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GP - Regierungsvorlage - Erläuterungen 1 von 7

Erläuterungen

Allgemeines
Mit der von der damaligen Bundesregierung im Mai 2018 vorgestellten „#mission 2030 – Die österreichi-
sche Klima- und Energiestrategie“ definierte diese ihr Ziel, bis 2030 die Treibhausgasemissionen um 36%
gegenüber 2005 zu reduzieren. Dafür sollte durch eine koordinierte, abgestimmte Klima- und Energiepo-
litik die Balance zwischen ökologischer Nachhaltigkeit, Wettbewerbsfähigkeit/Leistbarkeit und Versor-
gungssicherheit jetzt und in der Zukunft gewährleistet werden.
Rund 27% des Endenergieverbrauchs Österreichs wird für die Bereitstellung von Raumwärme, Warm-
wasser und Kühlung in Gebäuden aufgewendet. Somit kommt dem Gebäudebereich bei der Erreichung
der klima- und energiepolitischen Zielsetzungen – neben dem Verkehrssektor – eine zentrale Rolle zu.
Bis 2030 soll in diesem Bereich sozial- und wirtschaftsverträglich beim CO2-Ausstoß eine Reduktion um
rund 3 Mio. t CO2eq (CO2-Äquivalent) auf rund 5 Mio. t CO2eq erreicht werden. Um dies bewerkstelli-
gen zu können, muss der Bedarf an Energie zur Bereitstellung von Raumwärme und Warmwasser deut-
lich gesenkt werden. Ein wichtiger Schritt auf diesem Weg besteht darin, die Sanierungsrate bei Gebäu-
den von derzeit unter 1% auf durchschnittlich 2% im Zeitraum 2020 bis 2030 anzuheben.
Im Projekt „Heizen 2050“ der TU Wien erfolgte aus diesem Grund die Analyse der langfristigen Ent-
wicklung der österreichischen Gebäude, deren Wärmebedarf und der Wärmebedarfsdeckung bis zum Jahr
2050. Betrachtet wurden dabei Wohngebäude und Nicht-Wohngebäude zahlreicher Kategorien. Hiefür
erfolgte eine Untersuchung der Energiedienstleistungsbereiche Raumwärme und Wärme für die Brauch-
wassererwärmung. Die Entwicklungen wurden in Szenarien dargestellt und analysiert.
Die Ergebnisse von „Heizen 2050“ zeigen für den Zeitraum nach 2020 nur noch einen leichten Anstieg
der Gebäudezahl und ab 2030 eine Stagnation. Im Jahr 2050 werden in Österreich voraussichtlich
1,855 Mio. Wohngebäude und 255.000 Nicht-Wohngebäude, zusammen also 2,110 Mio. Gebäude exis-
tieren. Durch Gebäudesanierung kann im Betrachtungszeitraum bis 2050 vor allem bei Gebäuden der
Bauperioden von 1945 bis 2000 ein sehr großes Einsparpotenzial umgesetzt werden. Der Energiebedarf
für Raumwärme und Brauchwassererwärmung in österreichischen Gebäuden erreichte im letzten Jahr-
zehnt mit ca. 103 TWh/a sein Maximum und sinkt im Modell unter der Annahme von qualitativ hochwer-
tigen Sanierungen bis 2050 um 50% auf einen Wert von ca. 52 TWh/a (Terrawattstunden pro Jahr). Der
Effekt der Klimaerwärmung reduziert den Energiebedarf je nach Szenario zusätzlich um 8% – 15%. Beim
Anteil erneuerbarer Energie unterscheiden sich verschiedene Szenarien vor allem im Zeitraum um das
Jahr 2030. Hier besteht eine Bandbreite von 65% – 90% Erneuerbare im Energiemix des Jahres 2030.
Auf europäischer Ebene wurden im Sinne des Pariser Klimaabkommens ab 2017 Clean Mobility Packa-
ges vorgelegt. Diese sehen ein Energieeffizienzziel von 30% für 2030 auf EU-Ebene vor.
Am 30. November 2016 veröffentlichte die Europäische Kommission ihr umfangreiches EU-
Legislativpaket „Saubere Energie für alle Europäer“ – auch Winterpaket genannt – mit neuen klima- und
energiepolitischen Zielen bis 2030. Die Kommission will dadurch erreichen, dass einerseits europaweite
rechtliche Rahmenbedingungen für die Einhaltung der Klimaziele 2030 bestehen und andererseits die EU
eine zentrale Rolle bei der Energiewende einnimmt. Darüber hinaus sollen neue Rahmenbedingungen für
den europäischen Strommarkt unter Berücksichtigung der Verbraucherinteressen geschaffen werden.
