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ﻢﻴﺣﺮﻟﺍ ﻦﲪﺮﻟﺍ ﷲﺍ ﻢﺴﺑ

Dies ist unsere ‘Aqidah

Die islamischen Glaubensgrundsätze

Von Sheikh Abu Muhammad alMaqdisi

ﻩﺬــــﻫ

ﺎـﻨـﺗﺪﻴـﻘـﻋ

ﻒﻴﻟﺄﺗ

ﻲﺳﺪﻘﳌﺍ ﺪﻤﳏ ﰊﺃ ﺦﻴﺸﻟﺍ

Dies ist unsere Aqidah
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Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

2

Vorwort des Übersetzers

3

Tauhid (Einzigmachung) von Allah

7

Die Engel

13

Die Bücher

15

Die Rusul (Gesandte) und Anbiya’ (Propheten)

17

AlYaum ulAakhir (der letzte Tag)

22

AlQadar (das Schicksal)

27

Der Iman (Glaube, Überzeugung)

31

Der Kufr (Ablehnung, Ableugnung, Undank)

33

Daar ulKufr, Daar ulIslam und ihre Bewohner

42

AsSalah, das tägliche Pflichtgebet

43

Der Jihad und das Ausrücken

45

AtTa’ifatu alMansurah (die Siegreiche Gruppe)

47

Schlusswort

48

Dies ist unsere Aqidah
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Dies ist unsere Aqidah

Vorwort des Übersetzers

Dies ist eine Übersetzung des arabischen Originaltextes. Um Fehler bei der Wortwahl in dieser wichtigen Schrift zu vermeiden, habe ich bei jedem Zweifel auf Nachschlagewerke zurückgegriffen und wissende Brüder im Islam zu Rate gezogen. Ich habe oft auch mit der englischen Übersetzung verglichen, allerdings nie direkt davon übersetzt. Es sei angemerkt, dass die verbreitete englische Version teilweise sehr sorgfältig, jedoch zum Teil sehr ungenau übersetzt ist. So kommt es beispielsweise, dass laut Text im Englischen der Iman des Sünders „verschwindet“, anstatt dass er „sinkt“, wie im Original.

Ich habe immer versucht Textnähe zu wahren, doch habe ich oft nicht wortgetreu übersetzt, damit Sprachfluss und Verständlichkeit nicht darunter leiden. Auch die einfache Wortwahl im deutschen dient dem Zweck, möglichst vielen Lesern zu dieser wichtigen Schrift Zugang zu verschaffen. Dies ist ein absichtlicher Unterschied zum Originaltext, in dem oft schwierige Ausdrucksweisen vorkommen.

Des Weiteren habe ich viele Kommentare und einige Fußnoten hinzugefügt, wo ich diese als vorteilhaft erachtet habe. Vieles davon ist von der englischen Übersetzung übernommen. Auch Erklärungen arabischer Begriffe sind eingefügt, und zwar jeweils bei erstem Vorkommen, bei Wiederholung in neuem Zusammenhang und bei Wiederholung an wichtiger Stelle.

Ich habe mich bemüht, den Text verständlich auch für Leser mit schwachen Deutschkenntnissen zu schreiben, da viele Muslime in den deutschsprachigen Ländern nicht mit der Sprache aufgewachsen sind. Dennoch sind manche schöne arabische Stile übernommen worden, wie etwa die Beschreibung Allahs als „der Erhabene“ oder „der Gepriesene“.

Ich möchte darauf hinweisen, dass dieses Buch öfter gelesen und studiert werden sollte um ein klares Verständnis von unserer ‘Aqidah zu erlangen, insbesondere wenn einem die arabischen Begriffe weniger geläufig sind. Ich selber habe es dutzende Male in verschiedenen Sprachen gelesen und jedes Mal sind mir neue Punkte darin aufgefallen. Dasselbe haben mir mehrere Brüder bestätigt, die das Buch gelesen haben, um eventuelle Fehler auszuschließen und die Übersetzungsqualität zu kontrollieren.

Im Anhang habe ich die Abhandlung über die Bedeutung von "atTaghut" von Sheikh ulIslam Muhammad bin Abd ulWahab angefügt.

Es besteht ausdrücklich kein Copyright, und die Schrift dient dazu, sie möglichst vielen Lesern über jeden sinnvollen Weg verfügbar zu machen.

Dies ist unsere Aqidah
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ﻢﻴﺣﺮﻟﺍ ﻦﲪﺮﻟﺍ ﷲﺍ ﻢﺴﺑ

ﻰﻠﻋﻭ ،ﲔﻠﺳﺮﳌﺍﻭ ﺀﺎﻴﺒﻧﻷﺍ ﰎﺎﺧ ﻰﻠﻋ ﻡﻼﺴﻟﺍﻭ ﺓﻼﺼﻟﺍﻭ ،ﻦﻳﺪﻟﺍ ﻡﻮﻳ ﻚﻟﺎﻣ ،ﻢﻴﺣﺮﻟﺍ ﻦﲪﺮﻟﺍ ،ﲔﳌﺎﻌﻟﺍ ﺏﺭ ﷲ ﺪﻤﳊﺍ .ﲔﻌﲨﺃ ﻪﺑﺎﺤﺻﺃﻭ ﻪﻟﺁ

Über diese Schrift

ﺪﻌﺑﻭ

Dies ist eine Kurzfassung unserer Überzeugung und unserer Methode der ‘Ibadah (jede Form von Gottesdienst, Anbetung, Folgeleistung) für Allah in den wichtigsten Bereichen des Dins (Religion, Lebensordnung, Islam). Ich schrieb sie im Gefängnis, nachdem mir bekannt wurde, dass manche Leute uns Dinge zuschreiben und uns Worte in den Mund legen, die wir niemals getan bzw. gesagt haben. Dies insbesondere in den Bereichen Kufr (Unglaube, Ablehnung, Leugnung, Undankbarkeit) und Iman (Überzeugung, Glaube).

Grund der Verfassung dieser Schrift

Davor hatte ich mich niemals mit der Abfassung eines Textes zu diesem Thema beschäftigt, da unsere Gelehrten dem bereits genügt und dies schon erfüllt hatten. Und auch, da derjenige, der die Wahrheit sucht, auf unsere ausführlichen Bücher zurückgreifen kann um mit unseren Ansichten vertraut zu werden. Also beschäftigte ich mich nicht damit, bis einige der Brüder im Tauhid, die mich im Gefängnis besuchten, darum ersucht hatten. Es war insbesondere einer der Brüder, der zu uns hielt und uns immer wieder besuchte. Er war Leuten begegnet, denen unsere Aussagen in einigen Bereichen des Imans und des Kufrs unklar waren.

Ich beeilte mich also, dem Ersuchen des geehrten Bruders nachzukommen und die wichtigsten der allgemeinen Dinge, von denen wir überzeugt sind und an die wir Iman haben, zu erklären. Womöglich wird damit die Tür derer geschlossen, die mit einigen verallgemeinerten Aussagen ein Spiel treiben und von uns zitieren, was wir nicht gesagt haben, oder zu uns zurückführen und uns zuschreiben, was nicht zu unserem Weg gehört.

Also beeilte ich mich, da ich wusste, dass viele der neuen Studenten (des Islam) Zugang zu unseren

Büchern haben, und womöglich einige der Themen sie verwirren könnten. Besonders die unbeschränkten und allgemeinen Äußerungen, die sie in unseren Da’wah–Büchern (Einladung und Aufruf zum Islam und zur

ansprechen. Ebenso wenden wir uns

an die Ihresgleichen von den Gesetzgebern und ihre Verbündeten der Shirk-Soldaten und an diejenigen, für die Allah der Erhabene uns Einschüchterung (wörtl. Terrorisierung) und hartes Durchgreifen (wörtl. Grobheit) befohlen hat.

Berichtigung der ’Aqidah) lesen können, worin wir oft die Tawaghit

(1)

(1) Taghut (pl. Tawaghit) wird jeder genant, der sich als Beigesellter neben Allah stellt und somit den größtmöglichen Shirk begeht (siehe 4:48). Im Text sind oft die Regenten gemeint, die nicht Allahs Gesetze zur Anwendung bringen, sondern ihre eigenen und somit ein Recht beanspruchen, dass nur Allah alleine gehört. Auf Allahs Erde dürfen Allahs Geschöpfe nur Seine Gesetze anwenden (siehe 12:40). Wer etwas per Gesetz zu halal erklärt, was Allah haram gemacht hat, rebelliert gegen Allah und ist ein Kafir und Taghut, dessen Gesetze und Urteile man ablehnen muss (siehe 4:60). Die Regenten und Regierungsmitglieder unserer Zeit erklären in den Parlamenten haram zu halal (Zinsen, Alkohol etc.), ordnen sich den Beschlüssen der UNO unter (die nicht nach der Shari’ah richtet) und machen Gesetze ohne Berücksichtigung von Qur’an und Sunnah. Auch das Gründungsmitglied der UNO, das sogenannte Königreich Saudi Arabien ist heute ein Taghut-Staat. Jeder Muslim muss den Taghut leugnen und ihn zum Kafir erklären (siehe 2:256), sonst praktiziert er die Hälfte seiner Shahadah nicht, nämlich „laa ilaha“ und es bleibt nur „illa Allah“. Genau das war auch die Religion der Mushrikuun von Makka und ihr Konflikt mit dem Islam. Man muss allerdings genau verstehen, dass wir mit „Taghut” nicht denjenigen meinen, der nur Sünden begeht, sondern den, der diese offen zu halal erklärt! Siehe auch Anhang mit der Erklärung von Sheikh Muhammad bin Abd alWahab.

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Ursache von Missverständnissen

Also ließen wir möglicherweise Warnungen in unseren (bereits erschienenen) Schriften unerklärt in ihren augenscheinlichen Bedeutungen. Oder wir verallgemeinerten den Hukm (Rechtsurteil) von gewissen Arten von Taten, demzufolge die nachlässigeren Studenten zwischen allgemeinem und personenbezogenem Hukm nicht unterscheiden konnten. Womöglich ließen wir auch einige der allgemeinen Äußerungen unerklärt und ohne Erläuterung in ihren augenscheinlichen Bedeutungen, damit sie für die Angesprochenen wirkungvoller wären und sie dadurch besser zurechtgewiesen würden. Dies gilt vor allem für diejenigen unter ihnen, die sich darin bemühen, Ausreden und Erlaubnisse für große Sünden zu suchen.

Diese Art der Verallgemeinerung bei warnenden Texten wurde eingehalten, folgend dem Beispiel vieler Salaf (frühe Gelehrte) und so wie Allah der Erhabene sie verallgemeinert hat - weitergebend ohne jeden Disput über ihre Bedeutung. Dies, damit sie wirkungsvoller zurechtweisen, wie Allah der Erhabene es will.

Wenn Allah eine Sünde mit einem Fluch verbindet, hat sie eine andere Bedeutung (für den Sünder) als eine Sünde ohne Fluch. Und sicherlich ist eine Tat, die Allah als Kufr beschreibt oder der Prophet (ـ ) als Kufr bezeichnet hat, nicht wie andere Taten (andere Sünden). Wenn allerdings zu befürchten ist, dass die Angesprochenen (die Bedeutung) nicht verstehen würden, erläutert man die Bedeutung im Tafsil (Erklärung im Detail), wie wir es in unseren ausführlichen Büchern tun.

Lossagung von falschen Meinungen

Ich weiß, dass einige der extremen Takfiris (die übertriebenerweise Muslime zu Kuffar erklären), manche unserer Schriften heranziehen, um sie als Bestätigung ihrer Meinungen zu bringen. Doch bin ich mir sicher, würden sie aufrichtig nach der Wahrheit suchen, könnten sie niemals ihre falschen Ansichten bestätigt finden, außer mit erlogenen Zitaten.

Ich weiß auch, dass viele der Murji’ah unserer Zeit (die den Iman nur als „Glaube im Herzen“ verstehen) und die ihnen ähnelnden (Gruppen) unserer Zeit in unseren Büchern nicht nach der Wahrheit suchen, sondern nach verallgemeinerten Aussagen, die wir etwa von Gelehrten, Imamen und Predigern zitieren. Sie bemühen sich, diese Aussagen gegen uns anzubringen, um unsere Da’wah zu verwirren. Dazu verdrehen sie Bedeutungen unserer Wörter, damit sie uns vorwerfen können, was gar nicht von uns stammt.

Zu all diesen Leuten sage ich …

Fürchtet Allah und sagt aufrichtige Worte und denkt and den Hadith (Aussage) des Auserwählten (ـ ): „Wer über einen Gläubigen sagt, was nicht in ihm ist, so wird Allah ihn in Radghatu alKhabaal (Schweiß und Erbrochenes der Höllenbewohner) stellen, bis er einen Ausweg findet (seine Aussage zurücknimmt)“ – überliefert von Ahmad und Abu Dawud.

Und ich verkünde offen und ohne jedes Zögern …

Alle Aussagen aus meinen schriftlichen Arbeiten, die erschienen sind, oder noch erscheinen werden, die etwas gegenteiliges als Qur’an und Sunnah enthalten und vor mir verborgen blieben, so bin ich der erste, der diesie zurücknimmt. Ich erkläre mich frei davon und ich verbeiße mich fest an den Text (von Qur’an und Sunnah).

Unsere Quellen

Der Leser dieser Schrift wird erkennen, dass viele unserer Aussagen teilweise wortwörtlich von al’Aqidatu atTahawiyyah oder al’Aqidatu alWaasiTiyyah und ähnlichen Büchern übernommen sind. Darin gibt es nichts Verwunderliches, denn zu Beginn unseres Studiums übten diese Bücher großen Einfluss auf uns aus und durch Allahs Segen lernten und lehrten wir sie dann immer wieder.

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Mit diesen Büchern sind schon unsere (frühen) Gelehrten auf die Probleme ihrer Zeiten eingegangen, haben sie in Längen erläutert. Die Gelehrten sahen die Notwendigkeit, die (jeweiligen) wachsenden Irrmeinungen jener (Sekten), die in ihren Zeiten vom Weg der Ahl usSunnah wa alJamaa’ (Muslime auf dem Weg der Sunnah nach dem korrekten Verständnis der Sahabah) abgewichen waren und sich weit verbreitet hatten, zu widerlegen. Gleichzeitig sieht man, wie sie jene Themen, über die es in ihren Zeiten keine Diskussionen und Streitigkeiten gab, lediglich anstriffen und zusammengefasst niederschrieben. Sie haben etwa Themen des islamischen Rechts in Texten der ’Aqidah eingefügt, um falsche Meinungen von Leuten der Bid’a zu widerlegen. Somit unterschieden sie zwischen Ahl usSunnah und Ahl ulBid’a (Vertreter von schlechten Neuerungen im Islam) damit man sich von diesen lossagen konnte, auch wenn es nur untergeordnete Angelegenheiten des islamischen Rechts betraf, die sich wegen falschen Grundlagenverständnissen ausgebreitet hatten, die die Ahl ulBid’a vertraten.

In diesen Blättern haben wir lediglich dies versucht. Also wir haben uns nicht mit allem auseinandergesetzt, was diese Bücher über die ’Aqidah anführen, sondern haben uns eher auf gewisse Bereiche konzentriert, in denen wir viel Verwirrung und Chaos in unserer Zeit beobachtet haben. Und wir haben erwähnt, wovon wir befürchten, dass es uns zugeschrieben werden könnte obwohl wir es nicht gesagt haben - soweit das nicht ohnehin schon geschehen ist.

Und wir bitten Allah, dass Er unsere Bemühungen annimmt, unsere Taten nur für Seinen edlen Antlitz sein lässt, uns festigt auf der ’Aqidah der Erretteten Gruppe Ahl usSunnah wa alJamaa’ und uns von den Leuten der atTa’ifatu alMansurah (die Siegreiche Gruppe) sein lässt.

ﲑﺼﻨﻟﺍ ﻢﻌﻧﻭ ﱃﻮﳌﺍ ﻢﻌﻧ ﺎﻧﻻﻮﻣ ﻮﻫ

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Tauhid (Einzigmachung) von Allah

Beschreibung des Tauhids

Wir sagen zum Tauhid von Allah …

Wahrlich Allah ist einzig, Er hat keinen Partner. Keinen Partner in der Rububiyyah („Herrsein“ - nur Er kontrolliert, steuert, lenkt, beherrscht), keinen Partner in der Uluhiyyah („Gottsein“ - nur für Ihn gibt es ‘Ibadah, also jede Form von Gottesdienst) und keinen Partner in Seinen Namen und Eigenschaften (die Bedeutungen Seiner Namen und Eigenschaften gebühren nur Ihm).

Also gibt es keinen Erschaffer außer Ihm, keinen Herrn außer Ihm, keinen Versorger, keinen Herrscher und keinen, der über die Angelegenheiten dieser Existenz verfügt außer ihm. Wir machen Tauhid von Allah (ـ ) in Seinen Taten (Tauhid urRububiyyah) so wie wir Tauhid von Allah (ـ ) auch in unseren Handlungen machen (Tauhid ulUluhiyyah).

Also wir machen Ihn zum Einzigen (Eins, Alleinig) in der ‘Ibadah und in unseren Absichten und Vorhaben, denn es gibt nichts und niemanden, dem ‘Ibadah gebührt, außer Allah, dem Gepriesenen. Also bezeugen wir, so wie Allah für Sich selbst bezeugt, und auch die Engel und die Leute mit Wissen bezeugen, dass laa ilaaha illa Allah, es gibt keinen Anbetungswürdigen außer Allah, den Edlen, den Weisen, der stets gerecht zu Seinen Dienern ist.

Wir sagen das, bestätigend, dass diese großartigen Worte bedeuten, dass die ‘Ibadah nur für Allah verübt werden darf. Ebenso all ihre Voraussetzungen, Pflichten und Rechte. Dabei weisen wir alles zurück, was es an Arten des Shirk (‘Ibadah für jemand anderen als Allah) und der Beigesellung (jemandem ein Recht Allahs zuschreiben) und jeder Konsequenz davon gibt.

Und wir haben Iman daran, dass der Zweck, für den Allah der Erhabene Seine Geschöpfe erschaffen hat, die ‘Ibadah ist, so wie Er der Gepriesene sagt:

[56 :ﺕﺎﻳﺭﺍﺬﻟﺍ] {ﻥﻭ ﺪﺒﻌﻴﻟ ﻻﺇﱠ

ﺲ ﻧﻹﺍﻭ ﻦ ﳉﺍ ﺖﹾ ﻘﹶﻠﺧ ﺎﻣﻭ}

51:56. Und Ich habe die Jinn und die Menschen nur erschaffen, damit sie für mich ’Ibadah machen.

Unser Aufruf

Und wir rufen dazu auf, Allah den Erhabenen in allen Bereichen der ‘Ibadah zum Einzigen zu machen, wie in der Niederwerfung, in der Beugung, in anNadhr (Schwur) (2) , in der Umkreisung (der Ka’ba in Mekkah), in der Opferung, in der Schlachtung, im Dua’ (Bittgebet, Fürbitte), in der Gesetzgebung und in allen anderen Bereichen.

{ﲔ ﻤﻠﺴﹸﳌﺍ ﻝﹸ ﻭﹶﺃ ﺎﻧﹶﺃﻭ ﺕ ﺮﻣﹸﺃ ﻚ ﻟﹶﺬﹺﺑﻭ ﻪﹶﻟ ﻚﻳﹺ

ﺮﺷ ﻻ * ﲔﻤﹶ

ﻟﺎﻌﻟﺍ ﺏﹺ ﺭ ﻪﱠﻠﻟ ﻲﺗﺎﻤﻣﻭ ﻱﺎ ﻴﺤﻣﻭ ﻲﻜﺴﻧﻭ ﻲﺗﻼﺻ ﻥﺇﱠ

ﻞﹸﹾ ﻗ}

[163 - 162 :ﻡﺎﻌﻧﻷﺍ]

6:162–163. Sag: ‚Gewiss, mein Gebet, meine Opferung, mein Leben und mein Tod gehören Allah, Dem Herrn aller Schöpfung. * Er hat keinen Partner. Und dies wurde mir befohlen, und ich bin der erste der Muslime.‘

(2) anNadhr ist eine Form des Schwurs. Man macht Dua’ mit einer Bitte und verpflichtet sich, eine bestimmte Tat zu tun (spenden, fasten etc.), wenn diese Bitte von Allah erfüllt wird.

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Halal und Haram

Der Befehl des Herrn (ـ ) umfasst das Universum und die Gesetzgebung. Genau so, wie nur Ihm alleine der Befehl über das Universum obliegt, und genau so, wie Er alleine mit Seiner Weisheit darüber verfügt und darüber entscheidet, so machen wir Ihn (ـ ) zum Einzigen in Seiner Entscheidung in der Gesetzgebung. Somit gesellen wir Ihm weder in Seinem Befehl noch in Seiner ‘Ibadah irgendjemanden bei.

[54 :ﻑﺍﺮﻋﻷﺍ] {ﲔ ﻤﹶﻟﺎﻌﻟﺍ ﺏﺭ

ﷲﺍ ﻙ ﺭﺎﺒﺗ ﺮ ﻣﻷﺍﻭ ﻖﻠﹶ ﳋﺍ ﻪﹶﻟ ﻻﺃ}

7:54. … Ja! Ihm alleine gehören die Schöpfung und der Befehl. Erhaben ist Allah, Der Herr der Welten.

Also halal (erlaubt) ist, was Er halal gemacht hat und haram (verboten) ist, was er haram gemacht hat.

[40 :ﻒﺳﻮﻳ] {ﻩﺎ ﻳﹺﺇ ﻻﹺﱠ ﺇ ﺍﻭﺪﺒﻌﺗ ﻻﺃﱠ

ﺮ ﻣﹶﺃ ﷲِ ﻻﺇﱠ

ﻢﻜﹸ

ﳊﺍ ﻥ ﺇ}

Es gibt kein Urteil, außer Allahs. Er hat befohlen, dass ihr keine ‘Ibadah macht, außer für ihn

Somit gibt es keinen rechtmäßigen Gesetzgeber außer Ihm (ـ ). Und wir sagen uns los von, machen uns frei von und machen Kufr (3) gegen jeden Gesetzgeber außer ihm. Somit suchen wir niemanden außer ihn als Herrn und wir nehmen niemanden außer ihn als Wali (Helfer, Beschützer, Unterstützer, Freund) und wir suchen keinen Din außer den Islam. Sodann, wer sich einen Richter und Gesetzgeber außer Ihn (ـ ) nimmt, ihm folgend in seiner Gesetzgebung, die widersprüchlich zur Gesetzgebung Allahs ist, so hat er einen Herrn außer Allah genommen und eine Religion außer den Islam gesucht. Es sagt der Erhabene:

[121 :ﻡﺎﻌﻧﻷﺍ] {ﻥﻮﹸﹶ ﻛﹺﺮﺸﻤﹶﻟ ﻢﹸ ﻜﻧﹺﺇ ﻢ ﻫﻮﻤﺘﻌﹶﻃﹶﺃ ﻥﺇﹾ ﻭ ﻢﹸ ﻛﻮﹸﻟﺩﺎﺠﻴﻟ ﻢﹺ ﻬﺋﺎﻴﻟﻭﹶﺃ ﻰﹶﻟﹺﺇ ﻥﻮﹶ ﺣﻮﻴﹶﻟ ﲔ ﻃﺎﻴﺸﻟﺍ

ﻥﹺﱠ ﺇﻭ}

6:121. … Und gewiss geben die Satane ihren Unterstützern ein, damit diese mit euch streiten. Und wenn ihr ihnen gehorcht, seid ihr fürwahr Muschrikuun!

