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ZERTIFIZIERTE FORTBILDUNG FOLGE 547

Hier können Sie zwei


B. Sc. Dorian Emmert
Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSEB), Universitätsklinikum Bonn CME-Punkte erwerben.
Koautoren: Tim Rasche und Dr. rer. nat. Christiane Stieber, Zentrum für Seltene
Erkrankungen (ZSEB), Universitätsklinikum Bonn; PD Dr. med. Dipl.-Psych.
Rupert Conrad, MBA*, Klinik und Poliklinik für Psychosomatische Medizin und
Psychotherapie, Universitätsklinikum Bonn; PD Dr. med. Martin Mücke*, Institut In Zusammenarbeit mit der
für Hausarztmedizin, Universitätsklinikum Bonn, Klinik für Palliativmedizin, Bayerischen Landesärztekammer
Universitäts-klinikum Bonn, Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSEB), Universi- Teilnahme unter
tätsklinikum Bonn (* geteilte Letztautorschaft) www.springermedizin.de/kurse-mmw

Chronische Gonarthose

So behandeln Sie das


schmerzende Knie
Je nach Alter des Patienten variieren die Ursachen chronischer Schmerzen in den Knien.
Dieser Beitrag widmet sich dem Knieschmerz aus dem Blickwinkel der hausärztlichen Praxis.
Vor diesem Hintergrund liegt der Fokus auf Diagnostik und Behandlung einer der häufigsten
Ursachen von chronischen Knieschmerzen – der Arthrose.

_ Laut einer aktuellen Studie des Ro- genen 12 Monate Knieschmerzen gehabt Gegensatz hierzu stehen bei älteren
bert-Koch-Instituts gaben 17,3% der zu haben [1]. Knieschmerzen, die durch Menschen degenerative Krankheitspro-
Frauen und 15,1% der Männer in Verschleiß bedingt sind, machen ca. zesse im Vordergrund. Neben Arthrose
Deutschland an, innerhalb der vergan- 0,8% aller Behandlungsanlässe aus und und degenerativen Meniskuserkrankun-
sind somit als selten einzustufen. A ab gen sollte der behandelnde Hausarzt
dem 65. Lebensjahr nimmt der Anteil je- auch an Differenzialdiagnosen wie Gicht
doch mit 6% einen nicht zu vernachläs- oder rheumatische Erkrankungen den-
sigenden Stellenwert ein [2]. Die Präva- ken.
lenz der Gonarthrose liegt für über
60-jährige Frauen bei etwa 13%, für Angeborene Patellaluxation
Männer des gleichen Alters bei 10% [3]. Meistens entwickelt sich die Luxations-
Dies unterstreicht die Relevanz der Sym- tendenz erst während des Wachstums.
© [M] jxfzsy / Getty Images / iStock (Symbolbild mit Fotomodell)

ptomatik für Hausärzte. Genua valga, Patelladysplasien, Kapsel-


bandschwächen und Erkrankungen, die
Ursachen und Differenzialdiagnosen mit geänderter Motorik einhergehen,
Atraumatische Kniegelenkserkrankun- begünstigen die Luxationen. Auch bei
gen können verschiedenen Alters- Systemerkrankungen des Bindegewebes
gruppen zugeordnet werden (Tab. 1). So wie dem Ehlers-Danlos-Syndrom kön-
sollte man bei Säuglingen oder Klein- nen Patellaluxationen auftreten [6].
kindern vor allem an angeborene Patho- Zur Diagnostik sollte eine Röntgen-
logien oder entzündlich bedingte untersuchung erfolgen. Die Therapie er-
Krankheitsbilder denken [4]. Bei Jugend- folgt operativ.
lichen und jungen Erwachsenen sollten
Krankheitsbilder wie Morbus Osgood- Scheibenmeniskus
Die häufigste Ursache für Knieschmerzen Schlatter oder die Osteochondrosis dis- Hierbei handelt es sich um eine Normva-
bei über 60-Jährigen ist die Gonarthrose. secans in Betracht gezogen werden. Im riante, die fast immer den Außenmenis-

