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Die Wappen der eidgenössischen Orte und der wichtigsten Zugewandten gruppiert um den

Reichsadler in einer Darstellung 1507


Nach dem Sieg über Burgund war die Eidgenossenschaft zur vorherrschenden Macht im
süddeutschen Raum geworden. Der schwäbische Adel, allen voran Habsburg, traten dem
wachsenden Einfluss der Eidgenossen in Mitteleuropa im Waldshuterkrieg 1468 und im
Schwabenkrieg 1499 vergeblich entgegen. Im Schwabenkrieg ging es zwar vordergründig um
eine Durchsetzung der Reichsreform von 1495, aber eigentlich war dies der letzte Versuch
des Hauses Habsburg, sich gegenüber den Eidgenossen durchzusetzen. Im Frieden zu Basel
musste der deutsche König Maximilian I. die faktische Selbständigkeit der Eidgenossenschaft
innerhalb des Heiligen Römischen Reiches anerkennen. Die Zugehörigkeit der Eidgenossen
zum Reich blieb aber bis 1648 bestehen. Der Schwabenkrieg markiert das Ende der
Expansion der Eidgenossenschaft in Richtung Norden. 1513 trat Appenzell als letzter und 13.
Kanton der Alten Eidgenossenschaft bei, die miteinander durch ein kompliziertes
Bündnisgeflecht verbunden waren. Sie beherrschten gemeinsame Untertanengebiete (→
Gemeine Herrschaft) und fast jeder Kanton besass dazu individuelle, «einzelörtische»
Untertanengebiete, insbesondere die Stadtkantone, in denen eigentlich nur die Stadtbürger
gleichrangige Eidgenossen waren. Um die «XIII-örtige Eidgenossenschaft» gruppierten sich
die Zugewandten Orte, die zwar mit der Eidgenossenschaft verbunden waren, aber keine
Mitsprache im einzigen gemeinsamen Organ, der Tagsatzung, besassen. So gehörten
seinerzeit etwa Gebiete wie das Veltlin oder die Stadt Mülhausen noch zur
Eidgenossenschaft. Anhand der damaligen Entwicklung lassen sich auch die Wurzeln der
heutigen multikulturellen Schweiz rekonstruieren: Entweder aufgrund seinerzeitiger
Eroberungszüge oder auf freiwilliger Basis (aufgrund eines militärischen Schutzbedürfnisses
oder wirtschaftlichen Interesses) wurden die romanisch-sprachigen Gebiete in den
Staatenbund integriert.

Territoriale Entwicklung der Eidgenossenschaft 1291–1797


Der habsburgisch-französische Gegensatz, der sich nach 1477 um Burgund und das
Herzogtum Mailand ergab, zog die Eidgenossenschaft als Hauptlieferantin von Söldnern an
beide Kriegsparteien sowie als eigenständige Macht in einen Konflikt auf europäischer
Ebene. In den Ennetbirgischen Feldzügen im Rahmen der Mailänderkriege zwischen 1499
und 1525 fand die militärische Bedeutung der Eidgenossenschaft sowohl ihren Höhe- als
auch ihren Endpunkt. Die Feldzüge nach Italien blieben vorerst siegreich und brachten der
Eidgenossenschaft die Herrschaft über das Tessin und das Veltlin sowie das Protektorat über
das Herzogtum Mailand. Der Beginn der Reformation entzweite die verschiedenen Orte de
Ergebnisse und Entwicklung

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