Sie sind auf Seite 1von 9

Sowi LK, Q2

Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

Maastrichter Konvergenzkriterien, 1998 (Seite 161 M7)

1. Stabiles Preisniveau
 Inflationsrate des Beitrittskandidaten max. 1,5% über den drei
preisstabilsten Ländern
2. Finanzlage der öffentlichen Haushalte
 Nettoverschuldung nicht mehr als 3%
 Der gesamte öffentliche Schuldenstand nicht mehr als 60% des
nationalen BIPs
3. Teilnahme am Wechselkursmechanismus
 Euro darf nicht eingeführt werden, wenn
 Währung des Beitrittskandidaten in den letzten zwei Jahren nicht mehr
als 15% vom Leitkurs des Euros abgewichen ist
 Der Beitrittskandidat Mitglied im Wechselkursmechanismus 2 ist
4. Stabilität der langfristigen Zinssätze
 Der durchschnittliche Normalzinsssatz des Beitrittskandidaten darf max.
zwei Prozent über dem Zinssatz der drei preisstabilsten Länder liegen
 Zinssätze der langfristigen Staatsanleihen werden gemessen (die Bonität)

Wirtschafts-, Fiskal- und Strukturpolitik in der EU (Seite 176f.)

 Aufteilung der Zuständigkeiten der Politikbereiche Wirtschaftspolitik,


Fiskalpolitik und Strukturpolitik im Lissabon-Vertrag (2009)
 Lissabon- Vertrag:
 Gemeinsame Zuschreibung (EU und Mitgliedsstaaten) für Finanzierung
und Entscheidungen oder alleinige Zuschreibung (EU oder
Mitgliedsstaaten)
 mehr Einfluss des Europäischen Parlaments
 nationale Parlamente erhalten mehr Einfluss
 Europäisches Bürgerbegehren
 Klarere Kompetenzenteilung
 Lissabon- Vertrag Motive:
 Sicherheit und Frieden
 Freiheit und Mobilität
 Hoffnung auf wirtschaftlichen Wohlstand
 Gemeinsame Macht
 Ein Manifest aus Frankreich:
 Vereinheitlichung der Unternehmensbesteuerung
 Einrichtung parlamentarischer Kammer für Eurozone
 Vergemeinschaftung der Schulden der Länder in der Eurozone

1
Sowi LK, Q2
Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

Zuständigkeiten laut Lissabon- Vertrag


Die EU allein  Zollunion
 Wettbewerbsrecht für
Binnenmarkt
 Währungspolitik der Eurostaaten
 Fischereipolitik bzw.
Meeresressourcen Erhaltung
 Handelspolitik
 Abschluss internationaler
Abkommen
Die Mitgliedsstaaten allein  Gesundheitsschutz
 Industrie
 Kultur und Tourismus
 Bildung, Jugend, Sport
 Zivilschutz
 Administrative Zusammenarbeit
EU+ Mitgliedsstaaten  Binnenmarkt
 Aspekte der Sozialpolitik
 Wirtschaftlicher/sozialer
Zusammenhalt
 Landwirtschaft
 Fischerei
 Umwelt
 Verbraucherschutz
 Verkehr
 Transeuropäische Netze
 Energie
 Raum der Freiheit, Sicherheit und
des Rechts
 Gemeinsame Sicherheitsanliegen
(öffentlliche Gesundheit)
 Forschung, Raumfahrt, Technik
 Entwicklungszusammenarbeit
 Humanitäre Hilfe

Europäische Integrationsmodelle (S. 216-223)

Basiswissen

 Aufnahme zwölf weiterer Mitgliedsstaaten


 Politische und wirtschaftliche Herausforderung
 Befürworter EU- Erweiterungspolitik:
 Ausbau von Freiheit, Menschenrechten, Demokratie und
Rechtsstaatlichkeit
 Verbesserung der Chancen am Weltmarkt
2
Sowi LK, Q2
Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

 Kritiker:
 Schwierige Konsensfindung aufgrund unterschiedlicher Interessen
 Bestehende Probleme lösen, danach neue Länder aufnehmen
 Uneinigkeit über Weiterentwicklung der EU
 Nationale Eigenständigkeit bzw. bloße Zusammenarbeit im
wirtschaftlichen Bereich vs. Vertiefung der wirtschaftlichen, sozialen
und politischen Einigung (nationalstaatliche Souveränität)

Voraussetzungen für den EU- Beitritt

Die Kopenhagener Kriterien beschreiben die Voraussetzungen, unter denen ein Land
Mitglied der Europäischen Union werden kann. Sie bestehen aus drei Bedingungen und
einer Voraussetzung.

