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Hecht - Ökologische Nahrung

OM & Ernährung 2015 | Nr. 152

Ökologisch saubere Nahrungsprodukte


Nutztierhaltung ohne Antibiotika. Stattdessen
Gewährleistung der Zoopharmakognosie durch
Naturzeolith und Montmorillonit
Prof. Dr. Dr. med. Karl Hecht Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) postulierte Antibiotikaresistenz von Krankheitserregern solche
im Jahr 2003 drei Säulen der Prävention zur Erhaltung Ausmaße angenommen, dass gegenwärtig, wie vor
der menschlichen Gesundheit: der Antibiotika-Ära, simple Infektionen tödlich ausge-
hen können. In Europa sollen jährlich 25.000 Patienten
■ gesundheitsfördernde Ernährung wegen Antibiotikaresistenz sterben.
■ regelmäßige Bewegung Der Generaldirektor für Gesundheitssicherheit der
■ erholsamer Schlaf WHO, Keiji Fukuda, gab zu dem WHO-Bericht fol-
gende Stellungnahme an die Medien. Er hob zunächst
Die Nennung der gesundheitsfördernden Ernährung die Wichtigkeit dieser Medikamentengruppe als Arz-
steht an erster Stelle. Damit wird ihr ein hoher Stellen- neimittel hervor. „Wirksame Antibiotika sind einer der
wert beigemessen. Grundpfeiler, die es ermöglichen, dass wir länger und
In diesem Zusammenhang erhebt sich aber die Frage: gesünder leben und von denen die moderne Medizin
Kann überhaupt in der gegenwärtigen Zeit, in der die profiziert.“ Dann warnte er aber eindringlich: „Wenn
unnatürliche, unphysiologische Massennutztierhal- jetzt nicht schnell und koordiniert gehandelt wird,
tung mit unrealem Einsatz von Antibiotika dominiert, bewegt sich die Welt in eine postantibiotische Ära, in
eine gesundheitsfördernde Ernährung gewährleistet der gewöhnliche Infektionen und kleine Verletzungen,
werden? die für Jahrzehnte behandelbar waren, wieder tödlich
In Deutschland überwiegt der Verzehr von Nutztier- sein können.“
produkten: Fleisch, Milchprodukte, Eier. Das geht Erwähnenswert ist, das sich der in Schloss Elmau im
jedenfalls aus Berichten der letzten Jahre hervor. Es Juni 2015 tagende G7-Gipfel ebenfalls mit der Antibio-
besteht daher aus meiner Sicht ein Interessenkonflikt tikaresistenz beschäftigte und eine Stellungnahme zu
zwischen der Forderung der WHO nach einer gesun- Infektionskrankheiten und den antimikrobiologischen
den Ernährung und der unmöglichen Machbarkeit Resistenzen erarbeitet hat. Darin werden Vorschläge
im menschlichen Alltag, wegen der industriellen, der zur Bewältigung dieser Probleme unterbreitet [Hacker
Natur widersprechenden Tierhaltung. und Kumm 2015].
Nachfolgend soll der Versuch unternommen werden, Die Hauptursachen für die gefährliche Antibiotikare-
auf der Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse sistenz von Krankheitskeimen sind
aufzuzeigen, wie diese Kluft zwischen WHO-Empfeh-
lung einer gesunden Ernährung und der bestehenden ■ die Übertherapie und unkritische Verordnung
fehlenden Realisierungsbasis in einem bestimmten dieser Medikamente seitens der Mediziner
Maße geschlossen werden kann. Dazu möchte ich ■ die unbegründete und unsachgemäße Anwen-
auf folgende diesbezügliche Schwerpunkte eingehen. dung der Antibiotika in der Massennutztierhal-
tung und die unnatürliche Massentierhaltung
Antibiotikaresistente Keime (Krankheits­ selbst
erreger) in Nutztierprodukten
Verbraucherverbände und zum Beispiel die weltweit Nachfolgend soll lediglich auf die letztgenannte Ursa-
größte Tierschutzorganisation PETA berichten fast che weiter eingegangen werden.
täglich über Lebensmittelskandale und auch darüber:
„Antibiotikaresistente Keime und Antibiotikareste im Verwendung von Antibiotika in der
Fleisch“. Der Verzehr dieses Fleisches kann Krankhei- Massennutztierhaltung
ten verursachen. Am 10.09.2012 veröffentlichte das Bundesamt für
Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL)
WHO zur Antibiotikaresistenz erstmals Zahlen über die Verwendung von Antibiotika
von Krankheitserregern in der Tierhaltung. Demnach sollen 1.734 Tonnen Anti-
Am 29.04.2011 gab die WHO erstmals einen umfas- biotika im Jahr 2011 von Pharmaunternehmen und
senden Bericht zur weltweiten Antibiotikaresistenz Großhändlern an Nutztierhaltungsunternehmen abge-
von Krankheitserregern heraus. Demnach hat die geben worden sein.

