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Sowi LK, Q2

Amina Dawod Thema EU (1) 20.01.2021

Die historische Entwicklung der EU als wirtschaftliche und politische Union (S.128)

o 1945-1959: Ziel, blutige Kriege zwischen Nachbarländern zu verhindern


o 1950: Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (wirtschaftliche und
politische Vereinigung= dauerhafter Frieden)
o 1957 Vertrag von Rom: Entstehung EWG
o 1960-1969: Abschaffung Zölle, Organisation landwirtschaftlicher Erzeugung
o 1970-1979: Erste Erweiterung= Neun Mitgliedsstaaten
o 1980-1989: Unterzeichnung einheitlicher europäischer Akte, Entstehung
Binnenmarkt, Wiedervereinigung Deutschlands
o 1990-1999: Vertrag von Maastricht, Vertrag von Amsterdam, Europa ohne
Grenzen, Erleichterung Kommunikation durch Technik, Vollendung Binnenmarkt
o 2000-2009: Euro als EU-Währung, Zusammenarbeit bei Verbrechensbekämpfung,
Finanzkrise der Weltwirtschaft, Vertrag von Lissabon, moderne Institutionen,
effizienteres Arbeitsverhalten
o 2010-2019: Weltweite Wirtschaftskrise, Bankenunion, Kroatien als 28. EU-
Mitgliedstaat, neue Sicherheitspolitik, Flüchtlingskrise, EU steht vor
Herausforderung: Schutz und Menschenrechte müssen bewahrt bleiben.

Das Schengener Abkommen (S. 138f)

Aufgabe 1)

Das Schengener Abkommen wurde 1985 von Deutschland, Frankreich und den Benlux-
Ländern geschlossen, um innerhalb dieser Länder einen Raum ohne Grenzen zu schaffen
(den sogenannten Schengen Raum). Durch dieses Übereinkommen konnten die Kontrollen
an den Binnengrenzen der Unterzeichnerstaaten aufgehoben und eine gemeinsame
Außengrenze geschaffen werden. Die Kontrollen an der gemeinsamen Außengrenze
wurden vereinheitlicht und eine Anzahl von Maßnahmen getroffen, um die innere
Sicherheit zu erhöhen. Bürger aus Drittstaaten, die nicht in einem Schengenland leben,
brauchen ein Visum, sodass die Einreise für einen kurzfristigen Aufenthalt ermöglicht
wird. Ebenso finden strenge Personenkontrollen an den Außengrenzen statt, sowie die
erteilten Visa und Asylanträge in den Vertragsstaaten gegenseitig anerkannt werden.
Ebenso herrscht eine polizeiliche und juristische Zusammenarbeit.

Aufgabe 3)

Schengen Governance Package beinhaltet zwei Maßnahmenbereiche: Maßnahmen zur


Evaluierung der Anwendung des Schengener Vertragswerkes und eine Änderung des
Schengener Grenzkodexes. Ab 2014 sollen die Staaten bis zu zwei Jahre lang an ihren
nationalen Grenzen wieder Passkontrollen einführen dürfen, wenn bspw. massenhafte
Ankünfte von Flüchtlingen befürchtet werden. Dies gilt als Notfallmechanismus, d.h. nur

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unter außergewöhnlichen Umständen, sodass die innere Sicherheit der Staaten geschützt
wird. Ebenso ist die EU-Kommission in der Lage, unangekündigte Besuche in den
Grenzregionen der Anwenderstaaten vorzunehmen, um überprüfen zu können, ob die
Bestimmungen des Schengener Abkommens eingehalten werden, oder die Grenzkontrollen
unberechtigt sind.

Erasmus- Ausbildungsperspektiven im europäischen Binnenmarkt- Studieren ohne


Grenzen ( S. 147)

Aufgabe 1)

Die vier Grundeinheiten des europäischen Binnenmarkts bringen viele Vorteile für
Bürgerinnen und Bürger eines EU-Mitgliedstaates mit. Die Bürger der Mitgliedsstaaten
haben freien Zugang zu Beschäftigung in allen EU-Ländern und können ebenso, über
Ländergrenzen hinweg studieren gehen. Sie besitzen dieselben Arbeitsbedingungen und
genießen die Niederlassungsfreiheit. Dies ist vorteilhaft für die Berufsausbildung, da vor
allem aufgrund der Globalisierung Arbeitskräfte gefragt sind, die internationale
Erfahrungen besitzen und fremde Wirtschaftssysteme kennengelernt haben. All die
gesammelten Erfahrungen können das Wirtschaftswachstum fördern und Arbeitnehmern
eine höhere Beschäftigungs- und Einkommenschance bieten.

