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DOI: 10.1002 / bate.

201700024

BERICHT  REPORT
Achim Hettler BERICHT

Neue DIN 4085 – Berechnung des Erddrucks


DIN 4085: 2011-05, die ursprünglich 2005 zum ersten Mal veröf- New German Code DIN 4085 – calculation of earth pressure
fentlicht wurde, wird 2017 durch eine vollständig überarbeitete DIN 4085: 2011-05, first published in 2005, will be replaced in
sowie an neuere wissenschaftliche Erkenntnisse angepasste 2017 by a completely revised new version also including new
Neufassung ersetzt. Im folgenden Beitrag soll eine kurze Über- scientific results. The following paper gives an overview and
sicht gegeben und auf wesentliche Änderungen eingegangen points out essential modifications.
werden.

Keywords  DIN 4085, Neuausgabe; Überblick; Änderungen, wesentliche Keywords  new version DIN 4085; overview; essential modifications

1 Einführung so wie die mit der Fassung von 2007 eingeführte Ände-
rung des Vorzeichens für den Wandneigungswinkel α
Die 2017 auslaufende DIN 4085:2011-05 geht bis auf die beibehalten.
Änderung 1 und verschiedene Berichtigungen auf das
Jahr 2007 zurück. Turnusgemäß wurde diese Fassung vor Neu aufgenommen wurde in Abschnitt 6.2.9 eine Glei-
einigen Jahren vom Arbeitsausschuss NA 005-05-04AA chung zur Ermittlung des resultierenden aktiven Erd-
„Baugrund, Berechnungsverfahren“ überprüft und nach- drucks Ea [1] für den allgemeinen Fall bei beliebiger Ge-
folgend vollständig überarbeitet sowie an neuere wissen- ländeneigung β und Wandneigung a sowie einer Vertikal-
schaftliche Erkenntnisse angepasst. Der Entwurf wurde last V und einer Horizontalkraft H (Bild 1).
als E-DIN-4085:2016-10 der Öffentlichkeit vorgestellt.
Nach Ende der Einspruchsfrist am 16.01.2017 wird die

(
(G + V − C ⋅ sin ϑ ) ⋅ sin ϑ − ϕ + 

)
neue Ausgabe im Laufe des Jahres 2017 endgültig veröf-
fentlicht.  E =
 ( )
H − C ⋅ cos ϑ ⋅ cos ϑ − ϕ (  ) (1)
a (
cos ϑ − ϕ − δ − α )
Die Überarbeitung war von intensiven Diskussionen, ins-
besondere im Unterausschuss DIN 4085, begleitet und
erforderte zahlreiche Sitzungen in den letzten Jahren, 2.2 Mindesterddruck
wofür allen beteiligten Kollegen herzlich gedankt sei.
Die DIN 4085:2011-05 fordert den Ansatz eines Mindest­
Neben den üblichen Zielen wie Straffung sowie Verbesse- erddrucks. Es werden zwei Verfahren – Vergleich der
rung der Übersichtlichkeit war es ein Anliegen, die ver- Erddrücke sowie Vergleich der Resultierenden – angebo-
schiedenen Erddruckschulen um Anton Weissenbach ten, die insbesondere in Kombination mit Auflasten meh-
in Dortmund (Stichwort EAB) sowie Dietrich Franke in rere Auslegungen zulassen, zu unterschiedlichen Ergeb-
Dresden einschließlich der in der Praxis von Schülern nissen führen können und in der Praxis immer wieder zu
Breths aus Darmstadt sowie Lorenz in Berlin ange-
wandten Rechenverfahren möglichst im Konsens zusam-
menzuführen.

Im Folgenden soll eine kurze Übersicht über die neue


Fassung gegeben und auf einige Punkte eingegangen wer-
den.

