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Konstruktion 2 – Wand- u.

Deckenkonstruktionen

WAND
36.
Was ist eine Trombewand? Erläutern Sie die Funktionsweise anhand einer Skizze.

Trombewand zur Passiven Sonnenenergienutzung


Historisch
– als massive Speicherwand 1950 entwickelt
Funktion
– außen dunkel angestrichen/ verkleidet
→ geringe Sonnenstrahlenreflektion
– vorinstallierte Glas-/Kunststoffschicht Abstand 10-15cm
→ Sonnenenergie wird in Wärmenergie umgewandelt
– Tagsüber:
Wand erwärmt und speichert Wärmeenergie
– Nachts:
Wärme wir als Strahlungswärme an Innenraum abgegeben
– Klappen regeln die Luftumwälzung
Heute
– Wasser-Trombewände

WAND
37.
Skizzieren Sie den massstäblichen Aufbau einer mehrschaligen Außenwand (Massivbau) mit
Kerndämmung, beschreiben Sie die einzelnen Schichten und benennen Sie die Vor-und
Nachteile von solch einer Konstruktion im Vergleich zu einschaligen Außenwandkonstruktionen.
VORTEILE NACHTEILE VERGLEICH EINSCHALIGER
AUFBAU
- es können hohe Wärme- und - Gefahr der Durchfeuchtung - einschaliger Wandaufbau
Schalldämmwerte erreicht im Winter bauphysikalisch
werden - nicht für unproblematischer
- starke Klinkeraußenverkleidung - mehrschaligen
Wärmedämmausführung geeignet Konstruktionen bei
möglich - Wärmespeicherfähigkeit der verbesserter Wärmedämmung
- Dämmstoffe sind vor Außenschale nicht nutzbar
Witterungseinflüssen und - meist nur eine Schale statisch
mechanischer Beanspruchung nutzbar
geschützt
- Wärmespeicherfähigkeit der
Innenschale nutzbar
- Installationen in der Wand
frostgeschützt

WAND
38.
Erklären Sie Prinzip, Wirkungsweise und Anwendungsgebiete für den Einsatz einer Stahl-
Verbunddecke; Skizzieren Sie einen möglichen Deckenaufbau und bezeichnen Sie die Bauteile.

(siehe Priebernig-Skript: 07.2.9)


Verbundträgerdecken
→ Plattenbalkendecken aus Stahlträgern und Betonplatten

– Ortbeton aufgebracht auf Stahlbleche mit dazwischen liegender Mattenbewehrung


– Stahlblech funktioniert als Schalung und als Feldbewehrung d. Betonplatte

– Einsatz bei hohen Nutzlasten


– große Spannweiten >5m möglich
– Stahlskelettbau
WAND
39.
Zeichnen Sie den Aufbau einer Brettstapel-Außenwand mit hinterlüfteter Holzschalung und
bezeichnen Sie die Bauteile.

WANDE-AUSSTEIFUNG
40.
Beschreiben und skizzieren Sie die grundlegenden Prinzipien zur Gebäudeaussteifung mit
Wänden bzw. Kernen.

AUSSTEIFUNGS-ANFORDERUNGEN
Wandscheibe - Anordnung mind. In 2 Richtungen
- Achsen der aussteifenden Bauteile dürfen sich nicht in
einem Punkt kreuzen
- zwischen Wand-Deckenscheibe ist eine schubfeste
Verbindung erforderlich
- Scheiben dürfen nicht alle parallel sein
Gebäudekern - Zusammenfassung v. Wandscheiben (Treppenhäuser,
Schächte, etc) zu einem aussteifenden Kern
- zwischen Deckenscheibe und Kern= schubfeste Verbindung

WAND
41.
Beschreiben Sie die 2 grundlegenden Schalungssystem zur Herstellung von Ortbetonwänden und
beschreiben Sie die jeweiligen Vor-und Nachteile.
Erklären Sie worauf beim Verdichten von Beton zu achten ist.

Rahmenschalung, einhäuptig
Bestehend aus:
– Rahmen
– Querprofilen einer festmontierten Schalhaut
– Schalungsankern
– Richtstützen
– Arbeitsbühen an Oberkante
VORTEILE NACHTEILE
• Baukastensystem • geringe Steifigkeit
• geringes Gewicht • hoher Aufwandswert
• geringer Lohnaufwand • große Durchbiegung
• keine Fachkräfte erforderlich • hohe Gerätekosten
• hohe Einsatzhäufigkeit • hohe Anzahl an Ankern, Elementen und
• systemabhängig: mit Hand umsetzbar Kleinteilen
• geringere Anpassungsfähigkeit als
Trägerschalung
• Gefahr des Ausblutens des Betons an
den Fugen

Trägerschalung, einhäuptig
Bestehend aus:
– Schalhaut
– Holzgitterträgern
– horizontale Riegeln
– Schalungsankern
– Richtstützen
– Arbeitsbühne an Oberkante

