter das Substantiv gestellt, auf das sie sich bezie-
hen.

Das Universitätsgebäude, dos letzte Woche fertiggestellt wurde, gefällt mir sehr.

(Das Verb fertigstellen benötigt nur ein Subjekt -; Relativpronomen das im Nominativ.)

Der Dozent, dem die Studierenden ein Buch schenkten, freute sich.
\_J
(Das Verb schenken braucht eine Akkusativ- und Dativergänzung + Die Studierenden schenkten
dem Dozenten ein Buch. +
Relativpronomen demim Dativ.)

Das Universitätsgebäude, in dem unsere Vorlesungen stattfinden, gefällt mir sehn

(DasVerb lautet: stottfindenin + Dativ + UnsereVorlesungen finden in dem Universitätsgebäude


statt. --) Relativpronomen im Dativ mit Präposition.)

$!;ri';',"*';!r maskulin feminin neutral i Plural


_____t___-,

Nominativ die/welche das/welches


9:'l*:l:l:l
Akkusativ den/welchen die/welche
Dativ i dem/welchem der/welcher i denen/welchen
Genitiv i dessen deren deren

l:!1ti*9Y:f i Bedeutung
WO i bei Ortsangaben ersetzt CS lch wohne in einer Stadt, wo sich die
i in + Relativpronomen Leute kennen.
i Frage: Wo?
Nach Städte- und Ländernamen lch fahre an einen Ort,
wohin/woher Frage: wohin/woher? ... wohin auch meine Freunde gehen.
Betont wird der Ausgangspunkt ... woher meine Mutter stammt.
VON WO AUS (und nicht die Richtung) ... von wo aus Paris nicht weit ist.
WAS O nach Demonstrativ- und Ein Urlaub wäre etwas, was mir gefallen
Indefi nitpronomen efwot nichts, würde.
olles, vieles, einiges, weniges
O nach substantiviertem Super- Das ist dos Beste, u/os uns passieren
lativ konnte.
O Bezug auf lnhalt des ganzen Sie ist (das), was man als Karrierefrau
Satzes bezeichnet.

i wo(r) in Verbindung mit Verb + Präposi- Er mag mich, worüber ich mich sehr
tion freue.
i

I weq wen, O verkürzte Relativsätze Wer will, (der) kann bei dem Spiel
I wem, wessen O nicht näher bezeichnete Person mitmachen.
O keine Pluralform Wer arbeitet, wird müde.

135
Grammatik
Gerundivum
O Sätze, die im Aktiv und Passiv eine Möglichkeit oder Unmöglichkeit ausdrücken, werden auch mit
sein + zu gebraucht. Aus Relativsätzen mit sein + zu kann man das Gerundivum bilden:
Beispiel:
Das ist eine Aufgabe, die demnächst zu erledigen ist.
Q Das ist eine demnachst zu erledigende Aufgabe.
1. Verbinden Sie die Aussagen durch Relativsätze.

Beispiel:
lm Zweiten Weltkrieg blieb Heidelberg verschont. lm Zweiten Weltkrieg wurden viele Städte völlig
zerstört.
O lm Zweiten Weltkrieg, in dem viele Städte völlig zerstört wurden, blieb Heidelberg verschont.
1. Gentechnik ist stark umstritten. Gentechnik birgt Chancen und Risiken.

2. Johann Wolfgang von Goethe schrieb die Tragödie Faust. Er gilt als einer der berühmtesten deut-
schen Dichter.

3. Veganer lehnen tierische Produkte ab. lhr Lebensstil ist umstritten.

4. Die Verbraucher sind bereit, für die Qualität des Essens mehr zu zahlen. Bio-Supermärkte decken
die Bedürfnisse der Verbraucher.

5. Fast alle Jugendliche besitzen ein Smartphone. Die Jugendlichen spielen häufig damit.

6. Viele Verbraucher erkennen die Gefahren der neuen Medien nicht. Die Gefahren liegen beispiels-
weise im Ausspionieren persönlicher Daten.

2. Der Studienplatz, ..., ist nicht leicht zu bekommen Bilden Sie Relativsätze.

Beispiel:
Viele möchten den Studienplatz haben.
O Der Studienplatz, den viele haben möchten, ist nicht leicht zu bekommen.
1. Man muss bestimmte Voraussetzungen dafür erfüllen.
Der Studienplatz, ist nicht leicht zu bekommen.
2. Er wird von einer zentralen Stelle aus vergeben.

Der Studienplatz, ist nicht leicht zu bekommen.


3. Sie hat sich darum beworben.
Der Studienplatz, ist nicht leicht zu bekommen.
4. Der Studienplatz ist sehr wichtig für mich.

Der Studienplatz, ist nicht leicht zu bekommen.


5. Richard interessiert sich dafür.

Der Studienplatz, ist nicht leicht zu bekommen.


6. Er gibt mir die Möglichkeit, mich weiterzubilden.
Der Studienplatz, ist nicht leicht zu bekommen.

136
3. Schreiben Sie den Satz mit Gerundivum wie im Beispiel.

Beispiel:
lhre Bemühungen, die man anerkennen muss, sind ...
O lhre Bemühungen, die man anerkennen muss, sind ihre anzuerkennenden Bemühungen.
1. Eine Epidemie, die man nicht aufhalten kann, ist ...

2. Die verschlechterung der wirtschaftlichen Lage, die man erwarten kann, ist ...

3. Essen, das man nicht genießen kann, ist ...

4. Verkürzen Sie die Relativsätze mit dem Gerundivum.


lch werde bei meiner Präsentation ...
1. auf die Themen eingehen, die ich diskutieren soll.

2. die Punkte nennen, die sich behandeln lassen.

3. lllustrationen verwenden, die sich gut vergrößern lassen.

4. Arbeitsblätter anfertigen, die sich gut von den Kommilitonen bearbeiten lassen.

5. Setzen Sie die fehlenden Relativpronomen/Relativadverbien und Präpositionen ein.


lm Fernsehen sieht man vieles, ...

1. langweilig ist.
2. man nicht zufrieden ist.
3. am nächsten Tag diskutiert wird.
4. überflüssig ist.
5. Kinder Alpträume bekommen.

6. Definieren Sie die unterstrichenen Begriffe mit einem Relativsatz. Verwenden Sie dabei die
Bausteine aus dem Schüttelkasten. Schreiben Sie die Sätze in lhr Heft.

Nachhaltigkeit im Alltag
1. Mit Rucksack oder Korb zum Einkaufen - das ist eine einfache ldee für weniger Plastik.
2. Obst und Gemüse nicht mehr in eine extra Plastiktüte packen.
3. Nehmen Sie lieber die Mehrwewerpackung aus Glas statt Kunststoff.
4. Stecken Sie sich einen kleinen Stoffbeutel in die Handtasche zum Einkaufen zwischendurch.
5. Trinken Sie Leitungswasser statt Mineralwasser aus Plastikflaschen.
6. Kaufen Sie ein Stück Seife statt einem Plastikseifenspender.
7. Nie mehr Coffee to go! Und wenn, dann nur im selbst mitgebrachten Becher.
8. Verwenden Sie Taschentücher im Kartonspender statt aus der Plastikhülle.

@_ausderWasserleitungkommen-ausPlastikbestehen_häufigerver-
wendet werden können - man trinken können - die Nase schnäuzen können - sich flüssige Seife
beflnden - umweltfreundlich sein

Beispiel:
O Ein Rucksack ist eine Tasche, die man auf dem Rücken trägt.

137
Grammatik

8 Partizipialattribute
O ln der gehobenen Schriftsprache werden anstatt Relativsätze oder Hauptsätze oft
Partizipialkonstruktionen verwendet. Ahnlich wie die Nominalisierungen dient dies der
kompakteren Wiedergabe einer Aussage.
O Partizipialattribute bieten die Möglichkeit, eine Person, eine Sache oder einen Sachverhalt
genauer zu beschreiben. Damit erfüllen sie dieselbe Funktion wie ein Adjektiv.
O Partizipien können zudem auch als Nomen verwendet werden.
Partizip I als Adjektiv

Bildung: lnflnitiv + d + Adjektivendung


Beispiel:
Der Beamte, der meinen Antrag bearbeitet, ist freundlich. O Der meinen Antrag bearbeitende
Beamte ist freundlich.
O drückt Gleichzeitigkeit aus
O aktive Bedeutung: aktive Handlungen und Vorgänge, die gleichzeitig neben der
Haupthandl ung ablaufen
O Modalverben fallen bei der Umwandlung weg.

Partizip ll als Adjektiv

Bildung: Partizip ll + Adjektivendung


Passive Bedeutung
Beispiel 1:
ln der Universität, die rasant gewachsen ist, sind über 30.000 Studierende immatrikuliert. O ln
der rasant gewochsenen Universitat sind über 30.000 Studierende immatrikuliert.
O drückt Vorzeitigkeit aus
O Modalverben fallen bei der Umwandlung weg.

Beispiel 2:
Die Universität, die bereits 1386 gegründet worden ist, ... O Die bereits 1386 gegründete
Universität ...
€ Vorgangspassiv, d. h. Passiv mitwerden

Beispiel 3:
lm Bibliotheksgebäude, das vollständig erneuert ist, finden täglich Führungen statt. O lm
vol lständig erneuerten Bibliotheksgebäude flnden tägl ich Führungen statt.
v, d. h. Passiv mit sein
_11:Jand:passi

Reflexive Verben:
O Partizip I mit Reflexivpronomen (die sich waschenden Knder)
O Partizip ll ohne Reflexivpronomen (die gewaschenen Kinder)
Erweiterte Partizipia lattribute
Für die gehobene Schriftsprache sind auch erweiterte Attribute typisch. Da sie sehr lang sein kön-
nen, ist der Satz manchmal schwer zu verstehen.
O (1) Suchen Sie daher zunächst das Nomen mit dem zugehörigen Artikel.
O (2) Schauen Sie dann nach dem Partizip, das vor dem Substantiv steht.
O (3) Zwischen Artikel und Partizip befinden sich dann die Attribute.
Meistens si nd d ie Ergänzu n gen fol gendermaßen a n geord net:
O Zuerst temporale, dann kausale, dann modale und dann lokale lnformationen (TEKAMOLO).
Beispiel:
Der Studierende besitzt einen Laptop, der vor kurzem aus den USA importiert wurde.
O Der Studierende besitzt einen vor kurzem aus den USA importierten Laptop.

138
1. Ersetzen Sie die Relativsätze durch Partizipien.

1. Die Nachricht über Studiengebühren, die in der Tagesschau gesendet wurde, war informativ.

2. Es handelte sich um einen Bericht, der sehr gut recherchiert war.

3. Die Studierenden, die mit dem Angebot in der Bibliothek zufrieden sind, arbeiten effizienter.

4. Die Professoren, die regelmäßig publizieren, sind in der Fachwelt anerkannt.

5. Die Studierenden, die auf Sport und Ernährung achten, sind fitter.

2. Partizip I oder ll? Formulieren Sie um.


1. Der Fernseher; der nicht mehr funktioniert, muss bald ausgetauscht werden.

2. Für das Fußballspiel gibt es noch nicht einmal Karten im lnternet. Es ist seit Wochen ausverkauft.

3. Einige Hosen haben wir bereits reduziert. Sie erkennen sie an den roten Etiketten.

4. Studierende achten nicht auf die Zitierweise. Sie schneiden schlechter ab.

5. Der Wirtschaftsgipfel, der gerade stattflndet, wird von gewalttätigen Ausschreitungen begleitet.

3. Partizip I oder ll? Bilden Sie einen Satzteil.


1. Eine Vogelart: Sie ist noch nicht gut erforscht.

2. Eine Chirurgin: Sie operiert jeden Tag.

3. Ein Buch: Es ist sehr spannend geschrieben.

4. Die Dozenten: Sie können gut erklären.

5. Eine Übung: Sie ist leicht zu verstehen.

6. Eine Absolventin: Sie besitzt gute Berufsperspektiven.

139
Grammatik
4. Formen Sie in Relativsätze um.

Beispiel: die Vortragenden


O die Leute, die (eine Präsentation o. A.) vortragen
1. die Lehrenden:
2. das an der Universität Gelernte:
3. die an dem SeminarTeilnehmenden:
4. die durch das Stipendium Geförderten:
5. das in dem Buch Besprochene:
6. die Lernenden:
5. Lösen Sie die Partizipialattribute auf.

Beispiel: Zwei entscheidende Faktoren verhalfen der Mannschaft zum Sieg.


O Zwei Faktoren waren entscheidend. Sie verhalfen der Mannschaft zum Sieg.
1. Die sich wissenschaftlich betätigende Mitarbeiterin kündigte letzteWoche.

2. Die sich mit den Anfängen der Menschheit beschäftigenden Wissenschaftler machten eine inter-
essante Entdeckung.

3. Die nach Agypten reisende Delegation wurde freundlich empfangen.

4. Die mit seinen Erfolgen verglichenen Kollegen schnitten schlecht ab.

5. Das zur besseren Literaturverwaltung dienende Programm spart viel Zeit.

6. Bilden Sie aus den Relativsätzen Partizipialattribute.


1. Die Meinung, die nicht auf Tatsachen basiert, ...

2. Der Universitätsabschluss, der nicht anerkannt wird, ...

3. Die Stiftung, die gegründet wurde, ...

4. Die Argumente, die bereits angeführt wurden, ...

5. Der Professor, der gerade emeritiert wurde, ...

6. Die Wissenschaftlerin, die sich letztes Jahr habilitierte, ...

7. Die Argumente, die eine Diskussion auslösen, ...

140
9 Konnektoren: Hauptsatz
Konnektoren, ob im Haupt- oder Nebensatz, spielen in Texten eine wichtige Rolle, da sie einzelne
Sätze syntaktisch und inhaltlich zu einem Text verbinden, indem sie auf vorher und hinterher
Gesag-
tes verweisen. Sie machen Texte flüssiger und abwechslungsreicher und schaffen Kohärenz.
O Konnektoren können Konjunktionen, Subjunktionen, Pronomen, Verbindungsadverbien, präposi-
tionaladverbien sowie Partikel sein.
O Es gibt Konnektoren, die Hauptsätze miteinander verbinden und Konnektoren, die Nebensätze
mit Hauptsätzen verbinden.
O ln der Prüfung telc C1 Hochschule erhalten Sie Punkte, wenn Sie lhren Text mittels Konnektoren
abwechslungsreich gestalten und dem Text damit eine innere Struktur; also Kohärenz, geben.

Konfunktionen, die Hauptsätze verbinden


Achten Sie stets auf die Wortstellung:

Wortstellung: Konjunktion + Subjekt + Verb


Konjunktion (Position 0) - konjugiertes Verb (position 2)

[eriY_l.!l!el i Bedeutung
und i Aufzählung
i Alternative
[ey:eL _ 9ryl9llrllerlie
Einschränkung, Gegensatz

9qris!gs:y:i:g Alternative
Beispiele:
Die Studierenden besuchen die Vorlesungoder sie lernen zu Hause.
Die Studierenden besuchen die Vorlesung, denn sie wollen eine gute Klausur schreiben.
Die Studierenden besuchen nicht die Vorlesung , sondern (sie besuchen) die Seminare.
Die Studierenden besuchen sechs Vorlesungen , beziehungswerse belegen drei Seminare pro
Semester.

1. Wählen Sie die passende Konjunktion und verbinden Sie die Sätze mit und, oder, denn, aber,
doch, sondern und beziehungsweise.

ln den Semesterferien möchten die Studierenden gerne Pause vom Studienalltag. (i) Sie haben
während des Semesters viel gelernt. (2) Sie brauchen nun Urlaub. (3) Nicht alle Studierenden kön-
nen sich einen Urlaub leisten. (4) Sie müssen in den Semesterferien einen
Job annehmen. (5) Sie
müssen Geld verdienen. Sie arbeiten als Verkäuferinnen oder Verkäufer. (6) Sie arbeiten in Restau-
rants. Einige absolvieren ein Praktikum. (7) Sie erlangen berufliche Erfahrungen. Sie verbessern
dadurch ihren Lebenslauf. (8) Die späteren Arbeitgeber achten auf Berufserflhrung. Andere Studie-
rende fertigen Hausarbeiten an. (9) Sie lernen für Klausuren. (i0) Arzte raten jedoch, sich zumindest
eine kleine Auszeit zu nehmen. (11) Arzte raten, mit Sport oder anderen Hobbys einen Ausgleich
zum Studienalltag zu schaffen.

147
Grammatik
Konju n ktiona ladverbien
Die Bedeutung ähnelt oft den Konjunktionen, syntaktisch sind sie aber Adverbien, daher der Name
Konjun ktiona ladverbien.
O Sie können Vorfeld (Position 1) oder Mittelfeld (Position 3) besetzen.
O Sie stehen oft an Position 1, gefolgt vom Verb. Die meisten können auch nach dem Verb stehen.
Das konjugierte Verb steht immer an Position 2.
O Oft sind sie formgleich mit Pronominaladverbien.
O Sie verbinden Sätze inhaltlich miteinander und verknüpfen überwiegend Hauptsätze.
i Adverb 9:9sytylq
i ;r;h;;ß"'J;; cun", ä'Ä"0.n, ääiuoäi ÄiÄ'r., Abfolge
i ferner; schließlich,"ü;;ä,
weiterhi n, zusätzlich, zudem zy:gt=li{q:
:--gegebenenfalls, 9nl,rg9.!
i notfalls Folge, Verweis auf Bedingungen
dahe; demnach, demzufol ge, deswegen, i Folge
fol gl ich, infolgedessen, somit Zurückverweis auf eine
F"{yllvlg
n ichtsdestotrotz, i m meih i;; Jil;;h, nlcrrtsJestow"ni gut etwas einräumen (trotz Gegen-
argument)
andernfa ls, sonst/ansonsten
19gq!ive 19tq9
I

Einschrän kung
"Llqqrrff
andererseits, auf der anderen Seite Gegensatz
dagegen, demgegenüber, im Gegen satz zu, jedoch, statt- etwas Entgegen gesetztes an geben
dessen, vielmehr

!'ot1q9T Widerspruch
(ygln ,',")9glnr !9 Ps9'"elle_
da, dort, dahin, doitÄi", Jäit, Ort
an diesem Ort, an dieser"o"
Stelle
bis dahin, damals, dann, danach, daraufhin, davor; gleich- Zeit
zeitig, inzwischen, mittlerweile, seitdem, später; während-
dessen, zur gleichen Zeit, zuvor
dafür, zu diesem Zweck ZiellZweck

2. Setzen Sie die fehlenden Konjunktionaladverbien aus dem Schüttelkasten im Text ein.

allerdings - darüber hinaus - deswegen - infolgedessen - inzwischen - mittlerweile (2 x)


stattdessen - weiterhin - zu diesem Zweck- zusätzlich

(1) beutet die Menschheit die Erde systematisch aus. Das ökosystem
der Erde wird (2) bald so zerstört sein, dass eine Rückkehr der Welt zu
menschenfreundlichen Bedingungen kaum möglich ist. (3) verdammen
die Wissenschaftler weder Technik noch wirtschaftliches Wachstum. (4)

fordern sie ein Umdenken in Bezug auf die Nutzung von Ressourcen. (5)
verlangen sie ein Umsteigen auf erneuerbare Energien und (6) die
Entwicklung einer nachhaltigen Landwirtschaft. (7) spielt die
Aufklärung der Bevölkerung eine zentrale Rolle, denn der Verbraucher hat einen großen
Einfluss auf den Verbrauch von Energie. (8) arbeiten zahlreiche
Experten an konstruktiven Lösungen und entwickeln bereits zukunftsfähige Alternativen.

Die Wissenschaftler wollen (9) _ einen Stufenplan entwickeln.


(10) trafen sie sich (11) in Oslo.

r42
Doppelkonnektoren/Zweiteilige Konnektoren (Hauptsatz)
O Doppelkonnektoren sind zweiteilig: lm ersten Satz wird die eine Variante, im zweiten eine
weitere/andere Variante beschrieben.
O lm ersten Satz können sie das Vorfeld (Position 1) oder Mittelfeld (Position 3) besetzen.
Ausnahme: nicht nur und sowohlstehen normalerweise nur im Mittelfeld.
O lm zweiten Satz gibt es eine feste Position (Position 0 oder 1).
Q Sowohl ... ols auch verbindet nur Satzgliede6 es sei denn das konjugierte Verb ist in beiden
Sätzen identisch.

i;{ 1;
e;el1i,Äi1i Satz 2: Position 0 $i;tü;iti;i i Bedeutung
sowohl ... als auch ... Aufzählung
ti.!! tYI ::: ?o.1gr :::
... auch (Position 3)
weder... noch... Aufzäh lung nicht zutreffender
?l e_.,-
"?
gi
9 _" : yllq I 9 gi 9i!
teils ... teils .. . Aufzählung z. T. zutreffender
Dinge
entweder ... Alternative
zwar ... Einschränkung
einerseits ... andererseits ...
t" ...4; K;;p"äii;t desto ... (+ Komparativ) i Vergleich

3. Verbinden Sie die Sätze mit den Doppelkonnektoren zwqr .. -, aber, weder ... noch und entweder
... oder.
Beispiel:
Das Essen in der Mensa ist preiswert. Es schmeckt nicht gut.
Q Zwar ist das Essen in der Mensa preiswert, aber es schmeckt nicht gut.
O Das Essen in der Mensa ist zwar preiswert, aber es schmeckt nicht gut.
1. Der Dozent kann gut erklären. lch verstehe die Aufgabe nicht.

2. Wir schreiben nächste Woche die Klausur. lch gehe zur Party.

3. Ich gehe zur Party. lch lerne für die Klausut:

4. lch gehe nicht zur Party. lch lerne nicht für die Klausur.

5. Die Studierenden absolvieren ein Praktikum. Sie machen ein Auslandssemester.

6. Manche Studierende absolvieren kein Praktikum. Manche Studierende gehen nicht ins Ausland.

4. Ergänzen Sie die passenden Doppelkonnektoren.


1. Der Studienbewerber möchte an einer renommierten Universität studie-
ren, bei den Eltern wohnen bleiben.
2. Die Endnote setzt sich aus einer Hausarbeit,

einer Klausur zusammen.


3. früher die Studierenden mit Lernen beginnen,
souveräner gehen sie in der Klausur mit dem Prüfungsstoff um.

fallen 60% der Studierenden durch die erste Prüfung,


durch die zweite.

t43
Grammatik
5. Setzen Sie die passenden Konnektoren ein.
TeilA:

aber-allerdings(2x)-denn-oder-sondern-und-weder...noch-zudem-zwar...aber

Viele Abiturienten sind mit dem Angebot an Studiengängen überfordert, (1)

sie müssen erstmals eine wegweisende Entscheidung für ihr Leben treffen. (2)

wird die Tragweite der Entscheidung überschätzt. (3) können viele Schulab-
gänger einige Orchideenfächer von vornherein ausschließen, wie soll man
sich zwischen den fast 700 Studiengängen der Betriebswirtschaft entscheiden?
Wenn der Sohn (a) die Tochter lieber ein Jahr Auszeit im Ausland machen will,

ziehen Eltern die Aussage, die Kinder müssten eigene Entscheidungen treffen, schnell wieder zu-
rück. Zumal (5) die Abiturientin/der Abiturient die Eltern
daran glauben, dass dann die Erleuchtung kommt. (6) ist die Studienwahl für
die Karriere heutiger Abiturienten noch so entscheidend? Festzustellen ist: Nichts wird bleiben wie
es rst, (/) Globalisierung, Digitalisierung (8)
Robotisierung verändern die Berufsbilder. (9) werden Jobs wegfallen und neue
entstehen. Was der Arbeitnehmer der Zukunft braucht, ist vor allem Anpassungsfähigkeit.
(10) gibt es noch keinen Studiengang, der so heißt.

Teil B:

aber - außerdem - darüber hinaus - demzufolge - denn (2x) - nicht nur ... sondern ... auch -
oder - schließlich (2x) - sondern - sowohl ... als auch - und - zudem - zwar ... aber

(1) wählen Personaler ihre Bewerber schon heute weniger nach ihren
Vorkenntnissen aus als nach Persönlichkeit. (2) ist (3)
Teamfähigkeit ldeenreichtum mittlerwei le entscheidender als die
Ausbildung. (4) werden Arbeitskräfte, die komplexe Probleme lösen können
(5) kritisch hinterfragen, weiterhin gefragt sein. (6)
haben berufliche Qualifikation und Tätigkeit oft ohnehin nichts mehr miteinander zu tun.
(7) führen Geografen Unternehmen, sie beraten
Manager. (8) findet bei der guten Arbeitsmarktlage
eigentlich jeder Hochschulabsolvent einen Job. lst es also egal, was man studiert? Ein Bachelor
(e) Master verspricht (10) keinen studienadäquaten

Job, relativ sicher ein Einkommen. (11) die


allermeisten Laufbahnen sind über Umwege beziehungsweise Umschulungen zu erreichen.
(12) ist ein Berufsleben heute so Iang, dass zwei Karrieren hineinpassen.
(13) entscheidend ist, dass Studierende nicht den Ratschlägen der Eltern
folgen, (14) der eigenen Leidenschaft. (15) wer das,
was er tut, gern macht, hat mehr Erfolg und gewinnt Selbstbewusstsein.

