Sie sind auf Seite 1von 10

Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.

com

Banken
Der Text zur Episode:

Momentan ist eines der größten Themen die Finanz- und Wirtschaftkrise. Fan
hat mich nun gebeten, über das deutsche Bankwesen zu sprechen, und das
werde ich gerne tun.

Es gibt viele sehr bekannte deutsche Banken, zum Beispiel die Deutsche Bank
oder die Commerzbank. In Deutschland gibt es sehr wenige Privatbanken,
dafür aber viele öffentlich-rechtliche oder genossenschaftliche Banken. Das ist
alles etwas kompliziert, im Grunde kann man sagen, es gibt drei verschiedene
Arten von Banken in Deutschland. Zum einen gibt es die Genossenschaftsbank
– eine Genossenschaft ist eine bestimmte Rechtsform. Die bekannteste
Genossenschaftsbank in Deutschland ist wohl die Volks- und Raiffeisenbank.
Die zweite Art ist eine öffentlich-rechtliche Bank, zum Beispiel eine Sparkasse.
Das Hauptziel der Sparkassen ist nicht, Gewinne zu erzielen. Vereinfacht
gesagt geht es ihnen mehr um den Bürger als um das Geld. So sollte es
zumindest sein. Die dritte Bankenart ist die Privatbank.

Was kann man bei einer Bank alles machen? Zunächst mal hat man oft schon
als Kind die Möglichkeit, das ersparte Geld zur Bank zu bringen. Ich erinnere
mich, dass ich ein Sparschwein hatte – das war ein Schwein aus Porzellan, das
oben einen Schlitz hatte. Dort konnte man Münzen hineinwerfen. Wenn das
Schwein voll war, wurde es zur Bank gebracht und das Geld auf ein Sparkonto
eingezahlt. So haben viele deutsche Kinder gelernt, zu sparen.

Später eröffnet man bei der Bank ein Girokonto. Das passiert meist dann,
wenn man anfängt zu arbeiten und regelmäßige Einnahmen hat. Ein Girokonto
ist sehr praktisch. Man kann viele Zahlungen automatisieren, das nennt man
dann einen Dauerauftrag. Ich habe es zum Beispiel so eingerichtet, dass an
jedem ersten Tag im Monat das Geld für die Miete automatisch von meinem
Konto auf das Konto meiner Vermieterin überwiesen wird.

Schecks werden in Deutschland nur noch sehr selten von Privatpersonen


verwendet. Stattdessen gibt es so genannte Einzugsermächtigungen. Ich habe
zum Beispiel einen Vertrag unterschrieben, und dieser Vertrag erlaubt meinem
Stromanbieter, dass er jeden Monat oder jedes Quartal Geld von meinem
Konto abbuchen darf. Er holt sich also das Geld selber, das der Strom kostet.
Das gleiche gilt für die Heizung, das Wasser, Versicherungen und ähnliches.
Daher muss ich mich um nichts mehr kümmern, alles ist automatisiert.

Wenn ich einer anderen Person Geld schicken möchte, weil ich zum Beispiel bei
eBay etwas gekauft habe, dann kann ich das Geld überweisen. Eine
Überweisung ist ein Blatt Papier, ein Formular. Dort trage ich meinen Namen
ein und meine Kontonummer, und den Namen und die Kontonummer des
Menschen, bei dem ich etwas gekauft habe. Dann noch den Geldbetrag, und

Kopieren der Texte verboten! 1 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

einen so genannten Verwendungszweck, also ein Stichwort, damit der


Verkäufer weiß, wofür das Geld gedacht ist. Diese Überweisung gebe ich dann
bei der Bank ab, und das Geld wird überwiesen. Noch einfacher ist es online –
die meisten Banken bieten mittlerweile in Deutschland Online-Banking an. Hier
kann ich online ausfüllen, wem ich Geld schicken möchte, und alles geht ganz
schnell. Damit die Bank weiß, dass nur ich Zugriff auf das Konto habe, hat sie
mir einen Online-Zugang eingerichtet, der mit einem Passwort geschützt ist.
Dieses Passwort habe ich per Post zugeschickt bekommen. Außerdem muss ich
jede Transaktion, also zum Beispiel jede Überweisung, mit einer TAN-Nummer
bestätigen. Diese TAN-Nummern bekommt man ebenfalls per Post geschickt.

