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Gebet

Das Gebet (von althochdeutsch gibët, abgeleitet nicht von beten,


sondern zu bitten[1]) bezeichnet eine zentrale Glaubenspraxis vieler
Religionen. Es ist eine verbale oder nonverbale rituelle oder freie
Zuwendung an transzendente Wesen (Götter, Gottheiten).

Neben dem Vorgang des Betens (als gemeinschaftliches oder


persönliches Gebet) wird im Deutschen mit Gebet auch ein
vorformulierter, feststehender Text bezeichnet. Ein solches Gebet
kann auf einen bestimmten Urheber zurückgehen (z. B. den
Religionsstifter, einen Heiligen oder einen religiösen Schriftsteller).
Manche Gebete werden zu einem bestimmten Anlass im Leben des
einzelnen oder der Gemeinschaft gesprochen. Gebete werden in der
Familie oder in der Religionsgemeinschaft tradiert und gelernt. Die
bekanntesten Gebete sind im Judentum das Schma Jisrael und im
Christentum das Vaterunser. Die Gebets- und Liedersammlung der
Psalmen hat für Judentum und Christentum Bedeutung. Rudolf Epp: Das Morgengebet, um
1879

Inhaltsverzeichnis
Allgemeine Bedeutung
Judentum
Gebet
Struktur des jüdischen Morgengebetes (Schacharit)
Struktur des jüdischen Nachmittag- und
Abendgebets (Mincha und Ma’ariw)
Lobsprüche
Betende in Taizé
Christentum
Biblische Grundlagen
Gebetsformen
Gebetshaltung
Christliches Gebet für Kranke
Gebet in den Konfessionen
Gebet im Sport
Islam
Bahai
Hinduismus Muslime in Biberach an der Riß
Hinduistische Gebetspraxis
Quellen und Beispiele von Hindugebeten
Buddhismus
Shintoismus
Pazifische Religionen
Siehe auch
Literatur
Weblinks
Einzelbelege

Allgemeine Bedeutung
Das Gebet unterscheidet sich durch seine persönliche und kommunikative Komponente von anderen
religiösen Praktiken. Es setzt also die Vorstellung eines persönlichen Gottes voraus, die etwa in Buddhismus
oder Taoismus nicht vorhanden ist. Außerdem setzt es voraus, dass ein solcher Gott empfänglich für eine
solche Form der Zwiesprache ist und nicht etwa allein durch kultische Handlungen, Opferpraktiken etc.
erreicht werden kann.

Er muss dem Betenden gegenüber präsent sein; in den monotheistischen Religionen wird ein solcher Gott
zumeist als allgegenwärtig angesehen, während naturreligiöse Konzepte den Gottheiten oft bestimmte Orte
zuordnen, sodass sich der Betende zunächst an den jeweiligen Ort begeben muss.

Wenn Religionsgelehrte und Theologen an eine Vorherbestimmung glauben, dann erwarten sie nicht, dass der
unveränderliche Wille der Gottheit durch menschliche Gebete geändert werden kann, sondern sie erwarten
vom Gebet eine Änderung des betenden Menschen: Der das Gute erstrebende Wille Gottes sei nicht zu
ändern, aber durch die Gebetstätigkeit werde der Wille des Menschen gestärkt, seine Seele geläutert und somit
eine ganzheitliche Änderung zum Guten bewirkt.

Gebetet werden kann im Gottesdienst, in einer Gruppe oder allein. Ganze Gottesdienste werden als Gebet
verstanden, wie der jüdische Gottesdienst am Shabbat in der Synagoge, die heilige Messe der katholischen
und die göttliche Liturgie der orthodoxen Kirche, das christliche Stundengebet oder das Freitagsgebet der
Muslime. Viele Religionen kennen festgesetzte Gebetszeiten.

Gebete können gesungen, laut ausgesprochen oder im Stillen für sich formuliert werden. Es gibt dabei je nach
Religion und Konfession unterschiedliche Körperhaltungen und Gesten: stehen, knien, niederwerfen, den
Kopf senken, die Hände erheben oder falten. Im Zusammenhang mit Gebeten werden oftmals Symbole oder
Hilfsmittel verwendet, wie Gebetsketten, Kruzifixe oder Ikonen.

Es gibt tradierte liturgische Gebete mit feststehenden Wortfolgen, manchmal in Form einer Litanei, Gebete mit
Vorlagen oder spontan formulierte Gebete.

Judentum
→ Hauptartikel: Gebet (Judentum)

Gebet

Zum täglichen Gebet (hebr. ‫תפלה‬, Tefillah) im Judentum gehören für religiöse Juden – Männer wie Frauen –
drei Gebete: morgens Schacharit, nachmittags Mincha und abends Maariw. Beim Gebet bedecken Juden den
Kopf mit einer Kippa oder einer anderen Kopfbedeckung und benutzen beim werktäglichen Morgengebet
Tefillin (Gebetsriemen) und Tallit (Gebetsschal) – letzterer wird auch am Shabbat und an Festtagen verwendet.
Die Gebete werden nach einem Grundmuster gebetet, das je nach Wochentag oder Festtag leicht variiert. Das
Gebetbuch, das diese Gebete enthält, heißt Siddur. Das Gebetbuch für einen Festtag heißt Machsor. Zu den
Gebeten gehören Tehillim (Psalmen), das Schma Jisrael (Höre, Israel), Amida oder Achtzehnbittengebet
(Schmone Esre). In orthodoxen und konservativen Synagogen wird alles in hebräischer Sprache gebetet, im
liberalen Judentum werden einige Gebete in der Landessprache gesagt.

Struktur des jüdischen Morgengebetes (Schacharit)

Morgenlobsprüche (‫ ברכת השחר‬Birkat HaSchachar) –


private Brachot und Studientexte, die zwar in den privaten
Bereich gehören, aber traditionell in der Synagoge von
jedem für sich gesagt werden.

Psalmverse (‫ פסוקי דזמרא‬Psuke de Simra) – Psalmen und


andere poetische Texte vor allem aus der Bibel zur
Betende Juden mit dem
Vorbereitung auf das Gebet. An Festtagen – dazu gehört
Gebetsschal, dem Tallit
auch der Shabbat – wird dieser Gottesdienstteil erheblich
erweitert. In liberalen Gemeinden wurde er – bereits im 19.
Jh. – drastisch gekürzt und besteht in heutigen liberalen
Gebetbüchern vor allem aus Liedern und Meditationstexten, die zum Gottesdienst hinführen
sollen.

Barchu (‫ – )ברכו‬Aufruf zum Gebet: „Lasst uns Gott preisen“.

Schma und seine Brachot (‫ – )שמע וברכתה‬Das Schma besteht aus drei Tora-Texten, die jeden
Morgen und Abend vor dem Gebet studiert werden: Dewarim (5. Buch Mose) 6,4–9; Dewarim
(5. Buch Mose) 11, 13–21 und Bemidbar (4. Buch Mose) 15,37–41. Das Studium von
Toratexten wird mit Lobsprüchen begonnen und beendet, daher sagt man Lobsprüche vor und
nach dem Schma. Es sind morgens andere Texte als abends.