144
10 Konnektoren: Nebensatz
Nebensätze werden durch Nebensatzkonnektoren mit Hauptsätzen oder anderen Nebensätzen ver-
bunden. Diese Konnektoren nennt man auch Subjunktionen.
O ln Nebensätzen steht das konjugierte Verb am Satzende. Achten Sie auf die position des konju-
gierten verbs. wortstellung: Subjunktion + subjekt + weitere satzteile + verb.
O Die Subjunktion wenn kann weggelassen werden. Dann steht das Verb an position .1.
Beispiel: Wenn es regnet, gehe ich nicht. + Regnet es, gehe ich nicht.
O Alle Nebensätze mit Ausnahme von so ..., doss, können auch vor dem Hauptsatz stehen. Der
Nebensatz steht dann auf Position 1, das konjugierte Verb des Hauptsatzes auf position 2.
Beispiel: Sie gehen zum Sport, nachdem sie für die Klousur gelernt hoben. -+ Nochdem sie für die
Klausur gelernt haben, gehen sie zum Sport.
O ln der rechten Spalte derTabelle finden Sie die Präpositionen, die den Subjunktionen entspre-
chen. Die nominale Ausdrucksweise mit Präpositionen ist typisch für die Schriftsprache.

Subjunktionen

Subjunktion Bedeutung i Präposition


weil, da öir"ä tt"riuii i ;äää",-ärtgir"J, inroig" i
i gqlLliv
I

obwohl, obgleich, ;b;h;;; j" Einschränkung, Einräumung trotz, ungeachtet, selbst bei +
nachdem, ob/wann/wie ... (konzessiv) Genitiv
damit, um ... zu Ziel, Zweck (final) für
+ Akkusativ, zu/zwecks +
Genitiv
Folge (konsekutiv)
i anstatt dass, anstatt ... zu, Gegensatz (adversativ)
i während, wogegen
Bedingung (konditional) bei + Dativ im Falle + Genitiv
(P."! fsggt qglgig! r!g!t!:)
i wenn, als, nachdem, sobald, seit, Zeit (temporal) i nach/vor/während + Genitiv
j seitdem, bevo; während, solange i seit, bis (zu)
i dadurch, dass; ..., indem Art und Weise (modal)

1. Ergänzen Sie die Konnektoren und erklären Sie die Bedeutung.


Der Professor erklärt den Studierenden den Sachverhalt, ...

sie die Klausur bestehen.

Erklärung:
2. sie es noch nicht verstanden haben.
Erklärung:

3. er auf die Uhr schaut.


Erklärung:
4. sie danach in der Lage waren, zwischen den einzelnen Möglichkeiten zu
entscheiden.

Erklärung:

5. er es ihnen bereits mehrfach erläutert hat.


Erklärung:

6. er ein Experiment durchführt.


Erklärung:

145
Grammatik
2. Ergänzen Sie den Nebensatz. Es gibt mehrere Möglichkeiten. Erklären Sie die jeweilige
Bedeutung.

1. Sie kam nicht zur Vorlesung, ...

a) weil ihr Zuq Verspkfunq haffe.


b)

Erklärung: a) kausal b)
2. ln der Mensa gab es keine vegetarische Mahlzeit,

a)

b)

Erklärung: a) b)
3. Viele Leute nehmen an Carsharing teil, ...

a)

b)

Erklärung: a) b)

3. Kausale Zusammenhänge: Schreiben Sie einen Satz mit Nebensatz- und einen Satz mit
Hauptsatzkonnektor. Schreiben Sie die Sätze in lhr Heft.

aus diesem Grund - da - deshalb - denn - deswegen - weil - zumal

Beispiel: die Studenten - sich verspätet haben - der Zug - ausgefallen sein
O a) Die Studenten haben sich verspätet, weil derZugausgefallen ist.
O b) Der Zug ist ausgefallen, deshalb haben sich die Studenten verspätet.
1. das Figenheim - Familie Schulze - gekauft haben - sehr teuer sein - sie sich sehr verschuldet
haben
2. Marlene - heute - den ganzen Tag - für die Klausur lernen - die lnhalte - noch nicht verstanden
haben
3. wir - heute - schwimmen gehen möchten - das Wetter - sehr schön sein
4. in einer Lerngruppe - besser lernen können - wir - uns - wöchentlich - in der Bibliothek -
trelfen

4. Schreiben Sie die Sätze um, indem Sie Nebensatzkonnektoren verwenden.

Beispiel:
Trotz guter Vorsätze treiben viele Menschen zu wenig Sport.
O Obwohl viele Menschen gute Vorsätze haben, treiben sie zu wenig Sport.
1. Wegen ihres Übergewichts gehen immer mehr Menschen in ein Fitnessstudio.

2. frotz intensiven Trainings nehmen sie aber nicht ab.

3. lnfolge zu großer Anstrengung beim Sport bekommen manche Leute gesundheitliche Probleme.

4. Ungeachtet der ärztlichen Ratschläge übertreiben viele Leute und trainieren zu viel.

5. Durch dieses Verhalten besteht die Gefahr der Überbelastung der Gelenke.
5. Schreiben Sie den Satz anstatt mit Nebensatzkonnektor mit einer Präposition.

Beispiel:
Obgleich er ein gutes Examen ablegte, waren seine Berufsaussichten schlecht.
O Trotz guten Examens waren seine Berufsaussichten schlecht.
1. Die Dozenten empfehlen ihren Studierenden, ein Praktikum zu absolvieren, damit sie ihre
Berufschancen nach dem Studium verbessern.

2. Obwohl sie ein hervorragendes Abitur vorweisen kann, findet sie keinen Studienplatz.

3. Dadurch, dass sie während des Studiums regelmäßig gearbeitet hat, verlängert sich ihr Studium
um zwei Semester.

4. Obwohl seine Eltern ihn finanziell unterstützt haben, musste er in den Semesterferien arbeiten,
um sein Studium zu flnanzieren.

6. Zusammenfassung: Schreiben Sie den Text weiter mithilfe der Stichworte. Achten Sie auf die
vielfältige Verwendung von Konnektoren (Haupt- und Nebensatz).

Thema: Studium mit Kind


Studium mit Kind - Nachwuchs - Vorteile - Schwierigkeiten - Studium unterbrechen/
abschließen - Unterstützung erhalten - Finanzierung - finanzielle Belastung - Studentenwerk
als Anlaufstelle - unterschiedliche Meinungen - Entscheidung treffen - Studium abschließen -
Regelstudienzeit - verständnisvolle Kommilitonen - mit den Professoren Gespräche führen -
Doppelbelastung - es fehlt Zeit für - Betreuungsangebote - Festanstellung - größere
Flexibilität - Vorteile im Berufsleben

Lauf ak.f ue lle n Erhe bunqe n de s De ufsche n Jfude nfe nvte rks sind ef,nta f nnf Proze nf alle r
Jfudie re nde n tn De ufschland Elfe rn h4tf aindesfe ns e ine wt kinol. Die trÄlffe olavon isf
verheirafef, ein qufes Driffe: itr einer fesfen Parfnerschaff und 13 Pr7zenf stt4d
alle ine rzie he nd

147
Grammatik
Zweiteilige Konnektoren (Nebensatz)

konzessiv
9:!:eis!g
wenn ... auch Bedingungi Ursache, die Wenn ich auch viel lernen muss, (so) studiere ich
nicht die zu erwartende doch sehr gern.
Wirkung hat. (Ebenso: Obwohl ich viel lernen muss, studiere ich
gern.)
wie ... auch i Bedingung/Ursache, die wrc sehr ich ouch aroeiiä unJ ö;lä ;;rJi;ä; i.h
i nicht die zu erwartende kann mir den Urlaub nicht leisten.
i Wirkung hat
i

restriktiv
es sei denn, Leitet eine Bedingung ein lch studiere Biologie, ...
dass und schränkt vorangehen- ... es sei denn, dass ich keinen Studienplatz be-
de Aussage ein. komme.
Einschränkung ... es sei denn, dass ich einen Studienplatz in
Medizin bekomme.
(Ebenso: lch studiere Biologie, allerdings nicht,
wenn ich keinen Studienplatz erhalte.)
i außer; ... oußer ich bekomme keinen Studienplatz
. . . oußer wenn ich keinen Studienplatz bekomme.
iM:lvg.Ll
i außer dass ... oiä eüiÄili;ä dl;" ;;öt"l,r"n'*"i1,;;ß;; J;;; 1l

i
das rote Buch noch eine CD hat. i

j nur dass .... (Ebenso: Die beiden Bücher sind empfehlenswert. i

Der Unterschied besteht darin, dass das rote Buch i

noch zusätzlich eine CD hat.) i

es sei denn und oußer u",ninJ"n .*J ;;;;;;r;;" a"i.pi"r, sil, ;;;;;
ihr Chef ist in Urlaub. Sie promoviert in Mathem atik, außer sie bekommt bald
Unternehmen.

7. Bilden Sie Sätze und verwenden Sie dabei zweiteilige Nebensatzkonnektoren.


f. ich - erst-freue - mich - Studium - die Sprache - lernen - muss - ich - doch - auf - mich
Ne nn ich auch ersf dte Sprache lerne n wtust, s0 ...
2. zu- sehr- sich * anstrengen - sie -finden - zu diesem Problem - keine Lösung-dieWissen-
schaftler

3. wird - ansteigen Erderwärmung - schreitet - nicht - weiter - voran - der Meeresspiegel

4. lediglich - die Vorlesungen - beide - grundlegend - für das Studium - die eine Vorlesung - im
Wintersemester - stattflndet - sind

5. verstrichen ist- du - kannst- dich -für- anmelden - dieAnmeldefrist- schon - das Seminar -
im Sekretariat
11 lnfinitivsätze und weiterführende Nebensätze
lnfinitivsätze
O Anstelle eines dass'Satzes kann ein lnfinitivsatz verwendet werden, wenn das Subjekt des
Nebensatzes mit einer Ergänzung im Hauptsatz identisch ist oder das Subjekt des Nebensatzes
mon ist.
O lnfinitivsätze sind subjektlose Nebensätze.
o Es steht kein Komma, wenn der Bezug klar ist. Ansonsten steht ein Komma.
O Bei manchen Verben steht ein doss-Satz oder zu + lnflnitiv. Bei gleichem Subjekt kann ein
lnfinitivsatz stehen, bei verschiedenen Subjekten nicht.

i lch glaube, dass ich diese Woche in der Lotterie gewinne. i Subjekt im Haupt- und
O lcfr glaube, dieseWoche in der Lotterie zu
Il-------- ----------
gewinnen. ----------l
i Nebensatz identisch
i lch glaube, dass Frau Mayer diese Woche in der Lotterie gewinnt. nfi nitivsatz nicht mögl ich
io-
i I :

verschiedene Subjekte
(ich + Frau Mayer)

Verben, von denen dass-Sätze oder lnfinitivsätze abhängen


O Verben, die eine persönliche Haltung ausdrücken (erwarten, hoffen, meinen, versprechen)
O Erweiterung eines präpositionalen Objekts (sich bemühen um, denken an, sich verlassen ouf)
O unpersönliche Verben (es argert mich, es scheint mir, es ist ongenehm, es ist nötig)
Beispiel:
Es ist ratsam, dass man sich gut auf die Prüfung vorbereitet.
O Es ist ratsam, sich gut auf die Prüfung vorzubereiten.
Konnektoren, die lnfinitivsätze einleiten
O Konnektoren für lnfinitivsätze sind: a/s ... zu,dnstdtt/stott ... zu,außer L)m ... zu,außer ... zu,
ohne ... zu, um ... zu

Beispiele:
O Es ist besser zu lernen, onstatt die Prüfung unvorbereitet zu schreiben. (anderes Verhalten als
erwartet)
O Die Studierenden benutzen nicht die Bibliothek oußer um sich Bücher auszuleihen. (Einschrän-
kung)
O Sie treiben Sport ohne sich zu überanstrengen. (etwas Erwartetes ist nicht eingetreten)
o sie schreibt die Prüfung, um studieren zu können. (wunsch oder Absicht)

1. Formulieren Sie die doss-Sätze in lnfinitivsätze um.


Beispiel:
Das Studentensekretariat bittet die Studierenden, dass sie sich rechtzeitig zurückmelden.
O Das Studentensekretariat bittet die Studierenden, sich rechtzeitig zurückzumelden.

'1. Nach ihrer Rückkehr aus Südamerika berichtete die Studentengruppe, dass sie viele interessante
Menschen kennen lernten.

2. Seine Kollegin erinnert sich, dass sie den Antrag zur Projektfinanzierung bereits geschrieben hat.

3. Jede woche bitten die studierenden ihren professo; dass er langsamer spricht

149
Grarnmatik
2. Bilden Sie aus dem kursiv gedruckten Satz jeweils einen lnfinitivsatz mit onstdtt ... zu, ohne ...
zu, um ... zu und einen Satz mit ddss oder damit. Schreiben Sie die Sätze in lhr Heft.

Beispiel:
Der Abiturient hat ein Stipendium. Er kann an der Hochschule studieren.
O Der Abiturient hat ein Stipendium, um an der Hochschule studieren zu können.
O Der Abiturient hat ein Stipendium, damit er an der Hochschule studieren kann.
1. Peter Meyer schrieb eine E-Mail an seinen Professor. Er wollte sich für sein Nichterscheinen bei
der Klousur entschuldigen.
2. Er odressierte das Schreiben nicht an seinen Professor. Er schickte es jedoch aus Versehen an
einen Freund.
3. Er erschien nicht zur Klausur. Er hotte sich nicht entschuldigt und auch kein arztliches Attest vor-
gelegt.
4. Die Wissenschaftlerin schrieb an einem neuen Buch. Sie gönnte sich keine Pouse.
5. Die Wissenschaftlerin ging an eine Universität im Ausland. Sie wollte sich weiterentwickeln.
6. Die Studierende kaufte sich mehrere Fachbücher. Sie hatte die Fachbücher in der Bibliothek
leihen können.

Weiterführende Nebensätze (was, wo(r)-, weshalb/weswegen)


O Weiterführende Nebensätze sind Relativsätze, die sich nicht auf ein bestimmtes Satzglied des
übergeordneten Satzes beziehen, sondern auf die Gesamtaussage des Hauptsatzes, die so näher
beschrieben oder weitergeführt wird. Dadurch erzeugen Sie einen inneren Zusammenhang zwi-
schen den Sätzen und fördern die Kohäsion.
O Die Nebensätze werden mit was, wo(r) + Präposition oder wesholb/weswegen eingeleitet.
O Sie stehen immer nach dem Hauptsatz.
Q Zur Bildung der Nebensätze mit wo(r) + Präposition benötigt man die festen Verbindungen der
Verben mit Präposition.

I WQS i Der Präsident ist zurückgetreten, uzos niemanden überraschte.


-:---------'-
---
i

l------------
i Präpositionaladverbien wo(r)- Tom ist durch die Kiausur gefallen, worüber er sich ärgerte.
'i y9-slg!p!*e?wes9I i Pql ltye ygrde :!9ftly:Lys:yggsr:i9 lgf] komm91 l91ll9, i

3. Ergänzen Sie die Sätze.


Beispiel:
O Die Schadstoffbelastung in der Luft steigt kontinuierlich an, was Wissenschaftler bestätigt haben.
1. Nächstes Jahr plane ich ein Auslandssemeste; ich häufig denke.

2. Meine Reise wird teueri ich ietzt schon spare.

3. Der Zug ist heute pünktlich gekommen, mich erstaunt hat.

4. Die deutsche Grammatik ist das lnteressanteste, ich mich je beschäftigt


habe.

5. Gestern gab es einen Wetterumschwung, völlig unerwartet war.


6. Fahrradfahren belastet die Umwelt nicht, in vielen Städten das Radfahr-

netz ausgebaut wird.

4. Ergänzen Sie die Sätze.

Eine Weltreise zu unternehmen, ist etwas, ...

1. ich nachdenke. 4. ich spare.

l 2. ich festhalte. 5. ich mich beschäftige.


I

l 3. ich arbeite.

150
12 Kohäsionsmittel
ln der Prüfung telc Cl Hochschule wird bewertet, wie gut Sie die Textteile, die Sie schreiben,
miteinander verknüpfen. Der richtige Gebrauch der Kohäsionsmittel bringt lhnen Punkte.
O Unter Kohäsion versteht man den Zusammenhang zwischen Sätzen in einem Text.
O Kohäsionsmittel schaffen zwischen den einzelnen Sätzen Verbindungen, bauen einen Text
logisch auf und strukturieren ihn. Sie erzeugen einen inneren Zusammenhang zwischen den
Sätzen. Auf diese Weise erhält man einen flüssigen, stilistisch guten Text.
o Dadurch ist das Lesen und Verstehen eines Textes deutlich einfacher.
o Kohäsionsmittel sind beispielsweise Konjunktionaladverbien und Ellipse = Textverweis
Konjunktionen, Präpositionaladverbien, Demonstrativpronomen, Synonyme wird durch Leerstelle
sowie Ellipsen. erzeugt
O Kohäsionsmittel könnensichaufWörter;SatzteileundSätzebeziehen,dievor 1lchmusslernen
ihnen stehen (= Rückverweis) oder auf Wörter/Sätze, die erst nach ihnen im lch auch
-
Text kommen (= Vorverweis).

Präpositionaladverbien

ia(,i* p'äöäiition hier + Präposition


damit, davon, dazu, darauf, I womit, wovon, wozu, worauf,
darüber... i worübel ...
Beispiel 1:

Sie haben viel trainiert. Davon hangt der Erfolg der Mannschaft I Verb mit Präposition:
ob. 1 obhongen von
Die Studierenden können sich wegen der Hitze schlecht Nomen-Verb-Verbi nd u ng:
konzentrieren. Darauf nehmen nur wenige Professoren Rücksicht nehmen auf
Rücksicht.

Beispiel 2:

Kinder sollten nicht dorunter leiden, dass ihre Eltern wenig Nebensatz mit dosslVerb mit
Yef9i9t9l: Präposition: leiden unter
Sie hat dorouf geochfef, pünktlich zu erscheinen. lnfinitivsatz/Verb mit
Präposition: ochten auf

Beispiel 3:

Wovon hängt der Erfolg der Mannschaft ab? Vom Training, Der Erfolg der Mannschaft
hänglvom Training ab.
i Von wem hängt der Erfolg der Mannschaft ab7 Vom Trainen Der Erfolg der Mannschaft
hängl vom Trainer ab.

Adverbien

temporal i bereits, dann, damals, häufig, erst, jetzt, wieder


modal beinahe, dennoch, nämlich, tatsächlich, so ziemlich
lokal da, dort, dorthin, hier

Beispiel:
Heidelberg ist eine alte Universitätsstadt. Hier studieren über 30.000 Studierende.
O Wo? Hier. ln Heidelberg.

151
Grammatik
Demonstrativpronomen
der/die/dos können sowohl Demonstrativpronomen als auch Artikel sein.
O Demonstrativpronomen ordnen einer Person oder einer Sache im Kontext eine stärkere
Bedeutung zu und heben eine gewisse Wichtigkeit der Person oder der Sache hervor.
Q Zur stärkeren Betonung stehen sie meist auf Position 1.
O Das Demonstrativpronomen kann in der Funktion eines Artikels als Stellvertreter eines Nomens
auftreten.

Beispiel:

I ln Deutschland treiben immer mehr Menschen Sport. Dos ergab i Dos verweist auf den ganzen
eine Umfrage. i vorhergehenden Satz.

i feminin
i Nominativ der i die i die
i Akkusativ ä;; i ote
Dativ i dem denen
i Genitiv i dessen i deren dessen i deren

II.etu
maskulin feminin i neutral
-l -- --- --------- --- - -- --- ------
dieser diese i dieses diese
jener jene I lenes jene
(9!n) 9ol919r (eine) solche i (ein) solches solche
i Akkusativ diesen diese dieses diese
jenen jene jenes jene
solchen solche solches solche
i D;ii; diesem dieser diesem diesen
jenem jener jenem jenen
i
solchem solcher solchem solchen
i Genitiv dieses äi;;ä; dieses dieser
jenes jener jenes jener
i

i
(ein) solches solcher solches solcher

dieser/diese/dieses I bezieht sich auf eine schon bekannte, konkrete Person/Sache


i O Was hältst du denn von diesem Auto? Würde dir das gefallen?
jener/jene/jenes i erscheint in Kombination mit diese/r/s, verdeutlicht dadurch eine
i Unterscheidung

Gr ; rä,; i;h ävi" icr,


"r i *,:,"t#ii;li Iffi
i3*?;:19;::::';];Tffiü Ä ;iä ü ; il ;&; ä; ;
solches/solch eines/so i dunn dies- ersetzen
eines i O ein solches (Auto) möchte ich mir gerne kaufen.
derselbe/dieselbe/ betont die ldentität einer Person/Sache mit einer vorher genannten
dasselbe Q Dqsselbe hat mein Kollege auch
(ein/e) derartiger/ I betont die spezielle Art/Beschaffenheit eines Objekts i

derartige/derartiges i O Oleses Auto hat eine derartige Geschwindigkeit, dass ich immer
Alg:! b9!.9Trq' i

derjenige/diejenige/ wird benutzt, wenn in


"inär
iÄr.hll;dilä; weitere Relativsatz
f

lnformationen folgen
i

dasjenige
Q Diejenigen, die schon gestern anwesend waren, können jetzt mit
i

den Übungen beginnen.

152
1. Ergänzen Sie das Präpositionaladverb da(r)- undwo(r)-.

Beispiel:
Du kannst dich verlassen, dass ich teilnehme. kann ich
mich verlassen?
O Du kannstdich darauf verlassen, dass ich teilnehme. Worauf kann ich mich verlassen?
1. Das Seminar hört sich spannend an. nehme ich auf jeden Fall teil. -
nimmst du teil?
2. Lassen Sie mich nachdenken. Vielleicht nehme ich lhr Angebot an.
möchten Sie nachdenken?
3. sprecht ihr denn? * Die Klausur war anspruchsvoll,
hatte ich gerechnet und mich gut vorbereitet.

2. Ergänzen Sie die passenden Präpositionen oder Präpositionaladverbien.


1- Der Dozent hat doch schon erzählt.
2. Unsere Gruppe ist nicht beteiligt.
3. Wir müssen nicht warten.
4. Er hat dich deiner Meinung gefragt.
5. Nimmt sie auch teil?
6- Das ist der Beweis
7. hast du dich entschieden?
8. Peter ist bereit
9. Die Studierenden möchten Kenntnisse erwerben
10. Die Hochschulgruppe engagiert sich ebenfalls

3. zum Abschluss: Fügen Sie die folgenden wörter an der passenden Stelle ein.

bereits-dagegen-daran-dazu-denen-dennoch-hierfür-infolgedessen-jetzt-letztere-
nämlich - selbst - vor allem - weder ... noch (2x) - wieder - zwar ... aber
Die Gefahren von Windkrafträdern
Tausende Vögel werden Opfer von Windrädern. (1) hilft nur ein Mittel,
(2) keine windkraftanlagen mehr in wäldern zu bauen, sagen Tierschützer. Die
Entwicklung der Artenvielfalt hat in den letzten Jahren gezeigt, dass (3)
bedrohte Tiere (4) zurückkamen. (5) droht diese positive
Tendenz bei den Greifvögeln wieder zu kippen. Schuld (6) ist die Landschafts-
veränderung aufgrund der Energiewende, (7) Windkraftan lagen in Wäldern
sowie Mais-Monoku lturen. (8) tragen (9) bei, dass
(10) Feldhase Feldhamster und (11)
Lerche andere seltene Vogelarten Nahrung finden. (12)
finden auch Greifvögel keine Beute mehr und (13) der Mäusebussard ist
bereits in seinem Bestand gefährdet. Ein weiteres Problem sind die Windräde1 (14)
tausende von Vögeln zum Opfer fallen. Besonders häufig werden große Vögel wie Störche, Greif-
vögel und Enten von den Rotoren erwischt. Noch schlimmer trifft es die Fledermäuse. Durch ihre
Ultraschallortung kollidieren sie (15) fast nie mit den Rotoren,
sie fallen (16) tot vom Himmel. Ursache ('17) ist das
Platzen ihrer Lungen durch den Druckabfall hinter den Rotoren.

153
Grammatik

13 Typische Fehler vermeiden


Gerade auf fortgeschrittenem Sprachniveau haben sich manchmal Fehler eingeschlichen, die man
nur mit einigem Aufwand wieder los wird. Einige dieser typischen Fehler sind auf den folgenden
Seiten zusammengestel lt.