2 Aktiver Erddruck

2.1 Ebener aktiver Erddruck


Bild 1 Erddruck bei Einwirken zusätzlicher Kräfte H und V auf den Gleitkeil
Die seit Jahrzehnten bewährte und auf die Coulombsche Earth pressure with surcharges H and V acting on the Coulomb
Erddrucktheorie zurückgehenden Formeln wurden eben- wedge

© Ernst & Sohn Verlag für Architektur und technische Wissenschaften GmbH & Co. KG, Berlin. Bautechnik 94 (2017) 1
A. Hettler: Neue DIN 4085 – Berechnung des Erddrucks

Bild 2 Ermittlung der aktiven Erddrucklast bei durchgehend bindigem Boden nach EAB [2]
Determination of active earth pressure for homogenous cohesive soil

Bild 3 Ermittlung der Gesamtlast des aktiven Erddrucks bei teilweise bindigen Bodenschichten nach EAB [2]
Determination of active earth pressure for partially cohesive soils

Fragen geführt haben. Nach langen Diskussionen einigte bungswinkels ϕErs = 40° berechnet. In der Fassung der
sich der Ausschuss auf den einfacheren Vergleich der Re- Empfehlungen von 1972 durfte zwar die Erddrucklast aus
sultierenden, der dem seit Jahrzehnten bewährten Ansatz Auflasten um einen Kohäsionsanteil vermindert werden.
nach EAB [2] entspricht. Dieser Anteil musste dann jedoch wieder dem Anteil aus
Bodeneigengewicht zugeschlagen werden (s. Bild EB 7-1
Die Idee des Mindesterddrucks geht auf Weissenbach von 1972).
zurück. Gestützt auf Messungen an Baugruben, wurde
1970 der erste Entwurf einer Empfehlung zum Mindest­ Kein Einvernehmen konnte im Normenausschuss zum
erddruck in EB 4, Absatz 3 veröffentlicht. Die Grundidee Ansatz des Mindesterddrucks bei Auflasten erzielt wer-
ist seitdem unverändert geblieben. Der Erddruck aus Bo- den.
deneigengewicht und Kohäsion ist zunächst auf der
Grundlage der klassischen Erddrucktheorie mit den DIN 4085:2011-05 lässt die Frage ebenso wie die zu-
Scherparametern ϕ und c zu ermitteln. Dessen Resultie- künftige Fassung von 2017 offen. Wer keinen eigenen
rende ist mit der Erddrucklast aus Mindesterddruck zu Lösungsweg zur Verfügung hat, oder immer bei Baugru-
vergleichen. Bild 2 zeigt die Vorgehensweise bei durchge- ben, kann dem Vorschlag der Empfehlungen des Ar-
hend bindigem Boden, Bild 3 bei Schichtung. Für die beitskreises „Baugruben“ (EAB) folgen. Demnach ist in
weitere Berechnung ist dann der ungünstigere Ansatz zu- der Regel der Erddruck aus Auflasten zusätzlich zum
grunde zu legen. Erddrücke aus Auflasten waren stets Mindesterddruck aus Bodeneigengewicht anzusetzen.
zusätzlich anzusetzen. Im Laufe der Jahre kam es zu In Ausnahmefällen darf der Erddruck aus Auflasten
Veränderungen im Detail, z. B. wird heute der Mindest­ durch rechnerische Zugspannungen aus Kohäsion abge-
erddruck nicht mehr wie anfangs mit einem Beiwert von mindert werden. In EB 6, Absatz 4 der 5. Auflage heißt
K = 0,20, sondern auf der Grundlage eines Ersatzrei- es:

2 Bautechnik 94 (2017)
A. Hettler: New German Code DIN 4085 – calculation of earth pressure

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„Auch wenn für bindige Schichten die Größe der Erd-
drucklast aus Bodeneigengewicht und Kohäsion entspre-
chend EB 4, Absatz 3b) (Abschnitt 3.2) mithilfe eines Er-
satzreibungswinkels berechnet wird, ist der Erddruck aus
großflächigen lotrechten Auflasten einschließlich der
Lasten bis pk = 10 kN/m2, sowie aus Linien- und Streifen-
lasten stets entsprechend Absatz 3a) mit dem charakteris-
tischen Reibungswinkel ϕ’k zu ermitteln. In der Regel gilt
dies auch für Lasten pk > 10 kN/m2. In Ausnahmefällen
dürfen bei einer Kohäsion c’k > 30 kN/m2 die so ermittel-
ten Erddrücke aus Auflasten mit rechnerischen Zugspan-
nungen aus Bodeneigengewicht und Kohäsion angemes-
sen verrechnet werden, sofern genauere Untersuchungen Bild 4 Abminderungsfaktor magh zur Ermittlung des räumlichen aktiven Erd-
durchgeführt werden und ausreichende örtliche Erfah- drucks nach DIN 4085
Reduction factor magh for threedimensional active earth pressure
rungen vorliegen.“
according DIN 4085

