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Die Phonetik untersucht Atmung und Stimme, physikalisch-akustische Besonderheiten der Laute im Redefluss,
die phonetische Gestaltung der Rede selbst sowie das Hören und Verstehen der Rede. Die Phonetik erforscht
akustische, physiologische und sprachpsychologische Erscheinungen, deren Erkenntnisse für Sprechpraxis und
Fremdsprachenunterricht von entscheidender Bedeutung sind. Im System der Wissenschaften steht die
Phonetik zwischen den Natur- und Gesellschaftswissenschaften. Ihrem Inhalt nach ist die Phonetik als
Existenzform der Sprache eine gesellschaftswissenschaftliche Disziplin, denn die Sprache und das Sprechen ist
gesellschaftliche Phänomene. Die phonetische Einheiten, die für die jeweilige Epoche in einer bestimmten
Sprachgemeinschaft charakteristisch sind, müssen von allen Mitgliedern der Sprachgemeinschaft im
Kommunikationsprozess gebraucht werden. Die lautlichen Einheiten sind: Sprechlaute, Silben, Akzentgruppen,
Sprechtakte(Syntagmen), Äußerungen(Sätze) und Sprechtexte. Diese Redeeinheiten werden während der
Segmentierung des Redestroms festgestellt. Die größte kommunikative Einheit - die Äußerung - ist ein
geschlossenes Informationsgebilde, das aus mehreren Aussprüchen bestehen kann. Als Mittel zur Verbindung
einzelner Redeeinheiten im Kommunikationsprozess dient die Intonation. Die Prosodik ist die Lehre, die solche
Mittel, wie Tonhöhe, Akzent, Sprechtempo, Pausen und so weiter zum Gegenstand der Forschung und
Beschreibung hat. Die Phonetik ist also die Lehre von den Lauten, ihren Verbindungen und Modifikationen im
Sprechakt. Im Mittelpunkt der Phonologie stehen die kleinsten Einheiten der gesprochenen Sprache, die eine
sprachliche Funktion ausüben. Die größeren Einheiten der Phonologie nennt man Prosodeme und Intoneme. Die
Phonetik hat enge Beziehungen zu allen Teilgebieten der Sprachwissenschaft: zur Grammatik, Lexikologie,
Etymologie, Geschichte der Sprache sowie zur Physik, Mathe, Physiologie, Röntgen-technik, Kinematographie,
Medizin.

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Unter Forschungsmethoden ist ein System von wissenschaftlichen und technischen Verfahren zu verstehen, die
durch experimentelle Versuche und theoretische Auswertung der Untersuchungsergebnisse eine
wissenschaftliche Hypothese bestätiger oder nicht bestätigen. Die Besonderheit jeder einzelnen Methode wird
durch das jeweilige Forschungsobjekt und Untersuchungsziel bestimmt. Die Forschungsmethoden der Phonetik
sind dagegen international. In der Phonetik als Wissenschaft können verschiedene Forschungsmethode
angewandt werden:

1.Methoden der phonetischen Beobachtung

2.Methoden der instrumentellen Analyse

3.statistische Methoden.

1. Die Beobachtungsmethode ist eine subjektive Forschungsmethode, weil die Beobachtungsfähigkeit der
Menschen unterschiedlich ist. Es wird ein gelesener/gesprochener Text auf Tonband aufgenommen, dann wird
es mehrmals angehört. Die Ergebnisse werden verallgemeinert und phonologisch ausgewertet.

2. Die experimentalphonetische Schule verkündete schon Anfang des 20. Jahrhunderts, dass das Gehörorgan für
feinere Beobachtungen der Lauterscheinungen ungeeignet sei. Die instrumentellen Forschungsmethoden
beschäftigen sich mit Untersuchung der physiologischen Muskeltätigkeit des Sprechapparats und seiner Teile.
Diese Methoden beschäftigen sich mit der physiologischen Funktion der Stimm- und Lauterzeugung:
- Elektromyographie
- Stroboskopie
- Elektroglottographie
- Laryngostroboskop
- Labiograph
- Die Arbeit mit diesen Geräten geht nur im Labor.