Und Er sagt:

[31 :ﺔﺑﻮﺘﻟﺍ] {ﷲﺍ ﻥﻭ ﺩ ﻦ ﻣ ﺎﹰﺑﺎﺑﺭﹶﺃ ﻢ ﻬﻧﺎﺒﻫﺭﻭ ﻢ ﻫﺭﺎﺒﺣﹶ ﺃ ﺍﻭﹸﺬﺨﺗﺍ}

9:31. Sie nahmen ihre Rabbiner und Priester als Herren anstatt Allah …

Allahs Namen und Eigenschaften

Genau so machen wir Allah (ـ ) in Seinen Namen und Eigenschaften zum Einzigen. Also gibt es niemand Gleichheißenden, Ähnlichen, Ähnelnden, Gleichen, Partner oder Vergleichbaren:

[4 - 1 :ﺹﻼﺧﻹﺍ] {ﺪﺣﹶﺃ ﺍﹰﻮﹸﻔﹸﻛ ﻪﹶﻟ ﻦﹸ ﻜﻳ ﻢﹶ ﻟﻭ * ﺪﹶﻟﻮﻳ ﻢﹶ ﻟﻭ ﺪ ﻠﻳ ﻢﹶ ﻟ * ﺪ ﻤﺼﻟﺍ ﷲﺍُ

* ﺪ ﺣﹶﺃ ﻪﹼﻠﻟﺍ ﻮ ﻫ ﻞﹸﹾ ﻗ}

112:1–4. Sag: ‚Er ist Allah, ein Einziger.* Allah der Absolute .* Er zeugt nicht und wurde nicht gezeugt,* und es gibt nichts, das ihm ähnelt.‘

(3) Die Tat des Kufrs trägt die Bedeutungen „ablehnen“, „verwerfen“, „als falsch und nichtig erklären“, „lossagen“, „ableugnen“, „verdecken“ etc. Wenn jemand Kufr begeht, ist damit grundsätzlich gemeint, dass er Kafir und kein Muslim mehr ist. Wenn aber der Kufr als eine islamische Pflicht erwähnt ist, so ist der Kufr gegen den Taghut gemeint. Also die Ablehnung uns Lossagung von allem, was neben Allah angebetet wird (siehe 2:256). Jeder Muslim verkündet bereits im ersten Teil seiner Glaubensbekenntnis diesen Kufr, indem er „laa ilaha“ sagt. Doch muss dies natürlich auch praktiziert werden!

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Der Erhabene ist einzigartig in Seinen ruhmreichen, vollendeten Eigenschaften, mit denen Er Sich selbst in Seinem Buch beschrieben hat, oder mit denen Sein Gesandter (ـ ) Ihn in seiner Sunnah beschrieben hat. Also beschreiben wir niemanden Seiner Geschöpfe mit einem Teil (wörtl. Sache) Seiner Eigenschaften, wir leiten nicht von Seinen Namen ab (also zu Namen von Geschöpfen), wir stellen für Ihn (ـ ) keine Vergleiche an und suchen keine Ähnlichkeiten mit irgendeinem Seiner Geschöpfe. Wir suchen auch keinen Irrweg in den Namen unseres Herrn und Seinen Eigenschaften.

Vielmehr haben wir Iman an alles, womit Allah (ـ ) Sich selbst beschrieben hat, und womit Sein Gesandter (ـ ) Ihn beschrieben hat. Wir glauben daran tatsächlich und nicht „bildlich“, ohne Veränderung oder Verzerrung und ohne Hinterfragung oder Anähnelung.

[27 :ﻡﻭﺮﻟﺍ] {ﻢﻴ ﻜﹶﳊﺍ ﺰﻳﹺ ﺰﻌﻟﺍ ﻮ ﻫﻭ ﺽﺭﻷﺍﹺ

ﻭ ﺕﺍﻮﻤ

ﺴﻟﺍ ﻲﻓ ﻰﹶﻠﻋﻷﺍ

ﻞﹶﹸ ﺜﹶﳌﺍ ﻪﹶﻟﻭ}

30:27. … Und Ihm gehört das höchste Attribut in den Himmeln und auf Erden. Und Er ist Der Allwürdige, Der Allweise.

Wir leugnen Ihm nichts ab, von all dem, womit Er (ـ ) Sich selbst beschrieben hat. Wir bewegen kein Wort von seinem richtigen Platz und wir ergänzen nichts (an Interpretationen), um unsere Meinungen oder unsere

absurden Vorstellungen mit dem Vorwand des Tanziih

(4)

hineinzubringen.

Nur derjenige findet Erlösung im Din, der sich Allah (ـ ) und Seinem Gesandten (ـ ) als Muslim hingibt und sich für die Lösung von Sachverhalten, die ihm nicht klar sind, auf diejenigen bezieht, die Wissen darüber verfügen.

Der feste Halt im Islam wird nur durch Hingabe und Unterwerfung erreicht. Wer also jenes Wissen begehrt, das ihm verboten ist und nicht damit zufrieden ist, seinen Verstand (dem Islam) zu unterwerfen, so werden seine Wünsche ihn vom korrekten Iman und reinem Tauhid fernhalten.

Die Frage nach dem „Wie“

Wir haben daran Iman, dass Allah Sein Buch in klarer arabischer Rede herabgesandt hat, also machen wir keinen Tafwiid (5) der (wörtlichen) Bedeutungen Seiner Eigenschaften, sondern wir machen nur Tafwiid des „Wie“ (6) und wir sagen:

[7 :ﻥﺍﺮﻤﻋ ﻝﺁ] {ﺎﻨﹺﺑﺭ ﺪ ﻨﻋ ﻦ ﻣ ﻞﹸﹲ ﻛ ﻪﹺﺑ ﺎﻨﻣﺍَﺀ}

3:7. … Wir haben Iman daran, alles ist von unserem Herrn …

Und wir erklären vor Allah unsere Lossagung von der Leugnung (der Namen und Eigenschaften Allahs) der Jahmiyyah und der Anähnelung (Allahs mit Seinen Geschöpfen) der Mushabbihah. Also neigen wir uns weder zur einen noch zur anderen Seite sondern stellen uns gefestigt in die Mitte zwischen Verneinung und Beschreibung so wie unser Herr es wünscht, und Er ist der Erhabene:

[11 :ﻯﺭﻮﺸﻟﺍ] {ﲑ ﺼﺒﻟﺍ ﻊﻴ ﻤﺴﻟﺍ ﻮ ﻫﻭ ﺀﻲٌ ﺷ ﻪﻠﹾﺜﻤﹶﻛ ﺲ ﻴﹶﻟ}

42:11. … Nichts ist im gleich! Und Er ist Der Hörende, Der Sehende.

(4) Tanziih ist die Freisprechung Allahs von allen Unvollkommenheiten und Mängeln. Doch missbrauchen wir diesen Grundsatz nicht für falsche Interpretationen. (5) Tafwiid bedeutet „Bestätigung einer Sache“ mit der Einschränkung, dass nur Allah sie versteht. Also Kenntnisnahme ihrer Existens aber mit der Erklärung, dass niemand von uns sie kennt. (6) Wie z.B. unsere Überzeugung, dass Allah eine Hand hat, weil das im Qur’an steht, aber wir nicht wissen, wie diese ist.

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Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Wer sich also nicht bei der Verneinung und der Anähnelung hütet, wird ausrutschen und richtiges Tanziih nicht erreichen!

So sind wir in diesem Bereich der ’Aqidah, wie auch in anderen Bereichen, auf demselben Verständnis, auf dem auch unsere frommen Vorgänger Ahl usSunnah wa alJamaa’ waren. Wo ist Allah?

Davon (von diesem Verständnis der ‘Aqidah) ist auch, was Allah in Seinem Buch kundgetan hat und was uns von Seinem Gesandten (ـ ) mutawaatir (bestätigt über zahlreiche Überlieferungsketten) erreicht hat, nämlich dass Allah (ـ ) über den Himmeln ist, erhoben über Seinem Thron, wie der Erhabene sagt:

[16 :ﻚﻠﳌﺍ] {ﺭﻮﻤﺗ ﻲ ﻫ ﺍﺫﺈﻓ ﺽﺭَ

ﻷﺍ ﻢﹸ ﻜﹺﺑ ﻒِ ﺴﺨﻳ ﻥﹶﺃ ﺀﺎﻤِ

ﺴﻟﺍ ﻲﻓ ﻦﻣ ﻢﺘﻨﻣﹶﺃَﺀ}

67:16. Seid ihr euch sicher, dass Er, Der im Himmel ist, euch nicht von der Erde verschlucken lässt, wenn sie bebt?

Und wie im Hadith der Sklavin, die der Prophet (ـ ) fragte: „Wo ist Allah?“, und sie sagte: „Im Himmel“, und

er (ـ ) weiter fragte:

Wer bin ich?“, und sie antwortete: „Du bist der Gesandte Allahs“ und er daraufhin

sagte: „Macht sie frei, denn sie ist wahrlich eine Mu’minah (Frau mit bestätigtem Iman)(7) .

Und dies ist die Wahrheit bei der wir keine Zweifel haben, und wir schützen sie vor erlogenen Vorstellungen, wie sie unsere frommen Vorgänger geschützt haben. Etwa vor der Vorstellung, der Himmel würde Ihm Schatten spenden oder Ihn tragen, denn dies ist zweifellos falsch. Wir sind verpflichtet, es zu erwähnen, zu leugnen und Allah davon freizusprechen. Hätten unsere frommen Vorgänger dies nicht offengelegt (wörtl. entblößt), wären die Ahl ulBid’a und ihre falschen Anschuldigungen an die Ahl usSunnah zu einem schlimmen Ärgernis geworden. So sagt der Erhabene:

2:255. … Sein Sitz umfasst die Himmel und die Erde …

Und gespriesen ist Er:

[255 :ﺓﺮﻘﺒﻟﺍ] {ﺽﺭﻷﺍ

ﻭ ﺕﺍﻮﻤ

ﺴﻟﺍ ﻪﻴﺳﺮﹸﻛ ﻊ ﺳﻭ}

[41 :ﺮﻃﺎﻓ] {ﻻﻭﹶ ﺰﺗ ﻥﹶﺃ ﺽﺭﻷﺍ

ﻭ ﺕﺍﻮ

ﻤﺴﻟﺍ ﻚِ ﺴﻤﻳ}

35:41. Wahrlich, Allah hält die Himmel und die Erde, damit sie nicht weichen. …

[65 :ﺞﳊﺍ] {ﻪﹺﻧﹾﺫﹺﺈﹺﺑ ﻻﹺﱠ ﺇ ﺽﺭﻷﺍﹺ

ﻰﹶﻠﻋ ﻊﹶ ﻘﺗ ﻥﹶﺃ ﺀﺎَ ﻤﺴﻟﺍ ﻚ ﺴﻤِ

ﻳﻭ}

22:65. Und Er hält den Himmel zurück, damit er nicht auf die Erde fällt, es sei denn, mit Seiner Erlaubnis.

[25 :ﻡﻭﺮﻟﺍ] {ﻩﹺﺮﻣﹶﺄﹺﺑ ﺽ ﺭَﻷﺍﻭ ﺀﺎُ ﻤﺴﻟﺍ ﻡﻮﹸ ﻘﺗ ﻥﹶﺃ ﻪﺗﺎﻳﺁ ﻦ ﻣﻭ}

30:25. Und zu Seinen Zeichen gehört, dass der Himmel und die Erde Seinem Befehl gemäß stehen. …

(7) Überliefert von Muslim und Abu Dawud und Ahmad vom Hadith von Mu’awiyah bin alHakam asSalmi

Dies ist unsere Aqidah
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Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Und wir haben Iman daran, dass Er der Gepriesene Sich über Seinen Thron erhoben hat, wie Er der Erhabene sagt:

[5 :ﻪﻃ] {ﻯﻮﺘﺳﺍ ﺵﹺ ﺮﻌﻟﺍ ﻰﹶﻠﻋ ﻦ ﻤﺣﺮﻟﺍ}

20:5. (Er ist) der Allerbarmer, Der sich über den Thron erhoben hat.

Das Erheben über den Thron

Und wir legen alIstiwaa („das Erheben“) nicht als „die Macht ergreifen“ aus, denn es hat (bereits) seine Bedeutung in der arabischen Sprache, in der Allah (ـ ) den Qur’an herabgesandt hat. Doch wir ähneln Sein Istiwaa nicht dem Erheben irgendeines Seiner Geschöpfe an, sondern wir sagen, wie Imam Malik sagte:

alIstiwaa ist bekannt (da es im Sprachgebrauch vorkommt), der Iman daran ist Pflicht (da es im Qur’an steht), das ‚Wie‘ ist unbekannt und die Frage danach ist eine Bid’a“.

Und das ist unsere Vorgehensweise betreffend all Seiner Eigenschaften und Taten, gepriesen und erhaben sei Er. Wie etwa „das Herabsenden“, „das Kommen“ und alle anderen, die Er der Gepriesene uns in Seinem Buch bekanntgegeben hat oder die in der richtig überlieferten Sunnah bestätigt sind.

Allahs Nähe zu Seinen Dienern

Und wir haben Iman daran, dass Er der Gepriesene, neben Seinem Erhobensein über dem Thron und Seiner Höhe über den Himmeln, Seinen Dienern auch nahe ist, wie der Gepriesene sagt:

[186 :ﺓﺮﻘﺒﻟﺍ] {ﺐﻳﹺ

ﺮﹶﻗ ﻲﻧﹺﺈﹶﻓ ﻲﻨﻋ ﻱﺩﺎﺒﻋ ﻚﹶ ﻟﹶﺄﺳ ﺍﹶﺫﹺﺇﻭ}

2:186. Und wenn dich Meine Diener über Mich befragen, so bin Ich gewiss nahe

Wie es im Hadith Sahih (korrekte Überlieferung) aus Bukhari und Muslim heißt: Oh Ihr Leute, habt Gnade über Euch selbst, denn Ihr ruft (im Dua’) wahrlich keinen Tauben oder Abwesenden. Wahrlich, Ihr ruft einen Hörenden, Sehenden und Nahen. Fürwahr, derjenige, den Ihr ruft, ist jedem einzelnen von Euch näher als der Nacken seines Reittiers.

So ist Er der Gepriesene bei Seinen Dienern, woimmer sie sich auch befinden (8) . Und er weiß was sie tun, wie Er der Erhabene sagt:

[4 :ﺪﻳﺪﳊﺍ] {ﲑ ﺼﺑ ﻥﻮﹸﹶ ﻠﻤﻌﺗ ﺎﻤﹺﺑ ﷲﺍُ ﻭ ﻢ ﺘﻨﹸﻛ ﺎﻣ ﻦ ﻳﹶﺃ ﻢﹸ ﻜﻌﻣ ﻮ ﻫﻭ}

57:4. … Und Er ist bei euch, woimmer ihr seid. Und Allah sieht, was ihr tut.

Wir verstehen unter Seiner Aussage „und Er ist bei Euch“ nicht die Meinung der Gottlosen, dass Er mit Seinen Dienern vermischt sei oder Sich in einige von ihnen hineingeschmolzen oder Sich mit ihnen verbunden hätte oder sonstige Meinungen des Kufrs und des Irrweges, sondern wir sagen uns vor Allah von all diesen (Irrwegen) los.

(8) Hier ist natürlich kein physisches Beisammensein gemeint sondern das Beisammensein des Sehens, Hörens, Wissens usw. wärend Er über den Himmeln ist.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Und Er der Gepriesene, hat mit jenen Seiner Diener, die Mu’minuun sind (den Iman verinnerlicht haben) eine weitere spezielle Ma’iyyah (Beisammensein), abgesehen von der allgemeinen. Es ist die Ma’iyyah der Hilfe (anNusrah), der Verhelfung zum Erfolg (atTaufiq) und der Richtigkeit (atTasdiid), wie in der Aussage des Erhabenen:

[128 :ﻞﺤﻨﻟﺍ] {ﻥﻮﹶ ﻨِﺴﺤﻣ ﻢﻫ ﻦﻳ ﺬﱠﻟﺍﻭ ﺍﻮﹶﻘﺗﺍ ﻦﻳ ﺬﻟﱠﺍ ﻊ ﻣ ﷲَ ﺍ ﻥﹺﱠ ﺇ}

16:128. Wahrlich, Allah ist bei denen, die gottesfürchtig sind und bei denen, die Gutes tun.

Höhe und Nähe

So ist Er der Gepriesene, neben Seinem Erhobensein über Seinem Thron und Seiner Höhe über den Himmeln, bei Seinen Dienern, woimmer sie auch sein mögen. Er weiß was sie tun und Er ist denjenigen nahe, die Ihn (im Dua’) rufen und Er ist (insbesondere) bei Seinen Dienern, die Mu’minuun sind. Er beschützt sie, hilft ihnen und steht ihnen bei.

So widerspricht Sein Nahesein und Beisammensein nicht Seiner Vorherrschaft und Höhe, denn es gibt nichts, das Ihm dem Gepriesenen in Seinen Eigenschaften ähnelt. Er ist hoch in Seinem Nahesein und nah in Seiner Höhe.

Und zu den Früchten dieses großartigen Tauhids, der Allahs Anrecht und die Pflicht Seiner Diener ist, gehören …

Der Erfolg des Muwahhid (Tauhid-Praktizierender, Muslim) durch alJannah (Paradiesgärten) seines Herrn und die Erlösung vor dem Feuer, entsprechend dem Hadith von Mu’adh bin Jabal.

Die Verehrung des Herrn und Seine Hochschätzung durch die Kenntnis Seiner vollkommenen und erhabenen Eigenschaften. Sowie Seine Lobpreisung, und die Freisagung Allahs von jeder Anähnelung und jedem Vergleich.

Das Begreifen der Dummheit dessen, der sich neben Ihm Beigesellte nimmt indem er Ihm diese zu Partnern in der ‘Ibadah, im Hukm (Entscheidung, Rechtsurteil) oder in der Gesetzgebung macht.

Die Kenntnis der Niedrigkeit und Wertlosigkeit derjeniger, die sich selbst in solchen Dingen zu Teilhabern (Allahs) machen, trotz dessen, dass sie nicht an der Schöpfung teilgenommen haben und ihnen nichts von der Herrschaft (alMulk), der Versorgung (arRizq) und der Verfügungsgewalt (atTadbiir) gehört (gemeint sind die Tawaghit).

Dazu gehört auch, dass Herz und Seele von der Gefangenschaft der Geschöpfe befreit werden.

Und damit festigt sich der Diener im Leben der Dunya (Diesseits, dieses Leben) und in der Aakhirah (Jenseits, Leben nach dem Tod). Wer also mit der ‘Ibadah von verschiedenen Beigesellten (Allahs) beschäftigt war, sie im Dua’ rief und seine Angst und Hoffnung in diese setzte, der ist nicht gleich demjenigen, der seinen gepriesenen Herrn als einen Einzigen erklärte (Tauhid ausübte) und seine Ängste, Hoffnungen, Absichten und Vorhaben nur Ihm alleine widmete.

ﻙﺎﻘﻠﻧ ﱴﺣ ﻙﺪﻴﺣﻮﺗ ﻰﻠﻋ ﺎﻨﺘﺒﺛ ﻪﻠﻫﺃﻭ ﻡﻼﺳﻹﺍ ﱄﻭ ﺎﻳ ﻢﻬﻠﻟﺎﻓ

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Wir lieben die edlen Diener

Die Engel

Wir haben Iman an die Engel von Allah, sie sind Seine edlen Diener, die Ihm in der Aussage nicht zuvorkommen und sich demütig unterwerfen. Sie preisen Ihn in der Nacht und am Tag und werden nicht müde.

Also verbünden wir uns mit ihnen und wir lieben sie, da sie zu Allahs Soldaten gehören und für diejenigen, die Iman haben, um Vergebung bitten. Und Wir hassen den, der sie hasst.

Von ihnen sind Jibra’il arRuh ulAmiin (die getreue Seele Jibra’il), Mika’il, Israfil, der mit dem Blasen der Trompete (9) beauftragt ist. Von ihnen sind auch diejenigen, die mit dem Tragen des Thrones beauftragt sind, der Engel des Todes, Munkar und Nakir, Maalik der Aufseher des Höllenfeuers, Ridwaan der Aufseher von alJannah, der Engel der Berge, die edlen Schreiber (der Taten der Menschen) und viele andere, deren Anzahl nur Allah der Erhabene kennt.

Ihre gewaltige Anzahl

So ist es bestätigt in beiden Sahih-Werken (Bukhari und Muslim) im Hadith von Anas () in der Erzählung von Mi’raaj (Reise des Propheten zu den Himmeln), dass der Prophet (ـﺻ) zu alBait ulMa’muur im Himmel hochgehoben wurde. Jeden Tag betreten es siebzigtausend Engel, um darin zu beten, und wenn sie es verlassen haben, kommen sie nicht nochmal (da sie so viele sind, kommt täglich eine neue Gruppe).

Und im Sahih Muslim wird von A’ischa, der Mutter der Mu’minin vom Propheten (ـﺻ) berichtet: Die Engel sind aus Nuur (Licht) erschaffen, die Jinn aus rauchlosem Feuer und Adam ist daraus erschaffen, was Euch beschrieben wurde“.

Durch Allahs Befehl können Engel die Form von Menschen annehmen, wie in der Geschichte von Maryam und im Hadith von Jibril erwähnt ist, als er den Propheten (ـﺻ) über den Islam, den Iman und den Ihsan (10) fragte.

Was ihr tatsächliches Aussehen betrifft, so hat Allah der Erhabene im Qur’an erwähnt, dass Er Engel zu Boten mit zwei, drei oder vier Flügeln machte und Er ergänzt Seiner Schöpfung was Er will, denn wahrlich, Allah hat Macht über alle Dinge. Der Prophet (ـﺻ) sah Jibril in dessen tatsächlichem Aussehen, wie er sechshundert Flügel hatte, die sich über den Horizont streckten.

Und von den Früchten dieses Imans sind …

Die Verherrlichung (Lobpreisung) Allahs, des Erhabenen, denn wahrlich, die Herrlichkeit der Schöpfung (der Engel) bezeugt die Herrlichkeit ihres Schöpfers.

Dass der Diener sich vor den Engeln Allahs schämt, die bei ihm sind.

Und davon ist auch die Festigung des (auf andere) fremdartig wirkenden Dieners durch den Iman. Der Iman beseitigt seine Einsamkeit (wörtl. Schwere), die er aufgrund geringer Anzahl seiner Unterstützer verspüren könnte. Denn er erinnert sich daran, dass Allah ihm Beschützer zur Seite gestellt hat, die bei ihm sind.