VORTEILE NACHTEILE
• kurze Auftsell- und Ausschalungszeiten • hohe Investitionskosten
• niedrige Aufwandswerte • schlechte Anpassbarkeit an
• geringer Lohnaufwand veränderliche Geometrie – Umbau
• große Ankerabstände • kranabhängig
• große Wandflächen bis 100m²
• sehr tragfähig

Beton-Verdichten – WICHTIG
• Vollständige Umhüllung der Bewehrung
• Hohlräume schließen
• Dichte der Bewehrungseisen darf nicht zu eng sein
• Vermeidung v. Beton-Entmischung
WAND-INNEN
42.
Wofür werden Gipskartonplatten im Innenausbau eingesetzt?
Aus welchem Grund kommt es derzeit Ihrer Meinung nach zu einem vermehrten Einsatz von
Gipskarton im Innenausbau?
Kommentieren Sie.

Gipskarton Einsatzbereich
1. nichttragende Raumabtrennung
2. Verkleidung von Bauteilen um ihren Brandschutz zu erhöhen
3. Verkleidung von Wänden und Lüftungseinheiten oder Ähnlichem als Schallschutz
→ bei zunehmender Hohlraumdicke erhöht sich die Schalldämmung d. zweischaligen
Konstruktion
4. Sonstige Vekleidungen um Technik/ sonstige Konstuktionen dahinter zu verstecken

VORTEILE
– schneller u. einfacher Einbau
– geringes Gewicht (Vorteile für Transport und Logistik)
– hoher Feuerwiderstand
– geringer Flächenverlust durch Errichtung dünner Wände (höhere Nutzfläche)
– optisch Neutral
– mit einer Auflage v. Vliesstoff wird zu Akkustikdecke

→ → → multifunktional
→ → → Einbau geht sehr schnell. Beliebt, da Arbeitszeit teuer ist.

WAND-MAUERWERK
43.
Nennen Sie 5 relevante physikalische Eigenschaften von Mauersteinen.
Was bedeutet eine höhere Rohdichte der Mauersteine für diese Eigenschaften?

1. hohe Druckfestigkeit
2. nur geringe Beanspruchung auf Zug möglich
3. atmungsaktiv: Luft- und Wasserdurchlässigkeit schaft gutes Raumklima
4. guter Wärmespeicher
5. hoher Schallschutz
Die Rohdichte von Mauersteinen ist ein grundlegendes Kriterium, worauf sich weitere
Eigenschaften aufbauen.
Je höher dir Rohdichte..... ...desto

• schwerer ist der Mauerstein


• höher ist die Druckfestigkeit
• höher ist der Schalldämmwert
• höher ist die Wärmeleitfähigkeit
• desto schlechter die Wärmedämmung

WAND-FASSADE
44.
Stellen Sie in einer Skizze Abluftfassade und Zweite-Hautfassade gegenüber.
Beschreiben Sie die jeweiligen Eigenheiten.

ABLUFTFASSADE ZWEITE-HAUTFASSADE
- mehrschaliges Fassadensystem - mehrschaliges Fassadensystem
- Abschluss Außen: Isolierverglasung - Abschluss Außen: vorgelagerte
- Abschluss Innen: Einfachverglasung o. Textiles Verglasungsebene, die natürliche Lüftung mit
Rollo dem Außenraum erlaubt
- mechanischer Abzug der Raumabluft durch - Luftaustausch zw. Innen und Außen
den Fassadenzwischenraum
- erwärmte Raumluft zirkuliert ständig im
Fassadenzwischraum → Behaglichkeit nahe d.
Fassade

- eingesetzt bei
• Gebäudearten/-höhen wo Sonnenschutz
und öffenbare Fenster nicht möglich
sind
WAND-FASSADE
45. Zeigen und beschreiben Sie mittels einer dreidimensionalen Skizze ein
Kassettenwandsysteme mit hinterlüfteter Fassade bei einem Stahlbau.
BAUWEISE
46.
Welche Holzmassiv-Bauweisen und welche dazugehörigen Holzmassiv-Bauelemente kennen Sie?

Holzmassiv-Bauweisen
• Blockbauweise
• Brettstapelbauweise
• Brettsperrholzbauweise

Holzmassiv-Bauelemente
• Stabförmige Elemente (Blockbauweise)
• Platten-/Scheibenförmige Elemente (Brettstappelbauweise & Brettsperrholzbauweise)
• Paneele u. Kastenförmige Elemente (Brettstappelbauweise & Brettsperrholzbauweise)

DECKE
47. Erklären Sie Prinzip, Wirkungsweise und Anwendungsgebiete für den Einsatz einer
Elementdecke; skizzieren Sie einen möglichen Deckenaufbau und bezeichnen Sie die Bauteile?

