Sie sind auf Seite 1von 64

DEUTSCHE NORM Entwurf Februar 2021

DIN EN IEC 62657-3


D
ICS 25.040.40; 35.110 Einsprüche bis 2021-03-15

Entwurf

Industrielle Kommunikationsnetze –
Funk Kommunikationsnetze –
Teil 3: Formale Beschreibung des automatisierten
Koexistenzmanagements und Anwendungsleitfaden
(IEC 65C/1005/CD:2020);
Text Deutsch und Englisch
Industrial communication networks –
Wireless communication networks –
Part 3: Formal description of the automated coexistence management and application
guidance
(IEC 65C/1005/CD:2020);
Text in German and English
Réseaux de communication industriels –
Réseaux de communication sans fil –
Partie 3: Description formelle de la gestion automatique de coexistence et guide
d’application
(IEC 65C/1005/CD:2020);
Texte en allemand et anglais

Anwendungswarnvermerk
Dieser Norm-Entwurf mit Erscheinungsdatum 2021-01-15 wird der Öffentlichkeit zur Prüfung und
Stellungnahme vorgelegt.

Weil die beabsichtigte Norm von der vorliegenden Fassung abweichen kann, ist die Anwendung dieses
Entwurfs besonders zu vereinbaren.

Stellungnahmen werden erbeten


– vorzugsweise online im Norm-Entwurfs-Portal von DIN unter www.din.de/go/entwuerfe bzw. für Norm-
Entwürfe der DKE auch im Norm-Entwurfs-Portal der DKE unter www.entwuerfe.normenbibliothek.de,
sofern dort wiedergegeben;
– oder als Datei per E-Mail an dke@vde.com möglichst in Form einer Tabelle. Die Vorlage dieser Tabelle
kann im Internet unter www.din.de/go/stellungnahmen-norm-entwuerfe oder für Stellungnahmen zu Norm-
Entwürfen der DKE unter www.dke.de/stellungnahme abgerufen werden;
– oder in Papierform an die DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in
DIN und VDE oder Stresemannallee 15, 60596 Frankfurt am Main.

Die Empfänger dieses Norm-Entwurfs werden gebeten, mit ihren Kommentaren jegliche relevanten
Patentrechte, die sie kennen, mitzuteilen und unterstützende Dokumentationen zur Verfügung zu stellen.

Gesamtumfang 64 Seiten

DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE


 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Nationales Vorwort

Das internationale Dokument IEC 65C/1045/CDV:2020-09 „Industrial communication networks – Wireless


communication networks – Part 3: Formal description of the automated coexistence management and
application guidance“ (CD, en: Committee Draft) ist unverändert in diesen Norm-Entwurf übernommen worden.
Dieser Norm-Entwurf enthält eine noch nicht autorisierte deutsche Übersetzung.

Um Zweifelsfälle in der Übersetzung auszuschließen, ist die englische Originalfassung des CD entsprechend
der diesbezüglich durch die IEC erteilten Erlaubnis beigefügt. Die Nutzungsbedingungen für den deutschen
Text des Norm-Entwurfes gelten gleichermaßen auch für den englischen IEC-Text.

Das internationale Dokument wurde vom IEC/SC 65C „Industrial networks“ der Internationalen
Elektrotechnischen Kommission (IEC) erarbeitet und unterliegt dem Copyright der IEC . Das Dokument
wurde den nationalen Komitees zur Stellungnahme vorgelegt.

Die Internationale Elektrotechnische Kommission (IEC) und das Europäische Komitee für Elektrotechnische
Normung (CENELEC) haben vereinbart, dass ein auf IEC-Ebene erarbeiteter Entwurf für eine Internationale
Norm zeitgleich (parallel) bei IEC und CENELEC zur Umfrage (CDV-Stadium) und Abstimmung als FDIS
(en: Final Draft International Standard) bzw. Schluss-Entwurf für eine Europäische Norm gestellt wird,
um eine Beschleunigung und Straffung der Normungsarbeit zu erreichen. Dokumente, die bei CENELEC
als Europäische Norm angenommen und ratifiziert werden, sind unverändert als Deutsche Normen zu
übernehmen.

Da der Abstimmungszeitraum für einen FDIS bzw. Schluss-Entwurf FprEN nur 6 Wochen beträgt, und
dann keine sachlichen Stellungnahmen mehr abgegeben werden können, sondern nur noch eine „JA/
NEIN“-Entscheidung möglich ist, wobei eine „NEIN“-Entscheidung fundiert begründet werden muss, wird
bereits der CD als DIN-Norm-Entwurf veröffentlicht, um die Stellungnahmen aus der Öffentlichkeit frühzeitig
berücksichtigen zu können.

Für dieses Dokument ist das nationale Arbeitsgremium DKE/K 956 „Industrielle Kommunikation“ der
DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik in DIN und VDE (www.dke.de)
zuständig.

Aktuelle Informationen zu diesem Dokument können über die Internetseiten von DKE (www.dke.de) und DIN
(www.din.de) durch eine Suche nach der Dokumentennummer aufgerufen werden.

Für den Fall einer undatierten Verweisung im normativen Text (Verweisung auf ein Dokument ohne Angabe
des Ausgabedatums und ohne Hinweis auf eine Abschnittsnummer, eine Tabelle, ein Bild usw.) bezieht sich
die Verweisung auf die jeweils aktuellste Ausgabe des in Bezug genommenen Dokuments.

Für den Fall einer datierten Verweisung im normativen Text bezieht sich die Verweisung immer auf die in Bezug
genommene Ausgabe des Dokuments.

Der Zusammenhang der zitierten Dokumente mit den entsprechenden deutschen Dokumenten ergibt sich,
soweit ein Zusammenhang besteht, grundsätzlich über die Nummer der entsprechenden IEC-Publikation.
Beispiel: IEC 60068 ist als EN 60068 als Europäische Norm durch CENELEC übernommen und als
DIN EN 60068 ins Deutsche Normenwerk aufgenommen.

Es wird auf die Möglichkeit hingewiesen, dass einige Elemente dieses Dokuments Patentrechte berühren
können. IEC ist nicht dafür verantwortlich, einige oder alle diesbezüglichen Patentrechte zu identifizieren.

Das Original-Dokument enthält Bilder in Farbe, die in der Papierversion in einer Graustufen-Darstellung
wiedergegeben werden. Elektronische Versionen dieses Dokuments enthalten die Bilder in der originalen
Farbdarstellung.

2
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Inhalt
Seite
1 Anwendungsbereich............................................................................................................................... 7
2 Normative Verweisungen....................................................................................................................... 7
3 Begriffe................................................................................................................................................... 7
3.1 Begriffe aus IEC 62657 2.......................................................................................................................7
3.2 Zusätzliche Begriffe................................................................................................................................9
3.3 Abkürzungen........................................................................................................................................ 10
4 Automatisiertes, kooperatives Koexistenzmanagement...................................................................... 10
4.1 Begründung.......................................................................................................................................... 10
4.2 Anwendungsszenarien......................................................................................................................... 11
4.2.1 Allgemeines.......................................................................................................................................... 11
4.2.2 Erstellung der Funkindustrieautomation.............................................................................................. 11
4.2.3 Betrieb und Instandhaltung der Funkindustrieautomation................................................................... 12
4.2.4 Kontrollierte / nicht-kontrollierte Bereiche............................................................................................ 13
4.2.5 Gerät mit/ohne Minderungstechniken.................................................................................................. 13
4.2.6 Feste, bewegliche oder drehende Geräte........................................................................................... 13
4.2.7 Vorübergehend installierte Geräte....................................................................................................... 13
5 Verfahren zur Koexistenzbeschreibung............................................................................................... 13
5.1 Betrachteter Bereich............................................................................................................................ 13
5.2 Funkindustrieautomationsmodell..........................................................................................................15
5.2.1 Klasse „Funkautomationsanwendung“.................................................................................................15
5.2.2 Klasse „Verteiltes Automatisierungssystem“........................................................................................17
5.2.3 Klasse „Funkfrequenzumgebung“........................................................................................................ 19
5.2.4 Klasse „Funkkommunikationssystem“..................................................................................................20
5.3 Anwendungsbezogene Einflussparameter...........................................................................................22
5.3.1 Klasse „Verteiltes Automatisierungssystem“........................................................................................22
5.3.2 Klasse „Lokale Automatisierungsfunktion“...........................................................................................23
5.3.3 Klasse „Logische Topologie“................................................................................................................23
5.3.4 Klasse „Referenzschnittstelle“..............................................................................................................23
5.3.5 Klasse „Logische Verknüpfung“........................................................................................................... 24
5.3.6 Klasse „Logischer Endpunkt“............................................................................................................... 24
5.3.7 Charakteristische Parameter................................................................................................................24
5.4 Umgebungsbezogene Einflussparameter............................................................................................ 26
5.4.1 Anzahl der passiven Umgebungseinflüsse..........................................................................................26
5.4.2 Klasse „Passive Umgebungseinflüsse“................................................................................................26
5.4.3 Klasse „Ausbreitungsbedingungen“..................................................................................................... 27
5.4.4 Klasse „Physische Übertragungsschicht“............................................................................................ 27
5.4.5 Anzahl aktiver Umgebungseinflüsse....................................................................................................27
5.4.6 Klasse „Aktiver Umgebungseinfluss“................................................................................................... 28

3
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Seite
5.5 Funkgerät- und systembezogene Einflussparameter.......................................................................... 28
5.5.1 Klasse „Funkkommunikationssystem“..................................................................................................28
5.5.2 Klasse „Funkkommunikationsmodul“................................................................................................... 29
5.5.3 Klasse „Referenzschnittstelle“..............................................................................................................29
5.5.4 Klasse „Physische Übertragungsschicht“............................................................................................ 29
5.5.5 Klasse „Funktopologie“........................................................................................................................ 29
5.5.6 Klasse „Funkverknüpfung“................................................................................................................... 29
5.5.7 Klasse „Funkendpunkt“........................................................................................................................ 29
5.6 Profilentwicklung...................................................................................................................................29
6 Architektur des zentralen Koordinierungspunkts................................................................................. 30
6.1 Modellanwendungsanleitung................................................................................................................ 30
6.2 Datenbankdienst...................................................................................................................................31
6.3 Status des Funksystems......................................................................................................................32
6.4 Anwendungsstatus............................................................................................................................... 32
6.5 Analyse des Funkfrequenzspektrums..................................................................................................32
6.6 Statusanalyse....................................................................................................................................... 32
6.7 Ressourcenzuweisung......................................................................................................................... 32
Literaturhinweise ..............................................................................................................................................33

Bilder
Seite
Bild 1 – Beziehung zwischen den Teilen von IEC 62657...................................................................................6
Bild 2 – Anforderungsprofil einer räumlich verteilten Automatisierungsanwendung, abgedeckt durch ein
Kapazitätsprofil einer Funkkommunikationslösung...........................................................................................14
Bild 3 – Struktur der Funkindustrieautomation................................................................................................. 15
Bild 4 – Schnittstellen der Funkindustrieautomation........................................................................................ 16
Bild 5 – Klassenmodell des betrachteten Bereichs für die Funkindustrieautomation.......................................17
Bild 6 – Verteiltes Automatisierungssystem..................................................................................................... 18
Bild 7 – Systemmodell des verteilten Automatisierungssystems..................................................................... 18
Bild 8 – Funkfrequenzumgebung......................................................................................................................19
Bild 9 – Systemmodell der Funkfrequenzumgebung....................................................................................... 20
Bild 10 – Funkkommunikationssystem............................................................................................................. 20
Bild 11 – Systemmodell des Funkkommunikationsnetzes................................................................................21
Bild 12 – Nach Profilen gruppierte Einflussparameter..................................................................................... 30
Bild 13 – Beziehung zwischen Systemmodellen und ihrer Anwendung in einem CCP-Konzept..................... 31

Tabellen
Seite
Tabelle 1 – Zielgruppe der Normenreihe IEC 62657..........................................................................................5
Tabelle 2 – Relevante charakteristische Parameter.........................................................................................25
Tabelle 3 – Relevante statistische Werte charakteristischer Parameter.......................................................... 26

4
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Einleitung

Die vorgesehene Zielgruppe der Normenreihe IEC 62657 ist in Tabelle 1 angegeben.

Tabelle 1 – Zielgruppe der Normenreihe IEC 62657

Teil 1 Teil 2 Teil 3 Teil 4

Anforderun- Koexistenz- Architektur und Koordinierung


gen und Überle- management Anwendung von Funkan-
gungen zur Fre- wendungen
quenznutzung

1. Regulierer

2. IA-Experte

3. Anlageneigentümer

4. Gerätehersteller

5. Systemintegrator

Dieses Dokument richtet sich an die Eigentümer von Anlagen, die industrielle Funklösungen betreiben,
Hersteller industrieller Funkgeräte sowie Systemintegratoren und Bediener für Funksysteme.

Anlageneigentümer müssen die Art des Koexistenzstatus im Hinblick auf Funk-Automatisierungssysteme


kennen. Darüber hinaus müssen sie sicherstellen, dass alle Einflüsse von Parametern auf industrielle
Funkanwendungslösungen berücksichtigt werden. Dieses Dokument liefert ihnen die notwendigen
Informationen, um die Koexistenzmanagementparameter und jede Beziehung für einen zuverlässigen
Anlagenbetrieb zu verstehen.

Gerätehersteller sollten quantitative Parameter zu ihren Funkgeräten und -systemen zur Handhabung der
Koexistenz der industriellen Funkanwendung auf der Grundlage von IEC 62657-2 bereitstellen. Dieses
Dokument legt die verbundenen Parameter und ihre Schnittstellen zur Verbindung von Geräten für das
automatische Koexistenzmanagement fest.

Systemintegratoren sollten in Zusammenarbeit mit dem Anlageneigentümer und den Geräteherstellern


industrielle Funkautomatisierungssysteme gestalten, implementieren und während der gesamten Lebensdauer
der Anlage steuern. Dieses Dokument bietet wesentliche Parameter und Schnittstellen für das
Koexistenzmanagement für Systemintegratoren.

Eine Erwägung dieses Dokuments besteht darin, die Merkmale eines automatischen kooperativen
Koexistenzmanagements darzustellen, das charakteristische Parameter nutzt, um beispielsweise einen
zentralen Koordinierungspunkt (en: central coordination point (CCP)), einen software-definierten
Netzwerkansatz oder ein Weltweites Navigationssatellitensystem (en: Global navigation satellite system
(GNSS)) zu erstellen.

Bild 1 zeigt die Beziehung zwischen den Teilen von IEC 62657.

5
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Bild 1 – Beziehung zwischen den Teilen von IEC 62657

6
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Industrielle Kommunikationsnetze – Funk-Kommunikationsnetze


– Teil 3: Formale Beschreibung des automatisierten
Koexistenzmanagements und Anwendungsleitfaden

1 Anwendungsbereich

Dieser Teil 3 von IEC 62657 legt einen allgemeinen Modellansatz für das automatisierte
Koexistenzmanagement fest und bietet einen Anwendungsleitfaden. Dieses Dokument sieht die Nutzung
verbundener Parameter und Schnittstellen zur Erstellung und Aufrechterhaltung von Funktionen für
automatisches Koexistenzmanagement vor. Dieses Dokument enthält eine abstrakte Beschreibung der
Systemelemente, -eigenschaften, -schnittstellen und Beziehungen zwischen Einflussparametern und
charakteristischen Parametern nach IEC 62657 1 und IEC 62657 2.

ANMERKUNG IEC 62657-4 legt den zentralen Koordinierungspunkt-Ansatz als ein Beispiel für die Nutzung der
formalen Beschreibung in diesem Dokument fest.

2 Normative Verweisungen

Die folgenden Dokumente werden im Text in solcher Weise in Bezug genommen, dass einige Teile davon oder
ihr gesamter Inhalt Anforderungen des vorliegenden Dokuments darstellen. Bei datierten Verweisungen gilt
nur die in Bezug genommene Ausgabe. Bei undatierten Verweisungen gilt die letzte Ausgabe des in Bezug
genommenen Dokuments (einschließlich aller Änderungen).

IEC 62657-1, Industrial communication networks – wireless communication networks – Part 1: Wireless
communication requirements and spectrum considerations

IEC 62657-2, Industrial communication networks – wireless communication networks – Part 2: Coexistence
management

IEC 62657-4, Industrial communication networks – wireless communication networks – Part 4: Coexistence
management with central coordination of wireless applications

3 Begriffe

3.1 Begriffe aus IEC 62657 2

Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe nach IEC 62657 2:

Kommunikationsanforderungen der Anwendung


Automatisierungsanwendung
Kanalnummer
Eigenschaften des Betriebsbereichs
Koexistenz
Koexistenzmanagement
Koexistenzmanager
Kommunikationsverfügbarkeit
Kommunikationslast
Grenzfrequenz
Datendurchsatz

7
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Abstand zwischen Funkgeräten


Betriebszyklus
elektromagnetische Störung
Frequenzband
Frequenzbandbreite
Frequenzkanal
industrielle Automatisierungsanwendung
industrielles Kommunikationsnetz
industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendung
Infrastrukturgerät
Störung
Lebenszyklus
untere Grenzfrequenz
Modulation
natürliche Umgebungsbedingung
Netz
Netztopologie
Paket
Leistungsanforderungen
physikalische Verbindung
Anlage
spektrale Leistungsdichte
Funkkanal
Referenzschnittstelle
regionale Funkvorschrift
relative Bewegung
Antwortzeit
Widerstandsfähigkeit
Sendezeitabstand
Übertragungszeit
Sendesequenz
Aktualisierungszeit
obere Grenzfrequenz
Funkanwendung
Funkkommunikation
Funkkommunikationsanwendung
Funkkommunikationsnetz
Funkkommunikationslösung
Funkkommunikationslösung

8
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Funkkommunikationssystem
Funkgerät
Funknetz
Funklösung
Funktechnologie

3.2 Zusätzliche Begriffe

Für die Anwendung dieses Dokuments gelten die folgenden Begriffe.

ISO und IEC stellen terminologische Datenbanken für die Verwendung in der Normung unter den folgenden
Adressen bereit:
• IEC Electropedia: verfügbar unter http://www.electropedia.org/
• ISO Online Browsing Platform: verfügbar unter http://www.iso.org/obp

3.2.1
Industrieautomationssystem
Satz von verbundenen industriellen Automatisierungsanwendungen

3.2.2
Sichtlinie
(En: line of sight (LOS))
Sender- und Empfängerstationen in Sichtlinie zueinander ohne irgendeine Art von Hindernissen zwischen ihnen

3.2.3
Nachricht
Informationen, die in einem oder mehreren Paketen von einem Sender an einen oder mehrere Empfänger
übertragen werden

[QUELLE: IEC 62280:2014, 3.1.31, geändert]

3.2.4
Nachrichtenverlustrate
Verhältnis, angegeben als Prozentsatz der Anzahl der nicht zugestellten Nachrichten geteilt durch die
Gesamtzahl der Nachrichten während eines Zeitintervalls t, dabei ist die Anzahl der nicht zugestellten
Nachrichten die Differenz zwischen der Anzahl der den Eintrittspunkt erreichenden Nachrichten und der Anzahl
der an den Austrittspunkt gelieferten Nachrichten in einer direkten Verbindung

3.2.5
ohne Sichtverbindung
(en: none line of sight) (NLoS)
Ausbreitungspfad einer Funkfrequenz (RF), der (teilweise oder vollständig) durch Hindernisse verdeckt ist und
den Durchgang des Funksignals so erschwert

Anmerkung 1 zum Begriff: Häufige Hindernisse zwischen Funksendern und Funkempfängern sind hohe Gebäude,
Bäume, Landschaftsmerkmale und Hochspannungsleitungen. Während einige Hindernisse das Funksignal absorbieren und
andere es reflektieren, begrenzen alle die Übertragungsfähigkeit von Signalen.

