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Autor:

Martin Prinz ist ein österreichischer Schriftsteller, welcher 1973 in Wien geboren wurde. Er wuchs in
Lilienfeld, einer Gemeinde in Niederösterreich, auf und studierte in seiner Jugend
Theaterwissenschaft und Germanistik. Sein Roman " Der Räuber" bildete die Vorlage für den 2010
erschienen Film, welcher ihm die Nominierung für den Österreichischen Filmpreis einbrachte. Das
Buch wurde im Jahre 2002 veröffentlicht und handelt vom österreichischen Mörder, Bankräuber und
Marathonläufer Johann Kastenberger. Mit dem Namen „Pumpgun-Ronnie" verewigte er sich in der
österreichischen Kriminalgeschichte. Doch nicht nur dort, sondern auch in der Sportgeschichte ist er
bis heute Rekordhalter des Kainacher Bergmarathons, der mit 1.800 Höhenmetern als
anspruchvollster österreichischer Berglauf gilt.

Im Jahr 2010 gewann Martin Prinz schließlich den ersten Outstanding Artist Award für Literatur.
Dieser ist ein Staatspreis der Republik Österreich und wird jährlich seit 2010 vergeben. 1,2,

Diesem Kriminalroman liegt eine wahre Begebenheit zugrunde, in der der österreichische

Marathonläufer, Bankräuber und Mörder Johann Kastenberger (im Buch Johann Rettenberger) die
Hauptrolle spielt. Der Kriminalroman erzählt mehrere Geschichten parallel. Am Anfang des Buches
beschreibt der Autor die Flucht von Rettenberger aus dem Verhörungssaal, die er durch ein offenes
Fenster wagt. Rettenberger schafft es dem Blaulichtwirbel zu entkommen und kann so in der
Menschenmasse von Wien untertauchen. Fast parallel wird die Geschichte eines Mordes von
Rettenberger an seinem Kurskollegen Kollhammer geschildert. Diesen weckt er mitten in der Nacht
aus dem Schlaf und erschießt ihn mit Hilfe einer Pumpgun aus kurzer Distanz.

Ein paar Tage später stiehlt Rettenberger ein Auto, welches er für einen geplanten Raubüberfall auf
eine Bank benützen möchte. Dabei wird der maskierte Rettenberger von einem aufmerksamen
Passanten beobachtet, welcher daraufhin die Angestellten der Bank warnt. So musste er mit leeren
Taschen fliehen.

Doch so schnell lässt sich der Räuber nicht unterkriegen. In den folgenden Tagen häufen sich
Überfälle. Immer wieder schafft er es, der Polizei mit gestohlenen Autos und viel Geschick zu
entkommen .Eines Tages überfällt Rettenberger sogar drei Banken auf einmal. Doch auch nach
diesem unvorstellbaren Ereignis bleibt eine beeindruckend große Suchaktion erfolglos. In jeder
Tageszeitung bestimmen er und Bilder seiner Maske, die er immer bei den Überfällen trägt, die
Titelblätter. Auch im Radio ist seine Person das Gesprächsthema Nummer eins. Nach einem weiteren
Überfall flüchtet Rettenberger, wie schon so oft, zu Fuß. Auszeichnend dafür ist seine exzellente,
körperliche Fitness. Er biegt in einen Waldweg ein um so im Schutz der Bäume zu verschwinden.
Hetzend erklimmt er einen Berg, den er für einen sicheren Ort hält. Doch diesmal kommt alles ganz
anders.

Schon Minuten später flackern Lichter am Fuße des Berges. Leise hört man das Bellen der Hunde.
Rettenberger erkennt sofort die Gefahr und überlegt, was in dieser ausweglosen Situation zu tun ist.
Da der ganze Berg von Polizisten umstellt ist gibt es kein zurück mehr. Dabei stoßt er durch Zufall auf
ein Loch im Boden, kauert sich hinein und macht es durch Äste und Blätter schwer sichtbar. Und
tatsächlich gelingt es ihm auch diesmal der Polizei zu entkommen und eine erneute Verwirrung
auszulösen. Rettenberger wartet noch bis die Polizisten endgültig das Gebiet verlassen haben und
beschließt dann, den Berg auf schnellstem Wege zu verlassen. Schon wenige Meter vom Berg
entfernt findet er Zuflucht in einem leer stehenden Sommerhaus. Hier wechselt er seine Kleidung um
sich ein neues Aussehen zu verschaffen.

Doch gerade, wie er in der Küche bei einem warmen Tee sitzt, fährt ein Auto vor. Schnell flüchtet er
in das nebenstehende Glashaus, von welchem er die Situation mitverfolgt. Ein Mann steigt aus dem
Auto und beginnt vor seinem Haus zu arbeiten. In diesem Moment springt Rettenberger aus seinem
Versteck, fesselt den fassungslosen Mann im Glashaus und flüchtet mit dessen Auto.

Kurz entschlossen benützt Rettenberger die Autobahn, in diesem Moment steigt ein Glücksgefühl in
ihm hoch. Er glaubt, es geschafft zu haben und fühlt sich wie ein stolzer Sieger.

Dieser Zustand wird vom Geräusch eines Hubschraubers unterbrochen. Rettenberger biegt bei der
nächsten Abfahrt in den Wald ein und steuert das Auto auf eine ruhige, abgelegene Landstraße. Am
Ende dieser Straße erreicht er einen Bauernhof. Fest entschlossen springt er aus seinem Wagen und
steigt in das Auto des Bauern. Glücklicherweise hat dieser den Schlüssel stecken lassen, wodurch
Rettenberger seine Flucht fortsetzen kann.

Dieser Autodiebstahl verbessert Rettenbergers Lage kaum und schon nach wenigen Minuten steht er
wiederum unter Beobachtung.

Nun gibt es wirklich keinen Ausweg mehr und schlussendlich wird Rettenberger durch eine
Straßensperre der Polizei gebremst und stirbt an dem Schuss eines Polizisten.

Der Mann ist von einem ungewöhnlichen Freiheitsdrang besessen. Er


wirkt nie unsympathisch, aber wenn er nur die geringste Chance auf
Flucht sieht, brennen bei ihm alle Sicherungen durch. Und weil er
intelligent ist, ist er in dieser Situation auch brandgefährlich.