(Priebernig-Skript 07.2.10)
PRINZIP
– Betonfertigteil in Teilmontage auf Baustelle

WIRKUNGSWEISE
– Fertigteilbetonplatten mit
eingebauter Bewehrung
– Platten bilden Schalung für den
Ortbeton
– Unterstellung alle 1,8 - 2m

ANWENDUNGSGEBIETE
– Bürogebäude
– Industriehallen
– Wohnbau (bekannt als „Beton-
Wohnblocks“, Bsp: DDR)

DECKEN-FUSSBODEN
48.
Fußbodenaufbauten:
Nennen Sie 3 Möglichkeiten zur Ausführung von Estrichen und stellen Sie diese maßstäblich dar.

Schwimmende Estriche

Verbundestriche
Estriche auf Trennschicht

DECKEN
49.
Beschreiben und skizzieren Sie die grundlegenden Lastabtragungsprinzipien für
Deckentragwerke.
Nennen Sie je ein Beispiel einer massiven Deckenkonstruktion.
Erklären Sie wie die Lastabtragung den Entwurf beeinflusst.
Mit der Lastabtragung/ Statik werden dem Entwurf gewisse Zwänge aufgelegt:
– statisch sinnvolle Positionierung von Bauteilen beeinflusst den Grundriss (Raster, etc)
– weite Spannweiten öffnen zwar den GR, haben jedoch massive/schwere Bauteile zur Folge
– Lastabtragung fordert eine sinnvollen vertikalen Gebäudeaufbau
– Aber auch: Lastabtragung kann zum architektonischen Ausdruck werden

Bsp.: Plattenbalkendecken
– wirkt leichter als eine Vollplatte
– bei Plattenbalkendecken ohne Füllbar sind Deckenbalken
sichtbar
→ Statik ist im Entwurf ablesbar und bekommt eine
ästhetische Bedeutung

DECKEN-FUSSBODEN
50.
Zeichnen Sie den Vertikalschnitt (Decken- und Bodenanschluss) durch eine mehrschalige
Trockenbaukonstruktion (Wohnungstrennwand) und bezeichnen Sie die Bauteilschichten.
Konstruktion 3 – Dachkonstruktionen

DACH
51. Welche Fertigteildachkonstruktionen im Massivbau kennen Sie?
Skizzieren Sie und beschreiben Sie Vor-und Nachteile.
DACH
52. Welche grundlegenden Schichtprinzipien gibt es bei Dächern?
Skizzieren Sie maßstäblich (M1:10, inkl. Beschriftung und Bemaßung aller relevanten Schichten)
4 grundlegende Typen und erklären Sie den Unterschied hinsichtlich der Abfuhr von Wasser und
Kondensat.

Konventionelles Warmdach:
Abdichtung über die Wärmedämmebene Aussen.
Durch das Anbringen von einer Dampfbremse/sperre an der Innenseite der Wärmedämmung wird
die Wasserdampfdiffusion in die Wärmedämmung verhindert.
Kein Kondensat in der Wärmedämmung
Aufbau (oben nach unten):
1. Oberflächenschutz
2. Schutzschicht
3. Abdichtung/ Trennschicht
4. Wärmedämmung/ Geälledämmung
5. Dampfsperre
6. Voranstrich
7. (Gefällebeton)
8. Tragkonstruktion

Umkehrdach:
Abdichtung zw Wärmedämmung und Tragkonstruktion (unter der Wärmedämmung).
DIe Wärmedämmung ist immer nass -------------> verwendung von geschlossenporigen Dämstoffen.
(z.B. Trittfeste XPS/EPS -Platten)
Die Abdichtung ist besser geschützt aber man muss mit einem Abminderungsfaktor von der
Wärmedämmung rechnen, da diese immer nass ist.
Aufbau (o-n-u):
1. Oberflächenschutz
2. Wasserableitendees Filtervlies
3. Wärmedämmung (Gefälledämmung)
4. Trennfuge
5. Abdichtungs- und
Ausgleichsschutzschicht
2-lagig
6. (Gefällebeton)
7. Tragkonstruktion

Duodach (o-n-u):
Mischform vom Umkehrdach und Warmdach.
Auf einem Warmdachschichtenaufbau wird noch eine Weitere Schicht Wäremdämmung
aufgebracht.
Der Taupunkt soll im Bereich der oberen freiliegenden Wärmedämmung liegen - kein Kondensat
im Bauteil.
Aufbau:
1. Oberflächenschutz
2. Schutzschicht
3. Wärmedämmung
4. Abdichtung/ Trennschicht
5. Wärmedämmung
6. Gefällebeton
7. Tragkonstruktion

Plusdach (o-n-u):
Ähnlich dem Duodach
Nur hier: Dampfsperre zwischen 2. Wärmedämmung und Gefällebeton.
Anwendung wo große Dämmdicken erforderlich sind.
Aufbau:
1. Oberflächenschutz
2. Schutzschicht
3. Wärmedämmung (Gefälldämmung)
4. Abdichtung/ Trennschicht
5. Wärmedämmung
6. Dampfsperre
7. (Gefällebeton)
8. Tragkonstruktion

