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Zweiter

Übungsbogen

verlagsanstalt
Handwerk
CmbH
Wichtige Hinweise für den Benutzer

Sie haben Ihren Vorbereitungslehrgang erfolgreich absolviert und stehen kurz


vor den Prüfungen? Dann sollten Sie sich jetzt mit den verschiedenen Fragestel-
lungen auseinandersetzen, die in der Prüfung auf Sie zukommen können.

Mit den Übungsbogen haben Sie eine sinnvolle Hilfe in der Hand, um sich
erfolgreich auf Ihre Prüfung in den Bereichen
• Rechnungswesen und Controlling
• Betrieb und Wirtschaft
• Recht und Steuern
vorzubereiten. Sie finden für jeden der Bereiche einen separaten Übungsteil,
der in inhaltlicher, formaler und zeitlicher Hinsicht den Vorgaben der aktuellen
AMVO (Allgemeine Meisterprüfungsverordnung) entspricht. Die Bogen enthal-
ten sowohl programmierte als auch frei zu beantwortende Übungsaufgaben mit
und ohne konkreten Situationsbezug.

Aber kontrollieren Sie mit dem Übungsbogen nicht nur Ihr vorhandenes Wissen,
sondern simulieren Sie auch die Prüfungssituation. Denn häufig scheitern Prüf-
linge, weil sie zu aufgeregt sind und die Aufgaben nicht genau genug lesen.
Achten Sie deshalb darauf, was in der Fragestellung von Ihnen tatsächlich als
Antwort gefordert ist. Dazu gehört auch, dass Sie sich den Hinweistext auf dem
Übungsbogen durchlesen.

Jeder Aufgabe sind bestimmte Punktzahlen zugeordnet. Sie können an dieser


Zuordnung den Schwierigkeitsgrad ablesen und erhalten zudem einen Anhalts-
punkt für die Bearbeitungszeit der Aufgabe. Sollten Sie bei der Beantwortung
einzelner Fragen Probleme haben, lösen Sie zunächst alle Aufgaben, die Ihnen
leicht fallen. So sichern Sie sich nicht nur wichtige Punkte, sondern gewinnen
dadurch auch mehr Zeit für die schwierigen Fälle.

Nach der sorgfältigen Bearbeitung des Bogens können Sie anhand der
Lösungsvorschläge Ihr persönliches Übungsergebnis auswerten. Auf diese
Weise erkennen Sie, was Sie vor Ihrer Prüfung noch einmal gezielt nachschla-
gen müssen, aber auch, welche Art von Aufgaben Ihnen vielleicht besondere
Probleme bereitet und was Ihnen leicht fällt.

Sprechen Sie darüber im Unterricht mit Ihrem Dozenten und den anderen Kurs-
teilnehmern und bilden Sie vor der Prüfung kleine Arbeitsgruppen, in denen Sie
sich gemeinsam auf die Prüfung vorbereiten. Sie werden feststellen, dass dabei
alle voneinander profitieren.

Für Ihre Prüfungen sowie Ihre berufliche Zukunft wünschen wir Ihnen viel Erfolg!
Übungsbogen
I I
Grundlagen des Rechnungswesens und Controllings

Bearbeitungszeit: 100 Minuten

Hinweise
01 02 03 04 05 06 07 08 09 10
1. Dieser Übungs bogen enthält
2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00
programmierte und frei zu be-
antwortende Aufgaben aus dem
A A A A A A A A A A Handlungsfeld Grundlagen des
Rechnungswesens und Control-
B B B B B B B B B B
lings.
C C C C C C C C C C
2. Bei den programmierten Auf-
D D D D D D D D D D gaben ist nur jeweils eine der
vier Antwortalternativen richtig.
Auf diesem Deckblatt könne n
11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
Sie die richtige Antwort unter
2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00 2.00
der entsprechenden Aufgaben-
nummer ankreuzen.
A A A A A A A A A A 3. Unter den Aufgabennummern
B B B B B B B B B B finden Sie auch die jeweils zu
erreichende Punktzahl. Ins-
C C C C C C C C C C gesamt können Sie 100 Punkte
D D D D D D D D D D erzielen.

4. Arbeiten Sie sorgfältig!


21 22 23 24 25 26 27 28 29
2.00 2.00 2.00 10.00 9·00 10.00 8.00 7. 0 0 10.00

A A A
B B B
C C C
D D D

Verlagsanstalt Handwerk GmbH

Auf'm Tetelberg 7, 40221 Düsseldorf


Telefon: 0211/39098-0, Telefax: 0211/39098-70

Nachdruck und jede Form der Vervielfältigung verboten, verlagsanstalt


alle Rechte vorbehalten Handwerk
© by Verlagsanstalt Handwerk GmbH, Düsseldorf CmbH
111 Übungsbogen Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

01
Welche der folgenden Antworten ist richtig?
A Bilanzen 10 Jahre; Buchungsbelege 6 Jahre
B Buchungsbelege, Inventare 10 Jahre; Geschäftsbriefe gar nicht
e Jahresabschlüsse 10 Jahre; Buchungsbelege 6 Jahre
D Buchungsbelege 10 Jahre;. Geschäftsbriefe 6 Jahre

Auf welchen Grundsatz der ordnungsmäßigen Bilanzierung bezieht sich der Text?
A Bilanzklarheit
B Bilanzwahrheit
e Bilanzkontinuität
D Bilanzidentität

111 03 MeisterschUler MaHO P,ieper hat noch Probleme mit den Begriffen Inventuf~lnventar­
Bilanz.
Welche der aufgeführten Antworten passt zum Begriff "Inventar"?
A Gegenüberstellung des Vermögens und der Schulden
B Erfassen-Bezeichnen-Bewerten
e Gesamtverzeichnis, welches letztlich das Reinvermögen zeigt
D Übersichtliche Darstellung des Vermögens und der Schulden

Sie kaufen einen Pkw auf Ziel.


Ordnen Sie den Geschäftsvorfall einem Buchungstyp zu.
A Aktiv-Tausch
B Passiv-Tausch
e Aktiv-Passiv-Mehrung
D Aktiv-Passiv-Minderung

Sie kontrollieren im Buchungs;ournal die erfassten Geschäftsvorfälle.


Welcher der folgenden Buchungssätze ist eine Aktiv-Passiv-Minderung?
A Sie heben Geld von der Bank ab und legen es in die Kasse.
B Sie zahlen eine Maschine bar.
e Aufnahme eines Darlehens, der Betrag wird auf das Bankkonto überwiesen.
D Sie tilgen eine Verbindlichkeit durch Banküberweisung.

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111 Übungsbogen Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

06

Welcher der folgenden Buchungssätze ist richtig?


A Wareneingang und Umsatzsteuer an Forderungen
B Wareneingang und Vorsteuer an Verbindlichkeiten
C Verbindlichkeiten an Wareneingang und Umsatzsteuer
D Wareneingang an Verbindlichkeiten und Vorsteuer

07
A Einkauf eines Firmen-Pkw
B Privatentnahme aus der Kasse
C Barzahlung von Portokosten
D Verkauf einer Maschine über Buchwert

08

Wie hoch ist die Zahllast nach beiden Buchungen?


A Die Zahllast beträgt 285,- Euro.
B Die Zahllast beträgt 339,15 Euro.
C Die Zahllast beträgt 1.500,- Euro .
D Die Zahllast beträgt 1.785,- Euro.