Verben mit Dativobjekt


O Eine häufige Fehlerquelle sind Verben mit Dativobjekt. Prägen Sie sich die wichtigsten Verben
mit Dativ ein - es sind nicht so viele.
Wichtige Verben mit Dativ (Auswahl)
I paSSen vertrauen

9t!w9l!en i !9lg* i Ti::IelLgl i pT:i9l9t i ,"grei!:l l

9:i!rs!sl i cslilse.t i le:llqyler i :ifaggt i ryt Qren


9etql
drohen
i elsl?er
gratulieren
I :i:f $lgr
nützen
r :elmeefst
i trauen
i ry:linryl
zuwenden

1. Ergänzen Sie die fehlenden Dativobjekte.

1. Warum passiert das immer nur (ich). 2. Da muss ich (Sie)

widersprechen. 3. Der Abteilungsleiter droht (Mitarbeiter) mit der Kündigung.


4. Hans ist (Stud ierendenverbi ndu n g) bei getreten.

Gebrauch von wenn/als (Temporale Nebensätze)

i i Gegenwart Vergangenheit
i Einmalige i
1 Wenn als
i Handlung jO Wenn ich heute lerne, möchte ich O Als ich gestern lernte, wurde ich
i."---_--
i Wiederholte i
i li.t , ygl !jl.
(immer) wenn
qe:tgt yef99l: 9yr:l lery ee*9f:
(immer) wenn
i Handlung i O (tmrer) Wenn ich Sport treibe, O (lmmer) Wenn ich letztes Jahr Sport
i schmerzen meine Knie. trieb, schmerzten meine Knie.

2. Setzen Sie ein: wenn oder als.

Liebe 9lfern,
0) rch heufe aus dem Fensfer schaufe, lag Jchnee .lhr utissf ,Q)
Schnee liegf , bin rch iwraer beqe isferf . 3) die Jkipisfeh geoffnef sino{, kann
ich bald Ski f ahre n gehe n. G) ich lefzfe s Jahr nrif Fre unde n in die Berqe f uhr,
haffen wir le ider Pech, denn oler Jchnee faufe ll utieder und utir Mu\sfenfrnher nach
schne

tlause f ahre n. llanchaal habe ich de n Eindruck, (s) ich Ninfersporf fre ibe n
tuöchfe , Ände rf sich das Neffe r
tch denke viel an euch, unol (s) ich an euch de nke , be komme rch tle iauteh
G) ich e uch das lefzfe Mal besuchf habe , naha ich air vor, balol wreder zu
komme n!

fterzliche hru?e
€ure Eailia
Gebrauch von wie/a ls (Vergleichssätze/modale Nebensätze)

i wie i O Cteicfrfreit:Wenn eineTatsache/Ansicht übereinstimmt,


i i O gebraucht man einen Nebensatz mit wie.
i i O lm Hauptsatz steht so/genouso/ebenso.
i i Beispiel:
I I O Der Dozent war genouso/so gut,wie wir erwartet hatten.
i i so/genouso + Grundform Adjektiv + we
i als ; O Ungleichheit: Wenn eine Tatsache/Ansicht nicht übereinstimmt, gebraucht man einen
i i Nebensatz mit ais.
i iO Nach anders, onder(e/en) steht ein Vergleichssatz mit o/s:
i i Komparativ+o/s
i onders + ols
etwas/nichts onderes + ols
i i
j Beispiel:
i i O Sie sind netter, o/s wir gedacht haben.
i i o ?i: ?glg$ir vetlisl! ri?n e_?vg4e::,91:9is glygislel9gl :ry.er!e! lqliel:
O ln Vergleichssätzen mit wie und o/s steht oft Zeitenwechsel, denn meistens wird eine vorherige
Erwartung oder Vermutung mit einer Tatsache verglichen.
O ois und wre hängen immer von einem Adjektiv ab.
r-**-:
Llä{gjJ 3. Antworten
Augmented.
Sie einmal mit rarie und einmal mit a/s. Eine mögliche Lösung finden Sie bei Klett-

Beispiel:
War dein Praktikum interessant?
O a) .Ja, es war interessanter, als ich gedacht habe.
O b) Ja, aber es war nicht so gelungen, wie ich erwartet habe.
1. lst die Klausur gut gelaufen?

a)

b)

2. War der Vortrag im Forschungszentrum interessant?

a)

b)

3. Waren viele Künstler anwesend?

a)

b)

4. Hat dir der Museumsneubau gefallen?

a)

b)

5. War die Exkursion teuer?

a)

b)

155
lnhalt dieses Kapitels
O ln der Prüfung telc Cl Hochschule kommt es bei der Verwendung des Wortschatzes auf Korrekt-
heit und Repertoire an. Das heißt, Sie sollen einen umfangreichen, differenzierten Wortschatz
zur Verfügung haben und problemlos Umschreibungen verwenden können. Bewertet wird auch
Rechtschreibung sowie Zeichensetzung.

O Eine effektive Methode, um neue Wörter zu lernen, ist das Lernen mit Karteikarten. Schreiben
Sie neue Wörter auf die Vorderseite einer Karteikarte, auf die Rückseite schreiben Sie ein Syn-
onym, eine Umschreibung oder das Wort in lhrer Muttersprache. Notieren Sie auch ein Anwen-
dungsbeispiel, die passende Präposition, weitere Synonyme, unregelmäßige Formen usw.
Folgender Lernablauf hat sich bewährt: Am ersten Tag lernen Sie die Vokabel und
wiederholen den Lernvorgang drei Mal. An den folgenden Tagen wiederholen Sie die y;**.
!i!"r'.' r- _iL, cu.r
Lr 5 _,,^h
Vokabel einmal am Tag. Dann wiederholen Sie sie eine Woche später und schließlich 'lrr
digitale Alternativen
einen Monat später erneut. Wiederholung ist ein wichtiger Faktol um nachhaltig zu wie die sprachternapp
lernen, hinzu kommt die Anwendung. Schreiben Sie Sätze und Texte mit den neuen ,,Ph::e 6"
Wörtern.

O Lesen Sie jeden Tag Berichte über interessante Themen in den Tageszeitungen, Wochenzeit-
schriften sowie im lnternet. Unterstreichen Sie Vokabeln, bei denen Sie meinen, dass Sie sie in
lhren eigenen Texten gut anwenden können.
O Sie sollen jedoch nicht alle Vokabeln lernen, die lhnen begegnen. Die Relevanz der Vokabeln ist
entscheidend. Überlegen Sie also genau, ob die jeweilige Vokabel für Sie wichtig ist.
O Wichtig ist, dass Sie die Wörter mit ihrer korrekten Bedeutung verwenden.
O Übungen hierzu gibt es zum Beispiel in ,,Wörter zur Wahl. Wortschatzübungen Deutsch als
Fremdsprache (B1-C1)". Stuttgart: Ernst Klett Sprachen 2007.

Schwerpunkte in diesem Band


1 Präpositionen der geschriebenen Sprache
2 Nomen und Adjektive mit Präpositionen
3 Nomen aus Adjektiven
4 Präfixe und Suffixe beiAdjektiven
5 Synonyme
6 Antonyme
7 Komposita
8 Nomen-Verb-Verbindungen
9 Funktionen des Pronomen es
10 Typische Wortschatzfehler und ,,falsche Freunde"
11 Wortfelder
12 Orthografie und Kommaregeln
1 Präpositionen der geschriebenen Sprache
o
o
o

äÄsteiie i cÄniti;
q'.1; l qeriil-csllly
9s<.q slte.rr .1 get i!!y
einschl ießlich + Genitiv

1. Schreiben sie die Sätze um. Verwenden sie die passende präposition.
Beispiel:
lm Hinblick auf die hohen Ausgaben stellt sich die Frage, ob der
wirtschaftsgipfel sinnvoll wan
O Angesichts der hohen Ausgaben ...
'l'Nach Angaben von Teilnehmern der Konferenz kamen viele
wichtige Aspekte zur sprache.

2. Mithilfe einer Umfrage kann ermittelt *


3. ln Hinblick auf die überalterung der Gese
Menschen in den familiären Alltag zu integrieren.

2' Ergänzen sie die passenden Präpositionen. Achten sie auf die
korrekten Formen der Nomen und
Adjektive.

anlässlich - anstelle - bezüglich - seitens - zugunsten


1- Die Stiftung vergibt Stipendien (für) besonders begabt_ Studierend
2. (Statt) d_ Dekan_ begrüßte seine Stellvertreterin die Gäste
3. Alle Studierende sind (zur) Eröffnungsfeier _ der neuen Mensa
eingeladen.
4. Die Präsidentin der Hochschule hatte noch eine wichtige Frage (zum
Stand)
d_ Verhandlung- (pl.).
5. Vor Gericht kamen noch Nachfragen (von der Seite)
Kläger_

157
Wortschatz
2 Nomen und Adjektive mit Präpositionen
O Neben den Verben mit fester Präposition besitzt die deutsche Sprache auch Adjektive
und Nomen, die eine feste Präposition mit sich führen. Der Präposition folgt ein Objekt ?ipp: Die Verben
mit Präpositionen
in einem bestimmten Kasus.
finden Sie im Teil
O Bei der prädikativen Verwendung des Adjektivs steht das Adjektiv hinter dem Nomen. Gramrnatik,
ln diesem Fallwird es nicht dekliniert. Es bleibt unverändert, weil das AdjektivTeil des c, 4)r, l+
Prädikats (Satzaussage) ist. Dies ist immer der Fall, wenn das Adjektiv mit den Verben
bleiben, sern oder werden verwendet wird.
O LernenSiedieseVerbindungenalseigeneVokabeln.HäufighabenNomenund/oderAdjektive
dieselbe Präposition wie das entsprechende Verb.
Liste ausgewählter Adjektive mit Präposition und korrespondierenden Nomen:
Adjektiv Nomen

{ig Abf ?leiclgt ver j angewiesen auf


j abhängig von
oai ÄnsÄÄen oäi ; anerkannt, gern gesehen

die Beteiligung an teilnehmen an


di"ah;ärii"iiltiüäöiöhäiäki"i i itöi;hiü;
9e: !ilyqt:!.e19$ QjQ i z,-tlmme;,;9alt!_ci!it
4ieir"eyisle!äspsr
die Eignungfür
." i
j
.sl-'lti"*l lit..",
brauchbarfür
I
das tnteresse an i äöräiei€, *i;;beä'*€ I

die öffä;he''t fü; i iniärä;;iäii; ämpiäÄäiicn I

I
i qisu-iier{irilleqeqittqr)"
!i^ \/^-^FIi^h+,,^^
i iylte;qiä,linriqi'
I^^+^^t^-L
die Verpflichtung zu',, ^^L,,-l^^
g9.qY.!99,!r.19:!g9r ect
die iü^ri]^i.^;i
i--.i;^ Wichtigkeit ri;r"i
(für) relevant, wesentlich
die Zufriedenheit mit i erfuiit. gtücüi'rch
die t,jsitnd'€l"itiüi i ;eä;twöi.ii'rah
I
1. Ergänzen Sie die Adjektive und Präpositionen. Achten Sie auf die korrekten Formen der Artikel
und des Kasus.
1. Viele Studierende sind d Essen in der Mensa
2. Nach derWahl waren die Politiker dass die Wähler die

I falsche Entscheidung getroffen haben.


3. Das Umweltministerium ist d Transport des Atommül ls
4. Dieses Land ist selten Vogelarten.
5. Das Forschungszentrum ist weltweit sern wegweisend_ Erfi ndungen.
6. Der Oberbürgermeister ist Wünsche der Einwohner seiner Stadt.
7. Der Euro ist Zusammenwachsen der Wirtschaftsregionen.
8. Sie ist Tabletten, die sie täglich nimmt.
9. Der Studierende war d_ Resultat der Klausur nicht
10. Die Dozentin war sein Verhalten
3 Nomen aus Adjektiven
o Aus Adjektiven können Nomen gebildet werden. Für diese
Nominalisierungen gibt es keine
einheitlichen Regeln.

a"rfi-; +ü i wo't"i Äii Järisir,Ä," söläiü;trm Ä'tik;i


Ää;äril"i-ä i ilt*;;; c"G,"äit-;;; Mii;, fast immer
dos

Adjektiv + -tum
krank -+ die Krankheit, ,äÄon
- äiä sir.,3ÄÄäit

Adjektiv + -igkeit
Adjektive mit Suffix -/os arbeitslos -+ die Arbeitslosigkeit
Äoje[tlu i-täir
die
Adjektiv mit Suffix -bor lösbar -;
die Lösbarkeit, die Lösung
Adjektiv mit Suffix -ig schwierig -+ die Schwierigkeit
Adjektiv mit Suffix -/rch wirklich -; die Wirklichkeit
19i9f!lY-tl lyml :.s- einsam -+ die Einsamkeit
unregelmäßige Bildung jung -+ die Jugend
unschuldig + die Unschuld

sum*ä sfi"Jl"n
"rc "nu"r"n
Adjektiv mit Suffix oni
-+ anz
etegant -+ die Etegan;; ;äi";;i; Ai" R"E;;r;
tolerant -+ die Toleranz
Ausnahmen interessant -+ das lnteresse
charmant -; der Charme
Adjektiv mit Sulfix -enf intelligent + die lntelligenz, konsequent -+ die
i die
-) -enz Konsequenz
Suffix -ifot aktiv + die Aktivität
S,yff,I:!9!9? i komptiziert -i die Komptikation

Komposita

Adjektiv + nomina isiertes Adjektiv


I

neu + die Gestaltung (gestaltet)


Adjektiv + Präposition + Nomen der Artenreichtum
reich an Arten (Präposition entfällt)

Einige Adjektive bilden verschiedene Nomen mit unterschiedlicher


Bedeutung. Beispiele:

das Neue etwas, das neu ist


iI

i i die Neuheit I etwas, das neu (erfunOenigeslÄrienenl...l isi,


9i: f:r_ut:.19i!9tq
die Neuigkeit neue lnformation
ergen
9r: Fieer i 9t19199:9119T.s9h9f
9iqFiegllgt i das Besondere, der Charakter
das Eigentum

159
Wortschatz
1. Nennen Sie die Nomen mit Artikel zu folgenden Adjektiven.

Beispiel:
O tief - die Tiefe
1. gesamt 9. konsequent
2. stabil 10. interessant

3. wachsam 11. stolz

4. haltbar 12. dunkel

5. grausam 13. lösbar


6. gesund 14.1öslich
7. frei 15. aufmerksam

8. universal 16. messbar

2. Beschreiben Sie die Bedeutungsunterschiede. Verwenden Sie zur überprüfung ein einsprachiges
Wöfterbuch.
1. das Neue - die Neuigkeit - die Neuheit

2. die Öffentlichkeit - die Offenheit

3. die Lösbarkeit - die Löslichkeit

4. das Eigene - das Eigentum - die Eigenheit - die Eigenschaft

3. Bilden Sie Sätze mit den Nomen und Präposition.


Beispiel:
Er wurde gestern von der Polizei angehalten, weil er betrunken war.
Q Aufgrund seinerTrunkenheit wurde er gestern von der polizei angehalten.
1. Vor allem beeindruckt mich, dass die Doktorandin einen offenen Charakter hat.

Vor allem beeindruckt mich

2. Bei den Montagsdemonstrationen in Leipzig ging es den Menschen darum, dass sie frei sein

wollten.
Bei den Montagsdemonstrationen in Leipzig ging es den Menschen

3. Diese mathematische Formel muss doch /ösbar sein.

Es muss doch diese mathematische Formel geben

4. lmmer mehr Menschen \egen Wert darauf, dass sie gesund sind.

\mmer mehr Menschen \egen\\ert


4 Präfixe und Suffixe bei Adjektiven
O lm Deutschen kann man mithilfe von Präfixen und Suffixen aus vielen Nomen und Verben
Adjektive bilden.
o Die Bedeutung der Präfixe und Suffixe verändert die Bedeutung des Adjektivs.
O Allerdings gibt es unzählige Möglichkeiten ohne allgemeine Regel.

i i"m"ä i ä"u"rir;t i B;i;pi"i;


i "9qt
i etwas ist möglich zutun, kann gemacht werden
---------'-
i essbar; machbar
i-
l9s ,,ohne", etwas ist nicht da arbeitslos, problem los
-arm
-frei
-reich
-lich (Adjektiv + lichl) etwas weniger als i gelblich, dümmlich
;;ii t"i.f'.t rn I iebevol l, fantasievol I

::9T I tbedeutsam,gemeinsam
Adjektive mit fremden Suffixen

Suffixe i Bedeutung i Bedeutung


-(o/i)bel (t)ell
::deutung (a/r)
::1 meist, dass inakzeptabel i kann nicht akzeptiert werden I ideell auf einer ldee beruhend
= -,vas
genracht
:i-den kann, iprelttk"b"q
tolerabel
i;;;no;1. .
kann toleriert werden
." i;;ll formell förmlich
. sc Passiv-
. -SatZ" qelpel universell allgemein
sensibel empfindsam Itendenziell einer Tendenz entsprechend
-(i)ol {i)ös
i lgrrl die Form betreffend nervos
99ls9t9sl
i ideal bestmöglich seflos
9rnst,9rlj1lchllq
rationa I vernünftig muskulös viele Muskeln haben
ireal wirklich i religiös gläubig
i-------'
un iversa I allgemein melodiös melodisch
t -ant
i--------'- ------
i!ql"'{!
i amüsant

ilrril:/,'rh Bildung Beispiel


Nomen + Jich Absicht + -/ich absichtlich, festlich
Nomen - Tilgung -e + -lich End(e) + /ich endl ich, geschichtlich
Nomen+Umlaut+-/ich Tag + -1i61, täglich, bläulich
i Einschub von t/d nach -en + -lich Versehen +-t-+-lich versehentl ich
Morgen+-d-+-lich morgendlich
Kombination Adjektiv + Nomen + Jrch alt + Sprache a ltsprach lich

767
Wortschatz
1. Suchen Sie jeweils drei Adjektive mit den angegebenen Präfixen und Suffixen und ergänzen Sie
ihre Bedeutung.
f. ir-: irre levanl bhne Re levanz/nichf t^tichfiq)
2. un-:

3. miss-:

4. -los:

5. -bar:

2. Formen Sie die Sätze um, sodass die Bedeutung der Suffixe klar wird.
Beispiel:
Diese gelben Blüten sind essbar.
O Diese gelben Blüten kann man essen.

1. Die Untersuchung hat viele verwertbare Ergebnisse geliefert.

2. Dieser Professor erklärt sehr verständlich.

3. Er hat sich um die Stelle als wissenschaftlicher Mitarbeiter beworben, aber er ist chancenlos.

4. Der Einsatz von selbstfahrenden Fahrzeugen ist vorstellbar.

5. Dieser Kompromiss ist für alle Senatsmitglieder tolerierbar.

6. Momentan haben wir in vielen Regionen der Erde eine konfliktreiche Situation.

3. Nennen Sie die Adjektive und erklären Sie ihre Bedeutung.

Beispiel:
das Risiko: risikoreich O hohes Risiko risikoarm O wenig/geringes Risiko
1. die Hoffnung 6. der Konflikt

2. das Ziel 7. der Kontakt

3. die Chance 8. die Variante

4. die Macht 9. die ldee

5. der Humor 10. die Energie


5 Synonyme
o Um lhren aktiven wortschatz weiter auszubauen, sollten Sie
ein einsprachiges wörterbuch ver-
wenden' Lernen Sie die neuen Wörter stets mit den entsprechenden
Synonymen, also Wörtern
mit gleicher oder ähnlicher Bedeutung.

1. suchen Sie zu folgenden Verben und Nomen möglichst


viele wörter mit ähnlicher Bedeutung.
1. widerstehen
2. der Reichtum

3. werben

4. die Energie

5. die Motivation

6. genießen

2. Welches Wort passt nicht in die Reihe? Streichen Sie.


1. hervorrufen bewirken mit sich nehmen verursachen
2. verhandeln besprechen behandeln beraten
3. schmutzig bedeckt ungepflegt verdreckt
4- mutig gewagt dreist furchtlos
5. annehmen wollen abnehmen akzeptieren
6. unsicher risikofrei harmlos sicher
7. verwenden nutzen gebrauchen reparieren

3. Ergänzen Sie zunächst den Artikel und verbinden sie dann die
wörter mit ähnlicher Bedeutung.
1. Diskussion a) _ Lage
2. Situation b) Beweglichkeit
3- Aspekt c) --
.--- Besprechung
4. Mobilität d) Einfa ll
5. Gedanke
--
Gesichtspunkt
")
4. Suchen Sie Wörter mit ähnlicher Bedeutung und das korrespondierende
Verb aus dem
Schüttelkasten. Nicht zu allen Nomen gibt es ein Verb.

Antrieb - Eigentum - Entdeckung - Erkundung - option - Reklame - schwierigkeit _


Unternehmen - Wissenschaftler _ Zusammentreffen
begegnen-besitzen-erfinden-forschen-herausfordern-lehren-motivieren-werben

1. Gelehrte 6. Besitz
2- Werbung 7. Erfindung
3. Motivation 8. Herausforderung
4. Forschung 9. Begegnung
5. Firma 10. Möglichkeit
Wortschatz

6 Antonyme
o Antonyme sind Wörter mit gegenteiliger Bedeutung. Sie dienen auch zur Erweiterung des
aktiven Wortschatzes.

1. Ordnen Sie die Antonyme aus dem Schüttelkasten den Adjektiven zu. Bei einigen gibt es
mehrere Antonyme.

aufgeweckt - aufgeschlossen - einfarbig - gefährlich- künstlich - nachteilig - niedrig -


riskant-selbstlos-tief-uneigennützig-verschmutzt-waagrecht-zerstörend

1. senkrecht 6. sauber
2. bewahrend 7. sicher
3. natürlich 8. vorteilhaft
4. egoistisch 9. schüchtern
i 5. bunt 10. hoch

2- Ordnen Sie die Antonyme aus dem Schüttelkasten den Verben zu.

ablehnen - ausgrenzen - ausreisen - behalten - füllen - loben - verletzen -


verlieren - vermieten - verweigern - zerstören

1. leeren 6. akzeptieren
2. ern rersen 7. kritisieren
3. gewrnnen 8. integrieren
4. mieten 9. wegwerfen
5. repafleren 10. heilen

1 11lll'110"i ili:1i::: T: tr::".:


o'l:tr
1
kurvig-schief-schräg i frisch-neu-jung
1. ein gerader Turm i 3.
i
eine alte Frau
eine gerade Straße i ein altes Haus

üirlh rhill-il'i;i!r, _ ttlr- i rilre't r üi;.,bj - üeffifii;t _ äiliijli;ü


2. schwache Erinnerung 4. kahle Beine
schwaches Erlebnis kahle Bäume

schwacher Kaffee kahle Mauern

schwaches Licht eine kahle Wohnung

Abstufung: Bringen Sie die Adjektive in die richtige Reihenfolge.


geflüstert - geräuschlos - laut - lautstark - leise - schrill - sehr laut

2. eiskalt - frostig - glühend heiß - heiß kühl -lauwarm-warm

3. gehen - kriechen - laufen - rennen - sprinten - stehen


t
7 Komposita
o Komposita, aus zwei oder mehr Wörtern zusammengesetzte Wörter, spielen im Fachwortschatz
eine wichtige Rolle.
o lhre Bedeutung kann man meistens erschließen, indem man die Komposita in ihre Bestandteile
zerlegt.
o Das Grundwort (1) steht bei den Komposita an letzter Stelle und bestimmt den Artikel. Es be-
zeichnet auch die Sache/Person, um die es geht. Das Bestimmungswort (2) speziflziert Form,
Anwendung, Zweck, Art und Weise.