(9) Für die Einleitung des Tages der Auferstehung lässt Allah ihn eine Trompete (Posaune) blasen. (10) Ihsan ist die höchste Form der Hingabe zu Allah. Er wird deutlich durch gewisse Taten, wie der ’Ibadah die so verrichtet wird, als ob man Allah dabei sieht.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Wie in Sahih ulBukhari von Abu Hurairah () berichtet wird, dass der Gesandte Allahs (ـﺻ) sagte:

„Wenn Allah einen Seiner Diener liebt, ruft Er Jibril zu: ‚Wahrlich, Allah liebt den Soundso also liebe ihn auch!’ Dann liebt ihn Jibril. Darauf ruft Jibril unter den Bewohnern des Himmels aus: ‚Wahrlich, Allah liebt den Soundso, also liebt ihn auch!’ Dann lieben ihn die Bewohner des Himmels. Abschließend wird für ihn bestimmt, dass er auf der Erde immer gut empfangen wird.“

Somit ist es die Verpflichtung des Dieners mit Iman, dass er diejenigen liebt und unterstützt, die Allah liebt, und die Seine Engel und Seine Diener, die Iman haben, lieben. Und er ist verpflichtet, diejenigen zu hassen, anzufeinden und sich von ihnen loszusagen, die Allah hasst, und die Seine Engel und Diener, die Iman haben, hassen. Denn dies ist wahrlich von der festesten Ergreifung des Imans.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Iman an alle Bücher

Die Bücher

Wir haben Iman an die Gesamtheit der Bücher Allahs, des Erhabenen, die Er der Gepriesene Seinen Gesandten herabgesandt hat. Wir haben Iman daran im Allgemeinen und im Detail haben wir Iman an jene von ihnen, die Allah mit Namen bezeichnet hat, wie atTauraat, alInjiil und azZabuur.

Der Qur’an

Und ihr abschließender Siegel ist wahrlich der gewaltige Qur’an, der tatsächliche Kalaam (Rede) des Herrn der Welten. ArRuh ulAmiin (die getreue Seele Jibril) kam damit zu Muhammad (ـ ), sodass er zu einem der Rusul (pl. von Rasul, Gesandte mit Allahs Gesetzen und Schriften) wurde. Der Qur’an steht (im Rang) über den anderen Büchern Allahs.

Er ist eine Offenbarung von Allah, dem Erhabenen und nicht Sein Makhluuq (Geschöpf, Erschaffenes), und nichts von den Reden der Geschöpfe gleicht ihm, also wer immer behauptet:

74:25. Dies ist ja nur Menschenwort.

[25 :ﺮﺛﺪﳌﺍ] {ﺮﺸﺒﻟﺍ ﻝﹸ ﻮﹶﻗ ﻻﹺﱠ ﺇ ﺍﹶﺬﻫ ﻥﺇﹾ }

… der wird Kafir (Nichtmuslim, Ungläubiger, vom Islam Abgefallener, Abtrünniger) und wenn er davon nicht zurücktritt und Tauba (aufrichtige und reuige Rückkehr zu Allah) vornimmt, so gilt für ihn:

74:26. Ich werde ihn im Höllenfeuer brennen lassen.

[26 :ﺮﺛﺪﳌﺍ] {ﺮﹶﻘﺳ ﻪﻴﻠﺻﹸﺄﺳ}

Und wir haben Iman daran, dass Allah unmittelbar mit Musa gesprochen hat.

Schutz vor Verfälschung

So haben wir auch Iman daran, dass Allah der Erhabene Sein Buch vor Veränderungen und Verfälschungen beschützt, denn der Erhabene sagt:

[9 :ﺮﺠﳊﺍ] {ﻥﻮﹸﹶ ﻈﻓﺎﺤﹶﻟ ﻪﹶﻟ ﺎﻧﹺﺇﻭ ﺮﹾ ﻛﱢﺬﻟﺍ ﺎﻨﻟﺰﻧ ﻦ ﺤﻧ ﺎﻧﹺﺇ}

15:9. Gewiss haben Wir die Ermahnung (den Qur’an) herabkommen lassen, und Wir bewahren sie bestimmt!

Allah der Erhabene verknüpfte die Warnung damit (mit dem Qur’an), so sagt Er:

[19 :ﻡﺎﻌﻧﻷﺍ] {ﻎﹶﹶ ﻠﺑ ﻦ ﻣﻭ ﻪﹺﺑ ﻢﹸ ﻛﺭﺬﻧﻷُ ﻥﺁﹸ ﺮﻘﻟﺍ ﺍﹶﺬﻫ ﱄﹺﱠ ﺇ ﻲ ﺣﻭﹸﺃﻭ}

6:19. … Und dieser Qur’an wurde mir offenbart, damit ich euch und alle warne, die er erreicht …

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Und wir haben Iman daran, dass Sein Buch alUrwatu alWuthqaa (der stärkste Haltegriff) ist und Sein Habl (Seil, Bindeseil) fest ist. Derjenige, der sich daran festhält, wird die Errettung finden. Derjenige, der sich davon abwendet, es verlässt und hinter sich liegen lässt, ist verloren, gedemütigt und befindet sich auf einem deutlichen Irrweg.

Und von den Früchten dieses Imans sind …

Die feste Bindung zu Allahs Buch, Gehorsam Ihm gegenüber, der Ta’dhiim (Hervorhebung, Preisung) Seiner Befehle und ihre Umsetzung in Taten. So auch das Zurückhalten davor, Teile des Qur’ans gegeneinander aufzustellen (um sie als „Widersprüche“ darzustellen).

Sowie der Iman an die Mutashaabihaat (mehrdeutige Zeichen/Ayaat) des Qur’an, und deren Zurückführung (Auslegung, Verständnis) zu seinen Muhkamaat (eindeutig beurteilte Zeichen/Ayaat). Dies nach der Methode der Raasikhuun (gut geschulte, beständige) im Wissen.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Die Rusul (Gesandte) und Anbiya’ (Propheten)

Der Iman an alle Propheten

Wir haben Iman an die Gesamtheit aller Anbiya’ und Rusul (11) , über die Allah der Erhabene uns in Seinem Buch informiert hat, sowie an jene, über die uns Sein Gesandter (ـ ) in seiner Sunnah berichtet hat. Somit haben wir Iman an jene, von deren Begebenheiten Allah uns erzählt und an jene, über die Er uns nicht erzählt. Und wir machen keinen Tafreeq (Trennung, Unterschied, Spaltung) zwischen ihnen.

Er ließ sie zusammenhalten an einem Fundament, wie Er der Gepriesene sagt:

[36 :ﻞﺤﻨﻟﺍ] {ﺕﻮﹸ

ﻏﺎﱠﻄﻟﺍ ﺍﻮﺒﹺﻨﺘﺟﺍﻭ ﷲﺍَ

ﺍﻭﺪﺒﻋﺍ ﻥﹶ ﺃ ﻻﻮﹰ ﺳﺭ ﺔﻣﹸﺃ ﻞﹸﱢ ﻛ ﻲﻓ ﺎﻨﹾﺜﻌﺑ ﺪﹶ ﻘﹶﻟﻭ}

16:36. Und gewiss sandten wir jedem Volk einen Rasul (der befahl), dass ihr ’Ibadah für Allah macht und den Taghut meidet!

Und es sagt der Erhabene:

[25 :ﺀﺎﻴﺒﻧﻷﺍ] {ﻥﻭ ﺪﺒﻋﺎﹶﻓ ﺎﻧﹶﺃ ﻻﺇﱠ

ﻪﹶﻟﹺﺇ ﻻ ﻪﻧﹶﺃ ﻪﻴﹶﻟﹺﺇ ﻲﺣﻮ ﻧ ﻻﹺﱠ ﺇ ﻝﻮﹴ ﺳﺭ ﻦ ﻣ ﻚ ﻠﺒﹶﻗ ﻦ ﻣ ﺎﻨﹾﻠﺳﺭﹶﺃ ﺎﻣﻭ}

21:25. Und Wir entsandten vor dir keinen Rasul, ohne ihm einzugeben, dass laa ilaaha (kein Anbetungswürdiger existiert) außer Mich, also macht ’Ibadah für Mich

.

[165 :ﺀﺎﺴﻨﻟﺍ] {ﻞﹺ ﺳﺮﻟﺍ ﺪ ﻌﺑ ﺔﹲﺠﺣ ﷲﺍِ

ﻰﹶﻠﻋ ﺱﺎﹺ

ﻨﻠﻟ ﻥﻮﹸﹶ ﻜﻳ ﻼﱠ ﺌﹶﻟ ﻦﻳﹺ ﺭﺬﻨﻣﻭ ﻦﻳﹺ ﺮﺸﺒﻣ ﻼﹰ ﺳﺭ}

4:165. Rusul, Verkünder froher Botschaften und Warner, sodass die Menschen nach den Gesandten kein Argument (für ihren Irrweg) gegenüber Allah haben. …

Und es sagt der Erhabene:

[15 :ﺀﺍﺮﺳﻹﺍ] {ﻻﻮﹰ ﺳﺭ ﺚﹶ ﻌﺒﻧ ﻰﺘﺣ ﲔﹺ ﺑﱢﺬﻌﻣ ﺎﻨﹸﻛ ﺎﻣﻭ}

17:15. … Und Wir bestrafen nie, ohne zuvor einen Rasul geschickt zu haben.

Und es sagt der Erhabene:

[9 - 8 :ﻚﻠﳌﺍ] {ﻰﹶﻠﺑ ﺍﻮﹸﻟﺎﹶﻗ * ﺮﻳﺬﻧ ﻢﹸ ﻜﺗﹾﺄﻳ ﻢﹶ ﻟﹶﺃ ﺎﻬﺘﻧﺰﺧ ﻢ ﻬﹶﻟﹶﺄﺳ ﺝ ﻮﹶﻓ ﺎﻬﻴﻓ ﻲ ﻘﹾﻟﹸﺃ ﺎﻤﱠﻠﹸﻛ}

67:8–9. … Immer wenn eine Gruppe in sie hineingeworfen wird, fragen die Höllenwächter sie: „Kam zu euch etwa kein Warner!“ * Sie sagen: „Doch, natürlich …“

(11) Alle Rusul (sg. Rasul, „Gesandten“) sind auch Anbiya‘ (sg. Nabi, „Propheten“). Sobald ein Nabi eine Schrift und Gesetze von Allah bekommen hat, wird er dadurch zu einem Rasul, verliert aber auch nicht seine Bezeichnung als Nabi.

Dies ist unsere Aqidah
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Dies ist unsere Aqidah
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Dies ist unsere Aqidah

Ihre Pflicht und die Arten der Hidayah

Ihnen (den Anbiya’ und Rusul) obliegt die Da`wah zur Hidayatu adDalaalati wa alIrshaad (Rechtleitung mit Argumentation und Lenkung). Die Hidayah (Rechtleitung) der Herzen der Diener ist ihnen nicht vorgeschrieben. Denn die Herzen sind zwischen den Fingern des Erbarmers, Er dreht sie wie Er will … deshalb gibt es zwei Arten der Hidayah:

Erstens die Hidayatu Dalaalatin wa Irshaad für die sich die Anbiya’, Rusul und Du’aat (Aufrufer zur Rechtleitung, Träger der Da`wah) eingesetzt haben, so sagt Allah:

[52 :ﻯﺭﻮﺸﻟﺍ] {ﻢﹴ ﻴﻘﺘﺴﻣ ﻁﺍ ﺮﺻ ﻰﹶﻟﹺﺇ ﻱﺪﻬﺘﹶﻟ ﻚ ﻧﹺﺇﻭ}

42:52 … Und gewiss rechtleitest du doch zu einem geraden Weg.

Zweitens die Hidayatu Taufiqin wa Tasdeed (Rechtleitung der Befähigung und Rückvergütung) und dazu ist niemand fähig außer Allah, so sagt der Erhabene:

[56 :ﺺﺼﻘﻟﺍ] {ﺀﺎُ ﺸﻳ ﻦ ﻣ ﻱﺪﻬﻳ ﷲﺍَ

ﻦ ﻜﹶﻟﻭ ﺖ ﺒﺒﺣﹶﺃ ﻦ ﻣ ﻱﺪ ﻬﺗ ﻻﹶ ﻚ ﻧﹺﺇ}

28:56. Gewiss rechtleitest du nicht, wen du liebst sondern Allah leitet recht, wen Er will …

Und es sagt der Gepriesene, der Erhabene:

2:272. Deine Aufgabe ist nicht ihre Rechtleitung! …

[272 :ﺓﺮﻘﺒﻟﺍ] {ﻢ ﻫﺍﺪﻫ ﻚ ﻴﹶﻠﻋ ﺲ ﻴﹶﻟ}

So ist diese Art der Hidayah eine Großzügigkeit von Allah und eine Gerechtigkeit, die Er der Gepriesene demjenigen beschert, dessen Suche und Bestrebnis nach der Wahrheit Er kennt, so sagt der Erhabene:

[69 :ﺕﻮﺒﻜﻨﻌﻟﺍ] {ﺎﻨﹶﻠﺒﺳ ﻢ ﻬﻨﻳﺪﻬﻨﹶﻟ ﺎﻨﻴﻓ ﺍﻭﺪﻫﺎﺟ ﻦﻳ ﺬﱠﻟﺍﻭ}

29:69. Und diejenigen, die sich für Uns anstrengen (wörtl. „Jihad machen“), rechtleiten wir sicherlich zu unseren Wegen.

Und derjenige, auf dem Allahs Segen und Frieden ruhen sagte: „Und wer eifrig nach dem Guten strebt, dem wird es gegeben“ – überliefert von Abu adDarda’ in Sahih alJaami’.

Und was die erste Art der Hidayah betrifft, so ist sie von Allahs Gerechtigkeit und Barmherzigkeit, die Er der Erhabene Seiner gesamten Schöpfung gegeben hat.

Über ihre Person und ihre Wundertaten

Und wir haben Iman an die Wundertaten der Anbiya‘, wir schützen ihnen ihr Recht und haben Adab (anständiges Benehmen) ihnen gegenüber. Wir geben niemandem einen Vorzug vor ihnen, weder Auliya‘ (die Allah nahestehenden Siddiquun, Mujahidun, Gelehrte etc.) noch Imamen oder anderen Menschen.

Sie sind aber, trotz all dem, nur Menschen und Geschöpfe, die (von Allah) erschaffen wurden. Sie haben nichts von den besonderen Eigenschaften der Rububiyyah oder Uluhiyyah, sondern es gelten für sie die menschlichen Eigenschaften wie Krankheit, Tod, Bedarf an Speis und Trank usw.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

So sagt der Erhabene Seinem Propheten Muhammad (ـ ) befehlend:

ﺎﻧﹶﺃ ﻥﹺﹾ ﺇ ﺀﻮُ ﺴﻟﺍ ﻲﹺ ﻨﺴﻣ ﺎﻣﻭ ﺮﹺ ﻴﹶﳋﺍ ﻦ ﻣ ﺕﺮﹶ

ﺜﹾﻜﺘﺳﹶﻻ ﺐ ﻴﻐﻟﺍ ﻢﹶ ﻠﻋﹶﺃ ﺖ ﻨﹸﻛ ﻮﹶ ﻟﻭ ﷲﺍُ

ﺀﺎَ ﺷ ﺎﻣ ﻻﹺﱠ ﺇ ﺍﹰﺮﺿ ﻻﻭ ﺎﹰﻌﹾﻔﻧ ﻲِﺴﹾﻔﻨﻟ ﻚ ﻠﻣﹶﺃ ﻻ ﻞﹸﹾ ﻗ}

[188 :ﻑﺍﺮﻋﻷﺍ] {ﻥﻮﹶ ﻨﻣﺆﻳ ﻡﻮﹶﹴ ﻘﻟ ﺮﻴﺸﺑﻭ ﺮﻳﺬﻧ ﻻﹺﱠ ﺇ

7:188. Sag: ‚Ich verfüge für mich selbst weder über Nützliches noch über Schädliches, es sei denn über das, was Allah will. Und hätte ich Kenntnis über das Verborgene gehabt, gewiss hätte ich mir vom Guten viel angeeignet, und Schlechtes würde mich nicht treffen! Ich bin doch nur ein Ermahner und ein Verkünder froher Botschaft für Leute mit Iman.‘

Muhammad (ـ )

Und wir haben Iman daran, dass der Siegel der Propheten und Gesandten unser Prophet Muhammad ist, dem Allah Seinen enormen Segen und Frieden gab, so gibt es keinen Propheten nach ihm und seine (ihm herabgesandte) Shari’ah ist die dominierende Gesetzgebung über alle anderen Legislationen bis Yaum ulQiyamah (Tag der Auferstehung).

Also wird der Diener solange kein Mu’min, bis er ihr (Allahs Gesetzgebung) folgt und sich ihrem Befehl und ihrer Entscheidung voll und ganz unterordnet, so sagt der Erhabene:

ﺍﻮﹾ ﻤﱢﻠﺴﻳﻭ ﺖ ﻴﻀﹶﻗ ﺎﻤﻣ ﺎﹰﺟﺮﺣ ﻢﹺ ﻬِﺴﹸﻔﻧﹶﺃ ﻲ ﻓ ﺍﻭﹾ ﺪﹺﺠﻳ ﻻ ﻢﹸ ﺛ ﻢ ﻬﻨﻴﺑ ﺮ ﺠﺷ ﺎﻤﻴﻓ ﻙﻮ

ﻤﱢﻜﺤﻳ ﻰﺘﺣ ﻥﻮﹶ ﻨﻣﺆﻳ ﻻﹶ ﻚﹺ ﺑﺭﻭ ﻼﹶﹶ ﻓ} [65 :ﺀﺎﺴﻨﻟﺍ] {ﺎﻤﻴﹰ ﻠﺴﺗ

4:65. Doch nein, (ich schwöre) bei deinem Herrn! Sie haben keinen Iman, bis sie dich über das urteilen lassen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann keine Abneigung dem gegenüber empfinden, was du entschieden hast, und sich völlig fügen. (12)

Und wir haben Iman daran, dass Allah Muhammad (ـ ) zu Seinem Khaliil (inniger Freund) genommen hat, so wie Er Ibrahim zu Seinem Khaliil nahm. Er sandte ihn als Gnade für die Welten und befahl ihm und seiner Ummah (Volk, Gefolgschaft), die Millah (Gemeinschaft, Volk) von Ibrahim als Beispiel zu nehmen, so sagt Er:

[123 :ﻞﺤﻨﻟﺍ] {ﲔ ﻛﹺﺮﺸﹸﳌﺍ ﻦ ﻣ ﻥﺎﹶﹶ ﻛ ﺎﻣﻭ ﺎﹶﹰﻔﻴﹺﻨﺣ ﻢﻴ ﻫﺍﺮﺑﹺﺇ ﺔﱠﹶﻠﻣ ﻊﹺ ﺒﺗﺍ ﻥﹶ ﺃ ﻚ ﻴﻟﹺﹶﺇ ﺎﻨﻴﺣﻭﹶﺃ ﻢﹸ ﺛ}

16:123. Dann gaben Wir dir ein, dass du der Millah Ibrahims, des Aufrichtigen folgst. Und er gehörte nicht zu den Muschrikuun.

Und so sagt der Gepriesene:

ﺎﻧﺮﹶﻔﹶﻛ ﷲﺍِ

ﻥ ﻭﺩ ﻦ ﻣ ﻥﻭﹶ ﺪﺒﻌﺗ ﺎﻤﻣﻭ ﻢﹸ ﻜﻨﻣ ﺍﹾﺅَﺀﺮﺑ ﺎﻧﹺﺇ ﻢﹺ ﻬﻣﻮﹶﻘﻟ ﺍﻮﹸﻟﺎﹶﻗ ﺫﹺﹾ ﺇ ﻪﻌﻣ ﻦﻳ ﺬﱠﻟﺍﻭ ﻢ ﻴﻫﺍﺮﺑﹺﺇ ﻲﻓ ﺔﹲﻨﺴﺣ ﺓﹲﻮﺳﹸﺃ ﻢﹸ ﻜﹶﻟ ﺖ ﻧﺎﹶﻛ ﺪ ﻗﹶ} [4 :ﺔﻨﺤﺘﻤﳌﺍ] {ﻩﺪﺣﻭ ﷲﺎﹺِ ﺑ ﺍﻮﻨﻣﺆﺗ ﻰﺘﺣ ﺍﹰﺪﺑﹶﺃ ﺀﺎُ ﻀﻐﺒﻟﺍﻭ ﺓﹸﻭﺍﺪﻌﻟﺍ ﻢﹸ ﻜﻨﻴﺑﻭ ﺎﻨﻨﻴﺑ ﺍﺪﺑﻭ ﻢﹸ ﻜﹺﺑ

60:4. Ihr habt bereits ein schönes Beispiel an Ibrahim und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: "Wir sagen uns von euch los, und davon, was ihr statt Allah anbetet. Wir machen Kufr gegen euch und zwischen uns und euch ist ab nun Feindschaft und Hass auf ewig, bis ihr nur an Allah alleine Iman habt! …" (13)

(12) Sheikh ulIslam ibn Taymiyyah verdeutlicht in der Erklärung dieser Ayah: „Wer sich also nicht daran hält, die Gesetze Allahs und Seines Propheten in allen Angelegenheiten anzuweden, in denen es Uneinigkeit gibt, so schwört Allah auf sich selbst, dass dass dieser keinen Iman hat!” (13) Diese Ayah ist ein klarer Beweis, dass wir uns erstens von den Anhängern des Shirks und zweitens vom Shirk selbst lossagen müssen. Dies verdeutlicht die Grundlage für alWala (Freundschaft) und alBara (Lossagung) zu unseren Mitmenschen.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Nachahmung des schönen Beispiels

Somit nehmen wir dies als Beispiel, bis wir Allah treffen. Also sagen wir uns los von den Mushrikuun (die jemand anderem neben Allah ‘Ibadah entgegenbringen) und ihren Unterstützern und Verbündeten. Wir verabscheuen sie und wir sagen uns davor (und von denjenigem) los, dem sie an Allahs statt ‘Ibadah entgegenbringen. Wir machen Kufr (ablehnen, leugnen) gegen ihre Methoden, ihre Glaubensrichtungen, ihre falschen und zu verwerfenden Wege, die im Widerspruch zu Allahs Din stehen. Und wir geben deutlich unsere Feindschaft denen unter ihnen bekannt, die sich Allah trotzend widersetzen, die Krieg gegen die Wahrheit führen und die offen ihre Falschheit ausrufen. Doch das hindert uns nicht daran, sie einzuladen, und den hörwilligen unter ihnen, die Wahrheit kundzutun. Und wir hoffen für ihre Hidayah.

Und von den Früchten dieses Imans sind …

Die Kenntnis einiger großzügiger Gaben Allahs an Seine Geschöpfe und der Dank an Ihn dafür. Und zu den größten Gaben zählt Seine Barmherzigkeit ihnen gegenüber, dass Er ihnen Seine Gesandten schickte, auf dass diese sie zum Sabil urRishaad (zum rechten Weg) leiten und ihnen jene Sache bekanntgeben, die sie zu alJannah bringen wird und sie von der Qual des Feuers erretten wird.

Davon ist auch die Liebe für die Gesandten und das Senden von Lob, Segen und Frieden auf sie. Und der Dua‘ für sie dafür, was ihnen an Schaden von ihren Völkern angetan wurde und wie sie die ihnen aufgebürgten Erschwernisse mit Sabr (Geduld und Festhalten am richtigen Standpunkt) ertrugen.

Und wir nehmen sie uns darin als Vorbilder und folgen ihnen in ihrem Weg und ihrer Sunnah. Auch ihre Siirah (Lebensgeschichten, Biografien, Erlebnisse) und ihre Da`wah zu Allah sind uns vorbildhafte Beispiele.