09

Was kann er nun buchhalterisch tun?


A Er kann die Gewerbesteuer aktiv abgrenzen .
B Er kann die Gewerbesteuer passiv abgrenzen.
C Er kann die Gewerbesteuer als "Sonstige Verbindlichkeit" buchen.
D Er kann für die Gewerbesteuer eine Rückstellung bilden .

Welcher der folgenden Grundsätze gehört nicht dazu?


A Prinzip der Unternehmensfortführung
B Stichtagsprinzip
C Klarheitsprinzip
D Prinzip der Zeitraumbezogenheit

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III Übungsbogen Teil 111 - Rechnungswesen und Controlling

111 11 Ihr neuer Firrnen~Pkw kostet 20.000,- Euro netto. Sie erhalten darauf 10% Rabatt. Die Ober-
führung kostet 500,- Euro, Versicherung und Steuern zusammen 1.000,- Euro jährlich.
Wie hoch sind die Anschaffungskosten für den Pkw?
A Die Anschaffungskosten betragen 18.000,- Euro.
B Die Anschaffungskosten betragen 18.500,- Euro.
C Die Anschaffungskosten betragen 19.500,- Euro.
o Die Anschaffungskosten betragen 20.000,- Euro.

12 Ihre BUanz:weist folgttride Wette::auf:


60.000,- Euro

Wie hoch ist die Eigenkapitalquote in Prozent (ggf. auf eine Dezimalstelle runden)?
A Sie beträgt 25,0%.
B Sie beträgt 33.3%.
C Sie beträgt 66,7%.
0 Sie beträgt 75,0%.

Wie hoch ist die Forderungsintensität in Prozent (ggf. auf eine Dezimalstelle runden)?
A Sie beträgt 20,0%.
B Sie beträgt 24,0%.
C Sie beträgt 30,0%.
o Sie beträgt 60,0%.

Wie hoch ist die Liquidität 2. Grades in Prozent (ggf. auf eine Dezimalstelle runden)?
A Sie beträgt 33.3%.
B Sie beträgt 50,0%.
C Sie beträgt 100,0%.
0 Sie beträgt 150,0%.

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111 Übungsbogen Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

111 15 Ihre Bilanz weist 80.000,- Euro Anlagevermögen aus. Das Umlaufvermögen besteht aus
Waren beständen (60.000,- Euro), Forderungen (40.000,- Euro) und flüssigen Mitteln
(20.000,- Euro). Das Eigenkapital beträgt 60.000,- Euro, Fremdkapital140.ooo,- Euro,
davon 40.000,- Euro kurzfristig.
Wie hoch ist die Anlagedeckung I in Prozent (ggf. auf eine Dezimalstelle runden)?
A Sie beträgt 57,1%.
B Sie beträgt 75,0%.
e Sie beträgt 133.3%.
D Sie beträgt 200,0%.

Hinweis: Die Aufgaben 16, 17 und 18 gehören zusammen!

16 Meister Peter Brause ist mlt der Uquidität 2. GradeS nicht zufriefen ~
dingt verbessern.
Welche der aufgeführten Maßnahmen führt zu keiner unmittelbaren Verbesserung?
A Einbringung einer Privateinlage in bar
B Abbau von Materialvorräten bei neuen Aufträgen
e Verbessertes Mahnwesen, damit Kunden schneller zahlen
D Aufnahme eines Darlehens zur Rückzahlung von Lieferantenverbindlichkeiten

17

Welche der folgenden Aussagen besch reibt variable Kosten?


A Diese Kosten werden indirekt verrechnet.
B Diese Kosten werden einem Produkt direkt zugeordnet.
e Diese Kosten sind unabhängig vom Beschäftigungsgrad.
D Diese Kosten sind abhängig vom Beschäftigungsgrad.

18 ;;" ,- ','~';- ':'.~. ~:":~~;~:~~7,~~~1,~,,~.~-~,:~,~~:,~?~f~,-~~t,,~.~~~~,?,'~:""'" ' ,,,.', ,.' ," ',';'-" ';
..... ; '~'. ~. '-'_.!'-';~.~"--' . ~ ~- ~ ",~~ -... " ~

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- , '
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Wie hoch ist der Deckungsbeitrag?


A Er beträgt 30.000,- Euro.
B Er beträgt 70.000,- Euro.
e Er beträgt 100.000,- Euro.
D Er beträgt 220.000,- Euro.

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III Übungsbogen Teil 111 - Rechnungswesen und Controlling

111 19 Ihre Eröffnungsbilanz weist 80.000,- Euro Eigenkapital aus, die Schlussbilanz 100.000,-
Euro Eigenkapital. Der angenommene Zinssatz ist 10%. Das Gesamtkapital am Ende be-
trägt 200.0Q0,- Euro.
Wie hoch ist die kalkulatorische Eigenkapitalverzinsung?
A Sie beträgt 8.000,- Euro.
B Sie beträgt 9.000,- Euro.
C Sie beträgt 10.000,- Euro.
D Sie beträgt 20.000,- Euro.

20

Wie hoch ist der Gemeinkostenzuschlagssatz auf Basis des Fertigungslohns (ggf. auf eine
Dezimalstelle runden)?
A Er beträgt 88,2%.
B Er beträgt 113,3%.
C Er beträgt 125,0%.
D Er beträgt 220,0%.

Wie hoch sind Ihre Selbstkosten?


A Sie betragen 6.960,- Euro.
B Sie betragen 9.800,- Euro.
C Sie betragen 10.560,- Euro.
D Keiner der Werte ist richtig.

22

Berechnen Sie den Bruttoangebotspreis.


A Er beträgt 15.470,00 Euro.
B Er beträgt 15.708,00 Euro.
C Er beträgt 13.200,00 Euro.
D Keiner der Werte ist richtig.

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111 Übungsbogen Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

111 23 Sie berechnen Kunden pro Stunde 40,- Euro netto. Die Summe aller Fixkosten beträgt
100.000,- Euro jährlich. Die variablen Kosten pro Stunde betragen 27,50 Euro. Die Kunden
zahlen Ihnen zusätzlich 19% Umsatzsteuer, somit 47,60 Euro brutto.
Ab welcher jährlichen Stundenzahl ist die Gewinnschwelle (Break-Even-Point) erreicht (ggf.
auf ganze Stunden abrunden)?
A Es sind 2.500 Stunden.
B Es sind 3.636 Stunden.
C Es sind 4.975 Stunden.
D Es sind 8.000 Stunden.

111 24 h;i~~,,7C'L' .... , ... . •.... • c, riat: ::c


;::? Mt~ selbStstii1dig.,ematbl.&i ~o~ElIffi~ Er kauft davon
ell1e Boroeinrichtung für 10.000.- Euro uneUegt ein MateriaUager in Höhe von 15.000,-
Euro an. Ein Rrrnenfahrzeug kostet weitere 30.000.- Euro. Sein Erbonkel leiht ihm 20.000.-
Euro. die er aber in vier Jahren zurück haben möchte. Weitere Maschinen kosten
",-'C)fK),.- Euro.. Ein förderdarlehen (LaU"tt 8 Jahre) über 14.000,- Euro nimmt er auch
I', ~<.~~ch. Von den nicht ben*~ Geldmitteln legt er 1.000.- Euro In die Kasse
I~L;1i.~ ~,;; .:.~l:~~:::;ur~n~o.~tJeI$n unbezahbtieferanteriredmungen
. ~,~.o:; ~~~~:"2~~-vor.
Erstellen Sie aus oben stehenden Angaben eine Eröffnungsbilanz. Achten Sie dabei auch auf
die richtige Beschriftung sowie die korrekte Reihenfolge sowohl auf der Aktiv- als auch auf der
Passivseite. Die Angaben sind bewusst etwas durcheinander gewürfelt.

