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HINWEIS: Folgendes trifft nur auf Produkte mit der CE-Kennzeichnung zu.
Konformitätserklärung - Mercury MerCruiser
Wenn dieser Z-Antrieb oder Innenborder gemäß der Anweisungen von Mercury
MerCruiser installiert wurde, erfüllt er die Anforderungen der nachstehenden
Richtlinien durch Übereinstimmung mit den betreffenden Normen, einschließlich
Nachträgen:
Freizeitboot-Richtlinie 94/25/EC; 2003/44/EC
Zutreffende Anforderung Zutreffende Normen
Betriebsanleitung (A.2.5) ISO 10240
Öffnungen in Rumpf, Deck und Aufbau (A.3.4) ISO 9093-1; ISO 9093-2
Fahreigenschaften (A.4) ISO 8665
Innenborder (A.5.1.1) ISO 15584; ISO 10088; ISO 7840; ISO 10133
Kraftstoffsystem (A.5.2) ISO 10088; ISO 7840; ISO 8469
Elektrik (A.5.3) ISO 10133, ISO 8846
Lenkung (A.5.4) Zutreffende Abschnitte von: ISO 10592, ISO 8848 und ABYC P-17

Benzinmotoren - MPI Modelle mit Z-Antrieb


Anforderungen an Abgasemissionen (B.2) ISO 8178
Betriebsanleitung (B.4) ISO 8665
Geräuschpegel (C.1) ISO 14509
Zündungsgeschützte Geräte (Anhang II) ISO 8846; SAE J1171; SAE J1191; SAE J 2031

Wir erklären, dass unsere Mercury MerCruiser Z-Antriebe oder Innenborder ohne
eingebauten Auspuff beim Einbau in ein Freizeitboot gemäß der
Herstelleranweisungen die Abgasanforderungen der oben genannten Direktive
erfüllen. Der Motor darf erst dann in Betrieb genommen werden, wenn das
Freizeitboot, in das er installiert werden soll, mit den relevanten Anforderungen
der Direktive konform ist, sofern dies erforderlich ist.
Richtlinie zur elektromagnetischen Verträglichkeit 89/336/EC, 92/31/EEC und 93/68/EEC
Allgemeine Emissionsnorm EN 50081-1
Allgemeine Störfestigkeitsnorm EN 50082-1
Fahrzeuge, Boote und mit Verbrennungsmotoren angetriebene Geräte -
SAE J551 (CISPR 12)
Funkstörungsmerkmale
Prüfung auf elektrostatische Entladung EN 61000-6-2; EN 61000-4-2; EN61000-4-3

Die für die Überwachung des Qualitätssystems unter Modul H zur umfassenden Qualitätssicherung von Richtlinie 2003/44/
EC benannte Stelle ist:
Det Norske Veritas
Norwegen
Nummer der benannten Stelle: 0575

Diese Erklärung wird unter ausschließlicher Verantwortung von Mercury Marine und Mercury MerCruiser herausgegeben.

Patrick C. Mackey

Geschäftsführer - Mercury Marine, Fond du Lac, WI, USA

Aufsichtsführende Stelle:
Engineering - Regulatory
© 2006 Mercury Marine

MerCruiser
3003 N. Perkins Rd.
Stillwater, Oklahoma 74075
USA
(405) 377-1200
Identifizierungsunterlagen
Folgende Informationen bitte aufschreiben:
Motormodell und Leistung (in PS) Motorseriennummer

Seriennummer der Spiegelplatte (Z-Antrieb) Übersetzungsverhältnis Seriennummer des Z-Antriebs

Getriebemodell (Innenborder) Übersetzungsverhältnis Seriennummer des Getriebes

Propellernummer Steigung Durchmesser

Bootsnummer (HIN) Kaufdatum

Bootshersteller Bootsmodell Länge

Nummer der Emissionsplakette

Die Seriennummern geben dem Hersteller Aufschluss über eine Vielzahl technischer
Details Ihres Mercury MerCruiser® Antriebssystems. Wenn Sie sich mit
Serviceangelegenheiten an Ihren Mercury MerCruiser Vertragshändler wenden, geben
Sie bitte stets die Modell- und Seriennummern an.
Die hierin enthaltenen Beschreibungen und technischen Daten galten zum Zeitpunkt
der Drucklegung. Mercury Marine behält sich das Recht vor, zum Zwecke der ständigen
Verbesserung Modelle jederzeit auslaufen zu lassen und technische Daten oder
Konstruktionen ohne Vorankündigung oder daraus entstehende Verpflichtungen zu
ändern.
Mercury Marine, Fond du Lac, Wisconsin, USA Gedruckt in den USA.
© 2006, Mercury Marine
Mercury, Mercury Marine, MerCruiser, Mercury MerCruiser, Mercury Racing, Mercury
Precision Parts, Mercury Propellers, Mariner, Quicksilver, #1 On The Water, Alpha,
Bravo, Pro Max, OptiMax, Sport-Jet, K-Planes, MerCathode, RideGuide, SmartCraft,
Zero Effort, M mit Wellenlogo, Mercury mit Wellenlogo und das SmartCraft Logo sind
eingetragene Marken der Brunswick Corporation. Das Mercury Product Protection
Logo ist eine eingetragene Dienstleistungsmarke der Brunswick Corporation.
Willkommen
Sie haben einen der besten Bootsmotoren gewählt. Zahlreiche Konstruktionsmerkmale
gewährleisten eine leichte Bedienung und lange Lebensdauer.
Bei guter Pflege und Wartung wird Ihnen dieser Motor viele Jahre Freude bereiten. Um
optimale Leistung und einwandfreien Betrieb sicherzustellen, sollten Sie dieses
Handbuch gut durchlesen.
Das Betriebs-, Wartungs- und Garantiehandbuch enthält spezifische Anweisungen für
den Gebrauch und die Wartung Ihres Produktes. Sie sollten dieses Handbuch bei dem
Produkt aufbewahren, damit es bei Bedarf immer griffbereit ist.
Wir möchten uns bei Ihnen für den Kauf eines unserer Mercury MerCruiser Produkte
bedanken. Wir sind davon überzeugt, dass Sie Freude daran haben werden!
Mercury MerCruiser
Garantiehinweis
Das von Ihnen gekaufte Produkt wird mit einer Garantie von Mercury Marine geliefert;
die Garantiebedingungen sind im Abschnitt „Garantie" in diesem Handbuch festgelegt.
Die Garantie enthält eine Beschreibung der abgedeckten und ausgeschlossenen
Garantieleistungen, die Laufzeit der Garantie, Empfehlungen zur Geltendmachung
eines Garantieanspruchs, wichtige Ausschlüsse und Beschränkungen sowie andere
relevante Informationen. Lesen Sie sich diese wichtigen Informationen bitte durch.
Die Produkte von Mercury Marine sind so entwickelt und gefertigt, dass sie unseren
hohen Qualitätsstandards und den jeweiligen Industrienormen und -vorschriften
entsprechen sowie bestimmte Abgasvorschriften erfüllen. Bei Mercury Marine wird
jeder Motor betrieben und getestet, bevor er für den Versand verpackt wird, um seine
Betriebsbereitschaft sicherzustellen. Außerdem werden bestimmte Mercury Marine
Produkte in einem kontrollierten und überwachten Umfeld bis zu 10
Motorbetriebsstunden lang getestet, um die Einhaltung der geltenden Normen und
Vorschriften zu gewährleisten und festzuhalten. Alle neuen Mercury Marine Produkte
werden mit der entsprechenden Garantie geliefert, ungeachtet dessen, ob der Motor
an einem der oben beschriebenen Testprogramme beteiligt war oder nicht.
Lesen Sie dieses Handbuch sorgfältig durch.
WICHTIG: Wenn Sie etwas nicht verstehen, lassen Sie sich die Start- und
Betriebsverfahren von Ihrem Händler vorführen.
Hinweis
In diesem Handbuch und auf dem Antriebssystem weisen WARNHINWEISE und
VORSICHTSHINWEISEzusammen mit dem internationalen Symbol für Gefahr !
den Mechaniker bzw. Benutzer auf besondere Anweisungen für bestimmte
Wartungsarbeiten oder Verfahren hin, die bei falscher oder unvorsichtiger Ausführung
gefährlich sein können. Diese Hinweise unbedingt beachten.
Diese Sicherheitshinweise können die angezeigten Gefahren selbstverständlich nicht
vermeiden. Zur Durchführung von Wartungsarbeiten gehört neben der strikten
Einhaltung dieser Hinweise auch gesunder Menschenverstand, um Unfällen
vorzubeugen.

! VORSICHT
VORSICHT — Weist auf eine potenzielle Gefahrensituation hin. Die Nichtbeachtung
kann zu schweren oder tödlichen Verletzungen führen.

! ACHTUNG
ACHTUNG — weist auf eine potenzielle Gefahr hin, die, wenn sie nicht gemieden
wird, zu leichten oder mittelschweren Verletzungen bzw. Sachschäden führen kann.
Dieser Warnhinweis kann auch verwendet werden, um auf unsichere
Betriebspraktiken hinzuweisen.

WICHTIG: Weist auf Informationen oder Anweisungen hin, die für ordnungsgemäße(n)
Betrieb und Wartung notwendig sind.

! VORSICHT
Der Bootsführer (Fahrer) ist für den ordnungsgemäßen und sicheren Betrieb des
Bootes, die an Bord befindliche Ausrüstung und die Sicherheit aller Insassen
verantwortlich. Wir empfehlen dringendst, dass sich der Bootsführer das Betriebs-,
Wartungs- und Garantiehandbuch gut durchliest und sich mit den
Bedienungsanleitungen für den Antrieb und allem Zubehör vertraut macht, bevor das
Boot in Betrieb genommen wird.

! VORSICHT
California Proposition 65 - Warnhinweis
Dem Staat Kalifornien ist bekannt, dass die Abgase dieses Motors Chemikalien
enthalten, die Krebs, Geburtsschäden oder andere Schäden des
Reproduktionssystems verursachen.
INHALTSVERZEICHNIS

Kapitel 1 - Garantie

Übertragung der Garantie.....................................2 Mercury MerCruiser Garantie (Gemeinschaft


Garantieregistrierung USA und Kanada...............2 Unabhängiger Staaten, Naher Osten und
Garantieregistrierung außerhalb der USA und Afrika)...................................................................5
Kanada.................................................................3 3-jährige Garantie gegen Korrosion (weltweit).....7
Mercury, MerCruiser Garantie - Vereinigte Staaten, Garantieleistungen und -ausschlüsse...................9
Kanada und Europa (Nur Produkte mit Allgemeine Garantieausschlüsse.....................9
Benzinmotor)........................................................3

Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Notstoppschalter mit Reißleine...........................12 Doppelruder-Stationenübertragung.............21


Instrumente.........................................................13 Doppelruder-Synchronisation vor einer
System View..................................................13 Stationsübertragung..................................22
Digitale Anzeigen...........................................14 Zero Effort Funktionen.................................22
Analoge Anzeigen..........................................14 Power-Trimm-System.........................................23
Fernschaltungen (Motoren ohne DTS)...............15 Einzelmotor – Trimm/Trailer...........................24
Fernschaltungen..........................................15 Doppelmotor – Trimm/Trailer.........................24
An der Instrumententafel angebracht........15 Überlastungsschutz der Elektrik.........................24
An der Konsole angebracht.......................16 Akustisches Warnsystem....................................27
Fernschaltungen (Motoren mit DTS)..................16 Test des akustischen Warnsystems...............27
Fernschaltungen..........................................16 Engine Guardian Strategy (Motorschutzsystem) 27
Merkmale der Instrumententafel..................17 Warnhornsignale.................................................28
Merkmale der Konsole – Einzelmotor..........18 Emissionsinformationen......................................28
Funktionen der Konsole „Slim Binnacle“ – Informationsplakette zur
Einzelmotor..................................................19 Emissionsbegrenzung.................................28
Ausstattungsmerkmale der Konsole – Verantwortung des Besitzers....................29
Doppelmotor................................................20 Stern-Plakette..............................................29
Doppelmotoren-Synchronisation.................21

Kapitel 3 - Auf dem Wasser

Vorschläge zur Sicherheit beim Bootsfahren......32 Ablassstopfen und Bilgenpumpe.................37


Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftung................34 Allgemeine Anweisungen zum Bootsbetrieb
Gute Belüftung...............................................34 (Modelle mit DTS)...............................................37
Schlechte Belüftung.......................................34 Aussetzen und Bootsbetrieb........................37
Allgemeine Anweisungen zum Bootsbetrieb Betriebstabelle...........................................37
(Modelle ohne DTS)............................................34 Starten und Stoppen des Motors.................38
Aussetzen und Bootsbetrieb........................34 Starten des Motors....................................38
Betriebstabelle...........................................35 Stoppen des Motors..................................39
Starten und Stoppen des Motors.................35 Nur-Gas-Betrieb..........................................39
Starten des Motors....................................35 Anhängertransport.......................................40
Stoppen des Motors..................................36 Betrieb in Temperaturen unter dem
Starten des Motors nach Abstellen mit Gefrierpunkt.................................................40
eingelegtem Gang.......................................36 Ablassstopfen und Bilgenpumpe.................40
Nur-Gas-Betrieb..........................................36 Schutz von Personen im Wasser........................40
Anhängertransport.......................................37 Bei Marschfahrt..............................................40
Betrieb in Temperaturen unter dem Bei still im Wasser liegendem Boot................41
Gefrierpunkt.................................................37

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Betrieb von Hochgeschwindigkeits- und Lastverteilung (Passagiere und Ausrüstung)
Hochleistungsbooten.........................................41 im Boot....................................................... 44
Sicherheit von Passagieren - Ponton- und Bootsboden................................................ 44
Deckboote......................................................... 41 Kavitation....................................................44
Boote mit offenem Vorderdeck..................... 41 Ventilation...................................................45
Boote mit vorne angebrachten, erhöhten Höhenlage und Klima.................................45
Anglersitzen.................................................. 41 Propellerauswahl........................................45
Springen über Wellen und Kielwasser...............42 Erste Schritte.....................................................46
Aufprall auf Unterwasserobjekte........................42 20-stündige Einfahrzeit...............................46
Aufprallschutz des Antriebs.......................... 43 Nach der Einfahrzeit...................................46
Betrieb mit tief liegenden Wassereinlässen in Prüfung nach der ersten Saison.................46
seichten Gewässern..........................................44
Bedingungen, die sich auf den Betrieb
auswirken.......................................................... 44

Kapitel 4 - Technische Daten

Kraftstoffanforderungen.....................................48 Motoröl...............................................................49
Kraftstoffsorte................................................ 48 Motordaten........................................................ 50
Verwendung umformulierter Flüssigkeitsspezifikationen................................50
(sauerstoffangereicherter) Benzinsorten (nur in Z-Antriebe..................................................... 50
den USA)...................................................... 48 Motor.............................................................50
Alkoholhaltiges Benzin..................................48

Kapitel 5 - Wartung

Verantwortungsbereiche des Eigners/ Motoröl-Ablasspumpe.............................. 60


Bootsführers...................................................... 54 Filterwechsel............................................ 60
Verantwortungsbereiche des Händlers............. 54 Servolenkflüssigkeit...........................................61
Wartung.............................................................54 Prüfen........................................................... 61
Do-It-Yourself-Wartungsempfehlungen.............55 Füllen............................................................ 61
Überprüfung.......................................................55 Wechseln...................................................... 61
Wartungsplan - Modelle mit Z-Antrieb...............56 Motorkühlmittel.................................................. 62
Routinewartung.............................................56 Prüfen........................................................... 62
Täglich – Vor dem Start............................56 Füllen............................................................ 63
Täglich – Nach dem Betrieb.....................56 Wechseln...................................................... 63
Wöchentlich..............................................56 Z-Antriebs-Öl..................................................... 63
Alle zwei Monate bzw. 50 Betriebsstunden Prüfen........................................................... 64
................................................................. 56 Füllen............................................................ 64
Wartungsplan................................................56 Wechseln...................................................... 65
Nach den ersten 20 Einfahrstunden.........56 Power-Trimm-Flüssigkeit...................................66
Alle 100 Betriebsstunden bzw. mindestens Prüfen........................................................... 66
einmal im Jahr..........................................56 Füllen............................................................ 67
Alle 200 Betriebsstunden oder alle 3 Jahre Wechseln...................................................... 67
................................................................. 57 Reinigung des Flammschutzes......................... 67
Alle 300 Betriebsstunden oder alle 3 Jahre PCV-Ventil.................................................... 68
................................................................. 57 Wechseln................................................. 68
Alle 5 Jahre.............................................. 57 Wasserabscheidenden Kraftstofffilter
Wartungsprotokoll..............................................57 wechseln............................................................69
Motoröl...............................................................58 GEN II Modelle.............................................. 69
Prüfen........................................................... 58 GEN III Modelle............................................. 70
Füllen............................................................ 58 Schmierung....................................................... 72
Öl- und Filterwechsel.................................... 59 Lenkung......................................................72
Einfaches Motoröl-Ablasssystem.............59 Gaszug.......................................................74

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Schaltzug - Typische Ausführung................75 Bravo Three Propeller - Anbau....................83
Z-Antrieb und Spiegelplatte.........................75 Rippenkeilriemen................................................85
Z-Antrieb - Keilwellenprofil und O-Ringe der Prüfen.............................................................85
Gelenkwelle (Z-Antrieb ausgebaut).............76 Austauschen und/oder Einstellen...................85
Motorkupplung.............................................76 Batterie...............................................................86
Modelle mit Antriebswellenverlängerung.....77 Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit
Propeller.............................................................77 Batterien für Mehrfachmotoren mit
Propeller - Reparatur...................................77 elektronischer Kraftstoffeinspritzung...........87
Alpha Propeller - Abbau..............................77 Spülen des Antriebssystems..............................87
Alpha Propeller - Anbau..............................78 Spülanschlüsse..............................................88
Bravo One Propeller - Abbau......................79 Wassereinlassöffnungen im Z-Antrieb...........88
Bravo One Propeller - Anbau......................79 Alternative Wassereinlässe............................90
Bravo Two Propeller - Abbau......................80 Korrosionsschutz................................................92
Bravo Two Propeller - Anbau......................81 Lackieren des Antriebssystems.....................97
Bravo Three Propeller - Abbau....................82

Kapitel 6 - Lagerung

Winter- oder Langzeitlagerung.........................100 Boot im Wasser.......................................104


Vorbereitung des Antriebssystems auf die Boot aus dem Wasser.............................106
Lagerung...................................................100 Manuelles Zentralablasssystem................108
Vorbereitung von Motor und Boot im Wasser.......................................108
Kraftstoffsystem.......................................101 Boot aus dem Wasser.............................109
Entleeren des Seewassersystems....................101 Manuelles Dreipunkt-Ablasssystem..........110
Identifizierung des Ablasssystems............102 Boot im Wasser.......................................110
Luftbetätigtes Zentralablasssystem.........102 Boot aus dem Wasser.............................112
Manuelles Zentralablasssystem..............102 Mehrpunkt-Ablasssystem (MPD)...............112
Manuelles Dreipunkt-Ablasssystem........103 Entleeren des Z-Antriebs...........................115
Mehrpunkt-Ablasssystem (MPD).............104 Batterielagerung...............................................115
Luftbetätigtes Zentralablasssystem...........104 Wiederinbetriebnahme des Antriebssystems. . .116

Kapitel 7 - Fehlersuche

Diagnose von Problemen des elektronischen Niedriger Motoröldruck.....................................119


Kraftstoffeinspritzsystems.................................118 Batterie lädt nicht..............................................119
Diagnose von Problemen des DTS-Systems. . .118 Fernschaltung ist schwergängig, klemmt, hat zu viel
Motorschutzsystem...........................................118 Spiel oder gibt ungewöhnliche Geräusche von
Starter dreht den Motor nicht oder nur sich...................................................................120
langsam............................................................118 Lenkrad geht schwer oder ruckartig.................120
Motor springt nicht oder nur schwer an............118 Power-Trimm funktioniert nicht (Trimmmotor läuft
Motor läuft unrund, setzt aus oder zündet fehl. 118 nicht).................................................................120
Schlechte Motorleistung...................................119 Power-Trimm funktioniert nicht (Motor läuft, aber
Überhöhte Motortemperatur.............................119 der Z-Antrieb bewegt sich nicht).......................120
Motortemperatur zu niedrig...............................119

Kapitel 8 - Kundendienstinformationen

Serviceunterstützung für Eigner.......................122 Ersatzteil- und Zubehöranfragen.............123


Örtlicher Reparaturdienst.............................122 Im Falle eines Anliegens oder Problems......123
Service unterwegs........................................122 Mercury Marine Serviceniederlassungen.....123
Diebstahl des Antriebssystems....................122 Bestellen von Literatur......................................124
Maßnahmen nach Untertauchen..................122 USA und Kanada.........................................124
Ersatzteile....................................................122 Außerhalb der USA und Kanada..................124

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Kapitel 1 - Garantie

Kapitel 1 - Garantie 1
Inhaltsverzeichnis
Übertragung der Garantie.................................. 2 Mercury MerCruiser Garantie (Gemeinschaft
Garantieregistrierung USA und Kanada............ 2 Unabhängiger Staaten, Naher Osten und Afrika)
Garantieregistrierung außerhalb der USA und ........................................................................... 5
Kanada............................................................... 3 3-jährige Garantie gegen Korrosion (weltweit)
Mercury, MerCruiser Garantie - Vereinigte ........................................................................... 7
Staaten, Kanada und Europa (Nur Produkte mit Garantieleistungen und -ausschlüsse................ 9
Benzinmotor)...................................................... 3 Allgemeine Garantieausschlüsse ................ 9

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Kapitel 1 - Garantie

Übertragung der Garantie


Die Produktgarantie kann auf Zweitkäufer übertragen werden, jedoch nur für die
Restlaufzeit der Garantie. Dies gilt nicht für kommerziell genutzte Produkte.
Um die Garantie auf einen Zweitkäufer zu übertragen, müssen eine Kopie des
Kaufvertrags, Name und Anschrift des neuen Besitzers sowie die Seriennummer des
Motors per Post oder Fax an die Garantieregistrierungsabteilung von Mercury Marine
geleitet werden. In den Vereinigten Staaten und Kanada an folgende Anschrift
schicken:
Mercury Marine
Attn: Warranty Registration Department
W6250 W. Pioneer Road
P.O. Box 1939
Fond du Lac, WI 54936-1939
920-929-5054
Fax 920-929-5893
Nach Bearbeitung der Garantieübertragung sendet Mercury Marine dem neuen
Besitzer eine schriftliche Garantiebestätigung.
Dieser Service ist kostenlos.
Für Produkte, die außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanada gekauft wurden, den
Vertriebshändler in dem jeweiligen Land oder das nächste Marine Power Service
Center kontaktieren.

Garantieregistrierung USA und Kanada


1. Sie können Ihre Anschrift jederzeit ändern, auch beim Einreichen eines
Garantieanspruchs. Hierzu geben Sie bei der Mercury Marine
Garantieregistrierungsabteilung entweder telefonisch, per Post oder Fax folgende
Informationen an: Ihren Namen, die alte und neue Anschrift sowie die
Motorseriennummer. Ihr Händler kann diese Daten ebenfalls aktualisieren.
Mercury Marine
Attn: Warranty Registration Department
W6250 Pioneer Road
P.O. Box 1939
Fond du Lac, WI 54936-1939
920-929-5054
Fax 920-929-5893
HINWEIS: Mercury Marine muss Registrierungslisten und eine Liste aller Händler
führen, die in den USA Bootssportprodukte verkaufen. Diese Informationen sind im
Rahmen des Federal Safety Act (US-Gesetz zur Sicherheit) im Falle eines
Sicherheitsrückrufs erforderlich.
2. Um Garantiedeckung zu erhalten, muss das Produkt bei Mercury Marine registriert
sein. Der Händler muss beim Kaufabschluss die Garantiekarte ausfüllen und diese
unverzüglich per MercNET, E-Mail oder Post bei Mercury Marine einreichen.
Mercury Marine trägt die Informationen sofort nach Erhalt der Garantiekarte in die
Akten ein.
3. Nach Bearbeitung der Garantiekarte sendet Mercury Marine dem Käufer des
Produkts eine schriftliche Garantiebestätigung. Wenn diese
Registrierungsbestätigung nicht innerhalb von 30 Tagen eingegangen ist, wenden
Sie sich bitte umgehend an Ihren Verkaufshändler. Die Garantiedeckung beginnt
erst, wenn Ihr Produkt bei Mercury Marine registriert ist.

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Kapitel 1 - Garantie

Garantieregistrierung außerhalb der USA und Kanada


1. Ihr Verkaufshändler muss die Garantieregistrierkarte vollständig ausfüllen und an
den Vertriebshändler bzw. das Marine Power Service Center senden, das für die
Administration des Programms für Garantieregistrierung/Garantieansprüche in
Ihrer Region verantwortlich ist.
2. Die Garantieregistrierkarte enthält Informationen über Ihren Namen und Ihre
Adresse, die Modell- und Seriennummern des Produkts, das Kaufdatum, die
Verwendungsart und die Codenummer des Vertriebshändler/Händlers sowie
dessen Namen und Adresse. Der Vertriebshändler/Händler bescheinigt zudem,
dass Sie der Erstkäufer und -benutzer des Produkts sind.
3. Eine Kopie der Garantieregistrierkarte, die als „Kopie für den Käufer"
gekennzeichnet ist, MUSS Ihnen unverzüglich ausgehändigt werden, nachdem die
Karte vom Vertriebshändler/Händler vollständig ausgefüllt wurde. Diese Karte ist
Ihre Hersteller-Registrierkarte und muss von Ihnen zur späteren Verwendung
aufbewahrt werden. Im Falle eines Garantieleistungsanspruchs für dieses Produkt
benötigt Ihr Händler evtl. diese Garantieregistrierkarte, um das Kaufdatum zu
bestätigen und die Informationen auf der Karte zur Erstellung der
Garantieantragsformulare zu verwenden.
4. In manchen Ländern erteilt Ihnen das Marine Power Service Center innerhalb von
30 Tagenn nach Erhalt der Herstellerkopie der Garantieregistrierkarte vom
Vertriebshändler/Händler eine permanente (Plastik-) Garantieregistrierkarte. Nach
Erhalt dieser Plastik-Garantieregistrierkarte können Sie die „Kopie für den Käufer",
die Sie beim Kauf des Produkts vom Vertriebshändler/Händler erhalten haben,
vernichten. Fragen Sie beim Vertriebshändler/Händler nach, ob dieses Programm
für die Erteilung einer Plastikkarte auf Sie zutrifft.
WICHTIG: In manchen Ländern ist gesetzlich vorgeschrieben, dass
Registrierungslisten sowohl vom Hersteller als auch vom Händler geführt werden. Es
ist unser Ziel, dass ALLE Produkte beim Hersteller registriert werden, damit Sie im
Bedarfsfall benachrichtigt werden können. Achten Sie darauf, dass Ihr Händler/
Vertriebshändler die Garantieregistrierkarte unverzüglich ausfüllt und die
Herstellerkopie bei dem für Ihre Region zuständigen Marine Power International
Service Center einreicht.
5. Weitere Informationen bzgl. der Garantieregistrierkarte und deren Bedeutung bei
der Bearbeitung eines Garantieanspruchs sind unter „Internationale Garantie" zu
finden.

Mercury, MerCruiser Garantie - Vereinigte Staaten, Kanada und Europa (Nur


Produkte mit Benzinmotor)
DECKUNGSUMFANG: Mercury Marine gewährleistet, dass neue Produkte während
des nachstehend festgelegten Deckungszeitraumes frei von Material- und
Verarbeitungsfehlern sind.

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Kapitel 1 - Garantie

DECKUNGSZEITRAUM: Diese Garantie bietet Freizeitnutzern eine Deckung von zwei


(2) Jahren ab Erstkaufdatum durch den Freizeitnutzer bzw. ab dem Datum der ersten
Inbetriebnahme des Produktes (je nachdem, was zuerst eintrifft). Kommerzielle Nutzer
dieser Produkte erhalten eine Deckung für entweder ein (1) Jahr ab dem Datum des
Erstkaufs oder 500 Betriebsstunden (je nachdem, was zuerst eintrifft). Unter
kommerzieller Nutzung versteht sich eine arbeitsrelevante Nutzung des Produktes
bzw. eine Nutzung, die Umsatz erzeugt, und zwar zu einem beliebigen Zeitpunkt
während der Garantiezeit, auch wenn das Produkt nur gelegentlich für solche Zwecke
genutzt wird. Die Reparatur oder der Austausch von Teilen oder die Durchführung von
Reparaturen unter dieser Garantie geht nicht über den Zeitraum dieser Garantie und
das ursprüngliche Ablaufdatum hinaus. Restgarantiezeit kann bei ordnungsgemäßer
Neuregistrierung des Produktes von einem Freizeitnutzer auf einen Zweitkäufer
übertragen werden, der das Boot ebenfalls für Freizeitzwecke nutzt. Die
Restgarantiezeit kann weder von einem noch an einen Kunden übertragen werden, der
das Produkt für kommerzielle Zwecke nutzt.
BEDINGUNGEN, DIE ERFÜLLT WERDEN MÜSSEN, UM GARANTIEDECKUNG ZU
ERHALTEN: Garantiedeckung wird nur den Endkunden gewährt, die das Produkt von
einem Händler kaufen, der von Mercury Marine zum Vertrieb des Produktes in dem
Land, in dem der Kauf stattfand, autorisiert ist, und auch dann nur, nachdem die von
Mercury Marine festgelegte Inspektion vor Auslieferung durchgeführt und dokumentiert
wurde. Garantiedeckung wird bei ordnungsgemäßer Registrierung des Produkts durch
den Vertragshändler wirksam. Im Betriebs- und Wartungshandbuch angegebene
routinemäßige Wartungsarbeiten müssen rechtzeitig durchgeführt werden, um die
Garantiedeckung aufrechtzuerhalten. Mercury Marine behält sich das Recht vor, eine
zukünftige Garantiedeckung von einem Nachweis ordnungsgemäßer
Wartungsarbeiten abhängig zu machen.
MERCURYS VERANTWORTUNGSBEREICH: Mercurys einzige und ausschließliche
Verpflichtung unter dieser Garantie beschränkt sich - nach eigenem Ermessen - auf
die Reparatur eines defekten Teils, auf den Austausch eines oder mehrerer solcher
Teile durch neue oder von Mercury Marine zertifizierte überholte Teile oder die
Rückerstattung des Kaufpreises des Mercury Produktes. Mercury behält sich das Recht
vor, von Zeit zu Zeit Verbesserungen oder Modifikationen an Produkten vorzunehmen,
ohne dadurch die Verpflichtung einzugehen, vorher hergestellte Produkte zu
modifizieren.
SO ERHALTEN SIE SERVICE UNTER DER GARANTIE: Zur Durchführung von
Servicearbeiten unter der Garantie muss der Kunde Mercury eine angemessene
Gelegenheit zur Reparatur und angemessenen Zugang zum Produkt bieten.
Garantieansprüche können geltend werden, indem das Produkt zur Inspektion zu
einem von Mercury zur Reparatur des Produktes autorisierten Vertragshändler
gebracht wird. Wenn der Käufer das Produkt nicht zu einem solchen Händler bringen
kann, muss Mercury schriftlich benachrichtigt werden. Daraufhin werden wir eine
Inspektion und evtl. Reparaturen unter der Garantie vereinbaren. Der Käufer kommt in
diesem Fall für alle anfallenden Transport- und/oder Anfahrtskosten auf. Wenn der
durchgeführte Service nicht von dieser Garantie gedeckt ist, kommt der Käufer für alle
anfallenden Arbeits- und Materialkosten sowie alle andere für diesen Service
anfallenden Kosten auf. Der Käufer darf das Produkt oder Teile des Produktes nicht
direkt an Mercury schicken, es sei denn, er wird von Mercury dazu aufgefordert. Dem
Händler muss ein Nachweis des registrierten Besitzes vorgelegt werden, wenn
Reparaturen unter der Garantie angefordert werden, damit diese Reparaturen
abgedeckt sind.

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Kapitel 1 - Garantie

VON DER DECKUNG AUSGESCHLOSSEN: Diese Garantie gilt nicht für


Routinewartungen, Einstellungen, Nachstellungen, normalen Verschleiß sowie
Schäden, die auf Folgendes zurückzuführen sind: Missbrauch, zweckfremde Nutzung,
Verwendung eines Propellers oder einer Getriebeübersetzung, mit dem/der der Motor
nicht in seinem empfohlenen Drehzahlbereich laufen kann (siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch), Betrieb des Produkts auf eine Weise, die dem empfohlenen
Betriebs-/Wartungszyklus (siehe Betriebs- und Wartungshandbuch) nicht entspricht,
Vernachlässigung, Unfall, Untertauchen, falsche Installation (korrekte
Installationsdaten und -verfahren sind in den Installationsanleitungen für das Produkt
festgelegt), falsche Wartung, Verwendung eines Zubehörs oder Teils, das nicht von
uns hergestellt oder verkauft wird, und das das Mercury-Produkt beschädigt,
Jetpumpenimpeller und -buchsen, Betrieb mit Kraftstoffen, Ölen oder Schmiermitteln,
die für die Verwendung mit dem Produkt nicht geeignet sind (siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch), Modifizierung oder Ausbau von Teilen oder Eindringen von
Wasser durch das Kraftstoffansaug-, Luftansaug- oder Abgassystem in den Motor oder
Schäden am Produkt, die durch unzureichendes Kühlwasser verursacht wurden,
welches wiederum durch eine Blockierung des Kühlsystems durch einen Fremdkörper,
durch Betrieb des Motors aus dem Wasser, zu hohem Anbringen des Motors an der
Spiegelplatte oder beim Betrieb mit zu weit nach außen getrimmtem Motor verursacht
wird. Gebrauch des Produktes bei Rennen oder anderen Wettbewerben oder Betrieb
mit einem Rennunterteil zu irgendeinem Zeitpunkt, auch durch einen vorherigen
Besitzer des Produktes, macht die Garantie nichtig.
Kosten für Kranen, Aussetzen, Abschleppen, Lagerung, Telefon, Miete,
Unannehmlichkeiten, Anlegeplatz, Versicherungsprämien, Kreditzahlungen,
Zeitverlust, Einkommensverlust oder andere Neben- oder Folgeschäden werden nicht
von dieser Garantie gedeckt. Kosten, die durch den aufgrund des Bootsdesigns
notwendigen Ausbau und/oder Austausch von Bootstrennwänden oder Material, um
Zugang zum Produkt zu erhalten, entstehen, werden von dieser Garantie ebenfalls
nicht abgedeckt.
Keine Person oder Firma, einschließlich Mercury Marine Vertragshändler, hat von
Mercury Marine die Befugnis erhalten, neben den in dieser Garantie beinhalteten
weitere Zusagen, Vorstellungen oder Gewährleistungen bezüglich des Produktes zu
leisten. Falls solche geleistet wurden, können sie bei Mercury Marine nicht
durchgesetzt werden.
AUSSCHLÜSSE UND BESCHRÄNKUNGEN:
DIE STILLSCHWEIGENDEN GEWÄHRLEISTUNGEN DER MARKTGÄNGIGKEIT UND EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN
ZWECK WERDEN AUSDRÜCKLICH AUSGESCHLOSSEN. FALLS DIESE NICHT AUSGESCHLOSSEN WERDEN KÖNNEN,
BESCHRÄNKEN SICH DIE STILLSCHWEIGENDEN GEWÄHRLEISTUNGEN AUF DIE DAUER DER AUSDRÜCKLICHEN
GARANTIE. NEBEN- UND FOLGESCHÄDEN WERDEN VON EINER DECKUNG UNTER DIESER GARANTIE AUSGESCHLOSSEN.
IN EINIGEN STAATEN/LÄNDERN SIND DIE OBEN AUFGEFÜHRTEN AUSSCHLÜSSE UND BESCHRÄNKUNGEN NICHT
ZULÄSSIG, DAHER TREFFEN SIE NICHT UNBEDINGT AUF SIE ZU. DIESE GARANTIE VERLEIHT IHNEN BESTIMMTE RECHTE,
UND SIE VERFÜGEN U.U. ÜBER WEITERE RECHTE, DIE VON STAAT ZU STAAT UND LAND ZU LAND UNTERSCHIEDLICH
SEIN KÖNNEN.