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Die Bundesregierung hat als Schlussfolgerung aus Es ist Tatsache: Durch Konsumieren von Tonminera-
diesem Bericht des BVL die Informationspflicht für lien decken Pflanzen- und Allesfresser ihren Bedarf an
die Firmen, die Antibiotika anwenden, beschlossen. Mineralien in der artgemäßen Zusammensetzung und
Dieser Beschluss scheint aber wenig beachtet wor- mit den entsprechenden physikalischen Eigenschaf-
den sein. Denn am 31.03.2015 veröffentlichte der ten [Bgatova und Novoselov 2000]. Bei Tieren Sibiriens und
Tagesspiegel (Morgenauflage) eine weitere Aussage des fernen Ostens Russlands wurde beobachtet, dass
der Bundesregierung unter der Überschrift: „Tierhal- die Tiere vor allem siliziumhaltige Mineralien der Zeo-
ter werden schärfer überwacht“. „Bundesregierung lith-Gruppe, z. B. Klinoptilolith, Heulandit, Montmorillo-
will den Einsatz der Antibiotika in der Massentierhal- nit u. a. sowie tonartige Stoffe und kolloidales Silizium
tung reduzieren“. Der Bundesagrarminister Christian enthaltende Wasser mit milchartigem Aussehen, die
Schmidt (CSU) stellte dazu fest: „Die Antibiotikagaben sich in Flussbetten oder Bächen und Seen befinden,
sind zu hoch, hier müssen wir gegensteuern“. bevorzugen [Bgatova und Novoselov 2000]. Diese Geopha-
Es kann in Folge dessen davon ausgegangen werden, gie wurde bei Wildtieren und bei den sich im Freien
dass sich bezüglich der Anwendung von Antibiotika in befindlichen Haustieren (Kühe, Schafe, Ziegen, Vögel,
der Nutztierhaltung in den letzten drei Jahren wenig Hühner, Gänse, Enten) beobachtet. Die am Boden von
bewegt hat. Dagegen wird nach Analysen von Ver- Gewässern befindliche „Tonmilch“ wird von den Tie-
braucherorganisationen in kurzen Zeitabständen über ren mit den Pfoten aufgerührt, damit im Wasser eine
Antibiotikaresistenzen, Keime und/oder Antibiotika- gute Mischung entsteht, und dann getrunken. Beson-
reste im Fleisch berichtet. Ein wichtiger Faktor in der ders intensiv wird die Geophagie in der Brunstzeit von
Massentierhaltung wird aber gar nicht angesprochen: Tieren beider Geschlechter und während der Trächtig-
keit und Laktationsperiode von den weiblichen Tieren
In der Massentierhaltung fehlte die natür­ betrieben [Bgatov 1999; Wiley et al. 1998].
liche Selbstmedikation (Selbstprävention) Alle von den Tieren instinktiv aufgenommenen Tonmi-
der Tiere durch Geophagie, die als Zoo­ neralien bzw. Tonmilch wiesen Ionenaustausch- und
pharmakognosie bezeichnet wird Sorptionseigenschaften aus. Neben den Silikaten und
In der industriellen Massentierhaltung fehlt die lebens- dem kolloidalen Silizium enthielten sie alkalische (Na,
wichtige Selbstmedikation (Selbstprävention) der im K) und erdalkalische Elemente (Mg, Ca, Ba) sowie
freien lebenden Nutz- und Wildtiere durch Geophagie verschiedene Spurenelemente. Auch die dem Zeolith
(Verzehr von Erden, vor allem von Tonmineralien). eigenen aktiven hydroxylen Gruppen, die sich in den
Das Selbstmedikationsverhalten von im Freien leben- Kristallgittern befinden, spielten in den Stoffwechsel-
den Tieren (z. B. Affen, Papageien) hat der brasiliani- prozessen der geophagisierenden Tiere eine Rolle
sche Biologe Eraldo Medeiro Costa-Neto umfassend [Bgatova und Novoselov 2000].
untersucht [Costa-Neto 2012]. Er bezeichnete diese Bgatova und Novoselov [1999] berichten, dass Bären
Erscheinung Zoopharmakognosie. Ein wesentlicher das siliziumreiche Zeolithgestein fressen, um den
Bestandteil der Selbstmedikation der verschiedenen Mineralhaushalt für das Überstehen im sibirischen
Tierarten ist die Geophagie. Sie soll nach Costa-Neto Winter zu gewährleisten. Wissenschaftliche Untersu-
[2012] bei allen pflanzenfressenden Tieren sehr gut chungen ergaben, dass diese Tiere in der Brunstzeit
ausgebildet sein und Detoxikationseigenschaften besonders große Mengen Zeolith zu sich nehmen.
erfüllen. Dabei wurde beobachtet, dass die Tiere mit Demnach sollen ein Bär und eine Bärin bevor sie sich
Erde die sie fressen sehr wählerisch umgehen. Meis- zur Zeugung von Nachwuchs entschließen, mehrere
tens wählen sie Tonarten. Kilogramm Zeolith zu sich nehmen, um „bärenstar-
Die animalische Geophagie wurde von zahlreichen ken“ Nachwuchs zu haben. Auch während der Träch-
Wissenschaftlern bei den verschiedensten Tierarten tigkeit und Laktation nehmen die weiblichen Tiere
beschrieben [Hachel 2000; Mahaney et al. 1977, 2003; Klaus große Mengen Zeolith zu sich.
et al. 1998; Johns und Duquette 1991; Jones et al. 1985; Wiley et Es erhebt sich die Frage, warum wird in der indust-
al. 1998]. Diese Tierische Geophagie diente nach Beob- riellen Massentierhaltung die Zoopharmakognosie
achtungen dieser Wissenschaften folgenden gesund- mittels Geophagie nicht berücksichtigt? Die Anwen-
heitsfördernden Maßnahmen für die Tiere: dung der Silikate Naturzeolith und Montmorillonit ist
einfach, nutzbringend und unschädlich.
■ Mineralienzufuhr
■ Detoxikation Kurzbeschreibung der beiden Silikate
■ antiparasitären Wirkungen Silikate sind sehr stabile Silizium-Sauerstoff-Verbin-
■ Übersäuerungsneutralisierung dungen, in die auch sehr stabil andere Elemente, z. B.
■ Knochengesundheit (Puffereffekt) Aluminium (dritthäufigstes Element auf unserem Pla-
■ Stärkung der Immunfunktionen neten), Magnesium, Eisen, Natrium u. a., eingebun-
den sind. Das einfachste Silikat ist das Siliziumdioxid

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(SiO2). Für Tiere wichtige Silikate sind Naturzeolith


und Montmorillonit (auch unter der Bezeichnung Ben- ■ Radioprotektive Wirkungen (Bindung von Radio-
tonit und Smektik bekannt). nucliden)
Es gibt natürlich noch mehr Silikate. Allein über 40 Alu-
miniumsilikate präsentieren sich als sehr fruchtbare Wirkfunktionen des Naturzeoliths
Böden der Erdkruste unseres Planeten: Tone, Lehm, im menschlichen Körper
Löss [Hecht und Hecht-Savoley 2005]. Naturzeolith