3. Statistische Methoden werden nicht nur in der Phonetik, sondern auch in anderen Teilgebieten der
Sprachwissenschaft verwendet. In der Phonetik verwendet man das statistische Verfahren, um die Häufigkeit
der Sprachlaute in einem Text oder alle möglichen Lautkombinationen in den Silben zu ermitteln. Die
Aufstellung von Kombinationsregeln der Phoneme ist die Aufgabe der Phonotaktik. Phonotaktische
Untersuchungen haben eine große Bedeutung für den Fremdsprachenunterricht. Das Gebiet der
Experimentalphonetik, das die statistische Methode untersucht, wird Phonometrie genannt.
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Der Begriff des Phonems. Das Phonem wird anders der Sprachlaut genannt im Unterschied zum Sprechlaut, der
eine Realisation eines Phonems durch den Sprecher darstellt. Die Sprachlaute sind phonologisch relevante
(bedeutungsunterscheidende, wesentliche) Signale. Der Laut ist materiell, individuell, unwiederholbar,
momentan, unzählbar. Der Sprachlaut (das Phonem) dagegen ist abstrakt, zählbar, konstant. Im wesentlichen
unterscheidet man zwei Richtungen bei der Deutung des Phonems. Die einen Phonologen verstehen unter dem
Phonem eine Klasse von Lauten oder eine abstrakte Einheit, einen Lauttyp, der in Form einer Klasse von Lauten
realisiert wird. Sie vereinigen sich zu einer Klasse nicht durch ihre physikalischen Eigenschaften, sondern durch
ihre Sprachfunktion. Wie werden die Phoneme als solche nachgewiesen. Dieser Prozess verläuft in drei Etappen:
auf der ersten Etappe wird der Text in minimale phonetische Einheiten (Segmente) eingeteilt (segmentiert). Die
zweite Etappe heißt die Identifizierung, wobei die einzelnen Segmente als Realisationen ein und desselben
Phonems identifiziert werden. Auf der dritten Etappe erfolgt Klassifizierung (Vereinigung) von einzelnen
Phonemen, wobei sie in Untersysteme, Teilsysteme, Phonemreihen und Phonemserien eingeteilt werden. Man
unterscheidet starke und schwache Positionen der Phoneme. In der starken Position behält das Phonem alle
seine charakteristischen Züge bei. Die starke Position für die deutschen Konsonantenphoneme ist der Anlaut
und der intervokalische Inlaut. Die schwache Position für die deutschen Konsonantenphoneme ist der Auslaut.
Die starke Position für die deutschen Vokale ist ihre Stellung in einer betonten Silbe und die schwache Position –
in einer unbetonten Silbe. Allophone sind die verschiedenen Realisierungen des Phonems (Phonemvarianten).
Man kann ein Phonem als eine Gruppe von Allophonen sehen. Die Phoneme haben mindestens ein Allophon
aber können mehrere Allophone haben. Allophon ist eine Variante des Phonems, die in unterschiedlichen
lautlichen Varianten gesprochen (realisiert) werden kann. Dieser lautliche Unterschied (разница) hat keinen
Einfluss auf die Bedeutung dieses Phonems. Laute als Allophone bestimmter Phoneme können durch
Minimalpaaranalyse   klassifiziert werden.
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Vokale werden nach drei artikulatorischen Eigenschaften beschrieben: Lippenrundung, Zungenhöhe und
Zungenlage.
Die Lippenrundung gibt an, ob die Lippen gerundet oder ungerundet sind.
Die Zungenhöhe eines Vokals beschreibt den Öffnungsgrad des Kieferwinkels
Geschlossen - Der Kiefer ist leicht offen (Kiez)
Halbgeschlossen -Der Kiefer ist zwischen geschlossen und halboffen (Meer)
Halboffen - Der Kiefer ist zwischen halbgeschlossen und offen(Rock)
Offen -Der Kiefer ist weit offen(All)
Die Zungenlage beschreibt die horizontale Position des höchsten Zungenteils bei der Artikulation eines Vokals.
Vorder- Der höchste Zungenteil ist vorn (Meer)
Zentral - Der höchste Zungenteil ist zentral(All)
Hinter -Der höchste Zungenteil ist hinten(Rock)
Dazu kommen noch einige wichtige Vokaltypen.
Die bisherigen Vokale sind alle Monophthonge, d.h., sie bestehen jeweils aus einer einzigen Artikulation.
Im Gegensatz dazu sind Diphthonge. Abfolgen von zwei einfachen Vokalen, die zusammen nicht länger als ein
langer Monophthong dauern und zur selben Silbe gehören.
Die bisherigen Vokale sind alle oral. Es gibt auch Nasalvokale, die man z.B. in französischen Lehnwörtern wie
Restaurant findet.
Klassifizierung und Systematisierung der deutschen Vokale
1) Nach der Artikulationsstabilität: Monophthonge (16) und Diphthonge (3)
2) Nach der Dauer (Quantität): 8 lange und 7 kurze
3) Nach der Qualität: Lange Vokale sind geschlossen (gespannt) und kurze – offen (nicht gespannt). Nur [a:], [ɛ:]
sind lang und offen
4) Nach der Zungenstellung in horizontaler Richtung: Vokale der vorderen, mittleren, hinteren Reihe.
5) Nach der Hebungsgrad der Zunge in vertikaler Richtung: Vokale der tiefen, mittleren,und hohen
Zungenhebung
6) Nach der Lippenstellung: labialisierte (gerundete), nicht labialisierte (ungerundete) Vokale.
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Das deutsche Alphabet besteht aus 26 Buchstaben, darunter - 21 Konsonanten und 5 Vokale. DIE
KONSONANTEN werden nach der Art und Grad der Öffnung als Nasenöffnungslaute oder Nasale, Engelaute und
Verschlusslaute eingeteilt. Zu den Nasalen gehören [m], [n], [η], denen der seitliche Laut [l], und die RLaute
angefügt werden. In diese Gruppe werden auch die Affrikaten [pf], [ ts ] und [ t∫ ] eingereiht. Sie leiten zur
folgenden Gruppe der Engelaute über: [f], [v], [s], [z], [∫], [ʒ], [ç], [j], [x]. Der Hauchlaut [h] entsteht ähnlich wie
die Engelaute. Die letzte Gruppe bilden die Verschlusslaute [p], [b], [t], [d], [k], [g]. Man unterscheidet
stimmhafte und stimmlose Konsonanten. Der Konsonant ist stimmhaft, wenn sich die Stimmlippen an seiner
Artikulation beteiligen. Die Artikulationsstelle kann für deutsche Laute an den Lippen (labial), im Bereich der
Vorderzähne (dental) oder des Zahndammes (alveolar), am harten Gaumen (palatal) und am weichen Gaumen
(verlar) liegen. Im Silben oder Wortauslaut wird der stimmhafte Konsonant immer stimmlos ausgesprochen (das
Auslautgesetz). Phonetische Umschreibungen der Konsonanten werden in der folgenden Tabelle angegeben:
Modale ph.w. Merkmale:
1) Unterschied zwischen Geräusch und Stimmton. Nach diesem Merkmal zerfallen alle Konsonantenphoneme
in Geräuschphoneme und sonore Phoneme. Bei der Bildung der GPh überlagert das Geräusch und bei der
Bildung der Sonanten – der Stimmton. 
2) Unterschied nach der Art der Hindernisbildung. Nach diesem Merkmal unterscheidet man Verschluß- und
Engephoneme. 
3) Unterschied nach der Stimmbeteiligung. Nach diesem Merkmal zerfallen alle deutschen Konsonanten in
stimmhafte und stimmlose Phoneme. 
4) Das Merkmal der Stimmbeteiligung ist im Deutschen aufs engste mit dem Merkmal des Spannungsgrades
verbunden. Die deutschen stimmhaften Konsonanten sind ungespannt (Lenes) und die stimmlosen - gespannt
(Fortes). Im Russischen sieht das Bild entgegengesetzt aus.
5) Unterschied nach der Beteiligung des Gaumensegels: orale und nasale Phoneme.
6)Lokale phonologisch-wesentliche Merkmale: Labialität, Labiodentalität, Alveolarität, Palatalität, Uvularität,
Faringalität.
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Phonetisch, d.h. artikulatorisch oder akustisch definiertes bedeutungsunterscheidendes Merkmal des Phonems,
das seinerseits als „Bündel“ von distinktives Merkmal beschreibbar ist. Bei Trubeckoj sind es meist
artikulatorisch definierte Lauteigenschaften. Bei Jakobson ist es ein universelles System von 12-15 binären, in
erster Linie akustisch definierten Merkmale zur Beschreibung phonologischer Oppositionen:
Schallquellenmerkmal:
∓ konsonantisch ∓vokalisch
Konsonantische Merkmale:
∓kontinuant ∓gehemmt ∓strident (scharf) ∓stimmhaft
Resonantische Merkmale:
∓diffus ∓dunkel ∓flach ∓scharf ∓gespannt ∓nasal
In der generativen Phonologie werden die vermehrten binären distinktive Merkmale artikulatorisch definiert:
Hauptklassen: ∓ konsonantisch ∓silbisch ∓sonorant
Raum-Merkmale: ∓koronal ∓anterior ∓labial ∓distribuiert
Zungenkörper-Merkmale: ∓hoch ∓tief ∓hinten
Zungenwurzel-Merkmale: ∓gespannt
Als physiologische und akustische Erscheinungen sind die Sprechlaute einmalig und individuell. Wenn man die
Aussprache zweier Menschen vergleicht, so stellt man fest, dass die Sprechlaute in der Aussprache jeder Person
individuelle Züge aufweisen. In der Rede meint Baudouin de Courtenay (Бодуэн де Куртенэ), erscheint jedes
Phonem in Form mehrer Varianten. Der Phonembegriff ist nur im Zusammenhang mit der Zweiteilung in Sprach-
und Redesystem zu klären. Wie das Sprachsystem von dem Redesystem nur auf künstliche Weise getrennt
werden kann, so ist auch das Phonem - die kleinste Einheit des Sprachsystems – von dem kleinsten Element des
Redesystems - dem Redelaut – nur theoretisch zu scheiden. Unter Phonem verstehen wir einen Sprachlaut mit
differenzierender Funktion, der aus der Rede, in welcher er in vielen situativ bedingten Varianten auftritt,
herausgelöst wird. An jedem Phonem ist eine materielle und eine funktionale Seite zu unterscheiden. Die
Varianten eines Phonem sind positionsbedingte Äußerungen eines einheitlichen Sprachlautes mit
differenzierender Funktion. Jede Variante ist Vertreter eines anderen Phonems. Die Varianten verschiedener
Phoneme können in gleicher Distribution stehen. Leben – beben – Reben – geben. Jedes Phonem existiert im
Sprachsystem als Unikum mit eigener Funktion und eigenen materiellen. Jedes Phonem hat seine besonderen
differenzierenden Merkmale, die physischer Natur sind. Nur durch Verallgemeingerungen kommt man zu
Begriffen wie Stimmhaftigkeit und Stimmlosigkeit. Reell existieren nur konkrete Laute mit konkreten
differenzierenden Merkmalen,die auf materielle Weise erzeugt werden. Jedoch besteht das Phonem nicht nur
aus differenzierenden Merkmalen. Zum 18 Phonem gehört sein volles Klangbild, aus dem die differenzierenden
Merkmale herausgeschält werden können. Es gibt kein Phonem ohne starke Position. Die phonematische
Wertung der stark reduzierten Varianten in schwachen Positionen erfolgt auf Grund des Phonembestands der
starken Position.