Mercury MerCruiser Garantie (Gemeinschaft Unabhängiger Staaten, Naher Osten


und Afrika)
DECKUNGSUMFANG: Mercury Marine gewährleistet, dass seine Produkte während
des nachstehend festgelegten Deckungszeitraumes frei von Material- und
Verarbeitungsfehlern sind.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 5


Kapitel 1 - Garantie

DECKUNGSZEITRAUM: Diese Garantie bietet Freizeitnutzern eine Deckung von


einem (1) Jahr ab Erstkaufdatum durch den Freizeitnutzer bzw. ab dem Datum der
ersten Inbetriebnahme des Produktes (je nachdem, was zuerst eintrifft). Kommerzielle
Nutzer dieser Produkte erhalten eine Deckung für entweder ein (1) Jahr ab
Erstkaufdatum oder 500 Betriebsstunden (je nachdem, was zuerst eintrifft). Unter
kommerzieller Nutzung versteht sich eine arbeitsrelevante Nutzung des Produktes
bzw. eine Nutzung, die Umsatz erzeugt, und zwar zu einem beliebigen Zeitpunkt
während der Garantiezeit, auch wenn das Produkt nur gelegentlich für solche Zwecke
genutzt wird. Die Reparatur oder der Austausch von Teilen oder die Durchführung von
Reparaturen unter dieser Garantie geht nicht über den Zeitraum dieser Garantie und
das ursprüngliche Ablaufdatum hinaus. Restgarantiezeit kann bei ordnungsgemäßer
Neuregistrierung des Produktes von einem Freizeitnutzer auf einen Zweitkäufer
übertragen werden, der das Boot ebenfalls für Freizeitzwecke nutzt. Die
Restgarantiezeit kann weder von einem noch an einen Kunden übertragen werden, der
das Produkt für kommerzielle Zwecke nutzt.
BEDINGUNGEN, DIE ERFÜLLT WERDEN MÜSSEN, UM GARANTIEDECKUNG ZU
ERHALTEN: Garantiedeckung wird nur den Endkunden gewährt, die das Produkt von
einem Händler kaufen, der von Mercury Marine zum Vertrieb des Produktes in dem
Land, in dem der Kauf stattfand, autorisiert ist, und auch dann nur, nachdem die von
Mercury Marine festgelegte Inspektion vor Auslieferung durchgeführt und dokumentiert
wurde. Garantiedeckung wird bei ordnungsgemäßer Registrierung des Produkts durch
den Vertragshändler wirksam. Im Betriebs- und Wartungshandbuch angegebene
routinemäßige Wartungsarbeiten müssen rechtzeitig durchgeführt werden, um die
Garantiedeckung zu erhalten. Mercury Marine behält sich das Recht vor, eine
Garantiedeckung vom Nachweis ordnungsgemäßer Wartung abhängig zu machen.
MERCURYS VERANTWORTUNGSBEREICH: Mercurys einzige und ausschließliche
Verpflichtung unter dieser Garantie beschränkt sich - nach eigenem Ermessen - auf
die Reparatur eines defekten Teils, auf den Austausch eines oder mehrerer solcher
Teile durch neue oder von Mercury Marine zertifizierte überholte Teile oder die
Rückerstattung des Kaufpreises des Mercury Produktes. Mercury behält sich das Recht
vor, von Zeit zu Zeit Verbesserungen oder Modifikationen an Produkten vorzunehmen,
ohne dadurch die Verpflichtung einzugehen, vorher hergestellte Produkte zu
modifizieren.
SO ERHALTEN SIE SERVICE UNTER DER GARANTIE: Zur Durchführung von
Servicearbeiten unter der Garantie muss der Kunde Mercury eine angemessene
Gelegenheit zur Reparatur und angemessenen Zugang zum Produkt bieten.
Garantieansprüche können geltend werden, indem das Produkt zur Inspektion zu
einem von Mercury zur Reparatur des Produktes autorisierten Vertragshändler
gebracht wird. Wenn der Käufer das Produkt nicht zu einem solchen Händler bringen
kann, muss Mercury schriftlich benachrichtigt werden. Daraufhin werden wir eine
Inspektion und evtl. Reparaturen unter der Garantie vereinbaren. Der Käufer kommt in
diesem Fall für alle anfallenden Transport- und/oder Anfahrtskosten auf. Wenn der
durchgeführte Service nicht von dieser Garantie gedeckt ist, kommt der Käufer für alle
anfallenden Arbeits- und Materialkosten sowie alle andere für diesen Service
anfallenden Kosten auf. Der Käufer darf das Produkt oder Teile des Produktes nicht
direkt an Mercury schicken, es sei denn, er wird von Mercury dazu aufgefordert. Dem
Händler muss ein Nachweis des registrierten Besitzes vorgelegt werden, wenn
Reparaturen unter der Garantie angefordert werden, damit diese Reparaturen
abgedeckt sind.

Seite 6 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 1 - Garantie

VON DER DECKUNG AUSGESCHLOSSEN: Diese Garantie gilt nicht für


Routinewartungen, Einstellungen, Nachstellungen, normalen Verschleiß sowie
Schäden, die auf folgendes zurückzuführen sind: Missbrauch, zweckfremde Nutzung,
Verwendung eines Propellers oder einer Getriebeübersetzung, mit dem/der der Motor
nicht in seinem empfohlenen Drehzahlbereich fahren kann (siehe Betriebs- und
Wartungshandbuch), Betrieb des Produkts auf eine Weise, die dem empfohlenen
Betriebs-/Wartungszyklus (siehe Betriebs- und Wartungshandbuch) nicht entspricht,
Vernachlässigung, Unfall, Untertauchen, falsche Installation (korrekte
Installationsdaten und -verfahren sind in den Installationsanleitungen für das Produkt
festgelegt), falsche Wartung, Verwendung eines Zubehörs oder Teils, das nicht von
uns hergestellt oder verkauft wird, Jetpumpenimpeller und -buchsen, Betrieb mit
Kraftstoffen, Ölen oder Schmiermitteln, die für die Verwendung mit dem Produkt nicht
geeignet sind (siehe Betriebs- und Wartungshandbuch), Modifizierung oder Ausbau
von Teilen oder Eindringen von Wasser durch das Kraftstoffansaug-, Luftansaug- oder
Abgassystem in den Motor oder Schäden am Produkt, die durch unzureichendes
Kühlwasser verursacht wurden, welches wiederum auf eine Blockierung des
Kühlsystems durch einen Fremdkörper, durch Betrieb des Motors aus dem Wasser, zu
hohem Anbringen des Motors an der Spiegelplatte oder beim Betrieb zu weit nach
außen getrimmtem Motor verursacht wird.
Gebrauch des Produktes bei Rennen oder anderen Wettbewerben oder Betrieb mit
einem Rennunterteil zu irgendeinem Zeitpunkt, auch durch einen vorherigen Besitzer
des Produktes, macht die Garantie nichtig.
Kosten für Kranen, Aussetzen, Abschleppen, Lagerung, Telefon, Miete,
Unannehmlichkeiten, Anlegeplatz, Versicherungsprämien, Kreditzahlungen,
Zeitverlust, Einkommensverlust oder andere Neben- oder Folgeschäden werden nicht
von dieser Garantie gedeckt. Kosten, die durch den aufgrund des Bootsdesigns
notwendigen Ausbau und/oder Austausch von Bootstrennwänden oder Material, um
Zugang zum Produkt zu erhalten, entstehen, werden von dieser Garantie ebenfalls
nicht abgedeckt.
Keine Person oder Firma, einschließlich Mercury Marine Vertragshändler, hat von
Mercury Marine die Befugnis erhalten, neben den in dieser Garantie beinhalteten
weitere Zusagen, Vorstellungen oder Gewährleistungen bezüglich des Produktes zu
leisten. Falls solche geleistet wurden, können sie bei Mercury Marine nicht
durchgesetzt werden.
AUSSCHLÜSSE UND BESCHRÄNKUNGEN:
DIE STILLSCHWEIGENDEN GEWÄHRLEISTUNGEN DER MARKTGÄNGIGKEIT UND EIGNUNG FÜR EINEN BESTIMMTEN
ZWECK WERDEN AUSDRÜCKLICH AUSGESCHLOSSEN. FALLS DIESE NICHT AUSGESCHLOSSEN WERDEN KÖNNEN,
BESCHRÄNKEN SICH DIE STILLSCHWEIGENDEN GEWÄHRLEISTUNGEN AUF DIE DAUER DER AUSDRÜCKLICHEN
GARANTIE. NEBEN- UND FOLGESCHÄDEN WERDEN VON EINER DECKUNG UNTER DIESER GARANTIE AUSGESCHLOSSEN.
IN EINIGEN STAATEN/LÄNDERN SIND DIE OBEN AUFGEFÜHRTEN AUSSCHLÜSSE UND BESCHRÄNKUNGEN NICHT
ZULÄSSIG, DAHER TREFFEN SIE NICHT UNBEDINGT AUF SIE ZU. DIESE GARANTIE VERLEIHT IHNEN BESTIMMTE RECHTE,
UND SIE VERFÜGEN U.U. ÜBER WEITERE RECHTE, DIE VON STAAT ZU STAAT UND LAND ZU LAND UNTERSCHIEDLICH
SEIN KÖNNEN.

3-jährige Garantie gegen Korrosion (weltweit)


DECKUNGSUMFANG: Mercury Marine garantiert, dass alle neuen Mercury, Mariner,
Mercury Racing, Sport Jet, M2 Jet Drive, Tracker by Mercury Marine Outboard,
MerCruiser Innenborder oder Z-Antriebe („Produkt") während des nachfolgend
festgelegten Deckungszeitraumes nicht als direkte Folge von Korrosion
betriebsunfähig werden.
DECKUNGSZEITRAUM: Diese Garantie bietet Freizeitnutzern eine Deckung von drei
(3) Jahren ab Erstkaufdatum bzw. ab dem Datum der ersten Inbetriebnahme des
Produktes (je nachdem, was zuerst eintrifft). Die Reparatur oder der Austausch von
Teilen oder die Durchführung von Reparaturen unter dieser Garantie geht nicht über
den Zeitraum dieser Garantie und das ursprüngliche Ablaufdatum hinaus.
Restgarantiezeit kann bei ordnungsgemäßer Neuregistrierung des Produktes auf einen
Zweitkäufer (für nicht-kommerzielle Nutzung) übertragen werden.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 7


Kapitel 1 - Garantie

BEDINGUNGEN, DIE ERFÜLLT WERDEN MÜSSEN, UM GARANTIEDECKUNG ZU


ERHALTEN: Garantiedeckung wird nur den Endkunden gewährt, die das Produkt von
einem Händler kaufen, der von Mercury Marine zum Vertrieb des Produktes in dem
Land, in dem der Kauf stattfand, autorisiert ist, und auch dann nur, nachdem die von
Mercury Marine festgelegte Inspektion vor Auslieferung durchgeführt und dokumentiert
wurde. Garantiedeckung wird bei ordnungsgemäßer Registrierung des Produkts durch
den Vertragshändler wirksam. Am Boot müssen Korrosionsschutzvorrichtungen (siehe
Betriebs- und Wartungsanleitung) angebracht sein und die in der Betriebs- und
Wartungsanleitung angegebenen routinemäßigen Wartungsarbeiten müssen
regelmäßig durchgeführt werden (einschließlich, aber nicht beschränkt auf das
Austauschen der Opferanoden, die Verwendung angegebener Schmiermittel und das
Ausbessern von Kratzern und Kerben), um die Garantiedeckung zu erhalten. Mercury
Marine behält sich das Recht vor, eine Garantiedeckung vom Nachweis
ordnungsgemäßer Wartung abhängig zu machen.
MERCURYS VERANTWORTUNGSBEREICH: Mercurys einzige und ausschließliche
Verpflichtung unter dieser Garantie beschränkt sich - nach eigenem Ermessen - auf
die Reparatur eines korrodierten Teils, den Austausch eines oder mehrere solcher Teile
durch neue oder von Mercury Marine zertifizierte überholte Teile oder die
Rückerstattung des Kaufpreises des Mercury Produktes. Mercury behält sich das Recht
vor, von Zeit zu Zeit Verbesserungen oder Modifikationen an Produkten vorzunehmen,
ohne dadurch die Verpflichtung einzugehen, vorher hergestellte Produkte zu
modifizieren.
SO ERHALTEN SIE SERVICE UNTER DER GARANTIE: Zur Durchführung von
Servicearbeiten unter der Garantie muss der Kunde Mercury eine angemessene
Gelegenheit zur Reparatur und angemessenen Zugang zum Produkt bieten.
Garantieansprüche können geltend werden, indem das Produkt zur Inspektion zu
einem von Mercury zur Reparatur des Produktes autorisierten Vertragshändler
gebracht wird. Wenn der Käufer das Produkt nicht zu einem solchen Händler bringen
kann, muss Mercury schriftlich benachrichtigt werden. Daraufhin werden wir eine
Inspektion und evtl. Reparaturen unter der Garantie vereinbaren. Der Käufer kommt in
diesem Fall für alle anfallenden Transport- und/oder Anfahrtskosten auf. Wenn der
durchgeführte Service nicht von dieser Garantie gedeckt ist, kommt der Käufer für alle
anfallenden Arbeits- und Materialkosten sowie alle andere für diesen Service
anfallenden Kosten auf. Der Käufer darf das Produkt oder Teile des Produktes nicht
direkt an Mercury schicken, es sei denn, er wird von Mercury dazu aufgefordert. Dem
Händler muss ein Nachweis des registrierten Besitzes vorgelegt werden, wenn
Reparaturen unter der Garantie angefordert werden, damit diese Reparaturen
abgedeckt sind.
VON DER DECKUNG AUSGESCHLOSSEN: Diese beschränkte Garantie deckt
Folgendes nicht ab: Korrosion der Elektrik, aus Schäden resultierende Korrosion,
Korrosion, die rein kosmetische Schäden verursacht, Missbrauch oder unsachgemäße
Wartung, Korrosion an Zubehör, Instrumenten, Steuersystemen, Korrosion an
werkseitig installiertem Jetantrieb, Schäden durch Bewuchs, Produkte, die mit einer
Produktgarantie von weniger als einem Jahr verkauft wurden, Ersatzteile (vom Kunden
gekaufte Teile) und kommerziell genutzte Produkte. Unter kommerzieller Nutzung
versteht sich eine arbeitsrelevante Nutzung des Produktes bzw. eine Nutzung, die
Umsatz erzeugt, und zwar zu einem beliebigen Zeitpunkt während der Garantiezeit,
auch wenn das Produkt nur gelegentlich für solche Zwecke genutzt wird.

Seite 8 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 1 - Garantie

Garantieleistungen und -ausschlüsse


In diesem Abschnitt sollen einige Missverständnisse über die Garantiedeckung aus
dem Weg geräumt werden. Es werden einige der Leistungen beschrieben, die nicht
von der Garantie abgedeckt sind. Die hierin festgelegten Bestimmungen wurden durch
Verweis in die Dreijährige Garantie gegen Durchrosten, die Internationale
Außenbordergarantie und die Eingeschränkte Garantie auf Außenborder der
Vereinigten Staaten und Kanada einbezogen.
Die Garantie deckt Reparaturen ab, die während der Garantiedauer anfallen und auf
Material- oder Verarbeitungsfehler zurückzuführen sind. Installationsfehler, Unfälle,
normaler Verschleiß und andere Ursachen, die sich auf das Produkt auswirken, sind
nicht abgedeckt.
Garantieansprüche sind auf Material oder Verarbeitung beschränkt, jedoch nur dann,
wenn der Verkauf in der Land stattfand, in dem der Vetrieb von uns genehmigt ist.
Bei Fragen bezüglich der Garantiedeckung kann der Vertragshändler Auskunft geben.
Er beantwortet gerne alle Fragen.
Allgemeine Garantieausschlüsse
1. Kleine Ein- und Nachstellungen, einschließlich Prüfung, Reinigung, Austausch oder
Einstellung von Zündkerzen, Zündungsteilen, Vergasern, Filtern, Riemen,
Steuerungen und Prüfung von Schmiermitteln bei normalen Wartungsarbeiten.
2. Werksseitig installierte Jetantriebe - Die folgenden sind speziell von der Garantie
ausgeschlossene Teile: Jetantriebsimpeller und Jetantriebsverkleidung, die durch
Aufprall oder Verschleiß beschädigt wurden und Wasserschaden an den
Antriebswellenlagern aufgrund unsachgemäßer Wartung.
3. Durch Vernachlässigung, unterlassene Wartung, Unfall, nicht ordnungsgemäßen
Betrieb, unsachgemäße Installation oder unsachgemäßen Service entstandene
Schäden.
4. Kosten für Kranen oder Abschleppen; Kosten, die durch einen aufgrund des
Bootsdesigns zum Zugang auf das Produkt erforderlichen notwendigen Ausbau
und/oder Austausch von Bootstrennwänden oder Material entstehen, alle
anfallenden Transportkosten und/oder Anfahrtszeiten usw. Angemessener Zugang
zum Produkt muss gewährleistet sein, um Reparaturen unter der Garantie
durchführen zu können. Der Kunde muss das Produkt an einen Vertragshändler
liefern.
5. Vom Kunden geforderter Service, der über die Verpflichtungen unter der Garantie
hinausgeht.
6. Arbeiten, die nicht von einem Vertagshändler durchgeführt wurden, sind eventuell
nur unter folgenden Umständen von der Garantie abgedeckt: Notreparaturen (unter
der Voraussetzung, dass sich kein Vertragshändler in der Gegend befand, der die
erforderliche Reparatur durchführen konnte oder der keine Möglichkeiten zur
Bergung etc. hat und eine vorherige Genehmigung vom Werk eingeholt wurde,
dass die Arbeit in der Werkstatt durchgeführt werden darf).
7. Alle Neben- und/oder Folgeschäden (Lagerkosten, Telefon- oder Mietgebühren
jeder Art, Unannehmlichkeiten oder Zeit- oder Einkommensverlust) fallen zu Lasten
des Besitzers.
8. Verwendung anderer als Mercury Precision oder Quicksilver Teile bei der
Durchführung von Reparaturen im Rahmen der Garantie.
9. Öle, Schmiermittel oder Flüssigkeiten, die zur normalen Wartung verwendet
werden, fallen zu Lasten des Kunden, es sei denn ein Auslaufen oder
Verschmutzen derselben ist auf einen Produktdefekt hinzuführen, der von der
Garantie abgedeckt wird.
10. Teilnahme an oder Vorbereitung auf Rennen oder andere Wettbewerbe oder
Betrieb mit einem Rennunterteil.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 9


Kapitel 1 - Garantie

11. Motorgeräusch deutet nicht unbedingt auf ein ernstes Motorproblem hin. Wenn die
Diagnose einen schweren internen Motorzustand ergibt, der einen Defekt
verursachen könnte, muss die Ursache für das Motorgeräusch im Rahmen der
Garantie behoben werden.
12. Schäden am Unterteil oder Propeller, die durch den Aufprall auf ein
Unterwasserobjekt entstanden sind, gelten als Seefahrtsrisiko.
13. Eindringen von Wasser durch das Kraftstoffeinlass-, Lufteinlass- oder
Abgassystem in den Motor.
14. Ausfall von Teilen durch mangelnde Kühlung, welche wiederum durch das Starten
eines nicht in Wasser befindlichen Motors, Fremdkörper, die die Einlassöffnungen
verstopfen, einen zu hoch angebrachten oder zu weit hochgetrimmten Motor
verursacht wird.
15. Verwendung von Kraftstoffen und Schmiermitteln, die nicht für dieses Produkt
geeignet sind. Siehe Kapitel „Wartung".
16. Unsere Garantie deckt keine Schäden an unseren Produkten, die durch die
Installation oder Verwendung von Teilen und Zubehör entstanden sind, welche
nicht von uns hergestellt oder verkauft werden. Ausfälle, die nicht aufgrund der
Verwendung solcher Teile oder Zubehörteile entstanden sind, werden von der
Garantie gedeckt, wenn sie in anderer Hinsicht die Garantiebedingungen für dieses
Produkt erfüllen.

Seite 10 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen


sollten
Inhaltsverzeichnis 2
Notstoppschalter mit Reißleine........................ 12 Doppelruder-Stationenübertragung............21
Instrumente...................................................... 13 Doppelruder-Synchronisation vor einer
System View .............................................. 13 Stationsübertragung ............................ 22
Digitale Anzeigen ....................................... 14 Zero Effort Funktionen................................22
Analoge Anzeigen ..................................... 14 Power-Trimm-System...................................... 23
Fernschaltungen (Motoren ohne DTS)............ 15 Einzelmotor – Trimm/Trailer ...................... 24
Fernschaltungen.........................................15 Doppelmotor – Trimm/Trailer ..................... 24
An der Instrumententafel Überlastungsschutz der Elektrik...................... 24
angebracht ........................................... 15 Akustisches Warnsystem................................. 27
An der Konsole angebracht ................. 16 Test des akustischen Warnsystems .......... 27
Fernschaltungen (Motoren mit DTS)................ 16 Engine Guardian Strategy (Motorschutzsystem)
Fernschaltungen.........................................16 ......................................................................... 27
Merkmale der Instrumententafel.................17 Warnhornsignale.............................................. 28
Merkmale der Konsole – Einzelmotor.........18 Emissionsinformationen................................... 28
Funktionen der Konsole „Slim Binnacle“ – Informationsplakette zur
Einzelmotor................................................19 Emissionsbegrenzung................................28
Ausstattungsmerkmale der Konsole – Verantwortung des Besitzers ............... 29
Doppelmotor...............................................20 Stern-Plakette.............................................29
Doppelmotoren-Synchronisation................21

90-864195E60 MAI 2006 Seite 11


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Notstoppschalter mit Reißleine


Der Notstoppschalter mit Reißleine stellt den Motor ab, wenn sich der Bootsführer von
seiner Position entfernt (wie z.B. bei einem Sturz).

RUN a
b

74608
a - Stoppschalter c - Am Bootsführer befestigt
b - Reißleine

Stürze (auch über Bord) geschehen am häufigsten in:


• Sportbooten mit niedrigem Freibord
• Bass-Booten
• Hochleistungsbooten
Stürze können auch durch folgende Fehlverhalten verursacht werden:
• Schlechtes Fahrverhalten
• Sitzen auf dem Sitzrücken oder Schandeck bei Gleitfahrt
• Stehen bei Gleitfahrt
• Gleitfahrt in flachen oder hindernisreichen Gewässern
• Loslassen eines einseitig ziehenden Lenkrads
• Alkohol- oder Drogenkonsum
• Bootsmanöver bei hoher Geschwindigkeit
Die Reißleine ist im ausgedehnten Zustand zwischen 122 und 152 cm (4 und 5 ft) lang
und verfügt am einen Ende über ein Element, das auf den Schalter gesteckt wird, und
am anderen Ende über einen Schnappverschluss, der am Bootsführer befestigt wird.
Die Reißleine ist gewunden, damit sie im Ruhezustand so kurz wie möglich ist und sich
nicht leicht in umliegenden Objekten verfängt. Sie dehnt sich, um die
Wahrscheinlichkeit eines unbeabsichtigten Auslösens zu vermeiden, falls der
Bootsführer sich etwas von seiner Position entfernt. Wird eine kürzere Reißleine
erwünscht, kann sie um das Handgelenk oder das Bein des Bootsführers gewickelt
oder mit einem Knoten versehen werden.
Bei Aktivierung des Notstoppschalters wird der Motor sofort abgestellt. Das Boot wird
allerdings je nach Geschwindigkeit und Wendungsgrad noch ein Stück weitergleiten.
Es wird jedoch keinen vollen Kreis mehr ausführen. Während das Boot weitergleitet,
kann es Personen, die sich im Weg des Boots befinden, genauso schwere
Verletzungen zufügen als stünde es noch unter Motorantrieb.
Wir empfehlen dringendst, dass andere Bootsinsassen mit den korrekten Start- und
Betriebsverfahren vertraut gemacht werden, damit sie das Boot in einem Notfall
betreiben können (falls der Bootsführer beispielsweise unbeabsichtigt aus dem Boot
geschleudert wird).

! VORSICHT
Bei einem Sturz über Bord Kontakt mit dem Bootsrumpf und Propeller meiden, um
schwere oder tödliche Verletzungen zu verhindern. Stets beide Enden der Reißleine
korrekt befestigen.

Der Schalter kann während der normalen Fahrt auch unbeabsichtigt ausgelöst werden.
Dadurch können sich die folgenden gefährlichen Situationen ergeben:

Seite 12 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

• Insassen können aufgrund des unerwarteten Verlusts des Vorwärtsdralls nach


vorne geschleudert werden. Dieses Risiko ist besonders hoch für Personen, die
sich vorne im Boot befinden und die über den Bug aus dem Boot geschleudert und
von Antriebs- oder Lenkungskomponenten getroffen werden.
• Verlust des Antriebs und der Lenkbarkeit bei schwerem Seegang, starker Strömung
oder starkem Wind.
• Verlust der Kontrolle beim Andocken.

! VORSICHT
Plötzlicher Geschwindigkeitsabfall durch Aktivierung des Notstoppschalters ist zu
vermeiden, um Bootsschäden und schwere oder tödliche Verletzungen zu
verhindern. Die Bootsführerstation niemals bei laufendem Motor und eingelegtem
Gang verlassen.

Instrumente
System View

Smart Craft SELECT

System View

HOME

5650

Das Antriebssystem ist ggf. an die Mercury SC5000 SmartCraft System View Anzeige
angeschlossen. System View überwacht und meldet Informationen von grundlegenden
Betriebsdaten bis hin zu Alarmdaten des Motors.
Das SC5000 System View ist ein umfassendes Informationszentrum für Ihr Boot. Es
bietet dem Bootsführer eine Fülle von kritischen Betriebsinformationen, die
übersichtlich und in Echtzeit auf einem LCD-Display am Ruderstand angezeigt werden.
Das System View überwacht und sammelt Informationen von grundlegenden
Betriebsdaten bis zu detaillierten Bootsumfeld-Informationen auf kontinuierlicher Basis.
System View zeigt Wassertemperatur und -tiefe, Trimmstatus des Motors,
Bootsgeschwindigkeit, Lenkungswinkel und Systemdiagnosefunktionen an und
erinnert an die vorbeugende Systemwartung. System View kann außerdem vollständig
in das GPS-System des Boots integriert werden (bei entsprechender Ausstattung), um
aktuelle Lage-, Kurs-, Geschwindigkeits- und zielbasierte Kraftstoffinformationen zu
liefern.
Wenn ein Problem im Motor oder System erkannt wird, macht System View den
Bootsführer auf das potenzielle Problem aufmerksam, indem die Alarmmeldungen im
Informationsfenster am unteren Bildschirmrand angezeigt werden.
Wenn das Problem zu unmittelbaren Motorschäden führen kann, wird die Motorleistung
durch das Motorschutzsystem begrenzt. Das Gas dann sofort auf Leerlaufdrehzahl
zurücknehmen. Die nähere Erläuterung des Problems und die richtigen
Abhilfemaßnahmen der Betriebsanleitung des System View entnehmen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 13


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Digitale Anzeigen
Für diesen Motor ist ein Mercury SmartCraft Instrumentenpaket erhältlich. Das
Instrumentenpaket zeigt unter anderem die folgenden Funktionen an: Motordrehzahl,
Kühlmitteltemperatur, Öldruck, Batteriespannung, Kraftstoffverbrauch und
Motorbetriebsstunden.
Das SmartCraft Instrumentenpaket hilft ebenfalls bei der Motorschutzsystem-
Diagnose. Das SmartCraft Instrumentenpaket zeigt kritische Motoralarmdaten und
potentielle Probleme an.
Die überwachten Funktionen und die allgemeine Bedienung des SmartCraft
Instrumentenpakets dem beiliegenden Handbuch entnehmen.
Analoge Anzeigen
Es folgt eine kurze Erläuterung der Instrumente, die in den meisten Booten zu finden
sind. Der Besitzer/Bootsführer sollte mit allen Instrumenten und deren Funktionen
vertraut sein. Aufgrund der großen Unterschiede bei Instrumenten und Herstellern
sollten Sie sich die jeweiligen Anzeigen und normalen Anzeigewerte für Ihr Boot von
Ihrem Bootshändler erklären lassen.

50 60 4
3 5
90
80 100
40 70 110 70 2 6
60
50 120 C H
30 40
L H 10 16
30 1 7
KPH
20
80 X 1000
10 0 8 BATT TEMP
MPH RPM OIL

a b c d e

0
4
4
4
0 0 0 0 0
CRUISELOG
FUEL
TRIM

f g h i j 14671
a- Tachometer f- Kraftstoffanzeige
b- Drehzahlmesser g- Betriebsstundenzähler
c- Öldruckanzeige h- Bilgengebläseschalter
d- Voltmeter i- Zündschalter
e- Wassertemperaturanzeige j- Power-Trimm-Anzeige

Tachometer: Zeigt die Bootsgeschwindigkeit an.


Drehzahlmesser: Zeigt die Motordrehzahl an.
Öldruckanzeige: Zeigt den Motoröldruck an.
Voltmeter: Zeigt die Batteriespannung an.
Wassertemperaturanzeige: Zeigt die Betriebstemperatur des Motors an.
Kraftstoffanzeige: Zeigt die Kraftstoffmenge im Tank an.
Betriebsstundenzähler: Zeichnet Motorbetriebsstunden auf.
Bilgengebläseschalter: Betreibt das Bilgengebläse.
Zündschalter: Zum Starten und Stoppen des Motors.
Power-Trimm-Anzeige: Zeigt den Winkel des Z-Antriebs an (Trimmen nach außen/
oben und innen/unten).

Seite 14 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Fernschaltungen (Motoren ohne DTS)


Fernschaltungen
Ihr Boot kann mit einer Fernschaltung von Mercury Precision Parts oder Quicksilver
ausgestattet sein. Es sind u.U. nicht alle aufgeführten Funktionen der Fernschaltungen
vorhanden. Fragen Sie Ihren Händler nach einer Beschreibung und/oder Vorführung
Ihrer Fernschaltung.
AN DER INSTRUMENTENTAFEL ANGEBRACHT

a e

c
d

mc77019-1

a - Neutralsperrknopf d - Fernschalthebel-Spannungsschraube
b - „Nur Gas"-Knopf e - Fernschalthebel
c - Notstoppschalter f - Trimm-/Kippknopf

Neutralsperrknopf - Verhindert unbeabsichtigtes Schalten und Gas geben. Der


Neutralsperrknopf muss eingedrückt werden, um den Fernschalthebel aus der
Neutralstellung ziehen zu können.
Nur-Gas-Knopf - Ermöglicht das Vorschieben des Gashebels ohne Einlegen des
Ganges. Hierzu wird der Schaltmechanismus vom Fernschalthebel getrennt. Der „Nur
Gas"-Knopf kann nur dann gedrückt werden, wenn der Fernschalthebel auf Neutral
steht. Außerdem sollte er nur verwendet werden, um das Starten des Motors zu
unterstützen.
Notstoppschalter mit Reißleine - Schaltet die Zündung aus, wenn sich der (mit der
Reißleine verbundene) Bootsführer weit genug von seiner Position entfernt, um den
Schalter auszulösen. Siehe Notstoppschalter mit Reißleine bzgl. Informationen über
die Verwendung dieses Schalters.
Fernschalthebel - Gas und Schaltung werden durch die Bewegung des
Fernschalthebels gesteuert. Den Fernschalthebel aus Neutral zügig nach vorne in die
erste Rastposition schieben, um den Vorwärtsgang einzulegen. Den Hebel weiter
vorschieben, um die Drehzahl zu erhöhen. Den Fernschalthebel aus Neutral zügig nach
hinten in die erste Rastposition ziehen, um den Rückwärtsgang einzulegen, und weiter
nach hinten ziehen, um die Drehzahl zu erhöhen.
Fernschalthebel-Spannungsschraube (nicht sichtbar) - Mit dieser Schraube wird das
zum Verstellen des Fernschalthebels erforderliche Reibmoment eingestellt. Das
Einstellungsverfahren den der Fernschaltung beiliegenden Anweisungen entnehmen.
Trimm-/Kippknopf - Siehe Power-Trimm-System.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 15


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten
AN DER KONSOLE ANGEBRACHT

b
b
d c

a d
a c mc79503-1

a - Nur-Gas-Knopf c - Power-Trimm-Schalter
b - Fernschalthebel d - Trailer-Schalter

Nur-Gas-Knopf - Ermöglicht das Vorschieben des Gashebels ohne Einlegen des


Ganges. Hierzu wird der Schaltmechanismus vom Fernschalthebel getrennt. Der Nur-
Gas-Knopf kann nur gedrückt werden, wenn die Fernschaltung auf Neutral steht.
Fernschalthebel - Gas und Schaltung werden durch die Bewegung des
Fernschalthebels gesteuert. Den Fernschalthebel aus Neutral zügig nach vorne in die
erste Rastposition schieben, um den Vorwärtsgang einzulegen, und weiter nach vorne
schieben, um die Drehzahl zu erhöhen. Den Fernschalthebel aus Neutral zügig nach
hinten in die erste Rastposition ziehen, um den Rückwärtsgang einzulegen, und weiter
nach hinten ziehen, um die Drehzahl zu erhöhen.
Fernschalthebel-Spannungsschraube (nicht sichtbar) - Mit dieser Schraube wird das
zum Verstellen des Fernschalthebels erforderliche Reibmoment eingestellt. Das
Einstellungsverfahren den der Fernschaltung beiliegenden Anweisungen entnehmen.
Power-Trimm-Schalter - Siehe Power-Trimm-System bzgl. detaillierter
Betriebsverfahren des Power-Trimm-Systems.
Trailer-Schalter - Zum Anheben des Antriebs für Anhängertransport, Aussetzen,
Anlanden oder Flachwasserbetrieb. Siehe Power-Trimm-System bzgl. detaillierter
Bedienungsanweisungen des Trailer-Schalters.

Fernschaltungen (Motoren mit DTS)


Fernschaltungen
WICHTIG: Ihr Boot ist mit einer elektronischen Fernschaltung von Mercury Marine
ausgestattet. Diese Fernschaltung ist mit einem Schutz vor Start bei eingelegtem Gang
ausgestattet. Wenn dieser Schutz aktiviert ist, wird verhindet, dass der Motor anspringt,
wenn der Vor- oder Rückwärtsgang eingelegt ist. Siehe hierzu das Zubehörhandbuch
von Mercury Precision Parts/Quicksilver.
Die digitale Gasregelung und Schaltung (DTS), die zum Betrieb dieses Motors
erforderlich ist, bietet die folgenden Funktionen: Start- und Stoppfunktionen,
Gasregelung, Schaltung, Schutz vor Start bei eingelegtem Gang und Notstoppschalter.
Das DTS-System funktioniert mit speziellen Ruderstandteilen, wie einem
Befehlsmodulkit und einer elektronischen Fernschaltung. Fragen Sie Ihren Händler
nach einer Beschreibung und/oder Vorführung Ihrer Fernschaltung.

Seite 16 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Merkmale der Instrumententafel


d
c e
- +

b f
h

a
3409
g
a- Notstoppschalter e- „Nur Gas"-Knopf
b- Fernschalthebel f- Start-/Stoppschalter
c- Schaltsperre g- Raststellungs-Spannungsschraube
d- Trimm-/Kippschalter h- Reibmomentschraube am
Fernschalthebel

Notstoppschalter –Schaltet die Zündung aus, wenn sich der (mit der Reißleine
verbundene) Bootsführer weit genug von seiner Position entfernt, um den Schalter
auszulösen. Siehe Notstoppschalter bzgl. Informationen über die Verwendung dieses
Schalters.
Fernschaltgriff –Bedienung von Gas und Schaltung wird durch den Fernschaltgriff
gesteuert. Den Schalthebel aus Neutral zügig nach vorne in die erste Einrastposition
schieben, um den Vorwärtsgang einzulegen. Den Hebel weiter vorschieben, um die
Drehzahl zu erhöhen. Den Schalthebel aus Neutral zügig nach hinten in die erste
Einrastposition ziehen, um den Rückwärtsgang einzulegen, und weiter nach hinten
ziehen, um die Drehzahl zu erhöhen.
Schaltsperre –Durch Drücken auf die Schaltsperre kann das Getriebe geschaltet
werden. Die Schaltsperre muss immer gedrückt werden, um den Schaltgriff aus der
neutralen Position zu bewegen.
Trimm-/Kippschalter (falls vorhanden) –Siehe Power-Trimm-System.
Nur-Gas-Knopf –Ermöglicht das Vorschieben des Gashebels ohne Einlegen des
Ganges. Der „Nur Gas" Knopf kann nur dann gedrückt werden, wenn der
Fernschalthebel auf Neutral steht. Außerdem sollte er nur verwendet werden, um das
Starten oder Aufwärmen des Motors zu unterstützen.
Start-/Stoppschalter –Hiermit kann der Bootsführer den Motor ohne Verwendung des
Zündschlüssels starten bzw. stoppen.
Raststellungs-Spannungsschraube –Diese Schraube kann eingestellt werden, um die
zum Bewegen des Bedienhebels aus der Raststellung erforderliche Zugspannung zu
erhöhen oder zu verringern (Abdeckung muss entfernt werden). Die Schraube im
Uhrzeigersinn drehen, um die Spannung zu erhöhen.
Reibmomentschraube am Fernschalthebel –Diese Schraube kann eingestellt werden,
um die Zugspannung am Fernschalthebel zu erhöhen oder zu verringern (Abdeckung
muss entfernt werden). Dies verhindert ungewollte Hebelbewegungen bei hohem
Wellengang. Die Schraube im Uhrzeigersinn drehen, um die Zugspannung zu erhöhen
und gegen den Uhrzeigersinn, um die Zugspannung zu verringern.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 17


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Merkmale der Konsole – Einzelmotor


b d
e
- +
a
h

i
f
c
g
3410

a- Fernschalthebel f- Pfeiltastenfeld
b- Trimm-/Kippschalter g- „Nur Gas"-/Stationen-Auswahltaste
c- Aktiv-Leuchte h- Raststellungs-Spannungsschraube
d- Neutral-Leuchte i- Reibmomentschraube am
e- Taste „SELECT" Fernschalthebel

Fernschaltgriff –Bedienung von Gas und Schaltung wird durch den Fernschaltgriff
gesteuert. Den Schalthebel aus Neutral zügig nach vorne in die erste Einrastposition
schieben, um den Vorwärtsgang einzulegen. Den Hebel weiter vorschieben, um die
Drehzahl zu erhöhen. Den Schalthebel aus Neutral zügig nach hinten in die erste
Einrastposition ziehen, um den Rückwärtsgang einzulegen, und weiter nach hinten
ziehen, um die Drehzahl zu erhöhen.
Trimm-/Kippschalter (falls vorhanden) – Siehe Power-Trimm-System.
Aktiv-Leuchte – Leuchtet auf, um den betriebsbereiten Zustand der Fernschaltung
anzuzeigen.
Neutral-Leuchte – Leuchtet auf, wenn das Getriebe auf Neutral geschaltet ist.
HINWEIS: Die Getriebestellung wird durch Erkennung der Position des
Schaltbetätigers am Motor bestimmt, nicht durch die Position des Schalthebels.
Taste „Select" – Dient zur Auswahl von Optionen auf der System View-Anzeige und
zur Bestätigung von Dateneingaben.
Pfeiltastenfeld – Durchläuft die Funktionsmeldungen der System View-Anzeige.
„Nur Gas"-/Stationen-Auswahltaste – Ermöglicht das Vorschieben des Gashebels ohne
Einlegen des Ganges. Mit dem „Nur Gas"-/Stationen-Auswahlknopf kann der
Bootsführer bei mehreren Ruderständen wählen, welche Fernschaltung den
Motorbetrieb steuert. Siehe Doppelruder-Stationenübertragung.
Raststellungs-Spannungsschraube –Diese Schraube kann eingestellt werden, um die
zum Bewegen des Bedienhebels aus der Raststellung erforderliche Zugspannung zu
erhöhen oder zu verringern (Abdeckung muss entfernt werden). Die Schraube im
Uhrzeigersinn drehen, um die Spannung zu erhöhen.
Reibmomentschraube am Fernschalthebel –Diese Schraube kann eingestellt werden,
um die Zugspannung am Fernschalthebel zu erhöhen oder zu verringern (Abdeckung
muss entfernt werden). Dies verhindert ungewollte Hebelbewegungen bei hohem
Wellengang. Die Schraube im Uhrzeigersinn drehen, um die Zugspannung zu erhöhen
und gegen den Uhrzeigersinn, um die Zugspannung zu verringern.