Die Familie des Propheten (ـ )

Und wir lieben, mit der Liebe des Gesandten Allahs (ـ ) die Reinen (wörtl. die Gereinigten) von seinen Aalu Bait (Leute des Hauses, Familienmitglieder, Verwandte) wie auch seine Gefährten, Getreuen und Unterstützer bis zum Tag der Abrechnung. Wir verbünden uns mit ihnen und erklären niemandem von ihnen unsere Lossagung. Vielmehr hassen wir diejenigen, die sie hassen und in schlechter Weise von ihnen sprechen. Wir finden nichts anderes als vorzügliche Worte für sie. Die Liebe ihnen gegenüber bedeutet für uns Din, Iman und Ihsan. Sie bringt uns näher zu Allah, dem Erhabenen.

Wir unterscheiden uns von den Ahl ulBid’a (die sie beschimpfen), indem wir für sie nur gute Gefühle empfinden und schöne Worte verwenden. So ermüden wir nicht im Dua’ mit Allahs Worten:

{ﻢﻴ ﺣﺭ ﻑﻭﺅ

ﺭ ﻚ ﻧﹺﺇ ﺎﻨﺑﺭ ﺍﻮﻨﻣﺁ ﻦﻳ ﺬﱠﻠﻟ ﻼ ﻏ ﺎﻨﹺﺑﻮﹸﻠﹸﻗ ﻲﻓ ﻞﹾ ﻌﺠﺗ ﻻﻭ ﻥﺎ ﳝﻹﺎﹺﺑ ﺎﻧﻮﹸﻘﺒﺳ ﻦﻳ ﺬﱠﻟﺍ ﺎﻨﹺﻧﺍﻮﺧﻹﻭ ﺎﻨﹶﻟ ﺮﻔﹾﻏﺍ ﺎﻨﺑﺭ} [10 :ﺮﺸﳊﺍ]

59:10. … „Unser Herr! Vergib uns und unseren Brüdern, die uns im Iman vorangingen, und lasse in unseren Herzen keinen Groll sein für die Leute des Imans. Unser Herr! Gewiss bist Du gütig und gnädig.“

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Und wir erklären vor Allah unsere Lossagung vom Weg der Rawaafid (Schiiten), die die Gefährten des Propheten (ـ ) hassen und beschimpfen. So auch vor dem Weg der Nawaasib, die den Aalu Bait feindschaftlich gesinnt sind.

Und wir sprechen Ali, Fatimah, alHassan, alHussein und den anderen der Aalu Bait all ihre Rechte zu, also lieben wir sie und gehen nicht in Extreme.

Bewahre das Recht der Leute des Haus’ Und erkenne Ali in ganz seiner Ehre So kürze ihm nicht und mehre ihm nicht Spüren doch zweierlei Gruppen das Feuer Die eine, die ihn als Führer verkannte Die and’re, die ihn als Gottheit verehrt (14)

Und gleichzeitig sagen wir, wie der Prophet (ـ ) gesagt hat:

durch seine Abstammung nicht schneller (also sie hilft ihm nichts).(15)

„… Wer durch seine Tat langsamer wird, wird

Also sagen wir uns von all denjenigen los, die Kuffar werden und Gesetze erfinden oder Riddah begehen (vom Islam abfallen) und vom rechten Weg abrutschen, ganz gleich zu welcher Sippe (Stamm, Gruppe, Angehörigkeit, Verwandschaft) sie gehören.

Die Auseinandersetzung der Sahabah

Und wir halten uns zurück in Beziehung darauf, was zwischen den Gefährten des Propheten (ـ ) vorgefallen ist (zwischen Mu’awia ر und Ali ر). So fand jede Seite mit ihrem Ijtihaad (islamische Urteilsfindung) entweder

das falsche Urteil und

Belohnungen von Allah. (16)

bekam eine Belohnung von Allah oder das richtige Urteil und bekam zwei

Sprich gutes über Ahmads Gefährten Lobe sie alle, Familie und Frauen Lasse die Ungunst, in die manche fielen Schwerter am Tage, als zwei Gruppen sich trafen Von Ihnen sind Getötete - und Tötende ebenso Und Gnade für beide am Tag des Gerichts (17)

Dennoch wissen wir, dass sie nicht Ma’suum (fehlerfrei, unfehlbar, sündenfrei) sind, sondern sie sind, wie es der Prophet (ـ ) uns gesagt hat „die beste Generation“ und eine Hand voll von ihrer Spende (für Allah), ist besser als die Spende von Gold gleichend dem Berg von Uhud, von jemandem der Generationen nach ihnen.

Und wir lieben die Unterstützer des Dins aus jeder Zeitepoche bis die Stunde (der Auferstehung) eingeleitet wird. Die (uns) Nahen von ihnen und die Fernen. Die wir von ihnen kennen und die wir nicht kennen, denn das macht keinen Unterschied (wörtl. „es schadet ihnen nicht“).

Wir sagen uns weder von einem von ihnen los, noch feinden wir jemanden von ihnen an, noch behandeln wir sie wie Nichtmuslime. Vielmehr stehen wir zu ihnen, machen für sie Dua’, helfen ihnen und bemühen uns, dass wir selbst auch zu ihnen gehören.

(14) Frei übersetzt von der Nuniyyah von alQahtaani (15) Überliefert von Muslim, Ahmad, Tirmidhi, ibn Majah und Daarimi (16) Entsprechend dem Hadith in Bukhari (17) Frei übersetzt von der Nuniyyah von alQahtaani

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

AlYaum ulAakhir (der letzte Tag)

Das Grab

Wir haben Iman an die Prüfung des Grabes, an dessen Belohnung für die Mu’minuun und an dessen Bestrafung (wörtl. Qual) für diejenigen, die sie verdienen. Genau so, wie uns dieses Wissen vom Gesandten Allahs (ـ ) mutawaatir (über zahlreiche Überlieferungsketten) erreicht hat. Also kümmern wir uns nicht um die falschen Auslegungen der Ahl ulBid’a und der Erhabene sagt darüber:

[46 :ﺮﻓﺎﻏ] {ﺏﺍﹶﹺ

ﺬﻌﻟﺍ ﺪ ﺷﹶﺃ ﻥﹶ ﻮﻋﺮﻓ ﻝﺁ ﺍﻮﹸﻠﺧﺩﹶﺃ ﺔﹸﻋﺎﺴﻟﺍ ﻡﻮﹸ ﻘﺗ ﻡﻮ ﻳﻭ ﺎﹰﻴﺸﻋﻭ ﺍﹰﻭﺪﹸﻏ ﺎﻬﻴﹶﻠﻋ ﻥﻮﹶ ﺿﺮﻌﻳ ﺭﺎ ﻨﻟﺍ}

40:46. Sie werden (im Grab und in der Hölle) morgens und abends dem Feuer ausgesetzt sein und an dem Tag, wenn die Stunde anbricht (wird gesagt): „Lasst Pharaos Leute zur qualvollsten Strafe eintreten.“

Und Zaid bin Thaabit berichtet vom Propheten (ـ ), dass er sagte: „ … würde ich nicht fürchten, dass ihr euch nicht mehr begraben lassen würdet, so hätte ich Allah gebeten, euch von der Bestrafung des Grabes, von der ich selbst höre, hören zu lassen“, dann wandte er sein Gesicht zu uns und sagte: „sucht Schutz bei Allah vor der Bestrafung des Grabes …– Hadith aus Sahih Muslim.

Und wie es im langen Hadith von Bara’ bin ’Aazib heißt, den Imam Ahmad und Abu Dawud überliefern, dass der Prophet (ـ ) über den Mu’min, der bereits den beiden Engeln in seinem Grab geantwortet hat, sagte: so ruft ein Rufer vom Himmel: Wahrlich, mein Diener sprach die Wahrheit, also breitet ihm (einen Platz) in alJannah aus und kleidet ihn von alJannah und öffnet ihm ein Tor zu alJannah. Also erreicht ihn etwas vom Geist und Geruch von alJannah und sein Grab wird ihm so weit gemacht, so weit seine Sicht reicht.

Die Fragen im Grab

Und die Prüfung des Grabes ist die Befragung des Dieners darin, die Munkar und Nakir (Namen zweier Engel) durchführen. Sie fragen über seinen Herrn, seinen Din und seinen Propheten, also stützt Allah denjenigen, der Iman hat, mit beständigen Worten (als Antwort) …

ﺓﺮﺧﻵﺍ ﰲﻭ ﺎﻴﻧﺪﻟﺍ ﺓﺎﻴﳊﺍ ﰲ ﺖﺑﺎﺜﻟﺍ ﻝﻮﻘﻟﺎﺑ ﺎﻨﺘﺒﺛ ﻪﻠﻫﺃﻭ ﻡﻼﺳﻹﺍ ﱄﻭ ﺎﻳ ﻢﻬﻠﻟﺍ

Und was den Kafir angeht, so antwortet er mit „Wie!?“, „Was!?“, „Ich weiß nicht“. Und der Munafiq (18) und derjenige, der im Din blind der Masse (der Menschen) gefolgt ist, sagt: „Ich weiß nicht, ich habe die Leute etwas sagen hören und habe es auch gesagt“.

Und die Umstände des Barzakh (19) gehören zu den Angelegenheiten des Ghaib (Ungesehenes, Unbekanntes), die nur die Verstorbenen verstehen. Also ist es nicht möglich, sie im Leben dieser Welt mit den Sinnen zu begreifen. So gehört der Iman daran (an den Barzakh) zu den Dingen, die den Mu’min vom Leugner unterscheiden, da der Mu’min Iman an den Ghaib hat.

Prophezeihungen für die Stunde

Und wir haben Iman an die Zeichen für die Stunde (also an die Vorhersagungen der Geschehnisse davor), die uns Allah der Erhabene in Seinem Buch, und die uns Sein Prophet (ـ ) in seiner Sunnah berichtet haben. Ebenso an das Auftauchen des Dajjal (20) als Person (wörtl. „in Wirklichkeit“), und wir kümmern uns nicht um die falschen Auslegungen der Ahl ulBid’a, auch wenn wir daran glauben, dass allgemeine Formen

(18) Heuchler, der im Leben den Islam vorgibt, aber kein Muslim ist (19) Der Platz bzw. Zustand zwischen diesem Leben und dem Leben nach dem Tod (20) Der Dajjal ist ein mächtiges und monströses Wesen in Menschengestalt, das die Muslime jagen wird bis ’Isa ibn Maryam kommt und ihn tötet.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

seiner Fitnah (Unruhestiftung bzw. Prüfung) zu jeder Zeit existieren, bis die Zeit seines tatsächlichen Auftauchens erreicht ist. Und wir haben Iman an die Herabsendung von ‘Isa ibnu Maryam ), der Dajjal töten wird. Und wir haben Iman an den Sonnenaufgang vom Westen, an die Erscheinung eines (sprechenden) Tieres auf der Erde und an alles andere, was Allah der Erhabene und sein Prophet (ـ ) uns kundgegeben haben.

Die Abrechnung

Und wir haben Iman an die Wiederauferstehung nach dem Tod, den Lohn für die Taten am Tage der Auferstehung, alArdu (die Vorlegung der Taten), die Abrechnung, die Verlesung der Schriften und an die Waagschale (für die Taten). Es sagt der Erhabene:

[16 :ﻥﻮﻨﻣﺆﳌﺍ] {ﻥﻮﹸﹶ ﺜﻌﺒﺗ ﺔﻣﺎﻴﻘﻟﺍ ﻡﻮﻳ ﻢﹸ ﻜﻧﹺﺇ ﻢﹸ ﺛ}

23:16. Dann werdet ihr gewiss am Tage der Auferstehung erweckt werden.

So stehen die Menschen für den Herrn der Welten, barfüßig, nackt und mit unbeschnittenen Vorhäuten. Der Erhabene sagt:

[104 :ﺀﺎﻴﺒﻧﻷﺍ] {ﲔ ﻠﻋﺎﹶﻓ ﺎﻨﹸﻛ ﺎﻧﹺﺇ ﺎﻨﻴﹶﻠﻋ ﺍﹰﺪﻋﻭ ﻩﺪﻴﻌﻧ ﻖﹾﹴ ﻠﺧ ﻝﹶ ﻭﺃﹶ ﺎﻧﹾﺃﺪﺑ ﺎﻤﹶﻛ}

21:104 … Wie Wir sie anfangs erschaffen haben, werden wir sie zurückbringen. Bindend für Uns ist das Versprechen, wahrlich werden wir es erfüllen.

Und es sagt der Erhabene:

{ﲔﹺ ﺒﺳﺎﺣ ﺎﻨﹺﺑ ﻰﹶﻔﹶﻛﻭ ﺎﻬﹺﺑ ﺎﻨﻴﺗﹶﺃ ﻝﹴ ﺩﺮﺧ ﻦ ﻣ ﺔﺒﺣ ﻝﺎﹶﹶ ﻘﹾﺜﻣ ﻥﺎﹶﹶ ﻛ ﻥﹺﺇﻭ ﺎﹶﹰﺌﻴﺷ ﺲﹾ ﻔﻧ ﻢﹶ ﻠﹾﻈﺗ ﻼﹶﻓ ﺔﻣﺎﻴﻘﻟﺍ ﻡﹺ ﻮﻴﻟ ﻂﹶ ﺴﻘﻟﺍ ﻦ ﻳﹺﺯﺍﻮﹶﳌﺍ ﻊ ﻀﻧﻭ} [47 :ﺀﺎﻴﺒﻧﻷﺍ]

21:47. Und Wir stellen die Waagen der Gerechtigkeit am Tag der Auferstehung auf. Dann wird keiner Seele etwas an Unrecht zugefügt. Und würde es (das Vollbrachte) das Gewicht eines Senfkorns haben, würden Wir es berücksichtigen. Und Wir genügen als Abrechner.

Der Teich

Und wir haben Iman an den Haud (Teich, Wasserbecken, Wasserstelle) unseres Propheten Muhammad (ـ ), und dass jenes Wasser weißer als Milch und süßer als Honig ist, und seine Trinkgefäße der Anzahl der Sterne im Himmel entsprechen. Seine Länge entspricht der Reise eines Monats und seine Breite ebenso. Wer davon trinkt, verspürt danach nie wieder Durst.

ﻪﻨﻣ ﺎﻨﻣﺮﲢ ﻻ ﻪﻠﻫﺃﻭ ﻡﻼﺳﻹﺍ ﱄﻭ ﺎﻳ ﻢﻬﻠﻟﺍ

Und wahrlich werden sich (gewisse) Gruppen aus der Ummah Muhammads (ـ ) um den Haud bemühen, doch wird es ihnen verboten, ihn zu erreichen. Dies an einem Tag, an dem die Sonne sich bis zu den Köpfen der Diener herabsenken und der Schweiß der Menschen ihren Taten entsprechen wird. So sind unter ihnen welche, denen er bis zu ihren Knöcheln reicht, und welche, denen er bis zu ihren Knien reicht, und welche, denen er bis zu ihren Hälsen reicht, und welche, die vollständig in ihrem Schweiß eingetaucht sind.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Unter denjenigen, die sich um den Haud bemühen und ihnen verboten wird, ihn zu erreichen, sind die Helfer der ungerechten (gewaltsamen, unterdrückenden) Führer. Jene, die diese aufsuchten und sie in ihren Lügen bestätigten und sie in ihrem Dhulm (Unrecht, Unterdrückung) unterstützten. So werden sich auch diejenigen darum bemühen, die in Allahs Din Veränderungen („Austauschungen“) oder Neuerungen einbringen wollten. An diesem Tage sagt der Prophet (ـ ): „Verschwindet! Verschwindet, oh ihr, die ihr nach mir (die Dinge des Islam) verändertet!– überliefert in Bukhari und Muslim.

Die Brücke

Und wir haben Iman an asSiraat alMansuub (der errichtete Weg) über dem Höllenfeuer, der die Brücke zwischen alJannah und dem Feuer bildet. Die Menschen überqueren sie entsprechend ihrer Taten, so sind unter ihnen welche, die sie wie in einem Wimpernschlag überqueren, andere überqueren sie wie ein Blitz, andere wie der Reiter eines Rennpferdes, andere wie der Reiter eines Kamels. Unter ihnen sind welche, die sie rennend überqueren, andere gehen, andere kriechen, und unter ihnen sind welche, die geschnappt und in die Hölle geworfen werden. Desweiteren gibt es Hunde auf der Brücke, die die Menschen entsprechend ihrer Taten schnappen, wer also den Weg überqueren kann, betritt alJannah und wird erlöst.

ﺭﺎﻨﻟﺍ ﻦﻣ ﺎﻨﳒ ﻪﻠﻫﺃﻭ ﻡﻼﺳﻹﺍ ﱄﻭ ﺎﻳ ﻢﻬﻠﻟﺍ

Nach der Überquerung kommen sie vor eine Gewölbebrücke (Wölbung, Bogen, Steinbrücke) zwischen alJannah und dem Feuer, damit die gegenseitige Vergeltung durchgeführt wird. Nachdem sie sich gereinigt haben und sauber sind, wird ihnen der Eintritt in alJannah erlaubt.

Der erste, der die Tür von alJannah öffnen lässt, ist Muhammad (ـ ) und das erste Volk, das alJannah betritt, ist seine Ummah.

Die Paradiesgärten und das Feuer

Wir haben Iman an alJannah und an anNaar (das Höllenfeuer), und dass die beiden Makhluuq (Erschaffenes) sind. Sie gehen niemals zu Ende, abgesehen vom vorbestimmten Ende des Feuers für die Muwahhidun (Tauhid-Praktizierende, Muslime). Und Allah hat Leute für beides erschaffen, so werden diejenigen der Leute mit Allahs Fadl (Vorzug, Gabe, Erbarmung) in alJannah eintreten, von denen Allah es so will. Und diejenigen von ihnen, von denen Allah es so will, werden durch Seine Gerechtigkeit im Feuer landen.

AlJannah ist der Ort der Vorzüglichkeiten, den Allah der Erhabene den Mu’minin versprochen hat, am Sitz der Wahrhaftigkeit beim allmächtigen König.

Darin sind verschiedene Arten ewiger Gnaden (Belohnungen, Vorzüglichkeiten), die kein Auge zuvor gesehen, kein Ohr gehört und die sich noch nie ein Menschenherz zuvor vorgestellt hat, so sagt der Erhabene:

[17 :ﺓﺪﺠﺴﻟﺍ] {ﻥﻮﹸﹶ ﻠﻤﻌﻳ ﺍﻮﻧﺎﹶﻛ ﺎﻤﹺﺑ ﺀﺍً ﺰﺟ ﻦﹴ ﻴﻋﹶﺃ ﺓﺮﹸﻗ ﻦﻣ ﻢ ﻬﹶﻟ ﻲ ﻔﺧﹸﺃ ﺎﻣ ﺲﹾ ﻔﻧ ﻢﹶ ﻠﻌﺗ ﻼﹶﻓ}

32:17. Doch niemand weiß, welche Augenweide für sie als Belohnung dafür verborgen ist, was sie zu tun pflegten.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Bewohner der Hölle

Und anNaar ist der Ort der Qual, den Allah grundsätzlich den Kuffar (Nichtmuslime) versprochen hat, so sagt der Erhabene:

[131 :ﻥﺍﺮﻤﻋ ﻝﺁ] {ﻦﻳﹺ ﺮﻓﺎﹶﻜﻠﻟ ﺕ ﺪﻋﹸﺃ ﱵﱠﻟﺍ ﺭﺎ ﻨﻟﺍ ﺍﻮﹸﻘﺗﺍﻭ}

3:131. Und fürchtet anNaar, das für die Kafiruun vorbereitet wurde!

Und sündhafte Muslime werden es betreten, doch ist dieser Platz nicht (insbesondere) für sie geschaffen. Deshalb werden sie, nachdem sie es betreten haben, nicht ewig darin verweilen. Sondern sie werden entsprechend ihrer Sünden bestraft und anschließend wird alJannah ihr Endziel, der Ort der Mu’minuun.

Die Arten der Shafa’ah

Und wir haben Iman an die Shafa’ah (Vermittlung, Fürsprache), die Allah der Erhabene Seinem Propheten Muhammad (ـ ) erlauben wird. So gibt es am Tage der Auferstehung drei Arten der Shafa’ah:

ist die allgemeine Shafa’ah für alle, vor Allah stehenden Menschen, damit Allah zwischen ihnen

richtet (21) . Nachdem sie von den Propheten Adam, Nuh, Ibrahim, Musa und ’Isa abgewiesen werden,

Die erste

kommen sie schließlich zu unserem Propheten (ـ ).

Die zweite ist die Shafa’ah für die Leute von alJannah, damit sie in alJannah eintreten dürfen. Diese beiden Arten der Shafa’ah betreffen im speziellen ihn (unseren Propheten ـ ). (22)

Die dritte ist die Shafa’ah für diejenigen der Muwahhidun (Muslime), die das Feuer verdienen (aufgrund von Sünden). Durch sie werden sie aus dem Feuer herausgeholt oder sie kommen gar nicht erst hinein.

Zu denjenigen, denen die Shafa’ah (für andere) erlaubt wird gehören er (Muhammad ـ ), die anderen Propheten, die Wahrhaftigen, die Shuhadaa’ (Märtyrer) und alle weiteren, denen Allahs Erlaubnis zuteil wird.

Also es wird asShafa’ah eingelegt für diejenigen, die eigentlich das Feuer verdienen, damit sie nicht hineinkommen. Ebenso für diejenigen, die schon darin sind, damit sie hinauskommen können.

Und Allah der Erhabene nimmt Gruppen (wörtl. Völker) aus dem Feuer heraus, ohne dass für sie Shafa’ah eingelegt wurde, dies nur mit Seiner Gnade und Seiner Barmherzigkeit, gepriesen sei Er. Sodann verbleibt noch Platz in alJannah, also erschafft Allah dafür Leute (wörtl. Völker) und lässt sie eintreten.

Und der Iman an alShafa’ah ist eine schöne Unterscheidung, mit der wir den Khawarij widersprechen, die Muslime mit großen Sünden als ewige Bewohner der Hölle aburteilen.

Die Möglichkeit, Allah zu sehen

Und wir haben Iman an arRu’yah (Sehvermögen, die Fähigkeit zu sehen) für die Mu’minuun, nämlich dass sie ihren Herrn am Tage der Auferstehung in alJannah sehen können, so wie der Erhabene sagt:

[23 - 22 :ﺔﻣﺎﻴﻘﻟﺍ] {ﺓﹲﺮﻇﺎﻧ ﺎﻬﺑﺭ ﻰﹶﻟﹺﺇ * ﺓﹲﺮﺿﺎﻧ ﺬﺌ ﻣﻮﻳ ﻩﻮ ﺟﻭ}

75:22–23. An jenem Tag wird es strahlende Gesichter geben, * die zu ihrem Herrn schauen.

(21) Das Warten und die Hitze sind für sie eine Qual und sie bitten darum, gerichtet zu werden, selbst wenn sie dafür in die Hölle kommen. (22) Und es betrifft ihn (ـ ) im speziellen auch die Shafa’ah für die Erleichterung der Bestrafung seines Onkels Abu Talib, wie es im Hadith bestätigt ist.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Und wie uns auch zahlreiche Überlieferungen (Bukhari etc.) von Allahs Gesandten (ـ ) erreicht haben, dass die Mu’minuun ihren Herrn am Tage der Auferstehung so (klar und deutlich) sehen werden wie sie nachts den Vollmond sehen, ohne dass sie durch Seine Ru’yah Schaden erleiden. Und wir vergleichen unseren Herrn mit nichts von Seiner Schöpfung (also auch nicht mit dem Vollmond), denn die Anähnelung hier ist nichts weiter als die Verdeutlichung der Ru’yah mit einem deutlichen und bekannten Beispiel, doch ohne Vergleich der darin Beteiligten.

