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(11) EP 3 017 265 B1


(12) EUROPÄISCHE PATENTSCHRIFT

(45) Veröffentlichungstag und Bekanntmachung des (51) Int Cl.:


Hinweises auf die Patenterteilung: F41A 21/30 (2006.01) F41A 21/32 (2006.01)
23.08.2017 Patentblatt 2017/34
(86) Internationale Anmeldenummer:
(21) Anmeldenummer: 14747311.0 PCT/EP2014/064481

(22) Anmeldetag: 07.07.2014 (87) Internationale Veröffentlichungsnummer:


WO 2015/001129 (08.01.2015 Gazette 2015/01)

(54) SCHALLDÄMPFER
SILENCER
SILENCIEUX

(84) Benannte Vertragsstaaten: (72) Erfinder: FISCHER, Oliver


AL AT BE BG CH CY CZ DE DK EE ES FI FR GB 6971 Hard (AT)
GR HR HU IE IS IT LI LT LU LV MC MK MT NL NO
PL PT RO RS SE SI SK SM TR (74) Vertreter: 2s - ip Schramm Schneider Bertagnoll
Patentanwälte- und Rechtsanwälte Part mbB
(30) Priorität: 05.07.2013 DE 102013107115 Postfach 86 02 67
81629 München (DE)
(43) Veröffentlichungstag der Anmeldung:
11.05.2016 Patentblatt 2016/19 (56) Entgegenhaltungen:
WO-A1-2008/119098 DE-A1-102006 025 245
(73) Patentinhaber: Steindl, Andreas US-B1- 6 267 279
3430 Tulln (AT)
EP 3 017 265 B1

Anmerkung: Innerhalb von neun Monaten nach Bekanntmachung des Hinweises auf die Erteilung des europäischen
Patents im Europäischen Patentblatt kann jedermann nach Maßgabe der Ausführungsordnung beim Europäischen
Patentamt gegen dieses Patent Einspruch einlegen. Der Einspruch gilt erst als eingelegt, wenn die Einspruchsgebühr
entrichtet worden ist. (Art. 99(1) Europäisches Patentübereinkommen).

Printed by Jouve, 75001 PARIS (FR)


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Beschreibung der eine axiale Bewegung des Waffenlaufes relativ zum


Schalldämpfer zulässt. Mit dem Impulsgeber wird also
Gegenstand der Erfindung der Waffenlauf von dem Schalldämpfer mechanisch ent-
koppelt, sodass die Selbstladefunktion der Schusswaffe
[0001] Die Erfindung betrifft einen Schalldämpfer für 5 trotz Schalldämpfer weitgehend gewährleistet ist.
eine Handfeuerwaffe sowie eine Handfeuerwaffe mit ei- [0009] Die Verwendung von Impulsgebern hat aller-
nem erfindungsgemäßen Schalldämpfer. dings den Nachteil, dass diese leicht verschmutzen
und/oder Schäden an den Gewinden des Impulsgebers
Stand der Technik und Hintergrund der Erfindung zu Beeinträchtigungen der Funktion der Schusswaffe
10 führen können. Zudem ist die Herstellung der Impulsge-
[0002] Unter dem Begriff "Handfeuerwaffen" werden ber verhältnismäßig komplex und teuer, was sich negativ
Faustfeuerwaffen verstanden, etwa Rückstoßladerwaf- auf den Preis eines Schalldämpfers auswirkt.
fen, Gasdruckladerwaffen, Pistolen oder dergleichen. [0010] Sowohl bei Schalldämpfern, die direkt am vor-
Die Erfindung wird am Beispiel einer Handfeuerwaffe be- deren Ende des Waffenlaufes aufgeschraubt werden, als
schrieben, obwohl die vorliegende Erfindung hierauf 15 auch bei Schalldämpfern, die über einen Impulsgeber
nicht beschränkt ist und auch bei Langwaffen zum Ein- am vorderen Ende des Waffenlaufes befestigt werden,
satz kommen kann. ist es nachteilig, dass sowohl die Montage des Schall-
[0003] Es ist bekannt, Schusswaffen mit einem Schall- dämpfers als auch die Demontage des Schalldämpfers
dämpfer auszurüsten, um die Schallemission zu redu- relativ viel Zeit in Anspruch nimmt. Ferner muss beim
zieren, die von den beim Schuss aus der Laufmündung 20 Aufschrauben des Schalldämpfers immer gewährleistet
ausströmenden, unter hohem Druck stehenden und ex- werden, dass dieser fest verschraubt ist.
plosionsartig expandieren Gasen ausgeht. [0011] Aus der WO 2008/119098 ist eine mechanisch
[0004] Schalldämpfer können über ein Schraubgewin- lösbare Verbindung zwischen einer Pistole und einem
de am vorderen Ende des Waffenlaufes aufgeschraubt Zusatzgerät bekannt. An der Pistole ist eine Schiene vor-
werden. Ein solcher Schalldämpfer ist beispielsweise 25 gesehen, in die eine passende Aufnahme des Zusatz-
aus der DE 42 31 183 C1 bekannt. gerätes eingreift. Die Aufnahme ist an der hinteren Stirn-
[0005] Bei Handfeuerwaffen mit feststehendem Lauf wand des Zusatzgerätes angeordnet.
bereitet der Schalldämpfer nur geringe Probleme, was [0012] Aus der DE 10 2006 025 245 A1 ist ein Schall-
die Selbstladefunktion der Waffe betrifft. dämpfer für eine Waffe, insbesondere Pistole bekannt,
[0006] Bei Handfeuerwaffen mit einem beweglichen 30 wobei in dem Schalldämpfer eine Zieleinrichtung einge-
Lauf erweist sich die Aufrechterhaltung der Selbstlade- bunden ist. Der Schalldämpfer selbst wird auf den Waf-
funktion der Waffe als problematisch. Denn ein auf den fenlauf aufgeschraubt.
Lauf oder an den Verschluss aufgeschraubter Schall-
dämpfer erhöht die beim Schuss zurücklaufende Masse, Aufgabe der Erfindung
wodurch die Rücklaufgeschwindigkeit von Lauf und Ver- 35
schluss abnimmt. Dies kann zur Folge haben, dass die [0013] Aufgabe der Erfindung ist es daher, einen
Selbstladefunktion der Waffe entweder vollständig un- Schalldämpfer für eine Handfeuerwaffe bereitzustellen,
terbleibt oder es zu Funktionsstörungen kommen kann, der eine einfache, sichere und schnelle Montage bzw.
weil etwa der Auswurf der Patronenhülse und/oder die Demontage des Schalldämpfers an der Handfeuerwaffe
Zufuhr einer neuen Patrone nur unvollständig erfolgen 40 ermöglicht und der bei Handfeuerwaffen mit einer Selbst-
und die Waffe nicht mehr vollständig verriegelt. Beson- ladefunktion bzw. mit einem beweglichen Lauf auch ohne
ders problematisch erweist sich dies bei Schusswaffen Impulsgeber verwendet werden kann, ohne dass die
mit einem rücklaufenden und abkippenden Lauf (Brow- Selbstladefunktion beeinträchtigt wird.
ning-Prinzip), weil hier der Schalldämpfer auch noch an-
gehoben werden muss. 45 Erfindungsgemäße Lösung
[0007] In der Praxis wurde versucht, dieses Problem
durch leichtere bzw. kleinere Schalldämpfer zu lösen. [0014] Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch ei-
Dies hat allerdings den Nachteil, dass bei entsprechend nen Schalldämpfer für eine Handfeuerwaffe sowie durch
leichten Schalldämpfern die Stabilität des Schalldämp- eine Handfeuerwaffe mit einem erfindungsgemäßen
fers nachlässt und dass bei kleineren Schalldämpfern 50 Schalldämpfer nach den unabhängigen Patentansprü-
die Dämpfwirkung mitunter zum Teil erheblich reduziert chen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen und Weiterbil-
wird. dungen der Erfindung sind in den jeweiligen abhängigen
[0008] Eine Lösung für dieses Problem besteht darin, Ansprüchen angegeben.
den Schalldämpfer und den Waffenlauf nicht starr mit- [0015] Bereitgestellt wird demnach ein Schalldämpfer
einander zu verbinden, sondern zwischen dem Schall- 55 für eine Schusswaffe, insbesondere Handfeuerwaffe,
dämpfer und dem Waffenlauf einen sogenannten Impuls- umfassend
geber anzuordnen, der einerseits mit dem Schalldämpfer
und andererseits mit dem Waffenlauf verbunden ist und - ein Schalldämpfergehäuse mit einer hinteren Stirn-

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wand, die dem Waffenlauf der Schusswaffe zuge- Längsführung auch quer zur Längsachse des Schall-
wandt ist, und einer der hinteren Stirnwand gegen- dämpfergehäuses bzw. der Befestigungsschiene verlau-
überliegenden vorderen Stirnwand, und fen.
- eine an dem Schalldämpfergehäuse angeordnete [0024] Die Befestigungsschiene kann über die hintere
Befestigungsschiene, zum Befestigen des Schall- 5 Stirnwand des Schalldämpfergehäuses hinausragen.
dämpfers an der Schusswaffe. [0025] Die Befestigungsschiene weist vorteilhafter
Weise, insbesondere in dem über die hintere Stirnwand
[0016] Die Befestigungsschiene ist an einer unteren hinausragenden Bereich ein im Wesentlichen U-förmi-
Seitenwand des Schalldämpfergehäuses angeordnet. ges Profil auf.
Die untere Seitenwand ist zwischen der hinteren Stirn- 10 [0026] Die zumindest eine Längsführung kann eine
wand und der vorderen Stirnwand angeordnet bzw. ver- erste Längsführung und eine zweite Längsführung um-
läuft zwischen der hinteren Stirnwand und der vorderen fassen, wobei
Stirnwand. Vorzugsweise verbindet die untere Seiten-
wand die hintere Stirnwand mit der vorderen Stirnwand. - die erste Längsführung an der Innenfläche einer ers-
Die untere Seitenwand ist vorzugweise im Wesentlichen 15 ten Seitenwandung des U-förmigen Profils und
in einem Winkel von 90° zur hinteren Stirnwand und/oder - die zweite Längsführung an der Innenfläche einer
zur vorderen Stirnwand angeordnet. zweiten Seitenwandung des U-förmigen Profils
[0017] Durch das Vorsehen der Befestigungsschiene
wird es in vorteilhafter ermöglicht, dass der Schalldämp- ausgebildet sind.
fer an einer Montageschiene der Waffe bzw. Schusswaf- 20 [0027] In der Befestigungsschiene kann ein zumindest
fe befestigt werden kann, ohne dass der Schalldämpfer teilweise offener Querkanal ausgebildet sein, zur Auf-
mit dem Waffenlauf der Waffe bzw. Schusswaffe ver- nahme einer Verriegelungs- und/oder Arretiereinrich-
schraubt werden muss. Der Schalldämpfer kann einfach tung.
auf die Montageschiene, die an der Unterseite des Griff- [0028] Die hintere Stirnwand kann eine Aufnahmeöff-
stückes der Waffe angeordnet ist, aufgeschoben wer- 25 nung aufweisen, in die ein vorderes Ende eines Waffen-
den. Dadurch wird eine besonders einfache und schnelle laufes in Eingriff gebracht werden kann. Die Befesti-
Montage und Demontage des Schalldämpfers an bzw. gungsschiene kann unterhalb der Aufhahmeöffnung an-
von der Waffe ermöglicht. geordnet sein.
[0018] Dadurch wird es möglich den Schalldämpfer an [0029] Vorteilhaft ist es, wenn das Innenprofil des U-
einer über den Waffenlauf hinausragenden Montage- 30 förmigen Profils der Befestigungsschiene weitgehend
schiene zu befestigen. Alternativ kann eine Verbindungs- mit einem Außenprofil einer Montageschiene der
schiene verwendet werden, die an der Montageschiene Schusswaffe korrespondiert, damit die Befestigungs-
der Waffe bzw. Schusswaffe befestigt wird und nach dem schiene mit der Montageschiene in Eingriff gebracht wer-
Befestigen über den Waffenlauf hinausragt, wobei der den kann, um den Schalldämpfer an der Schusswaffe
Schalldämpfer über seine Befestigungsschiene an der 35 lösbar zu befestigen.
Verbindungsschiene befestigt wird. An der Unterseite [0030] In einer Ausgestaltung des Schalldämpfers
der Verbindungsschiene kann etwa ein Griffstück ange- kann die Befestigungsschiene zumindest teilweise als
ordnet sein. Montageschiene ausgestaltet sein. Dadurch kann einer-
[0019] Vorzugsweise ist genau eine Befestigungs- seits der Schalldämpfer an der Waffe befestigt werden
schiene vorgesehen. Zwei seitlich an dem Schalldämpfer 40 und andererseits können zusätzliche Vorrichtungen, et-
angeordnete Befestigungsschienen haben nämlich den wa ein taktisches Licht an dem Schalldämpfer befestigt
Nachtteil dass bei der Montage beidseitig auf die Pas- werden.
sung geachtet werden muss, was zu einer langsameren [0031] Die Befestigungsschiene kann sich im Wesent-
Montage führen kann, denn es müssen beide Befesti- lichen über die gesamte Länge des Schalldämpferge-
gungsschienen an dem entsprechenden Gegenstück an 45 häuses erstrecken.
der Waffe aufgeschoben werden. [0032] Die vordere Stirnwand des Schalldämpferge-
[0020] In dem Schalldämpfergehäuse kann zwischen häuses kann als eine von dem Schalldämpfergehäuse
der hinteren Stirnwand und der vorderen Stirnwand ein lösbare Abdeckung ausgestaltet sein.
Schusskanal für ein Geschoß ausgebildet sein. Der [0033] Die Abdeckung kann wannenförmig ausgestal-
Schusskanal kann parallel zur Längsachse des Schall- 50 tet sein.
dämpfergehäuses verlaufen. [0034] In einer Ausgestaltung des Schalldämpfers
[0021] Die Befestigungsschiene kann sich parallel zur kann in dem Schalldämpfergehäuse zwischen der hinte-
Längsachse des Schalldämpfergehäuses erstrecken. ren Stirnwand und der vorderen Stirnwand ein parallel
[0022] Vorteilhaft ist es, wenn die Befestigungsschie- zur Längsachse des Schalldämpfergehäuses verlaufen-
ne zumindest eine Längsführung aufweist. 55 der Lichtkanal mit einer Eintrittsöffnung an der hinteren
[0023] Die zumindest eine Längsführung kann parallel Stirnwand und einer Austrittsöffnung an der vorderen
zur Längsachse des Schalldämpfergehäuses bzw. der Stirnwand angeordnet sein.
Befestigungsschiene verlaufen. Alternativ kann die [0035] Der Lichtkanal ist vorzugsweise druck-

