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GÜNTHER GRASS zählt zu den weltweit bekanntesten deutschen Schriftstellern der Gegenwart.

Seine
Romane erschienen in über 40 Sprachen und brachten ihm u.a. den Nobelpreis für Literatur ein. Neben
seiner schriftstellerischen Tätigkeit arbeitete er als Grafiker und Bildhauer. Er engagierte sich zunehmend
politisch, um gegen die Verhältnisse der Sechziger- und Siebziger- und besonders der Neunzigerjahre in
Deutschland zu protestieren. Sein politisches Engagement spiegelte sich in seinen Werken wider.
Zu den bekanntesten Werken von GRASS zählen:

 „Die Blechtrommel“ (1959),
 „Die Rättin“ (1986) und
 „Ein weites Feld“ (1995).

„Die Blechtrommel“ war der erste große Roman von GRASS; er brachte ihm Weltruhm ein und gilt heute
als wichtigster deutscher Roman der Nachkriegszeit.

Er wurde am 16. Oktober 1927 geboren, Mütterlicherseits ist Grass kaschubischer Herkunft, was sich
auch in seinen Werken widerspiegelt. Sein Talent glaubt er ebenfalls von der Mutter geerbt zu haben.
Und so steht schon früh fest, dass er eine künstlerische Richtung einschlagen wird

Im Alter von 15 Jahren meldete er sich zum Kriegsdienst des Zweiten Weltkrieges.

Nach Kriegsende gerät Grass in amerikanische Gefangenschaft.


 1947/48
Um ohne Schulabschluss an der Düsseldorfer Kunstakademie studieren zu können, absolviert Grass
Praktika bei zwei verschiedenen Steinmetzen in Düsseldorf.
Dann studierte er Grafik und Bildhauerei an der Kunstakademie in Düsseldorf und  an der Berliner
Akademie der Schönen Künste. In dieser Zeit entstanden erste Gedichte und Kurzprosa.
1954 heiratete GRASS in Berlin die Schweizer Ballettstudentin ANNA SCHWARZ. Nach Abschluss
ihrer Ausbildung zog er mit ihr 1959 nach Paris. In Paris leistete er die Hauptarbeit an seinem wohl
bekanntesten Roman „Die Blechtrommel“,.
Neben seiner schriftstellerischen Arbeit engagierte sich GRASS in zunehmendem Maße politisch und
verarbeitete so seine Erfahrungen aus Kindheit und Jugend, wie er das schon mit der „Blechtrommel“
begonnen hatte. Bereits 1957 gehörte er der Gruppe 47 an, unterstützte er die SPD aktiv im Wahlkampf,
ohne allerdings selbst Mitglied zu sein.
Er setzte sich für mehr Demokratie und soziale Gerechtigkeit und auch für die Aussöhnung Примирение
mit Polen und Israel ein.
Seit 1972 zog sich GRASS aus der Öffentlichkeit zurück. Gründe dafür waren das Scheitern seiner ersten
Ehe, die Geburt eines weiteren Kindes, eine neue Beziehung und die Arbeiten an einem neuen Roman,
„Der Butt“. 1979 heiratete er die Organistin UTE GRUNERT und wohnt seitdem mit ihr zusammen in
Behlendorf. Drei weitere Kinder werden geboren.
Neben seiner schriftstellerischen Tätigkeit betätigte sich GRASS als Grafiker und Bildhauer. Seine
Werke wurde in mehreren Ausstellungen gezeigt.
Seine schriftstellerische Laufbahn begann GRASS als Lyriker. Allerdings fanden seine Gedichtbände
wenig Anerkennung.
Das beginnt mit der „Blechtrommel“ und setzt sich über „Der Butt“ (1977) bis hin zu „Ein weites Feld“
(1995) fort. „Der Butt“ widerspiegelt die Geschlechterbeziehung und die zunehmende Emanzipation der
Frau in der 70er-Jahren.
Auch Werke wie „Die Plebejer proben den Aufstand“ (1966), „Örtlich betäubt“ (1969) oder „Aus dem
Tagebuch einer Schnecke“ (1972) sind stark von den damaligen politischen Auseinandersetzungen
geprägt.
Das literarische Schaffen von GRASS wurde mit einer Vielzahl von Preisen und bestimmt mit Nobelpreis
ausgezeichnet.