3.2.6
blockierte Sichtverbindung
(en: obstructed line of sight (OLoS)
Hindernisse, die in die erste Fresnel-Zone eindringen, aber den LOS-Pfad nicht blockieren, bei denen die
konstruktive und destruktive Interferenz durch die reflektierte Wellenfront das Problem ist

Anmerkung 1 zum Begriff: Ein Eindringen in den innersten Bereich der ersten Fresnel-Zone wird zu einer Reduzierung

9
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

oder der Ausblendung des empfangenen Signalpegels führen. An dem Punkt, an dem die Blockierung den LOS-Pfad
tangential berührt, werden die Signalverluste 6 dB oder mehr betragen. Die beste Praktik besteht darin, mindestens 60 %
des Radius der ersten Fresnel-Zone frei von Hindernissen zu halten, um eine Reduzierung oder ein Ausblenden des
empfangenen Signals zu verhindern.

3.2.7
Überlebenszeit
Zeit, für die eine Anwendung, die einen Kommunikationsdienst nutzt, ohne eine erwartete Nachricht
fortbestehen kann

3.2.8
Ausfallabstand
Betriebszeit in Verbindung mit einem Dienst, einem Gerät oder einem System

3.3 Abkürzungen

BNC Bayonet Neill–Concelman


CCP zentraler Koordinierungspunkt (en: central coordination point)
DAA Feststellung und Vermeidung von Störungen (en: detect and avoid) PLC
GNSS Weltweites Navigationssatellitensystem (en: global navigation satellite system)
I/O Eingang und Ausgang (en: input and output)
IA Industrieautomation (en: industrial automation)
ISM industrielle, wissenschaftliche und medizinische Anwendung (en: industrial, scientific and me-
dical application)
LOS erst lauschen, dann senden (en: listen before talk)
NLOS Sichtverbindung (en: line of sight)
BNC ohne Sichtverbindung (en: none line of sight)
OLOS blockierte Sichtverbindung (en: obstructed line of sight)
P95 Perzentil
PCB Leiterplatte (en: printed circuit board)
PLC speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) (en: programmable logic controller)
PSD spektrale Leistungsdichte (en: power spectral density)
RED Funkgeräterichtlinie (en: radio equipment directive)
SIL Sicherheits-Integritätslevel (en: safety integrity level)
XML erweiterbare Auszeichnungssprache (en: Extensible Mark-up Language)

4 Automatisiertes, kooperatives Koexistenzmanagement

4.1 Begründung

Funkkommunikationssysteme für Industrieautomationsanwendungen sollten einen


Koexistenzmanagementprozess implementieren, der während des gesamten Lebenszyklus der Anwendung
aufrechterhalten werden kann. Koexistenzmanagementparameter sind formell festgelegt, um eine formale
Beschreibung des Koexistenzmanagementprozesses zu ermöglichen. Die formale Beschreibung bildet
die Grundlage für die Nutzung von Funkkommunikationssystemen während des Lebenszyklus der
Automatisierungsanwendung.

10
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Dieses Dokument legt die Systemelemente, Eigenschaften, Schnittstellen und Beziehungen zwischen
Einflussparametern und charakteristischen Parametern nach IEC 62657 1 und IEC 62657 2 fest. Es beschreibt,
wie relevante Parameter für die Anwendung zur Profilspezifikation erfasst werden. Da eine Profilspezifikation
eine Abstraktion vieler verschiedener einzelner Anwendungsfälle ist, werden auch die für diesen Zweck
verwendeten Parameter abstrahiert.

Dieses Dokument kann verwendet werden, um einen Beitrag zu nationalen und regionalen Regulierungen zu
leisten. Es befreit Geräte nicht von der Einhaltung der Konformität mit allen Anforderungen nationaler und
regionaler Regulierungen.

4.2 Anwendungsszenarien

4.2.1 Allgemeines

Das automatisierte kooperative Koexistenzmanagement dient dazu, eine Analyse des Koexistenzzustands zu
liefern, die in Echtzeit fluktuiert und die optimale Lösung selbstständig implementiert, um den Betrieb von
Funkanwendungen zu stabilisieren. Es hat die folgenden Funktionen:
- Erkennung der optimalen Lösungen für Koexistenzprobleme.
- Optimierung des Koexistenzmanagementplans.
- Implementierung robuster und flexibler Funkanwendungen auch bei dynamischer Fluktuation in der
Funkfrequenzumgebung.
- Schnelle Implementierung neuer industrieller Funkanwendungen.
- Optimierung einer Lösung durch Identifizierung der Ursache für das Problem aus einer umfangreichen
Kombination von Koexistenzmanagementparametern.

Es ermöglicht die Bereitstellung effizienter Arbeitsprozesse für die Instandhaltung des Funknetzes. Das
kooperative Koexistenzmanagement bietet die folgenden Vorteile:
• Reduzierung oder Beseitigung von Störungen, die zu ungeplanten Stillstandzeiten führen.
• Reduzierung oder Vermeidung einer aufwendigen, kosten- und zeitintensiven Störungsbeseitigung.
• Reduzierung des Arbeits- und Zeitaufwands der Einführung neuer Funkanwendungen.

Dieser Abschnitt beschreibt übliche Anwendungsszenarien im automatisierten kooperativen


Koexistenzmanagement während der gesamten Lebensdauer der Anlage.

4.2.2 Erstellung der Funkindustrieautomation

4.2.2.1 Allgemeines

Zwei Arten von Projekten werden für Gebäude- und Industrieautomationsanwendungen durchgeführt. Das
eine ist ein Projekt auf unerschlossenen und das andere ein Projekt auf bereits erschlossenen Grundstücken.
Mit automatisiertem kooperativem Koexistenzmanagement genutzte Anwendungsszenarien aus Sicht des
Koexistenzmanagements werden in 4.2.2 für diese beiden Projekttypen beschrieben.

4.2.2.2 Vollständige Neuentwicklungsprojekte

Diese Projekte sind vollständig neu erbaute Anlagen.

Funkkommunikationslösungen werden entsprechend den Kommunikationsanforderungen der Anwendung


geplant und konstruiert. Die mit dem Funksystem und dem Funkgerät verbundenen Einflussparameter
werden für die Anwendung im automatisierten Koexistenzmanagement gespeichert. Für die Beurteilung
der Ausbreitungsbedingungen, der relevanten Störungen und der Einflüsse dieser Störungen wird die
Funkfrequenzumgebung beispielsweise mit Netzanalysatoren oder Spektralsensoren untersucht. Die mit der
Umgebung verbundenen Einflussparameter wie etwa Funksignale, Frequenzen, Maschinenzyklen und ihre

11
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Fluktuationen werden aufgezeichnet und in der Datenbank des kooperativen Koexistenzmanagers gespeichert.
Diese Information kann auch verwendet werden, um neue Funkanwendungen entsprechen zu konfigurieren.

Untersuchungen unter Verwendung des kooperativen Koexistenzmanagements unter Laborbedingungen


können auch als Vorbereitung für die Implementierung einer Funklösung sinnvoll sein, wenn die Zielumgebung
noch nicht fertiggestellt ist (z. B. beim Neubau einer Produktionshalle).

4.2.2.3 Entwicklungsprojekte auf erschlossenen Grundstücken

Diese Projekte werden auf Grundstücken ausgeführt, die bereits für den Fertigungs- oder Prozessbetrieb
erschlossen sind und genutzt werden. Die neue Funklösung muss in die verfügbare Implementierung integriert
werden.

Während der Planung, Konstruktion und Implementierung einer neuen Funklösung im Rahmen von Projekten
auf bereits erschlossenen Grundstücken müssen die Kollisionsrisiken und das bereits zugewiesene Spektrum
analysiert werden. Je nach Kommunikationsanforderungen der Anwendung kann es möglich sein, dass
bestehende Lösungen rekonfiguriert werden müssen. Die Werte der Einflussparameter müssen in die
Implementierungen für das kooperative Koexistenzmanagement eingebunden werden.

4.2.3 Betrieb und Instandhaltung der Funkindustrieautomation

4.2.3.1 Allgemeines

Der kooperative Koexistenzmanager überwacht den Betrieb der Funkautomatisierungsanwendungen, um


den Zustand der Koexistenz kontinuierlich zu überwachen. Die folgenden Instandhaltungsarbeiten in der
Funkindustrieautomation werden effektiv unter Verwendung des kooperativen Koexistenzmanagements
durchgeführt.

4.2.3.2 Verschlechterung des Existenzzustands

Wenn sich die Koexistenzzustandsfunktion auf ein inakzeptables Maß verschlechtert (siehe IEC 62657 4:
—, Bild 3), wird die Planungsphase des Koexistenzmanagements eingeleitet, um den Koexistenzzustand
zu verbessern. Kooperatives Koexistenzmanagement berechnet Spektralressourcen auf der Grundlage der
verbundenen Leistungsparameter und weist sie neu zu.

4.2.3.3 Rekonfiguration des Funkkommunikationssystems

Eine Rekonfiguration eines Funkkommunikationssystems wird in Abhängigkeit von den Anforderungen der
Automatisierungsanwendung wie etwa der Hinzufügung neuer Geräte, der Verschiebung von Geräten mit festen
Positionen oder der Entfernung von Geräten initiiert. Dies bedeutet, dass der Koexistenzzustand beeinflusst
wird und aufgrund der Veränderung der Funkwellenausbreitungsumgebung fluktuiert. In diesem Fall wird
das kooperative Koexistenzmanagement dazu beitragen, Risiken und Arbeitsprozesse zu minimieren, um die
Funkindustrieautomation instandzuhalten.

Wenn bereits Funkanwendungen in Betrieb sind, priorisiert das kooperative Koexistenzmanagement


Spektralressourcen für bestehende Funklösungen kritischer Anwendungsklassen (beispielsweise
Funktionssicherheits- und Steuerungsklassen) und ändert diese nicht, um Risiken im Betrieb einer Anlage zu
minimieren.

4.2.3.4 Fehlersuche

Kooperatives Koexistenzmanagement zeichnet Leistungsparameter und charakteristische Parameter der


Funkindustrieautomation kontinuierlich auf. Es trägt zur Analyse der Ursache und des Mechanismus eines
Fehlers bei. Anschließend rekonfiguriert das kooperative Koexistenzmanagement die Spektralressourcen wie
etwa Frequenz, Kanäle, Übertragungszeit und Netzwerktopologie auf der Grundlage der Ursache des Fehlers.

12
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

4.2.4 Kontrollierte / nicht-kontrollierte Bereiche

Ein geografischer Bereich kann für das Koexistenzmanagement in Industrieautomationsanwendungen für


eine Anlage in kontrollierte oder nicht-kontrollierte/öffentliche Bereiche unterteilt werden. Das kooperative
Koexistenzmanagement verfolgt den Koexistenzzustand aller verwalteten Geräte in kontrollierten Bereichen.

Darüber hinaus überwacht das kooperative Koexistenzmanagement das Funkspektrum im unkontrollierten


Bereich, um nach potenziellen Risiken für das Funkkommunikationssystem im kontrollierten Bereich zu suchen.
Es trägt zu einem stabilen Betrieb des Funkkommunikationssystems in Industrieautomationsanwendungen bei.

4.2.5 Gerät mit/ohne Minderungstechniken

Das kooperative Koexistenzmanagement liest verbundene Parameter für die Minderungstechnik


eines verwalteten Funkgeräts wie etwa einer Leistungs-Leitebeneneinrichtung, Zeitfenster-Zuweisung,
Frequenzauswahl, erst lauschen, dann senden (LBT) und Feststellung und Vermeidung (DAA). Anschließend
werden diese Parameter konfiguriert, um den Koexistenzzustand in Übereinstimmung mit den regionalen
Funkvorschriften durch kooperatives Koexistenzmanagement zu optimieren.

Im Fall der Konstruktion von mit kostengünstigen Batterien angetriebenen Funkgeräten für nicht-kritische
Anwendungen könnten die Minderungstechniken nicht implementiert werden. Dies liegt daran, dass der
Minderungsmechanismus Rechenleistung benötigt, die die Batterielebensdauer verringert.

Kooperatives Koexistenzmanagement nutzt Geräte mit oder ohne Minderung im selben Anlagenbereich. Es hat
nur einen minimalen Einfluss auf die gegenseitige Interferenz, indem es Spektralressourcen in den Frequenz-,
Zeit- und Raum-Bereichen zuweist.

4.2.6 Feste, bewegliche oder drehende Geräte

Der Abstand zwischen Funkgeräten bestimmt das Fading (Schwund), das die Eigenschaften des
Frequenzkanals maßgeblich beeinflusst. Er hängt von den Positionen der Funkgeräte ab, die hauptsächlich
durch die Automatisierungsanwendung vorgegeben sind.

Feste Geräte dienen grundsätzlich der kontinuierlichen Überwachung und Kontrolle in


Automatisierungsanwendungen. Einige Geräte befinden sich in einer Multipfad-Umgebung wie etwa in
einem Rohrleitungslabyrinth. Einige dieser Geräte können für kritische Anwendungen eingesetzt werden.
Um die Anforderungen an seine Automatisierungsanwendungen zu erfüllen, priorisiert das kooperative
Koexistenzmanagement die Zuweisung von Spektralressourcen für diese Geräte.

Im Fall von beweglichen oder drehenden Funkgeräten kann die Entfernung der Funkkommunikation dynamisch
variieren. Für diese Geräte ist die Bewegungsbahn von Bedeutung. Kooperatives Koexistenzmanagement
verfolgt den Bereich der Fluktuationspegel der verbundenen Funkparameter während der Bewegung. Diese
verfolgten Daten werden für die Berechnung der Spektralzuweisung verwendet.

4.2.7 Vorübergehend installierte Geräte

Vorübergehend installierte Funkmessgeräte für die Prozessanalyse und Fehlersuche bieten enorme Vorteile.
Das kooperative Koexistenzmanagement weist Spektralressourcen für diese Geräte zu. Es berücksichtigt die
Vermeidung aller Einflüsse für die Hauptanwender des Spektrums.

5 Verfahren zur Koexistenzbeschreibung

5.1 Betrachteter Bereich

Industrieautomationssysteme können aus räumlich verteilten Automatisierungsfunktionen (z. B. Erkennung,


Messung, Steuerungsfunktionen) bestehen, die eine Anwendung bilden, wie in Bild 2 dargestellt.
Funkkommunikationsfunktionen eines Funkkommunikationssystems dienen dazu, die Zusammenarbeit der
Anwendungsfunktionen für einen optimalen Betrieb der physischen Prozesse sicherzustellen.

13
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Bild 2 – Anforderungsprofil einer räumlich verteilten Automatisierungsanwendung,


abgedeckt durch ein Kapazitätsprofil einer Funkkommunikationslösung

Bild 2 zeigt drei Blickpunkte auf die Anforderungen einer räumlich verteilten Automatisierungsanwendung:
a) erforderlich,
b) zugesagt,
c) tatsächlich.

Die räumliche Verteilung der Automatisierungsfunktionen resultiert aus der räumlichen Verteilung eines
physischen Systems. Das physische System und seine Umgebung bestimmen außerdem die Anforderungen
an die Funkkommunikationslösung. Diese Anforderungen werden in einem Anforderungsprofil beschrieben.

Ein Anforderungsprofil besteht aus einer Reihe von erforderlichen Werten für einen festgelegten
Parametersatz. Der Satz der zugesagten Werte für diesen Parametersatz sowie für die
Parameter der Funkkommunikationslösung bilden das Kapazitätsprofil. Die Entscheidung, ob eine
Funkkommunikationslösung die Anforderungen an einer Automatisierungsanwendung erfüllt, kann durch
den Vergleich des Anforderungsprofils und des Kapazitätsprofils unterstützt werden. Bild 2 enthält
die grafische Darstellung eines Beispiels, in dem ein Anforderungsprofil einer räumlich verteilten
Automatisierungsanwendung durch das Kapazitätsprofil einer Funkkommunikationslösung abgedeckt ist.

Das Anforderungsprofil ist das vom Anwender geforderte Maximum und damit für ihn der ungünstigste Fall.
Das Kapazitätsprofil stellt die Mindestkapazität dar, die für das Funkkommunikationssystem zugesagt wird.
Die tatsächlichen Werte des Parametersatzes liegen zwischen diesen beiden Zuständen. Die tatsächlichen
Werte der Parameter können rund um einen Mittelwert variieren. Dies ermöglicht die Gestaltung ausfallsicherer
Systeme. Wenn jedoch ein vereinbarter Grenzwert überschritten wird, wechselt die damit verbundene
Funkkommunikationsanwendung in den Ausfallzustand. Die Funkkoexistenz wird beschädigt und der
Funkkoexistenz-Status wird auf falsch gesetzt.

Funk-Koexistenzmanagement wird empfohlen, wenn mehr als eine Funkkommunikationslösung in einer Anlage
verwendet wird. Trotz der gegenseitigen Einflüsse der Funklösungen dürfen die tatsächlichen Werte der
Parameter die erforderlichen Werte nicht überschreiten. Dies bedeutet, dass sich das Koexistenzmanagement
selbst an den Anforderungsprofilen der Anwendungen orientiert und die Freiheitsgrade der Kapazitätsprofile
(wie etwa Frequenzkanal-Bandbreite, Programmierungsschema, Ausbreitungsrichtung) nutzen kann, um den
Koexistenzzustand aufrechtzuerhalten. Die Freiheitsgrade der Kapazitätsprofile reduzieren sich mit jeder neu
installierten Funklösung. Wenn ein Kapazitätsprofil das Anforderungsprofil der Anwendung nicht mehr abdeckt,
kann die Funkkommunikation in dieser Anlage nicht mehr genutzt werden.

14
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

5.2 Funkindustrieautomationsmodell

5.2.1 Klasse „Funkautomationsanwendung“

Für die Entwicklung des Funkindustrieautomationsmodells wird ein einfaches Beispiel verwendet. Das
physische System besteht aus einer mobilen Fernsteuerung mit einem Schalter und dem Motor eines
Krangreifers (siehe Bild 3). Die Steuerungsschalter zur Bewegung des Greifers. Das Schaltsignal wird von
einem Eingangsmodul erkannt und an eine programmierbare logische Steuerung (PLC) gesendet. Hier wird
das Ausgangssignal bestimmt und an das Ausgangsmodul gesendet. Das Ausgangsmodul sendet das Signal
an den Motor.

