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Bewerbungen

Inhalt und Aufbau der Bewerbungsmappe


Oft suchen Unternehmen Querdenker mit Persönlichkeit, die gut ins vorhandene Team passen.
Um sich selbst von der besten Seite zu zeigen, ist eine sorgfältig zusammengestellte Bewerbungs-
mappe unumgänglich. Je vollständiger die Bewerbungsunterlagen, desto schneller kann die Be-
werbung bearbeiten werden. Trotzdem gilt: Kurz und ausdrucksstark!

Arbeitsauftrag (4er-Gruppen, 10 Minuten)


Begutachtet die Unterlagen und notiert Positives und Negatives.

Die Bewerbungsmappe
Sie besteht aus einer schlichten und eleganten, zwei- oder dreiteiligen Mappe aus Karton oder einer
Klippmappe aus Plastik. Die Bewerbungsmappe sollte optisch übersichtlich und nur aus hochwertigen
Materialien, etwa stabilem Papier oder einem hochauflösenden Foto, gestaltet sein. Flecken, Eselsohren
oder Rechtschreibfehler vermitteln sofort einen schlechten Eindruck und führen schnell zum Ausschei-
den aus dem Bewerbungsverfahren. Versenden sollte man die Bewerbungsmappe mit einem rückenkar-
tonierten DIN-A4-Umschlag mit Adressaufkleber.
Bestandteile der Bewerbungsmappe:
1. Deckblatt
2. Anschreiben
3. Lebenslauf
4. Eventuell ‚dritte Seite‘
5. Anlagen: Zeugnisse und Bescheinigungen

1. Das Deckblatt
Das Titelblatt der Bewerbung dient als optischer Blickfang, deshalb sollte hier auch das Bewerbungsfoto
seinen Platz haben. Die Bestandteile des Deckblatts können im Muster eingesehen werden.
Eventuell kann das Deckblatt auch mit einem passenden Motto, Zitat oder Ziel versehen werden.

2. Das Anschreiben
Die Formulierung im Anschreiben stellt oft die größte Schwierigkeit dar. Hier soll mit wenigen Worten
alles Wesentliche zum Ausdruck gebracht werden. Das Musterschreiben dient als eine gute Orientierung.
Neben dem allgemeinen Aufbau, ist auf die korrekten Anschriften zu achten sowie möglichst eine direkte
namentliche Anrede des Personalverantwortlichen und die eigene Unterschrift.

3. Der Lebenslauf
Der Lebenslauf wird meist als erstes gelesen. Er dient dazu, schnell einen guten Überblick über den eige-
nen Werdegang und die eigenen Fähigkeiten zu geben.
Zudem zeigt man dem Unternehmen die außerschulischen Engagements. Diese Angaben werden häufig
vernachlässigt, sind aber zur ersten Einschätzung des Bewerbers sehr hilfreich, da sie Rückschlüsse auf
wesentliche Charaktereigenschaften zulassen. Darüber hinaus stellen die Angaben ein wichtiges Unter-
scheidungskriterium zu den anderen Bewerbern dar.
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Die Interessen zeigen eine weitere Facette der Persönlichkeit auf, etwa im sozialen, politischen, kultu-
rellen, musischen oder sportlichen Bereich, von denen auf weitere Eigenschaften und Verhaltens-weisen
geschlossen werden kann. Sie wecken Sympathien – aber auch Antipathien. Bei Risikosport-arten, Partei-
und kirchlichem Engagement sollte man vorsichtig sein.
Man sollte sich auf zwei bis drei Interessen beschränken, die positive Eigenschaften erkennen lassen und
die für die umworbene Stelle relevant sind. Zur äußeren Form des Lebenslaufs:
o Nach Themen gegliedert
o Neuste Dinge zuerst
o Übersichtlichkeit durch Abgrenzungen

Der Lebenslauf sollte lückenlos sein und möglichst keine Punkte enthalten, die negativ ausgelegt werden
könnten. Der Lebenslauf muss grundsätzlich wahrheitsgemäß gestaltet sein; Rundungen auf Monate sind
jedoch erlaubt. Sprach- und EDV-Kenntnisse sind unbedingt realistisch anzugeben – denn sie sind leicht
überprüfbar. Unterscheidungen:

Sprachen EDV-Kenntnisse
Schulkenntnisse Sichere Anwendung
Muttersprache Grundkenntnisse
Grundkenntnisse Routinierte Anwendung
Erweiterte Kenntnisse Erweiterte Kenntnisse
Verhandlungssicher

Der Lebenslauf ist nie komplett, deswegen muss er regelmäßig aktualisiert und den Anforderungen der
Stelle entsprechend angepasst werden.

4. Die ‚dritte Seite‘


Die sogenannte ‚dritte Seite‘ nutzen nur ca. 30 % aller Bewerber. Darunter versteht man ein separates
Motivationsschreiben oder ein Qualifikationsprofil in Tabellenform, versehen mit persönlichen State-
ments. Mit ihr kann man sich von anderen Bewerbern abgrenzen, indem man besondere Qualifikationen
und Schwerpunkte übersichtlich darstellt. Besonders geeignet ist die ‚dritte Seite‘ bei Bewerbern mit
mangelnder beruflicher Erfahrung. Sie ist aber kein zwingender Bestandteil der Bewerbung.

5. Anlagen: Zeugnisse und Bescheinigungen


Ans Ende der Bewerbungsmappe werden Schul-, Ausbildungs-, Praktikums- und Arbeits-
zeugnisse gestellt. Auch Bescheinigungen von Zusatzqualifikationen, besonders wenn sie im An-
schreiben erwähnt wurden, finden hier ihren Platz.
Die Bescheinigungen müssen jedoch zur jeweiligen Stelle passen – Klasse schlägt die Masse. Es sollten
keine Originale verschickt werden, aber Kopien müssen gut lesbar sein. Die Nachweise sind entspre-
chend dem Lebenslauf zu sortieren.
Bei einer größeren Anzahl an Zeugnissen und Bescheinigungen, sollte man eine Anlagenübersicht auf
einem gesonderten Blatt erstellen und beilegen.