Seite 18 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Funktionen der Konsole „Slim Binnacle" – Einzelmotor


b

a d +
e
g
START
STOP

h
c f 14637
a- Fernschalthebel e- Start-/Stoppschalter
b- Trimm-/Kippschalter f- „Nur Gas"-/Stationen-Auswahltaste
c- Aktiv-Leuchte g- Raststellungs-Spannungsschraube
d- Neutral-Leuchte h- Reibmomentschraube am
Fernschalthebel

Fernschaltgriff –Bedienung von Gas und Schaltung wird durch den Fernschaltgriff
gesteuert. Den Schalthebel aus Neutral zügig nach vorne in die erste Einrastposition
schieben, um den Vorwärtsgang einzulegen. Den Hebel weiter vorschieben, um die
Drehzahl zu erhöhen. Den Schalthebel aus Neutral zügig nach hinten in die erste
Einrastposition ziehen, um den Rückwärtsgang einzulegen, und weiter nach hinten
ziehen, um die Drehzahl zu erhöhen.
Trimm-/Kippschalter (falls vorhanden) –Siehe Power-Trimm-System.
Aktiv-Leuchte –Leuchtet auf, um den betriebsbereiten Zustand der Fernschaltung
anzuzeigen.
Neutral-Leuchte –Leuchtet auf, wenn das Getriebe auf Neutral geschaltet ist.
HINWEIS: Die Getriebestellung wird durch Erkennung der Position des
Schaltbetätigers am Motor bestimmt, nicht durch die Position des Schalthebels.
Start-/Stoppschalter –Hiermit kann der Bootsführer den Motor ohne Verwendung des
Zündschlüssels starten bzw. stoppen.
„Nur Gas"-/Stationen-Auswahltaste –Ermöglicht das Vorschieben des Gashebels ohne
Einlegen des Ganges. Mit dem „Nur Gas"-/Stationen-Auswahlknopf kann der
Bootsführer bei mehreren Ruderständen wählen, welche Fernschaltung den
Motorbetrieb steuert. Siehe Doppelruder-Stationenübertragung.
Raststellungs-Spannungsschraube –Diese Schraube kann eingestellt werden, um die
zum Bewegen des Bedienhebels aus der Raststellung erforderliche Zugspannung zu
erhöhen oder zu verringern (Abdeckung muss entfernt werden). Die Schraube im
Uhrzeigersinn drehen, um die Spannung zu erhöhen.
Reibmomentschraube am Fernschalthebel –Diese Schraube kann eingestellt werden,
um die Zugspannung am Fernschalthebel zu erhöhen oder zu verringern (Abdeckung
muss entfernt werden). Dies verhindert ungewollte Hebelbewegungen bei hohem
Wellengang. Die Schraube im Uhrzeigersinn drehen, um die Zugspannung zu erhöhen
und gegen den Uhrzeigersinn, um die Zugspannung zu verringern.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 19


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Ausstattungsmerkmale der Konsole – Doppelmotor


b

d
- +
i
a e j

ACTIVE SYNC

f
THROTTLE
ONLY

STATION SELECT

3411
c g
h
a- Trimm-/Kippschalter f- Pfeiltastenfeld
b- Fernschalthebel g- Sync-Leuchte
c- Aktiv-Leuchte h- „Nur Gas"-/Stationen-Auswahltaste
d- Neutral-Leuchte i- Raststellungs-Spannungsschraube
e- Taste „SELECT" j- Reibmomentschraube am
Fernschalthebel

Trimm-/Kippschalter (falls vorhanden) –Siehe Power-Trimm-System.


Fernschaltgriff –Bedienung von Gas und Schaltung wird durch den Fernschaltgriff
gesteuert. Den Schalthebel aus Neutral zügig nach vorne in die erste Einrastposition
schieben, um den Vorwärtsgang einzulegen. Den Hebel weiter vorschieben, um die
Drehzahl zu erhöhen. Den Schalthebel aus Neutral zügig nach hinten in die erste
Einrastposition ziehen, um den Rückwärtsgang einzulegen, und weiter nach hinten
ziehen, um die Drehzahl zu erhöhen.
Aktiv-Leuchte –Leuchtet auf, um den betriebsbereiten Zustand der Fernschaltung
anzuzeigen.
Neutral-Leuchte –Leuchtet auf, wenn das Getriebe auf Neutral geschaltet ist.
HINWEIS: Die Getriebestellung wird durch Erkennung der Position des
Schaltbetätigers am Motor bestimmt, nicht durch die Position des Schalthebels.
Taste „Select" –Dient zur Auswahl von Optionen auf der System View-Anzeige und zur
Bestätigung von Dateneingaben.
Pfeiltastenfeld –Durchläuft die Funktionsmeldungen der System View-Anzeige.
Sync-Leuchte –Die Sync-Leuchte leuchtet auf, während die Drehzahl der beiden
Motoren vom DTS-System synchronisiert wird.
„Nur Gas"-/Stationen-Auswahltaste –Ermöglicht das Vorschieben des Gashebels ohne
Einlegen des Ganges. Mit dem „Nur Gas"-/Stationen-Auswahlknopf kann der
Bootsführer bei mehreren Ruderständen wählen, welche Fernschaltung den
Motorbetrieb steuert. SieheDoppelruder-Stationenübertragung.
Raststellungs-Spannungsschraube –Diese Schraube kann eingestellt werden, um die
zum Bewegen des Bedienhebels aus der Raststellung erforderliche Zugspannung zu
erhöhen oder zu verringern (Abdeckung muss entfernt werden). Die Schraube im
Uhrzeigersinn drehen, um die Spannung zu erhöhen.
Reibmomentschraube am Fernschalthebel –Diese Schraube kann eingestellt werden,
um die Zugspannung am Fernschalthebel zu erhöhen oder zu verringern (Abdeckung
muss entfernt werden). Dies verhindert ungewollte Hebelbewegungen bei hohem
Wellengang. Die Schraube im Uhrzeigersinn drehen, um die Zugspannung zu erhöhen
und gegen den Uhrzeigersinn, um die Zugspannung zu verringern.

Seite 20 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Doppelmotoren-Synchronisation
Wenn die automatische Synchronisation aktiviert ist, wird die Drehzahl des
Backbordmotors an die Drehzahl des Steuerbordmotors angepasst.
Die Synchronisation der Motoren wird automatisch eingeschaltet, wenn die Drehzahl
der beiden Motoren zwei Sekunden lang über 900 U/min liegt und die Schalthebel in
einem Winkel von 5° zueinander stehen.
Die automatische Synchronisation bleibt bis zu einem Drosselklappen-Öffnungswinkel
von 95 % aktiviert. Die Sync-Leuchte leuchtet auf, wenn die Motoren synchronisiert
sind.

ACTIVE SYNC
THROTTLE
ONLY
STATION SELECT

3434

Zum Auskuppeln einen oder beide Hebel verstellen, bis sie mehr als 5° voneinander
entfernt sind, die Motordrehzahl unter 900 U/min reduzieren oder auf mehr als 95 %
erhöhen.
Doppelruder-Stationenübertragung
Mit dem „Nur Gas"-/Stationen-Auswahlknopf kann der Bootsführer wählen, welche
Fernschaltung den Motorbetrieb steuert.
Die Aktiv-Leuchte leuchtet an derjenigen Fernschaltstation auf, die den Motor steuert.

! VORSICHT
Schwere oder tödliche Verletzungen durch einen Verlust der Kontrolle über das Boot
vermeiden. Auf keinen Fall darf der Bootsführer die aktive Station verlassen, wenn
ein Gang eingelegt ist. Eine Ruderübertragung sollte nur dann durchgeführt werden,
wenn beide Stationen besetzt sind. Eine Ruderübertragung von einer einzigen
Person sollte nur dann durchgeführt werden, wenn sich der Motor in Neutral befindet.

HINWEIS: Bei einer Stationsübertragung ist es ratsam, den Motor in den Leerlauf zu
stellen. Kann der Fernschalthebel nicht in die Leerlaufstellung bewegt werden, kann
eine Stationenübertragung durchgeführt werden, wenn ein Gang eingelegt ist.
HINWEIS: Durch kurzes Drücken des Stationen-Auswahlknopfs bei neuen Stationen
kann die Motorsteuerung auf die neue Station übertragen werden. Die Steuerung
beginnt automatisch damit, die Motordrehzahl und Getriebestellung an die Einstellung
des Schaltgriffs an der neuen Station anzupassen. Die Fernschaltgriffe auf die
gewünschte Drehzahl- und Getriebestellung einstellen.
1. Den aktiven Fernschalthebel in die Leerlaufstellung bewegen.
2. Den Fernschalthebel der inaktiven Station in die Leerlaufstellung bewegen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 21


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

3. Den „Nur Gas"-/Stationen-Auswahlknopf einmal Drücken. Die AKTIV-Leuchte


leuchtet auf und zeigt damit an, dass die Fernschaltstation den Motor steuert.

b b
ACTIVE SYNC
ACTIVE THROTTLE
THROTTLE ONLY
ONLY STATION SELECT
STATION SELECT

a 3433
a
a - Aktiv-Leuchte b - „Nur Gas"-/Stationen-Auswahlknopf

4. Die Aktiv-Leuchte erlischt an der ursprünglichen Fernschaltstation.


DOPPELRUDER-SYNCHRONISATION VOR EINER STATIONSÜBERTRAGUNG
Durch Drücken und Festhalten des Stationen-Auswahlknopfes kann der Bootsführer
innerhalb von 10 Sekunden die Einstellungen des Fernschaltgriffs an der neuen Station
an die Griffeinstellungen der alten Station (die inaktiv wird) anpassen. Stimmen die
Griffeinstellungen nicht überein, beginnt die Neutralleuchte zu blinken. Die Leuchte
blinkt schneller, sobald die Griffe beinahe übereinstimmen. Sobald die Leuchte
kontinuierlich leuchtet, stimmen die Griffe überein und der Knopf kann freigegeben
werden. Der Transferprozess ist beendet und die neue Station hat die Steuerung
übernommen. Wird der Knopf länger als 10 Sekunden gedrückt gehalten, wird die
Stationenübertragung abgebrochen.
Zero Effort Funktionen

c
a b

5656

a - Schalthebel c - Trimm-/Kippschalter
b - Gashebel

Schalthebel –Die Schaltfunktionen werden durch den Schalthebel gesteuert. In den


Rückwärtsgang schalten, indem der Hebel nach hinten gestellt wird. Den Schalthebel
in die mittlre Stellung bewegen, um das Getriebe auf Neutral zu schalten. Den Hebel
nach vorne schieben, um den Vorwärtsgang einzulegen.
Gashebel –Die Gasregelung wird durch den Gashebel gesteuert. Die Drehzahl
erhöhen, indem der Gashebel nach vorn gedrückt wird. Die Volllastdrehzahl wird
erreicht, wenn der Gashebel bis zum Anschlag nach vorn gedrückt ist. Die Drehzahl
mindern, indem der Gashebel nach hinten gezogen wird. Die minimale Drehzahl
(Leerlauf) wird erreicht, indem der Gashebel bis zum Anschlag zurückgezogen wird.
Trimm-/Kippschalter –Siehe Power-Trimm-System.

Seite 22 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Power-Trimm-System
Mit dem Power-Trimm kann der Bootsführer den Winkel des Z-Antriebs während der
Fahrt einstellen, um einen idealen Bootsbetrieb für unterschiedliche Belastungs- und
Wasserbedingungen zu gewährleisten. Mit der Trailer-Funktion kann der Bootsführer
den Z-Antrieb anheben und absenken, was für den Anhängertransport, zum Anlanden
und Aussetzen, für Fahrten bei niedrigen Drehzahlen (unter 1200 U/min) und bei
Betrieb in seichten Gewässern von Nutzen ist.

! ACHTUNG
Den Z-Antrieb niemals mit dem Trailer-Schalter nach oben/außen trimmen, während
das Boot mit Drehzahlen über 1200 U/min fährt. Bei Betrieb mit angehobenem Z-
Antrieb sehr vorsichtig fahren. Wenn der Antrieb bei Motordrehzahlen über 1200 U/
min über die Kardanring-Halterungsflansche hinaus getrimmt wird, kann er schwer
beschädigt werden.

Für optimale Leistung den Z-Antrieb so einstellen, dass der Bootsboden in einem
Winkel von 3-5 Grad zum Wasser liegt.

3-5

mc79528

Ein Trimmen des Z-Antriebs nach oben/außen kann die folgenden Auswirkungen
haben:
• Im Allgemeinen eine Erhöhung der Höchstgeschwindigkeit.
• Erhöhung des Abstands zu Unterwasserhindernissen oder in seichten Gewässern.
• Verzögerte Beschleunigung und langsameres Erreichen der Gleitfahrt.
• Ein übermäßiges Trimmen nach oben kann Tauchstampfen (rhythmisches
Springen) oder Propellerventilation verursachen.
• Ein übermäßiges Trimmen kann eine Überhitzung des Motors verursachen, wenn
so weit nach oben/außen getrimmt wird, dass die Wassereinlassöffnungen über der
Wasserlinie liegen.

mc78529

Trimmen des Z-Antriebs nach unten/innen kann die folgenden Auswirkungen haben:
• Bessere Beschleunigung und schnelleres Erreichen der Gleitfahrt.
• Allgemeine Verbesserung der Fahrt bei rauer See.
• In den meisten Fällen eine Senkung der Bootsgeschwindigkeit.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 23


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

• Das übermäßige Absenken des Bugs kann bei manchen Booten zum sogenannten
„Pflügen" während der Gleitfahrt führen. Dies kann bei einer Richtungsänderung
oder hohem Wellengang wiederum zu einer unerwarteten Wendung in beide
Richtungen führen, die als Bug- oder Übersteuern bezeichnet wird.

mc79530

Einzelmotor – Trimm/Trailer
Einzelmotoren sind mit einem Knopf ausgestattet, mit dem man den Z-Antrieb nach
oben oder unten trimmen kann.
Den Z-Antrieb für den Anhängertransport, zum Anlanden, Aussetzen und bei Betrieb
in seichten Gewässern bei niedrigen Drehzahlen (unter 1200 U/min) durch Drücken
des Knopfes nach ganz oben/außen anheben.
Einige Fernschaltungen sind auch mit einem Trailer-Knopf ausgestattet, mit dem der
Z-Antrieb in eine Position gestellt werden kann, die nur für den Anhängertransport
geeignet ist.
HINWEIS: Durch das DTS-System kann der Z-Antrieb bei Drehzahlen über 3500 U/
min nur begrenzt nach oben/nach außen getrimmt werden.
Doppelmotor – Trimm/Trailer

! ACHTUNG
Doppelmotor-Verbindungsstangen nicht verdrehen oder einklemmen, damit keine
Schäden an Verbindungsstange und Z-Antrieb entstehen. Die Z-Antriebe immer
gleichmäßig anheben oder absenken.

Doppelmotoren sind entweder mit einem integrierten Knopf für den gleichzeitigen
Betrieb beider Z-Antriebe oder mit je einem Knopf pro Z-Antrieb ausgestattet.
Einige Fernschaltungen sind auch mit einem Trailer-Knopf ausgestattet, mit dem die
Z-Antriebe in eine Position gestellt werden können, die nur für den Anhängertransport
geeignet ist.

Überlastungsschutz der Elektrik


Bei einer elektrischen Überlastung brennt eine Sicherung durch oder öffnet sich der
Sicherungsautomat. Die Ursache für die Überlastung muss gefunden und behoben
werden, bevor die Sicherung ausgetauscht bzw. der Sicherungsautomat rückgesetzt
wird.

Seite 24 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

HINWEIS: Wenn der Motor in einem Notfall betrieben werden muss und die Ursache
für den überhöhten Stromverbrauch nicht gefunden und behoben werden kann, alle an
den Motor angeschlossenen Zubehörteile ausschalten bzw. alle Instrumentendrähte
abklemmen. Den Sicherungsautomaten rücksetzen. Wenn der Sicherungsautomat
geöffnet bleibt, wurde die elektrische Überlastung nicht behoben. Weitere Prüfungen
der Elektrik sind erforderlich. Den Vertragshändler aufsuchen.
1. Ein Sicherungsautomat schützt den Motorkabelbaum und das Stromkabel der
Instrumente. Der Sicherungsautomat kann durch Eindrücken der roten Taste
getestet werden. Wenn der Sicherungsautomat ordnungsgemäß funktioniert,
erscheint der gelbe Hebel. Den gelben Hebel nach dem Test, oder falls er ausgelöst
wurde, wieder in das Gehäuse drücken, um ihn zurücksetzen.

22529

Sicherungsautomat mit gelbem Hebel - typisch


a - Gelber Hebel - ausgelöst abgebildet b - Roter Testknopf

2. Am großen Pol des Einrückrelais befindet sich eine 90-A-Sicherung. Diese


Sicherung schützt den Motorkabelbaum im Falle einer elektrischen Überlastung.

mc74907-1

3. An der Backbordseite des Motors befinden sich vier Sicherungen. Diese


Sicherungen schützen die Hauptstrom-, Kraftstoffpumpen-, Zündungs- und
Zubehörstromkreise.

mc77602-1

90-864195E60 MAI 2006 Seite 25


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

4. Im Zündschalter-Anschlusskabel „I" befindet sich ggf. eine 20-A-Sicherung zum


Schutz der Elektrik. Wenn der Zündschlüssel auf START gedreht wurde und nichts
passiert (und der Sicherungsautomat nicht ausgelöst wurde), auf eine
durchgebrannte Sicherung prüfen.

mc70525-1

5. Das Power-Trimm-System ist durch eine 110-A-Sicherung und eine 20-A-


Stecksicherung an der Power-Trimm-Pumpe vor Überlastung geschützt. Die
Trimmpumpe ist ggf. auch mit einem Stromkreisschutz im Pluskabel des Power-
Trimm-Systems in der Nähe des Batterieschalters oder des Batterieanschlusses
ausgestattet.

b 9208

a - 20-A-Stecksicherung b - 110-A-Sicherung

6. Das Quicksilver Power-Trimm-Bedienfeld mit drei Knöpfen ist nochmals durch eine
20-A-Sicherung geschützt.

mc70527-1

Seite 26 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

7. Das Quicksilver MerCathode System verfügt über eine 20-A-Sicherung in dem


Kabel, das an die Plusklemme (+) der Steuerung angeschlossen ist. Wenn die
Sicherung durchgebrannt ist, läuft das System nicht und bietet keinen
Korrosionsschutz.

mc79977

Akustisches Warnsystem
Ihr Mercury MerCruiser Antriebssystem ist ggf. mit einem akustischen Warnsystem
ausgestattet. Das akustische Warnsystem schützt den Motor nicht vor Beschädigung.
Es dient nur dazu, den Bootsführer auf ein Problem hinzuweisen.
Das akustische Warnsystem gibt in einer der folgenden Situationen einen Dauerton ab:
• Motoröldruck zu niedrig
• Motortemperatur zu hoch
• Seewasserdruck zu niedrig
Das akustische Warnsystem gibt in einer der folgenden Situationen Intervalltöne ab:
• Niedriger Ölstand im Z-Antrieb

! ACHTUNG
Wird der Motor nach Ertönen des Alarms weiter betrieben, kann das Antriebssystem
beschädigt werden. Den Motor nach Ertönen des Alarms nur weiter betreiben, um
eine gefährliche Situation zu vermeiden.

Wenn der Alarm ertönt, den Motor sofort abstellen. Die Ursache feststellen und wenn
möglich beheben. Wenn die Ursache nicht festgestellt werden kann, nehmen Sie bitte
Kontakt mit dem Mercury MerCruiser Vertragshändler auf.
Test des akustischen Warnsystems
1. Den Zündschlüssel auf ON (EIN) drehen, ohne den Motor zu drehen.
2. Auf das akustische Warnsignal achten. Der Warnton ertönt, wenn das System
ordnungsgemäß funktioniert.

Engine Guardian Strategy (Motorschutzsystem)


WICHTIG: Die Motordrehzahl kann auf Leerlauf reduziert werden und der Motor
reagiert u. U. nicht auf das Gas.
Das Motorschutzsystem hilft gegen potenzielle Motorschäden, indem es die
Motorleistung reduziert, wenn das Steuergerät ein mögliches Problem feststellt. Das
Motorschutzsystem überwacht:
• Öldruck
• Kühlmitteltemperatur
• Seewasserdruck
• Motorüberdrehung
• Abgassammlertemperatur (nur bei 8,1 Liter Motoren [496 cid])
Das Motorschutzsystem drosselt die Motorhöchstleistung ebenfalls um 10 Prozent,
wenn ein beliebiger Sensor am Antriebssystem ausfällt.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 27


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

Wenn zum Beispiel der Wassereinlass teilweise verstopft ist, reduziert das
Motorschutzsystem die verfügbare Motorleistung, um Motorschäden durch mangelnde
Wasserzufuhr zu vermeiden. Wenn sich die Verstopfung löst und das Wasser wieder
ungehindert durchfließen kann, wird das normale Motorleistungsniveau
wiederhergestellt.
Um eine mögliche Wiederholung des Problems auszuschließen, sollten Sie sich an
einen Vertragshändler wenden. Mit den vom Steuergerät gespeicherten
Fehlerinformationen kann der Mechaniker das Problem schneller diagnostizieren.

Warnhornsignale
Die meisten Fehler aktivieren den Warnhornschaltkreis. Inwieweit das Warnhorn
aktiviert wird, ist vom Schweregrad der Störung abhängig. Das Warnhorn hat vier
Zustände:
• Vorsicht – Hornsignal ist je nach Modellreihe und Kalibrierung unterschiedlich.
Minimaler Motorschutz.
• Warnung – Hornsignal ist je nach Modellreihe und Kalibrierung unterschiedlich.
• Schwer – Warnhorn ertönt dauerhaft.
• Kritisch – Warnhorn ertönt dauerhaft und Motorschutz erzwingt Leerlauf.
Zusätzlich und in Abhängigkeit des jeweiligen Anzeigenpakets werden Warnsymbole
und Fehlermeldungen auf den im Instrumentenbrett montierten Anzeigen angezeigt.

Emissionsinformationen
Informationsplakette zur Emissionsbegrenzung
Während der Fertigung wurde von Mercury MerCruiser eine manipulationssichere
Emissionsbegrenzungs-Informationsplakette an einer sichtbaren Stelle am Motor
angebracht. Zusätzlich zu der vorgeschriebenen Emissionserklärung stehen auf der
Plakette die Motorseriennummer, die Produktfamilie, die FEL (Emissionsgrenzwerte),
das Fertigungsdatum (Monat, Jahr) und der Hubraum. Bitte beachten Sie, dass die
Prüfplakette Passung, Funktion und Leistung des Motors nicht beeinflusst. Bootsbauer
und Händler dürfen weder diese Plakette noch das Teil, auf das sie angeklebt ist, vor
dem Verkauf entfernen. Falls Modifizierungen notwendig sind, fragen Sie zuerst
Mercury MerCruiser nach der Verfügbarkeit von Ersatzaufklebern.

EMISSION CONTROL
INFORMATION
THIS ENGINE CONFORMS TO 2003 CALIFORNIA EMISSION
REGULATIONS FOR SPARK IGNITION MARINE ENGINES
REFER TO OWNER'S MANUAL FOR MAINTENANCE
SPECIFICATIONS AND ADJUSTMENTS
SERIAL# OMXXXXXXXX
D.O.M. JAN. 2003
FAMILY XXXXX_XXXXXX
DISP X.XL
FEL. XX.X g/kW-hr
11018

Emissionsbegrenzungsplakette - Ohne CE Kennzeichnung


„SERIAL#" - Motorseriennummer
„FAMILY" - Motorfamilie
„FEL." - Emissionsgrenzwerte der Produktfamilie
„D.O.M." - Herstellungsdatum

Seite 28 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten

„DISP" - Hubraum
EMISSION CONTROL
INFORMATION
THIS ENGINE CONFORMS TO 2003 CALIFORNIA EMISSION
REGULATIONS FOR SPARK IGNITION MARINE ENGINES
REFER TO OWNER'S MANUAL FOR MAINTENANCE
SPECIFICATIONS AND ADJUSTMENTS

SERIAL# OMXXXXXX
D.O.M. Dec 2004
FAMILY XXXXX XXXXXX
FEL. XX.X g/kW-hr DISP. X.XL 0575
10652

Emissionsbegrenzungsplakette - Mit CE Kennzeichnung


„SERIAL#" - Motorseriennummer
„FAMILY" - Motorfamilie
„FEL." - Emissionsgrenzwerte der Produktfamilie
„D.O.M." - Herstellungsdatum
„DISP" - Hubraum
CE - Wenn dieses Zeichen in der rechten unteren Ecke der Abgasbegrenzungs-
Informationsplakette am Motor vorhanden ist, gilt die Konformitätserklärung. Weitere
Informationen sind auf der ersten Seite dieses Handbuchs zu finden.
VERANTWORTUNG DES BESITZERS
Der Besitzer/Bootsführer muss routinemäßige Motorwartungen durchführen lassen,
um die Abgaswerte innerhalb der vorgeschriebenen Zulassungsnormen zu halten.
Der Besitzer/Bootsführer darf den Motor auf keine Weise modifizieren, durch die die
Motorleistung geändert oder Abgaswerte die vorgeschriebenen Fabrikwerte
übersteigen würden.
Stern-Plakette
Ab dem 1. Januar 2003 erhält jeder werksgeprüfte MerCruiser Motor eine Drei-Sterne-
Plakette.
Alle Mercury MerCruiser Motoren (bis zu 500 PS) haben eine Drei-Sterne-Zertifizierung
(Äußerst niedrige Emission). Die drei Sterne bedeuten, dass diese Motoren die
Emissionsnormen des California Air Resources Board für Z-Antriebe und Innenborder
für das Jahr 2003 erfüllen. Die Abgaswerte von Motoren, die diese Norm erfüllen, sind
um 65 % niedriger als die der Motoren mit einem Stern (Niedrige Emission).
Die Drei-Sterne-Plakette ist auf der linken Rumpfseite angebracht (s. Abb.).

XX 1234 XX
a b
mc79531

a - Empfohlener Anbringungsort b - Zweite Lage

90-864195E60 MAI 2006 Seite 29


Kapitel 2 - Was Sie über Ihr Antriebssystem wissen sollten
Ein Stern - Niedrige Emission

Der eine Stern kennzeichnet Kleinboote, Außenborder, Z-Antriebe und


Innenborder, die die Emissionsnormen des Air Resources Board für
Kleinboote und Außenborder für das Jahr 2001 erfüllen. Die Abgaswerte
von Motoren, die diese Norm erfüllen, sind um 75 % niedriger als
herkömmliche Zweitakt-Vergasermotoren. Diese Motoren entsprechen
den Bootsmotornormen der amerikanischen Umweltschutzbehörde
(EPA) für das Jahr 2006.
mc79569-1

Zwei Sterne - Sehr niedrige Emission

FO
IDA
Die zwei Sterne kennzeichnen Kleinboote, Außenborder, Z-Antriebe und
Innenborder, die die Emissionsnormen des Air Resources Board für
Kleinboote und Außenborder für das Jahr 2004 erfüllen. Die Abgaswerte
von Motoren, die diese Norm erfüllen, sind um 20 % niedriger als die von
Motoren mit einem Stern (Niedrige Emission).

mc79570-1

Drei Sterne - Äußerst niedrige Emission

SS
D
Die drei Sterne kennzeichnen Motoren, die die Emissionsnormen des Air
A
Resources Board für Kleinboote und Außenborder für das Jahr 2008
oder die Emissionsnormen für Z-Antriebe und Innenborder für das Jahr
2003 erfüllen. Die Abgaswerte von Motoren, die diese Normen erfüllen,
sind 65 % niedriger als die von Motoren mit einem Stern (Niedrige
Emission).
mc79571-1

Vier Sterne - Extrem niedrige Emission

RN
F T Die Vier-Sterne-Plakette kennzeichnet Motoren, die die
Emissionsnormen des Air Resources Board für Z-Antriebe und
Innenborder für das Jahr 2009 erfüllen. Kleinboote und Außenborder
erfüllen diese Normen ggf. auch. Die Abgaswerte von Motoren, die diese
Norm erfüllen, sind um 90 % niedriger als die von Motoren mit einem
Stern (Niedrige Emission).
mc79572-1

Seite 30 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

Kapitel 3 - Auf dem Wasser


Inhaltsverzeichnis
Vorschläge zur Sicherheit beim Bootsfahren Ablassstopfen und Bilgenpumpe................40
......................................................................... 32 Schutz von Personen im Wasser..................... 40
Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftung.............. 34 Bei Marschfahrt ......................................... 40
Gute Belüftung ........................................... 34
Schlechte Belüftung ................................... 34
Bei still im Wasser liegendem Boot ........... 41
Betrieb von Hochgeschwindigkeits- und 3
Allgemeine Anweisungen zum Bootsbetrieb Hochleistungsbooten....................................... 41
(Modelle ohne DTS)......................................... 34 Sicherheit von Passagieren - Ponton- und
Aussetzen und Bootsbetrieb......................34 Deckboote........................................................ 41
Betriebstabelle ..................................... 35 Boote mit offenem Vorderdeck .................. 41
Starten und Stoppen des Motors................35 Boote mit vorne angebrachten, erhöhten
Starten des Motors .............................. 35 Anglersitzen ............................................... 41
Stoppen des Motors ............................ 36 Springen über Wellen und Kielwasser............. 42
Starten des Motors nach Abstellen mit Aufprall auf Unterwasserobjekte...................... 42
eingelegtem Gang......................................36 Aufprallschutz des Antriebs ....................... 43
Nur-Gas-Betrieb.........................................36 Betrieb mit tief liegenden Wassereinlässen in
Anhängertransport......................................37 seichten Gewässern........................................ 44
Betrieb in Temperaturen unter dem Bedingungen, die sich auf den Betrieb auswirken
Gefrierpunkt................................................37 ......................................................................... 44
Ablassstopfen und Bilgenpumpe................37 Lastverteilung (Passagiere und Ausrüstung)
Allgemeine Anweisungen zum Bootsbetrieb im Boot.......................................................44
(Modelle mit DTS)............................................ 37 Bootsboden................................................44
Aussetzen und Bootsbetrieb......................37 Kavitation....................................................44
Betriebstabelle ..................................... 37 Ventilation...................................................45
Starten und Stoppen des Motors................38 Höhenlage und Klima.................................45
Starten des Motors .............................. 38 Propellerauswahl........................................45
Stoppen des Motors ............................ 39 Erste Schritte................................................... 46
Nur-Gas-Betrieb.........................................39 20-stündige Einfahrzeit...............................46
Anhängertransport......................................40 Nach der Einfahrzeit...................................46
Betrieb in Temperaturen unter dem Prüfung nach der ersten Saison.................46
Gefrierpunkt................................................40

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Kapitel 3 - Auf dem Wasser

Vorschläge zur Sicherheit beim Bootsfahren


Um die Gewässer sicher genießen zu können, sollten Sie sich mit örtlichen und allen
anderen geltenden Schifffahrtsregeln und -vorschriften vertraut machen und die
folgenden Vorschläge beachten.
Kennen und achten Sie alle Schifffahrtsregeln und -gesetze.
• Mercury MerCruiser empfiehlt dringendst, dass alle Fahrer eines Motorboots einen
Kurs über Bootssicherheit absolvieren. In den USA werden solche Kurse von
folgenden Stellen durchgeführt: einer Unterabteilung der US Küstenwache, der
Power Squadron, dem Roten Kreuz und der staatlichen oder lokalen
Wasserschutzpolizei. Anfragen richten Sie bitte an: Boating Hotline unter
1-800-368-5647 oder Boat U.S. Foundation unter 1-800-336-BOAT.
Sicherheitsprüfungen und vorgeschriebene Wartungsarbeiten durchführen.
• Einen regelmäßigen Wartungsplan einhalten und sicherstellen, dass alle
Reparaturen ordnungsgemäß ausgeführt werden.
Sicherheitsausrüstung an Bord prüfen.
• Folgendes sind einige Vorschläge für an Bord mitzuführende
Sicherheitsausrüstung:
• Zugelassene Feuerlöscher
• Signalausrüstung: Taschenlampe, Leuchtraketen oder -kugeln, Fahne und
Pfeife oder Horn
• Werkzeug für kleinere Reparaturen
• Anker und zusätzliche Ankerleine
• Manuelle Bilgenpumpe und Ersatz-Ablassstopfen
• Trinkwasser
• Transistorradio
• Paddel oder Ruder
• Ersatzpropeller, Druckstücke und einen passenden Schraubenschlüssel
• Erste-Hilfe-Kasten und Anleitungen
• Wasserdichte Behälter
• Ersatzausrüstung wie Ersatzbatterien, -glühbirnen und -sicherungen
• Kompass und Land- bzw. Seekarte der Gegend
• Schwimmweste (1 pro Person an Bord)
Auf Zeichen eines Wetterumschwungs achten und Bootsfahren bei schlechtem Wetter
und schwerem Seegang vermeiden.
Jemanden über das Ziel der Fahrt und den voraussichtlichen Zeitpunkt der Rückkehr
informieren.
Einsteigen von Passagieren.
• Wenn Passagiere ein- oder aussteigen oder sich in der Nähe des Bootshecks
befinden, muss immer der Motor abgestellt werden. Es reicht nicht aus, den Antrieb
nur in Neutral zu schalten.
Rettungshilfen verwenden.
• Das Bundesgesetz der USA schreibt vor, dass für alle Bootsinsassen eine
zugelassene Schwimmweste der richtigen Größe (Rettungshilfe) an Bord und
griffbereit ist, sowie ein Rettungskissen oder ein Rettungsring. Wir empfehlen
dringendst, dass alle Bootsinsassen stets eine Schwimmweste tragen.
Andere Personen mit der Bootsführung vertraut machen.

Seite 32 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

• Mindestens eine weitere Person an Bord muss mit den Grundlagen für den Start
und Betrieb des Motors und dem Umgang mit dem Boot vertraut gemacht werden,
um einspringen zu können, falls der Fahrer betriebsunfähig wird oder über Bord
fällt.
Das Boot nicht überlasten.
• Die meisten Boote sind auf eine Höchstlast (Gewicht) ausgelegt (siehe
Kapazitätsplakette des Boots). Sie sollten die Betriebs- und Belastungsgrenzen
Ihres Bootes kennen und wissen, ob Ihr Boot noch schwimmt, wenn es voll Wasser
ist. Im Zweifelsfall den Mercury MerCruiser Vertragshändler oder den
Bootshersteller befragen.
Sicherstellen, dass alle Bootsinsassen ordnungsgemäß auf einem Sitzplatz sitzen.
• Insassen dürfen nicht auf nicht für diesen Zweck vorgesehenen Plätzen sitzen. Dies
umfasst Sitzlehnen, Schandecks, Spiegelplatte, Bug, Decks, erhöhte Anglersitze
und alle drehbaren Anglersitze sowie überall dort, wo plötzliche, unerwartete
Beschleunigung, plötzliches Stoppen, unerwarteter Verlust über die Kontrolle des
Boots oder eine plötzliche Bewegung des Boots einen Sturz im Boot oder über Bord
verursachen könnte. Sicherstellen, dass alle Passagiere über einen richtigen
Sitzplatz verfügen und diesen auch benutzen, bevor das Boot anfährt.
Drogen- oder Alkoholkonsum am Steuer ist gesetzlich verboten.
• Drogen und Alkohol beeinträchtigen Ihr Urteilsvermögen und Ihre
Reaktionsfähigkeit.
Mit dem Gebiet vertraut sein und alle gefährlichen Orte meiden.
Immer achtsam sein.
• Der Bootsführer ist gesetzlich dafür verantwortlich, Augen und Ohren offen zu
halten, um mögliche Gefahren rechtzeitig zu erkennen. Der Bootsführer muss
insbesondere nach vorne unbehinderte Sicht haben. Wenn das Boot mit mehr als
Leerlaufdrehzahl oder Gleitfahrtübergangsdrehzahl betrieben wird, dürfen keine
Passagiere, Ladung oder Anglersitze die Sicht des Bootsführers blockieren. Auf
andere Boote, das Wasser und Ihr Kielwasser achten.
Niemals mit dem Boot direkt hinter einem Wasserskifahrer herfahren, da dieser stürzen
könnte.
• Wenn Sie zum Beispiel mit einem Boot 40 km/h (25 MPH) fahren, holen Sie einen
gestürzten Wasserskifahrer, der sich 61 m (200 ft.) vor dem Boot befindet, innerhalb
von 5 Sekunden ein.
Auf gefallene Wasserskifahrer achten.
• Wenn das Boot zum Wasserskifahren oder für ähnliche Aktivitäten genutzt wird,
muss das Boot so zu gestürzten oder im Wasser liegenden Personen zurückfahren,
dass diese sich immer auf der Fahrerseite befinden. Der Bootsführer muss
gestürzte Wasserskifahrer stets im Auge behalten und darf niemals rückwärts zu
einer Person im Wasser fahren.
Unfälle melden.
• Es ist gesetzlich vorgeschrieben, dass Bootsführer einen Bootsunfallbericht bei der
örtlichen Wasserschutzpolizei einreichen, wenn ihr Boot an bestimmten Arten von
Unfällen beteiligt war. Ein Bootsunfall muss gemeldet werden, wenn 1) ein Todesfall
vorliegt oder vermutet wird, 2) eine Verletzung zugefügt wurde, die nicht mit Erster
Hilfe behandelt werden kann, 3) ein Schaden an Booten oder anderem Eigentum
entsteht, der $500,00 übersteigt oder 4) das Boot verloren ist. Weitere
Unterstützung von der örtlichen Wasserschutzpolizei erbitten.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 33


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

Gefahr von Kohlenmonoxidvergiftung


Die Abgase aller Verbrennungsmotoren, einschließlich Bootsmotoren wie
Außenborder, Z-Antriebe und Innenborder, sowie die Generatoren, die verschiedenes
Bootszubehör antreiben, enthalten Kohlenmonoxid. Kohlenmonoxid ist ein
geruchloses, farbloses, geschmacksneutrales Gas, das tödlich ist.
Zu den frühen Symptomen einer Kohlenmonoxidvergiftung, die nicht mit Seekrankheit
oder Trunkenheit zu verwechseln sind, gehören Kopfschmerzen, Schwindelgefühl,
Benommenheit und Übelkeit.