Der Schalter und der Motor sind mobil. Das Eingangsmodul ist je nach Art der Aufgaben Teil der Fernsteuerung
und das Ausgangsmodul befindet sich in der Nähe des Motors an dem Greifer. Die PLC befindet sich
in einer zentralen Position. Das aus dem Eingangsmodul, dem Ausgangsmodul und der PLC bestehende
Automatisierungssystem ist daher räumlich verteilt und enthält mobile Elemente. Aus diesem Grund wird ein
Funkkommunikationssystem verwendet, um die Geräte zu verbinden, die lokale Automatisierungsfunktionen
implementieren. Funkmodule, die Funkkommunikationsfunktionen implementieren, werden mit den Geräten
des Automatisierungssystems verbunden. Die Funkwellenausbreitungsbedingungen und Funkstörungen
charakterisieren die Funkfrequenzumgebung und beeinflussen die Funkkommunikation.

Bild 3 – Struktur der Funkindustrieautomation

Bild 4 zeigt die Schnittstellen zwischen den verschiedenen Systemen. Die physische Systemschnittstelle stellt
die Verbindung zwischen einem Automatisierungsgerät und einer physischen Anlage wie etwa Schaltern,
Temperaturfühlern, Ventilen oder Motoren dar.

Die Referenzschnittstelle ist die Schnittstelle zwischen einem Automatisierungsgerät und einem
Funkkommunikationsmodul. Die Schnittstelle kann je nach Implementierung eine serielle oder parallele
Kommunikationsschnittstelle sein, die Funktionen für den Datenaustausch wie etwa Kommunikationsprotokolle
enthält. Die Referenzschnittstelle ist, wie in 5.3.4 beschrieben, wesentlich für die Beurteilung der
Kommunikationsqualität und somit für den Koexistenzzustand.

Die physische Schichtschnittstelle bestimmt den Übergang des Funksignals in den Kommunikationskanal. Die
Signalleistungsdichte an dieser Schnittstelle kann die Ursache der Störung sein. Das an dieser Schnittstelle
empfangene Signal kann durch die Ausbreitungsbedingungen und Störungen so beeinflusst werden, dass ein
Paketempfang fehlschlägt.

15
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Bild 4 – Schnittstellen der Funkindustrieautomation

Auch wenn das physische System der Ursprung der Anforderungen an Funkkommunikationssysteme und ihre
Koexistenz ist, muss es im Folgenden nicht weiter berücksichtigt werden. Die Referenzschnittstelle ist die
Referenz für die Bewertung der Koexistenz.

Um Profilbeschreibungen abzuleiten, verwendet der in Bild 2 beschriebene betrachtete Bereich in einem ersten
Schritt ein Klassendiagramm, um die Funkindustrieautomation zu beschreiben (siehe Bild 5).

Die Klasse „Funkindustrieautomation“ besteht aus drei Klassen. Die Klasse „Verteilte
Automatisierungsanwendung“ repräsentiert die räumlich verteilten Automatisierungsfunktionen. Die Klasse
„Funkfrequenzumgebung“ repräsentiert das Übertragungsmedium. Die Klasse „Funkkommunikationssystem“
repräsentiert die Funkkommunikationsfunktionen. Zwischen all diesen Klassen bestehen Beziehungen. Die
Klasse „Funkindustrieautomation“ hat eine physische Systemschnittstelle als Schnittstellentyp wie in Bild 5
dargestellt. Instanzen dieser Schnittstelle können analoge oder digitale Eingänge oder Ausgänge oder eine
Mensch-Maschine-Schnittstelle sein. Das Automatisierungssystem muss die Anforderungen des physischen
Systems im Hinblick auf diese Schnittstelle erfüllen. Für die Funkkommunikation sind jedoch die resultierenden
Anforderungen an die Referenzschnittstelle relevant. Die physische Schnittstelle wird hier daher nur aus
Gründen der Vollständigkeit erwähnt. Sie hat keinen direkten Einfluss auf die folgenden Erwägungen.

Das Rahmenwerk bietet Mittel zur Integration von Funkkommunikationssystemen als ein Modell für das
Koexistenzmanagement.

16
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Bild 5 – Klassenmodell des betrachteten Bereichs für die Funkindustrieautomation

Das verteilte Automationssystem und die Funkfrequenzumgebung müssen aus Sicht der Nutzung der
Funkkommunikation für industrielle Automatisierungsanwendungen als gegeben angenommen werden.
Funkkommunikationslösungen werden im Hinblick auf die Koexistenz entsprechend den damit verbundenen
Anforderungen ausgewählt, konfiguriert und gehandhabt. Aus diesem Grund wird in Abschnitt 6 zunächst das
Modell für das verteilte Automatisierungssystem (siehe 6.1), danach das Modell für die Funkfrequenzumgebung
und zuletzt das Modell für das Funkkommunikationssystem beschrieben.

Die Parameterbeschreibungen können 5.3 bis 5.5 entnommen werden. Diese XML-Schemata
können für Implementierungen von Koexistenzmanagement-Anwendungen wie etwa einem zentralen
Koordinierungspunkt genutzt werden.

5.2.2 Klasse „Verteiltes Automatisierungssystem“

Bild 6 zeigt mit dem oben eingeführten Beispiel der Funkindustrieautomation die Elemente,
Beziehungen und Schnittstellen eines verteilten Automatisierungssystems. Die in Automatisierungsgeräten
wie I/O-Modulen, Temperatur-Messumformer, Ventile oder Antriebssteuerung implementierten lokalen
Automatisierungsfunktionen sind Elemente des verteilten Automatisierungssystems. Logische Verknüpfungen
drücken beispielsweise die Übertragung der Eingangs- und Ausgangsdaten in Bezug auf den logischen
Endpunkt aus. Logische Verknüpfungen können auch die Übertragung von Konfigurations- oder Diagnosedaten
beschreiben. Diese logischen Verknüpfungen bilden die Topologie des Automatisierungssystems. Der korrekte
Betrieb der lokalen Automatisierungsfunktionen und des gesamten Systems basiert auf der Zuverlässigkeit
der logischen Verknüpfungen. Dies bedeutet, dass die zuverlässige Kommunikationsverfügbarkeit an den
logischen Zielendpunkten der Referenzschnittstelle über den korrekten Betrieb der Anwendung entscheidet.
Dies erfordert natürlich eine zuverlässige Bereitstellung der Daten an dem logischen Quellendpunkt durch die
Anwendung.

17
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Bild 6 – Verteiltes Automatisierungssystem

Bild 7 zeigt die Abstraktion eines verteilten Automatisierungssystems als Systemmodell. Die Klasse „Lokale
Automatisierungsfunktion“ beschreibt die Elemente und die Klasse „Logische Topologie“ die Beziehungen
zwischen diesen Elementen. Die Klasse „Lokales Automatisierungssystem“ hat eine externe Schnittstelle mit
der Bezeichnung „Referenzschnittstelle“. Die Referenzschnittstelle zeigt an, dass alle Parameter, die das Zeit-
und Fehlerverhalten eines Funkkommunikationssystems charakterisieren, mit dieser Schnittstelle verbunden
sind. Die Beziehung zu der Klasse „Funkkommunikationssystem“ wird über diese Schnittstelle bereitgestellt.
Die externe Schnittstelle mit der Bezeichnung „Physische Systemschnittstelle“ wird nur aus Gründen der
Vollständigkeit erwähnt.

Die Klasse „Logische Topologie“ wird durch Instanzen der Klasse „Logische Verknüpfung“ gebildet. Eine
„logische Verknüpfung“ ist eine einfachgerichtete Beziehung zwischen zwei Instanzen der Klasse „Logischer
Endpunkt“. Die Klasse „Referenzschnittstelle“ besteht aus einer Reihe von Instanzen der Klasse „Logischer
Endpunkt“.

Die Asymmetrie eines bestätigten Kommunikationsdienstes wird mit zwei antiparallelen logischen
Verknüpfungen modelliert. Eine Mehrpunkt- oder Sendeverbindung wird mit einer Reihe logischer Links mit
einem gemeinsamen logischen Quellendpunkt und verschiedenen logischen Zielendpunkten modelliert.

Bild 7 – Systemmodell des verteilten Automatisierungssystems

18
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

5.2.3 Klasse „Funkfrequenzumgebung“

Der Fokus in Bild 8 liegt auf der Funkfrequenzumgebung. Die Funkfrequenzumgebung ist der wesentliche
Faktor der Funkkoexistenz. Störungen durch unerwünschte Signalausbreitungen während der beabsichtigten
Datenübertragung können einen korrekten Empfang behindern. Darüber hinaus können physische Systeme
wie Maschinen, Rohrleitungssysteme, Wände oder ähnliche Einrichtungen eine Dämpfung, Reflektion oder
Beugung des Signals und somit eine merkliche Dämpfung verursachen. Das Verhältnis zwischen der Stärke
des gewünschten Signals und der Stärke der Störung ist wesentlich für den korrekten Empfang. Es sollte
jedoch beachtet werden, dass die Störsignale ebenfalls gedämpft werden. Der Einfluss der Signalausbreitung
durch Hindernisse und reflektierende Materialien wird durch den Begriff „passive Umgebungseinflüsse“
zusammengefasst. Der Einfluss von Störsignalen wird durch den Begriff „aktive Umgebungseinflüsse“
zusammengefasst.

Bild 8 – Funkfrequenzumgebung

Bild 9 zeigt ein Systemmodell für die Klasse „Funkfrequenzumgebung“. Die relevanten Elemente sind
die Klassen „Passive Umgebungseinflüsse“ und „Aktive Umgebungseinflüsse“. Die Klasse „Passive
Umgebungseinflüsse“ ist eine Zusammensetzung aus Instanzen der Klasse „Ausbreitungsbedingungen“. Die
Schnittstelle zwischen der Funkfrequenzumgebung und dem Funkkommunikationssystem wird als externe
Schnittstelle mit der Bezeichnung „Physische Schichtschnittstelle“ modelliert. Instanzen dieser Schnittstelle
können BNC-Verbinder, Leiterplatten (PCB)-Antennen oder Chip-Antennen sein, siehe Bild 5 und Bild 9.

Die Klasse „Aktive Umgebungseinflüsse“ ist eine Aggregation der Klassen „Störendes
Funkkommunikationssystem“ und „Störende Funkanwendung“. Urheber der letzteren Klassen können
beispielsweise ISM-Anwendungen sowie Emissionen anderer Geräte sein. Die Klasse „Aktive
Umgebungseinflüsse“ hat eine Beziehung zu der Klasse „Passive Umgebungseinflüsse“. Hierdurch wird
ausgedrückt, dass aktive Umgebungseinflüsse durch passive Umgebungseinflüsse beeinflusst werden, bevor
sie wirken. Dies bedeutet, dass nicht nur das Anwendersignal, sondern auch das Signal eines Störers gedämpft
wird.

Die relevanten Attribute für alle Klassen sind in 5.4 definiert.

19
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Bild 9 – Systemmodell der Funkfrequenzumgebung

5.2.4 Klasse „Funkkommunikationssystem“

Die zusammengehörenden Funkkommunikationsmodule bilden das Funkkommunikationssystem (siehe


Bild 10). Die Funkverknüpfungen verbinden die Funkmodule entsprechend den Anforderungen des verteilten
Automatisierungssystems. Die Funktopologie basiert jedoch nicht nur auf der logischen Topologie. Die
Anforderungen der Funktechnologie und die erwarteten Umgebungseinflüsse müssen ebenfalls berücksichtigt
werden. Es kann beispielsweise erforderlich sein, Infrastrukturgeräte wie etwa Basisstationen, die keine direkte
Beziehung zu der Anwendung haben, zu nutzen.

Bild 10 – Funkkommunikationssystem

Die Einflüsse der Funkfrequenzumgebung können an der physischen Schichtschnittstelle beeinflusst


oder bemerkt werden. Die Funkkommunikationsfunktionen können sicherstellen, dass fehlerhafte
Funkübertragungen an der Referenzschnittstelle bemerkt werden. Die folgenden Maßnahmen können zu
diesem Zweck implementiert werden:
- Anpassung der Übertragungsleistung;
- Signalcodierungsverfahren;
- Modulationsverfahren;
- Funkkanalauswahl;
- Übertragungswiederholungen;

20
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

- Redundanzverfahren;
- Filterempfangoptimierung oder
- Fehlerkorrekturverfahren.

Bild 11 zeigt die Abstraktion eines Funkkommunikationssystems als Systemmodell. Die Klasse
„Funkkommunikationsfunktion“ beschreibt die Elemente und die Klasse „Funktopologie“ die Beziehungen
zwischen diesen Elementen. Die Klasse „Funkkommunikationsfunktion“ hat eine externe Schnittstelle mit der
Bezeichnung „Referenzschnittstelle“ Die Schnittstelle wird mit der Klasse „Lokale Automatisierungsfunktion“
geteilt, siehe 5.3.2. Darüber hinaus hat die Klasse „Funkkommunikationsfunktion“ eine Beziehung zu der Klasse
„Funkfrequenzumgebung“ über die physische Schichtschnittstelle, siehe 5.2.3.

Die Klasse „Funktopologie“ wird durch Instanzen der Klasse „Funkverknüpfung“ gebildet. Eine
„Funkverknüpfung“ ist eine einfachgerichtete Beziehung zwischen zwei Instanzen der Klasse „Funkendpunkt“.
Mehrere Instanzen der Klasse „Funkendpunkt“ bilden die physische Schichtschnittstelle. Funkverknüpfungen
liefern die Infrastruktur zur Implementierung logischer Links. Die Funktopologie wird entsprechend den
Anforderungen und Bedingungen des verteilten Automatisierungssystems und der Funkfrequenzumgebung
gestaltet. Sie muss nicht notwendigerweise der logischen Topologie entsprechen.

Die Asymmetrie der Funkwellenausbreitungsbedingungen wird durch die Verwendung zweier antiparalleler
Verknüpfungen für bestätigte Übertragungen berücksichtigt. Eine Mehrpunkt- oder Sendefunkverbindung wird
mit einer Reihe von Funkverknüpfungen mit einem gemeinsamen Funk-Quellendpunkt und verschiedenen
Funk-Zielendpunkten modelliert.

Relevante Attribute können für alle Klassen definiert werden.

Bild 11 – Systemmodell des Funkkommunikationsnetzes

21
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

5.3 Anwendungsbezogene Einflussparameter

5.3.1 Klasse „Verteiltes Automatisierungssystem“

5.3.1.1 Räumliche Ausdehnung der Anwendung

Die räumliche Ausdehnung der Anwendung resultiert aus den Anwendungsgeräten am Rand. Sie beschreibt
die Länge, Breite und Höhe des Raums, den die Funkkommunikationslösung abdecken muss. Die räumliche
Ausdehnung wird verwendet, um die erforderliche Ausdehnung der Funkkommunikationslösung einzuschätzen
und die passiven Umgebungseinflüsse zu beurteilen. Die geforderten Werke markieren die von der
Funkkommunikationslösung zu unterstützende räumliche Mindestausdehnung.

5.3.1.2 Anzahl der lokalen Automatisierungsfunktionen

Die Anzahl der lokalen Automatisierungsfunktionen beschreibt, wie viele verteilte Einheiten mit
Automatisierungsfunktionen erforderlich sind, um die Anwendung zu implementieren. Sie wird verwendet, um
die Kommunikationslast innerhalb des Netzwerks zu bestimmen. Es wird angenommen, dass alle Geräte
gleichzeitig aktiv sein können. Dies ist die Anforderung an die Koexistenz im ungünstigsten Fall. Der geforderte
Wert ist daher die Mindestanzahl der gleichzeitig aktiven Automatisierungsgeräte. Die Anzahl der von einem
Funkkommunikationssystem unterstützten lokalen Automatisierungsfunktionen (zugesagter Wert) kann größer
sein.

ANMERKUNG Wenn beispielsweise festgelegt wird, dass ein logisches Gerät den Kommunikationsverkehr einer
verteilten Anwendungsfunktion mit einem logischen Endpunkt initiiert, ist dies die Abstraktion eines physischen Geräts,
das mehrere logische Geräte mit unterschiedlicher Anzahl an Anwendungsfunktionen und wiederum viele verschiedene
logische Endpunkte implementieren kann. Die in diesem Dokument beschriebenen Parameter werden genutzt, um Profile
festzulegen.

5.3.1.3 Abstand zwischen logischen Automatisierungsfunktionen

Wenn eine logische Verknüpfung zwischen zwei Automatisierungsgeräten besteht, definiert dieser Parameter
den Abstand zwischen diesen Geräten. Der Abstand resultiert aus den Positionen der relevanten
Implementierungen der lokalen Automatisierungsfunktion. Es ist aus Sicht der Automatisierungsanwendung
unerheblich, ob eine direkte Funkkommunikation möglich ist oder mehrere physische Verknüpfungen
erforderlich sind. Infrastrukturkomponenten wie Zugangspunkte oder Router können notwendig sein. Der
erforderliche Wert ist der Mindestwert. Da der Abstand die Freifeld-Dämpfung eines Funksignals bestimmt, ist
er ein wichtiger Indikator für den passiven Umgebungseinfluss.

Der erforderliche Wert berücksichtigt die lokale Topologie der Automatisierungsanwendung. Der zugesagte
Wert kann spezifische Maßnahmen des Funkkommunikationssystems erfordern. Dies können Unterschiede
in den Positionen der Kommunikationsgeräte im Vergleich zu den erforderlichen Positionen der durch
Kabel verbundenen Automatisierungsgeräte, andere Antennenpositionen, spezifische Antennentypen,
Antennenpolarisation oder Funkgeräte mit Netzfunktionen (zum Beispiel Zugangspunkte) sein. Der zugesagte
Wert stellt den größten möglichen Abstand zwischen Geräten dar.

5.3.1.4 Relative Bewegung zwischen logischen Automatisierungsgeräten

Bewegliche oder mobile Automatisierungsgeräte ändern den Abstand zu ihrem Kommunikationspartner.


Beschleunigung und Geschwindigkeit bestimmen zusätzlich zu dem Abstand den passiven
Umgebungseinfluss. Die erforderlichen Werte sind die Mindestbeschleunigung und die
Mindestgeschwindigkeit. Da sich beide Kommunikationspartner bewegen können, sind die Werte relativ.
Zusätzliche Informationen wie der erforderliche Mindestbewegungsbereich können bereitgestellt werden. Die
zugesagten Werte stellen die größte unterstützte Beschleunigung und die größte mögliche Geschwindigkeit
dar. Klasse „Funkautomatisierungsgerät“

Die Klasse „Funkkommunikationssystem“ repräsentiert die Implementierungen lokaler Anwendungsfunktionen


in Kombination mit einem Funkkommunikationsmodul. Das Funkkommunikationsmodul kann in ein

22
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Automatisierungsgerät (z. B. Funk-I/O-Gerät) integriert oder ein separates Gerät (Funkadapter) sein. Das
Funkautomatisierungsgerät enthält die Referenzschnittstelle mit ihren logischen Endpunkten.