Die Mitgliedstaaten werden ferner verpflichtet, individuelle Energie- und Klimapläne aufzustellen, wel-
che auch die Darstellung der jeweiligen Maßnahmen zur Erreichung dieser Ziele beinhalten sollen. Auch
der größte Energiekonsument der EU – der Bausektor – wird in den Regelungsbereich des Winterpakets
einbezogen. In diesem Zusammenhang wurden zur Umsetzung acht Rechtsakte geplant. Im Juni 2018
haben das Europäische Parlament, der Rat und die Europäische Kommission einen Kompromiss über das
sogenannte erste Teilpaket des Legislativpakets „Saubere Energie für alle Europäer“ (Erneuerbare-
Energien-Richtlinie, Energieeffizienz-Richtlinie und Governance-Verordnung) erzielt.
Die Richtlinie 2012/27/EU zur Energieeffizienz, zur Änderung der Richtlinien 2009/125/EG und
2010/30/EU und zur Aufhebung der Richtlinien 2004/8/EG und 2006/32/EG, ABl. Nr. L 315 vom
14.11.2012 S. 1 wurde zuletzt durch die Richtlinie (EU) 2018/2002 zur Änderung der Richtlinie
2012/27/EU zur Energieeffizienz vom 11. Dezember 2018, ABl. Nr. L 328 S.210-238 geändert und am
21.12.2018 kundgemacht. Demnach müssen die Mitgliedstaaten unter anderem geeignete Maßnahmen
ergreifen, um bis zum Jahr 2030 4,4% des jährlichen Energieverbrauchs einzusparen. Das übergeordnete
Ziel der Richtlinie ist es, den Energieverbrauch in der EU bis zum Jahr 2030 um 32,5% gegenüber dem
2007 prognostizierten Verbrauch zu senken. Zusätzlich haben sich die Mitgliedstaaten an jährliche Ein-
sparungen um 0,8% gebunden.

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Mit der Richtlinie 2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002 wurden auch die Regeln für die Ein-
zelverbrauchserfassung und Kostenaufteilung bei der Wärme-, Kälte- und Warmwasserversorgung über-
arbeitet. Mitgliedstaaten müssen transparente Regeln für die Verteilung der Kosten in Gebäuden mit
mehreren Wohnungen und Mehrzweckgebäuden einführen und den VerbraucherInnen mehr Informati-
onsrechte einräumen.
Eine wichtige Neuerung enthält die Richtlinie 2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002 u.a. hin-
sichtlich Fernablesung. Laut dem nicht im vorliegenden Gesetz umsetzbaren Art. 9c Abs. 1 sollen ab
25. Oktober 2020 neu installierte Zähler und Heizkostenverteiler fernablesbar sein, wenn dies technisch
machbar, kosteneffizient durchführbar und im Hinblick auf die möglichen Energieeinsparungen verhält-
nismäßig ist. Bereits installierte, nicht fernablesbare Zähler und Kostenverteiler sollen gemäß Art. 9c
Abs. 2 bis 2027 mit dieser Funktion nachgerüstet oder durch fernablesbare Geräte ersetzt werden, es sei
denn, es wird nachgewiesen, dass dies nicht wirtschaftlich sei. Dies alles unter dem Gesichtspunkt, der
der gesamten Energieefizienzrichtlinie zugrundeliegt, dass nur derjenige sein Verbrauchsverhalten opti-
mieren kann, der seinen Verbrauch auch kennt.
Sinn und Zweck der Fernablesung ist es, die Verbrauchswerte künftig mindestens einmal pro Monat zu
erfassen und den Bewohnern bereitzustellen. Spätestens zum 1. Januar 2027 soll es in ganz Europa soweit
sein – eine manuelle Ablesung mit Zugang zur Wohnung soll es ab diesem Zeitpunkt nicht mehr geben
(Art. 10a in Verbindung mit Anhang VIIa). Doch schon vorher sollen die Verbrauchswerte bei manueller
Ablesung mindestens einmal jährlich zur Verfügung gestellt werden. Den Bewohnern von Gebäuden mit
Fernablesung sollen schon ab 1. Januar 2022 mindestens einmal monatlich aktuelle Verbrauchsinformati-
onen zur Verfügung stehen.
Dem in seiner Stammfassung im Dezember 1992 erlassenen Heizkostenabrechnungsgesetz kommt somit
eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit dem Energie- und Klimaschutzprogramm der Bundesregie-
rung sowie auf EU-Ebene zu.
