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Wichtige Infos für den Synchronsprecher

Das Synchronstudio
Auf dem Pult liegt das Synchronbuch. Davor das Mikrofon, dahinter der Monitor.
Der Take, der zu bearbeiten ist, wird eingespielt. Bei der Aufnahme wird ein rotes Licht
leuchten.
In der Disposition ist aufgelistet, welcher Sprecher welchen Take in u.U. welcher Folge zu
sprechen hat, und wie die jeweilige Figur heißt. Mehrere Uhrzeiten geben an, bis wann
welche Takes ungefähr gesprochen werden müssen.

Der Timecode gibt dem Sprecher Informationen über Längen, falls diese Informationen
nicht über das Bild gegeben werden.
Auf Vier („1, 2, 3, 4“), also wenn das Bild kommt, muss der Satz gesagt werden. Nicht
etwa zwei Sekunden später.

Synchronregisseur
Die Regie hat die Gesamtverantwortung. Sie konzentriert sich auf den künstlerischen
Ausdruck. Die Sprecher werden zu Beginn vom Regisseur in den Film, die Szene, die
Rolle eingewiesen, da diese sich vorher nicht in die Rolle/Situation/Stimmungslage
einarbeiten können.
Die Angst vor Raubkopien ist hierfür der Grund. Es ist oftmals nur möglich, kurz vorher
im Synchronbuch zu schauen, welche Art von Takes oder Sprache auf den Sprecher
zukommen. Wenn man vor Beginn der Aufnahme einen Blick in das Synchronbuch
riskiert, ist es wichtig, die Takes nicht auswendig zu lernen, um sich im Ausdruck noch
nicht festzulegen.

Der Regisseur entscheidet in Zweifelsfällen, ob ein asynchroner Take akzeptiert werden


sollte, weil der Ausdruck schön gestaltet ist, aber unter keinen Umständen
lippensynchron gesprochen werden kann, weil dies einen zu großen Rhythmuswechsel
bedeuten würde und dann nicht mehr natürlich klingen würde.

Tonmeister
Der Tonmeister ist für alle technischen Aspekte zuständig. Also die Tonqualität, die
Lautstärke und auch dafür, ob der Mikrofonabstand eingehalten wird. Er wird sich auch zu
Wort melden, wenn die Aussprache nicht sauber und verständlich war oder es
Störgeräusche gab, die u. U. durch ein Schlagen gegen das Pult verursacht wurden.
Zischlaute oder Spuckebläschen entgehen ihm nicht. Für seine spätere Arbeit ist es
wichtig, dass die Sprecher bezüglich der Lautstärke und Intensität so sprechen, als wären
sie in der Szene. Ob im Wohnzimmer oder auf dem Weihnachtsmarkt. Die Gefahr ist, im
schalltoten Raum anders und vor allem leiser zu sprechen als in einer natürlichen Umgebung.
Aus diesem Grund ist es auch für den Tonmeister wichtig zu wissen, wo die Szene stattfindet.

Synchronbuchautor
Der Synchronbuchautor erstellt anhand des Filmes, des Original-Drehbuchs und der
Rohübersetzung ein Dialogbuch, das Sprache, Inhalt, Dramaturgie und Bild in
bestmöglichen Einklang bringt. Ein lippensynchrones Dialogbuch ist Voraussetzung dafür,
dass der Prozess vom ersten Take bis zum Final Mix reibungslos verlaufen kann.
Mengen
Der Einstieg ins Geschäft ist zäh. Viele Anfänger bekommen ihre Chance durch
Mengentage, bei denen Massenszenen oder Stimmen für den Hintergrund einer Szenerie
aufgenommen werden. Hier kann man durch professionelles Arbeiten auffallen. Und vor
allem kann man die Sprecher, die schon länger dabei sind, beobachten und von ihnen
lernen.