Beispiel:
die Studienfinanzierung = die Finanzierung (1) des Studiums (2)
der Fremdkörper = ein Körper (1), der fremd (2) ist, das heißt, der nicht dazu passt

Bestandteile i Beispiele
Nomen + Nomen die Jugendarbeitslosigkeit
die Jugend + die Arbeitslosigkeit (arbeitslos)
Adjektiv + Nomen die Alternativmedizin
alternativ + die Medizin
Adjektiv + Präposition + Nomen der Artenreichtum
reich an Arten (Präposition entfällt)
die Nebenkosten (neben + die Kosten)
Verb + Nomen das Wartezimmer (warten + das Zimmer)

Das Fugenelement s kennzeichnet die Verbindungsstelle zwischen den einzelnen Wörtern der
zusammengesetzten Nomen. Feste Regeln für die Verwendung gibt es nicht. Gebraucht wird es im
Allgemeinen:
i-"'

I 9:i dSl L\lll:il!:l _l"it, -uns 9s:vl9lsi!::y:Ier


-keit, -lins, -ion, -itqt -schaft, -tum,
i

bei vom Verb abgeleiteten Nomen, die auf -f enden. Arbeitsmarkt


aber: Arbeitnehmer
bei nominarisierten rnnÄiii"ÄÄ ir;JuG -;;j Lebensgrundlage

1. Kreuzen Sie an. Welche Definition stimmt?

1. Ein Vorstellungsgespräch ist ein Gespräch,


O a) für das man sich vorstellt.
O b) in dem man sich vorstellt.
O c) wodurch man sich vorstellt.
2. Studienalltag ist der Alltag
O a) vom Studium.
O b) vor dem Studium.
O c) am Studium.
O d) im Studium.
3. Das Gesundheitssystem ist ein System(,)
O a) mit dem man wieder gesund wird.
O b) zur Förderung und Erhaltung der Gesundheit.
.l
O c) durch das man gesund wird.
i
4. Medienkompetenz ist die Kompetenz,
.i
O a) Medien den Bedürfnissen entsprechend zu nutzen.
i

I
O b) wie die Medien mit den Verbrauchern umgehen.
i
5. Wasserverbrauch ist
I
O a) die verwendete Wassermenge für den menschlichen Gebrauch.
O
I

iL b) der Verbrauch aus dem Wasser.


lt

1 165
Wortschatz
t-a
t*lr* 2- Bilden Sie drei Komposita mit dem Grundwort -aussichten und drei Komposita mit dem
*i
Bestimmungswort Aussichf-. Formulieren Sie dann jeweils eine Definition.
aussichten -r

2. aussichten ->

3. aussichten ->

4. Aussicht

5. Aussicht

6. Aussicht

3. Suchen Sie die Komposita mit Artikel.


1. Raum zum Wohnen

2. Abschluss des Studiums

3. Möglichkeit zum Studieren

4. der Umsatz pro Jahr

5. die gesamte Fläche


6. gezüchtete Nutz- oder Zierpflanze

7. Sicherheit in mehreren Sprachen

4. Lösen Sie die Komposita auf, indem Sie sie umschreiben.


1. Lerngruppen
2. Fachbegriff
3. Praktikumsbericht

4. Zukunftsinvestition

5. Leh rveransta ltu ng


6. Vorlesu ngsskript

7. Klimawandel
8. Gedenktag

9. Hochschu labsolvent
10. Wasserverbrauch

5. Suchen Sie möglichst viele Komposita. Schreiben Sie in lhr Heft.

- Bevölkerungs
Arten ankündigung - arbeitslosigkeit - bereitschaft - druck -
- Forschungs - Jugend - einrichtung - gesellschaft - initiative - kultur - sport -
Leistungs - Lehr - Luft - Seminar sterben - veranstaltu;:;:ffirrutzung - vielfalt -
_t
8 No men-Verb-Ve rb i n d u n gen
o ln der gehobenen Schriftsprache und Fachsprache werden häufig feste Verbindungen
zwischen
Nomen und Verb verwendet. Man nennt diese Verbindungen auch Funktionsverbgäfüge.
o Lernen Sie die festen Wendungen als eigene Vokabel.
o ln den Prüfungsteilen Leseverstehen und Schriftlicher Ausdruck sollen Sie
zeigen, dass Sie be-
stimmte Nomen-Verb-Verbindungen kennen.

lg{g !!qryefv*p./*p!lauää inus*"rril


z-yr 4b:9!lY:: kgmmil
eine Ansicht vertreiän, einäi Ä"iiär,lräi;
in Anspruch nehmen
gtyta1 lum fusQlyg[ plngen
zur Auswahl stehen

eventuell auswählen

in Kauf nehmen i är,iÄöiieien


g!91 (glntrisseverfügen i wisien
(gntgtgq (nqpfen/aufnehmen --+ tbbr;;Ään i iJmä"äär r."nÄänläiÄä;
91191 Kgmplomiss schtießen/ftnden j sich einigä; I

in Kraft treten I äiliäi--:i

Kritik üben i ät*äi rilliil;ü


u91i19!eÄ
i qLlg ttrejlr1g i ,ai;ä"
i Lrn Mi"!t9lPY"!K!:!9lte.n i

oenqte! '' '


i JrLr r qr rrlr Er rHEr r, 5tLI I uet I lut lgn
ordnuns brinsen
i

i in p_1o1gng
1n Q!_lg_en i :tt*i:lfelgel:lgf
ordnen l

eine Position einnehmäÄ i ööiiti"niäie; l


i

ig[qtd"T eitg! R;j ä_ed; i ;e.änääm ät*ä, ,utäÄ


I sreine Rede rhalten
rq r\cuc tdtLer I ,;;;;;;;
ii VOftfagen
l----_ ----'
I einen guten Ruf haben
i qngrrullt, gglf[i"C;;s;sähä";äin
, ,ur Spiacfre OtinseÄ
--- ._i_ ' etwas anrpr".hän, Ourpr"än"n
|

i-
-. ,.- Sprache
' zur
-:
kommen
a.^.-_ -l- , r

I angesprocheniihematisiert werden
Untersuchungen ourcnrunren
,i ulllgl:lll"ynqen durchführen anatvsieiän
analysieren
i ir YeFi.rgltslre!ää
I ,-sl Ye{ecsrg-:!-etet iI yqgl Äi*;;;;;iJ}i;e-il';q;"1qrre!
übä. gl)rye: vefüg_e1 können
etwas zur Verfügung stellen i göbä;, bJäit'iärruÄ l

i das Verstänoniiveiiiäten
i

i näiräi uäriter.rän
Vorbereitungen tre*äÄ I uöioäi"iiän
i eilgl nellgl
Y_e4t.eg i uorliäg"n
i eil4lel yet'_oLeg! , i 'ir"bän Ä".r.,

767
Wortschatz
Da Sie nicht alle Nomen-Verb-Verbindungen kennen können, benötigen Sie Strategien, um sich die
jeweilige Bedeutung zu erschließen. Beispiel:
O Die Bewerber verfügen alle über umfangreiche Kenntnisse.
Sie kennen verfügen, es bedeutet auch besitzen oder hoben.
O Welches Nomen passt? Kenntnisse =Wissen. Kenntnisse besitzen bedeutet: wissen.
1. Suchen Sie für diese einfachen Verben passende Nomen-Verb-Verbindungen.

1. raten 6. etwas erfahren


2. wissen 7. entscheiden
3. lösen 8. vortragen
4. meinen 9. beanspruchen
5. kritisieren 10. sich einigen

2. Verbinden Sie die passenden Elemente und schreiben Sie Sätze.


1. eine Herausforderung a) treften
2- Ziele b) einnehmen
3. in Kraft c) finden
4. eine Lösung d) treffen
5. Vorbereitungen e) üben
6. eine Ansicht f) vertreten
7. Kritik g) halten
8. einen Vortrag h) treten
9. eine Position i) annehmen
10. eine Entscheidung i) verfolgen

3. Verbinden Sie die Verben mit den passenden Nomen. Einige können Sie mehrfach verwenden.

zum Abschluss - in Anspruch - zum Ausdruck - zur Auswahl - zur Diskussion - zum Einsatz -
eine gute/schlechte Entwicklung - einen Kompromiss - eine Lösung -
in Ordnung - in Schwierigkeiten - zur Sprache - zur VerfÜgung

1. bringen a) 4. kommen a)
b) b)

c) c)

d) d)

e) e)

2. stellen a) 5. finden a)

b) b)

3. stehen a) 6. nehmen a)

b) b)

c)

168
4. Erklären Sie die Nomen-Verb-Verbindung mit einem Aquivalent aus dem Schüttelkasten.

akzeptieren - analysieren - anerkanntsein - sich anstrengen - bereitstellen -


entscheiden - etwas von jemandem erwarten - jemanden kennenlernen -
kennenlernen - möglich sein - vortragen

1. Erwartungen setzen in 7. einen guten Ruf haben


2- zur Verfügung stellen 8. einen Entschluss fassen
3. in Kauf nehmen f. in Verbindung treten

4. eine Rede halten 10. sich Mühe geben

5. Kontakte knüpfen 11. Untersuchungen

6. infrage kommen durchführen

5. Bei diesen Nomen gibt es Verbindungen mit unterschiedlichen Verben. Suchen Sie die Verben
(falls nötig: die Präposition) und erklären Sie die Bedeutung in lhrem Heft.
1. eine Meinung a) 4. eine Entscheidung a)
b) b)

2. Kenntnisse a) 5. Verantwortung a)

b) b)

c) c)

3. einen Eindruck a) 6. Kontakt a)

b) b)

c) c)

d) d)

6. Ergänzen Sie (Nomen, Verb und/oder Präposition).


ln ihrer Rede, die sie anlässlich der Eröffnungsfeier (1) hatte, brachte die
Rektorin zum(2) dass die Universität auch Räume für weitere Sprachkurse
(3) Verfügung (4) wird. Zugleich (5)
sie Kritik (6) der Landesregierung, die zu wenige Gelder investiere. Aus diesem
Grund müsse man in Kauf (7) dass nur eine reduzierte Anzahl an Kursen
(8) Auswahl (9) . Diese Probleme müssten endlich zur

(10) kommen, darin waren sich alle Redner einig. Man müsse schnell eine
vertretbare Lösung für alle (11) und herausflnden, welche Gebäudeteile für
die Nutzung in ('12) kommen. Die Rektorin unterstrich, dass die Universität
investieren wolle, sofern die Regierung ebenfalls Gelder bereitstelle, um damit ihren Beitrag zu
(13) . Damit (14) sie hohe Erwartungen.

7. Ergänzen Sie die Verben mit dem passenden Nomen aus dem Schüttelkasten.
Es sind Mehrfachnennungen möglich.

Bedeutung - Gedanke - Hinweis -Termin - Thema -Vermutung

1. aufgreifen 3. bestätigen
2- beimessen 4. nahelegen

169
Wortschatz

9 Funktionen des Pronomens es


Das Pronomen es kann in einem Satz unterschiedliche Funktionen übernehmen.
O Am Satzanfang kommt es in wissenschaftlichen Texten recht häufig vor.
O ln derWissenschaftssprache werden oft unpersönliche Formulierungen gewählt, um Objektivität
auszudrücken. Aus diesem Grund sind Formulierungen mit es als unpersönliches Subjekt hier
besonders häufig.
Beispiel:
Manchmal kommt es aufgrund von Überlastung zum Burn-out.
Als obligatorisches Satzelement

i Es ersetzt ...
Das Kind ist intelligent und es passt im ein Nomen im Nominativ
Unterricht auf. Subjekt
Sie kocht das Essen und isst es auch. i ein Nomen im Akkusativ
Die Kinder sind alle sportlich, die Lehrer i ein Adjektiv
sin{ 99 119.1!,
Professoren sind oft in Urlaub, die einen Satz oder einen Satzteil
Studenten sind es leider nicht. i

unpersönliches Es regnet. Wetter


Subjekt/Obiekt Es klopft an die Tür. Geräusch
I
Es geht mir gut. Beflnden
Es ist 16 Uhr. Teit
Es schmeckt gut Sinneseindrücke
ln festen Ausdrücken Er hat es schwer. Er nimmt es schwer.
Sie hat es eilig. Sie meinen es ernst.
Thema Es gibt ..., Es gilt als ...
i Es handelt sich um ...,
Nominativergänzung I Es ist sinnvoll, ... Es ist möglich, ...
i bei sein i Es ist gut,
Als nicht-obligatorisches Satzelement -r verweist auf einen folgenden Nebensatz, indirekten
Fragesatz, I nfi nitivsatz

dass-Satz Es ist toll, dass Victor den Preis gewonnen hat.


-+ Dass Victor den Preis gewonnen hat, ist toll.
Es wird behauptet, dass sie gut erklären kann.
- ?9:::i9 _cyl gtflelgl letn, yif9 b9,laupt9!:
Fs ist fraglich, ob das der Wahrheit entspricht.
Fragesatz + Ob das der Wahrheit entspricht, ist fraglich.
Es wird oft darüber gesprochen, ob Studiengebühren eingeführt werden sollen.
-+ Oft wird darüber gesprochen, ob ....
lnfinitivsatz Zu Beginn war es schwierig, die Regeln zu befolgen.
Es war zu Beginn schwierig, die Regeln zu befolgen.
-; Die Regeln zu befolgen, war zu Beginn schwierig.

Merke: Steht der Nebensatz vor dem Hauptsatz, fällt es weg.

1. Setzen Sie es ein, falls nötig.


Anfangs war (1) schwierig für mich, die Grammatik zu verstehen. Doch jetzt
weiß ich (2) dass (3) wichtig ist, regelmäßig zu lernen.
Außerdem habe ich ein gutes System gefunden, Vokabeln zu lernen. (4) hilft
mir; alles im Kopf abzuspeichern. Dass ich heute so gut bin, (5) ist klasse.
10 Typische wortschatzfehler und,,falsche Freunde"
1. Erklären sie den Bedeutungsunterschied zwischen den Nomen. verwenden
Sie ein wörterbuch-
1. a) die Eigenheit b) das Eigentum
2. a) die Rechnung b) das Rechnen
3. a) das Wachstum b) der Wuchs
c) das Wachsen

4. a) das Lösen b) die Lösung


c) die Löslichkeit d) die Lösbarkeit
5. a) das Erscheinen b) die Erscheinung

2. Erklären sie den Bedeutungsunterschied zwischen den Adjektiven.


1. a) real b) reell
c) realistisch
2. a) ideal b) ideell
3. a) rational b) rationell
4. a) effektiv b) effizient

3. ,,Falsche Freunde": Kreuzen sie die richtige Bedeutung dieser wörter in der
deutschen Sprache an.
1. Gift O a) Geschenk O b) tödliche Substanz
2. Gymnasium O a) Schule O b) Turnhalle
3. Konkurs O a) Wettbewerb O b) Unternehmen hat kein Geld mehr
4. Artist O a) Zirkusdarstel ler/in O b) Künstler/in
5. Firma O a) Unterschrift O b) Unternehmen
6. planieren O a) einen plan machen O b) eine Fläche flach machen
7. Professor O a) lehrt an einer Universität O b) unterrichtet an einer Schule
8. Akkord O a) Abkommen O b) musikalischer Klang
9. Dirigent O a) Orchesterleiter O b) Angestellter in hoher Funktion
10. Angel O a) göttliches Wesen O b) Werkzeug zum Fischen
11. respektieren O a) betreffen O b) etwas achten, schätzen Bei lnternationa-
12. Rente O a) Umschlag, z.B.für Dokumente O b) Pension lisrren gibt es
13. Mappe O
14. eventuell O
a)Tasche O b) Landkarte sogenannte
,,Falsche Freun-
a) schließlich O b) möglicherweise de"" Das sind
Wörte[ die einem
4. Modalverben müssen/dürten - Ergänzen Sie. Wort in einer an-
deren Spreche
Nächste Woche ('1) ich meine Seminararbeit abgeben. Zum Glück ähneln, jedoch
habe ich alle Bücher; die ich zum Schreiben der Arbeit brauche, zu Hause, eine andere
und Bedeutung
(2) deshalb heute besitzen.
in die Bibliothek. Aber
ich (3) heute noch einkaufen gehen, denn der Kühlschrank
ist mal wieder leer. Nach Abgabe der Seminararbeit (4)
alle
Studierende eine Abschlussklausur schreiben, in der wir leider kein wörterbuch rnussen -
Notwendigkeil Pflichr;
benutzen (5) nicht rnüssen = keine
. Wenn wir diese Klausur bestehen,
Nclwen<ligkeit;
(6) wtr in die mündliche Prüfung. cjürfen = [rlaubnis;
nicht dürfen - Verbot
Wortschatz
11 Wortfelder
O Wortfelder bestehen aus sinnverwandten Wörtern, die zu einem Sachgebiet gehören und einen
bestimmten begritflichen Bereich abdecken (2. B. Wortfeld laufen: rennen, hetzen, jagen, ...).
O Die Kenntnis von Wortfeldern trägt dazu bei, dass Sie sich differenziert und abwechslungsreich
ausdrücken lernen, eine Anforderung der Prüfung telc C'l Hochschule.
O Auch bei der Erarbeitung von Wortfeldern bieten sich Karteikarten an. Notieren Sie auf größeren
Karteikarten Wortfelder mit grammatikalischen lnformationen wie Artikel, Kasus, Präposition,
aber auch zugehörige Komposita.
O Verwenden Sie immer ein einsprachiges Wörterbuch. Notieren Sie zu Verben und Nomen, die Sie
häufig verwenden, Synonyme und bilden Sie Sätze, um den Gebrauch einzuüben.

1. Ersetzen Sie das Wort sagen durch ein Verb mit ähnlicher Bedeutung. Hierfür müssen Sie
manchmal den Satz umformulieren. Fragen Sie sich: Wie verändert das eingesetzte Verb die
Situation und die Bedeutung?

erklären --.1€ben- prahlen - raten - schwören - versichern


Beispiel:
,,Du hast eine richtig gute Seminararbeit abgeliefert'f sagider Dozentzu-den+Studierenden.
O lobt der Dozent den Studierenden.
1. Marlene sagt zu ihrer Professorin, dass sie die Mail nicht bekommen hat.

2. ,,lch habe die Seminararbeit ohne fremde Hilfe geschrieben'f sagt Clemens zu dem Professor.

3. Er habe den besten Beitrag für die Tagung verfasst, sagt Richard zu seinen Kollegen.

4. ,,ln deinem Handout sind noch viele Fehleri Charles, du musst es noch einmal überarbeiten", sagt
Susan zu ihrem Kommilitonen.

5. ,,Wenn Sie frühzeitig ihre Bücher vormerken, dann bekommen Sie diese rechtzeitig geliefert'l
sagt die Mitarbeiterin der Unibibliothek zu den Studierenden.

2. Wortfeld sprechen: Ordnen Sie dieVerben im Schüttelkasten den inhaltsgleichen/-ähnlichen


Verben zu.

anspielen auf - Auskunft geben - beantworten - bekennen - darstellen - die eigene Meinung
sagen-einräumen*entgegnen-erörtern-erwidern-feilschen-handeln-hinweisenauf-
Position beziehen - sich besprechen - sich beziehen auf * sprechen über -
über ein Thema sprechen - zugeben * zur Antwort geben

1. antworten 7- (einen Preis) aushandeln

2. einwenden

3. gestehen 8. ein Thema behandeln


4_ thematisieren
5. verhandel n 9. Stellung nehmen
6. verweisen auf
3. Ordnen Sie die Verben den Synonymen und Deflnitionen zu.

ausdenken - bedenken - durchdenken - gedenken _


mitdenken
nachdenken über etwas - überdenken _ zurückdenken

1. überlegen, sich Gedanken machen, noch Zeit zum Nachdenken


brauchen:
2- sich intensiv über etwas Gedanken machen:

3. träumen, erfinden, sich bewusst machen:

4. dem Gedankengang einer anderen person


folgen:
5. durch den Kopf gehen Iassen, reflektieren:
6- sich erinnern, an etwas denken, das in derVergangenheit
liegt:
7. überlegen, sich fragen, abwägen:

4. Formulieren sie die sätze um, indem sie das verb


denken/nachdenken/bedenkendurch eine
Entsprechung ersetzen.

abwägen - beurteiren- in Betracht ziehen - in Frage steilen - überregen


1- während der Fachbereichssitzung widerstrebte es den
versammelten, an die Anderung der
Satzung zu denken.

2' Jeder angehende wissenschaftler muss an die vor- und Nachteile einer promotion
denken

3' ln der letzten Vorlesung dachte die Professorin, dass


die Behauptung der Referentin uietteicr,t
falsch sei.

4' Der Senat der Hochschule muss genau bedenken,


für welche pro;ekte die Drittmitt"t
werden, "ingu*trt

5' Trotz einer hervorragenden Abschlussbenotung denkt


so ll.
die Absolventin nach, ob ,i" pror*.,"*n

5' Erarbeiten sie wortfelder zu folgenden Begriffen. verwenden


sie ein einsprachiges wörterbuch
und schreiben Sie die Wortigel in lhr Heft.

Flu?hafen
Yipp:
Erarbeiten 5ie
sich weitere
Wortfelder auf
Ernahrung \- diese Weise"
Wortschatz
12 Orthografie und Kommaregeln
O ln der Prüfung telc C'1 Hochschule Schriftlicher Ausdruck wird auch die korrekte Tipp: Legen Sie sich
eine Liste oder Kartei
Schreibweise bewertet. Für eine gute Bewertung müssen Rechtschreibung und
karten nrit den
Zeichensetzung beachtet werden. WörlernlAusdrücken
O lm Folgenden werden einige typische Rechtschreibfehler näher betrachtet. an, die lhnen noch
häufig Schwierig-
1. Ergänzen Sie das oder dass und vermerken Sie in der Klammer, ob das/dass l<eiten bereiten-

Konjunktion (K), Artikel (A), Demonstrativpronomen (D) oder Relativpronomen (R)


sind. Setzen Sie die fehlenden Kommas.

i kann man durch andere Wörter ersetzen:


i O Oas Wort -r dieses Wort
I O Relativpronomen, leitet Nebensatz i € das Wort, das hier steht -r
i

i dass i Konjunktion leitet Nebensatz ein.


i
9Twqf: *:l!!9: ligr:I9!!
I kann nicht ersetzt werden
1. Die Mühe können Sie sich sparen. (_) bringt doch nichts.
2. Das Verhalten (_) die beiden an den Tag legten, führte zu Konflikten.
3. Die Studierenden sind sich sicher (_) ihr Professor bald emeritiert.
4. Sie pochte auf ihr Rederecht (_) ihr immer wieder entzogen wurde.
5. Der Prorektor war sicher (_) (_) die richtige Entscheidung war.
6. Wissenschaftler errechneten (_) (_) Gesamtgewicht al ler
lnsekten auf der Welt zwölf Mal höher ist als (_) aller Menschen zusammen.
7. Der Marienkäfer gibt durch seine auffällige Farbe seinen Feinden zu verstehen
(_) sein Körper Gift enthält. (_) ist ein wirksamer Selbstschutz.
8. lch glaube nicht (_) der Angeklagte die Wahrheit gesagt hat.
9. Meinst du (_) wirklich? (_) wäre ja ein Wunden
10. Der Dekan ging davon aus ( ) das Sportzentrum bald eröffnet wird.
(_) wäre toll für die gesamte Hochschule.
11. Wusstest du (_) in den meisten Sprachen (_) Wort für
Mutter mit einem ,,M" beginnt?

2. Ergänzen Sie den re, ei oder den ilaut. Schreiben Sie die Tabelle in lhr Heft und ordnen Sie die
Wörter ein. Ergänzen Sie weitere Wörter.

Kurz gesprochenes i kann nur -i geschrieben werden. Manchmal schreibt man auch langes i als -i-.
O häufig in einsilbigen Wörtern, z. B. wir, gibt
O in Nomen mit der Endung -ine. z. B. Moschine. Ausnahmen: Biene, Miene, Schiene
O in Fremdwörtern mit den betonten Endungen -ik, -iv, -il, z. B. Musik, Physik, subtil
O in den meisten anderen Fremdwörtern, z. B. Klimo, Bibel,Virus wider beCer.rtet
O in wenigen deutschen zweisilbigen Wörtern, z. B. Biber, Distel, Primel ,,entgegen";
Langes I kann -i, -ie-, 'ih- und -ieh- geschrieben werden, v. a. ist die Schreibung -ie- wichtig: wr'eder bedeutet
,,noch einmal,
O am Ende des Wortes, z. B. Knie, Chemie, lronie erneut".
O in Wörtern, die auf -ieren und auf -ier enden, z. B. verlieren, Revier
O in den meisten deutschen Wörtern, z. B. lieben, frieren, Sieb
W_derspruch-w_ch*w_derfahren-w_dersehen-W_derstand-w_derkommen-l_se-W_n
- w_derholen - w_ter * w_gern - w_derum - zuw_der - W_dder
-te -el
Widerspruch

t74
3. Gleiche Aussprache, unterschiedliche schreibweise: Nennen
sie die jeweilige Bedeutung.
Arbeiten Sie im Heft.
1. das Lied/das Lid 6. der Leib/der Laib Aueh andere
2. die Miene/Mine 7. der Rat/das Rad Worterten können
3. der Stiel/der Stil 8. die Wahl/der Wal als \lornen
4. die Seite/die Saite 9. die Lehre/die Leere verwendet werden
Tageszeiten nach 5. die Weise/die Waise 10. die Uhr/die Ur(großmutter)
Dies kann nran oft
ar': Begleitern wie
Aclverbien wie
Ärtikel, ,A<ljektiv
gestern, heute,
rnargen werden
4' Groß- und Kleinschreibung: welcher satz ist korrekt geschrieben?
Kreuzen Sie an. cder Wörtern wie
großgeschrieben, Manche studierende könnten von sich an einem Tag c!les, etwas, nichts,
während der semesterferien viel, weniE
z. ts. gestern behaupten:
erkennen, z. B. dos
AbenC" O t. ... Morgens arbeiten, Mittags arbeiten, am Abend arbeiten,
heute Nacht feiern. Gufe, Cos Lesen,
c z. ... morgens arbeiten, mittags arbeiten, am abend arbeiten, heute
nacht feiern. zum Verwechse!n,
O s. ... morgens arbeiten, mittags arbeiten, am Abend arbeiten, Heute
nacht feiern.
der Einzelne, etwas
O +' " ' morgens arbeiten, mittags arbeiten, am Abend arbeiten, heute
Nacht feiern.
Gutes, auf dern
Laufenden.

