Sie sind auf Seite 1von 49

er y ı I Al E!

| NN oz |
si r So, | Fr £

Le
| ur N

i ie BE zZ u ur

Schimpansisch
Urmongolisch
Indogermanisch
Von

Georg Schwidetzky
Schimpansisch
Urmongolisch
aßunl IOmMZ 'L pIıg

Indogermanisch
sn» ussupdwiyps

Von
wilj-nyn wep

Georg Schwidetzky
1 pun 4 MEN’

KURT VIEWEG vERLA®


Schriften der Deutschen Gesellschaft für
Tier- und Ursprachenforschung zu Leipzig

Nr. 2

Meinem verehrten Lehrer


Herrn Universitätsprofessor Dr. phil. et litt. h.c.
Sämtliche Rechte vorbehalten
lelix Krueger und Herrn Universitätsprofessor
Copyright 1932 by Deutscher Verlag G. m. b. H., Leipzig C 1
Lie. theol. et Dr. phil. Friedrich Reinhard Lipsius
in herzlicher Dankbarkeit

Druck von A. Pabst, Königsbrück in Sachsen


Umschlagbild von Dr. Kurt Priemel, Frankfurt am Main
Vorwort
Dieses Buch ist aus einem Vortrage über „Schimpansen-
worte in Menschensprachen“ hervorgegangen, den ich am
ı. Februar 1932 vor der Deutschen Gesellschaft zu Leipzig
halten durfte. Es bringt diesem gegenüber einen wesentlichen
reicheren Tatsachenstoff und einige inzwischen gewonnene
weitere Erkenntnisse.
Die Menschwerdungslehre habe ich an der Hand der
neuen Tatsachen, die die letzten Veröffentlichungen Othenio
Abels, Hans Weinerts und O. Kleinschmidts und eigene
neue Beobachtungen ergeben haben, unter Wahrung meiner
Grundanschauungen fortgebildet. In der englischen Ausgabe
meines ersten Buches habe ich sie bereits kurz in der jetzigen
Form gebracht. Die Sprachvergleichung dürfte sich neben den
alten und neuen Arbeitsweisen der Menschwerdungslehre als
ebenbürtige Mitarbeiterin früher oder später durchsetzen. Der
Wortschatz der Menschheit ist ein viel reicheres Museum der
Natur- und Vorgeschichte unserer Art als alle Sammlungen
von Knochenfunden zusammengenommen. Soviel ich sehe,
ist der Zusammenhang der Menschwerdung mit der Zerreißung
und teilweisen Neuverbindung der Erdteile hier zum ersten
Male als möglich hingestellt worden. Ohne Abschließung der
tierischen Menschenvorfahren auf lange Zeit scheint mir die
Sonderentwicklung kaum erklärbar.
Das Buch wirbt in erster Reihe um die Anteilnahme der
Menschensprachforscher. Ihre Mitarbeit ist bei der Durch-
führung der Einzelforschung unentbehrlich. Ich schulde ihnen
großen Dank. Möchten sie Tore durch die hohen Mauern
legen, die hundertjährige Arbeit höchst dauerhaft gebaut hat.
Wenn man sich auch hier und da vor den Affensprachen be-
kreuzigen mag, so ist noch lange nicht einzusehen, warum
man nicht an der Hand von Vorgeschichte, Völker- und
Menschenkunde die Menschensprachen der Erde miteinander
vergleicht. Um ein Beispiel zu geben: Die Europäer, und mit
6 Vorwort

ihnen die Deutschen, sind nach Rasse und Kultur unleugbar


eine Mischung. Warum treten die Indogermanistik, die Ger-
manistik usw., von einzelnen Forschern abgesehen, immer auf
der Stelle anstatt sich zu den Natur- und Halbkulturvölkern Inhalt en
hin in Bewegung zu setzen, deren Vorfahren zu den Euro-
päern verschmolzen sind? Zu den Altasiaten und Altafrika- > een ne 5
Vorwolt »
nern, von denen uns Menschen- und Völkerkunde und Vor-
I. Laßt uns so tun, als ob der Schimpanse ein Mensch
geschichte so beredt berichten. Jedes Wort und jede Sache 9
wire . .-
sind Denkmäler der Natur- und Vorgeschichte, nicht nur der er \
II. Warum gerade EDEN a
Geschichte. Man sollte sie um die ganze Erde hin und über 1
» ce.
Eiszeit und Tertiär bis zum ersten Ursprung verfolgen. Ich IH. Wer war der Urschimpanse?.
mache einen ersten Versuch dazu. Seiner Unzulänglichkeit IV. Wie entstand der Arahlaname War er auch
. . - 2.01
bin ich mir bewußt. Noch ist der Mut zum Irrtum unent- unser Urahn?
9
behrlich. Das Allerschlimmste hoffe ich in sechszehnjähriger V. Tschim und Pansi sprechen urschimpansisch 22
stiller Arbeit meinen Nachfolgern abgenommen zu haben. . 3°
VI. Das erste Wörterbuch des Schimpansishen .
Zum Schluß noch ein Wort in eigener Sache. Man hat . 32
VII. Grundbegriffe der Tier- und Ursprachenlehre
mich für einen Materialisten alter Schule erklärt. Schon wer + 34
mein erstes Buch genauer gelesen hat, weiß, daß das ein Irr- VIH. Lautlehre des Schimpansishen . . »
. » - 34
tum ist. Die mich näher kennen, wissen, daß ich mich zum . Bau und Arbeit der Sprachwerkzeuge.
. - 2.035
Geist als Gestalter der Welt bekenne und zur weisen Güte 2. Lautbestand
des Christentums. Daß wir von Tieren abstammen, gibt uns IX. Erlebniswelt und Sprachinal des Unchimpan-
kein Recht, Tiere zu bleiben. Wir haben die Pflicht, den Weg . - - ek 2.40
sichn
un“ 4
zu Gott zu suchen. Aber das Bekenntnis zum Geist erlaubt X. 75 Worte Uodiizänfich »
uns auch nicht, Lehren aufzubauen, ohne die Fülle von Formen ch, Indog ermanisch . $ı
XI. Urschimpansisch, Urmongolis
zu kennen, die sich der ringende Geist geschaffen hat, den wir rs
das Leben nennen. Ehrfurcht vor dem Geist heißt uns zu XII. Ein Ausschnitt aus der Weltgeschichte des Tertiä
Steinzeit . 65
und der
schauen und immer wieder zu schauen, ehe wir wagen dürfen 074
Schriftenverzeihnis .: » > = Henn ononn
zu deuten und zu lehren. Auch der Forscher muß inwendig
» eo 87
voller Bilder sein. Worte allein tun es nicht. Daß Bilder dieses Verfasser- und Sachverzeihnis.
Buch begleiten dürfen, dafür bin ich dem Verlage ganz be-
sonders dankbar.

Oetzsch bei Leipzig, im Dezember 1932


Mittelstraße 4

GeorgSchwidetzky
Stadtrat i. R.
Bibliothekar an der Deutschen Bücherei
I]IPIAIUI
I. Laßt uns so tun, als ob der Schimpanse
ein Mensch wäre
Die naturwissenschaftliche Sprachforschung, die hier zum
ersten Male auf einen Einzelgegenstand angewendet wird,
stößt natürlich bei denjenigen Philologen, die nur geistes-
wissenschaftlich gerichtet sind, also bei der Mehrheit auf Rat-
losigkeit. Ich habe mit meiner Einführung in die Tier- und
Ursprachenlehre zu helfen gesucht. Sie konnte aber die vor-
geschichtlichen, menschen-, völker- und seclenkundlichen Zu-
sammenhänge nur andeuten. Vielleicht wäre der beste Weg

ıpoy 3351]
3dosiyay

WOPny
uasued
in diese fremde Welt die einfache Unterstellung, daß der

sap
Schimpanse ein Mensch sei: Schon Linn hat ihn ja zu dieser
Gattung gestellt, und neuerdings hat das O. Kleinschmidt
wiederholt.
sydoyjyayuasuedwipg sap ısnı98pdıouyy

Geschähe das, so wäre seine Sprache genau so festzustellen


und mit Menschensprachen zu vergleichen wie die irgendeines
Naturvolkes. Man würde dann neben großen Unterschieden
(wraysıapaıqy peu)

woserqjjeipg €
viele Übereinstimmungen finden. Und beiden Richtungen
pdıouysury

wäre geholfen. Denen, die guten Willens, aber an den natur-


wissenschaftlichen Dingen innerlich nicht beteiligt sind, schlage
ich also allen Ernstes vor, zuerst und schlimmstenfalls nur die
Teile über die reine Wortvergleichung zu lesen, die Abschnitte
über die Abstammung aber einfach zu überschlagen. Es bleibt
auch dann Merkwürdiges genug übrig.
Beide Richtungen sind auf lange hinaus aufeinander an-
gewiesen. Der Tier- und Ursprachenforscher kann unmöglich
alle Sprachen der Erde so beherrschen, wie es ein Einzelforscher
vermag. Er braucht deren Vorarbeiten wie das liebe Brot.
adunzuasuedwnpg

Er muß sich aber seine Wege um die Erde durch Sumpf und
ıpeu)

Dickicht bahnen, so gut es gehen will. Daß dabei Fehler unter-


laufen, ist unvermeidlich. Welche Wissenschaft wäre je fertig
(3e3uuog

By,

vom Himmel gefallen? Die Menschensprachforschung aber


muß ohne den Kompaß der Naturwissenschaften hilflos
werden, wenn sie den sicheren Hafen der Schriftsprache ver-
10 II. Warum gerade Schimpansisch ? II. Warum gerade Schimpansisch? 11

läßt und in das unendliche Meer der Vor- und der Natur- und Gibbon vorkommt, neuerdings auch bei Makis und
geschichte hinaussegeln will. Makaken gefunden worden ist?
Die Zukunft freilich gehört einer neuen Zusammenfassung Hans Weinert hat die Stirnhöhlen bei Gorilla, Schim-
der Hilfswissenschaften zur Tier- und Ursprachenlehre. Sie panse und Mensch dafür angeführt, daß die Menschheit nur
braucht notwendig die jetzt fehlenden Querverbindungen. von diesen beiden Menschenaffen abstammen könne und daß
— beim Ausscheiden des Gorillas aus anderen Gründen — nur
U. Warum gerade Schimpansisch? der Schimpanse als Ahn übrig bleibt. Der Beweis wäre nur
dann erbracht, wenn wirklich alle Menschen Stirnhöhlen
Ich habe den Schimpansen mit seiner Sprache ausgewählt, hätten. Wer dürfte wagen, das zu behaupten! Dazu reichen
weil sein tertiärer Vorfahr in neuerer Zeit mehrfach als unsere Kenntnisse von den menschlichen Rassen nicht aus.
Menschenahn erklärt worden ist. Ein Alttierforscher — Aber es haben ja nach Rudolf Martin 7 % der Europäer, 30 %
Othenio Abel —, ein Menschenforscher — Hans Weinert — der Australier und 37 % der Maori keine Stirnhöhlen. Mel-
und sogar ein mutiger Gottesgelehrter, der zugleich Menschen- chers gibt an, daß sie bei 'Tasmaniern und Melanesiern meist
forscher ist — O. Kleinschmidt —, halten übereinstimmend fehlten oder fehlen. Die Liste ist wahrscheinlich noch viel
den Urschimpansen für den Stammvater der Menschheit, den länger. Diese Menschen können schon nicht vom Schim-
in wissenschaftlicher Form erneuerten Adam. Schon früher pansenahn abstammen, müssen andere Ahnen gehabt haben.
hatte das Gustav Schwalbe getan. Bei solcher Übereinstim- Was Weinert mit seinem an sich überaus wertvollen Tat-
mung sollte der Widerspruch nicht allzu groß sein, wenn man sachenstoff wirklich beweist, ist, daß die Menschheit einen
auch die Menschensprache mit der Urschimpansensprache auf starken Einschlag von Wesen mit Stirnhöhlen haben muß.
Übereinstimmungen und Verschiedenheiten hin prüfen möchte. Die Tatsachen sprechen für eine zeitlich begrenzte Mehr-
Die naturwissenschaftliche Sprachvergleichung könnte stämmigkeit. Sie erklären sich m. E. zwanglos aus meiner
sich den übrigen Wissenschaften anschließen. Sie hat eine Bastardierungslehre. Die Stirnhöhlen sind die Wahrung der
Fülle von neuen Belegen über die sprachliche Verwandtschaft äußeren Form mit unzureichendem Baustoff. Die Form be-
des Urschimpansen mit dem Menschen. Dieses Buch bringt fahl der urpavianische Vorfahr mit seinen mächtigen massiven
eine Auswahl davon. Sie kann aber beim besten Willen nicht Überaugenwülsten, der Baustoff war unzureichend, weil der
zugeben, daß der Urschimpanse der einzige Ahnherr ist. Er Gibbon mitwirkte und dieser die Wülste, den Baustoff, nicht
reicht, wie ich noch zeigen werde, ganz und gar nicht dazu hat. Wer das bildhaft verstehen will, betrachte die Kopfdurch-
aus, den Laut- und Wortbestand der Menschheit zu erklären. schnitte von Orang Utan und Schimpanse bei Weinert ($. 66).
Es fehlen ihm ja, wie Abschnitt VIII, 3, im einzelnen zeigt, Den beiden Ostasiaten (Gibbon und Orang Utan) fehlt eben
die meisten menschlichen Laute. Diese sind anderen Affen der Einschlag der derben Urpaviane, wie ja schon das zartere
und Halbaffen zuteil geworden, den anderen Partnern der Knochengerüst zeigt. Gorilla und Schimpanse haben ihn.
Menschwerdung. Nein! Die Laut- und Wortvergleichung, die Blutgruppen-
Der Rassenphysiologe wird einwenden müssen, daß der forschung, die gründlich nachgeprüfte Formenkunde (Mor-
Urschimpanse auch nicht genügt, um die Blutgruppen des phologie) erzählen von einem Werdegange der Menschheit,
Menschen zu erklären. Er hat nur A und ©. Woher stammt der viel mehr Kreuzwege enthalten haben muß, als sich alle
dann die Blutgruppe B, die bei Menschen mehr oder minder Schulweisheit bisher träumen ließ. Urmakis, Urmeerkatzen
stark so gut wie überall vertreten ist, auch bei Orang Utan und Urpaviane ergaben durch Kreuzung Menschenaffen ähn-
12 II. Wer war der Urschimpanse? IH. Wer war der Urschimpanse? 13

liche Wesen (Nebenformen zu den Gibbons, Orang Utans, bäumen kann eines nicht stimmen: daß die Linien säuberlich
Schimpansen). Kreuzungen dieser untereinander und Rück- und unverwirrt nebeneinander herlaufen. Das Wort Ent-
kreuzungen mit den Ausgangsformen ergaben die bunte Fülle wicklung ist zu einem süßen Rausch geworden. Es gilt ohne
der menschlichen Rassen. Frühe Spalterbigkeit (Friedenthal) weiteres als Erklärung, während es doch nur die Richtung an-
zerriß immer wieder die Zusammenhänge (Korrelationen) der gibt, in die wir unsere Fragen rufen müssen. Aus diesem Irr-
tum ist letzten Endes das Tohuwabohu von Lehren ent-

_
Erbeinheiten und schuf immer neue Formen. Nicht weil die
Menschen eines Ursprungs sind, sind sie ähnlich, sondern weil standen, das die Menschwerdung umtost. Hier trennen sich
sie aus gleichen, wenn auch mehreren Urformen gemischt sind. die Wege. Schaltet man überall, wo es die Tatsachen zeigen,
Die Auswahl des Schimpansischen für eine erste Sonder- den Gedanken der Kreuzung ein, so zeigt ein Gang durch ein
schrift hat aber noch einen anderen Grund. Diese Menschen- gutes Affenhaus: Der Schimpanse ist solch eine Kreuzung.
affensprache hat die weitaus beste und gründlichste Be- Geht man dem weiter nach, so gewinnt man folgendes Bild:
arbeitung erfahren, die je einer Tiersprache zuteil geworden Der eine Vorfahr muß eine auf dem Boden lebende,
ist. Und ich halte es für den größten Vorzug der gemein- schwergebaute große Affenform gewesen sein, die dem heutigen
samen Arbeit von Robert M. Yerkes und Miß Blanche Lear- Mandrill in vielen Zügen ähnlich war. Der aufrechte Gang
ned von 1925, daß sie einfach die Dinge festgestellt haben, wurde offenbar nur beim Klettern gelegentlich geübt. Der
ohne den Brückenschlag zu uns Menschen hin zu untersuchen, Schweif muß infolge Nichtgebrauchs und mangelhafter Blut-
ja wohl auch nur für möglich zu halten. Um so stärker ist versorgung völlig zurückgebildet gewesen sein. Die Nase war
die Beweiskraft des Tatsachenstoffes. Dieser große Affen- ursprünglich halbsäulenförmig wie bei den frühtertiären Halb-
seelenforscher, der uns seitdem auch das gründlichste und sorg- affen (z. B. Necrolemur), später durch das Zusammenrücken
fältigste Werk über die Menschenaffen geschenkt hat, ist ein der Augen an der Wurzel zu einem scharfen Grat zusammen-
Zeuge von höchstem Gewicht. gedrückt. Die Schnauze war lang wie bei den Pavianen. Die
kleinen Augen lagen tief unter mächtigen massiven Knochen-
wülsten.
III. Wer war der Urschimpanse? Der andere Vorfahr muß ein schweifloser Gibbon, eine
Es besteht Einigkeit darüber, daß sich der Schimpanse Baumaffenform, gewesen sein, schlank, zart, klein, mit ver-
seit der Zeit, aus der die ersten Funde stammen, kaum er- kürztem Gesicht, völlig eingeebnetem Nasenrücken ohne Über-
heblich verändert hat. Er ist eine lebendige Erinnerung an augenwülste. Die Verkürzung der ursprünglich langen Schnauze
das Mio- und Pliozän. Vielleicht sind seitdem die Arme etwas zwang dazu, das langsamer folgende und darum überlang
länger und die Daumen etwas kürzer geworden. Freilich, die werdende Gaumensegel an beiden Seiten zu reffen, also früh
Überbleibsel seines tertiären Daseins bestehen nur in wenigen ein Zäpfchen auszubilden, wodurch wieder eine neue Form
Knochen. Will man sich ein Gesamtbild seiner einstigen Er- von r, das Zäpfchen-r, möglich wurde. Dazu kam die Senkung
scheinung machen, so muß man auch die lebenden Tiere in des Kehlkopfes. Infolge der aufrechten Haltung, die sich aus
sich und mit der übrigen Affen- und Halbaffenheit nachdenk- dem ständigen Hangeln in den Zweigen ergab, sanken die
lich. vergleichen. Schon wenn man unbeeinflußt von Schul- schweren Luftaufnahme- und Verdauungswerkzeuge, Lunge
meinungen vor den heutigen Schimpansen tritt, fallen einem und Magen, nach unten und zogen auch Speiseschlauch, Luft-
tie merkwürdigen Stillosigkeiten auf, die ich in meinem ersten röhre und Kehlkopf zurück, so daß das Zäpfchen zuletzt frei
Buche geschildert habe. Man merkt, an den üblichen Stamm- schwebte und nicht mehr gegen den Kehldeckel schlug wie
14 III. Wer war der ASOENER IV. Wie entstand der Urschimpanse? War er auch unser Ahn? 15

etwa bei den fast immer vierbeinig laufenden Meerkatzen. Eine Aufnahme seiner Sprache durch einen Fachmann der
Für die Lautbildung war das wichtige Ergebnis das Frei- Menschenlautkunde wäre eine wissenschaftliche Tat. Auch die
werden des Mundweges für die Ausatmung, das Zurücktreten beiden von Yerkes und Miß Learned untersuchten Schim-
der Nasenlaute. pansenkinder zeigen deutliche Abweichungen von einander
Die Gegensätzlichkeit der Ahnen hat bei der Kreuzung, und von anderen Versuchstieren derselben Forscher. Da auf
dem Schimpansen, eine große Schwankung der Formen und der Tierstufe die Sprache Ausdruck einer Gesamterregung,
Farben ergeben. Bald tritt der derbe Urpavian, bald der zarte eines Affektes ist, müssen auch die Kraftunterschiede des Ge-
Urgibbon mehr hervor. Die armen Systematiker, die eine schlechts zu Abweichungen in der Sprache führen. Vielleicht
logisch einwandfreie Ordnung der Arten schaffen sollen, erklärt sich so die auffallend andere Art und Menge der
Knaben Tschim und dem Mädchen Pansı,
stehen vor einer unlöslichen Aufgabe. Ich habe das seltsame „Worte“ bei dem
Spiel der Erbgesetze an anderer Stelle kurz zu umreißen ver- die die beiden Amerikaner beobachtet haben.
sucht. Man kann aber von dem Yerkes-Learned’schen Schim-

Will man sich die möglichen Gegensätze klarmachen, so pansenwörterbuch sagen, daß es eine besonders glückliche Ab-
vergleiche man einmal den derben, pavianähnlichen Schim- wandlung dieser Tiersprache ergriffen hat. Die Fülle von
pansen in Yerkes’ und Yerkes’ großem Handbuche der Entsprechungen in Menschensprachen, die ich seit 1928 fest-
Menschenaffen und den zarten, schlanken, gibbonähnlichen
halten konnte, zeigt, daß hier wirklich ein lebendiges Denk-
mal der Sprache einer uralten Ahnenform des Schimpansen
Schimpansen von 1931 im Tierpark Hellabrunn, der ein
Seitenstück in einem Knochengerüst im Dresdener Museum
vorliegt, und daß es einen Menschenvorfahren gleicher Sprache
gegeben haben muß. Ich bitte die Vorsicht in der Fassung
haben soll. Die Abweichungen der tertiären Schimpansen-
dieses Satzes wohl zu beachten. Ich begründe sie im nächsten
zähne von einander zeigen, daß die Wandelbarkeit schon bis
ins Miozän zurückreicht.
Abschnitt.

Beständig scheint eigentlich ziemlich wenig zu sein: die


Kreuzung von vierfüßigem Paviangang und zweibeinigem IV. Wie entstand der Urschimpanse?
aufrechtem Gibbongang mit aufgestützten Fingerknöcheln, War er auch unser Ahn?
die lange, überbreite, völlig eingedrückte Nase, das mittel- 1. Wenn mich nicht alle Zeichen trügen, so stehen wir
lange Gesicht, die kleinen, gescheiten Augen, die großen ab- dicht vor der Lösung des Rätsels des Menschheitsursprunges.
stehenden Ohren. Die Haar- und die Hautfarbe schwanken. Die Teilfürsten der Wissenschaft erweitern ständig ihr Ge-
Es gibt gewissermaßen Neger und Mongolen unter den biet durch Neuland. Eine Teilwahrheit nach der andern
Schimpansen. Bei den Schwarzen ist gelegentlich (oder immer?) kommt zum Vorscheine.
sogar wie bei manchen Negern und Papuas der Augenwinkel 2. Seit ich 1931 meine erste Skizze der Menschwerdung
(die sclera) schwarz, statt weiß, wie bei uns. zum Druck gab, sind mir neue Tatsachen bekannt geworden,
Für die Tier- und Ursprachenforschung ergibt sich die die dem Bilde, ohne seine Hauptstriche zu ändern, schärfere
Vermutung, daß auch die Laute und Lautgruppen der jungen Züge geben.
Schimpansen nicht überall gleich sein werden. Der Hella- a) Anfangs war beim Gibbon nur BlutgruppeA gefunden
brunner Schimpanse soll nach einer Pressemitteilung des worden. Später fand Landsteiner bei einem Gibbon AB, bei
Direktors Heinz Heck auch sprachliche Abweichungen zeigen. fünf (drei hylobates leuciscus und zwei symphalangus syndak-
er auch unser Ahn? 17
16 3 IV.V. WieWie entstand der Urschii mpanse? War er auch unser Ahn? IV. Wie entstand der Urschimpanse ? War
ni
schwer zu er-
tylus) B. Auch Weinert fand B ud AB. Das sind Entdeckun- Formen, wie z. B. dem Orang Utan, nur noch
sen von größter Tragweite. Danach ist auch der Gibbon kennen.
des be-
schon eine Kreuzung. A und B müssen dann niedere Affen Nur ein lebendes Denkmal der Halbaffenwelt
Art Lippen-
oder Halbaffen od . ginnenden Tertiärs, der Koboldmaki, hat eine
ge- war offen bar die Trä-
rinne. Seine Gruppe (die Tarsioiden)
wesen sein. n oder Übergangsformen zwischen beiden
sten der Augen
b) In der Platefestschrif t bekennen sich Harry Federl gerin der Bestrebungen, die Nase zugun
hmälern und zu er-
Ei Ba Dieer mit erfreulicher Festigkeit dar zurückzubilden, d. h. zu kürzen, zu versc
daß die niedrigen.
astardierung deider Arten bei der Entwickl ung eine
alla ine ni nich - des Lippen-
ringe Rolle gespielt habe. Neue Dauerformen Der auffallende Unterschied im Werden
ae scheint auf
standen.
naheliegen. Die Anwendung
wendung auf die: Menschwerdungslcehre sollte schlusses bei Altweltaffen und Menschenvorfahren
und vielleicht auch
Verschiedenheiten der Nahrungsaufnahme
Geh e a g Vormeerkatze — Pondaungia —, ein des Saugens der Jungen zu deuten.
nach 27 jäh-
de ki us er unterägyptischen unteroligozänen (Api- e) Auch über die Menschennase bin ich mir
Mensch endlich
a) e . Damit wären die Träger des Zungenschnalzes rigem Vergleichen der Formen bei Tier und
n
für das frühe Tertiär belegt. klar geworden. Sie läßt sich von keiner Menschenaffen- und
Die Gleichsetzung von ihr Rohstoff ist die
Pondaungia und Apidi &
pidium ist abe . : Affenform ableiten. Ihr Ausgangspunkt,
erkannt. aber noch nicht allgemein an-
oder weniger lange Halbsäulenform eozäner Halbaffen,
mehr
zeigt und
wie sie etwa das Bild des Necrolemur bei Abel
et on mir über eine m. W. bisher übersehene ch gut erhalten
auch bei Menschen (z. B. Semang *) gelegentli
‚ aber für die zeitliche und f ren Menschen-
legung der Menschwerd ung überaus
äßi ist. Wohl befand sich auch unter den frühtertiä
ü lee Tänasl rten und er-
wichtig Tatsacha der ahnen eine Form mit verkürzten, verschmäle
en Kein altweltlicher Affe hat ae g die Halb-
nkrechte Rinne auf der
Mensch m niedrigten Nasenbeinen, die bei ihrer Einkreuzun
ae der Oberlippe, eineb nete. Nie-
ppe, d das philtru
i m. Sieie ist
i das säule mannigfach veränderte und auch völlig
gentümlichen Entwicklung: Die ä spitze ab-
die bei den Halbaffen d as Mittels
mals aber wurde bei unseren Vorfahren die Nasen
beim Orang
i ü
tück
wurde zurückgezogen so, ‚d:daß di Oberli i
der ee
Oberli i le gebaut wie bei den Menschenaffen, besonders
ch eei Utan, niemals senkrecht gekerbt wie beim Mantelpavian,
hochgezerrt wurde, ‚ ohne ohne sich
si sofort
r unterhalbhalte der
der Nine
N zu Orang Utan, niemals bei
Gibbon, Schimpansen, Gorilla und
schließen. Erst später wie bei Mandrill
Ausbildung eines scharfen Grates so erniedrigt
wuchsen
.

von der mundwärtigen u .