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FORTBILDUNG . ÜBERSICHT

kus betrifft [7]. Statt des Meniskus findet


sich dabei im lateralen Kompartment Tab. 1 Differenzialdiagnosen von Kniegelenkschmerzen in Abhängigkeit
eine knorpelige Scheibe, die sich ein- vom Alter
klemmen kann [6]. Nach der Watanabe-
Säuglinge/Kleinkinder Jugendliche/ Ältere Erwachsene
Klassifikation unterscheidet man drei junge Erwachsene
Typen (komplett, inkomplett, Wrisberg-
Angeborene Kniegelenk-/Patella- M. Osgood-Schlatter Gonarthrose
Variante) [7]. Oftmals kann ein Schnap-
luxation
pen im lateralen Bereich des Kniegelenks
beobachtet werden [8]. Scheibenmeniskus Osteochondrosis dissecans Degenerative
Meniskusläsion
Zur Diagnostik sollte neben der kli-
nischen Untersuchung eine Magnet- Fehlstellungen Rezidivierende Patellaluxation Synovitis
resonanztomografie (MRT) erfolgen. Arthritis Kniegelenknahes Osteosarkom Chondrokalzinose,
Bei Diagnosestellung muss nicht Gicht
zwangsläufig therapiert werden, da häu- Osteomyelitis Septische Arthritis Rheumatische
fig keine oder sehr geringe Symptome Beschwerden
bestehen. Bei symptomatischen Patien- Epiphysenlösung M. Perthes M. Ahlbäck
ten erfolgt die Therapie operativ [9].
M. Perthes (betrifft Hüfte, kann auch Rheumatische Beschwerden Tumoren

Mod. n. [4, 5]
Kniebeschwerden verursachen)
Morbus Osgood-Schlatter
Es handelt sich um eine aseptische Traumatische Beschwerden
Knochennekrose der Tuberositas tibiae,
die mit Knieschmerzen bei Belastung
einhergeht [10]. Als Hauptursache gilt beitragen. Degenerative Meniskusläsio- Rheumatoide Arthritis
eine starke Beanspruchung im Bereich nen führen zu einer Verkleinerung der Die Rheumatoide Arthritis ist eine ent-
der tibialen Apophyse. lastübertragenden Fläche des Kniege- zündliche Gelenkerkrankung. Im Rah-
Die Diagnostik erfolgt mittels klini- lenks und können durch erhöhte Bean- men der Anamnese sollte verstärkt auf
scher Untersuchung und ggf. bildgeben- spruchung des Gelenkknorpels eine Ar- das Befallsmuster der Gelenke eingegan-
der Verfahren. Als Therapie können akut throse verursachen [14]. gen werden, wobei häufig die kleinen
Kühlung und antiphlogistische Salben Zur Diagnostik ist neben der klini- Gelenke symmetrisch betroffen sind [16].
angewandt werden, wichtig ist jedoch schen Untersuchung die Bildgebung Zusätzlich sollten Begleiterscheinungen
vor allem eine Reduktion der sportli- mittels MRT der Goldstandard. Thera- (Karpaltunnelsyndrom, Sulcus-ulnaris-
chen Belastung [11]. peutisch kommen operative und konser- Syndrom, Bakerzyste, Rheumaknoten
vative Verfahren zum Einsatz [15]. sowie extraartikuläre Manifestationen)
Osteochondrosis dissecans die Verdachtsdiagnose erhärten.
Es kommt hierbei infolge einer asepti- Gicht Meistens sind die Entzündungspara-
schen Osteonekrose zur Demarkierung Ein Gichtbefall des Kniegelenks wird als meter (CRP, BSG) auffällig. Pathognomo-
eines Knorpel- bzw. Knochenfragments. Gonagra bezeichnet. Meistens ist neben nische Krankheitsparameter sind in ca.
Dieses kann abgestoßen werden und an- dem Kniegelenk, v.a. initial, das Groß- 80% der Fälle zudem der Rheumafaktor
schließend überall im Gelenk auftau- zehengrundgelenk betroffen (Podagra) [16] und Antikörper gegen zyklisch
chen und wird daher auch als Gelenk- [16]. Laborchemisch finden sich typi- citrulliniertes Peptid (CCP-AK) [17]. The-
maus bezeichnet [6]. Klinisch kann es zu scherweise erhöhte Harnsäurespiegel, rapieoptionen sind medikamentöser und
Gelenkblockierungen mit Schmerzen und es kommt oft zu einem Gelenkerguss. physikalischer Art.
kommen. Eine Gelenkpunktion sollte nur zur
Zur weiteren Diagnostik sollte eine Abgrenzung gegen andere Kristallarthro- Gonarthrose
MRT erfolgen, durch die eine Stadien- pathien (Chondrokalzinose) bzw. ande- Die Arthrose weist laut der Studie „Ge-
einteilung vorgenommen werden kann re Gelenkergüsse (namentlich eines In- sundheit in Deutschland aktuell 2012“
[12]. Je nach Stadium sollte die Therapie fektes) erfolgen [17]. Hierbei wird emp- [18] eine Gesamtprävalenz von 23,8%
konservativ oder operativ erfolgen. fohlen, das Gelenkpunktat polarisations- auf, wovon die Gonarthrose einen er-
mikroskopisch zu untersuchen [17]. Der heblichen Teil (> 50%) ausmacht.
Degenerative Meniskusläsionen akute Gichtanfall sollte mit nicht-stero-
Ohne nachweisbare Ursache kann es im idalen Antirheumatika (NSAR) und Ätiologie
Rahmen von Alterungsprozessen zu Ho- Kryotherapie behandelt werden. Für die Bei der Gonarthrose handelt es sich um
rizontal- oder Komplexrissen des Me- Dauerbehandlung ist Allopurinol das eine degenerative Gelenkerkrankung,
niskusgewebes kommen [13]. Zusätzlich Mittel der Wahl zur Senkung des Harn- die zu einem fortschreitenden und irre-
können Mikrotraumata zur Entstehung säurespiegels [16]. versiblen Verlust des Gelenkknorpels