Kompaktdach (o-n-u):
Sonderform Warmdach
Wärmedämmung aus dampfsperrendem Schaumglas
Entfall der Dampfspere
Aufbau
1. Oberflächenschutz
2. Filtervlies/ Trennschicht
3. Abdichtung 2-lagig
4. Deckschichten Heißbitumen
5. Schaumglas mit Heißbitumen verklebt
6. Voranstrich
7. Gefällebeton
8. Tragkonstruktion

Kaltdach (o-n-u):
Trennung Abdichtung von Wärmedämmung
Hinter der Abdichtung ist eine HInterlüftung.
Dort wird der Kondensat abgeführt - durch die Dämmschicht ausdiffundierender Wasserdampf
kann weggeführt werden.
Luftschicht muss ausreichend dimensioniert werden – verbunden mit der Außenluft.
Dampfbremse an der warmen Seite der Wärmedämmung.
Aufbau:
Massivbauweise Holzbauweise
1. Kiesschüttung 1. Kunststoffabdichtungen mit mechan.
2. Abdichtung 2-lagig Befestigungen
3. Zulagebahn, genagelt 2. Zulagebahn, genagelt
4. Holzschalung 3. Holzschalung

5. Holzträger im Gefälle 2% dazwischen 4. Konterlattung dazwischen Hinterlüftung


Hinterlüftung
5. Vlies
6. Wärmedämmung 6. Tram + Wärmedämmung
7. Dampfbremse 7. Dampfbremse
8. Tragkonstruktion 8. Lattung dazwischen Dämmung
9. GKF-Platte

53.
Für welches System würden Sie sich bei der Ausführung einer begehbaren Terrasse
entscheiden?
Begründen Sie Ihre Entscheidung.
Der Terrassentüranschluss mit Drainrost
machte es möglich einen max.
Niveauunterschied von 2 cm herzustellen.
Damit ist die Terrassentür barrierefrei und
die Entwässerung ist garanitiert.
DACH
54.
Zeichnen Sie eine Kehlbalken-Dachkonstruktion,
bezeichnen Sie die Tragwerksteile und erklären Sie
die Funktion des Kehlbalkens.

Bei Spannweiten über 6m wird ein Kehlbalken


eingefügt.
Der Kehlbalken dient als horizontale Aussteifung,
welch die Spannweite des Sparrens unterteil
und einen guten Windverband darstellt.

DACH
55.
Zeichnen Sie den Auflagebereich eines Sparrendachs, bezeichnen Sie die Bauteile und
beschreiben Sie mögliche Befestigungs-/Verankerungsmöglichkeiten am Gebäude.
Leichte Dachkonstruktionen müssen gegen Windsog
gesichert werden, damit das vollständige Dach nicht aus
der Verankerung gerissen und abgehoben wird.
Feuer

BRANDSCHUTZ
56.
Nennen und erläutern Sie die Maßnahmen des vorbeugenden Brandschutzes.

Vorbeugender Brandschutz
Technische Brandschutzmassnahmen
– Baulicher Brandschutz 1. Bildung von Brandabschnitten durch
Brandwände und-schutztüren
2. Verwendung v. Sicheren Bauprodukten (siehe
materialspezifischer Brandschutz/
Brandverhaltensklassen)
3. Fluchtwegplanung
– Anlagetechnischer Brandschutz 1. Brandmeldeanlagen
2. automatische Löschanlagen
3. Rauchansaugsysteme
– Organisatorischer/ Betriebliche 1. Instandhaltung, Wartung
Brandschutzmassnahmen 2. Kennzeichnung und Freihaltung von
Fluchtwegen und Rettungswegen
3. Brandschutzbeauftragte, Ausgänge
4. Brandschutzpläne, Brandschutzbeauftragte,
Brandschutzordnungen

BRANDSCHUTZ
57.
Erläutern Sie mittels einer Skizze die rechtlichen Anforderungen an die Mündung von
Abgasanlagen.
In welchem Regelwerk sind diese Anforderungen definiert?

