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btt

S5t&Itot^f=SBiffenf^aft,
befonberö gum ©ebraud&e
b e r

wel^e if>rc 3>rioat . 83ü<berfammtungen fclbfl ein.*

richten wollen.

flu i) al§ geitfaben ju SSorlefungen übet bie JBibliotbeF»

SBiffenfcbaft ju gebrauchen.

S on /

SJl. ©c^rcttinger,
fonfgl. baper. ^oflapUn unb UnlnbiMiottjrfar an bet fSnigt. ^ofj nnb
etaaUbiblioiptl.

SBien, 1834.
3n b et gr. SG c cf'fch e n Un ioe r fitcSt $-35 uchbanbluiig.

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,

33 o t i e t> z.

©cf>on bei bet Ausarbeitung meines S!et)tbud)eS ber

33ibliotl)ef * 2Biffcnfcf)aft brang ftd> mir bie Ueberjeu»

gung auf , bafj eine ganj einfad)e£)atfteltung


meinet SOTetljobe nidjt nur minber fofifpielig,

fonbetn aud) ju SebermannS ©ebraudje fajjlid)et unb

bequemer fepn mürbe. Allein id) faf) aud) »orfjer, baf?

mir bann mancher S3ibliot^efar jugerufenljätte: »SB ä.


re bir meine ÜRetijobe befannt gemefen, fo märeft bu

mit bet beinen ju $aufe geblieben!« — Um nun ber*

gleichen SSormürfen »orjubcugen ,


— umju jeigen,

bajj meine 3Retf)obe nid)t nur ganj originell fet> fon«

bern aud) alle jene ©djmierigfeitcn befeitige ,


mcldje

»on allen bisherigen 83ibliotf)ef.@inrid)tungSartenun*

jertrennlid) finb, muf te id) alle biefe @d)ritt für Schritt

mit ber meinigen in parallele fMen, um bie 9lad>«

tf)eile ber erjieren neben ben SSorjügeji bet lederen

anfd)aulid) ju machen.

9lad)bcm id) aber auf biefe Art meine neue An.

ft'eblung im SReidje ber Sifcratur gegen jeben feinbli*


IV

d>cn Angriff oon außen f;tnlänglid) befeßigt I;abc,

wirb eß 3eit fepn, aud) für größere S3equemlid)feit

im Snnern ju forgen; benn nicht nur wirflichen S3i*

bliothef * ^Beamten unb jungen Leuten, bie ftrf) fürbie;

fen 23etuf bilben wollen ,


fonbern aud) fogar jebem

23eft'fcer einer ^rioat» 23fid)crfammtung, ber biefe gcr*

ne in £>rbnung bringen möchte, unb eß nicht recht

anjuge^en weiß , wirb eß ft'd)er wiUfommen fenn, in

biefem «£>antföud)e bie reine, einfache unb lcid;tfaßli»

<he JEarßeHung meiner (Einrichtungß» SKelljobe ju ßn*


ben, alß einen fieberen Seitfaben ,
bem er ofjne befons

bereß (Stubium bei ber (Einrichtung feiner SMbliothef

©d;ritt für ©djritt folgen fann.

2fud) wirb man in biefem $anbbud)e l)in unb


wieber einig: SJerbefferungcn finben ,
bie auß meinen

neueren (Erfahrungen her^orgegangen finb, unb neuer»

bingß beweifen, baß ich weit entfernt oon jener (Eitel*

feit bin, baßjenigc, waß id; einmal in bie Seit h*«*


*

außgefchrieben habe, für ein non plus ultra außge;

ben ju wollen ;
fonbern immer nad; bem Söeffercn unb
SSollfommneren ßrebe. Sa eß wirb mir eine wahre

Wreubc machen, wenn ftrf) anbere Sibliothefarc bie

SSbühe geben wollen, mein ©ijßem noch »eilet ju »et' 1

ootlfommnen.

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,

SJot adern ober muß id) bem .£>errn 3ufti$ratl)

unb erjlen 8}ibliotf>eEfecretär ju Äopenßagen, ßf)tis

ftian 5R o I b c d), ^>iet ßffentlidj meinen 2)anf abfiatten

baß er in feinem unlängjt inS ®eutfd)e überfefjten

SBetfcfjen »Ucber 33ibliot{KfSwiffenfd)aft» ftd) fo em*

ftg mit meinem 2 efjrbud)c befdjäftigt, bem er jwat

(©. 246 ) ben »pl)ilofopf)ifd)en 83li<E« abfpricf)t ,


»of>«

ne ben bie formale ©eftalt (?) ber SBiffcnfdjaften nicht

aufgefaßt , unb eS nidft begreiflich werben fann ,


wie

ein encpclopäbifdjeS $)vincip burcf) bie ganje 2itera»

tur getje j« — aber bei biefem bemütl)igcnben £abel

bennod) bie ©eredjtigEeit wieberfaljren läßt, baß »ber

Sterfaffcr f e l)
r gut 2?efd)cibroeiß, wo c S a u f

med)anifd)e $r ari S anfomrat«, mit ber $>a»

rcntf)efe: »feine SJorf chrif ten über Werfers


tigung beS alpljabctifc^en ÄatalogSim
^weiten «£>eftc f inb f el;r gut.« — Stimmt man

nun baju, wa§ .fjerr Stfolbecf) ©eite fJ 2 fagt:»Snb»


lid) muß id> nod) benjenigen, ber eine betaiHirte ©nt»

wicflung mancher fpecietten ©egenjtänbe ,


welche bei

ber Anlage unb 2lu§fül)tung eines w i f*

fe n fd)aftlid>en unb fpftematifcfycniBibliOs


%

tl^eföfatalogö Dorf omrnen, wünfd)t, aufSdjrcU


tingfrS off angeführtes 2el)fbud; »er*
,

weifen, in beffen brittem $eft man biefe ©egen»

jtänbe nid)t allein mit 2Cu6fuf>rlid)feü in ber SEfjeorie,

fonbern aud) mit aller nötigen praftifdjen


Anleitung. abgefcanbelt finbet” ;
— fo fonnte in

bec Z\)at mein Se&rbud? feine gfinfligern 3eugniffe for*

bern — »on einem SKanne ,


bec jtcfjö »orgenommen

gu tjaben fd>eint, baSfelbe als ein unpf)ilofopl>ifd)e8

blof raed)anifd)e8 SSaAroerf »erfdjrcien ju »ollen.


*

5 n M l t*

©rfter £ £ e i l
'
gijtn 3fbfd>nitt.
SR ®tiu
§ 1. begriff rintt iBibliotfeef
'

S. 3, SBegriff btt 8ibliotb<t > äBifftnfdiaft —


$ 3. 3rotd btt iBibltotbet -
(SintittHung
'

§. 4. Qbtrftet (Srunbfafe tct gibliotfret « SiBifftnftfiaft 3
§• 5. S03clt&t litjratifcfct »tbürftiiffe muj eine SBibliot$«f btfric»
bigtn?
$ 6. KUgtmeint STOittcl ja ijro SBtfriebigtmg 3

3 tt> e i t e r % t> f d) n 1 1 1.

§. i. I. 6id;er6tit tnbbtfonbut
$. 2. II. Otbnuna intbtfonbtrt k
§• 3. SBebingungen bet 3X6gli<$fcit aBfS Dtbnftt« ...... ^
4. gnwmbuna aufä Otbmn bec Sflttitc 8
§ S. 3fn»enbung auf« Ocbaen btt Zitdfcpun ia

dritter abfflnitt.
$• 1. StBie fotttn bie fflüfttt aufadhUt werbt«? •••..—
§ 2. SetfjitbeBjiit btt SBtttftct 13
§. 3. 3ufßtflung btt -i>anbf(frrlftm is
§. 4. XufllcBung ber 3ntunabeln

aSiertec ffbfcftnitt.
§• 1. 2luf(teHung ber gwSbnUätn Bfljjtt . . <s
§• 2 attgjtftniguna
. bitftt KuffttBunat » TOetbobt gi
§• 3. ffittfrobt, bie SBibliotbtt in gfltbtr abnatbn’ltn 23
§ 4. Befonbttt ffl«(ialtung<j9tfgtlti btim3uf|ttBen bttüBCt^tr- 87

gfittftet flbftftnttt.
$• 1. Botfrmenbigttit, bit btrgtfltfltt Ptbrung au trfralttn • • 80
?• 3- iBwidjnuua btt SBüi^et 3t

\
»

VIII
Seile

§. 3. aigent&amlit&e SBotjOge biefrt «ufffeffung«» unb SRame*

rirung«* SBetfcobe
34
4. Kümmern = 9tepertorium 8e
§.

©elfter 2£bfd)nitt.

b. 1. SSit fgnn eine fehlerhaft eingerichtete SBibliotfret na<bbiefet


gjclbobc umgtatbiitet teerten?
. • 38

$• 2. gBie fönnen wettete SBibtiotfrcten am fügli<$ften in (Sine


41
petwantc» wettend

3 n> c i t c r e i l
Anleitung gut SBcrfertigung eine« a[p$abetif<$en Kamen lÄatalog«.

dürftet 2Cbfd)nitt.
X i telfopicn-

SBeftiramung unb SBefcfcaffenbcit bet Zitelfopien


• • • • 43
V 1.

b. 8. allgemeine ®cunbfäbc gu ihrer SBerfcrtigung


' *
V* ü. SflUCtlüClji

Sroeitcc b f tfjnitt.

SB e f on be t c SJcrbaltungötStegeln-
* *
§. 1. 3n SBetteff ber Kümmern •

b. 8. 3n SBetteff bet 3nfc&rift

$. 3. 3n SBetteff btt gormat = Änga6e

dritter % b f (ft
n i t t.

JClpSabetiftfje« Otbnung* = aBott.

A. 3fu$wa{>I beS DrbnungS«2Borte<.


§ 1. allgemeiner Qtunbfaft • •.
58
$. 8. allgemeine {Regeln

B. 33efranbtunflbtgQtbnun()g»gBorte<.
§• 1. allgemeiner gltunbfaft 60
§• 8. SBefonbere Segeln —

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IX

©*it<
~
SBierter %bfd)niTTT
U r 6r i
s e SBeftanbt^eife bet £ i t e 1 1 o p i e n.

§• I. giteUXbfäriften im engetn ginnt 67


$• 8. SPtertmale ber Xuflaae —
§ 3. Bewertungen • 69
§• *• Bebanblunfliart ber Seiblnbt 71

gfinfter ffbftfrnitt.
glpbabettf&e« Otbnen .

§. 1. S3tf«6aniT<Se 4banbatiffe • • 73
$• 2. ©ruwbffye unb ptaftiföc IRe^ctn 76

<2ed)fler 2Cbfd>nitt.
§• 1. XuSftjeibuna ber iDoubletten • • -78
§• 8. 3tbf<$rift be« alpbabetifefttn Kamen «jtataloab 79
$• 3. Befranbluna bt« 3u»ae6fe« 82
$• *. gqpptement = jtataloa B*

&r i ft c t X t) c i l.

(grftet Xbfdbnitt.
eptcialsXatalogt.
$• 1. Begriff unb tBeftimminifl betfetben 80
$. 2. Oie eitle gpeciat-Batatont erfoebect eine »obleingeti Atele
fflibliotbetl 87
$. 3. gerbittnlg bet epecial^ataloge unter (iift 89
§. *• 3bte innete BefeSaffenbeit 90
§• 8. ytaftiffle Xnteitunfl, Re »u perfettiacn •••••• 99
I. SSittelfl bet Siteltopien.
II. SRiUctft bet SSfie^et fclbft.

§. 6. 3beatif$e ©periat • .Kataloge .

§. 7. Xeugere gorm ber ©petials Kataloge 96


8. gernere Be$anblung betfelben 98
§ 9. Uaterföieb j»if<$en ©pecial'Äotalogen unb SRummern-SKes
pertorien • 99
i

®«i(f
3 rcei t e r 2t l)
f tft n i 1 1.

DteaHataloa. t

§ 1. Begriff unb 3weJ eine! 98tot!ataloga |Q2


§• 8. ttntecf&ieb einem ttilTenWaftltflen unb einem WeaU
tatatofl« • • •
103
$• 3. <gemeinnü$igEelt eines gleaifataloflg • •
105
j- 4. 2tuef0^cbatteit beifelben

$• 5. $)rattififte Anleitung baju 109


$• 6. Sefonbece »caltiftfre jReaetn n4
I. 3nnece ftorm
II. SRubcifen

111- Befranbluna bet »ecfibiebenen SBerfe 125

£r i 1 1* t %b f d) n i 1 1.

ypttmirunfl bet fl a t a 1 0 a e.

§. 1. Uebecbaupt •
127
§. 3. Des ctpbabetifefren 9lamen = Jtatoloflg —
§. 3. Der Special » flataloge unb bes iKealtataloaS 188

-
fr- 5. yraftiftfrt ategetn isn

3? i e c t e c 2f b f dj n i 1 1.

»eacbeitung bec'fogcnnnnten Bibliot&el. ©($«&»•


1 . Xplogcapba unb 3ncuna6eln 133 *
§» *• Bnbece SBecte oon auSgejeitbnetec Seltenheit 134
§. 3. .ganbftbciftcn

Sünftetr 2t6fd>nitt.
(Schaltung unb Scrroaltung b e c S i b l 0 t $ e !.

$ 1. BerfcSjifbfnbrit bec Bibliot&efen 139


§. 2. Schaltung Sffentlitbec SBibliotbelcn • • • '

140
A. Socal
R. Dotation 147
$. 3. SJecwattäng
A. 9>ccfonat
B. Statuten

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ä3iMiot&ef»äBiffenf(5«ft.

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£ c ft c r £ & c t (

©rjler 2fbfc&nitt.

§. l.

Segtiff einer Sfbliot^ef.

^inc S3 b l o t b e f tft eine betracbtlicbeSanimlung


i i

»on ©ücbern, beren ßinricbtung ihre allfeiti^


ge©enlibung möglich ft erleichtert.

§. 2.
SStgriff bei S8i b l io t & et * ö i
ff« n rcbaft.

©ibliotbef--2Biffenfcbaftiji alfo: ber auf einen


oberjtcnSrunbfabjurucfgefübrte unb auSbie-
fem abgeleitete 3nbegriff aller jur jn>ecfraäjH->
gen ©inricbtung einer ©ibliotbef erforbftli*
eben Sebrfäbe.

§. 3.
3 ro e dE brr Sibliotb<?*Sinri<btung.

3fu§ bem begriffe einer IBibliottjef gebt b«roo*; baß


ihre ßinriebtung feinen anbern 3n>ecf b<ibe, al8 bie m3g-
licbft leichte ©efriebigung aller literarifeben
©ebitrfniffe.
1
2
8. 4.

Dterftrr (Srunbfat tec ffl i 6 lio f $ el * «Bi f ft n f<$ a f t-

®a
nun jcteS literarifdje 33ebürfnijj in einet SSibliotbef
nur allein burd) ^>erbeifd;affung ber baljin ein*
fdllägigen ©iidjer befritbigt werben fann, fo erfc^eint
ber 3wccf jeher S3ibliotf>cf * (Einrichtung als m o g l i cb jl
fd) nt Ile 6 Huffinben ber JBüdjer, unb biefer 3wecf
mufj notl)wenbig al$ oberft er ©runbfafc ber SMblio*
t&e?--2Bif[enf<baft aufgeflellt werben.

8. 5.
83tl$t I i t e c a r t SBebSrfniffe m u
f c6 e ji eine SBib(io<
t&el befeiebigen?
Se nad> SBefcfjoffentjeit ber t>erfd)tebenen liferarifdjen gor*
fd>ungen »erlangt man in einer SSibliotljef balb
I. einbeflimmteS 2Berf, unb jwar entweber
a) waö immer für eine Auflage beffelben ober ,

b) eine beflimmte Auflage, ober


c) bie fammtlicben Ausgaben, Ueberfefcungen jc.

eine« SBerfeS.

ÜJtebrere 2Berfe jugleicb, unb jwar entweber


II.
in
SBejiebung auf
«) eine SBiffenfcba ft ober Üunft überhaupt, ober
b) einen befonberen ©eg enflanb,
c) einen befiimmten SSerfaffer, ober
d) eine befonbere ßlaffe »on ©cbriftflellern,
e) einen gewiffen Seitraum,
1) eingewi|[eS 8anb, eine ^roeinj ober einen be(fimm-
ten £>rt, ober

g) einen gewiffen Verleger, 2)rucfer, ober


h) eine gewiffe ©pracbe,
i) ßigenfebaften
befonbere ober SSorjüge gewiffer
Sremplare.

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:

3
§. Gi

Xllgtmelne Mittel ju i$rte 0 t


f ri e bi g u n g.

©oll baS f d> n e tl e Hfuffinben was immer für eines


©egenjfanbeS ju jebet beliebigen Seit möglich fet)n, fö muf
biefer ©egenflanb
•) ficher erhalten toerben, unb jroar
1>) an einem beftirnmten ^lafce.

25iefe .fjaupt mittel jur Seförberung beS fchnelltn

ÄufftnbenS überhaupt unb eben barum au^> ber Sucher inS«


befonbere; nämlich
I. «Sicherheit unb
II. ßrbnung
fönnen als untergeorbnete 3mnfe betrachtet roerbett, Ju be»
ren ©rjielung roieber befonbere SRittel anjuroenben finb;
unb jmar

,3»eitc? Ebfd&nitt.
§. 1.

I. @ i cb e r b e i t in«6efonbere.
A. 33or ben jerflörenben ßinroirfungen
1) ber © 1 e m e n t e.
«) 2CuSn>ahl eines ©ebäubeS ober SaaleS, btr fe
Diel möglich
a) »en feuergefährlichen ©ebäuben entfernt,
bb) feiner Ueberfch oemmung auSgefefct,
cc) nidjt mit ©taub ober Siauch er$eugenben®egenjlän'
ben, 8J« ianbftrajjen, Sräuhäufern u. bgl. umge»
ben, unb
dd) an unb für ftd? treefen iffc

b) ^ofitiee©i<herung biefeS ©ebäubeS unb ber barin


aufbemahrten Sücher
1 *
,

4
•a) oer geuerägefabr, bureb
a) äJlifcableiter,
b) feuerfejle ©ewölbe, ciferne JE^utcn unb gen|icrläben,
t) ffiefeitigung aller £efen, unb .jpeijung mitteljl er-

wärmter Suft,
b) fircnge £bforge, bajj niemanb mit einem offenen
Siebte in bie S3ibliotl)ef eintreten bürfe;

bb) oor geuebtigf eit, bureb


a) forgfältig« Sfeparatur ber £)a<bung,

b) fleißiges S3crfd?licffcn ber genfier bei naffer 2Bit*

terung
t) SSerbütung be§ 2Cufwafcben8 ber gufjbßben aufjer

bei febr troefener ÜBitterung unter iDeffnung aller


genfier unb Sbi< r£n >

cc) oor Staub unb mobernberguft, bureb


a) fleißiges flbjtauben ber SSüeber unb anberer in ber
Sibliotbef befinblidten ©egenffänbe,
b) Seffnung ber genjlcr unb Sbü«« bei Weiterer 2Bit--

terung
0 83ermeibung bc8 troefenen 2luifebren3, wobureb ber
Staub oom guffboben aufgejagt wirb, unb ftcb bann
auf bie Sucher legt.

2) Sicherung Bor fcbablieben Snfecten unb nä-


heren S£f>iercn r bureb
a) bie eben empfohlene Oieinlicbfeit,
b) SSermeibung alleä unnötigen ©epappeS ,
baS ben 3n--
fccteit Slabrung gewährt,
c) Steinigung ber Sibliotbef Bon ben, befonberä im $erb-
jie, ficb einbringenben unb bafelbff ihr SBinterquartier
fuebenben gliegen, JRaupen, Spinnen u. bgL
Änmerfung. 3n biefer ^»injtcbt ftnb Saum- unb
©arten-Änlagen, wo möglich, auä ber SJläbe ber Sib--
liotbef $u entfernen.

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, 1

5
d) (sorgfältiges Ebhalten unb SSertreiben ber SRäufe,
Watten, glcbermäufe, SSäget u. bgl.

3) Sicherheit oor mutwillig befchäbigenben ober raub-


gierigen Wlenfcbcnhänben, burch
a) genaue '2lufjtd>t auf bie gremben, bte bie Sibliothef
fet>en ober benähen wollen, unb auf bie $anbwerfer,
bie in berfelben elwaS ju arbeiten hoben,
b) Serwahrung ber Spüren unb genjfer gegen biebifdje

Unfälle
c) pünctliche Eufjeichnung ber auSgeliehenen unb
d) genaue Unterfuchung ber auSjuleihenben unb ber wie*
ber jurücfgeftetlten S3üd>er.

§. 2 .

II. Drbnung i n i 6 1 f o n b 1 1.

*
©ie »erfchiebencn Wücffichten, unter welchen 33ü«
d) er aufgefucht werben muffen , machen auch eben fo » e r=

fchiebene £>rbnungen in ber Ginrichtung ber Sibtiothef

felbft nöthig. Um aber biefc genau beflimmen ju tonnen,

muffen wir hi« jene oben CÄbfchnitt I. § 5.) auSeinanber

gefegten Wucffichten auf ihre einfachen Glaffen jurüdfüh--


ten ;
bann wirb ffd> »on felbft einer jeben berfelben bie ihr

entfprechenbe Srbnung gegenüber jteHen.

2CHe »erlangten Sucher müjfeit nämlich aufgefucht wer«


ben entweber
A. Wach gewijfen Warnen ober Sit ein.
3£lphobetifd)e ßrbnung ber Serfaffer ober
ber Süchertitel. £)ber
B. Wach gewiffen wiffenfchaftlichen Glaffen.
tflphabctifche Srbnung ber Warnen biefet 355

i

fenfehaften. «

C. Wach beflimmten befonbeten ©egenflänben.

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6
ÄIpbabetifdjejDtbnung ber Kamen bet ©egen-
ff a nb e.

Änmerfung. Dt« fo beliebte ftjflematifcbe Drb»


ituttg, reelle man I;ier »ermiifen wirb, ifl (tote wir
in bet golge *) fetjen werben) ein eben fo unjurei-
dtenbeS, ja gattj jwecfwibrigeS, alS aufterff
mübefameS SWittel jur ©rreiebung beS ^icr sorge--

fletften SwetfeS, weither bureb ganj ungejroun*


ge ne ©pecialfataloge über bie befonbern wif*
fenfdwftlicben (Haffen , unb bureb einen a 1
1 g e nt e t--

nen alp^abettfd>cn JKeatfatalog »oUfommen


unb mit weit liicbttfer 9RüI;e erreicht werben fann.
D. 9?acb gewiffen 8änb ern unb Drtfcbaften.
©eogtapbiftbe ßrbnung.
länmerfung. Da aber getnber unb Drtfcbaften in
bent allgemeinen alpbabetifcben Siealfatatoge,
alS ©egenfiänbe bebanbelt werben, fo ifl eine
befonbete geograpbifd)« Crbttung wobl entbehrlich*
E. 9lad? ben ©praßen, in welken fie abgefafjt ftnb f
fPbilplogifcbeDrbnung.
Änmerfung. Skrffebt ficb nur oon ungewohnt i-
cben ©pracben; benn niemanb wirb wobtinDeutfcb--
lanb ein eigenes SSerjeicbnifj aller beutfeben 38üd>er
»erlangen; wobl aber ber oricntalifdien , ruffifeben,
amerifanifdben u. f. w.
F. 9lacb gewiffen j3 e ft r au m e n.
(^btonologifcbe jprbnttng.
'Änmerfung. eigentlich nur bei ben Igncunobeln
jroecfmäfjig.

*) ffitfpnber* im eierten Xbfcbnittc § * lief« I. S&eile«


unb im trgtn 3f b f d) n i 1 1 e be« Ul. 5£ $ e i I e ä.

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:

G. SJlad) befonbern ßfgentbümlicbfeiten gewif*


fcr SSBerfc ober einjelner ©remplare.
(Sine ber angeführten Srbnungen mit lj)iflorifd)*f ri*
tifcbenSJemerfungen.
SDie 3R i 1 1 e l jur ^erjtelliing biefer iDrbnungen finb
I. 2£uf fleltung ber Sfidjer felbjl, unb
II. SScrgetc^ntffc über biefelben.

@§ ift aufjer allem 3weifel, bafj fid> ein SMbliotbefar

»iele Arbeit unb beträchtliche .Soften erfparen fünrtte, wenn


e§ möglich wäre, alle biefe iDrbnungen, ober wenigjtenS nur
©ine berfelben mitteljt Aufhellung ber 35 ü eher
felb jl in ihrer jwccfmäfjigen Söollfommenbeit auSjufübren,
unb baburd) ber Anfertigung eineö JiatalogeS überleben ju
fepn. Qi Berlobnt ficb alfo wohl ber 5)tübe, eine oorläufige
Unterfucbung über bie ÜRöglicbfeit eines folgen Unternel)»
menS anjultellen, ebe wir eine befiimmfe Anleitung jur Auf*
jlcllung ber 35ücber unb SBerfertigung ber nötigen .Kataloge
geben ; wir muffen baber
I. bie 33 ebing ungen ber 9R 6 glich feit alles
2)
iDrbnenä überhaupt fefifefeen, unb
II. unterfueben, obunb inwie ferne biefe S3ebingun-
gen beim
A. Srbnen ber 35üd>er unb
B. ber Sitel'-Kopien flatt ftnben fSnnen.

§. 3.

ßebingungen b e t 231 5 g l idj t e i t Jlld OtbntnS.

1. 5Bon ©eite ber ju orbnenben ©egenftanbe:


1) allgemeine 85ebingungen:
a) ÜJtebrbeit ber ©egenjtSnbe,
b) S3eweglid)feit jebeS einzelnen ©egenjlanbe«.

befonbertin 4)inftcbt jeher gegebenen Srbnung.


8
SSeflimmte SWerfmale, tie jebem ©egenftanbe fei-

nen unzweifelhaften 9Ua£ in ber gegebenen ßrbnung an-


weifen.
II. Son ©eite be§ ßrte«, wo bie ßrbnung bcrgefteHt

werben foH.
•funlängtichcr Siaum
1) für alle ju orbnenben ©egenflänbe überhaupt, unb
2) für jeben ein je Inen an bemihnbetreffenben^lahe
inSbefonbere.
III. SSon ©eite beS orbnenben ©ub j
e c t e §

1) ein bejlimmter $)lan für bie f>erjufleHcnbe 5Drb-


nung, unb
2) fe fl e ©runbfäfce für bie Ausführung biefeS planes.
I

§. 4.
JCnrotnbung auf b a « Crbnen b t r £B ü cb c c.

I. SBebingungen oon ©eite ber ©egenflänbe.


1) SR ehr heit.
©cbon ber SJegrijf einer SBibliothcf fe(st eine Anjahl ober
SRebrhcit ber 33ücher oorauS.
2) S3eweglid>f eit.
©obalb zwei ober mehrere SBerfe in ©inen S3anb ju-
fammengebunben finb, fönnen fie nicht mehr als be-

weglich angefehen werben. 2)a nun in einer jeben SMbliothef

eine grofje SRenge fleiner Abhanblungen, unb fogar SBerfe


oon beträchtlichem Umfange ftd? oorftnben, welche mit an--

beren, manchmal oöUig heterogenen SBerfen ober Sßerfchen


in ©inen S3anb oereinigt ftnb', fo würbe e§ einen ungeheue-
ren Jtojlenaufwanb erforbern, alle biefe, bie fogar manchmal
einen febr fchäfcbaren ©inbanb haben, auSeinanbcr ju reijjen,

unb jebeS einzeln einbinben ju lajfen, um ihnen bie jum


ßrbnen etforberliche ffieweglichfeit ju berfchaffen: unb »el--

4>er Siteraturfreunb würbe eS nicht bem Sibliothefar mit

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: ! :

9
S?ecf»t warben ,
baß er bie auf biefe Sfolirung, eergeubeten

Sofien ber ftnfdiaffung neuer 2Bcrfe entjogen f>abe ?

3) &ie Sföcrfmale, bie jebent ©ibliotbefwerfe feinen


$>lab in ben erforberlicben Srbnungen anweifen muffen, flnb

folgenbc
a) 3n Siücfftcbt ber alpt)abetifd)cn JDrbnung bet
tarnen, ber Warne beS SSerfafferS, ober in
Ermanglung btffen, ein ausgezeichnetes 2Bort
b e § SitelS felbfh

9Bie unbefiimmt, unb wie sielen 3weifcln unterworfen


aber biefeS ÜKerfmal fco, erbcllet mehr als jur ©cnßge auS
ben im jweitenS'bciic folgcnben SSerbaltungSregeln bei
ber SBerfertigung ber Sitclfopien unb beim £>rbnen berfelben
inS 'Älpbabet.
b) Sn SRücFfirfjt ber atpf)abctifd>en ßrbnung ber Flamen
ber SBiffenfcfyaften ober ber einzelnen ©e-
g e n fl ä n b e ergeben ficb beim Srbnen bie nämlichen
©cbwierigfeiten.
c) SBollte man bie S3ücber in eine geograpbUdje
£) r b n u n g bringen, fo böten ficb zweierlei Steif male bar

a) bicSejiebung beSSnbalteS auf £änber ober


iCrtfcbaften, unb
b) b e r X) r u cf --
ober 83erlagSort eines jeben -SucbeS.
a) STlacf) biefem fKerfmale fönnte man, ohne inS £äcber--

licbe ju serfaHen, nur bie biflorifcbcn, geograpbifd>en,


flatiflifcben, politifdien unb bßtbflenS noch bie ftaatS--

redjtlicben SBerfe orbnen. Äber welche ganz eigentbüm--


liebe SSerlegenbeifen würben nicht bie soit Beit ju 3eit

ficb ereignenben üänberserfbeilungen unb ^roeinjen-


wecbfel b>crbcifuf>rcri ! 2lbgcfeben son ben oielen
©cbwierigfeiten unb Unbeflimmtbeiten, welche bei jeber
inS Detail gebenben ßrbnung in 2luffieHung ber S3ü>
d)cr unoermeiblicb finb.
10
b) Sficher nach biefem SJferfmale ju orbnen, fonnte t>8d?^

ffenS bei Sncunabcln gerechtfertigt werben ;


unb wenn
man betenft, welche SRengc Sucher entweber erbichtete

ober gar feine Drucforte angeben, wirb man ficb auch


bie bi« lieber jum Sorfchein fommeciben ganj befon-
beren ©chwierigfeiten leicht oorjlellen fönnen.
d) Sn Siücfficht ber p^ilologifcfjen ßrbnung, bie

©pra ch e.

man etwa bie SBerfe btr


5Rach biefem SDierfmale fönnte

fd)5nen Literatur, ber altenßlaffifer, bereit*


cbenttäter, bie Sib elau Sg a b en unb bie in bei unS
feltenen Sprachen abgefaßten Sucher aufhellen; aber
auch hift würbe man fid> in ©djwierigfeiten oerwicfeln, wenn
man ftcfj in »iele Unterabtheilungen einlaffen wollte.
e) Sn JRücfficht ber chronologifch en ßrbnung, bie

Sahrjahl. Sine ganje Sibliothef nach bea Saf>rsaf>-


len ber Sucher orbnen ju wollen, wirb wohl feinem »er*
nünftigenSibliotbefar in ben©inn fommen. $öchften§
fännte man bie oerfchiebencn SBerfe eines ScrfafferS unb
bie »erfchiebenen Ausgaben eines SBerfeS nach ihren
Sahrjahlen orbnen; aber auch ba werben bie oie cn 'Aus-
gaben ohne, ober mit falfcben Sahrjahlen bie ganje
ßrbnung feljr unficber machen unb bie übrigen ©chwie--

rigfeiten einer jeben betaillirten Aufhellung beträchtlich

vermehren.
Alfo fehlt eS benSüd;ern felbfi, jur $erflellung waS
immer für einer ßrbnung anbcjfimmtenSlerfmalen,
,

bie jebem berfelben einen un gweifeltjaftcn ^lab in


ber Sfeihc ber übrigen anweifen müßten.
II. Son ©eite beS ßrteS.
(SS wirb fchwerlich eine Sibliothcf geben, wo eS nicht no--

thig wäre, mit bem JRaume fchrfparfam ju fepn. Da


nun bei ber Aufhellung ber Süd;er, nach waS immer für ei*
11

ner £>rbnung, auf bi« fehr »erfchiebene ^)8f>e bet Format«


feine {Rücfftcbt genommen «erben bürfte, ohne baß butch
biefe SJücfficbt bie iDrbnung felbfl wefentlich »erflfimmelt wür»
be, fo mußten bie Säeber bet ©ücherfchränfe burchgehenbS
eine folcbe ^)Si)e erhalten, baß man in jebeS berfetben bie

größten golianten neben ben fteinften Safchenfotmaten auf*


ffetten fönnte ;
woju eS nicht nur gewiß in jeber Sibliothef

an SJaum gebrechen, fonbern auch baS ©anje einen fehr fon»


berbaren 2Cnbtief gewähren würbe: ja eS wäre off ßeib unb =•

EebenSgefahr babei, einen recht fcbwerfäüigen golianten in


baS oberfle gach eines S3ücherfchranfeS hinauf ju tranSpor*
tiren, ober auS bemfelbcn hofob ju holen.
III. 35a8 orbnenbe <5ubject fann unb barfin einer
großen Sibliothef (unb öon folgen ifl ganj oorjüglid) bie
Siebe) nicht eine ^erfon ferjn. es ijl a(fo auch nicht ge--

njtg, wenn ber 3>lan für bie herjufleHenbe £rbnung unb bie

©runbfähe jur Ausführung berfelben in ber einbilbungSfraft

unb bem ©ebächtnijfe beSSSotfleherS ber jfiibliothef erijliten;


fonbern jebeS 3nbioibuum, baS an ber herjufleUenben £>rb»
jutng mitarbeiten, ober bie hergeflettte Crbnung erhalten unb
nach ihrem 3wecfe benüben foU, muß mit eben biefem $ptanc
unb mit ebenbiefen ©runtfägen tnnigfl befannt fepn, fonfi

würbe baS ©efchäft einem babplonifchen SEhurmbaue ähnlich


werben. 35er ^Man jur herflellenbenJDrbnung muß alfo, nebft
ben ©rrmbfäfcen ju feiner Ausführung, auch außer bem
orbnenben ©ubjecte erifliren.

35a eS nun feinen folgen §}lan gibt, weldjer als aUge*

meine Slorrn anerfannt wäre , fo fleht eS jebem ©ibliothefar


frei, freh felbfl einen ju entwerfen. 3>iefer mag aber befchaf»

fen fepn, wie er wolle, fo wirb fichS bod> jebeSmal bei ber
Ausführung beSfelben febr halb jeigen, baß feine ber ir-

genb einem bibliothtf arifchen 3»ecfe entfpre*


chenben ßrbnungejt burch bie Aufteilung ber
:

12

Sücbet in iljret jroecfmafMgenSollfommer*


beit ausführbar fen inbcm e§ babei anbrei wefentlicben
;

Sebingungen btr SJJßgticbfeit gebrechen würbe nämlt ,

1) an Sero eg lieb feit jebeS einjelnen SBerfeS,


2) an Seflimmtbeit ber ©erfmale, nach welchen
fie georbnet werben fönten, unb
3)anbinlänglicbem9?aume.
§. 5.
Xnrotnbung auf b a e Drbmn brr SitrIȣopien.
©anj anberS »erhält c§ ft aber mit ben auf einzelne
Stätter getriebenen Site! --
.Kopien ; benn biefe haben
1) bie $Ütebrf)eit mit ben SBerfen felbji gemein,
2) bie »oUfommenjfe Se weg lieb feit,
3) bie 9R er finale ft'nb jroar bei ihnen an unb für ft
fo häufig unbcjtimmf, wie bei ben Sudlern felbfl; jebocbläßt
fid> bi« ter Mangel an Sefiimmtbeit burcb Siücfweife,
ober auch, wo man e§ nßtbig finbet, burcb Seroietfälti-
gung ber Sitel-Äopie erfeben, n>ctcf>e§ beimiDrbnen ber Sii-
cber felbfl ntt m5glt ifl*

4) ^inlänglicbenSiaum jum £>rbnen ber Sitel-


.Ropien gewährt jebet mittelmäßige SEifrf).

©urdb Kataloge f 5 n n e n unb muffen alfo


alle in einer Sibliotbef erforberlidjen £)rb«
nungen hcrgcftellt werben.

©rittet 2tbfdf)nitt.

§. l.
3Bie follen bi« 5Bü<h«r auf gefielt t »erbend
Um biefe grage grünblicb beantworten ju fönnen, muffen
wir fie erfi auS bem ©efi<h)t§»)uncte unfetS obcrjien ©runb-
fabc® betrachten, wo ftc bann fo lautet:

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; ? :

13
I. ©inb alle Sucher »on bcr Zrt, baß ße unter ah

lenobenangefübrfenSlücfficbten gefugt ju wer-


ben pflegen; ober
II. gibt e§ einige Wirten berfelben, bie »orjfiglicb
nur au§ Einer Siücffidjt interejfiren

§. 2 .

SBcrfc^ifben tjeit bet SS ü c& e r.

#u§ biefem ©eßcbtSpuncte fonbern ftc!) bie fammtlidjen


SBerfe einer ©ibliotbef in folgenbe 4jauptclaßcn
I. ©lieber, beren literarifdjc SSenütjung wegen ihrer Xo jt*

barf eit ober ©eiten beit nur in befonberä wichtigen gäl»


len unb unter ßrenger 2£ufftd)t erlaubt werben barf , — foge*
nannte ©ibliotbeffcbäfce.
II. SEßerfe, bie bem gewöhnlichen ©«brauche ge*
wibmet ßnb.
I.

3u ben ©ibliotbef febäben rechnet man:


A. ©lieber, bie ficb bureb einen foßbarenSinbanb
auSjeicbnen
B. burch eorjügliche SRiniatur-Semalbe, ßtigi*
nal*$anb$eicbnungen berühmter SJteiiler, ober
oorjüglich fdja^bare .Kupferßicbe ober $olj--
febnitte einen befonbern SBertb b<*ben.

C. SBerfe, bie auf befonber§ fcbäbbarcS SJfateriale,


j. ©. auf ägnptifcbeä Rapier, ©eibe, Pergament, 3>alm*
blätter, SftetaÜpIatten u. bgl. ; gebrueft, eingegraben ober
getrieben, ober mit ©olblettern gebrueft ßnb.
D. SBerfe, beren »or jüglicher SBertb in ihrem hohen XI»
ter, ihrer außerorbentlichen ©eiten heit, oberin bei--

ben zugleich befielt , nämlich:


a) ^anbfehriften,
b) 3ncunabcln,

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:

14
c) jfingfTt gebrucfte aber febr fetten« SBcrfc,
d) Prachtausgaben,
e) Exemplaria unica.
Änmerfung. hierunter »erficht man nicht nur jene
SBerfe, rooBon nureineinjigeSGxemplar ge->

b r u cf t roorben i|t, fonbern auch


a) Gorrectur-Gremplare (Bon ber ^anb b«S 85er-
fajferS corrigirt),

b) mit Schreibpapier burchfchoffene unb Born 85erfaffer


felbft ober Bon anbercn ©elehrten mit b a n b f d) r i
ft l i-

chen Stoffen bereicherte,

t) burch beigefchriebene infereffante JRanbgloffen,


eigenbänbige Zueignungen u. f. rc. auSge-
jeichnete,

b) mit^anbjeichnungen flatt ber ^upferjlich« , ober


mit SWiniaturen oon artijiifchcm SEBertl;e u. f. »• Oer*

febene,
t) als Stammbücher gebrauchte; mithin eingemalte
SEBappen, Sinnbitber unb eigenbänbige Senffprüche
u. f. tn. Bon merfroürbigen Pcrfonen enthaltenbe,
f) auf ungewöhnliches SRateriale, ober mit
© olb ober befonberengarbenatS «injigeS Gxem- J

ptar gebrurfte,

g) mit einem hiftorifch ober artiflifch merlroürbigen ober


auSgejeichnctfofibaren Ginbanbe Berfehene, u.f.w.
2CUe biefe SSibliotheffchähe wirb ein fluger unb oorftchtiger
ffiibliotbefar in einem woblBetwahrfen, befonberS abgefchlof*
fenen Eoeale aufberoabren, unb fte etwa, nach SÄafigabe ihre*

'ffnsaht, in fotgenb« Staffen abtheilen

A. Gig ent liehe jtofJbarfeiten (Prätiofen),


B. blofje Seltenheiten,
C. Seltenheiten, bie jugleich einen innern literari*
fchen SBertb hoben«
;

15
A.
Die eigentlichen Jtofibarfeiten ftnb entrocber

folche,
a) beren <5 i n b a n b mit (Silber, ®olb, @betjicinen, 9>er*

len, fünfilichen 6lfenbein--tfrbeiten, u. f. ». bebecft iff.

Diefe »erben am beften in ©laöfäften aufbereahrt, »o


bie neugierigen gremben jie jur ©cnüge anfcbauen, aber
nicht mit uncorftdjtigen ^»änben betajien fönnen
b) ober bie im 3nnern fchö^bare .fiunjibenfnta*
let enthalten. Diefe »erben fo »ie
B.
bieblofjenSeltenheiten, am füglichlten in Schub*
man fte nach ©utbefinben, ein*
laben »erfchloffen , »otauS ,

jeln h<cau$nehmen unb ben äBißbegictigcn oerjeigcn fann.


C
Seltenheiten, bie jugleid) einen inner itliferarifchen
SBerth haben, ohne ft ch burch foflbaren ©inbanb auäjujeich*
nen, pflegen in groften SJibliothefen fo jahlreich ju fepn, bajj
• fte in ihrer Eufiieltung eine befonbere ßintheilung unb £)rb*
nung erforbern, um jebeä einzelne 2Berf unter ihnen, nach
jebeSmaligem äßebarf, fogleich herauofinben ju fönnen. hier-
unter »erben hauptfächlith
•) bie ^anbf^riften unb
b) bie Sncunobeln »erftanben.

§. 3.

Xuffltllung b e c # a n b f th r t
f 1 t n.


Die alten^anbfchtiften interejfiren im Durchfönitte
hauptfächlich alö Denfmaler bet alten Sprachen;
mithin muffen fte oor allem nach ihren Sprachen au$ge*
fchieben »erbe«. Da aber bie altejhn.£)anbfcbriftcn auf f) er*
gament gefchrieben ftnb, fo fann man bei jeber Sprache,
»o eö bet Sieichthum crforbert, baburch fchon bie altern »on

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n

16
bcn neuern wieber abfonbem, baß ntan bie auf Pergament
jenen auf Rapier ooranfieEt.
£>ie Anjahl ber ©prachclaffen h«ngt »on bem großem
ober grringern Siorrathe ber batjin einfchlägigen $anb--
fdmften ab. 3n mancher SBibltotfjef wirb eä j. 85. genug fepn,
bie fämmtlidjen .gzanbfchriffen in

») lateinifche,
b) grieebiftbe,
c) orientalifche,
d) beutfehe, unb
c) bie übrigen Sprachen etnjutheilen; in mancher hin-
gegen werben, ihrer Stenge wegen, }. 58. bie h e b räi--

fchen, perfifchen zc., ober bie flaoifchen, bie

franjofifchen, u. f. w. wieber eigene Abteilungen


forbern. Stur treibe man biefe Abteilungen nicht fo fehr

inS .Kleinliche, baß nicht jebe berfelben wenigftenS


einen 58ücherfd>ranf anfüUe, unb lajfe fich bei ber
Aufhellung auf feine anberellnterabtheilung,
al§ bie ber breigormate, ein; benn wa§ man
etwa burch Unterabtheilungen erzielen wollte, fönnte un-

geachtet ber großen SSerlegcnheiten, bie biefe in bergolge

herbeiführen würben, bennoch (wie wir oben, Ab-


fchnitt IL §. 4 unb 5, gegeigt haben) burch bie Auf*
fleEung ber 58ü<her felbfl nur fehrunooEfommen;
burch befonbere Kataloge aber »oUfommen erreicht
werben.
3unächfl an bie eigentlichen .fjanbfehriften reihen ftch bic-

jenigen gebrueften SSBerPe, welche entwebet auf eingefchoffenen


weißen 58lättern, ober amdianbe, ober auf Sforfchußblättern,
intereffanteh<>nbfchuftlicbe58emerfungcn eom
Serfaffer felbfl, ober oon anbern gelehrten Sfännern, enfhal--
fen, ober benen eigentliche ^anbfdjriften beigebun--
b e ftnb. JDiefe £albb<Jnbfchriften »erbienen wenn ,
;

17
fit jablteich genug finb, tine befonbereßlaffe, ober rot-
nigflenS ein eigene« ©erjeicbnifä.

§. 4.

X u f |t t U u n 3 btt 3ntunabtin.

3ncunabeln nennt man jene Serie, bie von bet 1 1>?>i


Srfinbung ber ©uchbruclerfunft (mit bewegli-
chen SEopen) an, bis babin gebrucft worben finb,
wo biefe Jtunfi ben erften ®rab ihrer 83 oll*
fommcnheit erreicht batte.
Ueber bie Scftimmung ber ©ränjen biefeS Seitraumes
finb bie berühmteren giteratoren unter ji<b felbjt nicht einig.
®ie meifien berfelben nehmen biefen 3eitraum bis ju dnbe
beS 3abreS 1500 an. S ch e t b o r n *) finbet für gut, ihn bis
1517, Gngel,fPanjer unb 2tnbere bis 1520, Ä a f e t **) i

bis 1530, unb Uffenbach ***) bis 1533 auSjubehnen. @S


fleht alfo einem jeben ©ibliothSlar frei, nebfl anberrt ®rün--
ben jur ffiefiimmung biefeS 3eitraumeS, auch ootjüglich auf
ben gräfjern ober minbern ©orrath ber babin einfcblägigen
Serie in feiner ffiibliothet Stücfficht ?u nehmen.
2(uS bem nun fchon, bajj
©egriffe ber 3ncunabeln erbelit
fte 2>ru<fjahreS intereffiren
»orjüglich in ^»inficbt ihre«
unb in biefer ©ejiebung märe bie djronologifche £>rb*
nung in ihrer ÄufjieUung bie paffenbfle. 2£Uein, wenn wir be*
benlen, bafi auS oben angeführten ©rünben biefe JDrbnung
eben fo wenig, wie jebe anbere, butcb bie ’Xufflellung ber
©ücber in ihrer jwecfmäfjigen ©oWommcnheit ausführbar
fet>, unb bajj auch Sntunabeln nicht feiten wegen ihrem 3n-

*) Xnlcitung füc Sibliotielart unb Xrcbieart. SS. II. ®. 2.

**) Utbtt bie SRantpulation bei btcSinticJjtung tintr SSibCioChft Je-

6. 19.
***) Bibliotheca Uffenbachiana.

2
18
halte fclbfl gefugt tocrbcn, fo wirb c§am jwccfmäßigßen
fe»n, tiefe beitin rrbnungen in bic ©pcjial- .Kataloge
ju »erweifen, unb bic iöüdjer felbfi, bei geringer Än-

jabW ohne weitere fKücfjtcbt, inbie breigormatc (So-*


lio ,
JDuarto unb JDctaöo) abjufonbern ;bei großem 33 o r*
ratbe aber, je naebbem eS ihre SRenge ju erferbern fcljcinf,

nicht batirten oon ben mit 3abr jablen ttr ‘


etwa bie

febenen auSjufdieibcn ,
ober wenn bie SRaffe berfelben febr
ab l r e i cb iß bic batirten wieber nach 2)ecenntcn abju-
j ,

tbeilen; boeb fo, baß in jeber folcfcen Ableitung, nad) ‘ÄuS-


fd>eibung ber brei gormate, feine weitere fRangorb--
nung unter ben 33üd)crn Statt ftnbe. ®ie Siotbwenbigfeit
biefer SSefcbränfung werben wir im folgenben ’ttbfebnitte

bartbun.

Giertet 2Cbf#nitt.
§. 1.

Kuffteltung bet gemä&nlicbenBacbet.

Sie einjige .Klippe, woran alle bisherigen ©ibliotbef-

@inrid)tungen mehr ober weniger feheiterten unb notbwenbig


f^citern mußten, war baS 33crurtbeil, baß eine SMbliotbef
am jwecfmäßigßen eingerichtet fep, wenn bie fammtlicben

J8üd)erbis in bic feinßen Unterabteilungen


rein fpßematifcb aufgeßellt waren.
®ir haben unS aber bereits oben febon überjeugt, baß
überhaupt feine ber erforberlicben Srbnungen
burebbieXufßellungberSüeber in b r e r j w e er- i

mäßigen SSollfom menbeit ausführbar fe», unb


werben in ber golge (befonberS im britten Steile) noch
anfcbauücber bartbun, baß bic bctail lirt-fp ßematifebe
£5 r b n u n g , fogar in .Katalogen, nicht nur mit
19
ungemeinen ©chwierigfeitenjufampfenhabe,
fonbernfogar bem beabfid)tigten3wecfegänj--
Itcf) juwiberlaufe. ©eben wir alfo biefeS t>erfu^rerif4»e
SSorurtfjeil auf, unb mit werben baS bisher fo unauflösbar
fdjeinenbe Problem:
bie Suchet fo ju orbnen, baß überall
©leichartigeS beifammen ßet)t, unb fte
b e n n o ch m t f e ß ßlumerirung, berge--
, i l

ßalt in ihrer Drbnung ju firiren, baß


fein irgenb möglicher 3uwa<h$ btefe
Drbnung im minbeßen ßören, ober ben
Sibliothefar in einige Verlegenheit fe--
fcen fönne,
auf eine fehr einfad e Ärt unb mit leidster 5Kül)e ju löfen im
©tanbe fetjn, inbem wir nur in foweit fpßematifche
Abteilungen annehmen, als e$ bie burch feinen

fünftigen 3uwadj8 $u ßörenbe Sßumeritung


als Verbinbungömittel jwifchen ben
juläßf, bie,
Suchern unb ben Katalogen, baS fixere unb
fchnelleÄuffinben bcr erßeren (als ben 3wecf jeber

Sibliothef-- Ginrichtung) möglidjß beförbert.


Die Ä ti f ß e 1 1 u n g ber Sucher iß

«) butdi bie Abßufungen ihres V oleum enS, unb


b) burch ben biefen entfprechenben fßaum in ben Sü-
cherfchränfen bebingt.
SRan theilc bafjer

I. bie fämmtlicb oorhanbene Süchermaße in fo oiele


w iffenf <ha ftl i ch e g ä ch er ab, baß
a) feinS berfelben weniger, a l S einen; abci

auch
b) feinS mehr alS brei ober t> i er Sucher,
f d; r ä n f e anfüllt.

