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Vietnam Nationaluniversität Ho Chi Minh-Stadt

Hochschule für Geistes- und Sozialwissenschaften


Fakultät für Deutsche Linguistik und Literatur
Mittelstufe 4, Sommersemester 2019/2020

Wussten Sie schon…? (Lektion 8, Modul 1)


I. Vor dem Lesen: Meinungen zu einer Behauptung/These
Lesen Sie sich die folgenden Behauptungen oder Thesen durch. Stimmen Sie der These
zu oder nicht? Begrü nden Sie Ihre Meinung.
Bsp. Der ersten These würde ich auch zustimmen/nicht zustimmen, da/weil...
Ich kann dieser These überhaupt nicht zustimmen, weil …
Fü r die Begrü ndung:
Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass ...
Lassen Sie mich dazu ein Beispiel anführen:
Ich möchte meine Zustimmung mit dem folgenden Beispiel begründen:

These/Behauptung 1: Das Wetter beeinflusst (ảnh hưởng) unser Gedächtnis (trí nhớ).
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These/Behauptung 2: Wir können viele Probleme im Schlaf lösen.
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These/Behauptung 3: Zu viel Fernsehen kann unsere Gesundheit gefährden.
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These/Behauptung 4: Wenn eine andere Person lächelt, lächeln andere Menschen oft
mit. („Lachen steckt an“ (anstecken = nhiễm)
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These/Behauptung 5: Wenn unser Essen schön serviert ist, dann schmeckt es uns besser
(„Das Auge isst mit“)
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These/Behauptung 6: Jeder ist sich selbst der Nächste und wenn jeder nur an sich denkt,
ist an jede Person gedacht. (Egoismus ist immer die beste Option, um Ziele zu erreichen.)
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II. Lesetexte: Infotexte aus der Alltagsforschung

1. Neuer Wortschatz: Ordnen Sie die Begriffe den Bedeutungen zu. Nutzen Sie
maximal zweimal Ihr Wö rterbuch.
Text A
dutzende: ein Dutzend: 12 (24, 36,48....)
verblüffend: Synonym: nicht erwartet, sehr faszinierend
etwas ansprechen: etwas/jemanden beeinflussen
Gesamteindruck, der: die finale Meinung über etwas/jemanden

Text B
1. jemanden/etwas (Akk.) schädigen umgspr: der Fernseher
2. erkennbar etwas wird schlechter, Schaden bekommen
3. derartig etwas sehen/erkennen kö nnen
1
4. Glotze, die Synonym: eine solche Art/gleiche Art/ä hnlich
5. etw wird schlechter, Schaden bekommen 6. etw sehen/ erkennen können 7. eine solche Art/ gleiche
Art/ ähnlich 8. der Fernseher

Text C
5. sich etwas einprägen 3x wie etwas z.B. Vietnam ist dreimal so groß
wie Nepal
6. etwas untermauern sich etwas merken/nicht vergessen kö nnen
7. etwas bestärken etwas beweisen
8. dreimal so viel wie/als ein Beweis wird stä rker z.B. durch ein
Experiment

sich etwas merken/nicht vergessen kö nnen


etwas beweisen
ein Beweis wird stä rker z.B. durch ein Experiment
3x wie etwas z.B. Vietnam ist dreimal so groß wie Nepal

Text D
9. etwas (Akk.) widerspiegeln Synonym: Wirkung/Auswirkung von etwas
10. etwas erfassen Synonym: zeigen
11. Resonanz, die etwas ist sehr wahrsheinlich, dass.....
16. etwas legt den Schluss nahe, dass Informationen registrieren
13. zeigen
14. Informationen registrieren
15. Wirkunhmg/ Auswirkung von etwas
16. etwas ist sehr wahrscheinlich, dass...

2. Beschreibung der Experimente


Wä hlen Sie zu zweit einen Text und damit ein Experiment aus. Beschreiben Sie
dieses Experiment mit Ihren eigenen Worten.
Orientieren Sie sich dabei an den folgenden Leitfragen:
Wo fand das Experiment statt? (Land/Universität)
Wer waren die Teilnehmer (Anzahl, (wenn möglich), Alter (wenn möglich).
Wie hat man das Experiment gemacht? Was mussten die Teilnehmer machen?
Was war das Ergebnis?
Bsp. Das Ergebnis des Experiments war, dass …
Die Forscher der Universitä t Oxford kamen zu dem Ergebnis, dass Essen viele Sinne
anspricht und Farbe auch einen Einfluss auf unser Essverhalten nimmt, deshalb soll man
mit dem rotem Teller essen, wenn man abnehmen will.
zwei Wissenschaftler kamen zu dem Ergebnis, dass
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_____________________________________________________________________________________________________
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III. Grammatik: Ausdruck von Behauptungen mit Modalverb