Die Bedingungen:

1. Das wirtschaftliche Kriterium (Funktionsfähige Marktwirtschaft, Fähigkeit dem


Wettbewerbsdruck des Binnenmarktes standzuhalten)
2. Das politische Kriterium (Stabiler demokratischer Rechtsstaat, der die
Menschen- und Minderheitsrechte achtet)
3. Das Integrationskriterium (Übernahme Gemeinschaftsrecht; Bereitschaft, die
Ziele der politischen und Wirtschafts-/Währungsunion mitzutragen)

Weitere Bedingungen gelten für den westlichen Balkan:

4. Finanzielle Regelungen (Beitragszahlungen seitens EU und Mitgliedsstaat)


5. Übergangsregelungen (Zeit für Anpassung)

Die Voraussetzung ist die Aufnahmefähigkeit der Europäischen Union. Auf diese
Bedingung haben die Kandidatenländer wenig Einfluss, da es sich auf die innere
Reform der Europäischen Union bezieht.

Serbien auf dem Weg in die EU?!

 Gilt als potenzieller Beitrittskanditat seit Juni 2000


 ,,Thessaloniki Agenda´´ im Juni 2003: Bestätigung der EU- Perspektive
 Unterzeichnnung Stabilisierungs- /Assoziierungsabkommen 01.09.2003
 Visaerleichterungsabkommen Dezember 2009
 Antrag einer Mitgliedschaft in der EU 01.12.2009
 12.10.2011: Europäische Kommission verlangt Dialog Serbien- Kosovo
und Umsetzung aller getroffenen Vereinbarungen mit Kosovo
 01.03.2012: Status als Beitrittskandidat
 Fortschrittliche Beziehung zu Kosovo
 Seit Oktober 2012 politischer Dialog Kosovo-Serbien
 19.04.2013: ,,Erste Vereinbarung von Prinzipien zur Regelung der
Normalisierung der Beziehungen´´
 28.06.2013: Eröffnung der Beitrittsverhandlungen
3
Sowi LK, Q2
Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

 Fortschrittliche Bewegungen seitens Serbien

Europäische Integrationsmodelle (S. 216-223)

Europäischer Bundesstaat (Föderalismus/  Klare Kompetenzabgrenzung der


Perfektionisten) EU gegenüber ihrer
Mitgliedsstaaten
 Handlungsfähige und
demokratisch legitimierte
Regierungen auf den
verschiedenen politischen Ebenen
 Regierung auch auf europäischer
Ebene
 Europäischer Regierungschef
könnte durch Mehrheit vom
europäischen Parlament gewählt
werden
 Ausformulierte Verfassung, in der
Grund-/ Menschenrechte
verbindlich niedergeschrieben
werden
 Die Nationalstaaten geben
weite Teile ihrer Souveränität
an die EU ab, damit die quasi
staatliche Kompetenzen
besitzen. Basis: Gemeinsame
Verfassung
Europäischer Staatenbund  Pragmatisches Vorgehen in
(Intergouvermentalismus / Idealisten) Richtung eines wie auch immer
gearteten Staatenbunds
 Zusammenarbeit der Regierungen
souveräner Staaten
 Regierungen behalten
Letztentscheidungsrecht
 Wesentliche Themen werden von
den Regierungschefs im
Europäischen Rat und Ministerrat
besprochen
 Keine Stärkung des Parlaments
 Einstimmigkeitszwang bei
Abstimmungen
 EU ist in der Praxis schon weit
über das Modell Staatenbund
hinausgewachsen
 Mehrheitsabstimmungen sind die
Regel