5. Ergänzen Sie die fehlenden Anfangsbuchstaben.


Das Seminar flndet (1) in Raum 005 statt. Der Dozent legt wert auf das intensive
Substantivierte (2) -nfangs
der Lektüren' (3) (4) (4) hatten wir eine interessante Vorlesung.
lnfinitive werden
großgeschrieben, -esen
Aber (5) _eute (6)
_ittag -eute -orgen
haben wir nichts (7) _ichtiges, wir können also (8)
2.3. das Verlegen _olgendes
planen: Wir spielen im (9)
von Serninaren. _reien Fußball und danach ist es das (10) _este, wenn wir etwas
(11) _ochen.
Aus Nonren
6. Welches Wort ist korrekt geschrieben? Kreuzen Sie an.
i:?:Hi*"__,._"
1- O lnterresse O lnterese O lnterrese O lnteress" kieingeschrieben,
2. O brillant O briiliant O briliand
3. OAddresse CAdresse C) brilland z. ts. cbe,rCq

OAdrese
4. O Athmosphäre O Athmosfäre O Atmosphäre OAdress
?onntags,onfcngs
(eber: einesAbends)

5. c) Kommiilitone O Komiritone O Kommirittone O Athmosfäre


Adjektive (in
6' c) originell orginer o Kommiritone
Verbindung nrit O O orgineil O originer
sein, werden, 7. () regeneriren O regenerieren O relennerieren
nleiben) werden O regenerrieren
< leingeschrieben:
Und zum guten Schluss: Drei wichtige Kommaregeln
14ir ist/wurde
ingst, er ist
schuld daran.
Die korrekte Rnwenaunjd;;6';;;ätiuns iti äi; k;pi;*;;ir.,Än.,". si" ,"iiiä" i" J"ipi,p""ä
'Aber: lch telc Hochschule die wichtigsten Regeln anwenden können.
C1
tcbe Angst.) Ein Komma steht
1. bei Aufzählungen:
Zwischen gleichrangigen Wörtern, Sachgruppen und Sätzen,
wenn sie nicht durch und bzw.
oder verbunden sind.
Beispiel: sie ist eine intelligente, freundliche studierende.
Sie ist eine intelligente und f reundli,
che Studierende.
2. bei Nebensätzen:
ln einem GefÜge von Haupt- und Nebensätzen werden
letztere durch Kommas abgetrennt. lst
ein Nebensatz (NS) in einen Hauptsatz eingeschoben, steht
davor und dahinter ein Komma.
Hängt ein NS von einem weiteren NS ab, werden beide getrennt.
Beispiel: wenn du willst, kannst du bleiben. lch weiß,doss
sie lernen, wenn sie müssen.
3. bei lnfinitivgruppen:
wenn die lnfinitivgruppe mit um, ohne, statt, oußer, o/s eingereitet
werden. Tipp: Finzelne Wörter arn
wenn sie durch eine hinweisendes Wort angekündigt wird.
Satzanfang werden im
Beispiele: sie ging, ohne zu grüßen. wir freuen uns darouf,
mit dir darüber Deutschen nieht mit einem
zu sprechen. Kcmnra abgetrennt! Also
Mit Blick auf die übersichtlichkeit und Lesbarkeit lhrer Sätze, ist n icht: Selbsfye rstri n d I i c h,
es sinn-
voll, dass Sie bei (erweiterten) lnfinitivgruppen Kommas setzen. rnussten sich rJie
Studierenden an den

q Abgabetermirt halten.

175
Beschreibung dieses Prüfungsteils
Was wird in diesem Es werden lhre Kenntnisse in Grammatik, Wortschatz und
Pürylg:l"lrggqffi 1::!F:ldir9_99riyl!
Was ist lhre Aufgabe? Sie lesen einen Lückentext und wählen die passende Lösung

iit
Was wird vorgegeben? Ein Lesetext, der 22 Lücken enthält. Unterhalb des Texts finden
Sie zu jeder Aufgabe (also zu jeder Lücke) vier Antwortmöglich-
keiten.

Wie lesen Sie? i Lesen Sie ganz genau Satz für Satz.

Was müssen Sie tun, um Sie müssen zu jeder Aufgabe (Lücke) die richtige Antwort-
diesen Prüfungsteil zu lösen? möglichkeit auswählen. Dabei werden lhre Kenntnisse in
Grammati k, Wortschatz u nd Rechtschreibung geprüft.

Wie lange dauert dieser Sie haben für diesen Teil ca. 25 Minuten Zeit.
Prüfungsteil ?

Wie wird dieser Prüfungsteil Für jede richtige Antwort erhalten Sie einen Punkt, insgesamt
bewertet? können Sie in diesem Prüfungsteil also maximal 22 Punkte
erhalten.
Schritt für Schritt zur Lösung
Sich auf das Thema einstellen
O Erfassen Sie zu Beginn des Prüfungsteils möglichst schnell das Thema des Texts und aktivieren
Sie den Wortschatz, den Sie mit diesem Thema verbinden.
O OftkönnenSiedasThemabereitsanhandderÜberschrifterkennen,anderenfallsüberfliegenSie
die ersten beiden Sätze, um das Thema zu erfassen.

1. Lesen Sie nun die Überschriften und entscheiden Sie, was sich hinter den überschriften verbirgt.

1. Wohin fiihrt der \feg ftir die Autoindustrie?

2. Moderne Architektur * energiesparend und umweltfreundlich

3. Zivilisationskrankheiten - Mythos oder Realität?

O a) Der Text hat zum Thema, wie moderne Gebäude das Bild einer stadt prägen.
O b) Es geht in dem Text um Gesundheit und Krankheit in unserer modernen Gesellschaft, es
werden bestimmte Begriffe hinterfragt.
O c) Es geht um die Geschichte der Kfz-Entwicklung, eventuell auch um einzelne Autohersteller.
O d) Hier geht es um die Zukunft der Kfz-Entwicklung bzw. der gesamten Automobilbranche.
O e) ln diesem Text dreht sich alles um Energieeffizienz und Nachhaltigkeit bei der planung von
Gebäuden.
O D ln diesem Text werden alte Mythen zur Entstehung unserer Zivilisation zusammengefasst.

Merken Sie sich, woran Sie das Thema erkannt haben.


O An SchlÜsselwörtern erkennen Sie sowohl das Thema als auch eventuell, ob derText sich auf
Vergangenheit oder Zukunft bezieht, ob er eher darstellt/informiert oder auch hinterfragt etc.

So geht's
Wenn Sie sich auf das Thema eingestellt haben, beginnt die eigentliche Lösung der Aufgaben.
O Lesen Sie jeden Satz sehr genau, insbesondere die Sätze, die eine Lücke enthalten.
o Achten sie beim Lesen zum einen auf die grammatischen Strukturen,
z. B.: Welche Objekte gibt es in dem Satz? Welcher Kasus folgt auf
bestimmte Verben oder Präpositionen?
Tipp: Wenn 5ie eine
O Achten Sie zum anderen auch auf den lnhalt: Welche inhaltlichen Aufgabe nicht sofort
Zusammenhänge können Sie herstellen? Welcher Wortschatz ist lösen können, gehen
damit verbunden? Gibt es z. B. inhaltliche übereinstimmungen oder Sie erst einmal zur
Gegensätze, die mittels Adjektiven ausgedrückt werden? nöchsten Aufgabe über
Kehren Sie am Ende
O Lesen Sie die Antwortmöglichkeiten erst, wenn Sie bei der jeweiligen noehmels zu offenen
Aufgabe angelangt sind. Aufgaben zurücl<.

1. Versuchen Sie nun, die folgenden Beispielaufgaben zu lösen.


Beachten Sie auch die Tipps.

Beispiell
O Welche Präposition fehlt im folgenden Satz?
Welche Verbindung aus verstehen + Präposition kennen Sie?
Tipp: Für cias Lösen
Man versteht I
einem Hybridantrieb einen kombinierten Antrieb, melst nrancher Äufgaben hilft
es lhnen, we nn Sie sicher
ein Verbrennungsmoror und ein Elektromotor.
bei feststehenCen
Verbindungen, z. B. aus
1. O a) bei Verben und Präpositicnen,
O b) nach sind. Lernen Sie diese gut.
C c) unter
O d)zu
Sprachbausteine
Beispiel 2
O Welche Rechtschreibregeln kennen Sie zur Getrennt- und Zusammenschreibung?
- Denken Sie besonders an die konkrete und übertragene Bedeutung gleichklingender ?innr\Ä/nnn riip
Fügungen. Wird im folgenden Satz die konkrete oder die übertragene Bedeutung *Ji;;;,;,;s gepnirt
gesucht? Denken Sie auch an die Rechtschreibregel zu ß und ss.
ll:1j:ffi;1l?
In älteren Filmen sieht man oft, wie ein Auto 2 und gestartet wird, was heute bei all der ..r?'"1äg"," ü"i o"t
Elektronik in modernen Fahrzeugen nicht mehr so einfach geht. Lösung hilfreich sein.

2. () a) kurz geschlossen a

O b) kurz geschloßen
O c) kurzgeschlossen
O d) kurzgeschloßen

Beispiel 3
O Denken Sie an die Regeln der Adjektivdeklination, wenn Sie die folgende Aufgabe lösen.
Immer mehr Autofahrern ist es wichtig, sich schon lange vol dem Kauf eines Autos über die
Umwelteigentchafien 3 Fahrzeugszuinlormieren. Yipp: Manehmal

3. O a) ihren zukünftigen Lösung ausschließen,


O b) ihren zukünftigem
rr,ali
^J^-
u a Äar iarc..c
a^*,,^ ,^:^L!
i
O c) ihres zukünftigem .i.^+1.. i, t
r rL: rr'5 r)!
O d) ihres zukünftigen

Beispiel4
Auch Redewendungen bzw. umgangssprachliche Wendungen können in Aufgaben vorkommen.
O Achten Sie genau auf die Bedeutung, die diese Wendungen haben.
Auf den deutschen Autobahnen ist es gerade im Sommer immer dasselbe Bild: Kaum haben
die Sommerferien begonnen, brechen viele Familien 4 in den Urlaub au{, und zwar mit
dem Auto. Die Folge sind kilometerlange Staus.

4. O a) auf eigene Faust


O b) Hals über KoPf
O c) ohne Sinn und Verstand
O d) über Kurzoder Lang

Beispiel 5
Manchmal wird eine Kollokation gesucht, also z. B. ein Teil einer Nomen-Verb-Verbindung.
O Lesen Sie das folgende Beispiel und die Antwortmöglichkeiten. Überlegen Sie genau, welche
Bedeutung gesucht wird und welche Bedeutung die Antwortmöglichkeiten haben.

Dabei wird seitens der Autoindustrie oft der Standpunkt 5 , dass quaiitativ hochwertige
Fahrzeuge ihren Preis haben.

5. O a) diskutiert
O b) untergraben
O c) untermauerl
O d)vertreten
So sieht das Prüfungsblatt aus

Sprachbausteine
Lesen Sie den folgenden Text. Welche Lösung (a, b, c oder d) ist jeweils richtig?
Markieren
sie lhre Lösungen für die Aufgaben 1-22. Lücke (0) ist ein Beispiel.

Auch in Europa 0 sich Wüsten aus


Gedenktage gibt es viele, kein \funder, dass 1 auch einige sind, von denen
viele noch nie
etwas gehört haben. Zum Beispiel der ,,Weittag zur Bekämpfung der Wüstenbildung
und Dürre,,
oder 2 gestelzt der \7elt-\füsten-Tag.
Von diesem Gedenktag nehmen die wenigsten Menschen 3 . Das könnte
ein Fehler sein.

Die Wüstenbildung gilt neben dem Klimawandel und dem Verlust der Artenvielfalt
ais
größten Umweltherausforderungen. Und sie 5 alle.

\7üsten gibt es auch in Europa


Die \füste ist nicht immer so weit von Deutschiand entfernt wie die Sahara in Afrika,
die Vüste
Gobi in Zentralasien oder die arabische wüste. \füsten gibt es auch ganz in 6 Nähe _
etwa
die \füste von Täbernas im Süden Spaniens. Genauer gesagt in Alleria, dem Gemüsegarten
Europas, dessen 7 \flasserverbrauch das problem noch verschärfr.
Die \füste von Täbernas hat es 8 rund 280
Quadratkilomerern zwar noch nicht ins Topran-
king der welweit größten \füsten gescha{It, aber das soll nicht t hinwegtäuschen, dass ,i.
größer wird. Und sie ist nicht allein: Die Bardena Reales im Norden Spaniens ist eine
weitere
Halbwüste * derzeit e'rwa 415 Quadratkilometer groß in der au.h i0 allzu viel wächst.
-,
Lebensmittelproduktion in Gefahr
Aktuell gelten bereits 20 der Böden in Spanien l1 verwüstet - und jedes Jahr droht
,P^rozenr
ein weiteres Prozent 12 . Das klingt vielleicht nicht sehr dramatisch, r-nit jedem pro-
zent geht wertvolles Ackerland 13 . Falls es in Zukunft .o 14 wären "b., in
, nur 25 Jah-
ren auch schon 25 Prozent - ein Viertel der Gesamtfläche
- erreicht. Wüstenbildung bedzutet
zunächst, 15 die Fruchtbarkeit der Böden nachlässt, es also immer schwer.r wird, dort in
großem Stil Lebensmittel 16
Denn gerade Gebiete, a$ 17 Kulturpflanzen - also Obst, Gemüse oder auch Getreide
angebaut werden, sind besonders bedroht. In Europa sind davon auch 1g portugal,
-
Grie-
chenland, Italien oder auch Frankreich betroffen.

\7üstenbildung führt 19 Flucht


Der Klimawandel wird die Sache in den armen Regionen der Y/elt weiter verschärfen.
Jedes
Jahr 2O weltweit rund zwölf Millionen Hektar Ackerland zu \füsten das ist 2l
- Flä-
che Deurschlands.
Rund 1,5 Milliarden Menschen sind schon jetzt betroffen: Sie 22 ihre Lebensgrundlage
und müssen fliehen.

179
Sprachbausteine

8.o a) aus 16. O a) anzufertigen


b) bei O b) aufzubauen
O c) dank O c) zu machen
d) mit O d) zu produzieren

r.O a) dadurch e.o a) damit 17. o a) den


O b) daneben O b) danach O b) denen
O c) darunter c) darin O c) deren
d) dazu O d) darüber d) dessen

z.O a) am wenigsten 10. o a) nicht mehr 18. o a) lange


O b) wenig b) nicht wieder O b) länger
O c) weniger O c) noch mal O c) längst
O d) wenigstens O d) noch nicht O d) verlängert

3.o a) Erwähnung 11. O a) als 19. O a) herbei


O b) Kenntnisnahme O b) als ob O b) mit
O c) Nachricht O c) so wie O c) nach
O d) Notiz O d) wie O d)zu

+.O a) eine der 12. O a) da zuzukommen 20. O a) bekommen


O b) eine des O b) dazuzu kommen O b) entstehen
O c) einer der O c) dazu zukommen O c) geraten
O d) eines der O d) dazuzukommen O d) werden

s.O a) appelliert an 13. O a) über alle Berge 21. O a) die gesamte landwirt-
O b) betrifft O b) verloren schaftliche
\-, c) bezieht sich auf O c) vermisst O b) die landwirtschaftlich
O d) meint O d) weg gesamte
O c) insgesamt die land-
6.o a) das 14.O a) weitergehe wirtschaftliche
O b) dem O b) weitergeht O d) landwirtschaftlich die
c) der O c) weiterging gesamte
O d) die O d) weiterginge

t.O a) äußerster 15. O a) dass 22.o a) verlieren


O b) gefräßiger O b) falls O b) vermissen
O c) immenser O c)ob c) verwahren
O d) ungezählter O d) wenn O d) verwirken
Lösungen Hörverstehen, Teil 1
Schritt für Schritt zur Lösung s- 41
Leseverstehen, Teil 1
A1 Welches Kursangebot gibt es? Wann finden die
1.
Schritt für Schritt zur Lösung s.7 Kurse statt? Wo flnden sie statt? 2. Wann und wo
A1 '1.c) weil,2. a) weniger; 3. b) lndem, 4. c) lm Gegenteil finden die Messen statt? Welche Firmen präsentieren
A2 1. b) sondern, l. c) auch,2. Nun,3. Demzufolge,
sich? Mit wem kann man sprechen? 3. Welche Fächer
4. wenn, 5. Seit 6. allerdings, T. So, B. Dagegen, g. des_ kann man studieren? Welche Abschlüsse kann man
\^/adan
erwerben? Wie hoch sind die Kosten? Was sind die
43 1.c),2.b),3. a), a. e),5. d) Vorteile und Nachteile?
A4 1. dabei,2. davon, 3. sie, 4. ihr; 5. deren, 6. deren,
A2 1. Laptop, überall, studieren;2. spart, Zei! nich!
7. dafür, B. dadurch, 9. die, 10. ihm, ,11. sie Uni,
fahren; 3. gleichzeitig, arbeite, studiere, keine, Freizeit;
AG 1.b),2. a),3. c),4. a),5. b), 6. b) 4. Online-Campus, Austausch, Kommilitonen
So gehtt s.11
43 1. Rechner; an jedem Or! meinem Studium nachge-
A1 1. e),2.h), 3. c), 4. a),5. g), 6. d) hen; 2. geringerer Zeitaufwand, kein präsenzstudium
absolvieren; 3. zur gleichen Zei! Geld verdienen, zur
So sieht das Prüfungsblatt aus s.15 Uni gehen, kaum Zeit für sich selbst haben;4. platt_
1. c),2. h),3.b), +. g), 5. d), 6. e)
form im lnternet, Kommunikation, Mitstudierende
A4 1. d),2. a), 3. e), a. c),5. D, 6. b)
A5, mögliche Lösung: b) Auch wenn man keine Hochschul-
Leseverstehen, Teil 2
reife hat kann man online studieren. c) Das Lernmate_
Schritt für Schritt zur Lösung S.18 rial fürVeranstaltungen wird mir einfach zugeschickt.
A1 dringend von etwas abraten, zu bedenken geben;
'1.
d) Bei einem Fernstudium leidet man nicht unter den
2. Kritik üben an, bemängeln; 3. aufrufen zu, zu etwas zu vollen Veranstaltungen an der Universität. e) Man
auffordern; 4. es ist amüsant, es ist erstaunlich; 5. es muss sich selbst besser kontrollieren und einen plan
ist zu beklagen, es ist schade; 6. es wäre wünschens_ für das Studium entwefen. f) Es kostet mehr Geld, ein
wert, es wäre schön; 7.in Frage stellen, bezweifeln; 0nline-Studium einer privaten Bildungsinstitution zu
B. raten, vorschlagen; 9. es ist fraglos, es ist unbestrit_
absolvieren, als an einer öffentlichen Universität zu
ten stud ieren.
A2 1. b), c); 2. c); 3. a), c); 4. c);5. b), c); 6. b), c) AG 1. e), 2.b), 3.f), 4. d)
A4 2. a),3. c), 4. a),5. d), 9. a), 10. b)
A5 1. b), c); 2. a),b);3.b);4. a); 5. c)
So geht's s.43
A3 t. c), 2. g),3.j), a. a), 5.i), 6.f),7. b), B. d)
So geht's s.22
A1 1. e),2. c),3.d), +. a), 5. e), 6. b) So sieht das Prüfungsblatt aus s.45
1. h),2. j),3.b), +. d), 5. f), 6. i),7. a), B. c)
So sieht das Prüfungsblatt aus s.26
1. b),2. d),3. a), 4. d),5. c), 6. e)
Hörverstehen, Teil 2
Leseverstehen, Teil 3
Schritt für Schritt zur Lösung 5.47
A1 1. Charles Landry; arbeite! nicht, Kollektiv; nicht,
Schritt für Schritt zur Lösung s.29 Experte, erscheinen; setzt, nur; Anweisungen, um;
A1 Gleich: 3., 4.,7., B. 2. Kluge, kompetente, Bürge1 Verkehrsmittel, Schulen,
A2 1. a), c); 2.b);3. b);4. b), c); 5. b) wichtigsten; gleichen, Wünsche, andere, Menschen;
A3 1. a) N, b) NE, c) N;2. a) N, b) NE, c N;3. a) NE, weltweit begehrt, umworben; 3. Stadt, kreativ; vor
b) NE, c) NE allem, Künstle4 Unternehme4 viel, Geld, investiert;
A4 1. e),2. g),3. c), a.f) alle, Gruppen, einschließen;4. Laut, Landry Stadt;
45 '1. unvermeidbar - ... ließ sich ... nicht vermeiden. '1
00.000 Ei nwoh neq Wa h rzeichen; kei n Verä nderu n gs_
2. umgehen - ... nicht zu bezahlen. 3. unterbindet potenzial, wenn, klein
- ... sorgt dafür; dass Drogen nicht verfügbar sind. A4 '1. Gruppe - lndividuum;2.
kenntnisreich _ ahnungslos;
4. abgelehnt -... nicht angenommen. 5. versagt _ Sein
3. Fachkraft - Amateuq 4. Anordnung; 5. gefragt _
größter Wunsch wurde nicht erfüllt. 6. verhinderte unbeliebt; 6. ausgeben;7. Symbol; B. Fähigkeit, sich zu
- Durch ihre schnelle Reaktion sorgten die Sicher_ verändern
heitskräfte dafür, dass es zu keiner Katastrophe kam. 45 1. b) lch will nicht wie jemand wirken, der alle
Antwor_
7. auszuschließen - Die gestrigen Ereignisse werden
ten kennt. 2. c) Der globale Wettbewerb um kluge und
sich nicht wiederholen. kompetente Bürger nimmt zu ...
So gehtt S.32
A6 kreativer sind - alle einbeziehen - um die iO0.00O
A1 1. -, 2. f, 3. r, 4. f, 5. -, 6. r, 7. r, B. r, g. r, 10. -, 11. f, 12. b Einwohner; 3. c), 4. a)

So sieht das Prüfungsblatt aus So geht's s. 49


5.37
1. r,2. r,3. r, 4. r,5. -, 6. r,7. f, B. f,9. f, iO. f,11. -,12. b
A1-41.b) Humbold! zu Lebzeiten, von vielen Menschen
gefeiert, beneidet, bewundert, kritisier! v€rg€ssefl
;

181
Lösungen

2. c) Humboldts 100. Geburtstag, erinnerte, nur in von drei möglichen Lösungen erforderlich); 2.fach-
Europa, Berlin, Feier mit ihm, New York, Denkmal, Iiche Begleitung einzelner Schulen im Aufbau/Kon-
aufgestellt; 3. c) Humboldts Forschungsmethoden, takte zu einheimischen Behörden und Ministerien
entsprechen aktuellen Methoden, Anfang 20. Jahr- (eine von zwei möglichen Lösungen erforderlich);
hunderts, rational, später nicht anerkannt;4. c) Hum- 3. bikulturellen Begegnungsschulen; 4. deutsche
boldt heutzutage, Bedeutu ng, Wissenschaft, Künste, Stammkundschaft nicht ausreichend zur Sicherung
förderte, wei I Kli mawandel, interessierte, Weltsicht, der wirtschaftlichen Grundlagen; 5. international kom-
heutigen Menschen, ähnelt; 5. c) Humboldt Meinung, patiblem Bildungsangebot; 6. Aufbau von internatio-
Welt vor der Haustüq sehr komplex, Natur emotional nalen englischsprachigen Abteilungen/international
verstehen, rational messen, Welt, direkt erleben; 6. b) anerkannten Abschlüssen und Zertifikaten (eine von
Humboldts Kritikeri beeinflussten seine Karriere, kriti- zwei möglichen Lösungen erforderlich); 7. Schüler
sierten manchmal, persönlichen Gründen, schätzten, bekommen zwei international anerkannte Abschlüsse;
vielen Themenfelde[ bearbeitete; 7. a) Galvanismus, B. Schwierigkeiten bei Abnahme von Prüfungen für
Bereich, Humboldt sich beschäftigt, Methode, Elekt- das Deutsche Sprachdiplom; 9. profitabler lnvestiti-
rizität aus Tieren erzeugen, durch Humboldt populär; onsbereich; 10. Entstehung neuer Privatschulen
8. c) Humboldt Peru, Seevögeln Experimente, in Peru
Dünger angebaut, verursachte, Entdeckung, Fol gen
nicht wollte; 9. c) Reise durch Südamerika, legte Hum- Schriftl icher Ausd ruck
boldt, Venezuela, Plantagen an, stellt Humboldt seine Wie ist eine Argumentation aufgebaut? s. 66
Prognosen, Zukunft vo6 Humboldt besorgt, Umgang A1 '1.Erörterung, 2. Argumentationskette, 3. Gründen,
U mwelt; 10. b) Humboldts Zukunftsprognosen, völ ig I 4. Einwänden, 5. Erfahrungen, 6. veranschaulicht,
falsch erwiesen, leiteten, aus Beobachtungen ab, 7. Fazit
sagen Besiedlung, anderen Planeten, voraus A2 a) 1G, b) 2G, c) 18, d) 2E, e) \E, f) 28