Amida (‫)עמידה‬, auch Schmone Esre (‫ )שמנה עשרי‬oder Tefilla (‫)תפילה‬. Das eigentliche Gebet
im Judentum. Mit ihm wird das Gebot des täglichen Opfers erfüllt. Es besteht aus einem
Anfangsteil aus drei Brachot (Awot „Vorfahren“, Gewurot „Machterweise“ und Keduschat ha-
Schem „Heiligung Gottes“), einem Hauptteil und einem Schluss aus wiederum drei Brachot
(Awoda „Kultischer Dienst“, Hoda’a „Dank“ und Birkat Schalom „Priestersegen und
Friedensbitte“) Der Hauptteil bezieht sich auf konkrete Anliegen des Tages. An Wochentagen
besteht er aus 13 Bitten für ein jüdisches Leben, am Schabbat aus einer Bitte für einen guten
Ruhetag, an Festen entsprechend für das jeweilige Fest.

Ordnung der Toralesung (‫ – )קריאת תורה‬Am Schabbatmorgen, sowie im Wochentagsgebet am


Montag- und Donnerstagmorgen folgt die Aushebung der Torarolle (Sefer Tora) aus dem
Toraschrein (Aron), eine Prozession der Rolle durch die Gemeinde, die öffentliche Vorlesung
aus der Rolle und die Rückbringung der Rolle in den Schrein. Am Schabbat und an Festtagen
wird die Toralesung mit einem Abschnitt aus den Propheten („Haftara“ = Abschluss) beendet.
Es folgen Gebete für die Gemeinde, die Regierung, den Staat Israel usw.

Mussaf-Amida (‫ – )תפילת מוסף‬An Festtagen – dazu zählt auch der Schabbat – wird in
orthodoxen und konservativen Gemeinden entsprechend dem in der Tora gebotenen
Zusatzopfer an einem Fest eine zusätzliche Amida gebetet. Sie enthält in ihrem Hauptteil die
Rezitation der Opferanweisungen für das jeweilige Fest. In liberalen Gemeinden ist eine
Mussaf-Amida klassisch nicht üblich. In letzter Zeit werden aber an ihrer Stelle Meditationen
oder alternative Formulierungen eingeführt.
Schlussteil – Das Ende des Gottesdienstes ist traditionell vor allem durch das Kaddisch
geprägt. In orthodoxen Gemeinden endet der Gottesdienst mit einer Reihe von Studientexten,
auf die ein Kaddisch der Trauernden (Kaddisch Jatom) gesagt wird. Das Alenu-Gebet oder der
Tagespsalm ist einer dieser Studientexte. In liberalen Gemeinden hat man die vielen Kaddisch-
Wiederholungen abgeschafft, um eine erhöhte Konzentration auf Text und Situation für dieses
Gebet zu schaffen. Hier gibt es daher nur das Alenu und ein Kaddisch Jatom, das von allen
Trauernden gemeinsam gesprochen wird.

Struktur des jüdischen Nachmittag- und Abendgebets (Mincha und Ma’ariw)


Psalmverse – Einen Eingangsteil gibt es zwar auch im Nachmittag- und Abendgebet, jedoch
nicht in vergleichbarer Ausgestaltung wie im Morgengebet. Das Minchagebet beginnt mit
Psalm 145, das Abendgebet mit Psalm 134. Eine Ausnahme bildet das Abendgebet zu Beginn
des Schabbat (Erew Schabbat), das einen eigenen, ausgeführten Eingangsteil hat (Kabbalat
Schabbat „Empfang des Schabbat“). Dieser Teil wurde im 16. Jahrhundert von Schülern des
Mystikers Isaak Luria in Safed zusammengestellt. Man studiert sechs Psalmen in Analogie zu
den sechs Wochentagen. Diese Psalmen sind Psalm 95–99 und Psalm 29. Vor dem siebten
Psalm (Psalm 92 „Lied für den Schabbattag“), mit dem der Schabbat liturgisch beginnt, singt
man eine Hymne zur Begrüßung des Schabbat (Lecha Dodi).

Für Festtage gibt es weitere besondere Texte, an Jom Kippur zum Beispiel das Gebet Kol Nidre.

Barchu (‫ – )ברכו‬Aufruf zum Gebet: „Lasst uns Gott preisen“.

Nur im Abendgebet: Schma und seine Brachot (‫ – )שמע וברכתה‬siehe oben. Mincha: Schabbat
und Fasttage: Toralesung. An allen anderen Tagen, d. h. den normalen Wochentagen folgt in
einem Nachmittagsgebet auf Barchu unmittelbar die Amida.

Amida (‫)עמידה‬, auch Schmone Esre (‫ )שמנה עשרי‬oder Tefilla (‫)תפילה‬. – siehe oben.

Schlussteil – Alenu, Kaddisch, eventuell ein Hymnus.

Lobsprüche

Neben den Gebeten sagen religiöse Juden zu vielen Gelegenheiten Lobsprüche (hebr. ‫ברכות‬, Brachot), so u.
a. über das Essen oder vor der Ausübung einer Mizwa (hebr. ‫מצות‬, Gebote). Diese Mini-Gebete heißen
„Lobsprüche“ (Brachot), weil als „Gebet“ nur die Amida verstanden wird.

Man sagt Lobsprüche vor der Ausübung einer Mitzwa (Birkot ha-Mitzwot ‫)ברכת המצות‬, zum
Beispiel vor dem rituellen Händewaschen, vor dem Anziehen des Tallit, vor dem Entzünden
der Chanukkakerzen usw. Diese Brachot sagt man stets vor der Ausübung der Tat. Eine
Ausnahme hierbei bildet das Entzünden der Schabbatkerzen: Mit der Bracha beginnt formell
der Schabbat. Da jedoch an diesem Tag für gläubige Juden u. a. das Entzünden von Feuer
verboten ist, wird hierbei die übliche Reihenfolge vertauscht. Es werden nach dem Entzünden
der Lichter die Augen mit den Händen bedeckt, um den Segen der Schabbatlichter erst nach
der Bracha symbolisch empfangen zu können.

Man sagt Lobsprüche vor dem Genuss von Dingen (vor dem Schmecken, Riechen, Trinken,
Sehen) (Birkot ha-Nehenin ‫)ברכות הנהנין‬, zum Beispiel vor dem Trinken von Wein, vor dem
Trinken von anderen Getränken, vor dem Essen von Brot, vor dem Essen von Gemüse oder
Früchten, vor dem Riechen an Gewürzen usw. Die Brachot vor dem Trinken, Schmecken und
Riechen sagt man vor der Handlung. Brachot über das Sehen sagt man, nachdem man eine
schöne oder bedeutsame Sache – z. B. einen Regenbogen, eine(n) Gelehrte(n), einen
berühmten Menschen, eine wiederaufgebaute Synagoge usw. – entdeckt hat.
Man sagt Lobsprüche, um Gott zu danken, zu loben oder für etwas zu bitten (Birkot hoda’ah
‫)ברכות הודאה‬, zum Beispiel um Gott zu preisen, dass er Kraftlosen wieder Stärke gibt usw.
Brachot können in jeder Sprache gesagt werden.