Wer also dieses Sehen und den Iman daran leugnet, gibt dadurch seine Zustimmung, dass ihm diese Wohltat am Tage der Vermehrung (der Taten) verwehrt wird. Und gleichzeitig, (sagen wir) über den Gepriesenen:

[103 :ﻡﺎﻌﻧﻷﺍ] {ﺭﺎ ﺼﺑَﻷﺍ ﻙﹺ ﺭﺪﻳ ﻮ ﻫﻭ ﺭﺎ ﺼﺑَﻷﺍ ﻪﹸﻛﹺﺭﺪﺗ ﻻ}

6:103. Das Sehvermögen erfasst Ihn nicht, doch Er erfasst das Sehvermögen. …

Und wir bestätigen vom Sehen Allahs nur das, was Allah (ـﺳ) bestätigt hat, und was Sein Prophet

Muhammad (ـﺻ) von der Ru’yah Allahs für die Mu’minuun bestätigt hat. Das Sehen und die Ru’yah schließen kein „Begreifen“ ein. „Also mache Halt an den Grenzen Allahs und trage den Texten des Wahii (Eingebung von Allah, Qur’an) keine Bedeutungen auf, die sie nicht haben, verwerfe und verleugne davon nichts, sonst stürzt du dich ins Verderben!“

Und von den Wirkungen des Imans daran sind …

Eifrige Taten für die Erlangung dessen, was Allah der Erhabene den Mu’minuun versprochen hat, Ebenso für die Errettung davor, was Allah den Ungehorsamen und den Kafiruun (Nichtmuslime, Leute die Kufr treiben) versprochen hat.

Schutz vor Verzweiflung, wenn dem Mu’min etwas von den (schlechten) Dingen der Dunya widerfährt. Sowie davor, was ihn wegen seines Imans, seiner Da’wah und seines Jihads (Anstrengung, Kampf auf dem Weg Allahs) an Schädigungen, Prüfungen und an Problemen treffen, für die er sich in der Aakhirah Entlohnung, Gnade und Ausgleich und darüber hinaus eine Vielzahl von Früchten (Belohnungen) erhofft. Also ist der Iman nicht so, wie viele Menschen es sich ausrechnen, nämlich als Angelegenheiten, die auf Wissen aufgebaut sind und Informationen. Nein, denn Iman ist Bestätigung und Aussage einschließlich der darauf aufbauenden Handlungen.

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

AlQadar (das Schicksal)

Das Verständnis des Schicksals

Und wir haben Iman an den Qadar (Schicksal, Schicksalsgebung, Vorbestimmung), an das gute (Ergebnis) und das schlechte (Ergebnis) davon. Und dass Allah Seine Schöpfung erschuf, und für sie ihre Schicksale und Zeiten (Lebzeiten) bestimmte. Und Er wusste, was sie tun würden, schon bevor Er sie erschaffen hatte, so wusste Er, was gewesen war und was sein würde, was nicht sein würde und wenn es wäre, wie es dann wäre.

Er zeigte ihnen die zwei Wege (den guten und den schlechten) und befahl ihnen den Gehorsam Ihm gegenüber und verbat ihnen die Sündhaftigkeit Ihm gegenüber, so läuft alles entsprechend Seinem Taqdiir (Vorbestimmung, Schicksalsschreibung, Entscheidung) und Seinem Willen.

Und Sein Wille ist es, der durchgeführt wird, nicht der Wille der Diener, außer was Allah will (erlaubt). So wird das, was Er für sie will, zur Wirklichkeit, und was er nicht will, wird es nicht. Er leitet recht und errettet und erlöst durch Seine Gnade wen Er will. Auch lässt Er irregehen und verkümmern und verlässt aufgrund Seiner Gerechtigkeit wen Er will. Jeder Seiner Diener schwankt entsprechend Seinem Willen zwischen Seiner Gnade und Seiner Gerechtigkeit. Es gibt niemanden, der Seine Bestimmung verhindern kann, niemanden, der Seinen Befehl bewertet und niemanden, der über Seinem Befehl steht.

Nichts für die Diener ist Ihm eine Pflicht Doch nie macht Er ihrer Mühen sie ledig Straft Er sie, so ist er gerecht, belohnt er So ist er erbarmend, gütig und gnädig

Das Gute und das Schlechte ist beides den Dienern vorbestimmt und Allah belastet Seine Diener nicht mit mehr, als sie (er)tragen können. Wa laa Haula (und keine Macht) wa laa Quwwata (und keine Stärke) illa billah (außer mit Allah). Also gibt es auch keinen Trick und keine Möglichkeit, dass irgendjemand von einer Sünde ablässt ohne die Unterstützung Allahs. Und niemand hat die Macht, in den Gehorsam Allahs zu treten und darauf zu beharren, außer mit dem Taufiq (Erlaubnis, Ermöglichung, Erfolgsverleihung, Befähigung) Allahs.

Und so wie die, durch gewisse Ursachen hervorgerufenen Geschehnisse zu Allahs abgeschlossener Vorbestimmung gehören, so sind auch ihre Ursachen von Allahs abgeschlossener Vorbestimmung.

Der Iman an alQadar hat zwei Stufen und jede Stufe setzt sich aus zwei Teilen zusammen.

Die erste Stufe des Imans an alQadar

So ist die erste Stufe der Iman daran, dass Allah weiß, was die Geschöpfe tun. Sein Wissen über jeden einzelnen der Geschöpfe, kommt ihrer Existenz zuvor, also hat Er den Taqdiir als (Seinen) Hukm vorbestimmt, so sagt der Erhabene:

{ﻦﹴ ﻴﹺﺒﻣ ﺏﺎﹴ

ﺘﻛ ﻲﻓ ﻻﹺﱠ ﺇ ﺮ ﺒﹾﻛﹶﺃ ﻻﻭ ﻚ ﻟﹶﺫ ﻦ ﻣ ﺮ ﻐﺻﹶﺃ ﻻﻭ ﺀﺎِ ﻤﺴﻟﺍ ﻲﻓ ﻻﻭ ﺽﹺ ﺭَﻷﺍ ﻲﻓ ﺓﺭﹶﺫ ﻝﺎﹺ ﻘﹾﹶ ﺜﻣ ﻦ ﻣ ﻚ ﺑﺭ ﻦ ﻋ ﺏ ﺰﻌﻳ ﺎﻣﻭ} [61 :ﺲﻧﻮﻳ]

10:61. … Und deinem Herrn bleibt nichts verborgen, weder das Gewicht eines Staubkorns auf Erden noch im Himmel, noch etwas Kleineres als dies, noch etwas Größeres, ohne dass dies in einer deutlichen Schrift festgeschrieben ist.

Und der Erhabene sagt:

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

[2 :ﻥﺎﻗﺮﻔﻟﺍ] {ﺍﺮﻳﹰ ﺪﹾﻘﺗ ﻩﺭﺪﹶﻘﹶﻓ ﺀﻲٍ ﺷ ﻞﹸﱠ ﻛ ﻖﹶ ﻠﺧﻭ}

25:2. … Und Er erschuf alles und bestimmte es sehr genau vor.

Und Er sagt:

33:38. … Und Allahs Befehl ist ein festgelegter Qadar.

[38 :ﺏﺍﺰﺣﻷﺍ] {ﺍﹰﺭﻭﺪﹾﻘﻣ ﺍﹰﺭﺪﹶﻗ ﷲﺍِ

ﺮ ﻣﹶﺃ ﻥﺎﹶﹶ ﻛﻭ}

Sodann wurde es im Lauh ulMahfuudh (die wohlverwahrte Tafel, siehe Tafsir 85:22) geschrieben, welches die Schicksale der Schöpfung sicherstellt.

Von ’Ubadah bin asSaamit () wird überliefert, dass er sagte: „Oh mein Sohn, Du wirst die Wahrheit des Imans sicherlich nicht finden, bis Dir klar ist, dass Dich nur das befallen kann, was für Dich bestimmt war, und Dich niemals befallen kann, was nicht für Dich bestimmt war. Ich hörte den Gesandten Allahs (ـﺻ) sagen: „Wahrlich das erste, das Allah erschuf, war der Stift, so sagte Er zu ihm: ‚Schreibe!’. Er sagte: ‚Was soll ich schreiben, oh Herr?’. Er sagte: ‚Schreibe die Schicksale von allem (und jedem) bis zur Stunde (der Abrechnung).“ Oh mein Sohn, wahrlich hörte ich den Gesandten Allahs (ـﺻ) sagen: „Wer (mit dem Iman) an etwas anderem stirbt, der gehört nicht zu mir“. (23) Es sagt der Erhabene:

[70 :ﺞﳊﺍ] {ﲑِ ﺴﻳ ﷲﺍِ

ﻰﹶﻠﻋ ﻚ ﻟﹶﺫ ﻥﹺﱠ ﺇ ﺏﺎﹴ

ﺘﻛ ﻲﻓ ﻚ ﻟﹶﺫ ﻥﹺﱠ ﺇ ﺽﹺ ﺭﻷﺍﻭ ﺀﺎﻤِ

ﺴﻟﺍ ﻲﻓ ﺎﻣ ﻢﹶ ﻠﻌﻳ ﷲﺍَ

ﻥﹶﱠ ﺃ ﻢﹶ ﻠﻌﺗ ﻢﹶ ﻟﹶﺃ}

22:70. Weißt du etwa nicht, dass Allah alles kennt, was im Himmel und auf Erden ist? Gewiss, dies ist in einer Schrift. Gewiss, dies ist für Allah leicht!

Und dieser Taqdiir ist in gewissen Bereichen allgemein und in anderen spezifisch. So hat Er in alLauh ulMahfuudh geschrieben, was Er will. Und wenn Er das Kind im Mutterleib erschafft, so sendet Er ihm noch vor der Einhauchung der Seele einen Engel, dem die Niederschreibung von vier Worten (Vorbestimmungen) anbefohlen ist, nämlich seinem Rizq (Versorgung), seiner Lebenszeit, seinen Taten und ob er armselig oder glücklich wird.

Selbst wenn die gesamte Schöpfung sich gegen eine Sache vereinte, die Allah der Erhabene als Bestimmung festgeschrieben hat, so hätten sie keine Macht, sie zu ändern. Und wenn sie sich allesamt vereinigten, eine Sache geschehen zu machen, die Allah nicht als Geschehnis festgeschrieben hat, so hätten sie keine Macht dazu. Der Stift ist trocken und alles, was bis zum Tage der Auferstehung sein wird, ist bereits festgeschrieben.

Und was den Diener verfehlt, war nicht für ihn bestimmt, und was für ihn bestimmt ist, verfehlt ihn nicht.

Die zweite Stufe des Imans an alQadar

Die zweite Stufe ist der Iman an den durchgeführten Willen Allahs, an Seine allumfassende Macht und daran, dass Sein Wille geschieht und sein Nichtwille nicht geschieht. Und der Iman daran, dass jede Bewegung und jeder Stillstand in den Himmeln und auf Erden nur mit dem Willen des Gepriesenen, des Erhabenen geschieht, und das nichts unter Seiner Herrschaft ist (und sein kann), außer was Er will.

Und gleichzeitig hat Er den Dienern den Gehorsam Ihm und Seinen Gesandten (ـﺻ) gegenüber befohlen und ihnen die Sünde Ihm gegenüber verboten. Und Er der Gepriesene liebt die Muttaquun (die Gottesfürchtigen), Muhsanuun (die Wohltätigen) und Muqsituun (die Gerechten) und Er ist zufrieden mit

(23) Überliefert von Ahmad, Abu Dawud, hier im Wortlaut von Abu Dawud

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

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denjenigen, die den Iman verwirklichen und gutes tun. Er liebt nicht die Kafiruun und ist nicht zufrieden mit den Fasiquun (Frevler, Sünder). Er befiehlt keine Schlechtigkeiten, Er ist nicht mit dem Kufr für Seine Diener zufrieden und Er liebt nicht den Fasaad (Unheilstiftung).

So hat Er der Gepriesene zwei Willen, nämlich „Gesetzgebung und Befehl“ sowie „Bestimmung und Schöpfung“, wie der Gepriesene und Erhabene sagt:

[54 :ﻑﺍﺮﻋﻷﺍ] {ﺮ ﻣَﻷﺍﻭ ﻖﹾ ﻠﹶﳋﺍ ﻪﹶﻟ ﻻﹶﺃ}

Ja! Ihm alleine gehören die Schöpfung und der Befehl …

Der Wille

der

Gesetzgebung

ist

sein

legislativer

Befehl,

in

welchem

dem

Gepriesenen

gegenüber

Ungehorsam und Zuwiderhandlungen möglich sind (Bsp: Verbot von Diebstahl).

Und der Wille der Bestimmung, in dem es keine Änderung oder Verfälschung Seiner Entscheidung gibt. Ein Ungehorsam gegenüber Seinen universalen Bestimmungen ist nicht möglich (Bsp: Existenz von Paradies und Hölle).

So ist ersteres Allahs Sunnah (Methode, Vorgehen, Art) in der Gesetzgebung und im Befehl und letzteres ist Seine Sunnah in der Bestimmung und Entscheidung.

Die Taten der Diener sind von Allah geschaffen und werden von den Dienern durchgeführt. So sind die Diener reale Vollzieher (wörtl. Durchführer) der Taten, deren Erschaffer Allah ist. Zu den Dienern zählen (hier) der Mu’min wie auch der Kafir, der Rechtschaffene wie auch der Sünder, der Betende sowie der Fastende. Und die Diener besitzen den Taufiq (von Allah) zu ihren Taten und haben Vorsätze (also die Fähigkeit, zu beabsichtigen). Allah ist ihr Erschaffer sowie der Erschaffer ihrer Fähigkeiten und Vorsätze, so sagt der Erhabene:

37:96. Und Allah erschuf euch und das, was ihr tut.

Und es sagt der Erhabene:

[29 - 28 :ﺮﻳﻮﻜﺘﻟﺍ] {ﲔ ﻤﹶﻟﺎﻌﻟﺍ ﺏ ﺭ ﷲﺍُ

[96 :ﺖﻓﺎﺼﻟﺍ] {ﻥﻮﹸﹶ ﻠﻤﻌﺗ ﺎﻣﻭ ﻢﹸ ﻜﹶﻘﹶﻠﺧ ﷲﺍُ ﻭ}

ﺀﺎَ ﺸﻳ ﻥﹶﺃ ﻻﹺﱠ ﺇ ﻥﻭُﹶ ﺀﺎﺸﺗ ﺎﻣﻭ * ﻢﻴ ﻘﺘﺴﻳ ﻥﹶﹾ ﺃ ﻢﹸ ﻜﻨﻣ ﺀﺎَ ﺷ ﻦ ﻤﻟ}

81:28–29. Für denjenigen von euch, der den geraden Weg gehen will.* Und ihr könnt nur wollen, wenn Allah will, Der Herr der Welten.

Leugner der zweiten Stufe des Imans an alQadar

Im Allgemeinen verleugnen die Qadariyyah diese Stufe, und manche der Ahl ulIthbaat (Leute der Bestätigung) gehen in ein anderes Extrem, indem sie dem Diener jegliche Befähigung und Wahlmöglichkeit nehmen und Allahs Taten und Befehle von ihrer Weisheit und Vorteilhaftigkeit lossprechen.

So sind wir, was den Qadar betrifft, in der Mitte zwischen den Jabariyyah und den Qadariyyah. Also unsere Taten und Vorsätze sind zwar erschaffen (bereits festgeschrieben), doch der Mensch führt tatsächlich und der eigenen Wahl (Entscheidung) entsprechend seine Taten durch.

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Mehr brauchen wir nicht

Und das ist in Summe alles (an Wissen), was diejenigen von Allahs Unterstützern, deren Herzen Er erleuchtet hat, in dieser Frage brauchen.

Der Qadar ist grundsätzlich Allahs Geheimnis in Seiner Schöpfung, so hat Er die tieferen Kenntnisse davon vor Seinen Dienern geheimgehalten und ihnen eine Vertiefung darin verboten, so sagt Allah in Seinem Buch:

[23 :ﺀﺎﻴﺒﻧﻷﺍ] {ﻥﻮﹸﹶ ﻟﹶﺄﺴﻳ ﻢ ﻫﻭ ﻞﹸ ﻌﹾﻔﻳ ﺎﻤﻋ ﻞﹶﹸ ﺌﺴﻳ ﻻ}

21:23. Er wird über das was Er tut nicht gefragt, jedoch sie werden gefragt!

Die Frage nach dem „Warum“

Wer also fragt „Warum hat Er (eine gewisse Sache) getan?“, so weist er einen Hukm (Urteil) des Buches (des Qur’an) zurück. Und derjenige, der einen Hukm des Buches zurückweist, wird dadurch Kafir, verliert und scheitert.

Dem ist so, da das Wissen zweierlei ist. Erstens das Wissen, das Allah der Erhabene Seiner Schöpfung herabgesandt hat und es (uns) dadurch vorhanden ist. Und zweitens das Wissen, das Allah vor der Schöpfung verborgen hat und es (uns) dadurch fehlt.

Also ist es Kufr, das vorhandene Wissen zu leugnen und es ist Kufr, das verborgene Wissen (als gewusst) zu behaupten. Der Iman wird erst gültig, wenn man das vorhandene Wissen anerkennt und das verborgene Wissen lässt und es zu seinem Kenner, den Vergebenden, den Liebevollen zurückverweist.

Und von den Wirkungen des Imans an alQadar und seine Früchte sind …

Dass der Mu’min den Tawakkul (Vertrauen, Verlass) an Allah vervollständigt. Somit nimmt er sich keine Asbaab (Gründe und Mittel zum Ziel, die Allah erschafft) zu Herren und setzt keinen Tawakkul in sie. Vielmehr sondert er seinen Tawakkul einzig nur für Allah aus, denn alles ist entsprechend der Vorbestimmung Allahs, des Gepriesenen.

Und davon ist die Ruhe (Sorglosigkeit, Gelassenheit) im Herzen des Mu’min, sowie seine Abwendung von Sorgen und Schmerzen, die ihn durch Allahs Bestimmung befallen oder treffen. So trauert er nicht über den Verlust von etwas, das er liebt oder durch den Erhalt von etwas, das er verabscheut. Denn all dies ist durch den Qadar von Allah, dem Erhabenen, so trifft ihn nichts davon, was ihn verfehlen soll, und nichts verfehlt ihn von dem, was ihn treffen soll.

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Der Iman (Glaube, Überzeugung)

Definition des Imans

Iman bedeutet ‘Amal (Tat, Handlung), Qaul (Aussprache, Aussage) und Niyyah (Absicht, Vorhaben). Also ist

er die Überzeugung im Inneren, die Erklärung mit der Zunge und die Tat mit dem Körper

(24)

.

Die Überzeugung im Inneren, also die des Herzens, bedeutet dessen Aussage und Handlung. Die Aussage des Herzens ist dessen Kenntnis oder dessen Tat und Bestätigung. Zu den Taten des Herzens gehören die Zufriedenheit (mit dem Iman), die Unterwerfung (im Islam), die Liebe (für den Din), die Folgsamkeit (gegenüber Allah), das demütige Wohlgefallen (der Befehle Allahs) usw.

Die Aussage ist also im Herzen und auf der Zunge. Die Tat erfolgt im Herzen und mit dem Körper. Die Bestätigung (also der Iman) erfolgt im Herzen, auf der Zunge und mit dem Körper. (25)

Die Teilbereiche und das Steigen und Sinken

Der Iman steigt mit dem Gehorsam und sinkt mit dem Ungehorsam. Und er hat Teilbereiche, so wie uns der Ehrliche, dem geglaubt wird (ـ ) gesagt hat. Seine höchste Stufe ist laa ilaaha illa Allah und die geringste ist, eine schädliche Sache vom Weg zu beseitigen. Und der Iman hat viele Haltegriffe, von denen die festesten die Liebe für Allah und der Hass für Allah sind, so auch die Freundschaft für Allah und die Feindschaft für Allah (26) .

Die Grundlage des Imans

Zu den Teilbereichen gehört auch die Grundlage des Imans. Wenn diese verschwindet, so verschwindet der Iman (gänzlich) und wird nichtig. Wie etwa Teilbereiche des Tauhids – laa ilaaha illa Allah – oder das Gebet und sonstiges, wo der Gesetzgeber (Allah) die Beendigung und Nichtigmachung der Grundlage des Imans bei Zuwiderhandlung im Text erklärt hat.

Die Verpflichtungen des Imans

Und dazu gehören die Verpflichtungen des Imans, bei deren Verschwinden der befohlene Iman sinkt, So wie die Liebe für Allah, der Hass für Allah, dass man den Nachbarn vor der eigenen Schlechtigkeit verschont und sonstige Taten, deren Unterlasser sündhaft wird. Ähnlich dem ist auch die Verübung verbotener Dinge, wie Unzucht, Alkoholkonsum oder Diebstahl. Dadurch begeht man nicht Kufr und verliert auch nicht die Grundlage des Imans. Allerdings sinkt dadurch der befohlene Iman, sodass man nicht mehr jener Mu’min bleibt, dem das uneingeschränkte Versprechen (auf Belohnung) und Schutz vor der angedrohten Bestrafung zusteht.

Der höchste Iman

Zu den Teilbereichen des Imans gehört ebenfalls die Vervollständigung des empfohlenen Imans, wie die

. So auch andere

Beseitigung von etwas Schädlichem vom Weg und die gute Einhaltung der Verträge

Handlungen, die zum vervollständigten Iman gehören, der empfohlen ist. Also vermeidet man jede Sünde,

die ihn beeinträchtigt.

(27)

(24) Wörtlich steht in diesem Zusammenhang immer „Gliedmaßen“. (25) Wie es im Sahih Hadith heißt: “… und das Geschlechtsteil bestätigt es oder leugnet es“. (26) „für“ bedeutet in diesem Zusammenhang immer „um Seinen Willen“ oder „für Seine Zufriedenheit“. (27) Gemeint sind hier gut durchgeführte Handlungen, wie etwa entsprechend der Sunnah des Propheten (ـ ) durchgeführte Gebete oder seine Fürsorge für die alte Frau, über die ihn A'isha (ر) fragte und er antwortete: „Sie kam zu uns in der Zeit von Khadijah und die Treue gehört zum Iman“.

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Bedeutungen der „Ungültigkeitserklärung“

Wir stellen fest, dass der Iman eine Grundlage hat, ohne die er nicht korrekt sein kann. Es gibt für ihn eine befohlene und eine empfohlene Vervollständigung. Also tragen die Ungültigkeitserklärungen des Imans, die in den Gesetzestexten (Qur’an und Hadith) vorkommen, immer eine von zwei Bedeutungen. Entweder ist damit die Ungültigkeit der Grundlage des Imans gemeint, somit wird die Person, auf die das zutrifft, zu einem Kafir, wie in der Aussage des Erhabenen:

ﺍﻮﻤﱢﻠﺴﻳﻭ ﺖ ﻴﻀﹶﻗ ﺎﻤ ﻣ ﺎﹰﺟﺮﺣ ﻢﹺ ﻬِﺴﹸﻔﻧﹶﺃ ﻲﻓ ﺍﻭﺪﹺﺠﻳ ﻻ ﻢﹸ ﺛ ﻢ ﻬﻨﻴﺑ ﺮ ﺠﺷ ﺎﻤﻴﻓ ﻙﻮ

ﻤﱢﻜﺤﻳ ﻰﺘﺣ ﻥﻮﹶ ﻨﻣﺆﻳ ﻻﹶ ﻚ ﺑﺭﻭ ﻼﹶﹶ ﻓ}

[65 :ﺀﺎﺴﻨﻟﺍ] {ﺎﻤﻴﹰ ﻠﺴﺗ

4:65. Doch nein, bei deinem Herrn! Sie haben keinen Iman, bis sie dich über das urteilen lassen, was zwischen ihnen strittig ist, und dann keine Abneigung dem gegenüber empfinden, was du entschieden hast, und sich völlig fügen.

