Sie sind auf Seite 1von 5

DEUTSCHE NORM Mai 1996

Halbstoffe
Bestimmung der Stoffdichte DIN
(ISO 4119 : 1995)
Deutsche Fassung EN ISO 4119 : 1996 EN ISO 4119
ICS 85.040 Ersatz für
DIN 54359 : 1975-10
Deskriptoren: Halbstoff, Faserstoff, Suspension, Stoffdichte, Prüfverfahren

Pulps — Determination of stock concentration (ISO 4119 : 1995);


German version EN ISO 4119 : 1996
Pätes — Determination de la concentration en päte (ISO 4119 : 1995);
Version allemande EN ISO 4119 : 1996

Die Europäisclie Norm EN iSO 4119 : 1996 hat den Status einer
Deutsclien Norm.

Nationales Vorwort
Diese Europäische Norm ist durch die Übernahme von ISO 4119: 1995 entstanden.
Sie wurde im Europäischen Komitee CEN/TC 172 "Halbstoff, Papier und Pappe" beraten,
dessen Sekretariatsführung beim Normenausschuß Papier und Pappe (NPa) im DIN liegt.
Bei der Erarbeitung dieser Europäischen Norm hat der Normenausschuß Material¬
prüfung (NMP) maßgeblich mitgearbeitet. Nationales Spiegelgremium ist hier der
NMP421 "Chemisch-technologische Prüfverfahren für Papier, Pappe, Halbstoff und
Chemiezellstoff".

Änderungen
Gegenüber DIN 54359 : 1975-10 wurden folgende Änderungen vorgenommen:
a)ûWärmeschrank-Temperatur von (103 + 2) °C auf (105±2)°C geändert. Warn¬
hinweis beachten.
b)û Europäische Norm EN ISO 4119 : 1996 übernommen.

Frühere Ausgaben
DIN 54539: 1975-10

Fortsetzung 3 Seiten EN

Normenausschuß Materialprüfung (NMP) im DIN Deutsches Institut für Normung e.V.


Normenausschuß Papier und Pappe (NPa) im DIN

© DIN Deutsches Institut für Normung e.V. • Jede Art der Vervielfältigung, auch auszugsweise,

Alleinverkauf der Normen durch Beuth Verlag GmbH, 10772 Berlin


EUROPÄISCHE NORM EN ISO 4119
EUROPEAN STANDARD
NORME EUROP^ENNE April 1996

ICS 85.040
Deskriptoren: Halbstoff, Faserstoff, Suspension, Stoffdichte, Prüfverfahren

Deutsche Fassung

Halbstoffe
Bestimmung der Stoffdichte
(ISO 4119 : 1995)

Pulps — Determination of stock concentra- Rates — Determination de ia concentration


tion (ISO 4119 : 1995) en päte (ISO 4119 ; 1995)

Diese Europäische Norm wurde von CEN am 1996-04-05 angenommen.


Die CEN-Mitglieder sind gehalten, die CEN/CENELEC-Geschäftsordnung zu erfüllen, in
der die Bedingungen festgelegt sind, unter denen dieser Europäischen Norm ohne jede
Änderung der Status einer nationalen Norm zu geben ist.
Auf dem letzten Stand befindliche Listen dieser nationalen Normen mit ihren bibliographi¬
schen Angaben sind beim Zentralsekretariat oder bei jedem CEN-Mitglied auf Anfrage
erhältlich.
Diese Europäische Norm besteht in drei offiziellen Fassungen (Deutsch, Englisch,
Französisch). Eine Fassung in einer anderen Sprache, die von einem CEN-Mitglied in
eigener Verantwortung durch Übersetzung in seine Landessprache gemacht und dem
Zentralsekretariat mitgeteilt worden ist, hat den gleichen Status wie die offiziellen
Fassungen.
CEN-Mitglieder sind die nationalen Normungsinstitute von Belgien, Dänemark, Deutsch¬
land, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und dem Vereinigten
Königreich.

