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Anatolia Antiqua

Vorbemerkung
Wolfgang Radt

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Radt Wolfgang. Vorbemerkung. In: Anatolia Antiqua, Tome 19, 2011. pp. 365-370;

doi : https://doi.org/10.3406/anata.2011.1105

https://www.persee.fr/doc/anata_1018-1946_2011_num_19_1_1105

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Anatolia Antiqua XIX (201 1), p. 365-370

RADT*
Wolfgang

VORBEMERKUNG

Es hat mich iiberrascht und gefreut, dass ich im Volk der Leleger besser auf die Spur zu kommen,
Friihjahr 2007 von den Kollegen an der Universitât als es nur mit den oberirdisch erhaltenen Resten
Bordeaux III eingeladen wurde, an ihrem Kolloquium ihrer Bauten môglich ist. Diese Hoffnung hat sich
iiber Forschungen auf der Halbinsel von Halikarnassos nicht erfullt, denn neben meiner Tàtigkeit in Pergamon,
teilzunehmen. Die Vortrage und Diskussionen sollten die mich vôllig vereinnahmte, war eine weitere
sich vor allem mit den Lelegern und ihren archâolo- Ausgrabung nicht môglich und ,,die Leleger" mussten
gischen Hinterlassenschaften, mit dem Schwerpunkt zuruckstehen. Umso schôner, dass sie nun mit einer
in Alazeytin befassen1. neuen Generation von Forschern wieder zu einem
Diese Veranstaltung und ihre Ergebnisse sind aktuellen Thema werden.
das Thema des vorliegenden Bandes. Ein wenig Ich selbst war auf die Leleger nur iiber Umwege
kam ich mir allerdings wie ein Forschungs-Dinosaurier gekommen. Auf der Suche nach einem Thema fur
vor, denn ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich meine Doktorarbeit verflel ich 1963 oder 1964 auf
nach meiner 40 Jahre zuriickliegenden Doktor-Dis- die Idee, archaisch-griechische Siedlungen und
sertation iiber ,,Siedlungen und Bauten auf der Bauten an der Westkiiste der Tiirkei, die meiner
Halbinsel von Halikarnassos"2 noch etwas Wesentliches Meinung nach nur unzureichend publiziert waren,
zu dem Thema beitragen kônnte, zumal ich ja seither mit Unterstiitzung der Grabungsleiter zusammen zu
nicht mehr im Gebiet der Leleger oder gar in stellen und aus diesem Material eine vergleichende
Alazeytin tàtig gewesen war. Allerdings hoffte ich, Studie zu machen. Angeregt wurde ich dazu vor
noch etwas zur wissenschaftlichen Diskussion allem durch die Arbeiten von Heinrich Drerup3,
beitragen zu kônnen. dessen Forschungsansatz mich viel mehr interessierte
Zu guter Letzt wurde ich nun noch aufgefordert, als die reine Kunstarchàologie. Ich reiste also in die
einige Seiten zur Einleitung der Publikation des Tiirkei und besuchte viele Grabungen, musste aber
Kolloquiums zu schreiben, was ich als groBe Ehre feststellen, dass das Material, um das es mir ging,
ansehe, was mich aber wiederum in Ratlosigkeit entweder nicht geniigend ausgegraben war oder dass
versetzt. Ich will es dennoch versuchen. die Ausgrâber keineswegs bereit waren, mich daran
Seit den ersten Untersuchungen von Paton und partizipieren zu lassen. Immerhin lernte ich aile re-
Myres in den 1890er Jahren und von Bean und levanten Grabungsplâtze der westlichen und mittleren
Cook in den 1950er Jahren auf der Halbinsel von Tiirkei kennen, indem ich sie mit meinem Motorrad,
Halikarnassos hat sich die Forschungslage zu den das ich aus Deutschland mitgebracht hatte, aufsuchte4.
Lelegern sehr geàndert. Einiges an neuem Material Nach dieser griindlichen Umschau und nachdem
konnte ich selbst mit meiner Dissertation in den ich nun die Verhâltnisse in der Tiirkei aus eigener
1960er Jahren beisteuern. Damais war es mein Erfahrung kennen gelernt hatte, war mir klar, dass
grôBter Wunsch, in dem Gebiet der Halbinsel nach ich meine beabsichtigten Forschungen zu ,,Siedlungen
meiner Promotion weiter zu arbeiten und vor allem und Bauten" nur an ,,herrenlosen Objekten", die
eine Ausgrabung an einem geeigneten Platz vorzu- nicht erst ausgegraben werden mussten, sondern
nehmen, um mehr kulturgeschichtlich relevantes oberirdisch sichtbar und zugânglich waren, wurde
Material zu Tage zu fôrdern und so dem ràtselhaften durchfuhren kônnen. Da boten sich die lelegischen

*) Ehemaliger Leiter der Ausgrabungen in Pergamon.