Oder es ist die Ungültigkeit des befohlenen Imans gemeint, also des Imans, dessen Vollständigkeit befohlen ist. Somit wird die betroffene Person zu einem Sünder oder Fasiq (Frevler), wie in den Aussage des

): Derjenige wird alJannah nicht betreten, dessen Nachbar vor seiner Schlechtigkeit nicht

Propheten

sicher ist(28) oder: Derjenige, der Unzucht treibt, ist während dieser Tat kein Mu’min(29) oder: Niemand

von Euch hat Iman, solange er für seinen Bruder nicht dasselbe liebt, wie für sich selbst(30) .

Die Ungültigkeitserklärungen für den Iman sind hier als Drohungen formuliert, die nur auf den zutreffen, der Verbotenes tut oder Vorgeschriebenes unterlässt. Und es kann der grundlegende oder der anbefohlene Iman gemeint sein. Also unterscheiden sich die Hinweise (auf die Ungültigkeit des Imans) dahingehend, dass sie entweder auf Kufr oder auf Fisq (Sündhaftigkeit, Frevel) hindeuten. Kufr ist der Verlust des grundlegenden Imans und Fisq ist der Verlust des befohlenen Imans. Man erkennt den Unterschied durch Hinweise im Text selbst oder durch andere Texte des Gesetzgebers (Allah ـ ).

Und wer seinen Iman mit einem der Nawaaqid ulIman (Taten, die den Iman ungültig werden lassen) zerstört, wird Kafir. Wenn es in ihm noch übriggebliebene Teile des Imans gibt, so nützen sie ihm nichts (wenn er z.B. gut zu seinem Nachbarn ist). Und wer im befohlenen Iman nachlässig ist, wird Allahs Willen ausgeliefert. Er bestraft (wörtl. quält) ihn oder vergibt ihm, wie Er will, solange er noch den grundlegenden Iman besitzt.

Wir neigen uns, was Allahs Drohungen betrifft, weder zu den Murji’ah noch zu den Khawarij. Genau so, wie wir uns betreffend den Begriffen des Imans und des Dins, weder zu Hururiyyah und Mu’tazilah noch zu Murji’ah und Jahmiyyah neigen.

Und zu den Früchten dieses Kapitels gehören …

Ansporn zur Gehorsamkeit und Antrieb zu guten Taten sowie das Fortschreiten im Guten, damit unser Iman weiterhin steigt.

Ebenfalls das ständige Beschützen und Verschönern des grundlegenden Imans, der gewiss das höchste Gut und der festeste Halt zum Erlangen der Erlösung ist.

(28) Überliefert von Muslim (29) Überliefert von Bukhari, Muslim, Abu Dawud und anderen (30) Überliefert von Bukhari und Muslim

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Der Kufr (Ablehnung, Ableugnung, Undank)

Lossagung von jenen, die den Kufr rechtfertigen

Und wir sagen uns vor Allah los von den Irrwegen der Murji’ah dieser Tage und der Jahmiyyah dieser Zeit. Jene sind es, die den Kufr nur als Ablehnung und Ableugnung des Herzens beschreiben. Dadurch reduzieren und simplifizieren sie ihn und verteidigen den Kufr der Mulhiduun (Ketzer, Gottlose, Atheisten). Sie bilden irrsinnige Meinungen, um den Kufr und die Gesetzerlassung der Tawaghit zu rechtfertigen.

Und wir haben die Überzeugung, dass ihre Aussage „Man kann nur durch Juhuud (Leugnung, Ablehnung, Abweisung) im Herzen Kufr begehen (Kafir werden)“ eine Bid’a-Aussage ist. Denn der Juhuud ensteht, so wie die Muhaqqiquun (die Wahrhaftigen) unserer Gelehrten erklärten, durch Handlung und Aussage, also mit dem Körper und ebenso mit dem Herzen. Auf den Tasdiiq (Bestätigung, Iman) trifft dasselbe zu (entsteht also auf dieselbe Weise).

Bedeutungen von Kufr

Vom Kufr gibt es verschiedene Arten, unter anderem den Kufr ulJuhuud (durch Ablehnung), den Kufr ulJahl (durch Unwissen) und den Kufr ulI’raad (durch Abkehr, Abwendung vom Din).

Es gibt viele Nawaaqid ulIslam (Dinge, die den Islam ungültig machen) und der Kufr fängt den Menschen rascher ein, als der Islam.

Und so wie unser Iman zustande kommt, nämlich aus Überzeugung, Aussage und Handlung, so entsteht der Kufr ebenfalls durch Überzeugung, Aussage und Handlung.

Große und kleine Formen

Von Kufr, Dhulm (Unrecht) und Fisq (Sündhaftigkeit, Frevel) gibt es jeweils eine große und eine kleine Form. Allerdings ist die Aussage „der Kufr durch Taten ist uneingeschränkt klein und der Kufr durch Überzeugung ist uneingeschränkt groß“ eine Bid’a. Vielmehr gibt es im Kufr der Tat sowohl eine kleine, als auch eine große Form. Ähnlich gibt es im Fehler und in der Abweichung von der (korrekten) Überzeugung einen großen Kufr und einen geringeren.

So gehören zu den Handlungen des Körpers auch jene, die Allah der Erhabene als Handlungen des großen Kufrs beschreibt, ohne Bedingungen dafür zu setzen. Er beschrebt sie also ohne Bedingungen wie begleitende Überzeugung, Juhuud oder Istihlaal (etwas harames zu halal erklären).

Dazu gehören zum Beispiel die Gesetzgebung neben Allah, die Er nicht erlaubt hat oder die Niederwerfung für die Sonne oder für Götzen. Außerdem gehören dazu die Beschimpfung Allahs, des Dins und der Propheten oder die offene Belustigung und Geringschätzung einer Sache des Dins.

Und zu den Handlungen des Körpers gehören auch Ungehorsamkeiten, die keinen Kufr darstellen. Wer diese Sünden begeht, übertritt nicht die Grenzen des Islam, außer wenn er sie als halal erklärt. Dazu gehören etwa Unzucht, Diebstahl, Alkoholkonsum usw.

Iman und Sünden

Und wir sagen nicht „Wenn jemand Iman hat, schädigen (ihn) Sünden nicht“. Denn es gibt Sünden, die den Iman verringern und es gibt welche, die ihn ungültig machen. Also sagen wir uns los von den Aussagen der Murji’ah, die zur Leugnung der warnenden Ayaat (Allahs Zeichen/Verse im Qur’an) führen. Ebenso leugnen sie die Ahadith (Überlieferungen der Aussagen des Propheten ـ ), die uns erreicht haben betreffend der Sünder dieser Ummah, der Kuffar, der Mushrikuun und der Murtadduun (Abtrünnige vom Islam).

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Die Vereinbarung und der Tauhid

Und wir haben Iman daran, dass der Mithaaq (31) (Vereinbarung, Vertrag, Schwur), den Allah der Erhabene Adam und seiner Nachkommenschaft abgenommen hat, eine Tatsache ist. Und daran, dass Er der Gepriesene, Seine Diener als Hunafaa’ (32) erschaffen hat. Doch ließen die Satane unter den Menschen und den Jinn sie von ihrem Din abkommen und machten für sie Gesetze, die Allah nicht erlaubt hat. Und wir haben Iman daran, dass jedes Kind auf der Fitrah (natürliche Verlanlagung zum Tauhid) geboren wird, doch sind es die Eltern, die ihn zu einem Juden, Christen, Feueranbeter oder Mushrik machen.

Deswegen haben wir die Überzeugung, dass jeder, der einem anderen Din, als dem Islam folgt, ein Kafir ist, ganz gleich ob ihn die Risalah (Botschaft, Nachricht über den Tauhid) erreicht hat, oder nicht. Wen sie erreicht hat, der ist ein trotzender Kafir, also ein sich abwendender Kafir und wen sie nicht erreicht hat, der ist ein unwissender Kafir. Dies, da es im Kufr Stufen gibt, wie auch im Iman.

Dennoch ließ Allah der Erhabene Seine Diener nicht nur mit der Hujjah (Verpflichtung, Argument, Beweis) des Mithaaq und der Fitrah, sondern sandte ihnen die Rusul, die sie an den Mithaaq erinnerten, den Allah ihnen abgenommen hat. Desweiteren sandte Er ihnen Seine Bücher und machte das letzte davon zu Seinem über alle anderen Schriften vorherrschenden Buch alQur’an ulKariim. Jenem Qur’an, den von keiner Seite irgend ein Batil (Übel, Falschheit, Fehler, Abzulehnendes, Schlechtes) treffen kann.

Er bewahrt ihn vor Veränderungen und hat ihn zu einer ausgereiften und deutlichen Hujjah gemacht, die jeden (zur Folgeleistung) verpflichtet, den sie erreicht, so sagt Er (auf dass Sein Gesandter ـ verkündet):

[19 :ﻡﺎﻌﻧﻷﺍ] {ﻎﹶﹶ ﻠﺑ ﻦ ﻣﻭ ﻪﹺﺑ ﻢﹸﻛﺭﺬﻧُﻷ ﻥﺁﺮﹸﹸ

ﻘﻟﺍ ﺍﹶﺬﻫ ﻲﹶ ﻟﹺﺇ ﻲ ﺣﻭﹸﺃﻭ}

6:19. … Und dieser Qur’an wurde mir offenbart, damit ich euch und alle warne, die davon Kenntnis nehmen.

Also ist Allahs Din (Ordnung, Lebensordnung, Religion) auf der Erde und den Himmeln der eine und einzige Din, nämlich der Islam, und Allah sagt:

3:19. Gewiss, der Din bei Allah ist der Islam

Und der Erhabene sagt:

5:3. … und ich bin mit dem Islam als Din für euch zufrieden

[19 :ﻥﺍﺮﻤﻋ ﻝﺁ] {ﻡﻼ ﺳِﻹﺍ ﷲﺍِ

ﺪ ﻨﻋ ﻦﻳ ﺪﻟﺍ ﻥﹺﱠ ﺇ}

[3 :ﺓﺪﺋﺎﳌﺍ] {ﺎﹰﻨﻳﺩ ﻡﻼ ﺳِﻹﺍ ﻢﹸ ﻜﹶﻟ ﺖﻴ

ﺿﺭﻭ}

(31) Siehe Tafsir von 7:172 (32) Hunafaa’ sind Menschen, die aufrichtig den Tauhid praktizieren und keinen Shirk begehen.

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Die Religion „Demokratie“

Also verrichten wir unsere ’Ibadah dementsprechend und sagen uns los von allem, was dem widerspricht. Wir machen Kufr gegen alles, was ihn (den Din) zerstört oder ihm entgegenwirkt. Gegen alle Praktiken des Kufrs, der abzulehnenden Gruppen und der verdorbenen Methologien. Davon ist die Neuheit im Kufr unserer Zeit, die sich „Demokratie“ nennt. Wer also dieser folgt und sie begehrt (sucht, erstrebt, gut findet), so hat er einen anderen Din (Religion) als den Islam begehrt. Es sagt der Erhabene:

[85 :ﻥﺍﺮﻤﻋ ﻝﺁ] {ﻦﻳﹺ ﺮﺳﺎﹶﳋﺍ ﻦ ﻣ ﺓﺮﺧﻵﺍ ﻲﻓ ﻮ ﻫﻭ ﻪﻨﻣ ﻞﹶ ﺒﹾﻘﻳ ﻦﹶ ﻠﹶﻓ ﺎﹰﻨﻳﺩ ﻡﻼﹺ ﺳِﻹﺍ ﺮ ﻴﹶﻏ ﻎﹺ ﺘﺒﻳ ﻦ ﻣﻭ}

3:85. Und wer einen anderen Din außer den Islam anstrebt, wird dieser von ihm niemals angenommen und er gehört in der Aakhirah zu den Verlierern.

Gesetzgeber, Abgeordnete, Anwälte, Richter

Und deshalb erklären wir denjenigen zum Kafir, der im Einklang mit dem Din namens „Demokratie“ Gesetze erlässt. Also die Gesetzgebung für das Volk durch das Volk. Genauso erklären wir denjenigen zum Kafir, der einen Gesetzgeber (außer Allah) erwählt, bevollmächtigt oder sich durch ihn vertreten lässt. Denn damit hat er sich einen anderen als Allah zum Richter, Herrn und Gesetzgeber genommen, so sagt Allah:

[21 :ﻯﺭﻮﺸﻟﺍ] {ﷲﺍُ

ﻪﹺﺑ ﻥﹶﺫﺄﻳ ﻢﹶ ﻟ ﺎﻣ ﻦﻳﹺ ﺪﻟﺍ ﻦ ﻣ ﻢﻬﹶﻟ ﺍﻮﻋﺮﺷ ﺀﺎﹶُ ﻛﺮﺷ ﻢ ﻬﹶﻟ ﻡﹶ ﺃ}

42:21. Oder haben sie etwa Beigesellte, die ihnen für die Lebensordnung Gesetze machen, die Allah nicht erlaubt hat?

Und der Gepriesene sagt:

[31 :ﺔﺑﻮﺘﻟﺍ] {ﷲﺍِ

ﻥﻭ ﺩ ﻦ ﻣ ﺎﹰﺑﺎﺑﺭﹶﺃ ﻢ ﻬﻧﺎﺒﻫﺭﻭ ﻢ ﻫﺭﺎﺒﺣﹶ ﺃ ﺍﻭﹸﺬﺨﺗﺍ}

9:31. Sie nahmen ihre Rabbiner und Priester als Herren anstatt Allah … (33)

Kein Takfir auf alle Wähler

Doch gleichzeitig machen wir keinen Takfir (jemanden zum Kafir erklären) auf die Allgemeinheit der Leute, die an den (demokratischen) Wahlen teilnehmen, denn sie streben durch ihre Teilnahme nicht allesamt Herren zur Gesetzgebung an. Unter ihnen sind welche, die nichts weiter als die Wahl von Vertretern für Dienstleistungen der Dunya und des Alltags bezwecken. Das ist natürlich eine Katastrophe, die sich in

dieser Angelegenheit sehr verbreitet hat. Doch unterscheiden sich somit die Zwecke

Gesetzgebern), die nicht wie die Abgeordneten (des Parlaments) in der Gesetzgebung mitwirken oder diese selbst betreiben. Deswegen übereilen wir nicht den Takfir gegen die einzelnen von ihnen (den Wählern), allerdings machen wir Takfir gegen die einzelnen Abgeordneten, die am deutlichen Kufr mitwirken, wie an der Erlassung von Gesetzen usw.

(34)

der Wähler (von den

(33) Von Imam Ahmad und Tirmidhi ist überliefert, wie der Prophet (ـ ) diese Ayah erklärte: „Sie machten ihnen haram, was halal war und machten ihnen halal, was haram war – und sie folgten ihnen und genau das war ihre ’Ibadah!“ (34) Wie Mu’aad bin Jabal (ر), als er mit der Niederwerfung vor dem Propheten (ـ ) keine Anbetung, sondern eine Ehrerbietung bezweckt hat. Auch unser Vater

Ibrahim (ـ) bezweckte die Ermahnung seines Volkes und keinen Shirk als er über den Mond sagte „Das ist mein Herr“ (siehe 6:77).

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Kufr-Taten und Takfir

Und wir sagen „die Teilnahme an den legislativen Wahlen ist eine Kufr-Tat“, doch machen wir keinen Takfir auf alle Teilnehmer. Denn wir machen einen Unterschied zwischen der Ausübung einer Kufr-Tat und der Beurteilung des Ausübenden mit dem Kufr (also den Takfir auf ihn). Wenn die Angelegenheiten schwierig und die Umstände unübersichtlich sind und sogleich die Möglichkeit eines anderen Zwecks (der zwar frei von Kufr ist, doch zu dieser Tat führt) besteht, so wird in solchen Fällen notwendig, dass die Hujjah aufgestellt wird (also der Kufr dieser Sache erklärt wird). (35)

Und wir verallgemeinern nicht die Aussage „wir machen keinen Takfir auf irgendjemanden von den Leuten

der Qiblah (Leute unserer Gebetsrichtung, also Muslime) aufgrund einer Sünde“ sondern wir bedingen sie

mit der Erweiterung „sie (die Sünde) macht nicht zum Kafir, solange man sie nicht zu halal erklärt“ machen wir alleinig aufgrund Ungehorsams oder Sündhaftigkeit keinen Takfir.

. So

(36)

Grundsätzliches über die Leute der Qiblah

Wir bezeichnen die Leute unserer Qiblah als Muslime und Mu’minuun. Der Grundsatz in ihnen allen ist für uns der Islam (also wir betrachten sie grundsätzlich als Muslime), solange nicht jemand von ihnen einen Naaqid (eine Sache, die den Islam ungültig macht) begeht und es keinen Mani’ (Verhinderungsfaktor) gibt, der den Takfir gegen ihn verbietet.

Und wir sagen nicht, dass diejenigen der Ummah Muhammads (ـ ), die in große Sünden verfallen sind, auf ewig ins Feuer kommen, wenn sie als Muwahhidun sterben. Auch dann, wenn sie keine Tauba für ihre Sünden gemacht haben (werden sie nicht zu ewigen Höllenbewohnern). Somit unterscheiden wir uns von

und denjenigen der extremen Takfiris, die diese Meinungen vertreten. Wir sagen also, dass

den Khawarij

sie Allahs Willen und Seinem Urteil unterliegen, wenn der Gepriesene es will, so begnadigt Er sie und vergibt ihnen durch Seinen Fadl, wie der Erhabene erwähnt:

(37)

[48 :ﺀﺎﺴﻨﻟﺍ] {ﺀﺎُ ﺸﻳ ﻦﻤﻟ ﻚ ﻟﹶﺫ ﻥﹶ ﻭﺩ ﺎﻣ ﺮ ﻔﻐﻳﻭ}

4:48. … Doch Er vergibt, was geringer ist als dies (Shirk), wem Er will

Und wenn Er will, bestraft (wörtl. quält) Er sie durch Seine Gerechtigkeit und sie kommen anschließend aus dem Feuer heraus – durch Seine Barmherzigkeit oder durch die Shafa’ah des Propheten (ـ ), die er sich für seine Ummah aufgespart hat oder durch die Shafa’ah jener gehorsamer Menschen, deren Shafa’ah Allah erlaubt.

So sind wir, was die Versprechungen und Androhungen (von Allah) betrifft, in der Mitte zwischen den Murji’ah und den Khawarij. Allahs Versprechungen, sowie Seine Androhungen sind allesamt wahrhaftig!

Und die Brüderlichkeit im Iman gilt für die Gesamtheit der Leute der Qiblah, trotz (wörtl. mit) ihres Ungehorsams und großer Sünden, entsprechend dem Text Allahs, des Erhabenen im Buche, wie Er sagt:

[10 :ﺕﺍﺮﺠﳊﺍ] {ﻢﹸ ﻜﻳﻮﺧﹶﺃ ﻦ ﻴﺑ ﺍﻮﺤﻠﺻﹶﺄﹶﻓ ﺓﹲﻮﺧﹺﺇ ﻥﻮﹶ ﻨﻣﺆﳌﺍﹸ ﺎﻤﻧﹺﺇ}

49:10. Die Mu’minuun sind fürwahr Brüder, also versöhnt eure Brüder miteinander!

(35) Wir haben das im Detail in unserem Schreiben “ ا ء أ ا ا” erklärt. (36) Dieser Grundsatz entspricht dem, dass derjenige, der Gesetze nicht von der Shari’ah nimmt sondern eigene erlässt, zu einem Kafir wird. (37) Die Denkweise der Khawarij ist so, dass sie Sünden zu Kufr und Shirk erklären und folglich die in diese Sünden gefallenen als Kuffar und Mushrikun betrachten.

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Und Er sagt:

[178 :ﺓﺮﻘﺒﻟﺍ] {ﻑﻭ

ﺮﻌﹶﳌﺎﹺﺑ ﻉﺎ ﺒﺗﺎﻓ ﺀﻲٌ ﺷ ﻪﻴ ﺧﹶﺃ ﻦ ﻣ ﻪﹶﻟ ﻲ ﻔﻋ ﻦ ﻤﹶﻓ}

2:178. … Doch wenn jemandem von seinem Bruder (ein Mord) vergeben wird, dann (obliegt ihm) eine geziemende Forderung (einer Ersatzsumme)

Also leugnen wir dem Fasiq (Sünder) in unserer Gemeinschaft nicht vollständig seinen Islam ab, wie es die Khawarij tun. Und wir sehen ihn nicht als ewigen Bewohner des Feuers, wie es die Mu’tazilah behaupten. Wir sagen ihn nicht vollständig vom Iman los und behaupten für ihn auch nicht den vollständigen Iman. Vielmehr sagen wir, dass er ein Mu’min (Träger des Imans) mit mangelhaftem Iman ist oder dass er ein Mu’min aufgrund seines Imans und ein Fasiq aufgrund seiner großen Sünden ist.

Und wir hoffen für die mit guten Taten beschäftigten Mu’minuun, dass Allah sie begnadigt und sie durch Seine Barmherzigkeit in alJannah eintreten lässt. Doch sehen wir sie nicht als ungefährdet und wir bezeugen für niemanden von ihnen den Eintritt in alJannah oder ins Feuer, außer für jene, für die es der Gesandte Allahs (ـ ) bezeugt und über die er es uns mitgeteilt hat. Wir bitten Allah um Vergebung für die Missetäter unter ihnen und wir fürchten um sie. Wir nehmen ihnen nicht die Hoffnung (auf Vergebung), denn (leichtsinnige) Zufriedenheit und (bedrückende) Hoffnungslosigkeit führen beide weg von der islamischen Gemeinschaft und vom Weg der Rechtgeleiteten – möge Allah uns von ihnen und unter ihnen sein lassen.

Verhalten gegenüber Muslimen

Und wir sind barmherzig gegenüber der Allgemeinheit der Muslime, den Leuten der Qiblah. Wir fordern von ihnen nichts, was über ihre Fähigkeiten liegt. Um ihren Islam zu beurteilen, setzen wir nicht die Bedingung, dass sie jeden Naaqid des Islam kennen oder die Bedingungen von laa ilaaha illa Allah auswendig aufzählen können. Sie werden, solange sie keinen Naaqid begehen, als Muslime beurteilt, die die Grundlage des Tauhids verwirklichen und sich von Shirk und Beigesellung fernhalten.

Wir berücksichtigen die Bedingungen des Takfirs und prüfen die Mawani’ (Verhinderungsfaktoren). So berücksichtigen wir die Lage von Machtlosigkeit und Schwäche, in der die Muslime leben, während es keine islamische Authorität, also keine Herrschaft und kein Staatsgebiet gibt. Auch hat sich der Jahl (Unwissenheit, Mangel an Wissen) verschlimmert und die Shubuhaat (beweislose Anzweiflungen) haben sich aufgrund mangelnden Wissens verbreitet. Ebenso wirkt sich der Verlust unserer rechtschaffener Gelehrten negativ aus.