Zum häuslichen Schabbat, der wöchentlichen Erinnerung an den Auszug aus Ägypten und der Erschaffung
der Welt sowie auch ein Zeichen des Bundes Gottes mit dem Volk Israel (Geschenk der Liebe Gottes) gehört
das Entzünden der Schabbatkerzen und ein Lobspruch über das Licht sowie der Kiddusch über ein Glas Wein
zur Heiligung des Tages. Es liegen zwei zopfartig geflochtene Schabbatbrote (Challot: Plural vom hebr.
Challa, ostjiddisch Challe, westjidd. Barches oder Berches) auf dem Tisch. Sie werden für den Lobspruch
über das Brot verwendet, mit dem das Essen am Schabbat beginnt. (Jedes Essen beginnt mit Brot, das
Besondere am Schabbat sind die Challot.) Die Kerzen werden in der Regel zuhause vor der Dämmerung
entzündet, das festliche Essen mit Kiddusch und Schabbatbrot und dem eigentlichen Abendessen folgt nach
dem Gottesdienst – sofern der Gottesdienst besucht wird.

Christentum
Das Gebet zu Gott gehörte von Anfang an zu den wichtigsten
Ausdrucksformen des christlichen Glaubens. Jesus hat der Bibel
zufolge als gläubiger Jude selbst gebetet und seine Schüler zum Beten
angeleitet; jedoch habe er dabei Gott nicht nur als Vater bezeichnet
wie das Judentum, sondern ihn auch im Gebet als Vater angeredet.[2]
Mit einem Gebet wird eine Äußerung gegenüber Gott bezeichnet, die
Dank, Lob, Klage, Bitte oder Fürbitte beinhalten kann, damit wird
aber auch auf einen Gebetstext als solches und einem
Vollzugsmoment durch den Akt des Betens verwiesen.[3]
Betender Junge in der Kirche Notre-
Dame de la Garde in Marseille
Biblische Grundlagen

Das Neue Testament zeigt mehrere Gebetsformen: Psalmen, Klage, Bitte, Dank, Fürbitte, Anbetung. Einige
der am häufigsten gebrauchten christlichen Gebete stammen aus dem Neuen Testament, z. B. das Vaterunser,
das im Wortlaut nach alter Überlieferung auf Jesus selber zurückgeht (Lk 11,2ff ).

Die Evangelien zeigen, wie Jesus den Menschen in all ihren praktischen Nöten helfen wollte. Aber je mehr er
das tat, desto mehr neigten sie zur Fixierung auf Gottes momentane Hilfe – Jesus wurde umlagert von
Kranken, die Heilung suchten. Dadurch wurde es für ihn schwer, Aufmerksamkeit für seine über momentane
Hilfe hinausgehende Botschaft zu finden. Solche Erfahrungen betreffen generell das Bitten – werden sie
erhört, sind sie Zeichen, die auf Gott hinweisen; aber gleichzeitig fördern sie die Neigung der Menschen, von
ihrer Gottesbeziehung primär die Erfüllung ihrer Wünsche zu erwarten.[4]

Das Neue Testament gibt zahlreiche Hinweise auf den Stellenwert des Gebets im Verhältnis des Menschen zu
Gott, und es gibt Empfehlungen zur Art des Betens. Wichtig für das christliche Gebet, auch im Hinblick auf
seine Erhörung, ist der Einklang des Beters mit dem Willen Gottes, der Glaube (Mk 9,23 ). Dann gelte: „Bittet,
so wird euch gegeben“ (Mt 7,7 ). Wenn der Mensch sich Gott und seiner Gottesherrschaft anvertraue, dann
werde ihm alles zufallen, was er braucht (Mt 6,33 ). Also könne sich der Mensch mit seinem Anliegen immer
wieder im Gebet an Gott wenden, vermittelt durch Jesus (Joh 14,6 ), und ihn um alles das bitten, was er täglich
benötige. Der Beter dürfe dann erwarten, dass Gott „bei denen, die ihn lieben, alles zum Guten führt“ (Röm
8,28 ).

Gemäß Paulus und Johannes ist es der Heilige Geist, der betet, wenn Menschen „nicht wissen, wie und was
wir beten sollen“ (Röm 8,26–27 ). Der Heilige Geist tritt als Mittler (Paraklet, „Tröster“) ein (Joh 14,13–14 ).
Neben dem vertrauensvollen Beten kennt die Bibel auch das klagende und aufschreiende Gebet des Menschen
in Not. Jesus selbst wandte sich gemäß dem Markusevangelium am Kreuz mit den Psalmworten „Mein Gott,
mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Psalm 22,2, Mk 15,34 ) an seinen Vater. Die klagenden Lieder
der Psalmen (so Psalm 51: „Gott, sei mir gnädig nach deiner Huld“, Ps 51,3 ) und der Propheten (Klgl 1,EU )
sind Bestandteil christlichen Betens bis heute.

Nach Christi Himmelfahrt beteten die Christen auch zu Jesus. Die vom Alten Testament her bekannte Formel
„den Namen JHWHs anrufen“ wurde nun auf Jesus angewandt; die Formel „die den Namen Jesus anrufen“
war dann die Kennzeichnung der Christen (z. B. 1 Kor 1,2 , Apg 9,14 ).[5]

Das Gebet in all seinen Formen, mit seinen unterschiedlichen Auswirkungen, fördert die Beziehung der
Menschen zu Gott.

Gebetsformen

Das Christentum kennt viele Gebetsformen.