II. Dann fenbere man injebem bicfer S5d>cr bie


2 *

/
, , .

20
breigormate (in gotio, £luarto unb £cta»o •) au§, fo

bog ben golianten immer bit unterften ,


ben fluartantcn bie
mittleren, unb ben ßctaobänben bie oberen Sieben in ihren
©djränfen angewiefen werben; unb h“ tf o t>
l
in

irgenb einem biefer einmal angenommenen gächer eine »ei*


tere Unterabteilung ober Siangorbnung unter ben

iBüchern einjufübren.
!2fnmerfung. 9Bo man bie auf SS e l i n p ajp i e r ge-

Sucher (wegen ihrer ju großen ÄnjahO nicht


brucften

al$ Prachtausgaben befonberS jufammenjteHen


e*
wiß, ba follte man fich§ jur Siegel machen, bie 58

lin--£luartbänbe unter bie golianten, unb


bie Selin -ßctaobänbe unter bie ßuar--

tanten ju |Mcn, mit bencn jte in £infid>t ihrer

gtBh« übereinflimmen ;
weil fie fonfl burch ihr auffal*

lenbeS £eroorragen über ihre Nachbarn nicht nur baS


fluge beleibigen, fonbern auch burch bie übermäßige
grbobung ber ßuerbuter in ben Sücherfthränfen
eine beträchtliche Seffdiwenbung beS SiaumeS »erur--

fachen würben.
III. gnblich bejeirfjne man bie fo aufgcffeUten S3üd;er

mit ununterbrochen fortlaufenben Siummern; jeboch fo,


baß jebeS ber breigormate feine eigene, mit 1
anfangenbe Siummernreihe befomme.
SBenn man bann in ber golge jebeS neuanfommeitbe
SBetfinbemihm entfprecbenbengache unbgor-

•) ©ie Buobej«unb n o ö) Heineren gormate !5nnen


unb follen unter bie OcMsbinbe gerechnet unb at4 fcldje be=

hanbelt »erben
a) »eil bie Äuäftbcibung betfclbcn nicht feiten geofe
6<h»ierigteiten machen, unb
b) baii Xufßnben erfchwercn würbe.
*

21
mate am ßnbe anreibet unb mit ber nacbflfolgen-
ben nod) nicht vergebenen 9?ummer bezeichnet, fo
bat man biefe beiben ftcb ju wiberjheiten febeinenben 3£bfitb-
ten miteinanber vereinigt, bafj
a) überall ©leicbartigeS beifammen fleht, unb
b) bie einmal ^ergefleltte unb bureb 9?u>
merirung firirte ßrbnung bureb feinen 3u--
roacbS jemals gejtSrf werben fann.

§. 2.

3tcd)tfertigung btefet JCufUtUangJ-OTetbobe.

©ine ins Detail gebenbe fvflematifcbcXufflellung berSBfr


tber fann burcbauS nur alS eine b«Ibe9Kafjregel betrau-
tet werben, ba auS oben angeführten ©rünben unmöglich
fte,

in hinlänglicher SoUfommenheit ausführbar ifl. ®itbin barf


ber ©runbfafc ber ©cbicflicbfeit, ©leicbartigeS jufam»
men zu fielt en, nur in fo ferne berücfjicbtigt werben , als
fiel) ganz ungezwungene (Einverleibung er
eine j

beS fünftigen3uwacbfeS bamit vereinbaren lägt; b. b.


e§ barf nur in fo ferne ©leicbartigeS zufammengefleHt werben,
als man hierburd) in bergolge nicht genötigt wäre, bie neu»
angefommenen S8üd)er jwifeben bie febonnummerir»
ten einzufcbalten, wobureb eine SJIenge SJerlegenbeiten
unb Unorbnungen veranlagt würben.
.Rein ©etebrter finbet eS unanflanbig, bag j. SB. eineXuS»
gäbe beS Petrarca in golio in ber unterflen, unb, eine anbere
in ®uvbej in ber oberflen SRcibe beS nämlichen SSücherfcbran»

feS fleht. 2Barum fön eS benn nun gar fo anflögig fevn,

eine in fpätcrer Seit angefebaffte golto^ÄuSgabe beS Petrarca

anS ©nbe ber golianten in bem nämlichen gadje ju fletlen,

wo eine früher vorhanbene etwa in berSKitte fleht 1 ©oll


man, um biefem eing eb il b eten Uebelflanbe ju Heuern,
ben wirflicben Uebelflanb beS ©infcbaltenS mit
, : e ,

22
61pon e ti t e n jur >Regel machtn ? _ SBerfe, bie i^rem 3n-
halte nach fo nahe Berwanbt frnb ,
baß fit in btn nämlichen

<3d>ranf jufammen geboren, jinb immer gleichartig genug, um


feiner weiteren Unterabteilung &u bebürfen, moburd) ein ewi-

ges ßinfliefen beS 3uwad)fe§ unBermeiblich wäre, fo, baß über \


furj ober lang bit ganje SWumerirung feinen ©tich mehr
halten würbe.

§. 3.

<K c t b o b e , b i t S i b ( i o t
b e f in Rächer abgutbclten-

I. Der fpffematifche ^)lan, welcher bie 2fn jaf>I unb


ben Inbegriff ber ©ibliotheffächer beflimmen foH, fann unb
barf feiner ©ibliothef a priori Borgejeichnet werben, fonbtrn
muß erfl auS ber gräßern ober minbern 31 n j a h l ber Bor*
hanbencnSücherabgejogen werben, welche in biefe
ober jene 2Bijfenfcbaft einfehlägig ftnb.
spriBat--© ibliothef en, bie nur in einem ein-
zigen ©chranfe begehen, haben g a r f e i n wiffenfchaftliche

2lbtheilung notbig. ©ejfehen fic au§ jmei ©chränfen, fo

fann man fte meifl am füglichfien in ffificher ber ©erufS--


wiffenfehaft, unb folche, bie nicht bah in gehören^
abtheilen. ©inb brei©d>ränfe »orhanben, fo bürfte etwa
bie (Sintheilung in 1) © e r u f § w f f e n f ch a f t e n 2) U n- i
,

terhaltungSfchriften, unb 3; übrige SBiffen-


f ch a f t e n am paffenbfien fe pn u f. ro ( . .

II. Die TluSfcheibung ber©ücher felbji wirb auf

folgenbe 3frt am Icichtcßen bewerfftelligt


») Um nid>t jebeS ©uch $u oerfchiebenen ©alen ßffnen unb
baS Titelblatt beSfclben anfehen ju rnüffen, auch man-
djerlei ©crfiößen oorjubeugen, Berfche man ftch mif ei-

nem ©orrathe Bon jwei Jinger breiten ^apierfireifen


(welche wir dein leg je ttel nennen wellen), nehme
bann ein ©ud; nad) betn anbern, nad) ber Sieihc, wie fie

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23
juföDiger SBBeife (leben, fdjreibe obenan einem folgen
ßinlagjettel ben Flamen beb SSerfafferb, ober
£)rbnungSt»ort, nebfl Srucf ort
bab alpbabetifcbe
unb3abrjabl, unb oben barfiber bie^»aupt-
roiffenfebaft, in welche bab 2Berf einfdjlägig i(l.

®ann lege man biefen 3ettel fo in baS ©ueb, baf? b ab



betriebene gnbe fiber babfelbe beroorrage, unb flclle eb
fo roieber an feinen »origen (piafc.

b) ©inb alle ©lieber mit folgen Sinlagjefteln »erfeben,


bann burebfebe man nur bie @la(fen--©ejei<bnungen an
benfelben, unb bebe, juerfi aub ben golianten, bann auch
aub ben übrigen gormaten, biejenigen ©ücbcr aub, wel-
ebe in jene SBiffenfcbaft geboren, bie man alb bab er fl e

f»(lematif<be gacb annebmen will, unb riefcte fte

an einem befonbern $)tabe in eine beliebige Drbnung


c) 2>ie (leben gebliebenen fflücber rüefe man fo jufammen,
bajj, anflatt ber bureb bab 'ÄuSbeben entjtanbenen jer-

jlrcuten gfiefen, »on »orne herein ein ununterbrochener

leerer 9taum entjtebe, in welchem man bie aubgebobenen


unb georbneten ©ueber roieber aufflellcn fann.
d) 2Cuf bie nämliche 2Crt »erfahre man nach unb nach
mit ben Äuartanten unb iDctaöiflcn beb nämlichen

*) SSenn Mt einjuriehtenbe ®flch*rmaffe (tch in fotcher Unorbnnn9


bfftnbf t , bab bie serfchicbenen ffiänbe Sine« SBertcS nicht ein>
mal bei einanber Beben, fo roirb man biefe baburch am bequems
Ben jufammen bringen, reenn man bie, auf oben angegeigte Xrt
aufgehobenen, ffiüchev in bie alphabetifche Dehnung (nach ix»
auf ben Ginlegjctteln angegebenen Drbnungftohrfern) Bellt; roo«
bei fid) auch bi* *t®a oorbanbenen SDaubletten geigen »erben,
9iur mup man fleh ja nicht beigehen (affen, biefe alphabetifche

XufBedung auch ffic bie jiulunft beibehalten ju wollen, atil


baburch bat Ginfcbatcen bef 3umachfef mit ber Btumerirung

ber Sucher in bie fataleBe ßotfifton tommen toütbe.


24
gacbeS, unb bann auch mit ben übrigen glaffen ber
Sucher.
Stach SJoüenbung biefer Arbeit wirb eS fid> er(l jeigen,

welche «gmuptwiffenfebaften fo gab Ir eich befc^t fepen,


bag e$ ber SJtübe lohne , fit gweiobermebrerega»
in
eher abjufbeÜen; ober welche, ihrer Armutb wegen,
unter einen bäb**n Segriff jufammengefa-gt
unb ingingacb oereinigt werben follen. Auch wirb
man wäbrenb ber Anfertigung ber ginlagjcttel leiebt abneb*
men fönnen, in wie viele unb welche Abtbeilungen
eine gu reichhaltige £auptwif[enfcbaft auSgufcbeibcn fep um ,

ocrbaltnifjmäfjigeSBibliotbeffäcber gu erhalten, bie


man bann eben fo Cwie anfänglich bie 4>auptwiffenfcbaften
auS ber ganzen Sücbermaffe) auS ihrer ^»auptwiffenf^aft

wieber eins nach bem anbern guSbebt, um fie nach ihrer ßrb*
nung wieber aufjuftellen, nachbem man auf bem ginleggettel

etneä jeben SncbeS neben ober unter ber Angabe ber ^»aupt-
wiffenfehaft auch bie jener angenommenen Abt heil ungS-
61 affe beigefügt bat, welche nun als felbjijtänbigeS
Sibliotheffach bebanbelt werben foH.
III. SRan fann aber auch grofje Sibliotbefen, wenn man
wiH, in fo oielegächer abtbetlen, bag jeber einzelne
0chranf fein eigeneSgadj befömmt, wenn mannäm--
lich ein jebeS berfelben, ba$ noch gwei ober mehrere @d?ränfr
füllt, in eben fo oiele Abtbeilungen gerfättt, beren
jebe bann wiebet als ein felbjijtänbigeS gacb beban-
belt wirb.

IV. AIS ßeitfaben gu allen biefen ginfbeilungen bie--

nen bie brei ^Begriffe : Allheit, 83ielbeit unb ginbeit.


Stach biefen brei ^Begriffen fann man baS gefammtc Sleicb ber

IBiffenfchaften gleichförmig in alle mögliche Abtbeilungen, fo


weitman eS als gweefbienlicb erachtet, gcrgliebern; inbeni
man immer wieber jeben SBegriff ber ginbeit als

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25
bieXKbeit biefeS S3egriffe§ betrachtet, welche t»ie-
b e r eine83ielbeitunb g n b e t e n unter ftcb ^at. 3. 33.i i

») gncpelopäbie aller SBiffenfcbaften unb


Äün ft e ijl bie böchfl* 21 Ul? eit.
b) SSerfe, welche mehrere .£auptt»iffenfcbaften
in ftcb faffen, gehören unter ben ^ödjflen ^Begriff ber
83 1 e l \> e i 1.

c) 2Berfe, bie ft<h auf eine ^auptroiffenf^aft be*


febränfen, bilben ben SSegriff ber böcbffen ginbeit.
3ebe .gtaupttoiffenfebaft fann bann toieber al«
eine 211 lb eit betrachtet werben , bie ftcb in ihren gebt&fi*
ehern, ßompenbien, giteraturen u. f. w. barfletlt;

fo n>ie bie babin einfeblägigen Journale unb anbere »et*


mifchte «Schriften als g$ielbeit; SBcrfe über ein je l*
ne 3roeige berfelben 2Bi(Tenfcbaft aber als ginbeiten
anjufeben jtnb u. f. n>.

V. golgenbeS S3eifpiet wirb biefeS 33erfabren anfcbauli*


d)er machen:
A) #auptwiffcnfcbaft :^>b«Ii>fopbieim weiteren Sinne.
1) 2£llbeit: gebrbücber ber gefammten Q)bilofopbie tc.

2) ißielbeit: Sournale unb anbere »ermifebte Scbrif*


ten, ober folcbe, bie mebtere 2£btbeilungen ber 9)bÜ°f°Pbie

umfaffen.
3) ginbeiten: fPb'tlofopbie int engem Sinne, $)bbfty
SRatbematif ic.

B) §>hi(of ophtc int engem Sinne.


1) 2lllbeit: gebrbücber berfelben tc.

2) SBielbett: »ermifebte Schriften tc.

gin beiten: fpeculati»e unb praftifdje


3) fPbilofopbit.
C) Speculati»e^)bil»fopbie.
1) 2lllbeit: gebrbücber tc. berfelben.

2) ffiielbeit: »ermifebte Schriften.


3) ginbeiten: gogif, 9Netapbpfif, Äejlbctif.
,

26
es wirb jwar feine 58ibliotfjef in ber SBelt fo [reich feun,
baß man eS nßthig ftnben follte, bie fpeculatioe fPhilofophie

nod) in bie brei Abteilungen : 8ogif, Sfetaphnfif unb


2£efll)etif abtlieilen ju muffen; inbeffen wollte id) turch
biefeS SJeifpiel mit ber (philbfophi« nur begreiflich machen,
wie man auf eine fet)r einfadje Art jebe wiffenfdjaftliche (Hoffe,
welche man für ein S3ibliotheffach ju reichhaltig ftnbet fo ,

lange wieber abtheilen fann, bis feine biefer Abthei--


lungen mehr alS einen © ehr an f anfüllf, welches
nach meiner Ueberjeugung ba$ non plus ultra ber frjjtemati-
fdjen Einteilungen in einer Sibliothef, ober ber Focus ijl

wo ftd> bie (Strahlen beS SpffemS mit jenen ber jlreng=


mechanifchen Siejeichnung gauj ungezwungen e r- t>

einigen, unb worüber hinaus fie ftd> wieber jerfireuen.


VI. eben fo wie man nach biefen brei S3egriffen jebcS

ju reidihaltige gach in 2, 3 ober mehrere gächer gleichmäßig


»erteilen fann, inbem man, je nach bem SSorrathe ber äöü-
ef>er, entweber ißre SSielheit unb einheit
alS brei gäd)er abfpnbert ,
ober Allheit unb 83 i e l h e i t

als ein gach, unb bie Einheiten als ein zwei-


tes, ober jebe bereinheiten, ober mehrereberfel-
ben jufantmen, als befonbere gächer gelten läßt: eben
fofann man aud; mehrere ju arm befehle gächer
unter eine h8h«tc Einheit jufammen faffen unb
als Ein gad) b c h a n b e n. l

VII. @6 gibt auch wiffenfcbaftliche gächer, bie ihrer Sta-


tur nach mit mehreren .gjauptwiffenfehaften fo gleichmäßig

»erwanbt finb, baß man fie, nach erforberniß ber Umflänbe,


ju biefer ober jener ^auptwiffenfehaft jiehen fann, um ein

ju reichhaltiges gach ju oerminbern, unb bagegen


ein ju armes ju eerjiärfcn. So fann man j. 38. bie

"Äeflbctif jur 'J>bilofop^tc ober ju ben fchßncn


Äünfien; baS Slaturredjt jur 'Philofophi« ober jur

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/

27

fRecfy tälefjre; bie ßefonomie gur 5>?aturgcfd^id)te


ober jur StaatSwirthfdjaft, unb mit bicfer jur 9>o-
litif, ober am ßnbe fammtbieferjur fPhilofophie;
bie Äird)engefd)id)te jur ®efd>ichte überhaupt ober
jur S Geologie red)nen, ohne ftcf) auch oon bem jtreng-
flen Spflematifer einen geregten Sabel gugugiel;cn.

§. 4.

ffitfonbert Bect)altung*regeln beim Xufftclten bet


SB ü dj e r.

1) ®ie Suchet bürfen nic^t gufejl aneinanber gepreßt


werben, bamit
a) bie ßinbänbe bunt) ba$ .£erau§nehmen unb wtebet 3u--

rücffteüen nicht »erlebt werben,


b; bie 8uft burchftreichen fönne, um bie fKotten »on ben
Sücbern abjußalten,
c) um für ben fünftigen SuwachS, burch näheres 3ufammen»
rücfen ber »orhanbenen Südjer, am @nbe eines jeben

gadjeS unb gormateS noch auf einige Seit iptafc gewin-


nen ju fönnen.
Änmerf ung. 2Benn eS einmal bahin fommt, baß eS
bcnnod? am fpiafce ju mangeln anfängt, fann man
füf> bamit helfen, baß man oon bänbeteichen SBerfen
immer nur ben erften Sanb in ber Süei^e fielen läßt,
bie übrigen aber hinter biefelbe jurücfjleUt. Keicht

enblid) auch biefcS -Kittel nicht mehr hin, ^ ann


3eit, barauf ju benfen, wie man biefem Sache einen

neuen Sdjranf anweifen fönne, wcld;er burch locfereS


XuffteUen in einfachen Kcihen leicht auSgefüllt wep
ben wirb.
2) ßö fcheint in ber Katar ber Sache ju liegen, hei 2Cuf-

jtellung ber Sucher in jebem Gebraute mit ben golian-


ten, b. h- »on unten aufwärts ben Anfang ju ma'
28
d>en ; eS ifl alfo weit natürlicher ,
bie Sleihen bcr Sudler
überhaupt unb ihre fJlumerirung eon unten aufwärts, als
non eben herunter jleigen }u taffen.

3) kleine Srofcbüren, bie feinen fleifen Crinbanb


haben, würben ju oerfthiebenen Unorbnungen Einlaß geben,
wenn man fie fo, wie fte finb, unter bie übrigen ©fidler
auffleUen wollte; man »erfebe ftch alfo mit einer hinlängli-
chen 2fnjabl gutterale für jebeS gormat, unb flecfe fie ba
hinein ,
wofiealSjufammengehunben betrachtet,
unb boch auch einjcln herausgenommen werben fönnen.
ßuet-- gormate werben jebeSmat um eine
4) J)ie
j. S. ßucr-golio unter bie ßuartan-
©tufe hinauf,
ten, ßuer-ßuart unter bie ßctaoiflen gefegt, wohin
fie ber ^>6he ihrer 81 ü cf en gemäß gehören *).
5) (Sin Sanb , in welchem fich 2B e r f e t>on oerfchie-

benengormaten jufammengebunben befinben, wirb bem


größten feiner gormate beigefeUt, fo auch ein 2Berf, wel-
ches mit weißem fPapier bon größerem gormate burcbfdjof'
fen ifl, fommt jebeSmat ju biefem größeren gormate $u fie*

hen ; weil man tS bei ber Eufflellung bcr Sucher mit bem
Slaume ju thun hat, mithin nur bie äußere gorm be-

rücffichtigt werben barf.


6; SEBerfe, bie noch gortfefcungen $u erwarten h«--

ben, muffen, fo oiel möglich, immer als bie Siebten einer


8J e i h e aufgejteHt werben , um bie nachfolgenben Sänbe
ober #efte ihren Sorgängern ohne Umflänbe anreihen ju
fönnen.

*) <St iß nicht feiten ber galt, bag einSBetl, »eiche« in du er»


golio gebrudt iß, einmal mit auftgebreiteten Blättern, al<
duer«goliant, ba« anbere SKal aber mit gefällten Blättern, als
sittlicher duartant narfommt. Bach obiger SBcrgattungCs
reget fcmrnen ße bann treibe jufammen.

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:

29
7) 9J? an d? e SB e rFc muffen t>on feen «oDflänbigen au$--

gefonbert unb an einem eigenen ^lü|c jufammengeflellt «er-


ben, um fte leister überleben unb auf ihre mögliche (Somple--
tirung bebadjt fet>n ju fönnen, menn man nicht lieber ein

eigenes SJerjeicbnifj barübet führen will.

8) Solche JBänbe, in benen fi<b j«ei ober mehrere


SBerfe jufammengebunben befinben, «erben in je--

neS gacb gefleHt, «obin baS erfle berfelben gebort.


9) Sin .jjauptübelflanb in ber ÄufjleUung einer ffiiblio-*

tbcf ifl eS, «enn bie »erfcbiebcnen gormate einer unb


berfelben «iffenfchaftlicben (Haffe nicht genau überein-
anber flehen, fo baf? j. 35. bie golianten einer Glaffe unter

ben Quartanten unb Heineren gormaten einer ganj anbern


(Haffe fortlaufen, «elcbeS bei unbeweglichen gacbbretern in
ben Sücbcvftbränfen fafl burcbauS unoermeiblicb ifl, ba man-*
ehe SSiffenfcbaft gröfjtentbeilS auS golianten, manche hinge*
gen fafl auS lauter Qctaoijien ober Quartanten befielt

barum follen jene unbcroeglicben fflreter burcbauS in feiner

©ibliotbef gebulbet «erben. Sei auf 3abnlei|fen rubenben


Sretern aber ifl eS eine leichte unb ftcb febr lobnenbe Sffiübe,

auS bem ffängenmafie unb ber 3abl tiefer Steter in einem


©cbranfe ober gacbe, oerglicben mit bem Uängenmafie ber
babin gehörigen Sücber--9leiben eines jebin germateS, baS
SBerbältnif? ber brei gormate }u einanber ju beflimmen, um
ju erfahren, mie viele gacbbreter ben golianten, roic viele

ben Quartanten, vnb «ie viele ben Qctaoijlen einjuväumen


fetten, bamit biefe brei gormate eines gacbeS jebeSmal in
einer fenfrecbten Üinie übereinanber anfangen;
unb eben fo auch in einer fenfrecbten ?inie aufbören. SS ifl

hiebei gar fein Uebelflanb, «enn in Sibliotbeffäcbern, «o

ftcb feine golianten befinben ,


bie unterfle Sfeibc mit Quar--
tanten, unb «enn auch biefeS gormat mangeln follte, mit
Qctaoijlen befefct «irb; fo «ie eS im ©egentbeile fein liebet

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30
(tanb i(t, wenn in einem anbern gad?e 3 ober 4 Steifen go-
lianien übercinanber ju (leben fommen.
Dtcfe Äbgefcbloffenbeit ber brei gormate eine« (eben ga-
cbe« wirb burcb nicht j u bobe unb nicht j u breite® ü-
cherfcbränfe ungemein beförbert; benn wo biefe ju breit
ftnb, ereignet e« fid> nid;t (eiten, baß hie unb ba ein gadb
eben noch ber «g>älffe eine« folchen Scbranfe« beborf ; mitbin
ba« nöct(Ifolgenbe gach mitten im nämlichen Scbranfe an--

fangen foH. SZBo fich alfo ©ueberfebränfe beftnben, bie über


6 Schube breit finb, ba laffe man biefe oor 'Ädern burch fenf-
redite Scheibewänbe abtbeilcn ,
wobureb jugleicb ber Unan-
nebmlicbfeit oorgebeugt wirb , bafj bie mit febweren golian--
ten belabenen gaebbreter (ich nid)t in ber fDtitte abwärt«
fenfen unb am @nbe fammt ihrer fia(l ben 3abnlei(len ent-
fcblüpfen unb berunterfaUen, ober boeb wenigjien« bie bar-

aufjlebcnben ©ücber in fchiefe Stellungen jwängen u. f. w.

fünfter
§. l.
9iotfn»enbigfeit, bie pergeftettte Drbnung ju
e r b* 1 1 e n.

9Ser etwa ber Meinung fepn foHte, mit einer planmäßi-


gen ÄuflleUung ber ©ücber unb ben nötbigen Katalogen fco
bie ©rauebbarfeit einer ©ibliotbef »ollenbet, ber bebenfe
golgenbe«:
1) Die aufgeflellten ©ücber fönnen nicht immer an
ihrem ^pialjc (leben bleiben; fo oft alfo

«) ein ©ueb jum ©ebrauebe bcrau«genommen ifl, wirb


e« entweber gar nicht tnepr, ober nur nach befd;werli--

djem giachfumen, an feinen oorigen 9>la« ge-

bradjt werben fönnen.

Digitized
31
b) ©erben einjefnc S3ücher nach unb nach, burch wa§ im.-

rner für 3ufälle, an unreife £>rte geflellt, fo ifl

eS, ohne anbere Sßorfebrungen, faft unmöglich, biefe


Unorbnungen ju »erbeffern.
c) ©enn nun gar, wie eS ftch manchmal ereignet, bie

S3ücher eines ganzen gdjranfeS ober SaaleS in einen


anbern Schranf ober @aal »erfefet, ober bie ganje
S3ibliotbef eingepadt unb an einen anbern £)rt
tranSportirt werben mufj ; wirb ba nicht ba$ ganje
mühefelige <Scfrf>äft be$ JDrbnenS »on 9Jeuem begonnen
werben muffen t

2) Sie SReoifion ber S3ibtiotf>ef, welche oon 3eit ju 3eit


nothwenbig ifl, wäre fafl eben fo mühefam, al§ bie erjlc
‘ÄuffleUung ber SSüdfer felbft.

3) ‘ÄuS ben Katalogen fönnte man nur erfehen, ob


biefeö ober jenes 33uch in ber SJibliothef fep ; wo eS aber

flehe, würben fie nicht nachweifen fönnen.

2. §.
SBtjridjnung ber Sü$ e r.

2(Ilcn biefen 5Kifjlid>fciten fann unb mufj burch eine


jwedmäfi'ge äße jeichnung ber ®ü cb e r abgeholfen wer--
ben. Unter ben »ielerlei ®etf)oben, bie iBüdfer ju bejeidj*
nen , hot fi<d> aber folgenbe alö bie in jeber ^»inficht einjig
jwedmäfjige erprobt.
1) 83or Mem laffe man ftd) für j e b e § wiffenfehaft-
I i rfj e S a ch ber äßibliotbef einen tüchtigen SSorrath ©chilb.-

d;en (etwa einen halben 3ott ober 8 fiinien inSSeoierte ober


in ooaler gorm) lithograpbiren unb auf burch unb burch ge-
färbtes *) Rapier abbruefen, fo bafj in einer leichten 6in-

*j Ca« cinfritig gefärbte Rapier serliert burch bie @inwir!ung


bc« Sicht* feine garbc. 9£adj ©utbefinben tann man aud) bie per:
fd)iebcnen iBibliotbetigädjcc burch perfchiebene garten aber gehüb-

ten au«jfid;nen.
32
fafTung auf jcbem tiefer ©chilbchen
bie abgefur 4 te S8e--
ncnnuns *>«* »a$c« unb unter
biefer ein hinlänglich
leerer JHaurn für bte Summer
be* Suche* ft d> befinbe:
unb um jebe Sorte biefer
©chilbchen, nach »ebarf, gleich
bet ber ^anb u haben,
4 cerfche man fleh mit eben fo oiefen
«^ad-teldbcn, al* gächer in ber Sibliothef
feffgefefct
rmb, tag jetem gache fein
fo
eigene* ©cha"chtelchcn
juge-
fheilt »erbe, unb jebe*
berfelbcn, burd>
Äufflebung eine*
er bann beftnbltchen
©cbilbcben auf ben ©ecfel,
feinen In-
halt »on aufjen bcmerfbar
mache.
5K “ £f '" eineS ben «ufgeflellten
i*
® 2?.
ein folcfjcä ©djtlbchen
mittClfl eilusS 9Utfn »“Wabawpe« *)
aufgeflebf, unb a»ar
a bt So ianten obc ", bamit man ftch nicht »
e
\
ttef
rL- a[
muffe, um bie ©chilbchen u
bucfcn
u
4 lefen; bei ben
ubrtgen amei Formaten aber,
»eiche höher au
flehen fommen, am un t e rn <?n be be* Stucfen*.
b) ©ehr bunne Sa'nbchen ober Srofchuren, beren
fRucfen 4u fchmal ifi, »erben am fug*
ihre ©chilbchen
Itchffen an ber obern ©cf e recht* neben bem
Si tiefen erhalten, »o fie entroeber anfällig über ben
nachflen äBanb heroorragen, ober, um ba*
©chilbchen
fichtbar 4 u machen, nur ein flein roenig oben
h«rau*ae-
rueft 4 u »erben brauchen.

3) Sann fdjreibe man auf bie


innere ©eifebe« »or-
deren ginbanbbecfel* in jeben 5B«„b bie
abge-
furj te 33 e n en nung be«
gache* unb bie Slumntet be*
SBerfe* mit SBleiflift, unb ari<hnc biefe lefctere au--
gleich mit ©inte in ben leeren 9iaum be* Stü-cfen-
fchilbchen*.

*) Dicfer wirb btep


an« 3>cr 9 amtntleim unb 6tJrtme(>t
»erfertiat
«cw5bnti.t,.r SKeblpapp barf bu.cftan«
nicht gebraucht werben
benn biefer locft bie fflotten an unb füttert (Je.
33
©ei ber 9tumerirung ber Sucher ftnb folgenbe Regeln
iu betroffen:
A. ©ei jebem gormate eines jeben gacheS
fängt man in bet unterjlen Seihe linier ^anb
mit 1 an, unb läßt bie Sailen bergeflalt burch ba$ ganje
gormat fortlaufen, bafj man »on bem ßnbe einer jeben Seih«
immer wieber in bie junädfji barübet ftehenbe aufjleigt, wo
man wieber »on ber Linien jur Sechten numerirt; unb wenn
ftch ein gadj auf mehrere ®d?ränfe auSbel;nt, fo fpringt bie

Slummernfolge jebeSmaloon beroberftenSücherreih«


eines gormateS in bie unterjieSeihtbeSnäm*
licken gormateS im nach (len <5<htanfe hinüber,
wo man in ber nämlichen 2£rt ju numeriren fortfährt.
B. SBenn ein 355 e r f aus mehreren ©änbtnbe*
fleht, fo befommen alle biefe ©änbe bie nämliche
91 ummer, bamit auch fünftigegortfefcungen berfelben ohne
alle Umflänbe ebenfalls mit ber nämlichen 9tummer an ihre

eorgehenben ©anbe angereibet werben fönnen.


mehrere äBerfeinßinen ©anb jufam*
C. @inb
mengebunben, fo erhält barum biefer ©anb nicht mehr
als eine 92ummer.
Xnmerfung. 3um fcbneüen Xuffinben beigebunbener
SBerfe wirb eS fehr bienlich fetm, wenn man am SEi*
telblatte eines jeben berfelben eine etwa 3 8inien h«r*
»orragenbe Steffel »on weifjem Pergamente an*
bringen läßt, unb biefe, in ©änben, wo fich mehrere
berfelben befinben, mit i, 2, 3 u. f. w. numerirt.
Een ferneren ©ebrauch biefer 9tummern werben wir
weitet unten erflaten.
D. ©ücher, bie nach »olljogener 9lumetirung
erfiin bie ©ibliotbef fommen, werben in ber Glaffe, wohin
jtt ihr 3nha(t beflimmt, nach bem lebten ©anbe ihres gor*
mateS aufgefltllt, unb mit ber in biefem gormate
3
; 5

M
nodf ni d>t oergebenen nächflen Kummer be-

zeichnet.

E. 3n bet golge fönnte man auch bie Kummem-Scbilb--


d>«n Born Buchbinber mit golbcner ©djrift, gleich ben
&itel*®(hilb<btn, auf ben Slücfen ber Büch« anbringen taf-

fen, inbem man ihm


•) bei neuen Büchern bie gadbbejeichnung unb bie Kummer
jebeö einjubinbenben Buchet angäbe
b) bei ben fchon gebunbenen aber bürfte er nur baS auf»
geftebte papierene ©«hilbchen ablöfen unb baS feine an
bejfen ©teile fefcen, ober roenn noch feinS aufgeflebt
wäre , bie gachbejeiehnung uub Kummer oon ber innern
©eite beS Borbern @inbanb»2>ecteiS abfehen.

§. 3.

QigcnttümUfhe S3*r}üat biefer ÄttffttUttna»-' «nb


Siumtrirungö-SKei^obe.

35iefe fKcthobe entfpricht offenbar ber 3bee einer


Ztoeef mäßigen Bibliothef * einrichtung oell--
tommen; beim
I. fie Bereinigt eine hinlängliche fpjiematifche
ßrbnung mit einer burch feinen nt ö g ch e n 3 u n> a &)
I i

jerflörbaren girirung berfelbcn; b. h-


1) fie fteUt alle Berte , beren Snhait in d i n e X b t b e i*
lung be6@pjlem$ gehört, in einen nicht ju auöge--
breitetenhRaum jufammen.
2) Sebeö herauSgenommene Buch wirb, burch bi« auf
bem 9iücfen--Cichilbchen Bon außen fühlbare Bezeichnung beS
gacheö unb ber Kummer, toieber anfeinenbefiiramten
9>la6 hingemiefen.
3) SSJenn auch «in mitten in einer JKeihe flehcnbeS 2Berf
fo Biel 3umach§ Bon nachfommenben Bänben erhält, baß
oiele Bücher Bon einet SReihe in eine anbere hinauf, ober auch
35
in einen anbern Scbranf hinüber gerücft werben muffen, fo
barfbennocbfeineStummergeänbertwerben.
4) üBenn fogar bie ganje ©ibliotbef eingepaft unb an-
berb »ob«n tranbportirt, ober bei unerwartet broben--
ber Sefabr tumultuarifcb burcbeinanber gewor-
fen würbe, fo fSnnte fte bcnnotb burcb jebeb unflubirte, nur
beb SJefenb funbige 3nbi»ibuum in jebem anbern gocale mit
;

leidster ÜHübe wieber in ibreroorigeniDrbnungauf-


gefiellt »erben, ohne bajj aud> nur bie geringfle Äenbe-
tung in ber ©ejeicbnung bcr Sucher borgenoramen werben
bürfte.

5) @ben fo »ebl ifl man auch »or ber Unannebmlicbfeit,


in ben .Katalogen manchmal bie Sejeicbnungen
bet 35 ücbet abänbetn ju müffetit eoüfommen ge--
fiebert.

II. @ie beforbert bab fcbnelle Äuffinben ber ©ücber fo


«iet nur mäglicb ifl; benn
1) wennmehrere (beflimmte oberunbeftimmte) 2Ber*
fe »on ähnlichem 3nbalte gefuebt werben, ehe noch
bie bi«}« nötigen .Kataloge angefertigt ftnb , fe fteben fte in

ihrer fpflematifcben Äbtbeilung, wo nicht unmittelbar, boeb

in ber Stäbe, beifammen.

2) Äucb jebeb einjelne beflimmte ©ueb fann auf


bie nämlicbe Ärt, ohne langwieriges Sueben, aufgefunben
»erben, wenn ja ber alpbabctifebe 9tamen-\Rataleg noeb nicht
$u Stanbe gebracht wäre, welcher fogteicb bab gad), bab
gormat unb bie Stummerbeb t>erlangtenS3ucbeS angeben würbe.
III. Sie erleichtert ungemein bie manchmal nötige 9t e--

eifionberganjen ©ibliotl;ef; inbem man jebebmal


nur in jebem ffiibliotbef-gacbe bie Stumraernreihe eineb jeben

gormateb an ben Sdjilbcben ber ffiücber mit flüchtigem Äuge


burcblaufen barf, um ju bemerfen, ob feine Unorbnung ficb

eingefcblicben habe, ober ob feine Stummer abgängig fep.

3 *
36
IV. ©ie gewährt fogar ben SJortbeil, über jebe abgän--

gigc Rümmer mit leister ®üf)e unb ganj benimmt nacbmei-


fcn ju formen, wtldjeS 58 u d) f) i c r mangle, hieju
bient nämlich ein fe^r einfaches R ummern -Repertorium,
worüber wir uns fogleich naher erfläten »erben.

5. 4.

91ummetn = S?c))trtorium.

"(Sin Rummern--Repertorium ijt eine fichereGon--

trolleber'AufftellungunbSejeicbnungberSü*
ober, g ß r jebe Rummern-Reihe inber ffiibliotbe! muf
nämlich ein eigene^ RummenuRcpertorium angefertigt »er-
ben; b. b- jebeSgormdt in jebem gache muf fein befonbereS
haben.
2£m füglidjflen aber »erben fie wäbrenb ber2fnfer-
ttgung ber SSitel-Jtopien abgefaft, inbem man »on
jeber eben fertigen 35itel--JCopie aifogleicb bie Rümmer unb
baS DrbnungS--äBort in ben baneben, ju biefem Sebufe
»orbereiteten Segen einträgt. Die Seilage A foU bie §orm
eines folchen Rummern-RepertortumS anfcbaulid) machen.
Die Seflimmung berfelben i|i:

«) eine genaue Reoifion ber Sibliotbef möglich unb


leicht ju machen,
b) bei jeber abgängigen Rümmer fogleich baS «fehle nbe
Such befiimmt angeben ju fönnen,
c) bei ber (Sinoerleibung neuerworbener Sucher freier ju
fepn, baf man
1) feine Rümmer überfpringe unb
2) feine jweimal »ergebe, welches fonft leicht ge,

»enn eben baS legte Sud) feiner Reibe


fdjeben fönnte,
jum ©ebrauebe berauSgenommen wäre.
hinlänglich »äre e§ jwar, »enn man jebet Rümmer nur
ben Ramen beS SBerfafferS ober bei anonymen SOBerfen baS
37
fonßige alp&abetifd)« iDrbnungS-SBort an bie ©eit«
fefcte, weil man bann, mittelfh beffen unb ber 9?ummer, in
bem aßgemeinen alpfjabettfdjen 9iamen -Kataloge nötigen
gaflS bcn »oUflänbigen SEitel eines jeben 9B«rfeS finben fönn-
fe. tfflein wenn man biefeS 9ta<hfchlagen ju weitläufig finbet,

tarf man nur gleich anfänglid) fid) bie leichte ?Dlüt>e nicht

»erbriefen taffen , folchen JDrbnungS--2B6rtern, welche meh*


reren ©ü ehern jufommen, noch «in Unterfchei*
bungSroort beijufugen, wie e8 in ber ©eitage A gefihe-

hen ijt.

©ei SBetfen, bie auS mehreren SEfKÜ«* befielen r wirb


eS gutfeon, jebeSmal bie 3 ah t ber'©a nbe ober Riefte,
unb jwar jene mittelft rßmifcher, biefe aber mittelft arabifcher

Biffer im 9tummern--3ieberforium anjujeigen, bamit man bei

ber 9Je»ifion auch wijfen fonne, ob irgenb ein ©anb ober


.fjeft eines SBerfeS abgängig fe» *).
©inb einem 2Berfe ein ober mehrere anbere beigebunben,

fo fann man bie 3al>t biefer ©eibanbe ebenfaUS jwifdjen ( )


unb jwar eorn unter bera SrbnungSworte anjeigen, um biefe

Angaben »on jener ber 3abl ber ©anbe ober .f>effe ju unter-*

fdjeiben, welche am gnbe beS längtid)t»ierecfigten Stäum*


«hen§ angefeht werben. 9?ocb beffer würbe eS aber fenn, wenn
man gleich bie CrbnungSwörter ber ©eibanbe felbft unter je«

neS beS erften SöerfeS anfe^en woßte, mit welchem fte bie

nämliche 9iummer gemeinfchaftlich hoben.


SKittelfl biefer 9tummern--9iepertorien wirb eS enblich auch
nicht ju »iele STOühe !of!en, ben ©efianb bet ganjen
©ibliothef dn ©anben ober SGBerfen auSfinbig ju

*) Boi ©orfon. bie nodj gortfobungen gu ermatten ^aben, ftfcreibe

man bie 3ablen ber oorbanbenen Zbeiie nur mir Blciftift, bamit
man Pe bei jtber neuen gortfebung lei<bt abänbrrn rinne.
38
machen , worna<b fid> fo oiete Neugierige ju erfunbigen
Pflegen,

©edjöter 2C6fd)nitt.
§. 1.

SBie !onn «in« fehlerhaft eing ccl^tete S3i%Iio«^cC


»«<& tiefer OTethobe umgearbeitet werben?

3m
Allgemeinen laßt fidf» auf biefe grage feine beftiebi*
genbe Antwort ertbeilcn; mir muffen un« alfo ein wenig in«
2>etail ber »erfd&iebenen Ntetboben einfaffen, nach welken bie
»ibliotbefen gewöhnlich eingerichtet ju fef>n pflegen, um
bann bei jeber berfelbenlinSbefonbere unterfucben ju fönnen,
auf welche Art fte, obneauflangerc3eit »öllig un»
brauchbar ju werben, in bie jroccf mäßigere Niet&obe
umgewanbelt werben fßnne.
I.

®en Anfang wollen wir mit ber robeffen aller Siblio»

tbef--6inritbtungen.ma^en ; wir wollen alfo annebmen, bieSBu*


(ber feeen _ ohne alle fyflematifcbe gtntbeilung, ja fogat
ohne Abfonberung ber gormate —
aufgeflellt, wie fie nacb--
*) bloß in ber jDrbnung
einanbtr angefcbafft worben finb,
b) oom grjien bi« jum gelten ebne Nücfjtcht auf _
©cbränfe unb gormate__mit einer burcb bie ganje
JBibliotbef fortlaufenben Nummernreibe
bezeichnet, unb
c) im 4> e i n fi u S’fcbcn Sücber-gcrifon tbeiB ben barin »or--

banbenen SBücbertiteln bie Nummern am Nanbe beige=


febt, tbeil« bie bafelbft mangelnben Sitcl nebfl ihren
Nummern auf untetfcbojfeneö Rapier eingefebrieben.

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, :

. 39
©oll nun einefotche SBibliothef nachunferer ÜRethobe ura-
gearbeitet werben, fo »erfahre man bamtt eben fo, wie oben
CXbfchnitt IV. §.3. 9ir. II.) gegeigt mürbe. Um aber
wäbrenb biefer r>perafion baS Eufjtnben ber Sucher nach ih1

rer alten ©tnriebtung fo wenig als möglich gu unterbrechen,


beobachte man folgcnbe SSorftchtS-SRafjregeln
1) ©obalb baS erfle Sibliotheffacb, nach bem neu ange*
nommenen ipiane, auS ber gangen Sibliothef auSgehoben unb
an feinem befiimmten aufgeftellt i|f, laffe man fo-
^lafce
gfeicb auf jeben S3anb bie oben (Xbfchnitt V. §. 2.) be-

fchriebenen JRftcf enfcbitbchen auffleben, unb begeichne


b a S gange gacb nach ber ebenbafelbft angegebenen ÜRe*
thobe.

2) 3ugfeich »erfertige man auch »on jebtrn Sßerfe bie gum


Kataloge erforberlicben a:itel=Jtot>ien (wie unten im
II.Xh'tle, 2Cbfchnitt II. u.f.ro. ausführlich' gegeigt wet--
ben wirb) unb legebiefefogleich inalpha&rtifche
jD r b n un g bamit bie auS ihrer alten 9?ummernreihe herauS--
genommenen 2Berfe alSbalb »ieber mifteljt beS folchergejlalt
beginnenben ÄatalogeS aufgefunben werben fönnen.
3) Sann fahre man erfl fort, immer eingach nach bem
anb e r n auS ber bisherigen tfufjieUung auSguheben, unb jebeS
berfelben auf bie nämliche 5Beife erji »öilig gu begeichnen unb
gu fafalogiren, ehe man witber ein neues gach auShebt.
2Cuf bie 2Trt wirb bie »öttige Umarbeitung ber Sibliothe?
ben immerwährenben ©ebraud; berfelben wenig ober gar nicht
fiören.

II.

3(1 bie umguarbeitenbe Sibliothe? fchon in fnflemati--


f cb e g ä d) e r abgetheilt, bie aber theÜS gu auSgebreitet,
theilS foarmlich befe^t ffnb, ba(? fich gwei ober mehrere
berfelben in einem eingigen ©chranfe beftnben, fo t heile
man bie g u auSgebreitet cn gächer, nach unfern oben
40
(3C b f <h n i 1 1 1 V. §. 3) aufgefleHten ®runbfä|en, in jwei ober

mehrere ab, unb faffe bie ju fleinen unter einem


allgemeineren begriffe in ©in gaibjufammen;
trachte aber immer, fo »iel mbglidj, biealteßrbnungfo
lange unangetaftetjula ff en, bi5 fiegachfürgacb
unmittelbar in bie neue £>rbnung übergebt.
hierbei wirb eS frcf> ergeben, baß bie S3ibliotbeffäd)er
manche Sejlanbtbeile enthalten, welche nach bem neuen $tane
ganj anbern gächern jugetbeilt werben muffen. 3n biefem
galle muß jebeS einjelne'gach »or ber Kumerirung unb ,8a-

talogirung erff »on allen frembartigen ©ejlanbtbeilen g e r e i-

nigt «erben.
®iefe Reinigung «irb am füglicbflen baburcb bewirft, baß
man jeberjeit, fo oft man an ein neues gach fommt, ein

2Berf nach bem anbern unterfucbt; biejenigen, »elcbe in ib*

rem gad>e ju bleiben b<d>en, wieber ohne weiter« an ihren


gMafc (teilt; biejenigen aber, welche anbern gädjern jugetbeilt
werben foHen, mitSinlegjetteln »erfleht, worauf ihr .

fünftige« gach angegeben ifl : aber auch biefe muffen fo lange


an ihrem f>t$^nrtgcn $lafce (leben bleiben, bi« man an« Ku*
meriren unb Jtatalogiren berfelben fommt. 35ann werben erft

biefe frembartigen 2Berfe auSgeboben unb ju jenen gächern,


welche auf ihren ginlegjetteln angegeben finb , »orläuftg auf
bengußboben bingefletlt, bi« man mit ber Umarbeitung bort'
bin fommt, wo fie bann erfl eingereibet werben, wenn ba«--

felbe gacb ebenfall« gereinigt ifl. Solche SBerfe aber, welche


au« fpäter nachfolgenben gächern in bie früher bearbeiteten ju-

rücfgewiefen werben, flellt man in ihrem gache am gnbe ib-

re« gormateS auf, unb gibt ihnen bie näcbflfolgenben noch


nicht »ergebenen Kümmern.
III.
ginbet ft<h in einer umjuarbeitenben IBibliotbef fchon ein
brauchbarer alpb<*betifchcr Kamen-Äatalog, fo

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41
Fann man ficb bamit begnfigtn, jebeS ®ucb, ber 5Reib« nach
in bemfelben auftufucben, bit neue Sach* unb Stummem*
SBejeichnung an bie ©teilt ber alten einjutragen, unb ju*
gleich nebenbei bic entfprecbenben Stummem- St epertorien
anjufertigen.

Seblt e$ aber in bem »orbanbencn .Kataloge an 3n>ifcb«n*


raumen jurn ©infdjalfen beS 3uwad)fcS, unb finb »iellcicbt
auch fdjon Supplemente angelegt, bann wirb eS wohl ber
SJtübe wcrtb fe»n, einen folcben .Katalog mit neuen 3wifcben*
räumen umjufrfjrcibtn ; aber erfl wenn bie ganje SibliotbeF

umgearbeitet ijl.

©pjlematifcbe Kataloge, bie ftcb etwa »orfinben,


Fönnen al§ Stotbbebelfe fo lange beibebatten werben, bis bie
»eit jwecfmäßigeren (im III. Äbeile biefeö $anbbucbeS er*

Flärten) ©pe jial*Äataloge unb ber atp^abetrfc^e


Steal- .Katalog an ihre ©teile treten.

§. 2 .

SB i e tSnntn m c 6 1 e r i SS b o 1 1 1 n
i am fügU<h|t*n
l i t f)

in 3 int xrnighlt »erbt»?

SEBtnn ber fall eintreteit follte, baf? bureb Sermächtnijfe,


©cbenFungen ober Anläufe, mehrere ganje SBibliotbeFen in
SDtaffe, ober nach »orgenommener Auswahl beS fBeffeten auS
benfelben, miteinanber Bereinigt werben foUen, fo muß »or
Allem (wenn biefeS nicht bereits gefebeben ifl)

1) ©ine berfelben nach unferer SSetbobe »5t*

lig eingerichtet werben.

2) ©anäeffiibliotbeFen, ober febr beträchtliche Auswahlen


auS folgen, welche mit waS immer für .Katalogen »erfe-
ben unb mit biefen übereinflimmenb bejeictjnet finb, flelle
man »or ber $anb jebebefortberSinber £>rbnung auf*
wie fte früher gejianben waren bamit man nötigen §aUS
,

»or ihrer Umarbeitung noch immer bie barin »orhanbenen


SSerfc miftel(l ihrer .Kataloge finben FSnne.
i

42
3) Dann fange man an, Such ffir Stuf), btt nachun-
ftrer SJtethobe eingerichteten Sibliotbef ttnjnoerltibtn, gerabt

fo, alS wenn jtbe« berfelben erf! einzeln angefebafft »orben


wäre.
4) 33eflebt ber Äatalog über bie SHormal-Sibliotbef noch
in beweglichen Slüttern, fo mache man t>on jebem biefer Su-
cher bie trforbtrlichen SitekRopien, unb fchafte bitfe gehörig

in ben SRormal* Äatalog ein, nachbem ba8 Sud? felbfl feine

neue Sejtichnung erhalten unb feinen beftimmten fpiafc ein*

genommen hat. ,

5) 3ft aber ber 9lormakRata(og fdjon auf ganje Sogen


abgetrieben, fo wirb eS rathfamer fei>n ,
bie Sitel ber ein-

juDcrleibcnben Sucher nicht in biefen eingetragen, »o man


balb burch ben SRangel hinlänglicher Smifchenräume in ffier-

legenheit gerathen mürbe ; fonbern nur in ben alten Jfafalo*


gen bie bisherig« Sejeichnung eine« jeben Suche« mit ber
neuen ju oertaufchen, unb bann ba§ Such felbfi an feinen
neuen 9>lab $u gellen ; rooburch nach unb nad? bie fämmtli*
eben alten Kataloge in Supplemente }u bem 9lormakftata*
löge umgemanbelt »erben, bie man am Crnbe bitfem le^tern
mittelfl einer neuen Äbfchrift mit »crhaltnifmägigen 3»i*
febenräumen ffir ffinftigen 3u»a<h«, mägefammt einoerlei'

ben fann.
6) Diejenigen Sibliothcfen, »eiche nidbtmitbraucb=
barcn^atalogen »erfehtn jinb , muffen oorbenfata*
logirten ber Normal -- Sibliotljef einoerleibt »erben , »eil
fte fonfi »ahrenb ber Umarbeitung biefer Unteren gänzlich un-
brauchbar Ȋren.