Angesichts dieser Tatsachen sagen wir uns von den ungehorsamen Mu’minuun nicht so los, wie wir uns von den Kuffar, den Mushrikuun oder den Murtadduun lossagen. Denn die ungehorsamen Mu’minuun gehören zum Kreis derer, denen wir die Muwaalaah (Freundschaft, Unterstützung) des Imans entgegenbringen. Wir schließen sie davon nicht aus, solange sie Muslime bleiben. Allerdings erklären wir unsere Lossagung von ihrem Ungehorsam, ihrer Sündhaftigkeit und ihrer Auflehnung, doch verhalten wir uns ihnen gegenüber nicht, wie gegenüber Kuffar.

Die Arbeit in Ämtern der Kuffar

Und wir machen keinen Takfir auf jeden von ihnen, der für (wörtl. bei) die Kufr-Regierungen arbeitet, wie es die Extrem-Takfiris tun. Doch wir machen Takfir auf den, in dessen Tätigkeit eine Art von Kufr oder Shirk vorkommt, wie die Teilnahme an der Kufr-Gesetzgebung und der Taghut-Urteilsfindung (38) , oder die Unterstützung von Mushrikuun und Kuffar, oder Beihilfe (im Kampf) gegen Muwahhidun.

Wir schauen uns die Details an, was die Arbeit für (wörtl. bei) die Kuffar betrifft, also sagen wir nicht, dass es immer Kufr oder haram ist. Denn darunter gibt es Tätigkeiten, die entweder Kufr oder haram oder nichts davon sind und jede Dienststelle ist entsprechend zu beurteilen.

(38) Gemeint sind z.B. Gerichte und Institutionen, die mit Kufr-Gesetzen urteilen.

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Wie wir urteilen

Für uns gibt es nur das Urteil auf die äußerlichen Dinge, also beurteilen wir in den Dunya-Angelegenheiten

Offensichtliche (39) . Allah nimmt sich der Geheimnisse an und lässt für sie Rechenschaft ablegen.

nur das

Also ist es nicht unsere Aufgabe, die Herzen oder das Innere der Menschen zu kennen.

Wie unsere rechtschaffenen Gelehrten, hüten auch wir uns vor dem Takfir gegen die Ahl utTa’wil (die durch falsche Auslegungen von Qur’an und Sunnah falsche Meinungen vertreten). Besonders dann, wenn eine Meinungsverschiedenheit auf Ausdrucksweisen oder auf Wissensangelegenheiten beruht, bei denen der zu Beurteilende durch Jahl (Unwissen) entschuldigt ist.

Und das Übereilen im Takfir gehört nicht zu unserem Manhaj (Weg, Da’wah, Methode). Genauso wenig

, bevor er deutlich und bestätigt ist, denn

stürzen wir uns in die Umsetzung der Auswirkungen des Takfirs

fürwahr birgt das Erlauben des Blutes von Muwahhidun eine gewaltige Gefahr und es ist ein kleinerer

Fehler, tausend Kuffar zu ignorieren, als das Blut eines einzigen Muslims zu vergießen.“ (41)

(40)

Unterscheidung des Kufrs von Handlungen und Personen

Und wir unterscheiden, was den Takfir betrifft zwischen dem Kufr einer Kategorie oder Handlung und dem Kufr einer individuellen Person. Eine Person kann Kufr begehen, ohne dass ihr das Urteil des Kufrs oder die Bezeichnung als Kafir zusteht, nämlich wenn eine Bedingung (dafür) fehlt oder einer der Mawani’ des Takfirs vorhanden ist. Und wir sind überzeugt, dass man jemanden, der durch Überzeugung in den Islam eingetreten ist, nicht durch Anzweiflungen oder Vermutungen ausschließen darf. Denn was mit Gewissheit bestätigt wurde, endet nicht durch Zweifel.

Formen der Bid’a

Und die Bid’a (die schlechte Neuerung im Islam) hat mehr als nur einen Rang, denn sie schließt die neuen Formen des Kufrs ein, wie die Bid’a der „Demokratie“ und das Befolgen und Anstreben von verschiedenen Herren als Gesetzgeber außer Allah. Und es gibt auch kleinere Formen der Bid’a, die nicht den Rang des Kufrs erreichen.

Der Kufr durch die Unterlassung des Takfirs

Und wir haben die Überzeugung, dass die Regel „wer keinen Takfir auf einen Kafir macht, ist selbst Kafir“ von unseren Imamen verwendet wurde, um gewisse Formen des Kufrs zu verdeutlichen und verachtenswert zu machen (damit die Menschen davon fernbleiben). Doch keineswegs wandten sie diese Regel für die Bid’a-Verkettung an, die von Extrem-Takfiris eingeführt wurde, denn sie hat natürlich Einschränkungen.

Diese Regel gilt nur für denjenigen, der den Takfir gegen einen Kafir unterlassen will und für diesen Zweck einen eindeutigen Text (Qur’an oder Hadith) mit eindeutigen Beweisen (42) leugnet oder ablehnt. (43)

Häufig finden wir den Fall, dass für die Aburteilung einer Person als Kafir die Einsicht in die Bedingungen, die Mawani’ und die Beweise des islamischen Rechts erforderlich ist. Wenn jemand nun einzelne Personen, deren Takfir uns klar ist, nicht zu Kuffar aburteilt, – etwa einzelne Regenten und ihre Soldaten, die mit Gesetzen richten, die nicht von Allah herabgesandt wurden – so gilt für ihn nicht die erwähnte Regel.

(39) Wir beurteilen nur das Offensichtliche, da wir keinen Einblick in die Absichten haben und unsere Kenntnisse sich nur auf unsere Wahrnehmungen stützen. (40) Hier wird die Tötung der vom Islam Abtrünnigen angesprochen. Dieses Gesetz ist von Ibn ’Abbas (ر) in Sahih Bukhari vom Propheten (ـ ) überliefert. (41) Zitat aus asShifaa’ von Qadi ‘Iyaad (42) Die Bedeutung muss so eindeutig sein, dass keine abweichende Interpretation möglich ist. (43) Der Grund, weswegen wir Christen und Juden zu Kuffar erklären ist derselbe, weswegen wir gewisse Leute, die sich als Muslime bezeichnen, zu Kuffar erklären. Nämlich immer dann, wenn sie von Allah oder Seinem Gesandten (ـ ) zu Kuffar erklärt werden. Wir dürfen nicht meinen, jemand sei Muslim, über den Allah sagt, dass er Kafir ist. Wenn wir das tun, wäre es eine Leugnung der Ayaat und das ist die Ursache der erwähnten Regel.

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Sie gilt nicht, solange er keinen Text der Shari’ah geleugnet oder abgelehnt hat. Denn entweder war er nicht dazu fähig, zwischen den Beweisen zu unterscheiden oder er bevorzugte einen (scheinbaren) Beweis vor einem anderen (richtigen Beweis). Auch andere Gründe sind bei solchen Leuten möglich, die über mangelhaftes Wissen in den Wissenschaften der islamischen Beweisführung und Urteilsfindung verfügen.

So jemand ist für uns kein Kafir solange der Unterschied im Verständnis von Wörtern und Bezeichnungen liegt. Dies gilt solange es ihn nicht dazu führt, dass er in den Din der Kuffar eintritt oder ihnen hilft, sich mit ihnen befreundet und sie (im Kampf) gegen Muwahhidun unterstützt.

Mehrdeutiges und Eindeutiges

Und wir sind überzeugt, dass das Befolgen des Zweifelhaften und das Unterlassen des Eindeutigen zu den Merkmalen der Ahl ulBid’a gehört. Die Methode der Raasikhuun im Wissen von den Ahl usSunnah ist es, das Zweifelhafte zum Eindeutigen zurückzuführen (44) .

Takfir aufgrund von Annahmen

Wir machen keinen Takfir mit Folgeschlüssen oder aufgrund eines (erwarteten) Ergebnisses einer Aussage, denn die Folge einer Denkweise zählt für uns nicht als die Denkweise selbst (außer wenn die Folge ebenfalls befürwortet wird). So machen wir auch keinen Takfir auf unsere Anfechter oder auf diejenigen der Murji’ah dieser Zeit, die sich uns widersetzen oder auf andere Mubtadi’ah (Vertreter von Bid’ah), deren Neuerungen nicht den Rang des Kufrs erreichen. Dies, solange die Ursache ihrer Vermischungen und der Differenz nur im Verständnis der Ausdrücke liegt, wie etwa im Unterschied der Beschreibung des Imans, des Kufrs und der Definitionen von beiden.

Takfir gegen Murji’a

Wir machen keinen Takfir auf sie, auch wenn sie gegen uns Lügen ersinnen und von uns zitieren, was wir niemals gesagt haben oder uns zuschreiben, wovon wir uns lossagen. Wir begehen für sie keine Sünden gegenüber Allah, auch wenn sie für uns gegenüber Allah sündigen. Wir machen keinen Takfir auf sie wegen ihres Irjaa’ (45) , falls er von der Art des Irjaa’ ulFuqahaa’ (46) (Irjaa’ der Rechtsgelehrten) ist und solange die Differenz nur im Verständnis der Ausdrücke liegt.

Also machen wir keinen Takfir auf sie, außer wenn ihr Irjaa’ sie so weit bringt, dass sie den Tauhid und die Verpflichtungen ignorieren, Kufr und Shirk betreiben oder rechtfertigen, sich mit den Tawaghit befreunden und ihnen helfen, an ihrer Gesetzgebung teilnehmen oder sie (im Kampf) gegen Muwahhidun unterstützen.

Und wir verabscheuen die Gruppen des Irjaa’, die den Din geschwächt und am Hukm (Urteil, Gesetzgebung) mit etwas anderem, als dem was Allah herabgesandt hat, teilgenommen oder ihn erlaubt haben, die Erlassung von Gesetzen durch die Demokratie erwirkt haben und den Murtaddun ihre Hilfe angeboten haben.

Wir sagen uns von ihren Methoden los und erachten sie als Gruppen der Bid’a und der Irrleitung. Sie gingen selbst in die Irre und führen auch andere vom rechten Weg ab. Und wir sehen ihre Köpfe (Führer) als die Rufer an den Toren der Hölle. Trotzdem machen wir keinen Takfir auf diese Gruppen, außer auf diejenigen

(44) Gemeint ist, dass wir die mehrdeutigen Texte von Qur’an und Sunnah im Lichte der eindeutigen Texte interpretieren. Für Details siehe Tafsir 3:7. (45) Der Irjaa’ ist eine der weitverbreitetsten Irrmeinungen unserer Zeit. Die Murji’ah sagen, der Iman sei nichts weiter als der Glaube im Herzen und hätte nichts mit den Handlungen zu tun. Deswegen leugnen sie indirekt die Ayaat und Überlieferungen, worin denjenigen, die gewisse Kufr-Taten tun, der Iman abgesprochen wird. Sie sagen „wir können ja nicht in ihre Herzen schauen” und widersprechen sich dadurch selbst, da sie in die Herzen schauen wollen, anstatt das Offensichtliche (Iman bzw. Kufr) zu beurteilen. Deswegen unterlassen sie oft den Takfir gegen eindeutige Kuffar, allein mit dem Argument, dass diese sich selbst als Muslime bezeichnen. Abgesehen davon leugnen sie, dass der Iman steigt und sinkt, wie es im Qur’an steht. (46) Die Rechtsgelehrten stufen den Iman entweder als gültig oder ungültig ein, um das islamische Urteil zu fällen. Sie beurteilen nicht die Stärke des Imans, da sie von der Perspektive der islamischen Urteilsfindung nichts ändert. Ein Dieb mit höherem Iman bekommt dieselbe Strafe, wie ein Dieb mit geringerem.

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(Personen) unter ihnen, die Kufr begehen, fördern oder rechtfertigen oder ihre Anhänger (im Kampf) gegen Muwahhidun unterstützen. Doch machen wir keinen allgemeinen Takfir gegen sie. Unsere Gelehrten und Mujaahidun

Und wir wahren unseren tatkräftigen Gelehrten ihre Rechte, so auch den Mujaahidun, die unsere Da’wah (47) weiterbringen und Allahs Botschaft verkünden, Ihn fürchten und keine Angst verspüren, außer vor Allah.

Das Studieren

Unsere Augen finden Ruhe, wenn sie das Wissen der Shari’ah anstreben und wir lieben das Streben danach. Wir verachten die Ahl urRa’i (die den Din eigensinnig interpretieren), die Anhänger der Bid’a und die Ahl ulKalaam (Philosophen, Rhetoriker), die den Verstand vor die Nachahmung (von Qur’an und Sunnah) stellen oder ihre Hirngespinste und Wünsche den Offenbarungstexten vorziehen.

Staatliche Schulen und Bedienstete

Wir hassen die Schulen der Tawaghit und rufen dazu auf, sie zu meiden. Doch machen wir keinen Takfir auf die darin am Lehren oder Lernen Beteiligten, außer wenn sie den Kufr umsetzen, daran teilnehmen, ihn rechtfertigen oder dazu aufrufen. Wir verbieten nicht das Erlernen von nützlichem Wissen der Dunya, wenn es frei von verbotenen Dingen ist und wir rufen nicht dazu auf, auf die Asbaab (Wege und Mittel zum Ziel) zu verzichten (48) .

Wir fordern dazu auf, die Kinder mit dem Tauhid zu erziehen und ihnen die Angelegenheiten ihres Dins und ihrer Dunya nahezubringen, sodass aus ihnen rechtschaffene Soldaten und tatkräftige Helfer von Allahs Din werden.

(47) Es wird immer wieder die Da’wah erwähnt, da sie zu den wichtigsten Pflichten jedes Muslims gehört. Siehe Surah 103.1-3 und Tafsir. (48) Die Schulen und Institutionen der Tawaghit sollen gemieden werden, was nicht bedeutet, dass man sich nicht das weltliche Wissen aneignen darf. Dazu ist der Besuch dieser Anstalten keine Notwendigkeit. Die Meidung ist insofern anzuraten, da ein Besuch dieser Institutionen es erfordert, zumindest jeden Batil und Kufr darin abzulehnen. Wenn man ruhig zusieht, wie etwa ein Lehrer den Kufr lobt (Demokratie, Atheismus, Christentum usw.) oder den Islam kritisiert, so wird man selbst so beurteilt wie dieser Lehrer, siehe dazu 4:140.

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Daar ulKufr, Daar ulIslam und ihre Bewohner

Wie wir ein Land beschreiben

Und wir übernehmen die Meinung der Fuqahaa’ (islamische Rechtsgelehrte) über das Daar (49) .

Daar ulKufr und seine Bewohner

Wenn darin die

es ein Daar ulKufr (50) .

Kufr-Gesetze vorherrschen und Überlegenheit der Kuffar und ihrer Gesetze herrscht, so ist

Doch wir sind überzeugt, dass diese Bezeichnung nichts mit dem Urteil (als Muslime bzw. Kuffar) über die Bewohner des jeweiligen Daars zu tun hat. Wir berücksichtigen, dass im Moment kein islamisches Land mit seiner (charakteristischen) Macht existiert, sondern die Murtadduun in den Ländern der Muslime vorherrschen und die Zügel der Entscheidungsgewalt an sich gerissen haben. Also beschreibt diese Bezeichnung ein Daar, in dem die Gesetze des Kufrs überwiegen, auch wenn die meisten seiner Einwohner Muslime sind.

Daar ulIslam

So beschreibt die Bezeichnung Daar ulIslam ein Daar, in dem die Gesetze des Islam vorherrschen, auch wenn die meisten seiner Einwohner Kuffar sind, solange diese Leute – die sogenannten Ahl udDhimmah – sich dem islamischen Gesetz unterwerfen.

Faule Prinzipien der Extrem-Takfiris

Also erfinden wir mit diesen Bezeichnungen keine faulen Prinzipien, wie die Extrem-Takfiris es tun. Sie sagen „grundsätzlich gelten alle Menschen in der heutigen Zeit als Kuffar(51) . Wir bilden weder diese noch andere Schlussfolgerungen mit diesen Bezeichnungen, sondern behandeln jeden entsprechend dem Offensichtlichen und überlassen Allah das Verborgene.

Wer ist Muslim und wer ist Kafir?

Wer also den Islam vorgibt, wird entsprechend behandelt und mit dem Islam (also als Muslim) beurteilt. Und wir sehen den Islam als Grundsatz (im Urteil) für denjenigen, der die Gesetze des Islam repräsentiert, solange er keinen Naaqid begeht.

So verhalten wir uns gegenüber dem, der Kufr und Shirk vorzeigt, die Mushrikuun unterstützt und ihnen (im Kampf) gegen Muwahhidun hilft, wie es ihm gebührt. Doch ändern wir unser Verhalten entsprechend, sobald er nur an Allah alleine Iman hat, Tauhid in der ’Ibadah praktiziert, sich von jenem Kufr befreit, den er betrieben hat und sich davon lossagt.

Das Abrasieren des Bartes, die Nachahmung der Kuffar und andere Sünden gehören zu den Katastrophen dieser Zeit, die sich weit verbreitet haben. Doch gilt nichts davon als alleiniger Hinweis auf Kufr. Das sind keineswegs klare Ursachen für den Takfir, also erklären wir durch so etwas nicht das Blut und den Besitz (von Muslimen) zu halal, wie es die Extrem-Takfiris tun. Denn „fürwahr birgt das Erlauben des Blutes von Muwahhidun eine gewaltige Gefahr und es ist ein kleinerer Fehler, tausend Kuffar zu ignorieren, als das Blut eines einzigen Muslims zu vergießen.“

(49) „Daar” bedeutet Land, Gebiet, Region oder Haus. Dar ulIslam bedeutet islamisches Land und Dar ulKufr bezeichnet jedes Land, das nicht islamisch ist. (50) Von den nun „international anerkannten” Staaten sind vom jetzigen Stand der Dinge aus gesehen, allesamt Dar ulKufr. (51) Das begründen sie damit, dass heute kein Dar ulIslam existiert.

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AsSalah, das tägliche Pflichtgebet

Wer darf vorbeten?

Für uns gilt das Gebet hinter jedem rechtschaffenen oder sündhaften Menschen von den Leuten der Qiblah und für jeden verstorbenen von ihnen (das Totengebet), solange er nicht einen offensichtlichen Naaqid begangen hat und kein Mani’ den Takfir auf ihn verhindert.

Und wir schicken niemanden von ihnen in alJannah oder ins Feuer!

Und wir bezeugen für sie nicht den Kufr, nicht den Shirk und nicht den Nifaaq (Heuchelei), solange an ihnen nicht etwas Offensichtliches davon erkennbar wird.

Was das Gebet hinter den Beauftragten der Tawaghit (als Imame und Vorbeter in Moscheen) angeht, so sind sie:

Entweder ihre Verbündeten und leisten ihnen dadurch einen Dienst, so wie ihre Soldaten und Militärs, oder rechtfertigen ihre Demokratie und verteidigen und fördern ihren Shirk. Was also diese betrifft, so gibt es für uns kein Gebet hinter ihnen, denn sie gehören zu ihnen und nicht zu uns. Wir verbieten es und fordern dazu auf, Gebete zu wiederholen, die bereits hinter ihnen verrichtet wurden denn:

[141 :ﺀﺎﺴﻨﻟﺍ] {ًﻼﻴﹺﺒﺳ ﲔﹺ ﻨﻣﺆﹸﳌﺍ ﻰﹶﻠﻋ ﻦﻳﹺ ﺮﻓﺎﹶﻜﻠﻟ ﷲﺍُ

ﻞﹶ ﻌﺠﻳ ﻦﹶ ﻟﻭ}

4:141. … Und Allah wird den Kafiruun gegen die Mu’minuun keine Oberhand geben …

Oder es sind Einschmeichler, die für Zwecke des Lebens und der Dunya ihre Anzahl mehren und ihre ungültige Herrschaft fördern. Also erklären wir das Gebet hinter ihnen nicht für ungültig und es wird beurteilt, wie das Gebet hinter Frevlern und Unterstützern von Bid’a, die von Kufr frei ist. Somit erachten wir es zwar als abstoßend, aber nicht als ungültig, doch viel lieber ist uns das Gebet hinter den Ahl usSunnah, die offen den Tauhid vertreten, die Sunnah repräsentieren und sich von den Vertretern von Shirk und Beigesellung lossagen.

Dua’ für die Regenten

Und den Dua’ für die Regenten und Führer – sei es für Kuffar oder Muslime – zum Freitagsgebet erachten wir als eine Bid’a und als Merkmal der Unterordnung in ihren Gehorsam. Wir hassen ihn, lehnen ihn ab und bevorzugen das Gebet hinter jemandem, der zu Ahl usSunnah gehört und ihn unterlässt. Doch erklären wir mit dieser Begründung nicht das Gebet für ungültig und sehen keinen Grund zur Wiederholung, außer wenn im Dua’ um eine deutliche Unterstützung der Tawaghit oder ihrer Shirk-Religion ersucht wird. Somit wird der Hukm (über denjenigen, der den Dua’ macht) gleich dem Urteil der Unterstützer und Militärs der Tawaghit. Denn die Hilfeleistung, sei sie mit der Zunge oder mit der Waffe, ist gleichwertig.

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Gelehrte, die Kufr begehen

Und wir haben die Überzeugung, dass ein Gelehrter (des Islam) zu einem Kafir und Murtadd wird, wenn er seine Bay’ah (Treueschwur) einem gesetzeerlassenden Taghut oder einem Kafir-Regenten gibt und ihm somit seinen Handschlag und seine innige Sympathie verkündet oder ihn unterstützt und fördert und seine islamischen Urteile immer so dreht und wendet, wie der Taghut sie gerade haben will.

Was jene Gelehrte und Mashaa’ikh (namhafte Prediger) betrifft, die Anstellungen in den Kufr-Regierungen übernehmen, so werden sie nach ihrer jeweiligen Position beurteilt:

Wenn es darin Kufr und Stärkung des Kufrs oder Teilnahme an Kufr-Gesetzerlassung oder Hilfe und Unterstützung von Mushrikuun (im Kampf) gegen Muwahhidun gibt, so ist so jemand für uns ein Kafir. Die Länge seines Bartes, die Größe seines Titels, seine Urkunden und sein Turban sind für uns keine Verhinderungsfaktoren für den Takfir auf ihn.

Und wenn in seiner Tätigkeit nichts davon vorkommt, so ist sie trotzdem eine Stärkung des Übels und eine Verhüllung der Wahrheit. Diese Leute gehören zu den größten Ignoranten, die in die Irre gehen und andere in die Irre führen.

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Der Jihad und das Ausrücken

Die Führung im Jihad

Der Jihad (52) findet ununterbrochen statt und kann mit jeder Gruppe von Muslimen durchgeführt werden. Der Mensch kann sich alleine oder unter Befehlshabern am Jihad beteiligen, seien sie Rechtschaffene oder Sünder, bis zur Stunde (der Auferstehung). Man darf ihnen nicht gehorchen, wenn sie einen Ungehorsam gegenüber Allah befehlen. Doch dürfen wir bei Erfordernis, gemeinsam mit denen, die sündhaft gegenüber Allah sind, jene bekämpfen, die Kufr gegenüber Allah betreiben. Die Regel lautet, dass ein schlimmeres Übel mit einem geringeren abgewehrt werden kann.

Selbstverständlich ist uns der Jihad unter der vorzüglichen Fahne der Sunnah viel lieber und somit die erstere Wahl und eher vorgeschrieben. Und der Jihad gehört zu den islamischen Verpflichtungen und wird durch den Verlust eines Imams oder dem Fehlen eines islamischen Staates nicht beeinträchtigt.