Eigenschaften.
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In der Phonologie geht es dagegen um die Aufdeckung der Prinzipien, die die Verteilung von Lauten in der
Sprache bestimmen, und um die Erklärung der auftretenden Unterschiede. Phonologie betrachtet die Funktion
der sprachlichen Laute im Sprachsystem (deswegen wird sie auch als funktionale Lautlehre benannt).
Phonologische Universalien
Häufig ermittelt man zunächst die „phonologische Struktur“ einer einzelnen Sprache - also die in ihr
vorkommenden lautlichen Einheiten und deren Anordnung. Davon ausgehend werden die Eigenschaften
verschiedener Lautsysteme miteinander verglichen und Hypothesen über die Regeln aufgestellt, die der
Lautverwendung in bestimmten Sprachgruppen und schließlich in allen Sprachen zugrunde liegen. Die Schulen
der Phonologie (Funktionelle Phonologie, Taxonomische Phonologie, generative Phonologie).
Funktionale Phonologie - von N.Trubeckoj und der Prager Schule (R. Jakobson (1896-1982)) entwickelte Theorie,
deren Hauptaugenmerk auf das System der in einer Sprache vorhandenen bedeutungsunterscheidenden
Oppositionen und die diesen zugrundeliegenden distinktiven Merkmale gerichtet ist.
Distributionelle oder taxonomische Phonologie - Den Ausgangspunkt des klassischen amerikanischen
Strukturalismus (Z.S. Harris, L.Bloomfield, C.F. Hockett) stellt eine rein distributionelle Analyse des Auftretens
der Laute in ihren unterschiedlichen Kontexten dar.
Die generative Phonologie - begründet durch Chomsky & Halle, wurde im Rahmen der generativen
Transformationsgrammatik entwickelt, in der die phonologische Beschreibung auf einer autonomen
phonologischen Ebene (Morphonologie) aufgegeben wird. Phonologische Analysen beruhen auf dem Prinzip,
dass der Austausch bestimmter Laute Bedeutungsveränderungen in einem Wort bewirkt, bei anderen dagegen
nicht. Dies wurde in frühen Untersuchungen mit einem einfachen Verfahren gezeigt: Man ersetzte in Wörter
einen Laut durch einen anderen und prüfte, ob sich eine andere Bedeutung ergab. Einige Minimalpaaren für
Deutsche Phoneme:
Vokale:
/i:/ - /e:/ Tier – Teer
/e:/ - /ɛ:/ sehen – säen
/ɛ:/ - /a:/ Täler – Taler
/u:/ - /o:/ Kur – Chor
/y:/ - /ø:/ rühren – röhren
Konsonanten:
/p/ - /b/ Paar – Bar
/b/ - /t/ Bier – Tier
/t/ - /d/ Tank – Dank
/d/ - /k/ Dampf – Kampf
/k/ - /g/ Kunst – Gunst
/g/ - /h/ Gut – Hut
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Normphonetik
-Teilgebiet der (halleschen) Sprechwissenschaft seit den 1950er Jahren in Lehre und Forschung
- zwischen Phonologie und Phonetik angesiedelt
Funktion
- Erstellung von Transkriptionskonventionen
-regelbasierte Beschreibung gesprochener Standardsprache
Normphonetik – Gegenstand
a) (deutsche) Standardaussprache
-Standardaussprache/Aussprachestandard unterschiedlich definiert
- hallesche Definition:
Gebrauchsnorm, keine idealisierte Norm
dialektneutral/überregional
situativ/phonostilistisch differenziert
in offiziellen/öffentlichen Situationen erwartet
b) erlaubte/erwünschte und unerlaubte/unerwünschte Varianten und Abweichungen von der
Standardaussprache
Normphonetik – Regelwerk
- Regelwerk für normphonetische Transkription: unterschiedlich je nach Auffassung bzw.
Kodifizierung/Aussprachewörterbuch
- Grundlagen: Phonologie (weite Transkription) und Phonetik (enge Transkription)
-IPA-Tafel
IPA - Das internationale phonetische Alphabet ist ein Lautschriftsystem, mit dem die Laute aller Sprachen
mittels phonetischer Zeichen dargestellt werden können. Eine phonetische Transkription ist hilfreich, da in den
verschiedenen Sprachen keine 1:1-Relation zwischen Schriftsymbol und Lauteinheit besteht. Ein
Aussprachewörterbuch ist ein Wörterbuch, das angibt, wie die Wörter einer Sprache ausgesprochen werden.
Dazu werden die Wörter aufgelistet und durch ein spezielles System von Schriftzeichen, die für die einzelnen
Laute stehen, die Transkriptionszeichen, wiedergegeben. Aussprachewörterbücher können prinzipiell für jede
regionale (Dialekt) oder soziale Form einer Sprache (Soziolekt) entwickelt werden; in vielen Fällen geben sie eine
Standardlautung der betreffenden Sprache wieder. Zum Beispiel im Deutschen gibt es weit verbreitet eine
starke Tendenz, Wörter wie "Bär", "Käse" oder "Mädchen" mit einem geschlossenen langen "e" (phonetisch
transkribiert: [e:]) auszusprechen; für das Hochdeutsche gilt aber in diesen Fällen nur ein offenes langes "ä"
(phonetisch transkribiert: [ɛː]) als korrekt. Will man sich informieren, ob die eigene Aussprache korrekt ist oder
nicht, kann man diesen und viele andere Fälle in einem Aussprachewörterbuch nachschlagen. Duden ist das
größte Wörterbuch der deutschen Sprache.
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Bei der Interferenz ist nicht nur die Phonologie von Bedeutung, sondern auch die Realisierung der Laute im
Sprechprozess. Die Hauptunterschiede zwischen dem Deutschen und dem Russischen sind:
- Spannung und Stabilität der Artikulation (stark und stabil im Deutschen und schwach im Russischen)
- Labilität (energisch im Deutschen und schwach im Russischen)
- Vorverlagerung der Zungen im Deutschen und Rückverlagerung im Russischen
- Tiefstellung des Kehlkopfs im Deutschen und Hochstellung im Russischen
Arten der Interferenz:
~ negative und positive Interferenz;
~ Kulturelle Interferenz;
~ phonetische, morphologische, grammatische Interferenz.
Die Kategorie der linguistischen Gründe, die das Auftreten von Interferenzen verursachen, kann die
unterscheidenden und ähnlichen Merkmale der kontaktsprachen beinhalten. Unzureichende Kenntnisse der
Grammatik oder des Vokabulars einer Fremdsprache sowie die Unfähigkeit, bereits erlernte Fähigkeiten
anzuwenden, führen eher zu einer negativen Übertragung, und Umgekehrt trägt ein hoher Grad an
Sprachkenntnissen zu einer Verringerung der Interferenz bei. Linguistische Voraussetzung der Interferenz -
Kriterium wie die Besonderheiten der Sphäre der Kommunikation und Ihrer Teilnehmer.
Ein weiterer Grund für die Interferenz kann ein Unterschied im Verständnis der Prozesse der Realität in
verschiedenen Sprachen sein. Faktoren, die das Phänomen der Interferenz provozieren:
-Unterschiede und Ähnlichkeiten zwischen Sprachsystemen:
-Unzureichende Sprachkenntnisse
-Emotionalen Zustand des Lernenden
-Bestimmte Sprachfähigkeiten einer Person
Eine Möglichkeit, die negativen Auswirkungen der interlingualen Interferenz zu überwinden, kann die Analyse
der Muttersprache und der studierten Sprache sein.
Eine Erscheinung, die in der Muttersprache als phonologisches Merkmal fungiert, wird von Deutschlernern
automatisch auf die deutsche Aussprache übertragen:
-die Palatalisierung der deutschen Konsonanten vor den Vokalen der vorderen Reihe
- die Velarisierung der deutschen Konsonanten vor den Vokalen der hinteren Reihe.
-das häufige Ersetzen der deutschen Vorderzungenvokale /i:, i/ durch das russische «ы»
-Lange geschlossene und kurze offene Vokale des Deutschen werden als Phoneme nicht unterschieden und
durch russische Vokale ersetzt
-Die Stabilität der deutschen Vokale wird durch eine gleitende, labile Artikulation des Russischen ersetzt -/h/
wird durch das russische /x/ oder /x'l ersetzt
Die Interferenz durchdringt nicht nur die lautliche, die segmentale, sondern auch die suprasegmentale Ebene:
In diesem Fall entstehen Fehler im Rhythmus, in der Satzbetonung und in der Melodie. Der Vorlauf im Deutschen
wird durch den Abstieg des Tonhöhenverlaufs charakterisiert. Im ersten Drittel der betonten Silbe steigt der Ton
steil an. Danach fällt er allmählich ab oder bleibt in der Schwebe. Im Unterschied zum Deutschen erreicht die
Tonführung im Russischen nicht den Tiefschluss und die Aussage wird von den deutschen Muttersprachlern als
nicht- abgeschlossen aufgefasst. Im Unterschied zum Deutschen erreicht die Tonführung im Russischen nicht
den Tiefschluss und die Aussage wird von den deutschen Muttersprachlern als nicht- abgeschlossen aufgefasst.
Diese Interferenz betrifft vor allem die Tonführung im Satzschluss, die Geschwindigkeit des Melodieanstiegs und
das melodische Intervall der Kadenz. Methodische Techniken, um Interferenzen zu verhindern: -Auf die
phonetische Ebene: der Akzent auf jenen Tönen, die entweder in der Russischen Sprache fehlt -Auf die
lexikalische Ebene: «falsche Freunde des Übersetzers», die Arbeit mit dem Wörterbuch -Auf der
grammatische Ebene: Alle Wörter mit dem Artikel.