So sieht das Prüfungsblatt aus s.52


A3 Behauptung: Fernsehen macht dumm. Gründe: behin-
dert Sprachentwicklung bei Kindern; nur zuschauen,
1.c),2.c),3.a),4. c),5.b),6. a),7.a),8.b), s. c),10. c)
nicht denken; Beispiele/Erfahrungen: Nachbarskind
+ dauernd vor dem Fernseher, kann mit sechs noch
Hörverstehen, Teil 3 nicht richtig sprechen; Einwonde: Die Behauptung
ist pauschal nicht richtig, es kommt darauf an, was
Schritt für Schritt zur Lösung s.54
man sieht; politische Bildung, viele informative Sen-
Al 1. wissenschaftliche Arbeitsmöglichkeiten, Ausstat-
dungen; Beispiele/Erfohrungen: Bekannte -; durch
tung von Laboren;2. Studienplätze reduziert, Qualität
TV-Bericht lnteresse an Meeresbiologie; Parlaments-
sinkt; 3. ärmste englische Haushalte 70.000 Euro Stu-
debatten im TV
dienschulden für ein Kind, drei Viertel der Studierende
Schulden nach 30 jahren noch nicht beglichen Ein Thema auswählen und ldeen sammeln S. 68
A2 '1. ... akademischen und beruflichen Perspektiven, in A1 Thema A: zentrales Thema: Haltung von Tieren in
Kultur des Ziellandes eintauchen, Fremdsprachen- Zoos; Adressat(en): alle am Thema lnteressierten;
kenntnisse verbessern, globales Netzwerk aufbauen; Kontext: öffentl iche Website/Öffentl ichkeit; The m a B :
2. ... Stoff häufig wiederholen, nicht zu viel Arbeit zentrales Thema: Zoobesuch von Grundschulklassen
aufladen für letzte Zeit vor Prüfung, Entspannungs- - sinnvoll oder nicht?; Adressat(en): Kommilitonen,
übungen einlegen, kurz vor der Prüfung anderen Lehrkräfte; Kontext: Universität
Aktivitäten zuwenden; 3. ..., mehr akademische Frei- A2 öffentlicher Konfexf: Beispiele/Bezüge zum Alltags-
heiten, stärkere Bindung an Uni und Studierende leben i u n ive rsi tö re r Ko n text: spezifischer Fachwo rt-
A3 1. zu Überford erung;2. in den letzten Jahren nicht schatz, Rückgriffe auf wissenschaftl iche Studien;
verändert; 3. auch interkulturelles Wissen beide Kontexte: für Leserinnen und Leser nachvoll-
A4 2. Prestige eines Fachbereichs, finanziellen Nutzen in ziehba r a rgumentieren, kompl izierte I nhalte ver-
der Zukunft, wenn sie in Studiengebühren investieren; ständlich erklären; keiner der beiden Kontexte: direkte
3. offener und weniger ungleich, 4. exklusive Schule, Ansprache der Adressaten, auch einfache lnhalte mit
I exklusive Hochschule; 5. nach Leistung zugewiesen; Fachwortschatz beschreiben, Umgangssprache
nach Herkunft
I
So geht's s.73
So geht's s.56 A1 private E-Moil/Textnochricht: Bei mir hat sich viel
A1-5 1-5 vgl. A2, 6. Mensch selbst; 7. konkretes Ausbildungs- getan. - Das war dann einfach nicht so toll. - Du-Form
ziel; B. eigene ldeen entwickeln und ausprobieren; - lch habe in den letzten Monaten eine Umschulung
9. Herausforderungen des Berufslebens annehmen/ gemacht. (po p u I o r)wi s se n sch oft I i ch e r lexf: Da m it s i nd
bewä ltigen; 10. a ktiv Gesel lschaft mitgesta lten folgende Nachteile verbunden: - Nicht nur im medi-
zinischen Bereich hat sich das Berufsbild gewandelt.
So sieht das Prüfungsblatt aus s.60
'1. Verbesserung der Kommunikation mit Deutsch-
- Sie-Form - Während der vergangenen Jahre hat sich
vieles verändert.
land/Förderung des wechselseitigen Verständnisses/
realistische Berichte über Schulentwicklungen (eine
A2 1.b),2.c),3.a)

L82
' il,lLi.
A3 2.,4.,7. Illt'il

A4 1.,3.,5.,7 We,:er:- 'a":- ,a-.-" - ::'- - : Ii i' :"il P:1:


A5 Ausschnitt B passt; in Ausschnitt A wird Bezug zum Argumenr :. --- : -=- I -=-'= : -T l:' a ''4{'l
.::'

(oito ? 7 -- -:':-:: '- l: '


-

Fach genommen (entspricht nicht der Situierung), es - =":'='


*
Seite, A. Ein v,e :e-:' '.::-:- - ' : ::-:-i - -l- : '*
handelt sich um einen ,,Vortrag" (Textsorte passt nicht)
und es werden,,Ergebnisse einer aktuellen Studie" 5.Zwar,6. aber
präsentiert statt eine umfassende Stellungnahme A9 1.dafüri 2. dagegen.3. : :s - ,, = :* : - --
abzugeben. besch rieben/erläutefc
A10 1. Dies, 2.dafür,3. wie (e,ng=-:: --::-
Wie ist ein argumentativer Text aufgebaut? S- 75
A12 1. verschweigen,2. gegenÜbei 3. t:-s::'-
A1 Einleitung: lnteresse der Leserinnen und Leser 4. genannten ... gute GrÜnde, 5. a-=a' =-
wecken, das Thema fl€hrt€fl; Houptteil: Beispiele/
Erfahrungen nennen, Einwände nennen und begrün- Schluss
den, Pro-Argumente nennen und begründen; Schluss: Al 1.Fazit,2. BehauptungiThese
die eigene Position/Meinung darlegen, ein begrÜnde- A4 l.Bezug auf die Behauptung am Anfang, Fazlt, :e'-
tes Fazit ziehen sönliche Meinung; 2. Fazit, Bezug auf die Behaupt--g
A6 1. These/Behauptung, 2. schwächsten, 3. stärksten am Anfang, persönliche Meinung, ob sich die Mei-
A9 1. contra,2. neutral nung geändert hat, zukünftige Entwicklung o. A.
All 1. gebündelt/am Block,2. abwechselnd,3. gebÜndelti A5 f. im Folgenden,2. Zunächst, 3. lm Anschluss,
am Block, 4. Behauptung/These, 5. Fazit 4. anschließenden Fazit, 5. Abschließend, Zum Schluss,
6. Fazit,7. Meiner Auffassung nach, 8. Meine persönli-
Struktur der einzelnen Abschnitte - che Meinung, 9. geändert
Einleitung s.79 A6 7.3: mich im Folgenden befassen., Z. 4: Zuerst werde
41 1. das Thema, 2. das lnteresse der Leser ich die Vorteile darlegen:, Z. 6: Anschließend/lm
A2 A:3.,7.; B:1., 4., 6.; C: 2., 5. Anschluss daran werde ich ...,2.8: Abschließend/
A5 Einleitung: Bevor ich auf die einzelnen Argumente Zum Schluss lege ich ...,2.13: Damit komme ich zum
eingehe, möchte ich von einem Beispiel berichten. Schluss ...,7.1l:Welches Fazit kann ...,2-15: Meiner
- Einleitend möchte ich ... - ln einem ersten Schritt Auffassung/Meinung nach ...
möchte ich ... - ln einem ersten Schritt möchte ich
die Vorteile, in einem zweiten Schritt die Nachteile Redemittel und Wortschatz abwechseln s.86
darlegen und diese anschließend gegeneinander Al Vorteile bzw. Nachteile nennen: Als Argument dafÜr/
abwägen. - Zu Beginn sollen ... - Zunächst möchte dagegen kann man anführen ... - Als positiv/negativ
ich die Gliederung darlegen. Schluss: lch möchte mit kann man bewerten ... - Ein Vorteil/Nachteil ist ...
einer persönlichen Stellungnahme abschließen - - Ein weiterer positiver/negativer Aspekt ist ... - Es
Man kann zusammenfassend feststellen '.. - Welche gibt aber auch Schattenseiten. - Es ist von Vorteil/
Schlussfolgerungen lassen sich aus dem zuvor Dar- Nachteil, ... - Für/Gegen ... spricht ...;Vor- und Nach-
gelegten ziehen? - Welches Fazit kann man ziehen? teile obwögen: Auf der einen Seite ... auf der anderen
- Wie bereits zuvor betont, überwiegen die Vorteile Seite ... - ... einerseits ... andererseits ... - Zwar . '.,
sowohl qualitativ als auch quantitativ. - Zusammen- aber ...; Argumenten/Aussagen zustimmen: Diesem
fassend lässt sich sagen ... Argument kann ich mich nur anschließen. - Dieser
A6 '1: Rückgriff auf historisches Ereignis, Frage als Stilmit- Aussage möchte ich mich anschließen. - Dieses
tel;2: Beispiele in Verbindung mit Übertreibung/lronie Argument flnde ich schlüssig und überzeugend.i Argu-
als Stilmittel, Fragen als Stilmittel menten/Aussagen widersprechen: Dem kann ich nicht
A8 1. das Thema, 2. neugierig, 3. Überblick, 4' Aufbau zustimmen. - Die Richtigkeit dieser Annahme möchte
ich bestreiten. - Diese Ansicht teile ich nicht. - ...
Hauptteil S. 81
halte ich nicht für überzeugend.; Beispiele einführen:
A1 '1.Einwände (Nachteile, Contra-Argumente), 2. begrÜn- Als Beispiel kann hier ... gelten. - Das wird auch an
den, 3. Veranschaulichung, 4. Erfahrungen folgendem Beispiel deutlich: ... - Dazu möchte ich ein
A2 1. c) (,,persönlichen Erlebnis"), z. a) (,,enorm wichtig")' Beispiel anführen: ... - Folgendes Beispiel verdeut-
3. b) (,,Einwand") licht das: ...i eigene Erfohrungen thematisieren: Damit
A4 Beginn:als erstes/zentrales (Pro-/Contra)Argument habe ich auch selbst schon Erfahrungen gemacht:
- das erste/wichtigste (Pro-/Contra-)Argument - zu ... - Das habe ich selbst auch schon erlebt. - Meine
Beginn - zuerst - zunächst; weitere Argumente: eigenen Erfahrungen bestätigen dies.
daneben - darüber hinaus - das nächste Argument A2 1. ,,Argument" wiederholt sich, Alternativen sind z. B.:
- des Weiteren - ein weiterer Vorteil/Nachteil - fer- Ein weiterer Vorteil ..., Ein weiterer positiver Aspekt
ner - schließlich - weiterhin; Ende: abschließend ...;,,zustimmen" wiederholt sich, Alternativen sind
- der abschließende Nachteil/Vorteil - zulelzt- zum z. B.: Dieser Aussage schließe ich mich an. Das finde
Schl uss ich überzeugend. 2. ,,dagegen sprechen" wiederholt
A5 1. andererseits,2. auf der anderen Seite, 3. zum ande- sich, Alternativen sind z. B.: Als negativ kann man
ren, 4. aber bewerten ..., Ein Nachteil ist ..., Ein weiterer negati-
ver Aspekt ist ...; ,,Erfahrung machen" wiederholt sich,
Lösungen

Alternativen sind z. B.: Das habe ich selbst (schon) zusätzliche Betonung der Mühe, die die Suche gekos-
erlebt. Meine Erfahrungen bestätigen dies. 3.,,einer- tet hat
seits ... andererseits" wiederholt sich, Alternativen A5 1.5,2.5,3. S,4. H, 5.E,6.H15,7. H,B. S, 9.S,10. H,11. H
sind z. B.: Auf der einen Seite .... auf der anderen A6 1. a), 2. b), 3. b), 4. a), 5. a), 6. b), 7. b), B. a)
Seite ...., Zwar ..., aber A7 ... von meinen Erfahrungen berichten. Vor einiger Zeit
habe ich selbst ein modernes Haushaltsgerät gekauft,
Typische Fehler erkennen und vermeiden S. 89
einen Saugroboter. lch war von den Funktionen
A1 1. Modus und Tempus sind falsch, Korrektur:,,... ent-
wirklich begeistert. ... Als Fazit kann man festhalten,
wickeln wird!',2. Modus und Wortstellung sind falsch,
dass moderne Haushaltsgeräte das Leben einfacher
Korrektur: ,,... sei in zehn Jahren möglichlf 3. Wort-
machen. Meine persönliche Empfehlung ist daher;
stellung und Komparativ sind falsch, Korrektur:,,Einer
diese Geräte zu kaufen und zu nutzen.
Studie zufolge ... für die meisten Menschen ..."
A2 1.Wie alles andere ...,2.|chwäge nun dieVor- und So geht's: Teil 14 s.103
Nachteile ab., 3. durch die Finger rinnen, 4.,,eigent- A2 positiv; Einleitung ist knapp; negativ: Begrüßung
lich" ergibt hier keinen Sinn: Das Thema ist wichtig., nicht angemessen (umgangssprach ich), WortschatzI

5. Die Kehrseite der Medaille ...,6. Man darf auch ..., umgangssprachlich bzw. nicht angemessen für einen
7. lch möchte Licht ins Dunkle bringen./lch möchte Vortrag (,,rede" statt z. B. ,,befasse mich"), ungenauer/
die folgenden Punkte beleuchten., B. Damit möchte unklarer Anschluss (,,Genauer gesagt"), Hinweis auf
ich sagen/ausdrücken/..., 9. Dazu nehme ich nun Schluss/Fazit fehlt (Struktur der Präsentation bleibt
Stellung. 10. ... Probleme lösen ...,11...., die nützlich/ unklar), Ietzter Satz nicht angemessen (Register/Situ-
hilfreich sind. ation nicht getroffen, Wortschatz ist nicht angemes-
A3 1.,,Damals" hat keinen Bezug.2. Was mit,,Sport" sen)
gemeint ist, ist Allgemeinwissen, Definition ist über- A3 Beispiel 2: positiv: die geforderten Punkte (Thema,
flüssig. 3.,,Wie oben erwähnt" hat keinen Bezug. 4. Die Aufbau der Präsentation) genannt, Umsetzung nicht
Aussage ist unsinnig/falsch. Eine Aussage über Wün- optimal; negativ: Wiederholungen bzw. Redundanzen
sche von,,allen" ist nicht möglich. (Thema zu Beginn knapper, Bezug auf die Einleitung
A4 Einleitung insgesamt gelungen, Thema genannt, überfl üssi g), Haupttei I mit Vor-/Nachtei len sowie Bei-
Interesse der Leser wird geweckt. Ab,,lnsofern ..." spielen und Erfahrungen wird umständlich beschrie-
I
etwas umständlich: Hauptteil: beginnt abrupt ohne ben (mehrere Sätze!), Bezug auf die,,zuvor genannten
einleitenden Satz. Anschluss an erstes Argument Argumente" überflüssig; deshalb: Einleitung viel zu
(,,. .. neu anzufangen'l') un klar. Zusammenhang der lang; Beispiel 3: positiv: knapp, gut strukturiert, ange-
Wissenschaftler mit dem davor Erläuterten? Es fehlt messener Wortschatz, Aufbau der Präsentation wird
eine Überleitung, ebenfalls von den Vorteilen zu den klar dargelegt; negativ: -
Nachteilen. Nachteile nicht angemessen eingeführt. A4 Themo'l: positiv: Verantwortung übernehmen, evtl.
Im Absatz: unklare Verweise/Verkn üpfu ngen. Argu- regelmäßige Bewegung, Respekt vor anderen Lebe-
$
mentation unklar/widersprüchlich, Sätze stehen eher wesen lernen, Interesse fürTiere/Natur wecken; nega-
unverbunden nebeneinander. Schluss: nicht angemes- tiv: Kosten, ggf. zeitintensiv, was tun im Urlaub bzw.
I
sen eingeleitet, Sätze stehen unverbunden nebenein- in den Ferien?, Krankheiten/Allergien; Thema 2: Land:
ander. Deutschland; Verkehrsmittel: v. a. Busse, Straßenbah-
l
A5 Absatz nach,,... Meinung"(Ende Einleitung); nach,,... nen, Züge; Wer nutzt sie? Pendler (Weg zur Arbeit),
Berufsfelder kennen lernen." (Ende Pro-Argu mente); Schüler/Studierende (Weg zur Schule/Universität),
I nach,,... falscher Eindruck.": (Ende Contra-Argu- Menschen im Alltag 1v. a. Altere bzw. Menschen ohne
mente/Hauptteil; möglich weiterer Absatz nach ,,... Auto)
selbst sehenl' (Ende Fazit). A7 Land: Deutschland; Bestandteile: Fernverkehr und
I Nahverkeh; Fernverkehr: Zugverbindungen, Fern-
t
t busse, Flugverbindungen (meist keine gute Alterna-
t Mündlicher Ausdruck tive); Nahverkehr: innerhalb einer Stadt (v. a. Busse,
Schritt für Schritt zur Lösung: Teil 1A S.100 Straßenbahnen), Besonderheit: Wuppertaler Schwe-
A1 1. küstennahen Küstennebel,2. grünes Blaukraut, bebahn; Erfahrungen/Beispiele: positive Erfahrung
3. ,,hülfe" hört, 4.2üge ... zügig,5. Viele ... lieben mit Schwebebahn (zwar wacklig, aber schöne Aus-
Eis, 6. spielen ... spülen, 7. einer hält Geier ... Reiher sicht)
... auseinandeq B. hält Wichte ... ziemlich wichtig, A9 1. muss,2. kann,3. kann
9. Pfauenauge ... hübscher; 10. erfreut ... Zwiebelku- A11 meinen Paftner bzw. meine Partnerin; natürlich/
chen... Beliebtheit gleichmäßi g/,,norma l"
A3 2. Suche: Betonung des Prozesses der Suche,3. pas- A13 Effekte von Haustieren, Verantwortung; positive
senden: nicht die Suche allgemein, sondern nach der Effekte, wenn sie Verantwortung übernehmen müs-
passenden WG wird als mühsam empfunden, 4. Wohn- sen: strukturiert den Tag, man hat eine Aufgabe,
gemeinschaft: Suche nach WG (allgemein, nicht einer Haustiere gut für psychisches Wohlbefinden, man
passenden Wohnung) ist anstrengend, 5. wirklich: muss sich bewegen (gut für Abwehrkräfte)

784
A14 Beispielfrogen ,,Kinder": lst jedes Haustier für Kinder Schritt für Schritt zur Lösung: Teil 2 s.112
geeignet? Was machen die Eltern, wenn das Kind sich Al l.sehe,2.widersprechen,3.sagen/beitragen,
nicht mehr um das Tier kümmern will? Hatten Sie 4.zustimmen, 5. Erfahrungen gemacht, 6. Meinung
als Kind ein Haustier?; Beispielfragen ,,Erwochsene": 7.unterbrechen, B. verstehe, 9. bedeuten/meinen
Haben Sie selbst Erfahrungen mit Haustieren? Gibt es A2 a) 9; b) 5, 6; c) 1,2, 4; d) Bi e) 3,7
auch negative Aspekte, wenn Erwachsene Haustiere
So geht's: Teil 2 s.113
halten? Denken Sie, Haustiere spielen in Deutschland
eine größere Rolle als in anderen Ländern?
A1 1. nicht angemessen, da umgangssprachlicher
Wortschatz; 2. angemessen, Frage ist sachlich und
Schritt für Schritt zur Lösung: Teil 18 S.108 prägnant; 3. nicht angemessen, umgangssprachlicher
A1 1. Haben Sie das selbst schon erlebt?, Können Sie Wortschatz, inhaltlich nicht die Aufgabe getroffen (Sie
von lhren Erfahrungen damit berichten?, Wissen Sie sollen über unklare Worte diskutieren, statt diese (und
das aus eigener Erfahrung? 2. Das Wort ... ist mir damit das Thema) zu ändern); 4. angemessen, Wort-
leider unbekannt, was bedeutet das? Könnten Sie schatz und Anrede passen zu Situation und Register,
den Begriff ... bitte erklären, ich kenne ihn leider Frage ist klar
nicht. Was versteht man unter ...? 3. Das Argument A2 1. a) nicht angemessen, da persönliche Erfahrungen
... überzeugt mich noch nicht, könnten Sie es näher genannt und erfragt werden (es geht nur um die
begründen?, Könnten Sie das genannte Beispiel noch Klärung eines Begriffs); b) angemessen, da inhaltlich
ausführlicher beschreiben?, Wie genau war das Argu- richtig und auf das Wesentliche beschränkt; c) nicht
ment ... gemeint? 4. Denken Sie, dass der Bereich in angemessen, da inhaltlich falsch;2. a) nicht angemes-
Zukunft eine größere Relevanz haben wird?, Was den- sen, inhaltlich falsch, umgangssprachlicher Hinweis,
ken Sie, wie sich dieser Bereich entwickeln wird? dass es eine Vermutung ist (wenn Sie nicht sicher
sind, sollten Sie lhre Antwort damit einleiten,z.B.,,lch
So geht's: Teil 1B s.109
bin mir zwar nicht ganz sicher; aber ich glaube ...");
A2 2. ist richtig bzw angemessen
b) nicht angemessen, da nach dem inhaltlich richti-
A3 3. ist die beste Lösung, aber auch 4. ist angemessen.
gen und knappen Anfang persönliche Erfahrungen,
So sieht das Prüfungsblatt aus: Teil 1 5.111 Schätzungen, Vermutungen ergänzt werden (die nicht
1A, Thema 1: Hier können Sie darüber sprechen, wie zur Klärung beitragen); c) angemessen, da inhaltlich
beliebt gedruckte Medien sind, wie oft man sie im richtig, präzise formuliert und auf das Wesentliche
Alltag sieht/nutzt, ob sie eher zur Unterhaltung/ beschränkt
lnformation/zum Lernen genutzt werden, ob Sie eine A3 Kaktus ist eine Pflanzenart, meist mit Stacheln, die
Veränderung in diesen Aspekten beobachten können wenig Wasser braucht und große Hitze verträgt. - Ein
(Zunahme/Abnahme der Nutzung), wie lhre eigenen Einhorn ist ein Fabelwesen, es sieht aus wie ein Pferd,
Erfahrungen sind und wie Sie die zukünftigen Ent- hat aber auf dem Kopf - zwischen Nase und Augen -
wicklungen einschätzen. ein spitzes Horn. - Ein Gartenzwerg ist eine Figur aus
Thema 2: Sie können z. B. darüber sprechen, dass Stein oder Ton, die aussieht wie ein Zwerg aus einem
Medien die Vermittlung des lnhalts unterstützen kön- Märchen und oft in den Vorgarten gestellt wird.
nen, den Unterricht interessanter machen können, die A4 Der Sprecher antwortet zu Beginn einsilbig. Als er
Schülerinnen/Schüler selbst recherchieren oder auch dann etwas mehr sagen will, unterbricht die Spre-
Medien erstellen können. Andererseits lernen die cherin ihn. Die Sprecherin kommt dann vom Thema
Schülerinnen/Schüler nicht mehr; sich auf Texte und ab und geht nicht auf den Partner ein, sie lässt ihn
Inhalte zu konzentrieren, ohne Unterstützung über nicht mehr zu Wort kommen. Dieser verwendet zum
Probleme nachzudenken und eine Lösung zu finden. Schluss unangemessene Umgangssprache.
Bei der eigenen Arbeit mit digitalen Medien werden A5 1. b), c); 2.c);3.a), b);4. c)
sie zudem abgelenkt und konzentrieren sich nicht auf A6 A: um Hilfe bitten, Vermutungen anstellen, zustim-
den Unterricht. Berichten Sie auch von eigenen Erfah- men d e rs p rec h e n, B e s p e e/ E rf a h ru n ge fl rr € F € r'r ;
/w i i i I 11

rungen (oder denen von Freunden, Familie etc.) und B: einWort erklären, Vermutungen anstellen, zustim-
ziehen Sie ein Fazit. men/widersprechen, Beispiele/Erfahrungen nennen
1 B, Thema 1: Lesen Sie selbst Büchet Zeitungen, A7 Track 34: zustimmen/widersprechen; Track 35: Bei-
Zeitschriften? Falls ja: wie oft und welche? Warum spiele/Erfahrufi g€r n€nn€n; Track 36: zustimmen/
gerade diese? Falls nein: warum nicht? War das früher widersprechen und Vermutu ngen anstel len ; lrack 37 :
anders? Denken Sie, dass gedruckte Medien irgend- zustimmen/widersprechen; Track 38: ein Wort erklä-
wann ganz verschwinden werden? ren
Thema 2: Haben Sie in der Schule mit digitalen
So sieht das Prüfungsblatt aus: Teil 2 S.115
Medien gelernt? Welche digitalen Medien halten Sie
Sie könnten zu diesem Zitalz.B. die Bedeutung von
für besonders sinnvoll beim Lernen? Sollten Lehrer
,,Wah rsagen" klären, Vermutungen äußern, warum
sich in dem Bereich fortbilden? Wird es zukünftig
man vom Wahrsagen leben kann, lhre Meinung und
in Schulen nur noch digitale Medien statt Büchern
Erfahrungen dazu äußern, was passiert, wenn man
geben?
die Wahrheit sagt, hierzu evtl. auch Beispiele aus
Kunst/Kultur geben (Filme o. 4., in denen die Protago-

185
Lösungen

nisten nur die Wahrheit sagen), Vermutungen anstel- Dann kann man die Zellen miteinander verlöten./
len, warum man vom ,,Wahrheit sagen" nicht leben Dann können die Zellen miteinander verlötet wer-
kann. den./Dann sind die Zellen miteinander zu veriöten./
Dann lassen sich die Zellen miteinander verlöten.