Natürlich kann man auch in Deutschland längst mit Plastik bezahlen. Das
bedeutet, man kann Plastikkarten benutzen, um zu bezahlen. Am weitesten
verbreitet sind ec-Karten. EC steht dabei für Electronic Cash. Mit so einer Karte
kann ich auf mein Girokonto zugreifen. Zum Beispiel kann ich an einem
Bankautomaten Geld abheben. Dafür muss ich die ec-Karte in den Automaten
einführen, dann meine PIN-Nummer eingeben, das sind vier Zahlen, und dann
kann ich Bargeld abheben. Ich kann mit der ec-Karte auch einkaufen. Im
Supermarkt fragt mich die Kassiererin dann entweder nach meiner PIN-
Nummer, die man dann selber eintippen muss, oder man muss einen Bon
unterschreiben, also einen Kassenzettel. Das geht einfach und schnell.
Praktisch ist auch, dass man mit der ec-Karte oft auch in ganz Europa bezahlen
kann, und zwar immer dann, wenn auf der Karte auch das „Maestro“-Zeichen
abgedruckt ist.

Kreditkarten sind in Deutschland auch verbreitet, aber es ist noch nicht üblich,
dass man kleine Beträge mit der Kreditkarte bezahlt. Vor allem amerikanische
Ketten wie Starbucks akzeptieren zwar Kreditkarten auch für einen Kaffee, oft
aber ist es nicht so. Das hängt vor allem damit zusammen, dass die
Kreditkartengesellschaften wie VISA oder Mastercard Gebühren vom Verkäufer
verlangen. Sein Gewinn ist also geringer, wenn der Kunde mit Karte bezahlt.
Vor allem in Tankstellen oder Restaurants und in Kaufhäusern kann man aber
ohne Probleme mit der Kreditkarte bezahlen.

Natürlich gibt es noch viele weitere Funktionen einer Bank. Man kann Geld auf
so genannte Festgeldkontos legen, bei denen man dann höhere Zinsen
bekommt. Man kann Aktien kaufen oder in Fonds investieren, man kann
Kredite aufnehmen und vieles mehr – aber das führt jetzt zu weit. Wir hören
lieber Musik – und zwar diesmal von Trashure „Die Frau die mich nicht sieht“.

Kopieren der Texte verboten! 2 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

Banken
Vokabeln:

die Genossenschaft cooperative


öffentlich-rechtlich subject to public law
der Gewinn asset/benefit
das Sparschwein piggy bank
das Porzellan china
die Münzen coins
das Sparkonto savings account
sparen save
das Girokonto checking account
die Einnahme revenue
die Zahlung payment
der Dauerauftrag money transfer order
die Miete rent
der Scheck cheque
die Einzugsermächtigung collection authorization
der Vertrag contract
der Stromanbieter supplier of electric energy
das Quartal quarter (three months)
das Geld money
das Konto account
die Versicherung insurance
die Überweisung bank transfer
das Formular form
die Kontonummer account number
der Verwendungszweck reason for transfer/payment
der Zugriff access
Geld abheben withdraw money
unterschreiben sign
bezahlen pay for
die Gebühr charge
der Zins, die Zinsen interest rates

Kopieren der Texte verboten! 3 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

Banken
Verständnisfragen:

1. Welche drei Arten von Banken gibt es?

2. Wie bezahlen die meisten Deutschen ihren Strom?

3. Wie kann ich anderen Menschen Geld schicken?

4. Wie schützt sich die Bank vor falschen Kontozugriffen?

5. Welche zwei Arten von Plastik-Geldkarten gibt es?

6. Werden Kreditkarten in Deutschland akzeptiert?

Kopieren der Texte verboten! 4 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

Banken
Verständnisfragen 2:

1. Mit was für einem Tier lernen Kinder zu sparen?


a) Sparschwein
b) Sparpferd
c) Sparzebra
d) Sparesel

2. Wie kann ich einer anderen Person Geld schicken?


a) Überzahlung
b) Überweisung
c) Übermachung
d) Überholung

3. Was brauche ich für eine Überweisung?


a) Eine Kontonummer
b) Einen Verwendungszweck
c) Einen Namen
d) Eine Telefonnummer

4. Welche Sicherheitsnummern gibt es?


a) PIN
b) PAN
c) TON
d) TAN

5. Was kann ich am Bankautomaten machen?


a) Mit Bankangestellten sprechen
b) Bargeld umtauschen
c) Bargeld abheben
d) Überweisung tätigen

