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KUNSTCHRONIK WOCHENSCHRIFT FÜR KUNST UND KUNSTGEWERBE

herausgeber:
Dr. Max Gg. Zimmermann
UNIVERSITÄTSPROFESSOR

Verlag von E. A. SEEMANN in Leipzig, Oartenstrasse 15

Neue Folge. xi. Jahrgang. 1899/1900. Nr. 27. 1. Juni.


Die Kunstchronik erscheint als Beiblatt zur Zeitschrift für bildende Kunst« und zum »Kunstgewerbeblatt« monatlich dreimal, in den Sommer,
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Widersetze ich mich aber für Italien einer Ver-


ÜBER DIE GRENZE DER RENAISSANCE schiebung der Grenze zwischen Renaissance und Go-
GEGEN DIE GOTIK tik, die uns zur Verkennung des mittelalterlichen
VON a. SCHMARSOW Geistes im Trecento führen würde, so kann ich sie
selbstverständlich auch diesseits der Alpen nicht be-
Unter obigem Titel hat G. Dehio (No. 18 u. 20) fürworten, zumal da es mir grade auf einheitliche
die »Ablehnung« einer neuen Lehre versucht, die er Periodisierung ankommt. Es ist weder mir einge-
als »Schmarsow'sche Renaissancetheorie« bezeichnet. fallen, den Eintritt meiner nordischen Renaissance bis
Wer immer meine wiederholt ausgesprochenen An- auf die Mitte des 14. Jahrhunderts zurückzuschieben,
sichten erwogen hat, wird sofort erkennen, dass es etwa wegen der Grundsteinlegung der Kirche von
sich bei Dehio nur um einen erstaunlichen Irrtum Gmünd 1351, noch kann Haenel, trotz seines von
handeln kann. Unentbehrliche Glieder des Ganzen, Dehio getadelten Ausdrucks, dieser Versuch unterstellt
das ich angeboten habe, sind weggelassen; fremde werden, da stets von dem fertigen Raum als solchem,
Zuthaten, mit denen ich gar nichts zu schaffen habe, d. h. von dem 1410 frühestens dastehenden Ganzen,
eingemischt. Ein derartig verzogenes Bild darf nicht dessen Wölbung noch später entstand, die Rede war.
unter meinem Namen vorgeführt werden. Zurückverfolgen der ersten Regungen des Neuen be-
Wenn der Strassburger Kollege meinen Vortrag hufs genetischer Erklärung ist selbstverständlich, auch
in der K. Sächs. Gesellschaft der Wissenschaften (23. über die Grenze hinaus, wo das Neue entscheidendes
April 1899) mit zwei Doktordissertationen, einer Leip- Ubergewicht gewinnt. Nur die Nachbarschaft der
ziger und einer Heidelberger, zusammen behandelt, Heidelberger Auffassung erklärt dies Missverständnis
so kann dies Verfahren sicher nicht zum Vorteil sach- bei Dehio.
licher Klärung gedeihen. Die Zusammenwürfelung Falsch ist ebenso der zweite Vorwurf, der sich
mit der Heidelberger Erstlingsarbeit, die mir fremd auf den Begriff der italienischen Renaissance selber
ist, hat gradezu die stärksten Fehlgriffe Dehio's ver- bezieht und zu den »materiellen Irrtümern der neuen
schuldet. Der Gegensatz schon gegen die »prinzipiell Lehre« gerechnet wird. Wer von uns vertritt »die
andre Geschichtsauffassung M. G. Zimmermann^ (in heute beliebte Meinung von der Unerheblichkeit der
der Citatnote) kann sich nur auf Heidelberger An- Antike für die genetische Erklärung der Renaissance?«
sichten beziehen. Falsch ist also sogleich der erste Ich und Haenel? — nirgends! — Dehio citiert nur
Vorwurf, dass ich eine Erweiterung der Renaissance- »noch schärfer Moriz-Eichborn a. a. O. S. 337.« Die
periode nach rückwärts ins Mittelalter vorgeschlagen Ergänzung zu diesem Komparativ beim Heidelberger
habe. In zahlreichen, auf die mittelalterliche Kunst fehlt. Wo ist das Zeugnis für die Anklage, derent-
Italiens bezüglichen Arbeiten habe ich Giotto, Giovanni wegen Dehio gegen mich zu Felde zieht?