Im Gottesdienst: In fast allen Konfessionen gehört das


Vaterunser zum Gottesdienst, entweder vom Liturgen oder
gemeinsam gesprochen. Daneben gibt es je nach
Konfession weitere liturgische Gebete, oft im Wechsel
zwischen einzelnen und der Gemeinde, freie oder
vorformulierte Gebete des Gottesdienstleiters oder
gemeinsames freies Gebet der Gemeinde. Tischgebet zu Beginn einer Mahlzeit.
In Gruppen oder als Gebet des Einzelnen: Es gibt Gesprochen von einer Seniorin in
feststehende Gebetsformen, z. B. das Trisagion der einem Altenheim
orthodoxen Kirche, den Angelus in der katholischen
Kirche, oder das Stundengebet. Im März gibt es jedes Jahr
einen ökumenischen Weltgebetstag, an dem in einem Gottesdienst überall dieselben Texte
gebetet werden können, die von Frauen eines bestimmten Landes zusammengestellt wurden.
Die Deutsche Evangelische Allianz hält im Januar jeweils eine Gebetswoche und regelmäßige
überkonfessionelle Gebetsabende, die reihum in den Gemeinden der Allianz stattfinden.
In der Familie: In vielen christlichen Familien sind Tischgebete üblich, ebenso gibt es das
Nachtgebet mit den Kindern. Gemeinsame Familienandachten sind heute eher selten. In
manchen Familien werden die Herrnhuter Losungen oder eines christlichen
(Kinder-)Kalenders wie z. B. die „Helle Straße“ vorgelesen, andere Familien beten zusammen
die Komplet des Stundengebets oder den Rosenkranz.
Kindergebete: meist in Reimform formulierte Gebete wie z. B.: „Ich bin klein, mein Herz mach
(ist) rein, soll niemand darin wohnen als Jesus (Gott) allein.“ Doch beten Kinder oft auch selbst
formulierte Gebete.
Morgen- und Abendgebete dienen dazu, den Tag mit Gott zu beginnen und zu beschließen.
Eine besondere Form des Abendgebetes ist der Alpsegen oder Betruf.
Bibeltextbeten: Hierbei werden Bibeltexte, vorwiegend die Psalmen aus dem Alten Testament
oder Gebete aus den Briefen des Neuen Testaments, im Wortlaut oder in eigene Worte
übertragen als Gebet an Gott rezitiert. Zu den bekanntesten Bibeltextgebeten gehören das
Benedictus, das Magnifikat und das Nunc dimittis, die auch im Stundengebet täglich gesungen
werden.
Gebetslieder wurden schon zu biblischer Zeit gesungen und sind in den Psalmen überliefert.
Lobpreisungen sind an Gott gerichtete Lieder, die ihn, seine Eigenschaften und Taten preisen.
Thematische Gebete: Es gibt ebenfalls zahlreiche Gebetsgruppen, darunter auch solche, die
für besondere Anliegen beten, etwa Friedensgebete.
Mailgebet: Per E-Mail verschickte Gebete, die häufig der Besinnung mitten im Alltag oder der
kurzen Auszeit zwischendurch dienen.
24-Stunden-Gebet: Vorwiegend im Umfeld der charismatischen Bewegung im Rahmen des
Wächterrufs, aber auch in der Herrnhuter Brüdergemeine. Verschiedene Beter schließen sich
zu einem Verbund zusammen, so dass an jedem Tag zu jeder Stunde „in Schichten“ gebetet
wird.
Ewige Anbetung (Ewiges Gebet) vor dem in der Monstranz ausgesetzten Altarsakrament ist
eine alte Tradition der katholischen Kirche. Sie wird praktiziert von kontemplativen
Ordensgemeinschaften und von Pfarrgemeinden. Viele Diözesen haben das Ewige Gebet
über ein Jahr auf die Kirchengemeinden des Bistums verteilt.
Persönliches Gebet des Einzelnen: Hier reicht das Spektrum von einem Vaterunser vor dem
Einschlafen über eine tägliche Stille Zeit, das Beten des Stundengebets (ganz oder einzelne
Horen) oder des Rosenkranzes bis zu völlig freiem Gebet.
Betrachtendes Gebet: ein meditatives, suchendes Gebet.[6] Nach katholischem Verständnis
bedeute es auch das Erinnern an das, was Gott an Gutem im Leben des Betenden getan habe,
eine „Haltung der Sammlung, der inneren Stille anzunehmen, um nachzudenken und die
Geheimnisse unseres Glaubens und das, was Gott in uns wirkt, in uns aufzunehmen“.[7] Als
Beispiel wird das Beten des Rosenkranzes genannt.[6] Das geschieht auch gemeinsam, etwa
im Rahmen der Gemeinschaft „Rosenkranz-Sühnekreuzzug“.[8]
Kontemplatives Gebet: ein meditatives, stilles Gebet. Dabei wird sich auf ein bestimmtes Wort
(z. B. eine Bibelstelle) konzentriert und im Inneren wiederholt. Diese Art des Betens hat in den
Ostkirchen eine starke Verbreitung gefunden und wird hier besonders in der Form des
Jesusgebets gepflegt.[9][10]

Gebetshaltung

Beten ist nicht an bestimmte Worte, Haltungen und Orte gebunden.


Im Matthäusevangelium kritisiert Jesus ein öffentlich zur Schau
gestelltes, wortreiches Beten als heuchlerisch.[11]

In der Kirche wird meistens stehend (Ausdruck des Respekts) oder


kniend (Ausdruck der Anbetung) gebetet. In der byzantinischen
Liturgie ist das Stehen mit herabfallenden Händen die Gebetshaltung
Die frühen Christen beteten in der
schlechthin; es drückt zugleich die Ehrerbietung gegenüber Gott und Orantenhaltung
die Würde des Beters als durch die Taufe erlösten und erhöhten
Menschen aus.[12]

Typisch für das christliche Beten der Alten Kirche ist das freie, selbstbewusste Stehen vor Gott mit geöffneten
Armen, erhobenen Händen und Augen (Orantenhaltung). Das Ausstrecken der Arme im Gebet stammt aus
dem vorchristlichen Mittelmeerraum und Orient, es geht auf die Körperhaltung der Bettler zurück. In der
katholischen Kirche nimmt der Zelebrant die Orantenhaltung ein, wenn er die Amtsgebete (Tagesgebet,
Gabengebet, Schlussgebet) spricht, in manchen Gemeinden tun dies auch die Mitfeiernden beim Beten des
Vaterunsers. Diese Gebetshaltung wird häufiger von Christen der charismatischen Bewegung oder der
Pfingstbewegung praktiziert.

In späterer Zeit wurde im Abendland das Falten der Hände üblich. Diese Geste soll verdeutlichen, dass sich
der Beter nur auf Gott konzentriert und nicht mit anderen Dingen beschäftigt ist sowie das „Binden“ der
anwesend gedachten Gottheit.[13] Die aneinander gelegten offenen Handflächen entsprechen der Haltung bei
der Huldigung des Lehnsherren im mittelalterlichen Feudalsystem; diese Form wird etwa seit dem 11.
Jahrhundert praktiziert. Das Gebet mit verschränkten Fingern kam erst in der Reformation auf. Daneben gibt
es noch seltenere, ältere Formen, wie das Kreuzen der Hände vor der Brust.
Katholische Christen beginnen und beenden das persönliche Gebet
oft mit dem Kreuzzeichen und den der Taufformel entnommenen
Worten „Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen
Geistes“. Orthodoxe Christen bekreuzigen sich ebenfalls, wobei bei
ihnen die Haltung der Finger eine wesentliche Rolle spielt (siehe
Kreuzzeichen). Im Protestantismus ist das Kreuzzeichen kaum noch
verbreitet, obwohl es noch Martin Luther im Kleinen Katechismus
empfahl.

Auch zum persönlichen Gebet entzünden Christen gern eine Kerze


als Zeichen der Sammlung oder der Hoffnung. Der Brauch, vor
einem Kreuz oder einem Gnadenbild in einer Kirche eine Kerze
anzuzünden, soll das Gebet für einen anderen Menschen oder für ein
persönliches Anliegen versinnbildlichen.

Christliches Gebet für Kranke

Der christliche Glaube betont, dass der Mensch auch in (unheilbarer) Albrecht Dürers Betende Hände
Krankheit nicht von der Liebe Gottes getrennt ist. Ein Gebet für
Kranke findet in sehr unterschiedlichem Rahmen statt:

im persönlichen Gebet für sich selbst oder als Fürbitte für


den Nächsten, im Besonderen für Familienangehörige und
enge Freunde
in der Seelsorge (z. B. durch Beistand in der
Krankenhausseelsorge, durch Spendung der
Krankensalbung)
durch die Ältesten der eigenen Kirchengemeinde nach
Sündenbekenntnis (Beichte) und Ölsalbung (Jak 5,14–
15 ), besonders verbreitet in evangelikalen Gemeinden
in sog. Heilungsgottesdiensten (nicht immer, aber oft
charismatisch) mit Predigern, bei welchen die Gabe (das
Charisma) der Heilung angenommen wird
in Angeboten überkonfessioneller Gruppen, die sich
speziell dem Thema Gesundheit/Heilung widmen

Fürbitten werden oft gezielt in der Hoffnung getätigt, dadurch die


Genesung Kranker beeinflussen zu können. Medizinische
Forschungen konnten jedoch noch nie einen empirischen Ernst Opplers Beim Gebet, Gemälde
Wirkungszusammenhang zwischen dem Beten von Fürbitten und der von 1900
Genesung von Krankheiten herstellen. Beten kann für den Betenden
selbst einen Placeboeffekt bewirken und auf diese Weise zur
Gesundung beitragen. Die Mehrheit der wissenschaftlichen Studien zum Thema konnte jedoch keine
gesundheitsfördernde Wirkung von Gebeten feststellen.[14][15][16][17][18]

Gebet in den Konfessionen

Bis heute hat das Gebet einen zentralen Platz in der Praxis aller christlichen Konfessionen.
Alle kennen das Vaterunser und die Psalmen ebenso wie persönlich
formulierte Gebete und Kirchenlieder in Gebetsform. Die orthodoxen,
katholischen und anglikanischen Kirchen haben eine reiche Tradition
von vorformulierten Gebeten für den liturgischen und persönlichen
Gebrauch (siehe liturgische Gebete), im Pietismus und im
freikirchlichen Raum werden Gebete meistens frei formuliert.