OIB-RICHTLINIE 3 – Hygiene Gesundheit und Umweltschutz


5 Abgase von Feuerstätten
5.1 Allgemeine Anforderungen an Abgasanlagen
5.1.1 Alle Feuerstätten sind an Abgasanlagen anzuschließen, die über Dach führen.
5.1.2 Die Mündungen von Abgasanlagen sind so zu situieren, dass eine
Beeinträchtigung von Personen
durch Abgase vermieden wird und einwandfreie Zugverhältnisse gewährleistet sind.
5.1.3 Die Mündungen von Abgasanlagen müssen so hoch geführt werden, dass sie
innerhalb eines horizentalen
Umkreises von 10 m die Sturzunterkanten aller öffenbaren Fenster von
Aufenthaltsräumen
sowie die Oberkante von Zuluftöffnungen von Lüftungsanlagen um folgende
Mindestwerte überragen:
- 3 m, wenn die Mündung vor einem Fenster bzw. einer Zuluftöffnung liegt,
- ansonsten 1 m.
5.1.4 Die Mündung muss den First um mindestens 0,4 m überragen, oder es müssen
folgende Mindestabstände
von der Dachfläche, normal zu dieser gemessen, eingehalten werden:
- 0,6 m bei mit Gas oder Öl betriebenen Feuerstätten, bei denen die Temperatur der
Abgase unter
den Taupunkt abgesenkt wird (Brennwertkessel),
- ansonsten 1 m.
Bei Flachdächern ist die Mündung 0,4 m über die Oberkante der Attika und
zumindest 1 m über die
Dachfläche zu führen.
5.1.5 Abweichend zu diesen Bestimmungen sind Mündungen von Abgasanlagen für
raumluftunabhängige
mit Gas betriebene Feuerstätten, bei denen die Temperatur der Abgase unter den
Taupunkt abgesenkt
wird (Brennwertkessel), in Außenwänden bestehender Bauwerke zulässig, wenn der
Anschluss
an eine bestehende Abgasanlage oder die nachträgliche Errichtung einer über Dach
führenden
Abgasanlage nur mit unverhältnismäßigem Aufwand möglich ist.
BRANDSCHUTZ
58.
Wie verhält sich Stahl im Brandfall? Mit welchen Maßnahmen kann der Brandschutz von
Stahlbauteilen verbessert werden?

Eigenschaften
– anorganischer Aufbau, daher nicht brennbar
– Festigkeit ändert sich in Abhänigikeit von Temperatur
– hat im ungeschützten Zustand keine hohe Feuerwiderstandsdauer
Brandverhalten
– wegen hoher Wärmeleitfähigkeit erwärmt sich Stahl sehr schnell
– Feuerwiderstandsdauer: 0 min
– Kritische Temp.: 500°C erreicht nach ca. 5 min
→ Stahlbauteile dehnen sich aus
→ unzulässige Kräfte auf Wände u. Decken
Brandschutz
– Feuerschutzanstrich
– Ummantelungen/ Bekleidungen
– Betobüberdeckung (Stahlbeton)
– wassergekühlte Stützen (nicht zulässig!)
– ungeschützte Stahlbauteile nur auf Zug beanspruchen

BRANDSCHUTZ
59.
Definieren Sie den Begriff und die Funktion einer Schleuse im Sinne der Wiener Bauordnung.
Wo sind im Gebäude notwendigerweise Schleusen zu positionieren?
Welche Anforderungen werden an die Ausführung der Wände und der Lüftung aus
brandschutztechnischer Sicht gestellt?

In der Wiener Bauordnung werden Schleusen nicht erwähnt.


Im Wiener Garagengesetz wird die Schleuse definiert:

„Bei Mittel- und Großgaragen muß das Stiegenhaus von der Garage
und deren brandgefährdeten Nebenräumen durch wirksame be- und
entlüftete Schleusen mit feuerbeständigen Wänden und Decken und
mit in Fluchtrichtung aufschlagenden, selbstzufallenden
feuerhemmenden Türen getrennt sein.“

Positionierung generell da, wo Übergreifen von Brand, Feuer und Rauch verhindern soll
(horizontal/vertikal), bzw. nach „brandempfindlichen“ Räumen
– zw. Heizraum und anderem Raum
– zw. Lager und anderem Raum
– zw. Garage und Stiegenhaus
– bei innenliegenden Sicherheitsstiegenhäusern: zw. Stiegenhaus und Geschoss
– zw. Fahrschafttüren v. Aufzug und Vorraum

Anforderungen
Wände & Decken
– brandbeständig (brandschutztechnische Bezeichnung) = feuerbeständig (alte Bezeichnung)
= Feuerwiderstandsklasse R90
= Feuerwiderstandsdauer t: 90 ≤ t < 180

Lüftung
– Rauch darf sich nicht horizontal o. vertikal über die Schleuse ausbreiten – Lüftung abhängig
von Schleusenart
– nach Garagen muss be- und entlüftet werden
– nach Stiegenhäusern gilt:
1. Stiegenhaustür + Gangtür + weitere Türen:
Schleuse mit mechanischer Lüftung
Auslegung: 30fachen stündlicher Luftwechsel
2. nur Stiegenhaustür + Gangtür:
aus brandschutztechnischer Sicht keine Lüftungsmaßnahmen erforderlich

BRANDSCHUTZ
60.
Können Schächte bzw. Leitungen Brandabschnitte durchdringen?
Worauf ist dabei aus brandschutztechnischer Sicht zu achten?
Welche Maßnahmen müssen getroffen werden?

Ja, es gibt 2 Typen.