Naturzeolith ■ dient der Steuerung und Aktivierung der Selbst-


Der Naturzeolith ist ein natürliches mikroporö- regulations- und Selbstheilungsprozesse
ses Gestein vulkanischen Ursprungs, welches in ■ schwächt die unerwünschten Nebenwirkungen
bestimmten Gebirgen vieler Länder vorkommt. Es klassischer Pharmaka ab (Chemotherapeutika,
gibt mehr als 100 verschiedene Zeolitharten. Der Antibiotika)
Klinoptilolith-Zeolith, der vorwiegend für medizinische ■ ist bester Adsorbent zur Bindung von Schwer-
und veterinärmedizinische Zwecke verwendet wird, metallen, Ammoniak, Dioxin u. a.
zählt zu den kristallinen Formen. Das Grundskelett ■ aktiviert das körpereigene Abwehrsystem
des Klinoptilolith-Zeoliths ist ein Kristallgitter welches ■ ist ein aktiver Regulator der Verdauungsfunktio-
kalibrierte Hohlräume von 4,0–7,2 Ångström ausweist nen
(1 Ångström = 10-10 m = 0,1 nm). Das Kristallgitter ■ bietet Schutz vor der Entwicklung von über-
(Anionenteil) besteht aus Silizium- (SiO4)- und Alumi- schüssigen freien Radikalen
nium-(AlO4)Tetraedern. In diesen festen SiO4-AlO4-Kris- ■ bindet Radionuklide von Atomreaktorstrahlen
tallgittern, die netzartig gestaltet sind, befinden sich ■ gewährleistet das Säure-Basen-Gleichgewicht
Kationen wie Kalzium, Magnesium, Natrium, Kalium im menschlichen Körper
u. a. im Verbund mit Kristallwasser (nicht freies H2O). ■ führt zum Ausgleich des Elektrolyt-Mineralstoff-
Bisher sollen in den Naturzeolithen (Klinoptilolith) min- wechsels
destens 34 Mineralien nachgewiesen worden sein.
Der Anteil des SiO2 beträgt 65–75 %. Montmorillonit/Bentonit
Die wichtigsten Funktionen des Naturzeoliths sind: Bentonit ist eine weiße bzw. grauweiße Tonart mit
einem hohen Gehalt an Mineralien. Die Bezeichnung
■ Selektiver Ionenaustausch, wodurch dem erhielt diese Tonart nach dem Fundort: Fort Benton,
menschlichen Körper nur die und so viel Minera- Montana, USA. Bentonit ist ein infolge „Verwitte-
lien zugeführt werden, wie er sie für die systemi- rung“ aus siliziumhaltigem vulkanischem Tuff, durch
sche Regulation benötigt. Andererseits werden Kieselbakterien, Flechten und Pilzen entstandenes
Schadstoffe aus dem Körper entfernt. „Schichtsilikat“, dessen Hauptanteil Montmorillonit
■ Adsorption, d. h. Bindung von Stoffen, z. B. Toxi- ist. Montmorillonit wurde nach der französischen
nen (Giften), die damit unschädlich gemacht Stadt Montmorillon (Vienne) bezeichnet, die auch als
werden. Beide Funktionen wirken untrennbar Fundort gilt. Reiner Montmorillonit hat ebenfalls eine
zusammen. grauweiße Farbe und wird auch als Schichtsilikat cha-
■ Zufuhr von kolloidalem Siliziumdioxid rakterisiert, ebenfalls mit einem Anionenanteil von
SiO4- und Aluminium-(AlO4)Tetraedern. Das Verhältnis
Die in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten nach- von Silizium zum Aluminium ist im Naturzeolith und
gewiesenen positiven Präventions- und Therapieef- Montmorillonit gewöhnlich 3:1 bis 8:1.
fekte des Klinoptilolith-Zeoliths lassen sich durch fol-
gende Funktionseigenschaften erklären. Wann sagt man Bentonit, wann Montmorillonit?
Bentonit und Montmorillonit (auch als Smektik
■ Detoxikation (Entgiftung) durch Ionenaustausch bezeichnet) kommen gewöhnlich als ein Gemisch mit
und Adsorption unterschiedlichen Anteilen beider Silikate vor.
■ Zufuhr notwendiger Mineralien und Regelung International hat man sich derzeit so geeinigt, dass
des Mineralstoffwechsels jene Schichttonart als Bentonit bezeichnet wird, deren
■ Sicherung des Elektrolythaushalts und der bio- Anteil von Montmorillonit < 50 % beträgt. Ist Mont-
elektrischen Aktivität durch Ionenaustausch morillonit mit > 50 % enthalten, ist die Bezeichnung
■ Beseitigung freier Radikale /Antioxidantienwir- Montmorillonit obligatorisch.
kung Der Montmorillonit hat einen SiO2-Anteil von 65–70 %.
■ Stärkung des Immunsystems Der Tuffsteincharakter von Naturzeolith und Montmo-
rillonit weist annähernd ähnliche Wirkungen beider
Silikate aus.