Alle christlichen Konfessionen wenden sich im Gebet direkt an Gott


und gehen davon aus, dass Gott Gebete hört. Christen wenden sich
im Gebet an den Dreieinigen Gott, beten zu Gott dem Vater, zu Jesus
„Gefahrzeichen“ an einem
Christus und manche auch direkt zum Heiligen Geist, wobei es in den
Gebetsweg in Jever
meisten Konfessionen, von fest formulierten liturgischen Gebeten
abgesehen, dem Einzelnen überlassen ist, an wen er sich im Gebet
wendet. In der katholischen und der orthodoxen Kirche können Gebete auch an Maria (z. B. das Ave Maria,
das die Anrede Marias durch den Engel Lk 1,28 aufgreift, oder Marias Lobgesang, das sog. Magnificat Lk
1,46–55 ) und an Heilige gerichtet werden, wobei diese Gebete als Bitte um Fürsprache beim dreieinigen Gott
gelten.

Christen glauben, dass Gott Gebete erhört, wobei es über die Art und Häufigkeit der Gebets-Erhörung sehr
unterschiedliche Sichtweisen gibt.

Ebenso glauben viele Christen, dass Gott im Gebet durch den Heiligen Geist zum Betenden reden kann.
Dabei kann es sich um Prophetie, Erleuchtung und persönliche Eingebungen handeln, aber ebenso um
alltägliches, wie dass Gott z. B. die Aufmerksamkeit auf einen Bibelvers lenkt, der in die Situation passt, oder
ein allgemeines Gefühl des Getröstetseins gibt. Praktisch alle Konfessionen, bei denen Prophetie oder
Erleuchtung als Geistesgabe anerkannt sind, haben allerdings gewisse Sicherheitsregeln, um die Fantasie in
Grenzen zu halten, z. B. Beurteilung durch erfahrene Christen oder Gemeindeleiter, Beurteilung durch die
Gemeinschaft anhand der Bibel, Beurteilung durch die kirchliche Lehre, vor allem aber Beurteilung vom
Willen Gottes her: Liebe deinen Nächsten wie dich selbst (Matthäus 22,34–40 ). Was mit der Liebe (agape)
nicht vereinbar ist, kann nicht Gottes Wille sein.

Gebet im Sport

Bei manchen Sportlern ist zu beobachten, dass sie beim Betreten der Wettkampfstätte religiöse Rituale wie das
Kreuzzeichen in das Vorwettkampfritual des Leistungssports einbeziehen. Mit dem Fellowship of Christian
Athletes hat dies in den USA eine feste Organisationsform erhalten.[19] Dänische Wissenschaftler haben
empirisch ermittelt, dass Gläubige durch das Gebet in der Erwartung von Wettkampfstress und Schmerz
zuversichtlicher sind und signifikant weniger Schmerz wahrnehmen als Nichtgläubige.[20]

Islam
Muslime unterscheiden zwischen Du'a (Bittgebet) und Ritualgebet. Beim Bittgebet wird Gott um Hilfe
angerufen. Das Ritualgebet andererseits gehört zu den Fünf Säulen des Islam und wird fünfmal pro Tag
gebetet. Es wird auf Arabisch rezitiert. Das Pflichtgebet hat im Islam eine zentrale Bedeutung. Laut
Überlieferung hat der Prophet Mohammed die Anweisung zum Gebet von Gott persönlich während seiner
Himmelfahrt empfangen. Durch das Gebet werden die Muslime dazu angehalten, in ihrem Tagesablauf
innezuhalten und Gottes zu gedenken. Vor jedem Ritualgebet wird eine rituelle Waschung durchgeführt
(Wudū'). Zentraler Baustein jedes Pflichtgebets ist die Rezitation der ersten Sure des Korans, der Sure Al-
Fātiha. In Einzelheiten unterscheidet sich das Gebet bei den einzelnen islamischen Rechtsschulen.
Bahai

In der Religion der Bahai spielt das Gebet eine wichtige Rolle. Drei rituelle Pflichtgebete unterschiedlicher
Länge und Form stehen dem Gläubigen täglich zur Wahl: das lange Pflichtgebet (einmal in 24 Stunden zu
beten), das mittlere Pflichtgebet (morgens, mittags und abends zu beten) und das kurze Pflichtgebet (mittags).
Der Bahai hat die Pflicht täglich eines dieser Pflichtgebete zu beten.[21] Die Zeitpunkte morgens (von
Sonnenaufgang bis Mittag), mittags (zwischen Mittag und Sonnenuntergang) und abends (zwischen
Sonnenuntergang und zwei Stunden danach) sind dabei einzuhalten.[22] Diese Gebete werden vom Gläubigen
alleine und zurückgezogen gesprochen oder gesungen. Das einzige Pflichtgebet, das in Gemeinschaft rezitiert
wird, ist das Totengebet. Darüber hinaus dienen die für unterschiedliche Anlässe und Situationen wörtlich
überlieferten Gebete des Bab, Baha’u’llahs und Abdul-Bahas als Vorlage.

Abdul-Baha sagt über das Gebet: „Es ist die Sprache des Geistes, die zu Gott spricht. Wenn wir uns, befreit
von allen äußerlichen Dingen, im Gebet zu Gott wenden, dann ist es, als hörten wir die Stimme Gottes in
unserem Herzen. Ohne Worte zu reden, treten wir in Verbindung, sprechen wir mit Gott und vernehmen die
Antwort … Wir alle, wenn wir zu einem wahrhaft geistigen Zustand gelangen, können die Stimme Gottes
vernehmen.“

Ein Beispiel für ein Bahai-Gebet, geschrieben von Abdul-Baha:

O Du gütiger Herr! Du hast die ganze Menschheit aus dem gleichen Stamm erschaffen. Du
hast bestimmt, dass alle der gleichen Familie angehören. In Deiner heiligen Gegenwart sind
alle Deine Diener, die ganze Menschheit findet Schutz in Deinem Heiligtum. Alle sind um
Deinen Gabentisch versammelt; alle sind erleuchtet vom Lichte Deiner Vorsehung.
O Gott! Du bist gütig zu allen, Du sorgst für alle, Du beschützest alle, Du verleihst allen
Leben. Du hast einen jeden mit Gaben und Fähigkeiten ausgestattet, und alle sind in das
Meer Deines Erbarmens getaucht.
O Du gütiger Herr! Vereinige alle. Gib, dass die Religionen in Einklang kommen und
vereinige die Völker, auf dass sie einander ansehen wie eine Familie und die ganze Erde
wie eine Heimat. O dass sie doch in vollkommener Harmonie zusammenlebten!
O Gott! Erhebe das Banner der Einheit der Menschheit.
O Gott! Errichte den Größten Frieden.
Schmiede Du, o Gott, die Herzen zusammen.
O Du gütiger Vater, Gott! Erfreue unsere Herzen durch den Duft Deiner Liebe. Erhelle unsere
Augen durch das Licht Deiner Führung.
Erquicke unsere Ohren mit dem Wohlklang Deines Wortes und beschütze uns alle in der
Feste Deiner Vorsehung.
Du bist der Mächtige und der Kraftvolle, Du bist der Vergebende und Du bist der, welcher die
Mängel der ganzen Menschheit übersieht.

