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e 4,50 Deutschland · e 4,70 Ausland · CHF 8,80 · PLZ 25,50 · DKK 39 · SEK 62

Testmagazin
4/2007 Juni/Juli K10607

Lautsprecher-Selbstbau für HiFi, Heimkino und Beschallung


4 2007 Juni/Juli Potente Kompaktbox mit Top-Klang

Dreiweg
Versacube

Bass und
Beyma
• Der 8AG/N mit
Bassunterstützung
in klein KLANG+TON
Elektronik im Eigenbau }} Projekt
Eigenbau
Preamp
2. Teil
• Die Fertigstellung
des DisPre

K+T-Projekt

Partybox Dreiweg mal exotisch


mal anders
• Preiswert – praktisch – pegelfest
„Fostex
Sprinter”
• Doppelbass, Breitbänder,
Cheap Trick 231 Hochtonhorn

Minibox Service: GFK


• Grundlagen zur
mit Peerless Verarbeitung

und Dayton
Unglaubliches Größe-zu-Klang-Verhältnis
Außerdem: 4 neue Einzelchassis – Designwettbewerb – Home Service
Audiophile Markentechnik
ist die beste Reference

audyn ® • induktionsfreier High End Kondensator


reference • hervorragende und detailgetreue Übertragungswerte
• optimierte Leitfähigkeit durch bewährte TRITEC Litzen-Technologie
• erhältlich in 0,1 µF bis 4,7 µF - 600 VDC
KLANG+TON
Editorial


CT 230
… äääh
… jaaa …
H aben Sie sich im Laufe Ihrer Selbstbaukarrie-
re auch schon mal die Sinnfrage gestellt? Gibt es
den perfekten Lautsprecher überhaupt? Und wenn ja,
könnte ich den bezahlen? Muss der unbedingt super-
teuer sein? Und was genau ist überhaupt Perfektion?
Meine Lautsprecherwelt wurde von einem neuerlichen
Konstrukt nachhaltig durcheinandergewirbelt Cheap
Trick 230. Die Idee hinter diesem Lautsprecher ist im
dazugehörigen Artikel ausführlich dokumentiert, und
auch die Klangbeschreibung passt perfekt. Ich habe
mich mit diesem Lautsprecher allerdings auch nach
dem Heft noch eingehend beschäftigt und traue mich
inzwischen ohne vorgehaltene Hand zu sagen, dass dies
auch an absoluten Maßstäben gemessen ein hervorra-
Christian Gather gender Schallwandler ist. Er klingt extrem offen, direkt
Chefredakteur und knackig, ohne weh zu tun, erzeugt einen Schmelz
in Stimmen, der einfach nur himmlisch ist, und ist an-
trittsschnell, dass einem die Spucke wegbleibt. Nicht dass wir uns falsch verstehen,
dies ist weder der neutralste Lautsprecher der Welt (obwohl er meist erstaunlich
ausgewogen spielt) noch besitzt er den größten Frequenzumfang oder die beste
Auflösung. Cheap Trick 230 macht schlicht und einfach Musik, und das mit einer
Selbstverständlichkeit und auf eine Art, dass ich mich tagelang davorsetzen könnte,
ohne jemals das Grinsen aus dem Gesicht zu bekommen. Wir haben vieles auf und
mit diesem Lautsprecher probiert und waren entwaffnend erfolglos dabei, eine
Richtung zu finden, die ihm nicht liegt. Zusätzlich stellte sich heraus, dass er in
Sachen vorausspielende Elektronik erstaunliche Unterschiede zutage fördert und
auch an Transistoren herausragend läuft. Wenn Sie noch etwas suchen, sei es zum
ersten Mal oder nur mal wieder: tun Sie‘s! Von mir aus auch etwas attraktiver (Ach-
tung: Gehäusegrundform muss bleiben!), Sie werden es so und so nicht bereuen
versprochen!
Ein klitzekleines Problem haben wir mit dem guten Stück allerdings noch ... das
Kind braucht einen Namen. Ok, „Cheap Trick 230“ ist technisch gesehen korrekt,
allerdings hat die Box einen richtigen Namen verdient. Wir haben uns schon stun-
denlang mit der Namensfindung auseinandergesetzt, fanden aber nichts, was un-
mittelbar „eingerastet“ ist. Vorschläge nehmen wir deshalb gerne entgegen, unser
E-Mail-Postfach (Adresse siehe unten) ist weit geöffnet. Der erfolgreiche Namens-
geber würde natürlich auch entsprechend erwähnt werden. Bevor Sie jetzt mit
„brauner Klotz“ kommen, sollten Sie den Lautsprecher aber mal gehört haben, erst
dann werden Sie unser Problem vollständig verstehen.

In diesem Sinne, Ihr


Christian Gather

E-Mail: klangundton@brieden.de

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Inhalt


K+T-Projekt: „Specialist“
· Hochwertiges Dreiweg-System
in kompakter Bauform
· Seite 20

K+T-Projekt:
Versacube - Beyma-Breitbänder
· Beyma 8AG/N-Würfel mit vier
aktiven Basswürfeln pro Seite
· Seite 28

Bausatztest: „Fostex Sprinter“


· Exotische Dreiweg-Box von Fostex
Cheap Trick 231 ·S  eite 52
· Toll klingende Mini-
box mit Peerless und
Dayton
· Seite 72 Themen
K+T-Projekt: „Specialist“ 20
Hochwertiges Dreiweg-System
in kompakter Bauform

K+T-Projekt: Versacube - Beyma-Breitbänder 28


Beyma 8AG/N-Würfel mit vier
aktiven Basswürfeln pro Seite

Service: Grundlagen der GFK-Verarbeitung 36


Glasfaserverstärkter Kunststoff: so geht‘s!

Einzelchassistest 47
4 neue Chassis im K+T-Labor

Bausatztest: „Fostex Sprinter“ 52


Exotische Dreiweg-Box von Fostex
Elektronikprojekt:
· 2. Teil des Eigenbau-Vorverstärkers Elektronikprojekt: 60
· Seite 60 2. Teil des Eigenbau-Vorverstärkers

K+T-Projekt: Partybox mal anders 64


Robuste Box für drinnen und draußen
Service: Grundlagen mit zahlreichen Kniffen
der GFK-Verarbeitung
· Glasfaserverstärkter Cheap Trick 231 72
Kunststoff: so geht‘s! Toll klingende Minibox mit Peerless und Dayton
·S  eite 36

KLANG+TON 4/2007
High End Components Made In Germany Since 1985
K+T-Projekt: Partybox mal anders
· Robuste Box für drinnen und
draußen mit zahlreichen Kniffen DIE NÄCHSTE GENERATION KONDENSATOREN
· Seite 64

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• Extrem kompakte Bauform

izebdes
Weitere audiophile Innovationen
Rubriken cialT
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e • TubeCap® - Er vereint höchste Span-
nungsfestigkeit und geringste Restin-
Editorial 3 duktivität mit einer sehr kompakten
Bauform. Seine Polypropylene-Folie
neuester Technologie ist extrem dünn
Inhalt 4
und ihre selbstheilenden Eigenschaften
werden mit ihrer speziellen Beschichtung
Leserforum 8 nochmals deutlich verbessert.
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überzeugend auf Platz 2, und der 3.
Rang bestätigt auch den MCap®
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· Schicken Sie uns Bilder Ihrer Lautsprecherkreationen sp ka be
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Inhalt: - 107 dB / 1 W / 1 m, 8 Ohm
2 x WPT 138
1 x HGH 258 FN-II
1 x Frequenzweiche
1 x Anschlussterminal HPA 248 25,- €
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- Impedanz 4 Ohm
- 140 Watt R.M.S.
- Belastbarkeit 200 W R.M.S. NEW
(min. 12 dB / Okt., 4000 Hz)
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- Schraub-Anschlussterminals - einstellbare aktive
- einsetzbar in kleinsten Bassreflexgehäusen Frequenzweiche 40-180 Hz
- Phasen-Umkehrschalter
- Low-Level Eingang Cinch
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HGH 258 FN-II - Satelliten über High-Level
15,- € Ausgang anschließbar
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- Kapton Schwingspule
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- einstellbare aktive
Frequenzweiche
40-180 Hz
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10,- € - Low-Level Eingang Cinch
- High-Level Eingang- / Ausgang
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- abgeschirmtes Neodym- - 120 Watt R.M.S.
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Impedanz
X max
4 Ohm
+/- 6,4 mm
8 Ohm
+/- 3,5 mm
Impedanz 8 Ohm 8 Ohm 4 Ohm
+/- 9 mm
4 Ohm
+/- 9 mm
Boxenfüße 17,50 € /Set
X max - +/- 1,75 mm
Fs 27 Hz 51 Hz Fs 1.700 Hz 88,0 Hz 37 Hz 30 Hz
Qms 4,10 3,6 Qms - 3,73 7,40 7,50 - 8er-Set incl. aufsteckbaren
Qes 0,33 0,52 Qes - 0,88 0,27 0,26 Spikes und selbstklebenden
Qts 0,31 0,45 Qts - 0,71 0,26 0,25
Vas 97,0 l 11,6 l Vas - 1,3 l 37,0 l 68,0 l
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SPL 89,6 dB 87 dB SPL 90 dB 83,0 dB 88,1 dB 90,5 dB - erhältlich in schwarz,
R.M.S. 180 W 70 W R.M.S. 100 W 80 W 200 W 220 W silber und transparent
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- Impedanz 4 Ohm
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Anwendungsbeispiel

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Ravemaster BSW 184-II
- 18” Subwoofer-Chassis
AWX 184
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Druckgusskorb X max +/- 5,0 mm
- Doppelzentrierung Fs 28 Hz Inhalt:
Qms 2,4
- tiefgezogener Polkern Qes 0,36
2 x XAW 180 HC
- 20 mm Polkernbelüftung Qts 0,31 1 x XGH 258 ALU
- 4-Lagen-Schwingspule Vas 315 l 1 x Frequenzweiche
SPL 98 dB
- verchromte Polplatte R.M.S. 500 W
1 x Anschlussterminal
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XAW 310 HC XAW 210 HC XAW 180 HC XGH 258 ALU


125,- € 65,- € 50,- € 25,- €

- 12” Chassis - 8” Chassis - 6,5” Chassis - 1” Hochton Seidenkalotte


- Waben-Membran - Waben-Membran - Waben-Membran - Alu Wave Guide
- CS Dustcap - Phase Plug - Phase Plug - Kapton Schwingspule
- vernähte Gummisicke - vernähte Gummisicke - vernähte Gummisicke - Ferrofluid-Kühlung
- Impedanz 4 Ohm - Impedanz 4 Ohm - Impedanz 8 Ohm - Impedanz 8 Ohm
- lineare Auslenkung - lineare Auslenkung - lineare Auslenkung - geschirmter Neodym-
+/- 10 mm +/- 7,8 mm +/- 4,2 mm magnet
- belüftetes Segment - belüftetes Segment - magnetisch kompensiert - Aluminium-Kühlkörper
Magnet System Magnet System - belüftete Zentrierspinne XGH 258 ALU XAW 180 HC XAW 210 HC XAW 310 HC
- belüftete Zentrierspinne - belüftete Zentrierspinne - Kapton Schwingspulen- Impedanz 8 Ohm 8 Ohm 4 Ohm 4 Ohm
X max - +/- 4,2 mm +/- 7,8 mm +/- 10 mm
- Kapton Schwingspulen- - Kapton Schwingspulen- träger
Fs 1.300 Hz 35,0 Hz 32,0 Hz 30,0 Hz
träger träger Qms - 4,5 5,3 4,9
Qes - 0,41 0,28 0,33
Qts - 0,38 0,27 0,31
Vas - 33,5 l 33,0 l 81,0 l
SPL 93 dB 87,1 dB 87,9 dB 90,3 dB
R.M.S. 100 W 80 W 120 W 225 W
Pmax 300 W 200 W 300 W 600 W
KLANG+TON
Leserbriefe


Voneinander abweichende Würden wir nun den Frequenzgang in der Generell lässt sich sagen, dass sie in einer
Messergebnisse Testbox jeweils von 20 bis 20.000 Hz mes- normalen Box ca. 4 dB gegenüber dem von
sen und so abdrucken, so würden wir im uns bei 200 Hz ermittelten Pegel verlieren,
Hallo Herr Gather, Tieftonbereich wesentlich höhere Schall- bei besonders schmalen Boxen eher 5-6 dB.
seit Jahren bin ich begeisterter Leser Ihrer Zeit- drücke messen, als das Chassis später in der Letztendlich zeigt aber erst die Messung,
Box tatsächlich produzieren würde. Und was unter dem Strich herauskommt.
schrift Klang+Ton. Was mich gehörig stört, ist
da sich der Schalldruck einer kompletten Nun möchte ich noch kurz auf die Mes-
dass der Frequenzgang bei Tieftönern meistens Box zumeist am Tieftonbereich orientiert, sungen der Chassis in der Box und auf die
nur bis 200 Hz geht. Bei dem Projekt Advanced könnte durch diese Fehlleitung ein ganzes Klirrmessungen eingehen. Die Chassis in
3 setzen Sie den Alcone AC8SW-8 bis 200 Hz Projekt und damit viel Arbeit und Geld der Box messen wir meist erst ab 100 oder
ein, der Frequenzgang in Ihrem Diagramm geht nutzlos verpuffen. Um diesem Missver- mehr Hz, weil die Messung in einem Meter
exakt ab 200 Hz bis 20 kHz, also außerhalb des ständnis vorzubeugen, messen wir erst ab Abstand, in dem sie üblicherweise stattfin-
Nutzspektrums. Ein weiteres Negativbeispiel 200 Hz aufwärts, da sich diese Messung det, im Tiefton keine Aussagekraft besitzt.
findet sich in dem Projekt Pharos. Dort setzen später weitestgehend mit der Realität deckt Diese kommt erst in der Nahfeldmessung,
Sie, den HDS Exclusive 205 ein. Auf Seite 31 (das Projekt in Ausgabe 1/07 war hier eine aus der wir in Kombination mit der 1-m-
zeigen Sie wie Sie mit der Frequenzweiche den Ausnahme, da die spätere Box ebenfalls Messung später das Diagramm für die ge-
Pegel absenken, dort geht der Frequenzgang über eine überbreite Schallwand verfügte). samte Box zusammensetzen. Würden wir
Auch die Diskrepanz zwischen den gemes- hier den gesamten Frequenzgang, gemes-
wenigstens ab 100 Hz, stimmt aber ab 200
senen Frequenzgängen des Peerless HDS sen in 1 m Abstand, abdrucken, so würde
Hz nicht mit Seite 52 aus Heft 2/2007 überein. Exclusive 205 aus der Einzelchassismes- sich dieser wesentlich vom Frequenzgang
Seltsamerweise zeigen Sie den Klirr ab 50 Hz. sung in Heft 2/07 und dem Projekt Pharos der fertigen Box unterscheiden. Auch hier
Wann geloben Sie Besserung? in Heft 3/07 krankt am selben Phänomen, käme es also gehäuft zu Leseranfragen, die
Ein enttäuschter Abonnent, E. Schuster nur in die andere Richtung: Die Schall- die Differenzen bemängeln bzw. hinterfra-
wand der Pharos ist ungewöhnlich sch- gen. Da die Frequenzweiche im Regelfall
Sehr geehrter Herr Schuster, mal. Dadurch sinkt der Schalldruck unter aber sowieso keinen oder nur minimalen
das Verfahren, die gemessenen Frequenz- ca. 500 Hz über Gebühr ab, was zum sich Einfluss auf den Tieftonbereich einer Box
gänge bei bestimmten Frequenzen abzu- vom Einzelchassistest deutlich unterschei- nimmt, beschränken wir die Messung auf
schneiden, ist nicht etwa Zufall oder gar denden Verlauf führt. den Bereich darüber.
Boshaftigkeit, sondern hat Methode. Der Die Klirrspektren messen wir ebenfalls
tatsächliche Frequenzgang eines Lautspre- in unserer Testbox, hier allerdings ab 50
cherchassis hängt nämlich nicht nur von Hz. Die Erfahrung hat gezeigt, dass diese
seiner Konstruktion, sondern auch von der Messung ungefähr bis 50 Hz aussagefähig
Einbausituation ab. Um den Frequenzgang bleibt. Auch hier nimmt selbstverständlich
eines einzelnen Chassis zu ermitteln, bauen das spätere Projekt Einfluss. Es zeigt sich
wir es in unsere IEC-genormte Testbox ein, ((bild kt47 leserbriefe b02)) aber schon in der Testbox, ob ein Chassis
welche eine sehr große Schallwand von 135 (meist kleine Tiefmitteltöner) bei höheren
x 165 cm besitzt. Diese Schallwand sorgt Pegeln komprimiert oder gar aufgibt (siehe
dafür, dass sich der gemessene Schalldruck zum Beispiel den Aurasound-Breitbänder
anders verhält als der, den wir in einem in K+T 4/06, Seite 48).
normalen Lautsprechergehäuse messen
würden. Da wir aber nicht wissen können, ((bild kt47 leserbriefe b03))
in was für einer Box jedes gemessene Chas-
sis später einmal eingesetzt werden wird,
messen wir alle Kandidaten unter konstan-
ten Bedingungen in unserer Testbox. Einen ((bild kt47 leserbriefe b04))
Vergleich finden Sie in Ausgabe 1/07 auf
Seite 22 unten links. Dort kann man erken- Wie Sie sehen gibt es hier ein Dilemma.
nen, dass sich die Frequenzgänge aus Test- Optimalerweise müssten wir jedes Chas-
box (rot) und realem Projekt (blau) unter sis in einer durchschnittlichen Testbox
anderem im Tieftonbereich wesentlich un- mit realen Abmessungen testen. Aber was Hätten wir die Klirrmessungen erst ab 200
terscheiden. ist, wenn Sie Ihr Gehäuse hinterher 5 cm Hz durchgeführt, so wäre die nicht beson-
schmaler bauen oder 10 cm breiter? Dann ders pegelfeste Natur dieses Chassis, welche
stimmen unsere Messungen schon nicht für den Anwender essenziell wichtig ist,
mehr mit der Realität überein. Aus diesem nie ans Tageslicht gekommen. Aus diesem
Grund haben wir für alle Messungen ein- Grund beginnt die Messung bereits bei 50
zelner Chassis das Verfahren eingeführt, sie Hz.
((bild kt47 leserbriefe b01)) in der genormten Schallwand zu messen, Die hier angesprochenen Effekte sind na-
so dass sie wenigstens untereinander ver- türlich nicht unsere Erfindung, sondern
gleichbar bleiben. Wie sich der tatsächliche werden von der Physik diktiert. Falsch ge-
Frequenzgang in einem konkreten Projekt macht wird dabei nichts, es geht lediglich
darstellt, hängt stark von dessen Details ab. darum, das „Warum“ zu erläutern.

KLANG+TON 4/2007
Leserbriefe


Versacube mit Peerless- Kann ich dann auf


den Saugkreis mit Lesertelefon
Bestückung
C1/R1/L1 verzich-
Das KLANG+TON-Team beantwor-
Hallo Klang+Ton-Team, ten? Außerdem soll tet gerne Fragen rund um das Thema
beim Bau der Versacube-Peerless Version ka- es bei mir nicht ganz Lautsprecher und hilft, wenn Probleme
men mir folgende Fragen: so retromäßig aus- beim Nachbau von in K+T veröffent-
1. Der Hochtöner sitzt bei Aufbau mit jeweils sehen. Ich nehme lichten Lautsprecher-Bauvorschlägen
2 Basswürfeln relativ hoch (ca. 108 cm). an, dass es sich nur auftreten. Wenn Sie wichtige Fragen
Wäre es da nicht möglich, den Mittel-/Hoch- positiv auswirken haben, die schnellstens geklärt werden
kann, wenn ich die müssen, stehen wir Ihnen
tonwürfel einfach auf den Kopf zu stellen,
also den Hochtöner nach unten? Es ergäbe Schallwand nicht nach hinten setze,
sich dann eine typische Ohrhöhe von ca. 95 die Kanten zusätzlich abrunde und den BG 20 mittwochs
cm oder verbiegt das den Frequenzgang? einfräse alles selbstverständlich bei ansonsten zwischen 14 und 16 Uhr
2. Ich werde die Kombination mit aktiver Fre- unveränderten Gehäusemaßen. zur Verfügung. Wir sind unter
quenzweiche plus Bass-Boost und kräftigen In der Stückliste taucht R2 zweimal auf. Ich der Telefonnummer
nehme an, die 12 Ohm sind R3 aus dem Saug-
Stereo-Endstufen betreiben. Die aktive Fre- 02 03 / 42 92 - 275
quenzweiche bietet mir auch einen Hochpass kreis für den Hochtöner? zu erreichen.
für die Peerless-Aufsätze. Bietet das Vorteile
bzgl. der Belastbarkeit, oder überwiegen Für Ihre Antwort im Voraus herzlichen Dank, Falls Sie Ihre Fragen, Anregungen oder
M. Heithausen Wünsche lieber schriftlich loswerden
klangliche Nachteile?
Über Ihre Stellungnahme würde ich mich freuen. möchten, richten Sie Ihren Brief oder
Sehr geehrter Herr Heithausen, auch gerne Ihre E-Mail an:
mit freundlichen Grüßen
eines vorneweg, CT 230 läuft auch an einem
P. Leitmann, Nürnberg
Transistor hervorragend. Dafür können Sie KLANG+TON
auch den Saugkreis zur Impedanzlineari- Leserbrief
Sehr geehrter Herr Leitmann, sierung weglassen, schaden kann er aber
1. Sie können den Mittelhochton-Würfel Gartroper Straße 42
nicht. Stören tut es einen Transistor zwar 47138 Duisburg
problemlos „auf dem Kopf“ betreiben, er kaum, aber auch er muss sich mit dem wel-
nimmt Ihnen diese Behandlung keines- Fax: 02 03 / 42 92 - 248
ligen Impedanzverlauf der Box abplagen. klangundton@brieden.de
wegs übel. Auch klanglich ist kein Unter- Natürlich dürfen Sie die Box auch optisch
schied zu erwarten. ansprechender gestalten, so lange Sie die
2. Die aktive Filterung des Peerless-Tief- Grundform beibehalten. Die nicht zurück-
mitteltöners bietet tatsächlich enorme versetzte Schallwand und ein eingefräster
Vorteile in Sachen Belast- BG 20 werden zumindest nicht schaden. kann sie gerne rapide abfallen. Wäre geschlos-
barkeit und ist einer pas- Und der zweite R2 in der Stückliste ist tat-
siven Filterung in jedem sene Bauweise eine Möglichkeit? Verkleinerung
sächlich ein R3 und gehört zum Saugkreis des Volumens? Reflexabstimmung?
Fall vorzuziehen. Klang- des Hochtöners.
liche Nachteile sind dabei Ich frage dies so unwissend, weil ich kaum Er-
kaum zu befürchten. Zwar fahrungen mit der Materie habe, quasi einfacher
kommt es ab und an zu Nachbauer bin.
klanglichen Nachteilen, CT 230 auch geschlossen?
diese halten sich jedoch in Grüße aus Münster, R. Ludwig
engen Grenzen. Puristen
Hallo!
betreiben den Würfel Hallo Herr Ludwig,
fullrange, praktisch Ori- Ich muss gestehen, mich hat die CT230 vom er-
diesen Cheap Trick noch tiefer abzustim-
entierte filtern ihn aktiv. sten Augenblick an fasziniert. Die Optik macht men ist nicht ratsam, da er über ein für die-
Der Peerless kann zwar mir rein gar nichts aus, im Gegenteil ich fin- sen Tieftöner eigentlich schon zu kleines
eine Menge ab, jedoch de sie sogar ansprechend und irgendwie viel Volumen verfügt und daher schon recht
gewinnen Sie bei hohen versprechend. Mich hat jedoch irritiert, dass tief abgestimmt ist. Für Dröhngeplagte
Lautstärken mit großer es trotz der vielen Dynavoxbesitzer zunächst empfehle ich deshalb den Aufbau einer ge-
Wahrscheinlichkeit Sau- niemanden gab, der sie nachgebaut hat. Nun schlossenen Variante. Diese benötigt min-
berkeit in den Mitten durch tauchen gerade die ersten Hörberichte (im destens 30 Liter Innenvolumen, gibt sich
reduzierten Hub. Zumindest den HiFi-Forum) auf und die sind wirklich überaus aber auch mit 40 und durchaus auch 50 Li-
Test ist es daher definitiv wert. po-sitiv. Deshalb möchte ich mir die „Kisten“ tern zufrieden. Sie können den Cheap Trick
auch bauen. Ich habe allerdings Angst, dass sie also unverändert aufbauen und einfach das
Reflexrohr weglassen. Sollte sich diese Vari-
CT 230 am Transistoramp zu viel Bass machen. Mein Raum ist nur 3,9 m
ante im Endeffekt doch als zu bassschwach
lang und ich habe deutliche Dröhnfrequenzen erweisen, können Sie das Rohr auch später
Sehr geehrter Herr Gather, bei knapp unter 50 Hz. noch nachrüsten. So sind Sie auf jeden Fall
ich möchte gern ein Paar CT 230 bauen, das Meine Frage daher: Ist etwas möglich, dass die auf der sicheren Seite.
aber mit einem Transistorverstärker betreiben. Box untenrum etwas früher aussteigt? Ab 60 Hz

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Magazin
10

Noisesafe
Neue Dämmmaterialien bei Intertechnik

B randneu bei den Kerpener Lautsprecherspezialisten im Pro-


gramm sind die Dämmmatten “Noisesafe 10” und “Mini-
noppe”. Die Noisesafe 10 ist ein aufwendig gefertigter Verbund
aus einer weißen PVC-Folie und zwei unterschiedlich dichten
Lagen Polyäther-Schaum, von denen die obere Lage zusammen
mit der Folie gelocht ist, um Schall aufzunehmen. Das Gewicht
liegt bei 1,4 kg pro m2. Die Mininoppe ist quasi die kleine Version
Mininoppe von Noppenschaumstoff. Sie wiegt pro m2 250 g und besteht aus Poly-
esterschaum. Beide Kandidaten messen pro Matte 325 x 245 mm, sind 10
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Europaring 28, 50170 Kerpen sowohl Mitteltongehäuse wie auch, in Verbindung mit anderen Dämmungen wie z.
Telefon: 0 22 73 / 90 84 0 B. Bitumex, Tieftongehäuse. Das Noisesafe ist für 11,30 pro Matte zu erstehen, die
Fax: 0 22 73 / 90 84 35 Mininoppe kostet pro Stück 4,90.
E-Mail: info@intertechnik.de
Internet: www.intertechnik.de
Korrekturen K+T 3/07
HPA 268 Neo • Die Frequenzweichenliste des Versacube
Zwei neue Hochtonhörner mit IMG Stage Line-Koax enthält einen
Druckfehler. Der Widerstand R2 muss
von Mivoc nicht wie abgedruckt 10 Ohm, sondern
1,0 Ohm groß sein. Wir danken Herrn

D ie ausgewachsenen Hornhochtöner “HPA 248”


für 25 Euro und “HPA 268 NEO” für 39 Euro
finden sich in Kürze im Lieferprogramm von Mi-
Hartje für den freundlichen Hinweis.

