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ARTERIOSKLEROSE (umgangssprachlich Gefäßverkalkung):

Definition: Bezeichnet eine krankhafte Einlagerung von Cholesterinen und an-


deren Fetten in die innere Wandschicht arterieller Blutgefäße. Sie
ist somit ein Prozess mit fortschreitenden Veränderungen der Arte-
rienwände. Die Gefäße werden starrer und im Durchmesser enger.

Sie betrifft besonders Arterien mit hohem Druck (Aorta + abgehende Arterien)
und tritt daher bevorzugt an den Herzkranzgefäßen, der Aufzweigung der Hals-
schlagader und den großen Beinarterien auf. Sie ist eine der Haupttodesursa-
chen in den Industrieländern.

Die Hauptrisikofaktoren wie Bluthochdruck, Rauchen, Diabetes mellitus,


erhöhte Cholesterin- und Triglyceridwerte, genetische Disposition, fortschrei-
tendes Alter, mangelnde Bewegung => Adipositas (BMI>30), Stress, Alkohol-
abusus … führen zu einer Funktionsstörung des Endothels (Innenschicht des
Gefäßes) und daraus resultierend dann zu einer Endothelschädigung. Blut-
zellen dringen in die Gefäßwand und lagern Fette ein => die Bildung von arterio
sklerotischem Plaque, weil sich die Gefäßwand entzündet und sich Muskel-
sowie Bindegewebszellen vermehren. Dadurch werden die Arterienwände
dicker, verlieren ihre Elastizität und engen das Lumen (Hohlraum) der Arterie
immer mehr ein. Es kommt zu Blutgerinnselbildung, Einengung (Stenose) und
Verkalkung, die in weiterer Folge zu Gefäßverschluss oder Infarkt führen.

Daraus resultieren dann Krankheitsbilder wie die der pAVK (periphäre arterielle
Verschlusskrankheit), Aneurysma, Schlaganfall, KHK (koronale Herzkrankheit),
Herzinfarkt …..
VERDAUUNGSTRAKT:
VERDAUEN heißt enzymatisch spalten – die Bestandteile der aufgenommenen
Nahrung müssen als Einzelteile ins Blut gelangen. Dazu braucht es Enzyme.
Diese sind Eiweiße die als Biokatalysator chemische Reaktionen im Körper be-
schleunigen ohne sich dabei selbst zu verändern. Sie können zusammensetzen,
aber auch zerlegen. Die Wirkungsweise von Enzymen nimmt mit fortschreiten-
dem Alter ab.

ANATOMIE oder DER WEG DER WURSTSEMMEL:

MUND (Os – oris) - darin befinden sich Zähne, Zunge, Mundschleimhaut


RACHEN (Pharynx)
SPEISERÖHRE (Oesophagus) - sie ist ein ca 30 ca langer Muskelschlauch
ÖFFNUNG IM ZWERCHFELL (Diaphragma)
MAGEN (Ventriculus/Gaster)
PFÖRTNER (Pylorus) – Schließmuskel am Magenausgang
DÜNNDARM – besteht aus 3 Abschnitten – 12 FINGER DARM (Duodenum)
LEERDARM (Jejunum)
KRUMMDARM (Ileum)
BAUHINSCHE KLAPPE – Verbindung zwischen Dünn- und Dickdarm
benannt nach dem Schweizer Caspar Bauhin
DICKDARM – unterteilt sich in BLINDDARM (Caecum) mit WURMFORTSATZ
(Appendix vermiformis – im landläufigen Sinn als
Blinddarm bekannt)
COLON – COLON ASCENDIS (aufsteigend)
rechte Dickdarmbiegung (Colonflexur)
COLON TRANSVERSUM (Querverlauf)
linke Dickdarmbiegung (Colonflexur)
COLON DESCENDES (absteigend)
COLON SIGMOIDEUM/SIGMA (S-förmi-
ger Verlauf des Colon)
MAST- oder ENDDARM (rectum)
ANUS – unterteilt sich in INNEREN SPHINCTER (innerer Schließmuskel/glatte
Muskulatur/unwillkürlich)
ÄUSSEREN SPHINCTER (äußerer Schließmuskel/quer-
gestreifte Muskulatur/willkürlich)
PHYSIOLOGIE oder DAS SCHICKSAL DER WURSTSEMMEL

EINSPEICHELN im MUND – 3 paarige Speicheldrüsen


OHRSpeicheldrüse (Glandula parotidea)
UNTERZUNGENSpeicheldrüse (Glandula sublingualis)
UNTERKIEFERSpeicheldrüse (Glandula submandibularis)

Speichel besteht aus H2O (zur Anfeuchtung der Schleimhaut), Salzen, Calzium,
Abwehrstoffen, Verdauungssubstanzen (z.B. Amylasen also Enzymen zur Koh-
lenhydratspaltung, Ptyalin (Stoff wegen dem Brot bei längerem Kauen süß
wird).