4
Sowi LK, Q2
Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

 Europarecht vor nationales Recht


 Entscheidungsbefugnis
verbleibt in den meisten Fällen
bei den Nationalstaaten
Differenzierte Integration (Neo-  Zusammenschlüsse
Funktionalismus) unterschiedlich ausgeprägter
Integrationsdichte, die sich um
einen föderalen Kern gruppieren
 Europa der zwei
Geschwindigkeiten: Zielvorgaben
mit unterschiedlichen
Zeitvorgaben, föderaler Kern geht
voran
 Europa a la carte: Staaten finden
sich in neuen Konstellationen
zusammen, um in einzelne
Politikfelder zusammenzuarbeiten
Europa der Regionen  Weiterentwicklung der EU zu
(Supranationalismus) einem ,,Europa der drei Ebenen´´
 Dritte Entscheidungsebene:
Regionen
 Region ist kein allgemein
definierter Begriff
 Größe und Machtbefugnisse der
Regionen sehr unterschiedlich
 Regionen können Brückenfunktion
haben
 Höhere Legitimität der
europäischen Entscheidungen,
wenn man Bürger zusätzlich über
regionale Ebene beteiligt
 Europäisierung und
Regionalisierung können
zueinander beitragen
 Regionalisierung der EU als
Gegentendenz zur Zentralisierung
 Gegner befürchten Zersplitterung
und noch kompliziertere
Einigungsprozesse
 Starke Regionen erhalten ein
größeres Mitspracherecht
innerhalb der EU
(Entscheidungen werden
dezentral getroffen)

5
Sowi LK, Q2
Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

Die fünf Zukunftsszenarien (S.225-229)

Aufgabe 1) Beschreiben mithilfe von einer Tabelle

Titanic
StaatlichkeitNicht vorhanden
Dynamik Gefährdung bzw. Auflösung der Integration
 Ausgeprägte Machtpolitik
Organisation Supranationale Organisationen sind politisch schwach
 Können nicht EU-Auflösung entgegenwirken
Erweiterung Nicht vorhanden
Außenwirkung Renationalisierung der gemeinsamen Außen- und Sicherheitspolitik

Geschlossenes Kerneuropa
StaatlichkeitReduktion der EU auf eine Freihandelszone ,,de luxe´´
 Keine föderative politische Union
Dynamik Reduktion der EU auf bewährte Politikfelder
 Intergouvernmentale Zusammenarbeit kleiner Staatengruppe
außehalb des Vertragsrahmens
Organisation Mächtige Kernstaaten bestimmen Grundlinien
 Zusammenarbeit: Zwischenstaatliche Strukturen
 Abstimmungen über Koordinationssekreteriat treffen
Kernstaaten
 Europäisches Parlament managet die Freihandelszone de luxe
Erweiterung Erweiterung der Freihandelszone de luxe
Außenwirkung Gemeinsame Außen-/Sicherheitspolitik wird auf zivile Maßnahmen
beschränkt
 Keine Sicherheits-/Verteidigungsunion

Methode Monnet
Staatlichkeit Ziel ist eine enger werdende Union der Völker Europas
Dynamik  Kleine Reformschritte
 Kaum Integrationsprozesse
Organisation Kommision verwaltet neutral die Verträge
(marginale Stärkung der Mitwirkungsrechte des Europäischen
Parlaments)
Erweiterung Stockender Erweiterungsprozess (Bulgarien, Kroatien, Rumänien
traten bei)
Außenwirkung Kaum Weltmachtpotential (können bei keinen globalen
Entwicklungen mitbestimmen)

6
Sowi LK, Q2
Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

Offener Gravitationsraum
Staatlichkeit Integrationsweg  Politische Union
Dynamik Vertiefung der Zusammenarbeit von Mitgliedstaaten (spill-over
Effekt)
Organisation Exekutiv-/Legislativbefugnisse: Kommission und Europäisches
Parlament; Gemeinschaftsprinzipien
Erweiterung Konzentration auf Balkan und Europäischer Wirtschaftssraum;
Drittstaaten können sich an Gemeinschaftsprojekte beteiligen
Außenwirkung Außenpolitische Zusammenarbeit; Sicherheits-/Verteidigungsunion