1) Kolloquium, L'architecture éolique en Méditerranée orientale : l'exemple a"Alazeytin de Carie.
2) îstanbuler Mitteilungen, Beiheft 3 (Tubingen 1970).
3) H. Drerup, Griechische Architektur zur Zeit Homers, AA 1964, 179-219.
4) Vgl. dazu meinen bebilderten Bericht ,,40 Jahre in der Tùrkei", IstMitt 56, 2006, 9-10.
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Siedlungen auf der Halbinsel von Halikarnassos, Studenten. Friihere Forschungsreisende hatten zu-
von denen durch friihere Reise- und Forschungsbe- nâchst einmal ihr Augenmerk darauf gerichtet, ob
richte immerhin schon einiges bekannt geworden es iiberhaupt antike Reste in einer Landschaft gab
war, sozusagen von selber an. und vielleicht exemplarisch einige davon aufge-
Ich hatte wâhrend des Studiums der Klassischen nommen und bekannt gemacht. Dies war ja auch
Archâologie in Miinchen im Hinblick auf ein Dis- auf der Halbinsel von Halikarnassos schon geschehen
sertationsthema, das mit Architektur und der Plan- gewesen, als ich mit meiner Arbeit anting. Dass ich
aufnahme von Bauten zu tun haben sollte, den fur aber versuchte, wirklich keinen nennenswerten
damais sehr ungewôhnlichen Schritt getan, mich als Baurest in dem von mir untersuchten Gebiet auszu-
Student der Archâologie nicht nur an der Universitât, lassen und damit erreichen konnte, dass ein ge-
sondern auch an der Technischen Hochschule ein- schlossenes Besiedlungsbild der Landschaft wieder
zuschreiben, um dort an Vorlesungen iiber antike erstand, war damais neu. Der Rahmen war natiirlich
Baugeschichte und an Kursen zur Bauaufnahme begrenzt, schon dadurch, dass ich ganz auf mich
teilzunehmen. Dadurch hatte ich mir das Riistzeug alleine gestellt war, dass es sich nicht um eine For-
geschaffen, die Bauaufnahmen im Gelànde alleine, schergruppe handelte, die sich die Aufgabe aufteilte.
ohne einen Architekten, durchfïïhren zu kônnen und Auch die begrenzten finanziellen Mittel und die
auch zur Interpretation der Bauten eine bessere Aus- Zeit spielten natiirlich eine Rolle.
gangslage zu haben als ein Student, der nur mit den Eine unentbehrliche Hilfe hatte ich in dem Di-
damais iiblichen Themen der Klassischen Archâologie, rektor des Museums von Bodrum, Herrn Haluk
d.h. mit antiker Kunstgeschichte aufgewachsen war. Elbe. Er gehôrte zu der aufgeklàrten Generation
Man muB sich klar machen, dass die Technik von aufbauwilligen Intellektuellen auf den Spuren
des flâchendeckenden ,,Survey", d.h. der archâolo- von Ataturk und stand meiner Arbeit sehr aufge-
gischen Gelândeerkundung einer Landschaft ohne schlossen und wohlwollend gegenuber. Er hatte mit
Ausgrabungen, wie sie heute Allgemeingut ist, geringen Mitteln und unter Einsatz von viel Eigen-