+
her die beide n Lappen zusammen. . Die Die äußeren
ä ; auch die
;
noch heute auseinander.
Seiten klaffen und Drill, Pavianen und Gorilla, niemals wurde
bei den Affen
Nasenscheidewand so stark verschmälert wie
Die altweltlichen Affen haben einen der alten Welt.
eingeschlagen. Sie haben den Lippenschluß ai eh lnasen ge-
Die Annahme, daß die Menschen zu den Schma
Oberlippenteil festgehalten und den Nasenrücken samt der grundlegenden
hören, beruht auf einer Verkennung der
nr hochgezerrt. So blieb die Nasenscheidewand auf der der Oberl ippe. Sie ge-
Unterschiede im Bau der Nase und
erlippe als ein schmaler Grat stehen und wurde aus der den Halbaffen, noch
hören weder zu den Breitnasen noch zu
nach oben entweichenden Nase herausgezerrt. Der Grat ist
im Laufe der Jahrtausende zurückgebildet und bei manchen *) K. Saller, Leitf. d. Anthr. $. 159.
2
Schwidetzky, Schimpansisch
18 IV. Wie entstand der Urschimpanse? War er auch unser Ahn?
IV. Wie entstand der Urschimpanse? Warer auch unser Ahn? 19

zu den Schmalnasen. Sie sind eyıe Gruppe für sich. Ich bin Primaten-
Wenn Eugen Fischer den Menschen aus einer
mir der Kühnheit dieses Satzel, der eine Absage an lieb-
gewordene systematische art entstehen lassen will, so müßten das eozäne oder palae-
Grundanschauungen enthält, wohl
bewußt. Ich nähere mich ozäne Adapiden oder deren Vorfahren sein.
da Osborn (Schriften bei Abel). 4. Die Trennung der vier Geschlechter der Herrentiere
ist einer der besten Beweise für die Lehre Alfred Wegeners
3. Welches Merkmal man auch prüfen mag, immer wieder Die Nase
von der Zerreißung und Verschiebung der Erdteile.
kommt man zu dem Schlusse, daß die Menschenvorfahren Die urtüm-
sich unmittelbar ist ein trefflicher Zeitanzeiger der Erdgeschichte.
von makiähnlichen Halbaffen abgelöst und lichste haben die Breitnasen. Ihr Wohnraum, Südamerika,
seitdem neben den Schmalnasen eine selbständige, mit diesen
löste sich zuerst, im frühen Palaeozän. Es folgte Madagaskar
nicht gekreuzte Gruppe gebildet haben. Nase, Nasenscheide-
mit den Urmakis im oberen Eozän. Zurück blieb die alte
wand und Oberlippe bestätigen nur, was früher für die Glied- Die selbständige Ent-
Welt mit Schmalnasen und Menschen.
maßenverhältnisse und den Bau von Hand und Fuß
dar- wicklung der Menschenahnen ist aber m. E. ebenfalls kaum
gelegt worden ist (Klaatsch, Westenhöfer). Einen weiteren anders denkbar als durch die Annahme einer anfänglich
starken Beweis erbringt die Blutgruppenkunde. Wie ©. Thom-
sen in dem neuen Handbuche nach Landsteiner und Miller
längeren, räumlichen Abschließung von den Schmalnasen, die
mitteilt, ist die Blutgruppe B und wahrscheinlich
Kreuzungen ausschloß. ‘Wenn Parapithecus, Apidium und
auch A Propliopithecus Menschenvorfahren waren, lag ihr Fundort,
auch unter den heutigen Makis Madagaskars zu finden. Das
läßt auf gemeinsame Vorfahren von Menschen und Makis
das Fayum, auf einer tiergeographischen Insel? War der Ur-Nil
ihre westliche Grenze, der Bruch vom Toten Meere an süd-
schließen. Da Madagaskar sich nach Georg Pfeffer im oberen an die Erdgeschichts-
lich die östliche? Das ist eine Frage
Eozän yon Afrika und der übrigen Welt getrennt hat,
so forschung.
müssen diese gemeinsamen Vorfahren schon im Eozän gelebt
haben. Damals aber und im vorangehenden Palaeozän be- 5. Wer waren die ältesten Menschenvorfahren? Waren
herrschten die Urmakis, die Adapiden, das Feld. Wenn Bern- es jene makihaften Halbaffen (Adapiden), die beim Beginn
stein und Snyder gegen Hirszfeld mit ihrer Annahme recht des Tertiärs Nordamerika und Mittel- und Südeuropa be-
behalten, daß die Rassen A und B durch sprunghafte völkerten und bei den noch vorhandenen Landverbindungen
Ände- von einem Erdteile zum andern wechseln konnten? Gab es
rung (Mutation) aus der Gruppe O entstanden seien,
so schon damals Sonderformen? Wir wissen es heute noch nicht.
müßte die Form O noch älter sein. Die Vergleichung der Die Blutgruppen und die Laute scheinen anzudeuten, daß die
Laute, der Körperformen und d
m. E. i nicht entgegen *),
er Sprachor
P organe steht dem Aufspaltung weit zurückliegt, wohl gar schon in der Kreide-
zeit erfolgt ist. Vielleicht werden wir es morgen genauer
wissen. Formen, die den Tieren mit den heutigen Blutgruppen
”) Es sei in diesem Zusammenhange darauf aufme und Lauten entsprechen, sind jedenfalls durch Knochenfunde
daß Othenio Abel die schon im Plage auftretenden nie und oberen Eozän be-
zum Teil schon im unteren Oligozän
Nähe der gleichzeitigen Halbaffen stellt. Das heutige Fingertier hat nach
Brehm den Lippenknall (den Lippenschnalz der Afrikanisten).
legt. Ich versuche das zu zeigen.
Den
gleichen Laut haben heute auch die Paviane, Makaken und Man zaben A. Die Alttierforscher sagen uns, daß der kleine spitz-
schnäuzige Parapithecus (Voraffe) entweder der höchst-
Ob Abstammungszusammenhänge in Frage kommen, vermag uich noch2
nicht zu übersehen. Der Lippenknall kommt bei de

der Sprache vor.


mt bei den Buschmännern in entwickelte Halbaffe oder ein tiefstehender Affe gewesen sein
müsse, Schon Emil Werth hat ihn der Ehre gewürdigt,
2x
War er auch unser Ahn? 21
20) IV. Wie entstand der Urschimpanse? War er auch!unser Ahn? IV. Wie entstand der Urschimpanse?

Nordwestafrikaner, Australier und Mikronesier und


ihn für den ältesten erkennbaren Menschenahn zu halten. Basken,
t
Wo lebt noch heute ein solches Tier? Nun, die Halbaffen die etwas verwischte, aber noch wohl erkennbare Niederschrif
Schnur ren ist die art-
Madagaskars, des lebendigen 'Museums des oberen Eozäns, in den indogermanischen Sprachen. Das
heutigen
enthalten unter lauter Langschwänzen eine ungeschweifte bezeichnende Lautgruppe der darin ganz altertümlichen
Form, den Indri. Der hat auch sonst allerlei Eigenschaften, Makis, das Atemgeräusch der entspannten knopflochförmigen
die uns stutzig machen. Er geht auf dem Boden aufrecht Stimmritze, die Josef Nemai als Urform entdeckte *). Einen
auf langen, schlanken Beinen, mit seitwärts gespreizten, über- Rest dieses urtümlichen Stimmlippen-r’s haben nach Forch-
langen Plattfüßen wie der Gibbon, hangelt wie er in den hammer noch heute die Araber, deutsche Mundarten und das
Bäumen mit seinen übergroßen behaarten Händen. Füße und Londoner slang. (Sonst werden das Hörbild ur-ur und seine
-
Hände sind noch viel ursprünglicher und darum menschlicher Ableitungen heute mit Zungenspitze oder Zäpfchen wieder
wie bei den Menschenaffen, Daumen und Großzehe sind noch gegeben.)
nicht zurückgebildet. Das Gehirn ist merkwürdigerweise Die hakennasigen, schlanken, langbeinigen Gestalten
schon so hoch entwickelt wie bei Affen: das Großhirn bedeckt unter den Arabern sind rassenmäßig den Hamiten gleich
en
das Kleinhirn und ist sehr reich an Windungen. Das ge- (Ramses II., Hima und Tussi Ostafrikas). Frühe Hamit
n
scheite Tier wird denn auch wie ein Haushund zur Vogel- aber kamen in der jüngeren Altsteinzeit mit allerlei andere
jagd benutzt, die es auch in der Freiheit ausgezeichnet betreibt. Afrikanern über Spanien nach Europa. Sie bildeten den
Alles in allem, hier haben wir einen Halbaffen mit den Grundstock der nordischen Rasse. Sie brachten mit ihrem Blut
geistigen Fähigkeiten eines Affen, eine Übergangsform vom — Araber und Nordeuropäer haben besonders häufig Blut-
Halbaffen zum Affen, ja mit Zügen von Menschenaffen. gruppe A —die Worte mit, die vom Makischnurren stammen.
Dürfen wir den Schluß von den Zähnen und dem spitzen richtig gesehen, so müssen
Unterkiefer des Parapithecus auf Hirn und Leib ausdehnen, Sind diese Zusammenhänge
der Nase
die wir nicht kennen, so wäre ein Urmaki wie der heutige wir dem Urindri oder Urmaki jene Halbsäulenform
rzung
Indri jedenfalls eine treffliche Vorlage zum Entwurf des Bildes. zuschreiben, die wir — schon auf dem Wege zur Verkü
zwanglos
Wenn wir gar _. vom Necrolemur kennen. Von ihr lassen sich
Er ist die Spitzenleistung des Makistammes. , der Nord-
noch annehmen dürften, daß der Urindri noch längere Beine ableiten die Adlernasen der Hamiten und Araber
er, der
wie dessen naher Verwandter, der
leute, der Armenier, der nordamerikanischen Indian
hatte als der heutige, etwa Nasen der
Springer Propithecus mit den kurzen Armen und den über- Küstenpapuas, aber auch die plumperen massigen
langen Beinen, so würde uns das den lang- und dünnbeinigen Inlandpapuas und der Australier.
Bei dem neuen Stand des Wissens setze ich also heute
Einschlag in der Menschheit (Inder, Australier, Hamiten,
Parapithecus gleich, diesen mit einer
Neger, Dinarier, Nordleute usw.) verständlich machen. Hatte Blutgruppe A mit
ur-ur-
der Urindri schon zwei Formen, wie die neuen Blutunter- Urindriform und diese mit dem Träger der ur- und
den sind. Den Parapi the-
gruppen A, und A, anzudeuten scheinen? Verhielten sie sich Worte, die Menschensprache gewor
cus suche ich als Einschlag in Hamiten und Nordle uten. Der
ähnlich zu einander wie Indri und Propithecus?
Einen Maki unter den Menschenahnen anzunehmen, dazu Arbeit von Heschel Bernstein kam erst kürzlich zu
=) Die schöne
zwingen mich die vielen Denkmäler des Schnurrens (im Hör- meiner Kenntnis, Es ist möglich, daß auch die losen Schleimhautfalten

bilde ur-ur-ur ...) in den Sprachen der alten Vorderasiaten, Stimmlippen an der Bildung des Schnurrgeräusches beteiligt
urtümlicher
besonders der Sumerer und der jetzigen Vorderasiaten, der sind.
22 IV. Wie entstand der Urschimpanse? War er auch unser Ahn? IV. Wie entstand der Urschimpanse? War er auch unser Ahn? 28

spitze Unterkiefer ist allen gemeinsam. Daß der Urindri im


mal nebeneinander gelebt hätten? Ja, wer ist denn aber
Gibbon und Orang Utan steckt, daß diese beiden nur ver-
Apidium? Wer ist die neuerdings in Birma gefundene und
schiedene Mischungen der gleichen beiden Urformen sind, da-
zum Apidium gestellte eozäne Pondaungia?
für sprechen folgende äußere Befunde:
Nach Gregory ist das Apidium eine Zwischenform
a) Die übergroßen langen Hände bei allen, zwischen dem Necrolemur und dem Oreopithecus. Jener
b) der aufrechte Gang mit nach auswärts gesetzten Platt- wird von Othenio Abel zu der Gruppe der gespenstermaki-
füßen bei Indri und Gibbon, artigen Halbaffen gestellt. Dieser ist eine (den afrikanischen
ec) der Backenbart (Schifferkrause) bei Indri, weißwangigem Meerkatzen und wohl auch dem afrikanischen Stummelaffen
Gibbon und Orang Utan, nahe verwandte) Schlankaffenform. Schlosser hält das Apidium
d) desgleichen der seltsame, erst an den Mundwinkeln für eine Vorstufe der Meerkatzen. Es ist also einerseits dem
ansetzende Schnurrbart, Gespenstermaki, andererseits den Meerkatzen verwandt. Was
€) die Fortbewegung durch Hangeln in den Bäumen, für Merkmale ergeben sich daraus? Sind diese bei Orang Utan
f) das merkwürdig kleineOhr bei Indri und Orang Utan. und Gibbon vorhanden?
Von einer sicher uralten Makilautgruppe — uik — haben a) Die Sippe der Gespenstermakis ist bahnbrechend ge-
Gibbon und Orangutanweibchen Spuren in ihren Sprachen,
wesen in der Vergrößerung der Augen, der Verkürzung, Ver-
jener in seinem üüg in chrüüg, dieses in seinem ück (letzteres schmälerung und Einebnung der Nase und der Erhöhung der
Beobachtung von Gustav Brandes).
Stirn. Die Ersetzung des Geruchsinnes durch das Auge und
B. Die Vormeerkatze. Sie hatte ich schon in die Schaffung des Raumes für das Großhirn sind ihre großen
meinem ersten Buche auf Grund der Schnalze der Meerkatzen Taten. Auf die Rechnung dieser Gruppe dürfen wir also
der Mittäterschaft an der Menschenschöpfung Nasenschwund von Orang Utan und Gibbon, ihre großen
bezichtigt.
Heute kann ich das noch besser begründen. Wenn
runden Augenhöhlen und nicht zuletzt die Denkerstirn des
wir aus
Gibbon und Orang Utan, die beide die Blutgruppen A und Orang Utans setzen.
B und AB haben, den angenommenen Träger von A, den
b) Die Meerkatzen sind die Träger des Zungenschnalzes.
cozänen Indri, aussondern, so müssen nach der Formel (A+B)
Es ist vielleicht kein Zufall, daß die kleinste und wohl urtüm-
—A=-B Züge übrig bleiben, die es uns möglich machen, die
lichste Form, die Zwergmeerkatze, ihn am häufigsten und
zweite Form zu finden, die Trägerin der Blutgruppe B sein
längsten hören läßt. Von dem Zungenschnalz, dem gesogenen
muß.
ts, haben sich nun Spuren erhalten beim Gibbon in dem t am
Da eilt uns ein seltsames Glück der Funde zu Hilfe. In Ende seiner Wörter uit, huit, pröt und prüt, beim Orang
derselben Landschaft, im ägyptischen Fayum, wurden drei Utan in dem mir brieflich von Gustav Brandes beschriebenen
Funde aus der „gleichen“ Zeit, dem unteren Oligozän, ge- seltsamen Speichelsaugegeräusch.
macht, die mit den Namen Parapithecus, Propliopithecus und Wenn ich so kühn sein dürfte, das kümmerliche Unter-
Apidium belegt wurden. Den kleinen Herrn Parapithecus kieferbruchstück des Apidiums zu einem ganzen Schädel zu
kennen wir bereits. Es ist das A in unserer Gleichung. Herrn
ergänzen, so würde ich den Zwergmeerkatzenschädel als An-
Propliopithecus darf ich als den ältesten, bisher bekannten
halt benutzen. Das Senckenbergische Museum in Frankfurt
Gibbon vorstellen. Das wäre A+B. Wie, wenn Apidium am Main stellte ihn mir freundlicherweise vor Jahren einmal
etwa B wäre, wenn also beide Eltern und das Kind hier ein- zur Verfügung. Er hat, wie der des Koboldmakis, mächtige
24 IV. Wie entstand der Urschimpanse? War er auch unser Ahn? IV. Wie entstand der Urschimpanse? War er auch unser Ahn? 95
Augenhöhlen und zussmmengepreßte und gekürzte Nasen- miozänen Schichten Asiens auf. Aus dieser Zeit fehlt aber
beine, eine ziemlich steil (etwa 45°) ansteigende Stirn und z. Z. noch jeder Pavianfund, ebenso wie jeder Fund von
einen verhältnismäßig großen Schädelinhalt. Andererseits
ist Adapiden in Asien. Diese aber halte ich für die Vorfahren des
die Form der Augenhöhlenränder ähnlich der bei den Meer-
Urmandrills und Mandrills. Daß sich in der Gruppe der Ur-
katzen, etwaeiförmig mit der Eispitze im Nasen-Stirn-Winkel.
makis schwere Bodenformen bilden konnten und gebildet
Die spitzen Eckzähne der Meerkatzen sind ebenfalls
vor- haben, zeigt der ungefähr gleich große Riesenmaki Mada-
handen, wenn auch weniger lang. Ein Schnurrbart fehlt. Die gaskars (Megaladapis), daß die mächtigen Überaugenwülste
Ohren sind groß wie beim Koboldmaki. Sie hat der Gibbon
der Paviane dieser Sippe nicht fremd blieben, der Hadro-
geerbt.
pithecus. Aber diese beiden Makis stammen erst aus jungen
Alles in allem, die Zwergmeerkatze ist gleichfalls eine — eiszeitlichen — Schichten. So sind wir vorläufig auf Ver-
Zwischenform von Koboldmaki und Schlankaffe oder
Meer- mutungen angewiesen. Ich halte den Mandrill und seinen
katze wie das Apidium. Ich stelle sie also vorläufig zusam
men olirozänen Ahnherren für eine Boden- und Felsenform der
und ordne ihnen die BlutgruppeB und die Träger der
Zungen- Urhalbaffen (Adapiden).
schnalze zu. Freilich, das sind nur Annäherungswert
e. Apidium
und B müssen wohl mehr kreisförmige Augenhöhlen gehabt Als Bodenform mußte er wehrhaft und tapfer werden.
haben, wie man aus den Jugendformen der beiden asiatis Wer einem alten Mandrill in die tief liegenden Augen gesehen
chen
Menschenaffen schließen muß. Auch die spitzen hat, der ist sicher ebenso wie ich gepackt worden von der
Eckzähne
haben gefehlt. dämonischen Tatkraft und dem wilden Lebenswillen dieses
Eine Eigentümlichkeit, die mir für die Menschenkunde seltsamen Recken. Welche Unsumme von sieghaften Kämpfen
wichtig zu sein scheint, ist die starke Haarhaube der mit Säbelzahntigern, Tigern, Löwen, Leoparden, Riesen-
Zwerg-
meerkatze. Sie findet sich noch stärker beim afrika schlangen und Krokodilen muß die Art durchgefochten haben,
nischen
Stummelaffen, der den Schlankaffen sehr nahe steht, bevor ein Auge entstehen konnte, das wilder blitzt und
beim
gehaubten und beim gehörnten Kapuziner. Vielleicht funkelt als das des stärksten Raubtieres. Ein Urrecke dieser
ist das Art bildet den heroischen und dämonischen Einschlag des
eine Spur zur Auffindung künftiger Zusammenhänge,
Der Zungenschnalz führt zu den Urmongolen, die ich Schimpansen und des Menschen. Die Urhalbaffen Nord-
noch bespreche, und vor allem zu den Buschmännern, die amerikas und Europas (Adapis parisiensis und Notharctus)
u.a. sind die sanfteren, noch lang geschwänzten Vorfahren. Sie
auch Urmongolen enthalten *).
haben wie die echten Paviane die lange Gratnase, das
C. Der Urpavian. Nach dem äußeren Bilde zeigte überlange Gesicht — das .‚Pferdegesiht“ — und den
ich ihn oben als einen Bestandteil des Schimpansen, und zwar
Knochenkamm auf dem Schädel. Ich bin mit dieser Ab-
erschloß ich eine dem Mandrill ähnliche Form, der
ich Blut- leitung der gleichen Ansicht wie Maurus Horst. Neu-
gruppe OÖ zuordne. Daß beim Schimpansen daneben nur
noch erwerbungen sind die mächtigen Überaugenwülste, die die
A vorkommt, scheint darauf hinzudeuten, daß ein A-Gibb
on, tief liegenden Augen vor jeder Tiger- und Löwenpranke
kein B- und AB-Gibbon der zweite Stammvater war.
schützten, die mächtigen Eckzähne und die Knochenwülste,
Leider lassen uns hier die tertiären Knochenfunde völlig die neben der Nase herlaufen, und als lange Widerlager den
im Stich. Der Schimpanse tritt nach Othenio Abel schon Rückstoß der Eckzähne aufnehmen. Neuerwerbungen sind
in
wohl auch die kurzen, dem Klettern in Felsen angepaßten
*) Dafür sprechen Hautfarbe, Gesichtsform und Sprache, Hände und nicht zuletzt der Verlust des lästigen und gefähr-
/ IV. Wie entstand der Urschimpanse
? War er auch unser Ahn? 27

6 IV. Wie entstand der Urschimpanse? War er auch unser Ahn?


die bisherigen Er-
Kreuzung mit dem miozänen Nach diesem vorläufigen Umriß, der
lichen Schweifes. Zur Zeit der gruppenforschung, der
muß der Urpavian schon die gebnisse der Lautvergleichung, der Blut
Gibbon zum Urschimpansen lebenden Tiere auf ein-
und den Schweif aufgegeben Knochenfunde, der Vergleichung der
Überaugenwülste ausgebildet ander abzustimmen versucht, tritt
eines deutlich hervor: Der
haben. unter den Menschenaffen.
Schimpanse hat das reichste Erbe
Sprachlich ist der heutige Mandrill auffallend wenig be- Gibbons, die schon aus den
Zu der geistigen Begabung des
gabt. Der Alte scheint nur noch zu grunzen (ung oder ong). tritt die Willenskraft
Erfahrungen zweier Lebenskreise floß,
Das Junge hat die kehlige Affrikata k-ch und den Zungen- ihm Yerkes in der Ge-
des Urpavians. Das erklärt es, daß
seitenschnalz hl (beide eingeatmet, eigene Beobachtungen) und Menschenaffen gab, daß
ccheitheit den ersten Platz unter den
nach Joh. v. Fischer (bei Brehm) als Stimmlautgruppen 03, 0, erbuch besitzt. Vom
er trotz lautlicher Armut das größte Wört
Stimmeinsatz, wie bei bung . Gleichwohl, ein
Ahn Gibbon hat er die gesangliche Bega
oä..., a, a, a (ich vermute mit hartem
anderen Pavianen) und i mit Stimmritzenkrampf. Die „knar- , daß er nicht die
Blick auf die Stammbaumtafel zeigt schon Ein viel-
renden“ Laute Brehm’s sind offenbar die bei niederen Säugern einzige und nicht die letzte mögliche
Kreuzung ist.
häufigen heiseren Stimmlaute, d.h. solche, die einen Beiklang fältiges Wesen ist der Mensch.
und auf dem Mitschwingen der
von r-Geräuschen haben tz des vorigen
Und nun muß ich den vorsichtigen Schlußsa
Zipfel der knopflochförmigen Stimmritze oder der häutigen
Abschnitts begründen.
Ränder der Stimmbänder beruhen. Ein Zäpfchen-r ist m. W.
en Merkmalen ergibt
nicht vorhanden. Alles in allem, der Laut- und „Wortschatz“ Die Übereinstimmung in mehrer
eine Gleichheit. Wenn
ist überaus dürftig und zeigt deutliche Spuren einer urtüm- eine Ähnlichkeit, aber nicht notwendig Nase geben,
rinne und die
lichen Halbaffensprache (a, a, a wie beim Vari, ung, ong, wir die Lehre, die uns die Lippen
ießen, daß der Urschimpanse,
knarrende Laute). Es sei darauf hingewiesen, daß a, a, a u. oa beherzigen, so müssen wir schl , der der
Urschimpanse
offenbar im Schimpansenwörterbuch wiederkehren (Abschnitt der einer unserer Vorfahren, und der
nicht die gleichen Wesen
X, Ziffer 2—5), desgleichen das kehlige n (Ziffer 59—69)» Ahn der heutigen Schimpansen war,
von Nase, Lippe und
dieses allerdings ohne einleitendes u oder o. Das mit der Ein- waren. Sie müssen sich aber abgesehen
Gang bei gleicher Ur-
atmung hervorgebrachte k-ch könnte die Grundlage für das Gebißeinzelheiten, von Fußform und
sein. Ihre Sprachwerk-
schimpansische kak und gak gebildet haben. Ist das richtig, verwandtschaft sehr ähnlich gewesen ein. über
Beweis, wie früh der Stimmlauteinschub und ihre Sprache stimmten im wesentlichen
so wäre das ein zeuge von
sonst unerklärlichen Gleichheiten
zwischen Spreng- und Reibelaut der Affricata k-ch und die Das beweisen die
Abzweigung
und Menschenworten. Die
Lautangleichung eingesetzt haben müssen. Schimpansenkinder-
reißung der Erde be-
Die Zunge ist, soweit die Beobachtung von außen ein hat aber offenbar schon bei der Zer
itet werden, daß schon
Urteil erlaubt, lang und flach und ohne hinteren Wulst. gonnen. Es muß also klar herausgearbe enahnen
ormen, die Mensch
Auch das Gaumendach scheint lang und flach zu sein. Be- im frühen Tertiär die Affenf
Menschenaffen führten, ge-
stätigt sich das, so hätten wir darin eine Erinnerung an wurden, und diejenigen, die zu den t sich
blieben. Es empfiehl
Halbaffenzustände des beginnenden Tertiärs. Vgl. z. B. das trennt waren und getrennte Linien hend
zum Menschen hinführen, entsprec
flache Gaumendach des Adapis magnus bei O. Abel. daher, die Linien, die Menscher-
von Menschenschimpansen,
Der von mir vermutete Seitenschnalz des Urmandrills ist zu bezeichnen, also
usw. zu sprechen.
dem Schimpansen verlorengegangen, wahrscheinlich durch den gibbons, -urpavianen, -urschlankaffen
noch zu besprechenden hinteren Zungenwulst.
38 IV. Wie entstand der Urschimpanse? i und 3 n
Pansi i spreche y sisch
:himpan
urschim 29
War er auch unser Ahn? V. Tschim

chen-
Der Stammbaum am Schlusse dieses Abschnittes gilt für die Kreuzung von Halbaffen-, Affen- und Mens
die Linie, die zum Menschen führte. Die tierischen Neben- affensprachen Menschensprachen.
formen lassen sich aber bei vorsichtiger Deutung daraus leicht
verstehen. Stammbaum

Der Tier- und Ursprachenlehre erwachesn aus den des Menschenschimpansen und des Urmongolen
Kreide
Stammbaumbetrachtungen folgende Leitsätze, die natürlich an Kreide Urhalbaffen,
Palaeozän
den einseitig geisteswissenschaftlich geschulten Sprachforscher ä
Palalaeozän Vorfahren der Adapiden

harte Anforderungen stellen. 1. Sonderform 2. Sonderform 3. Sonderform Eozän


Eoran Pondaungia?
1. Die Menschenworte gehen schließlich auf Lautgruppen Adapis Felsen-

Vormeerkatze — Urindri = form = Blut-


von Menschenaffen und Affen besonderer Art und gruppe 2 „ Oligo-
Blutgruppe B = | Blutgruppe A=
auf Halbaffenworte zurück. |[Zungenschnalz= | Schnurren = Seitenschnalz =
Oligo- zän
— Apidium — Parapithecus Ahn v. papio
Verfolgt man den Wandel der Bedeutungen nach aan .
subhim.
vn

rückwärts, so muß zuletzt eine tropische tertiäre Welt Zentral-ne


Propliopithecus
mit entsprechenden Tieren, Pflanzen, Erdformen,
Menschen- Menschen - Menschen- Mio-
Klimaten usw. sichtbar werden. Menschen-
GibbonA Gibbon AB urpavian zän
De GibbonB
zän
3. Die gleiche Welt muß sich in den Lautgruppen aller Pliozän
Dcaste Menschenschimpanse
gleichzeitigen Ahnenformen spiegeln. Es muß an der Pliozän chlanka
Wurzel einen Parallelismus der Bedeutungen geben, Plistozän Urmongole Plistozän
worauf ich schon 1921 in meinem Vortrage vor dem Die Urmongolen sind nur eine von mehreren Holozän