Grammatik 2 lndirekte Rede (Konjunktiv l) S.120


1 Passiv s.117
A1 1. Die Sekretärin berichtete, dass die Professorin eme-
ritiert werde.2. Der Student gab an, dass der Profes-
A1 1. Die ersten Universitäten in Deutschland wurden im
sor einfache Klausuren stelle. 3. Die Lehrerin meinte,
'14.
Jahrhundert gegründet.2. In den Sechzigerjahren dass Deutschlernen gar nicht so schwer sei./...,
des letzten Jahrhunderts sind viele neue Hochschulen
Deutschlernen sei gar nicht so schwer.4. Die Politiker
eröffnet worden.3. Seitdem sind zahlreiche neue
behaupteten vor den Wahlen, dass sie keine Studien-
Studiengänge eingeführt worden. 4. ln Zukunft wird
gebühren erheben würden. 5. Der Zwei-Sterne-Koch
die Hochschullandschaft in Deutschland weiter aus-
meinte, veganes Essen sei kein Genuss, denn man
gebaut werden. 5. Die Quote der Studierenden und
könne keine Gerichte ohne Milch oder Eier auf hohem
Absolventen soll weiter erhöht werden. 6. Dafür wird
Niveau zubereiten.
von der Regierung viel Geld investiert werden müs-
sen.
A2 Die Bundesregierung berichtet, Menschen mit Behin-
derung hätten im Arbeitsleben große Probleme.
A2 1. wurde ... unterzeichnet, 2. wurde ... in Gang
Trotz spezieller Regeln im öffentlichen Dienst seien
gesetzt, 3. geschaffen werden, 4. erleichtert werden,
die Bedingungen unfair. Menschen mit Behinderung
5. anerkannt werden, 6. verbessert werden, 7. wurden
oal oot
würden bei der Arbeitssuche benachteiligt und hätten
oft Angst um ihren Arbeitsplatz. Nach Meinung der
A3 1. sind ... eröffnet, 2. sind eingeführt, 3. ist ... ausge-
Betroffenen lade man sie nicht zu Vorstellungsge-
baut; 4. ist ... erhöht, 5. ist erleichtert, 6. sind ... aner-
sprächen ein. Die Arbeitgeber zweifelten vielleicht an
kannt, 7. sind ... gelegt
ihrer Kompetenz oder befürchteten, dass sie viel Hilfe
A4 1. Durch den Wirbelsturm waren viele Menschen
bräuchten/bra uchen würden.
gefährdet. 2. Nach der Überschwemmung war die
Stromversorgung gestört. 3. Viele kleine Unternehmen
A3 Victor erzählte, dass er schon länger mit dem Gedan-
ken gespielt habe, .... Aus diesem Grund habe er
waren durch Großkonzerne bedrängt.4. ln der neuen
sich ... . Das Auswahlverfahren sei recht schwierig
Kalkulation waren die Ausgaben für die Mitarbeiter
gewesen, denn es habe ... gegeben. Doch schließlich
schon berücksichtigt. 5. Die Medikamente waren für
habe er Erfolg gehabt und (habe) ein Semester ...
den europäischen Markt nicht zugelassen. 6. Die Bür-
verbracht. Er rate jedem, ...
ger waren politisch gut informiert. T. Die Studierenden
waren an der Veranstaltung nicht interessiert. B. Die 3 Modalverben - subjektive Bedeutung 5.122
Jugendlichen waren von ihren Freunden stark beein- A1 1. hohe Wahrscheinlichkeit: Höchstwahrscheinlich ist
flusst. dieses Buch schon sehr alt, denn ... 2. Vermutung:
A5 1. Tabellenzeile: Ein Solarpanel kann man gut selber Möglicherweise ist diese Forschungsarbeit für einen
bauen./Ein Solarpanel kann gut selber gebaut wer- Laien langweilig, aber ... 3. NegativeVermutung: Es
den./Ein Solarpanel ist gut selber zu bauen./Ein Solar- ist ziemlich sicher, dass der Kläger gar nicht gesehen
panel lässt sich gut selber bauen. 2. Tabellenzeile: hat, wie ... 4. Gerücht, Behauptung: Die Seminarteil-
Zuerst muss man Solarzellen kaufen./Zuerst müssen nehmer haben angeblich intensiv studiert, dennoch
Sola rzel len gekauft werden./Zuerst sind Solarzel len ... 5. hoheWahrscheinlichkeit: Zweifellos hat Petra an
zu kaufen. 3.Tabellenzeile: Solarzellen kann man einer Universität studiert, denn ...
online finden oder im Baumarkt bestellen./Solarzellen A2 '
1. sollte objektiv; 2. soll
'subjektiv: jemand sagt
können online gefunden oder im Baumarkt bestellt das, man kann es nicht überprüfen; 3. will ' subjektiv:
werden./Solarzellen sind online zu flnden oder im er sagt dies von sich selbst, es gibt keinen Beweis;
Baumarkt zu bestellen./Solarzellen lassen sich online 4. dürfte ' subjektiv: sehr wahrscheinlich; 5. mLlss >
finden oder im Baumarkt bestellen./Solarzellen sind objektiv;6. könnten'subjektiv: vielleicht, es ist mög-
im Baumarkt bestel bar. 4. Tabel lenzei le: Manch mal
I lich;7. mag' subjektiv: nicht ausgeschlossen, möglich
muss man Wachs von den Zellen entfernen./Manch- A3 '1. Der Diamant soll ... wert sein. 2. Sie mag recht

mal muss Wachs von den Zellen entfernt werden./ haben. 3. Die Verstorbene sol L . . vererbt haben.
Manchmal ist Wachs von den Zellen zu entfernen. 4. Nach Ansicht einiger Experten kann diese Tierart
5.Tabellenzeile: ln heißem Wasser kann man das nicht überleben. 5. Politiker sollen Maßnahmen zum
Wachs leicht ablösen./ln heißem Wasser kann das Schutz der Umwelt ergreifen. 6. Wissenschaftler
Wachs leicht abgelöst werden./ln heißem Wasser ist wollen international anerkannt werden.7. Der Nobel-
das Wachs leicht abzulösen./ln heißem Wasser lässt preisträger soll ... lehren. 8. DerZeuge will ... genau
sich das Wachs leicht ablösen./ln heißem Wasser ist gesehen haben.
das Wachs leicht ablösbar. 6. Tabellenzeile: Die Solar- A4 1. Die Studiengebühren sollen bald wieder erhoben
zellen muss man auf eine Platte kleben./Die Solarzel- werden. 2. Das Studentenmagazin ,,Studi" will als ers-
len müssen auf eine Platte geklebt werden./Die Solar- tes Presseorgan davon erfahren haben.3. Innerhalb
zellen sind auf eine Platte zu kleben.7. Tabellenzeile: des Bildungsministeriums soll es noch Differenzen

I
über den Zeitpunkt geben.4. Die Bildungsministerin einen Ort herumgehen,2. a) durch etwas gucken,
soll gegen eine sofortige Erhöhung sein. 5. Die Uni- z. B. durch ein Fenster schauen, b) die wahren
versitätsd irektoren wol len a le Alternativen überprüft
I
Zusammenhänge erkennen
haben.6. Die Gebühr soll B0O € pro Semester betra- A3 1.t),2.e),3.9), +. a), 5. b), 6. d),7. h), s. c)
gen. A4 1. erarbeiteten: arbeiten an,2. ersetzen: austauschen,
4 Verben mit Präpositionen 3. verrechneten: falsch ,,rechnen", falsch planen,
s.125
A1 darüber;2. davon, 3.für,4.von,5.2u,6. gegen,7. mit,
1. 4. erschwerte: schwerer machen, 5. verlängerte: mehr
B. von, 9. dazu,10. daran Zeit geben
A2 1. zu einem,2. an ihren, 3. Von dieser; 4. mit de6 5. auf A5 Auswahl: Beispiel: abmachen, aufmachen, ausma-
-,6. an -,7. nach einem, B. über das, 9. über die,10. zu chen, durchmachen, zumachen, vermachen, vorma-
der chen. 1. anstehen, beistehen, entstehen, feststehen,
A3 1. ..., dass die Politiker ihre Wahlversprechen umset- u nterstehen; 2. beitragen, eintragen, vertragen;

zen. 2. Was er von sich selbst verlangt, erwartet er 3. abhalten, anhalten, aushalten, enthalten, festhal-
auch von seinen Forschungskollegen.3. Sie arbeitet ten, hinhalten, sich verhalten, unterhalten; 4. abstel-
intensiv an dem Projekt und lässt sich von nieman- len, anstellen, ausstellen, darstellen, entstellen,
dem etwas vorschreiben.4. Als Repräsentantin der feststel len, u nterstel Ien, verstel len, vorstel len
Studierenden verfügt sie im Universitätsrat über das A6 abgehen, angehen, aufgehen, begehen, entgehen,
Stimmrecht. 5. Die Kosten für das neue Labor liegen losgehen, vergehen, weggehen, zugehen
bei rund zehn Millionen Euro.6. DerWissenschaftler A7 1. begeht, 2. verging, 3. entging, 4. weggegangen,
kann sich nicht um seine vielen Verpflichtungen küm- 5. ging ... an
mern.7. Die Koordinatorin wird dafür bezahlt, dass sie A8 abgeben, aufgeben, ausgeben, umgeben, vergeben,
sich um die Studierenden kümmert. mitgeben, vorgeben, angeben
A4 1. mit der Lehrbeauftragten einen Termin, die Verein- 6 Nominalisierungen s.131
barung eines Termins mit der Lehrbeauftragten, 2. mit A1 1.die Umstellung,2. die Wahrnehmung.3. die Erklä-
der Studienordnung, die Beschäftigung mit der Studi- rung, 4. der Vergleich, 5. die Zustimmung, 6. die Stel-
enordnung; 3. über das Auslandssemester, der Bericht lungnahme, 7. die Verallgemeinerung, 8. die Selbstdar-
über das Auslandssemestel 4. an ihre Vernunf! der stellung, 9. die Einstellung, 10. die Weltanschauung
Appell an ihre Vernunft; 5. etwas an dieser Entschei- A2 1. Es ist unbequem, in diesem Fahrzeug zu fahren.
dung, die Anderung dieser Entscheidung; 6. an der 2. Der Professor verlangt, dass diese Aufgabe schnell
Seminararbeit, die Arbeit an der Semina rarbeit;7. zum erledigt wird. 3. Der Bund der Steuerzahier fordert
Rücktritt, die Aufforderung zum Rücktritt; B. auf eine dass die Einkommenssteuer gesenkt wird.4. Karl von
wahre Begebenheit, die Anspielung auf eine wahre Drais erfand das Laufrad in Mannheim. 5. Es dauerte
Begebenheit;9. aus ihren Worten, die Folgerung aus eine Woche, das Problem zu lösen. 6. Es gestaltete
ihren Worten sich als schwierig, Texte zu diesem Thema zu verfas-
A5 1. mit jd. über ein Thema reden, sich besprechen, sen.7. Die Sprecherin der Studierenden riet dazu, die
beraten, auseinandersetzen, debattieren, sich aus- beiden Argumente abzuwägen. 8. Es werden in der
tauschen. Gestern hat die Dozentin mit den Studie- Sitzung Strategien entworfen, um die Wirtschaft zu
renden über die Wahlergebnisse diskutiert.2. sich mit stützen.9. Die Regierung ist der Ansicht, dass es nicht
etwas befassen, sich abgeben mit. Momentan arbei- akzeptabel ist, sich in innere Angelegenheiten einzu-
tet die Studierende an ihrer Abschlussarbeit. 3. ein mischen.
Hilfsmittel benutzen, verwenden. Man sollte stets mit A3 1. Nach Erscheinen des Artikels in der Zeitung ...
dem Wörterbuch arbeiten. 4. bei einer Firma beschäf- 2.frotz guter Erklärung des Dozenten ... 3. Vor Veröf-
tigt, angestellt sein. Seit zwei lahren arbeitet er bei fentlichung der Doktorarbeit ... 4. Das Smartphone
xyz. 5. sich erinnern an, sich bemühen um, einplanen. sorgt für eine Erleichterung des Lebens. 5. Die pendler
Denkst du daran, die Bücher aus der Bibliothek mit- wünschen den Einsatz eines Hochgeschwindigkeits-
zubringen? 6. überlegen, reflektieren. Die Studierende zuges. 6. Die Bevölkerung fordert eine härtere Bestra-
denkt darüber nach, ein Semester im Ausland zu stu- fung von Einbrechern/der Einbrecher. T. Die Erhöhung
dieren. der Feinstaubkonzentration in den Städten durch die
Verben mit trennbaren und ... B. Die Existenz von außerirdischen Lebewesen wird
untrennbaren Präfixen bestritten. 9. Leider hat sich die Hoffnung der Wähler
s.129
A1 1. b) sich oder einer anderen Person etwas durch auf die Durchsetzung der Ankündigungen durch die
Übung aneignen, c) eine Lehre abschließen, d) sich Politiker nicht erfüllt. 10. Studien zufolge steigt der
mit einer Sache beschäftigen, bis man sie gut kann, Stress der Menschen durch die ständige Erreich-
e) etwas immer weniger und dann gar nicht mehr barkeit.
können; 2. a) unterrichten, Kenntnisse vermitteln; 1. Die Veränderung der Gesellschaft ..., 2. Diefreiwil-
b) jd. über etwas informieren, was wichtig ist, jd. lige Meldung ..., 3. Die Suche der Studierenden nach
verbessern, oft eher negative Bedeutung ..., 4. Die Nachbesserung des Gesetzes durch die ...,
A2 1. a) etwas/jemanden auf eine bestimmte Art behan- 5. Die unterschiedliche Reaktion der Medien auf ...
deln, b) einer Schwierigkeit aus dem Weg gehen/um 6. Die kritische Sicht der Dinge ..., 7. Das lnteresse

#il 787
Lösungen

der Hochschulsprecher für ..., B. Die Forderung der 8 Pa rtizipia lattribute s.138
Wähler nach Neuwahlen ..., 9. Die Übersetzung des A1 Die in derTagesschau gesendete Nachricht ...2. ...
'1.
Textes durch die ..., 10. Die Beschäftigung mit Chemie um einen sehr gut recherchierten Bericht. 3. Die mit
..., 1'1. Die Reaktion der beiden Stoffe miteinander .,., dem Angebot in der Bibliothek zufriedenen Studenten
'12. Die Verwendung eines Filters durch den ..., 13. Die ... 4. Die regelmäßig publizierenden Professoren ...
Mutmaßung ..., 14. Das Erscheinen des Romans ..., 5. Die auf Sport und Ernährung achtenden Studieren-
15. Die Fähigkeit, sehr gut Klavier zu spielen . . . den...
A5 1. Da sie schwer erkrankt war, konnte ..., 2. Obwohl sie A2 1. Pl: Der nicht mehr funktionierende Fernseher ...
ansonsten effizient arbeitet, schaffte ..., 3. Doch weil 2. Pll: Für das seitWochen ausverkaufte Fußballspiel
eine Kollegin sie unterstützte, ...,4. lndem die Ergeb- ...3. Pll: Einige bereits reduzierte Hosen erkennen
nisse vorgetragen wurden, ..., 5. Weil sie diesen Erfolg Sie an ... 4. Pl: Nicht auf die richtige Zitierweise acht-
hatte/so erfolgreich wa[ ... ende Studierende ... 5. Pl: Der gerade stattfindende
A6 1. Wegen der hohen Miete kann er ...,2.Wegen Wirtschaftsgipfel ...
flnanzieller Schwierigkeiten ..., 3. Trotz seiner Unter- A3 1. Pll: Eine noch nicht erforschteVogelart ...,2.P|:
stützung ..., 4. Bei der Untersuchung der Ursachen Eine jeden Tag operierende Chirurgin ..., 3. Pll: Ein
der Verkehrsunfälle fällt die steigende Benutzung der sehr spannend geschriebenes Buch . . ., 4. Pl: Die gut
Mobiltelefone beim Autofahren auf./Bei der Ursachen- erklärenden Dozenten ...,5. Pl: Eine leichtzu verste-
analyse der Verkehrsunfälle fällt ... hende Übung ...,6. Pl: Eine gute Berufsperspektiven
A7 l.frotz guter Vorsätze ..., 2. Wegen schlechter Ergeb- besitzende Absolventin ...
nisse ...,3. Infolge großer Belastung ...,4. Ungeachtet A4 1. die Menschen, die lehren, 2. das, was man an der
elterlicher Ratschläge ... Universität lernt, 3. die Menschen, die an dem Semi-
A8 1. Aufgrund der Veränderung der Arbeitswelt, 2. Wäh- nar teilnehmen,4. die Menschen, die durch das Sti-
rend der Tests ,3.Zur Förderung der Wirtschaft pendium gefördert werden, 5. das, was in dem Buch
Relativsätze besprochen wird, 6. die Menschen, die lernen
7 s.135
A5 1. Die Mitarbeiterin betätigt sich wissenschaftlich.
A1 1. Gentechnik, die Chancen und Risiken birgt, ist ...
Sie kündigte letzte Woche.2. Die Wissenschaftler
2. ]ohann Wolfgang von Goethe, der als einer der
berühmtesten deutschen Dichter gilt, schrieb ... beschäftigen sich mit den Anfängen der Menschheit.
Sie machten eine interessante Entdeckung. 3. Die
3.Vegane; deren Lebensstil umstritten ist, Iehnen ...
Delegation reiste nach Agypten. Sie wurde freund-
4. Die Verbraucher; deren Bedürfnisse von Bio-Super-
märkten gedeckt werden, sind bereit für ... 5. Fast lich empfangen. 4. Die Kollegen wurden mit seinen
Erfolgen verglichen. Sie schnitten schlecht ab. 5. Das
alle Jugendliche besitzen ein Smartphone, mit dem
Programm dient zur besseren Literaturverwaltung. Es
sie häufig spielen. 6. Viele Verbraucher erkennen die
Gefahren der neuen Medien nicht, die beispielsweise spart viel Zeit.
A6 '1. Die nicht auf Tatsachen basierende Meinung ...
im Ausspionieren ... liegen.
2. Der nicht anerkannte Universitätsabschluss ...
A2 1. ..., für den man bestimmte Voraussetzungen erfül-
len muss, ... 2. ...,dervon einer zentralen Stelle aus 3. Die gegründete Stiftung ...4. Die bereits angeführ-
vergeben wird, ... 3. ..., um den sie sich beworben ten Argumente ... 5. Der gerade emeritierte Professor
haf, . .. 4. . . ., der sehr wichtig für mich ist, . . . 5. . . ., ... 6. Die sich letztes Jahr habilitierte Wissenschaftle-
für den sich Richard interessiert, ...6. ..., der mir die rin ...7. Die eine Diskussion auslösenden Argumente
Möglichkeit gibt, mich weiterzubilden, ...
A3 '1. ..., ist eine nicht aufzuhaltende Epidemie. 2. ..., ist Konnektoren : Hau ptsatz
9 s.141
eine zu erwartende Verschlechterung der wirtschaftli- A1 ln den Semesterferien ... Studienalltag, (1) denn sie
chen Lage. 3. ..., ist nicht zu genießendes Essen. haben ... viel gelernt (2) und brauchen nun Urlaub.
A4 1. auf die zu diskutierenden Themen eingehen.2. die (3) Aber nicht ... leisten, (4) sondern sie ... annehmen
zu behandelnden Punkte nennen.3. gut zu vergrö- (5) und Geld verdienen. Sie arbeiten ...Verkäufer (6)
ßernde lllustrationen verwenden. 4. gut von den Kom- oder in Restaurants. Einige ... (7) und erlangen ....
militonen zu bearbeitende Arbeitsblätter anfertigen. Sie verbessern ..., (B) denn die späteren ... . Andere
A5 1.das,2. mit dem/womit,3. worüber;4. was, Studierende ... an (9) und/oder lernen ... . (10) Doch
5. wodurch raten Arzte, sich ... nehmen, (1'1) beziehungsweise
A6 2. Eine Plastiktüte ist eine Tüte, die aus Plastik mit Sport ...
besteht. 3. Eine Mehrwegverpackung ist eine Verpa- A2 Mittlerweile,2. infolgedessen,
1. 3. ALlerdings, 4. Statt-
ckung, die häufiger verwendet werden kann. 4. Ein dessen, 5. Deswegen, 6. zusälzlich, 7. Weiterh i n,
Stoffbeutel ist eine Tasche, die umweltfreundlich ist. B. Inzwischen,9. darüber hinaus,.'10. Zu diesem Zweck,
5. Leitungswasser nennt man das Trinkwasset das aus 11. mittlerweile
der Wasserleitung kommt. 6. Ein Plastikseifenspender A3 l.Zwar kann der Dozent gut erklären, aber ich
ist ein Gefäß, in dem sich flüssige Seife befindet.7. Ein verstehe die Aufgabe nicht. 2. Zwar schreiben wir
Becher ist ein Gefäß, aus dem man trinken kann. nächste Woche die Klausur; aber ich gehe zur Party.
8. Taschentücher sind (Papier-)Tücher; in die man die 3. Entweder gehe ich zur Party, oder ich lerne für die
Nase schnäuzen kann. Klausur. 4. Weder gehe ich zur Parly, noch lerne ich für