2.3 Räumlicher aktiver Erddruck auf schmale Wände

In der zukünftigen Fassung der DIN 4085 von 2017 wird µaph = µagh
(5)
wieder wie schon 1987 auf Formbeiwerte m zurückgegrif-
fen und auf die missverständlichen „rechnerischen Wand- Je nach Tiefe und Größe des Reibungswinkels kann der
längen“ der DIN 4085:2011-05 verzichtet. Abminderungsfaktor magh zur Ermittlung des räumlichen
Erddrucks zwischen 0,2 und 0,3 liegen (Bild 4). Wie
Wie im ebenen Fall wird der räumliche aktive Erddruck schon in DIN 4085 aus dem Jahre 1987 wird auf der si-
(r) (r)
eah in die Anteile aus Bodeneigengewicht eagh , großflächi- cheren Seite liegend für den Kohäsionsanteil
(r) (r)
gen Gleichlasten eaph und Kohäsion each aufgespalten:
µach = 1
(6)
(r) (r) (r) (r)
eah
(2) = eagh + eaph + each
gesetzt.
und unter Verwendung der Formbeiwerte magh, maph und
mach umgeformt zu Die Abminderungsfaktoren in den Gln. (4–6) dürfen nach
DIN 4085 auch näherungsweise für Fälle a, b, da ≠ 0 ver-
(r)
eah
(3) = µagh ⋅ eagh + µaph ⋅ eaph + µach ⋅ each wendet werden.

mit eagh, eaph und each für den ebenen Fall. Wie die Untersuchungen von tom Wörden [6] sowie von
tom Wörden und Achmus [7] zeigen, liegt der Vorschlag
Die Formbeiwerte in der Tiefe z einer Wand mit Bauteil- der DIN 4085 auf der sicheren Seite. Der Abminderungs-
breite b hängen vom Verhältnis z/b und vom Reibungs- faktor λ = Ea3D/Ea2D als Verhältniswert der Resultierenden
winkel j ab. Zur Ermittlung der Formbeiwerte liegen im räumlichen und im ebenen Fall nach DIN 4085 bildet
zahlreiche theoretische Untersuchungen vor. Zum Bei- eine obere Schranke unabhängig vom Verhältnis n =
spiel gehen Piaskowski/Kowalewski [3] entsprechend Wandhöhe/Wandbreite (Bild  5). Für die Bemessung
der Coulombschen Erddrucktheorie für den ebenen Fall günstigere Werte bei Schlitzwänden erhält man z. B.
von einem monolithischen Erdkörper aus. Bei der soge- auch nach DIN 4126.
nannten Schultertheorie werden an den Seitenflächen
eines abgleitenden Erdkeils Schubspannungen txy ange-
setzt. Die modifizierte Elementscheibentheorie von Walz 2.4 Räumlicher aktiver Erddruck auf Stützwände quer
[4] stellt eine Weiterentwicklung der Silotheorie von Ter- zur Böschung
zaghi für räumliche Erddruckprobleme dar. Eine Über-
sicht geben Lorenz und Walz [5]. Bei Brückenwiderlagern und Durchlässen durch Dämme
werden häufig Flügelwände quer zur Dammachse ange-
Wie schon in der Fassung von 2011-05 werden auch in ordnet. Im Böschungsbereich ist das Gelände in der
der zukünftigen DIN 4085 die für den Fall einer senk- Wand­ebene geneigt (Bilder 6a, b). Die Erddrucktheorien
rechten, glatten Wand mit a = 0 und da = 0 sowie einer für den ebenen Fall sind nicht zutreffend, weil es sich um
waagerechten Geländeoberfläche mit b = 0 von Franke ein räumliches Problem handelt. Für diese Fragestellung
aus den Angaben von Piaskowski/Kowalewski [3] abge- schlug Rendulic eine Näherungslösung vor [8], die von
leiteten Näherungsformeln verwendet: Schiel [9] weiterentwickelt wurde. Die von Franke [10]
überarbeitete Fassung wurde in die DIN 4085:2007-10
(r) 2  ϕ ⋅ z aufgenommen. In der Nachfolgeversion von 2017 findet
µagh
(4) = 1 − ⋅ arctan 
π  2 ⋅ b  sich nur ein Hinweis.