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gegen Kälte und Nässe umfassen [2, 20,


Tab. 2 Diagnostik von Kniegelenkerkrankungen 21]. Häufig lässt sich ein schubweise pro-
gredienter Verlauf beobachten [19]. Bei
Methode Besonderes Augenmerk
der Anamnese sollten vor allem die
Anamnese Allgemeine Anamnese, Trauma, Schmerzanamnese, Risikofaktoren, Fieber, Risikofaktoren abgefragt werden, um
Begleiterkrankungen
herauszufinden, wie wahrscheinlich das
Inspektion Beinachse, Beinlänge, Muskulatur, Schwellung, Position der Kniescheibe, Vorliegen einer Gonarthrose ist.
Fehlstellungen, Hinweise auf Systemerkrankungen Es gibt endogene und exogene Risiko-
Palpation Temperatur, Schmerzempfindlichkeit der Haut, Druckpunkte, Erguss faktoren. Der wichtigste endogene Risi-
(tanzende Patella), Mobilität, Intaktheit der Quadrizepssehne kofaktor ist das Alter des Patienten [23].
Funktions- Bewegungsausmaß, Muskeldehnungstests, Valgus-Varus-Stresstest (Seiten- Auch das Geschlecht stellt einen Risiko-
prüfungen bänder), Kreuzbandtests (vorderer/hinterer Schubladentest, Lachmann-Test, faktor dar, weil aus der Prävalenz der Ar-
Mod. n. [5]