Eröffnungsbilanz in Euro
Aktiva Passiva

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III Übungsbogen Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

111 25 IhRin ~SCtiluSsbltanzvor:


.. Schlussbllanz In Euro
Aktiva Passiva
I. Anlqeverm6pn I. Eigenkapital
Gebäude 95·000,- Eigenkapital 165·000,-
Maschinen 60.000,-
Fuhrpark 75·000,-
SummeAV 230.000,- SummeEK 165.000,-
11. Umlaufvenn6gen 11. Fremdkapital
Materialbestand 56.000,- Langfr. Darlehen 90.000,-
Forderungen 60.000,- Mittelfr. Darlehen 20.000,-
Bank 12.000,- Verbindlichkeit Lief. 60.000,-
Kasse 2.000,- Verbindlichkeit lohn 20.000,-
Verbindlichkeit Umsatzsteuer 5·000,-
SummeUV 130.000,- SummeFK 195·000,-
Aktivsumme 360.000,- Passivsumme 360.000,-

Ermitteln Sie ... (%-Werte auf eine Dezimalstelle runden)


a) die Eigenkapitalquote:

· · · .
b) die Fremdkapitalquote:

· . · .
c) die Anlagedeckung I (Goldene Finanzierungsregel):

.
d) die Anlagedeckung 11 (Silberne Finanzierungsregel):

· ·
e) den Anlagegrad:

·
t) die Liquidität 1. Grades:

.
g) die Liquidität 2. Grades:

·
. ·
h) die Liquidität 3. Grades:

. .
. · .
i) die Forderungsintensität:

. .

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111 Übungsbogen Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

Ermitteln Sie ... (%-Zahlen auf eine Nachkommastelle runden)


a) den Gesamtgewinn/-verlust:

b) den Betriebsgewinn/-verlust:

c) den betriebswirtschaftlichen Gewinn/Verlust:

d) die Umsatzrentabilität in %:

e) die Unternehmensrentabilität in %:

f) die Eigenkapitalrentabilität:

g) den Brutto-Cash-Flow:

h) den Netto-Cash-Flow:

i) den dynamischen Verschuldungsgrad in Jahren (eine Nachkommastelle):

j) die Entschuldungsdauer in Jahren (eine Nachkommastelle):

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111 Übungsboge n Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

27 KalkuHeren Sie mit unten stehenden Angaben ein Angebot. Gehen Sie dabei Schritt rur
SCbritf in dertt~e der Aufgaben vor.
;' ,'"

, ,

Kostenart --
Be~
Material 2to.~-Euro
fertigungslöhne 220.000,'" Euro
PersonalkO$ten Verwaltung 50.000,- Euro
Energiekosten 15.000,- Euro
Reparaturen 13.000,- Euro
Sonstige Verwaltungskosten 85.000,- Euro
Kalk. Unternehmerlohn, direkt zurechenbar 30.000,- Euro
Kalk. Unternehmerlohn, indirekt lurechenbar 25.000,- Euro
Kalk. Abschreibungen 12.000,- Euro

Weitere Angaben:
Die Gemeinkosten werden zu 90% auf die Fertigungslöhne, zu 10% auf das Material
umgelegt.
Sie kalkulieren ein Angebot mit 5.000,- Euro Material und 4.000,- Euro direkten lohn-
kosten.
Zuschlag für Gewinn/Wagnis 15%.
Umsatzsteuer 19%.
a) Ermitteln Sie die Gesamtkostensumme.

b) Ermitteln Sie die Summe der Einzelkosten.

c) Ermitteln Sie die Summe der Gemeinkosten.

d) Ermitteln Sie den Zuschlagssatz für die Fertigungslöhne (eine Nachkommastelle).

e) Ermitteln Sie den Zuschlagssatz für das Fertigungsmaterial (eine Nachkommastelle).

t) Ermitteln Sie die Selbstkosten für das Angebot.

g) Ermitteln Sie den Nettoangebotspreis.

h) Ermitteln Sie den Bruttoangebotspreis.

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111 Übungsbogen Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

Hinweis: Die Aufgaben 28 und 29 gehören zusammen!

Ermitteln Sie ...


a) den Deekungsbeitrag pro Auftrag und insgesamt.
b) die anteiligen Fixkosten pro Auftrag.
e) den Gewinn/Verlust pro Auftrag und insgesamt.

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111 Übungsboge n Teil 111- Rechnungswesen und Controlling

a) Begründen Sie, ob Sie den Auftrag hätten annehmen sollen oder nicht.
b) Erläutern Sie allgemein, wann in einem Unternehmen die Gewinnschwelle erreicht wird.
Wann ist dies hier der Fall?
c) Was bedeutet der Ausdruck "Kostendegression"?

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Übungsbogen

Grundlagen wirtschaftlichen HandeIns im Betrieb

Bearbeitungszeit: 100 Minuten

Hinweise
01 02 03 04 05 06 07 08 09 10
1. Dieser Übungs bogen enthält
2. 00 2 .00 2. 00 2 .00 2 .00 2. 0 0 2. 00 2. 0 0 2 .0 0 2.00
programmierte und frei zu be -
antwortende Aufgaben aus dem
A A A A A A A A A A Handlungsfeld Grundlagen wirt-
schaftlichen Handeins im Be-
B B B B B B B B B B
trieb.
e e e e e e e e e e 2. Bei den programmierten Auf-
D D D D D D D D D D gaben ist nur jeweils eine der
vier Antwortalternativen richtig.
Auf diesem Deckb latt können
11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
Sie die richtige Antwort unter
2. 00 2.00 2 .00 2 .00 2.00 2 .00 2. 00 2. 00 2.00 2.00
der entsprechenden Aufgaben-
nummer ankreuzen .
A A A A A A A A A A 3. Unter den Aufgabennummern
B B B B B B B B B B finden Sie auch die jeweils zu
erreichende Punktzahl. ins-
e e e e e e e e e e gesamt können Sie 100 Punkte
D D D D D D D D D D erzielen.

4. Arbeiten Sie sorgfältig!


21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
5·00 6.00 14·00 6.00 2.00 10.00 9. 00 2 .00 3 ·00 3 ·00

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Aufm Tetelberg 7. 40221 Düsseldorf


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Nachd ruck und jede Form der Vervielfä ltigung verboten . verlagsanstalt
alle Rec hte vorbehalten Handwerk
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111 Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

Welche Aussage ist richtig?


A Sein Handwerk gehört zum primären und sekundären Wirtschaftssektor.
B Sein Handwerk gehört zum primären und tertiären Wirtschaftssektor.
C Sein Handwerk gehört zum sekundären und tertiären Wirtschaftssektor.
D Sein Handwerk gehört zum primären, sekundären und tertiären Wirtschaftssektor.

Um welche Organisation handelt es sich dabei?