Regieanweisungen
Das Ziel ist, Lippensynchronität zu erreichen. Es wird oftmals angenommen, dass der
Text deckungsgleich zum Originalton sein soll. Das ist nicht der Fall. Es soll stattdessen
erreicht werden, dass der Text deckungs- und bewegungsgleich zu den
Lippenbewegungen ist und auch zur Mimik und Gestik.
Der Cutter oder Regisseur schaut genau hin, ob ein Sprecher zu früh oder zu spät
einsetzt oder eine Pause zu lang oder zu kurz ist. Manchmal kann es zurechtgeschoben
werden. Wenn nicht, gibt es Anweisungen, damit der Sprecher den nächsten Take perfekt
sprechen kann:
1. Breiter bedeutet, etwas langsamer, gedehnter sprechen.
2. Lass überhängen bedeutet, den deutschen Text etwas länger als das Original zu sprechen
3. und schlag vor heißt, mit dem deutschen Text früher anzufangen, als man im Original
hört. (Das funktioniert nur, wenn der Schauspieler den Mund schon geöffnet hat.)
4. Eine Zäsur soll beachtet werden oder größer bzw. kleiner gemacht werden.
5. Eine Pause soll u. U. übersprochen werden.

Geräusche/Atmos
Zu der Originalfassung wird vom Kunden auch ein IT-Band geliefert. Dieses enthält
Musik, Geräusche, Atmosphäre und u. U. auch Stimmenhintergründe. Manchmal werden
die Stimmenhintergründe in Mengentakes aufgenommen. Wenn die Tonträger nicht
vollständig sind, werden sie von einem Tonmeister und Geräuschemachern hergestellt.

Takes
Für einen Spielfilm von 90-120 Minuten länge werden ca. drei bis sieben Tage benötigt.
Hierbei fällt ins Gewicht, wie viel Dialog anfällt und wie viele Figuren auftreten oder ob es
viele Massenszenen, Menge, gibt. Der Regisseur, Tonmeister, Cutter und die für die
jeweiligen Aufnahmen nötigen Schauspieler arbeiten in der Hektik präzise und
hochkonzentriert. Es werden täglich mindestens 200 Takes aufgenommen, die nicht
bekannt sind. Für längere Diskussionen ist keine Zeit.
1 Take: ø Länge: 6 Sek. bei ø Wortzahl: 12

x-en
Die Parts, mit denen der Sprecher, der gerade im Studio aufgenommen wird, im Film
sprechen würde, sind gestrichen, also ge-x-t. Deren Aufnahme erfolgt separat.
Oftmals wird nicht chronologisch aufgenommen. Zeitliche Vorgaben der Schauspieler,
Sprecher könnten z. B. hierfür der Grund sein.
Das kann zur Folge haben, dass die Sprecher schnell zwischen verschiedenen Szenen,
Entwicklungen und ganz unterschiedlichen Gefühlen hin und her wechseln müssen oder
aber auch rasant eine Unterhaltung ohne Gegenpart führen müssen und deren Gegenpart
schnell überfliegen müssen. Es kann auch bedeuten, sich in mehreren Stunden durch
mehrere Folgen einer Serie durchzusprechen.
Besonderheiten
Übe die folgenden Handlungen am Mikrofon und überprüfe die Aufnahmen auf
Authentizität.
1. Zum Beispiel einen schweren Sack hochheben; Schlägerei
2. Man muss laufen, während man sich unterhält
3. Schokopudding essen, Bandnudeln / Weintrauben essen
4. Sich küssen (Hand benutzen!)

Herangehensweise
Als erstes den Take in Ruhe anschauen und die Rolle nachempfinden. Und die Situation,
in der die Rolle sich befindet. Dann analysieren, also verstehen, was man sagen will. Und
zwar auch den Subtext. Dann sprechen.

Authentizität/Glaubwürdigkeit
Bitte auf keinen Fall einen Text aufsagen. Es ist wichtig, sich in die Figur hinein zu fühlen,
die Situation nachzuempfinden, die Rolle der Figur zu spielen. Es ist wichtig zu wissen,
wie man mit seiner Stimme arbeitet, sie im Griff zu haben und zu wissen, woher man die
Gefühle ad hoc holt. Wo soll man suchen, damit es sich ehrlich anhört? Zu dem
Grundwissen aus der Schauspielerei ist ein einwandfreies Hochdeutsch, das nicht gestelzt
klingen darf, sehr wichtig.