Verein für Völkerkunde zu Leipzig hingewiesen habe. Holozän Urmenschenrassen


Europäern,
in Asiaten,
Er ist für mich der stärkste Beweis für die Mehr- Heute
mongoleneinschläge
Deedkeilonern; Bantus, Australiern, Papuas, Heute
Nachbarn
stämmigkeit der Menschenahnen. Da nun Lautgruppen a Indianern und deren

und Bedeutungen bekannt sind, kann man bestimmte


Worte genau so berechnen, wie der Sternkundige nie urschimpansisch
gesehene Sterne. Ich habe das
V. Tschim und. Pansi sprechen
in Hunderten von en
Fällen tun können. Es ist eine reine Geduldsarbeit. Es ist natürlich unrichtig, alle Schimpansenworte
= ne
4. Genau wie bei den Menschen von heute haben sich
zu Vergleichen mit Menschenworten heranzuziehen.
so de
bei unseren Ahnen fortgeschrittene Sippen mit zurück-
jahrelang vergeblich an der Entdeckung der doch
he meiner 5 nm
und starken Brücken gearbeitet. Die Sprac
gebliebenen, verschieden angepaßte mit einander ge- BR er ar
pansischen Freunde war so farblos, daß es mir
mischt. sehr natür liche n
arteigene Worte zu finden. Das hatte einen
nn
$. Wie in der Vorgeschichte die Kreuzung der Kultur- Grund. Ich hörte immer nur erwachsene Schimpansen.
gekommen“, d. h. “ _
kreise neue höhere Kulturen hervorbrachte — das Sprache ist aber „auf den Hund
Nach dem Haeckelschen ru a
zeigt Menghins Weltgeschichte der Steinzeit so groß- nur noch wie große Hunde.
artig —, so ergab die Kreuzung von Lebenskreisen die der Lebensentstehung wiederholt das Einzelwesenin
gesetz
Urkulturen, deren Verbindung die Kulturkreise, so seinem Leben in großen Zügen das Leben seiner Art.
des Schimpansischen 31
VI. Das erste Wörterbuch
30 WI. Das erste Wörterbuch des Schimpansischen
Glückszufall für die
müssen daraus schließen, daß nur das Schimpansenkind noch Das ist ein gar nicht abzuschätzender
die Lautgruppen hervorbringt, die dem Urschimpansen eigen- Tier- und Ursprachenforschung.
die Sprachen erwachsener Schimpansen im
tümlich waren. So ist es in der Tat. Die Schimpansen haben 4. Es wurden
denen der beiden
nicht nur wie wir Menschen einen Wechsel der Stimmlage Tierpark von New York beobachtet und mit
jene kläglich. Miß
sondern einen förmlichen Sprachwechsel. Sie haben diese Er. Kinder verglichen. Das Ergebnis war für
ahnte aber nicht
scheinung mit vielen Säugern gemein. Learned machte dieselbe Erfahrung wie ich,
Wenn nun Schimpansen und Menschen trotz getrennter den Grund.
eine Gruppe
Stammlinien gemeinsame Vorfahren haben, so müssen auch ihre 5. Zwei Kinder lebten zusammen. Es war
die kleinste, die
Kinder Übereinstimmungen in der Sprache haben. Und sie von Artgenossen zusammen, wenn auch nur
kleine Menschen-
haben sie! Ein Charakterwort des Schimpansenkindes Tschim möglich ist. Vereinzelte Tiere kommen wie
. Ihre Sprache zu
ist ngäk. Menschensäuglinge, auch deutsche, haben ngä! Das kinder nur ganz schwer mit der Sprache heraus
ge m (ng) m Anlaut, das die Sprache der erwachsenen erforschen, erfordert eine Engelsgeduld. So enthäl t das Wörter-
von „Worten“, der den Tiersprachen-
uneeutschen
ach seit Jahrtausenden
us ausgemerzt hat, ist
i beim
im Säug-
$ä buch einen Reichtum
mmt noch die
kenner in Erstaunen setzt. Dabei fehlen besti
z. B. die Furcht-
en sen des Schimpansen spreche ich noch in Äußerungen auf viele Erlebensformen, so
und Warnrufe vor Raubtieren (Krokodil, Riesenschlange,
„Gespräche“ der Brünstigen und
Wir dürfen also das Wörterbuch der von Robert Yerkes Giftschlange, Leopard), die
zuletzt Rufe
und Blanche Learned untersuchten Schimpansenkinder Tschim Eifersüchtigen, von Mutter und Kind und nicht
Herde. Es fehlte die
und Pansi als Grundlage für die Wiederherstellung des Ur- im Verkehr zwischen Herdenführer und
Tiere (Elefanten,
chimpansischen benutzen. Die Anwendung auf die Menschen- ganze Umwelt der Heimat: es fehlten die
sprachen wird uns bestätigen, daß wir recht gehabt haben Flußpferde, Büffel, Zebras, Antilopen) und die
Nashörner,
den Schimpansen
Sie wird zeigen, daß die beiden tertiären Urschimpansen de Pflanzen (Bambus, Amomum und andere bei
Wurzelgewächse).
Menschenahn und der Schimpansenahn, sprachlich völlig über- geschätzte tropische Pflanzen, besonders
ihr letztes
einstimmten. Kurz, die Schimpansenkinder haben noch nicht
hat noch
Daraus folgt aber, wie wir sahen, noch nicht die Gleich- Wort gesprochen. Die Erforschung ihrer Sprache
müßten in der
heit, sondern nur die Ähnlichkeit in sonstigen Merkmalen. große Aufgaben vor sich. Die Beobachtungen
aber unter Be-
afrikanischen tropischen Heimat, mindestens
abgel auscht
VI. Das erste Wörterbuch des Schimpansischen dingungen erfolgen, die der Heimat planmäßig
seinem Riese n-
Die Yerkes-Learned’sche Arbeit ist in mehrfacher Hin- sind. Ebenso wie Professor Brandes in Dresden
sich weitere
sicht bedeutsam. .orang einen Leoparden gegenüberstellte, ließen
ı. Es wurden in erster Reihe zwei Kinder beobach tet. Umweltversuche anstellen.
der Affen-
Welchen Wert das hat, habe ich soeben gesagt. Der Zeit der Intelligenzprüfungen sollte in
emäßer Sprach-
2. Es wurden ein Knabe und ein Mädchen verglichen. seelenforschung eine Zeit planmäßiger tierg
viele Fragen, die
Vgl. Abschnitt II, S. 15. Der Unterschied im Wortreichtum und Seelenforschung folgen. Es harren noch
und denkend gelöst werden können,
ist ganz erheblich. heute nur auf Umwegen
wissenschaftliche
3 Tschim, der Knabe, war offenbar nicht nur geistig der Beantwortung durch die unmittelbare
und willensmäßig, sondern auch sprachlich besonders begabt. Erfahrung, durch Beobachtung und Versuch.
e 30
U rsprac „ enlehr »
32 VII. Grundbegriffe der Tier- und Ursprachenlehre Grune be rıjje der 1 tel und
) 1 ’

ische,
6. Eine wichtige Annäherung an die Wünsche der Zu- r einmal das altchines
los überwunden haben. Man sche nu Wörterbuch darauf hin
kunft war es, daß die beiden Schimpansenkinder am Tage ein
das sumerische und. das japanische
erfreulich großes Gelände zu freier Betätigung zur Verfügung
. chen das
hatten und unendlich viel mehr erleben und damit „erzählen“
a erinnere sich daran , daß Ba ndler pflegen;
konnten, als im Käfig- und Hausleben möglich ist. a „saugen, trinken; 2.
7. Auch die Abrichtung, die das natürliche Wesen der
3. zerre.
Be n; 4. es: ; . die Wohnung verlegen; 6. auslaugen
Tiere, so entsetzlich entstellt, blieb ihnen erspart und damit
die bei den Menschenaffen der Tiergärten so leicht eintretende (ren)se dieser Vieldeutigkeit liegt die5 Mahnung, beididem
en Saa r
Schluß

Verkümmerung der eigenen Sprache. die etymo-


L ilde auf die Bedeutung urspranu di
sie sich ben,
So kühne Sprünge, wie hen erlau wag
e

yo chtig Lauten }
zu sein.
* * u . n

vorsi ra
VI. Grund begriffe derTier-und Ursprachenlehre
logischen Wörterbücher der Menschensp
Um die Sprachen von Tier und Mensch vergleichen zu Sprache angeht, so Korte
ich nicht. ht
können, muß überall eine Ausweitung der engen, bisher immer a Spra allgemeinen
« den Erlebnisgehalt der ater
nur auf die Menschen der al m
bezogenen Begriffe stattfinden. N 2 llhe in der Zurückdrängung er
1. Das Wort besteht sowohl beim Menschen wie beim des Sinneseindru Wor Zn
- Ind im
Erregung und I 4Voranstellen
Begriff Ehe, srl anderen
Tier aus Affekt, Sinneseindruck und Lautgruppe. Trotz
dieses gleichen Rahmens sind eine Affenlautgruppe und chehen Sinne.
nach dem sachlilic
pe
Menschenwort
ein Auswahl der Lautgrup
etwas völlig Ungleiches. Beim Affen werden . lich ein nahezu
die Lautgruppen verschieden gebildet je nach der Höhe der "seiner Vollendung ist laut falls
et En; Atienwekt ist unstarr oder era
Erregung, die von einem Sinneseindruck ausgelöst wird. Dies starres rn ch bei dem sprachlich hochstehenden
hängt wieder stark von der Gewöhnung an den Sinnes- ebietes
an
eindruck ab. Neuheit steigert die Erregung, Gewohnheit halbstarc. Be Lauten, die sich innerhalb eines .
gibt es ki Kin gutturales Wort z. B. Er
dämpft sie. Boutan fand bei seinem Gibbonkinde für ein des Atem-
deren Wahl offenbar von Re Pen abhängt.
Glas Sekt drei „Wörter“,
gefallen, dann eines, das
zuerst eines, das höchstes Wohi-
h, g und
Br hei T
k, tzten der allgemeinen Eregun abl
stoßes, also e BeispielEndes der
mittleres, und zuletzt eines, das üg hüg“ oder
mäßiges Behagen ausdrückte. Wenn man an die Fachbegriffe das Gibbonwort „hok
der Menschensprachforschung anknüpfen will, die bei den Tai MRRSıe a er guagak“. Bei dem der Rem Iche völlig
Bantusprachen von Wortklassen spricht, so kann man hier „häg kuag 5 "rückten Schimpansen gbr
eine Stufe näherg noch. Dafür aber ist dasin halbstarre
ha Te
von Klassen der Erregungshöhe sprechen. Der Affe hat also Wo rt e
unstarren wohl = m
für jedes Ding je nach seiner Stimmung verschiedene Worte. kun: Kettenwort, noch
Wort, das von m i
Umgekehrt kann aber ein Wort alle Dinge seines n n® “inheit, die „Ursilbe“, z. B.nr nga
kleinste Lautgruppe derholt, wie diese Stufe ung
-
Interessenkreises bezeichnen, wenn diese dieselbe so lange wie > : ‚so
Stimmung gak, wird
auslösen. Während also das Wort eines Kulturmenschen an- wird. . Der 5Schimpanse ; sagt also nicht ga
ge haltenalten tritt auch bei E Mens chen
nähernd eindeutig ist, ist ein Affenwort vieldeutig, fast all- ak gak ga k usw. Die Beitenbilcung Eorigung enthaltenen
in den no
deutig.
a auf, besonders und in den Lallgesä
ngen des
Wir wollen aber nicht vergessen, daß auch die Menschen- (oh oh oh...)
Gefühlsworten
sprachen die Vieldeutigkeit des Wortes noch keineswegs rest- la. ..)
Volksliedes (la la 3
Schwidetzky, Schimpansisch
34 VIII. Lautlehre des Schimpansischen VII. Laut e
_Schimpansis
deslehr chen 35

Lautlich besteht also die Menschwerdung in der starren man in Zukunft die rassenmäßigen Unterschiede erforschen
Auswahl der Laute und in der Begrenzung der Kette. Mehr und damit vielleicht den inneren Grund finden wird, warum
als zwei Glieder einer Kette sind, soviel ich bisher habe fest- nicht alle Menschensprachen den gleichen Lautvorrat besitzen.
stellen können, so gut wie nie mehr in die menschliche Ver- Ich erinnere daran, daß die alten Agypter kein | hatten und
nunftsprache übergegangen. die Japaner es nicht besitzen, die Südchinesen kein r, die
Der größte und wichtigste Unterschied zwischen Menschen- Nubier, die Franzosen und ein Teil der Basken und Esthen
und Tierwort besteht aber darin, daß das Tierwort, wie der kein h, daß die menschlichen Säuglinge mit einem ganz arm-
schöne Versuch Boutans gezeigt hat, noch bis zu den Menschen- seligen und verschiedenartigen Lautbestand ihr sprachliches
affen hinauf erblich von der Art oder Rasse bedingt ist. Die Leben beginnen usw.
Menschensprache dagegen ist nach Überwindung eines kurzen 2. Bei den Tieren sind die natürlichen Gründe für diese
Zeitraumes der Erbsprache eine reine Lernsprache. Sie wird Erscheinungen besser erforscht als bei den Menschen, wenn
von den Erwachsenen auf die Kinder durch Vorsprechen und auch noch zahlreiche Lücken bestehen. Den Mundraum und
Nachahmung übertragen. Da man bis vor kurzem die Affen- den Schlundeingang des Schimpansen hat uns Johannes Rückert,
sprache noch nicht näher kannte, sah man noch nicht, daß die die Zunge der englische Anatom Charles Sonntag eingehend
Säuglingssprache noch erblich bedingte Affenworte enthält, beschrieben und abgebildet, das Gaumendach der Leipziger
allerdings gelegentlich abgeändert dadurch, daß das Menschen- Tier- und Tierseelenforscher Karl Max Schneider. Die breite
kind schon bei der Geburt menschliche Sprachorgane mit- Plattnase und die Lippen sind aus den beinahe täglich in
bringt, während die Affen noch urtümlichere Formen des Zeitungen und Zeitschriften zu findenden Abbildungen hin-
Kehlkopfes, des Gaumensegels usw. zeigen. Ein Beispiel von reichend bekannt. Ich verweise auch auf das Umschlagbild.
vielen gab ich in Abschnitt V. Über den Kehlkopf kenne ich noch keine Arbeit.
Grammatisch ist die Tiersprache noch bis zur Menschen- So bleibt die wichtige Frage offen, ob unser Freund die
affensprache hinauf völlig unentwickelt. Die Menschensprach- sog, Nemaische Stimmritzenlücke hat, d. h. eine
kunde hat schon vor Kenntnis der Tiersprache, vor allem knopflochartige Offnung der Stimmlippen in der Nähe des
auch auf Grund der Kindersprache, den Satz aufgestellt, daß Kehldeckels.
im Anfang Wort und Satz zusammenfallen, daß der soge- Bei der Rückständigkeit des Urmandrillahns sind ana-
nannte Einwortsatz gilt. Das ist in der Tat für die Tiersprache tomische Reste der Lücke möglich, wenn nicht gerade der
richtig. Man muß aber daran denken, daß in diesem Einwort- Gibbon mit seinem schönen Kehlkopf hier helfend einge-
satz alle Wortklassen und alle grammatischen Formen ver- sprungen ist. Der schr harte Stimmeinsatz ist wahr-
borgen liegen. Es wird eine der reizvollsten, aber auch scheinlich Mandrill- und damit Halbaffenerbe. Der gesamte
schwierigsten Aufgaben der Zukunft sein, zu ermitteln, wie Kehlkopf ist noch nicht ganz hinter den Zungengrund
die Uranfänge der Grammatik gewesen sind. versenkt wie bei uns Menschen und beim Gorilla. Er ragt bei
geöffnetem Munde noch etwas hervor. Zur Erläuterung sei
VIH. Lautlehre des Schimpansischen bemerkt, daß der Kehlkopf bei den niederen Säugetieren und
1. Unsere Lautlehre war bisher naturgemäß auf unsere damit wohl auch noch beim Mandrill den hinteren Nasen-
löchern, den Choanen, angenähert ist, während er beim Men-
eigene Sprache zugeschnitten und legte darum Bau und Arbeit
schen und dem Gorilla hinter den Zungengrund versenkt ist.
der Sprachwerkzeuge des europäischen, bei uns insbesondere
zugrunde. Ich bin überzeugt, daß Das hängt mit der anderen Atemtechnik der niederen Säuge-
des deutschen Menschen 3+
36 i VIII, Lautlehre des Schimpansischen VIIT. Lautlehre des Schimpansischen 37

tiere zusammen. Die Nasenatmung ist bei ihnen viel aus- Beim erwachsenen Schimpansen tritt in diesen Verhält-
‚shließlicher als bei Menschenaffen und Menschen. nissen insofern eine Anderung ein, als die Schnauze stärker
fi
In diesem Punkte ist der Schimpanse also etwas zurück- hervortritt, das Ansatzrohr also erheblich verlängert wird.
/

geblieben. Diese Nasennähe des Stimmorgans in Verbindung Damit erklärt sich wahrscheinlich die starke Verdumpfung
mit dem natürlichen hinteren Zungenverschluß gibt die Er- der Stimmlaute. Worauf dagegen der fast völlige Wegfall des
klärung, warum bei großer Erregung als Anlaut der hintere hinteren Nasals und der hinteren Spreng- und Reibelaute
beim erwachsenen Tier beruht, ist mir noch nicht klar. Viel-
Nasenlaut — ng — gegeben wird. Der starke Luftstrom findet
nicht sofort vollen Abfluß durch den Mund, sondern muß zu- leicht wird die Zunge besser beherrscht, vielleicht das Gaumen-
nächst durch die Nase, die noch ganz nahe liegt, entweichen. segel besser gehoben, der Kehlkopf tiefer versenkt. Aber das
Dic hohe Lage des Kehlkopfs erleichtert die Bildung der sind zunächst nur Vermutungen. Nur für den, der die Tier-
Stimmlaute a und ä. Der Mandrill hat nach der brieflichen sprache als solche erforscht ohne Rücksicht auf ihre Fort-
Mitteilung des Anatomen der Zoolog. Gesellschaft zu London, entwicklung zur Menschensprache, ist wichtig, daß die Keh l-
S. Zuckerman (ich danke Mr. Zuckerman für seine allezeit säcke noch wohl erhalten sind, aufgeblasen werden können
liebenswürdige Bereitschaft zu Ermittelungen und Auskünften und wahrscheinlich stimmverstärkend wirken, während beim
auch hier herzlichst), ein Zäpfchen, er hat aber kein Zäpfchen-r, Menschen bekanntlich nur noch verblaßte Erinnerungen in
den morgagnischen Taschen vorhanden sind. Damit hängt
während der Gibbon nach der Mitteilung von Zuckerman ein
zusammen, daß auch die falschen Stimmbänder, die Taschen-
Zäpfchen und nach Boutan ein Zäpfchen-r hat *). Der kümmer-
bänder, die beim Menschen kaum noch irgendeine Funktion
liche kleine Hautzipfel, der dem Schimpansen aus dieser Kreu-
Schimpansen anscheinend noch stimmbildend be-
zung geworden ist, reicht nicht aus, um ein r zu bilden. Ur- haben, beim
nutzt werden können. Sie müssen ja gut verschließbar sein,
mandrill- und damit wohl Halbaffen-(Adapiden-)Erbe ist die
flache, brettartige Gaumenplatte. Ich wies schon einmal hin weil nur bei ihrem luftdichten Verschluß der Atem in die
auf den Gaumen von Adapis magnus bei Abel. Die bei einer Kehlsäcke gepumpt werden kann, die ihre Öffnungen zwischen
überlangen Schnauze natürlich ebenfalls sehr lange Mandrill- Stimmritze und Taschenbändern haben. Die Kehlsäcke sind
zunge hat sich mit der kürzeren Gibbonzunge dahin ver- ein altes Erbe aus der Reptilvergangenheit. Mit künstlicher
glichen, einen Teil ihrer Masse in einem hinteren, dicken Selbstvergrößerung schreckte man den Gegner. Für die Pho-
Wulst **) unterzubringen. netik der Tiersprache bedeutet die gute Verschließbarkeit der
zu
Die äußeren Weichteile der langen Mandrill- und die der falschen Stimmbänder, daß das Tier zwei Stimmlaute
kann. Die hellhöri ge Musiker in
kürzeren Gibbonschnauze haben zur Mittelform der fleischigen gleicher Zeit hervorbringen
Lippen geführt, die nicht mehr die Spannung besitzen, um Miß Learned verzeichnet denn auch gewissenhaft diese uns
das prrr des Gibbons, das Kutscher-prr oder gar den Lippen- Menschen zunächst verblüffende Erscheinung beim Schim-
knall (Lippenschnalz bei den Afrikanisten) der Paviane her- pansen.
vorzubringen. Haben uns die bisherigen Ausführungen über die Zu-
sammenhänge zwischen der Anatomie und Physiologie der
Sprachorgane und den Lauten schon gezeigt, wie die Sprache
*) Nach H. Bernstein hat der dem Mandrill sonst in vielen Be-
zichungen ähnliche Mantelpavian kein Zäpfchen.
**) Es ist aber auch denkbar, daß der hintere Zungenwulst die Er- des Schimpansen noch völlig naturgebunden ist, so wird dieser
haltung eines allgemeinen urtümlichen Zustandes ist. Darauf scheinen die Eindruck noch verstärkt, wenn wir uns klar machen, welche
Befunde von H. Bernstein zu deuten. Laute unser vierhändiger Vetter nicht hat.
VIIT. Lautlehre des Schimpansischen 39
38 VIII. Lautlehre des Schimpansischen

Learned,
3. Der Lautbestand des Schimpansen ist trotz voll- musikalische Mitarbeiterin an dem Wörterbuch, Miß
pansen-
kommen menschlich anmutender Sprachwerkzeuge so kümmer- glänzend gezeigt worden ist, die Musikalität der Schim
lich, daß es völlig unmöglich ist, die menschliche Sprache allein sprache. Nun wissen wir, daß das Chinesische und eine ganze
an sich
aus der seinigen herzuleiten. Reihe von anderen Sprachen mit Hilfe der Töne den
kleinen Wortschatz vervielfacht hat. Dafür bracht e der Schim-
a) Es fehlen alle Lippenlaute außer m. die Töne bei
b) Es fehlen alle Zungenlaute, sowohl die Zungenschnalze panse die beste Fähigkeit mit. Allerdings sind
ihm noch nicht zu einem richtigen System erstarrt. Sie sind
an Zähnen, Zahnbögen und Gaumen, als auch der
Seitenschnalz. noch ebenso flüssig wie die Lautgruppen selbst, aber der Roh-
c) Es fehlt das Zäpfchen-r. stoff ist jedenfalls da. Für die Entstehung der Musikalität
d) Es fehlt das Stimmlippen-r. beim Schimpansen ist offenbar der Gibbonvorfahr ausschlag-
gebend gewesen. Der Gibbon ist der einzige Affe, der es bis zu
Es bleiben ihm einer chromatischen Tonleiter gebracht hat. Ob schon der
a) durch flache Gaumenplatte und hinteren Zungenwulst Gibbon des Tertiärs so weit war, mag dahingestellt sein. Ich
bedingt der hintere Nasenlaut ng und die kehligen halte es bei der Übereinstimmung im Körperbau für wahr-
Spreng- und Reibelaute g, k, ch und h; scheinlich. Der andere Ahn, der Urpavian, hingegen war
b) das vom Gibbon geerbte m; jedenfalls musikalisch so mäßig begabt wie noch heute die
c) die Stimmlaute a, ä, i, 0, u, wobei in der Jugend wegen Paviane. Wenn ich nun noch meinen späteren Ausführungen
der eigentümlichen Kehlkopflage aundä vorherrschen. vorgreife und kurz darauf hinweise, daß der Schimpanse einen
Hauptbestandteil der Urmongolen gebildet hat, und daß die
4. Einmal und nicht wieder hat Tschim beim Säubern
Urmongolen wieder einen erheblichen Teil der altchinesischen
des Felles seiner Genossin eine merkwürdige Lautgruppe her-
Sprache geschaffen haben, so wird man nicht fehlgehen, wenn
vorgebracht: Vts. Sie dürfte mit dem von Gustav Brandes be-
man die Fortbildung der chinesischen Sprache durch Töne
schriebenen Speichelsaugegeräusch des Orang Utans überein-
mindestens zum Teil auf das Schimpansenerbe setzt. Soviel
stimmen. Eine verwehte Erinnerung aus dem kleinen, im
zur Phonetik des Schimpansischen.
Blute nicht mehr auffindbaren Meerkatzenerbe, der Zungen-
schnalz, steckt wohl dahinter. Zum ordentlichen Sprachschatz Das Wörterbuch der Schimpansen bringe ich im Ab-
gehört dieses seltsame Wort offenbar nicht. schnitt X. Es enthält sehr viele Lautgruppen, die auch andere
Einen Menschen mit dieser Sprache würden wir wohl Affen und Halbaffen haben. Diese neutralen Formen beweisen
die Vaterschaft des Schimpansen. Bezeichnend, so be-
stumm nennen. Der Schimpanse kann aber mit seinen elf nicht
Lauten mindestens 75 Worte bilden, und zwar ohne Zuhilfe- zeichnend, daß sie sich den Lesern meiner Einführung immer
nahme der musikalischen Töne. Das zeigt die Wortliste in am stärksten einprägt, ist das uns erwachsenen Europäern sehr
Abschnitt X. werkwürdige Wort ngak, das bei den Sprachorganen des Schim-
zeigen
Nun ist aber die nicht geringe Klugheit des Schimpansen pansen bei Atmung in starker Erregung, wie ich zu
jetzt von Wolfgang Köhler und Robert Yerkes wissenschaft- versuchte, völlig zwangsläufig zustande kommt. Bei geringer
lich anerkannt worden. Wenn also nahe Verwandte seiner Erregung ergibt sich ebenso natürlich das Wort gak, von dem
Vorfahren in die Menschwerdung eingegangen sind, so müssen wieder ak eine abgeschwächte Form ist. Bezeichnend sind auch
sie geistig recht rege Mitarbeiter am Aufstieg gewesen sein. die Verbindungen dieser Lautgruppen mit m,
Bisher hatte ich noch nicht gewürdigt, was gerade durch die
40 IX. Erlebniswelt und Sprachinhalt des Urschimpansischen IX. Erlebniswelt und Sprachinhalt des Urschimpansischen 41

einigermaßen sicher all die Bedeutungen ermitteln, die von


IX. Erlebniswelt und Sprachinhalt des
den schimpansischen Lautgruppen ausgedrückt werden. Das
Urschimpansischen ist bisher noch nicht geschehen. Man hat ja die grundsätzlichen
1. Was in einem Schimpansen bei der Lautgebung vor- Probleme der Tiersprachenforschung bisher noch gar nicht ge-
geht, können wir nicht ohne weiteres feststellen. Allerdings sehen. So muß man sich vorläufig mit Annäherungswerten
können wir sagen, daß das Denken offenbar nicht wie bei uns begnügen.
Europäern in akustischen Zeichen, in Wörtern vor sich geht,
3. Ich glaube, daß diese der Wahrheit sehr nahe kommen,
denn wir haben ja gesehen, daß der Schimpanse noch keine
wenn man die heutige Umwelt der Schimpansen kennt und
nach der Bedeutung unterschiedenen Lautgruppen besitzt.
versucht, vom Standpunkt des Tieres aus zu ermitteln, was
2. Er denkt in Bildern. Wie das vor sich geht, wissen wir dieses innerlich beschäftigt. Die Alttierkunde — ich verweise
wenigstens im Umriß seit der Entdeckung von tierischem
da besonders auf das neueste Werk von Othenio Abel — sagt
Bilderdenken bei manchen Menschen, den sogen. Eidetikern.
uns, daß die heutigen Schimpansen in Afrika fast wörtlich die-
Professor Jaensch in Marburg legte vor einen Eidetiker einen selbe Umwelt an Tieren und Pflanzen haben wie ihre Ahnen
Stock und entfernt davon einen Apfel. Er nahm die Gegen- im Miozän von Asien. Über das Leben der afrikanischen
stände fort. Der Eidetiker sah sie weiter. Er bekam die Auf- Vettern sind wir durch Brehm und neuerdings durch das große
forderung, den Apfel heftig zu begehren. Und jetzt geschah “Werk des Ehepaares Yerkes und ihrer Gewährsmänner unter-
das Wunderbare. Der unsichtbare, vom Eidetiker aber noch richtet. Die Beobachtungen der Tierseelenforscher (Wolfgang
geschene Stock rückte dem Apfel näher, bis er ihn berührte. Köhler, Yerkes, v. Allesch u. a.) geben weiteres Material.
Da der Eidetiker als Mensch sprechen, zugleich aber noch wie
ein Tier in Bildern denken konnte, konnte er den Vorgang 4. Wenn nun Schimpansenerlebnisse als Bedeutungen von
auch Nichteidetikern klarmachen. Der Versuch ist eine fast Menschenworten auftauchen, die die bezeichnenden Schim-
wörtliche Wiederholung von Denkaufgaben, die von Wolf- pansenlautgruppen aufweisen, so.können wir solche Worte als
gang Koehler und Robert Yerkes ihren Schimpansen gestellt Natururkunden aus dem Tertiär betrachten. Voraussetzung
und von diesen gelöst worden sind. Nach dieser hochwichtigen für die Möglichkeit einer solchen Überlieferung durch die Jahr-
Entdeckung können wir wenigstens grundsätzlich den Sinn der tausende ist allerdings, daß die Erlebnisse immer die gleichen
Schimpansenwörter deuten. Es sind nicht Begriffe, sondern oder nahezu die gleichen geblieben und mit den gleichen Lau-
Bilder, Erinnerungen des Auges. Und diese Bilder sind ver- ten begrüßt worden sind. Seit Jahrtausenden ausgestorbene
knüpft mit starker Erregung: Hunger, Furcht, Unruhe, Haß, Tiere und Pflanzen werden wir in heutigen und toten Sprachen
Liebe usw. Wenn man diese Zusammenhänge kennt, kann nicht suchen dürfen. Die meisten Menschen werden sich kaum
man aus dem Verhalten des Schimpansen Schlüsse auf den Rechenschaft darüber ablegen, wie groß im Erfahrungsschatz
Sinn seiner Lautgebung ziehen. Sie geben ihren Gruppen- der Menschheit der Anteil der vormenschlichen Tiererlebnisse
genossen und den befreundeten Menschen durch die Richtung ist. Natürlich muß davor gewarnt werden, etwa alle Natur-
ihres Blickes unmittelbar an, was sie erregt und infolge dieser dinge, die wir mit unseren Sinnen wahrnehmen, mechanisch
Erregung Laute auslöst. Alle schen mit, was der eine sieht. auch in die Seele des miozänen Schimpansen zu stopfen. Es
Ein zielbewußt die Bedeutung der Scnimpansensprache erfor- muß jedes Bild, jedes Tier, jede Pflanze für sich nachgeprüft
schender Wissenchaftler könnte also bei Herstellung natür- werden. Man muß sich in das Tier einfühlen und alles von
licher oder der Natur sehr nahe kommender Bedingungen ihm aus nacherleben.
42 IX. Erlebniswelt und Sprachinhalt des Urschimpansischen X. 75 Worte Urschimpansisch 43