A Die Spitzenorganisation ist der DHKT.
B Die Spitzenorganisation ist der ZDH.
C Die Spitzenorganisation ist der UDH.
D Die Spitzenorganisation ist der Bundesverband.

In welcher Organisation ist der Schreinermeister freiwilliges Mitglied?


A Schreiner-Innung
B Handwerkskammer
C Kreishandwerkerschaft
D Berufsgenossenschaft

04 BIdt~luUftje.l;bletet.ualltativ höc~.8aCkwaren ~ einem fairen Preis.


D~lrt .r~~ .-einen 81U4ganbleter als Konkurrenten erhalten. Gerade
im Marketina Istihm beWUsst. dass er sICh bei seinen Ent$cheidungen .Im strategischen
Dreieck- befindet.
Wer gehört bei diesen Überlegungen nicht zum strategischen Dreieck?
A Der Staat
B Der eigene Betrieb
C Die Wettbewerber
o Die Kunden

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111 Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

Zu welcher Methode der Auswertung gehört das Auswerten der Lieferantenumsätze?


A Interne Primärforschung
B Externe Primärforschung
C Interne Sekundärforschung
o Externe Sekundärforschung

06

Welche Aussage zur Corporate Identity (CI) ist richtig?


A CI meint die Bündelung aller Werbemaßnahmen wie Prospekte, Anzeigen etc.
B Die CI meint ein einheitliches Auftreten eines Unternehmens am Markt, um ein klares Unter-
nehmensbild zu erzeugen.
C Die CI befriedigt spezielle Kundenbedürfnisse, dazu gehört die saubere handwerkliche
Leistung und qualifizierte Beratung.
o Die CI ist das einheitliche Erscheinungsbild des Unternehmens nach außen, z. B. durch ein-
heitliche Logos, Schriftzüge etc.

07

Welche der folgenden Aussagen ist dabei richtig?


A Anzustreben ist organisatorisch immer der maximale Erfolg mit minimalem Aufwand.
B Ein unterbesetztes Büro führt zwar manchmal zu Störungen im Betriebsablauf, verursacht
aber weniger Kosten.
C Richtige Organisation ermöglicht erst spontane Entscheidungen aufgrund genereller
Regeln.
o Betriebliche Organisation steht ständig im Mittelpunkt betrieblicher Planung und dient dazu,
die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens zu erhöhen.

Sie nutzen dazu ein grafisches Hilfsmittel und erstellen


A ein Fluss-Diagramm.
B ein Struktogramm.
C ein Organigramm.
o einen Netzplan.

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111 Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

Welcher Bereich der Ablauforganisation ist hier angesprochen?


A Gestaltung des Arbeitsprozesses
B Logistik
C Qualitätsmanagement
D Arbeitszeitmodelle und Gruppenorganisation

Hinweis: Die Aufgaben 10,11 und 12 gehören zusammen!

Welche Aussage ist richtig?


A Der Mitarbeiter selbst darf nichts in die Personalakte eintragen.
B Der Mitarbeiter darf die Personalakte einsehen und den Termin selbst innerhalb der Büro-
öffnungszeiten festsetzen.
e Der Mitarbeiter darf die Personalakte einsehen. Der Arbeitgeber schreibt Zeit, Ort, Aufsichts-
person vor.
D Der Mitarbeiter hat das Recht, die Personalakte allein einzusehen, um sich ein genaues Bild
machen zu können.

Welche der folgenden Maßnahmen gehört dazu?


A Sie kümmern sich um die Nachfolgeplanung einer frei werdenden Stelle.
B Sie senden Mitarbeiter zu intensiven, persönlichen Schulungen.
e Sie beraten aufgrund Ihrer Erfahrung einen unerfahrenen Mitarbeiter intensiv.
D Sie gründen Mitarbeitergruppen, die Schwachstellen im Betrieb gemeinsam aufdecken.

Welche der folgenden Aussagen passt zu diesem Führungsstil?


A Der Mitarbeiter wird durch klare Anweisungen motiviert, die er ohne Rückfrage genau ver-
steht und kritiklos ausführt.
B Die übertragene Aufgabe motiviert den Mitarbeiter, der in Entscheidungsprozesse einbezo-
gen ist. Der Vorgesetzte lobt, tadelt, kontrolliert.
e Der Mitarbeiter wird motiviert, da er fachlich vollkommen selbstständig handeln kann.
D Der Mitarbeiter erhält eine Aufgabe delegiert, er entscheidet und kontrolliert selbst; das
motiviert ihn.

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111 Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

13

Welche der folgenden Aussagen beschreibt ein wesentliches Ziel der Finanzierung?
A Es ist die zeitliche Differenz von Ausgaben und Einnahmen zu überbrücken.
B Es ist sicherzustellen, dass ein Betrieb alle Verbindlichkeiten begleichen kann.
e Der Überschuss zwischen Einzahlungen und Auszahlungen ist in kurzer Zeit zu maxi-
mieren.
D Das Verhältnis zwischen dem Gewinn und dem Eigenkapital eines Unternehmens ist zu
maximieren.

14

Wie hoch ist der jährliche Kapitalfreisetzungseffekt in Euro?


A 20.000,- Euro pro Jahr
B 40.000,- Euro pro Jahr
e 80.000,- Euro pro Jahr

D 120.000,- Euro pro Jahr

Hinweis: Die Aufgaben 15 und 16 gehören zusammen!

Welche Aussage ist richtig?


A Beim Tilgungsdarlehen sind die Rückzahlungsraten durch gleich bleibende Zinsen jeweils
gleich hoch.
B Beim Tilgungsdarlehen sind die Rückzahlungsraten durch unterschiedliche Tilgungen unter-
schiedlich.
e Beim Annuitätendarlehen sind bei den Rückzahlungsraten die Zinsanteile steigend, die Til-
gungsanteile fallend.
D Beim Annuitätendarlehen sind bei den Rückzahlungsraten die Zinsanteile fallend, die Til-
gungsanteile steigend.

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16 ,
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Welche der folgenden Finanzierungsarten gehört dazu?


A Sie überziehen Ihr betriebliches Girokonto für sechs Wochen um 5.000,- Euro.
B Sie fordern vom Kunden eine Anzahlung in Höhe von 5.000,- Euro. Die Schlussrechnung
schreiben Sie erst sechs Wochen später.
e Sie erhalten Ware mit einer Lieferantenrechnung über 5.000,- Euro, die Sie erst nach sechs
Wochen zahlen.
D Sie überweisen 5.000,- Euro von Ihrem Privat- auf das Geschäftskonto, nach sechs Wochen
geht der Betrag zurück.

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111 Übungsbogen Teil 111 - Betrieb und Wirtschaft

17

Welche gedankliche Reihenfolge ist beim Planungsprozess als Regelkreis richtig?


A Strategische und operative Planung -7 Soll-1st-Vergleich -7 Korrektur- und Vorbereitungs-
maßnahmen -7 Anpassung der Planung
B Strategische und operative Planung -7 Korrektur- und Vorbereitungsmaßnahmen -7 Soll-Ist-
Vergleich -7 Anpassung der Planung
C Strategische und operative Planung -7 Anpassung der Planung -7 Soll-1st-Vergleich -7 Kor-
rektur- und Vorbereitungsmaßnahmen
D Strategische und operative Planung -7 Soll-1st-Vergleich -7 Anpassung der Planung -7 Kor-
rektur- und Vorbereitungsmaßnahmen

18

Was versteht man darunter?