Grundlagen und Herausforderungen des europäischen Binnenmarktes (S.148f )

Aufgabe 1)

Dienstleistungsfreiheit: Ein bulgarischer IT-Programmierer kann für ein schwedisches


Unternehmen arbeiten.

Freiheit des Kapitalverkehrs: Man kann ein Bankkonto im Ausland eröffnen oder an einem
anderen Ort investieren.

Freiheit des Personenverkehrs: Studieren ohne Grenzen, Erasmus

Freiheit des Warenverkehrs: Ware aus Spanien kann auch in Deutschland eintreffen, ohne
Zölle etc. Herstellung in einem EU Land  Verkauf in einem anderen EU Land

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Dienstleistungsfreiheit: Freiheit des Kapitalverkehrs:

 Grenzüberschreitende  Grenzüberschreitende
erwerbswirtschaftliche Investitionen und
Tätigkeiten ohne Kredite;
Wohnortverlagerung Auslandsinvestitionen
werden ermöglicht  Einheitlicher
 Diskriminierungsverbot europäischer
Der europäische Kapitalverkehr
Binnenmarkt

Freier Personenverkehr:
Freiheit des Warenverkehrs:
 Freier Zugang zu
 Wegfall von
Beschäftigung in allen
Grenzkontrollen
EU-Ländern
 Abschaffung von Ein-
 Gleiche
und Ausfuhrzöllen
Arbeitsbedingungen
 Verbot staatlicher
innerhalb eines
Eingriffe
Mitgliedstaates
 Niederlassungs-freiheit

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Aufgabe 2-4 )

Vorteile des europ. Binnenmarktes Herausforderungen/ Probleme


 Preisvergleiche  Falsche Finanzpolitik
 Garantie Warenqualität  Wettbewerb zu hoch
 Produktion von Waren kann steigen  Wettbewerbsfähigkeit niedrig
 Anerkennung von  EU trägt Verantwortung durch
Berufsabschlüssen in allen Staaten Ordnungsrahmen
der EU  Bekämpfung von
 Geringere Transportkosten durch Fehlerentwicklungen
die Liberalisierung der  Unterschiedlichkeit von Sprache
Verkehrsmärkte und Kultur als Barriere
 Normierung von bspw. Obst aus  Unterschiedliche Sozialsysteme
dem Supermarkt (Wissen über  Nicht alle Binnenmarkt-Richtlinien
Güterklasse, Preisvergleiche) sind im nationalen Recht integriert
 Größere Angebote  Immer neue Anpassungen
 Mehrung von Wohlstand erforderlich (wegen neuen Märkten
 Bessere Arbeitsteilung und dem Strukturwandel)
 Höhere Produktvielfalt  Ziel: ,,Digitaler Binnenmarkt´´
 Schnelle Verbreitung moderner  Angewiesen auf Akzeptanz der
Technologie Wählerinnen und Wähler
 Steigung des Wirtschaftswachstums  Unzureichende Unterstützung durch
 Höhere Beschäftigungschancen Mitgliedstaaten
 Bessere Einkommensperspektiven  Mögliche Reformblockaden durch
 Verbesserte Exportmöglichkeiten nationale Interessen(-gruppen)
 Konvergenz

Begegnungen der Vorteile im Alltag:

- Verbesserte Exportmöglichkeiten: Schnelle Lieferungen (Flugzeug, Lastwagen


etc.)
- Vielfalt im Arbeitsbereich aber auch Produktvielfalt: Lebensmittel aus
verschiedenen Regionen, Klamotten etc
- Höhere Beschäftigungschancen: Bewerbungen innerhalb mehrerer Mitgliedsstaaten
- Arbeit auch in ,,Wunschländern´´ möglich
Etc….

Personenfreizügigkeit- wächst der ,,Sozialtourismus´´? (S. 150f.)