Hinduismus
In der Frühzeit des Hinduismus, der vedischen Zeit (1200 v. Chr.), wurden Hymnen an die Götter gerichtet,
die oft mit Bitten verbunden waren und einen durchaus utilitaristischen Charakter hatten. Auch die Rezitation
von Mantras (wörtl.: Mittel zum Denken) war von frühester Zeit an ein wichtiges Mittel religiöser Versenkung.

Heute ist wie bei Gläubigen aller Religionen das tägliche Gebet auch bei Hindus üblich. Gebetet wird in fast
allen hinduistischen Richtungen, vor allem aber im Bhakti Yoga ist die persönliche Hingabe an Gott und somit
die Kommunikation mit ihm wichtig.
Eine populäre Form der Verehrung ist die Anbetung Gottes in einem Bild oder einem Emblem. Andererseits
lehnen auch sehr viele Hindus die Verehrung in Bildern völlig ab – wie beispielsweise die Anhänger des Arya
Samaj oder die Lingayats, eine im zwölften Jahrhundert gegründete shivaitische Bewegung.
Hinduistische Gebetspraxis

Es gibt keine allgemeingültigen Vorschriften für Gebete und keine


festen Gebetszeiten, die für alle Hindus gelten, sondern sehr
unterschiedlich gelebte Familientraditionen. Darum ist die Praxis des
Gebetes individuell sehr verschieden:

Weit verbreitet findet man etwa die tägliche


Lichtkreiszeremonie, das Arati, das man in den Häusern
der Gläubigen durchführt oder in den kleinen und großen
Tempeln. Meistens am Beginn sowie am Ende des Tages
schwenkt man eine Butterlampe vor dem Bildnis oder dem
Emblem des Göttlichen und läutet dazu eine kleine
Glocke. Als wesentlicher Bestandteil gehört zu dieser
Zeremonie das Gebet, gesprochen, geflüstert, in
Gedanken rezitiert oder gesungen.

Viele Hindus beten beim Verlassen des Hauses oder zu


Beginn einer Unternehmung. Sie sprechen oft nur ein
kurzes Gebet, indem sie etwa sagen: „Ganesha, ich
verehre dich!“ oder „Om Kali!“ Insbesondere an bestimmten Beim Gebet im Ganges
Wochentagen verehrt man die einzelnen Formen des
Göttlichen, an Donnerstagen etwa beten manche
Hausfrauen zu Lakshmi, der Göttin des Glücks und des Wohlbefindens. Am Montag steht bei
vielen Shiva besonders im Mittelpunkt.
Zu Feiertagen kann man einen Priester ins Haus rufen, der Gebete oder Gottesdienste (Pujas)
für alle durchführt. Genauso kann man aber auch überlieferte, spezifische Gebete für diesen
Tag während einer Andacht selber beten, allein oder gemeinsam mit anderen.
Anstelle eines Tischgebetes ist es oft üblich, die Speise, meistens nur eine kleine Portion
davon, auf den Altar zu stellen, mit Gebeten anzubieten und dann diese so gesegnete Mahlzeit
zu essen.
Sehr verbreitet ist das andachtsvoll gesungene Gebet, Bhajan, das man allein singt oder in
Gemeinschaft, oft mit einem Instrument begleitet.
Eine andere beliebte Gebetsform stellt das wiederholte Anrufen des Namens Gottes dar, häufig
mit Hilfe einer Gebetskette mit einhundertacht Kugeln, sooft wird der Name meistens zitiert.
Dieses Japa dient der Versenkung und kann der Übergang zur Meditation sein.

Eine vorgeschriebene Körperhaltung für das Gebet gibt es nicht, es muss aber in jedem Fall eine Haltung des
Respekts sein. Darum zieht man vorher immer die Schuhe aus, wäscht sich möglichst zumindest die Hände
und wählt einen Sitz, der tiefer liegt als der Altar. Meistens sitzt man mit verschränkten Beinen im
Schneidersitz auf dem Boden oder man steht vor dem Bildnis. Vor dem Hausaltar oder im Tempel ist auch die
kniende Verbeugung üblich, bei der die Stirn den Boden berührt.

Zur Gebetshaltung gehören auch die vor der Brust gefalteten Hände, wobei man diese oft vor und nach
Beginn des Gebetes als Respektsgeste jeweils kurz an die Stirn führt; oder man betet mit vor der Stirn
gefalteten Händen, was besondere Inbrunst ausdrückt. Letztlich ist aber keine äußere Form zwingend, nur die
innere Haltung.

Quellen und Beispiele von Hindugebeten


Quellen vieler Gebete sind die Veden, die Puranas und nicht zuletzt die Beispiele großer Bhaktas, der Verehrer
Gottes. Selbst von jenen Personen, die das Göttliche als letztlich absolut formloses, nicht-personales Brahman
definieren, sind inbrünstige Gebete überliefert, etwa vom großen Philosophen Shankara:

Ich bete an den Herrn, das höchste Sein, dem einen ersten Samen des Universums, dem
wunschlosen Formlosen, der durch die Silbe Om erkannt werden kann, durch den das
Universum ins Dasein gelangte, der es erhält und in dem es wieder vergeht.
(Vedasarasivastava)

Das bekannteste Gebet ist das Gayatri-Mantra, eine vedische Hymne, welche das Göttliche in Form der
Sonnenkraft, Surya, um geistiges Licht anruft. Viele Hindus sprechen oder singen es täglich, wobei der
Gebrauch sich nicht auf Brahmanen beschränkt, wie oft behauptet, sondern alle beten es.

Das Mrityunjaya-Mantra verehrt Shiva:

Wir verehren den Dreiäugigen der duftet und alle Wesen nährt.
Wie eine reife Gurke von ihrer Bindung (am Stängel) gelöst wird, möge er uns vom Tod
befreien in die Unsterblichkeit.

Ziel der Gebete und Anrufungen sind die verschiedenen, oft, aber nicht immer, anthropomorph gedachten
Formen des letztlich formlosen Höchsten.

Entgegen einer weit verbreiteten Meinung ist der Hinduismus nicht polytheistisch. Alle Schulen lehren das
formlose Eine, wenn auch in unterschiedlichen Philosophien. Die am meisten verbreiteten Philosophien sehen
die verschiedenen Götter und Göttinnen als verschiedene Formen des höchsten Einen, das letztlich formlos ist.