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Wesentliche Eigenschaften des Montmorillonits, die Schutz der Schleimhäute


für seine regulative und heilende Wirkung für den des Verdauungs­systems
Menschen von Bedeutung sind Bei peroraler (durch den Mund erfolgter) Verabrei-
chung wird die Schleimhaut von Magen und Darm mit
■ Selektiver Ionenaustausch einem dünnen Montmorillonitgel-Schutzfilm belegt,
Der selektive Ionenaustausch erfolgt über die wodurch die Wirkung gegenüber Noxen (krankheitser-
in den Zwischenräumen des Schichtsilikats regenden Faktoren) herabgesetzt und die Nervenendi-
eingelagerten Kationen. Diese können, wenn gungen des Magens und Darms ruhiggestellt werden.
der Montmorillonit in den Darm gelangt, gegen Auf diese Weise wird auch die Wirkung von Säuren,
Schadstoffe ausgetauscht werden. die zu Entzündungen im Darm führen können, erheb-
NH4 (Ammoniak), Blei (Pb), Caesium (Cs), lich vermindert [Vankov und Petkova 1980; Slanina 1974].
Strontioum (Sr), Quecksilber (Hg) und andere Zahlreiche Wissenschaftler erklären diesen Schleim-
Giftstoffe, die sich im menschlichen Körper hautschutz mit einer durch Montmorillonit bewirkten
befinden, haben eine große Affinität (Anzie- Modifikation der Glycoproteinsynthese der Magen-
hungskraft) zu den Schichten des Silikats und und Darmschleimhaut [Meyer-Jonas 1966; Fioramonti et al.
werden angezogen, dort aufgenommen und 1988]. Das ist eine einzigartige Schonwirkung im Darm
gebunden (Adsorption). In den freigewordenen [Schwarz et al. 1989].
Rezeptoren im Körper können nun die Kationen Wie wirkt Montmorillonit gegen krankmachende Bak-
wie Magnesium (Mg), Kalium (K), Natrium (Na), terien?
Eisen (Fe), Zink (Zn) u. a. aufgenommen und Die prophylaktische Wirkung des Montmorillonits
wirksam werden. gegenüber Infektionen im Magen-Darm-Trakt ist
■ Adsorption bekannt. Hierfür gibt es einige Erklärungsmodelle:
Mittels der Adsorption kann der Montmorillonit
Schadstoffe, die aus den Zellen und dem Bin- ■ Bindung pathogener (krankmachender) Bakte-
degewebe ausgeleitet worden sind, binden und rien an das Montmorillonit
neutralisieren. Adsorption wird abgeleitet von ■ Eingreifen des Montmorillonits in die Populati-
adsorbere, lateinisch an sich binden. Die Makro- onsdynamik der Bakterien
und Mikroporen des Montmorillonits haben eine
hohe spezifische Oberfläche. 1 Gramm Mont- Es konnte nachgewiesen werden, dass Montmoril-
morillonit kann eine spezifische Oberfläche von lonit selektiv verschiedene Bakterienpopulationen
700–800 m² entfachen und somit große Mengen beeinflussen kann. PH-Wert und Nährstoffverfügbar-
Gift- und Schadstoffe binden und neutralisieren, keit der Bakterien spielen dabei eine Rolle [Schwarz et
wenn er sich im menschlichen Körper befindet. al. 1989].
Gewöhnlich sind Adsorption und Ionenaus- Haydel et al. [2008] konnten mit in-vitro-Untersuchun-
tausch sowohl bei der Montmorillonitwirkung gen nachweisen, dass mit Tonmineralien (Montmoril-
als auch beim Naturzeolith funktionell gekop- lonit) ein breites Spektrum von antibiotikaresistenten
pelt. Montmorillonit kann aber nicht nur die Bakterien unschädlich gemacht werden konnte. Diese
durch Ionenaustausch aus dem Bindegewebe spezifische, antibakterielle Wirkung der siliziumhalti-
und den Zellen ausgeführten Schad- und Gift- gen Tonmineralien ist beachtenswert.
stoffe binden, sondern auch jene, die sich im Naturzeolith und Montmorillonit haben keine toxi-
Darm befinden. Das gilt auch für bestimmte schen und unerwünschten Nebenwirkungen. Außer-
Bakterien, Pilze und Viren dem sind sie umweltfreundlich.
Weitere Informationen über Naturzeolith und Mont-
Wesentliche Wirkungen des Montmorillonits morillonit sind unseren Büchern Hecht und Hecht-
Seit mehreren Jahrzehnten hat Montmorillonit fol- Savoley: Naturmineralien [2005] und Hecht und Hecht-
gende Anwendungen in der Medizin und Veterinär- Savoley: Klinoptilolith-Zeolith Siliziummineralien zu
medizin erfahren: entnehmen.

■ als pharmazeutischer Hilfsstoff Nutztieren der industriellen Massenhal­


■ zur Entgiftung und Ausleitung von Schadstoffen tung ist unbedingt die Zoopharmakognosie
(Detoxikation) durch Geophagie zu gewährleisten
■ zur Ausleitung und Bindung von Radionukliden Die zur natürlichen Lebenserhaltung der im freien
(Radioprotektion) lebenden Wild- und Nutztiere gehörende Selbstme-
■ zur Behandlung von Störungen des Verdauungs- dikation (Zoopharmakognosie) [Costa-Neto 2012] durch
systems, vor allem bei Durchfällen Geophagie wird den Tieren der industriellen Haltung
völlig entzogen. Sie müssen die Aufnahme von Erden,