5. Der Schimpanse ist seiner doppelten Herkunft ent- und das Gekribbel abgeleckt. Man erkennt unschwer die Vor-
sprechend Baum- und Bodenaffe zugleich (Gibbon und Pavian). stufe zum einfachen Grabstock der Naturvölker und zu den
Er lebt heute ausschließlich im tropischen Mittelafrika von Eßstäbchen der Chinesen.
Guinea bis zu den großen Seen in Bergwäldern in der Nähe 13. Ungeziefer wird sorgfältig abgelesen, vor Kot besteht
von Flüssen. Im Mio- und Pliozän lebte er auch in Asien und Ekel, wenn er an den Körper gerät. Geschwüre werden aus-
Europa. gedrückt.
6. Seine Speisekarte enthält alle Gerichte seiner Vor- 14. In der Erregung trommeln sie sich wie die Gorillas
fahren, der Urindris, der Urmeerkatzen und der Paviane. Die auf die Brust, sie trommeln auch gern auf schallverstärkende
Schimpansen sind Allesesser. Sie verzehren Baumfrüchte aller Gegenstände, wie hohle Bäume, in der Gefangenschaft auf
Art, besonders auch Nüsse, Bambusschößlinge, allerlei Grün- Bretterwände (eigene Beobachtung), Wellblech u. dgl. Vgl. 1o.
zeug (auch Gras), Wurzeln, die offenbar gelegentlich mit einem 15. Sonnenaufgang, Sonnenuntergang und Mondschein
Aste ausgegraben werden, ferner Vögel und Eier, Ratten, In- lösen eine Art Gesang aus.
sekten, besonders Heuschrecken, Käfer und Ameisen sowie 16. Die Eidetiker *) haben, wie ich an einer mir bekann-
Spinnen. ten Dame und gelegentlich auch an mir selbst feststellen
7. Seine Feinde sind heute der Leopard, die Riesen- konnte, häufig „Gesichte“. Sie sehen Erinnerungsbilder leib-
schlange, sonstige Schlangen und das Krokodil, früher wohl haftig vor sich. Sie sehen also auch Tote und Abwesende wirk-
auch Tiger und Löwe. lich, wenn auch anscheinend farblos. Der Gespensterglaube hat

Se nen
8. Die Schimpansen leben in kleinen Herden mit Führer hier seinen Ursprung. Die Schimpansen müssen als Bilddenker
und Schließendem. Ein reifes Männchen mit seinen Weibchen Eidetiker schlechthin sein. Sie haben sicher für den Hokus-
und deren Säuglingen sind die eine Form der Herde, ent- pokus des frühen Schamanismus beste Anlagen mitgebracht.
wöhnte Jungtiere die andere. Man erkennt unschwer die An- Ich verweise besonders auf telepathische Erscheinungen, wie sie
fänge zu den Altersklassen der Naturvölker. Yerkes (Almost human) mitteilt. Gewisse „Zauber“handlun-
9. Sie bauen in Bäumen ein Nest, indem sie, auf einer gen, die sehr an die der Uraustralier erinnern, wolle man bei
Astgabel sitzend, die frischen Zweige, die sie um sich herum Köhler nachlesen. Ein Beispiel: Bei einem Steinwurf wird der
greifen können, heranziehen und unter sich stecken. Stein als Schuldiger angesehen und heftig gebissen. Der Glaube
ı0. Sie haben nach Brehm und Wolfgang Köhler eine Art an die geheime Kraftseele der Dinge ist hier vorgebildet.
Tanz, bei dem sie den einfachen Rhythmus durch stärkeres Vgl. ı0.
Auftreten bei jedem oder jedem zweiten Schritt betonen. Sie 17. Diese Umrisse müssen zunächst genügen. Ich gebe in
gehen dabei im Kreise oder in Form einer Acht hintereinander Abschnitt XI die schimpansische Erlebniswelt, soweit ich sie
her. Gelegentlich bildet ein sich drehendes Weibchen die Mitte bisher in Menschensprachen wiederfand, in Schlagworten und
des Kreisringes. Weinert konnte in London durch Nach- füge immer die schimpansischen, urmongolischen und indo-
ahmung des schimpansischen Tanzrufs einen wilden, ja ent- germanischen Worte nach Lauten und Sinn dazu.
rückten rhythmischen Tanz auf einer Holzkiste hervorrufen
(Vorstufe des Schamanentanzes?). Vgl. 14 u. 16. X. 75 Worte Urschimpansisch
ı1. Sie spielen einander gern einen Schabernack und sind ı. Bei der Bearbeitung des Yerkes-Learnedschen Wörter-
dabei oft überaus listig. buches zweier Schimpansenkinder bin ich davon ausgegangen,
12. Der Stock und der Halm sind häufig gebrauchte Werk- *) Bei Ausschaltung des Großhirns (Schlaf, nervöse Erschöpfung)
zeuge. Der Strohhalm wird in den Ameisenhaufen gesteckt tritt das eidetische, urtümliche Denken wieder hervor.
nn,
44 X. 75 Worte Urschimpansisch X. 75 Worte Urschimpansisch 45

daß den Tier- und Ursprachenforscher die Beziehungen leute der Lautkunde waren. Nennenswerte Mängel scheinen mir
zwischen Schimpanse und Mensch in der Sprache beschäftigen aber nicht vorzuliegen. Die Zukunft wird natürlich auch hier
und daß die rein tierischen Tatbestände zunächst zurücktreten für wissenschaftlich genaue Umschriften sorgen müssen. Frei-
können. Die völlig chaotischen Schreie wildester Erregung lich gibt es da vorläufig noch Grenzen. Es fehlt ja die Mög-
sind daher von geringem Belang. lichkeit der Selbstbeobachtung und Selbstdarstellung der Laut-
2. Die Bearbeitung der musikalischen Werte bedarf be- bildungsstellen. Bestenfalls kann ein Rückfall in schimpansische
sonderer fachmännischer Durchsicht. Für die indogermanischen Lautformen bei Menschen gelegentlich eine Hilfe bringen. Im
Sprachen sind die Töne nicht mehr Sinnunterscheidungsmittel. allgemeinen wird man immer auf mittelbare Schlüsse ange-
In dieser Arbeit können sie außer Betracht bleiben. Das nimmt wiesen sein. Einige Hinweise seien schon jetzt gegeben.
der mühevollen und hervorragenden Arbeit der Musikerin a) Schimpansisch g und k werden offenbar kehlig gebildet.
nichts von ihrer hohen Bedeutung für die Zukunft. Das ergibt schon der hintere Zungenwulst des Schimpansen,
3. Daß die Tiere bis zu den Menschenaffen hinauf Ketten- der einen natürlichen Verschluß bildet.
worte besitzen, ist ein sicherer Lehrsatz der Tiersprachenfor-
b) Den Mittellaut zwischen g und k, den Miß Learned
schung. Eine Durchführung der Schreibung dieser Ketten mit
für den Anlaut in den Worten gku und gko angibt, habe ich
ihren ganz. von der Dauer der Stimmung abhängenden Glieder-
zahl ist wertlos und satztechnisch kostspielig. Ich begnüge einstweilen wie die Wortliste am Schlusse des amerikanischen
Werkes mit g wiedergegeben. Die Laute wären eine weitere
mich daher im allgemeinen damit, das Vorhandensein der
wissenschaftliche Untersuchung wert.
Kette durch die Schreibung zweier Glieder anzudeuten. Das
darf aber nicht dazu verleiten, die aus der Grammatik der c) Ich habe die englische Schreibweise der Laute durch die
indogermanischen Sprachen bekannte Verdoppelung ohne deutsche ersetzt. Wo ich Zweifel hatte, habe ich die erstere in
weiteres hier anzuknüpfen. Diese Frage muß noch offen runder Klammer dahintergesetzt. Miß Learned hat übrigens
bleiben. Am Anfang steht jedenfalls die Kette mit unbe- auch von sich aus vielfach die deutsche Schreibweise für die
stimmter Zahl der Glieder. Laute angewendet.
4. Im Anschluß an Yerkes und Learned gebe ich, ohne
6. Wichtig für die Erkenntnis der lautlichen Zusammen-
deren Quellenwerk ersetzen zu wollen, in knappster Form bei
hänge ist, daß die kleinsten Einheiten der Lautgruppen noch
den schimpansischen Lautgruppen neben dem Gefühlswert die
richt fest miteinander verleimt sind. Im Schimpansischen kann
Sinneseindrücke wieder, die die Erregung und ihre lautliche also die Reihenfolge der Einheiten umgekehrt werden, ohne
Folge ausgelöst haben. Ich warne aber nachdrücklich davor, Z. B. sind mgak und gakm
daß eine Sinnesänderung eintritt.
diese Angaben für irgendwie erschöpfend zu halten. Die Er-
im Anfang nicht unterschieden. Die Reihenfolge der Einheiten
lebniswelt des freien Schimpansen ist unendlich viel reicher
m und gak hängt von den Zufällen der Stimmung ab.
und natürlich auch anders als die von Tieren in fremder Um-
gebung europäischer Form. Der freie Schimpanse ißt z. B. 7. Ich habe die schimpansischen Lautgruppen nach dem
Wurzeln, nicht aber gerade Mohrrüben. Er erschrickt vor Abc geordnet, um die Wörterbucharbeit zu erleichtern. Ich
großen ungewohnten Dingen, aber — im Tertiär — nicht bin dabei von den Niederschriften der Einzelbeobachtungen,
vor Autos. den Quellen, ausgegangen, nicht von der kurzen Zusammen-
5. Was die Schreibung der Laute angeht, so muß darauf stellung am Schlusse der amerikanischen Arbeit.
aufmerksam gemacht werden, daß die Bearbeiter keine Fach-
46 Schimpansenwörterbuch Schimpansenwörterbuch 47

5
Das Schimpansenwörterbuch von Yerkes-Learned = Lautgruppe Bedeutung
Ziffer
bei Yerkes-
N Learned

3 Ziffer
S Laufgruppe Bedeutung bei Yerkes-
Learned
tz. |ghak ghak ı. Freude am Trinken (Milch).
2. Demut, Unterwürfigkeit. 1168
1.|ä ä (ae) Doppelton 1. Verlangen nach demAufnehmen.| 1,26 12.!gho (gko) Willkommen, gut Freund, Freude.| 216, 217
ig 2. Ärger, Empörung (z. B. beim| 86, ı00,
Einfangen). 102— 107, 13, ghu ghu (gkoo) Achtung! (Auto.) 269
120, 126, T4. ho, cho Achtung P. 214
177, 182 15. |hohoho-oh hoho-oh Achtung! (Eichhörnchen.) 266—267,
3. Enttäuschung: Ein anderer
bringt Futter. 64, 65 16. |ho-oh Achtung! (Pferd mit Reiter, fern.) 272
4. Ungeduld, Wut bei Lösung von] 28—31, 17.|ho-oh ho Achtung! (Pferd m.Reiter, näher.)| 273
Aufgaben, 3435; 18. |ho-ho-oh ho-oh ho-oh Achtung! (Perd, ganz nahe.) 274
41,88 ho-oh

u
5. Angst vor dem Stocke. 183 19. |ho-oh hoho hoho-oh Achtung! (Eichhörnchen.) 270, 271
6. Begierde n. d. nahenden Futter 28 20. |ho-oh ho-oh ho-oh
Achtung! (Lieferwagen mit rat-
2.|ä ä gahk gahk Enttäuschung, Hunger. 7,8 terndem Motor.) 268
3. äängak Freund D. nimmt Tschim auf. 21,|dass. mit 6 Gliedern, wobei| desgl.
Der schreit (Freude?). 135 der Rhythmus anschei-
äämm ı. Wut bei Lösung v. Aufgaben.| 28—31ı nend nachgeahmt wird. 275
2. Langeweile, Unzufriedenheit, 22.|ho hua hoho hua Erregung über Mißhandlungen. 73
Trauer. 32 23.|huah (whah) (bellend) Ärger bei der Lösung von Auf-
3. Sehnsucht nach der Freiheit. 2 gaben. 58
4. Ärger über die Verhinderung 24.|huah huah 1. Hunger, Gier nach dem nahen-
des Entweichens. 166 den Essen. 12
5. Trauer über Einsamkeit, Allein- 2. Willkommen, gut Freund,
bleiben. 167 Freude P. 214
6. Begierde nach dem Futter des 25.|huäh huäh (who-ah) m m| Hunger, Gier nach dem nahenden
anderen, Futterneid. 95, 96 Essen. 23
5.|ah o ah 1. Verzweiflung. 212, 261 26. |hu hu Seufzer beim Schlafengehen. 222
2. Furcht. 279, 208 27.|iiih Begierde nach Tschims Milch,
3. Furcht vor dem Alleinsein. 280 Futterneid, P. 160
6.| gäh gäh Freude über das nahende Essen, 28. iii (ie) Schmerzlaut über einen Biß in die 248
Hunger. 70 Hand.
7.| gäk gäk gak gäk Freude am Essen. 114 29. |kah hah kah hah kah haha] | \ 185—186,
8.|ga gahk m m ngak ngak| Freude beim Essen und Milch- m kuh huh kuh huh f Freude, Lachen, [239— 241
m m ngak trinken. 138 31.|kah kah m Scham, Reue, Unterwürfigkeit,
9. | gaha gaha Staunen (über einen geschwärzten Bitte um Verzeihung. 134
Mechaniker). 169 32.|ka ka Zorn im Faustkampf. P. 253
ro.|gha gha ı. Unmut bei Lösung von Auf- 33.|kha kha Freude am Essen (Apfel, Obst). P.| 1354
gaben. 54 34. |khak khak Freude am Essen (Haferbrei). 97
2. Freude auf das nahende Essen, 35.|ko ko Freude über eine Mandarine (half-
Hunger. 70 orange). 156
48 Schimpansenwörterbuch Schimpansenwörterbuch 49

5 Ziffer
s Ziffer Lautgruppe Bedeutung bei Yerkes-
g Laulgruppe Bedeutung
S
bei Yerkes-
l.earned

41.|mm 8. Schnsucht nach dem Freunde.| 77—79,


36. kuai-ah kuai-ah Wehe, 262
37 |kuh hu kuh hu Freude, Lachen.
173,174
187, 188 9. Willkommen, gut Freund, 15,16,
kuh huh huh kuh huh huh
Freude, 43, 171
35 |kuku Freude am Essen (Mandarine [half-
ı0. Trauer über das Alleinbleiben.| 9, 18
crange)). 158
ı1. Schmerz über das Aufstoßen
s. a. koko,
des Kopfes beim Schwingen. 76
39. |kuöh kuöh Freude über das nahende Essen, 67 ı2. Enttäuschung: Ein anderer
Hunger.
40. |m
bringt Futter, 63
ı. Eifer beim Nestbau. 254,255 13. Staunen. 127
2. Suchen nach einem Schlupf-
14. Freude am Essen, Hunger. 84, 108
loch, um zum Apfelbaum zu 123
kommen. 179, 185
3. Klettern auf einen Birnbaum,
178, 179,
180
einen Apfelbaum. 123, 178
a) Obst (Apfelsine, Apfel,iı4, 20—22,
4. Eifer beim Lausen. 175 25, 109
Birne, Banane).
5. Begierde nach fremdem Futter| 82, 87, 139, 142
Lust zum Stehlen, Bitte. 97,99
6. Freude am Essen (Obst) P.
147
252 152
7. Willkommen, gut Freund,
Freude. 172 b) Wurzeln (Mohrrüben). 149
8. Scham, Reue, Unterwerfung. 57
c) Grünes (Gras, Klee, Erd-
qt.|mm ı. Eifer und Ungeduld beim| 37, 38,
beerranken). 80
Lösen von Aufgaben, Sinnen. | 51, 52, d) Milch. 116, 135,
55,59 138a, 147
254, 255
2. Behagen beim Klettern ins 15. Begierde nach fremdem Fut-
Heulager (mit Banane). 142 ter, Ärger über die Verhin-| 98, 99
3. Freude am Schwingen mit
derung. 133
dem Seil, Aufforderung dazu *)) 172
42.|m mää ı. Eifer und Ungeduld beim Lö-
4. Freude am Beifall der Zu-
sen von Aufgaben, Sinnen. [39—41, 44
schauer beim Seilschwingen,
2. Gruß, Ungeduld, Sehnsucht. | 2,3,4
Eitelkeit. 75 . 131
43. |m ääm Freude am Essen, Hunger.
5. Eifer beim Entrinden einer beim Lösen
4,4. |m ämm Eifer und Ungeduld
Apfelsine mit den. Zähnen, von Aufgaben (Banane in der
Kauen der Schale. 84, 108
Flasche), Hunger. 42
6. Scham, Reue, Unterwerfung, Futter,
45 |m mämm Begierde nach fremdem
Unruhe, 168, ı7 95
Futterneid.
7. Schmeicheln. 164 Essen, Hunger (Brot, .
46.|m m ghäk Freude am
Obst). 12
*).Vgl. Boutan: Gibbon hm Freude am Herumschwingen in den Bäumen.
Schwidetzky, Schimpansisch
50 Schimpansenwörterbuch XL. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch 51

J Ziffer
S Lautgruppe Bedeutung bei Varkes- Laulgruppe Bedeutung bei Yerkes-
Learned ka Leained

47.|m m ghak Freude am Essen, Hunger (Hafer- zi uh ul 3. Willkommen, gut Freund. 170
brei), 110 4. Verlangen, getragen zu wer- 176,
48.!m m gahk m m Unzufriedenheit, Langeweile, den. 193—195,
Sehnsucht nach der Freiheit. 33 209—211
49.|m m ghak ghak 1. Unsicherheit, Gehorsam, Unter- $. Angst vor der Höhe (Baum-
würfigkeit, 129 ast, Mauer). 189— 190
2. Freude am Trinken der Milch. 6. Erschrecken. P. 196, 265
50.|m m ngäk Freude am Essen, Vorfreude (Erd- 7. Abwehr. P. 223—225,
beerblätter, Rinde von jungen 227237,
Birkenzweigen, Milch). 74 242—247,
5t.|m m ngahk m m Freude am Essen (Banane). 145 249, 250
52.|m m ngak Freude am Trinken (Milch). 116, 116a 252,256,
53 |m m ngak Freude am Essen. 144 258—259,
54.|m m ngak m (m) Vorfreude auf Apfelsinen. 89, 91, 136 263
55.|m m ngak m m ngak Freude am Essen. 145 8. Begierde nach fremder Milch.
P. 161
56.|m m ngak ngak Freude am Essen (Mohrrübe). 137, 149,
150 9. Freude am Essen, Hunger| 60, 66,
68—71
57.|m nkak m m Begierde nach Obst. 114
(Milch) Tsch, u. P. 201,153
58. |ngäk m m Freude am Essen (Obst). 83
59. |ngäk ngäk m m ngäk ngäk| dasselbe. 122 (Apfelsine) P. 154
m ngak 10. Behagen im Heulager. P. 219, 220
72.|u u uh Verlangen, getragen zu werden. 198
60. |ngak Freude am Essen (Birne). 124
73. wi Zorn, Angst. 226
61. |ngak m Freude am Essen (Kauen der Rin-
74.|uh m m ı. Furcht vor dem Alleinbleiben.| 56
de eines Birkenzweiges). 117
2. Freude am Essen (Haferbei). 110
62.|ngak m m Freude am Essen und Trinken
(u. a. Mohrrüben). 140, 151 75. |vts Einmalige Lautgruppe beim Lau-
sen, wohl Zufallsgebilde, keine
63. |ngak ngak Freude am Essen (Mohrrüben,
Erdbeerranken, Gras, Klee). 81, 150
Sprache. 226
64.|ngak ngak m m ngak m |Hunger, Begierde, Ungeduld. 90
65. |nghak Freude am Essen (Haferbrei), 51
66. |nghak m Freude am Essen (Haferbrei). 93, 94 XI. Urschimpansisch, Urmongolisch,
67.|nkak m m Freude am Essen. 112 Indogermanisch
68. |nkak nkak m Freude am gestohlenen Kuchen. 113
69. |uh 1. Sei gut. 238, 252 ı. In dem unten folgenden systematisch geordneten
2. Beruhigung, Reue. 121 Wörterverzeichnis mache ich den ersten planmäßig durchge-
zo.|uh o uh Abwehr. P, 260 führten Versuch, die Lautgruppen einer Tiersprache (des
71.|uh uh ı. Klage über das Alleinbleiben.| ı0, 162,
Schimpansischen) mit den Entsprechungen in Menschensprachen
163, 218
zusammenzustellen. Ich hege die Hoffnung, daß sich niemand,
2. Furcht, Warnung. 264,
276—278, der Tatsachen von überkommenen Lehren zu scheiden weiß,
281—282 der Gewalt der Beweise wird entziehen können. Diese Fülle
4*
Urmongolisch, Indogermanisch 53
52 XT. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch
XL. Urschimpansisch,

von Beziehungen kann man auf die Dauer nicht mit allerlei weniger stark verfällt. Aus schimp. m. ngak wird eskimo
Begriffsspaltereien aus der Welt schaffen. Und das ist nur mangok Wurzel, oder nordd. mang zwischen.
ein bescheidener Bruchteil einer Unzahl von schimpansischen 1: Vorbemerkungen zur Wortliste.
Wörtern, ganz zu schweigen von den anderen Affen- und A, Die Schimpansenworte, die zwar lautlich beobachtet
Halbaffensprachen, die in meinen Karteien der Veröffent- sind, aber mit anderer Bedeutung, habe ich mit einem Stern
lichung harren. vor dieser versehen. Solche Ergänzungen sind unbedenklich,
2. Ich wage noch nicht, feste Lautgesetze für die Um- wenn auch die Bedeutung (das Erlebnis) für sich durch eine
bildung von Schimpansen- zu Menschenworten aufzustellen, Beobachtung belegt ist.
muß auch die lautwissenschaftliche Feinarbeit, die die mensch-
B. Wenn ich — ganz ausnahmsweise — im Schimpansen-
lich gewordenen Lautgruppen durch die einzelnen mensch-
wärterbuch nur einzeln oder in anderer Reihenfolge belegte
lichen Sprachfamilien hindurch verfolgt, den Sonderfachleuten oder Laute abweichend zusammengestellt habe,
Lautgelüge
überlassen. Ich kann zunächst nur Rohstoff geben und einige
habe ich den Stern vor meine Lautreihe gestellt. Auch das ist
Beobachtungen mitteilen. unbedenklich. Beim Schimpansen ist die Folge der Lautgefüge
A. Die indogermanischen und die finnisch-ugrischen noch ganz ungebunden, ohne Verleimung. Sie hängt vom
Sprachen, das Sumerische und das Baskische *) vermeiden bei Wechsel der Erregung ab. Natürlich darf bei der tierischen
der Übernahme des ngak das kehlige n im Anlaut, wahrschein- Schicht das natürliche Einzelgefüge nicht zerrissen werden.
en
lich infolge der Veränderung der Sprachorgane, die den Zwang Man darf also z. B. m. ngak und ngak. m als Tierlautreih
zum kehligen n aufhebt. (Ausgleich des Zungenwulstes, dom- annehmen, aber nicht nakgm. Verwerfungen dieser Art ge-
artige Wölbung der Gaumenplatte.) Das Ausweichen schlägt hören erst der Menschensprache an.
verschiedene Wege ein. Z. B.: C. Um in Menschenworten die Glieder des ursprüng-
lichen Tierworts, die „Ursilben“, erkennbar zu machen, be-
a) Der Stimmlaut gleitet nach vorn: ahd. anka Genick.
Der sich vordrängende Stimmlaut ist m. E. der letzte hirn- zeichne ich die Naht zwischen den Gliedern durch einen Punkt.
Die menschensprachlichen Bestandteile eines Wortes (Vor-
mechanische Grund des Vorgangs.
usw.) werden wie üblich durch einen Strich
b) Der erste Sprenglaut wird nach vorn verschoben, das n silben, Endungen
desgleichen. Ostjak. njak Schlamm. kenntlich gemacht.
c) Der erste Sprenglaut wird ausgestoßen, das kehlige zum D. Die Schreibung der Laute habe ich vereinheitlicht und
vorderen n. Mhd. nac, engl. neck Nacken. so vereinfacht, daß sie auch von Laien gelesen werden kann.
t
d) Das anlautende kehlige n und der zweite Sprenglaut Es ist mir wohl bewußt, daß dabei manche lautliche Feinhei
werden ausgestoßen, das hintere oder vordere n des zwei- verlorengegangen ist. Spätere Zusamm enarbe it von natur-
ten Kettengliedes bleiben erhalten. Altchin. u. german. gang, und geisteswissenschaftlicher Sprachforschung wird hier weiter-
lat. can-ere singen. bauen müssen. Die Tonbezeichnungen der Menschensprachen
der
B. Stimmlautlose Ursilben erhalten einen Stimmlaut, be- habe ich ebenso fortgelassen wie die musikalischen Werte
sonders häufig den der nächsten Ursilbe, die dann mehr oder Schimpansenwörter.
E. Die Überschriften und Schlagworte der Wortliste bil-
den eine abgekürzte Darstellung der gewöhnlichen Erlebnis-
*) Das Altchinesische, Tibetische, Annamitische, Buschmännische, die
Bantu- und die Papuasprachen haben diese Scheu nicht. Die Eskimo-
sprache zeigt einen Übergangszustand. welt eines in den Tropen lebenden Schimpansen. Jedes Stück
54 AT. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch XI. Urschimpansisch, U rmongolisch, Indogermanisch 55