• Beim High-End-Projekt „Pharos“ fehlen


voc. Wie der Name schon andeutet, verfügt der 268 genauere Angaben zum Bassreflexrohr.
über einen Neodymantrieb, der 248 nutzt Ferrit als Es handelt sich um das Intertechnik JE-
Kraftquelle. Beiden gemeinsam ist das Standard- TSET 70, von dem man je ein Außen-
Treibermaß von einem Zoll. Das NEO verfügt aber über teil (Art.-Nr. 1346985), ein Mittelrohr
eine andere Hornöffnung mit 90 x 60°, während das (Art.-Nr. 1346987) und ein Innenteil
Ferrit-Modell 90 x 40° nutzt. Die Wirkungsgrade sind (Art.-Nr. 1346986) benötigt.
bei beiden mit deutlich über 100 dB pro Watt und
Meter angegeben, die Einsatzbereiche beginnen bei • Zum Abschluss ein kleiner Tipp: Im
2,5 (HPA 268 NEO) und 2,8 (HPA 248) kHz. Sobald die Cheap Trick 230 kann man die Spule L2
Hochtöner verfügbar sind, werden wir sie in unseren Mess- vor dem Tieftöner als Luftspule mit 1,40
raum entführen, um weitere Details zutage zu fördern. HPA 248 mm Drahtstärke ausführen. Diese kos-
tet zwar das Dreifache der ursprünglich
7 Speaker Trade vorgesehenen Glockenkernspule, der
Neuenhofer Straße 42-44, 42657 Solingen Cheap Trick wird‘s aber mit besserem
Telefon: 02 12 / 3 82 26 0, Fax: 02 12 / 3 82 26 40 Klang danken.
E-Mail: info@mivoc.com, Internet: www.mivoc.com

Wetterfester Breitbänder aus dem hohen Norden

M
onacor International liefert den SPE-70/WS, ei-
nen kleinen Breitbänder im Kunststoffkorb, der
äußerst widerstandsfähig ist und mit Polypropylen-
membran und Gummisicke, dem vollständig um-
mantelten Magnetsystem und dem mitgelieferten,
bei Bedarf einklebbaren Kunststoffgitter allen meteo-
rologischen und mechanischen Bedingungen trotzt. Die
Testmessung mit und ohne Gitter ergab ein überraschend
ausgewogenes und breitbandiges Resultat (blau), welches 7 M onacor International
empfindliche Ohren ohne Probleme per Weiche etwas Zum Falsch 36, 28307 Bremen
nachbearbeiten können. Mit Gitter (rot) verliert das Chas- Telefon: 04 21 / 48 65 0
sis im Hochton ein wenig Pegel, und der obligatorische Mitteltonbuckel wächst ein Fax: 04 21 / 48 84 15
Quäntchen. Mit einem einfachen Sperrkreis kann man ihn allerdings ohne Probleme E-Mail: info@monacor.de
beseitigen. Die UVP für den kleinen Wetterfrosch liegt bei 19,10 Euro. Internet: www.monacor.com

KLANG+TON 4/2007
Magazin
11

Boxenständer XXL

I m Allgemeinen sind es Kompaktlautsprecher, die einen adäquaten


Unterbau benötigen, um ihre Qualitäten auf Ohrhöhe vollstän-
dig zu entfalten. Nun gibt es aber einige Kandidaten (zum Beispiel
CT230), die herkömmliche Lautsprecherständer größenmäßig über-
fordern. Für diese Wuchtbrummen hat Liedtke Metalldesign das ex- 7 Liedtke Metalldesign
tragroße Lautsprecherständer-Modell „Delta“ entwickelt, welches mit 39,6 An der Mühlenau 10c
x 45,0 cm Grundfläche und 40 bis 100 cm Höhe für alle schwergewichtigen 25421 Pinneberg
Telefon: 0 41 22 / 40 54 70
und großen Schallwandler dieser Welt gewappnet ist. Nicht nur die Fußplat-
Fax: 0 41 22 / 40 54 71
te aus Stahl ist mit 8 mm Stärke ungewöhnlich robust, auch die drei darin
E-Mail: liedtke-metalldesign@web.de
eingebetteten, einstellbaren Spikes mit M8-Gewinde sprechen eine deut-
Internet: www.edles-in-edelstahl.de
liche Sprache. Die über 100 mm durchmessende Edelstahlsäule zwischen
Fuß- und Trägerplatte ist mit Sand befüllbar und kommt auf Wunsch
auch mit Bohrungen für die Kabel. Die Trägerplatte ist standardmäßig
in drei Größen verfügbar, allerdings sind alle Eckdaten des „Delta“, wel-
cher paarweise ab 289 Euro zu haben ist, wie gewohnt nach Absprache
nahezu beliebig anpassbar.

Neue Bausatzpläne von Fostex Lautsprecherselbstbau in Pocking

D ie Webseite des deutschen Fostex-Vertriebes Megaaudio,


zu erreichen unter www.fostexspeaker.de, bietet ab so-
fort drei neue Bausatzpläne zum Download an. Die auf der
D irekt vor der Eröffnung steht das Lautsprecherselbstbau-
Ladenlokal von Peter Wudy in Pocking bei Passau. Der
Schwerpunkt seiner Tätigkeit liegt auf Gehäusen und fertigen
HiFi-Music-World 2006 vorgestellten Boxen „2 Fast“, „HP“ Lautsprechern auf Kundenwunsch. Die eigene Schreinerei ver-
und „Sprinter“, vorgestellt in dieser Ausgabe, werden im Netz einfacht die Sache natürlich ungemein, da die Arbeit unmit-
inklusive Bauplänen, Schaltungsdesign, Messungen und allen telbar und vor Ort begleitet werden kann. Das Ladenlokal und
weiteren Details vorgestellt. Die auf der Messe vorgeführten, der Vorführraum sind nach Anmeldung schon besuchbar,
betriebsfertig aufgebauten Modelle werden darüber hinaus zu wenn auch noch nicht ganz vollständig eingerichtet. Neben
attraktiven Preisen angeboten. Alle weiteren Details finden Sie Selbstbau-Produkten und Zubehör von Visaton, Monacor und
auf www.fostexspeaker.de Intertechnik sind Geräte von Vincent und Kabel von Supra er-
hältlich. Vohrfürbereit sind zahlreiche namhafte Lautsprecher,
wie zum Beispiel mehrere Visaton-VOXe, Intertechniks Clas-
sic 260, mehrere Monacor-Bausätze (darunter auch CT 193 als
Surround-Ausbau). Aktuell im Aufbau ist unter anderem die
„Triple Play“ aus K+T 5/06.

7 M ega Audio GmbH


Stromberger Str. 32, 55411 Bingen
Telefon: 0 67 21/94 33 16 7 Lautsprecher & HiFi
Fax: 0 67 21/32046 Peter Wudy, Herzog-Otto-Str.6, 94060 Pocking
E-Mail: info@megaaudio.de Telefon: 0 85 31 / 13 46 84, Fax: 0 85 31 / 13 46 85
Internet: www.megaaudio.de E-Mail: PeterWudy@t-online.de

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Hörtest
12

Bericht über den


K+T-Hörtest
am 21.04.2007

Die
ersten
Sonnenstrahlen ...
Der Winter war bekanntlich
gar keiner, dementspre-
chend warm war es auch
schon im April. Und was tun
wir, wenn es warm ist und
ein Hörtest ansteht?
Richtig – draußen aufbauen!

KLANG+TON 4/2007
Hörtest
13

Wir haben mal wieder vor dem Teich angerichtet.


Von außen nach innen: Schmitti Memorial,
Advanced 3, Pharos, CT 230, Nexus. Die
Schmitti gehört eigentlich nicht mehr zum
Vorführmaterial, musste aber einfach dabei sein

E
Versorgt wurde das Ganze sowohl analog als
s war zwar nicht brüllend heiß und auch digital. Der Pink Diamond von Scheu strafte
wurde gegen Abend auch recht schat- belächelnde Männer erneut mit satter, erwachsener
tig, trotzdem konnte man sich über Tag Wiedergabe Lügen, und der Rega Planet geriet beim
gemütlich draußen aufhalten. Aus dem Schmitti-Drumsolo aus dem Tritt – so muss es sein!

selben Grund verzichteten wir dieses Mal


auf die Pizza und konnten unseren lieben
Kollegen Michael Rochow dazu überre-
den, die Grillzange zu schwingen. Unsere
Gäste verbrachten einen akustisch und
kulinarisch äußerst angenehmen Tag
im Brieden-Verlag. Da reichlich Platz
vorhanden war stellten wir auch gleich
noch die Schmitti Memorial raus, die
geht schließlich überall gut. Auch der CT
230 hat seine Feuerprobe bestanden und
kam ausnehmend gut beim Publikum
an. Auch bei ihm wird der kommende
Zu den ersten Gästen gehörte Josef R., bekannt vom
Hörtest nicht der letzte gewesen sein. aktuellen Home Service, im Laufe des Tages vor
allem vom Cheap Trick 230 angetan

Ausblick:
Wir haben bereits alle Hörtest-Termine
für dieses Jahr festgelegt. Nur den De-
zember sparten wir erneut aus, diesen
Termin müssen wir erfahrungsgemäß
wegen der Feiertage in den Januar des
kommenden Jahres verlegen. Nicht um
jemanden zu vergraulen oder abzuleh-
nen, sondern lediglich um die Zahl an
Besuchern abschätzen zu können, bit-
ten wir darum, sich bei Interesse über
eine der auf Seite 14 genannten Mög-
lichkeiten anzumelden.
Langsam füllten sich die Reihen, auch wenn sich
das Akustische anfangs noch hauptsächlich auf
den Informationsaustausch beschränkte
KLANG+TON
Hörtest
14

Diese Gelegenheit
nutzten einige, um sich
am akustischen Angebot
im Gebäude, genauer
gesagt der Pure Dynamicx
Keramix inklusive röhren-
bestückter Verstärkung
und der Twentyfive mit
Eton-Sub, zu bedienen

Am frühen Nachmittag wurde die diesjährige Grillsaison


begonnen. Mit einem Heißluftfön funktioniert das An-
zünden von Kohle im Übrigen exzellent, wenn Sie so ein So leer wie hier war es
Gerät besitzen, probieren Sie es mal nicht immer. Die vier
Herren genossen den Vor-
teil, ungestört beliebiges
Material anzuhören,
sichtlich

Gegen frühen Abend


lichteten sich die Reihen
allmählich. Obwohl es
langsam kühl wurde,
hörten wir noch bis
zum Einsetzen der
Dunkelheit weiter, um
einen weiteren Hörtest
Die Stimmung lockerte sich, und das ernsthaftere Musik- erfolgreich abzuschlie-
hören begann. Die besondere Akustik im Freien in ßen. Sollte das Wetter es
Kombination mit dem Duft frisch gegrillten Fleisches und hergeben, werden wir die
der milden Frühlingssonne machte den Moment perfekt nächstenVeranstaltungen
ähnlich anlegen, so viel
steht fest!

Die nächsten Hörtests:


23. Juni 2007
Nur die Wenigsten ließen es
sich entgehen, dem Dargebo-
25. August 2007
tenen gemütlich und gleicher- 27. Oktober 2007
maßen andächtig zu lauschen
jeweils ab 14.00 Uhr
Anmeldungen werden per E-Mail an
klangundton@brieden.de oder
telefonisch unter 02 03 / 42 92-2 75
entgegengenommen.
Die Teilnahme ist kostenlos.

KLANG+TON 4/2007
Designwettbewerb
15

KLANG+TON
Designwettbewerb
Kategorie Standbox

E in wunderschönes Paar Standboxen


baute sich Johann Huber aus der
Schweiz für sein Wohnzimmer. Das sehr
gut verarbeitete Gehäuse aus Massiv-
Ahorn benötigte wegen zahlreicher Run-
dungen unzählige Stunden an Schleif-
arbeit. Das sollte sich natürlich auch
klanglich lohnen. Für die Bestückung
zeichnet deshalb A.O.S. Lautsprecher
unter der Leitung von Axel Oberhage
verantwortlich. Mittel- und Hochtöner
stammen von Scan Speak aus Dänemark,
der Tieftöner stammt vom italienischen
Hersteller ATD.

Wir ordnen das eingesandte Material


nach Kategorien (Standbox, Kompakt-
box usw.) und veröffentlichen es nach Den Gewinnern winken als Belohnung
und nach. Wenn genügend Projekte
vorgestellt wurden, präsentieren wir die
schönsten Vorschläge aus allen Bereichen
zusammengefasst im Heft.
Und dann sind Sie am Zug. Wer der Ge-
winner der jeweiligen Kategorie wird,
entscheiden nämlich nicht wir, sondern
Ihre Stimmen. Sie bestimmen per Post 2 x Mivoc 3 x Mivoc
oder E-Mail, welche Projekte den Sieg in XAW 310 HC AW 3000
ihrer Kategorie verdient haben.
... im Gesamtwert von 400 Euro, die
Speaker Trade aus Solingen uns für die-
sen Wettbewerb freundlicherweise zur
Vefügung stellte.

Auch die Abstimmenden sollen natürlich


Schicken Sie Ihre Arbeiten bitte an: nicht leer ausgehen. Für sie stellt Visaton
aus Haan folgende Preise
Michael E. Brieden Verlag GmbH zur Verfügung:
KLANG+TON Designwettbewerb
Gartroper Straße 42
47138 Duisburg 1 Paar
Visaton B200
... oder per E-Mail mit dem Betreff
„Designwettbewerb“ an ...

klangundton@brieden.de 5 x „Handbuch
der Lautsprechertechnik“
Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Mitarbeiter der Michael E. Brieden Wenn die Abstimmung erfolgt ist, ziehen
Verlag GmbH sind von der wir aus dem Hut mit allen eingegangenen
Teilnahme ausgeschlossen. Stimmen die Gewinner.

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Service
16

Der nächste Patient: Pro 30 D mit Eton-Bässen

Home Service
Der dritte Einsatz unter dem Motto „Home Service“ führte
uns, genauer gesagt Holger Barske und mich, ins belgische
Hasselt. Um unsere Unterstützung gebeten hatte der in-
ziwschen regelmäßige Besucher unserer Hörtests Josef R.,
welcher Probleme mit einem fertigen Bausatz, allerdings
mit geänderter Bassbestückung, hatte.

B elgien klingt brutal, im Endeffekt be-


lief sich die Fahrt aber auf deutlich
weniger als 200 km. Vor Ort angekom-
sich um die in K+T 3/2003 vorgestellte
Proraum Pro 30 D, eine Kombination aus
konventionell abstrahlendem Bass, zwei
men, wurden wir erst einmal freundlich Bohlender-Graebener Mittel- und einem
begrüßt, nahmen zur Akklimatisierung Hochtonmagnetostaten aus demselben
einen gemütlichen Willkommensum- Hause als Dipole. Im Bassbereich erset-
trunk im Cafe des nahe gelegenen Klein- zen den originalen Audax-30er allerdings
flugplatzes. Überhaupt muss ich mich an zwei Eton-20er. Das Potenzial dieser Box
dieser Stelle noch mal für die durchge- ist unumstritten, umso interessanter war
hend fürstliche Bewirtung bedanken. Viel der Unterschied zwischen Soll und Ist.
länger hätten unsere Körper das hervor- Der Abend war schon recht fortgeschrit-
ragende Essen in Belgien auch nicht mehr ten, und auch das Hotel wartete nicht
ausgehalten. Aber zurück zur Sache ... ewig auf uns. Daher beschränkten wir
Noch an diesem Abend machten wir unsere Tätigkeit auf einen Hörtest, um
uns auf in Richtung Innenstadt, um das ein Bild des aktuellen Zustandes zu be-
Problemkind zu begutachten. Es handelt kommen.

Die Versorgung ist über jeden Zweifel erhaben;


ein absolut highendiger CD-Player, der über einen
Musical Fidelity X-10D-CD-Klang-Aufpolierer an
einen passiven Vorverstärker geht. Von dort aus
wird der alte Quad-Amp angesteuert – das geht
definitiv, und zwar sehr ordentlich

Problemkind und Objekt der Begierde:


die Pro 30 D mit Eton-Bässen. Links im Wie gesagt, wohin man auch schaut: Plattenspie-
Hintergrund eine ebenfalls sehr schön auf- ler, alte Stereoanlagen, Lautsprecher, Bandma-
gebaute und bis zur Perfektion optimierte schinen, und so weiter. Klingt nach HiFi-Schlaraf-
Duetta, rechts ein alter, aber nach wie vor fenland irgendwie ...
absolut betriebsfähiger Quad-Elektrostat Das gesamte Zimmer, ein ausgebautes Dach-
geschoss eines sehr urig-gemütlichen, alten
belgischen Hauses, war nicht nur voll mit Schall-
platten. Trotz halber Zwischendecke, Dachschrä-
gen und großem Volumen war die Raumakustik
übrigens grandios

KLANG+TON 4/2007
Iris Strassacker, HiFi-Lösungen
unser Ingenieurteam berät Sie
Vor der Tür eine gerne, Tel: 0721-9703724. Die
Kuriosität: ein mag SpaKo. Bausätze sind ohne Gehäuse.
Nicht der neue McDo-
nalds-Burger für einfache Bausätze aus K+T (EUR pro Box):
Zeitgenossen, sondern ein Advanced 3. 529,- Obelisk ........ 179,-
magnetischer Spannungs- Pharos........ 214,- Versac. Coax 314,-
konstanthalter, welcher über
Transformatoren die
Basis 3.......... 149,- Nexus ......... 524,-
Spannung von kleinen, Twentyfive..... 319,- Dipol. Audio Circle
klangschädigenden Fiesta 25 HE 427,- Direkt 1 ....... 89,-
Schwankungen befreit Schmitti Mem.2363,- Neo ............. 382,-
Versacube ... 57,- Alamo, Paar . 229,-
Hightower .... 349,- Sub TL 30 .... 568,-
Gate 5.1 .... . 146,- Triple Play .... 187,-
Temperance 3 294,- Mivoc Bapas 144,-
Descartes 2 . 639,- Studio 12XL 745,-
OnePointMon. 748,- Inside Out .... 124,-
Und los geht‘s: provisorisch Cyburgs-Needle 29,- Mivoice 3 ...... 259,-
auf ein Bassgehäuse gestellt,
wird der Ist-Zustand der
Das Viech .... 46,- Mivoice 2 ...... 155,-
Lautsprecher per Messung Sub 22-500... 978,- Mivoice ........ 109,-
ermittelt. Die Leiter musste Grünanlage . 99,- Dirac XT ....... 228,-
in diesem Fall als ct 230 ........... 72,- ct 228 ........... 158,-
Mikrofonstativ herhalten ct 227 ........... 44,- ct 226 ........... 142,-
ct 225 ........... 77,- ct 223 .......... 80,-
ct 222 sat ..... 39,- ct 222 sub .... 34,-
ct 221 ........... 199,- ct 218 ........... 45,-
ct 213 ........... 91,- ct 212 Paar... 109,-
ct 211 .......... 149,- ct 209 .......... 39,-
ct 204 .......... 128,- ct 198 .......... 174,-
An den Bauteilen liegt‘s
zumindest nicht, da ist ct 197 ........... 92,- ct 193 ...........39,50
die Originalweiche über
jeden Zweifel erhaben. Die Bausätze aus Hobby HiFi (EUR pro Box):
Abstimmung der nicht ganz Audimax..... 1655,- Audimax Sat.1017,-
einfachen Kombi per Gehör MPR2 HXT .. 289,- Capella Plus. 245,-
ist das Problem, da praktisch Topas Sig.07. 489,- Ladylike Sub. 489,-
aussichtslos kompliziert
und mit der Zeit nur noch
Trym.............. 619,- M-Horn......... 59,-
frustrierend Hypergraph TL.567,- Harwood Mon. 117,-
SuperMiniSub..61,- Topas Plus ... 869,-
BPHP sub .... 52,- Gradient TL .. 128,-
Sub AWM 12 206,- Faro ........... 159,-
Macro-Cube . 207,- TBTL ........... 227,-
Dacapo ........ 74,- PCL .............. 23,-
The Voice .... 239,- BK108 FF .... 135,-
Die Messung bringt es zutage, Cento ........... 719,- Cumulus Horn. 864,-
und der Erbauer guckt und
fragt verständlicherweise Capella Komp. 112,- Sima la Piccola 429,-
neugierig. Das Problem hat sich TL SB 25 JM 38,- Excel Mon .... 289,-
schnell herauskristallisiert, Vifa Kolibri.... 178,- TML W3Alu... 26,-
und auch die Entwicklung Cumulus ..... 1229,- PicoLino ....... 77,-
verlief problemlos
Lancetta ....... . 36,- Micro Cube... 148,-
Sub 310........ 128,- Pascal XT..... 267,-
beliebte Bausätze (EUR pro Stück):
Mivoc SB/TL 25 JM, Standbox .. 38,-
Lagrange XT, 2-Wege, 50-30kHz .. 160,-
Dirac XT, 2-Wege, 39-30kHz ........ 228,-
Pascal XT, 2-Wege, 37-30kHz ...... 267,-
Pascal XT, 2-Wege, 37-30kHz ...... 267,-
Dieser „Drahtverhau“ ist
Temperance III, Paar 840 .......... 588,-
die provisorische Weiche Sub22, 94x39x40 cm, 500/1000 W. 978,-
in ihrer finalen Version, die Sub12, 51x39x40 cm, 300/600 W.. 549,-
dem Lautsprecher zu neuen
Höhen und zu dem Namen Iris Strassacker, indiv. HiFi-Lösungen,
„Fireball“ verhalf. Die Bau- Albert-Schweitzer 34, D-76139 Karlsruhe,
teilequalitäten Tel: 0049-(0)721-97037-24, Fax -25,
werden natürlich
noch optimiert Email: hifi@lautsprechershop.de
Internet: www.lautsprechershop.de
Versandkosten EUR 4,90 (A,CH,NL,F:
EUR 17,-) zzgl NN (in D: EUR 3,80). Für
die Schweiz ist 19% MWSt abzuziehen.
KLANG+TON
Service
18

Das Probehören förderte zutage, dass Am folgenden Tag machten wir uns di-
die messtechnisch perfekte Abstimmung rekt ans Eingemachte: Das komplette
klanglich nicht ganz passte. Hier nah- Messsystem aufgebaut und die Box
men wir noch einige Korrekturen vor,
die das Ergebnis optimierten. Der viel
mit der vorhandenen, nach Gehör ab-
zitierte „Strich“ ist eben nicht alles ... gestimmten Weiche verkabelt, machte
ich ein paar Messungen. Grundsätzlich
war die Summe schon recht gut (siehe
Diagramme), allerdings stimmte die
Nach dem Aufzeichnen der Weiche un- Summenbildung zwischen den Zweigen
terhielten wir uns kurz über die genaue
Funktion, die zu verwendenden Bauteile
nicht, so dass das Klangbild nicht har-
und weitere Details. Mein Flunsch ist nur monisch und aus einem Guss war.
eine (zugegeben glückliche)
Momentaufnahme des fotografierenden
LP-Chefredakteurs, die Atmosphäre
war durchgängig sehr entspannt

Also: Einzeltreiber messen, und von un-


ten anfangen. Die beiden Bässe wurden
schon „ab Werk“ getrennt angesteuert,
ich entschied mich also für eine Mischlö-
sung. Der untere 20er verlässt das Ge-
schehen früh, der obere macht auch den
Bass mit, läuft aber bis zu den Mitteltö-
nern. Diese liegen wie beim Original in
Reihe, da es sich um 4-Öhmer handelt.
Aufmerksame Beobachter haben es
Durch die magnetostatentypisch lineare
schon vor zwei Bildern bemerkt: CT 230. Impedanz und den gutmütigen Verlauf
Josef R. bat uns, den Cheap Trick, ließen sie sich mit nur vier Bauteilen,
welchen er beim letzten Hörtest ken- wobei die Kondensatoren eigentlich nur
nengelernt hatte, mitzubringen. Wir
schlossen ihn statt der „Fireball“ an eines sind, besänftigen. Den Hochton
und waren wahrlich nicht enttäuscht, brachten ein Sperrkreis und ein Serien-
sondern hatten eine Menge Spaß kondensator in Form. Pegelanpassungen
konnten wir uns glücklicherweise voll-
ständig ersparen.

Das Resultat (siehe Diagramm) war


dem originalen Verlauf gar nicht so
unähnlich, durch korrekte Phasenlagen
und viel Feintuning war der klangliche
Unterschied allerdings enorm.

Zwischendurch ließen wir uns natürlich


die Quad-Elektrostaten nicht entgehen,
welche an diesen Röhren zu erstaunlich
großer Form aufliefen. Der Besitzer
kann sich glücklich schätzen, diese Klas-
siker zu besitzen und
die Möglichkeiten zu haben, sie
angemessen zu hören

KLANG+TON 4/2007
Iris Strassacker, HiFi-Lösungen
unser Ingenieurteam berät Sie
gerne, Tel: 0721-9703724. Die
Sehr dynamisch und knackig, offen und jetzt auch aus einem Guss mo- Bausätze sind ohne Gehäuse.
difizierte die bis dato namenlose Box. Letzterer kam dem Besitzer beim
Subwoofer-Module (EUR pro Stück):
Testhören:“Fireball“. Und wenn man sie mal gehört hat, kann man das
DT 50, 60 / 120 W (4 + 8 Ohm) ..... 76,-
gut nachvollziehen. Es ist übrigens nicht ganz unwahrscheinlich, dass
Detonation DT 105, 105 / 210 W ... 119,-
Herr R. die Lautsprecher zum kommenden Hörtest mitbringt. Dann Deton.DT 110 MK II, 150 / 300 W .. 269,-
können Sie sich ein eigenes Bild davon machen, dass in dieser ver- Detonation DT 80, 80 / 160 W ....... 149,-
gleichsweise erschwinglichen Kombi eine Menge Potenzial steckt. Sehr Detonation DT 150, 150 / 300 W ... 198,-
gut, der Nächste bitte ... Detonation DT 300, 300 / 600 W ... 319,-
Detonation DT 500, 550 / 1100 W . 498,-
Weichenbestückung Inosic RAS 100, 100 / 200 W ........ 209,-
Inosic RAS 200, 165 / 320 W ........ 339,-
L1 = 8,2 mH Torobar Inosic RAS 300, 300 / 500 W ........ 559,-
L2 = 3
,0 mH Pilzkern 1,40 mm Draht o. besser Mivoc AM 80, 80 160 W ................ 78,-
L3 = 1,5 mH Luft 1,40 mm Draht o. besser Mivoc AM 120, 120 / 240 W .......... 127,-
L4 = 0,33 mH Luft 1,40 mm Draht o. besser
Omnes Audio DPA400, 400/700W 614,-
L5 = 0,05 mH Luft 0,71 mm Draht
Ground Sound Verstärker-Komponenten
C1 = 68 µF MKT
C2 = 22 µF MKT
C3 =
C4 =
47 µF MKT
22 µF MKT 10 Jahre
C5 =
C6 =
15 µF MKP o. besser
10 µF MKP o. besser Lautsprechershop
C7 = 1,5 µF MKP o. besser zu diesem Anlass bieten wir an:
C8 = 2,7 µF MKP o. besser
R1 = 5,6 Ohm 10 W MOX Newtronics Temperance, Paarpreis
R2 = 5,6 Ohm 10 W MOX statt 840,- EUR
R3 = 5,6 Ohm 10 W MOX
... 30% günstiger 588,- EUR

Temperance Spitzenkalotte HT1


statt 119,- EUR pro Stück
... 40% günstiger 71,- EUR

Audaphon/Alcone/Vifa Advanced 3
statt 629,- EUR pro Stück
... 100 EUR günstiger 529,- EUR

Alcone Lautsprecher (EUR pro Stück):


AC 1HAT ..... 59,- AC 15 ....... 78,-
AC 5.25HES . 59,- AC 6.5HE .... 75,-
AC 8HE ........ 89,- AC 10HE .... 129,-
AC8 SW-4 ... 109,- AC10 SW-4. 169,-
AC12 SW-4 .. 219,- auch in 8 Ohm
Audaphon Lautspr. (EUR pro Stück):
TWS 25/6...... 39,- Neo Pro 5i.... 375,-
CD3.0....…. 110,- JP3.0........ 110,-
CD2.0....…. 175,- JP2.0........ 175,-
Aura Sound Lautspr. (EUR pro Stück):
NS3-193-8A.. 30,- NS4-255-8D 38,-
Newtronics Lautspr. (EUR pro Stück):
HT1 (HT aus Temperance III)......... 71,-
M17-4 (MT aus Temperance III).... 59,-
BM17-8 (TT aus Temperance III).... 59,-
HT25............ 25,- HT26............ 19,-
HT27............ 39,- B15 (15-Zoll) 229,-
professionelle Messsysteme:
Clio Lite V7 599,- Clio Std V7 999,-
Iris Strassacker, indiv. HiFi-Lösungen,
Albert-Schweitzer 34, D-76139 Karlsruhe,
Tel: 0049-(0)721-97037-24, Fax -25,
Email: hifi@lautsprechershop.de
Internet: www.lautsprechershop.de
Versandkosten EUR 4,90 (A,CH,NL,F:
EUR 17,-) zzgl NN (in D: EUR 3,80). Für
die Schweiz ist 19% MWSt abzuziehen.
KLANG+TON
K+T-Projekt
20

Kompakter,
potenter Dreiwegler
mit Monacor-Chassis

Die Spezialisten
Genau wie es Breitbänder
gibt, welche versuchen, den
Großteil des Hörbereichs zur
Zufriedenheit ihres
Besitzers abzudecken, gibt
es die Spezialisten, die sich
nur einem kleinen Teil
widmen, diesen dafür aber
umso besser wiedergeben.
Mit drei Kandidaten aus
dieser Gruppe konstruierten
wir das folgende Projekt, das
maximalen Klang aus
minimalem Platzbedarf
realisiert die „Specialist“.