Schachttyp A
– vertikaler Schacht über gesamte Länge
– begrenzt von feuerwiderstandsfähigen Wänden

Zu beachten
– Schacht über Dach entlüften
– brandschutztechnische Anforderungen an die Schachtwände
Schachttyp B
– keine brandschutztechnische Anforderungen an Schachtwände
– anstelle: Abschottung zwischen den Geschossen

zu beachten:
– brandschutztechnische Anforderungen an die Deckendurchbrüche

BRANDSCHUTZ
62.
Welche aktuellen gestezlichen Richtlinien und Gesetze bezüglich des Brandschutzes in
Österreich – Wien betreffen Sie als ArchitektInnen?
Können Sie von diesen abweichen?
Wenn ja, unter welcher Voraussetzung?
Entspricht Stahlbeton der Brandschutz-Qualifikation A1?
Was ist dabei aus brandschutztechnischer Sicht bei der Ausführungen von Stahlbetonwänden
und -decken zu beachten?
OIB-RICHTLINIEN
1. Standsicherheit
2. Brandschutz
3. Hygiene, Gesundheit und
Umweltschutz
4. Nutzungssicherheit und
Barrierefreiheit
5. Schallschutz
6. Energieeinsparung und
Wärmeschutz

Ja, es darf abgewichen werden.

Brandschutz-Qualifikation A1 =
Brandverhaltensklasse: nichtbrennbar ohne, brennbare
Bestandteile
dazugehört Stahlbeton

thermisches Ausdehnungsverhalten im Brandfall ist zu beachten->


zusätzliche Zwangs- und Eigenspannungen und Verformunge/ ungewollte Verschiebungen

ERSCHLIESSUNG
64. Welche Anforderungen werden hinsichtlich Flucht- und Rettungswege an Aufenthaltsräume
gestellt?
Auf welche Mindestmaße ist bei Gängen im Verlauf von Fluchtwegen hinsichtlich der Breite zu
achten?
Welche Anforderungen gibt es diesbezüglich an Treppen?
Wo ist das gesetzlich verankert?

5.1 Fluchtwege
5.1.1 Von jeder Stelle jedes Raumes – ausgenommen nicht ausgebaute Dachräume – muss in
höchstens 40 m Gehweglänge erreichbar sein:
(a) ein direkter Ausgang zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien, oder
(b) ein Treppenhaus oder eine Außentreppe gemäß Tabelle 2a bzw. 2b mit jeweils einem
Ausgang
zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien, oder
(c) ein Treppenhaus oder eine Außentreppe gemäß Tabelle 3 mit jeweils einem Ausgang zu
einem
sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien, wobei zusätzlich Punkt 5.1.4 gilt.

5.1.2 Bei Wohnungen wird abweichend von Punkt 5.1.1 in den Fällen (b) und (c) die Gehweglänge
ab der Wohnungseingangstüre gemessen. Dabei dürfen sich die Wohnungen über höchstens zwei
Geschoße erstrecken.
5.1.3 Zwischen Treppenhäusern und Gängen sind Türen gemäß Tabelle 2a, 2b bzw. 3 anzuordnen.

5.1.4 Im Falle von Punkt 5.1.1 (c) muss zusätzlich


(a) ein Rettungsweg gemäß Punkt 5.2 vorhanden sein, oder
(b) in jedem Geschoß mit mindestens einem Aufenthaltsraum ein unabhängiger Fluchtweg
zu einem weiteren Treppenhaus oder einer weiteren Außentreppe jeweils gemäß Tabelle 3
erreichbar sein, wobei die Gehweglänge nicht begrenzt ist, oder
(c) ein unabhängiger Fluchtweg zu einem benachbarten Brandabschnitt erreichbar sein, der
über einen direkten Ausgang zu einem sicheren Ort des angrenzenden Geländes im Freien
oder ein Treppenhaus bzw. eine Außentreppe verfügt, wobei die Gehweglänge zum
benachbarten Brandabschnitt nicht begrenzt ist.

BAUTEIL MINDESTMASS
Fluchtweg/ Gänge - lichte Durchgangsbreite mind. 1,2m
- für mehr las 120 Personen muss
Durchgangsbreite für jede weitere 10 Personen
um 10 cm erhöht werden
Treppen - lichte Treppenlaufbreite 2,4m

Abmessungen von Fluchtwegen und Notausgängen

§18. (1) Fluchtwege müssen folgende nutzbare Mindestbreite aufweisen

1. für höchstens 20 Personen: 1,0 m;

2. für höchstens 120 Personen: 1,2 m;

bei mehr als 120 Personen erhöht sich die Breite nach Z2 für je weitere zehn Personen um
3.
jeweils 0,1 m.

Zu finden in den:
– OIB-RICHTLINIEN 4
– Arbeitsstättenverordnung

Erschließung

TREPPE
65.
Zeichnen und Beschreiben Sie den Anschluss eines elastisch gelagerten Treppenlaufs auf einem
Treppenpodest mit schwimmenden Estrich.
Zeichnen Sie den seitlichen Wandanschluss eines elastisch gelagerten Treppenpodests.

...um den Trittschall aus Stiegenhäusern zu reduzieren.