Kernpunkt des Heizkostenabrechnungsgesetzes ist die Erfassung des Heiz- und Warmwasserverbrauchs
für zentral beheizte Gebäude und die verbrauchsabhängige Verteilung eines überwiegenden Teils der
hieraus entstandenen Kosten. Durch die Aufteilung der Kosten nach Verbrauch wird ein wesentlicher
Anreiz für die Nutzer zur sparsamen Energieverwendung im Sinne der Programmbestimmung des § 1
HeizKG gesetzt.
Die geplante Novellierung wurde angesichts technischer Fortschritte und geänderter Rahmenbedingungen
sowie zur Umsetzung von Regelungen der Richtlinie 2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002
notwendig.
Insbesondere soll durch die Ermöglichung der Ausweitung des verbrauchsabhängigen Anteils bei den
Heizungs- und Warmwasserkosten die Motivation der Wärmeabnehmer zur Energieeinsparung weiter
gestärkt werden. In Umsetzung von Art. 9b, 10a und 11a der Energieeffizienz-Richtlinie II werden die
Regelungen für die Aufteilung der Kosten des Verbrauchs von Heizwärme und Warmwasser sowie jene
für die Abrechnung in Zukunft auch auf Kälte Anwendung finden.
Kompetenzgrundlage
Die Zuständigkeit des Bundes zur Erlassung dieses Bundesgesetzes ergibt sich aus Art. 10 Abs. 1 Z 6
B-VG („Zivilrechtswesen“).

Hauptgesichtspunkte der geplanten Novelle


Mit diesem Entwurf sollen neben Änderungen, die aufgrund der Richtlinie 2012/27/EU idF der Richtlinie
(EU) 2018/2002 vorzunehmen sind, auch Anpassungen an den seit der Stammfassung eingetretenen tech-
nischen Fortschritt umgesetzt werden sowie Erfahrungen, die sich aus der praktischen Anwendung des
Heizkostenabrechnungsgesetzes ergeben haben, einfließen. Diese Novelle umfasst die nachstehenden
Inhaltsschwerpunkte:
Umsetzung der Art. 9b Abs. 3, 10a, 11a Abs. 1 und 2 und Anhang VIIA der Richtlinie
2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002
daher Ausweitung Geltungsbereich des HeizKG auf Kälte
Berücksichtigung von Erfahrungen der Praxis: zB mehr Gewicht auf Warmwasser, wenn Gebäu-
de sowohl mit Heizung als auch Warmwasser versorgt wird (50 bis 70% für Heizung – derzeit 60
bis 80%), da insbesondere auch aufgrund thermischer Sanierungen der Heizwärmebedarf der
Gebäude in den letzten Jahren zurückgegangen ist
Steigerung des Anteils der Abrechnung der Energiekosten nach Verbrauch
verpflichtende Rechnungsabgrenzung bei Energieträgern mit Bevorratung (zB Öl oder Biomasse)

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Berechnung der Vorauszahlung zwingend nach dem Anteil des Einzelnen am Gesamtverbrauch
der Vorperiode
Schaffung von neuen Voraussetzungen für Selbstablesung
Regelungen für fernablesbare Zähler oder Heizkostenverteiler (vierteljährlich ab 25.12.2020 und
ab 1.1.2022 monatlich)
Erweiterung der Abrechnungsübersicht um Kontaktinformationen und Verbrauchsvergleiche
Einbeziehung von Mietern, Pächtern und Fruchtnießern von im Wohnungseigentum stehenden
Nutzungsobjekten in die Regelungen über die Abrechnung

Besonderer Teil
Zu den Z 1, 2, 3, 11, 12, 13, 24, und 32 (Titel, §§ 1, 3 samt Überschrift, 4 samt Überschrift, Über-
schrift II. Abschnitt, §§ 12 samt Überschrift)
Anpassung des Titels samt Inhaltsverzeichnis sowie der genannten Bestimmungen an die durch die Um-
setzung der Richtlinie 2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002 notwendig gewordene Aufteilung
der Kältekosten. Die überwiegende Mehrheit der Bestimmungen dienen der (technischen) Umsetzung der
Art. 9b Abs. 3, 10a Abs. 1, Abs. 2 lit. a, b und c, Abs. 3, Abs. 11a Abs. 1 und 2 der Richtlinie 2012/27/EU
idF der Richtlinie (EU) 2018/2002, in der explizit neben den Bereichen Strom, Erdgas, Fernwärme und
Warmwasser auch Kälte angeführt ist. Die in Umsetzung der Bestimmungen von Art. 9 ff Richtlinie
2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002 zu normierende Ausstattungsverpflichtung in anderen
Bundesgesetzen geht insoweit mit dem HeizKG konform, als dies bereits vom historischen Gesetzgeber
in § 6 Abs. 1 HeizKG vorweggenommen wurde.