5.3.2 Klasse „Lokale Automatisierungsfunktion“

5.3.2.1 Nutzdatenlänge

Die Nutzdatenlänge ist die Anzahl der Informationseinheiten (wie etwa Bit, Oktett), die über eine
logische Verknüpfung übertragen werden müssen. Die Nutzdatenlänge wird in erster Linie durch
die Kommunikationsanforderungen der Anwendung bestimmt. Als Beispiel ist jedoch im Fall des
Ethernets als Implementierung der Referenzschnittstelle eine Mindestzahl von 64 Oktett erforderlich. Das
Kommunikationssystem kann Daten in mehreren kleineren Portionen übertragen. Ungeachtet dessen müssen
alle zugesagten Werte (einschließlich der Werte der zugesagten Parameter) gleichzeitig gültig sein. Der
erforderliche Wert ist der Mindestwert und der zugesagte Wert der angegebene Höchstwert.

5.3.2.2 Sendezeitabstand

Der Sendezeitabstand ist die Zeitdifferenz zwischen zwei aufeinanderfolgenden Übertragungen von
Nutzdaten von der Automatisierungsfunktion über die Referenzschnittstelle zur Kommunikationsfunktion.
Der Sendezeitabstand ist mit dem logischen Quellendpunkt einer logischen Verknüpfung verbunden. Die
Übertragung kann periodisch oder aperiodisch sein. Bei periodischen Übertragungen gibt der geforderte Wert
den Höchstwert an, der aus der mindestens erforderlichen Kommunikationslast resultiert. Der zugesagte Wert
ist jedoch der Mindestwert, d. h. die größte zugesagte Kommunikationslast.

Im Fall aperiodischer Übertragungswerte sind die Position und der Bereich der Verteilungsfunktion relevant.
Der erforderliche Wert für die Position (zum Beispiel der Mittelwert) ist der Höchstwert. Der erforderliche Wert
für den Bereich (zum Beispiel die Standardabweichung) ist der Mindestwert. Die zugesagten Werte können
aperiodischen Verkehr mit größeren Abweichungen bei kleineren Werten zwischen zwei aufeinanderfolgenden
Übertragungen vorsehen.

ANMERKUNG Für den Kommunikationszyklus des Kommunikationssystems gilt ein anderer Sendezeitabstand.

5.3.3 Klasse „Logische Topologie“

Die logische Topologie beschreibt das aus logischen Verknüpfungen bestehende Netzwerk. Sie beschreibt
insbesondere, welche logischen Verknüpfungen aufeinanderfolgend und welche gleichzeitig vorgesehen
werden müssen, z. B. mit Mehrpunktverbindungen oder Funkübertragungen oder Übertragungen von vielen
Geräten auf ein Gerät. Die Kommunikationslast erhöht sich, je mehr logische Verknüpfungen unterstützt
werden.

Im Kontext zu diesem Dokument wird angenommen, dass nur eine Verknüpfung zwischen zwei logischen
Automatisierungsgeräten besteht. Dieser Umstand muss bei den für die Kommunikationslast relevanten Werten
(z. B. Sendezeitabstand) berücksichtigt werden. Daher ist hier nur die Anzahl der parallel unterstützten
logischen Verknüpfungen von Interesse.

Der erforderliche Wert ist der Mindestwert. Der zugesagte Wert ist die höchste Anzahl an gleichzeitig
unterstützten logischen Verknüpfungen.

5.3.4 Klasse „Referenzschnittstelle“

Die Referenzschnittstelle verbindet das Klassenmodell „Automatisierungsgerät“ und das Klassenmodell


„Logisches Funkkommunikationsgerät“. Die folgenden Werte der charakteristischen Parameter beziehen sich
auf diese Schnittstelle:
- die von der Anwendung geforderten Werte;
- die durch die Funkkommunikation zugesagten Werte und
- die während des Betriebs bestimmten Werte.

23
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Die Referenzschnittstelle kann aus mehreren logischen Endpunkten bestehen. In diesem Zusammenhang
werden ein Quellendpunkt und ein Zielendpunkt je Referenzschnittstelle angenommen. Darüber hinaus wird
eine Referenzschnittstelle je logischem Automatisierungsgerät definiert. Dieser Umstand muss bei den für die
Kommunikationslast relevanten Werten (z. B. Sendezeitabstand) berücksichtigt werden.

Die Eigenschaft der Referenzschnittstelle (z. B. Bitrate) beeinflusst die Gesamtzeit und das Fehlerverhalten
der Funkkommunikationslösung erheblich. Eine ausführliche Beschreibung der Schnittstelle wird für die
Implementierung des Prüfsystems (Schnittstelle zwischen dem Prüfinstrument und dem geprüften Instrument)
benötigt. Sie ist daher Teil des Kapazitätsprofils.

5.3.5 Klasse „Logische Verknüpfung“

5.3.5.1 Funktionale Sicherheit

Dieser Parameter wird benötigt, wenn die Automatisierungsanwendung die Funktionssicherheit-Funktionalität


für eine bestimmte logische Verknüpfung benötigt. Der erforderliche Wert ist beispielsweise der Sicherheits-
Integritäts-Level (SIL). Die daraus resultierenden Sicherheitsmaßnahmen wie etwa die Implementierung
vergleichbarer Mechanismen nach IEC 61784 5 der Funkkommunikationslösung beeinflussen das zeitliche
Verhalten.

5.3.5.2 Sicherheitsziel

Dieser Parameter wird benötigt, wenn die Automatisierungsanwendung spezifische Sicherheitsziele fordert,
die von dem Kommunikationsnetzwerk erfüllt werden müssen. Der geforderte Wert beschreibt Schutzziele wie
etwa die Vertraulichkeit. Die daraus resultierenden Sicherheitsmaßnahmen der Funkkommunikationslösung
wie etwa die Implementierung der Verschlüsselung des Frames beeinflussen das zeitliche Verhalten.

5.3.6 Klasse „Logischer Endpunkt“

Logische Endpunkte sind wesentliche Objekte für die Festlegung von Anforderungen und Angabe der
Eigenschaften einer Funkkommunikationslösung. Diese Endpunkte sind wesentliche Referenzen (Quelle und
Ziel) für die charakteristischen Werte.

Für Prüfzwecke ist daher eine eindeutige Kennzeichnung erforderlich.

Die unter 5.3.5 aufgelisteten Attribute gehören zu dem logischen Quellendpunkt. Für ein besseres Verständnis
wird dies mit der Definition eines logischen Quellendpunkts je Gerät zugewiesen.

5.3.7 Charakteristische Parameter

Charakteristische Parameter ermöglichen eine quantitative Beurteilung von Funkkommunikationssystemen.


Eine Reihe erforderlicher Werte ist Teil der Anforderungen an die Anwendungskommunikation.
Eine Reihe erforderlicher Werte ist Teil der Kapazitätsbeschreibung des Funkkommunikationssystems.
Die charakteristischen Parameter beziehen sich auf Schnittstellen zwischen den logischen
Funkkommunikationsgeräten und dem angenommenen logischen Automatisierungsgerät, der sogenannten
Referenzschnittstelle. Die relevanten charakteristischen Parameter sind in IEC 62657 2 definiert. Eine
Zusammenfassung ist in Tabelle 2 enthalten.

24
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Tabelle 2 – Relevante charakteristische Parameter

Parametername Inhalt
Übertragungszeit „Die Übertragungszeit ist der Zeitabschnitt von einem Start-Ereignis an der ent-
sprechenden Referenzschnittstelle eines Erzeugers bis zu einem Stopp-Ereignis
an der Referenzschnittstelle eines Verbrauchers. Abhängig von der Art der Re-
ferenzschnittstelle kann das Start-Ereignis die Übertragung des ersten Nutzer-
datenbits, des ersten Bytes oder eines Auslöse-Ereignisses an einer Prozess-
schnittstelle sein. Das Stopp-Ereignis kann dementsprechend das letzte Nutzer-
datenbit, das letzte Byte oder ein Auslöse-Ereignis an einer Prozessschnittstelle
sein.“ [IEC 62657-1]
Aktualisierungs- „Die Aktualisierungszeit ist der Zeitabschnitt von einem Start-Ereignis an der Re-
zeit ferenzschnittstelle eines Verbrauchers bis zu einem darauffolgenden Stopp-Er-
eignis an derselben Referenzschnittstelle. Abhängig von der Art der Referenz-
schnittstelle kann das Start-Ereignis die Übertragung des letzten Nutzerdaten-
bits, des letzten Bytes oder eines Auslöse-Ereignisses an der Prozessschnitt-
stelle eines Verbrauchers sein. Das Stopp-Ereignis kann das letzte Nutzerdaten-
bit, das letzte Byte oder ein Auslöse-Ereignis einer Prozessschnittstelle sein, das
auf die folgende erfolgreiche Übertragung desselben Erzeugers bezogen werden
kann.“ [IEC 62657-1]
Antwortzeit Die Antwortzeit ist das Zeitintervall zwischen dem Beginn der Lieferung der ein-
zelnen Nutzdateneinheit eines Telegramms an einem Quellendpunkt einer logi-
schen Verknüpfungseinheit bis zur Lieferung der letzten einzelnen Nutzdatenein-
heiten eines Telegramms am Zielendpunkt der verbundenen logischen Antwort-
verknüpfung. Beide Endpunkte müssen Teil derselben Referenzschnittstelle sein.
Datendurchsatz Der Datendurchsatz ist die Anzahl der einzelnen Nutzdateneinheiten je Einheit,
übertragen zu einem Zielendpunkt einer logischen Verknüpfung.
Kommunikations- Die Verfügbarkeit ist ein Maß für die Fähigkeit, eine geforderte Funktionalität in
verfügbarkeit einem festgelegten Zeitabschnitt zu erfüllen. Auf die Funktion eines Funkkom-
munikationssystems bezogen ist die Verfügbarkeit das Verhältnis zwischen dem
Zeitabschnitt fehlerfreier Übertragung (Laufzeit, tU) und einer Beobachtungszeit
tO. Unter der Voraussetzung der konstanten Nutzerdatenlänge kann die Verfüg-
barkeit auch durch das Verhältnis zwischen der Anzahl der übertragenen Nutzer-
pakete NTX und der Anzahl der fehlerfrei empfangenen Nutzerpakete NRX nach
IEC 62657 1 berechnet werden.
Nachrichtenver- Verhältnis, angegeben als Prozentsatz der Anzahl der nicht zugestellten Nach-
lustrate richten geteilt durch die Gesamtzahl der Nachrichten während eines Zeitinter-
valls t, dabei ist die Anzahl der nicht zugestellten Nachrichten die Differenz zwi-
schen der Anzahl der den Eintrittspunkt erreichenden Nachrichten und der An-
zahl der an den Austrittspunkt gelieferten Nachrichten in einer direkten Verbin-
dung.
Verfügbarkeit Betriebszeit zu Beobachtungszeit, in Verbindung mit einem Dienst, einem Gerät
oder einem System.
Betriebsdauer Betriebszeit in Verbindung mit einem Dienst, einem Gerät oder einem System.
zwischen Ausfäl-
len
Überlebenszeit Zeit, für die eine Anwendung, die einen Kommunikationsdienst nutzt, ohne eine
erwartete Nachricht fortbestehen kann.

Relevante statistische Werte der charakteristischen Parameter sind in Tabelle 3 aufgelistet. Hier
werden die Mindest-, Modal-, Mittel- und Perzentil-P95-Werte angegeben. Die Mindest-, Modal-, Mittel-,
Standardabweichungs- und statistischen Perzentilwerte sind die relevanteste Methode, die charakteristischen

25
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Parameter auszudrücken. Für die Bewertung der Nachrichtenübertragung sind alle vorgeschlagenen Werte
jedes Parameters relevant.

Tabelle 3 – Relevante statistische Werte charakteristischer Parameter

Parametername Statistische Werte


Übertragungszeit Mindestwert, Modalwert, Perzentil-P95-Wert
Aktualisierungszeit Mittelwert, Standardabweichung
Antwortzeit Mindestwert, Modalwert, Perzentil-P95-Wert
Datendurchsatz Kapazität eines Kommunikationskanals
Kommunikations- Das Verhältnis zwischen dem Zeitintervall der fehlerfreien Übertragung (Betriebszeit tU)
verfügbarkeit und einer Beobachtungszeit tO
Nachrichtenverlus- Verhältnis, angegeben als Prozentsatz der Anzahl der nicht zugestellten Nachrichten ge-
trate teilt durch die Gesamtzahl der Nachrichten während eines Zeitintervalls t, dabei ist die
Anzahl der nicht zugestellten Nachrichten die Differenz zwischen der Anzahl der den Ein-
trittspunkt erreichenden Nachrichten und der Anzahl der an den Austrittspunkt gelieferten
Nachrichten in einer direkten Verbindung.

5.4 Umgebungsbezogene Einflussparameter

5.4.1 Anzahl der passiven Umgebungseinflüsse

Passive Einflüsse wirken zwischen zwei Funkendpunkten oder einem Funkendpunkt und einem aktiven
Einfluss. Die Ausbreitungsbedingungen variieren üblicherweise erheblich je nach industrieller Umgebung. Die
Anzahl der verschiedenen passiven Einflüsse kann jedoch aus Gründen der Einfachheit reduziert werden.
Die Leistungsprüfungsspezifikation erfordert eine ausführliche Beschreibung, die Teil des Kapazitätsprofils zur
Durchführung der Untersuchungsphase (siehe IEC 62657 2:2017, 7.4.1) und anderer Phasen sein kann.

5.4.2 Klasse „Passive Umgebungseinflüsse“

5.4.2.1 Eigenschaften des Betriebsbereichs

Die Eigenschaften des Betriebsbereichs werden informell mit Text, Grafiken und Fotos beschrieben. Darüber
hinaus können die Begriffe Innenraum und Außenbereich verwendet werden.

Für den Betrieb in Innenräumen ist es sinnvoll anzugeben, ob die Kommunikation in einem Maschinenbereich
oder in einer Fertigungszelle konzentriert ist oder ob sie über die gesamte Werkshalle verteilt ist. Weitere
Informationen zu Geräten in dem Bereich, die die Funkwellenausbreitung beeinflussen können, sollten erwähnt
werden. Koeffizienten der reflektierenden Oberflächen oder von Hindernissen können angegeben werden,
sofern sie verfügbar sind.

Die Eigenschaften des Betriebsbereichs sind wichtig für die Spezifikation der Bedingungen der
Funkkanalmessungen und -modellierung. Die passiven Umgebungsbedingungen können daher quantifiziert
werden.

5.4.2.2 Abmessungen des Betriebsbereichs

Die Abmessungen des Betriebsbereichs sind die Länge, Breite und Höhe des Bereichs, in dem die
Funkkommunikationslösungen installiert werden müssen und der sich auf die Ausbreitung auswirkt. Es ist
sinnvoll, auch den darüber liegenden Bereich wie etwa die Werkshalle für eine Maschine zu berücksichtigen.
Die Abmessungen des Betriebsbereichs können zu einer Multipfad-Signalausbreitung und somit zu Ausblenden
führen. Die Abmessungen des Betriebsbereichs sind daher wichtig für die Spezifikation der Bedingungen der
Funkkanalmessungen und -modellierung.

26
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

5.4.2.3 Sichtkontakt

Wenn eine logische Verknüpfung zwischen zwei implementierten logischen Automatisierungsgeräten besteht,
berücksichtigt der Sichtkontakt die Sichtverbindung (LOS), den Zustand ohne Sichtverbindung (OLOS)
und die blockierte Sichtverbindung (OLOS) zwischen diesen Geräten. Der Sichtkontakt beeinflusst die
Funksignalausbreitung. Die Angabe dieses Parameters ist wichtig für die Spezifikation der Bedingungen der
Funkkanalmessungen und -modellierung.

Der erforderliche Wert berücksichtigt die lokale Topologie der Automatisierungsanwendung. Der zugesagte
Wert kann spezifische Maßnahmen des Funkkommunikationssystems erfordern. Dies können Unterschiede
in den Positionen der Kommunikationsgeräte im Vergleich zu den erforderlichen Positionen der durch
Kabel verbundenen Automatisierungsgeräte, andere Antennenpositionen, spezifische Antennentypen oder
Funkgeräte mit Netzfunktionen (zum Beispiel Zugangspunkte) sein.

5.4.2.4 Mobile Objekte

Bewegliche oder mobile Geräte oder Personen beeinflussen die Ausbreitungsbedingungen erheblich. Daher
sollten der Betriebsbereich und die Geschwindigkeit des mobilen Objekts angegeben werden. Die weiteren
erforderlichen Informationen umfassen zum Beispiel Abmessungen und das Material des Objekts.

5.4.2.5 Natürliche Umgebungsbedingungen

Die Ausbreitungsbedingungen können durch natürliche Umgebungsbedingungen wie z. B. Temperatur,


Feuchte, Staub, Nebel oder Luftdruck beeinflusst werden. Die natürlichen Umgebungsbedingungen können bei
der Spezifikation der Bedingungen für die Funkkanalmessung und die -modellierung berücksichtigt werden.

5.4.3 Klasse „Ausbreitungsbedingungen“

Die Ausbreitungsbedingungen werden mit Funkkanalmodellen beschrieben. Funkkanalmodelle berechnen


die Verzerrung eines Eingangssignals im Hinblick auf Frequenz und Zeit und liefern ein ausgeblendetes
Ausgangssignal entsprechend den Ausbreitungsbedingungen. Anwendungs-, umgebungs-, funkgerät-
und funksystembezogene Einflüsse bestimmen die Werte der Funkkanalparameter. Die relevanten
Funkkanalparameter werden in den folgenden Abschnitten beschrieben.

5.4.4 Klasse „Physische Übertragungsschicht“

Die physische Schichtschnittstelle ist eine Abstraktion der Schnittstelle zwischen dem
Funkkommunikationssystem und der Funkfrequenzumgebung. Eine virtuelle Funkschnittstelle kann aus
mehreren Funkendpunkten bestehen, wo der Funkquellenendpunkt einer Funkschnittstelle und das
Funkzielendpunkt einer anderen Funkschnittstelle eine Funkverbindung bilden.

Die Implementierung der virtuellen Funkschnittstelle bestimmt die Eigenschaft der Funkkommunikation
wesentlich. Eine ausführliche Beschreibung der virtuellen Funkschnittstelle wird darüber hinaus für die
Implementierung des Prüfsystems (Schnittstelle zwischen dem Prüfinstrument und dem geprüften Instrument)
benötigt. Sie ist daher Teil des Kapazitätsprofils.

5.4.5 Anzahl aktiver Umgebungseinflüsse

Aktive Einflüsse können sich sehr von störenden Funkkommunikationssystemen wie Schweißautomaten,
elektrischen Antrieben oder Frequenzumformern unterscheiden. Die Einflüsse überlappen und haben
Auswirkungen auf die Funkkommunikation. In diesem Kontext werden Projektinterferenzprofile entwickelt, die
eine festgelegte Anzahl aktiver Einflüsse implementieren.

Die ausführliche Beschreibung wird für die Prüfspezifikation benötigt.

27
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

5.4.6 Klasse „Aktiver Umgebungseinfluss“

5.4.6.1 Typ

Dieser Parameter beschreibt den Typ der störenden Funkkommunikationsanwendung oder störenden
Funkanwendung. Die geforderten Werte listen alle zu berücksichtigenden Störer auf. Die zugesagten Werte
listen den während der Prüfungen berücksichtigten Störer auf.