! VORSICHT
Längeren Kontakt mit Kohlenmonoxid vermeiden. Kohlenmonoxidvergiftung kann
Bewusstlosigkeit, Hirnschäden oder Tod verursachen. Sicherstellen, dass das Boot
während des Stillstands oder der Fahrt gut belüftet ist.

Gute Belüftung
Den Passagierbereich entlüften, und die Seitenvorhänge oder vorderen Luken öffnen,
um Dämpfe zu beseitigen.
1. Beispiel einer optimalen Belüftung des Boots.

mc79553-1

Schlechte Belüftung
Unter gewissen Bedingungen können geschlossen ausgebildete oder mit Segeltuch
geschlossene Kabinen oder Cockpits mit ungenügender Entlüftung Kohlenmonoxid
anziehen. Mindestens einen Kohlenmonoxidmelder im Boot installieren.
In seltenen Fällen können Schwimmer und Passagiere an windstillen Tagen in einem
offenen Bereich um ein liegendes Boot, dessen Motor läuft oder das sich in der Nähe
eines laufenden Motors befindet, einer gefährlichen Menge von Kohlenmonoxid
ausgesetzt werden.
1. Beispiele schlechter Entlüftung bei liegendem Boot:

a b mc79554-1
a - Betrieb des Motors, wenn das Boot an b - Vertäuen direkt neben einem anderen
einem engen Platz vertäut ist. Boot, dessen Motor läuft.

2. Beispiele schlechter Entlüftung bei fahrendem Boot:

mc79556-1
a b
a - Betrieb des Boots mit zu hoch b - Betrieb des Boots mit geschlossenen
eingestelltem Bugtrimmwinkel. Vorderluken (Kombiwagenwirkung).

Allgemeine Anweisungen zum Bootsbetrieb (Modelle ohne DTS)


Aussetzen und Bootsbetrieb
WICHTIG: Vor Aussetzen des Boots den Bilgenablassstopfen einsetzen.

Seite 34 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

! ACHTUNG
Um Ansaugen von Wasser und dadurch entstehende Motorschäden zu vermeiden,
die Zündung nicht ausschalten, wenn der Motor bei Drehzahlen über Leerlauf
betrieben wird. Bei Aussetzen des Boots von einer steilen Rampe langsam in das
Wasser fahren. Den Notstoppschalter nicht benutzen, um den Motor abzustellen,
wenn dieser über Leerlaufdrehzahl läuft. Beim Ausfahren aus der Gleitfahrt kann eine
nachlaufende Welle hinten über den Bootsspiegel schwappen. Um dies zu
vermeiden, kurz etwas Gas geben, um die Stärke des Wellenschlags gegen das
Bootsheck abzuschwächen. Nicht schnell die Gleitfahrt verlassen, den
Rückwärtsgang einlegen und den Motor abstellen.

BETRIEBSTABELLE
Betriebs- tabelle
VOR DEM START NACH DEM START UNTERWEGS NACH DEM ABSTELLEN
Alle Anzeigen beobachten, Alle Anzeigen beobachten,
um den Motorzustand zu um den Motorzustand zu
Zündschlüssel auf OFF (AUS)
Bilgenablassstopfen einsetzen. prüfen. Bei abnormalen prüfen. Bei abnormalen
drehen.
Anzeigewerten den Motor Anzeigewerten den Motor
abstellen. abstellen.
Auf Kraftstoff-, Öl-, Wasser-,
Auf das akustische
Motorluke öffnen. Flüssigkeits- und Batterieschalter ausschalten (OFF).
Warnsignal achten.
Abgaslecks prüfen.
Funktion von Schalt- und
Batterieschalter einschalten. Kraftstoffabsperrventil schließen.
Gashebel prüfen.
Funktion der Lenkung
Bilgengebläse betätigen. Seehahn schließen.
prüfen.
Kühlsystem nach Betrieb in
Kraftstoffabsperrventil öffnen.
Seewasser spülen.
Seehahn öffnen. Bilge entleeren.
Ablasssystem schließen.
Z-Antrieb ganz nach unten/innen
trimmen.
Motorölstand prüfen.
Alle anderen, vom Händler und/oder
Bootsbauer angegebenen
Prüfungen durchführen.
Auf den akustischen Alarm achten,
wenn der Zündschlüssel auf ON
(EIN) gedreht wird.

Starten und Stoppen des Motors


HINWEIS: Nur die Funktionen durchführen, die auf Ihr spezifisches Antriebssystem
zutreffen.
STARTEN DES MOTORS
1. Alle in der Betriebstabelle aufgeführten Punkte prüfen.
2. Den Fernschaltgriff in die Neutralstellung stellen.

! ACHTUNG
Überhitzung durch unzureichendes Kühlwasser verursacht Motor- und
Antriebsschäden. Während des Betriebs sicherstellen, dass an den
Wassereinlassöffnungen stets genug Wasser vorhanden ist.

! VORSICHT
Im Motorraum sammeln sich explosive Benzindämpfe. Verletzungen oder
Sachschäden vermeiden. Das Bilgengebläse vor dem Starten des Motors
mindestens fünf Minuten lang laufen lassen. Wenn Ihr Boot nicht mit einem
Bilgengebläse ausgestattet ist, die Motorluke öffnen und während des Startens
geöffnet lassen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 35


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

3. Zündschlüssel auf START drehen. Wenn der Motor startet, den Zündschlüssel auf
die Position ON (EIN) zurückkehren lassen. Den Motor warmlaufen lassen (zu
Beginn des Tages 6-10 Minuten).
4. Wenn der Motor nach 3 Versuchen immer noch nicht startet:
a. Den „Nur Gas"- Knopf drücken und den Fernschalthebel/Gasgriff auf 1/4-Gas
vorschieben.
b. Zündschlüssel auf START drehen. Wenn der Motor startet, den Zündschlüssel
auf die Position ON (EIN) zurückkehren lassen.
5. Wenn der Motor nach Schritt 4 immer noch nicht startet:
a. Fernschalthebel/Gashebel auf Volllast stellen, dann zurück auf Viertelgas.
b. Zündschlüssel auf START drehen. Wenn der Motor startet, den Zündschlüssel
auf die Position ON (EIN) zurückkehren lassen.
6. Das Antriebssystem auf Kraftstoff-, Öl-, Wasser- und Abgaslecks untersuchen.
7. Um den Vorwärtsgang einzulegen, den Hebel zügig nach vorne schieben bzw. für
den Rückwärtsgang nach hinten ziehen. Nach dem Schalten den Gashebel in die
gewünschte Stellung bringen.

! ACHTUNG
Eine Beschädigung des Antriebssystems vermeiden. Wenn das Antriebssystem bei
höheren Drehzahlen als Leerlaufdrehzahl geschaltet wird, kann der Antrieb
beschädigt werden. Das Antriebssystem nur dann schalten, wenn der Motor mit
Leerlaufdrehzahl betrieben wird.
STOPPEN DES MOTORS
1. Den Fernschaltgriff auf Neutral/Leerlauf stellen und die Motordrehzahl auf
Leerlaufdrehzahl abfallen lassen. Wenn der Motor lange Zeit mit hohen Drehzahlen
betrieben wurde, muss er zum Abkühlen mindestens 3 bis 5 Minuten mit
Leerlaufdrehzahl betrieben werden.
2. Zündschlüssel auf OFF (AUS) drehen.
Starten des Motors nach Abstellen mit eingelegtem Gang
WICHTIG: Den Motor nicht mit eingelegtem Gang stoppen. Wenn der Motor ausgeht,
folgendes Verfahren durchführen:
1. Wiederholt am Fernschalthebel ziehen und schieben, bis der Griff wieder in der
neutralen Schaltposition (Neutral/Leerlauf) einrastet. Dies erfordert u.U. mehrere
Versuche, wenn der Motor beim Absterben über der Leerlaufdrehzahl lief.
2. Wenn der Hebel wieder auf Neutral/Leerlauf steht, das normale Startverfahren
durchführen.
Nur-Gas-Betrieb
1. Siehe Fernschaltungen bzgl. der Fernschaltungsfunktionen.
2. Den Fernschalthebel in die Leerlauf-/Neutralstellung bewegen.
3. Den „Nur Gas"-Knopf drücken und festhalten und den Fernschalthebel auf Leerlauf/
Vorwärts oder Leerlauf/Rückwärts stellen.
4. Wenn der Fernschalthebel weiter vorgeschoben bzw. zurückgezogen wird, erhöht
sich die Motordrehzahl.
WICHTIG: Wenn der Fernschalthebel wieder zurück in die Leerlauf-/Neutralposition
gestellt wird, wird der „Nur Gas"-Modus deaktiviert und das Getriebe kann geschaltet
werden.
5. Der „Nur Gas"-Modus wird durch Stellen des Fernschalthebels in die Leerlauf-/
Neutralposition deaktiviert. Wenn der Fernschalthebel ohne den „Nur Gas"-Knopf
zu drücken von der Leerlauf-/Neutralposition auf Leerlauf/Vorwärts oder Leerlauf/
Rückwärts gestellt wird, schaltet das Getriebe in den gewünschten Gang.

Seite 36 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

Anhängertransport
Das Boot kann mit nach OBEN oder UNTEN getrimmtem Z-Antrieb transportiert
werden. Beim Anhängertransport muss ausreichender Abstand zwischen Straße und
Z-Antrieb gewährleistet sein.
Ist dies nicht möglich, den Z-Antrieb in die maximale Trailer-Position bringen und mit
einem als Sonderausstattung beim Mercury MerCruiser Vertragshändler erhältlichen
Anhängertransportkit stützen.
Betrieb in Temperaturen unter dem Gefrierpunkt
WICHTIG: Wenn das Boot in Temperaturen unter dem Gefrierpunkt betrieben wird,
müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um Frostschäden am Antriebssystem
zu vermeiden. Frostschäden werden nicht von der Mercury MerCruiser Garantie
abgedeckt.
Ablassstopfen und Bilgenpumpe
Im Motorraum des Boots sammelt sich oft Wasser an. Aus diesem Grund sind Boote
normalerweise mit einem Ablassstopfen und/oder einer Bilgenpumpe ausgestattet.
Diese Teile müssen regelmäßig geprüft werden, um sicherzustellen, dass der
Wasserstand nicht bis an das Antriebssystem reicht und Motorteile beschädigt.
Schäden, die durch Untertauchen entstehen, werden nicht von der Mercury MerCruiser
Garantie abgedeckt.

Allgemeine Anweisungen zum Bootsbetrieb (Modelle mit DTS)


Aussetzen und Bootsbetrieb
WICHTIG: Vor Aussetzen des Boots den Bilgenablassstopfen einsetzen.

! ACHTUNG
Um Ansaugen von Wasser und dadurch entstehende Motorschäden zu vermeiden,
die Zündung nicht ausschalten, wenn der Motor bei Drehzahlen über Leerlauf
betrieben wird. Bei Aussetzen des Boots von einer steilen Rampe langsam in das
Wasser fahren. Den Notstoppschalter nicht benutzen, um den Motor abzustellen,
wenn dieser über Leerlaufdrehzahl läuft. Beim Ausfahren aus der Gleitfahrt kann eine
nachlaufende Welle hinten über den Bootsspiegel schwappen. Um dies zu
vermeiden, kurz etwas Gas geben, um die Stärke des Wellenschlags gegen das
Bootsheck abzuschwächen. Nicht schnell die Gleitfahrt verlassen, den
Rückwärtsgang einlegen und den Motor abstellen.

BETRIEBSTABELLE
Betriebs- tabelle
VOR DEM START NACH DEM START UNTERWEGS NACH DEM ABSTELLEN
Alle Anzeigen beobachten, Alle Anzeigen beobachten,
um den Motorzustand zu um den Motorzustand zu
Zündschlüssel auf OFF (AUS)
Bilgenablassstopfen einsetzen. prüfen. Bei abnormalen prüfen. Bei abnormalen
drehen.
Anzeigewerten den Motor Anzeigewerten den Motor
abstellen. abstellen.
Auf Kraftstoff-, Öl-, Wasser-,
Auf das akustische
Motorluke öffnen. Flüssigkeits- und Batterieschalter ausschalten (OFF).
Warnsignal achten.
Abgaslecks prüfen.
Funktion von Schalt- und
Batterieschalter einschalten. Kraftstoffabsperrventil schließen.
Gashebel prüfen.
Funktion der Lenkung
Bilgengebläse betätigen. Seehahn schließen.
prüfen.
Kühlsystem nach Betrieb in
Kraftstoffabsperrventil öffnen.
Seewasser spülen.
Seehahn öffnen. Bilge entleeren.
Ablasssystem schließen.
Z-Antrieb ganz nach unten/innen
trimmen.
Motorölstand prüfen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 37


Kapitel 3 - Auf dem Wasser
Betriebs- tabelle
VOR DEM START NACH DEM START UNTERWEGS NACH DEM ABSTELLEN
Alle anderen, vom Händler und/oder
Bootsbauer angegebenen
Prüfungen durchführen.
Auf den akustischen Alarm achten,
wenn der Zündschlüssel auf ON
(EIN) gedreht wird.

Starten und Stoppen des Motors


HINWEIS: Nur die Funktionen durchführen, die auf Ihr spezifisches Antriebssystem
zutreffen.
STARTEN DES MOTORS
1. Alle in der Betriebstabelle aufgeführten Punkte prüfen.
2. Den Fernschaltgriff in die Neutralstellung stellen.

! ACHTUNG
Überhitzung durch unzureichendes Kühlwasser verursacht Motor- und
Antriebsschäden. Während des Betriebs sicherstellen, dass an den
Wassereinlassöffnungen stets genug Wasser vorhanden ist.

! VORSICHT
Im Motorraum sammeln sich explosive Benzindämpfe. Verletzungen oder
Sachschäden vermeiden. Das Bilgengebläse vor dem Starten des Motors
mindestens fünf Minuten lang laufen lassen. Wenn Ihr Boot nicht mit einem
Bilgengebläse ausgestattet ist, die Motorluke öffnen und während des Startens
geöffnet lassen.

HINWEIS: MerCruiser DTS-Modelle sind mit SmartStart ausgestattet. Das SmartStart-


System ist mit einem Startknopf ausgestattet. Statt zum Starten des Motors den
Startknopf oder den Zündschalter zu halten und dann loszulassen, wenn der Motor
anspringt, wird der gesamte Startvorgang durch SmartStart gesteuert. Wenn der
Startknopf gedrückt wird, signalisiert das DTS-System dem Antriebssteuergerät, dass
der Motor gestartet werden soll. Wenn der Motor nicht anspringt, wird der Startvorgang
nach einigen Sekunden oder wenn die Motordrehzahl 400 U/min erreicht hat, beendet.
Bei dem Versuch, einen bereits laufenden Motor zu starten, wird der Motor abgestellt.
3. Zündschlüssel auf RUN (Betrieb) drehen.
4. Den Zündschlüssel auf START drehen und sofort loslassen, oder den Start-/
Stoppknopf drücken und loslassen. Bei kaltem Motor den Motor 6 bis 10 Minuten
lang mit Leerlaufdrehzahl laufen lassen oder bis die Temperatur 60 °C (140 °F)
erreicht.
5. Wenn der Motor nach 3 Versuchen immer noch nicht startet:
a. Den „Nur Gas"-Knopf drücken und den Fernschalthebel bzw. Gasgriff auf 1/4-
Gas vorschieben.
b. Zündschlüssel auf START drehen. Wenn der Motor startet, den Zündschlüssel
auf die Position ON (EIN) zurückkehren lassen.
6. Wenn der Motor nach Schritt 5 immer noch nicht startet:
a. Fernschalthebel/Gashebel auf Volllast stellen, dann zurück auf Viertelgas.
b. Zündschlüssel auf START drehen. Wenn der Motor startet, den Zündschlüssel
auf die Position ON (EIN) zurückkehren lassen.
7. Das Antriebssystem auf Kraftstoff-, Öl-, Wasser- und Abgaslecks untersuchen.

Seite 38 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

8. Den Hebel zügig nach vorne schieben, um den Vorwärtsgang einzulegen bzw. nach
hinten ziehen, um den Rückwärtsgang einzulegen. Nach dem Schalten den
Gashebel in die gewünschte Stellung bringen.

! ACHTUNG
Eine Beschädigung des Antriebssystems vermeiden. Wenn das Antriebssystem bei
höheren Drehzahlen als Leerlaufdrehzahl geschaltet wird, kann der Antrieb
beschädigt werden. Das Antriebssystem nur dann schalten, wenn der Motor mit
Leerlaufdrehzahl betrieben wird.
STOPPEN DES MOTORS
1. Den Fernschaltgriff auf Neutral/Leerlauf stellen und die Motordrehzahl auf
Leerlaufdrehzahl abfallen lassen. Wenn der Motor lange Zeit mit hohen Drehzahlen
betrieben wurde, muss er zum Abkühlen mindestens 3 bis 5 Minuten mit
Leerlaufdrehzahl betrieben werden.
2. Der Motor kann mit einer der vier nachstehenden Methoden abgestellt werden:
a. Zündschlüssel auf „ACCESSORY" oder „OFF" drehen. Der Motor stellt ab und
das Steuersystem wird deaktiviert.
b. Den Start-/Stoppknopf (falls vorhanden) betätigen. Der Motor stellt ab und das
Steuersystem bleibt aktiviert.
c. Den Zündschlüssel kurz auf START drehen und sofort loslassen. Das
Steuersystem erkennt, dass der Motor läuft und stellt den Motor ab. Das
Steuersystem bleibt aktiviert. Wenn der Zündschlüssel wieder auf START
gedreht wird, wird eine Startanforderung an das Steuersystem gesendet,
welches daraufhin den Motor startet, sofern zutreffend.
d. Betätigung des Notstoppschalters (falls vorhanden). Der Motor stellt ab, aber
das Steuersystem bleibt aktiviert. Das Steuersystem verhindert, dass der
Motor anspringt, wenn der Notstoppschalter aktiviert ist.
Nur-Gas-Betrieb
HINWEIS: Bei Betrieb im „Nur Gas" Modus (Neutral) verhindert das DTS-System eine
Erhöhung der Motordrehzahl auf über 3500 U/min.
Zero Effort Fernschaltungen: Zero Effort Fernschaltungen sind mit separaten Gas- und
Schalthebeln ausgestattet. Wenn der Gashebel über die Leerlaufposition hinaus
bewegt wird, während der Schalthebel auf Neutral steht, erhöht sich die Motordrehzahl
nur bis zur maximalen Leerlaufdrehzahl von 3500 U/min.

! VORSICHT
Bei Verwendung eines Zero Effort Fernschalthebels mit digitaler Gasregelung und
Schaltung (DTS) kann der Z-Antrieb bzw. das Getriebe durch die DTS-Steuerung
auch bei höheren als Leerlaufdrehzahlen geschaltet werden. Dies kann zu einer
plötzlichen oder unerwarteten Vor- oder Rückwärtsbewegung des Boots und einer
gefährlichen Situation führen, die schwere oder tödliche Verletzungen und
Sachschäden durch einen Verlust der Kontrolle über das Boot nach sich ziehen kann.
Vor dem Schalten des DTS-Schalthebels in den Vor- oder Rückwärtsgang stets den
Gashebel auf Leerlauf stellen.

Fernschaltungen am Instrumentenbrett und an der Konsole: Die am Instrumentenbrett


und an der Konsole montierten Fernschaltungen sind mit einem „Nur Gas" Kopf
ausgestattet. Zur Aktivierung des „Nur Gas" Modus:
1. Siehe Fernschaltungen bzgl. der Fernschaltungsfunktionen.
2. Den Fernschalthebel in die Leerlauf-/Neutralstellung bewegen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 39


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

3. Den „Nur Gas" Knopf drücken und den Fernschalthebel auf Leerlauf/Vorwärts oder
Leerlauf/Rückwärts stellen. Das DTS-Steuersystem gibt zwei Warntöne ab, um
anzuzeigen, dass der „Nur Gas" Modus aktiviert ist. Bei an der Konsole montierten
Fernschaltungen blinkt die Neutralleuchte.
4. Wenn der Fernschalthebel weiter vorgeschoben bzw. zurückgezogen wird, erhöht
sich die Motordrehzahl.
WICHTIG: Wenn der Fernschalthebel wieder zurück in die Leerlauf-/Neutralposition
gestellt wird, wird der „Nur Gas" Modus deaktiviert und das Getriebe kann geschaltet
werden.
5. Der „Nur Gas" Modus wird deaktiviert, wenn der Fernschalthebel in die Leerlauf-/
Neutralposition bewegt wird. Wenn der Fernschalthebel von der Leerlauf-/
Neutralposition auf Leerlauf/Vorwärts oder Leerlauf/Rückwärts gestellt wird, ohne
den „Nur Gas" Knopf zu drücken, schaltet sich das Getriebe in den gewünschten
Gang.
Anhängertransport
Das Boot kann mit nach OBEN oder UNTEN getrimmtem Z-Antrieb transportiert
werden. Beim Anhängertransport muss ausreichender Abstand zwischen Straße und
Z-Antrieb gewährleistet sein.
Ist dies nicht möglich, den Z-Antrieb in die maximale Trailer-Position bringen und mit
einem als Sonderausstattung beim Mercury MerCruiser Vertragshändler erhältlichen
Anhängertransportkit stützen.
Betrieb in Temperaturen unter dem Gefrierpunkt
WICHTIG: Wenn das Boot in Temperaturen unter dem Gefrierpunkt betrieben wird,
müssen Vorsichtsmaßnahmen getroffen werden, um Frostschäden am Antriebssystem
zu vermeiden. Frostschäden werden nicht von der Mercury MerCruiser Garantie
abgedeckt.
Ablassstopfen und Bilgenpumpe
Im Motorraum des Boots sammelt sich oft Wasser an. Aus diesem Grund sind Boote
normalerweise mit einem Ablassstopfen und/oder einer Bilgenpumpe ausgestattet.
Diese Teile müssen regelmäßig geprüft werden, um sicherzustellen, dass der
Wasserstand nicht bis an das Antriebssystem reicht und Motorteile beschädigt.
Schäden, die durch Untertauchen entstehen, werden nicht von der Mercury MerCruiser
Garantie abgedeckt.

Schutz von Personen im Wasser


Bei Marschfahrt
Es ist äußerst schwierig für eine im Wasser befindliche Person, einem auf sie
zukommenden Boot, selbst wenn es langsam fährt, schnell genug auszuweichen.

21604

Daher stets die Fahrt verlangsamen und äußerst vorsichtig vorgehen, wenn sich
Personen im Wasser befinden könnten.
Wenn ein Boot sich bewegt (auch wenn es nur gleitet) und der Außenborder in
Neutralstellung geschaltet ist, übt das Wasser genug Druck aus, um den Propeller zu
drehen. Diese neutrale Propellerdrehung kann schwere Verletzungen verursachen.

Seite 40 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

Bei still im Wasser liegendem Boot

! VORSICHT
Den Motor sofort abstellen, wenn sich jemand in der Nähe des Bootes im Wasser
befindet. Gerät eine Person im Wasser in Kontakt mit einem rotierenden Propeller,
einem fahrenden Boot, einem Getriebegehäuse oder mit einem anderen, fest an ein
fahrendes Boot oder Getriebegehäuse angebrachten Teil, sind schwere
Verletzungen nicht auszuschließen.

Das Getriebe auf Neutral schalten und den Motor abstellen, bevor Sie Personen in der
Nähe Ihres Bootes schwimmen oder ins Wasser lassen.

Betrieb von Hochgeschwindigkeits- und Hochleistungsbooten


Wenn Sie ein Hochleistungs- oder Rennboot haben, mit dem Sie nicht vertraut sind,
sollten Sie es erst dann mit hohen Geschwindigkeiten betreiben, wenn Sie eine
Orientierung und Vorführfahrt mit Ihrem Händler oder einer mit dem Boot vertrauten
Person durchgeführt haben. Weitere Informationen können Sie der Broschüre Hi-
Performance Boat Operation (Betrieb eines Hochleistungsboots) (90-849250-R2)
entnehmen, die bei Ihrem Verkaufs-, Vertriebshändler oder Mercury Marine erhältlich
ist.

Sicherheit von Passagieren - Ponton- und Deckboote


Der Fahrer muss während der Fahrt alle Passagiere beobachten. Passagiere dürfen
nicht stehen und keine Sitze benutzen, die nicht für den Gebrauch bei einem fahrenden
Boot vorgesehen sind. Eine plötzliche Reduzierung der Bootsgeschwindigkeit, wie sie
z.B. beim Eintauchen in eine große Welle oder Kielwasser, bei einer plötzlichen
Zurücknahme des Gashebels oder einer scharfen Wendung auftritt, kann Passagiere
vorne über Bord schleudern. Wenn Passagiere vorne zwischen die beiden
Schwimmkörper fallen, werden sie überfahren.
Boote mit offenem Vorderdeck
Während der Fahrt darf sich niemand auf dem Deck vor der Reling befinden. Alle
Passagiere müssen sich hinter der vorderen Reling bzw. der Einzäunung aufhalten.
Personen auf dem Vorderdeck können leicht über Bord geschleudert werden; und
Personen, die ihre Füße über der Vorderkante baumeln lassen, können durch eine
Welle ins Wasser gezogen werden.

mc79555-1

! VORSICHT
Schwere oder tödliche Verletzungen durch einen Sturz über die Vorderseite eines
Ponton- oder Deckbootes vermeiden. Bootsinsassen dürfen sich nicht vorne auf dem
Deck aufhalten und müssen während der Fahrt sitzen bleiben.

Boote mit vorne angebrachten, erhöhten Anglersitzen


Erhöhte Anglersitze sind nicht für den Gebrauch während der Fahrt mit erhöhter
Drehzahl oder Trolling-Drehzahl gedacht. Nur auf angemessenen Sitzplätzen sitzen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 41


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

Durch eine plötzliche Reduzierung der Bootsgeschwindigkeit könnten Passagiere auf


erhöhten Anglersitzen nach vorne über Bord stürzen.

mc79557-1

Springen über Wellen und Kielwasser


! VORSICHT
Bei Sprüngen über Wellen oder Kielwasser können Passagiere beim Aufschlagen
des Bootes stürzen oder über Bord geschleudert werden und schwere oder tödliche
Verletzungen erleiden. Das Springen über Wellen oder Kielwasser möglichst
vermeiden. Alle Insassen darauf hinweisen, dass sie sich im Falle eines Sprungs über
eine Welle oder Kielwasser möglichst niedrig halten und sich festhalten sollen.

mc79680-1

Die Fahrt über Wellen und Kielwasser gehört zum Bootsfahren. Wenn dies jedoch mit
so hoher Geschwindigkeit erfolgt, dass der Rumpf teilweise oder ganz aus dem Wasser
springt, entstehen bestimmte Risiken, besonders beim Wiedereintritt des Boots ins
Wasser.
Die größte Gefahr liegt darin, dass das Boot im Sprung die Richtung ändern kann. In
diesem Fall kann das Boot bei der Landung scharf eine neue Richtung einschlagen.
Durch einen solchen scharfen Richtungswechsel können Insassen von ihren Sitzen
oder über Bord geschleudert werden.
Das Springen über eine Welle oder Kielwasser birgt ein weiteres Risiko. Falls sich der
Bug in der Luft zu weit nach unten neigt, kann er beim Landen unter die
Wasseroberfläche tauchen. Hierdurch stoppt das Boot sofort fast vollständig, wodurch
Insassen nach vorne geschleudert werden können. Das Boot kann außerdem scharf
nach einer Seite einschlagen.

Aufprall auf Unterwasserobjekte


Wenn ein Boot in seichten Gewässern oder in Gebieten betrieben wird, in denen
eventuell Unterwasserhindernisse auf die Antriebsteile, Ruder oder den Bootsboden
stoßen könnten, Drehzahl zurücknehmen und vorsichtig weiterfahren.

mc79679-1

Seite 42 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

WICHTIG: Um das Risiko von Verletzungen oder Schäden durch Aufprall auf ein
Treibgut oder ein unter Wasser liegendes Hindernis soweit wie möglich zu reduzieren,
ist eine Kontrolle der Bootsgeschwindigkeit unumgänglich. Unter diesen Bedingungen
sollte das Boot auf einer Höchstgeschwindigkeit von 24 bis 40 km/h (15 bis 25 MPH)
gehalten werden.
Aufprall auf Treibgut oder ein unter Wasser liegendes Objekt kann viele Risiken bergen
und Folgendes bewirken:
• Das Boot kann plötzlich einen scharfen Richtungswechsel vornehmen. Durch einen
solchen scharfen Richtungswechsel können Insassen von ihren Sitzen oder über
Bord geschleudert werden.
• Einen plötzlichen Geschwindigkeitsabfall. Hierdurch werden Insassen nach vorne
oder über Bord geschleudert.
• Aufprallschäden an Unterwasserteilen von Antrieb, Ruder und/oder Boot.
Zur weitgehenden Eliminierung von Verletzungen oder Schäden durch Aufprall in
diesen Situationen muss die Bootsgeschwindigkeit reduziert werden. Die
Bootsgeschwindigkeit sollte auf Mindest-Gleitfahrtgeschwindigkeit gehalten werden,
wenn das Boot in Gewässern betrieben wird, in denen sich bekanntermaßen
Unterwasserhindernisse befinden.
Nach dem Auftreffen auf ein unter Wasser liegendes Objekt den Motor sobald wie
möglich abstellen und das Antriebssystem auf gebrochene oder lockere Teile
untersuchen. Wenn Schäden vorhanden sind oder vermutet werden, sollte der Antrieb
zur Inspektion und für etwaige notwendige Reparaturen zu einem Mercury MerCruiser
Vertragshändler gebracht werden.
Das Boot muss auf Risse in Rumpf und Spiegel sowie Wasserlecks untersucht werden.
Ein Betrieb mit beschädigten Unterwasserantriebsteilen, beschädigtem Ruder oder
Bootsboden kann weitere Schäden an anderen Teilen des Antriebssystems
verursachen oder die Kontrolle über das Boot beeinträchtigen. Wenn das Boot weiter
betrieben werden muss, so ist die Geschwindigkeit stark zu reduzieren.

! VORSICHT
Schwere oder tödliche Verletzungen durch einen Verlust der Kontrolle über das Boot
vermeiden. Wird das Boot mit großen Aufprallschäden weiter betrieben, können Teile
ausfallen und eventuelle Folgeschäden nach sich ziehen. Das Antriebssystem
gründlich untersuchen und eventuelle Reparaturen durchführen lassen.

Aufprallschutz des Antriebs


Die Power-Trimm-Hydraulik bietet einen Aufprallschutz für den Z-Antrieb. Wenn das
fahrende Boot auf ein Hindernis unter Wasser stößt, fängt das Hydrauliksystem den
Aufwärtsstoß des über das Hindernis fahrenden Z-Antriebs ab und reduziert so
Schäden am Antrieb. Wenn der Z-Antrieb das Hindernis passiert hat, bringt die
Hydraulik den Antrieb wieder in seine ursprüngliche Betriebsposition zurück und
vermeidet so einen Verlust der Lenkbarkeit und eine Überdrehung des Motors.
Beim Betrieb in seichten Gewässern oder in Gewässern, in denen sich
Unterwasserhindernisse befinden, muss äußerst vorsichtig vorgegangen werden. Im
Rückwärtsgang ist kein Aufprallschutz gegeben; daher muss beim Rückwärtsfahren
sehr aufgepasst werden, dass keine Hindernisse angefahren werden.
WICHTIG: Das Aufprallschutzsystem kann den Antrieb nicht vor allen Gefahren
schützen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 43


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

Betrieb mit tief liegenden Wassereinlässen in seichten Gewässern

mc75827-1
a
a - Tief liegende Wassereinlässe

! ACHTUNG
Missachtung dieser Anweisungen kann schwere Motorschäden zur Folge haben.
Sand, Schlick oder Schlamm kann in die Wassereinlässe gesaugt werden und die
Wasserzufuhr zum Motor beeinträchtigen oder unterbrechen.

Beim Betrieb eines Bootes mit tief liegenden Wassereinlässen in seichten Gewässern
muss sehr vorsichtig vorgegangen werden. Ein Anlanden des Bootes bei laufendem
Motor ist ebenfalls zu vermeiden.

Bedingungen, die sich auf den Betrieb auswirken


Lastverteilung (Passagiere und Ausrüstung) im Boot
Gewichtsverteilung zum Heck:
• Erhöht im Allgemeinen die Geschwindigkeit und Motordrehzahl
• Verursacht ein Springen des Bugs in rauen Gewässern
• Erhöht das Risiko, dass eine nachlaufende Welle in das Boot schwappt, wenn das
Boot die Gleitfahrt verlässt
• Kann im Extremfall zum Tauchstampfen des Bootes führen
Gewichtsverteilung zum Bug:
• Erleichtert die Gleitfahrt
• Verbessert die Fahrt in rauen Gewässern
• Kann im Extremfall dazu führen, dass das Boot schlingert (Buglenkung)
Bootsboden
Um die Höchstgeschwindigkeit zu erhalten, sollte der Bootsboden folgendermaßen
sein:
• Sauber, frei von Muscheln und Bewuchs
• Unverzogen, fast flach am Kontaktpunkt mit dem Wasser
• Gerade und glatt in Längsrichtung
Am angedockten Boot kann sich Bewuchs ansetzen. Dieser Bewuchs muss vor dem
Betrieb entfernt werden, da er die Wassereinlässe verstopfen und zu Motorüberhitzung
führen kann.
Kavitation
Kavitation tritt auf, wenn der Wasserfluss dem Profil eines schnellen
Unterwasserobjekts, wie z.B. einem Getriebegehäuse oder Propeller, nicht folgen
kann. Der Propeller wird zwar schneller, aber das Boot wird langsamer. Kavitation kann
die Oberfläche von Getriebegehäuse oder Propeller stark zerfressen. Folgendes sind
häufige Ursachen von Kavitation:

Seite 44 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 3 - Auf dem Wasser

• Kraut oder andere Fremdkörper, die sich im Propeller verfangen haben


• Verbogener Propellerflügel
• Grate oder scharfe Kanten am Propeller
Ventilation
Ventilation wird durch Luft oder Abgase um den Propeller verursacht, durch die der
Propeller schneller aber das Boot langsamer wird. Luftblasen schlagen auf die
Propellerflügel und fressen die Oberflächen an. Wenn dieser Prozess anhält, brechen
die Propellerflügel im Laufe der Zeit. Propellerventilation hat gewöhnlich folgende
Umstände zur Ursache:
• Antrieb zu weit nach außen getrimmt.
• Abstrahlring fehlt.
• Propeller oder Getriebegehäuse beschädigt, wodurch Abgase zwischen Propeller
und Getriebegehäuse austreten können.
• Antriebssystem zu hoch an der Spiegelplatte montiert.
Höhenlage und Klima
Änderungen von Höhenlage und Klima beeinflussen die Leistung des Antriebssystems.
Ein Leistungsverlust kann folgende Ursachen haben:
• Höhere Lagen
• Höhere Temperaturen
• Niedriger Luftdruck
• Hohe Luftfeuchtigkeit
Um optimale Motorleistung unter wechselnden Witterungsbedingungen
aufrechtzuerhalten, muss der Motor mit einem Propeller ausgerüstet sein, mit dem er
bei normaler Belastung und in normalen Witterungsbedingungen um den angegebenen
Höchstdrehzahlbereich laufen kann.
In den meisten Fällen kann die empfohlene Drehzahl erzielt werden, indem ein
Propeller mit niedrigerer Steigung angebaut wird.
Propellerauswahl
WICHTIG: Die in diesem Handbuch behandelten Motoren sind mit einem
Drehzahlbegrenzer ausgestattet, der auf eine Höchstdrehzahl (Grenzdrehzahl)
eingestellt ist. Diese Grenzdrehzahl liegt leicht über der normalen Betriebsdrehzahl des
Motors und dient dazu, Motorschäden durch überhöhte Motordrehzahl zu vermeiden.
Sobald die Drehzahl wieder in den empfohlenen Betriebsbereich abfällt, wird der
normale Motorbetrieb wieder aufgenommen.
Für die Ausrüstung des Antriebssystems mit dem korrekten Propeller ist der
Bootshersteller und/oder der Verkaufshändler verantwortlich. Siehe die Website von
Mercury Marine http://www.mercurymarine.com/
everything_you_need_to_know_about_propellers6.
Einen Propeller auswählen, mit dem das Antriebssystem bei normaler Bootsbelastung
an der oberen Grenze des angegebenen Volllastdrehzahlbereiches laufen kann.
Wenn der Volllastbetrieb unter dem empfohlenen Bereich liegt, muss der Propeller
ausgewechselt werden, um einen Leistungsverlust und mögliche Motorschäden zu
vermeiden. Andererseits verursacht der Betrieb eines Motors über dem empfohlenen
Drehzahlbereich außergewöhnlich hohen Verschleiß und/oder Schäden.
Nach der Auswahl des Propellers können folgende Probleme eventuell erforderlich
machen, dass der Propeller durch einen Propeller mit niedrigerer Steigung ersetzt
werden muss.
• Höhere Temperaturen und höhere Luftfeuchtigkeit verursachen einen
Leistungsverlust.
• Der Betrieb in Höhenlagen verursacht einen Leistungsverlust.