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und/oder luftdicht gegen eine Gaskammer des Schall- [0048] Das Schott kann in dem Aufnahmekanal in
dämpfers ausgestaltet. Längsrichtung relativ zu dem Aufhahmekanal bewegbar
[0036] In der vorderen Stirnwand kann ein Leuchtmit- sein. Dadurch kann das Volumen der Expansionskam-
tel, vorzugsweise eine Laserdiode, angeordnet sein. mer angepasst werden.
[0037] In dem Schalldämpfergehäuse kann eine Steu- 5 [0049] Die Steuerelektronik kann angepasst sein,
erelektronik und/oder eine Stromversorgung für das nach einer Detektion eines Abfeuerns einer Munition das
Leuchtmittel vorgesehen sein. Leuchtmittel zu veranlassen einen Lichtstrahl, vorzugs-
[0038] Das Leuchtmittel, die Steuerelektronik und die weise einen Laserstrahl, besonders bevorzugt einen co-
Stromversorgung können in einem vorzugsweise luft- dierten Laserstrahl, zu emittieren.
und/oder druckdichten Gehäuse angeordnet sein, wobei 10 [0050] Vor der hinteren Stirnwand (d.h., außerhalb des
das Leuchtmittel in einer Seitenwandung des Gehäuse Schalldämpfergehäuses) und im Wesentlichen parallel
angeordnet ist, und wobei das Gehäuse und die darin zur hinteren Stirnwand kann eine Abdeckplatte angeord-
angeordneten Komponenten (Leuchtmittel, Steuerelekt- net sein, die in vertikaler Richtung relativ zur hinteren
ronik und Stromversorgung) zusammen ein Leuchtmit- Stirnwand bewegbar ist. Die Abdeckplatte kann sowohl
telmodul bilden. 15 bei einem erfindungsgemäßen Schalldämpfer als auch
[0039] Im Schalldämpfergehäuse kann im Bereich der bei einem als Duellsimulator vorgesehenen Schalldämp-
vorderen Stirnwand eine Aussparung vorgesehen sein, fer vorgesehen sein.
zur Aufnahme des Leuchtmittelmoduls. [0051] Die Abdeckplatte weist vorzugsweise eine zur
[0040] In einer Ausgestaltung der Erfindung kann die Aufnahmeöffnung des Schalldämpfergehäuses konzen-
Steuerelektronik oder das Leuchtmittelmodul eine Sen- 20 trische Öffnung oder Aussparung auf, die die Abdeck-
soreinheit zur Detektion eines Abfeuerns einer Munition, platte vollständig durchdringt und die im Wesentlichen
insbesondere Knall- und/oder Manövermunition, umfas- die gleiche Größe und Form der Aufhahmeöffnung auf-
sen. weist.
[0041] Vorzugsweise umfasst die Sensoreinheit einen [0052] An der Unterseite der Abdeckplatte kann ein
Drucksensor und/oder einen Akustiksensor. 25 Federelement angeordnet sein.
[0042] In einer Ausgestaltung der Erfindung kann der [0053] An der der hinteren Stirnwand zugewandten
Schalldämpfer als Duellsimulator ausgestaltet sein, wo- Seite der Abdeckplatte können Führungsschienen oder
bei in dem Schalldämpfergehäuse eine Expansionskam- Führungsfugen vorgesehen sein (es kann auch nur eine
mer ausgebildet ist, in die ein Überdruckkanal mündet, Führungsschiene oder Führungsfuge vorgesehen sein),
der zum Abführen von in der Expansionskammer expan- 30 die in Führungsfugen oder Führungsschienen an der hin-
dierenden Gasen vorgesehen ist. Dadurch kann der teren Stirnwand eingreifen.
Schalldämpfer als Duellsimulator verwendet werden, der [0054] Die Führungsfugen und Führungsschienen
besonders einfach und sicher an einer Montageschiene können nach Art einer Schwalbenschwanzführung aus-
der Waffe befestigt werden kann. Ein Verschrauben des gebildet sein.
Duellsimulators mit dem Waffenlauf ist dabei nicht not- 35 [0055] In der Abdeckplatte kann unterhalb der Öffnung
wendig. oder Aussparung ein Loch, vorzugsweise ein Langloch,
[0043] In dem Schalldämpfergehäuse (bzw. Gehäuse vorgesehen sein.
des als Duellsimulator vorgesehenen Schalldämpfers) [0056] Besonders vorteilhaft ist es, wenn eine zwi-
kann zwischen der hinteren Stirnwand und der vorderen schen der hinteren Stirnwand und der vorderen Stirn-
Stirnwand ein Aufnahmekanal angeordnet sein, wobei 40 wand verlaufende obere Wand des Schalldämpferge-
die Expansionskammer in dem Aufnahmekanal ausge- häuses nach der Montage an der Waffe mit dem Ver-
bildet ist. schluss der Waffe fluchtet.
[0044] In dem Aufnahmekanal kann ein Schott ange- [0057] Als besonders vorteilhaft hat es sich erwiesen,
ordnet sein, der die Expansionskammer in Richtung zur wenn ein oberer Abschnitt des Schalldämpfergehäuses
vorderen Stirnwand begrenzt, vorzugsweise druckdicht 45 im Wesentlichen das gleiche Außenprofil und/oder die
begrenzt. gleichen Abmessungen aufweist wie ein oberer Ab-
[0045] Die Expansionskammer kann koaxial zu einem schnitt des Verschlusses der Waffe.
Waffenlauf angeordnet sein und waffenlaufseitig weitge- [0058] Das Schalldämpfergehäuse und die Befesti-
hend druckdicht mit dem Waffenlauf koppelbar ist. gungsschiene können einteilig oder einstückig ausge-
[0046] Die Expansionskammer kann waffenlaufseitig 50 staltet sein.
von einem an der Mündungsöffnung des Waffenlaufes [0059] Des Weiteren wird ein Duellsimulator für eine
angeordneten Reduzierstück verschließbar sein, wobei Schusswaffe bereitgestellt, umfassend
das Reduzierstück einen Längskanal aufweist, der die
Expansionskammer mit dem Waffenlauf, d.h., mit dem - ein Gehäuse mit einer hinteren Stirnwand, die dem
Innenraum des Waffenlaufes verbindet. 55 Waffenlauf der Schusswaffe zugewandt ist, und ei-
[0047] Hinter dem Schott, d.h., in Richtung zur vorde- ner der hinteren Stirnwand gegenüberliegenden vor-
ren Stirnwand kann das Leuchtmittelmodul angeordnet deren Stirnwand, und
sein. - eine an dem Schalldämpfergehäuse angeordnete

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Befestigungsschiene, zum Befestigen des Duellsi- schnitt;


mulators an der Schusswaffe. Fig. 1b einen erfindungsgemäßen Schalldämpfer in
einer perspektivischen Ansicht, sowie zwei al-
[0060] Dadurch kann der Duellsimulator besonders ternative Profile einer Befestigungsschiene
einfach und sicher an einer Montageschiene der Waffe 5 des erfindungsgemäßen Schalldämpfers;
bzw. Schusswaffe befestigt werden. Ein Verschrauben Fig. 2 einen erfindungsgemäßen Schalldämpfer in
des Duellsimulators mit dem Waffenlauf ist dabei nicht einer Schnittansicht entlang der Längsachse
notwendig. des Schalldämpfers sowie eine Ansicht des
[0061] In dem Gehäuse des Duellsimulators kann eine vorderen Endes und des hinteren Endes des
Expansionskammer ausgebildet sein, in die ein Über- 10 Schalldämpfers;
druckkanal mündet, der zum Abführen von in der Expan- Fig. 3 eine Abdeckung zum Abdecken des vorderen
sionskammer expandierenden Gasen vorgesehen ist. Endes des Schalldämpfers;
[0062] In dem Gehäuse des kann zwischen der hinte- Fig. 4 einen Einsatz des Schalldämpfers in einer An-
ren Stirnwand und der vorderen Stirnwand ein Aufnah- sicht von vorne sowie in einer Schnittansicht
mekanal angeordnet sein, wobei die Expansionskammer 15 entlang der Längsachse;
in dem Aufnahmekanal ausgebildet ist. Fig. 5 eine perspektivische Schnittansicht entlang
[0063] In dem Aufnahmekanal kann ein Schott ange- der Längsachse des erfindungsgemäßen
ordnet sein, der die Expansionskammer in Richtung zur Schalldämpfers;
vorderen Stirnwand begrenzt, vorzugsweise druckdicht Fig. 6 eine alternative Ausgestaltung eines erfin-
begrenzt. 20 dungsgemäßen Schalldämpfers mit einer Ab-
[0064] Die Expansionskammer kann koaxial zu einem deckplatte, sowie zwei mögliche Ausgestal-
Waffenlauf angeordnet sein und waffenlaufseitig weitge- tungen der Abdeckplatte;
hend druckdicht mit dem Waffenlauf koppelbar ist. Fig. 7 eine weitere Ausgestaltung eines erfindungs-
[0065] Die Expansionskammer kann waffenlaufseitig gemäßen Schalldämpfers in einer Ansicht von
von einem an der Mündungsöffnung des Waffenlaufes 25 hinten, in einer Schnittansicht entlang der
angeordneten Reduzierstück verschließbar sein, wobei Längsachse sowie in einer perspektivischen
das Reduzierstück einen Längskanal aufweist, der die Ansicht;
Expansionskammer mit dem Waffenlauf, d.h., mit dem Fig. 8 das vordere Ende eines erfindungsgemäßen
Innenraum des Waffenlaufes verbindet. Schalldämpfers mit einer darin angeordneten
[0066] Hinter dem Schott, d.h., in Richtung zur vorde- 30 Leuchteinrichtung;
ren Stirnwand kann ein Leuchtmittelmodul angeordnet Fig. 9a einen an der Waffe montierten erfindungsge-
sein. mäßen Schalldämpfer;
[0067] Das Schott kann in dem Aufnahmekanal in Fig. 9b einen an der Waffe montierten erfindungsge-
Längsrichtung relativ zu dem Aufhahmekanal bewegbar mäßen Schalldämpfer, wobei die Montage
sein. Dadurch kann das Volumen der Expansionskam- 35 über eine Verbindungsschiene erfolgt; und
mer angepasst werden. Fig. 10 einen erfindungsgemäßen Schalldämpfer,
[0068] Eine Steuerelektronik des Leuchtmittelmoduls der erfindungsgemäß als Duellsimulator aus-
kann angepasst sein, ein Abfeuern einer Munition (z.B. gestaltet ist.
Knall- und/oder Manövermunition) zur Detektieren, vor-
zugsweise mit einem Drucksensor und/oder einen Akus- 40 Detaillierte Beschreibung der Erfindung
tiksensor. Die Steuerelektronik kann weiter angepasst
sein, nach einer Detektion eines Abfeuerns einer Muni- [0071] Der nachfolgend beschriebene erfindungsge-
tion ein Leuchtmittel des Leuchtmittelmoduls zu veran- mäße Schalldämpfer weist den wesentlichen Vorteil auf,
lassen einen Lichtstrahl, vorzugsweise einen Laser- dass dieser besonders einfach, sicher und schnell, ins-
strahl, besonders bevorzugt einen codierten Laserstrahl, 45 besondere ohne ein Verschrauben an der Waffe befestigt
zu emittieren. bzw. montiert und demontiert werden kann. Ein weiterer
[0069] Bereitgestellt wird ferner eine Schusswaffe, ins- wesentlicher Vorteil des erfindungsgemäßen Schall-
besondere Handfeuerwaffe, aufweisend einen erfin- dämpfers liegt darin, dass dieser auch für Handfeuerwaf-
dungsgemäßen Schalldämpfer. fen verwendet werden kann, die einen beweglichen Lauf
50 bzw. eine Selbstladefunktion aufweisen, ohne hierfür ei-
Kurzbeschreibung der Figuren nen Impulsgeber verwenden zu müssen, wobei dennoch
die Selbstladefunktion der Handfeuerwaffe aufrechter-
[0070] Einzelheiten und Merkmale der Erfindung erge- halten bleibt. Als besonders vorteilhaft hat sich die Ver-
ben sich aus der nachfolgenden Beschreibung in Ver- wendung des erfindungsgemäßen Schalldämpfers für
bindung mit der Zeichnung. Es zeigt: 55 Handfeuerwaffen erwiesen, die einen rücklaufenden und
abkippenden Lauf aufweisen.
Fig. 1a einen erfindungsgemäßen Schalldämpfer in [0072] Fig. 1a zeigt einen erfindungsgemäßen Schall-
einer perspektivischen Ansicht und im Quer- dämpfer 10 in einer perspektivischen Ansicht und in ei-