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vor allem die Siliziumdioxid enthaltenden Tonminera- Blut- und Gewebeanalysen, Strukturmessungen und
lien entbehren. Infolge dessen erfolgt eine erhebliche Gewichtskontrollen) sowie auf Verhaltensbeobach-
Reduzierung ihres Gesundheitszustands, den man tungen. Es handelt sich um Langzeitanwendungen
vergebens versucht mit hohen Dosierungen von Anti- der Silikate, die sich von Wochen bis Monate erstre-
biotika herzustellen. Für den Verbraucher bedeutet cken. In allen angeführten Untersuchungen lief paral-
das minderwertige Produkte, denen wichtige Nähr- lel mindestens eine Kontrollgruppe häufig waren es
stoffe fehlen. Gleichzeitig besteht die Gefahr, mit anti- zwei bis drei.
biotikaresistenten Erregern befallen zu werden. Die Dosierungen der Silikate sind unterschiedlich. Sie
An nachfolgenden Beispielen von Studienergebnis- erstrecken sich von 0,1 % bis 3 % Anteil am Gesamt-
sen über die Anwendung von Naturzeolith und/oder futter. Teilweise wurden Dosierungsvergleiche in einer
Montmorillonit/Bentonit bei verschiedenen Nutztierar- Untersuchung angestellt. Die pulverisierten Silikate
ten wird bewiesen, dass die genannten Silikate in der wurden entweder dem angefeuchteten Futter beige-
industriellen Tierhaltung deren Gesundheitszustand mischt oder als Getränk verabreicht.
und Leistungsfähigkeit fördern könnten. Inzwischen
liegen so erdrückend viele Studienergebnisse vor, die Schweine
jeden Nutztierhalter veranlassen müssten, Naturzeo- Zuchtsauen
lith und Montmorillonit einzusetzen und auf Antibio- Zuchtsauen, denen langzeitig eines der beiden Sili-
tika zu verzichten. kate appliziert worden ist, zeigten gegenüber den
Es ist aber erstaunlich und auch unverständlich, dass Kontrollen
noch kein Agrarminister oder EU-Experte sich für die
Effektivität dieser Silikate in der Tierhaltung interes- ■ einen verbesserte Gesundheitszustand
siert hat. Ich trage die Hoffnung, dass dieser Artikel ■ größere Ferkelwürfe, geringere Ferkelsterb-
dazu Anregung geben wird. lichkeit, bessere Knochenstrukturen, geringere
Bevor ich die Studienergebnisse beschreibe, möchte (oder keine) Aggressivität anderen Tieren gegen-
ich eine mir vor 15 Jahren persönlich übermittelte über sowie normale Mineral-, Vitamin- und
Information des kroatischen Naturzeolith-Produzenten immunologische Parameterdaten [Kyriakis et al.
Tihomir Lelas (Zagreb) zu diesem Thema wiederge- 2002; Papaioanon et al. 2002; Ma et al. 1984; Cheshmedzie
ben. et al. 1985].
Beschwerden von Anwohnern einer großen Schwei-
nemästerei über die Geruchsbelästigung veranlassten Im Blut und Körpergewebe dieser Tiere wurden die
den Schweinemäster T. Lelas die Lieferung von Natur- Konzentrationen der Vitamine A und E, der Mineralien
zeolith, der bekanntlich Ammoniak bindet und die Kalium, Natrium, Phosphor, Calcium, Magnesium,
Geruchsbelästigung beseitigen kann, zu beauftragen. Kupfer und Zink sowie von immunologischen Para-
Als T. Lelas den Zeolith direkt in die Schweineställe metern bestimmt. Desweiteren erfolgte laufende
ablud, stürzten sich die Schweine auf den Zeolith und Gewichtskontrolle der Sauen und dann auch der Fer-
fraßen diesen mit Hast. Diese Beobachtung veran- kel. Die Zahl der Ferkel pro Wurf war gegenüber den
lasste Schweinemäster und T. Lelas zu der Überle- Kontrollen erhöht [Kyriakus et al. 2002; Kyriakis et al. 2002].
gung, dass die Tiere den Naturzeolith unbedingt benö-
tigen. In der Folgezeit wurde den Tieren regelmäßig Mastschweine
Zeolith als Beifutter gegeben. Das führte in kurzer Zeit Nach täglicher Applikation von Naturzeolith oder Ben-
zu einer erheblichen Verbesserung des Gesundheits- tonit wurde gegenüber den Kontrollen ein verbes-
zustands der Tiere und zu einer Reduzierung der Fer- serter Gesundheitszustand, verminderte Aggressivi-
kelsterblichkeit. tät, beschleunigtes Wachstum (Gewichtszunahme),
verbesserte Mineralienkonzentration im Blut und
Beispiele von Studienergebnissen zur Gewebe, hochwertige Eiweißzusammensetzung und
effektiven Anwendung von Naturzeolith damit eine höhere Qualität des Fleisches festgestellt
und Montmorillonit/Bentonit in der [Coffey et al. 1989; Shurson et al. 1989; Ward et al. 1991; Pond et
Haltung verschiedener Nutztiere al. 1988].
Aus der Fülle der vorliegenden Studien zur effektiven Bei diesen Tieren erfolgte eine kontinuierliche
Applikation der beiden Silikate in der Nutztierhaltung Gewichtskontrolle bis zur Schlachtreife. Der Gesund-
werden nachfolgend einige, zufällig herausgegriffene heitszustand der Tiere wurde an verschiedenen
wissenschaftliche Studienergebnisse als Beispiele Gewebe- und Blutparametern (Mineralien, Vitamine
kurz beschrieben. Diese Beispiele beziehen sich auf u. a.) sowie am Verhalten der Tiere nachgewiesen.
Schweine, Rinder, Schafe und Geflügel. Pond et al. [1983] berichten, dass sie mittels Naturzeo-
Die Ergebnissaussagen der angeführten Beispiele lithapplikationen die durch Cadmium (aus der Umwelt)
fußen auf sogenannten harten Daten (Laborbefunde, induzierte Anämie der Tiere beseitigen und in Folge

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dessen einen besseren Gesundheitszustand der Tiere Kälberaufzucht