ist im Schrifttum und durch eigene Beobachtungen belegt. Wo Altchin. nga, austr. ngaia, papua ngana, schwed. jag,
das Yerkes-Learnedsche Wörterbuch Bedeutungen nicht bringt, buschm. ang, na, ma, ostjak. ma, finn. minä ich, esk. minaq
die anderweitig beobachtet sind, habe ich der Bedeutung einen was einer hat und mitnimmt, mhd. minen sich zueignen, inne-
Stern vorangesetzt. Lautgruppen habe ich niemals ergänzt. haben, ags. min, lat. me-us, papua anga mein, sumer. ni
eigene Person, munga Schatz, Habe, bask. mana Eigentum.
4. Wortliste. Freude am Wohlgeschmack. Schi. mghak, ngak
A. Selbsterhaltungstrieb. Freude am Futter, m .ngak, ngak m * dasselbe.
Esk. mamangak Sirup, samoj. njemga, finn. makea süß,
a) Hunger, Durst. Schi, ägahk, khak, mäm, mngak,
esk. namak, duala naam, papua naiam, namo, namona, jena-
ngak Hunger, mmä Durst, nkak * Durst. Esk. kag hungrig.
ma gut, ahd. ginami genehm, bask. mana angenehm, gr.
papua mam, suaheli njaa Hunger, altchin. nga hungrig, lat.
man-os, finn. ma, samoj. njaga gut. Malai. enak schmack-
ege-o darbe. Sumer. imma Durst, gr. ka.nka.n-ei dürstet. finn. maku, bask. maina
haft, esk. mamak-pok schmeckt gut,
Essen. Schi. m, mm, mäm, äm, mngak, ngak, gak Geschmack. Vorgerm. s.mäg, ahd. s.mak schmecken. Über
Freude am Essen, Hunger. Altägypt. m verschlucken, duala das vorgesetzte s vgl. Abschn. XII, Ziffer 8.
minja schlucken, samoan. mama kauen, esk. mama Essen, ngak an
Früchte. Schi. mngäk Freude an Apfeln,
samoj, amnak essen, deutsch-schweiz. nage auffressen, bask.
Birnen, khak am Obst, ngakm * dass. Finn. omena Apfel,
njanj, mhd. gnack-en knacken (Nüsse!), hott. nang beißen, Mohn, papua mangi Kokosnuß, m.u.nge
dt.-bair. magen
- ful njama essen, fressen, nama abpflücken, esk. igak Nahrung,
Banane, ho. mmeng Brotfrucht, sumer. ka Frucht, altchin.
schott. mange Mahl, altchin. nga Zahn, suaheli niaka fangen.
gak Kern, kaukas. kak Walnußbaum, (hürk.) anka Rinde,
Trinken. Milch. Wasser. Schi. ghak, mm, m ngak dt.-rhein. ank Most (Fruchtsaft). Altgriech. knek-os Amomum,
Freude am Milchtrinken. Sumer., kaukas. ga, bask. enje Milch. d.i. eine vom Schimpansen hochgeschätzte wie Pfeffer schmek-
Suaheli nja, sumer. nag, papua ak, mimak trinken. Esk. kende Nuß mit roter Schale. Ful njamako Pfeffer, malai.
immek, malai. ajak, rätorom. aga, aka Wasser, samoj. jaha, mangka, hindostani am Mangofrucht. Hindostani annanna.s
ahd. aha Fluß, samoj. kege, kegge Bach, lat. amn-is Fluß, Fichtenzapfen *).
mana-re fließen.
Wurzeln. Schi. mngak Freude an Mohrrüben, mäm,
Futterneid. Schi. nkakm Freude am Stehlen, äm mgak, gakm, ngak, gak * Freude an Wurzeln. Esk. mangok,
Futterneid, mä, ngak Hunger, mngak *Futterneid. Papua papua mench Wurzel, neuir. meacan Möhre, Pastinak, brasil.
neme wollen, chin. hakka ngak drängen, ful njaga erbitten, maniok Mandiokawurzel, papua ma, mam Taro, amami
annam. nai verlangen, dt.-schweiz. ne.ngge mit Bitten an- Batate, gamak Yams, suaheli njugu Erdnuß, kanje Pfeilwurz,
liegen, altchin. njai, buschm. gu.ngaka, got. nim-an nehmen, bask. njago weiße Rübe, duala ja.nga, engl. prov. ingan,
gr. nem-ein teilen, esk. ningek Anteil. samoan. aniani, kaukas. chach, jap. negi Zwiebel, jap. ne
Sumer., kopt. ma, altägypt. imy gibt. Wurzel.
Esk. ingma wenig, ags. minn, esk. mingnek klein, esk. Zedernuß ein hochgeschätztes
*) Es sei daran erinnert, daß die
-minek ein Bissen, schott., alem. min weniger. Sumer. mag Nahrungsmittel der Samojeden ist. Nach dem vorgeschichtl. Zuge nach
viel, me Menge, dän. mange viele, schott, ags. ma mehr, Europa scheint die Haselnuß den Ersatz gebildet zu haben. Vgl. auch
lat. magn-us groß. das Kauen von Sonnenblumenkernen durch die Russen,
56 AI. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch XI. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch 57

Sumer. gag Pflock verbirgt wohl den frühen Grabstock. Ei. Schi mngak, gha gha Hunger. Esk. manik, samoj.
Das mhd. mangolt, nhd. Mangold, eine Rübenart, ist wahr- manu, finn. muna, duala muenj, samoj. kegäi, russ. jaje,
scheinlich volksetymologisch verderbt aus dem spätaltstein- suaheli jaji, altnord. egg, nhd. ei Ei. Suaheli kaka Eierschale.
zeitlichen „deutschen“ Eskimo-Wort mangok (s. 0.) und damit Insekten u.a. Schi. mngak, ngak, gak Hunger. Altchin.
letzten Endes dem Schi. m ngak. ma Ameise, lecken (vgl. Abschnitt IX, ı2 über das Ablecken
Pflanzenmark. Schi. mngak, ngak, gak "dasselbe. der Ameisen vom Strohhalm), chin. kant. ngai, ful njungu,
Papua ngai, gai Sago, ngai, kano Zuckerrohr, sumer. kanüı papua manema, manu manu Ameise, esk. mingok Käfer,
Rohr, altgr. kanna Schilfrohr (beides wohl urspr. Zuckerrohr). papua ngok ngok Grille, gek gek Käfer, buschm. e.in Heu-
Schößlinge. Schi. mngak, ngak *dasselbe. Altchin. schrecke. Suaheli nge Skorpion.
mang, nga, bask. mana Schößling. Fett. Schi. mngak, ngak Freude am Essen. Esk. ingnek
Grünes. Schi. mgak, ngak, gak *dasselbe. Schi. gahk Tran, samoj. kaja, ahd. anko, mhd. anke Butter, duala
Freude am Essen von Erdbeerranken mit -blättern, Gras und manjanga Palmkernöl, malai. minjak Ol, ind. anj salben, be-
Klee. Jap. mai Reis, Hirse, annam. me Reis, esk. u.ngoq schmieren.
b) Spannungsgefühl, Staunen. Schi. gaha gaha
Kraut, chin. kant. ngai Gras schneiden, suaheli nga.no Wei-
staunen, kah kah, ngak *dasselbe. Altchin. nga erstaunt, esk.
zen, altisl. enge Wiese, papua nana Gras, finn. akana, estn.,
kakaq es ist überraschend, ahd. gahi überraschend, altgr.
livl. agan, ahd. agana Spreu, bask. agan Unkraut, Viehfutter.
aga-omai staune.
Poln. gaj Laub, grüne Äste, kaukas. akhjak Gerste. Dt.-bair.
kag Kohlstrunk. Siehe da! Schi. m, mm, mgak, mngak, ngak, gak
®sich da! Solche Signalworte bildeten den Ausgangspunkt für
WürzigeKräuter. Chin. kant. ngai Beifuß, nyam-
viele Dinge der Außenwelt, die ursprünglich nicht Nahrung,
wesi nana Minze, annam, nem würzen.
nicht als Raubtiere bekannt waren (Wild aller Art, Gestirne,
Heilpflanzen (schon den Tieren bekannt). Tibet. Eßbares Wild wurde wohl später
glänzende Steine usw. usw.).
män, uigur. äm, jäm, gr. iama, haussa magani, duala mianga in das seelische Gefüge Hunger, Nahrung aufgenommen.
Arznei.
Staunen über nichtfeindliche Tiere. Tibet.
Ratte (Leckerbissen für Schimpansen). Schi. mngak, jag Grunzochse, Yak, duala njaka Rind, ful nagge Rind, Kuh,
ngak (Hunger). Papua minga, jap. ne Ratte. sumer. am Wildochs, nuba kag Esel, Pferd, sumer. eme Eselin,
Geflügel. Schi. ngak, gak, mgak Hunger. Altchin. lat. mann-us kleines Pferd, nuba kam Kamel (Heimat Asien!),
nga Gans, wogul. anga Schneehuhn, finn. ankaa Ente, ma- austral. nagi, minga, samoj. men, kanang, kanak, lat. can-is
schami nga.nga Perlhuhn, nguku Huhn, bask. mika Elster, Hund (vgl. Wolf unter dem Gefüge A, c Furcht vor Raub-
papua man Vogel, esk. aggek Eisente, brandenburg. gaka, tieren), annam. nai Hirsch, altind. nagah Elefant, buschm. ga
buschm. ga Ente, Huhn, kani kleiner Vogel. In diesen Er- Steinbock, gai Gnu, altgr. aig- Ziege, samoj. njika junge Ziege,
lebniskreis gehört wahrscheinlich ahd. anka Genick, ungar. altgr. agn-os, altägypt. nju Steinbock.
nyak Nacken. Dieses wird den Vögeln durchbissen, um sie zu Staunen über Mond und Sterne (Sonne s. u.
töten, ein Verfahren, das noch heute von den sog. Krähen- A, f). Esk. aningak, papua angai, got. mena, altgr. mene,
beißern an der Ostseeküste geübt wird. dän. maane Mond. Papua nag nag, nang nang Sterne.
Blut. Schi. buahm Hunger, Gier. Jurak. hem, altgr. Staunen über glänzende und bunte Steine:
haima, zentralamer. ama, duala maya Blut. Sumer. nini Edelstein, nagga Blei, ful kanje Gold, bask. me,
58 XT. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch Xf. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indodermanisch 59

mea Mineral, lat. mini-um Mennig, mashami minya Eisen, d)Entleerungsdrang oder Ekelvor Schmutz.
schambala menya Eisenstaub. Schi. ka ka, mgak, mnagak, ngak *Ekel, Entleerungsdrang.
Sehen. Altchin. ngai, annam. ngo, finn. näkee, papua Altgr. miain-ein besudeln, lat. ming-ere, maschami
naia, anaie, altägypt. m, chin. hakka me, papua meim, mama, ags. mig-an harnen, ags. micga Harn, gr. kakka-ein,
siebenbürg. kakn, neuisl. gai, ungar. kakui sehen, altchin. lat. caccare, böhm. kakati Kot entleeren, esk. anak Kot,
gak lernen, studieren, neuisl. gaa Aufmerksamkeit. Mhd. ostjk. njak Schlamm, lat. an-us Steiß, esk. kakkik Nasen-
anen enthält vielleicht noch Erinnerungen an eidetisches Ge- schleim.
staltensehen, vermeintliche Gespenster und Erscheinungen. Pa- e) Schmerz. Insekten, Ungeziefer. Schi. gah gah, mäm,
pua ma, maka, mana Auge. Bask. njika Blick, njinjika Aug- mngak, ngak, ngak m * Schmerz von Insektenbissen u. dgl.
apfel. Zum Gefüge des Staunens gehört das Entdecken von Bask. mamo Ungeziefer, Flöhe, papua gaga, mana, im-
Ähnlichkeiten. Esk. -nga-, -naq ähneln, mhd. ain-lich ähnlich, ming Laus, austral. mainga, maianga, ngago Fliege, engl. mange
zulu nga.nga so groß wie, schilhuk na gleich wie. Räude, Krätze, samoj. njenjang, nanga, nanaga, nenka,
c) Furcht, Gruseln. Schi. ah.o.ah, kuaia Furcht, Un- nenanka usw. Mücke, papua kain, nimai Moskito. Ful njaku
ruhe, ämä, mngak, ngak *dasselbe. Altchin. ngak, ags. ange Biene, ful njanga, gr. kna-ein kratzen. Esk., nhdt. na-a, nanana
erschreckt, beunruhigt. Chin. kant. uai Angst, got. wai, lat. Ausruf des Schmerzes.
vae wehe! f} Wärme und Kältegefühl. Schi. mä, mgak,
Furchtvor Raubtieren u. dgl. Papua oa, uaia, mngak, ngak, gak *Freude über die Sonnenwärme. Esk.
altchin. ngak, maschami k.inga.nj Krokodil, altchin. mang manguk mildes Wetter, papua gaiga, make, keke, njie, austral.
Riesenschlange, altägypt. mhn, altind. nagah, papua, papua nja.na, wogul., tscherem. naj, samoj. naja Sonne, sumer. me-
neke, ikak, gaigai, buschm. gai, kaukas. kaj Schlange. Buschm. me Sonne, Sonnengott, lat. mane Sonnenaufgang. Altgr. kai-
nai Löwe, samoj. manje, nordamerik. indian. kagan Wolf ein, maschami aka brennen. Schi. mngak, ngak, ngak m, gäk
(austr. minga, kanau, samoj. kanak Hund!). Buschm. mene * frieren. Papua mana, austral. min Wind, esk. nigek Süd-
Eber, samoj. njeg Adler. wind, sumer. im, altgr. anem-os Wind. Papua ama kalt, esk.
Gruseln vor den eigenen Schlaf- und Wachträumen, qa.nik Schneeflocke, tibet. ka.ng Schnee, Eis, wogul. jank,
die ursprünglich als wirkliche Dinge angesehen werden, lapp. ienk, finn. jää Eis, suaheli nia Regen, tschagatai kaj
gruselndes Sehen von Abwesenden (Fernen und Toten). Schi. Schneegestöber.
äm, ämm, ämä, mgak, ängahm, ngak *Gruseln. Sumer. amam Die Menschenaffen hängen sich bei Kälte etwas über den
Schauder, Schauer, annam.ma Gespenst, samoj. maje, got. oberen Rücken (Blätter, Laub, im Käfig Zeitungen u. dgl.).
ahma Seele, ostjak. mangche Verstorbener, hindustani man, Das ist der Ausgangspunkt für das umgehängte Fell (Feuer-
samoan. a.nga.nga. agaga, Geist, Seele, lat. geni-us Schutzgeist, länder, Buschmänner) und dieses die Vorstufe zu Pelzkragen,
imagin-es Bilder, Truggestalten, man-es Seelen Verstorbener, Umhang, Jacke, Mantel. Vgl. osman., kroat. jaka Kragen,
ir. anim, lat. anim- Seele, samoj. num, nom Gott (vgl. griech. bask. jake Mantel. Esk. manno Pelzkragen, ikkiak Weste.
anem- Wind, samoj. num Luft), samoj. kaga Toter, kaka alte g) Wut. Schi. ngak * wütend auf der eigenen Brust
Leiche. Darüber liegt eine Schicht aus menschlicher Urkultur: trommeln. Altchin. ngak, papua inaga, haussa ga.nga, go.nga
Esk. angakok Schaman, altgr. mag-os Zauberpriester, Medi- Trommel, altgr. agai-omai bin wütend, kak-os böse.
zinmann, Konde (bantu) u-nganga Medizinmann, samoan. h) Behagen am Herumturnen. Schi. m, mm
mana (magische) Macht, Kraft, lit. monai Zauberei. Freude am Klettern, am Schwingen mit dem Seil, Stolz auf
60 XT. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch X. U rschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch 61

die Turnkünste, mgak * dasselbe. Finn. ma schwingende Be- Esk. nigak Vogelschlinge, tschagatai ag Netz. Gr. m.a.nga.n-on

wegungen ausführen, jemand etwas vorgaukeln, kleinruss. Wurfmaschine (die Schwungkraft des Astes ist zwar für Baumaffen eine
Urerfahrung, ich vermute aber als Ursinn das altsteinzeitliche Wurfbrett,
maju hin- und herbewegen, schwingen, ful makka erklettern. Ast), ndd. mhd. mange Korb (Ursinn Nest), Glätt-
entstanden aus dem
i) Neugier. Schi. ngak * Neugier. Altgr. ne-os, kai.n- rolle, Mangel (Ursinn der rollende Baumstamm), gr. mangan-on Achse am
os, nddt. nige, nije, dt.-schweiz. nei neu. Flaschenzug (Eskimoerfindung!), gr. amma Knoten (Anfänge dazu beim
Schi.). Verblaßte Bedeutungen zeigen dor. mach-os Hilfsmittel, ful ma-
k) Freude am Basteln. Schi. gha gha, mm, mä
manjgu Geräte, das wohl mit dor. machana, lat. machina Maschine ent-
Eifer bei der Lösung von technischen Aufgaben, mngak, ngak, fernt verwandt ist.
gak dasselbe. Dt.-schweiz nägge an etwas herumhantieren, Lat. moenia Mauern halte ich für eine Erinnerung an die urmongo-
Altchin. mak planen, gak lernen, studieren, altgr. kam- lischen Bärenaltäre der Altsteinzeit in den Alpen. Vgl. dazu altchin.
durch
nein arbeiten, niederl. keg Keil, bei Kieselstein, papua akak muan Steine schichten, (heilige) Schranke, lat. muni-re aufmauern,
Klopfstein, samoj. njä Kugel, sumer. na Stein, tschagatai kaja eine Mauer befestigen (suaheli aka aus Stein bauen, jenga bauen, ful maha
bauen, eine Mauer errichten). Vielleicht waren diese Altäre die Vorbilder
Fels, altind. kaja, buschm. kai, samoj. ma, makka Hammer. der europäischen Bronzezeit. Wenn man der Sprache
der Steinkisten
Alle diese Worte deuten auf den aufgelesenen Stein, mit dem glauben darf, ist auch das mit Fellen gedeckte Steinhaus der
Eskimos
Nüsse (später Knochen u. a.) aufgeschlagen werden. Vgl. ahd. urmongolisch. Die allgemeine Anlage ist ursprünglich wohl der unge-
der Eisbären *) abgeguckt, die nach einer
gnacken knacken, esk. maki-poq öffnet, tschagatai kak-mak mein zweckmäßige n Schnechöhle
schlagen, klopfen. Zeitungsmeldung der Däne Pedersen neuerdings erforscht hat. Man hat
wohl zunächst einfach die Bärenhöhle benutzt. Dann hat man sie in
Annam. nga.nh Zweig, Ast, esk. ka.nak Zeltpfahl, altchin. Fellen nachgebaut. Sprachliche Beläge sind esk.
Schnee oder Stein und
ka.n Bambusstamm, Pfahl, Griff, sumer. gag Pflock, dt. mund- kagmang (aus gak.m.ngak), poln. kamienica Steinhaus. Vgl. dazu lett.
maja
artl. kak Stock, Pfahl lassen den Ast als Gelegenheitswerk- akmen-s Stein, lith. akmen-ys Gestein, esthn. manu, maja, finn.
Gemach, samoan. ma’a, papua meneng, maori kamaka
zeug, z. B. zum Stochern im Boden bei der Wurzelsuche als Hütte, kammio
Ausgangspunkt vieler Geräte, besonders auch des einst so Stein. Gr. kamin-os Ofen ist wohl daran eine Erinnerung. Der seltsame,
von
in Sibirien höchst zweckvolle lange, schmale und niedrige Eingang,
wichtigen Grabstocks erkennen. Ich schließe hier an livl. ndd. von den Urmongolen übernommen, dürfte tiefe
Eisbären „erfunden“,
eggen den Boden aufreißen. Das mittelsteinzeitliche Grab- Spuren in Kultur und Sprache hinterlassen haben. Ich erinnere an
die
werkzeug war in Nordeuropa die Geweihstange (Funde von Zugänge altägypt. Gräber, an die Ganggräber, aber auch an die langen
Maglemose usw.). Gänge zu den altsteinzeitlichen Kapellen (Jagdzauberstätten) in den
Hand*). Zum Basteln gehört das Gefühl und Bild der Höhlen Frankreichs. Frz. mine unterirdischer Gang (lett. mina Stufe,
paßt ebenfalls hierher), gall. cammin-us Fußpfad, bask. mehaka schmaler
eigenen Hand. Esk. mainak Fingerspitze, ostjak. mun, mune Weg, Durchgang, dt. gang deuten auf dieses Vorbild. Bask. kangey
Finger, duala mune Finger, Zeh, esk. aggak Hand, austral. (Kirche) war wohl ursprünglich das Wort für so ein Heiligtum. In dem
maneni, lat. man-us, papua ime Hand, buschm. kai Finger, mörtellosen Steinschichtenbau sche ich das Vorbild zu den in gleicher Art
Häusern; Gräbern und Kapellen in Griechenland, Unteritalien,
kaukas. ka Hand. gebauten
Frankreich, Irland usw.
Viele Worte für Werkzeuge höherer Art aus dem urmongolischen
Gr. egan-on Herd klingt ebenfalls schimpansisch und urmongolisch.
(altnordasiatischen) Kulturkreise zeigen schimpansische Lautgruppen.
Dieser Menschenaffe hat seine Prüfung auf Gescheitheit offenbar schon Vgl. sumer. ne Kohlenbecken, Herd.
Auf die Entstehung einer Schiffsform aus dem Baumstamm deuten
in uralten Zeiten bestanden.
altind. naga Baum, angelsächs. naca Nachen.
*) Viel Namen für Körperteile tragen die Zeichen schimpansischen
Lautbaus. Die Erlebniszusammenhänge sind mir aber noch nicht klar. Ich ») Vielleicht ist ein Wort wie jurak. mo Bärenlager der Ausgangs-
habe sie vorläufig fortgelassen. punkt der ähnlich beginnenden Worte für Mauer usw. \
63 Xl. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch Xl. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch 63

k)Eiferbeim Nestbau, schlafen. Schi. m Eifer minh, altchin. nai, sumer. nag tränken. Esk. u.ngak, kroat.
beim Nestbau, mä Eifer beim Basteln, mngak, ngak, gak knjak, malai., papua anak, na.u.nga, altchin. ga, samoj. maje,
* Nestbau. Altchin. am Hütte, mak Zelt, samoj. ma Zelt, angelsächs. magn, duala muna Kind. Wogul. mang, man klein,
sumer. am Gemach, altägypt. ime Lager, Laube, Zelt, esk. gaq jung. Altchin. ngai jung, schwach. Sumer. gen, dt. -chen, -gen
Unterbett, mainak Kissen, Wulst, altchin. iin Bambusmatte, klein. Span. mim-ar verzärteln.
ien Sitzmatte, Kissen, ndd., ahd. naj-an, dt.-rhein. naig-en Das Junge krallt sich anfangs mit Händen und Füßen in
nähen (Ursinn Zweige einstecken), altägypt. min, lat. manere, das Fell der Mutter. Die schimpansischen Wörter für Finger,
gr. mimn-ein, men-ein bleiben, gr. nai-ein wohnen, arab. nam, Hand usw. (s. A, k) gehören auch hierher. Vgl. auch altgr.
sumer. na, jap. ne schlafen, lith. mingu einschlafen, annam. nak-os Fell.
ngai Thron. Ahd. agana Spreu. Samoj. a.nga.ng, ags. gani-an
gähnen, esk. nigaq schnarchen. D. Trieb zur Gruppe.
a) Familie, Gruppe (vgl. auch Mutter und Kind).
B. Fortpflanzungstrieb. Schi. mngak, ngak * Liebe zur Gruppe, zur Familie.
Schi. mngak, ngak, gak, uh uh * Liebeswerben. Papua Führer. Awest. nyaka malai. nenek Großvater, altgr.
gagaia Vereinigung, engl. woo (u-u) freien, asächs. minnia anak- Herrscher, altchin. mang Ältester, Häuptling, esk.
Liebe, holl. ga- sich paaren, ful njaka begatten, sumer. ag, ak, manga-pa befiehlt, maschami mangi Häuptling, gr. men-ein
aka lieben, m& zeugen, finn. nai sich verheiraten. Esk. kanak führen, altisl. magn, angelsächs. maegen, althochdt. magan,
männl., inge weibl. Scham, samoj. mane, man männliches, bask. man, manu Macht, samoan. mana Kraft, Macht.
mani, muni weibliches Glied, sumer. na Stele (Ursinn Phallus), Gruppengenosse. Sumer. man Genosse, Bruder,
maschami nka Frau, papua ngaka Mann, Frau, aleut. angag.
got., ags. usw. mannan Mannen, Gefolgsleute, samoj. njeka,
inak Weib, poln. kanak Liebster, armen. kanaikh Gattinnen,
anga ält. Bruder, nja, kai Kamerad, nuba enga Bruder, esk.
altpr. manga Hure, duala munja Ehefrau, austral. mainj, main, najak jüngere Schwester usw. usw.
ags. mon Mann, Weib, sumer. m, papua muana Mann, finn.
Gruppe. Lith. minia, ags. mengu Menge, duala njai Art,
nainen Weibchen, gr. neani-as Jüngling, papua nannana Mäd-
ungar. nyaj Herde.
chen, bask. -nja weiblich, na.na komm her, Weib.
Freundschaft. Annam. ngai dasselbe, lat. am-are
lieben, amic-us Freund.
C. MutterundKind.
Tanzreigen. Chin. hakka nak spielen, treten, nang
Schi. ä ngak awgenommen werden, im mäm Hunger, treten, malai. main spielen, suaheli kanjaga trampeln, altchin.
* Mutterbrust, uhm, äm Furcht vor dem Alleinbleiben, nang Reihe, frz. cancan ausgelassener Tanz.
* Mutterbrust, mä Sehnsucht, ghak Durst (Milch). Trennung von der Gruppe. Ags. ana einsam,
Armen. anjuk, ags. enge eng, dicht, dt.-westfäl. naoge, allein, anga alleinig, einzig, gr. mon-os allein.
esk. ganig- nahe, griech. ana auf. Tibet. ma, sumer. me, ama, WarnrufedesFührers. Schi. khak khak, mngak,
eme, um, ful uma, papua ama Mutter, ahdt. amma, span., ngak * Warnung vor Gefahr. Esk. ingag-pog geht zu weit,
port. ama Amme. Lat. mamma, holl. mam, papua mame, maneq Sumpf, Moor, imnak Klippe, angneq Eisspalte, altchin.
sumer. agan, altchin. nai Frauenbrust, ostjak. äm, finn. ime, ngai Klippe, Rand, chan Abgrund, esk. qaqaq Berg, Felsen,
ungar. em, holl. mamma, maschami o.nga saugen, altägypt. neuhochdt. na! Warnruf.
64 XI. Urschimpansisch, Urmongolisch, Indogermanisch XI. Ein Ausschnitt aus der Weltgeschichte des Tertiärsund der Steinzeit 65

