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Vorwort

Die vorliegende Geschichte ist während meiner eigenen, 2017 begonnenen und bis heute andauernden
Bioenergetischen Analyse entstanden und versucht, deren Inhalt und Verlauf in Form dieses Romans
wiederzugeben. Durch den Ebenenwechsel soll ein fühl- und greifbares Erfassen der dort abgelaufenen
Prozesse möglich werden. Es begann im Sommer 2018: Ich hatte damals damit begonnen, jeden Morgen,
noch vor dem Aufstehen, auf genau drei Seiten alles das aufzuschreiben, was mir in den Sinn kam. Dabei
kam es nicht darauf an, was ich aufschrieb, sondern nur, dass ich dies tat. Ich hatte die Anregung aus einem
Buch von Julia Cameron mit dem Titel „Der Weg des Künstlers.“ Die „Morgenseiten“, die ich seitdem
täglich schreibe, sind für mich zu einem wichtigen Ritual der Morgenmeditation geworden. Die zwanzig
Minuten, die dies morgens zusätzlich an Zeit bedeutet, geben mir die Möglichkeit, den Tag mit mehr
Achtsamkeit zu beginnen.
Parallel dazu intensivierte sich 2018 meine Bioenergetische Analyse. Aus den Bildern und Visionen, die dort
auftauchten, ist in Verbindung mit den Morgenseiten meine erste Geschichte, „Alphönax und Olivarius,
Meine Begleiter aus dem Unbewussten, Auf dem Weg zu mir selbst“, entstanden (unveröffentlichtes
Manuskript.) Ein Jahr später folgte meine zweite Geschichte mit dem Titel: „Aquarius – Unterwasserwelt,
Reise ins Unbewusste zu mir selbst, Eine Wegbeschreibung“ (unveröffentlichtes Manuskript.)
In der Zwischenzeit ist mir der Zusammenhang zwischen dem Ablauf meiner eigenen Bioenergetischen
Analyse und den Konflikten und Themen, welche die archetypischen Figuren bzw. Fabrizius in meiner
Geschichte zu lösen haben, viel deutlicher geworden. In dem vorliegenden Roman versuche ich nun, beide
Geschichten zu einer einzigen zu vereinen, um dadurch all das ganzheitlich erlebbar zu machen, was mir in
der Bioenergetischen Analyse zu innerem Wachstum und Persönlichkeitsentwicklung verholfen hat und mit
Worten oft nur schwer zu beschreiben ist: meine Körperempfindungen wie z. B. Verspannungen,
Wärmegefühl, Druck, Enge und Weite, innere Bilder und Phantasien, Gefühle, Sehnsüchte und
Verletzungen, die archetypischen Gestalten aus dem Unbewussten und vieles mehr.
Es ist für mich immer wieder ein Wunder zu erleben, wieviel Kreativität in mir und natürlich in uns Allen
steckt und wie befreiend es ist, wenn man sich auf diesen Prozess der „Innenschau“ einlässt. Ich bin meinen
unbewussten Prozessen durch die Bioenergetische Analyse viel nähergekommen, als ich es für möglich
gehalten habe. Mein Leben ist reichhaltiger, lebendiger und intensiver geworden. Ich habe mehr
Achtsamkeit entwickelt, bin sensibler und nicht nur für mich selbst, sondern auch für andere deutlicher
spürbar. Meine Beziehungen – allen voran meine Ehe – werden lebendiger und wärmer, wenn auch zuweilen
konfliktbeladener, weil ich zunehmend lerne, auch bei Gegenwind und Sturm „meinen Mann zu stehen.“
Auch meine Haltung auf das Leben hat sich inzwischen vollständig verändert. Ich beginne erstmals, meine
Lebensgeschichte, wie sie war und ist, als meine Geschichte zu begreifen und zu akzeptieren. Dadurch öffnet
sich der Weg zu Wachstum und Persönlichkeitsentwicklung. Mit dem körperlichen Spüren der in der
Bioenergetischen Analyse ablaufenden Prozesse kann ich diese faszinierende Reise jedes Mal aufs Neue
fortsetzen. Die Beschäftigung mit meinem Unbewussten hat diese Geschichte für mich zutage gefördert.
Eigentlich habe ich nichts weiter gemacht, als „meine Hand“ aufschreiben zu lassen, was aus meinem
Unbewussten herausgeströmt ist. Diese Erfahrung ist für mich immer noch einzigartig. Es bleibt abzuwarten,
was das Unbewusste in Zukunft noch alles für mich bereithält.