5.4.6.2 Frequenzband

Dieser Parameter beschreibt den von dem Störer verwendeten Bereich des Frequenzspektrums. Dieser Bereich
wird durch die untere und obere Grenzfrequenz oder die Mittenfrequenz und Frequenzbandbreite festgelegt.

5.4.6.3 Frequenzkanal

Ein Frequenzkanal ist ein Teil eines Frequenzbands, der im Rahmen einer Spezifikation (Norm- oder
Gerätespezifikation) von einem Funkkommunikationssystem verwendet wird. Er wird durch eine Mittenfrequenz
und eine Frequenzbandbreite oder eine untere und obere Grenzfrequenz charakterisiert. In Norm- oder
Gerätespezifikationen werden jedoch Kanalnummern zur Beschreibung dieser Eigenschaft verwendet.

5.4.6.4 Spektrale Leistungsdichte

Die spektrale Leistungsdichte (PSD) beschreibt, wie die Leistung eines Signals des Störers über die Frequenz
verteilt wird. Umgangssprachlich wird der Bereich unterhalb der PSD-Kurve oft als das Signalspektrum
bezeichnet.

5.4.6.5 Betriebszyklus

Der Betriebszyklus ist das Verhältnis der Sendesequenz bezogen auf eine gegebene Beobachtungszeit für den
benutzten Frequenzkanal. Die Auswahl der Beobachtungszeit beeinflusst den Wert des Betriebszyklus.

Der erforderliche Wert des Zyklus ist der Mindestwert, den der Störer im Durchschnitt als Mittelwert verwenden
darf.

Die zugesagten Werte beschreiben den Höchstwert, den ein Störer im Durchschnitt als Mittelwert verwenden
kann, ohne gegen die Leistungsanforderungen der Anwendung zu verstoßen.

5.4.6.6 Ausbreitungsbedingungen

Die Ausbreitungsbedingungen beeinflussen die Auswirkung des Störers auf das relevante logische
Kommunikationsgerät. Die zuvor beschriebenen Parameter gelten direkt am Störer. Sie werden daher von den
durch ein Kanalmodell dargestellten Ausbreitungsbedingungen (siehe 5.4.3) beeinflusst.

5.5 Funkgerät- und systembezogene Einflussparameter

5.5.1 Klasse „Funkkommunikationssystem“

5.5.1.1 Allgemeines

Die Anwendungsfall-Analyse kann nicht vollständig unabhängig von dem vorgesehenen


Funkkommunikationssystem durchgeführt werden. Mindestens zwei Parameter müssen für eine selektive
Anwendungsspezifikation im Hinblick auf das Kanalausbreitungsverhalten berücksichtigt werden.

28
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

5.5.1.2 Frequenzband

Dieser Parameter beschreibt den von dem vorgesehenen Funkkommunikationssystem verwendeten Bereich
des Frequenzspektrums. Dieser Bereich wird durch die untere und obere Grenzfrequenz oder die
Mittenfrequenz und Frequenzbandbreite oder die technologiespezifische Kanalnummer festgelegt.

5.5.1.3 Weitere Attribute

Die Anzahl der logischen Funkkommunikationsgeräte und die physische Topologie sind Beispiele für
weitere Parameter, die Einflüsse des Funkkommunikationssystems beschreiben. Sie werden nicht weiter im
Zusammenhang mit diesem Dokument berücksichtigt.

5.5.2 Klasse „Funkkommunikationsmodul“

5.5.2.1 Antenne

Die Antenne ist ein sehr wichtiger Teil des logischen Funkkommunikationsgeräts. Sie wird im Kontext dieses
Projekts jedoch als Teil des Funkkanals berücksichtigt. Es ist daher vorteilhaft, die Antennenparameter zu
berücksichtigen. Dies umfasst den Antennentyp (zum Beispiel Dipol-Antenne, Rundstrahlantennen, geschlitzter
Hohlleiter, Schlitzkabel, Innenantenne, reale Situationen mit nicht optimierten Antennen).

Die Implementierung des Prüfsystems erfordert eine ausführliche Beschreibung der Antenne. Sie ist daher Teil
des Kapazitätsprofils.

5.5.2.2 Weitere Attribute

Weitere Parameter, die Einflüsse des Funkkommunikationssystems beschreiben, sind zum Beispiel die
Modulationsart, die Ausgangsleistung und der Kommunikationszyklus. Sie werden in diesem Dokument nicht
weiter betrachtet.

5.5.3 Klasse „Referenzschnittstelle“

Siehe 5.3.4.

5.5.4 Klasse „Physische Übertragungsschicht“

Siehe 5.4.4.

5.5.5 Klasse „Funktopologie“

Die Beschreibung der Funktopologie wird im Kontext zu diesem Dokument nicht berücksichtigt.

5.5.6 Klasse „Funkverknüpfung“

Die Beschreibung der Funkverknüpfung wird im Kontext zu diesem Dokument nicht berücksichtigt.

5.5.7 Klasse „Funkendpunkt“

Die Beschreibung des Funkendpunkts wird im Kontext zu diesem Dokument nicht berücksichtigt.

5.6 Profilentwicklung

Die in 5.3 und 5.5 beschriebenen Attribute des Funkindustrieautomationsmodells dienen als Grundlage
für die Erwägungen. Die Werte dieser Attribute beeinflussen das Zeit- und Fehlerverhalten von
Funkkommunikationslösungen. Sie sind daher als Gruppen anwendungsbezogener Einflussparameter,

29
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

umgebungsbezogener Einflussparameter und geräte- und systembezogener Einflussparameter


zusammengefasst. Profile werden auf der Grundlage der Einflussparameter wie in Bild 12 gezeigt abgeleitet.

Anwendungs- und umgebungsbezogene Einflussparameter tragen zu dem Anwendungsprofil und


Funkfrequenzumgebungsprofil bei. Darüber hinaus tragen umgebungsbezogene, funkgerätebezogene und
systembezogene Einflussparameter zu dem Funkfrequenzumgebungsprofil bei.

Bild 12 – Nach Profilen gruppierte Einflussparameter

Das Funkkanalprofil ist Teil des Funkfrequenzumgebungsprofils, das sich auf das Funkkanalmodell bezieht,
welches die Funkwellenausbreitungsbedingungen beschreibt. Das Funkkanalprofil ist für den Anwender nicht
von Interesse und wird daher in dem Anforderungsprofil nicht berücksichtigt. Das Funkkanalprofil muss jedoch
bei dem Vergleich des Anforderungsprofils mit dem Kapazitätsprofil verglichen werden.

Das Störungsprofil ist Teil des Funkfrequenzumgebungsprofils, das sich auf störende
Funkkommunikationslösungen und störende Funkanwendungen bezieht.

Wie oben beschrieben wirken alle Einflussparameter auf die Werte der charakteristischen Parameter.

6 Architektur des zentralen Koordinierungspunkts

6.1 Modellanwendungsanleitung

Bild 13 zeigt die Anwendung der Spezifikationen dieses Dokuments auf einen automatischen
Koexistenzmanagement-Ansatz mit einem zentralen Koordinierungspunkt (CCP). Bei diesem Ansatz werden
alle Informationen über
- die Anforderungen der Automatisierungsanwendungen;
- die Konfigurationen der Automatisierungsanwendungen;
- die Konfigurationen der Funkkommunikationslösungen;
- die allgemeinen Bedingungen der Funkfrequenzregelung;
- die Nutzung des Funkfrequenzspektrums und
- den Koexistenzstatus

30
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

an den CCP als zentrale Instanz übertragen. Der CCP analysiert die Informationen, erstellt gegebenenfalls
Vorhersagen über den Koexistenzstatus und wirkt auf die Funkkommunikationslösungen oder die verteilten
Automatisierungsanwendungen, um den Koexistenzstatus sicherzustellen.

Weitere Einzelheiten zum Koexistenzmanagement mit zentraler Koordination der Funkanwendungen können
IEC 62657 4 entnommen werden.

Bild 13 – Beziehung zwischen Systemmodellen und ihrer Anwendung in einem CCP-Konzept

Die in Abschnitt 5 beschriebenen Systemmodelle liefern die während der Entwicklung des CCP-
Konzepts zu berücksichtigenden Objekte und Parameter. Dies umfasst die Parameter für den
Datenbankdienst, die zu messenden und zu berechnenden Werte der Anwendung, die zu bestimmenden
Spektralerfassungsinformationen und die Parameter, die potenziell zur Steuerung der Koexistenzstatus-
Funktion verwendet werden können.

6.2 Datenbankdienst

Die CCP-Datenbank sollte entsprechend den in 5.3 und 5.5 beschriebenen Modellen strukturiert werden.
Alle apriorischen Informationen über die Funkkommunikationsanwendungen, die dem Koexistenzmanagement
unterliegen, können daher hier gefunden werden. Dies beinhaltet die erforderlichen Werte der Parameter
ebenso wie die durch die Konfiguration bestimmten aktuellen Werte. Dies betrifft beispielsweise die
erforderlichen Werte für die Aktualisierungszeit aller logischen Verknüpfungen und aktuell konfigurierten

31
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Übertragungsleistungen der Funkgeräte. Die Ressourcen-Engine des CCP nutzt die Datenbankdienste, um auf
die aktuell für das Ressourcenmanagement erforderlichen Parameter zuzugreifen.

6.3 Status des Funksystems

Der Status des Funksystems wird anhand der in 5.5 beschriebenen Parameter bestimmt. In einem gesteuerten
Funkkommunikationssystem liefert eine zentrale Instanz des Systems wie etwa ein Gateway die Werte. Im Fall
gesteuerter Geräte kann jedoch jedes Funkgerät unabhängig Statusberichte bereitstellen.

6.4 Anwendungsstatus

Die Beurteilung anwendungsbezogener charakteristischer Parameter ist entsprechend der Definition des
Begriffs „Koexistenz“ von wesentlicher Bedeutung für die Bestimmung des Koexistenzstatus. Ein CCP
würde daher die Entscheidungen auf den Zuverlässigkeits- und Leistungsparametern relevanter logischer
Verknüpfungen basieren. Für seine Messung wird eine Funktion an den logischen Zielendpunkten benötigt.
Die Ergebnisse müssen entsprechend den in IEC 62657 4 festgelegten Diensten an den CCP übertragen
werden. Dieser Teil beschreibt darüber hinaus, wie die Messergebnisse der einzelnen logischen Verknüpfungen
verschiedener verteilter Anwendungssysteme kombiniert werden können. Daher kann eine Koexistenzstatus-
Funktion erstellt werden, die eine Sicherheitsspanne für einen gegebenen Schwellenwert ausdrücken kann,
der für den Übergang von dem Koexistenzstatus zu dem Nicht-Koexistenzstatus (siehe auch IEC 62657 4:—,
Bild 3) steht.

6.5 Analyse des Funkfrequenzspektrums

Funkkanalmodelle können auf der Grundlage der Parameter in 5.4.1 bis 5.4.5 entwickelt und für die
Entscheidungsfindung durch die Ressourcen-Engine genutzt werden. Die Kanalmodelle beschreiben die
passiven Umgebungseinflüsse. Sie werden in der Datenbank gespeichert.

Die Bewertung der aktiven Umgebungseinflüsse kann anhand der Parameter in 5.4.6 vorgenommen
werden. Die Spektralerfassungsfunktion ist im CCP-Konzept für die Bestimmung des Zustands des
Funkfrequenzspektrums vorgesehen. Diese Funktion kann in einem Funkgerät oder in einem separaten
Spektralerfassungsknoten implementiert werden. Die Werte des Zustands des Spektrums können über die für
das CCP-Konzept definierten Spektralmanagementdienste übertragen werden.

6.6 Statusanalyse

Es ist wichtig, zu beachten, dass der Koexistenzstatus hauptsächlich durch anwendungsbezogene Parameter
beurteilt werden kann. Der Zustand des Funkfrequenzspektrums kann auf erwartete Abweichungen von dem
Normalzustand hinweisen. So können Maßnahmen zur Aufrechterhaltung des Koexistenzstatus rechtzeitig
eingeleitet werden.

6.7 Ressourcenzuweisung

Die Zuweisung von Ressourcen kann theoretisch mit den Freiheitsgraden der Funkfrequenz, Zeit,
Übertragungsleistung/-position und Programmierung erfolgen.

Vor allem müssen die regional gültigen Funkfrequenzvorschriften eingehalten werden. Diese können
beispielsweise durch einen Ländercode ausgedrückt werden. Für Europa muss die Implementierung der
Produkte beispielsweise den RED-Vorschriften entsprechen.

Bei der Zuweisung von Ressourcen kann die Wertezuweisung für alle Einflussparameter berücksichtigt
werden. Für die Zwecke der Resilienz können Verbindungen auch beendet, Übertragungsintervalle erhöht oder
Routen mobiler Funkgeräte beeinflusst werden, wenn dies Ausfallzeiten verhindern kann. Es ist wichtig, zu
beachten, dass nicht alle Funkkommunikationsanwendungen gleichzeitig zurückgesetzt werden müssen. Die
für die Produktion wichtigen Prioritäten müssen im Kontext der industriellen Automatisierungsanwendungen
berücksichtigt werden. Diese Prioritäten werden durch die erforderlichen Werte der Parameter ausgedrückt.

32
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02

Literaturhinweise

[1] IEC 60050 (all parts), International Electrotechnical Vocabulary, available at <http://www.electropedia.org/
>

[2] IEC 61360 (all parts), Standard data elements types with associated classification scheme for electric items

[3] IEC 61784-1, Industrial communication networks – Profiles – Part 1: Fieldbus profiles

[4] IEC 61784-2, Industrial communication networks – Profiles – Part 2: Additional fieldbus profiles for real-
time networks based on ISO/IEC 8802-3

[5] IEC 61918, Industrial communication networks – Installation of communication networks in industrial
premises

[6] IEC 62278:2002, Railway applications – Specification and demonstration of reliability, availability,
maintainability and safety (RAMS)

[7] IEC 62591, Industrial communication networks – Wireless communication network and communication
profiles – WirelessHART™

[8] IEC 62601, Industrial communication networks – Fieldbus Specifications – WIA-PA communication network
and communication profile

[9] IEC 62734, Industrial networks – Wireless communication network and communication profiles – ISA
100.11a

[10] IEC 62890:—, Life-cycle management for systems and products used in industrial-process measurement,
control and automation

33
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD –2– IEC CD 62657-3 IEC:2020

CONTENTS

FOREWORD ........................................................................................................................... 4
INTRODUCTION..................................................................................................................... 6
1 Scope .............................................................................................................................. 8
2 Normative references ...................................................................................................... 8
3 Terms and definitions ...................................................................................................... 8
3.1 Terms and definitions from IEC 62657-2 ................................................................. 8
3.2 Additional terms and definitions ............................................................................ 10
3.3 Abbreviated terms ................................................................................................. 11
4 Automated collaborative coexistence management ........................................................ 11
4.1 Motivation ............................................................................................................. 11
4.2 Application scenarios ............................................................................................ 11
4.2.1 General ......................................................................................................... 11
4.2.2 Establishing wireless industrial automation .................................................... 12
4.2.3 Operation and maintenance of wireless industrial automation ........................ 12
4.2.4 Controlled / not controlled areas .................................................................... 13
4.2.5 Device with/without mitigation techniques ...................................................... 13
4.2.6 Fixed, moving, or rotating devices ................................................................. 13
4.2.7 Temporary installed devices .......................................................................... 14
5 Method for coexistence description................................................................................ 14
5.1 Area under consideration ...................................................................................... 14
5.2 Wireless industrial automation model .................................................................... 15
5.2.1 Class "Wireless industrial automation" ........................................................... 15
5.2.2 Class "Distributed automation system"........................................................... 17
5.2.3 Class "Radio environment" ............................................................................ 19
5.2.4 Class "Wireless communication system" ........................................................ 20
5.3 Application related influencing parameters ............................................................ 22
5.3.1 Class "Distributed automation system" ........................................................... 22
5.3.2 Class "Local automation function".................................................................. 22
5.3.3 Class "Logical topology" ................................................................................ 23
5.3.4 Class "Reference interface" ........................................................................... 23
5.3.5 Class "Logical link" ........................................................................................ 23
5.3.6 Class "Logical endpoint" ................................................................................ 24
5.3.7 Characteristic parameters .............................................................................. 24
5.4 Environment related influencing parameters ......................................................... 25
5.4.1 Number of passive environmental influences ................................................. 25
5.4.2 Class "Passive environmental influence" ....................................................... 25
5.4.3 Class "Propagation conditions" ...................................................................... 26
5.4.4 Class "Physical layer interface" ..................................................................... 26
5.4.5 Number of active environmental influences .................................................... 26
5.4.6 Class "Active environmental influence" .......................................................... 26
5.5 Wireless device and system related influencing parameters .................................. 27
5.5.1 Class "Wireless communication system" ........................................................ 27
5.5.2 Class "Wireless communication module"........................................................ 27
5.5.3 Class "Reference interface" ........................................................................... 28
5.5.4 Class "Physical layer interface" ..................................................................... 28
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 –3– 65C/1005/CD

5.5.5 Class "Wireless topology" .............................................................................. 28


5.5.6 Class "Wireless link" ...................................................................................... 28
5.5.7 Class "Wireless endpoint" .............................................................................. 28
5.6 Profile development .............................................................................................. 28
6 Architecture of Central Coordination Point ..................................................................... 29
6.1 Model application guidance................................................................................... 29
6.2 Database service .................................................................................................. 30
6.3 Status of wireless system...................................................................................... 30
6.4 Status of application ............................................................................................. 31
6.5 Status of radio spectrum ....................................................................................... 31
6.6 Status analysis ..................................................................................................... 31
6.7 Resource assignment ........................................................................................... 31
Bibliography.......................................................................................................................... 32

Figure 1 – Relation between the parts of IEC 62657 ............................................................... 7


Figure 2 – Requirement profile of a spatially distributed automation application covered
by a capability profile of a wireless communication solution .................................................. 14
Figure 3 – Structure of wireless industrial automation ........................................................... 15
Figure 4 – Interfaces of wireless industrial automation .......................................................... 16
Figure 5 – Class model of the area under consideration for wireless industrial
automation............................................................................................................................ 17
Figure 6 – Distributed automation system ............................................................................. 18
Figure 7 – System model of the distributed automation system ............................................. 18
Figure 8 – Radio environment ............................................................................................... 19
Figure 9 – System model of the radio environment................................................................ 20
Figure 10 – Wireless communication system......................................................................... 20
Figure 11 – System model of the wireless communication system ......................................... 21
Figure 12 – Influencing parameters grouped to profiles ......................................................... 28
Figure 13 – Relation between system models and their application in a CCP concept ........... 30

Table 1 – Audience of the IEC 62657 series ........................................................................... 6


Table 2 – Relevant characteristic parameters ....................................................................... 24
Table 3 – Relevant statistical values of characteristic parameters ......................................... 25
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD –4– IEC CD 62657-3 IEC:2020

1 INTERNATIONAL ELECTROTECHNICAL COMMISSION


2 ____________

3
4 INDUSTRIAL COMMUNICATION NETWORKS – WIRELESS
5 COMMUNICATION NETWORKS –
6 Part 3: Formal description of the automated coexistence management and
7 application guidance
8
9
10
11 FOREWORD
12 1) The International Electrotechnical Commission (IEC) is a worldwide organization for standardization comprising
13 all national electrotechnical committees (IEC National Committees). The object of IEC is to promote international
14 co-operation on all questions concerning standardization in the electrical and electronic fields. To this end and
15 in addition to other activities, IEC publishes International Standards, Technical Specifications, Technical Reports,
16 Publicly Available Specifications (PAS) and Guides (hereafter referred to as “IEC Publication(s)”). Their
17 preparation is entrusted to technical committees; any IEC National Committee interested in the subject dealt with
18 may participate in this preparatory work. International, governmental and non-governmental organizations liaising
19 with the IEC also participate in this preparation. IEC collaborates closely with the International Organization for
20 Standardization (ISO) in accordance with conditions determined by agreement between the two organizations.
21 2) The formal decisions or agreements of IEC on technical matters express, as nearly as possible, an international
22 consensus of opinion on the relevant subjects since each technical committee has representation from all
23 interested IEC National Committees.
24 3) IEC Publications have the form of recommendations for international use and are accepted by IEC National
25 Committees in that sense. While all reasonable efforts are made to ensure that the technical content of IEC
26 Publications is accurate, IEC cannot be held responsible for the way in which they are used or for any
27 misinterpretation by any end user.
28 4) In order to promote international uniformity, IEC National Committees undertake to apply IEC Publications
29 transparently to the maximum extent possible in their national and regional publications. Any divergence between
30 any IEC Publication and the corresponding national or regional publication shall be clearly indicated in the latter.
31 5) IEC itself does not provide any attestation of conformity. Independent certification bodies provide conformity
32 assessment services and, in some areas, access to IEC marks of conformity. IEC is not responsible for any
33 services carried out by independent certification bodies.
34 6) All users should ensure that they have the latest edition of this publication.
35 7) No liability shall attach to IEC or its directors, employees, servants or agents including individual experts and
36 members of its technical committees and IEC National Committees for any personal injury, property damage or
37 other damage of any nature whatsoever, whether direct or indirect, or for costs (including legal fees) and
38 expenses arising out of the publication, use of, or reliance upon, this IEC Publication or any other IEC
39 Publications.
40 8) Attention is drawn to the Normative references cited in this publication. Use of the referenced publications is
41 indispensable for the correct application of this publication.
42 9) Attention is drawn to the possibility that some of the elements of this IEC Publication may be the subject of patent
43 rights. IEC shall not be held responsible for identifying any or all such patent rights.
44 International Standard IEC 62657-3 has been prepared by subcommittee 65C: Industrial
45 communication networks, of IEC technical committee 65: Industrial-process measurement,
46 control and automation.

