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BELEGE FÜR DIE EVOLUTION -

HOMOLOGIE UND ANALOGIE


Verschieden und
doch gleich

Ein wichtiger Beleg für die


Evolution sind die
homologen Organe.

Der Flügel einer Fledermaus,


die Grabhand eines
Maulwurfes, der Vorderlauf
eines Pferdes, aber auch
zum Beispiel die
Vorderextremitäten der Vögel Homologie: ein gemeinsamer Bauplan liegt zugrunde, auch wenn die Organe
(Flügel) und Reptilien funktionsbedingt unterschiedliche Ausgestaltung haben
scheinen auf den ersten (herkunftsgleich aber funktionsverschieden )
Blick keine
Gemeinsamkeiten zu
Homologie der Handknochen bei verschiedenen Säugetieren.
besitzen. Sie sehen teils völlig verschieden aus und haben I Mensch, II Hund, III Schwein, IV Kuh, V Tapir, VI Pferd
auch sehr unterschiedliche Funktionen. Eine genaue
anatomische Untersuchung lässt aber erkennen, dass die
Vertreter der genannten Beispiele einen gemeinsamen
Grundbauplan aufweisen. Homologe Organe weisen auf
die Abstammung von gemeinsamen Vorfahren hin.

Gleich und doch verschieden

Anders liegen die Verhältnisse beim Flügel der


Fledermaus und dem Flügel von Insekten. Beide
Flügelarten erfüllen dieselbe Funktion. Eine anatomische
Untersuchung macht jedoch sofort klar, dass der

Grundbauplan völlig verschieden ist. Organe, die keinen


gemeinsamen Ursprung haben, aber die gleiche Funktion erfüllen,
nennt mann analoge Organe.

Solche Anpassungen an den gleichen Lebensraum heissen


Konvergenz.

Ein weiteres typisches Beispiel für analoge Organe sind die


Grabhände von Maulwurf und Maulwurfsgrille.
Das eine Tier gehört zu den Säugetieren und das andere ist ein
Insekt. Durch Mutation und Selektion sind Grabhände entstanden,
die beiden Tieren ein Leben unter der Erde ermöglichen.

Analogien geben keine Hinweise auf die stammesgeschichtliche


Entwicklung, zeigen aber, dass verschiedene Lebensformen in
gleichen Lebensräumen ähnliche Organe ausbilden.

Analogie: Organe stimmen in Funktion und Gestalt


überein, stellen jedoch Anpassung an bestimmte
Lebensräume dar und zeigen keine Verwandtschaft an.
(funktions- und gestaltungsgleich aber
herkunftsverschieden) Quellen:
U. Weber et al., 2001, Biologie Oberstufe, Cornelson; M. Bergau, 2006, Prisma Biologie 7 - 10, Klett; Gagenbauer, 1870
BELEGE FÜR DIE EVOLUTION -
HOMOLOGIE UND ANALOGIE
Funktionsähnlichkeit biologischer Strukturen
bei verschiedenen Lebewesen bezeichnet
man als Analogie.
Sie beruht nicht auf übereinstimmender
Erbinformation, sondern ist eine
Anpassungs-Ähnlichkeit oder Konvergenz
durch vergleichbaren Selektionsdruck.

Ähnlichkeit biologischer Strukturen bei


verschiedenen Lebewesen aufgrund
übereinstimmender Erbinformation
bezeichnet man als Homologie.

Homologien lassen Schlüsse auf


Verwandtschaft zu:

1.Wie können analoge und homologe


Ähnlichkeiten unterschieden werden?

2.Vergleichen Sie die Körperformen und


Vordergliedmassen der abgebildeten
Wirbeltiere und wenden Sie dabei die
Begriffe homolog, analog und konvergent
an.

3.Inwieweit lässt sich bei den abgebildeten


Wirbeltieren Verwandtschaft belegen?

Quellen:
Biologie Oberstufe, Cornelson, Lehrerband