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Gangbefund – das Wichtigste für pP in PT Neuro

 Standbeinphase:
- insgesamt 5 Phasen
- doppelt und einfach unterstützte Phasen

 Schwungbeinphase:
- insgesamt 3 Phasen
- bestimmt die Schrittlänge

1. Initial Contact (IC)


 Allgemeines:
- doppelt unterstützte Standbeinphase
- Heel Rocker
- KSP kippt nach vorne
- kontralaterales Bein  Pre Swing (PSw)

 Abweichungen/Ursachen/Physiotherapie:
- kein Heel Rocker vorhanden
- kein adäquater Fersenkontakt
- Fuß setzt plan auf

2. Loading Response (LR)


 Allgemeines:
- doppelt unterstützte Standbeinphase
- höchste Muskelaktivität im Gangzyklus
- Stoßdämpfungsphase
- kontralaterales Bein  Pre Swing (PSw)

 Abweichungen/Ursachen/Physiotherapie:
- keine adäquate Gewichtsübernahme  ohne knickt Fuß ein
- LR verkürzt  kleine Schritte
- keine adäquate Knieext

3. Mid Stance (MSt)


 Allgemeines:
- einfach unterstützte Standbeinphase
- Ankle rocker
- kontralaterales Bein MSt früh  Initial Swing (ISw)
- kontralaterales Bein in MSt spät  Mid Swing (MSw)

 Abweichungen/Ursachen/Physiotherapie:
- Trendelenburg, Duchenne
- Beinachsenfehlstellungen, medialer o. lateraler Kollaps
- Knick-Senk-Fuß durch falsche o. fehlende 3-Pkt-Belastung
4. Terminal Stance (TSt)
 Allgemeines:
- einfach unterstütze Standbeinphase
- Forefoot rocker
- bestimmt mit Terminal Swing die Schrittlänge
- kontralaterales Bein  Terminal Swing (TSw)

 Abweichungen/Ursachen/Physiotherapie:
- Einbein-Zehenstand mind. 20x  wenn er es nur 10x schafft
- hat er ein Defizit, bei weniger als 10x ist es pathologisch
- Hyperextension im HG
- wenn Hyperextension im HG fehlt  AWB: AR im Bein

5. Pre Swing (PSw)


 Allgemeines:
- doppelt unterstützte Standbeinphase
- Vorschwungphase
- kontralaterales Bein  Initial Contact/Loading response

 Abweichungen/Ursachen/Physiotherapie:
- physiologische Vordehnung in HG Ext

6. Initial Swing (ISw)


 Allgemeines:
- Einbeinstand
- Abheben des Fußes vom Boden
- Nachvornebringen des Beins
- kontralaterales Bein  Mid Stance früh (MSt)

 Abweichungen/Ursachen/Physiotherapie:
- adäquate Beckenanhebung

7. Mid Swing (MSw)


 Allgemeines:
- Einbeinstand
- Nachvornebringen des Beines
- kontralaterales Bein  Mid Stance spät (MSt)

8. Terminal Swing (TSw)


 Allgemeines:
- Einbeinstand
- Kokontration von M. Quadriceps femoris und Ischios
- kontralaterales Bein  Terminal Stance

Beim Duchenne Zeichen wird der Oberkörper weichen, beim Trendelenburg Hinken wird das Becken sinken!
 Alignment:
- = optimale Position, in der Körperabschnitte mit all ihren Strukturen während
jedem Moment der Haltung oder Bewegungssequenz zueinander angeordnet
sein müssen, um einen koordinierten Bewegungsablauf zu gewährleisten

 Malalignment:
- = Gelenke & Körperabschnitte befinden sich in Fehlstellungen zueinander
- es kommt zu Tonuserhöhung, assoziierten Reaktionen und Kompensationen

 assoziierte Bewegungen:
- = phsysiolog., automatische Haltungsanpassungen/Mitbewegungen einer
Körperseite, die durch extrem hohe Anstrengung anderer Körperseite entsteht
- willentlich beeinflussbar
- hinterlassen keine bleibende Tonuserhöhung

 assoziierte Reaktionen:
- = unwillkürliche Mitbewegungen von Muskeln bei Kontraktion anderer
Muskelgruppen, d.h. wenn etwas Unvorbereitetes getan werden soll, tritt eine
Spastik ein
- = sind Antworten vom ZNS auf einen Stimulus der die individuelle hemmende
Kontrolle übersteigt
- sind immer pathologisch

 Fazilitation:
- = einen Stimulus zur Bewegungserleichterung geben
- = eine gewisse nonverbale Kommunikation zwischen Pat und Thp
- Lernprozess zwischen Pat und Thp in Form eines Stimulus, um die
Durchführung einer Funktion zu ermöglichen, zu erleichtern

 Kompensation:
- = hyperaktive Reaktion eines Teils des Organismus auf eine Läsion, um die
Funktion des defekten Teils zu übernehmen bzw. wiederherzustellen
- pathologische Kompensation verhindert physiologische Bewegung
- pathologische Kompensation führt immer zu pathologischer Tonuserhöhung in
Form von assoziierten Reaktionen

 Posturales Set:
- = Alignment der Schlüsselpunkte
- Stellung der SP in Relation zueinander und zur USF, welche die Qualität des
Haltungstonus beeinflusst, d.h. die Prädominanz von Flexoren