6. Welche zwei Kreditkartenfirmen kommen im Text vor?


a) American Express
b) Mastercard
c) VISA
d) German Express

Kopieren der Texte verboten! 5 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

Banken
Lückentext:

Es gibt __________ Arten von Banken in Deutschland. Es gibt Privatbanken,

genossenschaftliche Banken und öffentlich-____________ Banken. Bei einer

Bank kann man als Kind ein ____________-Konto haben. Später hat man

ein ____________-Konto. Bei diesem Konto kann man viele Aktionen

automatisieren. Zum Beispiel kann man die Miete per _________________

jeden Monat abbuchen lassen. Man kann auch eine _________________-

Ermächtigung geben, damit andere Firmen Geld abbuchen dürfen. Wenn

ich einer Person Geld schicken möchte, kann ich es __________________.

Das geht entweder mit einem ________________ oder online. Wenn ich

kein Bargeld dabeihabe, kann ich auch mit einer ec-Karte oder einer

___________________ bezahlen.

Kopieren der Texte verboten! 6 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

Banken
Verständnisfragen:

1. Welche drei Arten von Banken gibt es?

Es gibt Privatbanken, genossenschaftliche Banken und öffentlich-rechtliche


Banken in Deutschland.

2. Wie bezahlen die meisten Deutschen ihren Strom?

Die meisten Deutschen bezahlen ihren Strom, indem sie ihrem Stromanbieter
eine Einzugsermächtigung erteilen. So kann er das Geld automatisch selber
abbuchen.

3. Wie kann ich anderen Menschen Geld schicken?

Ich kann anderen Menschen Geld schicken, indem ich ihnen Geld überweise.

4. Wie schützt sich die Bank vor falschen Kontozugriffen?

Die Bank schützt sich vor falschen Kontozugriffen, indem sie dem Benutzer ein
Passwort gibt und TAN-Nummern.

5. Welche zwei Arten von Plastik-Geldkarten gibt es?

Es gibt vor allem zwei Arten von Plastik-Geldkarten: ec-Karten und


Kreditkarten.

6. Werden Kreditkarten in Deutschland akzeptiert?

Kreditkarten werden in Deutschland akzeptiert, aber meistens nur für größere


Beträge. Einen Kaffee kann man damit nur bei Starbucks bezahlen.

Kopieren der Texte verboten! 4 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

Kopieren der Texte verboten! 5 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

Banken
Verständnisfragen 2:

1. Mit was für einem Tier lernen Kinder zu sparen?


a) Sparschwein
b) Sparpferd
c) Sparzebra
d) Sparesel

2. Wie kann ich einer anderen Person Geld schicken?


a) Überzahlung
b) Überweisung
c) Übermachung
d) Überholung

3. Was brauche ich für eine Überweisung?


a) Eine Kontonummer
b) Einen Verwendungszweck
c) Einen Namen
d) Eine Telefonnummer

4. Welche Sicherheitsnummern gibt es?


a) PIN
b) PAN
c) TON
d) TAN

5. Was kann ich am Bankautomaten machen?


a) Mit Bankangestellten sprechen
b) Bargeld umtauschen
c) Bargeld abheben
d) Überweisung tätigen

6. Welche zwei Kreditkartenfirmen kommen im Text vor?


a) American Express
b) Mastercard
c) VISA
d) German Express

Kopieren der Texte verboten! 6 Annik Rubens


Transkript des Podcasts Slow German www.slowgerman.com

Banken
Lückentext:

Es gibt drei Arten von Banken in Deutschland. Es gibt Privatbanken,

genossenschaftliche Banken und öffentlich-rechtliche Banken. Bei einer

Bank kann man als Kind ein Spar-Konto haben. Später hat man

ein Giro-Konto. Bei diesem Konto kann man viele Aktionen

automatisieren. Zum Beispiel kann man die Miete per Dauerauftrag

jeden Monat abbuchen lassen. Man kann auch eine Einzugs-

Ermächtigung geben, damit andere Firmen Geld abbuchen dürfen. Wenn

ich einer Person Geld schicken möchte, kann ich es überweisen.

Das geht entweder mit einem Formular oder online. Wenn ich

kein Bargeld dabeihabe, kann ich auch mit einer ec-Karte oder einer

Kreditkarte bezahlen.

Kopieren der Texte verboten! 7 Annik Rubens