Bautechnik 94 (2017) 3
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Bild 6 Stützwand mit Flügelwand quer zur Dammachse


Retaining wall with flank wall transverse to the dam axis

Bild 5 Vergleich der Formbeiwerte nach tom Wörden und Achmus [7] nematischen Methode [13] nach Abschnitt 5.1 der Norm
Comparison of shape factors according to tom Wörden and Achmus genügen oder vergleichbar sind, angewendet werden dür-
[7]
fen. Vergleichbar sind z. B. auch Verfahren mit ebenen
Gleitflächen (s. Hettler [11]), wenn die Bedingungen
(B)
Zur Ermittlung des räumlichen aktiven Erddrucks eagh nach EAB eingehalten sind, eine Vorgehensweise, die
wird zunächst der aktive Erddruck eagh wie im ebenen z. B. auch in den Niederlanden üblich ist. Bei vielen –
Fall mit a = b = da = 0 berechnet und mit dem Vergröße- auch international gebräuchlichen – Ansätzen stehen nur
rungsfaktor x erhöht: Erddruckbeiwerte Kpgh für Bodeneigengewicht zur Verfü-
gung. In diesen Fällen darf auf die Näherung
(B)
eagh
(7) = ξ ⋅ eagh
 Kpph ≈ Kpgh (8)
Falls β ≤ 0,8ϕ ist, darf nach Goldscheider [unveröffent-
licht] vereinfacht mit x-Werten mit der in Bild 6c angege- für großflächige Gleichlasten und
benen Verteilung über den Böschungsquerschnitt und
dem Größtwert max x = 1,15 gerechnet werden. Der Kpch ≈ 2 ⋅ Kpgh
(9)
Knickpunkt in der Verteilung des x-Werts darf mit JaB =
45° bestimmt werden (Bild 6b). aus Kohäsion zurückgegriffen werden.

Wie die Diskussionen im Normenausschuss gezeigt Im Unterschied zur Fassung vom Mai 2017 sind die Glei-
haben, wird in der Praxis meist mit auf der sicheren Seite chungen von Pregl/Sokolowski nicht in einem normati-
liegenden Annahmen gearbeitet. Das genauere Verfahren ven Anhang beigefügt, sondern direkt in die Norm aufge-
von Franke – auch für schräg zur Falllinie angeordnete nommen worden. Zur Verbesserung der Übersichtlichkeit
Stützwände – oder der vereinfachte Vorschlag von Gold- wurde in Anlehnung an die Grundbruchformeln in DIN
scheider sind bei Hettler [11] zu finden. 4017 eine tabellarische Form für die Beiwerte gewählt.

Im allgemeinen Fall für beliebige Wandneigung α und für


3 Passiver Erddruck beliebige Böschungsneigung β sowie beliebige Erddruck-
neigung δ ergibt sich:
3.1 Ebener Fall
Bodeneigengewicht:
Die DIN 4085:2011-05 wurde oft so interpretiert, dass
zur Ermittlung der Erdwiderstandsbeiwerte nur noch
Verfahren mit gekrümmten Gleitflächen und insbesonde-
 ( )
Kpgh = cos δ p + α ⋅ Kpgh,0 ⋅ ipg ⋅ gpg ⋅ tpg (10a)

re der Ansatz von Pregl/Sokolowski [12] zulässig seien. Großflächige Gleichlasten:


In der neuen Fassung von 2017 wird klargestellt, dass alle
Verfahren, die den Grundsätzen der statischen sowie ki-  ( )
Kpph = cos δ p + α ⋅ Kpph,0 ⋅ ipp ⋅ gpp ⋅ tpp (10b)

4 Bautechnik 94 (2017)
A. Hettler: New German Code DIN 4085 – calculation of earth pressure

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Tab. 1 Beiwerte nach Pregl/Sokolowski
Factors according to Pregl/Sokolowski

dp ipg ipp ipc

≤0 (1 – 0,53 · dp)(0,26 + 5,96·j) (1 – 1,33 · dp)(0,08 + 2,37·j) = ipp

>0 (1 + 0,41 · dp)–7,13 (1 – 0,72 · dp)2,81 (1 + 4,46 · dp · tan j)(–1,14 + 0,57·j)

b gpg gpp gpc

≤0 (1 + 0,73 · b)2,89 (1 + 1,16 · b)1,57 (1 + 0,001 · bp · tan j)(205,4 + 2232·j)