KLANG+TON 4/2007
K+T-Projekt
21

A lso, was braucht man dazu? Eine


kleine Box mit drei Wegen, das stand
schon länger fest. Zwei Wege gibt es in
MS-100CHQ. Er stammt aus dem Car-
HiFi-Programm der Bremer und läuft
daher unter dem Label „Carpower“. Der
der Kompaktklasse wie Sand am Meer, Kurztest in K+T 2/05 brachte seine über-
vier sind bei der Größe Unfug. Damit ragenden Qualitäten zum Vorschein:
sich ein separater Mitteltöner lohnt, perfekt linearer Frequenzgang von 150
muss schon ein größerer Tieftöner her. bis 6000 Hz, wenig Klirr, sauberes Aus-
Und der Hochtöner soll eine Folie sein, schwingen. Da es sich um einen echten
mit einer Kalotte im Standardmaß kann Mitteltöner mit relativ harter Einspan-
man auch zwei Wege bauen. Außerdem nung und kurzer Schwingspule handelt,
sollten die Treiber so kompakt sein, dass gibt er sich mit einem Liter Luft im Rü-
man sie gescheit auf eine Schallwand be- cken zufrieden, bietet 89 sauber nutzbare
kommt. Der Volumenbedarf sollte eben- Dezibel an 2,83 V und kostet mit knapp
falls überschaubar sein, und bezahlbar 57 Euro auch nicht die Welt. Lassen Sie
sollte das Ganze auch bleiben. Fündig sich von den 113,50 Euro Listenpreis
wurden wir in allen drei Kategorien bei nicht abschrecken. Da es sich um Car-
Monacor International. HiFi handelt wird paarweise geliefert.
Einen besseren Mitteltöner wird man
Bestückung nur für ein Vielfaches des Preises finden,
Das äußerst umfangreiche Lieferpro- wenn überhaupt.
gramm an HiFi- und PA-Chassis des Fehlt noch der Spezialist für den Hoch-
Bremer Elektronikspezialisten ist die ton. Den liefert der Einzelchassistest in
perfekte Basis für dieses Projekt. Mit ein K+T 6/06, bei dem wir den kleinen Ma-
wenig Sorgfalt lassen sich aus der schier gnetostaten RBT-95 von Monacor vor-
endlosen Palette drei bereichsoptimierte stellten. Dieser ist mit gut 32 Euro nicht
... nein, das klingt nicht gut ... sagen wir nur sehr preiswert, sondern deckt auch
lieber „spezialisierte“ Chassis herausfil- den Hochton ab 5 kHz mit sehr linearem,
tern, deren Kombination die natürlichen deutlich über 20 kHz hinausreichendem
Grenzen der meisten Kleinprojekte über- Frequenzgang ab. Das Ausschwingverhal-
flügelt. Wir fingen wie so oft im „Kel- ten ist absolut sauber und störungsfrei,
ler“ an. Für ausreichend tiefen Bass aus der Wirkungsgrad mit 93 dB an einem
einem für Zwanziger geradezu mikro- Watt erstaunlich hoch und der Klirr ab
skopisch kleinen Gehäuse sorgt der SPH- Einsatzfrequenz zurückhaltend. Eigent-
200 CTC für 106 Euro, eine Mischung lich gehört dieser Hochtöner an einen
aus Tieftöner und Subwoofer. Die echte Breitbänder oder eine große Kalotte, das
Kohlefasermembran, der Aludruckguss- außergewöhnlich breitbandige Spiel des
korb und die Gummisicke normaler Mitteltöners macht jedoch die Kombi-
Breite zeigen eher Richtung Tiefton, die nation möglich. Inzwischen ist der RBT-
2x8-Ohm-Doppelschwingspule und die 95 mit dem Zusatz „SQ“ (für „square“ =
Eignung für äußerst kompakte Gehäuse eckig) auch mit rechteckiger Front (siehe
sagen ganz klar „Subwoofer“. Die bei- Seite 24) lieferbar, für optisch stimmiger
den Schwingspulen des Chassis werden hielten wir in diesem Projekt aber die
in diesem Projekt parallel betrieben, da runde Variante. Rein technisch gesehen
jede Box ihr eigenes Chassis hat und wir ist er aber ohne Änderungen des Pro-
durch das Herauskitzeln von etwas mehr jektes gegen den SQ austauschbar.
Strom aus dem Amp vielleicht noch ein
wenig Pegel zaubern können. Mit nutz- Gehäuse
baren 84-85 dB (je nach Beschaltung) Maximale Kompaktheit das macht einen
liegt der Tieftöner zwar nur im Durch- Kompromiss notwendig: Mittel- und
schnitt, aber man kann eben nicht alles Hochtöner sitzen nebeneinander auf
haben. Optik, Preis, Volumenbedarf und der Schallwand. Das ist für das Abstrahl-
Technik passen perfekt. verhalten nicht die perfekte Lösung, die
Den Mittelton übernimmt ... ein Mittel- herkömmliche Bauform mit überein-
töner. Klingt irgendwie selbstverständ- anderliegenden Chassis wäre angesichts
lich, ist es aber nicht. Heutzutage sind des sehr moderaten Volumenbedarfs
Tiefmitteltöner so breitbandig und uni- des SPH-200 CTC aber reine Platzver-
versell einsetzbar, dass sie den klassischen schwendung. Die Anordnung nebenei-
Mitteltöner, ob Konus oder Kalotte, nander eröffnet außerdem die Möglich-
praktisch vollständig verdrängt haben. keit, die Box auch liegend zu betreiben
Noch gibt es aber ein paar Exemplare, je nach Wohnsituation ein klarer Vor-
wie zum Beispiel den hervorragenden teil. Für diese Variante sollte man den

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
K+T-Projekt
22

die Front. Normalerweise ist das kein zwischen 100 und 400 Hz, das geht nicht.
Problem, hier war die Schallwand aber Bei zahlreichen Versuchen kristallisierte
bereits reichlich mit Chassis gefüllt. Da sich heraus, dass der Parallelkondensator
passt auch kein kleines Rohr mehr da- der Tieftonweiche der Schuldige ist. Aller
zwischen. Baulich aufwendiger, aber im Gegenmaßnahmen wie vorherige Impe-
Endeffekt die einzig sinnvolle Lösung danzlinearisierung, Reihenwiderstand
war der Kanal unterhalb des Tieftö- und Ähnlichem zum Trotz erzeugte er
ners. Er versteift das Gehäuse zu- haarsträubende Impedanzminima, wel-
sätzlich, sicherlich kein Nach- che aus einer unerwünschten Schwing-
teil. Dieselbe Aufgabe erfüllen kreiswirkung zwischen Kondensator
das Querbrett hinter dem und Spule herrühren. Die Lösung ist
SHP-200CTC und die Mi- gleichermaßen einfach wie kompliziert
schung aus Versteifung und ein 6dB-Entwurf. Einfach weil nur ein
Teiler oberhalb. Es bildet, zu- Bauteil, kompliziert, weil nicht steil ge-
sammen mit zwei weiteren Bret- nug. Abhilfe schufen eine Linearisierung
tern, die kleine Kammer für den des Impedanzanstiegs mittels RC-Glied,
Mitteltöner, der Rest wird als Gehäuse- welches der Serienspule bei ihrer Arbeit
Aludruckgusskorb, Kohlefasermembran,
Polkernbohrung und kräftiger Magnet
volumen für den Tieftöner mitgenutzt. hilft, und ein zusätzlicher Saugkreis für
beim Tieftöner-Subwoofer-Zwitter SPH-200CTC den Mitteltonbuckel zwischen 650 und
bekommt man alles, was für die gestellte Frequenzweiche 1400 Hz. Das Resultat ist eine gleichmä-
Aufgabe notwendig ist Die Frequenzweiche ist bei dieser Box ßig abfallende Flanke mit einem Minus-
ein umfangreiches Kapitel. Keine Angst, 6-dB-Punkt von ca. 600 Hz (blau).
Hochtöner um 90 Grad gedreht einbau- der Aufwand an Bauteilen und Kosten
en, da er in der Vertikalen bauartbedingt ist überschaubar. Allerdings stellte sich ((textdiagramm kt47 monacor box wei-
deutlich stärker bündelt als horizontal. bei der Entwicklung ein Problem ein, che tt))
Die Schraubenlöcher passen zumindest welches es erst zu lösen galt die Impe-
in der runden Variante perfekt überei- danz. Die beiden 8-Ohm-Schwingspu-
nander, so dass sie für den „Querbau“ len des SPH-200CTC werden wie schon
weiterverwendet werden können. Sofern erwähnt parallel geschaltet, damit man
Sie den RBT-95 erstmal „normal“ ein- ein 4-Ohm-Chassis erhält. Auch der Car-
bauen möchten, eine spätere Drehung HiFi-Mitteltöner verfügt über eine 4-
aber in Betracht ziehen, können Sie die Ohm-Spule. Soweit noch kein Problem,
rechteckige Öffnung für das Chassis di- allerdings muss man aufpassen, dass Unter 160 Hz gibt es zwar immer noch
rekt einmal hochkant und einmal quer man sich durch Wechselwirkungen mit eine leichte Anhebung durch Wechsel-
sägen. Dann beläuft sich die Arbeit später den Weichenbauteilen und ungünstiger wirkung der Serienspule mit dem oberen
tatsächlich nur noch auf herausschrau- Überlagerung keine Impedanzlöcher ein- Impedanzmaximum des Tieftöners, sie
ben drehen einschrauben. fängt, die ein normaler Verstärker so gar bleibt jedoch moderat und verursacht
Um die Box auch im Regal akustisch nicht mag. Genau das passierte nämlich auch kein Impedanzloch. Im Übrigen
angreifbar, aber manchmal nicht zu ver- beim ersten Entwurf, der in jeder Hinsicht ist der Frequenzgang des SPH-200CTC
meiden unterbringen zu können, muss- auch im Klang sehr befriedigend war, nur auch ohne Weiche bis über 600 Hz per-
te auch die Reflexöffnung noch mit auf beim Scheinwiderstand patzte: 1,6 Ohm fekt linear so sollte es sein (lila).
Auch der Mitteltöner hatte sich im er-
sten Entwurf einer Impedanz von unter
Als einziges der drei Chassis ist der Hochtöner wegen der seitlich abfallenden Frontplatte nicht
2 Ohm schuldig gemacht. Die Änderung
eingefräst. Wem das nicht schmeckt, der kann das Chassis um ca. 2 mm einsenken oder zum vom Serienwiderstand zum Spannungs-
rechteckigen Exemplar greifen. Dessen Frontplatte ist insgesamt flacher teiler und die dementsprechende An-
passung der Bauteile ergab einen zum
Tieftöner passenden Verlauf (grün) des
ebenso linear laufenden Mitteltöners
(lila).

((textdiagramm kt47 monacor box wei-


che mt))

Der Hochtöner verursachte keinerlei


Probleme, er ließ sich mit einem 12-

KLANG+TON 4/2007
K+T-Projekt
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dB-Hochpass klaglos filtern (rot). Hier


bekam der Serienwiderstand Vorzug
vor dem Spannungsteiler, da er den Fre-
quenzgang günstig beeiflusst.

((textdiagramm kt47 monacor box wei-


che ht))

Aus Platzmangel auf der Front ist der


Reflexkanal als Schlitz ausgeführt. Ein
Das Gesamtresultat ist ein über alles sehr Rohr auf der Rückseite der Box hätte den
ausgewogener Verlauf mit minimaler selben Zweck erfüllt, vereitelt aber die
Bass- und Höhenbetonung, welche sich Möglichkeit der wandnahen Aufstellung
im Hörtest durch den prägnant aufspie- müßig, denn es ergibt sich dasselbe Bild. und ist auch kein Freund von Regalen

lenden Mitteltöner relativiert. Die Kreu- Unter 15 Grad ist der Einbruch sogar
zungspunkte der drei Chassis liegen bei noch dramatischer (grün), ...
580 und 4600 Hz.

((textdiagramm kt47 monacor box 15


((textdiagramm kt47 monacor box wei- grad ht-grün mt-blau))
che zweige summe))

... während er unter 30 Grad nur noch


Messwerte minimal vorhanden ist (rot).
Bei der Aufnahme der Messwerte fällt
auf, dass im Übernahmebereich zwi-
schen Mittel- und Hochtöner unter Win-
kel starke Divergenzen auftreten. Dieser
Effekt ist von liegenden Center-Lautspre- ((textdiagramm kt47 monacor box 30
chern mit D‘Appolito-Anordnung, wel- grad ht-rot mt-grün))
che eigentlich nur stehend funktioniert,
bekannt. Hier kommt es vor allem unter
15 Grad zu einem starken Einbruch, da
sich die Schallwellen des MS-100CHQ
und des RBT-95 im Übernahmebereich
destruktiv (keine Angst, da geht nichts Unter 45 Grad ist sich das Mittelhoch-
kaputt!) überlagern. Unter 30 Grad tritt ton-Duo sowohl nach rechts als auch
der Effekt nur noch schwächer in Er- nach links weitestgehend einig.
scheinung und verlagert sich zu tieferen
Frequenzen, der nochmals schwächere
Einbruch unter 45 Grad liegt wieder an
der Stelle des 15-Grad-Lochs. Lassen Sie
sich durch diese Einbrüche jedoch nicht
abschrecken, schließlich handelt es sich
um eine Momentaufnahme an einem ((textdiagramm kt47 monacor box 45
einzelnen Ort und ohne Raumeinflüsse. grad ht-lila mt-rot))
Im Wohnraum ist davon nicht mehr viel
festzustellen.
Die Winkeldiagramme wurden im Üb-
rigen zum Mitteltöner hin gemessen.
Der Trick, die Boxen zu tauschen und
zum Hochtöner hin zu messen ist jedoch

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
K+T-Projekt
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Ob die Lautsprecher also mit Hochtö- Monacor SPH-200CTC (Spulen parallel)


nern nach innen oder außen stehen, ist
zumindest messtechnisch irrelevant.
Wieder „auf Achse“, gibt es nichts zu Frequenzgang für 0/15/30/45°
bemängeln, sowohl das Wasserfall-
diagramm als auch die Klirrspekten
für K2 und K3 sind fehlerlos. Dabei
tut sich besonders der Mitteltöner
mit sehr klirrarmem Spiel zwischen
500 und 4000 Hz hervor. Der viel dis-
kutierte Impedanzverlauf weist nun ein
Mimimum von 3,4 Ohm bei 140 Hz auf
nicht vollkommen unkritisch, aber in
99 % der Anwendungsfälle problemlos
zu betreiben und noch innerhalb der
4-Ohm-Norm. Impedanz und elektrische Phase

Klang
Im Hörraum musste das kleine Kraftpa-
ket beweisen, dass es den Schweiß auch
wert war, den es bei Entwicklung und
Aufbau generiert hat. Schon der erste
Versuch der Weiche war klanglich wie
gesagt vollkommen befriedigend, wobei
der Verstärker bei hohen Lautstärken,
bedingt durch das Impedanzminimum,
die Grenze seiner Stromlieferfähigkeit
erreichte und dies auch klanglich kund- Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1m
tat. Davon ist bei dieser Variante nichts
mehr zu spüren. Trotz der insgesamt im-
mer noch als kompakt zu bezeichnenden
Maße der Box erzeugt sie ein sattes, sehr
stabiles und gut durchhörbares Funda-
ment. Nur bei ganz wenigen Stücken fällt

Technische Daten
Hersteller: Monacor
Bezugsquelle: Monacor International
Unverb. Stückpreis 106 Euro
Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1m
Z: 4 Ohm
Fs: 26,41 Hz
Re: 3,57 Ohm
Rms: 1,49 kg/s
Qms: 6,42
Qes: 0,26
Qts: 0,25
Cms: 0,63 mm/N
Mms: 57,50 g
BxL: 11,53 Tm
Vas: 38,39 l
Le: 1,09 mH
Sd: 209 cm2 Zerfallspektrum (Wasserfall)

Ausstattung
Der RBT-95SQ ist die rechteckige Variante des Korb Aludruckguss
Hochtöners der „Specialist„. Er ist technisch Membran Kohlefaser
identisch und kann deshalb ohne weitere Ände- Sicke Gummi
rungen des Projektes eingesetzt werden
Schwingspulenträger Kapton
Schwingspule 50 mm
Xmax absolut 7,5 mm
Magnetsystem Ferrit
Polkernbohrung 17 mm
Sonstiges -

KLANG+TON 4/2007
K+T-Projekt
25

auf, dass es im Bass nicht so weit run- Carpower MS-100CHQ


tergeht wie bei großen Standboxen, an
Klang haben diese der „Specialist“ aber
nichts voraus. Auch dass der Mittelton Frequenzgang für 0/15/30/45°
einen eigenen Treiber spendiert bekam
wird sofort deutlich. Gut aufgelöst,
sehr klar und unverfärbt bescheinigt
der Car-HiFianer seine messtechnischen
Qualitäten auch im Hörraum. Er lässt
sich dank der recht hohen Trennung
auch von Pegel nicht beeindrucken, ar-
beitet Details perfekt heraus und klingt
dynamisch-kräftig.
Der Magnetostat ist im absolut posi-
tiven Sinne auffällig unauffällig. Er löst
passend zum Mitteltöner ebenfalls sehr Impedanz und elektrische Phase
fein auf (auf keinen Fall am Kondensator
vor dem Chassis sparen!), spielt wunder-
bar rund und vergeben Sie mir den im
wahrsten Sinne blumigen Ausdruck duf-
tig. Nicht nur ein sehr guter Partner zum
MS-100CHQ, sondern auch eine dicke
Empfehlung fürs Geld. Nur der Einsatz-
ort sollte passen, tiefer als hier sollte das
Chassis nicht getrennt werden.

Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1m

Technische Daten
Hersteller: Carpower
Bezugsquelle: Monacor International
Unverb. Stückpreis 57 Euro Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1m
Z: 4 Ohm
Fs: 113,39 Hz
Re: 3,29 Ohm
Rms: 1,20 kg/s
Qms: 2,63
Qes: 0,67
Qts: 0,53
Cms: 0,44 mm/N
Mms: 4,43 g
BxL: 3,94 Tm
Vas: 1,91 l
Le: 0,14 mH Zerfallspektrum (Wasserfall)
Sd: 55 cm2

Ausstattung
Korb Aludruckguss
Oben links sitzt die ca. 1 Liter große Mittelton- Membran Papier, beschichtet
kammer, das Volumen dahinter und daneben Sicke Gummi
steht dem Tieftöner zur Verfügung. Die Zwi- Schwingspulenträger Aluminium
schenwände und Versteifungen sind mit 10mm
Schwingspule 25 mm
Stärke zwar recht sparsam ausgelegt, versteifen
das kleine Gehäuse aber sehr effektiv Xmax absolut 3 mm
Magnetsystem Ferrit
Polkernbohrung nein
Sonstiges -

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
K+T-Projekt
26

„Specialist“

Frequenzgang für 0/15/30/45°

Natürlich haben die Lautsprecher auch


mal die Seiten getauscht, um Unter-
schiede zu erhören. Diese sind minimal
und hängen deutlich von den Seitenwän-
den ab, an denen der Schall reflektiert
wird. Mit den Hochtönern nach innen
klingt es minimal luftiger, mit Mitteltö-
nern innen eine Nuance stimmgewal-
tiger ausprobieren! So oder so macht
dieser Lautsprecher aber nicht nur unge- Impedanz und elektrische Phase
mein Spaß, sondern bietet, auch wenn es
kein Cheap Trick wurde, überragenden
Gegenwert fürs Geld.

Fazit
Die Aufgabe der „Specialist“, maximalen
Klang aus minimalem Raum zu zaubern, Technische Daten
geht auf. Der entsprechende Aufwand in
Chassisauswahl, Gehäuse und Weichen- Chassishersteller: Monacor, Carpower
entwicklung macht sich in Form des sehr Vertrieb: Monacor International
Konstruktion: Christian Gather
erwachsenen, gut aufgelösten und satten

Klangbilds bemerkbar. In dieser Diszi- Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
Funktionsprinzip: 3-Weg, Bassreflex
plin schlägt die Box jeden vergleichbar Bestückung: 1 x Monacor SPH-200CTC
großen Lautsprecher. 1 x Carpower MS-100CHQ
1 x Monacor RBT-95
Christian Gather Nennimpedanz: 4 Ohm
Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m: 84 dB
Abmessungen (BxHxT): 23,6 x 33,6 x 26,6 cm

Kosten pro Box: 280 Euro + Gehäuse

Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m

Weichenbestückung
L1 = 1,5 mH Luft 1,40 mm Draht
L2 = 0,68 mH Luft 1,00 mm Draht
L3 = 1,5 mH Ferrit 0,95 mm Draht
L4 = 0,39 mH Luft 1,40 mm Draht
L5 = 0,33 mH Luft 1,00 mm Draht
C1 = 82 µF Elko glatt
C2 = 33 µF Elko glatt
C3 = 33 µF Elko glatt
C4 = 4,7 µF MKP
C5 = 5,6 µF MKT Zerfallspektrum (Wasserfall)
C6 = 1,2 µF MKP oder besser
R1 = 2,7 Ohm 10 W MOX
R2 = 2,2 Ohm 10 W MOX
R3 = 5,6 Ohm 10 W MOX
R4 = 8,2 Ohm 10 W MOX
R5 = 10 Ohm 10 W MOX

KLANG+TON 4/2007
K+T-Projekt
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Zubehör pro Box Gehäuseaufbau


2 Beutel Dämmwolle Vor dem Beginn des eigentlichen Zusammen- Schablone angefertigt werden), für den Hoch-
1/2 Beutel Schafwolle o. Ä. baus wird die Kombination aus Versteifung tönerausschnitt tut‘s auch die Stichsäge. Die
1 Paar Polklemmen M5 und Innenteiler angefertigt. Denken Sie schon beiden Löcher für die Polklemmen schließen
1 Rolle Dichtband an dieser Stelle an den spiegelbildlichen Auf- die Holzbearbeitung vorerst ab. Wir rundeten
bau der Box, sonst wird ein Gehäuse hinterher noch die Kanten mit einem Viertelstabfräser
zum Hamsterkäfig degradiert, und es muss ein und versahen die Box mit zwei Lagen Maha-
neues her. Die Versteifung wird mit den Durch- goni-Holzlasur. An dieser Stelle darf aber jeder
brüchen (wir machten mit einem 75-mm-Loch- nach eigenem Gusto tätig werden.
bohrer einfach drei Löcher) hinter Hochtöner Bedämpft wird das Mitteltongehäuse mit rela-
und Mitteltonkammer und den beiden Mit- tiv stark gestopfter Schafwolle, die Bassabtei-
Holzliste teltonkammer-Wänden versehen. Nach der lung wird mit vier Matten Sonofil locker gefüllt.
Durchtrocknung wird auf einer Seitenwand mit Eine Matte wird l-förmig hinter das Mittelton-
18-mm-Multiplex: dem eigentlichen Bau begonnen. gehäuse gelegt, die anderen drei werden um
2 x 32,0 x 20,0 cm Front / Rückseite Zuerst kommen Front und Deckel dran, dann die Versteifung herum hinter den Tieftöner
2 x 26,6 x 36,6 cm Seitenwände folgen die eingangs fertiggestellte Konstruk- gelegt. Auch die Frequenzweiche findet hinter
2 x 26,6 x 20,0 cm Deckel / Boden tion und der Reflextunnel. Danach kommen dem Tieftöner bzw. auf dem 70-mm-Verstei-
die Rückwand, der Boden und die Versteifung fungsbrett Platz. Tief- und Hochtöner werden
10-mm-MDF: hinter dem Tieftöner an die Reihe. Nach dem direkt kontaktiert (ein Pärchen Tieftöner-An-
1 x 23,0 x 20,0 cm Versteifung oben Verschließen mit der zweiten Seitenwand (Ach- schlussklemmen wird mit zwei kurzen Kabeln
1 x 7,0 x 20,0 cm Versteifung hinter TT tung: vorher markieren, wo die Mitteltonkam- direkt mit dem anderen verbunden, auf Polung
1 x 10,0 x 12,0 cm Mitteltonkammer Seite mer sitzt!) ist das Gehäuse erst einmal zu. Dem achten!), der Mitteltöner erhält noch zwei Ka-
1 x 10,0 x 10,5 cm Mitteltonkammer hinten wirken wir mit der Oberfräse entgegen, die beldurchführungen an der Rückwand seiner
1 x 22,0 x 20,0 cm Reflexkanal den Tieftönerausschnitt und den Mitteltonkreis Kammer. Nach der Verkabelung und der Mon-
ausspart. Das Mittelton-Viereck machten wir tage der Chassis ist die Box fertig.
mit unserem Geat-Frässystem (sonst muss eine

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
K+T-Projekt
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Beyma-Breitbänder mit Bassunterstützung

Versacube
extreme
Langsam aber sicher geht unsere Versacube-
Reihe dem Ende entgegen. Neben einer Spe-
zialversion im kommenden Heft wollen wir
eine Spezies Lautsprecherchassis auf keinen Fall
vergessen – den Breitbänder. Die Wahl fiel auf
einen alten Bekannten, der mit Bassunterstüt-
zung zur Hochform aufläuft.

KLANG+TON 4/2007
K+T-Projekt
29

A bgesehen von wenigen Ausnahmen


gibt es bei Breitbändern zwei Lager.
Die lieben Kleinen haben für ernsthaf-
Frequenzgangmäßig verhält
sich der Spanier typisch für
einen 20er-Breitbänder mit
te Ambitionen im Bass zu wenig Fläche Schwirrkonus: laut, recht stark
und eine zu hohe Freiluftresonanz. Bei ansteigend und im Mittelhochton
der anderen Liga, ab 20 cm Durchmes- wellig. Letzteres hält sich aber noch
ser aufwärts, wird im Hochton gerne in Grenzen, und auch Ausschwingen
mit einem kleinen Hörnchen oder einer geht ohne größere Probleme über die
Folie etwas nachgeholfen, weil sie auf- Bühne. Sehr positiv zu erwähnen sind
grund hoher Masse und großer Fläche der geringe Impedanzanstieg und vor
Der große Hochtonkegel des Beyma 8ag/
die feinen Signale am oberen Ende des allem die minimalen Verzerrungen: K3 n befähigt die große Paqpiermembran,
Hörbereichs unterschlagen. In einem liegt selbst bei 95 dB ab 300 Hz unter bis über 10 kHz vollen Pegel abzustrahlen
Versacube-Projekt kommt verständli- 0,3 %. Dieser Breitbänder kann laut.
cherweise ein Breitbänder zum Einsatz, Bis knapp 2 kHz verhält sich das Chas-
der im Tiefton auf Untertützung ange- sis übrigens sehr linear und schwingt
wiesen ist. Größenmäßig bewegt sich das sauber aus. Nach guten Erfahrungen mit
Chassis allerdings auf der Grenze zwi- dem BG20 werde ich einem privaten und
schen den beiden Gruppen. auch schon leicht angeschlagenen Exem-
plar des 8ag/n auch mal mit der Klinge
Bestückung zuleibe rücken und den Hochtonkegel
Die Rede ist vom Beyma 8ag/n, im Selbst- entfernen. Wer weiß, aus dem Chassis
bau unter anderem bekannt durch das könnte ein exzellenter Tiefmitteltöner
Backloaded-Horn „das Viech“. Trotz aus- für den Anschluss an ein Horn werden.
reichender Membranfläche ist das Chassis Sollte dies von Erfolg gekrönt sein, wer-
in normalen Lautsprechern für die nen- den Sie es auf jeden Fall erfahren.
nenswerte Wiedergabe von tiefen Tönen
kaum geeignet, dafür liegen Resonanzfre- Gehäuse Versacube-Übersicht
quenz und Gesamtgüte einfach zu hoch. Baut man den 8ag/n geschlossen ein,
Sieht man eine Bassunterstützung vor, ist kann das Volumen nicht groß genug sein. • K+T 6/2006
es in ausreichend großen, geschlossenen Die guten 35 Liter des Versacube nutzt Versacube Grundmodul
und recht stark bedämpften Gehäusen das Chassis also voll aus, das Gehäuse
dennoch problemlos einsetzbar. Durch wird abgesehen vom Ausschnitt also wie • K+T 1/2007
die extrem harte Einspannung und die ein normaler Basswürfel aufgebaut. Es Versacube mit Peerless-Zweiwegsystem
große Fläche bietet der Beyma neben ho- wird mit sechs Matten Sonofil recht stark
hem Wirkungsgrad einen knüppelharten bedämpft, was den unvermeidlichen • K+T 3/2007
Oberbass ab ca. 100 Hz – genau das Rich- Überschwinger knapp über 100 Hz be- Versacube mit Monacor PA-Koax
tige für unsere Basswürfel, die alles dar- sänftigt. Mit der Gehäusebreite verträgt
unter beisteuern. Wie schon beim letzte sich der Beyma ansonsten sehr gut, der • K+T 4/2007
Mal kommen auch hier wieder vier Bäs- sanfte Bafflestep ist per Frequenzweiche Versacube mit Beyma-Breitbänder
se pro Seite zum Zuge, um eine ausrei- einfach abzufangen.
chende Gesamtdynamik sicherzustellen.
Der Mindestausbau sind zwei pro Kanal, Frequenzweiche
die den Vorteil bieten, nur ein Aktivmo- Die Weiche ist für einen Breitbänder
dul zu benötigen. Ein späterer Ausbau recht aufwendig, allerdings verlangt das
mit zweitem Modul und weiteren Wür- Chassis für ein ausgewogenes Spiel auch
feln ist problemlos möglich; wer es ruhig recht intensive Korrekturmaßnahmen.
angehen lassen will baut also erstmal vier Den Anfang macht eine Serienspule, die
Stück plus dem Paar für die Beymas. dem Anstieg des Frequenzgangs entge-
genwirkt (grün). Diese wirkt im Hochton

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
K+T-Projekt
30

allerdings zu stark, so dass ihre Wirkung


mit einem parallel liegenden Widerstand
wieder reduziert wird (rot).