und Andrea Pisano bereits als Gotiker angesprochen, Dieser Punkt ist zu wichtig und für die gesamte
entschiedener als meine Fachgenossen sonst (Vergl. Geschichtsauffassung zu entscheidend, um eine falsche
S. Martin v. Lucca und die Anfänge der toskanischen Aussage hingehen zu lassen. Er berührt ausserdem
Skulptur im Mittelalter, 1890; die Aufsätze, die als I, meine früheren Bedenken, die direkt an Dehio's
II und III in der Festschrift für das Florentiner Institut Adresse gerichtet waren (vgl. m. Beitr. z. Ästh. d.
1897 wieder abgedruckt worden, und die Skizze der bild. Künste I, 23), so nah, dass Genauigkeit wohl
gleichzeitigen Malerei, daselbst IX; neuerdings Ghi- am Platze gewesen wäre.
berti's Kompositionsgesetze an der ersten Thür (4. Fe- Die Kürze verbietet mir an dieser Stelle, von dem
bruar 1899) und Masaccio V, S. 91 ff.). Das sind Recht voller Aufklärung über meinen Standpunkt den
öffentliche Zeugnisse genug. I Gebrauch zu machen, den ich wünschte. Ich sollte
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aber nicht zum dritten Mal wiederholen müssen, was | schon eingeleitet denkt. Es fehlte das Eigne, der
ich in meinem Vortrag ebenso, wie in der grund- lebendige Faktor, den wir im historischen Fortschritt
legenden Einleitung zu »Barock und Rokoko« (1897) nicht entbehren können. Neben diesem dem »halb-
schon erörtert. Hier muss ein Satz genügen: »Die antiken« Italiener nahe liegenden Weg gab es jedoch
Renaissance ist für den Historiker nur Eine ganz be- einen andern, der thatsächlich ebenso eingeschlagen
stimmte Periode, die das Mittelalter ablöst und (es ward: die unmittelbare Rückkehr zur Natur selbst,
wird sich später zeigen, wie weit) bis an die Neuzeit die wir in der Kunst »Realismus«, oder wenn er sich
reicht. Sie setzt in erster Linie das Mittelalter voraus, auf Wiedergabe eines bestimmten Einzelwesens zu-
aus dem sie herauswächst, so sehr sie sich dazu im spitzt, auch »Individualismus« nennen. Man denke
Gegensatz fühlen mag. Wir brauchen zu ihrer Er- nur an Donatello und Masaccio, oder vollends an
klärung diesen Faktor ebenso notwendig, wie das Verrocchio und Pollajuolo. Die Thatsache wird auch
wieder entdeckte Altertum, zu dem man zurückkehren seit Burckhardt nicht mehr bestritten. Aber es ist ein
möchte. Ja, wir brauchen dies Erbe der leiblichen Irrtum, den ich bekämpfe und bei Dehio nur wieder-
Väter vielleicht notwendiger, als das Ideal, dem die holt finde, dass Realismus und Individualismus ein
neue Generation nachstrebt, die Antike, die man unvereinbarer Widerspruch zur Antike seien. Sie
wieder erobern möchte.« gehen im Gegenteil auf langen Bahnen künstlerischen
Sowie die historische Stelle der Renaissance richtig Strebens einmütig mit ihr Hand in Hand.1) Ist aber
zwischen Mittelalter und Neuzeit genommen ist, wird dies der Fall, so ist die Definition der Renaissance
auch die Anerkennung beider Faktoren, der mittel- als Nachahmung der Antike, die Dehio immer ver-
alterlichen Tradition und der neuen lebenden Gene- treten hat, erst recht eine Unzulänglichkeit, und es
ration selbst, erfordert. Es ergiebt sich folgerichtig muss ein höheres Prinzip gesucht werden, unter dem
die Reihe der Phasen Früh-Hoch-Spätrenaissance, die sich die beiden Wege vereinigen.