>0 (1 + 0,35 · b)(0,42 + 8,15·j) (1 + 3,84 · b)0,98·j e2·b·tan j

a tpg tpp tpc

≤0 (1 + 0,72· a · tan j)(–3,51 + 1,03·j) = tpp


ep−2⋅α ⋅tanϕ
cosα
>0 (1 – 0,0012 · a · tan j)(2910 – 1958·j)

Kohäsion: den Bodenkörper, der Boden wird seitlich verdrängt und es


kommt zu Hebungen der Erdoberfläche. Bei b/h > 0,3 be-
 ( )
Kpch = cos δ p + α ⋅ Kpch,0 ⋅ ipc ⋅ gpc ⋅ tpc (10c) obachtete Weissenbach Bruchmuscheln. Die in DIN
4085 angegebenen Gleichungen führen zu folgenden
mit den Grundwerten Kpgh,0, Kpph,0 und Kpch,0 für α = β = Formfaktoren:
dp = 0 für ebene Gleitflächen nach Coulomb und den
Beiwerten ip, gp, tp zur Berücksichtigung von dp ≠ 0, β ≠ 0 Bodeneigengewicht:
und α ≠ 0 (Tab. 1).
h b
µ(res)
pgh = 0, 55 ⋅ (1 + 2 ⋅ tan ϕ ) ⋅
(11a) bei < 0, 3
Die Erdwiderstandsbeiwerte von Pregl/Sokolowski b h
[12] dürfen für eine Parallelbewegung der Wand ver­
h b
wendet werden. Bei negativen Erddruckneigungs­ µ(res)
pgh = 1 + 0, 6 ⋅
(11b) ⋅ tan ϕ bei ≥ 0, 3
b h
winkeln ist unbedingt das Gleichgewicht der Vertikal-
kräfte einzuhalten. Durch eine entsprechende Vertikal-
kraft wird die Wand nach unten gedrückt und es darf Großflächige Gleichlasten:
von einer entsprechenden Relativbewegung der Wand
zum Erdreich ausgegangen werden. Anderenfalls ent­ µ(res) (res)
pph = µpgh
(12)
stehen Widersprüche zwischen der Gleitkörperkinema-
tik hinter der Wand und dem Ansatz der Erddruckkräf- Das heißt, die Formfaktoren aus Bodeneigengewicht und
te, wie die Untersuchungen von Schmüdderich auf großflächigen Gleichlasten sind gleich.
Grundlage der kinematischen Elementmethode (KEM)
zeigen [14]. Kohäsion:

h b
µ(res)
pch = 1,1 ⋅ (1 + 0,75 ⋅ tan ϕ ) ⋅
(13a) bei < 0, 3
3.2 Räumlicher Fall b h

Wie schon im aktiven Fall (s. Abschn. 2.3), wird in der h b


µ(res)
pch = 1 + 0, 3 ⋅
(13b) ⋅ (1 + 1, 5 ⋅ tan ϕ ) bei ≥ 0, 3
zukünftigen DIN 4085 die räumliche Einwirkung beim b h
Erdwiderstand durch Formbeiwerte m berücksichtigt,
die sich aus den „rechnerischen Längen“ der DIN Gesonderte Regelungen sind beim Ansatz der Kapillar­
4085:2011-05 durch Division mit der Wandbreite erge- kohäsion zu beachten (s. Empfehlungen des Arbeitskrei-
ben. ses Baugruben [2]). Die Gln. (11–13) gelten für den Fall,
dass sich die Bruchmuscheln nicht überschneiden.
Die in der zukünftigen DIN 4085 angegebenen Formeln
für Wände mit der Höhe h und der Bauteilbreite b wur- Bei relativ geringem Abstand z. B. von Bohlträgern ist zu
den aus den Vorschlägen von Weissenbach [11, 15–17] überprüfen, ob der Erdwiderstand für eine durchgehend
abgeleitet. Dabei ist zwischen Wänden mit b/h < 0,3 und gedachte Wand zu kleineren Werten führt und damit
mit b/h > 0,3 zu unterscheiden. Bei relativ schmalen maßgebend wird. Die entsprechenden Regelungen wur-
Wänden mit b/h < 0,3 durchschneidet der Wandabschnitt den nicht geändert.