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Normalerweise hören wir in unserer Muttersprache ziemlich genau, ob unser Gesprächspartner gerade traurig,
fröhlich oder wütend ist. Sogar bei Telefongesprächen, wenn wir den anderen nicht sehen, merken wir es an der
Art, wie er spricht. In einer Fremdsprache erlernen Sie zuerst meistens Regeln für eine Aussprache, die ziemlich
neutral ist. Diese Regeln gelten, wenn Sie sachlich und nicht besonders gefühlsbetont sprechen. Damit werden
Sie meistens überall verstanden. Für sachlich neutrales Sprechen gelten alle Regeln zur Akzentuierung,
Pausierung, Melodie und Aussprache der Vokale und Konsonanten. Nachdrückliche Sprechweise: Man spricht
z.B. nachdrücklich, wenn man besonders auf die Bedeutung und Wichtigkeit des Gesagten hinweisen will. Dies
tun z.B. oft die Dozenten in der Vorlesung, die Ihnen etwas Neues, Interessantes und Wichtiges erzählen.
Man spricht: -sehr deutlich und mit vielen betonten Silben -langsamer -lauter -mit starkem Fall der Melodie
am Satzende.
Unentschlossene/ unsichere Sprechweise:
Wenn man so in einer offiziellen Situation spricht(z.B. in einem Vortrag) wirkt man meistens sehr unsicher und
auch wenig kompetent.
Man spricht: -ein wenig monotoner, d.h. die Melodie ist nicht sehr lebhaft -mit fast gleich bleiben der Melodie
am Äußerungsende -nicht so laut -relativ langsam
Ironische Sprechweise
Ironie erkennt man meist schwer, weil es keine ein deutigen Regeln für die Sprechweise gibt.
Ironisch wirkt zum Beispiel: -wenn der Inhalt der Äußerung nicht mit der Form zusammen passt -wenn die
Äußerung übertrieben klingt
Freundliche/ erfreute/ fröhliche Sprechweise:
Diese Sprechweise wirkt meistens sehr kontakt betont und höflich.
Man spricht: -mit höherer Stimme -mit starker Melodiebewegung und mit steigender Satzendmelodie -mit
größerer Lautstärke -schneller -mit größerer Sprechtempovariation -mit deutlicherer Artikulation -mit
klarer Stimme
Somatische phraseologismen Im Prozess der Kommunikation mit nonverbalen Mitteln wird eine
beträchtliche Menge an Informationen über die Welt übertragen. Wie die meisten Forscher (Sternin, Grishaeva,
Tsurikovaund andere) bemerken, ist eine Person eher geneigt, nonverbalen Signalen zu Vertrauen, da Menschen
Sie weniger kontrollieren und manchmal überhaupt nicht kontrollieren können. Zum Beispiel das Wort "Hand".
In der Russischen Sprache gibt es Ausdrücke wie"под рукой" oder"рукой подать". Es bedeutet in der Nähe.
Negative Emotionen Die Anzahl der somatischen Phraseologismen ist in Russisch und Deutsch ungefähr gleich,
und die Anzahl der Repräsentationen negativer Emotionen in Russisch und Deutsch übersteigt die positiven
Emotionen.
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In Linguistik und Phonetik steht Prosodie für die rhythmischen und melodischen Eigenschaften von Sprache
allgemein, von einer Einzelsprache sowie von sprachlichen Äußerungen. Die Prosodie (manchmal auch
‘Suprasegmentalia’): die Beiträge der Dauer, Grundfrequenz, und Amplitude zur Bedeutung in der gesprochenen
Sprache. Intonation ist eine Summe von intonatorischen Mitteln, die sich auf den Lautbestand einer Phrase oder
eines Textes(Aussage) aufschichten.
 Intonation im weiteren Sinne: Gesamtheit aller prosodischen lautsprachlichen Merkmale
(>Intonationsforschung, Intonologen). Die kleinste Einheit, die mit der Intonation markiert ist, ist die Silbe (hat
Betonung und Intonation).
Intonation ist da, wo es die Betonung gibt.
Die Intonation ist die phonetische Form, in der der Mensch seine Gedanken und Gefühle offenbart, sie
charakterisiert einen Ausspruch. Die Intonation gehört neben dem Wortakzent und dem phonetischen
Silbenbau zu der Prosodik. Die akustisch-physiologische Grundlagen der Intonation sind: 1. Die physiologische
Grundlage: die Atmung, die Stimme, die Artikulation. 2. Die akustische Grundlage: die Grundtonfrequenz, die
Intensität, die Dauer. Die Intonation: eine kom´plexe Klangstruktur, die aus Tonhöhe, Lautstärke und Dauer
besteht und zeitlich durch Pausen und Akzente gegliedert ist.
Funktionen der Intonation
Die sprachliche Funktion: der Sprecher/Hörer kann den Redefluss gliedern, sinnwichtige Teile des Satzes und
der Äußerung (des Textes) hervorheben und differenzieren, das subjektive Verhalten zur Inhalt des Ausspruchs
und der Äußerung ausdrücken und auffassen. Man unetrscheidet syntaktische Funktionen und die nicht
syntaktische Funktion der Intonation.
Die organisierende Funktion: die Gestaltung und Organisierung der Rede. Einerseits gliedert die Intonation die
Rede in verschiedene phonetische Einheiten (Aussprüche, Sprechtakte = Syntagmen, Akzentgruppen),
andererseits vereinigt die Intonation kleinere phonetische Einheiten in größere. 
Bedeutungen: die Ganzheit des Ausspruchs (Abgeschlossenheit – Nichtabgeschlossenheit), die kommunikative
Einstellung des Sprechers (Aussage – Frage, Aussage – Aufforderung, Frage – Aufforderung), die kommunikative
Aufgabe des Ausspruchs (das Thema – das Rhema) u. a. m. Hauptmittel: Melodie, Pausierung.
Die logische Funktion: die Opposition "Verbindung – keine Verbindung". Mittel: Melodie, Akzent, Pausierung,
Tempo. Das gilt z. B. für:
a) ein erweitertes Attribut
b) gleichartige Satzglieder: 
c) die Absonderung: 
Die stilistische Funktion: die Differenzierung von Textsorten. Mittel: Melodie, Akzent, Tempo, Pausierung.