((kt47 versacube weiche3))

((kt47 versacube weiche1))

Zusätzlich lässt sich über den Wert des


Kondensators der Frequenzgang im
Grundton „einstellen“. Das glatte Elko
Der zweite Schritt ist die Besänftigung mit 100 µF, dem ein kleiner MKP klang-
des zu lauten Bereichs zwischen 2 und lich auf die Sprünge hilft, sorgt für aus-
10 kHz. Erfahrungsgemäß klingen Breit- gewogenes Spiel. Mit 150 µF wird es fül-
bänder hier schnell ziemlich forsch, so liger, 82 µF klingen schlanker. Wenn der
dass die Pegelreduktion per Saugkreis Würfel über einen Verstärker mit Aktiv-
recht kräftig ausfällt (lila). weiche betrieben wird, zum Beispiel ein
AV-Receiver, sollte die aktive Filterung
(„Small“-Modus) aber auf jeden Fall den
Vorzug bekommen. Fürs Heimkino ist
die Box übrigens exzellent geeignet (siehe
((kt47 versacube weiche2)) auch „Klang“), wenn wegen der starken
Richtwirkung auch nur eingeschränkt
praxistauglich.

Messwerte
In der Box und mit Weiche pendelt sich
Den optionalen Abschluss bildet ein 12- der Beyma im Mittel bei ca. 89 dB ein.
dB-Hochpass, der das Chassis im unteren Dabei ist der Frequenzgang recht wellig,
Bereich entlastet. Eigentlich wollte ich im Endeffekt zählt aber nur, was hinten
darauf verzichten, jedoch kam der Breit- rauskommt, sprich wie es klingt. Unter
bänder beim Hören mit hohen Pegeln an Winkel fallen die starken Einbrüche bei
seine mechanischen Grenzen und wurde wechselnden Frequenzen auf, ein Resul-
unsauber. Der Hochpass rückte die Ver- tat des recht großen Hochtonkegels. Auß-
hältnisse wieder gerade. erdem bündelt der 8ag/n sehr stark, die
Box sollte in Höhe und Winkel präzise
auf den Hörplatz ausgerichtet werden.
Die Impedanz wird durch den Hochpass
etwas gedrückt, liegt aber gerade noch
Der Beyma gehört zur Sorte der dyna- innerhalb des Toleranzschlauchs für 8-
mischen, impulsiven Breitband-Zwanzi-
ger. Der klassische Aufbau mit Stahlblech-
korb und Ferritmagnet trägt zum sehr
attraktiven Preis des Treibers bei

Sinnvoller Maximalausbau pro Seite: vier


Basswürfel mit einem Breitbandmodul in
der Mitte. Zum Einstieg tun‘s aber auch
zwei Bässe pro Seite

KLANG+TON 4/2007
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KLANG+TON
K+T-Projekt
32

Beyma 8AG/N

Frequenzgang für 0/15/30/45°


Ohm-Boxen. Auch in der Box liegt
der Klirr sehr niedrig, wenn durch
den reduzierten Durchschnitts-
pegel auch minimal höher als
in der Textbox. Abgesehen vom
Frequenzgang tut sich auch beim
Ausschwingen nichts Erwähnens-
wertes.
Vergleicht man die Messwerte, spezi-
ell den Frequenzgang, mit einem guten
Zweiwegler, würde man Letzterem auf
jeden Fall den Vorzug geben. Aber Vor- Impedanz und elektrische Phase
sicht, das wäre ein fataler Fehler ...

Klang
Der Breitband-Versacube springt näm-
lich dermaßen los, dass man bei Trom-
melschlägen und Becken schon mal
ängstlich zusammenzuckt. Die knüp-
pelharten Treiber dreschen bei ent-
sprechendem Material unbarmherzig
knackig, schnell und trocken, dass man
sich sofort an den Bass einer guten PA
erinnert fühlt. Die Basswürfel müssen Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1m
schon präzise abgeglichen werden, um
harmonisch mitzuspielen, das ist nicht in
fünf Minuten erledigt. Wenn‘s dann aber
passt, formt diese Kombination ein rie-
siges Klangbild mit grandioser Dynamik.
Erstaunlicherweise verfärbt der Breit-
bänder nicht so stark, wie die Messung
es vermuten lässt. Auch kritische Stim-
Technische Daten
men lassen sich mit diesem Lautsprecher Hersteller: Beyma
klaglos wiedergeben; was deren Pegel im Bezugsquelle: Beyma, Vogtsburg-Oberrotweil
Verhältnis zum Rest angeht ist er aller- Unverb. Stückpreis 38 Euro
dings gerne großzügig. Soll heißen: eine Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1m
Z: 8 Ohm
Stimmenbetonung ist durchaus vorhan- Fs: 101,28 Hz
den, sorgt aber nicht für unangenehmen Re: 7,51 Ohm
Klang, sondern für einen unglaublich Rms: 1,99 kg/s
energiereichen Schub, der auch Percus- Qms: 4,45
sion zur Höchstform treibt. Für ausrei- Qes: 1,26
chende Höhenwiedergabe muss man Qts: 0,98
Cms: 0,18 mm/N
allerdings genau im Sweetspot sitzen – Mms: 13,89 g
sozusagen ein Ein-Mann-Spaßlautspre- BxL: 7,27 Tm
cher. Die enorme Räumlichkeit der Bey- Vas: 12,79 l
mas wirkt am großformatigen Klangbild Le: 0,32 mH
tatkräftig mit, sie lässt sogar außerhalb Sd: 227 cm2 Zerfallspektrum (Wasserfall)
des Stereodreiecks noch eine Ortung zu
Ausstattung
– verblüffend!
Korb Stahlblech
Im Pegel ist man mit Hochpass kaum Membran Papier
limitiert, je nach Material machen sogar Dustcap Papier
eher die Bässe dicht. Wie bereits ange- Sicke Papier
deutet, kann man mit mindestens fünf Schwingspulenträger l.A.
dieser Tiere ein Heimkino grandios be- Schwingspule 35 mm
schallen, muss sich allerdings darüber im Xmax absolut 4 mm
Magnetsystem Ferrit
Klaren sein, dass es ohne Ausrichtung auf
Polkernbohrung keine
den Hörplatz nicht geht. Für den Center Sonstiges Schwirrkonus

KLANG+TON 4/2007
Versacube Breitband

Frequenzgang für 0/15/30/45°

Impedanz und elektrische Phase

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Technische Daten
Chassishersteller: Beyma vØÀÊ
ŽÀi>̈ÛiÊ
Vertrieb: Beyma, Vogtsburg-Oberrotweil
Konstruktion: Christian Gather

Funktionsprinzip:
Bestückung:
1-Weg, geschlossen
1 x Beyma 8ag/n
Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
Ÿ«vi
Nennimpedanz: 8 Ohm
Kennschalldruckpegel 2,83V/1m: 89 dB
Abmessungen (BxHxT): 36,8 x 36,8 x 36,8 cm

Kosten pro Box: 80 Euro + Gehäuse

Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m


ist das kein Problem, aber für die Haupt-
lautsprecher und speziell die Rears kann
das beliebig kompliziert werden. Wer al-
lerdings die Möglichkeiten hat, kann sich
das Heimkino Marke „gnadenlos“ mit
erstaunlich wenig Aufwand und für we-
nig Geld ins traute Heim bauen.

Fazit
Diese Kombination ist nichts für Fein-
geister und Homöopathen, hier wird Zerfallspektrum (Wasserfall)
richtig hingelangt. Dynamikfreaks und
Freunde knackiger Breitbänder sollten
sich diese Kombi auf jeden Fall antun,
mehr PA für weniger Geld und Platz-
bedarf, garniert mit Breitbandtugenden
und erstaunlicher Ausgewogenheit, wird
man kaum finden.

Christian Gather
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/>ÌÃV…i˜Üi}Ê£
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ˆ˜vœJ>ˆÛ°`iʱÊÜÜÜ°>ˆÛ°`i
KLANG+TON
K+T-Projekt
34

Zubehör pro Box


Polklemmen: K 30 Au
Bedämpfung: 3 Beutel Sonofil
Dichtband: 2 x 5,0 x 2,0 mm Rolle

Lieferant: Intertechnik, Kerpen

Holzliste
19-mm-MDF:
2 x 36,8 x 36,8 cm Front / Rückseite
2 x 33,0 x 36,8 cm Deckel / Boden
2 x 33,0 x 33,0 cm Seitenwände
4 x 33,0 x 5,0 cm Versteifungen

Gehäuseaufbau
Der Aufbau dieses Gehäuses ist äußerst simpel.
Auf die Rückwand werden der Deckel, eine Sei-
tenwand und der Boden geklebt. Dann kom-
men die vier Versteifungen dran, danach fol-
gen die zweite Seitenwand und zu guter Letzt
die Front (kleiner Tipp: vorher markieren was
wo ist). Dann werden der Ausschnitt für den
Breitbänder gefräst und die Polklemmenlöcher
gebohrt. Nun kommt das Finish nach Wahl zum
Zuge, wir sägten mit unserer kleinen Tischkreis-
säge die 45°-Fasen an den Würfel und rollten
ihn mit weißer Wandfarbe.
Anschließend werden die Polklemmen einge-
baut und mit der Frequenzweiche, welche an
einer Seitenwand befestigt wird, verbunden.
Danach wird der Würfel mit sechs Matten
Dämmwolle gleichmäßig gefüllt. Nach dem An-
schluss des Chassis ist die Box betriebsbereit.

Weichenbestückung
L1 = 6,8 mH Ferrit Rollenkern, 0,95 mm Draht
L2 = 1,00 mH Luft, 1,40 mm Draht
L3 = 0,22 mH Luft 0,71 mm Draht
C1 = 100 µF Elko glatt
C2 = 5,6 µF MKP
C3 = 5,6 µF MKT
R1 = 6,8 Ohm 10 W MOX
R2 = 5,6 Ohm 10 W MOX

KLANG+TON 4/2007
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KLANG+TON
Grundlagen
36

Faser-Kunststoff-Verbund als Werkstoff

Glasfaser,
dass neue Holz?

Was aus der Car&HiFi-Szene bereits seit Jahren kaum


mehr wegzudenken ist, findet langsam, aber stetig auch
den Weg in den Lautsprecher-Selbstbau. Gerade durch
die nahezu grenzenlosen Möglichkeiten von GFK in
der Formgebung bietet sich eine Kombination aus
bewährten und neuen Materialien für den ambitio-
nierten Boxenbauer an. Was alles hinter GFK und den
damit verbundenen Stoffen steckt, dem geht Klang+Ton
genauer auf den Grund. In einer der kommenden
Ausgaben werden wir den Arbeitsablauf beim Bau
eines Lautsprechers im Einzelnen erläutern, in dieser
Ausgabe versorgen wir Sie mit Grundlagen.

KLANG+TON 4/2007
Grundlagen
37

Lexikon
Elastizitätsmodul
Das Elastizitätsmodul hat die Einheit einer
Spannung. Je mehr Widerstand ein Ma-
terial seiner Verformung entgegensetzt,
umso höher ist der Betrag des Elastizitäts-
moduls. Ein Material mit hohem E-Modul,
wie beispielsweise Stahl, ist demzufolge
also steif, während ein niedriges E-Mo-
dul wie bei Gummi, nachgiebig ist. GFK
hat ein E-Modul zwischen 55 und 87 kN/
Allgemeines mm², was im Mittel etwa dem von Alumi-
nium entspricht.

G lasfaserverstärkter Kunststoff
ist der am häufigsten eingesetzte
Faserverbundstoff. Abgeleitet aus dem
die sowohl als Bün-
del, dem so genannten
Roving, Vliesstoff oder Emulsion
Englischen wird er oft auch als Fiberglas Gewebe verarbeitet wird. Im privaten Be- In einer Emulsion liegt ein
(engl. Fibreglass) bezeichnet. Anfangs reich hat sich besonders die Gewebeva- fein verteiltes Gemisch aus
für den Bau von Flugzeugen verwendet, riante durchgesetzt. In dieser Form lässt zwei Flüssigkeiten vor. Dies
fand GFK aufgrund seiner Eigenschaften sich im Handlaminierverfahren schnell können beispielsweise Öl
schnell den Weg in andere industrielle Be- und einfach eine große und schichtstarke und Wasser sein. Eine der
reiche. Seien es Autoindustrie, Anlagen- Fläche aufbauen. Als zweite Komponente beiden Flüssigkeiten, die
und Bootsbau oder auch die Herstellung kommt Kunstharz zum Einsatz. In den so genannte innere Phase,
von Schaltschränken und Stromkästen meisten Fällen setzt man hier ungesät- liegt dabei in Tropfenform
in der Elektroindustrie. In Verbindung tigtes kobaltbeschleunigtes Polyesterharz verteilt in der zweiten Flüs-
mit einer entsprechenden Matrix (dem ein. Im Gegensatz zum bekannten Epo- sigkeit (äußere Phase), was
beigefügten Harz) erhält der Verbund xidharz ist die Verarbeitung weniger kri- in unserem Beispiel das
sowohl eine gute Isolationswirkung als tisch, und der Grundpreis fällt entschie- Wasser wäre. Somit gehö-
auch ein ausgezeichnetes Korrosionsver- den günstiger aus. Zu guter Letzt kommt ren Emulsionen zu den dis-
halten, was ihn in Verbindung mit den noch Flüssighärter (MEKP) hinzu. Ohne persen Systemen und un-
niedrigen Kosten zu einem so effizienten die Initiierung des organischen Peroxid terscheiden sich dadurch
Werkstoff macht. Selbst leichte Säuren würde es gar nicht oder erst nach Ta- von komplett mischbaren
und Basen sowie Benzin und Öl können gen zu einer Aushärtung kommen. Aus- Flüssigkeiten.
dem Faserverbund nichts anhaben, was schlaggebend für die Verarbeitungsdauer
aus der Verbindung mit Polyesterharz ist hierbei sowohl die Außentemperatur
resultiert. als auch das Mischverhältnis. Dabei ist
jedoch darauf zu achten, dass eine Ober-
grenze von 3 % Härter nicht überschrit-
Zusammensetzung ten wird. Nicht nur, dass dies die Reak-
tionszeit drastisch herabsetzen würde, so

D er klassische Compound (Verbund)


besteht aus drei Komponenten.
Hauptbestandteil hierbei ist Glasfaser,
kann es bei der so genannten Heißhär-
tung auch zu Überhitzung und eventuell
zur Entflammung kommen.

Erst durch die Kombination aller


Komponenten erzielt man die
größtmögliche Festigkeit. Auf
die Dosierung kommt es an.
Entlüfterrolle
Prinzipiell haben Entlüfterollen die Auf-
gabe, eine frische Laminatschicht zu
verdichten und gleichzeitig schädliche
Luftblasen herauszutransportieren. Da

+ +
Lufteinschlüsse die Struktur des Geleges
schwächen, sind die optisch einer Maler-
rolle ähnelnden Werkzeuge unersetzbar
im Bereich des Handlaminierens mit Bah-
nen oder ganzen Matten.

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Grundlagen
38

Verarbeitung:
Gewebematten

A m leichtesten lässt sich die Verar-


beitung anhand von Gewebematten
erklären. Wie auch im Bootsbau werden
mehrere Lagen aus Glasfaser in eine Ne-
gativform eingelegt und anschließend
mit einem zuvor angerührten Harz-Här-
ter-Gemisch eingestrichen. Aufgrund
guter Verarbeitungsviskosität durch-
dringt die Matrix die Gewebestruktur
vollends und sorgt somit für eine gleich-
mäßig aushärtende Fläche. Manche
Harze, wie beispielsweise das Polyotec 10
sind thixotrop eingestellt, was die Arbeit
an senkrechten Flächen vereinfacht.

Leider bergen die Gewebematten auch


einen Nachteil, da sie sich nur einge-
schränkt für den Formbau ohne Ne-
gativform eignen. Um beispielsweise
einen Lautsprecher aus gewobenen
Matten fertigen zu können, bedarf es
eines Konstrukts aus Maschendraht oder
Ähnlichem. Diese Methode hat sich im
Laufe der Jahre aber dennoch am stärks-
ten durchgesetzt. Matten findet man am Formvlies
häufigsten in den Stärken 40 g, 225 g und
450 g (Masse pro m²). Hochwertige Mat-
ten, wie beispielsweise die aus dem Hau-
se Variotex (zu beziehen über die Firma
S eit einiger Zeit arbeiten viele Pro-
fis vermehrt mit Vlies, einem syn-
thetischen Webpelz aus Polyester. Die-
AIV), sind emulsionsgebunden, was se Form der Glasfaser ermöglicht den
zu besserer Verbindung mit der Matrix schnellen Bau von Formen. Über eine
führt und gleichzeitig die Styrolabdamp- Unterkonstruktion gelegt, lässt sich der
fung vermindert. Vliesstoff spannen und fixieren. Dies
ermöglicht Rundungen, die sonst nur
durch viel Schleifen und Spachteln mög-
lich wären. Als Schallwand eignet sich
das Ganze jedoch nur bedingt, da sein
Elastizitätsmodul nur sehr gering ist und
für großflächige Wände nicht ausreicht.
Um das Ganze mit der nötigen Steifigkeit
zu versehen, wird das Gebilde anschlie-
ßend mit einigen Lagen 450-g/m²-Glas-
fasermatten und erneutem Handlami-
nieren auf die notwendige Schichtstärke
gebracht. Um Lufteinschlüsse beim La-
minieren zu vermeiden, kommen so ge-
nannte Entlüfterrollen zum Einsatz. Mit
ihrer Hilfe wird das Material angepresst,
während durch die auf der Rolle befind-
lichen Hohlräume die Luft entweichen
kann. Vlies gibt es ebenso wie die Mat-
ten aus Langfasern in unterschiedlichen
Stärken. Hinzu kommt, dass es sowohl
elastische als auch starre Maschenwa-
re gibt; je nach Einsatzzweck. Gerade
in der „Flex“-Variante ergibt sich durch
die Dehnbarkeit ein erheblich größerer
Spielraum, was Radien angeht.

KLANG+TON 4/2007
Grundlagen
39

Quelle: Select Products

Choppergun

I n der Industrie verarbeitet man häufig


Fasern nicht mehr als Gewebe, sondern
nutzt das reine Roving. Diese Langfasern
nur noch eine geringe Menge Harz be-
netzt. Dies geschieht mit einer Sprühpis-
tole, die man ohne Probleme auch zum
GFK
Glasfaserverstärkter Kunststoff, kurz GFK,
werden über eine Rolle in die so genann- Lackieren nutzen könnte. Nachdem das ist ein Faser-Kunststoff-Verbund aus einem
te Choppergun transportiert. Über eine Gemenge mit einer Entlüfterrolle ange- Kunststoff (z.B. Polyesterharz, Epoxidharz
Schneideklinge wird das Roving in feine presst wurde, entseht ein schichtstarker oder Polyamid) und Glasfasern. Er ist der
Stücke zerteilt und direkt über die Pistole und völlig durchtränkter Verbund. Leider am häufigsten eingesetzte langfaserver-
in das Werkstück eingespritzt. Durch das sind die Anschaffungskosten für entspre- stärkte Kunststoff. Erstmals wurden 1935
vorherige Aufbringen der Matrix in bei- chende Geräte recht hoch, so dass sie nur in den USA Endlos-Glasfasern als Verstär-
spielsweise eine Mulde lässt dise sich so selten den Weg in private Werkstätten kungsfasern industriell hergestellt.
ohne Anstrengung auffüllen. Die unters- finden. In Verbindung mit dem hohen Das erste Flugzeug aus GFK war der Pho-
te Schicht zieht dabei schon einen Teil Verschmutzungsgrad ist diese Methode enix der Akaflieg Stuttgart aus dem Jahr
der Matrix auf. Oberflächlich wird dann für den Heimgebrauch nur bedingt zu 1957.
empfehlen.

MEKP-Härter
die Heilbronner Firma so ziem- Methylethylketonperoxid dient als Härter-
lich alles bieten, was man für die zusatz für Polyesterharze, Vinylesterharze
Konstruktion eines GFK-basier- und Gießharze. Wird ein Anteil von 3 %
ten Lautsprechers benötigt. Da MEKP-Härter einem der vorher genann-
dürfen vorgefertigte MDF- ten Harze beigemischt, bewirkt eine che-
Ringe in den gängigsten Ra- mische Reaktion beider Materialien die
dien natürlich nicht fehlen. Aushärtung des Gemisches.
Speziell für die Arbeit mit Da es sich bei dem Härter um Gefahr-
Vlies, verfügen eben die- gut handelt, müssen beim Verarbeiten
se Ringe schon über eine entsprechende Schutzmaßnahmen, wie
Nut, an der die Bespan- Handschuhe, Atemschutz und Schutzbril-
nung festgetackert wer- le, getroffen werden. Im Falle einer Über-
den kann. dosierung kann es zu Explosionen oder
Bränden kommen.

A ufgrund des wachsenden Interesses


beim Endverbraucher haben Zube-
hörspezialisten wie AIV ihr Programm
an Produkten für die GFK-Verarbeitung
unter dem Lable „Individual“ stark er-
weitert. Neben Harzen, Härtern und
Glasfasergebinden beinhaltet die Palette
alles, was man für die Arbeit benötigt.
Das bezieht sich sowohl auf Schutzklei-
dung als auch auf Werkzeuge und weitere
nützliche Komponenten. Dadurch kann

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Grundlagen
40

CFK
Lexikon
A lternativ zu den verwendeten Glasfa-
sern ist es auch möglich, in densel-
ben Verfahren Carbonfasern zu verarbei-
ten. Wie schon beim GFK werden Matten
mithilfe einer Matrix zu stabilen Platten Roving UP-Harz
verarbeitet. Die Matrix besteht aus Duro- (deutsch; Faserbündel oder Faserstränge) Die moderne Geschichte der ungesät-
meren wie Epoxidharz. CFK kommt im- Spricht man von Roving, meint man ein tigten Polyester basiert auf Forschungsar-
mer dort zum Einsatz, wo es auf ein ge- Bündel endloser und unverdrehter Fasern beiten Mitte der 30er-Jahre. Ihre kommer-
ringes Gewicht bei gleichzeitig möglichst (Filamente). Diese finden häufig Einsatz zielle Anwendung begann im Jahr 1941
hoher Steifigkeit ankommt, beispielswei- in der Fertigung von Faserverbundstoffen und führte kurz nach Ende des Zweiten
se im Rennsport oder der Raumfahrt. Das wie dem GFK. Die Bezeichnung hängt Weltkrieges zur Herstellung faserverstärk-
beste Ergebnis erzielt man bei der Arbeit beim Roving von der Anzahl ihrer Fila- ter Polyesterprodukte. Aufgrund kontro-
mit CFK durch das Vakuumverfahren. mente ab, was mit dem Gewicht pro m² vers geführter Diskussionen bezüglich
Um ein möglichst gleichmäßiges Elasti- zu vergleichen ist. Die Abstufung findet der gesundheitsschädigenden Wirkung
zitätsmodul zu erzielen, werden die ge- hierbei in Tausenderschritten statt. von Kobaltverbindungen (in Form von
webten Matten in mehreren Schichten so lungengängigen Schleifstäuben) werden
übereinander gelegt, dass sich die Fasern zunehmend in der Industrie Anstrengun-
kreuzen. Anschließend wird das Ganze Styrol gen unternommen, die Möglichkeiten zur
dann unter Druck bei ca. 600-1000° C Auch als Styren bekannt. Styrol ist eine Herstellung Kobaltfreier bzw. Kobaltarmer
gebacken. Nur Objekte, die nach diesem süßlich riechende und entzündliche Flüs- Formulierungen voranzutreiben.
Verfahren erstellt wurden, werden offizi- sigkeit. Sie gehört zu den Arenen oder
ell als „Carbon“ bezeichnet. auch aromatischen Kohlenwasserstoffen.
Die Gefahren des Styrol liegen darin, dass Verarbeitungsviskosität
es durch die Atmungsorgane aufgenom- Die Viskosität ist ein Maß, das die Zäh-
men wird. Es reizt dabei die Atemwege, flüssigkeit eines Fluids beschreibt. Je hö-
Haut und Schleimhäute. Das Einatmen her die Viskosität ist, um so dickflüssiger
kann zu Konzentrationsschwäche, Mü- ist das Material. Verarbeitungsviskosität
digkeit, Übelkeit, Schwindel und Kopf- besagt also nichts andere, als dass eine
schmerzen führen. Flüssigkeit aufgrund ihrer Viskosität gut
zu verarbeiten ist.
So beispielsweise bei Harz, das sich gut
Thixotrop verstreichen lässt, jedoch flüssig genug
Das beste Beispiel für eine thixotrope ist um das darunter gelegene Gewebe zu
Masse ist Ketchup. Erst nach dem Schüt- durchdringen ohne in eine Richtung zu
Risiken teln wandelt es seinen Aggregatzustand verlaufen.
und Nebenwirkungen von fest in zähflüssig oder streichfähig.
Nach kurzer Reaktionszeit wandelt sich
das Ganze wieder zurück. Diese Eigen- Konventionelle Härtung
E in Nachteil an der Arbeit mit GFK
sind die bei der Verarbeitung ent-
stehenden giftigen Dämpfe. Aus diesem
schaft wird häufig auch in der Farbindus-
trie genutzt, beispielsweise für Lacke und
Lasuren. So versucht man eine möglichst
Die konventionelle Härtung unter Einwir-
kung von organischen Peroxiden als Initia-
toren ist entweder Heißhärtung (forcierte
Grund sollte nur in gut belüfteten Räu- einfache Verarbeitung auf senkrechten Trocknung), bei Raumtemperatur oder
men und mit Atemschutz gearbeitet wer- Flächen zu erzielen. sogar darunter möglich. Polyesterharze
den. Darüber hinaus kann es bei Kontakt werden gewöhnlich bei Raumtemperatur
zu einer Reizung der Haut und der Au- gehärtet. Die Härtung bei RT erfordert nor-
gen führen. Da UP-Harz nicht ätzend ist, malerweise den Zusatz eines sogenannten
sind Einweghandschuhe der kostengüns- Beschleunigers, da ansonsten entweder
tigste und flexibelste Schutz. keine Härtung erfolgt oder die Aushärte-
Sollte es während des Laminierens auf zeit Tage bis Wochen in Anspruch neh-
dem Werkstück oder dem Mischbecher men kann. Die Verarbeitungstemperatur
zu einer leichten Rauchentwicklung von ca. 15 °C sollte dabei nicht unter-
kommen, sollten beide schnell ins Freie schritten werden.
gebracht werden.
Da bei einer Überdosierung des Här-
ters auch eine Selbstentzündung nicht
auszuschließen ist, sollte grundsätzlich
nicht in der Nähe von leicht entflamm-
baren Stoffen gearbeitet werden. Für
den Notfall ist es ratsam, eine Dose mit
Löschschaum parat stehen zu haben.