A Dabei geht es darum, Abfälle im Unternehmen umweltgerecht zu entsorgen.
B Dabei geht es darum, umweltgerecht die jeweiligen Baunutzungsverordnungen einzu-
halten.
C Dabei geht es darum, z.B. die TA Luft und TA Lärm einzuhalten.
D Dabei geht es vor allem darum, die EG-Öko-Audit-Verordnung einzuhalten.

19

Welche weitere Behörde spielt bei der Erledigung der Gründungsformalitäten eine zentrale
Rolle und leitet z. B. viele Informationen automatisch weiter?
A Finanzamt
B Gewerbeamt
C Berufsgenossenschaft
D Amt für Arbeitsschutz in Verbindung mit dem Umweltamt

20

Welche der genannten Rechtsformen bedingt in aller Regel den größten formalen Aufwand?
A GbR
B OHG
C KG
D GmbH

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111 Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

Hinweis: Die Aufgaben 21, 22 und 23 gehören zusammen!

a) Ermitteln Sie den Kapitalbedarfvon Peter Brause, um die Abwicklung seiner Aufträge vorzu-
finanzieren.
b) Nennen Sie zwei geeignete Maßnahmen, um den Kapitalbedarf zu senken.

a) Ermitteln Sie die Kapitaldienstgrenze für Peter Brause.


b) Welche Schlussfolgerung hinsichtlich der Zins- und Tilgungsbelastung des Unternehmens
ist zu ziehen?
c) Empfehlen Sie Peter Brause zwei Maßnahmen im Falle eines sinkenden Gewinns, um die
Kapitaldienstgrenze zu erhöhen.

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111 Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

a) Zwei Jahre vorher saß Peter Brause im Büro der städtischen Wirtschaftsförderung und hörte
sich die Konzeption des neuen Gewerbegebietes an. Formulieren Sie drei Fragen zum neuen
Gewerbegebiet aus Interessenlage von Peter Brause, die unterschiedliche Aspekte der
Standortqualität betreffen.
b) Wählen Sie vier Werbemittel und die dazu passenden Träger aus, die Peter Brause für die
Eröffnung einsetzen könnte.
c) Wählen Sie zur Bekanntmachung des Umzugs zwei Maßnahmen aus dem Bereich Öffentlich·
keitsarbeit (PR) . Nennen Sie zwei Ziele, die mit PR-Aktionen generell erreicht werden
sollen.
d) Planen Sie zwei passende Maßnahmen aus dem Bereich Verkaufsförderung. Welche zeitli-
che Zielsetzung besitzen verkaufsfördernde Maßnahmen generell?

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111 Übungsbogen Teil I" - Betrieb und Wirtschaft

Hinweis: Die Aufgaben 24 und 25 gehören zusammen!

a) Erarbeiten Sie aus dem Text drei Aspekte, die einer freien Marktwirtschaft widersprechen
(mit Begründung).
b) Welche drei Märkte sind im Text an welcher Stelle erwähnt?

25

Nennen Sie auffolgenden Ebenen jeweils eine Handwerksorganisation, die Marius Bach dort
entsprechend vertreten kann.

Bundesebene:

Landesebene:

(Regierungs-)Bezirksebene:

Kreisebene: .

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111 Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

a) Beschreiben Sie aus dem Text zwei Mängel in der Büro- und Verwaltungsorganisation bei
Katrin Berger. Welche zwei möglichen nachteiligen Folgen können diese Mängel mit sich
bringen?
b) Formulieren Sie eine eindeutige Anweisung an die Mitarbeiterin, wie sie mit Eingangspost
verfahren soll. Ziel ist, die Post für eine Ablage nach Aufbewahrungsfristen vorzusortieren.
c) Welche Inhalte sollte ein Formular besitzen, mit dessen Hilfe ein Rückruf getätigt werden
kann? Zählen Sie vier Punkte auf.
d) Mit welchen zwei weiteren organisatorischen Maßnahmen kann Katrin Berger ihre oben be-
schriebene Arbeitssituation weiter verbessern?

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111 Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

ModeltA
50.000,-

2.000,-

8.000,- 7·000,-
ZUSi1Zerlöse jährlich 28.000,- 22.000.-

a) Zu welchem Fahrzeug ist Stefan Schröder zu raten? Legen Sie nacheinander die Kriterien
Jahreskosten, Jahresgewinn und Amortisationszeit zugrunde und ermitteln Sie jeweils, wel-
ches Modell günstiger ist.
b) Im obigen Text sind drei Finanzierungsarten erwähnt. Tragen Sie diese drei Finanzierungsar-
ten aus dem Text an die richtige Stelle in die folgende Tabelle ein. Beispiel: Eine Finanzierung
über Abschreibungen würde in die Spalte 1, Zeile 1 gehören, denn es handelt sich um eine
unternehmensinterne Eigenfinanzierung.

Eigenfinanzierung Fremdfinanzierung
Innenfinanzierung
Außenfinanzierung

Hinweis: Die Aufgaben 28, 29 und 30 gehören zusammen!

111 28 Sie beschäftigen 12 Mitarbeiter. In einem neuen Geschäftsfeld sind fünf neue Stellen dem-
nächst zu besetzen. Drei Mitarbeiter werden in den Ruhestand versetzt. Eine Mitarbeiterin
nimmt eine Elternzeit. Zwei Mitarbeiter kehren von der Bundeswehr zurück.
Ermitteln Sie den Personalbedarf.

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III Übungsbogen Teil 111- Betrieb und Wirtschaft

Werten Sie das Anschreiben aus. Erarbeiten Sie drei Punkte, die fehlen oder negativ zu be-
werten sind.

11I 30 Mlrko Z~rmann legt u.Jt. folgendes Arbe,tszeugnis vor: .

Zeugnis
Herr Mirko Zimmermann, geb. 12.7.73. war bei uns vom 1.t.20tO bis 30.6.~010 als
Sachbearbeiter im Büro angestellt.
Gerne bestätigen wir. dass er sich stets bemühte. den von uns gestellten Anforderun-
gen gerecht zu werden. Er erledigte alle Arbeiten mit großem Reiß und Interesse. Sehr
oft arbeitete er mit dem Pe. Herr Zimmermann zeigte sich ausgesprochen kommunika-
tiv und anpassungsfähig. Er schied auf eigenen Wunsch aus unserem Unternehmen
aus.
Wir wUnschen Herrn Zimmermann alles Gute fUr seinen weiteren Lebensweg.
Dortmund, 30.6.2010
Dr. Heinrich
Werten Sie das Arbeitszeugnis aus. Erarbeiten Sie drei Punkte, die negativ zu bewerten sind.

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Übungsbogen

Rechtliche und steuerliche Grundlagen

Bearbeitungszeit: 80 Minuten

Hinweise

01 02 03 04 05 06 07 08 09 10
1. Dieser Übungsbogen enthä lt
2. 00 2 .00 2 .00 2 .00 2 .00 2.00 2. 00 2 .0 0 2. 00 2 .00
programmierte und frei zu be-
antwortende Aufgaben aus dem
A A A A A A A A A A Handlungsfeld Rechtliche und
steuerliche Grundlagen.
B B B B B B B B B B
2. Bei den programmierten Auf-
( ( ( ( ( ( ( ( ( (
gaben ist nur jeweils eine der
D D D D D D D D D D vier Antwortalternativen richtig.
Auf diesem Deckblatt können
Sie die richtige Antwort unter
11 12 13 14 15 16 17 18 19 20
der entsprechenden Aufgaben-
2. 00 2 .00 2. 00 2.00 2 .00 2 .00 2. 00 2 .00 2. 00 2. 00
nummer ankreuzen.