Die expressiv-emotionale Funktion: der situationsbedingte intellektuelle und emotionale Zustand des


Sprechers.Mittel:Akzent,Stimmfarbe.
3. Intonationskomponenten. Die Intonation ist eine komplexe phonetische Erscheinung. Die Anzahl der
Intonationskomponenten ist nicht einheitlich. Traditionell zählt man zu den Intonationskomponenten
folgende: die Sprechmelodie, den Akzent, das Sprechtempo und die Sprechpause, die Stimmfarbe / das
Timbre. .
Sprechpause: Schallabwesenheit, oft als Grenzsignal; Arten: Atempausen an der Grenze zwischen
Sprechtakten und Aussprüchen; Denkpausen, psychologische Pausen .
Stimmfarbe / Timbre: Resultat der kombinierten Tätigkeit von den Atmungsorganen, dem Kehlkopf und
dem Ansatzrohr; die expressiv-emotionale Funktion.
Sprechtempo: Sprechgeschwindigkeit; Verlangsamung des Tempos zur Hervorhebung des Inhalts, ein
schnelleres Tempo beim Unbetonten/Unwichtigen.
Akzent: satz- , wort- und unbetonte Silben im Ausspruch; in der Akzentsilbe eine erhöhte Muskeltätigkeit
und die Verstärkung der akustischen Eigenschaften; Arten: der syntagmatische Akzent, der emphatische
Akzent.
Sprechmelodie: Tonhöhenveränderungen, gestalten den Ausspruch zu einer Einheit und sind
ausdrucksgeladen; Arten: terminal, progredient, interrogativ– die Melodie sinkt/schwebt/steigt in der
letzten betonten Silbe und nach ihr.