damais noch iiberhaupt nicht iiblich war. Auch den initiative aus einer halb verfallenen Burgruine das
Begriff ,,Survey" gab es noch nicht in der archàolo- archàologische Museum von Bodrum gemacht. Hier-
gischen Literatur oder gar in der Ausbildung der bei stand er in der geistigen Nachfolge des ,,Fischers
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von Halikarnass"5, dem z.B. zu verdanken ist, dass nach Bodrum hinunter kam, und ich berichtete ihm
die Hafenpromenade von Bodrum heute von wun- iiber meine Entdeckungen und Ergebnisse. Als ich
derschônen Palmen gesàumt ist, die er selbst gepflanzt dann die ,,aolischen" Kapitelle in der Stadtruine
hat. Haluk Elbe hat mich gegeniiber alien Behôrden von Alazeytin gefunden hatte, war er sofort bereit,
unterstiitzt. Er ist selbst mit mir auf die Forstver- sie zu bergen und mit einem Jeep ins Museum von
waltung von Bodrum gegangen und hat mir von Bodrum bringen zu lassen. Er hat dann dafur gesorgt,
deren Direktor die Erlaubnis erwirkt, die groBfor- dass diese Kapitelle an prominenter Stelle im unteren
matigen, genauen Gelândekarten dieser Behôrde mit Museumshof ausgestellt wurden. Als Museumsdirektor
dem Bleistift auf Transparentpapier zu kopieren. hatte Haluk Elbe nicht nur Problème mit den stets
Mit diesen Kopien konnte ich spâter die Karte her- mangelnden fïnanziellen Mitteln, sondern auch mit
stellen lassen, die meinem Buch beigegeben ist und dem Unverstândnis und der Unbildung der Bevôl-
in der aile mir bekannt gewordenen lelegischen kerung. Er war deshalb durchaus froh, in mir
Ruinen verzeichnet sind. Mir diese Karten zugànglich jemanden im lândlichen Gebiet zu haben, der ihn
zu machen, war damais ein gewagter Schritt fur allé auf evtl. auftauchende intéressante Funde aufmerksam
beide Herren, denn es war Auslândern streng verboten, machen konnte.
mit solchen genauen Karten zu arbeiten, es gait als Eine Episode mag das beleuchten: als ich wieder
Geheimnisverrat. Auch das kann man sich heute einmal zu FuB den Weg von Alazeytin hinûber zur
nicht mehr vorstellen, in einer Zeit, in der jedes Sa- AutostraBe nach Bodrum ging (die damais noch
tellitenbild verfugbar ist und wo man sich aus dem eher einem Waldweg âhnelte), um dort einen Minibus
Internet Karten und geographische Ansichten in anzuhalten und meinen Wocheneinkauf in der Stadt
jeder gewiinschten Genauigkeit herunterladen kann. zu machen, kam ich an einem Olivenhain vorbei,
Mit Haluk Elbe stand ich in stândigen Kontakt, wo ein Bauer gerade einen runden Marmoraltar mit
immer wenn ich aus den Dôrfern wieder einmal Bukranienschmuck aus der Erde geborgen hatte.