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in Stichpunkten: Der Klirr wird in einem Diagramm zu- Die Farbe der Textrahmen deutet auf den
sammen mit dem Frequenzgang des jeweilig getesteten Chassistyp hin. Die
} 24 h einwobbeln aller Konuschassis Chassis als Absolutpegel dargestellt. In Farbtöne orientieren sich an den Wellen-
bei 10 Hz mit angemessener Leistung beiden Diagrammen sind die Lautstär- bereichen des sichtbaren Lichts, äquiva-
} 24 h Abkühlphase ken von 80 bis 95 dB (PA: 90 bis 105 dB) lent zu den Wellenbereichen des hörbaren
} Einsetzen in 1000-Liter-Testbox mit dargestellt. Das erste Diagramm enthält Schalls. Die tiefen Töne eines Subwoofers
1,35 x 1,65 m IEC-Normwand die Klirrkomponente K2 für die jeweilige entsprechen demnach den langen Wel-
} Platzieren der Testbox in der Lautstärke, das zweite zeigt die Kompo- len des Infrarotbereichs, die hohen Töne
Raummitte mittels Hubwagen nente K3. Zur Umrechnung des Klirrs in des Superhochtöners dem kurzwelligen
} Positionieren des Messmikrofons Prozent ist der Abstand in dB zwischen Ultraviolett. Ein Breitbänder bearbeitet
in 1 m Abstand der gleichfarbigen Chassis- und Klirr- (mit Einschränkungen) den gesamten
} Ermittlung des Frequenzgangs und lautstärke abzulesen und folgenderma- Bereich und erhält daher eine Mischung
der akustischen Phase per ßen umzurechnen: aus allen Farben, das Grau.
MLS-Messung in 0°, 15°, 30° und 60°
} Generierung des Wasserfalls Umrechnungsfaktor Hier ist die Farbtabelle
aus 0°-MLS-Messung - 10 dB = 30 % zur Aufschlüsselung
} Messung des Klirrs K2 und K3 bei - 20 dB = 10 %
80 bis 95 dB mittlerem Pegel - 30 dB = 3 % Subwoofer = rot
(PA: 90 bis 105 dB) - 40 dB = 1 % Tieftöner = orange
} Ausbauen des Probanden - 50 dB = 0,3 % Tiefmitteltöner = gelb
} Gleitsinusmessung der Impedanz - 60 dB = 0,1 % Mitteltöner = grün
und elektrischen Phase im Freifeld usw. Hochtöner = blau
} Ermittlung der TSP durch eine zweite Superhochtöner = violett
Impedanzmessung mit Zusatzgewicht Breitbänder = grau

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Einzelchassis
48

Beyma 12P1000Nd
Frequenzgang für 0/15/30/45°

Impedanz und elektrische Phase


D ass Beyma es mit der P1000-Serie
ernst meint, wird schon vor dem
Auspacken offensichtlich. Trotz Neodym
dank sehr harter Einspannung mit gut
44 Hz recht hoch, was in Verbindung mit
der niedrigen Gesamtgüte des extrem
wiegt der Karton einiges. Hier ging es kräftigen Antriebs für sehr kleine Gehäu-
also nicht nur um Gewichtseinsparung. se, aber verhaltene Tiefbassperformance
Auch in Sachen Belastbarkeit sind die steht. Einen optimal glatten Verlauf
Spanier nicht zimperlich, 900 Watt Dau- erreicht man in nur 20 Litern mit f3 bei
erbelastbarkeit sind angegeben, dazu 52 57 Hz, im leichten Sinkflug geht‘s in 30
mm Hub bis zur Zerstörung (nein, das Litern bis 46 Hz. Damit ist der Einsatz-
probieren wir nicht aus!). Angesichts der bereich des 12P1000Nd klar definiert:
Schwingspulenkonstruktion scheint das maximal kompakte PA-Lautsprecher für
aber auch nicht gänzlich unmöglich. 100 Höchstbelastungen bei guter Mobilität.
mm Duchmesser, von innen und außen Mit Ferritmagnet gleicher Antriebsstär- Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
auf den Träger gewickelt, und mit opti- ke wäre das gute Stück nämlich schon
mierter Belüftung, die einen kühlenden wesentlich schwerer.
(Luft-) Strom an der Spule vorbeiführt.
Angesichts des Aufwands, der Verarbei-
tung und des gebotenen Materials wirken Technische Daten
die 300 Euro für diesen Töner wahrlich Hersteller: Beyma
nicht überzogen. Bezugsquelle: Beyma, Vogtsburg-Oberrotweil
Die Parameter und Messungen weisen Unverb. Stückpreis 299 Euro
ihn ganz klar als reinen Tieftöner für
höchste Belastungen mechanischer und Chassisparameter K+T-Messung
Z: 8 Ohm
elektrischer Art aus. Trotz dicker und sta-
Z Hz: 11,2 Ohm Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
biler, damit aber auch schwerer Papier- Z Hz: 42,0 Ohm
membran liegt die Resonanzfrequenz Fs: 44,07 Hz
Re: 5,21 Ohm
Rms: 3,95 kg/s
Qms: 8,06
Qes: 0,30
Qts: 0,29
Cms: 0,11 mm/N
Mms: 114,85 g
BxL: 23,36 Tm
Vas: 45,38 l
Le: 1,06 mH
Sd: 535 cm2
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Ausstattung

Korb Aludruckguss
Membran Papier
Dustcap Papier
Sicke Gewebe, beschichtet
Schwingspulenträger k.A.
Schwingspule 100 mm
Xmax absolut 9 mm
Magnetsystem Neodym
Polkernbohrung 22 mm
Sonstiges -

KLANG+TON 4/2007
Einzelchassis
49

Beyma 15P1000Nd
Frequenzgang für 0/15/30/45°

Impedanz und elektrische Phase


I n dieselbe Kerbe wie der 12P1000Nd
schlägt auch dieser Fünfzehner kein
Wunder, handelt es sich doch um seinen
für den Bassreflexeinsatz günstigeren
Bereich. Natürgemäß sind die Gehäuse
dieses Fünfzehners größer, 50 bis 80 Li-
großen Bruder. Das Magnetsystem über- ter sind aber immer noch als kompakt
nimmt er 1 zu 1 vom Zwölfer, nur Korb zu bezeichnen. Optimale 60 Liter sind
und Membran sind größer. Trotzdem für genau 50 Hz untere Grenzfrequenz
wird er mit weiteren 100 Watt Belast- gut, in 80 Litern geht‘s fast linear bis 42
barkeit angegeben und macht damit das Hz runter. Damit ist der 15P100Nd der
Kilowatt voll. Preislich liegt er nur unwe- Preis-Leistungs-Sieger des Duos, bietet
sentlich über seinem Bruder, hier trennen er für nur 40 Euro mehr höheren Wir-
die beiden lediglich 40 Euro. Geblieben kungsgrad, tiefere Bässe und etwas mehr
ist auch die dicke, steife Papiermembran, Belastbarkeit bei gleicher Robustheit.
die den Tritt ins Kreuz des sehr kräftigen Wenn‘s also auch gerne etwas mehr sein Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
Antriebs ohne Schaden überlebt. darf als ein Zwölfzöller und das Volumen
Auch die Messungen zeigen eine deutliche zweitrangig ist, bildet der Fünfzehner die
Ähnlichkeit zum kleineren Exemplar. Der bessere Wahl.
Wirkungsgrad liegt allerdings genau 2
dB darüber. Das Ausschwingverhalten ist Technische Daten
sauber, der Klirr nicht rekordverdächtig Hersteller: Beyma
niedrig, aber auch bei 105 dB noch mit Bezugsquelle: Beyma, Vogtsburg-Oberrotweil
proportionalem Anstieg. Anzeichen von Unverb. Stückpreis 339 Euro
Kompression zeigen beide nicht.
Trotz des identischen Antriebs verfügt Chassisparameter K+T-Messung
der 15P1000Nd dank höherer Masse Z: 8 Ohm
Z Hz: 11,4 Ohm Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
und noch härterer Einspannung über Z Hz: 42,0 Ohm
geänderte Parameter. Die Resonanzfre- Fs: 45,08 Hz
quenz liegt noch ein Hertz höher, dafür Re: 5,11 Ohm
ist die Gesamtgüte ebenfalls in einem Rms: 6,44 kg/s
Qms: 6,70
Qes: 0,37
Qts: 0,35
Cms: 0,08 mm/N
Mms: 152,32 g
BxL: 24,36 Tm
Vas: 91,99 l
Le: 1,01 mH
Sd: 897 cm2 Zerfallspektrum (Wasserfall)
Ausstattung

Korb Aludruckguss
Membran Papier
Dustcap Papier
Sicke Gewebe, beschichtet
Schwingspulenträger k.A.
Schwingspule 100 mm
Xmax absolut 9 mm
Magnetsystem Neodym
Polkernbohrung 22 mm
Sonstiges -

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Einzelchassis
50

Ciare PT 262
Frequenzgang für 0/15/30/45°

Impedanz und elektrische Phase

N icht brandneu, aber dennoch sehr


interessant ist der mit knapp 60 Euro
überraschend preisgünstige Ciare PT
Headroom. Das Wasserfalldiagramm ist
supersauber, der minimale Nachschwin-
ger bei 7,7 kHz ist absolut vernachlässig-
262, ein ausgewachsener Hornhochtöner bar.
mit Metallfrontplatte. Den eigentlichen Mit dem Ciare PT 262 erhält man einen
Hornverlauf bildet dabei aber nur ein sehr gut gefertigten, auch in Heimboxen
kleiner Einsatz, die restliche Fläche wird, ansprechend aussehenden und mit guten
wie bei einem herkömmlichen Hochtö- Messwerten versehenen Hornhochtöner Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
ner, zur Befestigung genutzt. Trotz des für erstaunlich wenig Geld, ein schöner
Preises macht der Italiener einen extrem Kandidat für Heimkino und pegelstarke
soliden Eindruck, ist sehr sauber gefer- Stereolautsprecher.
tigt und lackiert und verfügt über ein
ausgewachsenes Ferrit-Magnetsystem.
Die Membran besteht aus Aluminium, Technische Daten
welches trotz des großen Diffusors noch Hersteller: Ciare
silbern durch die Öffnung schimmert. Bezugsquelle: Blue Planet Acoustic, Eschborn
Auch in puncto Messwerte gibt es nichts Unverb. Stückpreis 59 Euro
zu meckern. Der Frequenzgang erreicht
bereits kurz über 2 kHz ein ansehnliches Chassisparameter K+T-Messung
Z: 8 Ohm Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
Lautstärkeniveau und reicht fast bis zur Fs: 2302,38 Hz
Hörgrenze. Eine kleine Überhöhung Re: 6,66 Ohm
zwischen 7 und 11 kHz sollte bei Bedarf Rms: - kg/s
per Weiche korrigiert werden, dann bie- Qms: 2,66
tet der PT 262 einen sehr sauberen Ver- Qes: 2,39
lauf mit hoher Empfindlichkeit. Auch Qts: 1,26
der Klirr geht in Ordnung, K2 liegt über Cms: - mm/N
Mms: -g
6 kHz zwar leicht erhöht, dafür versöhnt BxL: - Tm
die wesentlich stärker störende Kompo- Vas: -l
nente K3 mit deutlich reduziertem Pegel Le: 0,29 mH
im Einsatzbereich, welcher frühestens bei Sd: - cm2
3 kHz beginnen sollte. Für den Klirr ist Zerfallspektrum (Wasserfall)
zusätzlich zu beachten, dass wir mit 90 Ausstattung

bis 105 dB gemessen haben, da es sich Frontplatte Aludruckguss
um ein PA-Chassis handelt. Gegenüber Membran Aluminium
HiFi-Chassis hat man also weitere 10 dB Dustcap -
Sicke k.A.
Schwingspulenträger k.A.
Schwingspule 26 mm
Xmax absolut k.A.
Magnetsystem Ferrit
Polkernbohrung entfällt
Sonstiges -

KLANG+TON 4/2007
Einzelchassis
51

Ciare PT 383
Frequenzgang für 0/15/30/45°

Impedanz und elektrische Phase

D er PT 383 weist genau das selbe


Nennmaß auf wie der PT 262. Kon-
zeptionell geht er jedoch in eine vollkom-
am Ball, das macht so manche kleinere
Kalotte schlechter. Auch Klirr ist kein
Thema, erst unter 1,6 kHz steigen die
men andere Richtung. Bei ihm handelt Komponenten an. Und auch der Wasser-
es sich um eine mit 38 mm Durchmesser fall ist sauber, nur die Senke enthüllt eine
extrem große Kalotte, die für den Einsatz stark unterdrückte Resonanz.
in lautstarken und dynamischen Boxen Insgesamt ist auch dieser Italiener ge-
gedacht ist. Obwohl sich das Nennmaß messen an der Konstruktion, der Quali- Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
von einem Zoll (25,4 mm) bei Hochtö- tät und den Messwerten ein echter Preis-
nern durchgesetzt hat, haben auch grö- tipp und im Reich der Hochtonkalotten
ßere Hochtöner ihren Reiz, weil sie ihre ein echter Exot für Dynamikfans.
Membranfläche in gesteigerte Empfind-
lichkeit, einen größeren Dynamikspiel-
raum und eine einfachere Ankopplung Technische Daten
an den Spielpartner umsetzen können. Hersteller: Ciare
Dem PT 383 hilft dabei zusätzlich die Bezugsquelle: Blue Planet Acoustic, Eschborn
Waveguide-artig ausgeformte Front- Unverb. Stückpreis 67 Euro
platte weiter, die die Empfindlichkeit zu
tieferen Frequenzen hin wahrt. Diese ist Chassisparameter K+T-Messung
zwar nur aus Kunststoff, aber äußerst Z: 6 Ohm Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
Fs: 1178,26 Hz
stabil, weil dick und zusätzlich verstrebt. Re: 5,73 Ohm
Außerdem sorgt ein rückwärtiges Kop- Rms: - kg/s
pelvolumen für eine möglichst niedrige Qms: 6,50
Resonanzfrequenz. Diese liegt mit knapp Qes: 2,77
1,2 kHz dann auch ausreichend niedrig Qts: 1,94
für tiefe Trennungen, auch wenn es gerne Cms: - mm/N
Mms: -g
noch etwas mehr sein dürfte. Die ausge-
BxL: - Tm
prägte Impedanzspitze weist auf die Ab- Vas: -l
wesenheit von Ferrofluid hin, ein Vorteil Le: 0,03 mH
für ausgeprägte Feindynamik. Der Wir- Sd: 11 cm2
kungsgrad liegt bei über 90 dB an 2,83 V Zerfallspektrum (Wasserfall)
bis hinunter zu 1 kHz, nur zwischen 4 Ausstattung

und 7,5 kHz schwächelt der Italiener et- Frontplatte Kunststoff
was. Dafür bleibt er auch bis ca. 17 kHz Membran Gewebe, beschichtet
Dustcap -
Sicke k.A.
Schwingspulenträger k.A.
Schwingspule 38 mm
Xmax absolut k.A.
Magnetsystem Ferrit
Polkernbohrung k.A.
Sonstiges Koppelvolumen

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Bausatztest
52

KLANG+TON 4/2007
Bausatztest
53

Standbox mit kompletter Fostex-Bestückung

Breitbandig
aufgestellt
Fostex ist in Boxenbauerkreisen vor allem durch seine legendären Breitbänder bekannt,
die in den verschiedensten Konstruktionen seit Jahrzehnten ihren Dienst versehen. Warum
sollte man sich also nicht die Fähigkeiten eines solchen Chassis zunutze machen, es da
einsetzen, wo es am stärksten spielt und dort unterstützen, wo es sinnvoll ist?

S printer – der Name der neuen Drei-


Wege-Box aus dem Hause Fostex
zeugt von einem gewissen Anspruch und
dass beim Einsatz in einer Mehrwegebox
zum Hochtöner sehr hoch getrennt wer-
den kann – sehr im Sinne der Verfech-
auch ausreichend Selbstbewusstsein. ter der „reinen Lehre“, die einen mög-
Schnell und antrittsstark soll er also sein, lichst breiten Frequenzbereich von einer
der neue Standlautsprecher. Dieses Ziel Schallquelle wiedergegeben haben wol-
verfolgt Fostex mit dem breitbandigen len. Im Übrigen glänzte der Fostex durch
Einsatz eines Fullrangetreibers als Mit- hervorragend niedrige Verzerrungswerte
teltöner, zwei ausgewiesenen Experten ab etwa 350 Hertz – also eine Frequenz,
im Tieftonbereich und einem Super- ab der er in der Sprinter nicht von unge-
hochtöner. fähr eingesetzt wird.
Unter dieser Marke nehmen zwei FW
Bestückung 167 dem FE 126 E die Schwerarbeit im
Sehen wir uns die Chassis im Einzelnen Bass ab. Die beiden 17-Zentimeter-Bass-
an. Der prominenteste Mitstreiter ist treiber verfügen über eine stabile Gewe-
sicher der FE 126 E, ein 11-Zentimeter- bemembran aus einem Material, das das
Breitbänder mit einer Spezialmembran englischsprachige Datenblatt von Fostex
aus Papier, das mit Bananenstaudenfa- als „Kenaf-Cellgaia“ bezeichnet. Wir ha-
sern stabilisiert wurde. Auf diese Weise ben nicht einmal versucht, eine deutsche
erhält man eine sehr leichte und dennoch Übersetzung dafür zu finden – es han-
stabile Membran, die weitgehend vor Re- delt sich aber wohl um einen Papierko-
sonanzen und „Aufbrechen“ gefeit ist. nus, der mit Fiberglasfasern angereichert
Wie von Fostex gewohnt, hat das Chas- wurde. Ergebnis ist eine mit knapp 14
sis Parameter, die es für den Einsatz in Gramm sehr leichte und dennoch ex-
einem backloaded Horn prädestinieren trem steife Membran, was ja hervorra-
– für den Fullrange-Betrieb sicher auch gend mit dem Konzept der leichtfüßigen
die erste und einzige Gehäusewahl. „Sprinter“ korrespondiert. Die Kehrseite
Der Einzelchassistest in K+T 6/2005 at- der Medaille: vor Resonanzen schützt das
testiert dem FE 126 E einen recht ausge- Material nicht gerade, zwei kräftige Spit- Mittel- und Super-Hochtöner ergänzen sich zu
einem dynamischen und detailreichen Klang-
wogenen Frequenzgang vom Grundton- zen lassen bei Verwendung als Tiefmittel- bild, das uneingeschränkte Langzeitqualitäten
bis in den Superhochtonbereich, der mit töner eine sorgfältige Filterung oder, wie aufweist. Damit korrespondiert auch die edle
einem minimalen Bauteileaufwand auch bei unserer Box, eine tiefe Trennfrequenz Echtholz-Frontplatte mit sage und schreibe 36
Millimeter, Materialstärke!
recht glatt zu bekommen ist. Aufgrund angeraten sein. Eine leichte Membran bei
des kleinen Membrandurchmessers bün- einem Tieftöner verlangt natürlich nach
delt der Breitbänder erst relativ spät, so einer weichen Aufhängung – eine ent-

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Bausatztest
54

quenzgang aufweist und noch nicht bün- Gehäuse


delt, setzt der Superhochtöner FT 17 H Das Gehäuse der Fostex Sprinter ent-
ein. Ab ungefähr vier Kilohertz spielt das spricht in den Abmessungen einer klas-
kleine Hörnchen mit – etwas unterhalb sischen Standbox. Der Grundriss der
seines optimalen Einsatzbereichs ab gut Box ist jedoch nicht rechteckig, sondern
fünf Kilohertz. Konstruktiv handelt es trapezförmig, so dass zumindest in einer
sich beim FT 17 H um eine ganz nor- Dimension stehende Wellen vermieden
male Metallkalotte recht kleinen Durch- werden. Bei der gewählten Schallwand-
messers, die allerdings nicht einfach in breite und den benötigten Volumina hät-
einer Schallwand arbeitet, sondern auf te eine gleich hohe Box einen fast qua-
die flache Rückseite des von außen sicht- dratischen Grundriss – fatal, was innere
baren Phaseplugs strahlt und somit eine Resonanzen betrifft! Die nötige innere
Art Druckkammer „sieht“. Der Schall ge- Stabilität erhält die doch recht hohe Säule
langt dann durch einen schmalen kreis- durch Verstärkungsleisten und einen In-
förmigen Schlitz in den ringförmigen nenteiler – die beiden Tieftöner erhalten
Hornverlauf des Hochtöners. Durch die- also jeder ein separates Abteil mit nach
se Bauweise erhält man einen zwar in der hinten abstrahlendem Bassreflexrohr. In
Breitbandigkeit etwas eingeschränkten, der Gehäusehälfte des oberen Basstrei-
jedoch sehr wirkungsgradstarken Hoch- bers sitzt das separate Volumen des Breit-
töner, der gerade als Ergänzung für laute bänders, der mit zweieinhalb Liter Luft
Breitbänder sehr gut geeignet ist – und auskommen muss. In unserer Testbox
das zu einem Preis von gerade einmal wurde das Gehäuse für den FE 127 E aus
43 Euro. Für den Einsatz als „echter“ mehreren Ringen Multiplex in Schicht-
Hochtöner (etwa in einer Zweiwege- bauweise aufgebaut, in der Praxis genügt
box) ist er aufgrund der doch recht ho- eine rechteckige Konstruktion, die ja oh-
hen Trennfrequenz weniger geeignet. nehin stark mit Sonofil bedämpft wird,
Die Messwerte des Ringradiators sind um Resonanzen zu vermeiden.
gut, im Frequenzgang fällt lediglich eine Jedes der beiden Tieftonabteile wird auf
Anschlussterminal und Bassreflexrohre sitzen in kleine Unsauberkeit knapp über 4 Kilo- etwa halber Höhe durch eine umlaufen-
der schmalen Rückwand. Rückt die Box nahe an
die Wand, so kann man mit einer Bedämpfung
hertz auf, die ebenso wie der Klirrverlauf de Verstärkungsleiste stabilisiert, so dass
der Rohre experimentieren. einen Einsatz über 5 Kilohertz nahelegt. keine Schwingungen der Seitenwände zu
Das Wasserfalldiagramm zeigt dagegen erwarten sind. Hier erfolgt die Bedämp-
sprechend breite Gummisicke erledigt ein fast perfektes Ausschwingverhalten, fung durch gefaltete Sonofilmatten ent-
beim FW 167 diesen Job. Mit dem recht so dass auch vom Superhochtöner eine lang der schrägen Seitenwände.
kräftigen Antrieb kommen wir auf eine schnelle Performance zu erwarten ist.
Resonanzfrequenz von etwa 47 Hertz,
die hohe Gesamtgüte erlaubt dennoch
eine mehr als zufrieden stellende Tief-
basswiedergabe in noch kleinen Gehäu-
sen. Die Verarbeitungsqualität des FW
167 ist sehr gut. Der Korb wird sauber
aus Aluminiumdruckguss gefertigt und
bietet dem Antrieb genügend Belüf-
tungsmöglichkeiten. Der äußerst massive
Korbrand verjüngt sich Fostex-typisch
zu den Rändern hin, so dass sich eventu-
ell ein nicht versenkter Einbau anbieten
würde – in der Sprinter hat man ganze
Sachen gemacht und den Korb bündig
in die Schallwand eingefräst. Das Chassis
ist magnetisch geschirmt, so dass es auch
für den Einsatz in der Nähe eines Röh-
renfernsehers oder -monitors in Frage
kommt.
Oberhalb des Bereichs, in dem der Breit-
bänder einen fast perfekt glatten Fre-

Die klassische Dreiwegeweiche sitzt auf dem


Innenteiler. Die Bauteileempfehlungen unserer
Stückliste können nach eigenem Wunsch in ihrer
Qualität verbessert werden

KLANG+TON 4/2007
Bausatztest
55

Die Trapezform erfordert natürlich ei- Fostex FT17H


nige Gehrungsschnitte, weswegen der
Nachbauer sich für den exakten Holz-
zuschnitt in der Regel an den Schreiner Frequenzgang für 0/15/30/45°
seines Vertrauens wenden wird. Trotz ei-
niger Winkel ist der Zusammenbau der
Box nicht schwer – die schrägen Seiten-
wände finden an der Frontplatte und den
insgesamt fünf kleinen Brettern genü-
gend Führung, um problemlos verleimt
werden zu können.
Die schmale Rückwand wird zum Schluss
aufgesetzt. Während der Hoch- und die
Tieftöner eingefräst werden, sitzt der
Breitbänder auf der Schallwand – ob jetzt
wegen seines flacheren Korbs oder der Impedanz und elektrische Phase
aufwendiger herzustellenden Fräsung,
mag dahingestellt sein. Perfektionisten
werden sich jedenfalls eine Schablone
fertigen und auch den FE 127 E bündig
in die Frontplatte einlassen. Die 45-Grad-
Fase an den Seiten der Schallwand trägt
zur schmalen Silhouette der Sprinter bei
und verringert Kantenreflexionen bei der
Abstrahlung hoher Frequenzen. Die uns
zur Verfügung gestellte Box hat einen
cremefarben lackierten Korpus erhalten,
die 36 Millimeter starke Schallwand be- Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
steht aus einer wunderschön gemaserten
Echtholzplatte, die mit Klarlack versie-
gelt wurde,.

Frequenzweiche
Die Frequenzweiche zeigt uns ein klas- Technische Daten
sisches Dreiwege-Konzept. Die beiden Hersteller: Fostex
gegenüber den anderen Chassis verpol- Bezugsquelle: Megaaudio, Bingen
ten Tieftöner werden impedanzlineari- Unverb. Stückpreis 42 Euro
siert und mit einem Filter zweiter Ord-
nung bereits bei knapp 400 Hertz aus Chassisparameter K+T-Messung
dem Rennen genommen. Bei einer so Z: 8 Ohm Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
tiefen Trennung spielen die Membran- Fs: ca. 3200 Hz
Re: 6,70 Ohm
resonanzen natürlich keine Rolle mehr – Rms: - kg/s
die mit 12 Dezibel pro Oktave abfallende Qms: 2,23
Flanke verläuft absolut mustergültig. Der Qes: 4,60
Mitteltöner wird spiegelbildlich dazu mit Qts: 1,50
ebenfalls 12 Dezibel Flankensteilheit ein- Cms: - mm/N
geblendet; ein Filter gleicher Ordnung Mms: -g
senkt seinen Schalldruck schon ab etwa BxL: - Tm
Vas: -l
2 Kilohertz wieder ab. Im Zusammen- Le: 0,03 mH
spiel mit dem bis etwa 6 Kilohertz stetig Sd: - cm2
ansteigenden Schalldruck des FE 127 E Zerfallspektrum (Wasserfall)
ergibt dies eine sehr flache Flanke zum Ausstattung

Hochtonbereich hin. Der im Vergleich
zu den Tieftönern höhere Wirkungsgrad Frontplatte Kunststoff
Membran k.A.
erfordert den Einsatz eines Spannungs- Dustcap -
teilers. Den benötigt natürlich auch der Sicke k.A.
recht laute FT 17 H, der wider Erwarten Schwingspulenträger k.A.
nicht flach, sondern über ein 18-Dezibel- Schwingspule k.A.
Filter unterhalb von 7 Kilohertz getrennt Xmax absolut k.A.
wird. Dies ist nach den Messungen am Magnetsystem Ferrit
Polkernbohrung entfällt
Einzelchassis sicher auch technisch rich-
Sonstiges -

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Bausatztest
56

tig, entspricht aber nicht der Theorie von Fostex FE126E


den symmetrischen Flanken im Über-
gangsbereich zwischen zwei Chassis.
Frequenzgang für 0/15/30/45°

((kt47 Fostex Zweige))

Und tatsächlich: Während die Übernah-


me zwischen Tief- und Mitteltöner mus-
tergültig (mit einer gewollten Betonung Impedanz und elektrische Phase
der Mitten) funktioniert, scheint der
Übergang zwischen Mittel und Hochton
überhaupt nicht zu passen, außerdem ist
der Hochtöner offenbar viel zu laut – wir
warten also gespannt die weiteren Mes-
sungen und vor allem den alles entschei-
denden Hörtest ab.

Messwerte
Nach einigem Experimentieren konnten
wir feststellen, dass die Frequenzweiche
der Sprinter auf den Breitbänder abge- Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
stimmt worden war, der sich bei ord-
nungsgemäßer Aufstellung der Box auf
Füßen oder Spikes auch eher in Ohrhöhe
befindet als der ergänzende Superhoch-
töner. Unsere Messungen haben wir Technische Daten
diesbezüglich mit dem Messmikrofon Hersteller: Fostex
auf halber Höhe zwischen Hoch- und Bezugsquelle: Megaaudio, Bingen
Mitteltöner durchgeführt – und siehe da: Unverb. Stückpreis 49 Euro
Es ergibt sich ein trotz leichter Welligkeit
insgesamt ausgewogener Frequenzgang Chassisparameter K+T-Messung
mit einer leichten Senke im oberen Mit- Z: 8 Ohm
Z 1 kHz: 8,0 Ohm Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
teltonbereich und je nach Messwinkel Z 10 kHz: 16,3 Ohm
leicht ansteigendem Schalldruck zu den Fs: 85,49 Hz
Höhen. Der Bass- und Grundtonbereich Re: 7,00 Ohm
ist recht kräftig, aber nicht überbetont, Rms: 0,36 kg/s
die Sprinter reicht mit ihrer Doppelbeset- Qms: 4,52
Qes: 0,39
Qts: 0,36
Cms: 1,13 mm/N
Mms: 3,06 g
BxL: 5,45 Tm
Vas: 8,64 l
Le: 0,15 mH
Sd: 74 cm2 Zerfallspektrum (Wasserfall)
Ausstattung

Korb Stahlblech
Membran Papier
Dustcap Papier
Sicke Gewebe, beschichtet
Schwingspulenträger k.A.
Schwingspule 20 mm
Xmax absolut 0,7 mm
Der Breitbänder FE 127 E mit seinem kräftigen
Magnetsystem Ferrit
Magnetsystem, das für die hornspezifischen
Parameter sorgt. Die leichte Papiermembran wird
Polkernbohrung keine
mit Bananenstaudenfasern stabilisiert Sonstiges -

KLANG+TON 4/2007
Bausatztest
57

zung ordentlich in den Tiefton hinunter Fostex FW167


– etwa 40 Hertz sind schon ein Wort bei
mehr als ordentlichen 87 Dezibel mittle-
rem Schalldruckpegel. Der Klirrfaktor ist Frequenzgang für 0/15/30/45°
dabei weder als K2 noch als K3 der Rede
wert, die Ein-Prozent-Marke wird auch
bei hohen Lautstärken erst unterhalb von
100 Hertz auch nur angekratzt. Dass der
Standlautsprecher den Namen „Sprinter“
wohl zu Recht trägt, zeigt am eindrucks-
vollsten das Wasserfalldiagramm, das au-
ßer den unvermeidlichen Nachschwin-
gern im Bass keinerlei Störungen oder
Verzögerungen im Ausschwingverhalten
der Box vermeldet. Impedanz- und Pha-
senverlauf sind ebenfalls unspektakulär Impedanz und elektrische Phase
– allerdings sollte erwähnt werden, dass
bei 35 Hertz ein Impedanzminimum von
nur drei Ohm vorliegt – der angeschlos-
sene Verstärker sollte also einigermaßen
laststabil sein.