Bautechnik 94 (2017) 5
A. Hettler: Neue DIN 4085 – Berechnung des Erddrucks

4 Erdruhedruck

4.1 Geneigte Wand und geneigtes Gelände

Gemäß DIN 4085:2011-05 darf der Erdruhedruckbeiwert


aus den dort angegebenen Gleichungen (52–55) für den
allgemeinen Fall einer geneigten Wand bei geneigtem Ge-
Bild 7 Bestimmung des Erdruhedrucks auf eine geneigte Wand bei hori-
lände ermittelt werden. In dem Verfahren muss zusätz-
zontalem Gelände
lich noch der Erddruckneigungswinkel auf die Wand Determination of the earth pressure at rest for an inclined wall and a
vorgegeben werden. Aus mechanischer Sicht besteht horizontal ground surface
darin der Widerspruch, dass bei einem vorgegebenen
Spannungsfeld wie dem Erdruhedruck die Neigung der
Spannungen auf eine vorgegebene Schnittfläche das Er-
gebnis der Berechnung ist und nicht angenommen wer- Geländeneigung ist und dass in einem gedrehten kartesi-
den darf. schen Koordinatensystem parallel bzw. senkrecht zur
Böschungsoberfläche der Erdruhedruckbeiwert analog zu
Bei waagerechtem Gelände sind die Vertikalspannungen Frankes [19] Vorschlag linear interpoliert wird. Mithilfe
σv = γ · z und die Horizontalspannungen σh = K0 · γ · z des Mohrschen Spannungskreises lassen sich die Normal-
Hauptspannungen. Nach Goldscheider [18] setzt sich komponente e0,n und die Schubkomponente e0,t auf die
der auf die geneigte Wand wirkende Erdruhedruck e0 zu- Wand ermitteln (s. auch [11]).
sammen aus einer Normalkomponente e0,n und einer
Schubkomponente e0,t (Bild 7). Diese Komponenten lau-
ten als Funktion der Tiefe z: 4.2 Begrenzte Auflasten

 1 + K0g 1 – K0g  In der Regel wird z. B. bei Baugruben ein benachbartes
e0,n = γ ⋅ z ⋅ 
(14) − ⋅ cos 2α 
 2 2  Bauwerk vor Herstellung der Wand vorhanden sein. In
diesem Fall hat sich bereits der Erdruhedruck aus der
Bauwerkslast eingestellt. Wird dagegen zuerst eine un-
1 – K0g
e0,t = γ ⋅ z ⋅
(15) ⋅ sin 2α verschiebliche Wand gebaut und danach eine Auflast
2 aufgebracht, ist gemäß dem Spiegelungsprinzip der aus
der Elastizitätstheorie ermittelte Erddruck zu verdop-
Der Erddruckneigungswinkel ergibt sich aus dem Ver- peln. Die Begründung ergibt sich durch die Notwendig-
hältnis von e0,t zu e0,n: keit, in dem Schnitt direkt hinter der Wand als Randbe-
dingung die Verschiebung null zu erreichen. Dies trifft
(
δ 0 = arctan e0,t /e0,n
(16) ) bei der Halbraumlösung nicht zu. Sie geht davon aus,
dass sich die ursprünglich senkrechte Ebene im Boden
Ist der Wandneigungswinkel α > 0, so ist auch der Erd- verformt.
druckneigungswinkel d0 > 0; ist der Wandneigungswinkel
α < 0, ist auch d0 < 0. Ein Kritikpunkt an der Ermittlung der Resultierenden
des Erdruhedrucks aus Auflasten auf der Grundlage der
Gesonderte Überlegungen sind erforderlich, wenn der linearen Elastizitätstheorie ist, dass sich in der Regel
nach Gl. (16) berechnete Neigungswinkel d0 größer oder kleinere Werte als im aktiven Fall ergeben, folglich um-
betragsmäßig größer ist als der Wandreibungswinkel. gekehrt als bei den Anteilen aus Bodeneigengewicht.
Dies ist z. B. bei glatten Wänden möglich. In diesen Fäl- Dies ist jedoch mechanisch korrekt, wie das folgende
len kann auf einen Vorschlag von Weissenbach zurück- Beispiel zeigen soll. Mithilfe des Programms Plaxis
gegriffen werden [15]. wurde die Entwicklung der Erddruckresultierenden in
Abhängigkeit von der Verschiebung für eine 5,00 m
Bei geschichtetem Boden oder bei Grundwasser ist der hohe Wand mit 5,00 m Einbindelänge bei einer Dre-
Faktor g · z in den Gln. (14, 15) durch die entsprechende hung um den Fußpunkt berechnet. Das Modell und die
Summe über alle Schichten von der Geländeoberfläche Stoffparameter des Hardening-Soil-Modells sind in
bis zur betrachteten Tiefe z zu ersetzen. Bild 8 dargestellt.