EUROPÄISCHES KOMITEE FÜR NORMUNG


European Committee for Standardization
Comite Europeen de Normalisation

Zentralsekretariat: rue de Stassart 36, B-1050 Brüssel

© 1996. Das Copyright ist den CEN-Mitgliedern vorbehalten. Ref. Nr. EN ISO 4119 : 1996 D
Seite 2
EN ISO 4119: 1996

Vorwort
Der Text der Internationalen Norm vom Technischen Komitee ISO/TC 6 "Papier, Pappe und Halbstoff" der International
Organization for Standardization (ISO) wurde als Europäische Norm durch das Technische Komitee CEN/TC172 "Halb¬
stoff, Papier und Pappe" übernommen, dessen Sekretariat vom DIN gehalten wird.
Diese Europäische Norm muß den Status einer nationalen Norm erhalten, entweder durch Veröffentlichung eines identi¬
schen Textes oder durch Anerkennung bis Oktober 1996, und etwaige entgegenstehende nationale Normen müssen bis
Oktober 1996 zurückgezogen werden.
Entsprechend der CEN/CENELEC-Geschäftsordnung sind folgende Länder gehalten, diese Europäische Norm zu über¬
nehmen:
Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Irland, Island, Italien, Luxemburg, Niederlande,
Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Spanien und das Vereinigte Königreich.

Anerkennungsnotiz
Der Text der Internationalen Norm ISO 4119 : 1995 wurde von GEN als Europäische Norm ohne irgendeine Abänderung
genehmigt.


Anwendungsbereich 3.3û Filtriereinrichtung, bestehend aus einem Büch¬
ner-Trichter mit einem Durchmesser von 90 mm bis
Diese Internationale Norm legt ein Verfahren zur Bestim¬
150 mm, einer großen Saugflasche und einem Papier¬
mung der Stoffdichte von wäßrigen Faserstoffsuspensio¬ rundfilter für den Trichter.
nen fest. Es wird für Laborversuche zur Bestimmung von
anderen Halbstoffeigenschaften angewendet und wird in Das Filterpapier muß so beschaffen sein, daß alle sicht¬
einer Reihe von anderen ISO-Normen zitiert, in denen baren Fasern und anorganischen Stoffe zurückgehalten
Faserstoffsuspensionen behandelt werden. werden.
Dieses Verfahren ist nicht für die Bestimmung des Han¬
delsgewichtes von eingedickten Halbstoffen bestimmt. 3.4û Vorrichtung zum Trocl<nen der abfiltrierten
Allgemein ist dieses Verfahren auch auf alle Arten von Probe, z. B. Wärmeschrank oder Heizplatte. Die Tempera¬
wäßrigen Faserstoffsuspensionen anwendbar. tur des Wärmeschranks muß (105 + 2) °C und der Heiz¬
platte (150 ± 15) °C betragen.
ANMERKUNG 2: Ersatzweise darf ein Mikrowel¬
lenofen benutzt werden, wenn die experimentell