Klang
Da der Hörraum mit anderen Boxen
recht ordentlich zugestellt war, stellten
wir die Fostex Sprinter mit einer etwas zu
großen Basisbreite auf. Die Befürchtung,
das Klangbild könnte dadurch zerfallen Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
und an den Lautsprechern hängen blei-
ben, atomisierten die Fostexe schon beim
ersten Teststück. AC/DC polterten aus
den Boxen, so frisch und rüpelhaft, als
hätten sie „Hells Bells“ erst gestern auf- Technische Daten
genommen und nicht vor einem Viertel- Hersteller: Fostex
jahrhundert. Ebenso „Thunderstruck“: Bezugsquelle: Megaaudio, Bingen
brachial, direkt – eben das volle Brett. Unverb. Stückpreis 99 Euro
Die beiden 17-Zentimeter-Bässe ließen
sich dabei trotz wandferner Aufstellung Chassisparameter K+T-Messung
Z: 8 Ohm
nicht lumpen, im Gegenteil: Müssen die Z 1 kHz: 10,1 Ohm
Lautsprecher aus Platzgründen näher an Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
Z 10 kHz: 26,5 Ohm
eine Wand rücken, empfiehlt es sich, den Fs: 46,81 Hz
Bass mittels Bedämpfung der Reflexrohre Re: 6,99 Ohm
leicht zu dosieren. Rms: 1,20 kg/s
Qms: 3,39
Qes: 0,48
Qts: 0,42
Cms: 0,84 mm/N
Mms: 13,83 g
BxL: 7,68 Tm
Vas: 20,56 l
Le: 0,62 mH
Sd: 133 cm2
Zerfallspektrum (Wasserfall)
Ausstattung

Korb Aludruckguss
Membran Papier
Dustcap Papier
Sicke Gummi
Schwingspulenträger k.A.
Schwingspule 36 mm
Der Tieftöner FW 167 ist magnetisch geschirmt, Xmax absolut 3 mm
einem Einsatz im Heimkino steht also nichts im Magnetsystem Ferrit
Wege. Der Korb aus Aluminiumdruckguss ist Polkernbohrung keine
extrem stabil konstruiert Sonstiges magnetisch abgeschirmt

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Bausatztest
58

Fostex Sprinter

Frequenzgang für 0/15/30/45°

Impedanz und elektrische Phase

Das Herzstück der Sprinter ist der FE 127 E – ein


klassischer Fostex-Breitbänder für den Solo-Ein-
satz in Hörnern. Befreit von der Last allzu tiefer
und hoher Frequenzen, entwickelt er ungeahnte
Qualitäten

Bei etwas subtilerem Musikmaterial wur- Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1m


de immer deutlicher, dass in der Sprinter
tatsächlich vor allem der Breitbänder die
Musik machte – stets wirkungsvoll un-
terstützt durch die fast trägheitsfreien
Bässe und den Hochtöner, der trotz der Technische Daten
gemessenen Überhöhung niemals in den
Chassishersteller: Fostex
Vordergrund trat, sondern stets dezent Vertrieb: Megaaudio, Bingen
die Glanzlichter setzte. Was bei der Box Konstruktion: Megaaudio
am meisten auffiel, war die frappierende
Räumlichkeit, die sie selbst aus der wid- Chassisparameter K+T-Messung
rigen Aufstellung zaubern konnte. Die Funktionsprinzip: 3-Weg, bassreflex
Bühne, die die Sprinter aufspannt, ist ex- Bestückung: 1 x Fostex FT17H Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1m
trem beeindruckend und zu keinem Zeit- 1 x Fostex FE126E
2 x Fostex FW167
punkt durch „Verschmieren“ der Positio- Nennimpedanz: 4 Ohm
nierung einzelner Stimmen erkauft – im Kennschalldruckpegel 2,83 V/1 m: 87 dB
Gegenteil: so dreidimensional und dabei Abmessungen (BxHxT): 24,0 x 110,0 x 40,0 cm
fest konturiert habe ich die Instrumen-
te noch selten aus dem Gesamtkontext Kosten pro Box: 350 Euro + Gehäuse
einer Aufnahme heraushören können,
ohne dabei die Balance der ganzen Musik Breitband-Box unterscheidet, sind die
zu verlieren. Das Konzept der ergänzten dramatisch erweiterten Grenzen der Per-
Breitbandigkeit ist also im Fall der Fostex formance in Bezug auf Ausgewogenheit,
voll aufgegangen: Der Lautsprecher erin- Grenzdynamik und Mühelosigkeit im Zerfallspektrum (Wasserfall)
nert in seiner Abbildungsgenauigkeit und Antritt – eben ein echter Sprinter.
-größe an die Qualitäten hervorragender
Fullrange-Boxen – die Chassis, die dem Fazit
FE 127 E im Tief- und Hochtonbereich Das bei der Analyse der Weiche und
unterstützend zur Seite stehen, sind von ersten Messungen noch vorhandene
ihrer Charakteristik und Dosierung her Stirnrunzeln wich im Hörtest spontaner
genau ausgewählt und auf den Breitbän- Begeisterung – wirklich gute Boxen mit
der abgestimmt, so dass sie mit ihm zu Atmosphäre und packendem Drive wie
einer echten Einheit verschmelzen. Das die Fostex Sprinter werden eben doch
Einzige, das die Fostex von einer echten immer noch mit dem Ohr abgestimmt!

Thomas Schmidt

KLANG+TON 4/2007
Bausatztest
59

Gehäuseaufbau
Vor dem Zusammenbau müssen die nicht
rechteckigen bzw. angefasten Bretter exakt
zugeschnitten werden. Der Aufbau findet auf
der Frontplatte statt, in der wegen der besseren
Handhabbarkeit schon vorher die Ausschnitte
und Fräsungen für die Chassis angebracht wor-
den sind. Die 16 Millimeter breite umlaufende
Fase wird ebenfalls vor dem Zusammenbau
gefräst. Die beiden Bretter, die zur Versteifung
der Basskammern dienen, werden vor dem
Verleimen innen so ausgesägt, dass rundum
ein etwa drei Zentimeter breiter Streifen ste-
hen bleibt. Auf die Rückseite der liegenden
Front werden dann Boden, Deckel, Teiler und
Versteifungen aufgeleimt, anschließend das
vormontierte Gehäuse für den Mitteltöner, in
das möglichst schon die Zuleitungkabel für den
FE 127 E gelegt sind. Auch die anderen inter-
nen Kabeldurchführungen sollten zumindest
schon gebohrt sein. Nach gutem Abbinden des
Leims werden unter Zuhilfenahme von flachen
Keilen die Seitenwände aufgeklebt. Hier ist auf
eine optimale Anpressung an die Frontplatte zu
achten. Schließlich wird die schmale Rückwand
aufgeklebt und nach dem Trocknen des Leims
mit den Bohrungen für die Reflexkanäle und
das Terminal versehen. Das Oberflächenfinish
ist jedem selbst überlassen – die gezeigte Va-
riante mit der 36 Millimeter starken Echtholz-
platte ist optisch schon sehr reizvoll – aber eben
auch nicht ganz billig.
Die Frequenzweiche findet ihren Platz auf dem
Innenteiler hinter dem oberen Tieftöner. Das
Mitteltönergehäuse wird mit Sonofil, Muhwolle
o.Ä. komplett bedämpft, die Tieftonkammern
mit einfach gefalteten Sonofil-Matten entlang
der Seitenwände.

Zubehör pro Box


2 Bassreflexrohre BR/HP 70
Anschlussterminal
Bedämpfung: 3 Beutel Sonofil

Lieferant: Megaaudio, Bingen

Weichenbestückung Holzliste (pro Box)


L1 = 2,7 mH Luft, 1,4 mm Draht 10-mm-MDF
L2 = 6,8 mH Kernspule, 0,71 mm Draht 2 x 19,0 x 12,0 cm Mitteltöner Seitenwände
L3 = 4,7 mH Kernspule, 0,71 mm Draht 2 x 19,0 x 14,0 cm Mitteltöner Deckel, Boden
L4 = 0,68 mH Luft, 0,71 mm Draht 1 x 14,0 x 14,0 cm Mitteltöner Rückwand
L5 = 0,27 mH Luft, 0,71 mm Draht
C1 = 150 µF Elko glatt 19-mm-MDF
C2 = 800 µF Elko glatt 1 x 110,0 x 14,5 cm Rückwand
C3 = 56 µF MKT oder besser 2 x 110,0 x 35,1 cm Seitenwände
C4 = 4,7 µF MKT oder besser 5 x 20,2 x 34,5 cm
C5 = 2,2 µF MKP Deckel,Boden,Innenteiler,Versteifungen
C6 = 4,7 µF MKP
R1 = 3,9 Ohm MOX, 10 Watt 36-mm-Massivholz o. Multiplex, Leimholz o.Ä.
R2 = 4,7 Ohm MOX, 10 Watt 1 x 110,0 x 24,0 cm Frontplatte
R3 = 8,2 Ohm MOX, 10 Watt
R4 = 2,7 Ohm MOX, 10 Watt
R5 = 10 Ohm MOX, 10 Watt

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Elektronikprojekt
60

Die Masse macht‘s


Nein, das ist kein Plädoyer für ungehemmte Nahrungsauf-
nahme, sondern der zweite Teil der Bauanleitung für den
Vorverstärker „Dispre“. Mit ein paar gut gemeinten
Ratschlägen, wie man dieses und artverwandte Projekte
problemlos und brummfrei zum Laufen bekommt.

KLANG+TON 4/2007
Elektronikprojekt
61

auf drei Positionen begrenzt. Die sechs sich wie wir erlauben, ein solches Gerät
Eingangsbuchsen sind unmittelbar mit in ein Gehäuse zu stecken, das zum groß-
dem Schalter verbunden, sein Ausgang en Teil aus Holz besteht.
führt zum Lautstärkepoti. Dessen Aus- Sehen wir uns zunächst die Verbin-
gang wiederum geht auf den Eingang der dungen zwischen dem Netzteil und den
jeweiligen Verstärkerplatine, deren Aus- beiden Verstärkermodulen an. Vom
gang speist die Cinch-Ausgangsbuchsen. Netzteil wird jeweils eine Leitung für die
Fertig – zumindest in der Kurzversion. positive und für die negative Betriebs-
Dreh- und Angelpunkt beim Aufbau un- spannung zu den Verstärkern geführt;
seres Mustergerätes ist ein rundes Stück die dazugehörigen Masseverbindungen
kupferkaschiertes Platinenmaterial, das allerdings werden nicht auf direktem
über ein paar Gewindebolzen mit dem Wege gezogen, sie führen alle vier zu
Bodenblech verschraubt ist. Dieses Stück eben jenem zentralen Massepunkt. Alle
Platine ist der am besten funktionieren- sonstigen Masseverbindungen – die
de Problemlöser, den man einem solchen sechs Leitungen von den Eingangsbuch-
Gerät gönnen kann; und wenn Sie Ihren sen, die Masseanschlüsse des Lautstärke-
Dispre auch ganz anders aufbauen wol- potis und eine Leitung von jedem Blech
len als unser Muster – dieses Detail soll- des Gehäuses enden ebenfalls genau
ten Sie sich unbedingt gönnen. Die runde dort. Alle Anschlüsse treffen sich auf
Scheibe fungiert nämlich als „zentraler engstem Raum, der Sternpunkt bildet
Massepunkt“. Das ist die Stelle, wo alle eine optimal niederohmige Verbindung
masseführenden Leitungen angeschlos- für alle diese Potenziale. Damit ist die
sen werden. Hält man sich konsequent Brummgefahr praktisch gebannt – vor-
daran, ist die Gefahr von Brummschlei- ausgesetzt, Sie verfallen nicht auf die we-
fen praktisch gebannt, außerdem hat eine nig empfehlenswerte Idee, doch noch ein
sich dadurch zwangsläufig einstellende paar Masseverbindungen zwischen den
niederohmige Masseführung klangliche verschiedenen Schaltungsteilen „direkt“
Vorteile – eine gewisse Immunität gegen zu ziehen. Damit wäre eine unschöne
hochfrequente Störstrahlung gibt‘s kos- Brummschleife vorprogrammiert!
tenlos dazu. In diesem Falle kann man es

I m ersten Teil dieses Bauvorschlags ha-


ben wir Ihnen die hauptverantwort-
lichen Protagonisten für dieses Projekt
vorgestellt: die Mono-Verstärkerplati-
nen und das Netzteil. Diejenigen, die
sich für den Nachbau ernsthaft interes-
sieren, werden mittlerweile das korri-
gierte Schaltbild und das entsprechende
Platinenlayout auf www.holgerbarske.
com entdeckt haben – in der im ersten
Teil dieses Artikels abgedruckten Version
steckte noch ein kleiner Fehler.
Hier und heute soll‘s darum gehen, wie
man aus den drei Platinen, acht Cinch-
buchsen, einem Eingangswahlschalter
und diversem Kleinmaterial einen funk-
tionierenden Vorverstärker baut, an dem
Von entscheidender Bedeutung: der
man lange Freude hat – ohne langwierige aus einem Stück Platinenmaterial
Suche nach der Ursache des penetranten bestehende zentrale Massepunkt
Brummgeräusches, das sich bei Selbst-
bauverstärkern so gerne einstellt.
Beschäftigen wir uns deshalb mit dem
Blockschaltbild des Aufbaus, in dem be-
reits alle entscheidenden Informationen
stecken. Wir haben unseren „Dispre“ mit
drei Eingängen konzipiert, was in aller
Regel ausreichen dürfte; der verwende-
te Drehschalter könnte zwar auch sechs
Eingänge verwalten, wir haben ihn jedoch

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Elektronikprojekt
62

Das ist der komplette Aufbau bis auf die Verdrahtung


der Buchsen und des Eingangswahlschalters

Unscheinbar, aber klanglich und funk-


tional sehr gut: Signalverdrahtung mit
verdrilltem Kupferlackdraht

Sieht nicht sehr schön aus, funktioniert aber


klasse: Der Eingangswahlschalter wird ebenfalls
über dünne Lackdrähte angeschlossen

Da unser Sternpunkt über seinen „Stand- wie nichts, klingt ausgezeichnet und ge- Sonst gibt‘s zum Aufbau nicht viel zu
fuß“ mit dem Bodenblech verbunden ist, währleistet maximale Freiheit beim Auf- sagen, die Fotos beantworten sicherlich
ist das Thema Erdung auch schon erle- bau. So kann man das Material als ein- noch ein paar Fragen. Die Inbetrieb-
digt: Wir verwenden hier nämlich wieder fachen Signalleiter verwenden oder zwei nahme des Gerätes ist denkbar einfach:
den schon von unseren „SymAsym“- Drähte verdrillen, was wir zum Beispiel Einschalten und zuallererst mit den
Endstufen her bekannten Hirschmann- bei den Leitungen zwischen den Cinch- vier Trimmpotis auf den Modulen die
Netzverbinder, der vorn unter dem Gerät Eingangsbuchsen und dem Eingangs- korrekten Betriebsspannungen einstel-
sitzt; er erdet das Bodenblech und damit wahlschalter gemacht haben; damit stellt len (+/- 15 Volt). Das war‘s schon, und
den Sternpunkt automatisch. sich dann auch eine gewisse Abschirm- dem Musikgenuss sollte eigentlich nichts
Ein Wort zur Signalverkabelung. Übli- wirkung, ähnlich wie bei einem Koaxi- mehr im Wege stehen.
cherweise wird das mit abgeschirmten alkabel ein. Auch die Ausgangsb-uchen Dispre hat sich bei uns wunschge-
Leitungen, also Koaxialkabeln realisiert. hängen an so einer „Twisted Pairs“- Lei- mäß als exzellenter Spielpartner für die
In der Praxis aber hat sich der Einsatz von tung – sie beziehen ihre Masse übrigens Sym- Asym-Monos bewährt, schlägt er
simplem, möglichst dünnem Kupferlack- als einzige nicht vom Sternpunkt (was doch klanglich in genau dieselbe Kerbe
draht (wir haben hier 0,2 mm Stärke ge- aber auch möglich wäre), sondern direkt wie die Endstufen: extrem aufgeräumt,
wählt) bestens bewährt. Das kostet so gut von den Verstärkerplatinen. hoch dynamisch, tonal ausgewogen und

KLANG+TON 4/2007
Elektronikprojekt
63

So wird aus den im ersten Teil vorgestellten


Platinen ein kompletter Vollverstärker

angesichts des Einstandspreises viel zu man Dispre zum Beispiel mit einem Paar Links und Bezugsquellen
gut. Was Dispre nicht liefert, ist schön- SymAsyms, liegen in Reihe mit den Aus-
geistiger Röhrensound – das Ding zeigt gangskondensatoren des Vorverstärkers • Dispre-Seite von Pavel Macura:
gnadenlos, was man vorne hereinsteckt. die Eingangskapazitäten der Endstufen. web.telecom.cz/macura/dispre_en.html
Das allerdings mit einer Offenheit und Das muss in diesem Falle nicht sein,
Direktheit, der man sich nur schwer ent- schadet de facto sogar. Hier empfiehlt es • Platinenlayouts und Zeichnungen:
www.holgerbarske.com
ziehen kann. Was will man für rund 100 sich, die kleinen Wimas im Eingang der
Euro noch mehr? Endstufen schlicht durch eine Drahtbrü- • Bauteile: www.reichelt.de
Nun – ein bisschen was mag in der ei- cke zu ersetzen – wodurch die Wieder-
nen oder anderen Konfiguration noch gabe nochmals einen merklichen Schritt • Potis und Schalter:
herauszuholen sein, und das betrifft das nach vorne tut. Ähnliches gilt auch beim www.schuro.de, www.thel.de
Thema Koppelkondensatoren. Dispre Anschluss anderer Endstufen, aber nur
ist sowohl am Eingang als auch am Aus- dann, wenn dort ebenfalls Kondensa- • Alu-Bleche und -Lochbleche:
www.metallshop24.com
gang damit ausgestattet, das großzügige toren im Eingang stecken. Das ist der
Layout gestattet den Einsatz einer gro- Vorteil, wenn man seine Komponenten
ßen Anzahl von Typen. Wir haben kon- selbst baut; man muss Vor- und Endver-
sequent Mundorf-Zinnfolien genom- stärker nicht absolut universell realisie-
men, und die sind für den sehr klaren ren, sondern kann beide passend aufei-
und ehrlichen Charakter des Gerätes nander „einschießen“.
definitiv mit verantwortlich. Kombiniert Holger Barske

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
K+T-Projekt
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Robuste Partybox mit praktischen Gimmicks

Die Allzweckwaffe
Normalerweise beschränkt sich der Terminus „Par-
tybox“ auf ein elektrisch wie mechanisch leidens-
fähiges, transportables Stück Lautsprechertechnik,
welches man in zwei Raumecken stellt, mit Verstärker
und CD-Player (oder Computer) verkabelt und damit
einen Abend lang Spaß hat. Das kann unsere Version
natürlich auch, wir versahen sie allerdings zusätzlich
mit dem einen oder anderen nützlichen Detail ...

KLANG+TON 4/2007
K+T-Projekt
65

... schließlich braucht man auf einer Par- Und im Hochton wird‘s sogar noch-
ty nicht nur Musik. Zur Belustigung der mal preiswerter. Nur 39 Euro nehmen
Gäste ist der viel geliebte Gerstensaft un- die Bremer für das Hörnchen namens
verzichtbar, und auch die Anwesenheit MHD-220N/RD, welches mit (nutz-
von Rauchern ist wahrscheinlich. Und baren!) 97 dB pro Watt und Meter schon
wie es in solchen Situationen immer so ab gut 2 kHz sehr gut dabei ist. Da die
ist, findet man nie einen Aschenbecher, Resonanz des Schwingsystems aber erst
ein Feuerzeug oder einen Flaschenöff- bei 2,3 kHz kommt, ist der Einsatz ab 4
ner (obwohl die Biertrinker hier ja sehr kHz zu empfehlen. Ab dort ist auch der
innovativ sein können). Wir haben uns Klirr zurückhaltend, das Ausschwing-
deshalb einen Weg überlegt, alle Fliegen verhalten ist rundum sauber. Das würde
mit einer Klappe zu schlagen und den man dem kleinen Kunststoffhörnchen
ultimativen Partylautsprecher zu bauen. mit Titanmembran und Neodymantrieb
Aber der Reihe nach ... zumindest auf den ersten Blick kaum zu-
trauen.
Bestückung Das Trio schafft es erfolgreich, gute und
Trotz aller kleinen Helferlein muss die praktische Technik bei günstigem Preis Die Schutzgitter auf der Front sind eigentlich
Box in erster Linie als ganz normale und niedrigem Gewicht zusammenzu- Untersetzer für heiße Töpfe. Sie sind extrem
simpel zu befestigen und jederzeit abnehmbar.
Partybox taugen. Als Bestückung ent- bringen alles, was man für eine Partybox Es müssen lediglich die vier mitgelieferten
schieden wir uns für einen 12-Zöller braucht. Füßchen auf die Box geschraubt werden
im Tiefton, einem 6-Zoll-Mitteltöner
für gutes Rundstrahlverhalten und ein Gehäuse
kleines Hochtonhörnchen. Alle drei ha- Der Mitteltöner hält sich wie gesagt aus nämlich ein Kasten Bier, und die Bauhö-
ben es aber ganz schön in sich. Der Tief- dem Geschehen im Gehäuse heraus, hier he bringt das Gesamtkonstrukt auf einen
töner zum Beispiel, von vorne ein ganz zählt nur der Tieftöner. Der geht mit 100 guten Meter Stehtischhöhe. Passend dazu
unscheinbarer Zeitgenosse, wiegt dank Litern ganz schön in die Vollen, bietet im verpassten wir der Box eine „Mütze“, die
Stahlblechkorb und Neodymantrieb Gegenzug aber auch 37 Hz untere Grenz- allerlei hilfreiche Utensilien, wie ein Feu-
minimale 1,4 Kilogramm. Der Kollege frequenz. Hier sind dem Anwender keine erzeug für Raucher, einen Flaschenöffner
im Lager hätte das gute Stück inklusive Grenzen gesetzt. Wir wählten eine tiefe für Bier und zwei Haltestangen für viel-
Umverpackung angesichts des von ihm Abstimmung (= lange Rohre), welche seitig verwendbare Eimerchen bereithält.
erwarteten Gewichts beinahe durch die durch Kürzen oder sogar vollständiges Ob als Behältnis für Knabbereien, als
Decke gefeuert. Man kann schon gut Entfernen beliebig variiert werden kann. Aschenbecher (mit Sand) oder für Uten-
nachvollziehen, dass die gesamte Be- Wer es besonders knackig mag, nimmt silien irgendwas geht immer. Wir fanden
schallungswelt im Moment einen Neo- die Rohre einfach heraus oder, optisch zwei verschiedene Arten aus Kunststoff
dym-Tieftöner nach dem anderen her- ansprechender, kürzt sie auf Wandstärke. und Blech. Die Kunststoffeimer sind
vorbringt, denn gerade dort geht es um Baulich stellt das Gehäuse niemanden deutlich billiger, haben allerdings auch
Kompaktheit und vor allem Mobilität. vor unüberwindbare Hindernisse, im deutlich weniger Appeal, wenn man bei
Trotz des kleinen Antriebs besitzt der Endeffekt handelt es sich um sechs Bret- dieser Box von so etwas sprechen kann.
SP-30/200NEO ganz normale Parameter, ter plus eine Versteifung. Dann gibt es noch zwei Schutzgitter für
der kleine Neodymmagnet steht seinen Der wahre Clou dieser Box ist ihr Zube- die Treiberbestückung, die mal Unterset-
großen Ferrit-Genossen in Kraft schließ- hör. Das fängt an mit dem Fuß. Dieser ist zer für heiße Töpfe waren. Obenauf sorgt
lich in nichts nach. Auch messtechnisch optisch erstmal unscheinbar, wirkt viel- ein Windlicht für angenehme Beleuch-
lässt sich der Tieftöner nichts zuschulden leicht sogar etwas zu niedrig. Doch so- tung zu später Stunde, und auch zwei
kommen. Und der Preis ist mit 106 Euro wohl in seiner Höhe als auch in der Form
pro Exemplar angenehm niedrig, gerade steckt Gehirnschmalz. In ihn hinein passt
angesichts des innovativen Antriebs.
In puncto Mitteltöner landeten wir
Die Box in Vollausstattung: zwei zurechtgebogene
schnell beim Truvox-0615MR von Cele- Küchenutensilien-Halter, bestückt mit verschiedenen
stion, ebenfalls im Lieferprogramm von Eimerchen (für Knabbereien, als Aschenbecher, usw.),
Monacor International. Bei der Informa- Flaschenöffner und Feuerzeug. Das Windlicht ist bei
Bedarf auch in Silber zu haben
tion „rückseitig geschlossen“ rollen so
manchem Zeitgenossen zwar die Fußnä-
gel hoch, doch angesichts der moderaten
Preisgestaltung von 52 Euro, der guten
Messwerte und des einfachen Einbaus
ein separates Gehäuse entfällt schließlich
vollständig gibt es hier nichts zu krit-
teln. Abgesehen vom unvermeidlichen
Schlenker bei der Einbauresonanz läuft
der Truvox sehr sauber und laut und
schwingt schnell aus.

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
K+T-Projekt
66

Flaschenhalter sind noch in Planung. IMG Stage Line MHD-220N/RD


Dieses gesamte Zubehör fanden wir bei
Ikea für wenige Euro. Letztendlich sind
unsere Ideen natürlich nur Anregungen, Frequenzgang für 0/15/30/45°
die Box funktioniert auch ohne Bierfuß
und Allzweckhut einwandfrei. Wenn Sie
alles auf einmal haben wollen, kommen
Sie um diese Ergänzungen allerdings
nicht herum.

Frequenzweiche
Die Weiche gestaltet sich vergleichsweise
einfach, auch wenn ein gewisser Aufwand
zumindest beim Mitteltöner grundsätz-
lich nicht zu vermeiden ist. Dieser muss
nämlich nicht nur nach oben, sondern Impedanz und elektrische Phase
auch nach unten gefiltert und im Pegel
angepasst werden. Der Tieftöner kommt
mit einem simplen Tiefpass zweiter Ord-
nung zurecht, der ihn über 300 Hz lang-
sam aus dem Rennen nimmt.

((bild kt47 party textdiagramm tt mit


und ohne weiche))
Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m

Dabei schiebt die Weiche unten ein we-


nig nach, was die Impedanz von 6,5 auf
4,5 Ohm drückt kein Beinbruch, auch
für kleine Verstärker nicht.
Technische Daten
Hersteller: IMG Stage Line
Bezugsquelle: Monacor International
Unverb. Stückpreis 39 Euro
Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m

Z: 8 Ohm
Fs: 2363,86 Hz
Re: 5,65 Ohm
Rms: - kg/s
Qms: 0,15
Qes: 0,14
Qts: 0,07
Cms: - mm/N
Mms: -g
BxL: - Tm
Vas: -l
Le: 0,03 mH
Sd: - cm2 Zerfallspektrum (Wasserfall)

Ausstattung
Horn Kunststoff
Der Hochtöner der Box ist eine simple, aber Membran Titan
hervorragend funktionierende Kombination Sicke k.A.
aus Titankalotte, Neodymantrieb und kompakt Schwingspulenträger k.A.
bauendem Kunststoffhörnchen
Schwingspule 25 mm
Xmax absolut k.A.
Magnetsystem Neodym
Polkernbohrung entfällt
Sonstiges -

KLANG+TON 4/2007
K+T-Projekt
67

ter Ordnung und einen Spannungsteiler


gesichert.

((bild kt47 party textdiagramm tt imp ((bild kt47 party textdiagramm zweige
mit und ohne weiche)) summe))
((bild kt47 party textdiagramm ht mit
und ohne weiche))

Aus dem badewannenartigen, aber


nichtsdestotrotz auch im Gehäuse sehr
brauchbaren Frequenzgang schnibbeln In der Summe ergibt sich der folgende,
wir uns per 18-dB-Hoch- und 12-dB- für eine Partybox mit preiswertem Mate-
Tiefpass ein passendes Stück heraus. rial erstaunlich lineare Gesamtverlauf.

((bild kt47 party textdiagramm mt mit


und ohne weiche))

Der steile Hochpass sichert nicht nur die


Belastbarkeit, sondern ist schlicht und In der maximalen Ausbaustufe erinnert un-
ergreifend notwendig, um die Flanke sere Partybox an eine Mischung aus einem
zum Tieftöner in Form zu bekommen. Grill und etwas, dass das A-Team gebaut
haben könnte. Praktisch gesehen funktio-
Hier lässt sich alternativ ein perfekt li- nieren die Utensilien aber hervorragend
nearer Verlauf zwischen 500 und 5.000
Hz erreichen, der, wie wir später sehen
werden, aber nicht zum Rest passt. Auch
der Hochtöner läuft in der Box nahezu
perfekt linear, ohne störende Einbrüche
und Überhöhungen. Auch seine Belast-
barkeit wird durch einen Hochpass drit-

Vier Verschlüsse pro Box bzw. Fuß halten das


Konstrukt betrunkenensicher zusammen und
stellen eine klapperfreie Verbindung her

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
K+T-Projekt
68

Auf den ersten Blick wirkt der Mitteltö- Celestion Truvox-0615MR


ner etwas fehlabgestimmt, dies relativiert
sich jedoch beim Erinnern an das Ein-
satzziel: die Party. Dabei soll einem die Frequenzgang für 0/15/30/45°
Box schließlich nicht die Ohren absägen,
sondern auch hohe Pegel so angenehm
wie möglich vermitteln. Deshalb nahm
ich den gesamten Bereich zwischen 1,5
und 10 kHz leicht zurück, denn dort
ist das Ohr besonders empfindlich und
nimmt besonders gehobene Lautstärken
schnell als unangenehm scharf und spitz
wahr. Zurückhaltung ist an dieser Stel-
le also kein Fehler und sorgt auch nicht
für wahrnehmbare Verfärbungen von
Stimmen und Instrumenten. Und was Impedanz und elektrische Phase
mit Einzelzweigen noch ein wenig wellig
wirkt, sieht solo sehr ansehnlich aus.