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3n>eitet$&eiL
Anleitung gut SSerfertigung eine§ alptya»
betifdjcn SJlamc n «Äatatogeö.

(Srflcr 2Cbfc£nitt.
Sitel-- .Kopien.

5 . 1.
SBefHmmung ttnb Befdjoffe nb*lt b«* SSit«l»5Copl«n.

^cr »erfchieben artige ©ebraucb, rooju bie SEitet-

Äopien beßimmt ftnb, truufjt audh »erfdjiebene 9tü<f*

n bei ihrer Verfertigung nothwenbig fte möffen nom*


f i d) t e ;

befdtaffen fepn, baf? man


lieb fo

I) mittelfi einer jeben baS betfelben entfpreebenbe


33uchobne2£n|}anbinber33ibliotbeffinben;
II) bie SEitcl-Äopien felbfl auf bie bequemjle 2trt in bie

») alpbabetifdje,
b) fpfiematiftbe, unb
c) geographtf^-' c^ tono ^ 0 8*f c^ £ Ebnung legen

fann.
©S muj» alfo eine jebe S£itel-\Ropie
A. folgenbc »efentlidje »etfanbtheile enthalten:

L 2)ieiDrbnungö»2)lettmalebt8ä3itchee felbft

nfimlith
: l :

44

1) bie 3nfcf»rift be§ Sache«, worin fich'ba« S3ucb


befinbef,

2) bie TCngabc fernes Formates,


3) bie Stummer beS ©ud>eä
II. bie ßrbnung«-- Werfmale berSitekftopfe
für bie »ergebenen Jataloge:
1) ba« alphobetifcheßrbnungSwort,
2) beneotlftänbigen (ober ;\n»ecfmäfjig abgef ürjten)
Sitel be« SGBerf e§
III. bie Werfmale ber Xuflage;
1) ben Stamen bc« £>rucf orte«,
2) ben Stamen be« £) r u cf e r § ober Verlegers,
3) bie Sahtjahl, unb bei 3ncunabe(n, ober roo e«
fonft wichtig ift, auch ben Wona t § t a g u. f. w.
B. 3eber biefer fficjtanbtheile mujj feinen bejiimmten
unbauSgejeichneten^lafc auf ben Sitel.-Jtopien
haben, bamit er bet ber ihn betreffenben Wanipulation
gleich ouf ben erften Xnblicf in« Xuge falle.

6h« man flcf> alfo jum Xbfchreiben ber ©üchertitel an-


fdjicff, bereite man jt<h einen SSorrath »on&uarf-- oberßetao-
blättern, bie (nach Xrt ber ©eilagen B— K) mitfelfl jweiet
fenfrechten unb einer biefe burchfdjneibenben 4?orijontallinie
in fech* ungleiche Staunte abgetheilt ftnb. 25ann f<h«ibe man
jebeSmal in ben
erflen Staum bie Stummer be« Suche«, in ben
jweiten bie3nfchrift be«Sibliotb«ffache6,in ben
britfen ba« S o r m a t, in ben

werten ba« £> r b n u n g S w o r t , in ben


fünften ben Site be« Werfe«, unb in ben
fedjjten ben&rucfort, Srucfer ober SBerleger , nebfl

ber 3ahr jahl, unb, in einiger Entfernung unter biefen,

anberc alienfall« näthige Scmerfungen.

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:

45
5-2.
X ttg e m »tu e ®r u n k fä 6 t für i (> r t S t r f t r t i
g u n g

Di« ^aupterforbcrniffe ju «inet jroecfmäfiigen 2ntel--.Ro--

pi e ftnb

I. ©enauigf eit unb


II. SJollftänbigfeit.

L
©enau muffen bie ffiüdjerfitel fopirt merben, bamitman
bei ber Änftcht einer jcben £itel--,Ropie
A) bie SBerfe, welche faff ben nämli--
»erfdjiebenen

«h<n 2Sitel führen, unb


6) bie’ Betriebenen %uf 1 ag e n , 9t a d> b r ü d e ie. , be§
nämlichen SSBerfeS eben fo gut unterfcbeiben fonne, al«
wenn man ba§ Such f«lbfl in ber .fjanb hotte. ©?an
muß alfo

1) bie Sprache,
2) bie Orthographie, unb gemijfermafjen
3) fogar bie Ärtber Settern,

mit biplomatifcber ©enauigfeit beibehalfen.


1) 2J?an barf ben SEitel etneS ffiucheS

«) meber in eine anbere Sprache überfe|«n, um


ihn etwa fürjer ju geben, noch
b) in feiner eigenen Sprache mit anbern SBorten
fürjer ober »erflänblicher auSbrüden moHen.

©§ gibt nämlich faft in allen europäifchen Sprachen Sßer--

fe, bie oor ihrem eigentümlichen 2ifel einen lareinifchen füb--

renj ober e§ iji jener, in ber Sprache beS SBerfeS felbf!, f«hr
roeitfcbmeifig unb unoerflänblich auSgebrücft, fo baß man ihn
mit einem ober ein $)aar felbjigemählten lateinischen ober an-

bern 9B5rtern aUgemeinoerftänblich aubbrücfen fßnnte. Da»


burch mürbe fich jmar ber 2Cbfd)reiber oft viele Sftühe unb
3eit erfparen ; aber auch bem .Kataloge feine Suoerläffigfeit
rauben, »eil man bann bei feiner &itel-\fiopie »erfidjert fepn

lönnte, ob taS SBerf felbfl wirflid) biefen Sitel füf>re ober


niebl: — unb, waS noch fcblimmer wäre, man würbe einen fo

»eränberten Sifel nicht einmal unter feinem JCrbnungSworte


im alpbabetifchen 9lamen--.Rataloge ftnben.
Änmerfung. 3ßie ein weitfebweifiger Sitel jweefmäßig
abgelürjt unb ein unoerflänblicber ober täufchenber
berichtigt »erben foUe, werben »ir weiter unten geigen.
2) Äucb bieJDrtbograpbiebeS Titelblattes barf nicht
oeränbert werben, wenn fie gleich auffallenb fehlerhaft iji;
weil jte eben baburch bafi Älter, bie Äuflage, ober irgenb eine
eigenthümlichfcit beS SEBerfeS charaf terifirt. — Cben barum
bürfen auch fogar eigentliche ©ptaebfebniher, fie mögen

eom SBerfaffer ober vom ©eher hettühren, nicht »erb cf*


fett; fonbern babei nur bureb ein beigefebtcS (sic) angebeu-
tet »erben, bafj fie nicf>t au§ SSerfehen beS Äbfcbreiberä ent*

flanben fepen.
3) Äu§ ben nämlichen ©rünben muß auch bie Ärt ber
Settern in fo ferne beibehalren werben, baß man gan&e ach-

tel ober einzelne SBörter in benfelben, bie j. 83. mit griechi*

fchen, bebräifchen u. f. »., ober mit beulfchen Settern gebrueft


ftnb, nicht mit lateinifchen 33ucbftaben abfdjreibe; ober um*
gefehrt, einen beutfehen mit lateinifchen Settern gebrudtenSEi--

tel in ber Äbfchrift nicht mit beutfdjen verwechsle.


Änmerf ung. ») Den Unterfchieb $wifcben gractur-- unb

Gurfi»* ober großem unb f (einem Settern beob-


achten ju wollen, würbe eine eben fo läjiigc unb jeit*
»erberbenbe, als unnüfce unb lächerliche SfRübe fepn.
b) ©othifdje Settern fann man burebgängig mit beuf--

f ch c n abfehreiben, weil fie bie meijle Äehnlichfeit mit


ihnen haben.
c) 3 fl ein Sremplar raitScbriftlettern gebrueft, ober

in Äupfer geflogen, fo witb biefer Umflanb, fo


:

wie bet Stereotype nbrucf in btr Sifel-Äopie

unter bet 3ahrjaßl fitrj angemerft.


II.

* o 1t ji änb i
g muffen bie 5Eitel-\Ropitn fepn, bamit man
aus ihnen , fo »iel wie möglich, bie eigentliche -Eenbenj unb
Sefchaffenheit beS 3nhalteS erfennen fann , welches in ter
golge bie Verfertigung beS 9lea!--Äataloge3 unb ber Sptjial--
Jhataloge fetjr erleichtern wirb.

jDtefc Vollftänbigfeit einer SSitel-Äopie befielt barin, baß


entweber ber g a n j e SE i te l beS SBerfeS non 2Bort ju 2Bort
öbgefchrieben, ober wentgflenS feinSBörtchcn auSgelaffen wer»
Sc»
be, welches baju beitragen fönnte, bie eigentliche
fchaffenheitbe83nhalteS näher ju beflimmen.
Enmerfung. A) U n n ü e SBeitfchweifigfciten fc

mancher Sittel fönnenunb muffen wohl abgeffirgt wer»


ben ; mit ber ffiorficht jeboeb, baß man bie ©teilen, wo
unnüfce ^räbicate, ober anberc unnöthige Umfchweifc
auSgelaffen werben, mit bemerfbar mache. 25ie
Seilagc B fann alS Seifpiel eines auf biefe 2Crt abge»
fürjten gar ju roeitfehweifigen SifelS bienen.
B) dagegen, wenn manchmal ein £itel fo furj, räth»
felhoft ober »erführerifch ift, bafi man auS ihm
bie ffiefchaffcnhcit beS Inhaltes entweber gar nicht er*

rathen fann, ober wohl gar turch ihn inegeführt wer»


ben müßte, foll man ben wahren Snhalt (ben man
ohnehin jum Schüfe ber ßlaffification beS SucbeS er-

forfchen mußte) unter ber Sahrgabl fber unter bem


Sitel felbft jmifchen Q furj angeben ;
etwa wie in
ber Seilagc I.

SnSbefonbere tragen jur nötigen Kenntniß eines ÜBerfeS,


unb mithin gut Solljtänbigfeit einer Sitel-Kopie bei
A) außer bem©efchled;t3namen beS SerfafferS, ^erauSge--
berS, UeberfeherS, Kommentators, auch ih« 85 o r --
ober
; ;

48
Saufnamen unb 3>atronpmica *), in fo ferne

fte nämlich auf bem Sitelblatte be« Sucfjeft angegeben


ftnb **);
B) eine für je unb be|timmte Ängabe alle« beffen, wa« im
S3 u ch e enthalten ifl, b. h-

1) be« $ aup t g e g e n (l anb e «, ber barin behanbelt wirb,

2) ber Ueberfefciutgen, Gommentare, Sor-


te b e n f
welche al« eigene Äbhanblungen ju betrachten ftnb,
unb womit ber ßriginaltert begleitet i|t; ober umgefebrt, be«

ßr i
gina 1 1 e r t e 6 ,
ber bei einer Ueberfefeung ober in ei»

nem Gommentare mit abgebrudt ifl


3) ber auferbem bem $auptwerfe beigebrucften Hbhanb--
lungen ic.

4) ber Jtupferfiiche, £oljfchnitte, ganbfarten,


Säbelten, SKufifalien u. bgl.
C) Bnjeigen merfwfirbigerUmftänbe ober Änefbo-
ten, welche jur ÄufbeUung ber 8i:erargef«^idjte bienen,
wie j. S. in ber lateinifcben Ueberfebung ber gabel:
>
„SJeinife gudtä,’ (SeilageB.) berSeifab: »insudito et

plane novo more >> , woraus man abnebmen fann, baf


es nach ber SDfitte be« fechjehnten3ahrhunbertä noch ein

ganj unerhörte« Übernehmen war, ein beutfche« Such


in« gateinifche ju überfeben.

*) Da nicht feiten jmel ober mehrere ©chriftßetler mit gleichen


®efd}Ud)!« • unb Xuufnamen oorfommen, ja fogar manchmal ei«

nerlei SBifftnfchaft bearbeitet hoben, fo iß e« (mrnigßen* in bie*

fen gätlen) fehc gut, ja nothroenbig, auch bitjrnigcn Situ Io*

turen, tnelche Staub unb l(mt foldjcr ecbtiftftcHer angeben,


nicht unbeachtet ju laßen, um fit nicht miteinanber ju confun»
biren ober }u oerroechfeln.
**) JDiefe Sinfchtänfung mirb auch Sei allen fotgenben fünften
sorauegefejt ; mtil man fonß Untecfuchungtn anfleUen müßte,
bie oaa Vefchift bet Xatalogirung ju f.'hr aufhalten mütben.
,

49
d) Ängabe btr Xh c i l c ober 23 5 n b e , fowohl wie fie auf
ben Titelblättern benamfet finb, als auch wie fie eom
S3ud)binber au§ ,
jufammenobereinjeln gebun*
ben finb. CSiehe bie Beilagen C unb I.)
*) ber wieoielten Auflage,
0 beS 2>rucf orteS, S3erleger$, ©rucferä, ber
3ahrjah l unb be$ Sormate 8 als ber oorjäglich»
jien Unterfchcibung8--2)?erfmale ber »erfthiebenen Bufla*
gen eines SEDerfeS.

§. 3.
Küdwcife.
SSiele SScrfe fonnen mit gleichem Siebte unter jwei, ja
manchmal noch mehreren £)rbnung8wörtern im al-

t>babetifd)en 9iamen-.Rataloge gefudjt werben. 3um fchneUen


'Äufftnbcn folget 2Berfe finb S?üd weife (fiehe bie S3ei-

lage D) nothwenbig. Um aber ein wieberholteS 9tachfd)lagen


ju erfparen, unb gleich »on einem folgen Siücfweife au$ un-
mittelbar an baSSJuchfelbji gewiefen ju werben,
wirb eS wohl ber geringen 5Kühe lohnen, auf jebem foldhen
Slücfwciäblatte auch immer bie9i u mm er, bie Sach be je ich*
n u n g unb ba§ S o t m a t beö SßerfeS anjugeben.
25aö nämliche gilt auch m>n ben a ch w e i f e n b e fo n--

berer 23eflanbtheile unb 3ugaben eines SBerfeä, wie


man in ben S3cilagen F unb G fehen fann.

- 3 weiter Ebfcfrnitt
23efonbere SSerhaltungSregeln.
§. 1. :

3n Betreff btr Bummcrn-


1) ®iefe muffen fe f> r beutlith an ihren beflimmten
5?la| gefchrieben werben ; benn jweibeutige ober gar falfch*

4
,

50
gefchriebene Hummern würben baä Xuffinben ber SBücher
fchr «rfcbroeren.

2) S8et SCttclfopien oon Keinen SBerfcben, bercn mehrere


in einen 83anb jufammengebunben ober in ein gutte-
ral jufammengeflecft finb, mufj ber 9?ummer beä föanbeä
ober gutferaleä aud) nodb jwifchen ( ) jene Kummer beige-
fügt werben, welche anjeigt, baä wie eielte SBerfcben
in bem ffianbe ober gutterale mit biefer Sitelfopie

übereinfomme.

§. 2.
3n Betreff btt 3nf<brift.

öeigebunbene SBerfe befommen jebeämal auf ber Sitel-

fopie bie 3nfd)rift beä facbeä, worin fie, wegen bem


J

ihnen oorangtbunbenen 5Berfe, aufgeflellt finb, wenn


fie audj, ihrem 3nt)alte nach, in ein anbereä gach gehörten;
benn hi« ifi *8 nicht barum $u thun, wohin ein 2Berf nach
bem ©bfteme einfchlägig, fonbern wo e§ ju finbenfep.
25a aber bie Sitelfopien in ber golge auch jur ^»erfiettung bet
©pecial-'itataloge über einjelne gächer gebraucht wer-
ben foHen, fo wirb eä ju biefem ffiehufe eine fehr wi'hlthä--

tige Vorarbeit fe»n, wenn man auf begleichen SEitelfcpien


unter ber Snfdjrift beä 2luf|iellungä-gad>eä jwifchen C ) aud)
bie Jbejeichnung jeneä gadieä (manchmal and) mehre-
ter gächer), unb jwar bie Keinem Schrift
Unteren mit
ober rother 25inte angibt, wohin baS SBerfcben, feinem
Inhalte nad), geeignet ifi.

§. 3.

3n Betreff ber gormat-Xngabe.


1) 25a wir, um bie ßinrichtung ber SBibliothef nicht ju-

complicirt ju machen, nur brei gormate angenommen


haben, fo finb nicht nur in ber Äufjieliung alle Suobej
51
unb nod) Heineren 93änbd>en ohne »eitere* unter bi«
JDctaoiften eingereibet roorben, fonbern fte muffen aud>
auf benSEitelfopienbiegormatbczeübnung 8" befommen.
2) SBei manchen SBerfen fönnte e* aber ju SKifjoerjtänb*
tiiffen 'Xnlag geben, »enn bie Sitelfopie nur allein ba* 2£uf-

(fettungo-gorma; angäbe. Sn folgen gälten fefce man unter


biefe* ba* eigentliche gormatbe* Söucbe* z»if<ben

( ). 3. SS. bei £.uet‘golianten:


QU CO
<*«
^
bei £lucr --
ßuarfanten
pb(
man e* auch mit jenen SBerfen , bie mit w e e m Rapier
^
ober
^ i
eben

fj
fo mache

oon größerem gormate burcbfcboffen, ober einem


anbern SBerfe oon größerem gormate beigebunten finb, j. SB.
4° gol. gol.
oter ober
(8°) C 4° ) C 8° ).
Änmerfung. £>ii* gtrrnat in gotio fann man auch,
bcr Jlür$e unb Analogie mit bcn übrigen »egen ,
mit
2° auStrüdfen.

SD ritt er 2£bfdf>nt(f.

Xlpbabetifcbe« Otbnun
2Sa tiefe* 2Sort jebem SBucfMitel feinen beffimmfen $la(s
in ber alptjabetifrfjen JDrbnung amreifen mujj ; mitbin ein je«

be* SBucb nur unter btr SBebingung im a(pt>obetifdjen SJta«

nun-^ataloge gefüllten »erben fann, bajj ber @ud>enbe ba*


richtige ^rtnungbwort te*fe(ben anjugeben »iffe, fo ift un*
fireitig

A. bie 2£ u 0 »a f> I unb


B. bie ffiebanbtung biefer £rbming*»3rter oon gro*
fier SBicbtigfeit: unb ba e*, bei ber fajt unenblidjen SKanntg*
faltigfeit ber fBucbertitel, eine SKenge zweifelhafter gäHe
4 *
t

52
gibt, bte auch einen geübten ©ibliothefar in SSerlegenheit
fefcenfönnen, fo wollen wir e§ oerfudjen, aud) hierüber
1) allgemeine ©tunbfäfce aufjufieUen ; woraus
ftch bann
2) für jeben zweifelhaften §all beflimmteSSerhaltungS-
Stegeln ableiten laffen.

A.

3C uSw a h l b e § jDrbnungSworteS.

.
§. 1.
Xllgtmrincr ©runbfa|.
3 e n e 8 3Ö o r t eineSSJuehtitelSmujt jeberjeit
als SrbnungS wort auSgehoben werben, wel-
ches »or allen anbern baju geeignet ift, bte
©teile be§ ganzen Titels ju »ertreten.

§. 2 .

illjt mtint Regeln.

1. 83ei einem alp^>abetifcficn SEifel^SSerjeidjniffe »irb


auf ben in einem 2Berfe abgehanbelten ©egenfianb gar
feine 91 ü cf f i ef> genommen; benn bie Süchertitel fpre-
chen benfelben fehr häufig entweber
A) gar nid) t auS, ober
B) mit foldben Umfdjreibungen, baf barin ,

1) entweber gar fein bcfiimmtcS ÜKaterialworf,


ober
2) mehrere berfelben enthalten ftnb. (gnbltd>
C) ftnb bie SJiaferialwörter fe 1? r unbeflintmf, wegen
ber mancherlei Stjnonpmen, mit welchen häufig ein
unb berfelbe ©egenfianb bezeichnet zu werben pflegt.

SHJie fönnte nun berjenige, welcher ein S3ud) im alphabe-


tifchen 9lamen--Äataloge fuchen wollte, jebeSmal j en e 8 9Jla-

terialwort errathen, unter welchem eS zufälliger SSeife


53
eingetragen worben ifl, ba fidji hierüber unmöglich eine be»
flimmte Sieget fefifeben lägt I _ Um alfo einem folgen 2a--

b^rintbe oon Unbeffimmtbciten unb Snconfequenjen auSju*


weidjen, muf? ftd> bie atp^abctifcf>e JDrbnung ber SJücbertitel

an folcbe ÜBörter halten, weilte nach fieberen Sie-


ge l n b e |H m m t werben fönnen.
II. <g>ie$u ftnb nur bie wirf lieb auf bem 5£i teU
blatte »orfommenben äßörter geeignet , unb jwar
naeb folgenber Siangorbnuttg:
1) oor allen übrigen ber ©efcblecbtSname beSSBer--
faffetSj ober in (Ermanglung beffen
2) ber ©efcblecbtSname eines folgen ©ubjefteS, welches
als ©tel leer tretet be§ SSerfafferS angefeben werben
fann; nämlicb beS Herausgebers, Ueb et fefcerS u.bgl.
Ski anonymen SEitelnaber
3) baS crfle $ au p t*9i enn w ort im Slennfalle;
ober wenn biefer im ganzen Sitel nicht twrfommen follte,
4) baSjenige 4jaupt--9lennwort, welches jwar in einem
ffieugfalle erfebeint, aber eben fowobl im Stennfalle hätte
gegeben werben fönnen: unb nur bann, wenn ber
eigentliche *) Sitel gar fein .£aupt-- Stennwort
enthält, fommt bie 3?eibe an

*) SBenn bem eigentliebrn Sitet neeb ein aRbertr, gleiefcfam jut


Srdäcung, beigefügt i(t, meid)»! meifien« mittelft bet *B8rt»
(ten: «ober, b. i.« u. bgl. mit bem erßrrn in SDetbinbung
flebt, fo tarf ba» Drbnung» = JBort nur in bem gaQe aus bem
le(iern genommen »erben, wenn in biefem bet Warne be»
Öerfaffer» ober eine» 0 1 e 1 l e 1 1 r e t> t e r« beffel:
ben eorfommt; (onft bebäll bet erfte Sitel ba» SRedjf, baS Orb-=
nungä<©ort ju liefern, }. 8. in bem Sitel:
,iäu »irb man fd)8n t unb »ie bleibt man fd)3nt 0dj3n=
beittmitiel für ©amen unb fetten.*
batf nicht ba» ^aupt>Wenn»ort B 0<b5n&eit»mittel« aut bem St»
54
5) baSjenige ffieiwort, Fürwort, Kebenwort
ober 3fitroort, wclcbfS bie Stelle eines $aupt=
Kennwortes oertritt; unb wenn aucb »on allen bie--
fen fcinS »orfommt, an
6) baS all er er ft« SBort beS SitelS.
7) X>ie .giaupt-- Kennwörter, welche manchmal eine

'.Kbtbeilung ibeS SBcrfcS anjeigen, wie SSucb, 2tb*


tbeilung, S3rief, Liber, Tractatus, Epistola
u. bgl. bürfen nur bann jum rrb.SB. gewallt werben, wenn
fte nicht in obiger (Sigenfcbaft erfebeinen, b. b- wenn fte mit
feinem 3a bl worte in S5erl'inbung liefen.
IH. Seifpiele ju obiger Kangorbnung in ber 'ÄuS*
wal)l beS £>tb. SBorteS : ,

1) Sn bem Sütel: »SKattbijTonS ©etiebte” ift baS £rb. SB.


»9ß a 1 1 b i ffo n.”

2) „SBiener SJlufenalmanacb auf baS 3a!;r 1802. ^»erauS-


gegeben »on 3. SieoeL” £rb. SB. »B.i e b e l.”

3 ) »XflerneucficS fe(;r jwcrfmäpigeS ^rüfungSgefcben!

flJrungS.Sitel ,
fonbtrn bafl Beiwort »SSt^n» aus bem eigent*
lidjfn SEilfl, als Orb. SUort auSgr^obrn werben, weil bicfcS bir

©teile eines$aupt. Kennwortes umritt; tenn man fönnte eben


fomobl fasen: „SBie ntirb man eine 6 ät 5 n e i t ?“ ober: „'Sie i;

erlangt man eine © dj 3 n b * C t


?“
3u grögerer Srleitfcterung beS XufßnbenS inbeffen wirb es
feilt gut fepn, unter einem faltfetn ebaupl'Kennwortf beS Srflä»
rungS s Uitels , wcttfcfS geroSbntid) »on ber Xtt iß, baf es am
teidlteßen im ffleb44tni|fe bemalten werben (ann ,
einen
weis auf bau eigentliche Orb. 'Sott ju matten, bamit man bal
Sud) auch mitteiß besfetben ßnben fänne. XlS regelmafigeS Orb.«
SBort barf es aber aus bem (Brunbe nicht genommen werben ,

weil bie Bcßimmung beSfelben ju fe&r »on ber Seefefciebenbeit


fubjettioer 3nß$ten abfcJngt ; mithin unter feine fid)<re
Storni gebraut werben fann.

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»

55
fürSJiormalfchulen ber f. f. Staaten.” £rb. SB. »$ r ü f un 9 S*
g e f ch e n f.”
4) »SBaS ij! beffer, Ärieg ober grifben mit ben granjo--
fen ?” £ rb.SS?. „58 e f f e r 5
” benn man fönnte auch fagen :
<l
2Ba§
ifl baS SSeffere?” — ©0 auch
in bem Xilel: „(Stwaä fürs
4>erj auf bem SBege jur ßwigfeif.” £tb. SB. „gtwaS.”
5) »SBer ifl fie nun? Schaufpiel in fünf 'Kufjügtn.”
»SB er.”
iDrb.33. _
„^»eba! ober ba§ 8ottc--58üd;Iein,”iDrb.äD.
„|>eba!” unb ein 3iü<f weU barauf unter 80 tto-58üch*
lein.”
IV. gernere 58erbaltung$--9tegeln.
1) SOSerfe auS bem 15. unb 16 Sabrhunberte
. h<*-'

ben nicht feiten baö eigentümliche, bafj ihr eigentlicher


X i t e l entroeber
») in eine 2£rt SSorrebe beS SBerlegerS eingeflet-

bet, ober
b; erft am Schluffe be§ SBetfeS, bei btt Angabe
beS ©rucforteS unb ©aturaS, unter ber gormel: »Fi-
nit (ober Explicii) feliciter” u. bgU mit angegeben
wirb, cbcr bap fie

c) gar feinen beflimmtenXitel führen.


3n ben gälten «) unb b) wirb ber 58ibliotbefar leicht bie

Säorte be§ Xitelä herauäftnben ,


unb nicht etwa bie SBorte:
„Frobenios Leclori salulem” ober; „Uabes hic benevole
Lecior eic.” für ben Xitel be§ 58ucheä anfehen.
3m teueren gaUeJc) aber muff man bem Sßerfe jenen
Xitel geben, ben e§ bei 9) an jer, ober irgenb einem anbern
berühmten Eiterator führt ;
unb nur bann, wenn eö noch »on
feinem berfelbeit befchrieben worben (folglich al$ noch gänj»
lieh unbefannt anjufehen) ifl, batf man cS wagen, ihm felbft

einen paffenben Xitel ju geben ; weil fonfl bie »erfebiebenen


Xitel, unter welchen baäfelbe SBerf ba unb bort oorfommt,
bie Sbentität beäftlben jweifelhaft machen würben.
56
2) 'Äcabemifcb* $)rogrammata unb ähnliche ®e*
legenbeitS-- Schriften Ijaben oft, bet äußeren gerat nach,
einen Eitel, bet nicht als folget gelten fann, weil er nicht
ben 3n ba 1 1 ber Äbbanblung , fonbern nur bie ©e l e
g e n*
beit angibt, bei weiter tiefe erfcfjienen ifl: ober ber fd>cin-
bare Eitel ifl oft weiter nichts, alS eine Bebication u. bgl.

Solche uneigentliche Eitel muffen inbeft ganj als wirf*


liehe Eitel bebanbelt werben. 9lur jum SJefjufe ber
fünftig anjufertigenben Special -.Kataloge wirb eS fehr gut

fepn, ba man nun bod) ohnehin ben Inhalt einer folchen

3fbh<rnblung erforfchen mujj, biefen in gorm eines pafc


fenben S i t e l $ jwifchen ( ) beijufugen.

3) 2>ie Eitel mancher SBerfe ftnbin jweiobermeb--


reren Sprachen jugleich auf bem Eitelblatte angegeben.

3ft nun bie erfle tiefer Sprachen eine »on benen, welche fi<h

lateinifchet ober beutfeher Settern bebienen, fo


wirb baS £5rb.2B. ohne Enflanb auS biefem erffen Eitel genom-
men; ifl aber biefer mit Settern gebrueft, bie nicht in um
fer Alphabet paffen Cj. fö. griedjifch, l?ebratfch>, ara-

nimmt man baS£)rb.2B.


bifch, armenifch, ruffifch u. bgl.), fo

aus bem nächflen, ber. lateinifche oberbeutfehe


Settern h«t, unb »on ben mit lateinifchen Settern
gefdf)riebenen£>rbn. 9B8rtern ber übrigen Eitel
wirb auf biefen hingewiefen.
4) 2Benn ein Sßerf, welches auS mebferen ffianben be-
fleht, in jebem ffianbe jwei Eitelblatter in einerlei
Sprache führt (wie eS bei folchen ju gefächen pflegt, bie
jugleich «B felbflfiänbige SBerfe unb als Eh eil*
etneS größeren SBerfeS betrachtet werben), fo wirb baS
auS bem allgemeinen Eitel genom-
4>aupt--jDrbn. SBort
men, unb »on jebem befonberen ÄbtheilungS*
Sitelauf biefen hingewiefen.
5) ®er ©efcblechtS--9lame beS SSerfafferS fleht
e

57
nid)t immer auSbröcflieh auf bem SJitelblatte, fonbern ifl

manchmal
a) *rfl ber©orrebe, unter ber De«
nach ober in
bication, im*Pri»ilegium, u. w. ober f.

b) auf bem £itetblatte eines folgenben SE 1 e S ober !> 1

einer fpätern Auflage bei ©udieS, ober einer U e b e r-


fefcung beSfelben, genannt, ober bem ©ibliothefar a r,--
berSwohetbefannt, ober
c) auf eine geheimnifjoolle tfrtin bi e SB orte beS 5Ei*

tel§ fetbft »erftecft, ober


d) nur mitttnfangSbuchflaben angebeutef, ober hoch
fo abgefürjt, bafj man ben ganjen Slawen nicht mit
Sicherheit beftimmen fann.
3n allen biefen fallen mirb baS Such $war als ano-
npm behonbelt; jeboch, wo man ben Stauten bei ©er-
fafferS ohne mühefame Stachforfchungen herausbringen fann,
unter biefem ein SUtcfroeiS auf baS anonpme £>rbn.
Söort gemacht, weit baS Such unter beiben »erlangt wer-
ben fann.
angegebene ober ana--
6) @rbicf)tete, falfchlich
grammatifch »erfetjte Slawen werben im alphabetifchen
Slamtn-Jlatatoge, welcher ftd> nicht in fritifche llnterfuchun»
gen einlaffen fann, fonbern eS bloß mit ben ©udhfla=
benber Titelblätter ju tbun hat, ohne ©ebenfen als
iCrbn. SBorter angenommen; im SaHe aber ber wahre Slame


beS SlerfafferS junerläffig befannt ifl, »on biefem auf jene

hingewiefen.
7) Sinb mehrere ©erfaffer zugleich genannt, fo

ifl baS ©uch entweber


») eine Sammlung mehrerer SBerfe ober Ttbhanbluin
gen; bann ifl ber Herausgeber als ©erfaffer
beS Sanken, unb wenn biefer nicht genannt ifl, baS
® an je als a non pro ju bebanbeln: nur mufj battn
l

58
oon bemSJamen ein e5 e b e n QSetfafferS auf
j

SBortberganjen Sammlung bin*


b a S £>rbn.
gewiefen werben; ja fogar unter bem Crbn. girrte
einer anonymen ‘Ätbonblung, tie unter ben üb*
rigen auf bem Sitelblatte angegeben iß, muß ein folcber
JKficfmeiS gemalt werben, weil begleichen SBevfcben

nicht feiten auch einzeln abgebrucfterfchienenflnb,

ober wenigßenS als folcbe »erlangt ju werben pflegen. jDber


b) eS ifl ein einjclneS 2ßerf, wooen mebrete £er-- *

auSgeber ober Mitarbeiter angegeben finb: bann


ifl ber Sftame be$ erflen Herausgebers ober BerfaflerS
alä ^aupt-Crbn, 2Bort anjunebmen unb oon jebern ber

folgenben auf biefen binjuweifen.


8) Bei Sournalen iß eS nicht feiten ber gaß, baß
•) oon 3eit ju 3cit anbere Herausgeber auftreten,
ober
b) ber nämliche Herausgeber ober einer feiner SRacbfelger
bem nämlichen Sournale einen oeränberten SEi t e

gibt.

Sournale werben am fuglicbßen nach


Dergleichen
bem Sitel beS erflen SabrgangeS als anonpm
bchanbelt, unb bann non bem SJlamen eines jeben H*r--
auSgeberS, ober, fo oft eS unter einem anbern Sitel er»

fcheint, jebeSmal oon bem Crbn. 23orte beS neuen Site IS


auf jenes beS erflen3ab r 9 a nge5 hingewiefen.
9) 9iid;t feiten führt ein unb ber nämliche Berfaffer jwei
ober mehrere ©efchled;tS- Flamen jugleich, ober
feine Bor-- unb 3unamen finb »on bem ®efcbled)tS--9tamen

fchwer ju unterfcheiben, j. B. ©djmib ^D^ifelbecf, JUa*


met ©ehmibt, Enquetil bu Perron, ©olignac
be la Motbe genelon, ^SubliuS BirgiliuSMaro,
ÄniciuSManliuS SarquiniuS ©eoerinuSBoe»
thiuS, MartianuS MieuS g e l i r ßapellau, f. w.

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n

59
_ <£in erfahrner giterator wirb ftcfi in folgen gäHen leicht

ju Reifen wiffen, ba e§ ihm nicht unbefannt fetm fann, baß


©cbmibt ^biftlbecf unb l am er © chm ibt mit ih*
ren cigcntlidjcn ©efchlechfS--9?amen ©chmib heißen; it>nt
wirb 2*u Perron, genelon, S$trgtliu6, 2)oetbiu6,
SR ar t i a n u $ unb jeber antere S5crfaffer oon einigem Stufe
in ber literarifdjen SBelt fchon unter jenem einzigen 91 a*

men befannt feen, mit meinem man ihn allein ju nen--

pßegt. '«Hein ein 2?orfle^>er einer flehten ®ibliotf>ef fann


nidt immer ein großer Uiterator fetjn; unb in großen SBiblio»
tiefen muffen SRitarbeiter angenommen werten, bie ebenfalls

nießt immer große Siteratoren feyn fönnen: auch fommen


mandjmal bergleidcn »ielföpfige Siatnen oon SSerfaffern oor,
bie auch btn geübteren fiiterator, wegen il;rer Unbebeu-
tenheit ober wegen ihrer ebüigen Sfeuheit unbefannt
finb. gür bergleichen gälle wollen wir folger.be Siegel fefl»

fefeen:

SBenn ein SBerfaffer mehrere ©efchlechtfina*


men führt, fo wirb ber lebte ber jweifelhnften
Slamen als .£>aupt--£:rbn. SB o r t au$gel) oben
unb »on jebem ber übrigen auf biefen hinge»
wiefe *).

10) Sei gürjfenperfonen, JBifcböfen unb bei oerfebiebe*


nen CrbenSgeifilicben oertritt ber Süaufname ober ber

felbffgewäblte ober eon Storgefeßten erhaltene Slame eines


© d> u bh « i l i
g e n, ber ben ©efcblccbt§*9?amcn oerträngte, bie
Stelle biefeS lebteren unb wirb in ben Sitelfopien alb JDrbn.
SBovt angenommen.

*) 38<ber. ln be|Ten ©etebrten:8erilon man fid) allen«

falte SRatb« erboten (Snntc, bleibt fitb felbfl nitfct immer tonfe»

quent, unb iß (fammt feinen Supplementen) bei meitem nitfct toll«

ftänbig ; lann atfo nicht jur allgemeinen 9tid)tftbnur bienen.


'

GO
11) Hat nämliche ifl auch manchmal bet gaH mit tittem

$P a t r o np m i t um , j. 58. 2l»entinu$ (eigentlich S b u r-


m«or Bon 2Cben$berg). ,
12) 2Ba§ bisher t'on ben SRamen ber SBerfaffer al§ JCrbn.
SBort gefaßt worben iß, gilt aud) Bon ben 9iamen ihrer ©teil»
oertreter, nämlich ber Herausgeber, Ueberfefcer unb
Gommentatoren.
B.

58«hanblung be§ £>rbnung$*2BorteS.

§. 1.
Xltgemeiner ©runbfafc.
£)a§£>rbn. SBortmuß, fo viel a 1 8 m6g l i d>, B e r-

ein facht werben; benn ba8 ’Äuffinben ber ffiücbcrtitel .

wirb babureb fehr erfebwert, wenn man ein unb ba8 nämliche
iDrbn. 3Bort an mehreren £rten bcS ÄafalogeS (nach ben
»«rfchiebcnen Schreibarten beleihen) nachfchlagen muß. —
hieraus ergeben fich folgcnbe

§. 2 .

SSefonbere {Regeln.

1) eflle JDrbn. SBörter, fte mögen eigene 9?amen oon$er--


fone n ober 9tennw5rter fe^n ,
werben anthrem au8g e--

$eid>neten ^laße im 9iennfalle (ber einfachen ober


»ielfadjen Saht, je nachbem et ber £itcl erforbert) ange*
f.efct; im 3ufammenhange beS SEitelS aber, wenn eS bafelbft
in einem anbern ffleugfalle erfcheint, an feinem fpiafce unb
in feiner wirflicbengorm wieberhott, fo baß bie ©enauig-
feit ber SEitelfopie hinlänglich gefiebert iff. Diefe SSäieberho--

lung be8 Crbn. SBorteS fann man fich aber jebeSraal, wenn
baSfelbe unberänbert aut auSgejeicbneten 9-Habe ju flehen
lommt, babureb erfparen, baß man im Jfonterfc bc8 Sitclö

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,

.61

(in bie ©teile beö auSgehobcncn £>rbtt. SBorteS ba 8 Beiden


(...) fefct. Wlan fiel) aber, obige Siegel fo weit au$ju=
bebnen, auch jebeS £rbn. Sßort im Siennfalie bet einfa-
d> e n 3ab I unb immännlicben ® e f cb l e d) t e anfefcen ju
wollen; benn wer immer einen ffiuchtitel unter feinem £rbn.
SBorte fuebt, ber weiß auch uorläuftg, bie 3abl unb baä ©e-
fcblecbt beäfelben: ob eö 3. SB. Jt u n jt ober .Äünfie, V»e
oberVies, ob e§ A n g 1 o i s , Angloisc ober A n g 1 o i-
s e* beiße u. f. w., mitbin macht webet bie 3 abl, noch baü
@efd>lecbt be§ £rbn. SSÖorteS eine SScrjogerung im Äuffu--
<ben; wobl aber bie übrigen gormen, berer man jicb nicht
immer fo genau ju erinnern weif.
2) Die »erfebiebenen ortbograpb i-f ct) e n gormen,
worin baSfelbe £rbn. Sßort auf »erfebiebenen Titelblättern
»orjufommen pflegt, »erben auf bie einjige reget*
mäßige rebucirt, unb im galle, baß bie clafiifcben

©cbriftßeüer felbfl baruber nicht einig *) fepn foUten, »on


©iner gangbaren gorm beö £)rbn. 2Borte» auf bie Enbere
bingewiefen, welcher man nach ©utbeffnben ben SBorjug ein*
geräumt b«t.
(Sä werben mithin 3 . 58. alle SKajer, -Kaper, 9Jtair,
SRapr; Keier, üflejer, fKeper, SRepr unb SRaje--

*) ©0 ftnb j. S. bie bcflen beutfepen edjriftftfUrr notp immer


niept einig, ob man bfutfcp ober t e u t f cp fepre iben ; ob man
ct, p unb 0 beibepalten ,
ober ftatt berfetben burepgängig t. }

unb i, ober tt, }i fepen ; ob man ba< 0 in ben lateinifch > unb
griecpifcp.beuifcpcn SBörurn burepau« mit bem beutfeben Q, ober
nach Srforberniü ber ffuifpraepe, balb mit X. batb mit i oui-
brüefen foüe, u. f. n>. 3n folcpcn gälten wirb et oifo befon»
bec6 notpwenbig fegn. fiep jeberjeit für Sine biefer
Schreibarten ju entfcpciben, unb bei ber anbern
ein für allemal einen SRiicftneiS auf bie angenom-
mene pingufepen.
, §

62
ruS auf SDfaier; olle -Raffer, Reifer unb .Repfer
auf .Raifer; alle 3t p tun 9 3epttung, 3pttung unb ,

3ptunge auf äcitungj JBoeciuS auf SJoetpiuS,


^purnutuS auf GotnutuS, .fpernanbej auf ger*
nanb e
j u. f. tu. jurücfgefüprf.

3) 2Benn ein fonfi be f annteriftame als £>rbn.2Bort

umgefeprt, anagtammatifcb verfemt, ober auf eine


fpßttifepe 2trt » e r p un j t ifl f
fowirb er in feinet »apren
©eflalt alS ^)auptorb.--SB3ort angenommen, tm Gonterte beS
UitelS in feiner »erunfialtclen gorm »ieberpolt unb oon bie-

fer auf jene ein 3iücfweiS gcmad;t. 3- 58. -oon © i n e b auf


25eni$,eon3efuwiberauf3efuiten,u. f. w.
4) 25ie eigenen 3?amen finb mancpmal in eint anbere

©pracpe überfefet, ober itjrer äußeren gorm nadp, berEuS--


fpracpe einer anbtren Station angepafjt; bürftn aber
(wenn fiep btr nämliche SSerfaffer halb in biefer, balb in jener

©pracbe nennt), bcr iBereinfacpung wegen, nurinGiner,


unb jwar in jener, in »eitler fie am bftejlen oorjufommcn
pflegen, alS £>rbn. 33ort angefefjt , »on bet ober ben anberen
Umgeflaltungen aber auf So fepen
biefe bingcroiefen »erben.
wir j. 58. päuftg genug Scpneiber in Sartor, Sar--
tori unb Sartorius, ScpuflerinSutor, SK ü Iler
in SK 0 1 i 1 0 r g u cp S in 58 0 p ober 58 u l p i u u. f. ». über*
fetjt ;
unb fiuintuS GurtiuS in &uinte--Gurce, 2tu_.
luS ©elliuS in Äutugble, 25eS GarteS inGarte»
fiuS, SEB i l b e m in ©uglielmo, ©uillaumt unb
l

SBilliam, #omeruSin£>mero, Stopper in Sei 0 *

p i u S, u. f. ». »erroanbelt. Säcberlicb unb jwedwibrig »äre_


eS aber, biefe SBcreinfacpungSregel auep auf jene überfepten

Kamen, bie berei'S in flepenbe ©efepleeptSnamen


übergegangen finb, ober »obl gar auf bie Kennwörter

cuSbepncn unb j. 38. alle Ensayo, Saggio, Essai


u. f. ». auf SBerfucp rebutiren ju wollen.

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63
I
5) 3fi berSifel eines SSudjeS ganj •) in einer Sprache
abgefafjt, Settern t>6llig t>on ben beutfeheji
beren
unb lateinifcbenverfdjteben finb, fo wirb ba§ £>rbn.
2Borf jwar niefct in eine anbere Spräche überfefct, aber boc^ r
um «8 in biealpbabetifcbeiDrbnung einjupaffen, mit gleicb--
lautenben lateinifcben; ber Eitel felbfl hingegen mit
feinen £riginal--8etlern abgefebrieben
tbefen, wo begleichen SBcrfe
— Sn grofjcn SSibtto*
in beträbbtlirfjer 2Cnjaf>l
oorbanben finb, wirb eS inbeffen beffer fei;n/ für jebe
Sprache, bie ihre eigentümlichen Settern
bat, einen befonbern .Katalog ju »erfertigen wo ,

bie £riginal--8ettcrn and) in ben £rbn. SBörtern beibebalten,


unb biefe nach ber SKeiljenfolge ibreö eigenen itlpbabeteö ge*
orbnet werben.

6) Sufammengefefcte £rbn. SBöiter fommen eigent-

lich nur in ber beutfdjen Spradje »or, wo fie manchmal ganje


.Ketten bilben, fo bafj fie ben SBibliotbefar in SBerlegenbeit
fe^en fönnen, wenn er fid) nicht »orläuftg eine burebgrei*
fenbefRegel barüber fefigefefct bat.

£>iefe äufammenfefcungen finb aber »on oerfchiebener 2Crt,

nämlich
a) bie meiften, welche au« jwei ober brei furjen
•haupt-fJiemtwörtern belieben, werben febon im gewöhn*
lieben ©pradjgebraucbe al« einfache SBörter angefe*
ben, wie@taat«recht, Siaturgefchichte, Sleich«*
fammergeriebt u. f. w., unb halb mit, halb ohne
ErennungSjeichen jufantmengefügf. ©iefe fönnen noch
immer al« einfache ßrbn. 2Börfer angenommen werben.
b) ©inb aber folcbe äufammenfefcungen §u »ielfplbig,

') SBrnn iSjm eine Uffurf<$ung in lafeinibbcr ober trgcnb «in«


«uropiifeb«n ©pradje txigtbrude ift, wirb o&n<$in bal Orb*
nunglwoct auf birfrr genommrn (.Siebe SBcilag« E.)
:

64
n>te Armen- !üerförgung6*Anflaltcn, SebenS-
:

R$erlängerungS--.fiunjt u. bgl., ober i|t eine ganjc

Keihe Kennwörter mittelfl SErennungSjeichen unb julefct

mit einen» SSinbeworte jufammengefettet, wie 5Balb-


gorft* unb 3ägerei--2ericon, £auShaltung8-
unb 8anbwirthö--2Biff«nfchaft, Eameral--
9) oj e t-£) e c o n o m e--g o r j!4E e ch n o
l i i o g e* unb l i

|)onbelS'Sorrefponbent u. bgl., bann wirb ba$


lefcte, einfache ober hoppelte, .fjauptnennwort alS
JDrbn. SBort angenommen, unb alle im 3eugfaHe ooran-
gefd>i(ften Kennwörter al§ blofjeEigenfchaftSwörter bei*

felben betrachtet. Ktitljin werben auS obigen ffieifpielen,

ber SReih« nach, folgenbe ßrbn. SEBörter ^eroorge^en


Anwälten, .Kunjl, 8ericon, 2Biffenfchaft,
ßorrefponbent. 3n ber JEitclabfchrift felbfl wirb
bann bie ganje .Rette ber 3ufammenfe|ung, mit Aus-

nahme beS auSgehobenen ßrbn. SSorteS (beffen ©teile


mit (...) bejeichnet wirb) obgefchrieben.
c) ©inb bie JBebeutungen fämnttlicher jufammengefügter
Kennwörter fo homogen, bafj fie jufammen einen
#auptbegriff bilben, fo ift bie ©ache mit folcher

Aushebung beS ßrbn. SBortcS abgetan; finb aber bie


^Begriffe »erfchiebenartig, wie m©tabt*4?of--
unb ganbleben u. bgl., fo wirb eS gut fepn, meh'
rcreßrbn. aBörter^u bilben, inbem man baS lefcte
Kennwort mit jebem ber »orangefügten in Sßerbinbung

bringt, wie im gegebenen SBeifpiele ©tabt leben,


.jpofleben, ganbleben; unb bann unter bem Ei-
nen biefer £rbn. SBörtet eine »olljlänbige SÜfekfiopie,

unter jebem ber übrigen aber nur einen KücfweiS auf


biefe macht.

