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SINUMERIK 840D

DREHEN
Befehlsanweisungen
1.1. G-Befehle
1.2. M-Befehle
1.3. Zyklen
1.3.1. Bohrzyklen
1.3.2. Drehzyklen
2. Befehlsabkürzungen
3. Nullpunktverschiebung
3.1. G53-G59
3.2. TRANS, ATRANS
4. Werkzeugdaten
4.1. Werkzeugtypen-Drehwerkzeuge
4.2. Werkzeugtypen-Bohrwerkzeuge
4.3. Eingabemaske für Werkzeugkorrekturdaten
4.3.1. Werkzeugkorrektureingabe Drehwerkzeuge
4.3.2. Werkzeugkorrektureingabe Bohr- und Fräswerkzeuge
5. Drehzyklen
5.1. Konturdrehen
5.1.1. CYCLE 95
5.1.2. Konturbeschreibung
5.1.3. Startposition vor Aufruf des Abspanzyklus
5.2. Gewindedrehen
5.3. Einstechen
5.4. Freistiche genormt
5.4.1. Gewindefreistiche DIN 76 CYCLE 96
5.4.2. Freistich DIN 509 CYCLE 94
6. Bohrzyklen
6.1. Bohren, Zentrieren CYCLE 81
6.2. Bohren, Plansenken CYCLE 82
6.3. Tieflochbohren
7. Unterprogramme
1. Befehlsanweisungen

1.1. G-Befehle
Befehl Bedeutung
G0 Eilgangbewegung
G1 Geradeninterpolation (Vorschubbewegung)
G2 Kreisinterpolation im Uhrzeigersinn
G3 Kreisinterpolation gegen Uhrzeigersinn
G4 Verweilzeit
G17 Interpolationsebene XY (stirnseitige Bearbeitung z.B.: Axialbohren)
G18 Interpolationsebene XZ (normale Dreh-Bearbeitung)
G19 Interpolationsebene YZ (Mantelflächenbearbeitung z.B.: Radialbohren)
G40 Werkzeugradiuskompensation AUS
G41 Werkzeugradiuskompensation EIN links
G42 Werkzeugradiuskompensation EIN rechts
G53 Satzweise Abwahl speicherbare Nullpunktverschiebung
G54-G57 Aufruf von speicherbare Nullpunktverschiebungen
G500 Abwahl speicherbare Nullpunktverschiebung
G505-599 Aufruf von speicherbare Nullpunktverschiebungen
G70 Inch-Maßangabe
G71 Metrisches Maßsystem
G94 Vorschub in mm/min (Fräsbearbeitung)
G95 Vorschub in mm/U (Drehbearbeitung)
G96 Konstante Schnittgeschwindigkeit EIN
G97 Konstante Drehzahl EIN
G140 Weiches An- und Abfahren
G141 Anfahren von links bzw. Abfahren von links
G142 Anfahren von rechts bzw. Abfahren von rechts
G147 Anfahren mit einer Geraden
G148 Abfahren mit einer Geraden
G247 Anfahren mit einem Viertelkreis
G248 Abfahren mit einem Viertelkreis

1.2. M-Befehle
Befehl Bedeutung
M0 Programmierter Halt
M1 Wahlweiser Halt (Programmhalt nur bei OPT.STOP)
M3 Spindel EIN im Uhrzeigersinn
M4 Spindel EIN gegen Uhrzeigersinn
M5 Spindel AUS
M8 Kühlmittel EIN
M9 Kühlmittel AUS
M17 Unterprogramm ENDE
M30 Hauptprogramm ENDE
1.3. Zyklen

1.3.1 Bohrzyklen
Cycle 81 Bohren, Zentrieren
Cycle 82 Bohren, Plansenken
Cycle 83 Tieflochbohren
Cycle 83E Tieflochbohren
Cycle 84 Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter
Cycle 84E Gewindebohren ohne Ausgleichsfutter
Cycle 840 Gewindebohren mit Ausgleichsfutter
Cycle 85 Ausbohren 1
Cycle 86 Ausbohren 2
Cycle 87 Ausbohren 3
Cycle 88 Ausbohren 4
Cycle 89 Ausbohren 5