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Kapitel 3 - Auf dem Wasser

• Der Betrieb eines Boots mit verschmutztem Boden verursacht einen


Leistungsverlust.
• Betrieb mit höherer Belastung (zusätzliche Passagiere, Ziehen von
Wasserskifahrern) verursacht einen Leistungsverlust.
Zur besseren Beschleunigung, wie sie beispielsweise zum Wasserskifahren
erforderlich ist, sollte auf einen Propeller mit der nächstniedrigen Steigung umgestiegen
werden. Bei Verwendung dieses kleineren Propellers nur dann Vollgas geben, wenn
Wasserskifahrer gezogen werden.

Erste Schritte
20-stündige Einfahrzeit
WICHTIG: Die ersten 20 Betriebsstunden gelten als Einfahrzeit des Motors. Das
korrekte Einfahrverfahren ist unumgänglich für minimalen Ölverbrauch und maximale
Motorleistung. Während der Einfahrzeit müssen die folgenden Regeln beachtet
werden:
• Den Motor während der ersten 10 Betriebsstunden nicht längere Zeit unter 1500 U/
min betreiben. Nach dem Starten des Motors sobald wie möglich einen Gang
einlegen und den Gashebel auf eine Drehzahl über 1500 U/min stellen, falls die
Bedingungen einen sicheren Betrieb zulassen.
• Den Antrieb nicht längere Zeit mit einer konstanten Drehzahl betreiben.
• Während der ersten 10 Stunden Dreiviertelgas nicht überschreiten. Während der
nächsten 10 Stunden ist gelegentlicher Volllastbetrieb zulässig (in Intervallen von
maximal 5 Minuten).
• Volllastbeschleunigung aus Leerlaufdrehzahl vermeiden.
• Den Motor erst dann mit Volllast betreiben, wenn er seine normale
Betriebstemperatur erreicht hat.
• Den Motorölstand häufig prüfen. Ggf. Öl nachfüllen. Während der Einfahrzeit kann
der Ölverbrauch höher sein als normal.
Nach der Einfahrzeit
Um die Lebensdauer des Mercury MerCruiser Antriebssystems zu erhöhen, sollten die
folgenden Empfehlungen beachtet werden:
• Sicherstellen, dass der Motor mit dem angebauten Propeller bei normaler
Belastung an oder um den angegebenen maximalen Volllastbereich laufen kann
(siehe Technische Daten und Wartung).
• Der Motor sollte mit maximal Dreiviertelgas betrieben werden. Ein länger
andauernder Volllastbetrieb ist zu vermeiden.
• Motoröl und Ölfilter wechseln. Siehe Wartung.
Prüfung nach der ersten Saison
Am Ende der ersten Betriebssaison planmäßige Wartungsarbeiten mit dem Mercury
MerCruiser Vertragshändler besprechen bzw. durchführen lassen. In Gegenden, in
denen das Boot ganzjährig genutzt wird, sollte der Händler mindestens nach 100
Betriebsstunden bzw. einmal im Jahr aufgesucht werden.

Seite 46 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 4 - Technische Daten

Kapitel 4 - Technische Daten


Inhaltsverzeichnis
Kraftstoffanforderungen................................... 48 Motoröl............................................................. 49
Kraftstoffsorte ............................................ 48 Motordaten....................................................... 50
Verwendung umformulierter Flüssigkeitsspezifikationen.............................. 50
(sauerstoffangereicherter) Benzinsorten (nur Z-Antriebe .................................................. 50
in den USA) ............................................... 48 Motor ......................................................... 50
Alkoholhaltiges Benzin .............................. 48

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Kapitel 4 - Technische Daten

Kraftstoffanforderungen
WICHTIG: Die Verwendung eines falschen Benzins kann Motorschäden verursachen.
Motorschäden, die durch die Verwendung eines falschen Benzins entstanden sind,
werden als Motormissbrauch angesehen und daher nicht von der Garantie abgedeckt.
Kraftstoffsorte
Mercury MerCruiser Motoren arbeiten zufrieden stellend mit einem unverbleiten
Marken-Normalbenzin, das den folgenden Spezifikationen entspricht:
USA und Kanada - Kraftstoff mit einer Oktanzahl von mindestens 87 (R+M)/2
verwenden. Super (92 [R+M]/2) ist ebenfalls zulässig. KEINEN verbleiten Kraftstoff
verwenden.
Alle anderen Länder - Kraftstoff mit einer Oktanzahl von mindestens 90 ROZ
verwenden. Super (98 ROZ) ist ebenfalls zulässig. Wenn kein bleifreies Benzin zur
Verfügung steht, hochwertiges verbleites Benzin verwenden.
Verwendung umformulierter (sauerstoffangereicherter) Benzinsorten (nur in den USA)
Diese Benzinsorte ist in bestimmten Gebieten der USA vorgeschrieben. Die beiden
sauerstoffhaltigen Kraftstoffkomponenten sind Alkohol (Ethanol) oder Äther (MTBE
oder ETBE). Wenn Ethanol in Ihrem Benzin vorhanden ist, lesen Sie „Alkoholhaltiges
Benzin".
Dieses umformulierte Benzin ist für die Verwendung in Ihrem Mercury MerCruiser Motor
zugelassen.
Alkoholhaltiges Benzin
Wenn das Benzin in Ihrer Gegend Methanol (Methylalkohol) oder Ethanol
(Ethylalkohol) enthält, sollten Sie sich eventueller nachteiliger Auswirkungen bewusst
sein. Diese Auswirkungen sind bei methanolhaltigen Benzinen stärker. Je höher der
Prozentsatz von Alkohol im Benzin, desto schlimmer können die Auswirkungen sein.
Einige dieser nachteiligen Auswirkungen sind darauf zurückzuführen, dass
alkoholhaltiges Benzin Feuchtigkeit aus der Luft aufnimmt, wodurch eine Wasser-/
Alkoholphasentrennung vom Benzin im Kraftstofftank stattfindet.
Die Komponenten des Kraftstoffsystems Ihres Mercury MerCruiser Motors halten einen
Alkoholgehalt von ca. 10 % im Benzin aus. Wir wissen nicht, welchen Prozentsatz das
Kraftstoffsystem Ihres Boots aushält. Wenden Sie sich bzgl. spezifischer
Empfehlungen für die Kraftstoffsystemkomponenten Ihres Boots (Kraftstofftanks, -
leitungen und -anschlüsse) an Ihren Bootshersteller. Beachten Sie, dass
alkoholhaltiges Benzin folgende Auswirkungen verstärkt:
• Korrosion von Metallteilen
• Verschleiß von Gummi- und Kunststoffteilen
• Undichtigkeiten in Gummi-Kraftstoffleitungen
• Start- und Betriebsschwierigkeiten

! VORSICHT
BRAND- UND EXPLOSIONSGEFAHR: Aus einem Teil des Kraftstoffsystems
austretender Kraftstoff kann zu Bränden und Explosionen sowie schweren oder
tödlichen Verletzungen führen. Das gesamte Kraftstoffsystem regelmäßig
untersuchen, besonders bei Wiederinbetriebnahme nach der Lagerung. Alle
Kraftstoffteile auf Undichtigkeiten, Aufweichen, Verhärtung, Verdickung oder
Korrosion untersuchen. Jegliche Anzeichen von Undichtigkeiten oder Verschleiß
erfordern den Austausch des jeweiligen Teils vor der Inbetriebnahme des Motors.

Aufgrund der potenziellen negativen Auswirkungen von Alkohol im Kraftstoff wird


empfohlen, möglichst nur Kraftstoff ohne Alkoholanteil zu verwenden. Wenn kein
Kraftstoff ohne Alkoholanteil zur Verfügung steht oder der Alkoholanteil nicht bekannt
ist, das Kraftstoffsystem häufiger auf Undichtigkeiten und Anomalitäten untersuchen.

Seite 48 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 4 - Technische Daten

WICHTIG: Wenn ein Mercury MerCruiser Motor mit alkoholhaltigem Kraftstoff


betrieben wird, darf der Kraftstoff nicht über einen längeren Zeitraum im Kraftstofftank
gelagert werden. Längere Lagerungsperioden, die bei Booten nicht ungewöhnlich sind,
führen zu außergewöhnlichen Problemen. Kraftfahrzeuge verbrauchen
Mischkraftstoffe gewöhnlich, bevor der Kraftstoff eine Feuchtigkeitsmenge absorbieren
kann, die zu Problemen führt. Boote werden jedoch oft so lange nicht betrieben, dass
eine Phasentrennung auftreten kann. Darüber hinaus kann der Alkohol während der
Lagerung zu interner Korrosion führen, wenn er die schützende Ölschicht der internen
Komponenten abgespült hat.

Motoröl
Zur Erhaltung der optimalen Motorleistung und für optimalen Motorschutz empfehlen
wir unbedingt die Verwendung der folgenden Öle in der angegebenen Reihenfolge:
1. MerCruiser / Quicksilver Synthetic Blend, Viertaktöl der Klassifizierung NMMA FC-
W.
2. MerCruiser / Quicksilver Öl der Klassifizierung 25W40 NMMA FC-W.
3. Ein Öl der Klassifizierung NMMA FC-W.
4. MerCruiser / Quicksilver Viertaktöl 25W40 ohne Klassifizierung FC-W.
5. Ein qualitativ hochwertiges, Einbereichs-Detergensöl gemäß der nachstehenden
Betriebstabelle.
HINWEIS: Von der Verwendung von Ölen ohne Detergenswirkung, Mehrbereichsölen
(außer den angegebenen), Synthetikölen ohne Klassifizierung FC-W, qualitativ
minderwertigen Ölen oder Ölen mit Feststoffadditiven wird ausdrücklich abgeraten.

MerCruiser/ Quicksilver Synthetic Blend, NMMA FC-W rated, 4-cycle oil

MerCruiser / Quicksilver 25W40 NMMA FC-W rated oil


ORDER OF PREFERENCE

A NMMA FC-W rated oil

MerCruiser / Quicksilver 4-cycle 25W40, non FC-W rated oil

SAE40W

SAE30W

SAE 20W

8082
32° F 50° F
0° C 10° C
AIR TEMPERATURE

90-864195E60 MAI 2006 Seite 49


Kapitel 4 - Technische Daten

Motordaten
350 MAG MPI MX 6.2 MPI
Modelle 4.3L MPI 5.0L MPI 350 MAG MPI MX 6.2 MPI
Horizon Horizon

Motorleistung (PS)1. 220 260 300 300 320 320

Kilowatt1. 164 194 224 224 238 238

Hubraum 4,3 L (262 cid) 5,0 L (305 cid) 5,7 L (350 cid) 6,2 L (377 cid)
Angegebener
4400-4800 4600-5000 4800-5200 4800-5200
Volllastdrehzahlbereich2.

Leerlaufdrehzahl in Neutral2. 6003.

Mindestöldruck im Leerlauf4. 41 kPa (6 psi)

Mindestöldruck bei 2000 U/min4. 124 kPa (18 psi)

Thermostat, Modelle mit


71 °C (160 °F)
Seewasserkühlung
Thermostat, Modelle mit
77 °C (170 °F)
Zweikreiskühlsystem

Zündeinstellung im Leerlauf3. Nicht einstellbar

Zündfolge 1-6-5-4-3-2 1-8-4-3-6-5-7-2


Elektrik 12 V negative (-) Masse
Generator-Ladestrom -
65 A
Amperezahl bei heißem Motor
Generator-Ladestrom -
72 A
Amperezahl bei kaltem Motor
Empfohlene Batteriekapazität
750 CCA, 950 MCA oder 180 Ah
(Modelle ohne DTS) (Minimum)
Empfohlene Batteriekapazität
800 CCA, 1000 MCA oder 190 Ah
(Modelle mit DTS) (Minimum)
Zündkerzentyp AC Platin (AC 41-993)
Elektrodenabstand 1,5 mm (0.060 in.)

Flüssigkeitsspezifikationen
Z-Antriebe
HINWEIS: Die angegebene Ölkapazität schließt den Getriebeölmonitor ein.
Modell Füllmenge Flüssigkeitssorte
Alpha One 1892 ml (64 oz.)
Bravo One 2736 ml (92-1/2 oz.)
Hochleistungs-Getriebeschmiermittel
Bravo Two 3209 ml (108-1/2 oz.)
Bravo Three 2972 ml (100-1/2 oz.)

Motor
WICHTIG: Alle Füllmengen sind ungefähre Flüssigkeitsmaße.
WICHTIG: Je nach Einbauwinkel und Kühlsystemen (Wärmetauscher und
Flüssigkeitsleitungen) müssen die Ölstände evtl. angepasst werden.
4.3L MPI Modelle Füllmenge Flüssigkeitssorte

Motoröl (mit Filter)1. 3,8 Liter (4 U.S. qt.) Mercury/Quicksilver synthetisches Motoröl MerCruiser 25W-40

Meerwasser-Kühlsystem2. 20 Liter (21 U.S. qt.) Propylenglykol und destilliertes Wasser

Mercury Langzeitkühlmittel/Frostschutzmittel oder Ethylenglykol 5/100


Geschlossener Kühlkreislauf 19 Liter (20 U.S. qt.) Langzeitkühlmittel/Frostschutzmittel zu gleichen Teilen mit destilliertem Wasser
gemischt

1. Motorleistung gemäß SAE J1228/ISO 8665 Kurbelwellenleistung gemessen und korrigiert.


2. Mit einem geeichten Werkstatt-Drehzahlmesser bei betriebswarmem Motor gemessen.
3. Leerlaufdrehzahl und Zündeinstellung von Motoren mit elektronischer Kraftstoffeinspritzung sind nicht einstellbar.
4. Öldruck muss bei betriebswarmem Motor geprüft werden.
1. Stets einen Peilstab benutzen, um die genau erforderliche Öl- oder Flüssigkeitsmenge zu bestimmen.
2. Die Informationen zur Füllmenge für das Seewasserkühlsystem gelten nur für die Winterlagerung.

Seite 50 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 4 - Technische Daten
5.0 MPI, 350 MAG MPI, MX 6.2 MPI Modelle
Füllmenge Flüssigkeitssorte
(einschließlich Horizon)
Mercury/Quicksilver synthetisches Motoröl MerCruiser
Motoröl (mit Filter)1. 4,25 Liter (4.5 U.S. qt.)
25W-40

Meerwasser-Kühlsystem2. 20 Liter (21 U.S. qt.) Propylenglykol und destilliertes Wasser

Mercury Langzeitkühlmittel/Frostschutzmittel oder


Ethylenglykol 5/100 Langzeitkühlmittel/
Geschlossener Kühlkreislauf 19 Liter (20 U.S. qt.)
Frostschutzmittel zu gleichen Teilen mit destilliertem
Wasser gemischt

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Kapitel 4 - Technische Daten

Notizen:

Seite 52 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

Kapitel 5 - Wartung
Inhaltsverzeichnis
Verantwortungsbereiche des Eigners/ Prüfen ........................................................ 66
Bootsführers..................................................... 54 Füllen ......................................................... 67
Verantwortungsbereiche des Händlers............ 54 Wechseln ................................................... 67
Wartung........................................................... 54 Reinigung des Flammschutzes........................ 67
Do-It-Yourself-Wartungsempfehlungen........... 55 PCV-Ventil ................................................. 68
Überprüfung..................................................... 55 Wechseln ............................................. 68
Wartungsplan - Modelle mit Z-Antrieb............. 56 Wasserabscheidenden Kraftstofffilter wechseln
Routinewartung ......................................... 56 ......................................................................... 69
Täglich – Vor dem Start ....................... 56 GEN II Modelle .......................................... 69
Täglich – Nach dem Betrieb ................ 56 GEN III Modelle ......................................... 70

5
Wöchentlich ......................................... 56 Schmierung...................................................... 72
Alle zwei Monate bzw. 50 Betriebsstunden Lenkung......................................................72
............................................................. 56 Gaszug.......................................................74
Wartungsplan ............................................ 56 Schaltzug - Typische Ausführung...............75
Nach den ersten 20 Einfahrstunden .... 56 Z-Antrieb und Spiegelplatte........................75
Alle 100 Betriebsstunden bzw. mindestens Z-Antrieb - Keilwellenprofil und O-Ringe der
einmal im Jahr ..................................... 56 Gelenkwelle (Z-Antrieb ausgebaut)............76
Alle 200 Betriebsstunden oder alle 3 Jahre Motorkupplung............................................76
............................................................. 57 Modelle mit Antriebswellenverlängerung....77
Alle 300 Betriebsstunden oder alle 3 Jahre Propeller........................................................... 77
............................................................. 57 Propeller - Reparatur..................................77
Alle 5 Jahre .......................................... 57 Alpha Propeller - Abbau.............................77
Wartungsprotokoll............................................ 57 Alpha Propeller - Anbau.............................78
Motoröl............................................................. 58 Bravo One Propeller - Abbau.....................79
Prüfen ........................................................ 58 Bravo One Propeller - Anbau.....................79
Füllen ......................................................... 58 Bravo Two Propeller - Abbau.....................80
Öl- und Filterwechsel ................................. 59 Bravo Two Propeller - Anbau.....................81
Einfaches Motoröl-Ablasssystem ........ 59 Bravo Three Propeller - Abbau...................82
Motoröl-Ablasspumpe .......................... 60 Bravo Three Propeller - Anbau...................83
Filterwechsel ........................................ 60 Rippenkeilriemen............................................. 85
Servolenkflüssigkeit......................................... 61 Prüfen ........................................................ 85
Prüfen ........................................................ 61 Austauschen und/oder Einstellen .............. 85
Füllen ......................................................... 61 Batterie............................................................. 86
Wechseln ................................................... 61 Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit
Motorkühlmittel................................................. 62 Batterien für Mehrfachmotoren mit
Prüfen ........................................................ 62 elektronischer Kraftstoffeinspritzung..........87
Füllen ......................................................... 63 Spülen des Antriebssystems............................ 87
Wechseln ................................................... 63 Spülanschlüsse ......................................... 88
Z-Antriebs-Öl.................................................... 63 Wassereinlassöffnungen im Z-Antrieb ....... 88
Prüfen ........................................................ 64 Alternative Wassereinlässe ....................... 90
Füllen ......................................................... 64 Korrosionsschutz............................................. 92
Wechseln ................................................... 65 Lackieren des Antriebssystems ................. 97
Power-Trimm-Flüssigkeit................................. 66

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Kapitel 5 - Wartung

Verantwortungsbereiche des Eigners/Bootsführers


Der Bootsführer muss alle Sicherheitskontrollen durchführen, sicherstellen, dass alle
Schmier- und Wartungsanweisungen beachtet werden und den Motor regelmäßig von
einem Mercury MerCruiser Vertragshändler inspizieren lassen.
Für normale Wartungsarbeiten und Ersatzteile ist der Bootseigner/Bootsführer
verantwortlich. Diese sind nicht als „Material- oder Verarbeitungsfehler" unter der
Garantie abgedeckt. Die erforderlichen Wartungsarbeiten werden von individuellem
Fahrverhalten und Nutzung beeinflusst.
Eine sachgemäße Wartung und Pflege Ihres Antriebssystems gewährleistet optimale
Leistung und Zuverlässigkeit und reduziert die anfallenden Betriebskosten auf ein
Minimum. Für Wartungsarbeiten wenden Sie sich an einen autorisierten Mercury
MerCruiser Händler.

Verantwortungsbereiche des Händlers


Normalerweise gehören eine Inspektion und Vorbereitung vor der Auslieferung zum
Verantwortungsbereich des Händlers. Darunter fällt Folgendes:
• Sicherstellen, dass das Boot korrekt ausgerüstet ist.
• Vor Auslieferung sicherstellen, dass das Mercury MerCruiser Antriebssystem und
andere Ausrüstungen ordnungsgemäß funktionieren.
• Alle für eine optimale Leistung erforderlichen Einstellungen durchführen.
• Den Kunden mit der Ausrüstung an Bord vertraut machen.
• Den Betrieb des Antriebssystems und Bootes erläutern und vorführen.
• Dem Kunden eine Kopie der Checkliste der Inspektion vor der Auslieferung
übergeben.
• Ihr Verkaufshändler muss direkt nach dem Verkauf des neuen Produkts die
Garantiekarte vollständig ausfüllen und an das Werk schicken.

Wartung
! VORSICHT
Schwere oder tödliche Verletzungen und Sachschäden durch Stromschlag, Brand
oder Explosion vermeiden. Vor Arbeiten am Antriebssystem stets beide Batteriekabel
von der Batterie abtrennen.

! VORSICHT
Im Motorraum können sich Dämpfe entwickeln. Verletzungen oder Schäden am
Antriebssystem durch Kraftstoffdämpfe oder Explosion vermeiden. Den Motorraum
vor Arbeiten am Antriebssystem stets gut lüften.

WICHTIG: Für eine komplette Liste aller durchzuführenden Wartungsarbeiten siehe


„Wartungsplan". Einige Arbeiten können vom Eigner/Bootsführer durchgeführt werden,
während andere von einem Mercury MerCruiser Vertragshändler durchgeführt werden
sollten. Wir empfehlen, vor der Durchführung von Wartungs- oder Reparaturarbeiten,
die nicht in diesem Handbuch behandelt werden, ein Mercury MerCruiser
Wartungshandbuch zu kaufen und gut durchzulesen.
HINWEIS: Wartungspunkte sind farbcodiert, damit sie leichter identifiziert werden
können. S. Aufkleber am Motor bzgl. Identifizierung.
Wartungspunkt - Farbcodes
Blau Kühlmittel
Gelb Motoröl
Orange Kraftstoff

Seite 54 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung
Wartungspunkt - Farbcodes
Schwarz Getriebeöl
Braun Getriebe (nur Innenborder)

Do-It-Yourself-Wartungsempfehlungen
Moderne Bootsgeräte wie z.B. Ihr Mercury MerCruiser Antriebssystem sind
komplizierte technische Maschinen. Elektronische Zündungen und spezielle
Kraftstoffsysteme verbessern zwar den Kraftstoffverbrauch, sind jedoch für
ungeschulte Mechaniker auch schwieriger instand zu halten.
Wenn Sie zu den Menschen gehören, die gerne selber an Motoren arbeiten, sollten Sie
die folgenden Punkte beachten.
• Etwaige Reparaturen sollten nur dann durchgeführt werden, wenn man mit den
Vorsichtsmaßnahmen, Warnhinweisen und allen Verfahren vertraut ist. Ihre
Sicherheit liegt uns am Herzen.
• Wenn Sie das Produkt selber instand halten möchten, empfehlen wir Ihnen die
Bestellung des Werkstatthandbuches für das jeweilige Modell. Im
Werkstatthandbuch stehen die korrekten, zu befolgenden Verfahren. Es ist für den
geschulten Mechaniker geschrieben, so dass einige Verfahren evtl. unverständlich
sind. Führen Sie keine Reparaturen durch, wenn Sie die Anleitungen nicht
verstehen.
• Für einige Reparaturen ist spezielles Werkzeug erforderlich. Führen Sie diese
Reparaturen nur dann durch, wenn dieses Werkzeug bzw. die erforderliche
Ausrüstung vorhanden ist. Andernfalls können Schäden am Produkt entstehen,
deren Reparaturkosten die Kosten überschreiten würden, die ein Händler
berechnen würde.
• Wenn Sie den Motor oder Antrieb außerdem teilweise zerlegt haben und nicht
wieder zusammenbauen können, muss der Mechaniker in der Werkstatt des
Händlers die Teile wieder zusammenbauen und das Produkt testen, um das
Problem festzustellen. Hierdurch entstehen höhere Kosten, als wenn Sie das
Produkt bei einem Problem direkt zu einem Händler gebracht hätten. Zur Behebung
des Problems ist ggf. nur eine einfache Einstellung vonnöten.
• Rufen Sie den Händler, die Serviceniederlassung oder das Werk nicht an, um eine
telefonische Diagnose des Systems oder die Erläuterung eines
Reparaturverfahrens zu erhalten. Probleme können nur schwer über das Telefon
diagnostiziert werden.
Ihr Vertragshändler kümmert sich gerne um Ihr Antriebssystem. Er verfügt über
werksgeschulte Mechaniker.
Ihr Vertragshändler sollte regelmäßige Wartungsprüfungen an Ihrem Antriebssystem
durchführen. Er kann den Motor im Herbst auf den Winter vorbereiten und vor Beginn
der nächsten Bootssaison instand setzen. Dies reduziert die Wahrscheinlichkeit
etwaiger Probleme, die während der Bootssaison auftreten können, wenn Sie das
Bootsfahren ungestört genießen möchten.

Überprüfung
Das Antriebssystem häufig und regelmäßig untersuchen, um die optimale
Betriebsleistung zu gewährleisten und potenziellen Problemen vorzubeugen. Das
gesamte Antriebssystem einschließlich aller zugänglicher Motorteile sollte sorgfältig
geprüft werden.
• Auf lockere, beschädigte oder fehlende Teile, Schläuche und Schellen
untersuchen; ggf. anziehen oder austauschen.
• Zünd- und Stromkabel auf Schäden untersuchen.
• Propeller abbauen und untersuchen. Bei tiefen Kerben, Rissen oder starker
Verbiegung den Mercury MerCruiser Vertragshändler aufsuchen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 55


Kapitel 5 - Wartung

• Kerben und Korrosionsschäden an der Lackierung des Antriebssystems reparieren.


Den Mercury MerCruiser Vertragshändler verständigen.

Wartungsplan - Modelle mit Z-Antrieb


Routinewartung
HINWEIS: Nur die Wartungsarbeiten durchführen, die auf Ihr spezifisches
Antriebssystem zutreffen.
TÄGLICH – VOR DEM START
• Motoröl prüfen (Intervall kann je nach persönlicher Erfahrung verlängert werden).
• Ölstand des Z-Antriebs, der Trimmpumpe und und Füllstand der Servolenkung oder
der kompakten Hydrauliklenkung prüfen.
TÄGLICH – NACH DEM BETRIEB
• Bei Betrieb in Meer-, Brack- oder verschmutztem Wasser das Kühlsystem nach
jedem Betrieb spülen.
WÖCHENTLICH
• Wassereinlassöffnungen auf Verschmutzung oder Bewuchs untersuchen.
Seewasserfilter prüfen und reinigen. Kühlmittelstand prüfen.
• Antriebsanoden prüfen und austauschen, wenn sie zu 50 Prozent abgenutzt sind.
ALLE ZWEI MONATE BZW. 50 BETRIEBSSTUNDEN
• Propellerwelle schmieren und Mutter nachziehen (bei ausschließlichem Betrieb in
Süßwasser kann dieses Wartungsintervall auf vier Monate verlängert werden).
• Nur bei Betrieb in Meer-, Brack- oder verschmutztem Wasser: Oberflächen des
Antriebssystems mit Korrosionsschutzspray behandeln.
• Batterieanschlüsse und Batteriesäurestand prüfen.
• Alle Anzeigen und Kabelanschlüsse auf festen Sitz prüfen. Anzeigen reinigen.1.
Wartungsplan
HINWEIS: Nur die Wartungsarbeiten durchführen, die auf Ihr spezifisches
Antriebssystem zutreffen.
NACH DEN ERSTEN 20 EINFAHRSTUNDEN
Um die Lebensdauer des Mercury MerCruiser Antriebssystems zu verlängern,
empfehlen wir folgendes:
• Motoröl und -filter wechseln.
• Z-Antriebsöl wechseln.
ALLE 100 BETRIEBSSTUNDEN BZW. MINDESTENS EINMAL IM JAHR
• Lackierung des Antriebssystems ausbessern.
• Motoröl und -filter wechseln.
• Antriebsöl wechseln.
• Den Kardanring an der Lenkwelle festziehen.
• Den Einsatz des wasserabscheidenden Kraftstofffilters austauschen.
• Lenkung und Fernschaltung auf lockere, fehlende oder beschädigte Teile
untersuchen. Züge und Gestänge schmieren.
• Massekreis auf lockere oder beschädigte Anschlüsse untersuchen. Leistung des
MerCathode-Geräts (Bravo-Modelle) prüfen.
HINWEIS: An V6-Modellen kann das PCV-Ventil nicht gewartet werden. Es ist ein
integraler Bestandteil des Ventildeckels.
• Den Flammschutz, den Schalldämpfer der Leerlaufluftsteuerung (MPI-Motoren)
und die Kurbelgehäuse-Entlüftungsschläuche reinigen. Das PCV-Ventil
untersuchen, sofern vorhanden.

1. Bei Betrieb in Seewasser wird das Wartungsintervall auf mindestens alle 25 Betriebsstunden bzw. alle 30 Tage verkürzt.

Seite 56 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

• Zustand und Spannung der Riemen prüfen.


• Modelle mit Antriebswellenverlängerung: Kreuzgelenke der Antriebswelle und
beide Lagerträgerseiten an der Antriebswellenverlängerung schmieren.
ALLE 200 BETRIEBSSTUNDEN ODER ALLE 3 JAHRE
• Kreuzgelenke, Keilwellenprofil und Gummibalg prüfen. Schellen prüfen. Motorflucht
prüfen. Das Keilwellenprofil des Kreuzgelenks und Lager der Kreuzgelenke
schmieren (falls ein Schmiernippel vorhanden ist).
• Kardanlager und Motorkupplung schmieren.2.
ALLE 300 BETRIEBSSTUNDEN ODER ALLE 3 JAHRE
• Die Motoraufhängung auf festen Sitz überprüfen und ggf. nachziehen.
• Die Verteilerkappe (falls vorhanden) prüfen.
• Elektrik auf lockere, beschädigte oder korrodierte Befestigungsteile untersuchen.
• Schlauchschellen von Kühlsystem und Abgasanlage auf festen Sitz prüfen. Beide
Systeme auf Beschädigung oder Undichtigkeiten untersuchen.
• Seewasserpumpe zerlegen und untersuchen und verschlissene Teile austauschen.
• Seewasserteil des Zweikreiskühlsystems reinigen. Druckdeckel reinigen,
inspizieren und prüfen.
• Die Komponenten der Abgasanlage prüfen und sicherstellen, dass die
Klappenventile (falls vorhanden) nicht fehlen oder verschlissen sind.
ALLE 5 JAHRE
• Das Kühlmittel wechseln (alle zwei Jahre, wenn kein Langzeit-Frostschutzmittel
verwendet wird).

Wartungsprotokoll
Alle am Antriebssystem durchgeführten Wartungsarbeiten hier aufführen. Alle
Arbeitsaufträge und Quittungen aufbewahren.
Datum Durchgeführte Wartung Motorbetriebsstunden

2. Die Motorkupplung alle 50 Betriebsstunden schmieren, wenn der Motor längere Zeit im Leerlauf betrieben wird.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 57


Kapitel 5 - Wartung

Motoröl
! ACHTUNG
UMWELTVERSCHMUTZUNGSGEFAHR! Das Verschütten bzw. Ablassen von Öl
oder ölhaltigem Abfall in die Umwelt ist gesetzlich verboten. Bei Nutzung oder
Reparatur des Bootes kein Öl oder ölhaltigen Abfall freisetzen. Öl oder ölhaltigen
Abfall gemäß örtlicher Bestimmungen in Behälter abfüllen und entsorgen.

Prüfen
1. Den Motor abstellen. Öl in die Ölwanne laufen lassen (hierfür ca. 5 Minuten Zeit
lassen). Das Boot muss ruhig im Wasser liegen.
2. Den Ölpeilstab herausziehen. Abwischen und wieder in das Peilstabrohr einführen.
60 Sekunden warten, damit die eingeschlossene Luft entweichen kann.
HINWEIS: Sicherstellen, dass der Peilstab so eingesetzt ist, dass die
Ölstandsmarkierungen zur Rückseite des Motors (Schwungradseite) zeigen.

a 6095

a - Peilstab-Führungsrohr

WICHTIG: Den Ölstand mit dem empfohlenen Öl bis zur Markierung FULL oder OK auf
dem Peilstab nachfüllen (nicht darüber).
3. Den Peilstab herausziehen und den Ölstand prüfen. Der Ölstand muss zwischen
FULL oder OK und ADD liegen. Den Peilstab wieder in das Peilstabrohr einsetzen.
Füllen
WICHTIG: Nicht zuviel Motoröl einfüllen.

Seite 58 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

WICHTIG: Stets einen Peilstab benutzen, um die genau erforderliche Öl- oder
Flüssigkeitsmenge zu bestimmen.
1. Den Öleinfülldeckel entfernen.

6065

WICHTIG: Den Ölstand mit dem empfohlenen Öl bis zur Markierung FULL oder OK auf
dem Peilstab nachfüllen (nicht darüber).
2. Den Ölstand mit dem empfohlenen Öl bis zur Markierung FULL oder OK auf dem
Peilstab nachfüllen (nicht darüber). Den Ölstand erneut prüfen.
3. Den Einfülldeckel wieder anbringen.
Motormodell Motoröl-Füllmenge Flüssigkeitssorte
4.3L (262 cid) 3,8 Liter (4 U.S. qt.)
5.0L (305 cid) Mercury/Quicksilver synthetisches Motoröl MerCruiser 25W-40
4,25 Liter (4.5 U.S. qt.)
5.7L (350 cid)

Öl- und Filterwechsel


Die Intervalle des Öl- und Filterwechsels sind unter „Wartungsplan" nachzuschlagen.
Motoröl sollte gewechselt werden, bevor das Boot gelagert wird.
WICHTIG: Motoröl bei betriebswarmem Motor wechseln. Warmes Öl läuft leichter und
nimmt mehr Fremdkörper mit. Nur ein empfohlenes Motoröl benutzen (siehe
„Technische Daten").
EINFACHES MOTORÖL-ABLASSSYSTEM
HINWEIS: Bei diesem Verfahren darf das Boot nicht im Wasser liegen.
1. Den Ölfilter lösen, um das System zu belüften.

a f
c
b

d e 7284

a - Bilgenablassstopfen d - Stopfen des Ölablassschlauchs


b - Deckelbefestigung e - Ölablassschlauch
c - Clip f - Bilgenablassflansch

2. Den Bilgenablassstopfen entfernen.


3. Die Deckelbefestigung durch den Bilgenablass ziehen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 59


Kapitel 5 - Wartung

4. Den Ölablassschlauch in einen geeigneten Behälter stecken.


5. Den Ablassstopfen aus dem Ölablassschlauch entfernen.
6. Wenn das Öl vollständig abgelaufen ist, den Ablassstopfen wieder in den
Ölablassschlauch einsetzen.
7. Den Schlauch durch den Bilgenablass schieben und den Bilgenablassstopfen
wieder einsetzen.
MOTORÖL-ABLASSPUMPE
1. Den Ölfilter lösen, um das System zu belüften.
2. Den Ölpeilstab herausziehen.
3. Die Ölpumpe auf dem Peilstabrohr anbringen.

a
c
b
mc70571-1

a - Typische Ölpumpe c - Ölablassschlauch


b - Peilstab-Führungsrohr

4. Das Schlauchende der Motorölpumpe in einen geeigneten Behälter hängen und


mit dem Pumpengriff so lange pumpen, bis das Kurbelgehäuse leer ist.
5. Die Pumpe abbauen.
6. Den Ölpeilstab einführen.
FILTERWECHSEL
1. Ölfilter ausbauen und entsorgen.

6068
a
a - Ölfilter

2. Den Dichtungsring am neuen Filter mit Motoröl schmieren und anbringen.


3. Den Ölfilter (entsprechend den Herstelleranweisungen) anziehen. Nicht zu fest
anziehen.
4. Den Öleinfülldeckel entfernen.
WICHTIG: Immer den Peilstab benutzen, um genau festzustellen, wie viel Öl
erforderlich ist.
5. Den Ölstand mit dem empfohlenen Öl bis zur Unterkante des mit OK markierten
Bereichs auf dem Peilstab bringen.

Seite 60 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

6. Das Boot muss ruhig im Wasser liegen. Den Ölstand prüfen und ggf. angegebenes
Öl bis zur Markierung FULL oder OK (aber nicht darüber) einfüllen.
HINWEIS: Durch Hinzufügen von0,95 Liter (1 qt.) Motoröl steigt der Motorölstand von
der Markierung „ADD" bis zum oberen „OK"-Bereich.
Motormodell Motoröl-Füllmenge Flüssigkeitssorte
4.3L MPI 3,8 Liter (4 U.S. qt.) Mercury/Quicksilver synthetisches Motoröl MerCruiser
5.0 MPI, 350 MAG MPI, MX 6.2 MPI 5.7L (350 cid) 4,25 Liter (4.5 U.S. qt.) 25W-40

7. Den Motor starten, drei Minuten laufen lassen und auf Undichtigkeiten prüfen. Den
Motor abstellen. Öl in die Ölwanne laufen lassen (hierfür ca. 5 Minuten Zeit lassen).
Das Boot muss ruhig im Wasser liegen.

Servolenkflüssigkeit
Prüfen
1. Den Motor abstellen und den Z-Antrieb mittig ausrichten.
2. Den Einfülldeckel/Peilstab entfernen und den Flüssigkeitsstand beobachten.
a. Der Flüssigkeitsstand sollte bei betriebswarmem Motor innerhalb des
Warmbereichs liegen.
b. Der Flüssigkeitsstand sollte bei kaltem Motor innerhalb des Kaltbereichs
liegen.

b
a

6100

a - Servolenkpumpe c - Warmer Bereich


b - Kalter Bereich

3. Bis zur FULL Markierung mit korrektem Öl befüllen.


WICHTIG: Wenn keine Flüssigkeit in der Pumpe zu sehen ist, wenden Sie sich bitte an
den Mercury MerCruiser Vertragshändler.
Füllen
1. Den Einfülldeckel/Peilstab entfernen und den Flüssigkeitsstand beobachten.
2. Quicksilver Power-Trimm- und Servolenkflüssigkeit oder Dexron III
Automatikgetriebeöl einfüllen, um das Öl auf den korrekten Stand zu bringen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Power-Trimm- und
114 Servolenkung 92-802880Q1
Servolenkflüssigkeit

3. Den Einfülldeckel/Peilstab wieder anbringen.


Wechseln
Die Servolenkflüssigkeit muss nur gewechselt werden, wenn sie mit Wasser oder
Schmutzstoffen kontaminiert ist. Kontakt mit dem Mercury MerCruiser Vertragshändler
aufnehmen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 61


Kapitel 5 - Wartung

Motorkühlmittel
Prüfen

! VORSICHT
Vor Ausbau des Kühlmittel-Druckdeckels den Motor abkühlen lassen. Durch
plötzlichen Druckverlust kann das heiße Kühlmittel kochen und herausspritzen. Nach
Abkühlen des Motors den Deckel eine Viertelumdrehung drehen, um den Druck
langsam entweichen zu lassen. Dann den Deckel herunterdrücken und ganz
abschrauben.