7) Am fchwierigften burfte e§ fepn, jene franjöftfchen, fpa--

nifthen, italienifchen , hoUänbifchen it. Eigennamen, welche


65
2frtif el ober Vorwörter mit ftd> fuhren, einfachen
Siegeln ju unterwerfen, ba Biele berfelben halb mit ihren
tSrtifetn ober Vorwörtern in ein VJort Bereinigt, halb
wieber Bon benfelben getrennt erfcheinen, wie j. V. £e*
brun unb S c förun, 3D eti Ile unb De Sille, Seit io
unb D et SR
in biefengäHen
i o u.

am
f.
w — golgenbe Siegeln
fteperfien allen
fcfseiiten

Snconfequenjen unbVet*
jeboep

legentjciten Borjubeugen.

a) Die Ärtifel (Le, La, Lcs, Las, Do, Des, Di, Del,
Deila, Dali’ u. f. w.) werben immer als unjer*
t r e nn 1 1 dj e SSeftanbtljeile ber eigennamen be-*

trachtet, benen fte Boranjiehen; weil biefe, als folcbe,


nicht wie bie übrigen •gjaupf.-Stcnnwörter wirtliche 2trti*

fei Bor ftch ju haben pflegen.


b) Die Vorwörter De (auch apoftroppirt D’), fo wie
a unb ab, werben jeberjeit Bon ben Eigennamen
getrennt.
c) Eben fo baS h o 1 1 örn b f cb e V o r w o r t Van aujjer
i ;

wenn noch «in Ärtifel bamit Berbunben ifl,


(Van den ober Van der); benn in biefem lepteren galle
gehört ba§ Van felbjf, fammt bem Ärtifel, wefentlicp
jum Slamen.
c) Die SBörter Saint, Santo, Santa, San, unb ©anct, Bor
einem Eigennamen (fte mögen auSgefdjritben ober blofj
burch ©. ober ©t. angejeigt fepn) werben jeberjeit als
unjertennlicpeVefianbtbeile ber Eigennamen
behanbclt, unb nur, jur möglichem Erleichterung beS
ÄuffintenS, Bon bem eigentlichen Slamen auf fte hinge*
wiefen, j. V. ©im on, V. Saint-Simon.
8) SBcmt ein SBerf jwei ober mehreren Verfa f*
fern jugefchrieben wirb, unb halb unter bem Slamcn bcSEi*
nen, halb unter bem beS Enbern herausgegeben worben ift,

fo ifi eS gleichBiel, unter welchem berfelben man bie

5
,

6G
«erfdjtebenen Ausgaben eines fofdicn SBerfeS wrefnigt, bet

bann bei jebcr Ausgabe alSTibn. SBevt auScjefcjjt ; bei jenen

aber, bie einen aritern SBerfaffer angeben, ber 9tame biefeS


festeren im ©enterte beS Titels an feinem l
a fc e a ng c-

fefet, unb »an bemfclben ein SR i”: erro c i 6 auf ben erflercn

gemaebtwirb. ©in auffallenbeS SBcifpiel ber Art ijt baS®ücf)--

lein »De imitatione Christi’’, roeldjeS halb bem


JEbomaä a A c m p S balb bem ‘Übte © e r f e n
i i u§ ,
halb

bem Aanjler ©erfon, ja oon einigen fognr bem ^eiligen


fßetnljarb jugefdjricben ntirb. ©in ähnlicher Sali ifl eö —
aud) mit bem Sßerfe: »De vita excellentium Im-
peratorum’’, roeldjcS balb ben Ae m i l iu 6 $) r o b u S,

• balb ben 6 o r n 1 l u 8 SR e p o 8
i old SSerfaffer an bet Stirne
trägt, tt. a. m.
9) ®ei ben a!abemifd)cn Siffertationen *) pflegen
bie ®ibliothefi.re in .gtinficbt bei iCrbn. IBSorteS noch häufig

jwifchen ben Flamen beS fp r ä fe & unb be§ D e fe nb e n t e n


$u fctjroanfen. fWandje jerhauen biefen gorbifeben Anoten ba--

bureb, bajj fie ficbä jur Siegel inadtcn, burdtgehenbSbem


r ä fe 8, ober burcbgebcnbS betnS)efenbenten bie

©hre t*eö SSerfaffevS einjuräumen. Allein oft beifit e8 boeb

auSbrüdlid) auf bem Sitelblatte: „Autor et Defen-


dent”, ttnb eben fo oft roieber: „An to re et Prae-
side.” ©oll man nun in biefen gällcn baS Titelblatt fügen
(trafen 1 _ greilid) wollen »tele behaupten, bie Herren $)rä--

») JDa bie 2>ijTertationen, befonber« in groben BiMiot&ffen ,


bie
Setfertigung be» atppabetifdjcn 9Jamen:&atalogts unb felbft bat
Jtuffudjcn ber übrigen SBüdpmitel burrj) ihre Menge gewaltig
fo wirb e* ralbfam fetjn, wo nidjt einen befonbes
oerjSgern,
ren BiffettationenrÄatalog anjutegen» boeb wenig«
flen< bei Berfertigung ber SXiteUttopien jene titerarifrben Jtlei»

nigteiten an« Qnbc ju »erfparen, um bal Äufpnbcn ber grb«


fertn Eierte früher möglisb ju machen.

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67
fibeS fetjen faft immer bie ©erfafjer, unb nur SfterS fo gefät*
lig, ihre Arbeiten felbft für SDerfe t^rer 38glinge auSjugeben.
_ Siep mag ber fritifcWiterarifdje ©efd)icbfforfcber unterfu*
eben, wenn er e§ ber SKüfje werft) ftnbet; fürben©iblio*
ttjefar e$ Pflicht, bem 5£ifel eineg 2Berfe§
i fl

aufS2Bortju glauben; fonft müpte er auch bie wah-


ren 9iamen aller pfeubonpmen ffierfaffer erforfcben ! _ 2Ban
hebe alfo
•) immer ben Flamen desjenigen al§£>rbn. SBort au§, ber
aufbemStitel al« ©erfaffer genannt i ft;
unb
b) wenn weber ber5)räfeg, noch ber25efenbenS
©hre au6brücfticb iueignef, bann wähle man
fich biefe

ben Sltamen be§ erfieren jurn £rbn. 2Borf, unb


weife oom Unteren auf biefen hi«/ bamit man bie ®if>
fertation unter ©eiben finben fönne.

SSierter 2C b f cfjnitf.

Uebrige ©ef;anbtheile ber SEitel-ifopien.

§. 1 . .

Sitet.ICbfdjriften im engem Sinne.


3ene S3erhaltung§regeln, welche wir bereits im erfien
Abfcbnitte (§. 2 u. f.) in ©etreff ber Sitel* Kopien
überhaupt angegeben hohen, ftnb hier bei berAbfcbrift ber
Sitel imengeren6inne auch inSbefonbere ju beobachten.

§. 2.
©iertmal'e ber Äuflage.

1) ©ei neueren cunb gewöhnlichen SBcrfen iji eS


genug, nur allein ben IDrucfort unb bieSohrjahl an ih*
5 *

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n

68
ren bcfiimnttcn ^laß ju feben; btt 9?antcn bcr 3>ru<fer unb
Verleger werben nur
a) «Prachtausgabe ober bti
bet Auflagen au§ ben
berühmteren ©rucfercien, j. S3. AlbuS,
ßljeoir, 25ibot, Soboni u. f. w.;
1>) bei fefyr fcltencn Ausgaben unb,
c) btt ben Sncunabeln angegeben. SBct biefen iff es

fogar rathfam, bie fämmtlidten 9Rerfinalc ber Auflage


mit btn gormalicn, wie jtc, tneift in ben ©chluß-
formcln, angegeben jtnb, genau abjufdtreiben.
2) «Bcnn weber £>rucfort, noch Drucfer, nod) SSerleger,

noch 3abriaf)l angegeben ftnb, ober eine ober mehrere bitfer


Angaben fehlen, fo be^eicf>net man b i e © t e 1 1 e n ber
nt angeln ben mit £luer{iricben, bamit man in ber

Jfolge, beim Anblicfe einer foldben JEitel--Äo^ie, oerfiebert fetjn

faitit, baß biefe Angaben nicht im Abfdtreiben überfetjen wor»


ben fetten, fonbern toirflidt mangeln. (©iefte SScilagc H.)
3) 3ß bem fßibliotl;efar eine ober mehrere folcher mam
gelnben ‘Angaben anberfrtooher befannt, fo tfjut er

wol)l baran, fie an il;rcn ^}lah ju fe(sen; aber jwifd.?en C),


um feine 33cbenflid)feiten in JBetref ber Auflage ju oeran-

laffen.

4) drbiebtete £>rucforte, SSerlcger u. f. nt. nterben

alS toahre angefebt; nur bann, wenn man bie wahren ju-
oerläßig weiß, mag man fie jenen äwifchett O beifügen.
2>a8 nämliche gilt aud; oonSahtjal; I«n, bie burch 2>rucf-
fcltler oerunflaltet, ober abfichtlidt falfch angegeben ftnb.

5) fjtanbfchriffen fommen ber £)rt, wo fie


S3ei

gefcbricben worben finb, ber 9iamc beSAbfdtrei-


b e r 6 unb bie 3ah rl ah l i h t e t SSollenbung an bie

©teile bcS £>rucf orteS ,


DrucfcrS unb ber 2)rudjal;r jal;l ; je-

boclt mit bem SBeifafce MS., bamit man bie ^anbfehrift nicht

etwa für ein gebrucffcS ßrcntplar hwltc.

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c

69

6) 2Benn bte f o l
g e nb e n 2 b e il
.
eineö SBerfeö einen

anbernSrucfortunbBerlcgcr, ober anb ere 3at>r--


jablen haben, alä ber erflc, fo muffen biefc befonberb an--

gefe^t »erben. (SiebeBeilage I.), um fc Edjc Grctnplare,


bereu einzelne Bänbe auö oerfdbiebenen Auflagen
jufammengeftoppelt ftnb, »on »ollffänbigen Grem--
plaren einer einjigen Auflage ju unterfdjeiben, unb

nicht etwa biefe (enteren alö Soubletten auäjufcbieffcn.


7) 2Me3abrjabt wirb allejeit mit arabifeben
3iffern gefcbricben, weil biefe am geläuftgften ju lefen

ftnb; grieebifebe, bebräifebe, ruffifebe u. bgl.Bucb-'

ffabenjablen werben jurGonftoilc beigefügt, bie rßmifeben


aber nur bann, wenn fte bureb Srurf'febler ober fonjt eine
ungewßbnlicbegorm baju beitragen , ba§ betriebene
Gremplar genauer ju ebarafterifiren.

§. 3.

SBemcrtungen-
SBäbrenb ber Berfertigung ber Sitel - Kopien, wo man
ohnehin Buch für Buch genau unterfueben mup, wirb eS in
Giner Arbeit bingeben, ben Sitel-Äopien mancherlei für je
Bemerfungen beijufügen, welche in3ufunft, bei Bear--
beitung ber <5pccial-\Jtatatoge unb beß 9teal--,Ratalog3 ,
aller»

lei SDtifjgriffen »orbeugen unb manchmal hoppelte unb brei*

fache 2)tübe erfparen werben.


dergleichen Bemerfungen, bie in einiger Gntfernung un»
ter bie Sabrjabl jwifeben () gefefct werben, (fiebe bie Bei-
lagen B, I unb K), unb wenn biefer ^lafc nicht binreicben

foUte, auf bie Äef>rfeite ber SEitel-- .Kopie hinüber laufen fön»

nen, »erben »orjüglicb bei folgenben Umjtänben »ou gutem


9lubenfepn, wenn
1) ber SEitet ben.£>auptgegen|lanb bebäJerfeö
e —

70
unrichtig angibt •) ober in rät b f e I ^ o f ten Äu8*
brücfen beßebt, wie j.ffl. „2>a§ golbene Jtalb,“ »Strauß*
febern,® u. bgl.
2) 2Benn er merfwürbige 5Beßanbtbeile beS
IBuebeS, j. 58. einen Kommentar, ben bei einer lieber-
fefcungmitabgebruef ten £>riginaltert, Äupfer-
ft d>
i ganbfarten, u.bgl. oerfebweigt, ober meh-
f

rere berfelben angibt, al§ ba$ 2ßer£ in bet #b«t


enthält.

3) 2Benn ter&itel eine ganj anbere §orm ber 58 rar--


beitung »ermutben lägt, als baö 2Berf an fleh b<»t- @o
iß e3 j. 58. oft unmöglich ,
auS bem Sitel ju erratl;en ,
ob
ba« SBerf in Surfen ober in 9?rofa, ob e$ in rebnerifcher,
bramatifchcr, romantifdher, fatrjrifdjer, lcrifograpbiflber§orm
u.f.w. abgefaßt, ober ob ber behanbelte ©egenßanb auö bißo-'

rifebem, ptjilofLpt)ifcbem, theologifchem, juribifchem u. f. w.


ober au8 mehreren folgen ©efl.tt§puncten jugleicb aufgefaßt
fet), welches boebmeißenö bei flüchtiger iDurcbflcbt beS58ucbe§
fogleich in bie Äugen fällt.

4 ) SBenn bet SEitel in einer Bom5Eertebe$2Berfe$


oerfebiebenett Sprache abgefaßt iß, ohne baßer biefen
Umßanb angibt.

5) SBer.n fleh entweber baS 2ßerE an unb für fleh, ober


bie oorbanbene Äuf läge bureb befonbere Seltenheit,
ober baS oorhanbene ©remp
bureb erheblich e2$or* l ar

jüge, j. 58. burch eine fdjrtftlicfje Sebication »onbeS


SBerfafferS eigener ^anb, burch eigenhänbige

*) Sftce 9Bi|iDerf)Jltnif ber Sitel ju iijrnn Snbattc oufjubeefen,


träre eine unbillige gorberung an ben SSibliotbefar ; benn am
bicfel ju fönnen, müßte er jebe« äörrf aufmertfam burdjlcf.n ;

tl ift alfo hier bloß oon foldjen SDtijioei&ültnifTen bie 9iebt,

treldje bei einem flüchtigen ifeberblicCe gleich in bie äugen faU


ten, wie ee nicht feiten ber galt ift.

s -

“Wgttized by .Gc
I

71
9la nbgloffen »on einem ober mehreren berühmten ®e-
Iebrten, burcb cingcbeftete ober eingeflebtc gute Jtupfer*
(liebe ober $ol jfcbnitte tc., bie nicht jurn 23erfc fclbft

geboren, burcb f e 1 1 c n e§ 2)r u ctmater ia le, u.f.w. auä-


jeid)net, ober inbioibueUe ÜJlängel ober ©cfcbäbigun--
gen an jtcb t>at.

6) ßnblicb auch, wenn bcm ©ibliotbefar bi« unb ba eine


literarifcb-merfwürbige 'Änefbote »on einem ffierfe
befannt ifi, bürfte fic hier nicbt am Unrechten £>rte (leben.

§. 4.

SBebanbtungSart berJBeibänbe.
I. Um ju entbecten, ob einem SSerfe noch ein anbereS
ober mehrere SSerfe bcigehtnben finb, nehme man bie ffilät--
ter eiiteä SanbeScntweter inSgefammt, ober (wenn ber SJanb
ju bief i(l) eine Partie natb ber anbern, fo in bie rechte £anb,

baji man oon »orne herein ©latt für ©latt unter bem Sau»
men beroorfdtlüpfen taffen fann, unb febe babei ju, ob bie
©eitenjablen ununterbrotben fortlaufen
wo ft<b
ober etioa mitten im ©aitbe wieber »on 1 aufangen,
bann ein Titelblatt ftnben wirb, au3 welchem man erfeben
fann, ob hier ein gatr, anberes 2Berf, ober nur eine Äbtbei--
lung bei »orbergebenben anfange.
II. ©ei jebem beigebunbenen SBerfe lege man ein oben
ber»or)lebenbe§ (Paptc.flreifdjcn hinein (wenn nicht eine »om
©uebbinber angemaebte ^reffet **) biefeS entbehrlich

) Sei 3ncunabe(n, bie oft »eber ©eiten« noch SBtättcrjabten,


nodj Signaturen tjaben ,
ifi ei nöttjig, auf bie form ber
Settern unb besSafce«, unb auf jene 2lbfä(se roofjt

itdjtung ju geben, mo rin ntuea SBetl anfangen (bunte.


*) ’Preffeln oon roei|em Pergamente finb befonber* jum 2Cuf-

fdjlagen ber SBeibänbe fepc bequem, »eil man bie eigentbfimlitbe

Seibanbnummer batauf fcfcreiben (ann.

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72
macht), unb jeige auf ber cbcrn @cfc rechts am £itelblaftc
mittelji einer Siummer an, berwie»ielte©eibanb tie=
feS SBerf im »orliegenben ©anbe fep wobei eS natürlicher ;

fd^eint, baS erfie SEBetf im ©anbe n i t raitjujäl;-


len, weit man biefeS noch nicht einen ©eibanb nennen
fann. SSBer inbeffen lieber bieSBerfe, als bie ffieibänbe

jäblt; mithin gleich baS erfie SBerf in einem ©anbe mit 1


bejeicbnet, begebt eben auch feinen gebier.
Site l*Jt opi en ber Seibanbe »erben in
III. 2>ie

ber nämlichen gorm gefdjrieben, »ie bie eines iTolirten SBer


FeB; nur mit bem einzigen Unferfd;iebe, bafj unter bie
9iummerbcS©anbeS and) bie 3 a b e 6 »ieeielten l; l

©eibanb eS, in ©efialt eines aritbmetifeben ©rudteS


(fiebc bie © e i l a g e n L unb M.) getrieben »irb, fo baf?

jene ben 3abler unb biefe ben 9lenner »orfleHt **).


IV. SBenn ein ©eibanb, feinem Snbalfe nad), in ein

anbereSgad) gebärt, ald worin er, feines ©ormanneS we-


gen, aufgeflellt ifl, fo fefce man unter bie gaebbejeidmung
biefeS lefctern auch bie bcS b c m ©e i b a nb e eigentbüm-
lidjen gad)c5; aber jwifdten ().
V. ©benfo macht man eS aud) bemerfbar, wenn bet©ei--
banb oon fleinerem gormate ifl, al$ fein ©ormann, in-
bem man an bem für bie gormat»'#ngabe befiimmten ^la^e
baS gormat beS ©eibanbeS unter jenem beS ©anbeS eben»

falls jwifeben ( ). anftfct, j. ©.
VI. ©anj fo, wie bie ffieibänbe, werben aud) jeneglug»
fdtriften unb anbere bünnc SBerfdjen bebanbelt, welche man

) 8Bem (I Seffer gefSQt, bie Beibanbnummer hinter Me9tum«


tntr bca ffijnbts jwifdj.'n ( ) ju feften , wie iOj cS felbft in ben
SXußcrbiütccrn jum 3kai- Jcataiogt (Beilagen P— H) get^an habe,
ber ttjut eben fo wob! baran.
%
73
in gut ter alert fammelt, weit fie nicht füglicb ifolirt auf
gefteüt werben fönnen. E§ befommt nämlicb jebeS gutte-
tal feine Stummer al§S3anb auf feinem Siucfenfc^ilb-
d>en, unb jebeS barin beftnblicbe <Srf>riftd>en n e b fl btefer
aud) feine befonbere Kummer aB äSeibanb; ob-
fcbon man fie, nad) S3clieben, einjeln b«c«u§nebmen fann.

fünfter 2C&fd>nitt
Xlpba6ttifcbe< D ebnen.
3e früher man mittelfi ber SEitelfopien bic Sucher fetb(i

ftnben fann, befto mehr Beit wirb man für bie Arbeit gewin*
nen, bie außerbeni bureb unficbereö .gjerumfueben »erloren

ginge. 9)?an fäumc alfo niebt, fobalb man eine Partie SEi-

telfopicn fertig bat, fre fogteid) unter fid) rein alpfjabetifc^ ju

orbnen, unb bie folgenbcn immer fleißig in biefe crfle tlnlage


be§ allgemeinen .ftatalogeS einjufcbalten. 2£ucb würbe baS
Crbnen ber Sitclfopien weit mübfamer unb fdiwieriger fepn,
wenn man eine ju große SKaffe »on Sitelfopien anwaebfen
ließe, um fie bann alle auf einmal in Stbnung ju bringen.

§. 1.
SKedjantfcvc £anbgriffe.

I. SSfan febreibe auf einen SEifcb, ber »or hem guftjuge


unb v»or jeber oerwirregben Einwirfung ge(td>ert ifl, mitÄreibe
bie gewöbnlicben 24 Sucbftaben beö lateinifeben 2tlp^a&ete§

in folgen Entfernungen, baß unter jebem berfelben eine SEi»


telfopie SRaum genug bat, ohne ben Sucbjtaben felbfl ju be-'

beefen.

II. ®ann lege man jebe ber uorbanbenen Sitelfopien ju


jenem Sucbjtaben bin, mit welchem ifr £>rbn. SSort anfängt,
74
j. 58. 5Böier ju 58, Äant ju £, lenophon $$» J,
9tachrid)f ju 9t, Anleitung &u£ u. f. w.
III. ©inb alle SEitelfopien auf folche 7trt auögetl>cÜt, fo

fange man bei 3 an, bie unter jebem (ober ben meiften)
58uch(taben liegenben $äufcben ober einseinen £itelfopien auf
einem abgefonberten «JMa^c freujweife iibereinanber ju

legen, fo bajj ba§ .gtäufdjen bom Heben auf ju liegen fommt.


IV. 2)ann lege man jebe SEitelfopie beS .jpäufcheniS 2£ gu

bem 5Bud>|taben, melier ber jweite in ihrem £rbn. 2ßorte


iff ,
j. 35. HntoninuS ju 91, Hrchcnbolj ju 9J. Hb--
b i l bung e n $u 35 u. f.
».
V. ©outen nach biefer jweiten SSerffjeilung (wo»on bie

^äufeben 58, 6 u. w. fo lange


f. auägefchloiTen bleiben, bi$
bab Häufchen X in »oUfommene alphabetifche Crbnung ge-

bracht ifl) unter ben neuentftanbenen Häufchen einige nod>


fo beträchtlich fcpn, bajj man eine britte SSertheilung n5-
thig ftnbet , fo lege man biefe fämmtlichen Häufchen ber
^weiten SSertheilung wieber an einem befonberen
5J)lahe öon 3 bis 21 freugrocife übereinanber, unb »erfahre
mit ihnen, wie bei ber jweiten 58crtheilung ;
nur mit bem
Unterfchiebe, bajj man nun nur ben britten 58uch|taben
be§ £)rbn. 9Sorte$ berücffichtigt, fo bajj $. 58. Hbhanblung
unter $ A brege
, unter 9? , Abusui unter U, X b b i U
b u n g e n wieber unter 58 u. f. tu. gelegt wirb.
VI. 9tun werben bei jebem 58uchflaben fo wenige £itcl--

fopien liegen, bajj man fie leicht, ohne nochmalige SSertfjei--

lung in »oUfommene alphabetifche Drbnung bringen fann;


ja e§ wirb bei manchem 58ud)fiaben nur eine einjige, bei meh-
reren gar feine Slitilfopie mehr liegen. 9Ran richte fte alfo,

»on X angefangen in bie r e n |f e alphabetifche i

jDrbnung, inbem man jebeSmal bie reingeorbneten, mit


ber befchriebenen ©eite abwärtä an einem befon»
bem $)lafce aufeinanber legt.

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75
VII. ©ann neunte man »on bem freujwetfe übereinanber
gelegten ©tofje ber jroeiten 83ertbeilung baS ^auf-
d; en 33, unb nadjbem man auch biefeS auf bie nämliche 2trt
rein georbnet unb, ebenfalls öerfetjrt, auf baS »orber georb*
nete erfle Häufchen Ijingelegt bat, verfahre man eben fo mit
bem britten unb übrigen ^äufttjcn bcr jmeiten SSertbeilung.
VIII. 3fi auf folrfje 2Crt ber gange ©tofi ber gweiten 23er-»

tbeilung aufgearbeitet, bann fommt erft bie Meibe an baS


Häufchen 33 ber crjten 23crtf>eilung unb fo nach
ber JDrbnung fort, bis bie nämliche ^Manipulation burch ben
iff. Jlebrt man
ganzen SBorratb ber SEitelfopien burchgefübrt
fo bat man
bann ben gangen »erfebrt liegenben ©tofj um,
einenbeweglichen alpl;abetifd;en Katalog non
ben bis babin fertigen £itelf opien »or jtch.
IX. Um biefcn in feiner £rbnung gu erbalten, fdjaffc

man fid> eine f)intänglid>e Injabl gutterale an, welche


oben offen unb 4 3»U biefeS ^adet
fo grof? finb, baf? ein 3 bis

JEitelfopien bequem bineinge'cboben werben fann. ©amit aber

biefe leicht unb ohne Skfcbäoigung , fo oft man will, btfauS»

gesogen unb wieber bineingefchoben werben f (innen, umgebe


man jebeS fPacfet noch befonterS mit einem bünnen Rappen»
bedel, fo breit, als bie Stitclfopien felbfl finb, »on unten
herauf, unb breche biefcn ißappenbedet an ber untern glddie
in jwei fcharfe kanten nach ber ©itfe beS JutteraleS fo, bafi
er fammt feinem badete leicht auS- unb eingefchoben werben
fann. ©o oft bann in ber golge ein fPadet burcbS Sinfcbal*
ten neuer Siitclfopien gu fel>r anwädjft, »ertbeile man eS wie.-
ber in gwei gutterale, unb mache an jebem berfelben bie barin
bepnblidje 'Äbtbeilung beS 'ÄlpbabetcS burch oben brtoorra--
genbe Sinleggettcl bemerfbar.
X. 3Rittel|l biefer nämlichen SManipulation wirb jeber
neuerbingS fid; ergebenbe XJorratb »on £itel--
76
•; für ftd) felbft georbnet,
b) fo oor ftd^ Angelegt, baf bet Buchflabe A oben ijl,

c) ein ^>a<fctt nach bem anbern au$ bengutteralen beS bis-


herigen .RatalpgeS h«au8genommen, unb neben ben neuen
hingelegt;
d) beibe miteinanber babureb vereinigt, baf man, je nad)--

bem cS bie alphabetifche frbnung forbert, halb eon bie*

fern, halb oon jenem Stofe, eine ober mehrere £itel*


fopien »egnimmt unö, mit ber bcfchriebenen Seite ab-
wärtd gefefert, als einen britten Stof, neben bie bei-

ben anbern bingelegf, unb fo fortfäftt, bis ber ganje


3u»ach$ bem bisherigen Jfatalege einoerleibt ijl.
e} 2>ann »irb ber ganje Katalog »ieber in bie erforber»

liehe Anzahl gutterale oertheilt.

§. 2 .

SrunbfJfc* unb praftifebe Stcgetn für bat alp$abt>


t if <b e £>rb n e n.

I. 2Der ©runbfag: bie jDrbn. 2B Örter muffen fo


oiel alSmöglicb oerein facht »erben , finbet auch hi«
oot Allem feine Anwenbung, inbem rair
a) jene Buch jtaben beS Alphabetes, »eld;e in ben Bü*
chern, »egen ifreö ähnlichen Saute», häufig miteinanber

oerwecpfelt »erben, fo »ie


b) biejenigen, roeld;e halb als einfache, balbalS
jufammengefegte Saute behanbelt »erben, an
einfache Siegeln binben. 2Bir fegen baljcr ,
um allen 3n*
confequenjen oor^ubeugen, ein für allemal fc|t, baf
1) bie S3ucbftabcn i unb j, bann o unb u, als ein unb
ber nämliche Suchjlabe behanbelt »erben.
2) »eiben ÜRitlautern ch, ji unb fch wirb je ber ein*
iclnc Buch (labe, aus »eichen fic auf bem Rapiere ju=

»
77
fammengefebt erföchten, auch als einjelner ffiudsfiabe in bet
alpbabetiföen £>rbnung in Änfötag gebracht.
3) Sie ©oppellauter ö, 6 unb ü »erben jebeSmal als
i»ei einjelne SBiföfiaben, ae, oe unb ue angefeben, weil fte

auch häufig in biefer leisten gorm gebrucft oorfommen.


II. ®a
oerfchiebene SSerfaffer einer-
nicht feiten

lei(Befd)led)tS--9Zamen fuhren t mithin ihre SBerfe un- -

ter Sin £5rbn. SBcrt pfammenfallen, fo tnüffeit biefe unter

ffö »icber nach ber atpbabetiföen iCrbnung ihrer 21 auf*


ober SJornamen tson einanber auSgeföieben »erben,
»eföe als ä»eite t> t b n. 2B ö 1 1 e r ju betrachten ft'nb.
3Bo bei foföen Schrift jleüern auch hie Taufnamen
g l e i cb ftnb ,
fann man ftc etwa
a) aus bem 3eitraume, in wcföem fte geförieben b« f
ben, ober
h) aus ber .£>auptroiffen iföaft, »eföe ein jeher tson

ihnen bearbeitet hot , untcrföeiben. 3n jenen güHen


aber, »o j. S3. Später unb Sohn gleföe SEaufnamen
führen, gleiche SBiffenföaft cultioiren unb ju gleicher
3eit als Sföriftfleller auftreten, wirb baS jpublictim,
unb fönnen biefe ©dsriftfleHer eS bem Sibltothefar nicht
»erargen, wenn fie im .Kataloge als (Sine fPerfon be*

banbeit »erben.
Sic oerfchiebenen SZBerfe eines 83 er f a f-
III.

ferS *) »erben nach bem £rbn. SBorte, »cföeS ber SEitel


befommen mufjte, roenn er anontjm wäre, unter ffö
georbnet.
IV. S3ei anonpmenJEiteln tson einerlei JDrbn.

*) ffiei folgen Berfaffern, beren SBerfe in anbere Sprachen übers


ftjt jinb, Idjitfe man Oie Ttuegaben in brr Driginalfpras
ehr voraus, unb taffe bic Ueberlehungen alphabt«
nach brr

tifchm Orbnung ihrer Sprachen barauf folgen.


i,

78
SBörtern werben bie fPrabicate be3 £)rbn. SBorttS
ober, nad? ©utbcfinben, ba8 9Jetinwort be§ £ifclg, welches
bcn abgebanbelten ©egenflanb bejeidmet, ald fccunbäre
•Drbn. äßörter berüctficbtigt, unb auf bet Sitelfopie unter»
jlrichen.

V. 2Me »erfchiebenen Auflagen eines SBerfeS wer--

ben nad) bet iXeiljenfoIge ibret 2>rucfjabre unter fcd)

geotbnet.

©fester SCbfdjnitt.

V §. 1.
Xuefdjeifcung bft Doublet!« n-

©8 ifi jwar in einet öffentlichen ffiibliotbef febr gut, wenn


»on b«up0 gefuchten SBcrfen jwei ober mehrere ©rcmplarc
«orbanben ftnb. Allein ber geringe gonb ber meiflen berfelben

macht e§ bennoch ratbfamer, jtch »on jebemSöerfe mit einem


©remplare ju begnügen unb bie übrigen tbeilS ju »ertaufchen,
tbeifS ju »erlaufen, um bie ffiibliotbef mit bejio mehr anbern
wichtigen SBerfen ju bereichern.
2>oubletten im jlrengern ©inne nennt man j w e
I.

bureb feinen erheblichen Umfianb »oneinanber


unterfchiebene ©remplare t>on einer unb ber
nämlichen Auflage eines SBerfeS.
II. 2)amit man nun, um biefe Soubletten IjerauSjufin'
ben, nicht genölbigt fei), eigen§ in biefer 2£bftd)t ben ganjen
Katalog, 53laft für S3laft, burchiumuflcrn; auch bie &itel--

fopien ber auSjufdjicfjenben Soubletten nicht in ben abju*


fchreibenben Katalog mit einjufragen brauche, um fie bort
in ber golge wieber auSjujlreid;en, fo wirb e$ am ratbfam--

fien fepn , währe n b man ben .Katalog 4b f d) r e i b t

fo oft man auf £oublctten flößt, ftd) fogleicb

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/

•) beibtßjtemplare Ijtrbti&olenju taffen

b) fte genau miteinanber juuergleidjen,


c) baS mtnber gut e r b a 1 t e n e ßremplar auSjufcbie*
(t c n unb
d) im fKumtnern-SRepertorium baS Drbn. SBort

teäfclben auSjuflreidien, um bie baburd; erlebigte 9ium?

met golge einem neu angefommenen 2}ud)c bet-


in ber

reiben gacbeS unb gcrmateS «feilen ju fönnen.


e) Die jugleicb mit ben Doubletten auSgcfcboffenen
Sitelfopien lege man, nach ihrer Drbnung, immer
mit ber befebrtebenen Seite abwärts an einem befonbern
gn.ifcc aufeinanber; fo bilbet ftcb »on felb(l jugleicb ber

bewegliche ,Ratalogüberbie.famretlid;enDou*
\ b letten, welche
f) ebenfaES in einem abgefonberten Socale in ber £>tb-
nung aufgcflellt werben, wie fie nacbeinanbcr aut
gefdwüen finb. ©o werben auch fte in atyfiabetiförr

Drbnung (leben, unb um fo leichter *u pnben fepn.

§. 2 .

atifcbrift bei a t p b a b c t i f dj e n 9t a me n =Ä a t a l o g t e.

SSon einem jweefmä^ig abgefebriebenen atpfjabetifc^en SRa*


men--Äataloge forbert man
I. leid>t« Ueb erficht ber fBücbertitel unb
II. oerhältnipmägige. Swifchenraume jumßin-
fcbalten beS tünftigen 3uwachfet
1.

Die fchneEe Ueberjtcbt wirb beforbert

1) burch grofjeSgorptatbeS fPapiereS,

2) auffallenbe 2tuäfcheibung ber Drbnungt-


3Kcrf male,
3) eine fehr beutliche ^anbfehrift.
83or*
gKannetfcbaffefich alfo »orläuftg einen hinlänglichen
, , :

-
80
ratß bon ßarfem Rapier in großem golio-ftormate , (affe bie--

feS mitteiß ber gintrmafcßine ,


nacß Xrt ber ©cilage N mit
ben erforberließen ginien »erfetjen f
unb fcßreibe barauf bie
83üeßertitel fo ,
baß
a) in ben erßen fenfrecßten Kaum jur linfen $anb baS
«Ipßabetifcße JDrbn. SBort,
b) in ben j w e i t e n ber $ i t e l beS SueßeS
c) in ben b r i 1 1 e n bie Kterf male ber 'Ä u f l a g e

d) in ben eierten S ormateS,


bie -2}ejeid?nung beS
e) in ben fünften bie gaeßbejeicßnung unb Kum*
mer beS SSucßcS, als an ißren eigentßümließen ^Meißen
ju ßeßen fommen.
£>ie wiebielte Kummer eines SBcibanbeS fann
aueß ßier, unter bie
wie auf ben einjelnen Sitelfopien
Kummer beS SianbeS, in gorm eines aritßmctifeßen
JBrucßeS angefegt, ober am gnbe biefer Kummer jwifcßen
( ) beigefügt werben.
II.

SBerßattniß mäßige3 w> i f eß e n r ä u m e oon einem SJueß- ,

titel jum anbern, jum SSeßufe beS SinfcßattenS eines mßg*


litten 3uwacßfeS, ßnb ein notßroenbigeS Hebel bei einem afc

pßabetifeßen Kamen --Jtataloge. fKan bat baßer »erfeßiebene


fogenannte © d; a 1 1 bänb e erfunben ; allein ju Katalogen
in einer großen ffiibliotßef feßeinen ßc mir rtitßf geeignet
a) wegen ißrer ju f ünßlicßen ßinrießtung, bie einer

immerwäßrenben Ktanipulation beS KacßfcßlagenS nießt

lange wiberßeßen fönnte;


b) wegen ber baju notßwenbigen matßematifcßen
,
©leießßeit beS b ef cß n itten en ^apiereß;
c) weil man bei allem bem bennoeß nießt oiel a n 3 w i-
feßenräumen erfparen bürfte, wenn man nid)t gar
ju oft einjelne SSleitter ßerauSncßmen, ißren Snßalt auf

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81
mehrere Slätfer auSe'nanbcrfchreiben unb: bann biefe

wieber einfchalten wollte.


ES muß alfo bem eigenen Srmeffen eines jeben S3iblio*
tbefatS überlaffen bleiben, bie jwifchen ben abjufchreibenben
Sucher --Siteln nötigen leeren 9?äume ju beßimmen, tinb

groar nach 23erbältniß


a) ber ©rüße feiner Sibliothcf, unb
b) ber DJeicbbaltigfcit be§ $u hoffenben 3uwa<hfeS.
0iel)t ßd> ber Siblietbcfar genötfcigt, baS 2fbfd>reibett

beS JtatalogeS einem Snbioibuum aufjutragen, n>eld)e8 jwat


eine fchr lefaliche $anb fchreibf, aber in ber Literatur ju we-
nig befannt iß, um bie 3wifd,enräume oerhältnißmäßig be-

ßimmen ju fönnen, fo fann fief) biefer 2Cbfd?reiber etwa ein


ober ein spaar Süd;er-8erifa , j. 23. ©eorgi unb $ein*
fiuS, ober gebnidte Kataloge über große S3ibliott>ePen , ne*

ben ftch hinlegen, bamit er immer beiläußg crmejfen fßnne,


wie Wiel 3uwad)S jwtfdjen feinen Süchertiteln jebeSmal mög*
lieh fen.

SBenn in ber gotge, bei aHer biefer 83orßd>t, hi« unb ba


ein 23latt be§abgefcbric6enen.ftatalogcS an einer oberber an*
bem <2teHe feinen fPlafc jum Einfchalten mehr gewählt, fo
braucht man beßwegen noch nicht feine 3ußudjt jur Anlegung
eines Supplement.-JCatalogeS ju nehmen, ben man bureb fol-

genbeS $ülfSmittel noch auf oiele Sabre hinaus entbehrlich


machen fahn.
9)?an fchneibe nur jebe5mal baS Slatt , auf welchem e«
am ?>labe jum Einfchalten mangelt, bis auf einen galj oon
*/, 3oU 23reite heraus, fdjreibe bie auf bem auSgefdmitfenen
Slatte enthaltenen S3ücbertifel auf einen ganjen 23ogen in
»erhältnißmäßigen Entfernungen auStinanber, unb laffe bann
biefen Sogen an ben, oom auSgefchnittencn Slatte jurücf»
gebliebenen gal j befeßigen; fo hat man bann wieber auf lange
3eit neuen Siaura aum Einfchalten gewonnen. 3u biefem Se»
6
, .

82
bufe muß man aber tem Suebbinber auftragen, bi« JEatalog-
bänbe etwas locfcr ju heften.

3J?anchc ffiibliothcfare glauben babureb bem SRangel an


Siaum jum ßinfehalten beb 3uwachfc§ uorbeitgen ju fönnen,
wenn fie ihren abgetriebenen .Katalog mit unbefchriebeuen
©lättern burd)fd>iepen laßen. 2tUein biefem SBorbeugungSmit--
tel fann ich barum meinen ©cifall nicht jollen, weil

1) »iele biefer cingefchoßenen ©lütter für immer, wo nicht

ganj, hoch größten Sbeilb leer ßehen bleiben; wäl;renb faß


eben fo biete in einigen Saljren fchon, wenigßcnS an einigen

flöhen , überfüllt ßnb


2) weil biefe ganj ober halb leeren 3n>ifcbenblatfer bie

fcbnelle Ueberficht ber SSiidjertitcl »erjögern, unb


3) »eit bie naehgetragenen ©ücbertitel auf ben ßinfebuß-
blättern boeb nicht mit ben übrigen in fReihe unb ©lieb ber
alpbnbetifcbcn ßrbnung ßehen, atfo auch babureb bie fcbnelle
Ueberjtcbt erfahrneren.

5. 3.

ßtbanblung b e 6 3u n> a <$ f e «

I.

Uneingebunbene SBerfe fönnen nicht »obl jum


©ebrauebe bergegeben werben man muß baber ©orge tra--
;

gen, baß ße fobalb alb möglich eingebunben werben,


bamit fie ber ©ibliotbef förmlich einoerleibt unb bem gemein»
nübigett ©ebrauebe fogleich gewibmet werben fönnen.
3cne SBerfe hingegen, welche nach unb nach in Liefe-
rungen ober folcben Steilen erfaheinen , bie nicht einjeln ge--

bunben wei ben fönnen, mithin längere Seit hinbureb


oft
uneingebunben bleiben müjfen, bewahre man in eigenen
oerftßloffenen iRegißratur*jtäßcn auf, unb jwar
meiner beliebigen (am beßen in alphabetifaher) trbnung,
welche burch heroorßehenbe ßtifetten ßebtbar gemacht wirb.

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;

83
Um fte aber auch hier» nach 33cbarf, finben ju fonnen,
mad;e man »on jebem fold>ert äßerfe bie gewöhnlichen
5£ i t c I f »p i c n ,
mit genauer 'Angabe ber »orbanbenen Steile
ober Lieferungen; jeboeb mit bem Unterfcbiebe, baß, flatt ber

gadjbejeicbnun’g, nur mit S3leifeber ein A bingefefct wirb,

um anjujeigen, baß baS ®ucb nodb in albis fep; ber $laß


ber Stummer aber »orläufig teer bleibt.
Diefeäitetfopien werben gleich ben übrigen bemÄataloge
einoerleibt; unb fofcalb eins biefer SBerfe eingebunbenift,
wirb obiges A mit claßifcbem ©urnrai auSgetilgt unb mit
Dinte bie JBejeicbnung beS gacbeS unb ber Stummer,
weld)e baS SSueb bei ber Aufteilung erhält, auf ber Sitelfo--
pie naebgetrogen.
II.

Die gebunbenenSiütber werben


1) na<b i^Tcm Snbatte claffifieirf,
2) mit ber biefer ßlaffiftcation entfpreebenben gaebbe*
jeitbnung (fowobl mittelfl beS StücfewScbilbcbenS, atS an
ber inneren Seite beS oorbern Sinbanb--DecfelS oberXJorfcbuß-
blatteS) nebji ber bem SBerfc jufommenben Stummer oer--

feben,
3) biefe Stummer, nebfi bem alpf>abetifdhen jOrbn. SBort
in baS geeignete 9tummern--3tepertorium eingetragen,
unb
4) natbbem bie nötigen titelt ob ien oerferttgt ftnb,

5) bie Sucher felb|i an ihren geeigneten flöhen in ber

fBibliotbef aufgeßellt.
III.

Die auf fol<be Art entßanbenen Sitelfopien werben


a) wenn ber bewegliche alphabetische Jtatalog noch
nicht fertig ift, ben ju orbnenben Sitelfopien bei»
gefeilt
84
b) »tun berfelbe bereit! georbnet ifl, an ben gehörigen
£)Tten eingcfc^altet;
c) iji er auch fcpon abgefcbrieben, fo n>irb ber 3nbalt
einer jeben Stitelfopie in bemfelben an ben geeigneten
eingetragen, biefe f e b fl aber ben
9>la6en I

übrigen fcfyon abgetriebenen S£itelf opien


bcigefeltt, welche in ber Folge ju Verfertigung ber

Speciakft'ataloge bienen foUen.


d) Sinb autb bie nötigen Special'Kataloge unbber
alpbabetifche Siealfatalog (womit uni ber foU
genbe b ritte Sb eil naher befannt machen wirb) fchon
angefertigt, fo mufj jebel neu angefommene 83ud> auch
unoerjügtid) in biefe eingetragen werben; unb in biefern
Falle brauet man feineSEitelfopienmebrju ma«
d)«n, weil bann jeber Sudjtitel unmittelbar in je-
ben Katalog eingetragen werben fann.
*

S. 4.

©nj>j>lement=Äatat»fl.

SBenn el enblicb einmal babin fornmen follte, tag bie3wi-


fdjentäume bei alpbabetifcben Slamen-Katalogel an einigen
©teilen fdjon fo febr erfdjöpft finb, bafj auch bal vgjülfömittel
bei EuSfcbneiben! unb Umfdweibenl einzelner überfüllter SHäb
ter nicht mehr anwenbbar ifl, bann
1) mache man oon allen jenen löüdjern, bie im Kata-
loge niebtmebram ge o orige ntDrte eingetragen wer-
ben ISnnen ,
SEitelfopien,
2) fammle biefe Sitelfopien in Futteralen, wo fie

immer in alpbabctifcber Crbnung aufbewabrt unb all beweg--


lid>er Supplement-Katalog gebraucht werben fünnen,
bil biefet fo febr angewadjfen fepn wirb, bajj man el ber

SKübe wertb finbet,


85
3) iljn eben fo, wie ben £aupt--.J?atatog, alä einen fjolio*
ffianb abjufebreiben.
Snbeffcn »erben alle jene 83ud>er, fobalb ü>rt Sitelfopien
tn ben ©uppfement-\Siatatog eingefd>altet jtnb, auch in bie

»orbanbenen Special-- .Kataloge unb in ben Stealfa»


ta tog (roelcbe niemals Supplemente n5tbig Imben) einge»
tragen, unb ifjre Stummem
unb £>rb n. 3BS rt«r in ben
betreffenben 9tummern-3tepe rtorien angefefcf.
dritter 2 I) o i (.

@rflcr 2£bfc&nitt.
©pecial-Jtataloge.
5. 1.

®*0riff unk fetflimmung bcrfelfcen.

Scber ©ibliotfjcfar unb jeber ©elebrte überhaupt füllte eon


jebet ba§ Bebürfniß Belaufe bet ©tubien unb ftbriftffel.-
lerifdjen Unternehmungen jebcSmal in ber Bibliotbef einen
geprangten unb »ollffänbigen Ueberblicf ber
feinem Borbaben entfpreebenben Siteratur $u
finben.

3ur Befriebigung biefeS BcbürfniffcS fcblug man aber


immer benSBeg berÄnalpft« (fpfiematifebe flufjtel*
fung ber Bücher unb fpffematifch c Kataloge) ein;
obfebon ber Begriff beS BebürfniffcS felbft beutltrfj genug eine
©pntbefis (©pecial-jtataloge unb einen allgemein
nen Stealfatalog) forbert.
SBer eine Bibliotbef ju liferarifcbcn Arbeiten benuhen
reilt, bem liegt gar nichts baran, $u wiffen, in welches Gc-
nus, in welche Species unb in welche Unter--Unfer--Eb--
tbeilung biefer ©pecieS, nach irgenb einem ©pfteme, biefeS
ober jenes 2Bcrf gehöre; fonbern welche SBerfe über»

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; ,

h«upt in ber ©ibliothef »orhanben fepen, bie et


3ufeinem3wecfe benähen fonne.
25iefer 3wecf ifi aber immer, bie in ber ©ibliothef cor*
hanbene fiiteratur
a) einer Sßiffenfcha ft überhaupt, ober
b) eines inbimbueilen ©egenfianbe§, in einer g e b r 5 n g*
ten U e ber f i ch t fcnnen ju lernen. 3m erjten 5 aKe
fann aber nur ein n i ch t fp ft e mat i f dj c r Special»
& a t a l o g unb im 3 w e i t e n ein allgemeiner a l p h «•
betifeber Sieatfatalog »oHfommen ©enfige kiffen.
I. Gin Specialfatalog barf aber fein gad)--Äata»
log fepn, b. I).

1) er barf bie in einem ffiibliothef-gache al§ ffieibänbe


aufgeftellten, ihrem Snhalfe nach aber in eine anbere
SBiffenfchaft einfchlägigen 2Berfe nicht in ficb
aufnehmen; bagegen muß er

2) alle jene Sßerfc »ollftänbig enthalten, welche un*


terben©egriff feiner 28 iffenfchaftjufubfum*
m i r e n fi n b fte mögen nun
*) auf ge ft eilt fepn, 100 fie wollen, ober
b) aud; noch ju irgenb einer ober mehreren anbeten
2Biffenfd)aften mit gleichem 3i e d> t
e gejahlt
»erben fbnncn.
Gr muß über feinen ®efammt--3nhalt einen g e b r 5 n g»
II.

ten Ueberblicf gewahren} alfo nicht burch leere 3wifcben»


räume ba§ 2luge ermüben.

§• 2.,
53 i c eitle © p t ci a t > Xata 1 0 ge erforbert eine wobt»
eingerichtete 83 i b li 0 1 & c f ?

£>ie ©eantworfung biefer §rage iji

I. burch ben ©rab bes 3i eicht hunt ö einer jcben©iblio»

thef, unb
88
II. burd) btr ‘Ela nnig faltig feit berliterarifcben
SJebürfniffe bcbingt; mithin in bcr Hauptfadje berJtlug*
beit eines jcbcn ßibliotbefarS ju überladen.

SRur einige allgemein anwcnbbare ©runbfäbe fßnnen hier»


als geitfaben in biefem gabprintbe, an bie $anb gegeben
werben.
I.

1) 3n einer?! leinen ?>ri»at»Sibliotbef bürfte


ein halbes 2)uScnb ©pecial -Kataloge (über bie Hauptwif»
fenfcbaften) alSÜRarimum, jur JBefricbigung aller literarifeben

ßebürfniffc btnreidwnb fepn.


2) 3n einer grßfjeren ffiibliotbef, bie fo aufgefieHt ijt, bafl
jebeS angenommene gacb nur einen ober etweldje ßüdher--
febranfe füllt, begnüge man fidb fürs erflebamit, über
jebeS biefer g Sehet einen ©pecial-- Äatalog ju »erferti-
gen, um fobalb als möglich ben bringenbjien ßebürfniffen
entfpred>en ju fönnen.
3) 3 j! aber, bie Sibliofhef injugrogeüRaffen einge*

teilt, bann mufj jebeS biefer ju reichhaltigen gäcber, nach


fpftematifcberSRetobe, aber nicht in concreto, fonbern nur
inber 3 bee, in fo oiele Abteilungen jerglicbert,

unb über jebe biefer Abteilungen (als fclbfifiänbige 2Biffen*

febaft betrachtet) ein eigener ©pecia(--&atalog verfertigt wer*


ben, bafj jeber biefer Kataloge nur ein bünneS gotio*
ß an beben auSmacbe, beffen Snljalt in febr furjer 3 eit
burebgefeben werben fantu
man aber barauf bebaut fepn, über
4 ) ßorjfiglicb mu(j
biejenigen befonberen SBiffenfdiaften, welche wegen

ihrer gleich innigen ßerwanbtfcbaft mit mehreren

Hauptfächern, ben ßibliotbefar unfcblfiffig ju machen


pflegen, unter welches biefer lederen fie eigentlich fubfummivt
werben foUen (5. iß. Aejlbctif, Statur-- unb ßölfcr*
recht, Ardjitectur, 2>iplomatif, ©pmnaftif, Am
«9
throp ologie u. bgl.), eigene 3pecial*.Ratai oge
anjulegcn.
IL
SSäßrenb biefer Arbeit, unb in ber golgejtit werben bem
Sibliothefar, foroof>l feine eigenen ffiebürfniffe, als auch be»
fonberS bie oerfd)iebenen 2lnforberungen ber (Belehrten, in
ben ©tanb fefcen, ju beurteilen, welche ©pecial*,fiataloge

noch fiber folche roiffenfchnftliche gächer, welche in bem 3uf>


fiellungSplane ber SJibliothef nicht atS folche »otfontmen, unb
bie wir ibealifche gächer nennen wollen, herjufteBen
nothwenbig fepen, ober boch ber 3J?ühe lohnen.
©icfe ibealifchen gächer wirb er fid) jtbeSmal, wie jie al8

JBeburfnif? in Anregung fommen, forgfältig in einet eigen«

baju beflimmten 2ijle öormetfen, um fic nach ooUenbeten


'ÄuffteBungS'SpeciaWlatalogcn, nachher SReihe ihrer ®emeiw
nüfcigfcit, ebenfalls anjufertigen. ©o wirb benn ein fluger
Sibliothefar, anflatt eines jroecfroibrigen fpflematifchen , fo
uiele bequeme unb jmecfmäßige Special* .Rat a*
löge auSarbeiten, als bie Sefriebigung bet oer*
fchiebenen literarifchen Sebürfniffe «tforbett,

3.