Zu Z 4 (§ 2):
Die Begriffsbestimmungen wurden aufgrund der sich ergebenden Umsetzungsnotwendigkeit adaptiert.
Um größtmögliche Konsistenz zur bestehenden Rechtslage zu schaffen, wurden Einfügungen vorgenom-
men - Z 1a für die Definition für Kälte. Weitere - jedoch nur sprachliche - Änderungen haben sich in Z 3
und 4 ergeben - waren nach alter Rechtslage noch Wärmeabgeber bzw. -abnehmer definiert, werden nun
die - an die Abrechnung von Wärme und Kälte angepassten - Begriffe Abgeber bzw. Abnehmer
mit - hinsichtlich Wärme demselben - jedoch auf Kälte erweiterten Bedeutungsinhalt definiert. So verhält
es sich auch mit der in Z 2 genannten gemeinsamen Versorgungsanlage (vormals gemeinsame Wärme-
versorgungsanlage), der in Z 6 genannten versorgbaren Nutzfläche (vormals beheizbare Nutzfläche) oder
bei den Versorgungskosten der Z 8 (vormals Heiz- und Warmwasserkosten). Alle sprachlich angepassten
Begriffe sollen ihren Bedeutungsinhalt hinsichtlich Wärme behalten, ergänzt jedoch um ihre Bedeutung
für Kälte.
In Z 10 wird insofern eine Klarstellung vorgenommen, als die Kosten für die Errichtung und Finanzie-
rung einer gemeinsamen Versorgungsanlage - wie schon de lege lata - nicht zu den sonstigen Kosten des
Betriebs zählen und die Kosten für die Abrechnung der Höhe nach angemessen sein müssen.
Zu den ZZ 5 bis 10 (§§ 6, 7, 8, 9, 11, 14 samt Überschrift, 15, 19, 20, 21, 22, 23, 24, 24a, 25, 29)
Die Ersetzung der einzelnen Begriffe des § 2 im Gesetz erfolgt durch insgesamt sechs legistische Sam-
melanordnungen.
Zu Z 14 (§ 5):
Die Aufnahme der Verteilung von Kälte in das Gesetz erfordert neben der Ausstattung mit Heizsystemen
auch die Aufnahme der Kühlsysteme. Mögliche Kühlsysteme können Flächenkühlsysteme (Kühlung über
Fußbodenheizung), Bauteilaktivierung oder Lüftungssysteme sein. Unter anderem wird mit der neuen
Formulierung sichergestellt, dass auch hybride Systeme (die heizen und kühlen können) umfasst sind.
Bislang konnte das zuständige Gericht auf Antrag aussprechen, dass im Falle der Untauglichkeit der Er-
fassung (Messung) die Energiekosten zur Gänze nach der versorgbaren Nutzfläche aufzuteilen sind.
Neu eingefügt wird das Kriterium der Wirtschaftlichkeit der Erfassung (Messung) des Wärme- oder Käl-
teverbrauchs und mit Abs. 4 eine gesetzliche Vermutung, dass jedenfalls dann die Wirtschaftlichkeit nicht
vorliegt, wenn die Summe der laufenden Kosten für den Betrieb der Vorrichtungen zur Erfassung der
Verbrauchsanteile und die Kosten der Erfassung der Verbrauchsanteile höher ist als die Energiekosten.
An folgenden Parametern orientieren sich die laufenden Aufwendungen für die Ermittlung der Ver-
brauchsanteile unter anderem: laufende Kosten für den Betrieb (Pflege, Wartung, Erhaltung, Kontrolle,
Eichung, Austausch), sowie die Kosten für die Erfassung (darunter fallen die Kosten der Dienstleistun-
gen, also Ablesung, Kostenzurechnung, Kostenverrechnung, Datenübertragung sowie die Kosten für die
Abrechnungs- oder Verbrauchsinformationen gemäß §§ 17 f ).

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Das Wirtschaftlichkeitskriterium greift bereits in § 6 Abs. 1 Z 2 bei der Frage des sogenannten Opting-In
Platz und - ab Inkrafttreten der Novelle - auch bei der Trennung der Heiz- und Warmwasserkosten in § 9
Abs. 2.
Gemäß § 6 Abs. 1 Z 2 ist für eine Ausstattung mit Vorrichtungen zur Erfassung von Verbrauchsanteilen
ein Kosten-Nutzen-Vergleich vorzunehmen: zum einen muss die Einsparung der Energiekosten mindes-
tens 10vH betragen (§ 6 Abs. 1 Z 2 lit. a), zum anderen müssen diese Einsparungen höher sein als die
Summe der (anfänglich zu tätigenden) Investitionskosten (Kosten der Erfassungsgeräteinfrastruktur sowie
Kosten für bauliche Maßnahmen, Gerätekosten) und der laufend anfallenden Aufwendungen für die Er-
mittlung der Verbrauchsanteile, deren Parameter oben beispielhaft aufgezählt sind.