1. Deckel vom Wärmetauscher nehmen und den Flüssigkeitsstand prüfen.


a

6101

a - Wärmetauscherdeckel

2. Der Kühlmittelstand im Wärmetauscher sollte bis zum unteren Rand des


Einfüllstutzens reichen.
WICHTIG: Den Druckdeckel beim Wiedereinsetzen fest anziehen, so dass er fest auf
dem Einfüllstutzen sitzt.
3. Kühlmittelstand im Ausgleichsbehälter bei betriebswarmem Motor prüfen.
4. Der Kühlmittelstand muss zwischen den Markierungen ADD und FULL stehen.

6102

5. Bei Bedarf mehr Kühlmittel nachfüllen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Extended Life Antifreeze/Coolant
122 (Hochleistungs-Kühl-/ Geschlossenes Kühlsystem 92-877770K1
Frostschutzmittel)

Seite 62 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

Füllen

! ACHTUNG
Von der Verwendung von Frostschutzmittel auf Alkohol- oder Methanolbasis oder
reinem Wasser für den Gebrauch im geschlossenen Kühlkreis des Kühlsystems ist
abzuraten.

! ACHTUNG
Überhitzung durch unzureichendes Kühlwasser verursacht Schäden am Motor und
Antriebssystem. Während des Betriebs sicherstellen, dass an den
Wassereinlassöffnungen stets genug Wasser vorhanden ist.

! ACHTUNG
Im geschlossenen Kühlkreis des Motorkühlsystems eingeschlossene Luft kann zur
Überhitzung des Motors und zu Motorschäden führen. Um beim Füllen des
geschlossenen Kühlkreises zu verhindern, dass Luft eindringt, das Boot so
positionieren, dass die Vorderseite des Motors höher liegt als die Rückseite.

HINWEIS: Kühlmittel nur bei betriebswarmem Motor einfüllen.


1. Einfülldeckel vom Ausgleichsbehälter nehmen.
2. Bis zur FULL Markierung mit dem angegebenen Kühlmittel füllen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Extended Life Antifreeze/Coolant
122 (Hochleistungs-Kühl-/ Geschlossenes Kühlsystem 92-877770K1
Frostschutzmittel)

3. Einfülldeckel am Ausgleichsbehälter anbringen.


Wechseln
Den Mercury MerCruiser Vertragshändler verständigen.

Z-Antriebs-Öl
! ACHTUNG
UMWELTSCHÄDLICH! Das Verschütten bzw. Ablassen von Öl oder ölhaltigem Abfall
in die Umwelt ist gesetzlich verboten. Bei Nutzung oder Reparatur des Bootes kein
Öl oder ölhaltigen Abfall freisetzen. Öl oder ölhaltigen Abfall gemäß örtlicher
Bestimmungen in Behälter abfüllen und entsorgen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 63


Kapitel 5 - Wartung

Prüfen
HINWEIS: Der Ölstand ändert sich während des Betriebs. Der Ölstand sollte bei kaltem
Motor und vor dem Start geprüft werden.
1. Den Getriebeölstand prüfen. Der Ölstand im Getriebeölmonitor muss um die FULL
Markierung liegen. Wenn Wasser unten am Monitor sichtbar ist oder an der
Öleinfüll-/-ablassschraube erscheint bzw. wenn das Öl verfärbt aussieht, muss
umgehend der Mercury MerCruiser Vertragshändler verständigt werden. Beide
Zustände deuten auf ein Wasserleck im Z-Antrieb hin.

a a

6107
6105

Modelle mit Seewasserkühlung Modelle mit Zweikreiskühlung


a - Getriebeölmonitor

Füllen
WICHTIG: Falls mehr als 59 ml (2 fl. oz.) Hochleistungs-Getriebeschmiermittel zum
Füllen des Monitors benötigt werden, ist eventuell ein Dichtring undicht. Mangelnde
Schmierung kann den Z-Antrieb beschädigen. Den Mercury MerCruiser
Vertragshändler verständigen.
1. Den Deckel des Getriebeölmonitors abnehmen.
2. Bis zur FULL Markierung mit korrektem Öl befüllen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

87 Hochleistungs-Getriebeschmiermittel Getriebeölmonitor 92-802854Q1

3. Den Deckel wieder installieren.


HINWEIS: Zum Füllen des gesamten Z-Antriebs die nachstehenden Anweisungen
unter „Wechseln" beachten.

Seite 64 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

Wechseln
1. Getriebeölmonitor aus der Halterung entfernen.

6109

a - Getriebeölmonitor

2. Inhalt in einen geeigneten Behälter leeren.


3. Getriebeölmonitor in der Halterung installieren.
4. Bravo One Modelle: Propeller ausbauen, Z-Antrieb bis zum Anschlag nach unten/
innen trimmen, Öleinfüll-/-ablassschraube und Dichtungsscheibe entfernen und Öl
ablassen.

mc79506-1
b
a - Öleinfüll-/-ablassschraube b - Dichtungsscheibe

5. Alle anderen Modelle: Z-Antrieb bis zum Anschlag nach außen/oben trimmen,
Öleinfüll-/-ablassschraube und Dichtungsscheibe entfernen und Öl ablassen.

b
a
mc79507-1

a - Öleinfüll-/-ablassschraube b - Dichtungsscheibe

90-864195E60 MAI 2006 Seite 65


Kapitel 5 - Wartung

6. Entlüftungsschraube und Dichtungsscheibe entfernen. Öl vollständig ablaufen


lassen.

a b

mc77106-1
a - Entlüftungsschraube b - Dichtungsscheibe

WICHTIG: Wenn Wasser aus der Öleinfüll-/-ablassöffnung gelaufen ist oder das Öl
milchig erscheint, ist der Z-Antrieb undicht und muss umgehend von einem Mercury
MerCruiser Vertragshändler geprüft werden.
7. Den Z-Antrieb so absenken, dass die Propellerwelle waagerecht liegt. Den Z-
Antrieb durch die Öleinfüll-/-ablassöffnung mit dem angegebenen Getriebeöl
befüllen, bis das Schmiermittel luftblasenfrei aus der Ölentlüftungsöffnung fließt.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

87 Hochleistungs-Getriebeschmiermittel Z-Antrieb 92-802854Q1

WICHTIG: Im Antrieb nur Mercury/Quicksilver Hochleistungs-Getriebeschmiermittel


verwenden.
8. Entlüftungsschraube und Dichtungsscheibe installieren.
9. So lange Getriebeöl in den Getriebeölmonitorkreis pumpen, bis es im
Getriebeölmonitor erscheint.
10. Den Monitor befüllen, bis der Ölstand im Betriebsbereich liegt. Nicht überfüllen.
Sicherstellen, dass sich die Gummidichtung im Deckel befindet. Den Deckel
einsetzen. Nicht zu fest anziehen.
HINWEIS: Die angegebene Ölkapazität schließt den Getriebeölmonitor ein.
Modell Füllmenge Flüssigkeitssorte
Alpha One 1892 ml (64 oz.)
Bravo One 2736 ml (92 1/2 oz.)
Hochleistungs-Getriebeschmiermittel
Bravo Two 3209 ml (108 1/2 oz.)
Bravo Three 2972 ml (100 1/2 oz.)

11. Die Pumpe aus der Öleinfüll-/-ablassöffnung nehmen. Dichtungsscheibe und


Öleinfüll-/-ablassschraube schnell installieren. Fest anziehen.
12. Den Propeller wieder anbringen. Siehe Propeller.
13. Den Ölstand nach dem ersten Betrieb prüfen.
WICHTIG: Der Ölstand im Getriebeölmonitor steigt und fällt während des
Motorbetriebs; den Ölstand immer prüfen, wenn der Z-Antrieb kalt und der Motor
abgestellt ist.

Power-Trimm-Flüssigkeit
Prüfen
WICHTIG: Zum Prüfen des Ölstands den Z-Antrieb ganz nach unten/innen trimmen.
1. Den Z-Antrieb ganz nach unten/innen trimmen.

Seite 66 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

2. Ölstand prüfen. Der Ölstand muss zwischen den Linien „MIN" und „MAX" am Öltank
stehen.

a b
7876

a - Tank b - Linien „MIN" und „MAX"

3. Bei Bedarf mit dem angegebenen Öl befüllen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Power-Trimm- und
114 Power-Trimm-Pumpe 92-802880Q1
Servolenkflüssigkeit

Füllen
1. Den Einfülldeckel aus dem Tank nehmen.
HINWEIS: Der Einfülldeckel ist belüftet.
2. Öl einfüllen, bis der Ölstand zwischen den Markierungen „MIN" und „MAX" am Tank
liegt.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Power-Trimm- und
114 Power-Trimm-Pumpe 92-802880Q1
Servolenkflüssigkeit

3. Den Einfülldeckel anbringen.


Wechseln
Die Power-Trimm-Flüssigkeit muss nur gewechselt werden, wenn sie mit Wasser oder
Schmutzstoffen kontaminiert ist. Kontakt mit dem Mercury MerCruiser Vertragshändler
aufnehmen.

Reinigung des Flammschutzes


! VORSICHT
Benzinbrand und Explosion vermeiden. Benzin ist unter bestimmten Bedingungen
äußerst feuergefährlich und hochexplosiv. Beim Reinigen des Flammschutzes sehr
vorsichtig vorgehen; sicherstellen, dass die Zündung ausgeschaltet ist. Beim
Reinigen des Flammschutzes nicht rauchen und Funken oder offene Flammen aus
dem Arbeitsbereich fern halten.

1. Motorabdeckung entfernen.
2. Den Kurbelgehäuse-Entlüftungsschlauch vom Anschlussstück am Flammschutz
und am Ventildeckel abklemmen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 67


Kapitel 5 - Wartung

3. Flammschutz entfernen.

! VORSICHT
Benzinbrand und Explosion vermeiden. Benzin ist unter bestimmten Bedingungen
äußerst feuergefährlich und hochexplosiv. Benzin keinesfalls als Lösungsmittel zur
Reinigung verwenden.

d
c

e
6110

f
a - Motorabdeckungsknopf d - Befestigungshalterung der
b - Motorabdeckung Motorabdeckung
c - Muttern, Flammschutz e - Flammschutz
f - Kurbelgehäuse-Entlüftungsschlauch

4. Den Flammschutz mit warmem Wasser und einem milden Reinigungsmittel


säubern.
5. Den Flammschutz auf Löcher, Risse oder Verschleiß untersuchen. Nach Bedarf
austauschen.
6. Den Flammschutz vor Gebrauch vollständig trocknen lassen.
7. Den Kurbelgehäuse-Entlüftungsschlauch mit warmem Wasser und einem milden
Reinigungsmittel säubern. Mit Druckluft trocknen oder vollständig an der Luft
trocknen lassen.
8. Den Kurbelgehäuse-Entlüftungsschlauch auf Risse oder Verschleiß untersuchen.
Nach Bedarf austauschen.
9. Den Flammschutz und die Flammschutzhalterung installieren. Die Muttern der
Flammschutzhalterung auf das korrekte Drehmoment anziehen.
Beschreibung Nm lb. in. lb. ft.
Mutter der Flammschutzhalterung 12 106

10. Den Kurbelgehäuse-Entlüftungsschlauch an das Anschlussstück am Flammschutz


und am Ventildeckel anschließen.
11. Motorabdeckung installieren.
PCV-Ventil
WECHSELN
WICHTIG: Ausschließlich Mercury MerCruiser Ersatzteile verwenden, um
sicherzustellen, dass der Motor die Emissionsvorschriften erfüllt.

Seite 68 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

HINWEIS: An V6-Modellen kann das PCV-Ventil nicht repariert werden und ist ein
integraler Bestandteil des Ventildeckels.
1. Das PCV-Ventil aus dem backbordseitigen Ventildeckel ausbauen.

a mc71925-1

a - PCV-Ventil b - Schlauch

2. Das PCV-Ventil vom Schlauch abklemmen und entsorgen.


3. Ein neues PCV-Ventil in den Ventildeckel einbauen und den Schlauch wieder
anschließen.
4. Sicherstellen, dass das PCV-Ventil fest im Deckel sitzt.

Wasserabscheidenden Kraftstofffilter wechseln


! VORSICHT
Schwere oder tödliche Verletzungen durch Benzinbrand oder Explosion vermeiden;
Benzin ist unter bestimmten Bedingungen äußerst feuergefährlich und hochexplosiv.
Bei der Wartung von Teilen des Kraftstoffsystems sicherstellen, dass der Motor
abgekühlt, die Zündung ausgeschaltet ist und der Notstoppschalter (falls vorhanden)
auf OFF (AUS) steht. Im Arbeitsbereich nicht rauchen und Funken bzw. offene
Flammen fern halten. Verschütteten Kraftstoff sofort aufwischen. Vor Schließen der
Motorhaube sicherstellen, dass keine Kraftstofflecks vorhanden sind.

GEN II Modelle
1. Den Motor abkühlen lassen.
HINWEIS: Mercury MerCruiser empfiehlt, den Motor vor dem Ausbau des Filters 12
Stunden lang nicht zu betreiben.
2. Kraftstoffventil (falls vorhanden) schließen.
3. Einen Lappen um den wasserabscheidenden Kraftstofffilter wickeln, um
auslaufenden oder herausspritzenden Kraftstoff aufzufangen.
4. Den wasserabscheidenden Kraftstofffilter und Dichtring aus der Halterung
entfernen und entsorgen.
5. Motoröl auf den Dichtring des neuen Filters auftragen.
Tube Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

MerCruiser synthetisches Motoröl SAE25W-40 Filterdichtring 92-883725K01

90-864195E60 MAI 2006 Seite 69


Kapitel 5 - Wartung

6. Filter auf die Halterung schrauben und handfest anziehen. Keinen Filterschlüssel
verwenden.
a

6527

a - Kraftstofffilter-Montagehalter c - Kraftstofffilter
b - Dichtring

7. Kraftstoffventil (falls vorhanden) öffnen.


8. Sicherstellen, dass der Motorraum gut belüftet ist.
9. Kühlwasserversorgung zum Motor herstellen.
10. Den Motor anlassen. Prüfen, ob Kraftstofflecks am Kraftstofffilter vorhanden sind.
Wenn Lecks vorhanden sind, den Motor sofort abstellen. Filtermontage erneut
prüfen, verschütteten Kraftstoff aufwischen und den Motorraum ordnungsgemäß
lüften. Kann das Leck nicht behoben werden, den Motor sofort abstellen und
Kontakt mit dem Mercury MerCruiser Vertragshändler aufnehmen.
GEN III Modelle
1. Den Motor abkühlen lassen.
HINWEIS: Mercury MerCruiser empfiehlt, den Motor vor Ausbau des Filters 12
Stunden lang nicht zu betreiben.
2. Kraftstoffventil (falls vorhanden) schließen.
3. Den „Cool Fuel" Modulkabelbaum vom Motor-Kabelbaum trennen.
4. Den Zündschlüssel in die Startposition drehen und den Starter 5 Sekunden lang
betreiben.
5. Den Zündschlüssel auf OFF stellen.

Seite 70 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

6. Die Befestigungsschrauben des Filters lösen, bis jede Schraube vom „Cool Fuel"
Modul gelöst ist. Die Filter-Befestigungsschrauben nicht vom Filterdeckel
entfernen.
d

b h

f
g

8837

a- „Cool Fuel" Modul e- Kraftstofffiltereinsatz


b- „Cool Fuel" Modulkabelbaum f- Filterschale
c- Filterdeckel g- „Cool Fuel" Modul Filterbehälter
d- Filter-Befestigungsschraube h- O-Ring

7. Den Filter am Griff fassen und hochziehen. Den Filter zu diesem Zeitpunkt nicht
vom „Cool Fuel" Modul trennen.
8. Kraftstoff, der sich im Filter befindet, muss unten aus dem Filter und in den Behälter
des „Cool Fuel" Moduls ablaufen.
9. Die Filterschale vom Filterdeckel trennen. Hierzu den Filterdeckel fassen und im
Uhrzeigersinn drehen, dabei das Filtergehäuse festhalten.
10. Den wasserabscheidenden Kraftstofffilter aus der Filterschale entfernen und in
einen sauberen, zugelassenen Behälter legen.
11. Wasser und Rückstände aus der Filterschale entfernen.
12. Einen neuen wasserabscheidenden Kraftstofffilter in der Filterschale einbauen.
Den Filtereinsatz vollständig in die Schale drücken.
13. Einen neuen O-Ring auf der Filterschale anbringen.
14. Den Filterdeckel auf die Filterschale drücken, indem der Filterdeckel gefasst und
gegen den Uhrzeigersinn gedreht wird, während die Filterschale festgehalten wird,
bis der Filterdeckel deutlich einrastet.
15. Den Kraftstofffilter vorsichtig im „Cool Fuel" Modul anbringen, um das Auslaufen
von Kraftstoff zu vermeiden. Die Schrauben im Filterdeckel mit den
Schraubenbohrungen im „Cool Fuel" Modul ausrichten. Die
Befestigungsschrauben für den Filter von Hand anziehen.
16. Sicherstellen, dass der Filterdeckel fest auf dem „Cool Fuel" Modul aufsitzt und die
Filter-Befestigungsschrauben festziehen.
Beschreibung Nm lb. in. lb. ft.
Filter-Befestigungsschraube 6 53

90-864195E60 MAI 2006 Seite 71


Kapitel 5 - Wartung

17. Kraftstoffventil (falls vorhanden) öffnen.


18. Den „Cool Fuel" Modulkabelbaum wieder an den Motor-Kabelbaum anschließen.
19. Kühlwasserversorgung zum Motor herstellen.
20. Den Motorraum ordnungsgemäß belüften.
21. Den Motor anlassen. Prüfen, ob Kraftstofflecks am Kraftstofffilter vorhanden sind.
Wenn Lecks vorhanden sind, den Motor sofort abstellen. Filtermontage erneut
prüfen, verschütteten Kraftstoff aufwischen und den Motorraum ordnungsgemäß
lüften. Kann das Leck nicht behoben werden, den Motor sofort abstellen und
Kontakt mit dem Mercury MerCruiser Vertragshändler aufnehmen.

Schmierung
Lenkung

! ACHTUNG
Den Lenkzug nicht im ausgefahrenen Zustand schmieren. Andernfalls kann es zu
einer hydraulischen Sperre und einem Verlust der Lenkbarkeit kommen.

HINWEIS: Wenn der Lenkzug nicht mit einem Schmiernippel ausgestattet ist, kann die
Seele des Seilzuges nicht geschmiert werden.
1. Wenn der Lenkzug mit Schmiernippeln ausgestattet ist: Lenkrad drehen, bis der
Lenkzug ganz in das Gehäuse eingezogen ist. Ca. 3 Pumpstöße Schmiermittel aus
einer normalen Handfettpresse auftragen.

6221

a - Lenkzug-Schmiernippel

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

34 Spezialschmiermittel 101 Lenkzug-Schmiernippel 92-802865Q1

Seite 72 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

2. Lenkrad drehen, bis der Lenkzug ganz ausgefahren ist. Den freiliegenden Teil des
Seilzuges leicht schmieren.

6222

a - Ausgefahrener Lenkzug

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

34 Spezialschmiermittel 101 Lenkzug 92-802865Q1

a. Gelenkpunkt der Lenkung schmieren.

11883

a - Gelenkpunkt der Lenkung

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

34 Spezialschmiermittel 101 Gelenkpunkt der Lenkung 92-802865Q1

90-864195E60 MAI 2006 Seite 73


Kapitel 5 - Wartung

3. Lenkungsstift schmieren.

mc71904-1

a - Lenkungsstift

Tube Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilenummer

MerCruiser Synthetic Blend Motoröl SAE 25W-40 Lenkungsstift 92-883725K01

4. Boote mit Doppelmotoren: Gelenkpunkte der Verbindungsstange schmieren.


Tube Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilenummer

MerCruiser Synthetic Blend Motoröl SAE 25W-40 Gelenkpunkte der Verbindungsstange 92-883725K01

5. Beim ersten Starten des Motors und vor dem Losfahren das Lenkrad mehrmals
nach Steuerbord und dann nach Backbord drehen, um sicherzustellen, dass das
System ordnungsgemäß funktioniert.
Gaszug
1. Gelenkpunkte und Kontaktstellen der Führung schmieren.
b

5577

a - Gelenkpunkte b - Kontaktstellen der Führung

Tube Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Gelenkstellen und Kontaktflächen des Gaszugs bzw.
MerCruiser synthetisches Motoröl SAE25W-40 92-883725K01
der Gaszugführung

Seite 74 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

Schaltzug - Typische Ausführung


1. Gelenkpunkte und Kontaktstellen der Führung schmieren.
b

mc79736
a - Gelenkpunkte b - Kontaktstellen der Führung

Tube Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilenummer


MerCruiser Synthetic Blend Motoröl SAE Schaltzug-Gelenkpunkte und Gaszugführungs-
92-883725K01
25W-40 Kontaktflächen

Z-Antrieb und Spiegelplatte


1. Zum Schmieren des Kardanlagers ca. 8-10 Pumpstöße Fett aus einer normalen
Handfettpresse auftragen.

mc77068-1

a - Schmiernippel des Kardanlagers

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

42 Kreuzgelenk- und Kardanlagerfett Kardanlager 92-802870Q1

2. Zur Schmierung der Propellerwelle s. Abschnitt Propeller.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 75


Kapitel 5 - Wartung

Z-Antrieb - Keilwellenprofil und O-Ringe der Gelenkwelle (Z-Antrieb ausgebaut)


1. Fett auf die O-Ringe der Gelenkwelle und das Keilwellenprofil der Antriebswelle
auftragen.

8591

a - Keilwellenprofil der Antriebswelle b - Gelenkwellen-O-Ringe (3)

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Keilwellenprofil der Antriebswelle und
91 Motorkupplungs-Keilwellenprofilfett 92-802869Q1
O-Ringe der Gelenkwelle

2. Zur Schmierung der Propellerwelle s. Abschnitt „Propeller".


Motorkupplung
1. Das Keilwellenprofil der Motorkupplung durch die Schmiernippel schmieren. Hierzu
ca. 8-10 Pumpstöße Fett aus einer normalen Handfettpresse auftragen.
HINWEIS: Wenn das Boot längere Zeit mit Leerlaufdrehzahlen betrieben wird, sollte
die Kupplung geschmiert werden. Bravo Modelle - alle 50 Betriebsstunden;Alpha
Modelle - alle 150 Betriebsstunden.

a 6213 6212

Alpha Antriebskupplung Bravo Antriebskupplung


a - Schmiernippel

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

91 Motorkupplungs-Keilwellenprofilfett Kupplung 92-802869Q1

HINWEIS: Alpha Modelle - Das Antriebssystem ist mit einer versiegelten


Motorkupplung und selbstschmierenden Gelenkwellen ausgestattet. Die versiegelte
Kupplung sowie das Keilwellenprofil können ohne Ausbau des Z-Antriebs geschmiert
werden. Die selbstschmierenden Kreuzgelenke müssen nicht geschmiert werden.
HINWEIS: Bravo Modelle - Die Kupplung sowie das Keilwellenprofil können ohne
Ausbau des Z-Antriebs geschmiert werden. Schmiermittel aus einer normalen
Handfettpresse auftragen, bis eine kleine Menge Fett austritt. Die selbstschmierenden
Kreuzgelenke müssen nicht geschmiert werden.

Seite 76 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

Modelle mit Antriebswellenverlängerung


1. Die Antriebswelle am Spiegelende durch die Schmiernippel schmieren. Hierzu ca.
10-12 Pumpstöße Fett aus einer normalen Handfettpresse auftragen.

a
mc71346-1

a - Lage der Schmiernippel

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

42 Kreuzgelenk- und Kardanlagerfett Antriebswellen-Schmiernippel 92-802870Q1

2. Die Antriebswelle am Motorende durch die Schmiernippel schmieren. Hierzu ca.


3-4 Pumpstöße Fett aus einer normalen Handfettpresse auftragen.

mc71347-1

a - Lage der Schmiernippel

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

42 Kreuzgelenk- und Kardanlagerfett Antriebswellen-Schmiernippel 92-802870Q1

Propeller
Propeller - Reparatur
Einige beschädigte Propeller können repariert werden. Den Mercury MerCruiser
Vertragshändler verständigen.
Alpha Propeller - Abbau

! VORSICHT
Verletzungen vermeiden: Die Fernschaltung muss auf Neutral stehen und der
Zündschlüssel aus dem Zündschloss gezogen sein, bevor der Propeller ab- bzw.
angebaut wird.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 77


Kapitel 5 - Wartung

! VORSICHT
Verletzungen vermeiden: Vor Entfernen der Propellermutter einen Holzblock
zwischen Antiventilationsplatte und Propeller stecken, um die Hände vor den
Propellerflügeln zu schützen und den Propeller beim Ausbau der
Propellerwellenmutter am Drehen zu hindern.

1. Einen Holzblock zwischen Propellerflügel und Antiventilationsplatte einbringen, um


den Propeller am Drehen zu hindern. Die Laschen des Sicherungsblechs
geradebiegen.
2. Die Propellerwellenmutter durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn abschrauben.
3. Sicherungsblech, Antriebsmuffe, Propeller und Druckstück von der Propellerwelle
schieben.
Alpha Propeller - Anbau

! ACHTUNG
Verletzungen und Schäden an Propeller oder Z-Antrieb durch einen oder mehrere
lockere Propeller vermeiden. Der Propeller kann sich beim normalen Betrieb lockern.
Die Propellermutter(n) muss/müssen während der Bootssaison und während der
angegebenen Wartungsintervalle regelmäßig auf festen Sitz geprüft werden. Die
Propellermutter(n) auf Spezifikation anziehen.

WICHTIG: Wird das Sicherungsblech wieder verwendet, muss es gründlich auf Risse
oder andere Beschädigungen der Laschen untersucht werden. Das Sicherungsblech
austauschen, wenn es in fragwürdigem Zustand ist.

e f
a
b c
6215

g
a- Propellerwelle e - Antriebsmuffe
b- Druckstück f - Sicherungsblech
c- Flo-Torq II Antriebsnabe g - Propellermutter
d- Propeller

1. Eine dicke Schicht eines der folgenden Schmiermittel auf die Propellerwelle
auftragen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

34 Spezialschmiermittel 101 Propellerwelle 92-802865Q1

94 Korrosionsschutzfett Propellerwelle 92-802867Q1

95 2-4-C Bootsschmiermittel mit Teflon Propellerwelle 92-802859Q1

2. Druckstück mit der abgestuften Seite zuerst auf die Propellernabe stecken.

Seite 78 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

3. Flo-Torq II Antriebsnabe auf dem Propeller installieren.


HINWEIS: Die Antriebsmuffe ist konisch und schiebt sich bei Anziehen der Mutter auf
das korrekte Drehmoment ganz in den Propeller.
4. Das Keilwellenprofil ausrichten und den Propeller auf die Propellerwelle setzen.
5. Antriebsmuffe und Sicherungsblech installieren.
6. Die Propellermutter anbringen und auf Spezifikation festziehen.
Beschreibung Nm lb. in. lb. ft.

Propellermutter1. 75 55

7. Die drei Laschen des Sicherungsblechs in die Rillen der Zahnscheibe umbiegen.
Nach dem ersten Betrieb die drei Laschen geradebiegen und die Propellermutter
nachziehen. Die Laschen wieder in die Zahnscheibe umbiegen. Den Propeller
spätestens nach 20 Betriebsstunden prüfen. Das Boot nicht mit locker sitzendem
Propeller betreiben.
Bravo One Propeller - Abbau

! VORSICHT
Verletzungen vermeiden: Die Fernschaltung muss auf Neutral stehen und der
Zündschlüssel aus dem Zündschloss gezogen sein, bevor der Propeller ab- bzw.
angebaut wird.

! VORSICHT
Verletzungen vermeiden: Vor Entfernen der Propellermutter einen Holzblock
zwischen Antiventilationsplatte und Propeller stecken, um die Hände vor den
Propellerflügeln zu schützen und den Propeller beim Ausbau der
Propellerwellenmutter am Drehen zu hindern.

1. Einen Holzblock zwischen Propellerflügel und Antiventilationsplatte einbringen, um


den Propeller am Drehen zu hindern. Die Laschen des Sicherungsblechs
geradebiegen.
2. Die Propellerwellenmutter durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn abschrauben.
3. Sicherungsblech, Antriebsmuffe, Propeller und Druckstück von der Propellerwelle
schieben.
Bravo One Propeller - Anbau

! ACHTUNG
Verletzungen und Schäden an Propeller oder Z-Antrieb durch einen oder mehrere
lockere Propeller vermeiden. Der Propeller kann sich beim normalen Betrieb lockern.
Die Propellermutter(n) muss/müssen während der Bootssaison und während der
angegebenen Wartungsintervalle regelmäßig auf festen Sitz geprüft werden. Die
Propellermutter(n) auf Spezifikation anziehen.

1. Das angegebene Propellermuttern-Anzugsdrehmoment ist der Mindestwert.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 79


Kapitel 5 - Wartung

WICHTIG: Wird das Sicherungsblech wieder verwendet, muss es gründlich auf Risse
oder andere Beschädigungen der Laschen untersucht werden. Das Sicherungsblech
austauschen, wenn es in fragwürdigem Zustand ist.

e f
a
b c
6215

g
a- Propellerwelle e - Antriebsmuffe
b- Druckstück f - Sicherungsblech
c- Flo-Torq II Antriebsnabe g - Propellermutter
d- Propeller

1. Druckstück mit der abgestuften Seite zuerst auf die Propellernabe stecken.
2. Eine dicke Schicht eines der folgenden Schmiermittel auf die Propellerwelle
auftragen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

34 Spezialschmiermittel 101 Propellerwelle 92-802865Q1

94 Korrosionsschutzfett Propellerwelle 92-802867Q1

95 2-4-C Bootsschmiermittel mit Teflon Propellerwelle 92-802859Q1

3. Flo-Torq II Antriebsnabe auf dem Propeller installieren.


HINWEIS: Die Antriebsmuffe ist konisch und schiebt sich bei Anziehen der Mutter auf
das korrekte Drehmoment ganz in den Propeller.
4. Das Keilwellenprofil ausrichten und den Propeller auf die Propellerwelle setzen.
5. Antriebsmuffe und Sicherungsblech installieren.
6. Die Propellermutter anbringen und auf Spezifikation festziehen.
Beschreibung Nm lb. in. lb. ft.

Propellermutter1. 75 55

7. Die drei Laschen des Sicherungsblechs in die Rillen der Zahnscheibe umbiegen.
Nach dem ersten Betrieb die drei Laschen geradebiegen und die Propellermutter
nachziehen. Die Laschen wieder in die Zahnscheibe umbiegen. Den Propeller
spätestens nach 20 Betriebsstunden prüfen. Das Boot nicht mit locker sitzendem
Propeller betreiben.
Bravo Two Propeller - Abbau

! VORSICHT
Verletzungen vermeiden: Die Fernschaltung muss auf Neutral stehen und der
Zündschlüssel aus dem Zündschalter gezogen sein, bevor der Propeller ab- bzw.
angebaut wird.

1. Das angegebene Propellermuttern-Anzugsdrehmoment ist der Mindestwert. Einige Spezialpropeller erfordern ggf. ein
anderes Anzugsdrehmoment. Zur Bestimmung, ob ein anderes Anzugsdrehmoment für den Propeller erforderlich ist, die im
Lieferumfang des Propellers enthaltenen Installationsinformationen zu Rate ziehen.

Seite 80 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

! VORSICHT
Ein drehender Propeller kann Verletzungen verursachen. Einen Holzblock zwischen
Antiventilationsplatte und Propeller stecken, um die Hände vor den Propellerflügeln
zu schützen und den Propeller beim Entfernen bzw. Anziehen der Propellermutter
am Drehen zu hindern.

1. Einen Holzblock zwischen Propellerflügel und Antiventilationsplatte einbringen, um


den Propeller am Drehen zu hindern. Die Laschen des Sicherungsblechs
geradebiegen.
2. Die Propellerwellenmutter durch Drehen gegen den Uhrzeigersinn abschrauben.
3. Sicherungsblech, Zahnscheibe, Propeller und Druckstück von der Propellerwelle
schieben.
Bravo Two Propeller - Anbau

! ACHTUNG
Verletzungen und Schäden an Propeller oder Z-Antrieb durch einen oder mehrere
lockere Propeller vermeiden. Der Propeller kann sich beim normalen Betrieb lockern.
Die Propellermutter(n) muss/müssen während der Bootssaison und während der
angegebenen Wartungsintervalle regelmäßig auf festen Sitz geprüft werden. Die
Propellermutter(n) auf Spezifikation anziehen.

WICHTIG: Wird das Sicherungsblech wieder verwendet, muss es gründlich auf Risse
oder andere Beschädigungen der Laschen untersucht werden. Das Sicherungsblech
austauschen, wenn es in fragwürdigem Zustand ist.

c
e
d
a
b
f 14946

a - Propellerwelle d - Propellermutter
b - Druckstück e - Zahnscheibe
c - Propeller f - Sicherungsblech

1. Druckstück mit der abgestuften Seite zuerst auf die Propellernabe stecken.
2. Eine dicke Schicht eines der folgenden Schmiermittel auf die Propellerwelle
auftragen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

34 Spezialschmiermittel 101 Propellerwelle 92-802865Q1

94 Korrosionsschutzfett Propellerwelle 92-802867Q1

95 2-4-C Bootsschmiermittel mit Teflon Propellerwelle 92-802859Q1

3. Das Keilwellenprofil ausrichten und den Propeller auf die Propellerwelle setzen.
4. Zahnscheibe und Sicherungsblech installieren.
5. Die Propellermutter anbringen und auf Spezifikation festziehen.
Beschreibung Nm lb. in. lb. ft.

Propellermutter1. 81 60

1. Das angegebene Propellermuttern-Anzugsdrehmoment ist der Mindestwert.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 81


Kapitel 5 - Wartung

6. Die drei Laschen des Sicherungsblechs in die Rillen der Zahnscheibe umbiegen.
Nach dem ersten Betrieb die drei Laschen geradebiegen und die Propellermutter
nachziehen. Die Laschen wieder in die Zahnscheibe umbiegen. Den Propeller
spätestens nach 20 Betriebsstunden prüfen. Das Boot nicht mit locker sitzendem
Propeller betreiben.
Bravo Three Propeller - Abbau

! VORSICHT
Verletzungen vermeiden: Die Fernschaltung muss auf Neutral stehen und der
Zündschlüssel aus dem Zündschloss gezogen sein, bevor der Propeller ab- bzw.
angebaut wird.

! VORSICHT
Verletzungen vermeiden: Vor Entfernen der Propellermutter einen Holzblock
zwischen Antiventilationsplatte und Propeller stecken, um die Hände vor den
Propellerflügeln zu schützen und den Propeller beim Ausbau der
Propellerwellenmutter am Drehen zu hindern.

1. Einen Holzblock zwischen Propellerflügel und Antiventilationsplatte einbringen, um


den Propeller am Drehen zu hindern.
2. Die Befestigungsschraube und Unterlegscheiben der Propellerwellenanode
entfernen.
3. Die Propellerwellenanode abnehmen.

b a
c
d
f
e 5303

a - Propeller d - Schraube der Propellerwellenanode


b - Propellerwellenmutter e - Unterlegscheibe
c - Propellerwellenanode f - Zahnscheibe

4. Hintere Propellerwellenmutter 37 mm (1 7/16 in.) gegen den Uhrzeigersinn drehen


und lösen.
5. Propeller und Druckstück von der Welle schieben.
6. Vordere Propellerwellenmutter 70 mm (2 3/4 in.) gegen den Uhrzeigersinn drehen
und lösen.