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nem Querschnitt. lungs- bzw. Arretiereinrichtung wird gewährleistet, dass


[0073] Der Schalldämpfer umfasst in der hier gezeig- sich der Schalldämpfer 10 nicht selbstständig von der
ten Ausführungsform ein im Wesentlichen quaderförmi- Waffe lösen kann.
ges Schalldämpfergehäuse 11 und eine Befestigungs- [0079] Fig. 1b zeigt eine alternative Ausgestaltung ei-
schiene 30, die hier an einer unteren Seite 13 des Schall- 5 nes erfindungsgemäßen Schalldämpfers 10 mit einer
dämpfergehäuses angeordnet ist. Das Schalldämpfer- Montageschiene 30 in einer perspektivischen Ansicht.
gehäuse kann auch eine im Wesentlichen zylindrische [0080] Der Schalldämpfer umfasst in der hier gezeig-
Form aufweisen, wobei auch bei einem zylindrischen ten Ausführungsform ein im Wesentlichen quaderförmi-
Schalldämpfergehäuse eine Befestigungsschiene erfin- ges Schalldämpfergehäuse 11 und eine Befestigungs-
dungsgemäß angeordnet werden kann. 10 schiene 30.
[0074] Der Schalldämpfer kann über die Befestigungs- [0081] Das Schalldämpfergehäuse weist eine hintere
schiene 30 an der Waffe befestigt werden, sodass das Stirnwand HE, die im montierten Zustand dem Waffen-
vordere Ende des Waffenlaufes in Eingriff mit der Auf- lauf der Schusswaffe zugewandt ist, und eine der hinte-
nahmeöffnung 25 des Schalldämpfers kommt. Zum Be- ren Stirnwand gegenüberliegende vordere Stirnwand
festigen des Schalldämpfers 10 an der Waffe kann eine 15 VE. Zwischen der hinteren Stirnwand und der vorderen
Verbindungsschiene 95 vorgesehen sein, wie in Fig. 9b Stirnwand ist eine obere Wand 12 des Schalldämpfer-
gezeigt. Die Verbindungsschiene kann an einer Monta- gehäuses ausgebildet.
geschiene der Waffe befestigt werden und der Schall- [0082] Das Schalldämpfergehäuse 11 kann auch eine
dämpfer kann mit seiner Befestigungsschiene 30 an der andere Form als die hier gezeigte quaderförmige Form
Verbindungsschiene befestigt werden. In einer Ausge- 20 aufweisen. Insbesondere kann das Schalldämpferge-
staltung kann die Montageschiene der Waffe über das häuse eine im Wesentlichen zylindrische Form aufwei-
vordere Ende des Waffenlaufes hinausragen, sodass der sen, wobei auch bei einem zylindrischen Schalldämpfer-
Schalldämpfer über seine Befestigungsschiene 30 direkt gehäuse eine Befestigungsschiene erfindungsgemäß
an der Montageschiene der Waffe befestigt werden kann. angeordnet werden kann.
[0075] Sowohl die Verbindungsschiene als auch der 25 [0083] An dem hinteren Ende bzw. an der hinteren
vorne überstehende Teil der Montageschiene sind an Stirnwand HE des Schalldämpfergehäuses 11 ist eine
der Oberseite derart ausgestaltet, dass die Befesti- Aufnahmeöffnung 25 vorgesehen, in die das vordere En-
gungsschiene 30 des Schalldämpfers auf die Verbin- de eines Waffenlaufes eingreift bzw. in Eingriff gebracht
dungsschiene bzw. auf den vorne überstehenden Teil werden kann. Im Inneren und im Anschluss an die Auf-
der Montageschiene von vorne in Richtung des Waffen- 30 nahmeöffnung 25 des Schalldämpfergehäuses 11 ist ein
laufes aufgeschoben werden kann. Dadurch muss der axial bzw. parallel zur Längsachse LA verlaufender
Schalldämpfer nicht mehr auf den Waffenlauf aufge- Schusskanal 20 für ein Geschoß ausgebildet.
schraubt werden und es wird vermieden, dass Schall- [0084] Die Befestigungsschiene 30 ist im unteren Be-
dämpfer fest mit dem Waffenlauf verbunden ist, sodass reich des Schalldämpfergehäuses 11 und unterhalb der
der Waffenlauf unabhängig von dem Schalldämpfer be- 35 Aufnahmeöffnung 25 angeordnet und erstreckt sich in
weglich bzw. bewegbar ist. Dies hat insbesondere bei Längsrichtung, d.h., parallel zur Längsachse LA des
Waffen, die nach dem Browning-Prinzip arbeiten Vortei- Schalldämpfergehäuses 11 über die hintere Stirnwand
le, weil der Schalldämpfer nicht mit angehoben werden HE hinaus. Die Befestigungsschiene weist in der hier ge-
muss. Zudem kann auf einen Impulsgeber verzichtet zeigten Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen
werden. 40 Schalldämpfers ein U-förmiges Profil auf. An den beiden
[0076] Ferner sind eine im Vergleich zu aufschraub- Seitenwandungen 31 der U-förmigen Befestigungs-
baren Schalldämpfern schnellere Montage und Demon- schiene 30 sind jeweils Längsführungen 32 vorgesehen,
tage möglich. die parallel zur Längsachse LA des Schalldämpfers 10
[0077] An der Unterseite der Verbindungsschiene verlaufen.
kann ein Griffstück angeordnet sein, sodass die Waffe, 45 [0085] In der in der perspektivischen Ansicht des
etwa ein Pistole mit zwei Händen gehalten werden kann. Schalldämpfers 10 gezeigten Ausgestaltung der Befes-
Die Verbindungsschiene kann an der Unterseite als Mon- tigungsschiene 30 weist jede Seitenwandung 31 eine axi-
tageschiene ausgestaltet sein, um weiteres Zubehör, et- al verlaufende Führungsfuge 32 auf, die sich im Wesent-
wa ein taktisches Licht an der Verbindungsschiene an- lichen über die gesamte Länge der Befestigungsschiene
zuordnen bzw. zu befestigen. 50 30 erstreckt.
[0078] In der Befestigungsschiene 30 kann ist ein (in [0086] Mit der Befestigungsschiene 30 wird der Schall-
Fig. 1a nicht gezeigter) Querkanal 33 ausgebildet sein, dämpfer 10 an einer Montageschiene einer Schusswaffe
der im Wesentlichen parallel zur Querachse QA des befestigt, sodass ein vorderes Ende des Waffenlaufes in
Schalldämpfers 10 verläuft. Der Querkanal 33 ist zur Auf- Eingriff mit der Aufnahmeöffnung 25 des Schalldämpfers
nahme einer Verriegelungs- bzw. Arretiereinrichtung vor- 55 kommt. Das Innenprofil der Befestigungsschiene 30 ist
gesehen, die hier nicht gezeigt ist, zum Arretieren des an das Außenprofil der Montageschiene der Schusswaf-
Schalldämpfers an der Montageschiene der Schusswaf- fe angepasst.
fe bzw. an der Verbindungsschiene. Mit der Verriege- [0087] In einem unteren Bereich der Befestigungs-

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schiene 30 ist ein Querkanal 33 ausgebildet, der im We- die Längsführungen nur über einen bestimmten Bereich
sentlichen parallel zur Querachse QA des Schalldämp- erstrecken, was letztlich von der konkreten Ausgestal-
fers 10 verläuft. Der Querkanal 33 ist zur Aufnahme einer tung der korrespondierenden Längsführungen der Mon-
Verriegelungs- bzw. Arretiereinrichtung vorgesehen, die tageschiene der Waffe abhängt. Wichtig ist lediglich,
hier nicht gezeigt ist, zum Arretieren des Schalldämpfers 5 dass die Längsführungen 32 der Befestigungsschiene
an der Montageschiene der Schusswaffe. Mit der Ver- mit entsprechenden Längsführungen an der Montage-
riegelungs- bzw. Arretiereinrichtung wird gewährleistet, schiene der Handfeuerwaffe korrespondieren und eine
dass sich der Schalldämpfer 10 nicht selbstständig von Bewegung des Schalldämpfers entlang der Längsachse
der Waffe lösen kann. LA relativ zur Handfeuerwaffe ermöglichen, sofern der
[0088] An der Unterseite des Schalldämpfers 10 ist 10 Schalldämpfer an der Montageschiene nicht arretiert ist.
hier eine Montageschiene 34 vorgesehen, die verwendet [0095] Mit dem hier gezeigten Schalldämpfer ist eine
werden kann, um zusätzliches Zubehör, etwa einen zu- besonders schnelle und besonders einfache Montage
sätzlichen Griff oder ein taktisches Licht anzubringen. des Schalldämpfers an einer Handfeuerwaffe möglich.
Die Montageschiene 34 erstreckt sich bei der hier ge- Denn der Schalldämpfer muss lediglich an der Montage-
zeigten Ausgestaltung eines erfindungsgemäßen 15 schiene der Handfeuerwaffe, die unterhalb des Laufes
Schalldämpfers über die gesamte Länge des Schall- vorgesehen ist, aufgeschoben werden, bis das vordere
dämpfers 10, d.h. von dem hinteren Ende der Befesti- Ende des Laufes in die Aufnahmeöffnung 25 des Schall-
gungsschiene 30 bis zum vorderen Ende bzw. bis zu dämpfers in Eingriff gebracht ist bzw. bis die Verriege-
vorderen Stirnwand VE des Schalldämpfergehäuses 10. lungs- bzw. Arretiereinrichtung in dem Querkanal 33 den
Die hier gezeigt Montageschiene kann aber auch die 20 Schalldämpfer an der Waffe bzw. an der Montageschie-
Funktion einer erfindungsgemäßen Befestigungsschie- ne der Waffe arretiert. Ebenfalls ist eine besonders ein-
ne 30 haben. fache und schnelle Demontage des Schalldämpfers von
[0089] Mit Hilfe der Befestigungsschiene 30 kann der der Handfeuerwaffe möglich. Es muss nur die Verriege-
erfindungsgemäße Schalldämpfer an einer Montage- lungs- bzw. Arretiereinrichtung gelöst werden und der
schiene einer Handfeuerwaffe befestigt werden, wobei 25 Schalldämpfer kann von der Montageschiene der Hand-
die Längsführungen bzw. Führungsfugen 32 mit entspre- feuerwaffe abgezogen werden.
chend ausgestalteten Längsführungen der Montage- [0096] Dadurch dass der Schalldämpfer nicht an dem
schiene der Handfeuerwaffe an der Montageschiene der beweglichen Schlitten / Verschluss bzw. an dem beweg-
Handfeuerwaffe in Eingriff gebracht werden. Mit Hilfe der lichen Lauf befestigt wird, sondern an dem Rahmen der
in dem Querkanal 33 angeordneten Verriegelungs- bzw. 30 Waffe bzw. an der Montageschiene der Waffe kann sich
Arretiereinrichtung kann der Schalldämpfer an der Hand- der Lauf unabhängig von dem Schalldämpfer nach hinten
feuerwaffe arretiert werden, um so eine selbstständige bewegen, sodass eine Selbstladefunktion der Waffe
bzw. unbeabsichtigte Axialbewegung des Schalldämp- durch den Schalldämpfer nicht beeinträchtigt wird. Weil
fers relativ zur Handfeuerwaffe zu verhindern. Die Ver- das vordere Ende des Laufes in die Aufnahmeöffnung
riegelungs- bzw. Arretiereinrichtung kann als passive 35 25 des Schalldämpfers in Eingriff kommt und weil der
oder aktive Verriegelungs- bzw. Arretiereinrichtung aus- Schalldämpfer nicht am Lauf, sondern am Rahmen der
gestaltet sein. Waffe befestigt ist, muss auch kein Impulsgeber vorge-
[0090] In Fig. 1b sind ferner zwei alternative Profile ei- sehen werden. Insbesondere kann der erfindungsgemä-
ner Befestigungsschiene 30 gezeigt. ße Schalldämpfer auch bei Waffen mit einem sogenann-
[0091] In einer ersten Alternative kann am Boden der 40 ten abkippenden Lauf verwendet werden, wobei auch
Befestigungsschiene eine Nut einer Schwalben- dort kein Impulsgeber notwendig ist.
schwanzführung vorgesehen sein, die in eine mit der Nut [0097] In Fig. 2 bis Fig. 9a und Fig. 10 sind erfindungs-
korrespondierende Feder einer Schwalbenschwanzfüh- gemäße Weiterbildungen des in Fig. 1b gezeigten Schall-
rung der Montageschiene in Eingriff gebracht werden dämpfers gezeigt, bei dem die Befestigungsschiene an
kann. 45 der hinteren Stirnfläche HE angeordnet ist bzw. bei dem
[0092] In einer zweiten Alternative kann am Boden der die Befestigungsschiene an der Unterseite des Schall-
Befestigungsschiene eine Feder einer Schwalben- dämpfers angeordnet ist und über die hintere Stirnfläche
schwanzführung vorgesehen sein, die in eine mit der Fe- HE hinausragt. Die in Fig. 2 bis Fig. 9a und Fig. 10 ge-
der korrespondierende Nut einer Schwalbenschwanz- zeigten erfindungsgemäßen Weiterbildungen gelten
führung der Montageschiene in Eingriff gebracht werden 50 sinngemäß und in entsprechender Weise auch für den
kann. in Fig. 1a gezeigten Schalldämpfer.
[0093] Sowohl die Nut als auch die Feder der in den [0098] Fig. 2 zeigt einen erfindungsgemäßen Schall-
beiden Alternativen gezeigten Schwalbenschwanzfüh- dämpfer in einer Schnittansicht entlang einer Längsach-
rungen erstrecken sich in axialer Richtung und parallel se LA des Schalldämpfers sowie eine Ansicht des hinte-
zur Längsachse LA des Schalldämpfers. 55 ren Endes HE und eine Ansicht des vorderen Endes VE
[0094] Die in Fig. 1b gezeigten Längsführungen 32 des Schalldämpfers.
können sich über die gesamte Länge der Befestigungs- [0099] In der Abbildung (a) der Fig. 2 ist ein Längs-
schiene erstrecken. Es ist aber auch möglich, dass sich schnitt des Schalldämpfers 10 gezeigt, wobei sich die

