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Mit dem Begriff 

Dehydration (Dehydratation, Dehydrierung) bezeichnen Mediziner

eine Austrocknung des Körpers, dem Organsimus steht dann zu wenig Wasser zur

Verfügung. Ausgelöst wird eine Dehydration von einem gestörten Wasser-

beziehungsweise Salzhaushalt (Elektrolythaushalt). Ist jemand stark dehydriert, spricht

man auch von Exsikkose.

Dehydration: Symptome
Welche Symptome sich bei einer Dehydration zeigen, hängt davon ab, wie stark die
Austrocknung bereits fortgeschritten ist.

Eine leichte Dehydration liegt vor, wenn der Flüssigkeitsverlust bei drei bis fünf
Prozent des Körpergewichts liegt. Das erkennt man an folgenden Anzeichen:

 Durst
 leicht trockene Haut und Schleimhäute
 konzentrierter, dunkelgelber Urin

Beträgt der Flüssigkeitsverlust sechs bis acht Prozent des Körpergewichts, spricht man


von einer mäßigen Dehydration. Symptome sind dann:

 eingesunkene Augen
 sehr trockene Haut und Schleimhäute
 stark verminderte Harnausscheidung (Oligurie)
 Herzrasen (Tachykardie)

Bei einer schweren Dehydration hat der Körper zwischen neun und zwölf


Prozent Flüssigkeit verloren. Typische Symptome sind:

 niedriger Blutdruck (Hypotonie)


 stehende Hautfalten: Bildet man mit zwei Fingern eine Hautfalte (etwa am
Handrücken) und lässt diese dann los, glättet sich die Falte nicht sofort, sondern
erst nach einigen Sekunden.
Bei einem 12- bis 15-prozentigen Flüssigkeitsverlust kommt es zum Schock mit
folgenden Symptomen:

 Kreislaufschwäche
 Bewusstseinsstörungen wie Lethargie, Verwirrtheit und Delirium bis hin zum Koma

Dehydration: Ursachen
Es gibt zahlreiche Ursachen für eine Dehydration, darunter:

 Zu geringe Trinkmenge: Vor allem bei starkem Schwitzen aufgrund körperlicher


Anstrengung bei hohen Temperaturen verliert der Körper viel Flüssigkeit und
Salze. Werden sie nicht ersetzt, entwickelt sich eine Dehydration. Gefährdet sind
besonders ältere Menschen, die deutlich seltener Durst verspüren und deshalb oft
zu wenig trinken.
 Durchfall und Erbrechen: Schwere Durchfälle und starkes Erbrechen – etwa
infolge einer „Magen-Darm-Grippe“ (Gastroenteritis) – können den Körper
austrocknen, wenn der Flüssigkeits- und Salzverlust nicht ausgeglichen wird.  
 sonstige Infektionskrankheiten: Prinzipiell kann jede von Viren oder Bakterien
ausgelöste Infektionskrankheit (wie Hirnhautentzündung, Lungenentzündung etc.)
eine Dehydration verursachen, und zwar durch mangelnde Flüssigkeitsaufnahme
und/oder starke Flüssigkeitsausscheidung.
 Blutverlust: Auch große Blutverluste etwa bei Verletzungen oder inneren
Blutungen können eine Dehydratisierung nach sich ziehen.
 Verbrennungen: Über Hautverletzungen verliert der Körper Flüssigkeit. So kann
sich etwa bei größeren Verbrennungen eine Dehydration entwickeln.
 Akutes Nierenversagen: Bei einem akuten Nierenversagen (plötzlicher Verlust
der Nierenfunktion) wird deutlich weniger Harn ausgeschieden, was die Nieren
schädigen kann. Bei rechtzeitiger Behandlung erholen sich die Nieren wieder
vollständig. In der Rückbildungsphase kann es aber durch eine gesteigerte
Harnausscheidung (polyurische Phase) zu einem Wassermangel im Körper
kommen.
 Morbus Addison: Dabei handelt es sich um eine schwere Unterfunktion der
Nebennierenrinde. In Stresssituationen oder bei starker körperlicher Belastung
kann sie zur akuten Addison-Krise führen – ein lebensbedrohlicher Zustand, der
unter anderem mit einem massiven Wasser- und Salzverlust und drohender
Dehydratation einhergeht.
 Diabetisches Koma: Diese lebensgefährliche Komplikation der Zuckerkrankheit
(Diabetes mellitus) ist durch extrem hohe Blutzuckerwerte gekennzeichnet.
Dadurch kommt es unter anderem zu Übelkeit, Erbrechen, gesteigerter
Harnausscheidung, Austrocknung und Bewusstseinstrübung (bis hin zum Koma).
 Diabetes insipidus: Diese seltene hormonelle Störung des Wasserhaushaltes
führt zu massiver Harnausscheidung und entsprechend starkem Durstgefühl. Der
große Flüssigkeitsverlust kann eine Dehydration verursachen.
 Therapie mit Diuretika: Diuretika sind entwässernde Medikamente, die etwa
bei Bluthochdruck, Herzschwäche und Wasseransammlungen im Gewebe
(Ödeme) verordnet werden. Sind sie zu hoch dosiert, können sie eine Dehydration
verursachen.

Die wichtigsten Ernährungs-Tipps bei Diabetes


Für Menschen mit Diabetes gelten im Großen und Ganzen die gleichen
Ernährungsempfehlungen wie für Gesunde. Das bedeutet:

 Viel frisches Obst und Gemüse – drei Portionen Gemüse und zwei Portionen Obst
sollten es täglich sein.
 Viele Ballaststoffe essen: Ballaststoffe sind Kohlenhydrate, die das
menschliche Verdauungssystem kaum oder nicht verarbeiten kann. Dadurch
verlangsamen sie die Verarbeitung von Kohlenhydraten im Darm, sodass diese
langsamer ins Blut übergehen
 Zucker nach Möglichkeit vermeiden. Zucker treibt den Blutzucker und damit auch
den Insulinspiegel in die Höhe. Insulin füllt die Fettzellen und verhindert, dass Fett
abgebaut werden kann
 Bei Reis, Nudeln, Brot und anderen Getreideprodukten auf die Vollkornvariante
setzen
 Fleisch, Wurst, Käse und andere tierische Lebensmittel in Maßen essen
 Bestimmte Fette aus Pflanzen bevorzugen – gut sind zum Beispiel Oliven- und
Rapsöl sowie Nüsse und Samen
 Sparsam salzen – das gilt vor allem bei gleichzeitigem Bluthochdruck
 Neben gesunder Ernährung, viele Bewegungen
 Zucker meiden – besonders in Getränken
Menschen mit Diabetes sollten Zucker nach Möglichkeit meiden. Das gilt besonders für
Zucker in Getränken, da es sich hier um leere Kalorien handelt. Das bedeutet, dass sie
kaum zum Sättigungsgefühl beitragen, als überschüssige Energie aber den Aufbau von
Körperfett fördern. Außerdem geht der Zucker aus ihnen sehr schnell ins Blut über, was
zu Blutzuckerspitzen führen kann. Vor allem wer auf sein Gewicht achten möchte, sollte
also auf Limo, Cola und Saft verzichten. Bessere Alternativen sind Wasser, Tee, Kaffee
und Fruchtschorlen.

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