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Der Rhythmus ist ein regulärer Wechsel gleicher Elemente. Die Rede ist in den Silben, rhythmischen
Gruppen, Sprechakten, Phrasen gegliedert.
Unter Sprechrhythmus versteht man die zeitliche Gliederung der gesprochenen Sprache. Er ergibt sich aus
der regelmäßigen Wiederkehr von Bewegungen der Atemmuskulatur, die ihren Ausdruck in der zeitlichen
Abfolge von betonten und unbetonten Silben findet. Der Rhythmus gehört zusammen mit dem Akzent,
der Intonation, dem Sprechtempo und der Quantität zu den so genannten suprasegmentalen Merkmalen
gesprochener Sprache, auch Prosodie genannt.
Der sprachliche Rhythmus wird durch die Intensität, die Frequenz und durch die Dauer realisiert, in erster
Linie durch den periodischen Wechsel der betonten und unbetonten Silben. Grad der Betonung, Stellung
der betonten Silbe in der rhythmischen Gruppe, Art und Weise der Folge von betonten / unbetonten
Silben zeichnet die rhythmische Gruppe als Ganzheit aus.

Rhythmuskomponenten
die rhythmische die Akzentgruppe die Pause die Phrasenbetonung
Gruppe
In der rhythmischen Gruppe finden sich Merkmale, die für die bestimmte Sprache typisch sind.
Dazu zählt man die Silbendynamik als Art und Weise der Veränderung der Silbenparameter, der Charakter des
Anschlusses der unbetonten Silben an die betonten; die Verteilung der Dauer der unbetonten Silben in den
rhythmischen Strukturen. Für das Deutsche sind Springhaftigkeit und Abgehacktheit charakterisch, für die
russische Sprache dagegen – fließende Übergänge und Ebenmaß des Klanges. Der deutsche Rhythmus heißt
Stakkato. Das heißt, die betonten Silben in Wörtern und Sätzen sind sehr deutlich hervorgehoben: Sie werden
viel präziser, lauter, länger und höher oder tiefer als die nicht betonten Silben gesprochen. In fast allen anderen
Sprachen ist der Unterschied zwischen betonten und nicht betonten Silben viel weniger.
Erklärt sich von den folgenden Kennziffern:
die Artikulationsstabilität;
die Aktivität des unteren Kiefers und der Lippen;
die Abwesenheit der qualitativen Reduktion, außer Murmellaut, Aspiration, der Knacklaut;
Der russische Rhythmus heißt Legato. Zusammenhängend (связный), fließend, melodisch. Erklärt sich von der
Abwesenheit allen Kennziffern, die ich im Stakkato genannt habe. Man erwirbt den Sprechrhythmus zusammen
mit der Muttersprache schon sehr früh und verwendet ihn dann ganz automatisch. Deshalb ist es schwierig, in
einem späteren Alter auf einen anderen Sprechrhythmus sich einzustellen und man spricht die Fremdsprache
zunächst mit dem Sprechrhythmus seiner Muttersprache. Z.B. es fällt manchmal schwer, die wichtige Silbe in
einer zusammengehörigen Wortgruppe oder in einem Satz so stark zu betonen, wie es nötig ist. Viele haben
auch Schwierigkeiten damit, mehrere Wörter als Sinneinheit ohne Pausen dazwischen zu sprechen. Sie machen
zu viele Pausen oder setzen sie an den falschen Stellen. Das beeinträchtigt die Verständlichkeit enorm. Den
Sprechrhythmus in Deutsch als Fremdsprache muss man gezielt mittels geeigneter Strategien üben.
Übungen zum Sprechrhythmus.
 * Rhythmisch anmutende Texte wie z.B. Gedichte und Rappen.
*Rhythmus mit Bewegung oder mit verschiedenen Gegenstände
* Rhythmus + Rechtschreiben/ Grammatik/ Wortschatz
* Sprechrhythmus mit Musik
* Rhythmusmuster
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Der Dialekt ist eine modifizierte Sprache, die sich durch morphologische, syntaktische Details von der
Hauptsprache unterscheidet. Das hat mit historischen Veränderungen, kriegen, Migrationen zu tun. Zum
Beispiel mischen Menschen, die näher an der Grenze Leben, Wörter und Akzente der Nachbarländer. Als
Ergebnis dieser Mischung wird ein Dialekt geboren. Trennung der deutschen Dialekte Europas:
Niederdeutsch: Friesisch, niederdeutsch, niedersächsisch.
Mitteldeutsch: fränkisch, Thüringen, obersächsisch, Schlesisch.
Oberdeutschland: Oberfranken, Alemannisch, bayerisch.
Heute ist die Amtssprache natürlich Hochdeutsch. Er kennt alle deutschen, er wird in allen offiziellen
Dokumenten, Medien, Filmen, Büchern, Musik verwendet, er wird an Schulen und Universitäten unterrichtet.
Die Deutsche Literatursprache wurde in den oberdeutschen adverbien unter dem Einfluss der Werke von Martin
Luther, Goethe, den Brüdern Grimm entwickelt. Neben ihm gibt es Mitteldeutsche und niederdeutsche Dialekte.
Sie unterscheiden sich in Grammatik, Phonetik, Vokabular.
Der Berliner Dialekt ist ein Dialekt der deutschen Sprache, der in Berlin und Umgebung von Brandenburg
verbreitet ist. Er gehört zu den Berlin-Brandenburgischen Dialekten der ostdeutschen Gruppe. Der Berliner
Dialekt hat viele phonetische und grammatische Unterschiede mit der literarischen Norm. Zum Beispiel,
- Umlaut «ä» wird immer als langes «e» ausgesprochen - Offenes «e» kann als «ö» gehört werden - Kurzes
unbetontes «e» verschwindet vor dem Konsonanten - Offenes «i» kann als «ü» gehört werden - Konsonant
«z» geht in «ss» - Vor «n» fällt der Konsonant «d»
Der Schwäbische Dialekt ist ein Dialekt der deutschen Sprache, der im Südosten Baden-Württembergs und im
Südwesten Bayerns verbreitet ist. Besonderheiten des Schwäbischen Dialekts:
1) Erhaltung der alten diphthongs [liəd, bluət, miəd]. 2) einen besonderen Klang haben die diphthongs, die aus
dem mittelhochdeutschen î, û gebildet sind: [wəib, həus]; 3) Senkung des «i» und «u» vor der Nase: kend, fende,
senge. 4) der Plural von Verben hat die Endung-et in presence; 5) Suffix»-le» - Diminutiv Substantive.
Der Westfälische Dialekt ist ein Dialekt der deutschen Sprache, der zur niedersächsischen Dialektgruppe gehört.
Der Westfälische Dialekt ist nicht einheitlich und zerfällt in vier weitere Dialekte: Münsterland, Ostwestfalen,
Südwestfalen und Westmünsterland. Für das Westfälische ist die Unterscheidung zwischen dem frühen langen
"a" wie im Wort Rot (Rat) und dem späteren langen wie in Sake (Sache) charakteristisch. Ein charakteristisches
Merkmal ist auch diphthonging einem kurzen Vokal in einer offenen Silbe, Z. B. in den Worten iäten (essen),
wieten (wissen), IMS (Ems), uapen (offen), Fuegel (Vogel). Lexikalisch ist die Westfälische Sprache durch eigene
Wörter gekennzeichnet, die im Standarddeutsch keine Wurzeln haben: küern (reden, sprechen) oder Rüe
(Hund). Das Vokabular des Westfälischen Dialekts wird in den Westfälischen und Niedersächsischen
Wörterbüchern beschrieben.
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Mimische und gestische Begleitung der gesprochenen Sprache. Als nonverbale Kommunikation wird jener Teil
der zwischenmenschlichen Kommunikation bezeichnet, der nichtsprachlich erfolgt.
Weise der Kodierung: die Gesichtsausdrücke, Gesten, Körperhaltung und -bewegung, Tonfall, Berührungen,
Geruch, Blickkontakt, interpersonelle Distanz u. a.
Nonverbalen Kommunikation
-Unbewusste -Teilbewusste      - Bewusste
Ein Teil nonverbaler Kommunikation ist die Körpersprache.
Körpersprache ist jede bewusste und unbewusste Bewegung eines Körperteils oder des gesamten Körpers, mit
der wir mit der Außenwelt kommunizieren.
Formen:  Mimik, Blickkontakt, Gestik, Körperkontakt und Körperbewegungen.