wir zu unterscheiden pflegen, ja der notwendige Zu- So darf der Historiker wohl fragen: was bot die
sammenhang mit den weiteren Barock, Rokoko, Zopf, Antike dem Italiener im Unterschied von der ererbten
deren letzte ich als Ausgang der grossen Gesamt- mittelalterlichen Kunst, der Gotik? Was lernte der
bewegung fasse und demgemäss als »archäologische Südländer aus dem Vermächtnis antiker Weltanschauung,
Renaissance« charakterisiert habe, ohne diesen Namen aus dem Anblick antiker Kunstwerke, auch wo Nach-
an die Stelle setzen zu wollen. bildung des einzelnen Beispiels nicht vorliegt? Der
Diese Auseinanderlegung des historischen Prozesses grosse Unterschied zwischen antiker und mittelalter-
verlangt aber eine genaue Definition des Neuen, das licher Kunst besteht meines Erachtens wesentlich
sich vollzieht und im Kampf oder im Bündnis mit darin, dass die Antike unmittelbar und vollauf für
den vorhandenen Mächten durchsetzt oder wieder er- J die sinnliche Anschauung arbeitet und demgemäss
lahmt. »Dies Neue kann kulturgeschichtlich nur als die Werte des Daseins um ihrer selbst willen vor
die Wiedergeburt des ganzen Menschen in alle seine Augen stellt, während das Absehen der mittelalter-
natürlichen Rechte gefasst werden, und der Höhepunkt lichen Kunst stets auf Vermittlung geistigen Inhalts,
als harmonische Entwicklung aller Anlagen, zu glück- also auf die Befriedigung des innern Menschen ge-
lichstem Zusammenwirken seiner physischen und richtet ist und sich demgemäss an die Vorstellung
psychischen Kräfte, wie es in der kurzen Blüte der wendet. Damit erst erhalten wir auch den Schlüssel
Hochrenaissance erreicht wird.« Das ist meine Auf- zum Ganzen, das ich anzubieten wage, und den letzten
fassung dieser grossen Kultur- und Kunstperiode. Die Unterschied zwischen den voraufliegenden Perioden,
unwiderstehliche Sehnsucht des Menschen nach Selbst- Altertum und Mittelalter, mit denen sich die Folge-
befreiung aus dem Bann asketischer Lehre, zurück in zeit auseinandergesetzt hat.
die Rechte der angestammten Natur, die jene vor- Damit erst erschliessen wir auch den vollen Wert,
enthalten oder verkümmert hatte, also das Erwachen den das wiederentdeckte Altertum für den Italiener
zum echt menschlichen Wesen ist überall der Anfang des Quattrocento gewinnen mochte. Für die sinn-
diesseits wie jenseits der Alpen. liche Anschauung darzustellen, das körperliche Dasein
Besteht somit über Zweck und Ziel der Bewegung als unveräusserlichen Wert in sein natürliches Recht
kein Zweifel, so kann in Italien nur über die Rolle, wieder einzusetzen, lernt der Künstler von der Antike.
die dabei das Vorbild der Antike gespielt habe, noch Aber er muss zuvor seine Augen öffnen für diese
gestritten werden. Das heisst, sie erscheint von vorn- Offenbarung und das ist nur möglich durch den
herein nur als ein Mittel zum Zweck, ein Weg zur dunklen Drang, der sich in der neuen Generation
Erreichung des Zieles, also in sekundärer Bedeutung, , allmächtig regt. Erst dann lehrt dies Vorbild ihn,
nicht als Hauptsache. Die Wiederaufnahme antiker j die Welt mit den grossen unbefangenen Augen des
Kultur, Lebensweisheit und Kunst bot sich gleichsam antiken Menschen sehen, und wiedergeben, entweder
natürlich als eine, in der eigenen Vergangenheit der am Gängelbande der Nachahmung oder in der Frei-
Italiener gegebene Möglichkeit an. Aber die Nach- J heit eigner Naturbeobachtung bis zur Wirklichkeitstreue.
ahmung der Antike allein wäre ein unzureichendes Heisst das von »Unerheblichkeit der Antike« reden?