Pivot-Shift-Test), Meniskustests (Steinmann I und II, Payr-Zeichen, Apley-Grinding, throse ersichtlich wird, dass Frauen häu-
Bragard-Zeichen, McMurray-Test), Zohlen-Zeichen (Patella, unspezifisch)
figer an dieser Erkrankung leiden. Grund
dafür ist wahrscheinlich die (peri-)meno-
pausale Hormonumstellung [21]. Auch
führt [19]. Im Rahmen der Degeneration sche, traumatische, entzündliche oder eine genetische Komponente konnte mit-
kommt es zudem zu einem Umbau des postoperative Prozesse entstehen kann, tels Zwillings- und Familienstudien
subchondralen Knochengewebes. Häu- unterscheiden [21]. nachgewiesen werden [24].
fig finden sich auch Veränderungen wei- Darüber hinaus sind exogene Risiko-
terer Gelenkstrukturen wie der Bänder, Diagnostik faktoren der Gonarthrose bekannt.
der gelenkübergreifenden Muskulatur, Der wichtigste Schritt zur Diagnose ei- Hierbei sind vor allem Adipositas und
der Menisken, der Synovialmembran ner Gonarthrose ist eine ausführliche Übergewicht zu nennen. Allerdings kön-
und des neurosensorischen Systems [20]. Anamnese (Tab. 2). Typische Zeichen nen auch bestimmte Sportarten, in de-
Dadurch kommt es zunehmend zu einer Gonarthrose sind häufige Knie- nen es zu schnellen Richtungswechseln,
Schmerzen und Funktionseinschrän- schmerzen (Anlauf-, Bewegungs-, einseitiger Belastung oder verstärktem
kungen des betroffenen Gelenks. Dauer- und Nachtschmerzen, die einer Druck auf die Gelenke kommt, die Ent-
Je nach Ursache der Gonarthrose Analgetikabehandlung bedürfen), Funk- stehung einer Arthrose begünstigen. Zu-
kann man die primäre Gonarthrose, bei tionseinschränkungen (Morgensteifig- dem spielt das Konsumverhalten (Niko-
der keine eindeutige Ursache zu erken- keit, Bewegungseinschränkungen und tin- und Alkoholkonsum) eine wichtige
nen ist, von der sekundären Gonarthro- Hilfsmittelbedarf) und weitere Sympto- Rolle [22]. Weitere Risikofaktoren, die
se, die durch angeborene (z. B. Fehlstel- me, die Krepitationen (Knistergeräusche sowohl endogen als auch exogen bedingt
lungen), metabolische, endokrinologi- bei Bewegungen) und Empfindlichkeit sein können, sind Osteoporose und
niedrige Vitamin-C- und -D-Spiegel.
Dabei beschleunigen niedrige Vitamin-
C- und -D-Spiegel die Progression der
Beschwerden [20].
Nach der Anamnese kommt der kör-
perlich-klinischen Untersuchung ein ho-
her Stellenwert zu. Hierbei sind gemäß
der Kriterien der European League
against Rheumatism (EULAR) oftmals
Bewegungseinschränkungen, Reibege-
räusche bei Bewegung und eine vergrö-
ßerte, gelegentlich druckschmerzhafte
Gelenkkontur zu beobachten [2, 25].
Zudem können gelegentlich entzünd-
liche Phasen auftreten, die sich durch die
zusätzlichen Entzündungskriterien Tu-
© Mücke

mor (Schwellung), Rubor (Rötung), Calor


Abb. 1 Fettunterdrückte, protonengewichtete, Turbo-Spin-Echo-Sequenzen (FS-PD- (Überwärmung) und Functio laesa
TSE), Knie links, koronar. Links: Aufnahme eines 92-jährigen Mannes mit hochgradiger (Funktionseinschränkungen) diagnosti-
Gonarthrose erkennbar an einer deutlichen Gelenkspaltverschmälerung mit Verlust
zieren lassen [17]. Solche entzündlichen
von Knorpelgewebe (Pfeile). Zudem deutliche mukoide Degeneration des Innen- und
Außenmeniskus (Pfeilspitzen). Rechts: Normalbefund einer 25-jährigen Patientin zum Phasen (sterile Synovitis) werden als
Vergleich. aktivierte Arthrose bezeichnet [2]. In die-

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FORTBILDUNG . ÜBERSICHT

sem Stadium können die Akut-Phase-


Proteine erhöht sein, was in einem nicht-
entzündlichen Stadium in der Regel nicht
der Fall ist [26]. Gelenkergüsse oder syn-
oviale Schwellungen können sonogra-
fisch nachgewiesen werden. Die Therapie
der aktivierten Arthrose unterscheidet
sich von derjenigen der nicht entzündli-
chen Arthrose.
Grundsätzlich sollte eine weiterge-
hende bildgebende Diagnostik nur erfol-
gen, wenn die Diagnose anhand von
Anamnese und klinischer Untersuchung
fraglich bleibt oder sich kein Therapieer-