SerbJttni? btt GS p t ti a t * £at a t og t u n t e r f i 4-

3eber ©peciakRatalog ifl, feiner Sejiimmung nach, ein

»ollftänbige« 58er§etchniß aller in betSiblio*


thef oorhanbenen SBerfe, welche nach bet 2iu
ficht eines gadbgelehrten jut Siteratur feine«
gacheS gehören.
2fu« biefem ©efichtSpuncte muß alfo feber ©pecial--Jtatalog
eine beträchtliche 2lnjahl 2ßerfe in {ich aufnehmen, bie nach

bem (plane eine« allgemeinen ©pftemeS in ganj anbere wif=


fenfchaftlichediubrifen »erteilt werben mußten, unb bie eben
baruut auch in einen ober mehrere anbere©peeial»£g?
90
talogc ebenfalls aufgenommen werben mfiffen, »eil

pe auep bort als unentbehrliche S3epanbtheilc betrachtet »er*


ben.©S fann baper »on feiner fpPcniatifcpen © u b o r*
bination biefer JfataIoge unter fiep bie Diebe fepn fonbern ;

jeber ©pecial --.Katalog »irb als freie fei bppänbige 8i-

teratur einer befonbern SSiffenfcbaft betrachtet,

unb aHt pnb einanber nur (wie fouoeräne S3unbcSpaaten)


eoorbinirt.
®ie ganje Sammlung biefer Kataloge fann man inbeffen
auch »ieber als ein ©anjeS betrachten inbem man pe einen
,

wiffenfcpaftlicben .Katalog nennt, welcher fich aber


baburch »efentlicp »on einem f h P e m a t f ch e n unterftpeibef,
i

baß jener in jeber SBiffenfcpaft eine eben fo be*


queme als »olipänbige Ueberficpt ber bapin
einfcplägigenSBerfe gewahrt, bie man in biefem erp auS
Bielen Hauptfächern unb Untcrabthcilungcn mubefclig jufam*
»nen fuepen müpte ;
bap alfo jener auf bie leicptcfle unb ein*

facpPe'Ärt baS IciPet, wa§ man bisher burep biefen mit unge--
meinem Äufwanb »on Seit unb SRupe umfonP ju erzielen ge*

fuept pat.

S. 4.

Site innere SBefdjaffen&cit.


I.

CBleicf)wie man eine 23ibliotpef, bei ber (Haffipcirung unb


Xufpellung ber Sücper, in fo »icleSäepcr abtpeilen f-mn,
alö man nur immer für gut pnbet unter ber e i n j i g e n 23
;
e--

bingung, bap in feiner biefer Abteilungen bie man ein* ,

mal al§33ibliotbcffach bePimmt hat, eine anberc Untcrab*


tpeilung gemacht werbe, als bie ber gormate, bamit
man burep feinen fünftigen 3uwa<p§ in23erlcgenpeit fomme:
eben fo fann man au<p jum 23epufe ber ©pecial-- .Kataloge
jebeS (wirfltcp aufgePellte ober ibealifcpe) S3ibliotpeffacp in
‘Jl

fo eiele Abteilungen jergliebern, als man nur immer für bie


fficquemlicbfeit ihreS ©ebraucbeS juträglicb erachtet; unter
bcr einjigen JBebingung jebod>, bafj in feiner für einen

Special-Katalog bejiimmten Abteilung eine anbcre Unter»


abtijeilung Statt finben barf, als bic ber brei Iogifcben
@intbeilungS--®runbbegriffe: S3iel^eit unbSin-
beit, b. b- allgemeine ®erf e, »ermifcbteScbrif’
ten unb9Ronograpbien, 3*be biefer brei Unterabtbei--
lungen mufi aber bann auch ihren eigenen Special .Kata-
log erbalten; fo mie jebeS gormat eine« gacbeS in ber Auf»
fiellung feine eigene 9lummernreibe unb fein eigenes Stum-
mem-- Sleperforium befam, um bi«, wie bort, alles ©in-
fcbalten bc8 fJumacbfcS ju »ermeiben, baburcb ei-

ner ÜRenge 5Berlcgenl)eiten »orjubcugen, unb bennocb alles


©teicbartige fo nabe als möglich jufammen ju bringen.

II.

©§ Ware nämlich g a n j o b n e 3» e cf ,
in einem Special*
Kataloge eine fpjlematifcbe, cbronologifcbe, alpbabetifcbe, ober

irgenb eine antere Stangorbnung unterbenS3ücber


titeln beobachten ju »oßen; benn biefe .Kataloge finb ja

nicht baju beflimmt, eingclnc Büdner an bejiimmten flöhen


aufjufucben; fonbcrn ben ganjcnSBorratb «Her in baS
©ebiet einer fpcciellcn SBijfenfcbaft eintägigen SSerfe ju
üb er flauen: _ unb ba man SBijfenftaften t>on ju gro»

fern Umfange nad) Belieben in fo oiele Bejtanbtbeile j e r»


g liebem fann, bafj ber Special-Katalog über manche ber*
felben faum- einen ober ein $aar Sogen ftarf wirb,

fo fömmt ja ohnehin aUeS ©leicharfige fo nahe jufammen,


als in irgenb einem fpftematifeben Kataloge ; »oju alfo
noch weitere Unterabtheilungen ?

III.

9tur bureb tiefe fitenge ©nthaltfamfeit oon aßen Unter

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t n 1 8n

92
orbnungen her JBudjertitel in dinem ©pecial-\Rataloge rfl c

müglich,
1) bie in mancherlei Jpinfüht fo fatalen leeren3wi*
fbhcnraume auS bcn Katalogen ju verbannen; mithin
2) eine gebrängte Ueberficht alles ©leidjartigen ju
gewahren ;
unb bennoch
3) burch was immer für einen 3 u wachs nicht in bie ge*
ringfte Verlegenheit ju fommen, inbem alle nadjfommenben
ffiüchertitcl immer am dnbe ber ihnen entfprechenben Jta*
taloge unmittelbar an ihres (gleichen ftd> anfchliefjcn.

IV.
Euch für bie JBequemlichfeit berjenigen, bie manchmal
nur ba$ 9? e u c fl e ber ßiteratur eines gacheS über*
flauen wollen, fann geforgt werben, ohne bie oben angefübr*
ten Vorteile burch dinfübrung einer chronologifchen £>rbnung
aufjuopfern. 3Ran barf ja nur ben ©rucfjahr jahl«
eine eigene dolumnc am Stanbe einer jeben Jtatalog--
feite einräumen, (ftehe bie 83 c i l ag e O), bann braucht man
in einem folgen gälte nur biefe ßolumneit mit flüchtigem
fBlicfe ju burchlaufen, um mit bet grßfjten Seichtigfeit bie 2 i-
teratur eines jeben beliebigen 3eitraumcS h«*
auSjufinben. Sabeifömmt nod) bertlmftanb ju ©tattcn, bafj
eben bei biefer ganj jwanglofcn gorm ber ©peciakRataloge
ohnehin ber neuejle 3uwad>S eines jeben gacheS (welcher in
ber SRcgel auS ber neueften Siteratur bejleht) immer am dnbe
fiel) anfchliept, woburch fich von fc l b fl eine 2Crt chro-
nologifcher ©tbnung bilbet.

5. 5.

r a * t i f 6} « Xnlcttung, f i
« |u » e * f 1 1 i a e n-

©Uecial-'Jbataloge füitnen
I. mittelfl ber 5E i c l- dt o pie ,
ober
II. mittelfl ber SJ ü <h e r felbfl verfertigt werben.

3itized by Google
93
I.

5Benn ber allgemeine alpbabetifche 9taraen--,Statalog im 3u-


fammenhange abgefdwieben ifi ; mithin bie beweglichen X i*

tel-Äopien ju anberen 3wetfen »erwenbet »erben fönnen,


fo nehme man ein $afett berfelben nach bem anbern jur^anb

unb »ertheile bie einjelnen Xifel-Äopien nach ber auf jebtr

angegebenen Glaffification in fo oiele neue La-


fette, als «ufgefietlte gödrer in ber Bibfiothtl
finb. Sei biefer SWanipulation ifi aber ju beobachten:

1) SBerfe, bie tlnbern b e i


g e b unb c n finb, bürfen nur
bann bem
ju gadje, mit welchem fie bezeichnet finb, gelegt
werben, wenn fie ihrem 3n halte nach bahin gehören.
2Bo biefetUmflanb zweifelhaft ifi, muffen fold^eXitekfiopicn
bor ber^anb beiSeite gelegt werben, bi§ man bieilinenent*
fpredjenbcn gacber auägemittelt haben wirb. 4>at man aber
gleich bei ihrer Verfertigung (wo man bie Bücher felbfi »or
fich hatte) bie Vorfid^t gebraudit, jebem beigebunbenen SBerfe
bie feinem Inhalte entfprcdjenbe gadjbejeichnung jener beä
2£uffieUung§fache» beijufügen, wie wir eä oben fXheil II.

Hbfdjnitt II. §.2) angcratl;en haben, fo ifi man hier bie*

fer Nachhilfe überhoben.


2) Solche SiteWiopien, welche auf biefe 2lrt mehrere
gachbejeichn ungen führen, lege man »orläuftg ju bem
erfienj unb erfl bann, wenn biefeä als Special-Jtafalog ab*
gefchrieben ifi, na ch unb nach i« ben übrigen barauf
»orgemerften gächern, wo fie ebenfalls mit abgefchrieben
werben.
3) X>a bie fämmtlichen Xitel-vRopien oor biefer SSerthei*
lung einen alphabetifchcn Katalog gebilbet hatten, fo werben
fich biefclben auch in jebem SpeciahJlJtaloge noch einigerma-

ßen in alpbabetifcbcr iDrbnung befinben. ÜJtan


laffe fich aber ja burch biefenSufall nicht ocrleiten, ihn jur
Siegel machen ju wollen, woburdh man fich allen Um
94
annebmlicbfeiten be§ immerwälrenben CinfdialtenS auSfefcen,
ünb aller im »origen $• angcjeigten SSortljeile »erlujiig ma-
chen würbe.
II.

ffiiü man aber bie (Special --Kataloge unmiltelbar nach

ben IBüc^ern fetbfl »«fertigen welches in mancher .£>in* ,

fiept ratbfamer fe»n bürfte, fo wirb biefeS am füglicbficn auf


folgenbe Xrt gefcbeben:
1) ©an »erlege feinen UltbeitSplab an baS gach, vocld>e§

fttah bearbeiten will; ober wenn biefeS, 5 . S3. im ©inter in

tinem unheilbaren 2 ocale, ober auS anteren tlrfadjen, ntc^t

wohl angept, laffe ntan fld) nach unb nach baö ganje gach in
fleinen Partien an feinen 'ÄrbcitSplafc bringen.

2) 9lebme, ber Si ei he nad), ein Sud; nach bem


anbern jur£anb, unb fdjrcibe jebeSmal ben SEitcl teSfelbcn

in ber gorm ab, wie wir in ber golge jeigcn werten, unb
man am ©ujler-Kataloge (83 O) fcben fann. e i l a g e

3) Scgnüge fiep einfiweilenmit ben Siteln jener


ffiücper, bie in biefent gacbe wirflicp aufgeftellt

finb, ohne ficb um biejenigen ju befummern, welche auS an-


beren gäcbern auch noch in gegenwärtigen Special --Katalog
aufgenommen werben foUen.
4) SSon beigebunbenen ©erfen, bie ihrem Snpalte •

nach nicht in biefeS gach geeignet finb, unb»on allen


felb jf flänbigen ©erfcn, bie auch noch in anbere
Special-Kataloge geboren, nehme man bie Sitel-Kopien au«
bem bifponibel geworbenen alpbabetifcben Slamen - Kataloge
beraub, unb bewahre fie jurn fiinftigen (Gebrauche für bie ib--

Ken entfpreepenben Special-Kataloge auf.

6) Sucher , bie eben jur 3eit nicht an ihrem (P l ape

(leben (weil jte etwa auSgeliepen finb; fuepe man mittel(l beS
9himmern--9lepertorium$ im alpbabetifcben 9lamen--Kafaloge
auf, unb febreibe ihre Sitel in ben Special-Katalog herüber.

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b n 6:

95
6) ©obalb man mit einem gache fertig ifl, fudje man
auä ben bei ©eite gelegten Site l*JSopien biejenigen
heraus, welche inbaSnachfifolgenbcgach gehören, um
jie bort eintragen ju fönnen.

7) 58ei ben folge n e g a ch e r n fann man jene 58ü»


chertitel, welche in bereits angelegte ©peeial--.Rd--
taloge einfchlägig ftnb, jebeSmal fogleich in bie»
fen nachtragcn.
8) 2luf jeber Sitcl-Äopie, wo mehrcregachbegeicb»
nungen eorgemerft ftnb, burchftreiche man immer bie-
jenige, unter welche man benSitel eben eingetragen hat, unb

lege bann bicfelbe fo lange »on einem gache gum anbern, bis
alle baraufflehcnben gachbegcichnungen burchffrichen pnb.

§• 6.

3 S> e a l i f ä) t @peciat ÄataIc =


0 f.

SBcnnenblich nach biefer 5Ketfjobe über jebeSinber58iblio»


thef aufgefielltegach ein ©pecial-- .Katalog gu ©tanbe
ift, bann nehme man bie 8ifle ber eorgemerf»
gebracht
tenibealifchengächer oor, um auch über biefe, nach
ber Sieihe ihrer großem ober minbern SEBichtigfeit, ebenfalls
©pecial-Äataloge angufertigen.
33a nun jcbcS ibealifchegaeh feine 58cfianbfheife au
mehrerenwirflid^en Sibliotheffachcrn gufammenholcn
muß, fo ift eS nicht möglich, begleichen Special --Kataloge

nach ben aufgcflellten SBüdjern unmittelbar gu oerfertigen«


2)er ficherftc unb nächfic 2Beg gu biefem Siele wirb alfo fepn
1) ©ich bie 3t u b r i t e n aller gu einem folchen gad;e ge»
hörigen 58 e fi anb t he i l e auf ein befonbereS 5B!att gu o e r»

j e i ch n e n.

2) 20Ie jene ©pecial»£atalogc, in beren ©ebiete


eine ober mehrere biefer Stubrifeit enthalten ftnb, nach einan»
ber oorgunehmen, unb aus jebem bcrfelbcn biejenigen Sßfc
96
<h«rtitel, welche für ben anjulegenben ibeatü
fcben.ßatalog geeignet finb, ber 9?cihe nach, wie fle
porfommen, in biefen Verübet $u febreiben.
3) 3um Behufe bei jenigen ibealifeben Kataloge aber,
teeldje ihre Beßanbtheile au$allenoberbochbenmei»
ft e n Bibliotheffädwrn an fleh jiehen muffen, wirb e& jwetf*
bienlidjer unb bequemer fepn, ben abgetriebenen 91 a»
men*,ßatalog Banb für Banb ju burdbg e ben,
Unb bie einfd;lägigen Büchertifel tjeraudsufc^reiben f
weil
mandbe berfelben in mehreren Special --Äatatogen wieberholt
»orfommen, währenb in jenem jeher nur einmal enthalten iß.

4) £at man aber währenb ber Verfertigung ber Sitel--

Jtopien, ober berSpecial-Jtataloge über bie witflicflen Biblio»

theffächrr, fcf>on bie Vorficht gehabt, bei Anjeidmung jener


gädjer, wohin ber nämliche Buchtitel einfcblägig ijf, auch
bteibealifchen g ä ch e r mit anjugeben ; bann werfen
[ich, währenb ber Anfertigung ber übrigen Special --.fiata»

löge, bie Sitel-Äopien für bie ibealifeben bon


felbß h«touöi ««b man i|f einer großen SKühe überhoben.

$• 7.

Xcagtrt gorm ber €5p<cial>Jtataloge.


ßin wirflicher Specia UÄa ta log, a(8 SRußer,
über bab gad) ber ©pmnaßif in ber fonigL $of- unb
Staats -Bibliothef in SKünchen ocrferligt, (flehe bie Bet»
l ag e O) maiht jebe B e f ch r e i b u n g ber äußern gorm über»
fiüßig. Alfo nur ein ^aar SSorte über bie 3 we cf mäßig»
feit biefer gorm.
1) 3u einer gebrängten Ueberficht iß gewöhn»
licheS ^apierformat gefehlter als bab 9iegal--golio,

befen man fld) ju ben ooluminöfen alphabetifchcn unb fpße--

matifchen .Katalogen ju bebienen pflegt, wo ungeachtet ber


aubgebehnten Stachen bennoch nur wenige Büchertitel auf
97
einer ©eite flehen bfirfcn, um ben immerwährenben 3u*
road>ö überall gehörig einfchalten $u fönnen.

Sabellarif(h»linirte8 Rapier erleichtert unge-


2)
mein jebe Ärt fcbneller Uebcrfi d>t.
eine

£>rbnung$--9R erfmale (gacf), gormat unb


3) Die
Kummer) muffen an gefonberten^lähen erfcheinen, um
8) bie 3bentität eines jebcn ©uchtitetS mit bemfelben
im alphnbetifcben9?amen-\Sataloge, fo wie im SRummern»
Siepertorium, außer 3weifel ju fefcen, unb
b) jebeSSuch, auch fdwn »om ©peciakRataloge au§, um
mittelbar an feinem ©tanborte finben ju fönnen.
4) Die gad)bejeicbnung inSbefonbere märe in einem
Special-Äataloge überflüffig, wenn nicht auch foldje Sßerfe

barin. aufgenommen werben müßten, bie jur ©oUffänbigfeit


ber fiiteratur tiefeS gacheö gehören, obfebon fie, nad) bem
fnfiematifehen GfintheilungSplane ber ganjen ©ibliothef, ober
alS ©eibänbe, inanbern gächern aufgejlellt werben
mußten. Daher werben nur biefe fremben gachbejeich*
nungen auöbrücflid) angefefct; bei allen jenen SBerfen

aber, welche im fatalogirten gachc felbji flehen, biefeS nur


mit (» ») angejeigt.
5) ©eigebunbene SBerfe werben am einfachfien
baburd) fennbar gemacht, baß man bie 3abl, welche anjeigf,

baS w i e o i e 1 1 e SZBetf baS oorliegenbe in feinem ©anbe fep,

unter bie SlummerbeS ©anbeS in gorm eines arith*


metifdjen ©rucheS, ober hinter berfelben jwifchen O

fehl.

6) Um bie 3abl bet Kolumnen nicht unnötiger 2Beife ju


oermehren unb baburch ben ffiuchertiteln ju »iel 9?aum weg»
juneljmen, fönnen bie tarnen ber ©erfaffer unb bie
anonymen £> r b. äBßrter an ihrem ipiafce im <Son=
terte be§ SitelS flehen bleiben; weil hier feine alphn&«lif<he
Drbnung ©tatt ftnbet : aber jur ßrleichterung einet fchneHen
;

98
Ueberjtcht wirb e§ f<(>r bienlich femt, btefc ffiärter burd) Un-
terftreichen au§ bem dontcjrtc heroorfpringen ju machen;
roeit man »iele 2Berfe au$ benfelben allein f<hon ju fennen
pflegt, mithin bei ihrer 3(nficht ben £itcl fclbfl nicht mehr $u
lefen braucht.

7) Die 3ahl ber ffiänbe, t> e t [ e ober ^efte


eines SBerfeS braucht man in einem Special-Jfataloge nicht
anjugeben; benn t>ter »erlangt man nur überhaupt ju
wiffen, bafj baS 355 er f an f i d> ju biefem gache gebäre, unb
in ber Sibliotbef (ich befinbe : unb man erfpart ftch babet bie
unnöthige SRühe, bie gor t fe h u ng e n auch in biefem i?a*
taloge immer nachtragen ju muffen, bie man, nötigen gattS,

im alphabetifchcn Namen-\ftatalogc nachfehen fann.


8) Sei ber Ueberfidfjt ber ganjen hiteratur eines gacheS

ijl eS nicht genug, alle eintägigen SBerfe überhaupt, fonbern


auch bie »erfchiebenen Auflagen berfelben fennen ju
lernen. Daju finb bie Angaben berDruiforte unb 3 a br-
ühten uncntbehrliih ; befonbcrS aber bie festeren, welche,
in einer eigenen Goluntne auSgefefct, noch überbieg eine 3t rt
chronotogifcher Ucberficht gewähren , wie wir bereits

oben bemerft hoben.


8. §.
fernere S8e&an6lung berfelben.
1) Die nach biefen ©runbfä&en unb in biefer gorm »er-

fafiten Kataloge, beren bie metflen nur wenige Sogen jtarf

werben bürften, taffe man, jeben befonberS, mit 3u*


gäbe einer »erbättnijjmäpigen 2tnjabl leerer Sogen
$um Nachträgen beS fünftigen SumachfeS , e i nbinb e n
am oorbern ßinbanb--DecfeI aber inwenbig einen etwa 1%
ober 2 3oU breiten am fRücfen, eben fo
unb oben, junächft
weit heroorragenben Streifen »on weigern Per-
gamente befeftigen, worauf bereitet beS gacheS groß
unb mit fehr leferlichen Suchflaben gefchrieben wirb.

/
; ?

99
2) 9tacb biefen bereorragenben SEiteln bringe man fte in?»

gefammt in bie a(pb«b«tifcbe Drbnung, um jtben


berfelben jum ©ebrauche fdmeH au? ber ganzen Sieibe b«-
auSflnben, unb nach biefem eben fo leicht mieber an feinen
beflimmten fpiafc einfteUen ju fönnen.
3) Da aber biefe .Kataloge feljr bünne Sänbe abgeben
werben, bie, wenn fte etwas lodet flehen, gerne umfinfen, unb
wenn man mehrere berfelben ju gleicher 3eit berauSnäbme,
wohl gar untereinanber fallen würben ; fo raffe man ftch ju
ihrer tfufjfellung einen eigenen ©chranf oerfertigen, beffen
gädjer oon 6 ju 6 3oU mit fenfred?ten©cbeibemän-
ben oon bünnen Sretern oerfeben finb, um ben Katalogen
jur ©tübe ju bienen.

S. 9.

Unttrfäieb jmiftben 0 p t ei a l» ft a fa tog e n unb


9lummtrn<9i«p«ttorien.
2Bie wäre e$, wenn man in Hummern * Stepertorien
ben
ben alphabetifchen £)rbn. 2Börfern auch mit ein f)aar
SBorten bie Sü ch e r t i t e
l felbfl beifügte? 2Sür- —
ben bann nicht biefe 9?ummern--9iepertorien jugleichroirf*
liehe ©pecia (--.Rata löge über bie Sibliotbeffäcber fepn
2£uf ben erften Änblicf b<*t biefer@ebanfe etwa? febr @in-
labenbeS. 2tQein bei ber EuSfübrung begfelben würbe jich ein

wefentlicber Unterfchieb jwifeben tiefen beiben 83er-»

jeiebniffen bemerfbar machen; benn .


-

J.

Die 9lummern»9tepertotien finb nicht? anbereä,

alä eine genaue Sontrolle ber Sucher. Die Sejiim«


mung berfelben forbert alfo

•) baß bie Süchertitel (ober eielmehr ihre ©teUoertreter,


bie alpbabefifcben £>rbn. SBörter) genau nach bet
äahlenorbnung ber Sluromern aufgeführt fepen
7 *
100
b) bafj bic br c i g o f ni a t c eines jcbeu gacbeS ,
wegen
it>rcr eigenen 9lummernrcihen, flrcng oon einanber ab--

gefonbert bleiben muffen, unb


c) fein 2öerf, n> c 1 d> e S in einem anbern
bajj

gache aufgefielltijt, (wenn eS, feinem Snballe


nach, auch noch fo fcfjr für biefeS gach geeignet wäre)
in baSfelbe aufgenommen werben barf.
n.
5Uetglcid>cn wir nun bamit bic S3cfiimmung eine© <©p e-

tial--Jlataloge§, weld;e barin befielt, eine gebrängte


unb »olljiänbige Ueberficf>t aller jener SBerfe
ju gewähren, welche unter einem bejiimmten wif>
fenfchaftlid>en ©ef d) 1 6 )>un c te al$ gleichartig
i

erfcheinen; ohne alle Siücfficht barauf, in welchem g a cb e


obergotmate, ober unter welcher 9i ummer ein jebe©

biefer SHJerfe aufgefiellt fet>: fo liegt eS flar am SEage,

bafj bei oerfuchter ^Bereinigung biefer beiben S3e|iimmungen


entweber
a) burch eine immerwährenbeSlufnahme neu ange-
fommenerSJerfe, halb auSbiefem, halb aus jenem gache
obergormate, ba§9lummern--9Jepertorium in einen wirf»
liehen (obfehon jiemlich unbehilflichen) ©pecial-Äatalog
barum aufhßren würbe, ein
»erroanbelt; aber eben
9lummern--3iepcrtorium ju fejjn ober —
b) um baS 2Befen unb bie IBefiimmung eine© 9?ummern=
SiepertoriumS ju retten, alle jene SJüchcrtitel auSge-
fch lo ff en werben müßten, bie nicht in ben brei
9lummernreihen beö gacheS wirflich auf--
gefiellt finb; unb fo würbe ein 9iummern--Äa--
ta log entjiehen, ber bie Seflimmung beS 2>peciakRa--
talogeS nicht erreichen fßnnff ,
weil biefcni Switterbinge
bie SBollflänbigfeit mangelte.
c) SSBoUte man aber, um biefen beiben Klippen auSjuwei*

«s£? Digitized by
; ;

101
eben, ftd> baju entfliegen, einem jeben btefer Wummern»
jtafaloge ein eigeneg Supplement bei julegen, rt>eld>eS

bie aug anbern gacbern t;tert>er gehörigen SBücbertitel


aufnebmen fßnnte, fo würbe
1) au§ folgen jertrümmerten Stilen nieeinfjarmo-
nifcbeS ©anjcS bttttetgeben
2) bie Ueberficbt be§©lei^artigen erfdjwert,
unb
3) in ber gofge ju mancherlei Wtiggriffen 2£ntag gegeben
»erben; befonberS ba biefe Supplemente, fo roie bie

noch überbieg ju »erfertigenben ibealifcbcn Special--


•Kataloge, eine ganj anberegorm erbalten müg*
ten, a(6 bie an bie 3ablenreibe gebunbenen Wummern-- Ka-
taloge.
III.

®efebt aber auch, »ir »ollteit uns bureb alle biefe Uebel»

fiänbe nicht abbalten laffen, folche Swittcr-'Jtataloge b e rju*


gellen; bann entgänbe erg noch biegrage; »ann foU biefcS
gefebebent
A. Weben ber Verfertigung ber $Eitel--.fto--

p i c n bilben ftcf> bie Wummern - Wepertorien g l e i cb-

fam SBollte man


» o n felbg, ohne merflicbcn Äuferitbalf.
aber, angatt biefer, Special-'Äataloge
gleid) »irflidie

untcrnebmen, fo roürbe ba$u »eniggenS eben fo »iel


3eit erforberf, al§ jum alpbabetifcben Wamen-Äa»
taloge felbg. Die fdgimmen golgen baoon roären
a) Dag bie SSraucbbarleit ber ganjen Siblio-

t b e f um biefen ganzen 3eitraum oerjü--


gert, unb
I») »äbrenb eben biefcS 3eitraume§ noch überbieg bie
® e f a b r einreigenberUnorbnungen unter ben
mit oielcr ®übe georbneten, aber nod; »eber befdjriebe»
neu, noch bejeiebneten S3üd)ern überbanb nehmen »ürbe.
A

102
B. Mer !Snnte manniAt n a cJ) »ollenbetem alpha*
betifAen 9tamen*Äataloge crfl in ben 9tummern*9le*

pertorien jtbem ßrbnungSworte ben Sitel be§ S3ud)c§ fctbfl

noA beifügen? da8 fönnte man, wenn anberS bie 9?um*


mern*9iepertorien fo angelegt wären, baß bie SBüdjcrtitel noA
überall Staunt genug barin fänben: aber wa§ würbe
man babei gewinnen ?
diefeS StaAtragen ber SJüAertitet würbe all er wenig*
fienä eben fo viel Beit u n b 2R ü h e fojfen, a 1 8 bie
Xbfaffung befonberer Special-Kataloge; man
würbe alfo höAfienS einige drfparung an Rapier erringen,
welAe fAwerliA al8 (Srfa% für bie oben (SRr. II) auSeinan--
' bergefefcten SRißjiänbe angefeben werben bürfte, bie ßA fA°n
gleiA anfängliA ergeben; in ber S^lge aber
*) burA oerfümmerteS gortfefcen, unb
b) burA erfA»»«rten Oebrau tiefer Switter-Kata*
löge mit ihren «Supplementen, immer fühlbarer unb brü*
efenber werben müßten.

^weiter Äbfcfjnitt.

JRealKatalog.

$• 1.
iS »griff unb 3roect eines Si e a I * Jt a t a l o g «•

3e mehr Special-Kataloge in einer Sibliothef ju Stanbc


gcbraAt ftnb, beflo mehr iß für alle diejenigen geforgt, wel*

Aen e8 barum ju thun ift, ft'A auf bem fürjeften SSege über
ben SBorrath berjenigen SBerfe ju belehren , welAe unter ir*

genb einem ©efiAtöpuncte jueinerwiffenfAaftliAen


ßlaffe gehören. Mein noA iß baburA benen niAt ge*
103
fjolfen,bk (was eben fo haufis unb bringenb ber gatl i(l)
ju erfahren wünfchcn, roeldje 2Bcrfe über irgendeinen be*
ftimmten ©
e g e n fl a n b in ber Bibliothef oorhanben feiern

Um auch biefe beliebigen ju fönnen, wirb eine anbere 2trt


<2pecial--.8ataloge erforbert, bie jwar ebenfalls ©leicharti*
geSunter einen gebrängten llebetblicf weinigen;
aber bei benen ber Sfjarafter beS ©leichartigen nicht burch
ben Begriff einer äBiffenfchaft, fonbern burch ben SRamen
eines ©eg-enftanbeS beflimmt wirb.
©in JRealratalog i|i alfo: eine Sammlung »on
Special *.&atalogenüberalle0egenftänbe, wor-
über B ü ch e r ober Jtbhanblungen in b e r B i t i i o--

t h e f oorhanben finb, nach bera ‘Ulphabete ber


Benennungen eben biefer ©egenflänbe geort*
net. „ HuS allen bisher angeffeWen Unterfuchungen über
baS SQJefen unb bie Bejlimmung ber oerfchiebencn .Kataloge,
unb befonberS auS biefer Definition, leuchtet flar genug b«
man bisher mit Unrecht bie fpjt ematifchen
oor, bafj
.SatalogemitbemiftamentfRealfatalogebeehtt
habe.
§. 2 .
Untcrfd)ifb j»ifc&en einem »{ffenfchafttichen unb
e.inem SCealfataloge.
Da ber SRealfatalog bie über jebcn ©egenfianb, mit-
hin auch über jebe befonbere äBiffenfchaft, in ber
Bibliothef oorhanbene Literatur unter alphobetifch georbneten
SRubrifen aufführt, fo bürfte cS auf ben erften Knblicf fd)ei-

ncn ,
alS ob burch ihneinwiffenfchaftlicher .Katalog
oollfommen entbehrlich gemacht würbe. Mein eS waltet jwi--

fchen biefen beiben Katalogen ein fo wefentlicher Unterfchieb


ob, baf} feiner berfelben bie Stelle beS anbern »ertreten fann;
benn
I. bet Sea l f a t a l o g mujj fich , feiner STCatur nach, im*
n

104
nur genau an ben Umfang beb58egriffeä eineä je*
ben ©cgenffanbeS galten er barf alfo unter ber Kubrif ;

einer ©iffenfdraft nur jene ©erfe aufführen, welche »on

biefer ©iffenfehaft im ‘Ällgemeincn hanbelrt, weil jeber

befonbere 3 meig berfelben roieber, als befonberer ©e-


genffanb, feine eigene Siubrif in ber olp^abctifcfjen
Drbnung finben muß.
Der roiffenfchaftlich e .Katalog hingegen ffeüt

jroar auch feine Literaturen über einjelne ©iffenfeßaften in


unlcr ftd; alpljabetiftfj georbneten Special --.Katalogen bar;
aber jeber biefer Special --.Kataloge muß nicht nur bie aUge-

nuii.tn nnb »ermifebten ©erfe, fontern auch alle 2 Ro*


nographien, bie in fein ©ebiet einfdrlägig |inb, in fich

aufnel;men.
©er alfo aub bem miffenfdjaftlichen .Kataloge
$u eifahren roünfcht, »»ab alles j. 58. über bie gar ben ge-
fchrieben worben fep, ber mürbe in biefer ‘Äbjtcht mehrere Spe*
<ial-\Kataloge (j. SEechnologie, fdjöne Äün*
58. über

fl e, fföetallurgie, fPhpfif, Chemie, 58otanif


u. f.
ro.) müfefam burcbgel;en müffen, unb am @nbe hoch
nid;t ficbcr fcpn, ob er nicht noch einige bcrfclben überfehen
hätte, worin auch noch etwas über bie garben oorfommen
fonnte; roährenb beriRealfatalog alles beifam--
men enthält, unter ber Siubrif: garbe.
gben fo fchlimm, ja noch fchlimmer mürbe Derjenige ba-
ran fepn, welcher imStealfatalogc unter ber JRubrif 58 o-

tanif bie ©efainmtliteratur biefer ©iffenfehaft ju finben


hoffte, unb fich genöthigt fäf>e ,
bie 2lbhanblungen über ei n-

jelne*j)flanjengattungen b u r b a S cf) ga 5 e
2£ l^

phabet ihrer 58enenn ungen l)inburd> jufammenfn--


d)en ju müffen; roährenb er im Special--Äatalogc über
1 a n
58 0 f bie ganje Literatur biefer ©iffenfehaft rein
i

unb »ollflänbig beifammen finben fönnte.

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-

II. 3eber ©peciaUitatalog ijl eine (in fo ferne fie

t>ollflänbtgc £ a
in ber ©ibliotbef »ortjanben ijl) i t c r

tur über eine befonbere fZS iffenfefjaft; barum mujj


biefer nicht nur jebcS bafjin einfcfjtagige SBerf, fonbern a u d)

bie oerfd>iebenen ‘Äuflagen beSfclben enthalten.


3ebe Stubrif be§ JRealfatalogeS hingegen ifl ein

eollftänbigeä SSerjeidjni^ aller jener 2Scrfe,


weld;e über einen beftimmtenSegenjlanb, auel waä
immer für einer «giinficbt, gefebrieben worben jinb;
braucht aber »on ihren »erfchiebenen Ausgaben (bie
man nötigen gaßä im alpbabetijcben SRamen- Kataloge bei--

fammen ftnben fann) feine SRotij ju nehmen, weil er ba--


bureb nur bie ftb n eile Ueberficbt bet 2B e r f e felbfl
»erjögern würbe, um welche eö bei ihm hoch allein ju thtm ijl,

§. 3.

Scmeinnü&igEett eines Steal.Ä-atalogeS.

I.

Glicht nur fommt jeber ©elcbrte oft in ben gaß, bajj er

ju wiffen nöfhig hatte, wa§ etwa »on anbern SSorgangem


febon über einen gewiffen ©egenjlanb gefebrieben worben fep
(worüber er fld> au$ foflematifchen 23ücber--5Ber jeicbnijfen aller

2(rt nur mit vieler SRühe eine fef?r unoollfommene Kenntnifj


erwerben fann) ; fonbern eS wiberfäbrt auch bem erfahren--

, ften Siterator noch weit öfter, bajj er ftd> eine§ SBucbeS erin-

nert, welches er auf ber ©teile febr gut brauchen fönntc,


wooon er jwar ben ©egenjian'b b e § 3nbalte$weijj,
aber ficb nicht mehran benSlamen beS&Serfaf
ferS ober bie eigentlichen 2IS orte bc§ SEitelS er-
innern fann. Sn bcrgleicbcn Süßen ijl eä nur burch
einen Siealfatalog mÖglid;, bie erwünfehten Kuffehlüffe
ohne 5Kühe unb jJeitoerluft ju erhalten; beim unter bem 9la-
inclfbeö ©egenjlanbeö wirb man bi« aße überbenfelben
106
hanbelnben SBerfe beifammcn antreffen, mithin baSjenige,
beffen Berfaffer ober Sitel bem ©ebächtniffe entfallen ifl,

leicht herauSfinben fönnen.


II.

2>ie Brauchbarfeit eines 3iealfatalog§ befchränft ftchnid>t

auf bie Bibliuthef ,


über n>etd>e er »erfertigf worben ifl, fon-

bern er ifl auf alleBibliothefen anrocnbbar, ba


bocb bie mcifien unb oorjüglicbflen SOBerfe in jeber berfelben
enthalten finb. @eben wir nun ben galt ,
bcr Siealfatalog
über bie weitem
Sßünrfmer Nof-' unb <5taatS*Bibliothef (aus
bie Sie lagen P
i R al§ fKufierblcitter entlehnt finb)
werbe einfl, wenn er burch bie ganje Bibliothef burchgefuhrt
fepn wirb’, im 25rucfe erfcheincn. 3)ann haben alle an-

bern Bibliothefen weiter nic^tö mehr ju thun, alb @upple*


mente baju ber u®i u 8 e ben, um bie Ausführung ber unge-
fl

heuer fcheinenben 3bec eine® Sie a l fa ta l o g eS über bie


ganje eriflirenbe Literatur möglich ju machen.

§. 4.

JCuJffi^rbarteit bet f eiben.


2>a ich nun bereits feit gwotf Sapren an einem folgen
JRealfafaloge arbeite, währenb mir ber außcrorbentlicpe An--
brang ber täglichen <5urrent--©cfd)äfte ben bei weitem größten
Sheil meiner ArbeitSflunben inAnfprud) nimmt; fo fann ich,

auf meine eigene Erfahrung geflüfct, behaupten, bafj ein fol--

djer Siealfatalog webcr fo »iel 3eit, nod) fo »iel 3RÜ»


heerforbere, alb ein fpftematifcher.
2)er hanbgreiflicpfle Beweis für biefe Behauptung ifl bie

Shatfache, bafj ich 5“ j«ti« 3eit, wo ber JDberbibliothefar


Nürnberger, meinen Satp üerfcpmäbenb, bie ^ieftge Biblio--

tpef nach bem fpflematifcpen ^)lane ber ©öttin-


ger einrichten wollte, in 6 Sapren, mit ununterbrochenem
gleiße, nur jwti Sacher (bie Bibelfammlung unb

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:

107
bte^tnlofiJpMefm engern Sinne) auffiellen unb fatalo--

giren fonnfe; bafj tcf> aber nun feit 12 3ab«n, wäbrenb bie

Gurrentgefcbäfte burd; bie Anwefenbeit ber Unioerfität unge-


mein ocrmebrt worben jtnb ,
tennotb bereits folgenbe gacber
für ben SRealfataleg bearbeitet habe
1) Anthropologie unb ©eftbicbte berSWenfcb--
beif. (3wei ber fleinfien gäcber, jurn erften 5Serfud>e.)
2) ©ewerbfunbe. (©in reitbbaltigereS unb febr jiarl

benüfcteS gacb-)

3) Bavar i c a. (©ine wahre JBibliotbef in ber Siblio--


tbef.)

4) Opera, b. b- bie gefammelten SBerfe jener

©djriftjleller, bieinmebral$eine|>auptwiffenf{baft
einfd? tägig finb. (Sin f*ei<bbaltigeS unb eins ber mübe=
famfien gärfjer, weil jebc einjelne Abbanblung unter
bcrfRubrif tljres ©cgenflanbeS in bcnSRealfatalog eingetragen
werben mufjte.)
5) ©pmnafiif, jum JBebufe eines SpeciaURatalogS,
welcber (S e l a g e O) als SDfufhr
i abgebrurft ijt.

6) Q)bitofopbi e ' m e>» 9 crn Sinne.;


7) DbPfi*.
8) G b » tn i c unb A l t> m i e.

9) SWetatlurgie.
10) ^riegSwiffenfcbaften.
11) ©efcbicbte DeutfihlanbS überhaupt, unb ber
einzelnen beutfcbenStaaten inSbefonberti
12) 3)äbagogif.
13) SW a t b e ma t i f unb
14) Saufunft.
Dabei i(l Ba-
noch ju bewerten, baf'icb in ben Sachern
varica unb ©ewerbfunbe bie Journale unb anbere
SammlungS--2Berfe im Detail bearbeitet, b. b> jebe
Abbanblung ein je ln in ben Siealfatalog eingetragen
108
l;abc (wie man in ben 83 ei lagen P_U fdjen fann), wa3
eigentlich erjl bann gefebtlien füllte, wenn einmal alle felbft-

jl anbig e n 23 e r f e b e r g a n j e n 5S b i o
i t b e t in ben .fta--

talog aufgenommen fe»;n werben. (53 gefd)al; aber in biefen


beiben gäd)ern nur jur $robe, um fowol;t mich felbjl oon
ber AuSfübrbarfeit mcinetSbec in biefem b ö-'

bern ©rabepraftifeb $ u überzeugen, al3 auch mei-


nenliefern eine auf Srfnbrung gegrünbete Anleitung über

bic Art unb 23eife biefer Ausführung mittbeilen ju


firnnen.

.£> erauS ergibt (icb nun flat genug, baf bic ^Bearbeitung

eines alpl;abciifd?cir SicalEatalogS gewif weit fcbneller


von flotten gebe, aiS bic eines f»)lematifd;en. 63 wirb
aber au* 3ebcm a priori einleucbten, baf e3 bei weitem nicht

fo oiel Untcrfucbung unb Ucberlegung Fofle, einen 58ud)titel


unter bie alpbabetifcbe JKubrif feineä GcgcnflanbeS einjufra--
gen, als ibm feinen logifcb beflimmten 'J>la(s in irgenb einem
09 fieme auSjumittcln. £>et einzige llmflanb, welcher einen
langem 3e i t r au m für bie Ausarbeitung einc3 Siealfata»
logeS erforbert, ift ber, baf an biefem nie mcbralSein
3nbi»ibuum ju gleicher Seit arbeiten fann , wie wir
in ber golge jeigen werben; wäbtcnb bie Arbeiten an einem
foflematifcben (fo wie an bem wiffenfcbaftlicben, ober ben ®pe--
cial-Jutalogen) unter oiele ^Mitarbeiter »ertbeilt werben fön--

nen. £>abei ijl aber auch ber Umjianb wobl in Anfcblag ju


bringen, baf ein fo gemcinnübigeS Unternebmen gar wofl
ber DJiübc lol;ne, ein Snbioibuum, ba3 bemfelben gc-
waebfen ifl , auSfcblüffigbaju juoerwenben, roäb-
renb bie übrigen, jeber nach feinen belbnbern gabigfeiten, fid>

inbicübrigenS3ibliotbcf-©efcbäfte tl;eilen fönnen,


bie bann n e b e n b e m 8f e a l f a t a 1 o g e ju Stanbe fommen.
Aucbfoll man ben Srfabrung3--©runbfa(s nie auf er Acht (affen,
baf jebe Arbeit oollfommener auSfallc, wenn
, ,

fie »on einer .fjanb burchgrffihtt wirb, als wenn


mehrere .jpänbe fid> barein mengen.

§. 5.

9>rattif$e Anleitung b a j u.

35ie ©runb--23ebingungen für baS Gelingen eines


WealfatalogeS jinb, ftd)

A. »orSScrwirrungen (3nconfequenjcn) unb


B. »or 58 et lege nh eiten, welche währenb ber Arbeit
cintretcn fännten, burd> fluge SWajjregcln ftcher ju (teilen.
A.
Verwirrungen wirb am fidt>erften »orgebeugt
T. burd) einfadjbeit in |)inftd)t

1) beS arbeitenben ©ubjecteS unb


2) ber SJfethobe.
H. Durch ftrenge JDrbnung in .fjinftcht
1) ber ju bearbeitenben SBerfe unb
2) ber angelegten Stubrifen.
I.

1) 9ticbfS würbe baS SRijjlingen beS ganjen Unternehmens


ficberer unb fcbneller herbeiführen, als 3nconfequens im
Verfahren. Diefe wäre aber unoermeiblich wenn mehr ,

als ©in 3nbioibuum ju gleicher Seit ^>anb anS


SBerf legen wollte, mithin baS »quot capita, tot sententiae”
in ’dnwenbung fäme benn
a) eS barf ein einjiger .Kopf wohl auf feiner 4>ut fcpn, unb
fich, fo ju fagen, einen eigenen 2act erwerben, um
aa) bei ber äBahl ber Stamen (SRubrifen) für bie ®e-

genftänbe, fowol;l in Stücfficht auf bie mancherlei, ,

wirflid; ober fdjeinbar, fpnonpmett Senennun-


g e n als auch auf bi £ t>Äfd?ieb>enen 9R o b i f i c a t i o-

nen beS 33 e griff eS eines unb beS nämlichen ©e-


genjianbeS
110
bb) bei ber SSubfummirung bet ©egenftänbe unter
allgemeinere ober fpeciellere Nubrifen, unb
cc) bei ben »on einem Namen eines ©egenjlanbeS auf

einen anbern p madjenben Nu cf weifen (um nid>t

SBerfe über benfelben ©egenftanb halb unter biefe,


halb Benennung einptragen) immer
unter jene
nach einerlei ©runbfäfcen ju »erfahren,
b) SSBer am Nealfataloge arbeiten will, mufj ben ganjen
.Katalog (fo weit er nämlich gebieben iji) immer bei
ber ^>anb höben, um halb bort, halb ba ein äöerf
unter eine fdbon »orhanbene SRubrif einptragen, ober
eine neue SRubrif einpfchalten benn man mag was im*
;

mer für ein gach bearbeiten, fo befommt man Nu*


brifen fürs ganje&lpb«bet. äBollten' nun meh-
rere 3nbi»ibuen pfammen arbeiten, fo müfite ftch

.
jebeS berfelben ein eigenes ‘Älpb«bet »on Nubrifen,
b. h- «inen befonbent Nealfatalog, antegen; Unb biefe
befonbern Kataloge müßten amßnbe in ©inen pfammen
waS ungeachtet ber enormen $)a--
gefchmoläen werben,
pier--8ierfchwenbung, bie babei unoermeiblich wäre,
hoch nie ein Ijarmontfchee ©anjeS gewähren
würbe, weil bie 2tnfichten unb SJerfabrungSarten ber
»erfchiebenen SRitarbeiter unmöglich allenthalben über-
einjtimmen fönnten, wie man auS ben im nächfien §.6
angegebenen befonbeven SBerhaltungSregeln beutlieh
nug einfehen wirb.
Xber wie wirb eS bann um bie gortfefcung unb JBoIIen-
bung biefer weitauSfehenben Arbeit flehen ,
wenn baS einzige
bap »erwenbete 3nbi»ibuum alterSfchwach werben ober jler-

ben follfe ?

©ntweber i(i bis bahin nur ein unbebeutenber Anfang gc--

macht worben, ober ber .Katalog ijl fchon jiemlich weit gebie-
ten. 3m erjien galle fleht eS bem Nachfolger im ©efchäfte
e e ;

111
frei f
bie bejiehenbe Vorarbeit, als mit feinen eigenen En*
ficf>ten übereinjtimmenb, fortjufeben, ober fie als unbrauch-
bar ju »erwerfen, unb nach feiner 3bee »on »orn anjufangen
im lederen gnlle hingegen wirb ftd) baö ganje Sperfonat burd?
ben öftern ©ebrauch be§ .SatalogS felbft fd>on in foweit mit

ben ©runbfäfcen unb Enjtchten beS SSerfafferS »ertrauf ge-

macht haben, bajj eS jebem, ber fonjt bie erforberlichen En*


lagen beft'fct, leicht werben wirb, feine Erbeit im nämlichen
©eifie gleichförmig fortjufefcen.
2) 2>er äkgriff eines ÄatalogS überhaupt lägt ftch unter
breierlei ©raben ber SSollforamenbeit benfen, bie (ich

ju einanber »erhalten, wie mathematifche ?>otenjen;


nämlich
a) ein .Katalog in ber erjlen $oten j begnügt jich mit
ber Angabe ganjer SOS e rf }

b) in ber jroeiten9>oten£ nimmt er auch j e b ein*


jelne Ebhanblung, bie einen eigenen Sitel als
Ueberfchrift führt, auä Sournalen unb anberen ©aramel*
werfen in (ich auf;
c) bie britte unb höchjie g)otenj enblich, welche nur
beim Stealfatalog fiatt ftnben bürfte, würbe biefen ba-

burch jum höchfimöglichen ©rabe ber SSoUfommenheit


erheben, wenn man auch noch bie in rin j einen .Sa»
piteln u. f. w. eines 83u<he§ abgehanbelten
befoitbe'rn ©egenftänbe in ben geeigneten Siubrifen

beS .Katalogs nachwiefe.


man nun ben Siealfatalog gleich anfänglich
2Bollte

in ber jweiten ober gar in ber britten ^otenj


unternehmen, fo würbe man
a) fid) bie Arbeit (ehe man (ich burch bie Uebung mehr

©eläufigfeit erworben hat) ju fehr erfchweten unb


fich in ein fiabprinth »on Snconfequenjen »er*

wicfeln,
,

112
b) ben ©ebraitcp unb bieBollenbungbeS SJe.iIfa-
talogS ins Unenblid^c oerjögern, unb
c) burd; bic unabfepbarc £>auer beS ©efcpafteS fclbft fcen
ba$u geangen 9Ä u t p » e r l e r e n. i

Sftanbegnüge fiep baper »orerji mit ber erftert


*P o ten $ um fobalb als möglich ein infeiner2£rt ©an'
,

jeS perjuflellen, welcpeS bann erft mit neubelebtem SRutpe


ju einem pöpern ©rab ber BoUfommenpeit erhoben werben
fann.
II.