1.3.2 Bohrzyklen
Cycle 93 Einstichzyklus
Cycle 94 Freistichzyklus
Cycle 95 Abspanzyklus
Cycle 96 Gewindefreistichzyklus
Cycle 97 Gewindeschneidzyklus
Cycle 98 Ketten von Gewinden

2. Befehlsabkürzungen

AC Absolute Winkelposition (z.B.: AC(10)


AP Polarwinkel bei Polarkoordinatenprogrammierung
CHF Fase einfügen
CR Kreis über Radiusangabe
CHR Fase einfügen über Eckenlänge
DIAMOF Radiusprogrammierung
DIAMON Durchmesserprogrammierung
F Vorschub
IC Inkrementelle Position
LIMS Drehzahlbegrenzung
MCALL Modaler Unterprogrammaufruf
P Anzahl der Unterprogrammdurchläufe
RND Einfügen von Rundungen
RNDM Modales einfügen von Rundungen
S Spindeladresse
TRANS Verschiebung EIN
ATRANS Verschiebung EIN additiv
T Werkzeugadresse
3. Nullpunktverschiebung NPV
3.1. Speicherbare NPV

G53 Die Nullpunktverschiebungen


werden für einen Satz unterdrückt.
G500 G54-G57 werden abgewählt
G54-G57 Voreingestellte
Nullpunktverschiebungen

Üblicherweise erfolgt mit G54-G57 die


Verschiebung des Maßsystems auf einen
Fixpunkt oder Anschlagpunkt am Spannmittel
(Backenfutter)
Die weitere Verschiebung
erfolgt mit dem Befehl (TRANS).

3.2. Programmierbare NPV

TRANS
Nullpunktverschiebung absolut,
bezogen auf den aktuellen
Nullpunkt G54-G57
Trans löscht alle vorher
gesetzten programmierbaren
Verschiebungen

z.B.: Trans Z50

ATRANS
Nullpunktverschiebung additiv,
bezogen auf den aktuellen mit
(G54-G57 und TRANS)
eingestellten Nullpunkt.
4. Werkzeugdaten

Sinn und Zweck der Werkzeugdatenerfassung ist es, dass die Software die
Werkzeugspitze bzw. den Werkzeugmittelpunkt und nicht den
Werkzeugaufnahmebezugspunkt für die Positionierung verwendet.
Im so genannten Werkzeugdatenspeicher können die Werkzeugdaten gespeichert
werden.

Die Werkzeugdaten sind je nach Werkzeugtyp unterschiedlich. Außerdem ist die


Ebenenauswahl ( G17-G19) zu berücksichtigen.

4.1. Werkzeugtypen-Drehwerkzeuge

500 Schruppstahl 530 Abstechstahl


510 Schlichtstahl 540 Gewindestahl
520 Einstechstahl

4.2. Werkzeugtypen-Bohrwerkzeuge
200 Spiralbohrer 220 Zentrierbohrer
205 Vollbohrer 240 Gewindebohrer Regelgewinde
210 Bohrstange 250 Reibahle

4.3. Eingabemaske für Werkzeugkorrekturdaten


T-Nummer:
Unter dieser Nummer wird das Werkzeug aufgerufen (Platznummer im Werkzeughalter)
D-Nummer:
Nummer der Werkzeugkorrektur. Ein Werkzeug kann mehrere Korrekturnummern haben.
(z.B.: linke und rechte Ecke eines Einstechstahls).
Es können pro Werkzeug bis zu 9 Korrekturwerte angegeben werden. (D1-9)
Schneidenzahl:
Anzahl der D-Nummern für das betreffende Werkzeug.
Werkzeugtyp:
Mit dieser Nummer wird die Art des Werkzeuges festgelegt.
(Ändert auch zum Teil die Eingabemaske).
Geometrie:
Abmessungen des Werkzeuges. ACHTUNG auf Ebenenauswahl!
Verschleiß:
Abweichung vom Geometrie-Wert.
Basis:
Abmessung eines Werkzeugträgers, in die die Werkzeuge gespannt werden.
(Außen-oder Innen Spannkreis.)

Die Summe aus Geometrie, Verschleiß und Basis ergibt die Gesamte wirksame
Werkzeugkorrektur.