Prinzip zur Erklärung der italienischen Renaissance. Freilich gilt sie für diese Erkenntnis nur als ein
Sie wäre darnach ja nichts als der Prozess ewigen Mittel zum Zweck, als ein Weg zum Ziel, aber in
Wiederkäuens, den man etwa in einer Protorenaissance
oder romanischen Renaissance, womöglich noch früher 1) Vgl. m. Donatello 1886, S. 3,2 u. passim.
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Italien als naheliegendes Vehikel für das erwachende zu übertragen, die wir im Süden gebrauchen, und
Streben, als willkommener Jungbrunnen zur Wieder- von einer nordischen Renaissance zu reden? Der
geburt des ganzen Menschen. Die Völker diesseits letzte Einwurf Dehio's lautet: »Dass etwas ganz Neues,
der Alpen sind nicht so glücklich daran. Die Lehr- ganz Eigenes, wie die van Eyck'sche Kunst auch
meisterin Antike fehlt. Aber sollen wir deshalb Renaissance heissen soll, wird der gesunde Menschen-
leugnen, dass auch hier das Naturgefühl erwacht, verstand niemals acceptieren.« Ich glaube, die Auf-
und den einzigen offenstehenden, wenn auch dornen- fassung als Wiedergeburt des natürlichen Menschen
vollen Weg entschlossen genug einschlägt, eben die beseitigt jeden Anstoss, den gesundes Denken an dem
unmittelbare Rückkehr zur Natur, soweit sie möglich Fremdwort nehmen könnte. Und der Verstand des
ist. So wahr alle Kunst auf dem Können sich gründet, Historikers wird sich sagen, dass diese deutsche
muss auch hier die Tradition ihre Macht behaupten. Übersetzung besser dem Sachverhalt entspricht, um
Nur Erlerntes kann weiter helfen, also die Technik den es sich auch bei der van Eyck'schen Kunst
und Formensprache des gotischen Mittelalters zunächst, handeln kann, als die Behauptung Dehio's, sie sei
wie in Italien auch (Ghiberti), und darüber hinaus »etwas ganz Neues, ganz Eigenes.« Diese Ausdrücke
die Umgestaltung im Sinne der Wahrheit und Wirk- sind doch auch wohl nur relativ gemeint, auch die
lichkeit, oder Realismus und Individualismus wie die van Eycks nicht ohne die Erbschaft des Mittelalters
Gelehrten sagen. Wir brauchen gar kein anderes erklärbar und ihr Eigenstes wohl am ehesten als
Prinzip als das Eine, aus dem sie beide hervor- Rückkehr und Selbstbefreiung eines angestammten
wachsen; denn es ist der künstlerische Ausdruck für Volkscharakters zu begreifen, der höchstens unter
denselben Prozess, den wir im Süden beobachten, neuen Bedingungen bisher verschlossene Seiten seines
für die Rückkehr zum echt Menschlichen, für die Wesens entfalten lernt.