1. Mimik
Die Mimik wird auch als Miene oder Mienenspiel bezeichnet und bedient sich einer Vielzahl
von Gesichtsmuskeln. Ihr Zusammenspiel und die Kontraktion der Gesichtsmuskulatur sind für den
Gesichtsausdruck des Menschen verantwortlich.
Funktion & Aufgabe:

 Ausdruck von Gefühlen

 drückt Emotionalität aus

 hilft  Situationen besser einzuschätzen

 kann wichtige Vorteile bieten

1. Mimik beim Sprechen Z.B.


Traurigkeit - Die Oberlider und die Mundwinkel hängen nach unten, der Blick ist starr, die Wangen
schlaff.
Verachtung - Nur ein Mundwinkel wird angehoben, der Blick ist starr.

2. Gestik
Gestik ist die Gesamtheit der Gesten, die als Bewegungen der zwischenmenschlichen Kommunikation
dienen. Wir benutzen dafür unsere Arme, Hände, Kopf und auch Füße.

3. Affektive Gesten 4. Drücken Emotionen aus und sind somit nicht zu kontrollieren.

6. Mit Regulatoren gibt der Akteur ein Feedback oder fordert


5. Regulatoren
den anderen auf, etwas zu tun.

8. Sie erfolgen  unbewusst und zumeist in Gesichtsnähe. Die


7. Adaptoren
Adaptoren dienen dazu, Emotionen zu regulieren.

Gestik beim Sprechen (Beispiele)

- Offene Handfläche  bedeuten Ehrlichkeit und Offenheit.


- Die Hände auf der Brust    bedeuten Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.
- Das Kreuzen der Hände auf der Brust mit geballten Fäusten  - die Eindämmung der negativen
Empfindungen, die Aggression.