4.3.1. Werkzeugkorrektureingabe Drehwerkzeuge

L1 = X L2 = Z
Drehwerkzeuge
Werkzeugtyp 5XX

4.3.2. Werkzeugkorrektureingabe Bohr- und Fräswerkzeuge

Länge 3 = Z
Bohr- u. Fräswerkzeuge
Werkzeugtyp 1XX - 2XX
5. Drehzyklen
5.1. Konturdrehen

Aufruf: Unterstützung  Drehen  Abspanen

Zu Drehen von Außen- und Innenkonturen verwendet man häufig Drehzyklen. Am


häufigsten wird der Abspanzyklus CYCLE 95 verwendet.

Abspanzyklus

CYCLE 95 Konturbeschreibung

 Konturaufruf  Beschreibung manuel


 Schnittaufteilung  Grafikuntersützung
 Aufmaße
 Vorschübe usw.
 usw
5.1.1. CYCLE 95 Parameter

NPP Name des Konturprogrammes


MID Maximale Zustelltiefe o. Vorzeichen
FALZ Schlichtaufmaß Z
FALX Schlichtaufmaß X
FAL Schlichtaufmaß Konturparallel
FF1 Vorschub für Schruppen o. Hinterschnitt
FF2 Vorschub für Eintauchen in Hinterschnitt
FF3 Vorschub für Schlichten
VARI Bearbeitungsart 1-12
DT Verweilzeit zum Späne brechen beim Schruppen
DAM Weglänge für Späne brechen
VRT Abhebeweg beim Schruppen (Bei VRT =0 ist automatisch
1mm Abhebeweg prg.)
5.1.2. Konturbeschreibung

Die Konturbeschreibung wird in einem Unterprogramm abgespeichert (*.SPF). Dabei kann die
Konturbeschreibung mittels EDITOR (manuell G1, G2, G3 usw.) beschrieben werden. Bei
aufwändiger Kontur verwendet man das Unterstützungstool
„FREIE KONTURPROGRAMMIERUNG“.

Mit den Softkeys Unterstützung und Neue Kontur öffnet man den Kontureditor.
Bereits bestehende Konturen kann man mit den Softkeys Unterstützung und Rückübersetzen
wieder öffnen und editieren.
Außenkontur Längsdrehen

END (Rohteil Ø) SP

Außenkontur Plandrehen
SP (Rohteil Ø) END

5.1.3. Startposition vor Aufruf des Abspanzyklus


5.2. Gewindeschneiden CYCLE 97

Aufruf: Unterstützung  Gewinde  Gewindeschneiden


Mit dem Gewindescheidzyklus können zylindrische oder kegelige Außen- und Innengewinde
hergestellt werden.
Die Gewinde können ein- oder mehrgängig sein.
Rechts- oder Linksgewinde wird durch die Drehrichtung (M3 oder M4) bestimmt werden.
ACHTUNG: Auf die Einspannung des Werkzeuges achten. (Normallage oder Überkopf).

Überkopfeinspannung: Rechtsgängig: M3 Vorschubrichtung Z zum Spannfutter

PIT Gewindesteigung als Wert


MPIT Gewindesteigung als Nenngröße
(metrisches Regelgewinde 3 (M3) – 60(M60)
(entweder PIT oder MPIT)
SPL Anfangspunkt d. Gewindes in Z
FPL Endpunkt d. Gewindes in Z
DM1 Ø des Gewindes am Anfang
DM2 Ø des Gewindes am Ende
APP Einlaufweg ohne Vorzeichen
ROP Auslaufweg ohne Vorzeichen
TDEP Gewindetiefe o.Vz.
FAL Schlichtaufmaß
IANG Zustellwinkel
NSP Startpunktversatz (Winkel-nur bei
mehrgängigen Gewinden)
NRC Anzahl der Schruppschnitte
NID Anzahl der Leerschnitte
VARI Bearbeitungsart des Gewindes
NUMT Anzahl der Gewindegänge
VRT variabler Rückzug (siehe CYCLE 95)

Gewindeabmessungen
SPL, FPL, APP, ROP
Die Parameter SPL und FPL geben den Anfangspunkt und
den Endpunkt des Gewindes an.
Der Einlaufweg APP und der Auslaufweg ROP werden zum
beschleunigen und verzögern der Schlitten benötigt.
(In diesen Bereichen ist das Gewinde nicht maßgenau)
Die Bearbeitung beginnt um APP und endet bei ROP.
In X liegt der Startpunkt 1mm über dem programmierten
Gewinde Ø.
VARI