47 The text of this International Standard is based on the following documents:

FDIS Report on voting


65C/XX/FDIS 65C/XX/RVD

48

49 Full information on the voting for the approval of this International Standard can be found in the
50 report on voting indicated in the above table.

51 This document has been drafted in accordance with the ISO/IEC Directives, Part 2.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 –5– 65C/1005/CD

52 The committee has decided that the contents of this document will remain unchanged until the
53 stability date indicated on the IEC website under "http://webstore.iec.ch" in the data related to
54 the specific document. At this date, the document will be

55 • reconfirmed,
56 • withdrawn,
57 • replaced by a revised edition, or
58 • amended.
59

60 The National Committees are requested to note that for this publication the stability date
61 is 2023.

62 THIS TEXT IS INCLUDED FOR THE INFORMATION OF THE NATIONAL COMMITTEES AND WILL BE DELETED
63 AT THE PUBLICATION STAGE .

64

IMPORTANT – The 'colour inside' logo on the cover page of this publication indicates
that it contains colours which are considered to be useful for the correct understanding
of its contents. Users should therefore print this document using a colour printer.

65
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD –6– IEC CD 62657-3 IEC:2020

66 INTRODUCTION
67

68 The intended audience for the IEC 62657 series is shown in Table 1.

69 Table 1 – Audience of the IEC 62657 series

Part 1 Part 2 Part 3 Part 4


Wireless Coexistence Architecture Central
Requirements Management and Use Coordination

1. Regulator

2. IA expert

3. Plant owner

4. Device
Manufacture

5. System Integrator

70 This document is aimed at plant owners that are operating industrial wireless solutions,
71 manufacturers of industrial wireless devices, as well as wireless system integrators and
72 operators.

73 Plant owners need to understand the nature of the coexistence state with respect to wireless
74 automation systems. Also, they need to make sure that all impacts to the industrial wireless
75 application systems represented by parameters are taken into account. This document provides
76 them the information needed to understand coexistence management parameters and each
77 relationship for reliable plant operation.

78 Device manufactures should provide quantitative parameters on their wireless device and
79 system to manage the coexistence of the wireless industrial application based on the
80 IEC 62657-2. This document defines related parameters and its interfaces to connect devices
81 for automatic coexistence management.

82 System integrators should, in collaboration with the plant owner and device manufacturers,
83 design, implement, and manage the wireless industrial automation systems though the plant
84 lifecycle. This document provides essential parameters and interfaces for coexistence
85 management for system integrators.

86 A consideration of this document is to depict the features of an automated collaborative


87 coexistence management that uses characteristic parameters to build for example a central
88 coordination point (CCP), a Software defined networking approach or a Global navigation
89 satellite system (GNSS).

90 Figure 1 shows the relation between the parts of IEC 62657.


 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 –7– 65C/1005/CD

Automation application A Automation Application B Automation Application C


Part 1:
Application communication Application communication Application communication Wireless communication
requirements requirements requirements
requirements and
Utilization of resource Interference Robustness to interference Interference Utilization of resource spectrum considerations
Wireless system Wireless system Wireless system

Robustness to interference Interference Utilization of resource Interference Robustness to interference

Wireless resource

Part 2:
Investigation
Configuration Coexistence management
Implementation

Planning
Maintenance

Requirements Resource
Robustness allocation plan
Utilization

class Wireless industrial automation


«interface»
Process interface

1..*

1
Wireless industrial automation
Part 3:
Planning, Architecture and
1 1 1 use of Coexistence
1..* 1 Management
Distributed automation application Radio environment

1..* 1

1..* 1
1 1..* 1..*
Wireless communication system

Database serv ces


PLC Information &
Regulat on
configuration
database
database
Industrial Fieldbus/Ethernet

Base Base
WSAN sta ion 1 sta ion 2
Central Coordinat on Point
Gateway
(Managed
(Managed
node)
(Managed
node) (CCP) Part 4:
node) Rad o 1
with SSF
Rad o 2
Coexistence management
1
2
User data with central coordination
S
S
3 of wireless applications
S
5
S S Spectrum Sensing Funct on Radio 1
Existing
wire ess actuator (SSF)
Automation
sensor network
device n
ISM App ica ion
Radio 1
w th SSF Radio 2

Automat on Au oma ion


device 1 device 2 Other wireless
networks

Part 1 to 4 are incremental to read


91

92 Figure 1 – Relation between the parts of IEC 62657

93

94
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD –8– IEC CD 62657-3 IEC:2020

95 INDUSTRIAL COMMUNICATION NETWORKS – WIRELESS


96 COMMUNICATION NETWORKS –
97 Part 3: Formal description of the automated coexistence management and
98 application guidance
99

100 1 Scope
101 This part 3 of IEC 62657 specifies a general model approach for automated coexistence
102 management and provides application guidance. This document provides the usage of related
103 parameters and interfaces to establish and to maintain functions for automatic coexistence
104 management. This document specifies an abstract description of the system elements,
105 properties, interfaces and relationships between influencing parameters and characteristic
106 parameters specified in IEC 62657-1 and IEC 62657-2.
107 NOTE IEC 62657-4 specifies the central coordination point approach as one example of the usage of the formal
108 description of this document.

109 2 Normative references


110 The following documents, in whole or in part, are normatively referenced in this document and
111 are indispensable for its application. For dated references, only the edition cited applies. For
112 undated references, the latest edition of the referenced document (including any amendments)
113 applies.

114 IEC 62657-1, Industrial communication networks – wireless communication networks – Part 1:
115 Wireless communication requirements and spectrum considerations

116 IEC 62657-2, Industrial communication networks – wireless communication networks – Part 2:
117 Coexistence management

118 IEC 62657-4, Industrial communication networks – wireless communication networks – Part 4:
119 Coexistence management with central coordination of wireless applications

120 3 Terms and definitions


121 3.1 Terms and definitions from IEC 62657-2
122 For the purposes of this document, the following terms as defined in IEC 62657-2 apply:

application communication requirements


automation application
channel number
characteristic of the area of operation
coexistence
coexistence management
coexistence manager
communication availability
communication load
cut-off frequency
data throughput
distance between wireless devices
duty cycle
electromagnetic interference
frequency band
frequency bandwidth
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 –9– 65C/1005/CD

frequency channel
industrial automation application
industrial communication network
industrial, scientific and medical application
infrastructure device
interference
life-cycle
lower cut-off frequency
modulation
natural environmental condition
network
network topology
packet
performance requirements
physical link
plant
power spectral density
radio channel
reference interface
regional radio regulation
relative movement
response time
robustness
transfer interval
transmission time
transmitter sequence
update time
upper cut-off frequency
wireless application
wireless communication
wireless communication application
wireless communication network
wireless communication solution
wireless communication solution
wireless communication system
wireless device
wireless network
wireless solution
wireless technology

123
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 10 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

124 3.2 Additional terms and definitions


125 For the purposes of this document, the following terms and definitions apply.

126 ISO and IEC maintain terminological databases for use in standardization at the following
127 addresses:

128 • IEC Electropedia: available at http://www.electropedia.org/


129 • ISO Online browsing platform: available at http://www.iso.org/obp
130

131 3.2.1
132 industrial automation system
133 set of interrelated industrial automation applications

134 3.2.2
135 line of sight
136 LoS
137 transmit and receive stations are in view of each other without any sort of an obstacle between
138 them

139 3.2.3
140 message
141 information which is transmitted in one or several packets from a sender to one or more
142 receivers

143 [SOURCE: IEC 62280:2014, 3.1.31, modified]

144 3.2.4
145 message loss ratio
146 ratio, expressed as a percentage, of the number of messages not delivered divided by the total
147 number of messages during a time interval T, where the number of messages not delivered is
148 the difference between the number of messages arriving at the ingress flow point and the
149 number of messages delivered at the egress flow point in a point-to-point connection

150 3.2.5
151 non-line of sight
152 NLoS
153 path of propagation of a radio frequency (RF) that is obscured (partially or completely) by
154 obstacles, thus making it difficult for the radio signal to pass through
155 Note 1 to entry: Common obstacles between radio transmitters and radio receivers are tall buildings, trees, physical
156 landscape and high-voltage power conductors. While some obstacles absorb and others reflect the radio signal; they
157 all limit the transmission ability of signals.
158 3.2.6
159 obscured line of sight
160 OLoS
161 obstacles that intrude into the first Fresnel zone but do not block the LOS path, it is the
162 constructive or destructive interference from the reflected wavefront that is of concern
163 Note 1 to entry: An intrusion into the inner most area of the first Fresnel zone will result in a decrease or fading of
164 the received signal level. At the point where the obstruction becomes tangent to the LOS path, signal losses will be
165 as much as 6 dB or more. Best practice is to maintain at least 60% of the first Fresnel zone radius free of obstructions
166 to avoid fading of the received signal.
167 3.2.7
168 survival time
169 time that an application consuming a communication service may continue without an
170 anticipated message

171 3.2.8
172 time between failure
173 uptime, related to a service, device or system
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 11 – 65C/1005/CD

174 3.3 Abbreviated terms


BNC Bayonet Neill–Concelman
CCP Central Coordination Point
DAA detect and avoidPLC
GNSS Global navigation satellite system
I/O Input and output
IA Industrial automation
ISM industrial, scientific and medical application
LBT listen before talk
LOS Line of sight
NLOS Non Line of Sight
OLOS Obstructed Line of Sight
P95 Percentile
PCB printed circuit board
PLC programmable logic controller
PSD Power spectral density
RED Radio equipment directive
SIL Safety integrity level
XML Exchangeable mark-up language

175 4 Automated collaborative coexistence management


176 4.1 Motivation
177 Wireless communication systems for industrial automation application should adopt a
178 coexistence management process that can be maintained along the life cycle of the automation
179 application. Coexistence management parameters are formally specified in order to enable
180 formal description of the coexistence management process. This formal description is the
181 fundament for use of wireless communication systems during the life cycle of the automation
182 application.

183 This document specifies the system elements, properties, interfaces and relationships between
184 influencing parameters and characteristic parameters specified in IEC 62657-1 and
185 IEC 62657-2. It describes how relevant parameters are collected to be used for profile
186 specification. Since a profile specification is the abstraction of many different individual use
187 cases, the parameters used for this purpose are abstracted as well.

188 This document can be used to contribute to national and regional regulations. It does not exempt
189 devices from conforming to all requirements of national and regional regulations.

190 4.2 Application scenarios


191 4.2.1 General
192 Automated collaborative coexistence management is intended to provide an analysis of the
193 coexistence state that fluctuates in real time and autonomously implements the optimal solution
194 to stabilize the operation of wireless applications. It has the following functions:

195 – Discovering optimal solutions to coexistence problems.


196 – Optimizing coexistence management plan.
197 – Implements robust and flexible wireless applications even in dynamic fluctuation in the radio
198 environment.
199 – Rapid implementation for new industrial wireless applications.
200 – Optimizing a solution by identifying the cause of trouble from a large combination of
201 coexistence management parameters.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 12 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

202 It makes possible to provide efficient work process for maintaining the wireless network.
203 Collaborative coexistence management offers the following various benefits:

204 • Reduction or elimination of interferences leading to unplanned downtimes.


205 • Reduction or avoidance of laborious, cost-intensive and time-consuming fault elimination.
206 • Reduction of efforts and time for introduce new wireless applications.
207 This sub-clause describes typical application scenarios in the automated collaborative
208 coexistence management in entire plant life-cycle.

209 4.2.2 Establishing wireless industrial automation


210 4.2.2.1 General
211 There are two types of projects are being conducted for building the industrial automation
212 application. One is a green field project, another one is a brown field project. From the
213 coexistence management perspective, application scenarios applied with automated
214 collaborative coexistence management for those two types of projects are described in 4.2.2.

215 4.2.2.2 Green field projects


216 Green field projects are newly construct plants from scratch.

217 Wireless communication solutions are planned and engineered according to the application
218 communication requirements. The wireless system and device related influencing parameters
219 are stored for the use in the automated coexistence management. For the assessment of
220 propagation conditions, of relevant interferences, and of the effects of these interferences the
221 radio environment is investigated using for example network analyzers or spectrum sensing
222 tools. The environment related influencing parameters for example radio signals, frequencies,
223 duty cycles and its fluctuations are recorded and stored into the database of collaborative
224 coexistence manager. This information can also be used to configure new wireless applications
225 appropriately.

226 Examinations using collaborative coexistence management under laboratory conditions can
227 also be useful to prepare the implementation of a wireless solution in cases where the target
228 environment is not yet available (for example during the construction of a new production hall).

229 4.2.2.3 Brown field projects


230 Brownfield projects are carried out on land that has previously been developed and used for a
231 manufacturing or processing operation. The new wireless solution has to be integrated into the
232 available implementation.

233 During the planning, engineering and implementation of a new wireless solution in brown field
234 projects the collision risks and already allocated spectrum are to be analyzed. Depending on
235 the application communication requirements it is possible that existing solutions are to be
236 reconfigured. The values of the influencing parameters have to be included into the
237 implementations for collaborative coexistence management.

238 4.2.3 Operation and maintenance of wireless industrial automation


239 4.2.3.1 General
240 In the plant operation of wireless automation applications, collaborative coexistence manager
241 monitors to assess the condition of coexistence continuously. The following maintenance works
242 of wireless industrial automation are being conducted effectively utilizing the collaborative
243 coexistence management.

244 4.2.3.2 Degradation of existence state


245 When coexistence state function is getting down to an unaccepted level (see IEC 62657-4:—,
246 Figure 3) the planning phase of coexistence management is initiated to improve the coexistence
247 state. Collaborative coexistence management computes and reallocate spectrum resources
248 based on the level of related performance parameters.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 13 – 65C/1005/CD

249 4.2.3.3 Reconfiguration of wireless communication system


250 A reconfiguration of a wireless communication system will be launched depending on the needs
251 of the automation application such as adding devices, moving devices with fixed positions,
252 removal of devices. It means the coexistence state is influenced and fluctuates due to the
253 changing of radio propagation environment. In this case, collaborative coexistence
254 management will contribute to minimize risks and work processes to maintain the wireless
255 industrial automation.

256 If there are working wireless applications already, collaborative coexistence management
257 prioritizes and does not modify spectrum resources for the existing wireless solutions of critical
258 application classes (for example classes functional safety and control) to minimize risks in the
259 operation of a plant.

260 4.2.3.4 Troubleshooting


261 Collaborative coexistence management is recording performance parameters and
262 characterized parameters of wireless industrial automation continuously. It contributes to
263 analyze cause and mechanism of fault. Then collaborative coexistence management
264 reconfigures spectrum resources such as frequency, channels, transmitting time, network
265 topology based on the cause of fault.

266 4.2.4 Controlled / not controlled areas


267 For the coexistence management in industrial automation applications for a plant, geographical
268 area may be divided that controlled or uncontrolled/public areas. All managed devices in
269 controlled areas are tracked coexistence state by collaborative coexistence management.

270 Also, collaborative coexistence management monitors radio spectrum in uncontrolled area to
271 search potential risks for wireless communication system in controlled area. It contributes stable
272 operation of wireless communication system in industrial automation applications.

273 4.2.5 Device with/without mitigation techniques


274 Collaborative coexistence management reads related parameters for mitigation technique from
275 a managed wireless device such as a power control level device, time slot allocation, frequency
276 selection, listen before talk (LBT), detect and avoid (DAA). Then, those parameters are
277 configured to optimize coexistence state under the compliance to the regional radio regulation
278 by collaborative coexistence management.

279 In case of building the low-cost battery powered wireless devices applying to non-critical
280 applications, the mitigation techniques might not be implemented. Because, the mitigation
281 mechanism needs computing power which decreases the battery lifetime.

282 Collaborative coexistence management utilizes both, devices with mitigation and without
283 mitigation in the same plant floor. It provides minimal impact on interference each other by the
284 allocation of spectrum resources in frequency, time and spatial domains.

285 4.2.6 Fixed, moving, or rotating devices


286 The distance between wireless devices determine the fading, an important influence to the
287 characteristic of the frequency channel. It depends on the positions of the wireless devices
288 which are mainly determined by the automation application.

289 In general, fixed devices are intended to use for monitoring and control continuously in the
290 automation applications. Some of devices are located under multipath environment like a in the
291 pipe jungle. Some of those devices may be applied to the critical applications. In order to meet
292 requirements for its automation application, collaborative coexistence management prioritize
293 allocation of spectrum resources for those devices.

