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Unterrichtsmaterialien in digitaler und in gedruckter Form

Auszug aus:
Fast Food, Slow Food - eine Lerntheke zur gesunden
Ernährung (Klassen 7-9) Materialien im WORD-Format

Das komplette Material finden Sie hier:

School-Scout.de
IV Der Mensch • Beitrag 18 Fast Food, Slow Food (Klasse 7–9) 1 von 32

Fast Food, Slow Food –


eine Lerntheke zur gesunden Ernährung
Ein Beitrag von Erwin Graf, Thomas Gielen, Nina Jerg, Annika Meyer, Ines Titel und Stephanie
Wawrzinek, Pädagogische Hochschule Freiburg
Mit Illustrationen von Julia Lenzmann, Stuttgart

Tagtäglich nehmen wir Nahrung zu uns, um die


Stoffwechselvorgänge unseres Körpers aufrecht-
zuerhalten. Nahrung ist aber nicht gleich Nahrung
– das ist vielen Schülern klar. Aber warum ist
bestimmte Nahrung gesund, andere weniger?
Und warum unterscheiden sich die gleichen
Nahrungsmittel in ihrer Zusammensetzung und

Foto: Thinkstock/iStock
in ihrem Geschmack mitunter ganz erheblich?
In dieser Lerntheke erhalten Ihre Schüler
Antworten auf diese und weitere spannenden
Fragen rund um die gesunde Ernährung. Dabei
wird ein Bewusstsein für die vielfältigen Zusam-
menhänge zwischen Nahrung, Ernährung und
Gesundheit geschaffen. Macht Fast Food wirklich glücklich?

M i t vi e l e n
Versuchen!

Das Wichtigste auf einen Blick


Klasse: 7–9 Aus dem Inhalt:
Dauer: 8 Stunden (Minimalplan: 4) • Welche Bedeutung haben Kohlenhyd-
rate, Fette, Eiweiße und Vitamine und
Kompetenzen: Die Schüler …
wie lassen sie sich nachweisen?
• weisen Kohlenhydrate, Fette und
• Was hat Ernährung mit Nachhaltigkeit
Eiweiße experimentell nach.
zu tun?
• machen differenzierte Aussagen
• Wie sieht ein gesundes Frühstück aus?
hinsichtlich der Bedeutung von Kohlen-
hydraten, Fetten und Eiweiß(en) für die • Verschwendung von Lebensmitteln –
menschliche Ernährung. wie lässt sich das vermeiden?
• erläutern das Charakteristische von Fast
Food und Slow Food und erklären die
Unterschiede der beiden Ernährungs-
weisen.

15 RAAbits Realschule Biologie September 2014


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Rund um die Reihe


Warum wir das Thema behandeln
Das Thema „Fast Food“ spielt im Leben von vielen Schülerinnen und Schülern* eine große
Rolle. So holen sich z. B. viele Jugendliche ihr Mittagsessen beim nächsten Bäcker oder im
Schnellrestaurant um die Ecke. Das Wissen über gesunde Ernährung und die Nachteile von
Fast Food ist in den Klassenstufen 7 bis 9 nur ansatzweise vorhanden; die Einstellung für
bewusstes Essen fehlt meist. Für eine gesunde Ernährung ist die Kenntnis der Nachteile von
Fast Food sowie der Chancen von Slow Food aber zweifelsohne sehr wichtig. Erst dann kann
jeder Einzelne selbst beurteilen, worin die Vorzüge und Chancen, aber auch die Nachteile und
Gefahren der einen oder anderen Ernährungsweise für die eigene Gesundheit liegen.
* Im weiteren Verlauf wird aus Gründen der besseren Lesbarkeit nur „Schüler“ verwendet.

Was Sie zum Thema wissen müssen


Was versteht man unter einer gesunden Ernährung?
Ernährungskreise veranschaulichen, welche Lebensmittel in welchen Mengen für eine
gesunde Ernährung täglich verzehrt werden sollten. Von der DGE (Deutsche Gesellschaft für
Ernährung) werden empfohlen:
• Getreide, Getreideerzeugnisse, Kartoffeln: • Milch, Milchprodukte: ca. 18 %
ca. 30 %
• Fleisch, Wurst, Fisch, Eier: ca. 7 %
• Gemüse, Salate: ca. 26 %
• Fette, Öle: ca. 2 %
• Obst: ca. 17 %
Zusätzlich sollte täglich eine ausreichende Zufuhr von ungesüßten Getränken sichergestellt
werden. Seit 2003 symbolisiert ein Glas Wasser in der Mitte des Ernährungskreises dieses
zentrale Anliegen der DGE.