((bild kt47 party textdiagramm nur sum-


me))

Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m


Nicht verschwiegen bleiben sollte, dass
sich das Rundstrahlverhalten je nach
Richtung unterschiedlich gestaltet, weil
Mittel- und Hochtöner nebeneinander-
liegen. Das sieht in der Messung aber
deutlich heftiger aus, als es sich in der
Praxis auswirkt. Wir haben die Box so-
wohl drinnen als auch draußen getestet, Technische Daten
alle denkbaren Positionen abgehört und
Hersteller: Celestion
kamen zu dem Schluss, dass es in Sachen Bezugsquelle: Monacor International
Klang nirgendwo zu erwähnenswerten Unverb. Stückpreis 52 Euro
Problemen kommt. Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m

Z: 8 Ohm
Messwerte Fs: 509,24 Hz
Angesichts des vergleichsweise einfachen Re: 7,78 Ohm
Aufbaus der Box und der bezahlbaren Rms: - kg/s
Qms: 16,55
Chassis gibt es hier wie gesagt nichts zu Qes: 4,10
bemängeln. Der Wirkungsgrad liegt dank Qts: 3,28
der leichten Badewannencharakteristik Cms: - mm/N
im Mittel zwar „nur“ bei 92 dB an 2,83 V, Mms: -g
das ist in jedem Fall aber mehr als genug. BxL: - Tm
Die Impedanz bleibt ebenfalls unkri- Vas: -l
tisch, mit minimal 4,5 Ohm bei 130 Hz. Le: 0,33 mH
Sd: - cm2 Zerfallspektrum (Wasserfall)
Die beiden Klirrspektren für K2 und K3
werden bei uns, wie für PA-Material üb- Ausstattung
lich, mit 90 bis 105 dB in 5-dB-Schritten Korb Stahlblech
ermittelt. Auch hier können sich andere Membran Papier
eine Scheibe von dieser Box abschneiden, Sicke Papier
selbst bei Maximalpegel bleibt der Klirr Schwingspulenträger Kapton
sehr gering. Einzig die K3-Spitze des Schwingspule 38 mm
Xmax absolut 2
Mitteltöners sticht etwas heraus, bleibt Magnetsystem Ferrit
aber auch bei 105 dB unter 3 % und fällt Polkernbohrung entfällt
nur deshalb explizit ins Auge, weil um Sonstiges rückseitig geschlossen

KLANG+TON 4/2007
K+T-Projekt
69

sie herum Stille herrscht. Und auch der IMG Stage Line SP-30/200NEO
Wasserfall bleibt ungewöhnlich sauber,
einige minimale Grate schwingen schnell
und problemlos aus. Frequenzgang für 0/15/30/45°

Klang
Eine Partybox muss sowohl drinnen als
auch draußen funktionieren. Wir be-
gannen draußen, weil der Regen gerade
eine Pause eingelegt hatte. Schnell eine
kleine Anlage aus normalen Komponen-
ten zusammengekabelt und die Boxen
auf ihren Ständern platziert, durften die
Partykracher zeigen, was sie können.
Überraschend ausgewogen begannen sie
ihre Vorstellung, mit tadellos geschlos- Impedanz und elektrische Phase
senem Klangbild ab einem Abstand von
ca. 2 Metern. Der Bass ist schön satt und
deftig abgestimmt, wie es sich für einen
Spaßmacher gehört. Und genau wie es
sein soll, schlägt die Box keinerlei unan-
genehme Töne an, auch nicht bei hohen
Lautstärken und den meistens leider un-
terdurchschnittlich produzierten Pop-
und Rock-Stücken heutiger Tage. Durch
die nur minimale Betonung der Höhen
fängt auch hier nichts an zu quengeln,
die Box klingt offen und frei, ohne zu Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
nerven. Beim Herumlaufen verliert man
prinzipbedingt etwas an Präsenz, findet
aber keinen Ort, an dem man dieser Box
nicht mehr mit Freude lauschen würde.
Innen zeichnet sich ein vergleichbares
Bild ab. Hier wirkt die Box noch etwas
stabiler und intimer, besitzt aber diesel- Technische Daten
ben Tugenden wie unter freiem Himmel. Hersteller: IMG Stage Line
Dynamisch geht es drinnen wie draußen Bezugsquelle: Monacor International
ordentlich los, in der Hinsicht muss man Unverb. Stückpreis 106 Euro
schon eine Schmitti Memorial auffahren,
Z: 8 Ohm Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
um vorbeizuziehen. Alles andere an nor- Z Hz: 9,2 Ohm
malem Heimmaterial kommt aber nicht Z Hz: 33,3 Ohm
mit und sollte deshalb auch schön im Fs: 39,96 Hz
Wohnzimmer bleiben. Für diese Rund- Re: 5,49 Ohm
um-Box werden sich in diesem Sommer Rms: 1,61 kg/s
Qms: 8,58
Qes: 0,41
Qts: 0,39
Cms: 0,29 mm/N
Mms: 54,88 g
BxL: 13,67 Tm
Vas: 105,25 l
Le: 0,76 mH Zerfallspektrum (Wasserfall)
Sd: 511 cm2

Ausstattung
Korb Stahlblech
Membran Papier
Sicke Gewebe, beschichtet
Schwingspulenträger Glasfiber
Schwingspule 50mm
Der Tieftöner ist dank Neodym kompakt und mit Xmax absolut 4
1,4 Kilogramm auch noch extrem leicht perfekt Magnetsystem Neodym
für den mobilen Einsatz Polkernbohrung entfällt
Sonstiges -

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K+T Partybox

Frequenzgang für 0/15/30/45°


genug Gelegenheiten bieten, zu denen sie
sich sowohl klanglich als auch in prak-
tischer Hinsicht bewähren kann.

Fazit
Viel Geld muss man nicht in die Hand
nehmen, um dieses äußerst praktische,
baulich simple und gut klingende Kon-
strukt ins Leben zu rufen. Der Sommer
steht (fast) vor der Tür. So lange es noch
regnet, schauen Sie mal bei Ikea und dem
Schreiner Ihres Vertrauens vorbei, ver- Impedanz und elektrische Phase
bringen Sie eine Woche im Hobbykeller
und überraschen Sie Freunde, Verwandte
und Bekannte beim nächsten Grillen mit
diesem Allround-Talent.

Christian Gather

Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m

Holzliste (pro Box) Technische Daten


18-mm-Multiplex: Chassishersteller: Celestion, IMG Stage Line
Vertrieb: Monacor International, Bremen
Box: Konstruktion: Holger Barske, Christian Gather
2 x 63,6 x 44,6 cm Seitenwände
2 x 41,0 x 41,0 cm Deckel / Boden Funktionsprinzip
2 x 60,0 x 41,0 cm Front / Rückwand 3-Weg, bassreflex
1 x 41,0 x 10,0 cm Versteifung Bestückung: 1 x IMG Stage Line MHD-220N/RD
1 x Celestion Truvox-0615MR Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
Fuß: 1 x IMG Stage Line SP-30/200NEO
2 x 44,6 x 40,6 cm Seitenwände Nennimpedanz: 4 Ohm
2 x 44,6 x 41,0 cm Deckel / Boden Kennschalldruckpegel 2,83V/1m: 91 dB
1 x 41,0 x 6,0 cm Versteifung Abmessungen (BxHxT): 44,6 x 63,6 x 44,6 cm

„Mütze“: Kosten pro Box: 300 Euro + Gehäuse
1 x 44,6 x 44,6 cm Deckel
1 x 48,2 x 3,6 cm Front
1 x 48,2 x 8,0 cm Rückwand
2 x 44,6 x 8,0 cm Seitenwände

Zerfallspektrum (Wasserfall)

Zubehör pro Box


Anschlussdose: ST-960GM
Bedämpfung: 5 Beutel Dämmwolle
Dichtband: 1 Rolle
Reflexrohre: 2 x MBR-70
Griffe: MZF-337

Lieferant: Monacor International, Bremen

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K+T-Projekt
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Weichenbestückung
L1 = 3,9 mH I-Kern 1,32 mm Draht
L2 = 2,2 mH I-Kern 0,85 mm Draht
L3 = 1,0 mH Luft 1,40 mm Draht
L4 = 0,15 mH Luft 0,79 mm Draht
C1 = 68 µF Elko glatt
C2 = 15 µF MKP
C3 = 1,8 µF MKP
C4 = 150 µF Elko rau
C5 = 1,5µF MKP
C6 = 4,7 µF MKT
C7 = 1,8 µF MKP
C8 = 5,6 µF MKP
R1 = 2 x 6,8 Ohm 10 Watt
R2 = 2 x 33 Ohm 10 Watt
R3 = 2 x 8,2 Ohm 10 Watt
R4 = 2 x 18 Ohm 10 Watt

Gehäuseaufbau
Box: lieferten Füßchen auf die Front geschraubt und dung versehen, was sie optisch etwas gefälliger
Die Box wird auf einer Seitenwand aufgebaut. die Gitter eingeklackt fertig! macht und akustisch das Gewissen beruhigt.
Auf sie werden gleichzeitig die Front und der Eigentlich interessant wird es hier wieder beim
Deckel aufgeklebt. Nach dem Abbinden kom- Fuß: Thema Ikea. Zur Grundausstattung der Mütze
men die Rückwand und der Boden dran, da- Für den Fuß werden auf einer Seitenwand der gehören zwei schwarz lackierte Stahlprofile
nach wird das Gehäuse mit der zweiten Sei- Deckel und die Versteifung zusammengeklebt, mit 60 cm Länge, die eigentlich ein Leben an
tenwand verschlossen. Nach dem Sägen der wir klebten und schraubten für maximale Stabi- der Wand einer Küche geplant hatten nix da!
Ausschnitte und Vorbohren der Schrauben- lität. Danach kommen der Boden und die zwei- Die Enden werden mit einer entsprechenden
löcher (Fräsungen kann man sich bei der Art te Seite dran. Und auch hier wird wieder ge- Hilfe zur Formung (Metallrohr usw.) mit einem
dieses Projektes ersparen) leimen wir noch die schliffen und gebeizt. Zwecks Arretierung mit Kunststoffhammer bearbeitet, bis wir den pas-
Versteifung ein. Danach kommt das Schleifen der Box schließlich soll sie nicht sofort herun- senden Winkel haben, um die Stangen um den
und Verschönern, wir wählten wegen der an- terkullern, wenn sich mal jemand drauflehnt - Deckel herum zu bauen. Sie werden danach
gepeilten Robustheit einen doppelten Auftrag werden an den Seiten vier Schnappscharniere einfach verschraubt. Nun können sie mit allen
Palisander-Beize. angebracht. Diese werden im geschlossenen möglichen Utensilien versehen werden. Wir
Die aufgebaute Frequenzweiche kommt auf Zustand auf handfesten Zug aufgeschraubt, für erstanden einige robuste Plastikeimerchen für
einem Hilfsbrett oder direkt auf den Boden des die nötige Festigkeit der Verbindung sorgt spä- je 50 Eurocent und ein paar Blechexemplare
Gehäuses. Sie sollte gut verschraubt und/oder ter die 3-Millimeter-Trittschalldämmung, auf edler und besser passend, aber mit 5 Euro pro
verklebt sein, damit auch beim Transport nichts die man dazwischen auf keinen Fall verzichten Stück nicht mehr so lustig. All dies fand sich
daneben geht. Nach der Verkabelung werden sollte. Und ein Kasten Bier im Fuß sorgt nicht ebenfalls in der Abteilung „Küchenzubehör“
die Chassis montiert, durch den Ausschnitt des nur für adäquate Bespaßung der Anwesenden, des schwedischen Einrichters. Aus der Kerzen-
Tieftöners und/oder die Löcher für die Griff- sondern ist auch statisch empfehlenswert und und Lampenabteilung holten wir uns noch
mulden werden die Dämmmatten locker im gegenüber anwesenden Damen einwandfrei zwei Windlichter (auch in Silber erhältlich),
Gehäuse verteilt. Sind alle Elemente inklusive argumentierbar. die sich insbesondere am Abend gut auf der
der Reflexrohre, welche auf je 8 cm Länge ge- Stehtisch-Bier-Rauch-Box machen. An einer
kürzt werden müssen, eingeschraubt, ist die „Mütze“: Kette aus dem Baumarkt wurden zusätzlich ein
Box betriebsbereit. Die Mütze, die ich so taufte, weil mich die Feuerzeug und ein Flaschenöffner befestigt.
Bei Bedarf kann jetzt noch der einfach ab- Konstruktion entfernt an eine Wintermütze Da sollte so ziemlich jeder Partygast wunsch-
nehmbare Rammschutz für die Chassis ange- mit Schlappohren erinnert, ist baulich nicht los glücklich sein. In Planung, wenn auch tech-
bracht werden, den Ikea fälschlicherweise als kompliziert. Am Deckel werden nacheinander nisch noch nicht perfekt ausgereift, befindet
Topfuntersetzer „Lämplig“ ausweist. Dafür die beiden Seiten, die Rückwand und die Front sich noch ein Flaschenhalter für das Bier. Sollte
werden die Enden der Stangen bis auf einen geschaubt bzw. geklebt. Die kurze Leiste an der der noch kommen, werden wir ihn in Bild und
Zentimeter zum Querholm gekürzt, die mitge- Front haben wir noch mit einer kleinen Run- Wort nachreichen.

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Mikro-Monitorbox mit
Peerless- und Dayton-Bestückung

Kleine
Überraschung
Ab und zu plant man Boxen nicht so sehr aus
eigenem Antrieb, manche Chassis drängen
sich geradezu in die Vorstellungswelt, sor-
tieren sich um und fügen sich schließlich zu
einem Bauprojekt zusammen, das dringend
die Planungsphase verlassen und zu einem
wirklichen Lautsprecher werden möchte.

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W enn die Chassis kleine Wunder-


werke sind, wie die mit 11 Euro
Ladenpreis unverschämt günstige neue
Die Vorteile: Bei D´Appolito-Aufbauten
kann ein kleiner Hochtöner sehr nahe an
die Membran des quer eingebauten Tief-
Kalotte von Dayton oder der trotz win- mitteltöners heranrücken. Bei senkrech-
ziger Abmessungen höchst erwachsene ter Montage können ohne weiteres sehr
Tiefmitteltöner von Peerless, dann ver- schmale Schallwände realisiert werden.
spricht das Projekt richtig gut zu wer- Trotz der geringen Baubreite: Mit un-
den – trotz Einsortierung in die Rubrik serem Mini-Hochtöner ND20FA-6 von
„Cheap Trick“. Dayton kann der Peerless nicht konkur-
rieren. Die 19-Millimeter-Kalotte kommt
Bestückung mit einem Einbaudurchmesser von 33
Der kleine SDS 106 TV entlarvt sich Millimetern aus, die Frontplatte bringt es
schon durch seine Namensgebung. 106 auf gerade einmal 45 Millimeter. Durch
Millimeter Länge, an den äußersten Korb- seinen Neodym-Magneten kommt der
rändern gemessen, prädestinieren ihn Dayton auf eine Einbautiefe von gera-
zum Einbau in einen Kleinstmonitor – de einmal 12 Millimetern – so kann der
das Kürzel „TV“ steht für seinen Verwen- kleine Hochtöner in nahezu allen Ein-
dungszweck: Mit seiner magnetischen bausituationen verwendet werden. Sehr
Schirmung kann er in der unmittelbaren gut für die Größe und durchaus schon
Nähe von Fernsehern betrieben werden, sensationell für den Preis von gerade ein-
sogar direkt neben den guten alten Röh- mal 11 Euro machen sich die Messwerte
rengeräten – die soll es ja vereinzelt noch des kleinen Töners. Ab etwa 2,5 bis 3 Ki-
geben. Auch an Computermonitore kann lohertz kann er bedenkenlos eingesetzt Ein schlichter Rücken kann auch entzücken: Nur
der kleine Peerless gefahrlos nahe heran- werden, für Hochpegel-Anwendungen zwei Polklemmen hat die Rückseite des Echtholz-
Cheap-Trick. Klar, für Regalaufstellung wäre ein
rücken. Von der Seite betrachtet sieht das ist er ohnehin nicht gedacht. Trägt man rückwärtiger Reflexkanal ungeeignet,
kleine Chassis merkwürdig unpropor- dagegen den physikalischen Möglich-
tioniert aus – der Stahlblechkorb ragt keiten des ND20FA-6 Rechnung, so wird lich gesteigerten Linearität. Rückseitig
nur um wenige Zentimeter über die Ab- man mit einem hervorragend linearen sitzen die beiden Schraubklemmen – die
schirmkappe hinaus, so dass beim Chas- Frequenzgang mit exzellentem Rund- Frequenzweichen schrauben wir in „Pa-
sisausschnitt in der Schallwand Präzision strahlverhalten entlohnt. Alle Klirrwerte, keten“ auf die Rückwand hinter dem
gefragt ist. Aus demselben Grund sollte vor allem der sehr niedrige K3, halten Hochtöner. Mit einer umlaufenden 45-
der Boxenbauer etwas Sorgfalt beim An- sich völlig im Rahmen, so dass die Day- Grad-Fase auf der Frontplatte sind die
bringen der Lautsprecherleitung walten ton-Kalotte eigentlich ein Abonnement optischen Gestaltungsmöglichkeiten er-
lassen – abstehende Kabel sind beim Ein- für Cheap-Trick-Anwendungen erhalten schöpft – nach einem Überzug mit Beize
bau des Chassis schnell im Weg. Tech- müsste. wirkt der CT231 richtig edel – das Finish
nisch bringt der SDS 106 TV alles mit, mit Öl oder Wachs bleibt jedem Erbauer
was man von einem guten Serienchassis Gehäuse selbst überlassen.
heutzutage erwarten kann: großzügige Mit diesen gelungenen Komponenten
Belüftungsmaßnahmen für den Antrieb wollten wir eineauch optisch gefällige Frequenzweiche
und eine beschichtete Papiermembran Box auf die Beine stellen. Die immer noch Da nun die Zutaten innerlich wie äußer-
mit stabiler Gummisicke, die über eine günstigste Variante, eine durchgehende lich stimmten, wollten wir sehen, ob wir
26-Millimeter-Schwingspule angetrie- Echtholzoberfläche zu erzielen, ist die es schaffen würden, die Box größer als die
ben wird und immerhin 6 Millimeter Verwendung von 18-Millimeter-Leim- Summe ihrer Einzelteile zu machen. Ein-
Gesamthub macht. Peerless-typisch ist holzplatten, in unserem Fall aus Buche. gebaut zeigte der Tiefmitteltöner schon
der abgeschnittene Korbrand, der den Aufgrund des geringen Volumenbedarfs mal einen deutlich ausgewogeneren Fre-
Chassis die typische „ovale“ Form gibt. – unsere Simulation ergab etwa 3,5 Liter quenzgang als in der Normschallwand.
für den Peerless – kamen wir komplett Die Welligkeit im Mitteltonbereich beka-
ohne stabilisierende Maßnahmen aus, men wir mit einer Matte Sonofil hervor-
sechs Bretter, das war es auch schon. Der ragend in den Griff – Experimente mit
Dayton-Hochtöner sitzt außermittig auf Muh-Wolle lassen hier sicherlich einen
der Frontplatte, neben ihm das Bassre- noch glatteren Verlauf erwarten.
flexrohr mit fast identischem Durchmes-
ser. Der Ausschnitt für den Tiefmitteltö-
ner kann mit der nötigen Genauigkeit
einfach gesägt werden. Das Bassreflex-
rohr und der Hochtöner verlangen nach
einer genauen Fräsung bzw. Bohrung, da ((kt47 ct231 mit und ohne Dämmung))
sie lediglich eingepresst werden. Wenn
irgendwie möglich, sollte die Frontplatte
Dickes Ende: Im Vergleich zum filigranen Korb des Hochtöners eingefräst werden – der
des Peerless wirkt das geschirmte Magnetsystem
extrem wuchtig – sein Klang ist es ebenfalls Frequenzgang dankt es mit einer deut-

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KLANG+TON
Cheap Trick 231
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Als erste elektrische Maßnahme lineari- Dayton ND20FA-6


sierten wir die Impedanz mit einem R-
C-Glied. Den zu den Mitten gleichmäßig
steigenden Schalldruckpegel bekommen Frequenzgang für 0/15/30/45°
wir mit einer Serienspule problemlos
in den Griff (rot). Es bleibt die wirklich
hässliche Resonanzspitze, die wir mit
einem passenden Saugkreis weitgehend
platt bekommen haben (grün), die bei-
den Zacken in der abfallenden Flanke
machen sich im Summenfrequenzgang
kaum noch bemerkbar, so dass wir den
getriebenen Aufwand für einen Cheap
Trick an dieser Stelle als komfortabel be-
trachteten.
Impedanz und elektrische Phase

((kt47 ct231 tt
Spule+implin+saugkreis))

Der Hochtöner überzeugte ja schon in


unserer Einzelchassis-Messung durch
einen linearen Frequenzgang. Natürlich Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1m
mussten wir den Pegel der Dayton-Ka-
lotte um etwa 10 Dezibel auf das Niveau
des Tiefmitteltöners absenken (grün).
Ein Kondensator „kippte“ den Frequenz-
gang schon leicht (rot), eine brauchbare
Flanke erhielten wir aber erst durch Par-
allelschaltung einer kleinen Spule (dun- Technische Daten
kelblau).
Hersteller: Dayton
Bezugsquelle: Boxen-Baustelle, Wallrabenstein
Unverb. Stückpreis 11,00 Euro
Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1m
Chassisparameter K+T-Messung
((kt47 ct231 ht SpTeiler+C+L)) Z: 6 Ohm
Fs: 1843,49 Hz
Re: 5,27 Ohm
Rms: - kg/s
Qms: 2,20
Qes: 3,12
Qts: 1,29
Jetzt störte uns nur noch der zum Super- Cms: - mm/N
hochtonbereich leicht abfallende Schall- Mms: -g
druckpegel – kein Problem, durch einen BxL: - Tm
dem Vorwiderstand des Spannungsteilers Vas: -l
parallel geschalteten kleinen Kondensa- Le: 0,24 mH
Sd: - cm2 Zerfallspektrum (Wasserfall)
tor erhalten wir eine leichte Betonung
der höchsten Frequenzen. Ausstattung
Frontplatte Kunststoff
Membran Gewebe, beschichtet
Sicke k.A.
Schwingspulenträger k.A.
((kt47 ct231 ht BrückenC)) Schwingspule 19 mm
Xmax absolut k.A.
Magnetsystem Neodym
Polkernbohrung entfällt
Sonstiges: -

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Die beiden Zweige summieren sich zu Peerless SDS 106 TV


einem sehr ausgewogenen Frequenzgang
– für eine Box, die im Materialpreis bei
gerade einmal 100 Euro liegt, sehr be- Frequenzgang für 0/15/30/45°
achtlich.

((kt47 ct231 zweige))

Impedanz und elektrische Phase


Messwerte
Neben dem ausgezeichneten Rundstrahl-
verhalten, das uns aufgrund der sehr
kleinen Chassis nicht weiter verwundert,
beeindruckt der CT231 durch einen re-
spektablen Bassbereich und einen akzep-
tablen Durchschnittspegel von 80 Dezi-
bel. Die kleinen Welligkeiten zwischen
500 und 2000 Hertz finden sich auch im
Wasserfalldiagramm wieder – wie gesagt,
durch eine sorgfältige Bedämpfung lassen
sich diese kleinen Nachschwinger noch Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1m
weiter bedämpfen. Die kleine Box klirrt
zudem erstaunlich wenig, erst im Tiefton
steigen K2 und K3 über die 1-Prozent-
Marke. Oberhalb von 90 Dezibel steigen Technische Daten
die Verzerrungen überproportional an
Hersteller: Peerless
– bei diesen Lautstärken würden wir das Bezugsquelle: Intertechnik, Kerpen
selbst größeren Boxen verzeihen. Unverb. Stückpreis 52 Euro

Klang Chassisparameter K+T-Messung


Wir wollten ein bisschen gemein sein und Z: 8 Ohm
stellten die CT231 auf Ständer mitten in Z 1kHz: 7,4 Ohm
den viel zu großen Hörraum. Etwas ver- Z 10kHz: 20,2 Ohm Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1m
Fs: 62,32 Hz
loren wirkten sie schon – allerdings nur Re: 5,90 Ohm
optisch. Nach den ersten Tönen vergin- Rms: 0,58 kg/s
gen doch ein paar Sekunden, bis wir Qms: 4,47
begriffen, was sich abspielte: Die beiden Qes: 0,43
kleinen Kistchen füllten den Raum der- Qts: 0,39
artig mit Musik und Klang, dass keinem Cms: 0,99 mm/N
der Anwesenden etwas einfiel. Tonal na- Mms: 6,62 g
BxL: 5,96 Tm
hezu perfekt, dynamisch und viel größer Vas: 3,48 l
als die dreineinhalb Liter Nettovolumen Le: 0,36 mH
vermuten lassen würden, spielten die Sd: 50 cm2
CT231 bei jeder gewählten Musikrich- Zerfallspektrum (Wasserfall)
tung begeisternd auf. Ausstattung
Wer jetzt noch Zweifel hat: Ja, aus dem Korb Stahlblech
10-Zentimeter-Peerless kommt richtig Membran Papier
Bass – es ist natürlich nicht die Subok- Dustcap Papier
tave, aber eben auch kein etwas künst- Sicke Gummi
lich angefetteter Mitteltonbereich, der Schwingspulenträger Kapton
den Bass nur suggeriert. Ja, der CT231 Schwingspule 26 mm
Xmax absolut 6 mm
kann auch richtig dynamisch aufspielen, Magnetsystem Ferrit, geschirmt
er erreicht irgendwann seine Grenzen, Polkernbohrung entfällt
die sind aber viel weiter gefasst, als man Sonstiges –

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KLANG+TON
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erwartet. Schließt man am Anfang von Cheap Trick 231


AC/DCs „Hells Bells“ die Augen, dann
wähnt man sich sofort einer wesentlich
größeren Box gegenüber. Einen pas- Frequenzgang für 0/15/30/45°
senden Subwoofer für die Box zu finden,
dürfte wegen ihrer Basspotenz schwierig
werden – für die meisten Anwendungs-
zwecke ist die Sub-Unterstützung auch
wirklich nicht nötig.
Im Laufe der weiteren Hörsession konn-
ten wir auch die subtileren Qualitäten
unserer Boxenzwerge schätzen lernen.
Räumliche Abbildung und klare Defini-
tion von Positionen gehen dem CT231
leicht von der Hand, während wir die
Tiefe der Bühne schon etwas beeindru- Impedanz und elektrische Phase
ckender erlebt haben – dafür mussten
aber dann auch ein paar Scheine mehr
den Besitzer wechseln.
Durch sorgfältiges Aufstellen der Box,
können ihre Qualitäten noch betont
werden, größere Wandnähe bringt dabei Technische Daten
noch stärkeren Bass. Die höchste Lineari- Chassishersteller: Peerless, Dayton
tät und beste räumliche Illusion erhielten Vertrieb: Die Boxenbaustelle,
wir mit den Hochtönern nach innen und Wallrabenstein, Intertechnik, Kerpen
einer leichten Anwinklung zum Hör- Konstruktion: Thomas Schmidt
Christian Gather
platz.
Das größte Kompliment, das wir dem Klirrfaktor K2 für 80-95 dB/1 m
Funktionsprinzip
kleinen CT231 machen konnten, war die 2 Wege, Bassreflex
ausgiebige Hörprobe, zu der sich nach Bestückung: 1x Peerless SDS 106 TV
und nach immer mehr Teilnehmer ein- 1x Dayton ND20FA-6
fanden, so dass sich fast schon K+T-Hör- Nennimpedanz: 6 Ohm
Kennschalldruckp. 2,83V/1m: 80 dB/2,83V/1m
test-Atmosphäre einstellte.
Abmessungen (HxBxT): 23,6 x 14,6 x 20,6 cm
In die Forderung der Kollegen nach ei-
ner Kleinserie für Ehefrau, Kinderzim- Kosten pro Box: ca. 120 Euro + Gehäuse
mer, Computertisch usw. mischten sich
Stimmen, die ein Heimkino mit dem
CT231 vorschlugen. Wir denken darüber Fazit
nach … Wow. Eigenlob usw., ich weiß. Also geben
wir das Kompliment für dieses Klanger- Klirrfaktor K3 für 80-95 dB/1 m
lebnis an die Chassishersteller weiter,
deren Komponenten sich im CT231 zu
Kleine Chassis ganz groß. Der im Vergleich einer mehr als beeindruckenden Kombi-
abgebildete Kugelschreiber zeigt die winzigen
Dimensionen der beiden Musikanten nation zusammenfinden, die in fast jeder
– im Hörtest wachsen sie deutlich. Hörsituation beeindruckt und auch auf
Dauer voll überzeugt.