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Befestigungsschiene in axialer Richtung, d.h., parallel [0107] Fig. 4 zeigt ein Beispiel eines strukturierten Ein-
zur Längsachse LA, über das hintere Ende bzw. über die satzes 50 für einen erfindungsgemäßen Schalldämpfer
hintere Stirnwand HE des Schalldämpfergehäuses 11 hi- 10.
naus erstreckt. In einem oberen Abschnitt des Schall- [0108] In Abbildung (a) der Fig. 4 ist der Einsatz 50 in
dämpfergehäuses 11 ist die Aufnahmeöffnung 25 zur 5 einer Ansicht von vorne und in Abbildung (b) der Fig. 4
Aufnahme des vorderen Endes eines Waffenlaufes vor- ist der Einsatz 50 in einer Schnittansicht entlang der
gesehen. Im Inneren des Schalldämpfergehäuses 11 ist Längsachse LA gezeigt. Das äußere Profil des Einsatzes
eine Gaskammer 15 ausgebildet. 50 entspricht im Wesentlichen dem Innenprofil der Gas-
[0100] In Abbildung (b) der Fig. 2 ist eine Ansicht von kammer 15 des Schalldämpfers 10, sodass der Einsatz
hinten des Schalldämpfers 10 gezeigt. Erkennbar ist hier 10 50 im Wesentlichen formbündig in die Gaskammer 15
die Ausgestaltung der Längsführungen bzw. Führungs- des Schalldämpfers 10 eingeschoben werden kann.
fugen 32, die ein im Wesentlichen keilförmiges Profil auf- [0109] Der Einsatz 50 weist hier eine Anzahl von La-
weisen. Ebenfalls erkennbar ist hier die Ausgestaltung mellen 51 auf, die zumindest teilweise schräg nach hin-
der an der Unterseite des Schalldämpfers 10 vorgese- ten geneigt sind und wobei einige der Lamellen Längs-
henen Montageschiene zur Aufnahme von zusätzlichem 15 bohrungen 52 aufweisen. Im oberen Bereich der Lamel-
Zubehör an der Unterseite des Schalldämpfers. len ist ein Schusskanal 20 ausgebildet, sodass das Ge-
[0101] In Abbildung (c) der Fig. 2 ist eine Ansicht von schoss ungehindert durch den Einsatz hindurch treten
vorne des Schalldämpfers 10 gezeigt. In der hier gezeig- kann. Die Struktur, Anzahl und Ausgestaltung der Lamel-
ten Ansicht ist der Schalldämpfer offen und kann mit einer len 51 kann von den in Fig. 4 gezeigten Lamellen abwei-
Abdeckung, wie in Fig. 3 gezeigt, verschlossen werden. 20 chen und hängt im Wesentlichen von den konkreten An-
Im Inneren des Schalldämpfergehäuses ist ein struktu- forderungen an die Dämpfungseigenschaften des
rierter Einsatz 50 angeordnet, mit dem die Expansion der Schalldämpfers ab.
sich explosionsartig expandierenden Gase gesteuert [0110] Fig. 5 zeigt eine perspektivische Ansicht eines
werden kann. Die konkrete Ausgestaltung bzw. Form des erfindungsgemäßen Schalldämpfers 10 in einer Schnit-
Einsatzes 50 ist für die vorliegende Erfindung nicht von 25 tansicht entlang der Längsachse LA des Schalldämpfers.
Bedeutung und wird hier nur beispielhaft gezeigt. Das Erkennbar ist hier die Längsführung 32 entlang der Sei-
Schalldämpfergehäuse 11 weist an dem vorderen Ende tenwandung 31 der Befestigungsschiene 30. Ferner ist
VE in der hier gezeigten Ausgestaltung vier Bohrlöcher hier das Schalldämpfergehäuse 11 mit der an dem vor-
41 auf, an denen die in Fig. 3 gezeigte Abdeckung mit deren Ende des Schalldämpfergehäuses 11 angebrach-
Befestigungsschrauben aufgeschraubt werden kann. 30 ten Abdeckung 40 sowie mit dem im Inneren des Schall-
[0102] In einer alternativen Ausgestaltung der Erfin- dämpfergehäuses 11 angeordneten Einsatz 50, der eine
dung kann das Schalldämpfergehäuse 11 an der Vor- Anzahl von Lamellen 51 aufweist, zu sehen. In dem Ein-
derseite VE auch abgeschlossen sein. satz 50 ist ein Schusskanal 20 ausgebildet, der sich zwi-
[0103] Fig. 3 zeigt in Abbildung (a) eine Abdeckung 40 schen der Aufhahmeöffnung 25 und der Mündungsöff-
zum Abschließen bzw. Abdecken des vorderen Endes 35 nung 23 des Schalldämpfers bzw. des Schalldämpfer-
VE des Schalldämpfergehäuses 11, sofern das Schall- gehäuses 11 erstreckt. Erkennbar ist hier ebenfalls die
dämpfergehäuse am vorderen Ende nicht verschlossen an der Unterseite des Schalldämpfers 10 angeordnete
ist. Die Abdeckung 40 weist eine Mündungsöffnung 23 Montageschiene 34, die eine Anzahl von Querrippen auf-
auf, durch die das abgegebene Geschoß austreten kann. weist, wobei die Querrippen im Wesentlichen zur Arre-
Die Abdeckung 40 weist Bohrlöcher 42 auf, die mit den 40 tierung eines an der Montageschiene 34 angebrachten
Bohrlöchern 41 des Schalldämpfergehäuses korrespon- Zubehörs vorgesehen sind.
dieren und über die die Abdeckung 40 an dem Schall- [0111] Das Schalldämpfergehäuse 11 und die am hin-
dämpfergehäuse 11 befestigt werden kann. teren Ende bzw. an der hinteren Stirnwand HE des
[0104] In der Abbildung (b) der Fig. 3 ist ein Schnitt der Schalldämpfergehäuses überstehende und parallel zur
Abdeckung 40 entlang der Schnittachse A-A gezeigt. Er- 45 Längsachse LA verlaufende Befestigungsschiene 30
kennbar ist hier, dass die Abdeckung 40 eine im Wesent- können einteilig ausgestaltet sein. Alternativ können das
lichen wannenförmige Form aufweist, was den Vorteil Schalldämpfergehäuse 11 und die Befestigungsschiene
hat, dass durch Anbringen der Abdeckung 40 an dem 30 auch zweiteilig ausgestaltet sein, wobei die Befesti-
Schalldämpfergehäuse 11 das Volumen der Gaskam- gungsschiene 30 an dem hinteren Ende des Schalldämp-
mer 15 vergrößert werden kann. Mit unterschiedlich tie- 50 fers befestigt werden kann. In einer noch weiteren Aus-
fen wannenförmigen Abdeckungen könne unterschied- gestaltung der Erfindung können die Befestigungsschie-
liche Volumen der Gaskammer 15 realisiert werden. ne 30 und die Montageschiene 34 einteilig ausgestaltet
[0105] Ferner können dadurch unterschiedlich lange sein, wobei, das Schalldämpfergehäuse 11 an der Ober-
strukturierte Einsätze 50 -wie sie etwa mit Bezug auf Fig. seite der Montageschiene 34 lösbar befestigt werden
5 gezeigt sind - eingesetzt werden. 55 kann. Damit wird es möglich, ein und dasselbe Schall-
[0106] In einer alternativen Ausgestaltung kann die dämpfergehäuse auf unterschiedliche Befestigungs-
Abdeckung 40 auch flach, d.h. nicht wannenförmig, aus- schienen zu montieren, die an unterschiedliche Monta-
gestaltet sein. geschienen einer Waffe angepasst sind.

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[0112] Fig. 6 zeigt eine erfindungsgemäße Weiterbil- dass das vordere Ende eines Waffenlaufes ungehindert
dung eines erfindungsgemäßen Schalldämpfers 10. durch die Öffnung 61 hindurch dringen kann. In einer
[0113] In Abbildung (a) der Fig. 6 ist der hintere Bereich Ausgestaltung der Abdeckplatte 60 kann der Rand der
des Schalldämpfers 10 bzw. des Schalldämpfergehäu- Öffnung 61 leicht abgeschrägt sein.
ses 11 in einer Schnittansicht gezeigt. In Abbildung (b) 5 [0118] An der Rückseite bzw. an der dem Schalldämp-
der Fig. 6 ist eine erste Ausgestaltung einer Abdeckplatte fergehäuse 11 zugewandten Seite der Abdeckplatte 60
60 gezeigt und in Abbildung (c) der Fig. 6 ist eine zweite sind hier zwei senkrecht verlaufende Führungsschienen
Ausgestaltung einer Abdeckplatte 60 gezeigt. 62 vorgesehen, die hier als Nut einer Schwalben-
[0114] Am hinteren Ende des Schalldämpfergehäuses schwanzführung ausgebildet sind. Eine erste der beiden
11 ist eine Abdeckplatte 60 vorgesehen, die an der hin- 10 Führungsschienen 62 verläuft rechts von der Öffnung 61
teren Stirnwand HE des Schalldämpfergehäuses 11 an- und eine zweite der beiden Führungsschienen 62 verläuft
geordnet bzw. anliegt. Die Abdeckplatte 60 ist relativ zum links von der Öffnung 61.
Schalldämpfergehäuse 11 nach oben bewegbar. Ferner [0119] An der hinteren Stirnwand HE des Schalldämp-
ist in der Abdeckplatte 60 eine Öffnung bzw. Aussparung fergehäuses 11 sind ebenfalls entsprechende Führungs-
61 vorgesehen, die im Wesentlichen die gleiche Form 15 schienen vorgesehen, in die die Führungsschienen 62
und die gleiche Größe, vorzugsweise geringfügig größer, der Abdeckplatte 60 in Eingriff gebracht werden. Bei-
wie die Aufnahmeöffnung 25 des Schalldämpfers auf- spielsweise können an der hinteren Stirnwand des
weist. Durch die Öffnung 61 der Abdeckplatte 60 kann Schalldämpfergehäuses 11 zwei senkrecht verlaufende
das vordere Ende des Waffenlaufes mit der Aufnahme- und mit dem Führungsschienen 62 der Abdeckplatte 60
öffnung 25 des Schalldämpfers in Eingriff gebracht wer- 20 korrespondierende Federn einer Schwalbenschanzfüh-
den. rung vorgesehen sein. Die Abdeckplatte 60 kann dann
[0115] Die Verwendung der hier gezeigten Abdeck- entlang der Führungsschienen an der hinteren Stirnwand
platt 60 ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn der er- des Schalldämpfergehäuses 11 nach oben bzw. unten
findungsgemäße Schalldämpfer für Schusswaffen ver- bewegt werden.
wendet wird, die einen beweglichen und hinten abkip- 25 [0120] Bei der in Abbildung (b) gezeigten Abdeckplatte
penden Lauf aufweisen. Bei solchen Handfeuerwaffen 60 nimmt das aus der Aufnahmeöffnung 25 des Schall-
wird das vordere Ende des Waffenlaufes nach Abgabe dämpfers heraustretende und sich nach oben kippende
eines Geschosses aus der Aufnahmeöffnung 25 des vordere Ende des Waffenlaufes die Abdeckplatte 60 mit,
Schalldämpfers in axialer Richtung herausbewegt. Das sodass im Wesentlichen die untere Hälfte der Abdeck-
hintere Ende des Waffenlaufes wird dann zum Zwecke 30 platte die während des Ladevorganges ergebende Öff-
des Nachladens leicht nach unten gekippt, wobei das nung der Aufnahmeöffnung 25 verschließt.
vordere Ende des Waffenlaufes leicht nach oben kippt, [0121] In Abbildung (c) der Fig. 6 ist eine alternative
was dazu führt, dass ein verhältnismäßig großer Bereich Ausgestaltung einer Abdeckplatte 60 gezeigt. Die Ab-
der Aufnahmeöffnung 25 vollständig offen ist und durch deckplatte 60 weist an dem oberen Abschluss eine rand-
diese Öffnung Gase entweichen können. 35 seitige halbkreisförmige Aussparung 61 auf, dessen Ra-
[0116] Die Abdeckplatte 60 ist nun vorgesehen, um dius im Wesentlichen dem Radius der Aufnahmeöffnung
während des Ladevorganges weitgehend zu verhindern, 25 des Schalldämpfers bzw. dem Radius des vorderen
dass ein größerer Bereich der Aufnahmeöffnung 25 bei Endes des Waffenlaufes entspricht. Am unteren Ende
einem nach oben gekippten vorderen Ende des Laufes der Abdeckplatte 60 ist ein Federelement 64 vorgesehen.
geöffnet ist. Die Abdeckplatte 60 ist derart ausgestaltet 40 Das Federelement 64 drückt die Abdeckplatte von unten
bzw. derart an dem Schalldämpfergehäuse 11 angeord- gegen den Waffenlauf, sodass bei einem Kippen des vor-
net, dass sich die Abdeckplatte 60 bei einem nach oben deren Endes des Waffenlaufes nach oben die Abdeck-
kippenden vorderen Ende des Waffenlaufes ebenfalls - platte 60 aufgrund der Federkraft des Federelements 64
und zwar synchron mit dem vorderen Ende des Laufes ebenfalls nach oben bewegt wird und damit die sich wäh-
- nach oben bewegt, sodass die sich nach oben bewe- 45 rend des Ladevorganges ergebende Öffnung in der Auf-
gende Abdeckplatte 60 die durch das nach oben Kippen nahmeöffnung 25 verschließt.
des vorderen Ende des Waffenlaufes ergebende Öff- [0122] Die in Abbildung (c) gezeigte Ausgestaltung der
nung der Aufnahmeöffnung 25 wieder verschließt. Nach Abdeckplatte 60 hat gegenüber der in Abbildung (b) ge-
dem Ladevorgang bewegt sich das vordere Ende des zeigten Abdeckplatte 60 den Vorteil, dass nicht der Waf-
Waffenlaufes wieder nach unten und in die Aufnahme- 50 fenlauf die Abdeckplatte nach oben schieben muss, son-
öffnung 25 hinein, wobei gleichzeitig auch die Abdeck- dern das Federelement 64 die Abdeckplatte nach oben
patte 60 wieder nach unten bewegt wird. schiebt, sodass der Waffenlauf ungehindert und ohne
[0117] Abbildung (b) der Fig. 6 zeigt eine erste Ausge- Widerstand nach oben kippen kann.
staltung einer Abdeckplatte 60. Die Abdeckplatte 60 be- [0123] Bei der in Abbildung (c) gezeigten Ausgestal-
steht aus einer im Wesentlichen flachen Platte, die eine 55 tung einer Abdeckplatte 60 können ebenfalls Führungs-
Öffnung bzw. Aussparung 61 aufweist. Der Durchmesser schienen 62 vorgesehen sein, wie in Abbildung (b) ge-
der Öffnung bzw. Aussparung 61 entspricht im Wesent- zeigt.
lichen dem Durchmesser der Aufnahmeöffnung 25, so- [0124] Bei der in Abbildung (b) gezeigten Ausgestal-