294 In the case of moving or rotating wireless devices, distance of wireless communication can vary
295 dynamically. For those devices the trajectory of the movement is of importance. Collaborative
296 coexistence management is tracking range of fluctuation levels of related radio parameters
297 under moving. Those tracked data are used for computing of spectrum allocation.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 14 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

298 4.2.7 Temporary installed devices


299 Temporary measurement wireless devices for the purpose of process analysis and
300 troubleshooting have tremendous advantages. Collaborative coexistence management
301 allocates spectrum resources for those devices. It takes into account to avoid any influences
302 for the primary users of spectrum.

303

304 5 Method for coexistence description


305 5.1 Area under consideration
306 Industrial automation systems may consist of spatially distributed automation functions (e.g.
307 detecting, measuring, control functions) forming an application as depicted in Figure 2. Wireless
308 communication functions of a wireless communication system are to be designed to ensure the
309 cooperation of the application functions for an optimal operation of the physical processes.

Physical system
Physical system
interface

Local automation Local automation Local automation


function function function

C bilit fil

Transmission medium
310

311 Figure 2 – Requirement profile of a spatially distributed automation application covered


312 by a capability profile of a wireless communication solution

313 Figure 2 provides three viewpoints to the requirements of a spatially distributed automation
314 application:

315 a) required,
316 b) promised,
317 c) actual.
318 The spatial distribution of automation functions results from the spatially distributed nature of a
319 physical system. The physical system and its environment also determine the requirements for
320 the wireless communications solution. These requirements are described using a requirement
321 profile.

322 A requirement profile is the set of required values of a defined set of parameters. The set of
323 promised values for this parameter set as well as for the parameters of the wireless
324 communication solution form the capability profile. The decisions whether a wireless
325 communication solution meets the requirements of an automation application can be supported
326 by the comparison of requirement profile and capability profile. Figure 2 shows graphically an
327 example that a requirement profile of a spatially distributed automation application is covered
328 by the capability profile of a wireless communication solution.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 15 – 65C/1005/CD

329 The requirement profile is the maximum, the user is requesting and thus the worst case for him.
330 The capability profile is the minimum capability that is promised for the wireless communication
331 system. The actual values of the parameter set is ranging between these two states. The actual
332 values of the parameters may vary around a mean value. Thus, resilient systems can be
333 designed. However, when an agreed limit is exceeded then the related wireless communication
334 application transits to the fail state. The wireless coexistence is harmed, and the wireless
335 coexistence state is set to false.

336 Wireless coexistence management is suggested when more than one wireless communication
337 solution is used within a plant. Despite the mutual impacts of the wireless solutions, the actual
338 values of the parameters shall not violate the required values. This means that coexistence
339 management orientates itself on the requirement profiles of the applications and can use the
340 degrees of freedom of the capability profiles (for example frequency channel, band width,
341 coding scheme, propagation direction) to maintain the coexistence state. With each newly
342 installed wireless solution, the degrees of freedom of the capability profiles are decreasing. If
343 one capability profile no longer covers the requirement profile of the application, the capacity
344 to use wireless communication in this plant is exhausted.
345 5.2 Wireless industrial automation model
346 5.2.1 Class "Wireless industrial automation"
347 A simple example is used for the development of the wireless industrial automation model. The
348 physical system consists of a mobile remote control with a switch and the motor of a cranes
349 crap (see Figure 3). The switch controls the movement of the crap. The switch signal is detected
350 by an input module and sent to a programmable logic controller (PLC). There the output signal
351 is determined and sent to an output module. The output module passes the signal to the motor.

352 Switch and motor are mobile. According to their tasks the input module is part of the remote
353 control and the output module is located nearby the motor on the crab. The PLC is located at a
354 central position. So, the automation system, consisting of input module, output module and
355 PLC, is spatially distributed and contains mobile elements. Therefore, a wireless communication
356 system is used to connect the devices that implement the local automation functions. Wireless
357 modules that implement the wireless communication functions are coupled with the devices of
358 the automation system. Radio propagation conditions and wireless interferences characterize
359 the radio environment and influence the wireless communication.

Wireless industrial automation

Wireless
Wireless
communication
communication system
functions

Local
Distributed
automation
automation system
functions

Physical
system M Physical system
functions

360

361 Figure 3 – Structure of wireless industrial automation

362 Figure 4 shows the interfaces between the different systems. The physical system interface
363 represents the connection between an automation device and a physical asset like for example
364 switches, temperature sensors, valves or motors.

365 The reference interface is the interface between an automation device and a wireless
366 communication module. Depending on the implementation the interface can be serial or parallel
367 communication interface including functions for data exchange for example communication
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 16 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

368 protocols. As described in 5.3.4, the reference interface is essential for assessing the quality
369 of communication and so for the coexistences state.

370 The physical layer interface determines the transition of the radio signal to the communication
371 channel. The signal power density at this interface may be the cause of interference. The
372 received signal at this interface may be influenced by propagation conditions and interferences
373 so that a package reception is not successful.

Wireless industrial automation

Physical layer
interface Wireless
communication system

Reference
interface Distributed
automation system

M Physical system

374

375 Figure 4 – Interfaces of wireless industrial automation

376 Although the physical system is the origin of the requirements for the wireless communication
377 systems and their coexistence, it does not need to be considered further in the following. The
378 reference for the coexistence evaluation is the reference interface.

379 In order to derive profile descriptions of the area of consideration, as shown in Figure 2, a first
380 step is using a class diagram to express wireless industrial automation (see Figure 5).

381 The class "Wireless industrial automation" is composed by three classes. The class "Distributed
382 automation application" represents the set of spatially distributed automation functions. The
383 class "Radio environment" represents the transmission medium. The class "Wireless
384 communication system" represents the set of wireless communication functions. Relationships
385 exist between all classes. The class "Wireless industrial automation" has an interface type
386 Physical system interface as depicted in Figure 5. Instances of this interface may be analogue
387 or digital inputs or outputs, or a human machine interface. The automation system must meet
388 the requirements of the physical system in respect of this interface. For wireless
389 communication, however, the resulting requirements on the reference interface are relevant.
390 The physical interface is therefore only mentioned here for the sake of completeness. It has no
391 direct influence on the following considerations.

392 The framework provides a means to integrate wireless communication systems as a model for
393 coexistence management.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 17 – 65C/1005/CD

class Wireless industrial automation


«interface»
Physical system interface

1..*

1
Wireless industrial automation

1 1 1
1..* 1
Distributed automation system Radio environment

1..* 1

1..* 1
1 1..* 1..*
Wireless communication system

394

395 Figure 5 – Class model of the area under consideration for wireless industrial
396 automation

397 From the viewpoint of the use of wireless communication for industrial automation applications,
398 the distributed automation system and the radio environment shall be assumed as given. The
399 wireless communication solutions are selected, configured and managed with regard to
400 coexistence, according to the associated requirements. For this reason, in Clause 6 is the model
401 for the distributed automation system described first (see 6.1), then the model of the radio
402 environment and finally the model of the wireless communication system.

403 The parameter descriptions can be found in 5.3 to 5.5. These XML schemes can be used for
404 implementations of coexistence management applications for example for a central coordination
405 point.

406 5.2.2 Class "Distributed automation system"


407 Figure 6 shows, with the above introduced example of wireless industrial automation, the
408 elements, relations, and interfaces of a distributed automation system. The local automation
409 functions implemented in automation devices like I/O-Modules, temperature transmitters, valve
410 or drive controllers are the elements of the distributed automation systems. Logical links
411 express the transfer of for example input and output data referred to logical end point. Logical
412 links may also describe the transmission of configuration or diagnosis data. These logical links
413 form a topology of the automation system. The correct operation of the local automation
414 functions and of the entire system relies on the dependability of the logical links. That means
415 the dependable communication availability of the data at the logical target endpoints of the
416 reference interface determines the correct operation of the application. This requires of cause
417 the dependable provision of the data at the logical source endpoint by the application.

418
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 18 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

Logical
link

Reference
interface

Local Distributed automation


automation functions system

M
Logical
endpoints
419

420 Figure 6 – Distributed automation system

421 Figure 7 shows the abstraction of a distributed automation system as a system model. The
422 class "Local automation function" describes the elements and the class "Logical topology" the
423 set of relations between them. The class "Local automation function" has an external interface
424 called “Reference interface”. The reference interface indicates that all parameters that
425 characterize the time and error behavior of a wireless communication system are related to this
426 interface. Via this interface the relationship to the class "Wireless communication system" is
427 provided. The external interface called "Physical system interface is given only for the sake of
428 completeness.

429 The class "Logical topology" is formed by instances of the class "Logical link". A "Logical link"
430 is a unidirectional relation between two instances of class "Logical endpoint". The class
431 "Reference interface" consists of a set of instances of the class "Logical endpoint".

432 The asymmetry of a confirmed communication service is modelled with two antiparallel logical
433 links. A multicast or broadcast is modelled by a set of logical links with a common logical source
434 endpoint and different logical target endpoints.
435

class Distributed Automation Application

1
1 1
2..*

1 1 1
1
1..* 1..* 1..*

1 1..*
1..*
1 2

1 1..*

436

437 Figure 7 – System model of the distributed automation system


 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 19 – 65C/1005/CD

438 5.2.3 Class "Radio environment"


439 The focus in Figure 8 is on the radio environment. The radio environment is the crucial factor
440 for wireless coexistence. Interferences from unwanted signal propagations during the intended
441 data transmission may hinder a correct reception. Furthermore, the physical system for example
442 machines, piping systems, walls or other equipment may cause the attenuation, reflection or
443 diffraction of a signal and so a remarkable attenuation. The ratio between the strength of the
444 desired signal and the strength of the interference is crucial for correct reception. However, it
445 should be noted that interference signals are also attenuated. The influence on the signal
446 propagation through obstacles and reflective materials is summarized by the term passive
447 environmental influences. The influence of interference signals is summarized by the term
448 active environmental influences.

Physical layer
interface

449

450 Figure 8 – Radio environment

451

452 Figure 9 shows a system model for the class "Radio environment". The relevant elements are
453 classes "Passive environmental influences” and "Active environmental influences". The class
454 "Passive environmental influences" is a composition of instances of the class "Propagation
455 conditions". The interface between radio environment and wireless communication system is
456 modelled as an external interface called "Physical layer interface". Instances of this interface
457 can be BNC connectors, printed circuit board (PCB) antennas or chip antennas, see Figure 5
458 and Figure 9.

459 The class "Active environmental influences" is an aggregation of the classes "Interfering
460 wireless communication system" and "Interfering radio application". Originators for the latter
461 classes can be for example ISM applications as well as emissions from other devices. The class
462 "Active environment influences" has a relationship to the class "Passive environmental
463 influences". This expresses that active environment influences are affected by passive
464 environmental influences before taking effect. This means that not only the user signal is
465 attenuated but also the signal of an interferer.

466 For all classes relevant attributes are defined in 5.4.


 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 20 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

467

class Radio Environment

1
1..*

1 *
1..* *

1 1

1..*

468

469 Figure 9 – System model of the radio environment

470 5.2.4 Class "Wireless communication system"


471 The set of wireless communication modules that belong together forms the wireless
472 communication system (see Figure 10). The wireless links connect the radio modules according
473 to the requirements of the distributed automation system. However, the wireless topology is not
474 only based on the logical topology. The requirements of the wireless technology and the
475 expected environmental influences must also be taken into account. For example, it may be
476 necessary to use infrastructure devices such as base stations that have no direct relation to the
477 application.

478

Physical layer
interface

Wireless
Wireless
communication
functions communication system

Reference
interface

479

480 Figure 10 – Wireless communication system

481 At the physical layer interface, the effects of the radio environment can be influenced or noticed.
482 The wireless communication functions can ensure that faulty radio transmissions do not become
483 noticeable at the reference interface. The following measures can be implemented for this
484 purpose:

485 – Transmission power adaptation;


 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 21 – 65C/1005/CD

486 – Signal coding methods;


487 – Modulation methods;
488 – Radio channel selection;
489 – Transmission repetitions;
490 – Redundancy procedures;
491 – Receive filter optimization or
492 – Error correction methods.
493 In Figure 11, the abstraction of a wireless communication system is shown as a system model.
494 The class "Wireless communication function” describes the elements and the class "Wireless
495 topology" and the set of relations between them. The class "Wireless communication function"
496 has an external interface called “Reference interface”. This interface is shared with the class
497 "Local automation function", see 5.3.2. Furthermore, the class "Wireless communication
498 function" has a relationship via the physical layer interface to the class "Radio environment",
499 see 5.2.3.

500 The class "Wireless topology" is formed by instances of the class "Wireless link". A "Wireless
501 link" is a unidirectional relation between two instances of the class "Wireless endpoint". A set
502 of instances of the class "Wireless endpoint" form the physical layer interface. Wireless links
503 provide the infrastructure in order to implement logical links. The wireless topology is designed
504 according to the requirements and conditions of the distributed automation system and the radio
505 environment. It does not necessarily be the same as the logical topology.
506 The asymmetry of radio propagation conditions is taken into account by using two antiparallel
507 wireless links for acknowledged transmissions. A wireless multicast or broadcast is modelled
508 by a set of wireless links with a common wireless source endpoint and different wireless target
509 endpoints.
510 Relevant attributes can be defined for all classes.

class Wireless Communication System

1 1

2..* 1

1 1
1
1..* 1..* 1..*

1
1
1..* 2

1 1..*

511

512 Figure 11 – System model of the wireless communication system


 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 22 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

513 5.3 Application related influencing parameters


514 5.3.1 Class "Distributed automation system"
515 5.3.1.1 Spatial dimension of the application
516 The spatial dimension of the application results from the application devices with the edge
517 positions. It describes length, width, and height of the space that the wireless communication
518 solution shall cover. The spatial dimension is used to estimate the required extension of the
519 wireless communication solution and to assess the passive environmental influences. Required
520 values mark the minimum spatial dimension to be supported by the wireless communication
521 solution.

522 5.3.1.2 Number of Local automation functions


523 The number of Local automation functions describes how many distributed units with
524 automation functions are required to implement the application. It is used to determine the
525 communication load within the network. It is presumed that all devices can be active
526 simultaneously. This is the worst-case requirement with respect to coexistence. Thus, the
527 required value is the minimum number of simultaneous active automation devices. The number
528 of local automation functions supported by a wireless communication system (promised value)
529 can be greater.
530 NOTE For example, if it is specified that a logical device initiates the communication traffic of one distributed
531 application function with one logical endpoint, this is the abstraction of a physical device that can implement multiple
532 logical devices, each with different numbers of application functions and in turn many different logical endpoints. The
533 parameters described in this document are used to specify profiles.
534 5.3.1.3 Distance between Local automation functions
535 If there is a logical link between two automation devices, this parameter defines the distance
536 between those devices. It results from the positions of the relevant implementations of the Local
537 automation function. From the point of view of the automation application, it does not matter
538 whether there is a direct wireless communication possible or there are several physical links
539 required. Infrastructure components such as access points or router may be necessary. The
540 required value is the minimum. Since this distance determines the free field attenuation of a
541 wireless signal it is an important indication for the passive environmental influence.

542 The required value considers the logical topology of the automation application. The promised
543 value may require specific measures of the wireless communication system. This can be
544 differences in the positions of communication devices compared to the required positions of the
545 automation devices linked by cables, different antenna positions, specific antenna types,
546 antenna polarization, or wireless devices with network functions (for example access
547 points).The promised value represents the maximum possible distance between devices.

548 5.3.1.4 Relative movement between logical automation devices


549 Moving or mobile automation devices change the distance to their communication partner.
550 Acceleration and speed, in addition to the distance, determine the passive environmental
551 influence. Required values are minimum acceleration and minimum speed. Since both
552 communication partners may move the values are relative. Supplemental information such as
553 the minimum required range of movement can be provided. The promised values represent the
554 maximum supported acceleration and the maximum possible speed. Class "wireless automation
555 device"

556 The class "Wireless automation device" represents implementations of local application
557 functions in combination with a wireless communication module. The wireless communication
558 module may be integrated into an automation device (for example wireless I/O device) or can
559 be a separate device (wireless adapter). The wireless automation device contains the reference
560 interface with its logical endpoints.

561 5.3.2 Class "Local automation function"


562 5.3.2.1 User data length
563 The user data length is the number of information units (for example bit, octet) that shall be
564 transferred via a logical link. The user data length is determined in first line by the application
565 communication requirements. However, for example in case of Ethernet as implementation of
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 23 – 65C/1005/CD

566 the reference interface a minimum number of 64 octet is required. The communication system
567 may transfer the data in several smaller portions. However, the set of all promised values
568 (including the values of characteristic parameters) shall be valid at the same time. The required
569 value is the minimum, the promised value is the maximum provided.

570 5.3.2.2 Transfer interval


571 The transfer interval is the time difference between two consecutive transfers of user data from
572 automation function via the reference interface to communication function. The transfer interval
573 is related to the logical source endpoint of a logical link. The transfer may be periodic or
574 aperiodic. For periodic transfers the required value indicates the maximum, which results in the
575 minimum required communication load. The promised value, however, is the minimum, that is
576 the maximum promised communication load.

577 In case of aperiodic transfer values, location and spread of the distribution function are relevant.
578 The required value for location (for example mean value) is the maximum. The required value
579 for spread (for example standard deviation) is the minimum. The promised values may provide
580 for aperiodic traffic with greater variations at smaller differences between two consecutive
581 transfers.
582 NOTE The transfer interval is different to the communication cycle of the communication system.
583 5.3.3 Class "Logical topology"
584 The logical topology describes the network composed by logical links. In particular, it describes
585 which logical links have to be provided consecutive and which simultaneously e.g. with multicast
586 or broadcast transmissions, or transmissions from many devices to one device. The
587 communication load increases the more logical links are supported.

588 In context of this document it is assumed that only one link exists between two logical
589 automation devices. This circumstance shall be considered for the required values relevant for
590 communication load (for example transfer interval). Thus, only the number of parallel supported
591 logical links is of interest here.

592 The required value is the minimum. The promised value is the maximum number of
593 simultaneously supported logical links.

594 5.3.4 Class "Reference interface"


595 The reference interface connects the class model "Automation device" and the class model
596 "Logical wireless communication device". The following values of the characteristic parameters
597 refers to this interface:

598 – the values 3requested by the application;


599 – the values promised by the wireless communication and
600 – the values determined during operation.
601 The reference interface may be composed of several logical endpoints. In this context we
602 assume one source endpoint and one target endpoint per reference interface. Furthermore is
603 one reference interface defined per logical automation device. This circumstance shall be
604 considered for the required values relevant for communication load (e.g. transfer interval).

605 The characteristic of the reference interface (for example bitrate) influences the overall time
606 and error behavior of the wireless communication solution remarkable. A detailed description
607 of the reference interface is required for test system implementation (interface between test
608 tool and system under test). Therefore, it is part of the capability profile.

