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6.12.

2017 Fürthauer David, Spalt Lukas Chemie


Verteilung: Fürthauer 50%, Spalt 50%

Atombau und Periodensystem


Egal ob beim Ordnen von Schachfiguren, Zahlen oder anderen Dingen, wie zum
Beispiel Elemente, man braucht immer eine gewisse Regelmäßigkeit. Und genau so
kann man auch den Aufbau des Periodensystems betrachten, da sich auch hier
immer wieder ähnliche Eigenschaften in bestimmten Abständen wiederholen.

An erster Stelle des PSE steht Wasserstoff (H-Hydrogenium), da Wasserstoffatome


die geringste Masse haben. Mehr Masse pro Atom hat das Element Helium (He),
was immer wieder als Füllgas für zum Beispiel Ballons verwendet wird. Aufgrund der
Tatsache, dass Heliumatome mit anderen Atomen nicht reagieren, wird es als
Edelgas bezeichnet. Daher ist es das zweite Element der Reihe mit wachsender
Atommasse. Und so könnte man fortfahren und
alle Element ordnen.

Etwa in dieser Form haben es auch zwei


Chemiker Namens Lothar Meyer und Dimitri
Mendelejew gemacht. Sie haben 1869 die
damals bekannten Elemente nach wachsender
Atommasse zusammengestellt. Sie wollten mit
dieser Methode einen einheitlichen und
überschaubaren Aufbau der Atome erreichen.
Dabei hat sich etwas sehr Interessantes
herausgestellt was auch oben schon erwähnt wurde: Nach bestimmten Abständen
wiederholen sich immer wieder ähnliche Eigenschaften.

Die waagrechte Reihe, also die Elemente nebeneinander mit unterschiedlichen


Eigenschaften, werden als Periode bezeichnet. Die jeweiligen Elemente mit
ähnlichen Eigenschaften werden senkrecht geordnet und als Gruppe bezeichnet. Die
erste Gruppe wird auch als “Alkalimetalle” bezeichnet welche die Eigenschaft
besitzen, sehr reaktionsfreudig zu sein. Als letzte Gruppe stehen wiederum nur
Edelgase, welche sich durch Ihre volle Außenschale und keiner Reaktionsfreudigkeit
auszeichnen. Nun ist dabei aber zu beachten, dass für die Stellung eines Elementes
im modernen Periodensystem nicht mehr die Atommasse ausschlaggebend ist,
sondern eine andere Eigenschaft des Atoms.

Im Kern eines Atoms befinden sich Protonen und Neutronen. Die Anzahl der
Protonen steigt von Element zu Element um jeweils eins an. Protonen und
Neutronen sind zusammen die Bestandteile des Kerns, die auch als Nukleonen
bezeichnet werden. Elemente mit verschiedener Nukleonenzahl aber gleichen
Protonenzahl (=Ordnungszahl), sind sogenannte Isotope eines Elements. Bei
ungünstigen Verhältnisse kann es zu einem radioaktiven Element werden.
6.12.2017 Fürthauer David, Spalt Lukas Chemie
Verteilung: Fürthauer 50%, Spalt 50%

Bei Betrachtung des Borschen’ Atommodells, stellt man fest dass die
Elektronenhülle aus verschiedenen Bahnen/Schalen aufgebaut ist, wobei die
innerste Bahn auch die stabilste ist. Die Nummer der Periode entspricht zugleich der
Anzahl der vorhanden Schalen. Auf diesen Bahnen bewegen sich die Elektronen,
die jedoch einen Energieverlust anstreben. Umso näher die Bahn beim Mittelpunkt,
sprich dem Kern des Atoms, ist, umso weniger Energie muss das Elektron
aufbringen.

Des Weiteren kann man die Atomhülle aber auch mit dem
Orbitalmodell veranschaulichen. Es unterteilt die Atomhülle
in einzelne sogenannte Orbitale, die mit möglichen
Aufenthaltsorten von Elektronen verglichen werden können.
Grundsätzlich kann man 4 verschiedene Orbitale
unterscheiden, s-/p-/d-/ und f-Orbitale. Diese entsprechen
jeweiligen Energiestufen, wobei das einfachste das
kugelförmige s-Orbital ist. Wenn sich mehrere Elektronen in
einem Orbital aufhalten, brauchen sie eine
entgegengesetzte Drehrichtung, den sogenannten Spin.
Wichtig zu wissen ist auch, dass sich maximal 2 Elektronen
in einem Orbital aufhalten können.
Nun kann man zum Beispiel den Aufbau eines He-Atoms genauer betrachten. Einer
Helium-atom besitzt 2 Protonen im Kern und somit auch 2 Elektronen. Da Helium im
PSE in der ersten Periode steht, besitzt es eine Schale in der genau 1 kugelförmiges
s-Orbital vorhanden ist. Wie wir wissen ist He ein Edelgas, weil s-Orbitale maximal 2
Elektronen mit unterschiedlichem Spin aufnehmen können und somit die äußerste
Schale vollständig besetzt ist. Beim nächsten Element, dem Li wird zusätzlich eine
zweite Schale benötigt um seine 3 Elektronen unterzubringen. Wie auch in der
ersten Schale, so gibt es auch in der zweiten Schale ein kugelförmiges s-Orbital,
welches zwar größer ist aber trotzdem nur 2 Elektronen aufnehmen kann. Darüber
hinaus wird das s-Orbital der zweiten Schale von 3 p-Orbitalen durchdrungen. Von
den 3 Li-Elektronen werden also 2 Elektronen mit entgegengesetztem Spin im 1s-
Orbital untergebracht. Das dritte Elektron bleibt mit höherer Energie im 2s-Orbital.
Das heißt p-Orbitale werden vorerst gar nicht benutzt. Daraus ergibt sich folgende
Elektronenkonfiguration für Li: 1s2 2s, für Be: 1s2 2s2
Bei Bor (B) kommt erstmals ein Elektron in das 2p-Orbital, welches einer höheren
Energiestufe entspricht. Die Elektronenkonfiguration lässt sich wie folgt beschreiben:
1s2 2s2 2p1
Bei den darauf folgenden Elementen wie C, N, O, F wird jeweils das
hinzukommende Elektron in eines der drei verfügbaren 2p-Orbitale verteilt. Bis
diese, bei N mit der Ordnungszahl 10, 2 Elektronen mit entgegengesetztem Spin
enthalten und damit vollständig besetzt sind. Somit ist mit 8 Elektronen die
Aufnahmefähigkeit der zweiten Schale vollständig erschöpft. Ein solches Atom
reagiert nicht mit anderen, das heißt Ne ist ein Edelgas.
6.12.2017 Fürthauer David, Spalt Lukas Chemie
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Die dritte Periode wird mit dem Element Na eröffnet, dies entspricht genau der
Tatsache dass erstmals die dritte Schale verwendet wird. Auch in ihr beginnt es, wie
auch bei H und Li mit einem s-Orbital. Im Na-Atom befindet sich das elfte Elektron
alleine in der äußersten Schale im 3s-Orbital, wie auch beim Li-Atom mit dem
Unterschied dass die äußerste Schale die Zweite war. Aufgrund dieser
Übereinstimmung verhalten sich die Atome dieser beiden Elemente sehr ähnlich.
Dieselben ähnlichen Eigenschaften haben auch K, Rb, Cs, Fr welche alle zur
zweiten Gruppe gehören, den Alkalimetallen. Das einzelne Atom in der Außenschale
ist auch der Grund für ihre hohe Reaktionsfreudigkeit. Diese kann man besonders
gut bei der Reaktion von Natrium mit Wasser beobachten.

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