Bekämpfen von Muslimen

Und wir sind strikt gegen die Erhebung des Schwertes gegen irgendeinen Muwahhid von den Leuten der Qiblah, außer gegen den man das Schwert aufgrund von eindeutigen islamischen Beweisen erheben muss. Ihre Unverletzbarkeit (durch andere Muslime) ist mit Gewissheit bestätigt und wird nur durch Gewissheit (über das Gegenteil) wieder aufgehoben. Denn „fürwahr birgt das Erlauben des Blutes von Muwahhidun eine gewaltige Gefahr und es ist ein kleinerer Fehler, tausend Kuffar zu ignorieren, als das Blut eines einzigen Muslims zu vergießen.“

Und es gibt für uns kein Ausrücken (in den Kampf) gegen die Imame der Muslime oder gegen ihre Vorgesetzten und Befehlshaber, auch wenn sie ungerecht sind. Wir lassen vom Gehorsam ihnen gegenüber nicht ab – bei jeder guten Sache, die sie befehlen. Wir erachten es als unsere Pflicht, ihnen zu gehorchen, solange sie keine Sünden anordnen. Und wir machen Dua’ für ihre Hidayah und Rechtschaffenheit.

Bekämpfen der Kuffar-Regenten in Ländern der Muslime

Und wir erklären das Ausrücken gegen die Führer des Kufrs, die ungläubigen Herrscher, die den Muslimen als Herrscher aufgezwungen wurden, als eine Verpflichtung. Und wir zeigen auf, dass sie vom Din abgefallene Murtaddun sind, da sie die Shari’ah verändern, sich selbst Allah zur Seite stellen, indem sie Gesetze erlassen, Entscheidungen bei Tawaghit im Osten und Westen suchen, sich mit Allahs Feinden verbünden und Seinen Din und Seine Helfer anfeinden.

Und gewiss gehören Da’wah und entsprechende Handlungen, sowie der Aufwand von Mühe und Anstrengung, um sie zu ersetzen, zu den Verpflichtungen der Muslime – jedem entsprechend seiner Möglichkeiten. Wer unfähig ist, selbst eine Waffe zu tragen, ist zweifellos nicht unfähig, diejenigen zu unterstützen, die eine tragen, sei es auch nur mit Dua’.

Gewiss gehören materielle wie auch geistige Vorbereitungen dafür (für den Jihad) zu den Pflichten des Dins.

(52) Jihad bedeutet sprachlich “Anstrengung” und beschreibt in diesem Sinne im Qur‘an sogar die Anstrengung der Mushrikuun (siehe 31:15). Sprachlich gesehen haben viele Begriffe der Shari’ah andere Bedeutungen als die allgemein gemeinten, so wie asSalah (das Gebet) sprachlich Fürbitte bedeutet. Doch zählt im allgemeinen die Bedeutung der Shari’ah, und Jihad bedeutet „Kampf“ für Allah. Jihad wird immer in dieser Bedeutung genannt, wenn nicht offensichtlich eine andere beabsichtigt ist.

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Und wir sind überzeugt, dass der Kampf gegen sie (die Kufr-Regenten) dem Kampf gegen andere vorgezogen wird, denn der Kufr der Riddah (das Abfallen vom Islam) ist nach übereinstimmender Gelehrtenmeinung gewaltiger als der ursprüngliche Kufr (der Christen, Juden, Atheisten etc.). Die Verteidigung des vorhandenen Vermögens wird dem Anstreben von neuem Gewinn übergeordnet. Und der defensive Jihad (Verteidigung) kommt vor dem offensiven (Angriff) und der Jihad wird gegen jene Kuffar begonnen, die einem näher sind, anstatt gegen jene, die weiter weg sind.

So war es auch niemand anderer als diese Murtaddun, die den Juden, Christen und anderen Kuffar die Kontrolle über die Länder der Muslime übergeben und ihnen Besitz und Land der Muslime als Diebesgut überreicht haben.

Falsche Argumente gegen den Jihad

Und wir sehen diejenigen, die mit schwächelnden Einwänden vom Jihad abhalten – wie dem Ende der Hijrah (Auswanderung) und der „Unterscheidung“ (53) oder dem Fehlen eines mächtigen Imams der Muslime – sie sind die Anhänger des Irrgangs und der Fehlleitung. Sie geben Fataawa (islamische Rechtsurteile) ohne Wissen und gehen selbst und führen andere in die Irre. Sie betrügen den Din und unterschlagen ihre Leistung, die sie erbringen sollten, um den Islam zum Sieg zu führen.

Wir haben die Überzeugung, dass es zu den größten Verpflichtungen gehört, sie unter allen Umständen zu bekämpfen, zu beseitigen und zu ersetzen, bis der Din ganz für Allah ist. Die vorausgesetzte Hijrah dafür ist lediglich die Hijrah zu Allah mit dem Tauhid und zu Seinem Gesandten (ـ ) mit dem Gehorsam.

Und die ernsthafte und vollständige Vorbereitung auf Leistungen wie diese, ist für uns Pflicht und vorrangig unter den notwendigen Handlungen und den verschiedenen Bemühungen (für den Jihad).

Die Rebellion gegen sie (die Kufr-Regenten) und die Anstrengung für ihre Absetzung (wörtl. Ersetzung) ist zwar nur denjenigen vorgeschrieben, die dazu fähig sind, doch ist die Bedingung einer Pflicht keine Bedingung für ihre Durchführung. Also ist es jedem, auch einer einzelnen Person erlaubt, sie zu bekämpfen. Sogar dann, wenn er sich sicher ist, ein Shahiid (54) zu werden und nicht den Sieg zu erlangen. So ist der Jihad eine vorgeschriebene und auferlegte Pflicht, die unumstößlich bleibt, bis die Stunde der Auferstehung erreicht ist. Somit ist es zu jeder Zeit erlaubt, sich darin zu mühen, wie etwa bei der Entrichtung der Zakaah (Armensteuer).

Also ist der Jihad die Schule in der die Ummah erzogen wird und mit der die soliden Säulen des Dins gefestigt werden.

(53) Sie bringen als Einwand, dass Muslime und Kuffar keine klar abgetrennten Lebensräume haben, sodass man nicht unterscheiden kann, wo Muslime leben und wo Kuffar leben. (54) Ein Shahiid ist ein muslimischer Märtyrer, also jemand der für Allah sein Leben gegeben hat.

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AtTa’ifatu alMansurah (die Siegreiche Gruppe)

Die Mujahiduun

Und wir haben Iman daran, was der Prophet (ـ ) uns über atTa’ifatu alMansurah berichtet hat, als er sagte:

„Eine Gruppe von meiner Ummah wird niemals davon ablassen, bis zum Tage der Auferstehung, offen auf (dem Pfad) der Wahrheit zu kämpfen, und sagte: sodann wird ‘Isa ibnu Maryam (ـ ) herabkommen und ihr Imam wird sagen ‚komm und bete uns vor‘ und er wird antworten ‚nein - denn Eure Imame sind von Euch, das ist Allahs Segen für diese Ummah‘.“ (55)

Und er sagte: „Eine Gruppe von meiner Ummah wird niemals aufhören nach dem Befehl Allahs des Erhabenen zu kämpfen und so ihre Feinde zu besiegen. Wer sich ihr entgegenstellt (ihr widerspricht), kann ihr nicht schaden. So bleibt es bis die Stunde (der Auferstehung) sie erreicht hat, während sie so verbleiben.“ (56)

Und Salamatu ibnu Nufail alKindii (ر) überliefert: Ich saß beim Gesandten Allahs (ـ ) als ein Mann sagte ‚Oh Gesandter Allahs, die Leute haben von den Pferden abgelassen, die Waffen niedergelegt und sie sagen, es gäbe keinen Jihad mehr und die Beschwernisse des Krieges seien zu Ende’. Sodann wandte der Gesandte Allahs (ـ ) sein Gesicht und sagte ‚sie lügen, denn jetzt ist die Zeit des Kampfes gekommen, und eine Gruppe meiner Ummah wird niemals davon ablassen, auf (dem Pfad) der Wahrheit zu kämpfen. Allah wird die Herzen mancher Völker von ihnen abwenden, doch sie (trotzdem) durch sie versorgen. So bis zur Stunde (der Auferstehung) und bis Allahs Versprechen erfüllt ist. Und das Gute ist bis zum Tage der Auferstehung an die Mähnen der (Kriegs-)Pferde gebunden. Und es wurde mir offenbart, dass ich gefasst werde (sterben werde) und nicht bleibe und ihr mir gruppenweise folgt, und manche von euch andere erschlagen werden, und dass die Mitte des Daars der Mu’minuun der Shaam (Syrien, Libanon etc.) ist. Hadith Sahih, überliefert von Ahmad und Nasaa’ii.

So ist dies eine Gruppe, die zu allen Zeiten die Unterstützer dieses Dins repräsentiert. Sie ist eine im Jihad beschäftigte und kämpfende Gruppe, die sich um den Sieg von Allahs Din in jeder Form bemüht …

ﻪﻠﻴﺒﺳ ﰲ ﺓﺩﺎﻬﺸﻟﺎﺑ ﺎﻨﻟ ﻢﺘﳜ ﻥﺃﻭ ﺎﻬﻠﻫﺃ ﻦﻣ ﺎﻨﻠﻌﳚ ﻥﺃ ﱃﺎﻌﺗ ﷲﺍ ﻝﺄﺴﻨﻓ

(55) Marfu’an überliefert von Muslim über Jaabir (56) Marfu’an überliefert von Muslim über ‘Uqbah bin ‘Aamir

Dies ist unsere Aqidah
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Dies ist unsere Aqidah
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Dies ist unsere Aqidah

Schlusswort

Dies ist also unser Din und unsere ’Aqidah, sowohl im Äußeren als auch im Inneren. Ein Din der Mitte, zwischen den Extremen, zwischen Anähnelung (Allahs mit Seinen Geschöpfen) und Leugnung (von Allahs Eigenschaften), zwischen Zwang und Schicksalsfügung und zwischen Sorglosigkeit und Verzweiflung – nicht mit den Übertreibern und nicht mit den Untertreibern.

Wir erklären vor Allah unsere Lossagung von jedem Din, jeder Gemeinschaft und jeder Gruppe außer dieser. Und wir bitten den Erhabenen, uns auf dem Iman zu festigen, uns nur darauf sterben zu lassen und uns vor allen schlechten Neigungen, spaltenden Meinungen und abgewiesenen Wegen zu schützen.

ﲔﻌﲨﺃ ﻪﺒﺤﺻﻭ ﻪﻟﺁ ﻰﻠﻋﻭ ﺪﻤﳏ ﺎﻨﻴﺒﻧ ﻰﻠﻋ ﻢﻠﺳﻭ ﷲﺍ ﻰﻠﺻﻭ

ﺐﺘﻛﻭ ﻲﺳﺪﻘﳌﺍ ﺪﻤﳏ ﻮﺑﺃ 1418 ﺔﻨﺳ / ﺓﺮﺧﻵﺍ ﻯﺩﺎﲨ

Übersetzung fertiggestellt am 19. Juli 2007 vom alhamdulillah.net Team in Zusammenarbeit mit der Islamischen Jugend Österreich I.J.Ö.

ﻡﻼﺴﻟﺍﻭ ﺓﻼﺼﻟﺍ ﻪﻴﻠﻋ ﻰﻔﻄﺼﳌﺍ ﺓﺮﺠﻫ ﻦﻣ

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

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Abhandlung über die Bedeutung von "atTaghut"

Von Sheikh ulIslam Muhammad bin Abd ulWahab

ﻢﻴﺣﺮﻟﺍ ﻦﲪﺮﻟﺍ ﷲﺍ ﻢﺴﺑ

Wisse, möge Allah der Erhabene dir gnädig sein, dass gewiss die allererste Pflicht, die Allah den Kindern Adams auferlegt hat der Kufr gegen den Taghut und der Iman an Allah ist, und der Beweis dafür ist das Wort des Erhabenen:

[36 :ﻞﺤﻨﻟﺍ] {ﺕﻮﹸ

ﻏﺎﱠﻄﻟﺍ ﺍﻮﺒﹺﻨﺘﺟﺍﻭ ﷲﺍَ

ﺍﻭﺪﺒﻋﺍ ﻥﹶ ﺃ ﻻﻮﹰ ﺳﺭ ﺔﻣﹸﺃ ﻞﹸﱢ ﻛ ﻲﻓ ﺎﻨﹾﺜﻌﺑ ﺪﹶ ﻘﹶﻟﻭ}

16:36. Und gewiss sandten wir jedem Volk einen Rasul (der befahl), dass ihr ’Ibadah für Allah macht und den Taghut meidet!

Was die Durchführung des Kufrs gegen den Taghut betrifft, so musst du von der Verwerflichkeit der ’Ibadah für jemand anderen als Allah überzeugt sein, sie ablehnen und hassen, diejenigen, die diese betreiben, zu Kuffar erklären und sie anfeinden.

Was den Iman an Allah betrifft, so musst du davon überzeugt sein, dass gewiss Allah der einzig und alleinig angebetete Gott ist und es keinen anderen außer ihm gibt. Du darfst jegliche Form von ’Ibadah für niemand anderen als Allah verrichten und musst dabei alles andere, dem ’Ibadah entgegengebracht wird, ableugnen. Und du musst die aufrichtigen Leute lieben und unterstützen und diejenigen, die Shirk treiben, hassen und anfeinden.

Und dies ist die Millah von Ibrahim (ـ ). Jeder, der sich von ihr abwendet ist schwachsinnig (siehe 2:130), denn sie ist es, über die Allah der Erhabene gesagt hat:

ﺎﻧﺮﹶﻔﹶﻛ ﷲﺍِ

ﻥ ﻭﺩ ﻦ ﻣ ﻥﻭﹶ ﺪﺒﻌﺗ ﺎﻤﻣﻭ ﻢﹸ ﻜﻨﻣ ﺍﹾﺅَﺀﺮﺑ ﺎﻧﹺﺇ ﻢﹺ ﻬﻣﻮﹶﻘﻟ ﺍﻮﹸﻟﺎﹶﻗ ﺫﹺﹾ ﺇ ﻪﻌﻣ ﻦﻳ ﺬﱠﻟﺍﻭ ﻢ ﻴﻫﺍﺮﺑﹺﺇ ﻲﻓ ﺔﹲﻨﺴﺣ ﺓﹲﻮﺳﺃﹸ ﻢﹸ ﻜﹶﻟ ﺖ ﻧﺎﹶﻛ ﺪﹶ ﻗ} [4 :ﺔﻨﺤﺘﻤﳌﺍ] {ﻩﺪﺣﻭ ﷲﺎﹺِ ﺑ ﺍﻮﻨﻣﺆﺗ ﻰﺘﺣ ﺍﹰﺪﺑﹶﺃ ﺀﺎُ ﻀﻐﺒﻟﺍﻭ ﺓﹸﻭﺍﺪﻌﻟﺍ ﻢﹸ ﻜﻨﻴﺑﻭ ﺎﻨﻨﻴﺑ ﺍﺪﺑﻭ ﻢﹸ ﻜﹺﺑ

60:4. Ihr habt bereits ein schönes Beispiel an Ibrahim und denen mit ihm, als sie zu ihrem Volk sagten: "Wir sagen uns von euch los, und davon, was ihr statt Allah anbetet. Wir machen Kufr gegen euch und zwischen uns und euch ist ab nun Feindschaft und Hass auf ewig, bis ihr nur an Allah Iman habt! …"

Und atTaghut ist eine allgemeine Bezeichnung. Sie beschreibt denjenigen, dem neben Allah ’Ibadah entgegengebracht wird, während er selbst damit zufrieden ist. Wenn jemandem Anbetung, Folgeleistung oder Gehorsam angeboten wird, und daraus ein Ungehorsam gegenüber Allah und seinem Gesandten resultiert, so ist dieser ein Taghut.

Es gibt viele Tawaghit, doch haben sie fünf Führer

Der erste ist der Satan, der dazu aufruft, jemand anderem als Allah ’Ibadah entgegenzubringen, und der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:

[60 :ﺲﻳ] {ﲔﹺ ﺒﻣ ﻭ ﺪﻋ ﻢﹸ ﻜﹶﻟ ﻪﻧﹺﺇ ﻥﺎﹶﹶ ﻄﻴﺸﻟﺍ ﺍﻭﺪﺒﻌﺗ ﺎﱠﻟ ﻥﹶﺃ ﻡﺩﺁ ﻲﹺﻨﺑ ﺎﻳ ﻢﹸ ﻜﻴﹶﻟﹺﺇ ﺪ ﻬﻋﹶﺃ ﻢﹶ ﻟﹶﺃ}

36:60. Habe ich euch, Ihr Kinder Adams, nicht geboten, dass ihr dem Satan keine ’Ibadah entgegenbringen sollt? Er ist euch ein offenkundiger Feind!

Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah
Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Dies ist unsere Aqidah

Der zweite ist der tyrannische Herrscher, der Allahs Gesetze verändert. Der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:

ﺪﹶ ﻗﻭ ﺕﻮﹸ

ﻏﺎّﻄﻟﺍﹶ

ﻰﹶﻟﹺﺇ ﺍﻮﻤﹶﻛﺎﺤﺘﻳ ﻥﹶﹾ ﺃ ﻥﻭﹶ ﺪﻳﹺﺮﻳ ﻚ ﻠﺒﹶﻗ ﻦ ﻣ ﻝﹺﹶ ﺰﻧﹸﺃ ﺎﻣﻭ ﻚ ﻴﹶﻟﺇﹺ ﻝﹺﹶ ﺰﻧﹸﺃ ﺎﻤﹺﺑ ﺍﻮﻨﻣﺁ ﻢ ﻬّﻧﹶﺃ ﻥﻮﹶ ﻤﻋﺰﻳ ﻦﻳ ﺬّ ﻟﺍﹶ ﻰﹶﻟﹺﺇ ﺮ ﺗ ﻢﹶ ﻟﹶﺃ}

[60 :ﺀﺎﺴﻨﻟﺍ] {ﺍﺪﻴﻌﺑ ﻻﻼﺿ ﻢ ﻬّﻠﹶﻀﻳ ﻥﹶﹾ ﺃ ﻥﺎﹶﹸ ﻄﻴّﺸﻟﺍ

ﺪﻳﹺ ﺮﻳﻭ ﻪﹺﺑ ﺍﻭﺮﹸﻔﹾﻜﻳ ﻥﹶﹾ ﺃ ﺍﻭﺮﻣﹸﺃ

4:60. Hast du nicht jene gesehen, die behaupteten, daran Imaan zu haben, was zu dir und was vor dir herabgesandt worden ist (und) eine Entscheidung vom Taghut holen wollen, wo ihnen doch befohlen wurde den Kufr gegen ihn zu begehen. Und der Shaitan will sie in einen schlimmen Irrweg abirren lassen.

Der dritte ist derjenige, der mit etwas anderem richtet, als dem, was Allah herabgesandt hat, und der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:

[44 :ﺓﺪﺋﺎﳌﺍ] {ﻥﻭﹶ ﺮﻓﺎﹶﻜﹾﻟﺍ ﻢ ﻫ ﻚ ﺌﹶﻟﻭﹸﺄﹶﻓ ﻪﹼﻠﻟﺍ ﻝﹶ ﺰﻧﹶﺃ ﺎﻤﹺﺑ ﻢﹸﻜﺤﻳ ﻢﱠ ﻟ ﻦﻣﻭ}

5:44. … Und wer nicht nach dem richtet, was Allah herabgesandt hat, so sind genau diese die Kafiruun!

Der vierte ist derjenige, der behauptet neben Allah Wissen über alGhaib (Verborgenes, Unbekanntes) zu besitzen. Der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:

{ﺍﺪﹰ ﺻﺭ ﻪﻔﹾﻠﺧ ﻦ ﻣﻭ ﻪﻳﺪﻳ ﻦﹺ ﻴﺑ ﻦﻣ ﻚﹸ ﻠﺴﻳ ﻪﻧﹺﺈﹶﻓ ﻝﻮﹴ ﺳﺭ ﻦﻣ ﻰﻀﺗﺭﺍ ﻦﹺ ﻣ ﺎﱠﻟﹺﺇ * ﺍﺪﹰ ﺣﹶﺃ ﻪﹺﺒﻴﹶﻏ ﻰﹶﻠﻋ ﺮﹺ ﻬﹾﻈﻳ ﺎﹶﻠﹶﻓ ﺐﹺ ﻴﻐﹾﻟﺍ ﻢ ﻟﺎ ﻋ}

[27-26:ﻦﳉﺍ]

72:26-27. Er ist der Kenner des Verborgenen und enthüllt niemandem Seine Kenntnis vom Verborgenen * außer allein dem, den Er unter Seinen Gesandten erwählt hat. Und dann lässt Er vor ihm und hinter ihm eine Schutzwache.

Der fünfte ist derjenige, dem neben Allah ’Ibadah entgegengebracht wird und er damit zufrieden ist. Der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:

[29:ﺀﺎﻴﺒﻧﻷﺍ] {ﲔ ﻤﻟﺎﱠﻈﻟﺍ ﻱﹺﺰﺠﻧ ﻚ ﻟﹶﺬﹶﻛ ﻢ ﻨﻬﺟ ﻪﻳﹺ ﺰﺠﻧ ﻚ ﻟﹶﺬﹶﻓ ﻪﹺﻧﻭﺩ ﻦﻣ ﻪﹶﻟﹺﺇ ﻲﻧﹺﺇ ﻢ ﻬﻨﻣ ﻞﹸﹾ ﻘﻳ ﻦﻣﻭ }

21:29. Und wer von ihnen sagt: ‚Ich bin ein Gott anstelle von Ihm.‘ Den strafen wir mit der Hölle, so bestrafen wir die Ungerechten.

Und wisse, dass der Mensch nur dann über Iman an Allah verfügen kann, wenn er den Kufr gegen den Taghut vornimmt und der Beweis ist die Aussage des Erhabenen:

ﻻ ﻰﹶﻘﹾﺛﻮﹾﻟﺍ ﺓﻭﺮﻌﹾﻟﺎﹺﺑ ﻚ ﺴﻤﺘﺳﺍ ﺪﹶ ﻘﹶﻓ ﻪّﹶﻠﻟﺎﹺﺑ ﻦ ﻣﺆﻳﻭ ﺕﻮﹸ

ﻏﺎّﻄﻟﺎﹺﹶ ﺑ ﺮﹸ ﻔﹾﻜﻳ ﻦ ﻤﹶﻓ ﻲﹺّ ﻐﹾﻟﺍ ﻦ ﻣ ﺪ ﺷّﺮ ﻟﺍ ﻦّ ﻴﺒﺗ ﺪﹶ ﻗ ﻦﻳّﹺ ﺪﻟﺍ

ﻲﻓ ﻩﺍ ﺮﹾﻛﹺﺇ ﻻ}

[256 :ﺓﺮﻘﺒﻟﺍ] {ﻢﻴ ﻠﻋ ﻊﻴ ﻤﺳ ﻪّﻠﻟﺍﹶ ﻭ ﺎﻬﹶﻟ ﻡﺎ ﺼﻔﻧﺍ

2:256. Es gibt keinen Zwang im Din, das Richtige ist klar vom Falschen unterscheidbar. Wer also dem Taghut Kufr entgegenbringt und an Allah Iman hat, so hat er den sichersten Halt ergriffen, bei dem es kein Zerreißen gibt. Und Allah ist hörend und wissend.