Hilferufe des Einzeltiers. Lith. ka.nka Qual,


tibet. nja.nga.n, gr. ananke, jap. na.ngi, nang, annam. nan XI. Ein Ausschnitt aus der Weltgeschichte
Not, Unglück. Duala manjaka Verlegenheit. Tib. kag-tse des Tertiärs und der Steinzeit
hindern, sumer. geg hindern, wehren, arab. mana hindern.
ı. Bei der Aufhellung des Anteils des Menschenschimpan-
b) Wut, Empörung, Ablehnung, Streit. Schi. sen an der Urgeschichte der Menschheit steht uns zunächst die
mngak ..., ngak Ungeduld, ngak * Wut, mgak Unzufrieden- Alttierkunde mit ihren Knochenfunden bei. Alles, was ich
heit. Altgr. mania Raserei, altchin. mang wild, gewalttätig, übersehe, spricht dafür, daß der schimpansenähnliche Urmensch
esk. kamangnaq Ärger, altfrz. manier mißhandeln, schott.
in der Tat, wie Othenio Abel lehrt, in Zentralasien im Pliozän
mang überwältigen, lat. minari drohen, altchin. gang Ärger, entstanden ist, aber, wie ich eingehend dargelegt habe, durch
chin. canton. ngai cholerisch, altgr. neik-os Kampf, Zank, die Kreuzung von Menschengibbon und Menschenpavian. Das
dt.-schweiz. niegge zanken, altgr. mach-esthai kämpfen, Land in Asien, das die Menschen mit den ältesten — noch
altchin. mak, papua maia, arab. ma, altgr. me, altägypt. m tropische Umwelt verratenden — Überbleibseln der Schim-
nicht, duala m, esk. nagga, nagua, papua naga, angels. na, pansensprache beherbergte, liegt überraschend nahe. Es ist
niederdt. nee nein, buschm. und germ. nachläss. ngng, ahd. die heutige chinesische Provinz Schen-si, das Ausgangsland des
nein, austral. nga.nj nein. chinesischen Reiches. Hier wurde um 600 v. Chr. das Alt-
c) Ungeduld. Schi. mngak Ungeduld, Begierde, ngak chinesische gesprochen, das noch so viele unzweifelhafte Er-
*dasselbe. Esk. m.a.na.ngaq jetzt, bevor es zu spät ist, m.a.ne innerungen an das Urschimpansische enthält. Das Tibetische
hier, m.a.na jetzt, bask. m.inki augenblicklich, samoan. na.nei von heute steht ihm sehr nahe.
bald, demnächst, ags. an.ing sofort, völlig, bestimmt, ind. 2. In weiteren Kreuzungen, die eine neue Steigerung
nun-am, gr. nyn, lat. nunc, altslav. nyne jetzt, ags. m.a.ni.an, seines Wesens brachten, ist der Menschen-Schimpanse, wie die
lat. m.o.ne.re mahnen, altgr. hai.m.on- gierig, chin. hakka Sprachvergleichung ergibt, in die Urmenschen eingegangen.
ngak drängen, jap. negai Wunsch, bask. naia, nai Wille. . Rein rechnerisch waren fünf Kreuzungen möglich:
d) Eitelkeit. Freude an allerlei Behang u. dgl. Schi. A mit dem Urindri
m.ngak, ngak, gak * dasselbe. Idg. Wurzel* mang schöner B » » Menschenpavian
machen, sumer. men Krone, Tiara, mhd. gecke Narr (* Zier- C „» » Menschenschlankaffen
bengel?), sumer. ga-an, ka-an schmücken, ful njaya herum- D ,„ , Menschengibbon
stolzieren, njenje schmücken, ungar. nyak fesch, schneidig. E 3 » Menschenorangutan.

e) Schabernack. gak mngak, ngak m, gak *dasselbe. A—D kann ich sprachlich belegen, von E habe ich einst-
Ags. ga.m.en Spiel, Scherz, schott. gag, geg foppen, zum weilen nur unsichere Spuren. B und C glaube ich auch der
Narren halten, bask. njakako Schabernack, mhd. nhd. neck-en, Körperform nach zu kennen: B halte ich für den Neander-
ful njakanike herausfordern, reizen, mittelir. meng Täu- taler, wie ich schon in meinem ersten Buche aussprach, C für
schung, List/dt.-märk. menkenke dass., suaheli mjanja Lügner, den Urmongolen *).
Schwindler. Bei allen fünf Kreuzungen mußten sich Sprachen ergeben,
die neben Mischformen von Worten auch reine Schimpansen-
f) Lachen. Schi. kah hah lachen, gr. kacha.z-ein lachen.
*) Vielleicht sind auch D und E den Urmongolen sehr ähnlich ge-
wesen. Das müssen weitere Untersuchungen ergeben.
Schwidetzky, Schimpansisch b
66 X. Ein Ausschnitt ausder Weltgeschichte des Tertiärs und der Steinzeit NL. Kin Ausschnitt aus der Weltgeschichte des Tertiärs und der Steinzeit 67

worte enthielten. Man kann also — wenigstens zur Zeit — und dieses Erbe in Jahrtausenden befestigt hatte, so war nur
dem einzelnen schimpansischen Wort in einer Menschen- ein Ausgleich möglich, die Einebnung der Nasenbeine. Die
sprache noch nicht ansehen, durch welche Urmenschenrasse es Ebene ist die größte mögliche Ausdehnung einer gegebenen
dorthin gelangt ist. Das ergibt erst das Gesamtbild der be- Fläche. Die breite und platte Nase der Urmongolen ist das
treffenden Sprache in Verbindung mit Rasse, Kultur und Ergebnis einer bestimmten Ordnung der Erbeinheiten. Wo
Verbreitungsgebiet der ursprünglichen und jetzigen Träger. sie auftritt, kann man sicher sein, auch die schimpansischen
3. Am deutlichsten erkenne ich in der Sprache bisher die Charakterworte zu finden.
Der Schluß vom Fehlen der breiten Plattnase auf das
Urmongolen, also die Urmenschen, die aus einer Kreuzung
Fehlen der schimpansischen Worte ist natürlich unzulässig.
von Menschenschimpansen und Menschenschlankaffen (Blut-
Es gibt ja auch noch andere Kreuzungen mit den Schimpansen.
gruppeB, Nasenschwund, Zungenschnalz) hervorgegangen sind.
Wenndie eozäne VormeerkatzePondaungia der zweiten Stamm- Auch jede Kreuzung des Urmongolen mit anderen Urmenschen
form nahesteht, so würde das Gebiet — Birma — wieder aus- mußte das äußere Bild ändern. Bei natürlich gewachsenen
gezeichnet passen. Es liegt ja unmittelbar neben dem Fund- Sprachen erkennt man unschwer das Zusammenspiel der ewig
gleichen Erbeinheiten auch da, wo die Kreuzungen das körper-
platz der miozänen Schimpansen im Südostwinkel des Hima-
liche Bild der Ureinheiten völlig vermischt haben.
laya, aber auch im Kernland der Blutgruppe B. Pondaungia
hätte auch genügend Zeit gehabt — das Oligozän hindurch Ob die Urmongolen gelb oder schwarz waren, weiße
und noch länger — zur Größe heutiger Schlankaffen aufzu- oder dunkle Augenwinkel hatten, kann ich noch nicht sagen,
steigen. Eine Beschreibung der Körperformen der Urmongolen da ja schon der Schimpanse beide Farben hat. Selbst die
wage ich nicht. Sie waren bestimmt nicht völlig gleichförmig, etwaigen dunklen Rassen mußten im Norden im Laufe der
da ja schon ihr einer Ahn, der Menschenschimpanse, bei seinen Jahrtausende hell, wohl hellgrau, werden.
drei spalterbigen Grundbestandteilen stark wandelbar gewesen 4. Sprachlich sind die Urmongolen besonders an folgender
sein muß. Daß die Urmongolen ein Zwergvolk waren, halte Tatsache erkennbar. Wenn man die altasiatischen und indo-
ich bei der Kleinheit der Schimpansen und dem Einschlag der germanischen Sprachen durcharbeitet, fällt einem immer wie-
noch kleineren Schlankaffen für sicher. Zwerge verschiedener der auf, daß es zu überaus zahlreichen rein schimpansischen
Form, auch nicht negerhafte, haben nach Menghin in Südost- Wörtern Nebenformen gibt, die einen Abkömmling des
asien gelebt. Sie leben noch heute dort. Ich kenne selbst einen Zungenschnalzes oder — bei gewissen afrikanischen Sprachen,
Herrn (einen Hakka), der, wenn man die geistige Verfeinerung besonders dem Buschmännischen — den Zungenschnalz selbst in
hinwegdenkt, ein zwerghafter Urmongole sein könnte (Größe die Lautgruppe eingeschaltet hat. Vgl. z.B. Mann und Mensch,
etwa 1,45 m). Im einzelnen hing das Aussehen von der Wir- mengen und manschen. Es lassen sich dafür Dutzende von
kung der Vererbungsgesetze ab. Bei der Verschiedenartigkeit Beispielen geben. Da der Schimpanse weder einen Zungen-
der Grundbestandteile ergab sich eine große Mannigfaltigkeit schnalz, noch einen Abkömmling — t, s, d, Sf, engl. th —
der “nöglichkeiten. Einige Züge scheinen mir aber doch be- besitzt, muß schon früh eine Kreuzung mit den Trägern des
herrschend gewesen zu sein. Die zweimalige Vertretung der Zungenschnalzes stattgefunden haben. Sie hat die Urmenschen-
Blutgruppe B mit ihrer Neigung zum Nasenschwund mußte form gegeben, die ich den Urmongolen nenne.
eine Verknappu.ıg des Baustoffs für das Nasengerüst ergeben. 5. Meine sprachlich erschlossenen, an den Körperformen
Da der Schimpanse vom Urindri das urtümliche weite Aus- überprüften Urmongolen decken sich offenbar mit den vor-
einanderstehen der Augen (die große Interorbitalbreite) geerbt mongolischen Zwergen Menghins, aus denen er seine Ur-
b*
und der Steinzeit 69
Weltgeschichte des Tertiärs
XII. Ein Ausschnitt aus der
zeit
hichte des Tertiärs und der Stein -
68 XU.Ein Aussch nitt aus der Weltgesc es die altertümlichen Schichten
von diesen Bauten letzten End n
wohl auch den Mongoliden Frankreichs und der britische
sibirier. hervorgehen läßt, stehen bauten Süditaliens, Spaniens, e der Alt ste in-
gs vor dem Schlusse ge- kommt am End
v. Eickstedts nahe. Es muß allerdin Inseln ab? Eine zweite Welle
ongolen etwa in Nordasien ent- tle ren Steinzeit. Reine Ur-
warnt werden, daß die Urm zeit, eine dritte in der mit öme. Vielleicht
tropischen Gebiete ge- in keinem der Str
standen seien. Ihre Wiege hat
im mongolen waren sicher Alpen-
ongolischen Sprache und en Bärenjäger der frühen
standen. Die tiefste Schicht der urm standen ihnen die zwerghaft , allen
südmongolischen Kulturen funde nahe. Allen war die Knochenkultur gemeinsam
Kultur läßt sich daher eher aus eine Kreuzung von
chen. Palmen, Bambus wohl auch das französische
j (jardin),
heraus verstehen als aus nordmongolis dem s des Zungen-
der tiefsten Schicht des kehligem Stimmlaut und
und Krokodil sind die Leitformen kräftigem
in den kleinen schwarz-
Urmongolischen. schnalzes. Nordurmongolen stecken Kelten.
grauhäutigen Einschlägen der
der Urmongolen, der süd- und schlichthaarigen,
6. Die beiden Hauptstämme stecken in den altaischen Völ
kern. Sie
sich sprachlich wohl unter- Nordurmongolen
erer gelangt (Hommel nach
liche und der nördliche, lassen sind mit diesen in die Sum
schimpansische kehlige ng im Anteil des Schimpansischen am
scheiden. Der südliche hat das nicht in allen Worten, Menghin). So darf der starke
Anlaut von ngak beibehalten,
wenn auch rraschen wie die breite Platt-
nördliche hat es fast durchw
eg Sumerischen ebensowenig übe
die von ngak abstammen, der ongolen bei den Sumerern.
südlichen Zweig offenbar die nase des Schimpansen und Urm
beseitigt *). Dabei kam dem Sicher sind mit der „Kultu
r um f“ (Amelia
den persischen Gol
atischen und afrikanischen Ur- schimpansische Worte in die
Durchsetzung mit den südasi ng von Hertz) sumerische und damit
e mußten als Kreuzu die Indogermanenkultur ge-
neandertalern zu Hilfe. Dies Mittelmeer- und von ihr aus in
schenpavianen noch das ur- einen
Menschenschimpansen und Men langt. Die Hunnen müssen
im 4. Jahrhundert n. Chr.
am Ende) haben. desgleichen die mit neueren
pavianische kehlige n (ohne gak weiteren Schub gebracht haben,
einer um 600 n. Chr. und später.
ngen — freiwillig in Mongolen durchsetzten Slawen
7- Nordurmongolen dri Völ ker ge- ebung
willig durch andere schreibe ich die Wiederbel
Zwischeneiszeit oder unfrei Ein sch lag Dem Einfluß der letzteren dun gen (Affri-
vor. Sie bilden einen der urtümlichen Spreng- und
Reibelautverbin
drängt? — nach Nordasien Ur-
und der Ursamojeden. Die katen), vor allem des ts und pf
zu.
der asiatischen Ureskimos Nord-
ache die älteste Schicht der opa einfließenden Nord-
eskimos müssen nach der Spr t — wah rsc hein- 8. Sehr früh müssen die in Eur
Diese Welle roll der Südurmongolen zusammen-
urmongolen gewesen sein. erst unt en im urmongolen mit dem Strom
rika und läuft sich im Deutschen, die finnisch-
lich wiederholt — nach Ame e Wellen nac h gestoßen sein. Es gibt Worte
schlagen mehrer aut haben. Viel-
Feuerland tot. Westwärts t schon in ugrischen entsprechen, aber
sich ein s vorgeb
e sicher erkennbare komm dieses Zusammentreffens.
Süd-
Europa hinüber. Die erst leicht sind sie Denkmäler
rinntin die Alpentäler hinein. alten, die mit den
der älteren Altsteinzeit und sind in den Buschmännern
enth
Nor das ien bilden wohl die Grund- urmongolen
der jüngeren Altsteinzeit nach
Die alten Bärenjäger aus n Afrikanern anderer Art in
Waren sie Ureskimos? Kannte änner leiten aber viele Worte
lage für den Alpenmenschen. n Ste ine n, Europa kommen. Die Buschm
tellosen Bau aus flache ogenem t5, ein. Vielleicht ist
das
schon die Ureskimos den mör der mit ihrem Zungenschnalz, ges
eignet und den Alpenleuten sel davon. Ich nenne als
Beis e
piel
der den heutigen Eskimos k- vorgebaute s ein Überbleib
die Hütten jener und die mer ostjak. tote Stange, a8$-
Altsteinzeit geläufig war, wie en? Sta mme n finn. maka, germ. smak Ges
chmak,
zu zeigen schein peer, ag$. spere Speer. Ich ver
-
würdigen Bärenaltäre dieser studu Plosten, ostjak. parik Eiss
n: ist esk. ngak schr.
*) Eine der seltenen Ausnahme
XIL, Eln Ausschnitt aus der Weltgeschichte des Tertiärs und der Steinzeit 71
70 XII. Ein Ausschnitt aus der Weltgeschichte des Tertiärs und der Steinzeit

mute als Entstehungszeit dieses s-Vorsatzes das Zusammen- (Wortschatz, Töne) sehr erheblich. Der Schwerpunkt liegt bei
treffen der vorgeschichtlichen europäischen, vorher afrika- der Nordrasse offenbar im Schimpansischen, bei der Südform
nischen Buschmann-Kultur mit einer altsibirischen Kultur. Die in der Schlankaffensprache mit ihren Schnalzen. M. E. muß
Beweise für das Einströmen von Buschmännern nach Europa da eine gewisse Rassenauslese durch das Klima stattgefunden
hat Menghin aus Menschen- und Völkerkunde und Vorge- haben. Die Schimpansen sind wesentlich derber und wider-
schichte in überzeugender Fülle zusammengetragen. Ich habe standsfähiger als die zarteren Schlankaffen. Jene treten im
in den Museen von Kopenhagen und Gera Beispiele dieser kalten Norden, diese im heißen Süden mehr hervor.
Kulturkreuzungen eingehend durchgesehen. Ich hoffe noch ı0. Vom Südstrom zweigt ein Arm nach Australien und
den Beweis zu erbringen, daß die germanischen Sprachen einen der Südsee ab, wie die Sprachen ergeben. Besonders die Papuas
nicht kleinen Teil von uralten Buschmannwörtern enthalten. haben noch gut erhaltene Schimpansenworte. Die australischen
Es sind recht häufig gute Bekannte aus dem Urmongolischen Sprachen sind nicht arm daran. Da aber in beiden Fällen auch
Altasiens. Die asiatischen südlichen Urmongolen müssen aus die Urneandertaler in der Bevölkerung stecken, ist noch nicht
ihrem Entstehungsgebiet (Schensi, Hinterindien?) über Süd- sicher zu sagen, ob ein Schimpansenwort durch diese oder die
asien nach Nordafrika, über Spanien nach Europa gekommen Südurmongolen hierhin getragen worden ist. Wohin Malaien
sein. Altchinesen, Tibeter, Annamiten, Malaien, Australier mit gelangten, kamen auch südurmongolische schimpansische Worte.
mongolischem Einschlag gehören zur Südgruppe. Die „Träger“ ı1. Wenn man für die Lebenskreise von den heutigen
der urmongolischen Rasse waren zuletzt die Buschmänner, die Schimpansen und Schlankaffen auf die vormenschlichen Neben-
mit ihrer gelben Haut, ihrer häufigen Kurzköpfigkeit und formen dieser Tiere schließt, so läßt sich in Umrissen die ur-
breiten Plattnase, ihrer Körperkleinheit den Einschlag ur- mongolische Kultur etwa so zeichnen: Vom Schimpansen her
mongolischer Zwerge noch unschwer erkennen lassen. Die stammte der Gebrauch des unbearbeiteten Klopf- und Wurf-
Denkmäler des Durchzugs durch Südasien werden in den dor- steins, der Bambusstange zum Ausstechen von Wurzeln, die
tigen J assen nicht allzu schwer zu finden sein. Ich nenne als Vorliebe für Nüsse und andere Baumfrüchte, für Schößlinge,
Beispiele die z. T. sehr kleinen Siamesen und die merkwürdigen Kräuter und Gräser, für Ratten (vgl. die heutigen Chinesen!),
Kadu im füdlichen Dekkan. Die Andamanesen dürften ver- der Bau eines Nachtlagers. Vom Urindri kam die Neigung für
negerte Urmongolen sein. Im alten Ägypten sind nach Eugen Vogelfang und Eiersuchen. Die Schlankaffen gaben dazu das
Fischer die Buschmänner ein kleiner Einschlag gewesen. Sie Sammeln von Muscheln und Krebsen in seichten Gewässern.
haben auch früh mit Negern zusammengelebt, die denn auch Bambusabschnitte, Eierschalen und Muscheln sind erste Ge-
neben schwarzer Haut, krausem Haar usw. deutlich im Bau fäße, Bambussplitter und scharfe Muscheln, wohl auch Knochen
der Nase urmongolische Merkmale zeigen. Dazu tritt, daß der Beutetiere erste Werkzeuge und Waffen. Der Gebrauch
auch Schnalze und vor allem gut erhaltene uralte Schimpansen- geschieht anfangs nur gelegentlich vom Augenblick und der
worte reichlich vorkommen. Die Zugehörigkeit der Bantu- Lage eingegeben. Längst bekannt sind Schimpansen und
Sprachen zur ugro-altaischen Sprachfamilie haben schon Grun- Schlankaffen die Schnellkraft des Astes, die Verwendbarkeit
zel, van Oordt und Wanger*) an zahlreichen Übereinstim- der Liane, ihr Ton bei natürlicher Spannung, der Lärm des
mungen gezeigt. höhlen Baumes beim Daraufspringen. Man wolle das bei
9. Die Nord- und die Südlinie der Urmongolen unter- Brehm nachlesen. Von da bis zum Bogen als Jagdgerät, zum
scheiden sich sprachlich trotz vielfacher Übereinstimmungen gezupften Musikbogen, zur einfachen Schlinge und zur rohen
Baumtrommel ist nur ein kleiner Schritt. Alles in allem, man
*) Angeführt nach Wanger.
72 XII. Ein Ausschnitt ausder Weltgeschichtedes Tertiärs und der Steinzeit
XII. Ein Ausschnitt aus der Weltgeschichte des Tertiärsundder Steinzeit 73

erkennt unschwer die Vorstufe zu einem Jäger-, Fischer- und


scheit, scheint mir dringend verdächtig zu einem ganz frühen
Sammlervolk von großer Vielseitigkeit der Anlagen. Wenn Vorstoß von Urmongolen nach Europa zu gehören.
die Häufung der Lebenskreise mit einem so besinnlichen, auch
verhältnismäßig schwierige technische Aufgaben lösenden 13. So reizvoll es wäre, darzulegen, wie die sachliche
Wesen wie dem Schimpansen zusammentraf, erscheint der Änderung sich im Laut- und Bedeutungswandel spiegelt, so
Schritt zum urtümlichen Menschen hin nicht mehr allzu groß. ist das heute noch nicht möglich. Jedes Stück bedarf einer
Vergleichung der Aussagen der Sprachen, der Lebens- und
ı2. Die nördlichen Urmongolen haben ihr Geschick in Kulturkreise, der Rassen in Gegenwart und Vergangenheit.
der Überwindung der vielen Schwierigkeiten einer neuen Um-
welt glänzend gezeigt. Die fehlende Bambusstange wurde 14. Wenn das Indogermanische so viele Schimpansen-
durch Geweih- und Knochenstücke ersetzt. Aus dem Schim- wörter aus urmongolischen Sprachen zeigt — und ich brachte
pansennest war im Süden die Matte und das Kissen geworden. nur eine kleine Auslese aus meinen Funden, die sicher nicht
Hier trat das Tierfell an seine Stelle (XI, 4, A, k). Man nahm vollständig sind —, so zeigt das einer Indogermanistik, die sich
den Eisbären ihre wunderbar zweckmäßigen Schneehöhlen mit von der überlieferten Enge des Raumes und der Zeit löst,
dem langen, tief gelegenen Gang (Pedersen) weg und formte neue ungeheure Aufgaben. Ganze Forschergeschlechter werden
sie später in Schnee und dann in einfachen Schichtenbauten das Gewebe der europäischen Sprachen im Geiste aufzulösen
nach. Der Schimpanse legt sich, wenn er friert, Laub u. dgl. haben in die tausend bunten Fäden der Sprachen der voran-
auf den Nacken und die Schultern. Der Urmongole des Nor- gegangenen Halbkultur- und Naturvölker und zuletzt der
dens nahm das Fell und schuf zuerst Kragen Tierahnen. Neandertaler, Ursibirier, Buschmänner, Neger,
und Umhang Berber, Hamiten usw. haben an unserer Rasse, unserer Sprache,
(XI, 4, Af.). Die Liane wurde durch die Tiersehne und den
unserer Kultur, unserem Glauben und Aberglauben mitge-
Lederstreifen ersetzt. Tierfelle und Birkenrinde gaben den
arbeitet. Deutschland war ja, als das große Eis schmolz, das
Zelten besseren Schutz als Palmenblätter. Aus der Rentier-
verfolgung wurde die Rentierhaltung. Man „zähmte“ den große Sammel-, Jagd- und Fischrevier, in das von Osten und
Wolf (vgl. die sprachl. Belege unter A, b [Wild] u. c. in Ab- Süden die Völker einströmten. In den engen Trichter der
jütischen Halbinsel wurden die Rassen Asiens und. Afrikas ge-
schnitt XI). Die Zeltstangen und die Habe wurden den Hun-
preßt. Ihre vereinigten und durch die Verschmelzung gesteiger-
den und Rentieren angehängt. Daraus entstand der Schlitten
uswi Kurz, aus den Lebenskreisen der Tierahnen wuchs un- ten Fähigkeiten schufen die Vorgermanen, die nichts anderes
merklich die urtümliche Kultur heraus. als die Indogermanen sind. Wenn wir stolz sind auf deren
Leistungen, so sollten wir dankbar auch der Urmongolen ge-
Ein Beispiel für viele mag die einzelnen Schritte klar- denken, die an unseren Körpern und Kulturen mitgearbeitet
machen. Schon der Pavian, der Zwiebelfresser, rupft Wurzeln haben.
aus der Erde. Der Schimpanse, der Mischling von Urpavian
und Gibbon, benutzt dazu nach Wolfgang Köhlers Versuchen
gelegentlich den Stock. Der Nordurmongole nimmt ein ein-
oder zweispitziges Geweihstück. Jenes wird über das breite
Knochengrabscheit allmählich zum Spaten, dieses zu der merk-
würdigen zweizinkigen Grabgabel der Basken. Der Mensch
von Piltdown mit seinem Schimpansenunterkiefer und seiner
gewölbten Stirn, vor allem aber mit seinem knöchernen Grab-
74 Schriftenverzeichnis Schriftenverzeichnis 75

Zukowski, Ludwig: Der Drill (Der Mandrill) von Fernando Po. Archiv
f. Naturgesch. 88. Jahrg. 1922. Abt. A, 3. H., $. 184—192, und
Schriftenverzeichnis 91, Jahrg. 1925. Abt. A, 5. H., $. 132— 136.

1. Erdgeschichte. 3. Anthropologie und Paläanthropologie.


Krenkel, Erich: Geologie Afrikas. Berlin: Borntraeger. 1925 und 1928,
Abel, Othenio: Die Stellung des Menschen, s. u. ı.
Lautensack, Hermann: Allgemeine Geographie. Gotha: Perthes (1926).
Arldt, Theodor: Die Stammesgeschichte der Primaten u. d. Entwicklung
Pfeffer, Georg: Über die Zeit der Abtrennung Madagaskars vom äthio- der Menschenrassen. Berlin: Hirschwald. 1915.
pischen Festlande. Festschrift für Ludwig Plate. Jena: Fischer. 1932.
Birkner, Ferdinand: Die Rassen u. Völker der Menschheit. Berlin-
S. So ff. München-Wien: Allg. Verlags-Ges. 1913.
— Die Frage der Grenzbestimmung zwischen Kreide und Tertiär in z00- Bolk,L.: Das Problem der Menschwerdung. Jena: Gustav Fischer. 1926.
geographischer Betrachtung. Jena: Fischer. 1927. Boule, Marcelin: Les hommes fossiles, 2. A. Paris: Masson. 1923.
Wegener, Alfred: Die Entstehung der Kontinente und Ozeane. 4. Aull. v.
Crookshank, F. G.: Der Mongole in unserer Mitte. Übersetzt
Braunschweig: Vieweg. 1929. E. Kurz. München: Drei Masken-Verlag. 1928.
Wegener, A, Koßmat, F, Penk, A, Schweydar, W., und Gliederung der
Eickstedt, E. v.: Gedanken über Entwicklung und
Penck, W.: Diskussion über die Hypothese der Kontinentalver- Menschheit. Mitt. Anthr. Ges. Wien XV, 1925.
schiebungen. Zeitschr. der Ges. für Erdkunde zu Berlin. 1921. S. 89 ff. — Rassenkunde u. Rassengeschichte der Menschheit. Stuttgart: Enke.