mit einer schnelleren Gewichtszunahme gegenüber Nach Applikation der Silikate zeigten die Kälber
den Kontrollen nachweisen konnten. gegenüber den Kontrollen eine schnellere Zunahme
Lindemann et al. [1993] sowie Thieu et al. [2009] stell- des Körpergewichts, eine geringer Erkrankungshäu-
ten bei Mastschweinen und Aufzuchtferkeln nach figkeit und ein früheres Beenden der Saugperiode
täglicher Applikation von Naturzeolith oder Bentonit [Mohini et al. 1999; Losada et al. 1976].
ein verbessertes Wachstum (Gewichtszunahme) nach
Beseitigung der Aflatoxine bei den Tieren, an analo- Masttiere (Bullen)
gen Parametern, wie zuvor beschrieben, feststellen Nach täglicher Applikation der Silikate zeigte sich
gegenüber den Kontrollen ein verbesserter Gesund-
Rinder heitszustand, besserer Mineralstatus, eine schnellere
Die Studien, die im Bereich der Rinderhaltung und Gewichtszunahme und hochwertigere Eiweißzusam-
Rinderzucht die Wirkung der Langzeitanwendung von mensetzung des Fleisches [Berthiaume et al. 2007; Eng et
Naturzeolith und Montmorillonit/Bentonit reflektieren, al. 2006; Sherwood et al. 2006].
beziehen sich auf die
Anwendung von Naturzeolith und Bentonit/Mont-
■ Milchproduktion morillonit in der Prävention und Therapie in der
■ Aufzucht von Kälbern Rinderhaltung
■ Rindermast und Die beiden Silikate wurden sowohl in der Prävention
■ Therapie von Erkrankungen als auch in der Therapie von Rindern verwendet. Dazu
sollen einige Beispiele angeführt werden:
Aus der Fülle der vorliegenden Studien wurden einige
wissenschaftliche Arbeiten nach dem Zufallsprinzip ■ Prävention und Therapie der bei der Therapie
herausgegriffen, um sie in engem Rahmen dieses der Diarrhoe bei Kälbern [Vrzgula und Kuhm 1986;
Artikels als Beispiele kurz zu beschreiben. Karatzia et al. 2010]
Naturzeolith oder Montmorillonit/Bentonit werden ■ Therapie von Ketosen der Milchkühe [Katsonlos et
größtenteils in Dosen von 1,25–2,5  % Anteil der al. 2006a]
gesamten Futtermenge appliziert. In manchen Fäl- ■ Therapie von Paresen der Kühe [Katsoulos et al.
len wurden in einer Studie höhere Dosen verwendet. 2006b]
Gewöhnlich hatte die höhere Dosierung bessere ■ Mineralstatus zur Kontrolle des Gesundheitszu-
Effekte. stands [Katsoulos et al. 2005; Račikov 1999]
Die pulverisierten Silikate wurden dem feuchten Fut- ■ zur Förderung der Antikörperbildung [Karatzia
ter beigemischt oder als Getränk in Form einer Sus- 2010]
pension verabreicht.
Schafe
Milchproduktion Es liegen einige Studien, vor allem aus Australien, vor,
Die Langzeitanwendung der Silikate bewirkte im Ver- welche die Effektivität der Anwendung von Naturzeo-
gleich zu den Kontrollen (ohne Silikate) eine lith [Pond et al. 1984, 1989] und von Bentonit [Fenn und Leng
1989; Round 2000; Murray et al. 1990; Walzel et al. 1998] in der
■ Erhöhung der Milchproduktion (Menge) Schafhaltung belegen. In diesen Arbeiten wird über
■ Verbesserung der Qualität der Milch (Proteinge- die Verbesserung des Wachstums (ausgewiesen an
halt, Fettgehalt, Mineralgehalt) den Lebendgewichten) und über die Erhöhung der
■ starke Reduzierung von Erkrankungen, vor allem Wollproduktion berichtet.
solche des Verdauungssystems
[Dschaak et al. 2010; Homken et al. 1984; Bosi et al. 2002; Geflügel/Hühner
Garcia Lopez et al. 1992; Roussel et al. 1992; Lopez et al. Der größte Teil der uns vorliegenden Studien zum
1992; Lemerle et al. 1984; Rindsig et al. 1969] Einfluss von Naturzeolith und Bentonit sowie anderen
Tonmineralien wird den Hühnern gewidmet und zwar
Zur Verifizierung dieser Effekte wurden chemische mit den Schwerpunkten Legeleistung/Eierqualität [Ali
Analysen der Milch, Mengenmessungen und Lak- et al. 1994; Ambula et al. 2003; Bhatti und Sahota 1998; Olver 1989;
tationsdauer bestimmt. Zur Charakterisierung des Vogt 1992] und Aufzucht von Masthähnchen (Broiler)
Gesundheitszustand der Milchkühe wurden klinische [Harvey et al. 1993; Cabanero et al. 2005; Prvulovic et al. 2008; Shi
Laboruntersuchungen des Bluts und Gewebes der et al. 2005; Lon-Wo et al. 1991; Manafi et al. 2009; Miazzo et al.
Tiere, Temperaturmessungen und Kontrollen des Kör- 2005; Nikolakakis et al. 2013; Bailey et al. 2006].
pergewichts, Erkrankungshäufigkeit und Verhaltens- Aus dieser großen Anzahl von Studien geht hervor,
beobachtungen verwendet. dass mittels Applikation beider Silikate die Legeleis-