Zu Z 15 (§ 6 Abs. 2):
Zitatanpassung an die geänderte Rechtslage.
Zu Z 16 (§ 7 Abs. 1):
Ältere Gebäude weisen meistens einen Energieverbrauch auf, der erheblich höher ist als jener neuerer
Gebäude. Insbesondere betrifft dies den Bedarf an Raumwärme, der einerseits hoch ist und zusätzlich
häufig auf ineffiziente Weise gedeckt wird. Eine umfassende thermisch-energetische Sanierung kann jene
Energieverluste stark vermindern. Bspw. beträgt der Wärmedurchgangskoeffizient der Wände einer alten,
ungedämmten Fassade häufig 1 bis 3 W/(m2 K), während eine gut wärmegedämmte Wand (mit Wärme-
dämmverbundsystem) bis zu zehnmal bessere Werte aufweisen kann. Ähnlich bewirkt der Austausch
alter Fenster gegen neue Fenster mit dreifacher Wärmeschutzverglasung und optimierter Rahmenkon-
struktion eine Verbesserung um den Faktor drei oder höher, ebenso wie die Wärmedämmung von Keller-
decken oder Estrichböden.
Bei Beibehaltung der Betriebsweise der vorhandenen Versorgungsanlage nach einer thermisch-
energetischen Sanierung der Gebäudehülle oder auch Einzelmaßnahmen wie Dämmung der obersten
Geschoßdecke oder einem Fenstertausch ist diese überdimensioniert und somit wird zu viel Raumwärme
bzw. -kälte zur Verfügung gestellt.
Jedenfalls in diesen Fällen ist die Versorgungsanlage an die durch die thermisch-energetische Sanie-
rungsmaßnahme geänderte Situation des Raumwärmebedarfs anzupassen, womit allerdings keine bauli-
che Veränderung an der Versorgungsanlage bzw. deren Austausch gemeint ist, sondern lediglich techni-
sche Anpassungen an der Versorgungsanlage, wie bspw. eine Neu-Einregulierung der Vorlauftemperatur.
Unbenommen ist es, diese Einregulierung - als eine rasche und kostengünstige Maßnahme zur Einsparung
von Energie - auch abseits thermisch-energetischer Sanierungen in regelmäßigen Abständen vorzuneh-
men, wenn sich bspw. das Verbrauchsverhalten innerhalb der Nutzungsobjekte ändert.
Die Vorsorge, dass es nach erfolgter thermisch-energetischer Sanierung zu einer Überprüfung bzw. An-
passung des Betriebs der Versorgungsanlage kommt, obliegt demjenigen, der diese beauftragte (insbes.
Gebäudeeigentümer oder die Wohnungseigentümergemeinschaft) oder einem von diesem mit der Über-
prüfung bzw. Anpassung betrauten Unternehmen. Keinesfalls wird durch diese Bestimmung eine Pflicht
zur Ausstattung mit Messgeräten normiert.
Zu Z 17 (§ 8):
Bei der Ausstattung von Nutzungsobjekten mit Zählern bekommt das Abrechnungsunternehmen (der
Abgeber) in der Regel keinen Zugang mehr zum konkreten Nutzungsobjekt und kann daher seiner Ver-
pflichtung nicht nachkommen, die Heiz- oder Kühlsysteme zu kontrollieren. Daher entfällt bei solchen
Nutzungsobjekten in Zukunft die Verpflichtung der Führung der Daten der Heiz- und Kühlsysteme in den
Stammblättern. Zusätzlich wird eine Anpassung der Begrifflichkeiten vorgenommen.
Zu den Z 18 und 19 (§ 9 Abs. 1 und 2):
Die Messung des (Gesamt-)Wärmeverbrauchs für die Heizung einerseits und des (Gesamt-
)Wärmeverbrauchs für das Warmwasser andererseits ist immer verpflichtend – nur ausnahmsweise
(Abs. 2) kann davon abgegangen werden. Das Wirtschaftlichkeitskriterium (in größtmöglichem Gleich-
klang mit § 6 Abs. 1 Z 2 sowie dem neuen § 5 Abs. 2) wird sich unter anderem daran bemessen, ob die
potenziellen Investitionskosten und die laufenden Aufwendungen für die Ermittlung der jeweiligen Ver-
brauchsanteile (unter anderem: laufende Kosten für den Betrieb, also Pflege, Wartung, Erhaltung, Kon-
trolle, Eichung, Austausch) höher sind als die Energiekosten.