5) Cevat Sakir Kabaagaçh, der ,,Fischer von Halikarnass", war nach Bodrum verbannt worden und hatte als Dichter des Meeres
(,,Aganta, Burina, Burinata" und ,,Mavi Surgiin", 1940er Jahre) die Stadt zu seiner Wahlheimat gemacht.
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welchen Zeichen, und seien es kunstvolle Reliefs,


musste sich im massiven Stein Gold verbergen!
Eine groBe Hilfe und moralische Stiitze war mir
auch der Kontakt zu der dânischen Forschergruppe
unter der Leitung von Kristian Jeppesen, die in
Bodrum daran arbeiteten, das beruhmte Maussoleion
von Halikarnassos in alien seinen noch sichtbaren
Spuren freizulegen und aufzunehmen. Oft war ich
bei ihnen zu Gast in der Pension ,,Palmiye" und ich
wurde immer freigiebig zum Mittagessen eingeladen.
Sie haben mich auch einmal in Alazeytin besucht
und mich auch dadurch in meinem Durchhaltewillen
bestârkt. Zur Rekonstruktion eines der Hauptgebàude
von Alazeytin ist aus dieser Gruppe spâter eine
kleine Publikation mit einer sehr anschaulichen
Zeichnung entstanden6.
Ich will hier nicht darauf eingehen, wie gut ich
mich mit den einfachen Leuten auf dem Lande ver-
standen habe und wie viel Hilfe in den elementarsten
Dingen ich ihnen verdankte, denn dariiber habe ich
schon an anderer Stelle ausfuhrlicher berichtet7. Sie
verschafften mir Unterkunft und Assistenz fur meine
Vermessungsarbeiten. Sie waren es, die meine mo-
natelangen Aufenthalte und Forschungen im Gelânde
erst wirklich ermôglicht haben und ich werde ihnen
immer dankbar dafur sein.
Nach meinen Forschungen zu den Lelegern und
ihren Bauten in den 1960er Jahren wurde es zunâchst
fiir Jahrzehnte wieder ruhig um das Thema. Weiter
hinten im inneren Karien forschten spâter die fran-
zôsischen Kollegen von der Universitat Bordeaux
(Pierre Debord), z.T. in Zusammenarbeit mit tùrki-
Wir kamen ins Gespràch und der Bauer iiberlegte, schen Kollegen von der Universitat Ankara (Ender
was er mit diesem Fund wohl tun solle. Ich sagte Varinlioglu)8. Forscher von der Universitat Bordeaux
ihm, er solle ihn dem Museum in Bodrum melden, III interessieren sich nun auch lebhaft fur Alazeytin
da wiirde er wohl eine Fundprâmie daflir bekommen, und fur die Leleger.
also immerhin etwas Geld. Das war damais die Ich selbst hatte in den 1 990er Jahren noch einmal
iibliche Praxis. Als ich gegen Abend denselben Weg Gelegenheit, das Thema von anderer Seite anzugehen
zuriickkam, lag der Marmoraltar in viele Stiicke und zu ergânzen. Es handelte sich um einen gewis-
zerschlagen neben dem Acker. Der Bauer hatte ver- sermaBen ethnologischen Blick auf die besonders
mutet, dass in dem Stein Gold verborgen sein musse, charakteristische und weit verbreitete lelegische
denn auBen seien ja Zeichen drauf, die nur das be- Bauform der ,,Compounds", der Viehhiirden fiir die
deuten kônnten. Dièse Meinung herrschte damais Herden. Auf einem Kolloquium an der Universitat
bei der Landbevôlkerung uberall vor: hinter irgend- Munster konnte ich iiber rezente Beispiele solcher

6) F. Hôjlund - P. Pedersen, in Zeitschrift ,,S/mx" (Institut fiir Klassische Archaologic der Universitat Aarhus/Danemark), 2.
Jahrgang(1979), Nr. 1, S. 6.
7) s.o. Anm. 2, Bericht S. 10-14.
8) Pierre Debord, zusammen mit Ender Varinlioglu. Vgl. E. Varinlioglu, Uranion kenti ve çevresi, in 11. Arastirma Sonuçlan
Toplantisi [=AST\ (Ankara 1994) 199-204. - Ders., Harpasa'da Açmalar, in 13. AST (Ankara 1996) 123-130. Zuletzt E. Varinlioglu
- P. Debord, Hyllarima 2004, 23. AST (Ankara 2004), Bd. I, 117-122. Vgl. E. Varinlioglu, Lelegian Cities on the Halicarnassian
:

Peninsula in the Athenian Tribute Lists, in Studien zum antiken Kleinasien II, Asia Minor Studien 8 ( 1 992) 1 8 ff. (Forschungsstelle Asia
Minor, im Seminar fur Alte Geschichte, Universitat Munster).
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Viehhurden berichten, aus denen viel zur Erklârung Hinterlassenschaften im Hinterland von Bodrum.
des Gebrauchs der antiken Anlagen zu lernen ist. Dies hing auch mit dem enormen Wachstum der
Ich hatte iiber die Jahre zahlreiche derartige Beispiele Stadt als touristischer Schwerpunkt und Ferienzentrum
gesammelt und fotografiert und mich bei den Hirten fiir tùrkische und auslândische Urlauber zusammen.
iiber deren Gebrauch informiert9. Einige hatten offenbar mein Buch in die Hand be-
Von tiirkischer Seite gab es in den 1980er und kommen und wollten nun auch in die Berge hinter
90er Jahren gelegentlich Interesse an den lelegischen Bodrum ausschwarmen, um die lelegischen Ruinen