Bevor du einen Take siehst, lies ihn dir im Dialogbuch durch. Versuche, den Dialog / die
Replik schon einmal für dich zu sprechen. Wenn der Take gezeigt wird, schau ihn dir
einmal in Ruhe an. Dann solltest du sofort versuchen, die Stimmung auf den deutschen
Satz zu übertragen. Mach dir den Text sehr schnell mundgerecht und sprich (in diesem
Übungsstadium) den deutschen Text alsbald über das fremdsprachige Original.
Arbeite stets konzentriert und schnell: Während der Aufnahme kommt es nur darauf an,
dass man den Take schnellstmöglich und so gut wie möglich abliefert. Man sollte sich
nicht ablenken lassen, z. B. von dem Studio, den anderen Sprechern oder dem Mikrofon.
Zeit ist Geld!
Durch höchste Konzentration helfen wir, Geld zu sparen, da wir auf diese Weise so wenig
Zeit wie möglich für einen Take brauchen. Versuche nicht, den Original-Sprecher bzw.
Darsteller zu kopieren. Es geht vielmehr darum, die Stimmung der Szene und der Figur
zu übernehmen. Bleib authentisch und vertraue darauf, dass Regie / Produktion /
Aufnahmeleitung ausdrücklich dich für diesen Part gebucht hat.
Sprich entsprechend laut, wenn nötig. Oft kommt es uns so vor, als übertrieben wir
extrem, was die Lautstärke betrifft. Beim Abhören der synchronisierten Fassung stellen
wir dann aber fest, dass das, was wir in der Aufnahme für übertrieben hielten, sich oft
unglaublich gut anhört. Mut zu klarer, prononcierter Stimmgebung! Allerdings schreie die
anderen „Figuren/Darsteller“ auch nicht an, wenn sie z. B. genau vor dir stehen.

Körpereinsatz
Es kommt immer wieder vor, dass sich Studenten vor das Mikro stellen und versuchen,
eine hochemotionale Szene ohne Körpereinsatz zu synchronisieren (im Sitzen / mit
Händen in den Hosentaschen etc.) Das geht meistens schief. Hilfreich ist, die
Bewegungen des Darstellers im Film beim Sprechen nachzuvollziehen. Wichtig ist auch,
emotional zu sein. Vertraue auf dein Spiel! Aber erkenne auch, wenn deine Figur ganz
entspannt im Liegen spricht.
Es ist wichtig, stets die Mimik mitzuspielen und stets die Kopfhaltung zu beachten, da
sich beides auf den Klang der Stimme auswirkt. Und Letzteres darauf, wie ein Gefühl
transportiert wird. Verliere nicht die Spannung! Habe eine Ansprechhaltung.
Drehpunkt/Bruch
Drehpunkt und Bruch gehören zu den wichtigsten Darstellungsmitteln. Beide bedeuten
Momente, in denen sich in einer Szene etwas verändert, da die handelnde Person nach
einer Wahrnehmung innehält, innerlich reagiert, in einen neuen Zustand gerät, die
Handlung verändert oder abbricht. Es sind die Gelenke zwischen den Gliedern einer
Handlungskette. Verändern die neue Wahrnehmung oder das neue szenische Argument
die Szene - und den Zustand der Spieler - nicht grundlegend, sondern lenken sie den
Handlungsstrom nur ab, ohne ihm seine Grundqualität zu nehmen, sprechen wir von
einem Drehpunkt.
- Zwei Männer plaudern einvernehmlich im Café. Da tritt eine hübsche Frau ein. Das
Geplauder stockt, geht dann in etwas verändertem Ton weiter.
- Ein Mann sitzt im Zug, schaut gleichgültig aus dem Fenster. Da sieht er die
Bahnhofsuhr. Er gerät in Aufregung.

Jede Wahrnehmung ergibt eine kleine Reaktion und dreht die Szene ein klein wenig in
eine andere Richtung.

Subtext
Die Doppeldeutigkeit in der Sprache: Wir sagen etwas, allerdings wird meist
unterschwellig noch etwas anderes gemeint.