IANG
5.3. Einstechen CYCLE 93

Aufruf: Unterstützung  Einstich


WIDG, DIAG
Einstichbreite (WIDG) und Einstichtiefe (DIAG)
wird bezogen auf den Anfangspunkt.
Ist der Einstich breiter als das Werkzeug wird die
Breite in mehreren Schritten überlappend
abgearbeitet.
RCO1, RCO2 RCI1, RCI2
Radien: Positives Zeichen
Fasen: Negatives Zeichen
IDEP
Das achsparallele Einstechen wird in mehrere
Tiefenzustellungen aufgeteilt.
MUSS programmiert werden.
DTB
Verweilzeit am Einstichgrund. So wählen, dass
Werkzeug freischneidet. (mind. Eine Umdrehung)

VARI D2 D1

Mit der Einerstelle (XX) wird die


Art (=Position) festgelegt.
Mit der Zehnerstelle (XX)
die Fasenberechnung.
Einstechwerkzeug:
Beide Ecken müssen vermessen werden.
Die D-Nummern müssen aufeinander folgen.
z.B.: D1 D2
Die Steuerung bestimmt selbst welcher
verwendet werden muss.
5.4. Freistiche genormt
5.4.1. Gewindefreistich CYCLE 96 nach DIN 76

Aufruf: Unterstützung  Drehen  Freistich  Gewindefreistich

DIATH Nenn Ø des Gewindes (M3-M68)


SPL Startpunkt in Z
FORM Freistichform (A,B,C,D)
VARI Bestimmung der Lage d. Freisti.
(Für diesen können nur Werkzeuge mit den
Schneidenlagen 1,2,3,4 verwendet werden.)
SIEHE: Lage der Schneide –Werkzeugvermessung

5.4.2. Freistich CYCLE 94 nach DIN 509

Aufruf: Unterstützung  Drehen  Freistich  Freistich Form E,F

SPD Anfangspunkt X
SPL Startpunkt in Z
FORM Freistichform (E, F)
VARI Bestimmung der Lage d. Freisti.
(Siehe Gewindefreistich)
6. Bohrzyklen
6.1. Bohren, Zentrieren CYCLE 81

Aufruf: Unterstützung  Tieflochbohren  Bohren, Zentrieren

RTP Rückzugebene absolut


RFP Referenzebene absolut
SDIS Sicherheitsabstand o.Vz.
DP Endbohrtiefe absolut bezogen auf WNP
DPR Endbohrtiefe relativ zur Ref-Ebene
Entweder DP oder DPR

WICHTIG: RTP muss höher sein als RFP

6.2. Bohren, Plansenken CYCLE 82

Aufruf: Unterstützung  Tieflochbohren  Bohren, Plansenken

Siehe CYCLE 81

DTB Verweilzeit am Bohrgrund

Bohren an der Hauptspindel


6.3. Tieflochbohren CYCLE 83E (EMCO-ZYKLUS)

Aufruf: Unterstützung  Tieflochbohren  CYCLE 83

Dieser Zyklus dient vor allem zum Bohren tiefer Löcher.

Vorteil:
 Keine Ebenenauswahl (G17,G18,G19) nötig
 Bohrrichtung kann angegeben werden (X-Achse oder Z-Achse)

RFP Referenzebene absolut


DP Endbohrtiefe absolut bezogen auf WNP
FDEP Bohrtiefe 1 absolut
DAM Degressionsbetrag
DTB Verweilzeit auf Bohrtiefe
DTS Verweilzeit auf Anfangspunkt
VARI 0=Spänebrechen 1= Entspänen
DIR Bohrrichtung 0=X, Z=1

7. Unterprogramme
Mehrfach zu wiederholende Funktionsabläufe werden
oft als Unterprogramme eingegeben.
Unterprogrammaufruf:
z.B.: Kontur P5

UP-Name Anzahl der Wiederholungen

Unterprogrammende mit M17

Modales Unterprogramm MCALL


Mit dieser Funktion kann ein UP nach jedem Satz mit
Bahnbewegung automatisch aufgerufen und
abgearbeitet werden.
z.B.:
G0 X0 Y0
MCALL L70
X10 Y10
X50 Y50
MCALL (Modalen UP-Aufruf ausschalten)
od. MCALL L80 (Schaltet L70 aus und ruft L80 auf)