© Mücke
folg einstellt [2].
Abb. 2 T1-gewichtete Turbo-Spin-Echo-Sequenz, Knie links, sagittal der gleichen Pa-
Bildgebende Diagnostik tienten wie in Abb. 1: Links: hochgradige Gonarthrose mit Knorpelverlust und Gelenk-
spaltverschmälerung (Pfeile). Rechts: Normalbefund zum Vergleich.
Sofern die Arthrose die wahrschein-
lichste Verdachtsdiagnose ist, ist eine
konventionelle Röntgenaufnahme (Knie
in zwei Ebenen, a.p. und lateral) indi- Eine CT-Diagnostik sollte nur bei spe- dikamentöser und physikalischer Thera-
ziert. Damit die Frontalaufnahme besser zifischen Knochenfragestellungen wie pie erfolgen [21].
auswertbar ist, sollte sie in belastetem Begleitverletzungen oder posttraumati- Unter den physikalischen Maßnah-
Zustand erfolgen. Bei Vorliegen einer schen Ereignissen erfolgen [17]. Da men nehmen gemäß der aktuellen
Arthrose sind die Kriterien nach Kell- Weichteilstrukturen in der MRT sehr gut DEGAM-Leitlinie Übungen zur Aus-
gren und Lawrence anwendbar, nach de- dargestellt werden, sind bei Meniskuszei- dauer, Krafttraining, Physiotherapie,
nen die Arthrose in vier Grade unterteilt chen, Fragestellungen, die die Bänder Wärmebehandlung (Fango), Balneo-
werden kann. Als Kriterien gelten [27]: betreffen, Synovitis und unklarer Be- und Hydrotherapie sowie Gewichts-
• Osteophyten, die meistens zuerst an schwerdesymptomatik MRT-Aufnahmen reduktion den größten Stellenwert (star-
der Eminentia intercondylaris auftre- zu bevorzugen (Abb. 1 und Abb. 2). ke Empfehlung) ein [2].
ten, in späteren Stadien jedoch auch Am effektivsten zur Schmerzreduk-
an den Gelenkaußenseiten zu finden Therapiemaßnahmen tion sind kombinierte Kraft- und Aus-
sind, Im Hinblick auf die Therapie sollten dauerübungen. Mittels derartiger Be-
• eine Verschmälerung des Gelenk- konservative Behandlungsmaßnahmen wegungsintervention kann eine signifi-
spalts, ausgereizt werden, bevor eine OP-Indi- kante Verbesserung von Schmerz,
• eine subchondrale Sklerosierung kation gestellt wird. Eine OP ist der letz- Steifheit, Muskelkraft, maximaler Sau-
(Verdichtung des Knochengewebes te Ausweg. erstoffaufnahme und Propriozeption
unter dem Gelenkknorpel), die in Dabei wird zwischen physikalischen erreicht werden. Auch der Wärmethe-
späteren Stadien bis zur Zystenbil- und medikamentösen Maßnahmen un- rapie (z. B. mittels Fango oder Diather-
dung reichen kann und terschieden. Die wichtigsten Therapie- mie) kommt eine große Bedeutung zu,
• eine Deformierung der Knochen, die ansätze werden im Folgenden vorgestellt. da sie sowohl Schmerzen als auch die
bis zu nekrotischen Arealen reichen Selbstverständlich sollte die Therapie- Gehstrecke und die gesundheitsbezoge-
kann. auswahl individuell mit dem Patienten ne Lebensqualität verbessern kann.
Zu beachten ist jedoch, dass laut einer abgestimmt werden und seinen Lebens- Balneo- und Hydrotherapie können
amerikanischen Studie zwar 37,4% der gewohnheiten Rechnung tragen, um sich ebenfalls positiv auf Schmerz,
über 60-Jährigen radiologische Zeichen eine größtmögliche Compliance zu er- Funktion, Steifheit und Lebensqualität
einer Gonarthrose aufweisen, aber nur reichen. auswirken [19].
12,1% symptomatisch sind [28]. Eine Wenn auch von der DEGAM mit
Therapieindikation besteht ausschließ- Physikalische Maßnahmen – einem niedrigeren Empfehlungsgrad
lich in symptomatischen Fällen, wenn- oft unterschätzt, aber wirksam eingestuft, sollten Akupunktur, fernöst-
gleich das Risiko zur Erkrankung bei Physikalische Maßnahmen wie Bewe- liche Bewegungstherapien (Qi Gong, Tai
asymptomatischen, aber röntgenolo- gungs- oder Physiotherapie haben einen Chi, Yoga) sowie Orthesen und Einlege-
gisch nachgewiesenen Fällen gesteigert großen Einfluss auf die Gelenkfunktion. sohlen mit Innenranderhöhung bei der
ist. Noch immer gilt: Es werden Patien- Um einen optimalen Erfolg zu gewähr- Valgusgonarthrose bzw. Außenrand-
ten, keine Bilder behandelt. leisten, sollte eine Kombination aus me- erhöhung bei der Varusgonarthrose in