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17 EP 3 017 265 B1 18

tung kann ebenfalls ein Federelement 64 vorgesehen [0132] In einer Ausgestaltung der Erfindung kann der
sein, mit dem ein Bewegen der Abdeckplatte nach oben Lichtkanal 70 als Bestandteil des Einsatzes 50 vorgese-
unterstützt werden kann. hen sein und fest mit dem Einsatz 50 verbunden sein,
[0125] In der in Abbildung (c) gezeigten Abdeckplatte sodass der Lichtkanal 70 zusammen mit dem Einsatz
60 ist in einem unteren Bereich der Abdeckplatte ein Loch 5 aus dem Schalldämpfergehäuse 11 entfernt werden
63 vorgesehen, das hier als Langloch ausgebildet ist. kann. Bei dieser Ausgestaltung ist lediglich darauf zu
Die Abdeckplatte mit dem Langloch 63 ist dann vorteil- achten, dass der Lichtkanal 70 nach dem Einsetzen des
haft, wenn die Abdeckplatte zusammen mit einem Schall- Einsatzes in das Schalldämpfergehäuse 11 luft- bzw.
dämpfer verwendet wird, wie er mit Bezug auf Fig. 7, Fig. druckdicht gegenüber der Gaskammer 15 abgedichtet
9a und Fig. 9b beschrieben wird. Die Ausgestaltung des 10 ist.
Loches 63 als Langloch ist vorteilhaft, um einen durch [0133] Fig. 8 zeigt in Abbildung (a) das vordere Ende
das Loch 63 hindurch tretenden Lichtstrahl während ei- VE eines erfindungsgemäßen Schalldämpfers in einer
ner Bewegung der Abdeckplatte 60 nach oben nicht zu weiteren Ausführungsform in einer Schnittansicht.
unterbrechen. [0134] Bei dem in Fig. 8 gezeigten Schalldämpfer 10
[0126] Ein entsprechendes Loch bzw. Langloch 63 15 ist im vorderen Bereich bzw. an der vorderen Stirnwand
kann auch bei einer Abdeckplatte 60 gemäß Abbildung des Schalldämpfergehäuses ein Leuchtmittel 80 ange-
(b) vorgesehen sein. ordnet, das hier als Laserdiode ausgestaltet ist. Das
[0127] In Abbildung (a) der Fig. 6 ist zwischen der Ab- Leuchtmittel 80 kann mit einer Elektronik 81 gekoppelt
deckplatte 60 und der hinteren Stirnwand des Schall- sein, mit der die Funktion bzw. der Betrieb des Leucht-
dämpfergehäuses 11 ein kleiner Spalt zu sehen. Vorteil- 20 mittels 80 gesteuert werden kann. Beispielsweise kann
haft ist es jedoch, wenn dieser Spalt möglichst klein ist, die Intensität der Laserdiode gesteuert werden. Das
um ein möglichst gutes Abdecken des sich während des Leuchtmittel 80 und die Elektronik 81 sind hier mit einer
Ladevorgangs ergebenden Öffnung der Aufnahmeöff- Stromversorgung 82, etwa eine Batterie gekoppelt.
nung 25 zu gewährleisten. [0135] In einer Ausgestaltung der Erfindung sind das
[0128] Fig. 7 zeigt eine erfindungsgemäße Weiterbil- 25 Leuchtmittel 80, die Elektronik 81 und die Stromversor-
dung eines erfindungsgemäßen Schalldämpfers 10, wo- gung 82 in einem Gehäuse 83 untergebracht, wobei das
bei in Abbildung (a) das hintere Ende HE, in Abbildung Leuchtmittel 80 in einer Öffnung des Gehäuses ange-
(b) eine Schnittansicht entlang der Längsachse des ordnet ist, wie in Abbildung (b) der Fig. 8 gezeigt. Vor-
Schalldämpfers und in Abbildung (c) eine perspektivi- zugsweise ist das Gehäuse 83 luft- bzw. druckdicht aus-
sche Ansicht des Schalldämpfers gezeigt sind. 30 gestaltet, sodass es im Inneren des Schalldämpferge-
[0129] Im Schalldämpfer 10 bzw. im Schalldämpferge- häuses 11 angeordnet werden kann. Das Schalldämp-
häuse 11 ist hier ein Lichtkanal 70 angeordnet, der eine fergehäuse kann an dem vorderen Ende eine Aufnahme
Eintrittsöffnung 71 und eine Austrittsöffnung 72 aufweist 85 aufweisen, in die das Gehäuse 83 mit dem Leucht-
und der sich von der hinteren Seitenwandung bis zur mittel, der Elektronik und der Stromversorgung einge-
vorderen Seitenwandung des Schalldämpfergehäuses 35 schoben und arretiert werden kann. Dadurch wird eine
erstreckt. Der Lichtkanal 70 ist hier als zylinderförmiger modulare Leuchteinrichtung bereitgestellt, die bei Bedarf
Kanal ausgestaltet, durch den ein Lichtstrahl ungehindert von dem Schalldämpfer entfernt werden kann oder durch
von der Eintrittsöffnung 71 bis zur Austrittsöffnung 72 ein anderes Leuchtmittelmodul ersetzt werden kann.
hindurch treten kann. [0136] Wenn die Aufnahme 85 luft- bzw. druckdicht ge-
[0130] Ein gemäß Fig. 7 ausgestalteter Schalldämpfer 40 genüber der Gaskammer 15 ausgestaltet ist, dann kann
mit einem Lichtkanal 70 kann etwa dann zum Einsatz auf die druck- bzw. luftdichte Ausgestaltung des Gehäu-
kommen, wenn die Handfeuerwaffe am vorderen Ende ses 83 des Leuchtmittelmoduls verzichtet werden, was
bzw. unterhalb des Waffenlaufes eine Lichtquelle, etwa eine einfachere Herstellung des Leuchtmittelmoduls er-
einen Laserpointer aufweist. Der Laserpointer kann etwa möglicht.
am vorderen Ende der Verschluss- bzw. Rückholfeder 45 [0137] Fig. 9a zeigt in Abbildung (a) einen erfindungs-
oder an bzw. in der Federhülse der Verschluss- bzw. gemäßen Schalldämpfer 10, der an einer Montageschie-
Rückholfeder der Waffe angeordnet sein. Eine entspre- ne 94 einer Waffe 90 angeordnet bzw. befestigt ist. Der
chende Ausgestaltung ist mit Bezug auf Fig. 9a und Fig. Waffenlauf bzw. das vordere Ende des Waffenlaufes 91
9b gezeigt. ragt hier in die Aufnahmeöffnung 25 des Schalldämpfers
[0131] Der Lichtkanal bzw. Lichtzylinder 70 kann aus 50 10 hinein, wobei das vordere Ende des Waffenlaufes 91
einem stabilen Kunststoff, etwa Metall bestehen, der luft- das Schalldämpfergehäuse bzw. die Gaskammer des
bzw. druckdicht an der vorderseitigen und rückseitigen Schalldämpfers vorzugsweise luft- bzw. druckdicht ver-
Stirnwand des Schalldämpfergehäuses befestigt ist. Bei schließen kann.
Verwendung eines Einsatzes 50, wie mit Bezug auf Fig. [0138] Unterhalb des Waffenlaufes ist an der Waffe
4 gezeigt, kann der Lichtkanal bzw. Lichtzylinder 70 55 eine Laserdiode 80 vorgesehen, deren optische Achse
durch die Lamellen 51 des Einsatzes hindurchgeführt mit der Längsachse des Lichtkanals 70 zusammenfällt.
sein. Die Lamellen 51 können dann für zusätzliche Sta- [0139] An dem vorderen Ende der Waffe 90 ist am Ver-
bilität des Lichtkanals 70 sorgen. schluss 93 ein Korn 92 vorgesehen, wobei aufgrund der