Aufgabe 3)

Seit 2014 gilt die volle EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit für Rumänen und Bulgaren. Für
Unternehmen ist dies vorteilhaft, da neue Jobsuchende das Land bereten und so die
Arbeitslosigkeit sinkt. Somit kann man hochqualifizierte Zuwanderer einstellen, sodass
gute Chancen für eine neue Beschäftigungsdynamik geschaffen werden kann. Auch

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aufgrund der demografischen Entwicklung ist man auf Zuwanderer teilweise auch
angewiesen, da gerade die Personenfreizügigkeit einen erheblichen Beitrag zum

Wirtschaftswachstum geleistet hat. Andernfalls stellt die Personenfreizügigkeit auch ein


Problem für das nationale Sozialsystem dar, da der Wettbewerb umso mehr steigt und
somit auch Rassismus auftreten kann. Ebenso gilt das Vorurteil, dass Zuwanderer öfter von
Sozialhilfe abhängig sind und ein überdurchschnittliches Arbeitslosenrisiko aufweisen.
Demnach werden Arbeitskräfte teilweise auch verdrängt und Löhne geraten unter Druck.
Ebenso ist die Rede von den angeblichen Missbrauch der EU- Freizügigkeit im
Zusammenhang mit ,,Sozialtourismus´´ und ,,Armutsmigration´´. In vielen Ländern wächst
die Angst vor Armutsflüchtlingen und dem Missbrauch der Freizügigkeit durch eine
angebliche unverhältnismäßige Inanspruchnahme der Neuzugewanderten von
Sozialleistungen. Jedoch darf man nicht außer Acht lassen, dass die Freizügigkeit von
Arbeitnehmern ein Grunsatz des Vertrags über die Arbeitsweise der EU ist. Demnach steht
es jedem EU Bürger zu, in einem anderen EU-Land Arbeit zu suchen, dort zu arbeiten,
ohne dass eine Arbeitserlaubnis erforderlich wäre. Es steht jedem EU-Bürger zu, genauso
behandelt zu werden, wie die Staatsangehörigen des Aufnahmelandes und gerade die
Forscher des Wirtschaftsinstituts IW haben empirisch bewiesen, dass die Zuwanderung aus
Rumänien und Bulgarien sich für Deutschland lohnt.

Der EU- Binnenmarkt- Angleichung des Preisniveaus? (S. 153)

Aufgabe 4)

Der Anstieg des BIP repräsentiert nicht direkt auch den Steigerung der Wohlfahrt, da
negative Faktoren wie Umweltverschmutzung, Ressourcenverbrauch oder Kriminalität
nicht berücksichtigt werden. Ebenso können sogar Schadenbeseitigungen nach
Naturkatastrophen den Wert des BIP steigern, weshalb dies nicht als sehr guter
Wohlstandsindikator genommen werden kann. Man stelle sich bspw. vor, dass
Unternehmen immer mehr produzieren und die Arbeitnehmer müssten länger arbeiten. Das
BIP würde demnach steigen, da sich die Produktion erhöht hat, jedoch fasst das BIP nicht
die sinkende Lebensqualität und die möglichen Folgen für die Umwelt auf. Demnach stößt
das BIP als Wohlstandsindikator deutlich an seine Grenzen.

Aufgabe 6)

Gerade im dargestellten Diagramm wird deutlich, dass es noch erhebliche Unterschiede


zwischen den Mitgliedsstaaten gibt bezüglich des Preisniveaus. Die Verbraucherpreise der
osteuropäischen Länder liegen weit unter dem europäischen Durchschnitt, wobei die der
skandinavischen über dem Durchschnitt liegen. Dies wirkt sich vor allem auf die
Konkurrenzfähigkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten aus.

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Freizügigkeit der Arbeitskräfte (S. 156)

Aufgabe 1 und 2)

Vorteile für den Arbeitsmarkt Nachteile für den Arbeitsmarkt


o Aufenthalt und Arbeitsaufnahme o Zu große Konkurrenz
überall in der Union o Mangelnde Integrationsbereitschaft
o Keine Bevorzugung eigener zwischen den Mitgliedern
Staatsbürger o Bestehende Handelsbarrieren
o Gleichberechtigte Einstellung o Höhere Armutsgefährung
o Europaweite Anerkennung der o Nachteile für Einheimische (?), da
Ausbildungsabschlüsse höher qualifiziertes Personal aus
o Gesteigerter Wohlstand durch dem Ausland bspw. eher gebraucht
Arbeitsteilung wird
o Produktvielfalt o Erwerbstätigkeitsquote fällt in
o Höhere Beschäftigungschancen ,,weniger wirtschaftlich gut
o Verbesserung der positionierten´´ Ländern
Konkurrenzfähigkeit