Definitionen bestimmten Rahmenbedingungen (Wärmeauftrieb
Für die Anwendung dieser Internationalen Norm gelten und Trocknungszeit) zum Erlangen des Trock¬
die folgenden Definitionen: nungseffektes von Halbstoff mit denen des üb¬
lichen Wärmeschrank-Verfahrens identisch sind.
Nicht korrekte Trocknungsbedingungen können
2.1 Faserstoffsuspension: Eine wäßrige Suspension eine Verkohlung der Probe verursachen.
aus einem oder mehreren Halbstoffen, die Füllstoffe und ANMERKUNG 3: Eine Heizplattentemperatur von
Hilfsmittel enthalten dürfen. 150 °C könnte für einige Halbstoffe auch zu hoch
und Ursache für ein Verkohlen der Probe sein.
2.2 Stoffdichte: Die Stoffdichte, die nach dieser Inter¬
nationalen Norm bestimmt wird, ist das Verhältnis der 3.5û Waage zum Wägen des getrockneten Stoffkuchens
Trockenmasse der abfiltrierbaren Masse zur unfiltrierten auf weniger als 0,1 %.
Probemasse.
ANMERKUNG 1: In dieser Internationalen Norm
wird die Stoffdichte als Massenanteil in Prozent 4 Probenalime und Probenvorbereitung
ausgedrückt [% {m/m)]. 4.1 Allgemeines
Der Ansatz ist gut zu mischen und während der Probe¬
nahme zu rühren. Die Proben müssen mit einem geeig¬
3 Geräte neten Gefäß durch eine Schöpfbewegung entnommen
werden, um eine Abtrennung der Fasern aus dem Wasser
übliche Laborgeräte, einschließlich
zu verhindern. Mit dem Eintauchen können die gesamte
oder mehrere kleine Proben entnommen werden. Jedoch
3.1 Behältnisse ausreichender Größe zum Wägen der müssen alle entnommenen Anteile in der zu wägenden
Faserstoffsuspensionsprobe oder des Filters (siehe Ab¬ Probe vereinigt werden. Unsachgemäße Probenahme
schnitt 5, Anmerkung 4). kann bei höheren Faserstoffdichten zu signifikanten Feh¬
lern führen.
Es sind Proben für zwei Bestimmungen zu entnehmen,
3.2 Waage, mit einem Meßbereich von 100 g bis 500 g oder soviele, wie in dem Prüfverfahren vorgegeben sind,
mit einer Fehlergrenze von weniger als 0,1 %. für das die Bestimmung der Stoffdichte durchzuführen ist.
Seite 3
EN ISO 4119 : 1996