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FORTBILDUNG . ÜBERSICHT

der Therapieauswahl mit bedacht wer- Auch niedrig dosierte Glukokorti- schen Einklemmung eines gerissenen
den [2]. Die Akupunktur findet dabei in koide (Prednisolon 7,5 mg/d) können Meniskus mit eindeutiger Blockierung
erster Linie zur kurzzeitigen Schmerz- einen positiven Effekt auf die Schmerz- und Bewegungseinschränkung ist eine
reduktion Anwendung. Bisher konnten reduktion bei der Arthrose haben [31]. Indikation zur Knie-Arthroskopie bei
keine relevanten Langzeiteffekte nach- Für intraartikuläre Glukokortikoid- oder Gonarthrose gegeben [33]. ■
gewiesen werden. Ähnlich verhält es sich Hyaluronsäureapplikationen liegt ebenso
mit fernöstlichen Bewegungstherapien, wie für Phytotherapeutika (Ingwer, Kur- → Literatur: springermedizin.de/mmw
bei denen ebenfalls nur kurzzeitig an- kuma, afrikanische Teufelskralle [Harpa-
haltende Effekte nachgewiesen werden gophytum procumbens]) eine schwache → Title and Keywords: Knee pain –
symptoms, diagnosis and therapy of
konnten [19]. Empfehlung vor [2]. Aufgrund der wider-
osteoarthritis 
Orthopädische Maßnahmen wie Ein- sprüchlichen Studienlage liegt für Glu-
Osteoarthritis / atraumatic knee pain /
legesohlen oder Orthesen können sinn- kosamine und Chondroitinsulfat derzeit knee replacement surgery / nonsteroidal
volle Behandlungsansätze in der Thera- eine negative Empfehlung vor [2]. antirheumatics
pie der medialen Gonarthrose sein, die Bei der aktivierten Arthrose sind
aus biomechanischen Gründen erheb- lokale und topische NSAR gleicherma- → Für die Verfasser:
PD Dr. med. Martin Mücke 
lich häufiger vorkommt als die laterale ßen empfehlenswert. Außerdem sollte
Zentrum für Seltene Erkrankungen (ZSEB),
Gonathrose [29]. Orthesen oder Einlege- eine lokale Kälteapplikation erfolgen
Universitätsklinikum Bonn
sohlen können die Kraftverteilung opti- und das Gelenk weitestgehend ruhig- Siegmund-Freud-Straße 25
mieren, sodass sich das Beschwerdebild gestellt werden. Intraartikulären Gluko- D-53127 Bonn
des Patienten bessert [30]. kortikoiden kommt hier nur eine schwa- E-Mail: martin.muecke@ukbonn.de
Weitere Therapieansätze mit noch ge- che Empfehlung zu [17]. Insgesamt
ringerem Evidenzgrad sind die Blutegel- sollte bei der Therapie berücksichtigt
therapie und die transkutane elektrische werden, dass keine Kombination ver- INTERESSENKONFLIKT
Nervenstimulation [2]. Eine negative schiedener NSAR oder Kombination Die Autoren erklären, dass sie sich bei der Erstellung
des Beitrages von keinen wirtschaftlichen Interessen
Empfehlung liegt derzeit für die Mag- von NSAR mit Glukokortikoiden erfol-
leiten ließen. Sie legen folgende potenzielle Interes-
netfeld- und Lasertherapie vor [2]. gen sollte. senkonflikte offen: keine.
Der Verlag erklärt, dass die inhaltliche Qualität des
Beitrags von zwei unabhängigen Gutachtern geprüft