1. Theorie
Beispiel: Lesen Sie die beiden folgenden Behauptungen:
2
1. Während wir herzhaft lachen, verbrennen wir bis zu 150 Kalorien.
2. Während wir herzhaft lachen, sollen wir bis zu 150 Kalorien verbrennen.
Frage: Zu welcher Behauptung hat der Autor eine eher kritische Meinung oder welche
Behauptung zweifelt er an?
2
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Subjektive Bedeutung von Modalverben
Die Modalverben sollen und wollen drü cken eine Behauptung/These aus, die wir
nicht überprüfen kö nnen und vielleicht sogar bezweifeln.
Übersicht:
Bedeutung Bedeutung mit Umschreibung ohne Modalverb
Modalverb
Eine Person sollen: In der Zeitung steht/stand, dass die
berichtet uns, Die Menschen in Italien Menschen in Italien die
was sie z.B. sollen die Sicherheitsbestimmungen nicht befolgt
in einer Sicherheitsbestimmungen haben.
Zeitung nicht befolgt haben.
gelesen oder Der Reporter sagt/behauptet, dass die
von anderen Menschen in Italien die
Menschen befolgen = to obey Sicherheitsbestimmungen nicht befolgt
gehört hat. haben.
Eine Person wollen Marco/Federica/Die Italiener
berichtet, Die Menschen in Italien erzählt/behauptet/erzählen/behaupten
was jemand wollen die , dass die Menschen in Italien die
von sich Sicherheitsbestimmungen Sicherheitsbestimmungen nicht befolgt
selbst sagt. nicht befolgt haben. haben.

(Ein Italiener/eine Marco/Federica:” Die Menschen in Italien


Italienerin hat mir diese haben die Sicherheitsbestimmungen nicht
Information direkt befolgt.” (Originalaussage)
gesagt.)

2.Übung: Formen Sie jetzt die folgenden Sätze als Modalsätze um.
Beispiel:
Der Reporter behauptet, dass die Arbeitslosigkeit in Berlin in den letzten Jahren
angestiegen ist.  Die Arbeitslosigkeit soll in Berlin in den letzten Jahren angestiegen sein.
a. Er behauptet, dass seine Nachbarin jeden Tag Party machen wü rde.
Seine Nachbarin soll jeden Tag Party machen werden

________________________________________________________________

b. Der Wirtschaftsminister gegenü ber dem Spiegel: “Ich mö chte in diesen Zeiten den
Menschen Mut und Kraft zusprechen.”
Der Wirtschaftsminister meint gegenü ber dem Spiegel, dass er in diesen Zeiten den
Menschen Mut und Kraft zusprechen will.

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c. In der Zeitung steht, dass im letzten Jahr immer mehr junge Menschen das Land
verlassen haben.
3
Immer mehr junge Menschen sollen das Land verlassen haben

w________________________________________________________________________

d. “Wir leisten jeden Tag Ü berstunden, um den Patienten zu helfen”, so die Ä rztin Dr.
Evelyn Reisz gegenü ber der Reporterfrage.
Die Ä rztin Dr. Evelyn Reisz will leisten, …

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IV. Subjektive und objektive Modalverben in der Vergangenheit
Wichtigste Regel:
In der Vergangenheit wird beim objektiven Gebrauch das Hilfsverb haben
konjugiert.
In der subjektiven Form werden die Modalverben sollen und wollen konjugiert.
Übersicht:
Beispiel: Die Person hat einen Test gemacht.
Aktiv: Die Person hat einen Test machen sollen.  Objektive Bedeutung
Einen Test soll/will die Personen gemacht haben.  Subjektive Bedeutung
(Zweifel)
_____________________________________________________________________________________________________
_______
Passiv: Der Test hat gemacht werden sollen.  Objektive Bedeutung
Der Test soll/will gemacht worden sein.  Subjektive Bedeutung (Zweifel)

Übung: Eine Zeitung schreibt über einen Wissenschafler


Schreiben Sie die Behauptungen mit sollen/wollen. (Subjektive Bedeutung)
Beispiel. Prof. Einstein: “Ich habe schon mehrere Preise gewonnen”  Prof. Einstein soll
schon viele Preise gewonnen haben.
a. Seine letzte Studie ist ein großer Erfolg gewesen.
Seine letzte Studie soll ein großer Erfolg gewesen sein

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b. Prof. Wilbert: “Ich bekomme ziemlich viele Forschungsaufträ ge.”
Prof. Wilbert will ziemlich viele Forschungsaufträ ge bekommen
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c. Er hat schon zwei Dissertationen geschrieben.
Er soll schon zwei Dissertationen geschrieben haben
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d. Seine Arbeit wurde von seinen Mitarbeitern sehr geschä tzt.
Seine Arbeit soll von seinen Mitarbeitern sehr geschä tzt werden

Pseudowissenschaftliche Behauptungen
Sprichwort im Deutschen: Noch einmal eine Nacht über das Problem schlafen.

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