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tung der Hennen gegenüber den Kontrollen gestei- In zahlreichen Studien wurde nachgewiesen, dass
gert wird und dass deren Eier eine höhere Qualität Aluminiumsilikate, vor allem Bentonit/Montmorillonit,
ausweisen als die Kontrolltiere. Mit der Silikatapplika- die Aflatoxine adsorbieren (unschädlich machen) kön-
tion an die Hennen wurden auch Schwermetalle und nen. Das zeigen folgende Beispielstudien:
Aflatoxine adsorbiert (beseitigt).
Die Tiere der Masthähnchenzucht, die Naturzeolith ■ bei Kühen in der Milchproduktion: Thompson et
und Bentonit oder andere Tonmineralien erhielten, al. 1994; Veldman 1992
zeigten gegenüber den Kontrollen (ohne Silikat) einen ■ bei Schweinen: Shi et al. 2005, 2007; Schell et
geringeren Verlust durch Sterblichkeit, schnelleres al. 1993
Wachstum (Gewichtszunahme), bessere Knochenbil- ■ in der Hühneraufzucht: Santurio et al. 1999;
dung und eine bessere Eiweißbildungsqualität. Southern et al. 1994; Srebocan et al. 1988; Fau-
Diese Ergebnisse stimmen mit denen der USA-Sili- qir et al. 2000; Pasha et al. 2006; Eraslan et al.
zium-Forscherin Edith Muriel Carlisle [1986] überein, 2005; Chaturvedi 2004
die aufgrund ihrer Forschungsergebnisse postulierte:
„Ohne Silizium ist kein Wachstum möglich und nach- Diese zahlreichen Studien geben Anlass, dass den
wies, dass SiO2 in der Eiweißsynthese einbezogen Aflatoxinen in der Fleisch- und Milchproduktion mehr
wird. Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.
Während den großen Nutztieren die Silikate mehr in In diesem Zusammenhang ist noch zu erwähnen,
Pulverform verabreicht wurden, erhielten die Hühner dass Aflatoxine nicht selten auch in älteren Erdnüs-
vorwiegend Körner dieser Silikate mit einem durch- sen, Wallnüssen und Haselnüssen nachgewiesen
schnittlichen Durchmesser von 4 mm. Damit wird der worden sind [Cusomano et al. 1996; Barell 2005].
natürliche Pickfunktion der Hühner entsprochen.
Auch in den Masthähnchenaufzucht-Studien wird Radioprotektive Wirkung von Naturzeolith
über die Neutralisierung (Beseitigung) von Schwer- und Montmorillonit/Bentonit nutzen
metallen und Aflatoxinen berichtet. Spätestens seit der Reaktorkatastrophe von Tscher-
nobyl 1986 ist bekannt, dass die beiden Silikate
Naturzeolith und Bentonit gegen Naturzeolith und Montmorillonit Radionuclide binden
Aflatoxine können. In Tschernobyl wurden zirka 500.000 Tonnen
Aflatoxine sind Pilzgifte (Mykotoxine). Sie wurden Naturzeolith zur Schadenbegrenzung eingesetzt [Malsy
erstmals im Schimmelpilz nachgewiesen. Dieser hat und Döblin 2004; Armbruster 2001]. Vielen ist das Ereignis
die wissenschaftliche Bezeichnung Aspergillus flavus. heute nicht bekannt oder es wurde vergessen.
Aus dieser Bezeichnung wurde die Abkürzung A-fla Leider sind die Folgen dieser Katastrophe noch immer
gebildet. Aflatoxine (Mykotoxine) kommen in ver- gegenwärtig. Die Radionuclidwolke hatte damals
schiedenen Pilzarten vor. auch vor allem Süddeutschland und Mitteldeutsch-
In den letzten Jahren wurden Aflatoxine in Futtermit- land erreicht und Wälder und Felder verseucht. Zwei
teln, Getreide, Mais, Heu und Stroh nachgewiesen. Pressemitteilungen aus dem Jahr 2014 haben man-
Öffentlich wurde 2013 ein Aflatoxinskandal: Serbi- chen deutschen Bürger aufgeschreckt.
scher Mais war Aflatoxinbelastet [Pressemitteilung 2013]. „Viele Wildschweine in Thüringens Wäldern sind mit
Aflatoxine haben hepatoxische (lebervergiftende) Wir- radioaktivem Cäsium belastet – eine Spätfolge des
kungen und verursachen eine Leberdystrophie. Die- Reaktorunfalls in Tschernobyl vor 28 Jahren. Wer Wild
ser Toxineffekt kann schon bei Zufuhr von geringen liebt, sollte also nicht unbedingt auf Wildschwein
Dosen auftreten. Auch karzinogene Wirkungen wur- zurückgreifen – die Tiere sind besonders stark belastet.
den bei den Aflatoxinen festgestellt. Vor allem aber 28 Jahre nach dem Atomunfall von Tschernobyl sind
wird das Immunsystem von Aflatoxinen geschwächt. in Thüringen etliche Wildschweine noch immer so
Schimmelpilze können sich sehr schnell vermehren. sehr verstrahlt, dass ihr Fleisch nicht verkauft wer-
Nutztiere leiden bei aflatoxinbelasteter Futterzufuhr: den darf. Voriges Jahr wurden laut Gesundheitsmi-
Reduktion der erreichter Körpergewichtszunahme, nisterium 586 erlegte Tiere untersucht und bei fast
reduzierter Knochenaufbau, Durchfall sowie Leber- jedem zehnten der Grenzwert von 600 Becquerel pro
und Nierenschäden. Dieser Erscheinungen können Kilogramm überschritten. Ein Ende des Problems sei
bei allen Nutztieren, z. B. bei Schweinen, Rindern, nicht abzusehen, da sich die Cäsium-Belastung nur
Schafen und Geflügel, auftreten. alle 30 Jahre halbiere, sagte die Leiterin des Referats
In der Tierhaltung ist diese Gefahr schon seit langem für Lebensmittelüberwachung, Karin Schindler, der
bekannt. Deswegen wurde Bentonit [Maignan et al. 1971; Nachrichtenagentur dpa.“
Salmon 1985; Tavernera et al. 1984] oder Naturzeolith [Philips „... Untersucht werden aber nicht alle geschossenen
et al. 1988; Thompson und Newton 1994] schon vor mehr als Wildschweine. Vielmehr gibt es ein abgestuftes Sys-
35 Jahren zur Prävention und Therapie angesetzt. tem mit Schwerpunktgebieten, in denen alle Tiere