Im Text steht: „Ich geh eine Runde spazieren.“ Gespielt werden muss jedoch etwas, was
nicht ausgesprochen wird: „Ich bin traurig.“
Es gibt also zwei Ebenen:
Das, was gesagt wird.
Das, was dahinter steckt.
Zur besseren Unterscheidung nennen wir die erste Ebene den Text, die zweite den
„Subtext“.
Gesprochen wird der Text, gespielt wird jedoch der Subtext.
Das hat Konsequenzen für die Arbeit am Stück:
-Probenarbeit ist Subtextarbeit
-Spielerinnen und Spieler sollten die Text- und Subtextebene voneinander unterscheiden
können
Der Subtext ist kein „Text“, sondern ein untrennbar verschlungenes Gewebe von
Gedanken, inneren Bildern, Gefühlen, damit verbundenen Körperempfindungen und -
haltungen. Für Konstantin Stanislawski, auf den die Unterscheidung zwischen Text und
Subtext zurückgeht, war der Subtext das „nicht offen ersichtliche, aber innerlich spürbare
geistige Leben der Rolle, das beständig unter den Worten des Textes strömt und sie
unablässig rechtfertigt und belebt“.
Jede Texteinheit hat ihren eigenen Subtext.
(Und hat sie keinen, bleibt sie ausdrucks- und bedeutungslos.)
Off-Sprechen
In der Einheit Off-Sprechen beschäftigst du dich mit den Texten, die Beiträge und
Dokumentarfilme mit Leben erfüllen. In diesem Fall ist es nicht die Aufgabe, einem
sichtbaren Schauspieler die Stimme zu leihen. Jetzt besteht die Aufgabe darin, Texte zu
sprechen, die in den meisten Fällen die Bilder im Film unterstützen, erklären oder einfach
nur begleiten.
Zuallererst denke daran, dass es keinen Sinn hat, irgendjemanden nachzuahmen oder
einen Tonfall zu übernehmen, der dir besonders gut gefällt.
Gerade als Off-Sprecher müssen wir unseren eigenen Charakter sehr glaubhaft
präsentieren. Man muss der Stimme anhören, dass wir sie nicht verstellen.
Wenn wir Beiträge im Off sprechen, kommt es nicht darauf an, dass wir uns besonders
hervortun durch eine schöne Stimme oder Betonungen irgendwelcher Art. Je
unaufdringlicher die Stimme eines Off-Sprechers, desto besser.
Des Weiteren müssen wir darauf achten, dass unsere Stimme genau die Stimmung trifft,
die durch den Beitrag transportiert werden soll.
Bilder, Animationen, Interviews mit Wissenschaftlern oder z. B. Betroffenen sind meistens
sehr professionell zusammengeschnitten. Ein unverzichtbarer Faktor ist die Stimme des
Off-Sprechers. Erst durch sie kommt Leben in den Beitrag. Der Sprecher muss das
Interesse des Zuschauers nicht nur wecken, sondern den Zuschauer auch für den Rest
des Beitrags fesseln. Selbstverständlich muss der Sprecher im Studio eine schnelle
Auffassungsgabe haben. Da die deutsche Sprache zumeist mehr Zeit benötigt, ist das
oftmals schon hohe Tempo im Original noch zu überbieten.
Förderlich ist beim Off-Sprechen ein gutes Hochdeutsch. Sicherlich sind die regionalen
Sender hin und wieder eine Ausnahme. Es kann sein, dass in den Lokalnachrichten oder
bei manch anderer Gelegenheit im Dialekt gesprochen wird. Die überregional
ausgestrahlten Filme und Beiträge werden allerdings nur in seltensten Fällen mit
Sprechern besetzt, die kein Hochdeutsch sprechen.

Voice-over
Definitionen:
1. Bei der Originalfassung mit gesprochenen Untertiteln läuft der Originalton leise im
Hintergrund, während im Vordergrund ein Sprecher mit neutralem Tonfall in der
entsprechenden Zielsprache den Text spricht. Der Sprecher der Zielsprache setzt etwas
später ein als der Sprecher im Original, um den Unterschied zwischen beiden Sprechern
zu verdeutlichen.
Häufig bei Nachrichtensendungen, Magazinbeiträgen, wie aspekte/ZDF etc.

2. Originalfassung in Voice-over-Bearbeitung: ähnlich wie das vorher beschriebene


Verfahren. Der Unterschied besteht darin, dass es nicht nur einen Sprecher gibt, sondern
jede Person des Originals ihren eigenen Sprecher bekommt. Die Sprecher sind nicht
neutral, sondern spielen „ihre“ Rollen.
Häufig angewandt bei großen Unterhaltungsshows, wie z. B. „Wetten, dass…?“ mit z. T.
berühmten internationalen Gästen)

3. Die Kommentar-Fassung: Nur ein Sprecher ist vorgesehen. Auch hier ist der
Originalton noch leise im Hintergrund zu hören. Der Sprecher ist kein neutraler
Kommentator, sondern spricht alle Rollen. Dabei kann er zwischendurch auch Erklärungen
abgeben, falls anzunehmen ist, dass das Zielpublikum Verständnisprobleme haben
könnte.