609 5.3.5 Class "Logical link"


610 5.3.5.1 Functional safety
611 This parameter is necessary, if the automation application requires functional safety
612 functionality for a certain logical link. The required value is for example the safety integrity level
613 (SIL). The resulting safety measures for example to implement similar mechanisms as
614 described in IEC 61784-5 of the wireless communication solution influence the time behavior.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 24 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

615 5.3.5.2 Security objective


616 This parameter is necessary, if the automation application requires specific security objectives
617 that have to be fulfilled by the communication network. The required value describes protection
618 targets for example confidentiality. The resulting security measures of the wireless
619 communication solution, for example to implement encryption of the frame, influence the time
620 behavior.

621 5.3.6 Class "Logical endpoint"


622 Logical endpoints are the essential objects for specifying requirements and providing
623 characteristics of a wireless communication solution. These endpoints are the crucial
624 references (source and target) for the characteristic values.

625 Therefore, a unique identification is necessary for test purposes.

626 The attributes listed under 5.3.5 actually belong to the logical source endpoint. For the sake of
627 ease of understanding it is assigned with the definition of one logical source endpoint per
628 device.

629 5.3.7 Characteristic parameters


630 Characteristic parameters allow a quantitative assessment of wireless communication systems.
631 A set of required values are part of application communication requirements. A set of promised
632 values are part of the capability description of the wireless communication system. The
633 characteristic parameters refer to the interfaces between the Logical wireless communication
634 devices and the assumed logical automation device, called reference interface. Relevant
635 characteristic parameters are defined in IEC 62657-2. A summary is given with Table 2.

636 Table 2 – Relevant characteristic parameters

Parameter name Content


Transmission time "The transmission time is the interval from a start event at the relevant reference interface
of a producer until a stop event of the same transmission at the reference interface of a
consumer. Depending on the type of reference interface the start event can be the transfer
of the first bit of user data, the first byte or a trigger event at a process interface.
Respectively, the stop event can be the last bit of user data, the last byte or a trigger event
of a process interface." [IEC 62657-1]
Update time "The update time is the interval from a start event at the reference interface of a consumer
until a following stop event at the same reference interface. Depending on the type of
reference interface the start event can be the transfer of the last bit of user data, the last
byte or a trigger event at the process interface of a consumer. The stop event can be the
last bit of user data, the last byte or a trigger event of a process interface that can be
referred to the following successful transmission of the same producer." [IEC 62657-1]
Response time The response time is the time interval from starting the delivery of the first atomic user data
unit of a telegram at a source endpoint of a logical link until the delivery of the last atomic
user data unit of a telegram at the destination endpoint of the related logical response link.
Both endpoints shall be member of the same reference interface.
Data throughput The data throughput is the number of atomic user data units per time unit, transferred at a
destination endpoint of a logical link.
Communication Is a measure of the ability to fulfil a required functionality during a specified time interval.
availability Applied to the function of a wireless communication system, availability is the ratio of the
time interval of error free transmission (uptime, t U ) to an observation time t O . Assuming
constant user data length, the availability can also be calculated by the ratio of the number
of transmitted user packets N T X to the number of error free received user packets N RX
according to IEC 62657-1.
Message loss ratio Ratio, expressed as a percentage, of the number of messages not delivered divided by the
total number of messages during a time interval T, where the number of messages not
delivered is the difference between the number of messages arriving at the ingress flow
point and the number of messages delivered at the egress flow point in a point-to-point
connection.
Availability Uptime to observation time, related to a service, device or system.
Time between Uptime, related to a service, device or system.
failure
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 25 – 65C/1005/CD

Parameter name Content


Survival time A time that an application consuming a communication service may continue without an
anticipated message.

637

638 Relevant statistical values of the characteristic parameters are listed in Table 3. There is the
639 mention of minimum, mode, mean and percentile P95 values. The minimum, mode, mean,
640 standard deviation, and percentile statistical values are the most relevant ways to express the
641 characteristic parameters. For evaluation of message transmission all proposed values from
642 each parameter name is relevant.

643 Table 3 – Relevant statistical values of characteristic parameters

Parameter name Statistical values


Transmission time Minimum, Mode, Percentile P95
Update time Mean, Standard deviation
Response time Minimum, Mode, Percentile P95
Data throughput capacity of a communications channel
Communication The ratio of the time interval of error free transmission (uptime, t U ) to an observation time t O
availability
Message loss ratio The ratio, expressed as a percentage, of the number of messages not delivered divided by
the total number of messages during a time interval T, where the number of messages not
delivered is the difference between the number of messages arriving at the ingress flow
point and the number of messages delivered at the egress flow point in a point-to-point
connection

644

645 5.4 Environment related influencing parameters


646 5.4.1 Number of passive environmental influences
647 Passive influences take effect between two wireless endpoints or between a wireless endpoint
648 and an active influence. Typically, the propagation conditions vary very widely in industrial
649 environments. However, for the sake of simplicity the number of different passive influences
650 can be reduced. A detailed description is required for the performance test specification that
651 could be part of the capability profile to perform the investigation phase (see IEC 62657-2:2017,
652 7.4.1) and other phases.

653 5.4.2 Class "Passive environmental influence"


654 5.4.2.1 Characteristic of the area of operation
655 The characteristic of the area of operation is described informally with text, graphics and photos.
656 Furthermore, the term indoor and outdoor can be used.

657 For indoor areas of operation, it is reasonable to specify whether the communication is
658 concentrated in a machine area or manufacturing cell, or if it operates distributed over the entire
659 factory hall. Further information about the equipment in the area which may influence radio
660 propagation should be mentioned. Coefficients of reflecting surfaces or of obstructions can be
661 provided if available.

662 The characteristics of the area of operation are important for specification of the conditions for
663 radio channel measurements and modelling. Thus, the passive environmental conditions can
664 be quantified.

665 5.4.2.2 Dimension of the space of operation


666 The dimension of the space of operation is the length, width and height of the space in which
667 the wireless communication solutions shall be installed and which has impact on the
668 propagation conditions. It is reasonable to consider also the superior space for example the
669 factory hall for a machine. The dimension of the space of operation may cause multipath signal
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 26 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

670 propagation, and thus fading. Therefore, the dimension of the space of operation is important
671 to specify the conditions for radio channel measurements and modelling.

672 5.4.2.3 Intervisibility


673 If there is a logical link between two implemented logical automation devices, the intervisibility
674 considers Line of Sight (LOS), Non Line of Sight (NLOS) and Obstructed Line of Sight (OLOS)
675 between those devices. The intervisibility influences the radio signal propagation. The
676 specification of this parameter is important to specify the conditions for radio channel
677 measurements and modelling.

678 The required value considers the logical topology of the automation application. The promised
679 value may require specific measures of the wireless communication system. This can be
680 differences in the positions of communication devices compared to the required positions of the
681 automation devices linked by cables, different antenna positions, specific antenna types, or
682 wireless devices with network functions (for example access points).

683 5.4.2.4 Mobile objects


684 Moving or mobile equipment or personnel influences the propagation conditions considerably’.
685 Therefore, the area of operation and speed of the mobile object should be specified. Further
686 required information includes for example dimension and material of the object.

687 5.4.2.5 Natural environmental conditions


688 Natural environmental conditions such as temperature, humidity, dust, fog, or air pressure may
689 influence the propagation conditions. The natural environmental conditions can be considered
690 while specifying the conditions for radio channel measurements and modelling.

691 5.4.3 Class "Propagation conditions"


692 The propagation conditions are described with radio channel models. Radio channel models
693 calculate the distortion of an input signal in frequency and time and provides a faded output
694 signal according to the propagation conditions. Application, environmental, wireless device and
695 wireless system related influences determine the values of the radio channel parameters.
696 Following, relevant radio channel parameters are described.

697 5.4.4 Class "Physical layer interface"


698 Physical layer interface is an abstraction of the interface between the wireless communication
699 system and the radio environment. A virtual radio interface may be composed by several
700 wireless endpoints where the wireless source end point of one radio interface and the wireless
701 target end point of another radio interface form a wireless link.

702 The implementation of the virtual radio interface determines essentially the characteristic of the
703 wireless communication. The detailed description of the virtual radio interface is furthermore
704 required for test system implementation (interface between test tool and system under test).
705 Therefore, it is part of the capability profile.

706 5.4.5 Number of active environmental influences


707 Active influences can be very different from interfering wireless communication systems like
708 welding machines, electrical drives or frequency converters. The influences overlap and have
709 effects on the wireless communication. In context of this project interference profiles are
710 developed which implement a definite number of active influences.

711 The detailed description is required for the test specification.

712 5.4.6 Class "Active environmental influence"


713 5.4.6.1 Type
714 This parameter describes the type of the interfering wireless communication application or the
715 interfering wireless application. The required values list all interferer which shall be considered.
716 The promised values list the interferer which has been considered during tests.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 27 – 65C/1005/CD

717 5.4.6.2 Frequency band


718 This parameter describes the range in the frequency spectrum that is used by the interferer. It
719 is specified by lower and upper cut-off frequency or by centre frequency and frequency
720 bandwidth.

721 5.4.6.3 Frequency channel


722 A frequency channel is part of a frequency band that is used under a specification (standard or
723 device specification) by a wireless communication system. It is characterized by a center
724 frequency and a frequency bandwidth or by lower and upper cut-off frequency. However, in
725 standard or device specifications channel numbers are used to describe this characteristic.

726 5.4.6.4 Power spectral density


727 The power spectral density (PSD) describes how the power of a signal of the interferer is
728 distributed with frequency. Colloquially, the area below the PSD curve is often called the
729 spectrum of the signal.

730 5.4.6.5 Duty cycle


731 The duty cycle is the ratio of the transmitter sequence referenced to a given observation time
732 for the used frequency channel. The way the observation time is chosen influences the duty
733 cycle value.

734 The required value of the cycle is the minimum value that an interferer may use the medium on
735 average.

736 The promised value describes the maximum that an interferer can use the medium on average
737 without harming the performance requirements of the application.

738 5.4.6.6 Propagation conditions


739 Propagation conditions influence the effect of the interferer to the relevant Logical wireless
740 communication device. The parameters described before are valid directly at the interferer.
741 Thus, they are affected by the propagation conditions, represented by a channel model (see
742 5.4.3).

743 5.5 Wireless device and system related influencing parameters


744 5.5.1 Class "Wireless communication system"
745 5.5.1.1 General
746 The use case analysis cannot be done entirely independent of the intended wireless
747 communication system. At least two parameters have to be considered for a selective use case
748 specification in terms of channel propagation behavior.

749 5.5.1.2 Frequency band


750 This parameter describes the range in the frequency spectrum that is used by the intended
751 wireless communication system. It is specified by lower and upper cut-off frequency, by centre
752 frequency and frequency bandwidth or by a technology-specific channel number.

753 5.5.1.3 Further attributes


754 Further parameters describing influences of the wireless communication system are for
755 example number of Logical wireless communication devices and physical topology. They are
756 not considered further in the context of this document.

757 5.5.2 Class "Wireless communication module"


758 5.5.2.1 Antenna
759 The antenna is a very important part of the Logical wireless communication device. However,
760 in context of this project it is considered as part of the radio channel. Therefore, it is
761 advantageous to take antenna parameter into account. This includes the type antenna (for
762 example dipole antenna, omnidirectional antenna, slotted hollow conductor, leaky cable,
763 internal antenna, real situations with not optimised antennas).
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 28 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

764 A detailed description of the antenna is required for test system implementation. Therefore, it
765 is part of the capability profile.

766 5.5.2.2 Further attributes


767 Further parameters describing influences of the wireless communication system include for
768 example modulation type, output power and communication cycle. They are not considered
769 further in the context of this document.

770 5.5.3 Class "Reference interface"


771 See 5.3.4.

772 5.5.4 Class "Physical layer interface"


773 See 5.4.4.

774 5.5.5 Class "Wireless topology"


775 The description of the wireless topology is not considered in the context of this document.

776 5.5.6 Class "Wireless link"


777 The description of the wireless link is not considered in the context of this document.

778 5.5.7 Class "Wireless endpoint"


779 The description of the wireless endpoint is not considered in the context of this document.

780 5.6 Profile development


781 Starting point of the considerations are the attributes of the wireless industrial automation model
782 described in 5.3 and 5.5. The values of these attributes influence the time and error behavior
783 of wireless communication solutions. They are therefore clustered as sets of application related
784 influencing parameters, environment related influencing parameters, and device and system
785 related influencing parameters. Based on the influencing parameters, profiles are derived as
786 shown in Figure 12.

787 Application related influencing parameters and environment related influencing parameters
788 contribute to application profile and radio environment profile. Furthermore, environment related
789 influencing parameters, wireless device and system related influencing parameters contribute
790 to the radio environment profile.

class Profile Definitions

* *

1..* *

791

792 Figure 12 – Influencing parameters grouped to profiles


 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 29 – 65C/1005/CD

793 The radio channel profile is the part of radio environment profile that refers to the radio channel
794 model which describes the radio propagation conditions. The radio channel profile is not of
795 interest for the user and therefore not considered in the requirement profile. However, the radio
796 channel profile shall be considered when checking the requirement profile versus the capability
797 profile.

798 The interference profile is the part of radio environment profile that refers to interfering wireless
799 communication solutions and interfering wireless applications.

800 As described before, all influencing parameters taking effect to the values of the characteristic
801 parameters.

802 6 Architecture of Central Coordination Point


803 6.1 Model application guidance
804 Figure 13 shows the application of the specifications in this document to an automatic
805 coexistence management approach with Central Coordination Point (CCP). With this approach,
806 all information about

807 – the requirements of the automation applications;


808 – the configurations of the automation applications;
809 – the configurations of the wireless communication solutions;
810 – the general conditions of radio frequency regulation;
811 – the use of the radio frequency spectrum and
812 – the coexistence state
813 to a central instance, the CCP. The CCP evaluates the information, makes predictions about
814 the coexistence state if necessary and acts on the wireless communication solutions or on the
815 distributed automation applications to ensure the coexistence state.

816 More details about the coexistence management with central coordination of wireless
817 applications can be found in IEC 62657-4.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 30 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

class Distributed Automation Application

1
1 1
2..*

1 1 1
1
1..* 1..* 1..*

1 1..*
1..*
1 2

1 1..*
Database service
class Wireless Communication System Information and
Regulation
configuration
database
database

1 1

2..* 1

Access to backplane
Determ nation of
1 1 characterist c parameters
1 Spectrum Resource Policy
1..* 1..* 1..* engine engine engine

Access to RF channel
1 Reconfiguration of Central coordination point
1 influencing parameters
1..* 2

1 1..*

Spectrum sensing

class Radio Environment

1
1..*

1 *
1..* *

1 1

1..*

818

819 Figure 13 – Relation between system models and their application in a CCP concept

820 The system models described in Clause 5 provide the objects and parameters to be considered
821 during the CCP concept development. This includes the parameters for the data base service,
822 values of the application to be measured and to be calculated, the spectrum sensing information
823 to be determined and the parameters that can potentially be used to control the coexistence
824 state function.

825 6.2 Database service


826 The database of the CCP should be structured according to the models described in 5.3 and
827 5.5. Thus, all a priori information on the wireless communication applications subject to
828 coexistence management can be found here. This includes the required values of the
829 parameters as well as the current values determined by configuration. For example, this
830 concerns the required values for the update time of all logical links and currently configured
831 transmission powers of the wireless devices. The resource engine of the CCP uses the
832 database services to access the parameters currently required for resource management.

833 6.3 Status of wireless system


834 The status of the wireless system is determined using the parameters described in 5.5. In a
835 managed wireless communication system, a central instance of the system, for example a
836 gateway, provides the values. In the case of managed devices, however, each wireless device
837 can provide the status reports independently.
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
IEC CD 62657-3 IEC:2020 – 31 – 65C/1005/CD

838

839 6.4 Status of application


840 In accordance with the definition of the term coexistence, the assessment of the application-
841 related characteristic parameters is of primary importance in determining the coexistence state.
842 Therefore, a CCP would base the decisions on the dependability and performance parameters
843 of relevant logical links. For its measurement function at the logical target endpoints are
844 required. The results shall be transferred to the CCP according to the services specified in
845 IEC 62657-4. This part also describes how the measurement results of individual logical links
846 of different distributed application systems can be combined. Thus, a coexistence state function
847 can be created that can expresses a safety margin to a specified threshold that marks the
848 transition from the coexistence state to the non-coexistence state (see also IEC 62657-4:—,
849 Figure 3).

850 6.5 Status of radio spectrum


851 Based on the parameters of 5.4.1 to 5.4.5, radio channel models can be developed which can
852 be used for decision making by the resource engine. The channel models describe the passive
853 environmental influences. They are stored in the database.

854 The evaluation of the active environmental influences can be performed using the parameters
855 of 5.4.6. In the CCP concept the spectrum sensing function is provided for the determination of
856 the state of the radio spectrum. This function can be implemented in a wireless device or in a
857 separate spectrum sensing node. The values of the state of the spectrum can be transmitted
858 via the spectrum management services defined for the CCP concept.

859 6.6 Status analysis


860 It is important to note that the coexistence state can be assessed mainly through the
861 application-related parameters. The state of the radio spectrum can give indications of expected
862 deviations from the normal state. Thus, measures to maintain the coexistence state can be
863 initiated in time.

864 6.7 Resource assignment


865 The allocation of resources can theoretically be done in the degrees of freedom radio frequency,
866 time, transmission power/location and coding.

867 First and foremost, the regionally valid radio frequency regulations must be respected. These
868 can be expressed by a country code, for example. For Europe for example the products shall
869 have an implementation that are in line with the RED.

870 When assigning resources, the value assignment can be considered for all influencing
871 parameters. For the purpose of resilience, connections can also be terminated, transfer
872 intervals can be increased or routes of mobile wireless devices can be influenced if this can
873 prevent downtimes. It is important to note that not all wireless communication applications have
874 to set back equally. In the context of industrial automation applications, the priorities important
875 for production must be taken into account. These priorities are expressed by the required values
876 of the parameters.

877
 
E DIN EN IEC 62657-3:2021-02
65C/1005/CD – 32 – IEC CD 62657-3 IEC:2020

878 Bibliography
879 [1] IEC 60050 (all parts), International Electrotechnical Vocabulary, available at
880 <http://www.electropedia.org/>

881 [2] IEC 61360 (all parts), Standard data elements types with associated classification
882 scheme for electric items

883 [3] IEC 61784-1, Industrial communication networks – Profiles – Part 1: Fieldbus profiles

884 [4] IEC 61784-2, Industrial communication networks – Profiles – Part 2: Additional fieldbus
885 profiles for real-time networks based on ISO/IEC 8802-3

886 [5] IEC 61918, Industrial communication networks – Installation of communication networks
887 in industrial premises

888 [6] IEC 62278:2002, Railway applications – Specification and demonstration of reliability,
889 availability, maintainability and safety (RAMS)

890 [7] IEC 62591, Industrial communication networks – Wireless communication network and
891 communication profiles – WirelessHART™

892 [8] IEC 62601, Industrial communication networks – Fieldbus Specifications – WIA-PA
893 communication network and communication profile

894 [9] IEC 62734, Industrial networks – Wireless communication network and communication
895 profiles – ISA 100.11a

896 [10] IEC 62890:—, Life-cycle management for systems and products used in industrial-
897 process measurement, control and automation

898

899 _____________

900

901