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besonderen Form des Schalldämpfergehäuses 11 keine dass der Schalldämpfer als Duellsimulator verwendet
Veränderungen an dem Korn 92 notwendig sind, wenn werden kann. Der als Duellsimulator verwendete Schall-
die Waffe zusammen mit einem erfindungsgemäßen dämpfer ist erfindungsgemäß derart ausgestaltet, dass
Schalldämpfer eingesetzt wird. gewährleistet ist, dass auch bei der Verwendung von
[0140] Ebenso ist aufgrund der erfindungsgemäßen 5 Knall- und/oder Manöverpatronen die Selbstladefunktion
besonderen Form des Schalldämpfergehäuses das Kan- der Waffe vollständig aufrecht erhalten bleibt.
tenvisier der Waffe auch bei Benutzung des Schalldämp- [0149] Der Grundaufbau eines als Duellsimulator ver-
fers nutzbar. wendeten Schalldämpfers 10 entspricht im Wesentlichen
[0141] Aufgrund der besonderen Ausgestaltung des wie mit Bezug auf Fig. 1a und Fig. 1b gezeigt. Der Du-
Schalldämpfers, d.h., der im Wesentlichen quaderförmi- 10 ellsimulator umfasst demnach ein Schalldämpfergehäu-
gen Form des Schalldämpfergehäuses ist es möglich, se 11 und eine Befestigungsschiene 30, wobei die Be-
das Schalldämpfergehäuse 11 wesentlich kürzer auszu- festigungsschiene 30 ausgestaltet ist und an dem Schall-
gestalten als bei herkömmlichen zylinderförmigen dämpfergehäuse befestigt bzw. angeordnet ist, wie mit
Schalldämpfern. Dies hat den Vorteil, dass ein Holstern Bezug auf Fig. 1a bis Fig. 9b gezeigt.
der Waffe auch mit einem montierten Schalldämpfer 15 [0150] Bei der Verwendung eines erfindungsgemäßen
möglich ist. Schalldämpfers als Duellsimulator kann das Schall-
[0142] Um die vorstehend genannten Vorteile zu er- dämpfergehäuse 11 allerdings wesentlich kürzer ausge-
zielen, ist es vorteilhaft, wenn das Außenprofil eines obe- staltet sein als die mit Bezug auf Fig. 1a bis Fig. 9b ge-
ren Abschnitts OS des Schalldämpfergehäuses 11 eines zeigten Schalldämpfer, denn das Volumen eines Expan-
Schalldämpfers 10 im Wesentlichen das gleiche Außen- 20 sionsraumes für die expandierenden Gase der Knall-
profil aufweist wie ein oberer Abschnitt OV des Ver- und/oder Manöverpatronen kann bzw. muss erheblich
schlusses 93 einer Waffe 90, wie mit Bezug auf Abbil- kleiner sein als das Volumen des Expansionsraumes ei-
dung (b) der Fig. 9a gezeigt. nes bestimmungsgemäß verwendeten Schalldämpfers.
[0143] Fig. 9b zeigt den Fig. 1a gezeigten erfindungs- Der Expansionsraum eines Duellsimulators sollte schon
gemäßen Schalldämpfer 10, der über eine Verbindungs- 25 deshalb kleiner gewählt werden als das Volumen eines
schiene 95 an einer Montageschiene 94 einer Waffe 90 Expansionsraumes eines herkömmlichen Schalldämp-
angeordnet bzw. befestigt ist. Der Waffenlauf bzw. das fers, um eine genügend große Rückstoßkraft bzw. Druck
vordere Ende des Waffenlaufes 91 ragt hier in die Auf- für das Zurückbewegen des Verschlusses bereitzustel-
nahmeöffnung 25 des Schalldämpfers 10 hinein, wobei len.
das vordere Ende des Waffenlaufes 91 das Schalldämp- 30 [0151] Im Inneren des Schalldämpfergehäuses 11 ist
fergehäuse bzw. die Gaskammer des Schalldämpfers im hinteren Bereich ein Expansionsraum 16 ausgebildet,
vorzugsweise luft- bzw. druckdicht verschließen kann. der sich an die Aufhahmeöffnung 25 des Schalldämpfer-
[0144] Der Schalldämpfer kann einfach auf die Verbin- gehäuses 11 anschließt, sodass beim Abfeuern einer
dungsschiene 95 aufgeschoben werden bis das vordere Knall- und/oder Manöverpatrone die sich im Waffenlauf
Ende des Waffenlaufes 91 in die Aufnahmeöffnung 25 35 91 expandierenden Gase in den Expansionsraum 16 ge-
hineinragt und dann arretiert werden. langen können. Durch den verhältnismäßig klein dimen-
[0145] Vorstehend ist ein Schalldämpfer beschrieben sionierten Expansionsraum 16 wird gewährleistet, dass
worden, der zur bestimmungsgemäßen Reduktion einer durch das in den Expansionsraum eindringende Gas ein
Schallemission bei Abgabe eines Schusses einer Druck aufgebaut wird, der eine zuverlässige Funktion der
Schusswaffe vorgesehen ist. In einer weiteren erfin- 40 Selbstladefunktion der Waffe gewährleistet.
dungsgemäßen Ausgestaltung der Erfindung kann der [0152] Der Expansionsraum 16 kann mit einem Über-
Schalldämpfer auch als Duellsimulator verwendet wer- druckkanal 18 verbunden sein, der bis an die vordere
den. Stirnwand VE des Schalldämpfergehäuses 11 geführt
[0146] Fig. 10 zeigt eine weitere erfindungsgemäße ist. Über den Überdruckkanal 18 werden die sich in dem
Ausgestaltung eines Schalldämpfers, der als Duellsimu- 45 Expansionsraum 16 expandierenden Gase nach außen
lator verwendet werden kann, etwa zu Trainings- abgeleitet, sodass der Druck in dem Expansionsraum
und/oder Ausbildungszwecken, wobei Knall- bzw. Ma- wieder reduziert wird. Der Überdruckkanal 18 ist vor-
növerpatronen eingesetzt werden. zugsweise so dimensioniert, dass trotz des Abführens
[0147] Bei der Verwendung von Knall- bzw. Manöver- der Gase aus dem Expansionsraum 16 in dem Expansi-
patronen in Waffen mit einer Selbstladefunktion besteht 50 onsraum 16 ein genügend großer Druck aufgebaut wer-
das Problem, dass die Knall- bzw. Manöverpatronen den kann, der für die Selbstladefunktion der Waffe aus-
beim Abfeuern meist nicht genügend Druck erzeugen reichend ist, und dass sich der Druck in dem Expansi-
bzw. aufbauen, um den Verschluss der Waffe schnell onsraum bis zur Abgabe des nächsten Schusses auf ein
genug und/oder weit genug nach hinten zu bewegen, Normalniveau reduziert.
damit die verbrauchte Patronenhülse ausgeworfen und 55 [0153] Der Expansionsraum 16 des Duellsimulators ist
eine neue Patrone nachgeladen werden kann. nach Montage des Duellsimulators an der Waffe 90
[0148] Zur Lösung dieses Problems wird der erfin- druckdicht mit dem Waffenlauf 91 gekoppelt, sodass zwi-
dungsgemäße Schalldämpfer 10 derart weitergebildet, schen dem Expansionsraum und dem Waffenlauf mög-

11
21 EP 3 017 265 B1 22

lichst wenig Gas entweichen kann. Bei einer solchen trennt. Der Überdruckkanal 18 mündet in den hinteren
druckdichten Koppelung des Expansionsraumes mit Bereich des Aufnahmekanals 21, der den Expansions-
dem Waffenlauf kann auf ein Reduzierstück 19 für Knall- raum 16 bildet.
und/oder Manöverpatronen verzichtet werden. [0159] In einer besonderen Ausgestaltung des erfin-
[0154] In einer Ausgestaltung des Duellsimulators 5 dungsgemäßen Duellsimulators kann das Schott 17 in
kann dieser auch zusammen mit einem an der Mün- Längsrichtung relativ zum Aufnahmekanal 21 bewegt
dungsöffnung des Waffenlaufes 91 angeordneten Redu- werden und an dem Aufnahmekanal arretiert werden.
zierstück 19 verwendet werden. Das Reduzierstück 19 Damit können unterschiedlich große Expansionsräume
ist in der Mündungsöffnung des Waffenlaufes 91 einge- gebildet werden, sodass die Größe des Expansionsrau-
schraubt bzw. an der Mündungsöffnung des Waffenlau- 10 mes 16 gegebenenfalls an die verwendeten Knall- bzw.
fes aufgeschraubt und gewährleistet, dass in dem Waf- Manöverpatronen angepasst werden kann. Beispiels-
fenlauf 91 nach Abgabe eines Schusses genügend weise kann bei Verwendung einer Knallpatrone, die ei-
Druck aufgebaut wird, um eine einwandfreie Funktion nen zu geringen Druck für das einwandfreie Funktionie-
der Selbstladefunktion der Waffe auch bei der Verwen- ren der Selbstladefunktion der Waffe erzeugt, der Ex-
dung von Knall- und/oder Manöverpatronen zu gewähr- 15 pansionsraum 16 entsprechend verkleinert werden, was
leisten. einer effektiven Druckerhöhung gleichkommt.
[0155] Das Reduzierstück weist in der hier gezeigten [0160] Der Aufnahmekanal 21 ist hier zylinderförmig
Ausgestaltung eine im Wesentlichen kegelförmige Form ausgestaltet. Der Aufnahmekanal kann aber auch eine
auf. Das Reduzierstück kann aber auch jede andere hier- andere Form, beispielsweise ein rechteckiges oder qua-
für geeignete Form aufweisen. Das Reduzierstück 19 20 dratisches Profil aufweisen. Insbesondere kann der vor-
weist einen Längskanal 19a auf, durch den das sich im dere Bereich des Aufnahmekanals 21 ein anderes Profil
Waffenlauf 91 expandierende Gas entweichen kann. Bei aufweisen als der hintere Bereich, der den Expansions-
Verwendung des erfindungsgemäßen Duellsimulators raum 16 bildet.
ragt das vordere Ende des Reduzierstückes 19 in die [0161] In dem vorderen Bereich des Aufnahmekanals
Aufnahmeöffnung 25 des Duellsimulators hinein. Vor- 25 21 sind eine Stromversorgung, etwa eine Batterie, eine
zugsweise dichtet das Reduzierstück 19 den Expansi- Sensoreinheit und eine Laserdiode angeordnet. Die Bat-
onsraum 16 druckdicht gegen die Aufnahmeöffnung 25 terie 22 dient zur Energieversorgung der Sensoreinheit
ab. 84 und der Laserdiode 80.
[0156] Bei Verwendung eines erfindungsgemäßen [0162] Die Sensoreinheit kann beispielsweise einen
Duellsimulators zusammen mit einem an der Waffe an- 30 Akustiksensor umfassen, mit dem das Abfeuern einer
geordneten Reduzierstück 19 ist der Expansionsraum Knall- bzw. Manöverpatrone akustisch detektiert werden
16 in erster Linie dazu vorgesehen, dass die aus dem kann.
Reduzierstück 19 heraustretenden Gase über den Über- [0163] Alternativ kann die Sensoreinheit 84 auch einen
druckkanal 18 abgeleitet werden. Dennoch kann der Ex- Drucksensor umfassen, mit dem ein Druckanstieg in dem
pansionsraum 16 bei Verwendung zusammen mit einem 35 Expansionsraum 16 detektiert werden kann, der durch
Reduzierstück 19 vorgesehen sein, dass ein für die Auf- das Abfeuern einer Knall- bzw. Manöverpatrone bewirkt
rechterhaltung der Selbstladefunktion der Waffe notwen- wird.
diger Druck aufgebaut und erreicht wird, sodass der Ex- [0164] Ferner ist in dem Aufnahmekanal 21 eine hier
pansionsraum 16 im Wesentlichen die gleiche Funktion nicht gezeigte Auswerte- bzw. Steuereinrichtung ange-
erfüllt, wie bei der Verwendung des Duellsimulators ohne 40 ordnet, die operativ mit der Sensoreinheit 84 gekoppelt
einen an dem Waffenlauf angeordneten Reduzierstück ist. Die Auswerte- bzw. Steuereinheit ist angepasst, das
19. von der Sensoreinheit 84 zur Verfügung gestellte Sen-
[0157] In der hier gezeigten Ausgestaltung des als Du- sorsignal auszuwerten und in Abhängigkeit des Auswer-
ellsimulator verwendeten Schalldämpfers ist der Expan- teergebnisses die Laserdiode 80 zu steuern. Vorzugs-
sionsraum 16 im Wesentlichen koaxial zum Waffenlauf 45 weise ist die Auswerte- bzw. Steuereinrichtung ange-
91 angeordnet und weist im Wesentlichen den gleichen passt, um nach einer Detektion eines abgegebenen
Durchmesser wie der Waffenlauf 91 auf. Schusses die Laserdiode 80 zur Abgabe eines Laser-
[0158] In dem Gehäuse 11 des Duellsimulators ist hier strahles zu veranlassen. In einer ganz besonderen Aus-
ein Aufnahmekanal 21 vorgesehen, der parallel zur gestaltung der Erfindung wird nach der Detektion einer
Längsachse des Gehäuses 11 verläuft und der sich von 50 Schussabgabe ein codierter Laserstrahl von der Laser-
der hinteren Stirnwand HE bis zur vorderen Stirnwand diode abgestrahlt. Der codierte Laserstrahl kann bei-
VE des Gehäuses 11 erstreckt. Im hinteren Bereich, d.h. spielsweise eine Identifikationsnummer des Schützen
in dem der hinteren Stirnwand HE zugewandten Ab- und Informationen über die verwendete Waffen-
schnitt des Aufnahmekanals 21 ist der vorstehend be- und/oder Munitionsart umfassen.
schriebene Expansionsraum 16 ausgebildet, wobei in 55 [0165] Der Duellsimulator kann modular aufgebaut
dem Aufnahmekanal 21 ein Schott 17 angeordnet ist, der sein, wobei der Aufnahmekanal 21 zusammen mit dem
den hinteren Bereich des Aufnahmekanals von dem vor- Überdruckkanal 18 ein Modul bildet, das in das Gehäuse
deren Bereich des Aufnahmekanals druck- und gasdicht 11 eingesetzt werden kann. Dadurch können in dem Ge-