Europa als Supermacht


Staatlichkeit Staatswerdung Europas
Dynamik Vergemeinschaftung aller zentralen Politikfelder,
Integrationsentwicklung
Organisation Gewaltenteilung; Kommisionspräsident wird direkt gewählt;
Parlamentisierung; eigene steuerfinanzierte EU-Finanzressourcen;
Kommission trägt Exekutivbefugnisse
Erweiterung Aufnahme neuer Mitglieder möglich; jeder europäischer Staat kann
Mitglied werden; nicht-europäische Staaten= erhöhter Beitrittsdruck
Außenwirkung Sicherheits-/Verteidigungsunion; uneingeschränkter Einsatz von
Machtmitteln; globaler Sicherheitsakteur

Aufgabe 2) Vergleich der Zukunftsszenarien

Die Titanic würde das Ende der Integration bedeutet, was bedeuten würde, dass die EU
nicht fähig wäre, den Herausforderungen von innen und außen gerecht zu werden.
Somit würden auch große Interessens- und Leistungsunterschiede dazu führen, dass
keine Solidarität zwischen den Mitgliedsstaaten herrscht. Übertragene Politikbereiche
werden auf die nationale Ebene rückverlagert und es kommt zur Schwächung der
wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit. Dies führt zur Auflösung der Währungsunion,
wobei anhaltende Entscheidungs-, Handlungs- u. Legitimationskrisen am Ende für den
Zerfall der Union sorgen würden.

Anders ist es beim geschlossenen Kerneuropa bzw. beim Kern der Mitgliedsstaaten. Der
Gedanke einer großen, föderativen politischen Unio geht hier zwar verloren, sodass die
Bürger sich nicht mehr mit einem vereinten Europa identifizieren, jedoch werden
Nation und Region identitätsstiftende Bedeutungen, was bedeuten würde, dass kleine
Gruppen von Staaten ihre Zusammenarbeit vertierfen und somit feste Formen schaffen.
Die EU übernimmt nur noch bewährte Politikfelder wie den Binnenmarkt und das
Kerneuropa distanziert sich, sodass keine weiteren Staaten aufgenommen werden
können. Die EU wird zur Freihandelszone de luxe, sodass kein politisches Handeln
mehr möglich sei und der europäische Kontinent stabilisiert wird, vor allem da die
Beitrittsbedingungen gesenkt wurden.

7
Sowi LK, Q2
Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

Die Methode Monnet ist eher wie in den vergangenen Jahrzehnten, da die europäische
Einigung zwar vorangebracht wird, aber eher in kleinen Schritten, da die EU den
Herausforderungen nicht gerecht wird und notwendige Reformen scheitern. Interessen-
u. Verteilungskonflikte zwischen den Mitgliedsstaaten bleiben, sowie der Binnenmarkt,
die Währung und das Bewusstsein über Frieden und Stabilität. Es kommt zu keiner
Bildung eines einheitlichen internationalen Akteurs.

Der offene Gravitationsraum vertieft die Zusammenarbeit integrationswilliger Staaten,


sodass eine supernationale Gemeinschaftsmethode geschaffen wird, in der alle
Unionsmitgliedier sich der Zusammenarbeit anschließen können und auch nicht-
Mitglieder verschiedene Partizipationsmöglichkeiten haben. Die einzelnen
Mitgliedsstaaten schreiten voran und im Zentrum liegt eine Gruppe, die sich an den
meisten Integrationsprojekten beteiligt.

Europa wird in Supermacht Europa dem objektiven Weltmachtpotential gerecht.


Materielle und institutionelle Ressourcen werden genutzt und die Wirtschaft,
Bevölkerungszahl und das Wertesystem bieten die Handlungsbasis. Reformen gibt es,
z.B. durch die gesteigerte Akzeptanz der Bevölkerung, der Etablierung einer
gesamteuropäischen Öffentlichkeit, der Kompetenzübertragung an die EU und der
Transparenz.