£>rbnung ijt überhaupt bie ©eele jebeS ©efdjäfteö, unb


befonberS eines fo »eit auSfepenben. Um alfo bet 25 er mir»
rung »orjubeugen, bie barauS entftünbe, wenn wSprenb
ber Arbeit »ieUcicpt ganje Partien Bücher übergangen ;
an*
berc hingegen auS S5erfel;en mehrmals eingetragen mürben
fo mache man jum ©efepe,
fieps

•) nicht nur eingaep nach bem anbern, fonbern aud; Bucp

f ü r B u cp nacpbetSJeipe, wiefieaufgejietlt
,

finb, »orjunepmen;
b) jebeS Buch, fobalb eS im fleealfatalog eingetragen iji,

mit einem 3 ei eben ju »erfepen, welches biefe Eintra-

gung beurfunbet;
c) auSgeliepene B
ücher auS fepon bearbeiteten gä*
ehern, wenn fte wieber jurüeffommen, fo wie neu am
gefepaffte 2Berfe, niept eper aufiujlellen,
alS fte in ben ÜRealfatalog eingetragen ftitb; ober
d) in großen öffentlichen Bibliotpefen, wo
biefe Söiapregel niept jfreng eingepalten werben fönnte,
lieber naep ber Bearbeitung eines jeben ga-
cpeS biefepon früper bearb eiteten gaep er je-

beSmal wieberberSteipe nach burcpjufcpen,


bie nodp niept als eingetragen bejeiepneten
Bücher beraub junepmen unb im Siealfata-

Digitized by Goi
;

113
logenachjutragen. S5iefe Sietoiflon wirb wenig Beit
unb 9Rül?e foflcn, wenn baSgintrogungS -3 eichen
an jebem JBanbe »on außen an einem be.-

flimmten^Habeficbtbar angebracht ift, bamit man


nid)t nßthig jebeS SBurf> herauSjunehmen unb ju
offnen;]
v
e) bie SRubrifen be8 .Katalogs gleich anfänglich in
bie genauere alphabetifche£rbnung ju legen,
unb jebe nacbfolgenbe alfogleich an il;rem beßimmten
9>la(se einjufchalfen

0 bieJH'ubrifen nicht a priori anjulegen, fonbern immer


erfiwährenb ber'Ärbeitfelbß $u befiimmen wie ,

fie jum gintragen ber »orfommenben Sudler nßthig be-

funben werben.
B.
9lach biefen83orfid)tS-2Kaßregcln ift nur noch bafür jufor-
man eine u n b c g r c n } t e g r e b e t j u m m m e r-
gen, baß i i i

wabrenben9iacbtragen unter e b erSi ubri f erhalte. j

SSir hoben bereits bemerff, baß ber JRcalfatalog eben


fo auS ©pecial-Üatalogcnüber alle ©egcnflanbe
beließe, wie ber wiffenfchaftlicße aus Special--Jtatalo--

genüber alle SJBiffenfcßaften. Sebe Sfubrif beS SKeal--


fatalogS muß alfo als ein abgefonberter Special-
Jtatalog angefehen unb behanbelt werben; b. ß-
a) jeber9iubrif muß gleich bei ihrer erfien Anlage ein

eigener SSogen*) gewibmet werben, bem man in


ber golge fo »iele beilegen fann, als man immer nßthig
finben wirb, unb

Sogar blobe SR fl d »eife eon einem SReaUSSSorte auf ein anbereS


fotten auf halbe Sogen gefdjrieben »erben, »eit (leinere
Slüüer in einem beweglichen .Kataloge (»ie ber iRealfatatog im»
mer bleiben mufj) leicht Unorbr.ung oeraniaffen «Snnten.
8
114
b) bie einjutragenben Sücgertitel einer jeben ffiubrif b u r-

fenunterfichburcbauS feine bejlimmteSDr In-


nung haben; fonbern muffen ohne weiterS in ber
fReige ununterbrochen nadgeinanber folgen, wie
fie fi cgwäbrenb berÄrbeit barbieten; bennaucg
hier iji eS nicht barum ju thun, einzelne Sucher an ig*
tcn befiimmten 'Plagen aufäufudgen, fonbern nur über*
gaupt ju erfahren, waö für Sücber »on einem be*
ffimmten ©egenfianbe hanbeln.
c) J)er fRealfatalog felbff barf niemals eingebunben
werben; fonbern foll immer auS Lafetten befleißen , bie
Qum Scguge gegen Staub unb anberc Sefcgabigutigen.)
jwifegen jwei pappenbecfel gelegt unb jebeSmal , fo oft
fie, burch ba§ fortwägrenbe (Sinfcgalten frifcher Sßgen,
bie 3Mcfe oon etwa jwei 3oU überfebreiten, wieber in
jwei ober mehrere Palette abgetgeilt werben.
d) ®iefe fämmtlicgen Lafette werben in einer 2Crt SRegi*
firatur-%Räfien mit febr niebrigen Rächern aufbewabrt,
unb bafelbfi in ihrer alpgabetifcgen JOrbnung aneinanber
gereihet.
e) Um jebeS Pacfet obneSeitoerlujt ju finben, bezeichne
man an jebem berfelben ben obern Pappenbecfel
(unb jwar an bem fRanbe, welcher fieg junäcgff bem

2luge barbielet) mit ber 'Äbtgeilung beS'Älpga*


bcteS, bie unter ihm entgalten iff. 2£ucg fann manbiefe
namlicge 'Änjeige am »orbern fRanbe be§ SreteS, worauf
baS pafett liegt, anbringen; jeboeg fo, bafj man fie nach
ffiebarf abänbern fann.

§. 6.
SStfonbere prattifege SRegtln.

Sür alle, wagrenb ber ^Bearbeitung eines SRealfatalogS


oorfommenben jweifelgaften Sälle fann man unmöglich eor=
115
hinein entfcheibenbe Siegeln angeben; man muß flcf> alfo t>or,

läufig mit ben nottjigficn allgemeinen ©runbfähen ‘begnügen,


unb bann in ber Jolge
a) nach©rforbernip befonberer gälle, unb
b) nutpeter$infichtaufben3we;cfunbbieSe-
Pimmung beS «Katalogs, jebeSmal bie geeigneten

befonbcrn Siegeln (aß SlooeUen ober res judicatas)


jur überein(limmenben 6ntfd)eibung ähnlicher gäHe füt
bie 3ufunft feflfefeen.

diejenigen , welche ich Ȋhrenb meiner Arbeit ju meiner


eigenen darnachachtung aufgejeidjnct habe, glaube ich hier
meinen Sefern nicht »orenthalten ju bürfen. Stur mup ich, um
nicht non ßinigen mipoerPanben unb eines anmapenben ober
»ohl gar gebieterifchen SoneS befchulbigt JU werben, ein füt
aEemal erflären, bap eS mir nie in ben ©inn gefommen fc p,
als bibliotbelarif<her©efebgeber, fonbern nur atS »oh Im et'
nenber Slathgeber, aufjutreten; unb bap jebe oon mir
gegebene XJorfchrift (wenn gleich bie HuSbrficFe: »foll, mup*
u. bgL batin oorfommen) immer fo $u oerjlehen fep, als wenn
auSbrücflich »salvo melion» babei jlünbe»

I.

3 n n e t e g o r m.

diefe fann in ber #auptfache bie nämliche, wie bei ben


©peciaWtatalogen fepn j nur mit bem Unterfchiebe, bap beim
Slealfataloge
a) an bie ©teile beSgacheS über jeber ©eite ber 91 a*

me beS ©egenPanbeS ju Pehen Fomme,


b) in bie erpe fenfrechte £anb her 9iame
ßolumne linfer

beSSSerfaffer6oberbabalph<»betif<heßrbn.
2Bort gefegt werbe, an welches fich unmittelbar
c) bie jweite (als ^auptcolumne) mit bem SEitel felbp
anfchliept;
8*
;
:

116
d) bie Drucforte unb 3ahrjahlen ganj weggc--
laffen, unb bafür
c) bie Angaben beö 2Cufflellung6--gacheS, beS gor-
m a t e & unb ber 9i u m m e r in bie lebten ßolumnen rechter
_£>anb »irroiefen werben.

f) Die erforberlidjen fKücfrocife auf öerwanbte ©e-


gcnjlanbe fönnen, je nadjbem man SSeranlaffung baju
ftnbet, mitten unter ben Süchertiteln angefefct

werben ; nur muß man fie entweber burd> auffallenb grö-


ßere Schrift unb Untcrftreicben ,
ober mit rottjer Dinte
auSjeithnen.
3ur ^Rechtfertigung biefer 'Äbweichungcn oon ber
gorm ber eigentlichen Epecial-itatalogc ifi bi« ju bcmerfen
a) baß ber SKealfatalog nur baju bcjlimmt fep, bei jebem
©egenftanbe bie fämmtlichcn S5S c r f e anjugebcn, welche
oon bemfelben hobeln; baß alfo bie »ciufchiebenen
Auflagen*) ber SBerfc außer feinem ^lane liegen,
unb nur ber fchnellen Ueberficht hinbcrlich fepn würben
im gallc beS ScbarfcS aber leicht im a Ipbfl&etifdien
91 amen --.Kataloge nadbgefeben werben fönnen: um
aber bicfcS $u erleichtern , iß c$ gut, wenn baS alphabc-
tifche Drbn. an feinem ausgezeichneten pafcc
SEBort hier

fleht, obfehon ba feine alphnbetifche JDrbnung ^errf4>cn


barf.
b) eben barum ,
weil eS im fKealfataloge nur um bie ein-

*) ttud) bie Ucbccfc&ungen Eönnte man weglaffen, wenn man


fie nicht ju (Sunflen Berjenigen mit aufnclimen wellte, welch«
ber Original' Sprache einet ÄüevEcS nicht mächtig fenb ; wöbet
betonteres bie Ueberfe(jungen anonpmer äüerfe gu berücfjiebti»
gen finb; weil biefe in jeber Sprache ein anber« alphabetifche«
Orbn. SSort haben , mithin im 9tamen«Äataioge nicht beijammtn
gehen.

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:

117
%

fcblagigen SB e r fe überhaupt ju tfyun ifl, ftnb aucf>

bie SKerfmalc bcr Auflagen als überflüffig «egjulaffen.


c) @in2Cnbcr§ i(l eS mit jenen SBerfen ober'&bbanblungen,

weldtc in Sammlungen ober anberen SBerfen Von


größerem Umfange mitabgebrueft »orf omnten benn :

in biefen gälten muß nicht nur bie Auflage, fonbern


auch ber föanb unb bie Seitenja&l, wo ba§ SBer!
ober bie ftbbanbtung ju finben ift, angegeben «erben
(fiebe bie S8 eilagen P_ R), um einem mübefeligen
Zuffutben »oräubeugen.
d) 4ti5enn ber Sfcalfatalog geb'rucFt «erben fottle, fo

müfien aud) bie 2£ufflellung8--9Kerf male «egge-


laffen «erben, «eil ber gebruefte Katalog für alle
IBibliotbefen befiimmt ifl ; biefe SÖJerfmate aber
nur jiir Scquemlicbfeit für biejenige bienen, über roelcbe
er verfertigt »urbe.

n.
Subtilen.
83ei 2f&faff«rtg eines JRealfatalog« ifl bie SBeflimmung
ber SJttbrif für jebeS einjutragenbe SBcr? von ber größten
SBicbtigfeit unb forbert eine befonbere .Klugheit.

Unter bem SBorte 9? ub r i f e n »erflehen «ir ^icr bie 92 a»

menber@egenftänbe, «eiche, al8 5Bereinigung8--$)uncte


aller benfelben ©egenftanb bel;anbclnben SBerfe, nach ber
Sfeiße be§ Alphabetes georbnet flnb.

S3ei jebem SBerfe nun, weldjeS bem 9fealfataloge einver*


leibt «erben foU, muß man fid» »or Allem folgenbe gragen
beantworten
1) SBelcbeä ifl ber eigentliche ©egenfianb, ben
biefeS SBerf behanbelt?

2) Unter meinem 3? a men wirb man biefen ©egenffanb

gemeiniglich fudjen?
118
3) Unter »eichen anberen ^Benennungen fann er

ebenforoo^l gefugt »erben ?

4) 3jf er nicf>t mit einigen anbern ©egenflänben fo nahe


»erwanbt, bafi einer betreiben ohne ben anbern nic^t n>o^(
abgehanbelt »erben fann ?

©ie ganje 33raud)barfeit beS SRealfatalogS bongt fiaupt--

fäcblicb »on ber nötigen Enficbt biefer öier $)uncte ab, »o--
burcb e$ allein mbglicb »irb, bei bem jebeSmaligen ©ebraucbe
biefeS .RatalogS f cb n e 1 1 unb »ollfiänbigju finben , »a§
man bebarf. 2Bir »ollen alfo jeben biefer 3>uncte etwas näher

beleuchten.

1.
a) ©er eigentlich« ©egenjfanb eines 2Berfe$ fann
nichtimmer auS bem Sittel beSfelben abgenommen wer--
ben; biefer ȟrbe oielmeljr nicht feiten ju groben SRifj-

griffen »erlciten, wenn man nicht bie 3nf>altSanjetge


ju SRatbe $6ge, ober, »o biefe mangelt, baS 2Berf felbfl
mit flüchtigem 2tuge burchliefe. 3a eS gehört manchmal
ein befonberer Scharffinn baju, ftd) burch bie im SEitel

oorfommenben SRealworte nicht irrefübren ju laffen;


fonbern ben ©egen|tanb, »on bem eS fich ’^anbett, un=
ter ben wahren ©ejtcbtSpunct ju (feilen unb ihm feinen
eigentümlichen SRamen ju geben, ©er Äürje »egen nur
ein einziges IBcifpiel:
»©ünberrobe. 83onbem83crfauf ber 2Baa*
ren auS einem nerbhpotbecirten Sahen."
3n biefem SEitel fommen brei SRealwörter »or, be-
ren f e i n e S a l S SR u b r i f für ben ©cgenflanb biefer 2lbbanb--
lung gebraucht »erben barf ; benn
1) »er bieSRubrif „ffierfauf" im SRealfataloge auffucht,
bem ijl eS nur um folche SBerfe ju thun, »eiche nom 83er-

laufe überhaupt (in mercantilifchcr ober juribifrfjer £in-

Digitized by
,

119
fleht) fcanbeln ; eS wirb ihn bähet biefe f<f?r inbimbuetle Un-
terart beS SkrfaufeS wenig ober gar nicht mterefftren.

2) ßrben fo wenig wirb man unter ber 9?ubrif „2B a a-


ren” etwas anbereS, als Beiträge unb Anleitungen jur
2Ba.atenfunbe fuchen.
3) 23et „gaben” cnblid) ßef>t ^jicr offenbar nur als f& r 5*

ger beS ©egenßanbeS, nicht aber als ©egenßanb ber Ab-


hanbtung felbß.

9Rit einem etwas fcharfßnnigen Auge werben wir aber


balb bic JBemerftmg machen, baß biereonbem gaben foroohf»
alS »on ben barin befinblicben SEBaaren unb ihrem SS er,
faufe nur in fo ferne bie Siebe fei), als eben biefe 2Baa»

ren »erhhhstbecirt ßnb; mithin iß baS 3Bort »^ppo»


the?” bieeigenthümli<he9lubrif tm JRcalfatalog für biefe Ab»
hanblung. 2)a jeboch galle einfreten fonncn,. wo man unter
ber Stubrif „©etfauf” auch etwas über befonbcre Arten
beS ©erfanfe£ fliehen fönnte, fo fefjc man unter biefe fRubrif
einen 3? ü cf weis auf „.^ppot&ef”, welcher burch ben $>lah,
an welchem er erfdteint, fchon ju »erflehen gibt, baß unter
ber nachgewiefeiten Slubrif auch etwas über ben ©erlauf
ber .fjnpotbefen ßnben fei$.

b) ®ie fämmtticben ©egenßanbe, worüber gefchrieben wor-


ben iß, bilben eine Stufenleiter »on ben inbioi-
buellßen bis ju ben allgemein ßen gegriffen,
©leichwie cS nun lächerlicher SBeife ben Katalog jtt einer

enormen ÜSaffe anfchwelten, unb fogar baS ju fammelnbe


©leicharfige weit auSeinanber (treuen würbe, wenn man
jebem, auch noch fo inbioibuelten ©egenftanbe
(j. ffi. einer Abhanblung über einen unleferlichen ©uch--
ßaben eine eigene JRubrif
in einer alten SnfdEjrift)

wibmen wollte ; fo wäre cS nicht minber jweefwibrig


alles, waS über alte iDenfmäter gefchrieben worben iß,
unter ben allgemeinen ©egriß »Alterthfimer’> jufam*
120
men ju faßen; ober wohl gar tiefen felbß unter ben
noch allgemeineren »G efchichte” ju fubfummiren, wo-
burd) man ßatt eines* Seal - .RatalogS einen wiffen*
fchaftlichen befommen mürbe.
Um nun Bon ber golbenen SKittelßraßc jwifchen biefen
beibcn ßrtremen weber linfS nod) rechts abjuweichen, muß
man Hugenmcrf unoerrücft auf ben 3 we cf be§ ganjen
fein

Unternehmens richten, welcher barin befielt, baS ®leid)--


artige unter folgen 83 ereinigungSpuncten j“
fammeln, baß man beim Gebrauche beS ÄatalogS We-
ber ju Biele inbiBibualifirte Subrifen ju ßi-
nemSSebarf jufammen ju fudjen, noch unter ßiner
Subrif 5 u Biele, bem befonbern Swecfe fremd-
artige, Gegenßanbe ju burchlaufen genötigt fep
größere ober minbere Seich thum ber ju bearbeiten--
J)er —
benlQibliothef muß bem flugen ffiibliothefar aud) hierju
ben SDlaßßab an bie ^>anb geben.
2.
2£uf bie grage 21 u S weld)er(3pracbe follen bie
:

SSenenn ungen ber Gegenßanbe genommen wer-


ben? bürften Bielleicht Biele meiner £efer ohne Siebenten
antworten: » 2£u§ ber Cateinifcfjcrt, weil biefe allein ben
Gelehrten aller Sationen Berßänblid) iß; mithin aud) bie all-
gemeine S3ibliotheffprad)e fepn foll.” Mein wir wollen erß
ob biefe Untmort aud) ber SJeßimmung eines
fchen,
Seal*Äataloge 8 entfpreche.
2Bir arbeiten jun äd>ß für unS unb unfereßanbS--
leute, unb bie MSlänbcr werben uns bieß nid)t Berargen

fönnen, ba fte unS in ähnlichen Süllen fchon längff unb ßaußg


genug mit ihrem 33eifpielc Borangegangen finb. SSSir flellcrt

alfo Bor Mem ben Grunbfah auf:


SaSjenige 2Bort, welches» unS jucrß in ben <3inn
iu foramen pflegt, wenn wir an einen Gegenßanb ben-
; ;

121
fen, ift baS, unter roelchem mir ihn juerft fu-
unjireitig

rf> c n melcheö mithin ben ©ebrauch beS ÄatalogS


am meiften erleicbterf.
£>iefeS erfte SBort aber, welche® un§ ber ©cbanfe an ei-

nen ©egenftanb gleicbfam in benSDtnnb fegt, ijl entweber un-


mittelbar au® unferer SDtutterfprache, ober eS ift ein au®
irgenb einer fremben Sprache entlehnter ‘JluSbrucf, ber bereits
ba®S8ürgerreehtinberfelben erhalten hat* 2Barum
foHen mir nun nicht bemjcnigen 9tamen eines ©egenfianbe®,
mit meinem mir ihn am gemöbnlidbften ju bejeichnen pflegen,
benS3or$ug »or allen übrigen einräumen, bie unS erft einige®
Stachbenfen foftctcn ? — 2tuch barf ja bcfanntlicb unfere beutfche

fföutterfprache anDteichthumunbföeftimmtheit ihrer

3£uebrücfe feiner anbern nachftehen ; in £inficht ber fRubrifen

eine® allgemeinen fReal-Äatalog® aber am allerroenigften ei-

ner tobten Sprache, welche fchon auS bem ©runbe, meil


fie feit fo oielen3.ihrhunberten feine neuen SEBortgebilbe mehr
jugelaffen hat, für eine ÜRenge ©egenftänbe, bie
bem Ältertbume unbefannt roaren, feine 18 1 *
nennungen haben fann.
3.
<5® ift jeboch häufig ber gatl, bafj

») über einen ©egenftanb mehrere Spnonpma faft

in gleichem ©rabe üblich finb, ober


b) ein unb ber nämliche SRame in »erfcfriebenen or-
thographifchen formen ju erfcheinen pflegt, $.25.
©eutfchlanb unb Seutfchlanb, (Senfur unb
3 e n f u r, (Sari unb J£ a r l, u. f. m.
c) ber ©eg ri ff eines ©egenftanbeS felbfi mit einigen
anbern in folget 23e$iehung ftel;t, bafj feiner berfel=
ben grünblich abgebanbelt merben fann, ohne bie übri-
gen mit einjuflechten, $. 25. Sugenb, Unfdhulb unb
fcajler, ober 6r$iehung, Schule, Unterricht
122
u. bgl. — 3n allen begleichen gätten ftnb Stücfweifc
nöthig ,
um
1) ben ©e brauch beS .RatalogS mhglichft ju erteiltem
unb ju oeroottftänbigcn ,
unb
2) füb fetbft bie unfelige SKühe ju erfparen, jcbeS SBerf
ä^nlid^er Ärt unter alle jenefttubrifen befonberS ein-
tragen ju muffen.
hiermit miU ich aber nicht fagen, baß man bei irgenb ei-

nem SBerfe, beffen Snhalt fo fonberbarer SBeife jwei ober


mehrere, an ftd> ganj »erfcbiebene ©egenftänbe jufammen ab--

hanbelt, baß biefc Sufammenftcttung als eine feltene (oietteicht


einjige) ßrfdjcinung in ber giteratur ju betrachten ift, gleich

einen SKücfroeiS »on einem biefer ©egenftänbe aufbrn anbern


machen foH. 3n folgen gatten ift eS »iclmehr rocit jwecfmä-

ßiger, ben Slitel eines folgen SBerfeS unter jebem ber »er-
fchiebenartigen ©egenftänbe bcfonberS einjutragen,
bie ber ffierfaffer in feinen $>lan jufammen ju jwängen für
gut befunben hat.
4.

ftftanchmal ftnb jroci ober mehrere S3egriffe oon ©egen-


fta'nben, jwar an fich wefentlich »erfchieben, aber
boeb fo nahe oerwanbt, baß
a) ihre ffienennungen gemeinhin als g l e i cf> b e b e u--

tenb genommen, unb


b) fogat bie ®egrtffe fetbft oon manchen Schriftflel*
lern miteinanber »er mengt oorfommen.
Solche ©egenftänbe wirb ein fcharfftnniger ffiibliothcfar

bergefialt unter ihre cigenthümlichen SRubrifen auS--

jufcheiben wißen , baft er

1) jeber berfelben jene SBerfe jutheilt, welche ben bejeich--

neten ©egenffanb richtig aufgefaßt haben;


2) biejenigen hingegen ,
welche jwei ober mehrere e e r-

wanbte ^Begriffe al§ ibentifch behanbcln, unter

Digilized by Google

123
beten S3 enennung auf bemffii--
jenefRubrif einträgt,
tetblatte angegeben ift;
3) übrigens aber alle begleichen JRubrifen burch wech-
felfeitigeSRücfweife mit einanber in SSerbinbung fefcf.

5.
hingegen gibt e§ auch Benennungen, welche jmt JBejeicf)-

nung ganj »erfchiebenerSegenftänbe gebraust


werben. 5Diefe muffen eben fo »iele abgefonberte

!R ub r i £ e n im .Kataloge bilben, als fte »erfchiebene Begriffe


bezeichnen. — Um aber babei allen Berwirrungen »orjubeu*
gen, unferfcbeibe man bie »erfdjiebenen IRubrifen, welche
bennämlichenSRamen führen, baburch ooneinanber,
bafj man jeber berfelben ein d>arafteriftifd)cS9)rabi-
tat ober eine Urb erfefcung beifuge, unb biefe fRubrifen
fetbfl nach bem Tflpfjabctc ihrer fPräbicate ober Ueberfefcungen

unter ftcb orbne, }. B. «Pflaffer (chirurgifcheS) ober (Em-


plastrum), ^ftaftcr (technologifcheS) ober (Strata via-
rum),_ Schwaben (.Käfer), — Schwaben (fianb),
Schwaben _ (33olf), Schwaben (ßrtfdhaft bei ÜRün-
djen), u. f. n>.

6 .

®urd> eben biefeS UnterfcbeibungSmittet !ann man auch


biejenigen fRubrifen, welche ihrer Allgemeinheit wegen ju
reich holt >3 auSfaüen, unb baburch ben ©ebrauch beS Äa-
talogS erfchweren würben, in mehrere fpeciellere jert hei-
len. 3. 85. Jtirchengefchichte (allgemeine), £. (beut-
fche), Ä. (englifche), Ä. (franjöfifche), u. f. w — 9Ran hüte
fich babei aber ja »or ber Berfuchung, fpfiematifche Un-
terabtheilungen unter einer fRubrif machen ju
wollen, welche aHeS eerberben würben.
7.

£>er unterfcheibenbe ©ebrauch, ben man oon ber Benen-


nung eines ©egenftanbeS in ber einfachen unb uielfa-
I

m
eben 3a hl macht, Irifict ebenfalls ju biefem Schüfe gute
2)ienfte; inbem man mit ber einfachen 3 a ^ jebeSmal
bcn Scgrijf bcS bejeidineten ©egenjlanbeS im 3tllgemci--
n e n »erbinbet ;
burd> bic »
3 a & l hingegen bie b e-
i c I
f a d) c

fonberen 3£rten ober Seftanbtheile beSfelbcn


auSfcbeibct, j. S. .Run ff, enthält alles, waS über baSSBefen,

ben Segriff, bie Sorjüge u. f. m. ber Jtunft überhaupt


gcfdjricbcn ifl : unb bann .fiünffe (mcchanifche), fünfte
(fchöne) u. f. »». in fo ferne auch biefc in ihrer 3Cllge--
m ein heit jufammcngefagt |inb; benn jcbe einzelne
.Run ff befommt voiebcr ihre eigene Siubtif.
8.
3fud> $)crfonen unb gamilien, in fo ferne etmaS

über fie gefdirieben worben ift, reihen fich unter bie ©egen-
jfänbe im 9ieal--Jtata[oge; unb eS muß auch in Sejiehung
auf biefe ber .Klugheit beS ©ibliothefarS überladen, bleiben,
a) mcld;e einjelne $)erfonen eine eigene Siubrif eerbie--

nen, unb
b) welche unter einem gemeinfchafttichen ©e*
fcbtecbtSnamen jufammengefagt werben fallen,

ohne jid) jeboch barum ju befümmern, ob fie ju ©i*


ner ober mehreren gamilien gehören, wel--

djeS eben fo unnötbige als fdjwierige genealogifdje Un-


terfuchungen herbeiführen mürbe. man aber bie — 2Bo
©ntbeefung gemacht hat, bap bie nämliche ^)erfon
in gewiffen 3citräumen »erfdjiebene © e»
fchlechtSnamen geführt h«öe (wie bieg befonberS bei
bcn ©nglänbern unb granjofen, fo wie bei grauenjim*
mern unb Älofter--©eifilichcn häufig ber gall ifi), mug
man eben fo, wie bei benjenigen, welche mehrere ©e--
fchlechtSnamcn juglcid) führen, biefe »erfdücbenen 9?a--

men ebenfalls burch 9i ü d we i fe miteinanber in SSer--

binbung fefcen. Snbejfen braucht man fich auch h‘« e


125
nicht feie Arbeit burch gcnealogifcfjc Unterfucbungen ju
crfcbweren.

in.
§Be$anbtung bet octfchtcbentn ®J t x t't.

1.
tprobucte b c S SBibeS unb ber ßinbilbungb*
fraft bfitfen nur bann in ben 9ieal--.Katalog aufgenommen
werben, wenn jte geeignet ftnb, 8i d> t über einen gewifc
fenÖegenftanb ju »erbreiten, wie Scfjrgcbidjtc ,
gelben»
gebidjte, ^iflorifdje ©djaufpiele, ©efchicbt--3tomane u. bg(.

‘Äufjerbem begnügt ftd> ber 9?eal\ftatalog mir ben tbeoreti*


fdjen SBerfen über bie ®id;tfunfi überhaupt unb ihre bcfcit-

beren 3weige, unb überlägt jene wiegen ©eijfeS-- jprobucte,

wie j. ©. »ermifebte ©ebichte, Sammlungen »on ©riefen,


Sieben ober tfnefboten (wenn fie nid)t al$ ^Beiträge jur 8e-
ben§gefcbicbte ihres 33erfaf[er8, ober irgenb einer anbern ^)er--

fon u.f.w. betrachtet werben fönnen) benSpccial-Äatalogen.

2 .

Ueberfebungen bürfeit überhaupt, wie wir bereits


oben bemerft haben, nur aus b e r Siücfficht in bem SReal»
•Kataloge einen jptab fxnben, weil
a) boeb nicht jeber ©elebrte in ber jebeSmaligen Original«
fptacbe hinlänglich bewanbert iji;

b) befonberS bie Ueberfebungen anonymer SBerfe, we--


gen ber 5Berfd)iebenheit ihrer £>rbn. SBorter nicht einmal
mitfclji beS alphabetifchen 9?amen--.Kataloge8 aufejefun*

ben werben fonnten ; unb


c) mafncbmal bie Originale fclbfl nid;t in ber S3ibIiothef

»orljanben fet>n bürften.

3.

a) Unter ber SKubrif »9i e i fe n” werben nur jene 2Berfe


eingetragen, welche »omSieifen überhaupt ban--

I
126
beln, j. 58. Unterricht, wie man mit üRufcen reifen ober
fich auf SKeifen »erhalten folle, u. bgt.

b) SJeifebefchretbungen aber follen, je nach ber5Be-


fchaffenheit ihres 3nhalte§, cntroeber unter bie SRubrifen

ber gänber, von benen fte SRachrichten erteilen, ober

jener 2Biffe;nfd)a ft en ober Jtünfte, auf reelle fie

i&r4>auptaugenmerf gerid;tethaben, eingetragen werten.


c) Sammlungen von Steifebefdjreibungen fann man
vorläufig übergeben, bis berSteal-Äatalog alle felbflftän*
bigen 2Berfe in fich aufgenommen höben wirb, unb man
ftd> bann mit ben einzelnen 58eftanbtheilen ber 3ournale
unb Sammlungen aller 2trt im 3)etail befchäftigen fann.
d) (ginen vollftänbigen Ueb erb lief aller SReifcbe-

fdjrcibungcu liefert ber Spe c i al* £a t a l o g.

4.

2Cuf eine aljnlic^e tfrt wirb eS mit ben Stecenfionen


gehalten.
) ®ie „SRceenfion” nimmt nur Ebhanblungen
JRubrif
über ba§ JRecenfiren überhaupt in fi<d> auf, unb
wirb mittelji eines 5Ru<fweife§ mit bem ZxtiUl
„Preßfreiheit” in SBerbinbung gefefct.
b) Siiteratur 3eitungen u. a. recenfirenbe 3eit-
--

fchriften finben ihren Sammelplafc im Special-


Äa t a l o g e.

c) ßinjelne JReecnfionen unb XntkRritifen fom=


men (fo wie ßommentare u. bgl.) unter bie JRubrifen
jener 2Berfe ,
womit fie ficfj befd;äftigen.

Digiti I by Google
1

dritter 2Cbf<|>nitt.
^otengirung ber Kataloge.
§. 1.
u i ( 1 M u ; t.

3eber .Katalog lagt ftch in oerfchiebenen ®rab e n bet


83ollfommenheit benfen unb auJführen, bit ftcfy ju
einanber »erhalten, rote bie arifhmetifchen potenten.
ein .Katalog inbererffen^otenj begnügt ffch näntlidb
bamit, bie Site! ganjerSBerfeinffch aufgunehmtn. 3ur
jroeiten ^)otenj roirb er erhöbt wenn man bie unter ei*
,

nem $aupttitel jufammengebrudten 2lbhanblungen


au§ Sammlungäroerfen, unter ihren bcfonbern SEiteln, an
ihren geeigneten flohen aufführt. *®ie britte $o-
tenj cnblich ertheilt ben Katalogen baburd) ihren höchfimöS 5
liehen ©rab ber SJoKfommenbcit, bap fie theilS bie S3ücher*

titel mit biographifchen ober literarifcfjen Stetigen ober


Äritifen begleitet (Catalogue raisonnä); theilä au8 um--
faffenberen Sßerfen auch einzelne Sheile ober ß a p i t e l
u. f.
ro., roorin befonbere ®egenffänbe abgebanbelt
roerben, unter ihren befonbern SEiteln ober Ueberfdjriften au5*

hebt unb an ihren geeigneten iOrten einträgt.


£>ie erfie $oteng iff allen .Katalogen gemein--
fdjaftlich; bie Ö3ejlanbtbeile ber groeiten unb britten
hingegen muffen, nach ber »erfdffebenartigen ffieflimmung btt
.Kataloge, groeefmäpig unter ffe oertheilt roerben.

§. 2 .

•De« atphabetifchen 9lamen:Äatatog«.

1) J)a biefer hauptfächlich bagu beffimmt iff, unter bem


SEamen eines jeben S3erfaffer§ angugeben, roeldhe
Söerte Pon bemfelben »orhanben fepen, fo mup bei ber
e

128
$w eiten ^otenj bicfcö ÄatalogS ba$ 4?auptaugenmerf
burauf gerichtet fepn,

a) jene ©ammlungSwerfe im Detail ju bearbeiten, weld;c


Äbhanblungen non »erfebiebenen S5 c r f a f-

fern enthalten, unb


b) ben fämmtlichen namentlich angegebenen 5KÜ--
örbeitern eines SBerteS unter ihren -Kamen
St ü cf weife aufba8£>rbn. 2Bort bcS ganjen SiBerfcS

ju geben.
4>at man überbieg 3eit unb guft, auch bie anontj-
men2£bhanblungen auS ©ammlungSwerfen unter ih--

ren befonbern £rbn. Sßortern einjutragen, fo wirb bie

S3raud)barfeit bcS .RatalogS um fo mehr an SSollfommenheit


gewinnen.
2) ®ie britte unb hßthffe^ofenj erreicht biefer

Äatalog baburch, wenn man ben SEiteln ber 23üd>er furje

K achrichten übet bie g e b e n S u m ft än b c b e r SB c t f a f f e r,

über bie ©chicffalc ber SZBerfe fetbfi. Kachweifungen


bet über erfchienencn jtritifen, ober ei-
biefclbcn

gene furje S3eurtheilungen u. f. w. beifügt;. wa§

jwar im abgefdjriebenen Kataloge, auS ©parfamfeit mit bem


Si'aume nicht wohl ©tatt finben fann, woju aber bie JBlat-
ter beS beweglicbenJtatalogS Kaum genug barbieten.

§. 3.

2) t r Spccial-Äatalogf unb bte 3teat=SCatalo0«.


3n ber jweiten unb britten spotenj ifi eS biefen
beiben Katalogen, ihrer ffieftimmung nach, barum ju tbun,
bie giteraturen über einjelne SBiffenfchaften,
ober über einjelne ©egenjlünbe, mßglichfl ju
»eroollftanbigen. $iet erftreeft fid> alfo inSbefonbere
bie britte SPotenj auf alle jene erheblicheren S3e-
fl a n b t h e i l umfaffenberer 2Berfe, welche unter befon--

Digiiized by Google
:

129
btren Uebetfebriften befonbere ©egenfiänbe
abhanbeln.
Mein ein folcher ©rab »on SSeroolIfiänbigung bet Jtafa*
löge, befimberS in großen Sibliothef en, bürfte ben
meijten meiner Sefer, wo nicht oöüig unausführbar, boch we--
nigjtenS foroeit auSfehenb ju fepn fcheinen, baß ber barauS
ju erroartenbe 9?ufcen ber ungeheueren 2Nüt)e nicht lohnen
würbe. 68 wirb baher nöthig fepn, tiefe gurcht ju befchwich--
tigen, unb bann auch praftifch ju jeigen, wie (ich biefeS höchft

gemeinnühtge Unternehmen burchführen laffe.

§. 4.

$i 5 glich teil unb Stufen ber h Sollen 'Poten jirun g.

SiefeS Unternehmen i(t bei weitem nicht fo ungeheuer, al«


eS auf ben erftenÄnblicf fdjcint ; weil man fogleich ffiUfchwei--
genb »orauSjufcfcen pflegt, *u biefem S3ef>ufe müfte jebeS
Such, oom Anfang bis anS ßnbe, burdjgelefen werben.
Siefj wäre aber nur bann bergatl, wenn manftch auf folche
Manien einlaffen wollte, bie ihren bcfonbernSnhalt
nicht mittelft eigener Ueberfcbriften angeben.
Unfcre Mficht ift aber nur, jene erheblicheren SSeftanbtheile
umfafTenbererS3ibliothefwerfe, welche mit eigenen Ueb er-
fchriften oerfehen ftnb ; mithin als befonbereÄbhanb--
lungen werben fönnen, an ben für fte geeigneten
betrachtet

©ammlungSplähen in bie Kataloge einjutragen; woju man


jte, eben fo wenig, wie bie ganjen SBerfe bei ber erjten $o-
tenj, förmlich burchjulefen nöthig hat.

Sie ©emeinnüfcigfeit biefer Arbeit wirb aber aus folgen»


ben S3emerfungen jur ©enüge hrroorleuchten
2ßer immer mit literarifchen Ärbeiten ftch befchäftigt, wirb
häufig bie Erfahrung gemacht haben,
a) bafj in manchem Suche ein befonberer 3weig einer 2Bif«
fenfchaft, ober ein befonberer ©egenjlanb, ben man (nach
9
; 8

130
bem Hauptinhalte be§ SBerfeS $u uttljeilen) gar nicht
bann »ermuthen foflte, gleichfam jufäUiger SBeife abge*
hanbelt wirb
b) baß begleichen, fo ju fagen »erjtecfte Äbhanblungen
nicht feiten erfchopfenber ober origineller unb grünblicher
finb, alS bie befannten felbjtflänbigen Bearbeitungen beS

nämlichen ©egenjianbeS;
c) bafj man fleh oft erinnert, etwas fehr 3>nteref[ante$ ge*
lefen ju hüben, o hne mehr ju wiffen mo; roa§ man
eben jefct fehr gut brauchen fiSnnte, aber mitteiß ber ge*
n>5l;nlicben literarifchen ^»tUf^queUert unmöglich mehr er*

•forfchen fann!
SSSie wohlthätig wäre nun in folgen gälten ein Special*

ober 3?eal*J;atalog in ber britten^otenj! ‘Ällein biefe wer*


ben leiber fo lange in baS Sieich ber frommen äBünfche »er*
bannt bleiben muffen, alS man fich höhet« SDrteS »on ber
eitlen gurcht leiten läßt, ben Bibliothekaren bürfte

eSmit ber 3eit an hinlänglicher Befchäftigung


, fehlen!!!

§. 5.

Vraltif&t Kegeln.
Bei ben ^oten§irungen ifl eS nicht mehr barum ju thun,
ganje SSerfe, fonbern bie Haupt*Beßanbtheile berfel*

ben, unter ihren befonbern Titeln, ju fatalogiren.


SRan burchgehe alfo ein Bibliothe!*gach nach bem anbern, fo
wie man fie ohnehin »on 3eit ju Seit butchgehen muß, um
ben 3uwa<f)S nachjuholen; richte aber babei fein 2tugcnmcrf
nicht nur auf biefen, fonbern auch »orjüglich auf ©arnm*
lung§*SBerfe, ober auch folthe, beren Abteilungen alS
befonbere Äbhanblungen uberinbieibuelle ©egenjiänbe betrach*
tet werben fönnen; unb nehme immer nur ein berfelbcn,
: ,

131

nach bet SJtei^c, wie fie aufgeffellt finb, pr betaiUirten Seat*


beipng b«au§.
£)amit aber jebet fatalogirte Seffanbtheil eines SBerfeS
im gaHe beS SebarfS, eben fo fernen gefunben werben fonnc,
als bie ganjen SBerfe fetbft,. fo mujj bet jtatalog bei jebem
berfelben, außer ten gewöhnlichen, auch noch folgenbe 21 tu

gaben enthalten (fiehe bie S e i a g e n P_R) l

a) ben^aupttitel beS ganzen 2BerfeS fo furj


als eS möglich ijl, ohne SJtijjoerffanb ober 3roeifel p er*

regen,
b) bie SJlerfmale beauflage beSfelben,
c) ben Jahrgang, Sanb, SCheil ober baS 4?<ft,
worin jtch ber auSgehobcne Seßanbtheil befinbet,
d) bie ©eitenjahl, wo berfelbe anfängt, unb bann
erff

e) ben b efonbern SEitel ober bie UeberfchriftbeS


ausgehobenen SefianbtheileS, welker, pm Unterfchiebe

oon bem #aupttitet beS SBerfeS , mit (» <t) auSgepich*


net wirb.
Sn Setreff ber ©eitenjahl fommen noch folgenbe
^uncte p bemerfen:
1) 4>at einSBerf gar feine @eitenphf«n, fo gebe man
bie ©ignatur beS SogenS unb bie 3ahl jener ©eite beS*

felben an, wo bie bejeichnete ttbhanblung anfängt.

Sei foliirtenSüchern unterfcheibe man bie Ä ehr feite


beS SlatteS burch ben ber Slattph* beigefügten Suchffa*
ben b.
3) SBenn bie ©eitenjahlen in einem SBerfe 6fterS
mit
1 anfangen, man bie »erfefnebenen 3ablen*
fo unterfchcibe

Steilen mit ßrponenten, j. S. ©eite 132’, um anp,

jeigen, baß biefe ©eitenph* in ber jw eiten Stummem*


Steih« i« f«9*

4) Aat aber jebe Äbhnnblung iht« eigenen ©ei*


9 *
132
tenjahlen, bann iff bie Reihenfolge unter ihnen gemeiniglich

mitrömifchenSahlen bejcidjnet , unb bann i(i eS genug,

biefe gefctere, flatt ber ©eitenjahl, anjugeben.


(Snblith ift noch in ^Betreff be« befonbern SEitel« ju
bemerfen, bafj man bemfelben, im gaHe, wenn et feinen

©egenftanb entweber gar nicht ober unrichtig auSfpricht,


einen ertlärenben ober berichtigenben 3ufafc jwi--

fchen ( ) beifugen mu§, bamit man in ber gofge nid>t ju


bem fBerbachte oerleitet werbe, als wäre biefer Sitel au«
fBerftojj h*«h« gefe&t worben, wohin er nicht ju gehören

fdheint.

SHetter 2£bf4>nttt.
B «arbiitn ng bet fogenannten Btbliotbtf >6$««*.

®iefe pflegen ftch in großen SBibliothefen fo jahlteich oot>


juftnben, baf eS ftch »oohl ber Stühe lohnt, eigene Jfata-
l o g e barüber ju oerfertigen. ®iefeö fann burch ein mit ben
nötigen -RenntnijTen auSgevüftete« 3nbioibuura fehr füglich
ju gleicher Seit gesehen, währcnb feine Gollegen ftch in bie

Ausarbeitung ber übrigen ©pecial- .Kataloge geteilt hoben,


unb einer berfelben mit bem RealJataloge befepäftigt ift. Am
6nbe aber wäre eS in mehr als einer $inft<ht gut, bie fämmt--

lid;en £itcl ber S3ibliotheF--@chä<}e, gleid; jenen ber gewöhn#


liehen 33üd>er, fowohl in ben allgemeinen alphabetifchen 9ta>
mcn-Jlatalog , als in bie geeigneten @pecial--,Katalogc unb in
ben Realfatalog ebenfalls einjutragen; welche« in fleineren
fflibliothefcn, bei geringerer Anjahl berfelben, allein fchon
hinreichenb wäre.

©ehr ju wünfdjen wäre e§ übrigen«, bafj über bie auch


in fleinen JBiblioffjefen hin unb wieber oorfommenben 4>anb*
fchriften ober folcher gebrudten 2Berfe, bie nicht nur ihrer
S

133
äufjerflen Seltenheit, fonbern auch ihres merfwfitbigen 3n-
halteS wegen, für baS literarifdje ^ubtifum befonberS tn-

tereffant ftnb, ausführliche 58efd)reibungen burd) öffentliche


S3lätler befannt gemacht werben möchten.

§. 1 .

Sptograpfca unb 3ncunabeln.


Ueber bie Ärt , bie älteflen 25 t u cf X>
--
e n f mä l c r ju be-
fchteiben, fönnen wir uns um fo furjet faffen, ba jebem
äßibliothefar bie eben fo bekannten als nachaljmungSwürbigen

fSlujler »ot Äugen liegen , welche unS ^)anjer, Jörunet,


Gebert, |> a p n u. a. aufgefleHt habejn

1) @h l »nologifche iDtbnung unter ben JEiteln ber


älteflen 25ru<f --
25enfmäter (bie Splograph® an ber Spifce)
mit einem angehängten alph«&etifchen SSegifter übet
25rucforteunb25rucfer bürfte bie jwecfmäfHgfle äußere
gorm ihres .RatalogeS feipn, ba bie älteflen ^robucte bet
Suchbtucferfunfl
a) in ber Siegel feine eigentlichen £itel führen;
mithin ihre alpbflbetifcheßrbnungfehrunbeftimmtwäre,
unb
b) weit man jte nicht fo fafl ihres Inhaltes, als melmeht
ihres Älter wegen ju fudpen unb $u fd>ä%en pflegt.

2) Solchen SBerfen, welche in ben befannten literarifchen

SUcrjeichniffen fchon befchrieben ffnb, hüte man ftch wohl,


eigenmächtig einen anbern Sitel ju geben, als fie bafelbfl

erhalten haben/ um SJlifüöerflänbniffen unb Sweifeln über

ihre Sbentität ootiubeugen.


3) Sollte aber ein folcher&itel in jenen Siteratur-SBcrfen

offenbar unrichtig angegeben ,


ober fonft in bet nähern ®e*
fdjreibung beSÜBerfes Unrichtig feiten eingefchüchen fepn,

fo fönnen biefe burch beigefügte JBcmerfungen jurechtgewie--


fen werben.
[

134
4) Außerbem braucht man oon jebem SESerfe nur ben
einfachen Site mit genauer .jpinweifung auf jene Sitera«-

turen, worin eS ausführlicher befchriebcn iß, anjugeben.


5) Solche SBerfe hingegen, welche alS bisher »öllig
unbefannt etfeheinen, muffen nach ben obenerwähnten
9J?ußer--2itcratoren mit aller ©enauigfeit umßänblich befchrie*
ben, unb nach reiflicher Ueberlegutig mit einem Sitel »erfe*
hen werben, ber
») ihrem Inhalte genau entflicht unb
b) fo oiel möglich, aus ber Schlußformel ober ben 2t n*
fangS-Siubtifen beS fProloguS ober beS SBJcrfeS
felbß, mit Seibehaltung ber barin »orfommenben 9Borte,
herauSgejogen iß.

6) 3ur Erleichterung beS ©ebraucheS füge man biefem


chronologifchen Kataloge ein fPaar alphnbetifrf)e 9legi-
ßer (über bie ©rueforte unb S3u chbrucf er) bei.

§. 2 .

Änbete SBtrtc oon aa«gtgticbneter Seltenheit.

Auch biefe forbern in einer großen Sibliothef einen ober


mehrere SperiaI--Äataloge. SRachbem aber bie claffifchen SBerfe
eines ©eniS, Schelborn, SSrunet, ©bertu. a. lite-

rarifche^iülfSquellen bie Sffiürbigung unb fflebanblung oon ber--

gleichen Seltenheiten beutlich genug oor Augen legen, fofinbe

ich auch hierüber weiter nichts beijufügen ,


als baß
1) bet Special-Jhatalog barüber in atphjabctü
f che r Soren abgefaßt werben foüe, weil eS
) bei bem ©ebrauche beSfelben nicht fo faß batum ju
thun iß, ben Sleichtbum ber ffiibliothef an literarifchen

Seltenheiten im Allgemeinen unb in gebrängter Äürje


ju übcrfchauen, als »tclmebr halb biefeS, halb jenes
einzelne 2Berf barin aufjufuchen, um ß<h mit ben

,* 4
Dlgiiized by
;

135
Schicffalen, betn SEBerttje unb ben Eigenheiten beSfelben
näher befannt ju machen,
b) fein fo reichlicher 3u wachs in ber golge ju erwarten
fleht, baß man in .fjinßcht beö EinfcbaltenS leicht

in Sßertegenheit gerathen fönnte, unb


c) ein folcher Katalog nie fo ßarf auSfaHen burfte , baß
man ihn nicht im äußerten gaUe mit geringer üRü^c
umfehreiben fönnte
2) ©aß auch hi«/ wie bei ben ©rucMärßlingen, wofeme
ße in gebrueften Biteraturen fchon richtig unb »ollßänbig be»

fchriebcnßnb, bloße Xitel» Angabe mit $inweifung


aufbiefe ©efebreibungen hinreichenb fepen j

3) baß aber bei ber SSBürbigung literarifcher Seltenheiten


ber ©runbfafc ja nicht außer 2t<h t gelaffen werben barf, baß
bie ©eltenbeit eines ©uchcS oft fehr relatio fet>, bamit
man ßch nicht etwa bureb einen franjßftfchen ober englifchen
Biterator oerleiten laße, ein in ©eutfdßlanb häufig genug
»orhonbeneS ©uch für feiten ober äußerfl feiten anjupreifen.

§* Ä -) v ^ '» •3'lf n ^
? nM
« 1
T !•

' $ a n b [ d) r ( f t e n-
* *

®ie wirf ließ mußerbaften jpanbfcbriften» Kataloge eines

©anb i n i
,
SR o re 1 1 i u. a. ,
welche ohnehin feinem ffiiblio*

thefar unbefannt fepn bürfen, überheben mich ber 3Rüb«,


eine förmliche 'Anleitung jur ©efeßreibung ber ^>anbfdf>riften

abjufaßen. 'Älfo hi« nur einige SBorfcßläge, um tßeilS bie

'Arbeit ju erleichtern, tßeilS bie3u»erloßigfeit unb ben beque--

nten ©ebraueß ber £anbfchrif(en'jfataloge ju erhöh««.


L
2Ber nicht fchon fehr geübt iß, baS 2Clter ber #anbfcßrift

auS ihren Scbriftjügen ju beurtheilen, ber wirb fehr wohl


baran thun,
») juerß alle jene ßobiceS aus ber ganzen Sammlung h«r--
, , g

136
auSpfuten, reelle ihr ttlter burt guoerläffige
3ahrjal;len fclbfl angeben,
b) bieft »orläufig an einem befonbern tpiahe Coijne Svücf*

fitt auf ©erftiebenheit be§ JormafeS) in d)tonolo--


gift«t iDrbnung aufpjiellen, unb
c) fte »or ben übrigen betreiben, um bann p bie

nicht batirten Gobiceä immer mit biefen »erglekfjen unb


nad) ihnen beurteilen p fßnnen.
d) UebrigenS follen jene batirten GobiceS bie Stummem
erhalten, weite ihnen nach bem 2£uf fiellungS*
9>lane pfomnten, unb
e) nachbem bie ganje Sammlung befchrieben fegn wirb,
wieber an ihre oorigen 9>läfce tingereiht werben.