4
1932. (Nur aus der Voranzeige bekannt.)
Fischer, Eugen, u, Gustav Schwalbe: Anthropologie. Leipzig-Berlin:
2. Zoologie und Paläozoologie.
Teubner. 1923.
Abel, Othenio: Lebensbilder aus der Tierwelt der Vorzeit. 2. Aufl. Friedenthal, H.: Die modernen Anschauungen über d, Abstammung
Jena: Fischer. 1921. des Menschengeschlechts. Sitzungsberichte der Gesellschaft natur-
— Die vorzeitlichen Säugetiere. Jena: Fischer. 1914. forschender Freunde vom ı0. II. 1931. Berlin.
— Die Abschnitte über die fossilen Primaten bei Weber, Säugetiere (s. d.). — Die Sonderstellung des Menschen in der Natur. Mensch und Affe.
— Die Stellung des Menschen im Rahmen der Wirbeltiere. Jena: Fischer. Berlin: Ullstein.
1931.. Günther, Hans F, K.: Rassenkunde des deutschen Volkes. 14. A.
Brandes, G.: Das Heranwachsen des Schimpansen. Der Zoolog. Garten, München: Lehmann. 1930.
Bd. IV, 1931, H. 3—;. — Kleine Rassenkunde Europas. 3. A. Ebenda. 1929.
Heck, Ludwig: Herren- oder Hochtiere (Primates). In Brehm’s Tier- Hilzheimer, Max: Die Stammesgeschichte des Menschen. Leipzig:
leben, 4. Aufl., Bd. 13, S. 380 ff. Quelle & Meyer. 1926.
Heck, H.: Der unbekannte neue Menschenaffe. Das Tier und wir. Horst, Maurus: Die natürlichen Grundstämme der Menschheit, Bei-
1931. H. 7. träge zur Rassenkunde. 1913. H. ı2.
Schneider, Karl Max: Ein weiterer junger brauner Schimpanse. Der Hrdlitka, A.: The skeletal remains of early man. Washington. 1930.
Zool. Garten, Bd. ıı1, H. 5/6, 1928, $. 182. Keith, A.: The antiquity of man. 2. A. London, 1925.
Selenka, Emil: Menschenaffen. Wiesbaden: Kreidel. 1899. Killermann, Seb.: Urgeschichte und Rassen-Kunde des Menschen.
Sonntag, Charles F.: The morphology and evolution of the apes and Regensburg: Manz. 1931.
man. London: John Bale, Sons & Danielsson. 1924. Klaatsch, H., u. Heilborn: Der Werdegang der Menschheit und
Stromer v. Reichenbach, Ernst Freiherr: Lehrbuch der Palaco- die Entstehung der Kultur. Berlin. 1920.
zoologie, 2. Teil: Wirbeltiere,. Leipzig-Berlin: Teubner. 1912. Kleinschmidt, O.: Der Urmensch. 2. A. Leipzig: Quelle & Meyer.
Weber, Max: Die Säugetiere. 2. Aufl. Jena: Fischer. 1928. 1931.
Yerkes, Robert M. and Ada W.: The great apes. New Haven: Yale — Berajah, Zoographia infinita. Realgattung Homo Sapiens (L.). Eine
Univ. Press. 1929. naturgeschichtl. Monographie des Menschen. Halle a. S.: Gebauer-
Zittel, Karl A, von (Broili, Schlosser): Grundzüge der Paläontologie Schwetschke. 1922.
(Paläozoologie). II. Abt. Vertebrata. 4. Aufl. München-Berlin: Olden- Kruse, Walter: Die Deutschen und die Nachbarvölker. Leipzig: Thieme.
bourg, 1923. 1929.
76 Schriftenverzeichnis Schriftenverzeichnis 77

Martin, Rudolf: Lehrbuch der Anthropologie. 2. A. Jena: Fischer. 19:8. $nyder, L. H.: Blood grouping and its practical applications. ‘Arch. of
Maurer, F.: Der Mensch u. seine Ahnen. Berlin: Ullstein. 1928. Path. and Laborat. Medicine, August 1927, Bd. 4, S. 25. Angeführt
Melchers, F.: Zur Naturgeschichte der Menschenrassen. Polit.-anthrop, nach Reche. S. d.
Revue. IX. Jahrg. Nr. ıo. Jan. ıgır. Steffan, P.: Handbuch der Blutgruppenkunde. München: Lehmann.
Menghin, Oswald: Weltgeschichte der Steinzeit. Wien: Schroll. 1931. 1932.
Obermaier, H.: Der Mensch der Vorzeit. Berlin-München-Wien: Steffan, Paul, u, Siegmund Wellisch: Die geogr. Verbreitung der
Allg. Verlags-Ges. 1912. Blutgruppen. (3. Folge.) Zeitschr. f. Rassenphysiologie, 2, Bd., 3. H.,
Peake, Harold, a. Fleure, Herbert John: Apes and men. Oxford: $. 114.
Clarendon Press. 1927. Weinert, Hans: Blutgruppenuntersuchungen an Menschenaffen und
Saller, Karl: Leitfaden der Anthropologie. Berlin: Springer. 1930. ihre stammesgeschichtliche Bewertung. Zeitschr. f. Rassenphysiologie,
— Die Entstehung der „Nordischen Rasse“, Zeitschr. f. Anatomie u. 4. Bd., ı. H., S. zo.
Entwicklungsgeschichte. 1927, H. 4.
Scheidt, Walter: Allg. Rassenkunde. München: Lehmann. 1925.
Schindewolf, O. H.: Das Problem der Menschwerdung, ein palac- $. Vererbungslehre.
ontologischer Versuch. Jahrb. der Preuß. Geol. Landesanstalt, Bd. 49.
Baur, Fischer, Lenz: Menschl. Erblichkeitslehre u, Rassenhygiene.
1928.
3. A. München: Lehmann. 1930.
Smith, G. Elliot: The evolution of man. 2. A. London. 1927.
Federley, Harry: Die Bedeutung der Kreuzung f. d. Evolution. Plate-
Weinert, Hans: Die Ausbildung der Stirnhöhlen als stammesgeschicht-
Festschrift, 1932, S. 364 ff.
liches Merkmal. Zeitschr. f. Morphologie u. Anthropologie. 1925.
Goldschmidt, Richard: Einf. i. d. Vererbungswissenschaft. Leipzig-
— Die Ein- oder Vielstämmigkeit des Menschengeschlechts. Eine Grund-
lage für die Rassenentstehung. Mediz. Welt, ı, Jahrg., 1927, Nr. 16. Berlin: Engelmann. 1928.
— Menschen der Vorzeit. Stuttgart: Enke. 1931. Meisenheimer, Johannes: Vererbungslehre ... Jena: Fischer. 1925.
— Die fossilen Menschenreste, In: Wiegers Diluviale Vorgeschichte (s. Panconcelli-Calzia, G.: Experimentelle Phonetik und menschl.
Gruppe 8). Erblehre. Vox, Jahrg. ı7, H. 3, August 1931, $. 107— 108.
— Ursprung der Menschheit. Stuttgart: Enke. 1932. (Umfangreiches Saller: Einführung in die menschl. Erblichkeitsichre und Eugenik.
Schriftenverzeichnis.) Berlin: Springer. 1932.
— Das heutige „missing link“. Plate-Festschrift. 1932. $. 245—259.
Westenhöfer, Max: Der Mensch die älteste Säugetierform. Tagg.
der Anthr. Ges. Salzburg 1926. 6. Vergleichende Anatomie und Physiologie.
— Über die Klettermethoden der Naturvölker... Archiv f. Frauenkd. Gegenbaur, Karl: Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere. Bd. 1—2.
u. Konstitutionsf. Bd. 13. 1927. Leipzig: Engelmann. 1898— 1901. \
Weidenreich, Fr.: Der Menschenfuß. Zeitschr. f. Morph. u. Anthr. Ihle, I. E. W., u. a.: Vergleichende Anatomie der Wirbeltiere. Berlin:
Bd. 22. 1921/22.
Springer. 1927.
Werth, E.: Der fossile Mensch. Berlin: Borntraeger 1928. Plate, Ludwig: Allg. Zoologie und Abstammungslehre, Jena: Fischer.
Wilder, Harris Hawthorne: The Pedigree of Human Race. London-
1922 U. 1924.
Calcutta-Sydney: Harrap.
Wiedersheim, Robert: Vergleichende Anatomie d. Wirbeltiere. Jena:
4. Rassenphysiologie. Fischer. 1909.
Winterstein, Hans: Handbuch der vergleichenden Physiologie.
Landsteiner, K, v. Miller, C, Philip J.: Serological observations
on the relationship of the bloods of man a. the anthrop. apes.
Science, Bd. 61, $. 492—93. Bernstein, Heschel: Über das Stimmorgan der Primaten. Abh. der
Dieselben: Serological Studies on the blood of the Primates, Journ. Senckenbergischen Naturforschenden Gesellschaft, Bd. 38, 1923, H. ı.
of. exper. med., Bd. 42, 1925, $. 841—863. Brandes, Rudolf: Über den Kehlkopf des Orang-Utan. Morphol.
Reche, Otto: Blutgruppenforschung u. Anthropologie. Volk u. Rasse, Jahrb. Bd. 69, H. ı—2, 1931, $. ı—61. (Umfangreiches Schriften-
3. Jahrg,, H. ı. verzeichnis.)
78 Schriftenverzeichnis Schriftenverzeichnis 7

Ne&mai, Josef: Das Stimmorgan der Primaten. Anatom, Hefte, H. 178 Kaffka, Gustav: Handbuch der vergleichenden Psychologie. München:
(59. Bd.), 1920. Reinhardt. 1922.
— Das Stimmorgan des Hylobates. Zeitschr. f. Anat. u. Entwicklungs- Kochler, Wolfgang: Intelligenzprüfungen an Menschenaffen. Berlin:
gesch., 81. Bd., H. 5/6, 1926. Springer. 1921.
— u. Georg Kelemen: Das Stimmorgan des Orang-Utan. Zeitschr.
— The mentality of apes. London: Kegan Paul, Trench, Trubner & Co.
f. Anat. u. Entwicklungsgesch. 88. Bd. 5. u. 6. H.
Krueger, Felix: Die Entwicklungspsychologie. Leipzig: Engelmann. 19135.
Rückert, J.: Der Pharynx als Sprach- u. Schluckapparat. München:
— (Hrsg): Komplexqualitäten, Gestalten und Gefühle. München: Beck.
Riedel, 1882.
1926.
Sonntag: Charles F.: The tongues of the Simiidac, Proc. Zoological
— Das Wesen der Gefühle, Leipzig: Akad. Verlagsges. 1928.
Society London 1921 pp. 1—29.
Levy-Bruhl: Das Denken der Naturvölker ... Hrsg. von Wilhelm
— On the anatomy of the tongues of the Mammalia. Ebenda. 1923.
Jerusalem. Wien-Leipzig: Braumüller. 1921.
— The morphology and evolution of the apes and man. London: Bale,
— Die Seele der Primitiven. Wien-Leipzig: Braumüller. 1929.
Sons & Danielsson. 1924.
Weinert, Hans: Unterhaltung mit Menschenaffen. Berliner Lokal-
anzeiger 9. 10. 1932.
7. Psychologie. Soziologie. Werner, Heinz: Einführung in die Entwicklungspsychologie. Leipzig:
Allesch, G. J. von: Bericht über die drei ersten Lebensmonate eines Barth. 1926.
Schimpansen. Sitzungsber. der Preuß, Akad. d. Wissenschaften, 1921. Yerkes, R. M., a. Ada W.: The great apes. $. u. ı.
XXXIX. — Almost human. New York: Century. 1925.
Alverdes, Friedrich: Tiersoziologie. Leipzig: Hirschfeld. 1925. Zuckerman, $.: The social life of monkeys and apes. London: Kegan
— Die Tierpsychologie in ihren Bezichungen zur Psychologie des Men- Paul, Trench, Trubner & Co. 1932.
schen. Ebenda. 1931.
Dittrich, Ottmar: Grundzüge der Sprachpsychologie. Halle: Niemeyer. 8. Vorgeschichte. Völkerkunde.
1903/4.
Amundsen, Roald: Eskimoleben. (Auszug aus: Die Nordwestpassage ...
— Die Probleme der Sprachpsychologie. Leipzig: Quelle & Meyer. 1913. Übers. v. Pauline Klaiber. München: Langen.) Köln a. Rhein: Schaf-
— Die Sprache als psycho-physiologishe Funktion. In Fröschels: stein. (1913.)
Psychologie der Sprache. S. d.
Buschan, Georg: Illustrierte Völkerkunde. Stuttgart: Strecker &
Beck, Ernst H. F.: Die Impersonalien in sprachgesch., log. u. linguist. Schroeder. 1922 ff.
Hinsicht. Leipzig: Quelle & Meyer. 1922.
Driesch, Hans: Grundprobleme Donner, Kai: Bei den Samojeden in Sibirien. Stuttgart: Strecker &
der Psychologie, Leipzig: Reinecke.
Schroeder. 1926.
1926.
Ebert, Max: Reallexikon der Vorgeschichte. Berlin: De Gruyter. 1924 ff.
Freud, Sigmund: Vorlesungen zur Einführung in die Psychoanalyse.
Franz, Leonhard: Vorgesch. Leben in den Alpen. Wien: Schroll. 1929.
5. A. Leipzig-Wien: Heller. 1927.
Frazer, J. G.: Der goldene Bogen.
Fröschels, Emil: Psychologie der Sprache. Wien: Deuticke. 1925.
Heilborn, Adolf: Allg. Völkerkunde. Leipzig-Berlin: Teubner. 1915.
Furukawa, Takeji: A study of temperament and bloodgroups. Journ.
Kohn, Albin, u. Andree, Richard: Sibirien und das Amurgebiet.
of Social Psychology, Vol. I, Nr. 4, Nov. 1930, $. 494—509.
2. A. Leipzig: Spamer. 1876.
Hempelmann, Friedrich: Tierpsychologie. Leipzig: Akadem, Ver- Mac Curdie, George Grant: Human Origin, New York-London:
lagsges. 1926.
Appleton. 1924.
Hermann, Imre: Zur Psychologie der Schimpansen. Internationale Menghin, Oswald: Weltgeschichte der Steinzeit. Wien: Schroll. 1931.
Zeitschr. f. Psychoanalyse, IX (1923). Nansen, Fridtjof: Eskimoleben. Übers. v. M. Langfeldt. Leipzig-Berlin:
Jaensch, E. R.: Eidetic Imagery ... London: Kegan Paul, Trench, Georg Heinrich Meyer. 1903.
Trubner & Co. Passarge, $.: Die Buschmänner der Kalahari. Berlin: Reimer, 1907.
— Über den Aufbau der Wahrnehmungswelt u. die Grundlagen der Thurnwald, Richard: Repräsentative Lebensbilder von Naturvölkern.
menschl. Erkenntnis, Leipzig: Barth. 1927. Berlin-Leipzig: De Gruyter. 1931. (Eskimosteinhaus $, 37.)
80 | |
si
fi Schr ift enver zeichnis

Schwantes, Gustav: Nordisches Paläpolithikum und Mesolithikum. e. n». .



atter

ur
T erc sprechen? Monatsb
Ludwi ’ Können
Festschr, zum sojähr. zZ u k OWS k Y;>
1927.
Bestehen des Hamburg. i ei :r D.P.H. Febr.-H.
kunde. Hamburg Museums für Völker- e,
1928, S, 158 ff, res
Weule, Karl: Leitfaden der Völkerkunde,
Leipzig- Wien: Bibliogr. 10. Pathologie der Menschensprache. et
1912. Inst,
Wiegers, Fritz: Diluviale Emil: Lehrbuch der Sprachheilkunde. (Logopaedie.
Vor geschichte des Men chels,
Fröschels, Emil:
sart: Enke. 1928, schen. 1. Bd. Stutt-
Fischer
en . 1924-
Ba
ma a ee Sprachheilkunde. 3. Aufl. enin: u
gen der Sprach e. 4. e
anl Adolf: E Die Störun
Kußmaul,
Eakm
9. Tiersprache, Kindersprach i
e, mann. Leipzig: Vogel. ıgıo, Berlin:
Boutan,L.:Le pseudo
-language, Lieb mann , Alber t: Vorlesungen ü ber Sprachstörungen. 1.10.
Obs
ervations effectugs sur un anthro- Coblentz. 1989 Zu en
poide: Le Gibbon (Hylobate — 1917.
s Leucogenys-O N sdelsenan. M X un Stimmheil-
Linneenne de Bordeaux. gilby). Actes d, |, Societe buch der Sprach- und
Tome LXVIL ıer
Franke, Carl: Die
mutmaßliche $ Nießl von Maye dorf, Brsiar Bd
Halle: Buchh. des Waisen prache des Eiszeitmenschen. 2. A. endorf,f, Erwin: Kritische Studien zur Methodik
hauses, i ae
nissen der Kindersprachfor ai
schung.) aphatischen
Furness, William H.:
Obser vations on the Men er Adolf v.: Die Entwicklung der Spr ache und
and Orang IN ity of Chimpann
talG Edelm ann. 1915
utans. Proc, of the Am. Phil nzees na heäkuegen: Leipzig:
j
.

Nr. 3, S. 281, os. Soc. Vol. LY, 1916


,
Garner, Richard Lyn
ch: Die Sprache der
v. William Marshall, Dre Affen, Aus d, Engl. über ır. Menschen-Phonetik.
sden: Hans Schultze. s.
— Gorillas and Chimpanzees. 1905. Bremer, ©.: Deutsche Phonetik. 1893.
London: Osgood, Me Ilvaine der Phonetik. Heidelberg:
Heck, Lutz: Schrei der & Co. 1896 h Forchhammer, ö n: : Die Grundlage
Jörge
Steppe. München: Knorr
lage: Schallplatte, darauf & Hirth (1932). [Bei-
Mantelpavian-Stimmen.]
een : Physiologie der Stimme i und Sprache. °. Br Braun-
Schwidetzk Y» Georg: En
Gutz |
mann ,
Sprechen Sie Schimpansisc 4
Tier- u. Ursprachenlchre, h? Einführung in die ig: Vieweg. 1909.
Leipzig: Deutsche Gesellsc ch der Phonet ik. 3. Au Leipzig-Berlin:
Ursprachenforschung. (Aus haft für Tier- u. J espFri 5 Otto: Lehrbu
lieferung Lühe & Co., Leip
— Do you speak chimpa zig C 1.) 1931. Teubner. 1920. . BR
nzee? An introduction
speech of animals and of to the study of the Panconcelli-Calzia, Giulio: Experimentelle Phonetik. Berlin-
primitive men. London:
& Sons. 1932. George Routledge Leipzig: De Gruyter. 1921.
wissenschaft.
— Schimpansisch, Urmong en Phonetik in ihrer Anwendung auf die Sprach
olisch, Indogermanisch. . Aufl, Leipei gBerlln
Verlag. 1932. Leipzig: Deutscher Aufl. Berlin: De Gruyter. 1924.
— Eine neue Theorie über Paul: ; Petite phondtique compar ee. 3.
F "assy,
=


die Uranfänge der Sprache.
Jahrb. des städt. Mus. f. Vortrag, referiert
Völkerkunde zu Leipzig. Ben
i g-Berl
Leipzi in: ner
Teubne r. 1922.
S. 107—110, Bd. $, 1918—21, i re ise: Lautbildungskunde.
alten DIE rachlaut und Schrift. DENE 1s0r.
— Sprache als Lebenserscheinu
ng. Vortrag, referiert Klin se,
schrift, 6. Jahrg, 1927, S. ische Wochen- an Ei d: Grundzüge der Phonetik. Br Aufl.
764. 2. Aufl.
— Säugetiersprachen und Spra li n.
Sütterlin, Di
L.: Diei Lehre von der Lautbildung.
chursprung. Vortrag,
Säugetierkde., Bd. 2, H.
ı, S. 7.
referiert Zeitschr. f. Quelle & Meyer. 1916. 9 3
192
R €c islan d. .
Stern, Clara u. William: Die W ” E lemente d er I honetik u 7. Au f l L € ipzig:
Kindersprache. 3. Aufl. Leipzig: V :
ıetor 3
Volz, Wilhelm: Tiger, hilf mir! Von Tier- Barth. 1922.
und Menschensecelen.
Breslau: Hirt, 1924 (Gibbonsprache). 12. Wörterbücher von Menschensprachen.
Weinert, Hans: S. u. Gruppe 7.
m

Yerkes, Robert M., and Learned, und Hermann Grap o“ : Ägyp tisches
Blanche W.: Chimpanzee ee enx mann
gence and its vocal expressi intelli- & Reichard. 1921.
ons, Baltimore: Williams & Wilkins. 1925. u an e
e ie Berlin: Reutber
Schwidetzky, Schimpansisch
-

EEE
83 Schriftenverzeichnis
Schriftenverzeichnis 53
Altgriechisch: Boisacg, Emile: Dictionnaire Etmymologique
Langue Grecque. de la Deutsch-siebenbürg.: Schullerus, Adolf: Siebenbürgisch-sächsisches
2. Edition. Heidelberg: C, Winter.
€. Klincksieck. 1923. Paris: Wörterbuch. Berlin-Leipzig: De Gruyter. ee re.
1923.
Angelsächsisch: Sweet, Henry: Deutsch-westfäl.: W oeste, Fr.: Wörterbuch der westfäl. Mundar g W
The student’s dictionary of Anglo-
Saxon. Oxford: Clarendon Press. 1897. Erich Nörrenberg. 1930.
Annamitisch: Dirr, A.: Theor.-prakt. Grammati Dash: Dinceladker, E.: Wörterbuch der Duala-Sprache. Hamburg
k der Annamitischen
Sprache. Wien-Pest-Leipzig: Hartleben.
Arabisch: Wahrmund, Adolf: Handwörterbuch _ ee Carl: Die Sprache der Duala in Kamerun. Berlin: Reimer.
und deutschen Sprache. Gieß der neu-arabischen
en: Ricker, 1898.
Australisch; Schmidt, W.: Die Gliederung der Englisch: Holthaus en, en re euch der eng-
Wien: Mechitharisten-Buchdruck australischen Sprachen.
erei. 1919.
Bantu: Meinhof, Carl: Grun _ ee ih non Tag Dictionary on historical principles.
driß einer Lautlehre der Bant
Berlin: Reimer. 1910. usprachen.
— Oordt, J. F. van: The _ Ehe Ei a W.: A concise etymological dictionary of the english
origin of the Bantu. Cape
(angeführt nach Wanger Town. 1907
s. Zulu).
— v.d. Velden, Fr.: Die Zuge ee 2a ne ende des Cumberland-Sundes.
hörigkeit der Bantusprachen
sprache der alten Welt. Bonn zur Ur-
: Carl Georgi. 1914.
Baskisch: Azkuc, R. M. de: sun Erima un, Fir Beim, Wären, gesamm. v. d.
Diccionario Vasco-Espanol-Fr
Buschmännisch: ances. 1905.
Bleek, D.
Comparative E.:
vocabularies of Bushman
Languages. Cambridge: University Press. _ a Willem Ob. d. Verwandtschaft des Yumasprachstammes
1929.
Passarge s. unter Gr. 8, mit der Sprache der Aleuten und der Eskimostämme. Zeitschr. für
Chinesisch: Karlgren, Bern
hard: Analytic Dictionary of
Sino-Japanese. Paris: Paul Geut Chinese and
hner. 1923. _
en nn ne x Ba er of the West Greenland
Chinesisch-hakka: Vömel, Johann i : . 1927.
Heinrich: Der
adialekt ..... Hakk
Lpz. Diss. Leiden: Brill. 1914. ze en 2 te Wörterbuch. 3. Ab-
Dänisch: Falk u. Torp: Norweg.-dänische
s etymolog. Wörterbuch.
Heidelberg: Winter (German. ie u. len ent Wörterbuch. Porvoo:
Bibliothek, Reihe IV, T. ı).
Deutsch: Grimm, J. und W.: Söderström. (1925.) .
Deutsches Wörterbuch. Leipzig.
— Heyne, M.: 1854 ff. raaBch Körting, Gustav: Etym. Wörterbuch der franz. Sprache
Deutsches Wörterbuch. 2. Aufl. Leipzig: Hirzel.
1905—06. born: Ferd. Schönnigh. 1908. os
— Kluge, Friedrich: Etymologisch ih Klingenhaben, August: Die Laute des Ful. Berlin: Reimer.
es Wörterbuch der deutschen Sprac
ı1. Aufl. Berlin-Lpz.: de Gruy he.
ter. 1930,
— Paul, Hermann: Deutsches Wer termann, Dietrih: Handbuch der Fulsprache. Berlin:
Wörterbuch. 2. Aufl. Halle: Niem
1908, eyer. Reimer. 1909. . .
— Pinloche, Auguste: Etym Gotischt Feist, Sigmund: Etymologisches Wörterbuch der Gotischen
olog. Wörterbuch der dt. Sprac
— Weigand, F. L. R.: he. 1931.
Deutsches Wörterbuch. Sprache. 2. A. Halle: Max Niemeyer. 1923. .
5. Aufl. Gießen:
Töpelmann, 1909. Hamitisch: Meinhof, Carl: Die Sprachen der Hamiten. Hamburg
Deutsch-bair.: Schmeller, J. Andreas: . Friederichsen & Co. 1912. a
Bayrisches Wört
erbuch. 2. Aufl.
Bearb. von G. Karl Frommann Kaamaı Ma rr&, Ernst C.: Die Sprache der Haussa. Wien, Pest, Leipzig
. München: Oldenburg. 1872.
Deutsch, mittelhochdt.: Lexer, . tleben.
M.: Mittelhochdeutsches Taschenw
Buch. 19. Aufl. Leipizg: Hirze örter-
l, Fosre rmann, Diedrich: Die Sprache der Haussa in Zentralafrika.
Deutsch-rhein.: Müller, Josef Berlin: Reimer. ıgı1. . nu
: Rheinisches Wörterbuch. Bonn
1928. : Klopp.
Hindustani: Seidel, A.: Theor.-prakt, Grammatik der H.-Sprache
Deutsch-schweiz.: Schweizerisches Idiotikon. i Leipzig: Hartleben. .
Wörterbuch der schweizer-
deutschen Sprache. Frauenfeld: bier Schelfong, 0. Die Jäbim-Sprache der Finschhafener Gegend.
T. Huber 1881 ff.
Leipzig: Wilhelm Friedrich. 1890. gr
Schriftenverzeichnis s5
84 Schriftenverzeichnis