Aufgabe 3) Gemeinsamkeiten und Unterschiede

Gemeinsamkeiten Unterschiede
 Die Nationalstaaten geben Teile  Demokratisch legitime Regierung
ihrer Souveränität an die Union ab  Entscheidungen im Konsens
 Mehrheitsprinzip  Regierung der Mitgliedsstaaten
 Europäischer Staatenbund= besitzen die Entscheidungsgewalt
Starker und souveräner
Nationalstaat
 Starke Stellung einzelner
Mitgliedsstaaten

Aufgabe 4) Die Zukunft Europas

Betrachtet man vor allem die Zukunftsszenarien der EU des Centrums für angewandte
Politikforschung wird einem bewusst, dass die EU vor einem großen Scheideweg steht.
Sie ist von jeglicher Seite her gefährdet, sei es in Richtung des Integrationsprozesses,
oder in Machtpolitik der Nationalstaaten.

Es wird keinerlei Bügernähe geschaffen, vor allem durch die fehlenden Volkswahlen.
Kein Bürger kann einen Vertreter wählen, da stattdessen nationale Politiker ihre
Länderinteressen repräsentieren. Somit hat kein Bürger die Chance dazu, richtig Teil

8
Sowi LK, Q2
Amina Dawod Thema EU 27.01.2021

der Politik der EU zu werden. Des Weiteren werden inzwischen bloß nationale
Interessen vertreten, sodass keine richtige ,,Gemeinschaft´´ entstehen kann. Der
Gemeinsinn gerät aufgrund des vorwiegenden Nationalismus ins Schwanken. Es
werden kaum Fortschritte gemacht, da jeder Mitgliedsstaat mit seinen eigenen
Interessen beschäftigt ist und die Einigkeit völlig außer Acht lassen. Gemeinsame Ziele
geraten in den Hintergrund und es geht bloß nur noch um Machtverhältnisse.

Aufgabe 5) Die EU in 20 Jahren

In 20 Jahren könnte die EU ihre Probleme und Fehler eingesehen haben. Der
Nationalismus sollte im Hintergrung und die globalen, menschlichen Interessen im
Vordergrund stehen. Somit würden die Bürger eine gewisse Nähe zur EU schaffen, da
nicht bloß wirtschaftliche Interessen vorangebracht werden. Ebenso könnte der Fokus
auf dem Gemeinsinn liegen. Gemeinsame Ziele, die gemeinsam in Erwägung gezogen
werden und erfüllt werden sind hier von großer Bedeutung. Demnach könnte
beispielsweise der Ausbau und die Erweiterung der Integration bzw. des
Integrationsprozesses dafür sorgen, dass Europa machtvoller wird, als andere
Nationalstaaten es sind. Ebenso sollte man in jedem EU- Land dieselben Rechte
besitzen, sei es im politischen oder sozialen Bereich, sodass die gemeinsamen Ziele,
wenigstens in der EU vordergründig sind. Ein gemeinsamer rechtlicher Raum, der die
Sicherheit der Bürger währt ist von großer Bedeutung. Hierzu gehören auch die
Wohlfahrtssysteme, heißt die Arbeitslosigkeit etc. Zwar wird dies aufgrund der
verschiedenen Systeme, die die einzelnen Länder besitzen, schwierig, jedoch könnte
dies ebenso Grund dafür sein, dass Europa weltweit auch in ökonomischer Hinsicht
(dieselben Steuer-/Einkommenssysteme) attraktiver und einflussreicher wird.

Demnach könnte man erwarten, dass die EU in 20 Jahren deutliche Fortschritte macht,
vor allem aufgrund einer Erweiterung des Integrationsprozesses und der Systeme. Eine
engere Zusammenarbeit der Mitgliedsstaaten würde das Weltmachtpotential steigern
und die EU gewinnt somit an mehr Einfluss. Ebenso würde dies für viele andere Staaten
attraktiver werden, sich der EU anzuschließen.