Seite 82 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

7. Propeller und Druckstück von der Welle schieben.


HINWEIS: Einige beschädigte Propeller können repariert werden. Den Mercury
MerCruiser Vertragshändler verständigen.

e
f
b
d
c
a
i
j
g h
5304

a- Hintere Propellermutter f- Druckstück des vorderen Propellers


b- Hinterer Propeller g- Schraube der Propellerwellenanode
c- Druckstück des hinteren Propellers h- Unterlegscheibe
d- Vordere Propellermutter i- Zahnscheibe
e- Vorderer Propeller j- Propellerwellenanode

Bravo Three Propeller - Anbau

! ACHTUNG
Verletzungen und Schäden an Propeller oder Z-Antrieb durch einen oder mehrere
lockere Propeller vermeiden. Der Propeller kann sich beim normalen Betrieb lockern.
Die Propellermutter(n) muss/müssen während der Bootssaison und während der
angegebenen Wartungsintervalle regelmäßig auf festen Sitz geprüft werden. Die
Propellermutter(n) auf Spezifikation anziehen.

e
f
b
d
c
a
i
j
g h
5304

a- Hintere Propellermutter f- Druckstück des vorderen Propellers


b- Hinterer Propeller g- Schraube der Propellerwellenanode
c- Druckstück des hinteren Propellers h- Unterlegscheibe
d- Vordere Propellermutter i- Zahnscheibe
e- Vorderer Propeller j- Propellerwellenanode

1. Vorderes Druckstück auf die Propellerwelle schieben, konische Seite zeigt zur
Propellernabe (zum Wellenende).

90-864195E60 MAI 2006 Seite 83


Kapitel 5 - Wartung

2. Eine dicke Schicht eines der folgenden Schmiermittel auf die Propellerwelle
auftragen.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer

34 Spezialschmiermittel 101 Propellerwelle 92-802865Q1

94 Korrosionsschutzfett Propellerwelle 92-802867Q1

95 2-4-C Bootsschmiermittel mit Teflon Propellerwelle 92-802859Q1

3. Das Keilwellenprofil ausrichten und den Propeller auf die Propellerwelle setzen.
4. Die Propellermutter anbringen und auf Spezifikation festziehen. Den Propeller
mindestens alle 20 Betriebsstunden überprüfen und die Mutter ggf. nachziehen.
Beschreibung Nm lb. in. lb. ft.
Vordere Propellermutter 136 100

5. Hinteres Druckstück auf die Propellerwelle schieben, konische Seite zeigt zur
Propellernabe (zum Wellenende).
6. Das Keilwellenprofil ausrichten und den Propeller auf die Propellerwelle setzen.
7. Die Propellermutter anbringen und auf Spezifikation festziehen. Den Propeller
mindestens alle 20 Betriebsstunden überprüfen und die Mutter ggf. nachziehen.
Beschreibung Nm lb. in. lb. ft.
Hintere Propellermutter 81 60

8. Die Propellerwellenanode über der Propellerwellenmutter anbringen.


9. Die Unterlegscheibe auf die Schraube der Propellerwellenanode setzen.
10. Die Zahnscheibe auf die Schraube der Propellerwellenanode setzen.
11. Wenn eine Propellerwellenanode wieder eingebaut wird, Loctite Threadlocker 271
auf das Gewinde der Propellerwellenanoden-Befestigungsschraube auftragen.

b a
c
d
f
e 5303

a - Propeller d - Schraube der Propellerwellenanode


b - Propellerwellenmutter e - Unterlegscheibe
c - Propellerwellenanode f - Zahnscheibe

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Loctite 271 Threadlocker
7 Propellerwellengewinde 92-809819
(Gewindedichtmittel)

12. Die Propellerwellenanode mit Schraube und Unterlegscheiben an der


Propellerwelle befestigen. Die Schraube anziehen.
Beschreibung Nm lb. in. lb. ft.
Schraube der Propellerwellenanode 38 mm (0.3125-18 x 1.5 in.) lang 27 20

Seite 84 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

Rippenkeilriemen
! VORSICHT
Schwere Verletzungen vermeiden. Vor der Inspizierung des Riemens sicherstellen,
dass der Motor abgestellt und der Zündschlüssel abgezogen ist.

d a
b d a
b

a
f
f
c 6117

e 6116 c
Mit Seewasserpumpe Ohne Seewasserpumpe
a - Spannrolle d - Generator-Riemenscheibe
b - Riemenscheibe der Umwälzpumpe e - Riemenscheibe der Seewasserpumpe
c - Riemenscheibe der Kurbelwelle f - Riemenscheibe der Servolenkpumpe

Prüfen
1. Antriebsriemen auf korrekte Spannung und folgende Zustände überprüfen:
• Übermäßiger Verschleiß
• Risse
HINWEIS: Kleinere Querrisse (quer über die Riemenbreite) sind u.U. akzeptabel.
Längsrisse (entlang der Riemenlänge), die auf Querrisse treffen, sind NICHT
akzeptabel.
• Durchscheuern
• Verglaste Oberflächen
• Korrekte Spannung - 13 mm (1/2 in.) Durchbiegung. Zum Messen den
längsten Riemenstrang in der Mitte mit mäßigem Daumendruck
herunterdrücken.

mc75130-1

Austauschen und/oder Einstellen


WICHTIG: Wenn ein Riemen wieder verwendet wird, sollte er in derselben
Drehrichtung wie zuvor eingebaut werden.
HINWEIS: Die Durchbiegung in der Mitte des längsten Riemenstrangs zwischen zwei
Riemenscheiben messen.
1. Die 16 mm (5/8 in.) Kontermutter an der Stellschraube lockern.
2. Stellschraube drehen und Riemen lockern.
3. Den alten Rippenkeilriemen nach Bedarf entfernen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 85


Kapitel 5 - Wartung

4. Den neuen Rippenkeilriemen nach Bedarf auf den Riemenscheiben anbringen.


5. Einen Schlüssel auf die 16 mm (5/8 in.) Kontermutter der Stellschraube setzen.
6. Einen 8 mm (5/16 in.) Steckschlüssel verwenden und die Stellschraube drehen, bis
die korrekte Durchbiegung erreicht ist.
7. Korrekte Durchbiegung mit einer der beiden nachfolgenden Methoden prüfen:
a. Den längsten Riemenstrang mit mittelmäßigem Daumendruck
herunterdrücken. Die korrekte Riemenspannung beträgt 13 mm (1/2 in.).
b. Kent Moore Riemenspannungsmesser am Riemen befestigen. Das Messgerät
verfügt über verschiedene Messbereiche für neue und gebrauchte Riemen.

E
N
TO
W
2.83

E
COLO for

N
R GU PATE918

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IDE NT

NEWTONE

14980
a - Kent Moore b - Rippenkeilriemen
Riemenspannungsmesser

8. Die Stellschraube bei der korrekten Riemenspannung fixieren und die


16 mm (5/8 in.) Kontermutter festziehen.

a b

6119

a - 16 mm (5/8 in.) Kontermutter b - 8 mm (5/8 in.) Stellschraube

9. Motor kurzzeitig laufen lassen und die Riemenspannung erneut prüfen.

Batterie
Siehe spezielle Anweisungen und Warnhinweise, die im Lieferumfang der Batterie
enthalten sind. Stehen diese Informationen nicht zur Verfügung, beim Umgang mit
einer Batterie die folgenden Sicherheitsmaßnahmen beachten.

! VORSICHT
Schwere Verletzungen durch Brände oder Explosionen vermeiden. Zum Starten des
Motors keine Überbrückungskabel und keine Starthilfebatterie verwenden. Eine
schwache Batterie nicht im Boot aufladen. Die Batterie ausbauen und in einem gut
belüfteten Bereich entfernt von Kraftstoffdämpfen, Funken oder offenem Feuer laden.

Seite 86 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

! VORSICHT
Batterien enthalten Säure, die schwere Verbrennungen verursachen kann. Kontakt
mit Haut, Augen und Bekleidung vermeiden. Wird Batteriesäure auf einen Körperteil
geschüttet oder gespritzt, den betreffenden Teil sofort mit viel Wasser spülen und
sobald wie möglich ärztlich versorgen lassen. Für den Umgang mit oder das Füllen
von Batterien mit Batteriesäure stets Schutzbrille und Gummihandschuhe tragen.

Vorsichtsmaßnahmen beim Umgang mit Batterien für Mehrfachmotoren mit elektronischer


Kraftstoffeinspritzung
Generatoren: Generatoren laden die Batterie auf, die den Motor, an dem der Generator
installiert ist, mit elektrischem Strom versorgt. Wenn Batterien zur Versorgung von zwei
Motoren angeschlossen sind, liefert ein Generator den Ladestrom für beide Batterien.
Normalerweise muss der Generator des anderen Motors keinen Ladestrom liefern.
Elektronisches Steuermodul der elektronischen Kraftstoffeinspritzung: Das
Steuergerät benötigt eine stabile Spannungsquelle. Während des Betriebs mit
mehreren Motoren kann ein Elektrogerät an Bord plötzlich einen Spannungsabfall an
der Motorbatterie verursachen. Die Spannung kann eventuell unter die erforderliche
Mindestspannung des Steuergeräts abfallen. Außerdem beginnt möglicherweise der
Generator des anderen Motors nun mit dem Aufladen. Dies kann eine Spannungsspitze
in der Motorelektrik zur Folge haben.
In beiden Fällen stellt sich das Steuergerät ggf. ab. Wenn die Spannung in den vom
Steuergerät erforderlichen Bereich zurückkehrt, stellt es sich selbst zurück und der
Motor läuft normal weiter. Das Steuergerät stellt sich ab und stellt sich selbst so schnell
wieder zurück, dass es nur so erscheint, als hätte der Motor eine kurze Fehlzündung.
Batterien: Ist ein Boot mit mehreren EFI-Antriebssystemen ausgestattet, muss jeder
Motor an seine eigene Batterie angeschlossen sein. Hierdurch wird gewährleistet, dass
jedes Steuergerät mit einer stabilen Spannungsquelle versorgt ist.
Batterieschalter: Batterieschalter sollten immer so angebracht sein, dass jeder Motor
mit seiner eigenen Batterie läuft. Die Motoren nicht betreiben, wenn die Schalter auf
BOTH (beide) oder ALL (alle) stehen. Notfalls kann zum Starten eines Motors mit leerer
Batterie die Batterie eines anderen Motors verwendet werden.
Batterietrennschalter: Mit den Batterietrennschaltern kann eine Hilfsbatterie
aufgeladen werden, die das Zubehör im Boot versorgt. Sie sollten nicht zum Laden
einer Batterie eines anderen Motors im Boot verwendet werden, außer wenn der
Trennschaltertyp speziell für diesen Zweck ausgelegt ist.
Generatoren: Die Batterie des Generators ist als Batterie eines anderen Motors zu
betrachten.

Spülen des Antriebssystems


Ihr Boot ist u. U. mit einer Kombination von drei verschiedenen Arten von
Wassereinlässen ausgestattet: durch den Rumpf, durch den Spiegel und durch den Z-
Antrieb. Die Spülverfahren für diese Systeme werden in zwei Kategorien aufgeteilt: Z-
Antriebs-Wassereinlässe und alternative Wassereinlässe. Weitere Erklärungen kann
Ihnen Ihr Mercury MerCruiser Vertragshändler geben.
WICHTIG: Bravo-Modelle mit Zweikreiskühlung benötigen doppelte Wassereinlässe
und müssen neben den Wassereinlässen im Z-Antrieb außerdem mit einem
Wassereinlass durch den Rumpf oder durch die Spiegelplatte ausgestattet sein.
WICHTIG: Alpha-Modelle, deren Z-Antriebs-Wassereinlass am Kardangehäuse
blockiert ist und die einen Wassereinlass durch den Rumpf verwenden, benötigen
während des Betriebs eine Kühlwasserversorgung für den Z-Antrieb und den Motor.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 87


Kapitel 5 - Wartung

Spülanschlüsse
Spülvorrichtung 91-44357Q 2

Wird an die Wassereinlassöffnungen angeschlossen, um das Kühlsystem


zum Spülen bzw. den Motor während des Betriebs mit frischem Wasser zu
versorgen.

9192

Getriebegehäuse-Dichtungskit zum Spülen doppelter


91-881150K 1
Wassereinlässe

Blockiert die vorderen Wassereinlassöffnungen an Getriebegehäusen mit


doppeltem Wassereinlasssystem.

9194

Wassereinlassöffnungen im Z-Antrieb
Mercury MerCruiser Z-Antriebe können mit zwei Arten von Wassereinlässen
ausgestattet sein: mit doppelten Wassereinlässen und seitlichen Wassereinlässen
Doppelte Wassereinlässe benötigen die Spülvorrichtung (44357Q 2) und den
Spüldichtungssatz (881150K 1) und seitliche Wassereinlässe benötigen die
Spülvorrichtung (44357Q 2).

5752
5773

Doppelter Wassereinlass Seitlicher Wassereinlass


HINWEIS: Spülen ist nur nach Betrieb in salzigem, brackigem, mineralhaltigem oder
verschmutztem Wasser erforderlich. Für optimale Motorleistung sollte der Motor jedoch
nach jeder Fahrt gespült werden.

! ACHTUNG
Beim Spülen mit im Wasser liegendem Boot kann Seewasser in den Motor fließen
und Motorschäden verursachen. Der Wassereinlass muss zum Spülen des Motors
geschlossen werden.

1. Modelle mit Seewasserkühlung: Weiter mit Schritt 5 oder Schritt 6.


HINWEIS: Modelle mit Zweikreiskühlung sind an der Vorderseite des Motors mit einem
Wärmetauscher ausgestattet.

Seite 88 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

2. An Alpha-Modellen mit Zweikreiskühlung und blockiertem Seewassereinlass am Z-


Antrieb: Z-Antrieb und Motor müssen zur Spülung mit Wasser versorgt werden.
Siehe Informationen unter Alternative Wassereinlässe.
3. An Bravo-Modellen mit Zweikreiskühlung und Seewassereinlass am Z-Antrieb und
alternativem Wassereinlass durch den Rumpf oder Spiegel: Nur der Z-Antrieb muss
mit Wasser versorgt werden. Hierzu die folgenden Schritte ausführen, um den
Schlauch vom Y-Anschlussstück des alternativen Seewasserpumpeneinlasses zu
blockieren bzw. abzuklemmen und zu blockieren.
a. Den Seehahn (falls vorhanden) im Schlauch des alternativen
Wassereinlasses schließen.
b. Falls kein Seehahn vorhanden ist, den Schlauch vom alternativen
Wassereinlass abklemmen und beide Enden mit einem Stopfen verschließen.
c. Wenn kein Schlauch zum Spiegel läuft, siehe Alternative Wassereinlässe.
4. Beim Spülen des Kühlsystems mit im Wasser liegenden Boot:
a. Z-Antrieb in die Trailer-Position anheben.
b. Korrekten Spülanschluss an den Wassereinlassöffnungen im
Getriebegehäuse anbringen.
c. Z-Antrieb ganz nach unten/innen trimmen.
5. Beim Spülen des Kühlsystems mit Boot aus dem Wasser:
a. Z-Antrieb ganz nach unten/innen trimmen.

! VORSICHT
Kontakt mit drehenden Antriebsteilen und Propeller kann schwere und tödliche
Verletzungen verursachen. Um Verletzungen zu vermeiden, den Propeller ausbauen
und sicherstellen, dass sich während des Spülvorgangs keine Personen oder Tiere
in der Nähe des Antriebs befinden.
b. Den Propeller abbauen.
c. Korrekten Spülanschluss an den Wassereinlassöffnungen im
Getriebegehäuse anbringen.
6. Schlauch zwischen Spülanschluss und Wasserhahn anschließen.
7. Den Z-Antrieb in normale Betriebsposition trimmen und den Wasserhahn ganz
öffnen.
8. Fernschaltung auf neutrale Leerlaufdrehzahl stellen und Motor starten.

! ACHTUNG
Motorschäden durch Überhitzung vermeiden. Wenn der Motor beim Spülen mit
Drehzahlen über 1500 U/min betrieben wird, kann das von der Seewasser-
Ansaugpumpe erzeugte Vakuum den Spülschlauch kollabieren, wodurch der Motor
überhitzt.
9. Den „Nur Gas"-Knopf drücken und den Gashebel langsam vorschieben, bis der
Motor mit 1300 U/min (± 100 U/min) läuft.

! ACHTUNG
Eine Überhitzung kann schwere Motorschäden verursachen. Um dies zu vermeiden,
die Wassertemperaturanzeige beobachten und sicherstellen, dass der Motor im
normalen Bereich läuft.
10. Die Wassertemperaturanzeige beobachten und sicherstellen, dass der Motor im
normalen Bereich läuft.
11. Z-Antrieb in Neutralstellung ca. 10 Minuten lang laufen lassen oder bis das
herauslaufende Wasser klar ist.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 89


Kapitel 5 - Wartung

12. Gas langsam auf Leerlaufdrehzahl zurückstellen.


13. Motor abstellen.
14. Die Wasserzufuhr abstellen und Spülanschluss abnehmen.
15. Seewasserzufuhrschlauch von der Seewasserpumpe abklemmen und mit einem
Stopfen verschließen, damit kein Wasser in den Motor zurückläuft.
16. Ein Schild am Zündschalter anbringen, das darauf hinweist, dass vor Starten des
Motors der Seewasserzufuhrschlauch wieder angeschlossen werden muss.
Alternative Wassereinlässe
WICHTIG: Für dieses Verfahren werden zwei Wasserquellen benötigt.
HINWEIS: Spülen ist nur nach Betrieb in salzigem, brackigem, mineralhaltigem oder
verschmutztem Wasser erforderlich. Für optimale Motorleistung sollte der Motor jedoch
nach jeder Fahrt gespült werden.
WICHTIG: Motoren, deren Z-Antriebs-Wassereinlass am Kardangehäuse blockiert ist
und die einen Wassereinlass durch den Rumpf verwenden, benötigen während des
Betriebs eine Kühlwasserversorgung für den Z-Antrieb und den Motor.
1. Beim Spülen des Kühlsystems mit im Wasser liegenden Boot:
a. Z-Antrieb in die Trailer-Position anheben.
b. Korrekten Spülanschluss an den Wassereinlassöffnungen im
Getriebegehäuse anbringen.
c. Z-Antrieb ganz nach unten/innen trimmen.
2. Beim Spülen des Kühlsystems mit Boot aus dem Wasser:
a. Z-Antrieb ganz nach unten/innen trimmen.

! VORSICHT
Kontakt mit drehenden Antriebsteilen und Propeller kann schwere und tödliche
Verletzungen verursachen. Um Verletzungen zu vermeiden, den Propeller ausbauen
und sicherstellen, dass sich während des Spülvorgangs keine Personen oder Tiere
in der Nähe des Antriebs befinden.
b. Den Propeller abbauen.
c. Korrekten Spülanschluss an den Wassereinlassöffnungen im
Getriebegehäuse anbringen.
3. Schlauch zwischen Spülanschluss und Wasserhahn anschließen.
4. Den Seehahn (falls vorhanden) schließen, damit kein Wasser in den Motor oder in
das Boot zurückläuft.
5. Den Seewassereinlassschlauch von der Seewasserpumpe abklemmen und mit
einem Stopfen verschließen, damit kein Wasser in den Motor oder in das Boot
zurückläuft.

6147

Seite 90 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

6. Den Spülschlauch mit einem geeigneten Adapter zwischen Wasserhahn und


Wassereinlass der Seewasserpumpe anschließen.

! ACHTUNG
Überhitzung durch unzureichendes Kühlwasser verursacht Motor- und
Antriebsschäden. Während des Betriebs sicherstellen, dass an den
Wassereinlassöffnungen stets genug Wasser vorhanden ist.
7. Den Z-Antrieb in normale Betriebsposition trimmen und den Wasserhahn ganz
öffnen.
8. Fernschaltung auf neutrale Leerlaufdrehzahl stellen und Motor starten.

! ACHTUNG
Motorschäden durch Überhitzung vermeiden. Wenn der Motor beim Spülen mit
Drehzahlen über 1500 U/min betrieben wird, kann das von der Seewasser-
Ansaugpumpe erzeugte Vakuum den Spülschlauch kollabieren, wodurch der Motor
überhitzt.
9. Gashebel langsam vorschieben, bis der Motor eine Drehzahl von 1300 U/min (+/-
100 U/min) erreicht.

! ACHTUNG
Eine Überhitzung kann schwere Motorschäden verursachen. Um dies zu vermeiden,
die Wassertemperaturanzeige beobachten und sicherstellen, dass der Motor im
normalen Bereich läuft.
10. Die Wassertemperaturanzeige beobachten und sicherstellen, dass der Motor im
normalen Bereich läuft.
11. Z-Antrieb in Neutralstellung ca. 10 Minuten lang laufen lassen oder bis das
herauslaufende Wasser klar ist.
12. Gas langsam auf Leerlaufdrehzahl zurückstellen.
13. Motor abstellen,
14. Die Wasserzufuhr abstellen und die Spülanschlüsse abnehmen.
15. Wenn das Boot nicht im Wasser liegt: Den Wasserzufuhrschlauch am hinteren
Ende der Seewasserpumpe anschließen. Die Schlauchschelle fest anziehen.
16. Wenn das Boot im Wasser liegt: Ein Schild am Zündschalter anbringen, das darauf
hinweist, dass vor Starten des Motors der Seewasserzufuhrschlauch wieder
angeschlossen werden muss.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 91


Kapitel 5 - Wartung

Korrosionsschutz
! ACHTUNG
Unsachgemäße Reinigungsverfahren können Produktschäden verursachen. Die
MerCathode Baugruppe wird durch Waschen, besonders mit einer Bürste oder einem
Hochdruckreiniger, beschädigt und verliert damit ihre Korrosionsschutzwirkung. Beim
Reinigen des Boots darf die MerCathode Baugruppe unten am Spiegel nicht mit einer
Bürste oder einem Hochdruckreiniger gewaschen werden.

c a

b
6211
a - MerCathode Referenzelektrode c - Nicht mit Hochdruck reinigen
b - Nicht lackieren

Wenn zwei oder mehr ungleiche Metalle (wie sie am Z-Antrieb zu finden sind) in eine
leitende Lösung (wie z.B. Salzwasser, schmutziges Wasser oder Wasser mit hohem
Mineralgehalt) getaucht werden, findet eine chemische Reaktion statt, die einen
elektrischen Stromfluss zwischen den Metallen verursacht. Durch diesen elektrischen
Strom wird das Metall, das chemisch am aktivsten - d.h. anodisch - ist, zerfressen.
Diesen Prozess nennt man galvanische Korrosion. Wird diese nicht kontrolliert, müssen
mit der Zeit die dem Wasser ausgesetzten Teile des Antriebssystems ausgetauscht
werden. Siehe hierzu Leitfaden zur Vorbeugung vor Seekorrosion (90-88181301).

Seite 92 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

Mercury MerCruiser Antriebssysteme sind mit Anoden ausgestattet, die das System
bei normalen Betriebsbedingungen vor galvanischer Korrosion schützen. Unter
extremen Bedingungen (z.B. bei Verwendung eines Edelstahlpropellers oder Anlegen/
Vertäuen in Gebieten mit schnell fließendem Wasser) ist es empfehlenswert, ein
Quicksilver Korrosionsschutz-Anodenkit und/oder ein MerCathode System zu
installieren (einige Modelle sind standardmäßig mit einem MerCathode System
ausgestattet).

6
1

7
5 4
3 2 8 8716

1 2 2 3

4 5 6 7 8
1- Anodenplatte am Getriebegehäuse 5- Anodenkit
2- Anode an der Ventilationsplatte 6- Trimmzylinderanoden
3- Anodenblock am Kardangehäuse 7- Lagerträgeranoden (nur Alpha)
4- MerCathode System 8- Propellerwellenanode (Bravo III
Standard)

WICHTIG: Opferanoden müssen ausgetauscht werden, wenn sie zu 50 % abgenutzt


sind.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 93


Kapitel 5 - Wartung

Anodenplatte am Getriebegehäuse - Befindet sich an der Unterseite des unteren


Getriebegehäuses und dient als Opferanode.

6205

Alpha, Bravo One und Bravo Two Modelle Alle Bravo Three Modelle
a - Anode

Anode an der Ventilationsplatte - Befindet sich an der Vorderseite des


Getriebegehäuses und dient als Opferanode.

6122
a 5639

a - Anode

Antriebsmontierter Anodenblock (falls vorhanden)- Ist unten am Kardangehäuse


befestigt und dient als Opferanode.

5640

MerCathode System - Elektrodenbaugruppe ersetzt den Anodenblock. Das System


sollte getestet werden, um die Leistungsfähigkeit sicherzustellen. Der Test sollte bei
vertäuten Booten mit der Quicksilver Referenzelektrode und dem Prüfgerät
durchgeführt werden. Den Mercury MerCruiser Vertragshändler verständigen.

Seite 94 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

WICHTIG: Die MerCathode Referenzelektrode nicht lackieren oder mit Hochdruck


reinigen, um Schäden zu verhindern.
a

6206

a - MerCathode Steuerung b - MerCathode Baugruppe

Anodenkit (falls vorhanden)- Am Bootsspiegel montiert. Dient als Opferanode.

5642

Trimmzylinderanoden - An jedem Trimmzylinder montiert.


a

5643

a - Trimmzylinderanoden

Lagerträgeranode (Alpha und Bravo One) - Befindet sich vor dem Propeller, zwischen
der Vorderseite des Propellers und dem Getriebegehäuse.

5644

a - Lagerträgeranode

90-864195E60 MAI 2006 Seite 95


Kapitel 5 - Wartung

Propellerwellenanode (Bravo Three) - Hinter dem hinteren Propeller.

5821

a - Propellerwellenanode

Außer den Korrosionsschutzteilen tragen die folgenden Maßnahmen zur Bekämpfung


von Korrosion bei.
1. Das Antriebssystem lackieren; siehe Lackieren des Antriebssystems.
2. Die Antriebsteile im Boot einmal im Jahr mit Quicksilver Korrosionsschutzspray
einsprühen, um ein Abstumpfen und Korrodieren der Lackierung zu vermeiden.
Äußere Motorteile können ebenfalls eingesprüht werden.
3. Alle Schmierpunkte (insbesondere die Lenkung, Schalt- und Gasgestänge) sollten
gut geschmiert werden.
4. Das Kühlsystem regelmäßig spülen, am besten nach jedem Betrieb.

Seite 96 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 5 - Wartung

Lackieren des Antriebssystems


WICHTIG: Korrosionsschäden, die durch das unsachgemäße Auftragen von
Antifoulingfarbe entstehen, sind nicht von der Garantie gedeckt.
1. Lackieren von Bootsrumpf oder Bootsspiegel: Antifoulingfarbe kann unter
Beachtung der folgenden Hinweise auf Bootsrumpf und Bootsspiegel aufgetragen
werden:
WICHTIG: KEINE Anoden oder die Referenzelektrode und Anode des MerCathode
Systems streichen, da dies deren Schutzwirkung aufhebt.
WICHTIG: Ist ein Antifoulingschutz für Bootsrumpf oder Bootsspiegel erforderlich,
können Farben auf Kupfer- oder Zinnbasis (falls nicht gesetzlich verboten) verwendet
werden. Bei Verwendung von Antifoulingfarben auf Kupfer- oder Zinnbasis ist
Folgendes zu beachten:
• Elektrischen Schluss zwischen dem Mercury MerCruiser Produkt, den
Anodenblöcken oder dem MerCathode System und der Farbe vermeiden.
Hierzu einen Ring von mindestens 40 mm (1 1/2 in.) um diese Teile am Spiegel
unlackiert lassen.

b
5578

a - Lackierter Bootsspiegel b - Unlackierte Fläche an der Spiegelplatte

2. Lackieren des Z-Antriebs oder der Spiegelplatte: Der Z-Antrieb und die
Spiegelplatte sollten mit einer qualitativ hochwertigen Bootsfarbe oder einer
Antifoulingfarbe angestrichen werden, die kein Kupfer, Zinn oder anderes
stromleitendes Material enthält. Ablassöffnungen, Anoden, das MerCathode
System und vom Bootshersteller angegebene Teile nicht anstreichen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 97


Kapitel 5 - Wartung

Notizen:

Seite 98 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung

Kapitel 6 - Lagerung
Inhaltsverzeichnis
Winter- oder Langzeitlagerung....................... 100 Boot aus dem Wasser ....................... 106
Vorbereitung des Antriebssystems auf die Manuelles Zentralablasssystem...............108
Lagerung..................................................100 Boot im Wasser ................................. 108
Vorbereitung von Motor und Boot aus dem Wasser ....................... 109
Kraftstoffsystem ................................. 101 Manuelles Dreipunkt-Ablasssystem.........110
Entleeren des Seewassersystems................. 101 Boot im Wasser ................................. 110
Identifizierung des Ablasssystems...........102 Boot aus dem Wasser ....................... 112
Luftbetätigtes Zentralablasssystem ... 102 Mehrpunkt-Ablasssystem (MPD)..............112
Manuelles Zentralablasssystem ........ 102 Entleeren des Z-Antriebs..........................115
Manuelles Dreipunkt-Ablasssystem . . 103 Batterielagerung............................................. 115
Mehrpunkt-Ablasssystem (MPD) ....... 104 Wiederinbetriebnahme des Antriebssystems
Luftbetätigtes Zentralablasssystem..........104 ....................................................................... 116
Boot im Wasser ................................. 104

90-864195E60 MAI 2006 Seite 99


Kapitel 6 - Lagerung

Winter- oder Langzeitlagerung


WICHTIG: Mercury MerCruiser rät dringendst, diese Arbeit von einem Mercury
MerCruiser Vertragshändler durchführen zu lassen. Frostschäden werden NICHT von
der Mercury MerCruiser Garantie abgedeckt.

! ACHTUNG
Seewasser, das bei kaltem Wetter oder Winterlagerung im Seewasserteil des
Kühlsystems eingeschlossen ist, kann gefrieren und Schäden an Kühlsystem oder
Motor verursachen. Zur Winterlagerung oder sofort nach Betrieb bei kaltem Wetter
Seewasser komplett aus dem Seewasserteil des Kühlsystems entleeren, wenn die
Möglichkeit besteht, dass die Temperaturen unter den Gefrierpunkt sinken.

WICHTIG: Mercury MerCruiser verlangt bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder
Langzeitlagerung die Verwendung von Propylenglykol-Frostschutzmittel, das gemäß
der Herstelleranweisungen gemischt wurde, für den Seewasserteil des Kühlsystems.
Sicherstellen, dass das Propylenglykol-Frostschutzmittel einen Rosthemmer enthält
und für die Verwendung in Bootsmotoren geeignet ist. Die Anweisungen des
Propylenglykol-Herstellers befolgen.
Vorbereitung des Antriebssystems auf die Lagerung
1. Kraftstofftank(s) mit frischem, alkoholfreiem Benzin und einer ausreichenden
Menge Quicksilver Benzinstabilisator für Bootsmotoren zur Benzinkonditionierung
füllen. Anweisungen auf dem Behälter befolgen.
2. Falls das Boot mit alkoholhaltigem Benzin in den Kraftstofftanks gelagert wird (wenn
kein alkoholfreies Benzin erhältlich ist): Die Kraftstofftanks sollten so weit wie
möglich entleert und dem Restbenzin im Tank sollte Mercury/Quicksilver
Benzinstabilisator für Bootsmotoren zugegeben werden. Siehe
Kraftstoffanforderungen bezüglich weiterer Informationen.
3. Das Kühlsystem spülen. Siehe hierzu im Kapitel Wartung.
4. Für zusätzlichen Schutz vor Einfrieren und Rost das Seewasserkühlsystem nach
der Entleerung mit Propylenglykol-Frostschutzmittel, das entsprechend den
Herstelleranweisungen gemischt wurde, füllen, um den Motor vor der niedrigsten,
während des Betriebs bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder bei der
Langzeitlagerung zu erwartenden Temperatur zu schützen.
5. Den Motor laufen lassen, bis er normale Betriebstemperatur erreicht hat und das
mit Mercury/Quicksilver Benzinstabilisator behandelte Benzin durch das ganze
Kraftstoffsystem fließt. Den Motor abstellen.
6. Motoröl und Ölfilter wechseln.
7. Motor und Kraftstoffsystem auf die Lagerung vorbereiten. Siehe Vorbereitung von
Motor und Kraftstoffsystem. Dieses Verfahren durchführen.
8. Seewasserkühlsystem des Motors entleeren. Siehe Entleeren des
Seewassersystems.

! ACHTUNG
Wenn das Boot im Wasser liegt, muss der Seehahn geschlossen bleiben, bis der
Motor wieder gestartet wird, damit kein Wasser zurück in das Kühlsystem oder Boot
läuft. Wenn das Boot nicht mit einem Seehahn ausgestattet ist, muss der
Wassereinlassschlauch abgeklemmt und mit einem Stopfen verschlossen werden,
damit kein Wasser zurück in das Kühlsystem oder Boot läuft. Als Vorsichtsmaßnahme
ein Schild mit der folgenden Warnung am Zündschloss oder Lenkrad anbringen: Vor
dem Starten des Motors Seehahn öffnen bzw. Wassereinlassschlauch wieder
anschließen.
9. Die Batterie gemäß den Herstelleranweisungen lagern.

Seite 100 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung
VORBEREITUNG VON MOTOR UND KRAFTSTOFFSYSTEM

! VORSICHT
Schwere oder tödliche Verletzungen durch Benzinbrände und Explosionen
vermeiden; Benzin ist unter bestimmten Bedingungen äußerst feuergefährlich und
hochexplosiv. Bei Wartung bzw. Reparatur von Teilen des Kraftstoffsystems
sicherstellen, dass der Motor abgekühlt und die Zündung ausgeschaltet ist und der
Notstoppschalter (falls vorhanden) auf OFF (AUS) steht. Nicht rauchen und Funken
bzw. offene Flammen vom Arbeitsbereich fern halten. Verschütteten Kraftstoff sofort
aufwischen. Vor Schließen der Motorluke sicherstellen, dass keine Kraftstofflecks
vorhanden sind.

! VORSICHT
Im Motorraum können sich Dämpfe entwickeln. Verletzungen oder Schäden am
Motor durch Kraftstoffdämpfe oder Explosion vermeiden. Den Motorraum vor
Arbeiten am Motor stets gut lüften.

1. In einem 23 Liter (6 U.S. gal.) fassenden, externen Kraftstofftank folgendes


mischen:
a. 19 Liter (5 U.S. gal) bleifreies Normalbenzin mit einer Oktanzahl von 87 (90
ROZ).
b. 1,89 Liter (2 U.S. qts.) Premium Plus Zweitakt-Außenborderöl TCW3.
c. 150 ml (5 oz) Kraftstoffzusatz und -stabilisator oder 30 ml (1 oz)
Kraftstoffzusatz und -stabilisatorkonzentrat.

Schlauchref.-Nr. Beschreibung Verwendungszweck Teilnummer


Premium Plus Zweitakt-Außenborderöl
115 Kraftstoffsystem 92-802824Q1
TC-W3

124 Kraftstoffzusatz und -stabilisator Kraftstoffsystem 802875Q1

2. Den Motor abkühlen lassen.


WICHTIG: Verschütteten oder verspritzten Kraftstoff umgehend aufwischen.
3. Das Kraftstoffabsperrventil schließen (falls vorhanden). Das Kraftstoffeinlass-
Anschlussstück abtrennen und mit einem Stopfen verschließen, falls es nicht mit
einem Absperrventil ausgestattet ist.
4. Den dezentralen Kraftstofftank (mit Nebelgemisch) am
Kraftstoffeinlassanschlussstück anschließen.
WICHTIG: Kühlwasserversorgung zum Motor herstellen.
5. Den Motor anlassen und 5 Minuten lang mit 1300 U/min betreiben.
6. Nach Ablauf der vorgegebenen Betriebsdauer, den Gashebel langsam bis auf
Leerlaufdrehzahl zurückstellen und den Motor abstellen.
WICHTIG: Sicherstellen, dass ein Teil des Nebelgemischs im Motor verbleibt. Das
Kraftstoffsystem darf nicht vollständig trockenlaufen.
7. Den Einsatz des wasserabscheidenden Kraftstofffilters austauschen. Siehe Kapitel
5 bzgl. des richtigen Verfahrens.

Entleeren des Seewassersystems


HINWEIS: Wenn das empfohlene Kühlmittel nicht erhältlich ist, kann ein beliebiges
Frostschutzmittel auf Ethylenglykolbasis verwendet werden. Ein solches muss jedoch
alle 2 Jahre gewechselt werden.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 101


Kapitel 6 - Lagerung

! ACHTUNG
Zu viel Wasser in der Bilge kann Motorschäden verursachen oder das Boot sinken
lassen. Vor Durchführen dieses Verfahrens sicherstellen, dass das Boot nicht im
Wasser liegt bzw. dass der Seehahn (falls vorhanden) geschlossen ist, der
Seewassereinlassschlauch abgeklemmt und an beiden Enden verschlossen ist und
dass die Bilgenpumpe läuft.

! ACHTUNG
Zu viel Wasser in der Bilge kann Motorschäden verursachen oder das Boot sinken
lassen. Wenn das Ablasssystem geöffnet ist, kann zu viel Wasser in die Bilge laufen.
Motor nicht mit offenem Ablasssystem laufen lassen.

WICHTIG: Nur den Seewasserteil des Zweikreiskühlsystems entleeren.


WICHTIG: Das Boot muss so waagerecht wie möglich liegen, um das vollständige
Entleeren des Kühlsystems sicherzustellen.
Ihr Antriebssystem ist mit einem Ablasssystem ausgestattet. Siehe Identifizierung des
Ablasssystems um festzustellen, welche Anweisungen auf Ihr Antriebssystem
zutreffen.
WICHTIG: Der Motor darf während diesem Verfahren keinesfalls laufen.
Identifizierung des Ablasssystems
LUFTBETÄTIGTES ZENTRALABLASSSYSTEM

c
c
a b a
b

d
d
6124 6125

Modelle mit Zweikreiskühlsystem Modelle mit Seewasserkühlung


a - Lage des blauen Ablassstopfens c - Luftverteilerrohr
b - Blaue Luftpumpe d - Grüne Anzeiger

MANUELLES ZENTRALABLASSSYSTEM

b
6128

a - Blauer Griff b - Lage des blauen Ablassstopfens

Seite 102 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung
MANUELLES DREIPUNKT-ABLASSSYSTEM

a
a 6126

a - Blauer Ablassstopfen

90-864195E60 MAI 2006 Seite 103


Kapitel 6 - Lagerung
MEHRPUNKT-ABLASSSYSTEM (MPD)

b
b
a

93235672
10226 M110050
a

6129

a - Seite des Zylinderblocks b - Unterseite der Abgassammler

b
a

6130

a - Umwälzpumpenschlauch b - Schlauch vom Kraftstoffkühler zum


Thermostatgehäuse

6131

a - Rückschlagventil (falls vorhanden)

Luftbetätigtes Zentralablasssystem
BOOT IM WASSER
HINWEIS: Dieses Verfahren wurde für die am Motor befestigte Luftpumpe verfasst. Es
kann jedoch jede beliebige Luftquelle verwendet werden.
1. Den Seehahn schließen (falls vorhanden) oder den Wassereinlassschlauch
entfernen und verschließen.
2. Blaue Luftpumpe vom Motor entfernen.
3. Sicherstellen, dass der Hebel oben auf der Pumpe bündig mit dem Griff ist
(horizontal).