Thomas Schmidt

Zerfallspektrum (Wasserfall)

KLANG+TON 4/2007
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Gehäuseaufbau
Der Aufbau findet auf dem Seitenteil statt.
Nacheinander werden der Deckel, der Boden
und das zweite Seitenteil aufgeleimt. Danach
folgen Rück- und Frontwand.
In der Front wird anschließend das Loch für den
Tiefmitteltöner ausgesägt. Hier ist Genauigkeit
gefragt, der Korb steht nicht weit über den
Magneten hinaus! Etwas diffizil werden die
Ausschnitte für den Hochtöner und das Bassre-
flexrohr, wenn keine Oberfräse mit Kopierhülse
und ein Fräszirkel zur Verfügung stehen. Für
das Rohr kann man eine Lochkreissäge mit 50
Millimeter Durchmesser verwenden und den
kleinen Spalt mit Klebeband oder Dichtmateri-
al ausgleichen. Für das 33-Millimeter-Loch des
Hochtöners gibt es exakt passende Durchmes-
ser – wichtig, denn die Dayton-Kalotte wird ja
nur eingepresst. Für den aus akustischen Grün-
Holzliste Weichenbestückung den empfehlenswerten versenkten Einbau des
18-mm Buche-Leimholz (pro Box) L1 = 1,2 mH Luft, 1,4 mm Draht Hochtöners kommt man um Fräsarbeiten nicht
2 x 23,6 x 17,0 (Seitenwände) L2 = 0,22 mH Luft, 0,71 mm Draht herum, diese sind wegen des erforderlichen
2 x 11,0 x 17,0 (Deckel / Boden) L3 = 0,33 mH Luft, 0,71 mm Draht Durchmessers von nur 45 Millimetern auch nur
2 x 23,6 x 14,6 ( Front / Rückwand/Innenteiler) C1 = 15 µF Elko glatt mit einer eigens angefertigten Schablone und
C2 = 1,5 µF MKT Kopierhülse realisierbar – manche Fräszirkel
C3 = 5,6 µF MKP sind ebenfalls für kleine Radien geeignet.
C4 = 2,2 µF MKP Ebenfalls mit der Oberfräse erhält die Front-
R1 = 3,9 Ohm MOX, 10 Watt platte eine umlaufende 45-Grad-Fase, aus op-
Zubehör pro Box R2 = 1,2 Ohm MOX, 10 Watt tischen Gründen kann man diese auch rundum
R3 = 4,7 Ohm MOX, 10 Watt anbringen. Das noch mal geschliffene Gehäuse
2 Polklemmen kann jetzt gebeizt oder anders mit einem Ober-
Bedämpfung: 1 Beutel Sonofil, evtl. Muhwolle R4 = 2,7 Ohm MOX, 10 Watt
flächenfinish nach Wahl versehen werden. Be-
1 BAssreflexrohr BR/HP 35 währt haben sich hier Öl, Wachs oder Klarlack.
Lieferant: Intertechnik, Kerpen

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• 9 Subwoofer-Bässe im Chassistest • 10 Hochtöner aller Klassen • Bausatztest: EX-Motion • Bausatztest: Lagrange Alcone/Vifa • Bausatztest: ExTrio 20 von IT • Bausatztest: Intertechnik HK 18HDS
• CT202: Monacor-Transmissionline • K+T-Projekt Duo • Bausatztest: Alcone Referenz • K+T-Projekt Micomp Surroundsystem • CT206: Mivoc Transmissionline • 8 Hochtonhörner im Chassistest
• Bausatztest: Visaton Monitor • Praxis: Oberflächen im Kork-Look • Bausatztest: Newtronics Temperance • Heimkino mit Exponentialhörnern • Praxis: Frontbespannungen • Bausatztest: Lowther Fidelio
• K+T-Projekt Thommi-Subwoofer • Bausatztest: RCM-Subwoofer • CT204: Partybox unter 150 Euro • CT205: CT193 wird zur Standbox • Bausatztest: Horn-Kombi BK 201 • Bausatztest: Visaton NoBox BB
• Konstruieren leicht gemacht • CT203: Center/Rear für die Wand • Acht 17er-Tieftöner im Chassistest • 8 exotische Wandler im Chassistest • Zehn 20er-Tieftöner im Chassistest • Bausatztest: Monacor Wild Thing
• Breitbänder im K+T-Kurztest • Messgeräte: Cams 32 light • Bausatztest: Ravemaster Showsub • Bausatztest: Newtronic Empress • Software: Soundeasy 8 • CT207: Standbox mit Aktivbass

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• Bausatztest: Monacor Kodex • Bausatztest: Monacor Trimon • 10 Breitband-Lautsprecher a.Klassen • High-End-Projekt „Swans Kompakt“ • High-End-Projekt Jordan „The Wall“ • K+T-Projekt „38 Spezial“
• Bausatztest: Visaton Solitude • Bausatztest: Intertechnik Triangel • Bausatztest: Visaton VOX 80 • KLANG+TON-Projekt „Bass-Drum“ • Bausatztest Cantare „Little Wing“ • Bausatztest: Tang Band „W4-657 TL“
• Praxis: neues Platinensystem von IT • Praxis: Aufbau der Triangel • Bausatztest: Intertechnik P-Audio • Bausatztest „Seas Classic 260“ • Bausatztest Omnes Surroundsystem • K+T-Projekt: „Mivoice“
• Messgeräte: DAAS 4 USB • Messgeräte: Cams32 MLS 2004 • Verbesserte Raumakustik • Cheap Trick 211 „Tang. VB W31.0“ • Cheap Trick 212 „Visaton Portrait“ • Cheap Trick 213
• Acht 25er-Tieftöner im Chassistest • Zehn Koaxe im Chassistest • Bausatztest: Cantare Spirit • Special Messmikrofone • Bausatztest Intertechnik „Sputnik 17“• Bausatz: ASE/Vifa „Dipo 1“
• CT208: Center und Rear für CT207 • CT209: Mini-Satelliten-System • CT210: Centerbox mit Mivoc-Chassis • Service: Raumakustik • Großer 17er-Chassistest • Einzelchassistest HiFi und Profi

KLANG+TON 04/2005 KLANG+TON 05/2005 KLANG+TON 06/2005 KLANG+TON 01/2006 KLANG+TON 02/2006 KLANG+TON 03/2006
• K+T-Projekt „Goldrausch“ • K+T-Profi-Projekt „Minuetta“ • K+T-Projekt „Mivoice 3“ • K+T-Projekt „Mivoc The Dome“ • Sub/Sat-System „Coax 18“ • Bausatztest „Newtronics Gate 5.1“
• Test: Monacor „Jetstream MK2“ • Bausatztest: Visaton „Classic 200“ • Bausatztest: Intertechnik „Talar“ • Proraum-Bausatz „Pro 21.05“ • „Visaton Quadro“ • Bausatztest „A.O.S. Studio 12 XL“
• K+T-Projekt: „Mivoice 2“ • K+T-Projekt: „Magnat Megasub“ • Bausatztest: „OnePoint Monitor“ • Baukastensystem: „Modulo 5“ • K+T-Projekt „Eckeharrt“ • CT 224: „Monacor Challenge Mk III“
• Cheap Trick 214, 215, 216 • Cheap Trick 217, 218 • Cheap Trick 219, 220, 221 • Cheap Trick 222: PC-Lautsprecher • Alcone-Box „Descartes II“ • Einzelchassistest: 6 neue Chassis
• Von Bass bis Bändchen • Einzelchassistest: Neueste Modelle • Einzelchassistest • Einzelchassistest: 12 neue Chassis • High-End-Projekt Röhrenpreamp • K+T-Projekt: Lautsprecherkabel
• AMT-Projekt, CT 188, Trimon • Simulationssoftware: LspCad 6 • Transrotor „Woody“ • Modifizierter Röhrenverstärker • CT 223: Mini-TML
• ATB PC Pro und AJ-Horn 5.0 • K+T-Projekt „Inside Out“

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• Bausatztest „Master Sound 5.1“ • K+T-Projekt: „Hightower“ • K+T-Projekt: „Schmitti Memorial“ • K+T-Projekt: Peerless-Zweiw.-Kombo • High-End-Prj: Excel Zweiweg-Kombi • breitbandiger Zweiwegler
• Bausatz: „Newtronics Temperance III“• Report: Audio Schwingtech • Subwoofer-Lösung „Versacube” Teil1 • Einzelchassis: Expolinear-Triax • Elektroniktest: Vor-/End-Kombi mit Peerless und Seas
• Einzelchassistest: 6 neue Chassis • Bausatz: DM-Audio CL-S1 • K+T-Projekt „Monacor Neo“ • Bausatz: preiswerter Mini-Koax • Test: teilak. Audio Circle Dipolsystem • Strassacker „Advanced 3“
• K+T-Projekt: Mivoc „Bapas“ • Bausatztest „Visaton TL-SUB 30“ • K+T-Projekt „Alamo” Akustik Art „Direkt 1“ • K+T-Projekt: Line Source • Versacubes: 8 Würfel und Monacor-PA-Koax
• K+T-Projekt: Aqvox Phonoverstärker • K+T-Projekt: „Asparago“ • 6 neue Einzelchassis • Spezial: 5 Leserwettbewerbs-Projekte mit 50 Visaton-Breitbändern • schlanke D‘Appolito-Standbox mit Top-Design
• Cheap Trick 225 • Aqvox-Phonovorverstärker – Teil 2 • Cheap Trick 227: • Elektronik: Monoblock • Test: Preiskracher: 2,5-Wege- • Vorverstärker zu den SymAsym-Endstufen
• K+T-Projekt: „Triple Play“ Aktiver PC-Lautsprecher • Bausatz: Visatons „Fiesta 25“ Standbox von Strassacker • CT 230: klassische Kompaktbox mit Visaton
• Cheap Trick 226 • Lautsprecherständer • CT 228: potenter 200-Euro-Sub • CT 229: Dipol-F.A.S.T.

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m KLANG+TON 03/2003 m KLANG+TON 06/1998 m KLANG+TON 03/1993 Ausg.-Nr. 12-1 2-3 4-5 6-7 8-9 10-11
m KLANG+TON 02/2003 m KLANG+TON 05/1997 m KLANG+TON 02/1993
1988 - - - - 2,80 2,80
m KLANG+TON 01/2003 m KLANG+TON 04/1997 m KLANG+TON 06/1992
1989 2,80 - 2,80 2,80 2,80 -
m KLANG+TON 06/2002 m KLANG+TON 03/1997 m KLANG+TON 05/1992
m KLANG+TON 05/2002 m KLANG+TON 02/1997 m KLANG+TON 04/1992 1990 2,80 2,80 2,80 2,80 - -
m KLANG+TON 04/2002 m KLANG+TON 01/1997 m KLANG+TON 03/1992
Ausg.-Nr. 1 2 3 4 5 6
m KLANG+TON 03/2002 m KLANG+TON 04/1996 m KLANG+TON 02/1992
m KLANG+TON 02/2002 m KLANG+TON 03/1996 m KLANG+TON 01/1992
1991 - - 2,80 2,80 - 2,80
m KLANG+TON 06/2001 m KLANG+TON 01/1996 m KLANG+TON 06/1991 1992 2,80 2,80 2,80 2,80 2,80 2,80
m KLANG+TON 05/2001 m KLANG+TON 06/1995 m KLANG+TON 04/1991 1993 - 2,80 2,80 2,80 2,80
m KLANG+TON 04/2001 m KLANG+TON 05/1995 m KLANG+TON 03/1991
1994 2,80 2,80 - - 2,80 2,80
m KLANG+TON 03/2001 m KLANG+TON 04/1995 m KLANG+TON 6-7/1990
1995 2,80 2,80 2,80 2,80 2,80 2,80
m KLANG+TON 02/2001 m KLANG+TON 03/1995 m KLANG+TON 4-5/1990
m KLANG+TON 01/2001 m KLANG+TON 02/1995 m KLANG+TON 2-3/1990 1996 3,33 - 3,33 3,33 - 3,33
m KLANG+TON 06/2000 m KLANG+TON 01/1995 m KLANG+TON 12-1/1990 1997 3,33 3,33 3,33 3,33 3,33 -
m KLANG+TON 05/2000 m KLANG+TON 06/1994 m KLANG+TON 8-9/1989 1998 - - - - - 3,33
m KLANG+TON 04/2000 m KLANG+TON 05/1994 m KLANG+TON 6-7/1989
1999 - - - - 4,00 4,00
m KLANG+TON 02/2000 m KLANG+TON 02/1994 m KLANG+TON 4-5/1989
2000 4,00 4,00 - 4,00 4,00 4,00
m KLANG+TON 01/2000 m KLANG+TON 01/1994 m KLANG+TON 12-1/1989
m KLANG+TON 06/1999 m KLANG+TON 06/1993 m KLANG+TON 10-11/1988 2001 4,00 4,00 4,00 4,00 4,50 4,50
m KLANG+TON 05/1999 m KLANG+TON 05/1993 m KLANG+TON 8-9/1988 2002 - 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50
2003 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50
2004 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50
Spezial Nr.1 Spezial Nr.4 2005 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50
6,60 Euro 6,60 Euro
2006 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50 4,50
Spezial Nr.2 Spezial Nr.5 2007 4,50 4,50 4,50
6,60 Euro 6,60 Euro
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KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Adressen, Inserentenverzeichnis, Impressum
81

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 und Verlag
Michael E. Brieden Verlag GmbH
K+T-Projekt: “Specialist” Bausatztest: “Fostex Sprinter” Gartroper Str. 42, D-47138 Duisburg
} Monacor International } Mega Audio GmbH Tel. 02 03/42 92 - 0, Fax: 02 03/42 92 149
Zum Falsch 36, 28307 Bremen Stromberger Str. 32, 55411 Bingen E-Mail: info@brieden.de
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 KLANG+TON
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Internet: www.monacor.com Internet: www.megaaudio.de
} Chefredakteur:
 Christian Gather
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} Beyma Vertriebs GmbH Elektronik: SymAsym-Preamp Holger Barske, Christian Gather,
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Telefon: 0 76 62/93 02-0 Elektronikring 1, 26452 Sande
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Internet: www.reichelt.de } Anzeigenbearbeitung: Heike Pens
} Speaker Trade
Neuenhofer Straße 42-44, 42657 Solingen } Mundorf EB GmbH } Anzeigenleitung Nord / Gebiet Nielsen 1, 2, 5:
Telefon: 02 12/3 82 26 0 Liebigstr. 110, 50823 Köln
Udo Schulz
Fax: 02 12/3 82 26 40 Telefon: 02 21/97 77 05-0
Steenkampweg 5, 26160 Bad Zwischenahn
E-Mail: info@mivoc.com Fax: 02 21/97 77 05-99
Tel. 0 44 03/9 19 10, Fax: 0 44 03/91 91-19
Internet: www.mivoc.com E-Mail: info@mundorf.com
E-Mail: u.schulz@brieden.de
Internet: www.mundorf.com
} I.T. Electronic
Europaring 28, 50170 Kerpen } Fotografie:
 Stephan Schlüter, Lars Brinkmann
Telefon: 0 22 73/90 84 0 K+T-Projekt: Partylautsprecher
Fax: 0 22 73/90 84 35 } Monacor International } Artdirection, Grafik und Layout:
E-Mail: info@intertechnik.de Zum Falsch 36, 28307 Bremen Markus Bethke, Michael Müller, Heike Jans,
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Fax: 04 21/48 84 15
Service: GFK-Grundlagen E-Mail: info@monacor.de } Lektorat:
 Sarina Stützer
} AIV Internet: www.monacor.com
Tatschenweg 1, 74078 Heilbronn } Druck:
 Druckzentrum Hußmann,
Telefon: 0 71 31 / 59 53-0 Kantstr. 5-13, 44867 Bochum
Fax: 0 71 31 / 59 53 39 Cheap Trick 231
E-Mail: info@aiv.de } Die Boxen Baustelle } Vertrieb: ASV Vertriebs GmbH,
Internet: www.aiv.de Feldgasse 8, 65510 Wallrabenstein 20097 Hamburg
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Einzelchassistest Fax: 0 61 26/95 07 - 88 } Abonnenten-Service:

} Beyma Vertriebs GmbH E-Mail: info@boxen-baustelle.de Abo-Service KLANG+TON,
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Telefon: 0 76 62/93 02-0 (Dayton) Fax: 0 40/34 72 95 17, Tel.: 0 40/4 68 60 52 04,
Fax: 0 76 62/93 02-22 E-Mail: abo@asv.de
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Internet: www.beyma.de Europaring 28, 50170 Kerpen } Bestell-
 und Versandservice:
Telefon: 0 22 73/90 84 0 A&O GmbH, Waldstr. 70, 63128 Dietzenbach,
} Blue Planet Acoustic Fax: 0 22 73/90 84 35
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Westerbachstraße 47, Gebäude 6 E-Mail: info@intertechnik.de
60489 Frankfurt am Main Internet: www.intertechnik.de
Telefon: 0 69/74 30 8-975/-845 (Peerlees)
} Alle Rechte der Veröffentlichung und Vervielfältigung
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vorbehalten. Einige Beiträge enthalten ohne besonderen
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Hinweis Produkte, die unter das Waren- oder Patentschutz-
Internet: www.blueplanetacoustic.de
gesetz fallen. Werden technisches Know-how oder Rechte
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die Redaktion. Funktionsgarantie für technische Hinweise
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testfeldbezogen. Manuskriptzusendungen auf eigenes
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Abo-Coupon 78 Mundorf 5 Abdruck von Leserbriefen sowie Kürzungen vorbehalten.
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A.O.S. Audiosysteme 67 Speaker Trade 6 dingt die Redaktionsmeinung. Höhere Gewalt entbindet
den Verlag von der Lieferungsfrist = AD Ersatzansprüche
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können in solchen Fällen nicht anerkannt werden. Alle
HiFI-Akademie 23 Strassacker 17 Rechte vorbehalten.
Hifi-Regler 35 Strassacker 19
Intertechnik 2 Visaton 84
Monacor International 31

KLANG+TON 4/2007
KLANG+TON
Vorschau
82 Michael E. Brieden Verlag
Der Spezialist der UE

CAR&HIFI – das Magazin für den HiFi-Spaß im Auto.


Das lesen Sie in KLANG+TON 5/2007. Heft 4/2007 seit dem 08. Juni 2007 am Kiosk
Die Ausgabe erscheint am 10.08.2007 Themen:
} 15 portable Navis im Vergleich
} 8 DVD-Tuner und -Player im Test
} 16-cm-Komposysteme bis 100 Euro
} 8 Monoendstufen im Vergleich
} Endstufendebüt von MB Quart
„Pure Dynamics“-Lautsprecher und -Amps } Exklusives JBL-Referenzkompo
} Die Topeinbauten der Saison
} Selbstbau: Hochtöner im Spiegeldreieck
Besucher der letztjährigen HiFi-Music-World werden sich an die Laut-
sprecher und Verstärker von Pure Dynamics aus Östereich erinnern. Die HEIMKINO – die Zeitschrift rund um das Kinoerlebnis
mit Eton und Thiel sehr edel bestückte Box luden wir als Kompaktver- zuhause. Heft 7/2007 seit 08. Juni 2007 am Kiosk
Themen:
sion zum Test und orderten die passende Röhren-Vor-Endverstärker- } E rster Vergleichstest: Blu-ray!
kombi gleich mit. Durch die perfekte Abstimmung der gesamten Kette Das leisten die neuen Player
verspricht diese Kombi musikalisches Talent auf höchstem Niveau. } Ist Full HD wirklich besser?
Beamer-Vergleich 720p vs 1080p
} Weltpremiere:
Erster Fernseher mit HDTV-Aufnahme
} L eserkino:
Schweizer Privatkino mit Hammerbild

HiFi Test – TV – Video, das leicht verständliche Magazin


der Unterhaltungselektronik.
Heft 3/07 seit 27. April 2007 am Kiosk
Themen:
} 1 0 Settopboxen im Vergleichstest
}H  DTV taugliche Plasmafernseher
} 1 0 Camcorder ab 350 Euro
} 9 AV-Receiver ab 500 Euro
} 4 Top-Lautsprecher
}B  ose In-Ear Kopfhörer
} S ony Rückpro-TV

digital home – Das Magazin für das digitale Zuhause.


K+T-Projekt ganz klassisch Heft 1/2007 für 1,50 Euro seit 2. März am Kiosk
Themen:
Momentan noch in unserer Holzwerkstatt befindet sich eine Box, }H  D ready: 12 LCD-TVs im Test
SERVICE: HDTV-Empfang – so geht es!
wie sie altmodischer nicht sein könnte: nicht gerade besonders }B  lu-ray vs. HD DVD: Die ersten Player im Vergleich
klein oder schlank, mit Papier in Bass und Mittelton und Gewebe SERVICE: Welches Format kann was?
} Z apping: Universalfernbedienung
im Hochton bestückt, geschlossen und erstaunlich preiswert. Sie für jede Gelegenheit
ist die Reinkarnation eines vergessenen Klassikers, der nicht ver- } CeBIT2007: Die aktuellen Trends der CeBIT in Hannover
sucht hat, die Physik mit Technik zu überlisten, sondern Hand in
Hand für großen Klang sorgte. Freuen Sie sich drauf! DVD-Welt – Der ultimative DVD-Testkatalog
von HEIMKINO. Spezial 2006, jetzt am Kiosk
Themen:
Hoer-Wege Phono-Pre im Test } 3 33 DVDs im Qualitätstest
}D  ie Highlights des Jahres
} Alle DVDs ausführlich bewertet
Fertige Phono-Pres gibt es nicht nur wie Sand am Meer, sondern auch }D  ie schönsten Sammlerboxen
in allen erdenklichen Preisklassen. Auch hier kann man mit Selbstbau } S pecials: Geschenktipps, HD-Filme
} 3 8 Action-DVDs
tolle Geräte auf die Beine stellen, wie Stefan Horwege mit seiner selbst } 3 0 Science-Fiction/Fantasy-DVDs
entwickelten Phono-MC-Stufe beweist. Das in Sachen Verstärkung
und Impedanz extrem
LP 4/2007 – Magazin für analoges HiFi & Vinyl-Kultur,
vielseitig einstellbare Ge- seit 15. Mai 2007 am Kiosk
rät ist durch und durch Themen:
solide und hochwertig } Vier Röhrenverstärker
Klassik und Moderne
aufgebaut und Hoer- }D  rei Tonarme
Wege-typisch auch mit Einpunkter und Dreiachser
} Z wei Lautsprecher
Akku-Stromversorgung David und Goliath
zu betreiben. Ob sich der } S zene & Events
Workshops und Produktshows
Aufwand auch klanglich
lohnt, prüfen wir für die www.LLoxx.de – Online-Magazin
kommende Ausgabe für Unterhaltungselektronik
höchstpersönlich nach. Themen:
}G  ewinnklick: 10 tolle Preise im Monat
} Techniktrend: aktuelle Geräte-News
} Tests als PDF zum Download
} L LoxxTESTS: Ihre Kaufberatung im Netz
}D  VD-News: neue Filme fürs Heimkino
} Tipps & Tricks: Installation und Service
} Außerdem: TV-Tipps, Kino-News, Musik, Termine

Die KLANG+TON -Redaktion behält


sich kurzfristige Änderungen aus
aktuellem Anlass vor.
KLANG+TON 4/2007
{
-USIKHyRENISTEINFACH

{
-USIKF~HLENISTEINFACHANALOG

AUCHEN3IEEININDIE
4
ERGREIFENDE7ELTDER
ANALOGEN-USIKWIEDERGABE

*ETZTIMGUTEN:EITSCHRIFTENHANDEL
Fiesta 25

Frequenzkurve Fiesta 25

Bausatz Fiesta 25 (ohne Gehäuse)


848,07 Euro (Paar)

Die Stärke der Hornlautsprecher liegt unbestritten sprechern möglich ist, so wird man doch mit einem (...) sie vereint die Freude an hohen Lautstärken mit
in der Dynamik. Auch extreme Impulsspitzen und bemerkenswert guten Klang belohnt. Die Fiesta 25 überraschender Ausgewogenheit und Universalität,
hohe Dauerpegel werden ohne Mühe reproduziert, klingt angenehm - von tiefen kräftigen Bässen, über auch bei anspruchsvollerem Material - sozusagen
weil Hörner in der Lage sind, sehr effizient die elek- klare offene Mitten bis zu den obersten filigranen ein Spaßlautsprecher mit Manieren.“
trische Leistung in Schall umzusetzen. Nicht sel- Höhen. Im Unterschied zu gängigen HiFi-Boxen
ten muss mit diesem Vorteil auch eine Klangver- kann sie aber auch bei Bedarf mit extremen Pegel- Die Fiesta 25 ist als Bausatz (ohne Gehäuse) für
färbung in Kauf genommen werden. Nicht so bei spitzen und mit bedrohlichen Dauerpegeln mühe-  848,07 (empf. VK-Preis) bei allen VISATON-Fach-
der Fiesta 25. Hier wurde bei der Entwicklung auf los den Wohnraum erschüttern. Eine gut kontrol- händlern oder auch im VISATON-Online-Shop un-
einen möglichst geraden Frequenzverlauf geach- lierte Richtcharakteristik der relativ stark bündeln- ter www.visaton.de erhältlich.
tet - eine wichtige Voraussetzung für eine unver- den Hörner sorgt bei sorgfältig aufgenommenen
fälschte Wiedergabe und einen Klanggenuss auch Tonkonserven für eine präzise Ortbarkeit und Tie- Technische Daten:
bei langen Hörsitzungen. Um die Gehäusegröße fenstaffelung der Tonquellen, wenn der Zuhörer ei-
wohnraumfreundlich zu halten, wurde im Bass auf ne günstige Sitzposition in der Mitte zwischen den Nennbelastbarkeit 250 W
das Hornprinzip verzichtet, zugunsten der groß- Boxen eingenommen hat. Musikbelastbarkeit 350 W
en Membranfläche zweier W 250 S im geschlos- Nennimpedanz 4 Ohm
senen Volumen. Zusammenfassend kann man sagen: Eine Box mit Übertragungsbereich (–10 dB) 40 – 20000 Hz
hohem Spaßfaktor und HiFi-Qualitäten. Mittl. Schalldruckpegel 90 dB (2,83 W/1 m)
Das Besondere der Fiesta 25 ist das Mitteltonhorn. Gehäuseprinzip geschlossen
Hier wird das Druckkammerhorn DK 8 P aus der Gehäusemaße
Beschallungstechnik verwendet, allerdings in einer Auszug aus Klang & Ton Nettovolumen 115 l
niederohmigen Version (ohne 100-V-Übertrager). Es Höhe 1200 mm
unterscheidet sich von vielen anderen Hörnern die- „Die Idee, viel Fläche und Pegel für wenig Geld in Breite 320 mm
ser Bauart durch erstaunlich gute Eigenschaften im einer Box unterzubringen, wurde erneut konsequent Tiefe 400 mm
Mitteltonbereich von 500 bis 5000 Hz. Folgerichtig umgesetzt, auch wenn der Gesamtanspruch des
wird es nur in diesem Bereich eingesetzt. Als Hoch- Konzeptes nach oben geschraubt wurde. (...) Abso- Besuchen Sie unseren online-Shop:
töner wurde das schon im Bauvorschlag MB 208/H lut schmerzfrei verarbeitet diese Box auch sehr hohe http://www.visaton.de
bewährte Hochtonhorn HTH 8.7 ausgewählt. Pegel, bietet trockenen Basspunch, brillante Höhen
und Dynamik im Überfluss und und jedem Frequenz-
Die nicht unkritische Kombination dieser ungewöhn- bereich. (...) Stimmen und Percussions kommen ge-
lichen Chassis verlangt eine sorgfältige Frequenz- radezu explosiv, tönen jedoch stets angenehm und
weichenentwicklung, um das hochgesteckte Ziel ausgewogen. (...) Überschäumende Dynamik, der
einer Box, die auch HiFi-Maßstäben gerecht wird, richtige Schuss Direktheit, satter Punch im Bass und
zu erreichen. Auch wenn der Frequenzgang nicht ein auch bei realen Lautstärken angenehmes Klang- VISATON GmbH & Co. KG • PF 10 16 52 • D-42760 Haan
so schnurgerade verläuft, wie das mit anderen Laut- bild ließen echtes Live-Feeling aufkommen. (...) Telefon: 0 21 29 / 5 52 - 0 • Telefax: 0 21 29 / 5 52 - 10