12
23 EP 3 017 265 B1 24

häuse 11 unterschiedliche Module eingesetzt werden, Schalldämpfers


die jeweils an verschiedene Anforderungen angepasst 40 Abdeckung (flach oder wannenförmig)
sind. 41 Bohrlöcher am vorderen Ende des Schall-
[0166] Die Verwendung des erfindungsgemäßen dämpfers
Schalldämpfers als Duellsimulator, wie mit Bezug auf 5 42 Bohrlöcher an der Abdeckung
Fig. 10 beschrieben, hat den Vorteil, dass der Duellsi- 50 (strukturierter) Einsatz des Schalldämpfers
mulator nicht mehr auf dem Waffenlauf 91 aufgeschraubt 51 Lamellen des Einsatzes
werden muss, sondern an der Montageschiene 94 der 52 Längsbohrungen in den Lamellen
Waffe aufgeschoben werden kann, was eine besonders 60 Abdeckplatte
schnelle Montage und Demontage des Duellsimulators 10 61 Öffnung bzw. Aussparung in der Abdeck-
an bzw. von der Waffe ermöglicht. platte
[0167] Erfindungsgemäß kann der Duellsimulator 62 Führungsschiene (z.B. Nut einer Schwal-
auch über eine Verbindungsschiene an der Waffe befes- benschwanzführung)
tigt werden, wie für einen Schalldämpfer mit Bezug auf 63 Loch (z.B. Langloch) in der Abdeckplatte
Fig. 1a und Fig. 9b gezeigt. Hierzu ist an der Unterseite 15 64 Federelement
des Duellsimulators eine Montageschiene vorgesehen, 70 Lichtkanal
die mit einer entsprechenden Führung der Verbindungs- 71 Eintrittsöffnung des Lichtkanals
schiene in Eingriff gebracht werden kann. 72 Austrittsöffnung des Lichtkanals
[0168] Erfindungsgemäß wird auch ein Holster zum 80 Leuchtmittel (z.B. Laserdiode)
Holstern einer Handfeuerwaffe bereitgestellt, an der ein 20 81 Elektronik des Leuchtmittels
erfindungsgemäßer Schalldämpfer montiert ist. Der 82 Stromversorgung für das Leuchtmittel (z.B.
Holster ist vorzugsweise so ausgestaltet, dass die Waffe Batterie)
zusammen mit dem daran montierten Schalldämpfer ge- 83 Gehäuse des Leuchtmittelmoduls
holstert werden kann, was den Vorteil hat, dass die Waffe 84 Sensoreinheit
samt dem daran montierten Schalldämpfer stets einsatz- 25 85 Aussparung bzw. Aufnahme im Schall-
bereit ist. Aufgrund der moderaten Länge des erfindungs- dämpfer für ein Leuchtmittelmodul
gemäßen Schalldämpfers kann ein solcher Holster als 90 Waffe
Achselholster bzw. Schulterholster, als Gürtelholster 91 Waffenlauf
oder als Beinholster bzw. Oberschenkelholster ausge- 92 Korn
staltet sein. 30 93 Verschluss bzw. Verschlussstück
94 Montageschiene an der Unterseite der Waf-
Bezugszeichen: fe bzw. unterhalb des Verschlussstücks
95 Verbindungsschiene
[0169] A-A Schnitt
35 HE hinteres Ende des Schalldämpfers bzw. hin-
10 Schalldämpfer tere Stirnwand des Schalldämpfergehäuses
11 Schalldämpfergehäuse LA Längsachse des Schalldämpfers
12 obere Wand des Schalldämpfergehäuses OS oberer Abschnitt des Schalldämpfergehäu-
13 untere Wand des Schalldämpfergehäuses ses
15 Gaskammer 40 OV oberer Abschnitt des Verschlusses der Waf-
16 Expansionsraum fe
17 Schott QA Querachse des Schalldämpfers
18 Überdruckkanal VE vorderes Ende des Schalldämpfers bzw.
19 Reduzierstück vordere Stirnwand des Schalldämpferge-
19a Längskanal im Reduzierstück 45 häuses
20 Schusskanal des Schalldämpfers
21 Aufnahmekanal
23 Mündungsöffnung des Schalldämpfers Patentansprüche
25 Aufnahmeöffnung des Schalldämpfers
30 Befestigungsschiene (U-förmig) des Schall- 50 1. Schalldämpfer (10) für eine Schusswaffe (90), ins-
dämpfers besondere Handfeuerwaffe, umfassend
30a, 30b alternative Profile der Befestigungsschiene
31 Seitenwandung der Befestigungsschiene - ein Schalldämpfergehäuse (11) mit einer hin-
32 Längsführung (z.B. Führungsfugen) der Be- teren Stirnwand (HE), die dem Waffenlauf (91)
festigungsschiene 55 der Schusswaffe zugewandt ist, und einer der
33 Querkanal zur Aufnahme einer Verriege- hinteren Stirnwand gegenüberliegenden vorde-
lungs- bzw. Arretiereinrichtung ren Stirnwand (VE), dadurch gekennzeichnet,
34 Montageschiene an der Unterseite des dass der Schalldämpfer (10) eine an dem

13
25 EP 3 017 265 B1 26

Schalldämpfergehäuse (11) angeordnete Be- zwischen der hinteren Stirnwand (HE) und der vor-
festigungsschiene (30) zum Befestigen des deren Stirnwand (VE) ein parallel zur Längsachse
Schalldämpfers (10) an der Schusswaffe (90) (LA) des Schalldämpfergehäuses verlaufender
umfasst, wobei die Befestigungsschiene (30) an Lichtkanal (20) mit einer Eintrittsöffnung (71) an der
einer unteren, zwischen der hinteren Stirnwand 5 hinteren Stirnwand und einer Austrittsöffnung (72)
(HE) und der vorderen Stirnwand (VE) verlau- an der vorderen Stirnwand angeordnet ist, wobei der
fenden Seitenwand (13) des Schalldämpferge- Lichtkanal (20) vorzugsweise druck- und/oder luft-
häuses angeordnet ist. dicht gegen eine Gaskammer (15) des Schalldämp-
fers ausgestaltet ist.
2. Schalldämpfer nach dem vorhergehenden An- 10
spruch, wobei sich die Befestigungsschiene (30) pa- 9. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An-
rallel zur Längsachse (LA) des Schalldämpferge- sprüche, wobei in der vorderen Stirnwand (VE) ein
häuses (11) erstreckt. Leuchtmittel (80), vorzugsweise eine Laserdiode,
angeordnet ist, wobei in dem Schalldämpfergehäu-
3. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An- 15 se (11) eine Steuerelektronik (81) und/oder eine
sprüche, wobei die Befestigungsschiene (30) zumin- Stromversorgung (82) für das Leuchtmittel (80) vor-
dest eine Längsführung (32) aufweist, wobei die zu- gesehen sind, wobei das Leuchtmittel (80), die Steu-
mindest eine Längsführung (32) parallel zur Längs- erelektronik (81) und die Stromversorgung (82) vor-
achse (LA) des Schalldämpfergehäuses (11) ver- zugsweise in einem vorzugsweise luft- und/oder
läuft, wobei die Befestigungsschiene (30) über die 20 druckdichten Gehäuse (83) angeordnet sind, wobei
hintere Stirnwand (HE) hinausragt und wobei die Be- das Leuchtmittel (80) in einer Seitenwandung des
festigungsschiene (30) ein im Wesentlichen U-för- Gehäuse angeordnet ist, und wobei das Gehäuse
miges Profil aufweist, insbesondere in dem über die und die darin angeordneten Komponenten (80, 81,
hintere Stirnwand (HE) hinausragenden Bereich. 82) zusammen ein Leuchtmittelmodul bilden, wobei
25 die Steuerelektronik (81) oder das Leuchtmittelmo-
4. Schalldämpfer nach Anspruch 3, wobei die zumin- dul vorzugsweise eine Sensoreinheit (84) zur Detek-
dest eine Längsführung (32) eine erste Längsfüh- tion eines Abfeuerns einer Munition, insbesondere
rung und eine zweite Längsführung umfasst und wo- Knall- und/oder Manövermunition, umfasst, wobei
bei die Sensoreinheit (84) einen Drucksensor und/oder
30 einen Akustiksensor umfasst.
- die erste Längsführung an der Innenfläche ei-
ner ersten Seitenwandung des U-förmigen Pro- 10. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An-
fils und sprüche, wobei der Schalldämpfer als Duellsimula-
- die zweite Längsführung an der Innenfläche tor ausgestaltet ist, wobei in dem Schalldämpferge-
einer zweiten Seitenwandung des U-förmigen 35 häuse (11) eine Expansionskammer (16) ausgebil-
Profils det ist, in die ein Überdruckkanal (18) mündet, der
zum Abführen von in der Expansionskammer expan-
ausgebildet sind. dierenden Gasen vorgesehen ist.

5. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An- 40 11. Schalldämpfer nach Anspruch 10, wobei in dem
sprüche, wobei in der Befestigungsschiene (30) ein Schalldämpfergehäuse (11) zwischen der hinteren
zumindest teilweise offener Querkanal (33) ausge- Stirnwand (HE) und der vorderen Stirnwand (VE) ein
bildet ist, zur Aufnahme einer Verriegelungs- Aufnahmekanal (21) angeordnet ist, wobei die Ex-
und/oder Arretiereinrichtung. pansionskammer (16) in dem Aufnahmekanal aus-
45 gebildet ist, wobei in dem Aufnahmekanal ein Schott
6. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An- (17) angeordnet ist, der die Expansionskammer (16)
sprüche, wobei sich die Befestigungsschiene (30) in Richtung zur vorderen Stirnwand (VE) begrenzt,
im Wesentlichen über die gesamte Länge des vorzugsweise druckdicht begrenzt, und wobei die
Schalldämpfergehäuses (11) erstreckt. Expansionskammer koaxial zu einem Waffenlauf
50 (91) angeordnet ist und waffenlaufseitig weitgehend
7. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An- druckdicht mit dem Waffenlauf koppelbar ist, wobei
sprüche, wobei die vordere Stirnwand (VE) als eine die Expansionskammer (16) vorzugsweise waffen-
von dem Schalldämpfergehäuse (11) lösbare Abde- laufseitig von einem an der Mündungsöffnung des
ckung (40) ausgestaltet ist, wobei die Abdeckung Waffenlaufes (91) angeordneten Reduzierstück (19)
(40) vorzugsweise wannenförmig ausgestaltet ist. 55 verschließbar ist, wobei das Reduzierstück einen
Längskanal (19a) aufweist, der die Expansionskam-
8. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An- mer mit dem Waffenlauf verbindet, wobei vorzugs-
sprüche, wobei in dem Schalldämpfergehäuse (11) weise hinter dem Schott (17) das Leuchtmittelmodul

14
27 EP 3 017 265 B1 28

angeordnet ist,, wobei das Schott (17) in dem Auf- silencer housing (11) and designed for mounting
nahmekanal (21) vorzugsweise in Längsrichtung re- the silencer (10) on the gun (90), said fastening
lativ zu dem Aufnahmekanal (21) bewegbar ist, und rail (30) being disposed on a lower side wall (13)
wobei die Steuerelektronik (81) vorzugsweise ange- of the silencer housing that extends between the
passt ist, nach einer Detektion eines Abfeuerns einer 5 rear end wall (HE) and the front end wall (VE).
Munition das Leuchtmittel (80) zu veranlassen einen
Lichtstrahl, vorzugsweise einen Laserstrahl, beson- 2. The silencer as claimed in the preceding claim,
ders bevorzugt einen codierten Laserstrahl, zu emit- wherein the fastening rail (30) extends parallel with
tieren. the longitudinal axis (LA) of the silencer housing (11).
10
12. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An- 3. The silencer as claimed in any of the preceding
sprüche, wobei vor der hinteren Stirnwand (HE) und claims, wherein the fastening rail (30) has at least
im Wesentlichen parallel zur hinteren Stirnwand eine one longitudinal guide (32), the at least one longitu-
Abdeckplatte (60) angeordnet ist, die relativ zur hin- dinal guide (32) extending parallel with the longitu-
teren Stirnwand und parallel zur hinteren Stirnwand 15 dinal axis (LA) of the silencer housing (11), the fas-
(HE) bewegbar ist, wobei die Abdeckplatte (60) vor- tening rail (30) extending beyond the rear end wall
zugsweise eine zu einer Aufnahmeöffnung (25) des (HE), and the fastening rail (30) having an essentially
Schalldämpfergehäuses (11) konzentrische Öff- U-shaped profile, in particular in the region protrud-
nung oder Aussparung (61) aufweist, die im Wesent- ing beyond the rear end wall (HE).
lichen die gleiche Größe und Form der Aufnahme- 20
öffnung aufweist, wobei vorzugsweise an der Unter- 4. The silencer as claimed in claim 3, wherein the at
seite der Abdeckplatte (60) ein Federelement (64) least one longitudinal guide (32) comprises a first
angeordnet ist, wobei vorzugsweise an der der hin- longitudinal guide and a second longitudinal guide,
teren Stirnwand (HE) zugewandten Seite der Ab- and wherein
deckplatte (60) Führungsschienen oder Führungs- 25
fugen (62) vorgesehen sind, die in Führungsfugen - said first longitudinal guide is formed on the
oder Führungsschienen an der hinteren Stirnwand inner surface of a first lateral wall of the U-
eingreifen, wobei die Führungsfugen und Führungs- shaped profile, and
schienen (62) vorzugsweise nach Art einer Schwal- - said second longitudinal guide is formed on the
benschwanzführung ausgebildet sind, und wobei in 30 inner surface of a second lateral wall of the U-
der Abdeckplatte (60) vorzugsweise unterhalb der shaped profile.
Öffnung oder Aussparung (61) ein Loch (63), vor-
zugsweise ein Langloch, vorgesehen ist. 5. The silencer as claimed in any of the preceding
claims, wherein the fastening rail (30) has an at least
13. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An- 35 partially open cross channel (33) formed therein for
sprüche, wobei das Schalldämpfergehäuse (11) und accommodating a latching device and/or locking de-
die Befestigungsschiene (30) einteilig ausgestaltet vice.
sind.
6. The silencer as claimed in any of the preceding
14. Schalldämpfer nach einem der vorhergehenden An- 40 claims, wherein the fastening rail (30) extends es-
sprüche, wobei genau eine Befestigungsschiene sentially over the entire length of the silencer housing
(30) vorgesehen ist. (11).