TREPPE
66.
Öffentliches Gebäude:
Wie sind Innentreppen und Brüstungen laut akueller gesetzlicher Lage in Österreich nach OIB-
Richtlinie auszuführen?
Skizzieren Sie maßstäblich einen Vorschlag für eine zulässige Variante inkl. Bemaßung und
Materialwahl.
Wie groß wäre die erforderliche Höhe der Absturzsicherung?
Kommentieren Sie kritisch.
(hier: Beispiel BRG Wörgl, Viktor Hufnagl, 1970-73)

Absturzsicherungen Höhe
• ab einer Fallhöhe von 60 cm, jedenfalls aber ab einer
Fallhöhe von 1 m ist mit einer Absturzsicherung zu sichern
• Höhe der Absturzsicherung: min. 1 m
• ab einer Absturzhöhe > 12 m: min. 1,1 m
• Absturzsicherung bei Wohnungstreppe: min 90 cm
Absturzsicherung Öffnungen
• in einer Richtung ≤ 12 cm
• im Bereich 15-60 cm keine horizontalen oder schrägen
Umwehrungsteile (Gefahr: Heraufklettern)

Treppen
• Handläufe bei Treppen mit 2 oder mehr Stufen:
Anbringung auf Höhe 85 – 110cm
• Handlaufhöhe > 100cm: zweiter Handlauf in einer Höhe von 75 cm
• Handverlaufen vor und nach Treppenantritt 30 cm über Stufenkante
• Handläufe dürfen max. 10 cm einengen

• Lichte Durchgangsbreite 120cm


• Fluchtweg ab Nutzpersonenzahl >120: je weitere 10 Personen, plus 10cm
• Lichte Treppendurchgangshöhe 210cm
• nach 20 Stufen muss ein Zwischenpodest eingefügt werden (empfohlen ab 12)
• zweiläufige Treppe: bei Wendung 180° auf Zwischenpodest muss eine Mindestbreite von
250cm erfüllt werden (Transport eine Krankentrage)

Materialwahl
Kriterien
– Brandschutz
– Schallschutz
– Rutschfestigkeit
– Reinigungsfreundlichkeit
– Dauerhaftigkeit

Stahlbeton
– Ortbetontreppen
– Fertigteiltreppen
– Überwiegender Anteil, da Brandschutzanforderungen gut erfüllt
Holz
– wegen Brandschutz nur bei Wohntreppen
Stahl
– hohe Brandschutzanforderungen
– leichte Konstruktionen
– vorwiegend im Industriebau und bei Rettundwegen

TREPPE
67.
Wie wird das Steigungsverhältnis von Treppen bestimmt?
Zählen Sie gängige Formeln zur Überprüfung auf und kommtieren Sie diese.
Nennen Sie ein zulässiges Steigungsverhältnis für eine Treppe (im Hauptstiegenhaus) eines
achtgeschossigen Bürogebäudes in Wien.
Wo ist dies gesetzlich geregelt?

Generel/ historsich gilt:


• Eine Stiege folgt dem menschlichen Maß:
die Schrittlänge des Menschen ist eine gegebenes biologisches Maß (ca. 63cm)
• Der Zweck der Stiege ist das wesentliche Entscheidungskriterium
→ mit diesen beiden Argumenten wird ein Steigungsverhältnis gewählt.

FORMEL KOMMENTAR
Schrittmaßregel → stimmt nur für Stufenhöhen von ca. 16-19
→ Auftrittsmaß kann mit dieser Formel zu kurz
2 x h + a = 63/65 werden
→ Sicherheits- u. Bequemlichkeitsregel
Sicherheitsregel → wenn die Stiege sehr steil ist

a + h = 46 cm
Bequemlichkeitsregel → für sehr flache Stufen

a – h = 12cm
• 17/29 wird allen Formeln gerecht
• je steiler eine Treppe ist, desto geringer ist die Schrittlänge
• bei flachen Stiegen geht man schneller

Steigungsverhältnis
Büro, Hauptstiege:
18/27
Gesetzlich geregelt in der OIB-RICHTLINIE 4.

RAMPEN
68.
Begehbare Rampen bei barrierefrei auszuführenden Gebäuden:
Nennen Sie die Anforderungen an die Planung hinsichtlich des Gefällle, Podesten und
Handläufen. Welches Quergefälle ist maximal zulässig?
Wo ist das gesetzlich geregelt?

In Gebäuden oder Gebäudeteilen, die barrierefrei zu gestalten Zitiert aus OIB-R 4