IL
eint auSführlite© efchrcibung ber|>anbftriften,
mit fte bie oben erwähnten gebrutften .Kataloge liefern, forbert

nicht nur ungemeine ©orfenntniffe, fonbern e e r l ä n g t x.t auch

bie 'Ärbeitfeht. ÜJtan mache alfo auch hier ben t£ n f a n


in einer erflen fP o t e n j unb fpare ftd> bie $weite für
bie 3ufunft auf, wenn nämlich ba§ erffe unb bringenbfie
©ebürfnifj btr ©ibliothef befriebigt, b. h* ein »ollflänbk
gtS 3n»entarium über alles ©orhanbene hergefteUt fe$n

wirb. ÜJtan begnüge fi<h alfo bei ber erften 21 n läge beS
^anbfchriften--Äatalog§
•) n u r folche unbfooitleüßerfmale »on jebem Go--
ber anpgebcn, als erforberlich iff, um ihn »on jebem
ähnlichen fit** unterfcheiben pfänntn; jebot
mufj man
b) jebem Gober fogleit feine bleibenbe Stummer ge--

ben ,
unb biefe pgleit
c) nebft jenen ©ejeitnungen, weite er auöSiblio--
thefen, wo er fit »ormalS bcfunben hatte, not an

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137
ftd) trägt, auch ber Sefchreibung beifügen, ob« wenig--

ftenS (in Ermanglung folc^er altern ©ejeichnungen)


d) wo möglich ben ober bie früheren© e-fi her beSfel--

ben angeben, um für bie golge jebem 3weifel über bie


Sbentität be§ Gober oorjubeugen.
e) ©emerfungen, Sweifel u. f. w., bie ftch wührenb ber
©efchreibung manchmal aufjubringen pflegen, unb bie
ficb in ber golge bem ©ebüchtniffe nicht wieber barbie-
ten bürften, merfe man lieber auf bereit gehaltenen
Stotaten--© lüttem ganj fur§ an , um ficb »or ber
4>anb nicht in weitläufige Unterfucbungen ju eerlieren.
III.

®er ©ebrauch eines £anbfchriffen--.Ratalog§ wirb baburcb

febr erleichtert werben, wenn ber ©efchreibung eines jebcn


Gober ein ganjer ober halber Sogen gewibmet, unb
burchauS eine gleiche tabellarifcbe gorm beobachtet
wirb.
SDlan fann jich ju biefem ©ehufe baS baju bejiimmte
Rapier, etwa wie bie für bie Sitelfopien ber gebrucften ©ü*
eher (©ei lagen B_M) oorgefchlagenen ©latt«, mittelfl

breier Linien in 6 füäume abtheilen laffen, unb bann bie ©e»


fdjreibung einer jeben ^»anbfehrift bergeflalt gleichförmig in
biefe 6 Diäume oertheilen, baß j. S.
1) oben linfer^ianbb er 9tame beS Berfa ff erS
ober baS alphabetifche ßrbn. ÜBortbeS SitelS,

2) in ber barunter flehenben Golumne biographi-'


fche 9t o t i $ e n über ben ©erfaffer,
3)oben inberSDtittebieGlaffe, Stummer unb
Sprache ber ^anbfehrift nebfl ihrem gormate ober
SJtaß ber #öhe unb ©reite, bann ber 3ahl ber
©änbe unb ber ©lütter in jebem ©anbe,
4) in bem großenStaumebarunter
•) bet SEitel beS SßerfcS mit auSgeieichneter Schrift
,

138
(ober unterflrichen) ,
bann beffen allenfalls nötige 58e-

richtigung, unb bei fet>r alten unb wichtigen ^anbfdjrif--


ten auch bie 21 n fang S* unb Schlußworte beS
SerteS
b) ber 3nhalt beS 2BerfeS felbfl unb
c) außere®ler!male, Schreibung beö GinbanbeS,
Angabe beS frühem SefifcerS unb ältere Se-
jeichnungen beS Codex;
5) oben red)t8 bie Angabe beS 3af)rbunbertS ober
bet 3ahrjahl unb beS 25atumS (wann biefer Codex
abgefchrieben; nicht aber etwa, wann ba§ SBerf felbfl
oerfaßt worben fep, welches in bie folgenbe Golumne ge-

hört) ;

6) barunter ber 9?ame beS ÄbfdjreiberS, nebfl

aUenfallftgen biographifdhen 9totijen, bann SRachrichten über


bie ©chicffale beS SBerleS felbfl, unb inSbefonbere über
bie beS oorlicgenben Codex ju flehen fommen.
GS oerfleht ficb wohl lieber oon felbfl, baß bei ber er fl en
Anlage beS .Katalogs (bem unter Nr. II. gegebenen Sot*
fdilage gemäß) einige biefer SJaurae, befonberS 2 unb 6,
mand;mal ganj ober jum Steile leer gelaffen werben müffen.
IV.
©aSgormat berJpanbf griffen auf5)ergament
läßt fich, ber 9latur biefeS SDlaterialeS nach, welche! nicht auS
Sögen befleht, fonbern in allen möglichen# bflufun--
gen ber ^)öhe unb Steife erfcheinf, burdtjauS nidjt unter
bie ^apier-gormate fubfummiren, ohne ju großen SDiißoerflänb*
niffetx 2Cnlaß ju geben. GS ift nämlich nichts Seltenes, baß
ein unb ber nämliche Codex, welcher oon mehreren
©eiehrten befchrieben worben ifl, oon bem einen als goliant,
oon bem anbern aber als Äuartant u. f. w. angegeben
würbe.
25a nun oft febr oiel baran gelegen ifl, mit Sefiimmtheit

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f t ,

139
ju wifTen, ob b et fragliche Codex roirflirf) ber nämliche
fep, bei von bitfem ober jenem berühmten ©elehrten benüfct,
befdirieben u. f. w. worben ifi, bie 'Ängabe ber ©röfje beSfel*

ben aber nach ber beiläufigen 21 e hn i i d> e i mit einem


ber gewöhnlichen 9)apier--gotmate fehr unbefiimmt fcpn muf
fo fche ich nicht «in» warum man bie $anbfchriften auf fPerga*
ment nicht in -gcinficht ihres gormateS wie Tupfer fliehe
unb©emälbe behanbeln, unb fo wie bei biefen, bie «£>6 he

unb 85 reite nach bem allgemein befannten ^atifer SRajj-


jlab befiimmen foHe, um alle 3weifel über bie wir fliehe
©röfje eines folgen Codex ju befeitigen.

fünfter 3£&f(^>nitt.

©rhaltung unb Verwaltung bet Bibliothef.

§. 1.
Berfc&iebe n$tU ber 8 i t li oU4 e len.

Bon bem ©igenthümer einer jeben 83ibliothef hangt

eS ab, ob fit

a) ephemerifd) ober permanent,


b) privat ober öffentlich fepn foH; benn
a) eine 85ibliothef, bie nach Belieben beS BeftfcerS, ober

nach beffen &obc, burch Berfauf jerfplitttrt werben fann,


ift alS eine ephemerifche ßrfepeinung in ber literari*

fchen SBelt ju betrachten. 9lur folche Befrei ,


bie nicht

fierbtn: nämlich ber ©taatfelbfl, ober ©ein ein* eine

be, ober eine unauflösliche Korporation, pflegen


permanente Bibliotbefen ju haben.
b) fpri»at*Bibliotbefen nennt man fie, wenn nur
ber ober bie Befifcer fich ben ©ebrauch betfelben
Vorbehalten; öffentliche hingegen, wenn jebem, ber
h

140
fid) mit Literatur befdjäftigt, ber 3utritt geßattet wirb.
Doch unfern gegenwärtigen ‘Äbßchten gemäß, fann hier

nur oon permanenten unb öffentlichen Siblio»


tbefen bie ffiebe fepn.

,5-2.
Srbattune 8 f f t n 1 1 Ich er SB ibtio tiefen.

Um eine öffentliche Sibliothef gut unb gemeinnugig ju er-

halten, iß eS nicht genug, eine große SJtaße oon Suchern aus


«Ken 3weigen ber ßiteratur anjufchaffen, ju orbnen unb ju
fatalogiren ; fonbern biefer ganje Eufroanb oon Unfoßen unb
ÜRüge muß am ßjnbe als fruchtlos oerfchwenbet erfcheinen,
wenn nicht auch juglekh für
A. jweef mäßiges Socal unb
B. hinlängliche Dotation geforgt wirb.

A. 8 o t a U
Sibliotgefen haben jwar feiten baS ©Iücf , baß man für
fie eigene ©ebäube a u ffü 1 1 ; faß immer werben fie

in folche fchon oorhanbene ©ebäube ober ßocalitäten einquar--


tiert, bie man eben $u feiner anbern Seßimmung nötgig ftn--

bet. Allein eS gibt boch Ausnahmen oon biefer fatalen Stegel;


barum bürfte hier ber JDrt fepn, jene allgemeinen
©runb-Sebingungen eines Sibliotgef.-ffiaueS
auSeinanber ju fegen, welche ber Sibliothefar bem
'Ärcgiteften an bie £anb geben muß SJfßchteman —
boch hieraus bie (Sinßcht gewinnen, baß nicht baSnächße
beße o acirenbe ©ebäube für eine äBibliotgef
geeignet fep!
I. DaS (Srße, maS ber Saumeißer oom Sibliotgefar
ju wißen oerlangen muß iß ber nach Duabrat--<3chuhen be=
,

meßene gläcgenraum on SBänben, welcher erforberlich


iß, um

Digitized
;

141

•) niftnurbie bereite! »orbattbene 8Jüd>er--2Ra ffe

in einfachen Steiben bequem auffiellen, fonbern auch

b) einen in etwe leben 3abrbunberten ju et mar*

tenben 3uwaf8 leicht unterbringen ju fönnen,

benn
a») man baut nicht alle bunbert 3ab« eine neue Viblio--

t^ef ; unb burcb ercentriffe Anbauten ijt fc^r wenig


geholfen, ba burcb biefe ber SMenjt in ber Sibliotbef
ungemein erffwert wirb
bb) auch barf man ja nicbt fürchten, ber überflüffige Saum
möchte einen übten 2lnblic{ gewähren, benn man fann
anfänglich bie Südjer fo weitfchichtig auffiellen, bap
fie nochmal fo öiel Slaum einnebmen, alö fte bei einer

gebrängten (Stellung bebürfen würben, ohne bap biefe


2Cuöbebnung auffaUenb wäre, welche »ielmebr jut

Xufffellung beS 3uwaffe6 febt fiele S5equemtichfeit

barbietet.

11. Sin jwecfmäfiger ©ibliotbefbau mup


1) ber ^Bearbeitung,
2) ber Verwaltung unb
3) bem ©ebtaufeber Vibliotbef feine ^inberniffe in

ben SBeg legen.


SKan oermeibe baber forgfältig
A. ercentrifche 2lu6bebnung beö ©ebäubeö,
B. SBinfelbaftigfeit ber gocalitäten tmb
C. übermäpige^)öbe berfBücbet--@cbränfe;
forge aber bagegen für
A. möglich jl erleichterte ßonimunication nach allen
Stiftungen,
B. hinlängliche fBeleuftung aller SEbeile beS ©ebäu-
be§, unb ;

C. gleifmäpige, aber gefahrlofe (Erwärmung aller

Socalitäten im SBinter.
: ,

142
MSbiefen ©runbbebingungen ergeben ftd> folgenbe nähere
SBejiimmungen für bte gorrn unb innere (Sint^eilung
beS ©ebäubeö:
1) 92acb SDfaßgabe be$ 33ücber SleicbtbumeS fann eS in
--

einem einjigen nicbtjuauSgebebnten^aoillon


beileben, gorm eines umgefebrten T (j,) fjaben
ober bie
ober einregelmäßigeS83ierecf oorflellen, ober enblitb,
wenn bie MSbebnung biefcS SSierecfeS ju groß auSfaUen
müßte, fönnen bie eier gtügel beSfelben auch noch burcb einen
&reuj--9)aoiUon miteinanber oerbunben werben , fo baß
baS ganje@ebäube aus oier&uabraten beliebt, bie aber

fo groß fet>rt muffen, baß burcb bie oon ihnen umfdjloffenen


.ßofräume ben fämmtlidjen Socalitäten btnl.änglid;e§
bid)t gußießen fönne. Mf biefe Seife fcbeint mir bie mög*
liebfle ßoncentricität beS UmfangeS einer S3ibliotbef
erjielt werbenlju tönnen, welche um fo mehr föerücfftcbtiguiig

oerbient, als baburcb baS $erbcibolen unb Aufräumen ber


Südber ungemein befcbleunigt wirb.

2) £>a nun bie MSbebnung beS SSaueS burcb ben etfor»


berlicben gläcbenraum an Sänben bebingt i(l, fo fann ber
äußere Umfang
a$ burcb Sermebtung ber SKittel-SEBänbe unb
b) burcb bie #8be ber Säle, ober S3etmebf uns
ber Stocfroerfe übereinanber, febt oerminbert
werben.
Mein oor einer ju großen Mjabl oon 5Kittel--2Bän*
ben glaube icb auS folgenben ©tünben warnen ju muffen
I. ©eben fte Cem ©anjen ein fleinlicbeS winfet»

bafteS Ifnfeben, unb erregen in bem (Sintretenben ein


gewiffeS brücfenbeS — beinabe möchte icb fagen beängjligenbeS
©efübl;
II. binbern fie baS Ueberfcbauen beS ©anjen,
woraus bie 9?otbwenbigfeit beroorgebt,
143
) fcaSauffebenbe ^Derfonal na<b ber 'Änjabl bet So*

calitäten jutterme&ten, obet


b) ben 58ib liot^ef-JScfuc^ern btn freien eintrift

fte in befonbcre Sefe* unb Är*


ju eerwebren unb
beitg--3immer jufammen ju btängen; mitbin
c) alle jene JBüdjet, toeldjc ju irgenb einem ©ebraucbe
»erlangt werben, au3 allen Socalitäteninbiefe
3immer jufammenfcbleppen unb »on ba au§ roieber
aufraumen ju taffen ; unb enblieb

d) jeben gremben ,
ber bie SB i b l i otbe f J u fe b c n »er-

langt, burdb alle Socalitäten b«wm ju begleiten,


woburcb bcn SBibliotbef -Arbeiten ungemein
»iele 3 c i t geraubt witb.

tfllcn bicfen Unannebmlid)feiten fann nur baburd) »crgc*


beugt werbenwenn man jeben glügel b e 8 ©ebäubeö
,

nur bcr Sänge nach mittel ft einet ©cbeibewanb


in jw ei parallel laufenbe ©öle abtbeilt, beren
einer, beffen Söreite in einem fcbönen SBertjältniffc mit fer-

ner Sänge flehen foU, mittelfl einer SReibe genfter *) nach


aufen beteuertet wirb; ber anbere aber fein Siebt »om £of--

raume aus erhält, unb bie ©efialt eine! breiten Gorribotö

haben fann **). 2)iefe nur bureb einige 6 o mm uni ca*


tion§-5K hüten unterbrochenen ©cbeibewänbe ge-
währen an ihren betbett ©eiten einen erftaunlicbcn gläcben*

*) Bi* genfltr foQen grofartig, aber fo raeit »on einanber <ntf*rnt


ftgn , baf jvmfdjoi ihnen etwa 6 ©(huf) beet« SBütbet.-S^ränf*
angebracht merbtn fänntn.
*«) Bit }u einigen befonbtren 3n>ftt«n nölfeigen 3 immer fallen

junätbfl am .paupteingangt fo angtbradjt werben, baf fee


a) bi* S9ibliolt)et'©2l« md)t unterbrechen, unb
b) je jwti fibereinanber mit bi*f*n gleite $8h' auämatben-,
c) bi* SBobnung füc bcn $au<m<ifi<r aber in baf fcucrfefl

g*t»8lbtt 8tbgefcbof »erlegt werbe.

i
:

144
raum für SBud^crftcUcn ; unb mit fei fl ber langen freien ©Sie
gewinnt man, abgefehtn oon bem ^errlicftcn 'Änblicfe , wo-
mit fie ben (Sintretenben überrafchen, noch folgenbe wefent--
liche SBortheile

I. (Sin einziges 3nbi»ibuum fann, inbem eS fei'

nen 2lrbeit6--$Hab in ber SKitte fcefi ©aleö wählt, jugleich bie

nötige '2(uf ficht über ben ganjen ©aal führen; unb


ein 9>ractifant ober ©ehülfe ifl auf gleiche 2Crt für ben Gorri-
bor hmreichenb.
II. 83orauSgefe|t, bafj baö ganje ©ebäube, jurSermei--
burch allp geuerögefahr, im SBinter burch erwärmte
guft gezeigt wirb, braucht man <

a) feine befonberngefe-- unb 2lrbeitö--3immer,


weil man immer in bem ©ale ober Gorribor lefen unb
arbeiten fann, wo man bie erforberlichen Sucher bei ber

£anb I>at ; unb


bj weniger Sibliothef-Diener, weil baö ewige
.^erumfcbleppen ber Sucher fafl gänjlich wegfäUt, unb
für jeben glügel ein Diener t)inreichcnb ijl, um alle Se--

bürfniffe beS "?)erfonaleS unb ber gefer jtt befriebigen.

UI. SBenn bie Sucher ©djränfe unter ben ©alle-


--

rien herum burchau# mit Draht--©ittern »er--

fchloffen finb, fo fann jeher grernbe, ber bie Siblio*

thef ju fehen wünfeht, frei burch alle Säle hrrum*


wanbeln, unb finbet in jebem berfelben 3emanben, ber

gragen beantworten unb etwaigen literarifchen Se*


feine

bürfniffe befriebigen

bafi Sibliothef-^erfonal
fann —
foroofjl
feine

Gin fehr großer Sortheil für

al8 für bie gremben; benn


,

fommen biefe ein je ln, unb ftnb eS nicht wirf liehe ©eiehrte,

fo ifl3ammer Schabe für bie foflbare 2£rbeit5--3eit bie


et> ,

burch bal^erumffihren berfelben »erloren geht; fommen


aber mehrere grembe zugleich, fo finbet gewöhnlich ber
(Sine ein grofjeS Sntereffe an einer gewiffen Glaffe non Sü-

Digitized by Googl
I
; ;

145
dtern, bie ben Uebrigen gan$ gleichgültig finb, unb beren
SSorjeigung ihnen Sangewcilc macht, fo baß fie in SSerfuchung

geraden, ftd> ju jcrflreuen unb auf§ ©erafbewohl unter ben


Siedlern herumjumujtern. Da nun biefe# nicht geflaftet wer--

ben barf , unb fid? hoch bie mciflen gremben in bicfem gatte

audjburch bie artigjle 3ured)tweifung beteibigt finben, waSfür


beibe Streite unangenehm fepn muß, fo ij! obige SSorrichtung,
woburcf) alte bergleid;en Unannebmlidjfeiten befeitigt werben,
recht febr ju empfehlen.

3) Sine bcr größten Unbcquemlichfeiten in einer ffiiblio»

tbef finb bie Leitern, weldie bei ju t>cl)en ffiücher--®cbrän--

fen unentbehrlich finb, unb bcm ^.'erfonate nicht nur oiele

9)1 üh e unb3eit»erlufl »erurfadjen , ba man fie batb ba,


halb borthin fcfjlcppen, unb oft wegen einem einjigen Suche
mehrere 9Jlale aufr unb abfieigen muß, fonbern auch fcf>on

mancheUnglüdSfälle »eranlaßt hoben. SS foU baher


feinSüchcr--©chranf über7 S d> u h hoch fepn ba» ,

mit jebermann ohne Seitcr bie Sucher au$ ben oberftcnfKeihen


herabtangen unb roieber tjinauffletlcn fönne. Damit aber bie
©äle bennoch eine ihrer Sänge unb Sreite angemeijene .gwhe
erhalten, fo bringe man in jebcm berfetben fo oiele ©alte»
ricn übereinanbcr an, als ju biefer 2lbfid)t erforberlich finb.

Dicfe ©allericn fotlcn aber


a) burchgehenbS au$ ßifengitterwerf beftehen, um
bie Ueberfichf be§ ganjen ©aaleä nicht ju hinbern, unb
feinen unnöthigen Stennfioff barjubieten
b) auch an ben genflern h«umlaufen, um allfeitige

Sommunication unb ©pmmetrie ju gewähren


c) mit einer hinlängtid^en ‘llnjaht Durchgängen oon
einem ©aale in ben anbcrn, unb
d) in gleichmäßigen, nid)t ju weifen (Entfernungen mit
Stiegen oerfehen fepn, bie, wenn fie jicrlid; mit Sü*
cherjlelle no erfteibet finb, weber ben ©aal oeruri«
10
t , ,

140
flalten, nod) ben Kaum jur 'Äufftellitng berSüd)er ocr*
minbern, ja oielmchr tiefen cinigcrmagcn oermehren.
4) Sit beut ju Sage fo fcl;r beliebte Scleudjtung
oon oben herein würbe jwar ber Sibliothef burd) Srfpa«
rung ber genfter einen fet>r bcträd;tlid)en ©ewinn an glädjen-

raum gewähren ;
aber bagegen
a) bei (>ot>en Sälen ben Süchcrfchränfen untcrben®al.
lerien ju wenig £ d) »erfdjaffen i

h) nurin beroberflen ©tage anwenbbar fepit


c) bie nötige Suftreinigung oerhinbern, unb
d) bei einer in ber Kacbbarfbaft auSbred)enben geucrS-
b t u n f! bie Sibliothef in bie äugerfte ©efabr oer*
(eben.
e) £)b übrigen^ eingrogeS©ebäube ohnegenfter
eine fdmne ga^abe barbieten fönne, mögen bie 'Ätd)i--

teften beurtbeiten.

5) 3?a8 SBölben ber S3ib(iott)cf - »Säle fdjeint gegen


gcuerSgefahr fcl?r cmpfehlungSwfivbig ju fet>n; allein eSfommt
biebei wohl ju bebenfen, bag
») ein Sau oon mehreren gewölbten Stagen äug er ft
biefe Hauptmauern forbert, bie noch obenbrein
nid)t leicht auStrccfnen, unb bag
b) baS ©ewölbe eines Saales ben obern &h<tl ber
23änbebenSüd)erftellen entjieht.
SS bürfte baher, für ben äugerft möglichen gall, wo burd)
baS 25ad> oon üupfer ober Sifen, unb bie wohloerwahrten
genfter, bie äugere ©efahr nicht abgehalten werben follte,
baburch wenigftcnS für bie Srhaltung beS foftbarften SheileS
ber Sibliothef ge'orgt fepn, wenn bie Säle auf einem feuer-

feft gewölbten niebrigen Srbgcfd;oge ober Halb-Souterrain


flehen, unb atngugboben mit einigen fleinen eifemen gallthü-
ren über fd)täg angebrachten Schläuchen oerfehen finb, mit--
147
teljl welcher mein im üRothfalle wenigften« bie fcf^a^barfien
58ücher unbefchäbigt hinabgleiten taffen fann.

B. Dotation.
Siibliotbefen, welche bureb Scbenfungen ober SSermächt,
tiiffe an@emeinben ober (Sorporationen ubergeben worben finb,
ohne bie &u ihrer SBerwaltung unb Slermehrung erforbertichen
gonbö ju beftfcen, ftnb nur (Saba »er »on S3ibliothefeiv
;

ftc gleichen ben in bie Dörfer gefegten Sßaibäuraen, bie weber


SBurjel, noch SRinbc haben, mithin weber wachfcn, noch
grüchte bringen; fonbern ihrer allmäligen Skrwefung preis*
gegeben ftnb, nur ijt hiebei ber einjige Untcrfchieb, bafj jene

nicht, wie biefe, alte 3af)re burch neue erfe^t werben fönnen.
35a eö nun teiber in allen ©egenben bergteichen leblofe
S3ücherf<hähe gibt, fo wirb eS wohl ber SWuhe lohnen,
un§ mit ben traurigen Schicffalen berfelbcn etwaö näher be--
fannt $u machen , unb bann einige SJorfchläge ju ihrer SGBic»
berbetebung ju thun.
@iH JBeamter, ein ^rofeffbr, ein ©eifilicher u. f. ber

ftch etwa freiwillig ober auf höheren {Befehl baju »erficht, bic
Äufjtchtüber eine folche Sibliothef unentgeltlich aU S
5?C'

benbefchäftigung $u übernehmen, wirb weber


1) bie ju biefem ©efehäfte unumgänglich nothige biblio-
thefarifche fBilbung, noch
2) bie jur gemeinnühigen 83erwaltung einer Siblictbef
eben fo nothwenbige 6clbfl»crläugnung unb 35 or-

liebe für baä Snjlitut, noch

3) bie ju biefem mühefamen ©efchäftc erforberlichcOTufte


haben;
er wirb alfo ju unbefiimmten 3eiten (fo wie c5 eben
feine übrigen ©efchäfte erlauben, unb ihn baju am
bie Sufi

wanbeit) fich m bic JBibliothef begeben; nicht um biefe plan»


unb ^wertmäßig ju bearbeiten, fonbern nur um ju feiner Um
!

148
terljaltung unter ben Suchern l)ertint^utnuj!ern, unb nur

feine unb feiner guten Sefannten literarifche Se-


bürfniffe (in fo ferne biefen eine weit hinter ben gortfeb ritten
ber Literatur juriidgebliebcne Sibliotbcf ju entfprechen »er»

mag) ju befriebigen, aber frd» manchmal eine unterhaltenbe


geetüre herauhjufueben. Er wirb biefe Sibliotbcf felbji mit
einer ge»iffcn @eringfcf)ä(jung beljanbeln; unb ba er
bod) einige 9J?ü!;e barauf oermenben muff, ja mancherlei
baare Äuh lagen für Steinigung, Sa rcibmatcrialien, fleine

{Reparaturen u. f. ». unocrmeiblich ftnb _ »er fann einem


folchen ©tief -Sibliotbefar bie Uneigennfifcigfeit jurnm
tl;en, bajj er nicht manchmal eine ©elegcnbeit benähen foUtc,
ein ober bah anbere intereffanfe Sud) an einen giebbaber ju
oerfmifen, um jtch bamit $u entfchät;igcn ¥ _ Excmpla sunt
odiosa
®er gcringeiRuben aber, ben bah Itterarifche fPubli-

futn auh einer folchen tobten Sibliotbcf fd»pfen fann ,


liegt

flar genug am Sage, »enn man bebenft:


1) ber unbefolbete Sibliotbefar fann nicht bagu angehal*
fen »erben
bie ?öibIiottjcf ju b e
, in m e n Sagen unb jl i t

©tunbenbemfpublifumau öffnen; man muj? fich


alfo ben Eintritt jebehmal alh eine befonbere ©efäUigfcit er*

bitten.

Segünfligte nicht nur non


2) 2)a aud) bcrgleidien
bet neuern giteratur gar nid>tö antreffen, fonbern
auch in ber altern f e r unoollf ommene Scfricbi-
I;

gung fiuben, fo bleibt eine lolche Sibiiotbef in ber {Regel un-


befugt unb unbenüht, unb if! eine Scute beh ©taubeh, ber
'.Kotten ,
ber {Käufe u. f. ».
Um nun foldje ttbtc Sibliolbefen inh geben gurücfr
jurufen unb gemeinuuhig ju machen, ift bie
*) «ff« unerläjfigfte Sebingung, einen hinlänglichen
v @ e half für einen felbjlfiänbigen unb in bie
5

149
fern ©cfchüftc hinlänglich geübten SBiblic-
1 1> c f a rnebjt einem Diener ober ©«hülfen,
$u ermitteln; bann
b) bei ber ^aupt-58ibliot^ef beS SanteS errichte man eine

Art Jöibliot hefar--jPflanjfcbulc, woraus bic üb*


rigcnS$ibiiotl)efen mit tüchtigen ©ubjecten »erfehen, unb
baburen jugleich eine ü b e r e i n jf i m m e n b e 53 e a r b e i-

'
tung unb SSerwaltug berfelbcn erhielt werben
fann.
c; Die jpro»injial--58ibliothefin behanble man burebgängig
als giliale ber $aupt* unb (Sentral*23ibliothef.
d) Hann man jenen feinen hinlänglichen , ober »ielleicht
uor bet vpanb gar feinen 3f cg i e --
go n b auSmitteln, fo

ermächtige man roenigflenö ben fötbliothcfar, bie »or*

hanbenen Doublctten juuerfaufen, unb Denje*


nigen, welche bie SBibliothcf benü^en wollen, befiimm*
te fleine ©elbbeiträge, unb »on jebem Sßerfc,
baS ftc bein Drucfe übergeben , ein gre i - <g r c mp l a r
abjuforbern.
DiefeS SDfittel wirb eine Art heilfamer aSechfel--2Birfung
hcroorbringen; benn in bem ©rabe, als bie fBibliotpef 3ci-

d>en beS geben »on fich geben wirb, fann man barauf
redeten, baß fic »on bem literarifchen 9)ublifura gefd;äht,
t unb begünjligt wirb, inbem fie
b e nü h hin unb wieber
freiwillige ©efchenfe an J8üd;ern erhalten* ja fogar
manchmal burch.Sfermächtniffe ganzer Sibliothe*
fett unb 6 apitalien bereichert werben wirb.
e) fluch fönnte etwa ein fluger unb thätiger ffiibliothefar

ein 3ournal*3nflitut mit feiner Jöibliothef »erbin*


ben, welches mittelji eine» mäßigen monatlid>en
Abonnements, über bie Decfung ber baju erforber*

liehen Auslagen, nod) einen nidjt unbebeutenben Ucbet*


fchuß für bie SJibliothei 3icgie abiverfen; auf jeben gall

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150
aber ber Sibliothef bit bejlett Journale oerfdtjaffen, unb
bem literarifcben ^ubtifum feht nüblid) unb wiüfommen
fe^n würbe.

S. 3.

S ms a l t u n g-

©ie eigentliche 33erwaltung ;einct öffentlichen ©iblio-


thef ifl

a) »on bcnSerfügungen beb ©taafcb, ber ©emeinbe


ober (Korporation, weld;en ba§ Gigenthuntbrecht barüber
juflept, unb ,

b) »on benmand)faltigen8ocal- unb ^erfonal-SBcr--


hältniffen bebingt, aub welchen fo »crfdjicbcne 9)fo--

biffeafionen bcröorgchcn, bafj fid) barüber feine betait-


lirten SSorfchriftcn geben Ioffen ;
wir muffen unb alfo
auch h'« »ieber bamit begnügen, bie aUgemcinffen ©runb-
fäfee in -hinffdjt
A. be5 »crwaltenben ^etfonalb unb
B. ber bieSBerroaltungbart beffimmenben unb mobiffeiren»
ben Statuten aufjuffetten , um fo »iel möglich mancherlei

gemeinfchäblichen 9)iifjgriffen »orjubeugen, welche in biefen


beiben |)injtchten begangen ju werben pflegen.

A. gterfonat.
2Ber fleh aub ben in biefem ganjen ^anbbudje aubeinan»
bergefefcten ffiibliotbef-'&rbeiten nod) feinen beutlichen ©egriff

»on ben ju einem Sibliothcfar erforberlichen ßigenfebaften


abgejogen, unb baraub nod) nicht bie Ueberjeugung gefchöpft
hat, baß nicht jeber literarifcb gebilbete SRann ohne weiterb
für eine ©ibliothefarffelle geeignet fepj fonbern bafj aud) bet
grünblid;ffe ©clebrle, ja fogar ein wahrer ^olphifior, trff

noch hieju eineb befonbern ©tubiumb unb einer eben

fo langwierigen alb unerläfjlid;en g) r a t i b bebarf : bem em

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/
n

151
pfelße idj bringcnb Die aufmerffame gectüre bc# in feiner Ärt
einzigen 2Bcrfd)cn§: „25 i e ffiilbung beS öibliot^c»
far§. S>on Sr. g. ©bert” *), unb fefee nur nod) tie

parabor fd>eincnbc {Behauptung hinju, baß ein auögebil--


beter gacf)--©ele()rter, unb nodjBneßr ein renonu
mirter ©djriftfleller, jum {Bibtiothefar wer»
borben fep.
ein wahrer iBibliotbefar muß nämlich
) ba$ ganje 9Jeid) ber SBiffenfcfjaften unb
Jfünfie mit gleichet 8icbe umfaffen; er barf
alfo burd>au§ fein gad) »orjüglid) begünfligen;
b) feine ganje ©eifleSfraft unb 3cit (mit tfuSnaf)--

me ber jur @rl)altung feiner ©efunbfyeit nötigen 6rbO'


tungöflunbcn) mit »olliger 8$erjid)tlet|lung auf literart*

ber {Bearbeitung unb SJer»


fd)e ipri»at--2ftbeiten,

roaltung ber 25 ibliotf>ef wei&en.


.Sann man nun wohl Don einem gad)-©elebrten ober
SdjriftjieCier etwa§ anbere» erwarten, al$ baß in feinen #ugen
immer bie in fein gad) einfcplägigen 2Berfe al§ »orjüglid)

wichtig erfdjeinen, unb baß if>m niditd 'fo fefyr am Serjen lie--

gen werbe, al§, bie Siteratur feineä ÄieblingSfa-


d)eSmöglid»(f}u # er» o ttflfin b g e 1 Ober fann i

man ihm wol)l jumutßen, baß er ben burd> bie {Bibliothek


Arbeiten felbfl fo häufig angeregten 83erfud)ungen jur
©t^riftßeUerei wiberjtehen foUe, um bafür an .Katalo-
gen ju arbeiten, welche jur gemeinnüfcigen {Brauchbarfcit ber
{ßibliothef crforfccrlict) ftnb ? — 2Birb er ftcb wohl entfließen
fönnen, immer nur für baS ganje literarifd)e §)ublifum ju
fochen ,
ol)ne ftd) jemals mit an bie Safel fc^en ju bürfen ?

'ißtU man alfoSeute haben, bieganj {Bibliothefare

*) dnseift umg(ar6(it(tc XuSgabf, Scip^B . bei ©teinader unb


SBuBuer- 1820. in 8°.
,

152
jinb, fo jict>c man fic au 8 Sünglingcn, bie fidf t>ic
nötigen gertigfeiten in Sprad>en, nebft ben ju ihrem
fünftigen ^Berufe erforbcrlicben kenntniffen in ben allge-
meinen 2Biffenfcbaften erwerben haben , unb juglcich
an befebeibenen füllen gleiß unb eine bis inS kleinliche

gehenbe jDrnungSliebe gewöhnt ftnb; fichcre ihnen aber


auch bie AuSficbt auf eine fünfiigeS3erforgung, bie
fte nicht jroingen wirb, ficf> auf Scbriftfiellcrci gu legen, um
ihr tägliches Sörot ju erwerben unb babei ihre SSibliotbeF-
Arbeiten alS grobnbienft ju betrachten.

B. Statuten.
Allgemeine SSerorbnungen über bie JBcfüm-
mungunbSyerwaltung einerjeben ßffentlid'en
äöibliothet muffen unmittelbar oon ber ober-
fl e n Staatsbeliörbe auSgeben.
©leiebwie ber Staat baS fKecbt unb tic ^>flicfjt hat, über
bie SJenü^ung unb 33ewirtl)fcbaftung, aud) fogar ber $)rioat-

SSalbungen im ganbe gu verfugen, um einem funftigen $olj--


mangel eorjubeugen; eben fo hat berfclbe auch baS 9ied>t
unb bie Pflicht, über bie äBemibung unb 8krwaltung aller

im ganbe (fte mögen Unioerfitäten


öffentlichen ffiibliotl;efen
©emeinben ober anbern Gorporafioncn unb Snflitutcn ange-
*
boren) ju wachen unb ju oerfügen, um einem gegenwärtigen
SRangel an ©ei(te8--9lahrung abjuhelfcn, unb einen funftigen
ju oerhüten.
2)er Staat alfo hat ju befrimmen:

1) 2B e r al§ JBibliotbefar bie ^Bearbeitung unb 83erwal*


tung ber JBibliothef ju beforgen ober unmittelbar ju leiten,

allgemeine ©runbfälje
2) weldje biefer bei SBer-
wenbung ber SBibliotbcf --gonbS ju beobachten
habet
3) in weicher Scrbinbung ober in welchen 83 c r b ä 1 t*

Digitizecl by Google
153
niffen bie eerfcbiebenen Sibliotbefen im ?anbe unter ftcb

lieben füllen;

4) wem bet ©ebrau<b einer jeben Söibliotbe! jufiebe,

5) ju »elcben 3 e i t c n ben Serecbtigten ber 3utritt ge*

fiattet »erbe, unb


6) welche 2C r t »oit ©fiebern, unb »ie fte benüfct »er*

ben bürfen.
©8 »ärc jeboeb febr ju »finfdjen, ba|j über alle biefeSBer*
fügungen C9?r. 1 ausgenommen) ein »orläufigeö ©ut-

adjten oom ©ibliotbefar eingcbolt »erben möge; »eitler


bann ferner ber Regierung jur ©enebmigung unb ©anctio--
nirung oorjufcblagen bat:
1) »elcf)e © au ten ober ©au--SReparaturen ,
unb
2) »elrfje fonfiigen ©orfebrungen unb 2ln|ialten
jur Sidjerbeit, jur ©emeinnü^igfeit unb jum beffern ©ebei*

ben ber ©ibliofbe? n8tl;ig fepen; befonberS


3) au§ ro i e o i e l e n unb
4) »elcben Snbioibuen baS jur S3earbeitung unb
53er»altung ber ©ibliotbcf erforberlicbe 5)erfonal belieben
fülle; bann
5; eine betaiHirte © enfiorb nung für baSfelbe, unb
i

6) befiimmte ©efe$e für ba£ ^ublifum, »elcbem


ber ©ebraud) ber ©ibliotbef gejiattet ifl.

©nblid> mufjicb nod> jebe ©taat§-8ebörbe »or ju angfi-


lieber unb ©orgfalt in ©etreff ber
SSorficbt
2tmtSfübrung be§ ©ibliotbefarS reebt fct>r »ar--
nen; benn jenes inbirecte 9Rifj trauen, »elcbeS biefen
mir £>ber-- unb 3?cben'2tuffebern, ßontroleurS u. f. ». ju
umgeben, unb unmittelbar ober bureb bcrglcicbm (gewöbnlid)
in ©ibliotbef -Ulngelegenbeiten gänjlid) unerfabrne) S0?ittclS-

^erfonen, jeben Schritt in feinem 2BirfungSfreife leiten ju


»ollen pflegt —
»eit entfernt, ©ßfe$ oerbüten ju lönnen —
»ürbc nur baju bienen, ben ©efcbäftSgang überhaupt ju
: t

154
läbmen, ber eigenen ÜBirffamfeit bcS SSibliotlicFnvS allcnfljal-

ben -Ipinberniffe in tcn 2Bcg ju legen, unb iijn eben baburd)


mifjmutbig unb feines ÄmtcS felbjf iibcrbnijjig ju macl)cn.
®ie ganje Jtunjf, alles» Unbeil non einer SJiblietbcf ab-
juwenben unb it>r ©ebenen bcficnS ju befßrbern, befielt oicl*

mehr barin
I. 5D?an roablc mit größter SBorficbt einen 9)iann
jum ©ibliotbefar, ber
a) ncbjt einem bobeu ©rabe allgemeiner litcrarifcber 83il»
bung bie 33 ib li ot b cf - SSiffenfcbaf tl;corctifcb

unb praftifcb »ollfomtncn inne l>at,

b) roeber gacbgelebrter nodb ©ebriftjieller


»on $)rofeffion ijt, unb
c) beffen SRoralitat, -Klugheit unb Humanität
im publicum anerfannt jinb.
II. ©cbe ibm bienßtbigcn Mittel

a) ju einer fummetlofen ©riflcnj unb


b) jur jmeef mäßige n ÄmtSfübrung an bie 4janb,
unb
III. belebe feinen 3£mtSeifer burdb »olle§83crtrauen
in feine ßinfiebfen unb feine Siecbtlicbfeit ; benn
ber SSibliotbefar allein fann unb mug
n»iffen,n)aS feinem 3nflitutcnotbig,nüb--
I d> unb beitfam ijl; unb nur feine freie,
i

burebwabre ßiebe $um©cfcbäftc befeelte


Sbatigfeit fann bicSibliotbef auf ben
erroünfebten ©rab ber ©emetnnübigf eit
emporbeben.

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155
Beilage A.

Philosophia. In Octavo. 1

1. Zimmermann. Einsam- 21. Herder. Humanität.


keit. IL
IV. 22. Smith. Sittl. Gefühle.
g. Weiller. Ansicht.
23. Bürger - Bibel.
3. Schelling. Idealismus.
24. Campe. Väterl. Rath.
4. Weber. Logic a.
25. Kant. Mct-Anf. d.Naturw.
6. „ Metaphysica.
26. „ Anthropologie.
6. Gracian. Criticon.
m. 27. „ Critikd.pract.Vcrn.
7. Mcndelsohn. Phaedon.
28. „ „ d. rein. Vern.
8. Fblner. Natur-Gesetz. II.

(6) . 29. ,, ,,
d.Urtheilskr.
9. Schad. Grundriss. II.

30. ,,
Grundl. z. Met. d.
10. Reuss. Vorlesungen. Sitten.

1 1. Gräffe. Stetigkeit. 1 31. „ Logik.

12.
(2)
Montesquieu. Oeuvres.
~ 32. „ Met. d. Sitten.
VIII. II.

13. Volkmar. Menschenrechte. 33. „ Prolcgomena.


(*/ , ,

14. Bardili. Willensfreiheit. 34. „ Religion.

IS. Becker. Moral. Vorlc- 35. ,,


Reinmoral. Relig.
8 ungen.
86. Schulz. Bruchstücke.
16. Nachlese über Kant. Phi-
losophie. 37. Elpizon.
r
(3) VI.
17. yillaume. Uebcl. 38. Feder. Pract. Philos.
III.
18. Baidavid. Vergnügen. 39. Knigge. Umgang.

19. ,, Crilik d. pract. 40. „ Eigennutz.


Vern.
41. Fichte. Bestimmung.
20 . „ „ der Er- (3 )
thcilskr. „ Wisscnschaflsl.

Digitized by Google
,

156

SBtilagt 11.

126. P o e t i c a. 8°

Schopper Opus poeticura de admirahili Francuforli


Ilartiuaiinus. fallacia et astvtia wlpcculac ad .Moenura.
lleinikes libros quatuor inaudi- 1567.
to et plane novo inore nunc pri- (In 6ne
muin ex idiomate Gerraanico — per Petrum
:)

latinitate donatos, adieetis insu- F abritium


per clegantissiiuis iconibus (42, iinpensis Si-
ligno incisis) —
complcctens. gismuudi
Cum breuissimis in margine Feierabent
Commentariis , —
Auctore et Simonis
(.. 0 ) Nouoforcnse Korico.
. Iluleri.
15G7.
(rar )

SSritoge C.
i
«

Hist. Bavar. '8°


385.

Geschichte (...)»on SBaiern für bit 3ugtnb SRünc&en.


unb baü Soll. Xuf SBrfe^t Sr Strobl.
ftttf. ©. btrauägtgeben ron brr 1785.
baitrifdjtn Xfabtmie ber SSJiffcn»
fdjaftrn. 6S£ijif. (in II. Sänbon.)
(Auctor Laurentius Westenrie-
der.J

SSeitage D.

385. Ilist. Bavar. 8°

Westenrieder ron SBaitrn :c.


Lorenz. Vid. Geschichte.

Digitized by Google
, . .

Beilage E.

182 . Auc t, C 1 a s s. Gr. 8°

Anloninus Mspiou ’A.tmuiVou Tun ti( iav- Lipsiae.


Marcus , Iro* B,ß\ta IB. Sam. Bcnj.
(.s.i) Iinperatoris ac Philoso- Walther.
ph! Libri XII. corum <juac de 1729.
se ipso ad seipstim scnpsit ad
exemplar oxomense 170-1 rectisi.
Iatrodurtionem ad Philoso.
phiam Stoicam ex mente M. An-
tonini praemisit Joan. Franc.
B v dde us —
Vitam reeensvit -. Chph.
Wolle---.

Beilage F.

182 . Auc t. G 1 a s s. Gr. 8°

Buddeus, Introductionem ad Philoso.


Jo. Franc. phiam Stoicam praemisit. —
V’id. Anloninus.

Beilage G.

182 . Auc t. C 1 n s s. Gr. 8°

Wolle , Vitam (M. Antonini) rcccn-


Christoph, suit —
Vid. Anloninus.

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158

©dinge 11.

318. G e o g r. 8°

Briefe (...) eine« SReifenbtn


burd) ©aiern , f)falj unb tinti
Xicil von ©diwabcn an feinet
ftranjofe

1783.
Srubtr ju $ari«. Äu8 beinftran
j8fif(f|tn Oberfeftt.

fficitage I. !

105. A e s t h. 8°

Engel , J. J. ßcr 9)§i(ofop(l für bie SBclt. 1. u. 2. S&eil.


3. Steile ftn 11. ©änben). 9leue TluSgabe.
CarMru&e.
©cfcmieber.
1789.
3. S&eit,
* SB r
i l i n.
OTrliu«.
1800.
(Collcctio
Tractatuum
aesthetico-
criticorum,
npc non plti-
losophico-
pocticorum.)

Digitized by GoO'
159

{Beilage K.

31. II is t. Na t. Fol.

linier ,
.To. .lac. (. ..i) Oryclograpliia norira si- Norimber-
ve rorum fossilium nt ad mine- gae. Wolflg.
rale regnuin pertinentium in Schwarz köpf.
territori« Norimbcrgensi eius- 1758.
<]iin vicinia observatarum auc- (Cum IG Ta-
einela dosrriptio. Cmn Supple- bulis aeri
mentis A. 1730 editis. incisis.)

'

{Beilage L.
12^.
A e S t h. 8°
1

Koller ,
J. Gnttvurf jur (Mefdjidjte unb 8i- SHege n«burg-
teratur bet Äeftbetif, von £9aum> StRontag unb
garten bi« auf bie neueftc 3cit. Röeig. .

4>erau«gegebcn von 1799.

SBeilagc M.
121.
2-
A e s l h. 8°

Kritik (. .
.) btr äuf frühen Serebfamfeit, Glberfelb.
mit IBeifpielen belegt, für angt= Gomptoir für
benbe $cei>igcr---von G. SR. 8iteratur.
1300.

Digitized by Google
i
160
SBeilag* N.

Aaron (...)redivivu9, seu ap-


plausus Musieus Ignat io
Abbati Nideraltacensi
ad Festum Elertiunis
oblatus

Aharis Dr.(. . .)finale Vernunft-


liritikfiir das grade
Ilers, mm(iommentar
[M. Zwanzigers . über Nürnberg.
Kants Kritik der prak- Schneider.
tischenVernunft 1796. 8“
*

162
Britagf O.

Special-Katalog über die Gymnastik.


•»
For- Druclt-
I'acli
mat
Nr. Gymnastica. ort.
=r
•l
M

Gymn, Fol. 1 (...) Conirafactur unb gormen


b« ötbif,--- audj onbtrrid)«
tungrn btr pftrbt---. Burcb
•fiaofcn Srtugbctger • • KBirn 1591
1
-
Äunfttidjer SBeridjt--- gribttici
1
© r i f f - -- 2Bie bi» Strtit
o n i =

barn pftrbt ge fc&idt onb pol»


fommen ju madjen Äugfp. 15 SO
— — 2 --- Gontrafactur unb gönnen btt
©Jbif,---2>ur<fc$anffn Ärr u&=
btrqtt I5G2
— — 3 Ami Maquignonage
-

titulo) La porfezione
— c
(Alio
1 di-
o.D.

del Cavallo, opera dcl


leti
Barone d’Eisenberg — . Firenr.c. 1753
i L’art de monier a chevdl, par
(»•>!•)

lo Baron d'E i s e n borg • — Anist. etc 1759!


_
Fol. 6 De lo Schermo overo Sricnza
d'Arn»e,diSalvatorFabri s--- Copcnh. 1606,
— — 6 Dfä —
Salvatoris Fabri 3ta
lidntfdje gtd>lfuntt
:

O. 0. 3
— 7 Cavallo frenato di I’irro Anto-
«• j

— —
nio Ferraro — Napoli. 1G02
8 Dalftlbe Venctia. 1653
— 9 3iofi---Südjtr oon ©langen onb
SJiunbflicftn, ---baS etflburd)---
'3o()ann non F i o r e n t i n i - -
bal anbcc burdj fficorg finget-'
bart8 inenfen areft.a.3R 161)9
— — 10 II Cavallo del.Maneggio dcISign.
Giouan bat. G a 1 in er t i • Vienna. 1650

— 11 Sin UÜttcrlid) onb 21b((t<fe Äunfl:


--
budj :---ßurd) -3obann(Stif'
fett--- So barg. 1615
— — 12 Äfln|lli$tr ©ertd)t---grieb. (Bei«
foni* --- Säic bie ©trritbarn
Vfttbt— -gefdiidt onb poHtonu
men ju ma$tn »ugfp. 1 573
— — 13 Daiftlbe 1570

Digitized by CjOO^Ic
* 1

For- Druck
Fach
mat Nr. Gymnaslica. ort.
|!
Gymn. Fol. 14 Äünflli^tr »tridjt- - - Jritb. 9tU
f o n i«
%>fcrbt

SBit btt ©trtitbatn

grf«f>tcrt onbt>oHfom=
men ;u maifttn 1599!
— —
.

16 Da«ftlbt
Tfugfp.
— 1608
— — 17 Dt«— grib. Gfrifoni« »tap.
Äünfttlrfje Stftfertibung--- Dit

— — 97ft rbt,- -
-ooHfommen ja ma<$ t n — 1566
19 San btt Itanfl btr Stittertp - - -
Dutd) {»an« gritbrid) ( { p
wart eon ^c^tnbnrg ütgtrnftt 157'
— 21 Da«(tibt - - 1578
— — 22 Dalftlb« - 1580
— — . -

23 Dalftlbt * * - •
1581
— '
24 9tf»er Discours Bon btr- - -JCunft
Möp-
— —
bf«
pe n —
ftiftttn«-— Joach.
.
fKagbtb.
*

1625
£3 Le Cavalericefran^ois. Compo-

— — ae ParSal.DeLa Brote — — Paris 1610


26 Daaftlbt 1617
— — 27 Dalftlbt _ 1620
— — 15 La Cavalerie fran^oiae et ita-
lienne
Nove
— par Pierre de La
Strasb. 1620
— — 28 Pralica et arte di Cavalleria.
Bbung unb Äunft bf«9feiler«,—
Durifc Ghrifloff 3a!ob 8 b - - Drtlbtn 1616
|
— 2S
i t
.

®tbiJbu<f)---Dur<6 CfirißofT 3«=


tob 8 i t b —
— — 29 I)clla Cavalleria. D i. Srfinbtli;
j

djer—ötrid» — Dur$ ®torg 1624


— — 30
Cngtlbarb 8 ö b n 1
®totfl (Sngrlh. #. 8 5^neifen
; % • •

— •
SXtml.