188
die Klausur. 5. Entweder die Studierenden absolvieren resspiegel wird weiter ansteigen, es sei denn die
ein Praktikum oder sie machen ein Auslandssemester. Erderwärmung schreitet nicht voran. 4. Die Vorlesun-
6. Manche Studierende absolvieren weder ein Prakti- gen sind beide grundlegend für das Studium, nur dass
kum, noch gehen sie ins Ausland. eine Vorlesung lediglich im Wintersemester stattfin-
A4 1. einerseits ... andererseits,2. teils ... teils, 3.'|e ... det. 5. Du kannst dich im Sekretariat für das Seminar
desto,4. Nicht nur ... sondern auch anmelden, außer wenn die Anmeldefrist schon verstri-
A5 Teil A: 1. denn,2. Allerdings, 3.Zwar ... abet 4. odet chen ist.
5. weder ... noch, 6. Aber;7. sondern, B. und, 9. Zudem,
10. Allerdings; Teil B: 1. Zudem,2. Demzufolge,
11 lnfinitivsätze und weiterführende
Nebensätze s.149
3. sowohl ... als auch, 4. Schließlich, 5. und, 6. Außer-
dem, 7. Nicht nur ... sondern ... auch, 8. Darüber hin-
A1 1. ..., viele interessante Menschen kennengelernt
zu haben. 2. ..., den Antrag auf Projektfinanzierung
aus, 9. oder, 10. zwar ... aber, 11. Denn, 12. Schließlich,
bereits geschrieben zu haben. 3. ..., langsamer zu
13. Abe;14. sondern,'15. Denn
sprechen.
10 Konnektoren: Nebensatz 5.145 A2 1. ..., um sich für sein Nichterscheinen bei der Klausur
A1 damit: Ziel ist die Klausur zu bestehen, 2. weil:
'1.
zu entschuldigen./... damit er sich für sein Nichter-
Grund: sie haben es noch nicht verstanden, 3. wäh- scheinen bei der Klausur entschuldigte.2. Anstatt das
rend: temporal, er erklärt und schaut gleichzeitig auf Schreiben an seinen Professor zu adressieren, .../
die Uhr; 4. sodass: Folge: danach konnten sie entschei- Anstatt dass er das Schreiben an seinen Professor
den, 5. obwohl: Einschränkung, 6. indem: die Art und adressierte, ...3. Ohne sich zu entschuldigen und
Weise, wie er erklärt ohne ein ärztliches Attest vorzulegen, .../Ohne dass
A2 mögliche Lösungen: 1. b) obwohl die lnhalte wichtig er sich entschuldigte und ohne dass er ein ärztliches
gewesen wären. (Einschränkung) 2. a) obgleich viele Attest vorlegte, ... 4. ... ohne sich eine Pause zu gön-
Studierende Vegetarier sind. (Einschränkung), b) nen./... ohne dass sie sich eine Pause gönnte.5. ...,
sodass einige Studierende zu Hause essen. (Folge) um sich weiterzuentwickeln./..., damit sie sich wei-
3. a) weil es ökonomischer ist, als ein eigenes Auto terentwickelte. 6. ... anstatt sie in der Bibliothek zu
zu besitzen. (Grund), b) seit es finanziell vom Staat leihen./..., anstatt dass sie sie in der Bibliothek lieh.
gefördert wird. (Zeit) A3 1. woran, 2. weswegen/weshalb, 3. was, 4. womi!
A3 1. Das Eigenheim, das sich Familie Schulze gekauft 5. was, 6. weshalb
hat, war sehr teuer. Aus diesem Grund hat sie sich A4 '1. worüber; 2. woran, 3. woran, 4. weshalb/wofüri
sehr verschuldet./Familie Schulze hat sich sehr ver- 5. womit
schuldet weil/da das Eigenheim, das sie sich gekauft
hat, sehr teuer war. 2. Marlene muss heute den gan-
12 Kohäsionsmittel 5.151
zenfag für die Klausur lernen, weil sie die lnhalte A1 1. Daran, Woran;2. darüber; Worübeq 3. Worüber;
Damit
noch nicht verstanden hat./Marlene hat die Inhalte
noch nicht verstanden. Deswegen muss sie heute
A2 1. davon,2.daran,3. darauf 4.nach,5. daran,6. dafür;
7. Wofüq B. dazu,9. darüber; 10. dafür
den ganzen Tag für die Klausur lernen. 3. Wir möchten
heute schwimmen gehen, denn das Wetter ist sehr
A3 1. Dagegen, 2. nämlich, 3. bereits, 4. wieder, 5. )etzt,
6. daran, 7. vor allem, B. Letztere, 9. dazu,1O. weder . . .
schön./Wir möchten heute schwimmen gehen, zumal
noch,11. weder ... noch,12. lnfolgedessen, 13. selbst,
das Wetter sehr schön ist. 4. Weil man in einer Lern-
14. denen, 15.zwar ... aber;16. dennoch, 17.hierfür
gruppe besser lernen kann, treffen wir uns wöchent-
lich in der Bibliothek./ln einer Lerngruppe kann man 13 Typische Fehler vermeiden 5.154
besser lernen. Aus diesem Grund treffen wir uns A1 1. mir,2. lhnen, 3. Seinen Mitarbeitern, 4. der Studie-
wöchentlich in der Bibliothek. rendenverbindung
A4 1. Weil sie Übergewicht haben, gehen ... 2. Obwohl A2 1. Als,2. wenn, 3. Wenn, 4. Als, 5. wenn, 6. lmmer
sie intensiv trainieren, nehmen ... 3. Da sie sich beim wenn,7. Als
Sport sehr anstrengen, bekommen ... a. Obwohl/
obgleich die Arzte diese Ratschläge geben, übertrei-
ben ... 5. Dadurch dass/indem sie sich so verhalten, Wortschatz
besteht ... 1 Präpositionen der geschriebenen
A5 1. ZurVerbesserung ihrer Berufschancen nach dem Sprache 5.157
Studium empfeh len . . . 2. Trolz eines hervorragenden A1 1. Laut der Teilnehmer ..., 2. Anhand einer Umfrage
Abiturs flndet ... 3. Durch regelmäßiges Arbeiten ..., 3. Hinsichtlich der Überalterung ...
während des Studiums verlängert ... A.frotz finanzi- A2 1. ... zugunsten ... begabter Studierender ...,
eller Unterstützung durch seine Eltern musste er in 2. Anstelle des Dekans ...,3. ... anlässlich der Eröff-
den Semesterferien zur Finanzierung seines Studiums nungsfeier ...,4. ... bezüglich des Stands ...,5. ...
arbeiten. seitens der Kläger ....
A7 '1.... freue ich mich doch auf mein Studium. 2. Wie
2 Nomen und Adjektive mit Präpositionen S.158
sehr sich die Wissenschaftler auch anstrengen, sie
finden zu diesem Problem keine Lösung. 3. Der Mee-
A1 1. mit dem ... zufrieden, 2. davon überzeugt, 3. für den
... verantwortlich, 4. reich an seltenen, 5. bekannt für

189
Lösungen

seine wegweisenden, 6. offen für die, 7. wichtig für Anlass, der Anreiz; 6. genießen: sich freuen, sich wohl
das, B. abhängig von den, 9. mit dem . . . zuf rieden, fühlen, begeistert sein, sich vergnügen
10. von seinem ... enttäuscht A2 1. mit sich nehmen,2. behandeln, 3. bedeckt, 4. Alle
Wörter haben eine ähnliche Bedeutung. 5. abnehmen,
3 Nomen aus Adjektiven s.159
6. unsicheq 7. reparieren
A1 1. die Gesamtheit, 2. die Stabilität, 3. die Wachsamkeit,
4. die Haltbarkeit, 5. die Grausamkeit, 6. die Gesund-
A3 1. die, c) die; 2. die, a) die; 3. der; e) del 4. die, b) die;
5. der; d) der
heit,7. die Freiheit, B. die Universalität, 9. die Konse-
quenz, 10. das Interesse, 1"1. der Stolz, 12. die Dunkel-
A4 1. Wissenschaftler; lehren; 2. Reklame, werben;
3. Antrieb, motivieren; 4. Erkundung, forschen;
heit, 13. die Lösbarkeit, die Lösung, 14. die Löslichkeit,
5. Unternehmen; 6. Eigentum, besitzen; 7. Entdeckung,
15. die Aufmerksamkeit, 16. die Messbarkeit
erfi nden ; B. Schwi eri gkeit, hera usforde r n i 9. Zusam-
A2 1. das Neue: etwas, das neu ist; die Neuigkeit: Nach-
mentreffen, begegnen; 10. Option
richt, neue lnformation; die Neuheit: neues Produkt,
neue Entwicklung;2. die Öffentlichkeit: die Gesell- 6 Antonyme 5.164
schaft; die Offenheit: aufgeschlossen sein, ein Mensch Al l.waagrecht, 2.zerstörend, 3. künstlich, selbstlos/
4.
ist offen;3. die Lösbarkeit: eine Aufgabe ist machbar; uneigennützig, 5. einfarbig, 6. verschmutzt, T. gefähr-
die Löslichkeit ein Stoff ist in Flüssigkeiten löslich; lich/riskant, B. nachteilig, 9. aufgeweckt/aufgeschlos-
4. das Eigene: es gehört jemandem; das Eigentum: sen, 10. tief/niedrig
der Besitz; die Eigenheit: Charaktereigenschaft; die A2 1. füllen,2. ausreisen, 3. verlieren, 4. vermieten, 5. zer-
Eigenschaft: ein typisches Merkmal stören, 6. verweigern/ablehnen, 7. loben, 8. ausgren-
A3 1.... die Offenheit der Doktorandin,2. ... um ihre Frei- zen, 9. behalten,'10. verletzen
heit, 3. ... eine Lösung für ..., 4. auf ihre Gesundheit A3 '1. schiefe6 kurvige, schräges;2. deutliche, intensives,

starket helles; 3. junge, neues, frisches; 4. behaarte,


4 Präfixe und Suffixe bei Adjektiven 5.161
belaubte, bewachsene, gemütliche
Al f. ir-: irregulär (nicht regelmäßig), irreal (unwirklich);
A4 1. sehr laut, schrill, laut, lautstark, geflüstert, leise,
2. un-: undurchsichtig (man kann nicht durchsehen),
geräuschlos, still; 2. frostig, eiskalt, kalt, kühl, lau-
unbequem (nicht bequem), unfreundlich (nicht
warm, warm, heiß, glühend heiß; 3. verweilen, stehen,
freundlich); 3. miss-: missgelaunt (schlecht gelaunt),
kriechen, gehen, laufen, rennen, sprinten
misstrauisch (kein Vertrauen haben), missmutig
(schlecht gelaunt);4. -los: arbeitslos (ohne Arbeit), 7 Komposita 5.165
kinderlos (ohne Kinder), humorlos (ohne Humor); A1 1.b),2. d),3. c), 4. a), 5. a)
5. -bar: essbar (kann man essen), kontrollierbar (kann A2 mögliche Lösung: 1. Berufsaussichten, 2. Wetter-
man kontrollieren), messbar (kann man messen) aussichten, 3. Erfolgsaussichten, 4. Aussichtspunkt,
A2 1. ... Ergebnisse geliefert, die man verwerten kann, 5. Aussichtsturm, 6. Aussichtsplattform
...,2. ... erklärt so, dass man es verstehen kann, 3. ... A3 1. der Wohnraum, 2. der Studienabschluss, 3. die Stu-
beworben, aber er hat keine Chance,4. Man kann sich diermöglichkeit, 4. der Jahresumsatz, 5. die Gesamtflä-
... vorstellen, 5. ... kann ... toleriert werden, 6. ... che, 6. die Kulturpflanze, T. die Mehrsprachigkeit
haben wir... viele Konflikte. A4 1. eine Gruppe, die zusammen lernt; 2. Ausdruck für
A3 1. hoffnungsvoll (hat Hoffnung), hoffnungslos (ohne einen Begriff innerhalb eines Fachgebiets; 3. Bericht
Hoff nung); 2. ziel bewusst (entsch lossen im Verfol gen über das Praktikum;4. eine lnvestition für die Zukunft;
eines Ziels), ziellos (ohne Ziel);3. chancenlos (ohne 5. eine Veranstaltung, in der etwas gelehrt wird; 6. ein
Chance);4. machtvoll (Einsatz großer Macht), macht- Skript für eine Vorlesung;7. der Wandel des Klimas;
los (keine/ohne Macht); 5. humorvoll (besitzt Humor), B. Tag, an dem an etwas gedacht wird; 9. ein Absol-
humorlos (besitzt keinen Humor); 6. konfliktreich (es vent einer Hochschule;'10. Verbrauch an Wasser/Was-
gibt viele Konflikte), konfliktfähig (fähig einen Konflikt sermenge für den menschlichen Gebrauch
auszutragen); 7. kontaktarm (hat keine Kontakte); A5 Artenwachstum, Artenvielfalt, Artensterben; Bevölke-
B. variantenreich (viele Varianten); f. ideenreich (viele rungswachstum; Forschu ngsein richtung, Forschu ngs-
ldeen), ideenarm (Mangel an ldeen), ideenlos (ohne initiative; Jugendeinrichtung, Jugendkultul Jugendar-
ldeen); 10. energiereich (besitzt viel Energie), energie- beitslosigkeit; Leistungsgesel lschaft, Leistu ngsdruck,
geladen (besitzt viel Energie), energielos (ohne Ener- Leistun gsbereitschaft, Leistungssport; Lehrei nrich-
gie), energiearm (arm an Energie) tung, Lehrvera nstaltun g; Luftdruck, Luftverschmut-
zung; Seminarankündigung, Seminarveranstaltung
5 Synonyme s.163
A1 1. widerstehen: sich widersetzen, wehren, standhaft 8 Nomen-Verb-Verbindungen 5.167
bleiben, kämpfen gegen;2. der Reichtum: das Ver- Al jemandem einen Rat geben, 2. über Kenntnisse
'1.

mögen, die Vielfalt, die Reichhaltigkeit, die große verfügen, 3. eine Lösung finden, 4. eine Meinung ver-
Anzahl;3. werben: eintreten fü; empfehlen, raten, treten, 5. Kritik üben, 6. etwas in Erfahrung bringen,
anpreisen;4. die Energie: die Aktivität, der Fleiß, die 7. eine Entscheidung treffen, 8. eine Rede/einen Vor-
Ausdaue; die Tatkraft, die Entschlossenheit, die Kraft; trag halten, f. in Anspruch nehmen, 10. eine Einigung
5. die Motivation: die Triebkraft, der Beweggrund, der erzielen

ü

190 ffir

f
A2 f.i),2. j),3.h),4. c), 5. a)/d), 6.f),7. e), B.c), 9. b), 43 1. überdenken,2. durchdenken,3. ausdenken,4. mit-
ro. a)/d) denken, 5. nachdenken, 6. gedenken, zurückdenken,
A3 1. zum Abschluss, zum Ausdruck, in Ordnung, in 7. bedenken
Schwierigkeiten, zur Sprach e;2. zur Diskussion, zur A4 '1. ... die Anderung der Satzung
in Betracht zu ziehen,
Verfügung; 3. zur Auswahl, zur Diskussion, zur Verfü- 2. ... die Vor- und Nachteile einer promotion abwä-
gung;4. zum Abschluss, zum Ausdruck, zum Einsatz, gen, 3. ... stellte die Professorin die Behauptung der
in Ordnung, zur Sprache; 5. einen Kompromiss, eine Referentin in Frage, 4. Der Senat der Hochschule muss
Lösung;6. in Anspruch, eine gute/schlechte Entwick- beurteilen, ... 5. ... überlegt die Absolventin, ob sie
lung promovieren soll
A4 1. etw von jd. erwarten;2. bereitstellen;3. akzeptie-
ren;4. vortragen, 5. kennenlernen, 6. möglich sein, 12 Orthografie und Kommaregeln 5.174
7. anerkannt seln, B. entscheiden, 9. kennenlernen, ins A1 1. Das (D),2. ...,das, (R);3. ..., dass (K);4. ..., das (R);
Gespräch kommen, i0. sich anstrengen, 1i. analysie- 5. ..., dass (K) das (D); 6. ..., dass (K) das (A) ... das
ren (D);7. ..., dass (K). Das (D);8. ..., dass (K);9. das (D),
A5 1. vertreten, äußern;2. erweitern, vertiefen, besit- Das (D); 10. . . ., dass (K), Das (D);11. . . ., dass (K), das
(A)
zen; 3. bekommen, hinterlassen, gewinnen, haben,
machen;4. treffen, fällen; 5. tragen, übernehmen, A2 -i: Widerspruch, widerlahren, Widerstand, zuwider;

haben, zur ... ziehen; 5. aufnehmen, abbrechen, knüp- Widdeq -ie: wiederum, wiedersehen, wiederkommen,
fen wiederholen, wiederum; -ei: weich, leise, Wein, weiter;
A6 '1. gehalten,2. Ausdruck, 3.zur,4. stellen,
5. übte, 6. an,
wergern,
7. nehmen, 8. zur,9. stehe, 10. Sprache, 1.1. finden, A3 1. singen, der Song/Lid des Auges, 2. Gesichts-

12. Frage,13 leisten, 14. setzte ausdruck/Kugelschreibermin e, 3. z. B. Besenstiel/


A7 1. ein Thema, einen Gedanken, einen Hinweis; Modestil, 4. Buchseite, Blatt/Saiten an Musikin-
2. Bedeutung; 3. einen Termin, eine Vermutung; strumenten, die einen Klang erzeugen, 5. die Art
4. einen Gedanken und Weise/Kind ohne Eltern, 6. der Körper/nicht
angeschnittenes Brot Käse mit runder Form,7. der
9 Funktionen des Pronomen es s.170 Tipp/Rad z. B. am Auto, B. Entscheidung zwischen
A1 1. es, 2. -, 3. es, 4. Es, 5. - Möglichkeiten/ein Säugetier im Wasser; 9. Ausbildung,
10 Typische Wortschatzfehler und Unterricht/ohne lnhalt, Zustand, wenn etwas leer ist,
10. Gerät, mit dem die Zeit gemessen wird/Vorfahren
,,falsche Freunde" s.171
A1 '1.a) Besonderheit, Eigenar! b) Besitz; 2. a) Quittung, A4 Satz 4 ist korrekt.
Geldforderung, Rechenaufgabe, b) wenn man rechnet; A5 1. anfangs, 2. Lesen, 3. Heute, 4. Morgen, 5. heute,

3. a) Zunahme, b) Form, Gestalt, c) etwas wird größeq 6. Mittag, 7. Wichtiges, 8. Folgendes, 9. Freien,
4. a) etwas wird gelöst, b) das Ergebnis, c) wie sich 10. Beste,11. kochen
eine Substanz in Flüssigkeit auflöst, d) eine Aufgabe A6 1. Interesse,2. brillant, 3. Adresse,4. Atmosphäre,
kann gelöst werden; 5. a) Auftauchen, Ankommen, b) 5. Kommilitone, 6. originell, T. regenerieren
Vision, Aussehen
A2 1. a) wirklich, echt, b) reelle Chancen = sehr gute
Sprachbausteine
Chancen, c) sachlich, naturgetreu;2. a) bestmöglich,
b) von einer ldee bestimmt; 3. a) vernünftig, b) effizi- Schritt für Schritt zur Lösung s.177
ent; 4. a) wirksam, b) wirtschaftlich A1 1.d),2.e),3.b)
43 1.b),2.a),3.b),1+. a), 5. b), 6.b),7.a), B. b), S. a) 10. b), So geht's s.177
11. b), 12. b), 13. a), M. b) A1 1.c),2.c),3. d), 4.c), 5. d)
A4 muss,2. muss ... nicht 3. muss,4. müssen,5. dür-
'1.

fen, 6. müssen ... nicht So sieht das Prüfungsblatt aus 5.179


1. c),2. c),3. d), 4. a), 5. b), 6. c),7. c), B. d), g. d), i0. a),
11 Wortfelder 5.fi2 11. a),12. d),13. b), 14. d),15. a),16. d), 17.b),18. c),
A1 "1.Marlene schwört/versichert ihrer Professorin ..., 19. d),20. d),21. a),22. a)
2. ... versichert Clemens dem Professor.3. ... prahlt
Richard bei seinen Kollegen. 4. ... räl Susan ihrem
Kommilitonen. 5. ... erklärt die Mitarbeiterin ... den
Studierenden.
A2 1. entgegnen, zur Antwort geben, beantworten, Aus-
kunft geben, erwidern;2. entgegnen; 3. zugeben,
bekennen, einräumen;4. über ein Thema sprechen;
5. sich besprechen; 6. anspielen auf sich beziehen
auf hinweisen auf;7. handeln, feilschen; B. darstellen;
9. sprechen über; die eigene Meinung sagen, position
beziehen

191
Trackliste, Textquellen
Trackliste
Audio-Daten verfügbar über Klett-Augmented oder online unter www.klett-sprachen.de Code: Setev2y
Track Dauer
1 Hörtext 1 (zu Hörverstehen Teil 1) 03:08
2 Hörtexl2 (zu Hörverstehen Teil '1) 07:43
3 Hörtext 3 Subtest/Prüfungsteil Hörverstehen 1 08:22
4 Hörtext 4 (lnterview mit Prof.Landry Teil 1) 02:28
5 Hörtext 5 (lnterview mit Prof.Landry Teil 2) 02:15
6 Hörtext 6 (lnterview mit Frau Wult Teil 1) 05:23
7 Hörtext 7 (lnterview mit Frau Wult Teil 2) 02:35
8 Hörtext 8 Subtest Hörverstehen Teil 2 12:44
9 Hörtext 9 Schritt für Schritt zur Lösung 01:16
10 Hörtext'lO Beispiele 01:23
1l Hörtext'1l Beispiele und Satzteile 00:42
12 Hörtext 12 (Vortrag von Prof. Münch) 06:52
13 Hörtext 13 (Vortrag von Prof. Väterlein, Teil 1) 05:19
14 Hörtext 14 (Vortrag von Prof. Väterlein, Teil 2) 05:15
15 Hörtext 15 Subtest Hörverstehen Teil 3 11:50
16 Hörtext 16 Übungen zu Mündlicher Ausdruck 01:28
17 Hörtext 17 Übungen zu Mündlicher Ausdruck 01:15
18 Hörtext 18 Übungen zu Mündlicher Ausdruck 01:21
19 Hörtext'19 Ausschnitt aus einer Präsentation 01:30
20 Hörtext 20 Ausschnitt aus einer Präsentation 01:07
21 Hörtext 21 Präsentation (Haustiere) 02:22
22 Hörtext 22Zusammenfassung der Präsentation 00:52
23-26 Hörtexte 23-26 Aussagen 01:12
27 Hörtext 27 Deflnitionsbeispiel zu Oper 00:5'1
28 Hörtext 28 Definitionsbeispiel zu Gigant 00:45
29-31 Hörtexte 29-3'1 Beispiele 00:43
32 Hörtext 32 Diskussion 00:57
33 Hörtext 33 Diskussion 02:44
34-38 Hörtexte 34-38 Aussagen und Reaktionen 01:20
Gesamtlänge:-94:42

Textquellen:
S. 8: Fischeri Lars: Erdbebenvorhersage: Mondsüchtige Megabeben. Spek- S. 32f: Knupper, Franziska:Weltraumschrott - Wie der Mensch das All
tTum vom 13.09.2016 zumüllt, in: Berliner Zeitung vom 27.04.2017
http://www.spektrum.de/news/mondsuechtige-me gab'eben h423012 S. 37f: Bewerunge, lulia V.: Studieren mit Sehbehinderung
S. 9/10: Rademache[ Horst: Schwimmende Steine lnseln aus Vu kan- http://ze.tt/studieren-mit-sehbehinderung-ist-kei n-problem-wen n-dozen-
schaum, FAZ vom 28.07.2017 ten-und-uni-fi'ritdenken/ (vom 06.06.2017)
O Alle Rechte vorbehalten. Frankfurter Allgemeine Zeitung GmbH, Frank- S.48f: Borge[ Sebastian / Lau, Peter: Charles Landry Experte für Stadtent
furt, Zur Verfügung gestellt vom Frankfurter Allgemeine Archiv wicklung, im lnterview
S. '10: Goldscheider; Stefanie: Herste lung von Schokolade, Biothemen 2017 Die beste Stadt für die Welt. ln: Brand eins wissen 2017
http://www.schoko-selte.de/Schokolade/herstel u ng.htm I
https://wwwbrandeins.de/wissen/bo-city-of-wood/die-beste-stadt-fuer-
S. 11 f: Krischke, Wolfgang: Analphabetlsmus: Lesen lernen kann jede4 FAZ die-welt/
vom 21.06.2017 S. 50f: Hunke, Jörg: lnterview Warum Alexander von Humboldt heute
O Al e Rechte vorbeha ten. Frankfufter Al gemeine Zeitung GmbH, Frankfuft. Zur wieder so aktuell ist. Berliner Zeitung vom1210.16
Verfügung gestel t vom Frankfurter Al gemeine Archiv S.52: Söhring, Maren: Studiengänge: Was spricht für ein l\ asterstudiurn?
S. 15/'16: Sauer; Stefan:Wie motiviert sind die deutschen Arbeitnehmer; in: Ein Hochschulforscher erklärt wie man sich entscheiden kann und was
Berliner Zei trng var| 23.03.201 / man beachten sollte. ln: Diezeit,26.03.2013. / lnterview mit Andreas 0r-
S.20f: Rauchhaupt, U f von: Emojis als moderne Hieroglyphen, FAZ vom tenburger:,,Die Chance, sich weiterzuqua ifizieren". Abi Extra Maste[ 2014
18.08.2017 S. 54: Münch, Richard: Kastenordnung, Meritokratie, Rankings; soziologie.
O Al e Rechte vorbeha ten. Frankfurter A lgemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur de, veröffentlicht am 26. )uli 2012
Verfügung gestel t vom Frankfurter Allgemeine Archiv n freund icher Genehmigung durch Prol Münch und die Deutsche Gesellschaft für
S. 21: Hannah Bethke; Bildungsideal ,,Gleichheit" Einfalt stalt Vlelfalt, FAZ Sozio ogie (DGS)
vam 14.07.2017 S.56f: Väterlein, Peter: Zwischen Humboldt und Bo ogna - Hochschu en
O A le Rechte vorbehalten. Frankfurter Al gemeine Zeitung GmbH, Frankfurt. Zur irn Spannungsfeld zwischen Bildung und Ausbildung in: Spektrurr. Zelt-
Verfügung geste lt vom Frankfurter AJlgemeine Archiv schrift der Hochschule Esslingen39l 2014
S.22f: Vince Ebert:Vince Ebert extrapoliert: Was wäre, wenn wir alle S.60f: Wegmann, Heribert: Deutsche Schulen in Asien in: Begegnung.
nachhaltig leben würden?, spektrum 10.06.2017 Deutsche schulische Arbeit im Ausland. 01-2016
http://www.spektrum.de/kol umne/was-waere-wenn-wir-a le-nachha l- S. 144: HoLzki, Larissa: Studiert doch, was ihr wollt! sueddeutsche online
ti g-leben-wuerde n 11462655 vam 01.07.2017
5.26127: O?aschowski, Horst: Glücklich alt werden, in: Hannoversche S. '153: Vahrenholt, Fritz: Bis kein Storch mehr fliegt", WeLt am Sonntag
Al gemeine vom 31.12.2016 vom 23.47.2017
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zen, FAZ vom 18.08.2017 S. 179: Kaiset jutta:Auch in Europa breiten sich Wüsten aus. SWR online
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