Die Fassung der DIN 4085 von 2017 beinhaltet noch den Die Berechnungsabfolge war:
Sonderfall für eine vertikale Wand und ein unter β = ϕ – Aufbringen der Streifenlast von 10  kN/m2 bzw.
geneigtes Gelände. Sollen die Spannungen auf eine belie- 2
20 kN/m auf Halbraum,
big geneigte Wand bei beliebiger Geländeneigung ermit- – Aktivieren der Verbauwand,
telt werden, wird auf entsprechende Literatur verwiesen. – Aushub von 5,00 m Boden bei gleichzeitigem Festhal-
Ein mechanisch korrekter Vorschlag für die Spannungen ten der Wand,
im Boden wurde von Goldscheider [18] unter der An- – sukzessives Drehen der Wand bis zu einer Kopfver-
nahme entwickelt, dass die Erddruckrichtung parallel zur schiebung von 2,50 cm.

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5 Erddruck bei strömendem Grundwasser

Die von strömendem Grundwasser herrührenden Kräfte,


die auf einen Erdkörper einwirken, dürfen auf zwei sta-
tisch gleichwertige Arten berechnet werden (Goldschei-
der [1]):
– entweder mit den Wasserdrücken bzw. Wasserdruck-
kräften senkrecht auf alle Begrenzungsflächen des
Erdkörpers (siehe auch DIN 4084)
Bild 8 Numerisches Modell und Stoffparameter – oder mit den Strömungskräften und der Auftriebs-
Numerical model and material parameters kraft.

Sowohl die Wasserdruckkräfte als auch die Strömungs-


Bild 9 zeigt die Ergebnisse für ein Interfaceelement mit kräfte sind aus dem Netz der Strom- und Äquipotenzialli-
Rinter = 1,0, Bild 10 mit Rinter = 0,5. In beiden Fällen nien zu bestimmen.
nimmt der Anteil aus Bodeneigengewicht ab, während
die Erddruckkräfte aus Auflast zunehmen. DIN 4085 behandelt den Fall einer horizontalen Anströ-
mung (Bild 11). Die aktive Erddruckkraft Ea ergibt sich
In besonderen Fällen, wenn die Auflasten im Vergleich für eine beliebige Neigung der Gleitfläche zu
zum Bodeneigengewicht sehr groß werden, kann die
Summe der Erddruckkräfte aus Bodeneigengewicht und (G – W1 ⋅ cos ϑ – W2 ⋅ sin α – C ⋅ sin ϑ ) ⋅ sin(ϑ – ϕ )
Auflasten im Ruhedruckzustand kleiner werden als im  
 Ea =  +(W1 ⋅ sin ϑ – W2 ⋅ cos α – C ⋅ cos ϑ ) ⋅ cos(ϑ – ϕ ) 
aktiven Fall. Um eine Unterbemessung zu vermeiden, ist
cos(ϑ – ϕ – δ a – α ) (17)
dann der Erddruck aus Auflasten auf der sicheren Seite
liegend anzusetzen (s. DIN 4085 von 2017).

Bild 9 Abhängigkeit der Erddruckresultierenden bis Aushubsohle von der Wandverschiebung, Rinter = 1 nach Hölter [20]
Resultant of earth pressure up to the bottom of the excavation as a function of the wall displacement, for Rinter = 1 according to Hölter [20]

Bild 10 Abhängigkeit der Erddruckresultierenden bis Aushubsohle von der Wandverschiebung, Rinter = 0,5 nach Hölter [20]
Resultant of earth pressure up to the bottom of the excavation as a function of the wall displacement, for Rinter = 0,5 according to Hölter [20]