ZUNGE – hilft beim Kauen und Saugen, formt Bissen und startet das Schlucken
Tast- und Geschmacksempfinden, Lautbildung beim Sprechen, Reini-
gung des Mundes

SPEISERÖHRE – oberstes Drittel besteht aus quergestreifter Muskulatur, die


restlichen beiden Drittel aus glatter Muskulatur
Engstellen in der Speiseröhre beim Kehlkopf (Ringknorpelenge)
bei der Aorta (Aortenenge) und beim Durchtritt durch das
Zwerchfell (Zwerchfellenge)
PERESTRALTIK – Weiterpressen des Speisebreies durch wellen-
förmige Bewegungen

MAGEN – hat die Aufgabe eines Reservoires - die Magenschleimhaut gibt Salz-
säure (HCl – Chlorwasserstoffsäure) ab – diese zersetzt die Nahrung,
und bereitet sie so auf die Verdauung vor – außerdem tötet sie Bak-
terien (ist somit bakteriocid)

durch die Salzsäure im Magen wird Pepsinogen zum eiweißspalten-


den Enzym Pepsin (Proteasenbildung)

durch Lipasen beginnt die Fettverdauung im Magen

Intrinsc Faktor – spezielles Eiweiß, welches nur im Magen gebildet


wird, bindet Vitamin B12 – dieses wiederum wird
für die Erytropoese (Erybildung im roten Knochen-
mark) benötigt
Schleimbildung zum Schutz des Magens vor der Salzsäure und
leichteren Weitertransport des Mageninhalts

die Muskulatur des Magens befördert den Inhalt in peristraltischen


Wellen in den 12 Finger Darm weiter, wo der Speisebrei mit Galle
und Bauchspeichel vermischt wird

GALLE – Gallenflüssigkeit (Galle) wird von der Leber produziert, in die Gallen-
blase (nur Speicherort) weitergeleitet und fließt dann von dort über
den großen Gallengang in den 12 Finger Darm

Sie enthält Emulgatoren (Lecitin), Gallensäure (zur Unterstützung der


Verdauung), Wasser, Billirubin (Abbauprodukt von Hämoglobin), Salze

BAUCHSPEICHELDRÜSE – produziert den Bauchspeichel – enthält jede Menge


Enzyme – hier beginnt die RICHTIGE Verdauung -
Amylasen (Kohlenhydratverdauung)
Proteasen (Eiweißverdauung)
Lipasen (Fettverdauung)

PAPILLA VATERI – Mündungsstelle des großen Gallenganges und des großen


Pankreasganges – Ringmuskel zur Vermeidung von Rückfluss

LEER- und KRUMMDARM – die Schleimhaut des Leer- und Krummdarms bildet
große Falten – darauf befinden sich Zotten mit Ei-
weißhärchen (Mikrovillis) – in der Mitte jeder Zote
befinden sich ein Lymphgefäß und Kapillaren zum
Substanzabtransport => Oberfläche des Dünndarms
wird um ein Vielfaches größer
Gluten verklebt (zerstört) Zotten

Der Nahrungssaft ist nun in seine kleinsten Bestandteile (Fette, Kohlenhydrate,


Eiweiße) zerlegt, welche nun ins Blut gelangen können. Das passiert durch die
Darmwand – also in das CO2 reiche Blut. Gilt für alle resorbierbaren Stoffe wie
z.B. auch Medikamente oder Vitamine.
Anmerkung: langkettige Fettsäuren werden zuerst in die Lymphen aufge-
nommen

GENAUER: Resorption der Nährstoffe in den Dünndarmzotten und Abtransport


über das Portadernsystem und die Lymphbahnen.
Zucker, Aminosäuren sowie kurz- und mittelkettige Fettsäuren ge-
langen über die Blutkapillaren zur Pfortader und dann in die Leber.
Langkettige Fettsäuren, Cholesterinester und Phospholipide werden
über das Lymphsystem abtransportiert

LEBER – Hauptdrüse und Stoffwechselorgan schlecht hin


produziert die Galle
entgiftet Alkohol und Medikamente
speichert Vitamine, Kohlenhydrate und Fette
Kohlenhydrat-, Eiweiß- und Fettstoffwechsel

Ist die Leber fertig, schickt sie das Blut in die untere Hohlvene (Vena cava
inferior) womit sich das Blut wieder im rechten Herzen befindet.

Im Darm verbleiben Ballaststoffe, Flüssigkeit und nicht resorbierbare Stoffe.

DICKDARM – ist die nächste Station des Speisebreies und hat seinen Namen
deshalb, weil der den Darminhalt durch Wasserentzug eindickt
 aus breiig wird hier fest – Stuhl
Zusammensetzung: unverdaute Nahrungsreste, Flüssigkeit,
Stoffwechselabbauprodukte, Salze, Bak-
terien, Schleim, Sterkobilin (Farbstoff des
Stuhls und Abbauprodukt von Billirubin)

Die Bakterienbesiedlung im Dickdarm (Coli Bakterien/Abwehr-


funktion) ist verantwortlich für den Fäulnisprozess (Darmgase)
und die Bildung von Vitamin K (wichtig für die Blutgerinnung)

REKTUM – letzte Station

AUSSCHEIDUNG