Wfit Edjul
« o#r ,

Situ ttSffntte $of » Jtritg«» unb
bit Xuqtn *
V

— — ter —mm.
gtftrQt non Valentin Trich-
Kflrnb. 1729
31 San 3 tu
rtiftt
ntoftg)
— (Bon
®rfinbfti4rr St»
9. V. 8 8

D. 1588
“ —
o.
32 Le veritable parfait Mare-
1
chal. Dir wahrhaftig ooü. :

- fontmtnt GtaBmtifttr. (Bon J


m| ».Wider hold) o.C. 0.3
11 *
-

165

Fach
For-
mat
Nr. Gymnaslica. Druck- £
ort. M

Gymn, Fol. 49 Sin f$5nt« - - .ffii65u«$ -- -JDurtfe


-•-aRangfn ©«ütter n • •
D. 1611
— — 50 Dcä grfpbtrrn t>on 6i n b - -- celL
c.

flänbigu Unteirid;! in brn SBifs _ '

(«nfdjafttn fine« StaHnuiflcr« •


®6tt. tc. 1770
— — 51 Academie <lc l'Espee dp Girard
Th bau d’Anvers • • • s. 16-3
— — 53 9Rm> »
i

erfunbents
1 1

(SlroffrA
1.

®pifl:---Dut4S^rpt).© tirfji'
mann Ulm. 1661
— — 53 ®torg Simen SBinterS SReuer
% Sractat, oon bfrSRtitb'Äunft, — — 1671
— — 54 G.S.W n t eri Equesperitus---
i

1673
— 4° 1
DbfrlBoIberiltnifr Gaoallitr---
Trattato di Scicntia d'Arme, — Norimb.
di Camillo Agrippa Mila-
Tloma. 1353
— — 2 BaSfelbc Venetia 1604
— — 3 Jodoci A mm
a n ni Charta lu- —
soria---,Rünfilid)«---3igurtn
in tin nein ÄJrttnfpici- - mit
furjtn lat. unb bf midien S8crg=
Irin illuficirt Durd) 3anum
4>dnridj SdjrSterum---. Slürnb. 1533
— — 4 Opuscnliim EnchiVidion appcl-
latum Jo. A <( u I a e , Ferme t

de omni ludorum genere
i

Oppcnh. 1516 —
— 5 La Gloria dcl Cavallo. Opera
del --- Pasqual Caracciolo Venetia. 1539
— 6 Ballarino di 11. l abritio C a-
11
roso da Sermoneta, Or- —
nato di molteFigure. Et con
l’intavolatura di Liuto, et il
Soprano della Musica --- • •
1531
—- 7 A'obilta di Dame del Sr. Fabr.
Garoso- Libro, altravol-
ta ,
cliiamato il Ballarino —
Aggiontovi il Basso 1600
— — 8 II Giocodcgli Seacchi di l). I’ie-

tro Carrcra Militello 1617


— 9 Il Cavalcrizno diClaudioC or t e
da Pavia , Venet." 1573
— — 10 DaSfelbe Lyone —
10
1 - — i
Tratlato dell’ Imbrigliarc ,
ma-
,

1G6
—i 1

For- Druck- P
Fach sr
mat
Nr. tiyninastica. ort
1

p

ncggiare, et ferrare Cavalli---


10 «li M. Cesare Finschi — • Bologna 1556
(})• mit. Libro dela natura di cavalli:
2 modo di rilcvarli et do-
ct el :

marli--- Venezia 1517


1
— — ii Dialogo di Givochi che nclle
veegliie Sancsi si vsano di
Siena 1572
— Ouerf 12
fare
Dcscription du Manege moder-
nc. - Par le Baron d’E isen-
b erg- -* La llayc 17 10.
— 4° 13 c <ö t b u Sie Stitterlidje
J tfj.

üSannlidje Xunfl enb planbar;


bept gedjten«, onbÄcmpffen«-*- o.3
— — 14 Chorcgraphie ou I’Art de de-
grffrt. !

crire la Danse par earacteres,


Figures —
Par M.F e u i 1 1 e t. Paris 1701
— — 1*
Itccueil de Dance», composces
par M. F c u i 1 1 e t , — 1700
— — i i
Recueil de Dances, composces
par M. Pccour, • •

— — 16 La singolar maniera dcM' imbri-


gliare, c ferrare (lavalli.Trat-
tato di Cesare Fiaschi--- Venetia 1598
— — 17 Trattato dell imbrigliarc Ca-
valli.Di Cesare Fiaschi , — - t 1503
— — 18 MirpoftÄX * *' vc Ludiis Ge •me-
1

tricus. AuetoreGuilielmoF u 1-

co ne Anglo Londini s. n.
— — 19 OaSfrlkt — 15781
— — 20 L’Acadcmie de l'Homme d’Epee;

1

par Mr. Ci r ard • La Haye 1 755


— — 21 Ordini di cavalcare, -- -Del Sign.

— —
Federico C r so nc • • Venetia 1590
i —
22 Sit aUrrteichti(lr SBcip, bmlbtl -

in brr Htä)t = Sunfl ju untfrrot i:


ftn — MethodeJ
par---
, tres facile---
m a i n de
Jean a
Ingoist. 1721
— — 23 Sari ßbriflopf) CanqtnS Hn =

fangd.-fflrünbf ju berSan*fun|l— Srlangrn 1765


— — 2i La perfettione del Oavallo, -• -
l)i Francejco L i b c r a l i

Rom. .--El insieme dell' arte

Digitized by Google
,

6-1

Druck- V '
For-
Fach
mat
Nr. Gymnastica. ort.
er
N

di Cavalcare di S en o fo n te
trad. dal Greco Roma 1639
Cjmn. 4° 25 Opera nova di Achillc M a r o b-
ao Bolognese, Maestro’ Ge-
8. s. a.
nerale, de l'artc de l’Armi • 1.

— — 26 DaSfelbe Mutinae l.-.ac'

26
___ Der Ttltenn gecfjter an fenglicfce
1

3 3t u n fampt »erborgenen
(1 9Jtit
bepmlidjbeptenn , ÄämpffenS <

Sinkens, 5Bctfftn«ic. grffrt. o.3


— — 27 Le Modele du Cav alicr. -- -
Par le Sieur de Bcaurc*
(Paris ?) 1663
28 The Rudiments of General Be.
havior. By •
Nivclon* 8. 1. 1737
— 29 —
Xnaeneljme
F.
dtitofttärjuna im
SBintcr beßebenb in einem neu-
»ermetjrten Grafel ober ®tüdä.

bäum

Stab , »on »mbrofiu« 9t u fi*
• Äug«b. 1753
__ 30 Libro de las Grapdezas de la
Espada ,
per D. Luys P a-
- - -

c li cc o de Naruaee Madrid 1600


,


i
31
3J
Disr iplina dcl Cavallo
Giö. Paolo d'Aquino
di Fra
• — Vdine 1636
.
_ Vniversale instrutione jierscr- *

1 dclla Cavalleria in tuttc


vitio
Voccorcnae guerra---di di
Bart. Pcllicciari da Mo-
dena Venet. 1617
32 Cinquantc Jeus divers - - - in.

ventes par Messer Innoccnl


B hing hier, Lyon 1553
33 11 Givoco de gli Scacchi di Hu*
Lopez, Spagnuolo Nuo- ;

uam. tradotto--- da M. Gio


Domenico T a rs a i • • • •
Venet. I58i
j
3t ©djadjtnabel Spiet Dppeng. 0-3.
luucr 15 Sb« l b o f e r. Sin Beitrag jur 8i
teratur ber «eridjtHdjen jjme»
JJmpfe im 9Sittelolter oon Dr
1

i» 35
9latbanael Sdilicbtegroll-- iWündjcn. 1817
D. Georeii S c li u b ar L i dt —
Ludis Equestribus , vulgo) 1
1 1
*
— J

168

For- f-4
Fach P
mat Nr. Gymnastica. Druclt-
ort.
er
•l
M

Iftumler* unb Kitter-- ©pieli .


Commentatio historica ... Ilnlac
(iyrr »• 1725
36 ’raitt! des Tournois, Jouates.
*
Carrouaela, et nutres Spccta
des piiblics. (l’ar Glau 1
Francois Alenestrier- Lyon
38 16G9

•»xupitiuujcn mrunoidfte 3ena 1786


1

39 Lo Schermo d'Angclo V i
gg i i
n dal Montonc daBologna--
i
Vinet. 1575
40 Cie!Sogel>Sottrrie, obt
jcit»frtrtibenbtr®tü(f<:aopf--
41 Joh Chph. W
a ge n s e il de
llydraspidc sua, sive, adver-
i i
ärffrt.u.2. 17521

sus extrema pcricula Aqua-

SRitterfund-
bi eon

ruinlUunimentoacPraesidio,- Altdorf
Eurd) 3oft. 3afo»
fflaiiUufrn,—
1690

grffrt. 1616
Fa Par-zia dcl Hallo, cornposta
per M. Simeon Z u c c o Io da
Cologna Padova 1549'
A c a d e m i e universelle des
Jeus Paris 1718
La Srlierma di Francesco Fcr.
Alfieri Padova 1640
La Picea, e la Bandicra di Fr.
Fcr. A 1 fi e r i
1611
Oit Jtunftju ßeftroimmen ,---oon
3o&. grieb SB i dj (1 r o m •
Berlin 1.42
Des Ballets anciens et mo-
dernes selon les rcgles du
Theatre Paris 1682
Sanft 9lett : erfunbene
Äunfl
non
,

Berga
— gj.-ft,
non SBoIfgang 8rn(l
Tübingen 1725
SfiKund jum
Srlbftunterridit
ncbfl einer ttbftanblung non btn
-Rrantfteiten ber^Jfrrbeunb Iftrtn
JCnren »on 3- g SB e o f r - - -

llistoire generale de la Danse


sacrce et prophanc ;
- - - Par
'! Könnet,
II Gimnasta in pratica, cd in
' — ,

'-1
For- Drucb- B»
Fach
mat Nr. Gy mnastica. ort.
er
M

teorica, Dialogo
* Gi ustiniani
Opera di —
Borassa 1 1 • - - Firenze 1755
Gymn. 8° 10 8«$rbud) brr con gr. Eubroig 3a$n
untre bem Stammt er SEurntunfl
»iebrrerwetdfn @?mnaftif ---
»on Bornrmann Berlin 1814
11 La Danse ancicnne et moderne
ou traite historique de la
Danse.ParM.deG ahuia c,~ La Haye 1754
— — 18 Gl o di i primae
Ilenr. Jonath.
lineae Bibliothecae Lusoriae
sive notitia Scriptorum de
Ludis - - - Lipsiae 1761
— — 13 Institntione de’ Givocatori,
Composta in lingua Spagnuo-
per Pietro di Cobarro-
la
b a. i

diVlloa

Tradotta dal S. Alf
Vcnet. 1562
— — 1* Le parfait Cocher, ou I’Art
d’entretcnir , et de conduire
un Equipage - - Paris 174
— — '

IS Dialogo diGivochiche nelle


4

-
vegghic Sanesi ai vsano di
'
.

fare. --- * Venet. 1574


— — 6 Oaifelbe • • • *» — 1581
— — 13 Divertisscmens innoeens
contenant les regles du Jeu
des Eehets, du Billard, de
laPaume > du Palle mail et
du Trictrae La Haye 1696
— — 19 Pratique de l’Equitation

— — 20
Par M. D u p a t y de Clam
La Science et l’art de ITJqui-
,

,
— Paris 1769

tation , - --par M. Du Patu

•— — 21 Ä0n9tid)f< geefetbutfc Tiurä)


Sign. 8alvator F a b r 1 de Pa-
dua>- Starnberg 0.3.
17 Le Jeu de Strategie , ou les
Echecs militaires ; par M. le
Comte de F r m a s*P er i c s. Paris 1815
— — i

18 Orr angene$mc<3 t f 1 1 f dj a f t r r.
(Sine Sammlung
tungs-, Sdjrrji, ^)fJnbrr«, Jtar«
—1

Unlrrbal»

ten», üaütfrl' u. a. ©piel«--- ®tJ0 1


-
#9i«l I
——

170
t-l

For- Druck*
Fach Kr. Gymnastica. S-
mat ort.
•1
N
'
1


Gjmn. 22 grauentimmet© e f p re 4 f p i e W-
— — 23 Del Oivoco
del Ombre • • 9iürnb. lOii
— — 2t Le Jeu des Kscliets ; Traduit
de l'Italien de i o a c h i n o G
Greco Calabrois Homa 167 t
' — 23 DaSfelbe Paris 1669
— 26 Da«felbe 1689
— — 27 Da«ftlbe • • • • 1707
— — 28 Üabfelbe 17 11
— — 29 Ordini di Oavalcarc et modi Liege 17t 1
di conosecre le nature de'
Cavalli, —
Grisoni
dal Sr. Fedcrico

— — 29
Daefelbc Venetia 1551
— — 30 ißcrfud; eine« auf« SdudTpifl
8.

1. 1561

bauten t jftifetje n Spiel« -.-von


SOI- 3o$. ßtjrilt. Uubroia $e 1 l<
»t* i #
II is toi re crltiquc des Jeus de Stipj'fl 1780
— — 31 llazard avec Letjons instruc-
*
* tives sur leurusage .... Paris 1769
— — 32 L'H i s t o i r e des Grccs ,
ou

de ceux qui corrigcnt la for-
tune an Jeu La Mavc 7
— — 83 Üa«felbc Lonilres 1758:
I .7 7

— — 3t A short Trcatise on the Game


of Whist. (Piquet, Clicss^hm-
drille and Hach-Gaminon)
Hy Edmond oy c - London 1750
II

. • .

— —
1

35 Subntifl £ünner«borf Xir


leitunq-- -‘pferbe abijuridjtcn, 5Äar&. 1791
— — 36 La Theorie des Jeus de Haz-ard
-• • I’ar P. K. Muya ... s. 1. 78S
— — 37 De Ludis Oricntalibus--- con-
1

gessit Thomas 11 y d e --- Oxonii



• •
169 t
,
— — 90 Die Dcutfdje XurnCunft »on
grieb. Cubroig
3 a 1) n unbffirnft
öifeten Sctlin 1816
— — 38 Le plaisant Jeu de Eschece re-
nouucllc
par feu Claude
— traduit (l'Italien
G rüge
£ Pansien
l

Paris 1560
i
- 39 Le Jeu T r c t r a c • i » • Par M. •

i d. M. F. 1676

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— •

171
«-<
For- Druck- s>
Facli
mat Nr. Gymnastica. ort. N

Gy n 8° 40 Los Je u x de Quadrille et de

rr»

>uintillc
— — 41
<
|

Ueber ba< Joujou Norman de


Paris 1724

die
— — 42 Pasrasii Justi —
Alea , sive
Stipjia 1792

de curanda ludcndi in pccu-

— 91
niam cupiditate —. .

8tbtn unb Sutncn , üurnen


. .
Amst. 1642
unb
'

£cben---Bon <profefforBr. Bon


XSntn,
— — 43 Eit ©4>ad)fpitllunfl. - - - S3on3ob
SBerlin isi7:

gritb. 'JBiib. Xoä)


— — 44 Bie Äunfl nad) ber Cboregra-
üSagbeb. 1801

phic ju Stanjen unb Sän*c ju

— — 45
Treiben, B ( n S. 3. 25. g.
ßerrn be Sagfiapelle 21 n- —
Sraunföro 1767

totifung trie man ba« Bon i&m


neuerfunbenc ©djtnimmtleib---


©capbanbcr —
serfetligen unb
gebrauten foQe - - -
* — 46
• •

Ecole de Cavnlcrie , — -Par M.


,
ffiarfdjau 177GI
• •

— — de La Gucri niere, - —
Paris 1756:

I

47 Les qtiatrc Jcux de Danies y

I
Polouais, Egyplicn, Ecliecs
et a trois personnes . Par
J. G. Lalle ment, Met*.
— — 48 -•-@rttärung btt gfdjt=Äunfl---

1802

•J
Burcb Jean Daniel L'A n g c •
— — 49 De la Saltalion theatralc,
Büffelb. Tt>> 1

ä
Par M. de L’A ul na yc Paris
— — 50 Ouatre Lettres sur les Jcux
• • l79o!

de Hazard - - - La llave 1713


— 1

51
,


— — —
CI)rl(lofr3afobl!it6e n g 9*eit =

— —
ffiuef) pall u. £. 1665
52 Ba« ©djtittfdju&rSaufen. SJon
2f toid SJ? ater, Saljburg 1811
53 ®tünbti(fce SUfd)ret6ung bft---
— — funß bc« gedjtenS,--- Buvd)
*
3oadjim 2J1 c p er, ©trafib. 1570
— — 54 Basfelbe
— — 55
XugOburg 16001
La M a i s o n des Jeun academi-
ques, contenant vn Becueil
general de tous les Jeu» di-
Ä«.
uertissans Paris 1665
— — 56 Daofctbc — 1668

Digitized by Google
- —

i72

For- Druck- Ü- [

Fa c
mat
Nr. Gymnastica. ort.
s
N

8° La Maison aradcmiquc, con-


Gymn.


57

58
|

tcnant lcs Jeu*


L br o de
i Marelii de Cavalli--- Vcnctia
— .... La Havc 170*
1583
La Pralinuc
<lu (lavalicr--* Par
59
ItcncdeMenov • . . . Paris — 1611t
60 Ile la Danae. Par de Moreau
Saint-Mery , Panne 1031
— — Fasais sur l'Fquitation , Par

— —
61
jVI o 1 1 n de la Halme ,
i • Amst. 1773
— — 62 Di« neuefte Celjrarr Me pferbe
ju btefTiren. burd) --- Sßilbdm

Neueastcl--

Cavendvsclt .£erbogen oon
Nürnberg 1729
! — 63 Nouvelle mrlhode-- de dresscr
les Cheveatu -- par le - - -
Prince Guill. Cavendysch ,

. 61
Duc.
Le nouveau \ e ncasll e ou
— deNewcastel • Rruss. 1691

nouveauTraite deCa valeric— Laus.ctc 1717


92 Lettres sur la Danse, et sur les
Ballets, par M.Noverre*-- Vienne 1767
i
— — 65 Der .fcoUänbildjt StaUmeifter ,

Durch B- "13. g oon 0 f b f ä) e 1=


ro i 6 , Beipjig 1766
— — 66 3o(jann pafrfjen* Scfdjrcibung
grffrt. 1707
— — 66
i
tonbrer Santiunli
Garl Sbipb- Bannen*
fangGgrünbe jur Hanjfunjl
Xn«
Erlangen 1751

— —
2
®a«b
Jtunft,
Situ
— s erfunbene SRcit«
oon SBolfgang (Srnjl

— oon S e r g q Tübingen 735
1

— —

67 Oa4 p o 6 > 6p i 1 1
'Mündjcn o.3.
63 Oie 3tun|Hm ©djadjfpiel ein SDleU
ßer «u uKiben. 9lad) ben
neueflen 'Äußern bc* - -A. D.
Philidor. (Accessit alio
titulo)
6 1 q mm a —
Oe* XraberS Philipp
entbetfte©d)ad)=
StraSb. 1751
- — 69 dtp.
fpiel
firanbäfUdK
i
* ©cbeintnilTe,
p i 6 e t, mit

— 70
Spiel —ö
'Namen bas piqtict onb £.'icf--

onb SriUcn.
gtlfrt. 1655
p i
q u c n » p i e t

( Uio titulo) : JCuiQe Scft^cci-

Digitized by Google
_ — .

173
«-I
Druck- m
Fach Nr. Gymnastica. ort.
sr
•l
M

bung bt* f>iquc»Cpt*teo*, »ie

Gymn. 8» 7t
audj bttXriHtni auf Dttyiqut,
©efdicnbung cintö fidjern ,
— Bpj. #aH. o. 3.

gdjmimmgürletß. S3on Br. S£.


*p Uu q u 1 1 ,
Xfibingtn 1805
72 L/Excrcice de Monter a Chcval,
ensemble Ic Maneige lloyal,
de Mrs. de P 1 u v n c I , et i

de Cbarniaay,-*- • • •
Paria 1660
73 Rechcrch e ssur lesCarrous-
aela anciens et moderne*. Sui-
vies d’un. Projet de i[ eul
s. 1. 1784
— 74 Les R e g 1 e a du Mediateur - - -
Par HP V«*I)*** Paris 1752
75 Hegles du Jeu des Passes.
Invente par S.A.K Mgr.l\Ele-
75 cteur de laviere .... S. 1. s . a.

Regle» coiinne on le joue en
1 Austriebe avec les Remar-
!>• -
t
ques sur cclui de Raviere Vienne •
1768
4Ük- H 93 Ren - Oni abtt bte Sömbtibigun: ‘

©ebadjt
nun.
, —
gtn «egtn die ©ambiijügf im
oon X. 9t r i n g a>
fttbft «iatm Strfud) tinrr
Eitcratut b<s etfcadjfpitlS een
Br. 3 B- X. 4> 6 (t griff. 1825
— 94 'Reitlunft «um ©cltftunterridjt
nebft tinccXbbandlung son ttn
Äranlbtiltn btt pfeebt unb iijrtn

Sturm Seipjia 1797


— 76 Les nouveaux S a v a n s de So-
ciete, ou Reeveil de Jcux , - - Paris 1801
«. 77 Irattato del Givoco deila Palla
di Messer Ant. Scaino da
O.liU Vincgia 1555
_ 78 granj @d) lf '*trt Don ®i»;

— — 79
ftnibnl
L'Art du Manege
llaron de Sind--

roUfldnbigt 9iritfd)utr
Par M. le
jtcblcnj 1791

— — 80 B«< grtib.Don Sind


riebt in

Untrr.
ttn SBiftnldjafttn tints
Vien, etc 1774

©tallmtiBer* •
i&itn- 1785
- |
Les S o i r v e * amüsantes , on I
,

174

For- Druck-
Fach
mat
Nr. Gymnastica. ort.
1
n
»

entretien sur les Jeu* a Ga-


ges et autres - - Paris 1790

! Gymn. 82 Der praftifAe 6
o 1 i t«t fp i «.


'

. •«**
— 83 Solution du Probleme du
SKünAen 18081

Cavalier, au Jeu des Echccs,


Par Mr. C”* Mannh.
— — 84 Suriäfe« «Reit* 3agb«, g<d)t:
,
1773

2an$. ober

Sepicon,
2riAtern---
{Ritter« ©tertitien»
non Valcntino
— — 83 Die gedjtfund auf@tc§ unb $ieb- -
Seipjig 1742

Bon S8 t n u r i ni •
SraunfA» 1802
— — 87 Der Geist und
t •

die Geschichte
• •


des Schach - Spiels --- von
S. F. Günther \v a h 1 Halle 1798
— — 88 L'utilc ä lout le monde , ou lc
. . .

parfait Ecuyer Par le Sr.


— — A. de W ey ro t h e r , . Brut. 1767
89 Huf Srfa&rung gegrfinbete ®eban=
ten ßber bie Weitfunft--- Bon
®atl boiiBb Knbarbt, OTannfj. 1782
— La Gvmnastique de la Jeunesse
P«cd. 86
—Var j\I. A. Amar Ilitri-
vier, et L. F. Ja u ffret .
Paris 1803
— — 37 G ersuch einer Enc) clopädie der
\
Leibesübungen, von Gerb.
Ü. A. V i e t li Berlin 1793
Ofp. — 546 Ä. b. {Raumer« BermifAte
j
Schriften. Hb. I. (0.36; „lur--
ntn.” (6. 87) »Da« Surncn
unb btr Staat” 1819
Gymn. — 10 SeljrbuA bet con grieb.8ub. 3 ab n
unter bem 9lamen betSurnfunft
iBfeberermttften ®i;mna(li( ---
beraulgegtben Bon Borne«

— mann
37* Die DeutfAe Uurnfunfl jur ©in«
— 1814
|

riAtung bec Surnpläbe bärge«


ftfUtson g.8.3atjn unb ©rnfl
Sifelen — 1816
— — e « » Uebu nge ....
,
Paod. —
49
147
8e ib
Der Surnfreunb.
gtieb.® eitler
— n
Bon ©br.
8anb«but 1830

Beri.u.e. 1819


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Nr. Gymnastica. ort.
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8° 161 Soranaftit für bie 3ugenb,


con G. 55. @ut4»®lutf)$ Sifcnepf. — 1804
-
275 3urn jiel. üurnfreunben unb Surn--
ftinben uonEr. granj^affow Brefilau 1818
346 Surnjiel. Gcnbfdjreiben an ben *

£crrn $rof. Äat>§ler unb bie


Surnfteunbe. £on#enrid}0
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Beilage P.

a c h t n i s s.

Beyträge ipfaljbaier. (...) jur «cte&rf.


B. II. 1782. (©. 80) „Bon ber
„StärFung be« «ebadjtniffe*.
'•
Bav. .365 8°
„au 8 Knox’sGnglife&em“ •
La Mathe le Oeuvre«. Paris 1606 T. II. .

yayerti r.dc) (p. 574). „De la Memoire“ •

Opp. 113 2“
Clerici(D»v.) Orationesetc.Amst.l687.(p.l44)
..l.aus Mcmoriae“ .... — 43 8
Grataroli Opiiscnla Lugd. 1558 (p. 1) „De
(Guil.) „Memoria reparanda , an-
„genda.conservandaque, — \
73 —
Snnctii Opera. Genevnc 1766. T. I.
„Artißeiosac Memo-
(Franc.) (p. 369).
„riae ars“ • 151 —
Belot (Jean) Ocvres Honen 1688. (p. 336)
„De la Memoire artincieJle
„ou l’Art deHaimondL u lc“ 1
- 236 —
Esprit etc. de l'Abbe (. .) Paris
Maury
1791 (p. 263) „Memoire“
.

• — 331 —
Meilhan(Ae) Oeuvres, llamb. 1795. T.44 L
332
(p. 13) „I)c la Memoire

Essais. Londre*. 1?D. T. I.


Montaigne
(Mich, de) (p. 58) „Des Monteurs“
• • — 350 —
(gebauten tc. W. I- Berlin 1/93.
(0. 56) „Bon Siigntru“
• • “ 351
Trübtet aje rfucfcc - - - Berlin 1765. 3&. I
(S. 202 ) „Bon bem liefen unb
„bem ®ebfi<ttnifte“7 • • . • 417

‘Digitized by Google

176

Gedächtnis S.

Gundtingiu- St. XXXI. $alle 1723 (©. 91)


na ,,3öj« man fflebäifctnig nenne ?“ Opp. 482 8°
Michaelis (.1. ’ßermifdjie Sdjriften. 5(j. I. $eft
DO (6. 1) „3«flceute 3fn
1766. =

„mertunqen über baS esebädjti


„ni|" • • 537
Unzer (J. A.) Sammlung deiner ©Triften II.
$amb. u. 8. 1766. (@. 412)
„Untetfudjung ob unb rote bie ,

..Bcrgfblidjfcit ju befbrbern
«feo“ 574
jV<i£se(Ericd ) 3eitfdjrift f.ib. Xntbrop. 1824,f)eft
I. (©. 243) „Beobachtungen
„übtrbieSBtjiebung be6®ebäd)t 1

„nifTe« )um ®ef>irn ; son Dr.


„J. C. I‘ r i c h n r d“ • Antlir. • • 99
AUmberH TV) Esprit de(. . .)Gcneve 1789.
(p. 304) „Memoire“ Opp. .... 207 “
Sc'gur (De) Oeuvre« compl. T. XXVII. Paris
1826. (p. 163) „De laMemoire“ 404
Billy (De) Nouveau Traitc de la Memoi-
re. • • Pb. sp. 96
yWmcA(Slan.) Logica mcniorativa peripateti
ca -- 1725 ........ 584
Ff'inckcl-
mann (J. J.)
Caesarologia
maticis aeri
— varriis aenig-
incisis Memo-
riamque mire juvantibus Fi-
guris illustrata Gcrm.g. 534
liruxii (All.) Siinonidcs redivivus, sive Ars
Memoriae et oblivionis
tahulis expressa --- Cui ac-
ressit Noinenclator innemo-
nicus Paed. 6 4»
Mink (Stau.) Relatio novissima ex Parnasso
de Arte Heuiinisccntiae. SD. i.
9leut roahrbafte3eitung 1618 r— 6(1) —
Hcrseler Memoriae arlificiosac conccn-
(Ern.) tratae Dccalogus V 6(2) —
Clüveri Vindiciae Artis Mnemonieae
(Delhi )
1705 7
|
P/ibelii (J. Collegium Mncmonicum , Ober
a, gan( neu erbffnete ®cbeimniffe
ber ©cbädjtnib
Äunft = - - - 1707 — 8 —
1 Ltporti Ars Memoraliva 1520 .... 16
1
fc.il.)

Digitized by Goos
-

177

GedSchtni
•) de Meitioria arlificiosa com-
pendioaura opuscnlum ‘
1513 . . . .
Paed. 16(1)
Tractatulns de preceptis arti-
ficialibus et rcgulia medici-
nalibus ad augcndara Memo-
riam admodum utilibua • •
* Arlificiosa Memoria
•) Ars Reminiscendi. 1602
— . 1560
. •
Thesaurus artificiosac Memo-
riac, 1579
Ars Memorativa . 1506 • .

Ludus^ artificialis oblivionis


- - -
gratia Mcmoriam tum
arte lum meditinalibus sal-
vans . 1510

Ars Memorativa. B. Thorae. Ci-


— *4(1)

•) ceronis. (^uiuliliani. Petri


Rauucnne. 1501
Ars Memorativa naturali pro-
— 24(2) —
fieua plurimum Meraoric - - -
1515 . . . » .

Plutosofia di (...) .... Nella


— 50(J) _
quäle si spicga l’Arte della
i Memoria
Systeme Mnemonicum duplex
. 1592 .... — 50(8) -
- - -. 1610 .

Trigac canonicae, quarura pri-


ma cst dilucida artis ...
Mcmorativac, explicatio
et applicatio. ---.
XSenffdjrifr
1612 • .
über ben »obren Be.-
i(D —
nnb ben 9iu|cn ber Wlne>
8ri(f
monil ---. 1804 .

Systematische Anleitung xur


Theorie und Praxis der Mne-
monik .... 1810
Mcmoriae , ©. 1. Sine Bebid)!
nfi-Xunft, Srfunben oon
»on M. L. H. 1713 ....
-
w«brb«ftiae®tbäd)emMtnnft,---
I
*• k- ök- * - • Bon M.
Mauritio Ces lens. 1720 -

Digitized by Google
,

C h t n;i S Si

1545 Paed 42 8°
/?/onÄ(Mich. Do Memoria libcllus. .

Ang.)
Congestnriiyn artificiosac Me-
Romberch{i )
moriac 1533 • .
• • 42(i) —
Br uni (Phi- Cantus Circaeus ad cam Me-
loth. Jord.) moriae praxira ordinatus
quam ipscJudiciariam appel-
lal. 1583 49 —
De Vmbris Idcanim. 1582.
(Itcrti Eiusdem. Ars Mcrao-
riac.) • • 50 —
Dieterich Ars Mcmoriae nova et expe-
(Sam.) dita, D. i. 9ieue unb fertige
®ebä(f)tnifi Äunft, 1696 • !
80 —
Dolce (Lod.) ßialogo di M. (...); Nclqiiale
sl ragiona dcl modo ai ac-
cresccre e conservar la Me
inoria. 1562;
iSLAf.
82 —
Geheimniss 2)a< ent&üllte (...) bet ®nesi
monit ober ®ebäd)tiuMCunft
,

---. 1805,. • • 146 —


Grcy (Rieb.) Memoria Tccbnica or a ncw| :

Method ofArt.ificiaLMcmory,
---. 1756 159 —
Kiislncr (C. Eeitfaben ju feinen Unterbaltun
'
A. L.) gen Aber bie SERnemonif —
Seraulgegeben »on g. 8.
neniann. 1805 ••••••• 194 —
Briefe über bie iKncmontf.
195 —
1828
OTnemonit —
ber Tüten fofle*
matifd) bearbeitet. 1805 • 196 —
Ueberfeoung unb Grfiarung ber!
beriiiitnten brei) ©teilen bei) ben
Tüten von ber®ebä<btnif*Jtun|t.
--- 1305 197 —
iJfr» raficli

(Hier.)
Ars Memoriae,
imagincs, --- in manibus po-l

per loca ct]

sitas, - -- 1603. —
(Pars It.)
Authore J. Sp. 'Ilerd 1604,
— (Pars III.) Anctore Joh.
Austriaco. 1603. —
(Pars
IV.) opera Hier. M8g i * e ri.
_
1603 ÄS5

Digitized
, —

179

; .

Gedächtnis i.

Pitcp (A.D.J.) Ei»«?«}») scu Introductio l'aci-


lis in praxim artiliciosac Ale-
raoriac. 1618 Paed 273 8°
Petri (de To- Ravcnnatis. l'ocnix (!..)
_ 878
masiis ) Memoriae Magistri. 1533 - •
i Ravellin (Fr. Ars Memoriae. 161? • — • • — 299 —
Marl.)
Ä^Gualth. De Memoria arlificiali Item .

de nalurali Memoria, quo-


modo Medicinac beuencio V •

excitanda . 1541 ... 323


Schenckel Coinpcndium der Mnemonik
von (...) und Martin
(Lampr.)
Sommer. A. d. Lat. von
D. J. Ludwig Kl über. 1804.
— 331
Sckenckclius delectus: seu Memoria artifi- 1

:•
cialisbactenus occulta ,
lucc donata, a J. A. P. G.
S. 1>. D. 1617 332
Schencldii Gaxophylacium artisMemoriae,

1
(Lamb.)
l 9 ,
arte—
---.His accesscrunt

quorum
adbuc
1 J. A
3.
deeadem
Opuscula
«s t r a c i i
t

2. Hier. Marafioti, 3. J. i*s*'


Sp. Herd. - - - 1611. • • •
333 —
Memoria arlificialis (...)
cum Clavicula illam legendi
modum aperientc Back- Am
b u s i. i 1643. 334
Tractatus Variorum de arte Memoriae
(...) sex :
1678. • • •
359
miisii (J.) Mncmonicn sivcRcminiscendi
,
— 897 —
» r
a* 4-
* t
,
-

*r m r.,t

12

- >
V-O-' Digitizsd by Googlj;
.
: »

180

Beilage Q.

Salzburg.
' •-

V. BAYERN. V. HALLEIN.
V. LAVANT. V. KIRCHEN-
VERSAMMLliNG.
Abhandlung

Dalham
Unpartßtpift&t (...) »on bem
©taat« - -- ßflljbutfl •

Concilin Salisb. - - - atque de


— . Bav. 1 2°

Ortu Ilierarchiae lnijus . 174


Gratulatio panegyr. quam Guidebai-
do ex Comitt. de Thun - --
Archiep. Salisb. dixe-
runt Müsse Salisb. • • • • 882
Hund Metropolis Salisburgensis, 438 —
Joachimus •fctilige gürfltB>8Babi. (ktn 12.
Ibstensis OTartii 176».) ....... 462
'tohrer Gladius Justitiae scaSentenlia
definit iva S. Rotae Romanac
- - - super Praetensione Epis-

copalus Chicmcnsis in Civi-


tale Salisburgcnsi ---. • . 544
Nachricht unb SfUucbtung btr <3rünb«, au«
wfldjen
8anbe —fid} bic er&ßift.gSaljb.
oon b«m furpföij. 1

Silutatio
Sftid)«
btn aus jic^fn »cUen. .

Acaderoica - - - Lniversitatis

Süfariatö.ßpttngtl fco»
• 515

Praesidi «•- (et Assistemi-


bus) - cum intriennalibtis
Comiliis Uuiversitatis Salisb.
Solen ui ritu rcnunciarentur,
dicta. 1688 754
Statuta Provincialia. (de anno 1490.) — 804 —
fToller Alma Mater Salisburgensis
in Filias Seccoviensem et La.

vantinam —
datis novis ---
Sponsis feliciter bcnefica. — 926
Hempel-Kür- Smution btS (SrjfHftcS ealjburg
sing.{.T.N. V-) eom 9tfid;Soi(ariatSgen^tt • 951 4°
Hess (J. Catalogus Antistitum -• . om-
Dom.)
,

nium, qui Ecclesiae --- Sa- —


lisburgensi - * - praefuerunt
965

Digitized by Google
Salzburg.

V. BISCHÖFE.
Intellieenz- 5f)ut6aitt. ( . . . ) 1774. SHattria;
blalt litn. et. III. (e. 88.) xBalj.
bürg.“ (Difciplinarotrorbnung
unb £tttion«fatalog für bit
UniBtrjität.) • • Bar. 3024
Relation Bnb alt bit Translation
SBtfdjr.
btr Reliquien
pertii et Yirgilii
——
SS. Ru-
bann ool-
gtnbfl bit
ä&umb=Amb
btn

Dcaication -.-(brr)
ntrricbt »er--
1525
Series ac Suceessio Salisburgensium
Anlistitum, a
perto
D. Ru-
usque ad --- Ma-

ximil. Gandolplium • • 1719
fVeiss (Tho- Dasilicae Mctropolitanae Sa-
mas) lisb. Dedicatio: SS. Ruperti
et Virgilii in eandem Trans-
latio, ............. 1971
Beiträge Sturlnnbftt (...) jnr ®ff$. n-
Prüfung bt« Sorjug* btr Grj=
bifdjöft ju ©atjburg eor btn
Aurfürfltn ju .^falj , alt <»tr--
jogtn j« Saitrn 361
Gindte SBtrfutb über bitBor jügt btr £tr-- 1

jogt in SBaitrn Bor btn Grjbi*


fdjäftn juSaljburg auf btn---
ArtiStagtn 1103
Fonugs- Btrtbfibigtt hobt (...) btr G^utf.
Rechte u. $trjogt in Saitrn grgtn bit
Tinmafungen btr Grjbifdjöfe ju
Caljburg 2769
Lcchner(5os .) SQerfudb tintr brurfunbtttn Dar=
IltUung btä Äirdjtnratftn« in
SBaitrn, ©aljburgif($en Biöjt=
fe=*nt&tiltö. 1625
Verhältnisse Utbtt bit ( .. .) bt« Kanbt« Salj*
bürg ;um SKutttrlanbe Saitrn 2639
Viaggio 11 (...) dell’ AA. SS. EE.
Bavicra a Salrburgo
Domeuico G sb c rt i.)
i
.
di
(Da — • • — 2699
/

182

Salzburg.
aux Salincs deSalzbourg eldc
Rcichcnhall
D. B. (De B r a y.)
— —
par lc Chcv.
. • •


DerßaljadpÄrei«. ®eograp$if<$,
Ijiflotffd) unb {latiftifdj bcfdjde«
ben non
für SSaittn
»OK
—SS. I. (6. 35.)
SrjfHfK Saljburg lefcte
br«if tg 3abre.«
». VII. (ß.6t.) »3ur äts
um Culturgefdjidjte beä 2an=
bes an bet ßaie unb ealjad;.*
)
Historin Salisburgcnsis. • — .

einer -- - Oru4fd)rift Senteif,


:

baB ber SBorrang in SBaier.


Ärei«fat$en ben ö&urf. u. #er*
jogen in SBaiern oor ben ffiejs
bifd)5ffen non ©atjburg ge.
bübre, —
0aljburgifd)e Gbroniea, 3Kit
fd)6nen &upfcr|tücfen bei San.
be«, ---.
Saljburg u. SBerdjtelgaben in bi*
ftorifdj « flat. . geogr.= u. ftaatl»
8fonomifcl)en Beiträgen • • •

Genuina (...) historica in ,

qua deteguntur manifcsti er-


rores Scripli —
cui ti-
tulus: Informatio bist super
Jure Metropolitico Snlisb. in
Ecclcsiam Passaviensein ---.
Äurfce (...) ber translation beji

I Salzburg &epl. Pa-


Gr^ftifft«
tronen S. Huperti unnb S.
Virgily »nnb Dedieation
angeregter Sbumbtirdjen.
(fflanb XIII. N. 96 .) • - • •

3£Uerebrfurd)t«ooUfle
gcr üanbgeridjte — (...)
be6 Salj.
eini.

aäj u UntetiOcnauircife« an
ßc. SSaj. ben Äönig »on SBaiern.
Sie Abtretung bc« Snoiertel«
unb ßaljburgcr Sanbefi betr.
— 18X3. (®. XV. N. 80.) •
183

Salzburg.
Danreiter Eit Satten Prospect ton ^JetR
Austr. HO) 2»
(F. A.)
(koch Stern Satjburg, bie Stabt unb ihre
fr Ul) natbfie llmgegenb unter ber
4>errfcbaft ber SRbmer (2Rit
einer topogr. Sorte.)
• - • — 301 8°

Abdruck beS gnäb. EefrctS . »ccldjeS Se.


$o<bfür|ll. «n. ($ieronpmu4)
bei; ©clegenbeit ber -- - 3ubcU

feper bes 12. Sabrbunbert«,---


73 2°
1782 ausgefertigt haben • • • Ocrtn.tiii

Nachrichten tom 3uftanbe bet ©egenben unb


Stabt 3utatia .--bi« jurXn»
tunft bes beit. StupcrtS unb
ton helfen Bentanblung ba$ in
heutige Satlburg ••••• — 112 —
(F. Salzburg und Berchtesgaden
*
Braune
A. v.) Ein 'faselicnliucli liir Rei-
sende und Naturfreunde. Mit
zwt'Y Tafeln. 1821
— 70 8°

Ehrendenk- SRubmocUe« (...) für bie ®ur-


mahl gerfeboft ber Stabt Satjs
burgroegen beS ton ihr ttäbrenb
bes Aufenthalte* ber granjofen
geleiteten SöadjenbienjUS 1801. — 124 —
Geographie ton Salzburg jum Sebraudje in
unfern Schulen. 1796 • • • • — 159 —
lltiebcr (Jos. Sopograpbifdje Btfdjr. ber 8anbs
febaft Sunqau im gürftentbum
Een.)
Salzburg. 9Rit einer Äupfertaf.
— 227 —
Beschreibung Sopogr.-.biticrifdje (...) beS Eber*
pinigaus im CSrjftifte Saljburg
«Olit einer Supfertafcl- 1736
• — 227 —
lliibncr (L.) Sefcbr. bc« GrjfufteS SteidjS« (0
fürfientbumSSaljburg
u.
- - - 1796. — 228
— - - - SReftben jftabt Salj:
Beftbr. ber
bürg unb ihrer ©egenben ter=
bunben mit ihrer älteften ®c-
fdjidjte. (331 it S'upfern.) • — 229 —
Calender öocbfürftlicb Saljburgifcbtr Sir*
eben* unb .£>of; (...)• (®<it
Porträts unb SBappen.) — 25S
Hoch (Jos. ^illorifcb geogr Stepcrtorium über
Ernsl v.) bie unpartbepifd)* Ttbhanblunj
tom Staate Satjburg. 1802. — 25.

Digitized by Google
V

184

|
Salzburg.
Nachrichten übet ba« GrjfJift ealjburg nadj
bet ©äfulatifation, in »erttau-
ten ©tiefen •• 1805 ....
Germ.sp 337 8°
Reisigl( F.A.) Unpartbepifdje ©ebanten übet ble
gorfticirtbfibaft im gürflen«
tbume ealjburg ---. 1791 • .

869
— *
•,

Uebet ben ©trafenbau im gütflen*


tjume 6aljbutfl 370 *—
Rumpler ( M.) ®efd>i(bte pon ©aljburg. (Sin 8e-
fcbucSj für* Sott. 1803 — 393
IVeilmeyr ©aljburg (Sin .§anb« unb
(F. X.) Tlbbtefibueb füt 3ebecmann
1813 516
Zauner (Jud. Beiträge jur fflefebiebte be* 3tuf. •

1 hadd.) enthalte« bet gran jofen imSalj-


butgtfeben ---. 1801 .... 540 _
— — Sbronif »on ©aljburg. 1756 — 541 —
— — Sammlung ber widjtigfien ,

bie

1
/
V|
'

©taaUoerfaffung be« Stjftift*


©aljburg belrtffenben Utiunben — 542
•Rurfürftlieb »©aljburgiMjer 4>of;
unb ©taat*f(bemati*mu* ---. • — 543 —
Vierlhaler @ef<bid)tc be* ©djutroefen* unb
(F. M.) ber GuUur in ©aljburg. 180fc.Pacd. 375 —
Beilage K. II

Taubstumme.
Intelligenz- Cbutbait. (•••) Nr, 22
Halt (©. 283) „3u ?)atU bat bet
„Xbbee Delepee eine neue
„©<bule füt Xaubeunb ©tum.

„me errietet“ Bav. 3021 4
°

„ „ 1776. N. 21 (©. 192)


„Hamburg. ©er Äantoc $eini.
„tft Sppeubotf---“ • •
in — — —

„ „ N. 48 (©. 428) „Uebet


„ben Unterriebt bet Zaub. unb
„©tummgebotnen“ _
— „ „ 1780. N. 28 (©. 274)
• • • •

„Stiebt leiebl trägt ein 3nftitul


„ba* OeprJge betebetflen ®obl.
»
idb^tigfeit - - • — — - !
II

Digitized by Google
0

185

Taubstumme.
Intelligcnz- Cfcurbaier 1782. N. 24 (0. 228)
blaU „Dbforge ber $otijf» uni tu 1

„ncucrteSBebingun.ien brsß^urf.
„fäifcf. Snflitut« füc ©lumme
„in Stiwig“ Bav. 3021 4»
„ „ N. 28 (0. 270) „SBie
„Stumme reben lernen fennen,
„Bon $errn #on $a 1 1t“ e

„ „ 1799. N. 26 (®. 429)


„ftüftlitbeXnfialten.Ueber S£aub=
„ffumme“
„ „ 1801. N. 45 (0. 703)
•-
„---Berorb. 2. ©te Xn geige bet
„im Sanbe befinbt. Saubftum-
„men betr.“
Seida u, IJin- XBg. t. b. S3QtfrIantöfunbf.3a(jr:

gUr gang I. Sept.(©. 681) ,,9loti»


„|fn“ 2443 8"
Neeb (J.) S5ermif<4te ©t&tiften. Sbl. II ©eft
1817. (0. 128) „SBemerfungen
„über ben einfluf bei Spraye
„ber SEaubflummen auf ibre
„Sitten unb i$r tSrlenntnif;
„nermjgen“ Opp. 542
>yolke{C.n.) SRadjridjt non ben ;u 3rBer burefc
bic ©atBani«S5ottJif(be @e(5r-- %

®eber£un|I beglüdten 2aub>


jlummen Phyt.sp. 751
Bond (\\ Brr Cbernatürlidje ^bit*fopt»i--
D. W
a i s15Xr tfjobe
1 Staube ,

unb Stumme tefen. (tbreibrn


unb Jebe ©pradje oei fleEjep ju
lernen- X. b. Sngl. Phji.m, 26
Deusingii Faacieuhis IMss select. Gronin-
(Am.) ga6. 1660. (p. 147) „De Sur-
dis ab ortu, Mutiaque, “ • — 45
Andres Dell' origine e delle viccnde
(OioV^) dell’ arte d’insegnar ä parla-
rc ai Sordi Muti,
I.ettera 3oH'
Abate D.(...) 1793 .... Paed. 1 4°
Lehrart ffiel'dje« ift bte eigene lid?r ben
Saubflummen nü&litfcfle (. . .)t,
--1794 15
fVeinbergcr SBeifutb über eine allgemein an:
(.7. M.) wenbbare STSimif in Bejiefcung
13

Digitized by Google
186

I;
T aubstumm e.

auf bie methobifc&cn ©eberben.-l


jeidjen ber Saubflummen---1806 l’acd. 31 4°
sirrowsmitl £)tc &un|t, Saubftummc nadj fine
(JO neuen --- SDiethobe --- in bffrnt
<>4)en®d)dlen ---ju unterrieb
ten.«ach bem längt. be£ f. .
.)
1820 . .
6 8°
Daniel Äann nicht jeberSaubflumine unb
(W. F.)
ten , —
tBtlnbe feine Xuibilbung erhal.-
in feiner gamili» unb
feiner Ortef<bu(e ? 1824 — • 77
HflgemfineSaubflumnKniunbBIins
bcn:®iibung, befonbets in ga=
roilie n unb SJollSfdjuien- - -1825 78
Degcrando De I’Education des Sourds.
Mucts de naissance 1827 • 79
Eschke lieberStumme. Sine Bflbülftjuc
CE. A.) Seclenlehte unb ßpraebfunbe
1791 IM
— 5Eaubftummen.3nflitut ju Berlin — 105 —
Heinickc Beobachtungen Ober Stumme, unb
(Sam.) über bie menfchliche Spradje in
Briefen 1778 . 171
Sichtige Sntbrcfungen unb Bei.
träge jur ©eetenlehre untr jur
tntnftbtiibfn Sprache 1781 - • 172
Jäger (V. A.) Ueber bie Sefcanblung, tpeldje

bern , —
blinben unb taubflummen Äin<
im ätreift ibrec ga>
milien---ju 2h<il »erben feil:
te 1831 184
Institution des Sourds et Mucts par la
,
voie des sicncs mctliodieiues ;
• - • 1776
1S6
Lasitts(i). H.) ausführliche SJlac&ricbt non berge:
fd)rbcnrn Unterroeifung ber taub
unb ftumm gebornen gröulein <

——
,

non SESebing 1775 .... 908


Le Jlouvyer Memoire sur Ics Sourds-
Desmorttcrs Mucts de naissance et sur los
(U. B. T.) inoyens de donner l’ouie et
la parole u ccux gui cn sont •

snsceptiblcs. An VIII. . .
208
Miniere La rentable (. .
.) d'instruire
les Sourds et Muets par

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s

187

Taubstumme
M. l'Abbe ***. Instituteur des
Sourds etMuetsdc Paris 1784 Paed. 233 8°
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Mansfeld Da« Saubftummtn 3nflitut ju --

Sltaiinfdjnmg -9*ebft rimt5Rit=


tbfiluna fiter ten Unterricht --
bet 35olinge- - -oon X. SB efb %
---1830 234
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Nachricht ^5iftor:f<J}e (...) Bon bem Unter;
richte ber Saubßummen unb
unb fibtr bie- firfttrn
ffitinben :

ju fifipjig insbefonbere 1793


— 236 —
Neumann Die Taubstummen - Anstalt zu
(Ferd.) Parisim Jahre 1822 -- -nebst
Geschichte und Literatur des
Taubstummcn-L'nterrichts in
Spanien und Frankreich 182? “““
362 —
Schmalz(Ed.) jCurje ©efdjictytc unb ©tatiftif ber
Saubftummer.anjtalten unb bce
Saubjlummcnunterridjtt« nebft
— Scmtrtungen fiter
örjtlichen
331
bie Sanbfiummbcit 1830 • • •
Sicard Thfiorie des Signcs pour l'in,
struction des Souras-Muets-
...1808 — 342 ,

f%nuf(Mich.) 5CJet&obenbudj,ober Xnteitung jum


Unterrichte ber Saubflummtn
1826 — 369 —

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SBieit, 1834.
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