15. Schusswaffe(90), insbesondere Handfeuerwaffe, 7. The silencer as claimed in any of the preceding
aufweisend einen Schalldämpfer nach einem der 45 claims, wherein the front end wall (VE) is realised as
vorhergehenden Ansprüche. a cover (40) detachable from the silencer housing
(11), said cover (40) being preferably realised in the
form of a tub.
Claims
50 8. The silencer as claimed in any of the preceding
1. A silencer (10) for a gun (90), in particular a portable claims, wherein the silencer housing (11) has a light
firearm, comprising channel (70) arranged therein which extends parallel
with the longitudinal axis (LE) of the silencer housing
- a silencer housing (11) having a rear end wall between the rear end wall (HE) and the front end
(HE) facing towards the gun barrel (91) of the 55 wall (VE) thereof and has an entrance opening (71)
gun and a front end wall (VE) opposing the rear formed at the rear end wall (HE) and an exit opening
end wall, characterised in that the silencer (10) (72) formed at the front end wall (VE), said light chan-
comprises a fastening rail (30) disposed on the nel (70) being preferably realised in an air-tight

15
29 EP 3 017 265 B1 30

and/or pressure tight manner with respect to a gas- 12. The silencer as claimed in any of the preceding
receiving chamber (15) of the silencer. claims, wherein in front of the rear end wall (HE) and
essentially parallel with said rear end wall a covering
9. The silencer as claimed in any of the preceding plate (60) is arranged which is movable relative to
claims, wherein a lighting means (80), preferably a 5 the rear end wall and in parallel with said rear end
laser diode, is disposed in the front end wall (VE), wall (HE), wherein the covering plate (60) preferably
wherein control electronics (81) and/or a power sup- has an opening or recess (61) which is concentric
ply (82) for the lighting means (80) are provided in with a reception opening (25) of the silencer housing
the silencer housing (11), wherein the lighting means (11) and has essentially the same size and shape
(80), the control electronics (81) and the power sup- 10 as the reception opening, wherein a spring element
ply (82) are preferably disposed in a preferably air- (64) is preferably disposed on the bottom side of the
tight and/or pressure-tight housing (83), the lighting covering plate (60), wherein preferably on the side
means (80) being arranged in a lateral wall of the of the covering plate (60) facing towards the rear end
housing, and wherein the housing and the compo- wall (HE) guide rails or guide grooves (62) are pro-
nents (80, 81, 82) disposed therein together form a 15 vided that engage with guide grooves or guide rails
lighting means module, wherein the control electron- formed on the rear end wall, wherein said guide
ics (81) or the lighting means module preferably com- grooves and guide rails are preferably realised in the
prises a sensor unit (84) for detecting the firing of manner of a dovetail guide (62), and wherein a hole
ammunition, in particular bang ammunition and/or (63), preferably an elongated hole, is provided in the
maneuver ammunition, wherein the sensor unit (84) 20 covering plate (60), preferably beneath the opening
comprises a pressure sensor and/or an acoustic sen- or recess (61).
sor.
13. The silencer as claimed in any of the preceding
10. The silencer as claimed in any of the preceding claims, wherein the silencer housing (11) and the
claims, wherein the silencer is configured as a duel 25 fastening rail (30) are integrally formed as a single
simulator, wherein the silencer housing (11) has an piece.
expansion chamber (16) formed therein which is
joined by an overpressure channel (18) provided for 14. The silencer as claimed in any of the preceding
discharging expanding gases from the expansion claims, wherein exactly one single fastening rail (30)
chamber. 30 is provided.

11. The silencer as claimed in claim 10, wherein a re- 15. A gun (90), in particular a portable firearm, having a
ception channel (21) is arranged within the silencer silencer as claimed in any of the preceding claims.
housing (11) between the rear end wall (HE) and the
front end wall (VE), the expansion chamber (16) be- 35
ing formed in the reception channel, wherein a par- Revendications
tition (17) is disposed in the reception channel which
delimits the expansion chamber (16) in the direction 1. Silencieux (10) pour une arme à feu (90), en parti-
of the front end wall (VE), preferably so in a pressure- culier pour une arme à feu portative, comprenant
tight manner, and wherein the expansion chamber 40
is disposed coaxially with a gun barrel (91) and, at - un boîtier de silencieux (11) avec une paroi
the side of the gun barrel, may be coupled in an es- frontale arrière (HE) qui est tournée vers le ca-
sentially pressure-tight manner with said gun barrel, non (91) de l’arme à feu et une paroi frontale
wherein at the side of the gun barrel the expansion avant (VE) située à l’opposé de ladite paroi fron-
chamber (16) may preferably be closed by a reducer 45 tale arrière, caractérisé en ce que le silencieux
(19) disposed at the muzzle orifice of the gun barrel (10) comprend une glissière de fixation (30) dis-
(91), the reducer having a longitudinal channel (19a) posée sur le boîtier de silencieux (11) et desti-
which connects the expansion chamber to the gun née à fixer le silencieux (10) à l’arme à feu (90),
barrel, wherein the lighting means module is prefer- la glissière de fixation (30) étant disposée sur
ably arranged behind the partition (17), the partition 50 une paroi latérale inférieure (13) du boîtier de
(17) being preferably movable within the reception silencieux, laquelle s’étend entre la paroi fron-
channel (21) in a longitudinal direction relative to the tale arrière (HE) et la paroi frontale avant (VE).
reception channel (21), and wherein the control elec-
tronics (81) is preferably adapted, upon detection of 2. Silencieux selon la revendication précédente, dans
a firing of ammunition, to cause the lightening means 55 lequel la glissière de fixation (30) s’étend parallèle-
(80) to emit a light beam, preferably a laser beam, ment à l’axe longitudinal (LA) du boîtier de silencieux
most preferably a coded laser beam. (11).

16
31 EP 3 017 265 B1 32

3. Silencieux selon l’une quelconque des revendica- électronique de commande (81) et/ou une alimenta-
tions précédentes, dans lequel la glissière de fixation tion en courant (82) pour le moyen d’éclairage (80)
(30) présente au moins un guide longitudinal (32), est/sont prévue(s) dans le boîtier de silencieux (11),
ledit au moins un guide longitudinal (32) s’étendant dans lequel le moyen d’éclairage (80), l’électronique
parallèlement à l’axe longitudinal (LA) du boîtier de 5 de commande (81) et l’alimentation en courant (82)
silencieux (11), la glissière de fixation (30) dépassant sont disposés de préférence dans un boîtier (83) de
de la paroi frontale arrière (HE) et la glissière de fixa- préférence étanche à l’air et/ou étanche sous pres-
tion (30) présentant un profil essentiellement en for- sion, dans lequel le moyen d’éclairage (80) est dis-
me de U, en particulier dans la zone qui dépasse de posé dans une paroi latérale du boîtier, et dans le-
la paroi frontale arrière (HE). 10 quel le boîtier et les composants (80, 81, 82) qui y
sont disposés forment ensemble un module de
4. Silencieux selon la revendication 3, dans lequel ledit moyen d’éclairage, dans lequel l’électronique de
au moins un guide longitudinal (32) comprend un commande (81) ou le module de moyen d’éclairage
premier guide longitudinal et un deuxième guide lon- comprend de préférence une unité capteur (84) des-
gitudinal et dans lequel 15 tinée à détecter un tir d’une munition, en particulier
d’une munition détonante et/ou à blanc, dans lequel
- le premier guide longitudinal est formé sur la l’unité capteur (84) comprend un capteur de pression
surface intérieure d’une première paroi latérale et/ou un capteur acoustique.
du profil en forme de U et
- le deuxième guide longitudinal est formé sur 20 10. Silencieux selon l’une quelconque des revendica-
la surface intérieure d’une deuxième paroi laté- tions précédentes, dans lequel le silencieux est réa-
rale du profil en forme de U. lisé en tant que simulateur de duel, dans le boîtier
de silencieux (11) étant formée une chambre d’ex-
5. Silencieux selon l’une quelconque des revendica- pansion (16) dans laquelle débouche un canal de
tions précédentes, dans lequel un canal transversal 25 surpression (18) qui est prévu pour évacuer des gaz
(33) au moins partiellement ouvert est formé dans en expansion dans la chambre d’expansion.
la glissière de fixation (30) en vue de recevoir un
dispositif de verrouillage et/ou d’arrêt. 11. Silencieux selon la revendication 10, dans lequel un
canal de réception (21) est disposé dans le boîtier
6. Silencieux selon l’une quelconque des revendica- 30 de silencieux (11), entre la paroi frontale arrière (HE)
tions précédentes, dans lequel la glissière de fixation et la paroi frontale avant (VE), dans lequel la cham-
(30) s’étend essentiellement sur toute la longueur bre d’expansion (16) est formée dans le canal de
du boîtier de silencieux (11). réception, dans lequel une cloison (17) qui délimite
la chambre d’expansion (16) en direction de la paroi
7. Silencieux selon l’une quelconque des revendica- 35 frontale avant (VE), et ce de préférence de manière
tions précédentes, dans lequel la paroi frontale avant étanche sous pression, est disposée dans le canal
(VE) est réalisée sous la forme d’un couvercle (40) de réception, et dans lequel la chambre d’expansion
pouvant être retiré du boîtier de silencieux (11), le est disposée de manière coaxiale par rapport à un
couvercle (40) étant réalisé de préférence en forme canon d’arme (91) et peut être couplée, côté canon,
de cuve. 40 au canon de l’arme de manière sensiblement étan-
che sous pression, dans lequel la chambre d’expan-
8. Silencieux selon l’une quelconque des revendica- sion (16) peut être fermée, de préférence côté ca-
tions précédentes, dans lequel un canal lumineux non, par une pièce de réduction (19) disposée dans
(70) ayant un orifice d’entrée (71) au niveau de la l’embouchure du canon d’arme (91), dans lequel la
paroi frontale arrière et un orifice de sortie (72) au 45 pièce de réduction présente un canal longitudinal
niveau de la paroi frontale avant et s’étendant paral- (19a) qui relie la chambre d’expansion au canon de
lèlement à l’axe longitudinal (LA) du boîtier de silen- l’arme, dans lequel le module de moyen d’éclairage
cieux est disposé dans le boîtier de silencieux (11), est disposé de préférence derrière la cloison (17),
entre la paroi frontale arrière (HE) et la paroi frontale dans lequel la cloison (17) peut bouger dans le canal
avant (VE), le canal lumineux (70) étant réalisé de 50 de réception (21) de préférence en sens longitudinal
préférence de manière à être étanche sous pression par rapport audit canal de réception (21), et dans
et/ou étanche à l’air par rapport à une chambre des lequel l’électronique de commande (81) est conçue
gaz (15) du silencieux. de préférence pour faire en sorte que le moyen
d’éclairage (80) émette, après une détection de tir
9. Silencieux selon l’une quelconque des revendica- 55 de munition, un rayon lumineux, de préférence un
tions précédentes, dans lequel un moyen d’éclairage rayon laser, de manière privilégiée un rayon laser
(80), de préférence une diode laser, est disposé codé.
dans la paroi frontale avant (VE), dans lequel une

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12. Silencieux selon l’une quelconque des revendica-


tions précédentes, dans lequel devant la paroi fron-
tale arrière (HE) et essentiellement de manière pa-
rallèle à ladite paroi frontale arrière est disposée une
plaque de recouvrement (60) qui peut bouger par 5
rapport à la paroi frontale arrière et parallèlement à
ladite paroi frontale arrière (HE), dans lequel la pla-
que de recouvrement (60) présente de préférence
une ouverture ou un évidement (61) qui est concen-
trique à une ouverture de réception (25) du boîtier 10
de silencieux (11) et présente essentiellement la mê-
me grandeur et la même forme que l’ouverture de
réception, dans lequel un élément ressort (64) est
disposé de préférence sur la face inférieure de la
plaque de recouvrement (60), dans lequel de préfé- 15
rence sur la face de la plaque de recouvrement (60)
tournée vers la paroi frontale arrière (HE) sont pré-
vues des glissières de guidage ou des rainures de
guidage (62) qui entrent en prise dans des rainures
de guidage ou des glissières de guidage situées sur 20
la paroi frontale arrière, dans lequel les rainures de
guidage et glissières de guidage (62) sont réalisées
de préférence selon le type d’un guidage à queue
d’aronde, et dans lequel un trou (63), de préférence
un trou oblong, est prévu dans la plaque de recou- 25
vrement (60), de préférence au-dessous de l’ouver-
ture ou de l’évidement (61).

13. Silencieux selon l’une quelconque des revendica-


tions précédentes, dans lequel le boîtier de silen- 30
cieux (11) et la glissière de fixation (30) sont réalisés
en une seule pièce.

14. Silencieux selon l’une quelconque des revendica-


tions précédentes, dans lequel il est prévu précisé- 35
ment une seule glissière de fixation (30).

15. Arme à feu (90), en particulier arme à feu portative,


présentant un silencieux selon l’une quelconque des
revendications précédentes. 40

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IN DER BESCHREIBUNG AUFGEFÜHRTE DOKUMENTE

Diese Liste der vom Anmelder aufgeführten Dokumente wurde ausschließlich zur Information des Lesers aufgenommen
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EPA übernimmt jedoch keinerlei Haftung für etwaige Fehler oder Auslassungen.

In der Beschreibung aufgeführte Patentdokumente

• DE 4231183 C1 [0004] • DE 102006025245 A1 [0012]


• WO 2008119098 A [0011]

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