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Die Melodie ist eine Änderung der Tonhöhe einer Stimme während eines gesprochenen Satzes oder Syntagmas.
Die Melodie ist die wichtigste Komponente der Intonation, da Sie die größte Anzahl von Funktionen im Vergleich
zu anderen Intonationsmedien erfüllt. Es gibt dagegen nichts einzuwenden. Hätte die Sprechpraxis nur eine
timbre-phonematische Sphäre, würde man die Äuβerungen «Da.» und «Da?» nicht unterscheiden. Die Melodie
bildet sowohl den Satz als auch das Syntagma in eine ganzheitliche Einheit. Es ist das wichtigste Mittel, um dem
Ausdruck eine kommunikative Ausrichtung zu geben. Die Melodie in der Interaktion mit der Pause ermöglicht es
Ihnen, den fertigen Satz von dem Unvollendeten zu unterscheiden, und eindeutig die syntaktischen Beziehungen
zwischen den einzelnen Teilen davon zu bestimmen. In der sprachlichen Situation wird der Charakter der
Melodie durch den syntaktischen Typ und die lexikalische Zusammensetzung des Satzes bestimmt. Die Melodie
kann durch drei Arten dargestellt werden:
1. Terminal (absteigender Ton); ↘
2. interrogativ (aufsteigender Ton); ↗
3. progredient (gleichmäßiger Ton). →
Arten:
Die Terminalmelodie wird verwendet, um den abgeschlossenen Charakter einer Phrase zu zeigen. Terminale
Melodie findet sich in allen Arten von Sätzen. Die Ausnahme sind Fragesätze ohne Fragewörter, die mit einem
aufsteigenden Ton ausgesprochen werden.
Interrogative Melodie wird verwendet, wenn die Aussage vollständig ist und die Form einer Frage hat. In
diesem Fall wird es an jemanden gerichtet und dient dazu, die Kommunikation aufrechtzuerhalten. Darüber
hinaus wird die aufsteigende Melodie auch in erzählenden(повествовательные), ausrufenden
(восклицательные) Sätzen und Wünschen verwendet, wenn Sie kurz in der Form sind.
Progrediente Melodie wird verwendet, wenn Sie zeigen möchten, dass eine Phrase noch nicht fertig ist und
nach einer möglichen Pause fortgesetzt wird, bis es beendet ist. Es ist in Allgemeinen Sätzen, bei der Aufzählung,
in unterbrochener direkter Rede sowie in Aussagen vorhanden, die Unentschlossenheit oder Unsicherheit
ausdrücken.
Das menschliche Gehör ist mit der Wahrnehmung von Sprache und Musik untrennbar verbunden. Bekanntlich
weisen die 2 lautlichen Kommunikationsarten (Sprechen und Singen) mehrere Analogien auf, man durch
gemeinsame Anfänge zu verbinden pflegt. Die Meisten Musikwissenschaftler meinen aber, dass der Unterschied
des Materials (der Musik oder der Rede) für die Wahrnehmung gröβer und deutlicher als seine Ähnlichkeit sei.
Die Musik und die Rede sind linear. Man nimmt allgemein an, dass die Linealität der Rede vorwiegend
klangfarbig ist, sie äuβert sich im Wechsel von Formanten-Strukturen in einer Phonemenreihe. Und die
Linearität der Musik ist dagegen tonal.
Früher wurden verschiedene psycholinguistische Studien von Teplov sowie Studien von Leontiev und seiner
Schule durchgeführt. Sie versuchten, die Unterschiede zwischen dem musikalischen Hören und dem
sprachlichen zu bestimmen. Die Ergebnisse ihrer zahlreichen Experimente zeigten, dass das Sprachgehör mit
dem Musikgehör nicht übereinstimmt
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Im Intonationssystem der Sprache ist eine beschränkte Zahl der Intoneme (intonatorischen Einheiten)
vorhanden, die den Kern dieses Systems bilden. Sie sind einander entgegengesetzt und erfüllen distinktive
(unterscheidende) Funktionen. Das Intonem wird durch Verlangsamung des Tempos gekennzeichnet. Die
distinktiven Merkmale des Tonverlaufs – Tonfall, bzw. Tonanstieg bzw. Tonschwebe – drücken phonologisch
relevante Bedeutungen der informierenden Rede aus, wie Abgeschlossenheit/Nichtabgeschlossenheit,
Behauptung/Frage. Im Sprachsystem bilden Intoneme kein eigenes Segment, sondern kommen immer in der
Lautgestaltung zum Ausdruck.
Die distinktiven intonatorischen Merkmale werden durch das Prinzip der intonatorischen Opposition
festgestellt: - durch die Opposition zwischen dem Tonfall und der Tonschwebe wird die Bedeutung
Abgeschlossenheit/Nichtabgeschlossenheit realisiert, z.B. Wir essen Fleisch.
Wir essen Fleisch, Gemüse und Kartoffeln.
- durch die Opposition zwischen dem Tonfall und dem Tonanstieg wird die Bedeutung Behauptung/Frage
realisiert, z.B. Er liest. Er liest?
- durch die Opposition zwischen der Tonschwebe und dem Tonanstieg wird die Bedeutung
Nichtabgeschlossenheit/Frage realisiert, z.B. Ist es ein Junge oder ein Mädchen. Ist es ein Junge? Oder ein
Mädchen?
Jede Sprache verfügt über bestimmte normgerechte Regeln der intonatorischen Gestaltung des Satzes. Daraus
ergeben sich die intonatorischen Besonderheiten jeder Sprache. Diese Regeln bestimmen:
- den Charakter des Vorlaufs, des Vollaufs und des Nachlaufs,
- die Art der intonatorischen Verbindung einzelner Elemente des Ausspruchs,
- das Hervorheben der Stellen, die am schwächsten bzw. am stärksten miteinander verbunden sind, was durch
bestimmte intonatorische Mittel erreicht wird. Die Intonation wird im Redest
1. Die fallende (terminale) Melodieform hat die Funktion, das Ausspruchsende zu signalisieren. Diese
Melodieform wird verwendet, wenn die Sachinformation im Vordergrund der kommunikativen Absicht steht.
Die terminale Melodieform wird in abgeschlossenen Sprecheinheiten gebraucht: - für Aussagen - für
Ergänzungsfragen, die typische Informationsfragen sind - für Doppelfragen, bei denen die Tonführung im ersten
nicht abgeschlossenen Teil ansteigend verläuft und nach kurzer Pause fallend schließt.
2. Die weiterweisende (progrediente) Melodieform wird im dem gegliederten Ausspruch realisiert. Diese
Melodieform hat die Funktion, die Nichtabgeschlossenheit eines Abschnitts des Ausspruchs zu signalisieren. Die
Gliederung des Ausspruchs in einzelne Abschnitte wird gekennzeichnet:
- entweder durch Melodieintervall + Pause
- oder nur durch Melodieintervall
- oder nur durch eine Pause.
Die weiterweisende Melodie wird gebraucht:
- im Anfangs- und Zwischensprechtakten  - in Aufzählungen  - in Anreden  - in der Ankündigung vor der
direkten Rede.
3. Die steigende (interrogative) Melodieform bildet die sogenannte kontaktierende Intonation, die
verschiedene Formen der Melodie aufweist. Das Kontaktmodell ist vor allem für Entscheidungsfragen
kennzeichnend.
Das Kontaktmodell gilt auch: - für Nachfragen  - für Ergänzungsfragen, wenn eine ausführliche Antwort nötig ist
.
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Standartaussprache – die Aussprache der Rundfunk- und Fernsehspracher in Nachrichtenlesung,
Programmansagen, die Aussprache auf der Bühne und im Vortragsaal, in der Schule und Universität sowie in
vielen anderen Formen der Rede.
Merkmale der Standartaussprache

1. die Gebrauchsnorm: das Duden-Aussprachewörterbuch 2005, die ARD-Aussprachedatenbank.

2. Überregional (+deutschsprachige Länder)

3. Einheitlich

4. Schriftnah

5. Deutlich

Phonostilistik (Lautstilistik) – eingeführt von N.S. Trubetzkoy – die linguistische Disziplin, die sich mit den
Aussprachevarianten der Rede befasst.
Die Formstufen der Standartaussprache (nach G. Meinhold):

1. Formstufe der Lesung:


 Hohe Formstufe – öffentliche Reden vor großem Publikum (President, Kirche usw)

 Gemäßigte Formstufe – öffentliche Reden vor kleinerem Publikum (Seminar, Vortrag, Vorlesung)

1. Formstufe des Gesprächs:

 Gehobene Formstufe des Gesprächs – Diskussion im Seminar, Sitzung in der Arbeit, Talkshow zu einem
sachlichen Thema usw.

 Lässige, saloppe Formstufe – Gespräch zu Hause, mit den Freunden

Indikatoren der phonostilistischen Varianten:

1. Die r-Laute, die unterschiedlich realisiert werden können, darunter auch die Vokalisation des Lautes –
Man rollt (Herbst, dort, fort, arbeiten usw.)

2. Endsilbenreduktionen von –en, -em, -el, die als ein ziemlich sicherer Indikator für eine höhere oder
weniger hohe Formstufe gelten können

3. Einschränkungen der Aspiration der p, t, k-Laute

4. Die quantitative und qualitative Reduktion der Vokale in unbetonten einsilbigen Wörtern, die häufig
gebraucht werden

5. Wegfall des Neueinsatzes

6. Assimilationen

7. Verlust vom auslautenden t-Laut: nich(t), jetz(t), un(d), sin(d), sons(t), bis(t), längs(t)

8. Reduktion von Präfixen er-, ver-, zer-, in denen vor allem der Wegfall vom Silbenvokal beobachtet wird

9. Intonatorische Mittel:

 Das Nichtvorhandensein der Lösungstiefe bei terminaler Melodie

 Sinnwidrige Pausen

 Akzentanhäufung oder Akzentmangel