4.2û
Stoff dichte, weniger als 0,3 % (m/m) papier mit dem Stoffkuchen ist sorgfältig aus dem Büch¬
ner-Trichter herauszunehmen. Dabei ist darauf zu achten,
Es wird eine Probe von min. 500 g (500 ml) entnommen,
die einer Trockenmasse von lg bis 5 g entspricht. Die daß alle Feststoffanteile von den Trichterwänden mit
erfaßt werden.
Probe wird in einem austarierten Behältnis gewogen (3.1).
Mit einer Waage (3.2) wird die Nettomasse der anfangs Der Stoffkuchen sowie das Filterpapier ist, wie oben
entnommenen Probe (m^) mit einer Meßunsicherheit von angegeben, zu trocknen und zu wägen, indem das glei¬
weniger als 0,5 g bestimmt. che Verfahren wie zur Trocknung und Wägung des Filter¬
papiers angewendet wird.
Diese Trockenmasse des Stoffkuchens und des Papier¬
4.3û Stoffdichte zwischen 0,3 % (m/m) rundfilters (m^) ist aufzuzeichnen.
und 1 % (m/m)
Die entnommene Probe von etwa 500 g wird in ein austa¬
riertes Behältnis (3.1) gefüllt. Anschließend wird die Netto¬ 6 Angabe des Ergebnisses
masse der anfangs entnommenen Probe (m-{) mit Hilfe Die Stoffdichte X, ausgedrückt als Massenanteil in Pro¬
einer Waage (3.2) bestimmt. Die Meßunsicherheit muß zent, wird nach folgender Gleichung berechnet:
weniger als 0,5% betragen.
- nii
X=^ û100 (1)
4.4û
Stoffdichte, größer als 1 % (m/m)
Es ist eine Probe von etwa 500 g in ein austariertes
Behältnis (3.1) zu geben. Dabei sind:
Die Nettomasse der anfangs entnommenen Probe (m^) die Nettomasse der anfangs entnommenen
ist mit einer Meßunsicherheit von weniger als 0,5 g zu Probe, in Gramm;
bestimmen. Mit einer bekannten Wassermenge (m2) ist OT4 die Trockenmasse des Papierrundfilters, in
mit einer Meßunsicherheit von weniger als 0,5% zu ver¬ Gramm;
dünnen, um eine Stoffdichte von weniger als 1 % zu erhal¬ mg die Trockenmasse des Stoffkuchens und des
ten. Nach Durchmischen ist ein Anteil von etwa 500 g zu Papierrundfilters, in Gramm.
entnehmen, dieser in ein austariertes Behältnis (3.1) zu Falls die Probe nach 4.4 vorbereitet wurde, errechnet sich
überführen und die Masse des entnommenen Anteils die Stoffdichte nach folgender Gleichung:
(m^) zu bestimmen.
+ m2
X= (2)
nifû
TUß
5 Durchführung Dabei sind:
Das Filtrierpapier (3.3) Ist in einem Wärmeschrank oder nif die Nettomasse der anfangs entnommenen
auf einer Heizplatte (3.4) bei den angegebenen Tempera¬ Probe, in Gramm;
turen bis zum Erreichen einer konstanten Masse zu trock¬ m2 die Masse des zu der anfangs entnomme¬
nen. Die Trockenmasse des Papierrundfilters (m^) ist auf¬ nen Probe zugegebenen verdünnten Was¬
zuzeichnen. Die Wägungen sind unmittelbar nach dem sers, in Gramm;
Trocknen auf 0,01 g durchzuführen.
die Masse des entnommenen Anteils, in
Es wird angenommen, daß das Filterpapier eine kon¬ Gramm;
stante Masse erreicht hat, wenn zwei aufeinanderfol¬
die Trockenmasse des Papierrundfilters, in
gende Wägungen um nicht mehr als 0,01 g voneinander
Gramm;
abweichen. In allen Fällen darf die Trocknungsdauer zwi¬
schen zwei aufeinanderfolgenden Wägungen nicht länger die Trockenmasse des Stoffkuchens und des
als erforderlich sein, aber mindestens V4 der gesamten Papierrundfilters, in Gramm.
vorangegangenen Trocknungszeit betragen. Die Ergebnisse sind als Mittelwerte der Bestimmungen
ANMERKUNG 4: Das Wägen des getrockneten auf zwei Dezimalstellen anzugeben.
Filters kann auch nach Abkühlung in einem aus¬
tarierten Behältnis (3.1) ausgeführt werden.
Das Papierfilter ist in den Büchner-Trichter (siehe 3.3) ein¬ 7 Prüfbericht
zulegen und zu befeuchten. Nach Anlegen des Unter¬ Der Prüfbericht muß folgende Angaben enthalten:
drucks ist die Stoffprobe (siehe Abschnitt 4) aus dem a)û Hinweis auf diese Internationale Norm;
Meßzylinder oder aus einem austarierten Behältnis (3.1)
zu filtrieren. Die Innenwände des Meßzylinders bzw. des b)ûalle erforderlichen Angaben zur vollständigen
Behältnisses sind zu spülen und die Spülanteile auf den Beschreibung der Probe;
Trichter zu geben. Es ist sicherzustellen, daß der Stoff¬ c)ûdie Stoffdichte, ausgedrückt als Massenanteile in
kuchen klar ist. Prozent;
Andernfalls ist der Stoffkuchen auf das gleiche Filter d)ûalle ungewöhnlichen Vorkommnisse, die im Verlauf
zurückzugeben oder ein neuer Ansatz mit einem dichte¬ der Prüfung beobachtet wurden;
ren Filterpapier durchzuführen. Der Stoffkuchen ist mit e)ûalle Vorgänge, die nicht in dieser Internationalen
aufeinanderfolgenden kleinen Mengen destillierten Was¬ Norm festgelegt sind, und die einen Einfluß auf das
sers oder deionisierten Wassers zu waschen. Das Filter¬ Ergebnis haben könnten.