Bautechnik 94 (2017) 7
A. Hettler: Neue DIN 4085 – Berechnung des Erddrucks

Bild 12 Umströmung einer Wand mit vorwiegend vertikaler Strömung


Wall with mainly vertical flow

den. Dies führt bei der Bemessung in der Regel zu erhöh-


ten Lasten im Vergleich zur rein statischen Situation.
Dabei sind u.  a. die Verschiebungsmöglichkeiten der
Bild 11 Kräfte an einem aktiven Gleitkeil hinter einer umströmten vertikalen
Stützwand mit horizontaler Anströmung nach DIN 4085 Stützkonstruktion, die Steifigkeit der Konstruktion und
(a) Schnitt durch Wand und Baugrund mit Erddruckgleitkeil mit Was- die dynamischen Eigenschaften des Hinterfüllmaterials
serdruckkräften W1 und W2, totaler Gewichtskraft G, Kohäsionskraft einschließlich der Verflüssigungsneigung des Bodens zu
C, Reaktionskraft Q und Erddruckkraft Ea; berücksichtigen.
(b) Kräftepolygon
Forces acting on the Coulomb wedge for a vertical wall with mainly
horizontal flow Kann die Verflüssigung des Hinterfüllmaterials ausge-
(a) cross section through wall and soil with Coulomb wedge, with schlossen werden, darf nach DIN 4085 in der Fassung von
waterpressures forces W1 and W2, total selfweight G, cohesion C, 2017 unter Zugrundelegung ebener Gleitflächen die seismi-
reaction force Q and earthpressure resultant Ea;
sche Erddruckkraft quasi-statisch angesetzt werden. Hierzu
(b) polygon of ­forces
werden die Erdbebenbeiwerte in horizontaler und vertika-
ler Richtung kh = ah/g und kv = av/g verwendet, wobei ah
mit: und av die entsprechenden Komponenten des Rechenwerts
G totales Gewicht des Erdkeils der Erdbebenbeschleunigung und g die Erdbeschleunigung
W1 Wasserdruck auf die Gleitfläche bezeichnen. Der Erddruckbeiwert infolge Bodeneigenge-
W2 Wasserdruck zwischen Wand und Erdkeil wicht und seismischer Beanspruchung darf mit
C Kohäsionskraft in der Gleitfläche
J Neigung der Gleitfläche cos2(ϕ − χ − α ) ⋅ cos(α + δ a ) ⋅ (1 ± kv )
Ka,g+dyn,h =
(18)
a Wandneigung  cos χ ⋅ cos2 α ⋅ cos(δ a + α + χ ) 
j effektiver Reibungswinkel  
2
da aktiver Erddruckneigungswinkel    
⋅ 1 + sin( χ + δ a ) ⋅ sin(ϕ − χ − β )  
  cos(δ a + α + χ ) ⋅ cos( β − α )  
Die Ermittlung der Erddruckkraft Ep im passiven Fall    
lässt sich auf gleiche Weise durchführen mit geänderter
Richtung für die Reibungs- und die Kohäsionskraft in der unter Verwendung von
Gleitfläche.
 k 
χ = arctan  h 
(19)
Beide Verfahren sind in der Regel sehr aufwändig. Nähe-  1 ± kv 
rungslösungen sind in vielen Fällen zulässig. Bei vorwie-
gend vertikaler Strömung wie in Bild 12 und homogenem abgeschätzt werden. Im Hinblick auf die entsprechenden
Boden darf nach EAU der Einfluss der Strömungskräfte Ausdrücke für den passiven Erddruck verweist DIN 4085
auf den Erddruck durch eine Erhöhung der Wichte g′ für auf die DIN EN 1998-5. Weitere Einzelheiten zu dynami-
den Fall einer Strömung von oben nach unten bzw. durch schen Beanspruchungen s. Vrettos [22]. Es ist zu empfeh-
eine Verringerung für eine Strömung von unten nach len, einen Fachmann für Baugrunddynamik einzuschalten.
oben berücksichtigt werden. In Bild 12 führt dies zu einer
Erhöhung des aktiven Erddrucks und zu einer Verminde- Mitglieder des Unterausschusses DIN 4085
rung des Erdwiderstands im Wandfußbereich. Einzelhei- Dipl.-Ing. Frank Feindt
Dr. Michael Goldscheider
ten s. EAU Abschnitt 2.12.3 [21]. Dr. Michael Heibaum
Dr. Markus Herten
Univ.-Prof. Dr. Achim Hettler (Obmann)
6 Dynamische Beanspruchungen Dr. Berthold Klobe
Prof. Dr. Bernd Lutz
Univ.-Prof. Dr. Christian Moormann
Bei starken Erdbeben z. B. müssen auch die dynamischen Prof. Dr. Thomas Richter
Einwirkungen aus Trägheitskräften berücksichtigt wer- Univ.-Prof. Dr. Christos Vrettos

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A. Hettler: New German Code DIN 4085 – calculation of earth pressure

BERICHT  REPORT
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