Japanisch s. Chinesisch: Karlgren. Ostjakish: Paasoonen, H.: Ostjakisches Wörterbuch ..... hrsg. von
Indianisch: Yuma s. Eskimoisch.
Kai Donner. Helsingfors: Societ@ Finno-ougrienne. 1926.
—G ats chat, Albert S.: Zwölf Sprachen a. d. Südwesten Nordamer Papua: Zöller, Hugo: Deutsch-Neuguinea. Kap. XVI: Die Papua-
ikas. Sprachen. Stuttgart, Berlin, Leipzig: Union. 1891.
Weimar: Böhlau. 1876.
Romanish: Meyer-Lübke, Wilhelm: Romanisches etymologisches
Indogermanish: Walde, Alois — Pokorn y, Julius:
Vergleichendes Wörterbuch. 2. A. Heidelberg: Winter. 1924.
Wörterbuch der indogermanischen Sprachen. Berlin-Leipzig: De Samoanisch: Neffgen, H.: Grammatik der samoan. Sprache ..... Wien-
Gruyter. 1930.
— s. a. Semitisch, Möller. Leipzig: Hartleben. [1903.]
Samojedisch;: Castren, M. Alexander: Wörterverzeichnisse aus den
Isländisch: Heusler, Andreas: Altisländisches Elementarbuch. 2. Aufl.
samoj. Sprachen. Petersburg 1855.
Heidelberg: Winter. 1921.
— Grammatik der samoj. Sprachen. Petersburg 1854.
Kaukasisch: Erckert, R, von: Die Sprachen des kaukas. Stammes. Wien: Schilluk: Westermann, Diedrich: A short grammar of the Shilluk
Hölder. 1895.
language. Berlin: Reimer. 1912.
En Dirr, Adolf: Einführung in das Studium der kaukasischen Sprachen. Schottisch: Jamieson: Dictionary of the scottish language ... abridged
Leipzig: Asia major. 1928. by John Longmuir. London
by John Johnstone... new edition...
Keltisch: Holder, Alfred: Alt-celtischer Sprachschatz. and Edinburgh: Nimmo. 1877.
Leipzig: Teub-
/
ner. 1896. Semitisch: Möller, Hermann: Vergleichendes indogermanisch-semitisches /
Lappisch s. Ostjakisch, Paasoonen. Wörterbuch. Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht. 1911. V
Lateinisch: Walde, Alois: Lateinisches Etymologisches Wörterbuch. Slavish: Berneker, Erich: Slavisches Etymologisches Wörterbuch.
2. A.
Heidelberg: Carl Winter. 1910. 2. A. Heidelberg: Carl Winter. 1924.
Lettisch: Mühle n bac, K, u. J. Endzelin: Lettisch-deutsches — Miklosich, Franz: Etymologisches Wörterbuch der Slavischen
Wörterbuch. Riga: Lett. Bildungsministerium. 1923—25. Sprachen. Wien: Wilhelm Braumüller. 1886.
Litauisch: Kurschat, Fr.: Wörterbuch der litauischen Sprache. Suaheli: Nettelbladt, F. Freiherr von: Suaheli-Dragoman. Leipzig:
Halle:
1873—83. F. A. Brockhaus. 1891.
— Bu s ch, A, u. T.Chomskas: — Meinhof, Carl: Die Sprache der Suaheli in Ostafrika. Berlin:
Litauisch-deutsches Wörterbuch ...
Berlin-Leipzig: Neuner. 1927. Reimer. 1928.
Malaisch: Hindorf, Sudanspr.: Westermann, Diedrich: Die Sudansprachen. Hamburg:
Richard: Leitfaden z. Erlernung d. Malay. Um-
gangssprache. 4. A. Berlin: Heymann. L. Friederichsen & Co. ıgı1.
1913.
_ Seidel, A.: Prakt. Gramm. d. malay. Sprache nebst Wörterb
Wien, Pest, Leipzig: Hartleben. 1908.
uch.
Sumerisch:
richs. 1914.
Delitzsch, Friedrich: Sumerisches Glossar. Leipzig: Hin-
Y
Melanesisch: Gabelentz, H. C. von der: Die Melanesischen Sprachen — Deimel, Anton: Sumerisches Lexikon. Rom: Päpstl. Bibelinstitut.
.
Leipzig: S. Hirzel. 1873. 1930 ff.
Nama: Krönlein: Tibetisch: Jäschke: Tibetan Grammar (3. ed.)... Berlin: De Gruyter.
Wortschatz der Khoi-Khoin-Namaqua-Hotten-
totten. Berlin: Heymann. 1889. 1929.
— Simon, Walter: Tibetisch-chinesische Wortgleichungen. Berlin:
_ Planer 6 W.: Handbuch der Nama-Sprache in Deutsch-Südwes
t- De Gruyter. 1930. ö
afrika. Berlin: Dietrich Reimer. 1905.
Tschagatai: Vämbe&ry: Hermann: Cagataische Sprach-Studien. Leipzig:
Nubisch: Kanczor, Daniel: Die bergnubische Sprache. Wien: Hölder Brockhaus. 1867.
i. K. 1920.
Turko-Tatarisch: Vämb&ry: Hermann: Etymologisches Wörterbuch der
— Lepsius, R.: Nubische Grammatik. Berlin: Hertz. 1880.
Turko-Tatarischen Sprachen. Leipzig: F. A. Brockhaus. 1878.
Nubisch-Altnubisch: Zyhlarz, Ernst: Grundzüge der nubischen Gram- Wogulisch s. Ostjakisch: Paasoonen.
matik im christl. Frühmittelalter (Altnubisch)... Leipzig: Brock- Zulu: Wanger, P. W.: Konversations-Grammatik der Zulu-Sprache.
haus i. K. 1928.
Marianhill. 1917.
Nyamwesi: Dahl, E.: Nyamwesi- Wörterbuch. Hamburg: Friedrichsen.
1915.
Verfasser- und Sachverzeichnis
A. Verfasserverzeichnis
Abel, Othenio 5, Dahl 84 Garner 80 Kaffka 79
10, 17, 18, 23, Deimel 85 Gatschat 84 Kanczor 84
24, 26, 36, 4Is Delitzsch 85 Gegenbaur 77 Karlgren 82, 84
65, 74 75 Dinckelacker 83 Goldschmidt 77 Katara 83
Amundsen 79 Dirr 82, 84 Grapow 8ı
Keith 75
v. Allesch 41, 78 Dittrich 78 Gregory 23
Kelemen 78
Alverdes 78 Donner 79 (Schriften bei
Killermann 75
Andree 79 Driesch 78 Abel)
Arldt 75 Grimm 82 Klaatsch ı8, 75
Ebert 79 Kleinschmidt 5,
de Azkue 82 Grunzel 70
v. Eickstedt 68,
Günther 75 9% 10, 75
Baur 77 75 Gutzmann 8ı Köhler 38, 40,
Endzelin 84
Beck 78 41, 42, 43, 78
Erckert 84 Haccel 29
Berneker 85 Kohn 79
Erdmann 83 Heck, Heinz 14,
Bernstein 18, 21, Körting 83
Ermann 8ı
36, 77 74 Klingenheben 83
Birkner 75 —, Ludwig 74
Falck 82 Kluge 82
Bleck 82 —, Lutz 80
Federley, Harry Koßmat 74
Boas 83 Heilborn 75, 79
Boisacq 81
16, 77 Hempelmann 78 Krenkel 74
Feist 83 Krönlein 84
Bolk 75 Hermann 78
Fischer, Eugen Krueger 3, 79
Boule 75 Hertz 69
Boutan
19, 75 77 Herzog 82 Kruse 75
32, 34 Fischer, Joh. v.
36, 80 Heusler 84 Kurschat 84
26 (in Brehm
Brandes, Gustav Heyne 82 Kußmaul 8ı
s. Heck, L.)
22, 23, 31, 38, Hindorf 84
Fleure 76
Hirszfeld ı8
74 Forchhammer 21, Landsteiner 15,
Brandes, Rudolf Hilzheimer 75 18, 76
80
77
Holder 84 Lautensack 74
Franke 80
Brehm ı18, 26, Holthausen 83
Franz 79 Learned ı2, ı5,
41, 42, 71, 74
Hommel 69
Freud 78 30, 31, 37, 39%
Bremer 81 Horst 25, 75
Friedenthal 12, 44; 45, 54 80
Broili 74 Hrdlicka 75 Lenz 77
75
Busch 84 Fröschels 78, 8ı Ihle 77 Lepsius 84
Buschan 79 Furness 80 Levy-Bruhl 79
Furukawa 78 Jaensch 40, 78 Lexer 8z
Castren 85 Jamieson 85 Liebmann 8ı
Chomskas 85 Gabelentz, von Jäschke 85 Linne 9
Crookshank 75 der 84 Jespersen 81 Lipsius 3
88 B. Sachverzeichnis
B. Sachverzeichnis 89
Mac Curdie 79 Paasoonen 84, 85 Schwidetzky 80 Weigand 82
Marr& 83 Panconcelli-Cal- Seidel 83, 84
Affensprachen 29, Arten 14, 16 brünstig 31, 62 Erbsprache 34
Weinert 5, 10,
Martin 11, 76 zia 77, 8ı Sievers $ı Il, 16, 76, 77;
32, 34 52, 80, Asiaten 29 Buschmänner 18, Erfahrung 31, 41
Maurer 76 Passarge 79, 82 Simon 85 s. a. Mandrill-, Asien 25, 41, 42, 24, 29, 67, 69, Erlebniswelt 40,
Meinhof 82, 83,
79 80 Makaken-,
Passy 8ı Skeat 83 73 7% 73, 8ı 43, 53
Weule 80
85 Paul 82 Meerkatzen-, Atem 14, 26, 35; Erregung
Sonntag 8, 35, Wiedemann 83 32, 39
Meisenheimer 77 Peake 76 Paviansprache 36, 39 Charakterwort
74 78 Wiedersheim 8, 29, 30
49, 43, 44 53
Melchers 11, 76 Penck, A, 74 Affricata k-ch 26, Auge 13, 14, 17,
Steffan 77 77 Erwachsene 34
Menghin 28, 66, Penck, W. 74 Stern, pf 69, ts 69 23, 24, 25 China 65
Clara, Wiegers 80 Eskimos 53, 68
Pfeffer 16, 18,74 Afrika 18, 23, 24, Australien 7ı Choanen 35
67, 69, 70, 76, William 80 Wilder 76 Essen 54
Pinloche $2 31, 41, 42, 67; Australier 11, 20,
79 Stromer v. Rei- Winterstein 77 Esthen 35
Plate 16, 77 Dauerformen 16
Meyer-Lübke 85 chenbach 74 Woeste 83 68, 69, 73, 74 21, 29, 43, 70
Europa zı, 25,
Planert 84 Afrikaner zı Daumen ı2, 20
Miklosich 85 Struempell $ı Wellisch 77 Bambus 68 Dekkan 70 34, 42, 68, 69,
Pokorny 83 Sütterlin $ı Afrikanisten 18,
Miller ı8, 76 Werner 79 Bantu 29 Denken go 70
Möller Sweet 82 36
84, 85 Werth 19, 76 Bärenaltäre 68 Deutsche 6, 30, Europäer 5, ı1,
Mühlenbach Reche 76 Westenhöfer alldeutig 32
84 18, Bärenjäger 68 29, 73
Alpenmenschen 34
Müller 82 Richter $ı 76 Bart 22, 24
Thomsen 18 68 Deutschland 73
Murray 83 Rückert $, 35,78
Thurnwald 79
Westermann 83, Basken 35 Dinarier 20
Altafrikaner 6 Familie 63
Torp 8z 85 Bastardierung s. Drill ı7 Farben 14
Nadoleezny 8ı Altaier 69
Saller 17, 76, 77 Kreuzung und Durst 54 Fayum ı9, 22
Nansen 79 Altasiaten 6
Scheidt 76 Rückkreuzung Feinde 42
Neffgen 85 Vämbery 85 Yerkes,RobertM. Altersklassen 42
Schellong 83 Basteln 60 Ei 57
Nemai, Josef 21, v. d. Velden 82 12, 14, 15, 30, Altsibirier 70 Felsenform 25, 29
Schindewolf 76 Baumaffen 13, 42 Eidetiker s. Bil-
Vietor $ı Altsteinzeit zı, Fett 57
35, 78 Schlosser 23, 74 38, 40, 41, 43, Baustoff ıı derdenken
Nettelbladt, v. 85 Schmeller Volz 80 44 54 74 79
68, 69 Bedeutung 28, 40,
Feuerland 68
82 Eifer, Nestbau 62 Fingertier ı8
Nießl von Mayen- Vömel $2 Alttierkunde s.
Schmidt 82 80
Palaeozoologie
41, 54 73 Eifersüchtige 31
Fingertiersprache
dorf 81 Schneider 35, 74 —; Ada W. 74 Behagen, Herum- eindeutig 32
Altweltaffen ı7, 18
Schullerus 82 Wahrmund 82 turnen 59 Einstämmigkeit
Obermaier 76 18, 19 Fischervolk 72
Schultz- Walde 84 Bein 20, 2ı 10, 12
van Oordt zo, 82 Zittel 74 Amerika 68 Fischrevier 73
Lorentzen 83 Wanger 70, 85 bellen 29 Einwortsatz 34
Osborn ı8 Zöller 85 Anatomie 36, 37; fortgeschrittene
Schwalbe 10, 75 Weber 74 Beobachtungen Eiszeit 25
(Schriften bei Zuckerman 36, 79 28
Schwantes 80 Wegener 19, 74 77 31 Ekel, Schmutz 59
Abel) Zukowski 75, 80 Andamanesen 70 Fortpflanzungs-
Schweydar 74 Weidenreich 76 Berber 73 Eitelkeit 64
Zyhlarz 84 angepaßt 28 trieb 62
Bilderdenken 40, Empörung 64
Anlaut 30, 52 43 Endungen 53 Frankreich 69
Annamiten 70 Birma 66 Entleerungsdrang Franzosen 35
B. Sachverzeichnis Ansatzrohr' 37 Blick 40 59
Freude, Basteln 60
Anthropologie s. Blut 56 Entwicklung 13, Freude, Wohlge-
Aberglauben 73 Abstammung 9, Adapis
Menschen- Blutgruppen 10, 16 schmack 55
29, ma- Ähnlichkeit 27, kunde
Ablehnung 64 18 II, 15, 16, 18, Eozän 16, 17, 18, Freundschaft 63
gnus 26, '36, 30
Abrichtung s. a. Mensch- Apidium 16, ı9, 19, 2I, 22, 24, 19, 20, 22, 23,Früchte 55
32 Affen 16, 19, 20,
werdung parisiensis 25 22, 23, 24, 29 27, 29, 66, 76, 29, 66 Führer 63
Abschließung $; 28
Adapiden ı8, 19, Acgypten 70 Araber 2ı 77 Erbeinheiten ı2, Furcht 31, 58
19 Affenpsychologie
25, 29, 36 Affekt 15, 32 Arm ı2, 20 Bodenaffe 25, 42 67 Fuß 18, 20, 22, 27
12, 31, 78, 79
Armenier zı Breitnasen .ı7, 19 Erbgesetze 14 Futterneid 54
9% B. Sachverzeichnis B. Sachverzeichnis 9
Gang 13, 14, 20, Gibbonsprache Hamiten 20, zı, Kadu 70 Kultur 6, 66, 71, Lippenlaute 18, Menschen 11, 17,
22, 27 22, 24, 33, 34
22, 23, 32, 33, Kältegefühl 59
73 73 36, 38, Lippen- 18, 25, 27, 30, 38, 72, 73, 75
Gaumendach 26, 36, 39, 80 Hand 14, 18, zo, Kapuziner 24 Kulturkreise 28, knall ı8, m 38, 35, 36, 37, 38 76
35, 38, 52 (Boutan, Volz) 22, 25, 60 Kehlkopf 13, 34, prr 36
73 4 Mikronesier 2ı
Gaumensegel 13, Glauben 73 Hangeln ı3, 20, Lippenrinne 16,
35, 37, 38 Kurzköpfigkeit Menschenaffen Milch 54
34% 37 Gleichheit 27, 30 22 Kehlsäcke 37 Miozän ı2, 14,
zo 17, 27 11, 12, I4, 20,
Gebiß s. Zähne Glieder 44, 53 Hautfarbe 14, 24, Kelten 69 Luftröhre 13
Kutscher-prr 36 27, 28, 36 25, 26, 29, 41,
Geflügel 56 Gliedmaßenver- 70 Kettenwort 33, Lunge ı13 42, 66
Menschenaffen-
hältnisse 18
Gefühlswert 44 Heilpflanzen 56 44 sprachen 29, 34. Mischformen von
Gefühlsworte 33 Gorilla 11, ı7, Herden 31, 42 Kinder 30, 31, 34, Madagaskar ı8, Worten 65
Lachen 64 S. a. Gibbon-,
Gehirn 20, 23, 35 -führer 31 62 Lallgesänge 33 19, 20, 74 Orang Utan-, Mischung
Gott 6 Hilferufe 64 Kindersprache
Mädchen 30 s. Kreuzung
43, 52 Laute 9, 10, 14 Schimpansen-
Grammatik 34 Hima zı Männchen 42 Mitteleuropa ı9
Geist 6 3% 34, 79, 80 18, 19, 21, 26, sprache
Großzche zo Himalaya 66 Klassen, Er- Magen ı3 Mittelmeerkultur
Geisteswissen- 27, 28, 30, 32, Menschengibbon
Grundbegriffe 32 Hinterindien 70 regungshöhe 32 Makaken ıı, ı8
69
schaft 28, 53 34, 35, 38; 45» 12, 27, 29, 65
Grünes 56 Holozän 29 Klettern 13
Makakensprache Mittelsteinzeit 69
Geologie s, Erd- 52, 53, 73, 80, Menschenkunde
Grundgesetz, Le- 18
Hunnen 69 Klima 7ı 81, Einzellaute 5» 6, 9, 10, 175
Mond 43, 57
geschichte bensentstehung Hunger 54 Makis 11, ı8, zo, Mongolen 14, 24,
Knabe 30 a 26, 36, 38, ä Anm., 24, 70,
Germanistik 6 hylobates leucis- 21, 25
29 knarren 26 29, 69
Geruch 23 grunzen 26 eus 15
36, 38, ch 38, g Makisprache zo, 75 76
Mongoliden 68
Knochenfunde Menschen-Orang
Gesang 27 Gruppen, 33» 38, 45, h 21, 22 Morphologie ı1
Gescheitheit 27, -genosse 31, 40, Inder 20
19, 24, 27, 65 33, 3538, i26, Malaien 70, 7ı Utan ı2, 65
Mundarten 2ı
Knochengerüst 14 Menschenpavian
63 Indianer 21, 29 38, k 33, 38, Mandrill 13, ı7, Mundweg 14
s. a. Intelligenz Knochenkamm 25 27, 29, 65, 68
Gruseln 58 Indogermanen 45, 1 35, m 38, 24, 25, 26, 35, Museum, Dres- :
Gesellschaft, Dt., Knochenkultur 69 Menschensäugling
39, n 33, 35 36 den 14, Frank-
Lpz. 5, f. Tier- Guinea 42 69, 73 Knochenwülste 25
Indogermanistik
38, ng 30, 36, Mandrillsprache 30, 35 furt a. M. 23,
u, Ursprachen- Koboldmaki 17, Menschen-Schim-
Haar 14, 24 38, 52, o 38, 26, 29, 35, 36, Gera 70, Ko-
forschg., Leip- 6,73 23, 24 panse ı2, 27,
Hadropithecus 25 Indri 20, 21, 22, r 13, 26, 35 80 (Brehm) penhagen 70
zig 2, 94. Zoo- Körper 73 29, 65, 66, 68
Hakka 66 38, s 69, 70, u Mangabensprache Musikalität 39
logische, Lon- 29 Körperformen'66 Menschen-
Halbaffen 13, 16, 38. S.a. Affri- 18 Mutation ı8
don 36 Insekten 57 Körperkleinheit cata, Lippen- Mantelpavian 17, Schlankaffe 27,
17, 18, 19, 20, Inseln, britische Mutter 31, 62
Gesicht 13, 14, 70 laute, Seiten- 36 29, 65, 66
23, 25, 26, 28, 69
24, 25 Korrelationen ı2 schnalz, Maori ıı Menschen-
29, 36 Nachahmung 34
Gesichte 43, 58 Insel, tiergeo- Kot 43
Stimmeinsatz, Meer, Totes 19 sprachen 5, 6, Nahrungsauf-
Halbaffen- graphische 19
Gespensterglaube Kraftseele 43 Meerkatzen 11, 9, 10, I5, 21, nahme ı7
sprachen 29, 52, Zungenschnalz
Intelligenzprü- Kraftunter- 28—30,32—3$,
43 s.a. Fingertier-, Leben 6 14, 16, 22, 23, Naht 53
fungen 31 schiede ı5
Gespenstermaki Maki-, Vari- Lebenskreise 27, 24, 29, 38 37, 39 5167, Nasenlaute 14, 37
Interorbitalbreite Kräuter, würzige 73, 8ı—85
s. Koboldmaki Meerkatzen- Nasenschwund 66
sprache 66 56 28, 71, 72, 73] Menschenworte
Gewöhnung 32 Halbkulturvöl- Lebenswillen 25
sprache 22, 23, Nasen-Stirn-
Kreidezeit 19, 29
Gibbon 11, 13, ker 6, 73 Jagdrevier 73 Leitformen 68 24, 29, 74 52—64, Wör- Winkel 24
Kreuzung 11, 12, (Brehm) terbücher 81ı— Naturgeschichte
14, 15, 16, 175 Halbsäulenform Jägervolk 72 13, 14, 16, 19, Leitsätze 28
20, 22, 23, 24, Megaladapis 25 85 5, 6, ı0
s. Nase 13, 17, Jugendformen 24 22, 26, 27, 28, Lernsprache 34
26, 27, 33, 36, 21
Mehrstämmigkeit Menschwerdung Natururkunde 4ı
38, 39, 42
Jungtiere 42 29, 65, 67, 68 Lippen ı6, ı7; 10, 11, 12, 28 5, 10, II, 13, Naturvölker 9,
halbstarr 33 Jütland 73 Krokodil 68 18, 27, 35, 36 Melanesier ıı 15, 16, 17, 20, 45 73
92 B. Sachverzeichnis B. Sachverzeichnis 93

Naturwissen- Pansi ı5, 29, 30 Rassenauslese 71 29—31,33—45» Siamesen 70 Staunen 57 Tibeter 70 Ureskimos 68
schaft 9, 53 papio 29 Ss. a. Rassenphysiolo- 67—71, 73- Steine 57 Tiere 57 Urindri 42, 65;
Siche da! 57
Neandertaler 65, Pavian gie 10, 76 5... Wörterbuch 46
Sinn 40, 44 5. 4 Steinzeit 2ı, 28, Tiererlebnisse, 66, 71

68, 71, 73 Papuas 14, 21, Blutgruppen bis 5ı. Schimp. 65, 69 vormenschliche Urkultur 28, 72
Bedeutung
Nebenformen 67 29, 7: Rarie 56 in Menschen- Sterne 57 4: Ursamojeden 68
Sinneseindrücke
Necrolemur 13, Parallelismus 28 Raubtiere 31, 42, sprachen 5ı bis Stillosigkeit ı2 Tierlautreihen 53 Urmakis ı9
32, 44
17, 21, 23 Parapithecus 19, 58 64 Stimmeinsatz 26, Tierpark 32, Urmandrill 35
slang 2ı
Neger 14, 20, 70, 20, 22, 29 Reibelaut 26, 37 Schlankaffen 23, Hellabrunn 14, Urmeerkatzen 42
Slawen 69 35
73 Pathologie 8o Reichtum von 24, 7: Stimmbänder 21, New York 3ı Urmenschen 29,
Smith 76
Nest 42, 62 Pavian ıı, 13, Worten 31 Schlankaffenspra- 26, 35, 37, 38 66, 67
Snyder ı8, 76 Tiersprache 12,
Neugier 60 14, 17, 18, 2% Reihenfolge, Ein- che zı Stimmlaute 26, Urmongole 29,
Selenka 74 34 37, 41, 51h
Nordafrika 70 25, 26, 29, 36, heiten 45 Schleimhautfal- 37, 38, 52 79, 80 s. a. Tier- 39, 65, 66, 67;
Sonne 43, 57, 59
Nordamerika 19, 39 42 Reptil 37 ten 2ı
Soziologie 78
Stimmung 44 5-4. u. Ursprache 68, 69, 79, 73
25 Paviansprache 36, Rückkreuzung ı2 Schlundeingang Erregung urmongolisch 43,
Spalterbigkeit ı2 Tier- und Ur-
Nordasien 68 70 (Brehm) s.a. Kreuzung 35 Spanien 21, 69,
Stirn 23, 24 sprachen 9, 10, 51, 71, 73
Nordeuropäer zı persischer Golf Schmalnasen s. Stirnhöhlen ıı Urneandertaler
Säugetiere 35 70 14, 28, 30, 32,
68, zı sa
Nordrasse 20, 21, 69 Altweltaffen Streit 64
Säugetiersprachen Spannungsgefühl 44, 79, 80 Neandertaler
71 Pflanzenmark 56 Schmerz 59 Stummelaffen 23,
8o 57 Töne 38, 39, 44
Nordmongolen Philologen 9 Ur-Nil 19
Säuglingssprache
Schnalze 22, 70, Speichelsaugege- 24 53, zı
68, 69, 72 philtrum, s. a. 7ı s.a. Lippen- Südamerika 19 Urpavian 68
räusch 38 Träume 58
Nordwestafrika- Lippenrinne 16, 30, 34 35 42 laute, Seiten- Südasiaten 68, 70 Ur-Schimpanse s.
Sammelrevier 73 Speisekarte 42 Trennung v. d.
ner 21 17 Südchinesen 35 a. Schimpanse
schnalz, Zun- Gruppe 63
Phonetik s. Laute Sammlervolk 72 Speiseschlauch ı3 12
Notharctus 25 genschnalz Südeuropa 19
Saugen ı7 Sprachen 24, 275 Trieb zur Gruppe Urschimpansisch
Nubier 35 Physiologie 37; Schnauze 13, 36, Süditalien 69
77: 8ı Schabernack 42, 37, 38, 715 73 Südostasien 66 63 10, 30, 49, 43»
37 Sprachfamilien 52 Trinken 54
Ohren 14, 22, 24 Pliozän ı2, 29, 64 Südsee 7ı 51
Schnurren 20, 21,
Oligozän 19, 22, Schädel 23, 24, 25 Sprachforschung Südurmongolen Tropen 31, 42, Ursibirier 67, 73
42,65 29
29, 66 Schamanismus 43 9, 28, 31 53, 68 Ursilben 33, 52
Plistozän 29 Schößlinge 56 69, 7%, 71
Orang Utan 10, Pondaungia 16, Schen-si 65, 70 Sprachheilkunde Tschim : 15, 29,
Schreibung, Laute Sumerer 20, 33, 53
11, 17, 22, 23, 23, 29, 66
Schichtenbauten 80 30, 38 Urverwandt-
44 53 69
38 Primaten 19 69 Sprachinhalt 40 s-Vorsatz 69, 70 Tussi 2ı schaft 27
Schaf 58, 62 Schreie 44
Orang Utan- Propithecus 20 Sprachorgane 18, symphalangus
Schriftsprache 9 Überaugenwülste Varisprache 26
Sprache 22, 23, Propliopithecus Schimpansen 9,
Schwanz 20, 26 34 39 52 syndaktylus 15,
10, 11, 12, 14 Sprachschatz 38 11, 13, 25, 26 Verdoppelung 44
8o (Furness) 19, 22, 29 16
Schweif ı3 Übergangsfor- Verein, Völker-
Orcopithecus 23 Psychologie 31,
15, 17, 24—27, Sprachverglei- Systematik 14, 18
sclera 14 kunde, Leipzig
Ostafrika 21 78 s. a. Affen- 30, 33, 3641, chung 5, 65 men 16
Seelenkunde s. Umwelt 31, 4I,
psychologie 42, 44 45» 53» Sprachwechsel 30 Tanzreigen 42, 63 28
Palacanthropolo- 66, 7ı Psychologie 72 Vererbungslehre
Sprachwerkzeuge Tarsioiden ı7
gie s. Menschen- Schimpansener- Seen, großen 42
Quellen 45 27, 34 38 Taschenbänder 37 Ungeduld 64 66, 77
kunde lebnisse 4ı Schen 58 Ungeziefer 43 Verleimung 45;
Querverbindun- Sprenglaut 26, 37, Tasmanier ıı
Palaeozän ı8, ı9, Schimpansenkin- Seitenschnalz 26, unstarr 33
gen ı0 52 Tatkraft 25 53
29 der 30, 32, 43 29, 38
Stammbaum 12, Tertiär ı0, ı2, Unterägypten 16 Verschluß 45
Palaeozoologie Ramses U. 2ı Schimpansenspra- Selbstbeobach- 13, 16, 17, 19 Unterkiefer 20, Versuch 31, 34
13, 27, 28, 29
10, 41, 65, 74 Rassen 6, ı2, 18, che 5, 9, 10, tung 45 Stammlinien 30 24, 26, 27, 39 22, 23 Verwerfungen 53
Palmen 68 21, 35, 66, 73 12, 15, 26, 27, Semang ı7 starr 33 unteroligozän 16 Vieldeutigkeit 32
39, 41, 65, 74
94 B. Sachverzeichnis

Vogeljagd 20 Welt, tropische, Wortverglei- Zungenlaute 38


Völkerkunde 5, tertiäre 28 chung 9, ıı Zungenschnalz
6, 9, 70, 79 Weltgeschichte Wulst 36 16, 23, 24, 29
Voraffe 19 28, 65 Wurzeln 55 38, 66, 67
Vorderasiaten zo Werkzeuge 42 Wut 59, 64 Zungenseiten-
Vorgermanen 73 Willenskraft 27 schnalz 26
Vorgeschichte 5, Wörterbuch 27, Zungenspitze 21
6, 9, 10, 28, 39%, 39 43, 54 Zähne 14, 2% Zungenverschluß
81—85 25, 27, 38 36
7% 79
Wörterbücher Zäpfchen ı3, zı, Zungenwulst 26,
Vormeerkatze 66
(Menschen) 36 38, 45, 52
vormongolisch'67
81—85 Zäpfchen-r 13, zurückgeblieben
Vorsilben 53
Wohlgeschmack 26, 38 28
Vorsprechen 34
55 Zahnbögen 38 Zusammenarbeit
Wort 32, art- Zentralasiatisch 53
Wärmegefühl 59
Warnrufe 31
eigenes 29, 30 29 Zwergmeerkatze
Wortbestand ı0 Zentralasien 65 23, 24
—, Führer 63 Wortdenken 40 Zerreißung, Erd-

4
Zwergvolk 66
Wasser 54 Wortklassen 32 teile 5, 19, 27 Zwischenform 23
Wechsel, Stimm- Wortreichtum 30 Zoologie 74, 75
lage 30 Wortschatz 5, 26, Zunge 26, 35, 36,
Weibchen 42 39, 7ı 37

Der erste Band dieser Schriftenreihe:


Georg Schwidetzky:

Sprechen Sie Schimpansisch?


Einführung in die Tier- und Ursprachenlehre
Leipzig 1931
kann zum ÖOriginalpreise von RM. 3.40 durch den
Deutschen Verlag, G. m. b. H., Abt. Sortiment,
Leipzig C 1, bezogen werden.
Ebenso werden alle im vorliegenden Werke
angezogenen Schriften beschafft.
Anmeldungen zur Mitgliedschaft bei der Deutschen
Gesellschaft für Tier- und Ursprachenforschung zu
Leipzig nimmt der Verlag gleichfalls vermittelnd
entgegen. Jahresbeitrag 6.— RM.