Zu den Z 20, 21 und 25 (§ 9 Abs. 3, § 10 und § 13 Abs. 3):
Da bei Systemen mit niedrigem Energieverbrauch sowie generell bei „modernen Heizanlagen“ der Ver-
brauch an Heizwärme gegenüber dem Bedarf an Warmwasser zurückgedrängt wird, werden die Band-
breiten betreffend Heizung und Warmwasser (50% bis 70% Heizung bzw. 30% bis 50% Warmwasser)

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entsprechend adaptiert. Ebenso soll noch mehr Gewicht auf die verbrauchsabhängig abzurechnenden
Anteile der Heizungs-und Warmwasserkosten gelegt werden, indem auch hier die Bandbreiten in Rich-
tung Verbrauch geändert werden. Die nunmehr festgelegten Bandbreiten beruhen auf Erfahrungswerten,
die in der Praxis gewonnen wurden. Die Abrechnung der Kälte bei darauf ausgerichteten (Kälteversor-
gungs-)Anlagen wird durch eine eigene Bandbreite mit mindestens 80% festgelegt. Grund dafür ist der
niedrigere Gradient dieser (Kälteversorgungs-)Anlagen. Nicht gelten soll diese Regelung jedoch bei der
Verwendung von Heizungsanlagen, bei denen eine gewisse (Bauteil-)Kühlung in heißen Sommermonaten
quasi ein Nebenprodukt darstellt (bspw. bei der Regeneration von Erdsonden).
Zu den Z 22 und 23 (§ 11 Abs. 2a und Abs. 3):
Die in Abs. 2a eingefügte Bestimmung dient der Umsetzung des Art. 10a Abs. 1 2. UAbs. der Richtlinie
2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002 und eröffnet den Abnehmern die Möglichkeit, in be-
stimmten zeitlichen Grenzen eine Selbstablesung ihrer Mess- und Verteilungsgeräte vorzunehmen. Die
zeitliche Grenze einer Abrechnungsperiode hat den Hintergrund, dass a) Heizkostenverteilerröhrchen ein
natürliches Ablaufdatum besitzen (da die verdunstende Flüssigkeit verbraucht ist) und daher in grundsätz-
lich regelmäßigen Abständen ausgetauscht werden müssen und b) die abgelesenen Werte validiert werden
müssen.
Der letzte Satz ermöglicht dem Abgeber oder einem darauf spezialisierten Unternehmen bei Mitteilung
offenkundig unrichtiger Ablesewerte oder bei Verhinderung der Ablesung in der der Selbstablesung fol-
genden Abrechnungsperiode eine Hochrechnung iSd. Abs. 3.
Mit dem mit 31. Dezember 2020 außer Kraft getretenen Abs. 4 (eingeführt mit BGBl. I Nr. 35/2020)
wurde vor dem Hintergrund der Covid-19 Pandemie die Weiterverbreitung von Covid-19 durch massen-
haftes Ablesen von Vorrichtungen zur Verbrauchserfassung unterbunden. Die Erfahrungen der jüngsten
Praxis haben gezeigt, dass die aufgrund des Standes der Technik immer genaueren Hochrechnungsme-
thoden es rechtfertigen, die 25%-Grenze für Hochrechnungen des Abs. 3 letzter Satz ersatzlos zu strei-
chen. Weiterhin ist freilich eine Hochrechnung nur dann zulässig, wenn Verbrauchsanteile trotz zumutba-
rer Bemühungen nicht erfasst werden konnten.
Zu Z 26 (§ 16 samt Überschrift):
Anpassung an die Kälteabrechnung. Die Festlegung der (insgesamt) vier Wochen-Regel bezogen auf
einen dem letztjährigen Hauptablesetermin entsprechenden Zeitraum soll garantieren, dass der Abrech-
nungszeitraum wirklich jeweils zwölf Monate umfasst. Im Sinne einer praxisgerechten Erleichterung soll
dieser Zeitraum außerhalb der jeweiligen Heiz- oder Kühlperiode auf insgesamt sechs Wochen ausge-
dehnt werden. Gleichzeitig wird eine Höchstgrenze von 16 Monaten für von der Grundregel abweichende
Abrechnungsperioden eingezogen. Gerade bei bspw. Erstbezugsphasen können abweichende Abrech-
nungsperioden im Sinne eines Gleichklangs der Abrechnung für die Abnehmer sinnvoll sein.