Ein sehr populäres Gebet, das Millionen von Hindus täglich singen, besonders zur täglichen Lichtkreis-
Zeremonie, dem Arati, ist das Jay Jagadish Hare. In diesem Text kommt deutlich zum Ausdruck, dass das
Wissen um die Einheit auch in den Gebeten der einfachen Gläubigen enthalten ist. Ein Ausschnitt:

Ehre sei Dir, O Herr der Welt! Ehre sei dem ewigen Herrn! …
Du bist meine Mutter, mein Vater bist du. Wo sonst finde ich Zuflucht, O Herr?
Außer Dir ist kein Zweiter, kein anderer neben Dir.
Auf wen kann ich hoffen, wenn nicht auf Dich! Ehre sei Dir, O Herr der Welt! …
Nimm die Gier von mir und alles Übel, O Herr!
Vermehre die Hingabe und Liebe zu Dir und lass mich den Heiligen dienen!
Ehre sei Dir, O Herr der Welt!

Buddhismus
Fast alle Richtungen des Buddhismus begreifen eine transzendente, letzte Wirklichkeit als nicht persönlich, so
dass zu ihr zu beten keinen Sinn hat. Trotzdem beten viele Buddhisten in Japan, China und Tibet zu
Bodhisattvas, übernatürlichen, erleuchteten Wesen, die auf den letzten Schritt ins Nirwana verzichten, um
anderen zu helfen. Gerade die alltäglichen Sorgen werden so oft einem der vielen der letzten Wirklichkeit sehr
nahestehenden Bodhisattvas anvertraut. Besonders ausgeprägt ist dies im Amitabha-Buddhismus, aber auch in
Tibet.

Der Theravada-Buddhismus Sri Lankas und Südostasiens kennt keine Bodhisattvas als Helfer. Stattdessen
wenden sich Gläubige in weltlichen Anliegen an Götter, die man sich als mächtig, aber selbst der Erleuchtung
bedürftig vorstellt. In Thailand sind dies Hindugötter wie Brahma, der z. B. im Erawan-Schrein in Bangkok
verehrt wird. In Myanmar wenden sich besonders Angehörige des Mehrheitsvolks der Birmanen an die 37
Nats, die helfen, aber auch schaden können. Bei den meisten Nats handelt es sich um die Geister von Adligen,
die gewaltsam zu Tode kamen. In Sri Lanka werden Yakshas verehrt, Naturgeister, die Fruchtbarkeit verleihen
können.
Shintoismus
Shintoisten beten vor einem Altar zu Hause oder im Shintō-Schrein. Der Shintoismus kennt unzählbar viele
Götter, die durchaus nicht perfekt sind, aber mit ihrer Macht den Menschen helfen können. Gebetet wird für
Anliegen des Diesseits; die Frage nach dem Jenseits spielt im Shintoismus keine große Rolle und wird in
Japan vom Buddhismus übernommen. Voraussetzung für ein Gebet ist Reinheit, zu der man sich vor dem
Gebet Hände und Gesicht wäscht. Ein Priester kann dabei sein, muss aber nicht. Gebete können einfach und
kurz sein oder lange Rituale mit festen, teilweise altjapanischen Gebeten, Opfern von Speisen und Sake sowie
Tanz junger, von den Schreinen angestellter Frauen (Miko).

Pazifische Religionen
Eine besondere Form des Betens wird beim Hoʻoponopono angewendet, einem psycho-spirituellen Verfahren
der Hawaiier zur „Auflösung“ unerwünschter, vorwiegend zwischenmenschlicher Umstände. Traditionell
wurde das Verfahren, bei dem alle an einem Problem beteiligten Personen anwesend waren (im Geiste auch
die Ahnen), durch einen kahuna (Heilpriester, ähnlich einem Schamanen) geleitet. Die zur Mithilfe
angerufenen höheren Wesen waren meistens Naturgeister, aber auch ein Familiengeist, genannt ’aumakua.

„Hoʻoponopono“ (= wieder richtig machen) dient einer Korrektur von Fehlverhalten. Durch Aussprache (bis
zur Beichte), gegenseitiges Bereuen und Vergeben soll in versöhnlicher, friedlicher Weise zur Konfliktlösung
(einschließlich Lossprechung) beigetragen werden, dabei bis zur praktizierten Feindesliebe reichend. Moderne
Formen können allein durchgeführt werden, wobei die an einem gegebenen Problem Beteiligten auf einer Art
Liste zugegen sind.[23] Die dabei durchgeführten Gebete und Atemrunden können auch mit spiritueller
Reinigung bezeichnet werden, da sie durch Einbeziehung des „Göttlichen Schöpfers“ im Sinne eines
(gegenseitigen) Fürbittengebets ablaufen. Heute anzutreffende Mantras, die mit „Hoʻoponopono“ bezeichnet
werden, sind weder hawaiisch noch gehören sie zu Ho'oponopono.

Siehe auch
Wikiquote: Gebet – Zitate
Anbetung
Bittgebet (Islam)
Ardas (wichtiges Gebet der Sikhs)
Fürbittengebet
Gebetbuch
Gebetsrichtung
Alpsegen / Gebetsruf
Gotteserfahrung
Namensgebet
Oration
Tischgebet, Birkat Hamason

Literatur
Matthias Arnold, Philipp Thull (Hrsg.): Theologie und Spiritualität des Betens. Handbuch
Gebet. Herder Verlag, Freiburg 2016.
Hermann Braun: Reden mit Gott? Ein Versuch über das Gebet. WuD 26 (2001), 307–321.
Arndt Büssing, Thomas Ostermann, Michaela Glöckler, Peter F. Matthiessen: Spiritualität,
Krankheit und Heilung – Bedeutung und Ausdrucksformen der Spiritualität in der Medizin.
Verlag für Akademische Schriften, Frankfurt 2006, ISBN 978-3-88864-421-4.
Donald A. Carson: Lernen, zu beten. Geistliche Erneuerung durch Gebet. 3L 2012.
Wilfried Eisele (Hrsg.): Gott bitten? Theologische Zugänge zum Bittgebet. Herder Verlag,
Freiburg im Breisgau 2013, ISBN 978-3-45102-256-2 (Quaestiones disputatae 256)
Irmgard Hampp: Beschwörung - Segen - Gebet. Untersuchungen zum Zauberspruch aus dem
Bereich der Volksheilkunde. Stuttgart 1961 (= Veröffentlichungen des staatlichen Amtes für
Denkmalpflege Stuttgart, C, 1).
Stefan Heid: Gebetshaltung und Ostung in frühchristlicher Zeit. In: Rivista di Archeologia
Cristiana 82 (2006) 347–404.
Friedrich Heiler: Das Gebet. Eine religionsgeschichtliche und religionspsychologische
Untersuchung. Ernst Reinhardt Verlag, München, Basel 1969.
Adolf Holl: Om und Amen. Eine universale Kulturgeschichte des Betens. Gütersloher
Verlagshaus, Gütersloh 2006, ISBN 3579069276.
Wilhelm Horn: Gebet und Gebetsparodie in den Komödien des Aristophanes. Hans Carl,
Nürnberg 1970.
Gerhard Lohfink: Beten schenkt Heimat. Theologie und Praxis des christlichen Gebets. Herder
Verlag, Freiburg 2010, ISBN 978-3-451-33052-0.
Karl Rahner: Von der Not und dem Segen des Gebetes (Herder-Bücherei Band 28), Freiburg
im Breisgau, Basel, Wien 1968; abgedruckt in: Karl Rahner: Sämtliche Werke, Bd. 7: Der
betende Christ. Geistliche Schriften und Studien zur Praxis des Glaubens. Herder Verlag,
Freiburg im Breisgau 2013, ISBN 978-3-451-23707-2, S. 39–116.
Carl Heinz Ratschow, Rainer Albertz, Lawrence A. Hoffman, Klaus Berger u. a.: Gebet I.
Religionsgeschichtlich II. Altes Testament III. Judentum IV. Neues Testament V. Alte Kirche VI.
Mittelalter VII. Das Gebet im deutschsprachigen evangelischen Gottesdienst VIII. Dogmatische
Probleme gegenwärtiger Gebetstheologie IX. Praktisch-theologisch. In: Theologische
Realenzyklopädie 12 (1984), S. 31–103.
Monika Renz: Grenzerfahrung Gott: Spirituelle Erfahrungen in Leid und Krankheit. 3. Aufl.
Herder, Freiburg i.Br. 2006, ISBN 3-451-05341-1.
Hansjörg Schmid, Andreas Renz, Jutta Sperber (Hgg.): „Im Namen Gottes...“ Theologie und
Praxis des Gebets in Christentum und Islam, Verlag Friedrich Pustet, Regensburg 2006, ISBN
978-3-7917-1994-8 (Theologisches Forum Christentum – Islam).
Philip Yancey: Beten. SCM Brockhaus, Wuppertal 2007. ISBN 978-3417267167 (Originaltitel:
Prayer: Does it Make any difference?)