9) W. Radt, Lelegische Compounds und heutige verwandte Anlagen, in: Studien zum antiken Kleinasien II (1 992) 1-15.
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auf abenteuerlichen Wanderungen zu besichtigen. beschâftigt sich schwerpunktmàfiig mit der lelegischen
Es gab dazu gelegentlich Zeitschriftenartikel mit Siedlung von Alazeytin und hat zum Ziel, den
Hinweisen, manche sogar recht series10. antiken Namen des Ortes endlich mit Sicherheit
Seit wenigen Jahren arbeitet der tiirkische Ar- festzustellen und seine Architektur, besonders die
chàologe Adnan Diler von der Universitât Mugla der beiden Hauptgebàude 30 und 31 mit ihren àoli-
mit Oberflâchenforschungen und kleineren Notgra- schen Kapitellen weitergehend zu erforschen und
bungen, im Wettlauf mit illegalen Schatzsuchern, anschaulicher als bisher darzustellen14. Bei der Teil-
auf dem Gebiet der antiken Stadt Pedasa, direkt nahme an diesem Kolloquium war ich erstaunt, wie
oberhalb von Bodrum und an weiteren Orten der viel schon zur besseren Veranschaulichung der
Gegend. Dieses Territorium ist natiirlich in heutiger Architektur mit den neuen Methoden der elektronischen
Zeit besonders gefàhrdet und man kann nur wiinschen, Rekonstruktion und Animation beigetragen werden
dass die archâologische Erforschung vor allem den konnte. Diese sehr eindriicklichen neuen Informa-
Raubgrabungen Einhalt gebieten wird11. Die Funde tionen iiber die Bauten von Alazeytin sollen, nach
sind auch bisher schon sehr vielversprechend, aus Fertigstellung der Pràsentation, im Museum von
den Grâbern kamen schon bei Voruntersuchungen Bodrum gezeigt werden. Ich kann den beiden Haupt-
protogeometrische Keramik, archaische Terrakotten beteiligten an diesem Projekt, Frau Laurence Cavalier
und anderes mehr. und Herrn P. Mora, dabei nur viel Gliick und Erfolg
Auch andere tiirkische Archâologen beginnen, wunschen. Die Pràsentation wird eine groBe Berei-
sich fur Orte der Halbinsel zu interessieren12. Die cherung in der Ausstellung des Museums bedeuten.
Untersuchungen der dânischen Forscher in Bodrum, Wer hâtte an solche technischen Môglichkeiten ge-
zum antiken Halikarnassos (Burg und Stadt) gehen dacht, als ich anfing, die Gebâude von Alazeytin
weiter13. vor mehr als 40 Jahren im HandaufmaB zu Papier
Die neue Initiative der Kollegen von der zu bringen!
Universitât Bordeaux III, auf die auch das Kolloquium
zuriickgeht, iiber das in diesem Band berichtet wird, W.R.

10) Artikel ,,Lelegler", von Irfan Unutmaz, in der turkischen Zeitschrift ,,Focus", 4. Jahr, Nr. 3, 1998.
11) Pedasa und andere Orte: Adnan Diler, 22. AST (Ankara 2005) Bd. II, 137-146. - 24. AST (Ankara 2007) Bd. II, 479-500.
12) Myndos, die Hafenstadt am Wes tende der Halbinsel Mustafa Sahin, Myndos yiizey araçtirmalan 2005, in 24. AST (Ankara
2007) Bd. I, 293-306. Ders. : 2005 yih Myndos kazisi, in 28. Kazi Sonuçlan Toplantisi [=KST) (Ankara 2007) Bd. I, 559-572.
:

13) M. Berg Briese - P. Pedersen, 20. AST (Ankara 2003), Bd. I, 257-272. - Chr. Bricse - M. Berg Briese - P. Pedersen, 28. KST
(Ankara 2007) Bd. II 437-456.
14) In diesem Zusammenhang sei auch an eine ,,lelegische" Tiirkonsole im Museum Bodrum erinnert, die ich an etwas entlegener
Stelle publizieren konnte: W. Radt, in: Fremde Zeiten. Festschrift fur Jurgen Borchhardt (Wien 1996, Band I) 307-311. - Vgl. auch
U. Serdaroglu, Bautâtigkeit in Anatolien unter persischer Herrschaft, in Palast und Hiitte (1982) 351, Abb. 5 (Volutenkapitell (?) aus
Euromos, vielleicht ebenfalls Tiirkonsole).