Selbstbefreiung im Angesicht der Natur und die Nur Eine, nach rückwärts wie nach vorwärts klar
Wiedergeburt des neuen Geschlechts in die ewigen begrenzte, Periode will ich mit dem Namen Renais-
angestammten Rechte der irdischen Kreatur. Freilich sance belegt wissen. Alle übrige Verwendung des
kein Zurückgreifen über die gotische Kunstlehre ins französischen Wortes ist bei uns nur Geistreichelei
Romanische und weiter ins Römische; aber auch hier und führt zu Widersinn, wie die »zweite Renaissance«
unverkennbar der neue Sinn. Und wie alle Formen- für das Zeitalter Goethe's, der Dehio das Wort redet,
sprache im Einzelnen nur eine variable Erscheinungs- nachdem er schon eine andere zweite, aber frühere,
weise, ein Mittel zur Versinnlichung ist, — d. h. für die »romanische Renaissance« gefunden, von der er
unsere Begriffsbestimmung nur ein Sekundäres be- weiterzählen müsste bis zur letzten. Auch dies war
deutet, — so wundern wir uns nicht, wenn im sech- schon in meinem Barock und Rokoko S. 39 scharf
zehnten Jahrhundert auch die Formensprache der genug ausgesprochen
Italiener versucht, mehr oder minder adoptiert, d. h. Durchgehends macht sich bei Dehio's Bedenken
auch recht energisch adaptiert wird. Diese Schale ein Fehler bemerkbar, den ich nicht unberührt lassen
giebt uns das Verständnis nie, sondern nur der Kern; darf: er sondert nicht hinreichend die »Periode der
auch diese »Verwälschung« sollte uns nicht täuschen. Kunstgeschichte«, als historische Einheit, auf deren
Die Hauptsache bleibt hüben und drüben dieselbe: Charakteristik es mir ankommt, von dem »Stil«, in-
das unausgesetzte Bemühen zu Gunsten der sinnlichen sonderheit dem Stil in den tektonischen Künsten,
Anschauung und der Darstellung wirklicher Werte dessen Formensprache seinen Blick befängt.1) Die
des Daseins, in den Dingen um uns her, wie in des Verständigung über die »Periode« der Kunst und
Menschen Gestalt selber. Damit erklärt sich nicht Kultur mit den durchgehenden Eigenschaften des
allein die wachsende Bilderfreude im Norden, sondern Geisteslebens ist eigentlich allein eine Angelegenheit
auch das Übergewicht der bildenden Künste vor den der Geschichtsauffassung im Grossen. Deshalb habe
übrigen überhaupt Das echt künstlerische Verlangen, ich die Namengebung für den Stil zunächst als
die höchsten Werte der Geisteswelt nicht minder in irrelevant bezeichnet und bin weit entfernt, sie zur
die sinnlich geniessbarste Form zu kleiden, auch Hauptsache zu machen, wie Dehio, bei dem die
ethischen Gehalt voll und ganz zur Anschauung zu Lösung des Problems selbst darüber zu kurz kommt.
bringen, damit er so schon die Augen ergötze, er Von einer Ablehnung der »Schmarsow'schen Renais-
erklärt auch die Hinwendung zu dem plastischen sancetheorie« kann vollends bei seinem Verfahren in
Ideal der Italiener und der Antike in den Tagen Bausch und Bogen nicht die Rede sein.
eines Dürer, eine Wahl, die wieder mit der fort-
schreitenden Schulung im Sinne des Humanismus 1) Auf die Einwände Dehio's (II) gegen meine Auf-
und der Ausbildung des Geschmacks für anschauliche fassung der Baudenkmäler der sog. Spätgotik komme ich
Schönheit zusammenhängt. Ich bitte, diese Winke, ! bei andrer Gelegenheit zurück.
die bei solcher Kürze natürlich die volle Mitwirkung
des Lesers beanspruchen, mit dem Stückwerk zu ver- BÜCHERSCHAU
gleichen, was Dehio giebt, und selber zu urteilen,
wo mehr Zusammenhang und Einheitlichkeit der Kunsthistorische Gesellschaft für photogpaphisehe
Gedankenarbeit zu finden sei. Publikationen. Fünfter Jahrgang 1899. Der Magda-
lenenaltar des Lukas Moser von Weil vom Jahre 1431 in
Weshalb soll es nun nicht gestattet sein, auf die der Kirche zu Tiefenbronn.
Erscheinungen im Norden die nämliche Bezeichnung Hatte sich die Gesellschaft, deren Veröffentlichungen