3. Unter den Aufgabennummern


A A A A A A A A A A finden Sie auch die jeweils zu
B B B B B B B B B B erreichende Punktzahl. Ins-
gesamt kö nnen Sie 100 Pu nkte
( ( ( ( ( ( ( ( ( (
erzielen.
D D D D D D D D D D
4. Arbeiten Sie sorgfältig!

21 22 23 24 25 26 27 28 29 30
2. 00 2.00 4 ·00 6.00 7·00 8 .00 8 .00 6 .00 7 ·00 3·00

A A
B B
( (

D D

31 32 33
3 ·00 2 .00 2.00

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Aufm Tetelberg 7, 40221 Düsseldorf


Telefon: 0211/39098-0, Te lefax: 0211/39098-70

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

Welcher Teil des BGB enthält Ausführungen über die Geschäftsfähigkeit?


A Sachenrecht
B Handelsrecht
e Schuldrecht
D Allgemeiner Teil

02

Um welche Art von Rechtsgeschäft handelt es sich dabei?


A Einseitig; nicht empfangsbedürftig
B Einseitig; empfangsbedürftig
e Zweiseitig; empfangsbedürftig
D Zweiseitig; nicht empfangsbedürftig

Welche der folgenden Aussagen ist richtig?


A Die Kundin hat Recht. Alle Rechtsgeschäfte müssen im Nachhinein von Frau Busch geneh-
migt werden.
B Die Kundin hat Recht, aber keinen Nachteil, da sie alle gekauften Dinge innerhalb einer Frist
umtauschen kann.
e Olaf ist in dem Fall voll geschäftsfähig, da seine Eltern schriftlich der Ausbildung zugestimmt
haben.
D Olaf darf im Rahmen eines bestimmten Betrages (d.h. in Höhe eines üblichen Taschengeld -
satzes) selbstständig Geschäfte abschließen.

04

Wann erlischt der Anspruch an den Privatkunden nach der regelmäßigen Verjährungsfrist?
A Am 10.10.2013
B Am 31.12.2013
e Am 15.01.2014
D Am 31.12.2014

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

Welches Recht besitzt die Kundin in dem Fall?


A Sie kann sofort vom Vertrag zurücktreten und einen anderen Unternehmer beauftragen.
B Sie kann die Badewanne behalten und eine erhebliche Minderung des Kaufpreises ver-
langen.
C Sie kann die richtige Badewanne einfordern, muss aber Peter Brause zunächst den Auftrag
lassen.
D Sie kann direkt Schadenersatz verlangen und den Unternehmer wechseln.

Welche Art von Sicherungsrecht wird beschrieben?


A Buchhypothek
B Eigentümergrundschuld
C Briefhypothek
D Bauhandwerkersicherungshypothek

07
Welche der vier Personen erfüllt nicht vollständig die formalen Voraussetzungen zum Hand-
werksrolleneintrag?
A Alfons: "Ich bin seit zehn Jahren Geselle (Elektro) und seit fünf Jahren Vorarbeiter."
B Bernd: "Ich bin 51 Jahre alt und habe einfach meine meisterlichen Fachkenntnisse im Elek-
trobereich korrekt nachgewiesen."
C Christoph: "Ich habe ein abgeschlossenes Elektroingenieur-Studium hinter mir."
D Dirk: "Ich habe keine Ahnung vom Fach, gründe die Elektro GmbH. Jetzt kann sich die GmbH
als juristische Person ohne weiteres eintragen lassen."

Welcher Begriff passt zu seiner handelsrechtlichen Stellung?


A Er ist kein Kaufmann, sondern ein selbstständiger Handwerksmeister.
B Er ist ein Formkaufmann aufgrund der Unternehmensform und der Selbstständigkeit.
C Er ist ein Sollkaufmann, weil Handwerker eine ordentliche Buchführung erstellen müssen
(=Soll).
D Er ist aufgrund des beschriebenen Geschäftsbetriebs ein Ist-Kaufmann.

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

Welche der folgenden Angaben gehört nicht zu den Pflichtangaben?


A Angabe des Registergerichts
B Privatname des Einzelkaufmanns
e Rechtsform oder -zusatz (Kabel OHG)
D Sitz der Gesellschaft (Dortmund)

Welche Rechtsform ist ihr danach zu empfehlen?


A GmbH
B KG
e GbR
D OHG

11

Welche Aussage über befristete Arbeitsverträge ist richtig?


A Sie dürfen im beschriebenen Fall Arbeitsverträge bis zu einem Jahr befristen.
B Sie dürfen im beschriebenen Fall Arbeitsverträge maximal zweimal verlängern.
e Sie dürfen im beschriebenen Fall Arbeitsverträge bis vier Jahre befristen.
D Sie dürfen im beschriebenen Fall befristete Arbeitsverträge mündlich und formfrei ab-
schließen.

111 12 Sie sitzen am Stammtisch mit erfahrenen Kollegen und schnappen dabei einige Aussagen
über arbeitsrechtliche Themen auf.
Welche Aussage ist falsch?
A Ein per Handschlag geschlossener Arbeitsvertrag ist gültig.
B Spätestens einen Monat nach Arbeitsbeginn hat der Arbeitnehmer das Recht auf einen
schriftlichen Nachweis.
e Ein befristeter Arbeitsvertrag endet auch ohne besondere Kündigung.
D Eine Vollzeitkraft hat nach sechs Monaten in jedem Betrieb einen Anspruch auf Teilzeitbe-
schäftigung.

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

Hinweis: Die Aufgaben 13 und 14 gehören zusammen!


111 13 Im Unternehmen Herbert Scholz (fünf Mitarbeiter) bricht sich Mitarbeiter Max Laube (un-
befristeter Arbeitsvertrag) in seiner Freizeit eine Hand und fällt vier Wochen .IaQg aus.
"'

Welche Aussage über die Entgeltfortzahlung ist falsch?


A Max Laube erhält genau so viel Lohn, als ob er gearbeitet hätte.
B Herbert Scholz muss für maximal sechs Wochen lang den vollen Lohn bezahlen, danach zahlt
die Krankenkasse.
C Ein Anspruch auf Entgeltfortzahlung gilt bei unbefristeten Arbeitsverträgen vom ersten Tag
der Beschäftigung an.
D Einen Großteil des Lohns für Max Laube erhält Herbert Scholz von der Krankenkasse er-
stattet.