Zu Z 27 (§ 17 samt Überschrift):
De lege lata darf der Abgeber eine Rechnungsabgrenzung vornehmen, wenn er bspw. gegen Ende der
Heizperiode Heizöl für die kommende Heizperiode nachkauft. Die Rechnung darüber bspw. aus dem
Dezember 2019 kann den Wärmeabnehmern im Jänner 2020 weiterverrechnet werden. Eine andere Vor-
gehensweise kann aufgrund sehr unterschiedlicher Winter und der Tatsache, dass vielfach nach Kalender-
jahr statt nach Heizperioden abgerechnet wird, dazu führen, dass trotz eines milden Winters und wenig
Verbrauchseinheiten die verrechneten Kosten (durch die erfolgte Bevorratung) dennoch hoch sind. Nun-
mehr wird bei Energieträgern mit Bevorratung (bspw. Öl oder Biomasse) eine Rechnungsabgrenzung
zwingend vorgeschrieben.
Abs. 4 und 5 dienen der Umsetzung der Regelungen des Anhangs VIIA Z 2 der Richtlinie 2012/27/EU
idF der Richtlinie (EU) 2018/2002 . Mitumfasst sind auch fernablesbare Heizkostenverteiler. Die Defini-
tion der Fernablesbarkeit bestimmt sich nach anderen Bundesgesetzen.
Zu Z 28 (§ 18):
Abs. 1 Z 1a, 1b, 6a, 13, 14 und 15: Umsetzung der Bestimmungen des Anhangs VIIA Z 3lit. a, b, c, d, e
und f der Richtlinie 2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002 .
Z 1c: Um eine bessere Vergleichbarkeit zwischen einzelnen Nutzungsobjekten verschiedener wirtschaft-
licher Einheiten zu gewährleisten, sollen überdies die Mengen der verbrauchten Energieträger (bspw. in
Liter-Angaben oä) ersichtlich gemacht werden.
Z 8: Vorliegende Änderung basiert auf dem Umstand, dass vor allem Abgeber iSd § 4 Abs. 2 die auf das
jeweilige Nutzungsobjekt entfallenden Kosten nicht nur in einen betragsmäßigen Anteil an den Energie-
kosten und den sonstigen Kosten des Betriebes aufgliedern, sondern die Kosten bspw. in Arbeits-, Grund-

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und Messpreis aufgliedern; diese - begrüßenswerte - zusätzliche Transparenz wird nun expressis verbis
im Gesetz im Sinne einer Aufschlüsselung zumindest auf die in § 2 Z 10 genannten Positionen normiert.
Z 14: Informationen über alternative Streitbeilegungsverfahren (bspw. Verbraucherschlichtungsstellen
oÄ) sind den Abnehmern mitzuteilen.
Z 15: Der Vergleich ist auf die jeweilige Liegenschaft bezogen. So kann die individuelle thermisch-
energetische Ausstattung des Gebäudes bzw. die Einstellung der Wärmebereitungsanlage in den Ver-
gleich einbezogen werden.
Abs. 3: Derzeit hat ein Wohnungseigentümer seinem Mieter nur dann Einsicht in die Information über die
Abrechnung zu gewähren oder ihm eine Ausfertigung der Information zu übermitteln, wenn der Mieter
dies verlangt. Im Sinne größtmöglicher Transparenz soll ein Verlangen durch den Mieter in Hinkunft
nicht mehr erforderlich sein. Vielmehr soll ein vermietender Wohnungseigentümer generell zur Übermitt-
lung der Information an den Mieter verpflichtet sein, sofern nicht der Abgeber gem. § 24b zur Übermitt-
lung einer solchen Information verpflichtet ist. Die Wohnungseigentümer werden durch diese Verpflich-
tung kaum belastet, weil sie lediglich eine ihnen zugegangene Information nach Erhalt weiterzuleiten
haben. Überdies kann die Übermittlung auch auf elektronischem Weg erfolgen.
Abs. 4: Umsetzung der Bestimmung des Artikels 11a Abs. 2 erster Satz der Richtlinie 2012/27/EU idF
der Richtlinie (EU) 2018/2002 . Sichergestellt ist mit dieser Bestimmung, dass die Kosten der Abrech-
nungs- und Verbrauchsinformation als sonstige Kosten des Betriebs verrechenbar sind, die Aufteilung
dieser Kosten selbst aber zum (verrechenbaren) Selbstkostenpreis zu erfolgen hat. Artikel 11a Abs. 2
zweiter Satz der Richtlinie 2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002 ist aufgrund der bisherigen
bewährten Kostentragungsregelungen des HeizKG bereits umgesetzt, da beispielsweise die Erfassung, die
Abrechnung und die Zurechnung des tatsächlichen individuellen Verbrauchs unter die sonstigen Kosten
des Betriebs im Sinne des § 2 Z 10 zu subsumieren sind.