Seite 104 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung

4. Luftpumpe am Anschlussstück im Luftverteiler anschließen.


c e

a
d

8293
b
a - Unterdruckdosenanschluss d - Luftpumpe
b - Grüne Anzeiger e - Hebel (verriegelt)
c - Handventil

5. Hebel an der Luftpumpe hochziehen (senkrecht), um die Pumpe am


Anschlussstück zu verriegeln.
6. Luft in das System pumpen, bis beide grünen Anzeiger ausfahren und Wasser aus
beiden Seiten des Motors läuft. Die Backbordseite entleert sich vor der
Steuerbordseite.
7. Den blauen Ablassstopfen sofort aus der Seite des Thermostatgehäuses oder
Wärmetauschers entfernen. Dies muss innerhalb von 30 Sekunden erfolgen, um
eine korrekte Entlüftung des Kühlsystems zu gewährleisten.

c
c
a b a
b

d
d
6124 6125

Modelle mit Zweikreiskühlsystem Modelle mit Seewasserkühlung


a - Lage des blauen Ablassstopfens c - Luftverteiler
b - Blaue Luftpumpe d - Grüne Anzeiger

90-864195E60 MAI 2006 Seite 105


Kapitel 6 - Lagerung

8. Sicherstellen, dass aus allen Öffnungen Wasser fließt. Andernfalls die


Anweisungen unter Manuelles Dreipunkt-Ablasssystem befolgen.

a b
6133

a - Backbordseitiger Ablass b - Steuerbordseitiger Ablass

9. Das System mindestens 5 Minuten lang entleeren lassen. Bei Bedarf Luft
einpumpen, damit die grünen Anzeiger ausgefahren bleiben.
10. Motor mit dem Starter kurz durchdrehen, um Wasser aus der Seewasserpumpe zu
entfernen. Motor nicht starten lassen.
11. Den blauen Ablassstopfen wieder im Thermostatgehäuse oder Wärmetauscher
installieren.
12. Luftpumpe vom Luftverteiler abbauen und in den Montagehalter setzen.
13. Mercury MerCruiser rät, das Ablasssystem während des Bootstransports oder der
Durchführung anderer Wartungsarbeiten geöffnet zu lassen, damit das Wasser
vollständig ablaufen kann.
14. Vor Aussetzen des Bootes am Handventil ziehen. Sicherstellen, dass die grünen
Anzeiger nicht mehr ausgefahren sind.

a
6135

a - Grüne Anzeiger

15. Vor Inbetriebnahme des Motors den Seehahn (falls vorhanden) öffnen bzw. die
Stopfen aus dem Wassereinlassschlauch entfernen und den Schlauch wieder
anschließen.
BOOT AUS DEM WASSER
HINWEIS: Dieses Verfahren wurde für die am Motor befestigte Luftpumpe verfasst. Es
kann jedoch jede beliebige Luftquelle verwendet werden.
1. Das Boot waagerecht legen, damit das Wasser vollständig ablaufen kann.
2. Blaue Luftpumpe vom Motor entfernen.

Seite 106 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung

3. Sicherstellen, dass der Hebel oben auf der Pumpe bündig mit dem Griff ist
(horizontal).
4. Luftpumpe am Anschlussstück im Luftverteiler anschließen.
c e

a
d

8293
b
a - Unterdruckdosenanschluss d - Luftpumpe
b - Grüne Anzeiger e - Hebel (verriegelt)
c - Handventil

5. Hebel an der Luftpumpe hochziehen (senkrecht), um die Pumpe am


Anschlussstück zu verriegeln.
6. Luft in das System pumpen, bis beide grünen Anzeiger ausfahren und Wasser aus
beiden Seiten des Motors läuft. Das Wasser tritt zuerst auf der Backbordseite aus.

c
c
a b a
b

d
d
6124 6125

Modelle mit Zweikreiskühlsystem Modelle mit Seewasserkühlung


a - Lage des blauen Ablassstopfens c - Luftverteiler
b - Blaue Luftpumpe d - Grüne Anzeiger

90-864195E60 MAI 2006 Seite 107


Kapitel 6 - Lagerung

7. Sicherstellen, dass aus allen Öffnungen Wasser fließt. Andernfalls die


Anweisungen unter Manuelles Dreipunkt-Ablasssystem befolgen.

a b
6133

a - Backbordseitiger Ablass b - Steuerbordseitiger Ablass

8. Das System mindestens 5 Minuten lang entleeren lassen. Bei Bedarf Luft
einpumpen, damit die grünen Anzeiger ausgefahren bleiben.
9. Motor mit dem Starter kurz durchdrehen, um Wasser aus der Seewasserpumpe zu
entfernen. Motor nicht starten lassen.
10. Luftpumpe vom Luftverteiler abbauen und in den Montagehalter setzen.
11. Mercury MerCruiser rät, das Ablasssystem während des Bootstransports oder der
Durchführung anderer Wartungsarbeiten geöffnet zu lassen, damit das Wasser
vollständig ablaufen kann.
12. Vor Aussetzen des Bootes am Handventil ziehen. Sicherstellen, dass die grünen
Anzeiger nicht mehr ausgefahren sind.

a
6135

a - Grüne Anzeiger

Manuelles Zentralablasssystem
BOOT IM WASSER
1. Den Seehahn schließen (falls vorhanden) oder den Wassereinlassschlauch
abmontieren und mit einem Stopfen verschließen.
2. Den blauen Griff bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen (ca. 2
Umdrehungen). Die rote Markierung am Griffschaft weist darauf hin, dass das
System geöffnet ist. Den Griff nicht mit Gewalt drehen, um die Bildung neuer
Gewindegänge zu vermeiden.

Seite 108 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung

3. Den blauen Ablassstopfen sofort aus der Seite des Thermostatgehäuses entfernen.
Er muss innerhalb von 30 Sekunden ausgebaut werden, um eine korrekte
Entlüftung des Kühlsystems zu gewährleisten.

6136

a - Blauer Griff b - Lage des blauen Ablassstopfens

4. Prüfen, ob Wasser ausläuft. Falls kein Wasser ausläuft, den blauen Ablassstopfen
aus dem Verteilergehäuse ausbauen und manuell entleeren.

b
6137
a
a - Lage des Ablasses – orange oder rot b - Blauer Ablassstopfen

5. Das System mindestens 5 Minuten lang entleeren. Mercury MerCruiser rät, das
Ablasssystem während des Boottransports oder der Durchführung anderer
Wartungsarbeiten geöffnet zu lassen,
6. Blauen Ablassstopfen wieder im Thermostatgehäuse installieren.
7. Das Ablasssystem durch Drehen des blauen Griffs bis zum Anschlag im
Uhrzeigersinn schließen und den blauen Ablassstopfen (falls ausgebaut) wieder
installieren. Der Griff sitzt richtig, wenn keine rote Stelle zu sehen ist. Den Griff nicht
zu fest eindrehen, um die Bildung neuer Gewindegänge zu vermeiden.
8. Vor Inbetriebnahme des Motors den Seehahn (falls vorhanden) öffnen bzw. den
Stopfen am Wassereinlassschlauch entfernen und den Schlauch wieder
anschließen.
BOOT AUS DEM WASSER
1. Das Boot waagerecht legen, damit das Wasser vollständig ablaufen kann.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 109


Kapitel 6 - Lagerung

2. Den blauen Griff bis zum Anschlag gegen den Uhrzeigersinn drehen (ca. 2
Umdrehungen). Die rote Markierung am Griffschaft weist darauf hin, dass das
System geöffnet ist. Den Griff nicht zu fest eindrehen, um die Bildung neuer
Gewindegänge zu vermeiden.

6141

a - Blauer Griff

3. Prüfen, ob Wasser ausläuft. Falls kein Wasser ausläuft, den blauen Ablassstopfen
aus dem Verteilergehäuse ausbauen und manuell entleeren.

b
6137
a
a - Lage des Ablasses – orange oder rot b - Blauer Ablassstopfen

4. Das System mindestens 5 Minuten lang entleeren. Mercury MerCruiser empfiehlt,


die Ablassstopfen während des Boottransports oder bei Durchführung anderer
Wartungsarbeiten ausgebaut zu lassen, um sicherzustellen, dass das Wasser
vollständig ausgelaufen ist.
5. Das Ablasssystem durch Drehen des blauen Griffs bis zum Anschlag im
Uhrzeigersinn bzw. den Einbau des blauen Ablassstopfens schließen. Der Griff sitzt
richtig, wenn keine rote Stelle zu sehen ist. Griff NICHT zu fest eindrehen, um die
Bildung neuer Gewindegänge zu vermeiden.
Manuelles Dreipunkt-Ablasssystem
BOOT IM WASSER
HINWEIS: Dieses Verfahren durchführen, wenn Ihr Motor nicht mit einem luftbetätigten
Zentralablasssystem ausgestattet ist oder falls dieses nicht funktioniert.
1. Den Seehahn schließen (falls vorhanden) oder den Wassereinlassschlauch
entfernen und verschließen.

Seite 110 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung

2. Blauen Ablassstopfen aus dem Verteilergehäuse entfernen (vorne unten,


Backbord).

6138

a - Blauer Ablassstopfen

3. Zur ordnungsgemäßen Entlüftung des Kühlsystems den blauen Ablassstopfen


innerhalb von 30 Sekunden aus der Seite des Thermostatgehäuses entfernen.
a

6139

a - Lage des blauen Ablassstopfens

4. Die beiden blauen Ablassstopfen aus der Seewasserpumpe entfernen (vorne,


Steuerbord).

a 6140

a - Blaue Ablassstopfen

5. Sicherstellen, dass aus allen Öffnungen Wasser fließt.


6. Das System mindestens 5 Minuten lang entleeren lassen. Mercury MerCruiser
empfiehlt, das Ablasssystem während des Bootstransports oder bei Durchführung
anderer Wartungsarbeiten geöffnet zu lassen, um sicherzustellen, dass das
Wasser vollständig abgelaufen ist.
7. Motor mit dem Starter kurz durchdrehen, um Wasser aus der Seewasserpumpe zu
entfernen. Motor nicht starten lassen.
8. Vor dem Aussetzen des Boots oder Starten des Motors das Ablasssystem
schließen. Hierzu die 4 blauen Ablassstopfen einsetzen.
9. Vor Inbetriebnahme des Motors den Seehahn (falls vorhanden) öffnen bzw. die
Stopfen aus dem Wassereinlassschlauch entfernen und den Schlauch wieder
anschließen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 111


Kapitel 6 - Lagerung
BOOT AUS DEM WASSER
HINWEIS: Dieses Verfahren durchführen, wenn Ihr Motor nicht mit einem luftbetätigten
Zentralablasssystem ausgestattet ist oder falls dieses nicht funktioniert.
1. Das Boot waagerecht legen, damit das Wasser vollständig ablaufen kann.
2. Drei blaue Ablassstopfen ausbauen: einen aus dem Verteilergehäuse (vorne unten,
Backbord) und zwei aus der Seewasserpumpe (vorne, Steuerbord).

a a
6142

a - Blauer Ablassstopfen

3. Sicherstellen, dass aus allen Öffnungen Wasser fließt.


4. Das System mindestens 5 Minuten lang entleeren lassen. Mercury MerCruiser
empfiehlt, das Ablasssystem während des Bootstransports oder bei Durchführung
anderer Wartungsarbeiten geöffnet zu lassen, um sicherzustellen, dass das
Wasser vollständig abgelaufen ist.
5. Motor mit dem Starter kurz durchdrehen, um Wasser aus der Seewasserpumpe zu
entfernen. Motor nicht starten lassen.
6. Vor dem Aussetzen des Boots oder Starten des Motors das Ablasssystem
schließen. Hierzu die drei blauen Ablassstopfen einsetzen.
Mehrpunkt-Ablasssystem (MPD)
1. Das Boot waagerecht legen, damit das Wasser vollständig ablaufen kann.

Seite 112 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung

2. Die blauen Ablassstopfen an den folgenden Stellen entfernen: Die Ablassöffnungen


müssen ggf. mit einem starren Draht gereinigt werden. Dieses so lange
wiederholen, bis das ganze System entleert ist.
a. Back- und Steuerbordseite des Zylinderblocks
b. Unterseite der Abgassammler

b
b
a
93235672

10226 M110050
a

6129

a - Zylinderblock-Ablassstopfen b - Ablassschraube des Abgassammlers

c. Umwälzpumpenschlauch

6143

a - Ablassschraube

d. Schlauch vom Kraftstoffkühler zum Thermostatgehäuse

6144

a - Ablassstopfen

90-864195E60 MAI 2006 Seite 113


Kapitel 6 - Lagerung

e. Rückschlagventil

6131

a - Ablassstopfen (falls vorhanden)

3. An Modellen mit Seewasser-Ansaugpumpe die beiden blauen Ablassstopfen


entfernen. Falls die Seewasser-Ansaugpumpe nicht mit blauen Ablassstopfen
ausgestattet ist oder Sie diese nicht finden können, die Schlauchschellen lösen und
beide Schläuche abklemmen.

6145

b
a - Schlauchschellen b - Blaue Ablassstopfen

4. Den Motor mit dem Starter kurz drehen, um Wasser aus der Seewasser-
Ansaugpumpe zu entfernen. Den Motor nicht anspringen lassen.
5. Wenn das Kühlsystem vollständig entleert wurde, Ablassstopfen installieren,
Schläuche wieder anschließen und alle Schlauchschellen fest anziehen.

Seite 114 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 6 - Lagerung

Entleeren des Z-Antriebs


HINWEIS: Dieses Verfahren ist nur nach Betrieb in salzigem, brackigem,
mineralhaltigem oder verschmutztem Wasser und zur Winter- oder Langzeitlagerung
erforderlich.
1. Einen dünnen Draht wiederholt einführen, um sicherzustellen, dass die
Entlüftungsöffnungen sowie Wasserablassöffnungen und -kanäle offen sind.

e
b

a f
c

6146

Z-Antriebs-Wasserablassöffnungen
a - Tachometer-Pitotrohr d - Wasserablassöffnung im
b - Trimmflossen-Hohlraumöffnung Getriebegehäuse (je 1 - Steuerbord und
c - Ablasskanäle des Trimmflossen- Backbord)
Hohlraums e - Entlüftungsöffnung im
Getriebegehäusehohlraum
f - Ablassöffnung im
Getriebegehäusehohlraum

! ACHTUNG
Eine Beschädigung des Z-Antriebs vermeiden. Den Z-Antrieb immer in abwärts
getrimmter Position lagern. Der Gelenkwellen-Gummibalg kann sich setzen, wenn
der Antrieb in angehobener Position gelagert wird, und dann bei
Wiederinbetriebnahme des Antriebs ausfallen.
2. Den Z-Antrieb ganz nach unten/innen trimmen.
3. Für zusätzlichen Schutz vor Einfrieren und Rost das Kühlsystem nach der
Entleerung mit Propylenglykol-Frostschutzmittel, das entsprechend den
Herstelleranweisungen gemischt wurde, füllen, um den Motor vor der niedrigsten,
während des Betriebs bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder bei der
Langzeitlagerung zu erwartenden Temperatur zu schützen.
WICHTIG: Mercury MerCruiser verlangt bei Temperaturen unter dem Gefrierpunkt oder
der Langzeitlagerung die Verwendung von Propylenglykol-Frostschutzmittel, das
gemäß der Herstelleranweisungen gemischt wurde, für den Seewasserteil des
Kühlsystems. Sicherstellen, dass das Propylenglykol-Frostschutzmittel einen
Rosthemmer enthält und für die Verwendung in Bootsmotoren geeignet ist. Die
Anweisungen des Propylenglykol-Herstellers befolgen.

Batterielagerung
Wenn die Batterie über längere Zeit gelagert wird, sicherstellen, dass die Zellen mit
Wasser gefüllt sind und dass die Batterie voll geladen und in gutem Betriebszustand
ist. Sie sollte sauber und dicht sein. Zur Lagerung die Anweisungen des
Batterieherstellers befolgen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 115


Kapitel 6 - Lagerung

Wiederinbetriebnahme des Antriebssystems


1. Sicherstellen, dass alle Kühlsystemschläuche korrekt angeschlossen sind und die
Schlauchschellen fest sitzen.

! ACHTUNG
Schäden an der Elektrik vermeiden. Beim Einbau der Batterie das Minuskabel (-) an
den Minuspol (-) und das Pluskabel (+) an den Pluspol (+) der Batterie anschließen.
2. Eine voll aufgeladene Batterie einbauen. Die Batteriekabelschellen und -pole
reinigen und die Kabel wieder anschließen. Jede Klemme bei Anschluss fest
anziehen.
3. Korrosionsschutzmittel für Batteriepole auf die Batterieanschlüsse auftragen.
4. Alle Prüfungen durchführen, die in der Spalte „Vor dem Start" der Betriebstabelle
aufgeführt sind.

! ACHTUNG
Überhitzung durch unzureichendes Kühlwasser verursacht Schäden am Motor und
Antriebssystem. Während des Betriebs sicherstellen, dass an den
Wassereinlassöffnungen stets genug Wasser vorhanden ist.
5. Motor starten und Instrumente beobachten, um sicherzustellen, dass alle Systeme
ordnungsgemäß funktionieren.
6. Gesamten Motor auf Kraftstoff-, Öl-, Flüssigkeits-, Wasser- und Abgaslecks
untersuchen.
7. Lenkung, Schalt- und Gashebel auf ordnungsgemäße Funktion prüfen.

Seite 116 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 7 - Fehlersuche

Kapitel 7 - Fehlersuche
Inhaltsverzeichnis
Diagnose von Problemen des elektronischen Motortemperatur zu niedrig............................ 119
Kraftstoffeinspritzsystems.............................. 118 Niedriger Motoröldruck................................... 119
Diagnose von Problemen des DTS-Systems Batterie lädt nicht........................................... 119
....................................................................... 118 Fernschaltung ist schwergängig, klemmt, hat zu
Motorschutzsystem........................................ 118 viel Spiel oder gibt ungewöhnliche Geräusche von
Starter dreht den Motor nicht oder nur langsam sich................................................................. 120
....................................................................... 118 Lenkrad geht schwer oder ruckartig............... 120
Motor springt nicht oder nur schwer an.......... 118 Power-Trimm funktioniert nicht (Trimmmotor läuft
Motor läuft unrund, setzt aus oder zündet fehl nicht).............................................................. 120
....................................................................... 118 Power-Trimm funktioniert nicht (Motor läuft, aber
Schlechte Motorleistung................................. 119 der Z-Antrieb bewegt sich nicht).................... 120
Überhöhte Motortemperatur........................... 119

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Kapitel 7 - Fehlersuche

Diagnose von Problemen des elektronischen Kraftstoffeinspritzsystems


Ihr Mercury MerCruiser Vertragshändler verfügt über die korrekte
Wartungsausrüstung, die zur Diagnose von Problemen mit dem elektronischen
Kraftstoffeinspritzsystem notwendig ist. Das Steuergerät dieser Motoren kann einige
Probleme des Systems beim ersten Auftreten erkennen und speichert diese
Informationen als Fehlercode. Ein Wartungsmechaniker kann diesen Fehlercode dann
später mit einem speziellen Diagnosewerkzeug lesen.

Diagnose von Problemen des DTS-Systems


Ihr Mercury MerCruiser Vertragshändler verfügt über die korrekte
Wartungsausrüstung, die zur Diagnose von Problemen mit der digitalen Gasregelung
und Schaltung (DTS) notwendig ist. Das Steuergerät bzw. Antriebssteuergerät dieser
Motoren kann einige Probleme des Systems beim ersten Auftreten erkennen und
speichert diese Informationen als Fehlercode. Ein Wartungsmechaniker kann diesen
Fehlercode dann später mit einem speziellen Diagnosewerkzeug lesen.

Motorschutzsystem
Das Motorschutzsystem überwacht die wichtigen Motorsensoren auf frühe Anzeichen
von Problemen. Das System reagiert auf ein Problem, indem es einen Dauerton abgibt
und/oder die Motorleistung zum Schutz des Motors reduziert.
Wenn das Motorschutzsystem aktiviert ist, muss die Drehzahl reduziert werden. Das
Horn schaltet sich ab, wenn die Drehzahl innerhalb des zulässigen Grenzbereichs liegt.
Wenden Sie sich bitte an einen Mercury MerCruiser Vertragshändler.

Starter dreht den Motor nicht oder nur langsam


Mögliche Ursache Abhilfe
Batterieschalter ausgeschaltet. Batterieschalter einschalten.
Fernschaltung nicht in der Neutralstellung. Schalthebel in die Neutralstellung legen.
Stromkreis prüfen und Sicherungsautomat rücksetzen oder
Sicherungsautomat offen oder Sicherung durchgebrannt.
Sicherung austauschen.
Elektrische Anschlüsse locker oder verschmutzt oder Verkabelung Alle elektrischen Anschlüsse und Kabel prüfen (insbesondere die
beschädigt. Batteriekabel). Fehlerhafte Anschlüsse reinigen und festziehen.
Schlechte Batterie oder niedrige Batteriespannung. Batterie prüfen und ggf. aufladen; defekte Batterien austauschen.
Notstoppschalter aktiviert. Notstoppschalter prüfen.

Motor springt nicht oder nur schwer an


Mögliche Ursache Abhilfe
Notstoppschalter aktiviert. Notstoppschalter prüfen.
Falsches Startverfahren. Informationen zum Startverfahren lesen.
Unzureichende Kraftstoffversorgung. Tank füllen oder Ventil öffnen.
Defektes Teil im Zündsystem. Zündsystem warten.
Kraftstofffilter verstopft. Kraftstofffilter wechseln.
Altes oder verschmutztes Benzin. Kraftstofftank leeren. Mit frischem Kraftstoff befüllen.
Geknickte Leitungen austauschen oder Verstopfungen mit
Kraftstoffleitung oder Tankentlüftungsleitung geknickt oder verstopft.
Druckluft aus den Leitungen blasen.
Fehlerhafte Kabelanschlüsse. Kabelanschlüsse prüfen.
EFI-System von einem Mercury MerCruiser Vertragshändler
Fehler des elektronischen Kraftstoffeinspritzsystems.
untersuchen lassen.

Motor läuft unrund, setzt aus oder zündet fehl


Mögliche Ursache Abhilfe
Kraftstofffilter verstopft. Filter wechseln.
Bei Verschmutzung den Tank leeren. Mit frischem Kraftstoff
Altes oder verschmutztes Benzin.
befüllen.

Seite 118 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 7 - Fehlersuche
Mögliche Ursache Abhilfe
Geknickte oder verstopfte Kraftstoffleitung oder Kraftstofftank- Geknickte Leitungen austauschen oder Verstopfungen mit
Entlüftungsleitung. Druckluft aus den Leitungen blasen.
Flammschutz verschmutzt. Flammschutz reinigen.
Defektes Teil im Zündsystem. Zündsystem warten.
EFI-System von einem Mercury MerCruiser Vertragshändler
Leerlaufdrehzahl zu niedrig.
untersuchen lassen.
EFI-System von einem Mercury MerCruiser Vertragshändler
Fehler des elektronischen Kraftstoffeinspritzsystems.
untersuchen lassen.

Schlechte Motorleistung
Mögliche Ursache Abhilfe
Drosselklappe nicht ganz geöffnet. Gaszug und -gestänge auf ordnungsgemäße Funktion prüfen.
Propeller beschädigt oder falsche Größe. Propeller austauschen.
Zu viel Wasser in der Bilge. Ablassen und Ursache feststellen.
Boot überlastet oder Last falsch verteilt. Last reduzieren oder gleichmäßiger verteilen.
Flammschutz verschmutzt. Flammschutz reinigen.
Bootsboden verschmutzt oder beschädigt. Nach Bedarf reinigen oder reparieren.
Zündungsproblem. Siehe Motor läuft unrund, setzt aus oder zündet fehl.
Motor überhitzt. Siehe Überhöhte Motortemperatur.
EFI-System von einem Mercury MerCruiser Vertragshändler untersuchen
Fehler des elektronischen Kraftstoffeinspritzsystems
lassen.

Überhöhte Motortemperatur
Mögliche Ursache Abhilfe
Wassereinlass oder Seehahn geschlossen. Öffnen.
Antriebsriemen locker oder beschädigt. Riemen austauschen oder einstellen.
Seewassereinlässe oder Seewasserfilter verstopft. Blockierung entfernen.
Thermostat defekt. Austauschen.
Die Ursache für den niedrigen Kühlmittelstand feststellen und
Niedriger Kühlmittelstand im geschlossenen Kühlkreis (falls
beheben. Das System mit der korrekten Kühlmittellösung
vorhanden).
befüllen.
Wärmetauscher, Motorölkühler und Getriebeölkühler (falls
Wärmetauscher oder Flüssigkeitskühler mit Fremdkörpern verstopft
vorhanden) reinigen.
Auf Undichtigkeiten prüfen. Druckdeckel reinigen, inspizieren
Druckverlust im Zweikreiskühlsystem.
und prüfen.
Seewasserpumpe defekt. Reparieren.
Seewasserauslass eingeschränkt oder verstopft. Krümmer reinigen.

Motortemperatur zu niedrig
Mögliche Ursache Abhilfe
Thermostat defekt. Austauschen.

Niedriger Motoröldruck
Mögliche Ursache Abhilfe
Nicht genügend Öl im Kurbelgehäuse. Ölstand prüfen und Öl auffüllen.
Ölstand prüfen und überschüssiges Öl abnehmen. Ursache des
Zu viel Öl im Kurbelgehäuse (verursacht Verschäumung).
Ölüberschusses feststellen (falsches Füllverfahren).
Öl und Ölfilter wechseln; Öl der korrekten Sorte und Viskosität verwenden.
Verdünntes Öl oder Öl der falschen Viskosität. Ursache der Verdünnung feststellen (zu langer Betrieb mit
Leerlaufdrehzahl).

Batterie lädt nicht


Mögliche Ursache Abhilfe
Zu hohe Stromaufnahme von der Batterie. Alles unwichtige Zubehör ausschalten.
Generatorriemen locker oder beschädigt. Austauschen und/oder einstellen.
Batteriezustand inakzeptabel. Batterie prüfen und nach Bedarf austauschen.

90-864195E60 MAI 2006 Seite 119


Kapitel 7 - Fehlersuche
Mögliche Ursache Abhilfe
Alle elektrischen Anschlüsse und Kabel prüfen (insbesondere die
Elektrische Anschlüsse locker oder verschmutzt oder Verkabelung
Batteriekabel). Fehlerhafte Anschlüsse reinigen und festziehen.
beschädigt.
Kabel reparieren oder austauschen.
Generator defekt Generatorleistung prüfen und Generator nach Bedarf austauschen.

Fernschaltung ist schwergängig, klemmt, hat zu viel Spiel oder gibt ungewöhnliche
Geräusche von sich
Mögliche Ursache Abhilfe
Befestigungsteile von Schalt- und Gasgestänge unzureichend
Schmieren.
geschmiert.
Blockierung der Schalt- oder Gasgestänge. Blockierung entfernen.
Alle Gasgestänge prüfen. Bei lockerem oder fehlendem Gestänge
Lockere oder fehlende Schalt- oder Gasgestänge. sofort einen autorisierten Mercury MerCruiser Vertragshändler
aufsuchen.
Seilzug geradebiegen oder von einem Mercury MerCruiser
Schalt- oder Gaszug geknickt. Vertragshändler austauschen lassen, wenn er stark beschädigt
ist.

Lenkrad geht schwer oder ruckartig


Mögliche Ursache Abhilfe
Stand der Servolenkflüssigkeit niedrig. Auf Undichtigkeiten prüfen. System befüllen.
Antriebsriemen locker oder beschädigt. Austauschen und/oder einstellen.
Unzureichende Schmierung der Lenkungsteile. Schmieren.
Alle Teile und Befestigungselemente prüfen. Bei lockeren oder
Lockere oder fehlende Befestigungselemente oder Teile der
fehlenden Teilen sofort einen Mercury MerCruiser Vertragshändler
Lenkung.
aufsuchen.
Servolenkflüssigkeit verschmutzt. Mercury MerCruiser Vertragshändler aufsuchen.

Power-Trimm funktioniert nicht (Trimmmotor läuft nicht)


Mögliche Ursache Abhilfe
Die Sicherung austauschen. Sicherungen können sich in der Nähe
des Trimmschalters an der Instrumententafel, an der Trimmpumpe,
Durchgebrannte Sicherung.
im (roten) Pluskabel der Power-Trimm-Batterie in der Nähe des
Batterieschalters oder an mehreren dieser Stellen befinden.
Alle elektrischen Anschlüsse und Kabel prüfen (insbesondere die
Elektrische Anschlüsse locker oder verschmutzt oder
Batteriekabel). Fehlerhafte Anschlüsse reinigen und festziehen.
Verkabelung beschädigt.
Kabel reparieren oder austauschen.

Power-Trimm funktioniert nicht (Motor läuft, aber der Z-Antrieb bewegt sich nicht)
Mögliche Ursache Abhilfe
Ölstand in der Trimmpumpe zu niedrig. Die Pumpe mit Öl füllen.
Antrieb klemmt im Kardanring. Auf Blockierung prüfen.

Seite 120 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 8 - Kundendienstinformationen

Kapitel 8 - Kundendienstinformationen
Inhaltsverzeichnis
Serviceunterstützung für Eigner..................... 122 Im Falle eines Anliegens oder
Örtlicher Reparaturdienst ........................ 122 Problems ................................................. 123
Service unterwegs ................................... 122 Mercury Marine
Diebstahl des Antriebssystems ............... 122 Serviceniederlassungen .......................... 123
Maßnahmen nach Untertauchen ............. 122 Bestellen von Literatur................................... 124
Ersatzteile ................................................ 122 USA und Kanada ..................................... 124
Ersatzteil- und Zubehöranfragen ....... 123 Außerhalb der USA und Kanada ............. 124

90-864195E60 MAI 2006 Seite 121


Kapitel 8 - Kundendienstinformationen

Serviceunterstützung für Eigner


Örtlicher Reparaturdienst
Wenn Ihr mit einem Mercury MerCruiser Motor ausgestattetes Boot repariert werden
muss, bringen Sie es immer zu Ihrem Vertragshändler. Nur er verfügt über die
werksgeschulten Mechaniker, Sachkenntnis, Ausrüstung, das Spezialwerkzeug und
Original Quicksilver Ersatzteile und Zubehör,1. die/das für die ordnungsgemäße
Reparatur Ihres Motors erforderlich sind. Er kennt Ihren Motor am besten.
Service unterwegs
Wenn Sie sich auf Reisen entfernt von Ihrem Händler befinden und eine Reparatur oder
Wartung benötigen, wenden Sie sich an den nächsten Vertragshändler. Schlagen Sie
dazu in den Gelben Seiten nach. Wenn Sie aus irgendeinem Grund keinen Service
anfordern können, wenden Sie sich an das nächste Regionale Service Center.
Außerhalb der Vereinigten Staaten und Kanada wenden Sie sich an das nächste
Marine Power International Service Center.
Diebstahl des Antriebssystems
Wenn das Antriebssystem gestohlen wurde, sofort die lokalen Behörden sowie Mercury
Marine verständigen. Dabei die Modell- und Seriennummer(n) und den Namen der im
Falle einer Wiederbeschaffung zu verständigenden Person angeben. Diese
Informationen werden bei Mercury Marine in einer Datenbank gespeichert und helfen
den Behörden und Händlern bei der Wiederbeschaffung gestohlener Antriebssysteme.
Maßnahmen nach Untertauchen
1. Vor der Bergung einen Mercury MerCruiser Vertragshändler kontaktieren.
2. Nach der Bergung muss ein Mercury MerCruiser Vertragshändler den Motor
umgehend instand setzen, um das Risiko schwerer Motorschäden zu reduzieren.
Ersatzteile

! VORSICHT
Die falsche Entwicklung, Herstellung oder Installation von Bootssystemen kann zu
schweren oder tödlichen Verletzungen führen. Um die Feuer- und Explosionsgefahr
so gering wie möglich zu halten, wurden Teile der Elektrik, der Zündung und des
Kraftstoffsystems an Antriebssystemen von Mercury Marine so entwickelt und
gebaut, dass sie zahlreiche internationale Richtlinien, Bundesvorschriften, freiwillige
Normen und Installationsanweisungen erfüllen.
Ersatzteile für Elektrik, Zündung oder Kraftstoffsystem, die diese Richtlinien,
Vorschriften, Normen und Anweisungen nicht erfüllen, können ein Feuer- oder
Explosionsrisiko darstellen und sind zu vermeiden.

Bootsmotoren müssen die meiste Zeit in oder um Volllastdrehzahl sowohl in Süß- als
auch Meerwasser laufen. Aus diesem Grund erfordern sie zahlreiche Spezialteile.
Daher muss beim Austausch von Bootsmotorteilen aufgepasst werden, da sich ihre
Spezifikationen deutlich von denen eines normalen Kfz-Motors unterscheiden.
Eines der wichtigsten Ersatzteile, an das wahrscheinlich zuletzt gedacht wird, ist
beispielsweise die Zylinderkopfdichtung. Da Seewasser stark korrodierend wirkt, kann
keine Kfz-Zylinderkopfdichtung aus Stahl verwendet werden. Eine
Zylinderkopfdichtung für Bootsmotoren besteht aus speziellem Material, das
widerstandsfähig gegen Korrosion ist.
Da Bootsmotoren für längeren Betrieb mit oder nahe der Höchstdrehzahl ausgelegt
sein müssen, sind spezielle Ventilfedern, Ventilstößel, Kolben, Lager, Nockenwellen
und andere bewegliche Hochleistungsteile erforderlich, um hohe Lebensdauer und
Leistung zu gewährleisten.
1. Quicksilver Teile und Zubehör werden von Mercury Marine speziell für die Verwendung an und in Mercury MerCruiser Z-
Antrieben und Innenbordern entwickelt und gebaut.

Seite 122 90-864195E60 MAI 2006


Kapitel 8 - Kundendienstinformationen

Dies sind nur einige der speziellen Modifizierungen, die für Mercury MerCruiser
Bootsmotoren erforderlich sind, um hohe Lebensdauer und zuverlässige Leistung zu
gewährleisten.
ERSATZTEIL- UND ZUBEHÖRANFRAGEN
Richten Sie alle Anfragen bezüglich Quicksilver Ersatz- und Zubehörteilen an Ihren
örtlichen Vertragshändler. Der Händler hat die notwendigen Informationen, um Ersatz-
und Zubehörteile für Sie zu bestellen, sollten sie nicht auf Lager sein. Nur
Vertragshändler können Original Quicksilver Teile und Zubehör vom Werk kaufen.
Mercury Marine verkauft nicht an unautorisierte Händler oder Endkunden. Bei
Nachfragen bezüglich Ersatzteilen und Zubehör benötigt der Händler die
Motormodell- und Seriennummern zur Bestellung der richtigen Teile.
Im Falle eines Anliegens oder Problems
Ihrem Händler und uns liegt Ihre Zufriedenheit mit Ihrem Mercury MerCruiser Produkt
am Herzen. Bei Problemen, Fragen oder Anliegen bezüglich des Antriebssystems
wenden Sie sich an Ihren Händler oder einen Mercury MerCruiser Vertragshändler.
Sollten Sie weitere Hilfe benötigen, befolgen Sie die nachstehenden Schritte.
1. Reden Sie mit dem Verkaufsleiter oder Service-Manager des Händlers. Wenn Sie
dies bereits getan haben, wenden Sie sich an den Besitzer der Vertretung.
2. Wenn Sie eine Frage, ein Anliegen oder ein Problem haben, die/das nicht vom
Händler gelöst werden kann, wenden Sie sich bitte an die Mercury Marine
Serviceniederlassung. Mercury Marine wird gemeinsam mit Ihnen und Ihrem
Händler alle Probleme lösen.
Die Serviceniederlassung benötigt die folgenden Informationen:
• Ihren Namen und Ihre Anschrift
• Telefonnummer
• Modell- und Seriennummern Ihres Antriebssystems
• Name und Anschrift Ihres Händlers
• Art des Problems
Mercury Marine Serviceniederlassungen sind auf der nächsten Seite angeführt.
Mercury Marine Serviceniederlassungen
Unterstützung kann telefonisch, schriftlich oder per Fax angefordert werden. Bitte
geben Sie in allen Briefen und Telefaxen eine Telefonnummer an, unter der Sie
tagsüber zu erreichen sind.
Telefon Fax Post

Mercury MerCruiser
(405) 743 6566 (405) 743 6570 3003 N. Perkins Rd.
Stillwater, OK 74075

Mercury Marine Ltd.


2395 Meadowpine Blvd.
(905) 567 MERC (6372) (905) 567 8515
Mississauga , Ontario L5N 7W6
Kanada

Mercury Marine Australia


132-140 Frankston Road
(61) (3) 9791 5822 (61) (3) 9793 5880
Dandenong, Victoria 3164
Australien

Marine Power - Europe, Inc.


Parc Industriel de Petit-Rechain
(32) (87) 32 32 11 (32) (87) 31 19 65
B-4800 Verviers,
Belgien

Mercury Marine - Latin America & Caribbean


11650 Interchange Circle North,
(954) 744 3500 (954) 744 3535
Miramar, FL 33025
USA

90-864195E60 MAI 2006 Seite 123


Kapitel 8 - Kundendienstinformationen
Telefon Fax Post
Mercury Marine - Japan
283-1 Anshin-cho
(81) 53 423 2500 (81) 53 423 2510
Hamamatsu, Shizuoka 435-0005
Japan

Mercury Marine Singapore


72 Loyang Way
(65) 6546 6160 (65) 6546 7789
, 508762
Singapur

Bestellen von Literatur


Bevor Sie Broschüren oder Handbücher bestellen, müssen Sie die folgenden
Informationen über Ihr Antriebssystem bereithalten:
• Modell
• Seriennummer
• Motorleistung
• Baujahr
USA und Kanada
Informationen über zusätzliche Literatur, die für Ihr Mercury MerCruiser Antriebssystem
erhältlich ist, und wie Sie diese Literatur bestellen können, erhalten Sie bei Ihrem
Händler oder bei:
Mercury Marine Publications
P.O. Box 1939
Fond du Lac, WI 54936-1939
(920) 929-5110
Fax (920) 929-4894
Außerhalb der USA und Kanada
Wenden Sie sich an Ihren Händler oder ein Marine Power Service Center bzgl.
Informationen über zusätzliche Literatur, die für Ihr Mercury MerCruiser Antriebssystem
erhältlich ist, und wie Sie diese bestellen können.
Die Bestellung mit Bezahlung an folgende Anschrift schicken:
Mercury Marine
Attn: Publications Department
W6250 West Pioneer Road
P.O. Box 1939
Fond du Lac, WI 54936-1939
Versand an: (Bitte in Druckschrift oder mit Schreibmaschine ausfüllen - Dies ist das
Versandetikett)
Name
Anschrift:
Stadt Land PLZ

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