111 14 Herbert Scholz hat Probleme mit Jonas Moritz (24 Jahre), der sich öfter verspätet und des-
sen Arbeitsleistungen zu wünschen übrig lassen. Moritz hat einen unbefristeten Arbeits-
vertrag und befindet sich außerhalb der Probezeit. Heute ist der 5. Mai und Moritz ist
wieder zu spät. Herbert Scholz will sich von ihm trennen.
Welche Aussage über seine gesetzlichen Kündigungsmöglichkeiten ist richtig?
A Herbert Scholz kann die Kündigung wegen des Verhaltens von Jonas Moritz außerordentlich
und sofort vornehmen.
B Speziell bei Jonas Moritz muss Herbert Scholz verlängerte Kündigungsfristen berechnen, da
die Probezeit abgelaufen ist.
C Herbert Scholz hat noch eine Woche Zeit, um wegen des wiederholten Zuspätkommens die
fristlose Kündigung auszusprechen.
D Vor Ausspruch der Kündigung muss Herr Scholz seinen Mitarbeiter - am besten schriftlich
- abmahnen.

Hinweis: Die Aufgaben 15 und 16 gehören zusammen!


111 15 GeseUe Kar! Zurheide (26 Jahre, kinderlos) wird nach tariflichen Bestimmungen entlohnt
und stöhnt über hohe Sozialversicherungsabgaben. Aber auch Meister Peter Rscher hat
als Arbeitgeber Anteile davon mitzutragen.
In welchem der folgenden Zweige der Sozialversicherung muss Peter Fischer als Arbeitgeber
genau 50% des Anteils zahlen?
A Krankenversicherung
B Unfallversicherung
C Rentenversicherung
D Pflegeversicherung

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

Welche der von Zurheide gezahlten Steuern ist nach der Erhebungsart eine direkte Steuer?
A Tabaksteuer
B Umsatzsteuer
C Lohnsteuer
o Mineralölsteuer

Hinweis: Die Aufgaben 17 - 22 gehören zusammen!

Welche der folgenden Aussagen ist richtig?


A Die Eröffnung des Unternehmens hätte erst nach Anmeldung bei der Berufsgenossenschaft
erfolgen dürfen.
B Sie hätten von vornherein einen Sicherheitsbeauftragten in Ihrem Unternehmen bestellen
müssen.
C Der obige Vorfall darf auch noch drei Tage später der Berufsgenossenschaft gemeldet
werden.
o Nach dem Arbeitsunfall müssen Sie Bernd Wind möller grundsätzlich dem Amtsarzt zu-
leiten.

Welche der folgenden Aussagen ist richtig?


A Carola Stern übt eine geringfügige Nebenbeschäftigung aus und muss der Mini-Job-Zentrale
gemeldet werden.
B Weder Carola Stern noch Sie als Arbeitgeber zahlen Sozialversicherungsbeiträge für den
gesamten Verdienst.
C Der Verdienst überschreitet im vorliegenden Fall 400,- Euro, daher liegt Sozialversiche-
rungspflicht vor.
o Carola Stern darf ohne weitere M~ldepflicht beschäftigt werden, da Sie weniger als 50 Tage
im Jahr arbeitet.

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III Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

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miissen:Ste tegenm,er den. SozudverslCberungsträgern gemwe Melde-
~en elnhalten. ,
Welche der folgenden Meldepflichten ist in diesem Zusammenhang falsch?
A Ein neuer Mitarbeiter muss Ihnen bis spätestens eine Woche nach seinem ersten Arbeitstag
den Sozialversicherungsausweis vorlegen.
B Ein Mitarbeiter hat heute seinen letzten Arbeitstag. Er muss bis spätestens sechs Wochen
nach Ende der Beschäftigung abgemeldet werden.
C Sie müssen bis zum 15. April des Folgejahres stets eine Jahresmeldung abgeben.
o Ihre bei Ihnen beschäftigten Minijobber müssen Sie in jedem Fall der Bundesknappschaft
melden.

III 20 fn deft 6steIi Monaten Ihrer Selbstständigkeit stoßen Sie immer wieder auf die Umsatz-
steuer. die Ihnen sehr viel Arbeit bereitet. Sie wissen, dass die Umsatzsteuer eine der
wichtigsten Einnahmequellen des Staates ist, der die Unternehmen in vielerlei Hinsicht
dabei in die Pflicht nimmt.
Welche Aussage über die Umsatzsteuer ist richtig?
A Die Umsatzsteuer (meist 19%) ist ein enormer Kostenfaktor in jedem Unternehmen.
B An Lieferanten zahlt ein Unternehmen Umsatzsteuern, von Kunden erhält es Vorsteuern.
C Das Finanzamt berechnet in aller Regel monatlich die Zahllast und sendet Ihnen den Be-
scheid zu.
D Steuerträger für die Umsatzsteuer sind ausschließlich private Verbraucher.

111 21 Sie erhalten eine Rechnung von Ihrem Großhändler Böhmer KG. Auf dieser bat der liefe-
taQt;~ Jn.der FußzeIle folgende Angabe ..USt-ID OE 123 425 622" aufcefUbtt.
Welche Bedeutung hat diese Angabe?
A Sie ist die allgemeine Steuernummer für das Finanzamt am Sitz des Unternehmens.
B Sie ist eine Steuernummer für Kleinunternehmer zur faktischen Steuerbefreiung.
C Sie dient zur Abwicklung von Geschäften innerhalb der EU.
o Sie dient der Identifikation der monatlich abzugebenden Umsatzsteuervoranmeldung.

111 22 Es ist wieder einmal soweit: Sie haben die jährliche Gewerbesteuerabrechnung in Händen.
Sie sollen 975.- Euro zahlen.
Welche Aussage über die Gewerbesteuer ist richtig?
A Die Hebesätze der Gewerbesteuer liegen bei mindestens 200%.
B Das Finanzamt versendet jährlich den Gewerbesteuerbescheid.
C Die Messzahlen zur Berechnung der Gewerbesteuer schwanken zwischen 1% und 5%.
o Gewerbesteuern stellen Betriebsausgaben dar und mindern bei der Ermittlung der Ein-
kommensteuer so den Gewinn.

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

111 23 Handwerksmeister Lothar Lenz ist in finanzielle Probleme geraten. Er ist froh, Georg Gress
zu kennen. Mit ihm schließt er eines Abends folgende Verträge ab, die von beiden gegen-
gezeichnet werden:
1.) Er leiht sich von Georg Gress 10.000,- Euro. Lenz verpflichtet sich, in sechs Monaten
12.000,- Euro zurückzuzahlen.
2.) Er verkauft Georg Gress zum 1.1. nächsten Jahres sein Haus, das einen Verkehrswert
von 200.000,- Euro besitzt, für 190.000,- Euro.
3.) Schließlich verwettet er seinen nagelneuen Audi gegen ein Dreirad, dass sein Lieb-
lingsverein Fußballmeister wird.
In den nächsten Tagen kommen Lothar Lenz Zweifel. ob er diese Verträge hätte abschlie-
ßen sollen. Georg Gress will allerdings an allem festhalten, in Deutschland gelte nun ein-
mal Vertrapfreiheit. Auß~em sei alles schriftlich fixiert.
Sind die Verträge rechtswirksam? Begründen Sie Ihre Antwort.

Erklären Sie, warum Frau Pieper zum einen bei der ersten Bestellung falsch gehandelt hat und
zum anderen bei der zweiten die rechtliche Situation falsch einschätzt. Beurteilen Sie das
Verhalten des Großhändlers aus rechtlicher Sicht.