Medikamentöse Therapie Operative Therapie
wurde. Werbung in dieser Zeitschriftenausgabe hat
Die wichtigste medikamentöse Thera- Die operative Therapie mittels Knie- keinen Bezug zur CME-Fortbildung. Der Verlag
piemaßnahme ist die Verabreichung von Totalendoprothese (Knie-TEP) sollte garantiert, dass die CME-Fortbildung sowie die CME-
Fragen frei sind von werblichen Aussagen und kei-
NSAR. Hierbei wird zwischen topischen möglichst lange umgangen werden. Da-
nerlei Produktempfehlungen enthalten. Dies gilt
(lokal mittels Creme oder Pflaster) und mit eine operative Maßnahme indiziert insbesondere für Präparate, die zur Therapie des
systemischen Applikationsformen un- ist, müssen folgende Kriterien erfüllt dargestellten Krankheitsbildes geeignet sind.
terschieden. Die topische Applikation sein [32]:
(starke Empfehlung der DEGAM) ist • Knieschmerz,
hierbei vorzuziehen, lediglich bei unzu- • nachgewiesener Strukturschaden, FAZIT FÜR DIE PRAXIS
reichender Wirkung sollte die orale • keine Besserung unter konservativer
Form (Empfehlung) angewandt werden, Therapie sowie
1. Die Gonarthrose ist eine der häu-
figsten Ursachen für Kniegelenks-
da hierbei häufiger mit Nebenwirkungen • durch die Kniegelenkserkrankung
beschwerden.
(v. a. Gastritiden, Ulzera) zu rechnen ist stark negativ beeinflusste Lebensqua-
[2]. Empfehlenswert ist z. B. eine lität bzw. subjektiver Leidensdruck.
2. Abhängig vom Alter des Patienten
sollten verschiedene Differenzial-
0,025%ige Diclofenac- oder Ibuprofen- Zudem sollte ein nicht-operativ arbei-
diagnosen für atraumatische Kniege-
Creme, die 3- bis 4-mal täglich ange- tender Orthopäde vor operativen Ein- lenkbeschwerden bedacht werden.
wandt werden sollte, bzw. zum oralen griffen konsultiert werden. Kürzlich ist
3. Bei der Anamnese sollte der Fokus
Einsatz die systemischen NSAR Diclofe- eine aktuelle Leitlinie zur OP-Indikati-
auf der Schmerzanamnese und auf
nac (25–100 mg, max. Tagesdosis 150 onsstellung bei Kniegelenksarthrose möglichen Risikofaktoren liegen.
mg) und Ibuprofen (200–800 mg, max. erschienen (AWMF-Registernummer:
4. Zur Behandlung der Gonarthrose
Tagesdosis 2.400 mg) [30]. 033-052). Der Patient sollte darüber in- sollten medikamentöse und physi-
Das früher häufig eingesetzte Parace- formiert werden, dass 20% der Patienten kalische Maßnahmen kombiniert
tamol wird heute kontrovers diskutiert nach einer Knie-TEP Restbeschwerden werden.
[17] und sollte daher nicht mehr verord- haben! 5. Eine operative Therapie sollte im-
net werden [19]. Die Anwendung der Von einer Arthroskopie wird grund- mer als letzter Ausweg betrachtet
NSAR sollte nicht dauerhaft erfolgen. sätzlich abgeraten, solange die Gon- werden und unterliegt strengen Kri-
Diese sollten lediglich zur Linderung der arthrose die einzige Indikation darstellt. terien zur Indikationsstellung.
Akutsymptome genutzt werden. Lediglich bei einer akut symptomati-