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getestet werden müssen, Jagdbezirken, in denen nur Die Erkenntnisse der Anwendung dieser Silikate in der
Stichproben von jedem fünften Tier untersucht wer- Nutztierhaltung und die mögliche Kontaminierung der
den und den übrigen Landesteilen mit noch kleineren Nutztierhaltung mit umweltinduzierten Schadstoffen
Stichproben, erläuterte Schindler.“ [dpa/Patrick Pleul: und Radionucliden war für die Russische Föderation
„Achtung, radioaktives Wildschwein! In Thüringen sind viele der Anlass, ein Pilotprojekt mit dem Titel „Schadstoff- und
Tiere radioaktiv belastet“. Gesundheit - Focus Online - Nachrichten, radionuclidfreie, mineralreiche natürliche Tierpro-
16.08.2014] dukte“ [Yanikov 1998] durchzuführen. An diesem Pilot-
Am 20.11.2014 veröffentlicht das Umweltinstitut projekt beteiligten sich folgende staatliche Institute in
München e. V. (Newsletter) erschreckende Daten über Form von Teilpilotprojekten:
gemessene radionuclidkontaminierte Waldfrüchte
und Wildschweine in Bayern. Die Ergebnisse sind ■ Landwirtschaftliche Staatsakademie des Minis-
in Landkarten von Bayern übersichtlich dargestellt. teriums für Landwirtschaft und Lebensmittel der
Nachgewiesen wurde radioaktives Cäsium 137, wel- Russischen Föderation, Bryansk
ches mit höchster wahrscheinlicher Sicherheit dem ■ Ostsibirische technologische Staatsuniversität
Super-GAU des Reaktors des AKW Tschernobyl aus Ulan-Ude des Bildungsministeriums der Russi-
dem Jahr 1986 entstammt. Man kann davon ausge- schen Föderation
hen, dass Menschen, die diese Waldfrüchte und/ ■ Wissenschaftliches allrussisches Forschungsin-
oder Wildschweinbraten verspeisen, sich der Gefahr stitut für Physiologie, Biochemie und Ernährung
niedrig dosierter radioaktiver Schäden (stochastische des landwirtschaftlichen Viehs, Dubrowizy
radioaktive Effekte) aussetzen. Das heißt, die Folgen ■ Allrussisches wissenschaftliches Forschungs-
geringer Mengen mit der Nahrung aufgenommenen institut für Pferdezucht, Diwowa, Ryasanskaya
Cäsiums könnten sich erst nach Jahren oder Jahr- Gebiet
zehnten in Form von Krebserkrankungen zeigen [Pflug- ■ Moskauer Staatsakademie „K. I. Skryabin“ für
beil et al. 2011]. Veterinärmedizin und Biotechnologien, Dubri-
Diese Daten wurden von engagierten Bürgern zusam- wizi, Moskauer Gebiet
mengestellt Dabei handelt es sich um eigene Mes- ■ Fernöstliche staatliche Agraruniversität Krasno-
sungen dieser Bürger oder von bayrischen Jägern yarsk
gemessene Daten, die diese der Bürgerinitiative zur ■ Russische Akademie der landwirtschaftlichen
Verfügung gestellt haben. Wissenschaften, Wissenschaftliche Produkti-
Es ist lobenswert, dass beherzte Bürger und Jäger die onsvereinigung „Niwa Tatarstona“, Kasan
schlimmen Folgen der Tschernobylkatastrophe (wenn
auch noch nicht flächendeckend) überzeugend dar- Uns liegen die Ergebnisse der Teilprojekte aus diesen
stellen. Eigentlich hätten derartige Messungen von Institutionen zu folgenden Themen vor:
staatlichen Umweltbehörden durchgeführt werden
müssen. Wie das Münchener Umweltinstitut mit- ■ Veränderung des Gehalts der Spurenelemente
teilte, hat das bayrische Umweltministerium es abge- und Ausführung der Radionuklide aus Organen
lehnt, diese Daten zu veröffentlichen. und Gewebe der Rinderjungtiere bei Verfütte-
Inwieweit zum Beispiel Weiden oder Ackerland noch rung von Zeolithergänzungen [Račikov 1999]
mit Radionucliden verseucht sind, wurde niemals ■ Entwicklung der Futterergänzung auf Grundlage
geprüft. von Zeolithen und Bewertung ihrer immunomo-
Der Einsatz der genannten Silikate in der Nutztierhal- dulierenden Aktivität [Bildujeva 2001]
tung bietet auf jeden Fall einen großen Schutz gegen ■ Einfluss von Zeolith-Tuff aus dem Sikeyewer
„strahlende“ Nahrungsprodukte. Das zeigen die Vorkommen des Kalushskaya Gebiet auf Ver-
Erfahrungen von Tschernobyl und u. a. die Arbeiten dauungsprozesse des Magen-Darm-Trakts bei
von Mima [1970], Vogt [1993], Unworth et al. [1989] und Mastjungbullen [Bogoljubova 2001]
Ahman [1996]. ■ Einfluss von Propolis, Zeolithen, Biotrin, Bifidum-
Eine Anmerkung: Im Sommer 2015 warnt das rus- bakterien und deren Kompositionsformen auf
sische Fernsehen vor „strahlenden Waldfrüchten“. Immunstatus und Produktivität der Stuten der
Selbst erlebte ich in Russland, wie auf Basaren Wald- baschkirischen Rasse [Shagivaleyev 2001]
früchte mit strahlennachweisenden Geräten überprüft ■ Effektivität der Anwendung der bilanzierenden
wurden. Ergänzungen mit Zeolith und Karbamid beim
Mästen des Rindjungviehs [Gamsajev 2001]
Schlussbemerkung ■ Ökologische Aspekte der Anwendung der
Die dargelegten Studienergebnisse zeigen, dass mit- Naturzeolithe des Wanginer Vorkommens in der
tels Naturzeolith und Montmorillonit/Bentonit ökolo- Viehzucht [Moshtshewikin 2000]
gisch reine Nutztierprodukte erzeugt werden können.

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Keinesfalls aber ist die Fütterung der Tiere in der Mas- Andersson, I.; J. Haekansson; K. Anner (1990): Transfer of
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Bentonit ein Alibi für das Weiterbestehen dieser Unna- growing finishing pigs, and the effect of feeding bentnite.
türlichkeit. Diese wäre ein erster wichtiger Schritt, Swedish Journal of Agricultural Research 20, S. 43–48
bessere Produkte zu erhalten und den Antibiotikaein- Armbruster, T. (2001): Clinoptilolite-heulandite: applications and
satz zu beseitigen. Ideale Produkte, die eine gesunde basic research. Studies in Survace Science and Catalysis
Ernährung gewährleisten, bietet die natürliche Tierhal- 135. Zeolites and Mesoporous Materials at the Dawn of the
tung plus Zugabe von Naturzeolith und/oder Montmo- 21st Century. A. Galarnau, F. Di Renzo, F. Faujula, J. Veddrine
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