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

111 25 Metallbauer Klaus Kupfer liest diesen Artikel in der Zeitung. "Neuer Tarifvertrag der IG
Metall Far die Metallbranche: Nach einem Schlichtungsverfahren, der nach Ablauf der
Friedenspflicht von Arbeitskampfmaßnahmen begleitet war, gilt ein neuer Tarifvertrag.
Dieser sieht u.a. Lohnerhöhungen von 4% vor." Klaus Kupfer hat sich vor kurzem selbst-
ständig gemacht und beschäftigt zwei Gesellen und einen Auszubildenden. Die Mitarbei-
ter fordern von Klaus Kupfer den höheren lohn. Er lehnt dies aber mit dem Kinweis ab.
dass kein Mitarbeiter in einer Gewerkschaft sei und er keinem Arbeitgeberverband ange-
hört. Damit sei der Tarifvertrag nicht relevant. Geselle Dieter Dahms entgegnet, er sei er-
stens im vorigen Monat in die IG Metall eingetreten. Zumindest er habe Anspruch auf
höheren lohn. Zum zweiten glaube er, dass im Metallbereich Tarifverträge aus gesetzli-
chen Gründen allgemeinverbindlich gelten müssen.
a) Erläutern Sie die Begriffe "Friedenspflicht" und "Schlichtungsverfahren" im Artikel und nen-
nen Sie je eine Arbeitskampfmaßnahme von Arbeitgebern und Arbeitnehmern.
b) Bewerten Sie die Standpunkte von Klaus Kupfer und Dieter Dahms. Wer von beiden hat
Recht?
c) Welcher Arbeitgeberverband könnte Klaus Kupfer vertreten?

~.(hrJs.tianBucksteUt Emma Wirtz als Raumpflegerin im ~


~~.400t-Euro monatlich ein. Sie arbeitet täglich zwei Stunden N
~ ~ch auf bezahlten Urlaub, Entlohnung im KrankheitsfaU und an ~n zu
bäben. Chrlstian Buck weiß, dass Emma Wirtz auch bei der Berufsgenossensc~(Satz 2%)
anzumelden ist. Von der zuständigen Krankenkasse erhält Buck einen Hinweis auf Ul- und
ln-Versicherungspflicht (Ul: Beitrag 0,6%; 80% Erstattung; U2: Beitrag O,1/t%l für Emma
Wirtz. In der sechsten Woche meldet sich Frau Wirtz für eine Woche krank (~ger Ver-
dienst 100,- Euro) und legt eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung für den Zeitraum vor.
a) Stellen Sie die Kosten zusammen, die Frau Wirtz monatlich in etwa verursacht.
b) Welche Krankenkasse ist im Text gemeint? Was leistet die Berufsgenossenschaft?
c) Sind die Ansprüche der Raumpflegerin auf o.a. Entlohnungen gerechtfertigt?
d) Wie muss Christian Buck die Krankheit abrechnen?

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

111 27 Handwerksmeister Franz Lohmann (sechs Mitarbeiter) hat Probleme mit seinem Personal.
Gerd Gerlach (s2 Jahre) ist innerhalb kurzer Zeit mehrfach zu spät gekommen und hat mit
Kollegen. die ihm dabei Absicht unterstellten. handgreiflichen Streit angefangen. Franz
Lohmann will ihm deshalb fristlos kündigen. aber noch eine Woche darüber nachdenken.
Manfred Mehnert (25 Jahre) erhält am 7.4. nach einem Jahr Betriebszugehörigkeit eine
ordentliche Kündigung mit der gesetzlichen Grundfrist. Einzelvertraglich ist keine beson-
dere Regelung vorhanden. Stefan Sikorski befindet sich im zweiten Monat seiner Probezeit
und erhält heute die Kündigung. Er beansprucht für die bei den Monate bezahlten Urlaub.
Aufgrund seiner Erfahrungen will Franz Lohmann künftig von seinen Mitarbeitern verlan-
gen. die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung (..Krankenschein") statt nach drei Tagen bereits
nach dem ersten Krankheitstag vorzulegen.
a) Kann Franz Lohmann im Fall Gerlach eine fristlose Kündigung wie beschrieben aussprechen?
Welche Form ist in dem Fall einzuhalten? Ist eine Abmahnung nötig?
b) Wie lautet die gesetzliche Kündigungsfrist für Manfred Mehnert? Wann wird er demnach den
letzten Arbeitstag leisten?
c) Wie lang ist die Kündigungsfrist für Stefan Sikorski? Hat er Anspruch auf bezahlen Urlaub?
d) Darf Franz Lohmann den Krankenschein bereits nach dem ersten Krankheitstag verlangen?
Begründen Sie jeweils Ihre Ansicht.

a) Ermitteln Sie die Zahllast im aktuellen Monat.


b) Welche Frist und Formvorschrift muss Hans Winkels für die Überweisung der Zahllast ein-
halten?
c) Wie lauten die umsatzsteuerlichen Bestimmungen für die Rechnung in die Niederlande?

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111 Übungsbogen Teil 111- Recht und Steuern

29 lothar Lenz hat seinen Betrieb 2005 gegründet und beschäftigt mittlerweile vier VoUzeit-
kräfte und zwei Auszubildende. Er kündigt Hago Hanke fristgerecht betriebsbedingt. Hugo
Hanke hält die Kündigung für sozial ungerechtfertigt. da er 33 Jahre alt sei und Kollege Max
Mikus nur 27 Jahre. Er. Hanke. müsse außerdem Unterhalt für zwei Kinder zahlen und der
~ nicht. Hugo Hanke ist seit 2005 bei lothar lenz beschäftigt. Max Mikus erst seit
~ Hu.lO Hankefeicht zehn Tage nach Zugang der Kündigung Klage beim Arbeitsgericht
• SftBitriebSi'at;Elxlstlertnicht. Hup Hanke bedauert das.
a) Hugo Hanke führt drei soziale Gesichtspunkte an. Nennen Sie diese und entscheiden Sie,
ob ein Arbeitgeber diese bei betriebsbedingten Kündigungen berücksichtigen muss?
b) Welche Frist hat Hugo Hanke bei Klagen zu beachten?
c) Welche Auswirkung hat das Vorhandensein eines Betriebsrat bei Kündigungen generell?
d) Prüfen Sie, ob Hugo Hanke die Voraussetzungen für die Anwendung des Kündigungsschutz-
gesetzes im vorliegenden Fall richtig auslegt.

Hinweis: Die Aufgaben 30 - 33 gehören zusammen!

a) Der Kunde ist ein Privatmann. Ist er überhaupt in Zahlungsverzug? Begründen Sie.
b) Wann wird die Forderung von Bert Blitz ohne weiteres Eingreifen verjähren?

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111 Üb un gsboge n Teil 111- Recht und Steuern

a) Was hat er zu tun und wie hoch ist der formale Aufwand? Welche Frist gilt nun für den
Schuldner?
b) Welches Gericht ist warum zuständig? Darf Herr Blitz auf einen Anwalt verzichten?

111 32 Das zuständige Gericht hat einen Mahnbescheid erlassen, mit der Aufforderung. innerhalb
von zwei Wochen zu zahlen. Doch der Kunde reagiert nicht.
Was wird das Gericht in der zweiten Stufe des Mahnverfahrens nun tun?

111 33 Erst jetzt legt der Kunde Widerspruch ein und es kommt zu einem Klageverfahren. Bert
Blitz erhält aus seiner Sicht nicht Recht.
Darf er Berufung einlegen? Welches Gericht wird zuständig sein? Begründen Sie Ihre Ant-
worten.

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