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CME .SpringerMedizin.de

https://doi.org/10.1007/s15006-018-0023-1
CME-Fragebogen FIN gültig bis 04.10.2018:
Chronische Gonarthrose MM1815Ky

? Was ist kein Risikofaktor für die Ent- ben nach der Anamnese und der kli- ren ist in dieser Situation der Gold-
wicklung einer Arthrose? nischen Untersuchung, dass eine Ar- standard?
◯ Weibliches Geschlecht. throse vorliegt. Welches bildgebende ◯ Arthroskopie.
◯ Positive Familienanamnese. Verfahren sollte eingesetzt werden, ◯ Coputertomografie.
◯ Untergewicht. um Ihren Verdacht zu bestätigen? ◯ Magnetresonanztomografie.
◯ Hohes Lebensalter. ◯ MRT. ◯ Ultraschall.
◯ Nikotinkonsum. ◯ Röntgen in 2 Ebenen. ◯ Röntgenaufnahme.
◯ CT.
? Welche Erkrankung, die atrauma- ◯ MRT mit Kontrastmittel. ? Bei welcher Erkrankung tritt ein sog.
tische Kniegelenkbeschwerden verur- ◯ Skelettszintigrafie. Knochensequester auf, der auch als
sachen kann, tritt vor allem im Gelenkmaus bezeichnet wird?
höheren Lebensalter auf? ? Welches Kriterium sollte für die Indi- ◯ Morbus Osgood-Schlatter.
◯ Gicht. kation einer Knie-Totalendoprothese ◯ angeborene Patellaluxation.
◯ Morbus Osgood-Schlatter. zwingend vorhanden sein (Hauptkri- ◯ Osteochondrosis dissecans.
◯ Morbus Perthes. terium gemäß aktueller AWMF-Leit- ◯ Gicht.
◯ Osteochondrosis dissecans. linie)? ◯ Chondrokalzinose.
◯ Scheibenmeniskus. ◯ Vorliegen von Risikofaktoren.
◯ Floride Infektion im Kniegelenk. ? Ein 60-Jähriger Patient stellt sich nach
? Welche Laborparameter sollte bei V.a. ◯ Akutes kardiovaskuläres Ereignis. erfolgter Röntgendiagnostik zur Be-
eine aktivierte Arthrose bestimmt ◯ Versagen konservativer Therapiemaß- fundbesprechung und Therapiepla-
werden? nahmen. nung seiner Knieschmerzen vor. Der
◯ Hb und Hkt. ◯ Vorliegen von Gonarthrose plus zuständige Radiologe hat eine Gon-
◯ GOT und GPT. Podagra. arthrose im Stadium II (Kellgren und
◯ Rheumafaktor und CCP. Lawrence) diagnostiziert. Bisher hat
◯ HDL und LDL. ? Welche Therapieoption wird derzeit der Patient keinerlei Therapiemaß-
◯ CRP und BSG. bei der Arthrose nicht empfohlen? nahmen diesbezüglich ergriffen.
◯ Kombinierte Kraft- und Ausdauer- Welches Vorgehen ist richtig?
? Welche der angegebenen Therapien übungen. ◯ Sofortige Überweisung zum Orthopä-
wird derzeit bei der aktivierten ◯ Gewichtsreduktion. den zur Implantation einer Knietotal-
Arthrose empfohlen? ◯ Physiotherapie. endoprothese.
◯ Akupunktur. ◯ Topische NSAR. ◯ Beginn einer Lasertherapie.
◯ Blutegeltherapie. ◯ Magnetfeldtherapie. ◯ Eindosierung eines NSAR und ange-
◯ Lasertherapie. passt an die Zeitverfügbarkeit des Pa-
◯ Systemische oder topische NSAR. ? Bei einem 65-jährigen Patienten mit tienten physikalische Maßnahmen.
◯ Ingwer. Knieschmerzen kommt aufgrund der ◯ In diesem Stadium ist keine Therapie
von Ihnen erhobenen Anamnese notwendig.
? Ein 55-Jähriger Mann kommt auf- neben einer Gonarthrose eine Me- ◯ Gabe von Paracetamol über vier
grund seit 2 Jahren bestehender Knie- niskusläsion für die Beschwerden in- Wochen und erneute Evaluation der
schmerzen in Ihre Praxis. Sie glau- frage. Welches diagnostische Verfah- Beschwerden nach diesem Zeitraum.

Dieser CME-Kurs wurde von der Bay- Für eine erfolgreiche Teilnahme müssen 70 % der Bei inhaltlichen Fragen erhalten Sie beim Kurs auf
erischen Landesärztekammer mit 2 Fragen richtig beantwortet werden. Pro Frage ist CME.SpringerMedizin.de tutorielle Unterstüt-
Punkten in der Kategorie I zur zertifi- jeweils nur eine Antwortmöglichkeit zutreffend. zung. Bei technischen Problemen erreichen Sie
zierten Fortbildung freigegeben und Bitte beachten Sie, dass Fragen wie auch Ant- unseren Kundenservice kostenfrei unter der
ist damit auch für andere Ärztekam- wortoptionen online abweichend vom Heft in Nummer (0800) 77 80 777 oder per Mail unter
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FORTBILDUNG

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