Abs. 5: Umsetzung der Bestimmung der Artikel 10a Abs. 2b und Artikel 11a Abs. 1 der Richtlinie
2012/27/EU idF der Richtlinie (EU) 2018/2002.
Zu Z 29 (§ 20):
Anpassung der Höhe der Geldstrafe für eine leichtere Durchsetzung der Rechte des Abnehmers.
Zu Z 30 (§ 21):
Anpassung an die Fälligkeitstermine in § 15 Abs. 3 MRG und § 32 Abs. 9 WEG 2002.
Mit Abs. 2 wird klargestellt, dass die „pauschalierten Vorschreibungen“ nach dem jeweiligen Verbrauch
des einzelnen Wärme- bzw. Kälteabnehmers in der vorangegangenen Abrechnungsperiode zu ermitteln
sind. Es sollen damit jene in der Praxis vorkommenden Fälle vermieden werden, dass ausgehend vom
Gesamtverbrauch für die gesamte wirtschaftliche Einheit der vorangegangenen Abrechnungsperiode die
Vorschreibung der gleichbleibenden Beträge nach den Nutzflächen erfolgt. Es wird nunmehr sicherge-
stellt, dass „sparsame“ Abnehmer den „Mehrverbrauchern“ nicht auf diese Weise „zinsenlose Darlehen“
bis zur Vorlage der tatsächlichen Abrechnung gewähren müssen.
Zu den Z 31 bis 33 (§ 23):
Diese Bestimmungen enthalten nähere Regelungen, wie bei einer Zwischenermittlung – bei Vornahme
und bei Nichtvorliegen einer Zwischenablesung – hinsichtlich Raumwärme, Warmwasser und Kälte vor-
zugehen ist. Insbesondere wird der Stand der Technik ausdrücklich als Grundlage der Zwischenermitt-
lung durch Hochrechnung genannt. Die Bestimmung hinsichtlich Fehlbeträgen und Überschüssen ent-
spricht § 23 Abs. 2 1. und 2. Satz des geltenden HeizKG.
Zu Z 34 (§ 24b)
Die Bestimmung bewirkt - ohne in bestehende vertragliche Verpflichtungen einzugreifen - hinsichtlich
der Bestimmungen über die Abrechnung (III. Abschnitt) eine weitestgehende Gleichstellung von Mietern,
Pächtern und Fruchtnießern von Wohnungseigentumsobjekten mit Abnehmern, a) sofern sie in einem
vertraglichen Verhältnis (direkt) mit dem Abgeber stehen oder b) sofern sie sich aufgrund einer Vereinba-
rung mit dem Wohnungseigentümer (der ja auch Abnehmer ist) verpflichtet haben, die Versorgungskos-
ten zu tragen. Abgeber haben dann ihren Informationspflichten gemäß § 17 Abs. 4 und 5, § 18 Abs. 1 und
§ 22 Abs. 1 auch direkt an diese gleichgestellten Personen nachzukommen, wenn sie von der Existenz der
Mieter, Pächter und Fruchtnießer von Wohnungseigentumsobjekten in Kenntnis gesetzt wurden.
Zu den Z 35 und 36 (§ 25 Abs. 1 Z 3 und 5):
Zur Durchsetzbarkeit des Anspruchs gemäß § 5 Abs. 2 wird die Z 3 um das Kriterium der Unwirtschaft-
lichkeit der Messung ergänzt.

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Es wird in Z 5 ausdrücklich festgelegt, dass auch die Durchsetzung der Anpassung (im Sinne einer Einre-
gulierung) der gemeinsamen Versorgungsanlage (§ 7 Abs. 1 und § 8 Abs. 1) in das Verfahren außer
Streitsachen fällt.
Zu Z 37 (§ 25 Abs. 3):
Im Zusammenhang mit dem neuen § 24b soll klargestellt werden, dass auch den Personen, die den Ab-
nehmern gleichgestellt sind, Antragsrechte in den Anlegenheiten zukommen, die die Abrechnung betref-
fen.
Zu Z 38 (§ 25 Abs. 5 und 6):
Anpassung an das Bundesministeriengesetz 1986 idF BGBl. I Nr. 8/2020.
Zu Z 39 (§ 29 Abs. 1e):
Inkrafttretensbestimmung
Zur Z 40 (§ 29 Abs. 10):
Übergangsbestimmung
Zu Z 41 (§ 29a):
Diese Bestimmung dient der sprachlichen Gleichbehandlung geschlechtsspezifischer Begriffe.
Zu Z 42 (§ 30):
Vollzugsbestimmung

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Unterzeichner Parlamentsdirektion
Datum/Zeit-UTC 2021-03-24T16:43:09+01:00
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