Fast Food – Slow Food


„Slow Food“ bezeichnet den gegenläuigen Trend zu Fast Food und ist gleichzeitig eine
geschützte Marke des gleichnamigen internationalen Vereins. Slow Food („langsames,
genussvolles Essen“) ist inzwischen ein zunehmend bedeutsam werdender Trend, der sich
dem bewussten, genussvollen, gesunden Essen verplichtet fühlt und sich bewusst gegen
den globalisierten Verzehr von Fast Food wendet.
Menschen, die Slow Food „leben“, achten neben der Esskultur insbesondere auch darauf,
dass bei der eigenen Nahrung saisonale Produkte verwendet werden, die möglichst aus
der Region stammen und keine langen Wege bis zur Verarbeitung bzw. zum Verzehr durch
den Verbraucher zurücklegen. Dadurch soll einerseits die heimische Landwirtschaft unter-
stützt und andererseits bewusst die jahreszeitliche Verfügbarkeit von Lebensmitteln in Kauf
genommen werden, insbesondere im Hinblick auf eine akzeptable Ökobilanz.

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IV Der Mensch • Beitrag 18 Fast Food, Slow Food (Klasse 7–9) 3 von 32

Gegenüberstellung von Fast Food und Slow Food:

Fast Food Slow Food


langsames, genussvolles
Bedeutung schnelles Essen
Essen
meist unter hohem
Zubereitung, Service schnell
Zeitaufwand
meist deutlich höher als
Preis meist niedrig
Fast Food
langsam (um sich bewusst
schnell (infolge vermeint-
Verzehr der Nahrung Zeit für Wichtiges im Leben
licher Zeitknappheit)
zu nehmen)
Qualität des abhängig von Jahreszeit,
standardisiert
Nahrungsmittels Herkunft usw.
konstant (Wiedererkennungs- individuell sehr unter-
Geschmack, Aussehen
effekt) schiedlich
Herkunft der Ausgangs-
global regional
produkte
Energiegehalt der Nahrung meist hoch meist gering
Sättigungsgefühl meist erst 15–20 Minuten tritt schon bald nach der
nach der Mahlzeit nach der Nahrungsaufnahme Mahlzeit ein
Fett-, Energie- und
meist recht hoch meist relativ gering
Kochsalzgehalt
Eiweiß-, Ballaststoff-
meist recht gering meist recht hoch
und Vitamingehalt
Einsatz von Geschmacks-
verstärkern und Lebens- häuig eingesetzt kein Einsatz
mittelfarbstoffen
Nahrungsaufnahme zur Essen als soziales, kultu-
Verständnis von Essen
Sättigung relles Geschehen
Herkunft des Ernäh-
USA (1960er-Jahre) Italien (1980er-Jahre)
rungstrends

Vorschläge für Ihre Unterrichtsgestaltung


Voraussetzungen der Lerngruppe
Für die Bearbeitung der Einheit sind keine besonderen fachlichen Kenntnisse erforderlich.
Die Schüler sollten jedoch damit vertraut sein, in Kleingruppen nach Anweisung weitge-
hend eigenständig zu arbeiten, Versuche durchzuführen, Beobachtungen zu dokumentieren
und auf geeignete Hilfsmittel, wie das Internet oder Lexika, zurückzugreifen. Da es sich bei
der Lerntheke um eine offene Unterrichtsform handelt, bei der die Schüler eigenständig und
selbstbestimmt arbeiten, sollten sie bereits mit offenen Lernformen und eigenständigem
Arbeiten vertraut sein.