Vorteil: Atmosphäre und Intonation des Originals sind wahrnehmbar.

Problem: Für Zuschauer, die beide Sprachen beherrschen, kann diese Form verwirrend
sein, wenn sowohl Originalton als auch der Sprecher zu hören sind.
Heute noch häufig im polnischen und russischen Fernsehen verwendet.
Honorar
Das Honorar ist von verschiedenen Faktoren abhängig.
- Wie erfahren bist Du? (Die Agentur Brilliant Voice unterscheidet z.B. 3 Kategorien)
- Wie viel Text wird eingesprochen? (Gezählt werden entweder Worte oder Minuten)
- Bei Werbung: wo wird der Spot ausgestrahlt? (Regional, deutschlandweit,
international)? Achte auf das Buyout!
Die Unternehmen werden Dir ein Honorar vorschlagen. Du solltest aber informiert genug
sein, um zu beurteilen, ob das Angebot fair ist. Als Freiberufler verhandelst Du Dein
Honorar selbst. Verkaufe Dich nicht unter Wert!
Damit ruinierst Du auch die Preise für Kollegen und wirst wegen „Preis-Dumping“ in der
Branche nicht mehr ernstgenommen!
Folgende Preislisten helfen Dir, Deine Preise zu kalkulieren:
Sprecherverband.de / Briiliantvoice.com
Beide Listen sind nicht bindend, sie liefern aber einen guten Einblick in marktübliche
Preise.

Eine Sprecher-Agentur ist empfehlenswert. Diese wird Dich jedoch erst aufnehmen, wenn
Du schon einige Jobs nachweisen kannst. Es gibt aber auch Online-Agenturen, bei denen
Du Dich bewerben kannst. Informiere Dich im Netz, was für Dich in Frage käme.

Informiere Dich über die steuerliche Situation von Freiberuflern (Einkommensteuer-


Erklärung, Umsatzsteuer) sowie die KSK und GVL.

Die Gagenliste deutscher Sprecher (ehem. ‘Hamburger Liste’) ist eine über viele Jahre
gewachsene Orientierungshilfe bei Gagenverhandlungen, zur Vereinfachung von
Kalkulationen gegenüber Agenturen und Produktionshäusern sowie innerhalb der großen
Gruppe der Sprecher.
Dieses Instrument wird kontinuierlich weiterentwickelt, gepflegt und an die sich ständig
verändernden Erfordernisse unserer Branche angepasst. An diesem Prozess beteiligt sind
neben Sprechern, Studios und Produktionshäusern auch Vertreter der Interessengemeinschaft
der Produzentenallianz und des Gesamtverbands Kommunikationsagenturen
GWA, die diese Empfehlungen ausdrücklich unterstützen.
Gleichwohl stellen die genannten Gagen keine tarifliche Absprache oder Verpflichtung dar,
sie dienen ausschließlich der Orientierung und Vergleichbarkeit und jeder Posten ist
selbstverständlich individuell verhandelbar. Die Gagenliste deutscher Sprecher versteht
sich allerdings als gemeinsam entschiedene Empfehlung für eine angemessene und
vergleichbare Gagengestaltung.

Die Gagenliste deutscher Sprecher (ehem. Hamburger Liste) unterscheidet zwischen dem
Layout (unveröffentlichte Aufnahme, einzeln oder als pauschale SessionFee) und der
Verwertung (einzeln oder als Paket, i.d.R. 1 Jahr). Aus der Verwertungsgage oder dem
Verwertungspaket wird im ersten Jahr das Layout angerechnet. In den Folgejahren
werden die Verwertungen mit 100% (aus Archiv) berechnet.

Inhalt der Gagenliste:


1. Layout SessionFee
2. Verwertung SessionFee
3. Verwertungen PAKETE
4. Zeitlich unbegrenzte Nutzung
5. Räumlich unbegrenzte (weltweite) Nutzung
6. Zeitlich und räumlich (weltweite) unbegrenzte Nutzung
7. Layouts und Verwertungen EINZELN
8. Kommentar / Voice-over/ O-Töne
9. Text-Format
10. Anhang
Interessenverband: www.ivs-ev.info