Literatur Judentum:

Rabb. Chaijm Donin: Jüdisches Gebet heute.


Jakob Petuchowski: Gottesdienst des Herzens. ISBN 3-451-19457-0.
Annette M. Böckler: Jüdischer Gottesdienst. Wesen und Struktur. Jüdische Verlagsanstalt,
Berlin 2002, ISBN 978-3-934658-19-6.

Weblinks
Wikisource: Gebet – Quellen und Volltexte
Wiktionary: Gebet – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen
Commons: Gebet (https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Prayer?uselang=de) – Sammlung
von Bildern, Videos und Audiodateien
Scott A. Davison: Petitionary Prayer. (http://plato.stanford.edu/entries/petitionary-prayer/) In:
Edward N. Zalta (Hrsg.): Stanford Encyclopedia of Philosophy.
Therapeutisch ohne Wirkung – Nach einer US-Studie haben fürsprechende Gebete auf
Patienten nach einer Herzoperation keinen Einfluss (https://www.heise.de/tp/features/Therapeu
tisch-ohne-Wirkung-3405622.html) (Telepolis)

Einzelbelege
1. Friedrich Kluge, Alfred Götze: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 20.
Auflage, hrsg. von Walther Mitzka. De Gruyter, Berlin/ New York 1967; Neudruck („21.
unveränderte Auflage“) ebenda 1975, ISBN 3-11-005709-3, S. 237.
2. Walter Kasper: Jesus der Christus. Mainz 1974, S. 80 und 94.
3. Andreas Mauz: Erzählen im christlich-religiösen Diskurs. S. 191–216 In: Christian Klein, Matías
Martínez: Wirklichkeitserzählungen. Felder, Formen und Funktionen nicht-literarischen
Erzählens. J.B. Metzler, Stuttgart/Weimar 2009, ISBN 978-3-476-02250-9, S. 202
4. Franz Graf-Stuhlhofer: Basis predigen. Grundlagen des christlichen Glaubens in Predigten,
dazu eine didaktische Homiletik für Fortgeschrittene. Verlag für Theologie und
Religionswissenschaft, Nürnberg 2010, S. 157–164: „Gott im Zwiespalt“.
5. Weitere Belege aus Bibeltexten bei Franz Graf-Stuhlhofer: Jesus Christus – Gottes Sohn. 3.
Auflage, Leun 2012, S. 31–39. ISBN 3-88936-140-4
6. Katechismus der Katholischen Kirche. (http://www.vatican.va/archive/DEU0035/_P9R.HTM)
Website des Vatikans. Abgerufen am 24. Juni 2012.
7. Generalaudienz, 17. August 2011, Benedikt XVI. (http://www.vatican.va/holy_father/benedict_x
vi/audiences/2011/documents/hf_ben-xvi_aud_20110817_ge.html). Website des Vatikans.
Abgerufen am 24. Juni 2012.
8. Sie wurde 1947 von dem Franziskaner P. Petrus Pavlicek gegründet, ursprünglich unter dem
Namen „Ewige Rosenkranzgemeinschaft“.
9. http://www.kontemplation-in-aktion.de/kontemplation.html
10. https://www.wccm.de/materialien/buecher-und-schriften/kontemplatives-gebet/
11. Mt 6,5-8
12. Michael Kunzler: „Wir haben das wahre Licht gesehen.“ Einführung in Geist und Gestalt der
byzantinischen Liturgie. Trier 1991, S. 67f.
13. Eintrag binden. In: Hanns Bächtold-Stäubli (Hrsg.): Handwörterbuch des deutschen
Aberglaubens. Band 1. Walter de Gruyter, Berlin/Leipzig 1927, hier: Sp. 1328.
14. R. C. Byrd: Positive therapeutic effects of intercessory prayer in a coronary care unit population;
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15. M. W. Krucoff u. a.: Integrative noetic therapies as adjuncts to percutaneous intervention during
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feasibility pilot; in: Am Heart J. 142/5 (2001), S. 760–769; PMID 11685160.
16. M. W. Krucoff u. a.: Music, imagery, touch, and prayer as adjuncts to interventional cardiac care:
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17. K. S. Masters, G. I. Spielmans: Prayer and health: review, meta-analysis, and research agenda;
in: J Behav Med. 30 (2007), S. 329–338. PMID 17487575.
K. S. Masters u. a.: Are there demonstrable effects of distant intercessory prayer? A meta-
analytic review; in: Ann Behav Med 32 (2006), S. 21–26; PMID 16827626.
18. H. Benson u. a.: Study of the Therapeutic Effects of Intercessory Prayer (STEP) in cardiac
bypass patients: a multicenter randomized trial of uncertainty and certainty of receiving
intercessory prayer; in: Am Heart J 151, S. 934–942; PMID 16569567.
19. Fellowship of Christian Athletes: God's Game Plan Relentless 2013. Kansas City, KS 2013
20. Elmholdt Jegindø, Else-Marie; Vase, Lene et al.: Expectations contribute to reduced pain levels
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413–426; Arnd Krüger: Stress, in: Leistungssport (Zeitschrift) 42(2012)5, S. 31–33;
http://www.iat.uni-leipzig.de:8080/vdok.FAU/lsp12_05_31_33.pdf?
sid=6716E572&dm=1&apos=6982&rpos=lsp12_05_31_33.pdf&ipos=8482
21. Brief im Auftrag Shoghi Effendis, veröffentlicht in Bahá'í-News, September 1951 p.1
22. Synopsis and Codification of the Laws and Ordinances of the Kitáb-i-Aqdas, p.36
23. Michael Micklei: Die Krönung des Bewusstseins - eine göttliche Handreichung durch das
Ho'oponopono nach Morrnah Simeona, Micklei Media und Pacifica Seminars, 2011, ISBN 978-
3-942611-10-7

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Diese Seite wurde zuletzt am 24. April 2021 um 19:50 Uhr bearbeitet.

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