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Aufbau der Reihe


Als Einstieg in die Einheit dient Farbfolie M  1, die Fotos zu verschiedenen Essverhalten zeigt.
Die Schüler sammeln zunächst in Kleingruppen ihre Assoziationen zum Thema „Gesunde
Ernährung – schlechte Ernährung“, bevor diese im Plenum in Form einer Mindmap zusammen-
getragen werden. Die Fragen der Jugendlichen zum Thema „Gesunde Ernährung“ können als
Wandzeitung gesammelt und in der Abschlussstunde wiederaufgegriffen werden. Anschlie-
ßend können die Schüler im Wissenstest M 2 ihr Vorwissen überprüfen. Der Test wird in der
Abschlussstunde erneut eingesetzt, um den Schülern ihren Lernfortschritt bewusst zu machen.
In der Lerntheke (M 4–M 16) beschäftigt sich die Klasse in Gruppenarbeit an neun Bausteinen
mit Durst, Hunger und Verdauung (Baustein 1), mit den Nährstoffen Eiweiß (Baustein 2),
Kohlenhydrate (Baustein 4), Vitamine (Baustein 6) und Fette (Baustein 8) sowie mit nachhal-
tigen Verhaltensweisen rund um die Ernährung (Bausteine 3, 5 und 7). Als Wahl- oder Puffer-
stationen dienen zwei Bausteine mit Textaufgaben zu den Themen „Esskulturen“ und „Nach-
haltig handeln“ (Zusatzmaterial auf CD ).
Nach jedem Baustein kontrollieren die Schüler ihre Ergebnisse selbstständig mithilfe von
Lösungskarten. Die Stationsübersicht M  3 dient als Checkliste. In der Abschlussstunde wird
der Wissenstest M 2 erneut zur Selbsteinschätzung eingesetzt.

Tipps zur Differenzierung


Im Laufe der Einheit stehen Ihnen folgende Möglichkeiten zur Differenzierung zur Verfügung:
• Beschränken Sie die Anzahl der Bausteine und geben Sie eine bestimmte Anzahl an Plicht-
und Wahlbausteinen vor. Dann können an leistungsstärkere Schüler zusätzliche Erwar-
tungen gestellt und weitere Bausteine eingefordert werden.
• An den Bausteinen 2 (M 6), 3 (M 8), 4 (M 10) und 6 (M 13) werden Expertenaufgaben ange-
boten. Diese können freiwillig von leistungsstärkeren Schülern beantwortet werden.
• Bei leistungsschwächeren Klassen oder Klassen, die eigenständiges Arbeiten noch nicht
gewohnt sind, können Sie sogenannte Meilensteine einbauen: Diese erfolgen nach jeder
Schulstunde in Form einer Zäsur, in der die Gruppen von ihrer Arbeit an der Lerntheke
berichten und sich über aufgetretene Schwierigkeiten sowie Tipps zu den einzelnen
Bausteinen austauschen.

Diese Kompetenzen trainieren Ihre Schüler


Die Schüler …
• weisen Proteine und Kohlenhydrate experimentell nach.
• erklären die Bedeutung von Proteinen, Kohlenhydraten, Fetten und Vitamin C für den
menschlichen Körper.
• erläutern Slow Food als Gegentrend zu Fast Food und schätzen dessen Bedeutung ein.
• erläutern, welche positiven Auswirkungen eine nachhaltige, vollwertige Ernährung auf die
eigene Gesundheit, die Leistung, die regionale Wirtschaft und die Umwelt hat.
• wenden systematisch naturwissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen an und erweitern
ihre Kenntnisse hinsichtlich einer erfolgsorientierten Vorgehensweise.
• arbeiten mit anderen Schülern konstruktiv zusammen, bringen sich in gemeinsame
Arbeitsteams ein und gehen auftretende Problemsituationen erfolgsorientiert an.
• sind zunehmend besser in der Lage, nachhaltig und ethisch verantwortlich zu handeln,
auch was das eigene Verhalten hinsichtlich der Gesundheit angeht.

Ideen für die weitere Arbeit


Die Einheit bzw. der eine oder andere Baustein kann auch in Form eines Projekts durchge-
führt werden. Hierfür wären die folgenden Themen denkbar: „Ernährung und Gesundheit“,
„Trends in der Ernährung“, „Esskulturen in verschiedenen Ländern/Kulturkreisen“, „Gesund
essen/leben – aber wie?“, „Ernährung früher – heute – morgen“ oder „Wir stellen ein interna-
tionales Kochbuch zusammen“.
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