sind, gelten folgende Anforderungen:
• Das Längsgefälle darf höchstens 6 % betragen; • Längsgefälle ≤ 6%
• Ein Quergefälle ist nicht zulässig; • Quergefälle unzulässig
• Rampen müssen beidseits über Handläufe und Radabweiser • beidseitg Handläufe
verfügen; • Handläufe 30 cm vor und
• Handläufe sind am Anfang und am Ende der Rampe um 30 nach der Rampe
cm, ggf. auch seitlich um die Ecke, • 1,2 m Bewegungsflächen
weiterzuführen; vor und nach der Rampe
• Am Anfang und am Ende der Rampe sind horizontale • Zwischenpodeste nach
Bewegungsflächen mit einer Länge von 10m
mindestens 1,20 m anzuordnen;
• Zwischenpodeste bei
• Rampen sind in Abständen von höchstens 10 m sowie bei
Richtungsänderungen von
Richtungsänderungen um mehr als
> 45°
45 Grad mit Zwischenpodesten mit einer Länge von
• Kontrastkennzeichnung an
mindestens 1,20 m und einem Längsgefälle
allen Knickpunkten
von höchstens 2 % zu unterbrechen;
• Lichte Durchgangsbreite
• Rampen müssen an allen Knickpunkten des Gefälles
mind. 1,2 m
kontrastierend gekennzeichnet werden;
• Die lichte Durchgangsbreite muss mindestens 1,20 m • Handläufe dürfen max 10
betragen, wobei Einengungen durch cm in die Rampe ragen
Handläufe um nicht mehr als 10 cm je Seite zulässig sind.
Ein Quergefälle ist unzulässig.

Gesetzlich geregelt in der OIB-RICHTLINIE 4.

Oberflächen
OBERFLÄCHEN
69.
Welche Techniken gibt es für die Sichtbeton Flächengestaltung? Zählen Sie diese auf und
beschreiben Sie stichwortartig die Herstellung und die Oberflächeneigenschaften und das
erzielte Erscheiningsbild.

SCHALUNG
Betonoberfläche ist das Speigelbild der Schalung
Art/ Eigenschaft der Schalhaut Merkmale der Oberfläche
SAUGENDE SCHALUNG - Entziehen dem Beton im oberflächennahem
Bereich während dem Abbindeprozess Wasser
- neuere Schalungshaut nimmt mehr Wasser
auf als ältere
1. Bretter, sägerau Raue Brettstruktur, dunkel
2. Bretter, gehobelt Glatte Brettstruktur, heller als 1.
3. Spannplatten, unbeschichtet Leicht rau, dunkel
4. Drainvlies/ Faservlies Siebstruktur, dunkler als 3.

SCHWACH SAUGEND
5. Dreischichtenplatten, oberflächenvergütete Bei den ersten Einsätzen dunkel, wird bei
Holzstruktur weiteren Einsätzen heller
6. Schallrohre aus Pappe Glatt, hell

NICHT o. SEHR SCHWACH SAUGEND - kunststoffvergütete Holzschalungen


- Stahlschalungen und Kunststoffschalungen
- Spiegelglatte Oberflächen herstellbar
- keine Fähigkeit Überschusswasser
abzuführen
7. Schaltafeln, oberflächenbehandelt (glatt/rau) Glatt, hell
8. Finnenplatten, kunstharzbeschichtet Siebdruckrasterstruktur, dunkler als 7.
9. Stahlblech Glatt, hell
10. Matrizen, filmbeschichtet Je nach Matrize glatt bis stark strukturiert, hell
11. Schalrohre aus Metall o. Kunststoff Glatt, hell

BETON - NACHBEARBEITUNG
ART HERSTELLUNG OBERFLÄCHENBILD
WASCHBETON • Erhärten d. Mörtelmatrix verzögert → Sichtbare Kornstruktur
durch aufgebrachte Verzögerungspaste
• Abtragung der verzögerten Schicht mit
Wasserstrahl
Feinwaschen • Abtragung von 1-2mm der → sandsteinähnliche
Zementschicht Struktur
→ Farbe des Zements
dominiert
Grobwaschen • Abtragung von > 2mm der → raue, grobe Oberfläche
Zementschicht → Farbe der
Gesteinkörnung dominiert
Fotobeton • Trägerfolie führt zur → Bildmotiv mit
oberflächenverzögerten Abtragen der Tiefendimensionierung
Matrix
• unterschiedliche Auswaschtiefen
GESÄUERTER BETON • Abtragung der obersten → ähnlich Waschbeton
Zementhautschicht mit Säure → leicht rau
• von Säure gelöster Zementstein wird → leicht freigelegte
mechanisch abgewaschen Gesteinskörner
SANDSTRAHLEN • Sand als Strahlmittel → matt&rau
• trocken → ähnlich feinwaschen,
jedoch auch
Gesteinskörner sind
angeraut
FLAMMSTRAHLEN • Beflammung mit 3000°C → sehr raue, zerklüftete
• oberste Zementhautschicht schmilzt Oberfläche
• Gesteinkörner platzen ab
SCHLEIFEN & • Schleifen auf verschiedene Tiefen → leicht beschliffen= Farbe
POLIEREN möglich des Zements dominiert
→ stark beschliffen= Farbe
der Gesteinsfarbe
dominiert
→ Oberfläche sehr glatt
und glänzend
STOCKEN • Mit Stockhammer bearbeitet zur → sehr rauer Effekt
groben Abtragung der Oberfläche
SCHARRIEREN • Bearbeitet mit flachem Meißel → Herstellung von Struktur
und Flächenakzenten

FARBLICHE GESTALTUNG
Anstriche/ Lasuren